Ur. 226 Erstes blatt Donnerstag, 25. September 1924 174. Jahrgang Die Informationsdienst) (Eigener uff nur bei in Deutschland erungdfontD li io wiederholt.) der Uebersee' Annahme von Anze.go' fürbieTagesnummer bis zum Nachmittag vorhc ohne jedeDerbindlichkeit Preis für l min höhe für Anzeigen von 27 mir Breite örllich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re Klame-Anzeigeii d 70nm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrist 20 n Aul schlag. - Derantworllich für Politik u. Feuilleton Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil. Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in (Biegen. tiguns nd d«r tote » „idergela*"' Wiedereinbürgerungsanträge benötigt werben konnten oder aus denen sich Rechte für den Fiskus ergeben ober solche Akten, die für 11 e b un - gen der Reichswehr und für den Fall ihrer Einsetzung zur Deka m p fu n g von Unruhen auch weiterhin von Wert sein konnten. Die Akten sollen eingestampft werden. Der der Vernichtung der Akten müssen zwei besonders zuverlässige Beamte aus dem Bereiche der zuständigen Aufsichtsbehörde zugegen sein. Don beiden Beamten ist möglichst an Ort und Stelle eine förmliche Riede rschrift über die Vernichtung aufzunehmen. Die deutschen Sachlieferungen. Die Aufwertung. Berlin, 24. Sept. (Wolff) Der Unter» ausschuh des Aufwertungsausschus- ses des Reichstages trat h.ute vormittag zu einer Sitzung zusammen, die auch noch den ganzen Rachmittag ausfüllte und in der er sich eingehend mit der Auftverlungsfrage beschäftigte. Es kam einmütig die Ansicht aller Parteien zum 'Ausdruck, daß der Spekulation unbedingt j der Boden entzogen Werden müsse und daß für eine eventuelle Aufwertung lediglich der Rächte is des allen Besitzes in Frage kommen würde Wie aus parlamentarische i Kreisen verlaute, lieh die Reichsregierung ihren S and» punkt dahin erklären, dah eine Aufwertung oder auch nur eine geringe Verzinsung in dem jetzigeir Zeitpunkt vollkommen u n - möglich sei. Der Beweis der Unmöglichkeit würbe an Hand der lommenben Etatznhlen ge= grden. Die Verhandlunr.en des 'AusWertunas- untcrausschusfes find, rhna bah es zu einem De- schluh gekommen wäre, aus Donnerstag mittag vertagt worben. Wie aus parlamentarischen Kreisen verlautet, besteht das Zentrum nach Wie vor aill seinem Antrag einer Verzinsung von 0,5 Prozent. Dieser Antrag soll angeb sich auch bei den De u 1 schna t ivna le n lln- terftübung finden. Zu den Ausführungen des Reichsfinanzministers in den Unterausschuh Verhandlungen erfahren die Blätter, dach der Minister einen Plan entwickelte über die Art und Weise, wie den nachweisbar bedürftigen Besitzern von Kriegsanleihen auf sozialem Wege geh.'lfen werben könne Auf die Besitzer anderer Reichsanleihen bezieh: sich ber Plan nichtz Die Militärkontrolle. Vernichtung der Stammrollen bei den Zivilbehörden. Berlin, 24. Sept. (WTB.) In der Ausführung der von der interalliierten M i - l i tärko m m i s s io n auf Grund des Do^ller Vertrages gestellten Forderung auf Vernich» tung alter bei den Zivilbehörden vorhandenen Urkunden, Listen, Stammrollen usw., die gegebenenfalls die Rekrutierung und überhaupt die Mobilisierungsmaßnahmen erleichtern tonnten, erließ ber preußische Minister des Innern eine Verfügung, wonach alle auf die Mobchinachungsvorarbeiten bezüglichen Listen der Zivilbihörden sowie di: MobilmachungsMne unb die aus der Zeit vor und während des Krieges stammenden Akten zur Durchführung ber Rekrutierung, insbefonberc auch die Landwehr- und Landsturmrollcst, vernichtet werden sollen. Von ber Vernichtung ist eine Reihe Akten ausgeschlossen, die für die Prüfung etwaiger M HllgiffllWfflÄ Stadttei»»» £B.) Ueber dm der Seekabeltele- aturfvrscher- ’rud Pwf. §r. ident des Lelo i. Bisher bnrat fabeln nur recht Lv.s den Äabdn aila werden Mi 80 Buchstaben be- nd seinen Marien, die Gelchvin- )0 Buchstaben n. liorbamertfa. (DB) Bei einem । DisoMn tomai er den Beckchtm Am bem &turm vri. Die Völkerbundsfrage. Die Aufnahme des Kabinettsbeschlusses im In- und Ausland deutsche Denkschrift an die Dölkerbundsmächte. muh, nachdem die direkten Vorstellungen der deutschen Reichsregierung bei den in Betracht kommen den Regierungen erfolglos Waren. Auch ber Deutsche Inbustrie- und Hanbclstag richtete an bie Reichs regierung die bringende Ditte, alles zu versuchen, um biere französische Maßnahme rückgängig zu machen, zum mindesten aber bie Rückerstattung der Ab gäbe in bar zu gewährleisten. Aus keinen Fall dürfe Frankreich bie Abgabe als Repressalie bei den bworstch nben Handelsvertkdgsverhaabluiige i verwenden Die Ausfuhrabgabe an Frankreich. Der Hansa-Dund fordert schiedsrichterliche Entscheidung. Die Einführung der 26prozentigen Reparationsabgabe durch Frankreich mit Wirkung vom 10. Oktober 1924 hat den Hansa-Bund veranlaßt, bei bet Reichsregierung um Herbeifüh ung einer schiedsrichterlichen Entscheid ung auf Grund des Londoner Abkommens vorstellig zu Werden Rach den in der Eingabe des Hansa-Bundes gemachten Darlegungen ist durch die erneute ErWei.erung des Systems der Reparationsabgabe auf die ben schen Exportwerte eine Entziehung von etwa 3 0 bis 350 Millionen Goldmart an Devisen ing ngen im Jahr zu befürchten. Dieser Ausfall ist bei ber jetzigen Lage ber Handelsbilanz selbst bei verhältnismäßig günstiger Gestaltung brr Zahlungsbilanz durch internationale Kredite für bie deutsche Wirtschaft nicht zu ertragen und muh zwangsläufig der endgültigen Wäh- rungsgelundung entgegenwirten. Die Ste- tigleit ber Währung anerkennt aber auch bas Sachverständigengutachten unb mit ihm dar Londoner Protokoll alsdieersteVoraussehung für eine dauernde Leistungsfäh'.gknt der teit^ci Wirtschaft zugunsten b:r Reparationsgläubiger. Die Reparativnsa bga b.n England- und Frankreichs widersprechen nach Aufastung des Hanfa-Dundes bei für die ZahlungsÜbertragungen feftgelegten Richtlinien, so bah eine Prüfung dieser Frage durch das im Londoner Protokoll vorgesehene internationale Schiedsgericht erfolgen [ilgesdiäfieo Seilschaft n. Berlin, 25. Sept. (Drahtmeldung.) Wie Wir hören, hat bie Retchsregierung den Empfang ber Parteiführer vorläufig noch zurückgestellt. Es ist lediglich eine informatorische Besprech ung mit ihnen vorgesehen, bereit Zeitpunkt noch nicht festgelegt ist. In ben Kreisen ber Reichstagsparteien sieht man in dem Deschluh zur Völkerbunbsfrage lediglich eine provisorische Lösung, über bie man sich ein abschließendes Urteil noch Vorbehalten Will. Dle Regierungsparteien billigen bie kluge unb vorsichtige Haltung ber Reichsregierung, bie nach ihrer Auffassung unmöglich jetzt einen Zulassung-antrag zum Völkerbund stellen konnte. Sehr interessant ist bie Stellungnahme innerhalb ber beutschnationalen Kreise, bie nicht als einheitlich bezeichnet warben kann. Diejenigen Kräfte innerhalb der deutsch- nationalen Partei, die unter allen Umständen den Eintritt in bie Reichsregierung herbeizuführen wünschen, sehen in dem Beschluß der Reichsregie nmg kein Hindernis, indem sie darauf Hinweisen, daß eine Festlegung Deutschlands noch nicht erfolgt sei. Die Minderheit, die den rechten Flügel repräsentiert, glaubt allerdings die Haltung ber Reichsregierung scharf kritisieren z i müssen, ba ber Kabinettsbeschluß sich übe - bie Frage der Rotisizierung der Kriegsschulderklärung völlig ausschweigt. Eine Einheitlichkeit in ber beutschnationalen Gesamtauffass mg Wirb erst auf der Vertretertagung am 30. September hergestellt Werben können. Die Umstellung der Zolltarife im besetzten Gebiet. Koblenz, 24. Sept. (WTB.) Die Verhandlungen in ber llnterkommission für Zollfragen sind, soweit zollrechtliche Fragen vorliegen, zu einem gewissen Abschluß gelangt. Die alliierte Zollregieverwaltung ist in Weitgehendem Maße mit den deutschen zollgesehlichen Vorschriften unb ben dazugehörigen Aussührungs- Lestimmungen unb sonstigen Anordnungen versehen unb hat damit ihre Dienststellen versorgt, die nach ben Conboner Abmachungen verpflichtet finb, ab 21. 9. auf die Erhebungen jeder Art nur bie im unbeseh>en Deutschlanb gel - tenben Gesetze unb Tarife anzuwenben. Die Weiteren Derhanblungen werden im Wesentlichen die Wichtige Frage ber Wiederzulassung ber deutschen Zollbeamten zum Dienst in den besetzten Gebieten zum Gegenstand haben, wocuic- eine befriedigende Lösung noch nicht erzielt ist. intag5 11'121 ihrerseits nach wie vor bie Bilbung einer Bürger» blockregierung bekämpft unb es vorläufig ablehnt, mit ber Lleutschen Volks Partei zu dieser Frage in näheE Fühlung zu treten. Da gegenwärtig bereits einflußreiche Parlamentarier in Berlin versammelt sind, Würbe von volksparteilich en Kreisen ber Versuch unternommen, mit einigen Zentrumsführern in eine unverbindliche Besprechung über die Regierungs- frage einzutreten. Die Zentrums ührer lehnten jedoch, Wie wir erfahren, eine solche Besprechung ab, indem sie daraus hinwiesen, daß die Zentrums Partei noch nicht Gelegenheit gehabt habe, sich mit dieser Angelegenheit näher zu befassen Weiterhin erklären bie zentrumsoffizivfen Kreise daß bie Zentrumspartei sich an leincrlct Abmachungen gegenüber ben Deutsch nationalen gebunben fühle. Die Inilia tive zur ilmbilbung ber Reichsregierung liegt also weiterhin ausschließlich bei ber Deutschen Volkspartei unb ben ® e u t f <6 nationalen, bie vor bem Wiederzusammentritt des Reichstages nicht in ber Lage sein durften, ent- scheidende Schritte zu unternehmen. Die Verschiebung des Zentrums- Parteitages, ber nunmehr erst am 27. Oktober in Fra nkfurt a. M. zusammentreten Wirb, ist hauptsächlich deswegen erfolgt, weil die Leitung ber Zentrumspartei bie Regelung ber Regierungsfrage noch zu verzögern gedenkt Hin- zu kommt noch, bah sich das Zentrum noch mit wichtigen politischen Fragen, unter anderem mit dem Schicksal ber großen Koalition in Preußen befassen muh, ehe es eine einheitliche Eni- schliehung zu ber gegenwärtigen politischen Lage fassen, wird. Die Stellungnahme der Parteien. Staatshilfe für die hessische Landwirtschaft. Der Ainanzminifter sagt Kredithilfe und Steuererlaß zu. Darmstadt, 23. Sept. (Eigen. Ber.) Der Finanzausschuß des Landtags beschäftigte sich mit den Anträgen der Parteien gegen die Notlage der Landwirtschaft, die im wesentlichen eine Kredithilfe und einen Steuererlaß verlangen. Finanzminister tz e n- r i ch sagte eine Stundung der staatlichen Grund- und Gebäude st euer zu und, in besonderen Fällen, Erlaß dieser Steuer. Der Landwirtschaft soll ein Kredit von 9 Millionen Marl aus Landesmitteln bereitgestellt werden. Die Vorauszahlungen für öle Reichseinkommen st euer, die am 15. November fällig sind, sollen für die Provinz Rheinhessen und Starkenburg bis zum 15. Dezember gestundet werden, und für Oberhessen b i s zur endgültigen Veranlagung dieser Steuer. — Zum Mitglied des Der- waltungSrates der Landesbank wurde, an Stelle des verstorbenen Abg. Köhler Abg. Dingel- deh gewählt. Die amerikanischen Kredite der Ruhrindustrie. (Eigener Informationsdienst.) Berlin , 25. Sept. (Drahtmeldung.) Die Industrie des Ruhrgebietes hat mit ihren Bemühungen um die Erlangung privater Kredite in Amerika nur einen teilweisen Erfolg gehabt. Die Beschuldigungen gegen bie deutschen Banken, daß die Kredite zum Teil deshalb gescheitert seien, Weil die deutschen Banken für ihre llebermitt- lung z u hohe Provisionen gefordert hätten, wird von barrlfachlicher Seite energisch be- stritten. Es wird hervorgehoben, daß im Gegenteil von amerikanischer Seite Zinssätze gefordert worden seien, welche die Ruhrinbustrie ' im Hinblick auf die Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung nicht habe zugestehen können. In den nächsten Tagen werden die Abgesandten der Ruhrindustrie in Berlin eintreffen, um mit den zuständigen Ministerien Besprechungen einzuleiten, zu dem Zweck, die Unterbringung der Kredite in der deutschen FinanzWelt durch Vermittlung der Reichsregierung zu versuchen. Sollte auch dieser Versuch fehlschlagen, so wird von der Ruhr- industrie die Gewährung kurzfristiger Kredite durch bie Reichsbank verlangt Werden. Die zuständigen Regierungsstellen haben sich bereit erklärt, ihre Vermittlung in weitgehender Weise zur Verfügung zu stellen. Die Frage, ob Reichskredite für den Notfall bewilligt Werden könnten, ist aber noch offen gelassen Worben. sB n(tera»9 P IO 12,25 bis 12,50 lotse. ^eidemarkt 3n* I®" ruhig bei ab aber Lslaichz. Es notierten jc t) 226 bid 234 5k (marf.) 225 HHal« (märt) tiet^aat 440 biß M 3450 bi£ 32.00 bti S.00, Futtererbsen ien 17.00 bis i 23.00, Dicken 3.00 bis 15.00, Lu. nidelln (alt) 15.00 Leinkuchen 25.50, Lorfmrlchse 9.00'. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Drntf Md Verlag: Vrühl'sche llniversiläts-Vuch- und Steindruckerei B. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. Die amtliche Mitteilung über den Verlauf des Kabinettsrats, der, mit allgemeiner Spannung erwartet, gestern unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten stattgefunden hat, Wirb im In- unb Auslanbe ganz verschieben bewertet, je nach ber Parteistellung ber einzelnen Parteien unb nach der Stellung, bie bie auswärtigen Regierungen Deutschlanb gegenüber eingenommen haben. Während man im Auslände, soweit es Deutschland Wohlgesinnt ist, ober soweit es wenigstens auf bie Beteiligung Deutschlands am Völkerbunbe Wert legt, sich bemüht, aus ber deutschen amtlichen Mittlllung in erster Li nie die Bereitwillig! eit Deutschlands zum Eintritt in den Völkerbund herauszalesen unb bie Bedingungen, die von deutscher Seite allerdings in sehr unklarer, vi.Gleicht aber um so Wirkungsvollerer Form gestellt werden, als leicht erfüllbar oder unwesentlich zu bezeichnen, ist de rechtsstehende französische Presse, bie an sich schon einer Beteiligung Deutschlands am Bölkerbunb sehr ablehnenb gegenüberftanb, über bie beutschen Vorbehalte empört unb spricht sich mit aller Schärfe gegen ein Eingehen auf bie beutschen Vorbedingungen aas. In der deutschen Linkspresse ist man natürlich ebensowenig er ba uit davon, baß bie Regierung nicht bedingungslos den Eintritt in den Völkerbund nachgesucht hat, ben man aus innerpolitischen Gründen unter allen Umständen gewünscht hätte, schon Weit man Weif), daß bie beutschnationale Partei gegen den Eintritt in den Völkerbund ist unb man spricht von halben Mahnahmen der Regierung, bie immer verberblich wirken müssen, weil sie erkennen ließen, daß bie Regierung nicht wisse, was sie wolle und auch jetzt wiederum mit verdeckten Karten spiele. In der Rechtspresse dagegen kommt bie Cßefriebigirng darüber zum Ausdruck, daß bie Re- Fierung die schwere n Bebenken nichtver- annt hat, die gegen den sofortigen Eintritt in den Völkerbund sprechen. Man ist vollkommen damit einverstanden, daß die Regierung die Bedingungen, die sie für die Beteiligung Deutschlands am Völkerbunde stellt, nicht im einzelnen bargelegt, sondern ganz allgemein entschieden hat, und daß sie damit eine dilatorische Behandlung dieser Frage ermöglicht hat. Jedenfalls ist bie Entscheibung biefer Frage nicht über das Knie gebrochen Worben und Herr Stresemann hat mit seiner Auffassung, daß man gerade in der Dölkerbundsfvage mit äußerster Vorsicht operieren müsse, einen entschleieren Sieg über bie Richtung bavongetvagen, bie ben Beitritt Deutschlands zum Völkerbünde als unerläßliche Vorbedingung für eine erfolgreiche deutsche Außenpolitik angesehen wissen Wollte. Wie wird bie Reichsrcgierung nun Weiter operieren? In der amtlichen Mitteilung über die Sitzung des Reichskabinetts hieß eS, bah bie Reichsregierung durch das Auswärtige Amt b i den im Dölkerbunbsrate vertretenen Mächten abschließend feststellen wollte, ob bie für bie Stellung des deutschen Antrags erforderlichen Garantien, die sich sowohl auf D:utschllnds S el- tung im Völkerbünde, wie auf bestimmte andere hiermit untrennbar zusammen hä gende Fragen beziehen, gewährleistet seien. Wie Wir dazu erfahren, bereitet die Regierung eine Denkschrift vor in der diese Garantien, bie als unerläßliche Vorausschung für die Beteiligung Deut'chlands am Völkerbunde verlangt Werben, im ei-izelnen dargelegt werben. Es handelt sich d«bei um ei e ganze Reih» von Fragen, bie sich zunächst einmal aiq die Anerkennung Deutschlands als Großmacht unb bamit auf bie Zuteilung eines ständigen Sitzes im Dölkerbunbsrate beziehen. Dan«den wird, Was äußerst Wichtig ist, die Frage der Kriegsschulb erneut aufgerollt. Die Deutsche Regierung W.ll als bi’herbe Erklärung bafür, baß der Beitritt zum Völkerbunde nicht noch einmal als Anerkennung des im Versailler Vertrag festgeleg en deutschen Schuldbekenntnisses angesihen wird und Wie wir hören, wird sie diese Gelegenheit gleichzeitig benutzen, um den in der bekannten Erklärung des Reichskanzlers Dr. Marx barg: legten Standtzu k der Reichsregierung zur Kriegsschuldfrage in aller Form ben feinb[id;en Mächten nunmehr endgültig z u notifizieren. Die Reichsregierung verlangt Weiter für Deutschland, da es volIständig entwaffnet ist, eine Sonderstellung, Wie sie die Schweiz bereits besitzt. Sie wird ferner die Frage aufwerfen, Wie es mit dem Eintritt der bisher am Völkerbund nicht beteiligten Machtvor allem also Rußlands, stehl, eine Frage, die für Deutschland um so wichtiger ist, als durch den Vertrag von Rappalo Deutschland gewisse Bindun -- gen mit Rußland cing gangen ist, über deren zum Teil seh ’ W. ittragend.' Bedeutung ber großen Öffentlichkeit bisher Wenig oder gar nichts be, kannt geworden ist. Es Wird schli'ßlich 'iw? gm c Reih? and rer Fragen aufgeworfen werden u d von der b.frici>:g.ni ;.i Beantu>.r<.ung aller die e. Fragen wird die enbgiiltige Entschließung ber Reichsregicrung abhängig gemacht. Man sieht, daß innerhalb der Reichsregierung selbst trotz des Druckes von links außer- o rben tlich schwere Beben ken gegen ben sofortigen Eintritt Deu tsch-- lands in den Bölkerbunb bestehen, unb es wirst> sicherlich noch eine ganze Weile dauern, bis diese Bedenken überwunden sind, wenn überhaupt auf der Gegenseite der ernstliche Wille besteht, Deutschland als gleichberechtigtes Mitglied in ben Völker- bunb aufzunehmen. Wenn man bie französischen Pressestinnnen verfolgt, so wird man daran, was Frankreich anbelangt, heute mehr als je zweifeln, denn bie französische Presse seht jetzt schon alle Hebel in Bewegung, um von vornherein einer Revision des Friedensvertrages von Versailles durch den Völkerbund, unb sei es auch nur einer Wieder- aufrvllung der Kriegsschulbfrage, mit entgegenzuarbeiten. Seht Frankreich diese Taktik «ort, iso wird Deutschland auf den Eintritt in den Völkerbund verzichten können unb verzichten müssen. Deutschlanb wirb sich bann damit abfinben müssen, auch ohne den Völkerbund zu leben, unb ob es nicht besser dabei fährt, wenn es diesem Bunde, der völlig unter dem Einflüsse der feindlichen Mächte steht, fernbleibt, mag vorläufig dahingestellt bleiben. Die Regierungsumbildung. Die Verhandlungen abermals vertagt. — Der Widerstand des Zentrums. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 25. Sept (Drahtmeldung.) Die Tatsache, daß das Reichskabinett in seiner Sihung vom Dienstag bie Frage ber Regierungsumbildung überhaupt nicht erörtert hat, hat in ben deutschnationalen Kreisen außerordentlich großes Aufsehen hervorgerufen. Man will wissen, bah Re ichs kanzler Dr. Marx sich entschieden gegen bie Erörterung biefer Angelegenheit gewandt hat, die nach seiner Auffassung nochnicht spruchreif ist. In den Kreisen ber Zentrums- Politiker verlautet auch, bah bie Zentra ms Partei Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit ö. Somstagsbeilage: TiehenerFamilienb lütter Monats vtzttgrprels: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüste: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerSiehen. Postscheckfonto: Sraeffurt a. M. 11686. Der Beamtenabbau in Preußen. Berlin, 24. Sept. (WTB.) 3m Preußischen Landtag standen zur Beratung die Anträge des Ausschusses für Deamtenfragen aft Aushebung bzw. Abänderung der P ersona labbau Verordnung. Die Mehrheit des Ausschusses Hut folgende Entschließung Vorgeschlagen: 1. Das Justizministerium wird ersucht, dem auf Grund der preußischen Abbauverordnung gc= bildeten Ausschuß möglichst bis z-rrn 1. Oktober 1924 ein Gutachten zu unterbreiten, ob der Abbau von Wahlbeamten mit der Reichs- versassung in Einklung zu bringen ist. 2. Dis 8um Eingang des Gutachtens und seiner Nachprüfung durch den Ueberwachangs- ausschuß hat ein Abbau von Wahlbeamten za unterbleiben. Das Staatsministerium toird ersucht, entsprechend dem Beschluß, des Reichstags und dem Borgehen der Reichs reg ierung, den weiteren Personalabbau auf Grund der Verordnung einzu stellen und die erforderlichen Anordnungen an die Nachgeordneten Behörden (einschließlich der Kommunalbehorden) zu erlassen, sobald der Abbau in Pre rßsn rn dem Maße durchgeführt ist, als das nnt Rücksicht auf die Einschränkung des A rfgabenkrerses, die Abnahme des Geschäftsumfanges oder die Veränderung der behördlichen Einschränkungen geboten erscheint. Abg. Hirsch (Soz.) sucht nachzuweisen, daß man bei der Ausführung der Verordnung sehr bald ihren Zweck aus den Augen verloren und sich ihrer bedient habe, um aus politischen Gründen mißliebige Beamte zu beseitigen. Das sei ein Mißbrauch der Verordnung. Am imgcnierteften und rücksichtslosesten sei man dort ausgetreten, wo das Ziel die Beseitigung von Sozialdemokraten aus ihren Aemtern sei. iDeisall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Ebersbach (Dtschn.): Auch wir sind Überzeugt, daß politischer Mißbrauch mit den Verordnungen getrieben worden ist, und wir waren die ersten, die im ständigen Ausschuß auf das Hineinarbeiten von Sicherungen in die preußische Verordnung gedrängt haben. Unter der Ausführung der Abbauverordnung haben vor allem die deutsch- nationalen Beamten zu leiden gehabt (Widerspruch und Unruhe links), ohne daß sich die Sozialdemokraten darüber aufregten. 3etzt schreien sie über Mißbrauch und Vergewaltigung, wo sie meinen, die Verordnung werde politisch gegen sie selbst ausgenützt. Auch läßt es sich wirklich nicht vertreten, daß in dem Abbau eines soziaLbemoeratischen Stadtrats ein politischer Mißbrauch erblickt wird. Abg. Da um hoff (Ztr.): Wir können und werden einen Mißbrauch der Verordnung zu politischen Zwecken nicht dulden. Der Fall Scheidern ann-Leinert hat mit den Ausschuhentschlie- Hungen nichts zu tun. Es müssen klare Rechts- verchiltnisse geschaffen werden. Beim Abbau von Scheidemann und Leinert liegt zum mindesten der -Verdacht vor, daß es sich hier um politische Gründe handelt. Die Sozialdemokraten haben da, wo sie die Macht haben, ihrerseits auch solche Dummheiten gemacht. Abg. Meyer-Herford (Dt. Vp.) hebt die 1 Vortrefflichkeit des deutschen Berufsbeamtentums »hervor. Mich seine Partei sei stets für die Beamtenschaft eingetreten. An dem baldigen Ver- schwinden der Abbauverordnung habe auch die Deutsche Volkspartei das größte Interesse. Auf das besetzte Gebiet muffe bezüglich der Durchführung der Abbauvervrdnung nach Möglichkeit Rücksicht genommen werden. Abg. Bertold (D.): Der Landtag solle auf feine politischen Freunde im Reichstag einwirken, von der Reichsregierung die Aufhebung der Äbbauverordnung zu verlangen. Zwecks Ersparnissen sollte das Steuersystem und seineiHand- babiing vereinfacht werden. Der Mißbrauch der Abbauverordnung müsse aufhören. Wir wün- s'chen jedenfalls, den Behörden die Waffe der Äbbauverordnung nicht länger in der Hand zu lassen. Die Abstimmung über die Entschließung betr. den Personalabbau wird ausgesetzt. Das Haus wendet sich sofort der zweiten Lesung des Haushaltsplanes zu. Die Hauszinssteuer in Preußen. Berlin, 24. Sept. (WTB.) 3m Hauptausschuh des Preußischen Landtags wurde heute abend über die Genehmigung der Rotverordnungen über die Hauszinssteuer verhandelt. Die Koalitionsparteien einigten sich auf einen gern e infame n Antrag, der die Landwirtschaft mit Rücksicht auf die schlechte Ernte von der Hauszinssteuer befreit und die Erhöhung der allgemeinen Hauszinssteuer am 1. Oktober (100 Prozent — 4 Prozent der Friedens- miete) zwar eintreten läßt, aber von dieser Erhöhung nur die Hälfte dem Staate, die andere Hälfte für Förderung der Neubautätigkeit vorbehält und für den Ausfall zum Teil durch eine Verschiebung der Volks- fchullasten Deckung schafft. Dieser Antrag toutite einstimmig angenommen. Revolten in Petersburg. Paris, 25. Sept. (WTB.) Eine Nachi- richten-Agentur verbreitet folgendes Telegramm aus Bukarest: Nach Nachrichten aus Rußland ist eine Revolte unter den Arbeitern in Petersburg ausgebrochen. Die Truppen haben sich ge- wergert, auf die Ausständigen z: schießen. Zahlreiche Verhaftungen sind vorgenommen und schon mehrere Todesurteile gefällt worden. Territoriale Umbildung in Mittelasien. Moskau, 24. Sept. (WD.) Wie die russische Telegraphenagentur meldet, bereitet sich im sowjetistischen Mittelasien eine territoriale Umbildung vor. Es sollen entsprechend der Verteilung der Nationalitäten innerhalb der Gebiete der Republiken Turke st an, Buchara und C ho r e s s a nach von diesen Republiken ausgearbeiteten Entwürfen aus den fraglichen Gebieten zwei neue Republiken gebildet werden: Turkmenistan und Usbeki - ft an. Das Projekt wird auf der nächsten Sitzung des Zentralexekutivkomitees der -Union der SSR. geprüft. Der in Buchara tagende fünfte all- bncharische Sowjetkvngreß, der sogen. K u r u l r a i, beschloß, die Umwandlung der bucha- rischen Volksrepublik in eine sozialistische LswjLlrepubli,! Buchara und ihre Angliederung an die Union der SSR. Der Kurul- rai beschloß ebenfalls, Buchara auf eine nationale und territoriale Grundlage neu einzuteilen, o daß die im Lande wohnenden Usbeken Bürger der neu gegründeten Republik Usbekistan und die Turlmenen Bürger von Turkmenistan würden. Ein russisch-mandschurisches Abkommen. Tokio, 24. Sept. (WTB.) Nachrichten aus Mulden-zufolge ist zwischen T s ch a n g T s o-l i n und der S o w j e t r e g i e r u n g ein U.^>erein- komrnen abgeschlossen worden, durch das Tschang Tso-lin die Moskauer Regierung anerkennt und die Kontrolle der chinesi- chen Ost bahn sowie den betreffenden Artikel des russisch-chinesischen Abkommens vom 31. Mai 1924 an nimmt. Die schwedischen Reichstagswahlen. Stockholm, 24. Sept. (WTB.) Das eilte Teilergebnis der Wahlen zur Zweiten Kammer des schwedischen Reichstags, die sich über mehrere Tage erstrecken, liegt nunmehr vor. 3n der Stadt Gotenburg, die jetzt 9 Abgeordnete gegen 8 bei der Wahl im 3ahre 1921 wählt, hat die Rechte ein neues Mandat erhalten, insgesamt drei. Die Liberalen und d»e Sozialdemokraten haben, wie bei der vorigen Wahl, ein bzw. fünf Mandate erhalten. Aus aller Welt. Eine Tagung des Auslanddeutschtums. Berlin, 24. Sept. (WTB.) Auf dem Deutschen Industrie- und Handelstag hielt der Reichspräsident Ebert eine Rede, in der er u. a. sagte: Mit besonderer Freude bin ich Ihrer Einladung zum heutigen Abend gefolgt, denn ich begrüße es aufrichtig, daß der Deutsche Indastrie-- und Handelstag die Bereinigungen, die sich die Ausländsdeutschen zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen Interessen geschaffen haben, zu der Tagung und Beratung in die Heimat eingeladen hat. Namens des Deutschen Reiches und namens des deutschen Volkes heiße ich Sie in der Heimat von Herzen willkommen. Ihr Er- cheinen. verkörpert das starke Gefühl der Zusammengehörigkeit, das die Ausländsdeutschen mit dem Reiche verbindet. Das deutsche Volk dankt Ihnen aber auch für alles, was Sie draußen als Pioniere und Mittler deutscher Arbeit für die Heimat getan und geleistet haben. Die Heimat wird es nicht vergessen, wie die durch den Krieg und die Otachkriegszeit schwer betroffenen deutschen Kaufleute im Ags- lande mit ungebrochener Willenskraft sofort wieder ans Werk gegangen sind, Zerstörtes wieder aufzubaaen und neue Fäden anzaknüpfea. Seien Sie versichert, die aufrichtigsten Wünsche des deutschen Volkes begleiten Sie, unsere Volksgenossen jenseits der Grenzen, bei diesem Werte, und Ihnen wünschen wir den besten Erfolg, auf daß der deutsche Kaufmann im Auslande bald wieder die Stelle einnimmt, die er vor dem Kriege innehatte und die der Bedeutung unserer Wirt- scchist entspricht. Wenn ich an diesen Wunsch auch eine Meinung knüpfen darf, so ist es die, daß jeder Deutsche, der im Ausland wirkt, auch dfe Verpflichtung gegen sein Volk und seine Heimat in sich fühlen möge, durch seine Handlungen Zeugnis davon abzulegen, daß das heutige Deutschland trotz seiner Not mit Recht Anspruch auf Vertrauen erhebt. Im Bewußtsein dieser Pflicht toerden die Deutschen im Aus lande ihrer Nation, ihrem schwer ringenden Volke am besten dienen. Auch der Reichsaußeuminister Dr. Stresemann sprach herzliche Worte der Begrüßung, indem er u. a. folgendes ausführte: Der Krieg und das, wgs ihm folgte, hat viele Tausende von Deutschen im Aus lande, insbesondere die deutschen Kaufleute dadurch um Hab und Gut gebracht, daß entgegen dem, was bis dahin als Rechtens galt, ihr Privateigentum, ihnen genommen wurde. Es ist infolge des Zusammenbruchs unserer Währung leider bisher n ich t gelungen, für die dadurch erlittenen Verluste einen auch nur einigermaßen angemessenen Ausgleich zu schassen. Die Aussicht auf einen wenn auch langsamen Wiederaufbau unserer Wirtschaft und unserer Auslandsbeziehungen darf uns die Sorge für die, die fast alles verloren haben, nicht vergessen lassen. Die Bemühungen, das, was noch übrig ist, ihnen zu erhalten und die Entschädigung für das Verlorene zu erhöhen, find im Gange. Ihr Erfolg hängt leider nicht von uns, sondern von unseren Gegnern ab. Die auch im Auslande, selbst dem uns früher feindlichen, wachsende Erkenntnis, daß hier ein schweres Unrecht geschehen ist, läßt aber die Hoffnung nicht als unbegründet erscheinen, daß im Verfolg der Londoner Abmachungen auch diese Frage in einer für uns erträglicheren Weise sich wird regeln lassen. Seien Sie jedenfalls versichert, daß daran von allen berufenen Stellen mit größtem 'Nachdruck gearbeitet wird. Ilnferc politische Macht ist gering. Die Pfeiler und Säulen, in denen die Macht des alten Deutschlands ruhte, sind geborsten, ihn so höher muß der Gedanke der Kulturgemeinschaft aller Deutschen stehen. Wir brauchen nicht gesenkten Hauptes als moralisch Niedrigstehende durch die Welt zu gehen. Das Wort des Großen Kurfürsten: „Sei stolz, daß Du ein Deutscher bist!" gilt gerade jetzt für das Auslandsdeutschtum, das uns auch jene Worte zu unserem Nationallied gegeben hat, in denen es von der Liebe zum deutschen Vaterlande heißt: „Und im Unglück nun erst recht". Lassen Sie sich nicht hineinziehen in die Kämpfe deutscher Innenpolitik. Dem A u s° lande gegenüber darf es nur ein Deutschland geben. Was bei uns im Innern an so manchen unerfreulichen und unerquicklichen Dingen vor sich geht, kann nur verstehen, wer erlebt hat, was diesem Volke zugemutet worden ist! Helfen Sie und den Weg zu finden zur Konsolidierung der deutschen Verhältnisse. Quif ihr wollen wir aufbauen für die Zukunft und Im Vertrauen auf diese Zukunft wollen wir die Gegenwart ertragen. Die Vollversammlung nahm dann eine Entschließung an, in der erklärt wird, daß sich die Anordnung der Geschäftsaufsicht nach der Verordnung vom 14. Juni im großen und ganzen bewährte. Eine Neufassung der Verordnung solle zurückgestellt werden, bis die Erfahrungen für eine längere Zeit als drei Monate vorlägen. Weiterhin wurde eine Erklärung einstimmig angenommen, in der eine Austreibung des Warenaustausches mit allen anderen Ländern auf der Grundlage eines maßvollen Schutzzollsystems gefordert und dem M>rgehen der Reichsregierung Rugeftimmt wird, sich durch ein? provisorische Abänderung dos Zolltarifs von 1902 eine vorläufige Derhandlungsgrundlage zu schaffen. Der dem Reichswirtschaftsrat vorgelegte klÄne Zolltarif- entwurf bedürfe hinsichtlich der vvrgeschlagenen Zollsätze einer sachkundigen Nachprüfung durch die Industrie, die Handelskammern und Fachverbände. Sine Gleichstellung der deutschen Waren und des deutschen Kaufmanns in den Vertragsstaaten fei auf der Grundlage der allgemeinen gegenseitigen und un- beschränkten Meistbegünstigung ?,u er* streben. Jede Verlängerung zollfreier elsaß-lothringischer Einfuhrkontingente sei abzulehnen. Tie Reichsregierung solle gegebenenfalls gegenüber den Staaten, die nicht bereit seien, den Warenverkehr mit Deutschland vertraglich zu ermöglichen, die vielmehr an der Differenzierung der aWrenaussuhr aus Deutschland festhalten, von der Ermsächtigung des § 10 des Zolltarifs und § 7 der Reichsabg ib?ncrdnun j Gebrauch machen. Ei e weitere Entschließung erklärt, der deutsche Industrie- und Handelstag halte die Wiederherstellung des Zollschuhes für die landwirt- s cha ftliche Erzeugung für geboten. Die Wiederherstellung der Vorknegsvertragszölle sei für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse ausreichend : für Gerste sei ein einheitlicher möglichst niedriger Zollsatz einzusühren. Hochwasserkalastrophe ih Petersburg. Moskau, 24. Sept. (Rufs. Telegr.-Agent.) Gestern nachmittag erfolgte in Petersburg eine Ueberschwemmung in noch nie dage» wesenepi Ausmaß. Infolge eines seit eini- ?ien Tagen ununterbrochen wütenden Sturmes tieg das Wasser der Newa um 10 Fuß über den gewöhnlichen Stand, überschwemmte das Ufer der Wasilewfli-Inseln und richtete sich gegen den Newski-Prospekt und die innere Stadt, ileberalt wurden sofort die Ret- tungsarbe iten durch Abteilungen der Roten Armee und die Miliz sowie durch freiwillig^ Abteilungen aufgenommen. Der Straßenbahnbetrieb mußte ei ngestellt werden. Der Fußgängerverkehr wurde yn größten Teil der Stadt unmöglich. Menschenopfer werden nicht gemeldet. Gegen 11 Ahr abends ließ der Wind nach, so daß das Wasser' schnell fiel. In den überschwemmt gewesenen Stadtteilen konnte der Fußgänger- und Wagen verkehr wieder aufgenommen werden. Die Elektrizitätsversorgung und. der Telephonverkehr sind noch außer Betrieb. Auch in Frankreich schwere Unwetterschäden. Paris, 25. Sept. (WTB.) Gestern und vorgestern haben .hefttge ilntoetter in der Provinz schweren Schaden angerichtet. Aus Marseille wird 'berichtet, daß bei Vaucluse die Eisenbahnlinie derart beschädigt wurde, daß viele Verbindungen gestört find. Gleichlautende Meldungen kommen aus der Gegend von Avignon, wo Signalzeichen weggerissen und lieber» schwemmungen festgestellt wurden. Auch aus anderen Gegenden werden große Unwetterschäden auf den Feldern berichtet. Nach dem „Mn“ soll die Eisenbahnlinie Nimes — Marseille an einer Stelle unterbrochen fein. Aus vielen Gegenden — namentlich von der Rhöne- gegenö — meldet man Hochwasser. Der Minister für öffentliche Arbeiten hat sich in das SchadenSgebiet geben. Man hofft, die Betriebsstörungen in wenigen Stunden behoben zu haben. Aus Stabt und Land. G testen, den 25. Sept. 1924. Landtagswahl am 16. November. Amtlich wird in der gestrigen „Darmstädter Zeitung" beTamrtgegeben, daß als Tag der Wahl zum Hessischen Landtag Sonntzag, 16. November 1924 bestimmt ist. Zum Landeswahlleiter wurde der Ministerialrat Bornemann, zu seinem Stellvertreter ßegationgrat Dr. Heinemann, beide - in Damiftadt, ernannt Ermäßigung der Umsatzsteuer. — Preisabbau. Durch Verordnung des Reichspräsidenten über wirtschaftlich notwendige Steuermilderungen vom 14. September ist der Satz der allgemeinen Umsatzsteuer für die Umsätze vom 1. Oktober ab von 27a v. H. aus 2 v. H. ermäßigt worden. Darüber, ob der Umsatz vor oder nach dein 1. Oktober liegt, entscheidet nach den Durchführungsbestimmungen bei der Versteuerung nach vereinnahmten Entgelten (Ist-Einnahme) der Zeitpunkt der Vereinnahmung, bei der Versteuerung nach Leistungen und Lieferungen (Soll-Einnahme) der Zettpunkt der bewirkten Leistungen. Die Steuerpflichtigen, die zu monatlichen Umsatzsteuer- Vorauszahlungen verpflichtet find, haben daher erstmals im November für die Umsätze im Oktober, die Steuerpflichtigen, die zu vierteljährlichen Steuervorauszahlungen verpflichtet find, erstmals im Januar 1925 für die Umsätze vom Oktober bis Dezember 1924 Umsatzsteuer in Höhe von 2 v. H. zu entrichten. Dagegen haben sowohl Monats- als auch Vierteljahreszahler bei Vorauszahlung im Oktober 1924, die sich auf Umsätze vor dem 1. Oktober 1924 bezieht, noch 27s v.H. zu zahlen. Um die mit der Ermäßigung bezweckte Preissenkung auch bei Bindung an länger zurückliegende Verträge zu ermöglichen, mußte ein zivilrechtlicher Anspruch des Abnehmers auf Preisnachlaß geschaffen werden. Ist die Preisvereinbarung vor dem 25. September 1924, also zu einer Zeit getroffen, zu der die Kenntnis von der neuen Regelung noch nicht allgemein durchgedrungen war, so hat der Lieferungsverpflichtete dem Abnehmer einen Nach - lah in Höhe von 0,5 0. H. des Entgelts zck gewähren. Die Durchführungsbestimmungen sehen schließlich vor, daß den Ausfuhrhändlern in den Fällen, in denen der Umsatz ins Ausland vor dem 1. Januar 1924 getätigt wird, noch 27- v. H. des Preises vergütet werden, sofern der Vergütungsanspruch selbst bis 31. Januar 1925 geltend gemacht ist. Die Oktober-Miete.: Das Hessische Ministerium für Arbeit und I Wirtschaft hat für die Berechnung der Oktober- l Miete folgendes beftimmt; Die Miete für den Monat Oktober 1924 beträgt in sämtlichen Gemeinden 4 3 v. H. der Friedensmiete. 3n dieser Summe sind 12 v. H. für laufende und 8 v. H. für große Instandsetzungskosten, sowie 23 v. H. für Betriebskosten und Zinssteigerung enthalten. Im übrigen rotrb an der bestehenden Regelung nichts geändert Erneute Anträge der Landwirtschaft^ kammer wegen Steuererlasses und Steuerftundung. Die Hessische Lan dwirtschaNS- karnmer hat, wie sie mitteilt, unter Bezugnahme auf ihr Schreiben vorn 3. September erneut eine Eingabe an das Reichsfinanzministerrum in lin, das Hesiische Finanzministerium nebst Abschriften an das Landesfinanzamt, das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft und den Deut- schen Landwirtschaftsrat gerichtet. In dieser Eingabe führt die Landwirischastskamme^-auS, daß die - steuerliche Leistungsfähigkeit der hessischen Landwirtschaft, soweit sie auf der Ernte 1924 beruht, vernichtet ist. Auf, die Hagelwetter- und Heber- schwemmungsschäden wird wiederholt hingewiesen. Aus Grund dieser trostlosen Verhältnisse beantragt die Landwirtschaftskammer einen Erlaß der für bteses Jahr noch fälligen Steuern und eine Stundung der Vorauszahlungen für 1925 bis nach der Hackfruchternte des nächsten Jahres. Nachdem die früheren Eingaben, so heißt es in der Mitteilung der Lmrdwirischaftskammer, schon gewisse Erfolge bezüglich Kreditbeschaffung gehabt haben, muß jetzt erwartet werden, daß die Regierungen deS Reiches und des Staates Heften sich der Notlage der hessischen Landwirtschaft nicht verschließen, sondern ihr heftend unter die Arme greifen. Gießener Wochenmarttprerse am 25. September (Händlerpreise). Es kosteten: Butter Pfd. 230, Matte Pfd. 30, Käse Pfd. 70, Eier Stück 16—17, Wirfiita Pfd. 12, Weißkraut Pfd. 8—10, Rotkraut Pfd. 10—15, gelbe Rüben Pfd. 8, rote Rüben Pfd. 10, Spinat Psd. 30, Römischkvhl Pfd. 10, Blumenkohl Stück 10—100, Endivien Stück 10—30, Obev- Kohlrabi Stück 10, Unter-Kohlrabi Pfd. 5, Feldsalat Pfd. 100, Tomaten Pfd. 25, Zwiebeln Pfd. 14—15, Lauch Stück 5—10, Rettich Stück 10, Meerrettich Pfd. 50, Sellerie Stück 10—30, Kürbis Pfd. 7, Pilze Pfd. 15, Kartoffeln Pfd. 5, Falläpfel Pfd. 3, Aepfel Pfd. 10—15, Dirnen Pfd. 10—15, Preißelbeeren Pfd. 80, Za>eftchen Pfd. 10—12, junge Hahnen Pfd. 90, Suppenhü^reo Pfd. 80, Gänse Pfd. 100, Nüsse Pfd. 45 Pf. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag: Kvnzertveretn: 77r Ahr im DeratungSzttnmer des Kvllegiengebäudes GenevaLersammlung. — Deutsche Demokratische Partei: 87s -Uhr im Gewerbehaus Mitgliederversammlung. — Verern Rudersport: 9 Uhr im Bootshaus Monatsversammlung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „She Herrin von Monbijou" und Hermatftlm ,3m Tale der Lahn". — Hessische Bilderbühne: »Die Hexe". — Aftvrta-Lichtfpiele: ,DaS Feuerschiff". Wettervoraussage. Heiter bis tooffig, wechselnde Winde und Temperaturen, meist texten. • * * Gin Mädchen verschwur de«. Seit Sonntag, 14. September, ist dte in Beb- lersheim bedienstete Elisabeth Wirt6 von Muschercheim spurlos verschwunden. 2m dem fraglichen Tage wurde sie gegen 87, Uhr abends auf der Straße Bellersheim—Bettenhausen zum letzten Male gesehen. Es kommt offenbar Selbstmord oder ein Verbrechen in Frage. Sachdienliche NachricAen werden an die Staatsanwaltschaft Gießen oder die Gendarmerie in Hungen erbeten. Man beachte das Ausfchvscken der Staatsanwaltschaft in dieser Nummer. * * Unsere Garnison ist am Dienstag- mittag, freudig begrüßt von einer großen Menschenmenge, aus den mehrwöchigen Manovern hier wieder eingetroffen. * * Ein Probealarmruf der Feuersirenen wird in den nächsten Tagen ertönen. Die Sirenen werden unsere Feuerwehren zu einer größeren Hebung aufrufen. Man erschrecke also nicht, wenn das Geheul ertönt, denn diesmal! wird's erfreulicherweise nicht Ernst sein. * * Die Preise der Straßenbahn- Monatskarten werden in unserem heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben. * * Die Handels - undGewerbebank hält am 3. Okt. im Hotel Schütz ihre 65. ordentliche Generalversammlung ab. Näheres im gestrigen Anzeigenteil. * Der Hauptvvrstand des Hessischen Landeslehrervereins tritt am Samstag, 27. Sept., in Darmstadt zu einer Beratung über den Entwurf einer Dienstanweisung für Schulleiter und Rektoren zusammen. Es handelt sich um die Frage der sog. kollegialen Schul- versassung oder, wie der Entwurf es will, um ein Aufsichtsrecht der Schulleiter. Wahricheinllch wird die Angelegenheit auch eine außerordentliche Vertreterversammlu ng des Landeslehrerveretns. beschäftigen. " Dlachetta-Spiele. Ein kleiner KreiS von Interessenten gab sich Dienstag abend willig und entzückt einer anspruchslosen, aber lustigen Unterhaltung hin, die ihm ebne vortreffliches Künstlerschar bot. Mit der Auswahl dieses Harm-' losen, aber fein abgestimmten Lustspiels .Der Diener zweier Herren" von Goldoni, aus dem ein warmer, herzlicher Ton spricht, das halb Posse, halb Scherz, halb Ernst, jedoch frei von jeder derben Situationskomik ist, bewies die Künstler- truppe wieder ihren vornehmen guten Geschmack. Dabei muß gesagt fern, daß Lustspiele dieser Art stehen und fallen mit dem Schauspieler, der allein den Erfota in der Hand hat und allein es verstehen mun, seine Zuhörer sich nahe zu bringen Daß das hier der Fall war, können wir anerkennend beftätigen; das Spiel war wirklich hervor^ ragend, auf das feinsinnigste waren die Uebeo- gänge vom Lustigen zum Ernst abgetönt. Mögen es die Verhältnisse der Spielgemeinde gestatten, auch fernerhin dieser schörren Aufgabe dienen zu können. * * Sein 2 5. Dienstjubiläum begebt heute der Dorschlosfer Heinrich Höbel bei der Eisenbahn-Betriebswerkstätte Gießen. Landkreis Gießen. * Großen-Linden, 23. Sept. Am Somte tag fand hier die Herbsttagung des Bezirks Gießen Gabelsbergerscher Stenographen vom Heft. (Main-Rhein* gau) Verband statt, au welcher viele Hunderte von Stenographen betbetgeeill waren. Dr. Römer hielt einen mit großem Beifall auf genommenen' Vortrag über die Bedeutung der Stenographie, in 5 > Ä Sitter“ zu T« öuindatal, l egenheit, l«inc KW d.e ' raM EM it&rtil soll zu a aut iÄÄ I E.V rlil * • 5rnmta0 i JtMÄrc ot KÄ j xschlageo : »schehen. It@run6' llui Terai*' keineindera fiür die Aepi ! »ar JalMiq ' Men, bat) « werben tam; K tonnen ihr Obs 1 Weigerung M i jedoch leine M ! So(ö werden f Wentoeise sch i Italic erschien I die 4. Klaff« zu mb die 6. Klas diener Frank berleibung ter Sallusmar' - Ein 21ntra< •einem Sohne, diesigen Schafe tyae Äünbigun ! digung »li i Mer Schn ' W bezahlt i bürgern 4 ücher Sitzung < lungm über bi I Aückiritt d I ter Deschluh i - Keller zum | gen über [er | schicken. — Du * Jächern bi i tat, sowie die ; der Bürg Dechen. Lich, 2c i -m Sonntag f xrfxuib bamii fei M msrgr । al- Schauturne Wickelte. Das ck Zwölfkampf ^ülec ein Fü ^raus hervor: I. Karl Volz. r>d P.: 3. ßc H.; 5. Sri ilO Telverber)' AM, 164 P 124 5. '23 Bevechrr): ? 3. 0 . KN. n'gj «chens, 66 P j Meten Dai W« imb dar ^rl Dvlz i 3- 3319,24. Aussi M gewe Versvi . -""er: 18 Cre; _>nb SJ# Aur ätz «Mehr HÄ 18 ; schrick ®itn, den' ^Ne 6 gen, wohl aber z we hiesige f d f o r t g e t b t e t. Meter 7391D Fischer. 6451 0 zu haben. durch meine 023677 200 250 450 600 900 Clernuöeln GlerftenWn Erbs mit 5petf ©rünfetn fiarteffel Königin liess mit Gemüse Bels mit Tomaten Huratorö Topiota edjt VUZ wlnvsor usm. LIleteln-Alben und Schnitte Favorit- Alben und Schnitte großes Lager. Salomon **73a Schulatr. 4. Metallbetten Stahlmatr^ Kinderbetten, dir. an Wrlu., Kal 31 N frei. Elie»- mü'oelfabr. SnSüLTb. Bekanntmachung Der Herr Reichsminister der Finanzen hat mit meinem Einverständnis das auf Goldmark und Dollar lautende wertbeständige Notgeld der Reichsbahn mit den Ausgabedaten vom 23. Oktober 1923 und vom 7. November 1923 mit Wirkung vom 15. September 1924 und einer Einlösungs- frist bis einfchttehlich 15. Oktober 1924 aufgerufen. Der Umtausch gegen andere Zahlmittel erfolgt innerhalb dieser Zeit bei allen Eisenbahnkassen. Nach dem 15. Oktober 1924 eingehende Ginlösungsanträge müssen grundsätzlich abgelehnt werden. Berlin, den 9. September 1924. Der Reichsverkehrsminister. 13- B.: gez. Kumbier. 7400ick /14.0kt.\ Beginn neuer Kurse Vogtsche BandtehuleGleßen, \Goethestraße 32/ chderAotd«^ -rltzreq« ■ 230, Datte Pst. W N N Dluomkvhl “<10-30, Obe» W W 5 M- '■ 25. Zwiebeln Psd. Rettich SLck 10, 6tüd 10-30, Äb. Kartoffeln Pst. 5, 10-15, Dirnen Pst. 80, Zwischen Pst. G Pst. 45 Pf. M. ürDvnnerStvg: eirckmMinmer drS Iversammlung. - i: 8‘/f Ahr im Sv- mhing. - Derm Sharr« 'Hlonitto®' üahnhvsstrahe: ,®w 5 hermatsilm ,3m : Disterbichnc: .Du : M Feuerschiff. sfage. Mche Wste «st Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bleichstr. 5 14. Okt. Beginn neuer Kurse ^Prospekt frei.^ Kreis Sriedberg. :: Kirch-Göns, 24. Sept. Die Geb. Dame, allein steh., Witwe, wünscht nach d. Herbltserlen zwei in Frankfurt a. Main Schule be- fudjenbc Mlidchen zu mütterlich. Miene bei sich auizunehmen. Mäh. Pennonöaeld nach Uebereinfunft. Näh. biircb Pfarrer v. Feinen. Frankfurt a. HL, Ntbelun- gcnaltee 54. 7 *1D Wi’,WricH.DwsM ist stets frisch gebrannt ab unserem Werk aai Bahnhof In Bieber oder per Waggon, Lastenzug und Fuhrwerk frei Baustelle AmIWm „36eol“. Vorführung täglich auf der IReffe, Empfehlungen! Säcke neue u. gebrauchte, in jeder Gröhe u. s. alle BerwendungSzwecke Wasserdichte Wa- oruberfcn a. la Ee- geltuchin jed.Gröhe, Wasserdichte Pferdedecken liefert äu- herst billigst 6977c m. Ch. Mühlstein Lack-Grohbaudla. (Sieben, Diezstrahe 4. Telephon 332. Suche sofort 1000 M. auf erste Hypothek für einen im Bau begriffenen Neubau in der Nabe Gie- hens. ZinS 12—15° <> Echr. Ana- u- 023651 an den Gieh. Anz Abwechslung in Ser WiAn Suppe mit Mggi's Suppen Menz & Schlierbach G. m. b. H., Dillenburg Abteilung KalkwerkBieber*» ** Fernsprecher: Dillenburg 186. Rodhelm a. tL Bieber 16. 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GesichtS- ferm; rund, Statur: kräftig, besondere Zeichen: keine, Kleidung: blauwyllene fitridtjade, die übrige Bekleidung kann nicht angegeben werden. Im Verdacht, sie bei Seite, geschafft zu haben, steht der Metzger Adolf S t e u l Don Bellersheim, geboren daselbst am 20. Februar 1898, etwa 1,68 m groh, schmal, blond, gestutzter Schnurrbart, gelbe Schuhe, Wickelgamaschen, Rucksack Fahrrad. Steul ist am 23. September, vormittags gegen ' JOUfjr, in Bettenhausen gesehen morden, er hatte angegeben, er wolle nach Lich fahren, ist dort aber nicht gewesen. Um eingehende Nachforschungen, insbesondere 'Festnahme des Steul, und alsbaldige Nachricht zu 3. 3319*24 wird ersucht. Giehen. den 24. September 1924. Hessische Staatsanwaltschaft. . ......... Gebrauche Ata i feit gewidmet. _ ‘ Darmstadt, 24. Sept Am 26 Oktober soll in Darmstadt eine Versammlung zur Grün - dung eines hessischen Sängerbundes swltfinden. Die zu gründende ‘Bereinigung soll dein Deutschen Sängerbünde ang.'schlossen werden. 3n der Nähe von Lorsch ist ein Man n - Heimer 2a [taute von einer 6- bi« ököpsigen Bande überfallen worden. Es gelang den Burschen nicht, den Wagen zum Stehen ,yi bringen, wohl aber zwei Kisten Margarine zu rauben. — 3n Walldo rf bei Orofi- Geran versuchte der neunjährige Sohn de. Fu- milie Kissel die Verbrühung de. elektrischen Leitung nut dem Kochappavat herzustellen, wurde aber hierbei von dem elektrischen Strom ÄfiSS‘1 lal, sowie bk zerbrochenen und lockeren Platten der Bürgersteige sollen repariert werven. L i ch, 23. Sept. Der T u rn verei n feierte nm Sonntag sein 6 4 Stiftungsfest und xrband damit sein diesjähriges Ab turn en, . sich morgen# als Wettöanrpf, nachmittags ls Schauturnen reibungslos und eindrucksvoll btoidelte. Das Wetturnen war für aktive Turner in Zwölfkampf, für Zöglinge ein Zehnlämps, für Zchüler ein Fünfkampf. Folgende Sieger gingen araus hervor: Aktive Tu rn er (8 Bewerber): I. Karl Volz, 217 Punkte: 2. Christian Volz, 215 P.: 3. Hch. Volz, 208 P.: 4. W. Craah. 179 P.: 5. Fritz Hennanm 128 P. Zöglinge HO Bewerber): 1. Hans Milller, 180 P.. 2 Aud. .Schmidt, 164 P.: 3. Hch. Volk. 136 P.: 4 Erich 'ted, 124 P.; 5. Ludwig Walz, 121 P. Schüler <23 Bewerber): 1. L. Delle, 82 P.: 2. H Schäfer, I P.: 3. O. Zimmer, 79 P.: 4. L. Volz und V. Kay, 77 P.: 5. W. Findt, 73 P.: 6. W. 'Lechens, 66 P. Die von Kaufmann Paul Köhler Jstifteten Wanderpreise wurden zum dritten äle und damit endgültig von den Turnern art Volz und Hans Müller erworben. Verbrechen bi chten werden an bk Her die Sendarwerk chk öaS AusschMM teftr Hummer, ,n ist am StaM- von einer grvM • ^rvöchigen Mnvvcni nrus btt feuer' hsten Tagen ertvE W ersch«">. * WW chi Ernst sein. StrabenbahN' in unserem heutigen ^Aeverbebank Mtz ihre 65. orW’ b Jäheres int einer hon» ISntlwrfA^Tnn* ’S**«*1 Kari urvlz erhielt auch die vom sicher Klub in Neuyork gestiftet« goldene Nadel auf ein Fahr. D Cid). 25 Sept Am Samstag wurde im Sihungssaale unseres AathaufeS in feierlicher Sitzung des Schulvorstandes und im Beisein der gesamten Lehrerschaft der neu ernannte Rektor Ludwig Erb in fein Amt durch Kreisschulrat Fischer eingeführt. Der letztere gedachte in ferner Ansprache zunächst des früheren Rektors Roth, er sprach weiter von der Stellung des Schulleiters und feinem Verhältnis zu der Lehrerschaft und gab der Hoffnung Ausdruck, dah das bisherige gute Verhältnis auch unter dem neuen Rektor, der feit zwei Jahrzehnten an unserer Schule wirkt, weiter bestehen möge. Bürgermeister Völker entbot dem Rektor den Gruh des Stadt- und Schulvorstandes und schlosi mit dem Wunsche, dah die auf Herrn Erb gesetzten Hoffnungen sich in reichem Matze zum Wohle unserer Fugend erfüllen möchten. Rektor Erb dankte in schlichten Worten, feine Pflicht als Schulleiter voll und ganz zu tun, werde fein eifrigstes Bestreben sein. Bei der am 19. September staltgesunhenen Ob st Versteigerung der Stadt Lick) wurden für mittlere Bäume mit gutem Behang 5—15 Mark erlöst. Der Ernteertrag im allgemeinen ist gering; der gesamte Versteigerungserlös wird sich auf ungefähr 700 Mark belaufen. Infolge des Ausbruche der Maul- und Klauenseuchr in Bellersheim fällt nach behördlicher Anordnung der Kirmesmarkt (Ferlelmarkt am Montag, dem 29. September) in Lich aus. l Hungen, 24. Sept. Am Sonntag tagten im Gasthof „Zur Traube" dahier die Vertreter des Hassiabezirks Hungen. Medizinalrat Dr. Vogt, Butzbach, auf dessen Anregung hin die Versammlung einberufen worden war, verbreitete sich in längeren Ausführungen über die Ziele der heutigen Kriegervereine. D:eselben mutzten in der ilnterftütjung der Schwerkriegsbeschädigten, der Krieger Witwen und Kriegerwaisen ihre vornehmste Aufgabe erblicken. — Da der Bezirk Hunzen seit dem Weggang des Lehrers Kreiling zu Steinheim verwaist war, wurde 'gleichzeitig die Wahl eines B e z i r k s v o r - sie Hers vorgenommen. Dauinspekl)r Glitsch dahier wurde durch einstimmigen Besd)lutz an die Spitze des Bezirks berufen. Die nächste ordentliche Dezirlsversammlung soll Sonntag, 5. Oktober, in Berstadt stattfinden. welchem erkreifen des V. H. E. Bu- . icdertal soll zugunsten der Ausgrabungen geschehen. t Grünberg, 23. Sept. Für heute war auf Veranlassung von 7 Stadträten eine eilige Gemeinde ratssitzung einberufen worden. i Für die Aepfelversteigerung der Stadt L ipar Barzahlung vvrherges^hen, doch tnirbc be- Ichlossen, bat) gegen Bürgschaft später b.'zahtt '■ oerben lärm; jedoch dürfen diele Aepfel erst am uächsten Tag abgemacht werden. Die Barzahler tönnen ihr Obst sofort ernten. Zu dieser Der- (teigerung sind Auswärtige zugelassen, jedoch leine Händler. — Die Preise für Eichenholz werden für Herrn W e l l h ö f e r - Gietzen klaffenweise festgesetzt. Der Preis für die dritte Klasse erschien zu hoch, so datz Wellhöfer nur > die 4. Klasse zu 35 MI , die 5. Klasse zu 28 Mk. und die 6. Klasse zu 20 MI. kaufte. — Pvlizei- 1 i-iencf Frank soll von den Einnahmen für die Verleihung der Bretter usw. für die Stände zum Gallusmarkt 10 Ml. an die Stadt abgehen. - Ein Antrag von Schm idt III.-Göbelnrod, feinem Sohne, der während der Krankheit des Ijdcfigcn Schäfers diesen vertreten hat und dann , i^hire Kündigung entlassen wurde, eine Entschä- : t- i g u n g zu geben, wurde abgelehnt, da Schäfer Schneider den Schmidt von seinem , Ociyjlt bezahlt hat. - Die VerhaTidlungen über ; k-ie Dürgermet st erfrage wurden in öfsent- | licher Sitzung geführt. Nack, längeren Verhandlungen über die Abfindung und einen evtl. I R ücktritt des Bürgermeisters Ranft wurde » ter Befchlutz gesaht, die Sdadttäte 3 b d e I und 1 Kelle r zum Bürgermeister zwecks Verhandlun- I gen über fernen Rücktritt zum 1. Oktober zu schicken. Die schad ha f ten Stellen in den L Dächern der Waschhäuser im Brunnen- H ' und LkUTZ äs' unb ZG ™toii>«ine6tn^r wX Kirche, deren Reparaturen von vielen Gemeindegliedern gewünscht wurde, ist dank dem Entgegenkommen des Esemeinderats und der Bürgermeisterei zunächst un Innern vollstän - big neu berge ft eilt worden. Die Weitz- binder- und Schreinerarbeiten waren den hiesigen Meistern Karl und Wilhelm Langsdorf übet' tragen, während die Malereien von Kirchenmaler Otto K i rn p l e aus Frankfurt au-ge'ührt wurden. Alle Arbeiten geschehen nach Angabe des Denkmalpflegers, Professor Dr. Walde zu Darmstadt. Nach achtwöchiger Reparatur konnte die Kirche am 21. September wieder bezogen werden. Die Neuweihe vollzog Dekan G u tz mann, die Predigt hielt der Ortsgeistliche, Pfarrer Naumann. Der Gesangverein trug durch Vortrag zweier Lieder zur Erhöhung der Feier "bei. Dem Dank der kirchlichen Gemeinde an Bürgermeisterei und Gemeinderat, die in solch weitherziger Weise für die Interessen der Gemeinde besorgt sind, wurde Ausdruck gegeben und der Ortsgeistliche wünschte zum Schlutz, dah das freundlich^ Verhältnis zwischen bürgerlicher und kirchlicher Gemeinde, das seit Jahren in unserer Gemeinde in geradezu vorbildlichek Weife bestehe, zum Segen beider Teile weiter erhalten bleibe. sf. Friedberg, 22. Sept. Die geschichtlich sehenswerten Plätze Butzbach und Nieder- Weisel waren es, die sich der Geschichts- und Altertumsverein Friedberg zu seinem diesjährigen Familienausfluge gewählt hatte. Don Butzbacher Mitgliedern des dortigen Vereins am Bahnhofe in Empfang genommen, Sing es zuerst nach Niederweisel zur Besichtigung er Johanniterkirche. Diese stammt aus dem 13. Jahrhundert und bietet das seltene Beispiel einer zweistöckigen Doppelkirche. - Der untere lebigt. Um 12 Uhr erroigte gpinet^Gm^ TTf* kochen Von 2 Ubr war allgemeine Belustigung durch Lieder. Musikstücke und di? Ausführung von Turnspielen. Auch wurden verschiedene hübsch' Stücke von Hans Sachs ausgeführt. Um 4 Upr war grobes Preisfingen in Gruppm und Einzclsingen: um 6 Uhr erfolgte die Ehrung der Sieger im Sängerstreit, worauf der schöne Gautag ausklang und der Heimmarsch nach Butzbach angetreten wurde. Mrcie Lchottcn. Aus dem Niddatal, 24. Sept In früheren Jahren dominierten in diesen Woch.n die Zwetschenkuchen. Dieses Jahr gab man dieses Kuchenbacken nach einmaligem Versuche aus. Der Kuchen ist saft- und kraftlos und schmeck bitter. Da» anhaltende Regenwetter bracht, die Zwetfchen nicht zur Reife. Klein und fuchsrot hängen sie an den Bäumen. Der dem Stiel zu- gekehrt? Teil ist welk und runzelig, das Frach'- fleisch löst sich nicht von den Steinen und ist sauet mitunter gar bitter. Do lohnt sich nicht das Ein- ernten und man überlätzt sie ihrem Schicksa-l Starkenburg und Nbeinl)e^cn. Darmstadt, 23 Sept Hier verstarb plötzlich im Alter von 63 Jahren der Leiter der Ludwigs-Oberrealfchule, Geb. Schulrat, Obci- studlendircktor Dr. Pitz Die Gabelsb?rgetsch? Stenvgraphichewegung erleidet durch den Hein'' gang dieses Mannes einen herben Verlust. Dr. Pitz stand feit langen Jahren zusammen mit seinen Freunden Prrf. Pfaff und Rez.-2dat Schaivle in vorte.ster Linie derEinh:itsstenographtel>ewegung. Als Mitglied des Dundesausschufses des Deutschen StettographenbundeS „Gabrlöberger" en 29. September 1924 dormittags 11,45 Llhr sollen aus dem Hose des Marstallgebäudes, Mathilden- platz 17 dahier, sechs ausgemusterte Land- gestütsbeschäler versteigert werden. Hiervon einer (Belgier) unter der Bedingung des sofortigen Olbschlachtens, ein Belgier, 14 Jahre alt, 2 kastrierte Belgier 6 und 5 Jahre alt, sicher im Geschirr, und 2 Oldenburger je 15 Jahre alt, ungefähren. Darmstadt,! den 23. September 1924. Hessische Landgestüts-Direktion. Schörke. 7378V Kleines wohnhans mit freiwerdender 5-Zimmerwohnung zu kaufen gesucht. Auszahlung sofort. Schr. Angebote mit Preis unt. 72980 an den Gieß. Anz. Wir suchen für unsere in der Branche als erstklassig bekannten Schuhpuh- und Pflegemittel einen ernsthaften, tüchtigen Vertreter für Gießen und Bezirk. Wir bitten um Angebote von kaufmännisch gebildeten Herren, die an ausdauerndes, zielbewußtes Arbeiten gewöhnt sind. Herren aus der Branche bevorzugt. Hey-Schuhpflege verbürgt sachgemäße Schuhbehandlung. Hey G. m. b. H., Chem. Fabr., Offenbach a. Main. 7395D KDer heutig. Stadlauflage liegt ein Prospekt üb. Hennings Nuß- e Marke „Jugendfreund" bet Wäschefabrik Aussteuergeschäft Seltersweg 81 Vio Damenhüten biete ich große Auswahl aller Neuheiten vornehmen Geschmacks bei billigster Berechnung F. Mandler Gr. Steinweg 15 p. !Kein Laden! 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Es müssen schw:rwicgente Gründe sein, wenn man selbst schon zu so plumpen Mitteln greift, um eine deutsche Regierung unter dem Einflust sozialistischer und pazifistischer Hanswürste, wie sie sich in Gens als würdelose Rarren vor aller Wett getummelt haben, ans Ruder schwindeln zu helfen. Denn mir von dieser Sorte kann man erwarten, dah sie die dicken Trümpfe, die Deutschland für die Zukunft in der Hand halt, freiwillig von dannen werfen. Aber da st diese Trümpfe g u t sind und dah drüben Notwendigkeiten drücken, die dem politischen Fanatismus ins Gesicht schlagen, das eben ist uns gerade durch die Manöver des „Oeubre" von der anderen Seite selbst unfreiwillig bewiesen worden. Hier ist der Punkt, wo der Rist von London seine innerpolitische Bedeutung gewinnt. Run geradeerst rechtmuhderDürger» block zustandekvmmen. Für den Augenblick ist angesichts der sozialistifchen Tendenzen und der aus ihnen erwachsenden Gefahren das Zusammengehen ter grvsten Rechtsparteien und der Rechts kreise des Zentrums eine unabweisbare Rotwendigkeit für den. der nach einer Möglichkeit sucht, die Trümpfe, die Deutschland heule dank des Risses im Londoner Pakt in der Hand hält, mit voller Schwere in die Wagschale der bcvorstch nden internationalen Auscina idersetzun- Pech über Pech. Die Sozialdemokratie hat in der letzten Zeit wirklich ein Pech, um das man sie nicht gerate beneiden kann. Da war zunächst einmal der Falk des Herrn Leinert, der b.danntlich gcostmüttg auf die Ausübung seiner Tätigkeit als Oberbürgermeister von Hannover verzichten wollte, wenn man ihm fein volles Gehalt auf Lebenszeit weiter bezahlte, und ter, als die bürgerliche Presse diesen allen guten ©ttten hohn- sprechenden Vertrag in das rechte Licht rückte, prompt einen Rervenchot erlitt und das Sanatorium aussuchte, was allerdings nicht gehindert hat, dast der Magistrat der Stadt Hannover nunmehr gegen Herrn Leinert die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beantragt !'*». Für den „Vorwärts", der vorher selbst den Vertrag Leinerks mit den städtischen Behörden von Hannover als einigermafcn unterständlich und höchst bedenklich bezeichnet hatte, sieht es natürlich fest, dast Herr Leinert das Opfer einer wüsten bürgerlichen Hetze geworden sei, die den so kräftig aussehenden Mann ins innerste Mark getroffen habe. Lieber diesen Fall ist noch kein Gras gewachsen, und schon ist ein anderes hervorragendes Mitglied der sozialdemokratischen Partei auf das schwerste kompromittiert. Es handelt sich um den Präsidenten der Thüringischen Staatsbank Loeb. Dieser, ein Mann Anfang der Dreistiger, war in seiner Eigenschaft als Sozialdemokrat von der sozial! «lisch-kommu- nistischen thüringischen Regierung fernerzett zum Präsidenten der Lantesbank ernannt worden nachdem er vorher in Frankfurt in einem Bankgeschäft tätig gewesen war. Er hatte sich sofort als äußerst geschäftstüchtig erwiesen, wenigstens soweit seine eigen: Person in Frage kam, und als infolge der Reichst ei utive eine bürgerliche Regierung in Thüringen ans Ruder kam, erfuhr man mit Staunen, welche Einkünfte sich Herr Loeb auf lange Zeit hinaus zu sichern ge- Wust! hatte. Seine Amtsführung gab im übrig:n zu schweren Bedenken Anlah und wurde in der Oeff entließt eit und im Parlamente mehrfach sehr scharf kritisiert, wobei natürlich tee Sozialdemokraten und ihr Anhang sich schützend vor Loeb stellten, trotzdem man zuvor immer versichert hatte, dast Herr Loeb reiner Fachmann und keineswegs parteipolitisch belastet sei. Herr 2oeb hat jetzt fein Amt von sich aus niedergelegt und die wozialdemokratte kündete an, dast sich ein Skandal sondergleichen aus dieser Affäre ergeben werte. Der Skandal ist nun da Allerdings etwas anders, als ter „Vorwärts es behauptet hatte, denn der brave Herr Loeb ist oofcet abgetan* moroen, als er aus Ser Traars- bank in großen Kisten und Koffern Akten- bün bei zu verfchi eben suchte, selbstver- ständlich nur politische Akten, ober wie die „Voss. Zig/' zu berichten weih. Umzugsgut. Die thüringische Landespolizei ist aber anberer Ansicht und glaubt, baß Herr Loeb die Akten verschwinden lasten müsse, um gewisse Transaktionen, die bas Licht der Dessen tlichsseit zu scheuen haben, zu verwischen. Es wirb gegen ihn Anklage erhoben werben und bann wirb es sich ja zeigen, ob Herr Loeb so unschuldig ist, wie bie Sozialdemokratie es behauptet. Deutscher Pfarrertag in Giehen. Den gestrigen Tag eröffnete eine mit Orgelspiel und dem geistlichen Morgenlieb „Morgenglanz bet Ewigkeit" anhebenbe Morgenanbach t in her Stadtkirche. Aach dem Morgengebet Martin Luthers legte D. Fritsch- Ruppertsburg seiner Ansprache bas Wort aus den Klage- liebern 3eremia „Die Güte des Herrn ist's, bah wir nicht gar aus sinb . . ." Das an bas Gebet sich anschliehenbe Vaterunser wurde gemeinsam laut gesprochen und Zinzenborfs „Die wir uns ällhier beisammen finden" schloß die schlichte, zur Arbeit des neuen Tages ftärtenbc Morgenfeier. Die zweite Hauptsitzung. Vormittags i/210 Ußr fand im Gesellschasts- haus die Abgeo r bnetenversamml ung des Verbandes Deutscher Pfarrvereine statt. Zu der Sitzung toaren neben den bevollmächtigten Abgeordneten noch sehr viele andere Pfarrer erschienen, so dah der- Saal des Gesellschafts- Hauses in allen Teilen voll beseht war. Geschäftliche Verhandlungen. Der Derbandsvorsihende D. Kockelke - Schwelm sprach zunächst den Amtsbrüdern in Hessen, insbesondere aber den Anrtsbrüdern in Gießen herzlichen Dank aus für bie Vorbereitung und organisatorische Durchführung des Pfarrertages. Weiter dankte er in warmen Worten -den Bürgern Gießens für die in herzlichster Weise gewährte Gastfreundschaft, und der lebhafte Beifall der Versammelten zeigte, bah ihnen mit diesem Dank aus dem Herren gesprochen war. Dem durch Altersbeschwerden am Erscheinen verhinderten Ehrenvorsitzenden Dekan D. Deih mann- Braunfels und dem in Braunschweig tagenden Gustiiv - Adolf - Verein wurden bie besten Grütze und Wünsche der Tagimg ausgesprochen. Der Jahresbericht des Schriftführers Pfarrer Kopp- Kuhsdorf war den Verbands- Mitgliedern im „Deutschen Pfarrerblatt" gedruckt übermittelt worden. Der Verband, der im vorigen Jahre durch die Ungunft der Zeitverhältnisse schwere Einbuße gelitten hatte, erfreut sich seht wieder eines kräftigen Wiederaufbaues und einer umfassenden Festigung. 3n den einzelnen Vereinen hat sich fast überall die Zahl der Mitglieder gehoben, die Zahl der Abseitsstehenden nimmt sfthtlich ab. 3n der Besprechung des Berichts wurde u. a. angeregt, ans Anlah des nächstjährigen 400. Jubiläums des Deutsch-evang Pfarrhauses ein Pfarrhaus-Archiv, in dem Material über die Geschichte des Deutsch- evang. Pfarrhauses gesammelt werden soll, zu schaffen und immer mehr auszubauen Den Kassenbericht erstattete Kirchenrat D". Arper- Eisenach. Der Abschluß (das bonge ttahr in Goldmark umgerechnet) weist.48 058 Mk. ^Einnahmen auf, wovon aber 4337 Mk. für eine äns Jahr 1924/25 gehörige Zahlung abgehen, fto dah auf der Einnahmeseite 13 720 Mk. verbleiben. Die Ausgaben werden mit 8831 Mk. genannt. Hiernach verbleibt ein Vorrat von 4889 Mark, der einschl. des vorgenannten Betrages für 1924/25 den Kassenbestand auf 9226 Mk. an- wachsen läßt. Dem Kassierer wurde unter Anerkennung seiner trefflichen Amtsführung ohne Aussprache einstimmig Entlastung erteilt. Der Verbandsbeitrag bleibt, wie bisher, auf 3 Mk. bemessen. Hebet die Pfarrhaus-Aothilfe berichtete gleichfalls D. A r p e r - Eisenach. Die Papiermarkziffern des vorigen Jahres haben heute keine besondere Bedeutung mehr. Vom 1. Januar bis 15. August ds. Js. wurden für diesen Zweck 616,92 Goldmark beigesteuert und 614 Goldmark an Bei Hilfen an notleidende Amts- brüdet ausgegeben. Bei ben Vorstandswahlen wurden dre turnusgemäß ausscheidenden führenden Herren wieder mit ihren Vorstandsämtern betraut, an die Stelle verschiedener ausscheidender Beisitzer wurde neuen Herren das Amt übertragen. Ster wegen hohen Alters auf eigenen Wunsch •auä dem Vorstand ausscheidende D. Pasche- Dieskau (Saalkreis) wurde in dankbarer Anerkennung seiner verdienstvollen Tätigkeit für die Pfarrvereinssache zum Ehrenmitglied des Verbandsvorstandes ernannt. Mit seinen Dankesworten sprach der Gefeierte beste Wünsche für den guten Fortgang der Vereinsfache aus. Einladungsgemäh wurde bann beschlossen, den nächstjährigen DeutschenPfarrertag in Hamburg abzuhalten. Der zweite Hauptvortrag. Aach Erledigung ber geschäftlichen Angelegenheiten sprach Studiendirektor D. Zänker- Soest über das Thema" „DiePraktischeVvr- bilöung der Geistlichen". Der sehr tiefschürfende Vortrag wurde mit gespanntestem Interesse angehörl und sand sehr starken Beifall. Der Redner stellte folgende Leitsätze auf: 1. Die ungenügende Vorbildung der Theologiestudierenden für das praktische Amt erklärt sich: a) aus ber naturgemäß mehr auf die Wissenschaft als auf die Erfordernisse ber Kirche gerichteten Einstellung der theologischen Fa- tultäten: b) aus der zu kurz bemessenen Studienzeit, c) aus dem Fehlen der praftischen Probleme auf feiten bei- Studierenden, ck) aus der üblichen Art der theologischen Pru- sungen, bie mit geschichtlichen unb Einler- tungswissenschaften zu stark belastet sind und die praftische Theologie zu weit zurücktreten lassen. 2 Fühlbar ist vor allem der Mangel an Vorlesungen über. a) bie großen kirchlichen, Fragen wie: sozial-' ethische Fragen, Kirche und soziale Frage, kirchliche und gegenkirchliche Gegenwartsbewegungen, Dollsmission, Wohifahitep',lege, moderne Jugendbewegung: D) religiöse Psychologie unter seelsorger sichern Gesichtspunkt, praktische Pädagogit, Unter* ttchlsmethodtk. 3. Gegenüber radikalen Forderungen ist an der akademischen Bildung der Theologen unbedingt festzuhalten. Grundforderang maß sein eine Studienzeit von 8 Semestern als Mindestmaß. 4 Der seminaristische Betrieb ist nach Möglichkeit auszubaaen, damit die selbsttätige Mitarbeit der Studierenden stärker angeregt wirb 5. Ein wesentlicher Fortschritt wäre von einer dem Physikum vergleichbaren Vorprüfung nach dem 4. Semester zu erwarten, die sich ohne schriftliche Arbeiten auf Einleitungswifsenschaft. philologische Beherrschung des Bibeltextes und einfache Exegese. Kirchengeschichte. Geschichte der Philosophie und die geschichtlichen Stoffe aller Disziplinen überhaupt zu erstrecken hätte and vor der Fakultät abzulegen wäre. 6. Die theologische Prüfung hätte die Kenntnisse in der eigentlichen Theologie, Exegese. Systematik, Dogmengeschichte, Psychologie und die allgemeine theologische Utteilsfähigteit festzustellen. 7. In der zweiten theologischen Prüfung müßten die genannten Gebiete bis auf biblische Theologie und Systematik zurücktreten, im den eigentlich praftischen Fragen der Seelsorge. Predigt, Pädagogik und Katechetik, Liturgik, Inneren Mission Raum zu geben. 8. Die Kinderpsychologie, praftische Pädagogik und Unterrichtsmethodik ist in ganz anderem Maße als bisher zu betreiben unb die praktischen Unterrichtsübungen ausz igeftalten. 9. Ausgabe der Kirche ist vor allem die Fühlungnahme mit den Theologiestudierenden, womöglich schon vor Beginn des Studiums, durch kirchlich-führende Persönlichkeiten (etwa guf Freizeiten). . . 10. Zur stärkeren Vorbereitung auf die innerlichste Seite des Amtes ist eine Förderung der Seelsorge ber Studierenden (aller Fakultäten) und der täglichen gemeinsamen Andacht für sie durch dazu za berasende Persönlichkeiten anza- streben. 11. In ber Zeit zwischen der ersten Prüfung und der festen Anstellung des Kandidaten hat die Kirche auf religiös-sittliche Beaufsichtigung und Pflege der Kandidaten viel größeres Gewicht zu legen als bisher. 12. Aotwendig ist für jeden Kandidaten sowohl der einjährige Besuch eines Predigersoml- nars als auch das einjährige Lehrvikariat. 13. Grundsatz für die Predigerseminare muß fein: Ausrüstung der Kandidaten für das praktische Amt auf wissenschaftlicher* Grundlage. Damit ist der reinen Wissenschaft eine gewisse Beschränkung auferlegt. Aas die Ausfüllung der eben bezeichneten Lücken des Universitätsstudiums ist besonders Bedacht zu nehmen. 14. Bei der Auswahl des Lehrvikariats ist auf Begabung und Aeigung der Kandidaten Rücksicht zu nehmen und die Einführing in die großstädtischen Ausgaben zu bedenken. 15. Das gänzliche Fehlen der praktischen Einführung in das Vollsschuswesen seit Aufhören des Lehrer seminattursus ist sehr zu bebauem. Einen Ersatz mag der Religionsunterricht an höheren Schulen durch Kandidaten bieten, wo er zu erreichen ist. 16. Zur Fortbildung der Hilssprebiger mb jüngeren Pfarrer ist die wissenschaftliche unb praktische Vertiefung und Verlebendig ing der Pfarrer-, Synodal- und Kandidatenkonferenzen! zu betreiben, womöglich zum Zweck ihrer und der jungen Theologen Pflege ein Theologe des Konsistoriums zu berufen. Von wissenschaftlichen Zwangsarbeiten ist abzusehen. Geh. Kirchenrat Prof. D. Dr. Krüger- Gießen übermittelte die Leitsätze, die der als Korreferent bestellte, aber durch Krankheit am Er- I scheinen verhinderte Prof. D. Aiebergall- l Marburg auf gestellt hatte. Sie lauten: 1. Die Hauptsache ist die Anbahnung des Derkehis mit Gott, ein Herz voll Taft und Reinheit (Abstinenz). Dafür Eann keine Studienanstalt, sondern nur der Heilige Geist in Lebensführungen und freigewählter Gemeinschaft sorgen. 2. Aur in der freien Lust ber Universität gedeiht das protestantische geistige Erbgut: Sachlichkeit, eigne ileberzeugung, Weite, Sinn für bie Welt unb Kultur. Ihre Gefahren sind geringer als die ber erbau sich-klerikalen Dressur auf dem Seminar. Auch theologische Jünglinge müssen gewagt werden. 3. Die theologischen Fakultäten haben sich für das Ganze ihrer Aufgaben weniger am ihrer philosophischen Schwester, als an der Kirche zu orientieren. Freilich dient man einem Zweck am besten, wenn man ihn im einzelnen in der Ar bett aus dem Auge läßt. 4. Erkennen braucht instinktiveres Vermögen nicht zu schwächen: es soll und kann es klären, ergänzen und ersetzen. „Avsse" wird im unbewußten zum „Posse" 5. Besser als historisch-philologische Lizentiaten-Züchterei oder erbauliche Zurichtung ist die Erfüllung der eigentlich theologischen Aufgaben: wissenschaftliche Erfassung des normalen und realen religiösen Lebens. 6. Die religionpsychologische Methode gibt die Mittel an die Hand, sachlich durch alles, was „circa !acra" ist, in Jacra“ vorzudrmgen. 7. tast die ganze Aufgabe des Amtes in dem Satz befaßt: Der Pfarrer ber Kirchengemeinde verkündet den Gliedern das Evangelium — so kann jene Methode nach allen Setten hin zur Erfüllung dieser Ausgabe beitragen 8. Mehr als durch erbauliche Rede wird die Persönlichkeit durch die streng sachliche Arbeit am Objekt, den religiösen Urkunden. Tatsachen und Problemen sittlich und religiös geförbert. 9 Der Sinn für die Kirche soll durch geschichtliche und kirchengLschichMche Erkenntnis vertieft ober angebahnt werden. 10 Der Sinn für die Menschen und für die örtlich unb zeitlich bedingte Gemeinde ist das Ziel (nicht der Zweck) ber religionswissenschaftlichen, exegetischen kirchen- unb kulturgeschichtlichen Erkenntnisarbeit. 11 Fehlt es bei jung und alt oft an persönlichem Verständnis des Evangeliums, so hat alle geschichtliche unb systematische Arbeit dieses „unum necessarium" anzubahnen. 12. Auf evangelischem Boden leitet ber Geist in alle Wahrheit weniger in angeblich feststehenden Bekenntnissen, als durch das Hin unb Her und das Für und Wider ber Theologie. Dabei müssen die „rabies thrologorum" und der Wechsel der Lehrmeinungen als Tribut ■ der absoluten Wahrheit an bie Beschränktheit der Menschen unb Zeiten in Kauf genommen werden. Anschließend an die Verlesung dieser Sätze sprach Geheimrat Pros. D. Dr. Krüger noch in eingehender Weise zu dem Thema, ferner sprachen Prof. Dr. Karl Ludwig Schmidt, Pros. Dr. Hans Schmidt, Lic. Dell, sämtlich von hier, Lic. Geng nagel-Friedberg, Pfarrer Schrimpf- Dieburg, Pfarrer Dr. Schäfer - Remscheid unb andere. Aach Erledigung einiger kleiner Angelegenheiten wurde die Tagung geschlossen. Kunst und Wissenschaft. ©ine Darmstädter Kunstausstellung. S a r m ft a b t, 24. Sept. (Eigen. Bericht.) Die „Darmstädter Gruppe", die aus nachstehenden hessischen Künstlern besteht: Ulrich, Hallerstede, W. Hofterberth, Alexander Posch, M. W. Richter (Darmstadt), Gottfr. Richter und A. Teller, veranstaltet im Oktober und Aovember in der „Kun st und Keramik" eine Kollektivausstellung. Nationalerziehung im Fichteschen Sinne. Es besteht die Gefahr, daß die nationale Bewegung in Agitation und Parteipolitik verrinnt. Aus diesem Grunde will die Fichte- Gesellschaft alljährlich die Vertreter des geistigen Deutschlands, die sich im Willen zu einer Aationalerziehung im Fichteschen Sinne einig sind, ohne Ansehung ber Partei, zusammenladen, um die Grundlagen unseres volklichen und staatlichen Lebens zu klären. Die erste Tagung finbet vom 2. bis 5. Oktober in Hamburg statt. Sie wird sich mit der Frage des Verhältnisses von Staat und Volkstum und mit der Frage der 'tcationalerztehung beschäftigen. Die geschichtliche Grundlage wird ber bekannte Lutherbiografch Prof. Scheel, Kiel (früher in Tübingen), durch seinen Vortrag „Vom spätmittelalterlichen zum modernen Staat" geben. Der Wiener Universi- tätsprofessor Othmar Spann wird das gesellschaftswissenschaftliche Problem behandeln in seinem Vottrag „Der Staat als Geschöpf und Schöpfer des Volkstums". Den Vorttägen werden Aussprachen folgen. Turnen, Sport und Spiel. Der Rad-Club Germania. ßielt am Sonntag sein diesjähriges internes Dereinsrennen, mit dem Ziel und Start an der Germania ab, das unter sehr großer Beteiligung einen glänzenden Verlauf nahm. Bei den Rennen wurden folgende Sieger fest- gestellt: -- 1. Klubmeisterschaft. 1. Hch. Faber, 2. H. Röhrig, 3. A. Höh, die sich nach drei Dor- und einem Zwischenlauf für den Endlauf Anrecht erwarben. 2. Vereinsfahren über 20 Kilometer: 1. O. Rödiger in 36 Min. 42 Sek. mit 200 Meter Vorsprung, 2. H. Röhrig, 3. H. Faber, 4. H. Ruhl, 5. F. Rödiger, 6. H. Preitz, 7. K. Rödiger, 8. F. Rinn, 9. W. Voneiss. — Sen io ren I: 1. K. Sehrt in 41 Min. -Senioren II: 1. W.Becker 2. L. Rohde, 3. Ehr. Pfundt. 3. Vorgabefahren über 6000 Meter. 1. H. Röhrig (10 Sek.), 2. A. Höh (15 S.), 3. O. Rödiger (0), 4. H. Faber (10 ©.), 5. F. Rödiger (25 ©.). Dieses Fahren wurde von 15 Mitgliedern bestritten unb waren Vorgaben bis 90 Sekunden zu holen. 4. Jugendfahren bis 16 Jahren: 1. E. Hauck, 2. E. Biedenkopf, 3. W. Heines. 5. Jugendfahren über 16 Jahre: 1. H Preitz, 2. W. Aaumann, 3. W. Kuhl. 6. Damenfahren : 1. B. Kuhn, 2. E. Rödiger, 3. A. Pfundt, 4. L. Baum. Am Aachmittag fand ein Rasenradballspiel statt, an dem in kameradschaftlicher Weise die Mitglieder des Krofdorfer Radfahrervereins teilnah- men. Außerdem fanden noch mehrere Radspiele statt, die alle zur Erheiterung der vielen Gäste beitrugen. Eine kleine Siegesfeier fand dann in der Germania statt, die allen Teilnehmern noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben wird. Hindenburg der Schöpfer des deutschen Militär» Schneeschuhlaufes. Es ist in Deutschland recht wenig bekannt, baß einer der Hauptförderer des Schneeschuhlaufes im allgemeinen unb der Schöpfer des Militär-Schneeschuhlaufes in Deutschland im besonderen Generalfeldmarschall von Hindenburg ist. Hindenburg war 1903 Chef des Kriegs- ministerrums. Aus die Vorstellung des um bu Eiüführung des Schneeschuhs in Deutschland hoch verdienten Rostockers Max Schneider, der durch A a n s e n die ersten Schneeschuhe a us Aor- wegen erhielt und ihre Verwendung m Deutschland propagierte, verfügte Hindenburg, daß zunächst bei dem Goslarer InfaiTterienegtment, den späteren Goslarer Jägern, Hebungen im Schneeschuh lausen vorgenommen werden sollten. Ball) darauf ging die glerche Anweisung an alle deutschen Äigerbatalllone, die im Gebirge garm= fvnietten. Es ist dabei mtereffant, zu erfahren, daß die ersten Aorweger Schneeschuhe, 25 Paar, 1891 von Schneider durch QlanfcnS Vermittlung nach Deutschland tarnen. Es folgte eine zweite Sendung von 50 Paaren, dann konnte aber Aorwegen nicht mehr liefern. Aun beschäftigte man such in Deutschland selbst mit der Herstellung. Eine große Holz- biegerei bei Berlin fabrizierte 1892 zunächst einmal 1000 Paar, von denen eine Anzahl nach Oesterreich, Ungarn, der Schweiz, Rußland, 3ta- lien, Frankreich unb in die Türkei gingen. Damals also begann die eigentliche Schneelauf- Epvche in Deutschland. Die Anregung baz i hatte Aansen gegeben, ber vor seiner ©rönlanbfabrt 1890 im Harz war unb dort die Wahrnehmung machte, daß sich dieses Gebiet besonders für ben Schneelauf eignete. Der Harz ist denn auch das erste deutsche Schneelaufgebiet geworden. Bald folgten Bayern, der Schwarzwald, das Erz- und Riefengebirge, Thüringen, das Sauerland und die Eifel. Das Jahnhaus in Freyburg. zj Jahns Wohnhaus in Freyburg a. d, 11 n ft r u t, too der Turnvater seinen Lebensabend verbrachte, ist, seiner Bestimmung gemäß, als Turnerheim und Jugendherberge eingerichtet und zur Benutzung dem Verkehr übergeben worden. 6 Federbetten, 78 Militärbetten mit Strohsack und Decken und Strohlager für 100 Mann dienen der Beherbergung für Jugendwanderer. Rächst den Turnern der D. T. findet die gesamte, unter einem älteren unb verantwortlichen Führer wandernde Jugend beiderlei Geschlechts vom Vollsschüler bis zum Hochschüler, ferner dis schulentlassene Jugend Aufnahme. Hierfür gelten die Bestimmungen des Deutschen Jugendher- bergs-Derbandes. &. Eine Löns-Gedächtnis-SLiftung. Zum 10. Todestage von Hermann Löns wurde von den Freunden des Dichters eine Löns-Ge- dächtnis-Stiftung gegründet, eine Dererninung von Freunden der Kunst von Hermann Löns, die das Andenken an den Dichter durch weiteste Verbreitung seiner Schriften und Förderung junger Dichter, die bei voller Wahrung ihrer Eigenart, Hervorragendes im Geiste von Hermann Löns zu schafft versprechen, lebendig erhalten will. Diese Ziele sollen erreicht werden durch Veranstaltung einwandfteier Ausgaben der Düchm: von Hermann Löns und von wettdollen Arbeiten jüngerer Dichter in vorbildlicher Ausstattung, die nur den MitgliÄ>ern ber Stiftung zu sehr niedrigen Preisen zugänglich gemacht werden. Der Jahres- bertiag ist auf nur 2 MI. festgesetzt. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle in Hannover, Schillerstraße 30, entgegen. Obwohl für 1924 kein Beitrag erhoben wird, gibt die Stiftung schon m diesem Jahre zwei Bücher des Dichters heraus, die von ersten Künstlern illustriert sind: em entzückendes Märchenbuch und einen prächtigen Jagdband. Eine eigene Zeitschrift, die die Stiftung herausgibt, toirh den TOitgliebern kostenlos geliefert. , Die Wissenschaft von den Herbstfarben. Wieder beginnt das große Färbenspiel des Herbstes, vom yerteften lichtesten Gelb und hellsten Dcinrot bis zum tiefften Purpur ftnb alle Färbungen im Herbstlaub vertreten, und ehe bie Blätter sich vom Baume lösen unb müde zur Erde herniederflattern, glüht die Aatur noch einmal in ben feurigsten Farben auf, deren sie überhaupt fähig ist. Die Pracht dieser Farben hat aber nicht nur die Maler beschäftigt, ist von den Dichtern gefeiert worden, auch bie Wissen - schäft hat manu,igfache Untersuchungen angestellt, wie diese in den September tagen überraschende Herbstfärbung des Laubes zu erklären ist. Der Farbstoff, dessen Vorhandensein ta? herbstliche Rotwerden der Blätter hervorruft, ist das Anthooyan oder Blumenblau, eine Form der Stärk^uckerverbiiudung, die in den Zellen der Blätter und in der Epidermis erscheint. Eine besondere Bedeutung bei der Rvtfärbung der Blätter hat der Wechsel ber niederen Aachttemperaturen unb des kräftigen Lichts während des Tages. Gaston Bennier bot bei verschiedenen Pflanzenatten das Rot nett en ber Blätter hervorgernsen, indem er sic während des Tages einem ttäftigen Licht und während der Rächt der Wirkung niedriger Tempera uren aussetzte. Tie Rolle, die jeder dieser beiden Faktoren, Temperatur und Licht, bei ber Erzeugung des Blumenblau spielt, hat ein anderer Forscher untersucht; er ließ Licht und niedrige Temperatur getrennt auf eine Wallerpflanze, Hydrocharis, eintoitfen und erkannte, daß beide Faktoren Veränderungen in demselben Sinne hervvrbringen, daß das starke Licht ebenso das Rotwerden begünstigt, selbst trenn die Temperatur gleichblei bk. wie das Einwitten der niedrigen Temperatur ohne Lichteinfluß. Andere Forscher haben gezeigt, daß das gleiche Phänomen unter beliebigen Licht- unb Wärmebedingungen cm tritt, trenn man die Pflanzen durch zuckerhaltige Lösungen tultitriert. Domber hat festgestellt, daß die Erzeugung des roten Pigments in allen Fällen von einer Vermehrung der Kohlenwaf- ser st offver Hindun gen begleitet ist. In den roten Blättern sinb bie Mengen von Zucker und Stärkezucker bettächtlich größer als in den grünen Blättern derselben Pflanzen. Man müßte danach bie Bildung des Blumenbau als die Folgeerscheinung einer Vermehrung der zuckerhaltigen Verbindungen ansehen. Es ist seltsam, daß eine nützliche Substanz wie ber Stärkezucker sich in den Blättern vermehrt, die rot werden unb zu sterben bestimmt sind, während es im Haushalt der Aatur richtiger erscheinen würde, wenn diese Produkte sich im Stamm ober in ber Wurzel sammeln würden, die den Winter über leben. Cs zeigt sich aber bei allen Blättern, die im Herbst ab fallen, daß sie, anstatt ihres Gehaltes beraubt zu werden, bevor sie sich von ben Pflanzen trennen, von diesen mit allen Arten von Aährstoffen versorgt werden, und so sind nach ben Analysen von Combos auch bie Kohlenwasserstoff Verbindungen in fallenden Blättern viel bedeutender als in den grünen. * Der chinesische Soldat, Wie es scheirtt, stehen sich diesmal im chinesischen Bürgerkrieg ziemlich große Heere gegenüber. Da sind sicherlich Zehntausende zu Soldaten gepreßt worden, die lieber zu Hause geblieben wären, um in den Reisfeldern, in bei Hauswirtschaft ober in ihrem Handwerk zu hantieren. Denn der gewöhnliche Mann in China hat meistens einen Abscheu vor dem Soldaten- handwerk, unb ber Soldat war auch in China nie besonders angesehen. Daß ber Chinese durchaus nicht gern Soldat wird, geht auch aus so manchen chinesischen Soldatenliedern hervor. Diese Lieder bringen nichts von Sieg unb Kampf, von Schlachten unb gefallenen Soldaten, sondern es sind meist Lieder mit einem recht schwermütigen und elegischen Inhalt. So heißt es zum Beispiel in einem chinesischen Soldatenlied: Als wir zogen aus, Standen schon bie Saaten. Kommen wir nach Haus, Sind die schlecht geraten. Wir hatten eine lange Reise Unb hatten schmale Speise. O, was hat ich Ungebühren Seit man führen Mich das Schwert ließ Statt des Pflugs. Em anderes Lied beginnt mit den Worten: O, wie ist der Berg so hoch, O, wie ist das Tal so breit. Und immer, immer noch Zieh ich so weit, Zieh' hinaus in Kampf und Streit Und sätze lieber in der Heimat doch. Wirtschaft. Stiefmütterliche Behandlung des Siegerlandes. 3n den Darlegungen der Notlage des Sie- gerlandes und benachbarter deutscher Erzgebiete, wie des Lahn - und Dillreviers, ist wiederholt ausgeführt worden, wie wenig die Frachtenpolitik der Reichseisenbahnverwaltung der besonderen Lage dieser Gebiete gerecht wird und wie sie, wenn schon einmal etwas für die arg bedrängte Industrie dreser abgelegenen Reviere geschieht, immer wieder mit der einen Hand nimmt, was sie mit der anderen gibt. Neuerdings sind wieder einmal die schlimmsten Klagen und Befürchtungen in dieser Richtung in unerfreulicher Weise bestätigt worden. Mit Rücksicht auf den Siegerländer Notstand war vor kurzem der Ausnahmetarif für die Q[b- fuhr von Erzen aus diesem und den ähnlich bedrängten benachbarten Erzrevieren um 25 Prozent herabgesetzt worden. Jetzt ist mit dem 18. September die allgemeine Senkung der Gütertarife um 10 Prozent eingetreten. Dem Crzausnahme- tarif wird aber diese Herabsetzung nicht zugebilligt. Die 25prozentige Ermäßigung hatte noch keineswegs genügt, um die Siegerländer, die Lahn- und die Dillgruben und die auf sie angewiesenen Industrien lebensfähig zu machen. Gesteht man ihnen die Vorteile der allgemeinen Tarifherab- setzung nicht zu, so bleiben sie im Hintertreffen gegenüber der Wirtschaft begünstigterer Gebiete. Die Selbstkosten für die Tonne Erz liegen z. V. im Lahnrevier noch etwa um 40 Prozent über dem höchsten erzielbaren Verkaufspreis von 10 Mark für die Tonne. Die Konkurrenz der lothringischen Minette aber wird durch die lOprozentige Fracht - ermähigung, die sie genießt, gefördert und belebt. Man sollte hier wirklich auf die beliebte fiskalische Engherzigkeit verzichten und ganze Arbeit machen, wie sie zur Erhaltung der Lebensfähigkeit des deutschen Erzbergbaues nötig ist. In noch umfassenderem Mähe erfordert ein anderer Ausnahmetarif die Einbeziehung in die letzte Frachtenherabsetzung. Man hatte ebenfalls schon vor kurzem dem Siegerlande, dem Lahn- und Dillgebiet sowie einigen anderen hüttenmännischen Zentren in Nord- und Süddeutschland einen besonderen Brennstoff-Notstandstarif zugcstanden, weil diese Gebiete gegenüber den bevorzugten Erzeugungsstätten des Eisens, die auf der Kohle sitzen, erheblich in der Hinterhand blieben. Die Einführung oder vielmehr Wiederherstellung dieses Brennstoff-Notstandstarifs ist dankbar be- gritfit und mit frohen Hoffnungen begleitet worden. Aber auch hier kommt die Eisenbahnverwaltung und erklärt, die Wiedereinführung dieses Ausnahmetarifs sei nur eine befristete Notstands- mahnahme gewesen: an der neuen Herabsetzung könne dieser Ausnahmetarif keinen Anteil haben. Man will nicht sehen, daß auf diese Weise die Spanne zwischen dem allgemeinen Kohlentarif, der die lOprozentige Herabsetzung mit genießt, und dem Nötstandstarif für die ungünstig liegenden Eisenreviere wieder erheblich verengert und damit diesen Revieren der Wettbewerb aufs neue erschwert wird. Der Brennstoffnotstandstarif liegt mit seinen Sähen immer noch etwa 65 Prozent über der Friedensböhe, während der Kohlenpreis den Friedensstand nur etwa um 38 Prozent überschreitet. Die Rrichseifeirbahnverwaltung genießt selbst diesen Preisstand für ihren wichtigsten Rohstoff, erhöht ihn aber in den in Rede stehenden Bezirken durch die Nichtgewährung der allgemeinen Fracht Herabsetzung in wesentlichem Maße. Die schnelle Einbeziehung des Brennstoff-Notstandstarifs in die allgemeine Frachtermäßigung ist also nicht minder dringendes Erfordernis, als die entsprechende Herabsetzung des Erzabfuhrtarifs. Nur eine großzügige Frachtenpolitik kann dazu führen, auf den verödeten Grubev- und Hüttenplähen des Siegerlandes wieder neu-s Leben aufblühen zu lassen und der arg gehandikapten Eisenindustrie an der Lahn, am Harz usw. die unentbehrliche Erleichterung zu schaffen. * * StahlwcrkDecker A-G. inWillich. Ter Gläubigerbeirat svll, wie schon mitgeleilt, einem Vergleichsvorschlag zugestimmt haben, nach dem die Gläubiger 35 Proz. ihrer Forderungen erhalten, d. h sie erhallen 35 Proz. ihrer Forderungen an das Stochlwrrt. Ta aber bei den Wechselglauvigern au Berbern noch die e^cyweUe'. Ratinger Merallwerke und die Industrielle Bc>n - gesellschaft haften, so werden sich insgesamt wohl 60 Proz. ergeben (20 Proz. aus der Ermag und 5 Proz. aus der Indu-Bank). Die Verpflichtungen des Slahlwerkes sollen sich nach der G -D. abermals ganz beträchtlich erhöht haben: u a. infolge von Regreß-Ansprüchen einer Braunkah- lengrube wegen entgangener Lieferungen. Börsenkurse. ün Simonen Prozent ffranffurt n. M. »erlitt Schluß. Schlutz- 6ul'» | ftlir» Sxdlutz. Schluß $lu» Äu-e Tfitrrnr 2>. 24 9. 2 .9. j 24.9. 6% Dentl-e Rrichsanleive . «•/» Deutsche Relchtan leide • 8'/,*/, Deutsche Ncichsanleihe 3% Deutsche ReichSauleide . Dernsche icuarpnunienanuibt «"Io preußische fionfoU . . . 4°, Hessen 8’///» Hess«, V/e Hessen Deutsche Dertb. Dollar-Anl. bto. Doll.-Schay-runveiing.'» ♦•le Hoütürten......... 5% Toldmertkaner Berliner Handelsgesellschaft Commerz, und Pnvat-Banl Darmsl- und Naiionaldaut . Deutsche Bank Deutsche BcretnSbank .... DiScorilo ttommanbtt .... Mctnllbank........... Mnteldeutschc Credttdank. . L>rsreircichtsche Kreditanstalt Wcslbank Bochumer Guß ...... Buderus....... Caro............. Deutsch.Smemburg Gelsenkirchener Bergwerke. Harpener Bergbau ..... Kaliwerke StscherSleben. . . Kaliwerk Westeregeln. . . . LanralmUc .......... Oberbedarf • • • Phönix Bergbau...... Rhemstabl........ . IHkbctt Montan ...... TelluS Bergbau Hambarg-Amerika Paket. . Norddeutscher Llovd .... Cheramische Werke Sllbtu . . rtemeinwrrt Heidelberg . . . Philipp Holzmanu ..... Anglo Lont -Guan» .... Badische Anilin Chemische Mäher Alabin . Goldschmidt @ricA!;eimrr Electron . . . Höchster Farbwerke Holzverkohlung . . .... viütgerSwerkc . kchcideanstalt »Ifia Eleklrtzttätß-Sefellscha Bergmann Mamkraftwerke . Cchuckcrt Siemen» & Halöke Adlcrwerke Kleher . * * .« Daimler Motoren. .... Hevligenslaed, ........ Mcguin............ Hranlfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . sv/etallgesellichaft ffrentfart Pet. Union A--G Cchuhlabrtk Herz . . ... Sichel............. Zellstoff «aldbof ^udenabrit Frankerttbal . Zuckerfabrik Wagbau sei . . 1,09i 1,135 1,1 1,13 1,47'> 1,500 1,4 5 1,450 1,425 1.48 1,410 1.450 ;,»9 2 1,97 1 05 0.63 0.650 0,68 0 6; 1, rO 1.575 1,c6 1.57 1.8 !,’5 ',8. 1,85 1,45 ' 6 1.75 1,775 1,55 1.65 1,79 1,775 4 2 4,2 4,2 4,2 86 85,6 80 85,6 12,49 12,40 12 '21 12,20 - — 42,5 — 26 26,1 27 27 4.90 5 5 5 9,50 9 5 9,50 9.75 11 11,13 11,25 11,75 0,323 0.33 — 12,62 12.62 12,75 12,75 13 13 — ■— 1,95 1,80 1,40 1.9 MB 0,330 0,315 0^25 0.3 0,23 0,5 0,5 _ — 47 6 47 10.9 10,10 10,50 10,30 1 ,25 «1,25 12 11,50 49,5 50,75 '1.5 50 —- 52,5 (2,24 52.4 68,9 69 69 69,50 16.25 15,13 15.80 15 40 17.0 18.25 18 17.4 6 4 6,75 6.50 6,13 — 10.5 11,13 11 99,50 41 39,4 41,50 — 35 33,75 i2.25 35.5 — 36,25 35.25 1,85 1,80 — — 23 93 28,21 26,25 26,80 4 95 4,96 4,93 4,90 - _ — 15 15 — — 5.05 5,40 5,20 5,13 11,25 — 10,50 11,40 18 17,75 18 18 1.2 1 2 —— — 12 11.75 12,65 11,90 H.13 15,1 15 15,20 14,75 14.90 14,75 14,13 6 3 6,11* — — 16,90 16,75 17 16,75 14,40 13.9 —- — 8.65 8,5 8.70 8.6) 12 62 — 1^5 12,25 8,13 8 — 36.5 36.25 37 37,31 43 43 45 4«,5 2,1 2,1 2,20 2,13 2,83 2,75 2,60 2.75 2,25 2.1 — — 10,5 10 9.6 1,5 0,56 0 66 — — 1 1.1 — 1 12 12 — — 1,5 1,46 M 1,4 3 2 3,25 3 2,9 3.9 3,80 4 4 9,76 9,50 9 25 9,4 3,25 3,2 5 — — 2,8 i 2,80 — — e) Dom RückzahlungSwert. Frankfurter Börse. (Eigener 'Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M.. 24. Sept. Tendenz: Weiter schwach. Tas Geschäft an der Effektenbörse vermochte auch heute feinen geringen Umfang nicht abzuleugnen, da die Zurückhaltung noch foridauert. Die Ätstlosigkeit, die an den Aktienmärkten zu starkem Ausdruck kam, konnte auch nicht durch günstige Momente, wie der bevorstehende Eintritt Deutschlands in den Völkerbund und die angetünbigte nochmalige Ermäßigung der Kohlcnpreise um 12 bis 15 Proz., überwundin werden. Tie schweren am Anleihemarkt letzthin erlittenen Verluste wirken sich immer Wetter aus und um einen Ausgleich hrrberzufühven, sieht sich die Spekulation andauernd zu Abgaben veranlaßt. Die Haltung des Anleihtma-rtlcs war schwankend. Nach anfänglichen neuen Einbußen wurde später in Erwartung des Ausganges der heutigen Sitzung drs Aufwcrtungsausschus es des FrrTfr, 24. Scpt. Amerikanische Noten . . . . . vcsgische Noten........ Dänische Noten ....... Englische Noten........ Fraiiiösische Noten ...... Holländische Noten Atalienischc Noten ..... Norwegische Noten...... Deutsch Oellcrr .äioo Kronen Nnmä"ische Noten...... Schwedische Noten Cchweiier Noten . Spanische Noten....... Ti'chechchiowakische Noten . . Ungarifche Noten ■ÄciccetageS das Geschäft crw.-s angeregter, ohne indessen zu nennenswerten Kure Veränderungen zu führen. Der Aktienmarkt zeigte hn allgemeinen keine besonderen Veränderungen Am Bankaktienmarkt waren vereinzelte Werte gefallen. Am Markt der Industriepapiere war die Mehrzahl der Kurse unverändert. Der freie Markt hatte wieder unter starker Abgabe zu leiden. Api 2V«, Ufa 11 H, Petroleum 163, h, Becker-Stabl 09, Becker-Kv^c 53J6, Benz 31, , Growag 0,1 <5. Am Geldmarkt bleibt Monatsgeld zu 1' „ bis F/e Prozent unter ersten Adressen unverändert leicht. Tagesgeld 1 i pro Mille. Am Devisenmarkt war das Geschäft im älsancenvrrlehr wieder ruhig, die Kurse haben sich kaum verändert. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Berlin, 24. Sept. (WB.) Dio Börse stand heute im Zeichen völliger Stille aus allen Märkten, sogar auch auf dem Markt der intänoilchen Anleihe. Da heute ber Unterausschuß deS Auf- wertungsausschusses zu einer Beratung zusammentritt, ist man natürlich aus das Ergebnis außerordentlich gespannt, zumal gerüchtweise verlautet, daß die Stimmung im Unterausschuß gegen jegliche Aufwertung wenig günstig ist. Es verlautet weiter, daß die Regierung im Unterausschuß ihren ablehnenden Standpunkt zur Aufw.'rlungsfrage ziemlich genau und sehr deutlich präzisieren werde. Unter diesen Umständen hielt es die Spekulation für geraten, ihre Engagements auf dem Anleihemarkt schleunigst abzubauen Das Geschäft in Industriepa- Pieren lieg! ausnahmslos völlig darnieder. Dci den Banken ist in den letzten Sagen kaum eine größere Order eingegangen. Die Nachricht über das Zustandekommen eines Kredits für den Ruhr- bergbau ergibt sich als eine Falschmeldung, so daß auch diese Hoffnung der Börse enttäuscht wurde Am Geldmarkt machte die Versteifung weitere Fortschritte. Am Deviseirmarkt ist die Lage unverändert. Devisenmarkt Derli»—Frankfurt oöenbooen 71,77 72,23 72,3? 72,68 voll voll etorfhofnt . 111,37 111,93 111,37 111,91 von!voll ßdfinoford. 10,19 10,55 10,48 10,56 voll ooll Italien - . . London. . . 18,3) 19,49 18.35 W voll voll 16.635 18,775 16,70 vollvoll Nendork . . 4,14 4,1) 4,21 voll voll Paris.... 22,105 22.08 8Ü^5 00'1 voll iS. 29 79.79 79,675 voll voll epntiien . Wien in D-- 15,26 15.54 bl,25 65,51 voll voll Oest. abgell 5,92 6,94 6,92 5,94 12,605 voll voll Prag . . . 12,54 12,60 12,545 voll voll Budapest. . WS 5,46 1,485 5,43 6,41 voll voll Buen. AireS 1,475 1,485 voll »oll Bulgarien 2,03 8,07 8,07 3,0'J voll voll Yap an . . . 1,705 1,715 1,595 1,705 voll -oll ^lto de ff an 0,395 0,405 1,395 l^OS voll voll Belirad . - 5.85 6,87 5,93 6^2 voll voll Lissabon - 11,97 '-2.C3 11.97 12PS vollivoll Banknote». Meld Priel Re^arr. 4,11 4,21 voll 20,’S 72,27 28,33 < 2,63 voll voll 18,67 18.77 voll 22,09 22.21 voll 161.64 162,46 voll 18,40 18,53 voll 67,76 18,04 voll 5,88 6,9(1 voll 2,10 2,12 voll 111,22 111,78 voll 79,62 60, u2 voll 55,13 55,41 voll 12,50 12,56 voll 6,81 5,41 voll Rindbiehmarkt in Gießen. h. Gießen, 24. Sept. Zum gestrigen Rindviehmarkt waren insgesamt 625 Stück Groh- und Kleinvieh aufgetrieben, eine große Anzahl mehr als am letzten Markt. Wenn auch die Käufer anfangs etwas zurückhielten, wurde der Handel später doch etwas lebhafter, so daß von lieber- ständen keine Rede sein kann. Bezahlt wurden für prima Zuchttiere 500—550 Mark, weniger flute» Material mit 300—400 Mark. Schlachtvieh tarn fast nicht über 250 Mark hinaus, während für schöne Rinder biS 150 Mark erzielt wurden. Erfreulich war. daß der Markt auch wieder von Landwirten besucht wurde. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht deS .Gießener Anzeiger" ) Frankfurt a. M., 24. Sept. SS wurden notiert: Weizen, Wetterarier 24,50 bis 25. Roggen, mländ. 22.50 bis 23,50, Sommergerste für Stau- zwecke 25,50 bis 27.’ Hafer, inländ. 22.50 bis 24, Mais (gelb) 19,75 bis 20, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 36,25 bis 37, Roggenmehl 31.50 bis 32,50, Weizenkleie 12,75 bis 13, Roggenkleie 12,50 bis 12,75 Mk. Tendenz fest. Berliner Produklenbörse. Berlin. 24. Sept. Der Getreidemarkt war entsprechend der mmerlichen Erhöhung an den Arrslandmarkten fest. Ti' Notierungen mußten fast ausnahmslos höher gesetzt tverbeu. Für Futtermittel hält die Festigten weiter an Es wurden notiert pro 1000 Kilo: Weizen, mävf. 228 -236, Roggen, märt. 215 219, Gerste, märt 205 - 225, Gerste, neue 200- 210, Hafer, märf. 182- 190. Raps 345 - 350, Leinsaat 44^-450. Es wurdest notiert pro 100 Kilo: Weizenmehl 32,50 35.25. Roggenmehl 31 -33.25. Weizenkleic 15,25, Roggenkleie 13, Biktoriaerbsen 32—36, kleine Erbsen 22 26. Futtererbsen 19-20, Pc luschkcn 17—19, Ackerbohnen 21—23, Wicken 17 bis 17,50 Luvinm. blau 13 15, Lupinen, gelb 16—19, Serradelle, alt 15-18, Rapskuchen 15, Leinkucheit 25,50—26, Trocken schnitzel 13.80 bis 14, Torfmelasse 5, Kartoffelslocken 19—19,25. Büchcrtisch. Eine reichhaltige Modeübersicht geben die neuen Ullstein - Mvdealbe n (erhälllich in Duch^ und Papierhandlungen). Di: Vorlagen sind sämtlich zur Sclbstschne dcrei bestimmt und ermöglichen jebem, ohne große Kosten flott und modisch gekleidet zu fein. Drei neue Bücher aus dem Nach» laß von Hermann Löns. Aus dem umfangreichen literarischen Nachlasse von Hermann Löns hat Dr. Wilhelm D e i ma n n , Werne, mit großer Sorgfalt und seinem Verständnis für Lönsschc Art drei Nachlesen getroffen, die sich in kluger Zurückhaltung auf Arbeiten beschränken, oic das literarische Werk des Dichters nach wenig bc- kannte» Seite hin ergänzen und Wiederholungen von früher' in Buchform Erschienenem vermeiden. So find drei neue Bücher entstanden, die an innerer Geschlossenheit und Stärke den früheren Büchern von Löns nicht nachstehen. Für das erste dieser Bücher hat Löns selbst noch den Titel ,.Mein niedersächsisches Skizzenbuch" gewählt und den Inhalt noch zum größten Teil selbst bestimmt Das Buch bietet nicht zufällig Zusammengerasttes sondern eine geschlossene Reihe von niedersächsischen Städte- und Landschaftsbildern. Die zweite Nachlese nennt sich ..Gedanken und Gestalten". Für viele wird diese« Buch eine Llebervaschung sein, e« zeigt Löns von einer fast unbekannten Seite. Ein anderer als der Heide- und Tiererzähler und doch wiede» derselbe Löns spricht aus dem Inhalt: Gestalten aus der zettgenössischen und älteren Literatur- und Weltgeschichte, Gedanken über Kunst und Kultur. — In „Für Sippe und Sitte" bricht der unerschrockene Vorkämpfer der Heimat- und Naturschuybetoegung manche Lanze für StammeSart, Volkssitte, Heimatbrauch. Erhaltung des Landschaftsbildes und der heimatlichen Tierwelt. — Alle drei Bücher sind im Verlag Adolf Spvnholh G. m. b. H., Hannover, erschienen und sorgfältig au-gestatter worden. — Dr. Karl Hauser, Ursprung deS Lebens. Lebensforschung und Lebenserkenntnis mit 7 Bildertafeln, in Halbl. geb. 2,40 Mk. (Agentur des Rauhen Hauses, Harnburg 26.) Hier wird allen denen eine praktische Biologie geboten, die nicht Zeit und Muhe haben, sich in dickleibige wissenschaftliche Werke zu vertiefen. Dr. Hauser versteht es, diesen für manchen etwas spröden Stoff in eine Form zu gießen, die den Leser nicht langweitt. Er gliedert den Stofs in vier Ao- schnitte. Organisches und Anorganisches T** griff und Ursprung des Leben« — Zweckmäßigkeit in der Schöpfung — Entwicklungslehre. Seltsame Flitterwochen. Roman von Arnold Fredericks. 4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Ich hibe die Aeberzcugung getomnen, Herr Duvall, daß cs wichtig ist. der Sache unverzüglich äuf den Grund ?u kommen. Wie eS mir meine Frau kabelte, ist die Sache widersinnig — verrückt!" 'Er starrte wieder mit düsterem Blick zu Boden. „Wirto?" fragte der Detektiv. „Tas will ich Ihnen sagen. Mein sechsjckh- riger Soh i wurde jeden Morgen, in Begleitung seiner Wärterin, von meinem Haus in dec Avenue Kleber nach dem Bois de Doulogr.e gefahren. Im Bois verlieh er den Wagen und brachte eine Stunde oder länger im Grase spielend und spazieren gehend zu. Ich wollte das so haben, da ihm Bewegung gesund ist und er keine hat, wenn er nur im Kraftwagen fährt." „Was wurde während dieser Zeit aus dem Wagen?" fragte Duvall. . „Der Wagenführer war angewteicn. in Seh° und Rufweite zu warten. Ich zweifle nicht dar«,, daß er cs tat." „Schön, Herr Stapleton. Bitte erzah.en Sie weiter!" „Am Mittwoch führte die Wartertn Jack — so heitzt mein Sohn — zum Bois, wie gewöhnlich. Si spielte etwa eine ütunte mit ihm. Dann setzte sic sich ins Gras, um auszuruhen. Jack stand in nächster Nähe und spielte mit einem Gummiball. Sic sagt — und meine Frau drahtet, meine Herren, daß das Mädchen es hoch und ' heilig versichert —, daß sie sich einen Augenblick IHM......■ ■■!■■! >1 ! !!■■■.......■■■IW II II ■ II -------- umwandte, um auf der Straße vorbei fahrende, Gespanne zu betrachten: als sie sich wieder dem Knaben zuwandte, war er verschwunden." „Verschwunden — aber wie?" „Tas ist eben das Unfaßbare. Da sitzt das Frauenzimmer mit dcm Kind, hundert Meter von der Straße weg, mitten auf einem Rasenplatz. Niemano in der Nähr. Am nächsten ist noch, nach ihrer Aussage, der Chauffeur, der — hundert Nieter entfernt — auf der Straße wartet. Die Wärterin dreht den Kopf, sicht um sich — und der Knabe ist weg. So erzählt sie der Fall, wie mir meine Frau drahtet. Ist das nicht widersinnig?" „Freilich." bemerkte Duvall mit grimmigem Lächeln. ..Der Knabe kann doch nicht in die Lust geflogen fein. Die Wärterin lügt." „Das kann ich eben nicht verstehen, Herr Durall. Ich kann nicht glauben, daß sie lügt. Meine Frau auch nicht. Sie ist bei uns feit des Knaben Geburt und hat ihn sehr lieb; sie soll völlig trostlos sein." „Aber, Herr Stapleton, trie können Sie eine solche Geschichte glauben; wie kann das Kind geraubt worden sein, trenn alles wahr ist? Das wäre doch wirtlich verrückt!" „Ich sage nicht, daß die Geschichte wahr ist; nur, daß meiner Meinung nach Mary nicht lügt. Wenn sie lügen wollte, tonnte sie etwas Glaubhafteres erzählen! Sie wandte sich um — der Knabe war verschwunden. So sagt sie aus und ich glaube ihr. Die Frage ist — wie ist das möglich?" „Es ist unmöglich," brummte Hodgman dazwischen. „Nichts ist unmöglich," wies ihn der Bankier zurecht. ..Beweis: Tas äcknmvgliche hat sich ereignet. Wir es zuging, kann ich mir nicht vorstellen, aber das offenbar Llnmögliche geschah. Der Knabe ist nicht mehr da!" „Ist die Wärterin jung?“ forschte der Detektiv. „Etwa dreißig." „Amerikanerin?" „Ja. Die Ettern sind Iren. Sie heißt La- nafjan, Mary Lanahan." „Neuyorterin?" „Aus Paterson in Neu-Iersh. Ihre Familie wohnt dort." „Wissest Sie sonst noch etwas — das irgend daraus Bezug hätte?" „Soviel ich weih, nein. Ich habe nur berichtet. was meine Frau gekabelt hat. Sie hat natürlich alle Fassung verloren. Don hier aus kann nichts getan werden. Ich wünschte, Sie führen beute. Ich selbst kann leider nicht vor Samstag weg." Erregt strich er mit der Hand über die Stirn. „Nur äußerst schwerwiegende Geschäfte können mich in einem solchen Augenblick zurückhalten, Herr Duvall, aber unglücklicherweise liegen solche gerade vor." „Haben Sie Grund zu der Annahme. Herr S-taplctvn.“ fragte Duvall, „daß die Tat von jemand diesseits des Ozeans vollbracht wurde? Ist Ihnen in letzter Zett nichts Verdächtiges aufgcfallen?" Stapleton dachte nach. Plötzlich sagte er: „Ich bin reich, Herr Duvall, sehr reich Leute in meiner Lage erhalten stets Drohbriefe. In der letzten Zeit bekam ich viele." „War in einem Briefe die Rede von den. Kind? Sind gegen den Knaben Drohungen ausgesprochen worden?" „In einem Brief war das der Fall." „Wann erhielten Sie ihn?" „Ten letzten — vielleicht vor sechs Monaten." „Haben Sie den Brief noch?" „3a.‘ „Kann ich ihn sehen?" Der Bankier erhob sich, ging zu einem schweren Schreibtisch aus Rosenholz auf einer Seite des Zimmers, schloß ein Schubfach auf und entnahm ihm eine stählerne Kassette, die er mit einem kleinen Schlüssel öffnete. Au3 den Briesen suchte er zögernd einen heraus und übergab ihn schweigend Tuvall. Der Detettiv prüfte den Brief sorgfältig. Er steckte in einem billigen, weihen Umschlag, wie man ihn bei jeder Poststelle mit au (geklebter Briefmarke lauft. Der Brief war schwerfällig mit Tinte auf einen Bogen billigen liniierten Papiers geschrieben und lautete: „Wir verlangen fünfzigtausend Dollar, itie am näifften Montag,-ach mittag in Tauseno- Tollar-Schcinen in einer Zigarlenscha-Htel durch Eilboten an John Smith, lagernu b>i der Erpreß Company, Paterson, N. 3., zu senden sind. Der Beauftragte, der am nächsten Dienstag das Päckchen abholen wird, weiß nichts; sollten Sie ihn also verhaften lassen, so erfahren Sie nichts. Behalten Sie das geheim und erfüllen Sie unsere Aufforderung, wenn Ihren an Ihrem Kinde gelegen ist." (Fortsetzung folgt./ - ■ v,. -X MUG ■ Sie können sich nicht irren. „Schwan im Blauband“ isf nur in einer Packung zu haben und wird in jedem Laden zum gleichen Preise von 50 Pfennig das Halbpfund verkauft. Es besteht also keine Schwierig- keit, beim Einkauf gleich das Beste zu wählen. Die / Feinkostmargarine „Schwan im Blauband“ stellt das I Ideal dar, nicht nur wegen der hygienischen Herstellung, sondern auch durch unser Kirnverfahren. Urteilen Sie selbst durch einen Versuch! MW1 m Mn sowie srische Küsse abzugeben 012354 Lyncker, Schisfenberg. Empfehle diese Woche la junges IM-WM ä Pfd. 60 Pf. Giehener Zleischhalle 7398V Walltorstratze 32. Neues Sauertrant Saugurten MMen BismanfBeriuge BolmODle Btatöerlnge Boll. BoOtieflnge Büflinge den billigsten Tagespreisen. 7383c Emil FMacb 18 Neuenweg 18 Teleph. 1667. Bestel- unnen frei Haus. Bekanntmachung. Die Preise für Monatskarten betragen ab 1. Oktober d. Hs. für Erwachsene Mk. 10.— für Schüler „ 5.- 7390V Gießen, den 24. September 1924. ^DieDirektion der städt.Straßenbahn. Stolle. Obstversteigernng. Samstag, den 27. September sollen in der Gemarkung Arnsburg, die Zwetschen öffentlich und baumweise versteigert werden. Anfang 10 Llhr vormittags im Kloster Arnsburg. 7385V Gräfl. Gartenverwaltung. Lichtspielhaus zeigt von morgen Freitag, 26. September bis einschl. Sonntag, den 28. September einen hochinteressanten Spielplan Eine der Großtaten der modernen geographischen Forschung, die Expedition auf den Mount Everest führt den Beschauer in das gewaltigste und unzugänglichste Gebirgsmassiv der Erde. Wahrhaft phantastische Formen, Gegenden, die noch keines Weißen Fuß betrat, mit einer uralten Kultur werden dem Zuschauer lebendig. Die Großartigkeit der Natur stellt alles in den Schatten, was je gezeigt wurde. Eine genaue Beschreibung der Expedition von den Dschungeln Indiens bis zu den eisigen Höhen des Lagers 3 an der Nordspitze ist bei uns erhältlich. Als zweiten Film zeigen wir das Schauspiel Schiller Alles was edel, schön und gut ist, vereinigt sich in dem einen Namen. Der Regisseur Kurt Götz hat einen Stilfilm geschaffen, der echt deutsch ist. . . . Die Bilder aus dem glänzenden Hofleben, sowie die lustigen Szenen aus dem Alltag der Karlsschule, wo köstlich-jugendlicher Ueber- mut sich erfolgreich gegen seine Zwingherren wehrt, dann der Höhepunkt des Films, die Aufführung der »Räuber» im Nationaltheater zu Mannheim - sie sind nicht weniger gelungen, als die prächtigen Aufnahmen aus Stuttgart und Umgebung. . . . Die Gestalt Schillers ist in treuer Anlehnung an die historischen Tatsachen zutreffend und herzgewinnend-schlicht geformt. Ihr Darsteller, Theodor Loos, ist Schiller. Eine Reihe glänzender Namen der Bühnenwelt verkörpern die anderen Rollen. „Schiller» wird von unserem erstklassigen großen Orchester durch Werke aus jener Zeit musikalisch illustriert, also vorzugsweise Sinfonien, Ouvertüren und Menuetts von Haydn und Mozart. Die Musikfolge wird im Theater bekanntgegeben. Wir können dieses Gesamtprogramm als ein ganz hervorragendes bezeichnen, das auch den allerverwöhntesten Besucher zufriedenstellt. Lichtspielhaus: Die Direktion. 7397c BW Ab heute 7386c Beginn: Werktags ab4 Uhr,Sonntags ab 3 Uhr ------- letzte Vorstellung 8.15 Uhr. ------ MMMWlU u. deraiis ihr gnistandeneD tanverlolgung die den Stoff gegeben haben zu dem im Mittelalterspielenden kultur-historisch.Film IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIM Hessische Bilderbühne Lindenplatz 1 * Fernruf 997 • Lindenplatz 1 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIW Zu diesem Stück spricht Herr Binswanger aus Heidelberg über das Thema: II „Die psychische Einstellung der Menschheit im Mittelalter, ihr li Aberglaube und Hexenwahn.“ Dr. med. Kurt Dcit Hildegard Doit geb. Briehbauer Vermählte Gießen, 25. September 1924 7379V Tanz- Unter rieht1 Am Donnerstag, dem 2. Oktober, abends 8 Uhr, beginnt ein Kursus für Fortgeschrittene in modernen Tänzen Privat - Unterricht zu jeder Tageszeit I Gefällige Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen. — Renovierter und vergrößerter Tanzsaal mit Parkettboden ,388D Tanzinstitut Th. Bäulke Wolfstraße 21, Ecke Licher Str. 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