Hr. 2'8 Erste; viatt N4- Zayrgang Dienstag, 25. Srfdfetnt täglich, außer Sotuu anb Jtiertag«. Beilagen: GiehenerFamckienb lütter Heimat im Bild. 1fionau«6ejngspreis: 2 Goldmark u. 20 ®o(b* Pfennig für Träger lohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernfprech.Anschlüste: Schristleitung 112, Der» lag unbGefchäst»ftelle51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerOietze«. petfdfedfonto: ttanftirt a. M. 11999, General-Anzeiger sür Oberhessen Vkvck und Verlag: vrLhl'lche Unwerfi-Ütr Buch- und $tcinöruderet H. Lange in Siehrn. Schriftleitung und Gefchäftrftekle: Zchulstrahe 7. November 192-f Annahme von Ä..r . für bte Tagevnummer dij zum Nachmittag vorher ohne jebeVerblnblichKeit. Preis für 1 mm höhe sür Anzeigen von 27 mi «Breite örtlich8, auswärt» 10 ©olbpfenmg; für Re- Klame-Anzcigen v 70mm Breite 35 Golbpfennio, 'playoorfchrift20 .Aul schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilletoi:: Dr.Friedr.Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. r \ n A ei i w b » t» b, n. ite er n. n et Der Fehlspruch von Lille. Ei« deutscher Zeuge über die Persönlichkeit des Generals von NatliusiuS. Kriegsgericht von Lille hat bic Der nehmung deutscher SntlasttingSzeugen abgclet)nt. Herr Karl v Seeger, Bibi othelSoorstand beim nüttimberg fchen Vonb^gemcrb amt, titti darum in der „Sva.itft. Zig." mit folgenden Erklärungen an die Oeffentlichkett: „Q3om November 1917 bis Ende Oktober 1913 war ich Kommandeur der Infanterie- und Kn> rallerie-Stabscoachr beim Oberkommando der vielten Armee, dessen Hauptguartier in versch'c- denen'sranzös, scheu und belg fchen Orten wechtel- ten. wie Roubaix. Gent. Sielt, Aalst. Zu meine , Defugn ssen gehörte auch die Erledigung sämtlicher Quartierangelegenheiten. Hierbei iiel mir stets die Unterbringung von General v. RathusiuS mit seinem Stabe zu Als Kommandeur der DkunitionSkvlonne t>. (Sil.) Die englischen Morgenblätter behrn^eln ausnahmslos de ägyptische Krise an leitender Stelle. Aus der Rechten findet man em'n leichten Unterton von Befürchtung, die Regierung könnte ihre einmal eince» schlagene starke Politik aufgeben, wohingegen auf der Linken eine gewisse Beunruhigung über die weitgehenden Forderungen bemerkbar ist. Al'.: Blätter ve.'treten ten Standpunkt, daß die Forderungen E'.glands nur eine Wiederholung der Reservatrechte wären, d e England schon im Sommer bei den Verhandlungen mit Zaglul Pascha für sich in Anspruch genommen Hutt^Morning Post" meint, daß alle gestellten Forderungen durchaus innerhalb der englischen Ansprüche liegen. „Daily Telegraph" sagt, dah man b i dem ganzen Borgehen den Rechtsboden nicht verlassen habe. Die .Times" kommt zu dem Ergebnis, dah das Vorgehen Englands nicht nur im englischen, sondern auch im Interesse aller zivili ierten Länder überhaupt und ganz besonders derfen gen in Rordcffrika lieg?, weil damit die Entwicklung chaotischer Zustände aufgehalten würde. De liberale „Westtnmster Galette" meint, dah die Klarstellung darüber, dah England über genügend Truppen im S.drn verfügt, g e gnet fei. auf die ägyptische Regierung und auf das ägyptische Doll E.ndruck zu machen. Der sozialistische Daily Herald" weist darauf hin, dah das ultimative Dorgehen Englands einen Schlag gegen d i e Autorität des Völkerbundes bedeutet. ,W r hüben," schreibt das Tl tt, „den Völlerbund gnori rt und auf ein von Bajonetten und Schluchtsch.sten unterstütztes Ultimatum zurückgegrfsen. Die Ermordung b n It n fl eines Einzelnen zum Vorwand nehmend, wurde nunmehr der Streit zwischen England und dem Orrent eröffnet, dessen Ausgang Entsetzen und Verheerung bedeutet." Englands Kampf nm Aegypten. Die Verteidigung des britischen Weltreiches am Suez-Kanal unterstellt. Das Quartiermachen erledigte ich immer persönlich mit ihm Es ist nun eine bekannte Talsache, dah der Quartiermacher am besten die persönlichen Eigenschaften feiner Kameraden, ob anspruchsvoll oder bescheiden, kennen lernt Immer trat mir bei General v. RathusiuS eine Bescheidenheit entgegen, die manchmal geradezu komisch wirkte. Iä>esmal, wenn ich mit dem General das für ihn bestimmte Quartier besichtigte, weigerte er die Annahme, weil es ihm äu „nobel" wäre. So wohnte er grundsätzlich in keinem, wie er sich ausdrückte, mit „Staubfängern" d h. mit Teppichen belegten Räumen. Offiziere und Soldaten s.cherzten ost über feine spartanische Lebensweise und seine Bescheidenheit. Keiner feiner Untergebenen hätte es je gewagt, selbst zum notwendigsten Gebrauch, sich feindliches Eigentum in irgend einer Form anzueignen: um so grotesker muh die ihm angetane Beschuldigung wirken. Mitte September wurde das A. O. K. nach Sielt verlegt, wobei durch Stabsbefehl strengstens das Verbot eingeschärst wurde, irgendwelche Ge genstände aus den Quartieven mitzunehmen. Rur die Mitnahme von Wblenbevorrichtungen gegen Fliegergrfabr war erlaubt. Jeder größere Stab führte zwar ein umfangreiche- Material an Akten und Karten mit sich. Wenn der General jedoch, wie der französische Anllagevertreter angibt, „mehrere Lastwagen mit Gepäck" mit sich fort- geführt hätte, so wäre dies sofort sowohl mir wie meinen Quartiermachern bekannt geworden. Der Hauptgrund aber, durch welche dir ganze Beschuldigung der französischen Anklage hinfällig wird, ist, dah nämlich General von Rath-usius währenddes Wegzugs des A. O. K. von Roubaix nach Lille überhaupt nicht in Roubaix anwesend war. Der General und ich waren nämlich nach Rui siede gefahren zwecks AuSsuchung eineS neuen Quartiers, weil Tielt voll belegt war und man toeb i ter en Platz nur noch durch Räumung durch die | Zivilbevölkerung beschaffen konnte. Um aber die Bevölkerung, welche dies damals äuherst ban- len b anerkannte, zu schonen, enffchloh sich das A. O. K schweren Herzens zu einer Teilung des Stabes, wodurch selbstverständlich die Erledigung der Geschäfte ganz wesentlich beeinträchtigt wurde, älnd hier war es ge-rade General von RathusiuS, welcher diese Un annehmlichkeit auf sich nahm. Ob auch dieser Fall in der Liller Verhandlung erwähnt wurde, ist mir sehr fraglich. Eit Diebstahl oder eine Versendung von Gegenständen wäre aber auch der Kommandantur Roubaix zur Ke mtnis getommen, welch in i rem eigenen Interesse, zwecks guter Erhal u:ig der Quartiere und ihrer Ausstattung für f ät.re Belegung sofort eingegriffen hätte Ich halte cs deshalb für gänzlich ausgeschlos' f en, dah von General v. RathusiuS irgendckwaL entwendet tourte. Riemals. we et i i Roubaix noch in RuiSlede. Gent und All t ift mir auch nur d ie geringste Klage seitens fc D- Döl:eni-g oder der Kommandanturen über Ge e- ral v. Rathu ins zu Ohren gekommen Je >2T, der mit ihm in Berühnmg kam. ob Deuts^er. Belgier oder Franzose hat ihn als Vorbild eines aufrichtigen, rechtlich denkende n p f l ich t t reu e n u nd au f f a llen d bescheidenen Menschen kenre > gelernt. De französische und belgische Tenet crun-i je e Gegend, die ich sehr gut kenne toir> mir da! b - ftät gen. Dar Verhältnis d S Ge eral’ zu *ci ei S l aten kann ich nicht anveri als oa ria cha i ch b zeichnen In frtem Verhalte t zur Zivile ö » ferung fiel mir besonders auf. dah er belgische Lardleute in vlämischer Sprache, und zwar zu- erft begrüßte.“ Begnadigung des Generals von Nathufius. Paris, 25. Rob. (Sil.) Wie der „Quoti- dien“ erfährt, wird das Begnadigungs-Dekret für General von RathusiuS heute bornnttagdem Präsidenten der Republik zur iln* terzeichnung dorgelegt werden. DiS zur Haftentlassung des Generals dürsten voraussichtlich noch einige Tage verstreichen, da erst ein Meinungsaustausch zwischen der deutschen Botschaft und dem 2uai d'Orsay vorauSgehrn soll. Räumung von Köln nach „Erfüllung". Paris, 24. Rov. (S.3.) Havas meldet aus Köln: Man erklärt in autorisierten Kreisen, dah über die Räumung der Kölner Zone durch Einklang gebracht werden können, erklärt man sich dadurch, dah England ein Stempel statuieren wolle, das auch auf Indien nicht seine Wirkung verfehlen würde. Frankreich bleibt neutral. Paris, 24. Rov. (WB) Die H.ivasage" tur veröffentlicht folgen.e Erklärung halbamtlichen ilriprungs: Die französischen diob - mttifcken Krei s folgen mit großer -21u metksamkeck der Eirtwicklung der engli ch-ägyptifchen Kr.sr und hegen die Hoffnung, dah ter Konflikt dem Schiedsgericht des Völkerbundes unterbreitet werden könne. Obgleich A.gtzp- ten noch nicht Mitglied des Völlerbwrdes fei, könnte dieses Verfahren vorteilhnf erweise ein- gefchlazen werden, wie dieS auch in dem Konflikt von Wilna geschehen sei. Die franzöft ch: Reg'erung sei öurd) den Vertrag von 192-1 hinsichtlich der Ausrechterhaltu g W cngli chen Pr - tektora'S über Aegypten gebunden. Sie werde sich also vollkommen außerhalb des Konfliktes halten. Englische Vorbereitungen. London, 25. Rov. (TA.) Gestern mittag hat eine weitere Kabinettssihung über die ägyptische Frage stattgefunden. Alle Regierungsstellen, besonders aber die direkt beteiligten Minister, sind angestrengt tätig. An Lord A l 1 e n b h , den britischen Oberkommissar in Kairo, sind neue Instruktionen und Vollmachten gesandt worden. E" verfügt gegenwärtig über eine diktatorische Gewalt. Aus Kairo wird gemeldet, dah 3 i- wer Pascha mit der Bildung des neuen Kabinetts nahezu fertig ist; ob sich aber die Hoffnung auf ein Rachgeben Aegyptens erfüllen wird, steht noch in Frage. Englischerfeits trifft man alle Vorkehrungen, um im schlimmsten Falle des Konflikts sofort gerüstet zu sein. Die englische Garnison in Aegypten betrügt 15 000 Mann. Im Sudan stehen zwei Bataillone. Die eigentümliche geographische Lage des Landes macht aber die militärische Beherrschung des Landes leicht. Die Strvmmün- dungen können ohne weiteres beherrscht werden, und überdies Iaht sich dos gesamte Land durch die Besetzung einiger strategischer Punkte im Riltal kontrollieren. Die ägyptischen Truppen zählen nur 6000 bis 8000 Mann und etwa zwei Bataillone, die im Sudan stehen, so dah zunächst die militärische Aeberleoenheit Englands gesichert erscheint. Die Regierung plant außer der Beschlagnahme des Zollamts in Alexandrien die Besetzung wichtiger Regierungsämter in Kairo, die Beschlagnahme von 3ti*teh^rib Jahve sind es her, seit die bri- < tische Regierung (bad Koalitionskabinett Lloyd i George) baÄ Protekivrat Eng andS über Aegyp- ' ten aufh>b Damit ist Aegypten ein lelb- ständiger ötoat geworben. In Wi klichk it hatte der englische Oberkommandeur der ägyptischen und sudanesischen Truppen sowie der britische Oberfonurn srr weitgehende Machtbefugnisse GS zeigte sich, dah die Gewährung einer Halden Autonomie die ägyptischen Ratto- nalisten nicht befriedigte, sondern - im (Gegenteil ihren Appetit auch auf die letzten, bish:r noch vvrenthallenen Rechte schärfte. Die nationalistische Bewegung in Aegypten ist kein Stück einer paniflamiti schon Bewegung: sie ist vielmehr entsprechend der jungtürkischen Bewegung durchaus liberalen Eharakters. Dies kommt äußerlich schon darin zum Ausdruck, dach neben m: hrmmedanischen A abern auch christliche Kopten der Selbständigkeilsb-- toegung folgen. Für Großbritannien ist die Bewahrung eines starken polftffchen und militärischen Einflusses in Aegypten geradezu eine Lebensfrage Das Attentat am Sir Les Stack ist «n Bew-is dafür, daß sich Aegypten nicht mit der Rolle eines britischen Do Miniums begnügen will, sondern die vollständige staatliche Selbständigkeit anstrebt. Aegypten liegt im Zentrum der Machtstellung, welche Großbritannien sich in der alten Welt errungen hat. Ohne das Riltal und den Hafen von Alexandria ist das große afrikanische Programm: Don Kairo bis Kapstadt, nicht durchführbar. Aegypten liegt aber auch in gefährlicher Rahe vom Suez-Kanal, welcher die kürzeste Verbindung zwischen dem Mutter- lande und der reichsten britischen Kolonie: Indien, darstellt. Würde Großbritannien in dem Konflikt mit Aegypten gezwungen, seine militärische Machtstellung am Ril aufzugeben, und auf die Beeinflussung der auswärtigen Politik Aegypten- zu verzichten, so wäre daS geradezu ein tödlicher Stoß für das gesamte Weltreich. ES ist möglich, daß die Bedingungen, dtc daS Kabinett Baldwin dem ägypttfchen Kabinett Zaglul Pascha gestellt hat, weniger scharf gewesen wären, wenn Macdonald sie versaßt hätte. ES ist aber wohl kaum zweifelhaft, daß das britische Unterbau» allzu milden Bedingungen eines englischen Außenministers die Zustimmung versagt hätte. Wenn es nicht bereits Anfang Oktober zur Kabinetts- und Regierungskrise in Großbritannien gekommen wäre, so wäre diese Krise zweifellos Ende Rovember ausge- brvchen. Der neue britische Außenminister, Herr Chamberlain, beginnt seine Amtstätigkeit mit einer besonders heiklen Frage. Dom reinen Rechtsstandpunkt aus ist Großbritannien nicht berechtigt, eine Steigerung der Machtbefugnisse für sich in Aegypten zu fordern. Wenn das Kabinett Zaglul Pascha es ablehnt, die ägyptischen Offiziere und Truppenteile aus b m Sudan herauszuziehen, so hat es dabei zweifellos die Sympathie aller Aegypter auf seiner Seite. Daß man in London auf die Ablehnung eines Teiles der gestellten Bedingungen gefaßt war, geht daraus hervor, dah der britisch: Oberkommissar, Lord Allenby, bereits wenige Stunden nach Erhalt der ägyptischen Antwort eine neue britische Rote überreichen konnte. In dieser Rote macht das Foreign Office der ägyptischen Regierung Mitteilung von Instruktionen, welche das britische Kabinett der ihm unterstehenden Regierung des Sudans erteilt hat. Diese Instruktionen erstrecken sich auf Punkte, welche die ägyp- ttsche Regierung kurz vorher abgeMnt hatte. Das Kabinett Baldwin laß' also durch die Sudan- Regierung' d a s durchführeir, was die ägyptische Regierung arTzuordnen verweigert hatte. Damit ' ist ein Konflikt ausgebrochen, der sich nicht mehr ohne weiteres beilegen läßt. Zu der bereits von der Londoner Regierung angeordnet m Flottendemonstra- tio n wird sich w h.sckem'iy ein' erb b iche Der- st ä r k u n g der britischen L a n d t r n v p e n gesellen. Besondere m'litärische Schw'ertglei en werden den Engländern, wenn s: ih er Ansprüchen wirtlich mit Gewalt Gel uni sch f en wollen kaum erwahsen. D.e Masse ?e6 ägvpt schen Volkes, die Fellachen, sind fried- licbenb und imltiege i'ch Sie haben ein au^e*3 ordentlich schweres Dasein, da das. Land sehr dicht bevölkert ist (dichter sogar als das Ruh - gcbxtl), und da die Absperrung Aeg^trns von der Zufuhr zur See in dem h:upts:chl d> Baumwolle anbauenden Lande schon sehr bald ernste Ernäbrungsschw.erigteltm herv'rr.f.n muß. ES temmt den britischen Imperialisten vielleicht gar nicht ungelegen, daß sich Aegypten als erster Teil des Weltreiches in aller Form gegen das Mutterland auflehnt. Ein Erfolg der britischen Waffen und der britischen Politik m Aegypten wu.de seinen Eindruck auf Indien und Mesopotamien nicht verfehlen. Aegyvten ist übrigens in höherem Grade als die meisten anderen Mitglieder des britischen Imperiums wirtschaftlich vom Mutterlande abhängig. Der Anbau von Baumwolle im Riltal macht das Land weitgehend von den Börsenplätzen und den Maau'akcuren in England abhängig. Durch die Daumwoffkultur ist allerdings auch der allgemeine Wohlstand deS Landes gestiegen: den Führern der nationalistischen Bewegung in Aegvpten ist aber gewiß jetzt schon ffar, daß Großbritannien seinem ägyptischen ' f 1 tt Schutzbefohlenen eine g olden e Kette um < den Hals gelegt hat, die möglicherweise noch I fester hält als eine eiferne. 42 Jahre sind vergangen, seit die Revolte in ! Alexandria den Engländern den Dorwand bot, Truppen zu landen und den militärischen „S ch u tz" des Landes und der in ihm lebenden Fremden zu übernehmen. Es läge durchaus in der Richtung der englischen Tradition, wenn die Ermordung des britifchen Oberbefehlshabers zum Anlaß für einen Ausbau des britischen Einflusses im Riltal benutzt würde. Die Lage in Kairo. Belagerungszuftatid. — Räumung des Tudans. Kairo, 25. Rov. (WB Funkspruch.) In Port Said hoben sich einige Anzeichen von An ruhen bem -rfbir ce.nadjt Bri i ch- Fl g- zeuge sind darauf an Ort und Stelle erschienen, woraus sich die Menschenansaminlu-g zerstreut haben. Gestern abend war das ganze Land vollständig ruhig. Man ist allgemein der Ansicht, daß das Parlament ein Vertrauensvotum für die neue Regierung arrneh "e t wird. Die Atmosphäre hat sich außerordentlich gebessert. ütber ganz Aegypten ist der Belagerungszustand verhängt worden. Die Räumung des Sudans durch die ägyptischen Offiziere und Man ffchn'ten ist pla m h g im Gange. Ein englisches Bata Um veranstaltete nachmittags in Kairo eine Parade. Das ägyptische Parlament hat einen Ausschuß ernannt um die von der Opposition und den Anhängern Zaglul Paschas unterbreiteten Anträge zu prüfen und eine Protestkundgebung zu entwerfen, die dem Hause vorgelegt werden soll. Rücktritt Zaglul Paschas. Kairo, 24. Rvv. (Wolfs.) DaS Kabinett bat demissioniert. Der Kön g bat die Demission angenommen imb den SenatSprä identen > Ziwar Pascha mit der Bildung des neuen Kabinetts betraut. Zaglul Pascha hat in einem hies-igen Mitt nächst.-h.-n^e E-rNärung veröf entlieht: „Ich habe keine AnstreTrgung unterlassen, um das Land vor den verhängnisvollen Aus- rntrhmgen eines abscheulichen Derb echens zu be- wah en und wenn ich zurückg t e en bin, so geschah es, weil mir das Wohl.r-e'en und das Interesse meines Landes am Herzen lieg:n Wir? das nicht gffcheh n. so wäre Aegypten wahrscheinlich Gesah.e.i au-geest getoccn, die durch den Rücktritt des Kabinetts hätten rermicsei wert e i können.'Meine Freimde und ich sind be.eit, iebein Kabinett, das zum besten des Landes arbeitet, unsere älnterstützung zu gewäh en. Aegypten zahlt dre Duhe. Kairo, 24. Rov. (WTD.) Die Zahlung der Entschädigungssumme von einer halben Million Pfund durch die ägyptische Regierung ist heute vormittag erfolgt Glrtchzeing wurde eine Protestnote überreicht, die sich gegen die Zurückziehung der ägyptischen Truppen aus dem Sudan- gebiet und g'gen die Forderung in der Frage des Schuhes derausländischen Interessen in Aegypten wendet Di? e Forderungen werden als ungerechtfertigt be.eichnet. Da diese Forderungen nicht angenommen wurden, erhielten die b.itischen Truppen D fehl, das Zollgebäude in Alexandria zu b e f e tz e n. Der S tz der ägyptischen Ver chwörung in Berl n? Paris, 25. Rod. (TA.) Laut einer Meldung der „Chrcago Tribüne" aus Kairo soll die mit der Anicrsuchung des Attentats auf Sir Lee Stack beauftragte Kommission zu drr Ueberzeu- gung gelangt fein, dah es sich um eine Verschwörung handelt, deren Fäden nach Berlin laufen, und zwar soll sie von ägyptischen Studenten ausgegangen sein, die auf der Berliner Universität ihrem Studium obliegen. Falls sich dieses Gerücht bewahrheiten sollte, durste die Stellung des ägyptischen Kabinetts erheblich verstärkt werden, da jeder Verdacht der Teilnahme der Ge'innungssreunde Zaglul Paschas an dem Attentat fallen gelassen werden mühte. Aegypten protestiert beim Völkerbund. London, 25. Rov. (WTB. Funkspruch.) Die ägypstiche Kammer beschloß, gegen das englische Vorgehen Protest an den Völkerbund zu richten. In Kreisen des Völkerbundes wird es für wahrscheinlich gehalten, daß kein Mitglied Völkerbun. s ats im Völkerbund eine Intervention in der ägyptischen Angelegenheit beantragen werde, da die ägyptische Frage als eine innere Angelegenheit Englands angesehen werde, die nicht unter die Befugnisse des Völkerbundes falle. In anderen Kreisen des Dölkerbuirdes erregt jedoch die ablehende Steb- lung der englischen Preffe zu dieser Mögllchkeit starkes Befremden. Sollte sich auch die englische Regierung dieser Stellungnabme anschließen, so würde man das als einen schweren Schlag für yen Völlerbund brtrachten. Die ultimativen Maßnahmen der englischen Regierung, die in keiner Weise mit der ägypttfchen Unabhängigkeit in 1 öic englischen Truppen noch nicht entschle- den ist. Erst wenn DeutschLanL sich von feinen Verpflichtungen befreit habe, d. h., wenn es die den Dawesplan auserlegten Bedingungen rib-rc die Entschädigung und Abrüstung erfüllt ‘xtoeR werde, werde über jene Frage eine Entscher- äung gefällt werden. Die rnterallnerteM i I i t ä r- -vn trollkommissron wird unverzüglich ^hren _ Bericht Vorleger«, und erst dann werde rncrn über die Räumung jener Gegend besttmmen. Schwedens Antwort aus das deutsche Völkerbunds- Memorandum. Berlin, 25. Rov. (SU.) Die Antwort 6er lschwe.ischen Regierung auf das Memorandum der Reichs reg ieuung über den Eintritt Deutschlands in den Völlerbund vom 29. <5ep embrr ds. Is. tft r.unm h eing gangen. Die schwedische Re i e- TU?g gibt der Auf a sung Ausdruck, datz Deutschland in der Organiation des Balke bundeZ dieselbe Stellung erhaben feite wie d ie ü b -- r tg e n Grohmächte und sie erftärt sich bereit, dahin zu wirken, dah vom Völkerbundsrvrr bzw. der Völkerbundsverianrmlung entsprechende Mohnähmen getrcfsen wer er, damit Deu sch an - sofort einen ständigen R a t s i i tz erhalte. Die schwedische Regierung hält es jedoch für kaum vereinbar mit ben Dundessahungen und ih.en Grundsätzen, dast Deutschland mit ei en V o r-- b-holt bezüglich wich ig?r Ter.flichturgen aus Art.kel 16 eintvete. Sie gibt dagegen der Mei- j-.ung Ausdruck, es sei mit Artikel 16 nicht un° tureinbin-, dah frei dec Ausführung von Sanktionen Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse, namentlich die Rüstungsbe- sch.änkung, genommen Werre, und spricht di.'Ho f- rung .ms, dah die deutsche Regierung den Arti.el 16 i«icht als Hindernis für den Eintritt empfin--- den werde. Frankreich hält zum Genfer Protokoll. Paris, 25. Rov. ($.11.) Der »Petit Pa- risien" stellt anderslautenden Meldungen gegenüber ausdrücklich fest, dah die französische Regierung, wenn sie auch gewisse Abäuderungs-Vvr- ichläge ’be« englischen Kabinetts mit Wohlwollen zu p.üfen gedenke, das Genfer Protokoll über die Rüstungsbeschränkungen nicht fallen lassen sonder nim Gegenteil dem Parlament zur Ratifikation unterbreiten werde, und zwar unmittelbar nach Beendig?.' ng der Aussprache über das Budget Die f anzosi'che Regierung werde dielen Sch Mach unter ehmen, w.mn Gr H-B itanni.n nach erfolgter Prüfung das Protokoll verwerfen sollte. Die interalliierte Finanz- Konferenz. P aris, 24. Rov. (WB.) Rach dem „Temps" wird die auf der Londoner Konferenz vorgesehene Beratung der interalliierten Finanzminister nicht vor Mitte Dezember stattfinden. Die alliierten Fittanzsachverständigen, die die Finanzbilanz dm Ruhcbesetzung aufstellen wü> einen Verteilungsschlüssel für die erste Annuität nach dem' Dawesplan festzulegen haben, obwohl sie seit Wochen tagen, noch kein Ergebnis echielt. Die amerikanische Regierung wird auf dcr Finanzministerkonferenz im Dezember doch offiziell vertreten fein, da sie das Verlangen gestalt hat, an den nach dem Dawesplan geleisteten Zahlungen gleichfalls beteiligt zu werden, und zwar einmal, um die Rückzahlung der B e - sahungskosten und zweitens, um die Entschädigung der Sachschäden zu erlangen, die amerikanische Staatsbürger während des. Krieges erlitten haben. Rach einem Abkommen zwischen der Regierung von Washington und den alliierten Regierungen kann Amerika den Ersatz der effektiven Kriegsschäden, die amerikanische Staatsbürger erlitten haben, verlangen, ist jedoch nicht berechtigt, eine Entschädigung für Pensionen sowie Witwen -und Waisen- zuwendungen zu fordern. Die deutschen Kolonialwerte unter dem Hammer Versteigerung der deutschen Kamerun- Plantagen in London. London, 24. Rov. (WTB.) Heute nachmittag hat im Winchrsterhouse in der Broadstreet die Versteigerung des früheren deutschen Eigentums im jetzigen Britisch- Kamerun stattgefunden. Die Beteiligung an der Auktion war groll; die Hälfte der Plätze war vorbestellt. Die Frage eines Anwesenden, ob er boä von ihm gekaufte Eigentum an einen Deutschen weiter übertragen könne, bejahte der Versteigerer; dagegen protestierte jedoch der Fragesteller, was Heiterkeit unter den übrigen Anwesenden hervorrief. Auf eine weitere Fvage aus der Versammlung, ob ein Käufer Englands Schuh geniesten werde, antwortete der Auktionator, das verstehe sich von selbst. Es wurde alsdann zuerst ein Besitz von 34 550 Acres, 6 Meilen westlich von Viktoria, für 9000 Pfund verkauft. Als ein Anwesender um Bekanntgabe des Romens des Käufers bat, erklärte der Auktionator, wie bei allen, würden auch bei dieser Versteigerung keine Ra men genannt. Weiter wurden verkauft eine Oelpalmen- und Gummiplantage von 5000 Acres für 2500 Pfund; eine ähnliche Pflanzung für 2020 Pfund; ein Besitz von 32 000 Äcces für 22 500 Pfund; ein weiterer von 14000 Acres für 10 000 Pfund. Ferner wurden gezahlt 8200 Pfund für 6000 Acres. 3000 Pfund für 824, 1100 Pfund für 1200 und 100 Pfund für 2i ’i Acres. Eine aus drei Räumen bestehende Fabrikanlage wurde für 50 Pfund verkauft. Die Viktoria - Rtolyko - Besitzung von 31 000 Acres wurde für 78 000 Pfund verkauft. 3m Auktionssaal waren zahlreiche Deutsche antoefenb. Loucheur zu den Pariser Verhandlungen. Paris, 25. Rov. (WTB. Funkspruch.) Der ehemalige Minister Loucheur erklärte einem Mit- 'arbeitet des „3oume Industrielle", Deutschland habe ebenso sehr wie Frankreich ein Interesse daran, daß die H a n d e l s v e r t r a g s v e r - Handlungen rasch beendet werden Deutschland könne für seine Industrie das Recht zum Leben Derlangcit, aber auch Frankreich habe für seine Industrie das gleiche Recht zu be» anspruchen, Die wirtschaftliche Rivalität in der vchwerindustrie könnte für Vie beiden Dölrer zu einem Moment wirtschaftlicher Beun- ruhigung und damit auch zu einem Vorläufer politischer Beunruhigung werden. Trotzdttn sei er der Ansicht, daß man diese Frage mcht allein mit Deutschland verhandeln durfte ve- sondets die Frage von Kohle und Stahl dürfe zwischen Frankreich und Deutschland n t ch t o Y n e Beteiligung Belgiens und Eng" [an bä stattfinden. Man müsse sich aus wirtschaftlichem Gebiet auf das gleiche Terram begeben, auf das man sich hinsichllich des politischen Friedens in Genf begeben habe. Der deutsch-englische Luftverkehr. General Brankers Besuch itt Berlin. Berlin, 25. Rov. (DU.) Der Vizemarschall deS eng'.i chvn Luftmini ite iums, Ge eral B r a n - der, stattete gcter.i der Luftabt-iamg £es Reichsverkehrsministe iums einen .ä ge vn ic u

rte er sich b - sonders anerkennend und meinte, dah das Tempelhofer Feld der beste Flughasen Europas zu werien verspreche. Eine internationale Luftfahrt- Konferenz in Kopenhagen. Berlin, 25. Rov. (SIL) Auf Einladung der dänischen Regierung sinden vom 1. bis 4. Dez. 1924 in Kopenhagen Verhandlungen über das n or dwest eu ro Pä isch e Luftverkehrs- neh statt. An den Verhandlungen werden die Vertreter der Regierungen von England, der Riederlande, von Deutschland, 2kor - wegen, Schweden, Dänemarl, Finnland, Belgien und Frankreich beteiligt sein. Auster den amllichen Vertretern ' Weichen auch die Direktoren der bedeutendsten Luftverkehrsgesellschaften der in Frage stehenden Staaten ben Besprechungen beiwohnen. Die deutsche Regierung wird in Kopenhagen durch den Dirigenten der Abteilung für Luftfahrt- Wesen im Reichsverkehrsministerium, Ministerialrat Brandenburg, den Ministerialrat in der gleichen Abteilung, Geheimen Regierungsrat Fisch, und ben Oberpostrat Gu t vom Reichs- postministerium vertreten sein. Austerdem werden die Direktoren der Deutschen Aero-Lloyd A. G. und der 3dt nckers-Luftverkehrs- A.-G. cm der Konferenz teilnehmen. Dr. Eckener in Bremen. Begeisterter Empfang durch Bevölkerung und Senat. Bremen, 24. Rov. (SH.) Dr. Eckener traf heute vormittag 11 Uhr mit Sondrrzug in Bremen ein. Bereits auf dem Bahnsteig wurden ihm zahlreiche Huldigungen zuteil. 3n seiner Begleitung befanden sich Generaldirektor S t i m m i n g vom Rorddeutschen Lloyd, Kapitän König, der württembergische Finanz- Minister D e h l i n g e r und Stadtdirektor Bucke. Abgeordnete der Bremer Technischen Lehranstalt und deren Vereinigungen waren in Couleur erschienen. Dr. Eckener antwortete auf die Ansprachen der Chargierten, indem er unter anderem aussührte: „Sie sind Deutschlands Hoffnung! Streben Sie danach, ebenfalls Werte zu schaffen zum Ansehen und Heile Deutschlands." Vor der Haupthalle des Bahnhofes hatte sich eine laus endköpfige Menge an- gesammelt, die Dr. Eckener enthusiastisch zu- jubette. Rur mühsam konnte sich das Senatsauto, das Dr. Eckener zur offiziellen Begrüstung durch ben Senat nach dem Rathause brachte, den Weg durch die in begeisterter Stimmung befindlichen Volksmassen bahnen. Lieber der Stadt kreuzte ein Flugzeug der Bremer Flugverkehr G. m. b. H. Heute mittag um 12 Ahr wurde dann Dr. Eckener durch deu Bremer Senat im Rathaus empfangen. wobei der Bürgermeister Dr. Donath folgendes ausfuhcte: „3m Ramen des Senats begrübe ich Sie. Herrr Dr. Eckener, auf bremischen Boden, der Ihnen ja nicht fremd ist. Denn ich höre soeben, dast Ihre Familie mehre, e Generationen hindurch bis in die zweie Hälfe des vorigen Icchw- hunderts hinein in Bremen ansässig war. Bremen ist als Haupt- und Handelsstadt mit dem Auslände und vor allem mit den Vereinig en Staaten von Amerika durch tausend Fäden verbunden. Bremen weih aus eigener SachLun e die politische und wirtschaftliche Bedeutung Ihrer kühnen und erfolgreichen Luftfahrt über das Weltmeer zu würdigen. Die Wesistellung Deutschlands ist durch fremde Gewalt un> ei e e E Isiväche zerstört worden. Sie kann ihren f ie - sich en Wet b werb der Völker nur durch deu t- fchen Geist, deutsche Arbeit und deutsche Tatkraft toieber gewinnen. In diesem Sinne ist d.e F chrt des Z. R. III unter l^hrer S?ci( mg eine vaterländische Grosttat Durch sie ist dem AuSlande vor I Augen geführt morden, dist in dem bedrängten I durch Pa ne hader zerrissenen deutschen "Volke I trotz allem Kräfte lebendig sind, denen die 'Welt | nicht entwerten kann Auf dem langen und schwie- Seite’ len % a)crzenstreuve, upnen nach IY«r Heimkehr tn dus Vaterland den ersten Willkommen- grub einer deutschen Lan desregte- rung aus sprechen zu können. Ich tue das w der Hoffnung, dah die Zeppelmwerst tn Fredrichs- I; jfen Ihnen und dem deutschen Dolbr erhalten bletben möge. Auf die Rede entgsgnete Dr. Gckener Hoher ©eitatl Meine sehr geehrten Herren! Tief bewegten Herzens danke ich Ihnen für dte überaus warmen Begruhungsworte, die Sie an mich gerichtet haben. Ich bin mir der hohen Ehre sehr wohl betäubt, die es für mich bedeutet, wenn ich von dem hohen bremischen Senat empfangen werde, von einer Körperschaft, die durch vielhuTrdertjähriges Wirken eng mit der Geschichte des deutschen Volkes verkni'lpft ist und die sich alle Zeit dafür eingesetzt hat, den deutschen Ramen im Ausland zur elGtung zu bringen. Wenn Sie durch Ihre Worte ausdrückten, dah ich in demselben Senat für die Geltung deutschen Ramens mitwirkte, und Sie mich in die Reihe der Vertreter des bremischen Geistes aufnehmen, so danke ich, Ihnen auherordentlich dafür. Es ist die schmeichelhafteste Anerkennung für mich und meine Kameraden. Ob Sie den Weg auf dem Wasser und wir über dem Wasser verfolgen, ist gleich, wir haben alle nur das eine Ziel, Deutschlands M ach t und Ehre. Ich hoffe meinerseits, die Wiedererstarkung deutschen Ansehens in der Welt einzuleiten, und wenn diese Wieder- erftarfung wieder einsetzt, so gestatten Sie mir, den Wunsch auszudrücken, dah Bremens Bevölkerung, wie früher so auch zukünftig, ein wesentlicher Faktor dabei fein fnöge. Die Lage tn Eyrna. London, 25. Rov. (WTB. Funkspruch.) Aus Peking wird gem.tbet: Marschall Tschang- Tso-Lin hat sich zum einstweisigen Leiter der Staatsgeschäfte e klärt. Gr ist in Peking angekommen. Man nimmt an, dah der christliche General Feng-Vu-Siang sich zum Rücktt.tt bereiterklä.en w.r e, wodurch die Ver» hatldlungen mit Wu-Pei-Fa und ben Gou- ^erneuten der Provinzen sehr erleichtert würden. Aus aller Welt. Der Doktor der Forst-Wissenschasteu. Berlin, 24. Rov. (WTB.) Die forstlichen Hochschulen sind nunmehr den Universitäten, technischen, landwirtschaftlichen und tierärztlichen Schulen gleichgestellt and können den Titel eines Doktors der Forsttviffen- schaft verleihen. AuSgeraubt und in die Spree geworfen. Berlin, 24. Rov. (£11.) sB. Z.j Ein verbrecherischer lieberfall wurde heute nacht am Reichstagsufer verübt. Gegen 2 llhr befand sich die Verkäuferin Dora H a n f e n . die bei einer Zigarren-Grohhandlung der Friedrich- strahe 136 beschäftigt ist und dort auch wohnt, auf dem Heimwege. Auf dem um diese Zeit menschenleeren Reichstagsufer traten ihr plötzlich mehrere Männer entgegen. Einer entriß ihr, ohne dah sie sich wehren konnte, dte Handtasche. Als die ilebersallene um Hilfe rufen wollte, packten sie zwei andere Männer und warfen die Wehrlose in bis. © b ree. Die Räuber entta men in der Dunkelheit. Ankunft in Berlin. Berlin. 25. Rov. (TU.) Am Montag abenb ist Dr. Eckener mit dem Auto von Bremen in B-er l i n eingetroffen und in der Zeppelin-Gesellschaft abgestiegen. Die Ankunft Dr. Eckeners vollzog sich stift unbemerkt vom Publikum. Heute Dienstag dürfte Dr. Eckener dem 2 u f 11 a b 11 a m t einen Besuch abstatten, um über seine Fahrt zu breichten. Einem Pressevertreter antwortete Dr. Eckener nach seiner 2lnkunft auf die Frage, ob er die Hoffnung habe, die Friedrichshafener Werft zu erhallen, lächelnd: Ich habe immer Hoffnung. Er wies dann darauf hin, dah Präsident Coolidge offiziell erklärt habe, dah Amerika in dieser Angelegenheit nichts tt'.n löni’je, dah aber die a me r i- kani s che Presse die Zerstörung der Werft einmütig als einen Akt von Vandalismus bezeichnet hat. Begrüßung durch den Aeichsknnzler. Bremen, 25. Rov. (TU.) Der Rei HKstmz- ler htt an Dr. Eckener an Bord deZ Dampkfers „Columbus," f.lg:ntes Tllegrcvmm geandt: „Mi t Stolz und Freude enrpsange.r wir den von ruhnrreichem Fluge Heimteh ew.en wieder au f deutschem Boden. Der Flug über die Mcere war eine Tat deutschen Geistes und deutscher Technik, war eine vö l ke r ve r bi n» den de Tat des ,Friedens. Reichskanzler Marx." Die Person der Keichrprösidenten im Wahlkampf. Der Reichskanzler fiir eine Entgiftung des AZasilkampfes. Bonn, 24. Rov. (WB.) In einer stark besuchten Wahlversammlung wandte sich heute Reichskanzler Dr. Marx entschieden gegen die Schärfe des Wahlkampfes, wobei er insbesondere die Versuche zurückwres, die Person des Reichspräsidenten in den Wahlkampf zu zerren. Eingehend legte er bar, dah die Behauptung der Rechtspresse, es sei verfassungswrdrig, dah Reichspräsident Ebert noch im Amt fei, unrichtig und unbegründet ist. Er schilderte, wie der Reichspräsident feit 1920 wiederholt auf die Reuwahl gedrängt habe, die jedoch immer wieder aufgeschoben worden sei, zuerst wegen der Derhäsinisse in O bers chles ien, auf dessen Mlltvahl man nicht verzichten wollte, und später im Oktober 1922. Als die Reuwahl bereits für den 3. Dezember 1922 in Aussicht genomme nwar, wurde vom Reichstag mit überwältigender Mehrheit von 314 von 391 Stimmen beschlossen,die Amtszeit des Reichspräsidenten bis zum. 30. Juni 1925 zu verlängern. Trotzdem verlangte dieser im Februar 1924 mit aller Entschiedenheit, dah ein Antrag der Deutsch- naüonaten Volkspattei auf gleichzeinge Wahl des Reichstags- tenö des Reichspräsidenten noch im damaligen Reichstag zur Verhandlung gelangte, der dann aber mit großer Mehrheit abgelehnt wurde. Der Reichskanzler stellte auherdem fest, dah die neuerdings im In- und Ausland verbreitete Behauptung, vier große politische Orgmnsa- sionen seien an den Reichspräsidenten heran getreten, um eilte Reuwahl des Sta-atsoberhaup'es zu- sammsn mit den bevorstehenden Reichstagswahlen zu erreichen, unrichtig ist. Desgleichen wres er den anderen Vorwarf. daß. der Reichspräsident in die Regierungsgeschäfte ein» greife, als unwahr zurück, wobei er nochmals seinem Bedauern Ausdruck gab, dast die Person des Reichspräsidenten in einer Weise in den politischen Kamps 'gezerrt werde, bieineineman» deren L an de einfach undenkbar wäre. Das Staatsoberhaupt muffe unbedingt aus dem Wahlkampf her ausgelassen werden. Schwere V der Spanier in Marokko. London, 25. Rvv. (TA.) Zwischen Tetuan, Ceuta und Schechaüen wurde die Telegraphen- linie durch den Sturni zerstört, so daß keine vollständigen Berichte von den Gefechten bei Par gut Beruta und Soko-el-älrba übermittelt merben konnten. Die Verwundung des (Se° Verenguer soll nicht ernst sein. Die Verluste Der Fremdenleg on und der einheimischen gruppen sind groß Rach den allmählich aus durchsickernden Rachrichten über die Lage m M<^okko soll sich die Zahl der bei dem spani- schen Rückzug cnn 19. Rovember gefallenen und verwunveteii spanischen Offiziere auf 25, darunter ®Cr.r’aiTL' un^ -in Obersrleutnant, be- I , X®’ -u befürchten, dah der Rückzug ! ^ub-Vl-Arba auf Tetuan sich unter noch s chwierige ren Bedingungen vollziehen w>rde da das zwischen den beiden Punkten I un9e^6r 30 Kilometer breite Gelände j lüKvatt mit Schluchten und steilen Abhängen Merzig Gebäude durch eine Feuersbrunst zerstört. Innsbruck, 24. Rov. (SU.) Das Süd- f:roter Dörfchen Kart Hause ist bis auf drei Geb iube niedergebrannt Mit der Kirche f jto 40 Häuser ein Raub der Flammen geworden. Auch drei Menschenleben dürsten zu beklagen sein. Munittonserplosion in Kowno. K o wno, 24. Rov. (Til.) In einem Munitionslager am Rande der Stadt ereignete sich gestern eine heftige Explosion. Die genaue Zahl der Opfer steht noch nicht fest. Bisher wurden acht Leichen aus dem Schutt herausgezogew Wan vermutet, dah es sich um einen kommunistischen Anschlag handelt. Aus Stabt und Land. Giehen, den 25. Rovember 1924. Die amerikanisch-deutsche Kinderspeisung in Hessen. In den „Mitteilungen ber Hessischen Zentralstelle für die Lanärsstatistik" veröffentlicht Frau Reg.-Rat Keller in Darmstadt eine ül.ebers cht über die ame ri ka n i s ch - de utsche Kinderspeisung in Hessen. Wir entnehmen ihr die nachstehenden Mitt.ilungen: Am 1. April 1925 soll die unter d-m voW- tuml chen Ramen „Quäkerspeisung" durchgesühicke Schullmderspeisung eingestellt werden, nachdem sie bereits vom 1. Oktober 1924 auf die Gesamtzahl von 300 000 Kinder beschränkt und in den Wintermonaten mit deutscher Hilfe fortgeführt werden wird. Hessen ist in hervorragendem Maße ah diesem Hilsswerk beteiligt gewesen. Ms zum Schlusi des Jahres 1921 haben die Quäker daS Hilfswerk durch ihre eigener Organisationen durchgeführt, dann aber ztxing sie bte grohere Rot RustlandS. ihr Hauptarb.-itsgMet dorthin zu verlegen und das deutsche Hilfswerk in deutsche Verwallung zu übwgeben. De heffifche Mittelstelle, die der Jenttale für Mutter- und Säug°, lingsfürsorge angegliedert wurde, übernahm am 1. Januar 1922 ihre Tätigkeit. Es wurden bis zum Frühjahr des Jahres 9500 Kinder gespeist. Die Gesundheitsverhältnisse unter den Kindern hatten im Sommer 1922 eine Herabsetzung der Cpe.sungszahl zur F^lge. Die Marleittwertung aber und die mit ihr Hand in Hand gehende Erschütterung des Wirtschostsmarktes lieh die Unterernährung unter den K.nd rn in erschreckendem Maste wachsen, so dah die dem deutschen ZentralauSschuh. vorgelegten sch,lärzt'.ichen Unter- fuchungen eine stärkere Berücksichtigung zur Folge hatten. Seit dem Herbst 1922 bis zum Juli dickses Jahres tonnten ständig höhere Portionen- zahlen in den Städten und Gemeinden Hesiens an die Schullinder verteilt werden. Hierbei wurde insbesondere die Rotsiige der Städte und Gemeinden im Meuten Rheinhessen, vor allem die Städte Mainz, Worms und Bingen berücksichtigt. Die höchste Zahl erreichten die Sommer- monale 1924, alS insgesamt 26 000 Kinder täglich gespeist wurden. Za Beginn der Ferien sank die Zahl auf 9500 Kinder, die auch zur Zett noch Speisung erhallen. Mit den vorhandenen Mitteln und den noch in Deutschland vorhandenen Restbesländen des ausländischen Hllfs- werks und der Selbsth lse der Kommunalverwaltungen wird cs möglich fein, das Kinderhilss- werk, der Rotlage der Gemeinden entsprechend, zu erhalten und den Winter über foctzHetzen. Die Indexziffern. Die auf den Stichtag, 18. Rov e m ber, berechnete Grobhandelsindexziffer deS Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stande am 12. Rovember (129,7) um 1.0 Prozent auf 1.28,4 zurückgegangen. Gesunken sind vor allem die Preise für Fette, Getreides Zucker, Baumwolle und Rohjule. Höher lagen namentlich die Preise für Fleisch, ferner für Kalbfelle, mehrere Lextilrohstoffe und Halbwaren für Metalle .sowie für Gasool. Von den Hauptgruppen gaben Lebensmittel von 125,3 auf 123,4 nach, oder um 1,9 Prozent, wahrend Industriestoffe von 137,1 auf 137,7 oder um 0,4 Prozent anzogen. Die Reichsindexzisser für Lebenshaltungskosten für den Stichtag 18. Rovember hat sich gegenüber der Vorwoche um 0,1 (auf 122.5) erhöht. Die Feststellungen erstrecken sich, wie bei jeder Veröffentlichung angegeben, auf Ausgaben für Ernährung, j Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Bekleidung. Die Frage der Erweiterung der Erhebungen auf sonstige Lebensbedürfnisse wird zur Zeit geprüft. Wettervoraussage. Vielfach dunstig, etwas milder, höchstenK geringe Riederschlage. Das Te lgehiet ist stark nach Süden gerückt, i Das über Island aufgetauchte Hoch bat an (Störte gewonnen. In Fraickreich una Süddeutschland fallt das Barometer, dach werden mir morgen noch auf der Vorderseite des heranrückendMl Tiefs Hegen, dellen weiterer Zug abyatpartex 40, trxn bie Gl »Haltung einer ein- Kiickkaufrangebot für >!.^Teilfckul-verschreibun Ztenotypift zu Verkaufen Gr.-Buseck!Mr^E--b,°tz r?8, Anger 33. > ricdrichstr. 14 v. 01788? Gut erhabenes I [ Kaufgesuche | WW -ou;.ae^ xn verk. ^cah. a» ii t • Mtterhask« Wetzlieinttr. 38 V. in in in in in ß Hört. >o4 6fti> auf btei Rtdx (Jörotba. «t za be- ßur Aushilfe wird sofort em durchaus gewandter mb. er 1924. lobet» . i-idyhinn von kleinen CJlotftanbSarbeiten; QXttoaty- i-unfl etner weiteren einmaligen Beihilfe /2 Ubr „Der Meisterboxer". — Gvangebscher Kilchengesangverein: 8 Uhr, Saal- bau Gauel, Familien abend. — Hausbesiherverern: 8 Uhr. Katholisches BereinShaus. Mitgliederversammlung. — Hessische Dilderbühne: „Gosta Derling-, zu fünfen nef ,ja0c _Unlo.-WdenniDlL Sitzbade- wanne aebr., gut erhalt, zu kaufen gef. Schr. Angeboie mit Breis u. 017251 an den G. A. Wer wünscht Automobil auf Kredit zu kaufen? Gelder zum (Einkauf stellen roh solchen Firmen unb Personen günstig zur Verfügung. Gleichgültig welches Fabrikat unb roo gekauft wird. Anfragen zu richten unter 2Iuto= Kredit an Annoncen - Mayer, Frankfurt am Main. 9337c W r vergeben allerorts Filialen unserer konknrenckof. Neuheit. Beruf u. Wohnort Nebensache. Senntmne, Koviial oder Vater nicht erforderlich. Mon tl winn ca. 500-<100 G-Mk. 3m ereile nun wollen sich melden unter P 2S2 an öle Aax-Hzp. der Aackener Iw-Bn , ÄaciioB 5°/,Teilschuldverschreibungen der llC$)Vc^Shüäfimn erfolgt ouftet an bet Slarte ber QJe’-’Uicbofi tn AbolsShütte «Vitederfcheib. Tillkrei»» _ . Barnen bei dem Barmer Bank-Vereli Hlnsherg, Flacher ti Comp., Berlin bei der Dlrection der Dlaeonte- 7.39 nachm. •• Amerikanische Geldspenden sürdeutsche Kinder. Dem deutschen Zen-- tralauSschuß für AuSlandhtlfe wurden durch Vermittlung der amerikanischen Quäker auS den von dem Komitee des Generals Allen gesammelten Mitteln neuerdings 150 000 Doll, zur Verfügung gestellt. Das Geld soll, seiner Bestimmung entsprechend, zum Einkauf von Lebertran, Bettzeug und Vorräten für Kinderkrankenhäuser. Heime und Fürsvrgestellen verwendet werden. Ferner haben die amerikanischen Quäker auS eigenen Mitteln 50 000 Dollar angewiesen, die zur Schaffung von Zentralstellen zur Bekämpfung der Tuberkulose unter Kindern benutzt werden sollen. •• Der Pvlizerbertcht meldet 3n der Aacht vom 16. zum 17. November wurden aus einem verschlossenen Garsten Häuschen in der Verlängerten Ederstratze durch g waltsames Auf- brechen eines Hasenstalles 3 Blaue Wiener und ein granfarbtger Hase entwendet. — Auf dem Wochenmarkt am Samstag. 15. November, wurde einer Dame eine schwarze, lederne Handtasche gestohlen. Dieselbe ist innen mit blauer Setde gefüttert In der Taiche befand sich eine Brille mit Ledersutteral und ein schwarzes, lederns Geld- iäschchen mit ungefähr 20 Mk Sachdienllche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. — Fe st genommen tourben: eine '-Person wegen Sittlichkeitsverbrechen und eine wegen Trunkenheit, eine Fra.>ensPerson wegen Betrugs und Betrugsversuch und eine wegen Gewerbsunzucht. — Zu den gemeldeten Sachbeschädigungen in der Garten- st raste an der Gartenumzäunung des Krstizgesund- heiUamte» und der neuen Dü germeisterei (Steins Garten) ist mitzuteilen, datz zwei junge Leute bzw. Schüler als Täter ermittelt worden sind. — Der am 4 (November gemeldete Kellereinbruch in der Bismarckstrahe wurde aufgeklärt, die Täter festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht. '• Drei Wahlversammlungen sind bis jetzt für diese Woche angekündigt worden. Morgen Mittwoch, abend wird der Landtagsabg. Rechtsanwalt Singel Öet) = Darmstadt in einer von der Deutschen Volkspartei. emberu- senen öffentlichen Wählerversammlung in der Turnhalle sprechen, ebenfalls morgen^Mittwoch, abend sprechen der hessische Minister bti von Brentano mrd Rechtsanwalt Dr. Bok- kius- Mainz im Kathvl. Vereins Haas m einer von der Zentrumspartei einberuhrnen össenttichen Wähler-Versammlung. Am nächsten Samstag abend wird Die Deut Irrationale Bo lks pa riet wieder vor die Wahlerschatt treten, und zwar werden in öffentlicher Versammlung tn Der Turnhalle der Oberlandesgerichtspräsident Dr. Best- -Darmstcidt über die Aufwertungsfrage und ©tuDienrat Dr. Lenz- Obeben, Kandidat für Die Landtagswahl, Fragen der nationalen Politik behandeln._________________ Gs kosteten: Butter Pfd. 230, Matte Kä> 70—75, IDtrliim 7. W itzkraau 41 ',—5. Rot- freait 8—10, gelve Ruben 10 -12, ro e Ruben 1), Spinat 50, Unter-Kohlrabi 5—6, Grunk hl 15, Rosenkvht 40, Feldsalat 50, Zwie.eln 12—15, Meerrettich 40—150, Schwarzwurzeln 50. Kür- ü.s 8, Kartoffeln 5, Aepscl 15—20, Dirnen 10 bis 20, junge Hahnen 100, Suppenh ch er 100, Gänse 100-120, Russe 50, Eier Stuck 18. Blumenkohl 120—150, Endivien 10—20, Lauch 5—15. tfti. vrl. lj)t am W)tbt. bie bei sriebrich. ?,dohnt, ortf men. Plöylich ? entrib Dvllte, ^arsea * Räuber zrani'schen Lisenwerte S.m.b.y. Die SicherungSbovothek, welche für untere Berbinblichkeiten an» ben nom. 12240000 Pnoiermark betragenden a.etl- schutdoeischreibungen cingetroqen tfr, tft nemäh ben Bcstimmungen der 3. ^teuer notnevorbnuno vom 14._Aebruar 1>24 auf einen Betrag von 412A>,n5 s>eingoldmart aufgetvertet worden- Die Eintragung im Grundbuch ist erfolgt. Hiernach wäre unsere Gesellschaft ver- pflichtet, am 2» nuar L«3 ! für je Mk. 1000 Nennwert der Slnlethe 3,37 Reichsmark zu zahlen. Wir erklären uns aber beref, die Teil- schuldver'chreibuugeu schon jetzt zu einem über die Vorschriften der 3. ^teuernotuer- orbmtnfl hinau.Hgebenben «uf.wertnng»sad einzulälen. ^uv te nom. Iht 1<)00 Leid fchnldverschreibungew bte nitt lautendem Zms und ErneuerungHschetu ot» zum 31. Tc^ember 1921 eintchliesilich bet einer öernacbiolßenbenSieücn e'naereicht werden, nenntbren wir 6 Reichsmark. .ferner erNären wir un» bereit, im rtalle durch MetchSgeiev ober .Berorbnnng bi» 1. ^uli 1925 eine höhere alS oon un» gewährte Aufwert .na iestgesetzl t^cd, bie inerenz. bieten Getetzen oder Verordnungen entsorechend nuchzuzahlen, toroelt die Stücke fristgemäß an un» zurllckge- ^Selbständigkeit führt zum Ziele'. ftabrit mit lukrativen Berkau fS- arttfeln bietet tlichugen Her.en unb Zirmen durch Uebertragung der Allcin-Bcrtretnng höchsten Verdienst. Kavltal für Waren- la?er erwrderlich. Keinerlei Lizenz, gebühr. Erste Meieren». Angebote unt. „Roma" an Ala, Augsburg Vo5. **A Gerichtssaal. Ami-Überschreitung eines früheren Viehener Polizeibeamten. Darmstadt. 23. Rov. (Eig Bericht.) Der Derwaltungsgerichtshos traf gestern eine Vorentscheidung in der Angelegenheit des PoltzeiwachlmeisterS Julius Barth, früher in (Sieben, jetzt in Offenbach, wegen Körperverletzung. Der Polizciwachtmeister ist beschuldigt, Den ftuö. jur. Friedrich Hering aus Goddelau, jetzt in (Sieben, nach einer 'Versammlung im dortigen Kathvl. Bereinslmus bei einer Festnahme mißhandelt zu haben. Sehr gut möbL Wohn- unb Schlafzimmer nn einen ober zwei Herreit z. oerm. Nliuikstrastc Stz ll. \ Mietqesuche | HtifbartS msbl. 3i«A sucht berusötätige Tarne ver sofort. Schriftl Angebote unter 0329D an den Giest Anz. erbeten. As te ' Mr e Wittel« inb Säug», cacchm atn lmrdrn bU et yeshrist. :n Atnd«« )schung der ■keiMveäung in& gehende 4 lieh & l erschein deutschen itzeu Unter* 'SV . Pvrtioaea- ben ste^A ierbet mürbe )te und or allan 3I beru^ >ie Sv°^ Kinder < Jen" U ich F vvrhan^ and cr.tlPrCK - soctzuk^ wohnungrtaufch. Geboten: Herrschaftswohnung,beste Lage, 5 Zimmer, 2 Kammern, miwen Das RüHere kann bet Der H^tltschen Zentralstelle sür Ilusgew esenmsürsorg« schcrst- lieh oder mündlnh erfragt werden. * Fahrpl<»nänDerungen auf der Lumdatalbahn. Dom 30. Äovember ab treten auf Der Strecke Grünberg — Londorf — Lollar — Dietzen*folgende Fahrplanänderungen ein: Pz. 2553. Grünberg ab 6,10 oorm.. ttniD bts Londorf 4 Mtnuten früher gelegt, Grünberg ab 6 06, Londorf an 6.36, ab 6.41 und weiter wie bisher. P^. 2560 fährt in G testen 3 08 ab, Lollar an 3.18. ab 3.19, Grünberg an 4.17 nachm Der lange Autenlhalt in Lollar wird beseitigt und in Grünberg Der Anschlutz an Pz. 557 (QD.), ab 4.20 nachm. nach Fulda hergestelll. P). 2563 verkehrt früher, Grünberg ab 4.55, Gletzen an 6 17 nachm. Pz. 2568 wird durchweg 5 Minuten früher gelegt, Dietzen ab 6.45, Geilshausen an * Darlehen zur Sxistenzaufrich- tung an Ausgewiesene usw Die Reichs- reg-erung hat bekanntlich Richtlimen (?erau6- geg ben über die Gewährung von DarlehSn zur Dtederausrtchtui'g Der «Sä ien> von (Angehörigen fre.er D.ause. die ein ftlbständigeZ Erwer.-s- gesch-ist gehabt haben und aus Anlatz Der De- fetjung deS Rhe n- und Ruhrg -biets ausgewicsen, iierurängt ober interniert worden sind. Die Anträge auf Gewährung von Darlehen f nd von Öen au» dem Hess.scheu besetzten Geriet Ausgewiesenen bei der Zentralstelle für AuSgewio sen ens ürsvrge in SannftaDt, Luisen platz 5, ei nzu- reichen Die enDgültige Entscheidung über diese Anträge liegt bei der Reichsentschädigungsstelle in Wurzbu.g Voraussetzung für die Gewayruug eine» Darlehn» war die Suihaltung einer ern- monatlichen Ausschlustfnst, Deien Lauf für Den Regelfall am 1. Oktober 1924 begonnen hat. Reuerdrng» hat die ReichSregterung diese Fnst um einen Monat verlängeit, so datz numnd>r Die Anträge im RLgelfalle bi» s p a test e n s zum 30 Rovember 1924 eingereicht sein AbolsShütte, im November 1924. 9348V Frcmk'sche E semoerke G.m.b.H. Barth gibt an, datz der Student in der Q5e» farnrntung al» Hüben Ster ^sgettet« M unt deshalb entfernt werden mutzte. drr ^rud«st sei gegen ibn tätlich nnraegangen 3n bei: ^roet»* aufnabmo wurde feftgeftefit. r«tz dem Studenten Handfesseln angelegt worden Und und datz er Ohrfeigen erhalten hat Da» ® c rtch I traf seine Entfcheidrmg dadin, datz eine A ml »- Überschreitung vorliegt. — Barth tst tn Intereste des Dienstes bereits von Gretzen naq Ofsenbach versetzt worden, auch schwebt ein t f K f plinarversahren gegen ihn. dienastestoren. 31 u r - undTreppenbeleuchtung. In dem Gtngesandt unter dieser ileberfdirift in unserer Freitag-Ausgabe befindet sich ein erheblicher Fehler. Gs muh Dort richtig heißen: „Unter Den Betriebs kosten find diejenigen Steuern usw. zu verstehen. Die bei Einführung des Reichs- mietengdetje» in bei Gemeinde ortsüblich vom Hausbesiyei getragen wurden." _ Kleine Strafkammer. * Gtesten, 21. Rov. Der pr^kt. Arzt Dr. W. von D^d-Raiihe'M. der Iagdpächter Der G mar- lung Rödgrn. Kr Friedbrg, ist. war an.'.enagt, in zwei Sillen seine Jagdgrmze übcifcbrittcn und unbefugt auf fremd-m Gebiet g jagt zu haben Das Amtsg^cht hi tt le ig'ich für nach- geto Zen. datz Dr. W. in einem F i(I aus Fahr- (äf igleit über seine 3 ig^grcn.^ g g ingen fei und verurteilte ihn wegen ikl> rt-.et mg zu 3 0 Gol > mark: je ne Berufung tour:e H ute »ertror en Ium fünften Male durch zwei 3n- stanzen hindurch wurde g.'gen Den 3ot». Schneider au» Schlitz w-gen Diebstahls eine» Fahrrades verhandeli; er soll es ür. Mai 1923 von Der St ratze, wo es an ein Haus angdeDnt stand, gestohlen und in feiner Scheuer versteckt haben ist auch auf Grund der Beweisaufnahme von dem Amtsgericht zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt worden. 3n Dec heutigen Berusungsve h n' lung erzielte Sch . dem Antecg Des Staatsanwalts entfpr.chend, Freisprechung: Den 2lngihm d.» mt Den Angeklagten verfeindeten einzigen Del st ingszeugen wurde nicht hin'-eichendec Gl.tube b igem fen. Als m Mai L 3., abends g-gen 10 Uhr ein Automobil auf Der Stratze Wölfersheim- Berstadt fuhr, hob Der jugmdl chs Arbeiter Wilhelm H. von Wölfersheim einet Stein aut, toarf nach den Fensterschetben des Autos und zertrümmerte fe, sv datz Dte 3nsassen durch Gl siche ben verletzt wurden. Die wegen Sachbeschädigung und fahrlässiger Körperverletzung vom 3ugendschöffengericht gegen ihn ausgesprochene Strafe von 50 Mk. h.elt auch die 3ugendstrafkammer für hinreichend Heute vormittag lO'A Uhr entschlief nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Ehemann und treu fürsorgender Vater meines dreijährigen Söhnchens, unser Sohn, Schwiegersohn, Neffe, Onkel, Herr Michel Anstett im 34. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Gretel Anstett Familie Johann Anstett Familie Michel Frey Familie Jakob Anstett Gießen, Waltenheim (Unterelsaß), den 24. Nov. 1924. Die Beerdigung finde! am Donnerstag, dem 27 November, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. oniei •• Personalien. (Ernannt wurden: Der Vermestungsprakickarit Hermann Zinn 8« ®ie• ben jum ObervermestungSrekretär. und der Ber- messangSgehlfe Ludwig Kautz zu Friedberg zum Derme sungS-Obcrafiistenten. beide mit Wirkung vom 1. Oktober 1924 an bei einem delD- bereinigungsami. Die prov. Handarbeit»- unD Hausbalrungslehrerm Sofie Anthes an der Mädchenforrb ildungsschule zu G i e h e n , nut Wirkung vom 1. Dezember 1923 ab, zur technischen Lehrerin Dafelbft; Die prvv. Haushaltungslehrerin an Den ForrbildungSlchulen zu AieDer-Ram- stadt, Ober-Ramstadt und Rohdorf. Elite Metz e r. mit Wirkung vom 1. September 1924 ab zur technischen Lehrerin an Den Fortbildungsschulen Da- selbst Durch Entschliehung Des LandesamlS für Das Bildungswesen mit Wirkung vom 1. Oktober 1924 ab Die EtuDienreferendare Hertha Fleck unD Dr. Georg Himmler, beide zu Gietzen, zu ©tu- Die Dezemder-Miere. Dach Anhörung von Intevessentenvertretun- «n und Sachverständigen hat D.i« hestische Mknr- ffetium für Arbett und Wirtschaft für die Berechnung der Miete für den Monat Dezember folgende» bestimmt: Die Miete für den Monat Dezember 1921 beträgt in sämtl-chen Gemeinden 45 v. H. der Friedensmiete. 3n dieser Summe find 14 v.H füi laufende und 8 v. H «ür grotze 3n- ftandfetzung-kosien. sowie 23 v H für Betrieb»- kosten und ZinSstetgerung entbot en. 3n denjenigen Häusern, in denen eine Ab ort- fltubenentleerung stattsinden mutz, können die Vermieter Dte hierdurch entstehenden Unkosten nach dem DerhältniS der Friedensmteten auf die einzelnen Autzungsberechtlgten umlegen. Diese sind bann berechtigt, 3 b. H der Friedensmiete in Abzug zu bringen. 3m übrigen wird an der bestehenden Regelung rnchi» geändert. Gießener Wochenmarktpreife ara 25. Äovember 1924 lHLndlerpve-.se). Ein dreijäbr. durch« gelernter MM zu verkaufen bei ül. Stark 4. ni7yw Saaieu. Büchertisch. — Falk. (Erfolgreiche Veschäfl»«- kun st Berlin. Deutscher Bör'ent^rlug m. b H. Preis in CetncnbanD 5 Ml Da- Öul) g bi Dan Werbeleiter Der 3nDuftrie wt "berbaupl ddem Äaufmann eine Filie von Winken. Da» Grund- tbema: _W^e erhöhe ich durch geschickt^. 2>er buna Den Umsatz", wird von allen J** leuchtet 3mmer bat Der Verfasser den Grundsatz ökonomischer Werbung vor Augen ^en eingehender Darstellung aller in erraffe fommeitf«« Werbearten fehlt es nicht an Mwrfer Kruif eblcrhaftcr Methoden Da S1 lf h ad) t lebt.noig chre.bt. so legt der Leser Da» Buch fichermcht aus der Hand, bevor er nicht bie zum Wa* gekommen ist «Drsolgretche Geschaitst.nU ist fein trockenes Jachlvch (SS f^Ph umnitte(bar aus dem Geben und stellt eine Falle an rege adei Beispiele aus der Reklame klar Umrissen •• Sine öffentliche Stadtver ordneten -S itzung wird am kommenden Freitag, uachmtttaffk 5 Ühr beginnend, im Sitzungssaal des Stadthauses. Bergstrasze. stattfinden. 2luf Der Taaesordrmng stehen u. a. folgende Vorlagen: Bewilligung von Mitteln zur Fortsetzung der verbilligten Brotausgcche an Minder bemitleide: Ein- oon kleinen Rotstandsarbeilen: Gewäh- lxo.,L.fx - „ >,^,s. leichte Buchbinder- ,L)obD . nn Den 1 1Tbeüen lief, tu D (Sich. Auz. erdet. 1 MMTkger Sttritze 20. 'Fritz Philippi, Dom Pfarrer M a t h i a s H i r s e k o r n u n d s e inen 2eu- ten. (3. 3. Weber. Leipzig.) Fritz Ph"^ hat vor 20 3ahren unter den Titeln -E)astclbach und Wildendorn", und ..Unter Den langen Dächern Erzählungen veröffentlicht, Die Westerwalder Se birg«natur unD Westerwälder BoUoleben sehr an- sch^lich schildent. 3n sicherer Beweisführung hat Der Versasser Dargetan, wie tn Dem rauhen Klima, auf Dem schwer zu bearbeitenden Boden und auf Der. mit Basaltblöcken bedeckten Herde, unter der Gewalt des kalten Winters und De» gewaltigen Sturmes, gegen Den man Die Dörfer mit Schutz Hecken verteidigt, sich rauhe genügsame, derbe Menschen entwickeln mutzten Die fpa e^en Erzählungen des Dichtes lassen Dfele Ussprunglichkeit und Geschlossenheit vermissen, sie sind stark mit blutleeren Betrachtungen durch ^t und in e nem recht manierierten Stile geschrieben Mit seinem neuesten Werke kehrt Philippi wieder zu seiner alten Art zurück, das Buch ist cm Stück Sewst- biographie, es schildert, wie Der junge Pfarrer von seiner Vaterstadt Wiesbaden auf den hohen Westerwald gelangt und Dort mit Land unD Leuten vertraut wird. Urwüchsige Gestalten ^werDtti uns hier BoracfüSrt: Sie Ammea^I d-r tzinki«. griffet'. Der Wind lipps und Krtschrrs 3am. Von packender ©etoali itt das Staoitcl. >" dem der Der- fasset schildert, wie er in Den ,-Woost , Den Schneestucm, gerät und durch Da« (Mautc einer Glocke/ das ihm Den Weg zeigt, vom Tode geratet wird. Da« Westerwalder Volksleben hat grobe Aehnlichleit mit Dem oberheisischen VoUS- leben. Wer sich für dieses, überhaupt für deut- «*e» Volksleben interessiert, wird gern zu Dem neuesten Werte Philipvis greifen, Der nun schon feit 3ahrcn vom Westerwalde weggezogen tst unD in seiner, vom m^den Klima begünstigt«, Vaterstadt ein Pfarramt beneidet Seme Gestal- ten die alle gelebt haben, sind in echt dichterischer, humorvoller Weise vorgeführt, so datz man glaubt, ihnen Auge in Auge gegenuberzustehen ®ie butten nun schon wocheulaua. ,®,r raten 3bnen, in der Aooiheke 7,0 rr echten '^tigosot-Grt i akt ah kaufen unb burdi Aufkochen mit U .hicker unb 1 . 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November, 8V4 Uhr abends, in der Turnhalle (Oswalbs Garten) öffentliche wähleroerfammlnng Es sprechen: HerrOberlandesgerichtspräsidenti.R. vr.Best, Darmstadtüber „Die Aufwertungsfrage" und Herr Studienrat Dr. Lenz, Giehen, über „Nationale Politik" Alle Wähler und Wählerinnen, besonders die Kleinrentner, sind freundlichst eingeladen. Eintritt 30 Ps. Für Kleinrentner sind eine Anzahl Freikarten im Rentnerbund zu haben. Einige numerierte Plätze zu 1 Mark sind im Wahldureau (Hotel Victoria) erhältlich. Für ruhigen Verlauf dex Versammlung ist Vorsorge getroffen. Der Saal ist geheizt. 9339c Der Vorstand. // 1 Waggon gebrauche stabile Kisten im ganzen oder get eilt, zu kaufen gesucht Angebote an Stahl* ud Eisenwerk l^aßpflcß-c (gcsetil. gesch.) Wie wir Ihre Rückgratverkrümmung ohne Berufsstörung bessern u. ev. heilen, zejgt onser Buch mit 50 Abbildungen, Zu beziehen geg. Einsende, v. 1.60 oder gegen Nachnahme von FRANZ MENZEL Dresden-6lascwftz.gg5 Sängerkranz Gießen Donnerstag, 27. November 1924, abends 7*4 Uhr öffentliche Hauptprobe Mittwoch, 26. Nov. 1924,7*/a Uhr in der Universitätsaula: Acis und Galathea Pastorale für Soli,Chor u. Orchester von G.F. HÄNDEL Leitung: ALBERT KASTEN Solisten: ADELE METZ (Sopran), Frankfurt am Main HANS HOEFFLIN (Tenor), Darmstadt PAUL PODEHL (Baß), Erfurt Der Gemischte Chor d.Sängerkranzes, verstärkt durch den Gemischten Chor des Musikvereins Butzbach. Orchester: Die Kapelle des Inf.-Rgts. Nr. 15 und andere geehrte, Künstler. Eintrittskarten: Mk. 4.-, 3.- und 2.-, für die Hauptprobe Mk. 1.50, Studenten und Schüler Mk. 1.- bei Emst Challier und abends an der Kasse. Der Höhepunkt des Sästatelmof Ilms ist der II. Teil mit seiner wilden Romantik. MMe MMMeii gesucht. 9345D Krcnter Frankfurt. Slr. 129. Mädchen emvstehlt sich tih Nähen M Wäscbeausbessera pro Tag 2 jc anher dem Hause. Zu erfrag. i. d. Geschäftsst. d. Gieü. Anz. 017253 Gut erzogenes Mädchen kann in gute Pflege genommen werden. Schrif'l. Angebote unter 017252 an den Gien. 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Blendungsfpeies.weiehesy^ säüagsehattenloses Lieht. Ur. 278 Södtes Blatt Sletzener Anzeiger (Gennal-Anzeiger für Gderhessen) Ptenstag, 25. noücmöcr TO veränderen Hamen gab: ieu& &cAt n unb rrde t Au»M- lebt vrets- $ am Lager. 3t Lotz Bieck M 9285D als ichs. Ihr, außer p. 19342h brauchen, sich jut Alleinherrschaft aufschwrngen. sei es mit. sei es gegen Mussolini. 3m -weiten Falle würden ftch die Faszisten sofort wieder -usammenfinden und sich biS auf die letzte Patrone wehren. Ein faf-istensreundliches. jedoch d e gemäßigte Richtung vertretendes Organ kann sich den Ausgang deS in beiden Fällen unvermeidlichen Bürgerkriege- nicht anders verstellen als in dem Aufrichten der Republik Hier streikt der vvrausschauende Blick jedoch das Gebiet der reinen Hypothese. Dwm ginge der vorgezeichnete Weg auch über die Leiche der Dynast e. cS fragt sich doch sehr, was das Heer dazu sagen würde. De Armer ist bie grohe Unbekannte in di fern danken Cb;el wider- streitender Klüfte. Sie ist das Symbol der lebendigen Ration, fie allein hat keine Feinde. Mussolini wußte das sehr wohl, als er vor Jahren den» Drängen se ner Freunde auf Losschlagen stets mit der Erklärung wehrte, man mache eine Revolution nicht gegen, sondern m i t dem Heere Das tat er denn auch, und darin liegt seine eingangs angedeutete tragische Bindung. Wie nun aber, wenn sich — und so rechnen giclungsratS Bartels, endete. 3mmer weitere Kreise ziehen die Borkommnisse, mit denen sich die Staatsanwaltschaft jetzt eingehend beschäftigt und in die auch neuerdings die Preußische Staatsbank verwickelt zu sein scheint Ein« Erwiderung dieses Unternehmens auf die Angriffe wegen der Kreditgewährung an das Bankhaus Stein, das in der Angelegenheit Holzmann-Bartels eine große Rolle spielt, geht vorsichtig um die Höhe des Lombard-Kredits herum und behauptet, die genannte Zahl von zwanzig Millionen Mark wäre weit übertrieben. Auch das Polizeipräsidium äußert sich endlich zu der Korruptionsasfäre. So unangenehm diese Vorfälle sind, eins kann schon heule gesagt werden: die Schuld trifft einzig und allein die vorgesetzten Behörden, die es an einer ausgedehnten und scharfen Kontrolle fehlen ließen, so daß ein günstiger Boden für die jetzt ausgedeckten Mißstände geschaffen wurde. Sine wesentliche Verantwortung tragen sowohl der preußische 3nnenministcr Severing als auch sein Parteigenosse, der Berliner Polizeipräsident Richter, unter deren Verwaltung Verfehlungen hoher und höchster Beamter sich in geradezu katastrophaler Weise häuften. Italienische Möglichkeiten Von unserem römischen k-Korre'pvndenten Rom, Mitte Äovember. Der FasziSmus alS revolutionäre Bewegung hatte mit dem erfolgreichen Marsch auf Rom sein Ziel erreicht. Was nun? „Ein vernünftiges Raturgescch will, daß sich jede vielstrebige Bewegung e nmal totläuft", schrieb ich damals am Gipfel beginnt der Alb stieg Wird der F szismus allo an der Vollendung seiner Aufgabe sterben? Vielleicht, wenn er nur Mittel zum Zweck war." Run hatte Mussolini in seiner Mappe freilich eine ausreichende Zahl von Entwürfen für ein besseres 3taüen mitgebracht, die dem Faszis- muS auch auf dem Gipfel feiner Macht ein zweites Lehen zu leben erlaubt hätten, mochte darübe auch die äußere Firm in Stücke gehen Es zeig e sich aber bald, daß das Herz zu vieler Mitläufer eben gerade an der mm überflüssig gewordenen revolutionären Sotm h ng und diese Liebe ein Fortschreiten auf e itwicklungs- fäHiger Arbeitsbafis erschwerte und vielfach verhinderte. Dazu kam. daß auch Mussolini aus bestimmten taktischen ®rünt€n sich'« versagen mußte, daS erwartete Reue, das Unerhörte an Stelle dc-S „verbrauchten Staates" auszurichten Gr schlüpfte vielmehr wie irgendein neuer Mi- nisterpiälident — ohne es aber zu fein, und darin liegt die Tragik seines Dramas — in die ihm willig zur Verfügung gestellten alten Staatskleider, bezeugte dem Monarchen seine Reverenz, berief wie jeder brave demokratische Oberhirte Minister, schrieb Wahlen aus und setzte sich, wie alle seine Vorgänger, in die so beißend von ihm verspottete Schwahbude auf dem Montecitorio Erschrocken über die Erkenntnis, damit eigentlich keine Staatsumwälzung vollzogen zu haben, wollte er cS schon Ruhmes genug wissen, „neues Blut in die verkalkten Adern gepumpt zu haben." lösen darf? ES ist keine Frage: Die Entsoyeidung, ob die deutschnationale Dolkspartei in die Regierung eintreten soll oder nicht, ist viel mehr als eine tnnerpolitische Angelegenheit. Sie entscheidet über die Frage, ob wir im Verhältnis zu unseren Feinden von gestern auf eine weitere Entspannung rechnen dürfen, oder nicht — ob wir auf weitere Verhandlungen (für die wahrlich noch Aufgaben genug vorliegen) kommen, oder ob aufs neue eine Versteifung kommen soll, die alles in Frage stellt, die insbesondere bie Gefahr am Rhein neu auf den Plan ruft Vergessen wir nicht: Am 10. 3anuar soll der Kölner Brückenkopf frei werden. Liegt das einmal hinter und. so kann mit einiger Zuversicht auf die Räumung der zwei weiteren Zonen (doch wohl auch mit abgekürzten Fristen) gerechnet werden, ja, sie wird geradezu automatisch herbeigesührt werden. Wenn wir aber durch Rein sagen und Auftrumpfen den Kreisen in Frankreich Hilfestellung leisten, die den Rhein nicht mehr verlassen wollen, werden dann Herr Poincare und feine Leute die Räumung am 10. 3anuar nicht genau ebenso sabotieren (einerlei, ob sie in der Regierung sitzen oder nicht), wie fie fünf 3ahre lang jede Entspannung und jede vernünftig« Verhandlung zwischen Deutschland und Frankreich hintertrieben haben? — Rein. eS ist schon so: Mögen die Deutschnationalen das Mißtrauen im Ausland verdienen oder nicht, e s i st vorhanden. und es ist Tatsache, daß denjenigen französischen Kreisen, die dieses Mißtrauen für ihre dunklen Geschäfte verwerten wollen, kein größerer Gefallen erwiesen werden würde, als em deutsches Kabinett mit entscheidendem deutsch- nationalen Einfluß. Sprechen wir es ruhig aus: Auch die Deutsch- nationalen wollen die Freiheit des RheinS. 3hre , Aufnahme in die Reichsregierung kann aber die Erreichung dieses Ziels nicht erleichtern, fie kann sie nur erschweren. Unb das sollten toir gleichgültig hinnehmen in einer Zeit, in der die ersten Früchte unserer vielgeschmähten und nun endlich gerechtfertigten „Erfüllungs- Politik" reifen? Rein, da müssen wir doch sagen, daß viel zu viel auf dem Spiele steht Die Freiheit der Rheinlande gilt uns mehr, als die Anwesenheit deutsch- nationaler Minister im Reichskabinett, und deshalb bllligen wir den Schritt der Männer, die sich im höchsten nationalen 3nter- effe der Erweiterung des Kabinetts nach rechts widersetzt haben. 3st es zuviel getagt, wenn ausgesprochen wird, daß es eine nationale Tat der Deutschnationalen gewesen wäre, wenn sie auf einen Eintritt in die Regierung unter den gegenwärtigen Verhältnissen wenigstens bis zum 10. 3anuar 1925 selbst ausdrücklich verzichtet hätten? , • Don einigen besonderen Fragen em anderes Wal. Sssck le, ßtibflei- ipficfjlt blflic & Fnnck ist- 34- MTW slr ftrt lieikrmwt jlKt'vfMgbU- «.teilet. leist ith mitöO Ai> n lo teilte« ser.de. «. 1.K gen Hatenbe m IZ MENZEL Hh8lutwitt.ge6 M Feingehalt i-be («ost ' r.u. Alpaka' i, Mecke, arature», bdtanoen. lümblein chstr.ioll- !ln Sx geh! (ft-u,) Berliner Skandale. 3nnerhalb der letzten vierzehn Tage ist die Oeffentlichkeit durch die Aufdeckung einer ganzen Reihe unangenehmer Vorfälle Überrascht worden, die um so peinlicher wirken, als gerade jene Kreise am stärksten in den Vordergrund gerückt werden, denen wichtige Olemtet und vor allem die A u f r e ch t e r h a l t u n g der Ordnung und Sicherheit in Berlin übertragen worden finb. Zuerst kam man einer Best echungsaffäre auf die Spur, in die der Krirninalpolizist Peterswegen verwickelt war: dann rourben Unterschlagungen in unerhörtem Umfange auf der Hauptfundstelle des Polizeipräsidiums aufgedeckt. jetzt ist eine neue K o r r u p t i v n s a f f ä r e enthüllt worden, die mit der Verhaftung des Leiters deS Berliner Fremdenamtes, des Re- die Feind des Faszismus - nach einer parlamentarisch. Riederiage Mussolinis auch König und Heer wider i h n wenden würden? Schon die Fragestellung in ihren fürchterlichen Möglich- leten für den F ifzismus genügt, um Mussolinis Anstrengungen, um jeden Preis eine solche Konstellation zu verhüten, verständlich zu machen An G.nbläsem. die da schnell fertig mit dem Wort meinen, cs steige damit nur das Problem der ersten Stunde herauf, fehlt eS freilich nicht. 3st nicht die fafzistische Miliz stärker als das stehende Heer? Würden die Truppen überhaupt auf Faszisten schießen? Stand Mussolini nicht von Anfang an die Wiederaufrichtung des altrömi- schen 3mperiums vor Augen ? War nicht er es selber, der den FasziSmus als im Grunde republikanisch bezeichnete? Gewiß, gewiß — liegen aber die Dmge noch so wie vor zwei Fahren? 3st die mächttge Waffe des allgemeinen Vertrauens nicht stumpf geworden, durch allzuhäuf.gen Mißbrauch ürir scliieW] MW äbdien leblt M116 ifjen Ul ,.o ji aufeeI 08» Quer 'Pfiegc Aus der Provinz. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 25. Rov. 3n der Gastwirtschaft von Ferdinand Döring er sand am Sonntag die Generalversammlung des Landwirtschaft!. Konsumvereins Wieseck statt, in der beschlossen wurde, daß die Haftsumme 100 Reichsmark für jeden einzelnen Genossen beträgt. Der Geschäftsanteil kann bis zu 15 Reichsmark erhöht werden, ohne eine Statuten- änberung vorzunehmen. Mitglieder, die nach dem 23. Rovember dem Konsumverein beitreten, haben ein Eintrittsgeld von 5 Reichsmark zu entrichten. Das ausscheidende Vorstandsmitglied Christian Reuter wurde einstimmig wiedergewählt. Vom Aufsichtsrat schieden statutengemäß aus: Will). Kreiling, Otto Somm .lad, Hch 6 r b, Reinhard Kling: neugewählt wurden Otto Sommerlad, W ilhelm Kreiling, Karl Kreiling 111. und Adolf Weller. 3n einer lebhaften Aussprache wurde der Anschluß an d i e Raiffeisenbank erörtert, der den Zweck haben soll, das Unternehmen unabhängiger vom Geldmarkt zu machen. Die Beschallung der flüssigen Mittel ist immer iwch sehr schwierig und mit außerordentlich hohen Unkosten verlnüpst. so daß es für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit de« Vereins zur gebieterischen Rotwendigk it wird, eine ständige und zuverlässige, vor allem nicht zu teure Geldquelle zu besitzen. Um hierüber weitesten Mitgliederkreisen die erforderliche Aus- klärung zu geben, wurde beschlossen, in einer demnächst stattfindenden Mitgliedervcrsamr.ilung durch einen Vertreter der Bank einen instruktiven Vortrag halten zu lasten. -.- Watzenborn-Steinberg, 24. Rov. Auch in unserem Dorfe hat nun der Wahl- k a mpf seinen Anfang genommen. Als erste Partei brachte die Sozialdemokratie einen Sprecher hierher. Es war Frau Rimeck, die übet do« Thema ^Demokratie oder Burgerblock im kommenden Reichstag" referierte. Der Reigen ist nun eröffnet Y Watzenborn-Steinberg, 25 Rov. Der Totensv n n tag brachte unserer Gemeinde Wei bestunden erhebender Art. Schon der Festgottesdienst am Rachmittag in der Kirche und am Gefallenendenkzeichen war überfüllt. Die Kirche konnte die Besucher nicht alle fassen. Abends fand dann vor überfüllter Kirche die Aufführung des Totensonntagsorato- riums von W. Daudert, Pfander in Pösneck, „Der Tod ist verschlungen in den Sieg" statt. Die Ausführung nahm einen wohlgelungenen Verlauf. Der Kirchengesangr^erein, die Solisten, das Orchester, das sich aus einer Anzahl hiesiger musikalischer Kräfte, die sich in liebenswürdiger Weise in den Dienst der Sache gestellt hatten, der Knabenchvr, der Organist, sie alle gaben ihr Bestes, um eine abgerundete Aufbahrung herauszubringen. Einzelne Partien waren von einer gercckezu wuchtigen Wirkung, z. B., um aus der Fülle des Schönen nur einzelnes herauszugreifen, der Schluhchor „Der Tod ist verschlungen in den Sieg" und der schöne jubelnde Aus klang: „Wenn denn zuletzt ich angelanget bin". Hier ist ein Stück echter Volkskunst das wir in unsere Landgemeinden Hineintagen müssen. Daß unser Kirchengesangverein sich dieser mühevollen Arbeit unterzogen, wird ihm gewiß bei der Gemeinde hoch an gerechnet werden und, wie wir hoffen, ihm auch neue Freunde und Mit- glicbcr verschaffen. t Grünberg, 23. Rov. Eine Wählerversammlung der Sozialdemokratischen Partei Grünbergs fand am Samstagabend im „Rappen" statt. Rechtsanwalt Hornberger aus Gießen behandelte die Frage, warum der Reichstag aufgelöst worden fei, nahm dann scharfe Stellung gegen dir Kommunisten, Deutsch-Völkischen und ganz besonders gegert die Deutschnationalen. Die Rednerin Frau Ryneck aus Berlin, richtete ihr besonderes Augenmerk auf das Londoner Abkommen, sowie auf die Steuern, Svzialgesrye, Löhn«, Erwerbskosen- Kreaturen der Richtung Poincar6 von ihrem Posten entfernt (General de Metz), — daneben begründete Hoffnung, daß bie Ruhr nächstens, und bie erste DefatzungSzone am Rhein (Köln) am 10. 3anuar geräumt werden. — Man kann schon sagen Die Erfüllungspolitik hat ihre ersten Erfolge auszuweisen (trotz schwerer Rückschläge wie die Zustizschande von Lilie' Wer will ernstlich behaupten, diese Erfolge wären auch oder wären sogar besser erreicht worden, wenn wir gegen Frankreich statt der „Erfüllung" d i c Methoden angewandt hätten, die uns von rechts seit Fahren empfohlen worden sind? Daß uns deshalb die Erfüllungspolitik Freude gemacht hätte, braucht wahrlich niemand zu glauben. Ein so dornenvoller, bitterer Weg konnte keine Freude bereiten. Aber was hat daS mit der Reichstags- auf[Ölung zu tun? — Sehr viel, um nicht zu sagen alles. Rur ein ganz ungenügender Kenner französischer Verhältnisse kann sagen, die Richtung Herrrot sitze für dauenrd fest im Sattel 3m Gegenteil: Die Kreise, die sich von Poincarö so überraschend abgewandt haben, können eine« Tages auch Herriot den Rücken kehren, ja sie werden es tun, wenn fie ihre Erwartung durch Herriot nicht erfüllt sehen. Das wird lmuptsächlich von Fragen der französischen 3nnen- politik abhängen. — Und nun bedenke man: Pvinoarä und seine Leute sind nicht tot. Sie warten auf ihre Stunde. Die kann über Rächt kommen, und toir können dazu beitragen, daß sie kommt. Wir werden das tun, wir werden den französischen Chauvinisten Oberwaller ver- i schaffen, wenn wir ihnen durch eine falsche Außenpolitik billigen Agllatronsstofs liefern. Wenn heute vier deutschnationale Minister in das Reichskabinett einträten (die dort doch wohl die Aufgabe wahrnehmen mühten, deutschnationale Pv itit zu machen), so konnteder außenpv'.i i'che Kurs nicht festgehallen werden wie seither. Diese vier Männer könnten nicht micmachen. was sie und ihr« Partei feit fünf 3ohren m der wildesten Weife bekämpft und verlästert haben. Ich habe die Erwartung von ihnen, daß sie alles daransetzen würden, um wahrzumachen, was sie solange tagtäglich verlangt haben. Rieder mit der Erfüllungsvolitik! — Was aber kommt nachher? Mit größter Wahrscheinlichkeit der Umschwung in Frankreich, der die Gruppe Loucheur von Herriot abzieht und Poincare wieder ans Ruder bringt. Damit steigt das Gespenst am Rhein aufs neue auf. Der jahrhundertealt« Kamps um den Rhein erhielte bann ein neues, I für uns schmerzvolle« Kapitel. Wer wagt den AuSgang vorauszusagen? — Gewiß, die Deutsch- nationalen wollen das nicht: fie wollen fo gut wie toir die Befreiung des Rheins Aber können sie vorschreiben, welche Wirkungen eine deutschnationale Außenpolitik in Frankreich aus- DaS war der erste 3rrtum. Denn er griff zum Zwecke dieser Blutübertragung einfach, wie alle modernen großen Demokratien, in das eigene Parteibecken und brachte damit keinen Homunkulus zuwege, sondern folgerichtig nur einen Parteistaat, eine Parteiregierung, eine Oligarchie. Rur daß er dem Kinde einen ' Hierarchie. Damit ist bereit« die Drücke zu den heuttgen Ereignissen und den Fragen an den nächsten Tag geschlagen. Der [ berate Sinn de« italienischen Volles erträgt die Herrschaft weniger gern für eine Weile, schlägt aber bann, es bedarf nur eine« Anstöße«, in harte Unbulbfamf it um, die ihren Ausdruck findet in dem bezeichnenden Dasta! Em solcher Anstoß war die Ermordung Matteottis — durch Regierungsstellen, wie da« Voll argwöhnte. Von dieser Erschütterung konnte sich der Faszismus nicht mehr erboten, Denn es war eine Erschütterung des blinden, deS fast mystischen Vertrauens, das man ihm entgegengebracht hatte. Die weiteren Fehler deS Regimes alle aufzuzählen, erübrigt sich, die große Frage lautet: Was soll nun wer den? Italien sttcht jetzt unverkennbar in einem Kampfe de« FiszismuS um die Aufrechterhaltung seiner Macht, also zum guten Teile schon in dem Zustand deS Kampfes gegen den FisziSmrs, gegen die Regierung, gegen den f aszistischen Staat. Es ist an der Zeit, die Möglichkeiten seines Zerfalls zu untersuchen und besonders Neugierige mögen dabei einen Zipfel von dem großen schwarzen Vorhang vor der Zukunft zu lüpfen versuchen. Wie kann eS zu einem Sturz des Faszismus kommen? Um mit dem Unwahrlcheinlichen zu beginnen durch daS W gziehen der Regierungsbasis auf parlamentarischem Wege. An sich betrachtet, wäre die Möglichkeit einer solchen Aktion trotz der faszistischen Zweidrittelmehrheit in der Kammer nicht ausgeschlossen. Denn wie sich bereits zeigt, gibt es im Schoße der faszistrschen Partei sowohl wie der parlamentarischen Mehrheit starke, grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten. die jeden Tag eine neue Opposition, außer ber auf dem Aventin versammelten, in dem Rumpfparlament gebaren können. Mit dem glatten Abfall der freilich nur sechs Mann starken, jedoch sehr, besonders auch.auf dem Senat einflußreichen Gruppe um Giolitti mußteMufso- [bu den Griff ins Wespennest, den Angriff auf die Großmacht Prelle büßen. Der steinalle und dvch noch immer schwenkungSfrohe Staatsmann konnte es nicht verschmerzen, daß man ihm seine .Stampa" sequestrierte, er sieht in der Un'ec- flcllung der Presse unter die Laune der Präfekten eine krasse Verletzung aller F eiheits- r«f>te. er schloß seine Anklagerede. auf welche das Parlament der Schwarch-mrden nur m t einem Betretenen Lchwe gen antworten konn'e mit der erschütterten 21 fforberung an Mufsollni — die beiden so verschiedenen Männer siyea ernandrr gerade gegenüber —: „Aus It^d dem Vaterland behandeln Sie das italienische Volk nicht so, als ob es heute jener Frechen, die es in der Der gang en he t genoß, nicht mehr würdig wäre!" Ein Wort, ba« die Str ieg« t eil- " nehmer bis ins Mark treffen mußte. Und aus ihren Reihen gruppieren sich denn auch bie gefährlichsten Gegner des F szismus. I^nes immer noch revolutionär sich gebärdenden F sziSmus. •S.ttcre Wahrheiten wird Mussolini m den nächsten Tagen von dieser Seite hören müssen, allo aus dem Schoße der faszistischen Bewegung . selber heraus. Vermutlich werden bei einem Vertrauensvotum über die innere Politik alle jere dagegen stimmen, die sich bei der Abstimmung über die äußere bloß der Stimmabgabe enchaltea haben. Dann rechne man dazu das volle Dr.ttet her Aventtnisten und man wird auf eine be- denkl che Mchrheitsäf er kommen. Qlbe. in Wirklichkeit hat eben eine ..zu schmale Regierungsb isis" ebensowenig zu sagen toie ein glattes Mißtrauensvotum, denn ein Mussolini regiert ja nur zum Schein parlamentarisch Spräche sich einmal das Land gegen ihn aus würde er dann seine Positron mit Ge> toalf halten? »Gewiß!" — antwortete er schon einmal selber auf eine solche Frage. Fvlgllch: Da die parlamentarische Mehrheit bet F sz sten identisch ist mit Faszio und Regierung müßte einem Zusammenbruch entweder eine tödliche Spaltung oder ein erfolgreicher gegnerischer Rammstoß wider den faszistischen Turm vorausgch.m. 3m ersteren Falle, darüber g.bt es gar feinen Zweifel, tour e der ^rün-weih-rote Bolschewismus um den Ausdruck eines der bekanntesten Kriegsteilnehmer und Abgeordneten, der dam t feinen Austritt ans der faszistischen Partei begründete, zu gebraucht unb vertan? Die Dinge liegen heute anders, wer! sich der F.sz-smus dem Vorwurf, nur Mittel zum Zweck gewesen zu sein, nicht völlig zu entziehen wußte. Es rächt sich jetzt, daß er das Große, das er leistete und -das man ihm niemals ab- sprechen sollte, durch die Uebergriffe seiner Dauer- revolutionäre und Zwecksaszisten b.f.ecken 1 eß Lieber fünftausend F iszisten, glaubte sich Mus.o- lini verteidigen zu können, liegen im ^fängnis aber wie tief läßt eine solche Zahl doch blicken! An feinen Eiferern wird der Faszis- mus zugrunde gehen. Vorher aber wird es Dlih und Donner geben. Alle Möglichkeiten stehen offen. Worum es geht. Don KreiSschulrat Fischer. I. Die Frage nach Sinn unb Bedeutung der Wahl vom 7. Dezember beherrscht — man kann nur sagen erstaunlicherweise — die Erörterung in der Oeffentlichkeit keineswegs in dem Maße und mit der Eindringlichkeit, wie man es elgent- -| [ich erwarten sollte. Wer in politischen Versammlungen genau hmhört, vernimmt oft mit Verwunderung, über wieviele Dinge da verhandelt wird und wie doch nur zu oft die letzte, bedeut- amfte Entscheidung nur ganz ungenügend zum Ausdruck kommt. Daß man daneben nicht selten auch völlig einseitigen und gänzlich irreführenden Darstellungen begegnet, kann nicht Wunder nehmen. Es gibt eben Stellen, die zu einer solchen Behandlung der augenblicklichen politischen Lage alle Veranlassung haben. Der Kardinalpunkt der politischen Lage ist bie Frage: I Welche Außenpolitik tut uns not? — Wir Demokraten behaupten: Es handelt sich heute und morgen um nichts weniger als um die Befreiung des Rheins und damit in weiterem Sinne um die Grundlagen unterer Zukunft. Hm sich den Ernst I dieser Lage klar zu machen, ist es nötig, die Geschichte zu befragen. — Man weiß, daß es in Frankreich ein jahrhundertealtes Streben nach der Rheingrenze gibt, das uns feit den Tagen I Richeliu's bedroht, das wiederholt bedenklich nahe daran war, erfüllt zu werden, und das die französische Diplomatie 1919 zu Versailles zum Siege zu führen hoffte. Daß dieses Streben vor 5 Fahren nicht zum Ziele gekommen ist, geht auf Hrsachen zurück, die wir heute ganz genau kennen. Wir wissen aber auch, daß weiteste Kreise | in Frankreich auch heute noch dieses Ziel durch Ausnützung der Besahungssristen am Rhein zu erreichen hoffen. Darum hat sich seit 1919 die Außenpolitik Frankreichs in erster Linie bemüht, und kein Mittel ist der Pariser Politik schlecht genug gewesen, um in den Dienst dieser 3dee gestellt zu werden. Man muß schon sagen: Was unsere Brüder am Rhein feit 5 Fahren erduldet haben: Drangsalierung. Ausweisung, Separa- tiften — alles waren Mittel in der Hand einer | unbedenklichen, konsequenten Politik Frankreichs mit dem Ziele: Wir bleiben am Rhein. Dieser gefährlichen Lage gegenüber konnte es für die deutsche Politik nur eins geben:. Alles daraus abstellen, daß die französischen Anschläge fo lange abgewehrt wurden, bis einmal eine Entspannung zwischen Deutschland und feinen Gegnern erreicht war. Es galt, die Erhaltung der Rheinlande durch die Zell der französischen Eroberungsgelüste hindurchzuretten. Dies war letztlich der Sinn der vielgeschmähten „Erfüllungspolitik". So lange unsere Gegner in geschlossener Front gegen uns standen, gab es für Deutschland feinen anderen Weg ins Freie, und für die Rheinlande keinen anderen Weg zur Freiheit als „Erfüllung". Erfüllungspolitik ist Befreiungspolitik. Daß das eine Politik der Entsagung sein müsse, daß sie unpopulär sei unb viel angefeinbet werde, mar zu erwarten. Aber gab es einen anderen Weg? Wer hat bis zum heutigen Tage einen andern, wirklich gangbaren Weg gezeigt? Unb nun ist im Mai der große Umschwung in Frankreich gekommen. Die Vernichtungspoll- tifer in Paris wurden abgelöst durch Männer, die »U Verhandlungen und zu Verständigung bereit toaren Hnd seit wenigen Monaten sehen toir nun eine wirklich fühlbare Entspannung in dem Ver- bällnis zwischen Deutschland und Frankreich: Dortmund, Darmstadt, Mannheim, Offenburg, König«winter u. a. geräumt — die Zollschranken aufgehoben, — die Steuerhoheit wieder herge- | stellt — die Regie beseitigt, — schwer belastete Äterljpwigen, Frauenrechte unf> KinDerzulaaen. Die Diskussionsreden waren belanglos Das Schlußwort sprach Rechtsanwalt Homberg er. Kreis Friedberg. ?5i.°bbsrg, 24 Otoo. 3n einer Ders-mm- lung des hiesigen Obst- und ©artenbau» ietl ^n,raJ® Obstzuchten und -kenner we-ttnn bekannte Altbürge,-meister Maul von Ofseicheim einen sehr intereffanten Dortrag über . ^CTna Obstbau in der Wetterau ernst und setzt". Der Redner führte aus, daß schon vor dem Dreißigjährigen Kriege dec Obstbau und mehr noch der Weinbau geblüht habe, an den Weinbau erinnern heute noch viele Flurnamen, wie Weingarten, Wingert us'w. Durch die Drangsale des Krieges wurde natürlich der Obst- imd Weinbau fast völlig vernichtet. Auch die späteren Kriege wirkten verhörend, erst nut dem 2lmreten Napoleons von dem Weltschauplahe begann sich diese Kultur wieder zu heben. Bahnbrechend wirkte in dieser Beziehung Pfarrer p r i ft von Cronberg durch die Errichtung von Baumschulen in Cronbei^g. Seckbach, Beigen und anderm Orten, den größten Aufstieg aber nahm der Obstbau durch Errichtung dec Ackerbauschule zu .Friedberg im Jahre 1872, der später die iObstbaufchule angegliedert wurde: hier war es L-escndeis der Lehrer cm dieser Schule und spätere Schulinspettor R ü ck e r t. der sich unvergängliche Verdienste erwarb. So ist heute der Obstbau in der Wetterau in blühendem Zustande und das Wetterauer Obst_ ist weithin berühmt und gesucht, während der frühere Weinbau vollständig verschwunden ist — Der hiesige Zweigverein des Evangelischen Bundes hielt im Festsaale des Hotel Trapv seinen diesjährigen Lutherabend ab. Als F sb ebner warPfacrer Berger von Höchst l O. erich enen, der in vortrefflicher Rede ein Charakterbild Luthers als Mann dec Tat, des Gewsens und des Glaubens entwarf Das Programm wurde belebt durch Chore der Seminaristen und Aufbauschüler und sonstige musikalische Dorträge. Den Schluss bildete ein von Mitgliedern des Wartburgvereins dar- gestelltes Sp el von Nuppel „Und wenn die Welt voll Teufel wär". Die Veranstaltung war so stark besucht, daß viele Besucher keinen Platz mehr finden Eonnten — Zn dec vorigen Woche wurde mit dem Mehlhändler Heinrich Rausch eine in allen Kreisen bekannte und geachtete Persönlichkeit zu Grabe getragen. Auch im öffentlichen Leben unserer Stadt trat der Verstorbene als langjähriges Mitglied du Stadtverordnetenversammlung und dec Handelskammer he-.Dvc; ec ist der Vater des bekannten Dichters und Schriftstellers Albert H, Rausch. Kreis Büdingen. A Nidda, 23. Nov. Heute fand im Garn- brinuö dahier eine sozialdemokratische Wahlversammlung statt, an der etwa 5 0 Personen tcilnahmen. Staatspräsident Ulrich von Darmstadt sprach in l'/..stündiger Rede. D.e Ausführungen waren sachlich und g mäßigt, ohne Ausfälle gegen die anderen Parteien. Nur dec Bauernbund wurde manchmal tr.ttsiert. Weil es sich bei der Wahl zum Landtag um die Bildung der zukünftigen Regierung für den Dolksstaat Hessen handelt, förterte ter Redner auf daß jeder Wähler und jede Wählerin ihre Pflicht erfüllen möchten. Der Demokrat sche Lcw.dtags- abgeordnete Landwirt Reinhardt aus Ge.ß- Nidda wünschte in der Aussprache, daß den ©emeinben mehr Selbständigkeit in der Verwaltung gewahrt und ihnen nicht viele Ausgaben einfach diktiert würden, ferner die Ermäßigung de? Steuerlasten ter Kleinbauern und die gerechtere Ve.teckung - ter Kosten für die Kunst- strkßen. Der Referent gab aus diese Wünsche in seinem Schlußwort ausführliche Auskunft. Kreis Schotten. X. S ch o t t e n , 23. Nov. Zu einer eindrucksvollen Kundgebung gestaltete sich am heutigen To- tonsonntage die FeierzumGedächtnisder im Weltkriege Gefallenen ans Schotten und den Kirchspielgemeinden Betzenrod, Götzen sowie Michelbach. Das Innere der Stadtkirche trug einen geschmackvollen, würdigen, gärtnerischen Schmuck. Am Altar standen die mit Trauerflor versehenen Fahnen unserer Körperschaften..Den Anlaß zu dieser, besonderen Trauerfeier gab die Einweihung der Gedenktaseln, von denen je 4 zu beiden Seiten des Altars im Chorraume angebracht sind, an Öen Stellen, wo vor Jahrhunderten die Chorstühle der Schottener Die-rote Kaschgar. Roman von Fedor von Zobeltitz. 1. Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Seine einzige verstorbene Schwester hatte, übrigens tatiächlich aus Herzensneigu g, einen jener beiten Biiftec Geil bat) geheiratet, die sich durch ihr industrielles Gen c aus einfachen V i> hältniisen in erstau lichem Sturinlcruf in die Höhr gearbeitet hittc u. Dis Che war kin erlös geblieben, Kurt Geisbach war bei dem Zusammenbruch eines Bergwerts verschüttet worden und da übernahm nun sein Bruder Ernst all.in die plan- mäh ge 2lusbeutung der rierigpn Kal. löge , deren Entdeckung man eigentlich einem Zus ll verdaulte, deren, faufmännij^.: Aus)rertu"g abe unter iec Findig leit und der säst heroischen In.el i ez Bc.itzers zu einer so gewaltigen Macht anwrichs, daß ma i ihn als den Kali König zu bezeichnen pflegte. Königliches hatte Ern i Gttsba ch >reil ch nicht an sich. Er war Geheimer Kommerzie wat geworden, hätte auch den Anei und den F ei- herrntitrl erhalten können und die ize B uit» feite voller Orden Aber er war dec einfache Qllann g Mieten, wrnigtens in seiner Lebeusfü')- rung. Nur haßte er ein anschauliches 5 in toi ea auf die verar lic'e Faust. Das wäre ihm albern erschienen. Er hielt auf gute Kleidung, nicht auf modernen Schnitt, si. muß.e bequem sitzen. S e war immer sehr weit, und stets steckten in den zahllosen Taschen zah.reichr lockere Zigar-.en, große schwere Havannas. Das war sein Las.. , er qualmte ununterbrochen. War eine d esec Z> ti.itren in der Tasche angeknickt, so brach er sie auseinander und rauchte die noch brauchbare Hälfte. War eine dich r Zigarren aufge Lit ert, so leckte er mit der Zunge über das Deckblatt, und die Ge'chickte war abgemacht. Fveante kannten seine Cig.'lart und schenken ihm Zigar.ei- laschen in Fülle, kostbare Dinger und einfach prattische. Die lagen in seinem Arbeitszirnnu in Schwichelde auf einem besonderen Ti .. e der Reihe nach ausgebaut. Aber er tena? e )i' m. Sie waren ihn unbequem, ite paßten ihn mchi. vielleicht war er auch eigensinnig. Das war er zuweilen. Mönchs gestanden haben. Dis Steintafeln, die in den Nischen eingelassen sind, wurden von einem bekannten Steinmetzmeister in Eberstadl a. d. B. nach den Entwürfen des Geh. Oberbaurats Hofmann in Darmstadt hergestellt und sind dem ganzen Baustil der Kirche angepatzt. In erhabenen gotischen Buchstaben heben sich aus dem Stein ohne Unterschied des konfessionellen Bekenntnisses die Namen von 11 2 COlännc rn heraus, die von Schotten, Betzenrod, Götzen und Michelbach stannnend, ihr Leben dahingegeben haben für das deutsche Baterland, und deren Gebeine ruhen im Auslände, auf dem Meeresgründe oder in der deutschen Heimaterde. Pfarrer B v r n- scheuer hielt die tief ergreifende Wecherede, der die Worte der heiligen Schrift zugrunde gelegt waren: ,,Niemand hat mehr Liebe denn die, daß er sein Leben lasset für seine Brüder", Worte, die auf einer der Gedenktafeln angebracht sind. Hüter dem Geläute aller Glocken ünd den Ehrenbezeugungen der Fahnen verlas der Geistliche in alphabetischer Reihenfolge die Rainen der 112 Gefallenen, woraus die Bürgermeiste der 4 Gemeinden als äußeres sichtbares Zeichen der Anerkennung und Dankbarkeit prächtige Kranzspenden niederlegten. Das geräumige Gotteshaus war nicht in der Lage, alle diejenigen aufzunehmen, die gerne an der Beranstaltung teilgenom- men hätten, denn außer einer großen Anzahl von Berwandten der Gefallenen waren die Vereine und die Bürgerschaft der vier Gemeinden überaus zahlreich erschtenen, um der schmerzlichen Erinnerung zu leben, um öffentlich Dank abzustatten den Helden unserer Heimat, um sich zu erbauen an den Trostesworten und den Ermahnungen des Geistlichen, um aus der umnebelten Gegenwart hoffnungsfroher in die Zukunft unseres Bottes zu schauen. Eingeleitet wurde die Feier von einem weihevollen Orgelvorspiel. Der Musikverein brachte das Largo von Händel und das Niederländische Dankgebet wirkungsvoll zu Gehör, der Turn- und Gesangverein Schotten und die Gesangsabteilung des Schottener Kriegervereins boten „Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zu frühem Tod", „Wie sie so sanft ruhn", und „Vater, ich rufe dich" in mustergültiger Forin dar. Weihevolle kirchliche Gemeindelieder und ein Gesang der Konfirmanden erfüllten das Gotteshaus. Die toten Buchstaben sind lebendig und sie erinnern Geschlechter und Geschlechter an die Vaterlandsliebe und Opferfreudigkeit pflichtbewußter Männer und Helden und mahnen uns, diesen edlen Vorbildern nachzustreben in begeisterter Treue und selbstloser Liebe zum deutschen Volke, für dessen Ehre die Gefallenen ihr Leben dahingaben. O Sch. otten, 2-l. Ncv. Gestern fand hier unter einer sonst nie gekannten Be eiliqung die Wahl der Au s sch u ß mitg l iede r zur Krankenkasse statt. Es waren 2 Wahß'vr^ schlage ei’gcgangen, einer von Cer Ortskva Een» lasse selbst, ter andere von einer Gruppe Arbeitgeber und -n^hmer. Don der Liste der Kasse wurden 2 Ar eilg^ter und 1 Arbeitnehmer gewählt, 1 Arbeitnehmer entfiel aus den ante en Wvhlvocschlag Die zweite Liste wurde einge-- reicht, weil ein Teil der Interessenten mit der Geschäftsführung der Kasse nicht einverstanden war. § Ulrichstein, 24 Nov. Der Wahl- kampf wirft seine Wellen b-i.s zum hoben Vogelsberg. Am letzten Freitag sprach im gefüllten Saal von P farm stiel Fnanzmi nister Henrich für die ©emotraten, am Sonntagabend sprach im Saal von Groh der Abg. Lux- Nieder- florstadt für die Sozialdemokraten. Warum aber die Ruhe des Totensonntags durch eine Wahlversammlung g stört wer en muß, erscheint und schlechterdings unbegreiflich Kreis Alsfeld. Alsfeld, 24. Nov. Wenn auch im abgelausencn Jahre die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse für die Bautätigkeit noch sehr hinderlich geaxfen find, so kann doch mit De- sriedlgung sestgestellt werden, daß- die Bau- tätiqtete. immerhin eine verhältnismäßig rege gewesen ist. Die Stadt erbaut» ein Sechs- fam lienhav.s, das Reichs i ranzm-nisterium ein Wohnhaus für den Vorstand des F nanzamts. der Kre.s Alsfeld ein Zweifamilienhaus für Beamte des Kreßes, die Gewerbeschule und Turnhalle erfuhren durch entsprechende Anbauten eine statt- l che, zeitgemäße Erweiterung. Daneben wurden von privater ©eite mehrere Wohnhäuser teils durch Umbauten, teils durch Erweiterungsbauten der vorhandenen Räume geschaffen. Im nächsten Jahre rft damit zu redjnen, öa^ m.der von ter Stadt geschaffenen Siedlungsanlage in der Ram bach Die tinen Baubwck für etwa 20 Hauser mthält, eine rege Bautätigkeit mit ®m^ung &t>n Siedlungshäusern einsetzen tmrd. Interesse ter Linderung der auch in^eskgsr Stadt sehr drückenden Wohmmgsnot wäre diese Entwicklung «ehr zu begrüßen. — Erne sehr seg^sitelche Einrichtung wird in unserer Stadt dankbar begrüßt, die E i n f üh r u n g d e r s o J Q "^e r' , veisnng, dcs läefannten amerikanischen Hckss- werkes. In richtiger Erkenntnis, daß auch in ten kleineren Städten Unterernährung, Not und Elend inre verderblichen Folgen an tem peran» wach!enden Gefchiechte ze gt hat man die Quate.- spe.sung für Als, eld zug lassen. Wahrend aus Grund der ärztlichen Auswahl ursprünglich 105 Sch Ender geipüst wurden, beichränkt sia> gegenwärtig ixe Speisung auf 10 Schulkinder, um mit t>en vorhanden.n Vorräten mögl.chst lange aus- zulommen. Daneben e.halten die Kinder durch de Alsfelder Noth . ife, die unter ter Leitung von Pfarrer Hechler steht, an zwei Tagen ein Wilchirühstück. In dankenswerter Weife hab n mehrere Damen vom Vorstand des hefigen Alice-Frauenvereins die Durchführung der Quäkerspeilung in den Räumen ter neuen Volksschule üüernomm.m. M t Bedauern sieht man ten Zeitpunkt näher kommen, an dem dieses edle Hilsswerk aufhö-en wird, da voraussichtlich we tere Mittel aus Amerika nicht mehr gewährt werden. Starkenburg und Rheinhessen. • Darmstadt, 23. Nov. (Eign er Ber'cht.) Die Deutsche Vvlkspartei hielt gesterii in ter Turnhalle am Woogsplatz ihre erste Wahlversammlung in Darmstadt ab. Als Redner traten auf Aeichsrniin ler a. D. Dr. Decker und Studisnvat Dr Keller. Reichsminister Dr. Becker charaktecifiene in feiner Rete die Links- und die Dechtsparte.en und >h e Politik in jüngster Zeit. Besonders beschäftigte er sich mit ter Aufwertungsfrage, dem Repara- tionspcoblem und dem Londoner 2lbk mmen. Der Redner trat für bte Ein bez rehu ng der Deutschnationalen in die Regierung ein, denn dadurch werde eine Festigung des Staates und |einer Einrichtungen erzielt. Ei e Aufwertung sei unbedingt notwendig, sonst würde in Zukunft niemand mehr tem (Staate, den Ländern unö den Gemeinden etwas borgen. Der Redner schloß mit den Worten: „Für die Deutsche Volkspartei gtat es keine engherzige, parteipolitische Betrachtungsweise, son cm rur die Rücksicht auf das Wohl des Volkes und des Vaterlandes, d. h. für uns Demtschland." Der für den Landtag kandidierende Studienrat Dr. Keller beschäfiigte sich hauptsächlich mit der Hessischen Politik Er f z.filiert? vornehmlich die Zustande im La n de s b i l d u ng s a m t, wo eine weit größere Vermehrung des Peisonals als 4ter Arbeit stattgefunden hätte. Äoch> n':cht einmal eine neue Schulordnung sei ke'chaffev. worden. dafür aber unz hlig^ Schulterord.-ningm zum Schuhe der Republik. Der Redner trat nichdrück- lich jür eine vertiefte Volksbildung ein und schloß mit ten Worten Gnei «raus: „Begeistere das melTschliche Geschlecht erst für feite P licht, dann für sein Recht." — Die Inhaber des Orpheums (Barietä- und der Licht' pielhäufer haben sich in einer 'Eingabe an die Stadtverwaltung gewandt, weil sie bü wrer S teuer von 25 Prozent beS Ka r t en p rei se s, die vom 1. Dezember ab erhoten werten soll, nicht bestehen könnten. Es wird verlangt, daß nicht das Frankfurter Vorbild (25 Proz.), sondern daS Pau- schalversahren, wie in Gießen und Offenbach, eirigesührt voird. Hefsen-R^ffarr. " dH. Bieber, 24. Nov. In der vergangenen Nacht wurden auf dem hiesigen Friedhof die beiden Schleifen von den gestern am E h r e n- denkmal niedergelegten Kränzen gestohlen. Eine größere Gemeinheit konnte der Täter nicht an den Tag legen, als sich an Dingen zu vergreifen, die mit den heiligsten Gefühlen dem Andenken unserer, für ihr Vaterland gefallenen Brüder gewidmet waren. Hoffentlich gelingt es der Polizei, der Anzeige erstattet ist, den Tater zu ermitteln, damit er an den Pranger gestellt werden kann und er außerdem noch eine empfindliche Strafe erhält. ][ M a-r bürg, 24. Nov. Wie schon kurz mitgeteilt, hat die Frage ter Desetzung dec Er war ein riesiger Mensch, als starker G'ser schon volleibig, mit Schullern, die eine Wand stützen konnten, und einem dicken Kopf voll ku z- geschnittener weißer Haare. Auf ter Breite seines frischroten Gesichts lag neben ter Spannkraft beharrlichen Wellens auch eine behäbige ©utmütigleit, und in den grau Überbuschten Augen der harte Etahlglanz einer mit Geistigkeit gepaarten Arbeitswut. Er war in der Tat ein Mairn lastlascr A beit mit unerschöpfckch s ü.ej eiter Nervrnkraft. Aber das Herz hing ihm schcec in der Brust und war mit Kummer erfüllt über fein einzig:s Kind, ein Töchterchen, die siebzeh i- jährige Theda, ein armes kleines, ewig kränkelndes Mätelchen. Maa hatte wieder Platz genommen. Das giünlich ab gedämpfte Licht der Hängelampe fi l über die vier Schädel. Die Spinnenfingsc des Iüstizrats Ligen auf seiner dicken Akte.imappe. Gert saß steif auf einem steiflehnigen Stuhl und spielte mit feinem Zigarrenetui. Geisbach griff in eine feiner Taschen und holte eine neue Sy®= trenna tecüor, Deren Spitze er mit den Fingernägeln abknipste. .Darf ich mir zunächst einmal das Wort erbitten," begann er. „Du erlaubst, Anton, ich, will kurz sein. Den ©cDanfenqing kennst du ja schon, Gech.rrt, und bist im Bilde. Es handelt sich um eine Verbindung unserer beiter Häuser. Beite Geschlechter stehewenn wir Alten tot sind, auf je zwei Augen. Du bist freilich ein Maun, ich habe nur meine Kleine. Einem gänzlichen Eilöschen des Namens Geisbach möcktte ich vorbeugen. Wenn du die Thed» heiratest, werten wir beantragen, daß du den Namen ei es Grafen von Hora- Damit Die Ob rhind verbleibt. Nu ja und Da würdest Da als m hart . cig e sich v n jccncm Siu hie aus. 1 . Schönen Dunk, Ontel Ernst," sagte es. „Bi-auchst nicht zu danken,- fuhr Geisbach fort. „Schließlich liegt der Dank auf) auf meiner Seite. Denn diese Heirat ist immerhin eine verzwickte Geschichte. Davon reden wir noch Abgesehen von allen sonstigen Fragen scheint mir d.e Verbindung auch in ihren pratt'ich n Folgen günstig. Dein guter Vater — entschuldige, Anton — hat sich sein Leben lang um Groß-Ponac verflucht wenig gekümmert —“ „Weil er anderes zu tun hatte," fiel Traf Hora ein. „Natürlich, weil er anderes zu tun hatte. Er nucßte bei Hose eine untertänigste Miene machen und große Feste arcangi -ren ir.iö konnte sich-höchstens mal im Herrenhau e ordentlich ausschlasen " „Weißt Du, Ernst, mit diesen überholten Sticheleien —" „Laß mich ausfprechen, alter Anton. Jeter auf seine Art. Ich gönnte dir deinen Hoffimmel aber was ich dir verdacht hab.', ist die Verbide- mng Groh-Ponars. Deine Inspektoren waren ten Deubel was wert, well nicht das Auge des Herrn über ifyren wachte. Nun grenzt Troh- Ponac an die Gemarkung von Schwichckte Die Kalilager ziehen sich bis weit in Deinen Besitz und die Abbaumöglichteiten Itegen da noch ain- - fL?^U)ichelte. Aaer dein ariftofvn- ^Ufiuten stieß sich ja doch immer an einer industriellen Ausbeutung!" rLef fcer Graf. „Aesthetische Gefühlswerte sprachen mit, to:i'er nichts. Ich w'llte mir Die Stelle meiner altem Tage nicht durch den aw"’ Stt 5”brit« SMÄ.n.MAÄiX »jSSK'iS'Ä ach taffe ffe ftiMXa Ä b.-huten, sie ist organisch ge'u.rd nur über- 5 ch_und wenn ich auch zuve lässig ans ihre völlige Gene ung hn Lause der nächsten ^eiV^-rGkfo 'N nach Ansicht der Aerzte ^ollziehnng oer Ehe hn Augenblick doch ?^un könnte die Hoch teil ja über- yav.pt noch aufgeschoten werden, aber dagegen vurch ven Rücktritt VeS Hemm Trofe fretgewvv- denen Oberbürgermeisterstesleam fix* tagabend ihre Erledigung gefunden. Wie in der Stadtvero uOnetenl iyung mitgeteitt wurde, Hatton sich etwa 1 0 0 D e we r b e r gcmeltet. Bon einer Auswahl von Den in die engere Wahl gestellten nahm man indessen Abstand und wählte den tn- zwischen in Vorschlag gebrachten früheren Ober- bü g?rmeifter von Frankfurt, Dr. Ge-»rg Dötgt, mit Männlichen abgegebenen güitt en St mmen auf die Dauer von 12 Jahren zum ObeiErih-gennctftet von Marburg, — In einer gestern im Haus 5reite hos abgchattenen Sitzung des landwirtschaftlichen Kreisvereins, in Der man die mißliche Lage Der Landwirtschaft infolge der M.h° ernte und des Hochwassers besprach, wurde in dringender Weife aus Die Notwendigkeit einer Lahnregulierung von Süden herauf hiagewiesen. Durch Die Ohmregulierung !ei die Hochwafsergrfahr im süaliche < Teil des Kreises Marburg erhi-blich gewachsen.' In diesem Jahre sei sechsmal Hochwasser d get e cm — Unter Anteilnahme einer mehrten en ckrp i en Menschenm nge fo.u> gestern aui dem (Slxenjr e> Hof im Habichtstal eine Gedächtnisfeier für Die Gefallenen des Weltkrieges statt. Auch die gesamte Studentenschaft und die Garnison war zugegen. Die Ge äch> nisrede, die von @e ängen umrahmt wurde, hielt Psairec Eisenberg. fpd. Frankfurt a. M.» 23. Nov. Die Eingemeindungspolitik Frankfurts soll nunmehr nach dem Oberbürgermeisterwechsel ein etwas schärferes Tempo einschlagen. In erster Linie durfte es sich dabei um Griesheim und Fechenheim handeln. Griesheim steht vor einem Wendepunkt in seiner wirtschaftlichen Entwicklung infofern, als die Elektronwerke einen erheblichen Teil ihrer Betriebe nach Bitterfeld verlegen. Fast 1000 Arbeitern und Angestellten wurde bereits gekündigt, viele siedeln nach Bitterfeld über. Dadurch tritt für den Ort eine schwierige Notlage ein. Die Steuerquellen vermindern sich außerordentlich, die Zahl der Arbeitslosen wächst ins Große, das Kleingewerbe des Ortes, sonst nur von den Chemischen Werken lebend, steht vor dem Ruin. Aus diesen Gründen sucht Griesheim Den Anschluß nach Frank- surf, und das um so mehr, als auch die Reichsbahn den Dau eines großen Bahnhofes auf Griesheimer Gelände plant. Die erste Brücke zwischen Frankfurt und Griesheim Durfte die Verbindung durch eine elektrische Straßenbahn sein. Auch Schwanheim am Main verliert durch Die Verkleinerung der Griesheimer Chemischen Werke ganz bedeutend. Se ne Einverleibung mit F ankfuct wird gleichfalls von der Mehrheit feiner Bewohner aus w.rtschaf tUchen Gründen dringend gewünscht. Aehnlich ist die Lage mit dem im Osten gelegenen Fechenheim. Hier bilden die Cassella- Werke Den wirtschaftlichen Mittelpunkt Des Ortes. Fechenheim steht der EingemeinDung mit Frankfurt durchaus freundlich gegenüber und wünscht in erster Linie elektrische Strahenbahn- Verbindung. Die Eingemeindung anderer Orte als die genannten liegen noch in weitem Felde. — Nahezu 30 000 Teilnehmer sind nunmehr dem FrankfurterRundfunknetz angeschlossen, eine Zahl, die man an den mah- > gebenden Stellen, als vor Jahresfrist der Rmite ! fimkdienst eingerichtet wurde, nicht im entferntesten geahnt hätte. Außer»ri>entlich schnell breitet sich der Rundfunk auf dem Lande aus. Wie uns mitgeteilt wird, gibt eS im Bereiche des Frankfurter Dienstes nur noch einige Dörfer ohne Anschlüsse. Die Teilnehmer^rhl ist noch fort- wählend im Wachsen beg-ifsen. Daß das Unter- nehmen der Reichspvstverwaitung sich unter diesen Umständen wirtschaftlich mehr als günstig entwickelt und hohe Ueberschüsse abwirft, bedarf keiner Erwähnung. Frankfurt a. M., 24. Nov (WB.) Heute nachmittag 6 Uhr 10 Min. ijt auf dem Bahnhof Saal bürg von Dem Perfonenzug 2C2I Frankfurt a. M.— Usingen ein Pecs onenwagen entgleist und umgefallen. Daber ist ein Reifender schwer verletzt worden, und zwar ist es Wilhelm D u 11 in a n n, 33 Jahre alt, aus Roth am Berg, der an beiden Armen Verletzungen Darxontrug. Er wurde mit dem Hilss- zug nach Homburg v. d. H. ins Krankenhaus überführt. Die Leichtverletzten formten Die Weiter- odec Rückreise mit Zügen von der Station Saal- burg aus antreten. Die Ursache des Unfalles ist noch nicht aufgeklärt. spricht wieder unser Alter — wir wollen di« ganze Geschichte in Ordnung haben, ehe wir uns hinlegen und zum letzten Male auf die andere (Seite drehen. Infolgedessen haben wir den Hei- patsvertrag mit einer Sonderklausel versehen. Mildner, schießen Sie los." Der Iusttzrat hatte die Papiere aus feiner Mappe schon vor sich ausg'breitet und spreizte die Finger über die Schriftstücke. „Ich habe die Klausel aufgenommen," sagte ei, „bemerke indes, daß sie juristisch ansechtälr ist. Es handett sich lediglich um eine obren- wörtlich e Verpflichtung — um di? eh-.eirwärt- liche Verpflichtung des Ehmicmnes, seinen ehs- lichen Ansprüchen an Die ihm angetraute Galten bis zu ihrer gesundheitllchen Wiederherstellung zu entsagen. Das entscheidende Wort hätte der Arzt zu sprechen." „Das Ehrenwort eines Edelmanns bindet wie ein Gesetz," warf Der alte Graf ein. Geisbach hob Die haarige Rechte. „Ist ja schon gut, Anton, ich kenne Den StoDej, er ist der jedes inständigen Menschen. Hier ist nur die Frage, ob Gerhart die Verpflichtung unterzeichnen will." Gerhart zog die Stirne hoch. Seine Gedanken fuhren in diesem Augenbirck spazieren und sprengten die Zrmmerwänte. Er war schon in Peking Aber sofvrk kam er zur Sache. „Eine Frage zurück, Onk l Ernst," en'g^g -ote er. „Vater sagte mir, Theda sei nicht nuc einverstanden. sondern — sondern habe sogar den lebhaften Wunsch nach einer Einigung, wie Ihr sie »orschlagt. Da liegt doch kein Mißverständnis vor?" „Durch,ms nicht," erwiderte EeiS5ach. „Thrba ist völlig klaren Geistes und sieh alle Vorteile dieses Gheschlusses ein. Die vvakt'schen, und ich will hinzusügen. auch die ideelen. Si' üe- en auf dec Hanü, so paradox das Unei g weih en klingen mag. Und noch eins, Gerhart: Di? Kränklichkeit Thedas lieh nicht zu, daß Ihr Euch in den letzten Jahren öfters saht. Aber Du stehst ihr noch immer in lieber Erinnerung." Gerhart neigte den Kops. S in Atem ging schneller, Die Miene blieb unbewegr-. (Fortsetzung folgt) wollen di» y wir ui» die andere r M &'* ( perscha. ^tt, ti aa Steib. ^aft. R mth- > «b» In ieSin. y fou blei ein ’ erster im und chl vor *n Snt, le einen toerfelb Wen »Alter- z Ichvie- mindern 'etldloltt ä Ortes, i lebend, msucht Jranh Aeichs- ses aus Drücke litte die irische infoeim lung der ebeutenb. :d glcich- bner ans Wünscht. Men ge- Saf'eUa- Ä Ottes- t Zrank-- ivünscht ubafjn- anderer i weitem met sind anfneb den Mahner Aund- mtfernle- >11 breitet ui. Wie W des fer ohne ch fock- i Unterer diesen stig ent , bedais '«rails rng'ej ^i'letn rt'e et -*»t ei :-'ite> 'eiet iitW Halt 5e Lch> de. hielt fctoofr H bet «ö* ! einer teiltet en ht. 11 '3tanl: ntoagen et tst ein -Len. und Jahre alt, en Amen dem Alfs- lMsüber- .e Weiter« ttipn Saal- Falles ist den liehst aus seiner spreizte die neu,“ !n rn ■cn'9'9^ hi nur «n 'sogar M a n>ie. es >'Ä Sr BNNonrn TiDstnt 0.48» 1,450 1,29 10,50 0,403 14,60 70.25 15,50 21,40 Banknote» 13,5 1,071 2,85 37,1 2,40 1,11 1.1J 1.5 5 0.6 1,270 45 41,6 37,75 24,75 3,85 21,4 5.13 22,40 18 25 20,25 20,>8 7 17 16 fl,4C 14,5 60 22,40 17,50 $0,25 20,1 5,13 10,-0 22.75 17,90 20 20 20,13 16,25 9,10 16,25 51,75 19,5 2,10 3 8,75 0,85 1 6 2,8 2,9 9,1 9,75 | 120t) 6.6 11 12,13 14,75 16,95 9 8,6- 57,5 2 Ti n n |t n fi 20.2- 13, 9 19,35 72,12 118.23 1ä,14 61,9 6,912 2,21 112,29 8U, 0 67,26 11,81 6.83 5,65 10,6 12,90 14,SO 11,25 1,95 0,410 61 14.8 > 10,75 69,9 71 14 16,63 24,75 3.8 10,4 2-W 5,05 10 75 12.1 14,60 2 0,4 0,35 63 14.2J 1J.2» 65 70 92/0 14 16,40 5,9 10 44 13 .8,9 37 (3n einem Teil der Aussage wiederholt.) Die französische Anleihe in Amerika. Paris, 24. Aov. (LU ) Wie aus Reu- York gemeldet toird. teilt das Morgan- Syndikat mit, daß es die französische Anleihe von 100 Millionen Dollar am kommenden Montag auf dem amerikanischen Markt anbieten wird. Die Anleihe wird in Obligationen zu 100, 500 und 1000 Dollar ausgeschrieben. Der Zinssatz beträgt 7 Prozent. Rückzahlbar ist die Anleihe in 25 Jahren Die Emission erfolgt zu 94 Prozent. Die KoaponS werden am 1. Iult und 1. Dezember eines jeden Jahres b^ahlt Ferner soll aus monatlichen Zahlungen, die jährlich insgesamt 4 200 000 Dollar betragen, ein Amortisationsfonds gebildet werden. 1 4’ 20,33 3,9 19.4'. 22.2 V9.C7 16,22 (2.26 6,j32 2,232 112,8 01,17 67, 4 11,67 b,6u 5.13 10 Id 21,40 17.13 19,20 >9,60 16,50 9.39 13,9 48/ 59 2 3 8,2 0,875 1.6 2.8 2 75 8.9 0 W 1, 69 1 1.440 1.100 1/vO 1.3 1,4 4 2 88.4 9,625 40 1119,70 1 5,75 11 | 12,60 15,13 1,30 0.4 0,375 I 64 14.5 10/0 69 69 73 96.50 14 15,6 6 10,9 49,40 19 1 37.25 I 24,18 I 3,76 Frankfurter Abendborfe. Fcanksu ct a. M, 24. Rov. 3m Abend- vsrkehr fetzte sich zwar dec Mittags aufgetrÄene Kurs druck nicht weiter fort, doch litt das Geschäft unter einer weitgehenden Zurückhaltung. Die Kurse zeigten im allgemeinen mir wenig Veränderung. behaupteten vielmehr ihnen Mittags- ftand. Leichte Grhvlungen stellten sich mir am Chemie- und DanVenmcrrkt ein, wahrend die übrigen Märkte eher zum Aachgeben neigten. Sehr still verlief der Anleihemarkt, obwohl teilweise leichte Erholungen einietzten. Kriegsanleihe 845 bis 850. 3prvz. Reichsaickeihe 1450, Zi/iPrvz.Preuß. Konsuls 1362 bis 1375, 4proz. Bayern 1462, 3',:- t- t« d. • ( I 1, »4 NeNungSziffer bei der Deutschen Bant nut grpjye Spannung erwartet. Die Börse schätzt die Um- 'tellungszifter auf 7.7 bis 7.5 za I. Zum erflen Male wurden die Anteile der Berliner 5) andels- geseMchast tn Gold notiert. Die erfte Votierung stellte sich auf 120. Auch für Farbwerte Mkbt i^ach wie vor JntereTTe, dagegen bl.eben Kattwerte vernachlättlgt. Am Kolo n i a l m a rt l lebte das ZntereNe für Südsee weder auf 3m Frei verkehr stellte sich der Kurs auf 54 b» 55. Auch nach Diamant herrschte rege Aach- frage, sie notierten 17,75. Dec Geld m arkt ble.bt weiter angespannt, tägliches Geld ist zu HL pro Mille gesucht. 2lm internationalen Devisenmarkt hatte das englische Pi und eine kleine Abschwächung zu verzeichnen dagegen blieb der Pariser Franken auf die Anleihe In Amerika hin fest Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des .Diebener Anzeiger'.) Frankfurt a. TL, 24 Aov. GS wurden notiert: Weizen (Wrtteraueri 21 -232i. Arg en < inländischer) 21,50-22,50. Sommergerste Jur Brauzweckei 24—26,50, Hafer < inländischer) 17,50 bi« 21,50. Mais (flelb) 21-21,50. Weizenmehl iintändi'cheS, Spezial 0) 35-38 50, Acgg.nm h. 31 50-35, WeizenNeie 12.50 12,75, RoggenUeie 11,75-12, Gibfen 30—38, Linsen 45—50, Heu (süddeutsches gut. trocken) 11, Weizen- und Roggenstroh 6,50-7, Treber lgetrocknet) 20-21. Tendenz: Anziehend. Frankfurter Schlachtviehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".! Franks urt a. M. 24 Aov Austrieb: 1160 Rinder. 221 Ochsen,- 52 Bullen, 886 Fär en und Kühe, 1 Fresser. 414 Kälber, 309 Sd»fc, 3030 Schweine. Es wurden bezahlt pro Zen vier Lebendgewicht: Binder: Odilen: vollsleischife ausgewach cnc höchsten Schlaä twertes 52 58, junge, fleischige, nicht auSgcmästeie und ältere auagAnäftete 43 -51, mäßig genäbcle jun e und gut genährte ältere 35—42: Bullen, volis Z chice ausgemästete Fär.en höchsten Schlach wertes 42 bis 48, vollsteischige jüngere 35 -40. mäßig ge- uälZrte junge und gut qenähcle ältere 3' -34; Färsen und Krche. vollst i d.iqc siete Färsen höchsten -Sch.'achtwettes 43 -55, Voll! ei d> qe ausgemästete 5Vübe höchsten Schlach:wertes Ci5 , u 7 3obren 40—48. irenig gu .n.n? .delle Färsen 37—46 ältere ausgcm ist: ? u id we >i i gut enttoidcUc jüngere Kühe 32- 40. mäßig genährte Küh- und Fär en 23—30. gering chenahcle Stühe und Färsen 10—20 Kälber: f irre 0)L'illalfcer 68—75, mittlere Mast- und b.'fic Saugkälber- 53 bis 66, geringere Mast' und gute Saugkälber 50 bis 57, geringe Saugkälber 40- 45. Schafe: Mastlämmer und Ma h mmel 34-33, g rl tgcre Masthammel und Schrfe 25 - 33, mäßig g nähc'.e Dämmel und Schafe lMerzfcha e >0—24. Schweine: vollflKschige von 80 bis 100 Kilo 73-76 unter 80 Kilo 62 72. von 100 bis 120 Kilo 75-80, von 120 bis 150 Kilo 75 78, Fetisch weine über 150 Kilo 75 78, unrein? Sauen und geschnittene Sbcr 82-70. Marklveilauf: Auhiger Handel. Schweine nicht ganz ausverkauft. Berliner Produktenbörse. Berlin. 24. Aov. Am Produktenmarkt trat eine neuerliche erhebliche Befestigung ein auf Grund höherer ausländischer Meldungen. Dezemberware 218. Januar 227. Mehl gegen öam«- tag 2 tiÄ 2,5 Mk. höher gesucht. Der Schluh war mbigpT. Es notierten je 1000 Kg. W?i.zen (märt.) 217 bis 224, Roggen imärf.) 212 bis 215. Gerste (märt) 220 bis 240, Gerste (neue) 190 bis 200, Hafer (märt.) 170 bis 176, Hafer (pornm.) 159 bis 167, Raps 400, Leinsaat 410 bis 420: für je 100 Kg.: Weizenmehl 29.50 bis 32, Roggenmehl 28.75 bis 31.75, Weizenkleie 13,50 bis 13,70. Roggentteie 16, Diktoriaerbfen 30 bis 34, «'seine Erbsen 20 dis 23, Futtererbsen 18,50 bis 20, Peluschken 16 bis 16,50, Older Bo bn en 21,75 bis 22, Widen 17 bis 18. Lupinen (blau) 12 bis 14, Lupinen (gelb) 15 bis 17, Geratene (alt) 11 bis 16, Seradelle (neu) 16 bts 17,50, Rapskuchen 16 20 bis 16.50. Leinkuchen 25,50 bis 26. Trodenlchnitzel 8.60 bis 8.90. Torfmelasse 8,20 bis 8,40, Kartoffelstöcken 17,75 bis 18.25. KeN» | Brie« Kirche und Schule. ♦ Kirchliche Dien st nachrichten. Am 17. Avvernber wurde dem Pfarrer Gustav Hoss» mann in Maulbach die evangelische Pfarr- stelle zu Ma.nz-Mombach. Dekanat Mainz, dem Pfarrer Otto Schell zu Ober-Ofleiden die evangelische Pfarrstelle zu WormS-Psissligheim, Dekanat Worms, dem Pfarrer W.lhelm Klin- gelhösser zu Langsdorf die evangelische Pfarrstelle zu H ö ch st a. d. A., Dekanat Rodhe.m, übertragen, und der durch den Fürsten Franz zu Zsenkmrg-Büdingen in Dirstein auf die evangelische Pfaerstelle zu Hihkirchen, Dekanat Büdingen, erfolgten Präsentation des Psarr- verwalters Paul Lenz zu Hchllrchen die Bestätigung erteilt. Wirtschaft. Deutsche WährunqSsorqen. Sie Aufrechteichüiung ter deutschen Währung lst feit ter Stabilisierung bewußi auf Kosten ter Wirtichaft vorgenominen worben, und zwar m t Folgen, die in den Ziffern der KonkurS-Stc»: >ftik und ter Arbeitslosigkeit u«uilid> zu erfennei sind. Di? Aufrechttrh d u g ter Wah u g un r Derrn? idung einer neuen Znflation i't (abge eben von ter vorüberg h,noen Reniemnark-Zi.slrtiol' vom Februar—April ds. 3s ) geln gen trotzdem ter Eeldumlvmf mit zur Zeit über 35 D ld.nil rar en (1,375 Milliarden Reichsten knoten, L93o M l- li.irten Rentenmark. 160 Millim en Mü zen, rd. 50 Millionen teuild) « unD franzöuicher A tg ld) reichlich hoch ist angZichtS des Geite.nlaufr von 5—6 Milliarden der md reiche en D rk: egrzeir. Ausgleichend Hut vor all.rn g wirkt tte Erröteng des Goldbestandes ter Reichsbank, ter in re'a.iv kurzer Zeit um ungefähr dir Hälfte .zunehmen konnte, sowie die sehr erhcibliche Zunahme des Devisenbestandes ter Reichsten!. Auch de fast restlose Zunickziehung des deutschen Rot^eldes, das noch im Dezember 1923 mit über einer Golb- milliarde im Umlauf war. hat gute Dienste ge- ') Dorn RüdzahlungSwert. t) Goldkurs. Berliner Dorfe. (Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger".) Berlin, 24. Aov. Die Börse zeigte in der neuen Woche etwa dasselbe D.ld, tote in ter Derftonenen. Das Interesse für Aktien beginnt sich zu heben, wählend ter Renten- markt langsam abflaut. Aaturgemaß f nd auch hier die Umsätze noch groß, bleiten jedoch hinter denen bet Dorwoche zurück. Am Montan- martt herrschte rege Geschäfts tätig teil. Recht lebhaft war auch das Geschäft m DanÄktten. Dor allem tourte heute die Bekanntgabe ter Umprozentige Bayern 1462. ii'rprvz. Sctetzanlelde von 1924 450 Ztoanqsanlerhc 12,0 bis 13. 4proz. Baten (14) 1500. Die Tenteuz war also hier uivirrheittich. Am Mvntairrnarkt bröckelten die Kurie weiter leicht ab. Buderus 14>-, Gelsenkirchen 70i«, Mannesmann 47,8. Ober beteil 10'., Siinnes-Riebeck 37'/„ Tellus 2,4. Am Lhrnne- markt waren einzelne Den? (eid)i gcbdlcrt. Zur Äotiz kamen Badische Anilin 22 . Chemisch: GricÄheim 201/8 bis ^'«. Scheideanitalt 15/J5, Eiterfelder Farben 20" >. Th Goldschmidt 17» s, Höchster Farbwerke 20 bis 20> g. Holzverkohlung 7,2. 3n Elekttowerken eNvlgten neu: (5>coinn- sicherungen. AEG 9, Licht und Kraft 73 s. Marn- kraft 8 ’ s. Fellen 261 Siemens u H<üsle 57> .. Am Daakenmarkt zeichreten sich Reichöbankanterle durch eine neue Befestigung aus. Das Papier stteg auf 573 s bis 5 «. Sonst gingen noch um: Berliner Handelsgesellschaft 120, Koinmerztenl 5" c, Darmstädter Bank 10,9 bis 11 Deutsche Bank 121« bis in, Diskonto Kommandil 14- . und > Dresdener Dank 77 9. Oeslerreichtsche Kvedrlaktion 0,405. Sonst kamen noch zur Rotiz: Kleyer 2, Aschaffenburger Zellstoft 20> .. Zement Heidelberg 213s. Dycter- hoft 4,4, Hoch- und Tiefbau 1,7, Dingwerke 3,4 Spinnerei Hammersen 181/«, Gebr. Jung ha ns UV«, Lech werde 16' .., Rhernmetall 8, Julius Sichel 2,9. Zucker Heilbronn 3, Oftstein 3,05. Zvll- tnrfen 934. SchantungLrha 2.4, Alte Lombarden 7,8. Anatolier I 6 Billionen Prozent. Die Abend- börfe schloh in lustloser, unentschiedener Haltttng. Dörfenkurfe. schatt «läge der We«tteut1chen Grvyeisenindustrie hat sich, wie aus Duisburg gemeldet wird, leicht flcbcfTert, da stärkere Aufträge au8 dem Ausland? cbigcflangen sind. 3n der Metallhütten- industrie erweist sich ter Absatz als befriedigend. Durch die c 1 ngegangenen 3nlanteitfttäge kann sich die Beschäftigung beim Eilen-, Hoch- und Brückenbau auf dem bisherigen Stand halten. 3m Eifen- bahnteu ftnb Betriebseinschränkangen zu befürchten. da die älteren Aufträge zum Teil erledigt sind und neue Aufträge nicht herein- kommen. Die Maschinenindustrie arbeitet ohne jede Störung, wenngleich die vorhandenen Einrichtungen nicht voll ausgenuht werden. • Antipathie gegen deutsche „An - l e i h e p i l g e r". 3n ausländischen Kreisen mehrt sich die Abneigung gegen die deutschen .Äteöttcilger“. Man ist beispielsweise in Holland neu^rdi^gz den deutschen Anforderungen gegenüber recht zurückhaltend: z. T. liegt die« ja auch an der Derknapvung des holländifchen Geldmarktes. Immerhin fofl nicht unerwähnt bleiben, daß gerade von holländischen Banfkreisen aus einer gewissen Zurückhaltung gegenüber Krediten für Deutschland das Wort geredet wird. Man glaubt, daß nicht immer mit ter nötigen Dorsicht vorgegangen wird und daß unter Umständen schlecht? Erfahrungen in nicht ferner Zeit eintreten könnten. In solchem Fall» tourte man den Teil für daS Ganze nehmen, was dann für die gesamte deutsche Wirtschaft schwere Folgen haben lcm wobst diesem Derfahren weit mehr Erfolg formte. Aus holländi'ch»n Fachkreisen kommt die Forderung, daß die Großbanken tmh die großen Industciegrupven Sammelkredite ausnehmen sol- r-er heißen wird. Jedenfalls sollte man sich diese warnende (Stimme aus Fachkreisen zu Herzen nehmen. , , • Frankreichs Außenhandel. In den ersten zehn Monaten d I. führte Frankreich Güten im Werte voll 32 599 153 000 Franken und nn Gewicht von 47 407599 Tonnen ein. Die ent- sprcnben'.>en Zahlen für das Dorjahr waren 2^ 581 376 000 Franken und 44 788 117 Tonnen. Die Industrie führte für 21 117 176 000 Franken Fabrdatio-nsmaterial ein. Die Ausfuhr stellt? sich auf 33 979 387 000 Franken bei einem Gewicht von 23 924 465 Io-rren gegenüber 24 339 665 000 Franken und 19 784 721. Tonnen im vorigen Icchre. Fabrikate wurden für 20 662 060 000 Franken ausgeführt. Devisenmarkt Derlia-Frankfurt a. M. sstu Btlltonrn Mark auflaebrütft Bncno*-Htrel. London. Uhu» hort. Jqoo.ii. Mo br Jto. Hro für ein« Ewbest Mlrn 0:» toubapeft <ür tQUH® L^udenrn, alle« üürtzn für 100 flHnbritin.1 Telegraphtfche Auszahlung. (Obne Gewähr.) leistet. , , r Run soll in Zukunft ter Gellunnllraf erheb- sich geseigert üjer.en. ReichSbankpcä.i ent Dr. Schacht gibt an, daß wir unter Heranziehung der ReparationSanläh? und unter Steigerung ter Prägung von Silbermünzen, die wir m einer Höhe bis zu 1.2 (SctLmdlllartet ausgeten können, zu einem UmUuif von insgesamt 5, 5—6 Gölte mitltarten WährungSgelö kämmen würden. D-e- fer Betv>g ettcheint ^ichlich hoch zumal auch de b.ae ts gewährten bzw n ch zu ge rät) ende. Au.- lanbfiebitv die cechi acohe Gesah ter Kredit- tntUiion in sich schließen. Denn Au stand kred 1 e beteuten, wirt ch.f ck 5 b-ttncht.t nichts an eccs als küistltch: un) zuä:.lih? ÄiufLuft« teigerjnq. Die nichts zu tun hü mit einer aus eigener Kraft gewachsenen Leistungsfähigkeit ter Wirtschaft bzw. einer getunten Zunahme der Aufnahn eäl/tg- feit des Inllmdmarktes Rach den früher gemachten Erfahrungen muh man auch jetzt die große Sorge feiten, daß dir Auslandkredite rn v.ele.i Fällen nicht zur Derrneh-uug und zur inneren Festigung des letensnoNvendigen Teiles ter Wirft chaft verwandt, sondern dem über lässt "en Teil der Wiri:ch»ft zugeftchrt bzw im überflüssigen Derbrluß an Zinsen utto. das deutsche Kapital verr ngeit. Mc» x kann urm xilid) Kapit ckm i gel ii enem Lande kurzerhand durch Ausla itea.dtal beseitigen. Abgeiehcn d<>von, daß diees hoi) verzinst und verhältr.ismäßig schnell zurückg-zahlt tocr en mutz, birgt es die Gefahr ct er Ueberreizung der Produktion und ter toii.tschaftli den .Kaufkraft ter Bevölkerung und ter Wirtschaft in sich «Sefund bleiben kann eine Währung nur, wenn Finanzierung und Erh lung ter Witt chrft gleii)en Schritt h.,lten Ruc durch ten Aufbau tes inländ.fchen Kapitals kann der Kapitalbedarf ter teutschen Wirtschaft allmählich befriedigt werden. Dieser Weg ist zwar (airgfamer und entoehrenSreicker als der andern, dafür aber sicherer, da eine zu weit gefj-nte äteranzi -hung tes aus'.ä di chen Kapitals mit Rolw.nCig eit zu tetenllich ien Erschütterungen fuhren muß. V’tfTbT .... Schluß MMaq. Fu'* bbrle 1. 11 11. • Zunehmende Spartätigkeit in Westfalen. Die Spartätigkeit bei den westfälischen Sparkassen hat sich im Oktober günsttg entwickelt. Die Gesamteinlagen der Sparkassen in Westfalen haben die Summe von 109 Mill. Mark erreicht. • Besserung der Lage tn der west - deutschen Großindustrie Die Witt- Vb T#uf1Cbt 51ftd)#rutid)f epncvranueiiauletb« *•/. Prrutztlch« ÄoniolÄ - - • tf.ommanbit . - . MrtaUdank.......... MNttldeutiche Irrbttban! . Ccfirrrcittindie ltredtlaastaU wrstdauk............ Bochumer del «•••«•* Buder.!» . . . . Laro .. TkUtsrbSurrmdnra ..... WfHeiirtrCbcnrr Berawert» . . borptutr Brrgd-m...... tzallwerke StstdrrSleben. . . . Raltwtrf Weiteregelu Vatiraäüttt........ • • Cbcrbebarf • • • . Phouv Bcratza»....... Olbrinitatil........... ÖUebert -.8/ontan........ tcUu« Iticrabtux..... • . Penndurg-Smettka Paket. .. vlordbeuNcher Lloyd Cheramlsche Lerke HlM# . flrmeutrotrl Heidelberg . . Vbtltpp Holzmann...... klnalc>'Tvnt -cSuano . . . . . Badlschk Autltn..... Lbcmilche Mayer vlapta .. Voldschmtdt . . ....... BruS tintfr Tlecrroa .... Höchster Farbwerke ..... Holzoertoblung . . ..... NülgerSwerke ........ Echetdeanüalt ......- - kllla 6lertTUitä*Gefeaf(6an Bcramann tvtauilluftwerkr ........ Schuckcrr............ Siemen« & Haltte ...... Vdlenverke »leyer »*«.«. Datmlcr Motorm. ...... Hevllcienftaedt......... Meoinn............. granffurtcc Armaturen . .. jkousn-venfabrtk Braun - . Metastqesell'chaft ^rcmkfort. Pei Unten A-.S........ Scvuhladrtk Her» ...... Eichel. . MfUftort Waidbof Zuckerfabrik Frankenthal . • Zuckerfabrik ftnabäukl ^tnnrfnrf 1 M 7^71= F1,f* , bin le Frt«*. *♦. Vovbr. «merlkanllche Rote» .... Noten ....... Dänische Noten ..... (inalifdit Noten ...... Frun;ostfche Noten ..... Holländische Noten ..... ^toltenrtdie Noten ..... Mc-rwemlchr Noten...... Deutsch c-esterr . i 100 Kronen Rumälttiche Noten Cchivedtsche Note« ..... Schweizer Noten ....... epanische Noten . Tschechoslowakische Noten . . Uagaritot Noten . .. • Ne^arl. voll roll voll t-nll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll ■» . Novvr. •4 Nov r. Reyart. «Imtliche Nottrruni t«rie 1 Brief Fiiiiui.ee uotu-r 11 • tBrlo et 1. 24 flrnff.- Bott ISS, 2 »oll voll .tntw :>o,»s 20,42 > «32- 20,425 »oll voll Ld'-ist^mrio 2,04 62, 6 02,04 62, 6 voll voll itor.rhaaen 73,7? 74, 8 '.3,70 74,13 uou;oeu eto-’-. -lm . ••2,42 7'2,91 112,42 112, 8 von voll HelstnaiorS ittalien. . . 10,6^6 '8,22 in, «' 18,32 19,1 10, S. 10,14 ’0,5ö U>,24 oollvoll oM voll Ponton. . . 19,41 y, 7 S,4’ voll voll Nruvork . . 4,1) 4,2' 4.U 4^1 voll voll N->ri«. . . . F2.20 »2,32 $2,18 22,60 81,2, von voll 8»,veil . . 80,75 11,1 at.85 vo>- voll Svo ien . 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