Ur. 219 Erstes Blatt 174- Jahrgang Mittwoch, 26. November 1924 Erschein: täglich, auher Somu und Feiertags. Beilagen: GietzenerFamllienblälter Heimat im Bild. Movatr-Verugrprelr: 2 Golbmark u. 20 Gold- pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fe r nspr ech.Anschlüsse : Schriftleitung 112, Verlag undGeschästsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerSiedeiU poltfchecNonto: Kranksntt a. UL 11686. GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen VrvS nnd Verlag: vrÄhl'sche Univerfitätr-Bttch- und Steinöruderei R. Lanze in Giehen. Zchriftleilung und Geschäftrftelle: 5chulltra^e 7. Annahme von ln.jc.y.-i für die Tagesnummcr bis zum Nachmittag vorher ohne jedeBerbindlichKeit. preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne- Klame-Anzeigen o.TOmm Breite 35 Goldpfennig, Plotzvorfchrift 20" /Auf. schlag. - Derantwortlich für 'Politik u. Feuilleton: vi.Friedr.Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil. Hans Beck, sämtlich in Bietzen. von Dc: «Berlin, 25. Aov. (WTB.) Infolge :r der er* nicht InMainzist der Nachfolger D e g o u t t e S, General Guillaumet, eingetpvffe^ beruht, nicht mehr abgebaut werden dürfen, dafi besonders geschützte Angestellte (z. B. schwerbeichädigte unD versorgungsberechtigte) tunlichst nicht mehr entlassen werden sollen, und dafi Kündigungen von verheirateten weiblichen Beamten künftig derart zu bewirken sind, dah die Entlassung bereits s«hs Wochen vor Schlufi (statt bisher zum 1.) des Monats mitzuteilen ist, mit dessen Ablauf der Austritt erfolgen soll. Sie näheren Einzelheiten sind aus dem Reichs - beföldungsblatt (6. 335 Ar. 1049) zu ersehen. sichtigt werden. Die Reichsregierung hat infolgedessen im Derwaltungswege bestimmt, dah der grundlegende Artikel 3 der Personalabbau- Verordnung (Versetzung von Beamten in den einstweiligen Ruhestand) bom 1. Januar 192o ab nicht mehr allgemein, sondern nur noch in den Reichsderwaltungen anzuwenden ist. in denen aus Grund eines ausdrücklichen Beschlusses der Deichsregierung ein weiterer Personalabbau wegen besonderer Grunde ausnahmsweise noch als erforderlich erachtet wird. Darüber hinaus ist zugunsten der Beamten beabsichtigt, in einer dem neuen Reichstag vor- -ulegenden Personalabbaunovelle eine Gesetzes- Vorschrift zu" treffen, wonach mit dem Inkrast- toeten der Novelle der Artikel 3 der Personal- Herr Herr io t ist aus den genialen Ausweg verfallen, den ihm mindestens sehr unbequemen Fall Aat hu ius dadurch zu lösen, dafi er den alten siebzigjährigen Gc- e al begnadigt. Natürlich, nich s ist einfach r Herr H r- itot ist aus jeglicher Verlegen heil le aus, ter General ist frei und Fvankre.ch steh', zu em nch vor der Welt in der Rolle des Grofirnütigen, der über die'deutschen Pluud^ungen i.n K eze jetzt den Mantel der christlichen Dergessenh.nt decken will. Auf deutsche.' Seite aber gehört doch eine starte Abgestumpftheit der simpel.en Ehrbegrisfe dazu, wenn man sich mit einem solchen Kompromifi befrmnden kam. Hat Herr Herriot lediglich die Ablicht, durch die'en „Gnr-> denbeweis' Herrn von Aathu ius m glichst umgehend in Freiheit zu setzen und von d>r Fortsetzung der Llntersuchungshaft zu bewahren, so ist das sehr menschlich gedacht: allerdings auch praktisch politisch von seinem Standpunkt aus. Senn dah ein alter Herr den Strapazen tes Anttouchungsgefängrsises unter ümftämc.i nicht mehr gewach en ist, wird sich auch der ftanzösi che Ministerpräsident sagm, und er mag doch wohl fürchten, Dafi, wenn dem Ge.ieral in der französischen Gefangenschaft etwas Menschliches Pas-, fieren sollte, ein Sturm der Entrüstung über die gaize Welt gehm würde. Aber das muh doch von Anfang an ausgesprochen werden, dah mit der Begnadigung der Fall Aathusius als solcher nicht erledigt sein kann. Das Verfahren muh seinen Fortgang nehmen, die deutsche Regierung kann gar nicht anders handeln, als entscheidendes Gewicht darauf zu legen, dah der Tatbestand. der ' dieser Verurteilung zugrunde lag, restlos aufgeklärt wird. Aach der formalen Seite wie nach der menschlichen Seite hin. Es ist doch etwas Ungeheuerliches, dah Tausende von deutschen Offizieren in aller Heimlichkeit verurteilt worden sind, ohne dah sie vorgeladen wurden, ohne dah ihnen von dem Grund der Anklage oder von dem Urteil irgendeine Mitteilung gemacht wurde: dah dann ein deutscher General zu stiller Andacht an das Grab seines Sohnes kommt, vom Bahnhof weg verhaftet, ins Gefängnis geschleppt und als überführter Verbrecher behandelt wird. Ein Glück, dah die Einspruchsfrist gegen das Urteil nach dem französischen Recht noch nicht verstrichen war, sonst wäre er schlankweg ins Zuchthaus überführt und hätte seine Strafe absihen müssen. Wohlverstanden — alles im Aamen desRechtes der Ration, die sich mit stolzer Bescheidenheit die „ritterlichste in der Welt" nennt. « Was Herrn v. Aathusius passiert ist, kann schliehlich anderen deutschen Offizieren auch passieren. Wir halten es schon für möglich, dah die französische Regierung eine schwarze Liste an'ezt und nach Jahr und Tag sich ein beliebiges Opfer herausgreift, daS zufällig über die Grenze gekommen ist. um dafür zu sorgen, dah der Hah gegen alles, was deutsch heiht. im französischen Vclke nicht versiegt. Dah wir zu einer derartigen Taktik nwch unsere Hand bieten, kann niemand von uns verlangen. Die deutsche Regierung hak deshalb auch kein Interesse daran, Herrn Herriot das Spiel zu erleichtern. Für sie gibt es nur den einen Standpunkt, dah nicht Gnade, sondern Recht die Entscheidung bringen soll. Niemand wird bestreiten wollen, dah auch unter den deutschen Offizierkorps einige Schädlinge gewesen sind, die etwas getan haben, was nicht zu verantworten war. Wäre einer von ihnen den F anzofen in die Hände gefallen, dann hätten wir uns fügen mässen, es hätte sich auch keiner gewehrt, wenn die Strafe geecht ausgefallen wäre. Der Fall Nrthusius aber ist geradezu typ sch für ein Verfahren, wie es nicht sein soll. Die ganze Anllage hat sich aufgebaut auf klatsch und Tratsch. Sie hätte niemals zu einer Verurteilung führen können, wenn das Kriegsgericht nicht in seiner Verblendung zur Bestrafung hätte kommet: wollen. Inzwischen haben sich freiwillig Zeugen gemeldet, die unter ihrem Eide bekräftigen Birnen, dah Herr v. Aathusius nicht nur ein sehr bescheidener Herr getoeien ist, der keinerlei Bequemlichkeit für sich beanspruchte, sondern dah er auch an dem entscheidenden Tage bereits in sein nächstes Quartier übergesiedelt war. dah er also das ihm vorgeworfene Delikt gar nicht begangen haben kann. Wenn das Kriegsgericht von Lille nicht eine so verdächtige Eile entwickelt, sondern den deutschen Gegenbeweis zugelassen hätte, dann lieh sich das alles feststellen, und die Anklage brach in sich zusammen. Dann verlieh General v. Aathuirus als makellos gerechtfertigter Offizier die Gerichtsstätte. und verurteilt wurde lediglich das fron» zösische Gerichtsverfahren, das die bewuhte Ehr- abschneiderei systematisch betreibt. stütte und der Hannoverschen Stelle ist Kontrollkommission in jeder Hinsicht leichtert worden. Alles übrige entspricht den Tatsachen. * Frankreichs neueste Sensation. Die att islungsfähigtett, die auf ihrer Beschädigung Recht oder Gnade? Begnadigung des Generals von Nathusius durch den Präsidenten der Republik? Deutschlands überzeugt werden, um auf diese Weise die Militärkontrolle verewigen zu können. Der Kampf gegen die Schuldlüge. Das neue Aktenwerk der Reichs- regicrunq. Berlin, 25. Aov. (WTB.) Der Abschluß des neuen groben Aktenwerkes der Re chsiegir* rung steht unmittelbar bevor. Sie umfaht drei Bände in sechs selbständigen gebundenm Teilen und bildet die erste Hälfte der vierter Serie bat! Gesamtpubl.kcttionen. Die Dänte werden durch die Deutsche Derlagsgesellschast für Politik und Geschichte in Berlin am 10. Dezember an den Buchhandel ausgelufert. Sie erschliefien die Dokumente der Zahre 1902 bis 190? und führen den Gesamttitel „Die Iso- lierung der Mittelmächte". Mit dieser Abteilung ist das grohe deutsche Ak enwerk in di? engen. Vorgeschichte des Kremes eingetreten. Während die ersten Teile der P b.fcfiifior.ei Doku» mentenartikel publizierten das für viele Leser tn erster Linie einen historischen Reiz hatte, wird der Stosskreis der Schluh bteilung das Material der Zeit umfassen, die den meisten Leern aus eigner Erinnerung gegenwärtig ist. Für die Beendigung des ganzen We kes besteht jetzt folgender Plan. De vorletzte Reihe wird am Zanuarende 1925 vollständig vorliegen und das Aktenmaterial bis 1908 bringen. Die Schlufi- reihe erscheint rn zwei Abteilung^, En e Marz und Errde Mai. Die mit dem Aktenwerk beabsichtigte Klarstellung der Kriegsschuldsrage wird allo vor Ablauf der ersten Hälfte 1925 möglich fein. Französische Geroattmatznahmen im Taunus. Idstein (Taunus). 26. Aov. (T. U.) Zu? Unterbringung von Besatzung5truppen verlangten । die Franzosen von der Stadt die Räumung | des gef amten nördlr chen Schulgebä u- des in 2 und die Räumung der drei Ley° rerwohnungen in 8 Tagen. Die Swdtver» ordneten Versammlung wird vom Reich sämtliche zur Errichtung von Neubauten erforderlichen Mittel anfordern. Die Pariser Boulevardpresse ist :-ott ausführlichcn Berichten über die au i -benerrc- genben tnöc der Interalliierten Mi!..arlon- trollkvmmlssien in Hannover. Ganz Frankreich spricht heute, und morgen wird es bereits Die ganze Welt sein, von den Vorbereitungen Deutschlands für Den zukünftigen Gaskrieg, über dessen voraussichtliche Wir- hmgen man seit Jahr und Tag ganz Schrecks liches hört. Paris hat seine Sensation! Die amt* sich en Stellen spekulieren auf die Unwissenheit und die Angst Des französischen Volles, um Die Furcht vor Dem wiedererwachenden Deutschland nicht ein- schlafen zu lassen. Infolgedessen haben sie es auch gar nicht jür nötig gehalten, diesen SensationS* incIDungen über Die Gasmaskenfunde in Hannover entgegenzutreten und Den wahren Sachver - b a l t mitzuteilen. ES würde auch keineswegs in die französische Hetzpropaganda passen, wenn daS französische Publikum nach Den ersten Schauermeldungen plötzlich erfahren würde, dah Deutsch - land das Recht besitzt, Gasschuhmittel anzufertigen und die Reichswehr Damit auszurüsten, wenn es weiter erfahren würde, dah Die Interalliierten Kontrollkommissionen Die Prüfungsanstalt in Hannover seit Jahren besuchen und niemals Einwände zu erheben hatten Der Zweck Der durch Die obenerwähnte Nachricht eingeleitcten Hetzkampagne gegen DeutschlanD ut nur zu klar: Die Well soll mit Gewalt von Den neuen Lüftungen Die Finanzlage der Reichsbahn. Die Beratungen des Derwaltungs- rateS der deutschen Relchsdahngescll- schaft. Berlin, 25. Aov. (TU.) Der Verwall tungSrat Der Deutschen Reichsbahngesellschaft hielt vom 20. biS 25. November Ausschuh- und Plenarsitzungen hn Gebäude der Dmillchen Reichsbahn ab. Im Vordergründe der Erörterungen standen Personal-, Finanz-, Tarrs- und Organisalionsfragen. Den von der Verwaltung vorgeschlagenen Gehalts- und Lo hn e r - Höhungen wurde zugestimmt. Die Erhöhungen Der Bezüge der Beamten und Arbeiter der Gruppe 1—8 tritt rückwirkend mit dem 16. November tn Kraft. Insgesamt beträgt die Belastung der Reichsbahn durch die Gehalts- und Lohnerhöhungen über 125 Millionen an Jahre. Die neue Personalvrdnung wuiche ausgestellt. Die Ftnanzwirt schäft der Reichs- dahn für das nächste Jahr wurde an Hand der vorgelegten Unterlagen einer sehr genauen Prüfung durch den Verwaltungsrat unterzogen. Die Ausstellung eine« Haushaltes ini bisherigen Sinne kommt nach Umstellung der Rerchsbahn- gesellschast nicht mehr in Frage. Tie Sicherung des Dienstes der A e v a r a t i o n s s ch.u l d v e r s ch r e i b u n g e n muh mit Rücklicht auf Die sonst dem Unternehmen, der Wirtschaft und dem Personal drohenden Schwierigkeiten erflc Ausgabe der Verwaltung sein. Ihre Erfüllung ist mir möglich, wenn Die Reichsbahn finanziell auf das Vorsichtigste verwaltet wir-d Dies l-estimmt die Dar f-. Personal- und Befchaf fungsp oliftk Der Gesell chaft. Eini'e Taris ä nderungen wurden nach Den Anträgen der Verwaltung genehmigt. Die Neuordnung des Werkstätten' und des De'chasiu.ngs- weseirs wurde in ihren Grundzugen festgelegt An Einzelheiten ist zu bemerkens Die Verwaltung «xhnet für das Jahr 1925 mit einem Durchschnitt- IMjen Personal st and von 777 COO Köpfen. Die Kopfzahl .belief sich im Jahre 1913 auf 693 000, wobei die abgetretenen Strecken nicht mitgerechnet sind. Während im Jahre 1923 Die PersvnalauSgaben etwa 50 Prozent Der gesaut en DetriebSau.sg.Tben ausmachten, werden diese für Vas Geschäftsjahr 1925 auf 62 Prozent geschaht, Es wurde vom Derwaltungsvat zur Kenntnis genommen, dah Staatssekretär Vogt mit der Verwaltung der preuhischen Interessen tn der RetchSbahngesiLfchaft beauftragt worden ist. Die Be olbungsregelung bei der Reichsverwaltung. Berlin, 25. Aov. (TLI.) Die Lvhnregelung der Reichsverwaltung ist jetzt dadurch abgeschlossen, dah auch den Reichsarbeitern der Bezug der erhöhten Löhne mit rückwirkender Kraft vorn 1.6. November ab zugestanden worden ist, wie dies bisher schon bei den Lohn- enrpsängern der Post und Eisenbahn und bei den Desoldungssätzen der Angestellten bewilligt worden ist. — Die Spitzenorganisativaen der 'Beamten mit Ausnahme des Reichsbundes der höheren Beamten nahmen in einer gemeinsamen Sitzung zu Dem Ergebnis der Besoldungs- aftion Stellung. Es wurde eine Gntschliefiung gefaxt, in Der zum Ausdruck gebracht wird, dah die Spitzenorganisationen sich mit dem Ergebnis nicht zufrieden geben und nach dem Zusammentritt des neuen Reichstags die Aktion erneut aufnehmen werden. Der Personalabbau. Verbesserungen der Abbauverordnungen. Auflösung des Reichstages tst der Entwurf des Gesetzes über die zwecke Aenderunq Der Personalabba uverordnung nicht mehr vcrabschtedet worden. Die Reichsregierung prüfte desh..lb aus Anregung des Reichsfinanzministeriums Die ob Die geplanten Verbesserungen d.r Personalabbauverordnung etwa im A)ege 51ner Verwaltungsanordnung durchfuhttdir sinrx Zu einzelnen wichtigen Punkten, wie Artikel 10 (Kürzung von De.sorgunasbezügen bm Privat- drrfoiitnm). 2lrtitel 14 215to 2HSMor« für entlassene verheiratete weibliche ‘Beamte), Art Id (Detriebsrätegesetz) und gesetzliche Regeliing der Bezüge wieDerbeschästigter Wartegeldemp anger hat sich eine solche Regelung wegen deszwlngen- den,Charakters der geltenden Gesetzesbest-mmun aen nicht ermöglichen lassen. Dagegen können andere wesentliche Punkte schon letzt beruck- Nachdem die Singe aber einmal so weit gc» I konnnen sind, müssen wir verlangen, dah der Fall re st los aufgeklärt wird, md>t nur um des Verurteilten willen, sondern auch umdesdeut- schen Namens willen Denn wenn wir einmal in einem Einzelsalle nachweisen können, was I in Wahrheit mit diesen Anklagen gegen Die deutschen „Räuber und Moidbrenner" auf sich hat, I Dann wird dadurch Die ganze Methode dieser juristischen Leichenfledderei unmöglich gemacht: Dann fällt aber auch wieder einer Der Bausteine fori, auf dem das Lügengebäude von dem deutschen „Hunnentum" errichtet ist. Präsident Doumergue unterzeichnet den Begnadigungsakt. Paris, 26. Aov. (D. A. Z.) Die Begnadigung des Generals von Nathusius ist, wie eine derlästliche Nachricht mitteilt, am DienStag vom Staatschef unterschrieben worden, nachdem unter seinem Dorfih am Montag ein Ministerrat dem Präsidenten der Republik dieselbe empfohlen hatte. Zwischen dem KriegSminister General N o l l e t und Ministerpräsidenten Herriot sott es wegen der Begnadigung zu Mei- nungSverschiLdenheiten gekommen sein. Gerüchte von einem Rücklrittsgesuch Nvllets werden dementiert. Die Pariser Presse. Poris, 26. Nov. (TU.) Blatter aller Richtungen ergreifen heute das Wort zugunsten des Generals. Sogar das Blatt Millerands „2' Avenir" erklärt, dah nach einer unparteiischen Prüfung des Falles einer Begnadigung nichts in Den Weg gelegt werden könnte. „®re Aouvelle" mj ct Die Begnadigung des Generals als tatsächlich v?llzrgrn und schrttbt u. a.; Wir stellen mit Drrgniic.en fest, Dafi der Mi.si!e - präiiDent unserem Ru'e Gehör geschenkt h .t und | General von Oiathuftus begnadigte und wir be- j glückwünschen ihr dazu. Dafi er unserem Rufe ; Folge leistete. Besonderer Dank toi fen wir dem | Präsidenten der Republik Dafür, Dafi I er durch 'eine Autorität einer Sache gedient hat, । Die gleichzeitig Sache Der Menschheit war. Lehnt General v. Nathusius die Begnadigung ab? Par i s, 26. Nov. (S1I.) Der Verteidiger des Generals v. Nathusius, Rechtsanwalt Nicolai, ist gestern in Paris eingetroffen. In deutschen Iournalistentreilen verlautet, Dafier erklärt haben soll, General v. Aathusius lehne eine Begnadigung ab und bestehe auf Revis i o n s e i n e s P r o ze s ses. An französischer amtlicher Stelle wartet ‘man eine Bestätigung Dieser Mitteilung ab, Die Die Dinge, wie aus- drücklich hervorgehobrn toirD, außerordentlich komplizieren tann. Der „Vorwärts" meldet aus Paris, dafi cs vor Der Veröffentlichung Der Begnadigung des Generals v. Aathusius Der Zurückziehung des von dem Decuileilten gegen chas Urteil des Ciller Kriegsgerichts gestellter Antrags auf Einleitung eines K a f sationsverfahrens bedurfte, da eine Begnadigung gesetzlich nicht möglich war, solange ein Beinah en nicht endgültig a^eschlossen ist. Die Zurückziehung des Antrags sei mit Zustimmung des Generals erfolgt, und seine F eilassung dürfte im Lause des heutigen Tages erfolgen. Wie das Blatt dazu bemerkt, steht es Dem General v. Nathusius frei. Die Wiederaufnahme des Verfahrens zu beantragen und für leinen Freispruch vor einem französischen Gericht zu kämpfen. Der Reichspräsident an die 4 Familie Nathusius. Weimar, 25. Aov. (TU.) Der Reichspräsident hat auf ein Diesbezügliches Telegramm Der Familie Aathusius folgende Dringende Drahtantwort gesandt: „Dir Reichsregierung wie auch ich selbst find mit Ihnen der ^leberzcugung. Dafi Die Derurtei- limg Des Generals von Aathusius ein s ch w e r e s Unrecht ist. Dir Reichsregierung ist seit der Verhaftung des Generals bemüht, Desien Freilassung zu erreichen. Diese Bemühungen werben im Einvernehmen mit Den nächsten Angehörigen und in Fühlung mit Dem General selbst fortgesetzt. gez.: Reichspräsident Ebert." Das neue ägyptische Kabinett. Ziwar Pascha nnd das Kabinett. London, 26. Rov. (TL!.) In politischen Kreisen Englands wird gllgemein angenom- men, dah das neue Kabinett Ziwar Pascha eine Entspannung der Lage in Aegypten herbeiführen wird. Es sei von günstiger Bedeutung, daß im Kabinett au her Mohammedanern auch Christen und Juden vertreten seien. Sämtliche KabinettSinttglieder gehören einer ge- mäßigten Richtung an unD hallen sich einen guten Rus in au herpolitischen Kreisen erworben. Der „Tenrps" erfährt aus Kairo, dah Der neue ägyptische Ministerpräsident, Ziwar "Hascha, für den Fall, dah er vom Parlament kein Vertrauensvotum erlangt, dem König die Vertagung und eventuell sogar die Auf- lösungderKammer Vorschlägen wird. Montagabend verlautete in Kairo, dah d:e Regierung beschlossen habe. das Parlament während eines Monats in die Ferien zu schicken, um sich m aller Ruhe der Lösung des englisch-ägyptischen Konfliktes widmen zu können. Die Kabinettsmitglieder haben gestern früh Zaglul Pascha besucht. um mit ihm die Lage eingehend zu beraten. Ser Mrnisterpi äiident wird dem Parlament das Regierungsprogramm im Laufe des heutigen Abends unterbreiten. Die Lage in Kairo. London, 26. Rov. (WTB Funkspruch.) Die die „TimeS" aus Kairo meldet, wird zwischen dem neuen ägyptischen Kabinett und dem Vertreter Englands über die Möglichkeiten ver- handelt, über den toten Punkt htnwegzukommen. Man hofst zuversichtlich, dah sehr bald ein Ausweg gesunden werden wird. Rach einer hier ringetrvssenen Meldung hat am 24 Rovember ein ggypttsches Bataillon Omdurman geräumt, . es ist jetzt auf dem Dege nach Port Sudan. Reville Henderson ist zum Ratgeber Lord Allenbys ernannt worden und hat den T.tel eines bevollmächtigten Ministers erhalten. Henderson war früher Geschäftsträger in Konstantinopel. Die ägyptische Krise und der Völkerbund. Paris, 25. Rov. (SU.) Der französische Senat hat gestern einstimmig eine Resolution angenommen, in der die Regierung aufgefordert wird, bei der englischen Regierung bringe nde V o r- stellungen zu erheben, den Streitfall mit Aeahpten dem Völkerbund zu unterbreL.cn. Die „Liberte" meldet aus Kairo, dah die ägyptische Kammer an die ausländischen Parlamente und den Völkerbund einen Protest gegen das Vorgehen Grohbrltanniens gerichtet habe. 3n der Protestnote beißt es a. a.: Die von Groh- Britannien ergriffenen Maßnahmen tragen in feiner Weise der Verfassung Rechnung unb' ziehen das Wirtschaftsleben des Landes schwer in Mitleidenschaft. Die englischen Forderungen haben nichts mit dem Verbrechen zu tun. Türkische Kritik. ' London, 26. Rov. (TU.s Rach wie vor verfolgt die englische Öffentlichkeit die Stcl- mngnahme anderer Länder zum englischen Vorgehen in Aeygpten mit größter Aufmerksamkeit. Die Möglichkeit einer Trübung des Verhältnisses zu Frankreich, die angesichts der Haltung der französischen Blätter nicht ausgeschlossen erschien, scheint beseitigt zu sein. Dagegen berichten die Blätter aus Konstantinopel . von einer sehr feindseligen Haltung der türkischen Presse. Diese wirst England vor, daß es das gegenwärtige Regime durch die frühere Sklaverei zutersehen wünsche. Militärische Beratungen in London. London, 26. Rov. (SU.) 3m Laufe des gestrigen Sag fanden im Auswärtigen Amt Besprechungen des Außenm nite'3 Chamberlain mit dem Kriegsmini st er und dem Ersten Seelord sowie dem Ches des Generalstabs statt, in denen die militäri-- schenMaßnahmen erörtert tour' en, d e England in Aegypten ergreif m wird, wenn die ne e ägyptische Regierung nicht sämtliche englischen Qtebingungcn annehmen sollte. Eine englisch-australische Marinestonferenz- London, 25. Rov. (SU.) Der Sonderbericht- erflatter des „Daily Telegraph" meldet aus Sidney, dah die australische Regierung dem Vorschlag der britischen Admiralität, im nächsten Februar in Singapore eine Marinekonfersnz abzuhalten, sowie Seestreitkräfte bei dieser Gelegenheit dort zu konzentrieren, zugestimmt habe. Die australischen Marinebehörden werden mit den britischen über ein engere^ Zusammenarbeiten beider Länder in Marineangelegenheiten verhandeln. Die Konferenz ist nicht als Demonstration gedacht, sondern soll lediglich dazu dienen, ein Zusammenarbeiten der aust rariischen Flotte mit dem britischen C h i n a g e s ch to a d e r sowie anderen britischen Seestrritkräften in den östlichen Gewässern in die Wege zu leiten. Die Sage in China. Das Regierunqsproqrainm Tuan-Ckn-Nuis. Paris, 26. Rov. (SU.) Die chinesische Ge- fandtschast veiösf^"tticht nachstehende Boi schäft desMarschalllsT uan-Chi-Puis an die Westmächte Europas. Das chinesische Kabinett hat, nachdem cs sich darüber Rechenschaft ab- fegte, daß Präsident Tsao - Kun und Marschall Wu-Pel-Fn durch chrc engstiimige und cbi geizige Militärpolitit das Land dem Verderben entgegensühren, durch telegraphisch? Bitte mich ersucht, wenn auch nur vorübergehend, die Gr schäfte zur Wiederherstellung der Ordnung zu übernehmen. 3m Einverständnis mit Marschall T f cha n g ° S se-L i n und Gen.-, al F-ng-Du-Siang und Sh. Sun -j, Sen und General a. sch l n g - u.i > n >- tigen wir eine Reform durchaus>> 1 etiler Linie auf Absetzung der 1 j ' neure, Verringerung des Trupp.mltostar.^. - ur vollständige Entwaffnuna der snllossonei) toolDaten abztelt. rin finanzieller «rmuyi geoenken wir die Tilgung der inneren auS ausländischen Schulden vorzunehmen. Hinsichtlich unserer Beziehungen zu den auswärtigen Machten werden wir die abgeschlossenen Verträge achten. Aus Tientsin wird gemeldet: Marschall Wu Pei Pu hat nach dem Zusammenschluß von zehn Provinzen eine neue Regierung unabhängig von Peking gebildet. Die deutsch-englischen Handelsvertragsverhandlungen. London, 26. Rov. (SU.) Die Ausarbeitung des deutsch-englischen Handelsab^mmens hat gestern unter dem Vorsitz Lord d'Aber- n o n s und des Botschafters S t ha m e r einen günstigen Verlauf genommen. Es ist anzunehmen, daß kste Verhandlungen bereits in den nächsten Tagen abgeschlossen werden können. Der „Daily Telegraph" weih weitere Einzelheiten zu berichten. Sie hatten mit einer Auseinandersetzung über die 26prozentige Repa^ra- tivnsabgabe begonnen. Die deutsch? Forderung auf Aufhebung der Abgabe sei von den Sachverständigen a b g e l e h n t worden. Sie hätte nichts mit Tarifen zu tun unb wäre nur ein Mittel zur Einbringung der Repara- 3. tn. 111. — Los Angeles. Der Taufakt in Washington. R e u h v r k, 26. Rov. (Kabeldienst der SU.) 3.21111 hat nach glücklicher Fahri über Philadelphia und Baltimore um 1 Uhr mittags amerikanischer Zeit Washingtoner re i cht Da die Saufe erst 2,30 Uhr stattfand, kreiste das Schiss über dem Kapitol. Aus dem silberglitzern- ben Rumpf prangen in rot--weiß-blauen Buchstaben die Worte „Los Angeles . 2M den Dächern aller Häuser haben sich M en sch en- mengen angesammelt und jubeln dem Luftschiff begeistert zu. Auf dem Flugplatz, auf Dem die Saufe stattfand, waren unzahl i g e A u - t d s ausgefahren und eine ungeheure Menschenmenge erwartete den Taufakt. * Die Landung des Luftschiffes in Washington war sehr schwierig und konnte erst nach zwei Stunden Verspätung erfolgen, nachdem das Helium-Gas ausgelassen war. Kapitän Flemming stand mit seinem Rat der Zeppelin-Mannschaft dauernd zur Verfügung und übte mit seiner ganzen Erfahrung das Oberkommando aus, obwohl er es offiziell nicht hatte. Seine Hilfe wurde von der Besatzung an Bord hoch anerkannt. Sofort nach der Landung bestieg Frau Coolidge die Gondel des Luftschisses. Sie zog an einer Schnur Dir Tageszeitung öer Zamilie Aus Staat lUiü -UUsiÖ. Gießen, den 26. Rovember 1924. Stundung der Umsatzsteuer. Wie der Deutsche Handelsdienst meldet, hak der Rrichsminister der Finanzen kürzlich eine wichtige Entscheidung getrosten, in der es heißt: „Zu meinem Bedauern ist es nicht möglich, Stundungsgesuchen hinsichtlich der plmsatzsteuer allgemein über den Rahmen der bisherigen Hebung hinaus stattzugeben. Stundung von Umsatzsteuer muh vielmehr grundsätzlich abgelehnt werden. Es liegt im Wesen der Umsatzsteuer als einem Seit der speziellen Geschäftsunkosten eines Unternehmens, dah sie für die vereinnahmten oder im Falle der Versteuerung nach Lieferung, für die vereinbarten Entgelte eine Rücksicht daraus geschuldet wird, ob die Umsätze gewinnbringend wgren oder ob ein Unternehmen mit' Verlust ar' beitet. Stundung der Umsatzsteuer kann daher nur dann in Frage kommen, wenn im einzelnen Falle ein Steuerpflichtiger durch außergewöhnliche andere als die allgemeinen, für alle Steuerpflichtigen mehr oder weniger gleichmäßig fühlbaren ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse in eine derartige Lage geraten ist, daß die sofortige Zahlung der Umsatzsteuer in voller Höhe die Weitersüh- uung des Betriebes gefährden würde. Fälle, in denen die Versteuerung nach Lieferung — § 9 AStG. — erfolgt, werden wohlwollend beurteilt werden. Cs liegt aber unter den jetzigen Zeitverhältnissen im eigenen 3nteresse der Steuerpflichtigen, tunlichst zur Besteuerung der vereinnahmten Entgelte überzugehen. Die Finanzämter sind wegen der Bewilligung derartiger Qlnträae mit Anweisung versehen worden." in -er Provinz Gberhessen sowie in -en angrenzen-en preußischen Hezirken ist -er seit 1750 erscheinen-e 1 Gießener Mzeiger mit seinen zeitgemäßen Son-er-Seilagen Gießener Zamilienblätter Heimat im Sil- Hießener Hochschulblätter 200 eigene Zweigstellen aus -em Lan-e, üie Post, sowie 25 Trägerinnen in Gießen un- die Geschäftsstelle nehmen je-erzeit Stellungen entgegen t tonen während der ersten beiden 3ahre der Wirksamkeit des Dawesgutachtens. Die Reparationsabgabe dürse nicht auf die gleiche Stufe Mit den Zollabgaben gesetzt werden. Der Gewährsmann des ,,Dally Telegraph" weist weiter darauf hin, daß die deutsche Forderung auf Aufhebung der S o n de rb e st i mm u n - gen, die sich gegen deutsche Bankniederlassungen in England, gegen die deutsche Schiffahrt, gegen die deutschen Seeleute in englischen Häfen und gegen die Handelsfreiheit Deutschlands am Metallmarkt richten, wahrscheinlich bewilligt würden. Mexiko und Deutschland. Berlin, 26. Rov. (SU.) General Qert r a n d , der mexikanische Kriegsminister, der sich zu Studienzwecken in Deutschland aufhält, erklärte einem Vertreter der „Telegraphen-Llnion": Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Mexiko sind durchaus zufriedenstellend. Von einer Verstärkung oder Zuspitzung der Polltischen Beziehungen zwischen Mexiko und England will der General nichts wissen. Der Eintritt Mexikos in den Völkerbund hängt wesentlich von der Art der Einladung ab. Selbstverständlich würde man in Mexiko über den Eintritt Deutschlands erfreut sein, falls es für Deutschland vorteilhaft sein sollte. Italienische Kämpfe in Tripolis. Paris. 25. Rov. (WB.) Havas meldet aus Tripolis, daß vorgestern vormittag eine italienische Abteilung in dem Gebiet an derSyrthe gelandet sei und aus dem Schlosse, daß die 3ta- hener im 3ahre 1915 auf gegeben hätten, b i e italienisch e Flagge gehißt habe. Am Abend habe diese Kolonne einen Hebeifatl auf das Lager von 3 brahim Scetni bei Gasrbuhadi ausgeführt. 3brahim ist der Sohn von Ramadan-- Sueli, der 1915 durch seinen Verrat den Rückzug der 3taliener veranlaßt hatte. 3brahim habe nur mit Mühe flüchten können. Die 3taüener hätten 50 Rebellen getötet und 400 Gewehre sowie eine Kanone. Munition und Maschinengewehre, eine Fahne und ein Verpflegungsdepot erbeutet. Amerika und seine Schuldner. Reuyork, 26. Rov. (WTD. Funkspruch.) Schatzsekretär Mellon, der Vorsitzendem der Kriegsschulden-Kommission, gab gestern zu, es werde erwartet, daß Frankreich binnen kurzem eine Frist zur Fundierung seiner Schulden an Amerika im Betrag von 800 Millionen Pfund Sterling festsehen werde. Präsident Coolidge und Staatssekretär Hughes seien angenehm davon berührt, daß die französische Aktion wahrscheinllch noch vor dem 11. Februar 1825 erfolge, an dem das Mandat der Kommission erloscht und die Stage einer Erneuerung erwogen werden müsse. Es oerlautet, daß das Ministerium Herriot eine Regelung der französischen Schulden an die Vereinigten Staaten unter Bedingungen vorschlagen werbe, die denen der br i t i s ch e n Regelung mit Washington gleichen. Wenn Frankreich, 3talien imd Belgien keine Vorschläge zur Fundierung ihrer schulden machen würden, io werde es nach Gräffnung des Kongresses eine scharfe Kritik geben. Das neue Kabinett in Anhalt. Dessau 25. Rov. «Wolfs.) 3m ßaahtag ! tour bin fr to?: ■ .üifj-. Abg. Deist, Minister ial- biieffr 'De.nokt.2t) und Mlnisterial'» I direktor Rk ü t le v «partottos । av eokaertsnnnisteTU 1 gewählt. in der Kajüte des Luftschiffes, dadurch öffnete sich am Vorderteil eine Luke, aus der e i n S a u b c n= schwärm heransflog. An den Füßen der Tiere war die bekannte Weihnach^sbotschast befestigt. Daraus sagte Frau Coolidge: „3ch taufe dich Los Angeles". Präsident Coolidge, der in Begleitung des Kabinetts und eine Reihe hoher Offiziere erschienen war, hielt eine Ansprache. Das diplomatische Korps war bei dem Tausalt zahlreich vertreten. Sofort nach der Saufe flog das Luftschiff kurz nach 5 Uhr nachmittags amerikanischer Zeit nach Lakehurst zurück. Aus aller Well. Das Wolffsche Telegraphen-Bureau lasse Giehen-Land gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß Die Wahl am nächsten Sonntag ausfällt. ** Sic Dezember--Miete in Preu-- ß e n. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mit teilt, bleibt die gesetzliche Miete in Preußen, wie im Rovember, auch für Dezember mit 66 bzw. 62 Prozent in Geltung "Einen Schiller-Abend veranstaltete, wie uns berichtet wird, Frl. Else SpeckharDt im Singsaal der Oberrealschule. 3n einem klaren und zugleich begeifterunggetränften Vortrag gab sie Schiller als Den Dichter Der Freundschaft, und in wiikungsvoll gelesenen Teilen aus Dem Don Carlos und Dem Wallenstein lieh sie den Hymniker Der Freundschaft selbst zu Wort kommen. Meisterhaft waren dann die Vorträge einzeliwr Gedichte Schillers, Die technisch wie im inneren Rach empfinden gleich vorzüglich bewältigt wurden: An die Freude, Sehnsucht, Ritter Soggeiv bürg, Die Kraniche, Kassandra, der Schlußchor aus Der Braut, die beiden letzten melodrama-- tisch. Zu dem Chorlied aas der Braut schuf Walther Eschborn auf Dem Flügel eine in feinsten Einzelfärbungen an gepaßte Musik, wie er auch ein Vorspiel zu Den Darbietungen improvisierte, das freilich in chromatischen Gängen und Akkordabwandlungen sich erschöpfend, selbständige Prägung nicht in besonderem Maße auf weisen konnte, ©tubieniat Krauß brachte zur Kassandra Die begleitende Musik von Max Schillings in diskreter Handhabung, mit Studienassessor Roller zusammen Die vierhändig gesetzte Coriolanoudertüre, die den Abend stimmunggebend eröffnete. Einen besonderen Reiz verliehen dem Programm Die ringest reuten gesanglichen Vorträge von Frau Hedwig Müller». Bangert: mit tiefer Wärme uni) genauester! toni'cher Sicherheit, dü> mir beste Schulung «» p^en tattt, Sv» «rte 5Vttnfl!ertn TTC®<^ene fr/igr imb Der Jftngttng am Ba«tze in den Schubettfchcn Weisen Am Schluß des Abends tonnte Oberst u diendi rektor $h 2to Iler Wirte deS Danke« und der Anerkennung cm die Drv- anslalter richten,denen der reiche Beifall des übervollen Saales erneut das schöne Gelingen Uner Bemühungen bewies — n Turnen, Sport und Spiel. Die Spielmanuschasten der Deutschen Turnerschaft. Sine Aeberftcht über die Zahl der an Reihenspielen beteiligen Turn er Mannschaften in den falten drei Fahren ergibt ein anschauliches Bild über den gewaltige i Aufschwung derSptelbewegung in der Dent- schen Lurnerschaft. Die Tabelle f>Jt folgendes Aussehen 1922: 1923. 1924: Faustball Hcrndball Schfag^all Svnsttge Spd 7410 950 2611 etc 236 7256 1869 2310 4’3 8207 3'06 25 1 1115 Gesamtzahl 11237 11943 15 229 Es ergibt sich allo, dah 1923 tich 741 Mannschaften und 1924 nicht we-nger als 3241 Mannschaften mehr beteiligt haben, als im vorange- qangenen Fahr Fcmstball ist. wir die Tadel e .zeigt, noch immer ix>3 beliebteste Spiel in der D. T. Das ist natürlich, weil es bis ins b'fx? Alter hinein mit voll- r Spiettrafl cm geübt werden kann. Schlogball ist namentlich das Spiel der Fugend Handball hat sei er Sie etzuq fort* gesetzt: es ist das Winterspiel der Turner geworden. Zählt mai zu diesen über l^OOO Mannschaften noch die Ab-rtausende von Spielern, die nicht durch die Statistik der Reihenspiele ersaht werden so kann man crme'fen, welche Arbeit für die Gesundung. Ertüchtigung und Erziehung unseres Dellrs durch die Spielbetätigung der Deutschen Lut-nerschrft geleistet wird. Vom Arbeiterturn« und Sportbund. £ Die Dvrgefechte sind nunmehr beendet, am kommenden Sonntag soll die S n i s ch e i d u n g um die Bezirksmeisterschaft fallen. Das Spiel findet aus dem Platz des D. f. B auf dem Trieb statt und steht unter der Leitung eines beftbewährten {Jpanffurter Sch-edsrschtcrs. Beide Mannschaften, Diehen sowohl wie Wieseck, werden sich einen hartnäckigen Kampf liefern. Denn Wieseck ist Derteidiger des Mcisterschasts' tttels. es wird wohl alles versuchen, ihn gegen einen so starken Gegner wie Giehen ihn darstellt, mit Erfolg zu halten. Andererseits strebt Giehen nach der Ehre, als Stadt unseren Bezirk bei den Spielen um die Kreismeisterschaft zu vertreten. Wieseck hatte für den letzten Sonntag nochmals em Trainingspiel ang'setzt und hierzu die erste Mannschaft von der F. T. Alsfeld verpflichtet, eine äuherst flinke und technisch auf anerkennenswerter Höhe stehende Mannschaft. Wieseck fahle das Spiel zu sehr als Gesellschaftsspiel aus. infolgedessen zeigte es auch ein recht lasches und zusammenhangloses Spiel, das, wenn die Hintermannschaft die Sache nicht ernster auf" gefaht hätte, sogar mit einer Niederlage geendet hätte. So inuroe mir ein unentschiedenes 1:1 denauSqeyoir a>en keinen und eifrigen AIS- setdern wäre der verdiente Sieg zu gönnen gewesen, denn an der Spielweise vom Sonntag gemessen war Alsfeld unstreitig der bessere Teil Der kommende Sonntag wird Wieseck jedenfalls von einer anderen Seite zeigen. In der E-K lasse ist eine Entscheidung gefallen. Diestens dritte Mannschaft ist hierin DezirkSmeister. Auf dem Sportplatz Trieb der fi. T. Diesten fand am Sonntag das letzte Spiel in dieser Klasse zwischen der dritten Diestens uni) der er ft en Fugend Heuchelheims statt. Heuchelheim, das sein Tor sehr aufopfernd und zäh verteidigte, muhte das Leder zweimal durch die Latten passieren lassen, ohne fdbft zu einem Erfolg zu brtnmen. Gerichtssaal. Darmstadt, 25. Aov. (E geuer Bericht.) Ein Landwirtschaftsgehilfe hatte Landesverrat verübt, indem er in Beziehungen zu einem ausländischen 2Igen- t c n trat. Bor dem Bezirksschössen geeicht, das unter Ausschlust der Oeffentlichkeit gegen ihn verhandelte, war er gestand g. wollte aber nichts verraten, fonbern nur erfundene Angaben gemacht haben. Unter Anrechnung von 9 Monaten der Untersuchungshaft wurde er zu 1 Fahr 6 Monaten GefangniS verurteilt. — Das Bezirksschöfsengericht verh tadelte weiter un'er Ausschlust der Öffentlichkeit gegen die 37jäbrile alte 3 au Katharina Köpper aus Darmstadt. die als Kartenschlägerin bekannt ist, aber Frauen und Mädchen auch In and.rnen Falten ihren Beistand lieh. Ein Fill verli.s tödlich. Wegen Derbcechens nach § 219 des Strafgesetzbuches wurde sic au zwei Fahren Zuchthaus, abzüglich 4 Monate der Untersuchungshaft. verurteilt. S. Frankfurt a. M, 25. Aov. Dast kleine Ursachen ost grohe Wirkungen haben, konnte ein Dresdener Grostkaufmann feststellen. bet zum Besuch der Messe nach Frankfurt gekommen war. Er sah bei seiner Ankunft auf dem Hauptbahnhof einen Damenmantel am Schalter liegen und nahm diesen mit zur Aufbewahrungsstelle, um ihn später auf dem Fandbureau abzugeben. AIS er nach einiger Zeit mit seinem Gepäck auch den Mantel abholte, wurde er verhaftet. Zufällig hatte er keine Personalausweise bei sich, und bevor man erfuhr, dast man es mit einem angesehenen Dresdener! Bürger zu tun hatte, waren schon vierzehn Tage vergangen, die der Kaufmann im Unter- suchungsgefSngniS zubringen muhte. Don der Messe hat er nichts gesehen und aufterbem gingen ihm noch einige Wechsel in Protest. die lvährend der Untersuchungshaft nicht einlössn konnte. Fetzt hatte er sich auherdem noch wegen Fundunterschlagung vor dem Eiirzelcichter zu verantworten. der den Schwer- geprüfte.n f r e i s p r a ch Frankfurt wird für den bellen Sachsen wohl ehre dunkle Erinnerung ble'ben. — Eine grau, die drei Mark Aest° miete zu zühlrn hatte und dies verweigerte, soltte gepfändet werden. Als der Gerichtsvollzieher drei Mark aus ihrer Ladenkasse nahm, gab sie ihm eine Ohrfeige. DaS Gericht verurteilte die Frau zu zwei Monaten Gefängnis und lehnte eine bedingte Begnadigung ab. Die Bodelscywmyy scyen Anstalten in Bethel. Der Harne Bodelschwingh ist wohl in ganz Deutschland bekannt, und doch sind viele, die keine rechte Dorstellung haben von dem gewaltigen Werk, das diele- Genie helfender Liebe geschossen hat. Die Anstalten kommen an Ausdehnung und Bewohnerzahl einer mittleren Stadt gleich. Die ganze Dethelgemeinde mit ihren verschiedenen Zweiganstalien zählt rund 10 000 Menschen. Und was sind das für Leute, diese Bethelleute? Es sind Fallsüchtige. Gemüts- und Geisteskranke, Gefährdete und Gestrandete, kurz: Arme, Kranke, Hilfsbedürftige aller Art. Don überall her sind sie gekommen, sogar aus den Hungergebieten an der Wolga in Austland. Keiner wurde um seines Glarchensbekenntnijses willen zurückgewiesen. Es sind Kinder, Männer und Frauen, Gelehrte und Ungelehrte. Bethel konnte und durste die Tore der barmherzigen Liebe auch in dieser Zeit der grosten Aot nicht schlieben. Fetzt ist seine Arbeit, trotz Tage schwerer und schwerster finanzieller Sorgen, erst recht notwendig um der grosten Aot und auch um des Glaubens willen, dah es in dieser selbstsüchtigen, rücksichtslosen Welt doch auch noch die Macht selbstloser, heilender Liebe gibt. Alle diese Leute in Bethel brauchen Pflege, lange, geduld ge Pflege und viel Liebe. Diele von ihnen dürfen aus eine Besserung nicht mehr hoffen. Ihr Leben ist ein langsames Sterben. Stündlich werden in den Häusern fast 40 epileptische Anfälle gezahlt. 40 Anfälle in einer Stunde! Und jeder Anfall bedeutet ein Hinabsinken in das dunkle Todestal. Unsagbar viel Elend und Jammer in dieser Stadt der Fallsüchtigen! 3m letzten Fahr waren ed 11 446 Kranke, bei einem dauernden Besuch von 5000 Pflegebefohlenen. Zusammen mit den 450 Diakonen und Diakonissen, die dauernd in Bethel selbst in Anspruch genommen werden, sind in allen Teilen Deutschlands zur Zeit rund 1600 Schwestern und 405 Diakonen von Bethel in Arbeit. Diel Tränen und Seufzer sind durch diese Bethel-Arbeit gestillt worden. Qlber sehr schwer ist auch die äußere Versorgung all der Pflegebefohlenen mit Kleidern, Schuhen, Essen und Trinken. Manche Hausfrau, die in Sorge ist um ihren Haushalt, wag ein Schwindel ankommen, aber sie mag auch vielleicht etwas erleichtert aufatmen, wenn sie hört, dast in diesem großen Bethel-Haus- halt täglich etwa 1000 Brote (43 Zentner) gebacken werden, täglich 114 Zentner Kartoffeln notwendig find, und, wenn eine Erbsensuppe alle satt machen soll, 28 Zentner Erbsen in den Topf getan werden. Diese Zahlen geben eine Dorstellung, mit welchen Masten es die Bethel-Arbeit zu tun hat. Ein Besuch der Bodelschwinghschen Anstaltan wird uns, ohne grohe Reisekosten und lange Reifezeit, ermöglicht durch die Filmvorführungen, welche in diesen Tagen in der Johanneskirche und Stabt- kirchc stattfinden. Diele werden gewih diese Möglichkeit benützen, und sie werden dann wohl auch dankbar des Mannes gedenken, aus dessen großer Liebe und praktischem Sinn dieses ganze Werk geschaffen wurde: Friedrich von Bodelschwingh. (Näheres im heutigen Fnserat.) Bilchertisch. - Saltykow. Geschichten und Märchen. ülcbcrsetzt, e nget ntet und herausgegebm von Arthur Luther. Le.nen 3.50 ML, Halbleber p TKT IluS der ©amntlimg . JKetjei« XIutrmi Ausgaben" des Bchliographckchen 3nftduti t* Leipzig Der grobe russische Sattritzer. den seine LantSleute neben Swift stellen, ist in Deutschland bisher saft nur durch seinen Aoman .Die Herren Golowliow" bekannt, während feine kleineren Schriften bisher wenig Beachtung sanden, ba sie au sehr aus russische Derpältnisse gemünzt und dem dcuttchen Leser daher ost unverständlich schienen. Äu» der Falle dieser kleineren Schriften hat Luthei eine Reihe von OTetttertperfcji bei Srzäblungskunst ausgewäblt, die allgemein menschliche Probleme behandeln, zugleich abei tiefe Einblicke inS russische Gebe« und russische Art vermitteln, Eine ergreifende Kindergeschichl. „Mischa und Wanja", die ganz mobeiit anmutet unb die Landstreichergc'ciuchte „DaS luftig* Leben", die mit ihrer vrrfüsterphilosopbie schon an Gorkij erinnert, leiten bie Sammlung em; es folgt eine Reihe bisher noch nie über etzter Skizzen aus dem alten Rustiand der Zeit den Le oeigenschast. unb ben Schlusi bildet eine Auswahl auS Saltykows köstlichen satirischen Märchen. die am meisten dazii angetan sind, auch den Dichtraffen Wesen unb Bedeutung pes Dichtere erkennen zu lassen, und die den Derg.eich mit Swift rechtfertigen. 1075 — Edgar Rice Durrouglts Tarzans Tiere. Derlegt bei Dieck & Co. in Stuttgart. Cm Halbleinen gebunden 4,80 Ml. Dieser dritte Band der Tarzan-Geschichten wäre bet e; nngef.tr eben geblieben. Auch das Abenteuerliche bat Grenzen, bic nicht überschritten werden dürfen Seine Leser- qcmeinbe wird daS Buch trotzdem haben. lor ÄtiSiifi hergestellt nach dem folgenden Oetker- Rezept ist eine ausgezeichnete nahrhafte und wohlschmeckende Speise und kostet nur 1 Mk. 73 Pfg. 0.17 0.10 0.06 0.30 0.12 O 57 O.3O 0.12 7i ikoroi+i ino • Nierenfett, Zucker, Eigelb und Z-UDereiTung. Meh(_ diet„ ni(t i u. 01/273 tt d. ®ufe- An», erb. Drucksachen aller Art Uet-rt !n jeder schien Ausstattung stilrein un4 prtis^trt die BrähTsche Vaiv.-Druckerei, R. Lange. Kino Vorführer Befnöit. «Ä mit Gehalt r ang. u. 017274 o. d. G. An». [Stellengesuche | Junges Mädchen sucht Stellung als Stütze o. Haustochter in gutem Hause. Ohne jegl.Verg., jedoch g. Bebdlg. Bett Kran«, IHalne, Behelrlng 181.1. [ Verkaufe Gutgebender kurzhaariger Iogdhund (■tiünblnl sowie drei 8 Wochen alteFunge von bester Slbuam- tuunfl bat pretswert abzugeben 01727'» Heinrich Grieb Dorfylll. 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Aber diese Veranlagung zur Halbheit in allem und jedenr scheint eine Grundeigenschaft des österreichischen Dolles zu fern Sonst wäre es unmöglich gewesen, daß Dr. Seipel gerade jetzt, im abschließenden Stadium d^Sanie- rungswcrkes, gerade jetzt, da es möglich gewesen wäre, die Kontrolle der- ausländischen Finanz- kreise über den österreichischen Staatshaushalt abzuschüttcln, in seiner Politik auf unüberwindliche Schwierigkeiten, noch dazu innerhalb seiner eigenen Partei, gestofen wäre. Als in den denkwürdige Tagen des Juni 1922 Dr. Seipel zum Bundeskanzler gewählt wurde, da sammelte er die bürgerlichen Elemente Oesterreichs sozusagen zur letzten Kraftanstrengung gegeii die damals unaufhaltsam scheinende Auf- | (Ölung Oesterreichs. Der neue Bundeskanzler stützte 1 sich aus die Arbeitsgemeinschaft der Christlichsozialen und Großdeut sch e n In seiner Programmrede wies er darauf hin, daß noch selten nach einem Kabinett so lange und so laut gerufen wurde wie nach dem neuen Ministeriums bei den meisten der Rufer werde jedoch der Wunsch ausschlaggebend gewesen sein, den Fahrer der christlich sozialen Partei auf einem verlorenen Posten untergehen z»a sehen. Eine Woche vorher hatte Dr. Seipel feiner Partei ein Aufbauprogramm vorgelegt, das in acht Punkten I Richtlinien für den Wiederaufbau verzeichnete. Doch nun überstürzten sich mit einem Male die | Geschehnisse und die Rotwendigkeit raschen und | bahnbrechenden Handelns d klierte. Die En t - Wertung der Krone nahm unheimliche Ausmaße an. die Rotenpressen arbeitete r mit Voll- dampf, der Staatshaushalt g.ng aus den F g n. Der 12. Ium 1922 wurde zu einem Schicks..lstag erster Ordnung und die Rervosität stieg bis zur Unerträglichkeit. , _ In diesen kritischen Augenblicken verlor Dr. I Seipel nicht den Kopf.« Am 13. Juni wurde zur allgemeinen Überraschung der Grundstein zur neuen Rotcnbank gelegt. Dem erstenSchrttre folgte gleich ein zweiter, um der „Krise der Der- zagtheit und der De.-zweiflung Herr zu wecoen ein umfassendes F i n a n zp ro g ra m m wurde entworfen, und bereits am 21. Juni dem Parlament vorgelegt-, es sah unter anderem auch eine innere Anleihe von 400 Milliarden vor. Diese Akte der Selbsthilfe rissen abe.- die Welt nicht aus ihrer Gleichgültigl.rt. d.e^sa sehnsuch:g erhoffte Hilfe von aute.i kam nicht. Selb t der sehr ernftc Appell an die Londoner Konferenz führte gleichzeitig mit immer deutlicheren Gerüchten von einem zweiten Goldlande im Süden. Und nun — mit 53 Jahren — tritt Pizarro zum erstenmal als selbständiger Führer einer Unternehmung auf. Im Bunde mit dem durch Kriegsbeute zu leidlichem Wohlstände gelangten Hauptmann A l - magro und dem Priester Luque rüstet er zwei kleine Schiffe aus. um das Dorado im Süden zu suchen Im Rovember 1524 segelt der kühne Abenteurer von Panama ab. Freilich, zunächst war ihm her Erfolg ebensowenig günstig wie seinen zahlreichen Rebenbuhlern. Unverrichteter Sache muhte er nach einigen Wochen um- kehren: indessen halte er genügend sichere Rach- richten eingesammelt, um zwei Jahre später, besser ausgerüstet dank einer von Lugue aufgenommenen Anleihe von 20 000 Duros, das Unternehmen zum zweitenmal zu versuchen, diesmal mit über alles Erwarten reichem (Srfotg. Ob nun die unglücklichen Opfer der Cvnguu stadoren, die I n c a , damals, 1524, schon etwas von Pizarros Unternehmen, das sie in den Grundlagen ihres Seins bÄ>rohte, vernommen haben? Vielleicht hörten sie von seltsamen weihen Männern im Rorden. Aber der einzelne war ihnen gewiß unbekannt, mehr noch unverständlich in seinem Planen und Wollen. Sicher ahnte in Cuzcv, der Donnenstadt am Titicacasee, noch kein einziger, daß dort von Panama herunter eine winzige Wetterwolke heranzog, aus der allzubald schon ein Blitz hervorbrechen sollte, der eine tausendjährige Zivilisation zerschmetterte. Ein tragischer Gedanke, diese völlige Ahnungslosigkeit eines ganzen Kulturvolkes, unmittelbar vor dem gänzlichen Zusammenbruch. Und doch, wer kann heute wissen, wie die Welt in zwanzig Jahren aussehen wird? Dielleicht ist dann die europäische Zivilisation auch schon einem neuen Wetterstrahl der Weltgeschichte zum Opfer gefallen, der „Untergang des Abendlandes" Tatsache geworden. nur zu einer Ablehnung Lloyd George fand damals Worte eines beißende,, SarkasmuS über Oesterreich. Dessen Auflösung schien nur mehr ein« Frage von wenigen Tagen Da unternahm Dr. Sechel. politi'ch unlerstühi von den Grohdeutschen, die hie,durch polit,sch ein schwer.S Opfer brachten, seine Fahrten nach Berlin. Prag uab De - r o n a, durch die es ihm gelang, den grohen D ö l k e r b u n. d s k r e d , t für Oeste. reich, allerdings unter schwerwiegend.n Bedingungen, zu sichern. Seit 3. September 1922 blieb die öster- re.chische Krone stabil. DaS Parlament erteilte dem Eanicrungsprogramm Dr. Seipels feine Zustimmung. trotzdem die Sozialdemokraten dem Dundeskanzler damals dreimal Riemals! zuge- rufen hatten. Don da ab war die Tätigkeit Dr. Seipels und seiner politischen Gefolgschaft der Sicherung des Sanierungswerkes gewidmet. Die Durchführung des Sanierungswerkes war keineswegs leicht. In einer Zeit te: gerissensten eigene Partei Hinter den Kulissen des Separatismus in Nheinhessen." zw ungen. .... Und nun wird Oesterreich zeigen muffen, dah es auch ohne Seipel im Kanzleramt« zu leben vermag. Dr. Seipel tritt zurück uvd an seine Stelle kommt ein Mann, der niemandem in der breiteren Oeffentlichkeit bekannt ist, «in Ad- sturgSkraft glatt als das einzige Verkehrsflugzeug von unbestritten ganzer Weltgeltung bezeichnen tonn. Die'es Flugzeug erläuterte der Redner sehr eingeh.nd und allgemci i veZtandlxh art Hand vieler Lia. bilder, von den Bauanfänzen in der Forschungsanstalt und im Konstruktions- bureau an auf dem planmäßigen Wege über die verschiedensten Werkstätten der Junckers-Flug- zeugfabrik in Dessau bis zur Dollendung und zum Flug. Bis jetzt [eraicn wir nur Sechssitzer- Flugzeuge (2 Führer. 4 Passagiere), vom nächsten Jahre ab werden aber schon Zwölfsiher-Iunckersflugzeuge (2 Führer, lOPassa- giere) in Dienst gestellt, deren Ausmaße bereits starke Dimensionen angenommen haben. Jedoch dem rastlos strebenden Erfindergeist des Prof. Junckers genügen diese Dögel noch nicht, er meint nicht mit üknrecht, daß man auch bei einem Zwölsfiherllugzeug eigentlich noch nicht von einem Verkehrsflugzeug im wahren Sinne des Wortes sprechen könne, weil der wirkliche Derkehr doch größere Be örderungs» mittel verlange. Don dem Zwölfsiyer mit lers „Wallenstein" mit lebhafter Anteilnahme aufnahm. E.B. W. St. Reymont. Der diesjährige literarische Rvbelpreisträger ist der Pole Wla-rslaw Stanislaw Reymont. der ebenso wie sein deia- denter Gegenpol Stanislaw Przybyszewsti im Jahre 1863 geboren ist Schon einmal fiel der literarische Robelpreis nach Polen, und zwar im Jahre 1905 an den 1916 verstorbenen bekannten Romanschriftsteller Henryk Sienli.wicz. Reymont ist auch in Deutschland kern ilnbetonnter mehr Sein in den Jahren 1904 bis 1909 geschriebenes vierteiliges Romanwerk „Die Bauern" erregte auch bei uns in deutscher Ucbertragung (Derlag Eugen Diederichs, Jena» schon vor dem Krieg berechtigtes Aufsehen. Dieser Pole ist ähnllch wie Zola ein durchaus realistischer Schriftsteller, der ferne Themen aus seiner engsten Heimat entnimmt, sie m markiger- Sprache leicht dialektisch färbt wid sie über die charakteristischen Per onen und Schickia le hinaus ins Symbolisch." erhebt Di« oft gelästerte polnische Wirtschaft" erscheint hier m dem Lichte eines Dichters verklärt, in wundervollen Bildern, in erschütternder Klarheit. Als wichige öat» toten der vier Tableaus Herbst. Winter, Frühling, Sommer stellt der Dichter hin: den Menschen, den Raturvorgang, den Sachbesitz, die Außen- be-iiehrrng zum Gemeindeganzen, die Wertsteige- rmta des Lebens im Arbeitsergebnis. So wird jede Jahreszeit ein besonderes Buch dieses Bauernlebeiis. Die überragende Gröhe dieses Buches Die Bauern" hat Reymont nie wieder erreicht "Bekannt geworden ist von ihm hauptsächlich noch „Das gelobte Land", ein Bild des Jndustrielebens in Lod; mit allen Gegensätzen zwi- frhpn Kapital und Arbeit, ferner ein Buch des S^amen und des Grauens „Der Vampir" uni) Bosnisch« Bauern-Rovellen". Otochdem -<ü> Robel- vreis-Komitee in den beiden letzten Jahren in dem 3ren Beats und dem Spanier Denavente zwei ausgesp'-wchene Außenseiter ehrte, fiel die Wahl diesesmal wenigstens auf einen schon international anerkannten Mann, dessen literarische Große nicht bestritten werden tonn. Wetterleuchten der Weltgeschichte. (Pizarros erster Zug hn Rovember 1524.) Die Zeit der Conguista, der Eroberung Amerikas durch die Spanier, ist ein wahres Heldenzeitalter. Welches auch die Beweggründe imi einzelnen gewesen sein mögen, Glaubenseifer, Geldgier oder einfache Lust an Abenteuern, eine starke Seele, ein unbeugsamer Wille gehörte zu solchem Unternehmen. Selten war der Mensch so auf sich selbst gestellt wie jene ersten Pioniere der Reuen Welt. Der heimatliche Staat nahm im günstigsten Falle den Gewinn an sich, erschwerte bureaukratisch den kühnen Freibeutern baS Leben unö ließ sie im Stich, wenn sie in höchster Bedrängnis waren. Zu dieser Schar unerschrockener Abenteurer gehörte Francesco Pizarro'.der vor jetzt 400 Jahren ausfuhr, das Gluck zu suchen. Au-r Heiner Adelsfamilie stammend, völlig mittellos, ohne jede Protektion, zieht d-r mehr als ^reistigjährige mit einer ©d)ar Glucksucher hinüber 1510 versuchte er bescheiden als Pflanzer auf Rispaniola sein Glück, gefördert von einem entfernten Detter. Fernan C ort ez der selbst indessen nicht reich war. Aber schon 1513 treffen mir ihn in neuen 2G>erneuern, als Gefährten des unglücklichen Balboa auf dessen berühmtem 3uae über die Landenge von Panama, der die Spanier zum erstenmal an die Gestade der Südsee führte. Zwei Jahre später, nunmehr Hauptmann in Diensten des jetzigen Statthalters von Panama, Pedrarios, hat es Pizarro wieder zu einer kleinen Pflanzung'gebracht: fürwahr, bis hierher ein sehr besch.idener Ehrgriz! 1524 aber verbreitet sich in Panama die Kunde von Cortez' unglaublichen Siegen und unermeßlicher Beute in Mexiko, Dom Hessischen Landestheater. Das Hessische Landestheater hat seit ungefähr zehn Jahren Schillers ,,W all e n - stein" nicht mehr aufgeführt, weil es sich aus inneren und äußeren Gründen dieser Aufgabe nicht mehr gewachsen gezeigt bat. Generalintendant Legal hat aber schon wenige Monate nach Beginn seiner Tätigkeit die alte Tradition wieder ausgenommen, wonach iede Spielzeit mindestens eine ..Wallenstein"-Aufführung brachte. Ut vmhl kein Zufall, daß die Darmstädter Aufführung fast gleichzeitig mit der in dem berliner Staatstheater unter I ehner stattfano, denn Legal war zuletzt dort als Regisseur tätig. Im ganzen genommen war die Aufführung in Darmstadt eine Leistung, der man die Anerkennung nicht versagen kann: sie legte Zeugnis ab von vielem Fleiß, der auf Inszenierung und Einstudierung verwandt war. Bis jetzt sind „Wallensteins Lager" und Die Piccolomini hcrausgckommen, von denen das zweite Drama einen geschlosseneren und günstigeren Eindruck bei der^W edergobe hinterließ. Die Inszenierung des Intendanten löste „Wallensteins Lager" säst ganz in Einzelszenen auf und lieh nur hie und da Massenszenen zur Geltung kommen, atfv wesentlich abweichend von der üblichen Art der Aufführung. Das Tempo war im angemeinen bei dem Ablauf der Geschehnisse zu schnell. Aehnlich verlies bei dem Gastmahl der ..Piccolomini" das Szenenbild zu bewegt. Die Aufführung zeigte, daß alle Kunst der Regte nicht den Mangel an guten Darstellern zu verdecken vermochte, an denen das Land^theater zur Zeit leidet, denn mit wenigen Ausnahmen erwiesen sich die Schauspieler ihren Aut gaben als nicht gewachsen. Es ist kemerEensnxrt, da5 bis jetzt in dieser Spielzeit sich das Publikum den Stücken moderner Dichter gegenüber entweder kühl oder ablehnend verhalten hat. dagegen Freytags „Journalisten und L-chtl- Demagog.e Sparsamkeit zu predigen und namentlich im staatlichen Personaletat durchzuführen, war nicht gerade das beste Rezept zur Dermeh- rung der Popularität. Gleichwohl wurde ein groß- züg ger Abbau durchgefühtt und insb.stonde.>ö auf dem Gebiete der österreichischen Eisen- b a h n v e r w a l t u n g — zuletzt noch unter größten Anstrengungen, wie dies der Cisenbahnstceik der letzten Wochen inerten ließ — das Gleichgewicht im Haushalt erreicht. Man hätte nun glauben können, daß das österreichische Dolk, insbesondere die Regierungspartei, sich dieses Erfolges freuen und trotz oller Unannehmlichkeiten das einmal angefteuerte Ziel konsequent im Auge behalten würde. Die Grok>- munnssucht jüngerer Politiker in der eigenen Partei aber haben eine schwere Enttäuschung gebracht. Die Politiker in den österreichischen Landstädten wollten sich von Wien aus nicht mehr kommandieren lassen, sie formulierten ihre besonderen Interessen als ein Programm des Föderalismus, obwohl sie wußten, daß gerade die jüngste Tagung des Dölkerbund.'s in Genf einen weitgehenden Abbau der Landesregierungen, unter ülmständen sogar die Zusammenlegung von Bundesländern angeraten hatte. So wurde Dr. Seipel durch seine ~ zum Rücktritt ge- Der glänzende Verlauf des Gießener Flugtages hat das Jnterefe unserer Bürgerschaft für die Luftfahrt in außerordentlichem Maße verstärkt. Als we-tere Auswirkung dieser Deranflal- tung ist der schon früher verfolgte Plan, in Gießen einen ftänbigen Flugpl a h an« zulegen, damit auch unsere Stadt in das Reh der Luftverkehrslinien ein bezogen würde, jetzt wieder sehr in den Vordergrund der öffentlichen Belance gerückt worden. Wir verraten kein Geheimnis, wenn wir in diesem Zusammenhang bemerken, daß nach dieser Richtung hin bereits Besprechungen mit maßgebenden Siel en stattgefunden haben, daß jedoch die ganze Angelegenheit noch im Stadium der ersten Entwicklung steht, deshalb heute über die Möglich! ilen eines Erfolgs noch nichts gesagt werden kann. Um zunächst mal der breiten Oeffentlichkeit unserer Stadt ein anschauliches Bild von der gewaltig fortgeschritteren Entwicklung des Der- kehrsslugwe .ns zu geh n, hatte der (Siebener Verein f ü r Luftfahrt auf Montag abend zu einem Vortrag d^ Direktors Greh von der Junckers-Verkehrs-A.-G. in die Reue Aula der ülniversität eingeladen. Daß diese Veranstaltung weiten Bürgert reisen zur Befriedigung ihres Wissensdurstes willkommen war, bewies der sehr starke Besuch des Abends. DirektorGreh hatte fernen Vortrag „Städte und Luftverkehr" genannt, und in diesem weitgespannten Rahmen brachte er eine Fülle des 3nteveffanten aus dem Bereiche der Verkchrsflicgerei. Rachdem er ganz kurz auf den Kriegs lugz.ugtyp Hingewi?sen hatte, lenkte er die Aufmerks amleit seine.- rne.cn Zuhörer gründlich auf das Verkehrs ilug-eag. Leider sind uns auch da noch die hemmenden Schranken votot aus Salzburg, der einmal das Justizamt leitete und später das Ministerium d^ Innern. Aber hinter ihm steht der Vorsitzende der Cbrist- lichsozialen, der wieder Dr. Seipel heißt, und schon tiefer ilmfianb allein gibt die Dewahr sur Kontinuität und für ein Festhallen un> t>;m Cb r v[ gi rten der Rh ialandk. mmi fio i i. Mar z cud' v r vcm Separatistenpnlch '.eg. -Öertiai?un- acn bestanden. Die französische Eisenbahnrege ei Härte sich bereit, in der Rächt vom 22.- 23. Otobcr 1923 unentgeltlich Triebwagen zum Trans- pon der icparatisti chen Truppen aus der Binger Gegend nach Mainz zu stellet, was auch tat ach- liä' gesch h n ist. Wir erf. h en ferner, daß unter bem Schutze der sranzöfischen 'Behörden Geld- rau b aus öllentlichen Stof "en und aus Roten- druckereien stattfinden durfte, daß f e parat i- stifche Mörder ungestraft blieben, während Der Stadt Mainz für i>ie Ermordung eines Separatisten eine Kontribution von 100 000 Gold- mark auf erlegt wurde Die Polizei und der Sel st- schutz der Unterdrückten und derglei-chen wurden vom sranzölllchen Mllitär verhaftet, bei schlechtester- Teh.mdlung g-fang'n ceetzt, und den , Separatisten, die troi) W-afsenverbots bis an de Zähne bewaffnet waren, der Weg zum Raub frei gemacht. In den der Broschüre beigegebenen Dokumenten finden wir Satzungsdrotokolle der vorläufigen Regierung der Rh inrepub.il für He sen, deren Progtommpunkte dem Olcr:elegicr- ten der Provinz Rheinhessen, Herrn Oberst Spiral, unterbreitet wurden, erfahren wir. daß Dorten, Smcets. Matthes u. a. sich ständig les Schußes der Franzosen erfreuten, und wie unter Orga i- fation und Leitung der franzölischen Behörden alles zur debernahme der Regierung nach Gelingen des Putsches bis ins SNeinste vorbereitet und organisiert worden war. Die Knebelung der Presse hat bisher verhindert, daß die c Vorgänge sachlich und unwiderleglich beweiskräftig der Oeffentlichkeit bekannt gegeben werden konnten. Die Wahrheit über die dunkelsten Vorgänge in der deutschen Geschichte seit dem Welttrieg, vor allem die krassen, her restlos bloßgelegten Verstöße der französischen Behörde werden der Welt betoie'en we^d.m Von der Regierung Herriot muß verlangt werden, baß die hier bloßg.'stlllten Persönlichke. e, schnell- stens b c f c i t i g t werden und vor allem aus den führenden Stellungen der sranzösi chen Behörden verschwinden. Die Geschich'e wird einst richten, aber auch die lebende Generation hat gleiches Anrecht darauf, zu erfahren, wo Wahrheit und Lüge, wo Recht und LinieHt und innrer wieder neue Bedrückungs- und Vergewaltigungsversuche vorliegen. Die österreichifche Krise. Von unserem Wiener Berichterstatter Dr. Ernst Riesln er. Städte und Luftverkehr. - Bald Flugzeuge für 12 Personen, später auch Flugzeuge für 80 Personen. — Das fÜegsnde Hotel. des Versailler Diktats im Wege, sonst wären wir hier schon viel weiter gekommen, denn bei deutsche Erfindergeist und die Fähigkeiten unserer Tech nilcr find bereits weit über die ©ren^e der Entwicklung hinausgeschritten. die uns die Schänd Paragraphen von Versailles für die praktische Detät gung ziehen. An der Spitze aller Luftver- kehrsflugzeug? Deutschlands und Europas, ja der Welt steht heute das Junckers-Ganzmetallflugzeug, welches man hinsichtlich absoluter Verkehrssicherheit und größter Lei- ,^™3KcOto^n ’”TOm unv zwei {ferneren) JJ-£uncIe rg n der Iunckers-Flugzeugfabrik in Moskau, gebaut. , Gebaut werde es be st immt. Belegten schon diese hochinteressanten, von dielen Lichtbildern ergänzten Ausführungen des Vortragenden, daß es im deutschen Verfehrsslugwefen kräftig voran» trotz aller Hemmnisse eine» rachsüchtigen . Feindes, so Dofumcntierte ein im Anschluß an den 7 Vortrag gezeigter Film den heute schon riesigen Aufschwung der SunckerS-VerkehrSflicgerei. Von 7 Genf biS Helsingfors, von Berlin bis Persien über Rußland, nach London, Wien, Budapest usw. Serail ziehen Junckers-Flugzeuge im Dienste lg» Verkehrs ihre Dahn durch den Aether, geleitet von dem stolzen Bewußtsein ihrer Erbauer und der Führer-, daß für die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung die allerweitgehend- sten Vorkehrungen getroffen sind. Dieses Verbauen der Erbauer und der Führer ist vom Publikum bisher auch in glänzendster Weise gerechtfertigt worden, denn die am Schluffe des Filmstreifens gezeigten graphischen Darstellungen bekundeten nicht allein einen gewaltigen Unter» nehmer-Crfolg Der Junckers-Werke, sondern auch erneu überzeugenden Beweis für das öffentliche Vertrauen, das sich in der außerordentlich stark emporgeschneNten Passagierziffer der Sunckers- flugzeuge deutlich ausspricht. >) Von befoiiDcrcm Sntereffe waren werter oic n interessanten Aufschlüsse über Die Flugplatz- anlagen der verseh ebensten Städte des Sound Auslandes. Daß das Ausland uns in dieser Beziehung noch überlegen ist, kann natürlich nie» ? mand wundern. Dort |inh eben keine Versailler $ Fesseln, dort werden diese Anlagen in hervor- ° ragendem Maße auch unter militärischen Ge- n sich.spuntten mit betrachtet und dort ist^name.it- r lich viel, viel mehr Geiv als bei uns. Trotzdem ° Dürfen wir nicht rasten, um auch nach dieser " Richtung hin im Rahmen des uns Möglichen c das Aeuß erste zu leisten. Wie Diee Plätze ein» r wandfrei beschaffen fein müssen, legte Der Redner in kurzen, instruktiven Worten dar. - Der Abend war ein seltenes Erlebnis für - unsere Stadt. Daß Dem Vortragenden Be fall in reichem Maße gespendet wurde, ist natürlich felbfl» verständl ch. Wir möchten aber auch Dem Verein für Luftfahrt in Gießen Anerkennung aus--- , sprechen, der diese sehr wertvollen Stunden jedem Bürger kostenlos zugöngl ch gemacht und sich , dadurch ein besonderes Verdienst erworben har. Aus der Provinz. Landkreis Gießen. t ® rün ber g , 24. Rov. Aus Der jüngsten Gemeinde ratssitzung ist zu berichten: Rach Erklärung des Vorsitzenden wollen die Faselviehhalter die Tiere unter den gegenwärtigen Bedingungen weiter halten. Der Gemeinderat stimmt zu: für den Eber werden 50 Mark mehr bezahlt. — Für die Pfarrer- b e s o l d u n g für das Jahr 1923 werden nachträglich für die erste Pfarrei 319,86 Mark, für die zweite Pfarrei 162,85 Mark angefordert. Die Forderung wird dem Finanzausschuß überwiesen. — Abgegeben wird Kiefernbauhvlz 3., 4. und 5. Klasse, das Meter 511 21 Mark, zahlbar rn drei Zielen. — Der Gemeindevat ist der Ansicht, daß der Quadratmeter des Bauplatzes Der Gendarmeriewohnung nicht unter 4 Mk., tote bereits früher beschlossen, gerechnet toerden kann. Festgesetzt wird, bei gutem Grabge- lande 3 Pfennig für Den Quadratmeter, bei schlechterem Gelände entsprechend weniger zu verlangen, ferner wird beschlossen, daß, toenn die Pachtzeit einzelner Grasstücke abgelaufen ist, sie nicht wieder verpachtet werden sollen, sondern das Goas jährlich zu verkaufen sei. — Es hat sich herausgestellt, daß bei Der Eintragung in das Grundbuch bei verschiedenen Grundstücken, die Der Gemeinde gehören, Verwechslungen vorgekommen sind. Die Richtigstellung soll sofort veranlaßt werden. — Rach einem Schreiben des Kreisamts soll die Vergütung des Feuer Visitators vom 1. Oktober 1924 ab neu festgestellt werden. Es wtrd einer Vergütung von 8 Mark täglich zugestimmt. Sn einem weiteren Schreiben wird vorgeschlagen, Der Hebammc 200 Mark jährlich zu bewilligen. Hierüber soll zunächst Der Finanzausschuß be» raten. — Eine langfristige Anleihe ist der ©tobt von der Bezirks-Sparkasse angeboten worden. Der Stadtrat beschloß, eine größere Summe, jedoch unverbindlich, anzumelden. 5 Saasen, 25. Rov. Seit Beginn dieser Woche haben die Main-Weser-Dasalt- werke hier ihren Betrieb völlig geschlossen. Dadurch sind viele Arbeiter arbeitslos geworden. Die Werke wurden zur Schließung dadurch gezwungen, daß zu viel Wasser an der Stelle, wo die Steine gebrochen werden, auftrat. Das Pumpen des Wassers machte den Betrieb unrentabel. An eine Wiedereröffnung des Werkes ist nicht zu denken. Die Firma yat vor, demnächst ein neues Werk in Kesselbach zu eröffnen. Wegen der Umstellung des Betr ebes in Saasen auf irgendeine andere Industrie sind Unte. Handlungen im Gange. Zur Zeit läßt sich jÄ>och nicht vovaussehen, wann die geplante und im Sntereffe der Arbeiter dringend erwünschte stlmstellung möglich fein wird. Hoffen wir, daß durch die Erleichterungen im Gefolge des Dawes planes auch die Wieder- eröffnung dieses Wertes in anderer Form baldigst möglich fern wrrd. Die Gemeinde Saasen ist insofern an der Sache interessiert, weil der Bahnanschluß der Firma von ihr zu Der- und Entladung von Waggons benutzt wurde. ne. Bellersheim, 25. Rov. Ein hier beschäftigter Dachdeckergeselle brach am Die rote Kaschgar. Roman von Fedor von Zobeltih. 2. Aussetzung. (Rachdruck verboten.) „Sch muß offen fein,“ sagte er. „Das alles “>mnt mir natürlich nicht überraschend, man jprtd>t ja auch schon zur Genüge davon. Smmer» Din mochte ich noch um wenige Ta je Bedenkzeit bltfen. Die Ehri.nwortsklau et hatte ich für fc b t= verständlich, und sie ist um so llichter ein Mi bar afe ich im Begriff stehe, einem Kornm-mdo nach Ehina zu folgen, und schwerlich vor Ablauf von drei Sah-ren wieder heimkehren werde . . " Flüchtig fuhr seine Hand über die Stirn gleichsam plötzlich aufkveuzende unliebsame Ge- dwnfen verscheuchend. , sonst “ fuhr er fort, „ja natürlich — tonst bietet diese Verbindungsaktion in der Tat -Porteile in Fülle. Zugestanden, sie ist etwas absonderlicher Ratur oder wird es durch Die begleitenden Umstände. Aber es ist ein Vertrag ber dem alle Teile gewinnen. Sch schließe Thedei ®? ll'J> i» doch To, bat) zw-i alte Ge chtechter, bur«.-Nicheo S>c r mnieni unb »bitten ©eblütSJbren wahren, ni.6 ci utb ge e" 'Malle Der Zukunft verteidigen wollen. Thedr tat Einsicht genug, das verständig zu heißen. Sch bin ihr fein Fremder, ich bin ihr verwandt Och bin kein Heilig>r, aber bin auch fein Lump' Sch werde ihr .-in guter und sorglicher @atte fein - toenn c6 .rst so weit ist. Sn diesem Rach. loh liegt eine gewisse trag komische Ruan . ?as ist nicht zu lermeiDrn. Sn des en gab es nick' rnich Heiraten durch Prokuvation? Sst cs in fürstlichen Häusern ni:U häufig voig kmimen, d ß Minderjährige miteinander vermähl murden u ö Dorui noch Sabic . ergingen, cfe üj sich anci>- hören Durften? Sch 11? m Die "ec Send 1 nur ein durch ei' V i bift.üife g c es miß, das iveder l e hre noch D e Mo: Ditte ich um eine . vi tu.,- fchiehi dies aus äußeren 6r 1 noch ein paar Fragen Auch i> ce.V o''--Po Die Äilig rüden erschlossen Den nach Der Berg' ite zu. Alles i e 1 1 landwirtschaftlichBetoi tschastung £< Onkel Ernst hat recht, es ist si viel ix- .i worden — und Du selbst bist kein Fachmann, bist doch auch bei Jahren. Du muht für einen tüchtigen Administrator sorgen." „Sst schon gescheh.-n," erwiderte Graf Hora. „Afexe Mehding war neulich bei mir, um für ihren verkrachten Bruder ein gutes Wort einzulegen. Hellmut hat auf seiner Klitsche tatsächlich nur Pech gehabt und wurde von einem schuf jgen Gläubiger maßlos betrogen. Alle Welt rühmt seine landwirtschaftliche Tüchtigkeit. Hast du etwas Dagegen, wenn ich ihn als Verwaller annehme?" Gerhart schüttelte den Kopf. „Rein - gar nichts," antwortete er. „Sm Gegenteil. Vor allem ist Hellmut zuverlässig, dos ist er. Onkel Ernst, Deinem Generaldirektor würden auch Die Groh- Vonarer Werke unterstehen, nicht wahr?" „Die techni che ßettwng — naturgemäß. Warum frag ft Du?“ „Tu lieber Gott — c8 könnte vielleicht einmal die Zeit kommen, da ich mich selbst aus Sn» tereffe zur Sache in die SnDuftrie etmrbeitc — es wird zweifellos eimnal Die Rottoendigkeit eintreten, daß ich den Besitz übernehme, die Diplomatie al'o auf geben muß. Unb Dann treten neue Anforderungen an mich Heran, Denen ich mich erst gewachsen zeigen soll. Doch darüber wvlen wir uns nicht heute schon den Kopf zerbrechen. Wichtiger dünkte mich ctuxi-S anderes, Onkel Ernst. Rach Der Hochzeit mit Theda werde ich sie vermutlich Drei Jahre lang nicht sehen. Das erwähne ich schon. Drei SaHre find eine geraume Zeit Da. kann auch für Tifeda eine nachträglich' lieber» fegung Ecmmen >i> kann bereuen, sie kann Den innersten Herzenswunsch hoben, Den Eheschluß 1 ckgängig zu machen alles ist denkbar, wir llnD leine Maschinen. Rimm an, The da Dränge - meiner Rückt. br oder schon vorher auf erre Cö ung d<)8 Eh v rhiltri'ies, wird Dann die । .. nv tzcn ,'a die Werke ja auch ■ k,e i’ • ’ ’ hvnar h> rür rg stfe.i, "rec (Sefem Aber der Fall <*i c Das Vor I oamätag, abends 6 Uhr, vei oem Kaufmann Müller ein, öffnete die Ladenkasse gewaltsam, nahm sämtliches Geld an sich und ging alsdann flüchtig. Die Tochter des Bestohlenen sah Den Einbrecher bei seinem Weggänge am Tor und schlug sofort Lärm, aber die Verfolgung war bei Der Dunkelheit ergebnislos. Die übrigen Familienmitglieder waren alle beim Füttern beschäftigt, und so konnte Der Einbrecher ungesehen Die Türe, in Der Der Schlüssel stak, aufschließen und Den Einbruch verüben. — Der Altbürgep- meister Georg Bopp VJI. und Ehefrau feierten das Fest Der goldenen Hochzeit. Das allseitig hochgeachtete Paar erfreut sich noch einer beneidenswerten guten körperlichen und geistigen Rüstigkeit. Kreis Friedberg. •4 Bad-Rau heim, 25. Rov. Auf Der Tagesordnung Der h.utigen ös.e .tlichen Stadt- verordne ten ) itzung staiDei nicht ireau er als 17 Puatte. Heber die wichtigsten Beichlüs e sei nachfolgend kurz berichtet. Unter Mitteilungen gab Der Bürgermeister eine Einladung Der Vereinigung ehemaliger 116er bekannt, die am nächsten Samstag einen Unterhaltung salbend zugunsten eines Kriegerdenkmals veranstaltet. Ein städtischer Reu bau in der Mit.elftraße wurde beschlossen. Ange egt tourte, Die Eingänge zu trennen, Da es sich um sechs Wohnungen handelt. Bei späteren Bauten soll Darauf Rücksicht genommen werden. — Wegen (Steuerermäßigung a) Der Sondersteuer vom bebauten Grundb.-sitz, b) der vorläufigen Gewerbesteuer, c) der Fremdeiwbgabe) lagen zwei Anträge vor. Der der Mitte lautet auf 3 Halle Ziele, Sferabe^u g Der vorläufi.en Gewerbesteuer auf 40 Pr ?z., Aussetzung der Fremdensteuer für Den Winter. Der Antrag, Den die Linke und Die Rechte gemeinsam einbrach den, fordert, das 5. Ziel zu erlassen, 20 000 Mk. für wei.ere Be- freiungsgeiuche bereitzustelfen, über das 6. Ziel Die Be,chluhsassu:lg auszufetzen bis zum Februar, alle rieberschüsse für Bau-wecke zu verwenDen. Angenommen wurde Der letztere Antrag in vollem Umfange, ferner vom Antrag der Mitte Die Herab,etzung Der Gewerbesteuer auf 40 Prozent. Die Rieder legung eines alten städtischen Hauses in der Dorngase wurde beschlossen. — Zum Punkt „Bedingungen für erweiterte Dau beichilfsda riehen" wurde vorgeschlagen, einen Reubau bis zu 60 Prozent einschließlich des Beihilfedarlehens zu beleihen (Zinsfuß 8l/2 Proz.). Ein weiterer Vorschlag wollte den Zinsfuß von Fall zu Fall nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des Antragstellers festgesetzt und die Objekte bis zu 80 Prozent 6c» liehen haben. Der Punkt wurde vertagt. — De Erbauung von Schornsteinen in der Markthal le wurde genehmigt. Eine neue Straße wurde nach Dem Schöpfer der deutfchen S-tenographie Gabels berge r benannt. — Heber Besprechungen regte S adtv. Ehr. Schäfer Die baldige Einberufung Der für Die Errichtung eines Kriegerdenkmals ernannt cn Kommission an, Da in Der Angefegenheit balD etwas Positives getan werden müsse. ss. Friedberg, 25. Rov. Die von Dem Wetterauer Geflügelzuchtverein in der Turnhalle veranstaltete Ausstellung nahm einen über alle Erwartungen glänzenden Verlauf und gab einen Beweis Dafür, wie sich trotz Der Schwere der Zeit die Geflügelzucht unter der zielbewußten Leitung des Vereins wieder gehoben habe, ileber 700 Tiere waren ausgestellt, durchgängig nur ganz vorzügliches Material: bei Den Hühnern waren besonders Whan- dvttes hervorragend vertreten, aber auch in Tauben waren besonders schöne Exemplare ausgestellt. Don besonderem Sntereffe war eine Spe- zialschau für Kröpfer, Die mit mehr als 100 Exemplaren vertreten waren, Da diese Zucht gerade in Der Wetterau als Spezialität betrieben wird. Ileber 100 Ehrenpreise, Darunter auch ein Preis Der StaDt Friedberg, stanDen zur Verfügung: den 1. Ehrenpreis erhielt -Karl Horn, Der sich mit Ernst Riederhof um Das Zustandekommen der Ausstellung besonders verdient gemacht hat. Eine Tombola, bei Der 120 lebende Gewinne zur Auslosung kamen, war rasch ausverkauft. — Der Evang. Kirchengesangverein veranstaltete am Sonntag unter Leitung Des Dirigenten, Lehrer Reinheimer, eine geistliche Musikaufführung, lvelche ein ausgewähltes Programm von Chören, Solls und Orchestervorträgen brachte. gekauft?“ x g«nz gleichgültig ist, wo und !L *r. to.,r>nt. Wenn er nur Das hat. was er ;tne eigenen vier- Pfahfe nennt. Sn Hannover beh.lltsgut Thedas U ibt, Du abcT unbeschränktes Eigentum über Grvh-Ponar behälft, also mit Einschluß Der Kalilager, auch toenn jie mit meinen Kapitalien erschlossen und ausgebeutet worden fenD. Das Barvermögen auf b.iden Seiten untersteht allgemeiner Gütergemenschaft. Es würde im Sche-idui'.gsfalle geteilt werden. Mitbaer, wir wollen Darüber noch einen unanfechtbare r Para- gmbfxcii einfilgen, beim, wie gesagt, man muß an alles denken, obwohl ich für ausgeschlossen lieber Gerhart. Daß Theda in Ddrer Abwesenheit sich eines andern besinnen wird. Lind ich hasse, Du wirst ebenso fest bleiben.“ Geisberch hatte sich bei Den letzten Worten erhoben, und nun stand auch Gerhart auf „Sch wäre ein großer Tor. Onkel Emst, wollte ich gegen meine vitalsten Sntereffen verstoßen" entgegnete er. ' scheidu^?" ^rC deine dessnitive Eiit- Gerhart überlegt? einen Augenblick. „H»ute ift QHontag also bis spätestens am Sonnabend." Wisss^vn bfe Vorbesprechung e ledigt. □ßüttft Du über den Herratsantrag noch> irgendeine h-<^r^?5IaxUn?f t ttX3ti:e dich a-i Mildner. Der AÄ uun, meine Lieben, seid nur "l Ä Suftiaoat von Den beiden k gemächlich Die Straße hinabsch'enber- ten. Gerhart liebte ein kräftigeres Ausk?breiten gichtischen Fuß Des al en Herrn Rücksicht nehmen. De. Regen hatte nachgelassen, Die Luft war milde geworden De’- ®?rt- »daß man we "" <^r2IGn 11 '$•' ->bm brt Onkel Ernst roch , c]ne* 5Ne ntinderbewahranstalt. Das rid)i nötig, daß sich indirter ?■ , ,U;G ,ul}2 * * * * * * 9 ciMistet, wenn er mal in Be.- - l'L bat er sich nicht ein anständiges Kreis Schotten. b. Echotten, 25. Rov. Dom ®emeinöe* rat: Die Erhebung Der Gemeindesteuer- ziele ist auf den 25. Rov. 1924, 25. San.. 25. März und 25. Mai 1925 hinausgeschoben worden, die Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz wird am 1. Der Monate Dezember' biS Mai 1925 erhoben. Weidegeld und Sprunggeld wird auf je 2 Mk. für jedes Stück Rindvieh festgesetzt, für Die von Der Stadt eingerichtete Sungviehweide ^ca. 30 Morgen) werden 15 Mk. für Den Morgen berechnet und auf die auf getriebenen Tiere ausgeschlagen. Die Sungvieh» weide hat sich außerordentllch bewährt. Sn den neu angelegten Straßen am Hohenwiesenweg, Pfarrgasse, Lohgasfe und VogelSbergstraße werden erhöhte Fußsteige angelegt. — Don Der’ Erhebung der städtischen Grunderwerbsteuer wird bei Errichtung von neuen Woh- nun gebauten abgesehen. Für die neuer schloss enen DaukompseL.2 wird ein genauer Ortsbauplan ausgestellt, Die ersordeclichen Veinnessungen und Austeilungen des Geländes werden alsbald Dorgenommen. — Bei der statt- gehabten HandelSkammerwahl wurde das seitherige Mitglied Georg Ro ckeme r einsllnnnig wiedergewählt. Kreis Büdingen. A Ridda, 25. Rov. Die hiesige Ortsgruppe Der Deutschen Volkspartei hatte gestern abend zu einer öffentlichen Wa hlversamm- lung eingeladen, Die sehr stark befudjt war, und von Amtsgerichtsrat Muhl von hier geleitet wurde. Als Hauptredner des Abends sprach Dr. Lohmann, Amts^erichtsrat in Weilburg. Seine von großer Sachkenntnis zeugenden Ausführungen, frei von Phrasen und Schlagwörtern, machten auf die Versammlung einen starken Eindruck und fanden stür-mischen Deisall. Hierauf erhielt Frl. Birnbaum, Landtagsabgeordnete aus Gießen, das Wort. Sie beschäftigte sich u. a. mit Dem Wahlrecht Der Frauen und Den daraus entstehenden Pflichten Der Frauen in Staat, Gemeinde und Familie, durch Förderung alles dessen, das zur Staatserhaltung und sittlich-religiösen Erziehung Der Kivdcr beiträgt. Auch diese Rednerin erntete großen Beifall. Unter den Zuhörern befanden sich etwa 120 Frauen. Sn der Diskussion sprach Der Sozialdemokrat Dickert aus Drlbel, Dem Dr. Lohmann im Schlußwort entgegentrat. Die Versammlung nahm einen würdigen Verlauf imD hat sicher Der Deutschen Dolkspartei hier manchen neuen Freund erworben. Ridda, 25. Rov. Die aus dem besetzten Gebiet ausgewiesenen Eisenbahner, die in großer Zahl hier Unterfunft gesunden, sind bis aus linihreHeimatzurückgekehrt. Bei den Zurückgebliebenen handelt es sich um solche. Deren Wohnung noch nicht frei ist, so Daß sich die Einreise verzögert. )( Ortenberg, 25. Rov. Der hiesige Frauenverein eröffnete seine Winter- t ä t ig fe i t mit einem sehr gutbesuchten Vortragsabend. Die Leiterin Der Dem Diakonissenhaus Elisabethenstift angeschlofsenen .Zuflucht" in Darmstadt, Schwester Margarete, erzählte von der schweren, aber doch so notwendigen und segensreichen Arbeit ihres Heinrs an Der gefährdeten und gefallenen weiblichen Sugend. Ss waren erschütternde Bilder leiblichen und seelischen Elends, Die vor dem geistigen Auge der ergriffenen Zuhörer erstanden, aber auch zum Abschluß erfreuliche Bilder dessen, was wahre christliche Siebe vermag. Der Frauenveretn konnte der unermüdlichen Leiterin einen schönen Betrag für die Arbeit mitgeben. — Am Totensonntag sand zum Abschluß des Gottesdienstes ein f e ie r » sicher Gedenkakt für die Gefallenen statt, an dem die Vereine mit ihren Fahnen teilnahmen. Die Feier war umrahmt von einem schön vorgetragenen Schulerchor und einem prachtvoll gesungenen Chor des Gesangvereins „Frohsinn" unter Der Leitung des Dirigenten Lehrer Roh. Die Gedenktafel war mit Sannen» gewinde sinnig geschmückt, mehrere Kränze waren niedergelegt, die Verlesung Der Romen Der Gefallenen war von dem feierlichen Geläut De** Glocken begleitet. )( Selters, 24. Rov. Zu einer eindrucks» vollen Feier gestaltete sich die am Totensonntag in unserer schön geschmückten Kirche morgenommene Enthüllung Der Gedenk täfel für Die Gefallenen Der Gemeinden Selters, Konradsdors 'und Wippenbach. Das Gotteshaus konnte kaum die von nah und fern besitzt er ein Palais, in Braunschiveig ein tounöer- schönes alles Patrizierhaus. S.ine Villa in Stzwichelde kennst Du ja Geschmackskultur hat er nicht für einen Pfifferling. Aber nun sag' mal. Sunge, was redest du Denn immer noch von Bedenkzeit? Bist Du nicht fest entschlossen?" Gerhart pfiff leicht Durch Di: Lippen. „Versteht sich," erwiderte er. „Sch halte cs nur nicht für nötig, Dem Onkel zu zeigen, daß wir Gründe im ileberfluf} hib.m, auf feine Vorschläge hin gewissermaßen blindlings zuzugreisem" „Du hörtest vorhin. Daß er selbst äußerte, toie dankbar er uns sein müsse. Du führst feinen Flamen in Verbindung mit dem Grafentitel weiter." Ein spitzfindiges Lächeln bog die RkUndwinkeln Gerts. „Wundervoll," sagte er. „Lieber Papa, Der Onkel ist aus viel zu zähem Mebejerhvlz geschnitzt, um sich aus der neunzinttgen Krone auch nur einen Deut zu machen! Qla Gott ja - Der Wunsch, Den Romen Geisbach nicht oussterb 'u zu lassens läßt sich erklären. Man will Den sllbs! erworbenen Ruhm noch über Den Tod hinaus konservieren. Aber die Beschleunigung dieses Eheschlusses ha! doch wohl ihre tieferen Gründe Er Hot Angst vor feiner Th:da. Sie kann genc en, ich wünsche es ihr, und dann ist eine Herzeusdummheit nicht ausgeschlossen. Da bindet er sie lieber r-echtzeitig, soweit das möglich ist. Daitz seine Wahl auf, mich fiel, ist auch verständlich. Sch sto 3n dem ®e lür die Han gen ihre Cßr den Desthsüs in Synmoöe öängerv strebungen' Gesangv bänden gebildeten in der Fvc durch zu ^esangverei »es Bestehe nn Saalba wattige 'nd. ?"chhabete Emdlinge Inhalten f '__2_ Oberem zu haben •J $ Frankfurt n. VerNn «t»i.,f. S<««hiu *'■’* börje ?r Tfülenrn Prozent Banknote«. TrrtTitnt 0.850 0.75i. 1,450 I y/< 14,60 70,25 13,5 Zum Weihnachtsfest »irres empfehle ich mein reichhaltiges Lager in nur Billigste Preise! Beste Qualität! 5836c liefert Äer hiesige Dinter- itycn Vordem Siafo- )ffenen .Zu» BMe«- «uh Nitklbtcu-ch Amchhslz 8.13 10.6Q 22,75 17,90 20 20 20,13 16,21 11 m ft e [ - 3n ftärfe- war, sieht 23,13 18,75 21.5 21,60 7.4 16,75 0,40 16,13 53,75 1,85 120 5,60 11,31 21,40 | 22,40 17,50 20,25 20,13 7.2 16,96 9 8,65 •M 2 5,13 10,25 23 17,76 «0,25 20,50 IG,SO 9 15 68,1 6b,6 2 23 8,6 0,875 2,66 2,78 8.6 Anzeiger") Zusammen- sotvohl die 22,13 5 Car! Haas jr. Fraakfnrt.Str 59. 16 11,65 76 lOl.s 14.2^ 16.25 11,6$ 45 37,76 0,795 1.825 0.83 1.45 0,51 1,000 1^0 1,21 1,17 V 88.23 9,4 120,25 5,50 10.80 12 14,00 1.8 0,4 15,40 14,23 0,4 getDrigeeilten ^»ilneymer fallen 5h«- gcter nxmx? eingeleitet durch einen 6 fyoral oortrag des Musikchors Stockheim, der unter der Leitung seines ■Dirigenten Helserich mehrfach die Feier durch seine Darbietungen verschonte. Mich Orgelvvrspiel, Gemeindegesang, Verlesung von passenden Schrift- cocm Zweck sie getoue ^tonnurt mit ihrem Demch beehren, konnte noch nicht feftgeftclü werden. — In den letzten Wochen wurden wiederholt im Stadtgebiet gegensahrendeZügeSteine geschleudert, die verschiedentlich Schaden anrichteten. Besonders ist dieser Unfug in der Nähe des Rebstocke im Schwang, wo bisher nicht ermittelte Personen aus die Wiesbadener Züge Steine werfen. ihres Heims n weiblichen yr leiblichen ifflgcn Auge er auch zum was wahre tOTRtt bnen Dettag sonniag sand ein feie r- efallenen iren Fahnen it von einem und einem ^cmgveremS s Dirigenten mit Saunen- Krame waren men der Sc- Geläut bf er eindruÄ' Totensonntag lorgentmtnunt el für die n Selters, ibach ?as nah und fem 4* r, Htsikl! 3 •) Dom RückzahlungSweri. t) Goldkurs. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht deS „®ic6cnev 0 840 1,-60 i 1,440 1,160 1,160 1,3 1.4 4 2 83,4 0,625 40 118,70 5.75 11 12,60 15,13 1,90 0.4 0,375 64 14.5 10,50 69 63.75 96,50 14 15,6 6 10,9 43,50 .-9 37,25 I 24,13 I 3,75 Die Köchin tagt: f/ur 1 Esslöffel Quiefo aufl Liter kochendes V/affer, und der fünfte Kaffee ift fertig. Trinke Quieta! sich die Deutsch.' Dank genötigt, bei der Umstellung auf Goldmark ihr Kapital zusammenzulegen. und zwar von 1,5 Milliarden auf 150 Millionen Goldmark. Da nach der Dilanz der 9,10 15,26 51,75 M.6 2,10 3 8,75 0,85 1.6 2,8 2,8 9,1 37/5 | 2,40 für Sänger/ Sportsleute, Raucher WlkWktsMrM'LM tiusfißfiuag stilrein u.orelswkrl öle SrWMk llnro.-PnKferel, H. Ccnge, Sletzkn, smelflt/7 Berlin, 25. Rov. Die scharfe legiuig hei der Deutschen Bank hat Börse wie auch das "PuÄikum mihtrauisch gemacht. so bah die heutige Dorfe zunächst em wesentlich schwächeres Aussehen bekam. Der Renten markt stund im Zeichen des Druckes auf Engagements. Ohne irgendwelche Gründe, abgesehen von Gerüchten, die die ganze Bewegung stets begleiteten, herrschte heute in allen Kategorien des Rentenmarktes ein ziemlicher 03er* kaufsandrang. Es hatte den Anschein, als ob sich eine recht starke Daisse-Partei gebildet habe, die zunächst die Oberhand gewinnen würde. Obwohl an den A l t i e n m ä r k t e n ziemlich Material herauskam, setzte bald eine Beruhigung Wirtschaft. ♦ Deutsche Bank. Berlin .OrtSgra-pr Schern V war, und "7 adeltet sprach Dr Arg. etiB(, ^assührun- ’riem, ma*; ten Stnbmd rrauf erhielt »ebnete M u. o. nut daraus oktal. Gemeinde 1 dessen, das ligiöten &. Aednerin rthvreni be- crMusswn aus Dilbrl, erigegenlrat. tgen Verlauf ^Partei hm dem besetzten 'ahner. die bett, sind bis lehrt. Dei um solche, dah sich die 9,75; 120t) I 6.6. ! 11 12,13 — । 14,75 2 0,405 I M oritz Gregori, Kreuzpiatz 14 Bin an das Telephonnetz anter 788 angeschlossen Puppen reparaturen werden nur bis zum 1. Dez, angenommen. 4. 11. 28.11. erstklassigen Spielwaren wie: Puppen, Puppenwagen, Puppenzimmer, Puppenhäuser, -küchen und -garmturen Kaufläden, Kaufständer, Filztiere und Filzpuppen Selbstfahrer, Koller, Kinderschaakeln, Tumgamituren, Schaukdpferde und Gespanne Eisenbahnen mit Feder- und elektrischem Antrieb, Dampfmaschinen, Modelle, Kinos, elektrische Motore für Schwach- und Starkstrom. Märklin - Metallbaukasten in allen Größen der Grund- und Ersatzkosten. argarete, .*■ b so nottoem tu n g im Verhältnis von 10:1. rem Mähe als zu erwarten gewesen genötigt, bei der Um1 j ein, so dah die K . schwächung erfuhren. Am Bankennnrrkt stunden | Deutsch: Bank im Vordergrund des Arteresses. I 66,50 I 14,6’ I 10,90 7’..5 ! 73.75 100,21 | 14 16 6 I 11.4 43,9 40 ! 37,5 , 74.13 | 3,75 j ein ©unter* Sc Dilla i" Kultur Hal er nun W ’S «er noch "" schlossen^. , ippcn- J nur ntV । wir ®n‘in^ic ' veffen.......... -.. Jtjfeu........... Deonche -.'Perth. Dollar'Lnt. bto- Doll.-Schatz-ilntretsng.'t K k'SZ ,'wnöer Erwerb. enD°h. fr« neu- ^Ruiuta iE® 1 kurbtöti 1 ^nftimmig selbst äufette n GrafcnMd IMdivinkd" £Ä»* ter Duns«. ,,,. :u lassen. Pruter- &L 2ri‘ «gurie; Dcil iproz. Preust Konsols 1287. 24er Schätze 400. 5praz. Preustenschätze (25) 285, 4>; Preuhenschätze (34) 400 Auch in ausländischen Renten kommt das Geschäft nicht in Schwung. Zur Rotiz kamen 4proz. Türken von 1905 6.50. Von Transpariwerten gingen Schantungbahn mit 2,45 um, Staatsbahn 29, alte lombardstche Prioritäten 7,8. Die Börse schlost bei lebhaftem Geschäft zu den höchsten Kursen. Börsenkurse. (Ohne "Gewähr.) (3n einem Teil der Auftage wiederholt.) Die deutsch-griechischen Handelsbeziehungen. Berlin, 25. Rov. (TU.) Halbamtlich Die deutsche und die griechische Regierung haben vereinbari. daß vom 20. Rooember 1924 ab betber- feitig nach den Bedingungen des am 3. 3u(i d. 3 abg>richlossenen vorläufigen deutsch-griechischen Handelsabkommens verfahren werden soll. 2ebig* lich der Artikel 3 des Abkommens, der Griechrn- land ein Wein-Ei ns uhr°Kontingnent zugest^t, wird vorläufig noch nicht wirksam. Das Abkommen wird endgültig erst in Kraft treten, wenn der neue Reichstag seine Genehmigung dazu erteilt haben wird und beide Regierungen sodann die Ratifikations-Arkunden austauschen werden. Rach dem Abkommen werden deutsche Schisse in griechischen Häfen ebenso wie griechische Schiffe behandelt. Die wichtigsten Einfuhr waren geniesten in Griechenland das Meist- begünstigungsrechl. Griechische Schiffe Schifte werden in Deutschland nach dem Grundsätze der Meistbegünstigung behandelt. Fevnei wird Deutschland die Einfuhr griechischer Rohtabake und ihren Absatz nicht erichweven. 6®/, Denttche MrlchSlmletvr . <*/, Trurfctjc victchSanleihe . 8V3% rindjc-onletöt y*/„ Seniter 5tddi«kuileibe . S)fndctie Sparprümunanleite 4% S'VTuytftije Konsol» . . . - Streifen Pelzbesätze Felle - — ■ zu günstigen Preisen im QTbdehausf^ahmtm, ■Bg V ÄÖ5J.J» Cz MZwtwnß» Franksurt a. M., 25. Qloti. (LU.) 3m Einklang mit der an der heutigen Rachbörse erfolgten Erholung verkehrte die Abendbörse in ungewöhnlich fester Haltung für den Aktienmarkt. Gesteigerte Rachfrage nach den Werten der Haupt- mätfte führte zu weiteren nennenswerten Kurs- erhöhunoen. Besonders der Montanmartl zeichnete sich durch überaus lebhostes Geschäft aus. teilweise kam es zu einer housseartigen Bewegung. 3m Vordergründe standen wiederum Harpener, die auf 101,50 fliegen. Gelsenkirchen sprangen auf 75 50 bis 76. Höher wurden ferner Buderus 14,90 bis 15, Mannesmann 50,25 bis 51, Phönix 45, Rheinische Braunkohlen 30.65. Rombacher 23. Stinnes-Riebeck 37,75. Oberfchlesische Werte waren wenig verändert. Oberbedrrrf 11,65, Caro 11,65. Gute Erholung wiesen von Kaliwerten Aschersleben auf 14,25. West er regeln 16,25. Bedeutendes Geschäft entwickelte sich wieder in chemischen Papieren, wo die Kursbesserungen gegen Mittag zirka i . Billionen Prozent betrugen. Badische Anilin 23,3 bis 23.50 bis 23,13. Anilm Berlin 20 90. Chemische Griesheim 21,50, Elberfelder Serben 21,25. Th. Goldschmidt 18,75, Höchster Farbwerke 21,13 bis 21,50, Holzverkohlung 7,40, Rütgcrswerkc 16,75. Auch der Bantenmarkt war angeregt und lebhaft. Stärker beachist waren Dis- kontogesellschaft und "Darmstädter Bank. Zur Rotiz kamen Daycrische Hypvtheten^ und Wechselbank 2,13, Deutsche Effekten- und Wechselbank 3,9, --- , . - Berliner Handelsgesellschaft 120. Kommerzbank ern, so dah dte Kurse tone wesentliche Ab- 5 6. Darmstädter Dank 11,3, Diskontokonimandit ' ------ 15.25 Vis 15,40. Dresdner Bank 8, Metall- <*/. Bontürfru.........I 6*/e tonet.....I Serltner HemdrlSgcsrlllSatt Commerz- und Pnoat-Bank Tamtil- und riniionatbaal . Drnl'khe Bonk......... Dcunrbe BrrrlnSbank .... Lisconto Llmmandtt ... McMtldank........... Murclseutlche ttwbübant . . t7cstcrrc!ch(sche Crcdrtanstall. »rftbank............ vochinner Guß BudcruS ......... Caro.............. DenlsL-Lurembura...... Gelsenkirchener 3ecawerkt. . harpener Bergbau Kaliwerke Äscüer»lei»en.... finlttvfrf Wrfterrgel». .. • . Lauretzükle • . Öbcrbebavf....... • • • Dhöuir Bergbau ....... Mheinslabl........... viiebe i ................ LelluS Bergbau hamdurg-Amerita Patel. . . v.orddcuncher Llovd .... Chrramische Werte ffTbin . . -Rtxnenllvrrf Heidelberg . . ^>dtl(pv Holzmanu...... «nglo Lonk -Guau» .. « . . Badische Lu Mn........ k.dennsche Mayer Slopte . . ^oidschmidr.......... (trieft deimer Electron .... höchster R-orbtoerfe...... halzverkoulung........ fitrttaer6)mfe ......... ^chrideanstalt......... HUc Elettri,i«tit8.Pesells»aft Beramano........... Mainkraftwerle ...... SchuSert...... Siemen» A- 6nt«e ...... Ldlerwerte Kley« ..... Daimler Motor«. ..... fv llqtnRaebt ........ Megmn. Frankfurter Armaturen . . . iioiiifrticntabrff Bnnm . . . Metollgklelllchast Frankfurt. Pel. Union L.-G........ Scdich>cd7U Herz...... Sichel Senuofr Siialdhof....... Huifcc’obtit Frankentbak . . Zukterscibrik Waabönlel . . • ruhenden Krieger statt. 3m ganzen starben von 109 aus unserer Pfarrei au£gc< »gelten Kriegern 20 den Heldentod fürs Dateiland, einer ist auf dem Friedhof in Wippenbach, einer in Schotten beigefrijt, während 15 in Feindesland ihre Grabstätte fanden. Die Ehrentafel ist aus schönem Sandstein nach dem Entwurf des Rsgierungsbau- rats Eifeler hergestellt und in bic allenen verlesen, die borjt ?4. 11. 25. 11. ?4. Rovdr- 26. Nov' r. RtOflTU »4. 15 ArniUche ‘Jiptkruni »nullt 6: rioturil.ll Geld 'e'rtf tfdb •»rief fünft’Wott 1c8.3i 1r%?? f«8,6J I 169,4 Volt V0!> Bc" -flnrni 20,32 > te.425 eo.^5 L0.47Z voll voll (ibriffinnia 02,04 62, 6 12,01 62, 6 74,03 voll vol .Qopenboatn <3,70 14,13 73,67 voll Volt etodnuim . 12, .2 112, 8 '2,52 r:3,W voll von fiel final or». JiWlien . . . n>,‘< • 10,59 18,51 10.-7 roll voll •6,14 T',24 18,16 voll coli London. . . 19,17 1^39 -.9.49 voll voll riruyort . . 4,11 4,2' 4.1 J 4,81 voll voll Part». . . . ",63 12,14 12,27 51,27 »oll vo'.t Scbwctz . . 60,85 »1.25 80.87 voll voll Svani-u . • Dren tn D-- 47.-6 »7,54 67 67.59 voll voll Ctfl- nbfltft S.810 8,835 5,91 5.93 von.ooU Prag 1P.63 N.69 18,61 1?.(7 voll voll Pubaffft . . 8^28 6,645 5,6’5 e.64 voll vol! Bucn -Aireß 1,58 1,58 :,(82 1.608 9,06 voll roll Pufoarttn 2,04 8,(6 8,04 voll,voll ffaunn . . - 1,60 1,11 1,60 7,61 roll -oll 'Hto ne (7an C.475 C.48S 1,47 1.4k voll voll Delzrad . - 6,68 S 6,116 0,115 0,14 7 voll voll Lissabon - - 18,41 18J- 19,50 18,60 volllvoli Pftrf". 25. rioDbr. Geld Brief Ne^an. Hmcrttanti.Dc Noten . . , . . 4." 4,21 doll Belgiüli? 9i6ten ...... ©änt-chc Noten ........ 20,27 70,37 von 73,52 3 88 von duoliffljr Nor-n ...... 19,39 10.4, voll FraiijoslsL? Noten ...... 12,15 72,27 Volt holländische Vloteu...... 118,3» 1(9.22 »oll fttatifnii&c Noten ...... 18,12 18^2 10(1 Norwegische Noten...... Dcutsch-Ocsterr-,ä 100,«troffen 51,89 (2,21 toll 5,912 5,932 toll NutnoiitiÄe Noten...... 2,16 2,28 voll Schwedisch? Noten ...... 112,37 1'2,93 voll SchweiNoten....... b3,72 bl,12 voll ©paniftbe Noten..... « Tschechoslowakische Noten . . 57.20 57,54 12,64 voll 12, 8 voll Ungarische Noten...... 5,59 Ml voll 30. * >c LiterarMe Sesallschaft Gleiten Freitag,28. Nov.S^Uhrin der Johanneskirche \ KlopstocHbend in nur la Qualitäten 9359D rrrHiTt^n i nji HBimi iiihji i rf wrqj icoaDaxx^jcDüaxxjuuDrjLix«iixxzrot.gTXxrDi (bei E. Challier) 50 Pf. 9857^ weiß Trikot-Merino, feinste Qualität und Verarbeitung, in allen Größen u. Preislagen. UristMzucker Pfund 36^ ~iiinriii,lfit:r.1 MM : R* G HitUB I T *.K R. CH IT k K.TUR. Y Hemd-Höschen Unterhemden Unter-Jacken \ Schade & Füllgrabe E E . 4 Tafeln 95^ . 3 Tafeln 85^ - 3 Tafeln . 3 Tafeln ^05-^ 18, 25,52^ • . Pfund 180^ Merke: Telephon 840 f. Autofahrten. 77070 f* Für Weihnachten! * I Kändir-Iinterwüsdie . Pfund 2U . Pfund 25^ . Pfund 2ÜH V. Pfund 19^ 7< Pfund 25^ 7< Pfund 25^ 7< Pfund 50^ Vortragender: Dr. Erich Drach, Berlin Orgel: Herr Lehrer Habicht, Gießen. Slockschokotade . vanilleschskola-e Milchschokolade . Schmelzschokolade Basler Lebkuchen Meitze Lebkuchen. Karten zu 1.20 (Mitglieder nur im Vorverkauf zu 1 Mk.) bei E. Challier und an der Abendkasse Für Studenten (bei Hausverwalter Ritter) und Schüfet Geraspelte Kokosnuß. -/. iw 2U Haselnutzkerne ....*/. viuni> 45^ Orangeat, Zitronat, Backpulver Vanillezucker, Zimt topfte"" billigsten Preiset». 9351c Sahnhosstraste 26, Luvwiqstraße 20 walitorstratze 24, Zrcmiftm. strafte 89 Gießener Konzertverein Sonntag, 30. November 1924, nachmittags 4V2 Uhr in der Universitäts-Auta empfehlen: Weizenmehl la . . Slütenmehl 0 . . . . SÄ Auszugsmehl. Rosinen....... Sultaninen...... Korinthen...... Mandeln....... BtS Weihnochien zwecks Emvfehluna Kiste 60 Sick, speckige, goldgelbe AM 3.25 Mk. frei Haus. MM.5.45M. 3Ktst.l80Slck.7.50M. alles frei Haus. Garantie. Zurückn. E. JVßpp, Alfona 423, Kakel,aus. ,w,sl ^atHcf,C Partei in völlige Abhängigkeit der Sozialdemokratie begeben I)at. Weil die £ ngungslose Erfullungs- und „Huftonspohhh der Demokraten uns von Diktat zu Diktat geführt hat, die Mronale Realpolitik Stresemanns und b« Dsuischsn VolkZpartei gegen zum Londoner Abkommen, dem Auftakt zur Befreiung von Ruhr und Rhein. Wer dieser Politik Heinrich Sack nur Marktstraße 19 Lichtbildervorführungen nach Originalaufnahmen aus den Karpathen und Galizien durch Herrn Lehrer Jacob. Oberbessingen, Kamerad Oelbermann», Gießen. Ziele BereMpng elMMger 222er. Anmeldungen zum Essen umgehend erbeten nach Lonh- strahe 19, Dietzen. 9240V vormittags 11 Tlhr: Frühschoppen, mittags 12 Llhr: Kranzniederlegung auf den Gräbern der gefallenen 222er auf dem Neuen Friedhof, wozu wir auch die Hinterbliebenen bitten, nachmittags 1 Llhr: gemeinsames Mittagessen, MMWi Mtoro#. Deutschnationale DolksparLei. Erklärung. Die skandalösen Störungen in der Wählersammlung am 20. d. Mts. geben uns Anlatz, folgendes bekannt- zugeben: In der gleichen Weise wie in der deutsch- nationalen Wählerversammlung in Bad-Nauheim am 15. ds. Mts. bestand bei den politischen Gegnern des Herrn Dr. Werner die vorgefaßte Absicht, auch die Gietzener Versammlung zu stören und zu sprengen. Beim Hinaufgehen auf die Bühne wurde Herr Prof. Werner von der Linken, die schon frühzeitig die vorderen Stuhl- reihen mit ihren Anhängern beseht hatte, mit Geheul und Pfuirufen empfangen. Das Reichsbanner hatte, wie einwandfrei festsieht, seine Mitglieder für diese Versammlung besonders mobil gemacht. Von Frankfurt hatte man sich einen noch recht jugendlichen Redner verschrieben, der bereits in der Versammlung in Bad- Nauheim Herrn Prof. Werner in der unflätigsten Weise beschimpft hatte. Ferner ist seitens des Demokratischen Wahlbureaus am • Tage der Versammlung versucht worden, im Falle eines „verfrühten" Schlusses unserer Versammlung den Saal für seine Zwecke dem Turnverein abzumieten. Obwohl das nicht gelungen war, wurde in der Versammlung frech behauptet, der Saal sei von der Linken gemietet worden. — Diese Tatsachen in Verbindung mit den tumultartigen Störungen lassen klar erkennen, datz hier im voraus die Absicht Vorgelegen hat, den frühzeitigen Schlutz der Versammlung unter allen Umständen herbeizuführen. Die anderen zahlreichen Besucher der Versammlung aber haben einen Vorgeschmack davon bekommen, mas ihnen blühen wird, wenn eine demokratisch-sozialdemokratische Mehrheit zur Herrschaft gelangt. Wegen der in der Versammlung im Gewerkschaftshaus von dem sozialdemokr- Redner aus Frankfurt gegen Herrn Prof. Werner vorgebrachten unglaublichen Beleidigungen wird diesem Herrn Gelegenheit gegeben werden, sich vor Gericht zu verantworten. Der Vorstand. ....... n'ti'.f.' Warum haben sich letzthin zahlreiche demokratische Reichs- und a ot A • Landtagsabgeordnete der Deutschen Volkspartei angeschlossen? O Warum folgen zahlreiche demokratische Wähler diesem Beispiel? 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Drittes Konzert Am ar-Quartett lllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Streichquartette: Hindemith op. 22 — Schubert 125 Nr. 1 - Debussy op. 10 Eintrittskarten: Mk. 5.-, 4. — , 3.- und 2. - bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studenten karten Mk. 1.- beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. Friedrich TeipeL Markt 16 Bahnhofstr. 45 und Hillebrandstr. 2. ! -*tn- **■ -^ir inn.....iiinnTnuiruiiriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHii.iiiiiiiii.iriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiir..iiiiiiiiiiiiun Geschäftserösfnung K Ö 9. HM A H K. T j T E L • 61 5 SM? Same -»-Cwäwm'te_____. ' 3ne tat der Wink tvirküch duktion Ochsten 3WJ i llschen P Wtitt Mhilti ist für nebenjäc möglich, Sebiet 31 Dem Son UndM ©cnoimg ioicklichmi fünft mö abhängig sich M Sudan ui Dlnde perial Das dem au lichen Jnschuh W au' Aegyptl ^vehei t c n i i! 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