Achten. M. ih, /nQ9oüe «•9.15 7-45. mS^äm I. m. em m taiiSaib voll Feuv ™e. voll Seifl I« Ulld Deaae« N Mols Locher, cm MrzenLer *&, llerfovräahM, [o» plLiLvrn. Der Da> Aebirge auL, foa- mencr Beitbumm» 3)cben, im eviM bis hinunter nach rad und ShigjCdj, chm icüMmetM e weite Dell, wie m andern Lchmt, t ZEm'ame Weder ungefähr 30 ch durch die Md- Buche gibt : .Diese neu Zrauen zu, die geliebt baden. Ms l DDchern in die )i nach dem Detbe. ich weniger aeüxm- vK ich die »rinne» r. was ich erreicht Lei weine» Stan- ieneu widme, denen sich der Ling und o Ebene ä.Nt terjÄ’ Ne ous C Ae iS Öebitt ^Lr> bet ft? e somit KlUnb ®met kchvn y*«** m »t imtrr dieser Rubrik die Redaktion dem : Verantwortung.) 2 Dich wird einem Radfahrer Mt F !° »enb weibliche Per- Lang Luf DochK für Radscchver ist, • Jagend die Freude AK 'M irzi Nr. U4 Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GietzenerFamilienblätter Monats-Vezugspreis: 2 Goldmark u. 20^ Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerSithen. Postscheckkonto: Sraitffurt a. M. 11686. Erstes Blatt K4- Jahrgang Samstag, 26. ZM 1924 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vrnck «nd Verlag: vrShl'sche Universtlätr-Vuch- und Steinöruderci 11. Lange in Sieben. Schristleitung und Seschästrftelle: Schulltratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichKeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne- Klame-Anzeigen o.TOmm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20°/o Auf. schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friede. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Was uns nottut! • Am Donnerstag hat im „Gießener Anzeiger" ein Leser eine Beschwerde darüber veröffentlicht, daß an einer Strahenbiegung außer der deutschen Warnungstafel vor einer in Tätigkeit befindlichen Dampfwalze ein Schild in französischer Sprache angebracht ist. Eine an sich vielleicht belanglose Angelegenheit, die man unter anderen Umständen als den gegenwärtigen vielleicht mit dem Grenzverkehr entschuldigen würde, die aber noch in einem besonderen Lichte erscheint, wenn man berücksichtigt, daß diese französische Warnung als „Ordre de l'armee", als Armeebefehl bezeichnet ist. Aur in Deutschland dürfte ein solcher zum mindesten als Gedankenlosigkeit zu bezeichnender Vorfall möglich sein. Immerhin ist er von geringerer Bedeutung als die Tatsache, daß an dem 8.08 Ahr vormittags von hier abgehenden Zuge nach Koblenz Schilder verkünden, daß die Wagen von Gießen über Koblenz—Trier nach Thionville laufen. Mit welcher unverhohlenen Freude mögen die Franzosen diese amtliche, vor aller Welt erfolgende Bestätigung der deutschen Reichsbahnverwaltung lesen, daß Dieben- hofen mit Berechtigung den Ramen Thionville trägt I Diedenhosen, das schon im Jahre 962 als Diä>enhowen bekannt war und das in den berüchtigten Vertrage von Mersen 870 ausdrücklich Deutschland zugesprochen wurde! Sollte es nicht der Würde des deutschen Volkes zum mindesten entsprechen, daß solche Ortsbezeichnungen erst dann angebracht werden, wenn der Zug das deutsche Hoheitsgebiet verläßt? Dies mühte ermöglicht werden, auch wenn eine besondere Haltestelle zu diesem 'Zwecke eingerichtet werden muh. Ein weiteres Bild. In Paris fand in der letzten Woche eine Olympiade statt. Das führende englische Blatt, die „Times", wandte sich mit scharfen Ausfällen gegen diese sportliche Veranstaltung, die nicht dem Frieden, sondern der Pölkerverhetzung diene. Große deutsche Zeitungen jedoch, die mit keiner Silbe die Ergebnisse des bedeutsamen deutschen akademischen Olympia mitteilten, veröffentlichen lange Verichte über dieses französische Unternehmen. Vatürlich nur, um das hohe Maß von Verständnis für den internationalen Sport zu zeigen, das sie beseelt! Zur Gedankenlosigkeit kommt hier die Würdelosigkeit, die bedeutsame nationale Geschehnisse als nebensächlich behandelt und dafür nebensächlichen Pariser Devanstaltungen größte Beachtung schenkt. Es mag vor dem Kriege, als wir sorglos unsere ansAmertd so glänzende Stellung in der Welt durch immer neue Lieb^>ienereien vor dem Ausland zu befestigen wähnten, als eine unabänderliche Tatsache erschienen sein, bah in weitesten deutschen Kreisen das Gefühl für die Rotwendigkeit eines hochgespannten nationalen Ehrgefühls im Streite der Stämme und Parteien verkümmerte. Aber heute, wo wir durch die Schule beispielloser Demütigungen infolge unserer Selbst- entmcrnnung gehen muhten, wo uns täglich neue Entehrungen und Beleidigungen brennende Scham auf die Wangen treiben, und wo wir schlechterdings keine andere Waffe mehr besitzen als die moralische Macht und die geistige Kraft, eines Sechzigmillionenvolkes — heute sollen wir allmählich erkennen und wissen, was uns nottut. Sicher zeugt nicht die überlaute Betonung des Wortes national oder gar das mehr oder minder vom Alkohol beherrschte Singen vaterländischer Lieder (die ein Volk von Würde nur bei besonders feierlichen Gelegenheiten anstimmt) von echter nationaler Gesinnung. Sondern nur der kann Anspruch auf den Ehrentitel eines wahrhaft nationalen Volksgenossen machen, der ein Höchstmah von Opferwilligkeit für diese Volksgesamtheit aufbringt und der tagtäglich beweist, dah ihm der Dienst am Vaterlande heiligere Pflicht ist als die ^Verfolgung persönlicher, egoistischer Ziele. Die Verbreitung und Vertiefung dieser Gesinnung tut uns bitter not, nicht nur bei Einzelpersonen, sondern auch im Schohe zahlreicher Verbände, Parteien, Organisationen. Denn das Vorhandensein dieser Gesinnung hat jenen natürlichen Stolz, jene selbstverständliche Würde, jenen bewuhten Willen zum Zusammenhalt Aller in gefahrvollen Tagen zur Folge, den wir heute noch so schmerzlich vermissen. Welches wüste Schauspiel boten wieder deutsche Parlamente, welche Zerrissenheit undl Verständnislosigkeit für die Aufgaben des Tages zeigte ein Teil der Parterpresse in der vergangenen Woche! Wo alles darauf ankommt, den Trägern der Dedrückungspvlitik gegen Deutschland den geschlossenen Willen eines großen Volkes entgegenzustellen, das im Dewuhtsein seines heiligen Rechtes von den anberen nichts als Achtung vor diesem Rechte verlangt — skandalieren Volksvertreter im Parlament — werden lebenswichtigste Probleme zum Objekt der Parteidemagogie erniedrigt — wird der Welt das Schauspiel eines Interessen- und Klassenkampfes, erfüllt mit dem Lärm der Agitationsphrase niedrigster Herkunft, gegeben. Was Wunder, wenn die französischen Mitglieder der Ausschüsse in London geradezu unerschöpflich In Vorschlägen sind, deren .Inhalt neue spitzfindige Beleidigungen und Demütigungen des deutschen Volkes darstellt und die man trotzdem diesem gedankenlosen und zerrissenen Volke zu bieten wagt, das in seinen Straßen französische Heeresbesehle aufrichtet, das auf Anhieb das alte deutsche Diedenhosen auch als Thionville anerkennt und dem ein Pariser Sonntagssport mehr bedeutet als der Wettkampf der deutschen akademischen Jugend! So soll nach den letzten Meldungen der Plan des die Ruhrräuming behandelnden Zweiten Ausschusses die Forderung enthalten, daß Deutschland eine Amnestie für alle Personen erlassen soll, die wegen irgendeines Vergehens int Zusammenhang mit der Besetzung bestraft worden sind. Ferner soll die deutsche Regierung sich verpflichten, keine Repressalien gegen Personen ?u unternehmen, die mit den Alliierten irgendwelche Verbindungen unterhalten haben. Frankreich und Belgien wollen dagegen sich verpflichten, eine Amnestie für die von ihnen Verurteilten zu erlassen mit Ausnahme derjenigen, die wegen Vergehens gegen die De sahung bestraft sind. Da das gesamte Separatistengesindel in Verbindung mit den Alliierten d. h. hier den Franzosen und Belgiern, gearbeitet hat, würde dies heißen, daß Deutschland diese Hoch- und Dolksv^rräter restlos wieder aus die Bevölkerung des besetzten Gebiets loslassen und damit neue Putsche ermutigen soll, während die Franzosen und Belgier keinen von ihnen verurteilten Deutschen freizugeben brauchen, da die Rechtsverdrehung, die sie Militärjustiz nennen, Berlin, 25. Juli 1924. Rach debatteloser Erledigung kleinerer Vorlagen kommt eine Novelle zum Gesetz über die Raturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden zur zweiten Beratung. Abg. Creutzburg (Komm.) beantragt den Ersah der Worte „bewaffnete Macht" durch „Reichswehr und Marine". Der unbestimmte Ausdruck „bewaffnete Macht" eröffnet die Möglichkeit, daß darunter faszistische Verbände tote „Stahlhelm" und „Wehrtools" verstanden werden könnten. i Abg. Tr. Mumm (D.-R.) wendet sich gegen die kommunistischen Anträge. Abg. Schmidt- Hannover (D.-R.) betont, aus der Rede des Kommunisten spreche ein phantastischer Haß gegen alles, was mit der deutschen Wehrmacht zusammenhänge. Der Haß gegen die Wehrmacht beschränke sich nicht nur auf die Kommunisten, gestern habe auch der sozialdemokratische Abg. und Polizeipräsident Lübbring sich den Zuruf erlaubt: Alle Offiziere sind Lumpen! Abg. Lübbring (S.) erklärt, er habe gestern nicht gerufen „Alle Offiziere sind Lumpen!", sondern unter Hinweis auf die Offizierseigenschaft des Abg. Ahlemann. Solche Offiziere sind Lumpen! Abg. Hans Jacob-München (Rat.-Soz.) ruft wiederholt: Ganz gemeiner Lügner. Er erhält einen Ordnungsruf, richtet aber weiter laute Verwünschungen gegen die Sozialdemokraten. Präsident Wallraf spricht fein Bedauern Über die im Hause angewandte Tonart aus und erklärt, er werde bei Fortsetzung solcher Szenen die schärfsten Mittel der Geschäftsordnung an- wenden. Die Vorlage wird hierauf unter Ablehnung der kommunistischen- Anträge angenommen. Hieraus wird die gestern abgebrochene Aussprache über die Erwerbslosenfürsorge fortgesetzt. Reichsarbeitsminister Dr. V r a u n s bestätigt, daß die Rot der Kurzarbeiter immer beunruhigender werde. Tatsächlich ständen jetzt viele Kurzarbeiter mit ihren Bezügen unter denen der Vollerwerbslosen. Die Hilfe sei nicht nur wegen der Finanznot, sondern auch deshalb schwierig, weil die Wiedereinführung der Kurzarbeiterunterstühung einer iln- terstühung der Wirtschaft aus Reichsmittcln gleichkommen würde. Die Ausschuhanträge werden in allen drei Lesungen angenommen. Es folgt die Weilerberatung der Anträge zur Fürsorgepflicht. Reichsarbeitsminister Dr. Brauns erklärt, er halte es für falsch, die Leistungen der Fürsorge für Sozialrentner, Kleinrentner usw. als Armenunterstützung im Sinne des Gerichts - verfassungsgesehes zu betrachten. Es wäre zu wünschen, daß in den Parlamenten der Länder den Fürsorgefragen das gleiche Interesse ent- gcgengebracht würde, tote hier im Reichstag. Die Reichsregierung werde die hier gegebenen Anregungen den Landesregierungen übermitteln. Die Ausschußanträge werden angenommen. • Es folgt die Beratung des nationalsozialistischen Antrages auf Aushebung des Disziplinarstrafverfahrens gegen den Abg D r. Frick, das gegen Frick in seiner Eigenschaft als Oberamtmann wegen seiner Beteiligung am Hit- lerputsch eingeleitet worden ist. Der Geschasts- vrdnungsausschuß beantragt Ablehnung des nationalsozialistischen Antrages. Abg. Ra hl (R.-S.) ersucht dagegen um Annahme des Antrags. . Abg Brodaus (Dem.): Der bayrische Landtag habe die Aufhebung des Verfahrens gegen Pöhnerabgelehnt. Es wäre eine Unge- re chtigkeit, wenn der Reichstag den wegen derselben Straftat verurteilten Abg. Frick anders behandeln wollte. Abg. Könen (Komm.) wendet sich gegen den Abg. Brodaus. Die von diesem gepredigte Demokratie sei eitel Heuchelei. Abg. Dr. Levi (Soz.) meint, der Standpunkt der Kommunisten wäre nur verständlich, toenn ihre Ziele und Mittel sich mit denen der Deutschvölkischen deckten, wenn sie sich als Klas'e mit ihnen verbunden fühlten. Tatsächlich aber alle Delikte, auch Attacken gegen ihre separatistischen Schütz- und Söldlinge, als gegen die Sicherheit der Besatzung gerichtet bezeichnet. I^oensalls mürbe die deutsche Regierung bei einem Eingehen auf diese in dieser Form unerhörte Forderung nicht nur den Hochverrat des Separatistengesindels gewissermaßen post sestum sanktionieren urib die Autorität der Rechtspflege erschüttern, sondern auch der Bevölkerung des besetzten Gebietes eine neue Beleidigung durch die fremden Machthaber ^ufügen lassen. Auch diese Zumutung, die ein Volk kaum jemals einem gleichberechtigten Gegner geboten hat, bemeist, wie bitter not uns ein geschlossener Wille zur Wahrung und Behauptung unserer nationalen Würde und Ehre tut. Vorgestern hat im englischen Oberhaus eine Debatte über den Völkerbund stattgesunden, bei der viel von Frieden, Abrüstung und den Aufgaben «des Völkerbundes sei die Deutschvölkische Freiheitspartei eine Bewegung von Deklassierten mit einem Hausen bankerott gegangener Generale an der Spitze. (Gelächter bei den Rationalsoziallisten.) Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen. In einfacher Abstimmung wird darauf Ausschußantrag gegen die Deutschnationalen, tionalisten und Kommunislten angenommen, die Aushebung des Verfahrens gegen Fricke also abgelehnt. Runmehr folgt die erste Beratung des Notetats für 1924. Damit ist verbunden die Beratung der Anträge des Rechtsausschusses auf Wiederaufnahme der durch Urteile bayrischer Volksgerichte beschlossenen Strafverfahren usw. ReichsfinanzmmistLr Dr. Sucher betont kurz die Rvtwendigkeit des vorgelegten Rotetats nach dem Ablauf des letzten am 31. Juli. Eine Erklärung der Regierungsparteien. Abg. Fehrenbach (Ztr.) verliest eine Erklärung, in der es heißt, die Fraktionen des Zentrums, der Demokraten und der Deutschen Volks- Partei halten eine große außenpolitische Debatte in diesem Augenblick nicht für zweckmäßig. (.Unruhe und Aha-Rufe rechts.) Die genannten Fraktionen beschränken sich auf die Erklärung, daß sie die Politik des Reichskabinetts billigen, als deren Ziel sie die RegelungderRepara- tionssrage auf be-r Grundlage des Sachverständigeng.'utachtens betrachten (Zuruf bei den Rationalsozialisten: „Landesverrat!" Lachen.). Das Gutachten darf aber nicht nur insofern durchgeführt werden, als - es Deutschland Lasten auferlegt, sonder« es muß auch den Bestimmungen Rechnung getragen toerben, die auf Deutschlands 2o oer Kaspar! Junge, wo dommg bu her?" Lottchen . . . das Leichholzer Lottchen — Lvttchen Lasvw — Das war wahrhaftig Hilfe in der Not, und also erschien Lottchen dem Junker gleich einem leibhaftigen Engel, in ihrem lichten Seidenkleide, mit dem schmalen Pelzkragen über dem Nacken, zierlich wie ein Püppchen. Kam auch ungeniert mit in die dumpfige Wirtsstube, streckte die winzigen Miße gegen den alten Kachelofen, daß die Schleppe nur so um die runden Waden raschelte, und fragte unb fragte. Ein Mühlrad war nichts oeaen daS Plappermäulchen. Fragte und half. »Der Därbeiß! Die alte Vertrocknete Exzellenz! Wart' nur, Kaspar, bei Die Einladung an Deutschland. Für Mitte nächste Woche beschlossen. Paris, 25. Juli. Havas meldet aus London: Die fünf Delegationsführer haben heute vormittag von 10 bis 12 Ahr im Foreign Office unter dem Vorsitz des englischen Premierministers in gewohnter Weise beraten. Da der französische Finanzminister Clementel den ganzen Tag über von London ferngehalten ist, hat die französische Delegation verlangt, daß die Sitzung der ersten Kommission (Verfehlungen und Sanktionen) und die dritte Plenarsitzung der Konferenz, die beide heute stattfinden sollten, vertagt würden. Da das Wochenende keine Verhandlungen zuläßt, ist beschlossen worden, die nächste Zusammenkunft der Delegationsführer auf Montag vormittag 10 Ahr anzusetzen. Die erste Kommission wird ebenfalls am Montagvormittag eine Sitzung abhalten. Darauf wird am Montag nachmittag 4 Ahr die Konferenz zu einer Plenarsitzung zusammentreten. Der aus einem französischen und einem englischen Rechts- sachverständigen zusammengesetzte Ausschuß (Fro- magoot und Sir Cecil Hurst), der ein Gutachten über die Hinzuziehung deutscher Vertreter erstatten soll, hat festgestellt, daß die Deutschen berufen werden und zu gewissen Modalitäten der Durchführung des Sachverständigenplanes Stellung nehmen mühten. Dem Entwurf ist im Prinzip zuge- stimmt worden, und es ist beschlossen worden, die deutschen Vertreter zur Londoner Konferenz einzuladen. Die Einladung wird später, wenn die Konfe- renzarbeiten genügend fortgeschritten sind, um den Zeitpunkt der Hinzuziehung zu besttmmen, offiziell nach Berlin übermittelt werden. Der Ausschuß der Rechtssachverständigen wird durch Beiordnung eines englischen Vertreters namens Bourquin, eines italienischen Pilottr unb eines amerika Nischen Fraser vervollständigt werden. Der Berichterstatter weist darauf hin, daß die Sicherheit der Besatzungstruppen immer noch zu den schwebenden Fragen gehört. Die zweite Kommission (Freigabe der Pfänder) habe bekanntlich einen einstimmig angenommenen Bericht eingebracht, aber in diesem seien die Fragen der Eisenbahnverbindungen wegen der Meinungsverschiedenheiten zwischen den Sachverständigen in diesem Punkte zurückgestellt worden. Der französische Sachverständige Leverve sei für die Beibehaltung der 5000 französischen unb belgischen Eisenbahner auf den strategischen (Streeten, wie dies von den beiden Regierungen verlangt werde, dcuntt jedem Sabotageversuch vorgebeugt sei. Der englische Sachverständige Acwvrth fei genau der entgegengesetzten Ansicht. In letzter Instanz werden also die Bevollmächtigten dieses Problem zu regeln haben. Das Orakel der Juristen. Paris, 26. Juli. Wie der Sonderbericht- erstatter des' „Mattn" nritteißt, haben 6te Juristen, die beauftragt sind, die Frage der Beteiligung deutscher Delegierter an der Londoner Konferenz zu prüfen, die zur Debatte stehenden Fragen in drei Kategorien erngeteilt: 1. Fragen, die nur die Alliierten interessieren. 2. Fragen, die aus dem normalen Rahmen der Angelegenheit herausgelöst werden können und über die die deutsche Regierung mit der Repko verhandeln soll. 3. Fragen, über die zwischen der deutscher Regierung und den alliierten Regierungen verhandelt werden muß. In die letztere Kategorie fällt vor allen Dingen die Frage der industriellen Räumung des Ruhrgebiets, weil diese nichts mit dem Friedensvertrag zu tun habe, eine Konsequenz des Dawesplan fei und nurdurchdieMitarbeitder deutschen Regierung durchgeführt werden kann. Wenn also die Alliierten sich verständigen, fei die Einladung gewiß. Nach dem „Quotidien"-Derichterstatter haben die Finanzsachverständigen die Ansicht ausgesprochen, daß die deutschen Delegierten, die an der Londoner Konferenz teilnehmen, auf dem Boden völliger Gleichberechtigung mit den alliierten Delegationen stehen müssen. Der Berichterstatter nimmt an, daß die Diskussion zwischen den Deutschen unb Alliierten am Mittwoch beginnen werde. Die Räumungsfrage. Paris, 26. Juli. Der Sonderberichterstatter der „Ere nouvelle" will wissen, daß MacdonaldamMontagin derPle- narsitzung von Frankreich offiziell die Räumung des Ruhrgebiets verlangen werde. Die Stellung Herriots zu diesem Punkte scheine noch nichtfest gelegt zu sein. Herriot lasse sich von seiner hochherzigen Anlage leiten, man dürfe ihn aber nicht durch allzuweitgehendes Verlangen in Verlegenheit bringen. Richt- destoweniger dürfte es von großemVvr- teilsein.wenndemenglischenVvr- schlag stattgegeben würde. Die militärische Besetzung des Ruhrgebiets Habenurei ne Existenzberechtigung als Garantie der wirtschaftlichen Besetzung. Da die letztere verschwinde, sehe man nicht mehr recht den Zweck der er st eren ein. Amerika einstimmig für die Forderungen der Finanzmänner. London, 25. Juli. Rach einer ^Exchanges-Meldung aus Reuhork ist die dortige Presse einstimmig der Meinung, daß die Forderung der Bankiers betreffend die Sicherheit für die deutsche Anleihe nicht-unvernünftig sei und betont, die Bankiers sprächen für die endgültigen Darlehensgeber, nicht für sich selbst. „World sagt, die Bankiers hätten harte Köpfe, aber keine harten Herzen. Die Krisenstimmung in Darmstadt. Die Krisenstimmung innerhalb der Reoie- rungskoalitivn scheint sich noch zu verschärfen. Im „Offenbacher Abendblatt" und im „Vvlls:reund“ vom 24. ds. Mts. finden wir unter der Heber- schrift „(Sine unglaubliche Brüskierung der Republik" nachstehende Notiz: „In dem vom Minister von Brentano verwalteten Ministerium der Justiz ist der Vortragende Rat Oberjustizrat Dr. Friedrich Joseph von Eiff zum Ministerialrat ernannt Worden. Diese Ernennung ist eine Brüskierung be? hessischen Republik, denn Herr von Eiff, früher Kabinettssekretär des verflossenen Groh- herzogs, ist jener Beamte der Republik, der ohne seine Behörde in Kenntnis zu sehen, an den berüchtigten „Restaurättons"- Konferenzen des Grvtzh. Hv'nnarschalls Hardenberg über die Der- mögensauseinandersehung des Staates mit der Familie Brabant teilgenommen hat. Anstatt gegen den Mann eine Disziplmaruntersuchang zu eröffnen, wird er befördert — natürlich »nur", um der heiligen Ochsentour willen!" Aus Stabt unb Land. Gießen, den 26.Juli 1924. Gedanken von der Schlenderbahn. Mancher Bürger wird sich wohl schon hier und da ftine besonderen Gedanken über die Verkehrsart auf unserer „Schlenderbah n", dem Selters weg, gemacht haben. Da quirlt es nanu ntlich in den Nachmittags- und Gegenabend» ffunbert durcheinander wie in einem aafgeflöber- kn Ameisenhaufen. Was hasten da die einen, tob, gravitätisch stolzieren die andern durcheinander hinüber und herüber, wie ausdauernd pflegen wieder andere den „Langsam-Schritt", den man einst auf dem Kasernenhofe zum Segen für viele junge Leute in gründlichster Weise übte! Wie flihen die Radler, noch mehr die Radlerinnen kreuz und quer über den glatten Asphalt, wie knattert unter gellenden Rufen seiner Hape das Motorrad oder das Auto dahin und wie fürsorglich und eifrig tritt der Straßenbahnführer die Klingel seines Wagens, damit nur ja alle .vor einem Rippenstoß von der Elektrischen bewahrt bleiben. Schön ist diese fahrende „Musik" ja grab nicht, aber notwendig ist fte, wenn bte „Schlenderbahn" nicht etwa zum Großlieferanten für unsere Kliniken werden soll. In der Tat, man muß täglich immer wieder staunen über die Wuiftigkeit oder Dickfelligkeit, die manche ueutcyen Dort an Den Tag legen. Stand Da ,neu> sich ein junger Radfahrer bequem auf sein StahliDh gelehnt am Bürgersteig und hielt ein Schwätzchen mit seiner holden Bekanntschaft, dieweil sein Rad zum „Gleitschutz" in die Straßenbahn! chic nen gestemmt war. Die Elektrische nahte, schon von weitem klingelnd, daß einem Hören unb Sehen verging. Die Leute auf der Straßenseite quetschten sich aus Vorsicht vor dem nahenden Wagen an die Häuser daß man später mal guckte, ob sie nicht etwa den HauSanstrich mitgenommen hatten, aber daS dumme Aad machte sich aus dem Klingellärm gar nichts, es blieb dickfellig in seinem Einbruchsgebiet. Im letzten Augenblick bekam fein junger Herr von einem nahestehenden Mann einen freundschaftlichen, wenn auch nicht gerade gelinden Rippenstoß und nun flog das Stahlröhlein mit großer Wupvtizität auf den tBürgerfteig in Sicherheit. Am ein Haar wären bet diesem beschleunigten Rückzug noch ein paar Anbeteiligte in ein dummerweise gerade an dieser Stelle befindliches Schaufenster geflogen. Ein Hagelwetter von Volkszorn schien loszubrechen, aber der jugendliche Held der Szene verzichtete bankend auf die Konversation und empfahl sich mit der größten Geschwindigkeit. Gin anderes Bildchen. Mehreren Damen schien eine eingehende Aussprache so dringlich, daß sie ohne wetteren Zeitverlust mitten auf der Fahrbahn vor sich gehen muhte. Der Deratungsstoff war offensichtlich außerordentlich fesselnd, denn der Debattierklub kam erst wieder zum Bewußtsein des nicht un» gefährlichen Versammlungsorts, als ein Auto dicht abei halten mußte unb der Wagenführer sich selbsttätig und nicht gerade liebenswürdig in die Unterhaltung einschaltete. Die Konferenz wurde Hals über Kopf abgebrochen, es kam noch nicht einmal mehr zum Händedruck. So ein kräftiges Donnerwetter ist doch mitunter recht wirkungsvoll. Traugott von Iagvw, der einstige Berliner Polizeipräsident, der jetzt einsame Tage auf einer Festung in Pommern verlebt, lieh einmal in Berlin im Äpidarstil verkünden: .Die Straße dient dem Verkehr!" Sett jener Zeit — es war noch lange vor dem Kriege — sind wir ja freiheitlicher geworden, aber uns dünkt, daß dieser Satz auch heute noch Geltung hätte. Freilich mühte zu ihm noch die Aufrichtung und Durchführung einer Verkehrs ordnung hinzukommen. Dem Durcheinandergewurstel auf unserer belebtesten Geschäfts- und Dummelftrahe könnte diese ordnende Einwirkung von oben sicherlich ganz gut bekommen. Immer rechts — das wäre ein Grundsatz für die Schlenderbahn, dem sich wohl jeder fügen würde, zweisEos auch derjenige, dem der Sinn und der Wille sonst mir nach links stehen. And wenn diejenigen, die gerne ein Stehschwätzchen machen wollen, künftig nicht mehr gerade inmitten des flutenden Verkehrs an- coachsen werden, dann Wirdes für alle Freunde der Schlenderbahn dort noch mal so gemütlich werden, und sie werden dann wohl auch dem Krittkus Recht geben, den sie vielleicht heute dahin wünschen, wo der Pfeffer wächst. Die Reichs-TenernngSziffer. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Delleidung) beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den 2 3. Juli auf das l,16billionenfache der Vorkriegszeit. Gegenüber der Vorwoche (l,15billionen- fache) ist demnach eine Steigerung von 0,9 Prozent zu verzeichnen. • Wettervoraussage Fortdauernd bewölkt, bei westlichen Winden noch Regenfälle und wenig Temperaturänderung. Südwestliche Randgebilde des Tiefs über Skandinavien beherrschen noch unsere Witterung und lassen keine durchgreifende Aenderang des Witterungscharakters zu. •ynrnotiicn. — Tag eskalender für SamStag. Gesangverein Heiterkeit: 8 Ahr ordentliche Generalversammlung. — G. S. C. v. 1900: 8Vs Ahr, Gasthaus Doller, Jahresversammlung. — Rund- funkhaus, Löberfttaße: 8V- Ahr Konzertabend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „So sind bte Männer". — Astoria-Lichtspiele: „Der Gaukler von Paris". { — Tageskalender für Sonntag. Hessischer Polizei- und Schutzhunde-Verern 1914 Interne Vorführung auf bem Triebgelände vormittags 71/2 Ahr, auf dem V. f. B.-Platz nachmittags 2'/s Mr- — Achtspielhaus, Bahnhofstraße: „Zalamort, die Erlebnisse einer schönen Frau". — Astoria-Lichtspiele: „Der Gaukler von Paris". I — Aus dem Stadttheaterbareau wird uns geschrieben: Wie'die meisten Neuheiten, deren Bekanntschaft uns in diesem Sommer durch die -Gastspiele des Bad-Nauheimer Kurtheaters vermittelt wird, kann auch das für Dienstag, 29. Juli, angeTünbigte Lustspiel „Die Dame mir bist du an der rechnen Quelle. Die Königin muß uns helfen. Ich präsentier' dich auch bem Erbprinzen von Hessen als Landsmann. Das wär' doch zum wundem, so wir nicht Sukkars schaffen." Sie sorgte wahrhaftig, ließ den Junker am nächsten Tage in der großen Glaskutsche zum Dejeuner abholen, stopfte ihn mit unbekannttn Delikatessen unb Finessen und wollte sich front! lachen, daß er die frisch aus Hamburg gekommenen Austern mit höchst zwnfelnden Augen betrachtete. Es war auch ein Franzose dabei, ein Mavquis de Fraygne, der bei ihr so hoch in Gnaden zu stehen schien, daß sie ihn manchmal mit dem Vornamen Anatole nannte, unb der grab so lustig war wie sie selber. Das heißt: sie sagte, er sei ihr Lehrer in der ftanzösischen Sprache, .und sie traktierte diese auch mifNvunberlichen Versen, von denen Kaspar immer nur die Hälfte oder noch weniger verstand. Aber doch einiges wie: „Douce maitresse, touche, Pour soulager mon mal, Mes tevres de ta bouche —" Am Abend mutzte der Junker sein bestes Habit aus dem Felleisen nehmen und sich fein machen. Auch schickte das Lottchen einen Friseur, der mit allerlei Instrumenten unb Salben an dem märkischen Strubbelkopf herumarbeitete. Dann nahm sie Kaspar persönlich in Augenschein, nestelte ihm ein Jabot zurecht, strich ihm mit den Händen noch einmal über die Haare, gab ihm allerlei gute Lehren über die Etikette, so zu beobachten, meinte aber lachend, er solle sich nur geben, wie er wäre, und führte ihn auf eine Assemblöe bei der Prinzessin Amelie. Ehrlich gestanden: der Junker war zwar zuerst erstaunt über die herrlichen Gemächer und die vielen Lichter und die geputzten Herren unb Damen unb die Lakaien, die in Gold starrten; aber bann hat er sich sehr ennuyiert. Denn er kam sich mvrdivs einsam unb verlassen vor unter den fremden Menschen. Anmerken freilich lieh er's sich nicht, hatte nach der ersten Impression baD seinen märkischen Dickschädel wiedergefundon, der sich über nichts und gar nichts Wundern wollte. Nur einmal, als er sich bis zur Tür des Salons hindurchgeschvben hatte, in dem Ihre Majestät am Pharotische saßen unb Bank hielten, tont ihm doch das Staunen an, tote da die Friedrichsdors herumfiogen. ,Herr, mein Gott/ muhte er denken, .und Großvater spricht immer von der großen Not der Zeit und datz alles Geld außer Landes Grad tippte ihm aber jemand leise auf die Schulter, unb es war der luftige Marquis be Fraygne, der ihm in seinem gebrochenen Deutsch zuflüsterte: Mademoiselle de Lasoto ließe bitten. Sie gingen zurück bis in eines der Porzimmer. Da stand Lottchen und machte Konversation mit einem schlanken, hochgewachsenen Herrn in Gene- ralsmontierung. „Attention," flüsterte der Marquis. „C'est le Duc höreditaire. . ." Nun also — Der Junker machte zuerst seinen Kratzfuß und versuchte darauf soldatisch grab za stehen. „Mit Permission Euer Königlichen Hoheit" — sagt daS Lottchen — „da ist der Junker von Zabeltitz, der auf Order Seiner Majestät in Höchstdero Lager designiert ist." „So — so! Komm Er mal näher heran, junger Herr. Mademoiselle hat mir viel Gutes von Ihm erzählt, so daß ich Ihm meine Protektion nicht versagen will. Ich sende am Mittwoch sowieso einen Feldjäger an Seine Majestät. Da kann Gr sich anschließen. Ja . . . und weil Mademoiselle so schön gebeten haben, so mag Er auch den langen Burschen mitnehrnen, als seine Ordonnanz. Morgen mag Er sich die nähere Inftruk- tivn bet mir abholen." Der Erbprinz machte eine legere Bewegung mit der Hand, das hieß wohl soviel als Entlassung. Aber der Junker dachte daran, waS ihm der Herr Großvater gepredigt: hohen Herrschasten küht man die Hand und Seiner Majestät den Rvcksaum. Danach tat er, und bte Königliche Hoheit schien es gnädig aufzunehmen. ,Ich wünsch' Ihm alles Gute im Feldlager. Hüt' Er sich nur, daß Er den Kötern nicht auf die Pfoten tritt.“ Das verstand der Junker freilich nicht, doch man braucht ja Wohl nicht alles zu verstehen, was Prinzen sagen. Die andern lachten. Aber sie bat» tSn bei Hose alle solch feines Lachen: man hörte es nicht, man sah es nur. Zu Hause lachte das Lottchen anders. An diesem Abend reichten die Lakaien einen kuriosen Wein in dünnen hohen Spitz gläsern herum, der ganz herrlich mundete, aber komisch in der Nase fribbelte. Eigentlich war er wie Schaum, unb sie nannten ihn Bin de Champagne. Der lustige Marquis hatte einen der Lakaien in ebner Ecke festgehalten unb nötigte Kaspar ein Glas nach bem andern ein, unb ber ließ sich nicht lumpen, schon auS Politesse nicht. Aber als er am Morgen die Augen aufmachte, wollte bas gar nicht recht gehen, und er hatte einen schweren, Schädel. (Fortsetzung folgtl August Frensdorf • Metzen Frankfurter Straße 31 Telephon 2015 5902 D sE'iF.ffleÜäufflges ' ^böben RarS) üt die phuk ©oufic 1x0 thesterbareas SSS3 «r«"ss ftr auch bsl 1 ®S 5« °*T »r, «nd vl -L^nlch *4^5 - lieb', alt er 1 .# *ö» Äl** L P111* lPUU Vertreter: Adolf Schmidt, Gießen, Telephon 1086. Straße 60. 022064 Langfristige Iahlungsgelegenheit hält Sprecbst. v. 9-1 Uhr am Freliao, dem 1. Ang., in f.keÄan RudottÄos^c, Frankf^a. M. iiifnfiTfiifnfitnTfifiTiMiTiMfiifdMMu?iMMfiifiimfiKiifüi’Hi'iifiifiihiliiüiniMfiViii7i?nh।n।' _r arnrrenag, aemi. »uh-, m onne Pjpßpn- aüotel Kobel, Operation UluUGlli UcbigetraOeO Intest., strebs. Herrn ist durch Uebernabir.e des Alleinvertriebs erstkl. Neuheiten Ge- fett dem Scheid ungSgrund" im *2Btrtter Keinesfalls wiederholt wmck>en; schon der Wechsel in verschiedenen Hauptfächern verbietet das. So geht ». D. Herr Lambertin an das Stabt» thttlter in Mainz, Herr Schüler an das Lan- beStheater in Darmstadt. Sn der Ausführung am kommenden Dienstag sind in den Hauptvollen beschäftigt die Damen Basedow, Koop und Jüngling und die Herren ßim&et- tin, Volk, Juhnke und Schüler. Möge der zu erwartende Erfolg sich diesmal nicht auf das Werk und die Darstellung beschränken, säubern sich auch einmal auf die Kasse des Stadttheaters ausdehnen. den mit schareren Brust- und Bauchschüssen in das Dezirkskrankenhaus gebracht, wo sie nach kurzer Zeit verschieden. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Gießen. Sonntag, 27. Juli. 6. Sonntag n. Trin. Stadtkirche. 3: Zugleich Ehristenl. f. d. Reukonfirm. a. d. Matthausgem. Pfr. Mahr. 97,: Pft. Becker. — Fohanneskirche. 8: Zugl. Ehristenl. f. d. Aeu- kons. aus der Iohannesgem. Pfr. Ausfeld. 97,: Pfarrassist. Hertel. 8 Uhr: Bibelbespr. i. Iohannes- saal Pfarrassist. Hertel. — Kirchberg. 10; 11: Christenlehre f. d. konsirm. männliche Jugend. 1",: Mainzlar. — Wieseck. 872: Ehristenlehre (männl. Abteilung). 97,. Katholische Gemeinden. Gießen. Samstag, 26. Juli. 47, und 7 Beichte. Sonntag, d. 27. Juli. 67, Beichte, 7 Messe, 8 Kom., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr., 21/, Andacht. Donnerstag, 31. Juli, 47, Deichte. Freitag, 1. Aug. 6‘ /, Segensmesse. - Grünbrrg, Sonntag, 27. Juli 97, Messe m. Pred. ankommt, Ihren wertvollen Wäschebestand, die Wollsachen usw. zu schonen und lange zu erhalten. Schnell wasche und Schnellbleiche geht allemal aut Kosten der Gewebe, das ist wissenschaftlich erwiesen und auch ganz natürlich. Ihre gute, teure Wäsche geht dabei allzubald in die Brüche. Eine hervorragende reine Seife, die jeden Stoff, ob weiß oder farbig, glänzend reinigt und Gerichtssaal. fpd. Offenbach, 25. Juli. Das Frankfur» ter Fah.rdungsLommissariat nahm vor einigen Wochen gemeinsam mit der hiesigen Polizei mehrere Diebe von Le derwaren fest, u. a. auch den Lederwarenfabrikanten Baiuer aus Klein-Auheim. Das Offenbacher Schöffengericht hatte die Angeklagten zu Gefängnis st rasen von zwei bis sechs Monaten verurteilt. Auf Berufung der Staatsanwaltschaft verurteilte am Donnerstag die Darmstädter Strafkammer den Fabrikanten Bauer zu einem Ja h c Zuchthaus und den Hauptdieb Bvn- nender zu 15 Monaten Zuchthaus. Bei den anderen Angeklagten beließ es das Gericht bei den früheren Strafen. Sämtliche Angeklagten nahmen die Strafen an. ________ Sparsamkeit ist nicht Geiz Darum färben alle praktischen Hausfrauen ihre Kleider, Blusen, Gardinen usw. nur mit den weltberühmten echten Heitmanns Farben, Marke Juchskopf im Stern. 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Diese Motorspritze zeichnet sich durch große Einfachheit ihres Betriebs, sehr große Wirksamkeit bei der Fmerbekämpfung and denkbar leichteste Tiansportmöglichkett aus. Zwei Mann, ja sogar nur einer genügt für die Bedienung der Spritze; er braucht nur den Motor anzi- wcrfen und kann sich dann ruhig der Schla rch- fühcung zuwenden. Dec niedrige Bar der Spritze gestattet deren Einfahrt auch in enge Höfe und Gassen. Diese Eigenschaft sowohl wie dre Tatsache, daß man trotz des Höchstmaßes von Wirkungskraft nur ein bis zwei Mann zur Bedienung braucht, läßt diese neue Sprihenart besonders für das Land geeignet erscheinen, wo man ja ohnehin mit einer geringeren Kopfstärke der Feuerwehr als in der, Stadt rechnen muß. Auch der Kostenpunkt ist so gehalten, daß er den Landvrten keine Kopffchmerzen verursachen wird. Landkreis Gießen. * Ermäh igung der Sonder st euer vom bebauten Grundbesitz. Wie die Landwirtschaftskammer Darmstadt mitteilt, besteht in zahleichen Fällen die Möglichkeit einer Ermäßigung der Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz. In der 3. Steuernotverordnung ist nämlich im § 28 Abs. 5 eine Bestimmung enthalten, wonach bei bebauten Grundstücken, die am 1. Juli 1914 entweder unbelastet waren oder deren dingliche privatrechtliche Belastung nicht mehr als 20 Proz. des Gesamtwertes betrug, aufAntrag des Eigentümers die Sonüersteussr vom bebauten Grundbesitz soweit herabzusetzen ist, daß sie nicht mehr als 20 Proz. der Friedensmiete ausmacht. Diese Bestimmung ist besonders für die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Ein Er- mäßigungsarttrag kann, wenn die Tvraussetzungen vvrliegen, auch für die bereits bezahlten Ziele gestellt werden, weil eine Frist nicht vorhanden ist. Die Finanzämter sind angewiesen, begründeten Anträgen zu entsprechen. Die Ermäßigung wird anteilmäßig auf Staat, Gemeinde und Kreis verteilt. Gewöhnlich beträgt der Ausschlag für Staat und Gemeinde je 60 Goldpfennige je 100 Mark Steuerwerk des bebauten Grundbesitzes (Gebäude, die einem landwirtschaftlichen Betrieb d e- nen. bleiben frei), während der Ausschlag für den Kreis 6 Goldpfennige ist, zusammen also meist 1,26 Goldmark. Wenn z. B. der Steuerwerk des bebauten Grundbesitzes 20000 Mk. ist, die Belastung am 1. Juli 1914 nicht hoher als 4000 Mk. weise 800 ML betragen bat, so ist die Sonder- toefe 800 Mk. betragen hla, so ist die Sonder- fteuer zu erlassen, soweit sie 20 Prozent der 'Friedensmiete - 160 ML übersteigt. In dem Beispiel wäre sie 1,26x200 = 252 ML Es müssen demnach 252 ML weniger 160 — 92 Mk. erlassen werden, davon so/i28 vom Staat — 43,80 Mark, 6®/1M von der Gemeinde — 43,80 Mark und */i26 vom Kreis — 4,40 Mk. * Achtung Falschgeld. Seit einiger Zeit sind in Gießen und besonders in Wetzlar wiederholt falsche 2-Dillionrnscheine in Umlauf gesetzt worden, ohne daß es bisher gelang, der Hersteller und Verbreiter habhaft zü toeroen. Die Fälschung ist für den Laien daran erkennbar, daß der grüne Hintergrund auf der Vorderseite der Scheine über die ganze Fläche grün rst, während bei den echten Scheinen dre Mrtte Heller, etwas rötlich werdend gehalten ist. ** Dom Versorgungsamt wird uns mitgeteilt: Die den Ruhegehaltsempfängern, Wartegeldempfängern und Hinterbliebenen für den Monat August zustehenden Pen- sionS- usw. Gebührnisse werden am Dienstag, 29. Juli, voll ausgezahlt. ** Reichsbanner S ch wa r z - Rot- Gold. Erne Gießener Ortsgruppe dieses Rerchs- buudes wurde gestern abend in einer stark besuchten Versammlung im KathoL Vereins ha is gegründet. Der Vorstand wurde wie folgt gewählt: 1. Vorsitzender Studienassessor Schön, 2. Vorsitzender Regierungsbaumeister Schnerder, Beisitzer Ottilie, Beckmann jun.. Kreiling» Heuchelheim, Bloch- Lollar. Am Ver- sassungstag soll das Bundesbanner eingeweiht werden. Einen eingehenden Bericht über dre Versammlung mußten wir aas technischen Grün- den bis Montag zurückstellen. ** Zu den bevorstehenden Viehmärkten wird uns vom Kreisveterinäramt «Gießen geschrieben: Von nächster Woche ab finden hier wieder Viehmärkte statt, die seither wegen vermehrten Auftretens der Maul- und Klauenseuche verboten waren. Wegen der ständigen Seuchengefahr muh jedoch sämtliches Vieh, das von Gießener Märkten stammt °^cKcN-Nassan. Oberburg b.Burgdorf (Schweiz), 25.Julk. c . t „ rm r,.ir. Alter (WTB.) Heute gab der 48jährige Fabrikarbeiter ÄÄ ’Ä ÄÄ'ta Sie und Dieter anderer Privat hau, er. y- rur3em | ‘■RmirMzWitHcm in fwiÄ Leiden verstarb der demokrattscke SUMver- ordnete Joseph Balzer, der sich besonders aus sozialpolitischem Gebiete mit anerkennenswertem Erfolge betätigte. — Während der Mrttags- pause drangen Einbrecher in ern Papier- aeschäft der Bockenheimer Straße ein und raubten aus der Ladenkasse 600 Mark. - Drei dreiste RaubüberfälleamHellen Tage wurden am Donnerstag hier verübt. Am .Schalter der Hauptpost entriß ein junger stellenbo,er Kaufmann einer jungen Dame die Handtasche und suchte damit das Wette. Er wurde aber auf seiner Flucht von Straßenpassanten ergriffen und der Polizei übergeben. Im Stadttell.Sachsenhausen forderten drei junge Burschen von einem Herrn Zigaretten. Als ihnen diese verweigert wurden, hielten zwei den Herrn fest, nährend der dritte versuchte, ihm die goldene 12 hr aus der Tasche zu reißen. Erst auf die energische Gegen-. coehr liehen die Bengel von ihrem Borha den ab und rückten aus. Im Stadtteil Dock en heim versuchten zwei etwa 14jährige Burfchen. einer Frau die Handtasche zu entreißen Auch dieser versuchte Raub scheiterte an dem Dazwrschen- kommen von Strahenpassanten. Die Jungen Der» schwanden in einer Settenstrahe. Aus aller Wett. k Mit 320 000 Mark durchgebraimt. Dortmund. 25. Juli. (Wolff.) Den Mor- genblättern zufolge erhob gestern morgen der am 31 April 1889 zu Gerolsheim geborene Bote Johann Wörth auf einen ihm zur Einlösung übergebenen Scheck bei einer hiesigen Bank 320000 Mark und flüchtete in Begleitung seiner Frau. Der Gymnasiast und Raubmörder Keßler. Naturgemäße schmerzl.Be- handl. v. Lel>*tenbruch Schenkelbruch Nabelbrach usw. besonders “ Wasserbruch. München, 25. Juli. (WTB.) DerBerchtes- gadener Raubmörder Keßler wurde he ite vormittag in der Münchener Polizeidirektion einem neuen Verhör unterworfen. Bei ihm wirte em ermeifter ßeinert und Scheide- I geladener Revolver gefunden. Die Mordwaffe die deutschnationale „Hessische hat Keßler nach seiner eigener Angabe von ge- ---- ' ~ ' liehenem Gelde in Rurnberg gekauft. Sein zweites O p f er in Berchtesgaden ist eineKurftemde aus Zwickau namens Else Geyer. Keßler hat nach seiner Angabe sein Opfer auf der Landstraße mit einem Stock niedergeschlagen und die Bewußtlose in ein Gebüsch geschleppt. Dann ging er aus die Straße zurück, um die seinem Opfer entfallene Geldtasche aufzuheben. Als die Heber* fallene Lebenszeichen von sich gab, versetzte er ihr mehrere Stiche, um sie am Schreien zu ver- • Lang-Göns, 26. Juli. Morgen, Sonntag, findet hier das Verbands fest der oberhessischen Posaunenchöre, verbunden mit einem Missionsfest, statt. Da 17 Chöre mit nahezu 250 Bläsern ihr Erscheinen zugesagt haben, verspricht es, ein Fest in größerem Umfange $u werden, zu dem sich auch viele Gäste aus den Rachbargemeinden unter den schattigen Linden des Kirchenplatzes einfinden dürften. Als Festprediger reden der Vereinsgeistliche der inneren Mission für Hessen, Pfarrer Schäfer von Darmstadt, und der Leiter der Sudan-Pionier- Mission, Missions nspektor Held- Wiesbaden. Auch Dekan G u h m a n n und der Verbandsvorsitzende, Pfarrer Fritsch von Ruppertsburg, werden sprechen. Man beachte die heuttge Anzeige. * Holzheim, 25. Juli. Dem Gemeinde- Hausrat Gemeinnützige Möbelversorgung für das 6Mena.ö.L Rhein-, Main-u. Lahngebiet G. m. b. H. Lindenplatz 1 und in Hessen verbleibt, am Destim- * Hvlzheim. Z5. e>«n ^emeinoe- mungsort für volle fünf Tage ab-! schäfer Wilh Sann , der 54 >iahre bei d>.r O H !8 1 O - sie kann niemals durch Parforce- Seite olsiot mittel und Zauber-Chemikalien ersetzt werden, wenn es darauf gesondert werden (Quarantäne). Das- I hiesigen Attgermmsterei bedimstet isst wurde twn selbe gilt für aus Hessen stammendes Vieh, welches der LandwlrtschastSkammer für Hessen, in Aner- auf den Markt aufgetrieben war. Die zuständigen kennung seiner langiahrigen treuen Dwiste eine beamteten Tierärzte erteilen auf Anfrage nähere ver s i lbert e Medaille mit AnerkennungS Auskunsst Zuwiderhandlungen gegen die gesetz- urkunde verliehen. lichen Vorschriften werden unnachsichtlich zur An- Kreis Alsfeld. der Landwirtes, unteren rnuß. b°tt^-t,-^bÄand°t-^g-fl°rS ** Von der Post 3n letzter Zett greift __ entschuldigt, daß die vorgesehene Sitzung wieder die älnsitte um sich, Dierteller ai^ Pappe nal r^hr langem Warten der Ana>esendLN zur Postbeförderung aufzuliefern. Rach der Post- schließlich doch wegen Deschluhunfähigkett des ordnung sind derartige Sendungen zur Deforde- Ausfallen muhte. rung mit der Briefpost ungeeignet und werden 1 . ~ da^r nicht abgesandst In den meisten Fällen Starkenburg UNd RhelNyefieN. ist auf diesen Sendungen der Absender derart * Darmstadt. 25. Juli. Unter Hinweis mangelhaft angegeben, dah eine Rückgabe nicht I Oberbürgermeister ßeinert und Scheide- erfolgen 8ann. . mann verlangt 17 ‘ 7' ' ** Das Rauchverbot in einzelnen Land.^ttung" den Abbau des hiesigen Beige- Zugabteilen der Eisenbahn wird im- ordneten Delp. Zur Begründ.mg wird angeführt, mer noch nicht genügend beachtet. Bei der Bahn- ^eser ohne jede Fachkenntnstie (er war früher Verwaltung der. Deutschen Reichsbahn werden Teweiischaftssekretär) den Posten in dec Zeit fortgesetzt berechtigte Klagen über Verstöße gegen Revolution erhalten hat. — Die 61 Jahre das Rauchverbot vorgebcachst Den Bediensteten. aItc F^au des Schuhmanns Rüg ne r in namentlich dem Zugbegleitpersonast ist die sttenge Pfungstadt war vor einigen Tagen von Durchführung der maßgebenden Bestimmungen eincm Insekt g estoch en worden. Trotz zur Pflicht gemacht. Im Betretungsfalle soll dec ärztlicher Hilfe ist sie jetzt im Darmstädter Kran- verwirlte Geldbetrag sofort durch Ausgabe von x-nhaus gestorben. . Duhekarten eingezogen werden. „ m •* Die knatternden Motorräder. ! Kreis Wetzlar. Die Klagen der gesamten Bevölkerung über die unangenehmen Geräusche der Motorräder, die, neben dem Staub und Betriebsstoffgrstank Stadt- und Landstraßen beherrschen, haben die ReichS- und Staaisbehörden zum Einschreiten veranlaßt. ! Das Reichsveickehcsministerium w ist darauf hin, daß nach der Reichsoerordnung über den Krast- fahrzeugvertehr vom 15. März 1923 die Kraftfahrzeuge so beschaffen fein müssen, dah jede irgend vermeidbare Belästigung auSgeschwssen ist. Insbesondere ist der Führer verpflichtet, dafür zu sorgen, daß eine „nach der DeschasfenhTtt des Kraftfahrzeuges vermeidbare Entwicklung voi Geräusch" in keinem Falle eintritt. Das Oeffnen tx>n Auspufftlappen innerhalb geschto senrr Orts-, teile ist ausdimcklich verboten. Diese Vorschriften gelten auch für Kleinkrafträder. Die Polizeibehörden sind zu strenger Kontrolle verpflichtet worden. *• Eine interessante Motor- hindern. _ _ ..... । Italien — Cnftand — Amerika im Flugzeug. atbeite?emftI3"dern.'flcb.' <Ä SufM9M Pisa. 25 3utt (OBoIff.) D-ut- vormittag zu Lübellinden, zuletzt bei seinen Eltern in Lützel- ist der ttaliemsche SUeger 2o_cateIIi &er ÄU%onn fL-auL aetehrL Becker ist etwa 1 55 Meter groß, hat Rotterdam nach London fliegen, von wo er den OTnflon dunkelblondes Haar und als be- Flug über den Allantilchen Ozean versuchen wird. ^dere K n^eichn s^La^eF echn^ aus derD.ust. Er beabsichtigt, den gleichen Luftweg zu nehmen ^^letou^ t^g ^dunkelblauen Rock, asch- den die amerikanischen, geg^wartig m England gtaue Weste, graue gezwirnte Hose, geflickte Ar- t^ilendmi Weltflieger emschlagen werden und beitsschuhe, schwarzen Hut, außerdem führte er schließlich m Reuyork zu landen. einen abgetragenen Rucksack bei sich Ein furchtbares Familiendrama. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber, guter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes Christian Müller am 25. Juli nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 26 Jahren dem Herrn sanft entschlafen ist. In tiefstem Schmerz: Frau Kathrine Müller geb. Kulibach nebst Angehörigen. Treis-Münzenberg, Garbenteich, Münzenberg. Die Beerdigung findet Sonntag, den 27. Juli, nachmittags 2V2 Uhr, in Treis-Münzenberg statt. 59170 sagen Kind. 5908D dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen wir auf diesem Wege tiefgefühlten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Gretchen Jughard geb. Nuhn und Wetzlar, Lollar, den 24. Juli 1924. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber, guter Mann und Sohn, unser guter, treusorgender Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel SMMUrMMOM im Alter von 58 Jahren einem schweren Unglücksfall zum Opfer gefallen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Marsch eck geb. Körber undKinder, nebstallen Angehörigen. Alten-Buseck, Wißmar, Frankfurt, Elz, Hausen, Wieseck, Klein-Altenstätten, Breungeshain, den 26. Juli 1924. Die Beerdigung findet Sonntag, den 27. Juli, nachmittags 2l/a Uhr statt. 022055 Elektr. Licht-and Kraftanlagen sowie teacbslroMlap jeder Art und Größe werden sachgemäß und preiswert ausgeführt durch 69,8a Rudolf Rödiger Walltorstraße 35 W" Zimmer zu vermieten o«o« Asterweg 55 In. Möbl. Zimmer zu vermieten [022040 ZronkfurlerStr.4Zii,r. Möbliertes Zimmer zu vermieten 0220*2 Hammstrahe 15 MiiLZeer zu vermieten 022005 Ederstrahe 5 v. Mietgesuche"") Luche »ieh 3-4-Zimmer- Wohnung. DringltchkeitS - Bescheinigung liegt vor. Abstand wird bezahlt. Schr.Ang. erb. u.Nr. 7417 anHerso, M. A.-E., Plockstr. 5. (iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Junges Ehepaar sucht 1-2 leere ober möblierte 3 immer m.Küchenbenutzung Schriftl. Angebote unter 022005 an den Gieß. An», erbeten. MIIIIIMIIIIIIIHIIIIIIIII) Der Bahnbrecher von allergrötzter Bedeutung. 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DaS Bild, das ich von Wembley zu geben versucht habe, wäre unvollständig, wenn ich nicht auch den heiteren Rahmen skizzieren würde, tn dem diese Ausstellung geboten wird, wenn ich nicht auch der Heiterkeit und Kraft Erwähnung tun würde, die in dieses bunte Gewebe hin- eingewoben sind. Schon die äußere Anlage in ihrer symmetrischen, übersichtlichen und durch die Verschiedenheit der einzelnen Ausstellungsgebäude und Pavillons so überaus farbenprächtigen Wirkung dürfte für den Ausstellingsfachmann eine Quelle interessantester Anregung sein. Die Ha ipt- gebäude in ihrer edlen und formvollendeten ßi» nienfübrung stellen das letzte Wort der Hallen- fchnetlbau-Techntt dar. Eisenkonftruktionen und Beton wurden hier zum ersten Male in England in weitestgehendem Maye verwandt und selbst, wo leichteres Material angewandt wurde, hat man in durchaus glücklicher Weise Daierndes und Solides vvrzutä ischen verstanden. Das Ausmaß des Fortschrittes in der Hochbautechnik kann man ermessen, wenn man die imposanten Hallen Wembleys in ihrer hervorragenden Formen- gebung und ästhetischen Schmuckwirkung mit dem groben Glaspalast der Londoner Ausstellung des Jahres 1851 vergleicht, der unter dem Damen Christal Palaoe bekarint ist. Dies Gebäude, damals eine Sehenswürdigkeit, zu deren Besichtigung Aeugierige aus aller Herren Länder her- betstromten, wirkt heute veraltet und überh>lt. Am Kristallpalast arbeiteten etwa 2500 Mann während dreier Monate, während an der Aus- füh-rung der Wembleybauten 10 000 Arbeiter anderthalb Jahre beschäftigt waren. Dafür hat auch die Ausstellung in Wembley schon in dem von ihr beanspruchten Terrain eine über 1 Ornat so grohe Ausdehnung als jene berühmte Ausstellung vom Jahre 1851. — Auch der Gartenarchitekt bürfte in den vielgestaltigen Blumen- anlagen Wembleys in den reizvollen Arrangement seiner Rasenflächen und Daumgruppen manche Gelegenheit zu anregendem Studien finden. Durch einen künstlichen See, aus dem ein Fluh in schöngeschwungener Biegung sich um eine 2ns«l schlängelt, durch anmutig geformte Drücken uiid Uebergänge hat man der ganzen Anlage etwas überaus Erfrischendes und Duftiges zu- gefügt. 3n duftigstem Grün liegt auch der Kunsl- palast der Ausstellung, der rnter Leitung des bekannten englischen Kunstkenners Sir 2Ifli>n Webb steht. 3n acht verschiedenen Abteilungen sucht er die GntwicÜung der englischen Malerei und Skulptur, der Kirchen- und Dühnenkunst sowie der verschiedenen Zweige des Kunstge- werbeS zu geben. ' Unb nun hinein in den DergnügungSpark, hoffen Gejauchze bis tn den ernsten TÄl der Ausstellung herübertönt. Für viele Besucher, namentlich soweit sie aus der Provinz kommen, hat dieser Teil der Ausstellung den hauptsächlichsten Reiz. Auch in seinem DergnügungSpark arbeitet Wembley mit Superlativen, und seine .Attraktionen" sollen, wie eS so schon heißt, -Alles bisher Gebotene in den Schatten stellen . Das immerhin recht umfangreiche Gebiet der Dergnügungstochnik scheint jedoch zu sehr abgegrenzt zu sein, ate'baß es möglich wäre etwas wirklich Reu es zu bieten. So geht der Ehrgeiz des Wembley-Lunaparkes mehr auf die Gröhe als auf die Originalität. Da sieht man Berg- und Talbahnen von ungeheuren Dimensionen, eine riesige Sturzbahn von der Länge etwa einer englischen Meile, die sich aus schwindelnder Höhe in steilem Winkel herabstürzt. Für Freunde des nassen Elementes ist eine gigantische Wasserrutschbahn errichtet, deren Anlage die Kleinigkeit von etwa 3 Millionen Goldmark kostete. Meist tritt der Gedanke des Aufregenden und Rervenkitzelnden in den Vordergrund. und, wenn man nach dem Geschrei und Gekreische der Teilnehmer aller dieser Wic- belfahrten urteilt, meist mit vollem Erfolg. Belehrend sucht der Riesenglobus z r wirken, der in einem Durchmesser von 60 Fuß zur Darstellung bringt, dah neben England und seines Angehörigen auch noch einige weitere Rationen auf der Erde leben. Stellenweise geht die Sucht, vom Dergnügungssinn des Menschen zu profitieren, auch in ausgesprochenen Stumpfsinn und Äepperei über. Wahrsager und Gedankenlesen betätigen sich in mysteriösen Gewändern und hinter wallenden Vorhängen, die mit rätselhaften Inschriften versehen sind. Kleinstädtischer Repp, ’) Siehe die Ausführungen in Rr. 155, 157, 162, 166 und 170 des „Gießener Anzeigers". Der Gefangene. Von Max Marek -Hindenburg. Stundenlang stand er an dem fürchterlich tngßn Gitterloch, di, wo das bißchen Licht, das sich hereinstahl, die Dunkelheit der Zelle verdrängte. Dort stand er und starrte hinaus, hoffnungslose Sehnsucht nach Licht, Sonne und Freiheit in den Augen. Aber die gegenüberliegende Mruer fing mitleidlos alle seine Blicke auf: dieser steinerne Vorhang wich und wankte nicht. Dahinter aber lagen Freiheit und Leben, die seine Gedanken unablässig beschäftigten. Warum war er hier? Fremdlinge hatten über ihn zu Gericht gesessen, weil er seinem bedrängten Vaterlande die Treue gehalten und es gegen übermächtige Feinde verteidigt hatte. Ihre spitzen Worte stachen noch jetzt wie Radeln in seinem Herzen. Wenn Treue gegen die Heimat in den Augen seiner Richter ein Verbrechen war, — was war dann das, was die Feinde an Deutschland und in ihm taten? Gerechtigkeit, wo bist du? schrie rs in ihm. Doch es war fruchtlos, über diese Fragen zu grübeln, eine Antwort wurde ihm doch nicht. Er sah nun einmal hier in diesen kalten Mauern mit seiner heihen Sehnsucht, Und zwecklos war es, sich in sehnsüchtigen Träumen zu verzehren. — Rein, er durfte nicht so viel denken. Nicht denken! Weg vom Fenster! Er wandte sich entschlossen ab und begann in ter engen Zelle auf und ab zu gehen, vom Fenster zu der schweren Tür, von der Tür wieder zum Fenster, immer genau denselben Weg nehmend, Etetzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, 26. Juli 1924 der in diesen würdigen Rahmen nicht hinein- gehvrt. Der Tanz kommt in einem riesigen Tanzpalast. auf dessen Parkett sich mehrere Tausend Paare zu gleicher Zeit drehen können, zu seinem Recht. Den größten Reiz bietet der Vergnügungspark natürlich am Abend, wenn Tausende bunter Lichter die Alleen einsäumen und wenn die vielen kleinen ©toben, die die Umhüllung der Beleuchtungskörper abgeben, in farbigem Lichte erstrahlen. Bu nter leuchtete Gondeln gleiten auf dem Fluß und See dahin, und die Klänge einschmeichelnder Musik lassen den Besucher vergessen, daß er sich in unmittelbarer Rähe eurer nüchtern denkenden Riesenstadt befindet. Ein Märchen aus Tausendundeiner Rächt scheint lebendig geworden zu sein. Dann brennt auch der bekannte englische Feuerwerker Hames Pain seine berühmten Feuerwerke ab und zaubert die Embleme Englands und seiner Kolonien in freurigen Bildern an den dunklen Abendhimmel. 3n den Restaurants, die sich alle in den Händen der bekannten Tee» firma Lyons befinden, herrscht bann Hochbetrieb. Bei einer durchschnittlichen Besucherzahl von 200- bis 300 000 Personen am Tage mag es die Hausfrau interessieren, wie die/Regelung der Versorgung dieser Zuschau^rrnassen durchgeführt wurde. Etwa 35 Restaurants, die einer Gästezahl von 25 000 Personen gleichzeitig Sitzgelegenheit bieten, sind über das Gelände verstreut. Vorn eleganten Lucullus-Restaurant mit dem Menu ä la granb. carte bis zum kleinen unscheinbaren Cafe Une große Spanne in der Ausstattung und Preislage. Ein Stab von 7000 Angestellten ist dauernd beschäftigt, die Befriedigung der leiblichen Bedürfnisse der Besucher zu regeln. 75 tons Fleisch, 260 tons Brot und Kuch^i, etwa 50 tons Kartoffeln und 6 tons Tee werden in einer Woche verbraucht, dazu ungeheure Mengen von frischen Früchten und ein ganzer Ozean von Mineralwasser. Eine besondere Eisenbahnlinie stellt Eten Milchtransport für die Restaurants sicher. Hunderttausend Kubikfuß Gas werden in der Stunde verbraucht, um die Brat- Vanb Hochofen im Gange zu halten. He nach der ißage der Gaststätten, die sich dem Charakter des Gebietes, in dem sie liegen, aus das Engste anzupassen suchen, kann man auch Spezialgerichte der verschiedenen Länder genießen. So kann man sein Frühstück in Canada einnehmen, in Hndien -tu Mittag essen, in Ceylon echten einheimischen Tee trinken und in Hongkong ein Originalgericht des Landes m 2ll»end essen. Dem englischen Charakter entsprechend, übt natürlich auch der Sport einen großen Reiz auf die Besucher aus. Zu seiner Ehre ist das «Stadion geschaffen worden, das in seiner massigen und imposanten Ausführung das ganze Gelände beherrscht. Es ist der zur Zeit größte Sportplatz der Welt. Heber 100 000 Personen können mühelos den Darbietungen seiner weiten Arena folgen. 900 Fuß lang und 690 Fuh breit wurde es in 18 Monaten unter Verwendung von vielen Hunderten tons stählerner Träger aus Beton errichtet. Auch hier ist die Organisation mustergültig, indem die verschiedenen Blocks, in die die unge- heruve Anlage geteilt ist, eigene Zugangstreppen haben, so k^ß ein Gedränge selbst bei Massenbesuch ausgeschlossen ist. Hier fand die feierliche Einweihung der Ausstellung statt und hier werden in mehrwöchentlichen Abständen besondere Veranstaltungen, Fußballwettkämpfe, Massenaufzüge, Monst^kvnzerte usw. gegeben. Vom 20. Hüll bis 30. August findet eine besonders prächtige Schau statt, die unter Beteiligung von Heer und Marin« die Entwicklung des Gmpiregedankens von seinen ersten Anfängen bis auf unsere Zeit zeigt. i Die Lehre der Wemblehausstellung ist für den Deutschen recht vielseitig. Reben dem Studium ihrer großzügigen Organisation und wundervoll geschickten Propaganda ermöglicht sie einen Einblick in die kulturelle Werbearbeit Englands, die sich in wirtschaftlichem Rahmen, aber mit politischen Hintergedanken vollzieht. Diesem nationalen Werbegedanken haben sich Hndustrie und Technik unter Hintan- stellung ihres eigenen Vorteils untergeordnet. Die innige Zusammenarbeit zwischen der Regierung und den verschiedenen Spitzenverbänden der Hndustrie zeugt von einem feinen Verständnis für die Lösung des schwierigen Problemes auf beiden Seiten. Daneben gibt Wembley natürlich ein anschauliches Bild von der Leistungsfähigkeit der heutigen englischen Hndustrie sowie den Beweis einer zuneymenven Hndustrialisierung der englischen Dominions, der wir unsere Aufmerksamkeit schenken müssen. Endlich aber ist diese Ausstellung, die infolge der Originalität ihres Gedankens einen Markstein in der Ausstellungsgeschichte darstellt, für den Deutschen ein schmerzliches Denkmal dessen, was wir in unseren Kolonien verloren haben, Wembley ist daher eine stumme Mahnung für uns Deutsche, nichts unversucht zu lassen, um die uns geraubten Kolo- immer dieselbe Wendung an derselben Stelle; wenn er umkehren mußte, wobei er stets die gleiche Stelle der Mauer streifte. Den Kopf gesenkt und die Augen zu Boden geheftet, marschierte er ruhelos auf und ab, stundenlang. Träge schlichen die Stunden. Die gleichmäßige Bewegung und das eintönige Geräusch seiner Schritte wirkten beruhigend auf ihn und besänftigten seine unruhig wogenden Gedanken. Mit einem Mil« befiel ihn die dunkle Empfindung, er erlebe dies alles nicht mehr zum ersten Male. Hatte er Gleiches nicht schon früher mal erlebt? — Er suchte in der Erinnerung; seine Gedingen nahmen, froh, der Gefangenschaft entrinnen zu können, die aufgespürte Fährte auf und verfolgten sie weit, — bis ins sonnige Land der Kindheit. Sie waren flinke Hagdhunde und schossen durch die wallenden Rebel der Vergangenheit unermüdlich hin und her, das Wild suchend —, auf einmal rissen die Rebel und er erinnerte sich eines längst vergessenen Erlebnisses. Er stand vor einem Raubtierkäfig, in dem ein Löwe auf und abging. Stets denselben Weg hin, denselben Weg zurück; immer an derselben Stelle machte er kehrt, dabei mit seinem gelben Fell stets dieselbe Eisenstange streifend. Das Tier lieh den Kopf schwermütig hängen und in feinen Augen war ein Ausdruck rettungslosen Schmerzes. Die vor seinem Käsig sich drängenden und schwatzenden Menschen beachtete es gar nicht, unbeirrt letzt es seinen Weg fort. Das Bild des schwermütigen Löwen hatte ihn damals tief ergriffen ; und so oft er sich später seiner erinnerte, befiel ihn eine entsetzliche Bangigkeit, ohne daß er wußte, warum. Vielleicht war ihm damals schon eine Ahnung von den Qualen eines Gefange- nien wiederzuerlangen, um uns, das 60-Mil- livnenoolk mit hochentwickelter Hndustrie. wieder tn den Stand zu setzen, arbeiten und schäften za können, ohne von der Gnade anderer Völler abhängig zu fein. So bildet diese große englische Ausstellung mit der scharf betonten nationalen Hdee weit über ihren eigentlichen Rahmen hinaus für uns Deutsche die Rutzanwendung eines Gedankens, ber für uns der Inbegriff künftigen nationalen Strebens fein muß. Landwirtschaft und Gartenbau. Wie man Schweine hatten soll. Wenn man nicht selbst die Zucht von Schweinen betreiben will, lasse man beim Ankauf solcher Tiere, die man lediglich zur Mast haben will, die größte Vorsicht walten, denn es ist sehr leicht möglich, dah durch Schweine Seuchen eingeschleppt werden. Das ist besonoers da der Fall, wo der Hausierhandel mit Schweinen blüht. Vielfach wird auch beim Ankauf von Masttieren zu wenig Wert auf die Rasse gelegt. Man findet oft, dah jemand, der schöne fette Schweine züchten will, sich grobe veredelte Landschweine im Alter von 3—4 Monaten kauft und dann sofort intensiv mit ber Mästung beginnt. Dies ist grundfalsch, denn Schweine, die derartig behandelt werden, „verwachsen" einen großen Teil dcs Mastfutters und nehmen infolgedessen nicht zu. Der Mäster wird also nicht nur ein sehr schlechtes Geschäft machen, sondern auch noch den Aerger obendrein haben. Hat er grobveredelte Land- schweine im Alter von 3—4 Monaten gekauft, so muh er sie erst noch einige Monate mit selbst gezogenem Futter, dem er ein wenig Kraftfutter beigibt, billig ernähren und sie dann im Alter von 8—9 Monaten zur Mast stellen. Er wird bann am Resultat der Mästung seine wahre Freude haben, denn das so behandelte Schwein wird ihm einen großen Reingewinn bringen. Wir leben augenblicklich Im schönsten Sommer, und da darf der Züchter nicht versäumen, auch die wohltuende Wärme den Schweinen zugute kommen zu lassen. Auherdem soll man ihnen nach Möglichkeit viel Bewegung im Freien gewähren, denn eine ständige StUlhaltung schädigt die Gesundheit und die günstige Entwicklung aller Haas- tiere. Dazu kommt, dah gerade die Ställe der Schweine in hygienischer Dezielm ng sehr oft viel zu wünschen übrig lassen, so daß den Tieren dadurch das Leben zur Qaal gemacht wird. Man denke nur an die kleinen dunklen Ställe ohne Fenster und ohne genügenden Haucheabfluh, die oft wochenlang nicht ausgemistet werden, weil manche Schweinehalter törichterwci e glauben, das Schwein fühle sich im Mist und Dreck am wamsten. Wenn die Tiere in derartig gehaltenen Löchern von Seuchen befallen toerben, ober gar eingehen, so ist daS nicht verwunderlich. Ein Schweinestall soll seinen Bewohnern ein reinllches Lager, frische, gesunde, nicht feuchtwarme Luft und 'Licht gewahren. Ohne diese elementarsten Grundbedingungen ist eine gedeihliche Zucht und Mästung nicht durchführbar. Es empfiehlt sich, außer regelmäßigem Weide- gang, der am besten mit dem Ende ber Kleeernte beginnt und zur Zeit der Kartoffelernte aufhört, die Schweine auch manchmal baden zu lassen. Heber Schweinehof sollte, toeim irgend möglich, über fließendes Wasser verfügen. Ein kühles Bad ist den Schweinen im Sommer sehr vorteilhaft. Darum: Laßt eure Schweine haben und führt sie auf die Weide (Rotklee)! G. Br. t Einiges über die giegenhaltung. Erstes Erfordernis bei bet Ziegenhaltung ist unbedingte Sauberkeit. Rachlässigkeiten hierin rächen sich immer. Der Stall muß morgens und abends durchgelüftet weiden, auf tägliche Beseitigung des Dunges ist streng zu achten, besonders muß dies der Fall sein, wenn man einen Dock hält. Der Stall darf nicht feucht sein, auch ist es notig, dah nur trockene Streu gegeben wird. Wasser benötigen die Ziegen nicht viel, dafür aber muß es besonders klar und rein sein. Bei Stallfütterung gibt man trockenes Laub, Heu. Stroh und Wurzelwerk. Kleefütterung verbessert den Gehalt der Milch. Hm Winter kann man auch einen Drei aus gekochten Kartoftelschalen und aus ganzen Kartoffeln mitverfüttern. Dor allen Dingen aber muß das Futter, das man den Ziegen verabreicht, sauber sein. Dasselbe gilt von den Gefäßen und Trogen. Wo man es möglich machen kann, läßt man die Ziegen im Sommer weiden. Man vergesse auch nicht,, den Tieren Gelegenheit zum Salzlecken zu geben! Die Paarung findet am besten im Herbst statt, damit den Hungen im Frühling geboren werden, wenn die Weide offen ist. An die Zicklein verweide man besondere Sorgfalt. Man entwöhne sie möglichst früh! Hm Verhältnis zu den geringen Kosten ist ber Ruhen der Ziege sehr groß. Besondere Vorteile getoäßrt die Milch, deren Wert als Hellmittel für Lungenkranke und Genesende seit langem anerkannt ist. Beim Melken ist wieder öauberfeit das Haupterfordernis. Hat die Mllch einen tranigen Geschmack, so liegt das meistenteils an irgendeiner schlechten Eigenschaft des Futters. Ziegenbutter und Ziegenkäse bereitet man in der üblichen Welse, ßämmerbraten wird von vielen als Delikatesse betrachtet. Man lasse aber die Ziegen, die man zu schlachten beabsichtigt, nicht zu alt werden, da es die Güte des Bratens sehr in Frage stellt. Es empfiehlt sich, die Ziegen ein» bis zweimal im Hahre scheren zu lassen. Iugstränge und Stricke. Um Zugstränge und Stricke recht^ haltbar zu machen, wird ein recht bewährtes Mittel empfohlen, das ihnen eine weit größere Haltbarkeit bei gleicher Hnanspruchnahme verschafft. Sobald man neue Stricke und Zugstränge gekauft hat, soll man sie vor ihrer Denuhung ungefähr 20 Stunden lang in eine recht starke Alaunlösung legen, worauf» man sie langsam an einer schattigen Stelle, wie dem Bodenraum, trocken werden süßt. Wenn das geschehen, werden sie mehrmals gründlich mit Schachtschem Pixolöl so lange behandelt, bis sie gründlich durchtränkt sind, das hat sich besser als Firnis bewährt. Es empfiehlt sich auch späterhin, wenn die Stränge schon in Gebrauch genommen worden sind, sie hier und da wieder einmal mit Pixolöl zu durchtränken oder damit einzureiben, das verlängert nur ihre Haltbarkeit und macht sie widerstandsfähiger. Hn dieser Weise behandelte Seilerwaren halten sich drei- bis viermal länger als andere, nicht behandelte, wobei noch erheblich gespart werden kann, denn das öftere Anschaffen von neuen Stricken und Strängen kostet Geld, viel Geld. Ws. Schasbockauklionen. Der ßandwirtschaftskammer-Ausschuß für Ober Hessen veranstaltet in diesem Hahre 2 Schaf- bvckauktion en. Hn ß i ch kommen Montag, 28. Hu l i, im Anschluß an die um 93/t Uhr beginnende Bullenauktion gegen 11 Uhr 25 Hähr- lingsböcke der Fürstl. Stammschäferei und 4ßamm° bocke von ßang-Göns zur Versteigerung. Die ßammböde aus den Stammherden Götzen und Dobenhausen, sowie 5 Docklämmer aus Engelrod, im ganzen 30 Stück, kommen am Freitag, 1. August, vorm. 11 Uhr, in Götzen zum Verkauf. Zu den Auktionen werden nur in das Herdbuch aufgenommene Böcke des veredelten ober« hessischen ßandschafes. dessen besondere Vorzüge in seiner Frvhwüchslchkeit und Fleischleistung, sowie seiner Widerstands- und Marschfähigkeit bei befriedigenden Wollerträgen liegen, zugelaften. Bei der Güte des zum Verkauf kommenden Materials, das besonders ausgesucht ist, ist zu erwarten, daß sich die Versteigerungen eines regen Zuspruchs erfreuen werden. Man beachte die heutige Anzeige. gettgemähe Arbeiten im Garten. Spinat für den Herbst- und Winterbedarf wird Ende Huli bis Mitte August auf abgetragenes Erbsen- oder Frühkartoffelland gesät. Um guten Spinat zu ernten, soll man bei dieser Aussaat mit dem Samen sparsam, mit dem Dünger um so verschwenderischer sein, d. h. vorher reichlich düngen und dann dünn säen. Zu dichte Saat mißlingt und wintert aus. Wem die Arbeit nicht zu umständlich ist, sollte nach chinesischem Muster den Spinatsamen vor der Aussaat in Hauche einweichen. Es wird behauptet, daß Pflanzen von derart behandelten Samen einen Vorsprung vor anderen hätten. Als die besten Sorten für Herbstsaat werden allgemein Diuoflah und Riesen-Eskimo empfohlen. Beide haben große, volle, dicke Blätter, die große, dem Boden anliegende Rosetten bilden. Man erntet sie meist durch Ausstechen der ganzen Pflanze. Von erfahrenen Gemüsegärtnern wird häufig auch noch der spitzsamige, spitzblättrige Spinat bevorzugt, weil er nicht nur vollkommen winterhart ist, sondern auch deshalb, well man ihn drei- «bis viermal schneiden kann und er dabei immer wieder nachwächst. Fragekaften. Frage 37: Meine Schlingrose Crimson Rambler wird jedes Hahr um Hohanni herum vom Mehltau befallen, der die jungen Triebe dicht mit weißem Puder überzieht, so daß Blüten und Blätter verkümmern. Diese Krankheit geht später auch auf Weinstöcke über, deren Trauben mit einem grauen Ueberzug behaftet, unreif aufplatzen nen gekommen. Von den Qualen, die er jetzt durchlebte. Richt denken! — Er durfte nicht schwermütig werden! Er teilte nurr das allgemeine Schicksal Deutschlands. Der deutsche ßöwe lag in unwürdigen Banden. Und doch war er seinen Feinden immer noch furchtbar und die Ursache schlafloser Angst. — Wann kommt die Stunde der Freiheit für Deutschland, für ihn? Wird sie überhaupt kommen? Und wird er sie noch erleben? Gr blieb vor dem Gitterfenster stehen. Wenn er wieder die Sonne und den Himmel sehen ßjnnte, dann wollte er daran glauben. Dann wollte er glauben, daß es noch einen Himmel gebe, der sein Flehen erhören konnte! — Gott, wenn du bist, so zeige dich mir jetzt! Er rüttelte an den Eisenstangen und preßte den Kopf gegen das kalte Eisen. Richts. Kein Stück des Himmels war zu erhaschen. Auch kein freundlicher Sonnenblick. Rur wenn er die Hand durch die Eisenstangen hinaus- firedte, dann fühlte er die auf sie fallenden Sonnenstrahlen wie eine warme ßiebkosung. Hinein zu ihm konnten sie mcht, die Mauern »wehrten es chnen. Hch muß verzweifeln, dachte er hoffnungslos und wandte sich vom Fenster ab, um seine Wanderung erneut auf zu nehmen. Da blickte ihm aus einer Ecke der Zelle etwas Helles entgegen. Es leuchtete tröstend, und als er sich Idanach bückte, hielt er einen Spiegelscherben in der Hand. Wie war der hierher gekommen und was konnte er mit ihm anfangen ? — Er versank in nachdenkliche Betrachtungen — da riß ihn der Gedanke hoch: Hatte er sich nicht eben gewünscht, einmal die Sonne und den Himmel zu sehen, um nicht verzweifeln zu müssen? Und da kam dieser armselige Spiegel» scherben und sprach zu ihm: Du brauchst nicht zu verzweifeln. Es gibt einen Gott und er hort dich. — Ergriffen hielt er einen Augenblick still. Als er dann die Hand mit dem Scherben durch das Gitter hinausstreckte, da jubelte es in ihm hell auf: Wahrhaftig, er sah den Himmel! Tröstend blinkte er ihm aus dem Spiegel entgegen, so blau wie er ihn stets in seinen Träumen ge- Mten hatte. Hetzt konnte er auch ein paar «liebe Sonnenstrahlen einfangen und in seiner Zelle herumtanzen lassen. Wie wunderbar ist alles! dachte er. Früher hätte er sich nach dem oertlofen Scherben gar nicht gebückt; jetzt barg er einen unschätzbaren Wert für ihn. Er war ihm ein sichtbares Zeichen Gottes, ein Talisman, dem er vertrauen durfte. Rein, jetzt würde er nicht mehr verzweifeln. Er hatte Glauben und Hoffnung wiedergefunden. Der Spiegelscherben hatte Sonne in seine Zelle gebracht und alle Finsternis verscheucht. Er begriff, was ihm der Spiegel zeigen wollte: Draußen war Sonne und blauer Himmel und Frühling. Da war fein Heimatdorf, das aus frischem Maiengrün und verschwenderischer Dlütenpracht hervorlugte. 2Nle Kräfte der Ratur, die der kalte Winter lahm gelegt, regten sich — Auch im Volke muß es einst Frühling werden! Schon waren viele Kräfte am Werk; deutsche Männer feilten in der Stille an den Ketten, die auf Deutschland lagen, älnd er wußte es: Die Saat, die sie im Volke säen, wird aufgehen. Dann aber wird die Zeit der Ernte kommen, die schweren Ketten werden dumpf grollend abfallen und er wird als freier Mann zu freien deutschen Brüdern treten. Und sauer bleiben. Welche Mittel muh ich anwenden, um diese Krankheit los zu werden? Antwort: Die rote Schlingrose Crimson Rambler gehört zu den Sorten, die, weil leicht von Mehltau befallen, nicht mehr angepflcrnzt werden und aus den Gärten verschwinden sollten, weil es gelungen ist, schönere zu züchten, welche von der Mehltau-Krankheit nicht befallen werden. Zu diesen gehört die dunkelrote Hiawatha und die rosa blühende Dorothea Perkins. ülebrigens ist der Rosenschimmel, wie die Krankheit auch iroch genannt wird, leicht zu bekämpfen, wenn man rechtzeitig, d. h. vor dem Auftreten, jedenfalls vor der Blüte, mit fein gemahlenem Schwefel, sog. Schwefelblüte, von oben bis unten einpudert und dies, so oft der Regen den Schwefel abgewaschen hat, wiederholt. Die Annahme, dah der Rosenmehltau später auch auf Weinstöcke übergehe, beruht auf einem Irrtum. Ein Zusammenhang zwischen beiden Krankheiten besteht wahrscheinlich nur insofern, als ihre älrsache eine gemeinsame sein dürfte, nämlich ungenügend Sonne und dumpfe, eingeschlossene Lage. Der Mehltau des Weinstockes, am Rhein Aescherich genannt, weil die Trauben wie mit Asche bestreut erscheinen, tritt in der Regel erst gegen Ende August nach feuchtem, trübem Wetter auf. Er muß auf gleiche Weise durch Schwefeln rechtzeitig befampft werden, sonst ist die Ernte vollständig verloren. Leider ist beim Weinstock der (^folg nicht so ^ch^, weil Schwefel nur wirksam sein kann, wenn sich unter der Einwirkung der Luft bet einer Wärme von mindestens 12 Grad schwefelige Säure bildet, die den Pilz und seine Sporen^ tötet. Ist das Herbstwetter anhaltend trüb, kühl und feucht, dann steht man der Krankheit machtlos gegenüber. Rur durch vernünftigen Schnitt und Düngen der Weinstöcke läßt sich das Wachstum derart kräftigen, daß sie Krankheiten und Feinden widerstehen können, denn die Erfahrung lehrt, daß ungenügettd ernährte, in unpassendem Boden oder Lagen stehende Pflanzen allen Schädlichkeiten guerft und am meisten ausgesetzt sind. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Schwerwiegende politische Entscheidungen werden von der Börse nicht selten ganz anders gewertet. als von der übrigen deutschen Leffentlich- keii. Man erinnere sich nur der Tatsache, daß der Verlust der wertvollsten Teile Oberschlesiens der Börse seinerzeit gerade Veranlassung gab, die Kurse der in den verloren gegangenen Gebieten beheimateten Ak.iengeseil'chaftert herauf-u- sehen. und daß auch sonst verschiedentlich die für Deutschland ungünstigen Ergebnisse internationaler Konferenzen die Börse zu einer Effettenhaus'e anregten. aus dem einfachen Grunde, weil eine weitere Verschlechterung der Papiermark in Aussicht stand. Die Erfahrung lehrt also, daß das Verhalten der Börse gegenüber politischen Vorgängen durchaus kein Maßstab für die Einschätzung derartiger Ereignisse fein darf. Die Rachricht, daß man in London geneigt fei, Deutschland zur Konferenz einzuladen, hat der Börse zum ersten Male seit langer Zeit ein etwas lebhafteres Geschäft und eine festere Tendenz gebracht. Man weih in Bankkrcisen sehr wohl, dah selbst ein positives Ergebnis der Londoner Konferenz an der gegenwärtigen traurigen Lage unseres Vaterlandes nicht viel ändern kann. Die Dorfe beurteilt die'e Frage aber weniger nach allgemein wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Sie gibt sich der Hoffnung hin, daß nach Annahme des Sachverständig-ngut- achtens eine Lockerung der Kreditpolitik der Reichs bank eintreten werde und daß das Ausland die niedrigen deutschen Aktienkurse ausnayen werde, um sich eine Beteiligung an unserer In-- tdustrie für billiges Geld zu sichern. Diese Argumente sind vielteicht nicht ganz irngutreffenb. Es *ist möglich, dah nach Abschluß der Reparations- ..Verhandlungen das Effekteng rschäft sich wi klich belebt. Man darf sich aber nicht darüber hinw g- täuschen, dah die deutsche Wirtschaft auf Jahre hinaus nur mit ganz geringfügigen Erträgnissen rechnen muh. Dafür ist schon durch di? bisherigen Steuergesetze und die von uns u übernehmend m Leistungen auf Grund des Sachverständigengutachtens gesorgt. Zu besonderem Optimismus liegt also wirklich fein Grund vor. ♦ * S t eigende Arb eits lo fi gfe11 Dom 1. bis 15 Juli stieg im unbesetzten D 'utsch- land die Zahl der unterstützten Vollerwerbs'osen von 239 500 auf 276 000, d. h. um 15 Prozent und dll Zahl der Zuschlagsempfänger — unter» stütz»ngswiechtigte Ang hörige Vollerwe-bslo^er — ist von 297 000 auf 334 000, d. h. um 12,5 Proz. gestiegen. Dabei ist daran zu erinnern, daß nach den geltenden Bestimmungen ein Teil der Erwerbslosen älnterstützungen nicht erhalten kann. Aus dem besetzten Gebiet liegen die entsprechenden Ziffern noch nicht vor. ! * Ermäßigung auchder Debetzinsen in Frankfurt. Rachdern die Mitglieder der Frankfurter Bankiervereinigung mit Wirkung vom 15. Iulr den Satz für tägliches Geld von 12 Proz. auf 8Prvz. herabgesetzt hatten, ermäßigen sie nunmehr, im Einvernehmen mit der Berliner Stempelvereinigung, mit Wirkung vom 24. Juli auch den Debetzinssah von 14 Proz. au • 12 Proz. Der Satz für Geld, das länger als 14 Tage, aber höchstens bis zu einem Monat hereingenommen wird, wird gleichfalls von 15 Prozent auf 12 Proz. ermäßigt. * Stuttgarter Versicherungskonzern. Die Auf sichts rate der Konzerngesellschaften haben beschlossen, die Generalversammlungen erst auf den Herbst einzuberufen, in der Erwägung, daß zu viele für die Entscheidung der Generalversammlung ausschlaggebende Fragen, zur Zeit noch in Dunkel gehüllt sind. Ist auch die Handelsbilanz für 1923 spruchreif, so fehlt für die praktisch ungleich wichtigere Goldmarker ö f f n u n g s b i l an z — vor allem in der Lebens-, Haftpflicht- und Unfall-Versicherung - jede zuverlässige Unterlage, solange nicht die Auswertungsfrage endgültig geordnet ist. Die unter diesem Vorbehalt aufgestellten Eröffnungsbilanzen haben bei vorsichtiger Bewertung des Vermögens und ausreichender Einstellung der Verbindlichkeiten in runden Beträgen einen lieber» schuß der Aktiven über die Passiven ergeben für Stuttgarter Verein von 6, für Stuttgart-Lübeck von 2, Stuttgart-Berliner von 2Vs Millionen, wobei ein Aktivum für etwaige Rachzahlungs- verbindlichkeiten der Aktionäre (die Aktien find mit 50 Prozent eingezahlt) nicht eingesetzt ist. Die endgültige Entscheidung über etwaige Kapitalerhöhungen wurde gleichfalls zurückgestellt. • Hamburger Handelsbank, Hamburg. Tie Hamburger Handelsbank, die sich unter Geschäftsaufsicht befindet, schlägt ihren Gläubigern einen Vergleich vor, nach dem als erste Rate 25 Prvz. zur Auszahlung gelangen. Die Forderungen bis zu 1000 Mk. sollen voll befrie- digt werden. Eine wettere Deftiedigung vvn nochmals 25 Proz. wird noch im Laufe dieses Jahres erfolgen. Wie die Geschäftsaufsicht mittetlt, sind in der Misse 80 Prctz. vorhanden, die persönlich haftenden Gesellschaften glauben indes, den Gläubigern eine lOOprozentige Befriedigung in Ansicht stellen zu können. Die Gesellschafter stellen ihre Forderungen zurück, bis alle Gläubiger 50 Pivzent ihrer Forderungen zurückerhal.en haben, und erflärten sich mit der Bereitstellung von 500 000 M. bei einem evtl. Ausfall einverstanden. • Dan khaus Gebrüder Stern, Dortmund. Der Fortbestand der Firma hat sich nunmehr als unmöglich erwiesen. Die unter Geschäfts- aufsicht stehende Firma macht ihren Gläubigern olgenden Vergleichsvorschlag: Sie bietet 80 Proz. ^Befriedigung der Forderungen an, und zwar: 20 Prozent sofort, 30 Proz. am 1. Dez. 1924 und den Rest von 30 Proz. am 1. Febr. 1925. • Sächsische Staatsbank, D r es d e n. Aus einem Rohgewinn von 2 151 387 Billionen Mark werden 1 565 797 Dill. Mk. zur Aufwertung von Staatsgeldern benötigt. Don dem buchmäßigen Reingewinn von 267 205 Mk. werden die gesetzlichen Rücklagen gemacht: der Rest wird an die Landeshauptkasse abgeführt. * Frankfurter Börse. Frankfurt a. M, 25. Juli. (Drahtberichl des »Gieß. Anz.".) Tendenz: Weiter fest. — Die Dorfe hat eine gewisse Sicherheit und zuversichtlichere Stimmung erlangt, indem die freundliche Haltung nunmehr bereits die ganze Woche hindurch die Oberhand behiell. Auch heute am Wochenende war auf fast allen Gebieten leichte Kauflust zu beobachten, die teilweise, so für die Anilinwerte, zu ansehnlichen Kursgewinnen führte. Die feste Haltung, die sich auf alle Geb.eie übertrug, erlitt auch keine Einbuße durch die noch ungeflärte krisenhafte Lage in London. Allem Anschein nach wird das Festhalten der amerikanischen Bankiers an ihren Plänen in Deutschland als ein günstiges Moment bewertet. Reber der berufsmäßigen Spekulation, die durch Käufe stärker hervortrill, beteiligt sich auch wieder dos Ausland an Aktienkäufen, die besonders den chemischen Werten gelten. Die Kurserhöhungen g.ngen vereinzelt bis zu 2 Billionen Proz. Veranlaßt durch den lebhaften Aktienkauf mußte naturgemäß eine Versteifung des Geldmarktes eintreten, die bereits gestern einsetzte und auch heute zu beobachten war. Die Sätze sind die gleichen, wie in den letzten Tagen, nämlich H/4 Prozent für Monatsgeld und .1/4 pro Mille für Tagesgeld. Geld ist aber schwieriger zu haben. Im Devisenverfchr behielt das Pfund seine Festigkeit. Rach kleinen Schwankungen von gestern ist heute wieder eine Steigerung auf 4,40'/.- Dollar eingetreten. Der Pariser Frank ist etwas erholt bei einer Psund- parität vvn 85,75 und einer Dollarparität von 19,45. Die Mark ist unverändert. Am Markt der heimischen festverzinslichen Werte setzte wieder eine geradezu stüränische Geschäftsbelebung ein, die nennenswerte Kurssteigerungen veranlaßte. Ausländische Renten waren dagegen eher vernachlässigt. Der Freiverkehr schloß sich im allgemeinen Der Aufwärtsbew:gung an. Auch die Umsätze nahmen einen größeren Umfang an Api 23/s, Decker-Stahl 1,25, Decker-Kohle 4, Drown Doveri 0,17, Petroleum 11,5, Ufa 4,62, Growag 0,140. Im weiteren Verlaufe nahm das Geschäft an Umfang zu, die Kurssteigerungen erfuhren teilweise eine Fortsetzung. Die sonst üblichen Glatt- stellungen blieben heute aus und die Kauflust hält weiter an. Berliner Börse. Berlin, 25. Juli. (Drahtbericht des „Gieß. Anz.".) Die feste Tendenz hat sich an der.Dorfe bis zum Wochenende erhalten, da man immer noch hinsichtlich der Londoner Konferenz gewisse Hoffnungen hegt. Am Wochenende vermag natürlich das Geschäft keinen besonderen Aufschwung zu nehmen, immerhin bewegen sich die älmsätze auf der gestrigen Höhe bei vorwiegend aufgebesser- ten Kursen, wobei der Einfluß der ausländischen Käufer unverkennbar ist. Als weiteres Moment steht die Einigung der belgischen Stahlindustrie über die Gründung eines neuen Stahlwerkbundes im Vordergründe des Interesses. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß die Käufe in verschieden er, führenden Papieren des Westdeutschen Montan- maiktes andauern. Kriegsanleihe 310, später 302,5. Die Lage am Geld- und Devisenmarkt ist unverändert. Am Ende w, -• ersten Dörsenstunoe rissen die heimischen Renten, die anfangs etwas vernachlässigt lagen, die Führung an sich. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) dn DilNonen Prozent Frankfurt a. M. Berlin Schlich» Kur» Schlaf;, fiurs Schlich- Rurs Schlich. Kur, Datum: 24. 7. 25. 7. ?4. 7. 25. 7, 5% Deutsche ReichSauleihe . <% Deutsche Netchsanleihe . 0.287b 0,310 C.2725 0,315 0,585 0,625 0,590 0,750 P/t’/o Deutsche Reichsanlethe —— 0,610 0,448 0,580 3°/0 Deutsche Reichsanleibe . Deutsche Svarprämtenanleihe 0,975 0,200 1,150 0,191 0,930 0,186 1,275 0,200 4°/e Preußische Äonsols . . . 0,480 0,590 0,455 0,680 4% Hessen .......... 0,555 0,650 0,620 0,750 3‘/s°/n Hessen.......... 3°/o Hessen........... 0,600 — 0,450 0,575 — 0,550 0,470 Deutzche Wertb. Dollar-Slnl. 4,2 4,2 4,2 4,2 dto. Loll.-Schatz-Anwelsug..) 81 81 80,6 81 4% Zolltürken......... 6,9 7.1z 6,80 6,90 6% Goldmextlaner ...... - — 36,50 36,50 Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Prrvat-Bank. 24 4,12 4,20 24,40 4,25 24,90 4,25 Darmst. und Nationalbauk . F.80 6,87 6,80 Deutsche Bank......... 7,80 8,10 8 8 Deutsche Dereinsbank .... 0,3 0,30 — — Disconto Courmairdit .... 8,87 E, 5 8,9 9,1 Metallbau!........... 12,5 13,4 — — Mitteldeutsche Credttbank. . 1,90 0,325 1,90 2 2 Ocsterreichische Kreditanstalt. 0,305 0,325 0,3 Weltbank............ 0,250 0,2.10 0,3 0,3 Bochumer Gutz ........ • — 45 45,10 BuderuS............ 7,75 7,95 73 7,50 Caro.............. 9,87 9,87 9,90 10 Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . 45,60 46, C0 46 45.50 46 13 46,75 46,40 47 Harvener Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... 53 7,37 65 7,25 54,75 7.25 53,76 7,65 Kaliwerk Westeregeln..... 10.57 10,90 10,9 11,50 Laurabütte........... 4,80 4,87 4,9 6 Oberbcdarf...... • • • • 7,50 7,76 7,90 8 Phönix Bergbau....... 25 25,60 25,30 25,75 Rheinstahl...... .. .. Riebcck Montan........ 20,75 . 21 33,50 20,75 32,75 21,25 33,50 33 Tellus Bergbau........ 1,75 1,7. — — Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd..... Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Hohmann...... Anglo-Cont.-Guano .... Badische Anilin....... Chemische Mayer Alaptn . . Goldschmidt.......... Gries, eimer Electron .... Höchster Farbwerke...... Hol;verkoylung ....... Rütgerswerke......... Scheideanstalt Alla. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Mamkrastwerke ........ Schuckert........ Siemens 8t HalSke Adlcrwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt Meguin 21 4,50 1,50 8,50 2,65 13,15 1,16 9,40 12,13 10,20 5,60 12,6 7,90 10,875 7 1,25 2,20 1,85 8,25 0,5 0,73 12,50 1,15 2,10 4 8,25 2,80 2,45 Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . Metallgesewchaft Frankfurt Pet. Union A.-G Schuh'abrik Herz • - Sichel Zellstoff Waldhof...... Zuckerfabrik Frankenthal . Zuckerfabrik Waghäusel . . 20,87 4,45 1,80 8,875 2,65 30 48,25 1,25 2,45 1,95 8,50 0,46 0,80 12,50 1,16 2,20 4,05 8,30 2,80 2,40 13,50 1 13 9,4 1..4J IC,50 6 10,870 13,8 8,10 11 20,60 2,80 8,13 13,13 9,2 12 12,10 10,66 7,9 10,90 30,5 42 1,13 2,3 8,9 0,75 1,9 2,1 4 8 2,25 21 4,5 2,65 8 13,5 9,40 12 IC,60 IG,13 8,1 11,20 80,3 43 1,20 2,25 9 0,775 1,13 2 4 8,25 2,5 *) Dom 4.L- rick. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark au8gedrückt- BnenoS-AireS, London, Reu» York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Men and Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) 21. Juli - 5. Juli Repart. % Amtliche Notieruni klmtlich: Notier«! r i Geld | Briei Geld | Brief 24. 25. Amst.-Rotr 180,10 160,90 160,70 161,00 Voll voll Brss.'?lntw 19,20 19,30 19,20 19,30 wll voll Cbriftiania. 55,95 66,24 66,96 56,24 »oll voll Kopenhagen 67,38 68,02 67,83 68,17 »oll voll Stockbolm . 111,47 112,03 111,47 112,03 »oll voll HelsingforS. Italien . . . London. . . 10,47 18,075 10,53 18,176 10,4' 18,10 10,53 18,20 voll voll voll voll 18,425 1b,515 18,45 18,54 voll voll Neuvork . . 4,1) 4,21 4,11 4,21 voll voll Paris. . . . 21,46 21,55 21,50 21,60 voll voll Schweiz . . 76,91 77,29 77,06 77,44 voll voll Spanien . . 56,61 65,89 65,61 66,89 voll voll Wien in Oest- abgest 5,9)5 5,93= 5,91 6,93 voll voll Prag . . . . 12,47 12,53 12,47 12,53 5,235 voll voll Budapest. . 5,165 6,185 5,215 voll voll Bucn-Airek 1,345 1355 3,03 1,345 1,365 voll voll Bulgarien 3,01 2,01 3,03 voll voll Japan . . . 1,705 1,715 1,705 1,715 voll voll »iio de Jan 0,385 1,395 0,386 0,395 voll voll Belzrad . 4,93 4,95 4,93 4,95 11.33 voll voll Lissabon . 11,27 11,33 11,27 voll voll Banknoten. (Ohne Gewähr.) Berkin. 25. Juli (ScFb I Briet Repart °/n Amerikanische Noten < . . . 4,1) 4,21 voll Belgische s)toten . . . 19,0 > 67,68 19 15 voll voll Dänische Noten . . . . - A . 602 Englische Noten. . . Französische Notcu . A A A A 18,42 18.62 voll 21,50 21,60 voll Holländische Noten . 169,80 18,10 lfi0 J(J voll voll Italienische Noten . 18,20 Norwegische Noten. A A 4 65,9i 56,14 voll Deutsch-Oeftcrr-, ä 100 Kronen 6,91 6,93 voll Rumänische Noten . 1,78 1.80 voll Schwedische Noten . A A A A 111,17 111,73 voll Schweizer Noten . . Svanische Noten . . 7?;06 65,30 12,42 77,44 56,64 12,48 voll voll voll Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . ...» 6,00 5,02 voll Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 25. Juli. Am Produktenmarkt waren die Preise trotz schwächerer Meldungen aus Amerika gehalten, da sich aus dem Inhalt für Weizen und Roggen, besonders aus Thüringen Rachftage zeigte. Auch spätere Termine waren gesucht. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, mäik. 176 bis 183, Roggen, märf. 129 As 136, Gerste, märf. 155 bis 165, neue 148 bis 155, Hafer, märf. 140 bis 145, Raps 270 VOr Gs«chaft vnd Beruf VOr Sport und Erholung SüßstofUU vis 280, Leinsaat 350 bis 360: für je 100 Kilo: Weizenmehl 24 bis 27,50, Roggenmehl 20,25 bis 22,50, Weizenkleie 10, Roggenkleie 9,80 bis 10, Viktoriaerbsen 21 bis 22, kleine Erbsen 14,50 bis 15.50, Futtererbsen 14,50, Peluschken 14, Acker- bvhnen 14 bis 15, Wicken 15 bis 16, Lupinen, blau 9,10 bis 9,20, gelb 16,50 bis 18, Rapskuchen 10,50 bis 10,60, Leinkuchen 19 bis 20, Trockenschnitzel 8,90 bis 9,10, Kartoffelflocken 21 bis 22. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 25. Juli. (Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 19,50—20,25, Roggen, inländischer 17,25—17,75, Sommergerste für Drau- zwecke 17,75—18,25, Hafer, inländ. 17,50-18, Mais, gelb 17,25—1775, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 31—32, Roggenmehl 25,25—26, Weizen- und Roggenlleie 10—10,25. Tendenz: ruhiger. Turnen, Sport und Spiel. Wanderrudern. Der nahe Beginn der Wanderfahrt des Deutschen Ruder-Verbandes auf der Donau von Ingolstadt bis Wien lenkt das Interesse auf einen Zweig des Ruderns, dessen eigentlich^ Ziele vielfach noch nicht richtig erkannt worden find. Es ist das Wanderrudern. Am besten bringt man es in Parallele zu den übrigen Arten des Ruderns, um sein Wesen und seine Bedeutung zu verstehen. Rudern wird in der Hauptsache betrieben als Fahrten-, Wander-, Renn- und Jugendrädern. Das Jugendrädern hilft die Jugend erziehen, das Rennrudern bildet die Vorbereitung zum Wettkampf und diesen selbst. Wanderrudern dagegen ist Wandern im Ruderboot in mehrtägigen Fahrten. Es kommt bet dieser Auslegung vor allem auf den Derisf „Wandern" an. Wandern heißt, den Zusammenhang zwischen Mensch und Ratur Herstellen, Land und Leute kennen und verstehen lernen. Den Zweck des Wanderruderns wird man daher auch am besten in mehrtägigen Fahrten erreichen, die weit ab vom Heimatsort neue Eindrücke geben. Die Zahl der zurückgelegten Kilometer ist ohne Bedeutung. Ruderer, die man hiernach als bewußte Wander- ruderer ansprechen kann, gibt es bis jetzt noch wenig. Das von der Mehrzahl der Ruderer geübte Fahren über kürzere Strecken vom und zurück zum Bootshaus — das Fahrtenrubern — dient der Ausbildung oder auch nur der körperlichen Betätigung im Boot und hat mit Wanderrudern nichts zu tun. Es kann allerdings gewisse Eigenarten des Wanderruderns m sich schließen. Wanderrudern in seinem eigentlichen Sinne erweckt Liebe zur Ratur und Heimat. Es bildet durch den Kampf mit Wind und Wetter Mut, Entschlossenheit und Geistesgegenwart. Es erzieht zur Vereinfachung in der Lebensführung. Solch große Wanderfahrten hat der D.R.Vb. bisher auf dem Main, der Mosel und den 0 st preußisch e n Seen durchgeführt. Diese Fahrten dienen jedoch noch anderen, weitergesteckten Aufgaben. Sie sollen den Gedanken, der dem Wanderrudern innewohnt, verbreiten helfen. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die diesjährige Donaufahrt des D.R.Vb. zustandegekommen. Hat die Saat, die auf dem Boden der bisherigen Wanderfahrten aufgekeimt ist, mit dieser Fahrt feste Wurzeln geschlagen, so ist das Ziel des Deutschen Ruder- Verbandes erreicht. Die Durchführung von Wanderruder-Fahrten kann dann fortan in die Hände der ilnteroerbärtbe bis hevab 3um Rubervcrein gelegt werden. Wanderfahrten größeren Stils wird der Deutsche Ruder-Verband jedenfalls künftig nicht mehr veranstalten. * Exerzierplätze für den Sport. Rach einer kürzlich erlassenen Verfügung des Reichswehrministers können reichseigene Exerzierplätze und Schwimmanstalten, sowie die reichseigenen Turn-, Sport- und Spielplätze Verbänden für Leibesübungen, ja sogar einzelnen Zivilpersonen zu sportlicher Betätigung überlassen werden, sofern sie nicht vvn der Truppe selbst benutzt werden. Exerzierhäuser, Turnhallen und Kasernenhöfe sind ausgeschlossen. Die Benutzer haften für Beschädigungen und außerordentliche Abnutzung des staatlichen Eigentums und haben sich den mi- Illärischen Bestimmungen für die Aufrechterhaltung der Ordnung zu fügen. Eine Haftung für Todesfälle, Unfälle, Verletzungen übernimmt das Reich nicht. Wird nur die stundenweise Mitbenutzung eines Platzes ober einer Schwimmanstal gestattet, so wird nur eine Anerkennungsgebühr erhoben, damit sich kein Gewohnheitsrecht bildet Etwaige Eintrillsgelder werden bei der Miete nicht in Betracht gezogen. für k so All die hübschen modernen Sachen in ihren freundlichen Farben können Sie so bequem waschen! Machen Sie einmal an eirwn kleinen Stück einen Versuch. Sie werden selbst überrascht sein, wie schön es wird. Natürlich behandelt man Wolle und Buntsachen stets handwarm. Mit Persil gewaschene Wollsachen bleiben locker und weich, verlieren die Form nicht und bekommen ein schönes neues Aussehen. Umstellung Drucksachen allerAft stattung stilrein uni? preiswert die vrühi'sche Universitäts-Druckerei. R. Lange, Eichen. Lchulvr. 7. von Versicherungen auf Goldmark, sowie Neuabschluß, betreiben wir für alle Arten des Versicherungsschutzes bei billigsten Prämien und einwandfreien Bedingungen für unseren erstklassigen Konzern OT2061 H. u. F. 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