Mittwoch, 23. April 1924 174. Jahrgang- Erstes Blatt Ar. 95 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GießenerFomiliendlätter Monatr-krzvospreir: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern Infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüste: für die Schriftleitung 112; für Derlaa und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten Anzeig eine Metaphysik mir dadurch zur Grundlage einer für die Menschheit geltenden Leoensan- fchauung zu werden vermochte. Der preußische Minister für Wissenschaft, Knnst und Volksbildung Dr. Doelitz entwarf anschließend ein Bild Kants als Erzieher zu preußischer Art und preußtschem D.rst und feierte die Bedeutung Kants für Preußen. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an dre Aeuordnung des preußischen Schuldest ns. Die preußische Schulreform fei ein Är^v, den Preußen am Grade fernes großen Sehers niedergelecst habe. Aach einer Frühstückspause sprach 6tottd= sekretär Prof. Dr. Decker unter dem Thema Kant und die D.ldungskrise der Gegenwart" über die K a n t s r e m d h e i t, die sich in den heutt* aen Dildungsschichten bemerkbar mache. D^e moderne W llensphllosophie mit ihrer Derkundung der Einheit von Seins-Welt und Wert-Welt Haie mittelbare Berührung mit der Epoche der Aufklärung. die seinerzeit Kant mit ihren eigenen Waffen überwunden habe. Der große soziologische, ökonomische und politische Lebenskomplex habe bann den Rationalismus zu einer Weltmacht toa» Öen lassen, so daß die von Kant herkommende Fachphilosophie die nationale Seite des. großen Philosophen einseitig entwickelte und so reue gewaltige Reaktion berbeifuhren hals die ihren ersten Ausbruch in der Romantik und spctter in Netzsche. Dilthey und Brrgson erlebte. Wichtig feü daß wir dank Kant den heutigen ehrftirch- tiaen Wcltanschauungsbewrgungen g-genuber den richtigen kritischen Standpunkt ernzunehmui ae- tekrtt haben und dadurch die Sympathie für öi- unaeheure. aus der Tiefe unserer Zettseele stammende elementare Weltanschauunosb^xgung r^r- Kn Kritik und Ehrfurcht, w schloß der R^ner. sind die beiden Pole der Kantschen Philo- fOt>6!an diese Rede schlossen sich verschiedene Ansprachen in» und ausländischer Gäste an. tte Völker Europas so heiß ersehnen. Sie allein kann uns auch dem „ewigen Frieden naher bringen, den Kant als Maxime für das Zusammenleben der Dölker so glänzend begründete Für diesen ewigen Frieden t|t unerläßlich das Selbstbestimmungsrecht der Vol er nach Innen und außen, nicht im Sinne lenes Zerrbildes, das unsere Kriegsgegner davon geschaffen, hab^i. sondern im Geiste Kants, der die demokratische Ee bstbestimmung im Innern und die auf Vernunft und Recht gestützte Verständigung der Bol- fec untereinander und ihren schließlichen Zusammenschluß in einem wahren Völkerbund ate sittliches Gesetz so glänzend stipu- liert h't Mit dem Vortrag der fünften Sinfonie von Beethoven fand der Begrüßungsabend seinen Ausklang. Am Dienstag vormittag begann im Stadttheater der Festakt der AlbertuSunidersttat. Die Düste Kants blickte von der Dühne ernst auf das Parkett von mehreren Hundert Gelehrten des Zn- und Auslandes herab. 3m Hintergrund der Bühne hatten sich die Fahnenabordnungen der Königsberger Studentensckaft grupturt 3m Vordergrund hatten im Halb!.eis der 2d e k t o r der Universität mit Minister Dr. Boelih, Staatssekretär Dr. Decker, die Spitzen der stad- lischen Behörden, der gesamte Lehrkörper und die Professorenschast Platz genommen. Rachdcm die Hymne „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" verklungen war, ergriff der Rektor der Universität Prof, wickeley das Wort zu einer Begrüßungsansprache. Hieraus Helt ixr hiesige P.Dfessor der Philosophie D-r. Soedeche-Meher et e Fcst.e e, in der er die tiefe und nachh lltig? Wirkung der Arbeit des grvße-.i PH Hs. p.>ei v l uchte e De Svekrjex unterstrich besonders, daß ci» Ph.losophe Kants nicht d^en Charakter einer spe ulat.ven S - kenntnis. sondern den eines movalifchen funDie.iei Dernunftgloubens besitzt und hob hervor, daß Starts, 23. April. (WTD.) Das „Echo de Paris" glaubt mitteilen zu können, daß zwischen den Regierungen inParis, London, Brüssel, Rom und Washington bereits eine Diskussion eingeleitet worden sei, und zwar Über drei große Fragen, die offenbar die französische Reg'.erung durch ihren diplomatischen Vertreter anschneiden wM: 1. über die verschiedenen Etappen, nach denen daS augenblicklich im Ruhrgebiet anfgerichtete wirtschaftliche System in dem allgemeineren System, daS die Sachverständigen vorseßen, aufgehen soll. ES könne nach der französifchrn These feine Fusion stattfmden, ehe nicht das Gelingen des vorgesehenen allgemeineren Systems festgestellt sei; 2. über die Frage der Sanktionen; 3. über die Frage der interalliier- Schulden. Das französische Verlangen gehe darauf hinaus, daß man die 27 Milliarden, die es England und Amerika schulde, erläßt und ihm von Deutschland eine Minimumzahlun g von 26 Milliarden Eollnnark garantiert Wenn man bei dieser Frage offen spreche, bann setze man sich der Gefahr aus, alle Zahlen, die den Sachverständigen als Grundlage gedient hätten, in Frage zu stellen. Man müsse aber die gestern von Präsident E o o l i d g e ausgesprochenen Worte genau studieren: Amerika sei in die Präsidentenwahl-Kampagne ein» getreten und diese Schlacht dauere bis zum Herbst. Der Bericht der Sachverständigen habe den Konflikt der alliierten und assoziierten Mächte leicht verschoben, aber hauptsäch» lich habe er sich nicht gewandelt. Frankreichs Antwort. P a r i s, 22. April. (WTB.) Ministerpräsident P o i n c a r 6 verhandelte heute mit dem französischen Delegierten in der Reparations- kommisston, Louis Bart Hou. Dieser Unter- tebung wohnten bei der bekannte Sachverständige in Wir schaftsangelegenheiten Sehdoux, der zweite Delegierte Frankrcüchs in der Reparations- kommis.ion Mauclaire und der politische Direktor im Ministerium des Auswärtigen Per- retti della Rocca. Die Havasaaentur be- j richtet, die Unterredung habe sich auf die 3n- struktionen erstreckt, die der Ministerpräsident dem französischen Delegierten in der Reparationskommis sion übermittell habe. Es sei Im Laufe ter Unterredung daS „vollkommene Einverständnis" über die bei der Ausarbeitung der Pläne der Sachverständigen zu befolgende Prozedur festgestellt worden. Der „Temps ' schreibt: Wie man vorauesehen konnte, sind die Entscheidungen der Reparationskommission und die Haltung der französischen Regierung von dem gleichen Gedanken eingegeben, zu einer rasche« Lösung I zu gelangen, deren praktische Grundlage der Bericht der Sachverständigen llefert. Der franzö- Rachmittags begann im Stadtth^ater der feierliche GratulationSakt der in- und ausländischen Delegierten: es sprachen u a Prof Schenk für den Verband deutscher Hochschulen. Geheimrat Prof. Weber namens sämtlicher deutschen Universitäten und Hochschulen; Exzellenz H a r n a ck für die deutsche t Akademien, denen Kant angeh orte: Geheimrat Wilkau für die Rotgemeinschaft der deutschen Wilsenschaft: Prof Menzer für die Kantgetellschaft und der Vertreter des Dörsenvereins ter Deutschen Buchhändler. Sodann folgten die Gratulationen der ausländischen Gäste. Rach Beendigung des Gratulationsattes teilte Prof Ucke eY mit, daß. die Albertus-Universität Fabrtkbeslter S. Winter und Oberregierungsrat A g r i c o l a zu ihren Ehrenmitgliedern ernannt habe, sodann wurden von den Dekanen der einzelnen Fakultäten folgende Ehrenpromotionen bekanntgegeben: Zum Dr. kheal. Univerfttats- Professor Rudolf Unger-Königsberg: Preußi- scher Staatssekretär Prof. Decker-Berlin und Elsa Drandstroem-Schweden: zum Dr. tur. mtDf Rickert- Freiburg, Geheimrat Dlttar Ehrenberg- Leipzig und Ober bürge .-meister Dr L o h m e h e r; zu Dr. med. Prof. Hans V a t - hinter- Halle. Prof. Willi Wi en-Wnnchea und Prof. Richard Zeigmendhaus Döttingen: zu Dr. Phil- Prof. A l m g r ee n - Upsala, <3cL 2l Riegel-Königsberg. Oberbaurat Tem^d) Schmidt, der Wiederhersteller der Marie.bu g, und der Kantsvrscher LandgerichtSrat Wanda- Königsberg. c Heute abend vereinigten sich die Teilnehmer an der Kantgedenkseier auf Einladung der Gesellschaft der Freunde Kants zu dem historischen Doh nenmahl, das seit dem 22. April 1805 regelmäßig veranstaltet wird. Der bisherige Doh- nenlönig Pros. Unger und der neue Dohnen- Innig Pros Dickel hielten Ansprachen. Rach der 'Beendigung des MahleS begaben fu& Ne Teilnehmer zu einer Festaufführung vo» Beethovens „Fidelio" in daS Stadtcheaier. Frankreich und das Reparationsproblem. Der Plan einer interalliierten Konferenz. — Barthous Instruktionen. — Die Frage der interalliierten Schulden. Die Kantfeier in Königsberg. Königsberg. 2t. April. (TSoIff.) 21m Vorabend des Geburtstages 3mmanuel Kants fand sich abends in der Stadthalle eine große Festve.sammlung ein. D:r Abend wurde eingeleitet durch die vom Stadttheaterorchester unter £e tung von Generalmusikdirektor Kunwald vo gefhrtc Sgmont-Ouvertüre. Alsdann hielt Obe rbürgermeliter Dr. Lohmeyer eine An- I fp adie, in der er namens der Stadt Königsberg al e die am heutigen Kanttaae gekommen sind, he z ichst wll kommen hieß, insbesondere die Ver- 'reter ter Reichs- und Staatsregierung, an ihrer S ihe den in D.'Hinderung des Reichspräsidenten erschienenen Vizekanzler D r. Jarres, den preußischen Ministerpräsidenten Braun und den Minister fürWiifrn- schaft, Kunst und Volksbildung Dr. Bölitz. Rach dem Oberbürgermeister ergriff ReichSminister IarreS das Wort. Gr überbrachte die Grüße der Reichs- ixgliTung und fa'b-te folgendes aus: Kant gehört nicht nur der Wissenschaft, nicht nur der keine Dölke-grenzen kennenden Forschung, er gehört auch der Ration seines preußischen Stammes, des deutschen Volkes. Deshalb ist die heutige Gedenkfeier zugleich eia Ehr e n tag de s deutsch e n G e i st e s. 3n den Tagen der Rot und Schmach haben wir ein besonderes Recht, uns stoli auf die in unserem Volke ruhende Kraft au Minnen. Auch Kant war ein Teil dieser Kraft, war und bleibt einer der wettest leuchtenden Exponenten des deutschen Volkes, dieses Volkes, von dem einst Treitschke sagte, daß e8 so oft der Well den größten Mann des 3ahr- Hunderts geschentt hat, der in Kämpfen uiw Zweiseln das erweck-nde, erlösende Wort sprach. Kant gehört zu diesen größten. Was ich hier als Vertreter des Reiches'be- i tonen möchte, das ist der ungeheure Einfluß den die Lehre dieses Einsamen auf die Auffassung vom . Staate ausgeübt hat und zwar in einer Zett, wo durch lleberspannung und Verfall des alten de- mokrat schen Regiments einerseits verschwommene Vorstellungen vom kosmopolitischen Glück, andererseits Der Sinn für daS eigene Volk und feinen Staat ins Wanken geriet Mit Recht wurde gesagt, daß Kant der erste große deutsche Philosoph gewesen sei, dessen LebenSanschaumtg nationale» Gepräge trug. Mit Recht hat man Darauf hingewtesen. wie Kant durch seinen kategorischen Imperativ seinem Volke Eisen in sein Blut gegeben habe. Ohne es zu wollen, ist Kant einer der stärksten Reorganisatoren eines zertretenen und zerfallenen Volkes geworden. 3hm Dafür an diesem Erinnerungstage zu danken, ist heilige Pflicht, um so mehr als wir dieses Geist heute mehr denn je nötig haben. „Wahre Politik kann keinen Schritt tun. ohne vorher der M o r al gehuldigt zu haben," sagt einmal Kant. Dieser Wahrspruch sollte die Richtschnur eines jeden Politikers sein, zunächst In unserem eigenen Inneren Kampf. Handeln wir danach, so I wird aus den entstellten Zügen unseres Parteienstreites der häßlichste Zug schwinden, denn die einfachste Moral gebietet uns, die Rot der Zeit einig und uns gegenseitig stärkend zu tragen und nur das gemeinsame Ziel vor I Augenzu haben. Aber namentlich die den Deutschen noch feindlich gesinnte Welt möge aus dieser tiefen politischen Weisheit des großen Königsberger Denkers lernen. Die Politik, so schloß der Vizekanzler, die nach dem Friedensschluß gegen uns betrieben wurde, hat wahrlich der Moral nicht gehuldigt. Aber langsam regt sich auch hier das Weltgewifscn. Wieder stehen wir vor einem e.tt- scheidenden Kreuzpunkte der politischen Wege. Der Wegweiser zeigt zwei Arme nach entgegengesetzten Richtungen: Hier Befriedigung der Welt, dort Unheil und Selbstzerfleischung. Klar und warnend zeigt der Finger der kantischen Moral. Möge der | Geist Kants diejenigen leiten, die über die nächste Zukunft Europas und der Welt zu entscheiden haben." Darauf dankte der preußische Ministerpräsident Braun Dem Oberbürgermeister zugleich für das preußische Staatsml isterium für Die Einladung zum Kant- fest und sprach seine Freude Darüber aus. als Königsberger Kind daran teilnehmen zu können. Er führte Dann weiter aus: Der Friede, der wie eine. Persiflage des „ewigen Friede n 6* wirtt. Der Dem Weisen von Königsberg 1 als Ideal vorschwebte, hat schlimmste geistige und wirtschaftliche Rot über das deutsche Volk geb-aM Diese schafft den Rährboden für jene j 3c*xi L'nfrit urS Selbstze flcischung. durch die unser schwer notleidendes Volk jetzt ferne so stark gefchtr-al'tea Kr. fte erlchepft. Besonders die geistige Crttwick.ung eines Teils unserer QugenD gibt zu Den schwersten Besorgnissen Anlaß. Richt durch den Appell an die rohen Kräfte der Gewalt, sondern nur durch den Appell an Die Vernunft und das Recht und durchdrungen von dem Eatc- avrischen Imperativ unseres großen Immanuel Kant können wir in herber, von Furcht und Hols- nu g u: beeinflußter P.lichtcrsüllung und zäher A.btti tie geistige und materielle Rot des deutschen Volkes allmählich bannen und ihm den Weg zur Befreiung öffnen. Denn nur die so e kämpf c Befreiung gJbt die Gewähr für dauernde Befriedung, einer Befriedung, wie fte sticht nur das deutsche Doll, sondern mit ihn auch fische Delegierte ist also vollkommen einig mit Dem französischen Ministerpräsidenten. Erst morgen wird Die Reparationskommission Kenntnis von der Antwort der französischen Regierung und von den Antworten der anderen interalliierten Regierungen auf die Entscheidung der Reparationskommission vom letzten Donnerstag nehmen. Dis dahin sei es nicht angängig, die französische Antwort zu veröffentlichen, auch könne man die Instruktionen nicht veröffentlichen, die Louis Darthou im Hinblick auf die kommende Diskussion erhalten habe. Der „Onatln“ hat das Bedürfnis, feine gefolgert Mitteilungen über den. Inhalt der französischen Rote an die Reparationskvmmiffion und ihre Bedeutung abzufchwächen. Das Blatt schreibt über die Konferenz zwischen Poincare und Bar- thou: Der Brief, den Poincare an den französischen Delegierten geschrieben hat und der ihm am Samstag zugegangen sei. sei wegen der Feiertage gestern noch nicht Im Besitz des franozsifchen Delegierten gewesen. Poincarä habe ihm davon Kenntnis gegeben. Nunmehr wilsr dir Deparattonskounuission genau, daß Frankreich keineswegs geneigt sei, auf feine Sanktionen zu verzichten, ohne etwas Gleichwertiges als Ersatz zu erlangen, und daß eS hinsichtlich der Konzessionen nicht unter den Betrag hinuutergehen werde, der ihm für die Reparationen unerläßlich sei. Heber die Methode hatten Poincar6 und Darthou ihre volle ileberelnftimmung feftgefleßL Wenn Die Reparationskommission die deutsche Regierung aufgefordert habe, die notwendigen Gesetze zur Ausführung des Sachverständigenplanes vorzubereiten ehe sie diese Pläne in ein Programm um- gewandell habe, so habe sie dem Geiste der Sachverständigenberichte entsprechend gehandelt. Die Sachve'-standigen hätten nämlich hauptsächlich vorgesehen. daß Deutschland der Reparationskom- Mission die Gesetzentwürfe übermitteln müsse, ehe fte dem Reichstag vorgelegt würden. Es sei also ganz normal, daß für die Gesetze, die sehr schwierig festzustellen seien, Deutschland die Verantwortung deS Vorschlages trage und die Reparatious-Kommis- , sion die Aufgabe der Kritik übernehme. Was Die Empfehlungen an die alliierten Regierungen anbetreffe, so entsprächen sie Der allgemeinen Ansicht innerhalb der Reparations- kommission. Diese Ansicht fei: man muffe praktischen Konsequenzen aus Der Arbeit Der ©a$- verständigen ziehen ohne ^tt zu verlievAi. Die Einstimmigkeit. Die Darchau als Vorsitzender er- »ielt habe, sei übrigens einiger formalenKonzes s i o n e n wert und die Frage der Kompetenzen Der Regierungen w-rde erst zu gegebener Zeit präzisiert werden. D« Reparatwnskommif- fion werde übrigens die Sorge der Dervoll- funmnung Der SachverstanDigenbeiichte Spezialisten anvertrauen. Rachdem sie dir Gesetzes- Vorschläge Der deutschen Regierung erhalten habe und nachdem die Entscheidung der alfuetien Regierungen über die Sanktionen getroffen sei, könnte sie den endgültigen Reparationsplan fest» sehen, mit der Sicherl'ett. daß er in einem ein* mütlgen HcbcreinfDmme.i ausg.führt ist. Die britische Auffassung. London, 22. April. (Reuter.) Die brttisch« Regierung wird wahrscheinlich Der ReporatwnS- kommission innerhalb der nächsten 2 ober 3 Tage antworten. Man ist der Ansicht, daß Die britische Regierung den Standpuntt einnehmen werde, daß Der Der ich t unteilbar ist und als Ganzes angenommen werden muh. Die gesamte Lage erscheint weiterhin ziemlich anfiar. Es ist nicht ganz deullich, wie sich die Dinge weiter abfDielen werden. Man ist in verantwortlichen Kreisen in London Der Ansicht, das Hauptziel müsse sein, daß Der Dericht angenommen unD so rafch wie möglich in Wirksamkeit gesetzt werde. Wenn dies erst einmal geschehen fei, könnten alle anderen Fragen von den Alliierten ausgenommen werden. Der Sachverständigenbericht setzte keinen Gesamtbetrag für die Reparationen fest, daher bestehe im gegenwärtiger» Zeitpunkt keine Rotwendigkeit, Die Frage der interalliiertenSchaldzu erörtern. Diese Frage, ebenso wie Die Frage derS i ch e r h e i t e n könne später ausgenommen werden. In London ist bisher nichts über eine interalliierte Konferenz und eine Zusammenkunft der Premierin.nister bekannt. Sollte sich eine derartige Zusammenkunft als notwendig erweisen, so würde sie wahrscheinlich nicht vor den französischen llAahlen im nächsten Monat stattfinden. Amerika und das europäische Problem« Ren York. 22. Apr il. lWD.) Präsident Evolidge teUte in einer Ansprache an Die .Associated Presse" von Amerika auf ih.em heutigen Wahres frühstück mit, daß er, nachdem eine endgültige Regelung der deutschen.Reparationen cin- getreten fei, Die ® i n b e r u f u .i g c t n e r n e u c n Weltkonferenz zur Erwägung von weiteren Defchränkungen Der Rüstungen und zu Kodifizierung des Völkerrechtes tcgünftigen teerte. Der Präsident erklärte, er fei nicht in der Lage, eine Formel zu vertun ten, Die Den Wellftteten garantieren würde: er aaB jeDoch Der Ansicht Ausdruck, daß gewisse Dinge getan werden könnten, um Der Well einen großen Teil Der Last militärischer Rüstungen abzu teh nen. D.e Washingtoner Konferenz habe vieles g tun, cm Eintrag und Wohlwollen unter Den Rationen wieder herzustellen: aber die Frage der U-'Boote unD der Luft- und Landstrettkiäfte sei teetterhin ungelöst. Präsident Evolidge nannte Den DawrSberlcht unübertroffen an Bedeutung seit Der llnter-eich- nung des Waffenstillstandes und ertavte, er vertraue daraus, daß sich der Bericht allen toter- elf letten europäischen Regierungen empfehlen werde als eine Mech-ode, durch die sie mtttels qegenfeltigen Zugeständnisses zu einer stabilen Regelung Der verwickelten und beschv>:rl-chen Reparationsproblems g Freiwirischaftsbund, F. F- 5.. Häusser-Bund. Rartonalliberale Bereinigung (unter der Bo ^tchnung Landlifte), Mieterschutz und Bodenrecht (unter der Bezeichnung Partei der Mieter), Rationale FreiheitSpartci. Nationale Minderheiten Deutschlands, Repub i anische Partei Deutschlands, Sozialistischer 'Bund. Richtzugclasfen wurden, weil die Vor- Aussetzungen nicht erfüllt waren, die Reichswahl- : sck-läge folgender Wähler gruppen: Parteilose , Wietschaft^gruppe. Bayerischer Mittelstands- BEkd. Srettcir .schaftsbund. F. F. F. (in der au« Veuruppin versvätet eingereichten Fassung), Deutscher Diacttsbürgerbund. Michelstadt Dr. Otto Keller zum Oberftuhie** direktor an dem Wolfgang-Grnft-Ghmnasi um In Büdingen, mit Wirkung vom 28. April 1924 ab: der Studienrat an der Oberrealschule zu G i e h e n Dr. Georg Faber zum ObcrftuNen» direktor an dem Lehrerseminar In Friedberg, mit Wirkung vom Lage des Dienstantritt« ab; der Studienrat an der Liebigs-Oberrealschale zu Darmstadt Dr. Albert Qtreuber zum Studiendirektor an der Realschule in Grünberg, mit Wirkung vom Sage des Dienstantritts ab; der Studienrat an dem Lehrerseminar zu Friedberg Dr. Karl Weiner zum Studiendirektor an der Oberrealschule i .G. in Michelstadt, mit Wirkung bom 28. Avril 1924 ab. — Das Gesamtministerium hat den Oberlandesgerichtsrat Dr. Güngerich für die Dauer des von ihm z. Zt. bekleideten Amts zum Mitglied des BerwaltungsgeriäitshofS er«- nannt. — Am 8. April wurde der Ehemiker bei der chemischen Prüfungsstativn für bte Gewerbe Dr- Leonhard W a l t e r zu Darmstadt mit Wir- hing bom 1. April 1924 an zum Direktor her chemischen Prüfungsstation für die Gewerbe zu Darmstadt ernannt. Pah. Bunte mancher fagen: Welche-. Krrll -^in, Christian batte auch noch andere b"ssero Etgenschiften. als tte des Trinkens und Rauchen«. So war Ch isiian ein begeift eiter Verehrer dar Stau Musika. Sein Instrument war die ließe jtote. dy> er beherrschte und der C.-ren Revidterung unbedingt erfolgen muffe. Writer sprach er sich geg >n b;c Verläogrrlmg d:r iWb.tts- zeit über den Achtstundentag hinaus aus, ebenso gegen die heutige Art des V-^amtenabb^ruLs. die die obere Veamtenkategorie verschone: der itnan» xttlle Erfolg dieser Matzn-ahmen werd' verschwindend geräg sein. Ferner polemisiert e- gegen die Dautschoblllfchsn lutb die Deutschrmtronaleir, die das Reich in schwerste Teiah en b.'ngen würden, wenn sie am 4. Mai die Meärkc-tt im Rerchs- tag erlangten. Von der Deutsche' BollSpartei mochte er vor allem wissen, was sie unter dem Studententum" beruhte also auf einer Hntertaf- fung. Andererseits belegte er Semester für Semester eine Vorlesung und entrichtete auch die ent- fprechendr Gebühr — allerdings mit dem Erfolge, dah sie ihm sein obengenannter „Chef" stets wieder durch einen in der Schublade feines Arbetts- tifches befindlichen Spalt wieder zustecktekChrfttian betrachtete dies als eine Selbstverständl chleit. Mtt der Zett hatte er sich die beste Kennttris des 53a- borator umsinventars angeeignet, dessen Aufbewahrungsplätze und Verwendungsart er genau kannte. Insbesondere kannte er die noch aus Sie- bigs Zeiten stammenden alteren Apparate und war so bei der Auffrischung historischer Reminiszenzen ein getreuer Amanuenfis. Sie Studenten der Chemie standen im Laboratorium — er nannte es gerne Labumms" — unter seinerDefehlsgewalt, allerdings in der Hauptsache nur inbezug auf das Tabakrauchen. Hierin hielt er strenges Regiment. 2m „Labumms durften nur kurze Pfeifen aas grünem Porzellan — grüner Schokolade sagte Christian geraucht werden, und wenn ein ©tu- dw gar eine „Hhrnchespfeif" rauchte — eine pfeife, deren Rohr zum Teil aus Rehgehörn bc- |taiü> , fo empfsng er von Christian eine besondere Anerkennung. Das Pseifenrauchen war überhaupt ein Teil von Christians Lebensaufgabe. Wenn er sich des Morgens, nicht allzufrühe er- hoben hatte, so verstaute er in Öen zahlreichen Taschen seines weiten Rockes wohl ein halbes Dutzend Pfeifen nebst dem zugehör-gen Tabak, von dem er die Marke „Georg Heinrich Schirmer" mtt rotem Siegel unter allen Umständen als heimisches Srzeugnis ganz besonders bevorzugte Christian war ein „Rundbrenner" in des Wortes verwegenster Bedeutung. Aber im alten „Lohekasten" hatte er doch einmal in der Woche seine Getreuen, Studenten und Bürger" des Abends mehrere Stunden lang im „Peftccklub" beisammen und dann wurde dort gequalmt, dah ein Vorübergehender glauben mochte, im „53otz" brenne cs. Dann befahl wohl Christian: „Fünf Züge Dampf auf," „zwanzig Züge Dampf auf!", dah einer kaum noch den andern sehen formte. Dazu trank Christian sein Glas Bier. Gr „säuselte sich an“, wie eS hieh Als Betrunkenen hat Christian wohl niemals einer gesehen, jedenfalls nicht in späteren fahren seines Geben«. Morgen« schlief er, wie fdpn gesagt, recht lange. Seine Woh-rung war in feinem Elternhaus, Seltersweg 79. Seine „Bude" I Das Gericyi jei vor ’^mtncnDting eurer jser- oteyung zur Prüfung deren formeller unb malert ller Gült gleit b rrchtigt und verpflichtet. 31t Vieser Hinsicht bestehe jedoch im vorliegenden Fal'e kein Zweifel, da die Verordnung von der zuständigen Stelle in der vorgeschriebenen Form erlassen und verkündet worden fei, und da sie sich auf Art 48 Abs. 4 der Reichsverfassung stütze wonach bei Gefahr im Verzug die Landes reg rung für ihr Gebiet einstweilige Massnahmen der in Abs. 2 daselbst bezeichneten Art treffen «nm. Rach Abs. 2 könne der Reichspräsident, wenn die öffentliche Sicherhett und Ordnung erheblich gestört oder gefährdet werde, die zur Wlederhrrstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nötigen Massnahmen treffen. Darnach sei das Hess. Gesamtministerium als Hess. Landesregierung gesetzlich ermächtigt, eine Verordnung ber vorliegenden Art zu erlaftep, und es habe sich innerhalb der von dem delegierenden Gesetz gezogenen Grenzen gehalten. Weiter gehe jedoch das richterliche Prüfungsrecht nicht Insbesondere fei es nicht Sache der Gerichte, nachzuprüfen, ob die öffentliche Sicherheit und Ordnung erheblich gefährdet, ob die getroffenen Massnahmenz u ihrerWiederher- stellungnötig.undobGefahrimVer- zug gewesen war. Dies unterliege nurdempslichtmässigenGrm essender delegierten Behörde. Wenn der Reichspvisident wie dies festgestellt fei, im vorliegenden Falle Ginwenbungeir ffegeir die Verordnung erhoben, um ihre Aufhebung gebeten und schliesslich das Verlangen auf ihre Ausserkraftsetzung gestellt habe, st> werde sie dadurch nicht ungültig. Ss erwachse daraus nur der heft. Regierung die Derpftichtung. sie äusser Kraft zu fetzeir. So lange diese dem Verlangen aber nicht nachgekommen fei und die Verordnung in gehöriger Form zurückgenommen habe, bleibe sie in Geltung und trete erst durch den Zeitablauf, den sie sich selbst als Grenze gesetzt habe, äusser Kraft Es wäre bedeutungslos, wenn der Reichspräsident sie für ungültig gehalten hätte. Da die Verordnung ihr Recht aus der Verfassung Herlette und Art. 48 Abs. 2 der Rrtchs- Verfassung die vorübergehende Ausserkraftsetzung einzelner Grundrechte a.statte, so ergeb: sich daraus die Folgerung, daß sie vor gewöhnlichen Reichsgcsetzen ohne weiteres den Vorrang habe. Der Rechtssah: „Reichscecht- bricht Landesrecht" treffe hier nicht zu. Sn diesem Sinne habe auch das Reichsgericht entschieden, dass Art. 48 der Reichsverfaftung dem Reichspräsidenten und den Landesregierungen ein völlig unbeschränktes und unbLfchränkbares Recht zur Erlassung aller ihren notwendig erscheinenden Massnahmen v.^reiie. Dementsprechend hat das Oberlandesgertcht die von der ©traftimmer b.'rgcnommene P.ü'una ter fragen: ..Lag eine Gefähchang ter öffentlichen Sicherheit und Ordnung vor, waren die Maß^hm n nöt'g war Gefahr im Verzug?" für unzulässig und die Verordnung für rechtsgültig cr l rt dasfreisprechendeStraf- kammerurteilaufgehoben und die Sache zur anterweiten Verhandlung und Entscheidung an die Dorinflanz zurückverwiefen. Diese Entscheidung des Hess. Oberlandesge- rtchts ist von grundsätzlicher VedeUtu ng. Dekannllich wurde im letzten Herbst von ter bayrischen Regierung ter Ausnahmezustand für Bayern erklärt und das Generalstaatsfommiftariat eingeführt. Gleich davaus erklärte auch die Reichsregierung den Ausnahmezustand für das ganze Reich Damals wurde namentlich von den Parteien ter Linken die Behauptung aufgestellt, dass die bayrische Verordnung durch die Verhängung des Llusnahmezustandes über das ganze Reich ungültig geworden fei. Zum Mttrdesten wurde verlangt dass der Re chspri's d'nt das Verlangen auf Ausserkraftsetzung ter bayrischen B Kimmungen stellen solle. Aus ter Entscheidung des Ober- landesgertchts ist zu entnehmen, dass beide Ausnahmevervrdnungen nebeneinander zu Recht bestanden und dass d.e bah r sch? Verordnung durch e.n Brnlanaen des Reichspräsidenten auf deren Außerkraftsetzung nicht ungültig geteerten, fontern so lange in Geltung geb Heben wäre, bis die bahr. Regierung sie in gehöriger Form zurückgenom- mtn hätte. * ** Ernennungen. Ernannt tourten: Der Studiendirektor an der Oberrealschule i. G. zu stM ’ ^^gehäfte H«, ben^. zugefugt yaoe, so sei das geschehen ohne teoc Fühlungnahme mit der organisierten deutschen Vodenreformbeteegung. Nachklänge zum Hitlerputsch. M ü n ch e n, 23. April. (Pritt-Tel.) Heute hat vor tem Volksgericht München I der Prozess gegen eine Reihe von Angehörigen des Stosstrupps Hitler wegen ter Zerstörungen in der .all ünchenerPofl", der Festnahme des Münchener Oberbürgermeisters und mehrerer sozialdemokratischer Stadträte als Geiseln, sowie wegen ter Haussuchung bei dem Vizepräsidenten des bayrischen Landtags, dem sozialdemokratischen Abgeordneten ^luer, begonnen. Vierzig Angeklagte haben sich in dem Prozess wegen Deihilfezam Hochverrat zu verantworten. Gras Montgelas f. Berlin, 22 April. (WTB.) Der deutsche Gesandte tn Mexiko, Graf Mont» gelas, ter Anfang März in schwer krankem Zustand von dort hier emgetroffen ist, ist in einem Sanatorium m Schlachtensee am 22. April gestorben. Aus tem bayerischen Zustizd enst h:rv)r- gegangen, gehörte cc dem auswärtigen Dienst seit 1539 an. Als Legationssekretär auf den verschiedensten Posten tätig, hat ec seine erste wichtigere Stellung in Toki) von 1907 bis 1912 aus- steübt. Don dort wurde er als Vortragente c Rat m die prsitische Abteilung des Auswärtigen Amtes berufen und kam Anfang 1920 als Gesandter nach Mexiko. Der Auswärtige Dienst verlreit in tem Grafen Montgelas einen Beamten von hervorragender diplomatischer Ve- fähigung, der in Krieg und Frieden ausgezeichnete Dienste leistete. Aufftände in Syrien. Konstantinopel, 22. April. (WTD-) Französische Truppen stehen an der sy- rifäen Grenze erneut im Kampf mit be- waffneten Rebellen, die von der Bevölkerung unterstützt werden. Die ftanzösischen Truppen haben in dem Kampf, in dem sie auch Artillerie verwendet haben, eine Anzahl Toter und Verwundeter verloren. Der Kampf ist auf die Weigerung der Devöllerung zurückzuführen, die ihnen von den Franzosen auf erlegten Steuern zu zahlen. . ^3 ^-öhlerlisten in Hessenk Wie der Staatspräsident Ulrich gestern abend in bet WWalbemoiiMtifcfyen Wähler Versammlung im WF°'r>r>tenteald mitteiltc. find allein in unserem Hessenlante 13 (dreizehn, Wah! ror - ' ch lag e für die Reichst agswabl ein- gereicht Worten. Gin „wunderbares Brispicl deutscher Geschlossenheit. "’ Äeinc 0 o m m cr 3ei t die „Stttix Tgzsia. mitteitt. hat bas ReichSultenLt vesrLoi et bon Oer EmsüH ung ber SonrraciAe.' Adstand tu mitten. Das Blatt führt diese Tätschl e,ung des Jutoinetts tm wesentlichen auf den Ginspruch (ante toirsichaftsicher Kreise, Lnstefcr.terc des RsichS- landbundes, zurüch ** Die Feuerbestattung in Hessen im Jahre 1923. Rach ter amtlichen Statistik tourten in ten vier in Hessen (Dacmstabt, Offen- dach, tfrleteeig und Mainz) beftebenben K .LMU»- tonen im Jahre 1923 zusammen 5-35 Personnt ein geäschert liegen 825 im Zähre 1922k iln'cr ten Cingeäscherten befanden sich 333 ma.rnliche und 202 weibliche, 281 von auswärts. Evangelisch warea 431, katholisch 39, israelitisch 19. sonstige 46. Xlrttei einem Hahrs all waren 4, 1—4 Zähre 2, 5—14 3abre 5. 15—29 Jahre 49, 30—59 Jahre 180, 60—69 Jahrs 127 und 70 Zahrr und älter 168. ' Warnung vvr einer Schwindle- r ink 3n ten letzten Tagen ist hier eine Fraueas- Person aufgetreten, die unberechtigt durch Vor- ze.ae.1 gefälschtsr Ausweis tepiwe für dis kathv- Ufchsrt Annen follettierte. Die Frau ist 35—33 all, blond, mittelgross, spricht rhünischen Dialekt, hat gesundes AuSlehen, ist von kräftiger Statur und toar ohne Hub Personen, bk über teefe Betrügerin nähere Angaben machen fonre:t, öxrtcn ersucht, ter Kriminalpolt^n dies^züg- liche Rachricht zu geben. ** Die Sozialdemokratie und die Reichstagswahl. Hebet dieses Ttema sprach gestern abend in einer von der soziaftemorrati- Die rujsische Rüftungspolitik. ... Moskau. 22. Avril. (WTB) Wie die ruf- Tekeyraphenagentur mitteiltz dementiert Trotzki b«.? Ulcibungcn in der Auslandsprefse ujkc eme angebliche Mobilmachung der Roten Armee Zn W'.rllichkett sei ter Zahr- gang 190! öemobilifiett, der Jahrgang 1902 einberufen und gleichzeitig ein Teil ber Felddivi- ftonm in terrttortale Truppen umgebilbet worden. Der Ausbau Öcr Miliztruppen auf Kosten der Feldarmee sei ein schlagender Beweis für die Frrv^ensp^s't l er Lew etaepublrttu. Rach wie tot fei die Sowjetunion bereit, an jedem intccnatio- malert Abkommen zur tatsächlichen Abrüstung und ‘ Rur Verminderung der Kriegsgefahr teilzunehmen. Trotzki Präzisierte feine Erklärung in Baku — ein Krieg zwischen der Sowjetunion und ante- ter Ländern fei nicht ausgeschlossen — dahin, dass die Friedenspolitik ter Sowjetregierung und ihre Dereits.chast zur wirtschaftlichen Zusammcnorbett die aggressive und imperialistische Politik ter anderen Länder und daher eine Kriegsgefahr nicht ausichliesse. Die letztere sei ter Grand für das Vestcden der Roten Armee. Auf die Frage über die MöglichLett eines Krieges mtt Rumänien sagte Trotzki u. a.: „Selbstverständlich denken wir nicht daran, aus ter tessarabtschen Frage einen easus belli zu machen. Wir werden uns darum bemühen, dass die Selbstbestimmung des bassarabi- ichen Volkes auf friedlichem Wege sich verwirllicht. Der Abbruch ter Verband- llmgen in Wien hat nur zu bedeuten, dass die Sowjetregierung den Raub Vessarabiens niemals gutheitzen wird. Dre Parteienzersplttterung. Berlin, 22. April. (Wolfs.) Der Reichs- wablausschuh hat in der teutigen Sitzung 23 Reich-rwahloorfchläge zugelassen, nämlich von folgenden Wählergruppen: Vereinigte Svzialtemvkratische Partei Deutsch»- lands. - * juS de LZ wiW' hl-nW® E's«« Pir OlufiüärW! Idin«»''2'! S aS .S*e« Lt grii«® odaim 6im tritt. iuuX , 3üna(>n^ ) 2! .dstlerlchar iidigt ewR jidc anrtfl«^ J ; :rcr art ein ° iß um so mehr zu Sw 5^»°ltragi ube Mgen b.s eM jaus, Dahnhosssta - Deutsch! j Etliche Dählervc 1 3 der Turnhalle )tr Anzeige. Srei ' Schlitz. 2 Zöchte L-urde ein 1 dtesiacn ©üter1 aiihst mehrere ia benen Detlüche Lhcr. Sewieüen ^chng sind vier jihrcn, die slch I ü:'.n vier Mm «jährige Zigeum 2 dem sie das ' HL verdächtig, au chuppen In Lautet Are • Zriedber (in für Hand i seiner jüngsten D schen Aewerb ; 3n der Ausfprach Mummmen @njd «Lrachi, dch dir ; Lageseirn,di [ Weiter heift es I .Lrülte die Steuei ; ten. harnt bedeut | Vernichtung der ' türte die Vernich siechen der 6 kt /chLeren Doti 3ccsamm.'urg auh !>'( Steuer Höch st I ?en t getragen tnci i t«s dringendr Er i Keiier aus L Pr Ttarkrnbut LL.nter ^ra-.oenr teatete an, dass tea private amerikanische Kapitol 12? ~ 11 r‘c Anlaissa'an Deutschland zur - - -hen tr-uri'? und gab ter Hof> '-5 die Wicbeiteifteriunj nor- ir. Europa ten amerikani ch-.n HeutL, am 2 3. April, sind es 20 Zähre per, dass Christian Dusch, Giessrns „ewiger" Student, tm Alter von 50 Zähren die Augen schloss. Zn unserer an Originalen immer ärmer teerten-' ten, nivellierenden Zett wollen wir älteren Giesse- ncr uns seiner noch einmal gerne erinnern und airdj die Zugend. die den „Christian" — so hiess er überall schlechthin — nicht mehr kannte, möge einmal beim Lesen dieser Zeilen lächeln, tec baß fn-aenfofe und letzten GndrS gewiss fast zteecklofe Dabinkeben dieses einstigen Giessener Studikers noch einmal aus freier Srinnerung schiltern sollen. Olim memimffe juDabit Christian Busch tourte am Itt Juli 1853 zu Viess.rr geboren. Sein Daker war ter Gastwirt Louis Busch, und seine Mutter Susanne cm- fttnnmte ter gleichen Fcrmillck Louis Busch war der Knecpwirt drr „Hessen", und so sehen wir denn ten jungen Christian erstmals auf einem grossen Steindruckbllte der „Haftia". das Ende der 50c Jahre des vorigen Zahrbunderts angc- fertigt worden ist. wie ibn ein luftiger Student auf tem Anne hat, den KvirpS im Kittelröckchen auf diese Weise geradezu in das ewige Studentcn-- ttrm hinein tragend. Der Schulbank hat Christian n'.ch' lange wehe getan; tote dem Verfasser dieser gesagt wurde, war er ein miUelbegabter . Als Studium hatte er fich die Chemie auserkoren, mit welchem Erfolge, das hat sein spä- Chef, ter verstorbene Geheimrat Alecander Raumonn teS öfteren erzählt. Christian machte niemals ein Gramen, obwohl er 'chlecht und recht die Kollegien besuchte, ©r war ter „Haftia" bei», getreten, die ihm später die ..Schleife" gab and ter r-,- te* ar4 Gnde treu gebsieten ist. Auf Lor FechtfchruL'- erllv er einstens durch bk .Zechtrnas5e ein; Verletzung, auf dic manche fein gcmzcs spä- 'tezest, et?Kd f 'sten Halles entbehrendes Leben m- rärfführkiN zu können alaubtrn. Wohl mit Unrecht. Dir Welt tennt zahlreiche, äh,'.sich geartete Menschen. tec niemals bei Fechiübungen r er lehr wor- .Öer sind. Ehristiau Vufch ffobterte alfo Lhemie '-r war wohlhabend, feine Znchen langten reichlich 3--1TO. dass sich ten Lurus leisten konnte, sich ;Ritfit — exmatrikulieren zu laifut. Sein „ewiges I Rd> ; i g 5|l ; 2,35 T'^f 8il» S(h Äy 15,6!)?«, (E Me: 32 Stö , Da- ji 5' 5id bangen?013 8ei ten ffQln I.' hongSttbAn beide [ erfgemnnmenr -Rede Wetter iprocy oce .zvatsyer- üagSkanbidattn Frau ChristinL Roll-Gießen ! ab;r „Sic grauen und der Reichstag". Die I RcLnerm stellte die bekannten Frauen- frrderungen un sozialistischen Parteiprogramm ui den Vordergrund ihrer Betrachtungen und warb auch ihrerseits um die Unterstützung IKeser Forderungen durch die Wählerschaft Die A^kussion wurde von drei kommunistischen Red- itrn bestritten. 3m Verlaufe der Aussprache kam <4 zu bewegten Szenen, die schließlich sehr leb- ljaften Charakter annahmen. Das Schlußwort des Rechtsanwalts Hornberger ging dann beinahe Hanz im Sturm der Zurufe feiner kommunistischen Widersacher unter. S»nt0ti^en. — Tages kalender für Mittwoch. r«utschei. Iugetrbbund Bismarck und Deutschnall. • Sturrig2 Zigeunerin mit einem Kinderwagen, In dem sic oas Diebsgut befördern. Die vier !ijtb verdächtig. auch> den Einbruch in den Güterschuppen in Lauterbach ausgeführt zu haben. Kreis Friedberg. 6 Friedberg. 22 April. Der hiesige Verein für Handel und 3nöuftrie hat in seiner ji-ngsten Versammlung zur neuen hessi- f 1 c n Gewerbesteuer Stellung genommen. 3« Cer Aussprache und in einer einstimmig an- genommenen Sn fchliehung wurde zum Ausdruck Fracht, daß die Betriebe nicht in der Lage seien, die Steuer aufzubringen. Weiter heißt es dann in der Entschließung: .Sollte die Steuerzahlung trotzdem verlangt toer- 6en. dann bsdeutcc dies mehr oder weniger eine Vernich! ung der Unternehmungen. Letzten Endes würde die Vernichtung der 'Betriebe auch zu einem Ve.stechen der Steuer selbst führen. Angesichts dec schweren Rotlage der LandLsfmanzen ist die - Ve.am$>f er .UolumbuÄ“ des RorLDeutscheu Lloyd, gegenwärtig das größte Schiff der deutschen Handelsflotte, ist heute nachmtttag zu seiner ersten Ausreise nach Aeuyvrk in See gegangen. Sich selbst und die Kinder im Dahn sinn vergiftet. Berlin, 22. April. 3n dem Hanfe Eberty- flraße 50vergiftetedie40 Jahre alte Frau des Kiiegsindaliden Lind ne r s ich und ihre beiden 15» und 11jährigen Söhne mtt Gas. Die polizeilichen Feststellungen haben ergeben, daß die Frau die Tat in einem Wahnsinnsanfall verübt hat Sie hatte wiederholl in der letzten Zeit geäußert daß sie sich ihren Mann und ihre Kinder ums Leben bringen werde. 3hr Mann entging diesem Schicksal lediglich dadurch, daß er sich zur Zett in einer Klinik befindet Vier Persone» tu einem Dergwerttstolle» erstickt Berlin, 22. April. Auf dem Riebeck- fchen Montanwerk bei Unterröblingen wollte ein Schutzpolizist mit seiner Braut, feinem Vater, der als Auf sehn: auf dem Werke tätig war, und einem jungen Manne das Bergwerk besichtigen. Sie gerieten dabei in einen Stollen, der mtt giftigen Gasen ungefüllt war. Die Schachtkontrolle fand am Abend die vier Personen tot auf. 500 Zentner Flachs verbrannt c Berlin, 22. April. Rach einer Meldung des »Berliner LvValanzeigerS" ist der Lagerraum der Peitzer F lachs ber e i t u n g s a n st a l t auf dem Gute Luisenruh bei Kottbus, in Weuyem doü Zentner FlachS lagerten, furch cm Großfeuer vollkommen vernichtet worden. Gleichzeitig verbrannten 120 Zentner Getreide und zahlreiche landuKrtschafttiche Ma schirren CS wird Brandstiftung vermutet. Mordtat eineS EtubrecherS. Breslau, 22. Arrpril. 3n dem nahe gelegenen Friedland schoß ein Einbrecher, der bei einem Ginbruchsversuch in ein Gasthaus fest genommen war. kurz vor seiner Einlieferung in das Polizeigefängnis auf den ihn begleitenden Kriminalbeamten. Der Beamte war sofort tot, der Mörder ist entkommen. Die brttische ReichSauSstelluug. London, 22. April. (Wolff.) Morgen um V?12 älhr mittags findet im Stadion von Wembley die Eröffnung der britischen Reichs- ausstellung, der bisher größten Ausstellung der Wett, durch den König statt, dessen Rede ebenso tote die des Präsidenten der Ausstellung, des Prinzen von Wales, drahtlos in die ganze Welt gesandt werden wird. Pei der Eröffnung wird ein aas 54 Kirchenchören zusammen gesetzter Chor mittoirten. An der Ausstellung, zu deren Zustandekommen 425 000 Menschen betgetragen und deren Kosten sich auf 30 Millionen Pfund Sterling belaufen haben, nehmen 18 Dominions, Kolonien und Koloniegruppen teil. Zu ter morgigen Eröffnungsfeier sind auch das gesamte diplomatische Korps und die auswärtigen Pressevertreter geladen worden. Kunst und Wissenschaft. Dom Bayerischen StaatSLHeater. Zum Schauspieldirektor der Bayerischen Staatstheater in Mün che n wurde soeben der Oberspielletter am Hessischen Landes- tirater in Darmstadt Eugen Keller ge- wähtt. Der neue Führer des Staatsschruspicls war acht Zähre lang in leitender Regiestellung am Düsseldorfer Schauspielhaus der Dumont Lindeman tätig, sodann seit drei Hcthren neben Generalintendant Hartung ist Darmstadt, wo er vor allem auf dem Gebiet der Klassiker-3nszenie- rung ein ausgedehntes Betätigungsfeld fand. Er gilt für einen Vertreter moderner Inszenierung ohne Steigung zu Snobismus und wagemutigem Experiment. Geschenke aus Aegypten i für veu Zoo in Frankfurt a. M. Herr Adolf Andre-- Frankfurt a. M, vor dem Kriege float! Entomologe der ägyptischen Regierung, hat von seiner feeben beendeten Reise in seine alte Heimat dem Frankfurter Zoologischen Garten eine prachtvolle Kollektion ägyptischer Tiere als Geschenk mttgeb rächt, darunter Sellen- beiten, die bisher im Tierhandel überhaupt w:ch nicht erschienen sind. So sehen toir seit langen Hahren wieder einmal Springmäuse aus der Marivutwüste. die sich cn ihrem geraum gen Terrarium nach Kängeruhart hüpsend fortbewegen, und so zeigt uns die Reptlliensammlung des Aquariums eine Reihr schöner Kriechttere, teils aus Oberägypten, teils aus dem Rildettagebiet, größtenteils aus der Warioutwüfle ftmmnenb. Besonders augenfällig sind zwei prachtvolle Wüstenwaoane, große räuberische Echsen, die durch die Sandfarbe ihres Körpers der Umgebung, in der sie vorkommen, angepaßt sind. Eine Anpassung an das Leden im Wüstensande stellen ferner drei sehr schöne Sandschlangen bar, die in ihrem feilartig gebildeten Kopf ein Organ besitzen, das sie zum Wühlen und Graben im Sande ausgezeichnet befähigt; zwei davon gehören einer bekannten Art (Eich? jaculus) an, die andere (Eryx thebaicus) ist zum ersten Wale lebend eingeführt Eine weitere Kollektion schöner und fettener Schlangen weist u. a. die schlanke, psellschnelle Sandrenn-Ratter. die Zischnatter und die Diademschlange auf. Viel 3n1e.esse findet auch das feit Jahren hier nicht mehr gezeigte Chamaeleon, daö den beiden kürzlich erworbenen südafrikanischen Lappen-Ehamaeleonen zugeeltt ist. Vier große Exemplare des Schneiderschen Wüstenskinks fallen durch ihre lebhafte orange- gelbe Fleckung auf. Bücherlisch. — August FournierS, des verstorbenen Wiener Historikers weltbekannt« Aapvleon- Dwgraphte legt der Verlag Hölder-Prchler- T e m p s k h A-G., W t c n, m vierter, unveränderter, von Dcktor Btbl durchgeseheiren Auflage vor. Fourniers monumentales W rk ist zu bekannt, als daß man über feine entscheidende Bedeutung für die Rapoleonforschung einerseits, für die Llufsassung interessierter 2aiertlrei|c von der Persönlichkeit und dem Lebenstoe k des dämonischen Korsen andererseits noch. Wor e verlieren müßte. Wenn man nach der Lektüre des hier vor kurzem besprochenen „Rapoleon" Berthold CBa(- ientm6, wieder in Founsters dreibändige» Werk blättert, erstaunt aufs neue die überlege»« Gestaltungskraft Fourniers, die mit einer Objektivität chneglcnchm die Kolossalsizur Rapole» ons aus der Geschichte seiner Zer: herausschält und in der Darstellung feiner Geschuhte die große Persönlichkeit nach, allen Setten scharf ebara ted- sierend umreißt, ohne habet zu bc: schraiu'en- loscn Verherrlichung au kommen, die in Ballen- tins Buch oft so seltsam berührt — Die Ausstattung der Reuausgabe in drei Letnenbänv« mtt interessanten Porträttoiedergabea uno bm wertvcllen kritischen Apparat des Berfa' erS, tft mustergültig. — Artiges »vd Unartiges. Don Geheimrat Pros. Dr. Th. Birt Geb. 1,60 Bll. Quelle L Meyer in Leipzig. — Humor! Humor! Dies Düchtein bringt Epigramm' und sonstige Blüten der heiteren Rdute. tei: man sie fi ut vielleicht nicht häufig b.-i'.inimen findet. C?eien- wartsdichtung. Der Verfasser, dec svnst mühsam mit ernsten Stoffen ringt, hat 'ich einmal auS- getobt und witzelt und belustigt sich mehr ober minder harmlos, bidto. tfen auch mit schars gewetzter Zunge, über Mensche i u tv Dinge, die unS heute umgeben. Das Politisch? luirb ve nieden, es sei denn, daß im Tafsenschrant Revolutioir entsteht und btt älntertalfe-. ich empören, äkber Musiker, Theater, Literarisches und 1 c lei Schwächen unserer Mitmenschen geh', c1 1 ■ 3in paar vergnügte Lieder und Schnurren dazwischen. Wo der Dichter artig ober g*.. sentimenl.'.l wird, geschieht es nicht ohne Lächeln. Man mem dabei, daß ein Mann das Wort 'ührt. o?v attersreif und etwas über seiner Zett steht. Alles in allem: es ist eine reizende Sammln.tg. die er uns hier geschenkt hat. ZuLabcn inApotlieLenwl^ogerim Paeco3 A.-G„ ehern, pharm. Produkte Gieren, G. IX. 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An Englands Küste / Der Lotse / Schiffsmaschine / OelFeuerung Die ruhige Fahrt / Die besiegte Seekrankheit / Auf der Hochstraße des Weltverkehrs / Die moderne dritte Passagierklasse / Einrichtungen der 2. Klasse / Ufa-Bord-Kino / Funkspruchzeitung. Das große Promenadendeck / Spiel und Sport an Bord / Begegnung mit dem Schnelldampfer „Leviathan" (vormals Vaterland) Tanz im Salon / „Through Germany" / 5-Uhr-Tee in der ..Laube« Hapag-Kunstmesse / Turnsaal / Kinderzimmer / Radiotelegraph. Die ersten Grüße der neuen Welt: Freiheitsstatue / Empfang Ausschiffung / Amerikanische Girls / Neuyorker Hafen Amerikanische Kriegsschiffe / Ankunft des Dampfers .Resolute« / Die Wolkenkratzer / Broadway / Der Riesen verkehr 5 th Avenue, die Straße der Millionäre / Der Timesplatz bei Nacht / Die Riesenleuchtreklamen / Chinesenviertri / Brooklyn brücke / Cony-Island, der berühmte Vergnügungspark der Neuyorker / Der .Luna-Park" im Lichtmeer / Abschied von Neuyorn / Einwandererstation „Ellis Island« / Zurück in die Heimat / Bismarck / Hamburgs Willkommen usw. Begleitvorträge nur 4.00 und 8.10 Uhr Jugendliche zahlen zum 4 Uhr-Vortrag ermäßigten Preis. Vorverkauf in der Hapag-Agentur S. Loeb, Bahnhofstraße 52a. KMWrs mit Inhalt verlöt- iKatseralleek Abzu- geb. geg. Belohnung Walltorttr. KV»” Vereine LWmchtt- AmWinnW für 6tnM n.gflab« kreis Kieken. Sonntag S7.Avrti 1924, nm. 2 Uhr: unmtngs-. Versammlung im Ootel'Restauram ..Felsenkeller". 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Frankreich fühlte sich damals nach der bedingungslosen Äopltulatlon Deutschlands im RuhrLlMpf aus dem Hoh-epunkt seiner Macht, und war deshalb nicht geneigt, irgendwelche Konzessionen zu machen. Unter diesem Zwang muhte der Ruhrbergbou sich auf Bedingungen einlassen, die mit dem Fortschreitcn der Zeit sich immer mehr als untragbar erwescn. (Nach den letzten Förderziffern hätte das bis zum 15. April bestehende Mi.umabkommen den Ruhrbergbau — auf das ganz« Jahr umgerechnet — mit 850 Grldmillivnen im Jahre befallet Allein die Verzinsung der zur Durchführung des Micurn- abkomnrens aufgenommenen Kredite beanspruchte in der letzten Zeit auf die Tonne Forderung um- >gerechnet 0,80 Mark je Tonne. Rimmt man eine 'Derzinsung von jährlich 20 Proz. an, so ergibt isich daraus eine Verschuldung von 4 Mark je 'Lonne Förderung. Da nach genauen Berechnungen auf die Tonne Förderung im Ruhrberg- bau ein Anlagekapital von 20—25 Mark entfällt, so wäre bei Fortdauer der bisherigen Verträge die Substanz des Ruhrbergbaus in wen'gen Jahren restlos aufgezeh-rt gewesen. Zu demselben Ergebnis gelangt man, wenn man sich vergegenwärtigt, Lab in den letzten Wochen infolge der auf der Kohl« ruhenden Micumfasten aus jede Lonne verkaufter Kohle ein Verlust von durchschnittlich 4 Mark kam. Analog der obigen Te» redyrung zeigt auch dieses Beispiel, datz nach Ablaus von 5—6 Jahren die Substanz des Ruhrbergbaus erschöpft gewesen wäre. Je länger das Micumabkommen in Dültigkeit war, desto schärfer machte sich die Belastung bemerkbar. da der Druck um so fühlbarer wurde, je schare Iler die Substanz dahinschmolz. Je mehr twn der Substanz genommen wird, desto empsind- licher müssen im Laufe der Zeit die Eingriffe spürbar werden. Kurz vor Ablauf deS Micum- abkommens wurde für einige Zechen, besonders für die weniger ergiebigen Zechen des südlichen Randgebietes, das dauernde Zehren von der Substanz beinahe unerträglich, da es nicht mehr gelang, die zur Aortfühung der Betriebe notwendigen Kredite aufzutreiben, zumal di« Verzinsung der bereits aufgenommenen Kredite die allgemeinen Unkosten autzerordentlich belastete. Sn einigen Fällen drohte sogar die Einstellung der Betriebe wegen der Unmöglichkeit, auch für die notwendigsten Aufwendungen (Löhne, Mat'r'mlien usw.) rechtzeitig und in vollem Umfange die benötigten Gelder zu beschaffen. Der Ruhrbergbau wollte wohl — um Schlimmeres zu vermeiden — die Fortführung der Reparationskohlenliese- rungen, sah sich aber bald vor den Zeitpunkt gestellt, zu dem er di« Wetterführung nicht mehr Hätte leisten können. 3m Laufe der Zeit wären immer mehr Zechen in diese Situation geraten. Es hätte zwar keinen plötzlichen Zusammenbruch des Ruhrbergbaus gegeben, wohl aber ein allmähliches Versacken. 3n dieser Lage befand sich der Ruhrbergbau, als die Verhandlungen wegen der Erneuerung deS Micumabkom- vrens begannen. Die Situation war um so prekärer, als auf der einen Seite die Unmöglichkeit bestand, das einzige und schärfste Drohmittel gegen über grobe Ansprüche — nämlich die Wiederaufnahme der passiven Resistenz durchguführen, da weder die Wirtschaft eine solche Belastungsprobe noch einmal vertragen noch auch die sozialen und politischen Folgen eines derartigen Experimentes hätten riskiert werden können. So seiner einzigen Wafse beraubt, sah sich der Ruhrbergbau einem Verhandlungspartner gegenüber, bei dem der unbedingte Wille vorhanden war, um jeden Preis eine Fortsetzung des Micumabkomrnens zu erzwingen, ein Wille, der auch vor Massenver- paffangen, Massenausweisungen u w. nicht zurück- geschrectt wäre. Da ergab sich ein Lichtblick, als das Sachverständigengutachten ver- Lffenllicht wurde. Dieses enthält inblveft die Feststellung, datz Deutschfand zu Sachleisfangen aus eigenem Vermögen nicht imstande ist, Latz es deshalb auf eine a usländis che Anleihe angewiesen ist. Gleichzeitig enthält das Gutachten eine Verurteilung des staatsrechtlichen, volkswirtschaftlichen und privatwirtschafllichen Unfugs, einen Gebiets teil für das gesamte Gebiet eintreten zu lassen, und Privatleuten Beipflichtungen und Handlungen für den Staat Au übertragen. Damit hatte sich in letzter Minute noch eine Grundlage für die Erneuerung der Micum-Deriräge auf wirtschaft- emünft ger Grundlage ergeben. Sie fand ihren Ausdruck in ter autzerordentlich wicht'grn Bestimmung des Artikels 1 des neuen Abkommens, in dem es heitzt, dab ..diese beiden Tatsachen (die Veröffentlichung des S. chverständigenberichtes und die Entscheidung der Reparationskommission vom 11. April) geeignet sind, dieKreditbes cha f s u n g für den rheinisch-westfälischen Kohlende gbau ,*u erleichtern." Diese Formel kann als Kennstück des neuen Abkommens gekennzeichnet teer ei und das umsomehr, als das Ml umabkommen unterschrieben ist von französischen und belgi chen 'Behörden (die Mi rum ist eine Behörde) nah vorheriger Genehmigung durch ihre Regierungen. >5n dieser Formel ist das Vertrauen auf dir Wiederbelebung der deutschen Industrie aus- e drückt, da Vertrauen gleich Kredit ist, enthält die Formel gleichzeitig auch die Hoffnung, datz es der deutschen Industrie im alTg-'m inen und dem Bergbau im besonderen möglich sein werden, sich wieder besserer Kced.t.rus ichten ?u eröffnen. Schreiten die Verhandlungen über das Sachverständigengutachten in gutem Tempo fort, — es • scheint so, als cb maßgebende Alliiertenstaaten darauf besonderen Weri legten — und werden sie im Geiste der wirtschaftlichen ‘Bemunft geführt, dann müssen sie gleichzeitig auch die Ke- dil Hoffnungen weiter bessern. Schon jetzt (kib* es jedoch, einen Weg zu suchen, (und ihn vi b leicht zu finden), der gestattet, die jetzigen Li fe- rungen nach dem Finanz'erungspfan des Sachverständigengutachten zu behandeln. Der zur Weiterexistenz des Ruhrbergbaues Und der zur Fortführung der Reparationskohl n° llcfcr ingen unbedingt notwendige Strebl: i 1 zwar noch nicht vorhanden, aber es b.steht doch wenigstens die Hoffnung auf ihn und damit auch ^leich- ytilig drc weitere Hoffnung, dab der Bergoau die von ihm gelieferte Ware bezahlt bekommt, während er sie bisher, trotzdem sie ein Vier ei bis ein Drittel feiner gesamten Produktion ausmachte, kostenlos liefern mutzte. Dieser Hoffnung auf befriedigende Regelung der Finanzierung der Lieferungen ist um so eher Erfüllung ;,u wünschen, als auch nach dem neuen Mlcumadkommen d i e La st e n immer noch autzerordentlich grob- sind. Dor allem ist auch in dem neuen Mlcumabkommen nichts an der Bestimmung geändert, dab der Ruhrbergbau allmonatlich 1,7 Mill. Tonnen Brennstoffe abltefern mutz. Rechnet man zu diesem Betrag den Selbstverbrauch der Zechen, so ergibt sich, datz von der Ge amtförde- rung des Ruhrbergbaues über ein Drittel nicht bezahlt wird. S ne ©rl:iä>terun} g g n- über tem bisherigen Zustand liegt allerdl gs t a- tin, datz jede Zeche bzw. jeder Konern Kohlen und Koks in einer Menge zu liefern hat, deren Gesamtwert nach dem Anteil am Werte der Forderung bestimmt wird. Diese Bestimmung besagt, datz- die ßiefenntgen der einzelnen Zechen im allgemeinen nicht über bem Durchschnitts ah der Lieferungen des gesamten Bergbaues hin- auSgchen fallen; während es bisher so war. datz manche Zechen mit gutem Vorkommen einen un- verhältniSmätzig groben Teil ihrer Produktion abliefern mutzten, während andere Zechen mit weniger guten Kohlen von Repavationslieferun en fast ganz verschont blieben. Eine toci ere Erleichterung liegt auch darin, dab künftige Ausfälle in den Reparationslieferungen infolge ungenügerbet Wagengestellung durch die Eifenvahiregie oder infolge ungünstiger Vorlage von Schiffsraum ganz allmählich derart aufgeholt werden sollen, datz im Laufe einer Woche der Prozentsatz der auszuführenden Lieferungen nicht über 35 Proz. der Gesamtmenge hinausgeht." Diese Bestimmung ist deshalb so autzerordentlich wichtig, weil bisher die Rückstände an Reparatio.tSlieferungen (auch tocrni von deutscher Seite kein Verschulden vorlag) stets in kürzester Zeit nachgeholt werden mutz, so datz in vielen Fällen die Zechen sogar genötigt waren, von anderen Zechen Kehlen zuzukaufen. Auch deshalb ist die Bestimmung von Bedeutung, weil sie indirekt die Feststellung enthält, datz die von deutscher Seite immer wieder erhobenen, von der Regie aber entschieden bestrittenen Klagen über d-ie unzureichende Hkig^n- gestellung tatsächlich berechtigt gewesen sind. Auch nach dem neuen Abkommen wird auf dem Ruhrbergbau eine Last von monatlich mindestens 50—60 Millionen Mark ruhen. Diese Belastung ist so schwer, datz sie aus eigenen Mitteln nicht aufgebracht werden tarnt, sondern datz sie durch Kredite finanziert werden mutz. Wird die Hoffnung auf Kredite getäuscht, so ist die Existenz des Ruhrbergbaus bedroht. Die daraus sich ergebenden polttstchen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen sind so fürchterlich, datz unbedingt auf die eine ober andere Weise die JRrebitfrage gelöst werden mutz. Wirtschaft. • Umschwung am Eisenmarkt in Sicht. Aus Köln wird von fachmännischer Seite geschrieben: 5^e Anzeichen mehren sich dafür, datz Eisen demnächst wieder reichlicher und vor allem etwas billiger erhältlich fein wird. Aus Lothringen und Luxemburg lauten allerdings die Forderungen noch immer fo hoch dab , Franken- material" mit dem Eisen, das aus dem Ruhr- bezirk stammt, nicht m Konkurrenz treten tann Auch wollen die Hüttenwerke deS Minettegriuetts noch nicht entgegenkommen und stellen, um gec.en Schwenkungen des Franken gesichert zu fein, ihre Preise neuerdings sogar wieder auf die Dollargrundlage. Immerhin nehmen sie wieder Aufträge entgegen und brauchen auch nicht mehr fo lange Lieferungsfristen zu bedingen, wie vor einiger Zeit. Dasselbe ist von den Werken Rheinlands und Westfalens zu sagen, die ihre Preus- sorderungen beispielsweise von 150—155 Mark für die Tonne Stabeisen nicht mehr aufrechterhalten dürften, weil aus Geldnot von zweiter Hand um 10—15 Mk. billiger angeboten wird. • Ernteaussichten und Weinpreise in der Vorderpfalz. Aus der Pfalz wird uns geschrieben: Das unwirtliche Frühjahr hat den Rebstöcken nicht geschadet und hat auch verhindert, datz die Knospen zu früh herauskamen, um in den Nachtfrösten zu verderben. So stehen die Stöcke gut. Die Apr.l-Wein- tierfteigerungen im sogenannten Oberland lieben einen kleinen Preisabbau der Weine der Jahrgänge 1921, 1922 und 1923 erkennen. Es wurden für je 1000 Liter Weitzweine des Jahrganges 1922 Preise von 680 bis 1170 Mk. und 1620 Mk. für Spätlese erreicht. Die 1923er Weine kosteten bis 1300 Mk. Die 21er, für die nur zögernd geboten wurde, erzielten dagegen 1820 bis 4050 Mk. Die Rotweine 1220 Mk. Die Teilnahme an den Wein- versteigerungen ist wieder sehr rege. Die Kauffreudigkeit nimmt im allgemeinen zu. * Frankfurter Dorfe. Frankfurt a. M, 22. April. Tendenz: Schwächer. Rach der älnterbrechung des Der- fahrs durch die Fnertage konnte sich heute noch k in lebhaftes Geichätt entwickeln. Die Aufnahmefähigkeit war gering bei meist abge chwächten Kursen. Die Stimmung war wieder durch die © iSmartllage bceinflubt Das Bild war auf allen Marktgebieten z emlich das gl iche. Montanaktien fetzten vorwiege id schwach ein. Ob erlebte- fische Weite schwach, besonde.s Oberbebarf Dan sonstigen variablen Wecken (acet Anilinalli.n besser. B i Schttdeansfalt bobacht te man etwas Ana bot. 3n einz lnen Eie? r zitätswerten, z. B. 21. E. ©., waren zunächst älm ätze etwas reger, der Kurs aber unv».rändert Licht unb Knast, Fetten & Guilleaume schwächen sich ab Automobilwerke waren to.mg beachtet unb leicht nachgebend. Ma'chinensabritattien un e lagen Schwankungen. Gut behauptet bliebe i Spinner, iaktien. Ha Pag und Rorddeutscher Lloyd gaben infolge Ang.bots etwas nach. Etwas schväehere Kure zeigten Metallbank, minus 2 Billionen. Sonst lag der Tankaktie-nmarkt abgeschwächt öproze.rt e Reichsanleihe setzte mit ca. 79 Milliarden ein. Auslandsrenten unterlagen geringen Schwankungen. Türken gedrückt Zu erwähnen find Bag- dab II bei stärkerem Angebot Der freie 2lt.Un- verkehr war stark vernachlässigt Man nannte Api 4, Becke- Stahl 7, Becker Koh e 7 bis 7.5 Benz 4,5, Krügershall 5,25 Growag 0 203. Eick ro älnterfcanfen 0,400, Ufa 5,75 Hansa Lloyd 1,7, Drown Doveri 1,6. Berliner Börse. Berlin, 22. April. (Wolsf.) Die Börse eröffnete nach ben Feiertagen in recht lustloser, unfreundlicher Stimmung. Die Getblnappheit übt nach wie vor einen drückenden E.nslutz aus. Sie wenigen Kapitalisten, welche in der Lage wären und virileicht Reizung httt.n den n erregen Kursstand zu Anlagekäufen zu benutzen, weroen durch die Besorgnis abgcfchreckt. datz der ällt.mo wettere ZahluiigLfchteicr.gkeiten bringen dürfte. So kam es, datz dem keineswegs umfangreichen Angebot, das zum Teck auf neue Zwangsverkäuie zurückgeführt wurde, nur geringe Ausnahm fähigkeit gegenüberstand und die Kurse einen wetteren Rückgang erlitten. Am Montanmarkte bützten gleich bei Feststellung der ersten Kurse Bochumer unb Deutsch-Luxemburger 4 Dill. Prozent ein. Ferner verloren Alumulatoren 4 D.U., Deutsche Kaliaktien 3 Dill., Siemens u. Halske sogar 5 Bill. Prozent. Don Maschinenfabrikaktien stellten sich Berlin-Karlsruher Industrie 7 B 11. Proz. niedriger; andere Werte erlitten entsprechend dem niedrigeren Kursstand ungefähr gleich schwere Einbutzen. Auch Sch ssahrts- und Bankaktien erwiesen sich nur wenig widerstandsfähig Ausländische Renten gaben gleichfalls nach. Don deutschen Anleihen wichen Kriegsanleihe bemerkenswert. Das Geschäft gestaltete sich im Derlaufe bei weiter abbrödelnben Kursen recht schleppend. Dörsenkurfe. (Ohne Gewähr.) Fcrftn ftrcmffnrt i M ün Billionen Prozent Dntn'n: 0,255 8 9 10,1 1,2 ) Dom Ruckzahlungswert. Schluß 22.4 7,25 12 27,75 30,87 11 W,93 11 ”■1 2,6 20,5 14,18 0,082 0,4 0 0,2 j0 0,975 82,1 6.5 53 ’S 1J5 $.3 8J 3 2,13 0,100 0.65 39 11,5 ’6,25 31 36,1 48,75 9,75 15.75 9.1 15,5 20.25 22,5 35,73 deutsche Wert '. Dollar-Anl dio-Toll.-Schatz-AMvetluna •) «•/. Zoll,arte«......... !•/« ®otbm tri tonet..... »erNner OanbertceffCfdtofl eommtri1 und Pnvat-Bonk Tarmft. und Nationalbank - tnilfde Bank......... Dtu'lche Ccrefnlbont . . . Ditconto (Eonimanbtt . . . DMnHbanf aviuti»iiitf(6e Treditbank. . Ctfitirfic6iffl|t Lrrditanslatt WellbaiU ......... C cd) inner Ont . . . ... FuMr - ........... Lar» Deuit»-Lurrmbnr-...... vtllentirchener Bergwerk» . tzoroener l'trobflit...... Aaliivtrfe SllcherSleben. . . . «aliwerk Wcsttrtgtla Maurabüttt....... I. btrbebarf. ....... Phönis Bergbau ....... jRbrinitabl........... Riibtrf Montan. ..... t«Uu6 Bergbau....... Aamburg-Ämrrito ttofct. . -iorddruiichrr Llovd..... El eramitche Werke Hlbin .. Atmen noerl petdekdery . . Vdilivv volimann ...... ^ngko-Con,..(Unana..... Badische Anilin Chemische Maytr?llapin. . . Goldschmidt.......... Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke Lol;ve>!ohlung........ RiitgcrSwcrke Scheideanstalt VNg LiektriiitSt^»«kellschOft Berpniniin .......... W/atntraiitoerft........ Ctburttrt ©temeni Jt vallto..... Ldlerwerke Sieyet Daimler Motoren. ..... Vevliaenstaedt....... . w.eguin............ frankfurter Slrmofnren . .. Konservenfabrik Brann . . . Melallgesellschaft Frankfurt. Bei. Union «^IH....... So uhfabrik Heri Sichel.............. Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuaerfavrik Waghäusel . . . F/. Deutsche NetchSonleld« <•/. Deutsche SteichSanleihe Deutsche gleich.onleih« y/- Deutsche Reichsanleihe Deutsche Svarprümlenauleih« <♦/. 'Preußische Äoufotl . . <• • Hess, ........... 97.e/« Hessen So)litB'| bd)l 1 • 5O)lub-| Rn * | R"rt 17. 4. | 22 4. 17. 4. | 0.087 0,081 8,086 0,4 0 0.460 0,47 0,23) 0,2 0 0, 60 0,970 0,970 0,979 0,760 0.Z90 0,266 V 4,2 4.2 —- 82,30 6,25 5,13 8 54,5 62 • 31,3 29,5 31,75 4,25 3,87 4,5 7.9) 6,75 7,75 8,75 7,81 8.90 0,8 0,7 — ¥ 8 9,7 12,5 — 2.1 2,1 2,4 0,425 0,4 0,400 — 0,4;0 • ■ 43,75 — 11,25 11,5 16.5 17 1) 32 31.5 34,9 37 39,5 60 48,5 52,5 10,75 9,6 10,5 ’?’4 9.5 14,5 16,75 '?£ 22,7 20,25 22,85 23,5 21 23.9 34 37 1,9 2 — 24.65 21,5 24,25 5,39 4,6 5,39 8.5 10,13 Ä _ 2,85 2,25 * — 23,5 15,39 14 15,25 1.8 1,5 —- 11,9 10,33 11,90 11,75 10.8 11,6 12 10.8 12 8,8 7,25 —■ 12 10,26 11,5 17,6 >6,1 - 8,7 79 8,75 18,25 12 .3,25 6,3 4,9 • — 0 — 30 34,5 — 36 2,25 2 2,2 5.8 8,5 — 9,7 3,7 — 19,5 18 19,6 1.1 1,4 1'4'5 M 16,5 12 1J 1,5 2,1 3.4 3 3,75 7,7 7 —- 9 8 8.8 9,3 2,8 3,3 3.5 8 — Banknoten. tOhne v rdr.) Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. llfn Billionen Mark au»gedrückt. Vuenoe-NireK, London, Neu» yerk. Japan, Rio de Fauetro für eine Einheit, Wien unb Budapest für 100000 Einheiten, alle- übrige für 100 Etnhriten.) Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) 17. April 22 April Repari. °° Amtliche Viotierunn ’liiitli u: ;«ott-r 111 Wrlb Brt«' •fteio *’rt!f 17. 22. 155,11 156,8) 158,91 167,39 1 1 yrn.-Tintro. 22,54 22,46 2T24 23, 6 1 1 Gbrifrtanln 17,95 58,25 58.2) 58,5 ■ 1 1 Koprndn-ien 69,^2 70,28 70,72 70,. 8 1 1 6 todbolin 110,7? 111,23 110,52 111,0j 1 1 Aclfingrorl 10,58 10,58 10,52 10,58 1 5 n tollen 18,65 18,75 18,75 18,95 1 1 London 18,255 18,345 18,405 16,495 1 1 9ient)ort . > 4,H 28,23 4,21 4,1-4 4,21 1 1 Pari» . - 26,37 17,53 27,87 1 1 6 d)iueh 73,91 74,29 74,21 74,59 1 1 g p.mleit . L ien tu D * £eit-ab(je t ‘1‘rna . . 57,16 67,44 t-8,95 19,25 1 1 F,03 6,12 6.08 6,12 1 25 12,43 12,64 12,48 12,54 1 1 Budapest 6,58 6,58 B,62 1 voll Buen>Aire» ',38- 1.9? Äl 1 1 Bulgarien Japan du voll 1 voll 5 3. io oe ui ‘Ä 'L 1,47 J 1,48 t>,?2 1 1 tbcldtdo 5.28 voll 10 utuauoa '2,96 15,04 '3,16 1^,24 1 1 Frr"". 2L. Steril (Mffb Briek lieoari. »/. Mmrfin fP nm ......... 74 21 74 «9 2 29 19 ; 9'32 nn ff 7T ? 70’58 2 chnxdilchk Nokrn........ AfTÄnhKfTi, cPnrrn ...... . 110/2 18),61 111/78 157 39 2 1 Irutlch Okllkrrrich. i 100 flronen 6^2 6,'2 7 3 mrrilaniichr 'Jiottn....... 4,13 4,21 1 molllchr ............... 18,40 18, >0 1 lt.ilitiii(if>t 9/ote* ........ 19,4 i 19,5 voll ^Igilch« ................ 23 21 2 ,'6 2 tlnaarti voll Spanische t»ouo • • ' • • • 68,9j -9.25 25 Märkte. Berliner Produkfenbö-se. Berlin, 22. April. Der Produktenmarkt blieb unter dem Druck der Geldknappheit lustlos. Weizen war mehr ang^brien, aber es bestand dafür wenig Kaufinteresse. zumal die Reichs- getreidesteile von ihrem Besitz weitere Abgaben macht. Reggen wurde sehr wenig umgesetzt. Die Müh'ei sehen sich mit Rücksicht auf das schlechte Meh gcschäft nicht veranlntzt. Brrtgelreidc einzu- kaisen Hafer hatte vcrhättnismätzig festere Ten- kenz bei t.einem Angebot und einigem Begehr für den Konsum und fur die Küste. Bon Kleie wurde Reggenkleie mehr b?g.hrl. <53 notierten für je 1000 Kilo Weizen, märt. 170 bis 177, pomrn. 163 bis lt’8 Roggen, märt. 131 bis 138, Pomm. 127 bis 131, Braugerste 170 bis 190, Futtergerste 150 bis 165 (alles ruhig). Hafer, märt. 125 bis 132 (behauptet), pjinm 120 bis 128 (behauptet), Raps 310 (still). Leinsaat 410 (still): für je 100 Kilo: Weizenmehl 24,50 bis 26,50 (ruhig), Roggenmehl 20 25 bis 20,50 sruhig), Wei- zenlleie 10,20 (befestig.), Roggenlleie 8.70 bis 8 90 (befestigt), Dittoriaerbsen 2. bis 23, kleine (5.b ei 16 bis 17, Futtererbsen 13,50 bis 14, Pe uschken 11,50 bis 13. Ackerbohnen 16 bis 18, W den 12 bis 14 Lupinen, blau 12,50 bis 13, Seradella, alt 16.50 bis 17,50, neu 12 bis 14, Rapskuchen 11,50, Leinkuchen 22 bis 23, 2roden» fchnitel 9,40 bis 9 53; für je 50 Kilo. Weizen- und Rrggenstroh, drahtgeb. 0,90 bis 1,10, Hafer- strrh, drahtgepr. 0,75 bis 0,95, Stroh, strohseil- gebänöelt 0,70 bis 0,90, Häcksel 1,80 bis 2,00. W esenheu, gut, gesund und trocken 1 20 bis 1,35, handelsübliches Heu 1,20 bis 1,40, Kleeheu 2.50 bis 2,90 Mark. Frankfurter Getreidebörse. F r a n k s u r t a. M . 22. April. Es notierten für je 100 Kilo: Wetterauer Weizen 18,15 bis 18 50, Roggen 16 bis 16 53, Braugerste 23 bis 21, tafer. inländ. 15 bis 15,63, Weizenmehl, südd. pe ial 0 27,75 bis 28,75, Roggenmehl 23,50 bis 24, Weizen- und Roggenkleie 10 bis 10.75, Mais 19,25 bis 20 Mark. Tendenz: Geschäftslos. Frankfurter Schlachtviehmarkt. spd. F r a n t f u r t a. M., 22 2lpril. Auftrieb: 239 Ochsen, 38 Dullen, 804 Färsen und Kühe, 255 Kälber, 45 Schafe und 2150 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Ochsen (voltsl.) 50 bis 56. (junge fleischige) 42 bis 49. (mätzrg genährte) 30 bis 40; Dullen (vollst.) 38 bis 44, (jüngere) 33 bis 37; Färsen und Kühr (vollst. Färsen) 48 bis 55, (vollst. Kühe) 42 bis 43, (wenig gut entwickelte Färsen) 38 bis 46, (ältere Küche) 34 bis 40, (matzig genährte Kühe und Färsen) 25 bis 33, (geringere) 10 bis 20; Kälber (feinster Qual.) 65 bis 70, (mittlerer) 58 bis 64, (geringere) 48 bis 57; Schafe —; Schweine (unter 80 Kilo) 52 bis 58, (von 80 bis 100 Kilo) 63 bis 64. (über 100 Kilo) 60 bis 64. Der Grotzvi.hmarkt und der Schweinemarkt Verliesen gedrückt und chatten H.bcrfianb. Der Kleinviehmarkt wurde ausverkauft. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Rückkehr Kahrs. München, 22. Aprll. (WTD.) Die .Mün- chener Reuesten Rachrichten" melden: v. Kahr ist am Sonnabend von seinem dreiwöchigen Erholungsurlaub aus dem Süden nach München zurückgekehrt. Wie verlautet, sollen General b. Losow und Oberst 6 e i f f e r noch einen Abstecher in die Schweiz gemacht haben. Begnadigte Düsseldorfer Schutzpolizisten. Köln, 20. April. (WTD.) Wie die „Köln. Zeitung" aus Düsseldorf erfährt, wurden zum Osterfest auf Befehl des kommandierenden Generals von den am 27. 12. 1923 wegen der Vorgänge am Düsseldorfer Sonderbündlertag Verurteilten die Mttglieder der früheren Düsseldorfer Schutzpolizei begnadigt. Sie muhten jedoch am Montag das besetzte Gebiet verlas- f e n. Vier Polizeibeamte befinden sich noch im Gefängnis. ßrin frecher Diebstahl. Darmstadt, 22. April. (Eigener Bericht des „Gietzener Anzeigers".) Heute nacht haben Diebe den gestern in Anwesenhttt des Mainzer Bischofs geweihten Grundstein zur neuen katholischen Fidelis-Kirche erbrochen und barauä sämtliche etwa 15 Dokumente mitsamt der Zinkkapsel. in der sie aufbewährt lagen, gestohlen. Die Diebe sind noch nichä ermittelt Cafe Am end Heute Mittwoch, 8 Uhr 40. Sonderkonzert m.verstärkter Hanskapelle unt.Milwirkung der hiesigen Reichswehr (12 Herren). Sonderkonzerte finden jedenMittwoch statt 3169c So gut wie Contlnental-Relfen ! nur Continental »Absätze und »Sohlen. Sie sind geschmeidiger und sparsamer als Leder, machen den Gang leicht und schonen die Nerven. Verlangen Sie von Ihrem Schuhmacher WWröcsWWMN. «in Roman aus dem 21. Jahrhundert von HanS Dominik. H. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Die weiteren schlechten Nachrichten aus dem Ilital hatte Toghon-Khan beinahe erroartet. Dah der General von Bülow hier in der Linie des Lelekdamnres einen scharfen Widerstand leisten würde, war für den alten Mongoleirfeldherrn eine Selbstverständlichkeit. Deshalb hatte er ja seine Kerntruppen dort angesetzt. Aber die Stärke des Widerstandes überraschte ihn. Die Berichte, soweit sie bisher Vorlagen, meldeten ungeheuere Verluste der Angreifer. Wenn Bülow seinerzeit Georg Isenbrandt gegenüber von einem Thermopylen gesprochen hatte, das er hier errichten wolle, so bewiesen diese! Meldungen, cvie ernst er seine Worte gemeint hatte. Auch die Truppen, welche die chinesische Heeresleitung zur Umgehung der Telekstelluna angesetzt hatte, fomen nur Schritt für Schritt und unter schcversten Opfern vorwärts. Ein Forcieren des Durchbruches an dieser Stelle würde in jedem Falle ungeheueve Verluste erfordern und im Erfolg zweifelhaft bleiben. Der grvhe Erfolg muhte im Irtyschchale gesucht werden. Die breite dsungarische Pforte erlaubte es, viel stärkere Kräfte vor^uwerfeu. Waren sie hier erst eimmrl bis zum Siedlecland durchs gedrungen, wo eine freie Entfaltung der Front möglich wurde, dann war die Iliflellung der Gegner so im Rücken bedroht, dah sie unhaltbar wurde. Aus dieser Desamtlage ergab eS sich, den Vormarsch durch das Irthschtal mit größter Schnelligkeit und stärksten Straften zu betreiben. Noch am Abend dieses Tages ergingen die Befehle nach allen Seiten, und im Laufe der Nacht begab sich der Regent mit seinem Stabe von Khami nach der dsaugarischen Grenze. Hier erreichten ihn am frühen Morgen des 10. Juli die Meldungen, das) seine Spi?,en ben Gebirgszug zwischen Hfl Kamenogorsk und Artatsk gegen schwachen feindlichen Widerstand genommen hätten. Wo einst einhunderlvierzehn Kosa'en unter dem General Licharew den Feinden widerstanden und ein Bvllwerk gegen die gelbe Flut errichteten, da waren die so viel stärkeren $ru4>= Pen der E. S. C. jetzt fast kampflos gewichen. Das strategisch? Spiel sch eu gewvunen. Weit offen stand das Dölkertor, durch welches sich seit Tausenden von Jahren die asiatischen Stämme nach Westen ergossen hatten. Als die Sonne über die Bergkämme des Altai heraufkam, slaird Toghon-Khan allein am Ufer des Irthsch, den die Mongolen Kara Erthis nennen. Sinnend schaute er den gen Westen strömenden Wellen des jungen Flusses nach. Hinter ihm war das Land sicher. Die ungünstigen Nachrichten von der Südfront wurden durch die Meldungen wettgemacht, dah die Luftgeschwadec in seinem Rücken teils niedergekämp.t, teils vertrieben seien. Vorwärts ging es mit der Sonne. Er brauchte nur seinem Schatten zu folgen. Kaum hundert Schritte vor ihm lag der Grenzgraben. Er wandte sich um und- winkte sein Pferd herbet VorwärtsI Nach ein paar Sähen hielt er am Grenzgraben. 3n diesem Augenblick loderten links und rechts von feinem Wege mächtige Scheiterhaufen auf, die seine Getreuen aus umge- flüraten Grenzpfählen errichtet hatten. Mit einem stolzen Lächeln quittierte der Regent die Huldigung. Ein Spomstoh! Sein Roh sprang in einem mächtigen Satz über den Graben. Ein Ruck In den Zügeln, das Pferd stand wie aus Erz gegossen. Er war auf erobertem Boden. Von allen Seiten u mb raufte ihn der Jubel der vorüber- ziehenden Truppen. Toghon-Khan sah starr auf seinem Pferde. Die schwarzen Glutaugen weit offen nach Westen gerichtet. Der Ring an feiner Linken schien zu glühen. Seine Sinne wanderten. Aus den Truppen, die da neben ihm in mtbemfler Ausrüstung vorwärts chasteten, wurden die .Krieger der goldenen Horde, wie sie der grctze Dschiugis-Khau vor acht Jahrhunderten nach Westen geführt hatte. Er sah sie Vorwärtsstürmen. Er sah sie die weiten Steppen Dorderasiens überschwemmen. Er sah, wie die uralten Königreiche unter ihren Tritten zusammenbrachen. Er sah, wie sie ihre Rosse an den blauen Wassern des Helles Pontes h'äntten, wie sie die Donau stromaufwärts zogen, über das Valkangebirge gingen . . . und bis'In das Herz Europas stieben. Ihm nach! Seine Spvven fließen gegen die Flanken seines Pserdes. Wütend stürzte das edle Tier vorwärts. Erst nach einer Weile brachte er es in seine Gewalt zu rück. Er war erwacht. Sein Auge überflog eine Abteilung marschierender Artillerie. Sein Auge hing an den glitzernden Rohren. Die Geschütze waren von chtnefrschE» Äonflrutteuren gebaut. Ihre Leistungen waren von einer bisher unbekannten Grötz«, und et wusste, dah Europa dergleichen nicht hatte. Die Artillerie war feine alte Waffe. Die Batterien dort neben ihm. . . waren sie nicht auch sein eigenes Wert? Wie würde diese neue Waffe den weihen Gegner treffen? Ein kalter, frischer Wind fuhr ihm über bat Antlitz. Er hob den Helm und badete feine heißen Schläfen in dem erquickenden Luftzug. 'Vorwärts! Vorwärts! . . . Ihm nach! Er beugte den Kopf über seine Linke Wu rotes Feuer erglänzte der Ring des DschingiS« Khan in den Strahlen der Morgensonne. Seine Lippen berührten das Gold. Ein Schauer rann durch feinen Körper. Wetteifernd mit den Fluten deS Irthsch, strömten die mongolischen Myriaden an fernen Ufern westwärts. Meile um Mecke gewannen sie, bis die Gebirge zurückwichen und der Fluh sich zum See weitete. Jetzt strömten auch die Massen auseinander. Die niedere Gebirgskette quer vor ihnen war das letzte Hindernis. Die Sonne war hoher gekommen. Doch her kühle Morgenwind hatte sich auch um die Mittagszeit nicht gelegt. Im Gegenteil. Er war von Stunde zu Stunde kälter geworden. Jetzt ging eine seltsame Veränderung des Himmels vor sich. Die Sonne verschwend hinter einem grauen Dunstschleier. Gin eisiger 'Lustftrvw aus Nordwesten kam den Marschierenden entgegen. Welk und schwarz, wie verbrannt, hing das saftige Julilaub an Bäumen und Sträuchern (Fortsetzung folgt) KESSLERS KAFFEE-ESSENZ der beste Kaffee - Zusatz verfeinert das Kaffee-Getränk. 2?25a WWimle MM! Oefffeniliche Sonntag, den 27. April, 8 Uhr abends in der Turnhalle (Oswaldsgarten) (Es sprechen: Herr Landtagsabgeordneter Studlenrat Pros. Dr. Ferd. Werner über: viedeutschmSchWlMahlen Herr Handelskammer-Syndikus Dr. h. c. Meesmarnr-Mainz über: 3155v Holide^ Jt irtschaftspolitik Akür deulfchgefinnten Wähler und Wählerinnen aus Stasi und Land find töiHhommen! Die aus dem besetzten Gebiet ausgewiesenen Landsleute sind besonders freundlichst eingcladen. Eintritt frei. 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