fit. \2\ Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GießenerFamilienblütter Monats-Bezugspreis: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägcrlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer GewaU. F e r n s p r e ch-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten. AnzeigerGiehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Kettag, 23. Mai 1924 IH Jahrgang GichenerAnzeiger General-Anzeiger für GZerhesfen Drwf tmb Derta$: Vrühl'fche Univerfitätr-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. hriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichKeit Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite crt!ich3, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen D.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20°/n Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Der Arbeitskonflikt im Rr hrrevier Das Re chtsgulachlen der Kohlenbeschlagnahme der Micum. Sachverständigen nationalen angenommen worden. Damit ist dessen habe der Präsident der Micum ange-- ordnet, daß die Lagervorräte der Zechen bis zur Wiederaufnahme der Kohlenförderung plombiert werden. Während dieser Zeit dürfen die Zechen den Lagern keine Kohle ohne die Genehmigung der Micum entnehmen. Die Micum habe weiter angeordnet, daß die Lagervorräte zwecks Repa- rationSli ferungen verladen werden. Sollte dies seitens der Zechen nicht geschehen, so würde die Micum das Verladen durch Vvlkspartei, die jede Initiative der Deittsch- nativnalen für die Regierungsbildung zurückstellte, traten gestern vormittag im Reichstag die Vorstände der Fraktionen der MittelPar- teien zunächst getrennt und dann gemeinsam zu einer Beratung zusammen. Nachdem der Vorstand der Fraktion der Deutschen Volks- Partei einen entsprechenden Beschluß gefaßt hatte, wurde in einer mittags stattstndenden Besprechung der Führer der Mittelparteien von dem Vertreter der Deutschen Vvlkspartei vorgeschlagen, daß Vertreter der Deu t schna t ivna le n Partei nunmehr zu einer gemeinsamen Besprechung eingeladen weiden sollen, in der das von der Deutschen Vvlkspartei ausgestellte gegangen. Die Besprechung wird unter Vorsitz der Deutschen Volkspartei, und zwar des Abg. Dr. Scholz, Das französische Militärlager am Rhein Goldmark. Das Vorgehen der Franzosen hat in Düffel- dorf die größte Entrüstung hervorgerufen, Die Beamtengehälter. Berlin. 23. Mar. (Priv.-Tel.des Wolff- bureaus ) Die Sprkenorganisationen der Beamten haben sich an Las Finanzministerium gewandt, um zu erfahren, ob eine Gehaltserhöhung in ‘Biaaz komme. Ferner stellen sie das Ersuchen, die Innige h älter früher zur Auszahlung zu bringen. Die letztere Forderung wurde abgelehnt und ferner erklärt, daß Beratungen über eine Gehaltszulage noch nicht statt- f in den könnten, da die betreffenden Statistiken noch nicht ab«geschlossen seien. außenpolitische Programm erörtert werden soll. Dieses Programm, das die Zustimmung der übrigen Mittelparteien gefunden hat, soll die Basis für eine sachliche Einigung mit den Deutschnativnalen geben. Der Vorschlag der Deutschen Volkspartei fand die Billigung der übrigen Vertreter der Mittelparteien. Eine Einladung der Deutschen Vvlkspartei ist bereits gn £ie Deutfchnativnale Volkspartei für den heutigen Freitag vormittag abzumal durch die Wegnähme der in Beschlag genommenen Gebäude das gesamte Leben Düsseldorfs schwer besrnträchtigt wird; so ist der ganze Kunstpalast beschlagnahmt worden, obwohl oder vielleicht gerade weil den Franzosen bekannt war, daß am 1. Juni dort die Düsseldorfer Kunstausstellung eröffnet werben strÜte. Die Ausstellungsgemälde. befinden sich sogar schon in den Räumen dieses Kunst Palastes. Die jetzt beschlagnahmten Konzertsäle des Zoologischen Gartens in Düsseldorf waren in den letzten Monaten durch die städtische Verwaltung neu hergerichtet worden, nachdem sie früher durch die militärische Ä6 ÄS 1 . . , , . < « .. I rxrr AI Z>tT ZI 17 ZT (* tl C TT1 ITT O TY mAl /VH JLXIiTlLL Ul prd sollte letzt wieder der Bevölkerung dienen, v r,--------- aber noch keinrswegs gesagt, daß nunmehr die Schwierigkeiten, die in der Besprechung am Mittwoch auftauchten, beseitigt sind. Es ist die Absicht der Mittelparteien, in dieser Besprechung zunächst eine Einigung über ein s a ch l i ch e s Programm zu finden, während wahrscheinlich von deutschnationaler Seite aus wieder die Perfonenfrage in den Vordergrund gerückt wird. Auf der Linken der Mittelparteien lehnt man die Behandlung der Perfonenfrage insbesondere deshalb ab, weil man damit in die Kompetenzen des Reichspräsidenten einzilgreifen fürchtet. Man nimmt in parlamantarischen Kreisen der Mitte an, daß im gegenwärtigen Augenblick keine Regier u n s bildung erfolgen wird, sondern daß das Kabinett M a r x vor den neuen Reichstag tritt, sein Prr-granrm entwickelt und das Reichstagsplenum Lunn entscheiden lassen Wirch. Die voWparteiliche „Zeit" teilt hierzu nxtji ergänzend mit, daß im Laufe des Donnerstag vormittag Besprechungen zwischen dem Abg. Dr. Scholz und dem Reichskanzler Marx stattgefunden haben. Auch mit Dr. Emminger von der Bayerischen Volkspartei Chatte Dr. Scholz eine Besprechung. Bei den Verhandlungen am Freitag wird es sich irm die Frage handeln, wie weit eine sachliche Uebereinstimmung der eingeladenen Fraktionen über ein außenpolitisches Programm zu erzielen ist. Es ist damit zu rechnen, daß die außenpolitischen Richtlinien, die von den bisherigem Regierungsparteien aufgestellt worden sind, nuirmehr veröffegtlicht werden. Die Arbeitnehmer u nter Tage werden im Anschluß an die regelmcißige Schicht Schwerarbeit derart leisten, daß die Gesamtschichtdauer vom Beginn der Seilfahrt bis zu ihrem Wiederbeginn acht Stunden beträgt. Bemerkt sei. daß die regelmäßige Schicht nach dem Manteltarrf vom 1. 'August 1922 sieben Standen beträgt. Aus de n Wottlaut dec angeführten Bestimmung folgt decher, daß in dem Abkommen vom 29. November 1923 nicht die normale Arbeitszeit geändert, sondern nur Heb erarbeit geregelt werden sollte. Indessen ist die e Regelung der Lleberacbeit ein selbständiger, tariflicher Zusatz zum Mantelvertrag geworden, der nicht nur vorübergehende Bedeutung haben sollte. Dies folgt zunächst aus der auch von de.^Arbeitnehmer eite anerkannten Notlage der deutsch e n Bö i r t s ch a f t und der damit re bundenen Arbeitslosigkeit sowie der besonderen Belastung des Bergbaus, deren Dauer nicht abzus.hen toar. Es folgt weiter aus der in dem erwähnten Abtommen getroffenen Entgeltsregelung, die lediglich ci i Entgelt im Betrage von 1,7 de regelmäßigen siebeir- st ü.n d i g e n Schicht festsetzt, so daß die achte Stunde nicht höher bezahlt wird, als die regelmölßigen sieben Stunden. Es folgt schließlich aus einen späteren Abwmmen derselben Pa.tä.n vom 19 Dezember 1923, wonach statt des ursprünglich fest belimmten Termins vom 1. Mai 1924 nachträglich eine anbe- sch.änlle Fortdaaier übe den 1 Mai 1924 mit monatlicher Kündigungsfrist vorgeehen worden ist Bildet aber hie nach das Abtommen vom 29 November 1923 einen selbständigen tariflichen Zusatz zu dem Manteltarif vom 1. August 1922, so ist „der zuletzt gültig gewesene Tarifvertrag" der Manteltarif mit jenem neuen selbständigen Zusatz, wonach eine lieber» ftunbe über die normale Arbeitszeit hinaus vereinbart werden kann. Immerhin war das Verhältnis der einzelnen Abkommen zueinander so wenig klacgestellt und auch die hieraus sich ergebende Rechtslage so schwer erkennbar, daß den Arbeitnehmern nicht die Meinung abgesprochen werden kann, daß nicht dieses Abkommen vom 29. Noloember 1923 der zuletzt gültig gewesene Tarifvertrag gewesen sei, sondern der Manteltarif vom 1. August 1922, dec eine Ueber- stunde n ich t vorgesehen hat. Diese Stellungnahme der Arbeitnehmer mußte zu ihren Gunsten in dem Sinne beurteilt werden, daß ihnen keine n f a l l s vorgeworsen werden darf, sie hätten, als sie sich auf den Manteltarif als den zuletzt gültig gewesenen Tarif beriefen, schuldhaft gegen ihre Vertrags Pflicht zur Leistung einer Tleberstunde verstoßen. gez.: Beirer, Gerstel, Hück, Kaskel, Sinz'heimer. Berlin, 22. Mai. (BöTD.) Der Reichsminister für 'die besetzten Gebiete Dr. Höf le erklärte in einer Unterredung über die neuesten Essen, 23. Mai. (Priv.-Tel.) Den französischen Stcafmaßnahmen in Düsseldorf u. a.: Zechen im Ruhrgebiet ist ein S ch r e i b e n Die sogenannten französischen „Strafmaßnahmen in Düsseldorf sind erfolgt, weil die Stadtver- 8 r ™ 1 c u m zugegangen, daß sich dre für waltung in Düsseldorf einfach nicht das Mai fälligen Reparationslieferungen der Geld 'f>at die von den Franzosen geforderte Zechen durch den gegenwärtigen Kampf im große Artilleriekaserne für ein Artillerieregiment Ruhrbergbau nichtvermindern. Jnfolge- mit 10 Batterien zu bauen. Die tatsächliche Un- । , y Möglichkeit, die geforderte Leistung au erfüllen, ist von der Stadtverwaltung eingehend begründet worden; aber man 'fjkxt sich um diese Begründung nicht gekümmert oder man hat sichnichtdarum kümmern wollen. Man hat einfach die Beschlagnahme einer Anzahl von Gebäuden verfügt und sofortige Räumung verlangt. Dor allem muß festgestellt werden, daß den französischen Forderungen jede rechtliche Grundlagefehl t. Düsseldorf gehört zu dem sogenannten Sanktionsgebiet, zu dem Gebiet, das am ß März 1921 von französischen und belgischen Truppen beseht wurde, um die Annähme des sogenannten Londoner Ultimatums zu er- I eigene Mannschaften vornehmen zwingen. Obwohl sich die deutsche Regierung un- ” ter dem Zwange der Verhältnisse den Zahlungs- " JL. _. .. _. „ _ _ , , beding ringen dieses Ultimatum« fügte, ist die Dr- Wie die „Voss. Ztg. aus Dochummel- lehung damals nicht aufgehoben worden, bet, mußten auf fast der Hälfte der Ruhr- Der Anspruch auf Leistungen, wie sie auf zechen die Rötst andsarbeiten ein- Vrund des Rheinland abkommens im g-st-llt werden. Wie di- Matter weiteten Gebiet unter Umständen derlnngt werden -n-ld-n, ist der Kampfwille der T-rgarb-rt-r. sonnen, besteht also für Düst-ldo-f in I-in-r «roh der wachsenden Dot noch stark. Eme Weise. Konferenz sämtlicher Funktionäre des Bez rks Bochum des Tergarbeiterverbandes stellte sich Gerade die Stadt Düsseldorf hat unter, der De- boU ^inter &ic Beschlüsse der Ruhrrevierkon- fehuna schon bisher besonders schwer leiden muf- v .. len Sofort nach dem Einrücken der Desahungs- ferenzen und betonte ausdrücklich, daß die truppen im Frühjahr 1921 forderte der franzö- Bergarbeiter gewillt seien, den Kampf für die fische Militärbefehlshaber die Errichtung einer sieben-bis achtstündige Schicht bis zum Weißneuen Kavalleriekaserne für fünf Es- tgn __ fjjh^n. — Durch Plakate werden kädrons, die mit einem Kostenaufwand von da- . 2. mals 22 Millionen Papiermark erbaut werden Aufrufe zu einer O p f e r w o ch e für die ar- muhte. Wenn jetzt gerade auf einen neuen Ka- beitslosen Bergleute verbreitet; von einigen sernenbau in Düsseldorf bestanden wird, so be- Unterhaltungsstätten werden Wohltätig- r-ührt das besonders eigenartig weil tmr soviel keitsdarbietungen veranstaltet, deren fn^wid^-Alich^g^n G-Äet-N h°o"und Ges-mt-innahm- den notleidenden Samilien lesen. Tatsächlich ist bis jetzt die französische De- zugeführt werden soll. Für den Aufruf zeich- satzung im Sanktionsgebiet und im Ruhrgebiet ncn bet Vorstand der Internationalen Arbei- sehr deutlich LKb^ D^ im fvanzoftschen terhilfe sowie die Zechenbetriebsräte. Haushalt des Jahres 1924 vorgesehene Desat- J ' * zunasstärke für dieses Gebiet beträgt immer noch * . . 59 715 Köpfe gegenüber 55 120 Köpfen im Jahre Die vorn Reichsarbeitsmvnisterrum berufenen 1923 Die Zahl der Pferde (9124) ist für 1924 un- Sachverständigen haben zu dem bereits tSäntert Sieben. Auch in dem von den Bel - gemeldeten Rechtsgutachten im Rährstoeit fol- aiern besetzten Teil des Ruhrgeb.etes ist eine gende Be g ründun g gegeben: Bel der Beant- Herabfehung der Desahungsstärke nicht zu be- Weitung der den Sachverständigen vorgelegten rl-ibJ ? . Fcago ist auszugehen von §6 der Arbeitsordnung. W' der bestimmt: „Die Dauer der Arbeitszeit regelt Man gewinnt fast den Emdrua, als ob die fl($ nach dem jeweils geltende-a, in Ermangelung Militärbehörden ihre Maßnahmen absichtlich eines solchen nach dem zuleßt gültig gewesenen aus -'N noch lang- d°u-°nde- D-rbl-ib-n in war^n den rechtsrheinischen Gebieten einstellen. Denn p^^n, ob das Abkommen vom 29. November Nicht nur in Düsseldorf wurde die Neuerrich- 1923 den' zuletzt gültig gewesenen Tarifvertrag tung einer größeren Kaserne verlangt, son- daistellt. Dieses Abkommen lautet in dem hier dern auch in zahlreichen anderen Städten des wesentlichen Punkte wörtlich wie folgt: mÄ^Ät.^eÄ Ä fordert worden. Familien werden durch diese Maßnahmen der Veispielsweise haben die Franzosen in Bochum Milttärdehörden ihrer W-ohnungen be- »nd in Dortmund neben anderen militari- raubt. Eben Anlagen den Bau je einer Arttllerie- Sind das dre Schlußfolgerungen, die die kaserne verlangt. In Essen sollen 3000 Wohn- Militärbefehlshaber en Kaserne in Lennep soll in Wülfrath UllUlUllUtC WV Deutschen Dolkspartei. ttflerieregtment erbaut werden. Auch diese For- Berlin, 23. Mai. (Priv.-Tel.) Nach der derungen verschlingen viele Gollmiillronen. Die I Preußens Goldetat. Berlin, 22. Mai. (Priv.-Tel.) Im Preu- hischen Landtag erfolgte die erste Beratung deZ Haushaltsplanes 1924. Finanzmini te: Dr. v 0 nRichter nimmt zur Begründung das Wort; Die späte Vorlegung des Etats erklärt sich daraus, daß es erst nach dem Ende der Inflation möglich geworden sei, einen Etat aufzustellen, bei dem man sich etwas denken könne. Vom Januar bis Dezember 1923 belief sich die Entwertung des Geldes auf das 500millionenfache. Erst als die Währung st a b i l wurde, formte man dengan - zen Umfang unserer Verarmung ersehen. Die Rentenmark kann nur etwas Vorübergehendes sein. Sie muh abgelöst werden durch eine auf Gold basierte Währung. Ih.e Aufgabe hat die Rentenmark in b sriedigen- der Weise gelöst. Es darf nicht der Zustand wie- derkehren, den wir in Preußen hatten, daß nur 1 Proz. unserer Ausgaben durch Steuern, dagegen 99 ^roz. durch di e Notenpresse des Reimes gedeckt wurden. Die Ausgabe von Notgeld kann nur zulästig sein, um einem vorüb:rg..hmden Mangel an Zahlungsmitteln abzuhelfen. Cs widerspricht aber den Grundsätzen einer soliden Finrnzwirtschaft, wenn einzelne Gemeinden No gelb ausgegeben haben, um sich auf diese Weise Kredit zu verschaffen. Die dauernden laufenden Ausgaben des Staates müssen aus dauernden laufenden Einnahmen bestritten werden. Gelingt uns das nicht, dann können wir nicht auf Kredite aus dem Auslande rechnen. Wir müssen alle daran arbeiten, daß eine nerausgeber der „Westminster Ga° zette", Hugh S. Spender, berichtet in der bekannten Wochenschrift „The Nation" über die Eindrücke seiner Reise durch die Pfalz und seines Besuches bei General de Metz. Spender bezeichnet die Taten der Separatisten wie die Verwüstung des Regierungsgebäudes in Speyer, dessen Wiederherstellung 100 000 Goldmark gekostet hat, wie der Vertreibung von 20 000 Bürgern von Haus und Hof als ein Rückfall in das barbarische Zeitalter. Die weitere Anwesenheit der Separatisten in anderer Form wie unter dem Ramen der „Rheinischen A r- beiter Parte i", führe zu Zwischenfällen, wie der des Bürgermeisters H e l s f e r i ch. Die Vertreibung der Separatisten sei die natürliche Folge der in der Bevölkerung herrschenden Anruhe gewesen und nicht — bei General de Metz sei dies zu einer fixen Idee geworden — das Werk der rheinischen Nationalisten. General de Metz suchte seine Ausweisungsbefehle Spender gegenüber dadurch zu recht- fertigen, daß die Rückberufung der Ausgewiesenen nicht seine Sache wäre, sondern die der interalliierten Rheinlandkommission. General de Metz meinte, Spender habe als englischer Pressevertreter das Recht, ihn darüber zu befragen, da in der Rheinlandkommission nicht nur Delegierte Poincares, sondern auch solche des Königs von England sähen. Er fühle sich England gegenüber ebenso verantwortlich wie Frankreich Dieser Hinweis des französischen Provinzdelegierten auf die englische Derantworüich- keit führt Spender zu folgender Schlußfolgerung: Wir können also nicht beiseite stehen und sagen, was in der Pfalz vvrgeht, geht uns nichts an. Die pfälzische Bevölkerung betrachtet uns als seine ^»ffrnrng. England und das künftige deutsche Kabinett. London, 22. Mai. (WTB.) Funkspruch In hiesigen polittschen Kreisen werden die inner- politischen Entwicklungen in Deutschland a u s - schliehlich vom Standpunkt ihres Einflusses auf die Frage der Annahme des Sachv er st ä n digenberichts kmrch Deutschland betrachtet. Es wird nicht verhehlt, dah die diesbezügliche Lage in Deutschland hier gröbere Besvrnis verursacht als die Lage in Frankreich Es wird erneut hervorgehoben, dah von englischer Seite in der Annahme des Sachverständigenberichts a l s Ganzes der einzige Weg zur Lösung der Reparationsfrage gesehen wird. Englands Stellung- '»ahme zu den in Deutschland darüber herrschen- **en Meinungsverschiedenheiten wird in die Worte zusammengefatzt: Wir vertrauen auf den gesunden Menschenverstand des deutschen Volkes! Die britische Wirtschaftskrise. London, 22. Mai. (WTB.) Im Anterhaus hat heute bei der Eindringung der Voranschläge des Arbeitsministeriums durch den Arbetts- Minister Shaw die mit grober Spannung erwartete Debatte über die Arbeitslosenpoli- t i k der Regierung begonnen. Shaw sagte u. a., «die internationale Lage sei bei dem Amtsantritt der Arbeiterregierung heikel und schwierig gewesen. Das Prestige Grvhbritanniens sei geringer als seit Jahrhunderten gewesen. Mohammedaner und Hindus hätten sich im Widerstand gegen England vereinigt. Wenn nicht die englische Baumwollindustrie wiederhergestellt werde, könne der englische Handel nicht gedeihen. Ebenso mühten vollkommen neue Ausfuhrindustrien entwickelt werden oder die LÄite, die Englands Feinde geworden seien, zu Freunden gemacht werden. Macdonald habe bas britische Prestige in der Welt erhöht. (Lautes Gelächter bei der Opposition.) Es.komre nicht erwartet werden, daß die Regierung in wenigen Monaten die riesigen Fehler ihrer Vorgänger im Osten wieder gut machen könne, sie hoffe jedoch, daß sie durch ihre Politik, die zur Befriedung Europas führe, in der Lage sein werde, die Türkei zu befriedigen und die britischen Markte wieder herzustellen. Die Regierung habe in ihrer Innen- und Auhen- politik Vertrauen und Sicherheit geschaffen, so das) das englische Volk in Frieden arbeiten könne. Der Handel bessere sich und die Arbeitslosigkeit nehme ab. — Der frühere konservative Minister Johnson Hicks erklärte, Die Regierung habe zur Arbeitslosigkeit keinen neuen Plan vorgebracht. Die Regierung habe die dem Lande gemachten Versprechungen nicht erfüllt. — Der Liberale Mae- terman erklärte, er nehme mit den meisten in diesem Streit eine neutrale Stellung ein. Es sei jedoch Ansinn, vorzugeben, daß Die Arbeiterpartei sich eine Stellung in den Angelegenheiten der Wett geschahen have. Der Antrag Hicks bedeute jedoch ein Mißtrauensvotum, das er nicht unter st ühen werde. Englands Luftverteidigung. London, 22. Mai. (WTB.) Im Anterhaus wurde heute der Anterstaatssekvetär im Luftmini- sterrum Leach gefragt, ob er wisse, daß ein französisches Syndikat sich gebildet habe, um die als To des strahl bekannte (Si-finDung dos britischen Gelehrten Grindel! Matthews zu erwerben, und ob Schritte getan worden seien, um vom Standpunkte der Luftverteidigung das Patent für England zu sichern. Leach erwiderte, dah das Luftministerium mit Matthews in Verbindung stehe, dah es aber gegenwärtig nicht ratsam sei, eine eingehende Erklärung über die Frage abzugeben. Painleve und Deutschland. Paris, 23. Mai. (WTB.) Wie der „Ma- tin" mitteilt, ist der Abgeordnete Painlevä gestern nachmittag um 4 Ahr zu einer 11/4stündigen Anterredung vom Ministerpräsidenten Poincare empfangen worden. Beim Verlassen des Quai d'Orsay hat er einem Vertreter des Blattes erklärt: „Ich bin für eine streng vertrauliche Anterredung gebeten worden, die in keinem Zusammenhang mit irgendeinem kommenden Kabinett steht." Poincare und Painleve haben nach dem „Matin" die außenpolitische Lage besprochen. Auch die Frage der Beziehungen zu Rußland sei nicht unerwähnt geblieben. H e r- riot sei für eine offizielle Fühlungnahme mit den Sowjets. Wahrscheinlich werde es eine der ersten Regierungshandlungen des künftigen Kabinetts sein, eine Mission nach Moskau zu schicken. Auch die politischen Vorgänge in Deutschland seien länger besprochen worden, die Lage in Deutschland beunruhige nicht allein Poincare, sondern auch die künftigen Minister. Ihre Stellungnahme sei bekannt. Das Hervortreten der Rationalisten und die etwaige Aebernahme von Ministerposten durch markante Persönlichkeiten des deutschen Imperialismus seien Anzeichen, deren ernste Bedeutung auch denen nicht entgingen, die in einigen Tagen die verantwortliche Leitung der französischen Politik übernehmen würden. Sie seien nach wie vor der Ansicht, daß die Deutschen nicht allein die Verantwortung dafür haben, dah das Alldeutschtum in Deutschland selbst gewissermaßen fernen Revanchezug genommen haben. Poincare habe vielmehr zu wiederholten Malen öffentlich erklärt, die bis heute betriebene Politik Frankreichs fei nicht dazu angetan gewesen, die Erstarkung der Linksparteien in Deutschland zu fördern und die Freunde Frankreichs und des Friedens zu ermutigen. Wie dem aber auch sei. man könne die Stimmung in Deutschland nicht außer acht lassen. Die Politik der neuen Regierung werde dadurch heikler und schwieriger gestattet werden. Vonnöten sei eine Geste der Menschlichkeit, aber man könne sich nicht täuschen, es werde keine Geste des Schreckens sein. Cs müsse der deutschen Demokratie ermöglicht werden, dah sie die Oberhand gewinne. Aber dem französischen guten Willen müsse ein gleich guter Wille von fetten Deutschlands gegenüber gesetzt werden. Es sei von Wichtigkeit, dah Berlin die Haltung der neuen französischen Regierung nicht mißverstehe. Wenn Deutschland dies nicht begreife, so sei ihm nicht zu helfen und dem französischen Kabinett auch nicht. Das französische Sparprogramm. Paris, 22. Mai. (WB.) In dem Miinster- rat, der heute vormittag unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik abgehalten wurde, hat der Finanzminister die Vorschläge für Ersparnisse in dem Haushalt für 1924 vorgelegt, die, wie das offizielle Communi- que besagt, am 21. Mai festgelegt worden sind. Sie beziehen sich ausschließlich auf Dudgetabstriche mittels einer sparsamen Verwaltung in den verschiedenen staatlichen Dienststellen und halten sich im Rahmen Der bestehenden Gesetze, so daß das Ermächtigungsgesetz nicht in Anspruch genommen zu werden braucht. Alle übrigen Er- sparnismahnahmen sind bis zur Bildung des neuen Kabinetts zurückgestellt wordm. Die vorgesehenen Abstriche belaufen sich, wie bereits gemeldet, auf 420 Millionen Franken. Aus dem Hessischen Landtag. Darmstadt, 22. Mai. Der Finanzausschuß des Landtags setzte seine Beratungen bei ^Kap. 94 (Dampfkesselprüfungen) fort; dieses sowie die Kap. 95 (Eichwesen) und 96 (Zentralstelle für die Gewerbe) wurden genehmigt. Bei Kap. 97 (Chem. Anter- s uchungsamt in Darmstadt) wurde bemerkt, dieselben Institute in Ober Hessen und Rheinhessen hätten Anspruch auf die gleiche oder ähnliche staatl. Anterstützung. Hierauf wurden die Kap. 98 und 99 (GewerbbAnterrichts- anstalten und Kunstgewerbl. Zwecke) genehmigt. Bei Kap. 108 und 109 (Ministerium der Finanzen und Hausverwaltung) wurde von einem Mitglied Der Wunsch geäußert, das Hauptsteueramt in Offenbach möchte veräußert werden; wegen der guten Geschäftsftme des Platzes könne die Regierung ein gutes Geschäft machen, das Amt könne anderwemg untergebracht werden. Bei einigen Acmkern, z. D. Der Oberrechnungscanuner, Dem Dettvattungsgerich t shof, könnten die Kanzleien ^ufvimmengc^egt werden, um sPer- svnal zu sparen. Das Kapitel sowie Kcipuel 110 (Ha u p t st aa t s ka s f e) werden genehmig!. Bei Kap. 111 (Landesvermessungs- Wesen) wurde ungefragt, warum Der Zuschuß so hoch sei? Man habe in Aussicht gestellt, daß sich das Amt selbst erhalten werde, auch seien Die Gebühren erhöht worden. Bei Kap. 112 (Dau- wesen) wurde gefragt, wie Die Vereinheitlichung Der Baubehörden gedacht sei und wann diese geschehen soll? Bei Kap. 113 (Brücken und Aeberfahrten) wurde gefragt, wie weit die Verhandlungen über frühere Wünsche gediehen sind. Die Kapitel 114 (Landesamt für Wetter und Gewässerkunde), 116 (Stellen- wechs^- und Aushilfskosten), 117 (Postgebühren), 118 (Ausgleich und Staatsschulden) wurden ohne Debatte genehmigt. Ferner wurden Die noch rückständigen Kap. 90 (Bergbau) 91 61 (Kausm. Anterrichtswesen), 92 (Technische Privat-Anterrichtsanstalten) und 77 (Schutzpolizei) genehmigt. Das Finanzgesetz soll morgen mit Der Regierung besprochen werden. Ferner wurde über eine Vorlage beraten, wegen anderweitiger Eingruppierung der S ch w e ft e r n in Den Heil- und Pflegeanstalten. — Morgen werden Die Beratungen mit der Regierung ausgenommen und am Montag, Dienstag und Mittwoch fortgesetzt. Kleine politische Nachrichten. Zum zweiten Bürgermeister von Berlin ist Der Bürgermeister von Charlottenburg, Scholtz (D. Vp.), mit Den Stimmen Der Deutschen Volkspartei, Der Wirtschaftspartei, der Demokraten und der Deutschnationalen gewählt worden. W Der Schlichter für Baden hat in der Frage Der Lohnregelung in der Mannheimer Metallindustrie Den Schiedsspruch des Mannheimer Schlichtungsausschusses vom 17. Mai für verbindlich erklärt. * Macdonald und Der österreichische Gesandte von Frankenstein 'haben im Parlamentsgebäude den englisch-österreichischen Handelsvertrag unterzeichnet. Der u. a. Die Meistbegünstigung Vorsicht. * Im braunschweigischen Landtag wurde ein Antrag der Rechten auf Auflösung mit 32 Stimmen der Sozialdemokraten und ®em> traten abgelehnt. Ein Abgeordneter der D.V.P. verkündete daraus die Obstruktion der Rechten, Die geschlossen den Saal verließ. Aus Stadt und Land. Gießen, den 23. Mai 1924. "Vom Schwurgericht. Der Vorsitz für Die Schwurgerichte der Drei Provinzen Hessens ist nach Maßgabe Der neuen Bestimmungen bis Ende des Jahres geregelt worden. Den Vorsitz des Schwurgerichts Gießen während des lausenden Vierteljahres führt Landgerichtsdirektor Wiener, in der Zett vom l.Iuli bis 1. Oktober Landgerichtsdirektvr Schudt und während des letzten Vierteljahres Landgericküsdirektor Cramer. Die Sitzungen ftnden künftig nicht mehr nur vierteljährlich, sondern jeweils nach Bedarf statt, der Präsident des Landgerichts setzt diese Termine fest. Die zuzuziehenden Geschworen eft wurden bereits für das ganze Hahr ausgelost, und es wirken stets sechs, sowie drei Berufsrichter einschließlich des Vorsitzenden mit. Beratung und Entscheidung dieses neunglied-- rigen Gerichtshofes geschieht im Gegensatz zu früher, wo Schuldbeurteilung und Straffestsetzung bzw. Freispruch geteilt waren, nunmehr gemeinsam. ** Die letzte feierliche Immatrikulation findet morgen mittag 12 Ahr im Aniversitätsgebäude statt. ** Ernannt wurde am 14. Mai Der Polizeiassistent Oskar Kraus aus Metz zum Pvlizeisekretär beim Polizeiamt Gießen mit Wirkung vom 1. Juni 1924. ** Gegen die A-uto- und Motorraserei, die zu einer immer größeren Gefahr für das Publikum wird, macht nach dem Frankfurter Beispiel nun auch unsere Nachbarstadt Wetzlar energisch Front. Die dortige Polizei wird nach einer amtlichen Mitteilung künftighin eine sehr scharfe Kontrolle aller Autos und Motorradfahrer ausüben und rücksichtslose Fahrer unnachsichtlich zur Anzeige bringen. Es könnte nichts schaden, sondern nur dem allgemeinen Besten dienen, wenn auch in unserer Stadt die Polizei die gleiche Energie gegen wilde Fahrer entwickeln würde, die auch hier häufig in einem Tempo durch die Straßen rasen, das die zulässige Höchstgeschwindigkeit sicherlich erheblich übertrifft und eine starke Gefährdung der Straßenpassanten bedeutet. *• Eine herzliche Begrüßung rhei- rnscher Sänger fand Heute vormittag auf Veranlassung Der Reichsba'hndirektion Trier auf Dem hiesigen Bahnhofe statt. Dort kam in einem Sondeizug gegen 9l/2 Ahr Der in ganz Deutschland und a>cit über unsere Grenzen hinaus rühmlichst bekannte Kölner Männergesang- verein an, Der sich auf einer Konzertreise nach Vaden-Vaden und durch Die Schweiz befindet. Eine große Menschenmenge hatte sich zur De-^ grüßung der Sänger auf dem Bahnsteig eingefunden. Reichsbahndiiettionspräsident Lohse von Der Trierer Direktion entbot Den Kölnern Die herzlichen Grüße Der aus ihrer rheinischen Heimat vertriebenen, jetzt in Gießen ireilenDen Volksgenossen. Er gelobte Den Brüdern vom Rhein, daß Die Vertriebenen auch fern Der rheinischen Heimat dieser die Treue bewahren würden, wie sie überzeugt seien, daß auch Die Brüder am Rhein ihnen Die Treue hielten. Gegen Dan feindlichen Aebermut und die Gewollt werde man gemeinsam aushalten, bis das Recht siegen und die rheinische Heimat wieder frei werde. Der Rhein fm Deutschlands Strom, aber nie Deutschlands Grenze. In diesem Sinne gelte sein Gruß Dem Kölner Männergesangverein, Dem er Glück und reichen Erfolg auf seiner Sängersahrt wünsche. Als sichtbaren Gruß Der Ausgewiesenen überreichte Der Redner Dem Verein einen mächtigen Lorbeer- kvanz mit Schleife in Den Kölner Farben und Der Inschrift: „Den treuen Rheinländern — Die vertriebenen RheinlänDer." Diese Schleife-solle im Archiv Des Vereins aufbewahrt werden und allezeit verkünden, welches Anrecht und welche Rot uns Deutschen angetan worden sei. Die Worte des Präsidenten Lohse fanden bei den Kölner Brüdern begeisterten Widerhall. Die Sänger unter Der Geltung ihres Chor Meisters Pvof. Schwarz erfreuten Die Erschienenen hierauf mit dem prachtvollen Gesang des „Deutschen Gruß vom Rhein" und mit einigen Versen eines Volksliedes. Vollendete herzliche Acberein- stimmung in Der vaterländischen Gesinnung zeichnete Die Zusammenkunft aus, Der nach etwa 20 Minuten Aufenthalt em freundlicher Abschied ein Ende bereitete. RDV. Wieder Warenautomaten aus Den Bahnsteigen. Als erfreuliches Zeichen für Die Wirkung Der wertbeständigen Währung ist festzustellen, daß von jetzt ab wieder Die Aufstellung von Automaten für Lebens- und Genußmittel auf den Bahnsteigen gestattet ist. Vornottzcn. — Tageskalender für Freitag: Literarische Gesellschaft: 8Vi Ahr in Der Reuen Aula Vorlesungen aus eigenen Dichtungen von Clara Viebig. — Volkshochschule: Heute Beginn des Kursus „Weltanschauungsfragen". — Rundfunkhaus, Löberstraße: 81/2 Ahr: Operettenabend „Die Fledermaus". — Radio ha lleKirchen- Plah: Tägliches neues Programm. — Vergewaltige „Nibelungen"» Film, der in vielen Städten des In- und Auslandes als überragetides Erzeugnis der Kinokunst überaus erfolgreiche Aufführungen erlebte, wird von heute ab auch in unserer Stadt, und zwar in den P a l a st - L i ch t spie- len, gezeigt. Wer Gewicht darauf legt, ein Filmereignis allerersten Ranges zu sehen, der nehme diesen „Nibelungen"-Film in Augen- schein. Näheres in der Anzeige. — Der Evang. Arbeiterverein veranstaltet am Sonntag vormittag mit dem Evang. Bund und dem Wartburgverein auf dem Schiffenberg unter Mitwirkung des Pv- saunenchors Watzenborn-Steinberg einen' Waldgottesdienst. Die Predigt hat Studienrat Prof. Dr. Schmoll übernommen. (Siehe Anzeige.) — Der Gesangverein Concordia begeht morgen abend und Sonntag auf der Liebig sh öhe sein 60jähr. Stiftungsfest, mit dem das Dundesfest des Oberh. Sängerverbandes verbunden ist. (Siehe Anzeige.) Lanvkreis Gietzen. ri. Li ch, 22. Mai. Anter dem Vorsitz von Bürgermeister Völker trat gestern ein aus Vertretern der Schule, der Kirche, der Gemeinde und der Vereine gebildeter Aus schuß zusammen, um über das diesjährige Iuge n d- f e st zu beraten. Da die Vereine an fast allen Sommersonntagen durch auswärtige Feste in Anspruch genommen sind, einigte man sich dahin, das Fest erst am 2 7. Juli zu chatten. ES soll, wie seither, auf dem Hardtberg gehalten und zu einem rechten, allgemeinen Volksfest für die ganze Stadt ausgestaltet werden. Vorher sott ein Festgottesdienst in der Marienstiftskirche stattfinden. Ein engerer Ausschuß übernahm die weiteren Vorbereitungen. — In der hiesigen Synagoge finden Beratung Professor Traut manns. Wer mit aufmerksamem Ohr verfolgt hat, wie er nach Der einen orientierenden Hauptprobe alle, felbst Die kleinsten Möglichkeiten, Die sich ihm zur Befreiung von Der Materie und zu einer subjektiven Auslegung boten, mit weiser Maßhaltung uuD im rechten Augenblick anfeuemDer Energie ausgenutzt hat. Der wird Diese geistige unD musikalische Aeberlegenheit Des Dirigenten nicht hoch genug anschlagen können. Sie war gänzlich eingestellt auf Die gesteigerte Herausarbeitung Der vier Höhepunkte Der Messe: Des Gloria-Finales, in gloria, bei pcttris, amen". Der Credo-Fuge „et vttam Venturi", Des Benediktas und des „Dona nobis pacem". Eine gewaltige Leistung! Denn in diesen vier Höhepunkten offenbaren sich zugleich Die hochtragenden Ideale, um Die Beethoven mit heißer Seele ringt, jener Beethoven, Der Den Kampf nicht mehr um des Sieges willen sucht, sondern ihn besteht in Der beglückenden Zuversicht, daß Der „Ditte um inneren und äußeren Frieden" Erfüllung beschießen sei. Das verkündende Licht einer inneren thematischen Vorausahnung, Die in Den beiden Orchesterintermezzi des Dona Die Kampfstimmung des ersten Satzes und im Gloria bereits den weltüberwindenden Charakter des Finale Der Neunten Sinfonie erschmernd empfindet, strahlte auch Die gestrige stilistisch so großzügig gestaltete Darbietung aus. daß selbst Die oft als anorganisch empfundenen Mittelsätze im Sanktus: „pleni sunt coeli" und das Osanna, mit Deren Einfügung Beethoven dem Zwang des Textes unterlegen ist, kaum auffallendes Gewicht erhielten. Professor Srautmann hatte bei Der Ausführung Der Missa mit ganz besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Wie er ihrer Herr wurde, ist kennzeichnend für seine Bedeutung als Dirigent großer Sinfonie- und Chorwerke. Der man wie so oft schon auch diesmal wieder ein breiteres Betätigungsfeld wünschen möchte. Das Glück und Geschick des Dirigenten kann aber nicht Den Kritiker von einigen grundsätzlichen Bemerkungen über Den musikalischen Apparat befreien, der diesmal aus- geboten war. Ohne aus Einzelheiten einzugehen oder in kleinliche Anmerkerei verfallen zu wollen, muß offen gesagt werden, daß das Soloquartett, über Dem der Anstern Der Ambesetzung waltete, in dieser Zusammenstellung, bei toeldyer die Damenstimmen Die merkliche Ansicherhett des Basses und das stimmliche Angenügen des Tenoristen beträchtlich überwogen, wenig befriedigen konnte. Mehr als einmal mußte Die starke Hand des mit erstaunlicher Ruhe ausgleichenden Dirigenten bedenkliche Schwankungen beschwichtigen und größeres Anheil verhüten. Der Chor, der Akade- mischeGekangverein, hielt sich selbst an Den intrifateften Stellen und auch in den wegen ihrer Ansanglichkeit berüchtigten, klanglich entmaterialisierten Partien sehr tapfer und zeigte besonders in Den Fugen Die bedeutsamen Resultate Der Chorerziehung Trautmanns. Damit ist aber auch alles gu seinem Lob gesagt. Daß er in seiner äugenblick- 1 lichen schwachen Desetzung Den klanglicher Anforderungen und Den gewaltigen, oft pausenlos Schwierigkeit an Schwierigkeit reihenden Ausmaßen des Werkes, ganz besonders Dem blech- gepanzerten Orchester gegenüber nicht gewachsen ist, ist ein offenes Geheimnis. Man erspare mir Die Ausfallserscheinungen Die sich! daraus ergeben (unsichere Einsätze, Verschwinden Der Fortissimocinsähe und Ssorzatistellen, geringe Rüancierungsfähigkeit usw.), im einzelnen aufzuzählen. Ein Glück, daß Adolf Wieder durch eine subjektive Heraushebung Der Orgelpartie an mancher gefährdeten Stelle willkommene Stütze bot. Das Frankfurter S i n f 0 n i e 0 r chl e st e r, dessen erfreulich auf- steigende Entwicklung schon bei anderer Gelegenheit genügend gewürdigt wurde, bewährte sich hervorragend. Diesmal prangte vor allem das schwere Blech untadelhast in Glanz und Pracht: Den Holzbläsern Dürfte noch etwas verfeinerte Kultur, Den Kontrabassisten größere rhythmische Sicherheit zu wünschen sein. Auch Die konzertierenden Leistungen standen auf recht beachtlicher Höhe. Eine be- sondere Hervorhebung gebührt Konzertmeister Lenzewski, welcher Die rührende Anmut der Melodie Der Solovioline, Die sich in immer höher schwingendem Bogen um das Benediktus schlingt, mit warmer Beseelung spielte. Möchte Die Verbindung mit Dem Frankfurter Sinfonieorchester, Die eine weitsichtige Kunstpolitik schon für Die abgeschlossene Konzertzett zustande gebracht hätte, für I Die Zukunft bestehen bleiben! Dr. H R | Vermietungen] JiMmWü MMk Leib Zaat- und n E ■ SoiJlian Seeloiys S»eWi» >> CO ü im Ausschnitt das Pfd. 25 Ps. Heute Beg. d. Kursus: öeltanfdiQuuags- sragen. ««v Mio-Hm Kirchenplatz9 Täglich neues Programm heute nachm. von 4—6 Uhr önterhaliungsmuoik abendS 8.30 Ubr Ovcruabeud Die Sleoermaus anschiienend Englandsender b3 uiiuuiiyuiuuuvu co Gesucht eine Wohnung mittlerer Gröhe in Gießen gegen eine gleiche in Marburg oder Fulda. Anfr. an Lauth, Weilburg (Lahn), Wilhelmstr. 9. betrag tn seinen 'Vcsrrmoen zu Deroetren um» seine Vorgesetzten dadurch zu täuschen. Sonntag, 25. Mai: Hamilien- Aurflug nach Annerod Treffpunkt 2'/, Uhr Ecke Moltkestrane- Kaiserallee. 011708 mit la Referenzen. Offert, u. H. C. 26187 an Ala, Anzeigen A.-G., Halle-S., Postfach 72. 4191A Kreis Wetzlar. t * Wetzlar, 23. Mai. Mit dem unglücklichen KriegsauSgang toar unserer Unteroff i- Äiers chule ihre Bestimmung genommen. Der Hochwertige Dcm auf der Höhe im Osten der Stadt Konnte aber nicht leer stehen. Die Stadtverwaltung toar daher bemüht, den gesamten Komplex in anderer Weise wertvoll auszunuhen. Das ist ihr Sachen. , Die erste betraf einen jungen Menschen von hier der wegen Diebstahls bereits mit zwei Monaten Gefängnis vorbestraft ist. gegen den ein Fürsorgeerzichunqsbeschlutz bereits erlassen wurde, der sich aber seit etwa V/s Jahren zur Zufriedenheit seines Arbeitgebers geführt hat. Er arbeitete Enoe März l. H. auh einem Acker in der Aähe des Wistmarer Stegs und bemerkte dabei, datz ein in seiner Aähe tätiger Landwirt seinen Rock abgelegt hatte. Er schlich sich, von einer Erdwelle gedeckt, heran, entwendete aus dem Rock einen sehr erheblichen Geldbetrag und kaufte sich alsdann dafür eine Reihe von Kleidungsstücken und anderen ®egenflänben. Mit Rücksicht auf die Veranlagung des Jungen, die ihn in sein altes Laster zurückfallen lieh, wurde auf vine Gefängnisstrafe von drei Monaten unter Strafaussetzung bei vierjähriger Bewährungsfrist erkannt. . Drei Wochen Gefängnis erhielt ein junger Arbeitsmann aus einem Aachbardorfe, der SNA Stellung zur Führung eines frauenloien Haushalts, solche bei jung. Witwer mit Kind bevorzugt. Bin 32 Jahre alt. Schr. Angebote u. 011760 an den Gieh. An- zeiger erbeten. ÜJiölil. Simmtr zu verm. 011759 Vicbiaftr. 64 v. r. Amtsgericht. Gießen, 16. Mai. Ein Unteroffizier des hiesigen Regiments hatte in der Zeit, in der er Fourier war, mehreren Soldaten a. a. je eine wollene Decke und je em Handtuch übergeben. Als er später von ihnen Quittung über die verabfolgten Sachen verlangte, waren in dem Bestandsbich je zwei Decken, je zwei Handtücher und je ein Trinkbecher als ausgegeben mit Bleistift verzeichnet. Die Soldaten machten den Fourier auf diese unrichtigen Angabeii aufmerksam, worauf er die dastehenden Zahlen durchstrich und mit Bleistift die richtigen danebenseyte. Daraufhin quittierten die Leute in dem Bestands buch den Empfang der Sachen. Kurze Zeit darauf stellte sich bei der Ueber- gabe der Bestände an einen neuen Fourier heraus, daß die früheren falschen Zahlen nachträglich trotzdem wieder- eingetragen worden waren, und zwar dieses Mal mit Tinte. Zur Rede gestellt, gab der seitherige Fourier zwar zu, die falschen Zahlen mit Tinte eingeschrieben zu haben, führte dies jedoch auf einen Irrtum und ein Versehen zurück. Das Gericht schenkte ihm jedoch keinen Glauben, sondern verurteilte ihn wegen Urkundenfälschung zu drei Tagen Gefängnis. Offenbar hatte er die Fälschung begangen, um damit den Fehl- Dragoner Sonntag,2».Mai! Ausflug uch Achn-Linden Abmarsck mit Musik 2 Uhr, Ecke Wilhelm- FrankfurterStrahe Bei ungünstig''' Witterung Abfall 23e Bahnhof Gieffe- Der Vorstau' DeiiMJiigentad BismaFckn.Denlsßh- oalioData Stabten- gruppe Gießen . SamStag, 25.5.24 Deutscher Tag in Laubach veranstaltet votr Landjugendbund. Der Vorstand. NB. F-estabzeicheu dort erhältlich. Züge am Bahnhof befrag. Kein Extrazug. 011111 J-rau übernimmt. Stärken von Wäsche u. Kleider zu billig. Preisen. 011771 Kreuzplatz 6. 8.30 bis 11 Uhr Operetten- Abend „Die Fledermaus“ Anschließend engl. Stationen. 4149a Hcta für einige Stunden tägl. gesucht, oh"5 Marktplatz 2. bei d.Wirtekundsch. bestens eingeführt wiWmetei sofort gesucht. Ausführliche schriftliche Angebote erbeten unter 4126D an den Gießener Anzeiger. V. f. B. Samstag, D. 24. ö.m. abends 8l/s Uhr: HlonatsversammlunB Im Vereinslokal „Scbipkavaft". Wegen der Wichtig» keit d.Tagesordnung wird uni vollzählig. Erscheinen gebeten. Der VoraUnfl. Rentner- bund Montag, den 26. Mai cr., nachm. 2 bis 4 Ubr im Ver- kaufsiokal, Oberrealschule, Ausgabe der Mitgliedskarten für 1924. Der Jahres- beitrag beträgt2Mk. labgezähltmitbring.F An der .^ohlenver- sorgung können nur Mitglieder tetlneh- men, die im Besitz einer grünen Mitgliedskarte sind. 0117,8 Mil!« Wir bitten unsere Mitglieder sich recht zahlreich am Stiftungsfeste deö Ge- sangüvereins Gon» rordia zu beteiligen. Zusammenkunft z. StommerS Samstag abend 8 Uhr. Zum Festung Sonntag mittag 1 llhr je im Bereinölokak. Gin* tritSkarten sind dort» selbst zu haben. Der Vorstand. Zwei tüchtige Gatter» Schneider die auch mit dem Einteilen des Holzes sowie Sägefcharfen vertraut sind, sofort gesucht. Larl Scholl, lkomm.-Gesellschaft Holzgrotzhandl. u. DampffägewerK I Bürbach, Westfalen. sich an einem Kmoe einer urffittlichen Handlung schuldig gemacht hatte. Er ist nicht vorbestraft und offensichtlich der Versuchung eines Augenblicks unterlegen. Da ein Verbrechen m örage kam und eine Erziehungsmassnahme Nicht genügte, muhte auf eine Freiheitsstrafe erkannt werden. Ein hiesiger Lehrling, der seines uabvtmatzi- gen Wesens wegen in einer Fabrik nicht gut tat und infolgedessen bei den älteren Arbeitern mcht wohlgelitten war, beging alsbald nach seiner Entlassung in dem Lager der Filiale des Konsum- Vereins dahier einen Diebstahl mittels Emsteigens und entwendete hierbei Likör, Schokolade und dergleichen in erheblicher Menge. Er wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Da er z. Z. in der Landwirtschaft tätig ist und Klagen über ihn noch nicht laut geworden sind, wurde er, wie solches auch bei dem vor ihm genannten Jugendlichen.der Fall war, des oe- * uu.y^.t Strafaufschubs teilhaftig Ne Dewäh- । rungsfrist wurde auf vier Jahre festgesetzt. Gleichzeitig wurden Erziehungsmastregeln angeordnet, hinsichtlich deren der Dormundschafts- richter demnächst weitere Entschliestungen treffen Zum Mbelungen- ßilm: Harbous WlW- H in der [O11’M Pfeifferschen Buchhandlung Walltor 21. Fernruf 1342. f— Pfandbriefe —- Stadtauleihen.Obligationen.Kauf u. Verkauf zp günst. Kursen, da bet uns Lulel Stach fr. u. Angeb. zusammentrifft, i ßnion Handelsgesellschaft A.-G., Darmstadt I- Fernruf 1010, 3000, 3001,3004,3005. nt zäher, zielbewusster i«rveiL tn schönster Vollendung gelungen. Heute beherbergt unsere S p i l- burg, fv heitzt die ehemÄige Unterosfizierschule fortan, eine ganze Schulstadt. Inmitten des Platzes ist ein schönes Stadion geschaffen worden. Damtt ist in Wetzlar einem seit langer Zeit tn die Erscheinung getretenen fühlbaren Mangel abgeholfen. Das Verdienst für diese Tat kann unser Stadtoberhaupt, Bürgermeister Dr. Kühn, in Anspruch nehmen. Am 23. Mai soll nun das Werk die Weihe bekommen. Damit wird zugleich eine Wetzlarer Sportwoche eröffnet, die ein sehr reichhaltiges Programm bringen wird. Die Sportwoche dauert vom 2 3. bis 31. Mai. Räheres über die vorgesehenen Darbietungen ist im heutigen Anzeigenteil des „(Siebener Anzeigers" zu ersehen. Man gibt sich hier der Hoffnung hin, zu dem Sportfeste recht viele Einwohner von G testen und Umgegenb als Gäste in unserer Stadt zu sehen. Hessen-Nassau. Höchst a. M., 22. Mai. (WTD.) Der während des Ruhrkampfes von den Franzofen ausgewiesene Bürgermeister A s ch von Höchst hat jetzt die Erlaubnis zur Rückkehr erhalten. Asch hat seine Tätigkeit als Bürgermeister bereits wieder ausgenommen. fett efrrigö Ärü Ctmntag religiöse Unterweisungen für die Jugend und B v r t r ä g e Lber GlaubervSfragen für Erwachsene statt, die ein Kaufmann aus Frankfurt hält, der sich in uneigennütziger. Weise in den Dienst dieser Sache gestellt hat. Kreis Schotten. F] Laubach, 22. Mai. Die Feier des H«,NIch«n ,aanbiugen&bunb°s. ->er Deutsche Tag, am 24. und 25. ds. Mts., der ursprünglich (ruf der „Halle", dann auf bem Rotenberg" stattfinden sollte, ist nunmehr endgültig auf den „RamSberg' verlegt worden Eine sehr schöne Medaille aus Aluminium mit Ansicht des Schlosses berechtigt zum Zutritt zu den Festlichkeiten; Kunstmaler D a r n a s hat eine reizvolle Umrahmung des Programms der Fest- Uchkeiten mit Ansichten aus Laubach geschaffen. Fm Vordergrund des Interesses stehen der ä e st- zug und die bengalische Deleuchtung des Schlosses. Der Festzug; stellt sich (um 11 Ubr beginnend) auf der Licher Straste auf und wird um 1 übt marschieren. Er wird Dar- stellunaen auS dem Landleben bringen (Ernte, Spinnstube, Kirchweihe usw.). Die Laubacher Gruppe wird das Solmser Rationalfest, den Ausschutz" bringen. Dis jetzt sind gegen 5000 Festgäste gemeldet. - Der „Sain“ (Sudseite per Stadt), der vor 3Vr Hahrzehnten noch aus lauter Gartenland bestand, wird in diesem Sommer noch ganz bebaut werden. Die beiden Bauplätze südlich vom Gymnasium, zwischen der Oberförsterei und der Klenze-Kastanie (benannt nach dem berühmten Architekten Leo v. Klenze, der hier herrliche Gartenanlagen geschaffen hatte) zwerden mit 2 Wohnhäusern bebaut, so datz die .Front des neueren Ghmnasialbaues noch hervor- tritt. Bei dieser Gelegenheit wurde wieder Mauerwerkgefunden , eine Fortsetzung der vor drei Jahrzehnten gefundenen Ueberrefte des Alten Hofes". Dieser ist um das Hahr 1400 ausgegangen. Alte Bilder von etwa 1600 zeigen hier schon hochstämmige Bäume. Ein chaussierter Weg wurde hier 1894 ^gedeckt, der durch den £1475 angelegten Stadtwatt unterbrochen wurde, also älter jtts die Stadtbefestigung ist. SportaDde finden sämtliche Sportzeitungen (neueste Ausgaben) bei ntner ^rans Brück und Spengler 1 die eigens für sportliche Zwecke mit einer em° fe si14« «NL | NSWSLSM Verein wird, so schreibt rnyn uns, an diesem Sage mit seinem gesamten Schwimmermaterial, Damen wie Herren, aufwarten. Anher einem Reigen, Staffeln und Einzelkonkurrenzen, die alle Schwimmarten aufweisen sollen, werden Gruppen- und Schauspringen, Rettungsschwimmen, Wasser- spiele Hindernisschwimmen usw. vvrgefuhrt werden. Zum Schluh findet ein Wasserballspiel zwischen kombinierten Mannschaften des Schwimm- Vereins statt. Der Verein beabsichtigt, durch dieses Anschwimmen immer mehr Anhänger dem Schwimmsport zu gewinnen. Er hofft, datz alle Freunde und Gönner des Schwimmsports ihr Interesse dieser Veranstaltung schenken werden. Am 29. Mai wird eine Mannschaft des G. S. V. zum Schwimmfest nach Köln fahren, die anschlietzend auch am 1. und 2. Juni in Rheydt a. Rh starten wird. Das diesjährige grobe veibandsoffene Schwimmfest ist nun endgültig auf den 17. August festgelegt, woran bekannte deutsche Vereine ihre Zusage schon gegeben haben.______________ Billig zu verkaufen ein Leicht- motorrad,2MD D. K. W., wie neu, tadelloser Läufer, steuerfrei. Lieh Butzbacher Str. 30. Zwei gut erhaltene Zchausenster- scheiben 236X158 cm, preiswert abzugeben. Schr.Ang. u. 4255V an den Gieff. Anz. Gut erhaltener011791 Ulappwagen (Brcnnabor) und geräumiger Kinderwagen zu verkaufen Leihgest. Weg 5 IL bei hohem Lohn ges. meöli., Stauen- u. __daanihUL___ Mdchen für einige Stunden vorm. gesucht. ou7w Frau Momraov Uhl Frankfurter Str. 5. Ä. 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SEäEi erfreut sich infolge Güte und prei-vürpjMt X gllgemeiner Letirbtheit > Ate. iHARTWIG&VOO£L rX v zrettag, 23. Mai 1924 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen) r. 12i Zweites Blatt aus. Aber er hält es für notwendig, von „einem schau" verweisen. Das Vorstehende sollte dazu dienen, wenigstens einen Degrisf von der Wichtigkeit dieser diplomatischen Aktenstücke zu geben. öiinei# 2790A banho’D? tio'nl Geq.Blasen-u.Nierenleid.,seIbsiStein, I ftlöößöüill! itöiui hilft best. Karlssprudel DisKirchen 14 (Rachdruck verboten.) 10. Fortsetzung. sein könnte, war ihm nicht gekommen. von nichts ... (Fortsetzung folgt.) dadurch worden dieses Erschrecken hervoi gerufen hatte, aber Gottfried Dantiger suhlte, daß seine Tochter durch irgend etwas erschreckt worden wir, und bemühte sich, diesen Eindruck durch sichere Haltung and heiterer Laune zu tilgen. Seine Tochter hatte in zerstörte Züge geblickt, aber sie durste nicht ahnen, datz er in Zell von einem Unwohlsein befallen und einen Tag lang darniedergeworfen worden war. Er wollte der störenden Zwischenfall selbst verleugnen, als er daran ging, sie durch ein paar lässige Erklärungen unb gemachte Heiterkeit darüber hinwegzutäuschen. Als sie Lene und Ellh zu sich rief, um den Kaffee zu bereiten, war sie wieder herb und kalt und der Abend endete in leichten Gesprächen tunb blauen Dabakwölkchrn. Kurz nach Mitternacht sah Ens sich allem. Es roch noch nach vergessenem Wem, nach welkenden Astern und erkalteten Zigaretten, und Agnes Dantigers Einbildungskraft spielte um das Landhaus am Untersee und zog Vergleiche, dre sie zu gequältem Gelächter reizten ... Er 'chrtte ungern telegraphiert. Sie dachre sich in seine Lage, wußte, das) er ihr gegenüber nie ein Wort darüber verlieren würde, und emp- fand diese Rücksichtnahme dennoch als Kränkung Sie Hatzte den Vater in diesem Augenblick, und als sie das Dalkov-ftnster ihres Schlafzimmers schloß, durch das der feuchte Hauch und das Brausen des Runser Wass rsturzes zu ihr her.m- drangen, starrte sie in die Dunkelheit, als mutz.e irgendwo in der Ferne das Feuer aufflamm^i, das sie auf das Haus am See herabgewunscht hatte. Ein Weinkrampf, der wie ein jäher Regenschauer über sie hereinbrach, loste die unerträgliche Spannung ihres Wesens. Aber als sie erschöpft in den Kissen lag, dachte sie voll Unruhe an den Vater und sorgte sich um ihn, bis em schwerer Schlaf sie überwältigte. Sie ging wie eine Ertrinkende darin unter. Am anderen Morgen bot sie Lenz, der am Telephon nach Rachrichten aus Zell und einge- Aangenen Eilausträgen fragte, ruhig guten Tag. Wen.-Dertr. u- Fabriklnner: Al Wörthslrasre 23, Fernruf 7221. nicht gewesen. Als Agnes Dantiger ins Zimmer trat, stand der Baumeister rasch von seinem Stuhl auf. Er hatte im Schatten gesessen, und seine Gestalt, sein Gesicht tauchten erst jetzt ins volle Licht. Ens sah ihn an und erschrak. Ein kalter Hauch strich über sie hin, dumpfe Angst kroch um rhr ^^Es war nur ein flüchtiger Mrgenblick, der so rasch vorüberging, wie die Wahrnehmung, die der landwirtschaftlichen Dedarfsstofse und derjenigen der la7Ä>wirtschaftlichen Erzeugnisse herzu stellen. 2. Die Preise der landwirtschaftlichen De- dorssstoffe der Kaufkraft der landwirtschaftlichen Bevölkerung anzupassen. 3. Die Tarispolitik der Reichs eise nbahn ha! eine wesentlich? Aenderung dahingehend zu erfahren, dah die Beförderung von Dünger und Futtermitteln, von Kohlen, Saatgut und van lebenden Tieren eine wesentliche Ermähigung erfährt. 4. Die unerträgliche Steuerbelastung durch Reich, Staat und '^meinte mutz der Ertragsfähigkeit des landwirtschaftlich genutzten Bodens, unter Belassung ausreichender Betriebsmittel für die Erhaltung der landwirtschaftlichen Betriebe und die Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit, an- 3. Vorsitzenden der Kammer wählte man den Landwirt Geipert in Diebesheim. Aus der Wähl von vier weiteren Vorstandsmitgliedern gmgen hervor: Wenzel, Mögt, Korell, D e t t w e r l e r. Zu Schriftführern für die Hauptversammlung wurden gewählt: dre Mitglieder Eberle-Wolssheim und Schönborn -Gernsheim. Es folgte schlietzlich noch die Wahl einer Anzahl außerordentlicher Mitglieder zur Landwirt- schaftskammer ncuft Art. 8 des Landwirtschafts- kammerge'ehes. Es wurden dann Kommissionen zur Wählprüfung, Rechnungsprüfung, Wirtschaftspolitik, Handel, Arbeite.wesen, Bodenkultur, Wiiäschaftslehre, Tierzucht, Pferdezucht, Geflügelzucht, Obstbau, Weinbau, Gemüse- undGartenbau. und Dildungswesen gewählt. Zum Geschäftsbericht wurde eine Entschließung angenommen, worin der Reichs- und der Staats regicrung folgende Forderungen der Landwirtschaft unterbreitet teerten: 1. Es sind alle Matznahmen zu ergreifen, um ein angemessenes Verhältnis zwischen den Preisen schachern („sans marchander") zur Verfügung Finanzvertreter für Presse stellen. Drah!et Einwilligung. Lenoir ist abwesend. Gesandter wünscht weitere 300 000 Franken für direkte Verteilung, ohne dah jemand außer ihm je die Ramen erfährt." Mitte 1912 ist der Gesandte Isvolsky der äleberzeugung, datz „der Entscheidungspunkt endlich erreicht" sei. Es handelt sich um die erwartete „neue internationale Krise". Er selbst übe bereits tershain. Allendors a. d Lda., Rcmnenroth, Harbach und Obbornhofen. — Schafräudr zu Del ers- hain. — Dienstnachrichten. Die kantiger. Roman von Hermann Stegemann. Als er nach ihr gefragt hatte, war alles ihr abgefallen, was sie bedrückt, gequält und aus dem Gleichgewicht gebracht hatte. Es war tote ein grotzes Vergessen über sie gekommen. Der Abend schloß den Dag. der vor achtundvierzig Stunden vergangen war, was dazwischen lag. war Sie wartete bis zehn älhr nachts. Da fuhr sein Automobil mit auflcuchtenden Lichtern über den dunklen Markt. 'Diesmal ging sie ihm nicht entgegen. Sie entlief in ihr Zimmer und fließ den Riegel vor. Das geschah nicht aus äleberlegung, sondern aus elementarem 'Antrieb. Sie hörte, wie er von ter Haushälterin mit eifriger Rede Empfangen tourte, hörte die schweren Schritte des .Hausburschen, ter den Koffer hereintrug, aber die Stimme uird den Schritt des Vaters unterschied sie nicht. Sie satz gespannt lauschend, obwohl sie ein Buch vom Tisch gegriffen hatte und .sich damtt selbst zu betrügen suchte. Endlich klang unter ihr, in ter kleinen Stube, wo sie morgens und spät abends zu sitzen und tten Imbiß zu nehmen pslegten, das Echo seiner Worte. Sie erhaschte ihrer Ramen. Sonst nichts. „Die Ens" hatte sie vernommen. Es war wie eine Frage gewesen. Da stand sie auf und ging hinunter. vor sich ...... . . auf als nötig, öffnete noch ein paar Briefe, las. ohne den Inhalt in sich aufzunehmen, und begab sich dann in sein Schlafzimmer. Als die schwere Eichentür hinter ihm zufiel und die Kühle des düsteren Raumes an ihm niederrann, atmete er erleichtert auf. Er machte das einzige Fenster auf und lehnte sich an das eiserne, von Rost zerfressene Geländer. Von der Felswand, die hier auf Armeslänge an die Hausmauer herantrat, strömte feuchte Kälte zu ihm herein und strich kühlend über seine heiße Stirn. Es war ein älntoohlsein gewesen, weiter Die größte Schwierigkeit sieht er von feiten glieder der LMtdwirtschaftskammer waren ander Sozial-Radikalen voraus, die einem jeden wesend. Hierauf wurde Oekonomierat Hensel- Kriege, hauptsächlich aus Börsen- und Ge- Dotzelrod einstimmig zum er st en Dor- schäftsgründen, aber ganz besonders einem sitzenden gewäh ft. Oekonomierat Hahn Kriege, ter seinen Ursprung am Balkan nimmt, । begrüßte die Reugewählten und führte in einer abgeneigt sind. Diese Partei hat sehr fähige Ansprache aus. daß Landwirtschaftskammer und Köpfe, Caillaux, Herrrot, Painleve, verfügt Regierung zum Wohle des Staates zusammenüber eine beträchtliche Anzahl Abgeordneter und arbeiten möchten: durch gegenseitige Aussprachen Rach einer Viertelstunde zerflatterte das Gespräch, und Agnes zog sich zurück. Dantiger war überzeugt, daß es ihm geglückt war, seine Schwäche zu verbergen. Der Gedanke, daß seine Absicht zu gut gelungen und datz Ens die (Spuren ter Erschöpfung anders deuten und in ihrem weiblichen Empfinden verletz« Sie wußte ihm nichts zu sagen, term der Baumeister hatte seinem Telegramm keine 'Rachrtcht mehr folgen lassen, und die Post enthielt ntchts Dringendes. r . . ,, Der Tag gehörte ihr. Sie tourte ferner ntcht froh fand auch im Haus, an ter Musik und am Tennisspiel keine Freute, fühlte sich aber in dieser gleichgültigen Stimmung wohl. Gegen Abend l.b e sie auf. doch als ter Vater nicht mit dem Schnellzug aus dem älnterland eintraf und die Zeiger rückten toich die Erwartung verhaltenem Trotz. Ein Anruf des Bruders, der sie bat, dem Vater sofort miteuteilen, datz.das Syndikat ter Oberländer Danken beschlossen habe, die Finanzierung der ersten Daustufe ter neuen Dahn zu übernehmen, lietz sie kalt. „ Freust du dich denn nicht für den Dater? rief Lenz. , .. „Ich weiß nicht..antwortete sie abweisend. „Ich habe gehört, datz ihr lustig tratet gestern abend," tönte es zurück. „Du hast ja recht, sei lustig, du lebst viel zu viel im Vater, und es ist Zeit, datz du dein Lämpchen für den Auserwählten zurechtmachst. Du kannst ja kein inneres, watees Interesse für unsere älnternehmungen haben, sondern fühlst dich nur durch den Vater zu ihnen durch' „Wie kommst du darauf, Lenz?" fragte sie betroffen, beinahe gekränkt. „Ich komme gar nicht auf so ausbündig feine Unterschiede," antwortete die Stimme des Dru- ters lachend, „es steht wörtlich in Jörgs letztem Brief." „Ach, Jörg!" stieß sie geringschätzig hervor; aber das Wort ging ihr nach und verfolgte sie. während sie auf den Vater wartete. Er ging aufgerichtet und zum ersten Mal selbst posierend in seine Stube, trat fester Zuerst einige Auszüge aus einem 9 Seiten langen Briefe von 1909 des Russischen Gesandten zu Paris Isvolskh an das Ministerium. Man traut kaum seinen Augen, wenn man hier, fünf Jahre vor dem Ereignis, bereits alle einzelnen Phasen des Verbrechens von 1914 kaltblütig erwogen und auf ihre Dor- und Rachteile geprüft «M. ' Paris, 16. März 1909. „Die politischen Eindrücke hier sind alles xmterre als rosig: Man beobachtet die Funken eines Weltbrantes in der Haltung Serbiens, die von österreichischen Militärs und Imperialisten als unerträglich betrachtet wird. Man ftrfyt bereits die österreichisch-ungarische Armee tn Belgrad einrüden mit ter Folge eines Guerillakrieges in dem serbischen Berg lande, einem Aufstande in Bosnien-Herzegowina und der Erhebung Böhmens. Als weitere Konsequenz die Mobilmachung der russischen Armee, die Abschiebung einiger Armeekorps nach ter österreichischen Grenze, um unseren Protesten den g^ührenden Rachdruck zu verleihen, — Deutsche land, das diese Maßregeln durch gleiche Mobilisierung an fernen beiden Grenzen zu Ost und West beantwortet, — Frankreich schützt seine Ostgrenze, während England seine Panzerflotte nach ter Ostsee schickt. Die Französische Regierung ist sich ihrer uns gegenüber eingegangenen Verpflichtungen voll bewußt und wird, in demselben Augenblicke, in dem die Russische Rationalehre in Serbien gegen Oesterreich verpfändet ist. ihre Aufgabe erfüllen — tote aber wird sich die Bevölkerung Frankreichs verhalten? Wird sie mit Genugtuung den Frieden durch Serbien kompromittiert sehen und als dessen Folge den Krieg mit Deutschland? . . . ihn dieses Resultat ter „Bevölkerung Frankreichs" mundgerecht zu machen, ist eines unbedingt notwendig: Die systematische, machtvoll organisierte Beeinflussung ter öffentlichen Meinung durch deren Hauptorgan, die Zeitungen. Isvolsky trägt uns das Ziel und die notwendigen Mittel mit dem Krtegsmute des Zivilisten fröhlichen Herzens vor: „Es hantelt sich darum, die Zeitungen, welche ter kriegsfreudigen („belliqueuse") Politik Pvincares feindlich gesinnt sitri», zu neutralisieren, indem wir ihr Stillschweigen bezahlen und den Krieg vvrbereiten." Davidov, Abteilungschef im russischen Finanzministerium, reist hn Auftrag Sasvnovs am 29. «Oktober 1912 nach Paris und drahtet sofort nach Ankunft nach Petersburg: „Resume meiner Besprechung mit Poincarö und dem (russischen) Gesandten toeiteren Kredit 300 000 Franken für rasche Presseintervention, sobald solche nottoenbig. Dies ist vernünftig, und ich akzeptierte ad referenöum Ew. Exzellenz. Pvincare wird morgen mit Lenoir (ter französische Vertrauensmann ter Russen) die Organisation dieses Dienstes fertigstellen." Davidov. Am 30. Rvvember 1912 telegraphierte Raf- salovitch der ständige Vertreter des russischen Fi- nanzministe-iums in Paris, nach Petersburg: „(Russischer) Gesandter hier sehr pessimistisch, beurteilt allgemeine Lage sehr düster, befürchtet Möglichkeit Besetzung serbischer Hauptstadt infolge Weigerung Llnterschrift zu Vertrag, ter Vernichtung politischer Unabhängigkeit Königreichs bedeute. Kaiser!. Gesandter ist ter Ansicht, Kreditsaldo ohne zu Archives politiques Als Folge ter Zuschrift Ew. Exzellenz vom 8./21.Iuli iRr. 348) habe ich nicht versäumt, Ihren Vorschlag und den Bericht Ihrer Unterredung nach Einholung der Ansicht des Ministerpräsidenten im Kabinetts rat unter dem Vorsitze Seiner Majestät zur Kenntnis zu geben. Es gereicht mir zur hohen Freute, Ihnen mit- teilen zu können, datz nach einigen wvhlbegreif- lichen Zögerungen (quelques h?sitations bien cornprehensibles), Seiner Majestät das Verlangen des Präsidenten der Republik in Sachen ter von uns ter Presse zur Verfügung zu stellenden Summen genehmigt wurde. Herr Staatsrat Davidov wird zu diesem Zwecke sofort nach Paris mit weitestgehenden Instruktionen abreisen. Sasonov. Am 19. Rvvember folgt ein Bericht tes Geheimrats Raffalovitchs mit 14 Schecks im Gesamtbeträge von 410 000 Franken und zwar an: Le Radical (2. Rate) = 120 000 Fr., La Lanterne = 35 000 Fr., Le Figaro = 25 000 Fr., Le Temps = 50 000 Fr., La Libre Parole = 80 000 Fr., L'Aurore (2. Rate) = 45 000 Fr., Le Gaulois = 25 000 Fr.. La Liberte = 30 000 Fr. RichtS ist jetzt mehr dem Zufall überlassen, ter Erfolg ist sicher. Rur ein einziger Widerstand ist zu befürchten: Rach ter französischen Verfassung kann ter Krieg nur im Einvernehmen von Deputiertenkammer, Senat und Etekutiv? erklärt werden. Durch einen flagranten Verfassungsbruch wird auch dies verhindert. Isvolsky und Neue russische Geheimdokumente über die Kriegsschuld. Don Konsul Dr. Charles L. Hartmann. dpk Der 'beute in Rußland herrschende Sowjet hat fernen Grund, die Geheimnisse ter früheren Regierung zu ver-bergen und öffnete ter Allge- memheit die unerschöpflichen Archive ter verachte- denen Ministerien zu Moskau und Petrograd Es ist die erste Regierung, die derart mit ten t®c= i flogenheiten der Geheimdiplomatte gebrochen hat unb das Ergebnis, namentlich inbezug auf die Vorgeschichte tes Krieges und die Frage der Schuld, ist von ungeahnter Tragwerte. Don der gründlichen, ein für allemal gefestigten Aufklä- rung dieser Frage hängt die friedliche Zusammenarbeit ter Rationen, die Zukunft unseres Erdteiles ab. i Die jetzt an das Tageslicht kommenden, bisher gänzlich unbekannten Dokumente beweisen ohne jede Möglichkeit ter Einrede, wie von einer kleinen aber sehr rührigen Clique in Frankreich und Rußland die „scheußliche Käuflichkeit" ter französischen Presse (so nennt sie ter Außenminister Sasanow), benutzt tourte um in vorbedachter, langjähriger Kleinarbeit den Weltkrieg zu ent- Zeitungen. könnte viel erreicht werten. Herr Poincarß glaubt mit mir, datz für Der neugewählte 1. Präsident der Landwirt- diesen Zweck ein sehr großes Opfer unsererseits fchaftskammer, Oekonomierat Herr se l- Dotzel- nottoenbig ist. Ich wage kaum, den Betrag an- rod, hielt hierauf eine Ansprache, in der er zugeben: 3 000 000 Franken, wovon 250 000 Fr. u. a. ausführte: Ich danke Ihnen für das be- a klein für ten Radical, Organ des Senators trief en e Vertrauen und nehme die Wahl an. Ich Perchot. will nicht näher auf unsere traurige Lage ein= Wenn wir in Betracht ziehen, dah die tür- gehen, Gewerbe unb Industrie werten geschützt, die Landwirtschaft ist vogelfrei' das ist ter heu- anderen wirksameren Druckmittel Gebrauch zu machen". Zu welchem Zwecke? Er erklärt dies in seinem Berichte an ten Außenminister über seine ilnterrebung mit Pvincare vom 21. Juli i 1913 (Ar. 348): HaUptvevsaMMMNg „Don dieser ^nt^redung gewann ich die LaNdwirtschaftsKaiNMer. Heb Erzeugung, datz Herr Poincars m jeber r ,, . Beziehung mit uns eitrig geht und den Zeit- I Darmstadt, 22. Mai. (Erzener Bericht.) punkt endlich für gekommen hält, die hundert- Heute, Donnerstag, um 12^2 älhr, eröffnete jährigen Ziele unserer traditionellen Politik Oekonomierat Hahn- Heßloch die n e u g e - (ä r&riifer les aspirations feculaireS) zu ver- I wählte Landwirtschaftskammer mit wirklichen und damit das europäische Gleich- einer Begrüßung ter Mitglieder, ter Vertreter gewicht durch die Rückkehr ter entrissenen Pro- der Regierung und tes Ehrenmitgliebes, des vinzen Elsatz-Lvthringen wieterherzustellen. Geh. Hofrats Prof. Dr. Wagner. 42 Mitgepatzt werten. 5. Gegen die m ter Landwirtschaft bestehende große Kreditnot muß Abhilfe geschafft werden durch Gewährung von Darlehen in größerem älm- fange und in ausreichender Weise zu einem Zinsfuß, der es der Landwirtschaft möglich macht, das Geld in dxr Landwirtschaft nutzbar anzu- wenten. Die Voraussetzung hierzu ist ferner, daß ter Kredit nicht ein kurzfristiger, sondern ein langfristiger ist. Die Landwirtschaft seht ihre Erzeugnisse in ter Regel im Jahre nur einmal um, während untere Berufe und Gewerbszweige wiederholt die Betriebsmittel in ter Wirtschaft umzusehen in ter Lage sind. Aus diesen Grünten mutz ter Kredit für die Landwirtschaft ein langfristiger und ter Zinssatz ein niedriger sein. 'Die Landwirtschaft betrachtet es als eine älngerechtig- keit, daß, obwohl sie die Hauptsicherheit für die Rentenbank übernommen hat, sie mit Renten- banllrediten in so geringem Umfange versorgt wird. Sie vertritt weiterhin die Auffassurg, datz die Zinsspannung in Höh: von 7 Proz., welche die Deichsbank für die Weitergabe ter Kredite in Anspruch nimmt, viel zu hoch ist. Unter ten heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen sollten kische Regierung fünf Millionen für Deein- I öie Landwirtschaft ist vogelfrei; das ist ter heu- I nach Möglichkeit alle Ztorschenftellen ausgeschalle ftussung der französischen Presse aufwand, selbst tigen Staatskunst letzte Weisheit. Ich rechne in werden. Es konnten deshalb dre Kredite der einen ter allerersten Schriftsteller kaufte, wenn allererster Linie auf Ihre Mithilfe und Anter- Rentenbank direkt an tee wir ferner erwägen, wie unbeteutend ein solcher stühung, inerter stütze ich mich auf die bewährte nvssenschaftskasse ausgegeben weroen, so baß mi - Detraz gegenüber dem damit näherzukommen- Kraft unserer Beamten, an deren Spitze be- destens. die ^rnsspanire bon 7 tee tjeiiw ten weltverändernden Ziele ist, so werten Sie sonders auf die Mitarbeit unseres verdien- tee Rerch^ani für sich tn Anspruch nimmt, eres vielleicht übernehmen, diesen Vorschlag zur ten geschäftsführenden Direktors, auch erwarte spart tobten könne. . ungesäumten Bewilligung dem Ministerrate zu ich im Interesse unseres Berufsstandes eine rege 6. Der vielfach Eseittgen die landwirtfchaft unterbreiten. ilnterftüßung und Mitarbeit unserer Ausschüsse ließe Prtemktlvn außerordentlich hemmenden und Ich schlage vor, diese Subsidien wie früher in den Provinzen, ferner hoffe ich auf tee Unter* schädigenden von mangelndem \terflartoiiiS fur auf Monatsraten zu verteilen, um ter Willig- stühung der hessischen Regierung: ich erwarte von landwirtschaftliche Verhältnisse Scugew.en Recht- teit ter Zeitungen in jedem Augenblicke sicher ihr, daß sie sich bewußt wird, welch wichtigetz Wrechung ter Wuchergerichte und ortentlichen zu fein. Ich halte es ferner für vorteilhaft, Faktor die Landwirtschaft im Staate ist. Jeden- Gerichte in ter Bestrafung tron ßantenirten für diesmal nicht Lenoir sondern Laffon zu be- falls wird es mein Bestreben sein, in gutem Em- kleine Vergehen ist entgegenzuwirkem nutzen. Laffon, ten Sie ja Wohl in St. Peters- vernehmen für die Belange ter Landwirtschaft 7 5he UtMcn ter_uiLcr CRegel■ bürg zu beurteilen Gelegenheit hatten, scheint mit ter Regierung zusammen zu arbeiten, besonders aber in d^sem Jahre in großem ^Im« mir^ außerordentlich gewandt. Gr hat auf ten Durch die politischen Verhältnisse haben sich fange auf tretenten Hefcerf et tixmmungen - "bieten „Matin", dessen Finanzdirektor er war, sowie freie Organisationen auch in ter Landwirt- Gebieten SeHenS fo ^a _un Caufe ter Rtoda. die großen Tageszeitungen einen sehr bedeuten- schäft gebildet. Die bedeutendste Orga- tenigesamte'n Ried einsch retzlich ter Main-Reckar- ten Einfluß Isvolsky. nisation ist ter Hessische Bauernbund. Ich werte Bahnlinie, ferner m dem Gelantedreieck ter Dieser Vorschlag wurde von dem Außen- mich bestreben, stets mit ihm für die hesft- Rhemnieterung die ©emmben Jackenhemy Do Minister im Einverstwidnis mit dem Ministerpräsi- sche Landwirtschaft einzutreten. Ich hoffe ater tenheim Laubenheim sind durch entsprechende tenten Kokvvtsev in einem Kabinettsrate unter auch auf gute ^sammenarteit mit ten übrigen möglichst sofort zu ^^Ne^R^tznahmen zu Vorsitz tes Zaren besprochen und das verlangte Organisationen. Daß wir m der heutigen Rotlage beheben. Hiermit wurdengroße , Flacten nutz- G^ltepfer um damit die öffentliche Meinung in auch in ter Landwirtschaftskammer sparen muffen, baren Lantes gewonnen oder in ihrer Ertvaas- Frankreich im Sinne tes Krieges zu bcernflussen, ist für mich ein Gebot ter Stunde. Wir Haben von fahlgkeit sichevgestellt. bewilligt. ter alten Kammer feine Schweizerschuld zu über- .----------- Nr. 2155 Strengstens geheim nehmen, die Schuld welche sein^zeit soviel tzM AmtsVerkÜttdigNNgsblatt. Chancellene du Minist^re ©taub auftowtelte, ist ateetragen. Webner , Das Amtsverkündigungsblatt - • • - I Qn n Nir/i 11Vrfwi FfÄ fYTTTrmeT* n f1) n l t Olr 34 vom 20. Mai enthält: Tagung des Pro- Landw-iilschaftskammer, des Geh. Rats Walter, , . '. onvr^rrynpfo für ten und sprach dem Oekonomierat Hahn ten Dank ^öraltags. ^Äss»n-^?nist)adt — Wahl * s KflstSÄ« s»»ääässs Sss~sx»s Wahl durch ZuwsWid-r'p.mch ^h°k> d.vch | i> SM.. OtonnStx Har. Stimmzettel iibgcßimmc. Oekonomierat Hahn tourte mit 31 Stimmen Mehrheit gewählt. Zum Poincars kommen überein (Dokument Rr. 1623 vom 15. Dezember), daß „im Augenblicke ter Entscheidung diese von den drei kräftigen Persönlichkeiten, die an ter Spitze ter Regierung stehen, Pvincare, Millerand, Delcasse, mit Ausschaltung aller verfassungsmäßigen Formen, getroffen wird.' — Es ist unmöglich, in dem beschränkten Raume eines Zeitungsartikels diesen jetzt zur Verösfent- ... ____ _______ lichung kommenden Dokumenten gerecht zu wer- feinen persönlichen Einfluß auf den „Temps", den. Ich muß daher teil Leser auf das in einigen „Matin", „Petit Parisien" und svnsttge Zeitungen Tagen erscheinende Iunihest ter „Deutschen Rund- Wirtschaft. Kreditnot und Geschäftsaufsicht. Die Verhältnisse im deutschen Wirtschaftsleben werden täglich bedrohlicher. Die allgemeine Kreditnot, insbesondere die Geldschwierigketten in der Großindustrie äußern sich in einer Riesenwelle von Vetriebseinschränkungen, Zahlungsunfähigkeiten und Zusammenbrüchen. Die letzte Woche hat rm Reichsgebiet 34 neue Konkurse gebracht. Von Dankfirmen sind wieder 8 insolvent geworden. 28 Firmen haben die Geschäftsaufsicht beantragt, darunter des Stahlwerk Becker, eins der größten Stahlwerke von Europa, das am Riederrhein seinen Sih hat. Bei der Rheinmetall QL G. sollen sich ähnliche Dinge Dor bereit en, wie die bei Becker Stahlwerk eingetretenen. Hier tote dort, wie überall wird die Hauptschuld an der traurigen Lage der Kreditpolitik der Reichs bank zugeschoben. „Gegen Schacht", heißt die Losung. Sie ist so töricht, wie es früher die leidenschaftliche 'Anhimmelung des neuen Mannes war. Töricht ist auch das Feldgeschrei, dah die wirtschaftliche Rotlage demnächst einen allgemeinen Zahlungsaufschub notwendig mache. Schon das Auftauchen solcher Gerüchte allein genügt, die Geldgeber von der Hergabe von Darlehen auf etwas längere Zeit abzuschrecken. Dir Reichsbank hat sich mit einigen prompten Widerrufen begnügt. Alle genannten Gerüchte, so wird von der Pressestelle Dr. Schachts aus erklärt, seien in Reich der Fabel zu verweisen, insbesondere das Gefasel von einem allgemeinen Moratorium. Die Reichsbank, die die wirtschaftliche Entwicklung sorgfältig verfolge, sei nicht der Ansicht, daß irgendeine Rotwendigkeit zur Aen- sderung ihrer Kreditpolitik vorliege. Auher- ordentliche Beratungen darüber fänden in den leitenden Finanz kreisen zur Zeit nicht statt. Die Schwierigkeiten von Decker Stahl hätten mit der Kreditpolitik der Reichsbank gar nichts zu tun und seien ausschließlich auf die mangelnde Voraussicht der Leitung des Unternehmens zurückzu- führen. Das war etwas kurz und unwirsch. Besser wäre gründliche Rachprüfung der Lage auf beiden Seiten. Hitze und Leidenschaft sind auf feiten der Gegner der jetzigen Reichsbankpolitik verdächtig. Die Kopflosigkeit darf nicht dahin drängen, daß die neunmonatige Arbeit der Währungsreform und des Budgetaufbaus über Rächt zertrümmert wird. Verantwortungsgefühl l hat man der Reichsbank zugerufen. Mit Recht. Aber Verantwortungsgefühl! auch für die, die jetzt zu einem Angriff gegen Schacht rüsten. Andererseits muß man bedenken: Der größte Schaden, der aus der Kreditnot erwächst, ist die Unmöglichkeit, Rohstoffe einzukaufen. Bisher haben noch die von früher vorhandenen Rohstoffvorräte ausgereicht, um die Fortsetzung der Produktion eine Zeitlang zu betreiben. Das dauert, solange es eben geht. Der Augenblick ist bei vielen Firmen der Großindustrie nicht mehr fern, wo die Vorräte vollständig aufgebraucht sind. Reue Vorräte können dann nicht eingekauft werden, denn Bankkredite sind infolge der ans Unglaubliche grenzenden Zinsforderungen der Danken nicht zu beschaffen. Manche großen Kreditinstitute leugnen auch gar nicht, daß es sich für sie bei dieser Zmspolittk um Ausnutzung einer Konjunktur handelt. Sie scheinen dabei zu Übersehen, welche Verantwortlichkeit ihnen aus dieser Handlungsweise für das gesamte deutsche Wirtschaftsleben erwächst. Die Folgen sind unabsehbar, wenn nicht Wandel geschaffen wird. Eine Lockerung der Geldnot kann nur eintreten, wenn endlich ausländische Kredite ins Inland fliehen. Das Geld, das kürzlich durch Verkauf bisher zurückgehaltener Waren auf den Markt gelangte und anscheinend meist zur Gffektenspeku- lation verwendet worden tft, war nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es ist nicht dorthin gegangen, wo es dringend nötig wäre, nämlich in die Industriebetriebe, sondern an die Börse. Die ausländischen Kredite müssen, wenn sie zu fliehen beginnen, in solcher Höhe kommen, dah sowohl die Staatsschulden (Reparationen) getilgt werden können, als auch die deutsche Geschäftswelt an dem Zustrom von mobilen Mitteln ^ausgiebig beteiligt wird. Ein Wort noch über die G eschä f tsau f s i cht, die, ursprünglich Aiur als vorübergehende Kriegsmaßnahme gedacht, zu unerwarteter Blüte gekommen ist: Sie darf nicht dazu dienen, Ware zurückzuhalten, weil man immer noch hofft, später wieder große Preise zu erzielen. Das verwischt die Begriffe eines ehrbaren Kaufmanns. Also auch hier ist Verantwortlichkeitsgefühl und sorgfältigste Buchprüfung am Platze. * Weiterer Rückgang der Grosthandelsindexziffer. Die auf den Stichtag, den 2 0. Mai berechnete Groh Handelsindexziffer des Sta- tistffchen Reichsamts ergibt gegenüber dem Stande bom 13. Mai (123,8) einen Rückgang^ auf 122,2 oder um 1,3 Proz. Von den Hauptgruppen ranken im gleichen Zeitraum Lebensmittel von 108,5 auf 106,3 oder um 2 Proz., davon die Gruppe Getreide und Kartoffeln von 91,7 auf 69,7 oder um 2,2 Proz.,- Industriestvffe von 152,4 auf 152,0 oder 0,3 Proz., davon unverändert nur die Gruppen Textilroh- unb Halbstvffe mit 211,4 sowie Kohle und Eisen mit 145,2. Die Inlandwaren gingen von 112,8 auf 111,7 oder um 1 Prvz. zurück, Einfuhrwaren von 178,9 auf 175,0 oder um 2,2 Proz. * Die Schwierigkeit der Ruhrind u- strie Die Thhssenwerke in Mülheim (Ruhr) geben durch Anschlag bekannt, dah sie infolge Kohlen-, Koks- und Gasmangels vom 26. Mai ab einzelne Betriebe zum Teil ganz still- legen müssen und in anderen nur beschränkt Weiterarbeiten können. Die Belegschaft der Thhffenwerke betragt rund 8000 Mann. — Rach einer Berliner Dlattermeldung aus Elberfeld ist gestern die Finna Kupfer-undMeffingwerkeA-G deren Aktien an der Berliner Börse notiert werden. auf ihren Antra gunter Geschäftsaufficht gestellt worden. Als Begründung wird angegeben daß ausstehende Forderungen in Höhe von 2iA Millionen Goldmark wegen der herrschenden Geld^ knapvheit nicht einzutreiben seien. * Zur Wirtschaftskrise in Oberschlesien. Einer Meldung des „Oberfchl. Kur." aus Königshütte zufolge werden die grvhen 3n= dusiricunternehmungen der Gesellschaft Gie- sches Erben inSchoppinitz nach uich nach stillgelegt. Auf der Recke-Hütte wurden in der Salz- säurefabrik zwei Kammern kaltgestellt,- die Blei- Hütte wurde zu Anfang der Woche wegen Dleierz- mangels ausgeblasen. Durch Plakatanschlag wird jetzt bekanntgegeben, daß zehn Zinköfen kaltgestellt werden sollen, wodurch 200 Arbeiter brotlos wer- Danknvten, Revart. Frrrfn, 22. Mai 12,37 24 3,2 21,75 6,13 Tendenz: Publikum 0,0C9 0,420 0,204 0,642 0,95 0,175 iß 14 2,75 18,75 14,6 10,13 10,87 1 2 4,8 7,65 0,540 9 13,75 1,75 0,375 0,400 48 48 50 68 9 14 7,25 14,6 22,75 5,3 0,87 2 7,25 4,7 voll voll voll voll voll voll 50 voll voll voll voll voll voll voll voll 1,5 22,37 5,18 8,0 11,13 94 41.5 13,26 1,1 2 5,65 7.13 3,6 2,6 11 16,75 8,8 2ß 20 14,6 1,?5 10,87 11,5 11,25 7,13 12,5 13,7 8,13 1) 4,7 34,8 44,5 8,13 11,5 33 45 1,4 2,6 13,25 1,2 2,2 5,55 7 9,45 2,87 13,6 6.5 15 26,75 26 37,5 1,6 22 5,25 2,78 19,25 14,7 10,5 10,65 11,37 12,6 19.5 14,25 10 11,25 11,25 7.13 12,75 12,6 8,15 11,5 4,5 0,069 0,200 0,825 0,201 ’) Dom Rückzahlungswert. Frankfurter Dorfe, 0,071 0,425 0,830 0,091 0,220 4,2 76/30 4,5 26,76 4,6 7,65 8,65 0.535 8,75 13,5 1,9 0,360 0,400 0,425 0,200 0,859 0,102 4,2 76.6 X 27,25 8,8 9 1,8 0,425 52 10,8 15,13 48 51 57,13 9 14,5 7,2 15,13 26,13 25,13 59 76.Ä 4,65 49,65 55,75 V. 6,65 14,1 25,65 25,26 37 4,2 76,30 4,9 45,5 26,75 4,65 7,67 8,87 8/3 0,5 Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 22. Mai. (Wolff.) Am Prvdukten- markt gestaltete sich das Geschäft etwas reger. Doggen fand Absatz bei Inlandsmühlen zu vereinzelt etwas erhöhten Preisen. Rvggenmehl wird Schwerer Noten ......... Sösische Noten ....... che Noten .......... Schwedische Noten ....... Holländische Noten......... Deutsch-Oesterreich, i 100 Kronen Amerikanische Noten....... Englische Noten........ . Italienische Noten......... Belgische Noten..... Ungarische Noten......... Tschechoslowakisch« Noten..... Norwegische Noten........ Rumänische Noten......... Spanische Noten.......... gab sich.rneHr Interesse kund. Die Preissteigerung in Amerika trug zur Unterstützung bei. Eerste wurde zu Futter- und Röstzwecken mehr beachtet, für Hafer zeigte sich bessere Rachfrage des Konsums sowie einiger Begehr nach Sachsen. Die Preise konnten sich daher gut behaupten; Mais hatte für nahe Ware schwache Haltung. Für Roggenkleie erhielt sich gute Rachfrage. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen märt. 154 bis 157 (ruhig), mitteldeutschen 153 bis 157, Otoggen, märt. 128 bis 132 (stetig), Braugerste 158 bis 168 (ruhig), Futtergerste 145 bis 155 (ruhig), Hafer, märt. 127 bis 134 (ruhig), Raps 285 bis 290 (matt), Leinsaat 390 (matt); für je 100 Kilo: Weizenmehl 21,25 bis 24,25 (still), Rvggenmehl 18,57 bis 20.75 (still), Weizenklele 9,60 (fest), Rvggenkleie 9,20 bis 9.30 (matt), Bik- toriaerbsen 20 bis 22, Kleine Erbsen 15 bis 16, Futtererbsen 13 bis 14, Peluschken 11 bis 12, Wicken 11,50 bis 13, Lupinen blau 11 bis 11,50, Seradella 13,50 bis 14,50, neu 11 bis 13, Rapstuchen 9,90, Leinkuchen 21. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 22. Mai. Es notierten je 100 Kg. Weizen, Wetterau 16,25 bts 16,50, Roggen 14,25 bis 14,50, Sommergerste für Brar- zwecke 46,75 bis 17,25, Hafer, in land. 14,50 bis 15, Weizenmehl, südd. Spezial 0 25,50 bis 27 75 Roggemnehl 21,50 bis 22,50, Weizen- unb Roggenkleie 9 bis 9,75 Mk. Frankfurter Schlachtviehmarki. fpd. Frankfurt a. M., 22. Mai. Auftrieb: 3 Färsen und Kühe, 903 Kalber, 71 Schafe und 441 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Kälber, feinster Qual 50—65, mittlerer Qual. 44—49, geringerer Qual’ 36—43, geringe Saugkälber 30—35; Schafe- 40 bis 43; Schweine: unter 80 Kilo 45—50, von 80 bis 100 Kilo 50—54, über 100 Kilo 50—52 Der Markt wurde bei ruhigem Handel geräumt' — Des Himmelfahrtsfestes wegen wird der Vieh- markt vom 29. Mai auf Freitag, den 30. Mai verlegt. 5% Deutsche ReichSan leibe . 4/o Deutsche Reichsanleihe . J'/Z/o Deutsche Reichsanleihe 3®A Deutsche ReichSanleihe . Deutsche Sparprämienanleihe 4% Preußische KousolS . . . 4% Hessen........... ■peffen.......... 3% Hessen........... Deutsche Wertb. Dollar-Ank. dto-Toll.-Schay. Anweisung.') 4% Zolltürken 5% Goldmexikaner...... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Pnvat-Bank. Darmss. und Narionalbank . Deutsche Bank......... Deutsche DereinSbank .... Disconto Commandit .... Metallbank........... Mitteldeutsche Credttbcmk. . Ocsttrrnchtsche Credttanstalt. Westbank............ Bochumer GuH........ BuderuS............ Caro.............. Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke . . Larven er Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahütte........... Oberbedarf...... Phonir Bergbau ...... Rbeinstahl........... Riebeck Montan ....... TelluS Bergbau........ Hamburg-Amerika Paket, . J Norddeutscher Llovd.....| Cheramische Werke Albin .. I Zementwerk Heidelberg . . . I Philipp Holzmann......| Snglo-Cont.-Guanv Badische Anilin........ Chemische Mahrx Alavirr. . . Goldschmidt.......... Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung........ RütgcrSwerke Scheideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Matnkraftwerke........ Schlickert............ Siemens L HalSke...... Sdlerwerke Kleher...... Daimler Motoren....... Hehligenstaedt......... Meguin............. Frankfurter Armaturen ... Konservenfabrik Braun . . . Schuhfabrik Herz Sichel.............. Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel ... Geld 74,51 23,84 71,42 111,97 187,60 5,89 4,19 18,35 18,75 19,95 4,61 12,57 88,75 2,04 68.40 Brief 74,89 23,96 71,78 112,53 168,40 6,91 4,21 18,45 ' 18,85 20,05 4,63 12,63 69,05 2,06 68,70 auf dem Wirtschaftsmarkt zu Haven. Soweit sich durch umfangreiche Rach fragen und Beobachtungen fest stellen ließ, stammten im weitaus größten •Umfange die Kaufaufträge, die heute Vorlagen, aus dem Agslande, namentlich aus der Schweiz. Daneben war auch der Stinnes-Konzern etwas als Käufer auf dem Markte. Während der Abwicklung dieser Kaufaufträge konnte sich zwar eine Befestigung des gesamten Marktes durchsetzen, doch das zu den erhöhten Rotierungen zahlreich daß man selbst in Börsenkreisen noch nicht den Zeitpunkt für gekommen hält, um sich allzu sehr nach oben zu engagieren. Immerhin kann man von einer leichten Befestigung des Marktes sprechen, ausgedrückt in Kursgewinne von 1—3 Bill. Proz. auf dem Montanmarkt und von solchen von 1/4—1/2 Dill. Proz. auf dem chem. Markt, während sich sonst die Papiere mehr oder weniger auf dem gestrigen Stande hielten. 3m freien Verkehr herrschte eine sehr große Geschäftsstille, nur in Becker-Werten fanden einige Rückkäufe statt. 'Becker-Stahl 33/d, Becker-Kohle 53/4, Api 37/8. Krügers hall 4Vs, Ufa 5^, Growag 0,210, Kunstseide 50, Mainzer Gas 10—12. Berliner Börse. Berlin, 22. Mai. (Wolff.) Bei Beginn des heutigen Verkehrs lagen wiederum Käufe angeblich der rheinischen Industrie besonders für Montanwerte vor. Demgegenüber machte sich aber Realisativnsneigung der hiesigen Spekulation bemerkbar, so daß die ersten Kurse vorwiegend kleine Abschwächungen aufwiesen. Einen erheblicheren Rückblick erfuhren nur Bochumer, nämlich um 2 Dill. Pvoz. Verstimmend wirkten die wenig ermutigenden Rachrichten über die heimische Wirtschaftslage, die Ülnklarheit der innerpolitischen Verhältnisse, die weitere Verschleppung des Bergarbeiterausstandes und die Besorgnis bezüglich der endgültigen Regelung der Mai- engagements des Metallhandels. Infolgedessen zeigte sich nach Befriedigung der ersten Kaufaufträge ein sich vermehrendes äleberw.egen des Angebots, wodurch eine weitere Abbröckelung dcs Kursstandes bewirkt wurde, doch blieben die Umsätze und Rückgänge bei der allgemein herrschenden Lustlosigkeit gering. Eleltr. Hochbahnaklien, die mit einer Aufbesserung von 2Vz Dill. Prvz. eingesetzt hatten, gaben von diesem Gewinn gleichfalls einen Teil wieder her. Am Devisenmärkte blieben die Kurse im wesentlichen unverändert. Das bemerkenswerteste Ereignis war die Erhöhung der Zuteilung für Reuyork auf 3 Prozent. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark auSgedrssckt. Buenos-AtreS. London, Neu» York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.) Lelegrap h t sche Auszahlung. _______________(Ohne Gewähr.)_______ Den. Aus So snvwice wird berichtet, dav auf der Grube Halina die Arbeit eingestellt wird; auch hier werden 200 Arbeiter brotlos. Auf der Grube Paris wiich in der Woche nur noch an zwei Tagen gearbeitet. * Stillegung eines Kaliwerkes. Wie verlautet, werden die Allaltwerke Ronnen- burg QL G. ihr Kaliwerk Thidehall auf einige Zeit stillegen. Die Belegschaft ist zum größten Teil entlassen worden. * „Siemens" Elektrische Betriebe A.-G. Berlin. Die v. G.-D. erledigte einstimmig die Tagesordnung. Der Geschäftsverlust der Gesellschaft für 1922/23 ist mit rund 262 Bill. Mark gebucht. Die Gesellschaft hat Geschäftsaufsicht beantragt, um einen Zwangsvergleich mit den Obligationären zu erreichen. Die begonnenen Reorganisationsverhandlungcn haben bisher kein Ergebnis gezeitigt. Die Aktionäre werden mit einer starken Herabsetzung des Rorninalwertes ihrer Aktien auf Grund der Eoldbilanzverrrdnunz zu rechnen haben, und auch die Gläubiger werden Entgegenkommen zeigen müssen. Die Geschäfts- aufsicht ist dis zum 28. Februar 1925 verlängert worden. * Deutsche Wald- und Holzindustrie A.-G. München. Die G.-D. genehmigte sämtliche Dorschläge der Verwaltung einstimmig. Rur in bezug auf die Kapitalserhöhung wurde eine Aenderung getroffen. Es wurde beschlossen, das Kapital um 50 auf 305 Mill. Papiermark zu erhöhen. Es handelt sich hierbei um eine bloße Formsache; da nämlich infolge der einschlägigen Bestimmungen das Bezugsrecht bei Kapitalserhöhungen, die noch in Papiermark erfolgen, nicht ausgeschlossen werden darf, so wird das Bezugsrecht den Aktionären zu einem Preise von vier Dill. Mk. die Aktie angeboten. Der Zweck der Kapitalserhöhung ist jedoch ein Austausch der Aktien zur Erwerbung der Schlesischen Holzhandels- A.-G. in Breslau im Verhältnis von 5:1. * Liqui da tion der Henschel und Essener Steinkohlen G. m. b. H., Hannover. Wie der „Hannoversche Kurier" erfährt, ist die Gesellschaft Henschel u. Essener Sleinköh.en G. m. b. H. in Liquidation getreten, nachdem die Essener Steinkohlenbergwerks-A.-G. die mit Henschel u. Sohn in Kassel im Jahre 1923 abgeschlossene Interessengemeinschaft gekündigt hat. Wie bekannt, kündigte die Dergbau°A.°G. Lothringen den Vertrag mit Henschel u. Sohn aus wirtschaftlichen Gründen bereits im letzten Herbst, lieber die weitere Gestaltung der Beziehungen zwischen Lothringen und dem Essener Steinkoh^n- werke ist noch nichts Räheres bekannt. Beide Gesellschaften haben .große gemeinsame Interessen an verschiedenen Unternehmungen. Der Gehres- Löthringein-Kvnzern tft außerdem durch einen Staatsaktionsbesitz an den Essener Steinkohlenwerken beteiligt. 'DomfranzösischenAußenhandel. Rach der durch Havas veröffentlichten amtlichen Auhenhandelsstatistik der Zollverwaltung beläuft sich in den ersten 4 Monaten 1924 die französische Einfuhr auf 18 075 003 Tonnen im Werte von 13 516 474 000 Franks d. h. 1 872 954 Tonnen bzw. 4 011 466 000 Franks meh r als im entsprechende Zeitraum des Borjahres. Die Ausfuhr betrug in den ersten 4 Monaten 1924 9 079 104 Tonnen im Werte von 14 990 848 000 Franks mit Erhöhung um 1 361 056 Tonnen bzw. 5 997 178 000 Franks gegenüber dem gleichen Zeitraum 1923. * Börsenkurse. Frankfurt a. M., 22. Mai. Fester. — Während das einheimische dem Markt immer noch fern bleibt, teils aus Mangel an flüssigen Mitteln, teils aus Pessimismus in der Beurteilung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage, scheint das Ausland sich weniger beeinflussen zu lassen, bzw. größeres Vertrauen in die Gestaltung auf der Börse und 21. Mai 22. Mai Revart. % 21.,22. Amtliche Notierung Amtlich: Notieru ti Geld Briet Geld Brief Amss-'RoN. 157,60 138,40 157,60 158,40 2 2 Brss.-Nntw. 19,55 19,65 20,15 20,25 voll voll C6rlfrtanla. 58,85 69,15 58,75 59,05 voll voll Koptnhcigru 71,42 71,78 71,42 71,78 "0 10 Stockholm. 111,97 112,63 111,97 112,53 10 SO HrlsingforS. 10,62 10,68 10,57 10,63 voll voll Italien. .. 18,90 18,445 18,75 18,85 voll voll London.. . JO.333 18,355 18,445 2 2 Neuyork . . 4,19 4,2! 4,19 4,21 2 3 Pari- , .. . 22,94 23,08 23,84 23,96 voll voll Schweiz > 74,51 74,99 68,75 74,51 68,45 74,89 2 2 Spanien . . 68,45 68,75 voll voll Wien in D-« Oe ft. abgeit 5,98 6,02 5,93 5,97 Prag.... 12,53 12,64 12,56 12,64 25 voll Budapest. . Buew-Aire» 4 58 1,^75 1^5 Ä E voll — Bulgarien . Japan .. . Rio öe Jaa. Belgrad - . 3,065 1,685 3,085 1,695 1&5 voll voll 0,450 5,23 “ff 0,445 6,23 °K voll voll Lissabon . - 12,56 12,64 12,58 12,64 vollivoll 5n Billionen Prozent Frankfurt a. M. Berlin Schluß, fiure Schluh. Kur« Schluß. Kur» Schluh. ssur» Datum: 21. S. 22.5. 21.5. 22. 5. Büchernsch. — Der Verlag der Dürrschen Buchhandlung in Leipzig hat sich den Dank aller Iugendbildner, Lehrer wie Eltern dadurch verdient, daß er die ausgezeichneten Schriften des Pädagogen P. G. Münch in handlicher und billiger Form herausgebracht hat. Die Bücher sind wie kaum andere ähnlicher Art geeignet, Eltern und Schule zusammenzuführen zu dem einen großen gemeinsamen Werk der Erziehung unserer Jugend und damit unseres Volkes. „Hausrecht in der neuen Schule hat nicht mehr der miesepetrige llirter- richtshandwerker," sagt Münch in einem Vorwort, „sondern nur der weitschauende, fvahge- stirnmte Lehrkünstler." Darin unterscheidet sich nun die neue nicht von der alten. Erziehungsarbeit hat der „Unterrichtshandwert.r" nie geleistet, auch nicht in der alten Schule. Er hat seinen Zöglingen bestenfalls Kenntnisse übermittelt, aber sie nicht gebildet, lind das wird in der „neuen Schule" auch nicht anders sein. Wie in jedem andern Berus wird es neben den wahren Pädagogen, neben den Lehrern aus innerem Drang, eben neben den „Lehrkünstl-em" Handwerker geben, die es niemals über ein Schema hinausbringen und in deren Köpfen Methoden wie die Münchs vielleicht mehr Schaden anfttften, ate befruchtend wirken. Aber wünschen möchten wir jedem unserer Kinder, dah es einmal in der Oede seines Schuldaseins auf einen Mann stößt, der sich so ganz in die Kinderseele hineinversenkt hat, der seine Aufgabe als Erzieher aufsaht und nicht als „Lehrer" schlechthin, lieber ^ie Arbeitsschule spricht Münch in seinem Büchlein: „Die Kunst, Kinder zu unterrichten", eine ausgezeichnete Einführung in seine Methode, die andere Bändchen (Mit Jungvolk aller Lander, aus Sylt; Freude ist alles; Erlebnisse mit Eltern und Lustige Leutchen) durch eine reiche Beispielsammlung auö dem großen Erfahrungsschatz des Verfassers in unterhaltsamer, aber sehr eindringlicher Weise illustrieren. Jeder, dem die Erziehungssrage am Herzen liegt, wird aus ihnen reiche Qlraxgmra schöpfen. — Kann man nach Deutschland reifen? Diese Frage beantwortet die Reichszentrale für Deutsche Verkehrswerbung, Berlin in einer Schrift, die darstellt, „wie der Fremde in Deutschland reist und was er wissen muh". Eisenbahnverkehr, Gepäck- und Pahrevision, Pah- und Sichtvermerk, Geldverkehr, Warenverkehr, Steuern, Verpflegung und Unterkunft, Angaben über die wichtigsten Bäder und die Haupt- sehenswürdigkeiten Deutschlands ist in dem mit hübschen Bildern ausgestatteten Schriftchen enthalten. Kirchliche Nachrichten. Ifr. ReNgionsgemeinöe. Gottesd.i. d. Synagoge (Süd-Anl.). Samstag, den 24. Mai. Vorabd. 7.45 morg. 8.30, abds. 8.30 u. 9.10. Oft. Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, 24.Mai. Freitag abb. 7.40, Samstag Dorrn. 8.00, nachm. 4.00, Sabbatausgang 9.10. — Wochengottesdienst: Morgens 6.15. abds. 7.15. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.; Englands Politik. London, 22. Mai. (WD.) Der diploma* tische Berichterstatter der liberalen „Westminster Gazette" schreibt: Angesichts der Taktik der Deutschnationalen sei es wesentlich, dah Deutschland seine Aufrichttgkeit -offen beweise. Die britische Regierung sei bereit, ihre Karten auf den Tisch zu legen, und sie wünsche, wenn die Zeit gekommen sei, die Frage der französischen Sicherheit und der interalliierten Schulden zu prüfen. Aber es müsse eine Vereinbarung über die Reparationen vvrangehen. Der erste Schritt sei, den Dawesplan in Wirksamkeit zu setzen. Dies werde jedoch einige Monate in Anspruch nehmen. Wenn der Boden vorbereitet sei, werde Macdvnald vielleicht feine internationale Konferenz verschlagen, zu der auch Deutschland, die Bereinigte nStaaten und Ruhland eingeladen werden würden, um die ausstehenden Fragen einschließlich der interalliierten Schulden und der Festsetzung der deutschen Gesamt verpflicht ungen zu regeln. Rückkehr von AnSgewiesenen. Höchst a. M., 22. Mai. (WB.) Wie wir erfahren, hat der hiesige Kreisöelegierte Major Schnedecker in einem Gesuch an die interalliierte Rheinlandkommiss von die Aufhebung des Ausweisungsbefehls für 131 Personen beantragt, deren Genehmigung sicher erfolgen wird. IMts wW MUhher Erhältlich bd jedem Schuhmacher. sind ContinentabAbsätze. Billiger und sparsamer im Verschleiß als Leder» absatze. Durch den neuen Sparkeil D. R. P. bleibt der Absatz immer gerade und ist dadurch restlos als eine unreine Haut! Pickel, Mitesser, Pusteln und alle sonstige Hautunreinheiten beseitigt die Aok - Seesand - Mandelkleie, die einen wunderbaren Teint mit einem mattschimmemden, pfirsichartigen Hauch hervorzaubert. Achten Sie auf den Namen , Äok". Ueberall zu haben. Für den Pfingstbedarf Eiubänaetöpse 26 cm Haferlschuhe u. Tourenstiefel Turn- und Tennisschuhe, Sandalen 24 cm Wasserkessel Fußballstiefel Rennschuhe 3'/,I Kaffeekannen:^/, Weiße Leinenartikel in allen Größen Passende Strümpfe und Socken, Badeschuhe 4256a Dauerkarten Eintritt Mk. 2, Ab r/,11 Uhre bi' 011751 Buntgeschirr fschöne Farben) Milchtöp^ von 0.30 biS 1.50 Pianos n1/. 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Mai 8V, Uhr abends MÄ ---- ' ~ I , i.o: CÄprrn Anton Haupt, Friseurgeschäft Henkel, Karten im Vorverkauf^^-cArrgeschäst Steinbach l-Hermannsteiner Musikhaus Kleiner, Anzeigers". Stravc) und 'n der Geschäftsstelle ^ " f vteu aum Preise von 1 Mk. werden Brette: Dauerkarten Mk., ^agesr^rl ^er Svtlburg auSgegebeu. nur an den betreuenden Festtagen an ^ing^ ^gegeben, die ebenfalls an Für Sitzplätze roerben, hefonbeYC 3uihpr * den Festtagen Fensterkarten den Tageskassen erhältlich unb. .ferner so nb öer Aufbauschule gegen eine bet den Hausmeistern der evangl. BolkSlchUte uuu geringe Gebühr erhältlich. Q nur bei den einzelne» Schüler Dauerkarten zum Preise von ^ 4-' erhältlich. An den Schulleitern bis Samötag. den 24.9)lai,JJW’* 42420 Tageskassen, werden keine Schülerkarten tln6!1^ .u,,.,,,,i>iiiiluiimimnmlllllliMiti zur Einweihung des Stadions, sowie der Schulen auf der 2p'lburs vom 2g Mai bis 1 Juni 1924. Veranstaltet von der Stadt Wetzlar unter Mitwkkung der Schulen und der Ortsgruppe des Re.chsausschusses für Leibesübungen ................................................................................................ Langjährige Garantie. Günstigste Zahlungsbedingungen. f\UGCJST FÖRSTER Gießen, Bahnhofstrasse65B und Lieh (Oberhessen) Gegründet 1876. unseres Volkes, das Gebot der Stunde" Samstag, den 31. Mai nocöm Städte-JutzbalUpiel Giehen - Wetzlar (Jugendsplel) auf der HuDfeldp^-Casinö Täglich abends 8l/, Uhr pünktliche Das fabelhafte Kabarettprogramm MkSMWW MWMW von nur Qualitätswaren ! soweit Vorrat reicht 1 An unsere Mitbürger Am 24. U. 25.Mai 1924 feiert der Gesangverein Loncordiasem80.Stistungsfestverbundenmitdem Bundesfest des Oberheff. Sängerverbandes. Da an diesen Tagen über 1000 Sänger in den Mauern unserer Stadt weilen werden, bitten wirunsere Mitbürger um gesl. 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Als weiterer per- fönlich haftender Gesellschafter ist Kaufmann Wilhelm Nowack in Bietzen mit Wirkung vom 1. April 1924 in das Geschäft eingetreten. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. April 1924 begonnen. Dem Kaufmann Wilhelm Appel in Bietzen ist Prokura erteilt. Die Prokura der Fritz Nowack Ehefrau und dos Wilhelm Nowack jn Bietzen ist erloschen. Am 22. Mai 1924 bei der Firma Carl A. Hartmann, Bietzen: Die Prokura des Fosef Liefert ist erloschen. (4271B Bietzen, den 22. Mai 1924. Hessisches Amtsgericht. MW AI» MW ltlNWkl 0010 rmjWMoiio Samstag, den 24. Mai Begrüßungsabend - Schlohbeleuchtung. Sonntag, den 25. Mai 10 Uhr: Waldgottesdienst auf dem Namsberg 1 Uhr: Festzug (mit bunten Gruppen) 2 Uhr: Feier auf dem Festplatze mit Wimpelweihe. Für Massen- und Linzelquartiere ist gesorgt. Auskunftei im Rathaus. Abfahrt der Züge von Metzen Samstag abends 6—, Sonntag morgens 816 Empfehle prima Ochsen- u. Rindfleisch per Pfund so Pf. prima junges Ruhfleisch per Pfund 50 Pf. «em MW« W Für Möbelhändler 2 Ein großes Möbel-Kredithaus sucht Beteiligung an bestehenden Möbelgeschäften. Es kommen nur solche Bewerber in Frage, die Interesse haben, ihren Geschäftsbetrieb großzügig zu erweitern. - Der Inhaber dieses Möbel-Kreditunternehmens beabsichtigt, Bewerber von seiner Zentrale aus reichlich in Möbel- unO Polsterwaren aller Art zu beliefern. - Durch diese Belieferung wird dem Bewerber Gelegenheit geboten, Möbel aller Art an kreditwürdige Käufer gegen bequeme Teilzahlung zu liefern. - Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage erschwert es vielen möbelbedürftigen Interessenten, ihren Bedarf gegen Barzahlung einzukaufen. Bewerber wollen sich unter genauer Angabe ihres jetzigen Geschäftsumfanges und Größe der vorhandenen Geschäftsräume unter Zusicherung strengster Diskretion unter D 773 melden an Annc.-Expedition Carl Ludewig, Hannover, Georgspalast. 4273D Die Bücher von taWig in der 011768 WssMeu BudihaiiOlung Walltor 2L. tternruf 1342. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde folgendes eingetragen: Am 13. Mai 1924 bei der Firma Universitäts-Apotheke zum goldenen Engel Dr. Ernst Karl Wahle, Bietzen: Das Geschäft ist mit Wirkung vom 1. April 1924 auf den Apotheker August Habrich in Bietzen Übergegangen. Der Uebergang der in dem Geschäftsbetriebe seither begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten ist ausgeschloffen. Die Firma ist geändert in: Universitäts- apotheke zum goldenen Engel August Habrich. Am 20. Mai 1924 a) bei der Firma Karl und Fakob Stein, Climbach: Die Firma ist geändert in: Nabenauer Oel- u. Fettfabrik Stein & Co. in Allendorf a. Lda. b) Die Firma Cloos & Damm, Bietzen. Gesellschafter sind Hermann Cloos, Kaufmann in Bietzen und Heinrich Damm II, Bauunternehmer daselbst. Die offene Handelsgesellschaft hat am 30. April 1924 begonnen. (4272B Bietzen, den 21. Mai 1924. Hessisches Amtsgericht. Erstkl. amertk. MsWeN'. MM- nnö Aolo-8eie Woöenöl SlWsseksekk Menselt MlBkWMS (Moliueam liefert in jeder Menge billigst. Aug. Noll Sreu3 - Drogerie BahnWr. 51 Fernspr. 1405. i DD SSW«'Aß Alu-MM eingetroffen 4,67D Hans Abmann Sonnenstratze 5 — Neustadt 20 DlMIlöN 00 empfiehlt 42S«0 Das Geld »verloren! re b 50 75 C.) « 0) c 3 O 3 e 5 K. Qf Empfehle meine Dernickelungs- und Emaillieranstalt für Fahrräder uud sonstige Teile. Gute Arbeit bei kürzester Lieferzeit. wenn Sie nicht bei Ihrem Einkauf mein out assortiertes Lager in eleganten mir guten Qualitäten Herrengarderoben neu sowie getragen, ohne Kaufzwang besichtigen. 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Qualität 2/4-Lt.Fl. la Apfelwein. 0.65.« Heidelheerweih 1.4(L Johannisbeerwein 1.40 einschl.Glasu. Steuer Ger.Blalwer8l.Bfi, 0.80.* Weiche Mettwurst ... Pfund......i.DIU Schnittfeste Blockwurst Pfund......1.70* Servelatwurst 1,80.# la Limb. Käse^rb 0.80^ Coudakäse 0,85^ Himbeer'8mp 'V'B.40'^ 1.80 Zitronensaft -/,•» (. 000 v«-ai. 0'50 Grotze, saftige Zitronen g Stück 0.15^ Fs*au Schnaiterich Ausschneiden und aufbewahren I Ea folgt ein Preisausschreiben! 5. Auf der Rückreise In Ihre Heimatstadt kommt Frau Schnatterkh der Gedanke, sich die In letzter Zeit durch größere Neubauten sehr erweiterte Kuklroi-Fabrlk In Groß-Salze anzusehen. Auf einem Spaziergange durch die Stadt Groß-Salze berechnet sie, wieviel Millionen Hühneraugen nun •chon beseitigt worden sind, da jede Schachtel Kukirol zur Beseitigung von 10 Hühneraugen ausreicht und verschiedene Millionen Schachteln jährlich In alle Telle der Welt hinausgehen. Sie muß lachen über einen Briefwechsel, den Ihr ein Prokurist der Kuklroi-Fabrlk gezeigt hat. Der eine Brief ist .mit kollegialem Gruß“ von Herrn Dr. med. Buchwald In Wilkau In Sachsen an einen anderen Arzt gerichtet, dem er namens des Prüfungsausschusses der Krankenkasse die heftigsten Vorwürfe macht, weil er einem Kassenpatienten zwei Packungen Kukirol verschrieben hat. Allerdingi hat Kukirol, wie ein Briet des Patienten beweist, diesem so gut geholfen, daß er erstaunt war, aber das Ist Herrn Dr. Buchwald in Wilkau einerlei und Wurst und egal. Ein Mittel, auch wenn es gut ist darf nach seiner Ansicht nicht verordnet werden, wenn wirksame Reklame dafür gemacht wird. Frau Schnatierich überlegt sich nun gerade, ob etwa für Salvarsaa und für andere hochwissenschaftliche Mittel nicht viel größere Reklame gemacht worden ist, und ob sie etwa gegen das .große S* ebenso prompt und sicher geholfen haben, wie Kukirol gegen Hühneraugen, die ei binnen wenigen Tagen, allerdings ohne Messer, dafür aber auch ohne Blutvergiftung, schmerzlos entfernt. Sie gedenkt der Annehmlichkeiten des Kukirol-Fußbades, das den lustigen Schweißgeruch beseitigt, Brennen, Wundlaufen und Anschwelien der Füße verhütet, Nerven uud Sehnen stärkt und zur zweckmäßigen Fußpflege unentbehrlicher Ist, als Herr Dr. Buchwald für die Kassenpatienten, und sie findet ea begreiflich, daß die äußere Packung solcher guten und bewährten Präparate von armseligen Konkurrenten so gern naebgeahmt wird. Achten Sie deshalb beim Einkauf genau auf den Namen Kukirol und auf die Schutzmarke .Hahn mit Fuß* und lassen Sie sich nichts anderes als .auch sehr gut* aufreden, sondern verlangen Sie ausdrücklich die echten Kuklrol-Fabrlkate. Sie erhalten diese in jeder größeren Apotheke und In jeder wirklichen Fachdrogerie. (Kukirol-Hühncraugen-Pflaster 75 Pfennig pro Schachtel, Kuklrol-Fußbad 50 Pfennig pro Packung). Wenn Sie die lehrreiche Broschüre .Die richtige Fußpflege* interessiert, so lassen Sie sich diese kostenlos senden. Unsere, unter der Leitung eines alten, erfahrenen Arztes stehende Wissenschaftliche Abteilung erteilt gegen Einsendung von Rückporto kostenlos Rat und Auskunft üb« alle Fragen, die sich auf Fußpflege und Fußleiden beziehen. Kukirol-Führik Groß-Salze bei Magdeburg. De> 10 J @ieö< -reis' 1. 2. 3. 4. 5. 6. Del lamm Hemd teiur Ami Derji stand fertig und! in be zu it ober her' bew Jien jenig genai stand tag, schäfl Amti Einff < Del D inm tere habe mach brin gehe Sie Ep< der Eni tag, den Einf gen( bet szun Mr hx Regierung t die Eründr 1 c) Das toi tuidfceamtei lwsachl.chn wahren? Dar Die Abge Genossen stierung g । kamt wir! biete des der Wiede geters < ter freiem ning beruf Aestimmun Münde ioteftetjt, Sittungun nahmedG denivkr. demvkratü durchM ^ter frei HQttetl , tigt die r Handlung entweder 9en Faktum den, oder' Erl. ugenp A. *i $arr ‘^ern