Dienstag, 2’. Juni 1921 U4. Jahrgang Erstes Blatt an Sie haben für die diesjährige Ausstellung Textilindustrie gewählt, die für die ter iliti Nr. 1 US interalliierten Schulden, wem dies auch nrht der F age er Anwendung des Dawesberich- in etten Topf geworfen werden dücsr der mit tes Noch ein Ergebnis von Chequers: Eine englisch-französische Kollektivnote an Deutschland die Textilinoustrie gewählt, die für die deutsche Wirtschaft, ganz besonders aber für das industrielle und gewerbliche Leben des Freistaates Sachsen eine bedeutsame Rolle spielt. Was wir heute auf diesem Gebiete gesehen haben, zeigt uns, das) die deutsche und im besonderen die sächsische Textilindustrie in der Erzeugung hochqualifizierter Arbeit wertvolle Fortschritte erreicht hat trotz aller Rot und Schwierigkeiten der vergangenen (Jahre wie der Gegenwart. irchMrbt, inn, schall- impfindlich nte Säuren, , Preiswert Rücktritt der Smut$=Regierung. London, 23. Juni. (WTB.) Der bisherige Ministerpräsident von Dritisch-Südafrika S m u t s ist zurückgetreten. Der Gouverneur beauftragte darauf General H e r tz o g mit der Kabinettsbildung. Nachdem von uns gemeldeten Ausgang der Wahlen, bei denen General Smuts sein Mandat verlor, war dieser Rücktritt vorauszusehen. General Hertzog ist der Führer der Rationalist ew- Gruppe, deren Ziel die völlige Autonomie Südafrikas ist. lira*1 5116c ehe 5118D nplatz 3,30 Uhr Kln Maben $ ’!ck Atzung jolfl77 rüder in 1 Akt- M raphen «jebaffen. ferner: ?sken reeeter. eh« Qie einer Post, «tim A 235 litten Auf. ft* jwi r* iu taufen ^elen-ll habe. Der Reichspräsident an die deutsche Wirtschaft. D r e s d e n. 23. Juni. (Wolff.) Der Reichspräsident ist heute vormittag in Begleitung des Reichswehrmini st ers, des Staatssekretärs Dr. Meißner und des sächsischen Gesandten In Berlin, Dr. Gradnauer, hier ein- getrofsen. Rach der Begrüßung der auf dem Dahnhofplatze aufgestellten Ehrenkompagnie der Reichswehr begab sich der Reichspräsident zur (Jahresschau deutscher Arbeit. Bei dem nach Desichttgung der (Jahresschau deutscher Arbeit zu Ehren des Reichspräsidenten vevanstalteten Frühstück begrüßte Ministerpräsident Heidt den Reichspräsidenten. Der Reichspräsident erwiderte u. a. folgendes,: m. HÖ Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertag», mit d. Samstagsbeilage: GießenerFannlienb lütter Monats-Vezuerpreis: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernspre ch-Anschlülse • für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeigerchiehen. vostscheckkoato: Zrankfurt a. M. 11686. immerhin interessant. Das will ich Ihnen einem Beispiel erläutern. Das „(Journal brachte vor einigen Tagen die Rachricht, die fran zö - sische Regierung habe der englischen Regierung amtliche Berichte französischer Stellen zur Kenntnis gebracht, nach denen ein bewaffneter Tleberfall auf die Desatzungs- truppen des Ruhrgebiets geplant sei. Dieser Rachricht, der von amtlicher deutscher Seite sofort entgegengetreten worden ist, ist eine von denen, die in der ausländischen Presse das größte Aufsehen erregten. Auf das deutsche Dementi hin ist nun vom „Daily Telegraph" fest- gestellt worden, daß es sich bei dem von dem „Journal" angeblichen Bericht um Annahme von Anze.^n für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jebei3erbinölid)hett Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite crtiid)8, auswärts 10 Goldpsennig; für Reklame-Anzeigen o 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20"/, Auf. chlag. - Verantwortlich tir Politik u. Feuilleton: )r. Friedr. Will) Lange; ür den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Herriot und Macdonald haben den Wert des „moralischen Paktes", den sie in Che- quers geschlossen haben, damit der Welt vor Augen geführt, daß sie eine gemeinsame Rote an die deutsche Regierung gerichtet haben. Auch wenn man nicht annimmt, daß nun der übele „Rotenkrieg" der glorreichen Epoche der Diktate und Drohungen wieder beginnt, muh man — vorausgesetzt, daß die bisher nur aus französischer Quelle vorliegenden Meldungen den Tatsachen entsprechen — die Art und Weise als überaus peinlich empfinden, in der „die Aera des Friedens, der Versöhnung und Ver- tändigung" eingeleitet wird. Denn das von Agenten des französischen Militärs systematisch in der letzten Zett [mit sichtbarer Absicht in die Welt gesetzte Märchen von deutschen Rüstungen und Tleberfallsplänen ist gegenüber der Wirklichkeit so albern und sinnlos, daß es fast als eine Beleidigung des deutschen Volles erscheint, wenn der Reichs- k a n z l e r von dem Vertreter der britischen Depeschenagentur in die Lage verseht wird, kostbare Zeit der ausführlichen Widerlegung solcher französischen Tendenzlügen widmen zu müssen. Wohl ind noch einige strittige Punkte bezüglich der Militärkontrolle und der Schutzpolizei vorhanden, aber sie sind nicht von einer solchen Bedeutung, daß sie Anlaß einer besonderen Kundgebung der Kontrahenten des „moralischen Paktes" geben mußten, älnd das deutsche Volk in seiner übergroßen Mehrheit ist so empfindlich gegen diktatorische Maßnahmen und Bevormundungsversuche der Gegner von vorgestern geworden, und es nimmt das selbstverstärck>liche Recht auf Achtung seiner nationalen Würde und Ehre so bewußt heute in Anspruch, daß es als eine höchst ungeschickte Maßnahme bezeichnet werden mühte, wenn die Rotenversuche am untauglichen Objekt, die unter Poincare so beliebt waren, jetzt ihre Fortsetzung erfahren sollten. Mehr zu sagen erübrigt sich bis nach der Bekanntgabe des Inhalts der Rote. Die Kollektivnote. Paris, 23. (Juni. (WTB.) Der Sonderberichterstatter der Havasagentur, der *ch Ministerpräsidenten Herriot auf seiner Reise begleitet, glaubt in der Lage zu sein, mitzuteilen, daß außer den durch das CommuniquH von Chequers bekanntgegebenen Beschlüssen Ramsah Maedonald und Herriot eine wichtige Entscheidung getroffen haben, die Deutschland unverzüglich den Beweis liefere, dah eine Gemeinsamkeit der Ansichten zwischen der englischen und der ftanzösischen Regierung besteht. Die Ministerpräsidenten hätten den Wortlaut einer Kollektivnote festgelegt, die unverzüglich an die deutsche Regierung abgehen werde. Diese Rote lenkt in feierlicher Weise die Aufmerksamkeit der deutschen Regierung auf das Interesse, das sie jetzt habe, materielle Be-- weise ihres guten Willens zu geben, wenn sie wünsche, dah normale Beziehungen zwischen Deutschland und den verbündeten Mächten wiederhergestellt werden sollen. Insbesondere müsse die deutsche Regierung vor dem 30. (Juni auf die letzte Entwaffnungsnote der Botschafterkonferenz antworten. Die von den beiden Ministerpräsidenten vorgeschlagene Rote werde in dringender Weise die Rotwendigkeit unterstreichen, die Deutschlarrd habe, unverzüglich in der vitalen Frage der Entwaffnung die erforderlichen Beruhigungen zu geben. Paris, 24. (Juni. (WTD.) lieber den In - halt der an die deutsche Regierung gerichteten Rote berichtet der Sonderberichterstatter des „Matin": Macdonald, der beständig an die Gefahr denke, der das freie Europa durch die deutsche Bewaffnung ausgesetzt sein könnte, beunruhige sich, dah ein Teil der öffentlichen Meinung Frankreichs auf Grund falscher Gerüchte weniger entschlossen an diese Angelegenheit denken könne, als die französische Regierung. Er habe daher den Vorschlag gemacht, durch eine Kundgebung Berlin wissen zu lassen, welche Absichten Herriot und er hätten. Herriot habe daher die Absendung einer Kollektivnote vorgeschlagen. Diese Rote sei gestern abend abgegangen. Sie werde nicht veröffentlicht werden. Denn sie habe nicht den Wert eines diplomatischen Dokuments, da sie dem Reichsauhenminister Dr. Stress m a n n nichts sage, was ihm nicht schon bekannt sei. Rach dem „Petit Parisien" soll die Rote doch morgen, Mittwoch oder übermorgen, Donnerstag veröffentlicht werden. Die angeblichen deutschen Rüstungen. Reichskanzler Marx gegen französische Liigenberichte. Berlin, 23 (Juni. Der Berliner Vertreter des Reuter-Bureaus befragte den Reichskanzler Marx über die Stellungnahme der deutschen Regierung zu den in den letzten Tagen in einem Teil der franzosi ch n'und auf> de - englischen Presse sich häufenden Alarmnachrichten über angebliche deutsche Rüstungen und Revancheabsichten. Der Reichskanzler erklärte ihm etwa folgendes: Al en diesen T nberz ne düngen entgegenzutreten, ist nicht möglich, wie sie entstehen, ist aber D m w kitte öl batte * lieb's§ Die Folgen des Matteotti-Mords Rom, 23. Juni. Die „Cpoca" bringt die aufsehenerregende Nachricht, der König werde nach Empfang der Antwort auf seine Thronrede eineDotschaftandaSPar- l a m e n t richten, was seit 1859 nicht mehr dagewesen ist. Der Kammerpräsident antwortete dem bisherigen Anterstaatssekretär F i n c i auf eine Ditte, einen Untersuch ungSaus- ch u h über sein privates und öffentliches Leben in den letzten Jahren einzusetzen, dah eh dieser Ditte nichtnachkommen könne. Der Grund zu dieser Absage soll die Antwort der Oppositionsparteien gewesen sein, daß sie sich nicht an dem UntersuchungSausschuh beteiligen würden, weil sie umfangreichere Untersuchungen als nur gegen die Person WnciS für notwendig hielten. Verhaftung von Kommunisten? führern. Bayreuth, 23. (Juni. (Wolff.) Die beiden Kommumstenführer ©onnemann und Pachtle r wurden verhaftet. Dte Gründe sind unbekannt. I n a o l st a d t. 23. Juni. (Wolff.) Am 6tnm* tag wurden hier mehrere Kommunistenführer verhaftet, die an einer geheimen Versammlung teilgenommen hatten. Die Der- 'hafteten wurden unter dem Verdacht der Fortführung der verbotenen Kommunistischen Partei dem Richter Übergeben. Eröffnung des Rheinischen ProvinziaNandtags Düsseldorf, 24. (Juni Gestern mittag wurde der 68. rheinische Provinziallandtag durch den Staatssekretär im Ministerium des Innern, Meister, eröffnet. Ramens des Staatsministeriums sagte er der ganzen rheinischen Bevölks- rung Dank und Anerkennung für alles, was sie in dieser Zeit für die Einheit des Reichs und Preußens gelitten und geleistet haben. Die Ereignisse im besetzten Gebiet hätten das übrige Deutschland in Mitleidenschaft gezogen durch die Währungszerrüttung, die Arbettslosigtett, den Kreditmangel und den Zusammenbruch des Mittelstandes. Im festen Derttcmen auf die bewährte rheinische Tieue und das zähe Festhalten der Rheinländer an der deutschen Einheit und im Bewußtsein der Stärke und Arbeitsamkeit der rheinischen Bevölkerung habe das preußische Staatsministerium mit ganzer Kraft die Bestrebung: n gefordert, die geeignet seien, dem erstrebten Ziel nahe zu kommen, durch Arbeit die Freiheit undden wahren Friedenzuerreichen, den die der Gewaltmahnahmen überdrüssige Welt ersehne. Unter der Lei ung des Alterspräsidenten Abg. Olbertz. Bonn, wurde alsdann die Wahl für das Präsidium des Landtags vvrgenommen. Gegen den Vorschlag, den bisherigen Vorsitz.enden Reichsministec Dr. Jarres wiederzuwählen, wurde von kommunistischer Seite Widerspruch erhoben, weil Dr. Jarres nicht die Gewähr für eine objektive Geschäftsführung biete, da er eine Hetze gegen die Kommuni st en veranstalte, die Deutsch- völkischen aber nicht behellige. Die Kommunisten beantragten die Wahl durch Stimmzettel. (Ja res erhielt 105 von den 137 abgegebenen Stimmen. Zehn weihe Zettel wurden abgegeben. 10 Stimmen erhielt der kommunistische Abg. Theihen. Forderungen der hessischen Landwirtschaft. Darmstadt, 21. (Juni (WTD.) Die 34. Generalversammlung der Landwtttschafllichen Genossenschaft Darmstadt hat nach einem interessanten und lehrreichen Vorttag des Direktors Berg über hessische Viehverwertung folgende Entschließ.ing einstimmig angenommen: Mit Rücksicht auf die durch die wirtschaftlichen Verhältnisse bedingte Absatzstockung und die Tatsache, daß 1. der Erlös aus den tierischen Erzeugnissen eine der Haupteinnahmequellen für die große Mehrheit der hessischen Landwirtschaftsbetriebe bildet, 2. die Landwirte keinen Einfluß auf die Preisbildung im Viehhandel auszuüben vermögen, die vielmehr, abgesehen von der Marktlage, in den Händen des Viehhandels liegt, und 3. der Zwischenhandel Formen angenommen hat, die nicht nur preisdrückend für den Produzenten, sondern auch slnschver- teuernb für den Verbraucher wirken, hält es die 34. Generalveickammlung für dringend geboten, daß der genossenschaftliche Viehabsatz sofort durch die landwirtschaftlichen Genossenschaften in die Wege geleitet wird. die Arbeit eines übereifrigen Agenten gehandelt hat, der die Ruhmrederei chauvinistischer Phantasten für bare Münze genommen hat. Der „Daily Telegraph" fügt tröstend hinzu, glücklicherweise habe weder die französische noch hie englische Regierung diesem Alarmbericht Glauben geschenkt. Mer niemand bürgt uns dafür, daß nicht andere Alarmberichte Glauben finden. Ich denke dabei insbesondere an die Meldung gewisser französischer Zeitungen, in denen die üblichen Angaben über geheime deutsche Rüstungen mit sehr genau klingenden Zahlen belegt werden. Diese Zahlen sind, wie mir zufällig gerade heute gesagt wird, aus einem in einer englischen Fachzeitung veröffentlichten größeren Aufsatz über den Stand der bewaffneten deutschen Macht herausgegriffen. Dieser aus der Feder eines offenbar ganz sachlich eingestellten englischen Offiziers stammende Aufsatz kommt aber zu dem Ergebnis, dah sich die deutschen Zustände auf dem Gebiete des Rüstungswesens in gewissen Einzelheiten mit dem Vertrag von Versailles zwar noch nicht überall decken, daß jedoch im großen und ganzen die deutsche Entwaffnung völlig durchgeführt und Deutschland außerstande ist, auch nur einen Defensivkrieg mit Aussicht auf Erfolg zu führen. Die in der französischen Presse erschienenen Bruchstücke sind indessen so ausgewählt, daß sie den gegenteiligen Eindruck erwecken. Ernster als derartige Tendenznachrichten, von denen die deutsche Regierung im allgemeinen keine Rottz nimmt, find aber natürlich Erklärungen der Art, wie sie der »Morning Post" zufolge kürzlich von dem französischen Kriegsminister General Nollel I abgegeben worden fein sollen. Ich kann mir eigentlich kaum denken, daß der Interviewer der „Morri ing Post" den General Rollet richtig verstanden hat. General Rollet hat fast 5 (Jahre lang In Deutschland geweilt. Er kann unmöglich den Ein- drucr haben, daß der deutsche Rüstungsstand eine Gefahr für die Sicherheit Frankreichs bedeutet. Er muß wissen, daß die taktischen Ideen militärischer Ausbildungsvorschriften auf die politischen und und strategischen Pläne des betreffenden Landes keine Rückschlüsse zulassen; er muh sich darüber im Klaren sein, dah eine Truppe, die überhaupt militärischen Wert haben soll, auch über Angriffsgeist verfügen muh, selbst wenn sie, wie die angeblichen Aeuherungen des Generals Rollet nicht allzu ausführlich eingeben, insbesondere nicht auf die Behauptungen übet den angeblich militärischen Charakter der Schutzpolizei, über Die angeblich militärische Ausbildung der Turn- und Sportvereine und über die Gefahr, welche die deutsche Industrie mit Bezug auf die Herstellung von Kriegsmaterial heute angeblich noch barftellen soll. Dah in einem groben Staate mit starken inner-, politischen Gegensätzen neben einem Heere von nur 100 000 Mann für die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung sowie für die Erledigung administta- tiver Polizeiaufgaben ein Derwaltungs'lörper von insgesamt 150000 Köpfen erforderlich ist, wird jedem Unbefangenen einleuchten. Eine Gefahr für Frankreich bebe u'.et dies schon deshalb nicht, well die Angehörigen dieses Verwaltungskörpers für mili ärische Zwecke gar nicht abkömmlich sind und weil die Polizei mit der Reichswehr nicht die leiseste organische Verbindung hat. Der körperlichen Ausbildung der (Jugend in. Turn- und Sportvereinen kommt hmte nach Mschaffung der allgemeinen Weh:pflicht gewih eine erhöhte Bedeutung zu, aber led glich unter dem Gesichtspunkt bei Volksgesund he it; und die deutsche Indust tie ist nun heute wirklich restlos _ auf die Friebensprvduktivn umgestellt. Das müssen General Rollets Offiziere selbst am besten wissen. Ich hoffe aufrichtig, bah General Rollet Gele-, en- httt nehmen wird, die Mihverständnisse, die fast aus feder Zeile des Interviews in der „Mvrning- Pvst" sprechen, richtig zu stellen, ©ernte auf seine Haltung und seine Aeußevmrgen wird es wesentlich ankommen, wennwirdie deutsche Oeffentlichkeit davon überzeugen wollen, dah die Ziele und Methoden der heutigen französischen Regierung andere sind, als die der vorigen. Diese Ueberzeugung in wette Kreffe des deutschen Volkes zu trag'n. ist unser ehrliches Bestreben. Dies ist eine Vorbedingung der Verständigung, und die Pott ik bei Verstärkigung ist cs. die wir und mit uns ber weitaus größte Teil des deutschen Dolles mit absoluter Aufrichtigkeit verfolgen. Die für unsere Wirtschaft so lebenswichtige Kredttftage ist zum erheblichen Teile eine Export- frage. Erst wenn die Exportbasis breiter ist, wird auch die Zuführung ausländischer Kredite sich steigern. Sie wissen, meine Herren, dah die Reichsregierung und der Reichstag — trotz seiner Bedenken in Einzelheiten — in dem Sachver- ständige na utachten die Grundlage einer Losung sehen, die neben ber Befreiung der inneren Wirtschaft von den brückenden Schranken und neben der Herstellung der Wirtschaftseinheit unserer nach Ausfuhr drängenden Industtie den Weg ins Freie neben kann; nur in dieser Erwartung können wir es wagen, die großen Lasten zu tragen, welche die Durchführung dieses Gutachtens uns allen auferlegen wird. Die Wirtschaft ist eineS der Fundamente unseres staatlichen und nationalen Lebens, aber sie steht nicht für sich allein und sie ist nicht Selbstzweck. Sie ist eng verflochten mit allen anderen schaffenden Kräften und verbunden mit dem Staate, feiner Sicherung, feiner stetigen Entwicklung und feiner Autorität und unabhängig vvm Gedeihen ober Abstieg ber Ration. Deshalb muh auch die Wirtschaft durchdrungen und beseelt fein vom Gedanken der Schicksalsgemeinschaft und von dem Geiste, ber alle Interessen unb alle Schichten des Landes umfassenden Zusammengehörigkeit der Deutschen. Wenn uns auch Weltanschauungen, politische Ansichten unb widerstreitende wirtschaftliche Fragen trennen, stärker als sie muß in uns allen das Dewuhtsein leben, Glieder eines Volkes zu fein. Diesen Geist weiter zu verbreiten bitte .ich auch Sie, meine Herren aus der Industtie und Wirtschaft dieses Landes; pflegen Sie ihn im Bestreben nach ehrlichem Ausgleich ber Interessen und nach wahrer, in sozialem Geiste geführter Gemeinschaft der Arbeit; denn nur als ein Volk, das in den groben unbent- fcheidenden Fragen zusammen st e ht, können wir den harten Weg der Zukunft mit Erfolg gehen. Dah auch die kommenden (Jahre schwer und opferreich für uns alle s :in Werl en. wollen wir uns mcht verhehlen. Zu besonderem Optimismus haben wir keinen Anlah, aber auch nicht zum Verzagen. Die Sorgen des Tages sollen und bürfen uns ben Glauben art die Zukunft unseres Volkes unb feine Aufgabe in ber Welt nicht rauben. Macdonsld über seine Besprechung mit Herriot. London, 23. (Juni. (WTB.) Tlntevhaus. Im Verlaufe einer langen Erklärung sagte Premierminister Macdonald, seine Besprechung mit Herriot werde dem belgischen und dem italienischen Minrsterpräsibenten bekannt- gegeben werden, denn es bestehe nicht die Absicht ein ausschließlich englisch-französisches Abkommen zu schließen. Wahr-schttnlich werde am 16. Juli eine inte .'alliierte Konferenz in London zusammentreten. Es sei höchst wünschenswert, daß Amerika sich dabei vertrtten lase. Heber diesen Punkt seien Mit e; langen unterwegs. In Erwiderung auf eine Anfrage, ob Deutschland za ber Konfere.iz eingeladen werden solle, sagte Macdonald, der erste und wichtigste Puntt sei, daß zwischen den Alliierten eine Vereinbarung im Hinblick auf die Durchführung des Dawesberichtes bestehe Die Alliierten seien der Ansicht, daß dieser Bericht Deutschland gewisse Verpflichtungen a u f c r l e ge. die in den vom Versailler D rttage au er e jten Verpflichtungen nicht enthal e i sind Die Alliierten müßten erwägen, in welcher Weise Deutschland am besten zum bereitwilligen Teilhaber bei de: ülebernahme von De pfttchtun^en gemacht tueiCert könne. Der Da'wesbericht werde die Tagesordnung de: Konftceiz bi Iren und sobald dec zur praktischen 21 itoenöung d:s Planes notwendige Apparat in Tätig eit sei würden die Qltlii rten mit e Erörterung uner ettster Probleme fortfah en, darunter auch des Problems GietzenerAMM General-Anzeiger für Gberhefsen vrvck Md Verlag: vrühl'sche Univerfitüts-Vuch- Md Stetnömderei R. Lange in Giehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schnlstrahe 7. Aus dem Hessischen Landtag. Darmstadt, 23. Juni. Präsident Adelun g eröffnet die ©Ihuna um 8J/i Ahr. Am RegierungStisch: Staatspräsident !![• rich. die Minister Henrich, Raab unb von Brentano. Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung über die Besoldung der Staatsbeamten, aber eS wird, nachdem Abg. D t e hl - Hochveisel eine Kleine Anfrage wegen der Holz- preiSberechnung dem Haufe unterbreitet hat, die Generaldebatte de« Etats fortgesetzt. Minister Henrich bemerkt, eS sei unzutref- tend, daß Hessen in einer blendenden Finanzlage M; diese Auffassung sei falsch. Der Fehlbetrag tin Voranschlag sei Immer noch ungedeckt. Der Abbau ergebe nur 1,3 Millionen, weit über 2 Millionen Mark seien im Etat immer noch ungedeckt. Es könne nicht davon die Rede sein, das; man noch 14 Millionen Mark auS dem Budget ziehen könnte. Wetter wendet sich der Minister gegen den Abbau Arbeits- und MirtschaftSministeriums; dem Ministerium des Innern, das schon so weit verzweigt wäre, könne man nicht als Anhängsel dieses Ministerium angliedern. Ebenso sei es mit dem Landesamt für das Dildungswesen. Die Zcltvcrhälinissc mit ihrem steten Wechsel verlangten die Aufrechterhaltung dieser Behörden. Zur Besoldungsvorlage bemerkte der Redner, bah sie, wenn Sozialdemokraten und Bauernbund dagegen stimmten, erledigt fei. Man solle sich die Verantwortung überlegen. Wenn die Vorlage abgelehnt werde, so könne sie nach dem Gesetz in diesem Jahre nicht mehr dem Hause vorgelegt werden. CSj trete dann ein Zustand ein, den niemand wolle. Zu der Forderung des Abg. Kindt, dair die höheren Beamten auf einen Teil ihres Ge -altcS verzichten sollen, erwidert der Minister, daß er L inen Einfluß auf diese Beamten hätte: die preußischen und die bayerischen Beamten erlxikcn h'here Gehälter als di« Heist.chen. Ferner widerspricht der Minister dem Vorwurf, das; bei der Unterbringung von Ausgewiesenen in amtlichen Stellen parteiisch verfahren Worten sei. Zu d n schriftlichen Anf agen dcs Abg Kindt meint der Minister, dafür s t cer Fina z.usschuß ’c.i, dort feien aber keine Anfragen neslellt werden, sie i c folgten nur Agi altn s„w ck . Cr w..re derartige Fragen nicht veantwocten. Staatssnäiiderrt Ellrich wendet sich grgen Vorwurfe, die unberechtigt seieir. Alg B r a rr e r Welse imm« auf |ctn- Stellung zu d n Akin stern ic früh ren Regierungen hin Er (dec Staats- p>äsident) h.rbe nichts von seinen Idealen den Beamten, die mit den Desahungsbehörden verhandelt haben. Verrat am Vaterland vorgeworsen habe. Diese Behauptung habe er auch noch nach Aufklärungen und Besprechungen aufrechterhalten. Abg. Kindt sage also bewußt die Anwahrheit; seinen Behauptungen werde man nicht Wetter entgegentreten. Präsident Adelung beanstandet e«, daß man von einem Abgeordneten erkläre, er sage bewußt die Unwahrheit. Abg. Hofmann (Ztr.) bespricht die schwierige wirtschaftliche Lage. Die mclften Ausführungen de« Redner« gelten im wesentlichen Wünschen und Beschwerden au« landwirtschaftlichen Kreisen. Um 6V4 Uhr werden die Beratungen abgebrochen. Rächste Sitzung Dienstag. Fortsetzung der Tagesordnung. Preuhen und die Saarländer. Berlin, 22. Juni. (WTD.) Der HauptauSschuß des Preußischen Landtages beendete Sonnabend die Beratung des Haushalts der Berg der Wallung. Auf Anregung des Ministers wurde von allen Parteien der Antrag angenommen, die Arbeiter und Angestellten des Saar- bergbaues in Wahrung ihrer nationalen Gesinnung mit aller Kraft zu Unterst ü tz e n und alle Opfer des französischen Ter- rorS im deutschen Bergbau unterzubringen und gegen alle Angehörigen des de utch- feindlichen S a a r b u n d e S, die sich im preußischen Staatsdienst befinden, disziplinär l f ch einzuschreiten. ** f - Wirtschaftliche Krise in der Pfalz. 3m Pirmasenser Gebiet sind in letzter Zeit IJO -BctrUbe stillgelegt worden. Dadurch smd über 4000 Arbeiter neuerdings ar- peitSloS geworden Aus Stadt uno Land. Gießen, den 24. Juni 1924. Der Zugverkehr auf dem Bahnhof Wichen. Auf Bahnhof Gießen verkehren zur Zeit folgende Personenzüge: Abfahrt. Richtung Frankfurt: D. 2,52, P. W. 4,05, P. 6.42, D. 7,31, D. 8,05, befehl. P. 8.45, P. W. 9,55, P. 12,32, D. 1,00, P. 2,45, befehl. P 3,28. P. Sa. 4,39, P. 5,40, H. 5,31, P. 7.3?, besch. P. 8,30, Gilgüterzug 8,52, D. 9,42, D. 9,49, D. 9 57. Richtung Kassel: D. 12,09, P W. 5,27, P. bis Marburg 6,42, D. 8,16, P. 8.24, befehl. P. 10,19, P. 12.32, D. 1,05, P. 3.40, P. W. 6,02, P. bis Marburg 7,00, D. 11,32. Richtung Köln: D. 3,45, P W bis Betzdorf 5,14, P. 6,30, P. W. bis Wetzlar 6,58, D. 8,43. D. 8,55, nach Hagen und Hamm. P. 11.25, befehl. P. 3,15, P. 3,48, P. W. bis Betzdorf 5,20, D. 6.43, P. 8,33, bis Eitorf, P W. 10,14, bis Dillenburg, So. 10,23 bis Haiger. Richtung Limburg, P. W. 5,37, P. So. 5,14, D. 8,08, befehl. P. 8,30, P. 10 21, P. W. 12,32, P. 1,46, P. 3,58, P. 6,15, beschl. P. 9,20, P. 10,05 bis Weilburg. So. 10,14 bis Weilburg. Richtung Fulda: P. 5,14 bis Grünberg, Güterz. W. 7,13 bis Grünberg, P 8,16, P. 12 30, Güterz. W. 2,43 bis Saasen und von Vg - u. Ao.- Gemünden bis Alsfeld Personenbeförderung, P. W. 3,40, P. W. 6,46. P. 7,38. Richtung Gelnhausen: P. W 534, P. 8,16, P. 1,35, P. W. 4,34, P. 6,42, P. W. bis Hungen 8,43. Richtung Londorf: P. 6,13 bis Gründ rg, P. 3,00 bi« Grünberg. P. W. 6,50 bis Geilshausen, Sv. bis Londorf. Ankunft. Von Frankfurt: D. 3,37, P 6,25 von Friedberg, P. 8,03, D. 8,11, D. 8,33 D. 8,45, beschl. P. 10,13, P 12,24. D. 1,01, Ei güterz. W. von Friedberg 2,03, beschl. P. 3,07 P. S.tws.ags 3.24, P. 3,33, P. W 5,41. D. 6 31. P. 6,57. P W. 7,50, beschl. P. 9,13, P 9.50, D. 11,22. D. 1151. Don Kassel: P. 6,24, D. 7,17, P. W. 7.4t, D. 8,00, P. 9,34, P 12,25, P. 2,21, P. 5,15, D. 5,30, beschl. P. 8,27, P. W. 9,32 von Marburg, D. 9,48. Don Köln: D. 2,44, P. 6,35 von Dillenburg, P. 7,44 von Betzdorf, P. W. 9,31 von Eitorf, P. 12,21, D. 12,52, beschl. P. 3 23, P. 5 24, P. W. 6,38 von Wetzlar, P. W. 7,31, D. 9,30, D. 9 37, P. 40,24. Don Limburg P 5,57 von Weilburg P. W. 7,27, besä l P. 8.35. P. 9,44, P. auß.r Sams tags 2.13. Sa. 2,28, P. 4,26, P. 5,56, P. 8,23, P. 9,46, D. 11,22. Don F u 1 da: P. W. 6.20 von Grünberg, P. 7,58, P. 11,57, P. W. 4,27. P. 7,34. Don Gelnhausen: P W 6 25 v. Hing n, P. 7,26 werktags von Gelnhausen, So. von Qiib >a, P. 9,40, P 1,20 von Hunden, P. W. 3,10, P. 7 55, P. W. 9,36. Von Londorf: P. 5.29 P. W. 7.26 von Grünberg, P. 2,37 von Grimberg, P. 6.32 von Grünberg. * Gtchcncr Wochcnmarktpreise am 24. 3uni. (Händlerpreise.) Es kosteten das Pfund: Butter 150, Matte 30, Käse 60, Wirsing 50, gelbe Rüben 20, Spinat 30, Römischkohl 20, Spargel 90, Erbsen 50, Mischgemüse 20, Tomaten 100, Zwiebeln 18 bis 20, Rhabarber 15, neue Kartoffeln 25, Kirschen 50, Stachelbeeren 35, Erdbeeren 120:das Stück: Eier 12, Blumenkohl 80 bis 100, Salat 5 bis 10. Salatgurken 50 bis 120, Ober-Kohlrabi 25, Rettich 30; alte Kartoffeln der Zentner 380 bi« 500 Pf. * Die Erhebung der städtischen vorläufigen Gewerbesteuer wird im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes angekündigt. Die erste Rate ist bis zum 10. Juli (Schonfrist bis zum 17. Zull) ja zahlen. Räheves in ,bcr Bekanntmachung. ** Regelung der Preisauszeichnung für Tabak unb Tabakwaren. Bis" her haben die Gerichte nicht einheitlich die Frage beurteilt, ob Zigarren, Zigaretten und sonstige Tabakwaren als Gegenstände des täglichen Bedarfs anzusehen sinb oder nicht. Für Geg. nslände des täglichen Bedarfs besteht nämlich die Pre s- auszeichnungspflicht im Schaufenster des Händlers, nicht aber für Waren, die nicht .tägliche Bedarfsartikel" sind. Das Reichswirt,chastsmini- sterium hat nun diese strittige Frage endgültig durch eine Verfügung geregelt, welcher sie das Gutachten der Tabakzettung „Zigarren- und Zt» garetten-Spezialtst" zugrunde gelegt hat, nach welchm geringwertige Tabakwaren als Gegenstände deS täglichen Bedarfs onzusehen, als prcis- auszeichnungspfltchtig find, während Zigarren tm "Werte von über 25 Pf., Zigaretten im Werte von über 15 Pf. je Stück, sowie Rauchtabak, der mehr als 30 Mark je Kilogramm im Kleinverkauf kostet, dem Preisauszeichnungszwang nicht unterliegen, ** ImOberhessischen Kun st verein haben bis zum 15. Juli Frankfurter Künstler, und zwar sechs Maler und zwei Bildhauer. ausgestellt. L i n v S a l i n i ist mit einigen Porträts und zahlreichen Karrikaturen vertreten. K a r l M e r g e l l bringt Landschaften. Stilleben, sowie Radierungen und Zeichnungen. Gustav Schraegle hat ein Porträt. sowie eine Landschaft gesandt. Auch die moderne Richtung ist durch IuliusVogel und Weber-Scheld mit sehr farbenreichen Gemälden vertreten. G. Quirin stellt eine große Anzahl Radierungen, vorwiegend Frankfurter Motive, aus, und Braumann, sowie P a u l K r a tz vervollständigen die Ausstellung durch einige Kleinplastiken in Bronze. Die Besichtigungszeiten sind wie üblich Sonntags, Montags, Mittwochs und Freitags von 11—1 Uhr, sowie Mittwochs von 3—5 Uhr. X D i e Gefells ch ast zur Förderung der evangelisch-theologischen Wif- senschast. LandeSgruppe Hessen hatte unter dem Vorsitz des an Stelle des scheinenden Prof. D. Schian getretenen Prof. 1). Hans Schmidt im Zot)annessaal eine außerordentliche Mitgliederversammlung Die z. Zt. 250 Mlt- glteder (Theologen, Laien, Kirchengemeinden) zählende Gesellschaft konnte ZymE xxia EntgegenEom- . il flatus 1- : acrau^n ® Am Sonntag wo' Detter beDst^.^ Mn vom Kreis Friedberg. △ Butzbach, 22. Juni Der 3ung- deutsche Orden veranstaltete gestern und heute hier einen Deuts che nTag, dem sich heute nachmittag eine Sonnwendfeier auf der Kreis Schotten. □ Laubach, 22. 3uni. Rach dem am letzten Donnerstag und Freitag die Versteigerung des Graswuchses der gräsl. Wiesen stattgesunden hatte, fand heute di« städtische Gras- versteigerung statt. Der Morgen kam im Durchschnitt nach der Qualität auf 30—50 Mk. — Bei dem Gewitter am letzten Freitag befand sich die hiesige Schafherde im Freien. Die Tiere wurden so erschreckt, daß sie sich dicht zusammen- brängten. Hierbei wurde ein halbes Dutzend derSchasezuTodegedrückt. — Die Heuernte hat jetzt begonnen. Sie fällt im allgemeinen nach Menge und Beschaffenheit gut aus. Burg Münzenberg anschloß. Samstag abend trafen sich die Bruderschaften des 3ungbeutsch?n Ordens in der Festhalle, wobei die Grohmelßer Es s in g er - Butzbach und S chm i d t - Gießen Ansprachen hielten. Sonntag vormittag brachten die Züge noch zahlreiche Bruderschaften, In der Festhalle wurden sie von Dr. Wern er-Butzbach begrüßt. Auf dem Schenzer wurde ein Wald- gottesdlenst abgehalten; Pfarrer Schneider hielt die Festpredigt. Dann ging es zu Fuß und mit der Bahn nach Münzenberg, wo eine riesige Menschenmenge der Sonnwendfeier beiwohnte. Bei einbrechender Dunkelheit wurde das Sonnen - wendfeuer abgebrannt. Volkslieder, Volkstänze und Spiele füllten die Zeit ail«.-- Dd-Rauhelm, 22. 3uni. Gestern und heute weilten Siebenbürger Sachsen aus Hermannstadt in unserer Stadt, wo sie als Gäste äußerst freundliche Aufnahm, fanden. Ge- stern brachte die Gast-Gruppe in der Turnhalle die siebenbürgisch-sächsische Dvlksdich ung in Lied, ’ Tanz und Spiel zur Darstellung. Rach einer ein" amfchaften für da aui und überreichte mit treftmdm Wor/tt Anhänger der deutsche DezirttiuMv bt< 4 Mufchenhei 5. Bezirk Im Turngm feines diesjährigen tro1 dem Td. Muschenh« dafür die Crlemtms r 33. F rA-s L.r(e verübte- v M w-W*6^. Turnen- Tu-"»"? 7m d-Homburg gegen u Punkten den W einer Pause von 5 erspielen noch uno D Pad-Homburg ..chungsspiel an. § wirlige Mannschaften dir Palme. Sei Ha! fprung von 5 Pu inn holte Hmbucg tzcht ging es hart auf pruhig, Giehen tonn 12 Punkte vergröbern, ^Schiedsrichters end für Sieben das sch des r.S. 1846 in der' Lch, Freitag, Änkt. Sehr bewundl tznkte Zuspiel. Mach Sprecher des T.S. 18- lor Erle, im San Befanntiii Polizeivero über die Einfuhr und Dui lsleifchinder vom I. Apr Nunc 2Iuf Deschluh der Stai Fimlung und mit (Bene Ülinifteriums des 3nnei [9103. Juni 1924 wir »rtihels 1 des Sejehes Neichsqesehcs über W Fleischbeschau beirel 1933 und des Artikels 11 Rung bestimmt: ShVnÄöes nid|t im 8 ES «richteten ,i rfl ,nw bann einqef verwendet werben, wenn Nunttr[u(f)unq Lh ft >r nach dem L> 1900 Dorgel Ät Kd)U’?9 unterlegen »•&' Nttt 0» Beh fed) blohes $ e.rc" ( Lkrj?"" BSSS Ä;S: TS»*’. N Boj, i ^E'Llle *5^1 SO" Sütel ^jjninöl *? *<•6i /. aus ö 2Iän” ; f(Ml mens von einer Reihe Verlegern und Der Hilfe des Auslands Bücher verbilligt an Gtehener Studenten der Theologie und Friedberger Kandidaten abgeben und will angesichts der ntxfh fteigenbem Rot der Studierenden es auch weiterhin tun. Dabei sollen auch hessische Studenten an außer- hessischen Universitäten berücksichtigt werden. 3m Laufe der Aussprache über den Hahresbericht wünschte man noch mehr wie bisher Teile der Büchereien noch lebender und verstorbener Geistlichen dem Ziveck der Gesellschaft dienstbar gemacht zu sehen. Dr. Freiherr Heyl zu H e r r n she i m - Worms bat noch um mehr theologische Kurse im Lande, Professor D. Matthes- Darmstadt wies auf einen demnächst in Darmstadt geplanten Kursus für Evangelische Apologetik hin. Die Festsetzung eines z. Zt. noch ins Belieben gestellten Beitrags soll der ordentlichen, anläßlich der Tagung des deutschen Pfac- rertages im September zu Gießen beabsichtigten Mttgliederversaminlung Vorbehalten bleiben. ** DieAHgemeinehessischeBe- amtensterbekasse wird sich auflösen. 3n einer Mitgliederversammlung, die für den 6. Juli in Darmstadt anberaumt ist, wird die Gründung einer neuen Hess. Beamtensterbe- kasse vorgeschlagen. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag: Gießener Theologenschaft: 8V4 IHyr in der ilnl- versitäts°Aula: Pastor Heitmann: „Das religiöse Problem des Massenlebens". — Rundfunkhaus: Vortrag über Oswald Spengler.— Lichtspielhaus. Bahnhofstr.: Lustspieltage. — Astoria-Lichtspiele: „Prinzessin von Kahirah". — Palastlichtspiele: Der Ribeluungen zweiter Teil: „Kriemhilds Rqche". — Gießener Goethe-Woche. Man schreibt uns: Die nächste Veranstaltung, die Festvorstellung von „Clavigo" morgen abend im Stadttheater, die zum ersten Male dies Werk des Olympius auf die Szene unseres Theaters bringt, verspricht einen genußreichen Abend. Wie das Festprogramm der Goethe-Woche ausweist, ist die Besetzung mit allerersten Kräften des Gießen» Rauheimer Personals erfolgt. Der Anfang der Vorstellung ist, um vielseitigen Wünschen zu entsprechen, auf 8 Ahr festgesetzt. Der Karten-Vor- verkaus findet, um nochmals darauf hinzuweisen, in der Musikalienhandlung Challier und nur am Tage der Ausführung — also Mittwoch — an der Kasse des Theaters statt. — Die Hessische Vereinigung für Volkskunde hält am 28. 3uni in Friedberg in der Singhalle des Lehrerseminars ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Der Seminarchor des Lehrerseminars Friedberg wird einige Volkslieder fingen, Pfarrer Rüh l-Reichelsheim (Wetterau), wird sprechen über: „Bauerndorf und Landstädtchen; Einblick in hessische Gegenwart aus ihrer Vergangenheit". (Siehe Anzeige.) — „3ch fahr' in die Wel t". Man schreibt unS: Rächsten Sonntag, 29.3unt, vormittags 11 Ahr, findet im Lichtspielhause Bahnhofstraße die Vorführung eines 3ugendherbergs- und Wanderfilms statt. Den Degleitvortrag hält Ludwig Avemarie - Darmstadt. Der Film wurde bereits in anderen Städten mit großem Erfolg vorgeführt und dürfte wohl auch hier I lebhafte« Interesse auslösen. (Siehe heutige Anzeige.) Wettervoraussage Meist heiter, etwas wärmer, westl. Winde, schwache Gewitterneigung. Landkreis Giessen. X Wieseck, 23. 3uni. Rachdem in unserer Gemeinde — ein seltener Fall — seit 6'/? Wochen keine Beerdigung gewesen war, wurde heute die älteste Frau unseres Dorfes, die noch bis in ihre alten Tage geisttg regsame Ottilia Katharina Rohrbach Witwe geb. Reuter, im seltenen Alter von über 87Ve 3^hven unter zahlreicher Beteiligung zu Grabe gebracht. Sie war die erste, der seit dem 3d£*vc 1917 wieder drei Glocken ins Grab läuteten. * Beuern. 23. 3unt. Man teilt uns mit: In dem gestrigen Bericht über das Kirchengesangvereinsfest in Burkhardsfelden hat sich insofern ein Fehler eingeschlichen, als der Rame des Leiters des Kirchengesangvereins von Beuern falsch angegeben ist. Es muß nicht heißere Lehrer Adam, sondern richtig Lehrer Rauh. Einen Lehrer Adam gibts hier überhaupt nicht. sk. Reiskirchen. 22. 3uni. Heute fand die I diesjährige Generalversammlung der Spar- und Darlehenskasse statt. Seit B-?ginn dieses Jähre« hat sich die Kasse auf Goldmark eingestellt. Wenn auch die Sparein- I tagen noch sehr dünn fliehen, so konnte doch durch Inanspruchnahme be« Kredites bei der Zentralgenossenschaft in Darmstadt manchem Geld- bedürftigen aus der Rot geholfen werben. Am einerseits ben Sparsinn bei der Bevölkerung toteber zu wecken, andererseits aber auch die Kasse in ben Stand zu setzen, aus Spareinlagen in größerem Umfang Darlehen zu gewähren, beschloß die Versammlung, das Sparmarken» s Y st e m einzuführen. * Lich, 23. Juni. An Stelle deö ausgefallenen PfingsttnarkteS findet -am Montag. 30. Juni, ein Schweine- und Krämermarkt statt. Der Sommermarkt wird auf den 28. Juli verschoben. 1 —0— Ober-Dessingen, 22. Juni. Heute feierte dahier in körperlicher und geistiger Rüstigkeit ein alter Leser des „Gießener Anzeigers", der Landwirt Ludwig Schott und seine Ehefrau das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Der Geistliche hielt im Hause des Jubelpaares eine religiöse Feier ab und dann verweilte der engere Familienkreis einige Stunden in gemütlicher Weise beisammen. Seit einigen Jahren ist dies bereits die fünfte goldene Hochzeit in unserem Orte. :j: A t p h e, 23. Juni. Dieser Tage wurde von den hiesigen Gemeinbewiesen das Heu gras versteigert. Da in diesem Jahre nur wenig Kleeheu gemacht werben kann, würben ganz erstaunliche Preise erzielt. So kam ber Morgen Gras mittlerer Güte auf 80-100 Mk., bester Güte sogar l)t« auf 160 Mk. u I sf- Fi iebberg, 22. 3uni. DieVeretni- gung ehemaliger A u g u st i n e r s ch ü ler tm Verein mit der Hessischen Augustinerschule feierten am 21. und 22 Juni den zweitenl . Augustinerschultag in würdiger Weise - Olm QJormittage des 1. Festtages fand nur für bie Angehörigen ber Schule in Dem bapellenartiqen f Raum bet Schule, ber bem Qlnbenten ber gefall?» • neu Schüler gewibmet ist unb besten Wanb bas ' große Gemälde bes StubienratS Roth schmückt eine Gebächtnisfeier statt, in her Direktor Tr. Allenborf bie Ansprache hielt, bie Rütli- fzene aus Schillers Tell, vorgetragen von Schü» . lern ber Anstalt, bildete ben Abschluß Am lOi/j Ahe fanb sobann in ber Aula ber Schule ber öjfent (lebe Festakt statt, bie Begrüßung hatte auch hier Diiektor Dr. A l l e n b 0 r s übernommen. Ein Prolog unb ein vom Schüler- orchester vergetragenes Musikstück eröffnet? bie Feier-, bann ergriff Prof. Dr. Dreher bas Wort zu bem Festvortrage „Di« Augustinerschule im Spiegel deutscher Reichsgeschichte". In lebensvoller, warm empfundener Weise zeichnete ber Redner bas buntbewegte Schicksal ber Schule währenb beinahe 400 Zähren. Am Rachmittag bewegte sich ein stattlicher Festzug burch bis Straßen ber Stabt, bie auf ber Seewiese geplanten turnerischen Vorführung en ber Schüler würben toeaen bes ziveiselhaßen Wetters in ben Hof ber Schule verlegt. Der Abenb vereinigte sobann bie teilweise aus weiter Feme hsrbeige eilten früheren Schüler mit ihren hie.igen Kametaben, bem Lehrerkollegium b& Schule unb Srcunbe ber Anstalt zu einem stimmungsvollen Klassenabenb. Rach der Begrüßungsansprache des Direktors boten nmsivalische Vorträge bes Ftieb- betger Doppelquartetts, humoristtsche Dialektvor- träge, gemeinsame Gesänge, sowie bic Aufführung be« Hans Sachsschen Schwankes „DaS Käl- berbruten" ein reiches unb gewähltes Programm Ter Sonntag, der noch bem Besuche des Museums unb einem gemeinsamen Ausflüge mit Damen nach bem Walbschlößchen gewidmet war, schloß in schöner Weise die in jeder Beziehung- gelungene Feier. Kreis Büdingen. * Hirzenhain, 22. Juni. Einen Hochgenuß bereitete uns am Samstag abenb bie Sän° gerVereinigung Lollar unter Leitung des Musiklehrers Leib-Gießen. Wenn wir auch Gutes erwarteten, so waren wir boch erstaunt über bie vorzüglichen Leistungen, die besonders in Den beiben Chören: „Der Schwur am Rhein" unb „Der Frembenlegionär" zum Ausbruck kamen. Auch"Frl. f a f f - Gieheii brachte mit schöner klarer Stimme einig? Lieder, bie mit größtem Beifall ausgenommen wurden, ebenso trug bie Kapelle Linker zur Olbrunbung bes Programms ihren Teil bei. An ben genußreichen Abend incrben wir noch oft denken, unb hoffen, bah sich biefer Besuch öfter wieberholt. Willkommen ist uns Hirzenhainern ber Verein zu jeber Zeit. Hessen-Nassau. fpd. F r a n k f u r t a. M.» 23. Juni. Die politischen Fraktionen ber Stadtverordnetenversammlung und der MagisttatswahlauSschuh können sich noch immer nicht über den neuen Oberbürgermeister einigen. Zuerst galt cö als sicher, daß Oberbürgermeister Voigt wiederaewählt würde. Dagegen legten dang leitenden Ansprache des Führers d^-rGruppe in ?' der dieser besonders den Wert der akademischen vi a Kreis Bildung auf ben beutschen Aniver i'äten he vor- ^cin^ T.rn Sab- hob, bie so viele Siebenbürger ©tuten'en für ihr $ ' Sl 2. ganzes Leben ein Hauptkampfmiltel für bie Er- ^cim, (Mltung be« f--utfchtums im Auslände bleibt, sMmUagS > boten bic Dol «mnftauffi-branacn aus ber Bühne MM STZen einen tiefen Einblick in bas Volksleben unb bes kelnechten Deutschtums ber im fernen Osten auf treuer Wacht stehenden VolkSgenosten. Die Darsteller zeigten sich in den heimischen Trachen, bie einen hohen kunstgewerblichen Wert verrie en. Der Abenb Hang aus in bem Trutzlieb „Sachs, Halle Wacht" unb in ber von ben Aawesenben stehrnb entgegengenommenen Sleb.-nbürgischen Volksh)m- ne. — Wie sehr vor einigen Wochen eine Werbeveranstaltung für Frauenturnen des Aniversitätsturnleh-ers Fischer (Marburg) hier Anklang gefunden hatte, geht baraus hervor, daß ber Männerturnverein auf vielsei.igrn Wunsch hin bie Marburger Werbeabteilung für gestern abenb nochmals clnlaben muhte. Turnlehrer F i - scher zeigte mit seinem felyr i^ichhaltigen Programm bas Frauenturnen in seiner ganzen Vielgestaltigkeit. Reben Geräte-, Stab- unb Freiübungen, bie ein reifes Können ber Riarburger Riege Deuteten, nahmen rHytmisch? Hebungen Reigen, Tänze unb Volkslieber einen großen Raum ein. Die Darbietungen fanden ungeteilten Beifall. ‘öergegangenen Wafiermengen fahnden Wiesen lagernde Heuernte mit wird, Die nie. ten die auf den RpanifQpin?Npjnl Geg.Blafen-u.NierenIeid.,seIbstStein, llluUüvbiU! Iwlui hilft best. Karlssprudel Biskirchen 14 Die Geschäftsstelle Ser Linzelmödel IWfn empfiehlt preiswert auf Teilzahlung ’ Teilzahlung,- su befindet sich Wo? sagt Heiteres seile. 021201 sucht. 021213 inonaihcü mieten. evtl uer- Zchaßlmmer Uüchen und Carl Schott fioblenbnuölunrt Sandg. 22, Tel. 752. tzmser-Straße 33, gegen den bereits ein Dis-- iplinarderfahren wegen Beteiligung an den großen Ahrendiebstählen in den O-Zü- Frankfurt—Basel schwebt, wurde in der letzten Nacht dabei überrascht, als er einen Einbruch in eine Eisenbahngüterdalle verübte. Er wurde festgenommen und dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. kann an Ort und Stelle geschnitten werden. Iu er- fragen bei 5137D Lemmertz Klein-Linden Frankfurt. Str. 1. 8 Z U Giehen, den 19. Juni 1924. Der Oberbürgermeister. I. D.: Kling spor. (LWflHWöt Schuh machermstr. Friedrichstr. 14. küismKek Hinterhaus prt. °* Eine Entfettungskur follten alle Korpulenten vornehmen. Wir raten Ihnen, in Ihrer Apotheke 30 g Toluba-Kerne zu kaufen, die völlig unschädliche, fettzehrende Stoffe enthalten. 2699ss 11 tilge Fraktionen Protest ein. Inzwischen Hut Irian sich nach anderen geeigneten Kandidaten luingesehen und war auch an den Oberpräsiden-- jlcn der Provinz Hessen-Nassau, Dr. Schwa n - Id er in Cassel, herangetreten. Wie wir aus gut Imterrichteter Quelle erfahren, ist aber Dr. bchwander^richtgeneigt, sein Casseler Amt mit dem Frankfurter Oberbürgermeisterposten zu vertauschen. Wahrscheinlich wird man nun, da die Zeit drängt, doch Herrn Boigt vieder wählen. — Auf dem Bahnhof D o n a - mes wurden in den letzten Nächten mehrere Güterwagen beraubt. Als Täter er» nüttelte die Kriminalpolizei im Stadtteil Bo- names einen Eisenbahner und vier JnM Hund schwarz mit gelben Pfoten, nm Montag- vormittno nbbnnben gekommen. Bille ab- zugeben bei Karl Euler 021212 Kirchstr. 13. 'n. DieDereinj- luftinerfdjükt > 2ugastinerschale ü den jöiitert ttyivbtQet Deife. sand nur süc dir tapeilenactiM nbenfen der §rfallr- ■ ) dessen Wand das itS Aolh schmückt att, in der Ärcktvr- Knnst und Wifferrschaft. Entdeckung eines vorchristlichen Arnen- friedhofs. Wie die Montagspost" aus Hamburg meldet, wurde im Dorfe Sprötze im Kreise Harburg ein umfangreicher Ll r n e g s r i e d h v f auf- gefunden. Auf eiirem vier Hektar großen, mit einigen Kiefern g krönten Heidestück wu.den über 50 Grabstätten freigelegt. Die Urmn en hasten Menschrnasche und einige Eisenteile. Dieser Fned-- hof dürste einige Jahrhunderte vor Cbristi Geburt angelegt worden sein. 2-3000 Mark sofort gegen h. Zinsen u. eriifl. Sicher heil zu leihen ges Off. unt. 9<100°Meter- Staffel: Aktive Turner: 1. Sieger Tv. 1860 Bad-Rauheim: Jugendklasse: 1. Tv. 1860 Bad-Rauheim, 2. Tv. Steinfurth, 3. Tv. Kirchgöns. Die Sieger in der Dierpndzwanzig-Stunden- Fahrt im Taunus. Frankfurt a. M, 24. Hani. Gestern abend hat im Frankfurter Hof die Preisverteilung für die Sieger in der vom Frankfurter Automobilklub veranstalteten Bierundzwanzig-Stun- den-Fahrt im Taunus stattgefunden. Den 39 Preisträgern wurde die goldene Ehrenmedaille verliehen. Ferner wurden zahlreiche Zusahehren- preise auf Grund der Ausscheidungsprüfung zuerkannt. Es erhielten erste Preise: Klasse A: Jörns auf Opel, Kl. B: Siebe! auf Simson, Kl. C: M. Folville auf Lancia, Kl. E: Cleer auf Stöver, Klasse F: Ingenieur Zwick auf Maybach. Ferne.' wurden 6 zweite, 6 dritte und 5 vierte Zusahehrenpreise, 4 Teampreise und 8 Sonderpreise der Industrie zuerkannt. Die silberne Medaille erhielten sieben Fahrer. Auf Beschluß der Stadtverordneten-Ber- sammlung und mit Genehmigung Hessischen Ministeriums des Innern vom 15. März 1910/3. Juni 1924 wird auf Grund des Artikels 1 des Gesetzes, die Ausführung des Reichsgesehes über die Schlachtvieh- Md Fleischbeschau betreffend, vom 4. April 1903 und des Artikels 129 a—c der Städte- | ordnung bestimmt: § 1. Alles nicht im öffentlichen für die 5tadt Giehen errichteten Schlachthof ausgeschlachtete frische Fleisch darf in den Stadtbezirk nur dann eingeführt und daselbst verwendet werden, wenn durch eine amtliche Nachuntersuchung festgestellt wird, dah die »Mm Ä&r tarni f nllci Zeitungen Pfeiffersche Buchhandlung Walltorstr. 21. Fernruf 1342. vor den ist, aber die Eigenschaften frischen ■ ffinen ^Fleisches im wesentlichen beibehalten hat oder die vän-/ »durch entsprechende Behandlung wiederge- 4 dl ‘ poi-uiig les ©innen kann, wie dies durch Gefrierenlaffen, r .. L;,- auch '/durch oberflächliche Behandlung mit Salz, Fucker oder anderen chemischen Stoffen, »durch blohes Räuchern, durch Einlegen in |(Eipg, durch Einhüllung in Fett, Gelatine oder lindere, nur den Luftabschluß bezweckende Stoffe möglich ist. 5138B Die §§ 2-10 bleiben unverändert. en. -kg. “*■ die Sachen Jü 2luguftinersHule schichte^. 3n UroU» ßkife zeichn^ der chicksal der Schule n Am MchmiMg Festzug durch die bet Seemese ge- rfü^rungen der etfeTpafU Dellers t Abend drr- aus writ« Feme ■ mit ihren jteilgj um dir Schule und m stimmungsvollen hungsanfpmchem JorträgeHS^ mstische rialellvov , Mniti M Kal- Diyites Progmimn. Driuche des W* | Ausflüge I xn geaäM’t, [ Turnen. Sport und Spiel Turn-Berein von 1846 Gießen Sieger im Faustball-Pokal-Wsttkampf. Am Sonntag morgen 8.30, von herrlichem Detter begünstigt, begannen die Vorspiele zu km vom T. V. 1 8 4 6 veranstalteten Faust- dall-Pokal-Wettkampf, an dem folgende Vereine des 9. Kreises Mittelrhein teilnahmen: V. Herborn, Bad-Homburg v. d. H., Büdesheim, Mühlen, M. T. V. und T. B. 1846 Gießen. Nachmittags 2 Uhr standen sich zum letzten Vorspiel die Mannschaften des T. V. Herborn und Dad-Homburg gegenüber. Herborn konnte es stdoch nicht verhindern, den Sieg mit 38 bis 44 Punkten den Hornbergern zu überlassen. Rach einer Pause von 15 Minuten traten die in den Vorspielen noch unbesiegten Mannschaften des V. Dad-Homburg und Gießen 1846 zum Cnt- fcheidungsspiel an. Zwei ehrgeizige, fast gleichwertige Mannschaften maßen sich im Kampf um die Palme. Bei Halbzeit hatte Giehen einen Vorsprung von 5 Punkten. Kurz nach Wiederbeginn holte Homburg überraschend 3 Punkte auf. Icht ging es hart auf hart. Homburg spielte jetzt unruhig, Gießen konnte seinen Vorsprung auf 12 Punkte vergrößern, und mit dem Schlußpfiff des Schiedsrichters endete mit 28:40 Punkten für Gießen das schöne Spiel. Die Mannschaft des T. V. 1846 in der Aufstellung Reih, Geismar, Junge Krau JiWanu nbnebaut) sucht Stellung nlö 5142h Verkäuferin ob. auf Büro Off, u. 1520 an Hcrfo sich fort. Außerdem ist viel Vieh ertrunken. Vier Menschen ertrunken. Danzig. 23. Juni. (Priv.-Tel.) In der Nähe der Mündung der Mv11lauin die Weichsel kenterte ein mit neun Personen besetztes Doot, Vier der Insassen, drei Mädchen und ein junger Mann, ertranken, während die übrigen von Schiffern und Schutzpolizisten gerettet wurden. Lchlachttiere, von denen dieses Fleisch her. rührt, der nach dem Reichsgesetz vom 3. Juni 1900 vorgeschriebenen amtlichen Untersuchung unterlegen haben und hierbei richt beanstandet worden sind, sowie dah dieses Fleisch inzwischen nicht verdorben ist, noch auch sonst eine gesundheitsschädliche Veränderung seiner Beschaffenheit erlitten hat. Untersuchungspflichtig ist alles Fleisch, das nach § 1 des Reichsfleischbeschaugesehes dec Beschau unterliegt Hierzu gehört auch alles Fleisch, welches zwar einer aus die Haltbarkeit einwirkendenBehandlung unterzogen %uerft S-l', '"Sa ^igll Zum Aufarbeiten von Polfter- möbeln und Betten, sowie Herstellung aller Tapezierarbeiten empfiehlt sich bei bekannt sorgfältigster Bedienung. Kranz Vock, Tapezierer. Liebigstrahe 93. Mms K k >ma9 SNi KkZ! -dfeier L^ge urde ieöer $nn°5to3! Ct5tu^nl®i für ihr Ofien auf 0fÄ D« Dav J» Tracht, dje Itehmd vtW VolkshM, ^enrineDeibe- 'u en turnen des > e r (Harburg) hbr ^wus herwr, daß vtelsei.jgen Wunsch 'tellung für gestzm te- Turnlehrer Fi. reichhaltigen Pro- seiner ganzen Viel- Stab- und Frei- «n der Aarburger h'mische Hebungen, eher einen groben 1 sanden ungeteilten « öte c»—umen Besitz der Räuber fand man noch den größten M- des geraubten Gutes vor. — Der Eisen- ahnzugführer Eduard Liederscheidt. .-berg, 95 P.' 2. F. Metzger, Tv. Münzenberv 92 P.; 3. G. Decker, Tv. Gambach, 88 P.; 5. W. Schmidt, Tv. 2l«s dem -tmtsverknndigun^sblatt. * Das Amtsverkündigungsblatr Rr. 4 1 vom 20. Juni enthält: B.an.Hilfeleistung — Statistik der Streiks und Aussperrungen. — Anbauflächenerhebung. — Pflege der schulentlasi fenen Jugend. — Feldbereinigung Lauter. — Schweinerotlauf in Gießen. Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. V.: Heinz Gorrenz. Loh, Freitag, Philipp zeigte keinen schwachen fßunft. Sehr bewundernswert war das ruhige, erakte Zuspiel. Rach dem Spiel sprach der erste Sprecher des T. V. 1846, Universitäts-Oberinspektor Erle, an Ramen .des Vereins beiden Mannschaften für das schöne Spiel den Dank aus und überreichte. der siegenden Mannschaft mit treffenden Worten über ihre Tätigkeit als Anhänger der Deutschen Turnerschaft den Pokal. Dezirksturnen des 5. Bezirks der D. T. 4 Muschenheim, 22. Juni. Wenn der 5. Bezirk im Surngau Hessen die Durchführung feines diesjährigen volkstümlichen Bezirksturnens dem Tv. 2N u s ch e n h e i m übertragen hat, fo war dafür die Erkenntnis maßgebend, daß es nottoen- Mietgesuche 1-2 möölleife ÄMl sucht besserer, berusS» tätiger Herr. t Schristl. Angebote unter 021196 an den Gieß. An», erbeten. Gesucht in Gieszen 2- oder 3-Zimmer- Wobinina mit Zubehör. HaiiS vermaltun i, .^n- standh iltunq eleftr Anl meii, GaS- und Wasserlellunaen u. bat. wird mit iiber- nommen. Schristl. Llnueb. unter 4497D au den Gieß. Anz. Kaufmann meist auf Reifen, sucht gut mv bl. Zimmer. Schristl. Angebote unter 021197 an den Gien. An», erbeten. [Wohnungstausch] Biete schön gelegene 4-Ziminerwohnuog mit Bad, eleftr. Virfjt usw. Suclie im Zentrum der Siadl eine 5-6-Ziinmerwohoimg Part, oder 1. Stockzu tauschen Schriftliche Angebote unt. 021206 a. d. Gieß. Anzeiger. Buchenscheitholz la, nuf Ofenltinqe gcschnitt., empfiehlt H. 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Juli 1924 021189 Zn verknnfen : 1 Partie Bieber- fcbwiinzc, 1 Partie alte Dachziegeln, 1 Kubk ippe, drei K-entter, 1 Partie Forinstiicke l(tzuh» elfen), 1 Träger (Gtfen), 1 Wagendecke, 1 Hopier- V resse, 1 Pferde- kn mmet, IPart. Pka- schincnschrauben, 2 gebrauch e Tische, 2 Ltallatcrneu (ne- braucht«, 1 Röllchen für Lacke, 1 Pritsche, 2 ZNofettschiii- sein lTon), 2 Trabt- Fra u sucht Laufstelle. Sckr. :'lngeb.u.021202 q.d. Gieß. Anz. erbet. Junges, besseres Müochen, das die HöhereTöchterschule brfurbt bat, sucht Stelle als Haustochter in nur gutem Hause. Schristl Angebote unter 02H91 an den Gieß. Anz. erbeten. (24 J f, in Krankenpflege bewandert, sucht Stelle a-lS Hillishalikm geht evtl, auch als Stütze. Schr. Angebote unter 514’»D an den Weßeiter An- zeiger erbeten. Vöi-kLufv Ein schweres belgisches Pferd zu verkaufen Fürst!. Gutsverwaltung 0087 Sich. Großer starker Niikittriuiwn zu verkaufen M1IM Bückingstrgfte 4 I. 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Morgen abend 8.30 Uhr Beethoven- Abend. 5149a Baupraktikant Ludwig Damm und Frau Elisabeths geb, Fritzel danken herzlich für die anläßlich ihrer Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten 6160a 7 ? .■ Vogtsche Handelsschule Gießen Kartenvorverkruf: ä" d.e” vorher- ___ gehenden lagenz. Preise von 1.— Mark an der Kasse des Lichtspielhauses; am Vorführungtage beträgt der Carl Vompf, Wehlar Eteighausplatz 23 Telephon 43. zum Einmachen, prima frische Ware......Pfund 40 Pf. Kopfsalat 3 stück 20 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns bei dem Heimgänge unserer lieben Entschlafenen bewiesen wurden, sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Karl Mulch Lieh, den 23. Juni 1924. SlWlMlMllllg: GW«, MWM15 15,Juli Beginn eines neuen Halbjahres-Kursus Unterrichtsfächer: Einfache und dopp. Buchführung, Handelskunde mit Schriftverkehr, kaufm. Rechnen, Wirtschaftsgeographie, Deutsch, Maschinenschreiben, Stenographie, Schönschreiben. Anmeldungen werden täglich entgegengenommen. Ausführliche Prospekte kostenlos. 5134a und eine große Anzahl div. Trostpreise. Jeder, der uns eine richtige Lösung einsende|, ist Gewinner eines obengenannten Preises. Die Preise werden ausgelost. Die Einsendung der Lösung verpflichtet Sie zu nichts, sie muß sofort eingesandt werden Für Rückporto, Drucksachen und Schreiblohn usw. sind der Lösung Gebühren beizufügen. Briefporto 10 Pf. Ein Risiko gehen Sie mit Einsendung der Lösung nicht ein. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brühl’ichc Univ.-Druckerei. R. Lange- Mobiliar-Versteigerung. Infolge Abgabe der Bahnhofswirtschaft läßt Herr Ferdinand Kühn am Samstag, dem 28. Juni, vorm. 11 Ahr beginnend, einen Teil seiner Inventar- Gegenstände zur öffentlichen freiwilligen Versteigerung bringen, u. a.: Schränke, Stühle, Tische, Sofas, Betten Kaffenschrank, Porzellan, Tischdecken, Servietten, Einmachgläser, Bütten, Bil^ der, Garderobeständer u. verseh, mehr Zusammenkunft: Bahnhofsgebäude, Eingang rechts, Privatwohnung. Besichtigung: Dersteigerungstag, von 9 LIhr ab. Bedingung: Sofortige Barzahlung. Die Gegenstände sind gebraucht aber noch gut erhalten. 5118D Keren Kajemeih Lejisrael Jüdischer Nationalfonds Film-Matinee Vorführung des neuen Jilms 021178 EineWeWWMWimMeM in den Mast-Lichtspielen am Sonntag, 29. Juni, 11 Ubr vorm. Einleitender Vortrag: Dr. Noack-Golba. Eintrittspreise: Loge 2.50Mk., 1. Pl. 2Mk., 2. Pl. 1 Mk., Student, u. Jugendl. d.Hälfte. h noch 3 M Msfte Pat und Patachon als Photographen und Fatfy Mittwoch, 25. Juni, abends 8 Uhr im Stadttheater SeWMimg des M-Mimim wlheMs Öteisg® Trauerspiel in 5 Aufzügen von Joh. Wolfgang von Goethe. Eintrittskarten in der Musikalienhandlung Challier. Am Tag d.Aufführung nur an der Theaterkasse. 5i35v tafelte I. Teil. 8.30 Uhr R. Schumann- Abend, ______ Weber. Diebold. ff. Seelachs, Pfund 25-30 Pf. Braiffsche, Pfund 25 Pf. Seehecht, Steinbutt, Rotzungen NeneMatjeshermge aus Junifang, 3 Stück 50 Pf. Neue Tommer Malta Pfllnd 30 Pf 5148c Kieler Sctfteibücklirrge Pfd. 60 Pf., 5-P'd.-Kiste 2.50 Äik. Kohlrabi . . . Stück Römischkohl . Pfund Irviedeln . . . Pfund Rhabarber . . Pfund Wirsing .... Pfund Möhren.... Bund Nöbe! staunend billig, gute Ausführung. unter Herstellungskosten. WOK« echt Eiche gebeizt, Goldbirke, Mahagoni, Kirschbaum mit Spiegel- und Kommodenschränken 450.- 550.- 780.- 095.- 1250.- in Eiche oder roeifp lackiert 225.- 350.- 450.- NklkurWkiiel 550.- SUUMmer 359.- 5,53c 3. Mm 3ot). A. Brumlll Giehen MMlltllltze 29. tjeyL totc Sfi ^Hinkens ÄS rSs JÄ*, ta$ Löberstr. 12 nrofzere Posten in Stempel westfälischer Dlmensionen gegenK^sse zu kaufen gesucht. A. Kais, Holzgrotzhandlung Braunfels a. d. Lahn Üernfprecher Nr. 54. «ssd DK 35 Torlsehung . M bin niemand n>eih, - ^.lKe ,hr Lid binq S61 er lag Zu bewegen er die L V 'n -re leere: Ntn 9eC ® er jtS-JWe f Khren ItewJM tltX, 1 “!Ä 6i»7*1 hm ttS kiMeie * me Einladung. Die Herren Fabrikanten und Geschäftsinhaber, die städtischen und staatlichen Behörden, sowie alle Interessenten erlauben wir uns, zu der morgen Mittwoch, den 25. Juni, vorm. 10 Uhr stattfindenden Heuerlöschvorführmg an hochbrennenden Objekten, höflichst einzuladen. Da mit diesen Apparaten alljährlich unberechenbare Werte dem gefräßigen Feuer entrissen werden, sind die Feuerlöscher von volkswirtschaftlicher Bedeutung. Cs wird für Sie von großem Interesse sein, den neuesten Stand der Feuerlöschtechnik kennen zu Vorführung am Sonntag, dem 29. Juni 1924, vormittags 11 Uhr im Lichtspi8lhaus,B^ohQfstr.34 Begleitvortrag: Herr Ludwig Avemarie, Darmstadt „Die Wanderer" G. Nadf.-Ges v. 1896 Mittwoch, 25. Jod: Abendtour. Abf. punktl. 8 Ubr» Vereinslokal. 61°v Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere liebe Matter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Elisabethe WeHer geb.Gans nach vollendetem 67. Lebensjahre gestern abend plötzlich gestorben ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Itodenhausen Familie Karl Weller Familie August Balser« WflfrWitoii in 5- und 1'-Pfund-Eimern und 1-Pfund-Gläsern 2lprikoicn,Erdbccreu, Drang. Pflaumen, Heidelbeeren Heidelbeeren 2-Pf.-Dose 95 Pf. I-Pf.-D- 50 Pf. beste Beaten, iW wo inmani^n 1 Ntotitungm ob. 2- „ 3. „ 4. „ 5.-24. „ 25.-45. „ ,„9^^ .------ ? »UZx-xS Bade-Wäsche besonders billig Handtücher, la Qualität, 50/100 cm . . Mk. 3.00, 2.00 1 25 Badetücher, ganz große.........Mk. 20.00,15.00,12.50 Badetücher für Kader..........Mk. 7.50, 6.50, 5-00 Bade-Anzuge für Damen und Herren. . 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Trotzdem!c befriedigt lorröe, immer noch Ixe Ermitteln i§rge sind daher sechste dem gegenlvärtigi hegen die Verhä Sprozenlige de d preise empfiehlt August Schwarz 91021102 SrLhrictntr.?. SMllNWMz am 28. Juni 1924 im Singsaal des Lehrerseminars Friedberg Tagesordnung: 1.4 llhrpünM. Ausschußsitzung II. 5 „ „ Hauptversammlung 1. Geschäftlicher Teil: a) Jahresbericht; b) Bechnungsablage; c) Satzungsänderung; d) Aenderungen im Borstand; e) Verschiedenes. 2. 615 Uhr unterhaltender Teil: a) Volkslieder, vorgetragen vom Sem.-Chor; b) Vortrag von Herrn Pfarrer R ü h l-Reichelsheim: „Bauerndorf und Landstädtchen; Einblick in heff. Gegenwart aus ihrer Vergangenheit." c) Volkslieder (wie oben). 5131D Der Vorsitzende: Der Schriftführer: Dr. Faber. Dr. Krämer. Für die richtige Auflösung obigen Sprichworts haben wir zusammen Preise im Werte von 1OOOO Gold-Mark ausgesetzt. Als Preise haben wir gewählt: I. Preis: Eine neue Wohnküchen-Einrichtung 1924er ital. Hühner, zerlegbare Ställe, Knochen- nniblen l'efcrt [Mlid Ge sind alle Hautunreinigkeiten u. Hautausschläge, wie Mitesser, Pickeln, Blütchen usw. durch tägl. Gebrauch d. allein echten NeckmvHrrd- SefflsdhrosfeL-Ydfo von Bergmann 4 Co., Radebeul. überall zu haben. Kreu-Drog. Augugt Noll, P. J. FTÖhs, Drog. Georg Wallenfels, Drog. 0. WinterhofL 4146 ■MMMiMnanini "V’-tatamnaHH6 Da erfab Roll den Augenblick und erneuerte den Verbuch, Dantigers Besitz in Wvlfenziel an sich zu reihen. Er erschien in Runs und lieh sich bei den. Baumeister melben. Ens war allein, Giovaimi weit des Weges. Sie ging zum Dater. „Roll ist da und ich weih, was er will." Er nickte. „Soll ich ihn abweisen?" fragte sie unsicher. Der Baumeister straffte sich und schüttelte das Haupt. „Aber ^r verlangt dich. Vater." Die Faust flog auf den Tisch. „Du willst?" Die Faust fiel zum zweitenmal. „Llnd wenn — bedenk — die Aufregung! Ich will ihn empfangen." Sie vergab ihre LInsicherheit. Sie zitterte für den Vater. 3T>r ganzes Machtgefühl schmolz in dieser Angst. Er wies auf den Schreibtisch. „Red' — mit — ihm!" Sie rih die Vorhänge zusammen. Dämmerung füllte die Winkel. Dann lieh sie Gebhard Roll kommen. Der Baumeister sah im Schatten. Sein Ge sicht schwamm weih auf dem dunklen Hintergrund „Tag," sagte er laut, als der Schwager eintrat. Die Stimme klang starr. Wie ein Stein fiel der Don zu Boden. Ens schnitt Roll den Weg zum Kamin ab und bot ihm den Desucherstuhl, der mit der Rück- lehne gegen die Kaminecke hart am Schreibtisch stand. Aber Roll wandte den Stuhl und richtete sein Wort an Bantiger. Er sprach ruhig, malte die Lage des Baumeisters nicht schlimmer als sie war, lieh durchblicken, dah es sich um einen sehr schwierigen entscheidenden Augenblick handle, und bot ihm die Hand zum Zusammengehen. (Schluh folgt. 1 "'»ritze, e'kMeiteil i 1924 itsel! 1*5®- .....................................j Äorts M i-Mark 1 gewählt: küchen-Einrichtung Wen-Schreibtisch' ischine ‘mitWkar.Goldfede: '■ Trostpreise. ;e Lösung einsende, (! Hinten Preises. 11 insendung der Lösunr j fort eingesandt werde- ireiblohn usw. sind de JriolOPf. Ein Risikc ’ Lösung nicht ein in den 5132$ , Braunschweig 1636 Illg abzugeben iparti Farbin A p Watiefülhmg Stück MkA'J Qflbdebaus.Qal^ w! vSöirC'Eto Vereine , Tfe Wanderer G.Pads.-Gei v. b MitUfOch, 26. J« n- Abeudto«! 1)5 Abi- puuftL 8 U&J ßv Pereinslorai- bii Löberstr. 12 Heute abend' 8 Uhr Vortrag Dr.Kohlerma» über Börsenkurse. Berliner Börse. Börse der An Tendenz: (Rachdruck verboten.) 35 Fortsetzung. ®anf notea (Ohne Gewähr.) 19,50 70,52 18,12 22,61 156,51 18, in 53,36 5, 0 1,81 110,9’ 74,11 bb.9, 12,34 4,d9 „Ich bin da, Vater. Es ist alles im Lauf, niemand weih, dah du nicht selbst befiehlst." Er wollte reden, aber es ging nicht. Er wollte ihr voll in die Augen blicken, aber sein rechtes Lid hing schlaff. Er wollte sich aufrichten, aber er lag wie Blei, er versuchte den rechten Arm zu bewegen, aber der gehörte ihm nicht mehr. Da hob et die Linke zur Jaust geballt, schüttelte sie in die leere Lust und lieh sie wieder fallen. Ein trotziger Blick sah in seinen tiefgehöhlten 2bigen. Ens hatte feine Bewegungen ängstlich verfolgt und hielt ihn jetzt verzweifelt umschlungen. Plötzlich brach sich ein grohes Verstehen in ihr Dahn. „3a," sagte sie laut, um sicher zu sein, dah er jedes Wort hörte, ..du kannst ganz ruhig sein. Es geschieht, wie du willst. Sie sollen nicht triumphieren. Du kannst ruhig liegen. In drei Wochen fahren sie durch den Berg. Da suchte er ihren Kopf und griff mit der gesunden Hand so ungeschickt zu, dah der schwere Haarknvten sich löste. Er zog sie zu sich herab und stammelte mit ungelenker Zunge: „Roch — nicht —tot — noch — nicht" Er fand kein anderes Wort mehr, aber sie erriet, was er sagen wollte. „Rein, Vater, du bist noch, nicht tot, du befiehlst. Wir tun nichts ohne dich." Sie log. Wohl war er noch nicht tot, wohl schien seine Denkkraft nicht gelitten zu haben, aber er war nicht fähig, das Regiment zu fuhren. Sie lieh ihm den Glauben, dah nichts geschehen werde ohne ihn, und führte mit Hilfe Pvmettas die Geschäfte nach eigenem Ermessen. Sa alles im Schuh war und grobe Entscheidungen nicht mehr zu treffen waren, sondern Macdonald gewinnt, von privater Seite Aufträge vor. Trotzdem können diese nach wie vor leicht befriedigt werden, weil seitens der Industrie immer noch Verkäufe zur Flüssigmachung von Barmitteln yorgenommen werden. Die Käufer sind daher höchstens in der Lage, die Kurse auf dem gegenwärtigen Riveau zu halten. Anders liegen die Verhältnisse auf dem Anleihemarkt. Die öprozcntige deutsche Kriegsanleihe muhte zwar heute eine Kleinigkeit einbühen, aber dafür liegen die anderen deutschen Anleihen durch die Bank höher. Roch besser ist das Geschäft in ausländischen Renten, namentlich in Türken, ungarischen und rumänischen Renten, alles in Erwartung von Auswertungen od.r Wiederaufnahme des Zinsen- Die Bantiger. Roman von Hermann Stegemann. 4,21 19,60 70,98 18,2’ 22,76 157,29 18,29 56,44 5.9? 1.83 111,48 74>9 56,24 12,40 4,97 Frankfurt a. HL, 23. Juni. Behauptet. — Die neue Woche eröffnete im allgemeinen mit einem ziemlich ruhigen Geschäft. Es liegen auch heute infolge der allgemein günstigen politischen Lage und bei dem Eindruck, den man von den Unterredungen zwischen Herrivt und Geld I Br!?' Berlin, 23. Juni. (Wolfs.) blieb auf allen Gebieten die gleiche Geschäftsstrlle wie in der Vorwoche vorherrschend. Die eine optimistischere Beurtlllung rechtfertigende Gestaltung der politischen Lage blieb aus die Stimmung so gut wie einfluhlos. Es erfolgten für eine kleinere m Zahlungsschwierigkei en geratene Berliner Dankfirma ohne Bedeutung einige Zwangsglattstellungen, die den Kursstand allgemein etcoas herabdiückten, doch nahmen dte Kurseinbuh-en grohen Umfang nicht an. Rur bei einigen Montan- und Industrrewerten betrugen sie ein bis dienstes. Ramentlich die türkischen Renten sind stark hofiert, weil man gerade von diesen Papieren die besten Erfolge erwartet. Don den Industriepapieren dagegen liegen nur einige Montan werte etwas fest, während der ganze übrige Teil, wie schon oben angedeutet, ruhig aber behauptet lag. Ganz klein ist das Geschäft im freien Verkehr. Die Kurse sind analog dem Kassamarkt gehalten. Doch bilden Entreprise eine grobe Ausnahme, da sie vollkommen darunter liegen und selbst zu 23 Egine Abnehmer finden können, nachdem der Kurs noch in der vergangenen Woche über 30 notierte; angeblich soll die Gesellschaft ein sehr schlechtes Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahre erzielt haben. Api 272, Decker-Stahl 2%, Krügershall 274. üfa 474- Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. ,n-n Billionen Mark auSgedrückt. Buenos-LtreA, London. Neu» hort JYapan, Rio de Janeiro für eine Etnhett, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. alles nur darauf ankam, nicht an Dantigers Weisungen rütteln zu lassen und den letzten Stürmen standzuhalten, gelang es ihnen während vierzehn Tagen, das Unternehmen gleichsam spielend zu steuern. Cs gelang auch, den Glauben an einen .Unfall des Baumeisters zu erhalten. Riemand wuhte, daß er den Gebrauch der Glieder und der Sprache verloren halte. Ens warf sich mit dem ganzen ilngeftüm ihrer gefesselten Ratur auf die Geschäfte. Sie gebot an des Vaters Statt. Sie. war er, und doch fand sie eine seltsame Befriedigung darin, ganz nur sie selbst zu scheinen und jede Anordnung auf ihn zurückzuführen. Sie lebte mehr als ein Leben in diesen drangvollen Tagen und ging in dieser aus drei Rollen gemischten Qlufgabe wie in Flammen auf. Selbst Pometta erlag der leidenschaftlichen Gewalt, die sie übte, und erkannte sie an. Sie kühle rascher, mit brennenberen Lippen. Das Weib blickte aus ihren Augen. Der Baumeister kam wieder zum Auf stehen. 4$ie kleidete ihn an und führte ihn zu seinem Sitz. Er schämte sich seiner ungelenken Zunge und hüllte sich in Schweigen. Wenn Ens ihm erzählte, dah alles laufe, wenn sie ihm Briefe vorlas, Bescheid holte und ihm die Hand führte, um seine älnterschrift zu erlangen, deren Zug sie sich in nächtlichen Hebungen angeeignet hatte, straffte ein Ausdruck trotzigen Selbstgefühls seine Züge. Oft lag seine Linke liebkosend auf ihrem Racken, zuweilen aber starrte er ihr mit einem Blick nach, in dem sich Furcht und Eifersucht mischten. Ens wurde kühn. Sie lieb Boten und Angestellte eintreten, während der Vater im Halbdunkel sah, und fertigte sie in seiner Gegenwart ab. Keiner merkte, Mb der Baumeister ein gelähmter, feiner Kraft beraubter Mann war. Seine starre, teilnahmslose Haltung erschreckte sie, und sie verlieben gern Ms düstere Zimmer, von dem auS er alles ordnete und beherrschte. Rachfrage der Mühlen, die nur niedrige Angebote machen. Auslandofferten kommen nicht in Betracht, M für Weizen und Roggen die zweite Hand billiger ist als die direkten Cif-Forderungen. Das Geschäft in Roggen bleibt dauernd schwierig. Die Lagerware der Reichsgetreidestelle, die in den unhaltbaren Partien überall verkauft werden soll, drückt besonders auf den Markt. Gerste und Hafer waren bei nachgebenden Preisen mehr still. In Mehl und in anderen Artikeln gestaltete sich die Geschäftslage äuberft schwierig. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märk. 135 bis 140 (ruhig), Roggen, mark. 114 bis 123 (ruhig), Braugerste 138 bis 145 (schwach), Futtergerste 127 bis 135 (schwach), Hafer, märt 115 bis 125 (ruhig), schief. 118 bis 121 (ruhig), Raps 220 (ruhig), Leinsaat 260 bis 280 (ruhig); für je 100 Kilo: Weizenmehl 20,25 bis 23 (ruhig), Roggenmehl 17,50 bis 20,25 (ruhig), Weizenkleie 8,40 (matt), Roggenlleie 8 (matt), Viktoriaerbsen 19 bis 20, kleine Erbsen 13 bis 15, Futtererbsen 12 bis 13, Peluschken 10 bis 11, Ackerbohnen 13 bis 14, Wicken 11 bis 12, Lupinen, blau 9 bis 10, Seradella, alt 13 bis 14, Rapskuchen 8,60 bis 8,70, Leinkuchen 17 bis 18, Trockenschnitzeln 6 bis 6,20, Kartoffelflocken 15 Mk. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M, 23. Juni. Der Markt war heute auf allen Gebieten ruhiger. In Mehl herrscht nach wie vor gute Rachftage, doch konnten keine höhere Preise erzielt werden. Weizen nnb Roggen wurden in nur geringem Umfange umgesetzt; doch konnten hier die Verkäufer die gleichen Preise wie in der vergangenen Woche erzielen. Gerste war ohne gröhetes Interesse unb Futtermittel waren auch nur wenig verlangt. Zu unveränderten Preisen jedoch fanden einige Umsätze statt. Es notierten für je 100 Kilo: Wetter- auer Weizen 16,25 bis 16,75, Roggen, inländ., 15 bis 15,50, Braugerste 16,50 bis 17, Hafer, inländ., 15,50 bis 16, Weizenmehl, südd. Spezial 0, 27,25 bis 28,75, Roggenmehl 22,75 bis 23,50, Weizen- und Roggenkleie 8,25 bis 8,75, Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke, 20 bis 26, Heu, südd., gut geh, trocken, 7 bis 7,50, Weizen- und Roggenstrrh, dvahtgepr., 4,50 bis 5, Treber, getrocknet, 10 bis 10,50. Tendenz: Ruhiger. Frankfurter Schlachtviehmarkt. fpd. Frankfurt a. M„ 23. Juni. Auftrieb: 283 Ochsen, 54 Bullen, 971 Färsen und Kühe, 416 Kälber, 93 Schafe und 2076 Schweine. . Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Ochsen, vollfl. 46 bis 54, junge fleischige und ältere ausgemästete 38 bis 45, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 30 bis 37; Dullen, vollfl. 35 bis 40, vollfl. jüngere 28 bis 34; Färsen und Kühe: voM. Färsen 45 bis 52, vollfl. Kühe 40 bis 46, wenig gut entwickelte Färsen 36 bis 44, ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 32 bis 38, mäßig genährte Kühe und Färsen 25 bis 32, gering genährte Kühe und Färsen 10 bis 20; Kälber: feinster Qual. 54 bis 60, mittlerer Qual. 46 bis 53, gering genährte 30 bis 37; Schafe: 28 bis 40; Schweine unter 80 Kilo 45 bis 54, von 80 bis ICO Kilo 56 bis 58, über 100 Kilo 55 bis 58 Mk. Der Markt wurde bei ruhigem Handel geräumt. gin, den Herrmcmnschachi vollständig stillzulegen, unb zwar wie mitgeteilt wird — infolge des weiteren Sinkens der Kupferpreise. Von den 2000 gekündigten Arbeitern und Angestellten können nur 850 von den Rachbarschächten übernommen werden. • Oberschlesische Eisenbahnbedarfs- A.-G. Zu dem an der Berliner Börse umlaufenden Gerüchten über den Verkauf Mr Friedenshütte A.-G. in Gleiwih, die bekanntlich den auf polnischem Gebiet liegenden Besitz von Oberbedarf repräsentiert, erfährt der „Deutsche Handclsdienst", MH derartige Verhandlungen tatsächlich schweben. Da diese jedoch noch zu keinerlei Abschluh gekommen sind, kaffen sich weitere Mitteilungen hierüber nicht machen. Es trifft zu, Mft die Einführung der OberbeMrs-Aktien an Mr Pariser Börse vorbereitet wird. Bücherlisch. — Der SüdPol von England annek- t i e r1 Dor kurzem ging durch die Presse die Rachricht, England habe seine Hand auf den sechsten Erdteil gelegt, auf Ms weitgedehnre eis- starrende Land rings um den Südpol. Den Hauptantrieb für diese auffällige politische Tat haben gewiß die aufsehenerregenden Entdeckungen gegeben, die Sir Douglas Mawson auf “feiner bekannten Südpolarreise gemacht hat. Sein zweibändiges Werk „Geben und Tod am Südpol", das vor einigen Jahren bei Drockhaus erschien, ist durch die packeirden SchilMrungen und die reiche Ausstattung mit Bildern weithin bekannt geworMn. Eine Zusammenstellung der interessantesten Teile des prächtigen Duhes erscheint jetzt in der bekannten Sammlung „Reisen und Abenteuer^ (Drockhaus, Leipzig) als Dand 26 unter dem Titel deS Originalwerks „Leben uni Tod am Südpol" (geb. 2,50 Gm.). Der Dand reiht sich würdig den früher erschienenen CBänber Mr „Reisen und Abenteuer" an, insbesondere den Dänden 3, 6 und 13, die sich mit den Erlebnissen Kapitän Scotts und Ernest Shackletons beschäftigen. In dem reich mit Abbildungen und Karten geschmückten Bande treten die Hauptpersönlich- keiten der über weite, eisbedeckto Meer- und Landflächen verteilten Expedition womöglich noch kräftiger hervor als in dem Hauptwerk. Auch diese; Band Mr Sammlung „Reisen'und Abenteuer" ist alt und jung auss wärmste zu empfehlen. Er vermag Hochachtung einzuflöhen vor Mm hohen Geist und Mr Energie Mr Männer, die ihr Leber, im Kamps mit Mr Ratur aufs Spiel setzen, um Mr Wissenschaft und Mmit der Entwicklung der Menschheit zu dienen. •) Dom üruazahlungsw ert. Frankfurter Dorfs. drei Billionen Prozent. Verschiedentlich axiren auch Kursbesserungen, wie bei Elberfelder Furben, Siemens & Hals e und Stöhr Kammgarn, letztere um beinahe 4 Billionen Prozent, sowie auch bet Mn Aktien des Spirituskvnzems festzustellen. Am Markte Mr Kriegsanleihe ist die Beteiligung der Spekulanten wesentlich geringer geworMn. Der Kursstand gab bis auf 125 nach and behauptete sich Mnn unter Schwankungen ange ähr auf diesem Stande. Auch für die übrigen heimischen Renton hat Ms Kaufinteresse der letzten Tage wesentlich abgenommen. Am Geldmarkt ist die Flüssigkeit größer geworden. Bei Mn Devisen und Banknoten brauchten in den Vollzuteiluirgen Veränderungen nicht eiiyutreten. Die Anforderungen sind nach wie vor unbedeutend und bleiben we enllich hinter den Eingängen Mr Reichs bank, die aus Exportdevisen zufliehen, zurück. Märkte. Derliner Produktenbörse. Berlin, 23. Juni. (Wolff.) Die gewitter- reiche, sehr warme und feuchte Witterung der letzten Tage hat sich für die Beschaffenheit des inländischen Brotgetreides weiter als verderblich^ erwiesen, so dah täglich grobe Partien Roggen* und Weizen in einer Qualität angeboten werden, welche die Ware nur zu Futterzwecken verwendungsfähig macht. Von Weizen sind in solchem Material gröbere Mengen nach Hamburg gehandelt toorMn. Für bessere Ware zeigt sich wenig Der Der Mana mit den Röntgen-Augeu. Der geheimnisvolle 19jährige Spanier Ioa- quin Maria Argamasella, Mr wegen seiner Fähigkeit, durch Gold, Silber und andere Metalle hindurchzusehen, Mr „Mann mit Mn Röntgenaugen" genannt worden ist, befindet sich gegenwärtig in Reuyork, wo er von einer Kommission von Sachverständigen beobachtet wird. Die Prüfungen bestanden Mrin, Mh Gegenstände in verschiedene Metallkästen getan wurden und Argamasella dann angeben muhte, was Mrin ist. Er machte die genauesten Angaben über Mn Inhalt Mr verschlossenen Kästen, konnte auf einer älhr, die sich darin befand, die Zeit angeben, eine Goldmünze ganz g nau beschreiben und sogar Gedrucktes hinter den MetallwänMn lesen. Man. versuchte ihn mit einer leeren Kiste reinzulegen, aber er erklärte sofort, dah er nichts sehen könne und deshalb nichts darin sei. Seine Augen tourMn mit Baumwolle bedeckt und mit einem Tuch verbunden; aber er erklärt, dah er damit und ebenso bei künstlichem Licht nichts sehen täirn, obwohl keine direkten Sonnenstrahlen notwendig sind. Der Präsident Mr Gesellschaft für psychische Forschung Jules Bois glaubt, dah irgend eine Eigenschaft in den Augen des Spaniers fein muh, die ihn befähigt, die dunklen Strahlen Mr Sonne zu benutzen. Der „Entfesselungskönig" Houdini aber sagt, es handle sich Mbei um einen Trick, und er hat eine Wette angeboten, er könne das auch. Ein Meer unter der Sahara. Gibt es unter den trockenen Wüsten der ©ar Hara in Mr Tiefe Wasser? Auf diese Frag« bieten Beobachtungen einen überraschenden Auf- schluh, die bei Grabungen nach artesischen Brunnen an verschiedenen Punkten der nordafrikanischen Wüste gemacht tourMn. Wie die Pariser Blätter melden, gibt es 200 bis 300 Fuh unter dem brennenden Sand Mr Wüste tierisches Leben. Bei dem Graben nach Brunnen stieh man in großen Tiefen auf Wasser, das kleine Krabben unb Fische enthielt, die alle lebendig waren; auch Muscheltiere tourMn entdeckt. Eine Erklärung dieser merkwürdigen Erscheinung wird Mrin gesucht, MH früher M, wo jetzt die Wüste sich dehnt, ein Meer war und MH bei einer vorgeschichtlichen Naturkatastrophe die Tiere von den Sandmassen eingeschlossen wurden. Diese Lebewesen haben sich nun allmählich neuen Verhältnissen angepaht; M sie in der Dunkelheit leben, sind sie entweder ganz blind oder besitzen befonMre optische Organe, die der Dunkelheit angepaht sind. Die Wassertiere, die man im Untergrund Mr Sahara fand, gehören zu Arten, die in Mn Seen von Palästina (eben. Ttefengrabungen der letzten Jahre in ber Sahara haben gezeigt, M h sich dort grabe Wassermengen befinden, und die Entdeckung die- fer Tiere bestätigt nun die Annahme, dah sich hier ein dicht bevöllertes unterirdisches Meer be-- findet. „Spiegelaugen" — das neueste amerikanische Wunder. Die Aerzte in West-Virginia beschäftigen sich eifrig mit dem Fall eines Schülers Samuel Tiana aus der Stadt Fairmont, der „Spiegelaugen" haben soll. Rach den Berichten der Blätter sieht Samuel alles verkehrt, liest verkehrt, schreibt verkehrt und hat sich mit dieser merkwürdigen Veranlagung in Mr Welt ganz gut zurechtgefunden. Wenn er über die Strahe geht und ein Auto entfernt sich nach seinem Gesichtseindruck von ihm, so weih er, MH es auf ihn zukommt und MH er austoeichen muh. Wenn er eine Treppe sieht, die nach oben führt, so weih er, MH er die Stufen bi nuntergeben muh. Alle seine Schulhefte sind verkehrt geschrieben, so MH sie für den Menschen mit normalem Augen nur • in einem Spiegel leSoar sind. Die Aerzte haben Mn Bau seiner Augen untersucht, sind aber Mr Ansicht, MH die merkwürdige Erscheinung nicht Milbar ist und da hder arme Samuel sich weiter mit seinen Spiegelaugen durch die Welt finden muh. Als Ms Derkehrsministerium sich bereit erklärte, die Wolfenbergbahn am 15. September in Betrieb zu nehmen, schlug Mr Bantiger mit der Faust auf den Rauchtisch. Das hieh „Gut". „Sie laden dich ein, Vater,' sagte Ens. Gr nickte und blickte sie spöttisch an, als wollte er sagen: Ja, M kannst du nicht für mich bingeben. „Ich schreibe ihnen, MH ein Unfall —“ „Rein," stieh er hervor, „nichts." „Richts? Ich soll nichts schreiben?" „Richt — nötig." Sie schwieg. Er hatte sich gerade aesetzt. Ein verächtlicher Zug lag um seinen Muno. Er wollte nicht, MH sein Fernbleiben entschutoigt toerM. Gr wäre auch als gesunMr Mann nicht bitgegangen. Er war über alles Ms hinaus. Seit er seine Söhne verloren hatte, lag ihm nichts mehr Mran, zu scheinen, was er war. Der Bantiger ging ungeladen oder er ging nicht. Wie's ihm gefiel I Er bergab, MH er unfähig war, sich aus seinem Stuhl zu heben, so stark war Ms trotzige Selbstgefühl, das in feinen letzten Tagen, Mn Tagen seiner körperlichen Ohnmacht, die Grenze zu überschreiten drohte, wo das Reich irregehender Selbstüberhebung begann. Roch fünf Tage fehlten. Die grohen Ablöh- rumgen begannen. Ens fühlte Mn Boden schwanken, denn nun traten Dinge an sie heran, denen sie nicht gewachsen war. Run forderte jede Stunde einen Entschluh, von dem GeMih und Verderb abhängig warm. Bantiger tonnte die gewaltige Organisation, die er im Laufe der letzten Jahre geschaffen hatte, nicht abbrechen, ohne TausenM vor die Rot- Wendigkeit zu stellen, neue Existenzmöqsichkeiten zu suchen. Das machte böses Blut. Schlechte politische Wetterzeichen schreckten die älnterneh- mungslust. Arbeitslosigkeit warf ihre Schatten voraus. Die Runs er wurden unruhig Report. °/» voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll FrrHr, 23. 9unt Amerikanische Noten Belgische Noten . . . Dänische Noten Englische Noten . . Französische Noten ..... Holländische Noten...... (italienische Noten Norwegische Noten Deutsch.Oesterr, a ioo Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten....... In Simonen Prozent Frankfurt a. M. Berlin Schlusz. Kurs Schlulj» flurs Schluß. Kur, Schluß. Kur» Datum: 29. 6. ] 2t. 6. 20. 6. 23. 6. 5% Deutsche Reichsanleibe . 4% Deutsche Retchsanletye . 3l/«% Deutsche Rcichsanlcihe 3% Deutsche Reichsanleibe . Deutsche Tparprämicnanlethe 4% Preußische KonsolS . . . 4®/« Aeffcn........... 0,137 0,120 0,250 0,740 0,130 0,280 4,2 77,5 4,85 29,6 3,4 6,15 7 0,410 7,40 11,25 1,65 0,815 0,300 7,75 9,5 44,75 45,5 51 6,5 10,75 4,8 9,25 23,25 20,5 34 1,25 20,65 4,40 6,25 2 12.5 0,710 9.5 9 9,13 6,35 8.5 12,1 6,89 9,75 6 28 36 1,30 2,2 1,75 9,2 0,500 11,25 1 2,2 3,70 6,30 2,90 2,60 0,1275 0,250 0,700 0,260 0,310 4,2 77,20 5,75 | 38 1 20,25 3,65 6,6 7,25 0,380 7,65 12 1,66 0,3275 0,300 7,90 9,65 43 47,5 51 7 10,65 6,20 9,75 2\75 20,75 38 1,40 21,25 4,5 6,70 2,15 12,65 0.900 9,2: 9,8 9,65 6,10 8,6- 12,6 6,55 9,25 6,2 26,5 33 1,40 2,15 1,85 9,5 0,450 11,75 1,05 3,70 6,75 2,95 2,5 0,135 0,410 0,290 6,720 0,120 0,27? 4.2 77,5 4,25 37 21 3,65 6,25 7 7,60 1J 0,325 0,4 45 7,6 9 44 46,76 52,13 6,60 10,13 4,90 9,13 23 5 20,25 33,6 20,7 4,5 1,75 9,3 12.26 9,87 9,13 9,13 8,25 6,9 9,65 25,65 58,25 1,25 2,3 9,65 ,j 2»2 6,4 2,4 0,1’85 0,395 0,231 0,730 0,120 0,260 4,2 77,2 5,40 37,5 21,13 3,65 6,60 7,30 7,75 1,65 0,350 44 9,10 42 47 52,25 7,25 10,80 4.9 9,60 23,6 21,5 35,5 21,4 4,25 2,25 9,9 12,4 9,1 9,80 9,5 8,65 6.6 9,40 27.5 39 1,4 2,2 8,9 1 2,2 6,5 4,75 z>/.»/. Aeffen . ...... 3% Hessen........... Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Anweisng.^ 4o/„ Hontürfen......... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank. S) arm ft. und Naiionalbank . Deutsche Bank........ Deutsche BereinSbank .... Disconto Commandit .... Metallbank........... Mitteldeutsche Kreditbank. . Oesterreichische Creditanstalt. 9^effhnuf.......... . Bochumer Qnfi ...... BuderuS............ Deutsch uremburg..... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harvener Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln..... liaura Hütte........... Öberbedarf. .......... Phönix Bergbau ...... Rheinstahl........... Riedes Montan........ Dellus Bergbau...... . Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd..... Theramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzinann...... Anglo Cont -Guano..... Badische Anilin........ Chemische Mayer Alapin . . Goldschmidt.......... Gries cimer Electron .... Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung........ Rülgcrsnxncke......... Scheidcanstalt......... Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Mainkrastwerke..... . . Cchuclcrt............ Siemens & Halske ...... Adlerwerke Klcyer ...... Daimler Motoren....... Heyligcnstacdt......... Meguin........... . Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgcscll chaft sftankfurt. Pet. Union A.-G........ Schuhiabrik Herz...... Sichel.............. Zellstoff Waldhof....... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . 20. Junl 23. Juni Repart. °> Amtliche Geld | Dotierung Brief Amtlich: 'J Geld | lotternrn «rief 20. 23. Amst.-Rott. 157,11 157,89 156,96 157,74 voll voll Brss °?>ntw. 19,65 19,75 19,65 19,75 voll voll Christiania. 50,71 56,93 56,66 66,94 voll DOU Kopenhagen 70,8? 71,18 70,92 71,29 voll voll Stockholm . 110,97 111,53 110,97 111,53 voll voll HelsingforS. Italien. . . 10,46 18,10 10,52 18,20 18,295 10,46 18,15 10,52 18,25 18,215 voll voll voll voll London. . . 18,20 S 4,19 18,155 voll voll Neuyork . . 4,21 22,785 4,19 4,21 voll voll Paris. . . . 22,665 22,64 22,76 voll voll Schwei; . . 74,06 74,44 86,44 74,16 74,34 voll voll Spanten . . Wien in D-- 66,16 86,16 86,44 voll voll Oest- abgest 5,30 5,92 5,91 5,93 voll voll Prag - • . . 12,37 12,43 12,87 12,43 voll voll Budapest. . 4,59 1,335 4,61 4.93 1,355 6,01 voll voll Bucn. AireS ',-45 1,365 voll voll Bulgarien 3,015 3,033 3,035 3,085 voll voll Japan . . - 1,695 1,703 1,705 1,715 voll voll $fg und den Wert der deutschen Presse. Sie dient nicht, wie es in anderen Ländern der Brauche ist, den Interessen Einzelner, sondern betrachtet sich als Dienerinder Vwlksgesamtheit. Ein hohes Mab von Opferwilligkeit und Verantwor- tungsgefüU seitens der Verleger der deutschen Zeitungen, der' .Redakteure, ihrer geistigen Mitarbeiter, unbeachtet aller Angestellten der Betriebe war nötig, um diese 'heute festgegründete Stellung der deutschen Presse im Rahmen des Staatsganzen zu schaffen, und es wird die bedeutsamste Aufgabe aller Beteiligten sein müssen, diese im Sinne des Wortes vornehme Stellung zu erhalten. Denn nur, wenn dies gelingt, wenn die deutsche Presse weiter wie bisher uneigennütziger, ehrlicher und sachlicher Träger der Belange Aller, wenn sie weiter zuverlässiger Berater und anerkannter Führer des Volkes sein kann, erfüllt sie ihren Zw«k. Aus diesem Grunde mub nach die breite Oeffentlichkeit ein Interesse daran haben, einiges über die Wünsche de- deutschen -Presse zu vernehmen, wie sie auf der Hauptversammlung des „Vereins der deutschen Zeitungsverleger" in Stuttgart und der Tagung des „Reichsverbandes der deutschen Presse" in Königsberg ausgesprochen wurden. Denn alle diese Wünsche Haben nur die eine Ursache uni) das eine Ziel: jenen gesunden Idealismus und jene geistige und moralische Hnab- höngigkeit zu erhalten und zu stärken, die bisher Verleger und ihre Mitarbeiter ausgezeichnet haben. Ephaltung des Idealismus und der Freiheit sind die Wünsche der Männer der deutschen Presse, und die deutschen Zeitungsverleger konnten diese Tatsache symbolischer', nicht schöner und treffender darstellen, als durch den Besuch der Zeppelinwerft am Schlüsse ihrer Tagung, und ihre Huldigung vor dem Amerikakreuzer, der gleichzeitig Zeichen deutlicher Geisteskraft und jenes hochgespannten Idealismus und deutscher Ünfreiyeit infolge des Versailler Diktates ist. Der Verlauf der Hauptversammlung in Stuttgart selbst ergab folgendes Bild: In Gegenwart des Reichsministers des Innern Dr. Jarres, des Chefs der Presseabteilung der Reichsregierung Dr. Spiecker, des Präsidenten Thilo vom Reichspostministerium und vieler sonstiger Vertreter von Behörden be= grüble der Vorsitzende des Vereins Deutscher Zeitungsverleger Kommerzienrat Dr. Krumb- tz a a r - Liegnitz die 30. Hauptversammlung und teilte mit, daß Reichskanzler Dr. Marx und Autzenminister Dr. Stresemann, die ihr Erscheinen zugesagt hatten, zu ihrem lebhaften Bedauern durch dringende dienstliche Angelegenheiten am Erscheinen verhindert wären. Dr. Krumbhaar stellte mit Genugtuung fest, dab der Verein zur Zeit nicht mehr gezwungen ist, feine ganze Tätigkeit und Arbeitskraft auf die Bewältigung wirtschaftlicher und materieller Fragen teinzustellen, sondern sich wieder in weit höherem JJUafte als bisher den groben geistigen und ethi- Efchen Belangen des Zeitungswesens zuwenden ^kann. Redner berührte dann auch noch die Frage des Iournalistengesetzes. Reichsminister Jarres ging auf diese Frage näher ein und führte aus, es bestehe ein gewisser Gegensatz der Auffassung zwischen den Verlegern und der Regierung. Daß das ganze Pressegesetz neu, geregelt werden müsse, unterliege keinem Zweifel, wohl aber beständen Meinungsverschiedenheiten über die Reuregelung der Rechtsverhältnisse der Schriftleiter. Fast sämtliche Parteien des Reichstages ständen aus dem Standpunkte, dah diese Frage einer gesetzlichen Regelung bedürfe und ein entsprechender Parteiantrag liege bereits vor. Der vor einiger Zeit herausgegebene Referentenentwurf wolle den Gegenstand lediglich in die Diskussion werfen, er habe aber das Reichskabinett noch nicht beschäftigt.' Die Reichsregierung werde das Ergebnis der heutigen Beratungen abwarten, um dann mit den Spihen- organisationen beider Seiten in Verbindung zu treten, denn nur so könne der Weg gefunden werden zur Aufrechterhaltung einer Presse, wie wir sie bisher gehabt hätten, die sich eines Hochstandes erfreue, um den die ausländische Presse uns beneiden könne. Eine Einigung über das Iournalistengeseh solle gefunden werden. Gewiß müsse der Verleger einen bedeutenden uaD in vielen Punkten endgültigen Einfluß auf die Zeitung behalten: andererseits aber müsse nicht nur das Arbeitsrechtsverhältnis des Schriftleiters. sondern auch sein berufliches Ansehen so gehoben werden, dah wirklich ein kraft» und wertvoller Schriftleiterkranz dem Verleger zur Seite stehe. Der Minister gedachte dann der aufopferungsvollen Hingabe der Verleger im besetzten Gebiet an das Vaterland und teilte mit, dah bisher 40 Verleger zwangsweise die Heimat verlassen muhten und daß über 500 Zeitungen im* besetzten Gebiet durch Gewaltakte unterdrückt worden seien. Rach der Rede des Reichsministers Dr. Jarres ergriff Professor Dr. Julius Ferd. W o l f - Dresden, zweiter stellvertretender Vorsitzender des Vereins Deutscher Zeitungsverleger, das Wort zu einem umfassenden und grvhzügig angelegten Vortrag über das Thema „Regierung und Presse". Er schilderte an Hand der Geschichte des Zeitungswesens und der Pressegesehgebung in den Kulturländern, wie es immer zum Unheil für Volk und Staat ausgeschlagen ist, wenn die Gesetzgeber versucht haben, die Pressefreiheit durch theoretische, direkte oder indirekte Einflüsse ! zu beschränken. Der Vortrag des Professor Wolf löste einen ( in der Geschichte der Hauptversammlungen des ! Vereins Deutscher Zeilungsverleger bisher fast * kaum gekannten Beifall aus. Es wurde beschlossen, j den Vortrag durch Druck der breitesten Oefsent- lichkeit bekanntzugeben. Im Anschluß an diesen Vortrag wurde in die Beratung des geschäftlichen Teiles der Hauptversammlung eingetreten, wobei insbesondere die Frage des Iournalistengesetzes behandelt wurde. Am Rachmittag beginnen die Beratungen der Delegiertenversammlung. Im toeiteren Verlauf der Tagung nahm Dr. Simon - Frankfurt a. M., Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes für das ganze Zeitungsgewerbe, Stellung zur Frage des Hournalistenge- setzes. Ei schilderte die Schwierigkeit und teilweise Unmöglichkeit, die Begriffe öffentlichen Interesses, Presse, Redakteur und Verleger eindeutig und erschöpfend zu definieren. Möglich und wünschenswert aber sei es, durch Sicherung der Redakteure für Arbeitsunfähigkeit und Alter und für den Falldes Todes für ihre Hinterbliebenen den für ihren Beruf nötigen Idealismus von au- hen her zu schützeii und zu stärken. Reichsmini st er Dr. Jarres nahm nochmals zu längeren Ausführungen das Wort, um den Standpunkt der Regierung darzulegen, die einen Ausgleich zwischen den entgegenstehenden Anschauungen erstrebe. Ihm erwiderte Dr. I ä n e ck e - Hannover und Prof. Wolf- Dresden, der in feinem Schlußwort nochmals entschieden die Auffassung der deutschen Verleger betonte. Der Reichsverband der Deutschen Presse. hielt nach einem Besuche Danzigs und der Marienburg in Königsberg seine diesjährige Hauptversammlung ab. Ministerielle Kundgebungen, für die aus begreiftichen Gründen das Forum der politischen Schriftleiter der deutschen Zeitungen von den Regierungen bevorzugt wird, fanden nicht statt. Reichspräsident und Reichskanzler, Auhen- und Innenminister brachten telegraphisch ihrer Wertschätzung der deutschen Presse zum Ausdruck. Ihre Arbeit fand den Riederschlag in einer Reihe von Entschlie- Hungen. Die erste fordert das Reichsministerium des Innern auf, so schnell wie möglich auf Grund der vom beteiligten Ministerium geleisteten Vorarbeiten dem Reichstag den Entwurf eines Deutschen Iournalistengesetzes vorzulegen. Eine weitere Entschliehung verlangt die Schaffung von Kran- kenverficherungsmoglichkeiten, eine dritte gedenkt des harten und unverdienten Schicksals der weit über Hundert aus den besetzten Gebieten ausgewiesenen und eingekerkerten Kollegen und spricht die dringende Erwartung aus, dah den deutschen Redakteuren in den besetzten Gebieten in Zukunft die Sicherheit gegeben wird, frei und unbehindert ihrer Arbeit nachgehen zu können. So dah uns übrig bleibt, als Ausdruck der Hoffnung den Wunsch zu wiederholen, den der preußische Kultusminister an die Tagung richtete: Er drahtete: „Möge sich die Tagung zu einer überzeugenden Kundgebung für die nationale und sittliche Sendung der deutschen Presse in ihrem Dienst an der Wiedererneuerung unseres Volkes gestalten, möge sie insbesondere dazu beitragen, in der Allgemeinheit das Verständnis für die wirtschaftlichen und beruflichen Belange der journalistischen Arbeit zu vertiefen." Der Schutz ums Glück. Aus dem Leben Hermann Löns' von Kurt Kehler- Ossagk. Die Sonne sank hinten überm Walde. Ein letzter Strahl verloderte blutrot zwischen grünen Tannen. Heber der Lichtung mitten im Ge- forste schritt ein Jäger, die F.inte achtlos um die Schulter geworfen, die hellen Augen versonnen in den Tann gerichtet. Jäh sprangen aus dem Jungwuchs zwei Rehr ab und trieben ins Geäst. „Keine Sorge, Rotbraune, der Hermann Löns spürt euch heute nicht," murmelte der junge Waid- mann den Flüchtigen nach, „abec um euren Zwölfer aeht'sl Eigentlich schade um den prächtigen Burschen, freute mich oft seiner blitzenden Dolche. Loch was hrlst'sl Der Loder will das Mädel tmb ich geradeso, zwei Jager eine Pirsch. Wer den Dock schießt, der soll die Antje lieben können. — Fernher zog ein Käuzchenschrei. „Pfeift ihr mir, ihr Jungen? - Ja der Loder ist ein guter Schütz! — Uni) ich hab' oft am Glück vorbeigepirscht. — Weih wohl!" Mehr und mehr war inzwischen die Dämmerung aus dem Tann gekroche i und wuchs um die schlanke Iägergestalt des Dichters. Rüstiger schritt der fürbaß den wohlbekannten, moosumsäumten Steg zum Hochstand. Eine Viertelstunde später tastete er die schwankenden Holzstiegen empor. Da brache der Mond durch einen Rebelhang und goß eine Fülle perlenden Lichtes drüben über die grunschim- mernde Aesung. Hell filberten die Blätter der alten Spürbuche, „uhend" stieß eine Eule an die hölzerne Kanzel, auf der sich nur wenig die Gestalt des Jägers gegen den dunkelnden Wald abhob. Der faß, das Gesicht in beide Hände gestützt, die Büchse vor sich auf dem Schoß, und sann. — gern bei drang ein zärtlicher Ton. Ein-, zwei- mal lockte der sehnsüchtige Ruf eines Rehes. Dann blieb es eine Weile still —, bis von neuem das verlangende Fiepen e.ftang. Da plötzlich schreckte bee Träum"nde droben auf dem Anstand und packte die F.inte. Hohl knackte es im Geäst, Zweige und Laub stoben in dampfendem Wirbel, aus seinem Schlafe flatterte ein Zeisigpärchen, — und da brach's aus der Dickung, in edlem Sprunge spielten die Läufe, acht weißendige Dornen blitzten im Mondlicht. lieber die Aesung zog der Bock. Mit kundigem Auge sah der Jäger dem Liebenden nach, die Büchse abgesetzt. „Zieh hin, Freund Edelrot, hast mich gescheucht! Doch dich will ich nicht I" Und drüben im grünen Himbeergebüsch verschwand mit vorgestreckten Windfang der Rote. Richt weit davon aber lauerte ein anderer Jäger mit funkelnden Augen! „Roch ist's nicht der rechte, aber er kommt mir Vor die Mündung, und mein wird die Antje!" murmelte der Lauscher, die Büchse fertig zum Schuß. »Mein wird die Antje, Löns!" — Eisenbahnbeamte und Umwandlung der Reichsbahn. Die Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamten und Anwärter E. B. schreibt uns. Die nach dem Sachverständigengutachten beabsichtigte Umwandlung der deutschen Reichsbahn in eine Aktiengesellschaft berührt ebensosehr das ganze deutsche Volk, wie auch das 750 000 Köpfe zählende EisenbaHnpersvnal. Es kann weder dem Volke noch dem Personal gleichgültig fein, unter welchen Bedingungen die Reichsbahn auf Jahrzehnte hinaus von einer unter vorwiegend ausländischer Leitung stehenden Aktiengelellschaft betrieben werden soll. Die Personale d-r Reichsbahn stehen naturgemäß Der. Aussicht, von nun an nicht mehr unmittelbaren Reichsinteresse.r zu dienen, sondern vielmehr im Dienste der Entente an der Ausbeutung der Reichsbahn für Repa- rationszwecke mitarbeiten zu müssen, mit begreiflicher Vorsicht gegenüber. Deswegen wünschen die Personale, daß ein so wichtiges politisches und wirtschaftliches Instrument wie die Reich s- bahn auch unter dem Szepter der Attiengetellschaft in möglichst enger Verbindung mit dem Reiche verbleibt. Es tonnen beispielsweise politische Situationen eintreten, in denen eine allzu reichsunabhängige Aktiengesellschaft von ihrer Macht über das deutsche Verkehrsnetz eine dem Reiche und dem Volke unerwünschten, vielleicht sogar schädlichen Gebrauch macht. Deswegen ist cs wünschenswert, daß wenigstens die Cisenbahnbeamten auch nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unmittelbare Reichsbeamte bleiben und daß ihr öffentlich-rechtliches Berufsbeamtentum nicht gegen ein rein privatrechtliches Detriebsbeamtenverhältnis bei der Aktiengesellschaft eingetauscht wird. In dieser Hinsicht bestehen leider heute die schwersten und berechligsten Besorgnisse. Der Organisationsausschuß der Reichsbahn hat sich schon vor längerer Zeit auf den Standpunkt gestellt, dah vor der Formulierung eines diesbezüglichen Gesetzentwurfes mit den Organisationen der Eisenbahnpersonale verhandelt werden müsse. Trotz wochenlangen Drängens 6er letzteren ist es zu einer berartigen Besprechung noch immer nicht gekommen. Die beiden maßgebenden Eisenbahnerorganisationen, Reichsae- werkschaft deutscher Eifenbahnbeamten und Än- wärter und der Deutsche Cisenbahner-Verband ya- ben nunmehr ihre Forderungen direkt b:i der Regierung eingereicht. Sie find nach eingehender Prüfung der rechtlichen Lage zu der Heberseugmig gelangt, daß eine Beseitigung des öffentlich- rechtlichen Beamtenverhältnifses gelegen ckich der Hebersührung der Reichsbahn in eine Aitiengesell- schaft nicht erforderlich ist, sondern daß das Reich nach bestehendem Recht für die Dauer der Hebertragung der Reichsbahnverwaltung an die Aktiengesellschaft nach wie vor den Beamten- körper derselben stellen kann. Dies würde allerdings zu einem Eingriff in die verfaffungsmäßigen Rechte der Reichsbeamten insofern führen, als die Zahlungspflicht der Besoldung, Pensionen usw. und das Direktionsrecht für die Dauer des Reichsbahnkonzefsionsvertrages auf die Gesellschaft übergeben würde. Das diesen Vertrag festlegende Gesetz würde aus diesem Grunde zu seiner Gültigkeit einer Zweidrittel- Mehrheit des Reichstages bedürfen. Für die genannten Eisenabhnervrganisativnen würde aus den angeführten Gründen einevollkommene Ablösung des bisherigen öffentlich-rechtlichen Beamten Verhältnisses bei der Reichsbahn unannehmbar fein; es steht übrigens auch im Widerspruch zu den wiederhollen Aeuherungen von Mitgliedern der Reichsregierung über die unbedingte Beibehaltung des Derufsbeamtentums im Eisenbahndienst. Die Forderungen der Organisationen lauten: 1. Die Beamten der deutschen Reichsbahn bleiben auch nach der Hebernahme in den Dienst der Gesellschaft unmittelbare Beamte des Reiches. Alle Einstellungen, Beförderungen usw. erfolgen daher auch in Zukunft' im Rainen des Reiches. 2. Sie sind für die Dauer der Hebertragung der Verwaltung der deutschen Dahnen auf die Gesellschaft zum Dienst bei der Gesellschaft verpflichtet. Dafür gewährleistet die Gesellschaft für die Dauer der Hebernahme die Zahlung der Besoldung, des Wartegeldes, des Ruhegehaltes und der Hinterbliebenenbezüge vor jeder anderen Verbindlichkeit. 3. Die im Dienste der Gesellschaft beschäftigten Beamten des Reiches dürfen durch die Dienst- und Personalvorschristen der Gesellschaft hinsichtlich ihrer Rechts-, Sozial-, Desoldungs-, Dienstzeit- und Hrlaubsverhältnisse nicht ungünstiger gestellt werden, als die Reichsbeamten nach den für die Reichs beamten geltenden Gesehen und Verordnungen. 4. Die Gesellschaft übernimmt die Verpflichtung, den übernommenen Deamtenkörper durch Bildungseinrichtungen auf seiner fachlichen Höhe Der hatte inzwischen wieder seinen alten Platz eingenommen, und von neuem schweiften feine Gedanken weitab. Vor feinen Augen stand die Heide in junggrünem Wuchs, Laufkäfer knisterten schillernd über das Kraut, Lerchen fliegen an ihren jubelnden Liedern, inmitten der Pracht stand em Mägdlein. Wild wehte im Wind ihr blondes Haar: Antje! So schaute er sie zum ersten Mate in unbändigem Verlangen und mußte doch hören, daß Loder schon längst um fie warb. — Aber Hatte ihn nicht ein inniger- Blick aus ihren blauen Augen umschmeichelt? glatte.te nicht ihr blondes Haar auf der Heide bckörmd zu ihm? Hnd fein Mund sprach: »Antje, liebes, blono.s Heidekind . . ." . Da zerriß jäh ein roter Blitz die Dämmerung im Sann, ein Schuß donnerte auf — An die Brüstung sprang der aus seinem Träumen Geschreckte und krampfte das Gewehr — und sah drüben am Waldrand den Zehnender aus der Dickung taumeln, mit den mächtigen Dolchen Geäst und Blätter fetzend. Roch zieht er Schritte voran, taumelt wieder und schwankt, reißt sich auf — und wankt — und bricht zusammen . . . Eine hohe Gestalt drängte nach durchs Geäst Da tastete Löns die schwankenden Stiegen hinab. . »Verloren, Antje! — Verloren! — Er tarn mir zuvor! — Hnser gegebenes Ehrenwort bindet — Dein Bild nahm mir den Iägerblick — Antje, leb' wohl!"--- zu erhalten und den zu einer fortlaufenden Ergänzung erforderlichen Rachwuchs durch pläw» mäßige Ausbildung sicherzustellcn. Den in den Dienst der Gesellschaft übertretenden Diätaren und Anwärtern bleiben ihre Anwartschaften auf Anstellung als Reichsbeamte gewahrt. Der übernommene Deamtenkörper darf hinsichtlich feiner Zahl nicht unter den Stand vom Tage der Hebernahme herabfinken. 5. Die Gesellschaft gewährleistet den ihr über- lassencn Beamten das ihnen nach dem Beamten- räte-Erlah bei der deutschen Reichsbahn zustehende Vertretungsrecht. 6. Wird das Gesetz hinsichtlich seiner Bestimmungen für die Beamten von dec Gesellschaft nicht eingehalten, so tritt das Reich für die aus dem Beamtenverhältnis sich ergebe.'.den und nach dem Gesetz von der Gesellschaft übernommenen Verpflichtung in jeder Hinsicht ein. 7. Tie Gesellschaft übernimmt die im Dienste der deutschen Reichsbahn vorhandenen Angestellten und Arbeiter mit den bestehenden Rechten. Sie dürfen durch die Dienst- und Per- svnalvorschriften der Gesellschaft in ihren rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältniss-en, ihren Deschäftigungsbedingungen und 'ihrer De- triebsvertretung nicht ungünstiger gestellt werden, als die Angestellten uno Arbeiter des Reiches. Der Gesetzentwurf der Regierung. Einer Meldung aus Berlin zufolge wird dem Reichstag in diesen Tagen der Gesetzentwurf über die Regelung der Personenverhältnisse bei der Gesellschaft „Deutsche Reichsbahn" zugehen. Die Reichsbahnbeamten sind danach ausdrücklich unter Vorbehalt von Widerruf und Kündigung auf Lebenszeit angestellt. Besoldung, Wartegeld, Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung regelt Die Personalverordnung, desgleichen Hrlaub und Arbeitszeit. Die Reichsbahnbeamten haben zur Vertretung ihrer Interessen gegenüber der Gesellschaft die gleichen gesetzlichen Rechte und Pflichten, wie die Reichsbeamten gegenüber der Reichsverwaltung. Die Gesellschaft übernimmt die im Dienst der Deutschen Reichsbahn vorhandenen Beamten und Arbeiter mit den bestehenden Rechten und Pflichten. Den Reichsbeamten werden an Besoldung, Wartegeld, Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung die Ansprüche gewährleistet, die sie als Reichsbeamte hatten. Der Prozeßkampf um die Herrschaften Chla- pow und Kojanke, die beide etwa 90 000 Hektar umfassen, ist den Blättern zufolge im Hrteil des Reichsgerichts zugunsten des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen endgültig entschieden worden. Der preußische Staat ist mit seinen Ansprüchen auf die genannten Besitzungen abgewiesen und verurteilt worden, die Kosten des Prozesses zu tragen. _____««oa——- ' Wirtschaft. * Der Erzbergbau im Siegerland Bei den Siegerländer Gruben Haben die Verhältnisse gegenüber Dem Vormonat keine Aende- rung erfahren. Die Hoffnung, daß die hohen Eifenbahnfrachten und Drennstoffpreise endlich eine Ermäßigung erfahren würden, hat sich nicht erfüllt, so daß also vorläufig Die schwierige Lage des Siegerländer Bergbaues unverändert weiter besteht. * Chemische Werke vvrm. H. und E. Albert, Amöneburg-Biebrich. Laut Geschäftsbericht kamen die Werke in Amöneburg- Biebrich durch die Ruh.besetzung das ganz Jahr zum Stillstand. Die Gesellschaft war nach und nach genötigt, einen erheblichen Teil des Effekten- bestandes zu veräußern, um allen augenblicklichen Anforderungen genügen zu können. Dec Reingewinn von 23 093 Billionen Mark soll vorgetragenwerden. Die Evldmarkeröffnu-gs^n an. sog einer späteren außerordentlichen Een.nalverfamm- lung vorgelegt werden. Anfairg März ds. Is. ist die Gesellschaft endlich wieder in Bei rieb gekommen. Sobald sie sich an dem Früh ahrsver- sand beteiligen konnte, hat sich der Absatz nicht ungünstig entwickelt. Was die Zukunft betrifft, so vermehren die hohen Steuerabgaben und das Anwachsen der Selbstkosten b.i vielfach ungenügenden Verkaufspreisen Die Hnsicherheit. Detriebseinschränkungen bei der Mansfeld°A.-G. Die MansfelD-A.-G. sieht sich trotz Der staatlichen Stützungsaktion gezwun- Wer regelmäßig die Zahnpasta gebraucht, wird sein Gebiß bis ins hohe Altei rein, weiß und gesund erhalten —• — Am Fenster seines Stübchens saß Der Dichter Löns und sah hinaus über die wogenden Felder. Sonne lag fern über dem toinDumatmeten Forst. — Hnd der Dichter schrieb: „Weißt du wohl, als wie wir sind? Wie das Kornfeld und der Wind . Auge zu Auge heimlich spricht, Aber uns lieben, das Dürfen wir nicht!" * Die Beschlagnahme deutscher Assur--Futtde in Portugal. Die Ausgrabungen der Orient-Gesellschaft in Assar während der letzten 10 Vorkriegsjah.e haben reiche Funde an farbiger Keramik ans Licht gefördert, über die Walter Andrae ein eingehendes Werk veröffentlicht hat. Aus diesem wird nun erst bekannt, daß die Grabungssuade nicht vollständtg nach Berlin gelangten. Ein Teil dieser altassyrischen Keramiken wurde auf einem seit Iult 1914 im Hafen von Lissabon lie^enDen deutschen Frachtdampfer beschlagnahmt, nachdem Portugal in den Krieg getreten war. Man er- , kannte nicht den hohen historischen Wert dieser Töpfereien, die durch ihre verblaßten Farben äußerlich unscheinbar aussahen, und verteilte Die Gegenstände im Lande. Diese Stücke sind aber für die Forschung von unschätzbarem Wert, und der Verfasser bezeichnet es als den schönsten Er- !b folg seiner Veröffentlichung, wenn sie Die Rück- ; gäbe der beschlagnahmten Gegenstände veran« : lassen würde.