m. H8 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: VießenerFamilienb lütter MonalS'bezvgspreir: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlülse- für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGiehell. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Donnerstag, 26. Juni 1921 Erstes Blatt m. Jahrgang HetzenerAnzeiaer General-Anzeiger fir Gberheffen vrvck md Verlag: vrühl'sche Universilüls-Vuch- und Steindnickerei K. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Lnnat/me von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkett. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Drelle crtlid)8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re» Klame-Anzeigen v 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20\ Auf» chlay. — Verantwortlich ür Politik u. Feuilleton: )r. Friedr. Wilh Lange; ür den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gießen. Das deutsche Problem. Die Räumung der Ruhr. — Belgische Großmannssucht. — Optimismus in England. Kundgebung der deutschen Turn- und Sportvereine. Der Reichstag ist wieder beisammen, aber er verbandelt vorerst nicht über die auswärtige Politik. einmal weil die Gesetzentwürfe zur Durchführung des Dawesgutachtens noch nicht fertig find, und dann weil das schwache Pflänzlein der diplomatischen Verständigung mit den Alliierten durch parlamentarische Stürme nicht geknickt werden soll. Und doch beschäftigt zur Zeit die Reichs- tagsparteien wie das ganze Volk nur die eine außenpolitische Frage: Wird das Ruhrgebiet geräumt und wann? Der französische Ministerpräsident Herriot ist von London und Brüssel zurückge- ckehrt, und man weih über die Schicksalsfrage so wenig wie vorher. Die englischen Verlautbarungen über die ilnterredung von Chequers waren unklar -und unsicher. Die belgischen Rachrichten sind jedoch geradezu unfreundlich. Zn Belgien soll man keineswegs bereit sein, die „Sicherheiten" an Rhein und Ruhr aufzugeben, wie die Ministerpräsidenten von England und Frankreich — angeblich — beabsichtigen. Belgien, so behaupten die Brüsseler Berichterstatter der englischen Presse, sei mit der all- gu raschen Räumung des Ruhrgebietes nicht einverstanden. Hat Herriot also in Brüssel den Hauptwiderstand gefunden? Tlnterdessen schiebt sich wieder die leidige Militärkontrolle in den Vordergrund, und legt sich wie ein unbeweglicher Block vor die Reparation. Die Herriot-Macdo- nald-Rote hält es für notwendig, daß Deutschland ohne Verzug die in der Abrüstungsfrage geforderten Sicherheiten leistet. Mit diesem aus London ungeduldig gegebenen Klingelzeichen hängt auch die Andeutung verschiedener Ententeblätter zusammen, daß sowohl die Londoner als auch die Brüsseler Verhandlungen Herriots leichter von statten gegangen wären, wenn man die Gesinnung Deutschlands in der Kontrollfrage gekannt hätte. Warum hat man nicht vor der Herriotreife in Berlin angefragt? Man hätte eine prompte Antwort bekommen. Die am 30. Juni zu erteilende deutsche Antwort ist — wie in Berliner parlamentarischen Kreisen verlautet — sorgfältig vorbereitet worden. Sie soll in einem g^undfätz - lichzu stimmenden Sinne gehalten sein. Der den .Alliierten wird jetzt mehr denn je von den auf feiten der Alliierten mehr als je von den Garantien gesprochen, die Deutschland anbie- ten müsse, um die Räumung der Ruhr zu erkaufen. Gegen Herriot wurde im eigenen Hause der Vorwurf erhoben, daß er ohne ein genau ausgearbeitetes Programm nach London und Brüssel gereist sei. Gr hat deshalb von Brüssel aus, (um gutes Wetter für die Kabinettssitzungen nach seiner Rückkehr zu machen, die Sicherheitsgarantien genannt, die er über Deutschland verhängt sehen will. Es sind dreierlei Arten von Fesseln, die uns statt der Ruhrbesehung angelegt werden sollen: lokale, regionale und allgemeine. Die Kontrolle über die Brückenköpfe soll aufrecht erhalten bleiben, auch die englische Kontrolle! Die rheinischen Eisenbahnen bleiben zur Sicherheit der Besatzungstruppen durch „Sachverständige" kontrolliert. Endlich Sicherungsverträge Frankreichs mit Belgien und England ich in die Seelen ihrer Zuhörer zu senken. In dem Vortrag der „Proserpina" — ein Stücr aus dem vier.en Akt der Fastnachtsposse „Der Triumpf der Empfindsamkeit", das sich aber als eine selb'tänd ge ernste Dich ung darstellt — gab Frau Monllb rg mit plastischer ©eftalhmgStoaft und mit einem durchaus nicht störenden, frei von lllcbrrtceibun. en gehaltenem Mienenspiel eine lebensvolle vackende Darstellung. Frau Fromm-Michaels wußte hierzu dank ihrer Anschlagskunst die zur P ofer» Pina 1814 von Eberwein geschriebene Musik zu einem Tongemälde von innerlich pickendem Charakter zu steigern und manche Schwäche der Musik zu deckest, so daß man das Empfinden hatte, daß die Interpretation am Klavier der Komposition, die für die Besetzung im Stile der Goetheschen Hauskapelle geschrieben ist, vollauf gerecht wurde, sogar vielleicht einer orchestralen Aufführung, an die ursprünglich gedacht, aber infolge musiktcch- nischer Schwierigkeiten aufg g.ben worden war. Die Künstler sanden für die Stunden innerer Erbauung, die sie ihren Zuhörern schenkten, reichen und wohlverdienten Beifall und allseitige Anerkennung. So darf auch diese Veranstaltung unserer Gießener Goe.he-Woche alS ein voller Erfolg angesehen werden. Fcstvorftclluttg: „Clavigo^. Das Trauerspiel „Clavigo", das der 25jährige Dichter 1774 auf Grund ber Laune einer Partnerin bei einem Gesellschaftsspiel binnen einer Woche schrieb, zählt gewiß nicht zu ben geistigen Großtaten Goethes, wenn wir heute auch weit entfernt davon sind, das harte Urteil Merks und zu eigen zu machen, der seinem Freunde den bringenden Rat gab, solchen „Quart" nicht wieder zu schreiben, alldieweil das andere auch könnten. Wir sind bescheidener geworden und bewundern rückhaltslos die elegante Führung des Dialogs, den szenischen Aufbau und die Geschlossenheit des Iugemderbes. iln> wir lassen es uns gerne gefallen, dah selbst eine festlich e Gelegenheit gerade dieses Werk des Meisters in ben Brennpunkt feierlicher Geschehnisse stellt, wenn die Wiedergabe so tadellos und die Gesamtwirkung so bedeutsam sind, wie es gestern ber Fall war. Dies Trauerspiel ist zudem nicht nur ein „Werk" Goethes, sondern es hat so viel Persönliches von ihm, ber zur Zeit seiner Entstehung noch unter seiner Liebe zu Friederike, der Pfar- rerstochter von Sescnheim, litt — an ber er nach seinem Empfinde Verrat geübt hatte, daß wir die Wahl des Stückes auch aus diesem Grunde gut- heißen. Die Aufführung stand — wie bereits betont wurde — unter einem b sonders guten Siern. Sämtliche Rollen träger taten mit ersich.licher Liebe ihr Bestes, um dem besonderen Charakter des Abends auch in der besonderen künstlerischen Höhe ihrer Darstellung eine bedeutsame Prägung zu verleihen. Die Herren T e l e k y (Carlos), und Lamber - t i e (Clavigo) und Fräulein Elfriede Basedow (Marie) seien besonders genannt. Ebenso gebührt der ganz ausgezeichneten Regie Adolf T e l e k h s ein Sonderlob. Der Verein ist zur Aufrechterhaltung 6er Sauberkeit und Ordnung verpflichtet und hastet für Beschädigungen und Verluste, die durch eines seiner Mitglieder in den Turnhallen usw. entstehen sollten. Der Verein ist verpflichtet, alsbald und unaufgefordert von etwaigen Beschädigungen und dergleichen Anzeige zu machen. Bei gröberen Verstößen wird dem Verein nach vorausgegangener Warnung die Erlaubnis zur Benutzung der staatlichen Turnhallen und Spielplätze entzogen. Es kommt weiter in Betracht, etwaige nicht benutzteRäumeden Vereinen für 3 u g e n b* Heime zu überweisen. Bei der erheblichen Verteuerung ber Eisenbahnfahrten müssen bie Wanderungen Jugendlicher, soweit dies ohne besondere staatliche Aufwendungen möglich ist, noch mehr als bisher unterstützt werden. Das Ge- famtminifterium legt daher Wert darauf, daß alle Zweige ber staatlichen Verwaltung im Benehmen mit dem Iugendherbergs verband und feinen Zweigausschüssen in weitherziger Weise Räume in staatlichen Gebäuden für Iugendherbergen zur Verfügung stellen. Wenn Bedenken bezüglich der Lieber la ssung ber genannten Räume geltend gemacht werben, so wird jede Behörde sorgfältig prüfen, ob nicht diese Bedenken gegenüber den Interessen des allgemeinen Wohls zurückzutreten haben. Dabei ist grundsätzlich zu beachten, daß rein äußerliche, den Dienstbetrieb nicht schädigende ülnbequemlichkeiten in Kauf genommen werden müssen. * Giehener Wochenmarktpreise am 26. Iuni 1924 (Händlerpreise). Es kosteten: Butter Pfd. 160 Pi., "Matte 30, Käse 60, Eier Sick. 13, Wirsing Pfd. 50, gelbe Rüben Bd. 15, Römischkohl Pfd. 20, Spargel 80, Blumenkohl Stck. 80—100, Salat 5, Salatgurken 70—100, Ober-Kohlrabi 15, Erbsen Pfd. 40, M.sch- gemüse 20, Tomaten 70, Zwiebeln 20, Rettich Stck. 30, Rhabarber Pfd. 20, Kartoffeln, neue, Pfd. 20, Kitschen 40, Stachelbeeren 30, Johannisbeeren 50, Erdbeeren 100—120. * * Fahrplanänderungenabl. Iult. Der Eilgüterzug 6292, Gießen ab 8,52 abends, hat vom 1. C'uli ab nur noch Personenbeförderung zwischen Gießen und Friedberg (bisher zwischen Gießen und Frankfurt - West). — Dom 1. 3uli an wird ber Pz. 736 (W.) Marburg (ab 8,44 nachm.), Gießen (an 9,37 nachm.) früher gelegt und erhält folgenden Fahrplan: Marburg (L.) ab 8,05 nachm., Marburg^Süd 8,12, Rieberweimar 8,19, Riederwalgern 8,26, Frvnhausen (L.) 8,32, Friedelhausen 8,40, Lollar 8,47, Gießen an 8,58 nachm. — Auf der Strecke S t o ck h e i m— Gedern werben vom 1. Juli ab bie Pz. 4138 (W.) unb 4142 (W.), Stockheim ab 2,03, Orten- berg an 2,15, ab 2,20, Stockholm an 2,32 nachm. versuchsweise wieder eingelegt ** Für Militär - Rentenempfänger. Bom Postamt wirb uns mitgeteilt: Die Auszahlung ber Militärrenten für den Monat Juli findet bei den Postanstalten bereits am Samstag, 28. Juni, statt. ** Bestandene Prüfung. Bei der diesjährigen Prüfung der Sekretäre bei den Iustiz- behörden haben von Gießen die Prüfung bestanden: Karrzleiassistent Wilhelm Wagner beim Amtsgericht und Kanzleiassistent Gvtttieb Fleck beim Amtsanwalt t D i e 3 8. allgemeine Pfarrerkonferenz der eoang. Geistlichen Oberhessens wurde gestern im Iohannes- faal dahier abgehalten. Der Vorsitzende, Geh Oberkonsistorialrat unb Superintendent für Ober- Hessen D. Petersen- Darmstabt, eröffnete du Tagung nach einer von Dekan Schäfer-Bübingen gehaltenen Anbacht mit Begrüßung der Anwesenben, besonders des Vertreters ber theologischen Fakultät. Geh. Rat D. Dr. Krüge, hier. Rachbem in der üblichen Weise ber seil ber letzten Versammlung verstorbenen Mitglieder gedacht worden war, hielt Pfarrer Weber- Kaichen einen tiefsinnigen Vortrag über: „Du Gefahren, welche unsere evangelische Kirche bedrohen". Er wies auf Rom, Sekten und Freidenker hin. In ber Aussprache würbe barauf hingewiesen, man solle biese Gegner nicht überschätzen, aber auch nicht unterschätzen, sondern ihnen mit offenen Augen gegenübertreten. Es wurde bemängelt bah bas Landeskirchenamt nicht im Derorbnungsblatt auf ben evangelischen Kirchentag in Bielefeld hingewiesen habe. Der Gemeinschaft gegenüber sind die Türen offen zu halten. Doch wirb die enge Verbindung des Hessischen Evangelischen Sonntagsblattes mit der vielfach kirchenfeinblichen „Gemeinschaft" von verschiedenen Seiten beanstandet, aber auch verteidigt Es wurde dringend gebeten, nach dem Wort ber Schrift zu verfahren: „Soviel an euch ist, haltet mit allen Menschen Frieben." Mit bem Gesang von „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort" wurde die Tagung gegen 2 Ülhr geschlossen. Ausstellung der Piper-Drucke im Kunstwissenschaftlichen Institut. Gegenwärtig veranstaltet das Kunstwissenschaftliche Institut der ilniixrfität in seinen unteren Räumen die zweite Ausstellung von Ge- mätde-Reprobuttionen in diesem Jahre. Diesmal sind es bie Werke des „Meisters ber Malerei", die ber rührige Verlag von R. Piper & Co. in München in seiner Sammlung ber „Piper-Drucke" herausgebracht hat. Da es heutzutage für den gewöhnlichen Sterblichen kaum möglich ist, sich Originale von einiger Qualität ins Haus zu hängen, so besteht jetzt ein noch viel größeres Bedürfnis nach guten Reproduktionen wie früher. Man muß es dem Verlag sehr hoch anrechnen, daß er feine Mühe unb Kosten gescheut hat, um in feinen Reproduktionen die höchstmöglichsten Annäherungswerte an die Originale zu schassen. Das ist nicht nur dadurch erreicht, daß die Bll- der, bie z. T. bie Originalgröße haben, durchweg im Format nicht nur groß genug gehalten sind, um auch in der Tat als Wandbilder zu wirken, sondern auch das rein Malerisch-Technische ist mit bisher beispielloser Virtuosität herausgeholt. Auf diese Weise kommen nicht nur die einzelnen Farbwerte, sondern auch die Plastizttät der Farbe, ihr stärkerer oder geringerer Auftrag, ja selbst die einzelnen Pinselstriche heraus. Der vordere Raum ist den Ausläufern des Mittelalters Vorbehalten. Dürers „Dresdener Altar" wirkt als echter Dürer in feiner Problematik. Anregeiid ist ber Vergleich der „Anbetung ber Hirten" von Bosch und von Pintaricchios „Knabenbildnis", bie nebeneinander hängen. Wölss- lins „Offene unb geschlossene Form" bietet vielleicht bie beste begriffliche Zusammenfassung dieses cklnterschiedes zwischen dem ungefähr gleichzeitigen Italiener und Riederländer. Das „Familien- bilb" des Daldassare Estense fällt dagegen etwas ab. Meproduktionstechnisch betrachtet ist derPin- taricchio zweifellos das bestgelungenste Blatt dieser Gruppe, wobei wir nicht entscheiden wollen, inwieweit das dadurch bebingt ist, baß er bie leichteste Ausgabe stellte. Im allgemeinen eignen sich bie in dem zweiten Raume vereinigten neueren Werke besser für die Reproduktion. Wenn man hier die guten Blätter auszählen wollte, müßte man fast alle nehmen. Wir können uns deshalb nur auf bie besten beschränken. Dazu gehören zunächst der „Friede" von Rubens (Skizze zum Zyk.us ber Maria von Medici), Cezanes „Zunge mit der roten Weste" und van Goghs „Irrenhaasgarten". (Bei letzterem ist die Illusion so vollkommen, dah man mit dem Finger die Ob er flächen unterschiede des Farbauftrages glaubt nachfahre r zu können.) Daneben sind Manet, Menzel und Daumier ausgezeichnet vertreten. Auch Poussin, H. v. Marees unb Degas sind gut. Leider ist Rembrandts „Lachendes Selbstbildnis" etwas zu dunkel geworben. Es fehlt hier gerade bas spezifisch Rem- brandtische, das starke Ineinanderspie en von Lickt unb Schatten, bte Kontraste sind zu stark. Ebenso ist ber Hintergrund in Goyas „Königin Mama Luisa" zu dunkel. Sv bringt die Ausstellung eine gute Auswahl von Werken ber Malerei vorn ausgehenden Mittelalter bis in die neueste Zeit, von Tür er bis van Gogh. Somit ist eine gute Anschauung ber Hauptprobleme der europäischen Malerei gegeben, die vor allen Galerien den Vorzug größerer älebersichtlichkeit infolge der beschränkten Zahl d>r Werke hat. Man farm bem Verlag nur wünschen, daß er in seiner weiteren Produktion auf dies sm Gebiete noch ebenso sich selbst übertreffen wird, wie er bereits bie bisherige Reproduktionstechnik geschlagen 'hat. Das Kunstwissenschaftliche Inftttut hat sich mit dieser Ausstellung ebenso wie mit der vorhergehenden, bie die Dürer-Reprobuktionen ber Marges-Gesellschaft brachte, das Verdienst er» toorben, wirklich klassische Kunst rn ausgezeichneter Qualität zu zeigen, eine Tendenz, bie von Setten des Publikums sicher gern unterstützt wird. H. O. D. Sechs unbekannte Zeichnungen Goethes. Goethe hat eine Zeitlang geschwankt, ob seine Begabung für bas Zeichnen mehr die Pflege lo'hne als sein Dichtertalent, unb jedenfalls hat er sich viele Ickh-re ber Zeichenkunst mit bem größten Eifer gewidmet. Seine Arbeiten 'haben heute die Beachtung gefunden, die sie als Leistungen, eines so großen Genies verdienen, unb jede Bereicherung seines zeichnerischen Werkes ist daher von Wichtigkeit. Von einem neuen Fund macht ®urt v. Faber du Faur in der Zeitschrift „Die Bücherstube" Mitteilung. Es handelt sich am sechs prächtige Zeichnungen in Bleistift, bie bann ui Sepia ausgeführt sind und in Abbildungen wiedergegeben werden. Es sind italienische Ansichten, zum größten Teil aus ber Almgegenb von Rettuno Sie stammen aus bem Rachlaß des 1888 verstor- ftorbenen Freiherrn Carl von Cotta unb lagen in einem Umschlag, auf bem ber Besitzer vermerkt hatte: „Zeichnungen von Goethe zur Herausgabe. Italienische Landschaften". Die älnterschriften, btt bte bargestellten Orte bestimmen, sind in einer Schrift von ber Mitte des 19. Iahrhunberts in Bleistift hinzugefügt. „Die Blätter zeigen," sagt Faber bu Faur, „mit ihrer betonten Trennung von Vorder- u. Mittelgrund, besonders aber in ber eigentümlichen Wiedergabe des Blattwerks sehr typisch die Art von Goethes italienischem Maler- freundeskreis. Besonders ist die Verwandtschaft mit Kniep deutlich, bem bie Blätter sogar möglicherweise angehoven könnten." $ Burschenschaft und Einheitsbewegung.— Material zur Quellenkunde. Aus Anlaß des für den 29. Juni bevorstehenden 70. Geburtstages Herman Haupts, des Mitbegründers unb Letter; ber bursch-en- schaftlichen historischen Kommission, erläßt ber Vorort Kassel ber innerhalb unb außerhalb bes Reiches bestehenden Vereinigungen alter Burschenschafter einen Aufruf zu Sammlungen für eine Ehrengabe in Form einer Gelbstiitung für bie buischenschaftliche historische Kommi sion. Die Stiftung soll namentlich dazu bienen, bie von H, Haupt herausgegebenen „Quellen unb Darstellungen zur Geschichte ber Burschenschaft und ber deutschen Einheitsbewegung", von der bisher sieben Bände vorliegen, in Gang zu halten. Der nächste Band soll die nahezu brutffertige Fortsetzung ber Gesamtgeschichte der Burschenschaft im Anschlüsse an die von P. Weiihcke verfaßte Darstellung ber Geschichte ber ülrburschenschatt (1814 bis 1819) bringen. Besucht zwei bis drei DM Wie™ Bänninger G. m. b. H. 61G2D Gießen. Vornottzen. — TageSkalender für Donnerstag : Liebigshöhe: 8 Uhr 3. Abonnements-- konzert der Reichstvehrkapelle. — Rundfunk- hauS Löberstrahe: 8V° Uhr Sängerkrieg. — Radiohalle Kirchenplatz 8V= Uhr Sängerkrieg. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Hanne Lore Ziegler am Dienstag, 1. Juli, im Stadttheater. Das ist eine Nachricht, die alle | Freunde der berühmtesten deutschen Tänzerin mobil machen wird. Fräulein Ziegler, die nach zweijähriger Pause zum ersten Male wieder bei uns auftritt, bringt ein neues Programm mit, in dem nur einige bekannte Nummern von früher, wie der „Nadehkymarsch" sich wiederholen werden. Da am Dienstag sicherlich mit einem vollen Hause zu rechnen sein wird, so werden Interessenten ersucht, Vorbestellungen im Briefkasten des Stadttheaters niederzulegen. (Siehe Anzeige.) — Ausstellung einer europäischen Schmetterlings - Sammlung am nächsten Sonntag im Physikalischen Institut. Näheres in der Anzeige. Landkreis Gießen. • Lich, 23. Juni. Gestern wurde das während der drei letzten Sonntage vorg-cnomrnene Frühjahrspreisschiehen des Schützen- Vereins 1913 beendet. Es konnte die Feststellung gemacht werden, dah die Leistungen ein befriedigendes Ergebnis zeitigten. Dec 1. Preis ging mit 35 Ringen in den Besitz des Schützen Friedrich Gondolf über. Mit 34 Ringen konnten 5, mit 33 Ringen 9, mit 32 Ringen 8, mit 31 Ringen 4 und mit 30 Ringen 3 Schützen Preise erhalten. Kreis Friedberg. fpd. Friedberg, 25. Juni. Auf der Dekanatstagung des Dekanats Friedberg wurde mit 34 gegen 33 Stimmen der seitherige Dekanatsvertreter, Pfarrer Vogel aus Bruchenbrücken, zum Dekan gewählt. Für ihn stimmten geschlossen die weltlichen Vertreter, während der Gegenkandidat, Pfarrer Kitter- Friedberg, die Stimmen der Geistlichen auf sich vereinigte. Zum Dekanatsstellver- treter wurde nicht ohne Widerspruch der weltlichen Abgeordneten ein Vertreter der Rechtsparteien, Pfarrer Zatzmann, gewählt. Friedbe r g 25. Juni (WTB.) In Kal - chen (Kreis F.redberg) überführ hinter dem Ortsausgang nach Ilbenstadt am Dienstag das dem Fabrikanten Siebert in Hanau gehörige Automobil die Frau des Arbeiters Heinrich Dauth, das dreijährige Kind des Maurers Konrad Kalb Henn und die Wit we M. K o- schorr. Die beiden ersten waren sofort tot, während Frau Koschorr schwer verletzt wurde. Die Getöteten wollten noch vor dem Auto die andere Strahenseite erreichen. Das Auto, das ausweichen wollte, geriet in den Stra- Hengraben wo es sich überschlug. Der Chauf^uc wurde schrei vorletzt, wöh end de ubr> g:n Insassen leichtere Verletzungen eriiten. Kreis Wetzlar. * Wetzlar, 25. Juni. Gestern nachmittag ertrank beim Baden an der Freibadeanstalt der 11jährige Sohn des Maschinenmeisters Locke Hierselbst. Das Kind hatte sich zu weit in die hochgehende Lahn gewagt und wurde von der Strömung fortgerissen. Auf sein Hilferufen versuchten ihm in der Nähe beschäftigte Arbeiter Stangen zu reichen, die er nicht mehr fassen konnte». Sofort angestellte Dergungsversuche blieben bislang ohne Erfolg. Heffcn-Nassau. ][ Marburg, 24. Juni. Hier tagte unter zahlreicher Beteiligung im groben Hörsaal des physikalischen Instituts die diesjährige Ha upt- vers ammtung des älniversitätsbun- des Marburg. Begrüßungsansprachen hielten der Vorsitzende des Bundes, ülniversitätsrektor Prof. Dr. Schaefer, Universitätskurator Geh. Oberregierungsrat Dr. Hülsen, sowie die Vertreter der Stadt und des Kreises. In seinen Ausführungen wies der Kurator auf die Wirksamkeit des Bundes im Interesse der Universität hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieser im Verein mit der Staatsregierung der hiesigen Universität zu ihrem 400jährigen Jubiläum im Jahre 1927 weitere bedeutsame wissenschaftliche Institute schenken werde. Der Jahresbericht ergab eine Dundesmitgliederzahl von 2500. Nach Erledigung der sonstigen geschäftlichen Angelegenheien folgten interessante Vorträge über „Kulturpathologische Streiflichter" (von Prof. Dr. 6 ter 6) und über „Neuere Ausgrabungen in Kurhessen" (von Prof. Dr. Bremer). — Heute wurde beim Baden in der Lahn em 14- jähriger Junge von der starken Strömung erfaßt und mitgerissen. Seine Leiche ist noch nicht gefunden. fpd. Frankfurt a. M., 25. Juni. Die Ermittlungen in der Raubmordsache an dem Kaufmann Ernst Henke werden gemeinsam von der hessischen und der Frankfurter Kriminalpolizei fortgesetzt und haben bereits nennenswerte Anhaltspunkte aufgedeckt. Die Kriminalpolizei nahm schon verschiedene Sistierungen vor. Jetzt wird bekannt, daß Henke ein Scheckbuch der Städtischen Sparkasse Iserlohn in seinem Besitz hatte, das die Nummern 21251 bis 21300 trug. Auch dieses Scheckbuch fehlt, ebenso verschiedene Kopierbücher der Stuttgarter Zigarrenfirma Schmidt. Vermißt werden schließlich verschiedene Wertgegenstände des Henke, so eine Schlipsnadel mit einer Perle. Die Obduktion der Leiche hat irgendwelche äußeren Verletzungen, Wunden und Würgmale, nicht ergeben. Der Tod dürfte lediglich durch Ertrinken erfolgt sein, da dem Henke ja die Hände auf dem Rücken kunstvoll verschnürt waren, so dah er sich durch Schwimmen nicht retten konnte, sondern ertrinken mußte. Allem Anschein nach sind die Mörder in Frankfurter Verbrecherkreisen zu suchen. Die Fahndungen nach dieser Richtung hin sind in vollem Gange. Die Frankfurter Kriminalpolizei nahm heute früh zwei Männer und eine Frau aus der Altstadt fest, da sie im dringenden Verdacht stehen, um den Raubmord zu wissen. Vermutlich hat der ermordete Henke sich in der Altstadt aufgehalten und ist hier in die Hände verbrecherischer Elemente gefallen, die ihn mit Hilfe eines Frauenzimmers an den Main lockten und hier ertränkten. Gießener Strafkammer. Gießen, 24. Juni. Am 28. September 1923 entgleiste auf dem Bahnhof Friedberg ein Zug infolge falscher Weichenstelluim. Zwei Pe -> fönen wurden getötet, 19 verletzt, oarunter zwei schwer. Auch entstand Material,chaden Für die Weichenstellung war der St.llwerlsmeiste^ H. S.'. aus Friedberg verantwortlich. Er ist ein im Dienst ergrauter Beamter, dem feine Vorgesetzten daS Zeugnis größter Gewissenhaftigkeit ausstellen. Wie durch ein sachverständiges Gutachten festgestellt ist, farm die Weiche nur vom Stellwerk aus, daS der Angeklagte bediente, umgestellt worden sein. Der Angeklagte gab an, er könne dem Gutachten nicht widersprechen, er wisse jedoch nicht mehr, wie er zu dem Fehlgriff gekommen sei. In erster Instanz war St. zu drei Monaten Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung und Transportgefährdung verurteilt worden. Aus seine Berufung hin setzt die Strafkammer die Strafe auf zwei Wochen Gefängnis herunter. Zu Gunsten des Angeklagten wurde dabei berücksichtigt seine einwandfreie langjährige Beamtenlaufbahn, sowie die Tatsache, daß infolge der damaligen feindlichen Einwirkung der Bahnhof Friedberg durch Umleitung von Zügen erheblich überlastet war. Arn 9. November 1923 hatten mehrere Täter bei einem Landwirt in Nieder-Eschbach unter erschwerenden Umständen Kartoffeln gestohlen. Die Diebe sind bestraft. Ein Teil der Kartoffeln war an den Landwirt R. in Nieder-Eschbach veräußert worden. In erster Instanz war R. von der Anklage der Hehlerei vom Amtsgericht Vilbel freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte Berufung eingelegt. Die Strafkammer hielt jedoch gleichfalls nicht für erwiesen, daß R. den Umständen nach annehmen mußte, daß die Kartoffeln von einem Diebstahl herrührten. Er wurde deshalb auch in zweiter Instanz frei» gesproche n. Zwei Bettler, die in Friedberg gebettelt hatten, waren deshalb vom Amtsgericht Friedberg zu zwei bzw. drei Wochen Haft, sowie zur Überweisung an die Landespolizeibehörde (Arbeitshaus) verurteilt worden. Sie hatten Berufung eingelegt, und zwar in erster Linie, um nicht ins Arbeitshaus zu kommen, das sie beide schon keninengelemt hatten. Ihre Berufungen wurden jebod) verworfen, da der eine schon 26mal, der andere 30mal, darunter vielmals wegen Bettelns vorbestraft war. Turnen, Sport und Spiel. Siegreiche Gießener Turnerinnen. Bei dem Gau-Frauenwetturnen in Alsfeld wurden folgende Turnerinnen der Gießener Turnvereine als Siegerinnen verkündet: Vom Turnverein von 1846: Turnerinnen-Unterstufe, a) Neunkamps (31 Teilnehmerinnen): 3. Sieg (159 P.) Gretel Birkenstock, 7. Sieg (144 P.) Roli Dem: b) Siebenkampf: 2. Sieg (126 P.) Gretel Birkenstock und Gertrud Schneider, 10. Sieg (112 P.) Anna Scheld, 12. Sieg (109 P.) Roli Dem. — Jugend-Oberstufe, a) Neunkampf (29 Teilnehmerinnen) 1. Sieg (171 P.) Elfriede Münnich, 9. Sieg (149 P.) Lina Haubach: b) Siebenkampf (29 Teilnehmerinnen) 1. Sieg (131 P.) Elfriede Münnich, 5. Sieg (119 P.) Johanna Krock, 13. Sieg (109 P.) Lina Haubach. — Jugend-Unterstufe: a) Neurckampf (72 Teilnehmerinnen): 1. Sieg (167 P.), Anni Schön, 2. Sieg (162 P.) Marie Schwan, 5. Sieg (159 P.) G. Trechsler, 6. Sieg (157 P.) H. Weeg, 9. Sieg (153 P.) Käthe Wagner, 10. Sieg (152 P.) Emmy Münnich, 17. Sieg (143 P.) Anni Pfund, 17. Sieg (143 P.) Else Hamel, 20. Sieg (140 P.) Helene Graeser, 20. Sieg (140 P.) Elisabeth Müller, 22. Sieg (137 P.) Elli Zipp, 23 Sieg (136 P.) Ester Nuth, 28. Sieg (131 P.) Marie Knapp, 32. Sieg (120 P.) Luci Scheel. — b) Siebenkampf (94 Teilnehmerinnen): 1. Sieg (131 P.) A. Schön, 2. Sieg (126 P.) Marie Schwan, 4. Sieg (123 P.) Elisabeth Trechsler, 7. Sieg (120 P.) Hanneli Weeg, 9. Sieg (116 P.) Emmy Münnich, 12. Sieg (113 P.) Käthe Wagner, 13. Sieg (112 P.) Ester Schott, 14. Sieg (111 P.) Else Hamel, 17. Sieg (108 P.) Anni Pfund, 17. öteg (108 P.) GlisckbSh MlMer, 11 Sieg (107 P.) Elli Zipp, 23. Sieg (102 P.) Helene Graeser, 24. Sieg (101 P.) Marie Knapp. 30. Sieg (95 P.) Luci Scheel. — Die Gaumeisterschaft am Pferd sowie am Reck errang Elfriede Münnich. Dom Männer-Turnverein: Turnerin- nen-Oberstufe a) Nennkampf: Maria Röhmig 4. Sieg: b) Siebenkampf: Ehrensiegerin Paula Hofmann, Maria Röhmig 5. Sieg. — Tumerinnen- Unterftufe a) Neunkampf: Gertrud Zöller 9. Sieg; b) Siebenkampf: Hermine Schwan 1. Sieg mit 128 Punkten, Else Söhnel 4. Sieg, Emmy Giesecke 9. Sieg, Gertrud Zöller 13. Sieg, Philippine Klein 17. Sieg. — Jugend-Oberstufe a) Neunkampf: Johanna Wagner 10. Sieg, Ottilie Espach 11. Sieg, Elsa Klemmrath 12. Sieg, Mariechen Klein 16. Sieg, Elsa Graf 17. Sieg: b) Siebenkampf: Johanna Wagner 12. Sieg, Elsa Klemmrath 16. Sieg, Elsa Graf 21. Sieg, Ottilie Esbach 17. Sieg, Mariechen Klein 22. Sieg. — Jugend-Unterstufe: a) Neunkampf: Erna Althaus 2. Sieg, Charlotte Amend 4. Sieg, Mariechen Kretzschmar 6. Sieg, Elisabeth Bingner 7. Sieg, Otti Balke 7. Sieg, Else Dickelhaupt 11. Sieg, Herta Koge 13. Sieg, Irma Volk 14. Sieg, Gretel Lang 15. Sieg, Erika Herzog 19. Sieg, Erna Bramm 17. Sieg, Minna Gerdig 18. Sieg, Grete Hublih 20. (Sieg, Marlen Kaufmann 21. Sieg, Erika Guth 22. Sieg, Edith Fourier 23. Sieg, Nora Davids 28. Sieg, M. Stahl 30. (Sieg; b) Siebenkampf: E. Althaus 3. Sieg, Else Dickelhaupt 7. Sieg, Ch. Amend 7. Sieg, Otti Balke 8. Sieg, Mariechen Kretzschmar 8. Sieg, Elisabeth Dingmer 9. Sieg, Gretel Lang 10. Sieg, Marlen Kaufmann 11. Sieg, Edith Fourier 12. Sieg, Herta Koge 13. Sieg, Erna Bramm 15. Sieg, Erika Herzog 17. (Sieg, Minna Gerdig 17. Sieg, Irma Dolk 18. Sieg, Erika Guth 18. «Sieg, Minni Stahl 21. Sieg, Grete Hublitz 23. Sieg, Nora Davids 26. Sieg. Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. V.: Heinz Gvrrenz. Geschäftliches. D r. Hochs Konservatorium in Fran kfurt a. M. hat im Einvernehmen mit der Intendanz der städtischen Bühnen eine Frankfurter Opernschule gegründet, deren Zweck es ist, junge Kräfte für die Oper im allgemeinen und für die Frankfurter Oper im besonderen auszubilden. Die Frankfurter Opernschule besteht aus einer Solisten-, einer Chor- und einer Tanzschule. Die Schüler werden von der Frankfurter Theaterleitung gelegentlich zu Aufführungen an den städtischen Bühnen herungezogen. Fünfzigjähriges Geschäftsbestehen. Die Firma Wilhelm Brauns, G. m. b. H., Anilinfarbenfabrik zu Quedlinburg, Herstellerin der bekannten Draunsschen Stoff-Farben, feierte kürzlich mit ihren Arbeitern und Angestellten ihr 50jähriges Bestehen unter Teilnahme von Vertretern des Magistrats, der Handelskammer, des Drogistenverbandes usw. Die Firma machte anläßlich dieses Tages reichliche Zuwendungen an Angestellte und Arbeiter, sowie verschiedene wohltätige Stiftungen. 11 ' ^ornbaut, COjtoielen u. Warzen vesewgl scvnell _ _ j /TT, sicher, icftmec». |&U & B1*OS 11 encHtb empfot)'«?n. Mllltor, n'ach bewä»rr - In Avorhrker unD Drogerien eruältltd) — Gegen Funschweiß, Brennen UM Wunblauien r»uttl0i»F«gba». Drogerie H. Noll, Neustadt 28. Drocerle WlntcrholT, Kreuzplatz 9/10, 5184c hJii Grünkern, Kön gin, Tapioka echt, Pilz usw. bieten reichliche Abwechslung. Man achte auf den Namen RtöAGß! und die gelbrote Packung. n maggi Suppen ersparen Fleisch und Fett, Nur mit Wasser nach Anweisung gekocht, erhält man daraus wohlschmeckende, kräftige Suppen. & Viele Sorten wie: Eiernudeln, Eiersternchen, Reis, Ochsenschwanz, Erbs, Erbs mit Speck, E -Z7 Elgershausen. 6206£) Heute vormittag 11'/« Uhr verschied ganz plötzlich unser neuer Chef Herr Br. iri. Erti Lag Stabsarzt a. D. nachdem er erst 3 Wochen unter uns geweilt batte. Wir werden das Andenken an ihn, als einen pflichttreuen Menschen, stets in Ehren halten. Waldhof-Elgershausen, den 24. Juni 1924. Die Aerzte, Schwestern und Angestellten der Heilanstalt Waldhof- Gießen, den 25. Juni 1924. U2114» Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir innigen Dank. Familie Wilh. Stephan. Wohnungstausch sofortiger wMUMlaM 3 wimmer m.Kiiche Butzbach Gießen 021234 Schaub, Asterweg 57. Freitag, 27. Juni, abends 87, Uhr, im Physik. Institut ((Eingang Äephanstr.): Vortragsabend mit Vorführungen Aklhe niiö die Farbknlche Herr Geheimrat Prof. Dr. König. Eintrittskarten zu Mk. 1.50. 6201D Perfekte Maschinen- Schreiberin die flott stenographieren und rechnen kann, zum sofortigen Eintritt gesucht. Schriftliche Angebote unter 5191D an den Gieß. Anzeiger. Gesucht in Gietzen 2 oder 3-Zirnmer- Woknuna mit Zubehör. HauS Verwaltung, In- slandhtttung pleftr Anlagen, Gas- und Wasserleitungen u. dgl. wird mit übernommen. Scbristl. Angeb. unter 4497D an den Gies;. Anz. [Stellenangebote] TiictztigcS Mädchen | narb Friedberg in Dessen gesucht. 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Angebote bittet man zu richten an 5201D Iran Karl Koch, Wetzlar, Krämerstraße 17. Allo. Ortskrankenkasse GieOen-StadL Die noch rückständigen Beiträge zur Krankenkasse, Invaliden- undErwerbslosen- versicherung für den Monat Mai 1924 können noch bis zum 8. Juli ÖS. Is., ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Beitreibung und Kostenberechnung. Die Einzahlung kann Dienstags von 8 bis 1 Uhr bei unserer Kaste oder auf unser Postscheckkonto, Amt Frankfurt am Main Nr. 10833, erfolgen. Gießen, den 25. Juni 1924. [5I92B lingem. Ortskrankenkaste Gießen-Stadt. 3. A.: H. Hinkler. Abgebauter Beamter kaufin. vorgebildet, im Lohnrechnungö- roefett bewandert, sucht Stellung auf Bureau oder dergleichen. Schristl. Angeb. unter 021246 a. d. Gieß. Anz. erb. AcltereS Pferd zu verkaufen BieeD II. Briickmann Ncnbof. Altertum I Verkäufe Zwei gebrauchte Schreibmaschinen billig zu verkaufen 61MD Seitenweg 30. 1792. Eine Truhe reich komplizierte Arbeit (Eiche), Gröhe 160x60x65, zu verkaufen. 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Auch diese, der dieser Komm nis, sÄ es aus <3: kür mit ihrem A Teils der Oktant die Aationen, die vor der Frage, 110 cm breit Frotto in 50 verschiedenen Farben und Mustern Gelegenheit dazu bietet Ihnen bei allerniedrigsten Preisen und riesigerAuswahl mein Saison-Verkauf vom 27. Juni bis4. Juli ttr. US ZWeites Blatt Etetzener Anzeiger General-Anzeiger für Gveryeffen) Donnerstag, 2b. Zunl 192^ „Der Separatismus" in Rheinheffen. So sehr im weitesten Sinne des Begriffes der Separattsmus im besetzten Rh.iniana „erledigt" scheint, so wenig wäre eine Politik zu rechtfertigen, deren Ziel in der vollkommenen Richtbeach iung der Geschichte di.ser „Loslösti.igs- bewegung" eines Haufens minderwernger Elemente bestehen würde. Der rheinische S^paratls- mus an lich ist nur von sekundärer Bedeutung, nur ein Mittel in der Hand französischer Drahtzieher, die mit Hilfe der von ihnen ange-- zettelten und geförderten „Bewegung' das zu erreichen versuchten und — wei.er versuchen werden, was sie gelegentlich dec Beratungen des Versailler Llnfrieden-LiktateS nicht durchzusetzen vermochten. Die Erkenntnis dieser Tatsache, datz der Separatismus niemals eine rheinische, sondern allezeit eine französische Bewegung war, ist dank der Veröffentlichung zahlreicher Aktenstücke und Dokumente allgemein verbreitet. Auch im Auslande — trotz aller Ableugnungsversuche des fvun öäschen Prepagandad en-t s. Besonders die zahlreichen Dokumente, die das Zu- sammenaibeiten der Franzosen mir dem Separatistengelump in der P f a l z einwandfrei bewiesen, haben Aufsehen erregt, älm so erfreulicher ist es, dah nun auch der Schleier gelüstet wird, der über manchen Vorgängen in Rheinhessen noch immer ausgebreitet war. 3m Verlag von F. Lehmann - Frankfurt ist soeben eine Schrift von Adolph Decker erschienen, die unter dem Titel „Beiträge zur Geschichte des Separatismus in R h e i n h e s s e n" eine höchst interessante Zusammenstellung von zum Teil als Faksimiles wiedergegebenen Dokumenten über die Vorbereitung und die Durchführung des Separatistenputsches in Dingen enthält. Kein Geringerer als Hermann Oncken, der berühmte Münchener Historiker und hervorvagender Kenner der französischen Rheinpolitik, hat das Vorwort geschrieben. Er nennt die Dokumentensammlung, der zwei weitere folgen sollen, „ein historisches Quellenmaterial erster Ordnung". Das Ergebnis der Durchsicht ist nach ihm eine einzige niederschmetternde Anklage gegen die Franzosen. „Es wird hier," schreibt Oncken, „der urkundliche D e w e i s geführt, datz der Kreisdelegierte Jean Vermeil in Dingen dem Putsch in allen seinen Stadien seinen amtlichen Apparat, und seine militärische Gewalt, Kriminalpolizei und Sekretariat, Marokkaner und Maschinengewehre, zur Verfügung gestellt Hot und als der eigentliche älrheber des Putsches zu betrachten ist: kein Wunder, datz die Putschisten, die auf den Herrn Kceisdelegierten wie auf ihren Vorgesetzten blickten, keinen Schritt ohne ihn zu tun wagten. Dis in das kleinste hinab — bis zu den Karabinern, die amtlich den Gendarmen abgenommen werden und sich hernach in den Händen der Putschisten wiederfinden, läht sich der Beweis führen, wie systematisch der Kreisdelegierte die legitimen Gewalten entwaffnet und gelähmt, und dafür die Verbrecher bewaffnet und ermutigt hat. Dieser Beamte muh so sicher gewesen sein, mit diesem Verfahren den eigentlichen Willen seiner Vorgesetzten zu erfüllen, dah er sich nicht begnügte, hinter den Kulissen die Drähte zu ziehen, sondern mit einer zynischen älnvorsichtigkeit bei jeder einzelnen Aktion persönlich und unmittelbar her- vorzutreten wagte. Wenn somit der Kreisdelegierte Scan Vermeil in die ganze Kette gemeiner Handlungen verflochten ist, bei denen die moralischen älrh^ber noch tiefer stehen als ihre elenden Werkzeuge, so trifft das nicht nur die einzelne Perlon, sondern seine Behörde, nicht nur die Glieder dieser Behörde, sondern auch den Kopf: die Interalliierte Rheinland! ommissivn selber. Auch diejenigen nichtsranzvfischen Mitglieder dieser Kommission, die, sei es aus Unkenntnis, sei es aus Schwäche, diese rechtswidrige Willkür mit ihrem Ramen decken, können sich ihres Teils der Verantwortlichkeit nicht entziehen, und die Rationen, die sie zu vertreten haben, stehen vor der Frage, wie lange noch sie an diesem Organ der französischen Eroberung und an seinen verbrecherischen Methoden Mitwirken wollen. Angesichts dieses immer höher anschwellenden Belastungsmaterials erhebt sich immer unab- weislicher die Pflicht für diejenigen, die eä angeht: in unparteiischer Untersuchung festzustellen, welcher Art der in Versailles geschlossene „Rechtszustand" am Rheine ist. Die Menschheit wird nicht umhin können, diese tiefbeschämende Wirllichkeit mit den hohen Worten zu vergleichen, die damals eine neue Ordnung verkündeten, und vor allem für die Institution des Völlerbundes wie für die Idee des Völkerbundes wird es eines Tages entscheidend sein, ob er an dieser Stelle der Macht dienen oder das mit Fühen getretene Recht Wiede rherstellen wird. Beschämend ist die Lektüre dieser Akten (und dessen, was zwischen den Zeilen zu lesen ist) auch für diejenigen Deutschen, die immerr wieder in einem Moment der Verwirrung oder in einem Anfall von Feigheit, sich dem Verbrechen zu beugen oder den trügerischen Phrasen, die das Verbrechen einhüllen, Glauben zu schenken bereit sind. Mögen daher diese Akten auch eine Lehre für die Zukunft sein! Denn wie die Taten der Franzosen am Rhein, so wird auch das Verhalten der rheinischen Generation, auf die sie fliehen, eines Tages seinen Tacitus finden." Wir haben diesen Worten des Historikers Hermann Oncken nichts hinzuzufügen. Trostlose Lage der Assessoren in Hessen. Aus den Kreisen der hessischen Gerichtsassessoren scheibt man uns: Die Anstellungsre hältnisse der Deamtenan- wärter in Hessen, insbesondere der Gerichts-, Re- gierungs- und Studienassessoren haben sich im Laufe der letzten Jahre derart verschlechtert, datz die Lage als geradezu trostlos angesehen werden muh. Schon lange vor dem Abbau hat man Anstellungssperre eintreten lassen, so dah in manchen Berufen seit fast zwei Jahren kein Assessor mehr angestellt wurde Die Last des alsdann eingetretenen Personalabbaues wurde im wesentlichen auf die Assessoren abgewälzt, indem man niemand mehr anstellte, obwohl ausreichend Stellen frei wurden, da man andererseits Beförderungen zu Oberräten, Direktoren und Präsidenten in Mengen aussprach und hiermit überwiegend die abgebauten höheren Stellen besetzte. Börsenkurse. 6,65 •) Dom Rückzahlung Banknoten. Reichs bank die Anforderungen bereits überschreitet, 2 8,65 dec Vertragslasten noch steigere. Die S.aa.saus- sicht über die staatlichen uno kommunalen Glld- institute habe völlig versagt und gestatte diesen, ihre Mittel nicht ihrer eigentlichen Zweckre iim- mung zuzuführen, sondern ohne Rililorücksichten zu möglichst Höpen Zinssätzen am offenen Mactt auszuleihen und durch die dadurch ersolgendo älntecstützung des Kettenhandels mit Geld die 21,10 4,30 21/0 4,25 39,5 1,3 2,13 8,9 6,6 9,9 27,6 39,9 1,3 2,1 8,9 Tendenz: im Angestrigen Haltung. 21 4,2 2,25 9 12,5 9,6 9,7 8,6 40 1,30 7,66 10, 0 4V 46,75 54,75 6,6 11 6 10,75 26 22,25 44,5 7,6 9,75 44,3 47,75 61,9 7,2 10,6 4.8 1C,7 24,8 22,5 35,1 8,25 1,90 0,325 21,76 3,75 7,4G 9,1 9,90 9,60 6,50 6,65 9,32 12,9 0,9.0 9,40 10 9,5 5/JO 8,65 12,1 6,50 9/0 7 2,05 8 12,65 9,’9 10 9,65 5,82 9 12,1 6,70 1 10,5 6,2 29 38 1,45 2,20 2,3 9 0,420 11,CO 1 2,4 3,70 6,75 2,95 2,5 21 3,5 6,65 7,375 7.80 1,75 0,35 0,375 46 7,60 9,5 44 48 52 7,13 10,7 5,13 9,60 '4,75 22,13 35,90 2,4 6^8 2,9 Erhältlich in 91 votbeten vnb Drogerien. Aniklärende SchrtstendurchPbarmakouA.-G.Jraukiurta.M. 21 ! 4,05 | (ruhig), Weizenkleie 8,— (matt), Roggenkleie 8,— (matt), Viktoriaerbsen 19 bis 20, kleine Erbsen 13 bis 15, Futtererbsen 12 bis 13, Peluschken 10 bis 11, Ackerbohnen 13 bis 14, Wicken 11 bis 12, Lupinen blau 9 bis 10, gelb 13 bis 14, Rapskuchen 8,60 bis 8,70, Leinkuchen 17 bis 18, Trocken- schnihel 6 bis 6,20, Karwsfelflocken 15. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M, 25. Juni. Es notierten je 100 Kilo: Wetterauer Weizen 16,25 bis 16,75, Roggen 15 bis 15,50, Braugerste 16,50 bis 17, Hafer, inländ., 15,50 bis 15,75, Weiz nm hi, südd. Spezial 0 27,25 bis 28,75, Roggenmehl 22,75 bis 23,50, Weizen- und Roggenkleie 8,25 bis 8,75. 22,6 35 7,25 8 0,3'0 8,13 11,-5 1,90 0,3'-5 0,300 Spar- und Hypothekenbeträge ab. Hemmend fle^e dec Produktion ferner vor allem die gewaltige steuerliche Belastung gegenüber, die den Kapitalmangel im Verein mit der kommenden Erfüllung 2,4 6,7 9,2 0,410 11,25 1 2,5 3,65 6,4 2,9 2,4 Y-"-L Märkte. Berliner Produktenbörse. 23,6 3,5 6,6 7,5 0,340 | 7/ 0 I 11,75 I 1,75 I 0,3’0 0,30-1 I ,.9I e,4 - 44,75 ! 47 52,2 - 6,75 10,65 , 4,9 । 0 24,5 22 dieser Ton den weiteren Verhandlungen zugrunde gelegt wird, man bei einigermatzen Einsicht leicht zu einem guten Ende gelangen kann. Die Stimmung, die ohnehin ziemllch fest ist, wurde daher noch weiter angeregt, so dah schließlich die Börse ganz unverhofft einen lebhaften Tag zu verzeichnen hatte. Grohe Deckungen und Exekutionen fanden in Reichsanleihen statt, die, wie wir schon gestern berichteten, infolge Stückmangels jetzt stark haussiert werden. Der erste Kurs ist 0,142, auch ausländische Renten traten erneut in den Vordergrund, namentlich türkische und ungarische, während Rumänen etwas vernachlässigt waren. Auch Zolltürken, Bagdad 1 und II, ungarische Gold- und Kronenrenten, sowie ungarische Renten von 1914 waren besonders gesucht. Auch 1902er Rus- sen tauchten wieder auf und wurden gleich lebhaft umgeseht. Die Gründe für die große Rachfrage der Renten sind ja hinlänglich bekannt, teils erwartet man die Anerkennung dieser Dor- kriegsschulden-Anleihe, teils erwartet man die Wiederaufnahme des Zinsendienstes. Aber auch auf dem Industriemarkt war das Geschäft heute lebhafter, und die Rachfrage überwog das Angebot. Alle Marktgebiete haben Kursgewinne zu verzeichnen, namentlich der Montanmartt, auf dem besonders Phönix hervorzuheben ist. Es wurden Gewinne bis über 3 Billionen Prozent festgestellt. Berliner Handelsqesellschast. Commerz- und Prwat-Bank Darmst. und Naüonalbank . Deutsche Bank......... Deuischc Vcrcinsbank .... Dtöconto Commandit .... Metallbank........... Mitteldeutsche Creditbank. . Oesteireichische Creditanstalt Weltbank........... Bochumer Guß........ Budcr.iö............ Caro ............. Deutsch Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpeucr Bergbau...... .Naluverke 'Aschersleben.... Nallwerk Westeregeln..... Laurahürte........... Oberbedarf...... Phönix Bergbau....... Rneimtahl........... Ricdcck Montan........ TelluS Bergbau Homburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd..... Cheramische Wcrle Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Hohmann...... Analo-Cont -Guano..... Badische Anilin........ Chemische Mayer Alapin . . Goldichinidt.......... Gries firner Electron .... Höchster stardwerke...... Holzverkohlung Nütgerswerke Echeideanftalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mam'raftwerke........ Schuckcrt............ Siemens k Halske ...... Adlerwerke Kleyer Daimler Motoren. ..... Hehligenstaedt......... Meguin............. Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesclvchast Frankfurt. Pet. Union A.-G........ Schuhfabrik Her; ..... Sichel.............. Zellstoff Waldhof. Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . * Elektrizitätsgesellsch-aft Frankfurt A. G., Frankfurt«. M. Dem Vernehmen nach hat die im Jahre 1923 gegründete Gesellschaft, deren Aktien in den Fceiverk^hc der Frankfurter Börse gebracht worden sind, sich angesichts der schlechten derzeitigen Verkaufsmöglichkeiten und des langsamen Eingangs der Autzen- stände veranlatzt gesehen, mit ihren Gläubigern | ein Arrangement zu treffen, das die Weiterarbeit der Gesellschaft gestattet. Der bisherige Aufsichtsrat tritt in seiner Gesamtheit zurück. Reuwahlen finden in der am 1. Juli stattfindenden General- | Versammlung statt. * Maschinen- und Armaturenfabrik vor m. Breuer & Co. in Höchst a. M Das abgelaufene Geschäftsjahr 1923 brachte die enge Liierung mit den Buder usschenEi sen- werten Wetzlar. Die Belegschaft sank infolge des Rückganges der Beschäftigung durch die Be- sahungsmatznahmen auf ein Zwölftel des Vorjahres. Die Papiecmarlbilanz schlietzt mit einem Liederschatz von 1994 Dill. Mk. Das neue Jahr brachte eine Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs und damit eine gewisse Belebung dec Rach- frage. die Belegschaft konnte aus zwei Drittel des Iahces 1922 erhöht werden. Die Verwaltung be- tlagt das Mißtrauen des unbesetzten Gebietes und des Auslands bezüglich der Lieferfähigteit dec Fabriken in den besetzten Gebieten. * D i e Stützungsaktion bei Ludwig Ganz A. G., Mainz perfekt. Die von dec Ludwig Ganz A. G., Mainz, angestrebte Stützungsaktion ist nunmehr als per-fett anzusehen. Wie die „Fctf. Ztg." erfährt, wird von einem Bankkonsortlurn, an welchem in der Hauptsache die Allgemeine elsässische Dankgesellschaft beteiligt ist, der Betrag von 60 000 Pfund Sterling zunächst bis Ende 1924 der Gesellschaft zur Verfügung gestellt, und zwar mit Prolongationsmöglichkeit auf ein weiteres halbes Jahr. Zwei Berliner Banken, welche dec Ludwig Ganz A. G. SXrefcite eingeräumt haben, sollen für die Dauer der Stützungsaktion diese bei der Gesellschaft stehen lassen. * Disconto-Gesellschaft in Der - li n. Das Institut versendet jetzt seinen Geschäftsbericht und schildert Mrin eingehend den Währungsverfall und dessen Wirkungen, sowie die der Ruh besetzung und QUi um.-ertrage aus die deutsche Wirtshaft. Da dec Mangel an De'riebs» Mitteln die ülebecgangskrise so autzervr e tt ich e - schwere, sei die Frage der KapitalsdiVung und der künftigen Gestaltung des Geldmarktes matz- gebend dafür, ob überhaupt noch qröhece valls- wictschaftliche Reinübe cschü/s? crz e t w rb n könnten. Die Lösung des Kreditproblems hänge darum entscheidend von dec Reubildung grötzever Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. U, Decker-Kohle geigte sich heute für Mitteldeutschland etwas mehr 43/4, Denz Motoren 2, älfa 4, Kunstseide 45, Nachfrage, das Angebot hat sich jedoch zurückge- Mainzer Gas 10. zogen oder fordert erheblich höhere Preise, die aber nicht bewilligt werden. Es wurden Berliner Börse. notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märk., 134 bis Berlin 25 Juni. Die Tendenzentwicklung 138 (ruhig), Roggen, märk., 115 bis 124 (etwas an der Börse nahm ungefähr den gleichen Der- fester), Braugerste 138 bis 145 (ruhig), Futtev- lauf wie gestern Wenn auch in einigen Papieren gerftc 127 bis 135 (ruhig), Hafer, märt., 116 bis die Verkaufslust noch überwog, so bestand doch 126 (etwas fester), Raps 220 (ruhig), Leinsaat überwiegend Kaufneigung, so datz bei allerdings 260 bis 280 (ruhig); für je 100 Kilo: Weizenmehl wenig erheblichen Kurstxrändecungen die ©tim» | 20 bis 23 (ruhig). Roggenmehl J7.50 bis 20,25 mung als gut behauptet bezeichnet werden kann. Die Kursveränderungen hielten sich wiederum in recht engen Grenzen und gingen nur bei wenigen Papieren über 1 Dill. Prozent hinaus. Da besondere Anregungen nicht Vorlagen, blieb der Geschäftsumfang nach wie vor unbedeutend. Die Spekulation wandte ihr Interesse einigen Spezialwerten zu. ohne dabei allerdings nachhalttge Erfolge zu erzielen. In Kriegsanleihe fand bei neuerdings e.heblichen älmsähen die Aufwärts- betoegung ih^e Focttsetzung. Der Kurs schwankte zwischen 145 bis 160 bis 150. Für Canada, Pacific und Daltimore-Attien erhielt sich bei allerdings geringen älmsätzen und unveränderten Kursen das Interesse; für Schantungsbahn-Aktien, die ih en ve hältnismätzig bescheidenen Kursstand I . ungefähr verdoppeln konnten, ist das Interests ’Jjjj wVlCCIft ÖW J MOllCrt neu erwacht Am Geldmarkt ist das Angebot grö- tzer geworden was auch für Monatsgeld gilt, nicht los, wenn nicht deren Britt bereit« nbnetotet Hit der ständiae Rückaana der An« wird. Dies nefdilebt nicht durch Wavbtaltn oder 5>€Dt€n JE™I ähnliche siarkrtechendeMaterialien,sondern nur durch focderungen zu der erfreulichen Entwicklung ae- ' " A * führt datz der Zufluh an Exportdevisen bei dec ON. WelNrelchS MotteNatyer. ja sogar neue Stellen in einzelnen Ressorts schuf. Ja es wurden nicht einmal die in dauernder Verwendung beiindlichea Assessoren angestellt, obwohl dadurch dem Staat feine dei Mehrkosten entstanden wären. Da es sich bei den hierdurch betroffenen Assessoren überwiegend um Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschäoigte handett, Haden diese Matznahir.ea eine mahlo.e E.bltteeung ausgelöst. ein Zustand, de sen Verlängerung zwangsläufig eine Rückwirkung auf die Dienst- und Aib bar» rungsklausel jedoch als zulässig erklärt unter zu leiden, datz die Preise für Benzin auf hat, und zwar in Beschränkung auf einen ange- ^m Weltmärkte um 50 Proz. gesunken sind. Trotz messenen Teil des Rechnungsbetrages. Rachdem a[[ev Schwierigkeiten tst es auch den Tochtecgesell- somit Klarheit über die Rechtslage geschaffen wor- schäften gelungen, sich im Berichtsjahre zufrieden- den ist, hat auch die Reichsbank darauf verzichtet, stellend zu entwickeln. Bei den Rütgecswecken, ihrerseits durch Mahnahmen in der Krediipolitik Teerproduktenfabriken von den Franzosen auf eine Aenderung der Zahlungsbedingungen besetzt wurden betrug die Produktion nur den der Verbände hinzuwirken. Sie hat deshalb die sechsten Teil der Erzeugung des Vorjahres. Für oben angezogene Anordnung vom 24. April durch bie großen Mengen von Vorräten, die von Deig Rundschreiben vom 17. Juni aufgehoben. Franzosen abgesahran worden sind, ist die Gesell- - I schäft nur zum geringen Teil entschädigt worden. • ro af < „ (YifAlles in allem blieb die Erzeugung der Rütgecs- T ® uber uß f che Ersentoer ke. fW eh um ein Viertel hinter der des vergangenen lar. Der Rechnungsabschluh ergibt nach 2o51 Ä1.rü(f Billionen Mark Abschreibungen einen Reingewinn 'Ja-Z 8 • von 29 991 Billionen Mark, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Bei den Tochter- Zrankfurter Börse, gesellschaften konnte ein Gewinn nicht erzielt n . werden, die Verhältnisse waren ähnlich denen S r a nr * des Mutterunternehmens. In der ersten Jahres- Aster. Hälfte des Berichtsjahres war der Inlandabsatz mit Vmn Vloi nerftärfte sich die Absatzmöalich- ! Rachbörse auf allen Gebieten in faster „ - feit nach dem Auslande infolge der Goldauf- Eine sehr 6^ ^rtellung far^ Wertung. Dagegen erbrachte das zweite Semester der freundliche Ton, der in der Aoke dec beiden die rapide Markverschlechterung und damit Der- Ministerpräsidenten HEiot lüfte für alle in Mark abgeschlossenen Geschäfte. I Ausdruck kommt. Man war überzeugt, dah, we^ Im letzten Vierteljahr lagen die Selbstkosten weit über Weltmarkpreis, wodurch in Verbindung mit dem Sinken des französischen Frank der Inland- absatz bis auf einen Bruchteil zurückging. Der Ruhreinbruch hat zwei Werke der Gesellschaft zum Erliegen gebracht. Sn Billionen Prozent Frankfurt a M Berlin S/,»/. Hellen..... . __ 0,350 _ _ | Deutsche Wertb. Dollar-Anl. 4,2 ' 1,2 4,2 4,2 dto-Doll Schatz-Anlretsng.^ 76,75 76,3 76,75 76, t 1 4% Zolltürken......... 6,66 6,6 5,5 6,40 5% Gvldmerikaner .... - - — 39,5 36,o 24. Juni 25. Juni Repart. % 24. 25. Amllichr Notierung Amtlich: 'J Geld | iotirrn i, Brief Geld I Brief Amst.-Rotl. 157,21 157,99 157,21 157,99 voll voll Brss.-Antw 19,46 19,55 19,15 19,25 voll voll Christiania. 56,46 58,74 71,08 66,45 66,74 voll voll Kopenhagen 70,72 70,72 71,03 voll voll Stockholm . HclsingforS. 110,97 111,53 111,12 111,68 voll voll 10,46 10,52 10,46 10,52 18,20 voll voll Italien. . . London. . . 18,15 18,25 16,23 18,10 voll voll 16,14 18,105 18,1-15 voll voll Neuyork . . 4,19 4,21 4,19 4,21 voll voll Paris. . . . Schweiz . . 22,19 22,61 21,99 22,11 voll voll 74,16 66,16 74,54 66.44 74,16 74,54 voll voll Spanien . . Wien in D-- 66,18 66.44 voll voll Ceft. abgest 5,91 5,93 5,91 6,93 voll voll Prag . . . 12,37 12,43 12,395 12,455 voll voll Budapest. . 5,19 6.21 0,19 "6,21 voll voll Buen.-Airek 1,355 1,365 1,345 1,355 voll voll Bulaorien 3,065 3,085 3,015 3,056 voll voll Japan -. . iHio de ^an 1,705 0,44 1,715 1,715 1,725 voll voll 1,45 0,44 0,45 voll voll Belirad . . 4,89 4,91 4,84 11.62 4,86 voll voll Lissabon . . 11,62 11,68 11,66 voll voll Berlin, 25. Juni Geld Brief Reparü °/n Amerikanische Noten..... 4,13 4,21 Belgische Noten........ 19,05 19,15 Dänische Noten........ 70 7 voll Englische Noten ....... 18’(l7 Französische Noten...... 22*09 22*21 voll Holländische Noten...... 156,71 157,49 Italienische Noten...... 13,08 18,18 Norwegische Noten...... 55,35 66,64 voll Deutsch Oesterr .L 100Kronen 5,91 5,93 Rumänische Noten...... 1,81 1.83 vols Schwedische Noten...... 111,0? 111,58 voll Schweizer Noten....... 74 16 74' 4 voll Spanische Noten....... 66,11 66*39 Tschechoslowakische Noten . . 12,37 12,43 voll Ungarische Noten....... 4,99 6,01 voll Nuräas echte 68ocfcin> ■ PÄCKCHEN 8 PFCx Schaut mxh etftntal Tang durch das PerspeMv. Zum Korps Finck hinüber, hinunter in den liefen Kuhgrund, in dem die Grenadiere sich auf8 neue zum Angriff formieren: Iung-Schenckcndorfs und Lindstedt. Schaut auf die feindlichen Redou- ten, die langen feuerspeienden Linien. <5ic schossen, schossen wie Besessene. Aber dem spähenden Blick scheint's, als risse drüben Unruhe ein. Morbleu — kein Wunder! Die gewichenen dezimierten Re- gimenter drängen sich über die Retranchements, tragen den Schrecken der Flucht hinein. Auf Augenblicke kam es wie eine Vision über den kühl Wägenden — Wenn er die Bataille gewann . . . und er würde, er muhte sie gewinnen . . . dann zogen diese russischen Scharen, die in seinem Lande barbarengleich gehaust, in Trümmern bis über die Weichsel zurück. Dann mochte der Zar im Anterrock, die Elisabeth, schäumen, wie sie trollte, ein zweites Heer brachte sie nicht auf. ilnb wenn Laudon geschlagen wurde, der dort drüben Schul ter an Schulter mit Saltykow focht, dann veckblicb der Daun erst recht in seiner Antätigkeit. Leicht war's dann, Arm in Arm mit Bruder Heinrich, mit dem Zauderer abzurechnen! Revanche für Kolin! Die Reichsarmee und die windigen Franzosen — pah! Dentre saint gris! Was die große Königshure in Versailles jammern würde, und die stolze Maria Theresia dazu! And deS Krieges Ende kam — der Friede — der Friede, der langersehnte, mit allen seinen Segnungen. Schaffen, ordnen, aufbauen, Wüsten befruchten, Zwrf um Dors äus Ruinen neu erstehen lassen. And am Abend ein Flötenkonzert in Sanssouci — (Fortsetzung folgt.) Oer Alte auf Topper. Roman von HannS von Zvbeltih. (Aachdruck verboten.) Glühend heiß brennt die Svmmersvnne ob den Sandbergen zwischen Kunersdorf und der Oderniederung. Aus den feuchten Gründen aber kriechen einzelne Dunstschwadm empor, und der Rebel liegt über dem Forst, so sich Meilen-, meilenweit nach rückwärts streckt. Das Dorf haben die Moskowiter bis auf den nackten Stein ausgebrannt; es schwelt allerecken mit scharfem Rauch, der weithin zieht und die Augen beizt, daß sie schmerzen. Wie Festungsbastivnen starren drüben, jenseits der großen Verhaue, die Schanzen, mit denen Saltykow, der Russe, und ßauiton, der Oesterreicher, sich umgürteten in tagelanger Erwartung. Wo die Svldatenkräfte nicht langten, haben die zusammengetriebenen Dauern unter dem Kantscha schuften müssen. Tag und Rocht, mit Hacke und Spaten. Ist eine formidable Position geworden, bekrönt von den mächtigen Aedouten auf dem Spihberg und den Filkensteinhöhen, dicht bespickt mit Geschützen. Dazwischen lange, lange Gräben, in denen Mann neben Mann steht, mit den Regimentskarronen in den Intervallen: ein einziger Feuerstrom jetzt, über dem sich der dicke Pulverdampf ballt. Am die Mittagsstunde deS 12. August 1759. In der Karriere kam der König vom Gros, vom linken Flügel der Armee, zurückgejagt auf seinem hochbeinigen Engländer, dem zweiten Gaul, den er heut ritt, denn der erste, der Brillant, den er sshr geliebt, ist ihm schon am frühen Dr Oetlrerrv' SandfnZutaten: 250 g ungesalzene Butter VVeiKCE 5 oanuione. ocier Margarine. 250 g Zucker. 125 g ^Weizenmehl, 125 g Dr. Oetker*» Gustin, 4 Eier, I Teelöffel voll von Dr. Oetker’» jVaniliin • Zucker, 1 Messerspitze voll von Dr. Oetker'» Backpulver „Back-'n". tsag Gufiin s«dm xut ccroiacht. Dio ßutttr «tat etwas erwärmt und schaumig gerührt. Daun gibt man Zucker und VsnUhn.Zu hinzu. Hierauf ein Ei und etwas von der Mehlmlschung. Ist diese» gut verrf wieder ein Ei und etwa» von der Mehlmischung, bl» die Eier und da» Mehl braucht sind. Die Masse wird in eine mit Butter ausgestrichene Form gegeben W wittlw Hütt ruod 4 Staude gjtbatkeo. SaWtorte hjüi «Uh Lieg« iai tfl Morgen unter dem Leib erschossen worden. — Hatte seine Grenadiere begrüßt, die Datail- fonc von Kanih, von Bevern, von Knobloch, von Hülfen. Sahen ander- aus als bei der Revue in Potsdam. Dreckig und verschwitzt nach dem langen Marsch durch den schier weglosen Forst, durch Anterholz und Gestrüpp. Auch die Offiziere vor der Front. War keiner verschont geblieben seit nachts Glocker zwei. Anter den schimmernden hohen Dlechmützen zwischen den gewickelten, gepuderten Locken glühten purpurrot die Gesichter vor Anstrengung. „Gutten Morgen, Kircher!' hat er ihnen zugerufen. »Wollt ihr balde wieder grotte Dohnen freiten?" . r Die Bursche darauf: „Ja! Ja, Majestät! „Habt noch ein wenig Geduld, so sollt ihr's wieder gutt haben!" Jetzt zügelte er auf der Mühlbergkuppe den schnaubenden Engelländer. „Cveceji, daS Perspektiv!" Ja so — der Kapitän war ja dicht an feiner Seite am Morgen schwer verwundet worden. Aber da war der Götzen, zwang den widerspenstigen Gaul über ein paar Russenkadawer hinweg, reichte dem König das Glas. And einer der Pagen sprang vom Pferde, trat breitbeinig vor den Engelländer, faßte in die Kandare, daß er stille stehen mußte und Friedrich auS dem Sattel observieren konnte. Alles ging gut Aeber Erwarten gut sogar — War ja fast wie ein Wunder gewesen, als vorhin die Grenadiere von Iung-Schenckendorff durch die dichten Derhecke im Kartätschenhagel den Mühlberg gewonnen hatten. Brave Bursche das — man wird's nicht vergessen! An sechzig Geschütze im Handumdrehen genommen — die Russen hinweggesegt wie Spreu. Run donnerten hier schon die preußischen Kanonen, die trefflichen neuen Zwölfpfünder, und halfen den feindlichen Gegenstoß brechen, daß die Russen im wilden KnÜuel liefen gleich gehetztem Wild auf dec^rcib- jagd. Durch all das Gedröhne und Geknatter, Trommelwirbeln und Querpfeifen drang ihr wu° steS Geschrei herauf. t _ And jetzt begann auch, ganz auf dem rechten Flügel, der brave Finck in Aktton zu treten. Sollte ja morgens nur demonstrieren, hatte vielleicht ein wenig zu lang dabei verzögert. Doch jetzt bullerten seine Kanons, jetzt schob er sein Dorps d'Armöe vorwärts, auf den Feind zu. Ganz deutlich sieht man's durch das Perspektiv, wie er avanciert, immer mehr Terrain gewinnt, langsam, aber stetig. Ist freilich noch schwere Arbeit zu tun. Haben sich verdeubelt gut etabliert in ihrer Position, die Russen, und ihre Batterien sprühen wie feuerspeiende Berge. Wird noch viel gut Blut kosten — peste! Teures, gutes Blut, schwer zu ersetzen. Aber kaum ein Drittel der Armeen ist bis jetzt im Kampf, und wir haben noch den langen Rach- mittag vor uns. Alles geht gut! Aeber Erwarten gut — „Kapitän von Wendesen!" „Euer Majestät!" Amgewandt hat sich der König, will dem Flügcladjutanten den Befehl zurufen. Da reißt den eine Bvllkugel aus dem Sattel, er wirft die Arme in die Luft, stürzt nieder, indessen der Gaul hoch aufbäumt. Schon ist der Feldscher bei ihm. „Götzen, reit' Er zu Generalleutnant Kanih. Das Gros soll antreten!" .................................. —a MlWW GesMlllt U Mt- Mö MMe llotmiMMMA yueitong Sonntag, den 29. Juni 1924,9Ubr Dorrn, bis 1 Ubr nachm. im Pbvsikalucben Institut, Stepbauttrake 24 Ausstellung einer europäischen Schmetterlingz-Zammlung lOUHrvorm. Vortrag des JnstitutSmechanikersKarl Habenctz: WgmelueEiMlecuugen Ober öleSnltec, beten3ang u. 3u 8L ____________________Gälte willkommen. ______________5183y Bullenverkauf. Mittwoch, den 2. Juli L Is., nachmittag» 1 Uhr, versteigert die Gemeinde Wetterfeld im Rathaussaal einen abgängigen Simmentaler Bullen öffentlich meistbietend. Bedingungen werden vor der Verfiel- gerung bekanntgegeben. 51890 Bürgermeisterei Wetterfeld. Krauß. la trockenen MW beste Neuerung für Wasch kessel, weaen Platzmangel^ sehr billig abzuaeben. Koblenbandlung Cchott. Vöberilr 3. Katze lZtlla) seit Sonntag- miitag abband. gek. Gcg. Bel. ab». Wl^ Stcinstrasrc 37. SLadtLheatee Dienstag, 1. Juli, abends 8 Uhr, WMtAMlt von StMkmNM Kartenausgabe: Sonntag, den 29. Juni, von 11-1 Uhr Montag, den 30. Juni und Dienstag, 9 den 1. Juli, je von 10-1 Uhr, und an der Abendkaffe. [5204v Lastauto - Wan werd, übernommen. Näheres in der Ge- schösisstelle d. Gieß. Anzeigers. 51 6Ü Räumunos-Ausverkauf c Q © §2 3 Max Baar tehtolger Siidanlage 15, Hinterhaus 021252 o 'S Q 3) C 2 o ui 2. © 0) o ST 3 tc (D Es muß sich jeder in eigenem Interesse Ware und Preise ansehen Siidanlage 15 Hinterhaus Siidanlage 15 Hinterhaus Bettwäsche Kleiderstoffe Bettfedern Leibwäsche Buckskin Barchent Weißwaren Baumwollwaren U. a. ca.1000 Mtr. Buckskin zu Mk. 5.- per Mtr. von Freitag, 27. Juni, bis Samstag, 5. Juli Während dieserTage stelle ich mein Lager zu noch nie dagewesenen Preisen dem Verkauf. Minderwertige Ware führe ich nicht, und kommen nur allererste Qualitäten in Frage Lichtspielhaus 5195c Bahnhofstraße Bahnhofstraße 5182a Gebe 500 Fi iaIen Ein U tag 5203a l'eber 5 (> Filialen Schwa. subV zreibank Zreitag 7 F hr Heute letzter Tas: Pat u. Patachon als Photographen Ab morgen bis einechl. Sonntag, 29. Juni, die glanzende Ausstattung^-Operette in 5 Akten Das KuBverbot Musik, Gesang und Tanz in verblüffender Uebereinstimmung ErstklassigeGesangskräfte Teppiche SSJ —,■; — abzugeben. Fürstinmutter Felizita, Regentin v.Heyligenstadt, Martha Rhema Erbprinz Ulrich Theodor, ihr Sohn........Willy Strehl Reichsgräfin Barbara zu Ingolstein........Ada Svedin Haushofmeist. Gräfin Albertine, der. Hofdame, Hella Thornegg Aug. v. Kellermann, Hausmin. d. Fürstinmutter, Hugo Döblin Otto v.d. Leyden, Grenzoffizier in Dingelstädt, Josef Reithofer Blas.Gundelmann.Bürg-.u.Postmeist.i.Dingelstädt, Hugo Bauer Else Gundelmann, seine Tochter......Lotte Werkmeister Peter Balduin, Stadtpolizist in Dingelstädt . . Max Neumann Erasmus Moppel, ein älteres Semester .... Alexander Raby Hofdamen, Hofherren, Komtessen, Stadtbewohner, Studenten, Grenzsoldaten. Wochentage 2 Aufführungen, Beginn um 4 und 8.15 Uhr. Sonntag?* 3 Aufführungen, Beginn um 3, 5.30 und 8.15 Uhr. Der Dariteller.Friderlcus Rex- iniiglicta Ml! Kaffee Kaffee Kaffee Kaffee Kaffee Roh-Kaffee II Pfd. 2.40 Roh-Kaffee III „ 3.00^ Roh-Kaffee V „ 4.20 Jt Tee Pfd. 5.20,4.20,3.00 jft Kakao Pfd. 1.80,1.40,0.80 Hamburg Kaffee-Lager Thams&Garfs 3 BViäusburg 3 Telephon 829 Ein neues ScMtinei preiswert zu verk auf Teilzahlung Schreinerei Eder ttrai,e 4. g"E-l27.VI.7",vdr B^^lBeLQtolll. 9 Uhr Wahl. Q toi. 23. 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