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Der Mißbrauch der Amtsgewall wird darin erblickt, dah er eine Kellnerin auf Zwischenträgereien hin einfach bei Rächt verhaften und über die Grenze ab- schieben lieh. Der Staatsanwall beantragte insgesamt eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren und neun Monaum unter Zubilligung mildernder Umftänbe. Diese werden darin erblickt, dah Dörffert ein Opfer seines Glücks geworben und seiner verhältntsmähig hohen und verantwortungsvollen Stellung nicht gewachsen gewesen sei. Er war nämlich vom ernsacheiH Schutzmann über den Umweg eine» Mill- tärtrompeters auf seinen jetzigen Posten unter der Saarregierung aufgerückt. Die Urteil#- fäTlung findet Montagnachmittag statt. Der deutsch-französische Handelsvertrag. Die „chinesische Mauer" deS deutsche» Protektionismus. P a r i S, 21. Dez. (WTB.) Der .Mat in" der» öffcntllcht Erklärungen emeä der französischen Unterhändler für d n A.schl.h deS deutsch»französ fchen Handelsvertrages. In dm ErllärunAen w rd behauptet, dah Frankreich ungenügend vorbereitet die DeiHandlungen mit den deutschen Handelsd leg ate.i ausgenommen habe, wahrend beb ut,chen De e- gierten methodisch vordere tck, in voller Kenntnis der sranzös.fchen Altionsmittel. ble Verhandlungen aufgenommen hüttrn. Der rasche Abschluß des beutsch-englischen Handelsverträge« widersprech.» b?m nicht, denn England, daS sich die Meistbegünstizuna vor- behallen habe, rechne ebm daraus, dah Frankreich bet seinen Handelsvertr igsvei Handlun.,;«w auch sich selbst die gröhtmögl d>en Dort ile verschaffen werde. Die französischrn Unterhändler seien also isoliert und ungenügend bewaffnet auf eine wahre chines fche Mauer gestohen, nämlich auf den üb;rtr eb neu Protektionismus eineS D utschl । nb. bas sich lag?, um ben Dawesplan auSZufuhren, darf unser Export nicht beschränkt werden, und um unsere Wahrung stabil zu erhalten, ist e« notw ndig, bah unser Imporl auf bas genaueste Mindestmaß beschränkt wird. Das sei die Spekulation gewesen, die man vor sechs Wochen bei Beginn der Verhandlungen vorgesunden habe, und so liege sie auch heute noch. Man habe zwar ein bißchen die chinesisch« Mauer inS Wanken gebracht, aber sie sei noch hoch genug, damit kein französische« Produkt siemitR atzen überschreiten könne. Die, die sie verteidigten, hätten übrigen« durch die letzten Reichvtagswahlen eine Verstärkung erhallen. 2luf die Frage des RedattcurS des .Matin", ob die Lage sehr ernst sei, antwortete bet französische Unterhändler: Keineswegs, denn eS handelt sich nur darum, einige Stunden länger als bis zum 10. Januar auSzuhalten. Werbe doch Frankreich nach dem 10. Januar auch au« der Meistbegünsti, gung Vorteil ziehen können. Frankreich habe ja bann auch Zeit, seinen Zolltarif zu vervollkommnen, und zwar durch ble Annahme des jetzt dem Parlament vorliegenden neuen Tarifs. Im allgemeinen, so schloß der französische Unterbänb- ler, der als einer ber bestunterrichteten bezeichnet wirb, müsse man bedenken, daß Deutschland und Frankreich ein großes Interelle an der Emigung hätten, wenn man auch davon noch well ent-t fetnt fei. älebrigenS dürfe man auch die Verbindung des Erzes mit der Kohle nicht vergas em Vertagung der Oviumkonferenz Genf. 20. Dez. (WTB.) Die zwecke Opium- konferenz hat ihre Sitzungen bis zum 12. Januar 1925 unterbrochen. Fünf von den sechs Unter- kommiffionen der Konferenz haben ihre Arbeiten beendet, die in einem eingehenden Studium aller der Konfereiy Dorgclegten Vorschläge auf Einschränkung her Rarkoir ko out »-di- Nr. 30s Erster 6rfd)ttiu täglich, außer Sora- und Feiertag». Beilagen: GietzenerFamllikib lütter Heimat im Bild. tteietüBejapiprelt: 2 Goldmard u 20 (Bofb- Pfennig für Trügerlohn, auch bei Nichterscheinen t>on einzelnen Nummern Infolge höherer Gewalt. Fernsprech.Anschlüsse: vchriftteuung 112, Ver« lagundGeschäftsstelleSl. Anschrift für Drahtnachrichten Hnjelgerftlefjem Postscheckkonto: trenlfurt a. 01. 1168«. Poincars hatte wenigstens das eine für sich, er machte aus seinen Plänen und Absichten Deutschland gegenüber nie einen Hehl. Anders dagegen Herr Herriot, der sich bekannllich verschworen halte, Europa den Frieden tvieder- zugeben, dafür aber hinter den Kulissen die französische Kriegs- und Raubpolitik nach allen Regeln ber Kunst fortsetzt. Richt genug, daß auch auf sein Konto ber Kölner Vertragsbruch zu sehen ist, er trägt sich noch mit ganz anderen Plänen. Sein neuestes Ziel ist, tote sich jetzt herausgestellt hat, eine verschleierte Annektion des Industriedreiecks Saarlouis - Dillinyen-Völllingen. Bekanntlich sieht der Versailler Friedensvertrag für daS Saargebiet nach Ablauf von fünfzehn Jahren eine Volksabstimmung vor, von deren Ausgang die Einverleibung von Frankreich ober Rückgabe an das Reich abhängen soll. Herr Herriot spekuliert aber nicht nur auf die Urteilslosigkeit des europäisch:n und amerikanischen Publikums, er rechnet auch auf eine Unterstützung ber deutschen Pazifisten, zumal es doch so auS- sieht. als ob er gegen die Abtretung eines Deinen Grenzstreifens das ganze Saargebiet s ch 0 n j e h t an Deutschland zurückgeben will. In Wirllichkeit verfolgt er aber lediglich das Ziel, auf diesem Umtoege Saarlouis mit feiner Umgebung, seiner gewaltigen Industrie und den Kohlengruben für Frankreich zu gewinnen. Doch rechtzeitig ist es gelungen, diese Pläne des französischen Ministerpräsidenten aufzudecken. Wie wir bereits am Samstag in einem Teil der Auslage meldeten, haben sich die ötadtveroebneten der Stadt Saarlouis sofort mit einem schar - f e n Protest an den Völkerbund, die ReichS- reglerung und auch an Herriot selbst gewandt, in dem sie keinen Zweifel darüber liehen, daß sie gut deutsch sind und auch gut deutsch bleiben wollen. Herr Herriot wird sich unb darüber Dürfte wohl fein Zweifel bestehen, angesichts dieses scharfen ErnsprucheS schleunigst zurückziehen und die aufgedeckten Pläne nach bekannten Vorbildern alS Fälschungen h.nsteLerr. Saarlouis an Herriot. Saarlouis, 20. Dez. (WTB.) Gleichzeitig mit zwei Eingaben an den Reichskanzler und den Völkerbund haben sämtliche Stadtverordnete von Saarlouis ein Schreiben an den französischen Ministerpräsidenten Herriot gerichtet, in dem es heißt: Herr Präsidettt! Sie haben eift Angebot Frankreichs ausgesprochen, wonach Frankreich auf daS Saar- gebiet und auf die Gruben verzichtet, wenn die Stadt Saarlouis mit sieden Bürgermeistereien an Frankreich fällt. Wir Bürger der Stadt Saarlouis, die wir die gewählle Stadt Vertretung bilden, können nicht annehmen, daß Sie. Herr Präsident, über die Stimmung der Bevölkerung Im Saargebiet, besonders in Saarlouis, richtig unterrichtet sind, weil Sie sonst diesen Gedanken sicher nicht au«* Pari«. 22. Dez. (TU.) Der -Berliner Der- «tet &<« .«ch 0 be Pari«- teilt folgendes mtt: Die Interalliierte MU tärkontrollkommiffion bat einen neuen Bericht abgefaht, der heute fr ü h in Pari« eintreffen wird. Diesem Bericht Ist wegen de« Datums, deS Zeitpunktes, zu dem er abgesandt wurde, eine besondere Bedeutung beizumessen. Der Text, dem ein Begleitschreiben von brei Seiten und mehrere Anhänge beigegeben sind, ist von sämtlichen Mitgliedern ber Interalliierten Wilitärdelegatton e i n ft i m- ”18 gutgeheihen worden. Die Bot- schafterkonferenz wird an Hand deS Berichtes die entsprechenden Schlußfolgerun- gen »leben können. Wir glauben zu wissen, daß der T«richt ber Kontrollkommission in einigen Tagen der Preise übergeben wird Die Äontroll* gesprochen hätten. Gestatten Sie uns deshalb, zunächst darauf hinzuwelsen, daß der seinerzeit dem Präsidenten Wilson unterbreiteten Erzählung von 150 000 Saarfranzosen eine Beweisführung nicht beizumessen ist, da sie durch Machenschaskten einiger Persönlichkeiten zustande kam, die Sie, Herr Präsiderck, ohne Zweifel nicht billigen würden. Gestatten Sie uns ferner, Ihnen die Versicherung zu geben, daß das Saargebiet unb nicht zum mindesten Saarlouis deutsch war, deutsch ist und deutsch bleiben wird. Wir iönnen Ihnen die feste Versicherung geben, daß die Bevölkerung der Stadt Saarlouis, hart an der Grenze Frankreichs, in Frieden und Eintracht mit unserem Grenznachbar leben will. Als gute Deutsche bekämpfen wir jedes Bestreben, uns von Deut'chland loSzureißeu, wett wir unlösbar verknüpft find mit unserer Heimat, und wett eine LoStreunung wie ein Dolchstich, wie eine Erdrosselung auf daS Wirtschaftsleben wirken müßte. Jeden Versuch der Trennung müßten wir als eine in unser deutsches HauS geworfene Brandfackel betrachten, die Mann. Weib unb Kinb selbst mit ihrem Herzblut ersticken toü-’ben. Gerade die Rot Deutschlands, bas zu erfüllen, waS eS versprach, ob es twch so schwer und hart wird, kittet unS mit unwiderstehlicher Kraft an unser teures Vaterland, dem wir belfen wollen, wieder frei zu werden. R chtS in ber Welt, keine materiell noch so glückliche Zukunft kann uns unsere Liebe zuDeutsch- l a n d aus dem Herzen reihert Wenn wir deshalb unseren Rach ar der blau-weitz-rvten Grenz» pfähle in tiefster Sorge um unsere Zukunft zu- rufen: Besinnt Euch und verachtet nicht, was Ihr so hoch gepriesen habt! so ist daS ein Hilferuf ber Stabt Saarlouis an die Herzen aller, die guten W llens sind, die verhüten wollen, batz Zank unb Streit weiterleben zwischm zwei Völkern, die auf ein gut nachbarliches Verhältnis zueinander angewiesen sind. Herr Präsidentf Wir nehmen ohne weitere« an, bah Sie, nachdem wir Ihnen unsere An» sicht unzweideutig Uargllegt haben, sich mit aller Kraft dafür einsetzen toerben, dah wenigstens ber uns im Friedensvertrag von Versailles gewährleisteten freien Abstimmung kein Hindernis in den Weg gelegt wird. Der Saarbrückener Korruptionsprozeh. Ein Polizriwajor ber Saarrrqirrrrog „daS Qpier feines WlLtks". Saarbrücken, 20. Dez. (WTB.) In dem Prozeh gegen den früheren Kommandanten der Saarbrückener Schutzmannschaft, Polizeimajor Dörffert, dellen Verhaftung wir seinerzeit gemeldet harten. Ftnb heute nach dreitägiger Verhanbluirg die Plädoyer« zu Ende geführt worden. Bon bat zahllosen Beschuldigungen, die • GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gderhesien tne cntiPffieg: vrM'scht Untoerfttats^Bnd?. nnt> $leln6rut mll der Grundlage der allgemeinen Mehr- hell sind, dürste die Vorlage glatt angenommen werden. 3n der Aventin-Opposition ist die Gruppe D m e n d o l a und, wie man berells jetzt festzustellen glaubt, s nd auch bie Sozialisten dafür, so daß eine Spaltung der Opposition kaum ein» treten dürste. 3n Erwartung eines Wahis eges in den Industriezentren sollen auch die Popolari erklärt haben, bei der gegenwärt gen Sage keine Schwierigkeiten bereiten zu wollen. Die Opposition ist sich jedoch einig darin, dah auch bei der neugeschaffen«, Lage eine Rückkehr in das Parlament und in die Regierung ausgeschlossen sei. Es kön'te fein, dah auch die Girl t i-Anh nger bief ? Aus a sang veitccten und so dte Wahlrechtsvorlage trotz ihrer Annahme indirekt dazu benutzt wird, die moralische F age, die ImMatteotti-Prvzeh ausläuft, in den Vordergrund zu rücken und damit den Kamps gegen die Regierung zu verschärfen. Die Dlämische Bewegung in Belgien. Amsterdam, 20. Dez. (WTD.) Die Morgenblätter bringen zum Teil ausführliche 'Berichte ihrer belgischen Korresporckenten über die vlämische studentische Kundgebung, die am Donnerstagabend in Löwen zum Protest gegen die Unterdrückung der politischen Freihell der vlämischen Studenten und gegen Verweisung von fünf Studenten von der Universität wegen ihrer vlämischen Gesinnung statt fand. Die Teilnehmer an der Kundgebung nach dem „Rieuwe Rotterdamschen Gourant" etwa 1000, zogen, von einem großen Ten bet Einwohnerschaft freudig begrüßt, unter Rusen. .Hoch Oranien! Rie- der mit Belgien! Wir fordern politische Frei- hell!- in einem langen Demvnstrativnsz^c hutth bie Straften bet Stadt. Die Demorv ftratton endete mn etner BrvtestversammttQ»g. Rach der Zeitung .Maa-bode- soll die Polizei stellenweise mit blanker Waffe eingegrtffen haben, um ernsthafte Zwischenfälle zu verhindern. Marokko. Paris, 21. Dez. (WTD.) Rach einer Ha» vasmeldung wirb aus Bayonne berichtet, dah nach Mitteilungen vorn vergangenen Frellag General Prirno bi Rivera Gerüchten zufolge sich gezwungen gesehen habe, T e t u a n aufzugeben. Diese (Nachricht, sowie ein anscheinend offiziöser Artikel eines Madrider Blattes vom gleichen Tage, in dem das Interesse hervorgehe, bas Spanien daran habe, Melilla, E e u t a und Larasch zu behaupten, hätten in gewissen Kreisen, die vorausgesehen hätten, dah die Dmge in Marokko eine ungünstige Wendung nähmen, eine gewisse Beunruhigung hervorgerufen. Man erinnere sich jetzt der Forderung A b d e l K r i m s, die Spanier dürften nur Ceuta und Melilla behalten und mühten das übrige marokkanische Gebiet auf geben sowie der Aeuherung Primo di RiveraS, er werde wohl im Januar Ab del Krim, an Händen und Füßen gebunden, in Tetuan festhalten. Die Tatsache, dah General Weyller sich am Freitag in den königlichen Palast begeben habe, sei in Verbindung mit diesen Rachrichten ebenfalls stark kommentiert worden. „ r x Das spanische Oberkommando In Ma^oao hat gegen die Aufständischen Andjeras die Fremdenlegion Aufgeboten, d.e in he- tige Kämpse verwickelt ift Die Truppen des Generals Sarv sind anschemend bei ihrem Dorrücken von Tetuan nach Alcazar Segtir auf starken Widerst a n d g e st o h e n. Die T.up- pen haben bei Ali Fayal, neun Meilen von Tetuan entfernt, ihr Lager aufgesch^gen. Belebung derBautätigkeit Steuerliche 2Zvrsch!äqe der Industrie und Handelskammern. Berlin. 21. Dez. (Wolff.) Die Industrie- uni) Handelskammer in Berlin hat gemeinsam mit den Spitzenorganisationen der deutschen und preuhischen Handelskammern sowie den Spitzen- verbänden der deutschen Wirtschaft der Reichsregierung und dem preuh schen Staatsministerium eine Reihe von Anträgen unterbreitet, die Steuerbefreiungen zwecks Belebung der Bautätigkeit verlangen. Es wird u. a. die Freistellung von der Reichsvermögens- steuer auf zehn Jahre bei Grundstücken verlangt, deren Bebauung nach dem 1. Januar 1924 begonnen hat: ferner die Stundung der Grundgewerbeste.uer bei (Veräußerung zwecks Bebauung sowie die Befreiung der 1924 und in den folgenden Jahren erbauten Reubauten von der preuhischen Grundvermögens» steuer aus zehn Jahre, ferner bie steuerliche Abzugsfäyigkeit bet Aufwendungen für Reubauten bei den Äeichsetnkvmmen- und der Körperschaftssteuer für zehn Jahre, schließlich der Stundung und Befreiung von Wert- zuwachssteuem. Der Prozeß des Reichspräsidenten. Magdeburg, 20. Dez. (Sil.) 3n der heutigen Verhandlung wendet sich zunächst RechtS- antoalt Heine als zweiter Vertreter des Reben- klägers Reichspräsidenten Ebert gegen die Verteidiger des Angeklagten, die es fertig gebracht hätten, auf Freisprechung zu plädieren. Er halte bie Aufforderung be8 'Ängellagten an Herrn Ebert: Beweisen Sie doch, dah Sie kein Landesverräter sind, für eine Beleidigung nach § 195 und eine dreiste Verhöhnung. Rach Rechtsanwalt Heine nimmt Verteidiger Dindewald das Wort. In Frage komme bet dem Artikel des Angellogten nur üble Rachrede im Sinne des § 183. Rechtsanwalt Dr. Landsberg wendet sich gegen die Verteidigung und erflart: .Es sei ein Zeichen unanständiger Gesinnung, wenn srühere SozialdemokratLn ihrer ehemaligen Partei jetzt in den Rücken fallen. Die Rede im Treptower Park müsse im ganzen betrachtet werden. Der Mann, der sie hielt, liebe sein Vaterland auf bas tiefste. Die Verhandlung ist bamll beendet. Die ilrteilsverkünbung wird auf DienS- tag festgesetzt. Spaltung der sächsischen Sozialdemokratie Dresden, 22. Dez. (TU.) Die Spaltung in der sächsischen Sozialdemokratie ist nunmehr endgültig vollzogen. Die FranktionSmehr- h e i t unter der bisherigen Führung des Landtagsabgeordneten Wirth und die Fraktionsminderheit unter der Führung von Arzt haben sich völlig getrennt Die beiden Fraktionsteile haben an das Präsidium des Landtags die Aufforderung gerichtet, ihnen getrennte Fraktionszimmer zuzuweisen. was auch bewilligt wurde. Schon bei den nächsten Landtagswahlen werden getrennte Wahllisten aufgestellt werden. Beschlüsse der Deutschnationalen Berlin. 20. Dez. (TU.) Die deutschnativ- nale Relchstagsfrallion beschloß am 19. De ember. die Lösung der Flaggenfrage im Wege deö Dolksent s cheides zu versuchen. da nach der Verfassung für die Wiedereinführung der Farben Schwarz-Weih Rot eine Zweidrittümehrheit erforderlich ist, die sich im Reichstag nicht findet. Die Reichstagsfraktion hat es ferner für dringend notig erklärt, dah die deutsche Regierung sofort Maßnahmen ergreife. um das Recht Deutschlands auf Räumung des Ruhrgebiets und der Kölner Zone zum 10. Januar 1925 zu wahren. Die Kosten für die Transporte der Besatzungstruppen, Berlin, 20. Dez. (TU.) Das Orga» nijationskomitee der Reichsbahngesellschaft, bestehend auS den Herren Aquwvrth, Levevre, Dogt und Bergmann behandelte Fragen der Liquidierung der Regie und des Abbaues der Regiearbeiter sowie die Kosten für den Transport der Besatzungstruppen. In allen Fragen wurde eine Einigung erziett, die im allgemeinen auch den deutschen Interessen Rechnung trägt Bei der Festsetzung der Tarife für den Transport der De- satzungstruppen ist der Grundsatz gewahrt worden, dah die Reichsbahn, über Me im Londoner Abkommen sestges.yte Jahresrate hinaus keine weiteren Zahlungen leistet» Die Reichseinnahmen im November. Berlin, 20. Dez. (TU.) Die Reichseinnah- men an Steuern, Zöllen und Gebühren betrugen nach dem endgültigen Ausweise für Roveinber 24 672 125 Millionen Mark und bleiben hinter denen vorn Oktober nur etwaS zurück. Trotzdem aber zeigt auch der Rovernberausweis ein recht befriedigendes Bild, denn auch die Ro- vemberelnnahmen überschreiten den Monatsdurchschnitt des Jahres um rund 80 Prozent. Die Zölle und Decbrauchssteuern haben auch im Rovember steigende Erträge gebracht. Aus aller Welt. Eröffnung der Missionsausstellung in Rom. Rom, 21. Dez. (WTD.) Die in Rom anläßlich des Heiligen Jahres stattfindende Mis- flonsausstellung wurde heute t>Dtn_ Papst in Anwesenheit von 24 Kardlnälen. des diplomatischen Korps beim Heiligen Stuhl sowie vielen Bischöfen, Prälaten und Würdenträgern des päpstlichen Hofes feierlich e r» öffnet Der Präsident des Generallomlte-s, Kardinal Dan Rofsum, hielt hierbei eine Ansprache. Der Papst würdigte das Werk der Missionare, die überall, selbst in den entferntesten Teilen der Welt, die christliche Gesittung und christlichen Glauben verbreiten. Der Papst erteilte den päpstlichen Segen, besichtigte die Ausstellung und beglückwünschte ihre Deranstolter und Aussteller. An der M sfionsausftellung sind die deutschen Missionsgesellschasten fast vollzählig b.te I gt, b sond.rs die G-sel.schfften, die sich vor dem Kriege in den deutschen Schutzgebieten Tcgo, Äim.cun, Ostaf. k', Südwestafrika und Südsee sowie in China u d In Indien betätigt hüben. Die Lei mig der ethnolog.schen und l.ngu st schm 2kt ihrig, d.e wohl die interessanteste und hervorragendste dec Ausstellung ist, liegt in Händen des deutschen Gelehrten und Herausgebers der Zettschclft »Anthropos", des Paters Schmid von der Steyler M.sffonsg s l.sch.ft, dec sich auch um bie Dorarbe.ten für diese Abteilung sehr verdient gemacht hat. Unter dm etwa 60 Besch'.ckern der Ausstellung bff.nden s.ch in den einzelnen Komitees etwa 23 deutsche Patres. Ein blonderer AnziLhungspunkt der Ausstellung dürfte wohl die Abteilung für tropische Hygiene und tropische Medizin sein. Hier haben die deutschen Gelehrten unJ Fich wtilu.e eine seit.ne Gelege he.t ge inken, euk neue e nem int ressierten Publ tu n vor Augen zu führen, was deutsche Wissenschaft und deutscher Fleiß für das Wohl der Mmschh.it insbesondere für das Wohl der Tropenbewohner, geleistet hat Jeder unbefangene Besucher der Lllrsstellung dürfte die Heb rzeugung mit» nehmen, daß die d utschm M s onen und d e deutschen Aerzte Deutschlands F higke t zu Lk* nifLrcn, offenkundig erwiesen h.ben. auf, daß die besteh enoc SteuersluchtgesetzgevnnA mit dem 31. Dezember ihr Ende erreicht, entschloß sich die Rechsregiecung im Interesse der Deriehrsförderung ab 1. Januar 1925 die bisher für die Ausreise aus dem Reichsgebiet erforderliche steuerliche Unbedenklichttltsecllä.-ung der Finanzämter fortfallen zu lassen. Somit ist die Möglichkeit geschafs«t iür Re.chZangehöcige den deutschen Sichtvermecks^wang nunmehr aUgenutn zu beseitigen und für R.chtreichsangehöiige mit Wohnsitz oder dauerndem Aufenthalt im In- , lande den Ausreisesichtvermei.^wang wesenllich abzuschwächen. Eine entsprechende Delannunach- ung des Reichsministers des Innern ist in Dorbereitung. Der Pvstdienst zur Weihnachtsund Reujahrszelt. Am Mittwoch, 24. Dezember. sind die Postschalter von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 4 Uhr nachmtttags geöffnet Die Ausgabe von Wertzeichen in kleinen Mengen und die Abfertigung von Telegrammen und Gesprächen erfolgt wie an Werktagen. Die beiden letzten Briefkastenleerungen fallen aus. Orts- Brief-, Geld» und Paketzustellung wie Werktags, ebenso die Landzustellung. Am Donnerstag, 25. Dezember, Schalterdienst, Briefkastenleerung Orts-Briefzustellung wie Sonntags, die Orts- Geldzustelluna fallt aus, eine Paketzustellung an Dormittag, eine Zustellung von Briefsendungeo und Paketkarten nach allen Landorten. Am Freitag. 26. Dezember, Schalterdienst und Briefkastenleerung wie Sonntags, der übrige Dienst fällt aus Am Sonntag, 28. Dezember, Schalterdienst, Briefkastenleerung und Oris-Driefzustellung wie Svan- tags, der vorige Dienst fällt aus. Am Donnerstag, 1. 3anuar, Schalterdienst und Briefkastenleerung wie Sonntags, Orts-Drieszustellung nach Bedarf, mindestens eine Zustellung vormittags, ** Personalien. Ernannt wurden: Der Kriminalwachtmeister Heinr. Wolf zu Gießen zum Polizeioberwachtmeister mit Wirkung vvm L Dezember an; dec Schalamt.aawLriec Heincich R o r w l g aus Holzhaufen bet Homberg a. d. Esse zum Lehrer an der Volksschule zu Freien- seen, Kreis Schotten: der Kanzleigehllse Friedrich Heinrich Rühl in Schotten zum Kanzleiassllten- ten bei dem Kreisamt Schotten mit Wirkung vvm 1. Dezember 19-4; der Pottzeiafsistent Wilhelm Denzler zu Gießen zum Pvlizeioberafsisten- ten. mit Wirkung vom 1. Januar 1925. " Ihren 80. Geburtstag kann morgen, Dienstag. Frt Minna Wittich, Reuenweg 10 wohnhaft, begehen. Frl. Wittich ist eine geborene Gießener Bürgerin. ** Zigarettendlebstahl? Der Pvli- zeibericht meldet: In der Rächt zum Samstag wurden in der Bahnhofstraße dahier, in der Rähe des Bahnhofs, mehrere gleichart ge, leere Zigarettenschachteln aus Blech (gelb). Macke Rot- Etikett, Wanoli. gefunden. Es ist anzunehmen, daß diese von einem Diebstahl hecrühren. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 286 Stück Ochsen, 46 Dullen, 902 Firsen und Kühe, 914 Kälber, 484 Schafe, 1876 Schweme. Vornotizen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 22. Dezember 1924. •• Der Goldene Sonntag brachte unseren G.schä^tSstpatzen gester.a noch enmcle nen außerordentlich starken D:rkehc. Ja den frühen Rachmittagsstunoen herrschte in den hin- und herwogenden Wenschenmassoi daS au.wärt ge, namentlich das Landpubl.kum, vor, während die späteren Stunden m überwiegendem Matze von der städtischen Bevölkerung zum Kaufbesuch und letzten Schauen benutzt wurden. Der Zusprach tn den Geschäften war nach unseren D-ooach.ungcn gestern wett stärker, als an den be.den vorhergehenden Sonntagen: manche G.schifte sahen s ch wieder gezwungen, AeihDeife_ den Andrang zu bremsen, und in anderen Läden, in d nen es am vorigen Sonntag noch verhättnisrnäß g ,tot" aussah, konnte man gestern ebenfalls allerlei Betrieb merken. Und dah die Ware nicht etwa nur angesehen, sondern w rklich auch getauft wurde, konnte man an den vielen pakttragenden Ltraßenpassanten feststellen. Hoffentlich kenn unsere G'schäft?welt m t Befm d gung auf das We hna^t.haap g schc ft zurackblicken. Zu gönnen wär'S ihr. "DieDienStag-AuSgabeunferer Gießener Familienblätter wird in dieser Woche ausnahmsweise nicht an dem gewohnten Tage, sondern am Mittwoch mit der WelhnachtS- nummer unseres Blattes herausgegeben werden. ** Das Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders teerben wir von heute ab täglich, und zwar Immer die Darbietungen für den folgenden Tag, in unseren Spalten veröffentlichen. Wir hoffen, damit einem Bedürfnis der Rundfunk-Teilnehmer in Stadt und Land zu genügen. ** Die Rotverordnung zur Aufwertungsfrage. Der Reichspräsident hat bekannllich die Dorschriften der 3. Steuernotverordnung, um keinen Zweifel an deren Gültigkeit mehr aufkommen zu lassen, in eine verfassungsmäßig erlassene Rechtsverordnung übernommen. Im Zusammenhang damit sei wiederholt darauf hlngewiesen, daß die Ausschluhsristen der 3. Steuernotverordnung und ihre Durchführungsbestimmungen bis zum 31. März 1925 verlängert worden sind. In der letzten Zeit war der Andrang bei den betreffenden Amtsstellen so stark, dah wir gerne darauf Hinweisen, bat) vorerst irgendwelche Dringlichkeit nicht mehr vor» liegt, zumal mit Bestimmtheit anzunehmen ist, daß die Aufwertungsfrage alsbald nach dem Zusammentritt des neuen Reichstages von neuem aufgerollt werden wird. ** Der Ortslohn nach der Reichsversicherungsordnung ist vom Oberversicherungsamt Darmstadt für die Landgemeinden bei Kreises Gießen mit Wirkung vom 1. Januar 1925 ab wie folgt festgesetzt worden: Für Dersicherte über 21 Jahre: männlich 3 QltL, weiblich 2 Mk. Für Dersicherte von 16—21 Jahren: männlich 2,50 Mk., weiblich 1,80 Mk. Für Dersicherte unter 16 Jahren: männlich 1,50 Mk., weiblich 1 Mk. — Der durchschnittliche JahresarbeitsveiLienst land- und forstwirtschaftlicher Arbeiter tn den Landgemeinden des Kreises Gießen ist ab 1. Januar folgen» der: Für Dersicherte über 21 Jahre: männlich 870 Mk., weiblich 600 Mk. Für Dersicherte von 16—21 Jahren: männlich 720 Mk., weiblich 510 Mk. Für Dersicherte unter 16 Jahren: männlich 480 Mk., weiblich 360 Mk. ** D i e steuerliche Unbebenkkich- keit-er klärung der Finanzämter fällt fort WTB. meldet: Mit Rücksicht dar- — TageSkalender für Montag. G. D. E. v. 1900: 81/, Uhr Gasthaus Doller Außcrocdentl. Generalversammlung. — Tu-n» verein v. 1846 : 71/, Uhr TucnhUle W'ihiachtS- feier für die Schukrabteilungen. — Lichtspielhaus: Pat unb Parachon und die llerne Tänzerin. Landkreis Gictzen. y. Lollar, 20. Dez. Die R u n drei s e de - Dethel-Zilm- durch daS Dekanat Gießen hat mtt dem heutigen Tage In hiesiger Gemeinde sein Ende gefunden. Die Besucherzahl wuchs von Tag zu Tag, der beste Beweis für daS vorhandene Jnterefse diesem F.lm gegenüber, dec ja in diesem Blatte beretts hinreichend gewürdigt wurde. 3n dem dichtgesülllen Ducgsaale von Stausen» berg wurde dec Abend durch den Dortcag von dreistimmigen Gesängen der 1. Schulklasse unter Leitung von Lehrer Rabenau»Staufenberg, in Lollar, wo noch mehr Zuschauer auch aus den benachbarten preuhischen Gemeinden zusammengeströmt waren, die Deranstaltung durch Dac^ bietung mehrstimmiger, passender Licder unter Leitung von Rektor Da ab abwechslungsreich gestaltet. y. D a u b r i n g e n, 20. Dez. Gestern abend sand eine von der Schule veranstaltete W e i ft- nachtSseier im Saale des Gastwirtes 6. Schäfer statt, die einen sehr schönen Derlaus nahm. Trotz dec Ueberfüllung deS Saales konnte durch die würdige Haltung der Erschienenen das Programm bis zu Ende durchgesührt werden. Die einzelnen Scyulvassen unter Leitung der Leh-rer Balser, Peppier, Josef und der LeHrerin Fräulein Ihrig boten zahlreiche Weihnachtslieder, zum Teil wenig gehörte altdeutsche mit ihren reizenden Melodien und noch zahlreichere Dellamationen verschiedener Kinder. Den Höhepunkt bildete ein von Kindern flott gespielte« Weihnachtsmärchen, das vom Schulgehilfen W e i- m c r - Saubringen gedichtet und eingeübt worden war. Der Leiter des Abends. Lehrer Balser, hielt eine be isällig auf genommene warme Ansprache. Kreis Friedberg. • Griedel, 20. Dez. Gestern nachmittag sind von dem Rachmittagszug der Butz- bach—Licher-Dahn aus bisher iwch nicht bekannter Ursache zwei Wagen entgleist. Das Gleis wurde beschädigt. Sie AusräumungS- arbelten nahmen längere Zeit in Anspruch so daß der Abendzug erst mit erheblicher Derspä- tung abgehen konnte. " Dad-Rauheim, 21. Sez. Eine angenehme Weihnachtsüberraschung wurde einem hiesigen Sparer zuteil. Auf fein Konto entfiel bei der Sparprämienverlosung des Hessischen Sparkassenverbandes die Höchstprämie von 2000 Mark. Kreis Schotte«. - Schotten. 20. Dez. Die Reichswehr beabsichtigt, ihre Mannschaften Im Do- gelsberg im Schneeschuhlaufen auS- z u b i l b e n. In den um den Hoherodskopf gelagerten Ortschaften wurden bereits von Quartiermachern Bereitschaftsquartiere sicher gefteHt, die bei günstiger Witterung bezogen werden sollen. Auch von dieser Anordnung verspricht man sich eine starke Belebung des WinterverkehrS auf dem Hoherodskopf. — 3m 80. Lebensjahre verstarb in Calbach bei Dü3 hgen der Lehrer LOL Wilhelm Strack. Der Derstorbene war 3ahrzehnte in unserem Äreife beruflich tätig, wo j er in Ralnr o d und Glashütten wirkte. \ Seinen neun Kindern ließ er eine sorgfältige AuS- • bllduna zutell werden, fo daß sie heute auSnahms« «brannten Neustadt 56 Weihnachts-Geschenke von bleibendem Wert! 10 Pfd. Mk. 2.50 2.30 bitte ich um zwanglose Besichtigung. 10169D J. B. Häuser, Telephon 660 a LICHTSPIELHAUS Gießen, 20. Dezember 1924 Mietgesuche") Zimmer Heizb 10296c — ' . " ■■7-----1 Ein o 11 ter Ente Verkaufe ! Einspänner 3/v®etqe Raum 411 Mrotzen-Bnieck iiiiiinmm Schlovstrahe 47. iiiiiiiiiiuiiniii|ii 0.72 0.80 0.90 für Berfhätte gesucht. 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Wit 75 Jahren trat er tn den wohlv.rdienten Ruhestand immer noch ein Auf- Rüstiger. Er verzog nach Talbach, wo der Lod jetzt seinem arbeitsreichen Qeben ein Ende »achte 2Zifflßr gesucht. Lchrtfil. Allqcbote unter 025311 an du Gieß. 21m. DratfiOdtoaDetüc! Deftrt In je&CTgtwfcifcbten Tut ?tatm-g preiswert 6ie Vrnhl sche UnteerHtftt*. Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen in dankbarer Freude an Ludwig Spieh und Frau Leonie geb. Scriba Zigarren Geschenkparb.,10St.Mk.1.20,1.50,2.00 Kaffee,aÄT Pfund Mk. 2.80, 3.60, 44)0 Festmischung . . Mk 4.40 Tee .....”, Pfund Mk. 1.00 Kakao can Houten Pfund Mk. 1.80 und 2.70 -eka Kakao, Pfd. Mk. 1,60 u. 2.00 {Stellenangebote} Ein bei der Kundschaft gut em« geführter 102020 Vertreter für Genua - Cord gesucht. Allueb. erbet an R. H. Pankow, Rheydt (Rhld.j. tüdniaer, gcmlfirnbnhen Ferireter, der tn Lchneidergeschäsien gut einaefübit ift. Aum Perknnf von Shiöpfen aller en gegen Hobe Provision. 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D i e nem Wahl, bil sich der Torftiflunfl der M tglicbcr deS Magistrats und deS Präs.b.umS der etjbtoerorbneienDevfamm- Jung im Romer anfchloh h eit Ob.rbuig r.nc ft er 2>r. Landmann e ne D gruhungSan pr che. ,n der er auf die Bedeutung Frank,urtS alS Han- ba?en;t>Drium und Kultur statt ? h nwi S und der groben Ausgaben gebucht:, die b:r Stadt vor allem auf dem ©cb.ctc der to.rtfchafll chen Entfaltung obigen. Dazu erbat er bie Unt rstützung dec pceub schen Staat:r g crunz. M.mstec Severin g betonte in feiner Srw d-rung. dir poli- t.fche und w rtfchaftlich- Konfol di.-rung w.rden eS ermöglichen, an d e Derw rklichung der von Tr. Landmann berührten Zukunft oplän: b ran» Autrelen. Preußen habe ein 3ntcr4ie daran, die Entwicklung auf indutri (lern und w rllchafl- lichem Gebiet nicht zuungunst.n Frank urU cer» schieben au lassen. Sie preuh fch: Staatsregic» rung tone, toaS sie F ank uri -u ba iL*n habe, dah eS treue Sch lbwachi g halten. alS eS gart. feste Dollw.rke für daS Preuhentun und Deut ch- tum an der Lüdtvestgrenze zu bilden. fpd. Frankfurt a. M., 21. Dez. Der Magistrat macht mit feiner CBrüdenbauIotte- r t e glänzende Geschäfte. Q3on den 700 000 Losen find bereits 600 000 verkauft, der Rest dürfte bis Weihnachten gleichfalls in den Händen des kau» lenden Publikums fein. Die Werbckraft dieser mehr als volkstümlichen Auslosung liegt zweifellos tn den ersten Gewinnen, nämlich drei Dillen. Der erste Hauptgewinn besteht in einer vollständig eingerichteten Siebenzimmertoohnung im Werte von 70 000 Mark. Eine (Billa für eine Mark!? Das ist zweifellos ettoas Der- lockendeS. Aber ,— — ? Für eine ganze Mark darf sich der glückliche Gewinner keineswegs in den Delitz seiner Dilla sehen. Wohl ist das Haus- chen von allen Rebenabgaben frei, wenn es bezogen wird. Aber auf die Wertzuwachs- (teuer verzichtet die Behörde diesmal auch nicht, und die beträgt bei dieser Dilla rund 20000 Mark. Ob nun ein jeder gleich diele Summe sein eigen nennt, wenn er Besitzer der Dilla wird? Jedenfalls hat der erste Gewinn der Frankfurter Drückenbaulotterie auch seinen recht ernsthaften Haken. Gießener Stadttheater. Mutierlegende, ein Legendenfpiel in 5 Rufzügen von Hellmuth Unger (Trftauffübrurg). Es ist zwr fellos ein fchön:r und b'gruhenS- toerter Entschlich der Leitung unfrreS St b - thoaterS, dem hies.gen Pabl tum zum We h- nachtsfest ein Stück zu b.fch:ren, das den Gedanken der alles überto.nd.-nd.n L ebe in den Mittclpun't stellt: und es ist nur AU b dauern, dah so auhervrdentl ch to nige am gestr gen Eoin» tag sich zu der Erstauf üh.ung zu amme s.nden, obgleich an d.essr St lle bete tS durch e nen einführenden Au sitz auf Stück und Ausschrung bingetoiefen worden war. Wir wollen h.sfen, daß die Ursache dies s schlecht n Besuches nur in der Unruhe der Tage vor dem F.-st zu suchen ist und dah bei den folgenden Au sührungen eine entschiedene De serung eintreten to.rö. Eine andere F.age ist allerdings. ob Unger tn feinem Leg.ndenchiel die Derwirllichun; ferner edlen Absicht tatsächl ch grglückt ist. Man kann vielleicht sagen, dah em Gedanke wie der der suchenden und erlösenden Mutterliebe im Grunde überhaupt der dramat schen ® ftaltung w der- strebt. Unger sagt in dem Dorwort der Buchausgabe seiner D.chlung (Leipzig. Theodor Wucher 1922), daß fetn Stück naive Leser, Hörer und Zuschauer erfordere. Aber h er I egt em doppelter Irrtum vor. Man kann erstens solche Singe nicht einfach fordern, der moderne Menlch ist nun eben einmal dicht naiv im Sinne be3 Mittelalter-, wo bie Mafien in kindlicher 2mdacht dem treuh.rz g n Sv ei der Dlyster.en folgten. Und zwe.t.nS: Man kann vom Zutchau.r nicht verlangen, was der Dichter n ch: einmal felbft zu beten bat Unger selbst ist viel zu 1 hr moderner, dcwuhter Menfch, aU b-b er ohne Ge- fahr das Traumland der Legende betrete t könnte, “elbft sein Tod ist nicht der schauerlich-geheimnisvolle Gebieter, dem fid) alleS beugt und der doch auch von der Mutter! ebe erst ganz allmählich auS seiner Starrheit erweicht werden durfte, fondern er ist allzu menschlich geraten in ’« ncr zu langem R den und Derh ndeln. Uebcrhaupl wird in dem S.ück viel zu viel und viel zu betrübt geredet, der zarte Schmelz des Irrat onalen, Unbewußten f hlt saft ganz ich. Immerhin muh anerkannt werden, dah unter der Leitung HermannSleingoetters aus dem Spiel h.rauSg holt wurde, w s h rauszuholen war. Die to.rkungsvollen B Iber Karl LöfslerS folgten sich mit anerkennensw r er Schnell g’et, so dah d.e Aufführung nich. du ch allzu lange Pausen zerr fsen wurde. WaS d e schauspielerischen Seift ungen betrifft, so steht und fällt das Stück ml der Darstellung der Mutter selbst. Uad da können wir nun Freya SturmfelS ein rückhaliloses Lod spenden. In der dumpfen Trauer deS An.angL, in dem Durst)- ringen zu dem grohen Entschluh der rettenden TaL in der Der»weislung ihres ruhelosen Wanderns und endl.ch in dem langsam n fast ungl u» b gen Erwachen au n u r Leb n fr ube am E de öcä Lt rckes — über Ul fand sie den rechten Ton. astm ihrer Leistung w llen müssen wir die Aufführung dieses StückeS doch auf die PluSse te di (cs Tbeat rwinte S setzen, so groh auch sonst unsere Bedenken sein mögen. A olf Teleky fanb sich gut mit der unglücklichen Rolle des ^.odes ab. Kurt Joachim Daum war ein fröhlicher, manchmal etwa- allzu Patch tischer Wanderbursche ÄielS, Karl Juhnke en würdevoller Hüter deS lebten H.ufes. Mae Hoffmann hätte auS der Rolle 0 s Arztes vielleicht doch etwaS mehr machen können, alS er eS tat 6.ne hervorragende Leistung war der unheimliche Wuch.r.r Rudof Golls. -tz- Feigen per Karton.......Mst 0.55, 0.70 Datteln per Karton..........Mk. 0^5 I Für Oie Feet tage emofeh e: bZanleleberpafteten inTerlinen in allen ©lögen alle Arien Fischkonferve« oroüe Aiisivabl in Vollsetten fläicn Geniüie und Cbft: konlerven Mayonnaise Fleiichfalat mit Mayonnaise RollmovS, Herinae.Larbinen tn 2'Ltter-Doien Liköre u. KoanakS beste Marken in bekannter ®üte it vreieweri bei mnc A. Koch Nachflgr Sch'Istr.l",reL1«!f2 oiinniHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiD 509 Liter Vollmilch la Quark abzugeben. 188,1 D Molkerei Bobenhausen2 bei M'irk'-. - --- -— ... -..vttbef4af< tnf9cCr ® 0 c n benötigt unsere Gemeinde, abgesehen von der Dersicherungssumme, noch etwa 7000 Mark. Da unser lleine« Bergstädtchen diele Summe nicht auS eigener Äraft zu leisten öennag, hosst man aus die opferfreudige Unterstützung anderer Gemeinden. auSgestem und boten ein recht mdfeitiae». V»* tereffantc# Bild dieser Züch'ertätigkeir. Die Bewertung durch die Preisrichter zeigte, datz sehr viel auteS Material zur Schau gestellt war. so day den Preisrichtern reichlich di< Tllögllch- kett vvrlag. die Roten .Dorzüglich". _6ebr gut“, .Gut", und .Befriedigend" (-uszuteileü. 71 Ehrenpreise standen zu: Dertelluitg bereit ES würde an dielet Stelle ;u weit führen, auf die umfassende Preisvertettung. wie auch auf die Einzelheiten der groben Ausstellung näher einzugehen Wir müssen uns damit begnügen, die drei Gewinner der Staatspreise des Fvei- staates Helfen (je eine Plakette» zu nennen; eS erhielten diele Preise' Will). D e t n - Pvhl-GönS sür einen rebhuhnfarb. Wnandvtten-Hahn. Kari D f a n n k 0 ch - Berstadt für einen ' ebduhchar- oigen Italiener-Hahn. Äonr Rübsamen (Stehen für eine Peking-Ente. Der gute Besuch der Ausstelluitg bewies, dah der veranstaltende Giehener Dereia für sein Unternehmen daS Intereffe der breiten Seffentlichkeit gefunden hatte. tzür ein hiengeS Fabrikkontor wird zu C’tetn ein Lehrling m. guL Dchulbildunc gesucht. Bchri tL Angeb. tntu 025327a d -.'-iest.Ans. ÄltesBlei tBtelröbrem lauft LrLhische Trauere! •“D Lchulttr. 7/9. Rundfunk-Programm des Frnnkfnrter LenderS. (AuS der ,Radio-Umschau".f Dienstag, den 23. Dezember: 11.55 Uhr Zeitangabe. 12 Uhr Tlachricht«- dienst 4.30—6 Uhr: Rund^unlnachmittag in Musik und Wort; 6 Uhr Wir^fchaf'smrldungen; 6—6.30 Uhr: Die Lefestunde iMeisterwerke der Weltliteratur^. Aus ..Soll und Haben" von Gustav Freytag (5ortfchung) — Sprecher: O W. Ctuötmann 5 30 Uhr Der Briefkasten 7 Uhr Stenographischer Fottoildttngslursus für alle Systeme (Diktat von 83 Silben auswärt-). 7.30 Uhr Funkhochschule Geheimrat Prof Di Gautzsch: .Weihnachten in der ulten deutschen Kunst"! 8 Uhr die Besprechung (literarischer Teil): 8.30 Uhr ck Tb. A. Hellmann Dec Dichter und Komponist. 1 Arie dec Donna Anna au- „Don 3uan" von Mozart, 2. Don Juan, Novelle von Hoslmann. 3. Harsenquiw tett von H.ffmann, 4. Arie „Ombra aoorata" von Crescentini. 5. „Ombra adoratn aus den .KreiS- lerlana" von Hoffmann. Aussübrende Glifabeth Friedrich vom Frankfurter Opernhaus <3o- pran), Rose Stein tHarsch Sprecher: Earl 0 t u e b e r. Das Lange-Quarte»t Anschliehend Rachcichten, Wetterdienst, SportberichL Dazu: Das Lied der Nachtigall Märchenfilm in 8 Akten. Beate: Pat und Patachon und die kleine Tänzerin Lustspiel in 6 Akten. Geflügel-Ausstellung in Gießen. 12- Landes-Verbunds-Ausstellung der Hessischen <«cflüllelzuchtvereiuL-. In der neuen Exerzierhalle des Ins.-Rgts. Ar. 15 an der Sicher Strahe war am Freitag. SamStag und gestern die 12. LandeS-Der- bandS- Ausstellung der Hessischen Geflügelzucht - Dereine, veranstallet vom Dogel- und Geflügelzuchtverein Diesten und Umgebung, zu sehen. Der Bund Deutscher Geflügelzüchter und mehrere Svitdervereine und SpezialNubs hatten sich daran beteiligt. Die Ausstellung wurde mit einer Be- grübungSanfprache des Dorschenden deS Gie- Dencr DereinS und AuSstellungSleiters August Schwan eröffnet Für den Derband sprach bann der LandeSverbarrdSvorsitzende Muntermann - Offenbach, als Dertreter der Provinz Oberhrssen Regierungsrat Dr. Heh vom Kreisamt Diehen, namenS der Stadtverwaltung Beigeordneter Dr. Frey und schliehlich Oekono» mierat Breidenbach-Dorheim alS Dor- sitzender des LandwirtschaltSkammerauSschusses Oberbeffen. Etwa 800 Geflügelsendungen waren Ei« ichwereS Arbeitspferd au*e Sncbtftute au oerkamen bei J. Glrnhnrd Cbenbauiert (bet VonOorfl | Kaufgesuche Kreis Büdingen. , Kohden, 19. Dez. Heute wurde der kangiährige Präsident unseres Krieger- re i n S , Gastwirt LouiS Koch, unter zahl- Wt Bdeüigmig z u Grabe getragen. Der Ärtegcrnv-Lcin erwieS ihm die letzte Ehre. Koch, der bei dem Inf.-Regt Ar. 116 in Giehen 1 }?Qt f<^°n längere Zeit leidend, hatte tnfvlgedeslen feine Bäckerei auf gegeben und nur feine W rtschaft .Zum we hen Roh" wurde von m §cau weitergesührL Sein Sohn, der jetzt Präsident deS KrtegervereinS ist, hat sich der Detoncmte gewidmet. Starkenburg und Rheinhessen. * O s s e n b a ch . 20. De^ Die Stadtvertoal- Umg hat den Führern der S'adtve-ordneten-Fink- tivnen vertrauliche Ausschlüsse über Dl« Finanzlage der Stadl zugehen laLen vin her jüigflen 6 t a b t D e r 0 r bn t e n- fUuna wurde bemängelt, daß diese Ausschüsse mcht allen Stadtvetordneten üaerreicht wurden. Die Deutsche DolkSpartei etSärte, fu? könne diese to.chligen Angaben auch ihren Wählern nicht vorenthalten und lehne eS ab, diese Geheimniskrämerei mit u nachen.— Zar Errichtung von weiteren 121 Wohnungen wurden von den Stadioervrd- neten 900 000 Ml. bewilligt. — FürdeMöbel- Versorgung .Hau - ra t" ü e.rtnimi die ©tobt eine Bürgschaft von 40000 Mk. Hessen-Nassau. -tt K önig-berg (Är. Biedenkopf). 12. Dez. Der Anschluharbellen in der hiesigen Grube ManneSmann wurde dieser Tage ein Zinnober-Lager angebohrt. welche- durchaus abbausähia seit, folL Der Quecksilber- geaalt soll biS zu 80 Prozent betragen. Die öinmuiung ist von der Firma bereit» geschehen. der Abliesung des Maschinenschachtes soll tn den nächsten Tagen begonnen werden. Unfcrc von der Aatur an Fruchtbarkeit etwas Niefmütter- llch behandelte Gemarkung birgt mxy manchen Schatz in ihrem Innern, der seiner Hebung erwartet. Hoffen wir, das) bald der Ausnahme- Tarts für Eisenerze für daS Lahn- Dillgebiel Wirklichkeit wird, damit die Gruben wieder mit voller Belegschaft arbeiten können und bie vielen arbeitslosen Bergleute wieder Beschäftigung finden. — Der hiesige Gesangverein ßieberf teunb beabsichtigt, im nächsten Som- mer sein 50-jährigeS Bestehen zu feiern. Mit dieser Feier soll et* Sänger- Wettstreit verbunden werben. Der Derein trifft schon fetzt bie nötigen Dorbereitungen. DaS Smgen soll in 3 Klassen stattfinden. — Don der Landwirtschaftskammer wird beabsichtigt, für die hiesige Dullen st ation einen Dullen zu stellen. Der Demeinderaf ertellte dazu seine Genehmigung. Frankfurt a. M, 20. Dez. (WTD) Der preuh.sche Minister deS Innern, Sedering, ist 1 Beniner l,>nchs - Wallach» 1 2lUj|C Tratkraft. uerfa -fett 025309 KmDkQpin? Voinl löeq.Zukkerftrankheit II Adern er kalk niüulldblil. .lulll! hstfl bett, rfarlrfprudel stizklkven 14 8IölkIiWhkWasZSea!ticsMa«ntt Glücklich wird aber nur bet Mann fetn, besten Gattin tlnn die Dortmunder Union, Pilsner • ■ Mainzer Aktien, Doppelrad ■ « Pfungstädter, hell » » Schokolade Konfitüren:: Liköre Pheto. Apperefe " VerffrSflerungs. u. Projektloneapparate Kinos l Cwrtral-Drogerfe . \ Scholrtr. >e= Bei der außerordentlich großen Teilnahme an unserem so schweren Leid ist es uns nur auf diesem Weg möglich, allen, die unserer mit Beileidsbezeigungen und Blumenspenden gedachten, unseren innigsten Dank auszusprechen. Altersvereinigung 1861 —1911, Wir erfülIenTiiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Altersgenossen Herrn Heinrich Keiner in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. Dezember 1924. nachmittags 2 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt» Wir bitten um in der Turnhalle MMeilnMllls. ohenos vu W Nur Mitglieder haben gutritt. Es wird strenge Kontrolle hinsichtlich der Mitgliedschaft geübt. Es wird daher gebeten, die letzte Beitrags- quittung als Ausweis mitzubringen. /Stoewer- (scWmascblneo Fraas Vogt * 0e. iQteßen, Ooethestr.32 V Tel. 261 \ OOnitiee Preis \TcUzahlungen > 6esundheltl*tPsd.-PostkoUttnkE Porto u.Verpackung Franko Nachnahme Mk. 16.90 von der Bia-o. Verkeafeetelie d. „Noma Bieaeniel- lug“. Herberg L. Postkouto Krank- surt/M. U37. ^'^D Eine funge Deutsche Wcrhiindin iWolsShundientla«' len. Bor Ankauf wird gewarnt. Gegen 'Belohnung ab- zugeben bet • Heinrich Gaab Cvucitrob. hell (Pilsner Brauart) ab 2. Januar 1925 Miteto-SlflÄt (doppelstark eingebraut, nach Art des Münchner Salvators) Beide neue Biersorten sind von ganz hervorragender Düte, die auch dem Geschmack des verwöhntesten Biertrinkers gerecht werden. In unseren Ausschankftellen und Niederlagen erhältlich. 25. Dezember 24: Weihnachtsfeier imEaalbauLaucr. Anfang 71/, Uhr. |iwö Vorstand. Stiftungen an den 1. Bors erbeten. Stadttheater Montag, 22. Dez., von 3'/,-5'/, Ubr: SAAieidiiWulel oder Abenlenkr des EaQhonneeonööes ülüifpnfdjnaDDerg Märchen In ß Bildern von Hermann Steingoetter. 23. 1L 24. Tezbr. teUc Borfielluas. Junge schwarz- meiste 085326 Katze auf den Namen DUU hörend, entlaufen. _____Wilhelmitr. 14. Für die Weihnachtsfeiertage und Silvester bringe ich meine la Exportbiere in Flaschen und Syphons D D % ^T- Sranhfurler'Schub taget Siess&z. < STCau s bürg fit 30 Verl Lie tr bald abgc ringem 1 Dolles g- bedwgunk höherem, dem gelstl. echafien t denn auch mittler g« deutschen - mark mü drohten. J hat sich d' macht, all seiner Is,fla1ionr reiten holen. auch eim konnten Echrifistell Witwirkut tverbes r Leben ruf« ten Woche nungen au deuten nut mensen Tc lagsuntern Erfreu Produktion alte Tradü Verlags seiden Pub ten, ihren 1 ilt weiter, schließen, da kaufend zu Jahr neben liebten Alm minder intet heute noch auf bester 2 Auswahl I Zeugnis für Das alte Le Haus beriet kurzen, lllusi gen geograp firn): Sven . der ägtzpt forscher Veu FortentwiL der Verlag legenheit ni Verlag G r hlg zur H illustrierter ten nahm von dem k Debiet der leinen belle ben Platz q fen Talente mentlich di. fangft ner| Hürms, S\ Martens, fluch unser find mit der «uf das inni biläumsauso nschen Beitt Aeihe der Dolkenw Wer Verlag, bestehens du "er Verlags! macht hat. De Serben. Er z< seinen Plz geistigen Äunfttoerf, ni lmcl ,7c1 den bi! teQnn [eid «enilichu. 6®^ Z-K Ä Lb Ä ii t L ®ebi, b..ge t°n beut KL & Hr. 301 Swettes Blatt Sietzena Anzeiger (Senttal'Anzetger für Gberhessen) Montag, 22. Dezember 1924 Bücher für den Verlag und Publikum. , w rtschöstliche «ttrtschr?iten der geü'^ügig Ungefaßten Verlagswerkc erfreulich Kunde gibt imb sich im Lause des ersten 3ahrgangs über die ursprüngliche Absicht des Verlags hinaus zu einer interessanten Zeitschrift auf dem weiten Gebiet der Kunst und der russischen Literatur (dem eigensten Gebiet des Verlags» cntwidelt. Man lieht schon heute jedem neuen Heft mit Spannung entgegen und würde es ungern vermissen. Das Herbstheft berichtete u. a. über den japanischen Holzschnitt und über Loo s Carnktz: das Doch- Nachtsheft bringt interessante Ausschnitte aus dem großen Dostojewski-Rachlatz, den der Verlag soeben mit den Erinnerungen der Gattin des Dichters herausgibt. Hugo von Hoffmannsthal bespricht außerdem das zweite großartige Unternehmen des Verlags „Denkmäler des Theaters". Deiche Dildbeigaben aus den glänzenden Der- lagswerken zur bildenden Kunst und Droben aus den „P Perdrucken". dem b sher Vollkommensten auf dem Gebiet drucktechnischer Reproduktion von Gemälden, machen jedes Heft zu einer Fundgrube des Schönen und einem anregenden Ratgeber für jeden Bücherfreund. (1298) — Ein ähnliches Unternehmen, aber auf breitere Basis gestellt, ist die Zeitschrift „Der Querschnitt" des Berliner Propyylalen-Derlags, der die M.tte hält zw.schen Almanach, literarllch-künstlerlfcher Zeitschrift und dem feit kurzem in Mode gekommenen „Magazin". (1455) — Einen besonderen Platz nimmt auf dem Büchermarkt der „Volksoerband der Büche r f r c u n b e“ ein, Der leinen mehr als 200 000 Mitgliedern im Laufe feiner fünfjährigen Tätig- feit eine Reihe wertvoller Werke vermittelte und bei der Zusammenstellung der Autoren eine äußerst glückliche Hand und eine Viel'eitigkeit bewies, die für jeden guten Geschmack, Bellctristi- ’d)e3 wie Wissenschaftliches, etwas bot. Alle Erscheinungen zeichneten sich ferner durch eine fein- >innig gewählte künstlerische Ausstattung aus, die auch der Derlagsalinanach ..Das Werk des Volksverbandes der Bücherfreunde" von neuem in erfreulichem Maße kundtut. Daß gerade die c Vereinigung neben den großen Verlagen sich behaupten kann, ja einen großen Freundeskreis sich sichern kann, darf wohl auch als ein Beweis dafür gelten, daß das gute deutsche Buch wieder auf dem Marsch ist. (1447) Aus dem lleiche der Geschichte. Aus dem Riesenwerk Hegels hat P. A. Mcerbach für den Wolkenwander. r-Vell rg in Leipzig mit feinem Verständnis für das Wesentliche das ausgewählt und zu einem stattlichen Band „D c r Staat" zusammengestcllt, waS unsere Gegenwart heute braucht. Es ist e n u - ermeßliche. Schah, der uns h er an pol tischen Problemen erschlo srn wird, dessen Studium klärend und fördernd wirken kann an Hrn) dieser Auslese. Gin Buch von höchster Qlflu il tat. ein Erzichungsbuch zum StaatSged ink n D r Verlag hat in anerkennenswerter Weife den Preis für den stattlichen, ausg'z ich et auStest ttetenDa'z- leinenband mit 4,50 Mk. so niebrig gehalten, dah der neue „Hegel wohl ein polst.sches Hausbuch zu werden verspricht. 1330 • Werner 3a n f e n: D i e irdische Unsterblichkeit. (3n Ganzleinen 4.50 Mk Verlag Georg Westermann. Braunschweig) Ab rmals läßt Werner 3.mfen, der D chtec b r bekannten R b lungentrilcgie, das Z Holter Barbarossas un^> der Kreuzzüge Hera ssteig n„ von dem er in seinem Roman ,.Heinrich der Löwe" ein Monumentalgemälde schuf. Wird dort ein ötöd Weltgeschichte mit neuem, bl-stoarmem Leben erfüllt so ist es hier Mmschmschickial, in dem sich der Geist des Mittelalters frei lt. 3euer merftoürb'ge Dualism is von überschäunrendem, tollkühnem L bensgesuhl germanisch-ritterlicher Prägung und weltebg Wandler. zur Asee nagender Mystik, wie er das Wesen des mittelalterlichen Menschen ausmacht — ist vorn Dichter in einer Weise nachempfunden worden, dah er die Dynamik des ganzen Romans bestimmt. Sin Enoch-Ar den-Schicksal schilb?rt dies Buch, jedoch eines, das für die beiden schwergeprüften Männer Entsagung bedeutet: Ein Herzog glaubt Im Trunk sein Weib erschlagen zu haben und llüchtet in die' ftreu^üge. An seiner Stelle nimmt unerkannt ein Bastardbruder die Herrschaft an sich. Die genesende Fran ahnt nichts von dem seltsamen Wechsel, aber eine Welt versinkt zwischen ihr und dem vermeintlichen Gatten: es ist. als vermöchte auch die Zeit den gewaltsam durchbrochenen Ring des Schicksals nicht zu schließen. 1328 * Ludwig Mcsthar gibt in seinem Moselroman „Unter der Geißel" 'bei Köfel u Pustet in Kempten) ein außerordentlich lebendiges, scharf gesehenes Bild aus dem Schicksal der Mosellande im spanischen Erbfolgekrieg, während dem die Bevölkerung des Trterer Erzbistums besonders schwer unter dem Wüten der französischen Soldateska zu leiden hatte. Markige Gestalten sind seine Echifferknechte. seine Weinbauern, prächtige Charaktere sind Träger einer spannenden, in so vielen Zügen an erst jüngst überstandenes Leid erinnernden Handlung auf breit gemaltem kulturhistorischem Hintergrund. Die Giebe zur Westmark und die Liebe zum Deutschtum llingen uns hell aus dem packenden Buch entgegen. 1209 Memoiren. ’ Egon Caesar Conte Corti: Maximilian undCharlottevon Mexiko. (Amal- thea-Derlag. Zürich) Das Schicksal der geistvollen Tochter Leopolds I. von Belgien und des Habsburger Maximilian, das den letzteren unter den Kugeln der Revolutionäre in Queretaro enden ließ und feine dem 3rrfüm verfallene Gattin gleich einem Menetekel aus längst vergessenen Zeiten noch Herste als 85jährige Frau leben läßt, wurde oft geschildert und beschrieben. Aber keines dieser Bücher, keine dieser mehr oder weniger romantischen und tunenhaften Erzählungen kann den Vergleich aushalten mit dem vorliegenden zweibändigen Werk, das nicht nur eine Lücke in der Geschichtsschreibung dieser mexikanisch-habsburgischen Ka serzeil ausfüllt, sondern schlechterdings eines der wertvollsten, interessantesten und bedeutsamsten tzistorischm Werke der Gegenwart darstellt. Zum ersten Male sind hier die Akten. Dokumente und Briefe des bisher streng geheim gehaltenen mexikanischen Archivs Kaiser Maximilians benutzt worden, das der Zufall vor der Vernichtung rettete und das der Zufall den Der- fasfer auffinden und infolge seiner „Beziehungen" auswerten lieh. Diese Auswertung und Verarbeitung erfolgte in einer wissenschaftlich, stilistisch und techn sch so meisterhaften Düse, dah nicht nur der Historiker, sondern auch der Laie mit einer von Blatt zu Blatt steigenden Spannung den Lebens- und Leidensweg der beiden wafnhaft vornehmen, ehrgeizigen und durch den Glauben an ihre „Bestimmung" zu dem mexikanischen Abenteuer geführten Menschen verfolgen wird. Roch niemals wurde attenmätzig die Schuld Rapoleons III. und der Kaiserin Eugenie. aber auch das Verschulden des kaiferlich österreichischen Bruders Maximilian wie der europäischen Diplomatie überhaupt an dem Mißerfolg des Zuges nach Mexiko so eindringlich und enbgültig wie in Viesern Buche festgestellt. Und noch niemals ist es in gleichem Umfange gelungen, die letzten Schleier von der w eltgeschichtl chen Tragödie hinweg zuziehen, die unsere Väter jahrelang in Spannung hielt. Es liegt in der Entwickkungs- geschichte dieses europäischen Abenteuers begründet, daß die Darstellung Conte CortiS sich wie em beispiellos geschickt auf gebauter h.stori- scher Roman lieft And es ist doch alles bttterfte Weihnachtstisch. unb ernsteste V^ahrheit. bewiesen durch reiches Dokumentenmatcrial. Don besonderem Eindruck lind die zahlreichen Schilderungen des Lebens an den Aofen Europas, die zu der Bedeutung kulturgeschichtlicher Monographien sich erheben, aus denen die Gesta.ten der Mächtigen jener Zeil sich klar umrtffen im Lichte der schatt- finnigen Beobachtung ^lun st Mattml.ianS und seiner schönen Gema?lln empocsteigen, deren größter Fehler ihre Leichigläubiglcit und Der- trauensseligleit war. 3edensalls ist nicht zuviel gesagt, wenn man dem bedeutsamen Werk: mit seinen zum Teil sensationellen 3nh.rlt eine glänzende Ausnahme in allen Kre.sen prophezeit die in der Darstellung großer geschichtlicher Cre g üflc aas Grund einwandfreien Materials eine besondere Ausgabe unserer 3eit sehen, die wen iger vocurteils- r-vli und weniger gehemmt durch tzös sche und diplomal sche Rü.rs.chten als frühere E ochen. den Doang nach Wahrheit als stättstes 2r.cbmiilel zu besitzen behauptet. 1096 H Prehn — von Dewitz. „M arie Antoinette". Der Lebensroman einer galanten und unglücklichen Frau i Verlag von Georg De st ermann. Braunschweig., Unter den zahlreichen Schilderungen der Lebenstragödie der schönen Tochter Maria Theresias ist unstreitig der Prehnschen Bearbeitung des umfangreichen Stosses eine hervorragende Stellung anzuweisen. Ohne der geschichtlichen Wahrhell Gewalt anzu- lun. oder — wie es dem Er.zähler leicht widerfährt - Wesentliches zugunsten nebensächlicher, aber interessanterer Einzelheiten zu vernachlässigen. hat der Verfasser einen außerordentlich eindrucksvollen. lünstlerisch und tullurgeschichllich gleich wertvollen Lebensroman der öslerreichi- Ichen Gemahlin des sechzehnten Ludwig geschrieben. Die Schilderung des Milieus, der Umgebung. der Gesellschaft und der Sitten vor der französilchen Revolution muß als meisterhaft bezeichnet werden. Zumal der' Verfasser seine Bilder nicht mit jenen grellen Farben malt, die die Geschichte der auf dem Schafott endenden königlichen Familie im allgemeinen so unsympathisch erscheinen läßt, sondern sie als Paste'.l- §emälde öarbletet, in denen das grauenhaste »cfchick durch eine Verkettung feindseliger und selbstverschuldeter Zufälligkeiten e trag sicher gestaltet wird. Ein ebenso inlercffanted wie wertvolles Buch! 979 * Vergilbte Blätter aus der grauen Stadt" nennt Gertrud Storm ein schmales Büchlein liebevoll gesammelter Erinnerungen an den großen Rovellisten und Erzähler, den Schöpfer tief empfundener Lyrik, ihren Vater. Ein Päckchen alter Briefe aus Urgroßvaters Zeiten geben interessante Aufschlüsse über die Familie des Dichter-, andere Kapitel behandeln StormS Freundschaft zu KlauS Groth, feinen niederdeutschen Landsmann, zu Heyse und Turgenefs. Wit wehem Herzen spricht Gertrud Storm, die treue Sachwalterin des väterlichen Erbes, von den letzten Stunden des Dichters, mit tiefer Bewegung lesen wir das entzückende Weihnachtskapitel. Das Buch ist eine rechte Gabe für die Stormsreunde — und wer wäre das nicht? 3nterelfante Bilder und Briesfa.fimiles machen es noch besonders wertvoll. (Verlag Habbel 8t Raumann, Regensburg.) 1362 • E neu lulturh stör schen Roman von großem Wurf hat 2L Petersen in seinem „Der junge PertheS" geschaffen. (Hanseatische Verlagsanstalt. Hamburg. Gebd. 6,50 Mk.» Um den bekannten deutschen Derlagsbuchhändler Friedrich Perthes hat der Verfasser ein far- b g S. lebcnsprüh ndcs Kulturgemälde des auf- blühenden deutschen W.rt'ch ttslebms in den be ben H indrlSmctropolen Hamburg und Le pz g geze chnct. Eng verwoben ftnb d e geistigen Strömungen jener Tage m t dem Streben der alt- berühmten Handelsgeschlechter. Ein fesselnder, auch plvchologisch fein entw ck Her Roman, dessen Fortsetzung man mit 3ntereffc entgegensetzen wird. Das Werk ist vom Verlag mit einer Reihe wertvoller Bilder g schmückt. die es für den Weihnachtstisch besonder- geeignet machen. 1465 ' Eugen Kilian, Aus der Theaterwelt. Erlebnisse und Erfahrungen. Mll besonderer D rücksicht gung meiner Tätigkeit als Oberreg ffeur am Münchener Ho'th a er 1928—1916. (Halbleinen 6,50 Gm. D.rlaq C. F Müller. Karlsruhe L D.) Aus der reichhalligen Fülle seiner langjährigen Erfahrungen als Dramaturg und 2t g ffeur am Karlsruher Hoftheater und Oberr.g ffeur am Münchener Ho>- theater bericht t brr ÖJe’-f sscr über le nen äußeren und inn ren kün'll r sch n En:w cklungsg n i. 3n buntem Wechs I zi hen zahlreich: f irb g? B Ider aus der Geg.mwartSwelt deS deutschen Theaters an den Augen des Lesers vorüber. Was dem Buche gegenüber den meisten auwb.ographifchen Deröfientlichungen Theaterang h r g r fe ne besondere Rote und feinen dauernd.-n Werl gibt, ist fein reicher dramaturgischer und theater- geschichtlicher Gehalt, der n cht an die Stunde feiner Entstehung gebunden ist. 1286 Für die Fugend. — Der Dürer-Kalender für Kultur und Kunst ist ein Heimatkalender im besten Sinn des Wortes, geschmackvoll und mustergültig in der technischen Ausstattung, von einer erstaunlichen Gefchiosfenhe t in der harmonischen Heber- einftimmung von Wort und Bild. Eine edle Gesinnung spricht von jedem Blatt, die zum Rachdenken und zur Andacht mahnt. (Sin schönes Geschenk für unsere Zeit. (Preis 4,50 Mk. im Dürer-Verlag, Berlin-Zehlendorf.) 1581 • Für unsere Kleinsten hat der Frankfurter Verlag Rütten u. Loening ein lustiges Buch vom „Ltruwwelpeter"vcrfc.sier Dr. H?inrich Hofmann ausgegraben. Wenn auch der „Besuch bei Frau Sonne" nicht ganz den köstlichen „Struwwelpeter" in feiner E genart erreicht, so ist doch auch dies neue Buch in den niedlichen Berschen und den drvll'gen Bildern aus einem Guß und ganz auf das Empfinden unseres Heinen Dolles eingestellt. Rur ein echter Kindersveund konnte dies Buch schaffen, und so wird es auch bald in der Kinderstube bei groß und klein seine Freunde fatben, wie der alte, goldige Struwwelpeter. • Helma Esselborn, Adventslicht, lein oder der Onkel Rikvlaus. C F | Wint.rsche Buchdruckerei, Darmstadt. Preis 1 Mk. Die Verfasserin, die als Tochter d«S da« maligen Leutnants Berthold Ebel In Dießen Schoten ist, lebt heute in Darmstadt, fie Ist alS üWählerin wohlbekannt und geschätzt, mit ihrer Sammlung . Urgrofitantend Rarltatenschrank" hat sie sich viele F.eunde erworben. 3n ihrer neuesten Deröffenilichong. die auf dem Titelblatt alS Weihnachtsspiel für Kinder b zstchnei wird, schll- dert sie Advents- und WeihnachtSstimmung in dichterisch schöner Farin. Zur Auf ührung in Vereinen ist dieses Weihnachtsspiel sehr geeignet 154» Von fremden Völkern. * 2 u s Reisen. Sin Ferienbuch. Von Geheimrat Proseslot Dr. Th. B.rt. (Leinenband 5 Mk. Quelle & Meyer, Leipz g ) Ein Buch der Ruhe ist dieses Ferienbuch der Riederschtag von Erlebnissen und Eindrücken, die der Marburger Gelehrte auf seinen Re ten Im 3n- und Auslande gesammelt hat. AlleS und Modernes, wie der Zufall sie bot. schwärmerisch und feierlich. heiter, luftig, ironisch, übermütig. Da wird geplaudert über Bildkunst. Konzerte, Oper und Ballett tn buntem Wechsel, aber stets geistreich unterhaltend. Die seins nnige Gabe wird bei der Gemeinde der Btt-Freunde und -Verehrer dankbare Ausrahme finden. 1502 * Alfred Rawrath. 3m Reiche der Medea. Kaukasische Fahrten und Abenteuer. Mit 86 Abbildungen nach eigenen Ausnahmen deS Verfassers und 2 Karten. Geb. 8 Mk. (Drockhaus. Leipzig.) Ein Buch. daS dem alten deutschen Donderdrang. den der Krieg eingedämmt hatte, neue wlllkommene Rahrung bietet. Frische freie Seeluft und frische Derglust umwehen uns und freudig folgt moü voll VOd voll uou voll voll voll voll voll -Oll uoii voll voll voll Frankfurter Börse. Drahtbericht des „®icßener ocu vo- voll voll voll voll voll JOU voll v0U V0U uliIvüU - oll voll voll Voll vollvoll VOlllVOlt waren namentlich Gelsenkirchen und Harpener, während die anderen Werte dieses .Gebietes in ziemlich fester Haltung verkehrten. Sud) für Schiffahrtswerte sali sich, wie man hörte, das Ausland sehr stark intereisieren. so daß auch diese Papiere anfänglich im Kurse gewinnen tonnten. Der Bankaktienmarkt war etwas beweglicher, bei allerdings nur minimalen Kursbes.e.u gen. ^Luf dem Einheitsm ar kt der Industrie- Papiere waren die Kursvermrderungen rächt sebr bedeutend, die Grundstimmung fest. Das Geschäft blieb ruhig. Der deutsche Anleihemarkt hat sehr viel an Dedeutuna etngebüht, deutsche Renten sind weiter vernacMssigt. 3m weiteren Verlaufe blieb das Geschäft lebhaft, wobei besonders Anilinwerte unter weiterer,Bevorzugung neue Steigerungen erzielten. Die übrigen Gebiete verkehrten in ruhiger fester Haltung. Der Geldmarkt war kaum verändert. Monatsgeld 11 bis 12 Pro-. Die Lage im Devisenverkehr hat keine Deränderung zu verzeichnen. Die europäischen Valuten liegen gegenüber dem Dollar fest, so stellte sich die Mark aus 4,199, der Pariser Franken auf 18,55 gegen Dollar und auf 87,35 gegen London. Das Pfund stellt sich auf einen Dollar-Gegenwert von 4,71. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „(SieDmer Anzeiger") Frankfurt o. M., 22. Dez. Cs wurden notiert: Weizen. Wetterauer 21,50 bis 24,50 Wk., Roggen, inländischer 21,50 bis 24, Sommergerste für Brauzwecke 25 bis 29, Hafer, inländischer 18 bis 22,50, Mais (gelb) 21,50 bis 22, Weizenmehl, inländisches (Spezial 0) 39,25 bis 41. Roggenmehl 34,50 bis 37,50, Weizenkleie 13,50, Roggen- kleie 12,60 bis 12,75, Erbsen 30-38, Linsen 45 bis 50. Heu, süddeutsches, gut und trocken 10. Weizen- und Roggenstroh 6 bis 6,50, Treber, ge° trocknet 21,25 bis 21,50 Mk. Tendenz: fest. Frankfurter Schlachtoiehmarkt. Frankfurt a. M., 22. Dez. (Eig. Draht- bericht des „Gieß. Anz.".) Ausgetrieben waren: 1216 Rinder, darunter 268 Ochsen, 46 Bullen. 902 Färsen und Kühe, 914 Kälber, 484 Schafe, 1876 Schweine. Es wurden notiert: Ochsens vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 50 bis 56 Wk.: junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 44 biä_ 50; mäßig ge-4 nährte junge und gut genährte ältere 30 bis 40. Bullen: vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 43 bis 47; dollfleischige jüngere 37 bis 42. Färsen und Kühe: vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 48 bis 55: vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten I Schlachtwerts bis zu 7 3ahren 38 bis 46; wenig gut entwickelte Färsen 37 bis 47; ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 30 bis 37; mäßig genährte Kühe und Färsen 20 bis 28; gering genährte Kühe und Färsen 10 bis 18. Kälber: feinste Wastkälber 70 bis 76; mittlere Mast- und beste Saugkälber 64 bis 70; geringere Mast-- und gute Saugkälber 55 bis 63; geringe Saugkälber 45 bis 52. Schafe: Wastläm- mer und Masthämmel 35 bis 40; geringere Mast- hämmel und Schafe 30 bis 35: mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 20 bis 25. — Schweine: vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 78 bis 80; unter 80 Kilogramm 70 bis 78; von 100 bis 120 Kilogramm 78 bis 80; von 120 bis 150 Kilogramm 78 bis 80; Fettschweine über 150 Kilogramm 78 bis 80; unreine Sauen und schntttene Eber 60 bis 70 Mk. Marktverkauf: Rm- der bei langsamem, Kleinvieh und Schweine bet lebhaftem Handel geräumt. Letzte Nachrichten, hoefchs Vesrich am Wai d' Orsay Völlige Vcrdrchtrn!) der Tatsachen. Paris, 22. Dez. (Tll.) „©re Rouvelle" bestätigt, daß der deutsche Botschafter v. H o e s ch vorgestern am Ouai d'Orsay die Forderung auf Räumung der Kölner Zone für den 10. Januar erhoben hat. Eine solche Forderung, so schreibt das Blatt in einem offiziösen Kommentar, lasse I sich weder mit technischen noch irgendwelchen tatsächlichen Gründen rechtfertigen, auch vom juristischen Standpunkt nicht, weil die laut den Bestimmungen des Vertrags vorgesehenen Körperschaften, die nach dem Abzug der engllschen Truppen die Abrüstungskontrolle im besetzten Gebiet übernehmen sollen, noch nicht gebildet worden seien. Tat'ache ist ferner, daß auf der Londoner Konferenz mit den deutschen Vertretern verabredet wurde, daß die Verbündeten sich vor dem 10. Januar über ein Verfahren verständigen, um die Rücksichten auf die Verteidigung Frankreichs mit der Auslegung der bestehenden Verträge in Einklang zu bringen. Die Forderung der Wilhelmstrahe sei daher in diplomatischer Hinsicht unannehmbar. In moralischer Hinsicht sei sie aus dem einfachen Grunde nicht annehmbar, well sie ' bei der französischen Regierung ein Gefühl der Schwäche vorausseht. Das Blatt erinnert an &ie Verdienste Herriots auf außenpolitischem Gebiet und versucht festzustellen, daß die Polllll der französischen Regierung in den lebten Monaten zu einer merklichen Entspannung in Europa geführt hot. Man könne sich dem Ergebnis nicht Der* ' schließen, daß Deutschland sich von der Dersöh- ' nungspolitik abzuwenden scheint. Die Kältewelle In Amerika. t Reu York , 22. Dez. (TU.) Die schweren i Stürme in den Mittelstaaten richten immer größeren Schaden an. Das Thermometer zeigte über 30 Gra d unter Rull. Die telepho- ni'che Verbindung zwischen Reupock und den westlichen Saften und S ädten ist viel ach unterbrochen. Die Kältewelle hat bereits 9 2 Todesfälle und Sachschaden in Hohe Mm 10 Mill onen Dollar verursacht. In einigen Stad- ' ten ist die Temperatur sogar auf 35 Grad V. cha a'- ter siebten Persönlich! itei ent pinn sch nun en st ller und h fiig-r Kampf, in den dec Pfarr r sck^.eßllch unterliegt, weil er mit Li't und Ge- wall seinem Dorfkirchlein einen höheren Turm aussetzen will. Federers fettens Dichteckrast offerbirt mit tiefem Blick das I'.ench ich-Allzu- menschlchr in sein an Gestalten so weit,sistig daß dies kleine Geschehen, das Rinnen um die Macht besteht bereue setr lehr langer Zeit eine intime Verbindung der beiden Banken, deren Verwcll- tungen schon seit der Gründung vor dem Iahr 1810 zusammengearbellet haben. »Ludwig Ganz A. G., Mainz. Die Goldmarkeröffnungsbilanz weist nach einer Debitorenrücklage von 600 000 Mk. für die tm verflossenen Iahre entstandenen Verluste ein Gold- vermögen von 600 000 Rm. aus. Das Stamm- aktienkapital von 242 Will. Pm. wird tm Verhältnis von 500:1 auf 484 000 Grn. umgestelll, und das Vorzugsaktienkapllal von 8 Mill. Pm. auf 16 000 Rm., so daß ein Aktienkapital von 500 000 Rm. verbleibt gegenüber 2 Mill. Mk. im Iahre 1913. Der gesetzlichen Rücklage werden 100 000 Ml. überwiesen. Die schweren Verluste der Gesellschaft kommen daher in einer Ermäßigung des Kapitals auf ein Viertel des Vorkriegsstandes zum Ausdruck. Börsenkurse. schäfteS vom Mvnranmarkr archätt «S sich in vcrstäicktem Umfange den niedriger an Kurse stehenden Anilin- und Elektrv- werten zuwendet. Unter dem Einfluß des leichten Geldstandes gestaltete sich bei Vorliegen großer Kaufaufträge das Geschäft recht lebhaft, und die Steigerung?n setzten auf den Hauptmärr- ten von neuem kräftig ein. Die Führung hatten sowohl bei den Kursavancen, als auch tm^ Umfange des Geschäfts die chemischen Aktien, für die namentlich französische Finonzkreise als Käufer auf traten. Die Kursgewinne, die diese ‘TEtertc zu verzeichnen hatten, gingen bis zu 4 Dill. Prozent. Daneben waren auch Elektrowerte gefragt und höher. Dagegen lagen die führenden Montanwerte etwas schwächer auf neue Gewinn- leaüfationen hin und Haupt'ächlich infolge W« lassens der starken Auslands kaufe. Sehr gedrückt sahes, der gleichen Zeit im Iahre 1914. Das dritte Quartal zeigt das gleiche Bild. Für die Monate August und September liegen bisher nur die Ergebnisse der Zentralstelle vor, die aber weiter erheblich gestiegen sind. Dennoch konnten Gewinne im Bankgeschäft nur aus Teilgebieten der allgemeinen Tätigkeit gezogen werden. Das Effektengeschäft erbrachte bei der verödeten Lage der Börsen so gut wie keine Erträge, das Smis- sionsgeschäft lag dementsprechend naturgemäß gleichfalls vollkommen still. Die erzielen Gewinne konnten daher lediglich aus dem Konto- Korrent-Geschäft erübrigt werden, während das Deviscn-Arbttrage-Gcschäft ebenfalls weggefallen fei. Es sei bedauerlich, daß bei diesen Verhältnissen die Dankbedingungen unverhältnismäßig scharf waren und im Vergleich zur Tratz- fähigkell der Wirtschaft noch heute sind. Die Danken hätten in den letzten Monaten hier jedoch bereits einen erheblichen Abbau vollzogen, der weiter durchgeführt werden wird. — Die Verschmelzung der Württembergischen Der- einsbank mit der Deutschen Dank wurde einstimmig genehmigt. Der Aktienaustausch erfolgt derart, daß auf 4 Vereinsbank-Aktien eine Deutsche Dank-Aktie gewährt wird. Wie bekannt. (9n Billionen Mark auf jebrfitft voeno^Atre«, London, Hem York. Jovan, Rio de 3a.ietro für eine Etndeü Men und Budapest iür 100000 Lindenen, alle« übrige hit 100 Einheiten.» Telegraphische Auszahlung. von Well und Kirche im Dörftetn für die ganzes i 1 Grde gilt Ewigkeitefchausn durchdringt mit köstlichem Humor und warmem Herzen das bunte Spiel der Menschlein. * E.ne r.izcn.e Skizzenmappe, em Lagemcy aus Sommer und Sonne, breitet Heinrich -3er3 I faulen in einem schmalen Bündchen „5> i e c P i tz- weagasse'' vor uns aus. Behaglich bi^ermeie- rische Gestalt, so treten sie vor uns hm, die Leute aus der Spitzweggasse, die Menschen, die der Dichter lieb hatte, sinnig geschildert in ihrem Geben und Streben. Ein humorvolles Buh, das stilles Glück und inneren Sonnensch.in g bt. ilnö die Erzählung „Der kleine ülmweg' werden alle gern zur Hand nehmen, d.e des Dichters stille Art liebgewonnen haben. Nichts Aufregend^ die man gern haben muß. (Verlag ^sel si Pustet I in Kempten.) . J1,56^ * Marietta Schaginian: „Abenteuer einer Dam e". ülebersetzt aus dem Russischen von Maria Einstein. (Malik-Verlag, Berlin). In äußerst lebendigen, packenden Bildern führt der Roman von der Vorkriegszeit in die Tage der russischen Revolution. Mit hoher dichterischer Gestaltungskraft hat die D^fafs^in die einzelnen Figuren herausgemeisZelt Die Abenteuer einer Dame der russischen Gesellschaft, die, zuletzt verlassen von allen, I gegen die Kreise richtet, in denen die Wahrheit nicht gesagt werden durfte, wo nur Heuchlet und Schein herrschte, werden zum Erlebnis. Er- '«-MN -l»-s b-!-nd°r«> Hi^>-l,-S b-dars I H-ndlssng. °"l°S22 geh. j- 3 Wk. Cie sind feit tangem S°,ch-tzt v°n SulmöJMatrn Waffen- als Sammelschrein erlesener literarischer Kostbar- verschiedenen Pro'sadichtungen ketten, sorafällig ausgewahtt und eingeleitet durch M^Aus^den ieide- dn paarmrze, treff ende Sätze, wie sie nur tiefste stürze! — Als ülebermensch steigt von Zra n?ois, von der der schmucke Band Mieten" taucht fien^manS Schönen 7echn°t' dUnmenichlichk°i.'d°s Krieges v°n neuem “SSXSEb gs« und tief menschlich empfunden, spricht in feinen überaus köstliche Orgien e • Baptist Dichtungen, die immer, wenn sie auch m die tief- 21 SJAurai^r Herder ©ebunöen in ähä8 toUc 5cii 6ei » W Ä te ^-"no-eo. “e: totocrmut^ge. auf tot «baba» ^itm uni) cignct „ch varzuglich zu Geschenk- Aaturbetrachtung zielende Gcdankenwell goß, m 1487 haben in dem sprachgcwall g:n Oesterrcicher 6tueut:11' Franz Spunda einen kongmialm ülebersetzer „„, ,r , gefunden. Spunda konnte sich dank seiner eigenen dichterischen Einstellung m ganz eigenem Maß „uLLniiftOnEn, in die reine Sphäre Leopardischer Philosophie ^om Eisenerz b erg b au rm Lah n einfüblen und eine Rachdichtung schassen, die und Dillgebiet und in Oberheif uns erst den ganzen ß^barbi offeibart Der Dte Lage deS Eis^nsteinmartteS rrn Lah^ll- Leipziger Wolkenwanderer-Verlag stattete das gebiet im Monat Rovember kann nur alstwst Buch in einer erstaunlichen Harmonie der Farben, Ws^bezeichnet werden, einirgendwie des Satzblldes und Druckes aus, die der Lyrik werter Versand fcmd mchr statt Wenn nicht Leopardis den pi-ächtig konformen Rahmen gibt durch Steuerermäßigung, Herabsetzung des Erz- I ö 1524 ausnohmetarifs und Verringerung der sozialen . • 2L M Sreb: Robins onade zu Lasten eine Besserung der Selbstkosten ernt ritt, ölst. (Drei-Masken-Verlag in München.) ft kE die jetzige Verlus^iEaft ^ fthle^- (tzne groteske Geschichte, dahingeplaudert in einem dem Absatz nur noch kurze 3«! SetJW" tollen Wirbelwind der Gedanken und Einfälle, muh die Hilfe des Staates einsehen, verschroben ost und verwirrend in dem turbu- von fetten der Arbeiter senten Durcheinander der Gestalten und Ereig- auf Urlaub) und von selten des Unternehmers nisse, aber immer spannend und als kraswolle. (ungeheure Verluste durch Aufrechterh^tung bCT dichterisch glänzend gelöste Satire nicht ohne fit!- Betriebe) alles Menschenmogllche geschehen ist. prnlten Srü"rarunb 1488 Wenn Staat und Kommunen sich nicht entschlie- k^estfalem'das Land der roten Erde, und den können selbst äußerste Sparsamleit walten zu -einer urv üchsigen, Hellseher schen Dauern, hat lassen, um dadurch allgemein die Möglichkeit zu viele Dichter gefunden, viele Entdecker seiner schaffen, den Steuerdruck zu ermäßigen, ft wach Schönhett feiner Egen art, seit die Droste uns m für ben Eisensteinbergbau eine besondere Steuer- hier ^herrlichen Ltzrik, in den geh iamisvoll ermäßigung geschaffen werden Hmzu ftmmen schaurigen Dalladem in der .Iudenbuche ' von muh die schon sett Moiaaten erhoffte, bisher abex ihrer Heimat fang. Eine besondere Stellung in immer noch ^gebliebene Srajtennd 3 guna ® e dieser reichen Literatur nimmt Alsr.d Funke Lasten des Knappschaftsgesetzes sind ft- Arbett- eln mtt seinen beiden Westfalenromanen „Der nehmer und Arbeitgeber bei der letzigen Lage Bruch im Lande" und ..Der Middel- nicht tragbar. , h o f“, beides brette, behaglich ausgesponnene * D i e Deutsche Dank hielt m Berlin Kulturgemälde in einer ir iftvollrn, Lmigen ihre a. v. G. D. ab, die über die Umstellung Sprache, von emem still^sonn g n Humor durch- auf Goldmark zu beschließen hatte Die vor- .- •ttert Diese p äeyt gen Menschen, deren trag sche gelegte Gvldmarleroffnungsbilanz, die bekannt- Konflttte mit hohem, sittlichem Ernst gefchick>ert lich ein ülmstellungsverhaltnis des Aktieiikapi- werden muß jeder [icbg:toinnen, und um dieses tals von 10: 1 vorsieht, wurde einstimmig geneh- Land, das der Dichter aus tiefem, echt m He mit- migt. Es sand vor Genehmigung der Gol^> aesühl heraus sch Wert, w rd man die beneiden, markbilanz eine Aussprache über die Frage statt, die es ihr eigen nennen. Es sind Bücher für be- inwieweit den Aktionären mit einer günstigeren sinnliche Stunden, frei von der Sensationslust Umstellung, etwa un Verhältnis 8: 1, gebient unserer Tage, aber befreiend und erhebend. Wäre und wie eine solche verändere älmst-el- (Heimat-Verlag für Schule und Haus in H lle lung auf den Kurs der Deutschen Dank-Alllen a. S Preis je Band 4,53 Mk.) 1544/45 eingewirtt hatte. Weit bemerkenswerter clls diese * Margarete Windthorst, Der Ba- Erörterungen waren jedoch die Ausführungen silisk. (Eaizleinen 4,40 Mk. G. G o e. Berlin) des Dttettors Wassermann über die Ge° Westfalens Adel wuchs aus dem Boden seiner ftaltung des Bankgeschäftes toahrenb des Der- Heimat empor; seit ül.germanenzeiten. Gr sprach laufes des Iahres 1924. Er sühr:e u. a. aus. nur selten von sich selbst. Kein Dichter fand daß die Ziffern der Cröffnungsvaanz per 1. 3a» bisher zu ihm. Aw.garete Windtho.st. selbst nuar 1924 nicht das Bild des Institutes wider- Westfalin in Blut und Seele, wagt jetzt die Tat, spiegeln, wie es heute tatsächlich ist. Die Zif- uns in das Innere dieser Adelswelt, die so fern zu Beginn des Iahres fielen in eine Zett, abseits vom großen Strome liegt, zu führen, die als ülebergangsperiode von wirren In- Am Schicksal eines Grafen Gunther, des Dasilis- slationsverhältnissen zu noch zu ordnenden Berken, dem angeblich der böse Blick zu eigen ist, hältnissen anzusehen ist. Inzwischen konnte tn offenbart sie die versunkene Innerlichkeit und der Wirtschaft von Monat zu Monat eine Des- tiefe Relig osität dieser Menschen, ja gan-er G:- serung tonftatiert werden. Infolgedessen haben schlechter. Die Dichterm zwi igt d es Schicksal die ülmsähc auch rm Dankgewerbe eine nicht — - ... * 1 unbefriedigende Gestattung angenommen. Sie betragen bei der Deutschen Dank ^während des ersten Semesters annähernd die Hälfte des ülm- —————— ssrnntturt i.M. PerHn 5d)Iun» 1-Ubr. Schluh.^Anfanq fiurs flure fcur* '! itro n: . 12. 22.12. 1.12.1 22. V2, S®/n DrntKOe 3let®3antelt» u,bO d, 0. 1 07; te/0 Dklliichr 8ttid)5oiikt6t —- — 0,93 U.93 Dkutsche 9tild)5aniet6t 0,92 U,92 3°/., DeuiiHe ReichSanletde Deutsche Svarpraimenanlctdt 1,33 0,45» 1,31 4°/0 Preußische SonfoW . . . *■» —• 10,75 10,i0 11 4,4 we MO 3,45 3,50 — — 19. De»5r. 2 Dez r. Revart. ■<» | 2' kliniliche orteruni o rlD 1 '4‘rief .im.. >: i,41 1-9,8 16j,iJ 20 97 17,11 Brti .'lntw ZU,,9 2d,d5 61,u3 Cbriinliiija 3,52 .3,70 63,22 C3,i8 .0opcnI>oaen 14,41 4. ?9 3’6 <3,94 etodnolm . 7.3,05 l)o,:3 ' > J,04 *■1 j3' Hei sinn fort. Italien . . 19,54, V,o9 10."? •■7 91 10,556 18.03 10,195 18 12 London. . . 19,7 5 19,. 95 IS,73 19,3 3 '.><'eut)ot! . . 'Bor 15.... 4,1) > 4,2 4,195 4,>0 $2,15 52 6 62,b l 12,47 Schweiz . . 61.2- 11,2« M,<8 11.48 Sva fen . Wien In D-» 48. 3 *■8.67 u8,52 86 Cefl. abgefl F.9O7 F.927 6,91'7 5,927 Trflfi 1F.72 1’ 76 7.6 । 12,73 Budapest . 5,72 6,71 5,73 6,7' Buen.AireS ',629 1,13 ! ,343 1,647 2,655 Bnl- arten 2.03 > 6 :",U45 ltopan 1,6-18 V'12 1, 01 1,112 5 io bc Ian !,-7 1,41:0 1,479 t, 8' Belirab < ,255 1,28 .3 i 32 Lissabon 69 19.72 9,68 1S.7- X W M» M M&J •$3U^>W S? h°üen K un u», J für die k$ Mute Me Werte »u 4X Korvette Ie ^'enfe Servin«, Mge Aach, 'ehe 8ti>iü;ft Harpener, * Kb-2« JA für ÄLL ^egtichei, e u grn. ii 3nbuftrie. Ewigen mdx m9 H Das 'c Anleihe. M r tvelerer ic-. uen. Die üb* scher ^ihiM echndert. K,' 2age im -,. denmg zu v«. ' Nto gegen. > die Mrf s Pfund stell, vm 4,71. irrst. Rtt Anzeign") ez. Es wurden bis 24,50 M. , Sommergerste mländilcher 18 !2, DeMmehl, s 41, Roggen« 13,50, Roggen« -38, Linsen 45 mid trocken 10, >A), Treber, gc- idenz: fest, hmaikt. >z. iSig. Dücht- ririeben tooren: len, 16 Bullen, xr. 184 Schafe, t: Ochsen, voll« Hchchtwutt 50 ht auSgemäslete 50; mähia g«4 iltere 30 bis 40. rte Färsen Höch' fleischige jüngere ollfleischige aus- chwerts 48 bis Kühe höchsten ! 618 46; wenig ; allere (*• wiäellr längere Me Md Färsen che und Färsen albet 70 bis 76; alber 64 bis 70; kälber 55 bis 63; Schafe; ®aljW ; 9eli"9e“ Ä mäßig genährt c) 20 bis 25. - is ICO Kilogramm n 70 bis 78. v°n 80; Don 120 bis schwewe über W Sauen und go« iarltverlcuif: unb Schweine bet chten. sÄb'Sstsah ;r s,° «fff,* L l'S -4«L. auch veS Vä-«««roT ,fW"9*4 nti‘ * » «CT«.106 «4° 'JJ d«»E üiü °5.‘ TVibun* daß?* (5crfa6ttn auf di« ^^inSinLZ W6^' rf-tfa«* t>aVSfat2fS W*ttt h vo" int- Mert" rU) 'Mier schien R ou oon Der Mögllcp- feü, datz Theda in der Zell der langen Trennung von dir ihre Herrat bereuen könne. Ich glaube es nicht, und so lange ich sie überwachen kann, halte ich das auch für ausgeschlossen. Aber mein Leben fteht auf der Grenze. Versprichst du mir. schleunigst -urückzukehren. sobald dir ein Telegramm die Genesung ThedaS meldet?" „Ich sagte es schon. Onkel Ernst. Es ist meine Absicht. Ich kann mich hier nützlicher machen als im diplomatischen Dienst. Unb ich möchte hinzusügen, daß mir sogar die verspätete Ueberlegung kam. ob es nicht zweckmäßiger gewesen wäre, jetzt schon den Dienst zu quittieren und in Groh-Ponar die Gesundung ThedaS abzuwarten." .Auch darüber habe ich mit deinem Vater verhandelt. Aber das wollte er nicht. Du kennst ihn — er scheute die tägliche Erneuerung des Klatsches. Er wollte dich auch nicht vorzeitig auS deiner Stellung reihen, lind schliehlich gaben die Aerzte den Ausschlag. Sie halten auS seelischen und physiologischen Gründen eine vorläufige räumliche Trennung von Theda für unbedingt wünschenswert. Sic haben mir das au-einander- gesetzt — und mögen recht haben. Aber vielleicht sehe ich dich schon in Jahresfrist wieder hier. Lieber Junge, dann könnte ich mich ruhig schlafen legen . . ." Die Stimme des harten Mannes zitterte. Doch er unterdrückte sofort die aufquellende Aüh- rung. Die Herren Mildner und Pickenbach wollten sich empfehlen. — Gert huschte ruheloS durch die Zimmer. Der Vater und Hellmut waren schon nach Groh- Ponar zurückgefahren, aber er muhte noch bleiben: Theda Halle eS so gewünscht. Er trat auf den Balkon. Die Dämmerung stieg uni en zu Tale und hing über die Grubenanlagen ihr filziges Grau. ES war sehr still. Sonst drangen die Geräusche der Arbeit biS hier herauf, das Poltern bei der Verladung, das Älirren der Warenzüge, daS Dröhnen und Hämmern in den Werkstätten. Uun war Feierabend. Gert wandte sich um. Er hatte die unmittelbare Äähe Alex es gespürt. Sie stand hinter ihm. .Ich sehe dich nicht mehr vor deiner Abreise." sagte sie, „und wollle mich verabschieden. Ich denke, bas ist auch ernt De legenhell »um Friedensschluh." .Leben tetr denn tm -Kriegszustand?" fragte er zurück. „Wenigstens auf der Mensur Warum? Wir waren einmal recht gute Freunde." „ Kindersreundf chatt, fiere.“ .Sie wuchs sich aus. Sie wurde zur Liebe. Willst du leugnen, bah du mich gefleht hast?" Das Elfengrau ihrer Augen war zu fchtoar- zem Samt geworden. Sie stand jetzt fo dicht vor ihm. daß er daS. waS sie tagte, von ihren Lippen ablefen konnte, denn sic sprach fast unhörbar leise. „Du hast mich geliebt, und ich liebte dich wieder. Ich verbarg es. Wir waren zwei lodernde Flammen. Wir waren zu zweien eins und txiäy ten auch schon an die für immer einende Zukunft. Warum gabst du mich auf? Jäh, unvermittelt, grundlos. War eS Frehe zuliebe? Olein, daS war es nicht. Milletd ist Menschenliebe, uns trieb die Leidenschaft. Warum gabst du mich auf ? Erschreckte dich der Gedanke an eine Heirat, well ich arm war? Sag' mir die Wahrheit. Heut kannst du es. Dein Äaufoertrag mit Theda ist ratifiziert. Alle Fäden zwischen dir und mir sind zerrissen. Du kannst rückhaltlos sprechen, und du bist mir die Wahrheit schuldig!" „Du sollst sie hören", antwortete er. Auch er sprach sehr leise. eS war kaum ein Nüstern, doch sie verstand jedeS Wort . . . ,Um unserer Leidenschaft willen gab ich dich auf. Meine Geliebte konntest du fein, nicht meine Frau Die Erkenntnis schenkte mir Frehe — unbewußt." Ihr Blick verfing sich in dem feinen, und da floß daS Schmähende in feiner Antwort achtlos an ihrem Ohr vorüber. Sie fah einen Schein durch fein Luge gleiten, in der Farbe deS Purpurs und bann licht rot sich tönend, wie einen Strahlenwerfer unvergessener Leidenschaft. Da rauschte das Blut in ihren Adern, und ihr Herz schrie. ,Unb heute?" fragte sie. .AlleS vorbei? Alles vorbei?" „Gott fei Dank", entgegnete er lächelnd. „Ich bin ja verkauft." . . . Unten im Tal. zwischen den schwarzen Häuserblocks, blitzten ein paar weihe Lichtpunkte. Sie vermehrten sich schnell und wurden zu einer ^punwiPtn firnte. baxr schodm» fit sich zusammen, flössen arrtetr rebet. ehrtet sich vom neuen in Äarveefrrrm und bildet ec schlich sich eine dreifache Kelle, die ihr leuchtendes Gewinde mählich die Anhöhe hlltausschob. Dabei scholl aus starken OHänntrteblen etn eigentümlich schwermütiger vierstimmiger Gesang — etn sich« sehr altes Lied, das folgendermahen anbub: .Ein Pilger wollt' auSs puren 2>er Erd' Metallengeist. Da hceh man ihn spazieren. Ins Bergwerk man ihn weist. Da führten ihre Schicht Vier Männer mit zwei Weibern. Sie trügen in den Leibern, Worauf fein Herz gerlcht . . ." Theda hatte In ihrem 'Bette den Kopf aus den Kissen erhoben. Sie lauschte, sie sah auch wie zwischen den verhängten Fenstern Glanzwellen hervorbrachen. „Was ist daS?" fragte sie die Pflegerin. Geisbach hörte die Frage. Er Halle vorsichtig die Türe geöffnet .Sin Fackelzug meiner Leute. Liebling", sagte er. .GS soll eine Ehrung für dich fein. Willst du ihn vom Fenster au» sehen?" „Bringt mich auf den Balkon", bat sie. „Ich will mich bedanken." ES war ein lauer Abend. Man konnte ibien Wunfch erfüllen Man hüllte sie in einen Pelzrock. umwickelte sie mit Decken und fuhr sie auf ihrem Rollstuhl nach dem Balkon. Da stand noch Gert und trat hinter ihrer Stuhl. .Sind unsre Gäste fort?" fragte sie. „Ja. Thedachen. Ollere war die letzte. Sie läßt dich schönstens grüßen." „Gib mir deine Hand. Gert." Er reichte sie ihr. und sie umspannte sie fest mit ihren schmalen Fingern Unten war das alte Lied verklungen. Die Magnesiumfackeln drängten sich zusammen, die Knappschaft formierte sich in einem Halbkreise. Vorn stand die Kapelle der Arbeiter. Die Dialer stimmten eine Fanfare an. Dann hielt Dierksen, der Obersteiger, eine kurze Ansprache. Er Hatto den Kopf in den Racken geworfen und sprach sehr laut, damit man ihn oben verstehen könne. (Fortsetzung folgt) Passende Weihnachtsgeschenke (RESIJ (RESI) (SUDfeÄr (PEsT)vorm. 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