(74. Jahrgang Erstes Blatt ümrf vnd Verlag: vrlihl'fche Universitätr-Vuch- und Ltemdruäerei TL LanZre in Stehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulltrahe 7° fiomittel beraubt und namentlich dadurch. Premrerminister untei-nehmen soll. Man wrsse in England, so heißt es in drm Artikel, daß Frankreich niemals eine ande-e Absicht gehabt habe, als seine Sicherheit dadurch zu gewähr- für die lagtsnummer bis zum Nachmitlog vorher ohne jedeVerbindlichKeit. Preis für 1 mm hohe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlid,8, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen v 70mm Breite 35 Goldpfennig, Plvtzoorfchrift 20" , Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: l)r Friedr.Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gießen. 03 o t f cha s ter bei dem englischen Der Völkerbund. Don Richard P o s s e 11. Die Frage des Völkerbundes und sein zu stärkender Einfluß zur Regelung und Schlichtung internationaler (Streitfragen hat in letzter Zeit mehrfach im Vordergrund öffentlicher Erörterungen gestanden. In Deutschland hat der Völkerbund bisher, abgesehen von kleinen kaum ausschlaggebenden Kreisen, kaum Sympathien erwecken können, so sehr auch der Völkerbunds- gebaute als solcher auf aufnahmefähigen Boden gefallen ist. An dieser deutschen Einstellung zu dem Völkerbund hätte vielleicht die Erklärung des jetzigen englischen Vertreters im Völkerbund, Lord tP Q r m o o r, bei Beginn der derzeitigen Völkerbundsratstagung etwas ändern können, wenn nämlich den Worten auch die entsprechenden Taten gefolgt wären. Das ist nicht der Fall. Im Gegenteil: Die Beschlüsse, die der Volkerbundsrat in der abgelaufenen Sitzungswoche gefaßt hat, können nur die Lleberzeugung stärken, daß Frankreichs Einfluß im Völkerbund mehr denn je vorherrscht. Alle seine Entscheidungen sind im Sinne und im Interesse Frankreichs gefallen, wiewohl fast alle diese Entscheidungen Wortlaut oder Geist des Versailler Diktate verletzen. Zunächst die Danziger Frage. Der Volkcrbundsvat stimmt dem Anträge Polens auf Errichtung eines Munitionslagers im Danziger HÜs'eichnet. Mnb schließlich hat der Dölkerbundsrat erkannt, baß es so nicht weitergeht. Er hat die Regierungskommission des Saargebiets aus gefolgert, die vorgesehene örtliche Gendarmerie beschleunigt auszck- bauen damit das französische Militär zurückgezogen werden könnte. Die Regierungskommission hat sich dagegen gewehrt und ebenso Frankreich, das die Lasten der Besatzung des (Saarqebietd „uneigennützig" aus „eigener Tasche" zahlt Zuerst begrünbete die Saarregterung ihre ablehnende Haltung mit dem im (Saargebiet angeblich nicht vorhandenen geeigneten Personal für die örtliche Gendarmerie. Jetzt sind es die angeblich zu hohen Kosten, die diese Gendarmerie dem Saarbudget verursachen würde. Die in Genf anwesenden Vertreter der Saarbevölke ung erklärten sich in einem Schreiben an den Völkerbundscat wiederholt bereit, diese Kosten willig zu tragen, wenn ihnen die französische Besatzung und damit drückende finanzielle und andere Lasten genommen würden. Sie weisen. auch nach, daß die Regierungskommission die Zahl der im Saargebiet anwesenden sranzösischen Truppen niemals richtig angegeben hat und daß sie höher ist, als im Rat angenommen wird. Vertvagsbestirnmuncen und Vernunst aber schlagen in Genf nicht du ch, lediglich das französische Interesse und der französische Einfluß entscheiden: die französischen Truppen bürfen abermals ein volles Jahr länger im Saatgebiet mit Einverständnis des Völkerbundes vertragswidrig bleiben! Arn 14. März entschied der Völkerbundsrat über die Ernennung dec Mitglieder der Saareiner auch noch mit Wehmut an llras alts, stolze Reich zurückdenkrn und der Mewung sein, die Monarchie sei für Deutschland besser und erstrebenswert. Der Reichskanzler ging darauf in großen Zü» gen auf das Der o r dn u n gswer k der Reichsregierung ein und sagte werter: Erne gesunde Wirtschaft ermöglicht allein bte materielle und kulturelle Wohlfahrt unseres Volkes. Die Förderung der Produktion hat starke Anforderungen an alle Wirtschaftslreise gestellt, insbesondere . an die Arbeitnehmer, die gezwungen sind, manche zur Besserung ihrer harten Lage geschaffenen Erleichterungen vorübergehend preiszugeben. Es ist verständlich, daß sie das schweren Herzens getan haben, aber sie haben ihre Opfer in Würdigung der schweren materiellen Lage Deutschlands gebracht. Der Kanzler schloß: Lieber lebenswich ige Fra- gen des deutschen Voltes wird der nächste Reichstag entscheiden müssen. Seine Zusammensetzung ist von ausscßlaggebmder Bedeutung. In der Hand der Wählerschaft liegt das Schicksal unseres Reo ches Wenn die radikalen Parteien von rechts oder von links eine starke Vermehrung ihrer Mitglieder erfahren, dann sind die Folgen unübersehbar. Für Poincare wird es nichts willkommeneres geben, als bei den französischen Wahlen auf eine starke Zunahme der deutschvölkischen Abgeordneten im Reichstag Hinweisen zu können. Handelte es sich nicht um das Leben unseres Volkes. dann wäre es inlereffant, den Herren Deutsch- völkischen einmal für eine Zett die Herrschaft zu überlassen. An das deutsche Volk kann nur die Aufforderung ergehen, dafür zu sorgen, daß der Radikalismus links und rech s nicht über Deutsch lands Zukunft bestimme. Die Ruhe im Inner« verbürgt am ersten eine Verständigung nach außen und damit Friede und Froheit, wonach Deutsch land sich seit 10 Jahren f Int Eine Darmstädter Rede Dr. Stresemanns. Darmstadt 23.QHäit. (Wolff.) Reichs« Minister Dr. Strefemann hielt auf einer Tagung der Deutschen Volkspartei in ber überfüllten Turnhalle am Woogplatz eine mit fturmi- • schein Beifall angenommene Rede, in der er zunächst aus die Bedeutung der kommenden Wahlen für die weitere innerpolitische Entwicklung unseres Vaterlandes einging, da sie auch die großen weltpo i.ischen Entscheidungen, vor denen wir anscheinend in diesem Jahre stehen, beeinflussen wurden. Der Minister warf zunächst einen Rückblick auf die letzten Jahve, namentlich auf das Jahr 1920 das einen großen älmschwung in £>er Zusammensetzung des Parlaments gebracht und die Deutsche Volks Partei vor die ent- scheidungsvolle Frage gestellt habe, ob sie in der Opposition bleiben oder an der Verant» wortiingder Regierung teilnehmen wolle. Die Partei habe den Weg der verantwortungsvollen Mitarbeit gewählt, während die Deutschnatiönal« Partei dieses und zwar besonders in der letzten Zeit mit Bewußtsein, abgelehnt habe. Den Grundsatz nur dann in die Regierung einzutreten, wenn tie* eigenen Grundsätze Aussicht haben, zu einem ganz großen Teile verwirklicht zu oxrDen, könne eine Partei nur bann vertreten, wenn sie die M e h r h e i t im Reichstage be ihe. Solange dieS nicht der Fall fei. werde jede Politik eine Korn« promißpolitik bleiben müssen. Was von dem Volk gefordert werden müsse, sei, daß es in dem gegebenen Moment eini große nationale Einheit nach außen darstelle. Die einzigen (Siege, die wir feit dem verlorenen Kriege erfochten hätten, seien die S i e g e daß es Deutschland verhiidece, sich des Rheins als militärischer Basis zu bedienen. Die e Sicher» hcit habe man geglaubt, während der Friedensverhandlungen 1919 durch den englisch-ame- rfllanischen Garantiepakt gefunden zu haben. DieRich^ratifikationdes Versailler Ter: ages darch di: Verei igtni Staaten habe es nötig gemacht, neue Formeln zu finden und mangels der amerikanischen Mitarbeit eine militärische ständige Desensiv-ANianz zu verlangen. Das habe die fvanzösische Regierung wiederholt, namentlich auf der Konferenz von Capnes, versucht, aber alle diese Verhandlungen seien in einem außerordentlich vagen Meinungsaustausch stecken geblieben, da Lord Curzon den französischen Vorschlägen gegenüber taub blieb und sie mit der Ruhrfrage vermischt habe. Mit dem Auskommen der Qlrbeiterregierung wehe in England eine neue Luft. Von den aufrichtigen Wünschen beseelt, eine friedliche Atmosphäre in Europa zu schaffen, habe Macdonald in seinen Reden und in feinen Briesen an Poincarö sich bereit erklärt, bas Sicherheitsproblem wieder aufzunehmen. Allerdings verstehe er es als eine allgemeine europäische Frage, die eng verbunden sei mit der Abrüstungsfrage und dem allgemei -en Schiedsgerichtsverfahren. Die französische Regierung, die die Sicher- hcitsfrage von einem andern Standpunkt aus betrachte, habe diese Aenderung in der englisch«» Politik nur billigen können. Jetzt sei auf beiden Seiten der gute Wille vorhanden und eine offene Aussprache sei iefet mehr als ie opportun geworden. Das fei der liner Blatt seine Wahl bereits am 11.3. meldete, obwohl sie erst am 14. erfolgte. Daraus ergibt sich, daß der Beschluß schon vorher fest- st a n d und daß er nur durch irgend eine älnvor- sichtigkeit oder durch Indiskretion bekannt würbe. Auck) die übrigen Mitglieder der Suarregierung. nämlich der Franzose Ra ult (als Präsident), der Belgier Lambert und der Kanadier Stephens wurden auf ein weiteres Jahr bestätigt, so daß die französische Vorherrschaft in der Saarregierung bestehen bleibt und damit die fvanzösische Annexionspolitik an der Saar fortgesetzt wird. Das sind Dinge, die m Deutschland nicht unbeachtet bleiben können. Solange der Völkerbund seine Entschlüsse lediglich faßt nach den Wünschen Frankreichs, solange wird man in Deutschland für diesen Völkerbund keine neuen Sreunbe werben. Die Beschlüsse des Rates in der Danziger Frage richteten sich gegen das Deutschtum in Danzig, die Beschlüsse in den Saar- fragen gegen das Deutschtum an dec Saar. In beiden Fällen war das französische Interesse maßgebend. » Der Sicherheitspakt. Paris, 24. März. (WTB.) Der „Petit Parifien" besprich! in einem offenbar beeinflußten Artikel die Demarche, die der französische standes an der Ruhr ziehen muß, lauschen noch weite Kreise des Volkes auf berauschende Klange von Mannesmut und nationaler Cn.schlossenheit. Man träumt von bewaffnetem Widerstand, obwohl unsere Waffenrüstung zerfetzt und zertrümmert ist, und obwohl auch memanb von Innen, die so gern das Wort national im Munde führen, sagen kann, wie bewaffneter Widerstand für uns möglich fein soll. Weit mehr scheint mir echt nationale Gesinnung zu sein, sich durch ilebernabme schwerer und ernster Pflichten im Dienste des Dolksgcrnzen auszuz-eichnen um Schwereres von ihm fernzuhalten. So sehr es verständlich ist, daß gegen die zahlreichen nationalen Demütigungen, die unser Volk seit 1918 hat ertragen müssen, ein ehrenhafter nationaler Wille und der Wille zu nationaler Freiheit sich ausbäumt, so ist es doch notwendig, mit kühlem nüchternen Verstände die unglückliche Lage unseres Vaterlandes zu betrachten und ohne Parteihaß und Parieileidensch-ft geschlossen den opfervollen und ehrlichen Weg der Erfüllung der unabwalz- baren harten Verpflichtungen zu gehen. Das ist weit eher Befreiungs- als Erfüllungspolitik. Die Wahlbewegung wird den inneren Parteistreit um bie Führung der Außenpolitik wieder verstärkt aufleben lassen. Trotzdem ist es meine Hoffnung und sicherlich die Hoffnung der gesamten Bevölkerung der schwerleidenden besetzten Gebiete, daß das neue Parlament in seiner Mehrheit entschlossen ist, die Reparationsfrage zur endgültigen Erledigung zu bringen. Dies Ziel muh in allernächster Zeit erreicht werden, sollen Deutschland und mit Deutschland Europa und die ganze Welt wieder ein würdiges Dasein führen. Das deutsche Volk will frei sein, um in friedlicher Arbe't neben den anderen Rationen die chm von Gott gesetzte Aufgabe zu erfüllen. Rach einem Hinweis auf die bevorstehenden Gutachten der Sachverständigen fuhr der Reichskanzler fort: Eine deutsche Partei allein vermag bte ungehmrm Aufgaben, welch: die Zukunft bringen wird, nicht zu meistern. Deshalb muh auch bas Zentrum sich nach Bundesgenossen umsehen, die gemeinsam mit ihm das große Ziel bet Rettung von Volk und Vaterland erstrel^n. Wer sollen diese Bandesg:n s en fein? Wir sind bereit, mit jeder Partei zusammen- zuarbeiten, die mit uns positive Arbeit zum <5'gen des Ganzen und Ein'einen zu leisten gewillt ist. Damit glauben wir, wenn vi-ll icht auch nicht patentnat onal, so doch gern» cea-if*. echt national zum Besten von Reich und Volk tätig zu sein. Rationale Politik ist unserer Heb rzeugung nach auch die Entschlo senheit, die Einheit des 'Reiches zu schütz m und zu sichern auf dem Boden dcr in W.imar beschlossenen Verfassung Un cht ist es, ihc Re-chtsverbindllch- keit ab'.usprechen. Das deutsch: Volk war kraft der Raturrechte berechtigt, nach dem ülrnsturz ter g samten Staats r^n na eine Vertretung zu wähle ', di: eine neue D rsassung bes h'b ße.i sollte. In cw.raubfivier Form ist die Verfassung zu- ftanbeg kommen, bie am 14 August 1919 in Ära ft getreten ist. Don da ab hat das Deutsche Reich eine neue Rechtsgrundlage gefunden, bie nicht nur rechtsverbindlich für jeden Staats- bü ge , sondern auch für jeden im Gewissen verpflichtend ist. Ein Derbrcchen begeht, wer es unternimmt, gewaltsam oder widerrechtlich b;e Ve sassurg zu stü z n Hochverrat ist jeder Versuch, auf richt g.-si-tzmäßigem Wg: urseve versa,surgsmätzig feftgclogte ©taatsfonn zu andern. Wie fett im alten Reich der Staatsautorität mit ihrer monarchist'schen Spitze in Treue gedient haben, so dienen wir auch in gle«k«r Treue der Deutschen Republik. Mag manch Regierungskommission. Der ßan e^rat hatte in einer Denkschrift um bas winzig kleine Recht gebeten, wenigstens vor der Ernennung bes saarländischen' Mitgliedes gehört zu werden. Diese selbstverständliche Forderung wurde ledig- l sich unterstützt von dem englischen und dem schwedischen Mitglied des Rates, alle übrigen Ratsmitglieder haben wie bisher so auch jetzt wieder das Selbstbestimmungsrecht der Saargrbiets- bevöllerung geleugnet; im Völkerbunds land an der (Saar bleibt also bie selbstterständ^chste Forderung der Demokratie, dte Selbstverwaltung, die Mitbestimmung am eigenen Geschick, verbannt. Entsprechend war auch der Beschluß des Völkerbundsrates: Mit 8:3 Stimmen wurde der französische Kandidat K o ß m a n n als saarländisches Mitglied gewählt, wäh end an Stelle des zurückgetretenen „Dänen" Moltke-Huitseld der Spanier Espinosta be la Mo nteros gewählt wurde. Don letzterem weiß man vorerst nur, dach er ebenfalls als französischer Kandidat gilt. Eigenartig ist das Verhalten Koßrnanns. Er war bis zum Kriege und während desselben Gewerkschaftsführer, gehörte als Zentrumskandidat dem Reichstage und der Nationalversammlung an. Er wurde bald nach Eintreffen der Saarregierungskommission von dieser in die Zentralverwaltung berufen und setzte sich als solcher mehrfach in Gegensatz zur Bevölkerung. Obwohl Kcßmann wußte, daß die Zentrumspartei als saarländisches Mitglied den Rechtsanwalt Le- vachrr vorschlug, lehnte er das Mandat nicht ab, sondern empfing es aus französischer Hand. Damit setzte er sich abermals in Gegensatz zu der Bevölkerung Die Wahl Koßmwrns erhält noch teilten, daß es Deutschland feiner Offen- badurch eine befördere Bedeutung, als ein Der- u-----u‘ —K----K'x,,e* Elberfeld, 23. März. (WTB) Reichskanzler Marx sprach hier in der Stadtholle in einer öffentlichen Versammlung, mit der d.e Zentrumspart.i des Wahlkr.isl^s Düsseldorf-Ost, die den Reichskanzler an die Spitze der Kandidatenliste gestellt hat, die WaAbeweaung eröffnete. Die von über 5003 Personen besuchte Versammlung bereitete dem Reichsaizler einen überaus herzlichen Empfang. Der Reichskanzler führte dann etwa folgendes aus: Der Reichstag ist aufgelöst. Das deutsche Volk soll eine neue gesetzgebende Vertretung geben. Der erste Reichstag der deutschen Republik hat nicht das Ende f in er verfassungsmäßiger Legislaturperiode erreicht, weil er angesichts der großen Rot des Vaterlandes eine Fülle gesetzgeberischer Arbeit, die zur Ablenkung der Katastrophe getan werden mußte, zu leisten nicht mehr imstande war. Diese Feststellung bedeutet nicht einen Vorwurf, denn nie hat ei.i Parlament vor größeren und schwereren Aufgaben gestanden, wie nie ein Volk Größeres geleistet und Schwereres erlitten hat als das Deutsche, das jetzt schon feit 10 Jahren in steter Rot lebt. Wem soll her deutsche Staatsbürger feine Stimme geben? Das ist eine Gewissensfrage, die von uns allen demnächst beantwortet werden muß. ■ileb.rlrgen wir uns ohne Leidenschaft und Cßcreingmommcnbeit: Was ist das Ziel unserer poli isch^a Betätigt ng angesichts der Lage von Volk und Vaterland? Es kann nur Ernes fein: die Aufreckitrrhaltunq der Einheit des Rei^ ches und die Aufrich^rng unseres infolge des Krieges und der Wirren der Revolution ju Boden geworfenen Volkes. Dieses Ziel hat dem Zentrum und den von ihm maßgebend beeinflußten R^ierungen der letzten Jahre vorgefchwebt. Alle Kraft hat es für die Erreichung dieses Zieles emgefeht. Wir standen vor der Frage, die auch jetzt noch die ßeiben- schaft in hohem Maße erregt: welche Außen» Politik sollen wir treiben, um das gesteckte Ziel zu erlangen? Daß der Friedensvertrag von Dersailles untragbar ist, ist die klare Ansicht des ganzen Volkes. Insbesondere schmerzt der Vertrag, weil bie in ihm enthaltene Beschuldigung Deutschlands, allein am Ausbruch des Krieges die Schuld zu tragen, durch die objektive wissenschasttiche Forschung Lügen gestraft ist. Kein Wuirc^r, daß ein Teil des Volkes Dellangt: Auflehnung gegen die Bestimmungen dieses Diktats mit aller Macht, keine Rachgiebigkeit und fehle Schwäche, sondern Verweigerung jeglicher Erfüllung. Was toürbe die Folge fein, wenn dieser Weg einge- fdjlagen toürüe? Der Sieger von Versailles ist im vollen Besitz fehler Macht. Rücksichtslos bis zum äußersten toürbe er sie a.vwenden und stets angeD-ambt haben, falls toir mit einer großen Geste ine Erfüllung der uns auferlegte.t Detp,lich'.unge:t abgeleh.tt hätten. Wir sind einwasfenloses Volk. Geradezu Wahnwitz wäre es gewesen, ben Gegner zu äußerster Gewaltanwendung zu reizen. Das Zentrum hat sich entschlossen, den Der- such zu machen, die schweren Lasten des Versailler Diltttes bis an die ©ren^e der Lei- stungsfäh'igke t zu tragen, erfüllt von dem Gedanken, auf diesem harten Wege am ehesten die Befreiung Deutschlands von den ihm durch den Versailler De t ag auferlegten Fesseln zu erreichen. Schwer sind die Opfer, die das deutsche Volk iiqolgebenen hat tragen müssen: erhalten gcblkten ist dadurch aber die Einheit des Reiches. Trotz der Leh.en, die jeder einsichtige Deutsche aus den bitteren Erfahrungen des passiven Wider- Zweck der neuen Demarche des französischen Botschafters. Im Lauf: feiner Untcrrcbang, bie er hrute mit dem englischen Ministerpräs^eitten ha^ ben werde, werde der französische Boschafter, indem er den schon genugsam bekann en französischen Standpunkt wieder h'le, zur Aufgabe haben, in präziser Form den Standpunkt des^Arbeiterkabi- netts kennen zu lernen. Aber man muffe sich hüten, dieser Aussprache eine größere Bedeutung bei- zumesseir und in ihr mehr als ein Förtschoettei, der zwischen Macdonald und Poincare aus- getauschten Korrespondenz und vielleicht den Vorboten einer we i te r g e he n de n Verhandlung zu suchen. Vlaftimir Tnsar Berlin, 23. März. (WTB.) Der außer» ordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister der tschechoslowa.i ch:n Republik in De.lin, Tu - f a r, ist Samstagabend einem schweren Herzleiden. an dem er seit einiger Zelt litt, erlegen. Der Verstorbene war als Sozialkemokrat zweimal Präsident eines tschechischen Koalitionsminrste- riums, früher Gesandter in Wien, seit 1921 in Berlin. Er wurde erst vor wenigen Tagen im Zusammenhang mit bem tschechisch-französischen Geheimabkommen häusig genannt. Die Trauer- feier wird am Dienstag im Hause der Gesandtschaft stattsinden. Der Leichnam des Gesandten ttiib nach Prag überführt und auf Staatskosten feierlich bestattet wer en. Die Witwe des ©cfanöten erhielt zahlreiche Kondolmzbesuche und Deilerdstelegramme, darunter solche des Reichspräsidenten, des ReichstanzlerS und des 2lv^nministers. M. X\ ' Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GießenerFamllienblätter Monats-bezvospreis: 2 Goldmark u. 20 Gold- pfennig für Trügerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech.Anschlüsse: für die Schriftteitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigkrSietze». Postscheckkonto: Frankfurt a. DL 11686. Die Wahlbewegung. Reden des Reichskanzlers und des Reichsautzenministers. Montag, 24. März 1924 Amiadme von Anzeigen GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Oer Volkseinheit bei Bet großen Äbftimmun g e n gewesen, in denen das Deutschtum sich im seinem Vaterlands bekannt habe. Das erste Ziel jeder Politik im heutigen Deutschland müsse die Idee der Zusammenführung der Parteien sein, um den Gedanken der Volkseinheit in der Zeit der großen Gefahr Ku vecwirfiichen. Wenn einem Volke die Gewalt der Dassen nicht zur Verfügung stände, müsse man den Mut haben, die Konsequenzen daraus zu ziehen wenn dieS auch zunächst unpopulär sei. Der Vertrag von Versailles sei in vielen Beziehungen, z. B. in den Forderungen des letzten Allimatums undurchführbar, aber er warne davor, zu glauben, daß man eine 2lenderung der Verhältnisse durch ein Zerreiben des Vertrages erzielen könne. Wenn er gegen die Rechtmäßigkeit des Vertrages von Versailles protestieren wolle, dann müsse er sich auf Ben Boden des Vertrages stellen. Dr. Stresemamr wandte sich dann gegen die letzte Rede des bayerischen Ministerpräsidenten v. K n i l l i n g. Es sei unrichtig, daß die deutsche Politik in der Kriegsschuldfrage versagt habe. Wiederholt habe er selbst die Lüge von der deutschen Krirgsschuld zu ückgew.csen, und die ergänzende Arbeit der Regierung und anderer Organismen sei nicht ohne Wirkung geblieben. Der Erfolg der Arbeiten des Auswärtigen Amtes habe sich in der seit 1919 veränderten Einstellung vieler Mächte gezeigt. Wenn man die Dinge geschichtlich betrachte, so werde man zu dem Ergebnis kommen, daß eine starke Umstellung der Welt eingetreten sei. Diese Amstettung habe sich auch in den Verhandlungen der Sachverständigen gezagt. Der Minister wandte sich dann gegen den Vorwurf, dah er seine Politik auf eine alleinige Verständigung mit Frankreich eingestellt habe. He.ße es den Faden mit England abfchnciden, wenn wir zum ersten Male eine Anleihe von der Dank von England bekämen? 3n der Frage der inneren Politik widerlegte der Minister den Vorwurf, die Regierung s i marxistisch eingestellt. Der Streit in der Frage der Urheberschaft der Rentenmark sei müßig, entscheidend sei gewesen, daß man den Etat in Ordnung gebracht habe, wobei man an dem Deamtenabbau nicht habe vcrüber- gehen können. Die Herabsetzung der Gehälter fei nur für den Niedergang bestimmt. Die Quelle der Wertbeständigkeit, nicht mehr auSzugeben als eingenommen werde, müsse unbedingt erhalten bleiben. Zum Schluß wandte sich der Minister gegen den Vorwurf, daß die Politik der Deutschen Dollspartei rem opportunistisch fei und recwies dabei auf Bismarck, der seine Verbündeten da genommen habe, wo er sie finden konnte Man müsse aus jeder Lage das Beste herc-us' holen. Die Deutsche Volkspcirki habe sich bewußt zur Politik der Verantwortung bekannt und sie fei stolz darauf, an der Wtederaufrichtung mitgewirkt zu haben, auch wenn sie dadurch An- Popularität zu ertragen habe. Die Wahlen der Ausqewiesenen. De r l i n, 23. (Äärz. (WTB.) Durch Verordnung vom 17. März hat der ReichSrnini- ster des Innern für die ReichStagSwahl angeordnet, daß die Stimmberechtigten, die aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen oder durch Maßnahmen der Besatzungsmächte verdrängt sind, auf ihren Antrag indieStimmliste ihres gegenwärtigen AufenthaltS- ort.eseinzutragen sind. Erfolgt die Ausweisung oder Verdrängung erst nach Ablauf bdr Frist zur Auslegung der Stimmliste, so er- HAt der Ausgewiesene oder Verdrängte von dtt Gemeindebehörde seines neuen Aufenthaltsortes auf Antrag einen Stimmschein, der ihn zur Teilnahme an der ReichStagSwahl berechtigt. In Preußen erhalten Ausaewie- sene oder Verdrängte mit Rücksicht auf die Bestimmungen des preußischen Wahlrechts, das in solchen Fällen nur die Ausstellung eines Stimmscheins kennt, auch für die Reichstagswahl' in allen Fällen, also auch bei der Antragstellung vor dem Ablauf der AuSlegungS- frist, einen Stimmschein. Der Jeignerprozetz. Leipzig 22. März. (Wolff.) Zeigner- Prozeß. Die Beweisaufnahme wird mit ter Vernehmung des Zeugen Isaak Schmerler fortgesetzt, der Geschäftsführer der Firma Zacharias Schmerler ist und bekundet, dah in der, Geschäftsbüchern nichts über den Ausgang von Pelzen an Zeigner enthalten ist. Eine Erklärung dafür kann der Zeuge nicht abgeben. DaS Geschäft ist ein en gros- Geschäft, das an Private nicht verkauft. Daß Pelze an gute Freunde verkauft werden, hält der Zeuge für möglich, weih es aber nicht. Der Zeuge Landaärtner Sauer sagt dann aus, daß Möbius, nachdem er seine Stelle als Schmied mcht mehr ausübte, stets über eine gut gefüllte Brieftasche verfügte. Als er ihn deshalb befragte, sagte Möbius, er habe jetzt eine leichtere Arbeit. Gr vermittle Gnadengesuche, da er Deziehungen zu Zeigner habe. Die Frage deS Zeugen, ob daS etwas abwerfe, habe er bejaht. Auf verschiedene Fragen stellt Zeigner fest, daß seine Parteizugehörigkert auf die Be- giadigungspraxis keinen Einfluß gehabt hake. Auf die Frage des Vorsitzenden an Zeigner, weshalb er die Beziehungen zu Möbius wieder ausgenommen habe, nachdem sie abgebrochen gewesen seien, erklärt Angeklagter, wie er aus verschiedenen Anzeichen en.nommen b.ibe, sei über die Aktenverbrennung verschiedenes durchge- sickert. Gr hab; im August 1922 Möbius in seiner Währung ausgesucht, ihmGeldgegebenund gesagt, er solle den M un d hgl ten. Gr selbst wellte, um diesen unliebsamen Dingen zu entgehen, Deutschland verlassen und habe zu diesem Zweck bereits Drztehungm zu B r a s i l i e n angeknüpft. Zu Beginn ter Rachmiltagssihung wird der Fabrikant Gründel- Markranstädt vernommen. ter zur Revolutionszeit als Vizewachtmelster bei ter Trainersatzabteilung diente. Gr bekundet, Laß der mit der Leitung der juristischen Abteilung betraute Schreiber tn dem Vorzimmer des Majors von ten Soldaten allgemein als Gefreiter Zeigner bezeichnet wurde. Erst durch Lte Zc.tungsbrrichte erfuhr er, daß Zeigner nicht Gefrcitrr war. Ec erkennt in dem Angeklagten uer (Le,reiten Zeigner wieder. Ob Zeigner Ge° fveitcn.rkKeichsn getragen hat, weiß Zeuge nicht. — tfeugc ^Lnugerichtsdirektor Horn ergänzt' die Aussage dahin, daß Zeigner ihm gelegentlich erzählte, daß er einen gewissen Teil feines Gehalt- an die Partei abführen müsse. Zeuge Fabrikant Weigel-Leipzig war ebenfalls zur fraglichen Zeit bei der Tramersah- Akllung in Dienst, und zwar im Zimmer des Majors als Ordonnanz. Gr wechselte sich mit Zeigner ab. Eine Drillichjacke trug er und auch Zeigner nicht, eine solche zu tragen, war nicht üblich. Daß zeitweilig Zeigner ebenso wie er selbst und Seifert allein im Zimmer war, sei möglich. Der Zeuge Weiner wird dem Zeugen Weigel gegenübergestellt, kann sich aber nicht erinnern, ihn gesehen zu haben. Weiner verneint, daß er Weigel und Zeigner, die besonders im Profil große Aehllichkeit halben, verwechselt haben könne. Weigel verneint die Frage des Vorsitzenden, ob er sich selbst für den Gefreiten Zeigner ausgegeken habe und daß er mit Weiner über oie Aktenverntchtung gesprochen habe. Auf nochmaliges Vorhalten erklärt Weiner aufs Bestimmteste, daß er eine ilnterrebung über die Aktenverbrennung mit Zeigner hatte und daß eine Täuschung in «der Person ausgeschlossen sei. Weigel bekundet schließlich, dah er niemals Mten nach Dresden geschafft habe, insbesondere nicht dis Akten des Leutnants Ohlendorf. Frau Redakteur E l e a n, geb. Schottin, die mit der Familie Zeigner befreim^-et war, bekundet ebenfalls, dah Zeigner freigebig war und gern Andern eine Freude machte, ohne dabei verschwenderisch zu sein. Sie hält es für undenkbar, daß ein so vornehm gesinnter Mann derartige Straftaten begangen habe, wie sie ihm vvrgeworfen würden. Kleine politische Nachrichten. Die Landesausschuhsihung der Deutschen demokratischen Partei Hessens setzte neben den bereits vom Landesparteitag nominierten Dpihen- kandtdatm Pfarrer K o r e l l, Prof. Dr.-Ing. Heidebroeck (Darmstadt), La dni.t Eberl e (Wrlsshain) und Frau Schneider-Haggenmüller auf den amtlichen Wahlzettel. ♦ Der Grholu ngSu rlaub der Reichs- beamten ist durch B^sch.uh der Reichsregk- rung für 1924 gegenüber her bisherigen Urlaubsdauer für die Bramten bis zum 30. Lebensjahr um sieben Tage und für die Barnten vorn 30. bis 40. Lebensjahr um fünf Tage gekürzt worden. D n Beamten über 40 Lebensjahre wird der bisherige Urlaub belassen. * In der Darifstreitfache zwischen dem Hafen- betriebSverein Hamburg auf der einen Seite und dem Deutschen DerkehrSbund sowie dem Zentralverband der Maschinisten und Heizer auf der anderen Sei e fanden am 22. März Derhandulngen vor dem R ich^artel Smi ifter tm Hamburger Kat* hauS statt. Da trotz 13stündigLr Beratung eine sachliche Einigung nicht zu erzielen tixir, unterwarfen sich die Parteien der Entscheidung eines U n- parteiischen und wählten als solchen den ReichSarbeitSminister. Dieser bestätigte den Schiedsspruch des Schlichters von Hamburg vom 18. März. Die Arbeit ist am 25. März wieder auszunehmen. * Der kürzlich verhaftete bekannte Pazifist Professor Dr. Qu idde ist nach Beschluß des Volksgerichts wieder in Freiheit gefetzt worden, well keine Fluch gefahr vorliegt. Das Verfahren nimmt seinen Fortgang. * Der im vorigen Sommer wegen angeblicher Sabotage im Ruhrgebirt von den Franzosen verhaftete, ursprünglich zum Tode und dann zu lebenslänglicher Zwangsarbeit ver- ureilte und fett Monaten im Ge/ängais von St. Martin de RS uniergebracyte Reßchßange- hörige Dreyer, der vor drei Tagen vom Präsident Mill.rand wegen tödliher Erkrankung begnadigt worden war, ist gestern im Zivil- krankenhaus in St. Martin de R6 tn Gegenwart seines Vaters, der gekommen war, um ihn in die Heimat zurückzribring.n, gestorben. • DaS sranzösische Parlament beengte nachts die Beratung der Finanzgesetze. Gegen 11 Ahr kam es zur Einigung über die gemeinsamen Texte. Einige unwesentliche Artikel wurden ausgeschaltet. Die Kammer nahm schließlich daS Gesetz mit 3Z0 gegen 172, der Senat mit 143 gegen 12 Stimmen an. Kammer und Senat vertagten sich dann auf Dienstag. * General Rivelles ist an den Fingen einer Lungenentzündung gestorben. Rivelles war als Rachfolger Ioffres von 1918 bis Mai 1917 Oberkommandierender der französischen Armee als der er die große Frühjahvsoffensive 1917 durchfuhrte, die durch den deutschen Rückzug auf die Hindenburglinie ein Schlag ins Wasser wurde. Die au stra lif che P resse DenirteKt einstimmig den Beschluß der britischen Regierung, die Plane für die Errichtung eines Flottenstützpunktes in S i n a a p o r e aufzugeben. In Sidney werden große Protestversammlungen abgehalten werden. Der australische Verteidigungsrat hat sich mit der Frage der Verteidigung Australiens tm allgemeinen beschäftigt. Aus der von einem der Minister abgegebenen Erklärung geht hervor dah Australien wahrscheinlich selbst sich Schisse von 3000 Tonnen bauen wird, um die Handelswege zu sichern. * DaS Zentralexekutivkomitee der Sowjet- Union jwt als Dienstzeit für die Marine und die Staatspolizeitruppe vier Jahre, für die Fliegerspezialtsten drei Iahre und für die übrigen Truppenteile, den Stab und die Militärbehörden zwei Iahre festgesetzt. Der Vizepräsident des revolutionären Kriegsrats begründete die Erhöhung der bisherigen 1 Vorigen Dienstzeit auf zwei Jahre mit militärtechnischen Rücksichten und bestehender Kriegsgefahr. * DaS durch den Sovjetgesandten Karachan an die chinesische Regierung übersandte Ultimatum hatte eine Antwort über den chtnesisch-rus- fischen Vertragsentwurf bis zum 19. März gefordert. Karachan hat eine neue Rote Übersandt, die besagt, die Verhandlungen seien zu Ende und könnten nur dadurch wieder ausgenommen werden, dah Ehina die Beziehungen zu Rußland bedingungslos h.'vstelle. Im Hinblick auf frühere Versuch? Karachans. Ehinc» einzuschüchtern, betrachtet die chinesische Regierung die Verhandlungen alS nicht für beendet. Aus Stadt und Land. Gießen, den 24. März 1924. Neue Zulagen in der Unfallversicherung. Durch die allgemeine Verteuerung der Miete werden ab 1. April neue Zulagen in der Anfallversicherung zwingend notwendig. Die Vollrente des gewerblichen Arbeiters steigt von 57 auf 64 Mark monatlich und rückt nahe an die Teuerungsziffer heran. Sie wird für den ganzen Monat im Voraus gezahlt. Bel der großen Zahl der Renten mußte das neue Vielfache so gewählt werden, daß die Post die Beträge sofort ohne umständliche Berechnung auSzahlen kann, andernfalls kämen die Verletzten erst viel später in den Genuß der neuen Renten. Die Verordnung des Reichsarbeitsministers vom 21. März berücksichtigt daher nur d ie augenblicklichen Bedürfnisse. Dem neuen Reichstag geht rechtzeitig ein Gesetzentwurf zu, der die Anfallrente wieder besser dem wirklichen Verdienste der Verletzten anpaßt, die Abfindungsmöglich- kett erweitert, vor allem die Heilbehandlung, Berufsfürsorge und Anfallverhütung stärker zur Geltung bringt. * fpd. Zur Warnung! Richt weniger als 42 Personen aus Frankfurt und anderen Orten bestrafte dieser Tage das französische Militärgericht In Wiesbaden mit je 50 Goldmark, weil sie beim Aeberschreiten der Grenze des besetzten Gebiets nicht lm Besitz vorschriftsmäßiger Pässe waren, oder zum Teil gar keine befaßen. Zwei Personen, die tm Besitz einer größeren Summe französischer Franken waren, wurden mit hohen Geldstrafen belegt. Auuherdem zog die französische Kontrollbehörde das französische Geld ein. •* Einziehung der Vanknoten. Der Reichsvat hat sich tarntt einverstanden erklärt, daß die Reichsbanknoten zu zehn und hundert Billionen aufgerufen und eingezogen werden. Diese Roten mußten seinerzeit so mlg hergestellt werden, daß ihre technlfche Ausführung mangelhaft war, wodurch den Fälschern ihr Handwerk erleichtert wurde. Bis zum 20. April teerten die Roten bei sämtlichen Reichsbankanstalten eingelöst, nachher noch bis zum 20. April 1925 bei der Reichsbankhauptkasse. •• Falsche Rentenmarkscheine. Seit einigen Tagen tauchen falsche Rentenbankscheine zu 10 Rentenmark auf, bei denen das Wasserzeichen sehr schlecht durch einen gemusterten Aufdruck in grauer Farbe nachgeahmt Ist. Hält man die Scheine gegen baß Licht, so fällt der Anterschied gegenüber den echten Scheinen sofort aus. Auch fehlen den Falschschttnen die Fasern, die bei ten echten Scheinen auf der Vorderseite rechts in einem farbigen Stoffauflauf eingebettet sind. Der schwarze Aufdruck Der Scheine ist mangelhaft. Bei einiger Aufmerksamkeit sind die Falschstücke leicht alö solche zu erkennen. ** Der Stand der Stlbermün- zenprägung. In sämtlichen sechs Münzstätten des Reiches wird, wie das „D. T." hört, gegenwärtig die Herstellung der sogenannten „Münzblättchen- (d. h. die Rohformen der Münzen, auf die der Prägestempel kommt) mit Hochdruck bettieben. Die Münzbilder stehen noch nicht fest. Die Entscheidung darüber Dürfte In aller Kürze fallen. Die erste Silbermünzenemission dürfte tn den nächsten 3 bis 4 Wochen erfolgen. Bekanntlich soll der Geldumlauf in demselben Umfang verringert werden, als Münzen in Arnlauf kommen. Diese Verminderung ist bilanzmäßig gedacht, nicht etwa sollen effektive kleine Goldanleihestücke oder anderes Geld in Silbermünzen eingetauscht werden. Doruotizcn. — Tage-kalender für Montag. Männer-Dadeverein: 8V4 Ahr bei Rahnefeld Hauptversammlung. — T. D. 1846: 8 Ahr in der Turnhalle Lichtbilder-Vvrtvag „Eine Reise ins Polargebiet". - Lichtspielhaus Bahnhofstraße: »Die Insel der verlorenen Schiffe". — Palast- Lichtspiele „Alles für Geld". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Wegen KrankheitÄsalles ist die Dühaenleltung genötigt, in der morgigen Dienstag-Abonnementsvorstellung statt des angekündigten „Grafen von Luxemburg" bte Kollosche Operette „Drei alte Schachteln" mit Ku r t R i ch- ter als Klaus Kersting zu geben. Denjenigen Abonnenten, die 4td> für diesen Abend Gutscheine nehmen wollen wird Geleginheit gegeben werden, diese lm April in einer Aufführung des „Verschwenders", der nicht ins Abonnement kommen sott, zu verwenden. Wettervoraussage Weiterhin milde, südl. bis westl. Winde, vorwiegend bedeckt, noch Regenfälle. Kreis Alsfeld. m. Flensungen, 23. März. Bei der heutigen Bürgermei st erwähl wurde der Bergmann und Metzger Heinrich Erb mit 152 Stimmen gewählt, während sein bürgerlicher Gegenkandidat, der Beigeordnete Bräun in g, nur 83 Stimmen erhielt. Der neugewählte Bürgermeister, welcher bis 1922 dem hiesigen Ge° melrtbecat angehörte, wurde nach Bekanntgabe des Wahlresultats von dem Musikverein durch ein Stündchen geehrt, ebenso der seitherige Bürgermeister Bräuig und der Beigeordnete (Bräu» ning. nt Mücke, 23. März. In mehreren Orten der Umgegend wurden wieder M i l ch p an t s cher entdeckt und zur Anzeige gebracht. Die geringen Geld- und Freiheitsstrafen, die für solche Vergehen in unserer Gegend seither ausgesprochen wurden, scheinen wenig abschrecknd gewirkt xu haben. — In den Orten Nieder-Ohnven Merlau und Flensungen wurden Musikvereine gegründet, die dank der guten Leitung und des regen Interesses, das man dieser Dache ent» aegenbringt in kurzer Zeit so gefördert wurden, daß sie bei festlichen Gelegenheiten Mitwirken konnten. m. Olt «t lau. 23. März. Bei der letzten 181> e r ft e t g e r u n g wurden auch frier zicm- Perife erAelt^Nan bezahlte für 4 Meter Buchenscheit 60-65 Mk.. für 4 Meter Buchenknüppel 50— 55 Mk. und für 4 Meter Fichten- und Kicsernknüppel 40—44 Mk. Holz Händler aus Grcßen-Llnden, Gießen und Rechtenbach cvaren anwesend, was aus die Stimmung der hiesigen Steigerer ungünstig einoirfte. Sie dursten aber nach den besiehenden Bestimmungen vom Mü- bielen nicht ausgeschlossen werden. Man machte hier die Ersahrung, daß die ersten Angebote gleichsam als Richtpreise sür die folgenden dienten, bei größerer Zurückhaltung im Anjang also jedenfalls billigere Prei e erzielt worüen wären. Kreis Schotten. *) Laubach, 23. März. Vorgestern abend fand auf dem Rathause eine Versammlung der Elternschaft der hiesigen Realschule und des Realprogymnasiums statt, bk zur Frage bes Schulabbaues Stellung nahm. Den Vorsitz führte Forstrat Andrä: als Fachleute waren Prof. Dr. R o e s ch e n unb Prof. Dr. Wetzell gelaben. Prof. Dr. R»eschen hatte auf besonderen Wunsch das Resevat übernommen. Er führte aus, daß an der Schul e, wo das kostbarste Gut des Volkes, die 3ugenb, gepflegt würde, am wenigsten ein Abbau ftattfinben dürfe. Am wenigsten aber könne In L a u.h. a ch, das schon sein Gymnasium verloren hätte, ab- gcbaut werden. Eine dementsvrechende Resolution wurde gefaßt. Im Anschluß daran fand die Gründung einer „Vereinigung der Elternschaft der Realschule" statt. Als Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Postmeister Hennige, Bürgermeister Böhm, Fabrikant K. Michel, als BertvauenSleute Prof. Dr. R o e s che n unb Forst- rat Andr 6. Verschiedene Wünsche wurden geäußert, so der dringende Wunsch, daß d t e Lehrbücher dieselben wie in Gießen feien, um den leichteren Anschluß beim ilebergang von hier nach Gießen zu finden. Prof. Dr. Roesch en erfiärte, dah man sich in allen Fragen vertrauensvoll an die hiesige Direktion und das Lehrerkollegium, sowie an die obere Schulbehörde wenden könne. Er sei überzeugt, daß frier alle Wünsche nach bester Möglichkeit berücksichtigt würden. Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 23. März. Wir berichteten dieser Tage von einem Schwind ler, der auf deckungslose Schecks dec Leipziger V o l ks ba n k den Pförtner eines hiesigen Gast- Bses vergeblich um eine große Summe zu be- mideln suchte. Dem Burschen ist es aber trotz es Mißerfolges gelungen, einige gelungene Tricks auszuführen. Auf eine Zeitungsanzeige hin kaufte er von einem Manne ein Motorrad unb zahlte statt der geforderten 200 Mark sogar 250 Mark, aber mit einem Scheck auf die Leipziger Dolksbank, auf drfsen Rückseite sich die gleichfalls «le Deckung einer Frankfurter Dank befand. Zerschießenden Rest von 50 Mark sollte der Verkäufer dann an eine bestimmte Adresse nach Stegen schicken. Im Hotel borgte sich der Schwindler nun von dem Kellner auf das erschwindelte Motorrad 100 Gold mark, mit denen er dann unter Zurücklassung des Motorrades verschwand. In einem Restaurant der Großen Eschenheimer Gasse bestellte der Schwtnbler sodann ein Gedeck für vier Personen. Er erfiärte, schnell noch einmal eine Besorgung erledigen zu müssen, borgte sich aber zuvor von dem Oberkellner 100 Goldmark unb gab als Sicherheit einen dicken Briefumschlag hin. Dann verschwand er auf (Nimmerwiedersehen. Im Briefumschlag aber fand man später Schuhknöpfe. Der abgefeimte Bursch« konnte noch nicht ergriffen werden. — Seit einiger Zeit treibt tn verschiedenen Städten Deutschlands ein Devisenschwlndler fein Spiel. Der Mann gibt sich als ‘Beauftragter des RelchSwlrt- schaftsministertums aus und geht tn der Weist vor, daß er sich von der Polizei oder der Finanzbehörde auf Grund eines gefälschten Schreibens deS Ministeriums Beamte zu seiner Anterstühung geben läßt und mit diesen bann zusammen in Danken Devisen beschlagnahmt, obe* von den Danken eine Sicherheit für zu erwartend, Eeldstrasen abverlangt. Wo er bis jetzt auftrat, nannte er sich Kommtffar (Raub, Thorn über Thericht. — Die Bernichtung der landwirtschaftlichen Halle stellt sich alr eine überaus schwere Schädigung des Landwirtschaftlichen Vereins und der zahlreichen wirtschaftlichen Aufgaben dar, denen das Gebäude diente. Allerdir^s war die Halle versichert, auch die meisten der dort aufgestapelten Waren. Glücklicherweise ist der Drandschaden an den Möbeln geringer, als ursprünglich angenommen wurde. Es handelt sich, den neueren Feststellungen zufolge, um die Habe von etwa acht ausgewiesenen Elsaß-Lothringer-n, dann aber um bte Möbel von runb 40 Leuten, ble wegen WohnungSmangel Ihre Sachen dort unterbrtnger mußten; In den meisten Fällen finb baß jung- verheiratete Paare. Das Eigentum der Ausge- wiefenen war durch den Staat versichert, bad der anderen Personen nur mehr oder minder hoch. Da die Stallungen erhallen geblieben sind, erleiden die Märkte keine Anterbrech- u n g. Wie wir hören, wird wahrscheinlich an her gleichen Stelle wieder em Hallen bau errichtet — An der Rotbrücke kenterte heute nach» mittag ein mit zwei jungen Leuten besetztes Doot und schlug um. Die Leute stürzten indenMain unb ertranken, ehe ihnen Hllfe gebracht werben konnte. Kassel, 23. März. (Priv.-Tel) Der Flieger Llnnekogel stürzte gestern Nachmittag bei seinem ersten Alleinflug, den er nach sechsjäfniger Anterbrechung unternahm, bei Kassel aus geringer Höhe ab. Er war sofort tot. L. ist vor dem Kriege besonders durch seine Grsolge lm Höhenflug bekannt geworben. Zwei Welthöhen- rekorde entriß ec seinerzeit den Franzosen. Sptetplan der Frankfurter Theater'. Opernhaus. Dienstaa 25. März: Der Widerspenstigen Zähmung.. Mittwoch, 26.: Zum Gedächtnis ßubtolg van (Beethovens. Fidelio Donnerstag, 27.: Tannhäuser. Freitag, 28. Mona Lisa. Samstag, 29j Hoffmanns Erzählungen. Sonntag. 30.: Die Sfirften Howansky. Schauspielhaus. Dienstag, 25. März: Hamlet in Krähwinkel. Mittwoch, 26.: Die GegenZndi^ten Donnerstag, 27.: Romeo und Sulla. Freitag, 28.: Götz von Berlic'Mgen. Samstag, 29.: Dle Geaen- kanbidaten. Sonntag, 30.. nachm. 3 Ahr: Frisch auf mem Volk! Abends Z«/2 Ahr: (Bafantafena. Mißfarb. Zähne kMellendas schönste Antlitz, übler Mundgeruch wirkt ab« InÄh-rÜH?» x f0Lotln 1870/71 nahmen Handel _ in der Stadt Gießen ___Schwung, so taft sich bei einer IflCofjen Anzahl von hiesigen jungen Kaufleuten das Bedürfnis geltend machte, sich zu einem Verein zusammenzuschließen. 3n einer Bersamm- tung am 24. September 1873 wurde von 17 Ham>° lungsgehilfen der kaufmännische Verein zu Gießen gegründet. Man stellte sich als Mrfgabe, durch gemeinsames Wirken die Interessen des Kausmannstandes zu wahren and ten iaenüfsenschaftlichen Sinn, sowie dte Geselligkeit unter den Mitgliedern angemessen zu pslegen. Der Vorstand setzte sich zusammen aus Gdm. Wetter als erster Vorsitzender, Heinrich Wallach als dessen Stellvertreter, Emil Schmal! als Schriftführer und Ernst Haas als Kassierer. Am Schluß des ersten Rechnungsjahres zählte der Verein bereits 4Y Mitglieder. Man beschloß, auch die selbstärckigen Kaufleute Gießens um ihre Unterstützung durch den Beitritt zum Verein zu bitten. Diese Einladung hatte den Erfolg, daß bis zum 1. April 1875 bereits 24 Prinzipale dem Verein als unterstützende Mitglieder angehbrten. Sein Hauptaugenmerk richtete der j unge Verein auf die Hebung der Ausbildung und die Erweiterung des Gesichtskreises der Kaufleute. Zu diesem Zwecke wurden zahlreiche Vorträge gehalten über Wechsellehre, einfache und doppelte Buchführ-ung, Handelsrecht, Volkswirtschaftslehre ufw. Eine eigene Bibliothek wurde eingerichtet und mehrere Zeitschriften laufend von dem Verein aehalten, die jedem Mitglied zur Verfügung ftanten. Aus gediegenen Schriften wurden Vorlesungen gehalten und in gemeinsamen Besprechungen Fragen des kommerziellen und industriellen Lebens berührt. Auch öffentliche pvpulürwissen- fchaftliche Vorträge wurden von tüchtigen Kräften gehalten. Es seien hier nur aus den ersten Jahren' folgende Damen von gutem Klang genannt: Professor Dr. Georg Zimmermann über Faustsage, die älteren Faustdichtungen, Grethes Faust, über ^Ihland, über Ribelungen- sage und Ribelungenlied, über Wilhelm Meisters Wanterjahre von Goethe, über den Kaufmann von Venedig von Shakespeare: ferner Professor Robert von Schlagintweit über seine großen Reisen in Rordamerika und über die von ihm mit seinen zwei Brüdern gemachte Erforschung des Himalaja Gebirges: der Kandidat der Thwlogie Krüger aus Bützow gab Vorlesungen aus Fritz Reuters Dichtungen: Professor Dc. S e u f s e r t hielt einen Vortrag über die Reichsjustizgesetze und stud. math Müller erteilte vielen Dereinsmitgliedern Unterricht in der Gabelsbergerschen Stenographie. Die Vorträge fanden auf dem Lahnstein (Rordanlage 9) und im Hotel Prinz Earl statt. Sie wurden nicht allein von den Mitgliedern, sondern auch von dem übrigen Gießener Publikum, das nur ein mäßiges Eintrittsgeld zu bezahlen brauchte, gut besucht. Reben dieser ernsten Dereinstätigkeit fehlte es aber auch nicht an der Würze eines heiteren Vereins lebens. So pflegte man unter Leitung des Herrn Gröninger noch den Gesang und hot den Mitgliedern auch Unterhaltung durch Konzerte und Tanz. 2lm 28. Juli 1876 wurden Emil Schma ll und Ernst Haas in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um den Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt. Am 8. April 1878 zählte der Verein 68 ordentliche, 34 unterstützende Und zwei Ehrenmitglieder. Die Handelskammer äußerte sich in ihrem Jahresbericht für 1876 über den kaufmännischen Verein wörtlich: „ES wäre wünschenswert, daß das gute und nützliche Streben, welches hier verfolgt wird, immer mehr Anerkennung und Förderung In weiteren Kreisen finden möchte." Als Vereinslokal diente daS CafZ Klein (jetzige Wirtschaft Postkeller, Wagengasse 9), dann das Restaurant Bavaria (Sonnenstraße 2), hieraus das Safe Ebel (Durggraben 9) und später wieder der Postkeller. Die Leitung deS Vereins ging von Göm. Wetter auf W. K ö s e r und von diesem auf Fr. Roese Über. Bri seinem 20. Stiftungsfeste, welches am 8. Oktober 1893 tm „Safe Leib" stattfand, zählte der Verein bereits 220 Mitglieder. Die günstigen Erfolge, welche mit den Vorträgen und änterrichtskursen erzielt wurden, führten dahin, daß bei die em Stiftungsfest die Gründung einer kaufmännischen Fachschule näher erörtert wurde. Der damalige Vorsitzende des Vereins K. O r b i g und der Mitbegründer W. K ö s e r erwarben sich um dre Errichtung der Fachschule besonder« Verdienst«. Dem Verein wurden von dem bei der Feier anwesenden Oberbürgermeister Gnauth zu diesem Zweck 400 Mk. zur Verfügung gestellt, und ferner spendete Fabrikant L. Emmelius 400 Mark. Weiter bewilligte die Spar - und Leihkasse 200 Mk., so daß es mit Unterstützung der Gr o h- herzoglichen Handelskammer möglich war, am 27. Äovember 1893 in 3 Zimmern im 2. Stock des „Cafe Ebel" die kaufmännische Fachschule zu eröffnen, der auch ein Lehrlings'hllm angegliedert wurde. Es meldeten sich zu dieser Schule gleich 85 Kaufmannslehrlinge, so daß die Räume im Eafs Ebel zu klein toareit und der Unterricht am 6. Januar 1894 in die oberen Räume der Wirtschaft „Zum Postkeller" verlegt wurde. Der Unterricht wurde von den Lehrern Knauß und Plaut erteilt. Da die Entwicklung der Schule einen überaus günstigen Verlauf nahm, faßte man den Plan, ein eigenes Vereins Haus zu erbauen und die Schule dorthin zu verlegen. Die Stadt Gießen stellte einen geeigneten Bauplatz in der Rordanlage zur Verfügung und die Großherzogliche Regierung bewilligte für die Inneneinrichtung der Schulräume 1000 Mk. Die Großherzogliche Handelskammer. welche dem Verein und der Schule immer ihre wärmste Sympathie bekundete, erklärte sich bereit, zwei Zimmer in dem zu errichtenden Vereinshius für ihre amtlichen Zwecke für 400 Mk. jährlich zu mieten. Der kaufmäirnische Verein hatte nur ein Baukapital von 2000 Mk. zur Verfügung und erließ deshalb einen Aufruf an die Kaufmannschast zu Stiftungen für den Hausbau. Diese Aufforderung hatte den schönen Erfolg, daß 14 190 Mk. gespendet wurden, so daß es möglich war, den Gedanken der Erbauung eines eigenen Vereins Hauses in die Tal umzusetzen. Am 22. August 1596 fand die G.und- steinlegung und am 10. und 11. Juli 1397 die feierliche Einweihung statt. Am 17. Juli konnte die Fachschule mit 59 Schülern des Sommerkurses in die neuen und gesunden Räume ihren Einzug halten. Bis auf den heutigen Tag wird der kaufmännische Llnterrrlcht noch dort erteilt. Der stattliche Reubau hat tm Erdgeschoß neben den Kellerräumen eine große Küche. 3n das Obergeschoß zog die Handelskammer ein, die dort wirkte, bis sie am 20. September 1913 in das neue Handelskammergebäude in der Lonystraße übersiedelte. Das Diblrothekzimmer, das Vorstandszimmer und ein großer Wirtschaftsraum befinden sich ebenfalls tm Obergeschoß. Den Restauratic nsbetrieb übernahm Johannes Rinn, der DaS Lehrlings heim wurde mit dem Uever- gang der Schule an die Stadt auf gehoben. Während der älnterricht in den ersten Jahren der kaufmännischen Fachschule abends stattfand, ging man später zu Rachmittagskursen über. Hetzt wird auch vormittags Unterricht erteilt, und jeder Schüler muß in der Woche entweder an zwei Vormittagen oder zwei Rachmittagen die Schule besuchen, wenn er nicht den Rachweis des lOjätätigen Besuchs einer Schule erbringen kann. Um die Entwicklung des kaufmännischen Vereins und seiner Fachschule hatten sich tm Laase der Jahre eine Anzahl Mitglieder große Verdienste erworben, so daß sie zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Es waren dies außer den bereits genannten noch E. Wetter, W. K ö s e r und W. Wagner. An Stelle des langjährigen ersten Vorsitzenden Emil Horst leitet seit 1919 Heinrich Erle in anerkennenswerter Weise dtc Geschicke des Vereins. Zur Zeit zählt der Verein 335 Mitglieder. Während der verflossenen 50 Hahre hat der kaufmännische Verein eine emsige und segensreiche Tätigkeit entfaltet und mit dazu beigetragen, daß Deutschland einen so großen wirtschaftlichen Aufstieg nehmen konnte. 3n viele junge Kaufleute, die hinaus gezogen sind als Pioniere der deutschen Kaufmannschaft, wurde hier das Samenkorn kaufntännischen Wissens gelegt, das sich draußen in der Welt so herrlich entfaltet hat und den deutschen Kaufmann die große Achtung aller Kulturvölker gewinnen ließ. Wenn auch der Reid anderer Hantelsvölkr, denen diese hervorragende Rolle des deutschen Kaufmanns ein Dorn im Auge war. es fertig gebracht hat, durch den Friedensschluß von Versailles das deutsche Wirtschaftsleben wieder auf viele Jahre zurückzuwerfen, so wird sich doch der gute Geist, der im deutschen Kaufmanns stand steckt, die Achtung gebietende Stelle tm Welthandel durch beharrlichen Fleiß und Tüchtigkett wieder zu erringen wißen. Das wird auch das ernste Ziel des kaufmännischen Vereins von 1873 in Gießen sein, und er wird Mitwirken, daß in nicht allzu ferner Zeit wieder der deutsche Kaufmann Fäden nach al.en Erdteilen spinnt, eingedenk des Kaufmannsspruches: „Die Welt ist mein Feld". heute noch als Hausverwalter und Wirt tätig ist. Die vier Säle des ersten Stocks wurden der Schule und dem Lehrlingsheim überlassen. 3m zweiten Stock befinden sich die Wohn- und Schlaf-- räume des Hausverwalters. Eine schone Terasse führt nach dem Garten. Dieser wurde durch einen Zubruf später noch bedeutend erweitert, so daß darin größere Sommerfeste und Konzerte abgehalten werden können. Unter der tatkräftigen Leitung deS HauptlehrerS Knauß hat die Fachschule einen sehr großen Aufschwung genommen, denn nicht allein junge Leute aus Gießen, sondern auch aus den benachbarten hessischen und preußischen Orten suchten mit Vorliebe diese Bildungsstätte auf. Die Kosten wurden bestritten von dem Verein, dem Staat, der Stadt, der Sparkasse und der Handelskammer. Außerdem wurde ein Schulgeld erhöbet», das in vielen Fällen von den Geschäftsherren den Lehrlingen bezahlt wurde. Der Verein entwickelte sich unter der Leitung seines späteren 1. Vorsitzenden Emil Horst immer weiter und erwarb sich eine große Wertschätzung und Anerkennung durch seine vielen lehrreichen Vorträge, die immer gut besucht waren. Alm in diesen Vorträgen recht Gutes bieten zu können, schloß er sich mit dem Ortsgewerbeverein zu dner Vor trag-Vereinigung zusammen, der sich vor einigen Zähren noch der Gvethebund zugesellte. Die reichhaltige Bibliothek, deren Benutzung für die Mitglieder kostenlos ist, wird sehr rege in Anspruch genommen. Am 28. September 1913 feierte ter Verein in Steins Saalbau sein 40jähriges Stiftungsfest in größerem Rahmen, zu welchem neben een Spitzen der Behörden zahlreiche Mitglieder und Gäste erschienen waren. Dr. Gustav Stresemann, D-erlin-Dresden, unser voriger Reichskanzler und jetziger Minister des Aeutzern, hielt batet einen Vortrag über das Thema: „Der Kaufmann und die Weltwirtschaft". Geh. Kommerzienrat Heichelheim und Hauptlehrer Knauß wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und 19 Mitglieder, die schon viele Jahre ihre Treue dem Pevein bewahrt hatten, durch ■Uctetteldjung von Diplomen geehrt. Außerdem erhell ter erste Vorsitzende Emil Horst eine kesontere ilrJunte. Der Krieg forderte auch von dem Verein große Opfer. Viele Mitgl.etec wurden zu den Fahnen eingezogen, und mancher kehrte nicht mietet- zurück. Das Vereinshaus wurde während des Krieges zu Lazarettzwecken beschlagnahmt und der älnterricht daher in die Stadtknabenschule verlegt. Rach Beendigung des Krieges mußten die Räume innen erneuert werten, bevor f’e wieder zu Schulzwecken benutzt werten fcnntui. Da die Stadt Gießen auf Grund des neuen Schulgesetzes die Schule in eigene Verwaltung übernahm, so mußte ter Verein, wenn auch schweren Herzens, die ihm so lieb gewordene und ans Herz gewachsene Fachschule abtreten. Er sicherte sich aber im Schulvorstand durch Vertretung des Vereins und ter Kaufmannschaft Einfluß auf die Führung der kaufmännischen Fortbildungsschule, wie sie seit dem .lletergang am 1. Oktober 1922 heißt. Rektor Knauß leitete auch die Schule noch kurze Zeit als städtische Anstalt und trat am 1. April 1923 nach 30jährigem treuen, segensreichen Wirken von der Leitung zurück. Lausende von jungen Leuten haben unter seiner Führung mit Hilfe eines tüchtigen Lehrerkollegiums in ter kaufmännischen Fachschule eine ausgezelchttete Vorbildung für ihren Berus genossen. Eine Anzahl ter guten und bewährten Lehrkräfte von ter alten Fachschule ist in die neue kaufmännische Fortbildungsschule mit übernommen Worten. Die neue Schule wird jetzt von Hantelslehrer Dr. Feld t geleitet. Preisausschreiben für Frauen Tomor * nna by ‘ oisirs MWWWM <1 Jt Feinfte mandelmUdi-PHanzenbutfer-IIlarflarine hergelt. unt. streng ritueller HuHldit Sr. Ghrw. Henn Rabb. Dr. B.Wolf,K0ln Auskunft u. Vorverkauf von Meßaaswelsen im Zigarrenhaus 8. Loeb, Gießen, Bahnhofstraße 52a, Fernruf 2196. für die Pefaditage — stets krisch zu haben bei: —■> er tauscht schöne i-WM-WlW mit Zubehör in Gießen mit gleicher Wohnung in Hanau. Angemessene Entschädigung kann evtl, gezahlt werden. Schriftliche Angebote unter 018483 an den Gießener Anzeiger. 3enny Speier Ww.L"'"Äh"1"' 3n allen anderen PcfcldlWQrCn halte mich beitens empfohlen. h WtzeMk Marke..Künllen" L.Oriliinnlfabrik- preis btt „l9«t MW Wer Marktstraire 21 Babnboistr. 43. 6 teciple lir M la emaill. Ware mit Deckel, sowie meine anderen Reklamepreise nur noch diese Woche. oistss R. Mase Nachflgr. Bahnhofstraße 43. WUKA ■«'<1 Wir geben im Sommerein neues Rezeptebuch für die Herstellung guter Milch- und Rahmspeisen für Kinder heraus, für welches wir gediegene und leicht ausführbare Rezepte suchen 50 Preise beginnend mit 10», 50 und 25 Dollars (1 Dollar — 4,20 Goldmark). Man fordere: Alles Nähere für das Preisausschreiben Im Gießener Anzeiger kostenfrei durch: Deutsche Milchwerke A.-G., Zwingenberg (Hessen). verschiedene Sorten In Waggon und per Fuhre In detail ab meinem Lager preiswert abzugeben. Peter Schepp, 5aasen Kartofselhandlung 217öd Telephon Gründers Nr. 5. Fahrten jeder Art werden ausgeführt WM-WWM Gießen Süd-Anlage 7 018475 Telephon 1341 Gie Fraim 1 önnen sich bau-ffi ernb vor den sc> n la'ifginDetbau-gl ungsftörungen K । nd dadurch ver ■ ursachtem flopf- ■ web, 9tetD0|ität, H 9ipp Htlofigttb ■ ufw. durch täg- H UchenBenutz von ■ Stett ner SU ■ monebrot bc- w wahren. K Aerzll. emplohlenS Zu hoben bei: 8 Paul Scholz | I Reformhaus ® Krcuzp'atz 5. B I «miD ■ frische deutsche Ware von 1,34 an bei hum MW Wsser Marktttraßc 21 Balmbofktr. 43. MsllSMW dCondtlsschulc giessen Telephon 2064 Goethestraße 32 Telephon 2064 Gründliche Vorbereitung für Herren und Damen jeden A iters für den kaufmännischen Beruf Für die schulentlassene Jugend empfiehlt sich der Besuch der Kurse auch zur Vervollständigung ihres allgemeinen Wissens Geschlossen durchget. Halbj.-,Jahresklassen, Höh. Handelsklasse Einfache, dopp. und amerik. Buchführung, Handelskunde mit Schriftverkehr, Geschäftsorganisation, Werbekunde, kaufmännisches Rechnen, Bürgerkunde, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsgeographie, engl. undfranzos. Briefwechsel, Maschinenschreiben, Stenographie, Schönschreiben Beginn des neuen Schuljahres für alle Klassen am /. Mai d.Js. Anmeldungen werden täglich entgegengenommen Verlangen Sie sofort kostenlos unsere ausführlichen Prospekte. 41Ma In den __ Palast-Lichtspielen die Tragikomödie Alles für Geld Emil Jannings, Dagny Serwaee und Reinhold Schfinzel garantieren für ein hervorragendes Werk, welches in allen Großstädten mit beispiellosem Erfolg wochenlang aufgeführt wurde. Anfang 6 und 8.10 Uhr bis einschHeBlich Donnerstag. 2191c Junges Me°D Mädchen zur Hilfe beim HauSputzen auf vier Wochen per sofort gesucht. Dahnhofstr. 50 II. SteHengesüche| Suche für meinen Sohn, der Ostern die Scimle verlaut, ww auf faufm. Bureau. Schrifti. Sinnebote unter 018490 nn den Gieb. Anz. erbeten. tüditifl. KiMti perfekt in Küche und HauSH., sucht Stelle für tagsüber. 0IM7. Steiustraste 54 L Für meinen Lohn, der Ostern aus der Schule entlassen wird, suche ich Stelle als fanfmanntf^ec Lehrling. Kolouialwaren- brandie bevorzugt. Schriftl. Annebote unter 2170D nn den Gies;. Shu, erbeten. Zunge Zrau sucht taneüber oder einige Stunden des TngeS veschästigung Näheres 018499 Krofdorf. Str.» v. An selbständiges Arbeiten gewöhnter, strebsamer, arbettsfreudiger Bankbeamter 30 Jahre alt, verheiratet, Kenntnisse in Maschinenschreiben u. Stenographie.möchte sich in geeignete Position im Handel oder Industrie verändern. Da streng seriöse PersonBertraucnsstelle bevorzagt.Schrtft- lirlie Angebote mit Gehaltsangabe unter 018500 an der Gtehener Anzeiger erbeten. |Verschiedenes! rlche ältere Glaubensschwester ist bereit, einem 5 ijäbr. ötrmitiü. gläubigen Ma ute leine noch hübsche jngendl. Erscheinung) wieder Sonne inS Haus zu bringen? Wohne m. erro. Sohn in eig. HauS. Sckr. Ang. mit Bild u. 2171V a. d. G. A. Strengste Verseh«. xagesagL Fuhr- leistungerr übernimmt 018484 Georg Eimer, Kirchenviatz 9 Stadttheater Dienstag,25 Marz von 7 bis 9'/« llbn ZO-DientHfiq-Hö.-DriL statt „Der Grak von Lnrcmbura" Drei alle SlbaAeliL Operette von Walter Kollo. Klaus Kersting . . . Curt Richter. 5. Fräulein Annemarie ÄÄM (obere Partie) geprüfte u. diplomierte Tanzkünstlerin, hat sich das beliebte, bewahrte und weltbekannte Kukirol-Fußbad gekauft, um es zu versuchen 'und ist entzückt davon, denn es stärkt die Nerven und Sehnen, verhütet Fußschweiß, Brennen, Anschwellen undWundwerden der Füße, ist ein wunderbares Fußpfleaemittel und für I 'amen und Herren, die auf Körperpflegehalten,ganz unentbehrlich. Nachdem sich das Kukirol-Fußbad so vortrefflich bewährt hat, zweifelt sie nicht mehr an der Wahrheit des Sinnspruchs: „Hühm raiigen groß und klein, beseitigt Kukiiol allein“ und gibt ihren Hühneraugen mit derselben Seelenruhe den Abschied, wie sonst ihren Verehrern. Binnen drei Tagen sind sie (die Hühneraugen) schmerzlos und gefahrlos erledigt, als wären sie nie dagewesen. Kukiiol und Kukirol-Fußbad sind in allen größeren Apothe ken und wirklichen Fach-Drogerien zu dem überaus billigen Preise von nur 00 Goldpfennigen je Packung zu haben. Einige kurzsichtige und gewissenlose Geschäftsleute führen Kukirol nur zum Schein, um die Käufer anzulocken, und versuchen dann, ihnen minderwertige Ladenhüter aufzureden, an denen sie für den Augenblick mehr verdienen. Meiden Sie solche unreellen Geschäfte und achten Sie beim Einkauf genau auf den Namen „Kukirol“ und die Schutzmarke „Hahn mit Fuß“. Wichtig! Verlangen Sie die aufklärende und überaus lehrreiche Broschüre „Die richtige Fußpflege“, die wir jedem Interessenten kostenlos und portofrei zusenden. Unsere, unter der Leitung eines Sanl- tätsrates stehende „Wissenschaftliche Abteilung“ erteilt gegen Einsendung von Rückporto kostenlos Rat und Auskunft über alle Fragen, die sich auf Fußpflege und Fußleiden beziehen. 1180c KuM-Fabrik Groß-Salze 246 hei Magdeburg. Betrifft unser Preisausschreiben. Das Ergebnis unseres großen Preisausschreibens (1. Preis: 1 fettes Schwein) wird bis spätestens Mitte April veröffentlicht werden. Die Verteilung der Preise erfolgt sofort nach der Entscheidung, die Anfang April getroffen wird. Kukirol-Fabrlk Groß-Salze bei Magdeburg. Nidda, den 22. März 1924. 0194*4 Wege innigsten Dank. 018479 IO miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiui)iiiiii Einfache evangelische Wirtschafterin cc u 1 bis 2 kleine Lagerräume für Terlilwaren gesucht. Schrift l Angebote unter 018363 a. d (illen. Anz. erb. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Käthe Kratz, geb. Altvater. Für die vielen wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim plötzlichen Hinscheiden meines liebevollen Gatten und unseres guten Vaters sagen wir auf diesem Danksagung. Für die außerordentlich vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Oeiss. WeWücr. Sirfpalt oder Raum, dcr sich dazu cinrichlcn läßt, mi mieten gesucht. Näh. 018495 MilMlg 31. Für die vielen Beweise herz- licher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir Allen, sowie dem Männer- chor Harmonie-Gemütlichkeit auf diesem Wege innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Otto Werner. oder älteres, selbständiges Mädchen zur Führung meines Haushaltes (3 Kinder) SBfucht. Erfahrung in allen Zweigen des Haushaltes, Freude an Gartenbau. Liebe zu Kindern sowie Selbständigkeit Erfordernis. da Hausfrau berufstätig, z. T. abwesend. Es handelt sich um eine Stellung, die dauernd ist und volles Der- bedingt. Kein Geschäftshaushalt. Zuschriften unter Z 373 an „Sie euer Zeitung“, Siegen i. W. 2187D wird ein an intensives Arbeiten f gewöhnter, mögt fachkundiger u. mit d. dort. Geschäftskreisen beste r Beziehungen unterhalt. Herr als VERTRETER gegen Gehalt, Spesenzuschuh u. Gewinn beteilig, in augon.Daner- slellg. gesucht. Geil, i'lnacb. m. . auöfülnL Darleg. der geschästl. Berhältn. u. F. T. 10052 an Al«- Ha«323«teln «.Vogler, Fraakt/DI. Mrs-W«. Gesucht in (Biegen bessere 5-Iimmer« wohnung geg. 4—6-Zimmerwohnung in Hanau. Schrift!. Angebote unter 018489 an den Gießener Anzeiger, iiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiminiimmiiiiiiiiiiiiiiiiimmiimiiiiimi >^ür alteingeführteS HauS der Äobedarfsbranche FreimHeick Wohnung gegen Abfindung zu übernehmen gesucht. Schrift!. An sich. nnt. 2194D an den (siicsr. Anz. llnmöM. Zimmer «da eigene Möbell oder ntööl. jjintnttr aegen gute Bezab- ing von beruf«» iiincr Datue bei tter tXannüe neid)!. Schriftl. Angebote unter 018137 a. d. Gtest. Arn. erb. Bcainter sucht titiflith möbliertes Zimmer Wäsche vorhanden Schriftl. Angebote unter 018491 an den Giest. Anz. erbeten. Ehepaar sucht möbl. Zimmer mit 2 Betten. Schr. Ang. u 2193D an den Giesi. Anzeig. Jüngeres |Z Mädchen Tüchtige tüchtige 018482 1 018497 gesucht. Hotel Victoria. ^Stellenangebote] Ein llellner- lehrling Stütze für den Haiish. ges. Mädchen uorh. Sdir. Angeb. unter 2190D an den Gien. An». Miiferin AlmlS) W Sclicrswkg 70. Tücht. leistungsfähige Vertreter ohrr Fra« y für Mittwoch und Samstag vormtttag zum Putzen gesucht. Stau Klein. Schiffeub. W^eg 43 I. PapLrgroühandlnrrg 211 Oss sucht sachkundigen, bestens eingesührtett Vertreter Austtihrl. Offert, nnt. F. L. W. 8392 an Rudolf Mo sic, Frankfurt am Main. Per 1. April kinderliebes Wi für tagsüber zn Kindern ges. 2184D MfOtfL 71 v. gfifireniie Weinbreiuiereien Likör- ililö ßiitnttnfoint sucht an allen gröberen Plätzen Vertreter bzw. Generalvertreter. Ls bandelt sich um fauulicbe SpiHtuofen, (' ssenzen, Grirakie und Syritve für die ^iiiiouadenberstelliing, sowie sämtliche Essenzen, Ertrakte und andere verwandte Artikel für Schokoladenfabriken und Konditoreien. Es wollen sich mir Herren bewerben, die nachweislich bet der einschlägigen Kundschaft (Wirte, ^-einkottgefchäste, Konditoreien, Mineraiivasser Fabriken, Sdtokol idensabriken uftu.) beitend etngefübrt sind und für groneUmsatzegarantieren können, ^weitestgehende Hilfe durch Ne- klaiuemittel, Flugschriften usw. steht zur Bersngung. Hohe Prov. bei zufriedenstellender Veistnitg wird zngesichert 121731) Offerten nnt. V. 3323 an die Ana.- Expaäit. E.Vendel, Münster i.W. Tücht., zuverlässiger 3eltunn5u?r!äufer nicht uni. is Wahrem geg fest. Lohn und Protiision kann sof. eingestellt werden. Herfo. Ann.-Erved., Plockllr. ">. 2185h Für erstklassige Versicherungsgesellschaft der Sach- und Lebens- brauchen suchen wir zum Ausbau der Organisation in Hessen und Nassau gewandte und gut eingeführte IMrti W.WM gegen höchstes Gehalt und Spesen bezw. Provision. Weitgehende Unterstützung wird zugesichert. Meldungen erbeten am Dienstag, dem 25. März 1924, nachmittags 2-6 Uhr, in Giehen, Hotel Viktoria, bei Herrn Subdirektor Schutz aus Siegen. 018496 Naher gelegenes Hochofenwerk sucht möglichst zum sofortigen Eintritt einen tücht. Beamten im Alter von zirka 35 Jahren, erfahren in Buchhaltung, Betriebsbuchhaltung, Erzeinkauf und Aoheifenverfand. Schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften und Gehaltsanspruchen unter 2089D an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers erbeten. Solides, durchaus erfahrenes, zuverlässiges WW in Land psarr HauS sofort aefucht. Gehalt nad) Leist, bis 30 Mk. Lchr. Sinneb. nt. Leben l. u. Zeunn. u. 2188D a. d. G. Anz. für landwirtschaftliche Artikel gesucht. Derselbe mutz Schlosser ober gelernter Schmied sein, hoher Verdienst gesichert. Schriftliche Angebote unter 018498 an den Giehener Anzeiger erbeten. Mehrere saubere, fleißige Mädchen als WMMW sofort oder bis 1. Mai in Saisonstelle bei hohem Prozentlohn gesucht. Angebote mit Zeugnisabschriften erbet, an Aord-Hotel. Dad-Aauheim. [2186D MMe Wolle sucht Weae nitMItllM der Nahrungsmittelbranche zur Erweiterung ihrer Derkaufsorganisation. Herren, die bisher schon erfolgreich reisten, haben Gelegenheit, sich eine WWW WM«« zu sichern. — Auch werden gutempfohlene, gewandte Verkäufer in die Reisetätigkeit eingeführt. Ausführliche schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften unter 2110D an den Giehener Anzeiger erbeten. die im Abändcrn v. Tameiifonicftion selbständig ist, per sofort gesucht. ««"7- I. Pfeffer Marktplatz. MWS ’ß liüei für 1. ob. 15. Avril gesucht. Borzustellen 3—5 Uhr nadnuitt. 3rca vr. fiotierdetf öranffuner Str. 36. Wir kaufen alle chemischen Zeitschriften Berichte d ehern.Ges.. Chem.Zentralblatt, Liebigs Annalen usw. ..LITERA“ A.-G. L d. ehern. Industrie, Darmstadt. Für den Wiederverkauf unserer Elektrokarren „Eidechse" Trittbreltlentzer (D. R. P.) die als neuzeitliches preiswertes Kleintransportmittel für Industrie, Handel und Verkehr, dank ihrer technisch vollkommenen Ausführung während der letzten Leipziger Messe durchschlagenden Erfolg errangen, suchen wir für den Grotzbezirk (Bieben einen WOW AMMWl. Geeignete Ausstellungsräume in verkehrsreicher Lage, großzügige Verkaufsorganisation und Dorführungsmöglichkeit, sowie garantierte Abnahme einer Mindestanzahl der Wagen machen wir zur Bedingung. Um ausführliche schriftliche Angebote mit Referenzen bitten Adolf Bleichert & To., Leipzig-Gohlis. Man verlange Prospekt 585 2166ss f. Damenkonfektion Pr.soforicvtl.später gesucht. 018477 3. Pfeffer Marktplatz. Für mein Lebensmittelgeschäft suche Die Insel der verlorenen Schiffe“ 2176c Lichtspielhaus Heute: WOO-WS Montag, 24. März 1924 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberyessen) |tr. 71 Zweites Blall Trrrfr. 22. Mär, KKusfen Der- fiter kann den kleinen Sänwern in feinem Garten und es nicht davor zu bewah^n, daß es darauf - ' . !'( , ? . , OJ PTT t TT1 IlBf Banknoten. (Uhne • -ahr.) kann den kleinen Säng-ern m seinem warten eine Ristgelegeaheit leicht bieten, wenn er z. B. wieder natürliche Hecken schaffen möchte an Stelle der heute so beliebten und doch s) unschönen D.a h te i nzäurm ngen. Weisern Hecken werd nal" meldet aus San Remo, daß die offizielle Derlobung der Prinzessin Mafalda von Italisr mit dem belgischen Kronprinzen unmittelbar be* vvrstehe. — Kronprinz Leopold ist 1901 geboren, feine Verlobte, die zweite Tochter des König- vcn Italien, ist 23 Jahre alt. Derkehrsstreik in London. London, 22. März. (WB.) Alle Straßen- bahner- und Autvbusangestellten sind um Mister- nacht in den Streik getreten. Infolgedessen entstand kurz vor der Einstellung des Verkehrs ein starker Andrang der Theaterbesucher und der übrigen Spätheimtehrenden auf diese Verkehrsmittel. Bisher machte sich der Streik nur für die Aachtarbeiter bemerkbar. Seine volle Wirksamkeit wird er erst heute vormittag für di« Geschäftswelt entfalten und heute nachmittag für die Tausende, welche zur Teilnahme an den Tubballwettkämpfen fahren wollen. schneit oder regnet, diese Maßnahme dient nicht dazu, unsere Vogelwelt zu schuhen, sie stellt im Gegenteil eine Gefahr für sie dar. Geschützte Wintersutierplütze, wie das von Berlepsch abgebildete Hessische Futterhaus, bieten den Vögeln nebenher auch noch einen geeigneten Unterschlupf und wirken auch auf diese Weise segensvoll. Auch die Futterglocke und die Vruhnsche Meisendose Spannung vom Tempo rasender Automobile und der fieberhaften Leidenschaft großer Wettrennen ersül.t, tst dieser krastvuste Sport- uird Automobtt- rtmon die erste starte Probe eines noch unbekannten Autors. Aber nrcht nur ein sensationelles Buch liegt hier vor, belebt von aufregenden Gefchehnissen und einer bis zum Schlug. feHcln- den Handlung, nicht nur ein seiner, fesselnder Boman der uns nach Amerika führt an die Zentraipunkte der Technik und Industrie, in die amerikanischen Aiefenbet i.be der <>“Mlrietonlg^ oder nach Paris und nach den großen Städten des europäischen Kontinents, sondern auch ein Buch das reich ist an innerem seelischen Gr° leben'. Der sympathische Typ des d m.scheu Iw gcniciirä mit seiner schaffensfrohen Gründlichkeit und seinem lebensfreudigen Herzen ist der an- ziehende Pol einer Reihe bunter wechselnder Gestalten die hier im Wirbeltanz des Lebens rasch Aeslektant, da dort die Reichsgetreidestelle die Mühlen mit Ware belegt hat, die neuerdings auch nach Süddeutschland Ware abgab. Wie für Brotgetreide, so war auch für Gerste und Hafer die Tendenz 'schwächer. Ebenso lag das Geschäft in Mehl und Kleie wieder lustlos. Man notierte Getreide und Oelsaaten per 1000 Kilogramm (sonst per 100 Kilogramm) ab Station: W.izen, Mark. 168- 174 Acggen Märk.l3ö—140, Pomm. 130 bis 135 Westpr. 129—132. Gerste. Sommer, Mark. 166-183 Sutter 150-160. Hafer. Mark. 116 biS 124. Weizenmehl 24*/2—27, Rog.;enmehl 22'/, bis 23l/o Weizenlleie 11—11,20, Aoggenkl re 8,60 bis 8.70, Raps 310. Leinsaat 410—415, Erbsen. Drsto- tia 28—29 Kl. Speiseerbsen 17^/z—18, Futter- erbsen 14-14', z, Prluschlen 12-13, Qlderbubnen 16-17 Wicken 14-14'/,., Lupinen, blaw: 13—14, Lupinen gelbe 16—17. Ser i.ella 14 15 Aaps- lalei 1'160—11,£0, Leinkuchen 22 4—23 Stockn = sch'i'.el 9 20 Dvllw. ousterschnihel 17—22, Torf- melasse 8 20—8,40, Kartoff-elflocken 20. Wie sollen wir Vogelschutz treiben? Don Dr. H. W. F r i ck h i n g e r ° München. Daß in unserem materialistischen Zeitalter jede Gelegenheit begrüßt und gefördert werden muß, die den Menschen zurückzuführen vermag zur Freude und Liebe zur Ratur, welcher Ein. sichtige hätte den Mut, dies heute noch zu bestreiten? Die Beobachtung keines Wesens aber wird unA mehr Freude lehren an ber Tlatur, als die Betrachtung der lieblicken gefiederten Sänger, die Wald und Feld erfüllen mit ihrem anheimelnden Wesen und ihren stimmungsvollen Strophen. . Der Schritt von der Beobachtung der -öagd- welt zu ihrem Schuhe ist kein großer. Aber nicht allein aus solchen ethischen Gründen muffen wir dem Vogelschutz das Wort reden, auch sehr praktische Erwägungen führen uns, ich möchte sagen, zwangsläufig, zur Llnterstützung der Bestrebungen des Vogelschutzes: gehören doch die Vogel zu den eifrigsten Feinden der zahlreichen Schädlinge aus dem Insektenreiche, die in Garten, F ld und Wald unsere Erträgnisse jahraus jahrein in nicht geringem Grade schmälern. Vogelschutz zu treiben, ist deshalb eine Maßnahme, dessen Erfolg freilich nicht von heute auf morgen in die Erschei- nung tritt, deren vorbeugende Bedeutung für den Pflanzenschutz aber mehr und mehr unbestritten ist. „ , . Vogelschutz zu treiben, sind wir alle in der Lage, das lehrt die Lektüre eines vor wenigen Wochen erschienenen Bandes, der den weit über Berliner Dorfe. Berlin, 22. März. (Wolff.) Börsenbericht. Wie gewöhnlich an Samstagen waren auch heute die Anforderungen am Devisenmarkt etwas geringer, so daß fast leine Veränderungen in den Kursen und Zuteilungen einzusteten brauch^ ten, mit Ausnahme von Wien, Dudapeft und Jugoslawien. für die letztere etwas eingeschränkt wurden. In der bisherigen Erholung des Frankenkurses ist ein Stillstand und ein leichter Ruck- schlag eingetreten. . Für Effekten waren für die wenigen genannten Papiere durchweg niedriger Kui-s zu hören, was in Börsenkreisen als Zeichen dafür aufgefatzt wird, daß das Angebot noch nicht erschöpft ist. DevifrnmarU Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mart auSgedrüctt. BuenoS-AlreS. London, Reu- bort. Japan, Rio de ttenefro für Hne Embettz Men und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.)______________ Die Plaidoyers im Hitlerprozetz. München. 22. März. (WTB) Am zweiten Tage der Plaidoyers ergriff der Verteidiger Dr. ^D^erS. Reichsanwalt Dr. Holl das Wort. Der Hauptgrund zu den Ereignissen am 8. Aovemb^ steht Holl in dem Schanddokument von Versailles. >Mit Aachdruck bestreitet ter .Berteid ger. daß der >wahre Grund für die E.nchtung des Staats- kommissaiiats ein angeblicher Putsch der Rastv° nalsoziali'len g-wesen fei. Bei ^Errichtung des Generalstaatskommifsari^ts haadcle es sch um d e Abrechnung mit den Aovemberverbuchen, um die -Aufnahme des Kampfes gegen Berlin, m dessen Verlauf General Los o w zum Meuterer wurde Mit der Durchführung des Kampfes grmrde auch die Reichsvorfassung in Bayern von Bayern zerschlagen und damit sei überhaupt ein Hochverrat gegen diese ReichZverfassung begrifflich in Bayern gar nicht mehr denkbar. Der Verteidiger legt dann dar, daß tatsächlich Kahr, Lossow und Seißer dcn Maisch nach Berlin wollten. Zur Tat des Angeklagten Dr. Weber übergehend, bemerkt der 'Derteidi er zusammen- fassend, Weber habe rücksichtslos bekannt, daß er bei der Besprechung am 7. Aovember mitgewirkt. Was später geschehen sei, habe Dr. Weber nicht gewußt. Dr. Weber war bereit zu handeln im Sinne Des Losfowschen Staatsstreiches, des Ce'rßer- fchen Direttoriums und des Kahrschen Druckes. LI irrichtig aber sei, daß er den m litärischen Apparat des Kainpfbundes auf das Unternehmen «n- oestellt und die Besetzung der wichtigsten Gebäude durch den Kampfbund angeordnet habe. Ferner sei unwahr, daß Dr. Weber ein gegeben^ Wort nicht gehalten habe. Das ganze Gefühl des Volkes sträub.e sich dagegen, daß die Tat der Angeklagten als Hochverrat verurteilt werden solle Weiter behauptet der Verteidiger, daß eine Verfassungsänderung überhaupt nicht vor- genommen wurde, es wurde lediglich versucht, gegenüber dem Reich eine P e r s o n a la nd e - rung herbeizuführen. Es fehlte den Angellag- tat auch der Vorsatz und die Einsicht der Rechts- totbrigfeil Millionen und Abermstlivnen von Deutschen erwarteten den Freispi-uch. Dr. Hott schloß: Geben Sie durch Ihr Urteil unserer nationalen Jugend den Glauben an ihr Vaterland wieder zurück Geben Sie die Fähiger ihnen zurück, die berufen sind, zu kämpfen für die Große des deutschen Vaterlandes. — Die Sitzung wurde darauf auf Montag vormittag verschoben. Deutschlands Grenzen hinaus bekannten Der tretet der Dogelschutzbestre'oungen Dr. h. c. Hans Frei Herrn von Berlepsch-Burg Seebach (Kieis Langensalza) zum Verfasser hat. Sn diesem Buch legt Freiherr von Berlepsch seine, wenn ich so sagen darf, ornithologische Ledens» beichte nieder. Auf zalreichen Reisen, die ihn in die tropischen Urwälder Südamerikas ckbonfo wie in die Arktis, nach Spitztergen und der Bäre.^ infel nach Süditalien und Rordafrika, wie nach Ungarn und an die deutschen Meeresküsten führten, hat der Forscher immer mit eifriger Liebe die Dogelwelt studiert und die natürlichen Vogel- schutzmaßnahmen sich in mühsamer Arbeit heraus- gerne abgelesen werden. Für die Höhlenbrüter eignet sich nicht, wie viele bisher anuahmen, jete ausgediente kleine Zigarrenkiste, in die man ein rundes Loch schnitzt, zum Ein- und Ausfliegen, und die man dann auf irgend einer Stange oder am Hause auf- hängt. Stare freilich nehmen diese Risthöhle an, aber ihre Brut geht häufig ob der unnatürlichen Verhältnisse, die in jhnen herrschen, elendiglich Kugrunite. Freiherr voii Berlepsch (at selbst Rist- höhlen ausgeprobt, die heute seinen Rainen tragen und die, wie all-: Maßnahmen seines Togelschutz'ts, der Ratur al-gelauscht sind: die Specht höhle hat den Dorwurf gebildet für die natürlichen Der- lepschen Risthöhlen, tne von der Firma Hermann Scheid, Düren i. Wests, hergestellt werden. Auch in ter Anlage von Winter-Futte. Plätzen wird nicht weniger gesündigt, als beim Aus- Hängen von Ristkasten. Eine G.undoedin jung muß tete Winterlütterungerfüllen: das Futter muß unbedingt bewahrt werden vor Rässe. Irgendwelches Futter auszustrsaen sind zu empfehlen. Der dritte Punkt eines wirksamen Vogelschutzes ist der Schutz der Vögel vor ihren Feinden. Als deren gefährlichste sind die streunenden Katzen zu werten, ihr Abfangen geschieht am besten durch die Katzenfalle. Gefährlich für den Dogeischuh ist auch der Spatz, auch dellen Qlb- fang, der freilich nicht so ganz einfach ist, empfiehlt von Berlepsch Dagegen sind die Raubvögel mit einziger Ausnahme des Hühnerhabichts und des Sperbers, keine Feinde der Vogelwelt, im Gegenteil, sie sind nützlich und deshalb zu schonen. Hühnerhabicht und Sperber dagegen kann man durch vernünftigen Abschuß kurz halten, am die Vogelwelt vor größerem Schaden durch sie zu bewahren. Im Rahmen eines kurzen Aullahes ist die Frage „Wie sotten wir Vogelschutz treiben?" natürlich unmöglich erschöpfend zu behandeln. Zweck dieser Zeilen sollte auch nur fein, dahin anau- regen, durch dieses prächtige. Har und überzeugend geschriebene Handbuch des Vogelschutzes unseren verehrten deutschen^Altmeister Freiherri« von Derlepsch uns Führer sein zu lassen in allen Bestrebungen des CöoaeUdMituxt Mrorttn Waten...... • • • ffrcmjöfUchk Nate« Daui'Lr Noten ....... «Lwedtzchr Noten ....... Halländllcyt Roten ...... Deuilch-Lesterrelch. I 100 Urem Bmcrlfanildie sJleicn...... Gngltschr Raten (ilnlleuHthe Raten ...... Betatsche Raten • Nnaartsche Raten ....... Ltch-choslowaktsche Waten. . . • Roriveattchc Roten RuuiäntsL« Rote». .....•• HvautlLe Waten .... jüngsten Sitzung des Roheisenverbandes wurde seitens des Geschäftsführers mitgeteilt, daß die Rachfragen nach Roh ei en in den letzten Wochen wesentlich zugenommen haben. Der Druck der ausländische Konlurrenz habe infolge des Steigens des Frankenkurses nachgelassen. Die Preise des ausländischm Roheisens seien daher heute wesentlich höher. Mit Rücksicht drvautz daß die heutige Aohcisenfabrilation für alle Werke verlustbringend ist, wurde beschlossen, die Preise der Roh^ cis en werke für Hämatit. Gießereiroheisen 1 und 3, Spiegel- und Ried.-rländer Zusaheisen für alle Derkaufsgcbiete um 3 Mark pro Tonne mit so- for iger Wirkung zu erhöhen. Andere.seits wurde beschlossen, den Abnehmern mit Dezug auf das Zahlungsziel weiter entgegenzukommen. - Bildung des „Gotha-Konzerns l m D e r s i ch e r u n g s we s e n. Die beuen gru- ten Gothaer Dersicherungsunternehmangen, bu Gvthaer F uerversicherungsbank A. G. and dir Reue Gothaer Lebensversicherungsbank A G b - absichtigen, unter völliger Wahrung ihrer Se.b- tändigkeit, insbesondere zur produktiveren Ge- ialtung ihrer beiderseitigen writverzwrigt.m Außenorganisationen, eine Arbeits- und Interessengemeinschaft einzugehen. In diese soll auch die Gothaer Transportversiche-.ungsbank A G., die Tochtcrgcsellschcist der erstgenannten Unternehmung, eingeschlosfen werden. Der weitere Ausbau des Konzerns ist bereits angebahnt. Del der Weltgeltung, deren sich die Gothaer Dersicherungsunternehmangen zu erfreuen haben, stellt tiefer Dorgang ein b^reutendes Errignis im deutschen Versicherungswesen dar. * Der französische und der belgische Franken. Havas berichtet aus Brüssel: D.e „©ajette“ veröffentlicht ein Telegramm aus Paris, wonach geblaut s i, die Kurse des französischen und des belgischen Franken miteinander in Emllang zu bringen Drr Zweck solle der sein, die b.iden Währui^m gegen Angriffe zu sichern und den Kurs allmählich zu heben, und zwar ohne älnkerstühung durch das Ausland. Wirtschaft. Die Arbeitsmarktlage im besetzten Gebiet. Die Arbeitsmarttlage im besetzten Gebiet hat -sich in den letzten Wochen weiter gebessert. De- londers im Düsseldorfer Bezirk hat die Wiedereröffnung der Betriebe gute Fortschritte gemacht. Sehr ungünstig ist die Arbeitsmarltlage noch im Bezirk München-Gladbach-Rheydt. Im östlichen Teil des besetzten Gebietes sind die Erwerbslosenziffern nicht unbeträchtlich zurückgegangen. In Wanne ist im Zeitraum der letzten Wochen eine Verminderung der Erwerbslosenziffer um 10 Proz. erfolgt. In Witten, wo allerdings die dort vertretene Glasindustrie noch vollkommen still liegt, ist ein Rückgang um 20 Proz. zu verzeichnen: in Bochum, Gelsenkirchen und Dortmund hat die Erwerbslosigkeit um rund 15 Proz. abgenommen usw. In Oberhausen-Hamborn sind die Rückgänge teilweise noch erheblicher. Sehr trübe sieht es allerdings noch im Siegerland aus, das besonders unter seiner ungünstigen frachtlichen Lage S leiden hat. Das größte Siegerländer Werk, e Geisweider Eisenwerke, liegt nach wie vor vollkommen stlll. Ob die Besserung der Arbeitsmarktlage in dem Tempo der letzten Wochen anhalten wird, ist zu bezweifeln, da der höchstmögliche Produktionsgrad der Werke jetzt erreicht zu sein schemt. # • Der Rentenmünzenumlauf. Der Rentenpfennigumlauf beläuft sich wie verlautet, zur Zeit auf 40 Millionen Rentenmark. * Einführung der Haftpflicht bei der Regiebahn. Wie von der Düsseldorfer Handelskammer mitgeteilt wird, hat die Regie mit Wirkung vom 16. März ab die Haktpflicht für Verspätungen, Verlust, Verminderung oder Beschädigung des Gutes eingeführt. Die Regie haftet nicht für Schäden, die aus Störungen der öffenllichen Ordnung zurückzus ühren sind. Der zu erstattende 'Höchstbetrag wird für Frachtgüter auf 10 Fr., für Eilgüter auf 20 Fr. und für Reisegepäck auf 50 Fr. je Kg. festgesetzt. Er- ftattung&anträge sind grundsätzlich bei den zuständigen Dezirksdirektionen zu stellen. * Don der westdeutschen Eisenindustrie. Aus Essen wird berichtet: In der Amsturzbestrebimgen in Persien. Pans, 22. März. (W.D.) Rach ein« Havasmeldung aus Teheran wird aus allen Teilen Persiens eine Der-sassungsänderung verlangt. Werde sie nicht vollzogen, so drohen ernst« ülnruhen auszubr-echen. Die Absetzung de« Schahs und die Ausrufung der Republik sei in der Kammer bereits diskutiert worden. Bckcs 72,08 J4.CS 60,91 111,28 166. 9 6,22 4,21 19,1 19,20 17,64 4,51 12,»9 68,15 *•,61 14,89 9eW(Sin praktischer, wirklich wirksamer Dvgel- schub besteht in der Schaffung geeigneter Lebensbedingungen für die Vogel, und zwar erreichte dies Freihwr v. Berlepsch durch Die Schaffung von Ristgelegenheiten, sowohl für Frei- wie für Höhenbrüter, durch Maßnahmen einer zweckdienlichen Winterfütterung und durch wirksamen Schutz der Vögel gegen ihre Feinde. Ristgelegenhnt für Freibrüter, das sind Vögel, die nicht in Höhlen, wie z. B. unsere Stare, sondern in offenen Restern brüten, schallen wir uns durch eine richtige Auswahl der Pflanzen bei Reupslanzungen und darüber hinaus durch entsprechenden sachgemäßen Schnitt. Am zweckmäßigsten wird hier die Anlage eines regelrechten Vvgelschutzgchölzes, eine Auf- gebe, die manche Stadtverwaltung in ihren Parkanlagen ohne besondere Schwierigkeiten durchzu- fübren vermöchte. Aber auch jeder Gartenbe- 72 2 23,94 65,39 110,72 165,61 6,18 4,P 18.05 19,10 17,50 4,49 1?,21 67,85 2,49 £4,61 Jetzt, wo die Zeit des Reichtums an frischen Eiern gckommen, drängt sich die Frage aus, ob man nicht hier, wie das bereits seit Jahren m Württemberg geschieht, die Eier nach dem Gewicht verkaufen soll. In Stuttgart in den Kcmsumvcreinm, in anderen Geschäften der , Lebensmittelbranche und in großen Geslugelhal- Bttchertlsch. tungen kaust man Eier schm längst „Pfund- — Die am 4 Ma i stattfindenden weise", d. h. nach dem Gewbcht. Das isl.sehr - „3eitfd>rift für Musil". Machest, mach-n. Au, zur Tal! Sr-m«. Mit der Stellungnahme gegen den „Internationalismus" in der Kunst hat die Zeitschrift für > Bkusik weit über die musikalischen Fachkreise I hinaus ein außerordentlich starkes, zustimmendes Echo gefunden. Auch in vorliegender Rümmer finden die älntersuchangen über „Das Wesen der neuen Musik" ihre Fortsetzung und gipfeln in | einer höchst bemerkenswerten Abhandlung Dr. | Alfred Heuh' über den Komponisten Arnold Schönberg. Mit dem Artikel „Reform-Musikschulen. ein Vorschlag zu deren Verwirllichung". von Richard Paul, wird dem musikalischen Volls- brldungswesen in Deutschland besondere Aufmerksamkeit zugewendet. Unter den zeitgenössischen Komponisten wird Walter Riemann als deutscher Klavierkompvnist von Rudolf Dirgfeld gewürdigt, wahrend E. Ha-netschek des gvosten tschechischen Toten, Friedrich Smetanas, gedenkt. — „Die Toten von Spoon River'. Einzig autorisierte Liebertragung der berühmten Spoon River Anthologie" des Amerikaners Edgar Lee Masters in deutscher Sprache von Rudolf Rieder, mit 7 Radier tagen und Einbandzeichnung von Ferdinand Staeger. Deutschland- Verlag A. G., München. Spoon River ist eine kl ine amerikanische Stadt. Die „Anthologie''ver- mittelt durch jedes Gedicht das Bild eines Menschen. der dort lebte und starb. Der Tote spricht, er gibt dasGrundrrgebnis seines Lebenserfahrens. In der Derwi^lung der einzelnen Schicksale wird das Buch zum Epos alles Lebens überhaupt. Das Werk ist in seiner menschlichen Tiefe und Fülle, seiner knappen, drangvollen Wiedergabe ein Wunder an wahrheitslebendiger Darstellung. — ilm den großen Preis. Roman von Hans Wüst. Verlag Ernst Keil's Rachf. (August Scherl) G. m. b. H, Leipzig. Drosch. 2—, halbleinen 2.50 — Don amerikanischer Hast und Äc»art °/, 5 21 5 5 2 7 1 2 10 6 voll 7 10 voll 10 vorüber gleiten. - Heinz Tovote. der am 12. April seinen 60 Geburtstag begeht, hat soeben einen I neuen Roman beendet, der unter bem Xitel. (Berta)tsvaal- nilm ©ueline, Die Geschichte einer Liebes- rm. D a r m st a d t, 22. März. Dor dem Der»! demnächst tm Verlag von Dr. Eysler & Eo., waltungsgerichtshof kam halte folgende [ Berlin SW 63 erscheinen wird. Sache vor: Die Eheleute Rosenbaum in — Christian Morgensterns 10. Tobe^ag Friedberg machen dem Vorsitzenden des dvr- (31. März) ist Anlaß zum neuesten Sonderheft tigen Mieteinigungsamtes g ger.über ber „Schönen Literatu r", Verlag Eduard Ersatzansprüche g:l end, daß sie durch die Avenaiius, Leipzig). Das Heft enthalt einen 2lr- Deschk-igrahme der für den Detrkd eines Dentisten tlEel über Morgenstern von Walther Widliy, eirg-iich ete Wohnung in der Rheinstraße außer- ferner eine sehr geschickte Auswahl: „Gedanken ordentlich geschädigt seien. Zwecks Anhängig- über Literatur" aus Morgensterns kurzen 2luf- machui g der Schidenersahklage ist die Vorentschei- zeichnungen und einen hier zum crftenmal t>er- dung des D räval vngsgerich ishrfs notwe dig. F-st i öffentlichten Brief Rainer Mana Rilkes au Den sieht daß R. für die Wohnung wie für die Sm- Dichter. Gin weiterer Beitrag tst eine vollstan- richtüng selbst gröb.re Abfindung Summen bezahlt I big 2 Bibliographie der Werke Morgensterns^sowte hat Er ist aber wegen Zwistigtesten mit seiner c|a alles Wesentliche erfassender Rachweis dessen, Eltes rau schon vor längerer Zeit wieder zu seinen was über Morgenstern veröffentlicht wurde. Estern in die Fahr gaste nach Frankfurt verzogen, -----— so daß das Wohnungsamt die Wohnung beschlag- (EtlTgcfCltlote (Für S-munb3n5att alter unterwerf« auna^mtes verwahrt sich mit aller G. ckschied-nh.it stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem bagegen diß er irgmdwcIckten Einflüsfen zugangig Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) sei. Die Gesuchsteller aerMg en nur den Zweck, | Der Eier-Derkauf. die Entscheidungen des MieteiNigungsamtes rn ein schlechtes Licht zu setzen. Der Dertre er desStaats- Interesses vertrat die Ansicht, daß die Deschwerre unbegründet und abzuweisen sei, was durch den Gerichtshof unter Verurteilung des Beschwerdeführers in die Kosten geschah. 21. März 22 Mari Report. Anntiche ttolieruna 'lintlich: Rattern i, 21. fficlb Briei «etd -Brief 98. oft- 155,61 156,3 f 155,61 156,39 2 2 Brss.-9tntw. 17 43 17,54 17,SO 17,64 2 2 Gbriftianln. 57,85 58,15 57,85 68,15 2 2 Kovenkaaen Stockhatm 65,59 110,72 65,91 111,23 65,59 110,72 65,91 111,28 2 2 2 2 Äclfinafori 10,57 10,63 10,57 10,83 2 2 1793 18,04 18 05 18,15 2 2 . Uonbori . . 18,053 18,145 18,055 16,145 2 2 ytcuboct . . 4,1) 4,21 4,19 4,21 1 1 Pari- .. . 21,75 21,8‘> 22,11 22,23 1 1 Schweiz - 72,62 <2,98 72,6? 72,0 i 2 2 tzvaiiter, . Wien in D-' Ceft.nbQdt Praa. . 54,11 14,33 f 4,61 54,89 2 2 6,08 12.21 6,12 12,29 6,03 12,21 6,1? 12,29 6 Voll 3 2 Bndavell - 5,°8 6,02 5,98 6,0? 3 10 Buen^Aire^ Butüart-eil 1,405 ?,09 1,415 9,11 1,405 3,14 1,415 3,'S 2 voll 2 voll Java« .. 1,775 1,785 1,775 1,78- voll 3 Aiiä 6t Jan 0,455 0,46- 6,52 0,155 V.46- voll 5 Brlgrad . 5,4) 5,43 5,52 voll 60 liiiiäban 12,95 13,01 '2,06 13,04 10 10 M. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Behördliche Anzeigen Watzlarer Straße 18 Water und 2135B beraten In dieser schweren Zeit Ml tS 2155B ty n A Solidität“ C. Britt Läber. 2! 78 V Butzbach in Hessen 2168D 3. Heinrich Dietz l TX NltbSndler S-lterSweg 89 bi»49>J Telefon 1375. Waütorktrnste 24. l Sri. 1571. 21MV Mutter 3. 4: 5. 0) SU ■ I (0 kV sy L Hamm 2 Uhr 2181B Die Zusammenkunft findet um am Elektrizitätswerk statt. Dietzen, den 17. März 1924. Hessisches Amtsgericht. Dietzen, den 20. März 1924. Stadtbauamt B raubach. 3u kaufen gesucht: Kunden- Wasser- mühle mit etwas Vdnb. ©dir. Sinn. 11. 018463 an den Giest. Anz. Holzsubmission. Die Gemeinde Drotzen-Buseck verkauft im Wege schriftlichen Angebots fob gendes Stammholz. urch ein Patent» Medizinal'Teife habe ich das Übel völlig beseitigt H. S., Poliz.-Serg." Dazu Zuckooh-Creme (nidit fettend und fetthaltig). In allen Apotheken, Drogerie« und Parfümerien erhältlich. IrMWMW'SL Mitte der Stadt, »u verkaufen. Wo? sagt die Geschäftsstelle k>. Giest.Anzeigers.»'«'^ hatden größten Preisabschlag hat die besten Waren hat die größte Auswahl in la Oüailtätssehyhen ist die billigste Bezugsquelle für Arbeiter, Beamte und Mittelstand 3 Holzsubmission Die Gemeinde RüddingShausen beabsichtigt, nachbenannteS Nutzholz auf dem Wege des schriftlichen Angebots zu verkaufen: _ A Fichten-Stämme: 3. Klasse 20 Stück ----- 33,05 Fstm. i „ 27 , 24,42 w 5a „ 43 „ = 23,69 „ 5b , 70 „ = 20,09 --- 24,72 — 17,35 — 24,37 — 18,20 — 24,20 Voiielsberger Rind l Mitte April kaö benb, steht zu verkaufen bei L. Röhrsheim Odenhausen a. d. Lahn, AauS 56. Bestellungen nimmt entgegen Fritz Rumpf Gtetzen. f Absallholz-Versteigerung. Mittwoch, den 26. März 1924, nach verkauf von Dünger. Der in der Zeit vom 1. April 1924 bis 31. März 1925 zum Anfall kommende Dünger soll noch dem Gewichte, so wie er sich in der Grube befindet, verkauft werden. Angebote sind bis einschlietzlich 30. März 1924 an die unterzeichnete Verwaltung einzureichen, wo auch die Bedingungen eingesehen werden können. 2179V Verwaltung der UnlverfitLts. Deterinärkliniken Dietzen. mittags 2 Uhr, werden 34 Haufen Abfall Holz (Reisig und Knüppel) am öffentlich meistbietend versteigert. Ein grimmiges Lächeln huschte über die Züge deS Schanti. »• • • ilnfere Schmelzarbeiten werden jetzt meinem Matze fortgesetzt, 02 h der Wiederaufbau oeS Dammes nur mit größten Schwierigkeiten von statten gehen konnte. Aber vielleicht wird die Kompagnie ihn . . . er war ja nur ein wohlüberlegtes Abwehrmittel dieses Fsenbrandt . . . gar nicht wieder auf- »nicn . . . da sie ihn bei einem für sie günstigen Schiedsspruch nicht mehr braucht. Das Schiedsgericht . . das will über unser altes Recht urteilen! . . . Llnd wird es vergewaltigen . . . allen geschichtlichen Tatsachen zum Hohn. ^InS gehört das Olital! Iu uns gehört es nach Bevölkerung und Geschichte! In feierlichen Verträgen bestätigte Ruhland vor 130 Garren diese unsere Rechte, die es ein Jahrzehnt Der- gewaltigt chatte. Ms damals die kurze Herrschaft des Jakob Dea Kaschgarien von uns ritz, raubte uns Ruh- Kvnd das Ilidreieck. Ern verräterischer Gesandter Tschung Hu lieh das teure Pfand in den Krallen der Feinde . . . cajoled amid the Capuan delighls vf Livadia .... Ern anderer, besserer, Marquis Tseng, brachte es im Frieden von Petersburg zum Mutterland zurück. ZI Kaufe *AlEifen,Lnmven Knochen, Bnvier, Mehrere Wagen Heu hat abzugeben I. Müller Prima Dldellblirger Stute zu verkaufen eww RcslanrantDiMl («ietzen. I WM. Bulle 29 Mon. alt, gut im Sprunge, zu oert Georg Müljch.Mmar Kr. Metzlar 207. » MreiliH lDivlomntt, pretflro. zu verkaufen (lle*D SclterSwea 89 L Dietzen, den 21 März 1924. Der Oberbürgermeister. 3. '23.: Dr. Rosenberg Bekanntmachung. BeimLtadtbauamtliegen Verd ngungs- mrterlagen für Grd- und Maurerarbeiten, Herstellung von Zementdielenwänden, Zimmer- und äutzere Schreinerarbeiten, Dachdeckerarbetten, sowie Spenglerarbeiten zur Erbauung von Fachwerksbauten an der Kaiserallee offen. Näheres siehe Aushänge- kästen. Derdingungstermin Mittwoch, den 2. April 1924, vormittags 10 Uhr. Mehrere Waggon Kartoffeln B- Klefern-Stämme: Schnittholz lastrein): Klaffe 13 Stück = 12,61 Fstm. _r _ Bauholz: Klaffe 3 Stück — 2,53 Fstm. • 35 „ -- 22,46 _ - , • 67 - = 24,85 . Grubenholz 50 „ — 12 13 bcrt289ma«flrn^t)ätof!r8 Freitag. hJThfr n?' L 2s.» nachmittags 3 älhr. Ä? r»"Setf,cret einzureichen, wo. selbst die Eroffinuna 3', U6r ®le HeMngungen werden v^?d-r Eröf,: nung bekanntgegeben. -Nähere AusknÄ, erteilt die unterzeichnete Bürge^eiN sowie Förster Kalberlah. Ct’ RüddingShausen, den 21. Würz 1924 Bürgermeisterei RüddingShausen (Post Londorf). ’ Müssig. 2177V Antike Wiegt lvoliertt, ($mnirc ftüble, eleg. 9«ukb. Büfett. Bitrine ttckivarz), Tiiche, Bett. 5Vii llofctt, ^aS- u. BÜgelofen bill. zu vert ivettanlaae 10 IL Grotzer Emaille- Berkaus zustaunendbllligen Preisen. H.Echön. Nlarbora. Strafe. gematzt. LLeberall erntet er vva der Arbeit der anderen. Unfer Beispiel hat gewirkt. Unfer kaiserlicher Herr machte das Land von seinen Blutsaugern frei. Andere werden dem Beispiele folgen. Der Streit zwischen den Abendländischen und uns geht die ganze Welt an. Was daraus folgt, wird fkfr bald zeigen. 3m Kampf werden wir nicht allein stehen. Die schwarze Rasse hat eine alte Rechnung mit den weihen Barbaren ... in Amerika und in Afrika. Sie werden nicht die Hand dazu bieten, den Europäern Kriegsmaterial zu liefern, wie es zweifellos die ganze weihe Welt tun will ... Betreiben sie ihre Rüstungen und Dorberei'- tungen so, datz zum 6. Juli ... erfolgen kann, was will." Der Rat war auseinandergegangen. Der Regent satz allein in feinem Zimmer, als ihm Collin Cameron gemeldet wurde. Der Schanti blickte auf ein vcr ihm liegendes Aktenstück, das die Telegramme Camerons enthielt. „3ch> habe gesehen, datz Sie die Aufgabe in den Staaten gelöst haben." ,Es ist geglückt. Hoheit ... besser als ich zu hoffen wagte. Sogar ein Teil der Führer hat sich bereitsinden lassen, auf meine Dorschläge ein» zugehM. ES hat viel Mühe gekostet und ... viel Mld." »Das ist ohne Bedeutung ... Einen Rechenschaftsbericht verlange ich von Ihnen ... am 6. Juli! ... Werden Sie drüben sein? ... Ich lege Wert darauf ... Haben Sie sonst noch etcoas Wichtiges zu dieser Angelegenheit zu sagen?" Faselviehverkauf. Dienstag, den 25. März nachm. 2 Uhr »irttein gut genährter Eber und ein zweijähriger Ziegenbock im Sub- missionsweg im Faselhof vergeben. Ange, bote sind für den Eber pro Zentner in Goldmark, für den Ziegenbock im ganzen bis nachm 2 Uhr auf der Bürgermeisterei abzugeben wo die Bedingungen bekannt gegeben werden. 2108V Grüningen, den 21. März 1924. Bürgermeisterei Grüningen Singel. Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma D. Nuhn, Aktien- oesellschaft in Lollar eingetragen: Hermann Schelm in Lollar ist zum weiteren Bor- ßstuoch-n, lavier, . a . _ I owie sämtl. Metall "Esten m den ersten Tagen ein den h. Tones- Destellnna-a tilmmt "reisen, 018471 MWlMIWngK.Wo «tn Roman aus dem 21. Jahrhundert von Han» Dominik. Holzverfteigernng in den Freih. von Nordeck zur Rabenauschen Distrikten Kirchgeheeg 5c, 6a, Stein- berg 2b, 4a, 15c, 18a und Höring», teich la Freitag, den 28. März 1924. Versteigert werden Stämme: Lichen 6. Kl. 5 Stück — 0,49 Fstm ; Derdstangea. Eichen 1. Kl. 4 Stück = 0,21 Fstm., Fichten 1. ALS Stück -- 0,28 Fstm.; Nutzknüppel, Rm.: Fichten 2. Kl. (3 Meter lang) 7, Scheiter, Nm.: Buchen 24, Kiefern 7, Fichten 2. Kl. 28; Knüppel, Rm: Buchen 122, Eichen 63, Aspen 7, (Erlen 1. Kl. 8, 2. Kl. 2, Kiefern 50, Fichten 1. Kl. 28, 2. Kl. 27; Knüppelreiflg, Rm.: Kiefern 10, Fichten 1; Reisig, Rm.: Buchen 279, Lichen 78, Erlen 2, Fichten (Schichthaufen) 10; Stöcke, Nm.: Buchen 9, Eichen 10, Kiefern 26, Fichten 73. Beginn der Versteigerung um 9 Uhr vormittags an der Altenbrunnenwiese, Distrikt Sternberg 2. Das zerstreut sitzende Holz wird nicht vorgezeigt und das blau unterstrichene kommt nicht zur Versteigerung. Londorf, den 22. März 1924. Hessische Oberförsterei Rabenau. Vergeblich hatten btt Rusten geschworen, datz das Wasser der Rewa eher auswärts fliehen würde. Sie mutzten eS doch zurückgeben. Unser ist das Land und unser wird es bleiben! Wir werden es festhalten! Allen Schiedssprüchen zum Trotz . . . und wenn die Gotter es wollen, auch alles Land uns bereinigen, in d«m unsere Brüder wohnen. . .ülnsere Brüder, die zu uns wollen. Das war das Ziel deS kaiserlichen Herrn... das sollte sein grvtzes Werk krönen. 3n seinem Ramen rufe ich euch zur Tat. Alles, was sich dem entgegenstellt, mutz beseitigt werden. Der Kämpfer im Westen darf hinter sich keine Feinde haben." Der Gouverneur von 3ünnan gab seinen Bericht: „Alle wichtigen Plätze deS Südens sind mit Regimentern aus bom Rorden belegt. Zeder Versuch eines republikanischen Aufstandes wird scheitern. Die Führer werden ständig beobachtet. Wenn nötig, können sie sofort ergriffen werden. Die ilmftellung der Fabriken ist bis aufs kleinste vorbereitet. Die Ausrüstung der Häfen ist vollendet." Der Regent fragte weiter. Zeder war seiner Ausgabe nachgekommen. Cs fehlte nichts, als der Tag. Ein Dutzend Augenpaare ruhten fragend auf dem Regenten. Der Schanti sprach: „Sie wissen, datz alle Völker der Welt einen tiefen Hatz gegen die weihen Barbaren im Herzen tragen, datz ihre Sympathien auf unserer Seite find. ■UebcrafT hat sich der Weihe hingeseht als ... Herr, lieberatl hat er sich Land itno Rechte an» b. Kiefern stamme: 3. Klaffe 11 Stück = 11,05 Fstm. 4- „ 14 „ = 9,15 „ 6. „ 2 „ = 0,95 „ Angebote sind pro Fstm. in Goldmark, getrennt nach Sortiment und Klaffen mit wr Aufschrift „Holzsubmission" bis zum Freitag, den 28. März l Fs. mittags 1 Uhr bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzu eichen, wo anschliehend die (Eröffnung Kndet Sämtliche Bedingungen werden effnung der Angebote bekanntgegeben. Das Holz lagert 3I, Stunden von der Station Großen-Buseck und wird auf Ver- langen von Förster Wagner vorgezeigt. Grotzen-Buseck, den 20. März 1924. Hess. Bürgermeisterei Drotzen-Buseck Gans 21 HD „3a. Oute Hoheit! SS gab Verräter ... Ünfet Plan in seiner ersten Form hatte fdnb* liche Mitwisser .. “ „Wieviel?" „Och- weih es nicht. Einer der gefährlichsten ... einer der mir persönlich! eifrig nachgestellt hat ... der zweifellos meine Bernnttlertätigkeit aus- gespürt hat ... ist in China gefangen. „Wer ist das?" „Es ist der Freund Fsenbrandts, der amerikanische Vertreter der Chikago-Pretz, Wellington Sv?." „Wie wurde er gefangen?" „Er tarn in der Maske eines russischen Tee- Händlers von Kjachta nach Urga. Wollte dort eine Familie befreien, die der Gouverneur von Kaschgar wegen Konspiration mit der Kompagnie verhaftet hatte. Fch habe alle Personen der große» ten Sicherheit halber nach Karakorum bringen lassen." „Gut! Haben sie irgendwelche Geständnisse abgelegt?" „Olein, Hoheit!" „So müssen sie dazu gebracht werden!" Collin Cameron erschrak bis ins Innerste. An eine solche Wendung der Dinge batte- er nicht gedacht, als er die Angelegenheit dem Regenten vertrug. Mit Grauen und Entsetzen dachte er an die Mittel der chinesischen Rechtspflege. Maria in den Händen der gelben Folterknechte. Sein Blut erstarrte. „"Dollen Eure Hoheit mir das übertragen?" „0a ... Sie wissen am besten, was zu fragen ist ... jedenfalls, die Gefangenen werden Karakorum nie wieder verlassen!" ______ lFortsetzung folgt) .Ich litt seit 3 Jahren an gelblichem Auöschlag mit^ * furchtbarem Nutzholzversteigerung Versteigert werden : Mittwoch, 26. L Mts., vormittags 9 Uhr, auf der Kreis- strafe Dietzen-Hausen an der Langschneise beginnend, aus den Slaatswalddistrikten Tempel 10 b, c, 13 e, Buchenberg 58a und b und anderen. Stämme: Eiche VI. Kl. 1 St =. 0,50 Fstm.; Kiefer ll Kl. 4 St. = 3,75 Fstm., IlL Kl. 34 St. = 19,59 Fstm., IV. Kl. 30 St. =^14,68 Fstm ; Fichte III. Kl 2 St. =*2,11 Fstm., IV. Kl. 14 St. = 14,83 Fstm , V-a Kl. 49 St. = 31,94 Fstm., V-b Kl. 38h St.= 89,51 Fstm.; Lärche 111. Kl. 2 St. - 2,56 Fstm., V. Kl. 23 St = 6,70 Fstm. (vorjährige Fällung,; Derbstangen: Fichte I. Kl. 333 St. = 33,50 Fstm.; Nuhfcheiter: Kiefer 13,4 Rm. (3 m lg.), 25,6 Nm. (2m Ig ), 6 Rm. (1,25 m Ig.); Fichte 3 Rm. (3 m Ig.) ; Nutzknüppel: Fichte 0,8 Rm. (3 m Ig); Nutzrristg : Esche 15 Rm.; Fichte 20 Rm. Dorgezeigt wird nur das Holz im Distrikt Tempel. Man bittet, sich das Holz vorher anzusehen. Auskunft durch Herrn Förster Menges, Forsthaus Baumgarten. 2158V Dietzen, den 21. März 1924. Oberförsterei Schiffenberg. _______________Sch neider. TreWm- Motor S. 8. W., 3 P. S- 220/380 Bolt, mit* Sterndreieckschalter- noch In Originalpackung, sofort in verkaufen 21740 Wellersburg Wieseck. Herr.- Fahrra» konrpl. Bett Schrank Kommode gl. Waschtisch mit Marmor r« verkaufe« KirchcnplatzkS. Ein 2,50 m lange» Zuckerstand »u verkaufen. 018472 Heinrick Dietz, Walltorstr. 24. WelWW frei Badnuos oderHauS. liefert jede Menge H. Znmpedri ,,.,v Holzhandlung, Gletzen. Burenu Plockstrasre 7. Fernsprecher 1017. Nutzholzversteigerung Montag, den 31.Marz 1924, vormittags 9 Uhr, werden in her Hirischen Gastwirt- ichast ZU Vadenrod aus den Distrikten Iunkerneck, Merschrod, Kohlwald, Stümpfe, Wingerwald, Lohbirken, Lindeneck, Tier- garten und Schwalmberg der Försterei Strebendorf, aus den Distrikten Lanzen- berg, Lenzenrück, Lappenwald, Dirken- schlag, Steinrück, Mühlhalt, Drohwiese Stockschrauch, Kugelberg der Försterei Vadenrod versteigert: Stämme: Eiche 2. KI. 2 St. 2. 3 Kl 4 St. 2, 4. Kl. 30 St. 16, 5. KI 36 St 12, 6. Kl. 103 St. 19, Buche 3. Kl. 1. St. 10 4. Kl. 17 St. 10, Birke 4. Kl. 9 St 3' 5. Kl. 7 St 2, 6. Kl. 6 St. 1, (Erle 4. Kl St 2- 5. 5 St. 2, 6. Kl. 8 St 2, 2Jljorn 6. Kl. 1 St. 0,13, Kiefern 2 Kl 29 St. 30, 3. KI. 60 St. 49, 4. Kl 27 St. 15 O «! bt. 6, Fichte 1. Kl. 1 St. 3' 2 Kl. 12 St. 27, 3. KI. 32 St 55, 4 Kl 44 St. 42, 5a Kl. 80 St. 47, 5b Kl. 100 St 30 Lärche 5. Kl. 2 St. 1 Fstm Derbstangen: Eiche 81 St. 2, Hainbuche 12 St. 0,5, Lärche 1 St. 0,09, Fichte 1. Kl. 146 St. 8, 2. KI. 796 St. 2. Fstm Reisstangen: Fichte 140 St 2 Fstm Nutzknüppel: Eiche 9,5 (2,5 Meter Iq )' Erle 2,5 Rm. (2,5 Meter Ig.), Fichte 63 Rm' (1,10 Meter lang). Nuhfnüppelreistg: Fichte 164 Rm. in 37 Schichten. Nähere Auskunft durch die Herren Förster Soamer, Vadenrod, Richtberg, Strebendorf und die unterzeichntte Stelle. Auszüge über Stammholz 2. bis 4. Kl. einschlietzlich durch uns gegen 1 Mk. Gebühr. Storndors den 21.März I''24. [2182D Hessische Oberförsterei Storndorf. Holzverkauf?^ 55 Rm. Vuchenschett und Knüppel 20 Fstm. Fichte, Tanne und Eichen. Nutzholz sowie Erdslocke und Reiser werden Mittwoch, den 26. März l. Fs. vormittags 12 Uhr verkauft. 2129D Erbenhausen, den 21 3. 1924. Der Bürgermeister Fischer. haus mitfreiwerden» der Wohnung zn kaufen gesucht. Schr. Angebote u. 2195D an den G. Anz. Perserteppich iBriicke) au kaufen aesuckt. Dcbr. Angeb. mit PreiSang. unter 018480 a. d. G. Anz. standsmitglied bestellt. Er ist zur Vertretung der Gesellschaft in Verbindung mit einem stellvertretenden Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen befugt. a) Fichtenstämme: 1. Klaffe 4 Stück = 5,57 Fstm. 2._9 3. „ 10 4. „ 20 5a. „ 28 5b. „ 101 ßine tunne, frisch- v melkende, schäm gelbe Kuh 1. Klaffe zu verkam fen bei 0,8478 Friedrich Linker, Gladenbach. 1 Haus