Nr. 303 Erstes ölatt Mittwoch, 24. Vezember 1924 174. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhessen Crtftf rmd Verlag: vrShl'sch« Universitülr-Vnch- und bleindrnckerei IL Lan^e in Sieben. Schrlftlettnng und Geschästrftelle: 5chu!ltrabe 7. Erfchettu täglich, au bet Somu und Jeiertatjs. Beilagen: Uiefeer er 3 amilirri biätter Heimat Im Bild. WenaH.Bejncjfrels: 2 (Bolömark u. 2ü Gold» Pfennig für Irägerlohn, auch bei Nichrerschemen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Je r n | p rech.Anschlüsse: öchriflleitung 112, ’ßer» lag undGefchäftLstelle St. Anschrift für Drahtnoch» richten AnzelaerLiehe». povjcheckkonrs: grantfurt a. 01. 11686. Annahme van . für die lagesnammer bis gern Nachmittag vorher ohne jebeDetbtnblid)keit preis für I mm hohe für Anzeigen von 27 mm Breite drttich8, auswärts 10 «Bolbpfennig; für Ne» Klame-Anzeiaen v 70.um Brette 35 ibolbpfenntg, Platzvorschrift 20* .Aus« schlag. - Berantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Jriebr 2vilh L’onqe; für den übrigen Teil: Ernst Blumschetn.für den Anzeigenteil Hans Beck, sämtlich in Giessen. lUIHt Deutsche Weihnachten 1924. Don Dr ® u ft a d Ctrefemann Reich «ml nister deS Auswärtigen. Die deutsche Seele vermag auch in diesem Jahre da- deutsche DeihnachtSsest nicht mit der Freudigkeit früherer Zeiten zu feiern. Zu schwer lastet aus un« allen noch der Druck des Krieges und beS Unfriedens, der ihm gefolgt ist. Die- fenigen, die das politische Problem .Deutschland" nur als eine Frage wirtschaftlicher Leistungen oder politischer Forderungen betrachten, übersehen die wichtigste, nämlich die psychologische Geile der Frage. Deutschland ist seelisch schwerkrank, — diese Tatsache ist der Schlüssel für viele Vorgänge, die daS Ausland in unserer Politik so schwer versteht. DaS seelische Gleichgewicht dem deutschen Volke wieder- zugewinnen, erscheint daher als erste und wichtigste Ausgabe, zugleich alS Vorbedingung deutscher Zukunft. Don einem ungeheuren Schicksal inS Dunkel gestoßen, ringt die deutsche Seele nach dem Licht. Man sage nicht, bah daS mit Politik nichts zu tun habe DaS war gerade daS Unglück Deutschlands, datz nicht nur zwischen den Ständen und Klassen, sondern auch zwischen dem Geistesleben und der Politik sich Schranken aufgetan hatten, die unsere Erbsünde, die deutsche Zwietracht, sörberten. WaS wir heut« brauchen, tst die sittliche Fundierung unserer politischen Zukunft. 3m deutschen Volke lebt, daS Hai auch dt« starke ‘Beteiligung an den letzten Dahlen bewiesen, ein heiher Dille, dem Daterlande zu dienen. Patriotismus ist aber noch nicht Politik. ES ist die leider noch sehr wenig gelöste Ausgabe aller politischen Führer, diesen reihenden Strom vaterländischen Gefühls zur Erzeugung politischen RutzessettS im Dienste Ration auszunützen. Keine der möglichen nationalen Energien darf für die Arbeit am deutschen Staat verloren gehen. Ain zum Staat! nicht Lo« vom Staat! mutz dabei die Losung fein. Rur wenn eS gelingt, diese politischen Energien auS dem Kampf und der Zwietracht zu lösen und zum einheitlichen nationalen Döllen auf der Grundlage der realen Verhältnisse zusammenzusassen, können wir den deutschen Wiederaufbau weiter fördern. Wer auf die Weihnachtstage vergangener Jahre zurüclblickt, wird sich sagen müssen: Dir sind doch vorwärts gclommen 1 Weihnachtstag ist Tag der Hoffnung. Hoffen wir an diesem Tage auch auf die deutsche Zukunft! weihnachtsbolschast der Papstes. Vom. 23. Dez. (MTV) Der Papst hat beute daS Kardinalskollegium empfangen. dessen Dian Äirbinal Danirorelli aus Anlch des De hnachts estes eine Gl äckwun'ch- adrosse verlaS, in der er u a. den Wunsch aus- 'vrach. datz ein dauerhafter, sicherer ,Tiebe wieder in der Welt einlehren möge, lickt d-r durch die Drrträg? fe'tg-fcve. so dem S(n F icb?. der in den Herzen der Döl er wurzele. Der Papst dankte, indem er zunächst die Glücku ünlche cito bette. 3m H nblick auf das CE'c hnachtssest erklärt? der P pst: Möge vom Himmel der Ruhm Gottes und d-r Fred' f.ir die Menschen h rabkommen. Möge der F. ede ein wahrer Friede fein, ein Friede von Geistern, die in immer stärkerem ilnfma? die Dab.h-it erkennen, ein Friede von Herze., die reines Gewissens sind, ein Friede von Herren, di? von gegen!: t ger brüder.icher Liebe 11 den 'Be^iebungcn zwischen den einzelnen Ve^eolle- rungrkl flen- und den Böllern erfüll f nX Mo'e cs ein F.iede des Willens sein in Zu ttmmung -u dem Willen Go'tes! Möge dis He la- 3adr die Morgenröte d. ses schonen he l gei F -edens sein, von dem ich wünsch'. dass er s ck in Reiche Christi voll; ehe. Das Cufamm-nftrcm n b vieler Löhne der K rche aus allen "Sc.len d r Welt in Kenn mög" dazu beitragen, der Welt den allgemeinen Frieden wederzugeben. Pariser Besprechungen über die neue Botschafter-Note. Paris, 24. Dez. (TU) Rach den Morgenblättern bat gestern nachmittag am Quai d'Orsay eine wichtige Besprechung stattgefunden, cn der ber Direktor der politischen Aotellung Laroche. General De st ick er. der Vertreter Marschall o cks und der juristische Sachverständige Fro- maaeot teilnadmen. 3m Verlaufe der Bo- talung touren t>ie graften Mra.ffe »er Hole fpftaef'at dir die OJ n t f baftertnuter’-f Snöe ber Woche an Deutschland abfmden wird. Die Dotschafterkonferen^ hat ihre Sitzung am FnmStaa vertagt, da die Rote in ihrer end- HUÜgen3 Fassung erst zu diesem Zeitpunkte vor- Ueaen wird. Die drei vorgenannten Perwni.^- teken wurden am Abend von Her not emp- kanaen der sich den Text der Rote vorlegen t-ej. Lon den Blättern glaubt Journal, über den önbalt der Rote nachstehende Angaben machen kölwen. Die verbündeten Regierungen werden Der Reichskanzler an die Entente. Wie die Abrüstung in Europa in Wirklichkeit aussieht. — Verlegenheit tm Völkerbund. Köln, 23. Dez. (Dolfs.) Zur Frage der Räumung der Kölner Zone erflärte der Reichskanzler einem Vertreter der „Köln. Dolksztg", datz ihn diese Angelegenheit mit ernstester Sorge erfülle, da nach allen vorliegenden Rachrichten die Alliierten schon fetzt, also vor Fertigstellung des Berichts der Ko itrollkvmmis- sion, entschlossen s nd, die Kölner Zone am 10. Januar nicht zu räumen. Das könnte Folgen Haban, die nicht nur vom deutschen, sondern auch vom Standpunkt der europäischen Gesamtpoli i! änderst beklagenswert wären. Bei loyaler Fortsetzung der Politik der Londoner Dereinbarungen müsste die Räumung der ersten Rheinlandzone am 10. Januar erfolgen. Ohne diese Räumung drohen alle Erfolge jener Politik hinfällig zu werden. 3n Deutschland und namentlich auch in den besetzten Gebieten würde die Befürchtung Platz greifen, datz der grobe Preis, den Deut'ch'and nut der Sieber- nähme der Laioeslasten ge'ahlt hat, vergeblich ge'ablt wurde. Die folgenschwere Absicht der Alliierten könne keineswegs mit deutschen Versäumnissen in der Entwasfnungsfrage begründet werden. Sachlich bedeute sie die Rückkehr zur Sanktionspolitik, gegen die sich zur Zeit die Lon- ooner Konferenz und die öffentliche Meinung fast der ganzen Welt entschieden ausgesprochen hat. Rach einem Rückblick über die letzten Der- Handlungen zur Mtlitärkontrolle, die schliesslich zur Einwilligung Deutschlands in eine Generalinspektion führten, erinnerte der Reichskanzler daran, datz im vergangenen Sommer der französische Ministerpräsident und der englische Premierminister sich unmittelbar in einem Schreiben an ihn selbst wandten, wobei sie erneut den festen Willen ausdrückten, Deutschlaick durch eine Militär- [entrolle keine Verlegenheiten zu bereiten und die Kontrolle keinen Augenblick länger al6 unbedingt notwendig fortzu- sehen. Er erinnerte ferner an den reibungslosen Verlauf der GencrallnspLllü-.n, bet der seit Anfang September mehr als 1700 Kon- trollbesuchc ausgeführt wurden, sowie an in manchen Teilen unter erheblichen Zugeständnissen Deutschlands erreichte tciltoeife Einigung über die bekannten fünf Punkte. Es geht nicht an, ohne werteres von deutschen Verfehlungen und Vertragsverletzungen zu sprechen. Selbst bei der Annahme, datz der Verlaus der Generalinspektion nicht allen 2IIIiirrten entsprochen habe, und datz die Meinungsverschic- drnheitrn über die fünf Punkte noch nicht befriedigend geregelt seien, könne man doch unmöglich eine so schwerwiegende Massnahme wie die weitere Besetzung deutschen Gebietes rechtfertigen. Den Restforderungen der Alliierten komme im Vergleich mit der ganzen bisher durchgeführten Entwaffnungöaktion nur eine verschwindend geringe Bedeutung zu. Rach einem Hinweis auf die gestern veröffentlichte deutsche Rote an den Völkerbund fuhr der Reichskanzler fort: Kein Mensch in der Welt kann bestreiten, datz Deutschland alle irgendwie wesentlichen Abrüstungsforderungen erfüllt hat, und datz es in einem Matze entwaffnet ist, wie dies wohl noch niemals in der Geschichte ein grosses Volk über sich hat ergehen lassen müssen, und dass von irgendwelchen deutschen Angriffsmöglichkeiten auch nicht im entferntesten die Rede sein kann. Die Besetzung der Rheinlande ist vorn Tcrfailler Vertrag als eine Sicherung der Dest- mächt? gegen deutsche A^griffsabsichten gedacht. Da b r’rtige Absichten völlig äusser dem Bereich der Möglichkeit liegen, kann aus jenen geringfügigen Restpunkten bei loyaler Bertrag saus- legung lein Recht bergeleitet werden, die Besetzung zu Sicherungszwecken über die vertraglichen Fristen hinaus zu verlängern. Denn durch die Räumung der Kölner Zone für die weitere B« setzung des Ruhrgebietes rechn sche Schwierigkeiten entf eben. so können diese nicht anders befei iql w rden als datz mit der Räumung der Kölner Zone auch der Abbau der Rn^rb-'ehung eingeleitet wird. Sonst würde die Füge eintret.n. datz zur Ollistochtchallung eines rechtswidrig 'n Zustandes, w.e ,hd c Ruhrb sryunz d rstellt, e ne weitere rechtswidrige Handlung b • gangen w rd. Es ist n chl abzusehm, was g • scheben würde, wenn an die St ll» srchl chw u ck> vertrauensvoller Zusammenarbeit j y w eb"T e n krisenhafter Konfliitszustand tret m to r5e E u r- 30 n sagte unlängst, dass vcrlänge.t: Anwesenheit fremder Truppen auf deutsch un Geb e: nicht geeignet sei, zu einer allgeme.ne.n Befriedung M.lleleuropns und zu der Wiede h r,'iellu-g seiner v rlfchnftlichm Lege be'iutr gen. Wern sich die Agierten übr d es: Se tr der Angelezen- heit llar find, so werden sie sich der tSrfeuntniß nicht verschliessen könnur, datz für eine Hinausschiebung der Räumung kein Grund vor?egt. der den von Cur-on angedeut trn G fihren sür de D sriedung und den W.edrrauibau Europas d.e Wage hallen könnte. Ur f ?re Abrüstung. — Die gegnerische WeU in Waffen. Berlin, 23. Dez. lWolss.) Ein Teil der englischen und sranzös schen Presse setzt unentwegt die Bemühungen fort, seinen Lesern das Märchen von dem kriegslustigen Deutschland auszutiscken. Ihre Marma-ckikel wirkten derartig beunruhigend, dass selbst alliierte amtliche Stellen sich veranlasst sahen, die Nachrichten als übertrieben zu bezeichnen. Sie erklärten, bah Deutschland zur Zeit allerdings nicht in der Lage sei, Krieg zu führen, jedoch treibe Deutschland in der Frage der Abrüstung Obstruktion. Ausserdem seien durch die 3. M. K. K. derartig schwerwiegende Derstöhe gegen die Abrüstungen bestimmungen festg stellt worden, datz an eine Räumung der Kölner Zone zunächst nicht zu denken fei. 3n der Einleitung zum Abschnitt 5 des Versailler B'rtrages wurde von unseren Derlragsgegnern v.rlprochen, dass die deutsche Abrüstung den Beginn einer allgemeinen Rüstungsbeschränkung darstellen solle. Keiner unsrer früheren Gegner hat das gegebene Versprechen eingelost. Deutschland muhte feine 100 000 Mann mit zwölfjähriger Dienstzeit verpflichten. Wie die Blätter von massgebender Seite erfahren, ist der aus dem letzten Kriege stammende Bestand an aus- gebildeten Mannschaften bis 1930 praktisch nicht mehr vorhanden, da sie infolge ihres fortgeschrittenen Alters für den Kampf in der Front nicht mehp in Frage kommen, so datz Deutschland im Kriegsfälle lÄrtglich über 1 0 0 00 0 kriegsbereite Soldaten verfügen kann. Frankreich, Belgien, Polen und die Tschechoslowakei hiben die allgemeine Dehrpfllicht und beiden ein stehendes Heer von rund 1,3 Millionen. Die be° o.bsichllgte französische Heeresorganisation verlegt die Masse des stehenden Heeres als schlagfertige kriegsstarke Divisionen an die deutsche Grenze. Da die Heeresorganisation in Belgien, der Tschechoslowakei und Polen sich auf der gleichen Linie entwickelt, hat Deutschland im Kriegsfälle von drei Seiten mit einer sofortigen Einmarscharmee de coucerture zu rechnen. Schon dieser Vergleich sollte genügen, um die vollständige Wehrfo'igkeii Deullchlands zu beweisen. Aber noch viel krasser wird das Bild, wenn man die materielle Rüstung F cmkreichs und fen:r Verbändet:» in t de nach rnodcrnen Grundsätzen vvll länd g unzur ichen- den Ausstallung der d uschen Reichswehr x> v gleicht Frankreich ha! rund 300 0 leichte Ma- sch n ngew hr>, rund 10 500 M schin ag weh e. leichte Geschütze rund 2000. schwere rund 1503, Kampswagen rund 6000. F uaz u ze rund 1400: Polen L. M. G rund 650 J. S M G. rund 15 0. L. Gllchähe rund 1300, schw. rund 400, Karnv ° wagen rund 150. F.uazeuge rund 2 0' Tlchccho- slowalei L. M. G. rund 2530, S M G. rund 1500. L. Geschütze rund 800. Scho, rund 5i0, Kampswagen rund 63, F u^z uze rund 5 0; Belgien L. M. G. rund 4500, S. M. G rund 2000, L. Geschähe rund '00. Schw. rund 100. Kampfwagen rund 150. F u-zeuge rund 250; z f immea L. M. G rund 42 000. S M G rund 18 000, L. Geschütze rund 4500 schw. rund 2300. K '.mp - toagen rund 6200, F ugzeuge runb 2400. — Deutschland bat L. M G. 1131, S. M G. rund 792. L. Geschähe rund 238. fch o. rund n chts, Kams-fwagen rund nichts. F u zeug' rund nichts Zeder K nnnenta- zu Lifer Lieber sich! ist überflüssig. Ohne F i ger, Tanks und schwere Artillerie ist Deutschland absolut wehrlos. An der Tatsache wird wirllich nich's geändert, wenn die deut ch:Reichswehr wirkllch einige Gasmasken und Hufeisen zuviel besitzt. o'«r wenn ein übereifriger Patriot in irgendeinem Dinkel ein paar Waffen noch vergraben haben sollte. Deutschland hat in einem Umfange ab- qerüftet dass es den in Waffen starrenden Rachbarn w h los preisgegeben ist. Deutschland hat alle DerpNichtungen deS Versailler Vertrags weit über das erträgliche Mass erfüllt. Denn mit den fadenscheinigsten Grün den die wenigen ihm in diesem 03ertrage cingeräumien Re chte noch geschmälert würden, so wäre das für das deutsche Volk absolut unerträglich. Dir Eiaw ndungen. die von alliierter Seite gegen den Rüstungsstand Deutschland gemacht werden, haben lerne militärische und sachliche Berechllgung. sondern können nur ein Vorwand für machtpolitische Bestrebungen fein. Deutschland mitt eilen, dass der provisorische Bericht der Interalliierten Äon- troll-Kommissionnichtbesriedigend ift Weiter wird darauf Hingewi srn werden, datz ■ »c Kontroll-Kommission ihre A.beit, d. h. ihren Schiussbericht erst einige Wochen nachdem 10. Januar 1 925 wird beenden fonnen. Die Okrbünbcten werden erst dann den Zeitpunkt der Räunning Kölns awzugeben in der Lage sein. Dis dahin wird die Räumung ohne Angabe eines bestimmten Zeitpunl- tes Decaöaect. ,.Keine wesentliche Aenderung". London. 23. Dez. (WTB. j Wie der amtliche englische Funkdienst meldet, wird von massgebender Seite erklärt, dass die Lage, seitdem Lord E u r z o n im Oberhaus? in der letzten Woche die Anstchten der britischen Regierung über die Frage der Qläumung des Kölner Gebiets dargelegt hat. keine wesentliche Aenderung erfahren hat. Per aspera ad astra. Es war während der diesjährigen Herbst» messe in Frankfurt. 3m Earllonhotel lassen Messeleitung und Ehr'ngäste auS dem Saarlinde m l z^h reichen Journalist n bei s stlich m Mahle. alS in der Reihe offizieller R.-den ein Toast auSgebrachl wurde, der all S ec'iaunl auf- horchen l eh, der aber dann begeisterte Zustimmung fand, — daS erste Hoch aus d.friedet? Europa! Jetzt läuten die W ihnechtsalocken daS F " des Lichts e.n, und es hat den 21 sche n als ob — von etlichem abgesehen — w.rklich em Fest gefeiert werden lönnte, daS ber He Isbotlchait entsprichi. Unwilllürllch schweifen die Dedon en und Sriancrungen zurück, en Iihrzehm (cgi hinter uns. das in le ner Schicks.ilsfchwere die wahre, reine Weihnachtsfreude n chl au lammen b-frCn lon-'te 3'M en dl ch tmt n reinerer Har monie daS „Friede auf Erden' über die deutfcheu Xiuiiuc. uUd z)tui uni) Tränen, au<5 2Iot uni) El nd steigt der Siern mit dem Silberstreis der Hoi! nung empor, ucr uns r.m deuisch n We hnachll-: fest die innere, beglückende, seel.sche Stimmung lrcht. Diese Stimmung, daS ist es. waS unS Has Fest in diesem Jahre w edtr zu dem macht. waS es früher war. Wir haben uni selbst wieder- gesunden. und d iS grosse Eh ästg schenk eines Europa, das Spenglers Hypoth.s: vom unter- gehenden Abendland zu rechtsert gen schien, ist die pol t sche Rekonvaleszens. Daran muss man denken, wenn man üb r den engen Kreis Person- 1 ch-r Dinge hinaus in einer rubilen Stunde dec Sammlung sich d S allg-'m n.n Sch ckials und bei Lag? des H ut g n Deu shl nd er nnert Au» den- wundervolleii RaturmychoS der geman Iche Lichtwende, aus dem gewaltigen DilösungS- gedante der christlich m Lehre fle gl der Z iubr, eines F -stes, daS in gläub gen Eh »ren d s |u fum corda zu einem wundervollen EthoS gestaltet. Die Herzen empor zu hofinungSvrl.en D rtr uen auf den Lieg de« LichtS. auf da« Gut? tm Menschen, aus bie sittlich? Kraft der Gerechllgicit! Denken an das, was h nter unS liegt und damit vergleichen, was h ute ist; dankbaren Herzens bea Ab stand messen, der uns tr ’itni von der b ttcren Melancholie vergangener Ws hnachlei. die umflort waren von der Holl 'ungslaf-.gkeit und bitterer R.f gnat on. umschatt.! von dem Okr- zweislungslamp! unsere« Dolle«. D.e Zeil der Prüfungen ist noch nicht überstand-n. ab.-r — wir haben uns selbst m et>erg*funben un) w r dürf et We hnachten w eder mi* innerer Ruhe und mit dem Rechl auf Freude fe em. diS auÄ einem guten Gew flen und aus ehrlicher 2lrbeck lammt W-r dürfen vor allem Weihnachten m dem D wutztfein begehen. daH wir untere« Dolies Sch ckfal wieder fest in Händen halten. Der Jakobitraum von d r H mmrlSk: t-r ist ein Stückchen Poes c. ang wandt n[5 en pol t sch S Sy n- bol. das sich nicht verw rklichen wird, aber hat man nicht das Recht, in d es r stimmungsvoll bewegten Z it an da« Goech wort zu ben!en: S nd'S Ros n. nun sie w rd n blähen!" WiS ui« eine kaum b friedete Well heut? noch nicht cl« Christgllchenk bringen kann, es wird wie die Rofenlnospe einmal erblühen; unser e gmet W?.hnacht?gcsch nk ist d r k ings rne Aus: eg den w r uns ollen G walten zum Trotz ertimpfl haben und der in zwei eindrucksool.en kul.ur- pvl't schen Leistungen neuerdings wi'de' ti£ sch pf r sch? K a t des D uts Nums b w se > hat: Eckeners Z Pp l nslug uno F ellners Er indmigl Dazu d-e pol t sch? B.-ruhigung. bi? D.-r:r gs- ireue erfüllter Pil chten. d r ger ge le G.nz ces w rtsch^stlich n Motors, die U b rwmdung u i- g-beurcr soz al>r Schw er gl it n dec machtvoll« Au trieb deutscher Arbeit und neu.rwach.en Unternehmungsgeistes. Dc.s s.nd Gaben aut dem brutschen We h- nachtstilch', die höher werten al« G sah'.-. 51> toten des Erfolgs. Fortschritte von positiven Werten, die mit j dem Tag.- unfrre Eh n e oer- bessern. E n Doll, das in ähnlich oerzw isektem Ringen erst feine nickte Existenz, bann s n gutes Recht und schl e'l ch fe n?n Platz un er be.i Kuk- lutoöllcm zurackgcw nnt, d s Hit das R cht, We hnachten in der f vH n Zuoellich! za begc ci, dass cS sich sein und seiner Kardcr Zu.n..fi zurack- crobert hall E ns all rdings w'tllt einen grauen Schallen auf den Hellen Licht rsche n — b.e Tlot unterer OHt-n, denen das Sch.cksll d?n letzt.1t Spargroschen nahm. Und gerade hier muss sich das Dort von dem Fest Der Liebe b.währen; die Freude des Schenkens, de immer noch durch die w rtschnftlichen Derhältni s eng b Ichrä ikt ist, muh sich aus diejenigen erstrecken, dir heu.e unveisorgt in schwerem L.bmsl impf? fiten' Rächstenl ebe muh zur schönst n We hn cht pst cht werden und in traurig.-n Herzen w.ch ach liche Kerzen entzünden, die Heller strihlen als da Lichter eines Chnstbaums üb?r üpo gen Tas In. Das b tlerc Los d.r Hand rttausend .. d e vö.l g verarmt nicht mehr die Phys sch? und leelische Kraft besitzen, den neuen Auf sti g u.iseres 03ok >es m-tzukämpfen, die maden. w l c.i Gte'.sendände, . die Daniel trostloser All nstübhen. de cuälrnde Sorge um das Heute und Morg.m, hnen muh e.ne Au'w'rtung aus dem Gellt soz alen Oemci.i- schafisgesühls werden, das sie nicht am Leben verzweifeln lässt ilnmünö g' und Gr? s. s nd aus- gcschaltet aus der R.'chs der Kämpfenden, aber es muh für sie geformt werden, und w.nn das Fest, daS den Menfchen en Weh g fallen se n soll dem Einzelnen eine weihnachtlich? Aufgabe bereitet, dann ist es d e M.s ion g rechter Barmherzigkeit und Mttgesähls mit denen, die nicht mehr arbeiten können. b;e ab - de" ^fauben an eme ausgleichende Gerecht gleit des selbstvrsNm- menden Voltesch cksals nicht verlieren dü f ,n. T-tcser Glaube an die gestaltende, auf» bauende, s Illiche Kraft strahlt aus dem bescheidenen Schimmer des deutschen Chr stbaums. S nd wir auch »roch ein armes Volk, so fönnen wir doch frohen Herzens das schönste Fest der Christen» he 1 feiern, weil wir seinen tiefsten Sinn in unserem Leid empfunden haben und mit g Hu» tertem Gefühl au3 der Dunkelheit zum Lichte schreiten. Und wenn der Zauber des Christfestes die Menschen umspannt, dann wollen wir an die Erfüllung dessen glauben, was Wehnachten der modernen Welt verheißt' d.e Hoffnung auf den F. eben, in dem wir leben, schaßen uni) einer gedechlichen Zukunst entgegenschreiten können. H. Th. W. Verlegenheit des Dolkerdundssekretariats. Genf, 23. Dez. (WTB.) Die Note der Reichsregierung an den Völkerbund wurde gestern vom Völkerbundssekretär in deutschem, englischem und franko i,chcm Text der Presse übergeben. Die Rote hinterließ im Döl- kerbundsiekre ar at einen starken Eindruck. Sie wird in neutralen Kreisen des Sekretariats als sehr geschickt und als eines der wichtigsten Dokumente bezeichnet, die bisher der Völkerbund erhalten habe, wobei die rücksichtslose Offenheit anerkannt wird, mit der die grundlegenden Probleme angesaßt werden, und besonders hervorgehoben wird, daß es sich hier um die erste direkte Kundgebung der Reichsregierung an den Völkerbund in der Veitrittsfrage handelt. Vei den maßgebenden höheren Veamten des Sekretariats hat jedoch vor allem der Passus, in dem der Generalsekretär ersucht wird, die z u st ä n d i g e n In - stanzen des Völkerbundes zu befassen, eine sichtbare Verlegenheit bewirkt. So ist man sich in der Tat bis jetzt über die weitere Behandlung, die die Rote zu erfahren hat, noch nicht klar und hat sich zunächst mit ihrer Llebermittlung an alle Mitgliedsstaaten des Völkerbundes begnügt. Lieber die spatere Stellungnahme des Völkerbundes bestehen nur Vermutungen. So wird geäußert, daß der Rat in keiner Märztagung oder auch erst in der Völkerbunds- Versammlung im September an die in der Rote aufgeworfenen Fragen herantreten wird, während nach einer anderen Auffassung die Mitgliedsstaaten des Völkerbundes in der Veantwortung bei Rote an den General'ekretär erst im Januar zu den verschiedenen Problemen Stellung nehmen könnten. Die -eutsch-sranZösifchen lvirischaftsvechimdlMgen. Beratungen des Reichskabinetts. Berlin, 23. Dez. (WD.) Das Reichs- r a ß i n e 11 tft heute nachmittag unter dem Vorsitz des Vizekanzlers Jarres zu einer Sitzung zusammengetreten. in der Staatssekretär Trendel enburg über den Stand der deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen Bericht er» ftjattete. C?itne Erklärung \ des französisch?« Handelsministers. F Paris, 23. Dez. (WTB.) Einige Blatter der Opposition stellen immer wieder die Dehaup- 'tung auf, die deutsch-französischen Ha ndels Vertrags - Verhandlungen hätten einen S t i l l st a n d erfahren. Der Handelsminister erläßt heute abend wiederum eine offizielle Erklärung, in der er feststellt, daß die deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen am 28. oder 29. Dezember wieder aufgenrmmen werden, und daß es sich bei der jetzigen Unterbrechung lediglich um eine durch das Weih- n a ch t s s e st geboteneDerhandlungspause handelt.. Eine B tte der Saarrrrduftrie an den Völkerbund. Genf, 23. Dez. (WTB.) Wie das ^Journal De Geneve" mitteilt, hat der Generalsekretär des Völkerbundes von der Vereinigung zur Wahrung der wirtschaftlichen Interessen des Saargebietes folgendes Telegramm erhalten, das auch den Führern der französisch-deutschen Del- leg 'tion bei ben deuickch-ckranzöck chm Wirtschafts- Verhandlungen, Retznaldi uid Trendelenburg, zugeftellt wurde: „®ie Vertreter der ve.schledenen Wirtschaftszwcige des Siargabiets fonftafiecen mit tiefem Bedauern, daß bei den gegenwärtig zwischen De ut sch land und Frankreich sckw b erben Wirckchaftsverhand- lungen zwecks Abschlusses eines Handelsvertrages zwischen den beiden Ländern der äußerst kritischen Lage des Saargebietes, das von der Abschnürung von seinem Hinterlande und seinen hauptsächlichsten Absatzgebieten bedroht ist, Zeine Rechnung getragen wird. Da unsere Lebensinterefsen be- Lroht sind, sehen wir uns gezwungen, uns un° gesäumt an die deutsche und französische Dele- gation zu wenden, um sie zu bitten, so rasch als möglich den handelspolitischen Problemen des Saargebiets eine Lösung zu geben. Zur Erreichung dieses Zieles mässen von uns be- zeichncrc Sachverständige zu den Verhandlungen Yerbeigezogen werden. Dies ist das einzige Mittel, um unser Wirtschaftsleben vor den ihm drohenden Gefahren zu bewahren." Dem Tele- gramm ist folgende Bitte beigegeben: „Der Generalsekretär b'ä Völkerbundes würde die von lln- rrrhe und D sorgnis erfüllten Wirtscbaftskreise des Saarge^iets zu Dani verpflichten/wenn er bem weittragenden Einfluß deS Völkerbundes dem das Wohlergehen der saarländischen 'Bevölkerung in erster Linie anbertraut ist im einne unserer an die beißen Delegationen gench. teten Ge,uche geltend machen würde. Semots Befinden. , . 23; ) Heute vormittag hak der Hausarzt des Ministerpräsidenten H e r- r i o t unter Hinzuziehung der beiden Spezialisten die den Min.isterpräfidenten eine Zeitlang behandelt hatten, den Patienten untersucht Cs wurde daraufhin nachstehender Bericht ausge- aeßen: ..Die Besserung verläuft ohne Zwischenfall. Der Ministerpräsident wird morgen aufstehrm können, jedoch noch einige Tage lang das Bein in ausgestreckter Lage halten müssen. Es wird von nun an davon Abstand genommen, einen ärztlichen Bericht zu veröflenl- lichen." Ministerpräsident H e r r i o t hat im Verlause des heutigen Vormittags Handel«- Minister Reynatvt uns Den Präsidenten Der Regierungskommission für das Saargebiet, Rault, empfangen. Don der Repko. Paris, 23. Dez. (WTD.) Die Reparationskommission hat in ihrer heutigen Sitzung beschlossen, nachdem sie sich mit der deutschen Regierung über die Persönlichkeit des Schiedsrichters nach § 69 des Gesetzes über die Jndustrieobligationen g einigt hat. diesen Posten für die Dauer von fünf Jahren dem schwedischen Dankdirektor Markus W a l - I e n b e r g zu übertragen. Wallenberg hat der Repko mitgeteilt, daß er dieses Amt annimmt. Die Repko hat sich dann in ihrer heutigen Sitzung mit dem Sachlieferungsprogramm für Monat Januar 1925 beschäftigt. Noch immer Kriegsgerichts- wrteüe im Ruhrgebiet. Duisburg, 24. Dez. (T. 11) Das belgische Kriegsgericht in Duisburg verurteilte einen Polizeibeamten aus Buer, der vielfach Personen zur Flucht in das unbesetzte Gebiet vcrhvlsen hatte, zu vier Wochen Gefängnis. Ein 20jähriger Arbeiter, der als früherer Reichswehrjoidat ein Seitengewehr laxge etnen offenkundigen Rechtsirrrmn, Der Die Reuverhandlung des Prozesses und eine erneute Urteilsiäl.u:g nitw n ig mach:. Die Entscheidung werde b-mi vor d s Reichsgericht getragen, das die Möglichkeit hat, drn Prozeß an e.n anderes Gericht zurückzuv »Wecken, oder selbst ein endgültiges llrtcil zu fällen. Berliner Pressestimmen. Zu dem Urteil im Magdeburger Prozeß nimmt die .,G e r m a n i a" heute in Ausführungen Stellung, die insofern besonderes Interesse verdienen, als sie die Antwort auf die in der Rechtspresse gestellte Frage geben, ob aus dem Urteil nicht bestimmtepolitische Folgerungen gezogen werden müßten. Das Blatt sagt u. a.: Uns interessiert in erster Linie die politische Seite der Angelegenheit. Von diesem Standpunkte aus gesehen, steht Ebert vollständig gerechtfertigt da. Cs kann gar keinem Zweifel unterliegen, daß er die Ab-, sicht hatte, den Streik möglichst rasch zu beendigen. Das entspricht durchaus der patriotischen Haltung, die er nach einwandfreiem Zeugnis, wie dem des Abg. Fehrenbach, eingenommen hat. Die politischen Folgen, die die Rechtspresse andeutet, d. h. der Rücktritt des Reichsprä.identen, wären nicht zu ziehen. Dazu liegt nicht der mindeste An-, laß vor. Auch die „Zeit" geht auf die in der Rechtspresse aufgeworfene Frage ein und Ein Mstlerkalender fOr 1925 Damit soll das Zubiläumsjahr des Gießener Anzeigers eingeleitet werden. Der hessische Künstler Rrrdvlf Koch- Offenbach am Main hat den Entwurf dazu geliefert. Zn drei Karben auf echtem Büttenpapier gedruckt, stellt der Kalender einen künstlerischen Warrdschmuck dar, welcher in jedem Hause gern gesehen sein wird 175 Ich« Gießener Anzeiger Rahmen der bisherigen ÄDalltfon weiter tätig zu sein. gurReg^erungsbttdunginZessen D a r m st a d t, 23. Dez. Gestern traten die Fraktionen der Regierungsparteien zu gemeinsamen D.sp cchuigen zusammen. 21m Samstag werden diese D.sprechungen fortgesetzt. Die neue Landtagsfraktion der DeutschenDolkspartei trat am 22. Dezember vollzählig zu ihrer ersten Sitzung zusammen, die d.r D sprechung b:r Pol t scher Lage gcto.bmet war. D.schlüsse wurden nicht g.f.ßt. Die hessische Regierung und Dr. Leuäitgens. D a r m st a d t, 23. Dez. Der- neugewählte dem Hessischen Bauernbund angehörende Abg. Dr. Leuchtgens, der Seminarlehrer in Friedberg ist, hatte bekanntlich einige Wochen vor den Wahlen die Broschüre: „Wo stehen wir in Hessen?" erscheinen lassen, die namentlich an der Finanzpolitik der hessischen Regierung Kritik übte. Er ist deshalb jetzt von dem Landesamt für das Bildungswesen vor- gdaöen worden, um sich deswegen und wegen seiner Ausführungen in seinen Wahlreden zv verantworten. Das Verhör fand vor Ministerialdirektor Urstadt und Ministerialrat Dr. Löh lein statt. Abg. Dr. Leuchtgens wel- gerte sich. Erklärungen abzugcben und berief sich aus seine staatsbürgerlichen Rechte, insb.sondere auf Artikel 118 der Reichsverfassung. Das Ergebnis des Verhörs war, daß Abg. Dr. Leucht-- gens von seinem Lehramt vorläufig beurlaubt worden ist. Regierungsneublldung in Braunschweig. Braunschweig, 23. Dez. (Wolff.) Der neu gewählte Landtag ist heute nachmitlag zu seiner ersten Sitzung zusammcngetreten. Zum Präsidenten wurde gewählt: Abg. Wessel (Dt. Volksp.), zum 1. Vizepräsidenten Abg Wesemeier (Soz.), zum 2. Vizepräsidenten Abg R o° losf (Dtschn. Volksp.). Minister Dr. Jasper begrüßte den neuen Landtag mit dem Wunsche, daß feine_ Arbeiten dem Lande zum Wohle gereichen möchten. Die jetzige Zusammensetzung des Landtags bringe auch eine andere Zusammensetzung der Regierung mit sich. Das jetzige Ministerium lege daher seine Aemter nieder. Die nächste Sitzung wurde aus morgen vormittag 10 Uhr festgesetzt mit der Tagesordnung: Feststellung der Zahl der Mitglieder der Regierung und deren Wahl. besaß, wurde zu 21/3 Monaten Gefängnis verurteilt. Drei Dienstmädchen, die bei Offiziersfamilien beschäftigt waren und Klei- duncssstücke entwendet haben sollen, wurden zu je einem Monat Gefängnis verurteilt. 3tim Prozeß des Reichspräsidenten. Magdeburg, 23. Dez. Der Angeklagte Röthardt wurde, wie wir in einem Teil unserer gestrigen Ausgabe schon berichteten, wegen Beleidigung des Reichspräsidenten zu einer Gefängnisstrafe von 3 Monaten verurteilt. Dem beleidigten Reichspräsidenten Ebert wird die Befugnis zugesprochen, die Verurteilung des Angeklagten auf dessen Kosten binnen einem Monat in der „Mitteldeutschen Presse" auf der ersten Seite, in der „Magdeburger Zeitung" und Im „Vorwärts" durch einmaligen Abdruck des verfüaenden Teiles öffentlich bctanntzumachen. Alle Exemplare der „Mitteldeutschen Presfe" vom 23. Februar 1924 sowie die zu ihrer Herstellung benutzten Platten und Formen sind unbrauchbar zu machen. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Angellagten zur Last. Die Urteilsbegründung gept davon aus, daß der Aagllag-e den Wahrheitsbeweis nach vier Richtungen dahin angetreten hat: Der Rebenkläger habe Landesverrat begangen, nämlich erstens durch Beteiligung am Berliner Massenstreik Im Jahre 1918, zweitens durch ^Übertragung dieses Streiks auf Kiel drittens durch den Versuch, einen solchen Streik in Chemnitz durch den Abgeordneten Roske ent- fa^en zu lassen, viertens durch planmäßiges ©ntgcgenarbci'en und Durchkreuzen von Maßnahmen der Obersten H'er sleitung zum Zwecke der Schwächung der Landesverteidigung. In den drei letzten Punkten ist der Wahrheitsbeweis völlig mißlungen, und die Behauptungen des A-geklagren sind tolsertegL In bem ersten Punkt würdigt das Gericht die Beweisaufnahme dahin, daß die Svzialdemo- k r a t i s eh e P a r t e i D e u t s ch l a n d s und der Nebenkläger den Streik nicht angezettelt haben, daß er ohne Ihr Zutun ausgebrochen sei. und daß ferner die Aus- sagen der Zeugen Stz r ig und Gober t als falfdj ausscheiden massen, da die beiden offen» bar das als gehört angaben, was sie zu hören wunichten. m Öcn sonstigen Feststellungen seien der Rebenttager und die übrgen Vorstandsmitglieder mh Streiklutuag eingetreten und batten sich dadurch äußerlich am Streik beteiligt. Handlungsweise verstoße rein j u v i = ]t i sch gegen §89 des Strafgesehbu- tolnn auch politisch und moralisch anders zu bewerten sei. Bei dieser Sachlage ist die aus § 186. sondern aus § 185 des Strafgesetzbucy'.s erfolgt. Eine Beleidigung, deren Sinn sei, daß dem Rebenlläger Landesverrat zuzutrauen sei, sei eine sehr schwerwiegende, insbesondere. weil die Ansicht. die den Rebenlläger bei seinem Eintritt In die Streikleitung geleitet habe, nämlich den Streik so schnell wie möglich beizulegen. und die für fein Tun wesentlicy fei. In dem beleidigenden A stikel nicht erwähnt worden sei. Deshalb >md da der Angriff sich gegen den höchsten Beamten des Reicks richte, müsse trotz der Jugend d:s Angellaaten auf eine empfindliche Gesängnisstraie erkannt werden. V o e V ralst üat^nfoalt und der Vertreter öeö Ql ebenfläqcrä baben iny otoeit die Verurteilung nl h aus b 185 erfolgt ift. gegen das Urteil B . r u s u n g cing legt. 9 - . -^er Geier lstaatsanwolt und die VeiUie'er des Reichspräs.denten erbfittm in dieser Tat- schreibt: Cs ist zweifellos, daß der Ausgang des Magdeburger Prozesses, der den Präsidenten des Deutschen Reiches mit großer Schärfe triff; vom deutschen Volke, das in seinem Präsidenten seine verfassungsmäßige Spitze zu sehen hat, überall, gleichviel, auS welchen Gründen, mit recht gemischten Gefühlen ausgenommen werden muß. In diesem Streit um die Person Eberts muß man gpundsähAch verschiedene Maßstäbe anlegen für das, was ihn früher Im Jahre 1918 bestimmt hat und für das, was er seitdem politisch geleistet hat. Hätte Ebert im Jahre 1918 nicht mit den Wölfen geheult, so wäre die ganze Bewegung in ein wildes bolschewistisches Chaos ausgeartet. Man würde zu dieser rückschauenden entschuldigenden Anschauung nicht lammen, wenn sich nicht Ebert in feiner Eigenschaft als deutscher Reichspräsident als ein Mann erwiesen hätte, der die nationalen Rotwendigkeiten In feiner Stellung durchaus von seinem politischen Herkommen zu trennen weiß. Ebert hat sich mehr als einmal als ein national durchaus zuverlässiger Mann erwiesen, seit er an der Spitze des Reiches steht. W r haben wahrhaftig keine Veranlassung ,üc ben Sozialdemokraten E.e t eine Lanze zu brechen. Aber wir haben den Mut der anständigen Gesinnung, zu sagen, daß ein Mann, der zwei Söhne im Felde verloren hat und trotz der Aufforderung des Kaisers se nen dritten Sohn nicht von der Fr^nt zuruckgehalten hat und der i.i den sechs Rach- krlegsjahren mit großem Takt und politischer Klugheit immer das nationale vor das partei- pockt sche Moment gestellt hat, schlich ich nicht gleichzu st eilen ist mit Verbrechern, die um persönlicher Vorteile willen ihr Volk und Vaterland verraten haben. Das dürfte auch der Standpunkt deS Reichskabi- n e 11 s fein. Ein Echo auS München. München, 24. Dez. (XU.) Der Magdeburg-r Beleid gungsproz ß w r) h ut? in der Münchener Preis? besprochen D e „W n° chener Rcuesten Rachücht-n ' meinm. das Ur e t ergebe eine unmögliche Situation. Der Sache nach fei das Urteil für den Angeklagt.n eine F e>sprechung. Man könne wohl geteltcr Meinung fein, ob es pol t sch zweckmäßig und der Staats.d?e förderl ch w .r. üb.r politische Vorgänge „rechfsprcch n zu lassen, n ch! ab r ta. n man dis Rechtspr chung nachträ ,l ch etwa w g n mang lnder Einsicht verdamm n D e Geiech g- ke t w.rd nicht umsonst mit verbundenen Aug^m dargestellt. Die Hegkrungstrife im Reich. Urrverättdcrte Stellungnahme der D. V. P. Berlin 23 Dez. (Wolff.) Die Rcllionallibe- rale Korrespondenz teilt mit; Die Bemühungen gewisser Kreise, die Stellung der Deutschen Srh.nP ?avt^ vir Aegierungsk 1 ile zu verdunkeln und ihre eigenen Zwecke dadurch au n fr°rrtSÄ3t; So meldet neuerdings - e- baß in bestimmter Form Ge- ruchte auftr2ten, wonach die Deu sche Vollspartei Lr:2r9iei:un9 der Mitte eintreten amSn Stresemann drei toeüere r?nd,lC*,f1'xent Kombination ist völ- lig aus der Lust gegriffen. > "'^it veröfsenllichl in Fettdruck folgen- bvS. Eine berliner Korrespondenz behauptet, darüber unterrichtet zu fein, baf) der Reichs- auhenminister sich bereit erklärt habe, fein 2v>?igen Regierung der Mitte weiter beizubehalten. Wir können demgegenüber erneut betonen, daß der Reichsaußenminister es ablehnt, im Parlamentsauflösurtg in Kairo. Kairo, 23. Dez. (WTB) Der König hat ein Dekret unterzeichnet, wonach das Parlament aufgelöst wird und die Neuwahlen auf den 2 Februar angesetzt werden. Die neu*; Kammer wird am 6. März zusammen treten. Aus aller Welt. Neue Entscheidung in der Austvertnngsfrage. Berlin, 24. Dez. Der .Lok.-Anz" berichtet aus Hannover: Das Oberlandesgericht in Hamm hat entschieden, daß der Hypothckergläubiger vervslichtet ist, dem Hyvo- thekenschulduer gegen Anerbietung einer Aufwertung-simme do i 15 Pro ent des Goldwertes der Htzpot'.ek die notarie I> Loschungsb.w.ckigung und Herausgabe des Hypothelenbrieses zu voll- ziehen. Der Lautderstarker in der Kirche. Berlin, 23. Dez. In der Johannis» kirche In Moabit wurde eine Lautver- stärkeranlage arg legt, die es Schwerhörigen ermöglicht, der Predigt zu folgen. Aus der Kanzel sind mehrere Mikrophone angebracht, die zu Steckdosen in einzelnen Teilen der Kirche führen, wo die Schwerhörigen Kopfhörer eia- schalten können. Der Sumpf in Hannover. Hannover, 24. Dez. (Priv.-Tel.) Al- Ra ch s p l e l zum Haarmannprozeß ist in mehr als 2 0 Fällen gegen Personen die Im Verlause des Haarmannprozesses auf Grund des § 175 belastet worden sind, das (5 traf Der« fahren eingeleitet worden Eine Einbrecher- und Hchlerbande unschäbllch 1 gemacht. Hainburg. 23. Dez. Der hiesigen Kriminalpolizei gelang es, eine gemeingefährliche Einbrecher- und Hehlerbande unschädlich zu machen, die seit Monaten Fabrikgebäude des Hafengebiets heimgesucht und in der Haupt- ache hochwertige Metalle gestohlen halte. Dis jetzt sind im ganzen 12 Personen verhas- tet worden, die als Einbrecher und Hehler in Frage kommen Auch mehrere Großhändler sind stark verdächtig. General Drancker in Bagdad ehtgetroffen, London. 23. Dez. (TU.) Der B zclufd marschall Drancker ist in Bagdad e ngo- troffen und wird am Donnerstag nach Ahuaz toe.terfllegen. Ce n F ug ist bi-h.-r ohne Zwi- chenfälle und Schw.erigk.iten verlaufen. Politischer Mord in Italien Rom, 23. Dez. (WTD.) In Mailand hat ein Dulgare namens Stesanofs Di ml- t r i e s s den in einer Dar sitzenden mazedonischen Revolutionsführer S ch a u i e s f. andere nennen ihn Jschauleff, ohne ein Wort zu sagen durch üns Reoolverschüsse gct ölet. Der Täter versuchte dann S lbstmord zu begehen. Er erllarte bei seiner Verhaftung, daß er von dem mazedonischen Komitee beauftrag! und ausgerüstet tooröen fei um Schauteff zu töten, der gemeinsam « -^aditsch eine Dewegung für die Vereinigung aller Dalkanvöller betrieben habe und auf dem Kongreß dieser Dewegung zum obersten Führer derselben gewählt worden sei. Der Täter bekannte ich zur bulgarischen Rationalistenpartei und sagte, er betrachte Schaut-ff als Qkrrätcr. Er habe ihn tn versch ebenen Städten Italiens, auch in Rom, gesucht, und tn Mailand erfahren daß er sich nadj Wien begeben wolle. Am Samstag habe er ihn in Mailand auf dem Domplatz getroffen, ihn aber geschont, um nicht die Passanten zu verletzen. Er habe mit feiner Tat Mazedonien von feinem schlimmsten Feinde befreit die q Tcbir H. B. Kyrie eleiS. ISamfrauen ! kauft nur Chaiselongues Sofas pIWMTT u. landW. Forscher Cafe Astoria Jusfus von Lieb io Hotel Prinz Carl • Gießen 31 X fr WA • V, deaas - Sieg 13S. Don De« eyner maghet, hat iS war, vrow fi! al he hemelsche Schar, Elseail’'e!!alirU fcnhl (Thlr.). Am 2. Feiertag, 11 Uhr vormittags: Frühschoppen - Konzert 24 Mr. 12 . ttldung in veig, - Äm dienst in Mflojung vo. 5) DerAövighal onach das Paria« und die QlcutoitM Jt werden. Sie neue jufdJiimenttden. Guter Schlaf tft b. belteivllmlfteL IHeinllben. f (9ro il Klein in. od.o »iiibev. Sinblinair., a. L-rio. Beauemerrd«ns.5ll,t zu bähen in dllen einschl DefäilqosdiÄfleD Grossisten zum Bezüge weist noch: Gebrüder trieie Aktfengesellschaft Uinchau Bet. Dresden. 1. wenn der Beginn deS Hunde. besiyeS vor den 1. Juli fällt 2. vom 1. 3ult ab .... . für jeden Hund. Für den mehr ochen Hunde- besitz werden folgende Zuschläge erhoben: \ für den zweiten Hund . . . „ „ drillen .... . . vierten ..... ufro., so dah für jeden weiteren 2 7. Dezember Sonntags- den staatlichen Durcaus. Bekanntmachung. Detr.: Gemeindehundesteuer. Durch Vesthluß der Sladtverordneten- Dersammlung oom 22. Dezember 1924 wird die Gemcindehundesteuer für daS Kalenderjahr 1925 wie olgt sestgefeht: — Auszahlung her 2H1111hrrcn t e n. Das Postamt teilt unS mit. hab die Militär renten für den Monat Januar bei den Postanstab len bereits am 27. Dezember zur ÄuSzabiuni gelangen. mmengestrim. Lm A-D-Ifell» roten Abg ■äfiöenten 2T>g üfter Dt. 3a|ptt } mit dm nde zum QBD()k fle, 3uiQmmcn|ei)ung bd andere 3u|dmmen. 4 Das jetzige Dine Aemter nie« wurde auf morgen mit bir Sagrtord» der Mlgtteder der Dachdem seitens der Aeich?regierung für den 27. Dezember 1924 Sonntagsdienst angeordnet wurde, hat das Gesamtministerium beschlossen, dast für den genannten Tag her Dienst in den staatlichen Dureaus wie an Sonntagen zu regeln ist. ____ Kostenlose RaUchltye zur richtifen Düryunt erteflit LnndxvLrlscriatlllcFke Auskunllsstelle des Deutschen Kaiisyndikats G.m.b.H. Darmstadl, Elisabelhensirasse S An den beiden Weihnachtsfeiertagen sowie Neujahr Fest-Diners u. -Soupers in verschiedenen Preislagen Reichhaltige Abendkarte Out gepflegte Weine erster Firmen Vorzügliche Küche «r Mäßige Preise Separate Gesellschaftszimmer Gleichzeitig empfehle ich meinen n <- u renovierten Saal (weißer Saal, zirka 100 Personen fassend) zur Abhaltung von w» r> p i rz- ii pnT Fcs.cssen, Familien- und Vereins-Festlichkeiten W. DlUCiIlKI Scheuertücher West. LuswettungSstage. )er .Lv!.-2nz " bf aL Oberlandts- enlschiede". dah ta chlel ist, dm.-Y'o- :bietung einn Aul' pent des Soldw-ttc- cöl^ingibticlijung helenbrieses zu doH* Am 31. Dezember: Große Silvesterfeier mit Tanz Karten am Büfett erhältlich. - 1E0 Junac Icaereike Hühner f offenen zu litt 4a»n p. Liuck. 5bei2ü L ck. franko. (Garantien IcoenDe Ankunfr. ^ost Koch 133)2. Nach Nß-Rö-, (MITTEL- u. SÜD* O Die Gewährung von Unterstützungen an Staatsarbeiter. Den Lohn- dcdicnstelen der ftaatL Heil- und Pilcgeanstaltcn ist nach einem D.lchlusse de« Gcfamtministeriums die gliche ilntcrftürung und unter den gleichen Bedingungen zugelvrochen worden, wie sie für die Ichten allgemeinen ilntctft Übungen an Beamte der Gruppen I—VI festgclegt worden sind. in der Kirche. i der Johannis' >e eine Lautver» öle es Schwer^ i zu folgen. 2u pßone angebracht Teilen her JW igen Kopfhörer w ‘Ö W Dr. Leucht- Qml vorläufig OSTASIEN-AUSTRALIEN 2 Regelmäßige Schiffsverbindungen Av . nach affen IDetttelfen Hervorragende Reisegelegenheiten In alten Klassen. AllerbesteBedlenung u. Verpflegung Kostenlose Auskunft u. Ptatzbelegung durch Vertretungen dea NORDDEUTSCHEN LLOYD BREMEN I In Gießen: Theodor Loos, Kirchenpl. 13 II ■■■■—«------- ■ ■ ■ — Zuschlag sich verdoppelt. Die Höhe des । Zuschlags regelt sich wie oben unter 1. und 2. nach dem Zeitabschnitt, in dem der mehrfache Hun^ebesih einaetreten ist. Die Zahlung der Gemeindehundcsteuer hat mit der staatlichen Abgabe bei der | Finanzkaste )u erfolgen. I Ferner wird noch darauf hlngewiefen, dast, wer die erfolgte Abschaltung eines Hundes bis spätestens zum 31. Dezember 66. IS. bei der Stadlverw I- | I «ung - Stadthaus Bergstraße 20, Zim- ! mer Nr. 13 - schriftlich oder mündlich ! angezeigt hat. von der Entrichtung der, Hundesteuer 1925 befreit bleibt. 10364D I Giehen, den 24. Dezember 1924. Der Oberbürgermeister: Keller., LS- An beiden Weihnachtsfeiertagen mittags und abends: Künstlerkonzerte (Weihnachtspotpourri) Zentrifugen Buttermaschinen und Waschmaschinen licirrt au flünfnqücn ZahlungSbedtnsungen KurlSchm;edeknecht Handetsbüro 8524 a Giehen, Ludwigsplatz 4 «Haltestelle der Ttrahrnbabni. iisais Asses aus Sru-td ^ ;Slrasvec- n. [erbonbt °°schäM «BffS ti&S ,aaie )l unö >n Dit ersva^ ^er $ *•» eÄ* 2111 f e ng> n Bagdad l” A) simi- itzende" g^nennej cif,<6«'»/ Einladung zur ErstänznngSwabl des Vorstandes der israol. Religious- gcmrinde (tzicsien. ES wird zur Kenntnis der Interessenten gebracht, dah in Genrästheit der Bestimmungen der Wahlordnung für die Wahl deS Vorstandes der israelitischen Veli- gionsgemeinde Giehen vom 4. August 1S"1 infolge Ablaufs der Wahlzeit deS Mitgliedes Herrn LiegmundAof en bäum eine Ergänzunaswad l notwendig geworden ist und dah diele Wahl Sonntaa, den 28. Dezember 1924 im Sitzungssaal deS Gemeindehauses in der Lonystra e dahier stattstnden 'oll. Alle nach § 2 und 6 der Wahlordnung Stimmberechtigten werden zu dieser Wahl mit dem Vemerken emgeladen. dah die Abstimmung in den Stunden von 10 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags stattfindet. Zum Wahlkommistar wurde Herr Tbelf Vaer ernannt Giehen, den 22. Dezember 1924. Der Vorstand der israelitischen Aeligions- gemeinde Giehen. Moritz Strauß. 103330 ^Mugebäöitt deinen’ & T" KsL PEDDIGROHR-MÖ3EL in allen Preislagen Polstermöbelhaus A. Wehrheim Gießen, Löberstr. 17 MMa Aus Stahr und Land. Gießen, hen 24. Dezember 1924. NZeil) trachten. Dichte Menschenscharen drängen sich durch die hn Däininergrau liegenden Strahen, am Abend füllt Helles Urcht aus den Schaufenstern aus die wogende Menge. An den Dtraheneden werden Tannei'bäume zum Verlaus angeboten, ihr Dust erinnert an den deutschen Wald und an die Sommerzeit. Die Sisenbahnzüge sind überfüllt, heimwärts hecht die Lo ung der Reisenden, unter denen die Jugend überwiegt. 3n den Häusern, wo Kinder lind, ein geheimnisvolles Aaunen und Flüstern, ein beglückendes Heimlichtun und Verbergen von Dtngen, hie bis zum heiligen Abend der Sicht entzogen werden sollen. Dann an diesem Abend die Stille aus den Straßen, die Freude unter dem Lhristbaum. daS Gefühl deS ©ebotgen- feinS unter lieben Menschen. In den Kirchen erklingen alte Lieder. Die Kunst malt Maria mit dem holdseligen Angesicht und der heiligen Mut- terfreuhe tn den Ge ichtszügen. ADrecht Dürer. Ludwig Aichter, Audols Schäfer zeichnen das deulfche We-.hnachtSfest: hen Gang zur Ehrist- metle, haS Lhoiachia'en und Singen vom Turm, den Jubel in den Häufern. Verschneit ist die Landfcha't, rotglühend geht die Sonne aus, ihr Schein spiegelt sich in den Fenstern. Die Sternen- nacht breitet sich aus. so still ist sie, dah man das Flügelrauschen her Engel, die die Heilsbotschaft bringen, zu hören glaubt. DaS allein ist deutsche Weihnachten. So ost die Tage wiederkehren, in denen unsere Dorsahren das Fest der Wintersonnenwende feierten, treten diese Bilder vor unS hin. werden diele Empfindungen In uns wach. Rechte Weihnachtsfeier ist eS jedoch noch nicht, wenn man nur hen Stirnmungsaehalt deS Festes auf sich teilten läßt. Weihnachten ist her GeburtS'.ag Jesu Ehristi. Wie man an dem Geburtstage eines ©roßen der Geschichte sich tlnrmaj)t, waS er für die Menschheit bedeutet, so sollen wir in diesen Tagen auch fragen WaS ist unS JefuS? Der. um den es sich hier handelt, hat zu seinen Lebzelten gesagt: ..Ich bin daS Licht der Welt, wer mit nachfolgt, der wirb nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird daS Licht des Gebens haben" Das ist ein Wort von bedeutendem Gewicht. Wer fo redet, muh der Frage standhalten, ob er ö:e Wahrheit redet, ober ob man ihm alS vermessenen Phantasten an^ufehen hat. Die Geschichte der beiden letzten Jahrtausende gibt diesem Worte Jesu in vollem Umfange recht Königreiche sind in dieser Zeitspanne zusammengcbrochen, über philo- -.VsJsrDie besten der Gegenwart -! MZNWSV und Drucksachen alierArt betert in jeder gew-ünicnien Auiitittung stilrein und | preiswert die Urüuf»et>e Uni». Dntcitcrei. k. Lane«. Aussprüche hervorragender deutscher Landwirte 'x r x’sche Handelsschule V Ogi Gießen, Goethestr. 32 12.Jan.1925: Beginn neuer Kurse Prospekt u. Auskunft d. dicSofoitnKtT. 19 24 „ 48 „ . 96 „ Huid derI traut. Vie Errichtung enter erbet«11« wurde beschlossen. Ferner wurde eine Entschttz^ ßung gefaßt, die an b925. Anmeldungen b s Aiim 31. Dez. 1924 untei Angabe seiner Forderung an Philipp Ltrob, Wiffmar, Haus Nr. 41, erbeten. Fadrifiintrrnihmcn lucht per sofort od. später btadttheatel younerslay, 25. Ser. (1. b-etcrdii) 11. Doinersfoi- Avolluemknt-vorll uonti 4h. nnd)’-'1.1161 MNerleglM. (?tn Venenöenfptrlin 9 Bildern v. Unner. Freitag, 26. Dcz^ (2. AciertQfll anher Abonnemenl von 31/, bis 5‘. Uhr Bet (Weit.. Ein heiteres Tori' begebnts in 3 ?h:p nünen von Pohl- Bon 7V2 bis 10116t; liniere Heine M Schwank in 3 Auit von?lvernHovn>vc6 LamStag.S7.Tc., (3 Qcicringi anker Abouuemerl non 3','2-5'/. Uk>r StömlGelbuMüiiifl oder [10211c M^kirek £a ’hmemö irrs MlMchlMM. Märchen in 6 EM* dern von Hermnii' Sieingoeiier. fBonT’/.b. nndHOlljl »ort« Komödie in 1 N°» fptel und 3 SIIüii von Kaiser. Sonntag, ^S.Tcki von 77» bi " Wi, I3ht: ErftnufMbrnng mein Bettet mtH Schivunk in 3 A li.'ti von Jriedmotit- Fredertch u. 9? ober« G.S.C.1W e. V. •« 2. Feiertag, 11 Uhr: FrühsDiiB bei Mitglied Laaer. O'27.LU.77-V!ir Wsibn?. nni JhrBehl.EZjni.Sehv Leistungsfähige, altrenommierte BeWattu der Mosel, mit ebenem Weingut «t 6 Akte. Dazu: Die Stimme derNachtigall 3 Akte. Ab 2. Feiertags Ein jährliches Abenteuer Ein Film v. jungen Mädchen, Elefanten und and. wilden Tieren. 6 spannende, hochinteressante Akte. Ferner: Chaplin als Pseudograf Große» Orchester. AMA ein deutscher Schäferhund. 65 cm hoch, startknöchelig, schmarzgelbe Narbe mit dunkler Maske, straffe Stehohren, ein Jahr alt, Rufname Falko. Sachdienliche Mitteilungen an unterzeichnete Stelle. Vor Ankauf wird gewarnt. WWWWI Siegen Esaffiaa oöei -mäödien (2 Stunden täglich, sofort gesucht Io,»«, (üoetbestr. 67 1. Suche öum L Jan tüchtiges Mädchen 10349D Schäfer, sicher Straffest. 2Ibsahrt nach Marburg 27. 12., 6.20 Uhr nachm. Treffvunkt Bahnhof Gies,en. 105,0 D Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Der Borstand. •ooeeooeoeftf? 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Wir r bedürfen der Sonne der itadtthealfi -Ss 11 WÄ °UMlisL i w’ 9i'l|irrn46T«- •wMt Ein bfi sV er 5>ichterbaum, der zum Sinnbüd aller unserer Weihnachtsfreude geworden ist. txrcinigt in sich christliche und heidnische Züge, ist zugleich ein Gruß auS altgermanischer Dorzeit und eine Verkörperung des Lichtaedankens. dessen Sieg in der Geburt bc4 Erlösers gefeiert wird. Die Derehrung des Lichtes und deS DaumeS. zwei Zemente fo vieler primitiver Religionen, sind hier zu ein- verschmolzen und m eine genug verllcirte Sphäre gehoben. 3m Dera le ich mit anderen Weihnachtssitten ist der Chrastbaum- brauch sehr jung; man kann ihn nicht über 400 3ahre zurüctversolgen. und zum Allgemeingut der deutschen Welt ist er höchstens feit einem Jahrhundert, zu dem des Auslandes seit noch nicht einem halben Jahrhundert gewor- den. Aber Jahrtausende haben die Entstehung und Derbreitung dieser Sitte gleichsam vorbereitet; urälteste ileberüeferung ist in thr Erhalten. Der direkte Vorläufer unseres deutschen LichlerbaumS ist der Iulblock, den die allen Duschen beim Iulfcste entzündeten. Der Herd war damals als der Hüter- des Feuers das kostbarste Gut, der Mittelpunkt des Hauses und her Familie, und so wurde es Brauch, mit dem Beginn des neuen Jahres im Winter, in dem man den Herd besonders brauchte, ihn zu erneuern zu heller, froher Glut anzufachen. Gin gewaltiger Holzklotz wurde beim Julsest ange° lünöet und in einen Herd geworfen; die'er „3^ L>t“ hieß später auch „Kalenderklotz", weil er an den Kalenden, dem ersten Tage des neuen wahres, angezündet wurde. Dt^r Klotz war geheiligt und an seinem iWa Schein erfreute man Lch bje ganze Festzeit. Wit seiner A che wur- Dct Dieh, Korn und Feld gefeint, ft 'wuy.e vor Krankheit und G.Witter. Der 3u}g J ja auch heute noch Nicht aus dem ^..isbcauch verschwunden, wird vielfach sogar tote ein b_- Strahles auS der Fülle des erquiden. der in ihre Seele sucher. Gr gehörte nicht nur In die Schar derer hinein, die es zu allen Zeiten versucht haben, sich das Geheimnis der ewigen Wahrheit zu dann Auge und Herz immer Schimmern und Leuchten des war die Wahrheit selbst. Gr war auch nicht nur ein WahrheitS- zeuge. der mit flammenden Worten und ffü« hendem Herzen von dem sprach, was wie heiliges Feuer in seine Brust gefallen war. Hein, er ist die verkörperte Wahrheit. Das Letzte und Tiefste. was es überhaupt gibt, ist in ihm offenbar geworden. Das Geheimnis der Welt hat sch ui ihm enträtselt. Der Llrgrund aller Dnge hat sich in ihm aufgetan. Er war das Licht. Gr war die Wahrheit selbst. Gewiß. gegen die Anerkennung dieser Wahrheit sträubte sich der Mensch. ®r läßt nicht von feinen Dvrurteilen gegen sie ab. Sein Geist erhebt den Anspruch, die Wahrheit meistern zu können. Er will selbst der Maßstab aller Dinge, sogar der Maßstab der ewigen Wahrheit sein. Darum leben die Einen in dem Wahn, daß alles, was durch das Nadelöhr deö menschlichen Erkennens und Verstehens nicht hindurchgehe, überhaupt nicht editiere. Die anderen greisen nach dem Hammer menschlicher Kritik und schlagen solange auf das majestätische Bild der Wahrheit ein, biS nicht mehr als ein Torso übrig bleibt. Der gleicht dann allerdings dem Geist, den wir begreifen. Aber hat unser Geschlecht nicht lernen inü fen, daß die W.rklichle t des Werdens und des Geschehens in der Ratur viel erhabener ist als menschliche Gedanken cS )u erfassen vermögen? Wir sind von Geheimnissen umgeben, denen gegenüber Bois — 'Rehmonds Wort gilt: 3gno- ramus et igrrorabimus. Wir sind im Begriff, mit den Männern der W senschaft wieder Ehrfurcht vor dem Welträtsel zu lernen, ilnb da svllten wir nicht auch die Pflicht haben, in ehr- «em Schweigen vor der ewigen Wahrheit auf dem Angesicht 3esu Christi uns zu beugen? Wenn ich die Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still. Oder der Menschengeist bildet sich ein. daß nur im steten Suchen nach Wahrheit, aber nicht im Des he der Wahrheit das tiefste Glück der menschlichen Seele Lege. Sei fing sagt einmal: Wenn ich vor dem Throne Gottes kniete und Gott hielte in feiner rechten Hand die Wahrheit selbst, in der anderen Hand aber stetes Licht, Leben, Liebe! Don Pfarrer Friedrich Geest. Drei Worte stehen aus dem Leichenstern Herders in Weimar: Licht. Leben, Liebe. Ein Dreigestirn leuchiel über der Krippe zu Bethlehem: Licht, Leben. Lebe. In diesen drei Worten ist das Größte ausg sprachen, was das Menschenherz zu fassen und was des Menschen Geist zu ertennen vermag. Dieses Größte aber ist in dem Kindlein in der Krippe angegeben worden. Darum beugen wir uns in Ehrfurcht vor ihm. Wir w slen nicht, in welcher Jahreszeit Jesus wirklich geboren wurde. Ja. wir können nicht einmal das Jahr feiner Geburt genau bestimmen. Aber die christliche Kirche handelte überaus sinnvoll. alS sie im vierten Jahrhundert das Geburt-fest 3e|u in die Zeit der Wintersomenwende verlegte. Da ist die längste Dacht in der Tlatur endlich vorüber. Die Sonne hebt zu neuem Sieger laus an. ist das nicht ein Zeichen dafür, daß mb der Erscheinung 3esu die Rächt des Irrtums und der Lüge überwunden ist und .daß nun daS Licht der Wahrheit feinen Siegeszug beginnt? Gewiß Sterne der Wahrheit leuchteten mit ihrem milden Schein auch schon vor dem Sonnenaufgang der ewigen Wahrheit in die F nsterniS hinein, die über der Welt lag. Gott hat dem Menschen in seine Brust das Suchen und Sehnen nach dem Frieden GoiteS und nach der Kraft, die von Gott kommt, gelegt Dieses st Ile, starke Sehnen machte manche Seele in dunkler Dacht getroft Meberragmtx Perl5 ilich eiten traten hie und da auf, zündeten die Fackel der Erkenntnis an und trugen ihren Schein wie Prometheus in die dunklen Täler menschlichen Irrens. Aber 8»l da G.A. IltijBl W* W Htfc l M/i »" '-Wy-til I »Inzeln anl Hy 2» kombinier Ä Jims" - 1925 Beginn neuer c en Handelilich'm * Auskunft durch die .•HandeisLUhlemen , von SG SS- Hm- K Mittwoch. 2vezember 1924 Giehener Anzeiger (Seneral-Änzetger furVverhessen) st a 11 u n wie er »■«in’/oom'Hoinl sSeg.Blafen.u.Nierenletb.,I-ld läteirt nlflMoblJl ilblil! t) Ist beit, ftarlsipruöei öisüirchrn4l Ostorcuß^n und Rorddeut'cklend. wo der Brauch ur Goethrzeit sich eingebürgert halte. Süd^cuilchland. .'ach dem Rhein, nach Deri/fl-ii'-.l ward. Bon Deutschland Vie Stellung des Handwerks im kulturellen Leben unseres Volkes. Don RcichSlunstwart Dr. Edwin RedSlob. Gegen die Wohnungsnot in Gießen Die Richtlinien für die neue Wohnungsbauaktion. 3m Anschluß an unteren gestrigen Bericht über die Stadtverorlln tms tung vom Montag, in der über die Durch'ü'irung biS Restbauprogram m s der Stadt Gießen für 1924 entschieden wurde, tragen wir nachstehend die Bedingungen nach, die für diese Wohnungs- baualtion gelten. Es ist bestimmt worden: I. 1. F'ir i-bc Wohnung können an Bouda'- leben aus stadt fchen M tLln b s zu 8)03 Mk. jedoch nicht über 8/t der Baukosten, gewahrt werden. 2. Baugelände w'rd unter der Bed'ngung abgegeben, daß die lieb rgabr des Gelindes erst bei Daubcg nn. d e Auflassung nach Do'f ntung des Rohbaues erfolgt Das Gmchm gunqsrccht der Baupläne über das zu erstellende Ge'äude behält fick die Stadtverwaltung in diesem Falle vor. 3. Tie Wohnung muß ein Jahr nach dem erfolgten B. g nn des Rohbaues bezugsiähig fertiggestellt sein. 4. D e Herstellung von G schaftsrau-ren sowie die Umwandlung von Wohnungen zu Ge chifts- räumen ist nur m.t Gen hm gung b'r Stadt ©leben zul 'ss g. D r Dari hensn h ner b'antragt und b-to flgt d e Eintragung einer entprtche>d beschränkten p rsönlich.n Dienstbarkeit zugunsten der Stadt Gießen. 5. Die Darlehen sollen vorzugsweise zur Errichtung von Grupp'N-, Re hen- und M.hr,tock- werkhäusern gewährt werden. II. 1. Das Daudarl hen soll vorzugsweise nur in Gießen Wohn ndcn gewäht w rben. 2. Bei den Bewachungen s n) solhr Gosuch- steller. die als dringend wohnungsuchend anerkannt. und diesen g'N. die e.nr Wohnung frei machen, bei den gleichen Voraussetzungen zu bevorzugen. „ , 3. Die Darlehensnehmer müssen den Rach- weis erbringen, daß sie über die zur Fertigstellung des Bauvorhabens noch erforderlichen Mittel verfügen. Di ser B trag ist für den Dau in entsprechender F rn sicherzustellen. 4 Die Unterstützung durch die Stadt erfolgt nur für solche Wohnungen, bei d nm nach Größe, Anordnung, Rc.um-ahl, Raumhch- und Aus- fiatiung d.r angemessene D.darf nicht überfchr t- ten wird. Mittel- ; bereits zt auch nach früher im europäischen KulturkreiS Daumver» ehrung und Lichtanbetung in dem Lichterbaum verschmolzen wurden, denn solche mit Kerzen geschmückten Bäume ©erben schon in den Epen der französischen Ritterdichtung erwähnt. Die ersten urkundlichen Zeugnisse für diese Sitte haben wir freilich erst aus dem 16. Jahrhundert, und zwar aus dem Elsaß, das für uns die Heimat des Christbaumes ist. Aus Schlettstedter Urkunden der Jahre 1521, 1546 und 1555, geht hervor, daß damals bereits „Wllbnacyts- bäume ‘ geliefert wurden; sie scheinen aber nur mit Ueffeln, Papierrosen und .Zischgold' geschmückt worden zu sein, tote eine Straßburger Schilderung von 1604 erkennen läßt. Auffällig ist allerdings, daß uns schon aus dem Jahre 1611 eine Weihnachtsbescherung überliefert ist, bei der „Diel hundert Wachslichtlein auf grünen Tannen brannten'. Diese Schilderung findet sich in den Denk'.würdigkeiten der Herzogin Dorothea Sibylle von Brieg. 3n Schlesien gab es allo bereits zu Anfang des 17. Jahrhunderts den Lichterbaum, und es wird auch während des dreißigjährigen Kri-ges vereinzell von ihm gesprochen; die schwedischen Reiter sollen ihn in die ilmacgcnb von Leipzig mitgebracht haben. Doch das lind alles nur vereinzelte Erscheinungen, die an Hosen und bei reichen Leuten zu besonderem Schmuc» des Festes eingeführt wurden. co bracht e auch schon die deutsche Gemahlin Georgs III. von England um 1760 ben Wechnachtsbaum nach London, freilich noch ohne Lichter. Die Weihnachtspyramide, ein Aufbau aus Hölzern, -.nach'.: ih.n damals noch den Rang streikst Zur allgemeinen deutschen Sitte ist der Weihn^ chtsbaum erst im Zeitalter der Befreiungskriege geword-en, in dem er aus Laß dich von der Allgewalt heiliger Heüandsliebe in Seele und Gew.f en überwinden. Vielleicht darfst du eS mit Paul Gerhard bezeugen lernen: Ich lag in tiefer Todesnacht, Du to. r.eft meine öo ine, Die S.nne d:e m.r zi.georacht, Licht. 2J>en, F.eud und Wonne. Laß dir von der opferstarken L'.ebe Jesu dein Herz weiten. D»elle:ch. lernst auch du Liede ü?cn im Verkehr mit all den Menschen um dich her. Ern Strahl wahrer Liebe in deinem Herzen und in deinem Leben — das ist thc schönste Weihnachtsfeier. III. 1. Da- Btudarl hen und d'e Kiuffurnme des Geländes, w nn solch S vo i der St bl erto rben, w rd als 1 Hypothek im Grundbuch c ng ir g n. 2 Die Verzinsung deS städl scheu Dur- lebens wird auf 4 Proz., ble Tilgung auf 1 Pro- f cftQcf cfiL 3. Die Verzinsung der Geländekaufsumme hat mit 5 Proz. und die Tilgung ml 3 P oz w c4rl^ng.n#d,^fxmgcn f nt> in Di rt lj hrlichen Raten in to-r beltänb g r F rm Dorjuneb neu. 5. Die Verzinsung des Durl h-n- erfolgt erb mit F rligstellung der Wohnung, bzw. nach Ablauf der unter Ord.-Rr. I, 3 sest^ l?gten 3-ift von 1 Jahr nach B g nn deS RohrnueS. 6. Die Verwendung des D rieben» leibet ?u anderen Zw.'cken als dem beabficht g ei Bau ist verboten, bei Zutoiderh mMung wrd dtS Dav- lehen fofort. einfchl. 15 Proz. Zmfen vom Tag» der Darlehensh ngabe. fällig. 7. D s Baudarlehen to rb ht Teitz^h'ung n ie nach Fortgang des Baues to der We se gegeben. daß in der R gel die erste Häl'te während des Rohb ues, la Raten von ® sch ß zu Gesch y je nach deren F ^.gstellung. die andere Häls^ währ .nd des mrt ren AuZbaueS o r ibfolgt to rX Meier die ordnungS nähige Verwendung der Gelder kann ein RachweiS jederzeit verlangt werden. 8. (Sine Tilgung der Hypothek zu einem früh'ren Zeitpunkt. aU in d n vor teh nden Bedingungen Dorgcf h n. ist jed rze t mögti4. 9. Das g geb nc, hypolh k r sch g sicherte Dari hen ist In H>h? d-s noch zuruckzuxchl.nden Betrages sofort fall g. falls em D.rkiuf deS Haus7s stat f ndet. D e Stadt b h l' sich b'S zur enbg iltigen Löschung der Hvp th I das W e e « taussrecht zu den Herstellun^s osten vrr Die Bewill gung und Deantraguna einer bieeb a g- llchen Vormerkung im Grundbuch durch den D .r- Ichensn'hmcr ist Bedingung für die Gewährung des Darlehens. Nach F rt gstellung des AeubaueS hat der Darlehensnehmer e tsprechende Abrechnung über die Dauarbe ten vvrzul gen. 10. Särntllche vorzunehmend en Zahlungen sind in Goldmark zu entrichten und die Hypo.hll In Goldmark im Grundbuch eir^utragen. für da- einzelne Stück ist das Gebiet, auf den, sich daS Handwerk der Kunst nähert. Infolgedessen ist daS wir.Iich. Handwerk ein notwendiger Kraft ström auch für Die 3 n düst r i e . der -ft von ähnlicher Bedeutung totrö wie die erber ment eile und forschende Xatigfei' der Wiffentchaft. Um nur ein B.tipiel zu nennen, erinnere ich daran, daß für die Weberei b't Handwebstuhl eigentliche Kra t ue t.- ist. bcb:u- tungsvoller und wichtiger alS bu' 2lcbel de- MusterzcichnerS der vor dem Papier in ferne* Erfindungskraft le.chi «ftarr:. Um dem deutschen Dirifcha'.t eben, das nid), auf Mechanis.erung. sondern auf I1Ta n n ig ' faltiglcit eingestellt ist. dies, weeit'.-che D:> [ebung zu erhalten, komm« es aber nicht nur darauf an. daß einzelne Kunsthandwerter c.n- »eine hervorragende Stücke schaffen, dao toü u; »u einem inte.laktuellen Lurushan^toerk lüjten, das füi die Belksw rtfchaft mehr d e Stelle et. es Gewächshaufes. nicht aber d e deS ®ar;en.5 erfüllen kann. Was unser BolLSganzes drauwt, ist ein actunber Handwerker st and. dessen Arbeitsort und Denkart e.nen Aasglelch gegen die mechanisierenden Tendenz«.l der 3cit wie gegen den 3ntellektualiSmus bet .(inl- toerter" bilden. 3m Handwerker liegt - und das verbindet ihn mit dem öanbmann und mit dem Gärtner — etwas üaer die Ze.t und Modo Gehendes, was Dauer gewährt und sich daher in Zeilen sch.eller Aenderung als Heilmittel erkennbar macht. Und gerade weil r uns in einer Zeit der UmbiJbung und ffi;;tti)ldlu:\g befinden, an der ja auch die Acde.t des Handwerks durchaus lelln.mmt, brauchen ro r Diefc Besinnung aus blechende solide Arbeitsart^wii sie alle unmittelbar auf baJ sinnvollste Werk' zeug, nämlich auf die menschliche Hand, eingestellte Tät gleit gesund und kraftvoll in sich schl.eht. D ese ErlenntniS. die für mete Menschen ethifche Bedeutung hat. g bl der heutigen Handwertsdewegang die innere Kraft. Prophezeiungen von dem R eberging deS Handwerks, die während der letzten 3ahee vielfach laut wurden, haben sich nicht bewahrheitet. Das Handwerk scheint v.elmehr gcrab; darum eine Reubelebung durchzumachen, weil es sich positiv mit der auf Typisierung und Rvrmierung eingefteilten industriellen Arbeit auseinander- seyt und sich habet auf feine eigentlich gestaltende Kraft und Aufgabe besinnt. Beim Publikum freilich wird Handwer! und Handarbeit vielfach verwechselt und die Tatsache, daß Handarbeit in vielen Fällen hinter maschineller Arbeit toefent» jurüJftc.jt. wird mihver tänd ich g ge t dis Handwerk ausgespielk. H indweck aber öedeu.et G e • ng. aus dem sonnenden 3n?tinft he aus, _____ s.ch aus der menschlichen Hand unmit.cl- bar dem Material geg t.ü jer entw ckelt. Es lie;t daher im eigent.ichen Handwerksstück imm-r eine Einzelleistung vor, und dieses Arbeiten Suchen nach Wahrheit, ich spräche zu Gott: Gib mir das Euchen raach Wahrheit, die Wahrheit selbst ist für mich zu groß. Rein, nur im Haben und Halten der Wahrheit kommt das Menschenherz zur Ruhe. Sin menschliches Leben, daS nur in S.syphuSarbe t verbracht wird und im steten Wälzen e nes schweren SteineS besteht, der doch nur wieder den stellen Berg hinab- rvllt. auf dessen Höhe er emporgewälzt war — das ist ein unbesr.ebigtes Leben. Wir wollen wissen, ob wir der Wahrhe.t oder der Lüge dienen, darum müssen wr die ganze Wahrheit haben, ilnb wir können sie haben. Denn sie ist uns geschenkt in 3e!us. W r brauchen nur unsere Knie in Ehrfurcht vor dem Knabe in der Krippe zu beugen. Dann nimmt die Wahrheit von uns Besitz. Denn die ew ge Wahrheit, die in Jesu erschienen ist. ist nicht etwa nur ein Dogma, das die Kirche geschaffen hat. Auch n^chl nur eine Idee, die t.eff.nnige Geister außgeiü leit haben. Dann wäre sie etwas Vorübergehendes und schließlich zur Ohnmacht Verurteiltes. Denn menschliche Gedanken sind wie Meeresw Hen. Sie rauschen daher und verrauschen im St.om der Zeit. Olein, die Wahrheit Jesu ist Leben. Freilich ist sie nicht n a t u r h a f t e S , triebhaftes Leben. Lcb n. das sich von der Herrschaft des Gesetzes losgelöst hat und frei und ungefesfell dahertrM auf der eigenen Spur, ist immer dem Fluch der Selbstzerstö ung und des Verderben- unterwo-fen. Das ist die große Frage ungezählter Menschna, die das Leben, sein G.ück, feinen Frieden, seinen Wert in schrankenloser Freiheit suchten, und gerade dadurch das Leben verloren. Frei ist nur den Mensch, der die Gewalt, die alle bindet, überwindet. Frei und vollkommen ist nur bas Geben in der Vollmacht des Geistes und eben diese- Leben, dieses Z el der Sehnsucht aller, die den Sinn unseres Daseins verstanden haben, ist in Jesus wirklich in die Erscheinung getreten. In ihm wirkt sich eine Vollmacht ber golft t g e n . sittlichen Persönlichkeit aus, wie sie aus natürncher Kaasalität nicht zu erklären. sondern nur aus ewigen Tiefen zu verstehen ist. Er Hal sein D.ase.n nicht als K ausner in irgend einer Einöde oder als w Itmüäer und menschenverachtender Phi o oph in der Studier- stuve verbracht, er stand da. wo die geistigen Kämpfe am heftigsten toben, wo ble Gegensätze der Menschen am schroffsten auseinander strßen, wo die Olöte sich am freiesten o,fenbaren, wo die Flammen me .schllcher Sehnsucht am hellsten emporlodern — und ba hat er in Arbeit und Kampf, im Dulden und Le den die Fülle gott- gegebener geistiger Kräfte lewährt. Wo tegegnete ihm eine Rot. die er nicht gebannt hätte? Wo schlich sich eine Versuchung an ihn heran, der er nicht gewachsen wäre? Wo nahte ihm irgend eine Süide, deren Gewalt er nicht zerbrochen und deren Ketten er nicht zerrisien hätte? Er führte ein Geben in absoluter geistiger Heber- legen heit. Darum ist die Wahrheit in ihm als Vollmacht geistig-persötllichen Lebens o.senbar geworden. Oliemanb bilde sich hinfort c n, einen Hauch ewiger Wahr he t verspürt zu haben, der in Gott nur das Unbewußte, nur das natur» hafte, nur das dunkle Sehnen erfaßt hat. Der ewige Gott ist dem vollmächtigen persönlichen Leben eins, das sich zw.schen Krippe und Kreuz abgespielt hat. Aber ber Herzschlag dieses erhabenen Personlebens war doch die Liebe. Freilich, nicht jene Liebe, wie sie das natürliche Menschenherz allein kennt. Richt jene Liebe, wie sie die Dichter besingen. Diese Liebe ist Leidenschaft. Und Leidenschaft gleicht dem Meere. Sie hat Sturm, Flut und Ebbe. Sie unterliegt dem Gesetz der Qkrä bevlich'.eit und dem Zwang der Dersä^g ich'e t. Rein, I su L eie ist G.sühl he l ger Derantworllichk.it. Er wußte sich verantwortlich fü; das Heil einer gottentsvem- beten Welt. Jesu Liebe ist Treue. Er läßt nicht ab, um bie Seele einer Meischheit zu werben, die ihn nicht versteht, ja, die ihn haßt. Jesu Liebe ist tiefstes Erbarmen. Mttsühlenb und mitleibenb trägt er d e ganze Last menschlichen Jammers. Jesu Liebe ist hellige Opfertet. Er gibt baß volllvmmenste Leben, bas diese Wett geschaut hat für eine unheilige Welt in den schmachvollsten Tod. Aber e'. en darum wirkt diese große Jesusliebe das Heil ber Welt. Versenke dich in dieser stillen heiligen Zett m bie Abgrundtiefen dieser ewigen Lie^e. Vielleicht darfst du ihren Herzschlag spüren und selbst dadurch zum wahren inneren Geben erwachen. aus hat ber Christbaum seinen SiegeSzug übet bie ganze "Welt angetreten, und auch wo die Lichter nicht wie bei uns an ber schlanken Tanne, sondern an anderen Bäumen leuchien, zeugen sie für deutsches Wesen und beuttchen Geist. Frankfurter Theater. Der süße Kavalier". Operette vo» Rudolf Schanzer und Ernst Welisch. Musik von Leo Fall. Eine Operette, ber wirklich eine Idee zugrunde liegt W.-nn der Gedanke an sich auch sehr zur llnwah.llcheinlichkett neigt kein junge» Mädchen bis zum 19. Jahre alS Junge zu erziehen). so ist doch immerhin eine Dails für drei luftige Aste geschallen. B.sonder- nett in feiner bunten Bewegth it ist der zweite All. in welchem die Familienchronik zum Leben erwacht und die Handlung. Jahrhunderte zurück, an den englischen Königshof verlegt wird. Leo Fall'- Mufik illustriert das Ganze einsallrcich und geschmackvoll mit melodiöser Wirksamkeit. Die Aufführung war trotz langer Operettenlofigkeit durchaus auf ber Höhe und fanb verdienten Beifall. 3m Schauspielhaus: „® l e Frau R a t", Komödie in drei Akten von Paul Wert^ Heimer. Ein Goethestück, das Zusammentreffen von Goethes Mutter mit Christiane VulpiuS. Man rann nicht behaupten, daß irgenbtoie etwas vom Geist dieser Menschen durch die Komödie weht, im Gegenteil. Paul Wertheimer läßt Frau Aja in einer geistigen Verbürgerlichung erscheinen, die ihrer Großzügigkeit nicht im geringsten entspricht. Gut gemeint, aber eS ist immer eine gewagte Aufgabe, sich Komödienstolle aus der Ltteraturgeschichte zu holen. Der starke Beifall am Schluß galt in erster Linie den Darstellern, an der Spitze Käthe Hartmann iFrau Rat) und Renä Strobrawa (Ehri- ftiane Vulpius) und dem Frankfurter Dialekt, bei dessen Klang der LokalpatriotiSmus hoch- schlägt. L. W. lebtes Wesen angeredet und verehrt. Da baß 3u!feft ein Lichtfest war. daß das Wtederan- wachsen des Sonnenglanzes feierte, so war der Gedanke nahe, in dem lodernden Scheit ein Symbol ber siegenden Sonne zu sehen. Aus edlem Daumholz war der Klotz gescviagen, und so stand er zu dem König des Waldes" in Beziehung, dem der Germane stets eine besondere Ehrfurcht entgcgengebracht hat. Der Daum, besonders der Radelbaum mit seinem ewig jungen Grün, bezeichnete die starken Lebenskräfte der Tlatur, und wie man im Frühling den .Maibaum" aufrichtete, so ward auch in ber geweihten Zeit ber Wintersonnenwenbe der grüne Daum verehrt. So wird die Tanne zum winterlichen, »um weihnachtlichen Lebens bäum. Aber man suchte auch andere Bäume im Winter zum Blühen zu bringen, um auf diese Weise bie unzerstörbare Fruchtbarkeit alles Geworbenen zu erweisen. 3a, sogar Früchte sollte ber Daum tragen, und so wurden Rüsse, Aepfel daran gehängt. Mit der ewigen 3ugcrti> der Qlatur ast die Macht des Lichtes eng verschwistert, bte die Fruchtbarkeit bedingt. Ohne Sonne letn Leben. So wird das Licht am kirchlichen Glauben des Mittelalters zu einem Symbol der Lebenskraft, und wie der alte Germane im Feuer des Daum- klotzes die Sonne verehrte, fo sieht man im Mittelalter in dem Lichtschimmer des Gotteshauses den glänzenden Sieg der Gottheit über bie Mächte ber Finsternis. Schon in uralter Zeit sind Daum und Licht zusammen angebetet worden, und wir wissen von indischen Festen, bei denen Lichterbäume bräunten. Vielleicht bat sogar dieser indische Drauch auf unseren Ehrist- taum cihgctoirtt, denn nach einem Hinweis Kirmes werden diele ind'.schen Lichterbäume in dem"1556 in Frankfurt a. M. erschienenen Rci'c- buch des Italieners Luigi Vartomaus geschildert. Es ist aber auch möglich, daß schon viel F. G. und Rachteilen. sich 2) L. 4. 9, 1, 10, 11, 2, D 11. 18, 3. 7, 5. 3. 13, 6. 11. 10, 5) h') 7) L) 9) 10) 11) 12) 13) 14) 15) 16) 17) 18) 19) 20) 1, 1, 7. 7, 1, 4. 13. 13, 3, 18, Außen reihen. üen-Rätsel. 4. 1. 5, 6. 4, 3. 5, 6. btt 'San. so hat er fchkemngst vertragliche 2V> machungen mit dem Schuldner zu treffen (Anerkenntnis. Abschlagszahlungen erwirken I) oder die Hilfe des Gerichts in Anspruch zu nehmen, sei es persönlich oder durch einen Anwalt. Die Zustellung eines Zahlungsbefehls oder der Klage muß spätestens am 31. Dezember 1924 erfolgt fein. 14. 15. 17. 17, 12. 8. 2, 14, 5, 3. 2 9, 8, 7. 12, 1. 7.' 11, 19. 12, 15, 1. 20. 11. 17. 5. 6, 3, 2, 19. 1. 10, 11, 3, 4. 3. 21. 1. 11, 4. 9, 13, 17, 10. 1. 2, 9. 20. 14. 12, 15, 3, 10, I, 11. 3, 20, 3, 5. 19, 3, 6. 13. J e r s ch aus Marburg als Redner gewonnen hatte. Der Vortragende, der unter den hessischen Historikern einen ausgezeichneten Rus genoßt, hat sich u. a. wiederholt mit der borreformatorischen Kirchengeschichte uns.reS Landes befdxif- tigt. Sein Thema: „He s f i sch e W a l l fa h r- ten des Mittelalters" behandelte aus Grund eines überraschend reichen Matcciale und eing h nder Forschung zum erst nmal xu= sammensasfend die aktive und passive Beteiligung des Hessenlandes an dieser das reliawse Leben des Mittelalters stark beeinfluffeniDen Hebung. Er verstand es. in ändert-alostün- digem Vortrag das Interesse der Hö.er dis zum Schlüsse zu fesseln, und erntete reichen Beifall für seine anschauliche und lichtvolle ' Darstellung. (Einen Auszug aus dem Vertrag werden wir noch deröffen.lichen. D. Red ) I.n Anschluß daran legte DibliothekZdirektor Professor Ebel zwei der Univ.-Bibliothek gehörige Handschriften des 15. und 16. Jahrhunderts, welche Beschreibungen von Wallsahtten hessischer und benachbarter Adeligen nah dem heiligen Grabe enthalten, mit einigen Erlaute-- Werden die Zahlen 374,75, 377.75. 384.75. 387,<5, 4t6,<5. 479,75, 482.75 und 485,75 richtig in oie leeren Felder eingetragen, so ergibt das Zu- sammenzählcn einer jeden wagerechten und jeder senkrechten Reihe als Summe die kommende Iah- „©i. eßen er Anzeiger" veröffentlicht. Dann können Die Gaben bei der R.daktwn in Empfang genommen werden. Ünb nun frischauf zum edlen Wettspiel! Der Ratselonkel des Gießener Anzeigers Aus Stabt und Land. Gießen, den 24. Dezember 1924. Aur Der, oer nunmehr schleunigst handelt, schützt sich vor Schaden. Wie heißt eÄ. doch in Schillers Bürgschaft: „Doch wisse, wenn sie verstrichen — die Frist!" Es ist Pflicht eines jeden, sich über die Fristen die nötigen Kenntnisse zu verschaffen. Unkenntnis der Gesetze schützt bekanntlich nicht vor Strafe der Bedachten im den d.e Ramen reszahl. Gleiches ergibt das Addieren der beiden Schragreihen von Ecke zu Ecke, der vier Eckfelder und auch der Mittelfelder in den gegenübcn stehend Ä* “ gange. Bei gleichwert-gen Lösungen entscheidet die Re henfolge des Cngrngs bei der Redaktion. Die Antworten s nd an die „Redaktion des „Gießener Anzeigers". Gießen, Schul- ftraßc 7" zu richten und mit der Aufschrift ,2t j 11 e I = OB c 11 6 e to e r b" z i v rs h n Unt r den Lösungen muß die genaue A^r.,s. d s es n° senders (Rarne, Stand, Wohnort. Straße und Hausnummer), bei K ndern auch die Al ers-- angabe evtl, die Schulklasse steh.m. D ese näfciei Angaben der Kinder s nd erforderlich für die Auswahl des Buches. Schluß der Lösung sc- annahme am 31. Dezember d. 3 . Am Samstag, 3. Januar 1 925, wer- 2, 3. 2. 3. 5, 6, 8, 3. 7. 3. 5, 11, 10, 1, 7, 5, 3, Msrl-Wettbrwerb öes Eichener Anzeigers gu Weihnachten 1924. ntngen vor. ** Die Volkshochschule Gießen am Samstag hinaus nach W eseck, um in dem stimmungZvo.len Dorfkrichen ihre Weihnachtsfeier zu hakten. O ge sp:ei, Gesang. Vorlesungen! der alten Weihnachtslegend.' und schöner neuer Dichtungen unter dem lichtecglänze iben 23aum ließen recht d e Stimmung inneren F lebens und echter Gemeinschaft autkonmen. Auch hier war das Streben der Volkshochschule lebendig: in gemeinsamer A.beit die Einzelnen hinauszuheden über den Akltag und sie zu ihrer g-oßen, schweren Aufgabe als 2Nenschen und Staatsbürger zu kräftigen. 10. 11, 4, 16, 11, 17, 12, 8. 3. 3, 16, " " - Sehr geehrte Rrdnfion. Wie Se aach im Anzeiger gelefc hawe werde, hott die Bcle^ei des Befahre der DrelhäuM- gaff’ mit Fuhrwerk aller Art verbotie. Aus- genomme solle nor fei die Anlieger un Bewohner 6er Dreihäusergass'. Zu he Bewohner gehöre aich aach, ob aach zu de Aalieger. woas aich nett, weil aich nett woas, woas aigentlich e Anlieger is. Vielleicht könne Se mer des verecksemblifi- Zur Frage der Verjährung. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Das Bürgerliche Recht — von dem Straf- recht und sonstigen Rechtsgebieten soll hier nicht die Rede fein — kennt einerseits den Erwerb von Rechten durch einen während einer ganz bestimmten Zeit fortgesetzten Besitz, schlechthin Ersitzung genannt, andererseits den Verlust von Rechten durch Zeitablauf. Von letzterem, der sog. erlöschenden Verjährung, soll hier kurz die "Rede sein. Man versteht unter ihr die durch einen bestimmten. im Bürgerlichen Gesetzbuch festgelegten Zeitablaus begründete Unmöglichkeit einen Anspruch gegen den Willen des Schuldners, fernerhin mit Hilfe der Organe der Rechtspflege zu erzwingen. Der Schuldner kann im Falle der Klageerhebung die angeblich g-schuldete Leistung durch die Einrede der Verjährung verweigern, ohne sich in eine Erörterung darüber einzulassen, ob der Rechtsanspruch des Fördernden begründet ist oder nicht. Die Vorschli.ten über die Verjährung sind rein formeller Art. Sachliche Erörterungen scheiden, wie gesagt, im Streitfälle aus. Ist die vorgeschützte Einrede der Verjährung begründet, so weist der Dichter die ftlage kurzer Hand ab und der Kläger hat noch die Kosten des Rechtsstreites o&enörein zu tragen. Daß das Vorbringen der Verjährungseinrede im allgemeinen ein sehr vornehmes Mittel im Kampfe ums Recht sei, wenn derjenige, der sich auf sie stützt, nicht gleichzeitig, mangels anderer Beweise, ein sittliches Rechtsbewußtsein in sich trägt, wird niemand behaupten wollen. Unter alien Umständen handelt derjenige, „schofel", wie das Volk sagt, der in vollem Bewußtsein, daß er eine For6^- rung, z. D. die eines Arztes, Kaufmanns. Handwerkers u. a., noch nicht bezahlt hat. noa) die Güte und Rachsicht des Gläubigers damit belohnt. daß er für sich die Verjährung in Anspruch nimmt und auf diese Weise den andern um sein Geld bringt. Hierüber ist kein Wort zu verlieren. Wer aber etwa seine Quittung verloren hat oder sich bestlmnrt entsinnt, daß er den Kläger früher schon befriedigt hat — und solche Falle sind zahlreicher als man glaubt — begehrt keinerlei Unrecht, wenn er von der Verjährung ^Gebrauch macht. Jedenfalls aber erfordert der ^Verkehr eine klare, sichere Rechtslage und deshalb konnte, um nur em Beispiel anzuführen, v bereit« das Römische Recht, auf dessen Harem Grunde sich das unsrige im wesentlichen aufbaut. die Verjährung auch in der Form der sog. Anspruchsverjährung. Man wolle dabei bedenken, daß die alten Romer wie die Deutschen der indvgerrnanischen Dölkerfamllie angeboren, bereit gemeinsame Rechtsanschauungen und Rechtsbegriffe auf uralte Zeiten zurückreichen. Die Derjch un^socrsch i ten wurden a ec auch aus Gründen des öffentlichen Rechtes geschaffen. Sie beseitigen allgemeine Rechtsunsicherheiten und zwingen indirekt den Gläubiger, z. B. den Kaufmann, zur rechten Zeit in wirtschaftlichen Dingen mit feinem Schuldner reinen Tisch zu machen, wenn er sich nicht der Gefahr vielleicht schwer geldlicher Verluste aussetzen will. So wirken die Vorschriften über die Verjährung schon allein durch die Tatsache, daß sie vorhanden sind, in gutem Sinne auch volkswirtschaftlich erzich^risch. Bwnrnckeien in der Buchführung hinsichtlich der Kontrolle der Schuldposten. im rechtzeitigen Erheben einer Klage, oder nur im Erwirken eines Zahlungsbefehls, können sich bitter rächen. Es sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen, daß das wiederholte bloße Verschicken von Rechrungen oder Mahn- sch.eiben eine laufende Verjährungsfrist in keiner Weife rmt erbricht. Die Vorschriften über die Verjährung sind in den §8 194 ff. deS B.^gerlichen Gesetzbuchs geregelt. Der knappe Raum einer Zeitung verbietet selbstverständlich eine umfangreiche Abhandlung über das große Rechtsgebiet der Verjährung. Cs ist auch nicht die Aufgabe der Zeitung, eine umfangreichen Gesetzestert zum Abbruch zu bringen. Deshalb sei nur kurz folgendes aus den bestehnaden Vorschriften heroorgeyoben: 1. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt dreißig Jahre — die Ausnahmefalle mit kürzerer Verjährungsfrist bilden allerdings die Regel. 3n dreißig Jahren verjähren z. B Darlehen, Ansprüche auf Vertragsstrafe, Schuldscheine über den Gesamtbetrag einer Rechnung, für deren einzelne Beträge kürzere Fristen gelten. (§ 195 DDB.) 2. 3n vier Zähren vcrjährigen die Ansprüche auf Rückstände von Zinsen, von Miet- und Pachtzinsen, Renten, Auszugsleistungen, Besoldungen. Unterbaltsbeiträgen und allen anderen regelmäßig wiederkehrendon Geiftunaen. (§ 197 d. G.) 3. Sn zwei Jahren verjähren u. a. die Ansprüche der Kaufleute, Fabrikanten, Handwerker für Lieferung von Waren usw. mit Entschluß der Auslagen, es fei denn, daß die Geiftung für den Gewerbebetrieb des Schuldners erfolgte, der Land- unb Forstwirte für die Lieferung ihrer Erzeugnisse, der Gastwirte, der gewerblichen Arbeiter usw., der Lehrherren wegen des Geh gell) s, dec Unterrichts anstalten, der öffentlichen Lehrer, der Aerzte. Tierärzte, Zahnärzte Hebammen, der Rechtsanwälte, Dvtare und Gerichtsvollzieher u. a. m. Bei den vorbezeichneten Ansprüchen handel ; es sich um sog. Ansprüche des täglichen Gebert Sie sind aufgeführt im einzelnen in dem wich 2, 9, 8. 8, 3, 5, 10, 2. 11. 12, 12, 13, 14, 6, 1, 5, 15, 1, 5, II, 13, 14, 13, 13, 15, 10, breiter 6t)ieItoaccn ^lässige Menge über- ** Aus der hessischen Ehe-, Ge - b u r t en- und Kirchen statt st ik Im Jahre 1923 sind in Hessen 7229 ev. bürgerliche Ehen geschlossen worden, davon wurden 7008 » kirchlich getraut Bei den büArliW ar in, 919 Fällen der Maim evan- hot?”* lOnl öie 5rau evangelisch, ^trauten Ehen war in 458 ?onn evangelisch und in 539 Fällen Hlnh Trauungsverweigerungen tnal vorgekommen. Taufen aus rein evan- »olUoflen Ä. ♦!!? 6 £e‘ denen der Vater evan- 9:!.1 $ iPar' und 904 bei denen die Mutter evan- 9^4 war. Außervem wurden noch 1263 un= tniift^^u?tn?er Ür°IL evangelischen Müttern ge- QurL 3ur evangelisch^ Kirche sind übergetrete Kirchs §5 L^„2?3 ?erfon™ DDn der katholischen > x don sonstigen Gemeinschaften und 8 ^u6trttte aus der evangelischen Kirche sind erfolgt zur katholischen 32, zu sonstigen &Ä 319' 6U * in « Dtatlstikder Todesursachen ,llP 3- Vierteljahr 1921 flmL bln bahl der Tuberkulösefälle den gleichen Zeitraum des Vorjahres (350) äurudgegangen ist auf 244. Die häufigsten Todes ursacyen sind: Altersschwäche, Tuberkulose Des Gungen, Krankheiten der Kreislaussorgane und Krebs. Die Zahl der Toten in ganz Hessen ve- trug in dem angegebenen Zeitraum 3159 und im gleichen Zeitraum des Vorjahres 3572. TV. x- ?J9 Metnrmgsvcsschiedenhe-ten über x .C9un<9 vorstehender Bestimmungen, so eittscherdet auf Antrag einer der be den ^kir» teien atbgul ig unt.r Ausschluß deS R chtswegs em S ch i e d s g e r t ch t. daS zunächst aus je einem Vertreter der be.ben Parteien besteht. Kommt eine Einigung unter biefen Vertretern nicht zu- uv"oe, so ist bas Schiedsgericht dadurch zu vervollständigen, daß fie einen Obmann wählen 5Umnen s.e sich über d ssen Person nicht einigen, r Löoni Präsidenten des Landg richts Gi^.n ein Obmann zu bestimmen. Hat ein Vertragstcit irmcrholb einer Woche nach e npfang ner s hrift- licßer Aufsorderung feinen Vertreter n chl br- itrmmt, so geht das Recht der Bestimmung aus den anderen Dertragsteil über. Die Entscheidungen b.cs ts Schiedsgerichts sind für b ibe Tei'e bindend. Es entscheid t enbgült g über die Tragung der Kosten des Sch'icdsgerlchtSv.rfahrens. tigen § 196 DGB. Mit dem Ablauf des 31 De zember 1 92 4 verjähren sie alle, soweit iie im Gaule des Jahres 1922 entstanden sind. ES ist Pflicht eines jeden, im einzelnen an Hand DeS Gesetzestextes zu prüfen, ob seiner Forderung die Gefahr der Derjährung droht. 3ft das Dte vorstehenden Zahlen sind durch Duch- staben zu ersetzen. Hierbei ist zu beachten, daß die Zahlen-Rcihen in zwei Gruppen zerfallen. Die mit den ungeraden Rummern (1, 3, 5 7 usw.) bezeichneten Znhlen-Reihen haben einen anderen Duchstaben-Schlüssel, als die mit den geraden Rummern (2. 4. 6. 8 usw.) versehenen Rechen. In jeder Gruppe beziehen sich die einzelnen Zahlen stets auf den gleichen Buchstaben. Die entstehenden Worte haben folgende Dedeu- tu-?£: L 2- ägyptischer Gott, 3 chemische Verbindungen. 4. Versform, 5. Fluß in Carolina, 6. Ort in Jütland. 7. Göttm der griechischen Mythologie. 8. griechischer Dichter 9’ w in Schleswig-Holstein, 10. belgischer ' 11- Stadt in Thüringen, 12. eng- l'.sche Hafenstadt, 13. Tanz, 14. ital. Maler, 13 in- bischer Volksstamm, 16. beutscher Kulturhisto- tl x ‘ J7, unfruchtbare geistige Arbeit, 18. Lanb unb Provinz in Indien. 19. Dichtungsart. 20 Drldhauer. Die Anfangs- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen ergeben den Anfang eines Weihnachtsliedes. Sklbett-Rätfcl. AuS den 41 Silben: a ßro — by — da — bä — bt — dis — bu - e - eis - get - gu - ho - hopf - hu — i —im — in — ku — kus — lauf — le le lekt — lo — mark — meh — mor — ne — ob — on — schütz — fer - so — strie — ta — ta — tel — thurn — ti — u [Inb 14 Wörter zu bilden, die folgende Bedeutung h^ben: 1. wissenschaftliche Abhandlung. 2. gewerblicher Großberrieb. 3. Sport, 4. Dack- Fluß in Spanien, 6. ehemaliger afri- kanischer Regerstaat. 7. Raubvogel, 8. Stadt «u 65te-Vren,r^9-c ^"ische Bezeichnung In der Sprachwissenschaft. 10. griechischer Sänger 11 Stadt In der Schweiz. 12. Hafenstadt am Gelben Meer, 13. europäischer Staat, 14. Pflanze. Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben diese m ihren Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn gelesen, einen S.nnspruch von Schleiermacher. Manisches Zahien-Quadral. ""OberhessifcherGeschichtsver- ein. Man berichtet uns: Am Do.uierslag. dem 18. dö. MtS., yi.lt ber Obertzejfl.che G.fchich.s- verein feine zlv.lte Versammlung ab, zu der er Herrn Staatsarchivrat Dr. D Zahlreiche Zuschriften aus uns rem Leserkreis haben uns gezeigt, baß das Interesse der ßefergemeinbe des „® eßerer cerd“ für unf re Rätselecke sehr groß ist. Für die Mußestunden des We.hnachtsfcstes geben wir nun unseren Feundinnen und Freunden enge Räte! zur Lösung auf, bei denen der Lohn für die erfolgreiche Arbeit auch sichtbar werden soll. Die zwölf besten Lösungen werden wir mit Gaben bedenken, die bestehen aus guten gerahmten far- fc gen Wiedergab n von Kunstwerken, tr f, ließen Büchern und E ntr t starten zum B suche d.s G.eßener Stadtcheaters. Zur Te lnahme an diesem Wettbewerb Ist jeder Bezieher des „Gießener Anzeigers" niit seinen Familienangehörigen berechtigt. Die höchste Belohnung erhält, wer alle vier Ritsel richtig gelöst Hit, an zweiter Et'lle steht der Rächstoeste. Rach der gleichen Regel erfolgt die weitere Bewertung aller Em- Zwei Feiertagsbriefe. Licwer fluber Zeidunqsonkck. Dißmol schreib ich der liewer als wie sonsd, denn ich bin innere gehowene Schdimmung. Detz Chriskinnche kimmt bahld unn da möchd ich doch den hehrn, der sich do driwwer net freue duhd. An alle meegliche Bläh schdande unn schdehn die Dannebääm unn toaim ich aach frleher als ich noch so e ganz klaner Kerl wor, geglaubt hob, deß Chriskinnche käm mit unferm gebuhde Daime- bäärnche auß dem wahld g cf löge, fo hob ich doch schond im forige 3vhr, wo Ich deß mit dem Dannebäämche getoußb hob, wos herkommd, un- nerm lichderbäämche die rauh wlrklichleid vergesse gehobd unn hob gleich wider gcglaabd, daß deß Chriskinnche wie e cngclche gefloge is komme unn Hot mer des bäärnch? unn m:l’ schcene fache ganz werllich selwer gcbrachd. Urm toi ich deß oe annere butoc erzähld hob. do howtoe se lachd unn der allerdurnrnst auß unßercr daß hoi am aHermeUbe aelachb unn hott gesagd, ex wißd's fon seirn gescheide Vaddcr, eß gäb gor lei Chris, kinnche nett, ilrni do hob ich gesagd, er wär sc avmche, fo arrnche wann er nett ans ChlTistiimche glawe dähb unn Wanner fonßd nix wisse dähd. dann toißb er jetzd aach nix um Ich dähd mich alleweil schond to ber uff's nächsde johr freue, älnn allewell hawwe mer's bahl) unn ich kanns gor nett abwarde bis es uff de kirche läube duhd unn dehaam deß bäämche brennb. Waim mer aach am goldige fonnbag la gvld nett gehabd hawive unn es alleweil fiele zotzelsgäßer in ganS deutschland giebd, wo aach ka golZ) unn Ea aeld nett meh-r hawwe, so wohm mer doch am goldige fonnbag nachmiddag attzesamme in der schabt unn hawwe uns emo! die wunncrscheene lade be- drachb, wo mei vadder gesagd hott zu meiner muddcr. es warn so fiel goldige mäberchcr uff dem selberswagdk, atotocr fricßer toär sie doch deß allergoldigsde gctoäfc. ilnn dann Hot mei mubber gefogb, er wär doch en alber schaube urm Hot sich inn en inngehenkcld unn bann war gar kei ford» komme mehr for unß drei, denn iwtverall sinn mer widdergeschdoße atotocr di Icub hawwe sichs gang ruhig gefalle losse unn so hott mer in aller aemicbsruh sich alles schee bedrachde kenne, ilnn do sinn mer alß uff unn abgegange unn bahld hott mei mubder dem vadder in dere eng mäuß- burg dem Hcrwcrt sein Sigavrnlade gcschcnkd mU.-- samd de schorcher brinn unn bahld hott bann mei vadder meiner mubber e brilljant brösch geschenkd unn da hawwe sich mei zwaa alde inn- gebilbt. all di herrlichkeide wärn ihne unn Mm annere nett unn da hob ich gewustd. was eß ßeißb: der Mensch lebt von der inbilbung unn der glauwe machb selig, ilnn mei vadder iß emol Aum gudhardt entn gemochd unn h^t gefragt, wotz bi groß nikelbkasfekann kosbe dähd, bi in wo sierunbzwanzich schoppe kaffe eninn g"h. wo mei mubber gern hawwe möchd. unn ber qubharbt Hot gesagd, die wär e schauschdik, nemlich bi faff(* rann, ilnn ich hob en radloh hawwe wolle, mob etoe alle kinner m;t schbiele, bi llane t’inner unn di große kinner. Awer der vadder Hot net gezvge fon Wege de losde. Ich glaab awer alß, am End Hot ber vadder doch schond en rahdw. Ich mechd. doß e jeder unner setm chrisbbäämche e scher chriskinnche liche hott, nadierlich nett ans tos lebd, fonnem als cbriskinnchesgeschenk. Denn ich glaab noch an's Chriskinnche. tooß auß dem Wahld geflogc kimmt mit silwcrne fliegcl unn goldige Haarn ineme seidncne lleidche unn bringb alle Mensche ebbes scheenes unn ebbeS gudes. ilnn gefibe. liewer guöer zeibungson'el uns zwaa vergißb es aach net. ilrm so wmsch ich uns all- mitenanner Oerqnleghe w"lb"ack,de. Ich freu mich uff's annieß unn de rabahnekuchche gans be- sonnersch. Dei kallche auß ber zotzelsgaß. Dre Regelung des Verkehrs mit Ieuerwerkskörpern ergibt sich aus einer Bekanntmachung des Polizeiamts, in der es u. a. hecht: „Wer Feuerwerkskörper, Frö'che, Schwärmer und dergleichen feilhalten tollt muß beim Polizeiamt Anzeige machen. 3m Laben dürfen nicht mehr als 2,5 Kilogramm, im Hause außerdem nicht mehr als 10 Kilogramm vorrätig gehalten werben. Auf Rachweis eines besonderen Bedürfnisses kann ausnahmsweise eine Lagerung im Hauie bis zu 15 Kilogramm zeitweilig gestattet werden. Die Aufbewahrung muß in einem auf dem Dachboden (Speicher) belegenen. mit keinem ^chornftelncvhr in Verbindung stehenden abge» sonderten Raume erfolgen, welcher beständig unter Verschluß gehalten und mit Licht nicht betreten wird. Die Behälter müssen mit festge- schlostenen Deckeln versehen sein. Die Abgabe von ^euerwerkskürpern an Personen, von denen ein MPbrauch derselben zu befürchten ist, insbefon- dere an Personen unter 16 Jahren, ist verboten. finbet keine Anwenbung auf Spielwaren, öie ganz geringe Mengen von Sprengsto! m enthalten. Verboten if< jedoch die Abrede der vielfach in Spielwaren - unb Papier- 6^cha'ten a^Sp'elwaren zum Verkauf gelangen- ■ den sog. oKnallkorlen", da Deren Sprengstosf- tönen von in weth- glof- ju- bösen beln- sün- ken hell nachts- vom den euch ren dem euch ge- SU * chri» um sus bo. freut lösen froh- jein aller ften ohren ward len Rösselsprung euch er 473,75 580,75 575,75 478,75 483,75 586,75 488,75 581,75 jfcere. — Uferte tReattflJt urmer ve 2taT.egeT die Leut' verfchtanne sei, däi annere aaliege, fo- genormte Liggoner. na do gehör aich nett dezou. Aich hun mei LcbdeSdoag noch laan Mensch« oagclrge. noch net emol däi Schteuerbehörd odder de Elseboah. wenn aich mit meim Frihge noach Lich gesoohre sei un not c h.twe ^oahrkoart gelöst hunn. — Odder sein bcd 2Iaheger, däi mer allemoal nachts in der Dreihäusergass' im Floß ltcje sicht, weil se den schwere Ais. den sie sich in enner Wirtschaft oam ©elterschweck odder in der Sonneschroaß gefaaft hawe, nett trage kenne. 3ou dcre ©ort Aalieger geheern aich a nett, denn erichtens fein aich Antialkohohl^ ?egner und zum Zweite gieh'n aich beiseite aam. wann aich mei Teilche erunnergebuhl hun. Hctocrbaubt schein« mer deS Bolizeiverbot ganz übcrfliHig. Mewclwage verkehrn in de Drci- häuscrgass' nett, denn däi Dreihäusergäffer sein Doueimieder un hiwe noch taa Miethei.'.tgungs- amt in 2<^pruch genomme. Kohle» un tzolzwage komme aach ncti In B tracht, däi Dreihäuscrgäsier heue un koche nor elektrisch un woas däi Auto^ moobile betrifft, so war des Berboot aach nett necdig. denn däi Dreihaulergäsler Howe ihr Karraasche für de Audomobbile in der Riddergafs' un schteihe dort Inn, wann se c Fäßrtche mache wolle Der ganz Selterlchweck. däi Mäusborg. de Marklbfatz un die ©chulfchtroaß aach die Sonne- schtroah hätte ihr Bedeutung nett alS Geschäfts- schtroahe ohne de Dreihäusergals'. in der an aam S:>ag odder besser geiaht in aaner Rächt mehr G'ichästcher erledigt wem. wäi in den annem Schtroaße die ganz Wach' tbber. — Do mer gerat) von de Geschäfte redde. so muß aich saah, daß de Geschäfts! ut in Gäiße sich dies Joahr beionnerscht aageflrengt hawe, um ihre Weih- nachlssache ins reechte Licht zu schtelle. Wenn aich mer den ganze Weihnachtskram in de Lade so reecht betrachte, denk aich immer, daß es viel Leut' getoe muß. däi mehr Geld hawe wäi aich un dene Jbr Kinner reecht grüße Wunsch ze5?»el ichreiwe Lnne. Mei F i,che, der vorigts Joahr in de ©chul komme is. holt aach ene lange Laader nun Shristkindche ussgcschiiewe vun em neue Grisfelkaste aa biS Aum Modorrad mit nor vernickelter Lottern. Ra, e Griffelkaste hun aich ichunn g laait und dodermit den erschte Puntt der Tagesordnung erledigt. Der zweite Punkt non den noch aagehenkten annem sechsunddreißig sinn e paar Schlittschuhe. Aich ferchte nor. es werd bet dem Grisfelkaste bleiwe un des annere werd von her Tagesordnu-g obgefeyt wem müsse, denn aich hunn mei Bielanz noch nett gezoge, so fcggl mer doch, wenn taa Knobb mehr un Bordemonnec ze sinne is. — Aa. aich fein doch c guter Badder un mei Friyche soll nett schleech- tev sahm wäi sei Freund un ©chulkamerad KaUche tn der ZvAzelsgass. der aach en lange Wunichzeddel gescyriewe habe soll. — Mei Wunschzeddel is raächt belcheide, aich wünsch mer r.ij wäi e lang Peis un e Packedch« Tu- wack 2 -B. Schwarzer Reuter. Marke .Deeze un meer andere Zoorten'. den mei Badder seelig aach schon gemacht hott. Bielleicht is aaner nun ihre viele Abonnemente so gutherzig un schlisst ne lange Peif. do kennt aich däi Fetertoag über im Sorgeschtuhl hocke un geheerig passe. Ausgehn kann aich sowieso nett, mei Boa fein nett in de Reih un bei dem Plaster in de Drei- häusergass grieht mer Hihneraage uff alle Sufi- jebe; schade, daß der Dokter Unblutig mit seiner Kuckiroltrombet nett in Gäiße wohne tut. alle Dccihäusergäller hätte Crtoctt für ihn. Wünsche vergnügte Feiertäg. Womit aich herzlich grüße Ihr Unkel ©chosch. Kirche und Schule. • Kirchliche Dienstnachricht. Am 17. Dezember wurde dem Psarrvcrwalker Wilhelm Kornmann zu Ulrichstein die evangelische Pfarrstelle daselbst Überhagen. Rundfunk-Programm des Frankfurter Lenders. (Aus der „Radio-Urnfchau".) Donnerstag, den 25. Dezember: 8.30 Uhr W ihnachts-Morgenfeier veranstaltet vom Wartburgvere.n. 1. Choral: „O. du sröhl ch?" (Diäseichor des OD r.bu rein.$), 2. Borspruch 3. ..Es ist ein Ros en s rung-n" (Bläs rchox des W r.burgü r-in8), 4. Anspe. che: Pfarrer Lütgert von d r Luth rgemeinde, 5.We h- nacht.Potpourri (Dies rch v des W v burg- vere.ns) 6. ©t fle Rach , heilige Rach (Bläst r° chor des Waxtb.'rzver.'ins). 12 b d 1 Uh : Weihnacht »-Morgen s.ändchen des Hausorchester;: 1. etdle Rächt. 2. Ouvertüre zur Ober ,9c Zig uner n" (B l e). 3. F ht'ch: We h achten, To 0 m l'c (Ko ö.' ). 4. Schl ttschuh ä fertoc z r M^ldtrufel), 5. Phantasie aus d r Oper „Ser Barbier von Bagdad" (Pot r Com?l us. geb. 24. Dez. 1824). 4 b.s 5 Uhr: Kon e t des F "N - furter Mo ettenchvrs, Leitung: Professor F h Oamlle. W: hnachtsl ei) r. 5 bs 6 Uhr: We Ij» nacht.°K nd.mach.n ttig. 1. Lus n . susani (christliches Wiegml ed), 2. Süßer die Gloten nie Hingen, 3. W eg.nl cd an d is We hnachts i bl in, 4. Roz.tat.on, 5. Kommet ihr Hirten, ihr Mär.n r, 6. Aus dem Berge da g ht der W nb. 7. Abendstern (Schumann), 3. Da droben, da droben muß ^ynmag lern, 9. Die Prinzessin uno der Schweinehirt (Andersen), Lus rührende Frau W. rt.-nbe.-g (D.s.ng), Frau Dl-s r-Urban (Re- A taitjn). 8.3) Uhr Zug d r Ä ober au n sh.ist- (mb, ein We h lacht.»orator.u n far Ät ibcr von Dr. Le.pvld, Aussuh.end.': ©oloquir cti, Mäd- ch.nchor der Dr.'ikon g.ckchul-. mus k I s he Leitung: Ehormeister K.lbhrnn. 9 33 Uhr: Rach- richt ndien't, W tt rm.lbung. Sportb r ch . 9 5) Ubr: 3c li'orb Jt.nlung. 13 Uhr: Ze t ng be. 10 bis 11 Uhr W haachtsgesänge. 1. .Es flog etn Täudlein weiße" (Derkund gunj, um 1603). 2. ..Zu Bethlehem geboren" (1633). 3. „Kommet, ihr H rten" (Altdöhmifchst 4 Schlaf wohl, tu Hin- melslnabe du" iW rq nl ed d-r H rten), Melodie aus der Grafschaft Glay 1741. 5. ..Ko nm. Rach v galt mein" (St Gellen und W rzmrg u n 1 00 , 6. _O I fuletn süß" (nach I. Sch.' dis Tabu! nuc- buch 1630. Satz von Bach). 7. „Einst in beillgcr Rachf (E. M her-H.t itund), U auf übrung, Aussührcndc: Aenni W. g ntd (Alt), Pam Hocusch (Oboe). Herr Kohlh fier (H rmrn um), am F ügcl Dr. Merten von der Frankfurter Oper. Freitag, den 26. Dezember: 11 biS 12 Ubr: F ühlonz rt des Bläs-rchors des Oper: h'Usorchesters. 4 bs 6 Uhr: Konzert des g.-n fart.'r Konz rtarch sie s unter Le timg von Herrn Lenz. 7.33 Uhr: Bortrag von Fr ed Stern: „2ug ndjc.hre im aitcn Frmtfurt". 8U r: Ti: Besprechung «Theater u-.d K no). 8.3) Uhr. Sinfcnietonzeit. 1. Ouvertüre „D e H bridon". op. 25 t Mendelcfobn). 2. S renade l)-Duc. op. 11 (DrahmS), musilalische Leitung: Dr. Ludwig Rot- lenberg. erster Kapellmeister am F ankfurter Op r baue - ein Orchest r aus M tg ledern d s F cntfuit-v Opernhauses. 93) Uhr: Rachrichten- bienst. Wettermeldung. Sportbericht. 10 Uhr: 3e.Kr.gabe. 10 b.s 11 Uhr: Lustiger Ab nb. 1. Rosen aus dem Süden (Joh. Strauß), 2 „etan o!" (R. Auernheim r), 3 Zw i W en r Li der. 4. Biyr sche Diale td chtung.n (Ä. 'Draun- mi Iler), o) D e Schulrnspekt on, b) D' Dostn-'ch, nahm, c) Programm einer landw rtsch ftlichen Ausstellung, 5 W ener Schlag'r. 6. Äänftler- leben-Walzer (Ioh. Str uß), Ausf hr nbc: F au Mary G'.äse.-Ur'an (Rez.). K mm r,äng-'. ;'obn Glaser von der Fr n'furter 0p r am Fl gcl: Do. Merten von der Frankfurter Oper — e.n Kam-- merorchester. Samstag, den 27. Dezember: 11.55 Uhr: Z itmgabc. 12 Uhr: Rachrichten- dienst. 4.30 b s 6 Uhr: Rundfunknachrn ttag In Musik und Wort. 6 Uhr: W r sch istsm Lungen. 6 Uhr: cLmbe des Rh.in-M„in s h n Berbanö s für Bei .'b Dung: Dr. 5Vrl G bhardt: „Ant le und Christentum". 6.3) Uhr: Ucbertragung aus dem yantlurtcr Opernhau» „iamtpauler“. Optr in bra A.ten von Richard Wagner. Llnfchliehenb. Rachrtchten. Wettermeldung, eportbcricbt. KNchNche Nachrichten. Eoangel sche Gemeinde». Dießen. Donnerstag. 25 Dezbr. 1. Weihnacht-s- fetertag. Stadtkirche. 4' Pfr. Mahr. Beichte und heiliges Abendmayl f. Matthäus- u. MarkuSgem. 5: Pfr. Becker. Johanneskirche. 9'/,: Pfr. Dech- tolSheimer. 5: Psarrass. Schultbetr-. - Kirchberg. 10. 11: Heilg. Abendmahl ‘ ©laufenberg. 4: Christvesper. Waßenborn-Darbenteich. Waßenbom- ©teinberg: 10 (Kirchenchor'. Garbenteich: 1 (Kost. f. Heidenmistion. Wiefeck. 10 u. 6 Missionar ©chlaudrast. Gießen. Freitag, den 26. Dezember- 2. Weihnachtsfeieriag Dießen. Stadtklrche. 9' : Pfr. Decker. 5: Pfr. QHabr. Iohanneskirche. P , Dir. OluSfclb. Deichte u. heiliges Abendmahl s. d. Lukas- u. IohanneS- gem. Pfr. Dechtolshcimer. - Kirchberg. 10. 4: Weihnachtskindergotteud. - Watzenborn-Garden- teich. Wanenborn-Stelnberg: 1. Garbenteich: 10. Wiefeck. 10: Psarrafs. Schultheis, Gießen. Katholische Gemeinde«. Dießen. Mittwoch, 24. Dezbr. 4 u. 7 Beichte. Donnerstag. 25. Dezbr. Weit nachtsfest. 5 Deichte, 51Gbriflniettc. 6 Meße. 7 Meße, 3 Morn., 9 Hoch- amt m. Pr., 11 Meße m. Pr.. 4*, Beichte, 5:,. Besper m. ©egen, 7 Beichte. Freitag, 26. Dezember. Fest des hl. Stephanus. 6 . Beichte, 7 Meße. 8 Kom. 9 Hochamt, 11 Meße, 5' Andacht m. Segen, 8Weih- nachtsspiet. - Grünberg. 9'/, Meße m. Predigt. Israelitische Gemeinden. 9fr. ReNgionSgemeinbe. Goltesd.I. b.Shnagoge. (Südanlage-. Samstag, den 27. Dezember. Boradd. 4.30. morg. 9.00, Predigt, adds. 4.40 u. 5.20. 3fr. Religioneiaefeltschaft. Sabbatfeier. 27. De-. Freitag abd. 4 05. Samstag vonn. 8.30. Predigt, nachm. 3.30, Sabbatausgang 5.20. WochengotteSd morg. 7.10, abends 4.00. Tonnt- rite n.Apotheken am AO Dr. Stuhl. I).- 2-. Klein- Hirschanotheke. Zahnarzt: Dr. Hanbach. Am 12. 24 S.-N.vr.Platz. Dr SUemiU. Dr/VLirfc. Engelapotheke. Zahnarzt: Dr. Aäger. _____ H * An der Spitze stehen nriigerelÄ fr.it wirtenden Zusetz, UB3C3 Schreibmaschinen Gießen Wir laden hiermit unsere Mitglieder zu der am Sonntag, dem 28. Dezember, 135.00 R.-M. in der Turnhalle lNordanlage) stattsindenden 250.00 >> (3 hörigen haben Zutritt. 0741a im 99 empfiehlt für die 10361c Der Boritaub. 10332c Statt harten! 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Zillen zustr ben. s.llten sarnntontreffen können: den Frieden tun will, «Kordon Mi-rray schlug eine auLgehung» rtsagte er. ^In zum letzten Male anftänöic Pardon, tote war gleich Ihr sorgte für Zufuhr, tapfere ftlingc. „Ich bin total Tsingtau habe ich gegessen, Herr — Qlame?" die Weihnachtsbotschaft nicht ohne Bitterkeit entgegen. Dafür mit Herz und Hand zu wirken, dah alle deutschen Volksgenossen wieder die Weih- nachtsbotschaft bejahen, das ist eine Ausgabe des Schweißes der Edeln wert. Erst wenn diese Arbeit getan ist. kann die frohe Botschaft in allen deutschen Herzen wiederklingen: , Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!" der, wo ein blauer Himmel wie in glücklichere Weiten weist, da., Summen und Gi.igciL Da weih die Christenheit: jcni. jetzt schlaat goldenem Hamme, der Statthalter Christi an die vermauerte Türe der klangdurchdröhnten PeterSklrche, es öffnet sich die Porta Santa, es beginnt das heilige 3ahr! Dao Zudeljahr der Kirche, das Segensjahr, das mir alle 25 Iahre miederkehrende Anno Santo. Das Iahr der allgemeinen Sündenvergebung für alle, Du nach Rom pi.'gern. Schon sind die ersten Pilgerzüge eingetroffen, jeder Tag bringt neue, sie kommen aus Rah und Fern, aus verlorenen W.ltwin- keln, wo nur einem Missionar eS glückt?, ein kleines Bimmelkirchlein 'u crrich.en. U .d da) dauert zwölf Monat?, bis am 21. Dezember 1925 die haillg.n Türen der v.er großen Basiliken wiederum sür 25 Gahre ücrmiu.rttoerben. ES liegt etwas von Kreuzzügen und Zug- vogelwanderungcn. von SchMarmgeifterci und tiefinnerfter Gl lUJigtc.L ein Hau ch von mil» telalterlicher Abla,-zeit und päpstlicher Welt- „«Straf Hora-Geisbach." „Sehr angenehm. Schwede?" „Deutscher." „Sehr angenehm. Sie fpredven ein fo aus gezeichnetes Englisch, dah ich sie für einen Land? mann hielt. Im übrigen: sonderlich liebenswüroia zeigen sich meine Landsleute nicht. Ich tzab<> wunder geglaubt, tr-ie dankbar man mir für meine Meldungen sein würde. Es wäre doch auch anständig getoe?6 letzten bauenden Papstes errichteten prunkvollen G.abmal, dicht nebm dem Marmor- und Gold- und Farbenrausch der neuen ApsiS, M.ieS Werke?, Ruhe fand. Senes vorige heilige Bahr war überschattet durch die Ermordung deZ Königs Humbert und die zahlreichen katastrophalen Überschwemmungen des nun durch hohe Mauern g^bii nbij.cn Tibers. Das aber ist auch wie ein Klopfen an die Türe der Geschichte und wenn sie aufgeht, Steine und Mörtel fallen, auf welche glück- b irgenbe R liquien sich das Volk st irzt, dann sieht man auf Iah hruderte weit hinein. Zuerst steht alle 25 Iahre ein Zeitenstein, das geht so weiter, bis wir vor Alexander VI. stehen und lesen MD, das Iahr 1500. Dann, weiterwandernd, stohen wir — schau, die Peterskirche verändert ihre Gestalt! — auf den apostolischen Brief Ineffabiii?. Der ist datiert vom 19. April 1470, als Paul II. auf dem Heiligen Stuhle sah, und bestimmt zum erstenmal die Zeitspanne von einem Bietteljihrhun- dert. Weiter, weiter! Das nächstfolgende Heilige Iahr liegt schon 33 Iahre zurück, dann müssen wir ohne zu rasten fünfzig Iahre wandern, schließlich hundert. Bleiben wir hier, denn weiter hinaus verliert sich die Straße bis in die graue Borzeit, bis in dibl'sche Tage, da der Herr zu Moses am Berge Sinai sprach, er solle die Posaunen blasen durchs Land und feiern das fünfzigjährige Iubeljahr. D e Ety- molcgen leiten von dieser Stelle aus der Heiligen Schrift nicht nur den Urgtdauken des Anno (Santo ab, sondern auch das Wort Iu-- biläum — guingagesimus — 50 Iahre. Hundert Iahre! Warum gerade hundert Iahre? Warum überhaupt tauchte plötzlich im Bolte die Legende auf, immer nach einem Säkulum könne die Kirche von ollen Sünden erlösen? Die Theologen, so eifrig sie auch suchten, janben nichts Schriftliches Darüber, aber das Bolt begehrte stürmisch fein UiWcr« brieftes Recht. Ein steinalter, um genau -,:i sein, 107 Iahre alter savohardischer Bergl)hi e behauptete, und er muhte eS aus Verlang i der Kirche beschwüren, sich genau erinnern vi können, wie ihn fein Baier als siebenjähriges Bübletn mit nach Rom genommen habe, um dort „des auhcrorbciuUchen Legens teilhaftig zu werden". Also Gewohnheitsrecht. Mm dem Streit ein Ende zu machen, entsprach Bonisa- cius VIII. durch seine berühmt? Ablahbulle dem Drängen der Gliiubigen. Der Erfolg war ein ungeahnter. In solchen Massen walzt n V b von allen Himmelsrichtungen reuige Sünder nach Rom, doh sie die Strafen verstopften wie Heuschreckenschwarme und zu Hunderten und Taufenden an Mühsal und Seuchen zugrunde gingen, von Räubern auSgtpl indert und erschlagen, von der Bision der fernen Peters- kuppel wie von einer Fata morgana bis zur Berzweislung genarrt wurden. Immerhin, sie waren unter den Bevor» zugten, diese lurz vor einer Iabrhundertw en de geborenen Pilger. Aoer die Mischen Säkulum und Säkulum Geborenen? TBarum soll.en gerade sie nicht der Gnade tcllnftig werden? Aus dieser ilebcrlegung heraus lam c* zu der fortschreitenden Herabsetzung bei Zeitspanne bis auf das jetzt übliche Bier-teljahrhundert. 1900, im letzten heiligen Iahr?, war der Besuch der ewigen Stadt ein schwacher. W.nn. man von den Tibergeschädigten absieht, so hatte es bu Welt gut, sie lebte in Wohlstand und Sicherheit. In diesem Rachkriegsjahre aber werden Hunderttau sende und Millionen nach -Rom pilgern. Sterndeuter mögen ihre Kreise ziehen. So ist das Anno Santo vor allem ein Gnadenjahr und der Papst hat deshalb auch finngemäh die Romfahrer ermahnt, bescheiden aufzutreten. Das wird natürlich und soll auch kein Grund für die Masse der BergnügungS- reisenden sein, diesmal die ewige Stadt zu umgehen. In Rom kommt jeder auf feine Rechnung, w.lchcu Glaubens er auch sei. Die Ki.che s Iber wird aus durchaus verständlichen psychologischen Gründen graften Pruitt entfalten. Schon di? Werkzeuge für die Ausmauerung der heiligen Türen. Hammer und Kelle, verraten es. Seit Iahrh änderten hat kein Papst mehr ein Derart kostbares Instrument in Händen gehabt, wie das von den katholischen Bistümern der ganzen Well gegiftete. Der Hammer ist aus lauterem Gold, übersät mit Rubinen und Smaragden und Lapislazuli. Die Iungkatholiien Frankreichs schenkten das Werkzeug für die IohanneSkirche, „aller Kirchen der Stadt und des Erdkreis?s Mutter und Haupt", die italienischen Gläubigen das für die Pauluskirche und der König von Spanien stiftele es, als Ehrendomherr dieser herrlichen Basilika, für Maria Maggiore. Fünfmal in diesem Iahre wird der Papst fünf Altäre im PeterSdom besuchen, an Ostern den groften Segen über Stadt und Erdkreis erteUen, an Pfingsten die Heilige Messe zelebrieren. Eine Kette von Festen und Feiern schlingt sich durch den IahresireiS, die Plätze und Höfe um St. Peter werden schwarz sein von Pilgern, die vatikanischen Gärten stehen ihnen offen. Dort ist die grafte MissionS-2luS- stellung, die Laien und Gelehrten viel zu erzählen weift. Anno Santo! In den Wechnachtsglocken schwingt nichts mit von Politik, dem Gifthanch unserer Zeit. Gebm wir uns einmal im Leben wenigstens dem Willen hin, einfach zu glauben und sei es auch die köstliche Naivität eines bic man nicht vor der Sür stehen lassen konnte, die man gelegentlich auch gesellschaftlich heranzog. immer in der Hoffnung, sie bald wieder los zu werden. Gert hatte rasch die Gesandten ^ufammen- getrommelt. Aur der Spanier hatte sich bereits empfohlen, und der Oesterreiche.' hatte aus irgendeinem Grunde abgesagt. Gert spielte den Kammerdiener. er stellte Stühle im Halbkreise auf unö maeftte sich beliebt und erreichte damit auch, was er wollte. Als er sich bescheiden zurück- zuziehen gedachte, rief dec brllifche Gewaltige chm freudig zu' „Aber bleiben Sic doch hier. Graf Hora!" Im Kreise der befrackten Herren faß Gordon Murray in seiner Schäbigkeit. Aller Augen hasteten auf dem aus der Aaht gerissenen Rock- ätmcl. Er war im Augenblick zum Symbol geworden. Der Reisende hatte zu seiner Auffrischung einen groben Becher Champagner geleert und sich dann die Zigarre angesteckt, die der Gesandte ihm reichte. Hieraus begann er zu erzählen, troden und sachlich, mit etwas belegter Stimme, die lediglich in Momenten der Erregung heller Hang. Gr gab nur eine kurze Einleitung. Er hätte eine .Vergnügungsreise" vor, so drückte er llch aus. er wollte ganz Men von Peking bis zum Kafpitchen Meere durchqueren — dabei tonnte natürlich mancherlei für die Forschung abfallen. In Kiautschou stellte er seine kleine Ervedttion zusammen und wollte auch gleich losziehen. trotz aller Warnungen der Deutschen, denn aus «Schanghai marai bereits die ersten Aachnchten von gröberen Unruhen eingetrvfsen. In der Provinz Schantung kam der Redende denn auch nupt tociter Im Steinwhlengebiet von Po-'chan wurde er zum ersten Male von einer bewaffneten Bande überfallen die ihn völlig Eplunderie. ferne Leute aber am Leben ließen. Aun gedachte er!ich bis Peking durchzuschlagen, um twrt bas? anbe6 deutscher Angestellten-Gewertschaften. Run zum sechsten Male vecnehmen wir Deutschen den Klang der Weihnachtsglocken in banger Sorge um die Zukunft unseres Bolles. Zum fechsten Male feit dem deutschen Zusammenbruch erklingt unS wieder die Christbotschaft. „Friede auf Erden, und den Menschen ein Dohl- gesollen!" Mehr alS irgendeine andere Zeit zuvor, die das heutige Geschlecht iroch miterlebt hat, sind unsere Tage erfüllt von Gegensätzen. Kampf und Streit. Siinnen und draußen dasselbe Blld. Wir stehen wieder mitten in einer Regierungskrise, von der kein Mensch weiß, wann und wie sie ondcn wird. Rur allzu deullich verrät die Zersplitterung unseres BotteZ in über zwei Dutzend Parteien, daß wirtschaslliche und andere große und kleine Interessentämpfe am Marl des beut» schm Bolles fressen. Dio MagenfragriZ'n und bedürfnislosen Menschen Ei'sluß zur otärlung ihrer politischen und wirtschaftlichen Macht zu verschaffen trachten. Der Kamps der Spanier in Marokko hätte nicht die firoftm Ausmaße annehmen können, wenn nicht m Stillen Frankreich an der Schwächung des spanischen Einflusses in Rordafrika snstematisch gearbeitet hätte. Wie denn auch dasselbe Fraitk- t'-id) offenbar Japan ermutigt, sich auf die grnße Auseinanders tzung mit den anglo-amer.karnschen Mächten einzurichten. Die ganze mohammedanische Welt befindet sich in gefahrdrohender Wallung. Das britische Imperium gerät ins Wanten, wenn es nicht gelingt, dieser «Strömungen Herr zu werden, zumal die neue Luftwaffe dem auf afrikanischem Boden erfolgreich arbeiten» h$n Frankreich neue Kampfes- und Bertehrs- möglichkeiten in die Hand gegeben hat. die schlietzliey neue Gefahren für die Verbindung Englands mit seinen Dominions im Osten bedeuten. So ist am außenpolttischen Weihnachts- Himmel wenig Klarheit, aber viel schwarzes, gefahrdrohendes Gcwolt zu sehen. Die Christbot- fchaft. „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!" Hingt in eine wilde, aufgeregte Welt hinein, cklnd um die innerpolitische Lage ist es nicht erfreulicher bestellt. Roch ist der la um beenodc Wahltampf in lebendigster Erinnerung. Hoch gingen die Wogen der Leidenschaft. ..Hie Republik!, hie Monarchie!: hie schtoarz-weitz-rot!, hie schwarz-rot-gold! - so gellte der Kampfruf durch die Straßen, ilnb das Ende <* Weder die Marxisten noch die Anti- Marristen haben ihre Machtposition wesentlich verstärken können. Sozialdemokraten und Storni muniften erhielten vorher 33 und jetzt 34,8 Proz. her abgegebenen Stimmen, während die bürger Gerade da trat der Hausherr in das Zimmer, und Gerl machte ihn mit einer Handbewegung auf den seltsamen Besucher aufmetffam. Der Gesandte wurde ftuftig. der Fremde aber halte sich bereits zu ihm durchgedrängt und nannte feinen Ramen. Gordon. Murray. Erzettenz. Ich bitte um Verzeihung, daß ich es wage, in diesem Aufzmw hei Ihnen einzudringen. Aber ich mußte Sie sprechen und konn-e mich vorher nicht einmal umtieiben, denn ich bin vöMg ausgeplundert worden." „ _ £. . Der Gesandte reichte ihm die Hand. .,üte sind mir schon vor längerer Zett angekündigt worden, Sir" erwiderte er, „ich freue mich. Sie kennen zu lernen, und bebaute lebhaft, daß Sie anscheinend in die Hände von Stratzenräubern gefallen sind. „So ist cs. Erzellenz. von Räubern, aber sozusagen konzessionierten — nämlich in die Hande der Borer." Ein Kreis von schwarzen Fracken und bellen Damentoiletten umgab die beiden. Eine wallende Bewegung ging durch diesen Kreis. Die ‘Oll cnc des Gesandten blieb hofttch-emst. Des englische Gelicht veränderte sich kaum. Gert stand neben ihm. „Lieber Gro> Hora," sagte die Eizellenz. ..be- nachrichtigen Sic doch, bitte, die Ehefs der Missionen. Ich möchte die Herren in meinem Il.vcits- ,Ummer sprechen. Die Gesellschaft muß mich auf zehn Minuten entschuldigen.' Die Gesellschaft entschuldigte ungern. Den Herren von der Diplomatie war es zwar ziemlich gleichgültig, ob sie den Bericht des Reisenden beute oder morgen hörten, aber die Damen waren neugierig, cklnd noch viel neugieriger waren die anwesenden Rich«diplomaten, die kaufmännischen Kommissare und 'Bertret-r großer Handelshäuser und der Agentenschwarm, der immer auf den Deinen war, um Konzessionen $u ergattern, vornehme Leute darunter mit klingenden Ramen, knüpft. Gordon Murray mit feinen fünf getreuen Kulis konnte nur abseits der großen Straften auf entlegenen Landwegen vora>ärts kommen. Aber durch seine Begleiter, die in den Dörfern nach Lebensmitteln suchten, erfuhr er doch aller* Hand Wisfesnwertes. Auch die anftaltenbe Diirre und die slchcr bevorsteh:nde Miftrrnte wurd^ den fremden Teufeln zugcschoben, und über die verdorrten Ebenen schwärmten die Borerscharen, zum Teil noch altchinesisch, zum Teil mit gana modernen Waffen ausgerüstet, brannten die chen nieder, zerstörten die Ansiedlungen, mordeten und sengten. Ilnb überall fanden sie Hnter- stühung bei Örn Behörden, die Präfetten ermutigten sie, die wilden Kansittruppen ‘.r-arai berells zu ihnen übergeganaen. Unweit der Stadt Tschau- tschu. schon in der Rähe der Bahn, wurde Murray auf das Geheift eines Mandarinen gefangengenommen. Man wagte zwar noch nidil. sich an einem Europäer zu vergreifen dock, von feinen Begleitern wurden vier zurückbehalteii. nur ein sechzehnjähriger Iunge durfte bei ihm bleiben, mit dem er unweit Pautingfu die Bahnlinie erreichte Aber- die Geleise bis ßulufiau, also fast bis zu den Toren von Peking, waren bereits zerstört, die Stationen niebergebrannt, die Ingenieure geflohen. Die letzten Tage waren ein unbeschreiblicher Leidensweg gewesen. Kofaken, die in geringer Zahl von der ruffi'chm Gesandtschaft herangezogen worden waren und die oft ®cü bis über die Stadtmauern hinausschwärmten. hatten den Reisenden endlich glücklich nach Peking geleitet — Ser englische Bevollmächtigte dankte feinem Landsmann für den ausführlichen Bericht Er war uns immerhin w-ertvoll," sagte er — dies immerhin« klang verblüffend „er ttar auch höchst interessant. Haben Sie schon ein Quartier gefunden?" 3m Hotel Peking. E^>ellenz. Aber trenn ich mir eine Bitte erlauben darf, kann ich etwas zu essen bekommen?" Der hohe Herr lachte. „Selbswerstämdsich — baä Glas Sekt wird Sie nicht satt gemacht haben! ßieber Graf Hora, würden Sie wohl die Güte haben Herrn Murray an daS Büfett zu führen.. Meine Herren, kehren Wir in die Salons zu- lichen Paileien alter Schattierungen ihren Slim- mcnanlcil von 63,ö auf t?4 Proz. erhöhen konnten. Auf Grund dieses Ergebnisses «oll nun eine Regierung g-bildet werden, welche dir Ausgabe hat, dic Folgerungen aus der Annahme des Londoner Alk-mmens zu ziehen. Eine höchst schwierige Ausgabe, die ganz gewiß nicht gelöst werden kann, wenn beim Ringen um die LebenS- rnöglichkeilen unseres Bolles alle Kräfte ause'n- ar.baft) eben, wenn die einzllnen DolkSteile sich schroff in Feindschaft gegenüberstehen. Wohin wir auch blicken: Gegensätze über Gegensätze, zur Kluft verbreitert durch Groll und Bitterkeit. Partei.zerklüftung. Gegensätze des Drkenntnisfes. Gegensätze zwischen Stadt und Land! Am schlimmsten aber von allem der Widerstreit der sozialen Klassen, der das ganze Bott hoffnungslos auseinanderzureif-en droht, wenn ihm nicht Einhalt geboten wird. Hier wird alle Arbeit chre Ansatzpunkte suchen müssen, die eß sich zum Ziele seht, das ganze deutsche Boll zu freuOigei Bejahung der Weihnachtsbotschaft zu führen. Keine noch fo starke und ganz au's Bottswohl eingestellte Politik wird es vermögen, diese «3egcnfä!'c in ab,s"hbarer Zeit ganz zum Schweigen zu bringen. Wohl aber müssen alle nationalen Aufbaukräfte sich zusammenfinden, um Brücken zu schlagen dort, wo der Gegensatz zur hoffnungslosen Kluft zu werden droht. Mit kleinen und nur taktischen Mitteln kann zumal die soziale Zerllüstung nicht überwunden werden. Gerade hier wird die schöpferische Kunst des echten Führer« sich bewähren müssen. Die Ersah ungen des l'ften Iihrzehnts haben eindringlich genug gcl'ftrt. daß radikale Doktrinen wohl eine alte Ordnung zu zerschlagen, aber keinen neuen und besseren sozialen Bau auf» zuführen imstande sind. Die Sozialisierungsidee ist gescheitert; die dringende Aufgabe der sozialen Entspannung und CB.fri^hung blieb aber ungelöst. Um des gesamten Bolles willen muß sie der Lösung entginget ^t werden. Gebieterisch verlangt unsere Zeit nach einer neuen Ordnung des Berhiltni s 's von Kapital und Arbeit auf den W"gen. die von Der ch istlich-nationalen Gewerkschaftsbewegung vorge'eichnet und ton weitblickenden Wirtschafts- führein bejaht worden sind. Ob wir dazu, ob wir zu wirklicher Arbeitsgemeinschaft ii Der Wirtschaft lommen. das ist die Frage an das Schi.lsal urf res Bolles. Denn Acbeiisgemein- schast im Sinne geg^nfeiriger gleichberechtigter An-rlmnung und sta t r Bejahung untrennbarer Zusammengeh^rigt ü ist Boraussehu"g und Vorstufe für das Werden und Wachten wahrer deutscher Bollsgemeinschaft W Itu'-rufte und Wll friede-'sideal um«chlie- TüasJlheuincunittcl schalt zu werden. Bad-Nauheim, 22. Dez. Erne toool- gehmgcnc Weihnachtsfeier veranstaltete der trvanael. Jugend« undMännerverern im Sprüdel-'Hotcl, das b s aus den letzten Platz gefüllt war. Einer weihevollen Ansprache von Lic. Euler folgten Gesänge. Gcdichtvorträge ernsten und heiteren Inhalts. Auch eine Posse, dre dre Heiterkeit zu ihrem vollen Recht kommen heo, kam zur Aufführung. Rechte Weihnachtsstunniung wurde durch den schönen Abend bei Mttwirtenden und Gästen erweckt. — Für die katholischen Kinder fand eine Weihnachtsfeier in der -Turnhalle statt. Lehrer Winkler hatte sich mit Km dern verschiedensten Alters viel Mühe gegeben und tonnte so ein Programm bieten, das den Bci« sall aller Anwesenden fand. Ganz reizend war u a. ein Weihnachtsmärchen von Robert Reimck. An den Feiertagen veranstalten die Vereine ifjve größeren Weihnachtsfeiern. x$. Bcerckschen Aoricyungsstütte, ver rn oaakenS» werter Weise einen regen Verkehr mit anderen wissenschaftlichen Instituten. Körperschaften unfr Gelehrten zu fördern bestrebt ist." gegen Ghcuma, Qlcht, 'Hexenschuss, nervöse Kopfschmerzen und (frost. , Osi(l-Werke, Hanno ver64 Hochschulnachrichten. Don der LandesuniversitLt Gießen. L. U. Der Direktor der Merckschen F ibrik in Darmstadt, Dr. Phil. Wilhelm Eich Holz wurde ehrenhalbei zum Doktor der Veterinärmedizin an unserer Land suniversität ernennt. Die Beter närmeüizinische F lultät ehrt hierdurch „den tatkräftigen und weckblickenden Fvi schein der besonders der Tiermedizin neue und aussichtsreiche Wege gewiesen hat; den bewährten und umsichtigen Leiter der bedeutsamen Kreis Friedberg. nto. Butzbach. 23. Dez. Die beiden Bereitschaften der hiesigen Schutzpolizei hatten sich am Mittwoch bzw. Freitag in dem schön hergerich- 1cten Brcuntenheim zu stimmungsvollen Weih- nachts feie r n vei sammelt. Konzertstücke einer , Privattävelle wechselten mit Ansprachen seitens 'c der Bereitschastshauptleute. Vorträgen und den E vrääitigen Liedern eines aus Angehörigen der - Schutzpolizei gebildeten Mäimerchvrs ab. Der besorgte Kantmier hatte für jeden Beamten eine • Xleberraschung bereit, und der Ueberschuß einer Verlosung von meist nützlichen Gegenständen deckte ■' die Unkosten. Am Sonntag veranstaltete die Werk schule der Megu in werke eine . hübsche Weihnachtsfeier mit abwechslungsvollem Programm. Konzertstücke der Hauskapelle wech- ' selten mit zuerst ernsten Vorträgen von Dichtungen. Die das imrige deutsche Weihnachtsfest verherrlichten und dann solchen heiterer Art in L obr hessischer Bkundart und der Vorsührung eines wundervollen Films: „Die weihe Welt" ab. der uns in die glänzende Winterwelt der bayerischen Alpen führte. - In der städtischen Turnhalle boten uns die Turnschüler des hiesigen Turn- u n d Sportvereins eine Weihnachtsfeier, deren Programm sie allein bestritten. Gewandt angeführte Turnübungen und hübsche Reigen wechselten mit zu der Weihnachtsfeier passenden Musikstücken der jugendlichen Hauskapelle, Gelängen unö Alärchenspielen ab. Unb die jugend- li-che Schar, geführt von ihren tüchtigen Turn- toorten, bot wirklich ganz vorzügliche Leistungen imb erfreute die zahlreiche Zuhörerschaft durch natürliche Frischs wie sicheres und gewand- > les Auftreten. Dabei bewies sie. dah sie sich dLS Ernstes unserer Feit bewußt ist und versprächt, einstens achte, warm fühlende deutsche Burger- Wirtschaft. Die Bedeutung der Kohlenwirtschast. Der Versailler Friedens vertrag hat uns mit den Kolonien, mit Posen, Westpreuhen und Oberschlesien werwolle Rohswffgebiete genommen. Die NahrungSmitreldecke ist Verner geworden. Auch an Bodenschätzen sind wir ärmer. Zink lieferte zumeist Oöerschlesien. Mi-> netteerz Lothringen. Was wir an Steinkohlengruben in Oberschlesien und im Saargebiet verloren haben, ist durch die Ausdehnung des Braunkohlenbergbaus in etwas unsäglichen. Mit dem Elsaß haben wir umfangreiche Kali- elder verloren. Geblieben ist uns Im großen und ganzen nur der Steinkohlenbergbau, dessen wichtigstes Gebiet das an Ruhr und Rieder rhein ist. Hier lagern noch Kohlenschätze aus Jahrhunderte hinaus; ja, man schätzt die noch unerschlossenen Kohlenfelder in der Münster länder Bucht und am linken Aiederrhein so groß, daß sie für mehr als tausend Jahre reichen. Die Bedeutung der Kohle wird immer mehr erkannt. Sie liefert nicht nur Brennstoffe, sondern weit wertvollere Dinge. Dr. Otto in Dahlhausen bei Bochum war es, der zuerst erkannte, welch werwolle Zngredkzien beim Verkoken der Kohle nutzlos, ja schädigend Kreis Lauterbach. hml. Lauterbach. 23. Dez. Die Reihe der kirchlichen Weihnachtsfeiern wurde am Freitagaberü) mit der Christfeier des Jungfrauen Vereins eröffnet Der Kon- firmanbcnfaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das reichhaltige Programm, bei dem Ernstes und Heiteres miteinander abwechselten, war aufs sorgfältigste vorbereitet. Es^ war eine schöne und würdige Feier, die die Teilnehmer in jeder Weise befriedigen mußte. Für den Sonntag war die Weihnachtsfeier der Kleinkinderschule vorgesehen. Die große Zahl der Kinder sowie der zahlreiche Besuch der Feier in früheren Jahren ließen es rätlich erscheinen, die Feier nicht wie sonst in der Kleinkinderschule. sondern in der Kirche abzuhalten. So wohnten auch viele Hunderte, vor allem die Angehörigen der Kinder, der schönen Feier bet Schwester Charlotte, die mit großer Geduld und Liebe dieses Weihnachtsfest ihrer Kleinen aufs Sorgfältigste vorbereitet hatte, zog mit ihrer Schar unter Gesang ins Gotteshaus ein. Wie strahlten die Augen der Kleinen unter dem Christbamn und wie schon haben sie alle ihre Sachen gemacht. Am meisten erfreute sie aber wohl unter all den Gaben des Christkindes das schöne Eimerchen, das ihnen die hiesige Blech« toarenfabrit in freundlicher und dankenswerter Weise zum Geschenk gemacht hatte. Am Montag war die alljährliche Weihnachtsfeier der Kinder, die den Kindergottesdienst besuchen. Auch diese Feier in der Stadt« tirche nahm einen schönen Verlaus und erfreute sich eines guten Besuches. Am Abend versammelte sich der I ü n g l i n g s v e r e i n mit seinen Freunden zu seiner alljährlichen Weihnachtsfeier, die ebenfalls einen recht befriedigenden Verlauf nahm. Musik- und Gcdichtvorträge sowie zwei von Mitgliedern gespielten Theater aufsüh- rungen füllten den Abend aus. Am Mittwochabend wird die eigentliche Christ feier in der Kirche gehalten, wobei Kirchengesangverein und Kinderchor mitwirken werden. Im Anschluß daran wird nach alter Sitte droben auf dem Kirchturme „Das Christkind gewingt". Starkenburg und Rheinhessen. -!- 'Offenbach a. M., 23. Dez. Die Stadt hat kürzlich beschlosien, die Sonderst euer vom bebauten Grundbesitz, die nur bis zu einem Ertrag von 900 000 Mk. von der Regierung genehmigt war, in zwei weiteren Zielen zu genehmigen, um aus dem Ertrag ein g r o ß zü giges Bauprogramm zu finanzieren. Cs sollen sofort 121 Wohnungen neugebaut werden. Das Ministerium des Innern hat die Erhebung dieser Steuer soeben genehmigt. , * Darmstadt, 23. Dez. (Eigener Bericht.) Auf Veranlassung des Verkehrsvereins Lindenfels wird eine Motor-Omnibus-Li nie zwischen Lindenfels und Darmstadt ein- gcrichtc.. Es werden die nachstehenden Orte berührt: Lindenfels, Kolmbach, Gadcrnhnm, Dran- bau, Hoxhol, Ernsthofen. Ober-Modau. Ober- Ramstad! und Darmstadt. Der Verkehrsverein Lindenfels verhandelt auch mit der Oberpostdirektion Darmstadt wegen Wiedererrichtung der Motor-Omnibus-Derbindung Lindenfels--Bensheim. Kreis Wetzlar. i; Wetzla r, 23. Dez. Wie der „Wetzlarer Kreis Brwingen. , Ridda, 23. Dez. 3n der jüngsten Gern e i n d e r a ts s i tz u n g wurden folgende -öe= schlüsse gefaßt: Die durch den Sturm im letzten Sommer entstandenen Lücken im G emeinbfc= wald sollen mit Bucheckern emgefat und Der untere Liebholzweg hergestellt werden. - Tie Feldlomw.i'sion wird beauftragt, emc Beslcy- tigung der Feldwege vorzunehm«i und in der nächsten Sitzung Vorlage zu m<*<$^n. Die Gemeindehunde st euer für das palender) abr 1925 wird auf 8 Rm. pro Hund festgesetzt und beschLossen, von der Er^bung von Zuschlägen für Den mehrfachen Hundebesitz ebenso wie in früheren Jahren Abstand zu nehmen. Die Hundesteuer für das Jahr 1925 betragt in Ridda einschließlich der Staatsabgabe, die nach eingc- zogener Erkundigung unverändert geblieben ist für den Hund '20 Rm. Einige Besitzer entlegener Gehöfte tour bei auf Antrag von der Zahlung der Gemeindehundestcuer in Ansehung des elften Hundes befreit. Gelegentlich der Beratung über die Revifionsbemerlungen zum Voranschlag für 1924 wurde die Weite rerhebung D e r vorläufigen Gewerbesteuer m!^r bisherigen Höhe für unbedingt notwendig erachtet. - Einem Antrag des Otto Straft um Gewährung eines Baudarlchens wird ftattgegeben: die Stadt stellt den gleichen Bettag wie der Staat a.s Darlehen zur Verfügung. ^e Vergütung der beiden Schtoestern wird nut Wirkung vom 1. Dezember 1924 auf je 60 RM pro Monat festgesetzt und außerdem eine einmalige Wirtschaftsbeihilfe von je 25 RM. bewilligt. — Entsprechend dem Vorgehen anderer Gemeinden beschließt der Gemeinderat die Standesamts gebühr en für die Folge Dem Standesbeamten zu überlassen. — Rachemem Gutachten des Forstamtes kann das Gesuch der Holzhauer um Erhöhung Der H o l z h an erlös) n e nicht berücksichtigt werden. — Die Verlegung eines Feldbereinigungsamtes von Friedberg nach Ridda ist wiederholt Gegenstand der 'Beratung un Gemeinderat gewesen. Die Verlegung des Amtes erfordert die Erbauung eines Dienstgebaudes und die Bereitstellung einer Anzahl Wohnungen für Beamte. Es soll angesichts Der ungünstigen Finanzlage der Stadt zunächst versucht werden, zur Erbauung eines Dienstgebäudes sowohl als auch zur evtl. Erbauung eines Miettoohngebaudes Staatsmittel zu erhalten. — Die Bürgermeisterei wird ermächtigt, für den Bezug von vaat- gut und Düngemitteln die Gemeindebürgschaft zu übernehmen, vorausg-.seht, daß die einzelnen Schuldner der Stadt gegenüber einen Anzeiger" berichtet, ist jetzt auch beim Postamt Wetzlar der Fernsprech-Rachtdienft ein geführt worden. Mit dieser Einrichtung hat man einem Bedürfnis weiter Bürgerkreise Rechnung getragen. Hessen-Nassau. bl. Dillenburg, 23. Dez. Die Sladt beabsichtigt. Las Altersheim, welcher allen, alleinstehenden und hilfsbedürftigen Personen Ausiiahme und Pflege bietet, zu vergrößern. Die Bettenzahl soll von 12 auf 20 gesteigert werden. in die Luft entweichen. Gas hatte man vm ihm schon aus der Kohle gewonnen, auch Teer. Aber nun erst wurden Koksöfen gebaut, die die Abschöpfung der sogenannten Nebeuprv- dukte saft restlos ermöglichte. So gewann man ans der Kohle beim DerkokungSprvzeß Ammoniak, Benzol, Tenttalol, Schmieröle, Raph- tha, Teer, Pech, Gnmeronharz, Wellfette. Die Wissenschaft arbeitet rastlos weiter, besondere Verdienste erwarb sich das Kohlenfvrfchungs- institut in Mülheim a. d. Ruhr. 2llS der Krieg ausbrach und wir bal'O von aller Zufuhr aus dem Auslande abgeschnitten wurden, da stellten die großen chemischen Werke das künstliche Salpeter her, und an Sprengstoffmweln trat kein Mangel ein. Heute wissen wir, daß die Kohle eigentlich viel zu werwoll ist, um auf dem gewöhn lichen Wege verbrannt zu werden, wobei 40 Prozent und mehr verloren gehen. In Volks wirtschafllichem Interesse liegt es, die Kohl - zu verkoken oder zu verschmelzen. Auf dem letzten Wege wird sie gewissermaßen W Oel umgewandelt; die auf der Zeche König Ludwig gemachten Versuche haben gute Erfolg? gezeittgt. Eine mustergültige Kokerei besitzt der Bochumer Verein auf der Zeche „Karo- linenglück". Diese Kokerei umfaßt 350 Koke Öfen; sie kann täglich 2300 Zentner Koks her stellen. Die neuen Koksösen erzeugen in der selben Zeit etwa das Doppelte dessen, war Oefen älterer Art produzieren. Alles geschieht auf mechanischem 'Wege. Die beim Verkoken erzeugten Gase werden restlos ausgenützt Sinnreiche Vorrichtungen scl)öpfen alle Neben Produkte ab. Das Benzol 'ist so vorzüglich, daß wir kein Benzin mehr vom Auslände zu bc ziehen brauchen. Das gewonnene schwefelsaure Ammoniak macht den Bezug von Chilesalpeter überflüssig. Aus dem Teer werden 50 Proz. Pech abgeschieden. Das Naphthalin ist unentbehrlich für die Farbenfabriken. Aus der Kohle werden auch werwolle Fette gewonnen, die zu Bohnerwachs, Lederfette, Schmierfette, Schmier- unD Waschseife verarbeitet werden. Cumeronharz ist stör kostbar; Ammoniakwaffer. Schweselwasser und was sonst noch aus der Kohle gewonnen wird, ist erstaunlich. Auch die Anilinfarbe, das Mottenpulver, das Saccharin werden aus ihr gewonnen. Je mehr wir die Kohle so auSnuhen, je unabhängiger werden wir vom Ausland. Millionen bleiben dem VollSvermögen erhalten. Das Ziel muß sein: die Kohle von der Stelle, wo sie gewonnen wird, in Kokö, in GaS, in elekttische Energie, in wertvolle Produkte umzuwandeln Hier eröffnen sich ungeahnte Perspektiven. Di> Zechen werden so zu rheinische.i Fabriken; die Kohle ist kein Brennstoff mehr im alten Sinne, sie ist ein wertvolles Gut, das in fid; kostbarste Schätze birgt. Zur Zeit tft die Lage im Bergbau schwie rig. Es mangelt an Absatz. Es mangelt an Geld, an Krediten. Der wte Punkt kann nur überwunden werden, wenn der Bergbau in die Lage versetzt wird, seine Einrichtungen zu vervollkommnen, um den KohtenpreiS niedrig zu halten und auf unsere Gisenindusttie und die weiterverarbeitende Industrie solchergestalt belebend einzuwirken. Dazu bedarf es der Verbilligung der Produktion durch erhöhte Förderleistung und der restlosen Ausnutzung der Nebenprodukte. Ist erst die gegenwärtige Krise überwunden, arbeiten Kops und $anö mit größter Anstrengung, um über den toten Punkt Hinwegzukommen, dann wird die Kohlenwirtschaft zu einem nationalen Wirtschafte- Bürgen stellen. Kreis Schotten. cb. Sichelsdorf, 22. Dez. Gestern abend veranstaltete unsere Schule im Lehrschau öaalc eine toohlgelungeue Weih n a chtsfeier. Der Andrang war so groß, baß viele umkehren mußten. Die beiben Klassen boten zunächst Weihnachtslieber und Gedichte. Dann würben von den Kindern vier Weihnachtsspiele aufgeführt, die einen tiefen Einbruck hinterließen. Zum Schlüsse brachte der Weihnachtsmann jedem Kinbe ein Paketchen als Lohn für bie fleißige Arbeit. A Ruppertsburg, 21. Dez. Ein frecher Diebstahl wurde in der hiesigen Herberge von einem Handwerksburschen ausgesührt, jedoch auf ungewöhnliche Weise entdeckt. Einem Lehrer zu R i e b e r e m s im Taunus verkaufte ein Hanb- werksbursche eine Anzahl von Akten aus dem 30jährigen Krieg und beu folgeichen Jahrhunderten, unter dem Vorgeben, sie seien ihm in Ruppertsburg bei Laubach vom Ortsbiener auf ber Herberge zum Feueranmachen übergeben worden. Der Lehrer meldete diesen Vorfall an den Geschichtsforscher Prof. Waas in Mainz, der das Staatsarchiv in Darmstadt benachrichtigte. Dieses betraute den B^zirks-llrkunden- und Denl- malpfleger Prof. Dr. Roesch e n mit der Unter« suchung. Dieser stellte fest, daß weder den die Herberge überwachenden Ortsdiener, noch den Vertrauensmann der Urkundenpflege, Lehrer D e b u s in Ruppertsburg ein Vorwurf treffen kann. Jener freche Kerl hatte bie Freunblichkeit. bie ihm von der Gemeinde durch Gewährung des Nachtlagers erzeigt wurde, badurch gelohnt, baß er heimlich aus der im Nebenraum stehenden Aktenkiste jene Archivakten stahl. Man ist dem Diebe auf der Spur und hat auch Aussicht, jene wertvollen Archivalien wiederzuerhalten. Der Vorfall lehrt jedoch, tote mißtrauisch man solchen Stromern gegenüber sein muß, und welche Vorsicht bei der Ausbetoahrung der Bestände des Archivs zu beobachten ist. tz Ulrichstein. 23. Dez. Am 2. Januar wirb in hiesiger Kirche ein Film über bie von Bvdelfchwinghschen Anstalten in Bethet gezeigt werden. DaL Interesse baffic ist naturgemäß rege, da in unsere Gegend wenig derartige Darbietungen kommen. B Burkhards, 22. Dez. Für bie Eltern und Freunde der Schule veranstalteten die beiden hiesigen Schulllassen zwei getrennte Weihnachtsfeiern im Saale von Schmidt. Die Kleinen (unter Leitung ihrer Lehrerin Fräulein Frankl und die erste Klasse brachten mehrere von Lehrer Loos einftubiertc Weihnachtsmärchen zur Darstellung, wie die Schneekönigin, die Tannenelfen, LottchenS Reise ins Wunder« lanb. Die lebenswahre Darstellung, bie Farbenschönheit der Kostüme und bie mit besonderem Geschick erfolgte Ausstattung der Bühne fand den ungeteilten Beifall ber Erschienenen. In einem Schlußwort stattete Lehrer i. R. L u b to i g den Kollegen den Dank der Gemeinde ab. Aus dem Vogelsberg. 23. Dez. 3n ber Stille und Abgeschiedenheit unserer gebirg» lichen Welt haben sich biß auf ben heutigen Tag eine Fülle von Sitten und Gebräuchen erhalten. bie ber Bewohner dec Ebene, bie im Banntreis ber Großstadt liegt, nie gekannt ober schon längst vergessen hat. Frommer, gläubiger Sinn weckte sie, unb noch heute werben sie tief empfunben, weil sie im VollSgemüte wurzeln. Auch an den bevorstehenden Feiertagen machen sie sich bemerkbar unb geben ihnen gcmz besondere Weihe unb Feierlichkeit. Vielerorts leiert man noch bie lange Rächt vom 23. aus ben 24. Dezember. Mag sich auch das Julsest unserer Heidnischei, Vorfahren in dieser Feier widerspiegeln, ber tiefe Sinn ist nicht zu verkennen: Man freut sich, daß mit dem nun wachsenden Tag eine lichtvollere Zukunft anvricht. Arn Bescherabend, in anderen Orten im Früh rot des ersten Weihnachtstages, versammelt sich bie börsliche Jugend auf der Straße.. Weihnachten anzusingen An Straßenkreuzungen unb freien Platzen Hingen des Christfests stümmrugsvollste Lieder .Stille Nacht, heilige Nacht" unb ,0. du fröhliche, o, du selige, gnaden« bringende Weihnachtszeit", während in den Häusern bie dichter bes Tannendaums ausitamme., unb heiße Kinberherzen hinaushorchen m ben von Weihnachtsstimmung verklärten D^ttravenb. In ber Silvesternacht wieberhvlt sich das Singen. Mit den.alten Kirchenliedern »Das alte ^>ahr vergangen ist" unb „Tum danket alle Gott . grüßt bie Jugenb bas neue Jahr. Anschliehenb wünscht der „Sprecher" in wohlgefehter, von Jatzc zu Jahr gleichbleibenber Ansprache Der Gemeinde im neuen Jahre alles Gute. Bürgermeister Ge- meinberat, Pfarrer und Lehrer werben mit beson- beren Wünschen bedacht. Es ist zu wünschen, baß diese schönen Bräuche erhalten bleiben unb nicht ein Opfer des Zeitgeistes werden: Das Dorf muß reich sein an H e i m a t e r l e b n i ff« n, soll es auch weiterhin Der NährboDen bodenständigen und wurzelfesten Wachstums sein. zrrcis -llsseld. to AlsfelD, 23. Dez. Gin nicht alltäglicher Kunstgenuß wurde uns am Samstag zuteu. eln W e i!) n a chtsi o nzer t Der vollzähligen 5xa» pelle ber Fuldaer R e i chs a r t ill er, e unter persönlicher Leitung von Musikmeister H e - wers, das in Der hiesigen neuhergerichteten Tonhalle ftattfanb. Die musikalischen, von hohemi Linnen zeugenden Darbietungen des ^rompeteriorps sanden den lebhaften Beifall der zahlreich erschienenen Zuhörerschaft. Es wäre dankbar zu oe- grüßeii, wenn die Konzerte ber Fulbaer ^^Eerre- tapelle zu einer ständigen Einrichtung in Alsselb werden toütb*'n. Der goldene Sonntag hatte auch nach unferer Stabt eine große Zahl Der näheren Landbevölkerung gezogen, welche in Den reich unb geschmackvoll beforierten Laben ber Hauptgeschäftsstraßen. Obergaffc und Mainzer« gaffe, ihre Weihnachtseinkäufe machten. Wie man hörte, war bas Geschäft im allgemeinen sehr de« friebigenb. Die hiesige Kasino-Gesellschaft Concordia feiert am 26. unb 27. Dezember die Feier ihres h u n ber t j ä hri gen Bestehens in ihren neu hergerichteten Gesellschaft sräumen. Am 26. Dezember findet ein Theaterabend mit einem vieraktigen Theaterstück statt, am nächsten Tage ist Militärkvnzert unb abends Festball. mittekawtttichen Glaubens. Denn es nmß doch etwas Großes, ein Etwas, das wir auf den roten Polstern des römischen Schnellzuges nicht mehr so iies empfinden, in jenen gewesen sein, die unter der Vision der fernen PeteEippel. hinstarben am Wege. Aus der Provinz. Landkreis Gicszen. * D a u b r i n g c n, 23. Dez. Am ersten Weihnachtstage find es 40 Jahre, daß Karl Schäfer als P o l i z e i d i e n e r im Dienste unserer Gemeinde stehl. Während dieser lang« formen Dienstzeit hat Der Jubilar sich das aucu der Bürgerschaft erworben. Aus Anlatz jetzigen Jubiläums beschenkte ihn Die Gemeinde mit einem Sessel. Bg. Großen-Bu seck. 22. Dez. Gestern abend ' fand eine Weihnachtsfeier der beiden Mittelklassen Der hiesigen Volls- i" d) u 1 c statt. Der stark überMte Saal legte Zeugnis ab von dem regen Interesse, das Eliernhaus und Verwandtenkrcis den Dardle- iunc.cn der Kinder entgegenbringen. Gesänge. Gedichtvorträge. IBeirdeBüder und Darstellun- qen von Weihnachtsmärchen sullten den Abend aus. Dem flotten, überzeugungsvollen Spiel der Kinder und der großen, mühevollen Arbeit der Lehrer wurde reicher Beifall gezollt. Eine kurze Ansprache des Rektors gab der Hoffnung Ausdruck, daß Derartige Veranstaltungen Schule und Elternhaus immer mehr einander näher bringen möchten, beiden zum Segen. Voickräge des Pofaunenchors trugen zur Verschönerung wesentlich bei. _ Leihgeltern, 24. Dez. Am Wechnachts- jest feiern die Eheleute Kaspar Väth, Poll« -.ewiener i. P.. in voller korperlichec und gciftigcr .Fr.scho das Fest bei goldenen H o H 3 eiü ckl. Allendorfa.d. Lahn, 23. Dez. Unser Dorf Hal nach Der letzten Personenstands- auknahme 851 Emwohner. Dei^dei letzten Volkszählung waren es nur 784, atfo id)t rm Mehr von 67 Personen. - Die Piehzah- r.ung am 1. Dezember 1924 ergab Wlgend^ Resultat: Pferde 22, Rindvieh 377, Schafe 26, Schweine 449, Ziegen 135, Gänse 299, Enten 18, Hühner 1446, Federvieh im ganzen 1446 Stuck. Bei der Viehzählung am 1. Oktober 1923 Waren vorbanden: Rindvieh 372, Schafe 122, ed)toeine 163, Ziegen 145 Stück. Mithin in 1924 an Rindvieh 5 Stück mehr, an Schafen 96 Stuck, an Schweinen 14 unb an Ziegen 10 Stück weniger. f Grünberg, 23. Dez. Vom Kieiscnnt Dießen waren ber Stabt Grünberg für bie • Wohlfahrtswoche 679 Macken un Werte von 200 Mk. 8um Verkauf überwiesen. Davon wurden 536 Marken im Werte von 155,80 Ml. verkauft. - Am ersten Feiertag sind et in ber Kleinkinberschule Die diesjährige Weihnachtsbescherung ber Kinder statt. Dre Zahl der Kleinen dieser Anstalt betragt 63. — Schwester Charlotte, die die Stiemen m vorbildlicher Weise betreut, ist seit dem >.>ahre 1877 Errichtung der Kinderschule) hier tätig. ri. Lich, 21. Dez. Des lieben Christtests Vdrspiel bildete hier, wie jedes Jahr, die Weihnachtsfeier ber Kleinkknderl d)ule. Die Diesmal mit Rücksicht auf die gvoße Zahl der Kinder, Die zur Zeit diese Schule der Kleinsten besuchen, in der Marienstiftslüche abgefxrften wurde. Die Lichter des im Altarraum ausgestelitm Christ« bamns, vor dem der reich bedeckte Gabentisch stand, spiegelten sich in ben froh erwartungsvollen Aeuglein von etwa 80 Kinbern, die unter Schwester Lina Rebelings Leitung herzlich ihre Liebchen unb Derslein hersagten und gc« huiDig, ja sogar aufmerksam der kurzen Ansprache des Stistsdechanten Lenz zuhörten. Die Angehörigen der Kinder, die Mitglieder bes städtischen Wobliahrtsausschuckes unb eine große . Zahl von alten unb jungen Kinderfreunde.i aus her Gemeinde wohnten der Feier bei. nur de- iu, 2 5 w,o 1*3,5 IM Da n t n ot eo. Fr***-. °3. TeCe. (Samo, 09 18.1 17,50 e.s 3,Ml 3,55 < M./ MM Teneriffa A.-G., Cigarettenfabrik, Gießen i2«nD C 13 12.8 16.80 13.75 $.70 3,70 2.5 2,85 11 77 ' 6 3,2 6 7) 12."0 6) 67 43 27 18 33. " C E4 0 27.30 0.9 8.5 12,4 >9 64.2 75.>0 -.4 3 23 5.40 | 32,13 23,25 27,S .1 40 1 n 22 12 83.«'' . l 8 ' 3 i 47 | '6,73 eu rod "Oll voll .011 Doll voll voll ' 01. ODil . 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Tanlftfie Toren ....... p-nGliHv Toten ...... ft.amc-'ifrt» Toten ..... f oHnnblfae Toten ..... nt Ifenlifbc Toten ..... Vlortve Jfdx Toten .... T utlfu Cffterr. 4100 Krou« Rumänttcde Toten t rf)n>rbl(tf:e Toten .... Schwerv» Toten ..... 6pnrild)i Toren....... llchechoNoivakilch, Toten .. Unaanidje Toten . . ..« - uf*u _ Buntes Allerlei Vasco da Gama. Oit,M Mittel MM. «Uttjöltt «Ortung de- ^glichen laiche Roj;. ',.ün Srv^n M dessen unbOlieber EMhe aui W bie noch Dünster “Mein io usmb Oahre totrb immer Dinge. Di, l war es, der seltsame Weihnachtsschmause. Eine der üußgiebigften MahlzKken, wohl <\u Weihnachten ad gehalten wird, fiitfX'i alljährlich in der Londoner Gull dH all statt, wo die ärmsten Londoner Kmber gespeist werden. 3a der Raum rn der Guild hall zu Hein ist, wird die Stadt in 150 Bez rke geteilt für die 6250 Körbe mit Ehwaren ausgcg?ben werden. 'Sei1 Bürgermeister von London bf- auffief-tigt selbst in seiner SraatSrobe die Ber ladung der Korbe in 30 Wagen und bänbtgf den Kutschern die Adressen ans. Sie Kinder. Die bei’ Vorzug geniesten, an dem Banteit selbst teilzunehmen. werden mit Roastbeef, gro f)rn brennenden Plumpuddings, mi' Aepfeln und Milch gespeist. Dann werden Knallbonbons, QleujahrMarten und andere Geschenke verteilt. Dec Bürgermeister und die Mtgli^ der des Magistrats wohnen der F.ier bei und nehmen an der sudelnden Fröhlichkeit h r Kim derschac teil. Wie ganz anders sind die Weid- nachtSschmäuse. die die P o 1 a r s o r s ch e r in den Gebieten W ewigen Schnee? begehen. Ranscn hat uns von verschiedenen solcher Weidnachtsessen berichtet. Mit seinen taps? ren Leuten konnte er sich an Bord der am ,u einem Weihnachtsessen niederlassen, bri dem re Ochsenschwanzsuppe. Fisch. Retmtierbralri' und Preihelbe..gelee mit Kuchen gab. Abc' als er da« nächste Weihnnchrsfest in seine, S)ütle in Franz IosephSland beging, da bestand, das Festessen mir aus gesal’enem Fisch mit MaiS und aus Hartern Brot, das man in Tran ausweichen mustte. Sehr reichhaltig sind die WeihnachtSgericht-e der Franzosen. Die Hauptgerichte sind Putenbralen und Blutwurst; austerdem bevorzugt man Eberkopf in Gelee mit Pistazien gefüllt, Austern, Hummern Krebse und Schnecken. Der Russe hat zwei 'Rationalgerichte zu Weihnachten: Buchweizengrütze mit Honig und ein merkwürdiges Gemisch aus gedünsteten Birnen und Aepfeln, Apfelsinen, Trauben und Kirschen, das in Honig angemacht und kalt serviert wird. Auch die Italiener haben ihre besonderen Weih- nachtsgerichte; sie essen am heiligen Abend auster den Makkaroni, die nicht fehlen dürfen, Aal, Aferschnecken und sühe schwere Kuchen. ftntn.-Tott BrT. Tnnv tbriftinnin Tovtnbnaen etou''olm . $t!finafor& ‘Italien . . . London • . - Teunort . . Tnri$.... etbroeij . . Cfh. i.-n . Wien In D-' Cdl abfleft Droa FabatreO . Firn Aires kill nrfen Ravan Tio br Ian Behrab . Lissabon . 2.5 r.8s 10,76 Zur Rotiz: Die Berliner Wertpapierbörse notiert nadj folgenden Grundsätzen: 1 für Aktien und Ante le, a) b.e noch nicht auf Goldmaik umqeftetlt sind, in ^ReichSmatl für 100 gkiviermarf*, b) die bere.ti au» Gcl> mar! unigestellt sind, in .Reichsmark für 100 Goldmark"; . , 2 für festverzinsliche We te. a) soweit ste nod) der bisherigen Roterungsart über 15 M l- liarden Prozent notierten, in „Reicksmirk für 100 Pöpiermark', b) loweit sie b i s 15 OK dl arten Prozent nab der bißfreigen Rot eru msarl notiert fint» in .ReichSma.k für eine Millian Papier» mat’r c) ö—15 Prozent Reichslchahanweilnngen ,K' von 1924 in „Reichsmark für eine Illlarüe Papiermark': .. 3 für die festverzinslichen wertbestandi ei Anleihen, die b°she in »Mark für eine Gold- mar k" n tiert wurden, in »Reichsmark stir IvO Godmark"; , . 4. für die Anleihen, die auf Dollar lauten, in Prozenten: . . 5 für die not Sachwert v rzr chen P^a-'d- briefe und Schruldv-richoeibunge i. die bisher in (Billionen notiert wurden, in .Reichsma Berliner Produktenbörse. Berlin. 23. Dez. Am Produkt enmarLt folgte man den nrncrilanischen Kurfen wenig. BerwieS auf schlechte argentinische Aussichten „Ich finge hier von dem berühmten den höher als Aeneas preist die Fama!" Qllit diesem BerSpaar beginnt her portugiesische Ra> tionaldichte^ LouiS de Gamoens den Hymnus, den er in seinem groben Epos, den „Lustaden", auf den portugiesischen Rationalhelden Basco da Gama. den Seefahrer und ©ntbeder angestimmt hat. Diese poetische Derherrlichung Hal dem kühnen Manne einen Ruhm verliehen, der ihm sonst wohl nicht zuteil geworden wäre. Dewih hat er als einer der ersten Afrika umschifft und den Seeweg nach Indien gesunden, hat durch seine Entdeckungen seinem Daterlande ungeheure Reichtümer beschert, aber dte Forschung hat nachgewiesen, dab schon vor ihm andere Seefahrer daS Kap der Guten Hoffnung umschifften, dns sein Borläufer Diaz das .Kap der Stürme" nannte und dem erst König Johann von Portugal den wohlklingenden Ramen verlieh. Die Portugiesen hatten in dem Vertrag von Tordesillas" mit dem anderen Ent- deckervolk deS 15. Jahrhunderts, den Spaniern, die Welt geteilt und sich selbst die Ssthälste Vorbehalten. Es Tag ihnen daher vor allem daran, einen östlichen Weg nach Indien zu finden, nachdem Kolumbus den westlichen Weg entdeckt Halle. Diesen Versuchen galten dte Zährten von Diaz und Covel-ahad. Der glückliche Vollender dieses Planes aber war Vasco da ®ama, cer 149t mit vier Schiffen seine erste Reife antrat, glücklich das Kap der Guten Hoffnung I umschiffte und bann über Mosambik nach Me- linde gelangte, wo man ihm zwei arabische Lotsen mitgab, die ..mit astronomischen Instrumenten wohl umzugehen »übten". Mit Hufe dieser Führer tarn Gama glücklich nach Kalüat an der Malabarküste, dem damaligen Mlltel- punkt des ostafrikanischen, arabischen, per üchen und indischen Handels. Sr unterhandelte mit dem Beherrscher dieses Landes, dem Zamorin. aber die maurischen Händler, die den Verlust deS in ihren Händen befindlichen Handels fürchteten, verdächtigten die Fremdlinge als Lec- Rrtmrfnrtrr Hrmatmrn Äoitfcrnrnfabrif Braun . . T-rtallctka d)aft ^ranlfurt Pri Union Ä -<4....... fecfcuV'abrif üct» • • . . . • Lichrl ......... Hraftort Baiilbof....... 3iid:riQbrif 3rantnitbfl1 . - Buderfabnt Wag baut«! • Kohle eigen! dem gewöhn den, tDobei 40 -en. 3n Volks es, die Kohl en. Aus dem inahm A Ocl >c König Lud i gute Erfolg' Kokerei besissl Zeche „Kaw ch 350 Koir itner Koks her zeugen in her e dessen, fix»»* Mes «schied! beim MM los ollsgenn^ fen alle sieben vorzüglich. M> uslande jl dr ie schlv.'fels^i' )H Chtlesalpel'r eiben 50 Proz HM is! unenb MS der Kohl -' gewonnen, die . Schmierf.'tl.'. ubeiiet mrden^ IminoniaiMlser. t noch au» istaunlich- ienpulver. M- icnnen. 3t «J. ic unabhwG- jifilenen tW »Ile, wo lje.r flTin eleltnl*1 te 'unizumnde^ 'm 6041 i beM cr^ött o^n-aenvä^' n, über "v; 6rh 24 5,80 33 24,2, 28/, 9 c 18,62 12.7: »K«8 Farben 28.90—28.50. Th- Goldfchmidi 23.13 biS 2425. Höchster Farben 23^C-28^.\ Ho.zvertoh- lunfl 9.50 Chemllche Ttbcnania 6, Ruigerswerke 18,62. kSlelirDOKrtc A.G. 12.l5, Vergman i 18,87, Licht und Kraft 8.8. Lahmeyer 13,45. I'ianspvrt- toeitc Hapag 2730, Btliimore 64.50. ^n^l2c Industriewert. Kicpcr 2.70. Daimler 3.70, üb’ lingcr 7.90. 314^11 K-iburger Iellsto.f 2o,cb. Gement Heidelberg 24. Dvckerb?fs 3.90. Ho!zmann 5^0. dingtoedc 3.62, iStbcl 53,25. Spinnerei Hämmerten 23.60. Heddernheuner Kupfer 9^.. Lechwerke 18.25 Metallgelellschaft 18.1, ®cor. Iunghai'.S 11,75. Rheinmetc'. ! 10,40. Julius sichel 3 Chemische Mainz 10. Vaditchcr S.ucker 3S0. 5tankntbaliudet 4,37. Olfsteinzucker 3,45. Preu- Geniali 3.70. Monastir 7,50. Dörfenkurse. • Treu Handstelle für die Deutsche *!entcnbanL D r Aach inch lend cnTt dec Teu- fdjen Rcnlenvanl t.ilt m t. Im RnchSministerium für lArnährnng und Landw rtfchaft wurde e.ne k i euhandsieUe für die Deutsche Rent^ibank . > - i-cktet. der die Aufgabe obl.cgt die d:r Deut- jj)en Rentenbank zur Verfügung stetz nden M.t.el in her 3lebergangSzell, bis spätesten» 1. '3U'- r.-mber 1925, bis zur Gründung der Deutschen ?ier.tcnbanUie6itanftalt und d r Landw rischas.- Nchen Kiedlllnsti'.ute zur Weitergabe an die Land- W.rtschast zuzuführen. Die Tr-uhllndstellc. Vic Thrc Tal gkeii ausgenommen hll. wurde g.b.lbct .l'ir der Deutschen Renlenbunl. dem Deutschen :'andw:rtschaftsrat, dem Reichrbrnkdir.llorlum, i' • Preuh scheu und b:r Batzr.schen Staatsbank. ,5 aber u. Schleicher A -G., Offen- ,h a ch. Die G V. bclchlotz die Umstellung der i*'i>rsuga- und Stammaktien und die Umfte'- Inng deS Aktienkapitals auf 993 000 Rm. unter I Bildung einer Rücklage von 153 000 Rm Frankfurter Dank A. -G.. Frankfurt. Die @eneialDcrfammIung genehmigte die Goldbllanz und die Umstellung deS Allienkapitals aus 1,6 2HUL Rm. Stammaktien (50; 1) und l 14 000 Olin Vorzugsaktien. Die Aussichten feien für die Gesellschaft insofern günstig. alS bte alle CleJIung in Form der Inkassostelle durch die ^'nfuhrung des Sffelten-ElearingS weiter aus- gebaut werden wird. * ft ebbet n b eimer Kups erwerke- met all bank De bereits bestehenden Verbindungen zwischen der H ddemh imer Kups^- merte und der Süddurtschen Kabelwerke QL®, rinerfeito und der Metallbani und M talUrrgi- schen Gesellschaft andererseits sollen in der TSc se qclcftigt werden, dah eine vollständige Falwn norg:nommen w.rd. Wie v tlaulel. ^cdoernheimer Aktien gegen eine Metallbant-- QLitie ausgetauscht werden, wozu noch eine ragsteiler verwies darauf, dah dte Oeffentlich- teil von der Goldbilanz nicht genügend unter- >-'chtet 'et Die Versammlung genehmigte darauf die Umstellung des Aktienkapitals von 220 Mill. Mark aus 1,32 Mill. Rm. Stamm- (1661// D und auf 12 000 RM. Vorzugsaktien. 16.M 11,5 | 9» 126.S 11.25 । 20 5 I 8,7 68.2"> 1 55 0 9,19 ' 27; 4,10 Für Lotleriespieler: LIan'uar^stL "end» 6 Uhr, läuft die ^rift llir die Erneuerung dec "o'e zur 4. Klaffe der 24. L»'). Prenstifch-Luo. deutsche« Mlaffenlouerte ab. Bersaumu o derftrlst hat den Derln i de» Anrechtes aut das 4. iTlafie. der letzten Sllafie vor der aroiren Hauvtziehung. 5UY Ti°el 3iebum 4.ftlafie beginnt am yreirag, den fl Januar 1926. Es t »nunen "000 «enrinne im (Mefamtbeiraae von 1C870 M) (tzoidmark öur Äus- ivieluna- fiiauöt'.rener b,)bc>0 (V>ülbmarL Frankfurter Adendbörse. Frankfurt a. M., 23. Dez Die an der heutigen Rachbörse hervorgetreteae Rcaltsattons- i.eiguna erfuhr im Abcndverkehr bereite wieder . eine Wandlung, die fid) in neuen, teilweise an- sehnlichen Kursflc gerungen auslöste. DaS Ge- schäft nahm wieder einen großen ilmfang an und die Käufe erftredten sich nahezu auf alle Märkte. Besonders Chemie^ und Eleltrowerte waren sehr gesucht und konnten erneut gröbere Kursgewinne erzielen. Der Montanmarkt verlief gleichfalls recht fest, doch war die Rachfrage hier nicht mehr so lebhaft alS an den Dortagen. Vereinzelt ze gtc Ld) auch Znteresse für Dank alllcn, wo Berliner Handelsgesellschaft an der Spitze standen mit einem neuen Gewinn von nahezu 3 Prozent. Am Rentemnarlt trat etwa« Rachfrage nach Kriegsanleihe hervor, so datz sich der Kurs leicht befestigen konnte, ^-ländische Renten still. Schiffahrtsaktien wenig verändert. Don sonstigen Industriewerten konnttti De itsche Erdöl die Aufwärtsbewegung nicht fort- । sehen. Das Papier erlitt einen Rüdg.nng um 2 Prozent. Dagegen behaupteten Daimleraktien die im Mittagsoerkchr erzielte Festiglell. Sonst zeigten sch keine nennenswerte Ae iderungen. Dte Börse sch.ost für alle Gebiete in fester und lebhafter Stimmung. — Deutsche Anle.hen: 5pro- heutige Knegsanlechc 0.810-0.830-0,825, 3pro- Aentiqe Preuhische Konsols 1100, Zwangsanleche 108 Mark. 4.5prozentige Hamburger 0.2. Bant- attien 2lflgcmctnc deutsche Krcbitanftalt 3.2. D.aubank 1,87. Barmer Bankverein 1.55, Berliner Handelsge'cll chnsl 143 143.50. DarmstaKe. Bant 13 12 Deutsche Dani 1?,80, Di^lonlogesell'chast 17 50’ Dresdner B.'nk 8.r0. Metlllbanl 2\ Mlltel- peulsche Kreditbank 1.85. Desterreicht che K cKt- aüicn 9,60. Reichsbant 62,75, Rheinische Kremt- bant 3L. Mo la afticn; D iderus 19^2, Mannes" mann 68.50, Rhein scheBraunkoh4ch6Rie- deck Montan 43.25. TelluS 3. Kali Aschersleben 17. Westeregeln 22.75. ^himü'ch? ^llt en. Badische Anllin 33, Scheideanstalt 2225. E.berfelder sattor meroen, wie nie zttvor. Wir müssen IMS unabhängig machen vom Cüidlanbe. Die 3nbuftrtc gibt im Kall, im Eisenyhoephat. in ixr ThomaLschlacke, im Ammontal der Land- wirtschaft die tünstlichen Düngemittel, dir sie braucht, um unsere Versorgung mit Lebensmitteln steigern zu tonnen, cie gibt uns elektrischen Strom und Gas, die in Fernleitungen weithin zur Versorgung q Jcitci werden tön» 1 „en. Dir Kofilenschätze sind unser Reichtum, lcn wir pfleglich zu behandeln haben. Pe. tauber, und so mutzte Vcnno den Rüclzug treten Don seinen 160 Mann braAe er noch 55 zurück, wurde vom Konch QEanucl ,,- abelt und zum Admiral von ^nbien ernannt Um die neue iSntbcdung nach Kräften aus- zunutzen. ging sofort Sabrd mit cäW Geschwader nach Indien, aber 40 feiner Leute wurden in Kalilat erniorbet, unb so stach Gama mit einer neuen ölotte von M Schiffen in See. grünbete an bex Ofthifte von Afrika portugiesische Faktoreien unb begann mU atöfitcr Rück'ich tslof igleit die maurischen Schisll im Indischen Ozean zu versenken, um den attin- schen Handel zu vernichten. Sr zwang den morin, nachdem er ihn in mehreren Seegefechten geschlagen hatte, Entschädigungen ^r die St - nwrdung der 'Portugiesen und wusste sich purd. ebenso grobe Entschlossenheit w'e Grausainkett d nötige Acht'-ng mi verschaffen Als er 1503 mu Schätzen reich beladen, nach Portugal zuruckkehrtc. wurde er vom König zum Grafen von Vtdiguetr<' erhoben, aber da man feinen zu grotzen ÖW' fluö fürchtete, dann kaltgestellt. 20 2ahre lang lebte er nun ün stillen, bis die OUcherfolge her anderen zu Vizekönigen von Indien ernannten Portugiesen ihn noch einmal auf den Plan riesen 1504 fcgelte der GreiS noch einmal auf dem vo > ihm entdeckten Wege nach dem Wunderlanbc. wusste das gesunkene Ansehen der Portugtefen wiederherzuftellen. starb aber am Wei h. uachtsabend l 5 2 4 nach kurzer Krank hell m Kotschm. Seine irdischen ilcberreite wurden 15a nach Portugal überführt und in der Grbgrull von Vidigueira beigesehl. V:s Cotbytdfawt ..... WrrllntT HandetSgetrllUvatz QoT. u-ri- mid drlvai-ckauk larnit unb Taiionatbaut • Deuncd.' Saut........ Tcuifchk Berttn6ban! . . . 2 '.Acoiilo Uomnumbtt . -. Wc'r.allbanf........- - MutcldenKch« Crtbtftxmr Cxfinc<-i(»ife< ttvtbUauftatt Drft baut........... Sod) unter ®u| ••••••« VudrruS............ ttnro . .......... < ScntfA-Sirrrmbero...... Mknftrd)ener eraWerft ■ ßarpenet Bergbau ftaluoerft «ftberiteben. . . Stuinverf öefteregeiM. . . . j*aurabuttt......... Cbrrbeharf . ..... PhbnU Berebao...... ttpeiuiiaM........ . tRIebcif Montan....... TelluS Be red cur. ..... Hamburg-Amertta Pake,. . Oiorbbcatuuer tzlovv . . . LlxramstSe Werte Albt» . HemenUVirt HeideN>«e . . Vbilipp t>oUmann..... Nngto Lsni ^Suanv . . . I vadilcbe änttin....... fc tKinifdjc Mayer ftte»tn . I (tiolblrt mibt........ bzp. ww.vxWx wii-^ticucn jMOugcrftc sehr gesucht. neuerte die 2-onnc Wcizen (nw.) •>22 22k. Weizen (Märzl 265.5, Wetzen 1 ..tau 269 -272 Roggen (märf.j 219—222, loggen 252 Roggei! .Mail 259-26ll Gerste imärl ) 246—271. Gerste (r.euci 198—222. imait.) 173 185. Hafer iMäcz. «3.,Jakr Cfeat) 215 Mais (La 261 216 MatS C3toi) 207. Raps 400. Leinsaat 420 125. der Doppelzentner Weizenmehl 31- o4. Roggenmebl 31-34. We'zen^ Hcic 1! 70 14.80, Roogentle« 13.c0-13.90, JJUtotUb'rbfen 29-31. keine Erbsen 21-22. guttererbfen 19-20, Peluschken 15-16. Aäer- bobnen 19-20. Wicken 17-18. Cubinai (blau) 11.50-13. Luv.nen (gelb) l5--16. cerrad^lle (alt) 10 12. Serradelle (neu) 16—17. Rapskuchen 17,50 pi» 17 80 Leinkuchen 26. TroÄenschnitzel 9.30 bis 9.40. Torfmelasse 8,^? -9,20, Kactoifdfloden 18,60-18 20. Devisenmarkt Derlin—Frcmkfirrr a. M. (9v. <5tutoiun «art a J6jebrüi1t SDfnoi-l«tl. Benfren Wru« 5>2van. Rio b< ätcriro für eine EsodeN. Men un» eübaytH füt 100C00 E^ud'nen. cBeÄ fibrlaf '»r tob CinttitoU Telegraphische Auszahl u n g. RrnnNim TO Frrnn S.t>lu&. Nur» Salupp 21b«nu. b5:k SAtxft. !u.» SeNuhK TOitlcg« b'ri« 4 1 . f . 11. 3 12. »!, Trntlär *•/. iri’.ifdx »Zttetiteaklbi Wft» 4?rut(d4< 'Jldd)5nnkl!>t y, Dklütchr Änd)6'mleil't DrustL, €Dar»runntnanlctOt 0. 7- 1.8 0 7, d.7J — U.93 ,92 0.93 Q.V1» — 1,19 1 C >5 *— 0.14 0 4» (c/, l'ivubllifcc ÄonfcU . . • 4W, Hesse« ......... Vffk s-sse« .......... 11 1 1 r 1 1.04 1 C31 1.1 TTt 1,14 3°/0 Hri,en........... 1 1 Demlwe 5*crt6- To3ar-n.nl 91.7S 94,71 Mo Toll.Schatz-Lnwestn« • 83, 0 89,5 ■31 Dci^r. ?3 Tr; r. S tluuhd): •Jtottrnim (' rlt> ’-itvu- •.nun 0: io . r i : ■ i»tlD ''' । 15-,»- 1 7 ..II 161,44 ( 1-8,41 • 0 °7 21.v3 ?0.*? । fO,9 '3.12 63,18 3.C2 63.16 -.3 76 ■.'34 7.,9S ’ 4,14 113,04 n ,3- IlJ.ttl 114,-3 10,^'5 10,395 13,5i> 10.» 16.03 8 12 17,99 , 18/3 15,73 19,8 3 Ö.7 5 19,. 9 95 4,2b 4.1 B . VJ. 12,61 12,47 12, 8 12,61 bl,.8 11.48 61,30 bl.t-ö b8.be •86- 18.38 46, *2 6,907 6.417 7,907 6,97? 11,6' 11,73 U.7C1 17,74 ».73 1,75 8.72' - 5,74 1,643 1^47 1.645 1,649 3.U45 S,G5b 8,045 r, 5 1, 0’ 1,612 1,608 1^12 1,479 1 t,481 1,470 1,411 ( ' 1.32 6, 35 635t '•9,18 19.72 13.68 10,72 (9rr» 9»r'-' •Heu 1. •1, 4,17 4,19- irrt $0.8 • .9 1 Olt 73 7c 74 8 1 ü!l 19,' is Bf voll 16.60 «1 tort M,13 6 ,97 LOlt 18,0 k,,1 !O!t '2. 4 .3.1 1 :(1 , 1 e b,' 2, IDit 2,13 2,1 voll 11«,'74 1’3/0 11,70 Bl. SO Lu.l 8.15 .8 4 = 10.1 12,195 12,7*2. vou 0,71 vou **40 • • *■*•* *=== V.enerr- W iffemchaftliche Blockstraße 14/16 Gegründet 1875 Fernsprecher 1636 Teppiche Vorlagen in reicher Auswahl und allen Preislagen 9472a 81l8a ===■ Sg»M»MI.....UH.........Illi.......Illlllllllllllllll..................... Carl Stückrath Asterweg 47 10331c Vertrete»-: ! 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