* '5rird. Zahnpasta hohe Alter j erhallen. ■ Stau. ^öenlluf. Mxiin, Tay, %dun. ^bteds.- Reifte, ^ebenen nzelleln 10 os> Ske heiligte «rtreter ie Lan° Li be- Nfan. MM Dem L>n)M^eteo hy- IM . - ' K »ich«' s-8 s'5s L,!tzS e' ®?£U ,eit 5: all! X€it)?n pHlabon «rbl-^M hie - Stiert ,-h lrei LirtfbH n^JShe oeccuf AegenttanL« Mittwoch, 25.3unt 1924 vnttk Mld Verlag: vrühl'sche Universitätr-Vuch und Zteindrnckerei R. Lange in Stehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7. Ute Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GiehenerFamilienblatter monats«Be$ugsprei$: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch-Anschlüise - für die Schriftleitunq 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGieheu. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe gr Anzeigen von 27 mm reite crtlichS, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen D.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20°/o Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friede. Wilh. Lang«; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für bett Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gießen. Erstes Blatt 174. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesien Die englisch-französische Note. Ein Appell an Deutschland in der Entwaffnungssrage. Berlin, 24. Juni. (WTD.) Der englische Botschafter und der französische Geschäftsträger überreichten dem Reichskanzler am Dienstag nachmittag die in der Presse angekündigte Rote, die in deutscher älebersehung lautet: Chequers, 22. Juni 1924. Wir wünschen uns in einer Frage, die unseren beiden Regierungen ernste Sorge bereitet, unmittelbar an Eure Exzellenz zu wenden. Wir erfuhren nicht ohne die größte Besorgnis daß die deutsche Regierung vielleicht beabsichtigen könnte, auf die kürzlich wegen der M i l i t ä r - kontrolle an Ihren Botschafter in Paris gerichtete Rote keine zu stimmende.Antwort zu geben. Gleichzeitig erhalten wir beunruhigende Berichte über die unausgesetzte und zunehmende Aktivität der nationalistischen und militaristischen Organisationen, die mehr oder weniger offen militärische Vorbereitungen treffen, um in Europa neue bewaffnete Konflikte hervorzurufen. Diese Berichte sind zu zahlreich und zu substantiiert, als dah man sie vernachlässigen könnte. Sie führen dazu, die öffentliche Meinung in der Besorgnis zu. bestärken, die unvermeidlich die Haltung der beiden Regierungen beeinflussen muh. Wir sind sicher, dah die deutsche Regierung, falls die Berichte unbegründet sind, nicht nur ihre eigenen Interessen wahren, sondern auch ganz Europa einen großen Dienst erweisen wird, wenn sie an einer Untersuchung mitwirkt, die so durchgeführt wird, daß sie die Besorgnisse vor geheimen militärischen Vorbereitungen zerstreut. Wir können der deutschen Regierung nicht verbergen und wir halten es für gut, sie davon zu verständigen, daß jeder neue Verstoß gegen die loyale, genaue Durchführung der Verpflichtungen aus Teil V des Vertrages von Versailles die internationale Lage gerade in dem Augenblick schwer belasten würde, wo Aussicht auf eine schnelle Inkraftsetzung des Dawesberichtes in allen beteiligten Ländern die Hoffnung auf eine endgültige Regelung der Reparationsfrage, cte einer allgemeinen wirklichen Befriedung die Wege ebnen soll, aufkeimen läßt. Wir bitten daher die deutsche Regierung, diese Befriedung zu erleichtern an) zu die e.n Zwecke zunächst mit Rachdruck und gutem Willen an der Verwirklichung der rechtmäßigen Fv deiung n d r Militärkontrollk)mmif!ivn mitzu.irbeit^n Es läge im eigensten Interesse der deutschen Regierung, wenn die genaue Lage bezüglich ter Entw -f nung in Tlebereinstimnrung mit den Bestimmungen des Vertrages festgestellt würde. Wenn sie die Alliierten von der Aufrichtigkeit ihrer Haltung ü.e - zeugen will, muh jie von der Möglichkeit Gebrauch machen, den Beweis hierfür u g ben i dem sie die Kontrollkommission bei der Feststellung der Tatsachen un ersticht. Wir appellieren an Eure Exzellenz, weil wir keine Gelegenheit versäumen möchten, um die Ülrsache ernster Schwierig-eiten zwilchen unseren Regierungen zu be e t gen. Frankr ich un) Großbritannien haben keineswegs das Bestreb?n, de: deutschen Regierung Schw erigkeiten zu bereiten o. er die Kontrolle Über das Maß des Rotwendi en hinaus zu verlängern. 3m Gegenteil, sie nehrea die Zurückziehung der Kommission für einen möglichst baldigen Zeitpunkt in Aussicht. Sie wünschen lebhaft, den Mechanismus der Kontrollkommission durch das im Artikel 213 des Vertrages dem Dölkerbundsrat übertragene Llntersuchungsrecht ersetzt zu sehen, sobald sie in bezug auf die verschiedenen Punkte, die die alliierten Regierungen besonders bezeichneten, Genugtuung erhalten haben. Sie verlangen nur, daß man ihren berechtigten Besorgnissen jede Beruhigung zuteil werden läßt. Man kann nicht von ihnen verlangen, daß sie ihre Sicherheit durch den Wegfall der Garantien gefährden lassen, die sie auf GrundderDestimmun- gen des Vertrages von Versailles in Händen haben. 3n diesem Geiste drücken wir erneut unsere aufrichtige Hoffnung aus, daß die deutsche Regierung auf die Rote der Botschafter- konferenz eine Antwort erteilt, die der Situation und den im Vertrag feierlich festgelegten Verpflichtungen entspricht. gez.: Herriot. H. Ramsah Macdonald. Der Reichskanzler erflärte dem englischen Botschafter und dem französischen Geschäftsträger, daß er die Rote zur Kenntnis des Reichskabinetts bringen werde. Die Alliierten würden rechtzeitig, das heißt bis zum 30. Juni, die A n t w o r t der deutschen Regierung erhalten. Belgien beteiligt sich nicht. Paris, 24.Iuni. (WTB.) Wie dem„Tmnps" aus Brüssel gemeldet wird, hat die belgische Regierung, der von Ministerpräsident Herriot die englisch-französische Mitteilung an die deutsche Regierung in der Abrüstungsfrage unterbreitet worden ist, sich ihr nicht angeschlossen, weil sie für ihren Teil die letzte Rote der Botschafterkonferenz für ausreichend hält. ♦ Die vorstehende Rote stellt insofern einen Fortschritt dar, als sie in höflicher Form und in der Gestalt eines Appells die Wünsche der Herren Herriot und Macdonald übermittelt. An sich erfcf>etnt sie, wie auch die belgische Regierung mit der Ablehnung ihrer Beteiligung festgestellt hat, überflüssig. Denn, abgesehen von dem Hinweis auf die selbst von englische» Blättern als Fälschungen übereifriger fran- iösischer Agenten bezeichneten Alarmgcrüchte über deutsche Rüstungen und Revanchepläne, enthält fte nichts Reues. Zu ihr Stellung zu nehmen, erübrigt sich, solange nicht die Antwort der deutschen Regierung, die bis zum 30. Sunt erfolgen soll, vorliegt. Es ist äu erwarten, daß sie bei allem durch die Verhältnisse gebotenen Entgegenkommen dem deutschen Standpunkt in der Kontrollfrage energisch und in einer Form Ausdruck verleiht, die das deutsche Volk, das trotz Versailles kein Helotenvolk ist, billigen kann. Herriot in Brüssel. Paris, 24. Juni. Die Konferenz des französischen Ministerpräsidenten Hemot mit den belgischen Ministern Theunis und Hymans war um 6.Ufyr beendet. Rach Schluß der Beratungen, wurde den Pressevertretern das folgende Kommunique mitgeteilt: „Der französische Ministerpräsident Hernot hat heute zwei Zusammenkünfte mit dem belgi- chen Ministerpräsidenten Theunis und dem Außenminister Hymans gehabt, in deren Verlauf er sie über die mit Ramsay Macdonald geführten Verhandlungen unterrichtete. Sie lassen die Hoffnung auf eine enge Zusammenarbeit Großbritanniens. Frankreick^, Italiens und Belgiens zu, um in Kürze die Inkraftsetzung des Sachverständigenplanes s.che zustel'en. Der Meinungsaustausch zwischen den Re ie.un» gen wird fortgesetzt, damit die zu lösenden Fragen der Londoner Konferenz den Gegenstand einer eingehenden Prüfung bilden können, so daß die Konferenz zu präzisen und einmütigen Beschlüssen gelangen kann. Die Annäherung zwischen den alliierten Mächten, die durch die Reise der belgischen Minister nach London, Paris und Mailand vorbereitet wurden, wird auch die Losung der noch schwebenden Fragen erleichtern. Der Austausch der Pfänder.nach Erfüllung aller im Sachverständigenbericht für Deutschland vorgesehenen Bedingungen, die Ausführungsgarantien, das Regime der Eisenbahnen und die Erneuerung der Micum- verträge haben die besondere Aufmerksamkeit der Minister gefunden. Die Vertreter der beiden Regierungen haben ihren gemeinsamen Willen.kundgegeben, die strikte Ausführung der E n t w a f f n u n g s k l a u s e l n sicherzustellen. Das Problem der Sicherheiten ist besprochen worden, und dessen Studium wird von beiden Seiten fortgesetzt. Die Tlnterhandlungen von Brüssel wurden in einem Geiste enget Freundschaft und gegenseitigen Vertrauens geführt, und sie haben den Eindruck zurückgelafsen, daß ein ernster Fortschritt erzielt wurde, und dah die nächste Konferenz imstande sein wird, das Reparationsproblem einer billigen Lijsung entgegenzuführen." Die neue bayerische Regierung. Dr. Held Ministerpräsident. Regensburg, 24. Juni. Der „Regensburger Anz." meldet: Die Versuche, die der Reihe nach unternommen wurden, geeignet erscheinende, außerhalb des Parlaments stehende Persönlichkeiten für die ilebernabme des Mtnisterpräft- diums zu gewinnen, schlugen fehl. Angesichts dieser Lage hat die Fraktion der Bayerischen Volkspartei am Dienstag vormittag einstimmig den Beschluß gefaßt, den Abg-ordneten D r. Held dem Landtag als Ministerpräsidenten vorzustellen. Dr. Held hat sich nach langem Zögern bereit erklärt, den Versuch einer Regierungsbildung zu übernehmen und den Abschluß der Verhandlungen über ein Regierungsprvgramm in die Hand zu nehmen. Zustimmung der Parteien. München, 24. Sunt. (WTD.) Die Fraktion der Deutschnationalen und der Deutschen Volkspartei beendete heute abend ihre Beratungen und ist zu dem Beschluß gekommen, der Kandidatur Held für die Ministerpräsidentschaft ihre Zustimmung zu erteilen. Eine gleiche Erklärung gab der Bayerische Bauernbund ab. * Dr. Held, der zukünftige Präsident des bayerischen Kabinetts ist aus dem Redakteur - beruf hervotgegangen. Er ist Rassauer und stammt aus Erbach im Kreise Limburg an der Lahn, wo er am 6. Juni 1868 geboren wurde. Seine in bescheidenen Verhältnissen lebenden Eltern hatten ihn für den Musikecberuf bestimmt. Später wurde ihm die Möglichkeit geboten, das Gymnasium zu absolvieren. In vierjährigem Studium bereitete er sich dann für seinen journalistischen Beruf vor. 1899 verpflichtete ihn der bekannte katholische Verlag Gebt. Habbel in Regensburg zur Leitung des „Regensburger Anzeigers". 1914 gab Held die Leitung des Blattes auf, um sich ausschließlich seiner parlamentarischen Tätigkeit zu widmen. Seit 1907 gehört er dem bayerischen Landtag an als Abgeordneter des bayerischen Zentrums, dessen Fraktionsvorsihender er 1914 wurde. Als Führer des bayerischen Zentrums. später der Bayerischen Votkspartei, hat er eine auch an Konflikten mit der Regierung und der liberalen Fraktion des bayerischen Landtags reiche Tätigkeit entfaltet. Die Leiden des besetzten Gebiets. Französische Soldaten als Straßenränder. Landau, 24. Juni. (WTB.) Die Bevölkerung von Landau und Umgebung, die bekanntlich schon im Mai unter Raubüberfällen b e- waffneter Marokkaner schwer zu leiden hatte, ist durch Raubversuche von zwei weihen französischen Soldaten und eines französischen Zivilisten erneut rn große Unruhe versetzt worden. Trotz Anzeige bei der Militärbehörde sind die Täter noch nicht ermittelt worden. Die neuen Ueberfälle zeigen die große Unsicherheit in der Pfalz, Nene Militärgerichtsurteile. Mainz, 24. Juni. (WTB.) Vor einiger Zeit wurde in Mainz der Reifende Alfons Schönhofer aus München ohne Pah angetroffen und vom Militärpolizeigericht zu drei Monaten Gefängnis berurteilt. Die eingefeg'e Berufung an das Militär-Appellations- gericht hatte keinen Erfolg, und das Gericht erkannte gegen den Angeklagten auf eine Gefängnisstrafe von vier Monaten, da während der Verhandlung festgestellt wurde, dah Schönhofer ohne Pah des öfteren in das besetzte Gebiet eingereist war. _ ^)ie bekannte Einladung des Götz von Der- lichingen gebrauchte vor einiger Zeit der Mechaniker Jakob Conrad aus Annweiler in der Pfalz einem Mitglied der Besatzungsbehörden gegenüber. Vom Militärpolizeigericht erhielt Conrad eine Gefängnisstrafe von 15 Tagen und 100 Mk. Geldstrafe. Das Apellationsgericht erkannte nunmehr sogar auf 40 Tage Gefängnis und 150 Mk. Geldstrafe. Rathenau-Gedächtnisseier. Berlin, 24. Juni. Im Walther Rathen au- Haufe ist heute das Kuratorium der Walther- Ra t h e n a u-S tif tung zu seiner ersten Sitzung zusammengetreten, die der Reichspräsident mit einer Ansprache eröffnete, in der er den Dank der Reichsregierung für die Stiftung aussprach und es als eine Ehrenpflicht bezeichnete, das Haus und seinen wertvollen Inhalt zu pflegen und zu erhalten. Das Kuratorium beschloh dann seine Geschäftsordnung und nahm sonstige, die Stiftung betreffende Mitteilungen entg gen. Auch wurde bescklckfen. einen Krei? von Persönlichkeiten, die W.ckther Rathmau beruflich oder freundschaftlich na bestanden, für die leb ndigeRu".barmnchung ter Stiftung zu einer Walther Rathenau-Lesellschaft zusammenzufassen. Die Gesellschaft soll dem Gedanken einer engen Verbindung der kulturellen und ethischen Werte mi‘ beruflichen, wirtschaftlichen, technischen und politischen Ausgaben dienen. Die vereinigten republikanischen Verbände und die rev' bl'kanischen P'.rt nen veranstalteten am Grabe Walther Rathenous in Oberschöncwei e ei ie Kundaeb"' q Die Feier, an der etwa 5000 Personen teilnahmen, schloß mit einem Hxh auf die deutsche Republik. Eine kommunistische Agitations- zentrale int BnyerischenLandtag. München, 24. Juni. (WTD.) Die Kommunistische Partei hat ihre Agitationszentrale nach dem Verbot der Partei, wie Beobachtungen ergaben, im Fr a kt i o n S z i m m e r der Kommunisten imLandtag untergebracht. Heute mittag 1 Ahr wurde das Fraktionszimmer unvermutet von Kriminalbeamten einer Durchsuchung unterzogen. Sieben Personen, die nicht der kommunistischen Fraktion angehören, wurden vorläufig fe st genommen und zur Polizeidirektion verbracht. ES gelang, zahlreiches Agitationsmaterial zu beschlagnahmen. Mussolini vor dem Senat. Die Innenpolitik des Faschismus. Rom, 24. Juni. (WTB.) 3m Senat hielt Mussolini heute eine große Rede, in der er zu der gesamten durch die Ermordung Matteotis geschaffenen politischen Lage des Landes Stellung nahm. Er wiederholte in energischen Wendungen die Verurteilung des Derbvechens, das von den Faschisten zuerst gegeißelt worden sei. Die Sch u l- digen sollen ohne jede Rücksicht und unerbittlichderStrafeverfallen. In längeren Ausführungen wandte sich dann Mussolini gegen gewisse Strömungen, die sich in g anz Europa und in Italien gegen den Faschismus und gegen die italienische Regierung gewandt hätten und beide für das Verbrechen verantwortlich machen wollten. In der Rachkriegszeit hätten alle ßänber ihre Krisen und ihre politischen Morde gehabt. Auch handle es sich um keine Frage des Regimes, wie man fälschlich in Italien und anderwärts behauptet habe. Er erwähnte die bereits in Angriff genommene Reorganisierung des Ministeriums des Innern und schilderte sodann die großen Verdienste des Faschismus um alle Zweige des öffentlichen Lebens. Er erinnerte an die gewaltige Vertrauenskundgebung die das italienische Volk bei den letzten Wahlen der Regierung Mussolini zollte und bezeichnete sodann als die Grundformel seiner inneren Politik die folgenden Punkte: 1. Wiederherstellung der Kammer, ihrer Befugnisse und ihres Prestiges, 2. Regelung der Stellung der Rationalmiliz nach der verfassungsmäßigen Seite, 3. Tlnterdrückung der Ungesetzlichkeiten, wo fte noch als Anhängsel der faschistischen Partei weiterleben, 4. Aufruf aller den Begriff des Vaterlands bejahrenden Kräfte zur Arbeit. Mussolmi stellte fest, daß alle seine poll- tischen Kundgeburtgen seit den Wahlen darauf ab,?reiten ben endgültigen Eintritt des Faschismus in die verfassungsmäßige Ordnung zu vollziehen und aus dem Faschismus den Mittelpunkt einer Bewegung jur nationalen Sammlung und Versöhnt! ng zu machen. Mussolini schloh mit einem feierlichen Appell an den Senat, ihn in dieser heiklen Lage zu unterstützen, um das Land vor weiteren mehr oder weniger erheblichen Erschütterungen zu bewahren. Die Kritik der Opposition. Rom, 24. Juni.' (WTD.) Die Tribünen deS Senats waren heute bis auf den letzten Platz gefüllt. Mussolini sah ernst und angegriffen aus. Bei seinem Erscheinen und beim Beginn seiner Rede machte sich keinerlei Beifall bemerkbar. Er las seine Rede vom Platze ab und dadurch war seine Stimme nicht so vernehmbar wie sonst. Die Mehrheit Oer Senatoren begleitete seine Rede mit Beifall. Der Hauptredner der Opposition war der bekannte Besitzer des „(Sortiere della Sera", Albertini, der unter großer Aufmerksamkeit kurz und mit klarer Stimme gegen das f aschistische System sprach. Er führte u. a. aus, daß der Mord an Matleotti nur eine Folge der vielen Drohungen und Gewalttaten gewesen sei, durch die Italien seit zwei Jahren heimgesucht werde. Albertini sprach sich auch gegen die faschistische Rational- miliz aus, die nur eine Parteimiliz sei, aber vom Staat erhalten werden müsse. Er erklärte, dah der Faschismus Exekutive und Justiz- gero-alt duicheinandecgeworfen habe. Die Wahlen feien in einer Atmosphäre vollzogen worden, die der freien Meinung ein Hindernis gewesen sei. Der Faschismus wolle ewig am Ruder bleiben, dulde keine Freiheit der Andersdenkenden und erlaube nur das System derjenigen Opposition, die ihm nicht schädlich sei. Der Redner schloß nri t einem Hymnus auf die Freiheit. Die Rede, die nur einmal unterbrochen wurde, machte tiefen Eindruck und wurde von der Linken mit Beifall auf genommen. Der Reichstag beginnt mit Skandalszenen Der Reichstag des deutschen Volkes ist gestern nachmittag zu einer Tagung zusamme.igctreten, die — so kurz ihre Dauer bemessen ist — die erfüllen Vertreter des Volkes bei der Beratung der zur Durchführung des Sachverständigenberichtes notwendigen Gefehesvorlagen vor die denkbar ernstesten und folgenschwersten Ausgaben stellt. Die gestrige Eröffnungstagung des Parlaments bewies bedauerlicher und beschämender Weise aufs neue daß bei einem Teil der Abgeordnete^ das ' Gefühl für ihre Stellung und Verantwortung vor dem Volle und der Welt noch immer nicht wach geworden ist. Tosender Lärm, der sich zu Handgreiflichkeiten steigerte, erfüllte den Saal. Zweimal mußte die Sitzung unterbrochen werden, um die Streitenden zur notwendigen Ruhe und Ordnung zurückzuführen. Fürwahr ein tivstlvser Beweis nicht nur des Mangels an Erziel-ung Einzelner, sondern auch der Tiefe der Gegensätze, die zwischen den Mitgliedern der einzelnen Fraktionen klafft. Darüber wird noch einiges zu sagen sein. Heute sei nur die Tatsache erneut festgestellt, daß die Art und Weise, wie von einzelnen Volksvertretern ihre Aufgabe im Parlament aufgefaßt und durchgeführt wird, nicht eine Vertretung der Belange des deutschen Volkes, sondern eine Beleidigung dieses Volkes darstellt. Der Reichstag hat das größte Interesse daran, diesen Zuständen ein Ende zu bereiten und — besonders die kommunistischen Sabvtageversuche — für die Zukunft unmöglich zu machen. Der Sitzungsbericht. Berlin, 24. Huni. Auf der Tagesordnung stehen zunächst die Handelsverträge mit Litauen und Esthland, die die Meistbegünstigung festlegen, und Verträge mit denselben Staaten, bei denen auf irgendwelche Ansprüche aus den Ereignissen des Weltkrieges verzichtet wird. Abg. Dr. Dergstraeßer (Dem.) führt Beschwerde gegen die Behandlung der Deutschen des Memelgebiets durch die litauische Regierung. Abg. Reventlow (Rationalsoz.) unterstreicht diese Beschwerde und siebt in dem Vertrag mit Litauen die Gefahr, daß die Zuwanderung von Ostjuden nach Deutschland dadurch weiter gefördert werde. Die Rationalsozialisten könnten diesen Verträgen nicht zustimmen, weil die Verträge nach Annahme des Sachverständigengutachtens gar nicht gehalten werden konnten. Ohne weitere Debatte werden hierauf die Verträge dem Auswärtigen Ausschuß überwiesen. In Dem ungeheuren Lärm sind die Schmährufe I amten flammten, der noch im Dienst oder dem der Streitenden nicht mehr ,u verstehen. IM -iiamen vec (jiuuiunen vkl vuöiuvuiihuuuihi, der Demokraten und des Zentrums durch den über on. । strahe: Zwei Lustspieltage. — Palast-Lichtspiele l Die Nibelungen, Kriemhilds Rache. Ich bin . zwingen." Kaum daß nimmt. — Nun Ich trage 1 Es folgt das deutsch-polnische Abkomme» Don der Publikumstribüne werden Pfuirufe auf die Abgeordneten gerichtet. Hm 7 Hhr . . die Müdigkeit will mich be- man Giulias Stimme noch Der»' friert sie auch. Euch empor." Ihr Lächeln dankt. Sie hort daS Klopfen seines Herzens, wie er sie zu ihren Zimmern trägt. Wie schön. . . Sie liegt nun. Lichter brennen. Er malt. Sie sieht ihn an und lächelt. „Geliebter Mann. . Will sie es murmeln? Sprach sie es? Lichter brennen. Michelangelo malt mit versunkenem Blick... Er weih es nicht einmal: Giulia starb. wird die Sitzung auf eine halbe Stunde unterbrochen. Kurz vor 8 Ähr eröffnet Dizepräsident Dr. Rieher die dritte Sitzung des Tages. Er teilt mit, daß der Aeltestenrat zu der Heberzeugung gekommen ist, daß die Abwehrhandlung eines Abgeordneten, der sich Raum verschaffen wollte, den Glauben hervorrief, daß es sich um einen Angriff handelte. Der Aeltestenrat sei der Heberzeugung, dah hier also ein M ih v erst ä n d n i s vorliege, und dah damit die Angelegenheit zunächst erledigt sei. (Lärm bei den Kommunisten.) Der Aeltestenrat gebe aber dem Wunsche Ausdruck, dah solche Szenen sich im Reichstag nicht wiederholen werden. Darauf erhält der Abg. Dr. Roth das Wort. Die Kommunisten rufen: „Der Mörder darf weiter reden!" Sie verlassen in der Mehrzahl den Sitzungssaal. Der Redner sucht dann die Veranstaltung von Regimentsfeiern und Deutschen Tagen zu rechtfertigen. Staatssekretär Joel vom Reichsjustizministerium widerspricht einer allgemeinen Amnestie, da sie im Volke den Glauben an die Rechtspflege ertöte. Die Wiederaufnahme von Strafverfahren sei aber zulässig und solle erwogen werden. Abg. Rosenfeld (S.) erinnert an den heutigen Todestag Walther Rathenaus und wirst der Rechten die geistige Hrheberfchaft an diesem Morde vor. (Stürmischer Widerspruch rechts.) Levinä sei als tapferer Mann in den Tod gegangen. Damit schließt die Aussprache. Abg. Dr. Roth nennt in einer persönlichen Bemerkung die Behauptung des Abg. Rosenfeld, er habe sich von der Front gedrückt, eine unverschämte Lüge, und wird zur Ordnung gerufen. Sämtliche Anträge werden darauf den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Das Haus vertagt sich auf Mittwoch 2 Hhr. (Beamtenfragen. Schluß gegen 9 Hhr. — Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 8 Hhr: „Clavigo". — Ortsgewerbe- verein: 8y2 Hhr, im Gewerbehaus Mitgliederver- ammlung. — Rundfunkhaus Löberstrahe: 8y2 Hhi Beethoven-Abend. — Lichtspielhaus Bahnhof- „Meister! — kehrt heim, die Kranke ruht!" — Ein Zornesblick. Beginnt denn nie der Tag — ? „Meister, stärkt Euch, die Sonne brennt . . .“ Bun ist es Mittag schon. Wann kommt das Weib zur Wiese? Der Abend naht. Wird sie der Abend bringen? „Gut, Fernando, noch will ich eine Stunde warten. Tritt sie dann nicht heraus — — ich stürme das Haus." Sein Atem brennt. Die gelben, langen Finger fliegen. „Meister, zurück! harter den Daum! . . . Sie wendet sonst ihren Schritt." Giulia schreitet der Wiese zu. Der Wiese, die in brennend scheidender Sonne ruht. Weihe Narzissen duften . . . Hnd nun hebt die Kranke in verzweifelter Sehnsucht nach dem Leben die Hände der Sonne zu. Fernando hält Michelangelo nicht mehr zurück. Er stürzt dem Weibe zu, befiehlt: „Bleibt mir so stehen. Den Kopf mehr rechts!" Giulias Blick flammt auf. „Was stört Ihr mich! Fort von der Wiese, die meines Vaters rjt. Ich sagte jenem, daß ich Euch nicht feil bin Michelangelo!" , Sie schreitet fort . . . Da schallt des Meisters Stimme, ist 'Befehl und Donner. Er hält sie fest Cisenklammer ist die Hand. Sie will sich wehren' Fällt. Von seinem linken Arm gehalten liegt sie Seine Rechte zeichnet Linien in die Luft Jetzt lächelt sein Mund, der eben noch fluchte , Sie wehrt sich nicht mehr. Gebarmt ist sie. Sein Blick ist Feuer — die Stirne Fels . der Hände wunderbares Ebenmaß ... das zu erleben...» Der Meister zeichnet — Fernando, zusammengekauert, dient ihm zum Tisch. Gut, dah sein Rücken breit ... Die linke Hand umfängt noch immer Giulia. Sie starrt gebannt in sein Gesicht: wie wild ist es, wie schön in seiner Leidenschaft. Man sagte ihr, dah er den Namen tpige „Der Schreckliche", ihr aber ist, als dürfe sie ein Wunder sehen . . . Nur einmal, als der letzte Sonnenfunke verglimmt, bäumt sie sich auf. „Laßt mich! Im Weiher unseres Gartens glüht sie noch. Ich muh dorthin — die Sanne sehen . . . denn wenn ich sterben muh . . .“ Grauen tritt in die Züge des Madonnengesichts. Doch Michelangelo bettet den Frauenkopf an ferne Brust. Da lächelt sie, Lächelt unsagbar schön . . Sein Stift gräbt das Lächeln in wrißes Pergament . . . Er zeichnet, zeichnet, bis ihm die Licht- lvsigkeit des Firmaments den Griffel aus den Händen zwingt. Hessischer Landtag. Don unsererDarmstädter Redakti Bekannt Das unterzeichn (öeschäftsaufsichten a 1. ApparatenbauMl am 20. Mai 1924 Aufsichtsperson: 2 Biehen. 2. Firma W. Theisel am 30. Mai 1924 Aufsichtsperson: 2 Bietzen. 3. Lackfabrik Bebrii schäft in Bietzen, abends 6 Uhr. Aufsichtsperson: ; «Ma Löwenstein F^ab Theisebach MM, am 6. Juni Aussichten: B Netzen, Lubwigstn * SW* Ww Blitzen, uuttags 12 Uhr. Mchkpechn: 2 MM. Oberschlesien. Der Vertrag wird in erster und zweiter (Beratung angenommen. Die sofortige Vornahme der dritten Beratung scheitert an dem Widerspruch des Abgeordneten Wulle (Nationalsozialist). Em Gesetzentwurf über militärische Quartierlei st ungen wird debattelos in erster und zweiter Beratung angenommen. Der dritten (Beratung widerspricht auch hier Abg. Wulle. Er erklärt dazu, seine Fraktion werde grundsätzlich in solchen Fällen immer Widerspruch erheben wegen der unerhörten Behandlung, die ihr in diesem Reichstag, zuteil werde. Die Novelle zum Gesetz über Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird auf sozialdemokratischen Antrag an den H a us ha l ts a u s-- schuh überwiesen. Ein nationalsozialistischer Antrag auf Aufhebung des Disziplinarverfahrens gegen den Abg. Dr. Frick wirb ohne Debatte dem Geschäft s- ordnungsausfchuh überwiesen. Zur gemeinsamen (Beratung kommen hieraus kommunistische Anträge auf Aufhebung der Ausnahmebestimmungen, auf Freilassung der politischen Gefangenen und Gesetzentwürfe über Straffreiheit für politische Straftaten, die von den Kommunisten, Sozialdemokraten und Nationalsozialisten eingebracht worden sind. Von den Sozialdemokraten ist weiter ein Gesetzentwurf eingebracht worden, der die Wiederaufnahme der durch Urteile bayerischer Bolksge» richte abgeschlossenen Strafverfahren verlangt. Abg. S a e n g e r (ö.) e.cklärt, die Rechte dürfe sich nicht über mangelndes Entgegenkommen der deutschen und besonders der ketzerischen Justiz beklagen. Der Eisnermörder Graf 21 r c o fei aus der Haft entlassen und werde sogar in Versammlungen der Bayerischen Dolkspartei als bccheri- scher Nationalheld bezeichnet. Die bayerischen Dolksgerichte hätten sich in politischen Prozessen unerhörte Fehlsprüche geleistet. Solange ein Lude n d o r ff im Reichstage sitze, dürfe Bein Teilnehmer an der bayerischen Räteregierung mehr im Gefängnis schmachten. Abg. Schölern (Komm.) meint, es würde eine Schändung der politischen Gefangenen sein, trenn man diesen Reichstag um Milde für die Opfer der bürgerlichen Klassenjustiz bitten wollte. Abg. Dr. Roth (Nattonalsoz.) begründet die Anträge seiner Fraktion auf Amnestie der wegen des Kapp-Putsches, der Küstriner Unruhen und des Münchener Prozesses Verurteilten. 2Lif einen Zwischenruf der Kommunisten erklärt der Redner: Levinh hat mit vollem Recht die Kugel bekommen. — Hierauf entsteht bei den Kommunisten ungeheurer Lärm. Einige Kommunisten werfen mit Heften nach dem Redner. Vizepräsident Rießer versucht vergeblich den Lärm zu beenden. Als Abg. Roth feine Rede sortsehen will, erneuert sich der Lärm bei den Kommunisten. Vizepräsident Dr. Riester erteilt einige Ordnungsrufe. In dem andauernden Lärm vertagt schließlich um 6,40 Uhr Vizepräsident Riester die Sitzung auf 10 Minuten. Um 6,50 Uhr wird die Sitzung wieder eröffnet. Abg. Eichhorn (Komm.) gibt folgende Erklärung ab: Die rohen Beschimpfungen des Märtyrers der Revolution Levinß durch den ehemaligen bayrischen Iustizminister Dr. Roth rechtferttgen die Entrüstungskundgebungen meiner Freunde, und sie würden es rechtfertigen, wenn sie Roth nicht weiterreden lassen würden Qlber aus Rücksicht auf. bie 10 000 politischen Gefangenen wollen wir Herrn Roth mit seinen Gesinnungsgenossen, diesem erbärmlichen Gesindel, hier allein lassen. Vizepräsident Dr. Rieher ruft b:n (®sbncr zur- Ordnung. Die Kommunisten verlassen den Saal. r Abg. D r. Roth fährt in seiner Rede fort: Don rohrn Beschimpfungen kann feine Rede sein. Levin« ist durch Urteil des Standgerichts ordnungsmäßig verurteilt worden. Abg. Dr. Rosenfeld (S.) springt auf und ruft dem Redner zu: „Ich protestiere gegen diese Fälschung. Levin6 ist nicht ordnungsmähig verurteilt worden. ES war ein Justizmord!" Im Saal kommt es wieder zu erregten Szenen, Schimpfworte und Ordnungsrufe schwirren durcheinander. Inzwischen stohen die Parteien in dichtgedrängtem Knäuel vor dem Tisch des Haus-?s zusammen. Der sozialdemokratische 2Ibg. Ecker st edt -Kiel wird dabei von dem deutsch- nationalen Abg. Laverrenz gestoßen. Verschiedene Sozialdemokraten stürmen auf Lave » renz ein. Der sozialdemokratische Abg. Simon-Franken packt dabei einen der Abgeordneten neben Laverrenz an der Kehle. Aus Stadt und Land. Gießen, den 25. Juni 1924. Steuerstundung und -Pfändung. Die oft verzweifelte Lage, in der sich gegenwärtig die Handels- und Gewerbebetriebe gegenüber den steuerlichen Anforderungen befinden, hat den Zentralverband des Deutschen Großhandels veranlaßt, beim Reichsfinanzministerium im Sinne einer Erweiterung der Stundung s m ö g l i ch k e i t e n für die Finanzämter vorstellig zu werden. Der Reichsfincrnz- minifter hat nunmehr einen Erlah an die Landesfinanzämter gerichtet, in dem zu diesem Antrag folgendermaßen Stellung genommen wird: Die Finanzlage fei noch immer so, daß Reich, Länder und Gemeinden auf regelmäßig fliehende Steuereinnahmen angewiesen seien, wenn nicht die öffentliche Wirtschaft und damit die Währung abermals in Gefahr gebracht werden solle. Der schweren Belastung, die in der gegenwärtigen Aufbringung der Steuern liegt, mühten sich alle Berufs- - «VS HW ES SW UM tag. VcXgcdU! sssX eigenartigen W schaE und Z heute in hohe") ® Kullurroelt: M i tigender Aspekt, V beit nach der eiger m den Anfängen hält dieses viedln beitennat^ial, tvc aus Angehörigen l päischen Länder r stin, ob es dem? Eindruck von diese und den Bedingung vermitteln, auf de: ist aus der gestrig« Land 'Alein'Lir uns: ,3n diesem D! Staubplage Strahe hmgewie haben die hiesigen Frankfurter ©träfe« falls schwer zu lei Wetzlarer Strahe I und die Hausham gen, wie bei wischen nichts hilft, rasenden Autos ass Sie Stabt Tieh furter Strahe von b Bahn bis in bie Aeterinörklinil nur .stände unterziehen. In dem Erlah wird alsdann wörtlich wie folgt fortgefahren: „Diesem Grundgedanken, an dem unbedingt festgehalten werden muh, steht nicht entgegen, daß im einzelnen Falleauf Antragteilweiseodervoll- ständig Stundung der Steuern auf einen beschränkten Zeitraum gewährt wird, dann nämlich, wenn glaubhaft gemacht wird, dah Mittel nicht flüssig gemacht werden können, und wenn die Veräußerung von Betriebsmitteln entweder die Aufrechterhaltung des Betriebes gefährden würde, oder nur zu Preisen erfolgen konnte, die so außergewöhnlich tief liegen, daß den Steuerpflichtigen Damit ein weit über die bezweckte Steuerbelastung hinausgehendes Opfer auferlegt würde. Hier lagen auch die Grenzen für die Pfändung. Es kann keine Rede davon sein, daß Pfändungen allgemein unterbleiben sollen. Denn schon im Interesse derjenigen, die — wenn auch unter Opfern — ihre Steuern pünktlich zahlen, muß für eine möglichst gleichmäßige Einbringung der Steuern gesorgt werden. Bevor eine Pfändung erfolgt, muß aber, insbesondere barm, wenn Stundungsanträge vorliegen oder die Hnmöglichkeit der Zahlung geltend gemacht wird, gewissenhaft geprüft werden, ob eine der obengenannten Voraussetzungen — Gefährdung der Aufrechterhaltung des Betriebes, oder Veräußerbarkeit von Betriebsmitteln nur zu Preisen, die dem Pflichtigen billigerweise nicht zugemutet werden können — vorliegt. Erst wenn fest gestellt wird, daß diese Voraussetzungen nicht bestehen, darf zur Pfändung geschritten werden. * ** Einen sehr erfreulichen Anblick bieten gegenwärtig unsere Felder. Die Halmfrucht steht durchweg sehr gut; Roggen und Wintergerste gehen der Reife entgegen, der Weizen blüht und der Hafer schießt jetzt n die Halme. Die Heuernte kommt nun allenthalben in Gang, ihr Ertrag wird von Sachkundigen als mittel bis gut bezeichnet. Ausgezeichnet stehen die Kartoffeln, die bei weiterem guten Wachswetter, wie wir es bisher hatten, eine sehr gute Ernte versprechen. Recht zufriedenstellend ist auch das Fortkommen der Rüben. Der Behang der Obstbäume gibt eigentlich nur bei Dirnen Anlaß zur Befriedigung, während namentlich die Aepfel und Zwetschen sehr zu wünschen übrig lassen. es ihm vergönnt sei. Eure Züge für sein neues Weik zu malen." Doch sie lächelte flüchtig: „Meinen Gruß dem Meister! Mir fehle es an Kraft und auch — an Lust, ihm zu erfüllen, was er wünscht." 'Hnd still, schon im Schreiten, fügte sie hinzu: „Ich weiß, daß die Frauen in Florenz ihrer Schutzheiligen auf den Knien danken würden. von dem großen (Ranne brr Ehre gewürdigt zu sein, ich aber stehe dem Tode nah, — da lächelt man menschlicher Eitelkeit." Sie ging . . . Doch Fernando hastete ihr nach, trat ihr in den Weg und rief: „Wollt Ihr, daß der Welt feine Schöpfung verloren geht?! Ei malt nicht mehr, er findet denn sein Traumgesicht! Schon trocknet die Farbe auf der Leinwand. Ihr gefährdet sein Werk! Florenz, ganz Italien würde Euch fluchen!" „Ein Fluch, der nur über mein Grab hin- «eht. . .“ Giulia lächelte wieder flüchtig, zog schon die kunstvolle Gartentür zu, die den Hain verschloß, der zu dem Sommerhruse ihres Vaters führte... „Meister!" flehte eine Stunde später Fernando. „Meister, bleibt und imht; das Weib ist todeskrank, wie wird sie zur Nacht auf der Nar- zissenwiefe sein." „Sage noch einmal: glich sie dem Bilde meines Traumes, wie ich es Dir beschrieb?" „Zug um Zug, Herr!" „Hnd da soll Michelangelo warten! Ruhen . . ." Wildes Lachen dröhnt auf. Der hagere Damvnenkopf taucht schon im Zwielicht der Sttahe unter, die Füße eilen .. Michelangelo steht die ganze Nacht auf der Narzissenwiese, die zu Aule- cos Gärten führt Abg. Kaul abgegebenen Erklärung bemerkt Abg. Kindt, dah darin unerhörte Vorwürfe enthalten seien. Er habe sich seinerzeit für verpflichtet gefühlt, bestimmte Vorgänge im besetzten Gebiet zur Sprache zu bringen. Er habe bereits früher das Angebot gemacht, auf seine Abgeordneten- Immunität zu verzichten, um die Dinge aufzu- klären. Jetzt wiederhole er dieses Angebot: er wünsche eine gerichtliche Hntersuchung der Angelegenheit, verlange aber, daß er auf freiem Fuß bleibe und daß den (Beamten die Erlaubnis erteilt werde, frei auszusagen. Der Abgeordnete beschwert sich über die Behauptung, bewußt die Hnwahrheit gesagt zu haben. Schluß der Sitzung iy2 Hhr. Morgen 9 Hhr Fortsetzung der Etatsberatungen. * Em Kokarden-Antrag. Abg. Sturmfels (Soz.) und Genossen haben zu Kapitel 19 des Staatsvoranschlags nachstehenden Antrag beim Landtag eingebracht: „Wir beantragen, die Regierung aufzufordern, sie möge anordnen, dah alle Landesbeam- t e n, die Hniform tragen, neben resp. über der Landes ko karde die schwarz-rot-gol- dene Kokarde zu tragen haben." Arbeitsh Heubau ei ^schrieben q?;.l geböte in k18 jU1 IW Nd)tni)t 'M Schere 2t, Darmstadt, 24. Juni. Am Regierungstisch: Staatspräsident H l r i ch und die Minister Henrich, von Brentano und Raab. Vor Eintritt in die Tagesordnung wird Staatspräsident H l r i ch nachträglich zur Ordnung gerufen, weil er in seiner gestrigen Rede mü Be- ,ug auf den Abg. Kindt den Ausdruck „Verleum- ning“ gebraucht hatte. Hierauf wird die Generaldebatte über den Staatshaushalt ortgesetzt. Als erster Redner ergreift Abg. Qöittmann (Soz.) das Wort. Er wendet sich gegen die hohen Steuerlasten, die kaum tragbar seien. Der Wohnungsbau mühte in erster Linie gefördert werden mit den Einkünften aus der Besteuerung des bebauten Grundbesitzes. Ferner fordert der Redner Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit. Die Frage des Abbaues des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft fei für die Sozialdemokratie undiskutterbar. Frau Abg. Roth (Komm.) unterbreitet sodann eine Kleine Anfrage wegen des Deutschen Tages in Butzbach. Dabei h abe eine Kapelle der Reichswehr mitgewirkt. Es wird gefragt, was die Regierung dagegen tun werde. Ein Vertreter der Regierung erwidert hierauf, dah die Reichswehr der Reichs vegierung unterstehe. Die Hess. Regierung behalte sich vor, deswegen Schritte hei der Reichsregierung zu tun. Abg. Hauck (Dtntl.) stellt sich dem Hause als völkischer Abgeordneter vor und geht barm auf ©teuerfragen ein, die er vom Standpunkt der Landwirte aus beurteilt. Der Redner verlangt die Verstaatlichung des gesamten Kreditwesens, dann würden alle Banken verschwinden. Frau Abg. Roth (Komm.) wirft dem Landtag vor, dah er keine praktische Arbeit leiste. Der Staatspräsident habe gestern in feiner Rede „nur blöde Witze gemacht". Die Rednerin wird wegen dieser Aeuherung .zur Ordnung gerufen, und als sie widerspricht, wird sie abermals zur Ordnung gerufen. Die Abgeordnete greift be° onders die Sozialdemokratie und die Deutschnationale Volkspartei an. Abg. Schreiber (Dem.) setzt sich mit den politischen Anschauungen der Vorredner auseinander. Er wendet sich u. a. gegen eine Verringerung der Zahl der Landtagsabgeordneten und verteidigt nachdrücklich die Erzbergersche Steuerreform. Abg. Kindt (Dntl.) gibt hierauf eine Erklärung ab zu den Ausführungen des Finanzministers in der Sitzung am vorigen Mittwoch und betont, er erkläre auf Ehre und Gewissen, dah seine Informationen nicht von einem Be- Giulia. Eine Skizze von Gerhard Duetz. Seit vierzehn Tagen hing an der grauen Steinwand des Hauses, das Michelangelo bewohnte. jener von seiner Hand geschriebene Zettel, der verkündete, der Meister suche ein Modell Ein Weib mit den Augen der Sehnsucht, den Zügen der Madonna. Florenz kam. am Anschlag zu lesen, kam dem Gröhesten der Großen Weib und Tochter zuzuführen. Doch Michelangelo tat nur einen kurzen Blick vols Finsternis zu ihnen hin — schüttelte sein hageres, langliniges Haupt . . . Kein Weib in Florenz trug die Süße jener Züge, die er im Fiebertraum der Nacht erschaut. Hnorft nbet blieb fein Werk! — Fernando (Sara, sein Schüler, der dm Meister liebte, wie man einen Gott verehrt, lief Tag und Nacht durch die Straßen, ein Weib zu finden, das die Augen der Sehnsucht, die Züge einer Madonna trug. Hnd e'nes Abends fand ,r sie. Fand sie auf der Narzissenwiese vor dem Tore, wie sie still und blaß hinter dem Lenzblau die Sonne verglühen sah-. Sie stand, als lebe sie nicht mehr und hob dann plötzlich mit der Gebärde ungeheurer Sehnsucht dem verlöschenden Lichte beioe Arme zu. Fernando teufe e: die vor ihm stand, war Giulia, die Tochter des reichen Auleco, dessen Schiffe ihre Segel an ben Küsten aller Welten spannten. Giulia, von der bekannt war, dah sie sterben mußte; dah kein Arzt ihrem Leiden half. Fernando trat vor, grühte, die Kranke nicht zu schrecken, mit verhaltener Stimme. „Michelangelo. mein Herr, bittet Euch, edle Giulia, daß ** Ein OugenMag, der die Schulkinder zu froher Wanderung ’anb lustigem Spiel hinaus- führen sollte in die schöne Natur, wurde gestern allgemein in Hessen gefeiert. Dir Schüler und Schülerinnen sämtlicher hiesigen Schulen zogen unter der Aufsicht ihrer Lehrpersonen hinaus in die herrlichen Wälder, wo sie sich bei dem schönen Wetter mit Gelängen, Spielen und sonstiger -edler Kurzwell die Zeit vertrieben. Erst in den Nachmittagsstunden kehrte die frohgesttmmte Schar sehr befriedigt von dem Erlebten nach Hause zurück. ** Beim Baden in der Lahn ertrunken ist gestern gegen Abend der 16 Jahre alte Karl Dapper, Zohanaesstrahe5 wohnhaft. Der junge Mann schwamm verbotenerweise außerhalb der Badeanstalt in der offenen Lahn, wo ihn bei dem gegenwärtigen Hochwasser des Flusses offensichtlich die Kräfte verliehen, so dah er unterging, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte, die bei dem hohen Wassergang ohnehin etwas erschwert war. Die Leiche ist noch nicht gekündet. ** Straßensperre. Anläßlich der Ge- schwindigkeitsprüfung für Kraftwagen und Krafträder wird am nächsten Sonntag von 6 Hhr vormittags bis 1 Hhr mittags die Kreis- strahe G ießen—Garbenteich vom Ortsausgäng Gießen bis zum Ortseingang Hausen, sowie der sog. Alte Gießener Weg von der Kreisstraße Gießen—Garbenteich zum Schiffenberg für jeden Verkehr gesperrt. Der Fuhrwerksverkehr von und naH Gießen wird während der Sperre über Leihgestern, Steinberg, Watzenborn bzw. Steinbach nach Garbenteich geleitet < Sommersonderzüge. In diesem Jahre werden von der Eisenbahnverwaltung wieder eine Anzahl sogenannter Feriensonderzüge 3. Klasse gefahren, von denen einer Gießen berührt und zwar Frankfurt —Norddeich über Gießen—Siegen—Emden am 5. Juli. Der Preis der Rückfahrkarte ab Gießen beträgt nach Borkum 40.80 Mk., Juist 38,10 Mk., Norderney 34.10 Mk.. Langeoog 41,50 Mk., Emden Außenhafen 26,80 Mk., Norddeich 28,60 Mk. Der Zug fährt in Gießen ab 7,44 vorm. und kommt Norddeich an 5,43 nachm. Außerdem verkehren Züge: Frankfurt—Basel—Konstanz am 5. Juli and 12. Juli; Frankfurt—München am 4. und 5. Juli und 9. August, ferner am 12. Juli mit Anschluß von Darmstadt; Frankfurt—Berlin über Offenbach-Hanau am 12. Juli; Frankfurt—Breslau über Fulda am 11. Juli; Frankfurt—Hamburg/ Bremen über Hanau—Bebra am 6. Juli und 7. August; Frankfurt—Dremen/Nordöeich über Debra am 15. Juli; Frankfurt—Hamburg über Debra am 17. Juli. Näheres an den Aushängen auf den Bahnhöfen. X Das Dundesfest des Evangel. Iünglingsbundes (H essen bund), das am Samstag und Sonntag in Offenbach stattfand, war von etwa 1600 Teilnehmern aus fast allen 65 Vereinen besucht Besonders stark war auch das besetzte Gebiet vertreten. Landes^ugendp'ar- rer Zentgraf sprach am Samstag abend neben Jugend-Pfarrer Munk- Offenbach über „Die Geschichte und die Grundsätze unseres Volkes". Am Sonntag leitete der Dundesvorsitzende Pfarrer Müller- Birkenau eine von der Chorschule verschönte Morgenwvche in der Luthertirche. Play- musik der Pvsaunenchöre auf verschiedenen Plätzen ber Stadt ging den Festgottesdiensten in allen vier Kirchen der Stadt voraus, in denen in der Jugendarbeit stehende hessische Geistliche kraftvolle Worte an die mit ihren Wimpeln erschienene Jugend und die lebhaft teilnehmenden Gemeinden richtete. In der Schloßlirche überbrach e Prälat D. Dr. Diehl die Grüße des Landeskirchenamts. Glänzend verlies die öffentliche Kundgebung auf dem Wilhelmsplatz unter Mitwirkung der vereinigten Pvsaunenchöre, bei der Pfarrei Page-Hndenheim als stellvertretender Bundes Vorsitzender im Rahmen der Verse des Luther-- liedes über das Wollen der im Bunde organisierten Evang. Jugend sprach. Nachmittags trat man in zehn Gruppen zu Sondertagungen im Stadtgarten zusammen. Nichtbeteiligte besichtigten unter Führung die Stadt. Der Nachmittag brachte noch eine Festversammlung im „Stad garten" mit Musik, Spielen und einer Freilicht-Aufführung, der nach dem Schluß- und Dankeswort des Landesjugendpfarrers noch ein zwangloses Beisammensein, Rudern auf dem Main u. a. folgte. Die Tagung des jetzt 21 Jahre alten Hessen- bundes zeigte ihn als ein bedeutungsvolles Glied innerhalb der hessischen und der deutschen Jugendbewegung; sie hielt sich vollkommen alk)hol° und nikotinfrei und trug keinerlei parteipolitischen Charakter. ** Wasserwärme der Laht. Heute vormittag 17 Grad Reaumur. den oberschlesifchen Grenzbezirk. Der Vertrag bringt Ausführungsbestimmungen zu dem Art. 238 des am 15. Mai 1922 in Genf unterzeichneten deutsch-polnischen Abkommens über ess "»US; v |,Un®te fix* "Ali- bet für Eren 6onnÜtoa9en m W Lfuri^ LZS fete -ISir 'fc»M ßh 4Wtnth l 3iSe: Jäpä ;r?L caMatt-DriSlaü Wt-^ambuM' ®® 6' 3u(l und pttöM über l'Wurg über n den Aushängen des Evangel. Icnbund), das >fsenb«h sloltfand, fast Mm » suri war auch 'aadesLgendpar- l^iog abvnL neben 4 über .Die Geres DvlleS". Am WiNte Pfarrer -r Chvrschule ter- uiberiirchr. Play- denen Plähm biensten in allen in bcnen in der Geistliche frafl- Lünpelv erfchrv- Inehrnenden De- ärche überbracht che des Landes- : bffenlliche Kund- unter Mitwirkung bei der Pfarrer iticnfcer 'Bunte:- irrt des Lucher- n Gunde organi- Dachmiitags trat »ndertagungen im eifigtc be ichtiglen Nachmittag brachte ,Llad garten“ mit ilichl'AusWmg, leswart des Lan- angloses Beilam« Iain u. a. folgte. Ke alten Seilen- mngsvvlles Glied er deutschen > tllommen allahol- n parteipolitischen r Saht Heute Qr Mittwoch. - OWHi* us Mrtgliederver- elhcms Bahnhof' Palast-Lichtsprele lache. ___ mit ver- fg» Fernando, *• Äsch. M t gebannt m ff fes* Vift aii dürfe *£ W d-r s. , na nch aut 1. HSne sehe" r - Grauen vSä® griffet w 6t will mit ie- itünrn« "* ft#«** «rcn.51 malt — Gietzener Tvettze-Woche. Man schreibt uns: Heute abend findet im Stadttheater eine Festvorstellung ftatt, in der zum ersten Male Goethes Trauerspiel „Clavigo' auf unserer Bühne gegeben wird. Wie wir bereits schon mitteilten, ist im Hinblick auf den Rahmen der Veranstaltung die Rollenbesetzung mit unseren besten Theater- kräften erfolgt, so daß auch dieser Abend wieder ein besonderer Kunstgenuß zu werden verspricht und sicherlich von feiten unserer hiesigen Theater- freunde allseitige Beachtung finden wird. — Das3 Ab on ne m en ts t o nzert u n° serer Reichswehckapelle findet morgen abend auf der Liebigs hohe statt. (S. Anzeige.) — Berliner Sängerbesuch. QUan schreibt uns: Am Samstag abend 8 Mr wird auf Veranlassung des hiesigen Gesangvereins ..Heiterleit" der GesangvereinSängerkranz- Derlin unter der Leitung seines Chormeisters K o r t h in der Reuen Aula ein Konzert veranstalten. Der Verein befindet sich auf einer Konzertreise: ihm geht ein sehr guter Ruf voraus. Als Solist wirkt in dem Konzert der Heldenbariton Hanns Kronenberg-Düsseldorf mit. Da auf dem Programm Werke unserer berühmtesten Männerchor-Komponisten, sowie Solovvrträge von Richard Wagner und Richard Strauß stehen, verspricht das Konzert einen genußreichen Abend für untere Einwohnerschaft. — Ein Hugendtag in Gießen. Gießener Hugendbünde veranstalten am nächsten Sonntag. 29. Juni, einen Hugendtag, der für dis Jugendherberge auf dem Hoherodskopf werben soll. Auf die Anzeige in der heutigen Rümmer sei verwiesen. — Ein Palästina-Film. Man schreibt uns: Am nächsten Sonntag, 29. Juni, vormittags 11 gelangt in den Palast-Lichtspielen ein Film zur Ausführung, dessen Ausgabe es ist, weitere Kreise, besonders der jüdischen Bevölkerung, mit den Fortschritten bekannt zu machen, welche das Aufbauwerk im Heiligen Lande in den letzten Jahrzehnten, vor allem aber in den Jahren nach dem Kriege, gezeitigt hat. Die ..jüdische Renaissancebewegung" und ihre bisherigen praktischen Auswirkungen in Palästina mit ihren z. T. ganz eigenartigen Lösungen sozialer, kultureller, Witt- schaftlicher und technischer Probleme erregen schon heute in hohem Maße das Interesse der gesamten Kulturwelt: ein zu schönen Hoffnungen berechn tigender Aspekt, wenn man bedentt, daß die Arbeit nach der eigenen Meinung ihrer Träger erst in den Anfängen steht. Eine besondere Rote erhält dieses Siedlungswerk noch durch sein Ar- beiteimateriat, welches sich zum größten Teil aus Angehörigen der gebildeten Stände der europäischen Länder rekrutiett. Man darf gespannt fein, ob es dem Film gelingt, einen lebendigen Eindruck von dieser ungewöhnlichen Kolonisatlon und den Bedingungen des historischen Bodens zu vermitteln, auf dem sie sich entwickelt. Räheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich. Landkreis (Hieben. • Klein - Linden , 24. Juni. Man schreibt uns: „3n diesem Blatte wur!>e schon auf die große Staubplage in der Frankfurter Straße hingewiesen. Wie allgemein bekannt, haben die hiesigen Anwohner der Wetzlarer- und Frankfutter Straße unter diesem Mißstand eben* salls schwer zu leiden, namentlich in der engem Wetzlarer Straße kann der Staub nicht abziehen, und die Hausfrauen wissen ein Lied davon zu singen, wie bei Trockenheit alles Putzen und Staubwischen nichts hilft, da durch die vielen durchrasenden Autos alle Arbeit als vergeblich gilt. Die Stadt Gießen sprengt nur die Frankfurter Straße von dem Viadukt der Main-Weser- Dahn bis in die Stadt, obgleich bis an die Deterinärklinik nur wenige Häuser stehen. Vielleicht wäre es tnögllch, daß unsere Gemeinde-Vertretung mit der Stadt Gießen eine Vereinbarung treffen könnte, wonach diese bei Trockenheit, während der Monate Mai bis September, täglich 4 Fässer Wasser zum Sprengen dieser beiden Hauptstraßen liefern würde, 2 Fässer vornrittags und 2 nachmittags. Der Hydrant der Wasserleitung liegt nur einige 100 Meter von der OrtSgrenze entfernt, Erwerbslose könnten bei der Bedienung des Fuhrwerks Hilfe leisten. Die geringen Kosten würden aus der Gemeindekasse bestritten werden können, da es sich doch um eine Angelegenheit handelt, die im Interesse der öffentlichen Gesundheit liegt." Kreis Büdingen. bs. Glaubzahl, 23. Juni. Gestern fand hier, begünstigt vom prächtigsten Dommerwetter, das diesjährige Iugendfest der Volksschulen von Steinhe im, Rodheim und Rabertshausen statt. Weit über 1000 Festgäste aus den Dörfern der näheren und weiteren Umgebung hatten sich eingesunden, um sich an den Darbietungen der Kinder zu erfreuen. Ein reichhaltiges Programm, bestehend aus gemeinsam gesungenen Volks- und Vaterlands liebem, turnerischen Vorführungen, Reigen, Wettlaufen, Sier» tragen, Sackhüpfen, dreistimmigen Kinderchören, Gedichtvorträgen und Konzertstücken der Musikkapelle, bot mannigfaltige Abwechslung. In der fein durchdachten Festrede wandte srch Lehrer Dietrich-Rodheim zunächst an die Kinder, denen er mit beredten Worten die Bedeutung ihres Festes auseinandersehte. Er wies bann weiter barauf hin, baß das Fest eine engere Verbindung der beiden Erziehungsfaktoren Schu'e und ElternAius erstrebe und sich immer mehr zu einem echten Volks- und Heimatfeste entwickle, da zu diesem Feste Ginlabungen an Verwanbte in nah und fern ergehen. Zum ersten Male nahmen sowohl an ben Festzuge, der sich unter Dorantritt einer Musikkapelle burch die drei Dörfer bewegte, als auch an den Fest- und Preisspielen die Schüler und Schülerinnen der Fortbildungsschulen teil, und erstmals beteiligten sich die Vereine der drei Schulgemeinden mit Fahnen am Festzug. Die Gesangvereine von Steinheim und Rodheim verschönten die Feier durch stimmungsvoll vorgetragene Chöre. Raturalspenden von selten der Einwohnerschaft aller drei Schulgemeinden und teilweise finanzielle Beihilfe der Gemeindeverwaltungen zeigten deren Verständnis für die gerade heute fo notwendige Jugenderziehung und ermöglichten eine Verteilung von Brezeln an alle Schüler. Krcis Friedberg. 2f. Bad-Rau heim, 24. Juni. Die Kirchenglocken der hiesigen Bonifatius- k i r ch e sielen 1917 dem Kriege zum Opfer. Rach- dem die katholische Gemeinde, unterstützt von Kurgästen und allen übrigen Einwohnern, die erhebliche Mittel durch Sammlungen und bergt, aufgebracht, konnten heute in feierlicher Handlung fünf neue Glocken eingeholt werden. Die Weihe wird sich zu einer größeren Feier gestalten. fpd. R o d h e i m v. d. H., 24. Juni. Ein betrunkener junger Mann, der nach Hause torkelte und darob von Kindern gehänselt wurde, verfiel in einen Tobsuchtsanfalt. Er mißhandelte eine Anzahl Personen in schwerer Weise, wurde aber von den Angegriffenen gleichfalls sehr arg zugerichtet. Es entwickelte sich schließlich ein kleiner Dorfkrieg. Endlich mußte die Polizei mit blanker Waffe eingreifen. Das reizte einige Leute noch mehr. Man fiel über den Polizeidiener her, entriß ihm die Waffe und mißhandelte ihn schwer. Erst nach langer Zeit konnte der börr- liche Frieden wieder hergesteNt werden. Die Folgen? Gerichtliche Anzeigen und Prozesse. Starkenburg und Nheinyessen. * Darmstadt, 24. Juni. Vor dem Dezirks- schöffengettcht hatte sich der 26jährige Schreiner Christian Auer aus Groß-Gerau wegen schweren Diebstahls zu verantworten. Er gehörte zu den Sonderbündlern, nannte sich „Kreiskommissär" und erbrach im Kreisamt den Schreibtische eines Re- gierungsrates. Das Schreibmaterial eignete er sich an, auch versuchte er die Kassenschränke zu öffnen. Er wurde unter Zubilligung mildernder Llmstände zu vier Monaten Gefängnis verurteilt, die durch die älntersuchungshaft verbüßt sind. Hessen-Nassau. fpd. Kassel, 24. Juni. In verschiedenen Kreisen Kurhessens macht sich die Zigeuner p l a g c wieder stark bemerkbar. Die Burschen stehlen jetzt besonders das Heu von den Wirsen und die Früchte von den Feldern. Wo sie sich allzu üppig aufführen, werden sie von der Landjägerei über die nächste Kreisgrenz: abgeschoben. Im neuen Kreise beginnt bann das gleiche Spirl. Turnen, Sport und Spkel. • Z u dem 1. Kraftfahrzeug-Wettbewerb, der am nächsten Sonntag hier ftatt» findet, sind bisher 40 Meldungen eingegangen. Es ist mit scharfen und interessanten Kämpfen zu rechnen, zumal zu sämtlichen Klassen gemeldet wurde. R!an darf daher der Veranstaltung mit besonderer Spannung entgegenseh n. * Dem (Siebener Ruderklub „Ha s - s ia" gelang es auf der W.hlarer Regatta des Süddeutschen Rude.Verbandes mit seiner Mannschaft Dr. F Kramer, A. Hillgärtnec, G. Sommer, W. Rohrbach, St.: K. Wolf den Ermunterungsvierer zu gevinnen. Die Senior-Mannschaft K. Rupp gab im Vorrennen zum Gastvierer gegen Offenbacher „Vorwärts" auf und unterlag gegen diesen im Ersten Vierer mit 2Vi Längen. Im Zweiten Vierer schlug die hier im Junior-Achter gegen Offenbacher „Germania" erfolgreich gewesene Vierer-Iungmann-Mannschast W. Eisenbach im Rennen gegen Offenbacher „Germania" um. — „Hella s" belegte im Anfänger-Vierer hinter Frankfurter „Arnicitia", im Iungmann-Vierer hinter Frankfurter „Borussia" sowie im Junior- Vierer hinter „Wasserspottverein" Ludwigshafen jedesmal den zweiten Platz. ♦ Dezirksturnen des 5. Bezirks de r D. T. in Musche nheim. Zu dem gestrigen Bericht über diese Veranstaltung wird uns von dem Dezittsturnwatt des 5. Bezirkes mit» geteilt, daß der Derichterstater in der aktiven Stufe den Ehrenpreis übersehen und hierdurch alle Sieger um einen Sieg zurückgesetzt hat. R i ch- 11 g ist die Plazierung der Sieger wie folgt: Ehrensieger: Richard Kaiser, Tv. Lang- Göns: 1. Sieger Rorbert Grünebaum, Tv. Lang-Göns, und G. Hofmann, Tv. Muschen- hcim: 2. H. Mayer, Tv. Friedberg: 5. G. Müller und R. Klee, Tv. Holzheim: 9. R. Ludge, Tv. Lang-Göns: 12. W. Debus, Tv. Cberstadt. (BeridrtsfaaL Der sonderbündlerische „KreiÄkomrnissar". * Darmstadt, 24. Juni. Das am 20. März nach dreitägiger Verhandlung der Strafkammer ergangene Todesurteil gegen den Händler Fritz Hofmann wegen Ermordung feiner Ehefrau ist jetzt rechtskräf- t i g geworden. Das Reichsgericht hat seine Revision verworfen. Hofmann ist in der Zeilenstrafanstalt Butzbach untergebracht; daS Ministerium wird nun über seine Begnadigung zu lebenslänglichem Zuchthaus oder über seine Hinrichtung entscheiden. e Schössenaerkcht. Gießen, 23. Juni. Wegen Blutschande hatten sich zu verantworten der Arbeiter Wilh. Traumü.ller von Rieder-Wöllstadt und seine beiden Töchter. Traumüller erhielt fünf Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust, die Mädchen je ein Jahr Gefängnis. Die Dienstmagd A P. von Emmerich hat ihr zehn Tage altes uneheliches Kind, da sie es los sein wollte, ausgesetzt, indem sie es am Rah- rungsberg unter eine Hecke legte und sich entfernte. Sie will von ihrem Verführer im Stiche gelassen und von ihm angeftiftet worden sein, auch Furcht vor ihren Eltern gehabt haben. Sie erhielt eine Strafe von acht Monaten Gefängnis. Der wegen Betrugs ost bestrafte Schneider Alois Walz von Sigmaringen hat sieben Personen betrogen, indem er ihnen mit der Behauptung, er wolle ihnen Anzüge machen und Stoff dazu kaufen, Geld ablockte, das er für sich verwendete. üm das Mißtrauen eines der Geprellten zu zerstreuen, fälschte er eine Quittung über einen angeblichen Stoffkauf. Strafe: zwei Jahre sieben Monate Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Der Schlosser Karl Dümmer von Köln, ein alter, vielfach bestrafter Einbrecher, war während eines Diebstahls ertappt und verfolgt worden und hatte bei der Festnahme gedroht, von seinem Messer Gebrauch zu machen. Wegen dieser Tat und wegen eines versuchten Einbruchs, die er erfolglos abzuleugnen suchte, erhiel, ec zwei Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Vermischtes. Schweres Anwetter auf der Schwäbischen Alb. Stuttgart, 25. Juni. Die Schwäbische Alb wurde gestern von einem schweren iln» Wetter heimgesucht, das die Ernte vollständig vernichtete. In der Kirche von Hausen wurden mehr als 70 Fensterscheiben von dem H a g e l s ch l a g eingeschlaHen. Doppel-Raubmord. Zittau, 24. Juni. Ermordet Warden gestern nachmittag in dem benachbarten böhmischen Grenzort P e t e r sd o r f die 82jähnge Mutter und die SOjäfyrige Schwester des Viehhändlers Schäfer. Der Täter ist entkommen. Anscheinend liegt Raubmord vor. Ueberfall auf ein jüdisches Bethaus. Berlin, 24. Juni. Auf das jüdische Bethaus in der Lindenstrahe wurde gestern abend von etwa 20 jungen Leuten ein Heber- f a [ t verübt. Die Burschen drangen, der „Voss. Ztg. "zufowe, in den Raum des Gebäudes ein und versuchten, den Betsaal, in dem sich eine große Qllenge Andächtiger aufhielt, zu demolieren. Mehrere Leute, darunter der Hauswirt des Gebäudes, wurden von ihnen verprügelt Die alarmierte Schutzpolizei konnte drei bei Eindringlinge fest nehmen. Fünf Menschen beim Baden ertrunken. Tilsit, 24. Juni. Bei Heidekrug sind beim Baden im Memel ström drei Mädchen und zwei Schüler höherer Lehranstalten aus Tilsit ertrunken. Sie waren in einen Strudel geraten, der sich infolge des Hoch, Wassers gebildet hatte. Bekanntmachung. Das unterzeichnete Gericht hat folgende Eeschäftsaufsichten angeordnet: 1. Apparatenbau Aktiengesellschaftin Gießen am 20. Mai 1924. Aufsichtsperson: Dücherrevisor Daubel in Gießen. 2. Firma W. Theisebach Söhne in Gießen am 30. Mai 1924, mittags 12 Uhr. Aufsichtsperson: Bucherrevisor Seiger in Gießen. 3. Lackfabrik Gebrüder Löb, Aktiengesellschaft in Gießen, am 2. Juni 1924, abends 6 Uhr. Aufsichtsperson: Julius Rosenbaum in Firma Löwenstein & To. in Gießen. 4. Jakob Theisebach, Darmhandlung in Gießen, am 6. Juni 1924, mittags 12 Uhr. Aufsichtsperson: Generalagent Mohr in Gießen, Ludwigstraße 28. 5. Pfälzisch-Hessische Landbaumaschinengesellschaft Gießen, am 6. Juni 1924, mittags 12 Uhr. Aufsichtsperson: Bücherrevisor Vaubel in Gießen. 51808 Hessisches Amtsgericht Gießen. Arbeitsvergebung. Zum Reubau eines Pfarrhauses in Odenhaufen (Kr. Gießen), werden die Erd-, Maurer-, Zimmer-, Eisenbeton-, Dachdecker-, Spengler- und Schmiedearbeiten zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. Zeichnungen und Vertragsbedingungen liegen vom 26. ds. Mts. ab bei der Kreisbauverwaltung in Gießen, Zimmer Rr. 18 zur Einsicht offen. Angebote, zu denen die Unterlagen gegen Erstattung der Selbstkosten ebendaselbst erhältlich find, sind mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und post- frei spätestens bis zum 10. Juli 1924, vorm. 10 Ähr bei der Kreisbauverwaltung Gießen einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt auf Zimmer Rr. 18 zum gleichen Termin in Gegenwart er- schienenerBewerber. Zuschlagsfrist 14Tage. Gießen, den 20. Juni 1924. Der Regierungsbaurat _______bei der Kreisverwaltung. 50798 Airschenversteigenmg Samstag, den 28. Juni, sollen die Kirschen der Gemeinde Bettenhausen, zirka 60 Bäume, versteigert werden. Anfang am Oberholz, nachmittags 4 Uhr. Bettenhausen, den 23. Juni 1924. Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth. 5176V Versteigerung. Dienstag, den 1. Juli 1924, nachmittags 2 Uhr, wird im Gasthaus „Jur Linde" durch das Ottsgericht in Griedel der in Griedel gelegene Jiingelsche Steinbrnch zum letztenmal öffentlich meistbietend freiwillig versteigert. Zuschlag sofort. Versteigerungsbedingungen sind auf dem Ortsgen äst Griedel zu erfahren. Große des Steinbruchs etwa 2500 qm. Mitversteigett werden Steinbrecher mit 25-?. 8.-Motor, Schienengeleise, Loren, Treibriemen. [5163D In der Gemarkung Lützellinden ist ein 50 m langes Wegestück auszubauen. Angebote nach Formularen, welche von dem Bürgermeisteramt Groh-Rechtenbach erhältlich sind, müssen bis zum Dienstag, den I.Iuli, vorm. 10 Uhr mit entsprechender Aufschrift versehen bei demUnterzeichneten eingegangen sein, woselbst zu diesem Zeitpunkt die Oeffnung der Gebote erfolgt. Groh-Rechtenbach, den 24. Juni 1924. Der Bürgermeister. 5177V Angebote pro Festmeier sind nach Sortiment und Klaffen getrennt, bis zu obigem Termin einzureichen. Angebote mit zusammengezogenen Klaffen oder mit Bemerkungen oder Vorbehalten versehen, werden nicht berücksichtigt. Die Verkaufsbedingungen liegen au hiesiger Bürgermeisterei offen und werden im Termin nochmals bekanntgegeben. Die Genehmigung bleibt im ganzen sowohl, wie Sortiment und klaffenweise vorbehalten. Forster Ding zu Treis zeigt auf Wunsch das Holz vor. 5178V Allendorf a. d. Lda., den 24. Juni 1924. Hessische Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Rein. Holzsubmission. Donnerstag, den 3. Juli 1924, vormittags 10 Uhr, werden aus den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lda. (Station der Nebenbahn Lollar-Grünberg) Forstwattel I folgende Holzsortimente im Submissionswege vergeben: 2 Lichen-Stämme 2. Klaffe mit 2,40 Fstm. 12 „ 3. ff 10,08 fl 55 „ 4. If ff 40,52 tl 35 „ 5. ff ff 18,75 II 5 Buchen- 2. ff ff 9,16 II 6 ,, 3. ff ff 6,55 If 7 Kiefern- ff 2. u ff 4,40 II 67 „ 3. II ff 47,15 II 150 „ 4. ff 100,22 II 1573 „ ff 5. fl 397,79 u Bekanntmachung. Die Lieferung von etwa 1600 Zentner üßem Wiesenheu, beste Qualität, ist zu vergeben. Die Lieferung k"nn geteilt werden, auch wird sich der Ankauf einzelner Fuhren Vorbehalten. Die Anlieferung hat möglichst frei Boden zu erfolgen; es wird hierbei für Fuhren innerhalb derStadtdas Fuhrwerk (2 Wagen) einschließlich Fuhrmann gestellt. Falls eine Anlieferung frei Boden nicht übernommen werden kann, ist der Preis frei Bahnhof Gießen einzusetzen, der auch in den Angeboten frei Boden anzugeben ist. Angebote sind bis einschließl. 2. Juli 1924 an die unterzeichnete Verwaltung einzu- reichen, die auch nähere Auskunft erteilt. Gießen, den 19. Juni 1924. 50628 Verwaltung der Deterinürkliniken Gießen. GartenreslauraDl Webers Berg Teleph. 133 Weilburg Televh. 133 Wunderbare Lage mit schattigen Terrassen, Sälchen u. Saal, herrliche Aussicht aus die Stadt Wetlbura und In das Ladntal, kein Cbauffeestaub u. Lärm. Hält sich Touristen u Vereinen bei vorzllgl. Küche, gut.Gelrän- ken it. zivilen Preisen bestens empsoblen. vereine Villen wir um vMerige Anmeiaung! KWWVR Darmstadt - Metzen! Geboten in Darmstadt: Geräum.2Zim.- Wobuung m. Studie u sonst. Rubeh., GaS it elektr. Licht, in best. Lage (Rheinstraße). Gesucht in Gießen: Gleiche ob. größere Wohnung. Tausch müßte möglichst bald stattsinden können. Schristl. Angeb. unt. 44981) an den Gießener Anzeiger erbeten. Besseres Fräulein (berufstätig) sucht neu »«erles Mer in guter Familie. Schriftliche Angebote unter 51590 an den Gießener Anzeiger erbeten. | Vermietungen | Ml. möül. 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Berliner 21 4,05 Banknote», (Ohne Gewähr.) 2,2 6,5 4,75 9,1 9,90 9,60 6,50 2,4 6J 21,13 3,63 6,60 7.30 7,75 1,65 0,350 44 9,10 42 47 52,25 7,25 10,80 4,9 9,60 25,6 21,5 35,5 21,4 4,25 6,6> 2 23,25 3,65 6,6 7,25 0,380 7,6» 12 1,65 0,32/5 0,300 7,90 9,65 43 47,6 61 7 10,65 5.20 9,75 2 .75 20,75 38 1,40 21,25 Wird, zumal, wenn die Reichsbahn zu gleicher Zeit durch äußerste Sparsamkeit in der Betriebs- Führung auf eine Besserung ihrer Finanzlage hinarbeitet. 6,70 2,15 12,65 0,900 9.2’ 9,8 9,65 8,10 8,6' 12,6 6,55 9,25 6,2 26,5 33 1,40 2,15 1,85 9,5 0,450 11,75 1,05 3,70 6.75 2,95 2,5 6,65 9,33 27,1 33,5 1,3 2,13 8,9 Berlin, 24. Juni. (Wolff.) Da die Börse tn den letzten Jahren in ihren Hoffnungen auf eine Besserung der für Deutschland so unglücklichen außenpolitischen Lage stet- enttäuscht worden war, so hatte sie, durch die Erfahrungen ge- l Million Goldmark Gewinn flünftinfteu fsalle die Hauvt- und SclUus^icliung N. (249.) Preust.> SUdd. Klassenlotterie. 66000 (i)ewtnne von auf. rd. 15 Millionen Koldmark werden vom 9. bto 26. Juli anögesvielt, darunter Gewinne von 500000, 300000, 200 000, 150000, 100 000 Km. nsw. Jeder Geldnot kann abacbolsen werden mit dem aerinaen Einsatz von nur: 15 Rm. für V«, 30 Nm. für % 60 Rm. für */». 120 Rm. für »/,. - Lose bei öden Staatlichen Lotterie-Einnabmen. — Schlich der Erneuerung f. biSh. Spieler: 2 Juli abds. GUtir.Uneid 12,9 0,9 o 9,40 10 9,5 5,SO 8,65 12,' 6,50 9,SO 6,4 40 1,30 2,25 1,9 9,2 0,4'0 11,25 1 2 5 3,6"- 6,4 2,9 2,4 2,2 8,9 23,6 3,5 6,5 7,5 0,340 7,90 11,75 1,75 0,320 0,300 7,9 9,4 44,75 47 52,2 6,75 10,65 4,9 0 ’S 2,25 9,9 12,4 9.1 9,80 9,5 8,65 6.6 9,40 27.5 39 Berliner Handelsgesellschaft. Commerz^ und Pnvat-Bank Darmst. und Raiionalbank . Deutiche Bank Deuische Bereinsbank . . . . Disconto Commandit . . . . Metallbank........... Mitteldeutsche Credilbank . . Ocsteireichische Creditanstall Weslbank........... Bochumer Guß........ Buder..s............ Caro ............. Deutsch Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwecke. . Harpcncr Bergbau...... Ä al «werke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln..... Laurahulte........... Lberbedarf Phönix Bergbau Rveimtabl........... RtedeN Ntontan........ Tellus Bergbau........ dort erst auf Llmwegen unter Vermeidung deutschen Gebietes zum Lieferungsort oder zu einem fremden Verschiffungshafen zu gelangen. Sind auch durch die inzwischen eingeführten Transittarife für den Durchfuhrverkehr gewisse Erleichterungen geschaffen worden, so sind doch die Frachtsätze dieser Tarife durchweg noch höher, als die Wettbewerbssätze des Auslandes. Die Gefahr ist also nach wie vor vorhanden, zumal die ausländischen Bahnverwaltungen durch entsprechende Tarifmahnahmen versuchen, den Verkehr an sich zu reihen. Das Reichsverkehrsministerium hat sich zwar »er Rvtwendigkeit einer durchgreifenden Güter» Larifreform nicht ganz verschlossen und außer den eingangs erwähnten Ermähigungen um 8 bis 10 Prozent eine Reihe von Ausnahmetarifen für die Ausfuhr oder Einfuhr über die Seehäfen, sowie die verschiedenen Transittarife geschaffen und noch weitere Ausnahmetarife für den Verkehr mit den Seehäfen und über die trockene Grenze in Aussicht gestellt, um den wirtschaftlichen Bedürfnissen der deutschen Industrie, des Handels sowie der Landwirtschaft Rechnung zu tragen. Doch glaubt die Reichsbahn in der in erster Linie wichtigen Frage einer generellen Ermäßigung der Gütertarife über die Ermäßigungen von 10 und 8 v. Sy nicht hinausgehen zu können. Eine weitere Ermäßigung der Frachten wird die Reichsbahn, zumal durch die preissteigernde Wirkung der hohn Gebühren die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auf dem Weltmärkte mit behindert wird, auch wohl ohne Schädigung ihrer Finanzen durchführen können. Es ist sogar zu erwarten, daß durch weitere Frachtermäßigungen der Verkehr sich weiterhin beleben und dadurch größere Einnahmen ergeben Wirtschaft. * Elektrizitäts- A.-G. vvrm. W. Lahmeher & Co., Frankfurt. Das abge- laufene Geichäftsjahr der Gesellschaft erbrachte einen Lleberschuh von 45 749 Billionen Mk., der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Rach dem Rechenschaftsbericht zeigt die Absatzziffer des Stroipes wieder eine langiame Steigerung. Bon einer Herabsetzung der Strompreise kann angesichts der ganzen Schwierigkeit der Lage für die Elek- trizitätsversorgungsbetrtebe schlechthin nicht gesprochen werden. Die Verwaltung beantragt, künftig das Geschäftsjahr in die Zeit vom 1. Juli bis 30. Juni zu verlegen. * A. G. für Zellstoff- und Papier- favriiation, Aschaffenburg. Während es trotz mancherlet Schwankungen in den Absatz- Verhältnissen im unbesetzten Gebiet gelang, das ganze Jahr hindurch den Betrieb in vollem Umfange aufrechtzuerhalten, mußte die Geiellschaft die Zellstoffabrik in Walsum Mitte v. Zs. völlig stillegen. Sie konnte erst gegen Ende Februar d. Zs. wieder in Betrieb genommen werden. Aehn- lich erging es der zu dem Konzern gehörigen Dürener Papierfabrik. Auch im verflossenen Iahr-e wurde besonderer Wert darauf gelegt, durch reeßt- zeitige Vornahme von Reparaturen sämtliche Werke auf möglichst hoher Stufe technischer Leistungsfähigkeit zu erhalten. Für Steuern war nckhezu 1 Million Goldmark a.ufzubringen, was die Erträgnisse schwer beeinträchtigt 'hat und die ohnehin stark beanspruchten Betriebsmittel schwächte. Rach Abzug der Tantiemen an Aufsichtsrat und Vorstand und der Gratifikationen an Beamte und Angestellte bleibt ein A-eberschuß von 1602 896 Mtlionen Mk. Es wird vorgeschlagen, hieraus eine Dividende von 5Rentenmark auf je 1000 Mk. Die Gütertarispolitik der Reichsbahn. Wenn die Preise für deutsche Industrieerzeugnisse heute fast allgemein über dem 'Ißeltmarth Preisniveau liegen und die deutsche Industrie daher in ihrer Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmärkte außerordentlich beeinträchtigt ist, so ist dies nicht in letzter Linie auf die Hohen Eiscn- bahnfrachten zurückzuführen, die seit ihrer am 1. Rovember 1923 erfolgten Umstellung aus Goldmark der allgemeinen Teuerung nicht unerheblich vorausgecilt sind. Zwar hat sich die Reichs- bahn auf die allgemeinen Klagen der Industrie hin entschlossen, mit Wirkung ab 20. Januar 1924 eine allgemeine Tarifermäßigung von 10 Prozent und mit Wirkung ab 1. März eine weitere Ermäßigung von 8 Proz. v orzunehmen. Wenn auch diese Ermäßigungen gewiße Erleichterungen gebracht haben, so sind doch die heutigen Tarifsätze noch durchweg höher, als dies durch die allgemeine Teuerung gerechtfertigt ist. In vielen Fällen sind die Tarifermäßigungen selbst nicht einmal mit dem allgemeinen Preisabbau milgegangen, so daß das Verhältnis zwischen Warenpreis und Fracht heute noch ungünstiger ist, als es bereits Ende 1923 der Fall war, obgleich auch damals bereits das Verhältnis kein besonders erfreuliches war. Eingehende Untersuchungen, die über den Anteil ber Fracht am Warenpreise angestellt worden sind, haben ergeben, daß die Belastung der Warenpreise durch die Frachtkosten gegen die Höhe der Vorkriegszeit sehr beträchtlich gestiegen ist. Aber nicht nur die allgemeinen Frachtsätze der Rormalklassen und Ausnahmetarife sind ausschlaggebend für den Preis des einzelnen Transportes, sondern es kommen auch noch verschiedene andere Momente, vor allem die Rebengebühren, hii^u, welche ihren Anteil am Warenpreis fordern. Don solchen verteuernden Momenten verdient namentlich der Uebergang von dem vor dem Kriege gültigen 10 Tonnen-Tarifsystem zum 15 Tonnen-Darifshstem genannt zu werden. Bei Verladung geringerer Mengen werden die Sähe der Rebenklassen 10 und 5 Tonnen berechnet, die aber wesentlich höher sind, als die der Hauptklasse. Don den mannigfachen Gebühren wären vor allen Dingen der für zahlreiche Güter stark ins Gewicht fallende Frachtzuschlag von 10 v. H. für die Beförderung in gedeckten Wagen, die Mieten für bahneigene Lagerplätze, die Gebühren für Privatgleisanschlüsse und die Bedingungen und Gebühren für Frachtstundung zu nennen. Ramentlich wird seilens der Industrie über die Höhe der Lagerplahrnieten und der Miele für Gelände, auf dem die Privatgleisanschlüsse liegen, geklagt. Den Klagen ist zweifellos eine gewisse Berechtigung nicht abzu'prechen, werden doch z. D. Mieten gefordert,'die teilweise das sün - bis zehnfache der früher gezahlten Mieten ausmachen. Es ist daher dringend erforderlich, daß die Bewertung der einzelnen Grundstücke von den Deichsbahndirektionen erneut nachgeprüft wird und die' Mieten in den Fällen, in Denen -lieber« forderungen vorliegen, angemessen ermäßigt werden. Aehnlich liegen die Verhältnisse hinsichtlich der Gebühren für die Gleisanschlüsse, die heute weit erheblicher sind, als die Sähe der Vorkriegszeit. Alle Vorstellungen seitens der Industrie sind in dieser Hinsicht ergebnislos geblieben; bei dieser Gelegenheit sei auch noch kurz auf die am 1. Dezember vorigen Jahres in Kraft getretenen Frachtstundungsbedingungen hingewiesen, und zwar vor allem auf die zur Zeit bestehende Vertragsstrafe von 1 v. Sy pro Tag für verspätete Zahlung, ein Satz, der angesichts der inzwischen eingetretenen Festigung unserer Währung als außerordentlich hoch und unberechtigt bezeichnet werden muß. Es ist daher dringend zu wünschen, daß die Vertragsstrafe, wenn nicht ganz abgeschafft, so doch aus etwa ein Zehntel des jetzigen Satzes ermäßigt würde und erst bei einer größeren Verzögerung, die sich nicht aus den normalen Geschäftsschwierigkeiten erklären läßt, zu entrichten wäre. Auch sollte bei einer weiteren Festigung der Währung eine baldmögliche Ermäßigung der Frachtstundengebühren von 6 auf 3 vom Tausend für Monatsstundung, gebührenfreie Gewährung der eintägigen Stundung, sowie eine Verlängerung der Stundungsdauer angestrebt werden. Die Gütertarifpolitik der Reichsbahn schädigt aber nicht nur den innerdeutschen Güterverkehr, sondern schließt auch große Gefahren hinsichtlich des internationalen Transi'güterverkeh s 'in sich. Solange die Deutsche Reichsbahn durch die Schaffung von Ausnahmetarifen für den Durchfuhrverkehr durch das deutsche Zollgebiet diesen Verkehr nicht über die deutsche Strecke zu lenken versucht hat, sind zahlreiche Auslandstransporte den deutschen Bahnen Oertoren gegangen und auch zahlreiche deutsche äleberseesendungen sind zu fremden Häsen abgewandert. Transporte über die trockene Grenze sind auf kürzestem Wege über die nächste Grenzstation geleitet worden, um von Hamburg-Amerika Paket. . . I Norddeutscher Lloyd | Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holjmann...... Anglo Cont-.Guano Badische Anilin........ Chemische Mayer Alapin . . (Kolbktmlbt d:ries eimer Electron .... Höchster Sorbrocrte...... Holzverkohlung........ Rütgers.verke . ....... Scheideanstalt Allg- Elektrizität--Gesellschaft Bergmann Mainkraftwerke........ ert) liefert......... Siemens & Halske ..... Adlcrwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Henligenstaedt ..... ■" eguin Frankfurter Armaturen - . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell chaft Frankfurt. Set Union A--G chuh'abrik Herz Sichel.............. Zcllstois Waldhof....... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . , Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 24. Juni. (Wolfs.) Arn Produktenmarkt zeigte sich für Roggen zu den gedrückten Preisen der letzten Tage etwas mehr Begehr für die Küstenplätze und für Mit ech:ut,ch- land, wobei es sich zumeist umWaggonware gehandelt hat. Weizen bleibt bei geringem Kaufin er- effe nach wie vor angeboten toeget der anhaltenden Stockung im Deizenmehlgeschäft. Für Roggcnmehl war hingegen zu den geftiigen niedrigen Preisen eine leichte Vermehrung d.r Rachfrage zu erkennen. Hafer war für Exportzwecke mehr gefragt Gerste und die übrigen Artikel batten ruhiges Geschäft. Der Preisstand ist allgemein nur geringfügig verändert. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weiten, märk., 133 bis 138 (matt), Roggen, märk., 114 bis 123 (stetig), Braugerste 138 bis 145 (ruhig), Futtergerste 12Z bis 135 (ruhig), Hafer, märk., 115 bis 125 (ruhig), Raps 220 (ruhig), Leinsaat 260 bis 280 (ruhig): für je 100 Kilo: Weizenmehl 20 bis 23 (ruhig), Rvggenmehl 17,50 bis 20,25 (ruhig), Weizenkleie 8,1 bis 8,3 (ruhig), Roggenkleie 8 (ruhig), Bik- toriaerbfen 19 bis 20, kleine Erbsen 13 bis 15, Futtererbsen 12 bis 13, Peluschken 10 bis 11, . Ackerbohnen 13 bis 14, Wicken 11 bis 12, Lupinen, blau, 9 bis 10, Seradella, alt, 13 bis 14, Rapskuchen 8,6 bis 8,7, Leinkuchen 17 bis 18, Trvckenschnitzel 6 bis 6,20, Kartoffelflocken 15; für je 50 Kilo: Weizen- und Roggenstroh, dvaht- geb., 0,45 bis 0,60, Haferstroh, drahtgepr., 0,35 bis 0,50, Gerstenstroh 0,35 bis 0,50, Häcksel 0,70 bis 0,80, Wiesenheu, gut, gesund und trocken, 1,75 bis 1,95, Handelsübl. Heu 1,15 bis 1,35 Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 24. Juni. Es notierten je 100 Kilo (Getreide ohne Sack, Weizenmehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack): Weizen, Wett, 16 25 bis 16.75, Roggen 15 bis 15,50, Sommergerste für Brauzwecke 16 50 bis 17, Hafer, inl. 15 50 bis 16 Weizenmehl, südd. Spezial 0 27.25 bis 28.75, Roggenmehl 22,75 bis 23.50, Weizen- und Roggenkleie 8,25 bis 8,775 Mark. Aus dem rlmtsverkündjipunaEatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Dr. 42 vom 24. Juni enthält: Die F.eischbeschau- gebühren. — Unfälle auf Bahnübergängen. — Drehmarkt in Lich. — Polizei-Verordnung. - Gebührenordnung der Hebammen, -p Oberhessische Geschwindigkeitsprüfung für Kraftwagen and Krafträder. — Dienstnachrichten. — getobe Peinigungen. Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. V.: Heinz Gorrenz. •) Dom ar^azahlunLS'aert. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt Ausnutzung des Exportes gute Resultate erzielt, gezweifelt wird, zu erwartende Freigare re c Im Jahre 1924 war auf starke Rachfrage hin, so- schlagnahmten Stücke angeregt; u ß’Sfl; ■; wohl aus dem Inlande wie auch aus dem Aus- großen plmsätzen von 7 bis auf 16 Billionen lande, die Gesellschaft voll beschäftigt. Die Ver- Prozent. Baltimore und Ohio waren zu hohen teilung einer Dividende kommt nur für die Vor- Kursen ohne Abgaber gesucht. Ai'.t den übrigen zugsaktien in der Höhe wie sie der Gesellschafts- Märkten bröckelten die Kurs: anfangs zu mchi vertrag bestimmt, in Äetracht. Es wird vorge- leicht ab, erholten sich bann abc unt._i ver Fuh schlagen den Bruttogewinn von 1798 647 Bill: rung der Montanwerke, w obei letztere ihren Kurs Mari auf neue Rechnung vorzutvagen. In der stand bis vereinzelt 2 Billionen Prozent auf-a' Bilanz stehen Debitoren mit 11 568 515 Dill. Mk., bessern vermochten Sch»: .ch lagm aber Deutsch Kreditoren mit 11 142 465 Dill. Mk. Kaliaktien infolge der Stillegungen rtur Krieg- anleihe hat das spekulative Interesse bei ziemlichen plrnsähen wieder eingesetzt; de: Kurs stiez neuerdings wieder bis 134. In der Lage am Devisen- und Geldmarkt hat sich nichts von Bc beutung geändert. Frankfurter Börse. Frankfurt a M, 24. Juni Tendenz Schwächer. — Rach dem h:ute das Geschäft in Anleihen und namentlich auch in ausländischen Renten stiller geworden ist, i't die Börse wieder in ihre Geschäftslosigkeit zuruckAesallen, die mit kurzen älnterbrechungen jetzt schon monatelang andauert. Richtsdestoweniger sind aber die Kurse für Anleihen immer noch sehr fest, öprozentige Kriegsanleihe dürfte sogar wahrscheinlich noch etwas höher werden, denn bei einem Kurs von 0,145 bis 0,150 wurden große Dlankoverkäufe vor- , genommen und die Deckungen machen j.tzt Schw'.e- 35 rigkeiten, da Stückmangel herrscht. Aus diesem 6,63 Grunde blieben auch Kassestücke noch etwas höher. 7,375 Qluf dem Industriemarkt ist das Angebot der 7 89 Industrie, da, wie schon wiederholt berichtet, Realisationen zur Flüssigmachung von Barmitt ln vw- ',75 genommen werden müssen, einer festeren Tendenz o°ä75 hinderlich. Zweifellos werden von kapitalkräftigen ' 46 privaten Kreisen fortgesetzt Aktienpakete aus dem 7,80 Markt genommen, aber immer und immer to.e^er 9,5 holt Ersah dafür von neuem auf. Heute war " das Angebot ziemlich groß und tonnte unlerge- C2 bracht werden. Allerdings mußten die Pap.erc 7,13 etwas nachgeben. Doch find diese Einbußen faurr" nennenswert. Hapag ist vielleicht zu erwähner 9 80 L und evtl, noch die vberschlesischen Werte, die un ?4j5 [ gefähr eine Billion Prozent Verl Iren. Im freiet 2?.i3 Verkehr ist ebenfalls größte Geschäftsstille ein- getreten. Aber auch dort sind die Einbußen ganz si gering. Api 21/4. Becker-Stahl 2 78, Becker -Ke hie 4,2 41/, Growag 0,145, Kunstseide 42, Mainzer Gas 30,''Rastatter Waggon l7/8. 3U Auf dem - | Devisenmarkt ist der französische Frank wieder bbz schwächer; er notierte gegen Lond)N 8IV2 bis 82. 9n Billionen Prozent Frankfurt a M. Berlin Sdjlufe- Schlun» fiurs Schlich- Kn s Schlich, filirs Datum: ?3. 6. 21. 3. 23. 6. 24. 5% Deutsche Retchsanletbe . 4% Deutsche Reichsanleiye - 0,1275 0,134 0,390 0,1265 0,395 0,131 0,390 3Va% Deutsche Reichsanleihe 0,210 — 0,261 0,260 3°/, Deutsche Reichsanleihe . 0,700 0,750 0,730 0,710 Deuische Sparpramienanleihe 4°/o Preußische Konsols . . . 0,120 0,120 0,130 0,260 — 0,260 0,250 _ _ __ Hessen........ . 30/0 Hessen.......... 0,3101 4,2 Deutsche Wertb. Dollar-Anl. 4,2 4,2 4,2 dto-Doll Schatz-Anweisng.') 77,20 76,75 77,2 76,75 4°/0 Zolltürken......... 5,75 6,65 5,40 5,5 5% Holdmexikaner ... . 38 - 37,5 39,5 23. Juni 24. Juni Rcpart. Amtliche Rotieruna Amtlich: dotier 111 Meld | Briet (Vielt» | Britt 23. |24. Amst-Rotl 156,96 15/,74 157,21 157,99 hon voll Brss. Antw 19,65 19,75 19,46 19,dB boll voll Christinnia. 56,66 56,94 56,46 66,74 polt voll Kopenhagen 70,92 71,28 70,72 71,08 ooll ooll Stockholm . 110.9Z 111,53 110,97 111,53 voll ooll HclsingforS. Italien. . . London. . . 10,46 18,15 10,52 18,25 18,215 10,46 18,15 10,52 18,25 voll voll ooll voll 18,155 18,14 16,23 voll Noll Reuyork . . 4,19 4,21 4,13 4,21 ooll ooll Parts. . . . 22,64 22,76 22,49 22,61 voll voll Schweiz . . 74,16 74,54 74,16 t>6,16 74,54 voll voll Spanten. . 66,16 56,44 66,44 voll voll Wien in D-, Oest- abgest 5,91 6,93 5.91 5,93 voll voll Prag . . . . 12,87 12,43 12,37 12,43 voll voll Budapest. . 4,99 1,355 5,01 5,19 1,355 6,21 voll voll Bucn.-Airek 1,365 1,965 voll voll Bulgarien 3,085 3,085 3,085 3,085 voll voll Japan . . . 1,705 1,715 1,705 0,44 1,715 voll voll Rio de Jan 0,44 6,45 4,985 1,45 voll voll Belgrad . 4,965 4,89 4,91 voll voll Lissabon . 11,62 11.68 11.62 11,68 voll voll Berlin, 24. Juni Geld Briet Repart. °/o Amerikanische Noten..... 4,13 4 21 Belgische Nöten........ 19,25 19,35 voll panische Dioken........ 70 ‘.7 70 9.3 Englische Noten...•»•«• 18*12 18,22 boll Holländische Noten...... 156*61 157,39 voll voll Italienische Noten...... 13 07 18 17 Norwegische Noten...... 56’31 56159 voll Deutsch Oesterr ,ä i00 Kronen 5,91 5,91 voll Rumänische Noten...... 1,81 1.83 voll Schwedische Noten...... 110,87 111,43 voll Schweizer Noten....... 74,11 74,49 voll Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . 65,91 12,845 56,19 12,405 voll voll Ungarische Noten......* 4,99 5,01 voll Die Vantiger. Roman von Hermann Stegemann. 36 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) .Mach' mit, Dantiger! Wir gründen eine oder mehrere Gesellschaften, schöpfen Geld aus allen Taschen, indem wir alle, die am Gedeihen mit Leib und Leben interessiert sind, zu Aktionären machen, und dein Schiff schwimmt I" Der Dantiger schüttelte den Kopf. „So sag', was du dagegen hast. Sag', was du verlangst! Auf eine Handvoll kommt es nicht an. Wir haben die Finanz hinter uns. Meld' deine Forderung an. Aber heute noch, jetzt, denn es ist schlecht warten zwischen Tür und Angel." Ens zitterte am ganzen Leib. Dicht mehr vor Angst um den Dater, sondern davor, das) Gebhard den Zustand des Vaters erraten könn!e. Gottfried Dantiger rührte sich nicht. Gr h'elt den Kopf gesenkt. Man sah nur die hohe, stein- gemeißelte Stirn und die bebuschten Augenbrauen. Es war so still, dah die Mücke, die um die Tischlampe flog, das ganze Zimmer mit Sausen füllte. Doll wog die Worte auf der Zunge, ehe er sagte: „So biet' ich dir 33Vs Pvoz. vom Kapital. SS ist unser letztes Gebot." Langsam hob Dantiger das schwere Haupt. „Dein." Wieder Her starre unpersönliche, tief in der Brust gebildete Laut. Da lief Gebhard Rolls Gesicht dunkel an. „So geh' zu Grab' mit deinem Stolz!" schrie er wild und stand auf. Krachend fiel Bantigers Faust. Gr sah hoch aufgerichtet. Die linke Faust lag geballt auf dem Tisch, der rechte Arm hing. zwischen Stuhl und Wand im Schatten. Einen Augenblick schien eS, als wollte Roll auf ihn zugehen, da warf Ens sich dazwischen und reichte ihm den Hut. Er riß ihn an sich. „Verdammt kurz angebunden seid ihr," lachte er höhnisch, „aber in fünf Tagen kann viel geschahen. Du hast dein Werk noch nicht vollendet, Gottfried Dantiger." Er verlieh das Haus. Ens gab ihm das Geleite. Als sie zum Dater zurückkehrte, blickte er sie voll an. Ein wildeS, vom halbgekähmien Munde seltsam verzerrtes, schattenhaftes Lachen grollte in seiner Drust. Es war sein letztes Zeichen. 3n der Rächt darauf traf ihn der zweite Schlag. Diesmal ging s zu Ende. Gr suchte noch einmal die Hand seiner Tochter, griff sich daran fest und lag dann ohne Desinnung. Ta sank Ens an dem Besinnungslosen nieder und schluchzte, weinte eine ganze Rächt. „Run können wir's nicht mehr auf uns nehmen," sagte Giovanni am zweiten Tag, und der Arzt erklärte, dah man den Zustand des Dau» Meisters uirmöglich verschweigen könrre. „Aber er lebt ja und er atmet wieder leichter. Es ist ja nicht anders als das erste Mal," entgegnete Ens. Ter Arzt blickte sie an, alS wollte er sagen, das glaube sie selbst nicht. Da bettelte sie, bis beide ihr versprachen, die Schwere des Falles zu verheimlichen, und so erfuhr die Welt nur, dah der Daumeister einen leichten Schlaganfall erlitten habe. Die Welt schloß daraus, dah er noch die volle Gewalt besitze. Lind das Llnerwartete geschah — es entstand nur Llnruhe, aber keine Panik. Sie sorgten sich um sein Leben, um seine Genesung und erkannten seine Gröhe, aber Ens fühlte, dah sie sich nur sorgten, weil sie seinen Tod fürchteten. Mitgefühl empfanden sie nicht. Er war ein Einsamer gewesen und trotz seiner Leutseligkeit ein Einsamer I geblieben. Gebhard schrieb Ens einen Brief. Seine Teilnahme war nichts als Angst um die eigenen Pläne. Ens legte den Drief beiseite und sorgte für den Dater. ete sah an seinem Bett und wartete auf dre Wiederkehr der Desinnung. Sie wartete umsonst. Am vierten Tage, einen Tag vor der Eröffnung der Dahn, verfielen seine Züge. Der schwere Atem sank rasselnd in die Drust. Der Daumeister begann der Welt den Rücken zu kehren. Ens erkannte, dah er nicht mehr erwachen werde. Lind auf einmal stand sie auf, ging steif, wie nachtwandelnd in$ Vorzimmer und befahl, dah man sie nicht störe, lieh dem Arzt sagen, der Zustand sei unverändert und schloß dann alle Türen. Als der Arzt am anderen Morgen kam, lieh ie ihn durch Anneliese bitten, den Kranken erst gegen Abend zu besuchen. Gr ruhe und es sei a nichts zu tun. Es war der Tag der Eröffnung der Wolfen- bergbahn, der Tag der Krönung seines Werkes. Las Telephon spielte, telegraphische Glückwünsche schellten durchs Haus, und Ens hielt eine Erklärung des Danklonsortiums in der Hand, die dem Daumeister und seiner Tochter zu wissen tat, dah die Banken beschlossen hätten, für alle Verbindlichkeiten der .Dantiger zu haften. Bestand und Betrieb der groben Fabriken und der Steinbrüche im Runstale und an der Schussach waren gesichert. Ta sehnte sich Ens nach Giovanni, um ihm die erlösende Antwort mitzuteilen und die Last auf seine Schultern zu wälzen. Ein Gefühl der Schwäche überkam sie, eine Abscheu vor Geschäften wuchs in ihr auf. Eie sehnte sich nach Hingebung und Liebe, aber sie überwand sich, raffte noch einmal alle Kraft zusammen, telegraphierte dem Konsortium, dah die Banliger den Vertrag annähmen und trug die Erklärung der Danken auf das Bett, in dem Gottfried Dantiger lag. Lind einen Schauer niederkämpfend, sprach sie leise, mit erstickter Stimme: „Du hast gesiegt!" Sie verlieh ihn nicht mehr. Als von der Aunser Fluh die Böller krachten, um den grohen Tag zu feiern, und ganz Runs auf den Straßen oder in den Fenstern lag, rührte sich im Hause der Dantiger niemand. Agnes Dantiger saß im Zimmer des Vater- und sperrte allen den Zutritt. Der Hund war bis zur Tür vorgedrungen, doch noch ehe sie ihn scheuchen Konnte, wich er mit gesträubtem Rackenhaar zurück und irrte seither unruhig durchs Haus. Am Rachmittag kam Giovanni Pometta. Er war mit dem ersten Zug, der den Wolfenberg durch fahren hatte, in Runs eingetroffen. Cs dunkelte schon, die Zimmer des Baumeisters lagen finster, nur in der Schlafstube stand ein stilles Licht. Als Giovanni nach Cns fragte, sagte man ihm, daß Ens den Vater seit dem Besuche Rolls noch keine Stunde verlassen habe. Er ging zur Tür, klopfte an, trat in das Schlafgemach, fand sie am Bett des Baumeisters stehen und erschrak ob der Stille und Kälte des Zimmers, der statuenhaften Blässe seiner Braut „Ens!" rief er leise. Sie richtete sich auf, strich das Haar aus i>er Stirn und sagte mit feierlicher Stimme: „Hetzt dürfen fie's wissen, in dieser Stunde sei's geschehen, so sagen wir ihnen." „Ens!" rief er noch einmal und fühlte, wie ihm die Stimme versagte. Sie trat beiseite. Steinern,. wie ein Stück des Berges, unter dem sein Haus lag, ruhte Gottfried Dantiger in dem erkalteten Dett. „Ens, ist er —7" Sie steht hoch aufgerichtet und antwortet, während ihre Gestalt zu wanken beginnt: «Er ist gestern gestorben!" * Er springt zu, fängt die Stürzende auf und hält die Ohnmächtige voll Ehrfurcht umfangen. Erschöpft liegt sie an seiner Brust, ein kindlicher, hingebender Ausdruck, den er nicht an ihr kennt, tritt in ihr Gesicht und tilgt Kamps und Schmerz. Draußen rauscht Festmusik. Fackelglanz füllt die Fenster. Ende. . Preisausschreiben Zur Einführung meiner als vorzüglich bekannten Ada-Edel-Zahnbürste in weitesten Kreisen der Bevölkerung setze ich folgende Preise und Prämien aus: 615488 EDUARD HÜBENTHAL, Frankenhain Eschwege Letzter Einsendungstag ist der 30. Juli 1924 (Datum des Poststempels). Die bestellten Zahnbürsten werden den Bestellern portofrei zugesandt. 6 Motorräder :: 12 Personen-Autos fabrikneu, gute deutsche Fabrikate. Sämtliche Motorräder und Autos sind gegen Betriebsunwürdigkeit, Bruchschäden und Unfallschäden sowie Vernichtung durch Feuer, Raub oder Veruntreuung der Fahrzeuge versichert, und die Prämien sind auf 3 Jahre vorausbezahlt. Eine Verpflichtung zur Weiterversicherung nach Ablauf dieser Zeit besteht nicht Die Versicherungsscheine werden den Empfängern mit übergeben. Jeder Teilnehmer an diesem Preisausschreiben hat 2 Ada-Edel-Zahnbürsten zu bestellen und dafür mit Porto Mk. 2.20 (den Markbetrag in Reichsscheinen den Pfennigbetrag evtl, auch in Briefmarken) in einem verschlossenen Briefumschlag mit der Aufschrift »Preisausschreiben« an die Firma Eduard HübenthaL Frankenhain, Kreis Eschwege, einzusenden. Die eingegangenen Bestellungen werden in Gegenwart des Rechtsanwalts und Notars Rühmekorb, Eschwege, des Direktors Curt Hentzschel, Großalmerode als Leiter des Preisausschreibens und eines Vertreters meiner Firma ausgezählt und die Preisträger festgestellt: Sämtliche .Preisträger werden sofort schriftlich benachrichtigt. Die beim Auszahlen und Feststellen der Preisträger mitwirkenden Personen und die Angestellten meiner Firma sind von der Teilnahme an dem Preisausschreiben ausgeschlossen. der iflOsle Besteller erhält als Prämie bei 59909 Sesamlbestellengea 1 Motorrad der 50 090 sie 8 esleller erbäl als Preis ........1 iolo 5/15 P.S. „ 500 „ „ „ „ „ „ 150100 „ Ilolo8/30P.S.,X, „ 80000 ,, n »1 n H ........1 Illi 8/30 P.S. X, „ 1000 „ „ „ „ „ „ 250000 „ Heio8/30PIX; „ 158009 „ n n » n ........1 Uoto 8/39 P. S. „ 2000 „ „ „ „ „ „ 250809 „ 1 Motorrad „ 250080 „ n M f) w ........1 Auto 8/30 P.S. X; „ 3000,, „ „ ...... 250030 „ 1 Motorrad „ 380000 „ n n n ........1 äuto 8/30 P.S. X; „ 4000 „ „ „ „ „ „ 300090 „ 1 Molorrad „ 350080 „ » n n ........1 Aelo 8/30 P.S. X; „ 5000 ,, „ , „ „ „ 400000 „ Ilelo8/30P.Ä „ 400000 „ »j n n n ........1 Auto 8/30 P.S. X, „ 10000 „ „ „ „ Preis...........I Motorrad „ 450000 „ H 11 » ........1 Allo 8/30 P.S. Xr „ 20000 ,, „ „ „ „ ...........1 Motorrad Es kommen som „ 500000 „ it zur Verteilung n » n ......1 lolo 16/50 P.S. ÄX Professor J. A. Roy von der Queen’sUniversity in Kingston hält Freitag, den 20 und 27. Juni, abends um 81/, Uhr, im Hörsaal 45 der Universität Vorträge in englischer Sprache über „EoHeliing und gnpwärlige lszs Kanadas“ Eintritt frei 50190 ENGLISCHES SEMINAR DER UNIVERSITÄT. Liebigshöhe Donnerstag, den 26. Juni, abends 8 Uhr S.AbonmmeMiizert der Reichswehrkapelle. 5166c kommt persönlich nach Gießen Der Hauptdarsteller des „Fridericus Rex“ Otto Gebühr Bad Salzhausen (Oberhessen) HOTEL KURHAUS ivuernessen) 5160V Herz- u. Nervenheilbad - Rheuma u. Frauenleiden Thermalbäder, Inhalatorium und Höhensonne im Hause. — Prospekt auf Wunsch. ■vw-H-u.* I ■ im Ul 11 T)g J, rnt 11 nj.li) Nur noch 3 Tage, bis Freitag, 27, Juni Ab heute auf allen Plätzen 50 Pfennig Preisermäßigung! Der 2. Nibelungenfilm 5165c Palast-Lichtspiele,Lindenplatz So lauten die Anfangszeiten für: CLOie Nibelungen“ L om] Kriemhilds Rache