Sermeislerei Mainzer bo!h- 18 Ende 12 000 Lose |te9UI«tung lni 1924 J1 y ' ^uguff Schund e£?9Un9 ^daselbs, ^gteSaj, ln9 der Ae- sch k-M«V- XL»» W ni auch laC9W M, rfl mit ’S» * «s ' rWK ich brn es e, enu wa HdjöcW- M “J? Jnö triss ^S^l- solgU^^^ ;“ä “ i- «YUS 'L- ^ifen uich 9®* Sw *"»“ ■ *™° Ü"<£ *“SW£Ä M» 9«Ät > . sich auch E, o* • ’X Spab'S^ "* M «5 Hr. |98 lkrscheint täglich, außer Sonn- und feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GießenerFamilienblätter Monatr-Vezugrpreir: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für TrSgerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieden. Postscheckkonto: Zraukfvrt a. M. 11686. Erster Blatt U4- Jahrgang Samstag, 23. August 1924 MhenerAnzeiger General-Anzeiger für Gderhesfen vnick Md Verlag: vrLHI'sche UniversttAr-viich- und Llelndruckerei B. Lange in Sietzen. Schrisileiiung und S-schäftsItelle: Schulitratze 7. Annahme von Anzeigen für die TaHesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichKcit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örilichb, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen D.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20% Auf- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil- Ernst Dlumschein;fürden Slnzeigenteil:Hans *Bedt, sämtlich in Gießen Ungereimtes. 1 3n Frankreich unb in Deutschland haben die Bergungsarbeiten um die Don den Delegationen aus London heimgebvachte Poragrophenernfe begonnen. Während in Paris die gestern von uns in ihnen wesentlichen Punkten wiedergegeben«, wortreiche, aber wenig Reues verkündende Erklärung Herriots schon v)r dem Beginn der Aussprache zu einer Art PiDbcabstimmung führte, deren Ergebnis eine glatte Annahme der Abmachungen Voraussehen läßt, stehl die deut che Regierung einer noch immer ungeklärten Lage gegenüber. Die Deutschnationalen losen sich aus Ostpreußen, Pommern, Mecklenburg und anderen Bezirken, die sich nicht gerade durch eine besonders in die Augen springende Kenntnis der Lage, Wünsche und Verhältnisse der Bewohner des besetzten Gebietes auszeichnen können, zum Festhalten an ihren starren Parteifvrderungcn ermuntern und scheinen entschlossen zu sein, die ungeheuerliche Verantwortung für die Fortdauer ter Bedrückung der besetzten Gebiete und für die durch eine Reichstagsauflösung und Reuwahlen entstehenden innenpolitischen Kämpfe zu übernehmen. Bei aller selbstverständlichen Achtung vor jeder ehrlichen Tieberzeugung vermögen wir an die tatsächliche Durchführung einer solchen selbstmörderischen Parteipolilik aus den in den letzten Tagen des öfteren angeführten Gründen noch immer nicht zu glauben. Denn sie würde sich so wenig mit den Rvtwendigkeiten der Gegenwart und den Interessen des deutschen Volkes zusammenreimen lassen, sie müßte ähnlich wie die unbelehrbare Haltung der preußischen Konservativen zu der Bethmannschen Wah.r.-chtsvorlnge sv katastrophale Folgen zeitigen, dnß wir nicht annehmen formen, daß die besonnenen Führer der deutschnativnalen Partei dem Drucke einiger weit vom Schuß befindlicher und darum besonders kampflustiger Krastmaier nachgeben werden. Denn darüber dürfte bei der Führung der Rechtspartei kein Zweifel herrschen, daß das besetzte Gebiet in dieser Haltung, die den französischen Gewalt- Politikern und den Französlingc-n neues Wasser auf die Mühlen treiben müßte, eine bewußte schwere Schädigung seiner Interessen sehen und daß sie die Bildung einer großen und starken Abwehrfrvnt zur Folge haben wird. Andererseits reimt sich auch die laute F,r- bcmung der Sozialdemokraten nach Reichstagsauslösung, Reuwahlen und Dollsentscheid schlecht zusammen mit der so lebhaft betonten Sorge dieser Partei für die besetzten Gebiete. Diese Sorge, die zugleich eine Sorge um die Zukunft des deutschen Volkes sein muß, verlangt eine rasche Lösung und deshalb die Anwendung jedes parlamentarisch möglichen Mittels, um die Widerstrebenden von der Unhaltbarkeit ihrer Ansichten zu überzeugen und sie zur Erfüll rng ihrer nationalen Pflichten anzuhalten, aber nicht den Austrag eines Parteikampfes, der zwar den Parteisekretären der SPD. erwünschte Gelegenheit zur Betätigung geben mag, dessen Vermeidung jedoch uns em ungleich größerer Gewinn als die kaum verlaufene Phrasenflut der Parteiagitatoren zu sein dünkt. Doch nicht nur In Deutschland hat die Londoner Konferenz eine Lage geschaffen, die voller Widersprüche und Ungereimtheiten ist. In F.anlreich ist man entrüstet über den von Macdonald an Herriot und Theunis geschriebenen Brief, in dem der erflehe eine raschere Räumung des Ruhrgebiets verlangt, weil die militärische Besetzung Öen Dawesplan gefährde. Und in England haben verschiedene Unter- redungen, die der Schatzkanzler Snowden mit englischen Journalisten hatte und in denen er gewissermaßen „indirekt" die Politik seines Chefs Macdonald einer sehr heftigen Kritik unterzog, eine Fülle von Ungereimtheiten zutage gefördert. Snowden erklärte nicht nur, daß „gewisse Bedingungen, die Deutschland in London gezwungen worden sei, anzunehmen, große Gefahren bedeuteten, sondern er betonte auch, daß England in dem Abschluß des von Frankreich erstrebten Handelsvertrags mit Deutschland, besonders bei einer Verlängerung der zollfreien Einfuhr aus dem Elsaß, eine Bedrohung und eine Gefährdung der britischen Handelsinteressen sehen müsse. „Alle diese französischen Pläne" — erklärte der britische Schatzkanzler — „lägen völlig außerhalb des Sachverständigengutachtens, dessen wesentlichster Punkt gerade der fei, daß Deutschland in allen feinen wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten freie Hand bekomme, da es nur dann die sehr schweren ihm kufgebürdeten Lasten tragen könne, toemi es in Freiheit arbeiten und seinen Handel in grvßt- vröglichstem Umfange ausdehnen könne." Also einerseits eine scharfe Kritik an Macdonald, der durch seinen „guten Rat" an die dAitsche Delegation, die Ruhrräumungsfristen anzunehmen, dazu beigetragen hat, daß Deutschland zur Annahme dieser Bedingungen gezwungen wurde — und andererseits eine kßtoere Anklage — gegen die Kuhhandelspolitik der ftanzösischen Alliierten. Als Ergebnis der ersten wahrhaften Friedens- und Derftändigungs- konserenz erscheint das Maß der also zutage tretenden Ungereimtheiten ein wenig reichlich. Aber b8 ist damit noch nicht gefüllt. Dies besorgt vielmehr ein Brief Macdonalds an den deutschen Reichskanzler, der erst nach Abschluß der Konferenz geschrieben wurde und der tffo lautet: London, den 19. August 1924. Exzellenz! Ich habe den mir von Ew. Exzellenz mündlich mitgeteilten Wunsch, daß sich die Britische Regierung Ihrem Ersuchen an die französische und belgische Regierung anschließen möge, wo- sLvch bte drei Städte Düsseldorf, Duis- Keine Kreditmöglichkeit für die Landwirtschaft bei Ablehnung der vawesgesetze. Berlin, 22. Aug. (WB.) 3m Ans wär- tigen Auss chu ß des Reichstags nahm der Reichsbankpräsident Dr. Schachtzu den aus den Londoner Beschlüssen sich ergebenden finanziellen Gesehen das Wort. Er führte u. a. aus, daß auch nach der neuen Regelung die Möglichkeit bestünde, auf die alte Deckung von 33% Proz. hcr- unterzugehen. Es fei dies lediglich mit einer Rotensteuer verbunden. Offen bliebe die Frage, was mit den bisher gesammelten Mitteln der Rentenbank und der Rentenbank und der Grundbesitz- besteuerung auf Grund des Rentenbankgesehes werden würde. Dem Reichstag bleibt es u n- benommen, hier eine Regelung zu treffen. 3m Rentenbankliquidationsgesetz wurde die färbte Gewährung des landwirtschaftlichen Kredits nötige Organisation geschaffen. 3m weiteren Verlaufe wandte sich der Reichsbankpräsident auf eine Anfrage des deutschnationalen Abg. üuaat) entschieden dagegen, daß die Reichsbank in ausländische Hand übergeführt werde, und erklärte auf eine Frage des Volksparteilers Schneider, wenn die Londoner Abmachungen nicht zustandekommen Lsollten, so würde er sich zwar bemühen, die Währung als solche unter allen Umständen zu halten, doch würde es dann in der Kreditfrage sehrübel aussehen. Auch dieRenten- bank würde die ihr zugedachte Aufgabe der Kreditgewährung aß bie Landwirtschaft selb st verständlich nicht aufnehmen konnew Die Gründe der Deulschnationalen. Wie aus Berlin gedrahtet wird, wenden sich die maßgebenden Führer der deutschuatio- nalen Reichstagsfraktion gegen die Interpretation, die der deutschnationale Iraktionsbeschluß gefunden hat. Die Führer der Fraktion betonen, daß sie das Dawesgutachten und die mit ihm zusammenhängenden Gesetze unbedingt und ohne Rücksicht auf parteipolitische Interessen aus außenpolitischen Gründen ablehnen werden. Die gesprengte Neichstagsfitzung. Die Kommunisten hindern den Reichskanzler an der Abgabe der Regierungserklärung. Die kommunistische Reichstagsfraktion hielt gleichfalls eine Sitzung ab, in der sie sich mit dem Ausschluß ihres Mitglieds Dr. Schwarz für 20 Reichstagssitzungen beschäftigte. Die Fraktion beschloß, ben schärfsten Protest gegen bas Vorgehen des Reichstagspräsibenten einzulegen und sich bas Recht, demonstrativ aufzutreten, in keiner Weise beschneiden zu lassen. Lieber bie Stimmung im Reichstage vor ben Kommunistentumulten fnnbte unser parlamentarischer Mitarbeiter folgenden Bericht: Auftakt int Reichstag. Berlin, 22. Aug. Die Eröffnungssitzung des« Reichstags steht im Zeichen der entscheidenden parlamentarischen Ereignisse, die schon jetzt ihre Schatten voraus werfen. 3n ben Wandelgängen des Wallotbaues herrscht heute ein überaus lebhaftes Treiben, ein geschäftiges Hin und Her, und in den Fraktionsräimen finden! dauernd neue Verhandlungen statt. Die Situation wird völlig beherrscht durch die ablehnende Haltung der Deutschnationalen. Selbst die gewandtesten Kompromiß-Raturen unter ben Volksvertretern erklären stirnrunzelnd, baß diesmal alles schief gehen werde. Richt nur der Widerstand der Deutschnationalen, sondern auch die Obstruktionsabsichten der Rationalsozialisten und der Kommunisten hängen wie schwere Gewitterwolken über der Stimmung der Parlamentskreise. Die heutige Sitzung mußte infolge Meinungsverschiedenheiten des Aellestenvates erheblich verzögert werden. Roch um V°4 Uhr klaffen leere Bänke im Sitzungssaal, während die dicht besetzten Tribünen und die gefüllten Diplamaten- Logen von dem außerordentlichen Interesse der Oesfentlichkeit und des Auslandes Zeugnis abfegen. Man wartet mit Spannung der Dinge, bie da kommen sollen, aber es wird 1/24 Uhr, bis bie Sitzung beginnt. Plötzlich platzt in die an sich schon gewitterschwüle Atmosphäre ein Gerücht, das große Aufregung bei den Sozialdemokraten hervorruft. Es heißt, die Reichsoegie- rung habe heute im Reichstag die Schutzzoll- Vorlage eingereicht. Augenblicklich steht es so aus, als ab auch die Sozialdemokraten ernsthaft die Absicht hätten, bie ganzen Entscheidungen zu ben Londoner Abmachungen zu gefährden. Die Stimme des besetzten Gebietes. Industrie, Handel, Gewerbe, Landwirtschaft und Arbeitnehmer fordern Annahme der Londoner Abmachungen. Berlin, 22. August. Präsident Wallraf eröffnet um 3/44 Uhr die Sitzung mit geschäftlichen Mitteilungen. Auf der Tagesordnung steht ein einziger Punkt: Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung. Dor Eintritt in die Tagesordnung beantragt Abg. Katz (K.) die sofortige Beratung verschiedener kommunistischer Anträge. Diese feien wichtiger a l s die Regierungserklärung über die Auslieferung des deutschen Volkes an das internationale Kapital. (Sehr gut, bei ben Komm.) Der Redner verlangt weiter, daß nach der Regierungserklärung die Parteien zum Wort kommen und daß dann sofort der Reichstag aufgelöst werde, damit das Volk darüber entscheiden könne, ob es dem internationalen Ausbeutertum ausgeliefert werden will. (Lebhaftes Händeklatschen bei den Komm.) Präsident Wallraf rügt das Händeklatschen und erteilt dem Reichskanzler das Wort. Als Reichskanzler Marx an das Rednerpult tritt, hindern ihn die Kommunisten dadurch am Reden, daß sie fortwährend rufen: „Heraus mit den politischen Gefangenen! Amnestie! Amnestie!" Präsident Wallraf versucht vergeblich den Lärm zu übertönen. Er ruft den kommunistischen Qtögeoebneten Dr. Schwarz wiederholt zur Ordnung und verfügt schließlich seinen Ausschluß von der Sitzung. Als der Ausgeschlossene sich der wiederholten Aufforderung zum Verlassen des Saales nicht fügt, unterbricht der Präsident die Sitzung auf 5 Minuten. Während der Pause bleibt Dr. Schwarz im Saale. Der Präsident eröffnet bie Sitzung wieder mit der Mitteilung, daß der Abg. Dr. Schwarz infolge seiner Weigerung, den Saal zu verlassen, sich selbst von den nächsten 8 Sitzungen ausgeschlossen habe. Da Dr. Schwarz auch jetzt noch im Saale anwesend sei, sei er hiermit auf 20 Sitzungstage ausgeschlossen. (Beifall.) Der Präsident erklärt darauf um 4.15 Uhr die Sitzung für aufgehoben und erklärt, baß er sofort ben Aeltestenrat einberufen werbe. Die nächste Sitzung ist für 5 Uhr anberaumt. Abg. Dr. Schwarz (K.) bleib! auch währe d dieser Pause, die sich bis nach 6 Uhc ausd hnt, auf seinem Platz. Um 1/-7 Uhc eröffnet Präjid nt Wallraf wiederum bie Sitzung. Er teilt mit, b -ß sich der Ä ltestenrat mit dem Falle des Abg. Schwarz beschäftigt und in seiier ü be rwie g e iv- b c n Mehrheit ! as Bechal en des Präfiden- lea gebilligt hibc. Der P äs dcnt fährt fort: Es wurde freilich auch bezweifelt, ob die Voraussetzungen für die Auswei ung des Abg Dr. Schwarz gegeben teuren, weil Abg Dr. Schwa z meine Wei ung nicht gehört habe. 3ch ehe, baß Abg Dr. Schwarz auch jetzt noch im Saale ist. Ich bin nicht in der Lage, unter diesen Umständen die Verhandln'gen zu leiten und beab- sich ige dahw, eine neue <5i yung anzu era men auf morge i 10 Uhc vorm. Es liegen Meldung n zur Geschäftsordnung vor. Ich bin ab:r aus d n angeführten Gründen nicht in der Lage, die Verhandlungen zu leiten (Abw Schöpfsti (S.): Kapitulieren Sie vor einem Racren? So fehen Sie aus!) und beraume dahcr eine neue neu tote möglttp Derrtngert toerDe... Die drückenden Lasten müssen der Bevölkerung im besetzten Gebiet so schnell wie möglich abgenommen werden. Eine Warnung Englands und Amerikas? (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 23. Aug. In den parkrmentarischen Kreisen verlautet, die Botschafter Amerikas und Englands seien beim Außenminister Dr. S t r e s e - mann vorstellig geworden, um die deutsche Regierung vor den Folgen einer Ablehnung der Londoner Vereinbarungen durch den Reichstag zu warnen. Der englische Botschafter habe erklärt, daß die englische Regierung in einem solchen Falle voraussichtlich vor Ablauf dieses Iahres keinen neuen Versuch zur Klärung der europäischen Lage unternehmen könne, da die Folgen einer deutschen Ablehnung derartige Versuche für Monate hinaus zum Scheitern bringen würden. Aus dem Auswärtigen Amt wird uns hierzu mitgeteilt, daß tatsächlich eine ernste Mahnung der englischen Regierung in Berlin vorliege, über deren Inhalt aber zur Zeit Stillschweigen gewahrt werden müsse. Meinungsaustausch Paris — Berlin. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 23. 2Iug. Wie wir Horen, hat der deutsche Botschafter in Paris, Dr. d. H v e s ch Don der Reichsregierung den Auftrag erhallen, mit der französischen Regierung den Meinungsaustausch über die Frage der niilitärischen Räumung fvrtzusehen. In der Hauptsache fommt es jetzt der Reichsregierung darauf an, möglicherweise noch vor der Abstimmung im Reichstag gewisse Zugeständnisse der französischen Regierung nach der Richtung hin zu erlangen, daß das sogen. Sanktionsgebiet, Duisburg, Ruhrort und Düsseldorf gleichzeitig mit der Kölner Zone, die am 10. Ianuar von den Engländern geräumt werden soll, von der Besatzung befreit wird. Wenn die französische Regierung diese Zusage machen sollte, so formte die parlamentarische Lage der Reichsregieiung dadurch auherordenllich günstig beeinflußt werden. Die Tätigkeit der Militärkontrolle. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 23. Aug. Die Durchführung der abschließenden Militärtontrolle hat sich infolge politischer Erwägungen erheblich verzögert. Der Vorsorge der Reichsregierung ist es gelungen, »die Gewähr dafür zu schaffen, daß die Kontrolle absolut u n a u f f ä l l i g vor sich geht, so dah weder die deutsche Bevöllerung, noch die beteiligten Stellen überhaupt ernsthaft davon etwas merken. Auf der anderen Seite ist man in den Regierungskreisen sehr beunruhigt über die Dauer der Kontrolle, die augenblicüich noch gar nicht ab- zusehen ist. Es scheint, daß die Franzosen bewußt die Kontrolle solange aufrechterhalten -wollen, bis zwischen Deutschland und Frankreich ein Abkommen über die gegenseitigen Sicherheiten getroffen worden ist. Iedenfalls wollen die Franzosen kaum vor Ende des Iahres die Militärkontrolle einstellen. rDet Präsident von Mexiko in Deutschland. Berlin, 22. Aug. (WTD.) Der neuge- wahlte Präsident der Bereinigten Staaten Mexikos General Calles ist mittags von Hamburg in Berlin eingetroffen. Zum Empfang war der Reichspräsidentin Begleitung des Staats- sekretärs Meißner erschienen. Ferner hatten sich eingefunden der Reichskanzler, der Reichsminister des Auswärtigen, der preußische Ministerpräsident Braun, der Oberbürgermeister von Berlin und andere offizielle Persönlichkeiten. Auf dem Bahnsteig war eine Ehrenkompagnie der Rehrwehr aufgestellt, beim Einfahren des Zuges spielte die Kapelle den Präsentiermarsch. Präsident Calles und der Reichspräsident fuhren in Begleitung des neuernannten deutschen Gesandten in Mexiko Will zur mexikanischen Gesandtschaft am Kurfürstendamm. Heute nachmittag besuchte Präsident Calles den Reichspräsidenten. Am Abend fand zu Ehren des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Mexiko beim Reichspräsidenten ein Essen statt, an dem außer Calles und seiner Familie und Begleitung der Reichskanzler, die Reichsminister, der Vizepräsident des Reichstags Rießer, der preußische Ministerpräsident, der Bürgermeister der Freien Hansastadt Hamburg, die Chefs der Heeres- und Marineleitung, der Oberbürgermeister Don Berlin, führender Vertreter des deutschen Wirtschaftslebens und leitende Beamte der Reichsressorts teilnahmen. Während der Tafel hielt der Reichspräsident eine längere Begrüßungsansprache, in der es u. a. heißt: ( Zahlreiche Deutsche haben in Mexiko ihre zweite Heimat gefunden. Es ist uns eine große Genugtuung, zu wissen, daß es ihnen gelungen ist. sich die Wertschätzung des mexikanischen Ävl- kes zu erwerben. Wir sind diesem von Herzen dankbar für die ihnen gewährte Gastfreundschaft Deutschland hat aus Mexiko in der Zeit seiner schwersten Rot ungezählte Beweise der Liebe erhalten. Diese Hilfsbereitschaft der weitesten Kreise des mexikanischen Volkes für die Rotleidenden in Deutschland wurde ein weiteres unzerstörbares Glied in der Kette, die über das weite Weltmeer hinweg die beiden befreundeten Rationen verbindet. Präsident Calles erwiderte in spanischer Sprache. Wenn mein Besuch auch keinen offiziellen Charakter hat, so nehme ich doch die Ehrungen, die mir dar^bracht werden, als meinem Volke geltend an, das, a>ie Eure Exzellenz mit vollem Recht erwähnte, sich nicht nur durch die alten Bande traditionelle« Freundschaft mit Deutschland verbunden fühlt, ronoern auch ourch die gemeinsamen denroirurischen Prinzipien und Grundlagen unseres politischen Lebens. Mexiko baut ebenso wie Deutschland nach einer langen und harten Zeit de« Prüfungen sein nationales Leben auf den Grundlagen der sozialen Freiheit und sozialen Gerechtigkeit für alle Volksschichten a if. Es ist unsere innerste Ueberzeugang, daß nur die Grundsätze wahrer Gerechtigkeit und echter Menschenliebe die ersehnte Zusammenarbeit aller Völker an dem großen Werke der Annäherung und Brüderlichkeit der Welt bringen werden, die unerläßlich ist für den Weltfrieden und das Glück der Welt. Die interparlamentarische Konferenz. Bern, 22. Aug. (WTB.) Die Tagung der interparlamentarischen Union wurde heute vormittag im Sitzungssaal des schweizerischen Rattonalrates in Derrn durch den Präsidenten des interparlamentarischen Rates, Baron Adelswaerd - Schweden eröffnet. Bundesrat Motta hielt namens der Schweizer Regierung eine mit starkem Beifall auf genommene Rede, in der er die interparlamentaorische Union als Bahnbrecherin und Vorläuferin des Völkerbundes feierte, den ständigen internationalen Gerichtshof als die bedeutendste bisherige Verwirklichung des Völkerbundsgedankens bezeichnete und eindringlich dafür eintrat, daß die Großmächte sich zu der obligatorischen Gerichtsbarkeit dieser Schiedsrnstanz bekennen möchten. An der Tagung der Konferenz nehmen bisher 200 Parlamentarier aus 25 Ländern teil. Eine große Zahl dec angemeldeden deutschen und französischen Mitglieder konnte infolge der Reichstags- und Kammersihun- gen noch nicht eintreffen. Die allgemeine politische Aussprache der interparlamentarischen Konferenz wurde abends durch das Mitglied des amerikanischen Repräsentantenhauses, Burton, eröffnet, der einen Ueberblick über die Entwicklung des Wirkens der Union gab, um dann auf die durch den Weltkrieg geschaffene Lage näher einzugehen. Er beklagte die Zerstörungen, mehr noch den Haß und die Verbitterung, die der Krieg hervorgerufen hat. Wenn jene traurige Zeit auch noch nicht völlig überwunden sei, so beständen glücklicherweise doch Anzeichen dafür, daß der endgültige Friede nicht mehr fern sei. So hoffe er, dah die Londoner Abkommen bald bestätigt würden. Ueber die Stellung Amerikas zum Völkerbund erklärte Burton, dah Amerika dem Bunde nicht beitreten könne, da das sinnlos wäre, solange in Europa noch so viele Gegensätze beständen. Wenn jedoch der Friede in Europa wieder eingekehrt sei, hoffe er, dah eine neue Konferenz von Washington eine allgemeine Regelung finden werde. Was die Abrüstung betreffe, so sei sie nur auf dem Wege allgemeiner ausnahmsloser Verständigung möglich. Wenn die interparlamentarische Konferenz dieses Ziel an- stiebe, so könne sie sicher sein, von Amerika unterstützt zu werden. Die Kammerdebatte in Paris. Herriot treibt Wasser aus die Mühlen der deutschen Opposition. Die französische Kämmer hat gestern drei Sitzungen abgehalten. Aus der Vvrmittags- sitzung ist bemerkenswert die schroffe Ablehnung der Londoner Abmachungen durch die Kommunisten, di esichtbar nach einer Weisung aus Moskau in Paris die gleiche Begründung, wenn auch in kultivierter Form, Vorbringen. In der Rachmittagssitzung hielt dec Führer der Sozialisten, LLon Blum, eine lange Rede. Er beschäftigt sich zunächst,mit dem Ergebnis der Ruhrbesetzung, die höchst unheilvoll gewesen sei. Man toerbe niemals glauben, wieviel Unheil diese Besetzung in Frankreich verursacht habe. Die Herrschaft Pvincargs habe zu lange gedauert: er sei es gewesen, der diese Atmosphäre des Mißtrauens in Frankreich geschaffen habe. Die Konferenz von London sei die Bankrotterklärung des Poincarismus. Der Poincarismus sei regelrecht tot Im Verlaufe seiner Rede wies Blum darauf hin, dah man nach der Annahme des Dawesplanes nicht mehr an der Gesetzmähigkeit der Ruhrbesehung festhalten konnte. In diesem Punkte sei die Stellung des französischen Ministerpräsidenten in London unhaltbar und unmöglich gewesen. Der Redner erQarte, dah er in Verlegenheit wäre, wenn er die einjährige Besetzung des RuHDgebiets rechtfertigen sollte, besonders hinsichtlich der Möglichkeit Don Reuwahlen in Deutschland. Aber es werde von Deutschland selber abhängen, dah diese Frist verkürzt werde. Seine Partei werde den Londoner Abmachungen trotz ihrer Unvollkommenheit zustimmen, in der Ueberzeugung, dah Verbesserungen eintreten würden. Wenn man be- -haupte, dah der Dawesplan eine Abänderung des Versailler Vertrages darstelle und dah alle ihn für katastrophal betrachteten, so weise er, Dlum.d emgegenüber darauf hin, dah man wohl wisse, was die ganze Welt über den Versailler Vertrag denke. Die Unterhändler des Vertrages hatten vor den Staatsgerichtshof gehört. In der Rachtfitzung, die um 10 Uhr abends begann, erklärte nach einer Rede des früheren Ministers Fohy der Ministerpräsident Herriot ihm liege nichts mehr am Herzen, als die S i ch e r- h e i t s f r a g e. Man werfe ihm vor, daß er sich den Realitäten gegenüber gleichgültig verhalten habe. Er wisse, daß Vorsichtsmaßnahmen nötig seien, um die Abrüstung Deutschlands zu sichern. Es gelte, in DeutschlanddieRestedesverabfcheu- ungswürdigen Re^imeszuzerstören, das die Völker gegeneinander gehetzt habe. Ausrotten aber ließe ein Volk sich nicht. Im Ramen der Demokratie werde Frankreich wachsam sein. Frankreich wolle, daß das alte Deutschland der» schwinde und ein neues in die Erscheinung trete. 1 yn Lonvon haoe Die franzvfpche Delegation an den bestehenden Garantien der ftanzösischen Sicherheit nicht rühren lassen. Der Ueber- gang der Kontrolle der Alliierten auf den Völkerbund unter Wahrung der nötigen Vorsichtsmaßregeln werde gesichert werden. Allen Verleumdungen zum Trotz seien die Anhänger der französischen Linken nicht weniger gute Fran- zvsen, weil sie Republikaner seien. unsg ‘tjjaiJaßjnD agsaisch aog s;u 6vg ein Antrag der Opposition auf Vertagung der Sitzung mit 305 gegen 256 Stimmen abgelehnt un£> Fortsetzung der Debatte beschlossen. Der rechtsstehende Abgeordnete de Montjou verlangt von dem Ministerpräsidenten Aufllärung über die Tragweite und die evtl. Konsequenzen des Macdonaldbriefes über die militärische Räumung des Ruhrgebiets. Er unterstreicht die Gefahr, die durch die Ausdehnung der deutschen Luftschiffahrt für Frankreich entsteht. Schluß 2 Uhr nachts. Auswirkungen von London. Höchst a. M., 22. Aug. (WTD.) Seit heute vormittag ist es wieder möglich, die Zollgrenze bei Griesheim a. M. und Sossenheim mit Fahrrädern zu überschreiten, ohne sich dabei Zollschwierigkeiten auszusehen. Die Zollbeamten üben ihre Tätigkeit vorläufig nicht m e h r aus. Trotzdem die Zollkontrolle noch nicht offiziell aufgehoben worden ist, wird die Zollrevision an den Grenzstationen jetzt bedeutend toleranter gehandhabt. Wie das „Dingtisme Sitzcle" miiteilt, begibt sich der Chef der belgischen technischen Delegation im Ruhrgebiet, Hanecart, heute nach Düsseldorf, um dort alle Dienst- zweige zu liquidieren, hauptsächlich bieMicum.diePfänderkasse usw. Die Kehrseite. Wiesbaden, 22. Aug. (WTB.) Dom Militärpolizeigericht sind 51 Personen aus dem unbesetzten Gebiet zu Geldstrafen bis zu 50 Mk. verurteilt worden, weil sie ohne genügende Ausweispapiere angetroffen worden waren. Das gleiche Gericht verurteilte einen Franz Thomas aus Höchst a. M. wegen Waffenbesitzes zu zwei Monaten Gefängnis. Die Rheinlandkommission hat aus dem besetzten Gebiet wiederum zwei Personen ausgewiesen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 23. 2lug. 1924. Wandlung. Unser Geschlecht hat furchtbare Schicksale erlebt: es ist Zeuge gewaltiger Veränderungen geworden und hat gesehen, dah alles Pochen auf Menschengroße und Menschenwürde dem ehernen Schritte des Geschickes den Weg nicht verlegen kann. Wir sind zu tief gedemüttgt worden, um nicht verstehen zu können, daß auf diesem grünen Stern unseres traulichen Erdennestes nur eines Bestand hat: der ewige Wechsel. Don Iugend auf schreiten wir von Wandlung zu Wandlung. Das ganze Leben scheint nichts Wetter zu sein als ein Durchlaufen von Entwicklungen, in deren keiner wir Heimatiecht gewinnen, sondern die wir nur flüchtig passieren, weil es uns vorwärts drängt. Ein Rätselwille drängt uns vorwärts, auch wenn wir nicht möchten: wir müssen. Die Zeit flutet durch uns hindurch und macht uns alt. Du kannst dich nicht dagegen wehren, denn schon wenn du deine Maßnahmen triffst, bist du wieder das Opfer dieses unsichtbaren Vampyrs geworden, der an dir zehrt und dein Blut aussaugt. Es wächst zwar immer wieder alles an dir nach, was dir die Zeit nimmt, aber es ist nicht dasselbe; es ist ein neues geworden, du bist ein andrer nach dieser Wandlung. ' Die Aerzte sprechen davon, dah sich nach sieben Iahren an deinem Körper alles verjüngt habe; der Mensch also, der'70 Iahre alt wird, ist zehnmal ein anderer geworden. Unö hat nichts gemerkt davon. Es ging das alles so heimlich und vorsichtig vor sich, als ob wir betrogen werden sollten; und eines Tages merken wir, dah tojr betrogen sind: da ist der Tod da und hält seine Ernte, lange ehe wir ihn erwartet haben, denn es gibt wenige unter uns, die sich auf sein Kommen rüsten. Ich habe so gern mit alten Leuten darüber gesprochen, ob ihnen ihr Geben wirklich wie lange siebzig Iahre vorgekommen sei, und da haben sie mit dem Kopf geschüttelt und gesagt: „Cs ist, als ob wir noch vor ganz kurzer Zett Kinder gewesen sind." Ist es nicht eine tiefe menschliche Tragik, dah wir Ewig-Wandelbaren von unseren Wandlungen nichts merken und von der Lebenslüge darüber getäuscht werden, dah wir uns von uns selbst entfernen? H.H. $ Gießener Wochenmarktpreise am 23. Aug. 1924 (Händler-Preise). Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Das Pfund in Pfennig Butter 200, Matte 35, Käse 60, Wirsing 15—20, Weihkraut 15—20, Rotkraut 20—30, gelbe Rüben 10, rote Rüben 15, Römischkvhl 10, Bohnen 15—18, Erbsen 20, Tomaten 30, Zwiebeln 15, Pilze 20, Kartoffeln 5, Falläpfel 8, Aepfel 15—25, Birnen 15, Himbeeren 60, Pflaumen 15, Zwetschen 35, Mirabellen 35, Reineklauden 35, Honig 30, Suppenhühner 80; das Stück Eier 14, Blumenkohl 100 bis 180, Salat 10, Salatgurken 10—50, Einmach- gurken 3—4, Endivien 20—30, Ober-Kohlvabi 5 bis 10, Unter-Kohlrabi 10, junge Hahnen 100. Butter wurde gegen den Schluß des letzten Markttages mit 1,80 Mk. verkauft, und auch am heutigen Markttage dürste sich der Preis gegen Ende des Marktes um 10—20 Pfennig senken. • Wettervoraussage Wechselnde Bewölkung, kühl, Winde allmählich auf nördliche Richtung drehend, einzelne Regenfalle. Trotzdem das Sturmfeld in der Rordsee langsam Wetter an Stärke verliert, reicht sein ^rnstuy noch über ganz Deutschla.no und bedingt auch in den nächsten Tagen veränderliches, kü^ les Wetter mit langsam nachlasserchen Reger»- fällen $ 50. Gefchäftsjubiläum Geheimrat Gails. Am morgigen Sonntag kann einer der führenden Industriellen unserer Stadt und des ganzen Hessenlandes, Herr Geheimer Kommerzienrat Dr. phil. h. c. Wilhelm Gail, auf eine 50jährige Tätigkeit als Chef der ältesten Gießener Tabak- fabrif, der jetzigen Georg Philipp Garl A. G. zurückblicken. Wilhelm Gall wurde 1854 geboren, machte seine kaufmännische Lehre bn bätet» lieben Geschäft durch, studierte in Bonn, wo er auch seiner militärischen Dienstpflicht genügte, machte dann in den Iahren 1876/77 eine Studienreise nach Rvrdamerika, das er später noch zweimal besuchte. 1882 trat er nach dem Tode seines Vaters in die Leitung der Firma ein, war 1887 dis 1898 Mitglied der Handelskammer, wurde 1892 Kommerzienrat, 1907 Mitglied der Ersten Kammer auf Lebenszeit und 1909 Geheimer Kommerzienrat. hinter der Leitung ihres dritten Chefs hat dir Firma sich zu einem der führenden Häuser der deutschen Tabakindustiie entwickelt. J3n dieser Zeit konnten neue Fabriken errichtet toetixm in Krofdorf, Bieber, Leihgestern und Allendvrf a. d. Lahn und die Rauchtabakfabrik Friedrich Breda et Kassel, die Kall- und Rauchtabakfabrik Salfeldt und Stein in Rordhausen, die Fabrik Franz Geiger in Lorch bei Bensheim, und schließlich die Fabrik der Firma Dender u. Co. in Lollar und bent Stammhause angegliedert werden. 1892 wurde dte »Gallsche Dampfziegelei und Tvnwaren-Fabrik errichtet. So stellt sich die Zeit bis zum erst«, Iahrhundert-Iubiläum der Firma im Iahte 1912 als eine Periode eines befestigten, von Erschütterungen verschonten Auffchwungs bar. Die Me Tabakfabrikation sehr schädigende Steuergesetz-, gebung und der Ausbruch des Weltkrieges konnten auch für die Firma Gail nicht ohne Folgen bleiben. Der Krieg entzog ihr neben zahlreichen Beamten und Arbeitern den Iunivtchef der Firma, so daß die ganze Last des großen Betriebes wahrend der Kriegsjahre auf den Schultern des In- bilars des morgigen Tages lag. Die Bedürfnisse der Armee, die in der Gründung der Zentrale für Kriegslieferungen von Tabakfabrikaten zum Ausdruck kam, nahm auch die Firma Georg Philipp Gail in hervorragendem Maße in Anspruch Die Zwangsbewirtschaftung des Aohtabaks sowie die zunehmende Verarbeitung von Tabakersatzstoffen während der letzten Kriegsjahre, schließlich der Rohstoffmangel der Rachkriegsjahre und die damit unvermeidlich gewordenen Betriebseinschränkun- gen brachten auch der Firma Gall Iahre der Sorge. Um den veränderten wirtschaftlichen und sozialen Derhältniffen Rechnung tragen zu können, wurde am 6. Dezember 1919 die Firma in eine Aktiengesellschaft in Form einer reinen Familiengründung umgewandelt. Den Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm der Iubilar. Im Ianuar 1920 wurde mit der Errichtung eines neuen in feinem Ausmaß und seinen Einrichtungen den neuzeitlichen Anforderungen entsprechenden Fabrikgebäudes begonnen, das Ianuar 1922 einge- weiht werden konnte und heute zu den schön stin Zweckbauten Hessens gehört. Reben seiner umfangreichen Tätigkeit im eigenen C8etriebe fand der Jubilar stets noch Zeit, seine Interessen der fcU stvrischen Erforschung unserer oberhessischen Hei-, mat zu widmen. Sein Rame ist mit der nach ihm genannten Stiftung. einer Sammdmg historischer und gewerbegeschichtlicher Gegenstände und dem ethnographischen Museum, die er beide der Stabt Beschenkt hat, dauernd verbunden. Die LandeS- IniDerfität erkannte seine Verdienste um bk Förderung der Wissenschaften durch die Promotion zum Ehrendoktor der Phllvsophie an. Um den um feine Vaterstadt und seine hessssche Heimat in so vieler Beziehung hochverdienten Iubilar werden sich am morgigen Sonntagabend die Mitglieder der weiteren Familie, die Angestellten- und Ar- bettervertieter zu einer würdigen Feier versammeln. 8 Bornotlzen. — Tageskalender für Samstag. Volkshochschule. 8 Uhr Studentenheim: ÄrS- tcruschabend. — Rundfunkhaus, Löberstiahe, 8i£ Uhr: Musikabend. — Lichtspielhaus: .Rüster Mastix". — Astoria-Lichtspiele: .Das Geheimnis Don, Schloß Rvnah". f — Tageska Leit der für Sonnt aa. Marckusgememde: Gemeindefeier nachm. V?3 Uhr auf der Liebigshöhe. — Rundfunkhaus, Loberstr.. 81/2 Uhr: Ha ns-Sachs-Spiele. — Li gen-Kabinett Aquarelle und Zeichnungen ausgestellt, mit Durgmvttven vom Rhein, Main intfi Lahn. Im graphischen Kabinett tourben ausgestellt Radierungen und Zeichnungen von Eickmann. Hausmann, Kampf, Paeschke, Riese, Sandrvck und Rudolf Koch. Ferner Aquarelle des IapanerS H. Voshimoto. Die Ausstellung ist an Sonntagen von 11—1 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Kinder haben nur in Begleitung Erwachsener Zutritt. ** Das neue amtliche Fernsprech« buch ist am 26. August früh in Benutzung zu nehmen. Zur Vermeidung Don Fehlverbindungen ist es daher zweckmäßig, die FernsprechbücheL bis dahin beim Telegraphmantt abholen zu baffen "Die Stenographie ist heute ein mv entbehrliches Hilfsmittel für allo schreibenden Berufe. Wir möchten daher nicht verfehlen, auch an dieser Stelle auf den am Montag, bem 1. Sep» tember ds. Is., abends 7 Uhr, in der Bezirks* schul> — Westanl-8> — beginnend m Auf S nger- le hrga ng des Gabelsberger Slenvgvapherwer- eins von 1861 und des Damenvereins „Ga belS-, berget“ hinzuwersen. Rähres siehe heutige 2Bm zeige. *• Eine Schuhmacher - Fachausstellung ftndet vom 23. bis 25. August in den Räumlichkeiten des Saalbaues in Darmstadt statt. Die Ausstellung wird von weit über 100 Firmen aus allen Teilen Deutschlands beschickt. Die Schah» Maschinenfabriken, welche die Kojen im Haupts saal belegt haben, werden ihre Maschinen toüfa &■$ r-s; ««eiptP» K.Sx Ä SLS LI« 8*” an einer M ntxb tpar. " Zu de vv eine Mut tert und ve mderGre folgendes miii Dinve, ist / werden. Es punkte ft' ergeben. und Tv-ter gezwungen < Tochter, der ' Klei gangenen 6 weihe der Ordens einen Wald, ganschloh , Sroh< Lang-Göns, Wad), "L weihe nahm der Druderi Tübingen, sprach über terlanb. G< Dortrag bt füllten den Gen Sonntag, Spar; u. bei Mitgl. E ^Bericht ü ^«nbort 6536D n pe 21dl 1 fr Pc 6 •ÄJt Ni ist milder wH ihm dstünde rwd dm dar 188? /(Mit1Ä * Srftcn »”* ^m. Januar 1922 ringe» mte zu den schönsten . Aeben seiner um- ren Betriebe sand da >ÄS Hr neben 3umftdKf der ■sZen ***«> L®*p«n MoJ. Die BedüMn- a*«« iflbntaten zum jk*, i>rma Tevra ®bißhh sowie die Äft Kahre und die damit öe! riebseins chräniun» ta Gail bei wirtschaftlichen und ang tragen zu Ent» 1919 die Finna in nn einer teuren Sa. it. Den Bvrfttz tm Jubilar. Im Januar lang eines neuen in s.°Lk» MZ SL-Z Si« SSäS -'-ZS K'ZK k er beide der Stadt unten. Die Bautet» erdienstr M die Ar» durch die Promotion Man. ilm den um Mche Heimat in fv rlen Jubilar werden tenb die MKrder bigestÄten» und Ar» Ägen Feier verstV teile r für SamStaa. ^tutentoNn. 3* ms, Lvberstrahe, ielhaus-,»M. ,D^SeheiMis«° feier i* VW M,Schtspiele: P* >rgelms r ÄuMiM. §5S SSäiS »•sg i:ZA ;ajntfl^te ei« t*’ KE «ach^ LÄZ V®** f tenö der drei 2Iu8ftdtimgfltage im 'Betrieb; vvr- führen. Die Ausstellung n?icb vom Hess is chen Schuhmachermeister-Derband tx a - flaltet. der gleichwertig seine 9. Tagung abf>itt. Die erste Hct Reuyoicker Metropolitgn-Oper, Christ. Fritsch, starb in Weimar im 85. Lebensjahr Fritsch war ein Friedberger Lehrerssohn, der früh über den „großen Teich" gewandert ist, aber für seine alte hessische Heimat trotz allen Ruhms in der neuer Welt sich immer ein warmes Herz bewahrt hat. — Erne Versammlung aller hiesigen Militär- vereine übertrug das Kommando bei öffenttichen Devanstaltungen Oberst Soldan. Man beschloß ferner die Errichtung eines Kriegerdenkmals für die gefallenen Friedberger an einem besonders martonten Platz der Stadt. Ein vorbereitender Ausschuß soll sich durch Mitglieder der Militär- Vereine ergänzen. fpd. G rvßkarben, 22. Aug. Ein siebzehnjähriges junges Mädchen von hier sprang unterhalb Eschersheim in die Ridda und ertrank, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte. Die Leiche wurde noch nicht aufgefunden. * Vilbel, 22. Aug. Der große Dilbeler Jahrmarkt fand am Dienstag seinen Abschluß, doch steht für Sonntag noch die sogenannte R a ch- k e r b bevor. Mit dem Jahrmarkt war V i e h - markt, Prämiierung der schönsten Tiere und Verlosung verbunden. Die Prämiierung erstreckte sich auf Rindvieh, Schweine und Ziegen. Zahlreiche Wirtschaftshallen, Tanzzelte, Schaubuden, Karussells, sogar ein kleiner Zirkus stehen auf den sogenannten Marktwiesen. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 22. Aug. (Gig. Bericht.) Wie verlautet, sollen von hessischen Gebietsteilen bei Darmstadt 18 Quadratkilometer mit 3500 Einwohnern geräumt werden. Reben der Eisenba hnwerkstätte und der Waldkolonie werden geräumt der Waldfriedhof der Stadt Darmstadt sowie die beseht gehaltene wichtige Der- bindungsstraße Darmstadt-Griesheim, außerdem eine Geländestrecke südlich davon bei Darmstadt- Eschollbrücken. — Der Hessische Pensionär- verei n hielt hier eine Tagung ab, auf der von dem Landesvorsitzenden. Oberreallehrer Kahl, der Entwurf einer Denk- und Bittschrift über die gegenwärtige Lage der Ruhestandsbeam- ten und Hinterbliebenen verlesen wurde, die dem Landtag und der Regierung unterbreitet werden soll. — In Ober-Ramstadt bei Darmstadt siel ein 28jahrigeS Mädchen in einen tiefen Brunnens cha ch t, der schlecht zugedeckt war. Der Vorfall wurde von den Angehörigen erst nach geraumer Zeit entdeckt und die Verunglückte, die bis zum Hals im Wasser steckte, konnte lebend geborgen werden. Ihre Rettung verdankt sie dem Umstand, daß sie sich an einem Holzstück fest klammern konnte, das aus der Brunn en wand heiausragte. Kreis Wehlar. fpd. Wetzlar. 22. Aug. 3n Riederweh hantierte der Müller Friedrich Schlesinger mit einem Revolver, der sich entlud. Das Geschoß traf den am Tisch sitzenden neunjährigen Sohn des Müllers und tötete ihn auf der Stelle. Hessc.i-Naffau. — fpd. Frankfurt a. M, 22. Aug. Der We inkeller eines Kaufmannes in der Bieberau wurde in der Rächt zum Freitag von Einbrechern ganz gründlich heimgesucht. Die anscheinend sehr ortskundig gewese.ien Leute haben nicht weniger als 10 Kisten mit den edelsten Jahrgängen und französischen Schaumweinen gestohlen. — Donnerstag früh er- schien in einem Bäckerladen der Rauheimer Straße ein junger Mann und verlangte einige Brötchen. Während ihm diese verabfolgt wurden, stürmte plötzlich ein Komplize in den Laden, riß die Ladenkasse an sich und jagte davon. Der erste Bursche hielt die Frau so lange fest, bis der Genosse außer Sicht war. Die beiden Räuber konnten noch nicht ergriffen werden. — Rach der Wiedereröffnung der Mainschiss- fahrt. die durch Die Erneuerungsbauten an der Offenbacher Schleuse mehr als sechs Wochen unterbrochen war, hat am Donnerstag der Verkehr auf dem Main sehr stark eingesetzt. Vor allem wurden Brennstoffe bergwärts befördert. fpd. Herdorf, 22. Aug. Zwischen Reun- kirchen und Herdorf fand man bei der Begehung der Eisenbahnstrecke auf den Schienen die Leiche des hiesigen Rechtsanwalts Dr. Sauer. Wie der Verunglückte auf den Bahnkörper gekommen ist und dort seinen Tod sand, konnte noch nicht fest- gestellt werden. fpd. Siegburg, 22. Aug. In den letzten Tagen find zwei junge Mädchen von hier verschwunden. Sie fuhren unter der Zusicherung. in einem Kölner Hotel Stellung zu finden nach dort. Seitdem fehlt jede Spur von ihnen. Ein drittes Mädchen, das nach Wahn bestellt war, benachrichtigte vorsichtshalber die Polizei. Auf dem Bahnhof Wahn wurde der Mann, der das Mädchen bestellt hatte, von der Polizei fest genommen. Vermutlich ist derselbe auch an dem Verschwinden der anderen! Mädchen beteiligt. Aus aller Wett. Hindenburg in Danzig und Königsberg. Königsberg, 22. Aug. (WB.) Heute nachmittag ist GeneralfeDmarschäll v. Hindenburg eingetreffen. Am Bahnhof hatten sich zum Empfang ein gefunden Landeshauptmann v. Brunne ck, der Oberbürgermeister lohnte her, doS Offizierkorps deS Standortes Äönlgtfbcrg Bor dem Bahnhöfe wartete eine vielLpfige Menge, die den Generalfeldmarschall bei seiner Abfahrt ins Quartier mit leb hatten Hochrufen begrüßte. Mit dem Generalfeldmarschall waren die Generale von Scholz, von Morgan, von Eonta und Frhr. v. d. Goltz eingetroffen, während der Ge- neralfeldmarfchall v. Mackensen im Laufe des AbendS erwartet wird. Zoppot, 22. Aug. (WTD.) Generalfeld- marschall v. Hindenburg, der sich za Grinae- ruagSseiern an dir zehnjährige Wiederkehr der Schlacht von Tannen berg begib:, hat heute dem Ostfeebad Zoppot einen kurzen Besuch abgestattet. Am Strand und auf der Kurpromenade hatte sich eine zahll>sc Menschenmenge eingesunden. Die Ostsee war belebt vm großen und deinen wimpelgeschmückt en Wasserfahrzeugen. Auf dem Seesteeg hatten sämtliche Zoppoter Krieger- vereine, zum Teil in "Paradeuniform, studentuche Kvrporattonen, Jugendvereiniguiigen, Schulen usw. Aufstellung genommen. Beim Einlaufen des Dampfers Odin, auf dessen Kommandobrücke der Generalfeldmarschall schon von weitem z.i erkennen war. spielte die Kapelle der Danziger Sch rhpolizei den Bottichen Parademarsch des 3. Garderegiments z. F.. dessen Kommande ir Hindenburg seiner Zeit gewese i ist Huiva- und Hochrufe wechselten mit dem Absingen patrio- ttscher Lieder. Hindenburg erwiderte bic ihm dargebrachten Grüße auf das herzlichste. Begleitet von dem Senatspräsidenten S a h m und den Senatoren der Stadt Danzig, deren Ehrenbürger Hindenburg ist, und den Spitzen der Zoppoter Bevölkerung, schritt der Gcneval- seldmarschall die lange Front der ihm zu Ehren Erschienenen ab. Unter immer sich wiederholenden Ovationen begab sich der Generalfeldmarschall sodann nach dem Dampfer zurück. Er tauschte noch .lange Zeit von der Kommandobrücke auS mit den Zurückgebliebenen Grüße auS. Die tägliche Autounfallmeldung. Wie aus Biesenthal in der Mark berichtet wird, fuhr gestern nacht ein Auto, in dem sich der Bürgermeister und drei Magistratsmitglicder befanden. in einer Kurve infolge Versagens der Steuerung gegen einen Daum. Magistratsrat Ka- dow und Oberlehrer Andrich wurden sofort getötet, Bürgermeister König und Magistratsrat Metternich wurden schwer verletzt. Der Autoführer, der gleichzeitig Besitzer des Wagens ist, kam mit leichten Verletzungen davon. Der Prozeß Motteotti. Rom, 22. Aug. (WTB.) Dem „Messagero" zufolge wird der Prozeß Matteotti nicht vor Anfang nächsten Jahres stattfinden. Bei Neiouna zu Fettaufall sollten Sie eine ßebr- kur vornehmen. Wir raten Ihnen, in Ihrer Apotheke 30 r Toluba-Kerne zu kaufen, die wirksame, völlig unschädliche Stoffe enthalten. 5302ss SÜßstofUzLll das vollendete Waschmittel höchster I Bmt-Kriinzk -Mette nnö -Schleier WwevseWsk Rüger 4 Kreuzvlatz 4. Teleoh. 1649. 9466 D U Hühner A rassen von Mk. 2.60 an. Preist, frei. Heiner, Oellfgelbef, Helaetadt, Badea 85. Brennholz. Buchen- u. Tannen« brennholz, Furage» schnitten sowie ge- hack«, liefert frei ans Vau6 Jnl. Wellhöfer, Telephon 743. "O Waren Sie schon im Rundfunkhaus? Löberstraße 12 «6»a Einladung zur General - Versammlung. Sonntag, den 31. August 1924, nachmittags 3 Uhr, findet die ordentliche Generalversammlung des Spar- u. Vorschuhvereins Allendorf a. d. Lda. e. G. m. b. H. bei Mitgl. Eberhardt Ranft mit folgender Tagesordnung statt: 1. Bericht über das Gefchäfisjahr 1923, Iahresrechnung und Bilanz per 31. Dezember 1923. __ 2. Bericht des Aufsichtsrats, § 63 der Statuten Gold-Mark» Bilanz per 2. Januar 1924. 3. Beschlußfassung und Genehmigung der Bilanzen. 4. Beschlußfassung über Verwendung des Reingewinns. 5. Beschlußfassung über die Entlastung des Vorstandes. 6. Vornahme von Ersatzwahlen. 7. Dereinsangelegenheiten. Die Rechnung liegt vom 25. August an 8 Tage lang zur Einsicht der Genoßen im Geschäftszimmer offen. Allendorf a. d. Lumda, den 22. August 1924. Für den Auffichtsrat: 6536D Wagner VI., Vorsitzender. fctatatas,Lötalr.l2 bietet Ihnen nur Erstklassiges. Lassen Sie sich nicht irre führen. NurLöberstraßel2 M»a HERBST1Q24 31AUC, BIS 6. SEPT. Auskunft erteilen der ehrenamtliche Vertreter des MeBamte für den Handelskammerbezirk Gießen: Hermann Fuhr, In Fa. J. H. Fuhr, Gießen, Sonnenstr. 26, die Handelskammer In Gießen, Fernsprecher Nr. 247 und die Vertretung des Norddeutschen Lloyd, Gießen, Am Kirchenplatz. Meßabzeichen zu Vorzugspreisen durch den ehrenamtlichen Vertreter, den Norddeutschen Lloyd und das MESSAMT FÜR DIE MUSTERMESSEN IN LEIPZIG Kalk Gran- o. Weißstack VOR 5394c hervorragender Qualität stets sofort lieferbar C.Rübsamen,Fernsor.1659 Laden möglichst mit Wohnung oder angrenzend. Zimmer, tn Verkehrs- straße gegen gute Bezahlung zu mieten gesucht. Kaution kann gestell- werden. Schriftliche Angebote um et 022779 an teil Gießener Anzeiger erbeten. DaiiMliiil(li(iiiii,löli8ri)lr.l2 hat für Jeden etwas. Ernstes und Heiteres und die neueslen Nachridilen der Presse 16,8a LICHTSPIELHAUS Bahnhofstraße 34. Heute letzter Tag: Das närrische Paradies und Gerhard Hamann in - Mister Mastix Ab morgen Sonntag: n’ TalinLnn nach einem spannend. Seeroman Ulü I aUCner vonllmtberlleecl. 6Akte. Ferner: Alles ums Geld in 2 Akten. Astoria-Lichtspiele Seltereweg. Das Geheimnis von Schloß Ronay ah«. Ferner: Elternsünde 5 Akte. essiic ist jeden Nachmittag VaS—6 und jeden Abend 8 — 11 Uhr das Erstklassigste und das Neueste aus allerWeltzu hören 8628a W > -y'iA fg| r?«° •^6 v £ L +4 u H S ’S ah 0.6 6544C abends 8 Uhr 6523c tan-ta «NW i Aluwoe 6502D gesucht. Oswaldsprten Eintritt 6546D 022765 kaufen. eingeitthrlen Vertreler 13.Oktb Handels- 022712 Näheres 022773 kauft an verkaufe 022770 6550V Emil Dörr Gr. Steinweg 14. J. Kunzeimann Gießen, Bleichstr. 5 Prospekt frei gesucht. J. Bsilbronner. «Zründlichen Klavier Unterricht erl. kons. geb. Fräulein. Schr. 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Besonders angenehm empfindet «. «■ «Ich selbst bei tagelangem Reiten das qualvolle Brennen der Fußsoh en nicht mehr bemerklich macht, und da es in der Wüste keine Drogerien und Apotheken gibt so laßt er durch Frau Schnatterich eine: großeSendung Kukirol-Hühneraugen-Pflaster und Kukirol-Fußbad in der Kuklrol-Fabrik ^oß-Salze bestellen und erläßt ein Gebot daß ihm kein Mann seines Stammes mehr mit Hühneraugen unter die Augen treten dürfe Einiee Ta re nach Empfang liegt die Wüste voller abgefallener Riesenhühneraugen und die Frauen seines Harems schätzen dasKukirol-Fußbad mehr, als aHe köstlichen Salben des Orients^ Frau Schnatterich aber wird in Tripolis bleiben und nimmt hiermit von den schönen Leserinnen Undholten* SieLIhre,FüßeSpfl'egen und gesund erhalten, dann lesen Sie zunächst einmal die wichtige Broschüre Die richtige Fußpflege*, die wir jedem Interessenten kostenlos und portofrei zusenden. Unsereunter^de? 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Sn dem nachfolgenden Aufsatz aus dem „Ar- chiv für Politik und Geschichte" (Deutsche Derlagsgesellschaft für Politik unb Geschichte in Berlin), beschäftigt sich der angesehene Historiker mit den noch immer offenen Räks^fvagen jenes wichtigen Schrittes der deutschen Politik. Wir veröffentlichen den Auftatz mit Erlaubnis der Schriftleitung und des Verlages. Seit der auf Fürst Bismarck zurückgehende Aufsatz der Harnburger Rachrichten vom 24. Oktober 1896 der Welt Kenntnis gab von dem geheimen 1890 nicht erneuerten Einverständnisse zwischen Deutschland und Rußland über die wechselseitige Reutralität rm Falle eines Krieges einer der beiden Mächte mit einer dritten hat sich trotz vereinzelter Stimmen im entgegengesetzten Sinne die Richterneuerung jenes Vertrages immer mehr als eine verhängnisvolle Wendung der deutschen Politik erwiesen. Die führende Stellung Deutschlands in der europäischen Politik war damit vernichtet, was Caprivi vptirni- »stisch als die Wiederherstellung des europäischen .Gleichgewichts bezeichnete, der Gegensatz zwischen «Dreibund und Zweibund schied Europa in zwei bewaffnete Lager, neben denen England als dritte Macht stand, um je nach Ermessen sein Gewicht tn die Wagschale des einen oder des anderen zu werfen. innerhalb des Dreibundes selbst drohte Deutschland, da es keinen anderen Rückhalt mehr besaß, mehr und mehr die Leitung aus der Hand zu gleiten. Die weitere Dundes- genossenschaft Italiens erforderte immer neue Zugeständnisse, und auf der anderen Seite war Deutschland in ständiger Gefahr, in das Schlepptau der österreichischen Politik zu geraten. Sn» zwischen hat die Veröffentlichung der Akten des 2luswärtigen Amtes den Schleier gelüftet, der bisher über den diplomatischen Verhandlungen 1 lag. Alle Tatsachen liegen offen vor uns. Die stzeheimen Beweggründe und Persönlichkeiten, die Kan bisher hinter der Rich'erneuecung sehen zu Müssen glaubte, werden damit ausgeschaltet. Aber damit stehen wir gleichzeitig ovreinemRätsel.dasdurchdieakten- mäßigen Tatsachen nicht gelöst wird. Der sogenannte Rückversicherungsvertrag war zunächst nichts anderes als der stehen gebliebene Rest des Dreikaiserbündnisses vom 18 .Sunt 1881, das auf russische Anregung abgeschlossen war, weil Rußland sich durch die englische Auslegung bedroht fühlte, daß die Schließung der türkischen Meerengen nicht eine allsei ig bindende Verpflichtung sondern nur ein Recht der Türkei sei, auf das sie gegenüber einzelnen Mächten verzichten könne. Bei einer Meinungsverschiedenheit zwischen zwei der vertragschließenden Mächte sollte Vermittlung durch die dritte erfolgen. Sm Falle des Krieges einer der drei Mächte mit einer vierten sicherten die beiden anderen wohlwollende Reutralität zu. Die Stellung Oesterreichs in Bosnien aus dem Berliner Vertrage wurde anerkannt, kQ3ei einem Kriege einer der drei Mächte mit der MTürkei war vorherige Verständigung über die WKriegsziele vorgesehen. Der europäische Eharak- Der der Schließung der Dardanellen wurde an» Gerkannt, die Türkei sollte keine Ausnahme zur Mbegünstigung kriegerischer Dlnteraehmu gen ein- Meiner Mächte machen dürfen. Die es auf drei WZahre abgeschlossene und auf russischen Wunsch Vstreng geheim gehaltene Abkommen war am 27. ^März 1884 auf weitere drei Sahre. vom 18. Sunt 1884 an gerechnet, verlängert worden. Trotz der zugesicherten strengen Eeheimhal- tmig war das Dreikaiserbündnis doch b.'fann: geworden. Sn Rußland hatte es der früh re Botschafter in Berlin, Saburow, dem Moskauer Publizisten Katkow verraten, der dagegen Sturm lief und in der russischen Oefsentlichkeit dagegen Stimmung zu machen suchte. Sn Oesterreich sprach sich der frühere Minister des Auswärtigen, Graf Andrassy, in den Delegationen wie in einer Denkschrift an den Kaiser Franz Joseph dagegen aus. Auf beiden Seiten herrsch!« dabei der Gedanke vor, daß man ohne das Dreikaiserbündnis über die deutsche Dundesgenossenschaft ausschließlich verfügen könne. Gleichwohl hatte der Minister von Giers schon im Dezember 1886 die Erneuerung des Dreikaiserbündnisses anregen lassen. Die Verschärfung der russisch-österreichischen Beziehungen infolge der bulgarischen Frage ließen aber die Fortsetzung Eindrücke von den . Bayreuther Festspielen. Bayreuth, im August 1924. Am Mittwoch sind mit einer Aufführung des »Parsifal" die diesjährigen Bayreuther Festspiele bu Ende gegangen. Wegen des Krieges und der Wirkungen der Rachkriegszeit konnten sie bekanntlich 10 Sahre lang nicht abgehalten werden; man war deshalb darauf gespannt, ob die Festspielidee und die Werke Wagners noch die alte Zugkraft bewiesen wie früher, denn es fiel nicht allein ein großes Erlicken in diese Zeit, sondern es hat sich seitdem eine nicht unwesentliche Weiterentwicklung der Musik und der Theater-, tunst vollzogen. Don den Wagnerfreunden früherer Zeiten konnten sicher viele aus finanziellen Gründen, infolge der wirtschaftlichen ilmschich- hingen, die Festspielstätte nicht mehr aufsuchen. Wie wirkte nun das alles auf den Verlauf der Festspiele ein? Da ist es erfreulich, festzu stellen, baß der Gedanke der Festspiele nichts von seiner Zugkraft verloren hat, daß der Andrang bis ?um letzten Aufführungstag unvermindert an- !gehalten hatte. Sie Schöpfungen Wagners haben sich somit auch in der Gegenwart als außerordentlich lebensfähig ertoiejen. rrohdem die Entwicklung des musibalischen Stils andere Dahnen ^ingescKagen hat. Sa, der Festtpielhnusidee kommt ’KÖX viÄleicht eine größere Bedeutung als früher Samstag, 23. August (924 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffen) des Verhältnisses mit Deutschland allem für Rußland wünschenswert erscheinen. So kam nach längeren Verhandlungen der neue deutsch-russische Vertrag vom 18. Sum 1887 zustande Das. was man gewöhnlich als den Rückvcrsicherungsvertrag bezeichnet, ist also nichts anderes als das alte Dreikaiserbündnis nach Aus cheiden Oesterreichs . . Auf die Geheimhaltung wurde nur luiisichrr- seits Gewicht gelegt. Rußland wollte sich die Vorteile des Vertrages sichern, Kaiser Alexander III. aber dadurch nicht an Volkstümlichkeit verlieren, auch die Möglichkeit offen halten, die russische Presse von inneren Mihständey ab und gegen Deutschland zu richten. Selbst Katkow erfuhr daher bis zu seinem am 1. August 1887 erfolgten Tode von dem neuen Vertrage nichts. Der Rückversicherungsvertrag sicherte Deutsch, land gegen ein russisch-frarHösisches, Rußland gegen ein deutsch-englisches Bündnis, bot Rußland außerdem noch positive Vorteile in der deutschen Gewähr der Schließung der Dardanellen und in der deutscherseits zugesicherten moralischen und diplomatischen Unterstützung Ruhlcnüxs in Bulgarien und bei einer Besetzung der Meerengen. Wenn die anderen Dreibundgenossen allein oder im Bunde mit Englaiü> dagegen einschritten, taten sie es auf eigene Gefahr, hatten jedenfalls auf deutsche Unterstützung nicht zu rechnen, wenn nur die österreichische Großmachtstellung unberührt blieb. Wie das DveikaiserbüiDnis und sein im Rück- Vers ichcrungsvertrage übrig gebliebener Rest ging auch die Anregung zu seiner Verlängerung von russischer Seite aus. Der russische Botschafter Graf Schuwalow hatte schon am 10. Februar 1887 darüber mit dem Fürsten Bismarck verhandelt. Rach der Zustimmung des deutschen Kaisers zu der Verlängerung war er nach St. Petersburg gereift und hatte hier die Zustimmung des SfaiferS Alexander III. erholten, den Vertrag als einen dauernden abzuschliehen. Soweit war alles in schönster Ordnung, der Vertrag hätte ohne weiteres abgeschlossen werden können, wenn nicht die Kanzlerkrisis dazwischen gekommen wäre . . . Die ersten Schwierigkeiten gegen die Erneuerung des Rückversicherungsvertragcs gingen vom Staatssekretär Grasen Herbert Bismarck aus, der nach erneuter Verhandlung mit dem Grafen Schuwalow vom 19. März 1890 dem Kaiser offenbar wahrheitsw.drig beruh eie, Graf Schuwalow habe seine Anerbietungen zurückgezogen, bei der Entlassung des Fürsten Bismarck werde Kaiser Alexander auf die Verlängerung des geheimen Vertrages nicht eingehen, da eine so geheime Angelegenheit mit Dem neuen Reichskanzler nicht verhandelt werden könne. Tatsächlich hatte Graf Schuwalow am 9./21. März 1890 nur nach Hause berichtet, er habe erklärt, neue Verhandlungsmah- regeln ein holen zu wollen. Der falsche 'Bericht des Gral H r e . isrn rf rscheii v rftä d i . Er wollte damit bei dem Werte des Rückversicherungsvertrages für Deutschland die Dlnersehlich- keit seines Vaters für die deutsche Politik bartun. Die neuen Männer hätten also alle Veranlassung gehabt, das Gegenteil zu beweisen und darzutun, daß Rußland den Rückversicherungs- Vertrag auch mit ihnen abschliehe, was zweifellos gescheAn wäre. Sie schlugen einen anderen Weg ein und führten damit gegen ihren Willen einen grundsätzlichen älmschwung der bisherigen Politik herbei. Der neue Reichskanzler von Caprivi, früher Chef der Admiralität, zuletzt kommandierender General in Hannover, und der neue Stacks- sekretär des Auswärtigen Amtes Freiherr von Marschall, früher Staatsanwalt, konservativer Abgeordneter und zuletzt badischer Gesandter in Berlin, besaßen beide auf dem Gebiete der auswärtigen Politik nicht die geringste Erfahrung, sondern ließen sich von den Wellen treiben. Es ist die Dureaukratie des Auswärtigen Amtes, die hier einseht, die sich gegen die bisherige Politik Bismarcks, ihres Herrn und Meisters, wendet und die neuen Männer und zuletzt den Kaiser herurn- kriegt. And hier beginnt das bisher nicht gelöste Rätsel, das auch durch die Veröffentlichung der Ak en nicht aufgeklärt, sondern nur noch schleierhafter wird. Der Unterflaa ssekretär G>af Dechern to:e die Vortragenden Räte von Holstein, von Kiderlen- Wächter und Raschdau, von denen allein Ra ch- dau noch unter den Lebenden weilt und die damalige Stellung des Auswär.igen Amtes zu rechtfertigen sucht, waren einstimmig der Ansicht, daß der Rückversicherungsvertrag wenn nich: mit dem Wortlaute, so doch mit dem Geiste des Dreibundvertrages unvereinbar sei, und daß sein Bekanntwerden das Vertrauen der Bundesgenossen zu der Ehrlichkeit der deutschen Politik erschüttern müsse. Das ganze Bündnissystem erschien zu verwickelt. Es tauchte das Gleichnis des Songleurs mit den verschiedenen Kugeln auf, ein so ge chick- ter Spieler wie Fürst Bismarck habe zwar damit spielen können, seine minder veranlagten Rachfolger vermöchsen das nicht. Der Vertrag habe auch schon bisher die stete Verschlechterung der deutsch-russischen Beziehungen nicht zu verhindern vermocht, ebensowenig die Annäherung Rußlands an Frankreich Der Vertrag sei also für Deutschland gefährlich und nutzlos. Für diese Auffassung wurde Freiherr von Marschall noch vor Aebernahme seines Amtes unter dem Stacttssekretariate des Grafen Herbert von Bismarck gewonnen, so daß er geradezu erklärt», das Amt nicht übernehmen zu körmen, wenn das Dertragsverhältnis zu Rußland verlängert würde. Der Reichskanzler von Caprivi müßte sich zu derselben Ansicht bekennen, wenn die Wissenden des Auswärtigen Am.es, die bisherigen Mitarbeiter Bismarcks, cs sagten. Es galt mm noch den Kaiser Herumzukriegen, der bisher entschieden für die Verlängerung des Rückversicherungsvertrages gewesen war. Zu die- Die Schneckenplage und ihre Bekämpfung. Zugleich Beantwortung zahlreicher Fragen. Der nasse Herbst des vergangenen und die anhaltende Rässe des gegenwärtigen Sommers haben die Vermehrung der Racktschnecken, denn um diese handelt es sich hauptsächlich in einer Weise begünstigt, daß sie zur Landplage werden. Wenn das Wetter nicht bald wieder normal wird, kann man in dieser Hinsicht für die Herbstsaaten fürchten. Die Besorgnis kommt auch in den zahlreichen, aus allen Kreisen der Landwirtschaft und des Gartenbaues uns zu- gehenden Anfragen nach Mitteln zur Bekämpfung der Schädlinge zum Ausdruck. Wir müssen leider bedauern, ein Radikalmittel gegen das Ungeziefer nicht angeben zu können. Auch chemische Fabriken, die sich hauptsächlich mit der Herstellung von Schädlingsmitteln befassen, antworteten ausweichend. Deshalb formen wir nur auf die schon wiederholt von uns empfohlenen Methoden verweisen, die im Bestreuen der weidenden Tiere mit Salz (Viehsalz, Koch'alz, Kali) oder mit gepulvertem Aehkalk, Aufstellen von schlechtem D er und Kleie in flachen Gefäßen, Wegsangen des Rachts bei Laternenlicht, Fangen unter aus gelegten Dachziegeln und Dvettstücken sowie Ein- treiben von Enten bestehen. Dei der ungeheuren Vermehrung — eine Ackerschnecke kann es auf eine halbe Million Rachkommen im Laufe eines Sommers bringen — sind alle diese Mittel so gut wie zwecklos, wenn eine Zuwanderung von Rach- bargrunbflüden möglich ist. Die sprichwörtliche Langsamkeit der Schnecke ist dabei kein Hindernis. Es läßt sich kaum vermeiden, daß durch grünes Gemüse, Kartoffeln, Fallobst usw Shnecken in die Keller verschleppt werden, die dann, wenn sie genügend Rahrung finden, sich in den dunklen Räumen, wo kein Sonnenstrahl sie stört und sie außerdem gegen die Unbilden der Witterung geschützt sind, ins Ungemessene vermehren. Das ist ganz besonders dann der Fall, wenn das unverputzte Kellermauerwerl ihr en in seinen Fugen und Ritzen die erwünschten Schlupfwinkel bietet Hier fühlt sich sowohl die eigentliche Kellerschnecke, Limax maximus, wie auch die gewöhnliche Ackerschnecke, Limax agristts, am wohlsten. Durch Benagen und Verschmutzen aller Vorräte uni> Speisen Birnen sie mehr als lästig werden Wo dieses Hebet sich eingestellt hat, sollte man nicht säumen, alle Kellerräume, auch die der Mitbewohner, vollständig auszuräumen, die Wandflächen zu verputzen, bzw. alle Ritzen und Fugen zu verstreichen und dann mit Kalk zu weißen Gleichzeitig muh das Holzwerk und besonders Ber Fußboden mit starker Salzlösung abgewaschen und der zahlreichen Eier teeren, jede Spur von Schmutz daraus entfernt und erst dann wieder bezogen werden, wenn die Räume genügend auSgetrocknet und durchlüftet sind. Etwas vom Futterkalk. Wie unbedingt notwendig und erforderlich der wesentliche Kalkgehalt in der Zusammensetzung des Futters, welches wir unseren Tieren (vor allem den Schweinen) verabreichen, ist, mag fern Zwecke wurde der deutsche Botschafter in St. Petersburg, General von Schweinitz, herbeige holt Als er in Berlin erschien, wußten ihn Graf Derchem und Holstein von der Unvereinbarkeit des Rückversicherungsverttages mit den bestehenden Bündnissen, namenllich unter Vorlegung des rumänischen Vertrages, den er bisher nicht kannte, zu überzeugen. 2lls der Kaiser ec- fuhr, daß nunmehr auch Schweinitz umgestimml sei, erklärte er: »Run, dann geht es nicht, so leid es mir tut“ Damit war der Rückversicherungsvertrag auf deutscher Seite erledigt aus folgendem ersichtlich sein: Mache ich M jüngst in meinem Schweinestall die Entdeckung, daß die Wände (während des Winters gekalkt!) über Rächt Löcher bekommen haben, Löcher von der Größe eines Schweinekopfes und just so hoch, daß ein Sc^oein in aufrechter Stellung bequem heran reichen kann. Ranu? Was ist denn das? Zu allem Ueberfluß habe ich denn auch bald das Vergnügen, zu sehen, wie die Schweine, nach dem Fressen allerdings, sich bemühen, an den Löchern weiter zu knabbern, was mich unwill- kürlich zu der Frage veranlaßt: Warum tun die Viecher das? Die Antwort ist bald gefunden. Mangel an Kalk ist es! Mangel an Kall im Futter I Weiter nichts. (Oder sind Derufsgen offen etwa anderer Meinung?) Man weiß, daß im Schweinefutter (so man eben alter Gepflogenheit gemäß füttert: Kartoffeln, Schrot, Molkereiabfälle, Haus- und Küchenabfälle, im Sommer Grünzeug, das Ganze mäßig warm) folgendes Stoffe enthalten sind: Wasser, Eiweiß, Kohlehydrate und andere. Meistens aber tehlt der Kalk. Dieser muß natürlich ersetzt werden. Das geschieht in der volllommensten Weise dadurch, indem wir unserm Futter sogenannten Futter- lalk beimischen, was sich m der Regel vorzüglich bewährt hat. Sch gebe jetzt meinen Schweinen je einen Teelöffel voll ins Futter. Der Erfolg steht noch aus. Sedoch bin ich der festen Ueberzeugung, daß der Kalk seine Wirkung nicht verfehlen wird Wir wissen: Kalk fördert den Appetit. Er gibt dem Körper eine feste Konstitutton. Er verhütet Knochenweiche und gewährt bessere Ausnutzung des Futters. S. L. in C. IRoggenbüngung. Für unfere Hauptbrotfrucht, den Roggen, ist im Durchschnitt eine Düngung mit 600 Kilo Kainit, 203 Kilo Thomasmehl, Superphosphat oder Rhe- naniaphosphat und 150 Kilo schw f.lsaures Ammoniak pro Hektar als ausreichend zu bezeichnen. Svllen sich die Kosten einer solchen Dü 'gung bezahlt machen, so ist heule ein Mehrertrag von 5—600 Kilo Körner pro Hektar erforderlich Vor dem Kriege kostete die entsprechende Düngung je nach den Rvggenpreisen 4—500 Kilo Körner, also ungefähr ebensoviel. Ueberall, wo es damals rentabel war, den Roggen au düngen, ist dies auch heute noch der Fall. Welche gu en Gewin e man von der Anwendung der Dvlldüngung zu Roggen erwarten kann, ist aus zahlreichen Versuchen von Prof. Wagner-Darmstadt zu ersehen, bei welchen die Dolldüngung zu Roggen unter durchschnittlichen Verhältnisfen eiten Mebrert.ag von 10,9 Doppelzentner pro Hektar bewirkte. Fragekasten. Frage 43: Seit einer Reihe von Sahren beobachte ich, daß die Z Wetschen an mehreren Bäumen meines Gartens nicht blau werden, sondern auch nach ein getretener Reife rot bleiben (wir sagen »fuchsig"). Die Bäume stehen frei und sonnig, und der Boden ist gut. Kann man vielleicht durch Düngung dem Hebel abhelfen? Antwort: Das Fuchsigcoerden der Zwet- schen ist bei übermäßiger Tragbarkeit und sonnens armem Herbst nicht selten. Es rührt bann daher, Augenblicklich letzte Woche unseres Saisonausverkaufs Es gelangen zum Verkauf: Eine grosse Anzahl neuester Wintermäntel mit u. ohne Pelzbesatz, Herbst- u. Winter- Kostüme, Nachmittags- und Abendkleider in Wolle, Seide, Velvet etc. zu außerordentlich billigen Preisen Wagener & Schlötel j Frankfurt am Main, Goetheetrasse 9—11 Landwirtschaft und Gartenbau. zu. Wie bei dem politisch zerklüfteten.Griechenvolk der Gedanke der Einheit durch die Kampf- spiele lebendig erhalten wurde, so sollten auch nach Wagners ursprünglicher Meinung die Day- veuther Festspiele der Einhettsidee des deut- chen Volkes dienen. Etwas von dem Streben, ür das deutsche Volk ein Rationaltheater zu chaffen wie es im 18. Sahrhundert wirksam war, hat auch in dem Bayreuther Theater seinen Ausdruck gefunden. Wenn auch Wagner diesen Vergleich ablehnte, aber mit Bewußtsein hat er ein nationales Werk ins Leben rufen wollen, und daß auch heute noch an dieser Sdee fest- gehalten wird, bewies eine große Fahne in den Farben Schwarz-Weiß--Rot, die vom Feftsptel- haus herabgrüßte. Da die Zahl der Festbesucher viel zu groß war, als daß sie in dem anmutigen Städtchen Bayreuth untergebracht werden konnte, so wohnten viele in Rachbarorten, und zwar meilenweit entfernt, um dann in Automobilen das Theater aufzusuchen. Trotz der grvßstädttschrn Häufrng von Beförderungsmitteln aller Art vollzog sich die Verkehrsregetung glatt Ausländer waren sr> gut wie gar nicht vertreten; nur sehr selten drang in den Pausen einmal aus dem Publikum em nichldeutscher Laut ans Ohr. Es sind das alles erfreuliche Feststellungen, die nicht unwesentlich waren für das äußere Bild der Bayreuther Festtage; hinzu kam noch, daß trotz der verlockenden Gelegenheit, die Fremden auszubeuten, der Lebensunterhalt in Bayreuth ungewöhnlich billig war, denn die Prerse coaren durchweg niedriger als im Westen und Rorden Deutschlands. An nicht wenigen großen Theatern hat man heutzutage Gelegenheit, guten Vorstellungen der Wagnerschen Musikdramen beizuwohnen, aber trohalledem sind die Aufführungen in Bayreuth ein künstlerisches Erlebnis. Richt allein bewirkt dies die Weihe des Ortes, d. h. der nach den Sdeen Wagners geschaffene Bau, der auch heute noch in mancher Beziehung mustergüllig und vorbildlich ist, sondern es sind vor allem die Aufführungen selbst, die diese Sttmmung Hervorrufen. Tue Wiedergabe der Schöpfungen Wagners ist von einer solchen vollendeten Form, wie sie von anderen Theatern in gleicher Weise nicht geboten werden kann. Selbstverständlich bleibt dabet der eine oder der andere Wunsch unerfüllt, aber im ganzen genommen sind die Bayreuther Festspiele unnachahmlich. Keine Bühne mit ständig wechselndem Spielplan kann in dieser Weise die Kunst Wagners pflegen. Sn der Gesamtwirkung waren wohl am nachhaltigsten und eindringlichsten die „Meistersinger" und künstlerisch am ausgeglichensten der zweite Aufzug der „Götterdämmerung". Was hier Orchester, Solisten, Chor und Bühnenausstattung boten, war als Gesamttunst- werk so überragend, daß, wer es genießen durfte, es als dauernden Schah der Erinnerung bewahren wird. Bei Einzelheiten können wir uns in dieser Betrachtung nicht aufhalten, obgleich die Gelegenheit dazu verlockt. Rur sei erwähnt, daß die Bühnenausstattung Züge des Veralteten und äleberlebten an sich trägt Die naturalistischen Dekorationen sind in den größeren Thea lern den plastischen und mehr andeutenden oder stilisierten in mannigfachen Formen und Abwandlungen dieser Ideen gewichen. Hier hat die Dühnen- kunst sehr entscheidende Entwicklungen gerade in den letzten Jahrzehnten erfahren. Für Bayreuth gilt es nun, das Bühnenbild mehr dem Zeitgeschmack anzupassen, ohne dabei dem romantischen Grundcharatter der Werte Wagners untreu zu werden. Manches an der Bühnenkunst unserer Tage ist zweifellos vergänglich und wird neuen Entwicklungen unterliegen; manches ist aber auch von bleibendem Wert. Daß ein Wald, in moderner Weise plastisch aufgebaut, lange nicht so schön ist und so stimmungsvoll wirkt wie die alten Dekorationen, bewies z. D. der zweite Akt des „Siegfried". Aus finanziellen Gründen konnte in diesem Jahre eine Reihe von Bühnenbildern nicht erneuert werden; aber sonst bewährte sich die Regie Siegfried Wagners vorzüglich. Ast musikalischem Gebiet sind ja seine Leistungen umstritten, aber als Regisseur offenbart er eine anerkennenswerte Meisterschaft. Alles in allem waren die Aufführungen in Dahveuth ein Beweis für die Lebenskraft der Werke Wagners und noch über absehbare Zeit hinaus werden die Festspiele ihre bedeutsame Ausnahmestellung im deutschen Kunst leben behaupten. Emil Lehre. uuv jmifdjcn Der HSrlSeUung m>n Rährstvtten durch bic Blätter und dem Verbrauch zur Ars- bildung der Früchte ein Mißverhältnis besteht, tocefxifi) solche Früchte nicht so süß sind wie blaue, und daß Honig aus solchen Früchten her- gestellt, nur eine kurzbegrenzte Dauer hat. 3m allgemeinen aber ist es eine Egentümlichkeit bestimmter Bäume. Ausläufer von solchen sollten zur Aachzucht nicht benützt werden. Ob eine Stickstossdüngun^, im Fttihjahr gegeben, von günstigem Einfluß ifL müßte versucht werden. Frage 44: Von meinem B irnbaum, Amanlis Butterbirne, fällt fast die Hälfte aller Fmchte aufgesprungen und faul herunter, eine Erscheinung, die ich seither bei dem großen und reich tragenden Baum noch nicht beobachtete. Wie ist diese Krankheit zu bekämpfen? Antwort: Die eingesandten Früchte waren stark vom Dirnenschorf, Fusicladium piri, befallen und aufgesprungen. Diese Verletzungen sind die gegebenen Einfallspforten für die Sporen der Fruchtfäule, Monilia fructigena. welche die Früchte vollends verderben läßt. Auslichten und starkes Zurückschneiden des Baumes im Herbst, Verbrennen aller schorfkranken Zweige, die man leicht an der rauhen, aufgesprungenen Rinde erkennt, ferner Spritzen des Baumes mitKupfer- kaltbrühe im nächsten Jahre nach der Blüte, Vergraben der Früchte in tiefe Gruben oder Verbrennen. Beseitigen der etwa hängenbleibenden faulen Früchte im nächsten Winter, und wenn dies nicht zum gewünschten Erfolge führen sollte, ätmveredeln mit einer widerstandsfähigeren Sorte sind alles, was sich tun läßt. Wirtschaft. Die Rentenmark bleibt stabil. Berlin, 22. August. Die Deutsche Aentenbank teilt mit: Es mehren sich die Anzeichen, daß Gerüchte über eine angeblich in Aussicht stehende Entwertung der Rentenmark verbreitet werden. Dieselben sind anscheinend aus unlauterem Grunde in Umlauf gesetzt zu dem Zwecke, die Abstoßung bisher zu- rückgehaltener Waren zu ermöglichen. Die Bevölkerung soll veranlaßt werden, ihre Sparpfennige herauszugeben und sie in Waren anzulegen. Alle derartigen Ausstreuungen sind völlig haltlos und entbehren jeglicher Grundlage. Die Rentenmark ist in ihrem Werte, wie jetzt hinreichend bekannt sein sollte, durch eine goldverzinsliche erststellige Belastung der deutschen Landwirtschaft und Industrie völlig s i ch e r g e st e l l t. Die Annahme des Sachver- ständigen-Gutachtens hat für die Rentenmark keinerlei Wertminderung im Gefolge. Sie wird auch danach noch eine Reihe von Jahren als vollgültiges Zahlungsmittel im Umlauf bleiben und erst nach und nach durch die neue Währung der Goldnotenbank im vollen Werte abgelöst werden, wobei e i n e R e n - tenmark gleich einer neuen Reichsmark gilt. Börse und Geldmarkt. Mit der Unterzeichnung des Londoner Paktes trat an der Börse eine Aenderung der Tendenz ein. Wenn man aber geglaubt hatte, daß nunmehr eine Hausse ein setzen würde, so hatte man sich sehr getauscht. Einmal hatte die Börse. bereits schon in der Woche vorher Einkäufe getätigt und zum anderen loste die ganze Art des Abkommens keine reine Befriedigung aus. Verstimmend wirkte die Fortdauer der • Ruhrbesehung. Alle Milderungen dieser militärischen Besetzung können eine Schädigung des Wiederaufbaues nicht hindern. Indessen, man verkannte an der Börse nicht, daß das Londoner Abkommen auch manche Vorteile zu bieten hatte. Das Ende der wirtschaftlichen fremden Ein- 5" Mischung in die westliche Industrie gab zu den Hoffnungen Anlaß, daß es dieser nunmehr ge- » Lingen würde, sich freier zu entwickeln. Auch ge- - währte das Abkommen eine gewisse Atempause, so daß die Spekulation nicht Anstand nahm, weitere Gindeckungen vorzunehmen, zumal auch das Ausland und das Publikum größere Käufe tätigten. Besonderes Interesse wandte man derKal i- industrie zu, die vor einem günstigen Kreditabkommen in Amerika stand, und deren Absatzverhältnisse sich auch sonst sehr gehoben hatten. Eine besondere Frage war die der einheimischen Anleihen. Hier tauchten Gerüchte über Gerüchte auf, und je nach ihrem Wortlaut gab es eine Hausse oder eine Baisse. Runmehr hat sich in den letzten Tagen der Kurs der Anleihen stetiger nach oben entwickelt. Man führt dies auf den Antrag des Zentrums zurück, der eine Zins- zahlun g von V2 Prozent für die Reichsanleihen fordert. Man geht von der Voraussetzung aus, daß ein derartiger Verzinsungssah einen Kurs von mindestens 5 Prozent bedingt. Da die Anleihe aber bis jetzt nur V2 bis 3/4 Prozent steht, glaubt man, einen Gewinn von 4 Prozent etwa erwarten zu können. War die Stimmung für Reichsanleihen dementsprechend fest, so geriet das Kursniveau an den übrigen Märkten zum Ende der Woche ins Schwanken. Die bevorstehende Abstimmung im Reichstag, die wirtschaftliche Unruhe, die eine Reichstagsauflösung mit sich bringen würde, die schwierige Stellung Herriots und die Auseinandersetzungen innerhalb des englischen Kabinetts bewegten die Spekulation zur Zurückhaltung und teilweise zu Realisationen. Das Gesetz über die Industrie-Obligationen, das eine Last der Industrie in der Höhe von 20 Prozent der Gesamtlasten, also einer Milliarde, vorsieht, und die Montan- Industrie beispielsweise mit 60 Millionen Goldmark jährlich für Zinsen und Amortisationen für Obligationen belastet, erregt Bedenken. Ob die Anleihe zustande kommt, weih man, trotz aller Zuversicht, in Amerika auch noch nicht, und so dürfte die Besserung der Kurse an der Börse, die ja in der Tat trotz allem stark unterwertet sind, nur langsam vor sich gehen. ♦ Die Lage der Kali-J»tduftrie. In der Hauptversammlung der Kaliwerke Reu-Staßfurt Friedrichshall äußerte sich die Verwaltung über die Läge der Kalr- industrie dahin, daß diese sich in letzter Zeit etwas gebessert habe, während die Absatz- Verhältnisse für chemische Produkte nur als teilweise gebessert bezeichnet werden tonnten. Der Konzern bestreite den Betrieb aus laufenden Einnahmen und habe Bankkredite nur vorübergehend in kaum nennenswertem Umfange in Anspruch genommen. Die Verhandlungen zwischen der deutschen und der elsässischen Kaliindustrie seien auf das Vorgehen Amerikas bei seinen Bestellungen zurückzuführen, so dah die nunmehr getroffene Dereistbarrmg für die deutschen Werve Via vsS ADsatzeS und °/io oes Abiahes für die elsässischen Betriebe vorsehe. Wegen des übrigen Weltumsahes werden Anfang nächstens Monates im neutralen Ausland Verhandlungen ftattfirtben. ♦ *fpd. Wiedereinführung der Frankfurter Abendbörse. Eine sehr stark besuche Versammlung des Fran! für er Dank-und Börsenvereins sprach sich mit > weidri.tel- mehrheit für die Wiedereinführung de A end» börse aus. Ein erh.blicher Teil der beeideten Makler verhielt sich ablehnend. Es ist al,v mit der baldigen Wiedereinführung der Aoen^-- börse zu rechnen. * Stinnes trennt sich von bt r Alpinen - Montan - Gesellschaft. Die Firma Hugo Stinnes hat das in ihrem Besitz befindliche Mehrheits - Aktienpaket der Alpinen- Montan-Gescllschast, laut „Rhein.-Wests. Ztg.", an den österreichischen Finanzmann Gasti- gl i 0 n i abgegeben. * Enorme Steigerung der russischen Zuckerernte. Die Zuckerproduktion Rußlands ist von 12 Millionen Pud im Vorjahre auf 21 Millionen Pud in dieser Saison gestiegen. Trotzdem macht sich, wie in den ersten Herbst- mvnaten 1923/24, auch in diesem Jahr auf dem Markt ein Zucke rma n g e l bemerkbar, so dah biefem Jahre im Ausland bereits 3 Millionen Pud eingekauft worden sind (i. V. 1 Million Pud). Hiervon sind allein für Odessa 1,5 Millionen Pud bestimmt. Man rechnet für das nächste Jahr mit einer weiteren Steigerung der Produktion auf 28 Millionen Pud, dürfte aber trotzdem noch erhebliche Mengen ein führ en muffen. * Detriebseinschränkungen in der tschechoslowakischen Eisenindustrie. Da der Export der tschechoslowakischen Eisenindustrie vollständig ins Stocken geraten ist (angeblich wegen der deutschen Konkurrenz), so werden die großen Eisenwerke der Republik Anfang September ihre Betriebe erheblich einschränken. ♦ 3n Simonen Prozent Damm: ') Vom Rückzahlungswert. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.- Frankfurt aM.j Bersin EP/o Deutsche RctchSanlrth« . <•*/• Deutsche Reschsan leihe . 81/»0/» Deutsche Retchsanleshe y/6 Deutsche Reichsanlethe . Deutsche Sparprämienaaleihe <°lo Preußische KousolS . . . 4% Helsen .......... 3‘/,°/c Hessen........ . y/o Hessen........... Deutsche Wertb. Dollar-Aul. dto. Doll-Schatz-Amretlng.') 4»/» Zolltürken......... 6% Goldmexikaner ..... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Prtvat-Bank Darmst. und NalioualbcuU . Deutsche Bank......... Deutsche Vereinsbank .... DiSconto Commandit .... Metallbank........... Mitteldeutsche Credttbank. . Ocfterreichische Kreditanstalt. Westbank............ Bochumer Guß ....... BuderuS............ Caro Deutsch-Luxemburg..... Gelsenkirchener Bergwerke. . Öner Bergbau...... ierfe AscherSleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Lourahütte........ Oberbedarf . . .. PYonir Bergbau ....... Rheimtabl........... Riebeck Montan........ Tellus Bergbau........ Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd..... Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann...... Anglo-Cont-Guano Badische Anilin........ Cbemuche Mäher Alapdr . . Goldschmidt....... . . Griesieimer Electron . . .. Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung Rütgcrswerke ........ Scheideanstalt......... All«. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Mainkraftwerke ........ Schuckert............ Siemens k $a(6le...... Adlerwerke Kieper ...... Daimler Motoren. ..... Hspligenstaedt ........ Meguiu......... Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell'chaft Frankfurt. Pet. Union A.-G. ...... Schuhiabrik Hcrz Sichel.............. Bettftoff Anldhof ....... Zuckerfabrik Franketltyal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . Schlutz- fiure | Schluß, 1 fiurs Schluß- Schlutz Sure 21. S. 2 8. .1.6. 22. 8. 0,720 0,760 L.720 0,770 - 1,10 1,05 1,14 1,075 1,10 1 1,10 1,5 1,6 1,525 1,625 0,450 0,450 — 0,425 1,125 1.3 1,32 1,325 1 — -— 1,075 1,1 — 0,9 1,05 1,2 1.1 4,2 k.2 4,2 4,2 66,8 86,4 86,8 86,4 10,25 10.5 10,50 10,25 40,25 45 42,50 44,8 32 31 30,50 20,5 6,50 6,40 8,50 6 9 6 9,40 9,75 9,5 11,125 11,25 11,13 11,13 6,32 0,34 — — 13,40 13,12 13,50 12,30 — 12,9 ■ — 2,1 2 2 2 0,425 0,420 0,400 0,4 0,350 0,330 0,45 0,5 - 50 50,75 51 12,7 12,40 12 75 12,5 13,75 14,50 13,90 14,25 50,75 50,5 50.25 60,10 54 64,25 54,50 64,50 66 65,25 64,5 64,25 16,25 16,40 16,5 16 19,12 19,75 19,13 20 7,75 7,90 7,60 7,75 12,75 12,75 12,70 13 36 36,75 35,76 38,50 29.6 — -29,9 30,90 38 36,5 37,50 39 2,1 2 — — 27,70 27,62 26,625 28,25 6,75 6,80 6,8 6,80 3 3,2 12,25 12,126 — — 3,76 4,40 4,13 | 4,60 12 13 12,75 11,65 18.65 18,90 >8,75 19 1,45 1,4 —- — 13,75 13,75 14 13,50 16,75 16,75 16,75 16,75 15,40 16,50 16,50 15,65 7 6.8 — — 17,5 17,75 17,65 17,13 14,60 15,1 — — 9,40 9,60 9,4 9.80 15,40 15,76 15,1 15,25 8,25 8,80 — 35,6 56,25 36,5 37 — — 46 46 2,40 2,3 2,6 2,5 2,90 2,95 2,75 3 2,95 2,90 — 13,65 13 18 13,4 0,65 0,6 — — 1,13 1,13 1,25 1,4 12,6 12,5 — 2 2 2 1,9 2,6 2,8 3,25 2,9 4,65 4,65 5 4,75 10,25 1C,25 10,13 10,3 4,05 4 — — 3,35 8,55 3,65 3,6 Frankfurter Börse. * (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger.") Frankfurt a. M., 22. Aug. Das Börsengeschäft trug auch heute die Mertmale einer großen älnsicherheit und die Verstimmung der Börse kam am Aktienmarkt in neuen Kursrückgängen zum Ausdruck. Bei Eröffnung der Börse lag w eder ein umfangreiches Angebot vor, das aber zumeist glatte Aufnahme fand. Es tritt immer mehr zu Tage, daß ein großer Teil der Spekulation auf einen günstigeren Verlauf der Konferenz spekulierte und nunmehr im Hinblick darauf die damals getätigten Engagements jetzt zu realisieren bestrebt bleibt. Das Ge'chäft war am Aktienmärkte anfangs etwas vernachläsügt und erst nach Beginn des offiziellen Verkehrs zeigte sich Deckungsbedürfnis, wodurch ein Teil der Kurse leichte Besserungen erzielte Das Hauptgeschäft konzentrierte sich wiederum auf den Anleihemarkt, der außerordentlich rege älmsatze aufzuweisen hatte. Die Führung hatte wieder Kriegsanleihe. Besondere Rachfrage bestand für preußische Konsuls. Am Montan markt, der nicht Änheitlich lag, waren die Erholungen überwiegend. Der Dankaktienmarkt hielt sich zumeist auf gestrigem Stand. Am Geldmarkt ist die Lage als weiter gebessert zu bezeichnen. Das Angebot macht sich stärker bemerkbar. Mvnats- geld 1 bis li/4 Prozent Tagesgeld bei 1/4 pro Mille stark angeboten. Im Devisenverkehr war die Stimmung etwas freundlicher. Die Mark stand wieder auf ihrem Höchststand von 4,166 Billionen. Auch das englische Pfund war leicht befestigt bei 4,51 bis 4,51V? Dollar. Auch der Pariser Frank zeigte eine Besserung, und zwar in Pfundparität bei 82,50 bis 82,60 und In Dvllarparität bei 18,25 bis 18,30. Der freie Verkehr war ohne Interesse: Api 4, Becker-Stahl 2, Benz 3V-, Drown Boveri 1,2, Ufa 77/s. Petroleum 18,5. Im weiteren Verlauf blieb die Haltung freundlich und die Kurse konnten weiter leichte Besserungen erzielen. Das Geschäft war aber ruhig und anregungslos. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des »Gießener Anzeiger.") Berlin, 22. Aug. Die innerpolitische Krisis hat sich seit gestern weiter zugespiht. Die Haltung der Fraktion der Deutschnationalen läßt, wie die Börse meint, nunmehr auf eine unbedingte Ablehnung der Dawesgesetze schließen. Man hat aber schließlich doch noch die Hoffnung, daß ein Kompromiß zustande kommen wird. Diese politische älnsicherheit, die sich bis Ende nächster Woche hinziehen wird, wirkt lähmend auf die Unternehmungslust der Börse. Ein anderes bedenkliches Zeichen sind die Rüstungen der amerikanischen, vor allem aber der englischen Industrie zum Konkurrenzkämpfe gegen De utschland. Die englische Industrie gibt sich auch nach den neuesten Rachrichten aus London alle Mühe, die Ingangsetzung der Anleihe zu verhindern oder aber mindestens zu beeinträchtigen. Das Publikum wird durch die Haltung der Spekulation stutzig gemacht und hat sich zu keinen Käufen entschließen können. Auch von dem Auslande liegen heute, soweit zu übersehen ist, an den verschiedenen Märkten nur geringe Kauforders vor. Die Abgabe war im allgemeinen ziemlich gering. Am Anleihemarkt war die Haltung schwankend. Der Geldmarkt blieb unverändert. Die Devisennotierungen hielten sich in den Grenzen des borangeggngenen Tages. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (Qn Billionen Wart auSgedrSckt. BuenoS-AireS, London, Neu« hort, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) 21. Aug. ?L Aug. Repart. Amtlich« Notierung Amtliche ’JioHern 11 Geld Briet (Seid Briet 91. 22. 182,44 163,26 162,79 161,61 doll voll Brss.-Anlw 20,85 20,95 20,95 21,05 voll voll Chrtftiania. 57,8'. 68,15 57,83 68,15 voll voll Kopenhagen 67,73 66,07 67,98 60,32 voll voll Stockholm . HelsingforS- Atollen. . . London. . . 111,22 111,76 111,22 111,78 voll voll 10,47 18,40 10,53 18,60 10,48 18,80 10,54 18,70 voll voll voll voll 18,80 :8 90 18,875 18,§65 voll voll Neuhork . . 4,1) 4,21 4,19 4,21 voll voll Paris. . . . 22,59 22,71 22,79 12,91 voll voll Schwel, . . 78,75 79,15 78,75 79,16 voll voll Spanten . . Wien in D-» 55,56 bb,84 65,66 65,84 voll voll Oest. abgest 6,915 5,935 5,926 5,945 voll voll Prag . . . 12,67 12,63 12,80 12,66 voll voll Budapest. . 5,47 5,49 5,49 e,-,i voll voll Buen--Aires 1,40 Ml 1,405 1,415 voll voll Bulgarien 3,04 3,06 3,045 3,095 voll voll Fapan . . . 1,71 0,40 1,72 1,71 1.72 voll voll ssiio de Jan 0.42 0,405 0,416 voll voll Belgrad . . 5,19 8,21 5,19 5,21 voll voll Lissabon . . 11,97 12,03 11,97 12,03 voll voll Banknoten. (Ohne Gewähr.) Bersin. 22. Ang. Keld I Dries Repart. °/o Amerikanische Noten ..... 4,14 4,21 voll Belgische Noten ........ Dänische Noten........ 20,85 67,89 20,95 68 17 voll hprf Englische Noten........ 18>6 18'96 voll Französtsche Noten ...... 22,79 22.. l Holländische Noten...... 162,67 leg ig Ftnlienische Noten ...... 18,85 18’75 voll Norwegische Noten...... 67,81 58,09 voll Deutsch-Oesterr-, ä 100 Kronen 6,92 5.94 voll Rumänische Noten...... 1,90 1,92 voll Schwedische Noten...... Schweizer Noten ....... 111,12 78 55 111,68 voll voll Spanische Noten....... 55>6 66174 voll Tschechoslowakische Noten .. 12i5<. 12,65 voll Ungarische Noten...... 5,44 6,46 voll Märkte. , Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 22. August. Am heutigen Produktenmarkt wurden notiert: Weizen. Wetterauer 22 bis 22,50, Roggen, inländischer 18 bis 18,50, Sommergerste für Drauzwecke 22 bis 23, Hafer, inländ. 19,50 bis 20, Mais (gelb) 17,75 bis 18, Weizenmehl, inländ. Spezial 0 33 bis 34, Roggenmehl 26,50 bis 26,75, Weizen- unbz Roggenkleie 11,25 bis 11,75 Mk. Tendenz unverändert. Berliner Produktenbörse. Berlin, 22. Aug. Am Produktenmarkt zog Roggen wider Erwarten um 1—2 Mk. an auf höhere polnische Preise. Weizen still. La Plata- Mais lebhaft, teilweise auf englische Käufe im Weltmarkt. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märk. 203 bis 209, Roggen, märt. 149 bis 156, Gerste, märk. 205 bis 216, neue 182 bis 187, Hafer, märk. 159 bis 168, Raps 310 bis 320, Öelnfaat 425 bis 430; für je 100 Kilo: Weizenmehl 28 bis 30,50, Roggenmehl 22 bis 24,75. Weizenkleie 11,80 vis 12, Roggenkleie 10,90, Diktoriaerbsen 27 bis 32, kleine Erbsen 18 bis 20, Futtererbsen 14 bis 16, Peluschken 13 bis 15, Ackerbohnen 15 bis 17, Wicken 14,50 bis 16, Lupinen, blau 9 bis 10,50, gelb 16 bis 18, Rapskuchen 12.50 bis 12,70, Leinkuchen 23 bis 24, Trockenschnitzel 11, Dvrfmelasfe 8. Kart>ffel- flocken 23. / Zürnen, Sport und Spiel. Sommerturnspiele, ein Grundpfeiler für die Ertüchtigung unserer Jugend. Karl Wübbenhorst, Oldenburg. Wer kennt sie nicht unsere schönen Spiele des Sommers Schleaderball, Schlagball, Faustball, Korbball usw. Wir stehen mitten drin. Aber nicht lange mehr, da wehen wieder bie rauhen Winde über den grünen Rasen, all' die stolze Herrlichkeit des Sommers ist dahin, und es gilt zum Wintertarnen und Winterspiel zu rüsten. Da ist es angebracht, unseren Sommerspielen ein kurzes, aber am so eindringlicheres Wort zu widmen. Mit welcher Begeisterung und welch hoher Freude werden sie ausgetragen. Wer einmal einem richtigen waschechten Treffen zweier spielfreudiger Mannschaften zugesehen hat, dem hat dabei das Herz im Serbe gelacht ob der ungebundenen Iugendlust und der vielseitigen Reize, die sich dem Beschauer offenbaren, und am liebsten hätte auch er mitgetollt, mitgespielt in fröhlicher Hatz. Ja, wer sie sieht, beim Schleudern, Saugten und Schlagen, dem wird es auch ohne weiteres klar, welchen Wert unsere Sommerspiele für die körperliche und getfttge GrNtchtt» gung unserer Jugend haben. Denn so einfach und anmutsvoll sich die Spiele dem Auge des Laien auch zeigen mögen, welch große Fülle von Mut, Gewandtheit, Kraft und Geiftesklugheit erfordern sie doch von den Spielern. Gewaltige Armkraft hat der Schleuderballspieler ebenso notig, wie er mit dem Verstand ständig bemüht ist, jeden klern- sten Spiclvorteil sich zunutze zu machen. Haarscharf fliegen die Bälle beim Faustball über dre Leine und zurück, auch hier arbeiten Berechnung des Geistes und spieltechnisches Können Hand in Hand. Mit welcher Vorsicht, aber auch mit welchem Mut läuft der Läufer beim Schlagballspiel ins Feld, von der geschickten Hand des Schlagers, vorn sicheren Fang und Abwurf hängt alles ab. Denn es ist nicht nur Spiel, was sich dem Auge zeigt, nein, auch der Kampfescharakter ist in beh Spielen ausgeprägt, er bringt erst den frischen, forschen Zug ins Spiel. Welchen unendlichen Wert die Sommerspiele für die Beteiligten hierdurch erhalten, kann sich auch der Unbefangene vorstellen und erkennen, daß sie ein hochwichtiger Faktor in unserem deutschen Turner leben sind. Mehr noch als das, sie sind einer der wertvollsten Grundpfeiler für die geistige wie körperliche Ertüchtigung unserer Turnjugend. Darum sollen wir diese Spie^ weiter hegen und pflegen, unsere Jugend dafür begeistern, stetig bei ihr hierfür werben mit vollster Kraft, wann und wo es nur immer angängig ist. Aber nicht nur unsere Jungen sollen spielen. Das hieße den Zweck verkennen. So mancher von den älteren Turnern und reiferen Frauen wird Lust und Liebe zu den Spielen empfinden. Auch für sie gibt es noch Spielgelegenheit genug. Auch sie werden die wohltätige Wirkung, die das Spiel in gesunder, frischer Luft auf Rerven und Körper ausübt, schätzen lernen. Wir müssen daher mit aller Kraft bemüht sein, die Turnspiele des Sommers ständig weiter auszubauen, damit sie weitesten Kreisen zugänglich gemacht werden können. So viele stehen noch abseits, sie sehen wohl von weitem die Spielplähe und die Turnspiele, gehen jedoch rnter- essenlos vorüber. Sie sollten einmal näher kommen und sehen, wie fröhlich und frisch das Spiel unsere Turnjugend macht, dann würden auch sie warm werden und vielleicht — nein, ganz bestimmt^würden auch diese vielen Richt' tumer und Richtspieler sich bekehren lassen und fröhlich mittun. Dad-Rauheimer Tennisturnier. Das allgemeine Tennisturnier dieser Saison findet vom 27. bis 31. August statt. Es liegen bereits zahlreiche Anmeldungen bekannter Spieler vor. Olympische Wettkämpfe in Fulda. Am 31. August veranstaltet der Fuldaer SP.--V. Borussia ein großes leichtathletisches Meeting, offen für ganz Deutschland, an dem sich namhafte Vereine, hauptsächlich aus Mittel-, West- und Süddeutschland, beteiligen werden. Schon jetzt vor Ablauf des Meldeschlusses liegen zahlreiche Zusagen großer Vereine aus Duisburg, Frankfurt (Main), Kassel, Gießen, Mannheim, Karlsruhe, Siegen usw. vor, mit zum Teil Deutschen Meistern und Landesmeistern am Start. Der Leichtathletik-Lehrgang im Berliner Stadion vom 1. bis 13. September bietet vor allem Iugendleitern eine gute Gelegenheit, sich eine Fülle prattischer und theoretischer Kenntnisse anzueignen. Für die Durchführung des älebungs- programms stehen die besten Kräfte der Deutschen Hochschule für Leibesübungen zur Verfügung. Der Lehrgang erstreckt sich u. a. auf Leichtathletik in der Theorie und Praxis, Sport- hhgiene, Hallentraiiring, Ergänzungssport, Hilfe bei älnglücksfäNen, Organisationsfragen, Vereinsverwaltung, Werbetätigkeit. Der Motorsport-Großkampftag, mit dessen Veranstaltung die im Frühjahr gegründete Mvtvrsport-TafelrundeDer- lin zum ersten Mal an die Oeffeittlichkeit tritt, verspricht in jeder Beziehung auch hochgespannte Erwartungen zu erfüllen. Die Flugzeug-Verfolgung wird von Krafträdern und Kraftwagen durchgeführt. Der Start der Flugzeuge und Fcchr- zeuge ist auf der Trabrennbahn Martendorf. Das Ziel wird den Bewerbern vorher nicht bekannt- gegeben, doch ist Vorsorge getroffen, dah das Flugzeug den Verfolgern stets sichtbar bleibt bzw. seinen Weg durch irgend ein Hilfsmittel kenntlich macht. Rach der Landung des Flugzeugs haben die Bewerber möglichst nahe heran- zufÄren, sich ihr Eintreffen von der Flugzeug- besahung befcheinigen zu lassen und bann sofort zur Trabrennbahn zurückzufahren. Die Verfolgung wird im Rahmen des tourenmähigen Auto- mvkülverkehrs abgehalten. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde«. Gießen. Sonntag, 24. August. 10. Sonntag mTrin. Stadttirche. 8: Zugleich Christenl. f. d. Reukonfirm. aus der Matthäusgern. Pfr. Mahr.9V,: Pfr. Becker. 11: Kinderkirche f. d. Markusgem. Pfr. Becker. — Iohanneskirche. 8: Zugleich Christenl.f. die Reu- konf. aus d. Iohannesgern. Pfr. Ausfeld. 91/,: Ordination und Einführung des Pfarrass. Schultheis. 11: Kinderkirche f.d.Lukasgern. Pfr. Bechtolsheimer. 8: Bibelbespr. im Zohannessaal, Pfr. Adolph. — Kirchberg. 10; 11: Christenl. f. d. kons. weiblich« Jugend. Mainzlar: ll/2. — Wieseck. ll/2: Pfr. Römheld, Gießen. Katholische Gemeinde«. Gießen. Samstag, 2X August. 41/, u. 7 Beichte. Sonntag, d. 24. Aug. 11. Sonntag n. Pfingsten. 61/, Deichte, 7 Messe, 8 Kom., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr., 2*/3 Andacht. Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. V.: Heinz Gorrenz. Schaumpon W t mit, dein schwarzen Kopf L < jgäs. ahbgfeihrte Kopfwaschpulver Zur Nervenstarkung wird der wohlschmeckende, gut bekömmliche Sagitta Blut-und Nervenlikör empfohl. In allen Apoth. Stets vorrätig: Univ.-Apoth- zum golb. Engel, Gießen, usw. Flasche M. 3.50. Sagittawerk, G.m.b.H., München SW. 2. 0er Avina' 50, Der Fe 2llM (len/ 2? miebet1 Dahn wes' bl>ndKg ftet, datzL in stu-n-Z inach's gnat .Mr do» ein an es viel SunkM.' O Ä noch Feind, Echre und M ist aber gl^ ich mußte also wieder * M Ortefeit Verkau Beta Bei der Landgraf-Dl liegen die 2 Dergedung vi arbeiten, Do arbeiten und eines Diersc meinbe Wi termin: Dor 1924, twrmi Gießen, d ÄreiSb, als Schlf als Trat Moto Belai Ammei -er Montag, : Dienstag, b taä ©nimm' fielen offen: werden und . j . Monta a) dormitiai am Schla, , Deustädtet b) Donnttta, ration vo . aller 4, vv c) nachmittl Jalb vor brunnen, j 'n der @e bormtttac an öer v'esen, vo i, ^tgen.arr den ( Uen-Bu Sä •«»ft ®ieta.6n Der; it* 289SOlt WtibUnn 1 1 bei Ä '50. Fottsehung. (Nachdruck verboten.) beehren sich, ihre Vermählung anzuzeigen Gießen, 23. August 1924 6548D Möbel Ihre Vermählung geben bekannt Gießen, Steinstraße 531 Stott Karten 2. omu Klein $ Mel Alles ist feuer! FiiMaU. 4624 D 022763 Verreist bis 15. September Jochem, Heilkundiger 022778 zu haben. 6451L) 1 Gans. 6515D MM Sämtliche Maschinen für Schreiner, Wagner usw.i 95.00 95.00 38.00 250.00 250.00 250.00 Z o ET 3 O S * S « § L3 Ü Bekanntmachung. Die Gemeinde Großen-Buseck vergibt im Wege des öffentlichen Wettbewerbs die Lieferung von Särgen für die Zeit bis zum 31. Dezember 1924. Preisangebote sind bis zum Donnerstag, dem 28. August 1924, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Vergebung erfolgt. Be- lchreibungen und Bedingungen liegen Hierselbst zur Einsicht offen und werden im Termin bekannt gegeben. Großen-Buseck, den 21. August 1924. Hessische Bürgermeisterei Großen-Buseck. woch, 27. August, vormittags 9 Ufjt in der Otto Rabenau'schen Wirtschaft zu Alten-Buseck. In der Gemarkung Wieseck Donners- tag, 28. August, vormittags 10 Ahr in der W. PH. Dierau'schen Wirtschaft zu Wieseck. Karl Corr und Frau Anna geb. Hebstreit Albert Duchardt und Frau Johanna geb. Haller Garbenbänder mit länglichrundem Holzverschluß Besichtigung ohne Kaufzwang! Schreibtische, Eiche ...... Bücherschränke, Eiche • ■ . . . Kleiderschränke ........ Schlafzimmer ......... Speisezimmer ......... Herrenzimmer ■ ........ Der Alte auf Topper Roman von HannS von Zobeltitz. Tennisturnier. »sturniLi dieser Satsm Nuft statt. ES Fugen Meldungen bekannter Hans Krug Erna Krug geb. Heller danken herzlichst für die anläßlich ihrer Vermählung erwiesene Aufmerksamkeit Der Feldprediger ntdte. Er kannte das. „Erzähl' Er nur weiter, Korporal." „AlSdann kam's doch anders, bei mir wenigstens. Man fängt an, sich zu ekeln vor sich selber. Da steigen so langsam Erinnerungen aus, wie man mit der Mutter gebetet, wie der Dater — mein Vater war Magister im Hessischen — einen mit tausend frommen Wünschen zur Schule entlassen hat. ilnb wenn man abends im Biwak liegt und zu den Sternen hochblickt, denkt man wieder an den Allmächtigen, der ihnen Laus und Dahn weist. Oder in der Bataille, wo man früher blindwütig drauf lvsstürmte, hinter den Bursche her, daß ja keiner sich drückt, da ringt sich jetzt ein stummes Gebet aus dem Herzen: Herr Gott, mach's gnädig. -Unb das Herze wird leichter. Wahrhaftig, Serr Starter, daS Herze wird leich er. „Aber daß ich's nur gestehe, bei mir ist doch ein anderes hinzugekvmmen, ein Erlebnis sozusagen Warum soll ich's nicht erzählen? Ist eigentlich gar nichts besonderes, nur mir würd' es viel. Am Abend von Torgau war s. in der Dunkelheit. Wir hatten grab' auf der Höhe festen Fuß gefaßt, die Weihröcke retirierten, war aber iwch ein tolles Durcheinander von Freund und Feind. Schreien und Geschieße. Da stolpere ich und falle über einen Blessierten. Der schreit auf ist aber gleich wieder stille. Mir tat's leid', denn ich muhte ihn arg gestoßen haben. Wie ich mich also wieder aufgerichtet, beug' ich mich über ihn. Bekanntmachung. Bei der Kreisbauverwaltung Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer 18, liegen die Verdingungsunterlagen über Vergebung von Maurerarbeiten, Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Spengler- arbeiten und Eisenlieferung zum Neubau eines DierfamilienhauseS für die Gemeinde Wieseck offen. Derdingungs- termin: Donnerstag, den 28. August 1924, vormittags 9 Ahr Gießen, den 22. August 1924. Kreisbauverwaltung Gießen. Eellarius. 6516V das alles nichts an. Schwächer und schwächer wird seine Stimme. Zch höre noch. .Herr, mein Gott, dein Knecht dankt dir für alle deine Gnaden und deine Güte. 3a, wir Christen haben einen Gott, der da hilft in der Not. Gelobet seist du, Herr Zebaoth! Herr, du mein treuer Gott, nimm mich auf in dein ewiges Neich.' ilrtb dann hat er noch einmal gezuckt, unb dann ist alles zu Ende gewesen. So war es unb war ein seliges Sterben. Mich aber hat die Stunde durchschauert, gerüttelt, daß ich ein anderer wurde. ilnb trifft mich die Kugel: sterben möcht' ich wie der, nicht anders: aus dem Schlachtfeld und Gott im Herzen und des LlllmächtiFen Namen auf den betenden Lippen." Der Page Zabeltitz ist mit hängendem Kopf die hohen Stiegen hinabgegangen und ein paar Gassen weit nach dem Apelsch^n Hause zu. Ging ihm so vielerlei durch den Sinn, was er da oben gehört, Altes und Neues. Immer kommt man reicher vom Cajetan zurück, dacht' er und fühlt sich, halb froh und bafi> verdrießlich, noch als ein recht unveises Dürschlein, das wieder einmal als wie beim 3nformator gewesen. Da hatte der Grolich auch allerlei vom Frieden gesprochen. Daß die Perspektiven schlechter seien als je, und das Verlangen doch so groß und heiß. Die Kaiserin in Wien liehe nicht nach. Unb hatte die Ode eines gewissen — ja, wie hieß er doch? — richtig, Ramler, betlanrierl: ,Wo bist du hingeflvhen, geliebter Friede? Erbarme dich des langen Jammers I Rette Don deinem Volk den armen Acberrest I Bind' an der Hölle Tor mit siebenfacher Kette Auf ewig den Verderber fest l' önnnmetflrnsuerftelflmiofl. Das Grummetgras von den Domanial- wiesen in den Gemarkungen Gießen, Wieseck und Alten-Buseck wird versteigert : 1. 3n der Gemarkung Alten-Buseck Mitt- Düngekalk in Waggonladungen und im einzelnen liefert äußerst preiswert [6510c Carl Haas jr., Gießen rrraukfurter Ttr. 59, Telephon 1682. Bindegarn! Bedeutendes Werk sucht für seine erstklassigen Erzeugnisse Absatz aa sie WerlunöW. Schriftliche Anfragen unt. 022769 an den Gießener Anzeiger erbeten. Am Donnerstag, 28.Ang.1924, werd, wir in Frankfurt a-M., Laboratorium d.Univ.-Augen- Klinik b. Städt.Krankenhaus, Frank!. a.M.-Saehienhamen, Eschenbacher Str. 14, anwes. fein, um nach der Natur künstlicheAugen f. dieBatienten anzufertiaen und einzuvasien. [06*,ss z. AS. MM Söhne, MesbaSell Anstalt für künstliche Augen. IW" Um Verwechslungen mit Uni. Samen zu vermeiden, bitten wir, auf Namen und Zeit genau achten zu wollen. IM.Mdihgridi ist stets frisch gebrannt abunserem Werk am Bahnhof in Bieber oder per Waggon, Lastenzug und Fuhrwerk frei Baustelle Es kostet 1 Zentner ab Gaswerk: Gasgrobkoks 1.50 M Gasnußkoks 1.70 M 3a ... Tier Friedel Mußte schon fv M«, daß der Krieg schwer auf den Völkern lastete. Wie gramvoll schrieb die Mutter von dahrim. Lind hatte nicht auch er so manches Wörtlein aufflefanflen, von hohen Offizieren sogar, daß es nun den Krieges wahrlich genug sei, des Balail« lierens und Mordens — Ja ... der Friedel Gut und schön und sehnsuchtsvoll erwartet. Nur von-mir, von des Königs Pagen, soll man nicht verlangen, daß ich mit- tue! Etwa in einer elenden Garnison als Föhn* räch drillen und gedrillt werden! Oder gar unterkriechen müssen im Topperschen Wehleid? Wie hab' ich'S jetzo doch gut! Den gnädigen Herrn und König hab' ich, und estimirrt werd' ich und reiten darf ich! Reiten, daß die Funken stieben l Daß Majestät neckt und sagt: .Den Zabeltitz bat Er gut dressiert, Lentulus. Der reit’ wie der Deubel.' O ja .. . bleibt mir mit dem Frieden vom Leibe! Ging jetzt wieder hocherhobenen Kvvses. And da an der Ecke guckt die hübsche Demoiselle zum Fenster hinaus. Nicht schwär; wie die Breslauer Katrin, goldblond mit Grübchen in den Wangen, wenn sie lacht. Lacht dem roten Prunkrock zu und dem frischen Zungen. Er kennt sie schon, die schlanke, zierliche Ottilie, des Weinwirts Töchterlein. (7hm klimpern auch noch ein paar Taler tn der Tasche, hat ihm der König doch neulich erst fünf Dukaten Douceur geschenkt. Alw, du schönes Kind mit den Grübchen — ich tomin’ — (Fortsetzung folgt.) 0eiitistZu{t,Baliiibofsfra0e76 staatlich geprüft nach § 123 der R. V. O. Sprechstunden: Von 8-12 und 3-6 Uhr. Sonntags von 10 —12 Uhr. benF: vielleicht kannst du helfen. Seh'n könnt man ja nicht die Hand vor Augen, aber als uh frag', hör' ich eine Stimme, die mir so kurios bekannt verkommt. Frag' oifo weiter: .Wo bist blessiert. Kamerad?' Er stöhnt leise: ,Ss gehet zu End'.' Unb fängt an zu beten: .Herr Gott, in deine Hände befehl' ich meinen Geist.' Da wuht' ich mit einem Male, wer es war. Ein Musketier nämlich. Kühne hat er geheißen, mit dem mich der Zufall des öfteren zusammengebrochl. 2a, richtig. Herr Junker, zuerst in der Nacht nach Kunersdorf, in einer elenden Sandgrube — mit dem Herrn Stabskapitän Ohres Name.is —“ „Mein Ohm Christian —" „Sicherlich. Also der Kühne war Piettst und hat von manchen viel Spott leiden müssen. Aber ein kreuzbraver Kerl, wo man ihn hinstellte, da stand er. Nun wollt' ich ihm erst recht helfen. Doch da war nichts zu tun, beide Deine waren ihm zerschossen. Faßt nur meine Hand, klagt nicht, jammert nicht. Fragt einmal: .Die Bataille ist unser?' — ,3a,’ sagt ich. Unb da fängt er wieder an zu beten. Herr Feldprediger, Herr Junker, so etwas hab' ich nimmer gehört. Ganz einfach, so recht aus dem ttefsten Herzen. Für den König und für das Land .Herr der Heerscharen, gib du, daß 'bald Friede werde. All- gütiger Schöpfer und 'Erlöser, vergib du mir alle meine Sünden, durch 3e|"um Christ um, deinen Sohn.' Hab' ihn in meinen Armen gehalten, an meiner Brust, und das Herz hat geschlagen, wie nimmer zuvor. Ringsum die Nacht, das lodernde Dors vor uns, um uns balde trabende Reiter, balde das Knarren der Geschütze, die auf die Höh' gebracht wurden. Kommandos, Schreien. Fluchen — und der Fromme betet, als ging ihn mpfr in Ma. iftdtet der Fuldaer i leichtathletisches Mee- lltMmd, wi u» mbahn Mnendvrf Bas n vorher nicht beki^ ne getroffen, W “J rn stets sichtbar bleibt er Landung des 5^9 tt"9toL”w: >ffen von der olu®A Wen Md bannig tsuvematzigen •** n. ^achrich^ , Seineindt«. '' M D-cker. irtuägem. file Leu- leich Änstentt » . Qr, n. fPtSfl tzchülcheis. Ses N^oisheimer Adolph.7 nesfaal,^-. 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Bekanntmachung. Grummetgras - Versteigerung der Stadt Giehen. Montag, den 1. September und Dienstag, den 2. September 1924 soll das Grummetgras von den städttschen Wiesen öffentlich meistbietend versteigert werden und zwar: Montag, den 1. September a) vormittags 9 Llhr, Zusammenkunft am Schlachthof, von den Wiesen im Neustädterfeld und Hohleiche: b) vormittags IO1/, Llhr in der Restauration von Georg Schrimpf, Kaiserallee 4, von den Wiesen im Hegstrauch; c) nachmittags 2 Llhr im Philosophen, wald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal, von den Wiesen in der Gemarkung Wieseck. Dienstag, den 2. September ä) vormittags 9 Llhr an Ort und Stelle an der Rödger Straße von den Ochsen, wiesen, von den Wiesen im Stolzen- morgen, am ältersbrunnen u. Altentisch; b) nachmittags 2 Llhr an Ott und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen-Buseck und Rödgen. Eteigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen beabsichttgen, wollen sich an den städtischen Wiesenmeister Bel los, Wolfstraße 15, wenden. Die Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. Gießen, den 20. August 1924. Der Oberbürgermeister. 2. D.: Klingspor. 65053 besonders leicht, stabil und preiswert « nach eigener Konstruktion. Berstoben nichr gegen das Brügge-Batent. [e5uss Frankfurter Karosserie- und Eilen bahn-^abrzeuge-Werk 6L m. b. H. Frankfurt a. 9)1., Rebstöckerstr. 59. j 3. 3n der Gemarkung Gießen an demselben Tag, nachmittags 2 Ahr im Philosophenwald. Es werden nur Personen aus Ortschaften zum Mitbieten zugelassen, aus denen seither schon regelmäßig eine Be. teiligung stattgefunden hat und die das Futter in der eigenen Wittschaft ver- wenden. Der Zuschlag wird nur für eine den Verhältnissen des Bietenden angemessene Anzahl Lose erteilt. Gießen, 23. August 1924. 6535V Hessische Oberförsterei Gießen. Bekanntmachung. Die Pflaster- und EhaussterungS- arbeiten zur Befestigung der Gnauth- straße zwischen der Bismarck- und Kepler- straße sollen vergeben werden. Die Ar- beitsbeschreibung liegt bis zum Verdingungstermin, 1. September 1924, vormittags 10 Ahr im Stadtbauamt offen. Angebote auf Vordruck sind inner, halb der Offenlegungsfttst im Stadtbau. amt abzugeben. Gießen, den 22. August 1924. Stadtbauamt Giehen. Braubach. 65348 MühlstraBe 6501D Gießen, den 21. August 1924. Elektr. Licht- und Kraftanlagen Rühl, Direktor 6184D j^n, die deutschen Landwirte L Telephon 1505 6Ö09Q Asterweg 53 wird gut füttern! Südanlage 7 Südanlage 7 6348D Für die Druschzeit WARUMZUNDAPP? 5836o liefert ohne Operation Handarbeitsschule und Pensionat von Frl. Landmann, Gießen Carl Haas jr. Frankfurt.Str.SS« RudolfRödiger Walltorstraße 35 Buchen- M Nndelbrennholz Aninnchhnlz tKostentoseRetochWge zur rfcT«tigen Düngung »erteilt eße LandwirtscftafWche Auskunftsstetie (des Deutschen Kalisyndikats G. m. tx H. Oprm stadl, EuaaXiemensinaQa S. KOMlMMMl £anöroirW5tamm(>t-»W (Siegen. für ööerüeffen. Spaerz1tl'Dr.med.Bänmges hält Sprechst. v. 8-1 Uhr a. Donnerstag, 28. Ang., in ßjpßpn* Hotel Kobel. UluUüU-LieblgstraüeO Zu Spottpreis ist eine neue ungebrauchte Dreschmaschine erstkl. Fabrikats «Breitdrescher mit zirka SO Zentner Stundenleistung) abzugeben. Günstige Zahlungsbedingungen! Für Dreschgenossenschaft sehr geeignet! Standort Mannheim. Angebote erbeten unter F. DI. 673 an Rndol! fflosse, Mannheim. toMss Geschäfts-Eröffnung! Der geehrten Einwohnerschaft von Gießen und Umg. zur gesl. Kenntnis, daß ich am 1. September 1924 eine Damenschneiderei eröffne. Es wird mein Bestreben sein, alle Vorkommen- den Arbeiten bei billigster Berechnung und zur Zufriedenheit meiner werten Kundschaft auszuführen. - Ferner veranstalte ich vom 1. September 1924 an einen Näh- und Zuschneide - Kursus Anmeldungen werden entgegengenommen. Frcm L. Bornemann (5L5feinroegl4i DakneMoeiüermeislmn Gr.Slelmoegl4i Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die Hess, öffentlichen Sparkassen für Entgegennahme der in § 7 der Dritten Steuernotverordnung vorgesehenen Anmeldung zuständig sind. Hiernach fordern wir alle Besitzer von Sparbüchern unserer Kasse auf, ihre Ansprüche unter Vorlage des Sparbuchs bis spätestens 31. Dezember 1924 zur Anmeldung zu bringen. Butzbach, den 1. August 1924. Mathildenstist Butzbach (Bezirkssparkasse) Keine Berulssltirnng. Naturgemäße schmerzl.Be- handl. v. Leistenbrach Schenkelbrach o Nabelbruch o usw. besonders y5 Wasner brach. o? Polstermöbel • Matratzen sowie Ausarbeiten und Umarbeiten bei bester Verarbeitung, niedrigste Preise 5984d Möbelhaus C. Leisler, Neuenweg 23. Du brauchst ein Motorrad für jedes Gelände und für jeden Zweck; ein Motorrad für Beruf, Sport und Erholung. Mit einem schwachen Hilfsmotor ist dir so wenig gedient wie mit einer komplizierten Spezialrennmaschine. 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