iß. 249 Erstes Blatt K4. Jahrgang Mittwoch, 22. VNover 1924 GiehenerAnzeiaer General-Anzeiger für Gderheffen idgten: en. amtfurt a. M. 11686. Dmd vnd Verlag: Vrvhl'sche Univerfität§-vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Stehen. 8chriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von 2lnje.uui für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindlichkeit. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpsennig; für Ne- Klame-Anzeigen v 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorfchrift 20“ e Auf - fchlag. - Veranttvorllich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Slumfdicin; für den Anzeigenteil: Hans Bech sämtlich in Gießen. (r^dnt tägUch, außer ‘(■au und Feiertags. Beilagen: ft^ßenerFamttienb lütter Heimat im Bild. aaonats«Be$ngsprels: : Uoldmark u. 20 Gold- utsnig für Träger lohn, nich bei Nichterscheinen 0» einzelnen Nummern ls slge höherer Gewalt. ft^nsprech.Anschlllsse: !>tzriftleitung 112, Der- tg mdGeschSftsstellebl. Pichchrist für Drahtnach- Der Auftakt zum Wahlkampf. fSoffmmgen, die man am Wochenende uf eine RegierungSerwetterung hoben finb schnell zunichte geworden. Dec Reichs- hatte in einem Schreiben die Demo- x noch einmal beim Portepee gefaßt, in- txm dem Verbleiben des Reichstoehimini- 1 erweiterten Kabjnett die Forttührung lertanb.ungen ablang g machte Gin gleich- Drief an die Deulschnationalen, ihnen cm Sichbescheiden auf drei Mini- und deren Besetzung mit fog. „Jasagern" . tarn gar nicht erst zur Beantwortung, nofmten versagten sich schon am Montag- rbeird den Wünschen des Kanzlers. Das Reichs- jchinett hielt darauf alle Bemühungen um eine LoSiernngserweiterung für erschöpft und erbat tom Reichspräsidenten die Auflösung des Leichs tages. : (^ache des Do Les wird es nunmehr sein, mit Stimmzettel in der Hand klare Der» in isse zu schaffen. Was im Mai noch nicht I gelang, woran auch die Bemühungen des lers und der Parteiführer letzten Endes erten, das wird jetzt der Wahlkampf bringen m: Wir müssen am I. Dezember zu einer i Scheidung unseres Parteiensystems in eine erungs» und eine Opposition^ gruppe fom- Bor allem an die Unpolitischen, die im Mai der vielen kleinen Zwergparteien Stimme gaben und sich damit selbst ihres K> auf Mitregierung beraubten, muß sich jetzt ringende Appell der Vemunft und des twortungsbewutztseins richten, sich den tavßen politischen Parteien zuzu- vnden und damit zu einer klaren Entscheidung k3 Bollswillens beizutragen. Denn drch nur k>1X1 Th gelang die Schaffung einer altions- sn'gen Regierung auf breiter parlamentarischer biss nicht, weil weder eine Linkskoa- lit ion ohne die Deutsche Doltspartei »och ein Rechtsblock ohne die Irr traten im Reichstag dem Kabinett sichere Mehrheit gebracht hatte. 3n diesem ne wird man es nur begrüßen können, wenn r Dr. Wirth feine vielfach angedrohten Aden auf Schaffung einer großen Linken in die um setzt. Der Bereinigung unseres Parteien- ns Bann es nur dienen, wenn die Zentrums- itiften und Linksdemokraten aus ihren bür- chen Parteien Ausscheiden und dort hing eh en, m sie der Zug ihres Herzens schon lange 5t, inS sozialdemokratische Lager. Zentrum tnd Demokraten müssen wieder frei werden ton Leuten, die innerlich seit langem ihnen nicht Ahn angehören und, als Spaltpilze innerhalb Bt Parteien, diese nach außen entweder völlig timen oder von der gewollten Mitte nach links L^uhräugen suchen. Gelingt diese Säuberungs- pttim nicht noch in letzter Stunde, werden Zen- tnm wie Demokraten am I. Dezember die Quit- ; diq für ihre Unklarheit und Zwiespältigkeit er- Sür Me Rechtsparteien ist für den ' ^lLampf die gemeinsame Plattform ; ifleben. Seite an Seite, und nicht gegeneinander ie am 4. Mai, gilt es diesmal zu stehen, wenn i tu Zukunft gelingen soll, die gewiß nicht cms- inLenden Versuche von links, auch diesmal das : m hlergebnis in ch jcxcm Par lamrntarismus und ie-r Demokratie h hn sprechende Machewchasten , trüben. Das Ziel bleibt das gleiche, wie in tn eben abgeschlossenen Verhandlungen: Die triam entart fe Basis für ein Kabinett der rti onaten, staatsbejahenden Kräfte. Der g mein» bw Boden ist für beide Parteien bereits ge» it£en in bpn Richtlinien des Reichskanzlers, men die Deutschnationalen ja vorbehaltlos zu- iftinunt haben. Die Geschlossenheit der Deutsch- ttlDnalen Partei, tote sie nach den Kämpfen um k Dawesgesetze der Berliner Dertretertag zu fegmn der Regverungsver Handlungen ergab, I »rt in der Erregung des Wahlkampfes 1 ft Tuchfühlung mit den Völkischen zuliebe £ lii): wieder in die Brüche gehen. Ditz V 5 l k i - § tz« Freiheitspartei wird für eine Regie- tttns der Rechten ebensowenig eine auch nur an» | mh^rnd beständige Stühe abgeben wie die K 0 m- »ti n i st i s ch e Partei für ein Linkskabinett. ?M>c hatten aus den vielfachen Verärgerungen rtcilcr Kreise des Mittelstandes und der Arbeiter- Utet tn den Inflalionsjahren am meisten proft- Ita t Die Befestigung der wirtschaftlichen Der- I^ltnisse, die Rückkehr von Ruhe und Ordnung iS'-ehen beiden den Nährboden: alle des onneneit löaiente werden zurückfluten zu den gemäßigten ^Dreien der Rechten und Girrten und werden da- im ebenfalls zur Klärung der wahren parla- Nvrarischen Machtverhältnisse wesentlich bei- t tagen. (Bin Aufruf der Reichsregierung. Gegen die Zersplitterung und die Extreme von Rechts und Links. Berlin, 22. Oft. (T.Tl.) Die Reichsregierung 1 tßc^t tn später Abendstunde fvlgendcKundgebung Las deutsche Volk: .Rach kurzer Zeit steht das deutsche Volk wie- Ikun vor der Qtufgabe, einen neuen Reichstag j| wählen. 3m alten Reichstag hatte die .leichsregierung keine feste arbeite» lfthi geMehrheit. Die mannigfaltigen emst- shit-m Demühunaen. eine solche zu schassen, führten I»h2 zum Ziele. Leisten Endes scheiterten sie des- 1Kb weil die unter den Rachwirkungen des wirt- «Idaßtlichen Zusammenbruchs getätigte Wahl vom 4. Mai die radikalen Elemente allzu - sehrge stärkt und dadurch eine Aufbauarbeit bet übrigen Parteien außerordentlich erschwert hatte. Das Wohl des deutschen Volkes erfordert, daß dieser Mangel durch die Reuwahl beseitigt wird. Rachdem der Londoner Pakt angenommen wurde und seine Durchführung bereits eingeleitet ist, muß die unter schweren Opfern, aber mit sichtbarem Erfolg geführte Politik der Reichs- regierung folgerichtig fortgesetzt und für die Zukunft erhalten werden. Auch der wirtschaftliche Wiederaufbau hat eine ruhige Fortentwicklung der deutschen Politik nach außen und im 3nnem zur Voraussetzung. Dies ist aber nur dann gesichert, wsmn sich a l l e am Wiederaufbau beteiligten Parteien entschlossen auf den Boden der Verfassung stellen und diese gegen jeden ungesetzlichen Eingriff — gl.üch, von welcher Sette er kommen mag — verteidigt. 3m neuen Reichstag müssen die einigenden Kräfte stärker sein als die entzweienden. Die radikalen Elemente sollen durch die Reuwahl ausgeschal» t e t werden. 3it es nicht eine Schande, daß der Deutsche Reichstag mit Pvlizeihilfe tagen muß, unb sich Extreme von rechts und links die Hand reichen, seine Arbeit zu sabotieren?! Soll das deutsche Volk im 3nner.i weiter gesunden und soll nach außen die neugewonnene Haltung erhalten und genährt werden, so muß die RoiHsregierung sich auf eine feste Mehrheit stützen können. Auch die Parteizersplitterung der letzten Wahlen steht dem entgegen. Es dürfen nicht, wie am 4. Mai, nahezu eine Million Stimmen vergeblich abgegeben werden. Richt in der Zersplitterung liegt das Heil, sondern im Strebe nzumGanzenundfürEinheit. Möge sich das deutsche Volk von diesem Gesichtspunkt leiten lassen, wenn es bei der kommenden Wahl über seine Zukunft entscheidet." Line Kundgebung der Deutschen Volkspartei. Gegen die Vogelftraußpolitik der Demokraten- Berlin, 21. Oft. (TU) Die Verhandlungsführer der Deutschen Volkspartei im Reichstag geben zur Auflösung des Reichstages folgende Erklärung ab. Seit dem Zusammenbruch der sog. Großen Koalition und der Ablehnung der Aot- gesetzgebung ist die Bildung einer tragfähigen Mehrheits regierung aus den staatsbejahenden bürgerlichen Parteien für die Fortführung nationaler Realpolitik, staatlicher Konsolidierung und wirtschaftlicher Gesundung zur Vermeidung dauernder Regierungskrisen das Kernproblem des Reichstages. Die Deutsche Dolis- partei kämpft für dieses Ziel seit 3ahresfcrst und hat alle Mittel dafür eingesetzt. Sie hat in diesem Kampfe immer weitere Kreise zu ihrer Auffassung gebracht und immer mehr Bundesgenossen gewonnen. Rach den Maiwahien, in gespanntester außenpolitischer Lage, haben die Fraktionen des Zentrums und der deutsch- demokratischen Partei die Zweckmäßigkeit einer Regierungsbildung mit der Deulschnationalen Dolkspartei grundsätzlich anerkannt und an den Verhandlungen intensiv, zum Teil führend, mit» gewirkt. 3n der jetzigen Krise hat sich die überwältigende Mehrheit der Zentrumsfraktion erneut für die Hinzuziehung der Deutschnationalea Dolkspartei ausgesprochen. Das Reichskabinett einschließlich der demokratischen Minister sind in wiederholten Beschlüssen für die Erweiterung der Koalition nach rechts eingetreten. Die Deutschnationale Dolkspartei hat ihrerseits die Voraussetzung hierfür, wenn auch spät, erfüllt. Leider hat die demokratische Fraktion die Zusammenarbeit der bürgerlichen Parteien versagt. Die außenpolitischen Gründe, die vorgeschoben werden, laufen auf eine Täuschung des Auslandes hinaus und bringen die Gefahr da uernder Einmischung nahe. Sie verflüchtigen sich vor der klaren Erkenntnis außenpolitischer Rvtwendigkeit, tote her Reichsauhenminister Dr. Stresemann vor dem Ausland feflqefteltt hat: Die OK i t ü b e r- nahme der Regie rungsderantwor- tung durch die deutschnationale Dolkspartei. die Bindung ihrer wirtschaftlichen, pollttschen und sozialen Kräfte, die Garantte für die im europäischen 3ntereffe erforderliche Tätigkeit der Außenpolitik. 3nnenpvlitisch ist die Ablehnung der deutschnationalen Dolkspartei Ausfluß des K la s s en ka mp f geda n ken s und Folge mißverstandenenRepublikanertums. Alle diejenigen, denen der Staat als solcher immer noch gefährdet erscheint, dürften die Gewinnung der deutschnationalen Kräfte für diese Staatspolitik nicht ablehnen. Die Forderung der demokratischen Fraktion nach Fortführung der bisherigen Minderhetts- regierung ist Vogel st rauhpolitik. Kein Mitglied des Reichstages glaubt im Ernst an ihren Weiter bestand. Mit Recht hat der Reichskanzler Marr im entscheidenden Augenblick fest- gestellt. daß sein Kabinett keine 14 Tage Lebensfähigkeit besitze, daß es möglicherweise in den ersten Tagen des Wiederzusammentritts des Reichstages gestürzt wird. Die Reichsregierung hat des^rlb auch in wiederholten Kundgebungen die Rotwendigkeit einer Erweiterung betont Sachliche Gründe für die Haltung der deutschen demokratischen Fraktion wa.en hiernach nicht gegeben. Parlamentarische Kurzsichtigkeit. Parteidoktrinarrsmus. sowie Einflüsse links radikaler und internationaler Kräfte haben in ihr eine verhängnisvolle Rolle gespielt. DiHe Kräfte, die letzten Endes die Reichstagsauflösung verschuldet haben, gilt es im Wahlkampf beiseitezuschieben, um das unverrückbar feststehende Ziel der Deutschen Dolkspartei, innere Festigung zur Fortführung bewährter Außenpolitik, im kommenden Reichstag zu erreichen. gez. Scholz. Zapp. Eortius. DerdeulschnationalewMauftus Berlin, 21. Oft. (TTl.) Die deutschnationale Reichstags aktion erläßt eine Kundgebung, in der es u. a. heißt: Wiederum nach bereits einem halben 3ahre sott das deutsche Volk durch eigene Wahl das eigene Schicksal entscheiden. Am 4. Mai haben wir Deutschnationale den Gegnern eine schwere Rlederlage beig beacht, aber wir haben keinen vollen Sieg des nationalen Gedankens errungen. Darum muh noch einmalgekämpft werden. Die nationale Rechte muh die Stärke gewinnen, die den Ausschlag gibt. Wahlmüdigkeit ist diesmal Desertation. Die vergangenen Monate haben genügt, den Parlamentär.smus, dessen Tlnfrr'chtbarkeit wir voraussag en, als unmöglich zu ertoe fen. Der Reichspräsident hat die von ihm bewirkte Auslösung ausdrücklich m i t parlamentarischen S ch wie rigkeiten begründet. Damit ist zugestanden, daß der Parlamentarismus nicht fähig war, zu regieren und nicht einmal fähig war, eine Regierung zu bilden. Das neue Parlament wird die Aufgabe haben, einen solchen unfähigen Parlamentarismus zu überwinden. Führende Regierungsparteien haben uns Deutschnationalen Ende August feierlich ihr Wort verpfändet. Die Deutschnationale Volks- Partei war zum Regierungseintritt unter Hin tansetzung schwerer Bedenke u im 3n t ere f fe des Vaterlandes bereit. Das gegebene Wort wurde nicht ein« gelöst. Der letzte Grund für die Rotstandslage ist die unwürdige Abhängigkeit von der Demokratischen Partei, in die man sich bei der Regierungsumbildung begab, obwohl die demokratische Beteiligung für eine nationale Mehrheit weder notwendig n och förber- l i ch war. Eine Regierung ist nur möglich ohne die Sozialdemokratie, ein Ausstieg nur im Kampfe gegen die Sozialdemokratie. Gerade tocil man das hohe Ziel der Deutschnationalen Volkspartei, die Volksgemeinschaft, zu einer Parteiengemeinschaft umzufalschen versucht hat, die auch den Marxismus umfassen sollte, stellen wir fest, dah die Volksgemeinschaft die Gesinnungsgemeinschaft aller auf christlichem, nationalem und sozialem Boden stehenden Dolkskräste, nur durchgeseht werden kann im Kampf gegen die Auffassung der Sozialdemokratie, die dem Volk die hohßn Güter der Revolution rauben will, die mit Klassenkampf und organisiertem Terror die Gemeinschaft der zum Aufbau bereiten Kräfte zerschlagen will und die bis heute sich weder an dem Kampf gegen die Kriegsschuldlüge beteiligen will, noch auch in dem Kampf gegen die Erfüllungspolitik, weil der Defteiungswitte des Voltes ihre Macht zerbrechen würde. ilnfer Ziel bei dtzr Regierungsumbildung werden toiv immer weiter verfechten: Die Reinigung des politischen Lebens von dem demokratischen Geist, der damals Wort und Eid brach und bis heute nicht Wort zu halten gelernt hat. die Reinigung von dem Ersüllungsgeist. der sich dem Ausland in würdelcsem Pazifismus unterwirft, aber den nationalen Kreisen mit Ausnahmegesetzen und organisierter Gewalt entgegentritt. Unfere Ziele bleiben wie sie waren: Monarchisch und politisch, christlich und sozial. Unfere Ziele bleiben wie unsere Ramen: deutsch und national. Unsere ruhmreichen Farben bleiben schwarz-weiß-rot und unser Wille wie je, ein Deutschland zu schaffen, frei von 3udenHerrschaft und französischer Herrschaft, frei von parlamentarischer Klügelei und demokrattscher Kapitalherrschaft, ein Deutschland, in dem wir und unsere Kinder wieder aufrecht und stolz ihre Pf licht tun wollen. • Don der deutschnattonalen Pre'sestelle wird hierzu der Telegraphen-Union ergänzend mitgeteilt: 3n der Kundgebung der deutschnattvitalen Reichstagsfraktton vom 21. ds. Mts. wird darauf hingewiesen, dah das den Deuttchna ionalen gegebene Wort nicht eingelöst worden ift Die Fraktion ist sich seither bewußt, daß die Deutsche Dolkspartei die gegebenen Zusichc- rungen durch ihre loyalen Bemühungen gehalten hat. Mit jenem Satz hat edoch zum Ausdruck gebracht werden sollen, daß durch das Dorgehen von anderer Seite ber Versuch einer RegierungserWeiterung nach rechts zum Scheitern gebracht worden ist. Eine Entschließung des Zentrums Berlin, 22. Oft. (TU.) Die Zentrums- fraflionen des Reichstags und des Preußischen Landtags beschlossen auf Antrag des Abgeordneten v. Guerard eine Kundgebung in der es heißt: Der Reichstag und der Preußische Landtag sind aufgelöst. Ein bedeutsamer Wahlkampf steht bevor. Die Zentrumspartei hat ihn nicht gesucht, sie sieht ihm jÄ>och in der Ueberzeugung von der Richtigkeit und vaterländischen Rot^ Wendigkeit ihrer Polittk und im Vertrauen auf di» bewährte Treue ihrer Wähler mit unbeirrt» rci Zuversicht entgegen. Am 27. und 28. Oltobci tagen der Reichs- und der preußische Partei tag. 3bie vornehmste Ausgabe, w rd ea sein, d e großen Richtlinien für den komm en de.r Wahlkampf zu ziehen. Deshalb jetzt keine Kundgebung einzelner in unseren Reih. 1. Möge man die Beschlüsse des Parteitags abwarten. Die Massenflucht aus der demokratischen Partei. Berlin, 22. Oft. (TU.) Wie im Reichstag bekannt wird, sind die ReichstagSabgeordne en G e r l a n d (Thüringen), Keinath, Schiffe und Külz, die bei der Abstimmung über die Frage der Regierungsbildung in der Minderheit geblieben waren, aus der demokratischen Reichstagsfraktion ausgetreten. Ihnen haben sich die Abgeordneten Dominicas und Grund (Breslau) von der demokratischen LandtagSfraltion Preußen angeschlossen. Die Reichstagsabgeordneten Reichswehrminister Dr. Geßler und S p a r - r e r (Rürnberg) haben sich die Entscheidung Vorbehalten, bis sie mit den örtlichen Parteiinstanzen in Fühlung getreten sind. Dieser Massenaustritt der bet der Entschließung über die Regierungsbildung tn bet Minderheit gebliebenen Abgeordneten beraubt die demokratische Partei ihrer fähigsten Köpfe. Dot allem war der ehemalige Dizekanzler Dr. Schis f er für die Partei der führende .Kopf auf juristischem und finanzpolitischem Gebiet. Keinath ift Präsidialmitglied des ZentralverbandÄs des deut scheu Großhandels und Derwaltungsratsmitglied der Rentenbank. Ger land ist Prof.ssor der Rechte der Universität 3ena. Dom inicus ehemals preußischer Minister des 3nnern und Oberbürgermeister von Schöneberg. Grund Handels- kammerpräsideitt von Breslau, Külz der bekannte Dresdener Oberbürgermeister. S p a r r e r ist Apothekenbesitzer in Rürnberg, Vorsitzender der phaimazeuttschen Abteilung des Odermedizrnal- ausschusses beim bayer. 3nnenminifterium und Mitglied des ReichsgestUidheitsrats. 'Dr. Geßler, der bewährte Rürnberger Oberbürgermeister und nunmehr seit 5 3ahren Reichswehrminister, dürfte nicht noch einmal sich der Gefahr aussetzen wollen, zwischen der Partei und seinem Amt, in dem er das Vertrauen der Reichswehr und toei- tefler Kreise des deutschen Volkes genießt, entscheiden zu müssen. Wenn die Fraktionslettung die Bedeutung dieses Verlustes ihrer Prominenten damit abzuschwächen sucht, daß sie den Schritt mit der Tatsache erklärt, daß sämtliche in Frage kommenden Herren bei der Aufstellung der Kandidatenliste voraussichtlich nicht mehr berücksichtigt worden wären, da ihre Ansichten über die Meinung ihrer Wahlkr.i-- organifationen abweichen und die Wahlfrei'e ii) in voller Ucbereinftimmung mit der Polittl der Reichstagsfraktion befänden, die Herren daher dem Mißtrauensvotum ihrer bisherigen Partei- organifation entgingen, indem sie ihren Austrttt vorher vollzogen, so wertet die Presse aller Richtungen diese Massenflucht doch wesentlich anders. Der „Q3erL Lok-Anz." schreibt: Die Entschließung der Tlbgeordneten Schiffer usw. bedeutet nichts mehr und nichts weniger als den völligen Zusammenbruch der Demokra tischen Partei. 3n dem Augenblick, in dem sich die Demokraten anschicken, den Wahlkampf Seite an Seite mit den Sozialdemokraten aufzunehmen, geben ihr Männer wie Schiffer, Keinath, Dominicus und Külz den Laufpaß, Männer, die sie in den 3ahren, die hinter uns liegen, stets und ständig in die vorder st eRei he im Kampfe um die Durchführung der demokra iichen Politik ins Treften geschickt hat. Die „D. A. Z." meint: Der Massen austritt der Promine.tten vt vongeradezudurchschlagenderWucht und besiegelt das Schicksal der von kleinen Gei lern und Rörglern wie Koch und Erkelenz glücklich in den Sumpf geführten Partei. Der »Tag" schreibt: Die Krise bei den Demokraten ist die erfte Quittung, die die Partei für ihren Verrat am Bürgertum erhalten hat. — Der „Vorwärts" schreibt: Der Austritt dieser drei Abgeordneten und ihrer Gesinnungsfreunde aus der Landtagsfraktion sei nicht auf die leichte Schuller zu nehmen, weil eine gewisse Seite durch slrupellose Agitation diesen Auftakt für die Wahlschlacht benutzen wird, um daraus Kapital zu schlagen gegen die Demokratische Partei. Die demokratischen Blätter beschränken sich auf die Wiedergabe der parteiamtlichen Stellungnahme. Haussuchungen bei kommunistischen Abgeordneten. Hölleiu verhaftet. — Die Folgen des Verlustes der Immunität. Berlin. 22. Oft. (2U.) D'.e Auflösung des Reichstags hat bei dem größten Teil der tvmmunisttschen Reichstagsabgeord.'.e e sofort recht unangenehme Folgen gehabt Mit dem Erscheinen des Auflöm-.gsdel.etz curi) den Reichspräsidenten ist die Immunität sämtlicher Abgeordneten erloschen und die Der- fahren, die gegen bisherige Reichstags. 5 e rbrete beantragt worden sind, traten automatisch am gestrigen Dienstag tn Kraft. Run schweben gegen fast alle kommunistischen Reichstassabgeordneten Verfahren I oegen ^}0 fei'11; ■s& ,-NZ? L 400 bis ... h Ä Tfp unt> öfil Sieils" i&s k*.i r i v v ff. Kabliau und Seelachs ohne Kops Frische Fischkoteletts Der Seniors Oswald Kissel Tabak-Erzeugnisse Gießen Asterweg 29 Merke: Telephon 240 f. Autofahrten. 7707V tzS den Bemühungen der Deutschen Dolkspartei [imgen, chre Einträge in einem ytlcinrentncr- ____,_^.digungsgesetz zum groben Teil durchzusetzen. Dieses Gesetz werde aber schon lange nicht mehr den Erfordernissen gerecht. Es sei nun auch vom Reichs arbeitsministerium eirre andere Regelung in Aussicht genommen, aber bis jetzt handele es sich mir um einen Entwurf. Die Deutsch: Dolkspartei ieseainnc' y. NechuungSablaae und tfntlnUiinn. be3 '"Rechners, 3. Wadi der 9tcd)nunn3Prnfer, 4, Bor'tandöwahl, 5. Daö KretSsest 192a, 6. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 8201 v der Vorstand. Ä» leifkr j, Vt, ©erben dl. .?/>enbah, 'Abzüge fietj hiesige Tuw M einem vm Mern toobt. ^ichrera tw ^l9 SesöÄnt mit an da ^.anMschen^ m termtkrta Henn. Und das Opserslm rn,?ürgeischasi ■Win &il k yerlmwcigai Mstig cm da rrits ertoorien. der TurnhM Epottaalagt' m Zu den §or ^vtte es, ncbei 'unter auch bi oernachässigkr ie sogenannte, Psiege der 0? nben im QIuj ! Dort und dimm bepskanjtv undsahe folgen) einbe am SmS einen derartig? tgmbtixnl 'JW fortnig über M m Lurners-os "fammeltm fi$ itxnx(tren,«, Dtntabter ®c mnies und Wien bic auf eii» DorrichtuM 6t wurden. @e nlschtauffühm- mgen boten et riche Zuschauer . Ott 3uf.fr reimer Mvi jarmneM« ingen, verM m Streife dun! die ergebnM verstärken, dr MderD^ Hen-Olibba do foSMtemoo : durch g^X?' Hing emögucho die man mir m m farai, W* i.e»ottcn» t 11® xiotM ®®° » «“ Ä des mit 6Mr Hst überladen ,A»n und w Die Beerdigung findet Donnerstag, den 23. Oktober, nachmittags 4 Uhr, statt. 8218V Frische Eier garantiert erstklassige frische Ware. Frische Tafelbutter. WmdSimM Bofjnlohtr. 21 getafpt. 1831 Danksagung. Für die herzliche Teilnahme beim Hinscheiden ihrer teueren Mutter und Großmutter sagen innigsten Dank Julius Schulhof und Familie Hedwig Klein geb. Schulhof und Kinder Alfred Schulhof und Familie. Gießen, Frankfurt a. M., 23. Oktober 1924. 8178V stech: auf dem Standpunkt: nicht Armen Nirs orge, nicht Almosen, sondern Entschädigung für die jRtlemrentner. Diesen Grundsatz werde die Dolks- partei auch in der Aufwertungsfrage durchzu- örüden versuchen. Die Frage der gewehten Auswertung von Hypotheken und Anleihen sei erst durch die Deutsche Dolkspartei in Fluh gebracht worden, und zwar durch die Anträge des volks- parteili'chen Abg. Düringer, der im Einklang mit der Partei schon vor der Inflationszeit em Hypothekensperrgcfeh gefordert habe. Dieses Gesetz sei damals aber von allen anderen Parteien des Reichstages gegen die volksparteilichen Stimmen abgelechnt worden: chatte man es seinerzeit nach den Vorschlägen der Dolkspartei geschaffen, dann wären die Folgen der Inflationszeit für die Kleinrentner sicher nicht so vernichtend geworden. Mit größter Schärfe nahm die Rednerin gegen die Bestimmungen der Dritten Eteuernotverord- nung Stellung, die sie als brutal, unmenscAich und gegen Recht und Gesetz verstoßend bezeichnete. Die Dortragcnde verlangt eine gerechte, ausreichende Aufwertung, die Ibprvzentige Grenze sei glatt abzulehnen, denn sie sei ganz unerträglich. Die Deutsche Dolkspartei verlange: gerechte Auswertung der Hypotheken entsprechend den Grundsätzen des Reichsgerichts, rückwirkende Kraft und ferner gerechtereBeweNung der öffentlichen Anleihen. Die ersten, die bei der Aufwertung und der Wiederaufnahme eines Zinsendienstes berücksichtigt werden mühten, seien die Kleinrentner. Diese Grundsätze dur<^usühren, werde die Deutsche Dolkspartei immer bestrebt sein. Mit der ernsten Ermahnung. trotz aller Schwierigkeiten der Zeit fest zusammen stehen und mit vereinten Kräften am Wiederaufbau unseres Daterlandes zu arbeiten, schloss die Rednerin ihren fesselnden Dortrag, der mit sehr starkem Beifall belohnt wurde. 3n der Aussprache brachten sozialdemo- kiattsche und ein kommunistischer Redner ihre Ansicht vor, währeird ein weiterer Diskussionsredner besonders die rege Wirksamkeit der Deutschen Dolkspartei in der Aufwertungsfrage lobte und die ungünstigen Desoldu.rgsverhältnifse der unteren Beamten bedauerte. Olach dem wirkungsvollen Schlußwort der Referentin, das wieder stürmischen Beifall auslöste, fand die Versammlung gegen lli 2 Uhr ihr Ende.__ U6M.MII als 1. Hypothek auf la Objekt gesucht von pünktlichem Imszahler gegen solide Verzinsung. Angeb. unter 1872 an Herso, Plockstr. 5. ssooh Harmoniums AUGUSTFÖRSTER GIESSEN Bahnhofstr. 65 B und LICH -s> Gegr.1876. ist stets frisch gebrannt ab unserem Werk an Bahnten! In Bieber oder per w aggon, Lastenzug und Fuhrwerk frei Baustelle zu haben« 64alD Menz & Schllerbscti G. m. d. H., Dillenburg ** Abteilung KalkwerkBiober** Vs Fernsprecher: Dillenburg 188. Bodhslm a. L Bieber 18. Für die uns beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sagen wir allen Bekannten und Freunden unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Theis III. Rüddingshausen. demokratie, diese Grundlage unseres Beamten- tu ms zu erschüttern. Auch die Sicherung der wohlerworbenen Rschte der Beam.enschasi kaffe sich di« Deutsche Dolkspartei stets angelegen sein. Wenn in diesem Zusammenhänge der Beamten- abbau erwähnt werde so sei darauf hinzuweisen, dasi nach der Revolution eine grobe Zahl von ungeeigneten, nicht fachlich vvr- ge b i (beten Leu en, die allerdings das so- zialdemokratische Parteimitgliedsbuch hatten, in das Beamtentum bineinkam und infolgedessen eine gewaltige Aufblähung des BeamtenkörperS in dem verkleinerten Deutschland cintrat. Z. B. waren 1918 im Reichsarbeitsminist erium rund 400 Beamte, 1922 dagegen aber 10 403 Beamte und 13 000 Angestellte. Die Deutsche Dolkspartei habe verlangt, das; erst alle Angestellten zu entlassen seien, ehr auch nur ein festangestellter Beamter abgebaut werde, ebenso habe sich die Deutsche Dolkspartei mit der Beamtenabbauverordnung als solche nicht einverstanden erklärt und beantragt, diese Verordnung aufzuheben. Dor dem Deamtenabbau solle man erst mal einen De- hordenabbau vornehmen. In der Beamtenbesoldungsfrage stehe die Deutsche Dolkspartei auf dem Standpunkt, dah die heutige Regelung unzulänglich ist, bertn einem heute wesentlich er» hohlen Preisniveau gegenüber 1914 stehe ein zur Friedenszeit verringertes Gehalt gegenüber. Die Deutsch? Dolkspartei verlange eine ausreichend? Besoldung der Beamtenschaft und in diesem Rahmen an Stelle des ganz ungerecht wirken- den Ortsllafsenshstems ein veredeltes Wohnungs- gelb. 3n bei- Frage des Deamtenrechts hat die Dolkspartei den Weg nicht mitgemacht, den die Demokraten und Sozialdemokraten beschritten und der zu einem Deamtenrätegesetz mit revolutionärem Einschlag geführt hätte: selbst die preussische Regierung mit Einschluß der sozialistischen Minister habe sich gegen diese Regelung ausgesprochen. Auch zur Frage der Versorgung der Altpensionäre habe die Deutsche , Volkspartei einen sehr wichtigen Antrag im Reichstage eingebracht, durch den den berechtigten Wünschen Erfüllung verschafft werden sollte. Der Antrag sei aber von allen anderen Parteien abgelehnt worden. Die Deutsche Volkspartei habe also bisher schon alles getan und werde auch fernerhin alles tun, um den berechtigten Forderungen der Beamtenschaft zu entsprechen. An die Spitze des zweiten Teiles ihres Vortrages stellt« die Rednerin den Grundsatz: Die Kleinrentner haben ein Recht auf Entschädigung für das, was sie ohne ihr Verschulden verloren haben. Die Rot der Kleinrentner schreie zum Hammel. Gegen starke Widerstände von links her set T. 111846. Samstan, den 25. X., abend) SV- Uhr. im Postkeller: ©eueral- oerWnng. T.-Ordn.i 1. Be- rlditerbatiuna. P war wegen eines ähnlichen Deliktes schon vorbestraft. Die Frau, die sich an P. gewandt und diesem auch das Mädchen sugefüM hatte, wurde zu 6Monaten Gefängnis ixr- urteill Das Mädchen, das zur Zeit der Tal noch nicht 18 Jahre alt war, wird vor dem Jugendgericht abgeurteilt werden Der Sattler Ernst Reinhardt. alSStrafgefangener aus dem Zuchthaus vorgeführt, hatte in schriftlichen Eingaben gegen Darmstädter Richter, die ihn vor längerer Zeit verurteilt hatten, Beschuldigungen gröblichster Art «.heben, die den Stempel der Unwahrh:tt ohne weiteres an der Stirn trugen. Der- vielfach vorbestrafte Angeklagte wurde deshalb wegen wissentlich falscher Anschuldigung zu 9 Monaten Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Don vorzüglicher Qualität: Wotireln ÄS MU 1.00 AM« SS titer»1.80 einschließlich Steuer. Flaschen bitte mitbringen M.MkS'WW Stck.3SPfg., 3Etck. Mk. 1.— Dollheringe neue Holländer 3 Stck. 40 Pfg. neue große Rorweger 3 Stck. 25 Pfg. AM nillkMeklkSeringe 3 Stck. 50 Pfg, Heute früh 51/* Uhr entschlief plötzlich nach kurzem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe, unvergeßliche Gattin, unsere treusorgende Mutter, Schwiegertochter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Häuser geb. Schäfer im Alter von 50 Jahren. In tiefem Schmerz: Georg Häuser, Gastwirt und Postagent nebst Kindern und allen Angehörigen. Hand aufs Marx ist die beste Oel-Po3itur furolle Mc&dte Sparsamer als Putzwasse» Überall zu habend Niederlage: tiIe®Slia Bahnhofstraße 48. .,W<9i Schöffengericht. Gieden, 20. Ott Der Kutscher Richard E r o m m von Weilburg stand ihr September d 2». m Ober-Morlen in Arbeit. Da er glaubt», tm Arbeitslohn benachteiligt worden zu sein, meg er bei seiner Dienstherrschaft ein und enttvendete ein Fahrrad. Dabei trug er einen Revolver bei sich. Strafe: Sechs Monate Gefängnis unter Anrechnung von 4 Wochen Untersuchungshaft. Strafmildernd wurde ei»? gewisse Rotlage des Angeklagten berücksichtigt, straferschwerend eine Vorstrafe wegen Diebstahls. Ein trauriges Sittenbild entrollte die CBci*- Handlung gegen die Brüder Gottfried und Georg Scheibet aus Ober-Morlen. Die Oefsentlichkell war bis zur Verkündung des Urteils ausgeschlossen AuS der öffentlich verkündeten Urteilsbegründung ging hervor, dasi der 20jährige Gottfried Sch. mehrere Wochen hindurch und der 24jährige Georg Sch. zweimal mit ihrer erst 12jährigen Schwester sträslichen Derk.h. gepflogen hatten. GottfriÄ) Sch. war ferner eines Rotzuchtversuchs. begangen an einen anderen Mädchen, überführt. Beide Angeklagten sind vorbestraft. Gottfried Sch. erfreut sich eines besonders schl«hten Ruis. Trotzdem sah das Gericht bei beiden Angeklagten nochmals von einer Zuchthausstrafe ab. Es wurde verhängt gegen Gottfried Sch eine Gefängnisstrafe von einem Zahr und 9 Monaten, gegen Georg Sch eine solche von 1 Jahr und 3 Monaten. Wegen Lohnabtreibung zu l I a h r und 9 Monaten Zuchthaus und 5 Fahren Ehrverlust verurteilt wurde der Mechaniler Ludwig vüngekall seit Jahren bewährtes, bestes Material, jederzeit ab Lager und frei Derwendungsstelle. 7930c C. Rübsamen ^ss»7' Zs Säte liii||llllllilllll||lllllllllHli!l II II Uspulum H y || II Tillantin ||||| I Kupfervitriol || llllllllllllllllllllllllllllllllll Ccnlral-Brogerie E. Karn Schulstraße. Nur in unserer Filiale Gießen 82i9c Bahuhofftraße 26. Snvtze, wiiS» ebenfvUs gehalten, wertvolle -- winke, darunter 4 Fohlen, 4 Rinder. 5 Schweine, tetben ausgespielt. Die glücklichen Gewinner die- fr Preise werden mit besonderer Freude an den fetten Warft zurückdenken. Starkenburg und Rheinhesten. • Darmstadt, 21. Oft. (Gig Bericht.) Aus iMu melden die Darmstädter Blätter, dast die ttellung des ehemalgen Darmstädter 3n- tTtbontai und nunmehrigen SchauspieldireftorS krS Kölner Stadttheaters Gustav Hartung ,, schüttert sei und man mit seinem Rück- Ir itt rechnen könne. Hesten-Nastau: ftjb. Frankfurt a. W, 21. Oft. JmViertel- jtix FÜni—September wurden in Frankfurt 1 2 4 Neubauten errichtet, darunter befanden Ach 19 reine Wohngebäude, unter diesen wieder iß Einfamilienhäuser. Die Zahl der entstandenen Wohnungen belief sich auf 9Z. Insgesamt ergibt jh ein Reinzugang von 68 Wohnungen I Kleinrentners und Beamtenfragen LDcten das Thema einer sehr stark besuchten sfentlichen Versammlung am Montagabend in ct Turnhalle, zu der die Deutsche Dolks- rartei eingeladen hatte. Aus berufenem stunde wurde dort die volksparteiliche Politll u diesen beiden wichtigsten Fragen unserer Zeit .rgetegt. Reichstagsabg. Morath, der über ^samtenfragen sprechen sollte, war angesichts der s spannten politischen Lage telegiaphisch nach ' er (in zurückbrrufen worden, seine Aufgabe U^rnahm die für die Kleinrentnerfragen vorge- i.)me Referentin Frau Direktorin Dr. Matz -ntt. Zn etwa anderthalbstündiger, glänzender ?iede behandelte die Vortragende mit tiefer Satz- (cnntnU und schneidiger Schlagfertigkeit gegen- ■Axr verschiedenen Zwischenrufern, aber auch mit r(»erzeugend warmem Mitempstnde.i der Rot der Kleinrentner und der Beamtenschaft den ganzen qrc6en Fragenkomplex. Zunächst ging die Rednerin auf die De- amten f ragen ein Hier zeigte sie mit guter Begründung, datz die Politik der Deutschen Volks- Partei gegenüber der Beamtenschaft immer von oiötztem Verständnis und toeitg he.-.dstem Wohl- ‘^(fen geleitet war. Die Deutsche Volkspartei f stets das Berufsbsamtentum als solches gehalten und alle Bestrebungen unterstützt, darauf abzielen, das Berufs beamten tum zu er halten gegenüber den Absichten der Sozial- ZrischeZische heute und morgen eintreffend MWIIMMt 1'/,- bis 3pfündig- Pa. Goldbarsch o. K. 8i99c Seet)ecf)t irWignta teilweise weit unter Fabrikpreis! 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Allen Personen, welche eine zur Kon- kursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von fyen Forderun- • gen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Beftiedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 10. November 1924 Anzeige zu machen. 8209c Hessisches Amtsgericht in Gießen. Bekanntmachung. Der diesjährige Ortenberger Kalte Markt findet von Montag, den 27. bis Donnerstag, den 30. Oktober statt wie folgt: Am 27. und 28. Oktober: Pferde- und Fohlenmarkt; am 28. Oktober: Rindvieh- und Schweine- markt; am 28., 29. und 30. Oktober: Krämermarkt. Die Anmeldungen zur Verlosung der Krämerstände werden Montag, den 27. Oktober morgens von 9-11 Llh: im Markthause entgegengenommen, wo auch nähere Bestimmungen zu ersehen sind. Ortenberg, den 1. Oktober 1924. Hessische Bürgermeisterei. 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'lobet statt &■ von K> hervorragend Qualität stets sofort /W*W aber dort aus den Bergen des Rif erwarten sie I symbol pemlich, doch man kannte lagen das) Lin Ruhm und Befreiung. Symbol gegen frevelhaften Missbrauch f* meihg jWto etaf Turnen, Sport und Spiel. Sportwende. Die jvarme Jahreszeit ist vorbei, und wir sind schon wieder mitten drin in den wetterunbe-- ständigen Wochen, die zum Winter mit seinen kurzen Tagen überleiten. Wenn die Blätter fallen, dann tritt auch im Sportleben alljährlich ein Wendepunkt ein. Die Turner ziehen sich in ihre Hallen zurück. Das Geräteturnen wird wieder mehr als im Sommer gepflegt. Wetturnen und Musterriegen werden vorbereitet und eifrig dazu geübt. Aber auch die Leichtathleten sind gezwungen, mehr als ihnen lieb ist, die Halle aufzusuchen. Läufer, Springer und Werfer sorgen dort durch geeignete Hebungen dafür, Daß die Glieder geschmeidig und krättig bleiben. Zu diesen Hebungen gehört bei ihnen neuerdings auch das Turnen, vielfach in den modernen Formen, wie sie Dr. Bode, Laband, Riels Dukh und andere erdacht haben. Hallenspvrtfeste, ein notgedrungener Ersah für die sommerlichen Werbeveranstaltungen, geben Gelegenheit, auch im Winter die Kräfte im Wettkampf zu messen und für den Sport zu - werben Auch die Schwimmer müssen ihren LIebungsbetrieb in die Hallen verlegen. Recht schlecht daran sind oft aber alle die Vereine an Orten, wo cs 'ein Winterbad gibt Es ist (in trau- riges Zeichen für die Rückständigkeit leider noch recht zahlreicher Städte, Daß sie nicht einmal ein Schwimmbad haben. Die Ruderer und ebenso die Segler ziehen jetzt ihre Boote in die Bootshäuser, üben im Kasten und lassen die Geselligkeit, die durch das harte Training im Sommer allzusehr zurückgedrängt worden war, wieder mehr zu ihrem Recht kommen Die Plätze der Tennisspieler ver- öden mehr und mehr. Die Größen des Schlagers c Verlosung de Montag, dv bon 9-11 H (genommen, t? 1 zu ersehen fin! )ber 1924. iristnri. 8192: h angeschlch OllkB SSSSty N' 2 JlMU* jatben« * unf« l schützt sei. Doch verhält es sich anders mit dem. was sich jetzt unter unseren Augen wiederholl Hal? Verbindet nicht eine innere Linie die Arbeit jener für Frankreich arbeitenden Deutschen, de ich damals auch „deutsche Republikaner" nannten, mit den Diensten, die das sogenannt-, „Reichsbanner S ch wa r z - R ot - G 0 l d" den PiDpagandarcdnern Frankreichs leistet? Man mühte beide Augen ver chliehen. um die Verwandtschaft der Gesinnung hier unD dort nicht u sehen. Dies ganze Treib.n, Das sich heute mit den Farben der Republik deckt, stellt eine Bewegung dar, wie sie sich die Feinde Deutschlands nur wünschen können, und in der Tat bringt ihr Frankreich sein ganzes Wohlwollen entgegen. Wie sollte es nicht! Das Versailler Diktat leitet alle gegen Deutschland gerichteter De tim- mungen aus der Kriegsschuld Deutschlands ab, welche es als erwiesen hinstellt. Jedem Versuch, die unerträglichen Lasten durch moralische Einwirkung, also friedlich zu milde.n, ist damit der Weg gewieen: Untersuchung und Klärung der Schuldfragei Gerechtigkeit an Stelle der Gewalt! Jetzt kommen französische Propagandisten nach ' Deutschland, können in öffentlichen Räumen auftreten und erklären: Deutschland hat die Schul? f rage ruhenzu lassen I Der preußische Militarismus hat den Krieg verschuldet! And als Schutzparade umgibt den Franzosen das Reichsbanner Schwa rz-Rot-Gold und der Beifall dröhnt. Schwarz-Rot-Gold jubelt dem Franzosen zu, der hier in Deutschland vor Deutschen die Schuldlüge wiederholt. Aber nicht genug damit. Der Franzose soll den Triumph haben, auch in Potsdam zu spachen. Es mach! gar keinen ilnteif j>ieD, ob man Republikaner oder Monarchist ist. man braucht nur schlechthin Deutscher zu sein, so m ß man fühlen, was dies bedeutet Man kann als innerlich Deutscher nur ein De hättnis zu Potsdam haben, hier ist für Deutsche nur Ehrfurcht vor-der großen Tradition möglich. Hier lebte der Geist, der in einer Zeit des tiefen Zerfalls deutscher Macht einen neuen Mittelpunkt deutschen We.dens schuf Hier wurden die Grundlagen der neueren deutscher Geschichte gelegt. Ohne den Geist von Potsdam kein großes Preußen, keine deutsche Führung, kein Deutsches Reich. Was für den Engländer die Westminster- abtei, für den Franzosen das Panthron ist, das und noch mehr ist für den Deutschen Potsdam. Schwarz-Rot-Gold führte den Fvanzosen nach Potsdam. Schwarz-Rot-Gold umgab ihn als Schuhgarde. Schwarz-Rot-Gold jubelte ihm zu. Wir wollen nicht den Franzosen schelten. Er dient seinem Lande. Aber was sind das für Deutsche? ilnD wohin sind wir gek'mmcn, daß ein solcher Mißbrauch der Farben des Reiches möglich ist? Das Reich fordert Achtung vor seiner Flagge. Wir sind sie ihm schuldig, das ist feine Frage. Des Reiches Hoheitszeichen mag beschaffen sein wie es will, ihm gebührt unsere Achtung und mehr: unser Leben, wenn es gilt. Aber wenn das Reich eine F.agge hat, so muß es sie rein halten. Achtung vor den Farben des Reiches I Das gitt auch für die, welche das Reich regieren. Hier sind die Retchs- farben geschändet. Das sogenannte Reichsbanner soll die Republik schützen. Es ist nicht möglich, der Republik schwerer Abbruch zxa tun, als es hier geschehen. Auch die Republik kann und will ein Staat sein. Staat ist Macht nach innen und außen. Aber es ist schlimm für einen Staat, dessen offizielle Stützen den Anspruch der Macht nach außen verneinen. Dor der Dula Djomauria Niffia, Von E. v. Tlngern-Sternberg. Dula Djemauria Riffia ist der offizielle Rame für daS halb sagenhafte Gebirge des Rif, das sich, nur durch die etwa 30 Kilom.ter breite Meerenge von der andalusischen Küste getrennt, wild und unzugänglich an der Rordtüste Afrikas erhebt. Ettoa 300 Klm. lang, bei einer durchschnittlichen Tiefe von 50 Kilometer, ist d-teses Gebirgsmassw, dieses Land der Kabylen, im Saure der Iah - Hunderte und Jahrtausende niemals unter fremde Botmäßigkeit geraten; selbst die alten Römer, die die Alpenwelt beherrschten und Albanien bezwangen, drangen nicht in das Risgebiet ein, sondern ließen es unbehelligt rechts liegen, wenn sie auf der historischen Heerstraße, die zwischen dem Atlas und den Ausläufern des Rifs dahin- führt, an den Ozean oder nach den reichen Kolonien in Jberien zogen. Auch die Sultane von Fez und Marakesch. di? durch Iah.Hunderte unumschränkte Herren über Leben und Tod ihrer Untertanen in Marokko waten, waren im besten Falle im Rif nur Herrscher auf geistigem Gebiet und mußten es sich oft gefallen lassen, daß ihnen die Kabylen des Beled et Siba den Tribut verweigerten. In Wirklichkeit gehör! das Rifgebiet auch nur geographisch zu Marokko, seine Bewohner unterscheiden sich in Sprache und Gewohnheiten beträchtlich von den Mauren. Sie sind Derber und halten sich selbst für die Rachk ommen der Vandalen; ihre Hautfarbe ist weiß, wenn auch durch den Sonnenbrand und das Leben im Freien stark gebräunt. Der Ducht von Alhucemas gegenüber, in Adjir, hat Abd el Krim ben Kitabi fein Feldlager aufgeschlagen, dort hat er den Freistaat des Rif ausgerufen, Lei er nun schon fast vier Jahre in meist siegreichen Kämpfen gegen die Spanier verteidigt. In einer einfachen, ßeltartigen Hütte, vor der eine den Spaniern abgenommene Kanone aufgestellt ist, tagt Der Kriegsrat der Rifkabylen in Permanenz. An ihrer Spitze steht als fast unumschränkter Herrscher, als Haupt des Clans der Kitabi, Abd el Krim. Er ist ein angehender Fünfziger mit ruhigen, würdevollen Bewegungen und mit fast freundlichen, klugen Augen, die durchdringend unter dem grünen Turban, den er als Hadsch, als Mekkapilger trägt, hervorblicken. Wir alle Rifkabylen ist er ein geborener Krieger und ein unübertroffener Schütze und Reiter. Die nächsten Berater des Kabylenfürsten sind fein Bruder Muley Muhammed, ferner sein greiser Onkel Abd es Satan, auch ein Mekkapilger, der das fanatisch muhammedanrsche Element im R'skriege vertritt, Abd' et Krim brn Zian und Ci Mohammed Azarkane. Alle fünf sind Mitglieder des mächtigen Clans der Kitabi, so daß es eigen nich diese prinzliche Familie ist, die den Kampf gegen Spanien und für die Un» abhängigkcit ihres Landes aufgenommen hat. Sie wird allerdings von verwandten C4c»nS, wie z. B. von dem benachbarten von Beni älriaghel und einigen anderen mehr, tatkräftig unterstützt. Waffen und Geld liefern ihnen englische und französische Firmen, die zum Schaden Sparriens einen blühenden Schmuggel mit den Rifkabylen betreiben. Der Gefahrenbereich beginnt heute bei Tetuan. Vorgeschobene Posten, die mit Proviant und namentlich mit Wasser zu versehen den Spaniern viel Mühe und Blut kosten, rücken in die Berge. Die Heeresleitung versucht jetzt ihnen durch Aero- plane Konserven und Säcke mit Eis zu kommen zu lassen, die aus der Höhe herabgeworfen werden, aber die Flugzeuge werden häufig abgeschossen, auch ist das Fliegen in der wilde r Drrg- landschast oft eine älnmvglichkeit. Teuai ist der Endpunkt der Dahn und der Sih des Oberkommandos Über die dort konzentrierte spanische Feldarmee von etwa 120 000 Mann, die aber keine Dewegungsfreiheit hat und sich nicht in geschlossenen Kolonnen in die wilden Schluchten der Risbevge wagen darf, da sie. kaum daß sie einen Engpaß betritt, von den Höhen mit Granaten und V!aschinengewehrseuer niedergemäht wird. Auf den engen, unwegsamen Maultierpfaden, die über die Pässe führen, lauert hinter jedem Felsblock ein Feind; so müssen denn die spanischen Truppen Wunder an Tapferkeit und Llmsicht vollbringen, um an der Ostfront einen Erfolg zu erzielen. Tetuan ist eine alte Piratenstadt, die schon manchen Sturm auszuhalten hatte. 1860 wurde sie zum Teil zerstört. Heute sieh! se mit ihren weißen, hellrosa und hcllb.auen Häusern, mit den flachen Dächern, auf denen die vermummten Gestalten der Frauen hin und her huschen, mit engen und winkligen Gassen wie ein versteinertes Märchen aus Tausend und einer Rächt aus. Lieber den versteckten (Sorten und über den Patios mit den marmornen Springbrunnen und den Rasenflächen vagen h>ch in freu heißen Himmel Dattelpalmen. Die Sonnenstrahlen brennen wie Feuer. Tetuan ist keine richtige Derberstadt. Den Hauptteil der Devölkerring bilden die Mauren b. b Die mit spanischem Blut gemischten Araber die sich heute kaum mehr durch kriegerischen (Siter auszeichnen, deren Sympathien a er voll auf feiten der kämpfenden Bruder im Rif liegen die sie auf Schleichwegen mit Rachri ch'en und 'Waren versehen. Wenn Die schmetternden Fanfaren De8 spanischen Militärs zum Marsche rufen, so blicken Die Männer finster zu Boden Und murmeln unverständliche Flüche, und wenn dann von Scheschuan her dumpfer Kano^i- donner grollt, fo wird auf einen Sieg von Aed el Krim gebaut. Richt etwa, daß die Mauren die Spanier Haffen, denen sie viel verdanken; Schwarzrotgold. Eine Betrachtung von August W i n n l g. Die Farben allein tun'S nicht. Die wirknngs- vollsten Töne geben noch kein Symbol. Es kommt immer auf Den Geist an Als Di? Deutsche Republik die alten Durfchenschastlerfarbea erwählte, glaubte sie einen guten Griff zu tun. Sie erinnerte daran, daß einst Die begeisterte Deutsche Jugend unter SchwarzrotgolD für das einige Groß Deutschland gekämpft hatte. Ganz gewiß hatten diese Farben eine Tradition und wahrlich keine schlechte. Als enger dynastischer E gennuh den Weg zu nationaler Größe versperrt , empörte sich der heiße Wille der geistigen I -gond der zu deutscher Einheit, F eiheit und Größe strebte De • setzte das Vaterland über die Landesväter und setzte Den Dutzenden von Landes, arben das schwarzrotgoldene Darrner entgegen Da w rden diese Farben ein Symbol, ein Symbal D s deutschen Schmerzes und *d s Deutzen Stolzes, der deutschen Lieb' und des deutsche! Hasses, aber immer ein Symbol des Willens zu nationaler Gröhe Es war Schwarzrotgoldener, Der das LieD Der Deutschen dichtete Deutschland, Deutschland über alles! Der Wechsel von Schwarzwe hrot zu Schwarz- rotgold hätte einen guten geschichtlichen Sinn haben können. Gr hätte gerechtfertigt werden können durch die Tat. Roch haftete diesen! Farben Der große deutsche Gedanke an. Die Fürsten, an denen seine Verwirklichu-'g einst, wenigstens äußerlich, gescheit:rt war. waren entthront und machtlos im Exil Jetzt war zu seiner Verwirllichung, Die von der Stimmung d.s Volkes gefordert ward, nichts weiter notig als das Herz zur Tat. Aber das hatte die Republik nicht Sie Ditte ein schwaches Herz, und sie wagte es nicht, das E.tei zu schmieden, solange es heiß war. Sie wartete und horchte nach Paris, und sie unterließ aus Schwachheit, sich wenigstens diesen einen geschichtlichen Sinn zu geben. Doch schon vorher war ein Schatten aus Schwarzrotgold gefallen. Daran trugen Die. welche diese Farben wählten, gewiß k tne Schuld, und sie wußten es vielleicht nicht einmal. Aber es ist doch eine Tatsache, daß Di e Deutschen Deserteure in der Schweiz und in Holland, d e Greiling und Stilgebauer und die späteren F ihrer Der rheinischen Separatisten. Die, während Die deutsche Ration auf Tod und Leben rang, für französische F anken gebens Deutschland sudelten, dies, Schwarzvotgold als Iihre Farbe in Anspruch nahmen und viele ihrer Verräterschriften in Schwarirotgold erscheinen ließen. Das ist für dies F^rben- 1 I pflegen der Ruhe oder ziehen nach den südlicheren ge- | Gegenden, um den Ball übers Retz zu jagen. 3n anderen Ländern hat man längst große Hallen, in denen auch im Winter Tennis gespielt werden kann. Deutschland ist hierin noch weit zurück; die wenig vorhandenen für diesen Zweck geeigneten Räume genügen längst nicht Dem Bedürfnis. Besser haben es die Fechter. Die Boxer und Die Schlverathleten. Ob in der Halle oder im Freien ist für ihre Sportzweige ziemlich gleichgülttg. ja fast möchte man sagen, daß ihnen Der Winter mehr Anhänger bringt als die warme Jahreszeit. Zu Abd el Krim in das Feldlager pilgern die Heldensänger und Märchenerz aller. Dort fingen sie ihre guttuoal rhtzttnn scheu Weisen und begleiten sie mit der Kameidja und dem Tar. einer Art von baskischem Tamburin. Die Fürsten des Clans sitzen in ihren Zelten mit untevgeschlagenen Deinen auf kostbaren Teppiche ' und lauschen andächtig und träumend den Liedern, den neubet ghrrnala. die ihnen von den Helfen- taten vergangener Zetten, von der Herrlichkeit der Kalifenhnnschaft der Onrojaden in Granada. Sevilla und Cordova berichten, oder den ncqlabat, das sind bachttchr Liebeslieder Ernst und würdevoll. in einen schneeweißen Durnus gehüllt kommt Dann Der Märchenerzähler, ähnlich wie Die alten Darden, In das Kriegs lager. Ka e nzen betonend, erzählt er Begebnisse von Kalifen und Djins. Die rauhen Zuhörer scheinen gar nicht an seinen Worten zu zweifeln, sondern sie erleben das Märchen mit ihm. In Qllalaga, in Cadiz und in den anderen Hafenstädten Spaniens, werden Die Transporte gesammelt, Die a l s Verstärkungen nach Marokko herübergeschickt werden. Alle die jungen Burschen mit Blumen im Kn-pfloch, dir, begleitet von ihren Müttern, Schwestern uiD Dräuten, singend durch die Straßen ziehen, müssen jetzt hinaus in den schrecklichen Kr.eg mit den Kabylen. an dem Spanien vcrb ut.t und von Dem es nicht frei zu kommen vermag Es ist das Jahrhunderte alte Schicksal Spaniens, mit Den Mauren kämpfen zu müssen. Die gelb-rten Fahnen wehen. Der flotte Königsmarsch ertönt, und das Volk ruft: Viva! Cs liegt eine gewisse furchtbare Romantik in diesem Rifkriege Es ist, als wäre es ein mitte la lterlicher Kampf, der jetzt freilich mit modernen Kr.egswafsen und nicht mit den krummen SarazenensäbAn zwischen Christentum und Islam ausge- fochten wird. In Spanien ist Die religiöse Bedeutung des Kampfes sehr lcbmdig. und man empfindet einen tiefen Schmerz Darüber, Daß es gerade die befreundeten christlichen Rationen, Frankreich und England, sind, deren Kaufleute wegen 30 Silberlinge den Feind der Christen und Kämpfer Deä Islam mit furchtbaren Mordwaffen versehen. Ohne ihre Hilfe könnte Abd el Krim auf die Dauer keinen Krieg führen. Es ist vorläufig keine Aussicht, daß dem Blutvergießen Einhalt geboten werden wird, und niemand vermag zu erraten, welche Entscheidung das Schicksal bergen mag. Während Europa von Menschenrechten und Frieden träumt, liefert es nach China und Afrika Kriegswaßen, schürt in Syrien und Arabien. Es ist bekannt, daß Abd el Krim mit einem Lächeln Der ileberlegenfjeit pon den Verhältnissen in Europa spricht und daß seine Sheaks nicht einmal Interesse für europäische Kultur zeigen. Sie, denen Himmel und Erde gleiche Wirklichkeiten sind, Lächeln aus ihrer ruhevollen Höhe auf unsere Zivilisation, auf Die wir so stolz sind, hinab. haus ähiz, liefen« kiüaie '.htungen Teppiche fünft Anfmc 373 an Wi , te 5,w a.d. Fußsohlen : durch •Mil-# deben im Strang Apotheken. - h „Lebewohl Wer aber glauben sollte, daß die sportliche Betätigung im Freien nun ihr Ende gefunden: hätte, der wird schnell eines Besseren belehrt, wenn er Sonntags die Spielplätze aufsucht oder einen Spaziergang duich Den Wald, eine Reife ins Gebirge m icht Faßbali und Handball, Rugby und Hockey treten jetzt ihre Herrschaft an. Den Dallspielern gehört Der Winter. In Tausende von Mannschaften eingeteilt wird in verschiedenen Klassen in Rundenspielen sestgestellt, welche Mannschaft Die beste ist. Jede strebt danach, sich möglichst weit durchzukämpfen bis zum Endziel eines jeden Vereins, den Meister zu stellen. Nur starker Schneefall oder Tauwetter können die Dallspieler davon abhalten, ihrem Sport zu huldigen. Draußen im Wald aber tummeln sich die Läufer. In ihrem bunten Dreß streifen sie einzeln oder in fleinen Trupps kilometerweit durch den Wald, stärken Herz und Glieder und pumpen die Lungen voll mit köstlicher Luft. Gar mancher des Wegs kommende Spaz e ganger mag wohl verwundert diesem Treiben zuschauen, macht vielleicht auch einr- spöttische Bemerkung. Wei aber selbst erst c'.nmal in ruhigem Tempolauf, un- beengt durch Kleidung und sonstige Hindernisse, durch Feld und Wald, bergauf bergab gelaufen ist, Der läßt kaum jemals wieder von diesexn Spott IlnD dann der eigentliche Wintersport! In unaufhaltsamem Aufschwung bogr fien, zieht er in seinen verschieDenen Arten immer ireitere Kreise in seinen Bann. Wo im Sommer der Kiel der Ruderboote das Wasser schn tt und die blendend weiße Leinwand Der Segel sachten sich im Wind blähte, da gleitet im Winter der Schlittschuh oder Der Segelschlitten über die spiege glatte Flache, in den Bergen zieht Der Schneeschuh seine Spuren, und Die Jauchzer und Warnrufe Der Rodlei ertönen. In immer wachsenDec Zahl sieht man hier unter den Spotttreibenden auch das weibliche Geschlecht. Daß die Jugend bei solPiel des 1930- Rachwuches zuzusehen. Diese Mannschaft Dürfte in ihrer jetzigen Form die spielstärkste des Lahn- kreises sein. Weidig-Ttaffek. Tv. 1860 Bad--Rauheim in 45,6 Sek. Sieger! 2< Butzbach. 20. Oft. Mit Dem gestrigett Abturnen des hiesigw Turn- und Sportvereins war die Austragung des Weidig- Schildes verbunden. Der kunstvolle WanDer- preis, der zur Erinnerung an Den hessischen Turn« vater F L. Weidig gestiftet worDen ist, amrDe vom Turnverein 1 860 Bad-Rauheim vetteidigt, Der mit zwei Mannschaften an getreten I ujni> Ziel« der dsttfchen Technischen Hochschulen". LJ « <*b F. G. Leserkreis. Anzeiger".) dec s-en sich nicht scheiden/ 1110 ten Sprache ein grobes Publikum. 1118 Aach drm 2 Teller ,,MA66ls gute, sparsame Küche" bis bis voll er das Wort erfüllte, das er selbst geprägt hat: „Leben und Kunst müssen eins sein und dür- bildungen nach Radierungen, Zeichnungen Oelgemälten Ludwig Richters mitgegeben, ihrer Gegenüberstellung mit dem Text, bei Vergleich twn Leben und Kunstwerk tritt hervor, wie in beiden dasselbe atmet, und Danknotea. (Ohne Gewahr.) und Bei dem klar tote Hochschulnachrichten. Don der Technischen Hochschule Darmstadt. Bom Weltgetreidemarkt. An den GetreDemärkten stellte sich in Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener — Max Vrod, Das Leben mit einer Göttin. Kurt Wolfs-Verlag, München. — Das neue Werk Max Drvd ist ein Buch der Leidenschaft, der Eifersucht unb der grenzenlosen Liebe. In ihm werden die Beziehungen zwischen Mann und Frau aus ihren gcheimnisvollen Ergründen her entwickelt. Die beiden Helden der Handlung sind mit natürlicher und sympathischer Lebendigkeit gestaltet. Der Roman verdient in seiner dezent gehaltenen Form und ästhetisch durchgebildc- Frhrn. v. Gagern, aus der Bücherei von Berg und Wald. Vom Weidpfad und vom Schuppenwild. Verlag Richard Eckstein Rachfolger, Leipzig. Der bestbekannte Schriftsteller schildert „3m Büchsen- licht" als Kenner der Tier- und Menschenseele in offener Deichte sein Iägerleben und seine Jagd- Passion. Es gibt für ihn „keine Leidenschaft, keine Steigung, die bestehen kann vor dem Iagd- trieb". Friedrich v. Gagern singt hier einen Sang der Iägerlust, von Menschenfveud und Menschenleiö: ein Dichter, der in der Heimat wurzelt, so sehr er auch im Leben hin und her verschlagen wurde. Diese Liebe zur Heimat und zur weidgerechten Büchse der Ahmen ist eS auch, die uns mit dem Menschen und Jäger bald innig vertraut macht. Prächtige schwarz-weiße Zeichnungen von Paul Haase zieren dieses Buch, das ein echter Dichter und Weidmann mit Herzblut geschrieben hat. Wir wünschen ihm einen weiten war und alldS daran fetzte, sich test Preis für etn weiteres Jahr zu sichern. Im vorgeschriebenen Viermal°100-Meter°Lauf ging die 1. Mannschaft des Vereins (Langsdorf, Ackendorf, Morler, Baumblatt) nach 45,6 Sek. durchs Ziel eine Leistung, die bisher bei der Weidig-Staffel noch nicht erreicht worden ist. Die zweite Mannschaft des Tv. 1860 Dad-Rauheim folgte mit 48 Sek., die erste Butzbacher Mannschaft blieb dagegen etwa 3 Meter zurück usw. In feierlicher Handlung überreichte der 2. Vorsitzende des Turn- imb Sportvereins Butzbach, Turner Henkelmana, den Dad-Rauheimern den wohlverdienten Schild mit dem Wunsche, daß es der vorzüglichen. Mannschaft vergönnt sein möge, im nächsten Jahve den Wanderpreis endgültig für den Bad-Rau- Heimer Turnverein zu erringen. Die Veranstaltung wurde von Dezrrksturnwart Fritz Gries (Dad- Rauheim) umsichtig geleitet und konnte so reibmurslos duichgefichrt werden. ■) Dom Ructzahlungswert. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M., 21. Oft. 10,90, Torfmelasse 9,10, Kartoffelfl-octen 19,25 19,50 Mark. Bücherlisch. • „Im Düchs en licht", von Friedrich vergangenen Woche heraus, daß die zweite Hand teilweise von chren Oktober-Abschlüssen zurück» treten muhte, da die bereits im letzten Bericht erwähnte Abschwächung der höchsten Preise für Getreide weiter anhieck. Die Aufnahme der dadurch an den Markt gekommenen Ware ging nur zu erheblich ermäßigten Preisen vor sich, die natürlich nicht cch.re Rückwirkung auf die amerikanischen Märkte waren. Insbesondere die Rotiz für Roggen, der bei den jetzigen Bewegungen die Führung hatte neigte HvwohL in Berlin als in Reuyork stärker nach unten. Der ebenfalls stark gesenkte Stand des 'W e i z e n s konnte sich jedoch nxeter heben. Im Verlauf der Woche wurde infolgede fen das An- gebot von feiten des Inlandes wiederum geringer, so daß zu dieser Zeit Roggen und Weizen Telle ihrer Verluste wieder ein holten. Allerdings war diese Belebung dadurch gehemmt, daß der amerikanischen neuerlich einsehenden Hausse das immer noch nicht vollbefriedigte Abgabebedürfnis der deutschen Importeure aus ihren Oktober-Abschlüssen en gegentrat. Im allgemeinen muh gesagt werden, daß an den deutschen Märkten die Geschäftstätigkeit sich im allgemeinen in sehr engen Grenzen bewegte. Die erwähnten vorübergehenden Preissteigerungen führten hierin keinerlei Aenderung herbei, denn im regulären Bedarfsgeschäft blieb die Lage ruhig, während die SpelUlation für . die Aufnahme neuer Mengen wenig .Untemeiy’ mungslust zeigte. Die Stockung, die gleichz.'ttig int Mehlgeschä ft eintrat, vermochte natur- gemätz auf den Getreidehandel nicht belebend ein- zuwirken. Für diesen wird vielmehr die in Monatsfrist beginnende Ernte der südlichen Länder von ausschlc^gebender Bedeutung sein. Die Schätzungen, die neuMdings einlaufen, halten sich etwas unter den zunächst gemeldeten. Das trifft sowohl für -lrgentinien zu, von dem man in den südlicheren Gebieten zwar über weiter günstige Witterungsverhältnisse berichtet. In den nördlicheren Provinzen scheint es j^vch, als wenn die Früchte durch die vorangegangene Trockenheit gelitten hätten. Die australischen Schätzungen von etwa 20 Millionen Quarters werden neuerdings auf 18 Millionen Quarters berichtigt und lauten teilweise nach darunter. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich die tatsächliche Ernte dieser Gebiete gestalten und damit das Riveau der Weltmarktpreise beeinflussen wird. Bon den deutschen Märkten ist im übrigen noch hervorzuheben, daß Mais und Hafer durchaus behauptet lagen. Im Futtermittelgeschäft waren die Verätrderungen nicht von großer Bedeutung. An einzelnen Märkten zeigten sich die Abgeber zu Preisnachlässen bereit. Hülsenfrüchte wurden zwar zu Speisezwecten entsprechend der fortschreitenden Jahreszeit mehr beachtet, doch erfuhren die Preise hierdurch keine nennenswerten Veränderungen. — Ludw i g Richters Tagebücher und Iahreshefte 1821—1883. Ausgewählt von Robert Walter. Mit vielen Abbildungen nach Radierungen, Zeichnungen und Gemälden Ludwig Richters. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 36. — Die Kunst Ludwig Richters ist zum Symbol der schönsten deutschen Gemütskräfte geworden, nicht durch artistisches Können, sondern durch die tiefe Schlichtheit der Persönlichkeit, die sich in dieser Kunst ausdrückt. Darin beruht auch der Wert der Selbstzeugnisse in seinen Tagebüchern und Iahresh-eften. Der vorliegenden Auswahl, die alles Wesentliche gibt, sind viele Ab- Wirtschaft. Die Lage jm Eisenerzbergbau des Lahn-Dillgebiets und Oberhessens. Aus dem Eisenmarkt im Lahn-Dillgcbiet und Oberhessen hat sich die Läge im Monat September gegenüber dem Vormonat nicht geändert. Die Hoffnung, daß mit der Annahme des Dawesplanes ehre Besserung auf dem E.fen- .steinmarkt eintreten tourte, hat sich in keiner Weise erfüllt. Reuabschlüsse auf Lieferung irgendwie nennenswerter Mengen — auch in den besseren Sorten — fcn$> nächt getätigt worden, was darauf zurückzuführen ist, daß ein Preis - abba u für die im <3 ruben betrieb benötigten Materialien auf den Vorkrtegsskrnd oder wenigstens annähernd darauf noch nicht eingetreten, ist. Die am 20. August ds. Is. ein getretene, Frachtermäßigung der Erze hat sich als durchaus wirkungslos und unzulänglich erwiesen. Die Herabsetzung des Tarifes 7 vom 18. Sept, ab wirkt sogar als ein Abbau des Ende August dem Ausnahmetarif 7a gewährten Vorsprungs. Solange die alte Forderung auf Gewährung mindestens der Dorkriegssätze nicht bewilligt wird, ist an eine Wiederbelebung des Absatzes nicht zu denken. ■■ f. alle Zeitungen Pfeiffersche Buchhandlung Walltorstraße 21 Tel. 1342. 7S50D Berlin, 21. Oft. Obwohl die innenpolitische Krise, die die Gemüter seit Wochen erregt hat, nunmehr geklärt ist, bedeutet doch die Aus- llrsung des Reichstages eine unerwartete Wendung, auf die man sich um so weniger einstellen kann als die gestrige Protestkundgebung gegen die Borsen-älmsaysteuer mit einem Schließen der Börse für einen Tag endigte. Es gilt also heute, die Ereignisse, die sich über das besonders lange Wochenende vollzogen haben, börseniechnisch auszuwerten. Besonders schwer betroffen ist von der unerwarteten Wendung der Anleihemarkt. Die Auflösung des Reichstages und die Aussichten auf eine nach der Wahl wieder einsehende Kabinettskrise zerstören auf lauge Zeit alte Hoffnungen auf eine baldige Lösung der Aufwertungsfrage, denn es ist klar, teiiß in dieser Angelegenheit nichts geschehen ka m, s lange nicht eine neue Regierung Je(t im Sattel sitzt. Die Kurte der inländischen Anleihen waren sämtlich von Anfang an stark gedrückt. Man handelte gegen Mittag Kriegsanleihe mit 525, 3^/°prvz. Preuh. Konsols bei großem älmsotz mit 1375, 23er K.-Schätze mit 175. Am Markt der Industriepapiere liegt das Geschäft völlig darnieder. Man fürchtet, daß die innerpolittschen Vorgänge eine ungünstige Wirkung auf den Fortgang der prüften Kredilvrrh mi>Lu:*gm mit dem Auslande ha«n werden. Die Hoffnungen auf eine Besserung der Konjunktur noch vor Weihnachten sind jetzt stark gesunken. Man rechnet mit der Möglichkeit, daß die im Geschästsleben seit einigen Wochen zu beobachtende Besserung einem erneuten Rückschlag weichen wird, zumal die Möglichkeit ausgedcthnter L o h n k a m p f e durch die in letzter Zeit eingetretenen Erhöhungen aller Preise für die wichtigsten Lebensbedürfnisse stark in den Vordergrund tritt. Diese pessimistische Beurteilung der wirtschaftlichen und politischen Aussichten führten zu allgemeiner Zurückhaltung der Börse. Don außerhalb lagen so gut wie keine Orders vor. Am Geldmarkt ist die Lage unverändert. Verhältnismäßig leicht ist .tägliches Geld zu haben: auf längere Sicht will sich jedoch niemand binden. Am Devisenmarkt ist die Lage unverändert. Im Verlaufe des Börsengeschäftes zeigte es sich, daß der gestrige Protest ter Börse in vielen Beziehungen komplizierte Fragen zutage gefördert hat. Eine derartige üknttwbrechung des Börsenverkehrs ist ein Rvvum, das d e verscheden- artigften kaufmännischen und juristischen Folgen haben kann. Bei zahlreichen Orders, die für gestern gegeben waren, war man sich heute nicht darüber klar, ob diese auch heute noch ausgeführt werten dürften und sollten. Infolgedessen bestand am Markt ter Industriepapiere eine gewisse ^Unsicherheit. Am Montan- markt ütertoogen die Abschwächungen. Am Marit ter Chemischen Aktien waren die Kursschwankungen nur ganz geringfügig. Elek- trowerte waren ebenfalls in der Hauptsache gut gehalten: rückgängig waren lediglich Sre- mens-Schuckert mit minus 1,4. Metall- and schwachen Verlauf ter Mittagsbörse konnte sich an ter Abenteorje namentlich für heimische und ausländische Renten eine freundliche Stimmung durchsetzen. Deutsche Anleihen begegneten wieder größerem Interesse. Lebhaft gefragt waren 31//» proz. Preußische Konsols, die um weitere 10 Mil- liarten auf 1400 Milliarden höher gingen. Dagegen formten öbrog. Kriegsanleihen ihren Mittagsstand nicht behaupten urti> gingen um 9 auf 530 Milliarden zurück. Preußische Schätze von 1914 notierten 850, 24er Schätze 330 Milliarden. Lebhaftere Umsätze vollzogen sich ferner in ungarischen Renten, die infolge der Wiederaufnahme der Verhandlungen mit ten Rachfolgestaaten zwecks älebernahme eines Teiles ter ungarischen Schuld angeregt verkehrten, Ungarische Goldrenten notierten 9i/4 plus ca. 0,9, 1914er .Ungarn 65/8 plus 0,4, .Ungarische Kronenre.tte 1,8. Auch Salonik-Monastier gingen auf 6'/z höher. Für Industriewerte blieb das Geschäft ruhig, doch war die Tendenz ziemlich fest. Größere Veränderungen waren nicht zu verzeichnen. Montcmwerte vernachlässigt, Rheinische Braunkohlen 271/». Tellus 2 55, Anilinwerte leicht gebessert, Badische Anilin IS3/* bis 187/8 plus ca. 0,2 Th. Goldschmidt ll3/4) Höchster F rben 16,8, Holzverkohlung 6'/z. Rütgerswerke 16 plus 0 25. Von Elektrowerten gingen Licht und Kraft mit 7i/4 um. Am Dankenmarkt war die Stimmung etwas fester, namentlich für Dv^dner 7 Geld pluS V8, Berliner Handelsgesellschaft 24 plus 0,3, Kommerzbank 41/», Darmstädter Dank 8V2, Rheinische Kreditbank 2,3. Mitteldeutsche Kreditbank 1,5, Oeslerveichische Kreditaktien 0,325 minus 0,12 Milliarden Prozent. Sonst kamen noch zur Rotiz Kleyer 1,95 Aschaffenburger Zellstoff 19 minus 0,25, Lokomvtiv Kraus 3,9 plus 0,1, Cement Heidelberg 20'/» minus 0,1, Wahß und Freytag 2,5 minus 0.1, Hoch- und Tiefbau 2 minus 0,1, Spinnerei Hammerfen 22 plus 1 Billion Proz., Gebr. Iunghans 10 plus 0,25 Rheinisches Metall 73/8, Julius Sichel 3,2, Badischer Zucker 23/8, Heilbronnzucker 2,35. Deutsche Stadtanleihen konnten ihre mittag^ erzielten Besserungen behaupten. Im Freiverkehr wurden genannt in Billionen Prozent: Frankfurter Stadtanleihe 5Vs. Kölner Stadt an leihe 5, Münchener Stadtanleihe 8 Brief. Mannheimer Stadtanleihe 53/8. Die Börse schloß unter weiterer Bevorzugung und Rachfrage für ungarische Goldanleihe in ziemlich fester Haltung. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark auSoedrmtt- Bueno<-«trr«, London, Wen» York, Japan, Rio de Jauctro für eine Einheit. total anb Budapest für 100000 Chibftt-m, alle« äbrlflt für 100 $iu freiten.) Telegraphische Auszahlung. — Italienfahrt von Friedrich Carl Butz, Verlag von Gerhard Stallmg, Oldenburg i.O. Butz weih über das viel behandelte Thema sogar viel Reu es zu sagen. Das Geheimnis des Erfolges des Autors liegt vielleicht darin, daß Buh mit den Augen eines überlegen lächelnden, alles verstehenden Philosophen gereist ist, der die politische und künstlerische Geschichte des Landes genau kennt, und daß er alles Geschaute mit ten Verhältnissen ter deutschen Heimat in Beziehung zu bringen weiß. So reifen wir mit dem amüsanten Erzähler nach Italien und sehen durch die italienische Brille die deutsche Heimat. 1148 — Albrecht Janssen: „Das einsame Land". Geschichten aus ten Rordsss- marschen. Verlag Richard Hermes, Hamburg. Albrecht Janssen ist nicht nur ein Dramatiker, ter straff und konzentriert zu gestalten weiß, sondern zugleich ein Erzähler von starker Begabung. Das beweist aufs neue sein jüngsten Rovellenband, dem er als bezeichnenden Gesamt- titel die äleberschrist der besten ter darin enthaften en fünf Geschichten gegeben hat. „Das einsame Land" ist ein schlichtes, tief empfundenes Buch, aus Heimatsehnsucht und Heimatli.be geboren, mit den Augen eines Künstlers gesehen, ter seine stärkste Rote gerate darin hat, daß fein Blick stets auf das Wesentliche gerichtet ist, ohne daß dabei all das blühende Geranie von köstlich gestricheften Raturfchilderungen, von allerhand fast verschollenem Märchen — und Sagengut vergessen ist, das den RoVellen noch einen besonderen Reiz verleiht. 1152 Ppnnefeldt’sTee J8L 3L aromatisch und ausgiebig, billig im Verbrauch Niederlagen in allen Stadtteilen Maschinenbau- Acklken notierten aad* gestrigem Stande. Texti Iwerte unverändert. Ausländische Renten anziehend. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 21. Oft. Cs tourten notiert: Weizen, 23,25 bis 24,25, Roggen, inländ 23 bis 24, Sommergerste für Drauzwecke 25 bis 28,75, Hafer, inländ. 20 bis 23, Mais, gelb 20,25 bis 20,75, Weizenmehl, inländ., Spezial 0; 35 bis 37,50, Roggenmehl 33,75 bis 35,50, Wrizen- lleie 12,50 bis 12,75, Roggenkleie 12,25 bu8 12,50. Tendenz: Matt. Berliner Produktenbörse. Berlin, 21. Oft. Der Produktenmarft war heute flau, die älrnfahtätigkett war auherordentftch gering. Fast durchweg wurden die Preise nicht unerheblich herabgesetzt. Es notierten pro 1000 Kilo: Weizen, märk. 218 bis 223, Roggen, märt. 212 bis 218, Gerste, märt. 240 bis 270, neue 215 bis 230, Hafer, märt. 182 bis 195, Raps 390 bis 400, Leinsaat 400 bis 410; per 100 Kilo: Weizenmehl 31 bis 34,25, Roggenmehl 30 bis 34^..Weizenllete 13,50, RoggenKeie 12,80 bis 13, Vittoriaerbsen 34 bis 38, Heine Erbsen 24 bis 26, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 17 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 18 bis 20, Lupinen, blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19, Serradelle, alt 14,50 bis 16, neu 20 bis 24, Rapskuchen 16, Trockenschnitzel 10,80 Wer schnell eine gute Suppe kochen will, nimmt Maggi's Suppen-Würfel (zu 12 Pf. für 2 Teller) und kocht diese nur noch kurze Zeit nach Vorschrift lediglich mit Wasser.^ — Alles sonst Erforderliche ist in den Murseln enthalten. — 25 Sorten wie Grünkern, Königin, Eier-Sternchen, Reis mit Tomaten, Erbs, Tapioka echt, Rumford, Pilz, Reis usw. Kennzeichen: der Name Maggi u. die gelb-rote Packung. 8198c Remark. doll doll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll - Aus der Dasaltindustrie des Westerwaldes. Die Dasaltinduslrie hn Westerwald hat in den letzten Jahren einen starken Aufschwung erlebt. Die Belegschaften sind seit dem Kriege zum größten Teil wesentlich verstärkt tourten; die Lieferungen, besonders in Heinern Pflastermaterial, haben daher einen bedeutsamen Umfang angenommen. Es besteht reichliche Rachfrage, so daß die Preise dementsprechend hoch sind. * Auf wertun g der Danziger Stadtanleihe. Die Stadt Danzig teabftch- tigt, ihre Dorkriegsanleihen aufzutoe.ten, und zwar soll durch die Berliner Hantelsgescll- schaft allen Anleihckesitzern vorbehaltlos e i n An gebot von 10 Proz. in Gold gemacht werten, so daß für 1000 Mark nom. Danziger Stadtanleihe 100 Gm. erffeattet werten. * Ford baut deutsche Kleinflugzeuge. Der bekannte bremische Großkaufmann Generalkonsul Ludwig R 0 f e l i u S weift zur Zeck in Amertka. um mit Henry Ford über die Herstellungsrechte eines deutschen Kleinflugzeuges in den Derein. Staaten zu verhandeln. Es bauteIt sich dabei um einen kürzlich von ter Pocke-Wulf- Flugzeug-Dau-A.-G. in Bremen herausgebrachtes Kleinverkehrsflugzeug, das mit einem Motor von nur 75 P. S. einen Fahrer und drei Passagiere, d. h. eine Gesamtnutzlast von 400 Kg. bei nur 570 Kg. Leergewicht mit 145 Kilometer Stunten-Geschwindigkeit befördert. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.'/ * Darmstadt, 21. Oft. (Eigener Bericht.) Heute fand in den üblichen feierlichen Formen die Uebergabe des Rektorats de r Technischen Hochschule durch ten bisherigen Rektor Prof. Dr.-Ing. HSidebrock an ten neugewählten Rektor Prof. Dipl.-Ing Dr. S ch l i n k statt. Der neue Arttor hielt eine Rede über „Inhalt 1—- 20. Oktbr. 21. Ott r. Nepart. vmtlichr 9iot(etmta Vlintii U« Jtorrrn 1, Geld | Brief Geld Brief 20. 21. Amst.-Rolk 163,13 164,81 1..4.59 165.41 voll voll Brll. ylntw 20,18 20,28 20,05 20,15 Doll voll Thristiania. 59,75 60,50 69,75 59,95 voll voll Kopenhagen 72,22 72,68 71,745 72,10. voll voll Stockholm . 111,47 112,03 111,37 112,93 voll voll LelstngforS. Italien. . . London. . . '.Reuhort . . 10,53 18,29 10,59 18,39 10/0 16,26 10, 6 1y,36 voll voll voll voll 18,82 18,91 18,625 18,91 voll voll 4,11 4,21 4,14 4,21 voll voll Parts Schweiz . . 21,97 12,0^ ci,8i £1,91 voll voll 80,425 80,825 8^,70 80,90 Doll voll Spanien . . Wien In D-» 68,10 66,44 66.16 66.44 voll voll Oest. abgest 5,915 6,945 8,915 6,945 voll voll Prag . . . 12,49 12,55 12,49 12,55 voll voll Budapest . . 5,16 8,48 5,16 6,48 voll voll Buen. AireS 1,54 1,65 1,64 1,55 voll voll Bulgarien 8,05 3,07 3,04 3,66 voll voll stapan . . . Wo de Ian 1,‘05 1,615 1,605 1,615 voll voll 6,465 1.47, MGS 6,47 voll voll Dekirad . . 6,09 5 6,125 6,075 6,105 voll voll Lissabon . 13,72 '..,78 16,96 16,04 voll voll Frankfurt-, M. Berlin 5n Billionen Prozent Schluß Aurs Schlubb. Abend» börse Schlust. Aurs Schluhk. Mittag- bSrse Datmn: 20.10.I 21. a 20.10. 21.10. 5*/, Deuttche RetchSanlethe . 0,5876 0,-30 — 0,530 4% Deutsche RcichSanletfr« . — — — 1 9V«e/o Deutsche Reichsanleifrr 8% Deutsche Rcichsanleide . Deutsche Svarpramienan leihe — — —— <1,983 _ _ — 1,450 0,400 4°/o Preußische ötonsolS , . . — — — 1,075 4O;o Hessen . ......... — — — 1 3Ve% Heften....... . . — — —— 1,2 3°/o Heften........... — — 1,125 Deustche Wertb. Dollar-Anl. dto- Doll °Schatz«Anwetsug.'> — _ — 4,2 — — — 87,3 4'/° Zolltütten......... — — 9,50 5°/e Toldmettkaner...... — — 40,5 Berliner Handelsgesellschaft 24 24 — 24,13 Commerz, und Privat'Bauk 4,5 4,50 -• 4, > Darmst. und Scaiionaldank - 9 8,: 0 — 8,8 Deutsche Bant........ 10 — 10,10 Deutsche BcreinSbank .... — — —■ — DiSconto ßommaiibft ... 13,13 — •— 12 Metall dank........... — —- — Mitteldeutsche Creditbank. 1,65 C,3dO 1,5 — 1,60 Oesterrcichische Creditanstali 0,325 — 0,326 Westbank............ — — — 0,376 Bochumer Guß ....... — — — 47.25 BuderuS............ — — — 9 35 Caro ............ — — — 9 9u Deutsch-Luxemburg...... 51 — — 51,25 Gelsenkirchener Bergwerke. . — — 62,10 Harpener Bergbau...... Kaliwerke Äschersleben. . . . — — 83 — — — 11,2 Kaltlverk Westeregeln. .... 15,75 15,75 Lauradütte........... 4,76 — — 4,50 Oberbedarf........... — — — 9.50 Pyönir Bergbau....... Ryetnftabl......... , Riebeck Montan........ 48,75 — 38,5 35 — — — 34,3 TelluS Bergbau........ 2,5 2,85 — — Hambarg.Aurertta Paket. . . Norddeutscher Lloyd..... — — — 25,25 4,60 Lberamtsche Werke Albt» . -- — — — Zementwerk Heidelberg . . 2',rs 20,50 — Philipp Holjmann...... — — 5 Angko-Tont -Suano..... — — — 9,65 Badische Anilin........ 19,25 18,90 — 19 Chemische Mayer Slaptn . . —- — — Goldschmidt...... , . 12 11,73 — 12 Gries etmer Elertrou .... 17 —— — 16,5 Höchster Farbwerke...... 17 16,8 *• 16,90 volzverkoblung . . ..... 6,60 6,50 — — NütgerSwerke ......... Echeideanftalt .......- 17 16 — 16,40 All«. ElektrtzitStS-Gefellschast 8,40 — — 8,4 Bergmann ........... — — — 11,6 Mai'nkraftwrrtt . . ...... — — — — Schuckcrt............ — —— — 37,4 Siemens & Halske...... — — — 45,5 Sldlerwerke Kleyer ...... — 1.S5 — 2 Daimler Motoren. ...... 2,9 — — 2,80 Heyligenstaedt......... Megutn............. — — — 8,5 Frankfurt« Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . _ — — 1 Metallgesell-chaft Frankfurt. Union A.-G........ — — M 2,7 Schuhiabrik Her;...... — —- —- Sichel.............. 3,2 3,20 3,26 Zellstoff Baiufrof...... — — — 8,50 Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . 3 2,20 2,4(1 — — Frrnw. 21. Ottbr. Geld 1 Briel klmcrtkaiitschr Roten ..... 4,1) 4,21 Belgische Noten ........ 19,9. 20,05 Dänische Noten ....... . 71,54 ;i 90 Englische Noten........ 1?’r!1 Französische Noten ...... 11,8 11,95 Holländische Noten ...... V 4 l-i 1(,3 sttnlicntsche Noten ...... 18,26 18*3H Norwegische Noten...... 59,55 59,85 Deutsch Oe,tcrr, -l 100 Kronen 6,89 6,91 Rumänische Noten...... 2,41 2 43 Schwedische Noten ...... 111,27 111,83 Schweizer Noten....... 80 15 Ffi 7R Spanische Noten....... 56,05 £634 Tschechoslowakische Noten . . 12,45 12^51 Ungarische Noten . . ... 6,43 5,46 'A \ rm Lil W ?s mtt Wntwtr mit Ipvvtschem SSÖBi UM, rend fröhlich an. •n Sie ?" seine Augen vergnügt zwinLortt». .Wer ist d.e Frau?" fragte TXrvall lelchaft. Sie heißt Goncourt — Estelle Gvncvurt." „•ZBQtöi Cte mehr dazwischen gekommen, Herr Vesevre, so hätte ich sie seht. Ich hätte sie — sicher — in dem Augenblick gehabt, in dem sie nach Paris zu gelangen versuchten. Ich kannte ihren Wagen." Ter Präfekt war von Aeugierbe erfüllt. „Wieso?" "fragte er. „Mit Hilfe einer Vorrichtung, mit der Stapletons Wagen auetgzrüftet war. Tie eine Seite des Autos, in das er das Geld warf, war mit roter Farbe bespritzt. Ich Hütte es überall wieder erkannt." „Mein lieber Tuvall! Ich sollte Sic um Verzeihung bitten. Ihr Plan war äußerst geschickt und ich gebe zu, dah Sic ohne mein Zutun aller Wahrscheinlichkeit nach bek Leute gefangen hatten. Ich wußte, natürlich nichts davon Jedoch ein Trost bleibt mir bci ihrem Entwischen. Es wäre für mich äußerst unangenehm gewcsen, wem Stapleton sich hätte nihmen kom.en, daß fein Privatdetektiv da Erfolg hatte, wo die Pariser Polizei versagte." „Dann scheint es doch," sagte Tuvall etwas betroffen, „daß wir. wenigstens in die er Sache, einander feindlich gegenüberstehen." „Sagen wir bcsscr, mein Freund, miteinander in Wettbewerb stehen." Er legte seine Hand auf Tuvalls Schalter. „Sie dürfen mich nicht tadeln wenn ich einen Stolz auf mein Amt ha e. Als üic noch für die Stadt Paris arbeite.on, hatten Sie diesen Stolz auch. Ich bin wahrhaftig betrübt, dah ich jetzt über Ihe guten Tienste nicht verfüge. Jedenfalls tenf ich, geben S.e zu, mein Freund, daß dir junge Frau, die die Sache bearbeitet, nicht gegen uns ist." Der Präfett „Es kann Ihnen v.eluicht sonderbar scheinen, Herr Lefevrc, aber als ich zum ersten Mal Fräulein Gvncvurt sah, erinnerte sie mich stark an meine Frau." „An Grace?" „Ja Haben Sie die Aehnlichkeit raxfc nicht bemerkt?" „Jetzt, da Sie mich daraus ausmerksam machen! sic hat vielleicht ctw.»s AehnUchkeU mit ihr — in der Figur. Aber Ihre Frau i t blond, während Mademoiselle Gvncvurt ausgesprochen brünett ist." „Ja, natürlich, aber trotzdem ist die Aehn- lichkeit verblüffend." Er erh d sich, um wegzu- gchen. „Ich hoffe, Herr Präfekt, daß der entführte Knabe feinem Vater seh bald mrückge- g.ben werd.-n kann Ich sehne mich danach, nach Amerika zurückzul.hrm." „Was! Paris so schnell verlas'en? Wein lieber Tuvall, ich dacht:, Ihr Amerikaner liebt unsere Stadt so, daß Ihr sie nie zu verlassen wünscht." „Paris ist ja sehr nett, aber", er lachte traurig, „ich muß zu meiner Frau und auf mein ®ui zurück. Ich mußte mitten im Frühjahr, während der Pflanzzeit, fort.“ (Fortsetzung folgt) „Eine Französin?" „Zum Teil. Ich glaube, ihre Mutter war Engländerin. Tas Zwinkern (einer Augen verbreiterte sich — er lachte den Detektiv emsgelafsen Nur beste Qualitäten! Sämtliche Lebensmittel und Feinkostwaren in einwandfreier bester Ware preiswert Kakao Reichardt, Sarotti ufro., zu Originalpreisen, sowie lose ausgewogen, gute Haushalt- *'"■ 's,.. 90 Pf. Heinrich Driesch,Seltersweg70 Bestellungen werden bereitwMigst zugesandt, nach auswärts von 9 Pfund an Verpackung u. Vorto^fretj Tee Meßmer, Ronnefeldt, Drosch usw., sowie feinster loser Tee in verschiedenen Preislagen. 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Alle selbständigen Handwerker, Gewerbetreibende, Landwirte tun deshalb gut, sich stets vor dem Abschluß einer genannten Versicherung das Empfehlungsschreiben bzw. den Ausweis ihrer in Frage kommenden Organisation, Handwerkskammer, Gewerbeverein usw. vor dem Abschluß einer Versicherung von dem Vertreter zur Einsichtnahme vorzeigen zu lassen. Genauere, bereitwillige Auskunft wird erteilt in der Geschäftsstelle des hiesigen Gewerbehauses, Zimmer Nr. 1, vormittags von 10 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 5 Uhr. et«2o Dreiring- Sprüh-Seife die Seife ohne Soda und ohne Wasser? 26. Fortsetzung (Nachdruck verboten.) MX! ALdterihb. WlMMNWU!! ö! Illlllllllllllllllllllllllllll sachverständiger lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll UIIMIIW 024440 Schuhmachermeister b. d. Stud.-Hilse, Schöne Aussicht. 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Ich bin von Herrn Stapleton beauftragt." Lefevrc trug großes Erstaunen zur Schau. „Ist cs möglich, mein Fr.und? Das Vt wirklich eine schlechte Aachricht. Dieser Stapleton htt kein Vertrauen zu meiner Polizei mehr. Er stellt Sie an, um das herauszufinden, wofür er uns für unfäh g hält. Ich bin betrübt, mein lieber Tuvall, daß wir zwei ver.chiedenen Lagern angc- hören." „Aber ich wuchte ja nicht, dah Sie mich brauchen würden. Stapleton ist ein alter Freund. Ich konnte eS ihm nicht abschlagtm, ihm bcizu stehen." Lefevrc zwinkerte mit den Augen. „Dann — haben Sie schon irgendettoaS h.-rausgcfunden, mein Freund?" „Ja. Heute abend führte ich einen Plan aus, mit Hilfe dessen ich das Auto der Aäuber erkennen konnte, in wÄches Stapleton ein Päckchen bie yjS btt 23) iife imfl hackerbrau-Vier-palast München (Eröffnung Donnerstag, Öen 23. Oktober nachmittags 6 Uhr, mit Konzert und Schlachtfest BBeu- nnb Melbttnnhch Anmchhch liefert 5836a Carl Haas jr. 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