nfon= I« an !isrs. iflung "Yen -Seiles, sende tr. 45 1* auf >rinal° inuar, r 1924 Busses Sauter de als b der- lun II. tandes vrenen bischen seither ganze ist die 3-2 ZZ3.S i* -a«* ffä seZ 5. zM W AsZ 5 6 * 2 ö* Ub ;n* «lr* jO ltz 5 fff 3 | §7?S 2U. 2? gYptischen .Ke gtcrung anläßlich deS Tobe» von General Stack auszusprechen Später stattete N?r Ges an te dem K r i eg s m i n i st e r einm Besuch ab. dem e glechfallS daS Bedauern des Königs und de. ägypt.schon Negierung ous'prach Die Mörder Sir Lee Stacks England und die Bolschewisten. Verwahrung gegen die kommunistische Propaganda in England. — Keine Ratifizierung des britisch-russischen Vertrages. ter Brr: die geia gleich iurg sieh lp'.uchZ : Freilassung des Völlice Tlnschuld der crtpl.'fcn &it. das ist sollte. General von Rathusius hat erklärt, dah er die Küchengeräte ordnungsmäßig durch die Kommandantur hätte requirieren und verpacken lassen, um sie mit in die neuen Quartiere zu nehmen, weil sie in der Abteilung, die General von Rathusius kommandierte, notwendig waren. Ein zweiter Revisionsgrund ist folgender: Der damalige Gesamtwert der gestohlenen Gegenstände hat sich auf 1831 Franker belaufen, für die als jetziger Grgrnw?rt vom Kriegsgericht ohne weiteres 5000 Franken festgesetzt worden Reben der Revision will der Rechtsanwalt im Ramen des Generals ein Gnadengesuch an den Präsidenten Doumergue richten. Ein An wag auf provisorisch? Haftentlassung ist vom Militärgericht a b g e l e h n t Wordew 7Cv colai wird gleich nach seiner Ankunft in Paris eine Unterrefcung mit Israel, dem S.'koetar des Ministerp.äsidenten, haben Die Pariser Blätter geben eine ausführlich? Schilderung von dem Verlauf der Verhandlungen gegen Rathusius. Die m fisten kominen über eine kleinlich?, gehässige Darstellung bei der Erinnerungen aus der Kriegszeit eine Rolle fielen, md)^5inaa^ P^riS" schreibt: „®in Jahr Gefängnis, das ist also alles, was wir von der Bestrafung der K r ieg s s chu ld i 6«-n crl.-b-n. b.e OBilfon uni> 2bji> reich, Belgien und der Menschheit f ie.lrch fpr°am Quai d'Orsay wird imf man sich die weit?re Werbung * , stellt, auswwch.nd. S-antwortÄ Das^«W m nisterium lehnt rede Wesungm Die deutsche D o t ch a ^ürfLn. aus Berlin, die b?rc;t5 unterleg - Allem Anschein "ach wird Ilbrvise seines der für den Augenbl-.ck «« «(t abgc, Verteidigers vo n ablehnen einer Rjchtbcachtung dieser Ankündigung orgfältig zu erwägen. 3n einem zweiten Dries deS Staatssekretärs deS Aeußern lehnt England die Ratifikation der Vertrage mit Sowjetrußland ab. Es heißt in der Rote: .Die R-zirrung Sr. Majestät hat die Mischm der früheren britischen Re- gicrung und der Regierung der Union der fozia- li flHd-.cn Sowjetrepub!il?n verhandel en und am 8. August d. Äs unterzeich xeten Vertrage er e Rachprüfung unterzogen. Ich habe die Ehre, Ihnen mitzuteilen, daß Sr. Majestät Regierung nach gebührender Ueberkgung nicht in der Lage ist, die in Frage stehenden Vertrage an das Parlament weiterzugeben oder sie dem König zur Gegenzeichnung zu unterbreiten.“ Ein driltes Schreiben Ehamberlains behandelt einen von dem ru'sfichen Botschafter in der Preße veröffentlichten Aufruf, in dem die Bestrafung aller privaten und beamteten englischen Personen gefordert wird, die an der Veröfsentlichung des Sinowjew-Briefes bctei- l gt waren. Chamberlain ft Ht feit, daß er nicht beabsichtige, von dem durch Macdonald Rakowski mitgcteilten Beschluß abzugehen, daß die Frage von der englischen Regierung nicht behandelt werden könne. Die britisch-ägyptische Spannung. Schale Maßnahmen der britische» Regierung. L o n d o n , 22. Äov. (WB Funk pruch ) Mi- nisteipräfident Baldwin ist g stem aufs Land gefahren. Di? Mitglierer des Kabine, s hab? ec darauf autmertsam gemacht, daß aageächts der Ereignisse in Ka ro eine Sitzung des K a bi - net ts zu Wochenende nölig wer.c > könnt?. In der Rote der britischen an die ägyptisch? Reg e iung, die PorgefleTn abge airtt wurde wird dr tiefen Empörung ub?r den A ,chiag auf Sir Lee Stack Ausdruck gegeben und weiter eine energische Warnung für di? n dcutscheu General, dem französische Staats!.ü gor unter Orem Zeugeneid da.. b?ste L:.: n.mds.zeug-t. auo.mlt.n. zu.einer einjährigen (Setäng.v^ltra ? a?nn Da» mit auch der Gerichtshof das vor Iahrc t e l.iss?ne Kontumcrzurteil — von dem der Angeschi-ldigte niemals Kenntnis erb alten Hal — um cin Ve.rach> liches herabsetzte, fo ist d?r Spruch von Lille d-ch eine ülngeheuerlichkeit. tr ledern Ge u )l für Recht und Gerecht:gl i ins Gesicht sch. g' - r freche Hohn, mit dem hi.r franofrdje Machty-ade. der ganzen gesitteten W:l: m i rem eleme uaritcd RecAsqefichl eine Ohrfeige ge. ?n, de? lend? Hab des Franzosen gegen alles a>c--t' zu Aus lüchten Zu lucht nehinc.i. glaubm et c i^ifie mit der Koblenzer Adresse des General.' gesehen zu haben, sic wollen eine Ordonnanz in , ixt Küche Sachen haben einpacken sehen. Tat- London, 22 Rov. (TU.) Chamberlain hat gestern dem russischen Botschafter in London, Rakowski, die englisch? Antwort aus die Einow- jew-Rote vom 25. Oktober übermittelt, in der es u. o. heißt: Sie haben anscheinend aus eigenem Antriebe und ohne sich die Zeit zu vorheriger Auseinandersetzung mit Moskau zu nehmen, de n Brief Sinowjews für eine grobe Fälschung erklärt. Sie führten an daß die kommunistische Internationale sich in ihren eigenen Rundschreiben nie als Dritte kommunistische Internationale bezeichne, daß Sinowjew nie als Vorsitzender des Präsidiums des Vollzugskomitees der kommunistischen Internationale, sondern stets als Vorsitzender des Dollzugs- kommitees zeichne und daß der D:sam!inhalt eine Ansammlung von Widersinnigkeiten darstelle. Die Regierung Sr. Majestät kann diese Ansicht nicht teilen, da sie von den amtlichen Kundgebungen und der Presse der Sowjet-ä.lnion widerlegt wird. Es ist unnötig, sich mit diesen Ginzel heilen zu beschäft gen: da die im Besitz der Regierung Sr. Majestät befindlichen Unterlagen nicht den geringsten Zweifel an der Identität des Sinowjew-Drieses lassen. Sr. Majestät Regierung ist nicht gewillt, über die Angelegenheit zu diskufieren. Weiter muß ich bemerken, daß Sie den Charakter der Ihnen von meinem Vorgänger gemachten Vorhaltungen vollkommen mihoerstanden haben, wenn Sie annehmen, daß diese nur den Sinowjew- Brief behandelten. Die Handlungen, über die sich Sr. Majestät Regierung zu beschweren hat, be- chränken sich nicht auf einen bestimmten Brief, sondern dehnen sich im Gegenteil auf den gesamten Umfang der revolutionären P r o- p a g a n d a aus. für die der Brief ein bezeichnendes Probestück ist und die zuweilen im geheimen und zuweilen, wie Sie richtig be.nerk- ten, unverhohlen geführt wird. Die durch Rundfuwk in der ganzen W lt verbreitete Er- kläruvg Sinowjews bildet an sich einen genügenden Beweis für dis Propaganda, die von der Dritten Internationale mit Wissen und Zustimmung derSowjetregierung andauernd geführt wird und gerade dieses System kann Sr. Majestät Regierung nicht mit den von Ihrer Regierung gegebenen feierlichen Zusicherungen in Einklang bringen. Macdonald bemerfte in feiner Rote vom 24. Oktober, daß niemand, der die Konstitution und die Beziehungen der Internationale kennt, ihren engen Zusammenhang und ihre Verbindung mit der Sowjctreg erung an- zweifeln wird. Weiter bemerkte er, keine Reg.c- rung würde je ein ilebereinfommcn mit c ncr fr m ei Regierung, zu ber sie korrekte diplomatische Beziehungen unterhalt, dr-lden, wahrend glech^fiti' ein? mit des r Re ter m o g - reich z s mm?..h ng nd propagandistische O r g a n i s a t i o n d e Unter anen der crstge .ann- ten Reg erui g zu D rschwörung n Revvlu i n und umftü zierischon Vorder it ingen ermutig i und sie sogar b.s ei lt Die e Feststell ng ist wichtig und die Sowjetregierung würde g.it tun, die Folgen dos Hasses und ?n V .lke. treibt, sü. beide Teile in ^lii'erhand- r g ?e5 SHand- r',i:>r>n vor de n Der Spruch von Lille. Ranke stellt in seiner Schilderung Richelieus fest, dah die politischen Prozesse zweifelhaften CharafterO, aber unzweifelha ten Ausga gS immer ein besonderer Bestandteil dee frarv.osi.ch n Geschichte gewesen sind. Damit ist der Maß lab auch für den Prozeß gegeben, der am Donne.s- lag in Ltlle mit der '2krur:c Lmg eines deutsche i Generals endete. Auch in diesem F U Hande te eS sich nicht um eine jurlsfische Angelegenheit, sondern ganz einfach um ein Politikum bellen Ausgang schon durch die Umstände b dimmt wurde, die tn der Verhaftung des Generals RathusiuS gipfelten. Ss ist ja so bezeichnend daß sogar die Lußer-lichen Methoden sich kaum andern, ob sie nun unter dem Regime eineS Richelieu oder eine- Herrn Herriot angewandt werden. Denn wenn die Regierung des modernen Frank e'ch mit einer ein badenden Handbew^ung für einen Tag die Grenze öffnet, um den Hinterbli:be-? u- fammenstoß des 13. März nicht das Geringüe zu tun hatten. In der Paas? vor der Ur e ls° Verkündung gab der wel ch-schwere ische Beleidiger M o r i a u d noch s?incr scls -niesten Ueber- zeugung Ausdruck, daß die Ang Ha jtea fr ige- sprock,en würden. Un) was geschah? In dee? kurzen Paue wurde ridjt etwa de Freispruch ausgesetzt sie bitt nur defi Zweck, daß das K i-gsgericht Käppi. Handschuhe un) D gm ai- legte um unter te.n Prä'e.r ieie.t der Sacüwach? daS in Paris angefertigte Urteil zu das einzige, mii pem Herriot sich und seine Derständigungspolitiker, den Dingen ihce.n Laas ihn die Organe des PoincawLmus geb acht haben, wenn er nicht selbst durch feine heillose Schwäche der Verewigung des Dölkechasfes auch fernerhin Vorspann leisten will, die di.-fen Leuten von gestern Lebensbcdürsnis und politische Rotwendigkeit ist. Der Revisionrantrag gestellt. Herr von Rintelen znr Berichterstattung nach Berlin. Berlin. 21. Rov. (Wolff.) Rach Pres'e- m:lfoi -gen von zustä rdi;er Sei:e hat die deutsche Regierung in der festen ikber’eugung. daß sich die völlige Unschuld des Gw. e als von Rathu ins h rausstellen wir), di fei in Durch- füh ung des Protestprozef'es in jeder Weise unterstützt Ihre Demülunge i wurden j doch durch die übe.rstürzte Einsetzung des Verhandlungstermins vereitelt, der.es unmöglich machte, in der kurzen Zeit d^s nötige En t lastungs material und weitere En!- lastu..gs?-,.ugm h rc-nzubrfoge.1. Di? Regierung wird alles tun. wes in ihren K?äftm steht, um die Sach? im Inkerefie des Generals un) der deufichen Ehre weiter zu betreiben. I,i der unzulässigen Beschränkung dir Verteidigung li g' ein Ferms p.a*, d.r de 21: Meldung der R.vi Ln ermöglicht. Bot ch ss rat von Rintelen kommt zur Berichterstattung nach Berlin. De Verleirigr des Ger.rals v:n Balhu us, Reafosanwall 2(i = colai, Hal nunmehr wie angeküadizt, das Rich tigkeitsver fahren gegen das Kriegsgerichtsurteil ew.gültig ?r j.'utfam? Le' :nöfo->;ci n. S -fertige CI u f b ? b u vn L.ll? im Revisi.nsve! Hai der Laiser in die Kriegführung eingegriffen? Dom ©eneral b. 3nf. Dr. Phil. H von Kuhl Herr Adolf W a g n e r hat ein Buch mit dem sensationellen Titel „Kaiserliche Eingriffe in die Weltkriegführung" (Verlag Thalacker & Schwarz, Leipzig, 1254) geschrieben, das sicher Diel gelesen und von mancher Seite auSgenutzt werden wird. Aach dem Vorwort hat sich der Verfasser die Aufgabe gestellt „das Wesentlichste über die Kriegführung uno die Ursache des Kriegsverlustes zufammenzufassen und daraus die Folgerungen für die Zukunft zu ziehen". Gewiß ein löbliches Unternehmen, vorausgesetzt, daß Herr Wagner die allgemeinen militäris-Hen Vorkennt- nisse und die besondere Kenntnis der Begeben- heilen, Zusammenhänge und Triebkräfte des Weltkrieges besitzt, die für eine so überaus schwere Aufgabe erforderlich sind. Ob dies der Fall ist, soll untersucht werden. Zweifellos hat der Verfasser vielerlei gelesen. Ob er aber mit der richtigen Auswahl gelesen und ob er seine Quellen richtig bewertet hat, mutz sehr bezweifelt werden. Eine seiner Hauptquellen, um das Regierungssystem Kaiser Wilhelms 11. zu schildern, ist das berüchtigte Buch des Grafen Zedlih-Trühsch- ler („Zwölf Jahre am deutschen Kaiserhof"). Mittels dieses Buches schafft sich Herr Wagner den Untergrund für seine Darstellung der angeblichen Eingriffe des Kaisers in die Kriegführung. Am liebsten hätte er, wie er selbst sagt, das ganze Buch abgedruckt, um „ein vollständiges Bild von der wirklichen Führung der deutschen Geschäfte zu geben". Er entnimmt den Aufzeichnungen des Grafen Zedlitz die Derechtigang, von einer „ftlavischm Unterwürfigkeit der Staatsmänner und Militärs gegen den früheren Kaiser", von einer „Lakaiengesinnung", die im Offizierkorps geradezu gezüchtet wurde, von „uniformierten Sklaven" und dergleichen zu sprechen. Es ist nicht ersichtlich, was diese, aus einer so trüben Quelle geschöpften Verunglimpfungen des Osfi- zierkorps der alten Armee bezwecken, es sei denn, dah dadurch „die Ursache des Kriegsverlustes" erwiesen werden soll. 3n der Tat macht Herr Wagner die für die Generale des Weltkrieges vernichtende Feststellung, dah unter Kaiser Wilhelm II. „immer nur die Dümmsten avancierten". Freilich erscheint es dem Leser dann unbegreiflich, dah ein von den „Dümmsten" geführtes Heer viereinhalb Jahre lang fast der ganzen Welt die Stirne bieten konnte und im 'Westen und Osten, in Italien, auf dem Balkan und in Asien in einer so ruhmreichen Weise gekämpft hat, dah ihm die Feinde die höchste Achtung zollen. Es wird dies um so erstaunlicher, wenn man aus dem Wagnerschen Buche erfährt, dah angeblich der Kaiser sein Möglichstes getan hat, um durch verfehlte Eingriffe die Kriegführung za erschweren und greifbare Erfolge geradezu zu verhindern. Wer solche schweren Anschuldigungen erhebt, muh Beweise bringen, die vor der historischen Forschung bestehen. Prüfen wir, ob Äes der Fall ist. . Im Westen soll der Kaiser im September 1914 zweimal durch schmähliche Rückzugsbefehle „die Engländer und deren Bundesgenossen gerettet" haben. Der erste Fall ereignete sich am 8. und 9. Sep- i Arber 1914 während der Marneschlacht. Oberst- teutnant Hentsch wurde von Moltke zur efjten und zweiten Armee geschickt, um sie zum Aus harren zu bewegen. „Dah Henbsch Moltkes Befehl nicht befolgte, lag ausschließlich daran, dah er den Gegenbefehl lxs Kackers in der Tasche hatte!" Das Zurücknehmen des rechten Heeres- flügels ist nach Wagner „ausschliehlich die Folge des Rückzugsbefehls Wilhelms II.", keineswegs infolge des Anmarsches starker feindlicher Kolonnen geschehen. „Solche gab es gar nicht." Her? Wagner läht somit den Transport ftarfer französischer Kräfte vom rechten Flügel nach Paris und das Auftreten einer neuen französischen Armee in der rechten Flanke des deutschen Heeres gänzlich außer Betracht. Man fragt erstaunt nach irgendeinem Beweise für die Erzählung von dem kaiserlichen Gegenbefehl in der Tasche des Oberstleutnants Hentsch. Jeder Kenner weih, dah dies eine Erfindung ist und dah die Vorgänge, die Hentsch zu seinem Verhalten bestimmt haben, längst völlig geklärt finb. Herr Wagner aber hat für feine Angabe, dah Hentsch einen von dem Moltkeschen Auftrag abweichenden Befehl des Kaisers besah, nur folgenden Beweis: „Rach den Enthüllungen Trühsch- lers können über den Auftraggeber von vornherein keine Zweifel bestehen!" Der sachverständige Historiker und Kritiker wird schwerlich dadurch überzeugt werden. Derselben Begründung begegnen wir bei der Besprechung der Verdunosfensive des Jahres 1916: „Rach den Enthüllungen des Grafen Zed-- litz-Trützschler wird man schwerlich noch Falken- hayn für den Urheber der Derdunoffensive halten können!" Mit diesem Satze wirst Herr Wagner die ganze historisch auf das genaueste beglaubigte Vorgeschichte dieser Offensive um! Den zweiten Rückzugsbefehl, den der Kaiser gegeben haben soll, stellt Herr Wagner für den 14. September 1914 fest: Die „zur Vernichtung des Feindes erforderliche Macht" stand an diesem Tage früh angeblich kampfbereit auf dem nord- französischen Schlachtfelde. Da bekommt der rechte Flügel wiederum einen Rückzugsbefehl vom Kaiser. Wer die Lage vom 15. September auf dem deutschen rechten Herresflügel in Frankreich kennt, weih, dah damals von der Möglichkeit einer Vernichtung des Feindes keine Rede war, sondern dah es darauf ankam, die durch die Mamefchlacht bedrohlich gewordene Lage zunächst wiederherzustellen. Die vorstehend geschilderten Fälle kennzeichnen die Beweisführung Wagners genügend. Die übrigen von ihm angeführten kaiserlichen Eingriffe brauchen daher nur kurz berührt zu toerben. Der Kaiser soll im August und September 1914 die Riederlage der Oesterreicher dadurch verschuldet haben, dah er den General von Conrad zur Offensive aufgefordert unb ihn auf diese Weise in den Glauben versetzt habe, die Deui- schen gingen zu seiner Unterftütjung von Ost- preuften gegen den Rarew vor. Tatsächlich hat Conrad vor Beginn seiner Offensive aber genau gewußt, dah dies nicht der Fall war. Im Sommer 1915 soll der Kaiser das Eln- i greifen Hindenburgs über Wilna verboten und dadurch bte Entscheidung verhindert haben. Jeder- mörm weih, dah für diese Begebenheiten ebenso töte für die Derdunoffensive 1916 in erster Linie Falkenhahn maßgebend gewesen ist. Der Kaiser hat ferner angebl.ch die Vorbereitung gegen Die Rumänengefahr 1916 nicht geduldet und im Januar 1917 vorzeitig die Offensive g^9€n mänien einstellen lassen. Rur noch eine Probe ber Wagnerschen kriegswissenschaftlichen Krtttt: 3m Herbst 1917 hat dec Kacker verhindert, datz das italienische Heer gefangen genommen wurde. Sonst hätte der Weg nach Südfrankreich in den Rücken der französischen Front offen geftanben. Aber das hätte zum Zusammenbruch Englands und aller Vasallen des Heiligen Stuhls ge^ ührt. Jedoch „die Riederwerfung Englands lieh Wilhelm II. nicht zu!" r c ,, Man könnte es für unnütz halten, auf solche Ausführungen einzugehen. Das ist aber leider nicht der Fall. Es ist zu befürchten, das) von mancher- Seite solche Anschuldigungen bereitwillig aufg'griffen und dem gutgläubigen Leser als Tatsachen aufgetischt werden. Dem soll hiermit vorgebeugt werden. Fortsetzung der Pariser Wirlschaftskonferenz. Normaler Verlauf der Handcls- vertragsvcrhandlungen. Paris, 21.'Rov. (£11.) Zu der Wiederaufnahme der deutsch-französischen Wirtschafts- Verhandlungen erfährt der Par ser Vertreter der „Tolegraphen-Anion" an zuständiger deutscher Stelle: Entgegen dm irreführenden InterpretaAugelegenheiten widersetzte. Rach dm bis letzt bekannt geworderren Rachrichten scheint das Komplott besonders gegen den Autzenmunster, General Condhlis, gerichtet gewesen zu fein. Der künftige Slaatschef in China. Peking, 21. Rov. (Hcwas.) Die Gesandtschaften sind davon unterrichtet worden, dah T u a n - S ch i - I u i als der wahrscheinlichsP r ä= sident angesehen wird. Das interimistische Ministerium werde ihm alsdann die Regierungsgewalt übertragen. Tuan-Schi-Iui, als erster Mi- nifter, wird die Funktionen des Minister- präsibenten übernehmen, bis er zum Staatschef ernannt wird. Die deuischnationale Reichswahlliste. Berlin, 21. Rvv. (Priv.-Tel.) Die „Kreuz- zeitung" veröffentlicht die Reichswahlliste der Deutschnationalen Volkspartei, auf der an erster Stelle folgende Ramen stehen: Hergt, Fürst Bismarck, Frau Behm, Lambach, v. Tirpitz: aus der Landesliste: Dr. Winckler, Chefredakteur Daecker, Frau Speht, Meyer-Bielefeld unb Hilger-Sptegel- berg. Aus aller Welt. Dr. (Eckeners Heimkehr. Bremerhaven, 22. Rov. (T. 11.) Zum Empfange Dr. Eckeners sind bereits groheDor- SZNKOUSSA-WA« toiei> vsm Montag an im GieSensv Anzeige« vevSßLentttHt. ß$ee tm^eee Zeitung von dem 1. Dszembsv 1934 an besteAen WM, eschM die Kummer» bis Gude Kovembev tSglM Softsnlss ins Kans ssbvarbt«Bestellungen wsvds« entgegen genommen in EeSen duvG bis GsschMS- Kstte des Gietzenes Änreigevs, GsSEeaS« S und dis Tvä'gevinnsn- answÄsis dnsG die Sst- »ehen Jtvsigstellen und die vost tionen der französischen Presse Hai die deutsche Regierung on Frankreich nicht bi e Forderung der Aufhebung der 26prozenti- g e n Ausfuhrabgabe gestellt. Die deutsche Delegation hat nicht den Versuch gemacht, einen Druck in dieser Hinsicht auszuüben. Für den Augenblick trete die Frage der 26prozentigen Abgabe in den Hintergrund. Sie wird in den nächsten Besprechungen nicht berührt werden. Die deutsche Regierung wird aber unterdessen mit allen Mitteln dahin wirken, dah die Abgabe fortfällt. Der deutsche Standpunkt läht sich in folgende Formel zusammenfassen: Stärkere Betonung unseres Verhändlungswillens über die Aufhebung der Abgabe beim RePara t i on sa g e n t en: Aufrechterhaltung der Forderung, dah der abzuschlsehende Handelsvertrag so gehalten fein muh, dah er Aussicht hat, vom Reichstag angenommen zu werden. — Seydoux unb Herriot die gestern mit dem deutschen Botschafter von Hoesch eine längere Unterredung hatten, haben erklärt, dah sie den Vorbehalt bezüglich des Reichstages nicht beanstanden. Staatssekretär Trendelenburg hatte ebenfalls eine Unterredung mit dem französischen Handelsmini stör Raynaldi, über die eine kurze amtliche Erklärung ausgegeben wurde, die betont, dah die Wirtschaftsverhandlungen wieder ihren normalen Fortgang nehmen werden. Die Krise des Faszismus Vor der Klärung im Parlament. Rom, 22. Rov. (TU.) Mussolini Hut gestern vor dem groben faszistischen Rat In aller Deut- l chleit die Rotw'ndigkeit ausgesprochen, unverzüglich jede Ungesetzlichkeit zu unterdrücken, sonst laufe ber F's; Sinus Ge-ah bie Sympathien im Lande zu perl eren. Es wird f?gar behauptet, dah er feine Führung der Partei von dieser Rückkehr zur strengsten Disziplin abhängig gemacht habe. Ein Zirkular an die einzelnen faszistischen Provrnzialrer- bände, bad Mussol ni bis ins kleinste ausgearbeitet hat, soll zunächst noch zurückgehalten werden, um nicht im Lager der F lszisten eine Ueber- stürzung hervorzurufen, die die Opposition aus- nutzen könne. Die Tagesordnung ber Rechtsliberalen, der Salandra-Gruppe, dürfte diesem energischen Eingreifen Mussolinis Rechnung tragen, darin wird der Regielmng das Vertrauen ausgesprochen, weil die Rechtsliberalen der Ansicht seien, dah bie Regierung die Macht habe, die Staatsautorität und den Frieden wieder herzu- stellen, wenn auch G i o l i 11 i durch Soleri seiner Opposition erneut Ausdruck geben lasse. Eine Klärung der Stimmung im Parlament ist heute bei ber namentlichen Abstimmung nach den Reden Mussolinis unb Pederzonis zu erwarten. Mißglückter Militärputsch in Athen. Athen, 22. Rov. (TU.) Der Versuch eines i evolutionären Handstreichs wurde durch das rasche Eingreifen der Regierung vereitelt. An der Verschwörung gegen die Regierung waren 30 Offiziere, darunter der General Loudas, beteiligt. Die Aufrührer wollten das Parlament während der Rachtsitzung vom Mittwoch auf Donnerstag mit einem Truppenaufgebot und mit Panzerautos umzingeln, die Mitglieder der Regierung verhaften und für den Fall, dah das Parlament sich widerspenstig zeigen sollte, eine Diktatur ausrufen. Die Regierung ist rechtzeitig von dem Pten unterrichtet worden unb hat sämtliche Verschwörer verhaftet. Das Ä cm blutt ist auch tatsächlich daran gescheitert, dah die grobe Mehr hei t der Offiziere sich absolut jetx» Einmischuna ber Dlrmo» in di? politischen bereit ungen getroffen worden. Sobald sich das Sch'.ff dem Hafen nähert, werden bie Vertreter der Reichs- unb Staatsregierung, bes Rmchsver- kehrsministeriums, der Stadt Bremerhaven, der Zeppelingesellschaft, der Städte Flensburg unb Friedrichshafen sowie wahrscheinlich auch ein Vertreter ber Stadl Berlin mit einem Dampfer des Rorddeutschen Lloyd, dem „Columbus", entgegen» fahren. In einem der Salons des OzeaufchifeZ wird dann die offizielle Begrüßung auf hoher See stattfinden, bei der Staatsekretär Kröhne im Hamen des Reichspräsidenten u.ib des Reichskanzlers Dr Eck^ier die Glückwünsche der Heimat aussprechen w.rd. Man rechnet damit, dah ber Andrang der Bevölkerung Brrrne. Harens bei der Landung Dr. Eckenecs auherorltentlich groß sein wird. Es sind deshalb besondere Vor- keh.ungen getr-f en worben. Bei seine.' Ankunft in Friedrichshafen ist ein weiterer g vher Empfang vorbereitet, an dem alle Angehörigen der Werft te [nehmen werden. Zu Ch.en Dr. Eckeners veranstaltet ferne? der Reichspräsident am Mittwoch ein Frühstück. Frau Harding f. Die Gemahlin des vormaligen amerikanischen Präsidenten Harding ist gestorben. Die Taufe des Luftschiffes Z. R. III, die für Montag geplant war, wurde wegen der Beisetzung von Frau Harding auf Dienstag verschoben. Die Rebision im Graff-Prozeh verworfen. Vom Stettiner Schwurgericht waren am 8. Juli wegen Ermordung des belgischen Oberleutnants Graff bie Polizeiwachtmeister Kaws, der inzwischen geflüchtet ist, unb Eng eler zum Tode verurteilt worden. Beide hatten gegen das Urteil Revision eingelegt. Das Reichsgericht hat nunmehr bie Revision verworfen. Der Frontbannführer Oswald entlassen. Wie die Blätter aus München melden, ist nunmehr auch der letzte ber verhafteten nationalsozialistischen Frontbannführer Oswald au5 ber Hast entlassen worden, nachdem er sich bereit erklärt hatte, Bayern zu verlassen und in seine württembergische Heimat zurückzukehren. Aus Stabt und Land. (Sieben, den 22. Rovern" er 1924. Totensonntag. 2llte Menschen halten öfters Zwiesprache mit ihren Dahingeschiebenen. In stiller Stunde breiten sie die Gegenstände vor sich aus, bie sie von ihren Toten besitzen: alte längst vergilbte Briefe, verblaßte Lichtbilber, ein Danb, eine Haarlocke. Diese Äußerlichkeiten rufen mächtig bas B ld. bas geistige Wesen, die Persönlichkeit des Entschlasenen wach. So machen es wir alle am Totensonntag. Vor dem Llltgewordenen steigt ein liebes, vertrautes Bild auf, es ist das Elternhaus. Vielleicht ist es schon längst vom Erdboden verschwunden, vielleicht hat es modernen Straßenzügen Platz machen müssen, in unserem Herzen bleibt es unzerstört. Wie glücklich waren wir, als in diesem Hause noch Vatertreue und Mutterliebe über uns walteten. Diese schöne, glückliche Zeit ist vergangen wie ein Schattenspiel an der Wand, dem Vater haben wir den Gedenkstein gesetzt unb der Mutter Blumen auf das ®rab gepflanzt, heute treten wir im Geist an ihre Grabhügel. Im Elternhause sprangen mit uns bie Geschwister aus und ein, längst hat sich der frohe Kreis gelichtet, hier ruht btt Bruder auf einem Dorfkirchhofe, von dessen Zaun man im Frühling hinaus schaut in das blühende Feld, dort bie Schwester auf einem städtischen Gottesacker, in dessen verschlungenen Wegen man sich beinahe berieten kann. In den schöneren Stunden unseres Lebens standen und Freunde zur Seite. Hätten wir noch Stammbücher wie unfese Vorfahren vor hundert Jahren, so mühten wir hinter manchen Ramen das Wort setzen, das in einem alten Gießener Stammbuch steht: starb in seinen Iünglingsjahren. Schwer ist Witwerund Witwenleid. So einsam wird das Leben, wenn der Ehemann fehlt, in dessen Hand die Gattin einst wohl geborgen war, so hart, so unerfreulich das Dasein, wenn dem Manne die * Gefährtin ferner Jugend nicht mehr zur Seite steht. Am schmerzlichsten ist der Verlust von Kindern, ob es eine junge Menschenknvspe war, die über Rächt vergangen ist, ob ein Kind nach Kreuz unb Leib unb trüben Tagen aus dem Hause ber Seinen hinausgetragen worden ist, ob ber hoffnungsvolle Sohn, bas Angesicht nach dem Feinde gewendet, in der Feldschlacht gefallen ist. Unserer Toten wollen wir gedenken, aber nicht um sie klagen. Sie ruhen in Frieden. Sie sind jenseits von Kampf, Unruhe, Sünde. Enttäuschung und Herzeleid. Die Bibel sagt von den Dahiugesch ebenen, bah sie überwunden haben. Unsere Toten haben das Elend dieser Tage überwunden, sie sehen nicht bie Erniedrigung unseres Vaterlandes, sie hören nichts von dem Streit, der in unseren Reihen herrscht, sie gleichen dem Schiff, das auf der hohen See den Stürmen! preisgegeben war, nun aber den schützenden Hafen erreicht hat. Es ist verkehrt, den Tod mit allen Schrecken zu umgeben, die die Phantasie nur ersinnen kann. Franz von Assisi hat den Tod so schön den „Bruder Tod" genannt. Unter den Reueren hat keiner den Tod so treffend geschildert, wie der Wandsbecker Bote Matthias Claudius. Er läht das Mädchen sprechen: „Vorüber, ach, vorüber, geh, wilder Knochenmann! Ich bin noch jung, geh lieber und rühre mich nicht an!" Hierauf antwortet der Lod: „Gib deine Hand, du schön unb zart Gebild! Din Freund unb komme nicht zu strafen. Sei guten Muts! Ich bin nicht wild, sollst sanft in meinen Armen schlafen!" Cs ist nicht leicht, dem eigenen Sterben in das Auge zu sehen, wer sich aber mit aller Schärfe klar gemacht hat, dah er sterben muh heute, morgen ober in Jahr unb Tag, der ist nach dem 90. Psalme in Wahrheit klug. Ein solcher Mensch legt nicht mehr viel Gewicht auf die Erdendinge. Ob er hundert ober hunberttausenb Mark gewinnen kann, erscheint ihm nicht mehr so wichttg, wichtiger ist ihm, sich den Frieden seiner Seele zu erringen. Ueberhebung unb Stolz schwinden aus dem Herzen, wenn der Mensch sich ver- gegeirwärtigt, dah er schon sehr bald mit denen in derselben Gräberreihe liegen kann, die er für geringer ansehen mag als sich selbst. Gr ist auch nicht mehr so unbedingt darauf auS, sein wirlliches ober vermeintliches Recht durch- zusetzen; das Unrecht, das ihm andere antun, nimmt er gelassen hin, Schicksals schlüge, die ihn treffen, bringen ihn nicht aus dem seelischen Gleichgewicht. Wer durch den Gedanken an den Lod klug geworden ist, der tritt seinen Mitmenschen gütig unb gelinde gegenüber. Es gibt ein Wort, das klingt wie ber Posaunenton des jüngsten Gerichtes, es ist das Wort „zu spät". Mancher möchte seinem Ehegatten ein guter Weggefährte, seinem Kinde ein liebevoller Helfer, seinem Mitmenschen ein treuer Bruder sein, aber er verschiebt es von Tag zu Tag. Da reiht der Lod die anderen von hinnen, es ist zu spät. Richt zum letzten wirb ber durch den Gedanken ar den Tod sehend Gewordene sich auch um baä kümmern, was man im christlichen Sprachgebrauch bie „Ewigkeit" nennt, er wird öfters nod) seiner Bibel greifen, seine Seele im Gebete sammeln, die Gemeinschaft des lebendigen Gottes suchen, damit er, wenn ihn einmal die Sterbensnot anpackt, friedevoll unb gelassen von dieser Erde scheiden kann. H. B. * Unser neuer Roman. In unserer Montag-Ausgabe beginnen wir mit dem Abdruck des neuen Romans Die rote Kaschgar. Die Erzählung flammt aus ber Feder deS glänzenden Schriftstellers Fedor von Zo - b e l t i h , der hier eine Handlung geformt hat, die von Anfang bis Ende mit starker Spannung erfüllt. Der Roman, der erst In diesem Jahr erschienen ist, gehört wohl mit zu den besten Werken dieses beliebten Schriftstellers. Wir hoffen, mit dem Abdruck unseren Lesern einen guten literarischen Genuß zu bereiten. Die Redaktion. Wettervoraussage. Milde, zeitweise geringe QhiffTänmg, doch wieder zunehmende Bewölkung, leichte Regen fälle. Vornotizen. l — TageSkalender für SamStag: Sauers Saalbau: 8 Uhr öffentl. Vortrag Emil Peters über: „Wege zum glücklichen Leben". — G. R. G.: SV« llhr Generalversammlung. — Lichtspielhaus Bahnhofstr.: „Rosenmontag". — Hess. Bilderbühne: „Gösta Derling". — Astoria-Licht- spiele: „Der Seeteufel". — Tageskalender für Sonntag. Totengedenlseiem: UVi Uhr auf dem Brand- Platz, 2'/-. und 3 Vi Uhr auf dem Reuen Fred Hof. — Cchneider-Zwangsinnung: Ahr in Hotel Hopfrlb Monatsversammlung für Hen'eafchneider. — Reue Aula: 31/» und 8>/s Ahr MckfwnSvvr- träge. — Lichtspielhäuser tote SamStag. — Der Oberhessische GeschichtS- verein beginnt, wie man uns schreibt, seine Vortragsreihe in diesem Winter am nächsten Donnerstag mit einem Vortrag des Professors Dr. Delbrück über „Der Ornat des altchristlichen Kaisers" mit Lichtbildern, ein Thema, von dem man annehmen darf, dah es Anllang finden wird. Prof. Delbrück ist als genauer Kenner der byzantinischen Ikonographie bekannt. Wir verweisen auf die Anzeige in der gestrigen Rümmer des Gießener Anzeigers. Weitere Vorträge, die jeden Freund deutscher und heimatlicher Geschichte interessieren, werden folgen. — Die Angehörigen des ehem R. I. R. 222 laden zur Ftter der 10jährigen Wiederkehr der Kämpfe um L)bz, an denen bas Regiment so ruhmvollen Anteil genomnten hat, zum 29. unb 30. Rovember nach G.etzen. Saalbau Sauer, ein. (Siehe heutige Anzei e) Die Feier wird, so schreibt man uns, den Ernst ber Zeit entsprechend, in schlichter unb einfacher Weise b gangen. Die Lichtbiltervorführungen, b'e aus zahl e chen Originalaufnahm n von Kameraden brstchen, bie diese von 1915 bis 1917 in den Karpathen unb Gal zien auf genommen habens werden s cher alle, die bort mitgrkämpst haben,1 außerordentlich interessieren, unb so ist za hoffen? baß, wie in früheren Jahren, so auch'diesmal f eiMjl | I Wir übernehmen (Eintritt frei! (Eintritt frei! Wieseck,' Heuchelheim, Alten-Buseck, den 22. November 1924. P281D Blechschere Bohrmaschine 9276c S t o l t e. entgegengenommen. 9272D I Telephon 119 v Aßlar, A. 0., la Aßlar. nn m. legbmen toU Wir fabrizleren u. liefern v.Vorrat: Mulden- u. Plattform wagen Weichen, Drehscheiben Lokomotiven, Feldbahngleise Anschlußgleise, Ersatzteile Vereinigte Werke für Bahnmaterial A.G.,Butzbach/Hess. Vorlagen,Chaiselongue- und Tischdecken Bekanntmachung. Betr.: Strahenbahnbetrieb. Am kommenden Sonntag, dem23.Ao- vember beginnt der Sttahenbahnverkehr ausnahmsweise vorm. um 8 Uhr. Die Wagen der grünen Linie werden tagsüber bis zum Friedhof durchgeführt. Gießen, den 21. November 1924. Direktion der Straßenbahn. Dienstag, den 25. November versteigere ich vormittags 11 Uhr ein« Siiib's öömonhoiöen, plagt M öle Salle Bitt Tu verftouft, wird Tir Tciu ^clt aut Last, Bad H ombureer Nnle hilft tn lebeni st alle, borantferiftit, dop Tu bas echte halt, verlange aber itetS da» CriiitnalpTobiiti, UetoeUrllt au» dem berühmten (»lisabctben Bru>.nen. £»cil- ni'cllen in. b. •*£>., Bad Oonibiirn Die Beerdigung findet Montag, den 24. November, nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause, Wieseck, Rabenauer Straße 52, aus statt Zu dem am Mittwoch, dem 20. November, abends ll/4 Uhr, beginnenden Eisenbeton-Kursus werden noch Anmeldungen durch den 1. Vorsitzenden Herrn Eisenb.-Ingenieur K. Leonhard, Wetzlar. Schleusenstraße 12, Mieder zahlreiche ÄomernOcn aus und Umgebung an dieser kameradschaftlichen Zusammenkunft teiln-chmen werden Hassia-Schroltnähleo in allen Größen mit Steinen, Mahlscheiben und Walzen —auch für feuchte Frucht- 1, J. Tröster. Bulzbadi Nähmaschinen Fahrräder Milchzentrifu^en Wasch- maschioen te c Feder deS von Zo« geformt pd, -t Spannung em Jahr erden besten :eM Dir Lesern einen n. Redaktion. Bend der (echnisclien Angesltllten und Beamten Ortsverwaltung Wetzlar. Todesanzeige. Heute nacht entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel A *• Io Utz. »nne ble . iS & Äln* de war nach &1 'M nach Nt 96. (Kleben. • Sünde lagt Don faßen 18« über- 8 unseres ® Gtreit, "tenbtm ..“türmen Wenden «n U Phantasie l hat den nt Unter ■«llenb ge- Mattbias »i: „Dm- ^rrnunnl mich ,0ib deine n Freund en Rutz! ten Innen Sterben In In Schärfe nuh heute, t nach dein cher Mensch Irdendinge. Mar! ge- Io wichtig, einer Seele i schwinden i sich der- mit denen in, die er selbst. 6r irauf aus, -chl durch- ire antun, e, die ihn seelischen en an ben inen Mi- r. 88 gibt .nenton des ,AU W'. guter Weg- fier Heiser, er sein, aber )a reiht der ist zu spät. keimten ar f) um bai n Sprach- >ird öfters im Gebete igen GotteS SterbenS- von dieser H.D. Acltlung! Dq! Holzhauer imKreiseGietzen Am Sonntag, dem 23. November, finden AIMMfMW statt in Reiskirchen bei (Buntrum vorm 9 Uhr, in Londorf bei Gastwirt Borger nachm 2 Uhr; in Llch im „Frankfurter Hof" vorm. 9 Uhr. Tagesordnund: Stellungnahme zum Ergebnis der Tarif- Verhandlungen. Alle Rotten, mindestens alle Orte, müssen auf einer der Konferenzen vertreten sein. 3eöifö)etBau9enj?tl56nnö6le6eii 3. A.: Albin Mann. 017214 Heäiffl eigenes Fabrikat mit prima Schwarzwälder Werken ohne Zwischenhandel, daher große Vorzüge in Qualität und Preis 9283D Krewinkels Möbelwerkstätte Giessen, Riagelpfad 52 Betrifft: Wassergenossenschaft Reichelsheim i. d. Wetterau. Scrflfbnnß von Erd- und BrloiiiernnMrbkilkn smirZkUiilrchliksrrlliißli.Üliisllhr DienStag, den 25. Dovember d. I., nachmittags 4 Uhr, sollen in der Kanzlei der untertertigten Behörde und in Gegen- wart etwa erschienener Anbieter die schriftlichen Angebote für die Arbeiten und Lieferungen obengenannter Wasser- genossenschaft geöffnet werden. Es umfaßt: LoS 1. Grd- und Betonierungsarbeiten nebst den Lieferungen (ca. 1200 lfd. m Zementrohrkanal; ca. 17 cbm Stampfbeton). LoS 2. Lieferung von 237 Stück Zementröhren, 25 cm l. W.; 198 Stück Zement- röhren, 30 ein L W.; 763 Stück Zementröhren, 35 cm l. W. LoS 3. Anfuhr der Zementrohre vom Bahnhof Reichelsheim zur Derwen- dungsstelle. Die Verdingungsunterlagen liegen bei un- während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebotsformulare sind gegen Dareinsendung von Mark .eine" für jedes Los von uns erhältlich. Angebote, auf vorgefchriebenem Formular, sind verschioffen und mit entsprechender Aufschrift versehen vor dem Eröffnungstermin bei uns einzureichen. Zufchlagsfrist 2 Wochen Friedberg, den 15. November 1924. Hessisches Kulturbauamt Friedberg. Lorenz. 91360 wm Infelge Sterbefallö soll ein Teil des Nachinff'S der verstorbenen flVilbeltii tycltoff l. Eheleute ia tdrohen-Bnseck, Btsmarckstraße 19, am 017192 HWW, Oem 26. rioüemüer 1924 vormittags 10 Udr ankangend, gegen Bar- zatzl mg versteigert werden und zwar: 3 Nube davon 2 ErftlinnSkube (l Sckwarzkcheck),IZieac,I Schwein, 1 <*abu mit Hilbncrn, Heu, Strob, Kartoffeln u. Lickwurz, eine Raute Mitt und Pfuhl. Pianos in nur hochwertiger Qualität bei zeitgemäßer Anzahlung und bequemen Teilzahlungen liefert ab Fabrik Alois Knauer & Co. Pianoforte-Fabrik, Offenbach a. M. Langjährige schriftl. Garantie Fernruf 2305, 29171 72510 alle vorkommendcn Neu-»Umbauten sowie Ncvaraturen im Hoch-, Ties- nnb Eiienbetoubau bei niebrtnficr Berechnung und sachgemäßer Ansfiihrttng. liniere unverbindlichen .statten- Voranschläge bitten wir einzuholcn. Pfaff & Comp. Hoch-, Tief- und Betonbau EbelstraBe 391. 8771D SrniÄiW Dienstag, den 25. November, abends 8 Uhr, Saalbau Sauer am Oswaldsgarten. Die aktiven und inaktiven Mitglieder werden herzlich dazu ein- geladen; eingesührte Gäste sind willkommen. 92471) Der Vorstand. ee Don der Gewerbe- und Maschinenbauschule der Stadt Dießen wird uns berichtete ,5X14 Winterseinester h^t besonnen. Die Schülerzahl ist gegen daS Dorjahr erheblich gewachsen, sie beträgt zur Zeit 250 in den Abteilungen Maschinenbau. Hoch- und Tiefbau und Schi einerfachschule und ohne die Hospitanten, die Teilnehmer der Aeichswehrschule und der neueröffneten Schuhmacherfachschufe Zu diesen Schülern kommen die über 700 Schüler der gewerblichen Fortbildungsschule. Ts liegt auf der Hand, daß die Räume im DewerbehauLi für diesen Betrieb nicht auSreichen. Trotzdem schon ein Teil der FortbildungSschülcr außerhalb der Anstalt, im Gebäude der Alten Klinik, einer Baracke der Volksschule und dem Kaufmännischen Dereinshaus. untergebracht wurde, müssen täglich rund 320 Schüler im Gewerbechaus Platz hüben. Hierfür stehen neun Räume mit je 40 Quadratmeter Auyungsfläche gleich 360 Quadratmeter zur Derfügung, so daß aus jeden Schüler eine Fläche von etwas mehr wie ein Quadratmeter kommt. Diese klaren Zahlen reden eindringlich von der Rot dieser Anstalt. Bedauerlich ist es, daß der Gewerbeschule ebensowenig wie der gewerblichen Fortbildungsschule kein beamteter Arzt zur Seite steht, dessen Pslicht eS wäre, an olfcn.cn Betracht kommenden Stellen darauf hinzuwirfen, daß dieser hygienisch unhaltbare Zustand nicht zu einem Dauerzustand wird. Hervorgehoben muß aller- J. M. SchUlhOf, ^arktstr.4 Mitglied der Edeka Lachs, Hummer, Krabben div. Heringe, Sardellen Bückinge, div. Käse sämtl. Feinkost Bestellungen frei Haus Beknnutmncknnig. Die Stelle des Hausmeister« an der Stadtknabe.ischule ist in Äürae durch Auhestandsverfetzung des bisherigen Inhabers neu n\i besetzen. Als Bewerber iommen nur Personen in Frage, die als Installateur oder Monteur gelernt, in diesem Berufe mit Erfolg gearbeitet haben und schreibgewandt sind- Aitt der Stelle ist Dienstwohnung verbunden. Die Besoldung eriolgt nach Gruppe 3 der De- foldungsordnung. Inhaber des Beamten- fcheins erhalten bei gleicher Befähigung den Dorzug. . _ , xr . . Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften find bis spätestens •10. Dezember d. Js. hierher emEtchen Gießen, den 20. AovemberlS24 9271B Der Oberbürgermeister: Keller. Sa w Siag- iortragy6m11 Leben- sstoda-Licht- Sonntag Km ienF^D Hr m .nensch>L ^ag- am n? -Ä rnaner belang ^um, Ss an *2? jjt, en’jn-1 E) Sie de; lllld HL n M in ow Zentrifugen Buttermaschinen und Waschmaschinen liefert zu gllnttmtten Zahlungsbedingungen KurlSchmiedeknecht HandelSbüra 8624a Bietzen, Ludwigsplatz 4 lHaUestelle der Strahenbahn«. Haas log Die in erhobenen g*l tene F rmcnauffchrifl bat t* QkrgoG*«^ Ludwig Leid gdufcn Den 2ttmen-Umbau, der das Geschäfts lokal in i>oneirhaster W^-«« «r- änberte, süh.-t - Se Dauhütt' ^rch i ch. daß Vie 5.1-ma alle Dauarb^iten von Gie^mcr 5 imen auSfuhen lieft 2llS Gesamt Wirkung die -n GeschrfiSaufmachang katm man las'N. daß sfc dem B.kd bei untern Bahnhofuraifc einen neuzeitlichen Zug XK'rlctfct ’• Die Hessische B il d e rb ü h n ebnng' jetzt den zweiten Teil des großen S-elen-^i'.ins .Gösta Derlbig' Bilder von hinreiße der ramg sind hier durch die Meistert«nd Mauritz ©l iiert entstanden Da? Alm.oerk ahnet in se - nci Gesamth it twchtte Leb nSwärmr bc seelischem iSinfübfen der darstellerischen Künstler, so daß ce einen tiefen Eindruck h.nterläßt Alles in allem: Sin Film von weit übcrva^err7er Qualität. Gin vorzügliches Lustspiel Irin amerikanischer „Schlager" — vervollständigen ba5 au.’g^cttbnete Programm Der Besuch ist zu empfehlen. dmgs werden, vay die Stadtverwaltung Tttttcl bereit stellen will für einen Grweiterungs- bgto. Heu bau und dadurch ihr großes Interesse an der aufstrebenden Anstalt zeigt. 3m Zusammen- Sbarg hiermit wäre noch zu erwähnen, daß im .ihjabr im Anschluß an die Anstal: von dem nnsterium für Arbeit und Wirtschaft und der Handwerkskammer ein betriebswistenschattliches Institut alS Zweigstelle des Fovschuna^instttutes für rationelle Bettdcbeführung in Ma.Urub* rin- gerichtet wird Direktor B ü n n i n a s, der seit wahren auf diesem Gebiete arbeitet und neuer» dings auch im Auttroge des Ministerium- zur Insormation in K.^lsruhe war. ist mit den Dorarbeiten beauftragt und wird die "Leitung übernehmen." " Ein GeschäftSunternchmen. defen Gesicht nn Strahenb.ld unteter Stabt eine ganz neuartige S-schemunq ist, bat die Firma Hermann- & Froitzl> eim in der untrer Bahn- hr-fslrahe heute c ö fnet. D« Firma bringt alS Aeuheil an der Fisiade d.s Hauses durch Plastiken zum Ausdruck, welche Waren fi führt. Die vom Standpunkt der Reklame auS rech! wirkungsvolle Aufmachang ist grof/läi t f t) gehalten. D.e Fdee und der Entwurs stammen von dem Arch tekten Burg, der auch die Leitung des Umbaues hatte, wahrend d e reilamekünst- ler.sche Ausgestaltung in den Händen bei Bildhauers Ködding und des Kunstgeweiblers Karl Schäfer II., Maurermeister im Alter von 67 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. 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Dies haue sie wie sie wusste, nicht nur um ihren Platz gebracht vielmehr hätte man sie auch möglicherweise noch für die ganze Sache verantwortlich gemacht. Sie fürchtete den Zorn ih er Herrsch.aft und lxÄhalb schwiegen beide, sie und Valentin, sobald die Rede auf die Zigaretten kam Jedoch waren beide die ganze Zeit über bemüht, bis Kind zu finden. Ihr Verpacht auf Franc \i beweg QSalentin, jenem aufzupassen und e ts rang ohne Zweifel dem Gedanken, dah ihr die S: ach el mit den vergifteten Zigaretten vom Eh-ufeur fribft untergeschoben worden sei. Dalettin, der ihre Anwei ung b.f .lgte, bewachte Fr vn^ois, wie leine Gegenwart beweist, als er kürzlich nachts sich hinten an des letzteren Wagen hing. Er sagte mir heute, dal) Francois seinen Wagen an jenem Abend gar nicht in die Werkstatt gebrach! hibe. Die Leute dort, dir das angaben, logen auf feine Weisung hin. da sie vermuteten es sei eine Ausrede zur Verhoiml chung einer Vergnügungsfahrt. Francois, der nicht haben wollte, das) die ber= gifteten Zigaretten als Beweis gegen ihn im Dc itz der Wärterin blieben, verachte gewitz. sie wieder zu bekommen und entdeckte, das; Mary sie CBalentin Übergaben hatte. 'Da er selbst bewacht wurde, beauftragte er feinen Helfer den Burschen mit dem schwarzen Bart, mit do Sache. Er mutz an jenem Abend von Fran ois feI5't in S aple- tons Haus eingelassen werden sein, der ihn ftä er zweifellos durch eine andere Tur auf de. Sjiiter- seite hinauslieb — 3m ßarifc meiner Feststellungen kam ich bald zu dem Sh'.usta, dah die Zigarette deren Rest ich im Dois de B ulogne gesunden hatte, von Mary Lanohan g raucht worden war. Ich sagte es auch Herrn Stapleton." 91 n t to o r l: Die getrocknete Bierhefe, auch Trockenhefe geninnt, hit eigentlich nur während des Kriege- gröbere Bedeutung erlangt. Sie wi"^ auS der frischen Hefe durch Trocknen her- e.estellt. Sie ist eine aus geblichbraunen, feinen Bl ' chen bestehende Masse von brotartigem Ge- ruci- im6 bitterem Geschmack. Sie enthält Seiten errett“ Sie irren sich, Herr Lefevre." bemerkte der Detektiv g la tan. .DaS Zeichen wuriie u zweifelhaft von diesem Wagon aus gcc^ Herrn Lemaitre, wie ich zugÄ einem Fahrer. Er frat "Sernet geftaröen, dah ihm ein ^.labekannter fünfzig tfta ife r dafür gab. unter dem Vorwand, das Zeichen gelte einem Frauenzimmer Weiter weih der Mairn nichts von der Angelegenheit.- Bei die'cn Worten erhob sich auf dem Vorplatz Gelächter und Frau E'.apleton Frau Le'evre und Grace traten eta „Wir haben eine sehr wichtige Frage verhandelt," sag c Frau Stapleton mit äuhcrit ernstem Gesicht „und wir bitten Sie, Herr Lefevve, sie zu entscheiden." „Welche so wichtige Frage ist es denn, 2IL> dame?" fragte der Präfekt und erhob sich lächelnd. „Ich bin sehr gespannt, sie zu hören." „Wer hat das gröbere Verdienst an der End deckung meines Zungen — Herr Duvall oder feine reizende Frau?' .Die Frage, die Sie stellen. Madame," sagte er und sah lächelnd von Duvall auf d elfen Frau, .ist leicht zu beantworten. Das Verdienst fällt beiden Ai gleichen 'Teilen zu. ilnb das, meine Kinder, ist so, wie es sein soll. Die glücklich erledigte Geschichte ist mir eine wich i re Lehre — sie tautet; Main und Frau feil e.i nie im Eegen- fah zueinander steher! Sie macken zusammen arbeiten — immer — w'.e in allen Fällen des Lebens, so auch in Sachen die er Art! Es war ein gefährlicher Beruh von mir, mehr» beiden teuren Freunde die Sache von verschiedenen Seiten angreifen zu lassen. Ohie ganz besonderes Glück hätte sie für alle Be ciligten sehr unglücklich enden können. Sollte ich in Zukunft Herrn Duvall und seine Fraa nötig haben, so müsten sie zusammen kommen oder gar nicht." Er wandte sich an Grace. „Ich fühle mich Ihnen beiöen gegenüber, liebes Kind, sehr verpflichtet, weil ich 3hre Flllterwvchen so goau'am un.erbrochen habe. Wie kann ich es wieder gutmachen? Sagen S-ie mir einen Wunsch!" „Irgendeinen?" fragte Grace lächelnd. „Einen beliebigen." Der Präfekt verbeugte sich höflich. „Dann 6iite ich um Ihre .Zusage, uns auf unserem G^t in Rtarylcmd noch dieses Jahr zu '^Das." rief der Präfekt, indem er sich über i&re "ijanb beugte und sie kühte, .ist jedenfalls die köstlichste Art. die man sich vorstellen tarnt, um eine Schuld abzutragen." —E nbe. - in flüssiger Form in kleine Grirben, Bohrlöcher die erfolg- 9 Proz. Wasser, 55 Proz Rohprotein, ca. 1 Proz. Rohf^!' ca 33 Proz. stickstofffreie Ektraftstofse, ca. 5 ovz. Aschenbestandteile unb geringe Mengen Rohsaser. Unter den Aschenbestandt eilen befinden sich ca. 1,7 Proz. Phosphorsäure und ca. 0,7 Proz. Kall. Die Trockenh-ft ist also sehr reich an Eiweitz, und dieses ist auch sehr leicht verdaullch AIS Futtermittel hat sich die gc- trocknete Bierhefe für alle Tiere gut bewahrt, besonders geeignet ist sie als Schweinefutter. Gefüttert wird sie am besten mit getrockneten Kartoffeln und etwas Gerstenschrot, angebrüht, jedoch nicht zu nah. Beim Ankauf von Trockenhefe ist vor allem für Reinheit und Frische der Ware, ferner für Gehalt an Eiweitz, mindestens 50 Proz., Garantie zu verlangen. Sie muh eine hellbraune Farbe Haven, dunklere Farbe weist darauf hin. dah die Hefe vor dem Trockenen nicht mehr ganz ftisch war. Wie schon oben erwähnt, hat dieses Futtermittel eigentlich nur während des Krieges gröbere Bedeutung erlangt und wird beute in hiesiger Gegend kaum verwendet und im Handel auch schwer zu haben sein. Anders das Fischmehl. Es ist überall im Handel und bei jeder Genossenschaft zu haben und kostet heute pro Zenmer ca. 29 Mk. Es wird aus Fischen und Fischabfällen hergestellt, indem man das Material unter Dampfdruck behandelt, trocknet, mahlt und siebt. Der wichtigste Prozeh hierbei ist das Dämpfen, well hierbei die starkriechende Leirn- substanz und der gröhte Tell des Fettes abgetrennt wird. Ling-dämpfles F schm.hl ist zur Fütterung nicht zu gebrauchen, da es zu stark riech', deshalb nicht gefressen wird und einen nachteiligen Einslutz auf den Organismus ausübt. Es soll nicht über 5 Proz. Fett enthalten. Es ist sehr reich an Eiweitz und besonders an verdaulichem. Es eignet sich deshalb vorzüglich zur Schweinemast und zur Aufzucht von Ferkeln. Leider wird dieses sehr wertvolle Futter noch viel zu wenig verwandt, eS wäre im Interesse der Rahrung aus dem weiteren älmkreise und gröberer Tiefe erfassen kann, so machen sich die Merkmale einer Erschöpfung des Bodens bei ihm erst nach längerer Zett bemerkbar. In Bodenarten. die von der Ratur aus besonders fruchtbar finb, wird man auch ohne Düngung auskommen können. Der älnterschied zwischen gedüngten und ungedüngten Bäumen ist aber auch hier ein in die Augen fallender und macht sich bereits nach Jahresfrist durch b.ffcte Ausbildung, Schönheit der Färbung und reicheren Arckcü) von Früchten so bemerkbar, dah man auch in diesem Falle sagen kann: Jede sachgomätz und dauernd angewandte Düngung macht sich auf alle Fälle bezahlt und rentiert auch bann noch, wenn einmal Jahre kommen, wo der billige Preis für Obst den Pslückerlohn und Transport nicht bezahlt, well gedüngte Bäume, da sie regelmäßiger tragen, dadurch den Ausfall an Einnahme in anderen Jahren wieder ausgleichen. Das weih heutzutage jeder Landwirt, und diejenigen, welche beim 'Düngen der Felder die Obschäume leer ausgehen lassen, „weil unter ihnen ja doch nichts wachst", dürften selten fein. Nur über das Wie und Wann herrscht bisweilen noch älnklarheit. Da die drei Grundstoffe jeder Düngung. Phosphorsäure, Kali und Stickstoff im Stallmist in einer den Pflanzen besonders zuträglichen Zusammensetzung vorhanden sind könnte man bei Obstbäumen ohne künstliche Düngemittel aus- kommen, wenn uns dieser ausreichend zur Verfügung stände. Das ist aber nicht der Fall und deshach greift man zu anderen Mitteln. Zudem ist die Anwendung von Stalldünger bei Obstbäumen, die im Rasen stehen, nicht angebracht, da ein grober Tell der Dungstofte von der Rasennarbe auf genommen, nicht zu den tiefer liegenden Wurzeln gelangen würde. Hier kommt für den Landwirt in erster Linie wä hrend der Ruhezeit der Bäume Jauche in Frage. Sie ist reich an Kali und Stickstoff, doch arm an Phosphorsäure, von der sie kaum Spuren enthält. Ohne Phosphor ober kein gesunder Daumwuchs und ohne diesen Rährftoff nach dem bekannten Gesetz des Minimums auch keine tefriebigenbe Wirkung der anderen Rährstoffe. Sie mutz also bei Jauchedüngung in Form von Superphosphat oder Thomasmehl zugesetzt werden, und zwar geschieht das bei älteren Bäumen am besten in Wasser gelöst, das man in fuhtiefe Löcher schüttet, die man auherhalb der Äroncntraufc im ganzen Umfrcifc um den Daum aushebt. Man rechnet hierbei, je nach Grobe des Daumes, pro Daum 100—150 Gramm. Ein Düngen nahe am Stamm, wie das bei Iungbäumen geschieht, ist Verschwendung, denn die aufnehmenden Wurzeln sind auhen, sie reichen meist über die Kronen - traufc hinaus. Schon unsere Vorfahren, die eine Düngung der Obstbäume noch nicht kannten, wussten das und sagten: Die Wurzeln der 'Bäume reichen so weit. Als ihr Schatten zur Vesperzeit. Man braucht das Sprüchlein nicht wörtlich zu nehmen, es kommt auch auf Baumart und Sorte an. Im allgemeinen trifft es jedoch bei Obst- bäumen zu. wie Versuche, die an der Geisenheimer Lehranstalt durchgeführt wurden, gezeigt haben. In steigendem Matze kommen seit längerer Zeit mehr und mehr für Obstbaumdüngung die künstlichen Düngemittel zur Anwendung. Sie sind sauber, und man hat es bester in der Hand, seinen Bäumen nur das zu geben, was sie zu einer bestimmten Zeit verarbeiten können. Desttmmte Dorschriften darüber, wieviel man einem Baume geben soll, sind vielfach veröffentlicht worden und so zahlreich, wie die künstlichen Düngemittel selbst. Sie sollen hier nicht wiedergegeben werden, denn der Boden ist in seiner Zusammensetzung zu verschieden, als dah sie überall Geltung hoben könnten. Für den Garten genügt es. wenn man im Spätherbst und Winter pro ICO Quadratmeter 2—3 Kilogramm 40prozentiges Kalisalz und 3 Kilogramm Superphosphat in Mischung um die Bäume streut und dann untergräbt. Anstatt Superphosphat kann man auch Thomasmehl an- wenden, wobei zu bemerken ist, dah letzter zur Hälfte aus Kall besteht und 12 Prozent, Super- Phosphat dagegen 17 Prozent lösliche Phosphorsäure enthält. Diese Stoffe müssen brs spätestens Anfang März dem Boden zugeführt fein, weil sie sonst zu spät zur Wirkung gefangen. Die Stickstossgabe in Form von 2—3 Kilogramm schweselfaurem Ammon.ak, Kalkst ck'tvff. Rarrvn- salpeter ober sonst einem Stickstoff salz streut man Ende März, die gleiche Gabe im Mai und eine dritte und letzte, die eine besonders gute Ausbildung der Mütenanläye für das nächste Jahr bezweckt, im August. In Grasgärten und auf Wiesen ist die Anwendung aad) dieser Dünger Seltsame Flitterwochen. Roman vvn Arnold Fredericks. (Schlutz,) Oh — aus verschiedenen Gründen. Hätte er beim Rähcrkommen die Wärterin von dem Gift nicht genügend betäubt gesunden, so hätte er vorgegeben, über irgend etwas mit ihr fpr«bcn zu wollen. Ferner — mit ihm ging bai 5^100 weg ebne zu schreien, was es vermutlich bei einem Fremden getan wurde^ EsgM aber noch andere G.ünde. Er führte den Knaben zweifellos auf bio St ratze und übergab ihn seinen Heisern die in einem anderen Wa^m vorbei- fuhren. Dies alles spielte sich, wie S,e sich erinnern, in einem schwach besuchten 2.eile res Do s ab. Das folgende 'Verhol e.i llllary Lanahans rst etwas schwerer zu erklären, aber ich stelle es mir folgendermatzen vor: a-I5 Ju langsam aus ber Betäubung erwachte und bemerkte, dotz der Knabe weg war. er chr.rk sie fürchterlich. r.-s schien ihr nur ein Augenblick vergangen »u sein, nachdem sie den Kopf umgewandt b tte. Sre furchet^ die Zigarette habe fic eir.gr cblafcrl — tKnnuhi.1) fiatte sie auch gehört, dah bicc zuweilen Opaun enthalten. Sie glaubt, ein wenig emgcntdi zu fein will es jedoch nicht zugeben. Besonders w,.l sie'nicht, datz ihre Herrschaft erfährst datz sie Zigaretten ixmäbt. Sie furchtet sre könnte dadtt.ch ihre Stellung verlie.en. Erst I pater bekommt sie Verdacht auf die Zigaretten. „Wann?" fragte Lefevre. G’tniae Tage spater, als sie g.aubt, vergrfttt woben zu s^ Sie war damals mit Valentin zu'ammen, obwohl sie es. aus Angst vor Frau Stapletons Mitzbilligung, nicht zugeben wollte. Sie rauchte wieder eine der Z.garetten. als sie mit ihm auf einer Bank in den EhampsElyfaes fast Plötzlich fühlte sie sich unwohl, erne Wirkung, die der Haschisch oft hat. wenn er in,zu starker ^osis genommen wird, ober wenn die Aerven auf andere Weise angegriffen sind. Valentin nahm die Schachtel an sich brachte Wart) in Der Bankier nickte. „Ja." sagte er. „aber Sie sagten nichts von Haschisch." „Ich war meiner Sache nicht sicher. Ich wollte erst den gefundenen Rest untersuchen lassen. Sie werden sich erinnern, datz ich eine der Zigaretten an mich nahm, als ich sie in Francois Zimmer fand. Ich rauchte sie. ehe ich an jenem Abend zu Bett ging Die Wirkung war genau dieselbe, die Mary Lanahan empfunden haben muh. Ich war über eine halbe Stunde in Träu- mereien versunken und hatte keine Erinnerung an diese Zeit, als ich zu mir kam. Es ist ein bemerkenswertes, aber gefährliches Gift. Rah- her lag der Fall einfach genug. Es stand für mich sofort auher Frage, datz Francois ein« der Räuber fei Mein Vorhaben gestern abend wäre ausgezeichnet gelungen, wem mich der Chauffeur nicht zufällig m dem Wandschrank, wo ich mich versteckt hatte, entdeckt hätte. Wäre dies nicht vorgekommen, so wove der Knabe zu- rückgekehrt, wie cs ausgemacht war. und den Francois hatte ich sicher m ber Hand." 2lder die anderen hätten wir nicht gefangen,“ fachte der Präfekt. „Dafür müssen Sie Ih er Frau danken. Bernet tagte mir, wie die Räuber ihnen an der Avenue Vkalakoff entwstch en. Der CBfagcn von dem aus bas Zeichen schrrn^rr gegeben würbe, führte einen w. hlbekann en Börsen- Makler, der gar nichts von ber ®ef^bte touöte. Er kreuzte nur jufätlig genau in bem Augenblick die Avenue Malakoft, als Fvrngois das Kompostbereilung. (Rachdruck verboten.) ALS ein sehr guter Wiesendünger hat sich der Kompost bei richtiger D.hrndlung lernährt. Leider wird der Herstellung vieles Düngematerials noch viel zu wenig Aufmerksansteit geschenkt. Der Korn- posthausen isl der Samin-lpunkt aller Abfälle, die in jeder Wirtschaft zu finde i sind. Dre Hauptmasse deS Kompostes mutz natürl ch aus erdiger Masse bestehen Grabenauswurf. Eha ste schlämm. Rasen, Te.chauswurs. Bauschutt, Keh.ich. Küchen- unb Lchtachtabsälle, Laub, faulende Rüben. Kar- tofteln usw. sind sonst wertlose Stoffe, die sich für die Kompostberettung vorzüglich eignen. Planlos dürfen diese einzelnen Bestandteile natürlich nicht durcheinander geworfen werden. Wan gebe dem Komposthaufen von vornherein eine bestimmte Gestalt, am besten mit rechteckiger Grundfläche, und mache ihn ntd>t au grvtz, vor allem nicht zu breit und zu hoch, damit die Luft genügend einbringen und die ein zelnen Stoffe zersetzen kann. Bei der Anlage gehe man so vor. datz Schichten von 20 biS 25 Zentimeter Höhe von erdigen und anderen Abfällen abwechseln. Die Oberfläche soll eine Rinne bilden, die ab und zu mU Jauche übergossen wird, oder man stösst, um die ganze Masse zu durchtränken, mit einem zu- gesp.yten Psahl in Abständen von >/» Meter tiefe Löcher in die Obersläche, füllt diese mit Jauche, die bann von der ganzen Masse aufgesogen wird. Lehr wcsenllich zur schneileren Reifung des KomposthaufenS isl auch seine Durchsetzung mit Schichten von Stalldünger, durch den Zersrtzungs- bcckterien in die Masse gebracht werden. Die Behandlung der Kompostmasse hat den Zweck, die erdigen, pflanzlichen und fonftigen organischen Stoffe zu weiterer Zersetzung zu bringen und sie in brauchbare Pflanzennahrung um- zuwcrndeln DicS geschieht auf zweifache Art. Einmal durch wiederholtes älmstechen. ttrbei auch die Durchschichtung mit Stallmist gesch.-hen kann, um die Masse locker zu machen und der Luft auszusehen. Man sehe hierbei auf möglichste Zerkleinerung der einzelnen Bestandteile und auf älmschichten derselben. Andererseits durch Zusatz von Aetzkalk. der beim Umarbeiten auf die einzelnen Lagen gestreut wird. DaS Um stechen dars jedoch nicht zu oft vorgenommen werden, um die Gärung nicht zu oft zu stören. Zweimal im Jahre sollte es jedoch wenigstens erfolgen, am besten im Frühjahr und im Herbst. In einem Jahre wird fein Kompost fertig, und wer ihn zu früh verwendet, wird nie in den Genutz ber vollen Wirkung kommen. Mindesteiis zwei Jahre soll er liegen, damit er reif und die Zersetzung beendet ist. Um allzu starkes Austrocknen zu verhüten, ist cd zweckmätzig, die Komposthaufen mit Kürbissen oder sonstigen groWättrigen Pftanzen zu besäen. Wie schon eingangs erwähnt, wirkt Kompost am besten zu Wiesen. Er wird zweckmätzig im Herbst oder Winter aungefähren und mit ber Egge möglichst gleichmätzig verteilt. Da das Anlegen. Umstechen und Aussahren tn arbettSruhiger Zeit geschehen kann und sämtliche zur Bereitung verwandten Materialien sonst für die Wirtschaft wertlos sind, stellt die Kompostbereitung eine sehr zweckmätzige und mit einfachen und b Uigen Mitteln zu erzielende De-eiche* rung der Wirtschaft dar, die der ^fachhaltigkeit dieses Düngers wegen durch käufliche Düngemittel nur mit großen baren Ausgaben erseht werden kann. Deshalb bereite jeder Landwirt immer so viel Kompost, datz er in der Lage ist, tn einem Umgang von drei, höchstens vier Jahren dieselbe Wiesenfläche wieder befahren zu kömen. Kompost als Ackerdünger zu verwenden, ist nicht ratsam wegen ber Unkrautgefahr. S. lieber das Düngen der Obstbäume. (Rachdruck verboten.) Wie jede Pflanze, so braucht auch der Obft- baum eine bestimmte Menge an Nährstoffen, um tragbar und gesund zu bleiben. Da aber ein Obstbaum ein reiches, weitverzweigtes Wurzelvermögen besitzt, mit welchem er die benötigte gum Einwintern der Rosen. (Rachdruck verboten.) Wenn im Rovern bei Frost von 5—8 Grab die noch ungedeckten Rosen überrascht, darf das Eindecken nicht übereilt werden. Erstens schadet eine Temperatur von 10—12 Grad unter Rull den Rosen nichts, und zweitens würbe man durch Arbeiten an den Rosen in gefrorenem Zustande nur Schaden anrichten, weil sie dann leicht brechen. Man warte damit, bis die Witterung toieber wärmer geworben unb der Boden aufgetaut ist- Um das Abbrechen bei Hochstämmen zu vermeiden. empfiehlt es sich, an ihrem Fuh ein bis zwei Spaten voll Erde auf ber Seite weg- zunehmen. nach welcher umgelegt werden soll. Auf diese Weise fassen sich auch ältere Rosen- stämmchen ohne Gefahr umbiegen. Als bestes unb billigstes Deckmaterial gilt Erde. Wo ein Einwintern in dieser Weife nicht möglich ist, z. D. bei Stand im Rasen, nehme man Laub, das mit Tannenreisig überdeckt wird. Riedere Rosen auf Beelen behäufelt man mit Erde und gibt alsdann dem Ganzen noch eine Decke aus strohigem Dünger oder Tannenreisig. R. Fragekasten. Frage 66: Bezugnehmend auf den Artikel „Rentable Schweinezucht" in Rr. 258 des „Gietz. Anz.", der mich sehr interessiert hat. bitte ich um Auskunft, ob Trocken- oder Ratzfütterung gemeint ist. Was versteht man unter Trockenhefe?, wo Ist dieselbe zu erhalten? Preis?? Wo ist Fischmehl erhältlich? Preis?? Landwirtschaft zu wünschen wenn es eine mög* lichst grobe Verbreitung fände. Gefüttert das Fischmehl nicht direkt nah al# Getränk, sonder n am besten angefeuchtet mit bem anderen Futter vermischt, so bah es nicht stäubt unb weg- geblafcn werden kann. hessischer Landgemeindetag. (Eigener Bericht des „Gietz. Anz.") Frankfurt a. 1. SO.Rov. Im Burgertaal des Rathauses trat baitj unter dem Vor i i des Bürger mi iers Ale rander - Gonsenh: in ter Hessische Landgemeindetag zu seiner diesjährigen Haaiptvrv» tammlu’ig zusammen Von ter h ’fifdxt Stegie* rung w. hnen ter Ta u g b i Für kV Rli-i<- ftcr um des Innern Obe regieru g# at Weber, für das Fina.izminister.u n Rli i e-falr.it Dr. L-chrod und füi das WirlsckoftSministerium Oberregieimngsiat L i n k e n he l d In seiner Ve- giützun'asansprai r bettHlItrmnin* c er ^orstchei de in erster Lilie di- au> der Verb n unz ins befaßte Gebiet zu-ückgekehr en Gemeinbevertr.-:er unb stellte mit Genugtuung lest, datz die Regierung jetzt prehr denn je mit be i Gemeinde i zu periönlichec und sachlicher Arbeit Fütlung rcfymc. )lus der Tätigkeit deS Tee a deZ tm letzten Jahr b. richtete ber Birgerrneister Alexandei datz b r Wohnungsbaufrage im besetzten Gebiet be ondere Fürso^e burch die Regierung zugcwenbet wird, unb bah bereits 20 Millionen Mack für diese Zwecke bewilligt seien. Auch die Frage ber Kreditbeschaffung unb der Kredi tge- Währung sei in wünschenswerter Weife gelöst worden. Eine Reuauflage des Li genschnft-kttaster-, wie sie aus Grund b?6 neuen Katast.rge etzeS gefordert wurde, llhi'e ter Gemeinde'ag ob 3n- zwi'che.n ist auch in dieser Angelegenheit eine Klärung zugunsten der Gemeinden crfo'gt 3n bei beabsichtigten Aufhebung ter Finaizhilfs- kaffen glaubt ter Verbind eine Venachteiligu'g tes flaäien Landes n e b.icke.i. 'Der entsprechende Erlatz ist aus Einspruch der beteil gten Stellen insofern gemildert Worten, als d.rs Reick>Sfii a'iz- ministenum nur die Aufhebung von 51 Stelen veifugte. Der La'itg.mcindetag e. blickt in den Auchebu- gSn ai.il h.ne i d e taere De achtel.i- gung des Landes. Auster ordentlich fördernd wirkte für die Verlxuidsgefchäfte die Bildung von Pro- vinzialverbänden. In der Aussprache wurde ter Vorstand ersucht, die Regi ung zu reranfa sen. alle für den Landtag le immlen D.uck achei dem Landtag zur Verfügung zu stellm. Heber die Steuerderteilung in Hessen sprach Bürger meister Dr. R i e p o t h - SchliN Das Problem der St ueiverteilu"g in Heser fei eine Frage, die das Reich und He tan zugleich an-ehe unb aril der dritten Steuernotverordnung ba icne. Die Eink ommenstcue:zifferi würde' tei Genein- den vom Reich genannt, ohne datz man Deren Richtigkeit nach prüfen kön ie Aehnlich leien die Verhältni'se für die älmfa'steuer unb einige andere kleinere Steuern gelagert. Der Redner er- llärte die jetzt vom Reich erhobenen Steuerabgaben für die Gemeinden als viel zu hoch. Don der Einkommensteuer gingen z. D. 60 Proz. an den Staat wäh end die'er den Gemeinden den Rest beliebe Bei der Verteilung der älmsatz- steuer feien die Gemeinden be aijteHigt inftfem, als man ihnen nur 50 Prozent betaste. Die 'Beteiligung der Gemeinden in Hessen sei am aller- ungünstigsten in allen Staiten. Das beTräntet der Staat mit ber älebernah.n? aller Dollsfchnl und Polizeilasten, eine M_tznahme die jedoch auch für alle anderen Staate i zu treffe. Die Gemeinden forbcr.en von de. Einkommen- unb älm- fahsteuer je 60 Prozent unb von o derer Steuern gleich günstig? Sähe. Dem Wun'ch auf raschere Steuerüberwei'urgen an die Gemeinden toertx Rechnung getragen 3m übrigen machte sich der Redner die Foroe.ung des Tcut chrn SlädtetageS in bezug auf den Fina nzausgleich für 1S25 zu eigen. Vor allem müsse das Land bessere Berück« sichtigung finden. Sü6ftoff„Ä! '-ovrgermerfwr eT-TrDvry erMnzke vde jhidfüfyrungen des Vorredners kmrch eine Anzahl blonderer Forderungen, die wesentlich über die St. Riefroths hinausgingen. Er forderte u. a. auch lieber nafym? der Kreis- und Provrnzialstra- hen auf den Staat, die Beseitigung der Sonder- steuer vom bebauten Grundbesitz und die sofortige Linderung der Fmanznot der Landgemeinden durch Verdoppelung der Steuerrückgaben für die Seit vom 1. Oktober 1924 bis 31. März 1925 von Staat und Reich. Sie Real steuern dürften fortan keine Domänen des Staates mehr sein, sondern der Gemeinden. Iu fordern sei kne Fertigstellung richtiger Steuergrundla^en auf Gold- markgrundbasis und volles Mitlrnrkungs-echt der Gemeinden bei der Rachprüfung der Steuerkapitalien, die Einbringung eines Gesetzes, das die Offenlegung der Steuerlisten zum Gegenstand Hal, wie es die Vereinigten Staaten mit grobem Erfolge taten urrd die Festhaltung an der Grurrderwerbssteuer. Der Redner beklagte die Abwendung industrieller Betriebe vom Lande nach der Stadt wegen zu hoher Steuern: er verlangte aber für die Landgemeinden auch Anteil bei der Aufnahme von Auslandanleis»n langfristiger Art für Wohnbauten und Erwerbslosenunterstützung. An Stelle des behinderten Bürgermeisters a. D. Kuth-Berlin sprach sodann Bürgermeister Alexander -Gonsenheim über den Stand der Fürsorgegesehgebung unter besonderer Berücksichtigung der hessischen Verhältnisse. Ser Redner gab eine knappe Skizzierung der gesamten Materien auf Grund der neuen Gesetze, wobei er feststellte, dah die vom Landgemeindetag dazu vorgetragenen Wünsche nur teilweise Erfüllung fanden. Sen Vorträgen schlossen sich kurze Bespre- chungen an. Sie Versammlung nahm sodann einstimmig eine Anzahl Entschließungen an. in denen u. a. folgende Forderungen zum Ausdruck kommen: Verdoppelung der Steueranteile der Gemeinden für die Seit vom 1. Oktober 1924 bis 31. März 1925 und Rückgabe derselben an die Gemeinden: Schaffung eines Gesetzes zur Offenlegung aller Steuerlisten: Mitwirkung der Gemeinden bei den Steuererklärungen und -fest- setzungen: Beibehaltung der Grunderwerbssteuer: Aufnahmeberechtigung langfrifti er Auslandan« leihen: Beibehaltung der Hntererheberstellen. 3m Anschluß an den La-ndgemeindetag fand etne Vers ammlung der Bürgermeister statt, die sich vorwiegend mit geschäftlichen Angelegenheiten beschäftigte. Gemeinderechner Schüfe r - Mühlheim a. M. sprach über das Ver- sicherungsgeseh für Gemeinde beamte unter besonderer Berücksichtigung der Versicherungsmöglichkeit und des Versicherungsrechtes. Ergänzende Ausführungen vom Standpunkt des Ver iche- rungspraktikers aus machte hierzu Sireftor Erb- Sarmstadt. • Schließlich forderte Bürgermeister Alexander- Gonsenheim in einem Referat die Aufhebung des Bescldungssperrgesetzes. R. H. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Sie Erwartungen, bk von Dankseite an die Grrnä higung der Börsenumsatz steuer geknüpft worden Jinb, scheinen, sich wenn auch zunächst in beschränktem Maße, zu verwirklichen. Sowohl das Publikum wie auch das Ausland bringen der Börse wieder etwas mehr Interesse entgegen, so daß sich hier eine Lebhaftigkeit entwickelt. wie wir sie feit Wochen und Monaten nicht mehr gesehen haben. Es ist noch nicht klar zu 'ersehen, inwieweit die Banken selbst die Urheber und Träger dieser Belebung sind, und ob Aussichten dafür bestehen, daß sie nachhaltig wirkt. Sie Banken haben jedenfalls ein gr hes Interesse daran, daß der Ausfall, den sie durch die starke Ermäßigung der Esfektenprovisivns ätze erlitten haben, wieder durch Vermehrung der Umsätze ausgeglichen wird, und es ist begreiflich, dah sie das Interesse der auhenstehenden Kreise zu erwecken Züchen. Dies geschieht namentlich in dem letzten Monatsbericht der Deutschen Bank, in dem dahingehend argumentiert wird, dah man dis derzeitigen Verhältnisse nicht als dauernde betrachten dürfe, daß die Konsolidierung unserer Wähiung sowohl einen weiteren Abbau der ver- kehrshemmenden Steuern, tote auch eine Ermäßigung der Geldsätze mit sich bringen müsse, und daß von diesem Gesichtspunkte aus die derzeitigen hohen Geldsä e nicht als Maßstab für die zu verlang?nde Mindestrentabilität der Gesellschaften angesehen werden dürfe. Die Fülle der jetzt täglich zur Veröffentlichung gelangen' en Goldinarkb.tanzen führt uns dazu, daß wir bald wieder in bezug auf Beurteilung der Aktien- toerte festen Boden unter den Füßen hüben, und es ist sicher, dah alsdann mancher Kurs einer Revision unterzogen wird. Die Vvr-ä ige am Aentenm arkt in der ve gan^enea Wache haben uns wieder einmal vor Augen geführt, mit welchen Gefahren die Beteiligung an einer Bewegung, die lediglich spekulative Grundlage hat, ist. Die Argumentation, die die Kursstürze am Montag begleitete, stand auf denkbar 'schwachen Fußen und hatte eine starke Aehnlichkeit mit bestellter Arbeit. Solange nicht von irgendeiner der zuständigen Säten etwas zur Einschräntü"g der Spekulationswut am Rentenmarkt geschieht, kann man nur immer wieder dringen) vor ei'.er Beteiligung warnen. Am Geldmarkt machen sich die erhöhten Anforderungen für Börsen zwecke bereits geltend und es ist eine kleine Verknappung festzilstell n. doch bleiben die zur Verfügung stehenden kurzfristigen Mittel immer noch groh. • Die Lage auf dem Eisenstein- markt im Lahn-Dillgebiet hat ftch nicht gebelfert. Zu den belastenden Frachtsätzen ist eine lOprozentige Lohnerhöhung gekommen, die ohne Rücksicht auf die Wirtschaftslage der Gruben durch Schi^sspruch verbindlich erfläxt wurde. * Chemische Fabrik Griesheim- Elektron AG.. Frankfurt a. M. Es sind schon seit einiger Seit Angaben im Umlauf, wonach die Chemische Fabrik Griesheim-Elektrvn A. G. im Begriff steht, einen Teil ihrer Fabrikation von Griesheim nach der Detriebsstätte in Bitterfeld zu verlegen. Diese Angaben erweisen sich als zutreffend. Die Verlegung gewisser Fabrikationsteile nach Bitterfeld erfolgt aus fa- brilationstechnischen Erwägungen heraus, well sich in Bitterfeld infolge der Draunkohlenver- sorgung dieses Gebietes günstigere Produktionsmöglichkeiten ergeben. * Mainkraftwerke A.-G., Höchst a. M. Sas Aktienkapital der Gesellschaft soll auf 22 428 000 Rm. herabgesetzt werden durch Ermäßigung des Rennwertes jeder Stammaktie auf 140 Rm. und des Rennwertes jeder Vorzugsaktie unter Zuzahlung auf 2 Rm. Generalversammlung am 6. Sezember in Frankfurt a. M. • Verein für Chemische Industrie A. G., F r a n f f u r t a. M. Der Auffichtsrat hat den Beschluß gefaßt, der G.-B. die Ümtoanblung der Stammaktien von 1000 Pm. auf 100 ®m. vorzuschlagen. Die Vorzugsaktien sollen durch Suzahlung auf 5 Rm. herabgesetzt werden. Es soll eine älmstellungsreserve von 1 Mill. Rm. geschaffen werden. Das Aktienkapital wird in der Sufunft aus 4 Mill. Stammaktien und 7500 ML Vorzugsaktien bestehen. • Stahlwerk Becker A.-G., Will ich. Rücktritt von Mannesmann-Deutsch Luxemburg. Die Ikrhandlungen zwi chen den Gruppen Manncsmann-Deutsch Luxemburg einer» feits und Metz andererseits sind, laut »Kölnischer Seitung“, ergebnislos verlausen, La Mann-esmamv Seutsch Luxemburg das Wagnis nicht übernehmen zu können glaubt, das in den verworrenen Verhältnissen der drei Beckergesellschaften und in dem Verhalten der Familie Decker und deren Testamentsvollstreckern liegt. Diese Gruppe sieht bafter nur im Konkursverfahren eine gesunde Reinigung Die Gruppe ManneSmann-Deutsch Luxemburg scheidet somit aus den Verhandlungen vollständig aus. Großkraftwerk Württemberg A.-G. in Heilbronn. SuS Aktienkapital ber Gesellschaft von 900 Mill. Pm. soll auf 2 Mil. Rm. herabgesetzt werden: durch Zusammenlegung von Aftten /X im Rom malbetrage von 150 Mill. Pm. auf 500 000 Rm. und durch Herabsetzung von 750 M ll Pm -Aktien auf Rominal 1500000 Rm. Sie G.-V. findet am 5. Dezember in Fvr.ck- furt a. M. statt. * Hirsch Kupfer- und Messing- Werke A.-G., Berlin. Sie a. o. G.-V. der Gesellschaft genehmigte nach einem einleitenden Bericht des Vorstandsmilgliedes A. Hirsch über die Geschäftslage die Goldmarkeröffnungsbilanz. Das Aktienkapital wird von 80 Mlll Mk. auf 12 Mill. Rm. umgestellt durch Abstempelung der Aktien von 1000 Mk. auf je 150 Rm. Dr. Aron Hirsch teilte mit, dah sämtliche Betriebe voll beschäftigt und durch Abbau und Verkleinerung des Spesenapparates die Grundlagen für eine weitere Rentabilität des Unternehmend geschrs- ten seien obwohl die Steuerlasten zur Seit noch sehr drückend sind. * Sto ewer-Werke A.-G. dorm. Gebr. Stoewer, Stettin. Die a. o. G.-V. genzb» migte die G oldmarkeröffnungsbilanF und die Einstellung des Att.enLapitals auf 3,9 MUlionen Gm Stammaktien und 0,6 Mill. Gm. Vorzugsaltie.r, zusammen also auf 4,5 Mill. Gm. Demgemäß wird eine Stammaktie über 1000 Pm. auf 50 Gm. abgestempelt. Sie Bilanz erg’bt einen Betrag von 450 719 Gm. in offener Reerve Sie Dftel- tion berichtet über lebhaftesten Geschäftsgang, der Rachfrage nach dem neuen 9,32-Ps.--Stoewer-LhP sei kaum zu begegnen. * Rückkauf an England abgelieferter Schiffe durch den Norddeutschen Lloyd. Der Norddeutsche 5Nohd hat d e auf Grund des Versailler Vertrages feinerjcit an England abgelieferten Dampfer „Anhalt" und „Seffau“ wieder zurückgckauft. Das Anhalter Staatsministerium hat dem Norddeutschen Lloyd aus biekm Anlaß seine Glückwünsche übermittelt und daraufhin von ihm die Mitteilung erhalten, daß die beiden Dampfer wieder mit den früheren Ramen in den Menst gestellt werden. • Frankfurter Abendbörfe. Frankfurt, 21. Rov. (TÜI.) Die Börse sah heute einen lebhaften und festen Abendverkehr. Die Spekulation beginnt sich wieder umzustellen und wendet ihr ganzes Interesse auf den Industriemarkt, der ihr allem Anschein nach größere Gewinnaussichten bieten dürfte. Am Aktienmarkt kam es erneut zu ausgedehnten Ülm- sähen und neuen Kurssteigerungen, die namentlich am Anilin-, Montan- und Dankenmarkt zum Ausdruck tarn. Die Rachfrage nach diesen Werten wurde gefordert durch Käufe des Auslands, das sich wieder stärker für diese Werte zu intev- essieren beginnt. Das Kaufinteresse erstreckte sich aber auch auf einige andere Werte, die gleichfalls im Kurse onkogen. Der Anleihemarkt dagegen behielt feine Lustlosigkeit bei und die Werte dieses Gebietes zeigten eine starke Der- nachlästigung, die Kurse bröckelten weiter ab. öprozemtige Kriegsanleihe 910 bis 911,5 bis 885. 3,5prozewtige Konsuls notierten 1487, Zprozentige Konsuls 1360, 4,5plDzentige Schatzanteihen von 24 525, 3,5prozentige Bayern 1625. Don Auslandsrenten gingen Zolltürken zu 10,63 bis 10,5 um. Sehr rege waren die llmsätze am Montanmarkt. ES kamen zur Rotievung: Bochum«.' 85, Buderus 14,63, Deutsch-Luxemburg 69.5, Gelsenkirchen 71, Mannesmann 48ch, Mansselder 3,5, Caro 10,75, Phönix 45, Rheinische Braunkohlen 30,75, Rheinstahl 40,5 Stinnes-Riebeck 37,75. Kaliwerte wenig verändert. Aschersleben 14, Westeregeln 16,63. Don chemischen Aktien wurden die Werte des Anilinkonzerns in größeren Posten zu ansehnlich gesteigerten Kursen aus dem Markte genommen. Badische Anilin 22,38, Chemische Griesheim 20,25, Scheideanstalt 15, Elberfelder Farben 20,25, Goldschmidt 18,25, Höchster Farbwerke 20,25, Holzverkohlung 7, Rütgerswerke 17. Am Dankenmarkt herrschte überwiegend feste Haltung. Besonders Reichsbankanteile waren stärker beachtet 55,75, Bayerische Hypotheken- und Wechselbank 2,2, Kommerzbank 5,63, Darmstädter Dank 10,8, Steut= sche Bank 12,9 bis 12,88, Diskonto Kmnmandit 14,88, Dresdner Dank 81, Metallbank 14,25, Mitteldeutsche Kreditbank 1,95, Rheinische Kreditbank 2,75, Oesterreichische Kredit 0,410. Don Elektrowerten wiesen Schuckert eine neue starke Steigerung auf (50), AEG. 9,25 bis 9 38, Bergmann 14,5, Licht und Kraft 7,63, Lahmeyer 11,5, Reiniger 2 G. Von Transportwerten wurden Hapag 24,75, Rordd. Lloyd 3,85, Schantung- bahn 2L5. Sonst wurden noch notiert Reckar- sulmer 6,75, Aschaffenburger Sellstoff 20 5, Heidelberg 21,38, Holzmann 5,13, Iunghans 10, Spinnerei Hammersen 18,25, Hanf Füssen 14,75, Hirsch Kupfer 17,25, Lechwerke 16 75, Rheinmetall 8,38, Julius Sichel 2,85, Jucker Offstein 2.85, Stuttgartzucker 3,3. SÜc Löendbörse schloß für Aktien, besonders Chemiewerke zu gesteigerten Umsätzen in fester Haltung, wählend Anleihen angeboten blieben. Börsenkurse. VUNonen Prozent Frankfurt a. M. Berlln ^chluhk. E? Abend. Rurs 1 börse Schtuh. ftur» Schlußki. Mittagbörse Datnm: ?J. 11. | 21. . 1. 0. 11. 21.11, 6% Deutsche RetchSanIetv« . «°/o Deutsche MeichSaulettze . Deutsche Reicheanleihr 3®/o Deutsche ReichSanlethr . Deutsche Sparprannenanrrihe «°/o Preußische KonsolS . . . <% Heffev ... ....... WA He sie» .......... 3*/o Hessen........... Deutsch.- Dertb. Dollar-Anl. dto Doll.-Schatz- Slnweisug.') <% Zolltürken...» I 6% Sotomerifanet ..... I Berliner Handelsgesellschaft Lommerz- und Prtval-Bank Darmst. und Nalioualdauk . Deutsche Bank........ Deutsche BeremSbank .. . . DiSconto Commandtt .... Metaubank........... Anteldeutsche Tredtlbonk. . Oefterretchische Lreditanstatt toeftbant . .......... & HakSIe . Nochurrrer Sag ...... Buder.S Hart Deutsch SuxLmburg...... Gelsen« rchcncr Bergwerke. . harpeae- Bergbau...... Lkaliwetie ÄschcrSlebea. . . . Kaliwerk Westeregeln. . . .. Laurahütte........ Oberbedarf...... • ♦ . . Phöntr Bergbau ....... Ryeiustabl...... . • .. Rtcbeck Montan........ Tellus Bergbau ...... Hamburg-Amerika Paket. .. Nordbeuncher Llovd .... Cheramischc Werke BlBüt . Zementweti Heidelberg . , Pbtltvv Hokzmann ...... Anglo-Tont -Guano . . . , , Badische A-.iltn........ Chemische Mayer Siaptu t . Goldschmidt......... Gries elmer Electron .... Höchster Farbwerke .... .. Holzverkohlung . . NütgerSwerke ........ E^cheideanstalt «er mam^E^esellschast Ic frankfurter Armaturen . , , Konservenfabrik Braun . . Meta llgesell Hast Frankfurt. Pet Union Sl.-lJ........ Echuhiabrik Herz Sichel. . . ........ Reuftorf Waldhof....... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckersaürik Waobäusel . . . 0,960 25 5,5 10,9 14,40 14,65 15.25 91,13 37 5,25 21.13 17,25 19,65 17 14,95 9,40 14 25 8,6 2,10 3 2,65 3,40 eJ Dom Rucuadlurwswert. 0,d8^ 10,50 24,75 3,86 21,4 5.13 45 40,6 37,76 14 16,65 22,40 18 25 20,25 20,15 7 17 15 9,40 14,5 50 65 14.6 10.76 69,6 71 5.63 10,6 12,90 14,10 14,25 1,95 0,410 1,075 2,86 0,926 1,11 1,10 1,5j5 0.6 1,270 1,6 1,36 1,29 10,4 24.5 5,65 10,75 12.5 14,60 2 0,4 0,35 63 14,20 10,25 66 76 92,50 14 16.40 5,9 10 44 13 i.8.9 37 24,75 3,8 5,13 10,10 21,40 17.13 19.20 .9,60 16,50 9,30 13,9 48,5 59 2 3 8,? 0,876 Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeiger".) Berlin, 21. Rov. Sunt Wochenende zeigt die Spekulation große Surückhcll.ung, jo daß die allgemeine Lage an der Börse als lustlos bezeichnet werden kann. Am Rentenmarkt sind zwar die ölm>ätze noch immer lebhaft, doch hat auch hier das Geschäft in den letzten Tagen nachgelassen. Sa die Spekulation vielfach zu 2lb- wickelungen neigte, konnten hm e die Kurse der gestrigen Rachbörse zunächst nicht auftechterhalten werden. An dem Aktienmarkt lagen zwar von außerhalb einige Aufträge vor, namentlich sollen die Schweiz und Amerika weitere Käufe getätigt haben, auf der anderen Seite schritt aber die Spekulation auch hier zu Abwickelungen, so dah vereinzelt größere Abschwächungen zu Tage traten. Für einzelne Spezialwerte bleibt das Interesse rege rm Susammenhang mit älmstel- lungshoffnungen. Am Montanmarkt sind in erster Linie Harpener zu nennen. Auch die Aktien des Anilin-Konzerns bleiben geucht. Die Bekanntgäbe des älmstellungsverhältnifses bei der Deutschen Erdöl-Gesells chaft blieb ohne Einwirkung. '■äh iseiomarrt rmt vte ■-üemapwag cbr, es wurde auch heute tägliches Geld zu % Pv» Mille nur vereinzelt umgesetzt. Mcmaitsgelh wird mit IV4 bis l'/z Prvz. genannt. Am Devisenmarkt sind feine nennenswerten Veränderungen eingetreten. Die europäischen Standard-Devisen bleiben auch weiter fest. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Mark aukgedrückt. VnenoS-LtreH, London, Ne» Ä!» de Janeiro für «ine Tinhett. Wien antz 100090 ($mbetten, alles übrige für löb tinbettenj Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) (Sn Billionen ® Japan, apest für Banknoten 20. Novbr. 2i. Novbr. {Report LoUltche Notierung Geld , Brief Slnitlidle lltoktera r, Oelb «rief 20. 21. Smst.-Rokt. Brfi.'Antw. Christiania. Kopenhagen Stockholm . HelsingforS. Italien. . . London. . . Neuyork .. Paris.... Schweiz . . Spanien. . Wien in D.« Oest. abgest. Prag Budapest. . Buen.-Aires Bukaarien Fapan . . . Wo be Jo» Belzrad . . Lissabon . - 165,04 20 09 61,75 73,62 112,42 '0, 7 s 21’92 80,75 W.86 8,00 12.49 5,64 W 6,075 18.45 1&8.92 20,19 62,05 13,98 112/8 10,63 10,20 19,423 4,21 22,02 81,15 »7,14 8,94 W 8.66 "»88 6,105 188,48 20,325 62,04 73,72 112,42 10,525 18,22 »,41 4,1» 12,29 80,76 »6,96 6,90 «,61 5,64 Ä °Ä 1835 169,12 Ti 74,08 112,93 10,585 18,32 19,61 4,ÄJ. 22,32 81,15 »7.24 $ K voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll 3 voll voll voll voll voll voll voll s voll voll voll voll voll voll Ffrr#« 21. Novbr. vmertkanis-ve Roten .» ... Belgische Noten ....... Dänische Noten........ Englische Noten ....... Französische Noten ..... Holländische Noten...... Italienische Noten ..... Norwegische Noten...... Deutsch-Oe sterr., ü 100 SrontH Rumänische Noten..... Schwedische Noten . Schweizer Noten . . Spanische Nolen...... . Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . .... GeV, | Briet voll voll voll voll voll voll voll voll voll Völl voll voll Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des »Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M, 21. Rov. Es wurden notiert: Weizen 20,75 bis 23, Roggen, mländ. 21,25 bis 22,25, Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 26. Hafer, inländ. 17,50 bis 21,50. Mais, gelb 21 bis 21,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 34,50 bis 38, Roggenmehl 31,50 bis 35, Weizenkleie 12,25 bis 12,50, Roggenkleie 11,50 bis 11,75. Tendenz: Matter. Berliner Produktenbörse. Berlin, 21. Rov. Der Produktenmarkt war anfangs zurückhaltend, später aber etwas befestigt. Der Mehlabsah stockt weiter und hemmt die Kauflust an dem Markt. Der Umsatz war während des Verkehrs gering, und die Tendenz neigte wieder nach unten. Cs notierten je 1000 Kilo: Weizen (märf.) 204 bis 212, Weizen (fromm.) 206, Roggen (mark.) 201 bis 203, Roggen (fromm.) 197, Gerste (märf.) 217 bis 243, Gerste (neue) 190 bis 200, Hafer (märf.) 165 bis 171, Hafer (fromm.) 117 bis 164, Rafrs 400, Leinsaat 420 bis 430; für je 100 Kilo: Weizenmehl 28.50 bis 31, Roggenmehl 27.75 bis 30.50, Weizenkleie 13.20 bis 15, Roggenkleie 12, Viktvriaerbsen 32 bis 34, kleine Erbsen 21 bis 24, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 16 bis 16 50, Ackerbvhnen 21.25 bis 22, Wicken 17 bis 18, Lupinen (blau) 13 bis 14, Lupinen (gelb) 15 bls 17 Serradelle (alt) 11 b s 12, Serradelle (neu) 16 bis 17.40, Rapskuchen 16.20 bis 16.50, Leinkuchen 25.50 bis 26, Trockenschnitzel 8.50 bis 8.70, Torfmelasse 8. Kartoffelflocken 18 bis 18.25. Autounfall des Außenministers. Ludwigshafen, 21. Rov. ($11.) Wie U franko Ito 250. eadennesscr, piimaia. iw. luu. Quaiität, wie No. 200 aber 5&JS.E.M.2JIU». Von heule ah venenden wir wieder unteren ihuitnerUn Katalog en jedertnenn obiomI und portofrei. QuxUUtiwire wie iw Frieden, tu den billig!len Prellen. Feinste lasiermesaerl auf Lager. Beite & Hehl 7 Grabeustraße 7. retevb 1313. ei:0* Gösta Beding II. Teil in 5 Akten. 9280c Auflerdem Gas 4-Akter-Lostspiel: Oie Fahrt ins Click. Die Vorführung iet anch am Totensonntag gestattet wegen dee Ernetee der Handlung Wegen des zu erwartenden Andranges sichern Sie sich rechtzeitig Plätze LcLNachmittagsvorstellungen HessischeBilderbühne Carl Haas jr. Frankfurt. Ltr. 59 Telephon 1682. Nordwelidculsche Torfstren und Mull liefern blUiqft ab Laaer und waggonweise ab Werk Gebrüder Kahl Gieften. W7D Buchen ; Eichen und ! Nadrlbttnnhol; sowie HauepBne liefert 8879V Jul. Wellhöfer Marburg. Strafte. Prima Speise-Zwiebeln (hefte Winterware) empfiehlt billigst Samenhaus Heinr. Hahn Bahnhosstrahe. Tclenb. 1403. «"c Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Nur noch hente end morgen Sonntag: Kofcnmontag Eine Offizierstragödie nach Otto Erich Hartleben 8 Akte 8 Akte Am Rosenmontag liegen zwei, die kalten Hände noch umschlungen, das I.eben strömte rasch vorbei, die Beiden habens nicht bezwungen. Als überwunden grüßen sie den Sieger, dem das Glück begegnet, im Tod verbunden, segnen sie all jene, die das Leben segnet. Selten ist einer jungen Liebe Glück und Ende so herzergreifend geschildert worden, wie in diesem Film. Wegen der hohen Anschallungskosten eine kleine Preiserhöhung. Anfang Wochentag» 1 Ehr, Sonntag* 3 Uhr. - L_L- .L_L'-!E=5 Astoria-Lichtspiele Reitersweg 9277c Heute und morgen: „Der Seeteufel“ Ein Film von fabelhafter Spannung und bewegter interessanter Handlung. Hauptrolle: Harry Liedtke. Anfang 4 Uhr. Sonntags 3 Chr. Hfl Qßfl1/ Liege der Maschine 15 cm, mH 2 Aafecbiebelcämaen *5,s‘Ü^V=-und.,Omn.H*"1^' nur mh. 3.85 Müht »i Hirtin® ■ • • MMt»»k Mil Mnnn Bartachnaldemaschlne, prima Qualitlt, mit . LUC. 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Zur Feier der 10jährigen Wiederkehr der Kämpfe um Lodz findet am Samstag, dem 29. November und Sonntag, dem 30. November t im Sdolöau Ssm, fliegen, flsroolösgarlen, eine SMllllWWA MMMMl fiaU, zu der alle 222er herzlichst eingeladen sind. Programm: 29. Aov., abends 8 Uhr: Degrühungsabend. 30. „ vormittags 11 Uhr: FÄHschoppen, mittags 12 Uhr: Kranzniederlegung auf den Gräbern der gefallenen 222er auf dem Aeuen Friedhof, wozu wir auch die Hinterbliebenen bitten, nachmittags 1 Uhr: gemeinsames Mittagessen, „ 4 „ MkWes SeisWllienseill. Lichtbildervorführungen nach Originalaufnahmen aus den Karpathen und Galizien durch Herrn Lehrer Jacob, Oberbessingen, Kamerad Oelbermann, Giehen. Ziele Bereinigung ehemaliger 222er. Anmeldungen zum Essen umgehend erbeten nach Sony- f^rahe 19, Giehen. 92400 CAFE ASTORIA Heute Große llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Modeschau iiiiiiiiiiiii™ 4 — 6 Uhr nachm., 8 — 10 Uhr abends. " 9293c Reichsbnnd der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen ===== Ortsgruppe Gießen ===== Am Sonntag, 23. November 1924, nachmittags 2l/2 Uhr, findet auf dem Neuen Friedhof eine Totengedenkfeier statt unter Mitwirkung der Musikkapelle Topp und des Gesangvereins Concordia-Gießen, wozu wir die gesamte Gießener Bevölkerung und insbesondere die Kriegsopfer einladen. — Bei ungünstigem Wetter findet die Feier in der Kapelle statt. 9246v Der Vorstand. Sängerkranz Gießen Donnerstag, 27. November 1924, abends 77a Uhr öffentliche Hauptprobe Mittwoch, 26. Nov. 1924,71/, Uhr in der Universitätsaula: Acis und Galathea Pastorale für Soli, Chor u. Orchester von G. F. HÄNDEL Leitung: ALBERT KASTEN Solisten: ADELE METZ (Sopran), Frankfurt am Main HANS HOEFFLIN (Tenor), Darmstadt PAUL PO DE HL (Baß), Erfurt Der Gemischte Chor d.Sängerkranzes, verstärkt durch den Gemischten Chor des Musikvereins Butzbach. Orchester: Die Kapelle des Inf.-Rgts. Nr. 15 und andere geehrte Künstler. Eintrittskarten: Mk. 4.-, 3.- und 2.-, für die Hauptprobe Mk. 1.50, Studenten und Schüler Mk. 1.— bei Emst Challier und abends an der Kasse. 9138c Oeff entliehe — Vählnnlq Mittwoch, den 26. November, abends 8 Uhr in der Turnhalle (Oswaldsgarten) Redner: Herr Landtagsabgeordieter Rechlsanwall Dlngeldey-Oarmstadt Alle wahlberechtigten Männer und Frauen sind eingeladen. Der Saal ist geheizt! Qßp VOPStaild. Im großen Saal des Kathol. Dereinshauses Mittwoch, den 26. Nov. 1924, abends 8 Uhr öffentliche Wählerversammlung der Zentrumspartei meintet: Minister des Innern von Brentano Rechtsanwalt Dr. Bocklus-Mainz Freie Aussprache Freie Aussprache Der Saal ist geheizt. 92320 Meine 6105*« sind erstklassig und preiswert. Empfehle gleichzeitig mein reichhaltiges Lager in Regulatoren, Tisch-Uhren Wecker- u Küchen- Uhren, Metall-, silberne u. goldene Taschen- u. Armband - Uhren für Damen und Herren. D. Kaminfa Marktplatz. 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November 1924. 01730, Gießener Konzertverein Sonntag, 30. November 1924, nachmittags 4V2 Uhr in der Universitäts-Aula Drittes Konzert Amar-Quartett iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiun Streichquartette: Hindemith op. 22 — Schubert 125 Nr. 1 — Debussy op. 10 Eintrittskarten: Mk. 5. — , 4.-, 3.— und 2. - bei Emst Challier und abends an der Kasse. Studenten karten Mk. 1.— beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. M5OC Praktische Wei hnachtsgeschenke Kleiderstoffe, Blusenstoffe, Mantelstoffe, Kostümstoffe Mein großes Lager in nur besten Qualitäten und groß. Auswahl bietet Ihnen ganz besond. Vorteile! Es folgen einige Beispiele: Reinwoll. Cheviots i nn 90 und 110 cm breit, m 2.60 Reinwoll. Gabardine 130 cm breit, m 8.50 Reinwoll. Kostüm-Cheviots 130 cm breit, m 4.80 Reinwoll. Hauskleiderstoffe 130 cm breit, m 4.50 Reinwoll. 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Aut Europäer niuhte Urprod, Laster Vvrttage Menpla d.^ch Kolonie hnb, und ha,. ?lerer nr. zzb Drittes Blatt Samstag, 22. November 1924 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhefle«) 2 Teller MAGGI$SUPPEN Frage für Me 6taa- und die Wirkung r großen deutschen d fallt, Im Regime der Leistungsfähigkeit ist letzten Wochen zum Alm so druckender ist zeichnete. Rach menschlichem Ermessen steht also der Rahmen, der jetzt um unsere Außenpolitik gespannt ist und in dem sie sich in den nächsten Monaten bewegen mutz. fest. 3n allernächster Zeit werden auch kleinere Differenzen zwischen den anderen daran nichts ändern, bis sich drüben zeigt, ob sie sich über die Reuvertellung der — wirllich im Ernst in dieser Höhe? — erwarteten Einnahme über die Verrechnung des ftanzösllch-belgischen Raubes aus dem Ruhrgebiet. Über die Sntschädi- gung allo Frankreichs für seinen gegen den Versailler Vertrag geführten F. ldz . g einr.cn können. Rinnnt man hinzu, doh auch Amerika in diese Auseinandersetzungen mit seinem Anspruch auf Vergütung seiner Besahungskosten, vor allem mit seinen Riesensorderungen an die Alliierten des Weltkrieges und mit seinen Ansprüchen an das deutsche Eigentum auch einbezogen ist, so liegen hier Keime zu Auseinandersehungen nicht nur finanzieller Art, die darüber hinaus auch den Dawes-Plan selbst berühren werden und müssen. Das kann noch mehr für den Streit um die Handelsverträge gelten, der jetzt in eine entscheidende Phase eintritt. Es ist zum Verzweifeln, daß man in Deutschland durch Schuld der letzten Regierungen und jetzt, weil man mitten im biet die gebührende Aufmerksamkeit nicht aufbringt, dah man nicht einmal das nötige Rüst- Besttmmungen des Versailler Vertrages, nicht nur die Arbeit der Zeppelin-Werft zum Stillstand gekommen ist, sondern auch die gesamten Werftanlagen, von den Riefenhallen und KonstruktivnSwerkstätten bis zu den Modellbauten, von völliger Vernichtung bedroht sind. Z. R. III muhte als Reparationsleistung, in Erfüllung des Friedensvertrages, von Deutschland gebaut und an die Vereinigten Staaten abgeliefert werden. Wenn im Ausland, besonders jenseits de« Meeres, bei allen spontanen Kundgebungen nach der glücklichen Landung des Rie» senzepPelins in Amerika an diese Umstände fast Anerkennung deutscher in allen Ländern in den Ausdruck gebracht worden, der Gedanke, dah.nach den Todesgefahr. Mühen und Be chwer en abschneken zu lassen. Forschungsefpedi tonen ins 3nne c I Afrikas unternommen. Ficher, Pocken, Typhus I und auch Pest hatten neben der Schlas'rankheit I früher ungehindert gewütet, ehe die europäischen I Aerzte lamm, um die Schwarzen von den g:säh - lichen, an steck mden Krankheiten befreien zu Helsen. Eine Kolonialmacht hat im prozentualen Verhältnis zu Umfang und Bevölkerung seiner Überseeischen Gebiete so große Aufwendungen und Anstrengungen auf hygienisch-sanitärem Gebiete I gemacht, um die Erh>l ung der Eingeborenen zu I sichern und den Gesundheitszustand der Reger I zu bessern, wie Deutschland. Tas ist auch im Ausland vor und nach dem Kriege von ma6g .'barten Kolon ialfachleu en verschiedener Rationen anerkannt worden. 211$ rach dem Kriege die jahrelangen Lab ^ratoriumsc ersuche in Leverkusen eine praktische Ausprobung des neuentdeckten Hellmittxlls möglich u >d notwendig machten, ging Pros Kleine mit Ober- | stabsarzt a. D. Dr Fischer, welche jah elang 1 sein Mitarbeiter in Karne un und Oftafrila war, nebst der technischen Asfisentin Frl. Ockelmann vom Kochschen Institut in Berlin im September 1921 nach Afrika. Rach etwa zweijähriger mühevoller Arbeit in Rordost-Ryodesia und im belgif chen Kongo staat konnte die Expedition unübertroffene Heilerfolge mit „Bayer 205“ nachweisen, die vor der Welt Z-uaniS ab- legten von dem ungebrochenen Kulturwillen deutschen Forschergeistes. Zur Preisgabe der Erfolge seiner Männer, bk mit unermüdlicher Zähigkeit und furchtlrsem Zielbewußt'ein in he wischet Laboratorien und in den Urwäldern Afrikas errungen wurden, ist Deutschland drrh keine Versailler Vertrags Paragraphen rervslichtet. Als Anfang des Iahves 1924 £nei ExpeditionS- berichte des Prof. Klei-e durch die Pre'fe ginnen, hat man im Ausland bestimmt damit gerechnet, daß das deutsche Volk innerlich stärkeres Inter - esse für die Auswertung diesxr Entdeckung zeigen würde, in bezug auf Forderung der Rü ckgabe deutschen Kolonialbesitzes. Die Bekämpfung der Schlafkrankheit mit dem deutschen Heilmittel systematisch in Angriff au nehmen und unter weitg h ndster Mi toi "fang deutcher Ae zte zu organisieren, ist nicht nur auS menschlichen Beweggründen geboten, sondern auch aus praktischen nüchternen Erwägungen not» fintierten Instrumente, kann hier nicht eingegangen werden. Uneingeschränkte „I. R. HI" und „Bayer 205 Don Max Bruno Lehmann. Möglichkeit einer großen deutschen Ausfuhr stebt und fällt, im Regime der Konservativen bre englische Industrie ganz anders ihren Einfluß geltend machen kann und wird, als unter einem Arbeiterkabinett. Und Amerika? Run, am 4. Rovember hat die Republikanische Partei mit gewaltiger Mehrheit gesiegt, sie, die ja gerade den Dawes-Plan und das aus ihm erwachsene Londoner Abkommen zum Gegenstand des Wahllampfes gemacht hat. Die Rechnung der Republikaner hat nicht getrogen und dem entsprach es, dah Amerika die 800-Millionen-An- leihe, wie in Aussicht gestellt, so aufnahm und Die Bedeutung deutscher Wissenschaft und Technik ist durch die erfolgreiche Aimittasvhrt des neuesten Riefen lüft schiff es aller Welt zum Bewußtsein gebracht worden. Rastloser Fleiß und unverdrossene Ausdauer in der zielbewußten Fortführung der Lebensarbeit des Grafen Zeppelin, mit Unterstützung der Forschungsergebnisse auf äronautilchem Gebiete, haben Deutschland diesen friedlichen Sieg ermöglicht. Auf die tech- nisch-wissenfchaftlichen Einzelleistungen des Motorenbaues und der für Luftnavigation bn- Oftafrito hatte 1914 runb 1600 Kilometer Schieneiweg Zentral- u D U',< mbarabah' zu am- men. Auch vier bestehen einmal Die obenerwähnten Schwierigfeiten. Dazu kommt die Unmöglichkeit, in UitDulbrcgionen Lasttiere für den Transport heranzuziehen, hauptsächlich wegen der Tsetsefliegen, nach deren Stichen die Tiere erkranken und sterben. Tie in Zentralafrika herrschende Schla f krau kheit wird von den Tsetseiliegen aus Menschen und Tiere in verheerendem llm a-fl? übertragen. Ganze Dörfer werie-r entvölkert und ganze Regerstämme sind zum Aus« fterben verurteilt, wenn die Bekämpfung der Schlafkrankheit nicht energisch und planmäßig in Angriff genommen wird. In .Bayer 205" hat die deutsche Wissenschaft auf chem.sch-medizinischem Gebiet ein wirksames Mittel entdeckt, das von der Firma Bayer- ßcner tuten unter dem Ramen „Germanin" !>ergestellt p^pd Schon lange vor dem Kriege Xiben neben Prof. Koch bedeutende Vertreter der medizinischen Wissenschatt, ohne sich durch Außenpolitische Umschau. Von Tr. Otto Hoehsch. Professor an der Universität Berlin. Prosellvr Hoetzsch war als Rachfolg-r Th. Schiemanns lange Iahre hindurch der außenpolitisch? Lei:artiller der Kreu.z- zeitung. dessen Aufsätze im In- und Ausland. namentlich auch in England, größte Beachtung fanden. Der Gele! re, te: im ausgelösten Reichstag dem linken Fst g 1 der Teut'chna.i'mal.'n angeh re, gilt auch bei fe.ncn politischen Gegnern als einer der besten Keiner der Weltpolitik und vor allem als eine Autorität in' allen Fragen des nahen und fernen Ostens. D. Red. Zwischen Veröffentlichung des DaweS-Planes und seiner Annahme hat sich das dmttch? D.lk noch weniger uni die großen weltpolitischen Vorgänge geflimmert, als es das gewöhnlich tut, und der Wahlkampf ist erst recht keine CDeranla fung, nach außen zu blicken. Dah das endlich einmal anders werden möchte, daß unser Volk es fertig brächte über den inneren Kampf der P orte en die Außenpolitik zu stellen und forttoif -id die Vorgänge draußen in ih.-en Wirkungen au Deutschlands Stellung In der Welt und au Deutschlands Vedeu ung und Abllcht«t einzustellen. das ist ein Wunsch, der leider feiner Verwirklichung dadurch nicht näher genickt wird, daß I er immer und immer wieder ausgesprochen werden muh. Doch nun: Für uns ist das wichtigste, wie die Regierungen Frank.eichs, E g'.aii .S und Am ri- kas zum Londoner Abkommen stehen. Verriet bleibt darin naturgemäß der gleiche und leine Außenpolitik hat seine Stellung gefestigt, die nur von der Innenpolitik her bedroht wird. Der gewaltige Sieg der Konservativen in | England, so kaum je dagewe'er in der Parteigeschichte, ändert an Englands Haltung zum Londoner Abkommen ab?r auch nichts In de Ausdruckswelle, in der Ruance und in der Mcth de wird manches anders, die Lin e dieses 2ll»k mw.e?S ist für ein konservatives Stob.nett so zwangs- I läufig g'goben, wie irgend etwas well sie aus dem Ab atzbedürfnis der englichen Industrie I herauswuchs. Freilich ist damit gesagt, dah in der Durchführung des Abkommens, doS ja mit der wendig. „, Der unersetzliche, bedeutendste Wert tropischer Kolonien ist eine gesund", friedlichesc-hhaf^ ©in- geborenenb völkerung. Es genüit nicht, daß durch zivilisatorische Maßnahmen Menschenraub und Sllavenhandel abgeschafft wurden und daß die Kolon a'mächte die Buschkriege der Regerstämme untereinander zu verhindern tragen. Eine Ausbeutung bei Kolonien ohne Rücksichtnahme auf dos Wohl der Eingeborenen würde sich bitter rächen. Die Förderung der Gesundheitsverhältnisse bet schwarzen Raste, in erfter Linie der Kampf gegen die Schlafkrankheit und andere Tropenkrankheiten hat in der deutschen Koloni- sativnsarbeit feit den Tagen der Flaggenhifsung in Afrika an erster Stelle gestanden. Der Reger ist in tropischen Gebieten nicht durch besteb ge Einwanderung europäischer De- völkerungsüberschüsse zu ersehen, weil in den Tropen der Weiße körperlichen Anstrengungen auf die Dauer ohne Schädigung seiner Gesundheit nicht gewachsen ist. Wohl wird und muh die Technik auf kolonial-wirtschaftlichem Gebiet danach streben, durch maschinelle Hilfsmittel menschliche Arbeitskräfte weitgehendst zu ersehen. Trotzdem bleibt die Förderung der Gesundheitsverhältnisse der Eingeboren e n be v ö l k e r u n g die Hauptaufgabe der Kolonialmächte. Mit Hille von ßufMiffcn können heute Er- p^itwnen in wenigen Tagen in Gebiete gebracht werden wozu bisher viele Monate Zeit und Hunderte von Karawan ntrögnm gebraucht tour- ben. Dazu kamen unbeschre.blicher Aufwand an □Hübe und Anstrengung, um die Gefahren und Schwierigkeiten der Forschungsreisen zu überzeug dafür hat. dah man ob ne einen neuen Zolltarif, ohne Klarheit in Sachen der Meistbegünstigung, ohne Ausgleich zwischen »-and wirtschaft und Industrie in Verhandlungen mu allen möglichen VertragSgegnem sich vesino^. Die alle zulammen den Wunsch haben. Deutschland jetzt in seiner Zwangslage so weit wie irgend möglich schon sestzulegen. Im Mittelpunkt dieser höchst wichtigen Verhandlungen, die nicht nur wirtschaftlicher Art, sondern politische Kampfe größten Stils sind, steht die 26prozentige Abgabe aus die deutsche Ausfuhr, Du England einführte und Frankreich nachgemacht hat ' Wie aber di: weltpolitische i Dinge alle einen großen Zusainmenhang, so sehr far uns ^aw^- Plan und Handelsvertrag un Bordergrand steht, p Iden, daS zeigten die Guildyall'Re^i der neuen englischen Minister am 11. Rovember. Hier Völkerbund und Genfer Protokoll, dort M o s s u l und Arabien. Dort vor all m die am Horizont heraufziehend.' Intem>mt,oa tn Ehina, zu der m->gl'cheiw ife die Inerffetten infolge des unaushör'.ichen PrätenderäenlainpfeS der chinesischen Revolulioänre ge'.wungen sinh das hängt zusammen, w rtt auseinander und Damit natuil ch auch auf Mitteleuropa und auf das für Mitteleuropa maßg be 'de Derl)ältins zwischen Frankreich und Dentschla n d. Zu den Interessenten jener chne'-sl-en In e - vention gehören heute nicht nur ®ngl n>. Inpan, Rordamer la, sondern auch Rußland, das von China längst anerkannt ist, d.is die Ostchin fildx* Bahn in der Hand hat, daS dort fernöstlich.' Pol^ik treibt und hier mit England und Fr.inb- reich zielbewußt und zäh vvrtoäctszukommen sucht auf seinem Dege, tn und mit seiner ne um Staatsform die alte Stellung im StaatSweien doch wieder zu erreichen. Ginundzwac^ig Sta.iten haben Cowjetrußland anerkannt, auch Frankreich schickt seinen Dvtsch s er nach Moskau, und wenn d e englischen Minister in der Gulld- hall von Rußland nichts fugten, so heißt daS nicht, daß sie die Feindseligrtit im Wahlkampfe gegen Rußland fortsehen wollen, sondern auch sie uvr- Den auf ein dauerhaftes DertragSverhäl nis hin- arbeiten und die Qlnerfenmmg nicht rückgängig micht erinnert wurde, ist dies gewiß als ein erfreuliches Zeichen der Wandlung des Geistes der Rationen gegenüber Deutschland zu begrüßen. Doppelt bcre^- Tcn, sowie die Unmöglichkeit, genügend brauchbare Arbeitskräfte zu finden, verhinderten bisher die schnellere Kolonisation wertvoller Länder. Die wirtschaftliche Erschließung reicher Roh- ft off quellen für die heimische Industrie, Die Hebung der kolonialen Lcnrdwirtscha t anD Viehzucht durch Förderung Der friedlichen Bodenständigkeit Der Regervölker und Die wünschenswerte Sieige- rung Der Zahl weißer Kolonisten in Den gesünderen Binnen- und Hochländern der Kolonien, wurde durch Den Mangel an Berkehrs- undTransportmöglichkeiten durch vorgenannte Umstände erschwert oder ganz unmöglich gemacht. Auch Die Anlage von Verkehrs- stiahen für Automoblle war wegen Der Kltma- UnD Dodenveihältnifse bisher nur teilweise möglich und selten rentabel. Die Flußläuie tn den Tropen können bis aut wenige Ausnahmen für Schittahrt nur streckenweise, oft monatelang gar nicht, nutzbar gemacht werden. Als Illustration ' DiStc folgendes: In Südafrika kvmtte ein von 16 bis 20 Ochsen gezogener Frachtwagen vei einer Belastung von 30 bis 50 Ztr. täglich bestenfalls 35 Km. zurücklegen, meist nur 20 bis 2o Km. In Kamerun, dessen Flachenumfang der Große Deutschlands von 1914 entsprach, mit einer Regerbevölkerung von vielleicht 5 Millionen hatte man sich erst sehr spät zum Bau von Ellen- bahnen entschlossen. Die von Dualla ausgehende Rord- und Mittettandbahn umfaßte bis 1914 nur einige hundert Streckenkiloimtter. r famte Süden der Kolonie omt abc\ für aUat Transport von Tau schwären für den und Ruhlasten für die tm 3n(a^- ^nJ gl9,n Europäer auf Trägerkarawanen angew.e^t Eben- fo mußte jede Last Rohkautschuk, das Hauptaus ftchrprodutt. Palmenkerne Elfenbeinusw auf Rogerrücken zur Küste gebracht werden. Bei ge setzlich zulälligem Höchstgewicht von 25 Kg. P Äst charen bei 20 Km. 2k or mailet st ung ^-^ns porttage von Der Produktwnsstelle b^ zum Hafenplatz keine Seltenheit, «zast abn^ich lag- d^'Verhält nisse in Deutsch-O st a frika^^ Kolonie, ein Land doppelt so groß wie Deut'ch- land hatte ca. 8 Millionen farbige Bevollerung und war kolonialwirtschafllich der bedeutenste Teil ahSonif<6en ' /nrnfier als Bayern mit ca. 1 Juiuton 5^er) mfolgc verschiedener günstiger ^Imstande als Musterkolonie S^lt. ___ machen. Schließlich. Die Krise der Diktatur. Die heute in verschiedener Form tm Süden Europas sich beobachten läßt, am stärksten in Spanien, aber auch in Italien, und selbst in der Türkei muß die starke Dersönllchkeit Mu- stapha Kemals mit einer wachsenden Opposition rechnen oder kämpfen. Anzeichen, ebenso, wie die schleichende Krise in Griechenland oder in I u g o s l a w i e n , die unllare Lage in B u I- g ar ten, und Auseinandersetzungen in Ungarn und Oesterreich, Dafür daß tm Süden und Südosten Europas zusammengenommen Gärung, Unruhe und Unsicherheit genug vorhanden ist, tret) der Dölkerbundssanterungen für Oesterreich und Ungarn und trotz einer Vormundschaft, Die Flankreich und England Dort üben wollen. Die Wege zeichnen sich wohl ab, auf denen Der Südvsten Europas einschließlich Itallen« zu Konsolidation und zu gemeinsam stärkerem Schwergewicht tn Der großen Politik kommen könnte. Abei- bis zu jenem Ziel ist eS noch wett, und tote die Wege tm einzelnen laufen, Da« hängt auch recht sehr davon ab, wie daS eng- lisch-ftanzösifche Verhältnis. Da« französisch- deutsche und daS englisch-deutsche Verhältnis sich gestalten: tm Fortgang Der Handelsvertragsverhandlungen, tm Fortgang von Räumung und Durchführung deS Londoner Abkommens, In Den heraufziehenden ErrdauSeinanVersetzungen um die Räumung der Kölner Zorre. Unb Dtefe letztere wird, kann eine kritische T rendeziehungen in Europa - des Dawes-PlaneS in Europa überhaupt Prof. Hu x leh Der Universität Orford charakterisieren, die anfangs 1924 In der englischen Presse zu lesen waren Dir deutsche Entdeckung .Bayer 205" zur Heilung der Sch'a ttraalh.it ift c.n bxhstwichtige- Schritt noiwärts, Die Trvvenländer betoob-bir zu machen. Diese Deut che Entdeckung ist für al e Rationen mit tropischen Ztoloniei: von solche Wichtigteit, daß sie auf einen Schlag ins Helle Licht rückt, wie verbrecherisch dumm es ift, eine große wftsenschastlich^ Ratton wie Deutichland tn eine solche Rotlage zu bringen, die es ihr immer ichwerer macht, ihre wissenschaftlichen Forschungen fort- zusehen. Diese Entdeckung wird w.chr'checill ch finanziell weit wertvoller sein als die ganze Summe der ursprünglich geforderten Kriegsentfchädigung." ,3. R. IIP und .Bayer 205" find Kultur- werte aus deutschem Geist geboren, durch deutsche Arbeit und Dehar-lichkeit zu unanfechtbaren (Sifolgen gestaltet. Deutschland bat berechtig e Ansprüche auf Gegenleistung Wir b suchen R e u 1 a n d in Ueber ee Die Rückgabe der deutschen Kolonien ist eint LebenS- und Sch.ck alsf .age für daS ganze deutsche Volk. Es ist notwmdg. daß wir selbst zu dieser Erkenntnis kommen, da n.t auch das Ausland eS einsieht und begreift. werden! «kchNche Nachrichten. Gvangellsche ®emetaben. Gießen. Sonntag, 23. Rovember. Totensonntag. Stadttirche. 91/,: Pft. Becker. 11: Kinderkirche für Die Markusgemeinde Pfr. Becker. 5: Pfr. Mahr. IohanneSkirche. 9' ,: Zugl. MllitärgotteSdtenst. Pfr. Ausfeld. 11: Kinderkirche für die ZohanneSgem. Pfr. AuSfeld. 5: Pft. Dechtolsheimer. Kapelle de« Alten Friedhof«. 2: Pfarrassistent S^.ltheiS. - Kirchberg. 10; 11: Heilg. Abendmahl 77r die Zugd. von Daubringen. I1',: Lollar. - Watzenborn- Garbenteich. Wahenborn-Steinberg. 1: lFriedhof, Kirchenchor.) 7'/,: Totenfestorawttum: „Tod wo ist dein Stachel? Garbenteich. 10: Schülerchor. (Koll. f Kriegsstiftung und Gräberfürforge). - Wieseck. 10: Pfarrassistent Schultheis, Gießen. (Frauenchor). Opfer für dic Krieg-stiftung. DienStag, 25. Rovbr. 8: Frauenabend. Katholische Gemeindeti. Dießen. Samstag. 22. Rovbr. 4", u. 7 Beichte, Sonntag. 23. Rovember. 24. und letzter Sonntag n. Pstngsten. Gedenlleier de« 10 jährig. Bestehens des ElifabethenvereinS. 61/, Deichte, 7 Messe f. d. verstorb. Mftglieder. Generalkommunion, 8 Kom., 9 Hochamt m. Pr.. 11 Messe m. Pr.. 2 Andacht, 3 ElisabethenvereinSfeier im VereinShcu e. Redner Herr Karita«direktor Sttempel auS Mainz, wozu die ganze Gemeinde eingeladen ist. Sie verschleudern )hr Geld nuhloS.wenn Skestch statt des selt124Inbren bewährten Kaffce-Lurroaates von We rner $8reuet In den bekannten blauen Wateten andere minderwertige Zufätze oft nodi in täufdienb ähnlicher Pervacknng in die Hand drücken lassen Ächten Sie daher nentui darauf, daß daS oerabfolflte Paket die Sluffdrlft „Werner Breuer" tränt, denn nur dann haben Die die Gewißheit. daßLie Ihren teuern Kaffee, Pfalz-, Kornkaffe ob fonitiaen Kaffee- Ersatz nicht verderben und viel Geld foaren. 1 Erhältlich in den Kolonialwarenae chttten. 9014D mit „Daher 205“ tn Afrika erzielten AciTcrfoIac unb die technisch - wissenlchasttiche Höchstleistung des Z R. Ill auf dem Gebiete der Lufttchifft»hrt berechtigen zu Zukunftshollnungen, an Denen nicht nur Deutschlcmb als Ration interessiert ist. Ieder rechtlich denkende Mensch muß dafür eintreten, dah die Fottsetzung der Arbeit der Zeppelinwerft in Fri^richSHafen dem D»utfeilflifr:nfre maschinelle Einrichtungen (Dampfmaschine, als Ersatz in Rotfällen eine zweite Maschine mit motorischem Antrieb) sowie eiry etwas seitwärts liegendes Pferdefchlacht- haus, das mit keinem der anderen Gebäude in Berührung steht, lassen den Schlachthof als vollkommen nach jeder Richtung hin auftreten. Seitens der Schlachthofverwaltung unter der Leitung des Direktors Dr. M o d d e werden alle Maßnahmen mit Sorgfalt angewandt, die beim Verkehr mit Fleisch zum Schuh der Gesundheit unserer Einwohnerschaft gegeben sind. Von diesem Gesichtspunkt aus wird nur absolut einwandfreie Ware aus dem Schlachthof herausgelassen. Daß dieser umfassende Schuh auch frei der Verarbeitung des Fleisches in den Metzgereien weiter zur Geltung kommt, bezwecken schärfer gefaßte Verordnungen der Kreisverwaltung, die, wie wir in unserer Rr. 260 berichteten, den Aufsichtsorganen die Möglichkeit geben, jetzt auch in den Werkstätten und Läden unvermutete Kontrolle vorzunehmen. In diesem Zusammenhang sind schließlich noch einige Ziffern von besonderem Interesse, die über die jährlichen Schlachtungen an Groß- und Kleinbieh im städtischen Schlachthof während des letzten Jahrzehnts berichten. Es wurden geschlachtet im Verwaltungsjahr 1913/14: Großvieh 3250, Pferde 142, Schweine 12 376, Kälber 5756, Schafe 974, Ziegen 26, Ziegenlämmer 12, Spanferkel 10, Schaflämmer 5. Verwaltungsjahr 1914/15: Großvieh 3871, Pferde 82, Schweine 14 248, Kälber 6057, Schafe 1312, Ziegen 61, Ziegenlämmer 10, Spanferkel 4, Schaflämmer 7. Derwaltungsjahr 1915/16: Großvieh 4597, Pferde 123, Schweine 9229, Kälber 5589, Schafe 1246, Ziegen 55, Ziegenlämmer 8, Spanferkel 6, Schaflämmer 3. Verwaltungsjahr 1916/17: Großvieh 1442, Pferde 130, Schweine 4437, Kälber 2993, Schafe 479, Ziegen 36, Ziegenlämmer 21, Spanferkel 42, Schaflämmer 1. Verwaltungsjahr 1917/18: Großvieh 2715, Pferde 155, Schweine 2041, Kälber 3369, Schafe 166, Ziegen 19, Ziegenlämmer 8, Spanferkel 276. Verwaltungsjahr 1918/19: Großvieh 3610, Pferde 420, Schweine 571, Kälber 2389, Schafe 702, Ziegen 18, Ziegenlämmer 5, Spanferkel 41. Verwaltungsjahr 1919 23: Grvhvfah 2152, Pferde 41, Schweine 490, Kälber 1588, Schafe 270, Ziegen 133, Ziegenlämmer 13, Spanferkel 13. Verwaltungsjahr 1920/21: Großvieh 1471, Pferde 47, Schweine 1007, Kälber 1891, Schafe 501, Ziegen 87, Ziegenlämmer 24, Spanferkel 4, Schaflämmer 1. Derwaltungsjahr 1921/22: Großvieh 2648, Pferde 101, Schweine 3588, Kälber 4697, Schafe 956, Ziegen 219, Ziegenlämmer 24, Spanferkel 6. Verwaltungsjahr 1922/23: Großvieh 2108, Pferde 114; Schweine 2939, Kälber 3378, Schale 466, Ziegen 106, Ziegenlämmer 6, Spanferkel 9, Schaflämmer 1. Verwaltungsjahr 1923/24: Großvieh 1856, Pferde 82, Schweine 3699, Kälber 3089, Schafe 653, Ziegen 73, Ziegenlämmer 9, Spanferkel 11, Schaflämmer 9. Aus oer Provinz. Landkreis Gießen. • Grvhen-Linden, 21. Rov. Der im Jahre 1855 in Rennerod geborene Friedrich Rinker hütete feil Rovember 1889 bis jetzt, also 3 5 Jahre, die Schafe der hiesigen Obergässer Schäfereigefellschast. Aus diesem Anlaß verlieh die Landwirtschaftskammer zu Darmstadt dem verdienten Manne die Denkmünze mit der Inschrift „Für treue Dienste". Watzenborn-Steinberg 21 Rov. Wer freute mit aufme.ff .rmen A ige i unfe. Dorf durchwandert, der w rd b merken, daß auch frier schon An Hänger der letzten großart gen volks- tüml chen Erfindung, fr 8 Rundfunks, vorhanden sind. Soweit b kannt, sind es sechs Liebhaber, fr c dem RMospoit baldigen. Wenn man daran denkt, wie heutzutage die Landbewohner durch „großart ge" F. fr.plane u. frgl. von den B ldungszentralen, den Städten, afrgeschntt.'en sind, so wird man erkennen, wie schön und wertvoll es ist, doch etwas von diesem Uefrerfluß der Stadt zu empfangen. Der tönende und s, r chew e Draht eif.tzt schon manch.s. aaf das man andernfalls verzichten müßte. Ho.fentlich erleben wir noch wcsentl che De b ffertigen les Radio, dann werden fric st llen, r fr.gen Winterabende auf dem Lande v el F^ude bringen. * Grüningen. 21. Rov. Gestern abend hielt Dr. Lenz- Gießen für die Deutsch- nationale Dolkspartei eine Wahlversammlung ab, in der er auf die Bedeutung des 7. Dezember 1924 hinwies. Seine Bede wurde mit großem Beifall aufgenommen, eine Diskussion fand nicht statt. * Dorf-Gill, 20. Rov. Gestern wurde auch in unserem Ort der Wahlkampf eröffnet, und zwar mit zwei Versammlungen. Nachmittags sprach Herr Diehl- Hochweisel für den Bauernbund, abends fand eine Versammlung der Deutschnationalen Volks- Partei statt, in der Herr Dr. Lenz-Gießen über „Rationale Politik und die Bedeutung des 7. Dezember 1924“ längere Ausführungen machte. Diese Versammlung war sehr gut besucht und spendete dem Redner reichen Beifall. sk. Reiskirchen, 20. Rov. Gestern hat die Dreschmaschine unseren Ort verlassen, um auf dem Hosgut Winnerod noch wei'er ihre Tätigkeit auszuüben. Währ.mfr in sonstigen Jahren schon um Mitte Oktober die Dresch- arbe.ten b.endet waren, hat sich in diesem Jah^e infolge der verspäteten Einbringung der Ernte auch das Dreschen verzögert. Krcis Friedberg. 4 Bad-Rau heim, 20. Rov. Wie wir von der Bade" und Kurverwaltung erfnfrien, tob fr GeneralmuMir.ktor Prof. Hans Windec- st e i n, der Leiter freS staatlichen Kurorchesters, im Rachwinter im Gran Thoatre Sicco in Barcelona das gleiche Orchester dirigieren, das vor ihm auch schon Rich, Strauß und Felix Weingartner fauetm. Fir unser Weltbad wird das Gastspiel gewiß werbende Kraft ausüben. — Der Wahlkampf, der, tote wir berichteten, schon eingesetzt hat, ist bis jetzt ruhig verlaufen. Rur die Versammlung, in frei’ Prof. Dr. W er ner sprach, tourfre von den Gegnern so ■ gestört, dah die Polizei schließen muhte. Dr. Werner kam so nicht zu dem ihm zustehenden • Schlußwort. Die Deutsche Volkspartei hatte bis jetzt noch keine öffentliche Wähler- Versammlung. In fr er Frauengruppe frer Partei sprach aber bereits Frau Abgeordnete Birnbaum (Gießen) über die Landes- und Reichspolitik. Die Rednerin, der frer Voifttzenfre der hiesigen Ortsgruppe der D.V. P., Hans Müller, herzlichst ka ckte, erntete lebhaften Beifall. Kreis Schotten. )-( Ruppertsburg, 21. Rov. Auch in hiesiger Gemeinde herrscht schon seit einigen Jahren Wohnungsnot. Aus diesem Grunde baute die Gemeinde im vorigen Jahre die Gemeindescheuer bei dem Schulhaus als Rathaus um. Seine Vorderwand ist in Fach werk schön aus geführt. Das Rathaus enthält im Innern ein Geschäftszimmer des Bürgermeisters, ein Sitzungszimmer des Gemeinfrerats, einen größeren Raum für Versteigerungen und sonstige Versammlungen, zwei kleinere Akt-enzimmer. Im Erdgeschoß sindet man einen Freibankraum, ein Sektionszimmer, sowie Holzmagazine. Das frühere Rathaus ist zu Mietwohnungen herge- richtet. Dazu erwarb die Gemeinde in dieser Woche die Hvftette des seitherigen Rechnens Port, der in kurzem seinen Reubau am Kreuz- plah bezieht, für 10 500 Mart. Im Wohnhaus finden weitere Wohnungsuchende Unterkunft. Wie verlautet, soll der Diehslall als Gemeinde- faselstall Verwendung finden. — Rachdem im benachbarten Gonterskirchen im vorigen und diesem Jahre sechs neue Häuser erbaut worden sind, macht sich auch da eine größere Da u- l u st bemerkbar. Zu den zwei in 1924 entstandenen Häusern kommen im nächsten Jahre voraussichtlich drei weitere. — Gestern abend sand dahier die erste Wahlversammlung im Gastzimmer des Gastwirts Decker statt. Es sprach ein Herrr von Vilbel für die Sozialdemokratische Partei, Der Desuch der Versammlung war mäßig. Kreis Büdingen. )( Büdingen, 20. Rvv. Montag fand im Gemerndesaal dahier eine Konferenz der evangelischen Geistlichen unseres Dekanates statt. 3m Mittelpunkt frer Verhandlungen stand ein Vortrag von Pfarrer Bock, Obermockstadt, über „Religionsunterricht und Ar- bettsschule", an den sich eine sehr lebhafte Aus- spräche anschloh. Den Schluß bildeten verschiedene geschäftliche Verhandlungen. Der Konferenz wohnte auch der Superintendent Oberhessens Geheimrat D. Petersen bei. spd. Stockheim, 21. Rov. Mit der Re- 1 r V 9 & r 21 i fr 6 e r hat man nun gtoi- sch-n Stockheim und Effolderbach begonnen Zu Zroea wtro oer ^»aynoarmn oer vtreae Gießen—Gelnhausen durchstochen. Das Flußbett wird durch Viesen neuen Durchstich geführt und etwa 25 Zentimeter tiefer gelegt. Dadurch erwartet man bei künftigen Hochwassern, daß fraS Niddertal bei Ortenberg, Selters und Stockheim nicht mehr unter den «Fluten zu leiden hat. Der neue Eisenbahndurchstich sott bis Weihnachten vollendet fein. -v- AusdemRiddatal, 21. Rov. Infolge des schlechten' Ausfalls frer Kartoffelernte hat es die Landwiitschaftstammer übernommen, die Landwirte mit Saatgut zu verseyen, vag auf le chterem Boden gewachsen und als gesund zu bezeichnen ist. Die ersten Waggons s.nd bereits eingetroffen und weitere sotten folgen. Starkenburg und Rheinhessen. ' Darmstadt, 21. Rov. (Eigener Bericht.) Vorgestern abend fuhr das Motorrad des Kaufmanns Tramer in ein Lastauto.Trainer wurde so schwer verletzt, daß er.bald nach Einlieferung in das Herz-Jesu-Hospita'l starb. Der Milchhändler Ludwig Stumpf, der in dem Anhänger des Motorrades sah, erlitt eine Gehirnerschütterung und schwere Ll n - terleibsverletzungen. — Gestern verunglückte der Diplom-Landwirt Gustav S t i r n e r , der Leiter der Landwirtschaftlichen Auskunfts- stelle des Deutschen Kalishndikats in Darmstadt. Als er in seiner Wohnung die Tür des Kachelofens öffnete, erfolgte eine Explosion; der Ofen stürzte zusammen und die Flammen schlugen Stirner ins Gesicht. Er wurde schwer verletzt. Durch die Gewalt der Explosion wurden Leute auf der Straße auf den Vorfall aufmerksam und alarmierten die^ Feuerwehr. Slimer wurde aufgefunden und in die Klinik der Barmherzigen Brüder gebracht; er jst jetzt außer Lebensgefahr. Der Zimmerbrand konnte bald gelöscht werden. Hesscn-Naffan, ][ Marburg, 21. Rov. In der heutigen Sitzung der 6tafrti>crorfrncten ftzr fr als einziger Punkt die Wahl des neuen Oberbürgermeisters. Von insgesamt 28 Stimmen erhielt Oberbürgermeister a T. Georg Voigt aus F r a n i f u r t a. M. 26, die zwei Restzettel waren unbeschrieben. fpd. Frankfurt a. M., 21. Rov. 3n der abgelaufenen Woche hat sich die Arbeitsmarktlage nicht wesentlich verändert. Der Rückgang der Zahl der erwerbslosen Unterstützungsempfänger ist zum Teil darauf zurückzu- führen, dah Erwerbslose ausgesteuert wurden. Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug im Laufe der Berichtswoche 11 778 gegen 11 789 in der Vorwoche. C. Frankfurt a. M., 21. Rov. Eine Düne, die sich bei Ober r afr durch den . Frankfurter Stadtwald zieht, tourfre als Begräbnisstätte feflgesttlll. Um die Forschungen des Historischen Museums nicht zu stören, wurden die Arbeiten in aller Stille unter Le tung von Dr. W o e lke vorgenommen, denr es jetzt gelungen ist, ein vollständiges Skelett in einem Hügelgrab f eizulegen. Dir Steine und Maueninge aus Kallsteinen und Geschieben flammen aus der keltischen La-Tene-Zeit. ES handelt sich nach fr en Deigrben, frte im Grab gefunden wurden, um einen vornehmen keltischen Kriegsmann, frer hier vor 2500 Jah.^.r brstat.et wurde. Reben dem Schwert und dem Gürtelverschluß in frer Hüftengegend tourfre auf frer Brust eine F frei gefunden. Die Ausgrabungen wurden durch Lehier Apitz veranlaßt, frer unermüdlich mit dem Stahlstock fren Siadtwald ab- gesucht hatte und dessen Beobachtungen noch weitere Ausgrabungen erwarten lassen. Gießener Stadttheater. Strauß: Der Zigennerbaron. Die Sttaußschen Zauberllänge hatten Freitag abend manchen angelockt, frer sonst der Operette skeptisch gegen üb ersteht. So konnte „Der Zigeunerbaron" vor ausverkauftem Hause in Szene gehen. Die nicht ungewöhnliche, leicht sentt- mentale Handlung hatte Herr Bafrekow in nette Bühnenbilder gebracht. Die Partte des Zigeunerbarons fang Herr Roller mit voller, sympathischer Stimme; das Werbeliefr der Husaren brachte frer Graf Herrn Bauermanns gut heraus; Fräulein Liebermanns schöne Stimme und anmutiges Spiel kamen frer Sasfi zugute. Herr Schreiber als Schweinezüchter Zsu- pcm trug zuweilen reichlich dick auf, auch die diebischen Zigeuner waren nicht sehr geschickt. Die Damen Wellig-Dertram, Simon und Sieger, und die Herren S t a d i und Bade- k o w trugen zum günstigen Gesamteindruck wesentlich bei. Dem Orchester (Herr Mischel) machte frer Strauß hörbar Schwierigkeiten. Erfreulich war das frische Drauflosspielen einzelner Chargen. —e. Sonntagsdienstd.Aerzte «.'Apotheken am 23.11.24: Dr. Schaffer. ftrau Dr. Marr. Engelapotheke. Zahnarzt: Dr. Adam. Nein! — Aber ein Rätsel ist allen Besuchern von i Carlsbad der vorzügliche Kaffee, den man dort überall bekommt. 8330ss Des Rätsels Lösung liegt nicht etwa in irgendwelchen geheimen Mitteln, sondern einzig und allein jn der Art und Weise der Zubereitung. Ueberall und Ein Wunder? von jedermann läßt sich eine Tasse Kaffee nach „Carlsbader Art« herstellen. Man nimmt einen Würfel „Weber’s Carlsbader Kaffeegewürz«, zu Pulver zerbröckelt, auf 30 Gramm einer guten Mittelsorte Bohnen (feingemahlen), brüht das Ganze mit 1 Liter springend kochenden Wassers in einem Ton- oder Porzellanfilter ganz langsam auf und serviert das Getränk so heiß wie möglich, am besten mit Sahne. Das »Carlsbader« ist als Träger des Kaffee- Aromas unentbehrlich, und es enthält alle Bestandteile, welche dem Getränke Würze und Farbkraft verleihen. Otto E. Weber, G. m. b. H., Radebeul-Dresden. tt 9257a Lindenplatz 1 0217» Verkauf durch: Fritz A. 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Radteil. 1.) 2.) 3.) 4.) 5.) 6 7. 8.) 9.) deS llcbcrbrudd und des Unter- bei stillstehender Walze. so die Wirtschaftlichkeit der grämten Seefchtffatzrt wesentlich erhöhen. e r Rätsel-Ecke. Tilbcn-Rätscl (Nr. «.) — an — Bre — wen - de — de —« 366. 2. Gröhe drucks Abb. 3. Gröhe des Ueberdrucks und des Unter- drucks dei umlaufender Walze. Winddruck aus die Walzen nur verschwindend klein sein kann. Die Warzen werden durchzwei Elektromotoren angelrieben, von denen jeder etwa zehn Pferdestärken entwickelt. Der Sirom für sie wird durch einen mit einer Die'elmafchin« gekuppelten Stromerzeuger gc.ieferl. Die Diesel- ma'chine dient auch, aus eine Schis -schraube wirkend, als HilfSantrieb für das Schiff, wie ihn heutzutage fast alle Segelschiffe hoben, damit sie 10. 11.) 12.) 13.) 14.) Tabletten tn eitenSpeftefa: e. flregertea tr^ Iffkt bei tzusten/ tzeiserkeit/ Katarrh 6. 12, 2, 15. 7, 7, 1, 4, 8, 22, 6. 10, 1, 6. 19, 12, 7, 23, 5, 2, 8. 7, 13, 21, 6, 1, 3, 4, Nr. 276 viertes Blatt Italienischer Astronom, Deutscher Orientalist, Deutscher Rechtsgelehrter, Aordmnerikanischcr Indionerstamm, Stadt in den russischen Randstaaten, Mineral, Stadt in Ungarn, Fahrzeug, Stadt in Süd-Belgien, Fluh in der Bretagne, Berg in der Bübischen Wüste, Astronomisches Instrument, Zahlen-Rätsel (Nr. 3.) 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 4, 3, 9, 7, 6, 10, 2, 9, 5, 11, 12, 13. 4, 8, 2, 8. 4. 8. 7, 14, 4, 15, 4, 16, 17, 8. 2. 1, 6. 5, 11, 3, 16, 14, 4. 8. 7, 18, 11. 6. 19. 4. 16, 7, 3. 7, 11, 20. 13, 21, 4, 5, 7, 4. 11, Abb. 4. Vergleich der Angriffsflächen des WindeS beim Segelschiff „Buckau" und beim Windkraftschlff „Buckau . Eigener Bericht Berlin, 21. Bovember 1924. In der Aula der Techn scheu Hochschule in Eharlcttenburg fand heute ge'eenllch der Tagung der Sch.fibautechnischen Geselllchrft der von der gesamten technischen Welt mit größter Spannung erwartete Dortrag des Herrn Anton Flettner über „Die Anwendung der Erkenntnisse der Aerodynamik zum Windantriebvon Schiffen" in Anwesenheit deS Reichspräsidenten, der schon an einer Probefahrt deS Windkraftschiffs trilgenom- men hat, und der Spitzen der D Hörden statt. Don lebhaftem Beifall begrübt, in dem sich der Stolz und die Freude über die bahnbrechende Erfindung deS Herrn Flettner Luft machte, führte dieser folgendes aus: Da daS erste Äinb des Erfinders, das Glettnerruder, den Kinderschuhen entwachsen, d. h. nun nicht mehr Gegenstand von Versuchen, sondern der Herstellung geworden ist, fühlte sich der Erfinder für die Lösung neuer Ausgaben frei: er dachte deshalb daran, die Grundlagen dieses Ruders, also die Bewegung einer grohen Fläche durch Steuerung mit einer kleinen, zur Bewegung von SchifsSfegeln zu benutzen, um dadurch aus den Seg'lsch f en Personal zu sparen und die bei den Legrimanövern oft recht geiährl chen Arbeiten zu vermeiden, außerdem aber einen höheren Wir- reihen, so daß diese bei richtigem Drehsinn der Walzen hinter jeder Walze dem Wind ent- gegcnläuft und dadurch eine Stauung, einen Ueberdruck hervorruft, während auf der Dorder- feite ein Absaugen der Lust, ein sogenannter „Sog" (Sog), ein Unterdrück entsteht. Ueber- druck und Unterdrück wirken im gleichen Sinne und treiben das Schiff vorwärts. In den Bildern 2 und 3 bedeutet der gefiederte Pfeil die Richtung deS ankommenden Windes: die Pfeile am Walzenumfang, die gegen die Walze gerichtet sind, bedeuten erhöhten Druck, die auswärts gerichteten Unterdrück. Die Länge der Pfeile gibt Daraus sind 13 Wörter zu bilden Rimmt man alsdann aus jedem Wort Buchstabe 2 und 3 und fügt diese Paare aneinander, so ergibt sich ein Ausspruch von RovallS: 1 Fluh in Litauen 2. Gedichtsform. 3. Stadt. 4. Altgermanischer Rame 5. Ft- G-gmonl 6. Gebirge 7. Land in Süd- 8 Reisspeise. 9 Künstlerwerkstatt. 10. 11. Deutscher Dichter. 12. Fisch. 13. den -er — fel — ge — gv- hei— in — klär — Ü — men —„men — ne — nje — v — — pe — ci — ru — scho — svt — te -- t» — vis — Win. a — an Das Windkraftschiff. Anton Flettner berichtet vor der Schiffbautechnischen Gesellschaft über seine neueste Erfindung. Auflösungen. Zahlenrätsel Ar. 2 au« Ar. 270. 1. Sxaudi, 2. Sonde. 3. Saloniki, 4. 3tone» graph, 5. Neckar, 6. Daphne, 7. Aapier, 8. Irak, 9. Chemie, 10. Hamlet, 11. Toussaint, 12. Adelaide, 13. Lateran, 14. Louis, 15. Giskap, 16. Flamingo, 17. Regiment, 18. Ersurt. 19. Iphigenie, 20. Dekan. Die Ansangs- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ergeben: „ES sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten." Silbenrätsel Ar. 2 auS Ar. 270. 1. Walhalla, 2. Alkohol, 3. Sirius, 4. Immortelle, 5. Srni, 6. Thüringen, 7 Deckrikorb, 8. Av> tiichöcke, 9. Sanders, 10. Landsknecht, 11. Europa, 12. Ballade, 13. Eckermann, 14. Ailpserd, 15. Weberei, 16. Oldenburg. 17. Harfe, 18. Lazaru«, 19. Appeii^ll. 20. Hdk, 21 Dragoner. 22. Emmerson, 23. Racine, 24. Sardinien. Was ist dos Leben wohl anders, als ein be- Sagenhafte Schlangengestalt. Bekannter Politiker des Balkan-, ____ Apparat für physiologische Zwecke. Die Anfangs- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelefen, ergeben ein Zitat au« Abb. 1. Da« starre Flettnerfegel wird mit Hilfe der kleinen Segelsteuerfläche, nicht mit Leinen gesteuert. kungSgrad zu erzielen. Die Steuerung einer Segelfläche durch eine kleine Steuei-fläche setzte voraus, dah an Stelle eines Stoffsegels eine starre Flache benutzt wurde, also beispielsweise eine Metallfläche. Bei den Versuchen in der aerv- dynamifchen Dersuchsanstalt in Göttingen ergab such, dah sich beim Leinwandsegel — wie dies bei der durch Jahrhunderte dauernden Entwicklung nicht ander» zu erwarten war — bereits toe beste Gestatt gefunden war, und zwar sowohl hinsichtlich der Form der Segel al« auch in der Bemessung ihrer Zwischenräume, und dah schon ColumbuS Segel benutzte, die den heutigen an Wirkungsgrad kaum nachstanden. Run muhten die Metallfegel symmetrisch gebaut fein, weil natürlich ihre beiden Serken benutzt werden muhten, ja nach der Richtung des ankommenden Wmdes. GS zeigte fich dabei, dah solche Segel einen schlechteren Wirkungsgrad hatten, als Leinwandsegel. Flettner ordnete deshalb am Ende eine 6 reite Der stellflä che an die dem Wind etwas entgegengestellt wurde, und es ergab sich, dah ein solches Segel den doppctten Wirkungsgrad hatte, tote ein Leinwand- fcgeL man Kirnte daher mit diesem Flettnersegel dieselbe Geschwindigkeit bei halber Segelfläche erreichen, wie mit einem bisherigen Segel. Weiter ergab sich eine höchst merkwürdige Tatsache, nämlich die, dah bei allen solchen in einer Luftoder Wasserströmung stehenden Flächen, wie einem Steuerruder, einer Flugzeugtragfläche, einem Windmühlenflügel und dergleichen, nicht die Druckseite die für die Entstehung des Dor- ivder Auftriebs wichtige Seite ist, sondern die Rückseite, an der ein Unterbrud entsteht. Es hat sich nämlich gezeigt, daß der z. B. gegen ein Segel anströmende Wind gar nicht auf das Segel auftrifft, sondern schon vorher aus seiner Richtung abgelenkt wird und dem Segel gewisser- mahcn ausweicht, so dah auf der Windseite kein allzugroher Druck auftreten kann. Hinter der Fläche wird der Luftstrom aber mit erhöhter Geschwindigkeit vorbeigeriffen, abgrfaugt, so dah dvrt ein erhöhter Unterdrück entsteht Der Luftwiderstand wird alfo auf der Rückseite der Flache m bobem Grade weggenommen, so dah die Ftacye Noch d^i LftdrLck auf der Windseite vorwärts — oder wie beim Flugzeugflugel aufwärts — ge- iriCb®ie“sOTÖ5abung des Fl-ttmrl-g-ls. alfo eines starren, durch cme Heine ÄilWtaJe gefeuerten Segels, war zwar gegenüber dem Lew» wandsegel vereinfacht, erforderte aber doch noch große Geschicklichkeit und die großen Metallflachen boten eine bedeutende G e f a h r « da nran fie natürlich nicht, wie Lemwandsegel, bei Sturm r^^Rach" mancherlei Umtoegen kam glettncr schließlich auf den Gedanken Druck und llnter- druck durch eine umlaufende W a l 3 e zu erzeugen. Daß dies möglich ist, war schon lange bekannt, und man nannte die Erscheinung nach ihrem Entdecker Magnus den Magnus- effekt, man hatte aber geglaubt dah d'e damit erzielbaren Kräfte viel zu gering seien fit das grobe Derdienst Fleltners, erkannt und allen Mn wänden gegenüber starr daran festgehalten zu haben, dah diese Kräfte die Wirkung, der Segel und ähnlicher Flächen um ein Dreifaches übertroffen und deshalb em hervorragendes Mittel zur Erzeugung eines Dortriebes Imd«Der Magnuseffekt bestehl - man kann heule schon sagen: bekanntlich - darin, dah die umlaufenden Walzen die sie umgebende 2u tnnt« deulung: 1.) 2.) 3.) 4.) 5.) 6.) 7.) 8.) 9.) 10.) 11.) 12.) 13.) --Segel Segel steuer- i fläche des „G i e h. Anz." (Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) bei vollkommener Windstille nicht fteuer!o« werden und sich in Häfen unb Fluhuründungen bc ser bewegen können. Das Gewicht der ge'am eu Ablage beträgt etwa 7000 Kilogramm, wahrend die alte Takelung der „Buckau" 35 000 Kilogramm gewogen hatte. Die Walzen selbst wiegen nur etwa je tausend Kilogramm. Ihre Haut besteh: aus ganz dünnen, mir 1 Millimeter starkem D'ech, das versteisl ist. Das obere Lager jeder Walze wird von einem Dock getragen, der sich innerhalb der Walze befindet, 13 Me er hoch und auch w h- rend 'der Drehung der Walzen zum Nachsehen des Lagers beg bb.it ist: oben hat er einen Umgang der in Bild 5 am oberen Bockende unterhalb ' des Lagers deutlich zu sehen ist. Dieses obere Lager trägt die Walze und nimmt den seitlichen Druck auf. Ein unteres Lager dient nur dazu, die Walze in ihrer Richtung zu er- Die Versuche mit der zum Windkraftschiff umgebauten „Buckau" haben ergeben, dah die'es Schiff bedeutend schneller führt, als ein Segelschiff: bri böigem Wind von Durch chnitts- stärke betrug ihre Geschtorndigkeit etwa neun Knoten: daS ist ungefähr die Geschwindigkeit eines mittleren Frachtdampfers. Die zur Drehung der Walzen erforderliche Kraft beträgt zwanzig Pferdekräfte, wähend aus dem Winde eine Kraft von biS zu tausend Pferdestärken gewonnen wird. Um dieses Ergebnis zu verstehen muß man sich immer wieder klar machen, daß die 'zur Drehung der Walzen aufgewendete Kraft nicht dazu dient, das Schiff vorwärts zu bewegen, sondern mir dazu, den Wind in befummle Dahnen zu leiten, den Wind so zu steuern, daß er die Kvrft zum Dortrieb des Schisses liefert. Bei den Der uchsfahrten hat sich erwiesen dah bei den weiteren praktischen AuSfüh- tungen mit einem Dortrieb zu rechnen ist, der die zehn- bis fünfzehnfache Gröhe hat, wie bei einem Segelschiff- , , t _ , . _. Dos Windkraftschiff ist bedeutend letchter lenkbar, als ein Segelschiff, denn es sind keinerlei Segelmanöver auSzuführen. Die ganze Tätigkeit, die selbst auf dem größten Schiff ein einziger Mann auSüben kann, erstreckt sich auf die Regelung der Walzendrehzahl und des Walzendrehsinns. An der Walzendrehzahl ist aber im Verlauf der Fahrt kaum etwas zu ändern: dagegen muh der Drehsinn der Walzen beim Kreuzen in den Wendepunkten umgelehrt werden, da der Wind dann von der anderen Seite kommt. Durch Umkehren des Drehs nns kann das Schiff schnell angehalten und bei Fortsetzung dieser Dreh- richtung sogar zum Rückwärtsfahren gebracht werden. Dei Umkehrung der Drehrichtung der vorderen Walze ging die „Qtad&i* mit voller Beladung wie eine kleine Iacht durch den Wind. daS Wenden und Hallen geschah in kürzester Zeit. Das Windkrastschisf kann mit nur etwa 23 Grad Abweichung gegen den Wind fahren, was bei Segelschiffen gleicher Art und Größe ganz unmöglich ist. Beim Segelschiff wurde der Wind vielfach deshalb nicht voll ausgenuht, weil die Segel nicht in der für diese Ausnutzung günstigsten Stellung standen. Alle solche Schw erigkeiten fallen beim Wmdkrastschiff fort, da bei ihm überhaupt keine Einstellung zum Winde erforderlich ist und der Wind immer auf die vollkommenste Weise ausgenuht wird. Das Windkraftschiff ist immer betriebsbereit, während daS Setzen dec Segel auf großen Segelschiffen stundenlang dauert Dor allem aber wird die Gefahr beseitigt. die bei Segelschiffen dazu zwingt, die Segel bei drohendem Sturm oft schon stundenlang vorher wegzunehmen. Infolge des geringen Luftwiderstandes der Watten ist ja, tote erwähnt, bie Einwirkung des Windes auf sie wesentlich geringer als auf die Takelung eines Sege'schisfs allein, allo aus die Takelung nach Wegnahme der Segel. Das Windkrafffchiff ist nicht dazu bestimmt, das Dampf- ober Motvrich sf überflüssig zu machen, wohl aber soll die Wmdkvaftwatte diesen Schiffen eine ganz außerordentlich hohe Ersparnis an Brennstoffen bringen und nei GS unterliegt keinem Zweifel. MB ©tr vor einer Erfindung von ungewöhnlich w«n^ tragender Bedeutung stehen, die tatsächlich d« von Herrn Flettner erhofften und durch dre Fahrten der .Buckau" bestätigten gemailt gen Fvrtfchritte herbeifuhrt. Wir bät en stolz daraus sein, daß cS rin Deutscher ist. der diese der geformten Menschheit dienenden Einrichtung ersonnen hat, der erkannt bat. das) auf einem Gebiete, auf dem leit IahrHunderten, ja feit Iahr- tausenden fern Fortschritt mehr gemacht worden ist, arundstürzende Umtoalzung n möglich waren, die durch sowohl in der Bauart wie in der Anwendung außerordentl ch einfach' Mittel ein Diel' sach7s der m t den bisherigen Drittel i xr eichbaren Mass Fischer ungefähr die Gröhe des Drucks und des Unter- drucks an. Das Schiff gibt der Windeinwirkuna bei genau von der Seite kommendem Wind und sich im Uhrzeigersinn drehender Walze in der Richtung des durch die Walzenmitte gezeichneten langen ungefiederten Pfeils nach. Außerordentlich wesentlich für die Erhaltung des Ueberdrucks an der Rückseite der Walzen und vor allen Dingen des Unterdrucks an ihrer Vorderseite ist der sie oben abschliebende Deckel, der etwa den ein- undeinhalbfachen Walzendurchmesser hat. Er verhindert das Ausweichen des Ueberdrucks nach oben und daS Eindringen von 2uft in daS Unterdruckgebiet von oben her. Um sich praktisch von der Richtigkeit seiner Anschauungen zu überzeugen, stellte Flettner mit einem kleinen Boot auf dem Wannsee bei Berlin Versuche an; auf dem Boot hatte er einen durch ein Uhrwerk angetriebenen P a p ierzv - linder oufgestellt. Da die Versuche die Richtig» feit der theoretischen Erwägungen bestätigten, lieh Flettner die einschlägigen Fragen in der aerodynamischen Versuchsanstalt in Göttingen klaren. Dabei ergab sich, dah der von der umlaufenden Walze erzeugte Vortrieb den eines gleich groben Segels umdas Zehnfacheübertraf und daß sich der Walzenumfang etwa mit dem Dreieinhalbfachen der Windgeschwindigkeit bewegen muh. damit bei einem bestimmten Winde der größte Vortrieb erreicht wird. Es kommt also bei der Größe des Vortriebes nicht auf die Windgeschwindigkeit allein an, sondern auf das Der- hältn is der Windgeschwindigkeit zur Umfangsgeschwindigkeit der Walzen. Man kann daher die Schiffsgeschwindigkeit durch Regelung der Walzendrehzahl regeln und hat auch einen Sturm nicht zu fürchten: Wenn man nämlich die Walzen nicht dem zunehmenden Winde entsprechend schneller laufen läßt, so nimmt die Einwirkung des Windes auf das Schiff nicht zu, da das Verhältnis von Walzengefchwindigkett zu Windgeschwtndtgkeit un- 8Utl 3$an hört häufig das Bedenken äußern, daß die turmarttgen Walzen dem Winde eft e gr o ße Angriffsfläche böten, so daß das Schis bei Sturm aufs höchste gefährdet werde, da ja die Walzen natürlich ebensowenig wie Metall- seael beseitigt werden können. Run ist es aber befannt daß der Luftwiderstand dicke- wal-enfor- miger Körper im Vergleich zu dünnen ganz außerordentlich gering ist und verglrick^wei'e bei der Flettnertoalze mir ettt» ein Drittel des Widerstandes eines Taues ober eines Maßes betragt. So kommt es. daß der Wind auf bte stlllstehir- txm Walzen einen weit geringeren Druck ausubt, als auf die Takelung eines entsprechenden Segelschiffes bei gerefften Segeln. Es war bzi dem von Herrn Flettner vorgesührten F-.lm genabeau auffallend, daß die Walzen beim fahrenden Wmd- kraftschiff „Buckau", allo im Winde, immer fast genau senkrecht standen. Sie Höhe der beiden Walzen beträgt bei diesem Deriuchsschiff 15.6 Meter, ihr Durchmesser 2 80 Meter Sie sollen nach den ersten größeren Versuchsfahrten auf 18.5 Meter erhöht werden. Bild 4 zeigt deutlich, wie llein die Walzen im Vergleich zur alten Be egelung der Buckau find und lassen cs verständlich erscheinen, daß der 8. 4, 1. 6. 13. 15.) 7. 8. 16. 2, 16. 8. 4. 19, 21 Die vorstehenden Zahlen sind durch Buchstaben zu ersehen, wobei sich die einzelnen Zahlen immer auf den gleichen Buchstaben beziehen. Die entstehenden Worte haben folgende De- Sie können sich nicht irren. „Schwan im Blauband'' ist nur in einer Packung zu haben und wird in jedem Laden rum gleichen Preise von 50 Pfennig das Halbpfund verkauft. Es besteht also keine Schwierigkeit, beim Einkauf gleich das Beste zu wählen. Die Feinkostmargarine „Schwan im Blauband." stellt das Ideal dar, nicht nur wegen der hygienischen Herstellung, sondern auch durch unser Kimverfahren. Urteilen Sie selbst durch einen Versuch! 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