•) Siehe (Snebentr Anzeiger Ar. 70 ix>or 22. Mär^. London, 24. Marz. (WTD.) Der britische drahtlose Dienst meldet: Der Premierminister empfing heute im Ioreign Office den französischen Botschafter Grafen St. Aulaire. Die Unterredung berührte u. a. d-e gegenwärtige Lage in der P f a l z, die zu erwartenden Berichte der Sachverständigen, welche, wie man glaubt, bald in den Händen der Reparationskommission sein werden, die Rückwirkung dieser Berichte auf das allgemeine Problem der Reparationen und die Frage der französischen Sicherheit. Außer >er Tatsache, daß auf beiden Seiten der allgemeine Wunsch nach Zusammenarbeit zwi- cben Großbritannien und Frankreich zu er- ennen sei, ist keine weitere Information zu erhalten. Die allgemeine Auffassung ist indessen, daß ein derartiger Meinungsaustausch im Augenblick nur den Charakter vorläufiger Sondierung habe und daß kein wirklich positiver Fortschritt erwartet werden kann, bevor die Sachverständigen der Reparationskommission ihre Schlußfolgerungen vorgelegt haben. Der jüngst stattgrhabte Briefwechsel zwischen Po'rncar« und Macdonald, und die Art und Weise, in der die zwischen beiden Ländern schwebenden Fragen behandelt wurden, hatten zweifellos viel getan um eine Atmosphäre zu schaffen, die die Erörterung der Hauptfragen in einem ruhigen und versöhnlichen Geiste ermögliche. Was die Reise der englischen Sachverständigen anbetreffe, so habe Macdonald kategorisch erklärt, das Foreign Office habe sie nicht gerufen. 3m übrigen aber habe die gestrige Unterredung hauptsächlich der Sicherheitsfrage gegolten. Aach dem „Matin" hat die Veröffentlichung des französischen Gelbbuches allein nicht genügen können, den englischen Premierminister über Die französischen Absichten aufzuklaren. Er habe glauben können, daß die französische Regierung sich an die gegenseitigen Alliierten- und Garantie- formeln halten könne, während im Gegenteil sw geneigt sei, mit Rücksicht auf die vitalen Interessen Frankreichs die Sicherheitsfrage und alle ihre Absichten wirksam zu prüfen. Wenn Macro- nald hier einer allgemeinen europäischen Regelung zustimmen wolle, so tonne man das begreifen und dabei die gute Seite betrachten und sie mit den Aotwendigkeiten der französischen Verteidigung ausgleichen. «r. 12 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GießenerFamilienb lältet Monalr.vezuorpreis: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten. AnzeigerSiehe». Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Die auswärtige Politik des neuen Kurses. Don Dr. Gustav Rolvff, ord. Professor der Geschichte an der Universität Gießen. ) II. Ostasien. — Die Transvaalfrage. $te erste große international» Krisis, über dre wir näheres erfahren, ist die Intervention in dem chinesisch-japanischen Die Londoner Besprechung. Botschafter Gras St. Aulaire bei Macdonald: Die Reparationsund Sicherheitssrage. 25. März 1924 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindlichkeit. preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlichS, auswärts 10 Goldpfennig; für Re- klame-Anzeigen d 70nun Breite 35 Goldpfennig, * )lotzvorfchrift 20*% Anschlag. - Verantwortlich ür Politik u. Feuilleton )r. Friedr. Will) Lange, ür den übrigen Teil Ernst Blumschein; für der, Anzeigenteil: HansBeck, sämtlich in Gießen. „BesreiungspoMik". Paris. 24. März. (WD) Der „Temps" beschäftigt sich in fernem heutigen Öcitortitel nut Den gestrigen Reden des Reichskanzlers i)r. QUart in Elberleld, und des beä Stresernannin Darmstadt. Dre beiden Redner würden den gleichen Gedanken entwickeln, nämlich den, daß man jeh nicht mehr hinausschrelen durle, daß man den Vertrag von Versailles »erreihen wolle, sondern daß man im Gegen- teil sich seiner bedienen müsse, um dre Befreiung Dcu schlands zu beschleunigen. ©tre,emann w Nicht v-rhUmlicht, D-u«chl-,nd d>- Fm- Densbedingungen andern wolle. Der Reichs kanzler, der Führer des katholischen Zentmims, habe den Erfüllungswillen seiner Partei bis zur Grenze des Möglichen betont und die üebexwu* gurg ausgesprochen, dah auf diese Wllse Deutsch- wnd seine Freiheit rasch zuruckgewrnnen werde, er habe erklärt, eS handele sich also vielmehr um eine Be- freiungs- als um eine Erfüllungspolitik. Der „Ternps" bemerkt ta)u: Wir werden uns wohl hüten, den Fortschritt, den diese Reden aufweisen, zu verkennen, welche Hin ergedanken man auch der deutschen Regierung zuschieben kann. Die Politik, die der Reichskanzler verkündet hat, wendet sich einem Resultat zu. das wir so oft genannt haben, nämlich einer allgemeinen Entent e a l le r europäischen Rationen, oie entschlossen sind, den Grundsatz, ber 1919 aufgestellt wurde, und der sich im Völkerbundssta'ut wiederfindet in voller Freiheit anzueickennen, dah von nun an kein Vertrag durch Gewalt geändert werden kann. Wenn der Äeichskan'ler von einer V es r ei ° ungspolitik sprach im Gegensatz zum Reichs- kanzler W.rh, der von eine'' Grsüllungsvolitik ge- i sproä^en Hut — sind diese 'Dorle im Hinblick auf die Reparationspvlitik nicht gleichbedeulend damit, dah Deutschland bezahlen wolle, um seine Ge- Ium Hitlerprozeh. Bon unserem Münchener Vertreter. Zu Beginn des Prozesses hatte Hitler alle Verantwortung für das, was geschehen war, aus seine Person übernehmen wollen, und daraus hatte man schlichen dürfen, dah von feiten der Angeklagten durchaus im Sinne Hitlers gehantelt worden war, dah die Angeklagten wenigstens damals das Gleiche gemeint haben mußten. Gegen Ende der Beweisaufnahme haben sich die Angeklag'en ziemlich auseinandergeredet. Vor allem stellte fich Ludendorfs bei seiner zweiten Vernehmung in völligen Gegensatz gu feinen früheren Aussagen, indem er nun plötzlich an- gaE>, am 8. Aovember keinen Putsch, sondern nur' eben das gewollt zu haben, woraus Kahr lossteuerte, Nämlich Errichtung eines Diiekloriums (die „Patentlösung") auf dem Wege eines politischen Drucks. Das hiehe also, dah von selten der bayerischen Staatsgewalt und der vaterländischen Verbände ein Druck auf Ebert ausgeubt werde, das Direktorium Hitler-Kahr-Lossvw. das irgendwann noch durch Zuziehung von Herren aus dem Rorden ausgebaut worden wäre, anzuerkennen, auch ohne dah es zu einem Marsch nach Berlin gekommen wäre. Ludendorff scheint also die Erklärung Hitlers von der Absetzung der deutschen wie der alten bayerischen Regierung nicht für ernst genommen zu haben. Er hatte nach seiner zweiten Angabe Über seine eigene Stellung nicht die geringste Klarheit, fahle vielmehr seine Aufgabe — so hat es sein Verteidiger ßuetgcbi'une formuliert — als einen „Wechsel auf die Zukunft" auf. Jedenfalls berührt das alles höchst merkwürdig. Cs dürste dies wohl die nachträgliche verstandesmäßige Konstr-uktion eines Handelns fein das wesentlich immer durch den Instinkt orientiert war. Ludendorff hat in seiner großen Verteidigungsrede selbst mitgetalt, daß die Argumente, die er in seinen Büchern für fern Handeln angeführt habe, alle erst hinterher zurechtgelegt worden seien. Wenn aber nachher der Versuch, die Motive aus verstandesmäßigen Erwägungen herzuleiten, zu Resultaten führte, die so weit von aller vorstellbaren Möglichkeit ab- lagen, so erscheint dies Verfahren doch als wenig einwandfrei. Denn: Hitler hatte seinen Putsch ja in der Hauptsache gegen eben dieses Direktorium gerichtet, s Ü r das Ludendorff jetzt mitgemacht zu haben angibt. Man bann sich schwer vorstellen, dah gerade zwischen diesen beiden, zwischen Hitler und Ludendorfs, keine völlige Klarheit da.über ge- herrscht haben soll, für und gegen was zu Kriege von 1894/95. Rußland, Frankr.ich, Deutschland zwangen be- kanntlichIapan, auf cinenT.il sci -erEroberungen, hauptsächlich die Halbinsel Liaotung mit Port Arthur zu verzichten und sich anstatt sestlandischei Erwerbungen mit einer Geldsumme zu begnügen. Die Anregung zur Intervention gab Ru hl a n d . das rn Japan den Ri'oalen um die Beherrschung Pekings und Koreas erkannte; selbst vor einem Kriege wcllte es, wie der Minister Lob an off dem deutschen Eeschäststräger sagte, nicht zuruck- schrccken (17. April 1895). In Deutschland Wirkten mehrere Gründe für die Beteilig tag. Von der Unterjochung Chinas durch Zapa i befürchtete man Unruhen in China, die wirtschaft- llche Rachteile mit sich bringen mußten wahrend man durch den Schutz Chinas sich Anspruch auf eine Marinestation an der chinesischen Küste zu erwerben Hof len konnte, und vor allem glauwe man mit Rücksicht aus die europäische Politik sich den russischen Wünschen nicht versagen zu sollen, je mehr man dazu beitrug, daß Rußland sich tu Ostasien engagierte, desto geringer mußte seine Reigung werden, eine Offensive im Westen zu beginnen: es konnte somit ein» Entlastung der deutschen Ostgrenze heibcigeführt werden, wie Marschall betonte. Auch die Beziehungen za Frankreich konnten günstig be.influßt werde.r: hielt es sich von der Allion fern, so lockerte sich ein Verhältnis zu Rußland, schloß es fi$ an, o war es auch gegen Deutschland gebunden. Allerdings wcllte man in Deutschland peDee Krieg sichren noch Japan um dre F.richte seine» Sieges bringen. Rur so weit wollte man die Ansprüche ermäßigen, daß sie für die Europäer erträglich waren. Durch die deutsche Mitwirkang hcsste man die weitgehenden russischen Mstchten zügeln und Japan friedlich zum Einlenken bestimmen zu können. Auch an Englands Beteiligung zweifelte man nicht, so daß eine allgemeine europäische Aktion mit großem moralischen Gewicht stattfinden sollte. Hier mußte man eine Enttäuschung erleben: England dessen Selbständigkeit man unterschätzt hatte, lehnte die Teilnahme ab, weil seine Interessen nicht hinreichend gefährdet seien. Deutschland stand also _ in Dem cstasiatischen Dreigespann dem Etsch-foansost- schen Zweibund allem gegenüber. Rußland suchte dies Verhältnis fosort auszunutzen und von Deutschland unbedingte Gefolgschaft für seine ast- asiatischen Pläne zu verlangen: es wollte nicht nur wie ursprünglich ausgemacht war, die festländischen Ansprüche Japans, scndrrn auch seine insularen Erwerbungen beschrän.en und dw chinesische Kriegsentschädigung erheblich herabfetz^i. Mit Mühe wies Deutschland diese einseitige Erweiterung des Interrentionsprogramms ab aber in der Geldfrage mußte es Rußland in mehreren Punkten nachgeben, und schließlich konnte es nicht hindern, daß Rußland hinter seinem Rücken eine russisch-französische Anleihe mit China abchloh, sich und seinem Dundesfreunde also einen Spezial- btrtdl verschaffte. Kurz, die ganze Ueberhedung der i-ussischen Politik, über die Fürst Bismarck sc ost geklagt hatte, trat beim ersten praktische« Zusammengehen mit dem Zarenreiche wieder zu. Sage, und die Vermutung ist berechtigt. d-M D« russische Anmaßung sich noch weit stärker fühlbar gemacht hätte, wenn der Rück^rsichermigs« vertrag noch bestanden hätte: schwerlich hall« First Lobanoss der Versuchung widerstanden, durch die Andeutung, England and Oesterrerq davon in Kenntnis sehen zu wollen, einen Drua aus Deutschland auszuüben. Leider schließt rntl dem Ende der Intervention die Behandlung dm cstasiatischen Frage ab, so daß man nicht erfahr^ wie sich Japan in den nächsten Jahren du Den europäischen Großmächten gestellt hat Ebmsc wird nichts über die Erwerbung von Kiautschvi. berichtet, obgleich sie doch von großer Bedeu- hing für Deutschland and die europaiich-ostafiaw scheu Beziehungen war; insbesondere hatte may gern etwas Authentisches über die Stellung Rußlands und Englands hierzu erfahren S);erubei xft man auch jetzt noch nur auf Quellen zweite? Hand -angewiesen. Wenn die ostasiatische Verwicklung die Un- zuverlässigkcit des östlichen Rachbarn handgreiflich offenbarte, so ließ eine koloniale Differenz mit England, Die Transvaalfrage, unmittelbar daraus ein grelles Licht auf Frankreichs unversöhnliche Feindschaft fallen. De« Ursprung des Transvaalkonslikts lag in den inneren Verhältnissen der Südafrikanischen Republik Die zahlreichen Ausländer in Transvaal, vornehmlich die Engländer, strebten nach völlig« Gleichberechtigung mit Den eingeborenen Suren diese widersetzten sich, weil sie fürchteten, vor den Ausländern allmählich in die Mindertest gedrängt und so unter englische Dotmäßigkei: gebracht zu werden. Die Regierung der Kap- kclonie unterstützte die Wünsche der Auslände, lebendig, und die Londoner Regierung legte ilja kein Hindernis in Den Weg. Schließlich schritt« diese mit Hilfe ihrer kaplänDischen Freunde zur Revolution: Die Pvlizeitruppe einer Handels- kcmpagnie des Kaplandes rückte unter Fühiam, Dr. James ons, des Vertrauten von Ceci Das Moratorium. London 24. März. (Wolff.) Der diplomatische Berichterstatter des »Daily Telegraph be- chästigt sich mit der Rückkehr der britischen Sachverständigen nach London zur Berichterstattung über die Re p a r a t i o n s f r a ge und fuhrt aus, nach britischer Anschauung sol te em Mora to - tium von etwa zwei I-ahren, das allgemein als für dir Wiederaufrichtung Der Staatsfinanzen unD Der inDuflnellen Wirtschaft Deutschlands unumgänglich nötig angesehen toirD, ein wirck- liches Moratorium sein, älnfeve Alliierten bestehen aber darauf, daß während dieser Zeit Sachlieferungen flattfmDen und die Besatzungskosten bezahlt werden sollen Die britischen Sachverständigen würden wohl bereit fein In dieser Beziehung ein übriges zu tun dem zuzustimmen, daß das Deutsche Reich Sachlieserungen in einem sehr bescheidenen Umfange ausführe, der feiner zurzeit prekären Lage angemessen wäre. Dies würde aber unsere Alliierten kaum zu- friedenstellen, die Sachlieferungen in einem Umfange verlangen, dessen Finanzierung, wie man hier glaubt, Deutschland vorderhand un- möglicherweise durchführen könnte, ohne seinen Wiederaufbau zu gefährden. Den britischen Einwänden zu die'ern Punkte wird von denselben Alliierten entgegengesetzt, daß falls Deutschland nicht in der Lage fei. Die fraglichen Sachlieserungen zu finanzieren fie aus Den Erträgen Der internationalen An- leihe finanziert werden follen Mit anderen Worten: unsere 211111 r en wurden für sich nicht nur eine Art Prioritätsrecht aus die Reparationen während des Moratoriums verlangen sondern indirekte f i " n n 5 1 Unterstützung, wc b i England stark in Mi - lei^enschast gezogen würde. Der Benchtoritatteo schließt Wie mir gestern oon-einer in em-r hohen Stellung befindlichen britischen Persönlichkeit gesagt wurde sehen wir. daß wir genau Dort stehen wo wir im Januar 1923 standen, als Bonar Laws Plan auf der Pariser Konferenz oocgelegt und verworfen wurde. Freilich ist dabei zu berücksichtigen. daß die Ruhrbesehung die Schwierigkeiten der Lage erheblich verschlimmerte. handeln sci. Hitlers Verteidiger, Rechtsanwalt Roder, betrachtete in feinem Plädoyer die Tätigkeit seines Mandanten lediglich als Hilfeleistung für Kahr und suchte die Fiktion aufrechtzuerhalten, als ob Hitler geglaubt habe, daß Kahr. Lossow und Seißer durchaus damit einverstanden gewesen seien, daß er fie in dem Kamps gegen Berlin unterstütze. Dabei hat Rechtsanwaft Roder schon gegen Mille Dezember, also lange vor dem Prozeß, erklärt, daß Hitler noch vor dem 8. Rovember Kenntniß bekommen hätte von der Vereinbarung, die Seiher mit Seeckt in Berlin getroffen halle, und die den „Marsch nach Berlin" zunächst illusorisch machten; daß weiterhin Hitler nunmehr geglaubt habe, Kahr, Lossow und Seiher seien zum Handeln nicht mehr entschlossen; am 13. Marz sagte Hitler selber aus, dah er das Direktorium, wie es Herr v. Kahr ausgeklügelt hatte, für das größte Unglück für Deutschlands gehalten habe und fürDurchsührung seines uifprünglichenPlanes hätte sorgen müfien. Obwohl damit die Brsis für die bis dahin verfolgte Taktik der Verteidigung einigermaßen zufammengestürzt war. sucht sich allem Anschein nach Rechtsanwalt Roder nun doch wieder aus diese verlorene Position zu stützen. Er verneint das Vorliegen einer politischen wie einer jui-istischen Schuld: „Hitler hat keinen Hochverat begangen, sondern lediglich Vorschläge gemacht zur Reubildung der Regierung in Bayern und im Reich." Besser fundiert als diese wirklich schwache Argumentation Roders war die des Verteidigers von Dr. Weber, des Rechtsanwalts Holl. Zweck des Generalstaatskommiisarials im Sinne der Regierung sagt er. war Die Abrechnung mit Den Männern. Die DeutschlanD ins Unglück gestürzt haben, der Kampf gegen Berlin. Die einzelnen Kampfhandlungen, die von München aus gegen Das Reich unternommen wurden, ergaben Den Bruch zwischen Bayern und Reich, und Damit die Ze rfchlagung Der Reichs Verfassung, so Daß ein Hochverrat gegenüber Dieser Reichsverfaßung begrifflich gar nicht mehr denkbar sei. Er sucht dann weiter nachzuweisen, dah Kahr im gleia;en Sinn ohne irgendeinen Unterschied den Marsch nach Berlin" vorbereitet hülle wie Hitler. Smt dem 4. Rovember war Kahr umgeschwenkt (Seihers Reise!), unterließ es aber, den Kampfbund zu informieren. So entstand der Putsch vom 8. Rovember als spontane Handlung; er sollte Die Träger der legalen Macht nicht etwa stürzen, sondern höher hinaufheben. Zum Schluß finben wir noch ein höchst sänderbares Argument: daß die R e i ch s v e r s a s f u n g in Bayern nie - mals Gültigkeit erlangt habe. Aber selbst wenn sie gegolten hätte, sei das Vorgehen der Angellagten durch die Träger Der bayerischen Staatsgewalt legalisiert worden. Es hat den Anschein, als seien das die wesenl- lichsteir Punkte von grundsätzlicher Bedeutung, die die Verteidigung anzusühren hat. biete oder die beschlagnahmten Psänder zu befreien, und „ , . daß es einzig und allem in dem Maße bezahlen wolle, in dem es Gelegenheit hat, sie zu befreien? Also Die Formel des Reichskanzlers rechtser- t i g t Die Besetzung des Ruhrgebiets, die Einrichtung einer inneren Zollbarriere, die Beschlagnahme der Zölle, der Gisendrhnen usw. Um sich von all diesem zu befreien, werde Deutschland zahlen, und es werde n i ch t a n d e r s z a h 1 e n. Auf die terx- tcrialen Bestimmungen der Verträge angewendet was will das Wort „Defrciungspolitif beDeuten? Soll es nicht besagen, dah Deutschland such bemühen werde, die Länder, die nach> seiner Ansicht von Deutschen bevölkert sind, wieder zurückzugewinnen? Und beständen diese Länder nicht aus einem Teil Polens, aus einem Teil Der Tschechoslowakei, aus einem Teil des dänischen Schleswig und aus der- Gesamtheit Oesterreichs, wohin Marx und Stresemann jetzt offiziell gereist seien? Der „Ternps" will das Verzeichnis nicht vervollkvmmenen, bevor nicht Reichskanzler Marx und Stresemann Zeit gefunden haben, ihn zu widerlegen. Beamtenfragen. Berlin, 24. März. (WTB ) Amt 1 ich Dir durch bte Presse gegangene Mitteilung über die Aufhebung der B e f ö r d e r u n g s s p erre für die Beamten war verfrüht. Ern endgültiger Beschluß liegt noch nicht vor. Auch die Rachricht von einer Revision des Ortsklassen Verzeichnisses, durch welche insbesondere Die Vororte von Den Großstädten mit diesen fll«v$geftent worden sein sollen, ist unrichtig. Es ist lediglich infolge eines bereits vor längerer Zeit gefaßten Beschlusses eine Reihe eingemeindeter Orte in eine höhere Ortsklasse eingestuft wordm. Eine Rachprüfung des Ortsklassenverzeichnisses auf der Grundlage eines gewissen Systems kommt nach wie vor nicht in Frage. Die Pariser Morgenblätter drücken sich uäßerst vage über Die Unterredung des französischen Botschafters mit Macdonald aus. Roch Dem „Matin" ist außer über Allgernerires nur über eine einzige präzise Frage gesprochen worden, nämlich über Die Frage, wann der Bericht der Sachverständigen der- Repa- rationskvmmissivn überm tte[t werde. Der französische Botschafter habe von Dem englischen Premierminister verlangt, daß er, we Porncare von den französischTN, von Den britischen Sachverständigen verlange, daß sie Die Beendigung der Enquete schnell förderten. Poincare wolle Die interalliierte Diskussion über Die Sichrrhelts- und Reparationsfrage bald anschnlldc-n, vor allen DiiTgen im Laufe des April, denn wahrend dieses Monats hätte er M u h e dazu. Rach dem „Petit Pansien" ist auch die Pfalz-Angelegenheit, namentlich die Frage der bayerischen Beamten, angeschnitten worden. Es sei auch sicher, daß der französische Botschafter Macdonald mitgeteilt habe. daß. wenn die französische Regierung sich auch nicht weigere, einer Veränderung im Te'ehungösystem rni Ruhrgebiet zuzustimmen, Frankreich sich aber zur vollkommenen Räumung des Ruhrgebiets nicht entschließen könne. Jedenfalls hätten die beiden Staatsmänner dabei auch von dem Psändersystem gesprochen. Der französische Botschafter hatte die Unmöglichkeit zum Ausdruck gebracht, auf die beschlagnahmten produktiven Pfänder zu ver- zichten, es sei denn, die Alliierten würden sich darüber verständigen, ebenso wertvolle Pfänder für die Gesamtregelung zu bestimmen. Erst« Blatt U4- Jahrgang Dienstag GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drnd rmd Verla-: vrühl'sche Univerfitälr-Vuch- und Steinöruderei N. Lange in Giehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: §chulfttatze 7. Rhodes, Dem öTemtenntnqitt, in Transvaal etw am einen Umsturz herovr- Airufen und die Republik für Sag land mit Beischlag ,iu belegen (6nöc Dezember 1895). Deutschland hatte dies« Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, da es aus kommerziellen «Erü.rden hohen Wert auf die Selbständigkeit der Duren legte es hatte England daher schon vor- hec nicht im Zweifel gelassen, daß es in der geivaltfamen Veränderung des augenblicklichen .Zustandes eine unfreundliche Handlung erblicken müsse. Gegen das Vorgehen Iamesoos wurde Laber sofort protestiert, ja, Hatzfeldt erhielt den Desehs, seine Pässe zu fordern, wenn Salisbury tc i Fttcdensbcuch in Südafrika billig (1. Januar 18J6). Indessen brauchte der Botschafter weder dieses noch ein sonstiges Druckmittel anzuwenden. Dem Marquis Salisbury waren offenbar die süü- afrikanische Vorgänge unwillkommen, da er von einem Siege Jamesons Verstärkung der kolonialen Selbständigkeit, ja separatistische Tendenzen in SüdafriKl besorgte, er mißbilligte sofort 3ame” scns Expedition und erließ schleunige Befehle zur Umkehr an ihn. Ehe fie wirksam werden konnten, hatten die Duren bereits selbst die Eindringlinge unschädlich gemacht (1. Januar). In Berlin war aber das Auswärtige Amt mit diesem Ausgang u nd der Haltung Englands nicht zufrieden: man fürchtete, England werde unter irgend einem Vorwand die alten Bestrebungen zur Umgarnuug der Duren sortsetzen, und wünschte deshalb eine völkerrechtliche Sanktion für ihre Unabhängigkeit, etwa aus einem internationalen Kongreß, zu erreichen. Diesen Gedanken ist das bekannte Telegramm des Kaisers an den Präsidenten Krüger vom 3. Januar das m der deutschen öffentlichen Meinung ebenso stürmisch begrüßt, wie in de: englischen angefeindet wurde, entsprungen. Cs war fein impulsiver persönlicher Akt des Kaisers sondern ein im Auswärtigen Amt erwogene» Schritt zu dem insbesondere der Staatssekretär Marschall, das treibende Element in der Dvrensrage, geraten hatte. Man hoffte damit, die Stellung der Buren moralisch zu stärken, empfahl chnen aber zugleich dringend, sich jeder provokatorischen Handlung zu enthalten, um sich nicht ins Unrecht zu sehen oder gar einen Krieg mit England herbeizusühren. In der Mäßigung, die man den Duren empfahl, ging man mit gu em Deifpiel voran. Jeder Versuch wurde unterlassen, nach eigenem Vorteil bei dieser Gelegenheit zu trachten, und etwa die Delagoabai zu besehen, unter dem Vorwande, die Deutschen in Transvaal schützen zu müssen. Der Kaiser, anschein rnd Unter dem Einfluß kolonialer 5t reife, stand diesem Gedanken zwar ursprünglich nicht fern, ließ ihn aber auf die Vorstellung des Reichskanzlers fallen (7. Januar). England und Frankreich (als Besitzer des benachbarten Madagaskar), sagte Hohenlohe, würden sich hierdurch zugleich bedroitt fühlen und gemeinsame Sache g?gen Deutschlano machen. Die Hoffnung, die man auf das Telegramm gesetzt hatte, erwies sich trotzdem als eitel. Anstatt die Stellung der 'Duren zu verbessern, erschwerte es vielniehr infolge des Sturms, den es in England entfesselte, die Absicht Salisburys, sich mit den Duren zu verständigen and die Macht der Chartered Company zu vermindern. Da aber Deutschland jede weitere Initiative in der Transvaalfrage auf Hahfeldts Rat vermied, so blieb das Verhältnis zwischen Deutschland und England im allgemeinen unverändert, ja, Salisbury konnte sogar nach einigen Wochen (Mitte Alarz) Hatzfeldt den Wunsch nach größerer Vertraulichkeit aussprechen, woraus der Botschafter allerdings mit dem Hinweise aus das allgemeine Mißtrauen in die Stetigkeit und Zuverlässigkeit der Londoner Politik antworten mußte. Indessen für Deutschland hatte die Transvaal- »rage noch eine andere Seite. Man hatte in Berlin enf die Popularität der Duren in Europa sowie aus^den Gegensatz Englands zu Rußland und Frankreich gerechnet und erwartet, daß die Der- tretang der Durensache sofort rm Au Stande Beifall finden, werde: anstatt dessen bemühte sich Frankreich wie man bald erfuhr, um eine Annäherung an England und stellte sich sogar für jedes wettere Vorgehen gegen Deutschland »ur Verfügung: vor dem Gedanken an Elfaß- Lothringen mußten alle kolonialen Differenzen mit England zurücktreten. Ja, der französische Drtschaster in London sprach dem Grafen Hatz- seldt ostentativ seine Zustimmung zu dem deutschen Vorgehen aus: osfenbar in der Hoffnung, Hah- feldt hierdurch zu schroffem Auftreten, zu verleiten und den Riß zwischen England und Deutschland unheilbar zu machen. Das Mißlang ihm freilich man erkannte vielmehr schnell, daß ein kontinen- taleä Zusammenwirken gegen England außer dem BerLiche der Möglichkeit lag, daß Dmlfchland also bei etwaigen kolonialen Differenzen mit England äncf,^r?drn^l9Un9 suchen müsse, und in einem Konflikt festländischer Mächte mit England nie an der Spitze stehen dürfe. „Innerhalb zehn S^ren schrieb Fürst Hohenlohe, „haben zwei verschiedene deutsche Regierungen zweimal ver- sucht, ein politisches Zusammenwirken mit Frankreich verveizufUhren in solchen Fragen, welche außer Verbindung mit dem Frankfurter Frieden stehen. Die Erfahrungen, welche wir jedesmal gemacht haben, find nicht geeignet, uns, wie die Dinge einmal liegen, zu einem dritten Versuch zu ermutigen. Wir müssen aus dem ®r° lebten den Schluß, ziehen, daß Frankreich alle Fragen der einen Reoancheidee unterordnet. ‘ And von Rußland versah man sich nichts bess^ res. es gehe stets mit dem Plan um, Oesterreich zu zerstören, und werde nur durch den Dreibund daran gehindert, das war dis äleberzeugung des beutschen Reichskanzlers. Der Vortragende Rat v. Holstein, die einslüßreichste.Personlichkeit im Auswärtigen Amt. schrieb am 10. Januar 1896 an seinen F.eund Hatzfeldt, die Transvaalfrage scheine gut zu verlausen. „mit einem kleinen diplomatischen Erfolg für Deutschland und einer kleinen politischen Lektion für England." Tatsächlich hatte durch den Verlauf der Dinge nicht Etigland sondern Deutschland eine Lektion erhalten, und vb Deutschland einen Erfolg davongetragen und die Burenrepubliken gesichert hatte, mußte erst die Zukunft lehren. Die Plaidoyers im Hitlerprozetz. München, 24. März. (WTB.f Der heutige (21.) Verhandlung st ag beginnt mit dem Plädoyer des zweiten Verteidigers des Angeklagten Sr. Weber, Aecht?ot, das die Helden der Handlung zur Flucht benutzen, ein großes Kriegsschiff usw. — alles das ist in sehr geschickter und wirkungsvoller Weise zu einer Dorführung von straffem Zug zusammengesaßt. so daß der Fllm sowohl wegen der glänzenden Darstellung, als auch um der herlx>rragenden technischen Leistung willen einen starken Eindruck bei den Bewchsrn hinterläßt. Diese Film-- schöpfung wird sicherllch auch hier ein sehr interessiertes Publikum finden. Sine vortreffliche Beigabe erfährt das Spielprogramm des Abends durch einen reizenden Tierfilm, der die Babys der verschiedensten Tiere eines Zoos aufmar* schieren läßt. Bornotizen. — Tages kalender für Dienstag. Stadttheater: Z älhr „Drei alte Schachteln". — Deutsche demokratische Partei: Sy4 Uhr im Kath. Vereinshaus Vortrag von Geh. Aal Prof. Dr. Mittermaier Über ,Der Vorswß Bayerns gegen die Reichseinhrit". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die Insel der verlorenen Schiffe". — Palast-Lichtspiele: „Astes für Geld". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Marcell Salzers „Heiterer Abe.nd", der am 27. März hier stattfindet, ist das einzige Auftreten des Künstlers in unserer Stadt während feiner diesjährigen Vor- tragstournee. Der Abend bringt eine neue Reihe erlesener, besonders heiterer Dichtungen in Vers und Prosa aus der zeitgenössischen Literatur. Dei Rame Marcell Salzers, der jüngst in einem Referat als „Doktor humvris causa" bezeichnet wurde, bedeutet an und für sich ein Programm und sichert aller Voraussicht nach dem Stadt tßeater am Donnerstag ein volles Haus. — Eine Handwerkerversammlung findet am Samstag, 29. März, 8 Uhr abends im Postkeller statt, in der die verschiedenen Fragen des Handwerks von Handwerkskammershndikus Schüttler behandelt werden. Der 2. Vorsitzende der Handwerkskammer, Herr R o h l' Darmstadt wird zugegen fein. Ein kurzer Augenblick. . . dann richtete er die Schußwaffe gegen sich selber. Gin Knast. Sterbend sank er nieder. Rur die beiden weißen Offiziere eilten zu jhm, bemühten sich um den Verscheidenden. Aber der kurze scharfe Knall wirkte auch weiter. Aus die Truppe, die jetzt zu begreifen begann, daß das Blut, das dort in den Sand rann, viel anderes Blut fordern würde. Aus die ft reifenden Grubenarbeiter, unter denen unverkennbar Emissäre tätig waren. Schon sprxurg einer von denen auf eine um- gestürzte Tonne unb hielt eins donnernde Ansprache. Zum Teil an die Arbeiter. . . mehr noch an die Soldaten gerichtet. „Bravo! . . . Bravo! . . . Der Weiße Sultan wollte Hunderte von euch ermorden. . . Eure schwarzen Brüder sind ihm nicht gefolgt... 8'u uns gehören sie. . . in unsere Reihen . . .“ Fahnen wurden geschwungen. Reues Geschrei erscholl aus dem Haufen. Viele hundert Arme streckten sich den Soldaten entgegen. 3m Augenblick kam es zur Verbrüderung. Die einzelnen Soldaten wurden umarmt, auf die Schultern gehoben. Hilfreiche Hände nahmen ihnen hie schweren Gewehre, die läftigen Patronen- Ach-en ab, und im Qtu waren die Waffen in der Arbeitermenge spurlos verschwunden... in die Hande ganz anderer Leute übergegangen. _ Ein schwader Korporal schwang sich im Jugenblid zum Befehlshaber der füßr»doiM -StWe aut In einer kurzen Ansprache wi^s er dfe.Schutzen darauf hin daß ihr Blut nicht den WeißM Ausbeutern und deren selbstsüchtigrn Zwecken, sondern dm schwarzen Brüdern aehore. Die klirrenden Fensterscheibm des Derwal« tungsgebäudes lenkten die Aufmerksamkeit bei Menge von feinen Worten ab. Durch die Fmster- höhle konnte man schon einzelne Arbeiter beim Plündern beobachten. -Unwidersfehlich reizte der Anbstck dm gan- 3en Haufen. Ein paar große Schnapsfässer, aus den Kantinenräumen auf ben Hof gerollt, taten das übrige. Eine halbe Stunde später ergoß sich ein jchlmder unb brüllender Haufen von Arbeitern gemischt mit Soldaten, in das kleine Bergstädtchen. Im Ru waren hier die sämtlichen Läden, soweit sie nicht Schwarzen gehörten, ausgeraubt. Die Kunde von den Vorgängen auf dem Zechenhvse war bereits vor der Ankunft des Haufens in die Stadt gelangt. Der Major des Schühenbataillons, das auf der Höhe vor der Stadt lagerte, hatte versucht, den Mmterern zwei andere Kompagnien entgegenzuschicken, doch war, wie von unsichtbaren Händen ausgeftreut, die Saat des Aufruhrs auch schon unter diesen Truppen aufgegangen. Um es nicht zum Schlimmsten kommen zu (affen, gab der Major den Befehl zur Garnison zurüchumarschieren ®v selbst hatte sich an die Spitze des Bataillons gestellt. Er gab bat Kommando zum Abmarsch, doch niemanb folgte. Ein paar Offiziere, die mit gezogener Waffe die Leute zu zwingen versuchten, wurden selbst niedergeschlagen sobald fie die Waffe gebrauchten. Andere weiße Offiziere, die rhren Kameraden zu Hilfe kommen wollten, erlitten das gleiche Schicksal. (Fortsetzung folgt) Kitto wirkt ktfliitr Abatvcharix Oi - I . A Oft/te Mvu/ul^tilck, Soldnixe u M H H KrofdorferStr.37* oireio Müblltr 3»,H u -iMIIMttIIIIII,IIIIIIIIIIIIIN>N'NU'II>IIIIIIIIIII>I»III»»IttII>II>,MMU II s /I w 1 r/ II II N #1 II II . G.-M. 2500. »f 25 M - u = 1 = | I 10 10 12 12 10 12 15 20 20 breit, feine Arbeit Weitere Preislagen bis = f - - | | 1 Charlotte Generalkonsul Prinzess M. Hohenlohe 8 'Kaiser-Cigarette 12 GaCOS auch O.M Sleipner Cyprien ne £ongfellow Mercedes Horizont Selecta Mea Gandango €den White Star Slot Stephanie ßatschari Türkisch als eine unreine Hautl Pickel, Mitesser, Pusteln und alle sonstige Hautunreinheiten beseitigt di» Aok - Seesand - Mandelkleie, die einen wunderbaren Teint mit einem mattschimmernden, pfirsichartigen Hauch hervorzaubert. Achten Sie auf den Namen „Aok“. Ueberall zu haben. Weitstem u f. Sascha v. Tiecker 5 " Prinzess Victoria Touise 5 " Goldbirke pol. Schrank, 200^ cni 1500. Vermischtes. Verhaftung eine- inlemationalen Taschen- diebeS. Berlin, 25. März. (Priv.-Tel.) Gestern mittag wurde an einem Schalter der Renten» mar kabteilung der Reichsbank, als ein Bote der Girozentrale der Stadt Berlin eine groftr Summe einzahlte, ein internationaler T a s ch e N d i e b, ein gebürtiger Rumäne, bei dem Versuch ertappt, ein Danknotenpacket von 10000 Mark zu stehlen. Er wurde nach mrzem Handgemanae fe st genommen und der Krimb» nalpvlizei üv^rgebrn, die bereits nach ihm fandst. Dem Berhajteten werden eine ganze Reche Diebstähle zur Last gelegt. Ein mißlungener Raubübrrfall. Hamburg, 24. März. (WB) Unter der Vorspiegelung, im Auftrag des Schlichtungsausschusses zu kommen, verschaffte sich he,ute morgen ein Mann Eingang in die Wohnung des D i r e r - tors der Vulkan werft, Stahlmann, und überreichte diesem einen.verschlossenen Briefumschlag, der sich bei Oesfnung als leer erwies. Darauf bedwohie der Unbekannte plötzlich den Direktor mit einem Revolver und verlangte di« Aushändigung von einer MU» l i v n Mark. Den yinzukommenden Diener streckte der Eindringling durch einen Bauch» schuh nieder, worauf er unerkannt entkam. Schweres Eisenbahnunglück. Paris, 24. März. (Wolff) Wie Harms aus Metz berichtet, ist i^r Schnellzug Osten de°Basel, der Metz heule nacht 1H5 üt>r verliest, gegen 2 älhr auf dem Bahnhof Bensdorf mit einem Güterzug zusammenge» st o st e n, man berichtet bis jetzt von a ch t T o t e n und 16 Verletzten. Bei dem Zusammenstoß ist die Lokomotive verh'iltnismäftig wenig beschädigt worden, dagegen wurden der Postwagen und die zwei ersten Personenwagen völlig zertrümmert. Einer der zertrümmerten Wagen konnte bisher noch nicht freigelegt werden, so dast man damit rechnen must. Last sich darunter noch mehr Opfer befinden. Die Ursache des Unglücks ist noch unaufgeklärt. Elektrisch« Knrzschluhfiguren. Aus dem Phhsikunterricht sind die Lichten- bergilchen Figuren bekannt die beispielsw ise entstehen, wenn man eine schwach; elektrische Entladung über eine Hartgummiplatte gehrn lasst und aus die Stelle ein Gemisch von Därlappsamen und Mennige aus einem seinmafchigen Beutel streut He nach der Art der Elektrizität entstehen dann verschieden geformte Figuren, kürzlich hat G. Möller eine ähnliche Erscheinung in den Kurz» schlustfiguren entdeckt. Man kann den Versuch leicht nachmachen. Legt man auf eine Glasplatte eine Stanniolsolie, die man mit dem einen Pole einer Stromquelle von etwa 220 Volt verbindet, und berührt man den Stanniolbelag mit einer Spitze, die mit dem anderen Dole verbunden ist, so entsteht ein Lichtbogen, der den Belag in einem gewissen Umkreise abschmilzt. Innerhalb dieser Ausschmelzung zeigt die Glasplatte Figuren die etwas Aehnlichkeit mit den Lichten- bergischen Figuren haben. Im Gegensatz zu ihnen sind sie aber strahlensörmige Aussprengungen der Oberfläche der Glasplatte. In den von den steh mgebliebencn Graten eingeschlossenen Talern zeigt sich bei 50sacher Dergrösterung in der Längsrichtung des Tales eine tieferliegende, dreizonig^ gefieberte Strafte, deren Fiederungsrichtung sich am tiefsten Punkte des Tales umkchrt. In der innersten Zone tntt bei 6OOsacher Vergröberung eine Leitlinie aus, die häufig aussieht wie ein Graben. Der Quarz unterbleibt die Bildung dieser Figuren, was auf seine kristallinischen Eigen» schasten zurückgeführt wird, aber da, aw der Lichtbogen gewirkt hat, wird die Oberfläche gr» hoben. Die Bildung der Figuren, deren Deutung noch nicht vollkommen sicher ist, wird vermutlich cm wertvolles Untersuchungsmittel für feste 3f0» lateren, namentlich Gläser, ergeben. Australien als Autokäufer. Der Kraftwagen spielt in Australien eine immer gröbere Rolle, und man schätzt die jährliche Zahl der neuangeschafften Autos in diesem Lande auf 16 000 Stück. Das Automobil bient hauptsächlich Geschäftszwecken, und die Rachfrag? dürfte sich noch sehr steigern. Wie in der „Um* schau" mitgeteilt wird, ist der Hauptlieferant Amerika, das 80 Prozent der Wagen liefert Doch beginnt allmählich in Australien selbst ct.ie Autoindustrie zu entstehen, und schon jetzt gibt es in Adelaide eine MotorfabrÜ mit 800 Arbeitern. findet zum erftemnal seit langer Zeit auch wieder eine Prämiierung von Warm- und Kaltblütern statt. Es sind insgesamt etwa 60 Preise gestiftet. Da zugleich hier Kram - und Schweinemarkt abgehalten wird, hat die Marburger Kreisbahn an diesem Tage die TÄftrt «.», einer der letzten Rächte suchten Diebe das Vogelhaus des Zoologischen Gartens heim und stahlen aus ihm eine Anzahl sehr wertvoller Vögel, u. a. einen Rhmphen» sittich, einen Rosakakadu, zwei Blausterne, einen Amazvnenvogel und einen Sonnenvogel, alles Tiere, die ausserordentlich schwer zu ersetzen dzw. zu erhalten sind. Die Diebe sind wahrscheinlich die gleichen Personen, die auch vor einigen Tagen den Stuttgarter Tiergarten .ausplünderten. - Eigens war Georg Deutscher aus Giessen nach Frankfurt gekommen, um hier In Gemeinschaft mit dem Fischer Max Ma tu lat aus Mettschulten einen Einb ruch auszufuh en. Dieser gelang allerdings, als aber die beiden Burschen mit ihren sechs schweren Paketen voller Wcll-, Weib- und Strickwaren, die sie in der Dergerstrabe gestohlen hatten, an der Konstabler- wache vorbei kamen, fielen sie der Polizei in die Hände. — Im D»3ug Hannover-Frank, urt a. M. wurde ein rumänischer Staatsangehöriger, als er sich einen Augenblick aus dem Abteil entfernt hatte, von einem bisher nicht ermittelten Mitre.smden b c st o h l e n Dem Diebe fielen mehr als 500 holländische Gulden, etwa 1500 Rentenmark und zahlreiche andere Devisen in die Hände. — Samstag vormittag stürzte sich in der Friedrich Raumannstrabe eine ältere Witwe, die an Lungenentzündung schwer dar- nielerlag, im Fieberwahn aus dem Fen» ster des dritten Stocks in die Tie^e. Sie erlitt derart schwere Verletzungen, das) sie nach kurzer Zeit verstarb. - Aus Gram über seine langandauernde Arbeitslosigkeit erhängte sich vor einigen Tagen im Stadt - waltze ein Metallarbeiter. Zwei Stunden nach dem Tode de« Mannes traf von den Adlerwerken ein Schreiben ein, in dem der Mann zum Wiedereintritt in den Dienst aufgefordert wurde. argasso-Meer. Wirbel und Stürme treiben die Wracks dort zusammen, wuchernder Sc-tang verbindet sie zu einem festen Gestade Dort liegen die Trümmer unzähliger gescheiterterSchiffe, doch kein Forscher war je von dort zurückgekehrt, um zu erzählen, was er auf der.,Insel der verlorenen Schiffe“ gesehen. Anlang: Wochentags nachm. 4,6 u.8.10 ühr, Sonnt 3 Öhr. Nsiibs Damenrad zu verkaufen [018503 Gortbettr. 21 111. Fmll Jannings Ulrich Bettac Hed w. v. Winterstein Dagny Servaes Martin Herzberg Ursula Nest Walter Rilla Zum 1. Avril oder Chern Lehrling mit bess. Schulbildg. ii. nuten Zeuan. in hiesige Drogerie Putzfrau für Laden nefncht. OberhesstscheS Korb Warenhaus Schulstr. 11.018S2l Rindlederne Laschenschuhe ohne 4'V5 Naht, schwer. Beschlag, starke Böden 40/46 Paar GM. I Rindlederne Agraffenstiefel hoch m. A «#>75 Hinterriem., schw. 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Müller Kurt Blumenau, Oberförster Bingenheim (Post Reichelsheim t d. Wetterau), den 24. März 1924 ______ ””D CAFE AMEND Mittwoch, den 26. März: "**c 37. Sonder-Konzert der verstärkten Hauskapelle unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Kurt Scharf NB. Aenderung Im Programm vorbehalten V Neuenweg 18 Fernsprecher 1667 Neuenweg 18 früher Seltersweg 24 iv :3 c Q) ö) O U) o o Em’l Fischbach lll teste für 80 Pf. v. Kilobüchse wied. frisch (jeveinnefommeir Dlü« Wt Marktstraffe 21 Babnbositr. 43. rHansa? Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bleichstr. 5 2. Mai Beginn neuer Kurse k Prospekt Jrei. Emviehlebtttigstvon Mittwoch srüb frische SeeßsU aller Art. Fretiag früh trifft fst. gew S1SW ein. 2234c k. S. MlOena BabnbosstraffeSO. Televhon 66. Uhr gefunden. Näh.011608 MAMe Mittwoch und Donnerstag früh: ^rischeBratschellfische Pfund 20 Psg., 3 Pfund 50 Pfg. ff. Seelachs otoKoff i. ganz. 4—8psd. Jtsch Psd. 22 Psg., im Ausschnitt Piund 28 Psg. 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Aber man bemerkte, dast das Rauchen auf sein Temperament keinen günstigen Einflust hatte, und als er zudem einmal sein Strohlager mit der Pfeife in Brand steckte, wurde ihm das Pfeifchen verboten. Der Herzog ton Orleans war einer seiner besonderen Freunde. Er lieh ihm einmal seine eigene Pfeife, damit er daraus einige Züge tun könnte. Sandy, dem das Bernsteinmundstück behagte, weigerte sich, sie zurückzugeben. Der Herzog bot ihm einige Ba° nanen an, aber Sandy nahm sie und behielt die Pfeife. Run mußte der Wärter in Tätigkeit treten: er zeigte dem alten Sünder die leckere Frucht, gab sie ihm aber nicht früher, als bis er die Pfeife herausgegeben hatte. Der einzige Trost der Londoner ist, dah dem verstorbenen Affenhelden in „Sandy junior" ein Rachfolger herangeblüht ist, der sich an Findigkeit und guter Laune wohl mit ihm vergleichen läßt Dienstag. 25. Marz M4 Eietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gverhessen) Revarl. ftranffurta M In Dilltone« Prozent Datum: Banknoten. Pro- Börse Die Hnsicherheit seht. QIu' 2 2 2 2 2 2 2 2 5 2 5 5 2 20 1 2 15 10 voll 3 5 voll W 2 2 3 2 10 2 voll 4 5 60 10 72. 2 2 ,44 66,83 110,92 155, 6 6,18 4,19 18,05 19,15 18,==5 4,61 1,21 57,8 > 1,29 54,61 72,98 15,66 66,17 111,48 156,14 6,22 4,21 18,1 19, 5 18,55 4,66 12,'S 58,15 1,31 14,89 Der Büchermarkt im Jahre der Inflation. der Inflation ... ~ , „n llche Abbrtdungswerle einnahmen. Dagegen ronn- 155.33 18 55 57,85 65,63 116,9- 10,57 18.2» 18,055 4,1 J 23,54 72,62 54,61 6,08 12 21 6,38 1,40 > 1,19 1,775 f, 475 5, 43 '2,96 tlr. 12 Zweites Bian TlmN.-Nott. GbriftiiiTtla Kopcnliaaen etodholm ßclfinafori Htolkit - London . vieimork . Poris . - ednuth S ponten . Wien tu D ' Oei't.obgeu Pro« . . Budapest Puen--AireS Bulgarien Jovan thio Jan Belgrad riuauon 4,2 81,5 7,25 51,6 82 4.87 9.7 9,87 11 2J 0,425 0,9 52 16,13 25 5 40 48 61,25 4 19,13 13,3 23 29 5 31,25 47 25 5,7 156.14 18.65 !8,1 . 66,17 111,43 10,63 18,3i 18,115 4,21 23,66 72,98 54,83 6,12 12,29 6,42 1,415 3,21 1,785 0,50 s 5,52 13,01 3,25 28,25 15 14,13 12 12,75 14 9 15,5 31,75 33 2,5 3,7 27 1^8 2,1 4,75 11 4,5 Deckungsbedürfnis veranlaßt war. euch lagen vom Auslande Kaufaufträge vor. Die Kursbewegung war daher ungleichmäßig. Montanwerte waren verwiegend niedriger, Deutsch-Luxemburger erfuhren eine Einbuße um mehr als 3 Billionen Prozent. Ehemisch-Werie waren eher etwas besser gehalten. Sonst hielten sich die kleinen Schwan- i'ungen noch oben und unten rm allgemeinen dre | -22oge. Deutsche Anleihen schwächten sich etwas I ab Kriegsanleihen gaben aus 25 nach 3m späteren Verlause hielt die Kursgestalluna ihren chwankenden Charakter bei, bei vorwiegend-.r Vei° gung zur Abschwächung. Die älrnsähe h.elten sich, m ziemlich bescheidenen Grenzen. Dre Deo^en- lurse waren eher etwas fester. Wesentlich gebessert waren Paris und Dras.el im Einklang mit den ausländischen Votierungen. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. /cvn RiMoncn Mark ausgedrülkt. Buenos'Aires, London, New York, Japan, 9iio de Janeiro für eine G ubeiL Wien uud Budaveit für loocoo Eiuheiten. alles übrige für 100 Etubetten.) TeIeorav h 11 che Auszahlung Berlin, 24. März. (Wolff.) Am . duktenmarkt wirkte die milde Witterung weiter abschwächend. Auch das schlechte Mehlgeschaft druckte auf den Preisstand, besonders litt hierunter Reggen, weil die Reichsgetreidestelle den Mühlen wieder Ware aus ihren Vorräten an» bietet Weizen war gleichfalls schwächer. Gerste war nur bei entgegenkommenden Forderungen verkäuflich. Hafer war matter bei stillem Geschäft 3n anderen Artikeln waren die Hmsahe gering. Es notierten für je 1000 Kilo- Weizen märkischen 165 bis 171, Roggen, märkischen 132 bis 136 (matt), pornmersch-en 127 bis 132 (matt), westpr 126 bis 129 (matt), Braugerste 164 bis 186 (geschäftslos), Futtergerste 148 HJl 158 (gc- schäftslos), Hafer, mark. 114 bis 122 (still), Mecklenburg 112 bis 114 (still), Raps 320 (fest), Leinsaat 410 bis 415 (stetig): für je 100 Kilo: Weizenmehl 24,5 bis 26,75 (ruh.g), Roggenmehl 21 bis 23,25 (ruhig), Weizenkleie 11 (fcW, Roggcnlleie 8,6 (stetig). Viktoriaerbsen 27 bis 28, Kleine Erbsen 16 bis 17, Futtererbsen 14 bis 14,5, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 16 bis 17, Dicken 14 bis 14,5, Lupinen blau 12,5 bis 13, Sevatetta alt 15,5 bis 16.5, meu 14 bis 15, Raps- luchen 11,6 bis 11.8. Leinkuchen 22,25 bis 23, T rockenschnitzel 9,20 Mk. Wirtschaft. jDerReichsbankausweisvomIS.März. Wie der Ausweis der Reichsbank vom 15 DS Mts. zeigt, war die Veubelastung der Bank ,n'der zweiten Märzwoche wesentlich geringer als tn der Vorwoche. Für die gesamte Kapitalanlage der Dank die sich in der ersten Monatswoche noch um 119,1 Tritt. Mk. erhöht hatte, ergab «ich in der Berichtswoche eine Zunahme um 56,5 au? 1647,9 Tritt. Mk. Die Vermehrung entfallt ausschließlich auf Renteiimarkkre nw Dbe Renten- mart-Wechselbestande allein srno nämlich um 108,7 auf 867,8 Millionen Rentenmark gewachen. Die Rentenmark-Lombardforderungen ermäßigen f ich demgegenüber um 15,6 auf 171,2 Mill. fktm. ©öS Papiermark-Lombardkonto ging betrach.kicher zurück, nämlich um 74,9 auf 45 Tritt. Mk., wahrend das Portefeuille an Papiermarkwechseln und Schecks sich um 38,3 auf 563,4 Tritt. M.ausrehnle. Auf der Passivseite waren diesmal die Veränderungen im ganzen geringfügig. Dec Dank- । Notenumlauf weist eine Herne Vermehrung um 0 3 auf 613,2 Tritt. Mk. -auf. Die fremden Gelder hoben sich insgesamt um 9,6 auf 717,8 Tritt. Mk. Dabei ist bemerkenswert, dast die Rentenmark- Einlagen um 41,9 auf 401,4 Mill. -^tm. fücgen, I die Papiermark-Guthaben dagegen um 32,3 auf 316,4 Tritt. Mk. zurückgingen. Die Eingänge von Rentenmark tm Gtrover- kehr der ReichSbank wurden durch sonstige Zuflüsse aus dem Verkehr verstärkt, so dast trotz der erwähnten ansehnlichen Veuausleihangrn von Rtm die Bestände der Reichsbank an Renten- | Lankscheinen um 2,7 auf 37,9 Mill. Rtm. zunahmen. | Das Darlehen der Reichsbank bei der Rentenbank wurde infolgedessen nicht erhöht. Die ausstehenden Darlehen der Darlehns- Lossen des Reichs sanken weiter um 0.2 auf 9,1 Tritt Mk. Die Bestände der Dank an Darlehns- kassenscheinen ermästigten sich entsprechend. • Die Kohlenförderung im Ruhrgebiet. Vach vorläufigen Berechnungen wurden in der Zeit vom 10. bis 15. März im gesamten Ruhrgebiet 1 874 911 To. Kohle gefördert und 366 052 To. Koks erzeugt. Auf das besetzte Gebiet entfallen 1 696 631 To. Kohle und 329 581 To. Koks. Die arbeitstägliche Förderung stellt sich in der angegebenen Zeil im gesamten Ruhrgebiet auf „312 485 To. (369 713 To. im Jahre 1913). tägliche Kokserzeugung auf 32 293 To. (1913: 62 718 To.). 3m besetzten Gebiet betrug die arbeitstägliche Kohlenförderung 282 772 To. (348 563). die tägliche Kokser^ugung 37 633 (58 338). Die Wagennnfor- derung belief sich in der Zeit vorn 10. bis 15. März durchschnittlich arbeitstäglich auf 24 018 Wagen, die Gestellungen auf 19 395 3m besetzten Gebiet wurden artens täglich angefordert 21 841. gestellt 1 z 177 Wagen. 3n d u angegebenen Zahlen (auch für 1913) ist die Förderung der von der Regie betriebenen drei Zechen und die Kokserzeu^inz der von der Regie betriebenen 10 Kokereien nicht ent- ruhmlosen Tod starben. 3m Zähre 1922 ermittelte fte 684 neue periodische Organe, und 1923 gingen iLi immerhin noch 395 neue Zeitschriften zu, also täglich mehr als eine. 3m letzten Vierteljahr war jedcch schon wieder eine Zunahme zu bemerken, und zwar toevten jetzt wertvollere Organe gegründet oder vorübergehend eingestellte leben mit neuem Programm wieder auf." * Geschichte« von einem berühmte« Affen. Sandy, der „berühmteste Orang-Utan der Welt" der Liebling und die Zierde des Londoner Zro, ist gestorben. 3n den bewegten Nachrufen, die ihm Londoner Blätter widmen, wissen sie manch lustiges Geschichtchen von diesem klugen, von dm Desuchern des Zoo gefeierten Tieres zu erzählen. Heber 16 Jahre ist er ein Glanzpunkt des Londoner Tiergartens gewesen. 3m „garten Alter von 11 Jahren kam er aus dem Botanischen Garten von Singapore nach ter englischen Haupt- skrdt und er blickte damals bereits aus ein 8jate riae« Leben in ter Gefangenschaft zurück. Da er mit etwa 3 Jahren erbeutet wurde, so kann man berechnen, das; er das für einen As.m immerhin stattliche Alter von etwa 27 Jahren erreicht hat Er entdeckte zuerst die Reize der Zivtti- sation als er über eine Flasche mit c&2n^.ItJncF geriet,’ die er auf dem Tische semes D^rters Dittmar fand. Er trank teil 3iihalt aus und kam dadurch in eine so angeregte Stimmung, dast er sich über den Dücheilchra.ik seines Warter-s termadjte. Er ritz eine Anzahl Bande heraus und vergnügte sich damit, die einzelnen Blatter zu zerpflücken und sich aus den Papierschnitzeln bis 20. Speiseerbsen 24-35, Heu .südd .ges.) 9 biL 9 50 Weizen- und Roggenstroh 6- 6,50, Die» treber (getrocknet) 1550—16. Tendenz ruhiger. Frankfurter Schlachtviehmarkt. fpd. Frankfurt a. M., 24. März. Deitz eutigen Hauptmarkt waren zugetrielxm: 19t Ochsen, 38 Bullen, 787 Färsen und Kühe, 30! Kälber, 63 Schafe und 2202 Schweine. Es wurden bezahlt' für einen Zentner LebendgewM Ochsen, vollfl. 48 bis 55, junge fleischige nicht | ausgemästete und ältere auSgemaftete 40 bis 47, mastig gemästete 34 bis 37, Dullen, vollfl. 40 bis 44, vollfl. jüngere 34 bis 38, Fürs e r, . und Kühe, vollfl. Färsen 46 bis 52. vollfl. Kühe 40 bis 48, wenig gut entwickelte 38 bis 45, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut erus toi leite jüngere Kühe 33 bis 39. mästig genährte Kühe und Färsen 25 his 32. gering genährte 10 bis 20. Kälber feinster Qual. 60 bis^65. mittlerer Qual. 52 bis 59. geringerer QuaL 40 big 50, Schafe 30 bis 48. S ch w e i n e unter 80 Kilo 60 bis 70, von 80 bis 100 Kilo 67 bis 70 über 100 Kilo 68 bis 71. Der Markt verlief ruhig, die Schwrine hinterliehen Heberstand. — Marktzeiten ab 31. März, a) Montag (Hauptmarkt): Rinder und Schweine 8 bis 12 Hhr, Kälber und Schale 87z bis 12 Hhr, b) Donnerstag: Für alle Vieh- I gattungen 9 bis 12 Hhr. Berlin, 24. März. (Wolff.) toar vcn einem starken Gefühl ter . . . beherrscht. Die bevorstehende Hltimorege.ung der Engagements in fvanzösischen Fvarcken nef bei einer weiteren Besserung der französischen Valuta die Befürchtung neuer Schwierigkeiten hervor und veranlastte fortgesetzte Verkäufe in 'Zfsetten auf »iemlich allen Märkten, namentlich in Vlontan- toeilcn Andererseits bestand Kau stuft, die durch den niedrigen Stand der Effektenkurse und durch halten. * Verhandlungen zwischen deutschen Hüttenwerken und spanischen Erzgruben. Vachdem ter Bezug spanischer Erze seitens der deutschen Hüttenwerke eingestellt worden ist, insbesondere aus dem Grünte, weil Spanien auch nach dem Aufhören der Markent- j Wertung die hohen Dalutazuschläge für die nach | Spanien eingeführten deutschen Erzeugnisse nicht aufgegeben hat, und dadurch den deutschen Export nach Spanien fast unmöglich macht, haben jetzt in Essen Besprechungen zwischen Vertretern deutscher Hüttenwerke und spanischer Erzgruben stattgefunden, die die Wiederaufnahme ter spanischen Erzlieferungen nach Deutschland zum Ziele haben. Zu einem Abkommen ist man noch nicht gelangt, da die Gegensätze vorläufig noch zu groh sind. * Freigabe von Zucker zur Ausfuhr. Die Regierung hat eine wettere Freigabe von Zucker genehmigt Es hantelt sich um 50 000 Tonnen Weitzzucker, für die an die Fabriken Ausfuhrscheine in ähnlicher Weise wie im Dezember 1923 gegeben werten. Diese Scheine sollen Gültigkeit haben bis Ente Mai des Hah^s. 3hre Dauer kamr aber auf Antrag noch bis Ente Juni verlängert werden, falls eine ent- sprechente Menge Devisen (mindestens 2o Sh. ie Zentner) bis Ente Mai abgeliefert worden ist. * Verarbeitung von Zuckerrüben m Deutschen Reiche. Vach amtlichen Ausweisen sind in den fünf ersten Monaten des lausenden Detnebsjahres im Deutschen Reiche rund 144,16 Millionen Zentner rohe Ruben verarbeitet worden gegen 185,84 Millionen Zentner m den entsprechenden fünf Monaten des Darangegangenen Betriebsjahres. Frankfurter Börse. F r a n k f u r t a. M., 24. Marz. Tendenz:Teilweise schwächer. — Die Geschäftsunlust, die ter ganzen Börse ihren Stempel aufdrückte, war am Montan- und 3ndustrieaktienmarkt stärker aus- Büchcrtisch. * Tarzan bei den Affen. ®rIebniJTe eines von Menschenaffen Geraubten, von E. R. Durroughs (Dieck & Co., Stuttgart. Mk. 4,80). Wie die beliebtesten Abenteuer-Geschichten wird dieser Tarzan — ter durchaus originell ist — alt und jung in seinen Dann nehmen. Die Handlung ist von steigender Spannung und ein- gerahmt von eigenartig gewaltigen - rwald- Uenen wie sie kaum ein Schriftsteller vorher geboten hat. Tarzan ist das Kind eines englischen Lords, der mit seiner tfrau von der meuternden Schiffsmannschaft an der westafrika- nischen Hrwaldküste ausgesetzt wird. Unter größten Gefahren hält sich das junge Paar einige Zeit im Kampf mit der Wildnis unb Bewohnern. Ein kleiner Zunge — der fbäterc Tarzan — wird mitten irn. Schrecken des Dschungels geboren. Kaurn ein Jahr alt, verliert er die Mutter durch Krankheit, den Vater durch einen Angriff ter Riesenaffen. Das Baby wird von einer Aeffin geraubt und grvhgezogen. Ganz Affentier, erlebt Tarzan in seinem wilden Kreise die größten Abenteuer, er nichts von ten Menschen, aber der menschliche Verstand wachst und hebt ihn über seine Genosien ter Menschen- asfen-SipPe hinaus. Er schafft sich pnmitive Waffen und bringt zu den ersten Menschs es sind geflüchtete Kannibalen. Aus ihrem Dorfe holt er sich weitere Hilfsmittel^3i^wischen gelingt es ihm unter unsäglichen Muhen, ^eJ€n un^ schreiben zu lernen, da er in der wietergefuntenen Hütte seines Vaters Bucher Dorf intet Aber wieder reiht die Wildnis ihn in ihre Arm« zurück. Weihe Menschen werten an seinen ein* I Tarnen Strand geworfen, et rettet sie ^,us grost- ten Gefahren und verschwindet stets wieder wie ein Waldgott, da er ten Kulturmenschen seinen Härten nicht versteht und sich'ihm gegen- übrr unfrei fühlt — ihm fehlt die •»^tur^, ihm fehlt die Sprache. Aber auch das ^bt ihm das Geschick, und sv tritt er mit einem ter Geretteten in die Kulturtoelt seiner Eltern zurück, er verlasst ten Urwald auf der Suche nach der jungen Ame- I rifauerin die er vor ten Fäusten des Riesenaffen errettete, und doch wieviel steht ihm noch bevor! (3n einem Teil ter A ittage toteDerbo(t) Wie die Franzosen Abkommen halten. Pirmasens 24.März. (WTB.) Die hiesige französische D e z i.r k s d e leg a t io n hat sich eines neuenDruches des Speyerer Abkommens schuldig gemacht Durch die Se- t paratisten waren seinerzeit Bürgermeister L u d - wig und ©taötrot Feldmüllerausge wiesen worden. Die nut ter Beendigung der Se- paratistenherischast emgereichten Gesuche um Ruck- kehrcrlaubnis für die Vertriebenen waren un- beantwortet geblieben. Erst aus erneutes Drangen ter Gewerkschaften haben sich die Franzosen zu einer Antwort herbeigelassen, die bezeichnend genug ist. Die beiten Herren seien zwar durch die Separatisten ausgewiesen wor.en aber schon vorher von den Franzosen zur A u s- Weisung bestimmt gewesen und hatten sich, wie alle anderen Ausgewiesenen, mit einem besonderen Gesuch um die Heimkehr an die De^ galten zu wenden. Der Zweck dieses Manövers liegt klar zutage. Die F.mnzosen hatten es bei i der großen Beliebtheit, deren sich die beiden als i QhbciteiDeitreter besonders bei der werktätigen Bevölkerung erfreuten, nicht gewagt, selbst das . Odium der Ausweisung auf sich zu nehmen. Du , Ausweisungen sollen nun auf die genannte ) Weise aufrecht erhalten werden. 24. 2 2 2 2 2 2 2 2 1 1 2 2 3 2 20 2 voll 3 5 30 3 Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M, 24. März. Bei stillem Geschäft zeigte sich nur geringe Pr isbewegung in den meisten Artikeln. Weizen und Roggen entsprach den letzten amtlichen Votiermngen. Die Mühlen sind immer noch sehr zumckhaltend, da ter Mehlttnsurn zu wünschen übrig Iaht Für Gerste sowohl für Braugerste als auch für Kaffeeröstereien war stärkerer Begehr. Hafer ruhig aber fest. Futtermittel sind gefragt, bei anders Futter- oerfie und Biertreber. Es notierten für je 100 Kilogramm: Wetz n fWef.erau) 18-18 50 R ggen 16 25—16 50. Sommergi.rste (für Drauzwecke' 19,50 bis 20 25", Haser (inländisch) 15,50—16 (ausländisch) ---, Weizenmehl (südd. Spezial 0) 27,2d bis 28 Roggenmehl 23.50-24,25 Weizen- und Roggenkleie 9.75— 10,75, Mais (Laplata) 19,50 Schiutz-s Schi u • Sur» I 6" » 1.3. | 21.3. 155,61 17,56 57,85 65,59 111,72 10,*7 18 05 18,055 4,13 22,11 72,6? 14,61 r,03 12,21 5,98 1,405 3,14 1,775 0,155 6,43 '2,96 ten wissenschaftliche Werke, die seit langem ver- artffen und gesucht waren, oft Nicht neu bearbeitet werten, sondern mutzten mittels eines mechanischen Verfahrens nachgedruckt wertem Ent letzt wird aus diesem Gebiete wieder manches erscheinen was vorher wegen Druckschwierigkeiten $i- rück'aestellt war. Das Interesse für Rutzlnnd, das eine solche Heberfülle von Veuerscheinungen brachte, scheint noch immer rege zu fein und de- schränkc sich nicht auf die schöne Literatur, sondern umsatzt auch das Kulturleben und dir Politik^ Ebenso vertieft man sich weiter in Kunst und Wissenschaft des fernen Ostens, ^n ter romanischen Philologie ist die steigente Vorliebe für Spanien bemerlenswe t Di:: Weltkriegs- litera tur tritt immer mehr in den Hm ergründ, und das Interesse für Sozialismus und Politik, das nach ter Revolution so grotz war hat fühlbar nachgelassen. 3n ter Erdkunde erschienen besonders viele Reisewerke, und da es den Deutschen im letzten Jahrzehnt fast unmöglich war, selbst Forschungsreisen auszuführ-en, wur.en altere Reisen bearbeitet. Die Veränderung ter Grenzen brachte die Herausgabe vieler neuer Landkarten und Atlanten mit sich. Merkwürdig war a ich die Entwicklung auf dem Gebiet der Z e i t f ch r Ilten. „Die Jahre ter wahllosen und überaus zahlreichen Zeitschlis ten-Veugründungen, besonders auf dem Gebiete ter Politik, des Sozialismus und der allgemeinen Lebenserneuerung, scheinen glücklich uLviuz~..te.. sri..," sagt Praesent. „In drn ersten Vachkriegsjahren könnte die Deutsche Dü- * a -r: rchsch nittlich drei neue Bcrltn Schiuh» Schluhi Btin Voten Bfilifit 'Hofen • . ...... te Noten ednvebffitt Noten........ Holländllchk Noten .... - txuifdj.Ceflerrcid), t 100 Kronen «mcrlfanlfttie Noten Gnslstche Noten......... ßtiiUentfrfje 9loleit....... • velgstche Noten........ • Niiaorllchk Noten ......... choiloivakische Notttt- . . • • VloriötflHdlf Noten ....••♦• tRumäiilfd)« Notes....... • CiMUilUtc Nous- ....• Märkte. Berliner Produktenbörse. kn« 21 3. geprägt. Einzelne Papiere nahmen eine Sonderstellung ein, doch blieb auch da die Kuv-ibewe ung bescheiden. Im Freiverkehr waren 5proz. Reichs- anleihe Schwankungen uniertoorfen, sie wurden mit 73 bis 75 Milld. gehantelt. Die er-ste amtliche Votiz stettte sich auf 79 Milld. Zolltürien stellten sich schwächer. Api 5,5, Deutsche Petroleum 15,5. Decker Stahl 83/«. Decker Kohle 8J/S. Denz 4, Trag 2,6, Hansa Lloyd 1,6, Kimgwshatt 7%, Mcz Söhne 4, Ludwigsburger Porzellan 2,5, Uf , -Urtel B*/n Druttchr Rrtchsanlethr 4*/e Dkutsche Rktch-anleihe l'/e% Drutschr R>tch->aiilkth« 51, Druksche NeichSmieide euischr Svarpräuiienauleth« CI. Preußische Kousol« . - 4% Hesse» l'/.e/n hellea.......... VI. Hellen Deutsche Wert • Dollar-«»! dio-Doll.-Schatz-Auwetsung.') VI. ................ - I CI. Goldmerikamr ..... I gn Handel^aelellschof» erz» und Prtval«Ba>it it. und Naiionaldauk he r>ank......... Deutsche veretn-bank ... DiScontv Lommandit . . . Metallbau!........... Mittelbeut'che Ereditbank Qellr reichtsche Lreditaiistalt Welldauk vochumer ®ul . • « • « • Buder ...... 6aro ........... • Deutsch-Lurembnra ..... Velsentirchcucr Bcrgwett» . Harpe, er Bergbau...... »taiiwerke AscherSlelx». • . . Kaliwerk Wesleregeia .... Laurahütte...... • • • . C derbedarf ......... Tbönlr Bergbau ....... Siheinuabl........... Mi.becl ............... tellu« Bergbau Hamborg tlmerila Patel • ßtorddeutschrr Llovd .... Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Hetd«lb«H . . Philipp Holuuann ..... I Analo-Cont -kAuano..... Badische Anilin...... Chemische Mayrx Alapin. . . Goldschmidt.......... GrtrSdeimcr Electron .... Höchster st-arbwerke Holwe,'ohliiug........ RütacrSwerke Ccheideaustalt «Ng Elektrtpiatr^esellschak, I veraniaun Mauikraktwert» eckuäerr ........ I Siemens A HaiSt» . • • • « »dlerweri« fllfött .... I Daimler Motor«. • • • • • I Heuligenstaedt ..... I w>«guin ... I PrarTfnrter Armaturen . •. I Konservenfabrik Braun . . I Mctallgcscllschnft Frankfurt. I Bet. Union ....... I ndfabrik Her; .... Sichel............ Zellstoff Waldbof ...... I ^nrferfabrif Frankenthal . . I Zuckerfabrik Waghäusel - . . •) Dom Rückzahlungswert. Berliner Börse. Bric- 156,39 17,64 58,15 65,91 111,23 10,53 18,15 18,145 4,?1 22,23 72,91 54,89 6,1? 12,29 6,02 1,H5 3,’6 1,783 6.46. 5,52 13,04 Das wirtschaftliche Schreckensjcchr 1923 hat, tote auf allen Gebieten des Handels, so aach auf dem Büchermarkt feine teatlichen Sparen hinterlassen. Wie Dr. Hans Praesent in einem Aussatz über die deutsche wissenschaftliche Litora- tur ter beiden letzten Jahre im Citerarifcten Zenttalblatt" ausführt, ist eme Abnahme ter Veuerscheinungen im xtafrre 1923 .N^ustetten. Die fet Rückgang der Erzeugung fallt natürlich m die zweite Hälft-, in ter ter rasche Währungsverfall jede wissenschaftliche und lvuttschaftlich. Arbeit unmöglich zu machen drohte. Erft nach ter Stabillsierung des teutschm Geltes imVovembel. setzte die Hnternehmungslust auch aus dem Bucher martt wieder em und scheint ^^tein anzuhalten. Die Krisis zeigt sich deutlich in ter StattstrL Während von der Deutschen Bacher st zu Le.pz.g 1922 50 182 bibliographische Einheiten a/s Zuwachs verzeichnet werden tonnten, wovon als -neu erscheinungen 26 733 Sitel regiftn.rt werten so sind die Zahlen für 1923 bedeutend g^inger. Der Gesamtzuwachs der Deutschen Ducher-i betrug nur 36 647 Einheiteir und an V-uerfchcurungen wurden 21 940 gezählt. Interessant ist es die Schwanlungen in ter Bevorzugung ter emzstnen Gebiete auf tem Büchermarkt zu beobachten. Begrststich ist eS wahre Hochflut von Buchern und Zeilschristen ein- c 0.0615 0,076 0,082 0,500 0, o-> 0,503 0,280 0,290 0,910 0,930 0,940 0, 40 — — 0,310 0,313 0,315 0,8'0 — — 42 4,2 4.2 62,5 83,8 83,4 7 7,38 0,75 62 52 53,75 32,5 34,5 34 5 5 5,25 9,75 9 9,7 10 9.6 10 1 1 —— 11,25 11,25 11,1 15,75 16 — 2 2 2,25 0.460 9,4'0 0,6^0 0,650 0,6.0 69 >8 51 15,5 15,75 — 25 23 8 26 45 41.2 43,75 0,1 49,5 47,2, 64 6’ 63,8 13,9 1 .5 14,75 20 20.5 20.13 14 13,67 14.38 ?1,5 20,5 21,65 31,5 29,5 31,7 33,25 32 >3,5 — 49 47,5 2,9 2.9 *• 28 2-! 25 28.1 6,38 6.45 5.75 3,5 3,75 — 11,6 11,13 — 3,25 3,1 3,4 30 28,5 29 15,25 1 15,5 1,75 2 —■ 14.5 13 75 15 12 5 12.5 12,55 12,7 12,13 12.6 11 iü,6 -— 14,75 4 14,8 1>.5 17,8 - - 9,7 9 9,5 14,5 15 15,75 4,5 4,8 — 36 52 2i 38 33,25 2,3 2,2 23 3,9 -ü,9 3.8 4 3.5 — 25 26 26.5 1 — 16 1 t 2 16,75 15,75 — 2.2 2.1 2,5 4,2 5 9,4 l 10, 11 10.25 4 36 4,38 3,9 — Ffr2L März Geld Brie? 1 Nevart. •Ä Aegypten- Sei/M Aerhällnis laste", als e bundes US die -ve Italien in men in gn England oc Meere, um ui gewinnen ni^t deatlia erblickte nw da Italien, fühlen lonn tcl.wenlen. Ur. SÄ Biiber aus her Siebener Wohnungsnot. Ein Notruf. Wir werden um den Abdruck der nachstehenden Darlegungen gebeten. Die Rod. Dor einigen Tagen ging eine Notiz durch die Zeitung, baf) die Stadt (Sieben im kommenden Sommer wieder etwa 60 Wohnungen neu erstellen will. So anerfcimendtoert diese Absicht ist, so muh doch gesagt werden, daß das durchaus nicht genügt, um der Not auch nur einigermaßen ab^u» helfen. Don den etwa 7000—8000 Familien unserer Stadt suchen etwa 2000 eine Wohnung. Davon mögen etwa 1400—1500 überhaupt keine Wohnung haben, oder sie sind in Räume untergebracht, die jeder Beschreibung spotten. Ich will mm der Stadt absolut keinen Dorwurf machen, daß sie einen unzulänglichen Wohnungserstellungsplan herausgibt. 3m Gegenteil, ich erkenne an, daß. sie in den letzten Jahren manches in dieser Beziehung getan hat. Ich will auch nicht lange untersuchen, wer und was an dem gräßlichen Elend die Schuld trägt, denn darüber gehen die Meinungen unendlich weit auseinander. — Kurz, die Not ist da, und ihr must abgeholfen werden, koste es, was es wolle. — Wenn ich mm in dem Nachfolgenden meinen Mitbürgern nur einen ganz Heinen Ausschnitt aus dem Bilde der Gießener Wohnungsnot vor 2Iugen führe, so geschieht das nur zu dem Zweck, um ihnen die Augen darüber zu öffnen, wie furchtbar das Elend ist, um ihnen das Gewissen zu scharfen, Last jeder, aber auch jeder, dazu beitragen must, dem -Hebet abzuhelfen, um bei jedem die Mitverantwortung zu wecken. Er soll fühlen: hier muht auch Du mithelfen, die Not zu lindern. Dor allem aber möchte ich die aufrufen, mit ihrer Kraft mitzuwirken, die da glauben, einen Weg zu wissen. Ich rufe alle auf, Hoch und Niedrig, Bauleute und Handwerker. Bolls- Wirtschaftler, Hygieniker, Finanzleuie, Gewerk- fchasten, Handel, Industrie und Landwirtschaft, Reichswehr und vaterländische Derbände, Kirchen und Religionsgemeinschaften und alle gemeinnützigen Vereine. An alle wende ich mich mit meinem Rufe: Helft, wenn unser Volk nicht zugrunde gehen soll. So mögen nun die nackten Tatsachen in ihrer ganzen Brutalität wirken. Noch Hunderte ähnliche können geliefert werden. Für die Wahrheit verbürge ich mich. 1. Ein kriegsbeschädigter Lungenkranker wohnt mit Frau und 3 kleinen Kindern in 1 kleinen Zimmer, alle schlafen in demselben kleinen Raum. Die Kinder find infolgedessen immer krank. 2. Eine Familie aus 3 Köpfen bewogt zwei kleine Räume über einem Pferdestall. Dü: zwei Räumchen sind dauernd feucht, big Küche unbenutzbar. 3. Eine hmgenfranfe Witwe mit 4 Kindern bewohnt 1 Zimmer. Die 5 Personen schlafen m 2 Betten, weil weiterer Raum für Betten nicht vorhanden ist. 4. Eine andere lungenkranke Witwe mit ebenfalls 4 Kindenr bewohnt 2 ganz kleine Räume. 5. 3 Familien wohnen in einer Wohnung von 3 kleinen Zimmern und 1 Küche. 2 Kinder find schwer bauchtuderkulös. 6. Eine Handwerkerfamilie mit 3 Äinbcrn kann nur 2 Kinder bei sich behalten, weil für das dritte Kind kein Platz da ist; es hall sich Lei ben Großeltern auf. Die Mutter ist lungenleidend, die Kinder ebenfalls dauernd krank. Die Schneiderwerkstätte ist zugleich Schlafraum. 7. Eine Familie mit 4 Kindern von 16, 7, 5 und 3 Jahren «bewohnt einen hohen kalten Raum. Die Kinder sind skrofulös und rachitisch. Der Raum ist menschenunwürdig. 8. 2 Familien mit 10 Personen wohnen in 3 kleinen .Zimmern und 1 Küche. In der einen Familie hat die Mutter schwere Tuberkulose. In der andern sind Mutter und Tochter tuberkulös. 9. 2 Familien mit ebenfalls 10 Personen haben 3 Räume ohne Küche. Die Möbel stehen zum größten Teil auseinander. 4 Personen schlafen in einem Bett. Andere Betten können nicht aufgestellt werden. Ein Sohn ist schwer tuberkulös. Ungeziefer ist in Menge vorhanden. 10. Eine Familie mit 2 Kindern bewohnt einen kleinen Raum ohne Küche. Der Fußboden ist durchlöchert. Unter der W-oh.mng befindet sich ein Misthaufen. Wanzen sind in Unmengen vorhanden. Ein Kind ist infolge von Rachitis Dec« kcuppelt. Die Wohnung ist lebensgefährlich und der Menschen unwürdig. H. Eine Familie mit 6 Kindern ist ganz lungenkrank. Die Wohnung besteht aus 2 Zimmern mit Küche. Schlafgelegenheit: 4 Betten, weil mehr nicht aufgestellt werden können. 12. Eine Familie, aus 5 Personen bestehend, bewohnt 1 Zimmer, ras mit Wanzen behaftet ist. Betten können nicht aufgestellt werden. Die ganze Familie schäft auf der Erde. Ein Misthaufen sitzt vor i«m Fenster, so dast dieses nicht geöffnet werden kann. — Schauderhaft! 13. Eine Familie mit 4 kleinen Kindern bewohnt 1 Zimmer. ES ist kein Keller und kein Badenraum vorhanden. Kartoffeln, Kohlen, Holz usw. must alles bei der Familie in dem Heinen Raum lagern. 14. Die Familie eines Kriegsbeschädigten (5 Personen) hat 2 Heine Zimmer, davon ist eins schräg. Frau und Kinder sind immer krank. Die Wohnung ist total feucht. Bei Regenwetter muh die ganze Familie in der Küche auf dem Boden schlafen. 15. 4 Familien mit kleinen Kindern bewohnen ein altes baufälliges Häuschen. Der Hauptbalken ist durchgefault. Die Wohnung ist lebensgefährlich. 16. Ein kleines ebenfalls baufälliges Hkntt- eben wird von 3 Familien mit großen und kleinen Kindern (im ganzen 14 Personen) bewohnt. Kein Licht, fein Sonnenstrahl bringt ein. Die 5af> böden sind aufgerissen. Ungeziefer überall. 17. 2 Familien mit 3 Heinen Kindern bewohnen 2 ganz kleine Raume über einem Holzstall. Der eine Nkann ist lungentuberkuloS. Eine Küche ist nicht vorhanden. Die Wohnung ist für Menschen unwürdig. 18. Eine Famirie, bestehend aus 6 Personen, wohnt 4 Treppen hoch im Giebel eines HauseS. Der Bodenraum dient als Küche. Die Räume finb so niedrig, dast ein erwachsener Mensch darin nicht aufrecht gehen kann. 19. Bei einer Familie aus 6 Personen befindet sich unter der Wohnung die Klosettanlage und die Waschküche einer Wirtschaft. Die Fenster schließen seit Monaten nicht mehr. Ungeziefer ist in Menge da. 20. Mann, Frau und Kind bewohnen einen grvsten Raum mit Zementboden zu ebener Erde, ohne Küche. Alles ist verschimmelt. Regenwasfer dringt überall ein; keine menschliche Wohnung. Hebermehl. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Derbindlichkeit der Schriftleitung.) Gewissenhafte Pflichterfüllung. Nach unseren Informationen wird der Ertrag aus der von Ihnen beabsichtigten Tätigkeit nlcht angerechnet, wenn er unter dem Anfangsgehallssah der Gruppe 8 der Staatsbeamten bleibt, lieber«’ schreitet der Arbeitserlos den Anfangsgebalt der Gruppe 8, so dürfte wohl nur der uberschiehende Teil für die Anrechnung in Betracht kommen. Wir raten Ihnen aber, sich vorher erst noch mal bei Ihrer früheren vorgesetzten Behörde genau zu erkundigen. Am 21. März entschlief nach kurzem Kranksein sanft in Gott meine liebe Gattin, unsere gute, treue Mutter, Schwester, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Christine Merten geb. Höhne im 79. Jahre ihres Lebens. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Merten, Rechnungsrat Gießen, den 25. März 1924. Die Beerdigung fand heute in der StHle statt. 61tm Bekanntmachung. Beim Stadtbauamt liegen die Unterlagen für die Vergebung der (Erb- und Maurerarbeiten sowie Herstelluno derMassio- bedten, ebenso der Zimmer«, Dachdecker- und Spenglerarbeiten zur (Errichtung von Wohnhausneubauten am Riegelpsad offen. Näheres siebe Aushängekästen. Derdingungstermin: Freitag, den 4. April 1924, vormittags 10 Uhr. 2212B Dietzen, den 24. März 1924. Stadtbauamt. Drauba ch.____ empfiehlt billigst 2-2020 Mm SWer, £aöiololft.6L Terpentin ■'Schuhputz macht wasserdicht Chem. Werke LubMynski 4 Co. A.-6. Berlin-LlchteAbefp lEanbennctze: Eini. 12 Pf, dovv. 20Pf. Stirnnetee: Eins. 1b Pi-, doppelt 25 Pf. (Auch in weih und nrnu vorrätig.» 14 n I (lisch W nmeer: 51 räutergeisti.20Mk. Maria Aarinin '/, Fl 1.35 SIL, La enbel Orange '/, Fl 1.35 ML, 4711 '/, Flasche 1.4a WIL '/, Fl. 2.50 ML Toilette-^eife: LanoL-Pfeilrina 40Pf-, 5 St. 1.80 ML Steckenvferd-^illemmlch 60 Pi., Ltölnifch-Wasse»-Leist' 4711 70 Pf , Kaloderma 70 Pf., «lock 1.35 ML, Creme Moiiskon 70 Pf. Ra-lcrweirc: Jgemo 60 Pf., Creme Mousson 00 PL Kaloderma 70 Pf. Znhni»a*ta: Btor, Snliflorn, Vcbecco kleine Tube 25 PL arotze Tube 4 > Pf., Slnlobont kl. Tube 35PL ar. Tube60 PL Chlorodont kl. Tube 50 PL nr. T. 80 Pf. Sowie andere Seifen, Hautcreme, M,md- wasser, Parfümerie-, Toilette«Aritkel Grubenholz 50 2177V Behördliche Anzeigen 2205V 35 67 27 43 70 (Post Londorf). Müssig. Angebote sind spätestens bis Freitag, den 28. Marz L Is., nachmittags 3 llfcr, bei der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Eröffnung 3'/« Ahr erfolgt. Die Bedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben. Nähere Auskunft erteilt die unterzeichnete Bürgermeisterei, sowie Förster K a l b e r l a h. Rüddingshausen, den 21. März 1924. Bürgermeisterei Rüddingshausen --- 24,42 — 23,69 --- 20,09 = 22,46 --- 24,85 — 12,13 Familie F. Bonarius Herzlichen Dank allen, die uns bei der Krankheit und bei dem Hinscheiden unseres Kindes so liebevoll zur Seite standen. zutragen haben. Röthges, den 24. März 1924. Bürgermeisterei Röthges. Metzger. Zentrum der Stadt, Kaplansaasse, Löwengasse zu kaufen gesucht. geeignet für Werkstatt. Schrift!. Angeb.' unt 018525 an den Gießener Anzeiger. •W99199—— Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Rinn II. Familie Ludwig Gernandt Familie Friedrich Sack Familie Willi Steinbach. Heuchelheim, Wetzlar, den 24. März 1924. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 26. Marz, nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Sandweg 1, aus statt. 1,14D Der Voranschlag der Gemeinde Ober- Bessingen für 1924 liegt von Mittwoch, den 26. b. Mts., ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwenbungen können währenb dieser Zeit schriftlich ober münblid) erhoben werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Ober-Bessingen, den 24. Mär; 1924. Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Keil. 2203V Todes-Anzeige. Gestern abend um 11 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Karl Gernandt II. im Alter von 74 Jahren. Die Gemeinde WeiterShatn verkauft im Wege schriftlichen Angebots das in den Forstorten Streithain und Windtopf angefallene Fichtenstammholz und zwar: 2. Kl. 8,85 Fstm., 3. Kl. 24,43 Fstm., 4. Kl. 22,85 Fstm., 5a Kl. 52,88 Fstm., 5b Kl. 84,41 Fstm. Das Holz ist mit Rinde gemeffen, jedoch geschält. Die Angebote sind in Goldmark mit der Aufschrift .Holzsubmission" bis spätestens Dienstag, den 1. April, nachmittags 1 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei getrennt nach Klaffen einzureichen, woselbst auch die Bekanntgabe der Berkaufsbedingungen und die Eröffnung der Angebote erfolgt. Weitershain, den 24. März 1924. Bürgermeisterei Weitershain. _________Reichert. 2223V Holzfnbmifsion Die Gemeinde Rüddingshausen be- ; abstchtigt, nachbenanntes Nutzholz auf dem Wege des schriftlichen Angebots zu verkaufen: A. Fichten-Stamme: 3. Klaffe 20 Stück = 33,05 Fstm. B. Kiefern-Stämme: Schnittholz (astrein): 3. Klaffe 13 Stück = 12,61 Fstm. Bauholz: 3. Klaffe 3 Stück = 2,53 Fstm. Holzfudmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Hattenrod soll nachstehendes Holz auf dem Submissionsweg verkauft werden: Kiefern-Stämme: 3. Klaffe 5,92 Fsttn., 4 Klasse 19,34 Fsttn., 5. Klaffe 67,01 Fstm. Angebote sind verschlossen, getrennt nach Klaffen, pro Fstm., in Goldmark, mit entsprechender Aufschrift bis spätestens Freitag, den 28. März, auf der Bürgermeisterei Hattenrod einzureichen. Bedingungen werden vor Oeffnung der Offerten, welche um 2 Uhr nachmittags erfolgt, bekannlgegeben. Es wird noch bemerkt, daß das Holz entrindet, jedoch mit Rinde gemeffen ist, und spätere ! Reklamation über Ausmeffung und Güte ! keine Berücksichtigung findet. Bürgermeisterei Hattenrod. Reed. 2224V Der Voranschlag der Gemeinde Wonnen- rott) für 1924 liegt von Mittwoch, den 26. d. Mts., ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Feit schriftlich ober münblid) erhoben werben. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu ber auch die Ausmärker beizutragen haben. Nonnenroth, den 24. März 1924. Bürgermeisterei Nonnenroth. _____________Hoppe.________2204V DerDoranschlag der Gemeinde RöthgeL für 1924 liegt von Mittwoch, den 26. d.Mts. ab, eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich erhoben werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die AuSmärker bei» Bftür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dein uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir Innigen Dank. Sophie Prang Wwe. und Kinder. Glesien, Hnmmstrasie 14, W den 24. März 1924 Bekanntmachnng. 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bei der Firma Heyligenstaedt L Camp., Werkzeug-Maschinen-Fabrik und Eisengießerei, Aktiengesellschaft in Gießen, eingetragen: 3n Ausführung des Beschlusses der Generalversammlung vom 21. September 1923 über die Befugnis der Inhaber der 9000 Stück Genußscheine, Umwandlung der Genutzscheine in Stammaktien zu erbitten, hat die Umroanblung ftattgefunben und ist damit die in Form jener Umwandlung beschlossene Grundkapitalserhöhung um 9 Millionen Mark durchgeführt. Gießen, den 19 März 1924. __Hessisches Amtsgericht. 21986 DerBoranfchlag der Gemeinde Daubringen fürs Rj. 1924 liegt vom 24. März d. F. eine Woche lang auf dem Bürgermeistereibureau zur Einsicht der Intereffenten offen. Es wird eine Umlage erhoben zu der auch die Ausmärker beizuttagen haben. Saubringen, den 22. März 1924. -Hessische Bürgermeisterei. 2226V Preis. Hoch, jy mit den Dampfern des NORDDEUTSCHEN LLOYD BREMEN Beste Reisegelegenheit in allen Klassen Anerkannt gute Verpflegung und Bedienung Kostenlose Auskunft und Fahrpläno durch sämtliche Vertretungen in Gießen: Th. Loos, Kirchenplatz 13 HARmomums & Flügel ■■ • i ■ ■■<■ ■ AUGUST FORSTE 'Bahnho.fStrasse 65ß ■. ‘ V '• ’'' U. 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