Mittwoch, 2^ Mai (924 » sich Erstes Blatt Jahrgang nspach zu ib Klauin- Die bayerische Regierung ibad) und iiimseuchr Die französische Kabinettskrise. Annahme von Hnjeigui für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeDerbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen D.70mm Breite 35 Goldpfennig, Plotzvorschrift 20°/„ Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friede. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumfchein; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gietzen. Der neue Berlin, 20. Mai. (WTD.) Wie aus parlamentarischen Kreisen verlautet, werden die vier Parteien der Mitte des Reichstags, nachdem inzwischen auch die Demokraten von den Deutschnationalen eingeladen wurden, der Einladung der Deutschnationalen zu einer gemeinsamen Besprechung über die Regierungsneubildung am Mittwoch vormittag folgen. Die Verhandlungen der fünf Parteien werden auf der Grundlage von Richtlinien für die Außenpolitik stattfinden, die von der Deutschen Volks- Partei ausgegangen sind. Bei der Aufstellung dieser Richtlinien ist geflissentlich von jeder ultimativen Form abgesehen worden, die eine bestimmte Bindung für die Deutschnationalen enthalten hätte. Heute vormittag traten im Reichstag die Deutschnationale Dolkspartei, das Zentrum und die Demokraten zu Fraktionssitzungen zusammen. In der Sitzung der Deutschnationalen Partei berichtete der bisherige Fraktionsvor- sitzende Hergt über die schwebenden Fragen. Die Deutsche Dolkspartei behandelte rein sachlich das Sachverständigengutachten. Die demokratische Fraktion beabsichtigt, Anträge beim Plenum einzubringen über die Aufhebung des Deamtenabbaues und des Pensionskürzungsgesetzes und die Einführung des Wahlrechts für Seeleute auf hoher See, die nach ihrer Rückkehr in die Heimat nachträglich ihre Wahlstimme abgeben sollen. Ferner verlangt die Fraktion die Vorlegung eines Iournalistengesetzes. Der bisherige Par- teivorsitzeade Koch-Weser erstattete ein Referat über die allgemeine politische Lage, über die Parieiführerbesprechungen der Mittelparteien und über die Konferenzen mit dem Reichskanzler. Daran schloß sich eine allge- in Bayern laut geworden wäre, wenn preußische Minister separatistische Bestrebungen in Bayern unterstützt hätten. Der Präsident dankt der hannoverschen Bevölkerung wie der Be- Dvllzugs- tift bestätigt, ist ja unsere Politik . . . Friede mit allen, sage ich euch! Teuere Freunde! Bor allem die Rechtschaffenheit I“ Die belgischen Minister werden wohl bald mit Herriot Fühlung nehmen müssen, wenn sie wissen wollen, wohin die Reise geht. Die Reise nach Mailand war nicht mehr notwendig, auch wenn . man sie jetzt mit allerhand schönen Verlautbarungen nachträglich zu rechtfertigen sucht. vlf lautete^ München, 20. Mai. (Wolff.) Der „München-Augsburger Abendzeitung" wird auf Grund offenbar gut unterrichteter Informationen mit- aeteilt, daß die bayrische Dolkspartei den Iustiz- vat Dr. Pfleger-Weiden als Ministerprä- f ident en in Aussicht genommen habe. Pfleger hat nach der Dorstandssitzung der bay- niicben Dolkspartei am Samstag abend die Richtlinien der künftigen Politik fr» m-vtei dargelegt. lich als militärisch eingestellt sind. Der Oberdelegierte des Bezirks Koblenz, Oberst P h i l i p p, ist bereits seinesAmtrsent- f e tz t worden. Auch der militärische Delegierte des Bezirks Wiesbaden werde demnächst verabschiedet werden. General de Metz soll ebenfalls von seinem Posten für immer b e - urlaubt werden. Die Mailänder Konferenz. Mailand, 20. Mai. Das Ergebnis der belgisch-italienischen Ministerzusammenkunft stellt sich nach dem (Kommunique und den ersten Presse- kommentaren wie folgt dar: Einheit der beiderseitigen Ansichten, die zu einer einheitlichen diplomatischen Aktion führen wird, ist sowohl von Mussolini als auch von Theunis als wesentlichstes Ergebnis hervorgehoben wJrden. ferner der Wille, nunmehr auf Grund des Sach- verstandigenplanes rasch za einer Lösung zu kommen, ein Qltonitum zu loyaler Inkraftsetzung und zur Ausführung des Sachverständigen- planes an Deutschland zu richten, das diesmal dis gesamte Entente gegen sich geeint finden wür-»' die Aussicht, über die Sanktionsfrage zu Dereinbarungen zwischen den Alliierten zu gelangen, Dvrschlag einer Konferenz der Al- liierten, welche eine vorher auf diplomatischem Wege zu findende Dereinbarung bestätigen soll, schließlich die Inkraftsetzung des Sachverständigenplans, unabhängig von der Frage der interalliierten Schulden, welche jedoch mit der endgültigen Lösung der Frage des Gesamtbetrages verknüpft bleibt. Eine schriftliche Festlegung des Ergebnisses der Konferenz hat nach einer Erklärung Theunis' gegenüber einem Ionmaliffstev nicht stattgefunden. Herriot und der Friede. I Am vergangenen Sonntag hatten die bei- j gischen Minister Theunis und Hymans in Mailand die vielangekündigte Zusammenkunft mit dem Ministerpräsidenten Italiens. Was sie Mussolini zu sagen hatten, erschien ihnen wohl selbst etwas überlebt und überflüssig. Man beschloß auch eine Fortsetzung der Konferenz am Montag, um neue Gesichtspunkte zu finden. Denn zu welchem Zweck waren die Belgier eigentlich nach Italien gefahren? Zu demselben Zweck, der sie vorher nach London geführt hatte, nämlich den Alliierten den unerbitttichen Standpunkt P o i n c a r 6 s in der Reparationsfrage, deutlicher: die Sabvtageabsichten Frankreichs gegen den Dawesplan klar zu machen. Das Blättchen hat sich unterdessen infolge der französischen Kammerwahlen gewendet. Pvin- care sucht zwar von seiner Politik noch dies und das zu retten, aber die belgischen Minister haben in Mailand sicher schon mit einem gewissen Aufatmen verhandelt. Denn jetzt, nach dem französischen Linksruck, kommen Lösungen in Frage, die mit dem Druck des geborstenen bloc national nicht mehr zu rechnen brauchen und die wahrscheinlich den Belgiern viel angenehmer sind, als die undankbare Ber- I Mittlerrolle, die sie bisher spielen muhten. In 1 Paris hat der geschäftsführende Ausschuß der Sozialistisch-republikanischen Partei, also der Painleve-Driand-Gruppe, eine Entschließung veröffentlicht, worin es heißt, die Partei werde sich an keiner Regierung beteiligen, die nicht fordere, daß der Präsident der Republik Mil- l e r a n d, der Vater des besiegten Blocks, zu- rückttete, und daß — neben innerpolitischen Reformen — vor allem die freundschaftlichen Verhandlungen mit den Verbündeten zur raschen Regelung des Reparationsproblems und der Sicherheitsfrage auf Grund des Sach- verständigenprotvkvlls durchgeführt werden. Das war der erste Vorstoß des kommenden Linksblocks. Der zweite Vorstoß erfolgte von Lyon aus, wo der dorttge Bürgermeister Edouard Herriot, der Führer der bürgerlichen Radikalen, der Sieger bei den Wahlen des 11. Mai und voraussichtlicher Ministerpräsident, sich in ein Gespräch mit dem auf Kundschaft ausgeschickten bekannten „Slatin“« reporter Sauerwein einlieh. Herriot erklärte die auswärtige Politik als das wesentliche für den Augenblick. Frankreich müsse gegenüber Europa und der Welt in eine befriedigende Lage gebracht werden. Es habe die Pflicht, Lösungen aufzubringen (statt wie Poincare, die Lösungen ^u verhindern!). Lieber die Verhältnisse in Deutschland sagte Herriot Die Regierungsbildung. Beratungen der Fraktionen der Mitte mit den Deutschnationalen mc&r fremd Die Welfenuiederlage. Berlin, 20. Mai. Im Preußischen Landtag machte Präsident Leinert dem Hause von dem M i h e r f v l g d e r W e l f e n bei der hannoverschen Vorabstimmung Mitteilung und fuhr fort: Wir müssen mit besonderem Bedauern feststellen, daß der b a y e r i s ch e M i - nister des Innern Dr. Schweher die separatistischen Bestrebungen in Hannover begünstigte, statt für die Zumutung einer solchen Unterstützung die Enttüstung aufzubringen, die m. U9 Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GiehenerFamilienblätter Monatr-Vezvospreis: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlusse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerSithen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. VT1* birb, »7* Paris, 20. Mai. (WTB.) Rach einer Havasrneldung aus Belgrad hat D a s i t s ch gestern wieder den Auftrag erhallen, das Mrm- fterium zu bilden. Die Regierung behalte ihre alte Zusammensetzung unter Pasitsch als Ministerpräsident und Pribitfchowitsch als Mr- nifter für den öffentlichen Anterricht. Sie wird vvm Parlament für gültig erklären lassen und die Mandate der Partei Raditsch (Krvaten) dann die Kammer auf den 20. Oktober ver- GietzenelAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck Md Verlag: vrLhllsche UniverfitSt§°Buch- und Steinöruderei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7. tagen. Die Minister leisten heute den Eid. Frankreich und Japan. Paris, 20. Mai. (WB.) Havas tritt offiziell der Dlättermeldung entgegen, daß zwischen Japan und Indochina ein vorläufiges Handelsabkommen getroffen tooröen sei, das zur Zeit der französischen Regierung zur Genehmigung vorliege. Die französische Regierung, so .erklärt Havas, habe den Generalgouverneur von Indochina Merlin beauftragt, anläßlich feines Besuches in Japan mit der Regierung von Tokio darüber zu verhandeln, wie die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und und Indvchina zu verbessern seien. Aber es handele sich hier um einen einfachen Meinungsaustausch, über dessen Ergebnisse der @eneral= gvuverneur noch keine Mitteilung gemacht habe und der erst Gegenstand eines Abkommens werden könne, wenn er in Paris von ter -Unter* Händlern geprüft sei, die die beiden beteiligten LÄwer später zu diesem Zwecke etwa bestellen würden. Die japanisch-amerikanische Spannung ^okiv 21. Mai. (WTB.) Der japanische Außenminister erklärte, der japanische Botschafter in Washington werde ermächtigt seine Demission emzureichen. Damit ist die'Frage des Ausschlusses der Japaner- von der Einwanderung in die Vereinigten Staaten m ein akutes Stadium getreten. zu Jules Sauerwein: „Sie werden mir sagen, daß das Werk der internationalen Verständi- . - «w hi» mr<>na ” sich an Deutschland stoße. Ach, ja volkerung des besetzten Gebietes für die Preu- ?ch kenne die Schwieriakeiten Aber etzt ßen gewahrte Treue und schließt mit dem Ge- Äe X®ei’ wenig wbnw-Tr-u- - A-ch ^osMng durch unsere Schuld von einer finsteren der Satzung setzen kommunistische Ra- Welle des Rationalismus überflutet.- d a u s z e n e n ein in Verfolg einer D^atte Man merkt an der Wiedergabe der Her- über den^Bergarbetterausstand, den »Deut riotschen Bemerkungen deutlich die Retusche Tag in Halle und das Verbot der „Rodes mehr auf dem Boden Pvincarescher Poli- ten Fahne ♦ tik stehenden „Mattn"-Dertreters. Herriot, der temperamentvolle und ehrliche Volksmann, Fast alle bayerischen Blatter üben eine hat sich sicherlich viel offener aus- mehr oder minder heftige Kritik an dem Briefgesprochen. Am seinen Standpunkt klar zu er- wechsel des bayerischen Ministers des Innern kennen braucht man nur das Programm Schweyer mit der deutsch-hannoverschen Par- heranzuziehen, das er schon am 11. Januar tei. Die völkischen Blätter sprechen von Ent- dieses Jahres der alten Kammer vorlegte.Er gleisungen, die sich Schweher habezu- sagte es damals rund heraus: „Die Ruhr löst schulden kommen lassen. Der „Völlische nicht das Reparattvnsproblem. Lassen Sie den Kurier" drückt die Hoffnung aus, daß die preu- Sachver ständigen freie Hand, um hische Regierung Schweyer k r ä f t i ga u f die einen Defriedungsplan zu suchen. Es kann für Finger klopfen werde. Die München- Frankreich nicht schwieriger sein, sich mit einer Augsburger Abendzeitung schreibt, ein Er- englischen Arbeiterregierung zu verstehen als folg der Bestrebungen der helfen hatte die mit den englischen Konservativen. Frankreich Gefahr eines Eindringens ausländischer Ein- | muh Frieden schaffen auf Erden und den Men- flüsse in die innerdeutsche Polttik heraufbe- V,en die guten Willens sind." And noch am schworen. Jedenfalls hat diese Leistung des ' Vortage vor den Wahlen schrieb Herriot in bayerischen Innenministers bewiesen, daß ' seinem Parteiblatte „Le Quotidien": „Wir dieser Mann an einer so wichtigen Stelle des wollen die Vorbereitungen des nächsten Krie- bayerischen Staates nicht länger mög- ges unterbrechen. Die Reparationen? Ja! | lich ist. Aber das, was der Sachverständigenbericht — . , , . Paris, 21. Mai. (WTB.) Der „Malin" Reichstag. glaubt zu wissen, daß das Sinken des Fran- -. — . fen (das Pfund notierte 82,5, der Dollar 18,5) meine Aussprache über die Frage 6et Re- ber Gegenstand Beratungen gewesen war, die gierungsbildung und des Sachverständigen- Millerand mit Poincare gehabt habe. Gutachtens. Rachdern Poincare den Präsidenten der Republik —. ... . über die Lage unterrich et hat, werde er ihm raten, Die (Gruppierung tm neuen Reichst., a. ^on jetzt über die finanziellen Angelegenheiten Berlin, 20. Mai. (WB.) In etner -öe= Landes, namentlich über die Maßnahmen ge= sprechung des Re.chstagspräs.d.'nten Lobe mit gcn Frankenbaisse, die Vertreter der politi- den Führern sämtlicher -Parteien wurde folge- :de Parteien zu befragen, denen in 10 Tagen die Reihenfolge für die Sitze der einzel- Bildung des neuen Kabinetts über- nen Parteien von rech s nach link. m Reichs- tragen werden solle Die Abgeordneten Herriot tag vereinbart: 1. Gruppe DeuNch ationale, 2. ,ün^ Ptz inlev 6 würdm schon h ule zum Präff- Gruppe Tiationalsozialijtische Freihersparten 3. h^ten der Republik berufen wer en Rach den l< tz- Gruppe Deutsche Vvlkspartei. 4. Gruppe Bay- ^n englischen Wahlen, als es klar geworden ei d H rische Dolkspartei. Hinter dieser liegei d.e vier Macponald erster Minister werd.n tciirbe, Sitze der Deutschsvzialen unter Führung des A^ Baldwin keine wesentlichen Entscheidungen geordneten Kunze. Weiter nach links schloßt sich ^koffern, ohne ihn zu befragen. Durch diese als 5. Cruppe der Wirtschaftsbund an, eine P^xis sichere man die Kontinuität einer Po- Fraktion, die sich aus drei bayrischen Bauern- ^tik, die für A:ankreich nicht weniger wichtig sei bündlern, fünf Welfen und sieben Mit elftan-lern ^j. @ng[an£> Heute vormittag werde unter bildet. Als 6. Gruppe folgt das Zentrum, als Vorsitz Poincares ein Kabinettsrat zusam- 1. Gruppe die Demokraten, als 8. Gruppe d.e mentreten. Am Donnerstag werde im Elysse ein Sozialdemokraten und als 9. Gruppe die K)m- Ministerrat unter dem Vorsitz des Präsidenten der maniften. Die Frage, wieviel V i z e p r a s i - 3^^ stattfinden. CTtwä^n.8CtDäWt tt’'Ä€n Mtm' if‘ raKt> D-r Abgeordnete Herriot m »Unfifif wird nach dem »Petit Parisien" heute in Paris Die ^Ozialdemokrntrsme Politik. erwartet. Im Laufe des heutigen Tages wird er . ? JAi1 a Q der Konferenz des Geschästsführenden AuLfchtUs^es der b^^rige „ S der radikalen Partei beiwohnen und Bffpre- dre nächsten politischen Entscheidungen.Die P^lllck fangen mit seinen politischen Freunden hubeii. der sozialdemokratischen Par.ei müsse sich zunächst I glaubwürdigen Informationen iner.e Herauf ble Annahme ^^s Sachverstandi- selbst wenn die Sozialisten dabei hieb gengutachtens konzeatnercn. Dadurch muffe n t (R t in bie Regierung einzutreten, bereit auch dem Umschwung in § ran kre ich Rech- bad n€Ue Kabinett zu bilden. Er nung getragen werden den selbst der deutsch- fe[bft bie Nachfolge Poincares als Mi- nattonale Professor Hohsch für eine der gwßen xp sj s s p e n t und Au ße n m i n i st e i Wendungen der Weltgeschichte erklärte. Dann '^rnefymen Seine Mitarbeiter sotten schon forderte Loebe u. a. die Dorberettimg^ der Durch- ^stimmt fein abgesehen von dem Finanzministe- führung des Volksentscheids über den rtum einem Senator übertragen werden soll Achtst undentag. Die geftlegung der sc^ial- _ geordnete Painleve hat der „Li- demokratischen Fvaktton in ter »rage derR e- ^erte" eine Anterredimg gewährt, in der er u.'a gierungsbildung durch den Partmtag ^Lrie für Frankreich sei eins von kapitaler lernte der Redner als eure gefährlich Lah- Lautung: direkte Ausbeutung des mung der 211110^8 Era ft bö Part^ euer» I g e b i e 1 d und die Eisenbahn regle, gisch ob Lo^e wroch noch dorober Gerobe dies- Hochwichtige Sache lotle ober Fr-N» licheo,veise den Sozialdemottaten das 2lmt des n dem Sachr^rständigenbericht preis- cich stags pra l t de n t e n wLb^ng^oten geb€n Die militärische Besetzung fei demgegen- toeiöe. Er betonte daß über von Verhältnis mäßig geringerer Bedeutung, gegen die Annahme dieses Amtes sprachen. | Wirllickkeit habe Frankreichs das Ruhrgebiet nur besetzt um seine wirtschaftliche Aktion zu Das tschechisch-italienische schützen. Die Dgsetzung sei bereits eingeschränkt worden und könne uochmehremgesch rankt -DUnoniSe werden. Sie könne in Zukunft sogar aufgeho - Varis 21 Mai lWTB f Der Bericht- &en werden, allerdings unter dem Vorbehalt erstatt^ des Detll^» L ÜK m iterielfer Garantien, die die 2^ Ä LlEttfch^QW daß d^tschZische führung der deutschen Versprechungen gewähr- sSÄwiÄ Mftcn. Di- bssentliche M°Eg nor ernes: #nnff :n nrmina iSirilienl dem Dräff- Die militärische Besetzung! Die Ein- d^änMalar beider sich Ätt nuVErbo^na geweihten jedoch hätten zwischen zwei Dingen zu arff^lt)^die Erg^»nisse^sein^ LhaLlu^L mtt ^-Zwischen der wirtschaftlichen Ausbeutung Mussolini auseinandergesetzt habe. Der Prä- des ^^rg^ie^^und einer interalliierten Rege- sident habe die getroffenen Abmachungen in allen lang der Reparatwnsftage. Punkten gebilligt. Anter diesen Amständen werde Deyesch am 27. Mai nach Rom zurück- . kehren, wo der Vertrag zwischen Italien und ttlt vesetzteN (ßCDtCt. der Tschechoslowakei unterzeichnet werden soll, 91 Mai (fErib ) Set der in der Hauptsache ähnlich dem italienische S«'1”' s' . nL' jugoslawischen Vertrag der «Ächerung des „Frie- Kölner Korrespondent des „B. will von dens", d. h. der durch die Verträge von Der- vertrauenswürdiger Seite erfahren haben, daß sailles, Reuillh und St. Germain geschaffenen ftanzöfischen M i l! t ä r p e r s 0 n e n , die Verhältnffse dienen soll. Stellungen als Oberdelegierte und Kreisdele- Die Lösuuq der serbifcheu Krise. gierte nn besetzten Gebiet belleiden, durch linksre Publikanische Beamte ersetzt werden sollen, die mehr wirtschaft- sxt» „Journal üee DtzvorS" schreibt: Da die belgischen Minister vorher mit Macdonald unterhandelt hätten und einer der Zwecke ihrer Reise mach Mailand darin bestanden hätte, Mussolini die Ergebnisse ihrer Lvick»ner Reise mitzuteilen, dürfe man annehmen, dah die in Mailand erörterten Pläne mit denen des Foreign Office in Einklang ständen. Man dürfe auch hoffen, das) wenigstens in den großen Zügen älebereinstimmung bestehe. Deshalb erwähne das Kommunique den Wunsch, daß entsprechend der wohlbekannten Absicht Macdonalds eine interalliierte Konferenz einberufen werde. Aber man erkenne in England an, dah eine Konferenz dieser Art unmöglich sei, eh: der Deutsche Reichstag die Richtlinien der deutschen Politik 'habe erkennen lassen, und ehe man wisse, welche Männer im Rumen Deutschlands sprechen werden. Diese Erwägung hindere indessen nicht, dah die Besprechungen zwischen den alliierten Kabinetten fortgesetzt werden, im Gegenteil. Der Bergarbeiterausstand« Essen, 21. Mai. (Priv.-Tel.) 3n einer Versammlung der Landräte und Oberbürgermeister des rheinisch-westfälischen Industriebezirks unter Teilnahme der Bezirksregierungen wurde mitgeteilt, dah die preußische Staatsregierung nicht in der Lage ist, während der Dauer des gegenwärtigen Kampfes im Ruhrbergbau irgendwelche Mittel zur Verfügung zu stellen. Rach Wiederaufnahme der Arbeit sei jedoch damit zu rechnen, dah von den berufenen Stellen alles geschehen werde, um den wieder arbeitenden Bergleuten ihre wirtschaftliche Lage bis zur nächsten Lohnzahlung nach Möglichkeit zu erleichtern. — 3n Bochum hat die Polizei eine Haussuchung im Bureau der kommunistischen Union der Hand- und Kopfarbeiter abgehalten. Zahlreiche Mitglieder der Organisation wurden verhaftet. Das Vorgehen der Polizei ist wegen des kommunistischen Be- triebsrätekvngresses vom letzten Sonntag erfolgt, dessen Verlauf die Polizei als Aufreizung zum Klassenkampf und als eine schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit betrachtete. I -- Aus dem Hessischen Landtag. Don unsererDarmstädter Redaktion. D a r m ft a d t. 20. Mai. Der Finanz a u s- s ch u h setzte die Becatung des Staatsvoranschlags bei Kap. 27 (Ministerium des Innern) fort, das gencHmigt cvurde. Bei Kap. 28 (Stellvertretungen und Aushilfskosten) wurde bei der Regierung angeregt, wegen der schlechten Finanzlage des Staates nur in dringenden Fällen Decsehungen von Beamten vorzunehmen. Die Kapitel 29 (P ostgebühren) 30 (Regie- rungsblättX 31 (Provrnzialdirek- t i o n e n) 32 (Gendarmerie) und 33 (L a n - bespolrzei) wurden genehmigt. Bei Kap. 33 wurde Ungefragt, wie es möglich gewesen sei, dah Kriminalkommissar Weber In Darmstadt dre Frau Hofmann auf dem Polizeiamt so miß- handeln konnte; ferner daß niemand den Vorfall der vorgesetzten Behörde zur Kenntnis gebracht hat. Die Kap. 34 (Arbeitsha us Dieburg) und 37 (Zentrale für Landes st ati- st i k) wurden genehmigt. Bei Kap. 38 (Zuschüsse für die Religionsgemeinschaften)wurde angefragt über den Stand der Angelegenheit der staatlichen Zuschüsse. Die Beträge wurden niedriger angeseht als früher. Genehmigt wurden hierauf die Kap. 39 bis 44 (Aerztlicher Dienst, Tierärztlicher Dienst, Hebammenlehranstalt. Lan- b^sheil- u. Pflegeanstalt. Anstalt für Schwachfin- rnge, Polksgesundheitspflege). Es wurde angeregt, vb nicht die staatliche An st alt für Schwachsinnige mit der in Rredervamstadt ver- schmolzen werden könne. An die Regierung wurde die Bitte gerichtet, die Ausführungsbesttm- mungen zum Landeswohlfahrtsgeseh nicht zu erlassen, ohne vorher den Landtag zu hören. 3n Kap' 46 (Staatliche älnterstühungs- kassen) sind enthalten die Schäden im besetzten Gebiet sowie die Schäden bei Tumulten und älrrcuhen: es wurde nach der bisherigen Regelung gefragt. Kap. 49 (Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke) wurde ohne Debatte genehmigt. Ebenso wurden die Kap. 50 bis 52 genehmigt, die sich mit dem Bau- und Kunststraßenwesen beschäftigen. Es wurde nach der Revision der allgemeinen Bauverwaltung gefragt und gerügt, daß die Bauverwaltung zu viel akademische Beamte habe. — 3n vret Tagen wird voraussichtlich die erste tielung des Staats Voranschlags beendet sein, svdann werden die Beratungen mit den Vertretern der Regierung ausgenommen. Der Abg. H v f m a n n - Seligenstadt hat fvl- gende Anfrage an die Regierung gerichtet: „Ist der Regierung bekannt, dah bei der Durchführung der Verordnung des Reichspräsidenten vom 14. Juni 1923 und der hessischen Verordnung vom 31. Ian. 1923 betr. Unterbringung Ausgewiesener von vielen Gemeinden, sowie auch von einigen Kreisämtern Schwierigkeiten gemacht werden? Was gebentt die Regierung zu tun, um die Durchführung der im Interesse der Unterbringung der Ausgewiesenen erlassenen Bestimmungen zu sichern?" — In der Begründung der Anfrage wird nur ein Fall angebslicher äleber- tretung der Verordnung aus Groh-Bieberau erwähnt. Die Minderheiten in Polen. Kattowih, 20. Mai. (WTD.) Rach dem „Oberschlesischen Kurier" ist gestern in Warschau die Sachverständigenkommission für Minderheitsangelegenheiien unter dem Vorsitz G r a b s k i s zusammengetreten. Das Endziel der Kommission liegt in der Schaffung eines Autvnomiegesetzes, das sich aber nur auf solche Gebiete beziehe, in denen Minderheiten in zusammenhängenderMenge wohnen. Für die Ostgebiete ist ferner ein S ch u l g e s e tz geplant, wie man es für die Deutschen im westlichen Gebiet wünsche. Hiematch sollen Iklassige fremdsprachige Schulen errichtet werden, in denen aber auch! die Verpflichtung bestehe, die polnischeSprache zu lehren. Die Sozialisten haben beschlossen, den Sitzungen der Kommission ^emzubleiben, da sich in der Kommission kein Mitglied der Minderheiten befindet. DaA britische „Empire" London, 20. Mai. (WTD.) Der polittsche Beobachter des „Daily Telegraph" schreibt, das Zugeständnis, das an den Irischen Freistaat 'm der Frage des unabhängigen bevollmächtigten Ministers in Washington gemacht worden sei, habe bereits gewisse Folgen nach sich gezogen. Die kanadische Regierung habe erklärt, dah sie sich rncht mit der Ernennung eines Vertreters zufriedengeben werde, der Mitglied der britischen Botschaft in Washington sei. Wenn es einen irischen Vertreter in VKishington gäbe, weshalb dann nicht einen kanadischen in Parrs oder einen australischen in Tokio? Eine Konttolle der auswärtigen Beziehungen des Reiches aber werde dann unmöglich werden. — Die brittsche Regierung hat beschlossen, einen aus Mitgliedern aller Parteien zusammengesetzten Ausschuß zu ernennen, der den Vorschlag, für England, Schottland und Wales .Unterparlamente einzurichten, prüfen soll. ------- Z Kleine politische Nachrichten. Don deutschnativnaler Seite ist im preuhischen Landtag eine kleine Anfrage eingebracht worden, in der auf die große wirtschaftliche Rot der Studenten fcha ft, die zum großen Teil nicht in der Lage sei, die Kolleggebühren zu zahlen, hingewiesen und gefragt wird, ob die Staatsregierung bereit sei, zunächst für das Somme r- semester weitgehende Erleichterungen zu gewähren. * In München sind in den letzten Tagen weitere Derha ft ungen von Führern dec Organisation C o n s u l v)rgenommen worden. So ist ein Leutnant Friedmann festgenommen worden, der bei dem Leiter des Bayrischen Ordnungsbundes tätig war. Zur Einstellung des Der fahrens gegen Kahr, Lossow und Seiher teilt der Staatsanwalt des Landgerichts München mit, dah nach abermaliger Prüfung des Verhaltens der Genannten nicht erwiesen sei, dah sie am 8. Rovember den ernsten Vorsatz Hutten, bei dem hochverräterischen Unternehmen Hitlers mitzulun und dah sie sich somit des Verbrechens des Hochverrats oder der Beihilfe schuldig gemacht hätten. Auch sei nicht erwiesen, dah ihr Verhalten vor dem 8. Rovember den Tatbestand einer strafrechtlichen Handlung erfüllt hat. Der Führer der Rationalliberalen Vereinigung, Dr. Marehkh, ist derDeutschnatio- n a l e n Dolkspartei beigetreten. Der bisherige dänische Gesandte in Berlin, Graf M o l t f e , wurde jx>m Reichsprä si- Renten in Gegenwart des Ministers des Aeu- hern Stresemann zur Ueberceichung se-'nes Abberufungsschreiberis empfangen. An den Empfang schloß sich ein Frühstück an, an dem auch der Reichskanzler teilnahm. Aus Stadt und Land. Giehen, den 21. Mai 1924. Eine Verarmungs-Statistik. Die von dem preußischen Statistischen Landes- amt herausgegebene Statistische Korrespondenz bringt Mitteilungen über den Fleischverbrauch in Preußen im Jahre 1 923. Es ergibt sich danach für 1923 gegen das Jahr 1922 ein Rückgang der Schlachtungen bet Rindern von 37,82, bei Kälbern von 18,87, bei Schweinen von 17,37 und bei Schafen von 39,25 Prozent. Don 1913 bis 1923 ist die Gesamtzahl der Schweineschlachtungen auf 94,71 Prozent zurückgegangen. Im Jahre 1923 kam auf den Kopf Der Bevölkerung ein Gesamtverbrauch an Fleisch von 49 Kg., im Jahre 1923 ein solcher von 26,07 Kg. 1923 hatte also jeder Einwohner Preußens 47 Prozent seines Fleischverbrauchs vor dem Kriege eingebüht. Geht man von der richtigen Voraussetzung aus, daß die Landbevölkerung an diesem Rückgang des Fleischverbrauchs nicht beteiligt ist, so vergrößert sich der Rückgang im Fleischverbrauch bei den Städtern, da die Landbevölkerung etwa 25 bis 30 Prozent der fGesamtbevölkerung ausmacht, auf 6 6 bis 67Prozent. * Z_ Sonntags- Fahrkarten 3. und 4. Klasse, die für den Ausflüalerverkehr stark in Betracht kommen, werden an den Fahrkartenschaltern des hiesigen Bahnhofs ausgegeben nach Bad-Rauheim, Braunfels, Dillenburg, Frankfurt a. M. Hauptbahnhof, Grünberg, Herborn, Katzenfurt oder Braunfels, Laubach, Lich, Marburg, Ridda, Schotten, Wetzlar. ^ReueZügeabl. Juni. Dom 1. Juni ab sind neu eingelegt: D 27 Frankfurt—Berlin in Gießen ab 1,05 Rm., D 28 Berlin—Frankfurt in G i e h e n ab 5,24 Rm., D 126 Giehen—Dieden- hvfen über Koblenz in Giehen ab 8,08 Vm., D 125 Diedenhofen—Giehen über Koblenz in Giehen an 11,22 Rm., Pz. 557 Giehen—Fulda (werktags) in Giehen ab 3,40 Rm., Pz. 562 Fulda—Gießen (werktags) in Gießen an 4,27 Rm., Pz. 474 -Giehen—Weilburg inGiehenab 10,05 Rm. Verlegt sind Pz. 555 nach Fulda in Giehen ab 12,30 Rm. (statt bisher 12,33), Pz. 556 von Fulda in Giehen an 7,34 Rm. (statt bisher 7,37 Rm.), D 57 Frankfurt—Köln über Hagen in Giehen ab 6,43 Rm. (statt bisher 5,54 Rm.). • Kirchliche Ernennungen. Ernannt wurden Oberhofprediger i. R. Pfarrer Ehrhardt zu Gelnhaar zum Pfarrverwalter in Hirzenhain (unter Wahrung seiner Rechte als Pfarrer); Pfarrassistent Raumann zu Affolterbach zum Pfarrvikar in Ilbeshausen; Pfarrvikar L o h f i n k zu Auerbach zum Pfarrassistenten in Affolterbach; Pfarrverwalter Rheinfurth zu Hitzkirchen zum Pfarrvikar in Auerbach; Pfarr- verwalter Lenz zu Watzenborn zum Pfarrverwalter in Hitzkirchen; Pfarrverwalter Fernges zu Dieburg zum Pfarvassistenten an der bereinigten evangelischen Gemeinde zu Offenbach; Pfarramtskandidat Hermann Schneider zu Schaafheim zum Pfarrvikar in Dielbrunn; Pfarramtskandidat Hahlingerzu Friedberg zum Pfarrassistenten in Dilbel; Pfarrvikar Goebel zu Georgenhausen zum Pfarrverwalter daselbst; Pfarcamtskandidat Guhmann zu Kirchberg zum Pfarrvikar in Offenbach (Luthergemeinde Südost); Pfarramtskandidat Wendel zu König i. O. zum Pfarrvikar in Weisenau; Pfarramtskandidat Ze Hfuh zu Rieder-Gemünden zum Pfarrassistenten in Lollar. — Dienstentlassungen. Dem Pfarvassistenten Emil Schäfer zu Dilbel und Dem Pfarvassistenten Leopold Sperb '0*u Lollar wurde die nachgesuchte Entlassung aus dem Dienste der hessischen Landeskirche mit Wirkung vom 1. Mai gewährt. ** L andsturm-Dataillon Friedberg. Die Vorbereitungen zur kameradschaftlichen Zusammenkunft der Angehörigen des ehemaligen Landsturm-Bataillons Friedberg am nächsten Sonntag, 25. Mai, in Bad-Rau heim, sind beendet. Der Rauheimer Gesangverein „ Frohsinn", der dortige Turnverein 1860 und die Rau- heimer Feuerwehrkapelle werden zur Verschönerung be8 Festes beitragen. Räheres ist aus der Anzeige in unserer vorigen Samstagnummer zu ersehen. ** Der Goet hebund, der sich nicht nur der Pflege deutscher Literatur und Musik zur AufgÄe gesetzt hat, sondern vielmehr auch seinen Mitgliedern durch Vorträge aus allen Gebieten des allgemeinen Wissens Anregung und Belehrung geben will, veranstaltete am Sonntag abend einen sehr interessanten Lichtbilder-Vortrag über China. Der Vortragende des Abends, Herr Wagner, gab an Hand sehr zahlreicher und vortrefflicher Lichtbilder seine Erinnerungen an seine Wanderfahrt nach dem Rorden bed chinesischen Reiches wieber. Die sehr interessanten Ausführungen gaben Gelegenheit, einen Blick in die inneren Verhältnisse des einst so mächtigen Landes zu werfen: Wir sahen chinesische „Hotels", chinesische Temper mrt ihrem inneren und äußeren Schmuck, geschnitzte Seiden Häuser, die primittven Wohnhütten, den prächtigen Kaiserpalast, verschiedene Iagdschlösser, vielstöckige Pagoden, Kasernen usw., lernten das Leben und Treiben der Bewohner kennen. Ferner konnten wir bie herrlichen chinesischen Gebirgslandschaften mit ihren gigantischen und romantischen Dergciesen, zwischen denen sich der Pai-Ho in vielen Krümmungen hin- durchwindet, bewundern. Schließlich zeigte uns der Redner das berühmte Bauwerk Der Chinesischen Mauer, die in einer Länge von 2500 bis 3000 Kilometer sich auf den höchsten Gebicgs- kämmen wie eine mächtige steinerne Schlange von Südosten nach Nordwesten hinschlängelt. Im 3. Jahrhundert erbaut, sollte sie ein Bollwerk sein gegen die feindlichen Einfälle der aus dem Rodden und Rordwesten hereinbrechenden Rachbarvölker. Heute hat sie ihren militärischen Wert verloren und wird nur noch als ein Wunderwerk dec chine, fischen Baukunst angestaunt. Der Vortrag dürste zu den interessantesten zu rechnen sein, die im Goethe-Bund aus dem Gebiet der Völkerkunde gehalten worden sind. —o— ** V. H. C. Ein prächtiger Maitag in des Wortes schönster Bedeutung vereinigte am Sonntag rund 100 Teilnehmer zu einer genußreichen Familienwanderung des V. H. C. Gießen. Don Lollar, bis wohin die Bahn benutzt wurde, ging es über die Lahn zunächst zum Wasserfall am unteren Wißmarbach, der leider als Opfer der Feldbereinigung denmächst verschwinden wird, was vom Standpunkt der Raturfreund^'aus sehr zu bedauern ist. Der Weitermarsch erfolgte durch das idyllische Wißmarbachtal, das mit seinen vielen Windungen und Seitentälchen wohl als das schönste Tal der näheren Umgebung Gießens angesehen werden lärm und namentlich zur Blütezeit des Schlehdorns und des Ginsters einen überaus reizvollen Anblick gewährt. GolDener Sonnenschein strahlte über bie maienfrischen Wälder, die zum Teil noch blühenden Hecken und die saftgrünen, blumigen Wiesen, an denen sich das Auge nicht satt sehen konnte. Um den herrlichen Tag recht auszukosten, wurde an den schönsten Stellen inmitten all der Blütenpracht ausgiebige Rast gehalten, Mittags- und Kastee- rast auf dem gastlichen Forsthaus Waidhaus, das von Lollar durch das Tal in etwa zweistündigem Marsche zu erreichen ist. Für den Heimweg wurde die gelbe Punttmarkierung benutzt, die durch das liebliche Gleibachtal, im oberen Teile Chattenbachtal genannt, führt, das durch seine milderen Formen einen ruhigeren Charakter als das zuerst durchwanderte Tal aufweist. Die Wißmar-Krvfdorfer Straße überschreitend führte der Weg an den Hängen des Wettenbergs entlang, immer hübsche Ausblicke auf Vetzberg und Gleiberg bietend, bis zur Seemühle, wo die Wegebezeichnung ihr Ende findet. Ein fröhliches Wanderlied auf d«i Lippen ging es jetzt auf der Krofdorf er Straße der Heimat wieder zu, hochbefriedigt von der herrlichen Maienfahrt. Wettervoraussage Heiter bis wolkig, südliche Winde, warm. Regenfälle als Gewitter. Vornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. Gießener Konzertverein: 7 älhr in der Stadtkirche: Missa solemnis. — Gießener Turnerschaft: 8V2 älhr in der Turnhalle (Oswalds- garten) Festspiel und turnerische Vorführungen. — Rundfunkhaus. Löberstraße 12: 8H2 Ahr Nordischer Abend. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße; „Der Kindesraub tm Zirkus Buffalo". — Der Plaut-Abend im Stadttheater muß, wie aus aus dem Stadttheaterbureau geschrieben wird, wegen mangelnden Interesses am morgigen Donnerstag ausfallen. Die abgeholten Karten werden am Freitag, 23. d. Mts., von mor« gens 10 bis 1 Ahr an der Theaterkasse umgetzauscht. Am Mittwoch, 28. Mai, findet ein Gastspiel des Dad-RcmHeimer Kurtheaters mit Heinrich Lilien- seins „Cagliostro" statt. (Siehe Anzeige.) — Volkshochschule. Heute Beginn des Kurses Deutsch. (Siehe Anzeige.) — Südwe st deutscher Radioklub. Morgen abend ordentliche Mitgliederversammlung. (Siehe Anzeige.) — Literarische Gesells cha s t Gießen. Man schreibt uns: Wie bereits angekündigt, wird Clara Viebig Freitag abend,,am 23. Mai, in der Reuen Mila der Aniversität aus eigenen Wecken lesen. Wo es sich darum handelt^ die Wirklichkeit in starken Gegensätzen zu schildern, prägt sich die Kraft der Dichterin am bedeutsamsten aus. Die Gestaltung einfacher, triebhafter Ra- turen gehört zum Wesenselement ihres Schaffens. In all ihren Romanen und Rovellen tritt ihr soziales Verständnis für die Parias der Gesellschaft. für die Armen und Rechtlosen hervor. Richt zuletzt ist es bas Weib, das im Vordergrund ihrer Schilderungen steht, dessen Seelenleben sich ihr im Guten und Bösen enthüllt. Das starke Temperament der Dichterin leiht ihrem Schaffen Neue Untersuchungen über die Gesundheit der deutschen Studenten. Die deutsche akademische Jugend ist durch die Traurigen wirtschaftlichen Derhrltni'se bcsonde s bedroht, und deshalb ist ihre körperliche Ertüchtigung eine wichtige Aufgabe der Hygiene. Zu diesem Zwecke aber ist vor allem eine genaue älntersuchung des Gesundhstts .u tandes der S u- benten und in erster Linie der am meisten gefährdeten Werkstudenten notwendig. Eine solche syste- rnatifche ärztliche Llntevsuchung ist bereits an dü= gen Universitäten versucht worden; in größerem .Umfange hat sie Dr. Hermann Rautmann an der Universität Freiburg tx>rg~nommen und berichtet über seine Ergebnisse eingehend in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift". Was das Aller anbetrifft, so waren von den 450 untersuchten Studenten, die allen Fakultäten angehörten, e.was über 80 Proz. zwischen 18 und 23 Jahren. Das durchschnittliche Lebensalter betrug 21,1 Jahr. Die Körpergröße war verglichen mit den. im Kriege gefundenen Mittelwerten überdurchschnittlich; sie betrug 172,3 Zentimeter, während sie bei den von Rautmann auf Flugdiensttauglichkeit älntersuchten nur 169,7 Zentimeter betragen hatte. Diese überdurchschnittliche Körperlänge ist auch bei den Tübinger Studenten festgestellt worden. Das Körpergewicht war nur bei 174 normal, bei 230 niedrig und 32 sehr niedrig. Diese Unter- gewicht igkeit ist ebenfalls bei Dresdner und Tübinger Studenten beobachtet. Dieses Untergewicht ist itn wesentlichen auf einen Mangel an Fettgewebs- bzw. Muskelsubstanz zurückKaführen und erscheint nicht nur als ein Beweis für die unzulängliche Ausbildung unserer Studenten dürch Sport und Turnen, sondern auch als ein Zeichen ungenügender Ernährung. Tuberkulöse Lungenveränderungen sind 32mal festgestellt worden, und auch die Her^zUntersuchung ergab im ganzen wenig günstige Befunde. Sehr schlecht war das Resultat der Qlugenunterfudyung, die nur bei den Studenten vorgenommen wurde, welche Gläser trugen oder Beschwerden an den Augen hrtten. Don den 327 augenärztlich ^Intersuchten waren 127 in geringem Grade kurzsichtig, 54 stark kurzsichtig und 9 in schwerster Weise kurzsichtig; weitsichtig waren 70, farbenuntüchtig 21. Im ganzen kommt Rautmann zu dem Ergebnis, dah der Gesundheitszustand unserer akademischen Jugend gegenwärtig wenig günstig ist. Er weist besonders auf die ^lntergewichtigkeit bei überdurchschnittlicher Körperlänge und mangelnder Entwicklung des Fettpolsters und der Rttiskulatur hin, ferner auf die erhebliche Häufigkeit der Lungentuberkulose und das verhältnismäßig häufige Vorkommen v)n nicht genügend leistungsfähigen Herzen. „Sicherlich ist dieser ungünstige Gesundheitszustand," so schließt er, „zum großen Teil nur ein Ausdruck der jetzigen so überaus traurigen wirtschaftlichen öaqe der Mehrheit unseres deutschen Volkes und insbesondere unseres deutschen Mittelstandes; aber zum großen Teil Wohl auch ein Ausdruck der vielfach noch ganz ungenügenden Ausbildung unserer Studenten durch körperliche Betätigung jeder Art, vor allem durch Turnen und Sport. Drittens beruht aber mancher körperliche Mangel auch auf ungünstiger erblicher Veranlagung. Hieraus ergeben sich in der Hauptsache drei Wege, auf denen wir die körperliche Beschaffenheit unserer Studentenschaft verbeisern können: durch Beseitigung ihrer wirtschaftlichen Rot. durch zielbewußte Pflege ihrer körperlichen Betätigung und dadurch, daß wir vernünftige rassenhygienische Bestre- bungein in ihren Reihen fördern. * Wo die Bananen Herkommen. Bananen find die Modefrucht des Tages. Mag es nun der durch die ganze Welt verbreitete Schlager sein, der „Ausgerechnet Bananen" uns anpreist, oder bei uns in Deutschland das Wiederauftauchen dieser Früchte nach langer Zeit des Entbehrens — jedenfalls ist alle Welt bananen- hungrig, und der Bedarf übersteigt bei weitem die Erzeugung. Die Bananenländer machen daher die größten Anstrengungen, immer mehr Bananen zu erzielen, und das würde ihnen auch gcknz leicht gelingen, wäre nicht der Banane in der furchtbaren „Panama-Krankheit" ein verheerender Feind erstanden. Das Hauptland der Bananenpflanzung ist gegenwärtig Jamaika, das früher wegen seines Rums und Zuckers berühmt war, sich jetzt aber hauptsächlich auf den Handel mit Früchten gelegt hat. Der durchschnittliche Wert der Fruchtausfuhr in den Jahren 1915 bis 1919 belief sich auf 350 000 £, stieg aber 1920 auf 1700 000 £. An d esen gewalli^eri Werten sind hauptsächlich die Bananen beteiligt. 1921 betrug die Ausdehnung der Bananenfelder über 23 000 Hektar, und etwa 15 Millionen Bananenstocke werden jährlich ausgeführt, hauptsächlich nach den Vereinigten Staaten. Alle paar Tage fahren mehrere Dampfer, mit Bananen hoch beladen, nach amerikanischen Häfen. Bei der großen Rachfrage machen die Pflanzer von Jamaika die größten Anstrengungen, immer größere Gebiete mit Bananen zu bestellen, und das Jahr 1924 dürfte eine Rekordernte bringen. Hoffentlich macht aber nicht die Panama-Krankheit einen Strich durch die Rechnung. Diese Krankheit der Banane, die vor 21 Jahren zuerst in Panama festgestellt wurde, und innerhalb weniger Jahre die großen Bananenpflanzungen in diesem Gebiet und in Costa- tica vernichtete, hat sich überall hin ausgebreitet, wo Bananen angebaut werden. In Holländisch- Guayana, wo sie zuerst 1906 auftrat, war 1913 der blühende Bananenbau vollkommen vernichtet. Seit 1912 ist die Krankheit auch in Jamaika, und obwohl es auch hier nicht gelungen ist, die Krankheit auszurotten, so wird sie doch bisher in erträglichen Grenzen gehalten. Die Ursache dieser Bananengefahr ist ein Pilz, der zu der Art Fusarium gehört; er greift die Gefäßwände der Pflanze an; seine Sporen steigen mit dem <3aft aus den Wurzeln aufwärts und schaffen überall neue Zentren der Ansteckung. Der Pilz tritt durch die Wurzeln in die Pflanze und benutzt 5um Eingang von dem Boden eine winzige Verletzung des Gewebes. Die Sporen können jahrelang in der Erde leben und werden durch den Wind oder Wasser auf Pflanzungen übertragen, die bisher noch nicht von der Krankheit befallen waren. Der Pilz kann auch außerhalb der Pflanze gezüchtet und Bananen können künstlich mit der Krankheit angesteckt werden. Die Zeichen des Llnheils, das der Pilz hervorruft, machen sich sehr rasch bemerkbar: die Blätter trocknen aus und werden gelb; die Pflanze wächst nicht mehr und verfault. Man hat versucht, Pflanzen zu züchten, die der Krankheit widerstehen, aber leider ist gerade die bekannteste Dananenart, die Gros- Michel, für den Pilz besonders empfänglich. Immerhin hofft man, eine Banane zu züchten, de» der Pilz nichts anhaben kann. LlVden ging ■ der Heimat »er herrliches hSh**’ &So- ^e f»>-p 5* eS iKr «• V? tehbi LZL ??erlvlev ^chiae. ^dürste LLL tag in Sa A'i: « der Ken tmrö *’ an denen Um den w« an den imlenpracht 'KKassee. Muß, das ■ Mstündl- Herm- :un9 benutzt, 1 un oberen ■ das durch igeren >e Tal auf» >^ahe Überhängen des Ausblicke auf Binbc, wann. Mittwoch t der Stadt- euer Turner- c lOsvalds- /etne befördere 7c?te. Der Dem Programm, ba6 Clara Viebig Freitag abend für ihaen Vortrag gewählt hat, wird ihre Eigenart zu vollem Ausdruck gelangen. Landkreis Gietzcn. 4- Treis a, Lda., 21. Mai. Gestern abend legte in Lernps Wirtschaft der Generalsekretär des Frankfurter Raiffeisenverbandes die Zwecke und Ziele dieses Verbandes in eingehenden Ausführungen dar mit dem Erfolg, daß sich etwa 20 Herren zur Gründung einer Genossenschaft zusammentaten, deren Vorsitzender Wilhelm Lernp II. wurde. • Grünberg, 20. Mai. Bei der diesjährigen Gesellenprüfung bestanden sämtliche 21 Prüflinge auf Grund ihrer Arbeiten und der Ergebnisse der schriftlichen und mündlichen Prüfung. Veteiligt waren: 2 Maurer, 4 Weißbinder, 3 Zimmerer, 2 Wagner, 1 Schmied, 4 Schlosser, 2 Spengler. 1 Elektroinstallateur, 1 Bäcker und 1 Metzger. ne. Dellersheim, 19. Mai. Ein schweres Gewitter mit Wolkenbruch und Hagel ging heute über unsere Gemarkung nieder. Die niederslürzenden Wassermassen waren so grob, dah sie die bebaute Bodenschicht ganzer Aecker mit fortrissen. Die Wassermassen führten große Mengen von gefetzten Kartoffeln, gesätem Mais und Dickwurzsamen mit. Tiefer gelegene Aecker und Heinere Siedlungsstücke wurden von Schlammmassen vollständig überdeckt. Sogar in Diehställe drang das Wasser ein. Der angerichtete Schaden ist bedeutend und wird besonders dadurch empfindlich, dah auch der Stand der Wintersaaten fast durchgehend sehr schlecht ist und durch .Sommerfrucht erseht werden muhte. Sn den Sommersaaten macht sich auherdem noch eine bedeutende Schädigung durch den Drahtwurm geltend. Kreis Friedberg. * Du tzbach, 20. Mai. Sn Dad-Rauheim, wohin er seinen Wohnsitz verlegt hatte, verstarb nach kurzer Krankheit der frühere Direktor des LanbeszuchthruseS Marienschboß, Maj or a. D. Dorne mann. — Der von der Dapm- städter Strafkammer wegen Ermordung seiner Ehefrau zum Tode verurteilte Händler Fritz Hofmann von Darmstadt befindet sich bis zur Entscheidung des Reichsgerichts als älnter- suchungsgefangener in Butzbach in der Zellenstrafanstalt. Kreis Schotten. X Schotten, 18. Mai. Auch unsere Stadt will, wie schon kurz berichtet, der Ehrung der im Weltkrieg Gefallenen einen dauernden äußeren sichtbaren Ausdruck verleihen. Der hiesige Kriegerverein hat sich mit Erfolg darum bemüht, dah die Ausführung der seit längerer Zeit vorliegenden Pläne möglichst be-- schleunigt wird. Sv sollen denn in Bälde in unserer ehrwürdigen Stadtkirche künstlerisch ausgesührte Gedenktafeln angebracht werden, die dem gotischen Charakter des Gotteshauses angepaht sind. Diese Tafeln sollen die Aamen sämtlicher im Weltkriege Gefallenen enthalten, die aus den vier Orten des Kirchspieles, Schotten, Betzenrod, Götzen und Michelbach stammen, ferner derjenigen, die im Lazarett Schotten gestorben sind. Die Kosten sollen gedeckt werden durch die Gemeindeverwaltungen und durch Wvhltätigkeits- Veranstaltungen hiesiger Vereine. Auherdem ist die Errichtung eines He Iden ha in es in Aw- griff genommen, der auf dem Wart berg angelegt wird, einem herrlich in der westlichen Umgebung der Stadt gelegenen Aussichtspunkte. Die Pläne dazu, deren Anregung dem früheren Landforstmeister Staatsrat Dr. Weber zu verdanken ist, sahen zwar ursprünglich umfangreichere Mah- stäbe vor, die Schwierigkeiten der wirtschaftlichen Verhältnisse nötigen jedoch zu einfacheren Formen, ohne dah dadurch die würdevolle Eigenart der Anlage beeinträchtigt wird. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmftadt, 20. Mai. (Eigener Bericht.) Die Darmstädter Polizei 'hat eine Schlageter- Feier, die am Sonntag auf dem Hochschul- sportplah stattfinden sollte, verboten, dagegen eine Feier im geschlossenen Ra u m erlaubt, wenn Gleichgesinnte daran teilnehmen. Die Veranstalter der Feier haben die Verantwortung übernehmen müssen, dah, nur Gleichgesinnte zugelassen werden, um zu verhindern, dah sich Rühestörungen ereignen. Hessen-Nassau. ][ Marburg, 20. Mai. Während des gestrigen Tages und auch heute gingen hier und in der Umgegend schwere Gewitter nieder. Strichweise hat starker Hagelschlag nicht unerheblichen Schaden an der Baumblüte verursacht. Ebenso haben auch Blitzschläge hier und da Verwüstungen angerichtet. Ein Jjter aus- gebrochener Brand konnte sofort gelöscht werden. — Der Rektor der ^Iniversität bewilligte für das angeregte Marburger Hallenschwimmbad 1000 Goldmark. Kirche und Schule. X Wieseck, 19. Mai. Am Vorabend des „Singesonntags" wurde unter lebhafter Teilnahme der Gemeinde die neue Glocke ein geholt. Den feierlichen Zug, dem die festlich geschmückte Schul- und Wartburgjugend nut Blumen und Fahnen ein farbenfrohes Bild verlieh, eröffneten Spielleute des Turnverei ns und die Musik der Kapelle Mank und Seibert. Dem von Vier Schimmeln gezogenen Glockenwagen folgte der Kirchenvorstand, die Gemeindevertretung, Vertreter der örtlichen Behörden und des Fiauenvereins. Bei dem Begrüßungsall vor dem Kirchenportal sang nach dem Musikvortrag „Die Himmel rühmen" ein Massenchor der Schulkinder unter Leitung von Lehrer Burk: „Lobt froh den Herrn, ihr jugendlichen Chöre" und hielt nach dem Begrüßungsgedicht einer Wartburgerin der Ortsgeistliche eine Ansprache. Die Glocke, ein lebendiges Zeugnis der Heimatliebe der Lands- teute in Amerika solle der Gemeinde eine Mahnerin sein an die Toten, mit denen ihre Dorgänge-- nn in den Krieg gezogen eine Weckerin zu Liebe und Eintracht, als "Lutherglocke" eine Stärkerin zum Glauben. Das gemeinsame „Run danket alle Gott" schloß die Feier. — Der Tag des'Ge- sangbuchjubrläums brachte außer dem Festgottesdienst unter Mitwirkung des Frauenchors eine Abendfeier bei der nach, einem Entwurf von Spitta, Pfarrer und Leserinnen geschichtlich Sneressantes aus der Frühlingszeit des Evangelischen Gesangbuches zu Gehör brachten, vor dem u. a. mit einer Laute und Gitarre geschmückten Altar. Sn den Gesang von Liedern aus dieser Zeit teilte sich mit der Gemeinde die Chorschule und der Wartburgverein. Das Opfer des Tages soll die Einführung eines Kindergesangbuchs in der Gemeinde fördern 'Reifen. — Ein kurzes Probeläufen verkündigte Heute um die Mittagsstunde der Gemeinde die glückliche Aufhängung der neuen Glocke und zeigte um drei älhr den schönen Zu- sammenklang mit den beiden Schwesterglocken. Gerichtssaal. * Darmstadt, 20. Mai. (Eigener Bericht.) Dor einigen Monaten erregte hier die Festnahme eines Mannes Aufsehen, der Hunde und Katzen getötet und sie zu Wurst verarbeitet hatte. Die Schriftleitung der „Hessischen Landeszeitung" und des „Darmstädter Täglichen Anzeigers" erkundigte sich, bevor sie den Fall der Lteffentlichkeft unterbreitete, bei der Polizei, ob der Rame des Täters zutreffe und ob der Sachverhalt richtig sei. Beides wurde am Telephon bestätigt. Hinterher jedoch stellte sich heraus, dah es sich nicht um den Mehgermeister Sally Mainzer, sondern um dessen Bruder handelte, worauf die Zeitung, aus eigenem Antrieb, eine Richtigstellung brachte. Gleichwohl strengte der genannte Mehgermeister eine Klage wegen Geschäftsschädigung und Beleidigung an: jede weitere Bemühung, die Sache aus der Welt zu schaffen, lehnte er ab. Vor dem Schöffengericht fand nun heute die Verhandlung statt, worin der Sachverhalt, wie er hier mitgeteilt ist, klavgestellt wurde. Trotzdem der verantwortliche Oolalrc&afteur das Opfer eines Irrtums geworden war und keinerlei Absicht einer Beleidigung oder Geschäftsschädigung vorlag, wurde er zu 2 0 0 Mark Geldstrafe verurteilt. Sn der Oeffentlichkeit wird das Urteil stark kritisiert, zumal die Höhe der Strafe, denn von der Zeitung war nichts unterlassen worden, um den Fall aufzuklären. Ein Witverfchulden trifft doch auch die Polizei. Dem Kläger kam es gar nicht auf die Bestrafung des Schriftleiters an, sondern nur auf seine Rechtfertigung vor der OeffenllichLeit. Mannheim, 20. Mai. (Wolff.) Sn dem anderthalbtägigen Prozeß gegen den 21 Jahre allen Landwirt und Fuhrmann Georg Keck aus Weinheim, der angellagt war, das gleichaltrige Dienstmädchen Elisabeth Kadel, um die Folgen eines Verhältnisses zu beseitigen, im Stall des elterlichen Anwesens mit einem Büppel erschlagen und die Leiche hierauf in einem Teiche bei Weinheim versenkt zu haben, wurde heute mittag das Urteil gefällt. Der Angeklagte wurde wegen Mordes zum Tode verurteilt. Zugleich wurde auf dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt. Turnen, Sport und Spiel • Turnverein 1 846 Gießen. Bei den am Sonntag ausgetragenen Fußballspielen um die Dezirksmeisterschaft ist es der l. Mannschaft gelungen, wiederum, zum 3. Male, als Sieger in der ^-Klasse 'hervorzugehen. Ebenso konnte die II. Mannschaft die Meisterschaft in der 6-Klasse erringen. Bei den am kommenden Sonntag statt- findenden Gaumeisterschaftsspielen werden beide Mannschaften den II. Bezirk vertreten. vermischtes. Sm deutscher Flugrekord. Kassel, 20. Mai. (Wolff.) Sm Klein- flugzeugwettbewerb legte ein Sport- und Reiseflugzeug der Dietrich-Gobiei- Flugzeug-A-G. die Strecke Kassel—Hannover—Hamburg—Berlin—Danzig—Königsberg. die eine Luftlinie von 1 3 0 0 Km. umfaßt, mit einem Passagier in neun Stunden zurück. Der Flug stellt einen neuen Rekord für Sportflugzeuge auf. Die Weltflieger. Schanghai, 20. Mai. (Wolff.) Der französische Weltflieger d'Oish ist in Scha nghar eingetroffen. _ Minato (Japan), 20. Mai. (Wolff.) Die drei amerikanischen Flieger sind auf ihrem Fluge am die Welt in Minato anae- fommen. 600. Jubiläum der Stadt Hildburghausen. Das thüringische Städtchen Hildburghausen begeht vom 12. bis 21. Juli die Feier des 600. Steidtjubiläums in Verbindung mit der Eröffnung der Stadtbücherei und des Hrimatmuseums. Auch ein großer historischer Festzug ist vorgesehen. Ein großes Marktfest, Gewerbe- und Sndustrieaus- stellung, landwirtschaftliche Ausstellung, ein Pferderennen, die Grundsleinlegung für ein Ehrenmal zum Gedächtnis der im Weltkriege gefallenen Hildburghäuser, ein Heimat- und Trachtenfest füllen die übrigen Tage. Eingesandt. (Für Form und Snhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ein Liebelstand an der Lahn bei den Badeanstalten. Die Badeanstalten in der Lahn find wieder eröffnet. Da Jei es gestattet, auf einen Llebelstand hinzuweisen, der eigentlich schon lange hätte abgestellt werden sollen. Unmittelbar über den Badeanstalten, gleich unterhalb der Qahnbrücke, befindet sich nämlich ein W a g e n- part von Schaustellern, von dem aus. wie sich der Verfasser dieser Zeilen selbst überzeugt hat, die Abfälle einfach in die Lahn geleitet werden. Sch nehme an, daß die Stadt, als sie die Genehmigung zu dieser Ansiedlung gegeben hat, sie nur unter der Bedingung gab, dah kein Abwasser der Lahn anvertraut werden soll. Aber es ist eben doch zu einfach, alles in dieselbe zu schütten, und Ermahnungen werden hier wohl nichts fruchten. Da das Baden in der Lahn v b e r ha l b der Stadt verboten ist, so wird dringend gebeten, so rasch als möglich diesen Hebet ft anb zu beseitigen. Es handelt sich hier nicht nur um eine Unrein? lichkeit, sondern auch um die Gefahr der Heber* tragung von Snfektivnstrankheiten, wie Typhus, die bei dem stets wechselnden Aufenthalt der Schausteller von diesen gana besonders leicht verschleppt werden können. Dr. E. Mftöff.M"l Massen-Schuhverkauf Emanuel & Co., Gießen Durchgehend geöffnet von 8 bis 6 Uhr! Seltersweg 31 Verkauf an jedermann! Seltersweg 31 i von 20 Prozent Herrenhalbschuhe HnYlfQHl Rahmen arbeit, vorzügliche Fabrikate, BUAMII schwarz..........Mk. Rahmenarbeit, beste Qualität, braun Mk. Makay, sehr gutes Fabrikat, braun Mk. Restpaare In Halbschuhen, teils vorzügliche Rahmenarten, Mk. 8.00 Massen-Schuhwerkauf Emanuel & Co., Gießen Seltersweg 31, gegenüber Ncwack Keine Schaufenster! GröCter Schuhverkauf in Gießen .... 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HerrFerdinsndBw Die Angestellten und Arbeiter der Großhandelsgesellschaft Strauß & Co. Gießen, den 21. Mai 1924. Gestern nacht verschied plötzlich infolge eines Herzschlages unser innigstgeliebter Mann, Vater, Sohn, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Wir verlieren in demselben einen Vorgesetzten von vornehmen Charakter, dessen vorbildliches Wirken uns stets als Muster gedient hat. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Herr Ferdinand Baer im soeben vollendeten 55. Lebensjahre. Am 20. ds. Mts. verschied plötzlich unser Mitarbeiter Herr Ferdinand Baer Der Verstorbene war 24 Jahre Prokurist unserer Firma. Seine unermüdliche vorbildliche Tätigkeit hat zum Emporblühen derselben in hervorragender Weise beigetragen, und werden wir sein Andenken stets in Ehren halten. Bär & Wetterhahn. Gießen (Alicestraße 25), 21. Mai 1924. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 22. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Israelitischen Friedhofs aus statt. 4187D Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Tilly Baer geb. Rothschild. Verkäufe ~| le Herren; . Wer nimmt ge »ndts8ind>Madel einen au? -sdiiiitL Angebote unter 'MR an den 'M Anz. erbeten. ’n "n0««r«ta . ">hnen '^chorig gsifc. Wtz *g*Ä5 Ä** l tastui ^£g__(Xaunus' 1 AMtt i W» n’erb. iatfjQemitn; ». vretswert ae- : i'imiiit ii. repat ‘ O.IMÄ Mei),UlMi: ^atiflbr.Rlat). ;lL Harmoniums. \ Rundfunk- haus LiherBtraDs 12 8.30 Ms 11 ühr Mscte föeno GriegSvendsen, Sibelius, Grieg. Anschließend GW!» 4149a Vereine *»Ä» ) ■” -8. W \ w» ‘(J saft. - fi^kt 2ad- spiel ? Mr- »Lck-A»i l’Ä” i 1» w ’■ Heute 8 Ubr u«v N'S - Teutsch ^Anmeld. vorher^; WtßvÄtr MW VllsMveMn »ünkK'^aail ‘'flberift-l- £rfcf?atha)£ ■S?si Ztz-L immvoty, 21. Mai 1924 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheßen) Kr. ti9 Zweites Blatt von 20 Mk. erhalten unter der Beschuldigung, metz zu Recht verworfen wurde. Die Strafkammer Revart. Geld Danknvtea. Berliner Produktenbörse. tour* Tendenz: Mllfarb. Zähne 2 voll 20 4 10 voll -0 2 1 voll S 0.470 6.?7 12,64 amtlich in Gau-Algesheim, verurteilt, weil sie aus der Waldgemartung ihres Wohnortes Stau- (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Der Ausstand in der badischen Metallindustrie. Mannheim, 20. Mai. (WD.) Bei bei gestrigen LIvabstimmung über die Annahme oder Ablehnung des gefällten Schiedsspruches in dem Konflikt in der Mannheim-Ludwigshafener Metallindustrie haben 88 Prozent der Metallarbeiter für seine Annahme gestimmt. Da aber die Arbeitgeber den Schiedsspruch abgelehnt haben und seit gestern die Betriebe geschlossen halten, ist der Streik auf. einen toten Punkt angelangt. Der königstreue schwedische Landtag. Stockholm, 20. Mai. (Priv.-Test) Der schwedische Landtag hat das Ansinnen der Sozialdemokraten auf Absetzung des Königs und Errichtung der Republik mit grober Stimmenmehrheit abgelehnt. Streikrecht in Sowjetrußland. Moskau. 19. Mai. (Priv.-Test) 3m Zusammenhang mit der Aufruhr-Bewegung gegen die Räteherrschaft im „ Fernen Offen“ war auf der Amur-Eisenbahn ein Streik ausge- brochen. Dieser Streik ist nunmehr beendet. Das Streikkomitee ist gefangen gesetzt worden, und seit dem 20. April arbeitet auf den verschiedenen Stationen der Amur-Buhn ein Kriegsgericht. welches kurzen Prozeß mit den angeklagten rebellischen Eisenbahnern macht. Das Tribunal spricht frei oder verurteilt zum Tode. In Chabarvsk sind 6 Lokomotivführer und 15 andere Eisenbahner erschossen worden. Die Amur- bahn wird für die nächste Zeit von Rotgardisten bewacht. Die in leitenden Stellungen gewesenen Eisenbahnbeamten in Blagvvelsjensk sind nach China geflohen. •) Dom RuckzahlungSwert. Frankfurter Börse. Amst»Nott. Brss.-Antw. ßbrtftianta. flopenbaar« Stockholm. HelsingforZ. Awlien. . ■ London.. . Vicubott . - Pari» .... Schweiz . ■ Spanien . . Wien in D- Oell. abgeft Prag . . . ■ Budapest. • Buen.-AireS Bulgarien . Japan .. - L>io de Jan. Belgrad . . Lissabon ■ - Der vergebliche Welfensturm. Der 18. Mai 1924 wird ein Ehrenstag in j der Geschichte des Hannoverlandes sein. An ! diesem Tage hat sich ergeben, dah der jahrelange Sturmlauf und die Minierarbeit des Welfentums gegen den preußischen Staat vergeblich geblieben sind. Wohl haben rund i 450 000 Stimmberechtigte die Frage, ob Hannover einen eigenen Bundesstaat bilden soll, mit „ja" beantwortet, zu dem für eine erfolgreiche Borabstimmung nötigen ersten Drittel fehlen aber noch 140 000 Stimmen. Bis zu der nach dem § 18 der Reichsverfassung zu einem Ausscheiden erforderlichen Dreifünftelmehrheit ist noch ein Weister und für die Welfen hoffnungsloser Weg. Die Gegner des Welfentums sind die Abstimmung zum allergrößten Teile ferngeblieben. Da die Zahl der Stimmberechtigten 1768 800 beträgt, ist diese Gegnerschaft 1 320 000 Stimmen stark. Rur in fast ganz wel- fisch gesinnten Distrikten, wo aus geschäftlichen oder anderen Gründen ein Fernbleiben von der Urne für den Einzelnen nicht möglich war, haben auch Gegner des selbständigen Hannover an der Abstimmung steilgenvmmen, aber mit „nein“ gestimmt. Die ganze Unruhe, die durch die Abstimmung in das Land getragen wurde, beruht auf bem § 18 der Reichsverfassung, der für das Ausscheiden von Provinzen und Bezirken aus ihren bisherigen Ländern das Recht der Abstimmung geschaffen hast. Während die föderalistisch gesinnten Teile des Rheinlandes beschlossen haben, für die Dauer der Besatzung von dem Rechte dieses Paragraphen keinen I Gebrauch zu machen, haben die Deutsch-Han- rwveraner sich nicht dazu aufzuschwingen vermocht, eine ähnliche Zurückhaltung zu üben. Dies, obwohl die Mahnungen aus dem besetzten Gebiete, jetzt über keinerlei Gebiets- Veränderungen zu streiten, laut und deutlich genug nach Hannover hinüberklangen. Es ist zu hoffen, dah durch das Ergebnis vom 18. Mai der welfische Spuk für lange Zeit erledigt ist. Bisher haben 5000 Unterschriften genügt, um eine Borabstimmung zu erzwingen. Rach den Bestimmungen des Gesetzes vom 8. Juli 1922 kann aber die Reichsregierung für einen solchen Bezirk, in d?m die Borabstimmung ergebnislos war, in Zukunft verlangen, daß mindestens 25 Prozent aller Wahlberechtigten den schriftlichen Antrag da- gu einreichen, falls eine neue Borabstimmung gefordert werden sollte. Diese Bestimmung gilt für die nächsten zehn Zähre. Roch besser wäre es freilich, wenn der ganze § 18 der Reichsverfassung gestrichen würde. Er hat ein Clement der Unruhe in unsere staatlichen Ber- hältnisse hineingetragen, das in unserer an Krisen so reichen Zeit wirklich überflüssig genug ist. Der Stoß der Welfen ist ins Leere gegangen Der Reichsgedanke erwies sich als mächtiger, wie ein überspannter PartikulariSmus, der ein gesundes Stammesgefühl, das auch unser volles Berständnis findet, nur diskreditieren kann. Die großen Massen der Wähler haben erkannt, daß der Schlag, der sich gegen Preußen wenden sollte, im letzten Ende gegen das Reich gerichtet war, ob die Urheber das nun zugeben wollen oder nicht. Das ganze Deutschland wird den Mißerfolg dieses Treibens mit Freuden begrüßen. Berlin, 20. Mai. Am Produkienmartt den für Roggen etwas höhere Preise gefordert, weil die Reichsgetreidestelle nicht als Käuferin auftrat. Don anderer Seile kommendes Angebot hinderte eine nachhaltige Anregung für das Geschäft. In Weizen fanden nur geringe Umsätze statt, da die Preisforderungen und die Preis- gebo'te zu weit auseinandergingen. Gerste und Hafer waren gleichfalls ruhig, das Mehlgeschäft erfuhr keine Besserung. Oelkuchen und Kleie konnte noch gestern nachmittag ziemlich reichlich abgeseht werden. Mais wurde in vermehrtem Umfange von den Genossenschaften gekauft. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen märkischen 154 bis 157 (matt), mitteldeutsch 152 bis 155 (matt), Roggen märkischen 128 bis 132 (stetig), Somm'.rgei-ste 158 bis 168 (matt), Wintergerste 145 bis 15 (matt), Hafer märkischen 127 bis 134 (stetig): für je 100 Kilo: Weizenmehl 21,25 bis 24,25 (still), Roggenmehl 18,50 bis 20,50 (still). Weizenkleie 9 20 (matt), Roggenkleie 9,10 bis 9 25 Raps 300 (still), Leinsaat 400 (still): für je 50 &ilc: Diktoriaerbsen 20 bis 22, kleine Erbsen verworfen. Die Behauptung, dah sie die Stangen aus dem Wald? eines Bekannten geholl hätten, der ihnen die Genehmigung hierzu erteilt habe, konnte als unwahr zurückgewiesen werden. Der Bergmann Gottlieb Friedrich und eine Ehefrau in Weitershain hatten im Juli 1923 einen Zusammenstoß mit dem dortigen Feld- chühen, der sie wegen Grasentwendung zur Rü)e letten wollte. Die Ehefrau Fr. sprang auf diesen zu. erfaßte ihn am Hemdkragen, drückte ihm die Finger wider die Kehle und beleidigte ihn durch gemeine Schimpf Worte, dabei den Rechenstiel Hoch- Heb end: der Ehemann Fr. ging mit dem Messer auf den Feldschüh los und beleidigte und be° drängte ihn derart, daß dieser, um sich vor Messerstichen zu schützen, einen Schuh aus einem Revolver abgab, der den Friedrich leicht streifte. Frankfurt a. M, 20. Mai. Schwach. — Der Abbröckelungsprozeß konnte H ute an der Börse weitere Fortschritte machen. Anlässe dazu bieten die neuerlichen Rachrichten, daß der Sanierungsplan bei den Stahlwerken Decker A-G. sich nicht so leicht durchführen la sen werde, wie zuerst angenommen wurde, sowie die Befürchtung, daß unter Umständen noch weitere Krei e davon in Mitleidenschaft gezogen würden, denn es ist ein offenes Geh.'imnis, daß noch manches andere Werk in ähnlicher Lage sich befindet, wenn dort auch die Lage noch nicht so akut geworden ist. Da alle diese Schwierigkeiten mehr oder weniger mit der Ruhrbesetzung zusammenhängen, kann erst dann eine gründliche Besserung erwartet werden, wenn einmal das Ruhrgebiet geräumt sein wird. Das Fortdauern der Arbeitsruhe im Ruhrbergbau fällt auch sehr nachteilia für die Börse ins Gewicht. Mußten doch verschiedentlich Feierstunden wegen Kvh'.enmangels eingelegt werben. Unter all diesen Umständen nimmt es nicht Wunder, daß das Angebot wieder in der Heber» zahl war und auf allen Gebieten ziemliche Kurs- einbuhen zu verzeichnen waren. Diese betrügest durchlschnittlich 1—2 Billionen Prozent, erreichten aber verschiedentlich vereinzelt auf dem Montan- martt bis 4 Billionen Prozent. 3m freien Der» Wirtschaft. • 4prvz. Gießener Stadtanleihe n. Don der Frankfurter Börse wird gemeldet: Mit Wirkung vom 20. Mai 1924 werden 4prozentige Gießener Stadtanleihen vom Zahre 1920 getrennt von den übrigen hier eingeführten Emissionen notiert , , ,. „ . , * Rückgang der Erwerb slosigkert im Ruhrgebiet. Auch in der letzten Zeit hat die Erwerbslosigkeit im Ruhrgebiet Wetter ab- genommen; während am 30. Januar d. Zs. im Handelskammerbezirk Essen noch 104 612 Personen erwerbslos waren, waren Ende April nur noch 34 814 Erwerbslose vorhanden. Kurzarbeiter wurden überhaupt nicht mehr gezählt. Zu den Erwerbslosen kamen allerdings noch 28 363 Familienangehörige so daß Ende April 7 Prozent oer gesamten Tevölleinng von Erwerbslosenunter- stühang lebte. In Essen allein lebten 36 045 Personen von Unterstützung, in Oberhausen 10 460 Personen usw. Wie der Brrgarbeiterstteik auf dte Erwerbslosenziffer sich auswirlen wird laßt sich jetzt noch nicht übersehen. Immerhin ist damit zu rechnen, daß die günstigste Gestaltung der Er- werbslosigkett für einige Zett vorbei fein toiro. * Veruntreuungen beim Stahlwerk Decker. Gegen den bisherigen Generalsekretär des Stahlwerks Decker, A.-G. in Willich, Heuer, wurde, wie die „Köln. Dolksztg. melbet, sowohl seitens des Stahlwerks Decker, als auch von der dieser Gesellschaft nahestehenden Industriellen Dankgesellschaft G. m. b. H, Düsseldorf, Anzeige wegen (Betrüget und ähnlichen Vergehen erhoben. Heuer wird 'beschuldigt, Gelder, die den beiden Gesellschaften gehören und über die er im Interesse dieser beiden Gesellschaften verfügen sollte, für Privatzwecke in bedeutendem Umfang verwandt zu haben. * ZurückziehungderGeschäftsauf- sicht bei der Tiag. Da sich die Verhältnisse bei der Textilindustrte-A.-G. in Barmen so gestartet haben, daß die Hoffnung auf Behebung der finanziellen Schwierigkeiten besteht, ist der Antrag auf Veschäftsaufsicht zurückgezogen worden. Die rächte und Befürchtungen um, die offenbar an- . , . . . berechtigter Weise sich teilweise auf erstklassige 2 Pfund Garn unterschlagen zu haben. Hiergegen Unternehmen bezogen. Hierdurch wurde das E«- AS:-r*—“,x:- fühl der Unsicherhett weiter gesteigert und die Käufer abgeschreckt. Verstimmend wirkte auch der bei der gestrigen Tagung der deutschen indu- triellen Vereinigung offenbar yewordene Zwie- pUt in den ixahgebenden Kreisen unserer Industrie. Man hegte die Besorgnis, dah solche Erscheinungen die Erlangung von ausländischen Krediten, auf die unsere Wirtschaft angewiesen ist. erschweren werde. Auch die immer noch nicht geflärte Lage im Metallhandel bildete einen Gegenstand der Besorgnis. Das bei Beginn vorliegende Angebot druckte daher empfindlich aus den Kursstand. Montanwerte, Kaliaktien, Elektrizitätspapiere, Maschinenfabrikaktien und Textil- werte büßten bis zu 3 bis 4 Billionen Prozent ein. Schissahrtsakiien waren anfangs kaum widerstandsfähiger, erholten sich später aber etwas. Danken bröcEeUen ab. Im Verlaufe war das Geschäft außerordentlich still. Vereinzelt bewirkten Deckungen unbedeutende Kursbesserungen. Die Stimmung blieb gedrückt. Am Levstenmartt waren die Derhällnisse unverändert. Paris und Drüssel im Einklang mit der Internationalen Bewertung etwas niedriger. Die Zuteilungen wurden zum Teil erhöht, für Christiania auf 50, Kopenhagen auf 10 Proz. gegen 20 bzw. 4 Proz. gestern. entstellen das schönste Antlitz. Udler Mundgeruch wirkt ab stoßend. Beide übel werden sofort in vollkoinmen unfdjäbL Weise beseitigt d. d. bewähtte Zahnpaste Chloro-dont. legte er Einspruch ein, erschien aber zu dem darauf an beraumten Schöffengerichtstermin nicht, so daß sein Rechtsmittel verworfen werden muhte. Die heutige Berufungsverhandlung drehte sich nicht um die Sach? selber (ob Unterschlagung oder nicht), sondern darum, ob der Einspruch des Stein- Das Schöffengericht Ober-Ingelheim hatte die inzwischen ausgewiesenen Bahnarbeiter Gg. Müller, Gg. Wald und Philipp Kölsch, 4,21 22,86 74,94 68,75 6,02 12,54 4,62 U 85 9,11 1,695 0,465 6,27 12,64 Gießener Strafkammer. Gießen, 13. Mai. Der Althändler Hrch. Zell aus Wetzlar und die Helen? Röser von Gießen waren vom Schöffengericht wegen Diebstahls zu je 4 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Sie hatten nut einem Ingenieur eine sogenannte „Spritztour" von Wetzlar nach Gießen gemacht, und dabei waren die goldene Uhr und der goldene Zwicker des Ingenieurs verschwunden. Das Schöffengericht hielt den Zell und die Röser für die Täter und verurteilte sie. Die Strafkammer hob aber dieses Urteil auf. Bei her allgemeinen Angetrunkenheit und Ausgelassenheit, die unter den Beteiligten herrschte — sie übernachteten in einem hiesigen Hotel — konnte nicht mit Sicherheit festgestellt werden, wer gestohlen hatte. Die Uhr hat sich übrigens später vor der Wohnung des Bestohlenen gefunden: dort war sie von dem Dieb hingelegt worden, aus Angst vor einer Anzeige. Verworfen wurde die Berufung des Kaufmanns Ernst Karl Steinmetz von ©rün- berg. Er hatte durch Strafbefehl eine Geldstrafe Büchertisch. — Das Liebesleben t n deuts cher Vergangenheit schildert Max Dauer ir einer umfangreichen Monographie, die der Der log Dr. P. Langenscheidt, Derlin, verschwenderisch mit gutem Dilderrnaterial ausgestattet hat. Auf Grund eines sehr gründlichen Quellenstudiums bespricht der Verfasser in sehr klarer und übersichtlicher Weise die markantesten Erscheinungen eines der wichtigsten Zweige der Kultur- und Sittengeschichte von der germanischen Urzeit bis in unsere Sage. Von Werbung, Hochzeit, ehelichem und außerehelichem Brauch, von Klerus und Kloster, von Frauenhäusern und fahrendem Volk, von Badefitten, Tanz und Spiel, von Schön- hettsidealen und Mode, von Liebes zauber und Hexenkunst wird in fesselnder Form erschöpfend berichtet, so dah das Werk eine wertvolle Ergänzung zur allgemeinen Kulturgeschichte darsteltt. — Allgemeine Volkswirtschaftslehre. Don Professor Dr. R. Liefmann. Kart. 2,20. (D. G. Teubner, Leipzig.) Diese Einführung in die Volkswirtschaftslehre ist für »wettere Kreise bestimmt, für alle, die in möglichst gedrängter Form einen Einblick in die heutige Organisation des Wirtschaftslebens und Verständnis für seine grundlegenden Prinzipien gewinnen wollen. Sie geht dabei nicht, wie manche derartige Kompendien. allen Schwierigkeiten der Theorie aus dem Wege sondern sie geht aus von den Bedürfnillen der Menschen als der Ursache aller Wirtschaft und führt in möglichst vereinfachter Darstellung in den Mittelpunkt der heutigen Wirtschaftsordnung, den Tauschverkehr, den Geld-, Preis- und Ernttommenmechanismus. Don da aus wird ein umfassendes erläuterndes Bild der volkswirtschaftlichen Erscheinungen gegeben, der Organisation der Produktion nach ihrem äußeren wie ihrem inneren Aufbau, der Unternehmungsformen und der Spezialisierung, ferner des Handels und des Bankwesens, dä Währungsshstems und des Zahlungsverkehrs, der Märkte und Börsen, ferner der Maßnahmen zur Regelung des Tauschverkehrs seitens des Staates, insbesondere der Steuern und Zölle. Den Abschluß bildet ein Ueberblick über die Entwicklung und Aufgaben der Wirtschaftswissenschaft, sowie ein fleines Repetitorium, dessen Fragen der Leser beantworten kann, um sich davon zu überzeugen, wie weit er den Inhalt des Buches in sich aufgenommen und verarbeitet hat. so so voll voll 15 60 vollvoll voll voll ooll^voll voll voll voll voll voltzvoll voll! - Brici ' 158,10 20,30 58,95 71,78 112,53 io,cs 19,03 18,445 4,21 24,08 74,79 68,75 6,0? 12,54 Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. fo-n Billionen Mark ausgednistt. DucnoS-AireS, London, Neu« vork fiapan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Gtnbertcn, alle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. bejahte diese Frage, da ec fein Richterscheinen am Schöffengericht nicht genügend und vor allem nicht rechtzeitig entschuldigt batte. Die Eheleute Friedrich erhielten vom Schöffengericht wegen Beleidigung und tätlichen Angriffs auf einen Beamten eine Geld- und Ge - ängnisstrafe. Ihre Berufung wurde zurück- getolefen. der Gesellschaft nahestehenden Danken in Derlin und Frankfurt sollen der Gesellschaft bis zu einer Million Kredite gewährt haben. * Englische Anleihen für den tsche' Städte. Wie der „Deutsche Handelsdienst" zuverlässig aus Dresden erfährt, hat ein englisches Konsortium erhebliche Deträge bereitgestellt. um deutschen Städten Anleihen zu gewähren. Der Zinssatz beträgt außer einer einmaligen Abschluß- Provision 8 Prozent. Es sind deutsche Dertrcmeas- leute bestimmt worden: Anträge deutscher Städte auf Gewährung von Anleihen entgegenzunehmen, au prüfen und weiterzuleiten. Bis zur Gewährung der Anleihen sind irgendwelche Beträge seitens der Antragsteller nicht au leisten. Wie der»Deutsche Handelsdienst" werter erfährt, sind bereits von einer Reihe deutscher Städte, darunter mehrere sächsische, entsprechende Anleiheverhandlungen in die Wege geleitet worden. * Die Wirtschaf tskris ein Po Inisch- Oberschlesien nimmt nach einer Meldung aus Konigshütte immer größeren Umfang an. In ter letzten Sitzung des Betriebsrates der König s h ü 11 e ließ die Direktion erklären, daß das Werk binnen vier Wochen wegen Mangels an Aufträgen und an Absatz vollständig ftillgetegt werden muß and daß umfangreiche Kündigungen schon zum 1. Juni bevvrstehen. Auf der nur noch zum Teil arbeitenden Laurahütte wurden jetzt auch sämtlichen Beamten einschließlich den Direktoren Kündigungen zagestellt. Die traurigen wirtschaftlichen Verhältnisse in Polen haben eine ungeheure Abwanderung zur Folge. Rach Mittel- (ung der Abwanderangsstelle Mhflowitz sind vom 15. April bis 15. Mai nicht weniger als 6000 Arbeiter ausgewandert, and zwar hauptsächlich nach Frankreich, Belgien und Südamerika. * Börsenkurse» -jen entwendet hatten. Ihre Berufung, die wegen :er Ausweisung der Angeklagten vor der hiesigen Strafkammer verhandelt werden muhte, wurde 15 bis 16, Fatteverbsen 13 bis 14, Peluschken,11 bis 12, Ackerbohnen 14 bis 15, Wicken 11 50 chis 13, Lupinen blau 11 bis 11,50, Seradella alt 14,50 bis 15 neu 11 bis 13, Rapskuchen 9.50, Leinkuchen 21, Trockenschnrtzel 8,80, Kartofeln (Weiße) 3 20 (rote) 3.20, Werzen- und Rogc.enstroh, draht- gebunden 1,20 brs 1,30 Haferströh, drahtgepreßt 1 brs 1,10 Gerstensttoh 1 bis 1,10, Häcksel 1,45 bis 1.65'. Wiesenheu, gut gesund und trocken 2,40 bis 2.70.' handelsübliches Heu 1,70 bis 2,00 Mark. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 20. Mai. Es notierten je 100 Kg. Weizen, Wetterauer 16,30 bis 16,75, Roggen, inländ. 14 50 bis 14,75, Sommergerste für Drauzwecke 17 vis 17,50, Hafer, inländ. 14,25 bis 14,75, Weizenmehl, füdd. Spezial 0 25,75 bis 28, Roggenmebl 21,50 bis 22,50, Wetzen- und Roggenkleie 9,25 bis 10, Erbsen, je nach Qual, für Speisezwecke 20 bis 30, Heu, südv., gut, gesund, trocken 8,50 bis 9, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepr. 5 bis 5,50, Treber, getrocknet 13 bis 13,75. Tendenz ruhig. Geld 157,60 19,55 58,65 7',42 111,97 10,62 18,85 18,365 4,19 22,74 74,16 58,45 6,98 12,46 4.58 1,375 3,03 1,681 0,455 5,23 12,56 kehr lagen naturgemäß Becker-Werte außerordentlich schwach. Becker-Stahl 2SZ«, Becker-Kohle 53A, Äpi 33/r, Krügershall 3^2, Petroleum 12*/2. Gvowag 0,2125, Hansa Lloyd 1, Ufa 4%. Auf dem Devisenmarkt ist das weitere starke Fallen des französischen Franken beachtenswert. London gegen Paris erreicht jetzt 82. Berliner Börse. Berlin, 20. Mast (Wolff.) Der Fall der Stahlwerke Decker hat von neuem an die trostlose Lage unserer Wirtschaft gemahnt. Im Atfammcn- hang hiermit liefen an der heutigen Börse Ge- 157,60 20,20 68,6 > 71,42 111,97 10,62 18.95 18,355 4,13 23,9» 74,41 68,45 5,93 12,45 4,53 1,375 3,03 1,685 0,460 6,23 12,56 I 19. Mai Sinnliche Wottcrinta 20 Mai Pnniltrt).' '.Uotkr m , 20. 2 voll 50 10 10 voll voll 2 1 voll 2 Brief 158,40 19,65 58,95 71,78 112,63 10,68 ■■ Billionen Prozent Frankfurt a- M. Berlin Schluh. Kurs Schluli- fiurs SchluhZ Kn'S | Schlich« Kurs Datum: 19.5. 20. 5. 19. 5. | 20. 5. 5°/.> Deutsche ReichSanleihe . 0,0 f6 0,074 0,075 0,070 4% Deutsche Ncichsanlcihe . 0,425 0,425 0,430 0,4.0 3'/a% Deutsche Reichsanleihe 0,20) 0,205 0,212 0,205 3% Deutsche Reichsanleihe . ,0,850 0,885 0,875 0,850 Deutsche Svarpramicnanleihc *■ 0,100 — 0,104 0,209 4% Preußische KonsolS . . - — 0,230 0,221 4% Hessen........... — — — — 3'/a°/n Hessen.......... 3% Hessen........... 0,260 4.2 — — Deutsche Wcrtb. Dollar-Anl. 4,2 4,2 4,2 76,9 dto-Toll.-Schay-Anweisuna') 77,20 76,9 77,2 4°/0 ^olltürlcn......... 4.5 4,63 4,97 47,5 5% Golvmcxikaner...... - 47 Berliner Handelsgesellschaft. 28.25 26 — — Commerz- und Privat Bank. 4,5 4,26 4,5 8,1 Darmst. und Ncuionalbank . 7,7 7,2 7,6 Dcutiche Bank......... Denlschc Bcreinsbank .... 8,75 0,535 8.4 0,575 9 8,5 DiSconto Commandit ... 8,75 8,8 9,2 8,75 Mctallbani........... 14 1 13,5 — — Mitteldeutsche Creditbank. . 1,75 1,7 1.7 0,370 1,0 0,375 Ocsterreichische Kreditanstalt. 0,380 0,375 Westbank............ 0,400 0,400 0,550 0,450 Bochumer Guß........ — - - 48,5 46 BuderuS............ 11,37 10, 3 11,75 10,1 14,1 Caro ............. 16 15,25 16 Deutsch-Luremburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . 46,5 48 44,75 •46 46 48 46,25 Harpener Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... 65 9,75 54 • 9 55 10,75 53,25 9.3 13,37 Kaliwerk Westeregeln..... 14,25 13 14,25 Laurahutte........... 7.75 7 8,5 7 Oberbedarf........... 15,5 13,25 16,1 13,75 Phönix Bergbau....... Ryeinstahl........... 27,25 25,5 21,25 23,25 25,5 25,9 23,25 22 Riebest Montan........ 38 37 40,25 37 Tellus Bergbau........ 2 1,8 — — Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd..... 22,5 5,1 21 5 22,7 6,1 "C Chcramische Werke Albin .. I 12 — — Zementwerk Heidelberg . . . 8,5 8,75 — — Philipp Hoßmann...... I 3 2,87 3 2,63 I Anglo-Cont.-lHaano..... 21 — 21 17,25 | Badische Anilin........ 15 14 14,87 I Chemische Mayrx Alapiit. . . 1,2 11,37 11,25 1.3 —— — Goldschmidt.......... | Griesheimer Electron .... 10,37 10,75 11 11,75 10,76 10,87 Hichster Farbwerke...... 11,75 11 11,5 10,75 Holzverkohlung ....... | RütgerSwerke......... 7 12,75 6,75 11,75 12,63 11,9 I Schcidcanstalt......... 13,9 13,1 — — Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 7,87 7.8 7,87 7,63 I Bergmann........... 12,25 11,25 12 11,1 Mamkrastwerke........ 5 4,6 — — | Schustert............ 33 30,5 3i 29,75 Siemens & Halske...... —- 40 43 42.25 | Adlerwcrke Klehcr...... 1A65 1,5 1,6 1,4 | Daimler Motoren....... 2,9 2,6 3,1 2,8 I Hehligenstacdt......... Meguin........ « - 2,8 14,5 2,75 14 15,5 14,25 frankfurter Armaturen ... 0,760 | 0,650 — — | Konservenfabrik Braun . . . — — | Mctallgesestschast Frankfurt- 13,5 13,13 - — Per. Union A.-G....... 1,25 1,2 1,37 1,13 1 Sst nhfabrik Her» ....... 2.5 2 2,5 2,25 | Sichel.............. 5,6 5.37 7,97 — | Zellstoff Waldhof....... 7 6.9 6,75 | Zasteriabrik Frankenthal . . 2,1 3,1 2 • Zuckerfabrik Waghäusel .. . 2,8 2,7 — — Berlin. 19. Mai Geld | Brief | Revart. °/« 74,56 74,94 20 Französische Noten........ Dänische Noten.......... Schwedische Noten........ Holländische Noten........ Deutsch Entert. .... 12,47 58,65 12,53 voll 68,95 40 . ........ 2,01 2.03 voll Spanische Noten.......... 68,45 68,75 voll Die Bantiger. Roman von Hermann Stegemann. 8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Gr legte die Schrift auf daS Bett zurück und reichte dem Sohne die Hand. „Latz dich gut pflogen von der kleinen Vvonne und geh nicht ins Gelände, bis der Arzt dich freigibt." Lorenz unterdrückte jede Antwort, und der Baumeister atmete leichter, denn er fürchtete eine Erwiderung, die ihn wieder in Harnisch gebracht hätte. Er war müde. Ein Gefühl der Vereinsamung ging mit ihm, als er das Haus verlieh. Er war der einzelne, der Einsame, der Alternde, dem die Zeit unter den Händen zer- vann. Helbst Dvonnens Abschiedsgruh, der leicht und gefällig durch das kinderlose blumengefüllte Haus klang, verhallte ungehört in seinem stumpf gewordenen Ohr. Erst auf der Drücke, angesichts des grünen, talwärts schiebenden Wassers, kehrte ihm der Sinn für die .Autzenwelt zurück. Unb da packte ihn plötzlich das Verlangen nach Leben, rüttelte ihn die Begierde, sehnte er sich nach einer Stande frohen Genusses, und als er die weihe Vans in ihrem glasklaren Sturz unter der Brückenwölbung hervorbrechen sah, um zwischen den G01 Borstenland. 12^ grobes Format US faM 2türig zu verkaufen 4174V Frankfurter Str. 27 p. Cloos & Damm ©ieften, Wilsonstrake 10. Rauchtabake: MM-Seerm pr^'viMG^mm-Paket 4(U Mm-kWsler Binia 500@l2.40a 250 6r.l.20x, 10061.50^ MM-WSemeU grün, 100 Gramm. 70^ MM-MerMer blau, 100 Gramm . 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