Freitag, 2’. März 1924 U4. Jahrgang Erstes Blatt SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vrvS rmd Verla-: vrühl'sche Univerfitüt§-V«ch- und 5te!ndruckerei R. Lanze in Stehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: §chulftrahe7. Annahme von Anzeigen für die logesTiummer bis zum 'Jl ad) mit tag vorhei ohnejedeDerbindlichkeii Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 nur Drelle örtlid)8, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen d 70mrr Dreite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20°/n Aus- fchlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Dr. Friede. Will) Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein;fürden Anzeigenteil: Hans Veck, sämtlich in (Stehen. m. 69 Erscheint täglich, Lstzer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GlehenerFamllienblätter Monats-vezuorprels: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Richterfcheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernfprech^Anfchlüfse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerSietze». Postscheckkonto: Zrantsurt a. M. 11686. Die Bekämpfung der Kreditnot. München, 20. März. (WD.) ReichSwirt- schaftsminister Hamm hat dem Berliner Vertreter der „Allgemeiiren Zeitung", München, eine Tlnterredung über die im Vordergründe des Sn« terefses stehenden wir-tschaftspolisischen Fragen gewährt. Der Minister ging dabei zunächst auf die onsterordentliche K r e d i t n v t der deutschen Gr- wecbsstäirte ein, die er voll anerkannte. Gr äusterte sich eingehend über die Mahnahme zu ihrer Bekämpfung und über die der Kreditgewährung durch die Währungsverhältnisse gezogenen Grenzen. Der Minister führte unter anrerem aus: Eine Kreditgewährung dec Reichs bank must stets davon ausgehen, dah sie Gelder nur in solchem Umfange bereitstellt, wie sie im 3n« landsumlaus gebunden werden, damit nicht freies Geld zu unnötigen Devisenkäufen verwandt wird. Eine allzu starte Beschränkung der Kredite müstte aber eine Drosselung der Wirtschaft zur Folge haben. Die Kreditgewährung der Reichs bank hat seit Januar eine erhebliche Erweiterung erfahren, wotei allerdings an dem Grundsatz sestgehälten werden must, dah die in beschränktem Mast vorhandenen Reichsbankkredite mir den Teilen der Wirtschaft zugeführt werden, die daraus sofort einen wirksamen produktiven Ruhen ziehen können. Ich würde es im allgemeinen nicht für richtig halten, wenn die Reichsbank langfristige Anleihen finanzierte und etwa ron vornherein Prolongierungen der Dreimonatsdiskonte in Aussicht nähme. Der Kredit des Zenlralnotenmstituts muß ein Warenumfatzkredit bleiben. Die für langfristige Anlagen von Gemeinden, Gesellschaften usw. an den Kapitalmarkt gestellten Ansprüche zeigen, dah in weiten Kreisen über unsere furch.bare Verarmung heute noch keine klare Erkenntnis herrscht. Rur aus dem Wege der rationellsten Verwendung des Kapitals kommen wir am ehesten zu der so notwendigen Kapitalneubildung, Ibie Grundlage 'des Wiederaufbaus unserer Wirtschaft. Die ernsteste Sorge wird daher auch der /Wiederbelebung des Spar- und damit des freien Kreditverkehrs gelten, wobei der Einführung von Goldkonten bei Danken und Sparkassen eine besondere Bedeutung zukommt. Es fei ;schlechterdings auf die Dauer unmöglich, daft dre deutsche Wirtschaft bei Kreditsähen von 20 Prvz. und mehr konkurrenzfähig bleibe, wenn die aus- - ländische Konkurrenzindustrie nur 6—8 Prozent zahle. Ratürlich könne man nicht einfach einen ge- ischlichen Höchstpreis für Geld festsehen, aber es sei schlechterdings notwendig, dah man in allen Krer- sen unseres Dankgewerbes sich der unbedingten Rotwendigkeit bewuht werde, die Bankbedln- g u n g e n so entgegenkommend wie möglich zu halten, um nicht zu unvermeidbaren Teuerungsgrün- den zum Schaben der Wirtschaft vermeidbare zu fügen. »Dringendst zu wünschen fei natürlich, daß die Ijnit der Errichtung der Golddiskontbank nun- ;mehr in Aussicht stehendem Auslandskredite für die deutsche Wirtschaft alsbald zu ans gemessenen Zinssätzen verwendbar würden. Zur allgemeinen Wirtschaftspolitik betonte Her Minister, dah er es als eine dec wichtigsten Aufgaben dec weiteren Zukunft ansehe, geregelte weltwirtschaftliche Beziehungen wieder herzustellen, etwa in folgenden Etappen: Abbau der Einfuhrverbote, Rückkehr zur Methode lediglich zollpolitischer Einwirkung auf den Außenhandel, Anpassung unseres autonomen Zolltarifs an die in vielen Hinsichten ver- äntertan wirtschast.ichm Verhältnisse und Abschluß üton Zoll- ünd Handelsverträgen zur Sicherung unserer Ausfuhr und dec angemessenen Einfuhr. Insbesondere wies dec Minister darauf hin, dah sich auf dem Gebiete der handelsvertraglichen Beziehungen letzthin für uns sehr er» frculiche Ansätze bemerkbar gemacht haben. Der Minister schloh mit dem Hinweis darauf, dah, so erwünscht es wäre, der Industrie in steigendem Verbrauch einen Absatz zu schaffen, man sich hüten müsse, die innere Kaufkraft zu überschätzen; die vornehmste Aufgabe sei eine allmählige Wiederbildung von Kapital für die Produktion, was nicht anders als durch Arbeit und Sparen zu erreichen sei. Der Kanzlerbesuch in Wien. Wien, 20. März. (Wolff.) Im Laufe des heutigen Vormittags liestan der Reichskanzler Dr. Marx und der Minister des Aeustecn Dr. S t re- semann beim diplomatischen Korps, den Prä- sitenten des Rationalrats und des Bundesrats ihre Karten abgch.n. Die Herren begaben sich um 11 Uhr in das Bundeskan.zlm.-amt, wo in Anwesenheit des österreichischen Gesandten in Berlin und des deutsche Gesandten in Wien die von dem österreichischen Handelsmin ster kürzlich in Berlin eingeleitckn De sprechungen mit dem Dun- teskairzler fortgesxht wurden • Am Rachmittag folgtet die deutschen Gaste einer Einladung des Handelsministers Schürff »u einer Fahrt in die ülmgebung von Wien, älm 8 Tlhr gab Bundeskanzler Dr. Seipel zu Ehren dec deutschen Gäste ein Essen, an dem u. a. Kardinal Piffl, Gesandter Dr. P f e i f f e r, General- kommissar Dr. Zimmermann, Vizekanzler Frank, Außenminister Grünberger und der österreichische Gesandte in Berlin, Riedl, teil- nahmen. Während dec Tafel hielt Bundeskanzler Dr. Seipel eine Ansprache, in der er davon ausging, dah «s für die Oestecrercher eine Festesstunde sei, in Die französisch-tschechischen Geheimabkommen. Ein neuer Geheimvertrag von 1918. — Das tschechische Heer unter französischer Führung gegen Deutschland und Oesterreich. De r l i n, 21. März. Das B. T. beschäftigt sich sehr eingehend mit den Aeuherungen des tschechoslowakischen Auh.mministers Dr. B e n e s ch zu den von dem Blatte veröffentlichten Geheimdokumenten. Bezüglich der von Benetzch zum Beweise der äl n e ch t h e i t der Doiumente angeführten Formfehler weist das Blatt darauf hin, dah sogar das offiziöse tschecho-slowakische Regierungsblatt, die Prager Presse, bei der Veröffentlichung des Freundschafts- und Bündnisvertrags, den Poincare und Denesch am 25. 1. 1924 unterzeichnet haben, textliche Abweichungen von dem offiziellen Wortlaut des Vertrages auf» weist. Das Blatt hebt ferner hervor, dah in den Artikeln 2, 3 und 5 des veröffentlichten Vertrags fortwährend von „Vorkehrungen" gesprochen wird, die getroffen werden sollen und über die man sich zu „verständigen" gedenkt. Wenn das nur sinnlose Redensarten wären, dann hätte der ganze Vertrag keinen Sinn. Man kündige an, dah man sich über die Vorkehrungen verständigen werde und hinterher, wenn die Sache unbequem werde, schwöre man, man habe nie eine solche Verständigung gewollt ober gesucht. Die „DerstLndigrmg" über die ./Ktnlelynms gen“, zu der man sich verpflichtet Hst, sei erfolgt und geschehen mit dem von dem Blatte veröffentlichten Geheimabkommen. Zur Widerlegung der Behauptung Denoschs, dah niemals ein geheimer Vertrag die Tschechoslowakei mit Frankreich verknüpft habe, veröffentlicht das Blatt den bisher geheim gehaltenen Vertrag zwischen Frankreich und der Tschechoslowakei, der am 2 8. Oktober 1918 in Paris zustande gekommen ist. Er führt den Titel „Tschechisch-französischer Geheimvertrag vom 28. Oktober 1918.“ In Art. 4 des Vertrages verpflichtete sich die Regierung dec französischen Republik, Materiallieferungen für den ersten Ausbau einer tschechosloa-aki- schen Wehrmacht zu leisten. Art. 5 bestimme, dah die Gesamtlertung der tschechoslowakischen Wehrmacht aus dre Dauer von zehn Jahren a) in der Leitung von militärischen Operationen gegen Deutschland und die Länder der österreichisch-ungarischen Monarchie sowie sich aus dieser neu bildenden Staatengruppe, b) in der Gesarntorganifation der tschechoslowakischen Wehrmacht und c) in der Ausbildung auf allen Gebieten der tschechoslowakischen Wehrmacht eine 60gliedrige, aus französischen General-? stäblern und Oberkommissaren bestehende, vorn Kriegsministerium der Republik Frankreich zu ernennende Mill tärkornmiss ton übernimmt. Für die gleiche Dauer von zehn Jahren wird ein französischer General auf den Poften eines Chefs des gesamten tschecho-slowakischen Generalftabs systemisiert. In Art. 6 verpflichte sich die tschecho-slowakische Regierung, ihre gesamte Innen- und Außenpolitik auf die Durchführung der Friedensverträge im Einvernehmen mit der französischen Regierung einzustellen. Das B. T. bemerkt zu diesem Geheimvertrag, dah seine Bestimmungen genau verwirklicht worden find. Die französischen Offiziere entfalteten tatsächlich, mit bem General Mittel- hau s er an der Spitze, ihre fachmännische Tätigkeit im tschecho-slowakischen Generalstab. Wie caß Blatt weiter ausführt, ist dieser Vertrag vom 28. 10. 1918 später im Jahre 1921 noch durch andere geheime Abmachungen ergänzt Wörter, und da die Form des „Vertrags" in diesem Falle vermieden worden ist, kann Herr Denesch sagen, er schlietze keine „Geheimverträge" ab. Der Berliner tschechoslowakische Gesandte Tusar veröffentlicht in der „Vof fischen Zertung" einen Artikel zu bet vorgestrigen Verösfentlrchang des fcan-öä'ch-tsch:chischm Geh.imver.rags Er bezeichnet es als ein Verdienst des „Brrsiner | Tageblatts", Dokumente abgedruckt zu haben, die im Verborgenen ungeheuer viel Böses hä en anrichten können, in ganz Europa und namen ckrch in den weiteren Beziehungen zwischen Deutschland und 'der Tschechoslowakei, und die man nun im Lichte der Öffentlichkeit widerlegen könne. Tusar weist auf die Form der französischen Protokolle und Deklarationen in den letzten Jahren hin und nimmt an, bah das Formular irgend eines Vertrages benutzt, aber nicht richtig benutzt worden sei. Inhaltlich liehen sich alle Dokumente widerlegen. Tusar wiederholt die schon von Denesch gestellte Frage, wer ein Interesse daran habe, das bisherige Verhäl nis zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland zu trüben und dies gerade in einem Augenblick, wo Zusammenarbeit der beiden Staaten in Lebensfragen für beide am Platze wäre. * Im Zusammenhang mit den Veröffentlichungen des „Berliner Tageblattes" stellt die Präge r Presse folgende zwei Texte einander gegenüber: 1. Zitat aus dem Protokoll Andrassy-- Dismarck über die Vorbereitungen des Bündnisses vom 24. September 1874, abgedruckt in dem Buche dos Professors 21. Przibram „Die politischen Gehsimverträge Oesterreich-älngarns von 1874 bis 1914“. Graf Andrassy hat sich mit dem diesem Vertrag zu Grunde liegenden Gedanken einverstanden entart, dagegen wider den Ab- schluh eines älebecein kommens in der von den dmischen Reichskanzler vorgeschlagenen Form und Ausdehnung Bedenken geltend gemacht, über welche hinauszugehcn ihm nicht möglich tiäve, und die ihm nicht gestatten würden, seinem Allerhöchsten Souverän die Annahme des gemachten Vorschlags in der erwähnten Fassung zu empfehlen. 2. Vergleich. Zitat aus dem Geheimprv- tokoll dec Belgrader Konferenz vom 10. Januar 1924, abgedruckt im Berliner Tageblatt vom 19. März 1924: „Herr Minister Dr. Momeil R i n t s ch i t s ch hat sich mit dem diesem Vertrage und dem torgelegten abschriftlichen Konzept vertrage zugrunde liegenden Gedanken ein» verstanden erklärt, dagegen den Abschluß eines neuen Vertrages in der von Dr. Eduard Denesch vorgeschlagenen Form und Ausdehnung gegenüber Bedenken geltend gemacht, über welche hinauszugehen ihm nicht möglich wäre und die es ihm nicht gestatteten, seinem Allerhöchsten Herrn und König der tereinigten Königreiche die Annahme des erwähnten Vorschlags in der erwähnten Fassung zu empfehlen." Italienische Kritik. R o m, 20. März. (Wolff.) 2luch die Morgen- Presse nimmt gegen Frankreich und die Tschecho- slvamlei Stellung. Der „Cv r r ie r e I t a l i a n v" führt aus, dah durch den Vertrag Deutschland auf die Knie gezwungen und Italien eingekeilt werden solle. Die „Ruovo Paesa" hält die bisherigen Dementis für unzucetcheno. Die „Gazetta de Popolo" erEIärt, es sei wehl anzunehmen, dah hinter den italienfe'.nd- lichen Intrigen nicht nur F.ankreich, sondern auch Minister Denesch stecke. Frankreichs Sicherheit. L o n d o n , 20. März. (Wolff.) Wie der parlamentarische Berichterstatter des „Daily Rews schreibt, betonte der F Ihrer dar Liberalen, Lord Grey, in einer Aussprache aus einer privaten Zusammenkunft liberaler Parlamentsmttglrerer zur Erörterung der auswärtigen Angeleeenhestm: Die Sicherheit Frankreichs fei die einzig mögliche Grundlage einer europäischen Regelung. Es könne keine Sicherheit für F.ankreich geben, wenn nicht Deutschland gleichen An eil baran bat. Deutschland müsse dem Vökrerbun) beitreten und Deutschland, Frankreich und Erohbritannien mühten eine Vereinbarung schließen, derzusolgr zwei der Mächte gegen die dritte zusammenstehen sollten, wenn diese sich im Falle eines Streites axigere, die Maschinerie des Völkerbundes zu verwenden. Sei er den Reichskanzler und den Auteamrmsttr des Deutschen Reiches zum ersten Male feit dem Bestehen des neuen Oesterreich als Gäste begrüßen könne. D^r Bundeskanzler erinnerte an die Zeit, in der Oesterreich, wie viele glaubten, durch ten sich überstürzenden Währungsverfall unterzugehen drohte und er und sein Fm inz- minister Hilfe suchend die Retse zu den R ach- bar n angetreten hätten. Oesterreich hofse, das; die zwei Jahre, die zwischen dem Besuch und dem Eegenbefuch lägen in der Geschichte nia-t nur als eine Zeit grober Leiden uno öor’gen, sondern auch als die Zeit, in der sich die Lebenskraft der Deutschen im Reiche und in Oesterreich bewährt habe, verzeichnet fein würden. Oesterreich verdanke der werktätigen Solidarität fast aller Völler der Welt seinen Au - stieg Er glaube zuversichtlich, dah unter der ztel- bewuftten Führung der beiden heutigen Gäste auch das Deutsche Reich den Weg zum neuen Frühling gefunden habe und dast jene graste Solidarität aller Staaten und Völker, die allein den wahren F.jeden verbürge, nicht mehr allzu lange aus sich warten lassen werde. In feiner Antwort betonte Reichskanzler Dr. Marx ü. a., bifj brr stamtmesgleichr Druderstaat einen schweren und harten SchicksalSweg gehe. Auch die deutsche Regierung «ei bereit, an allen ernsthaften un) a u s r i ch t i g e n Bestrebungen zum Zusammenschlust der Rationen und zur Sicherung des Weltfliebens auf dem Boden der Gleichberechtigung mit;uarbeit:n Diese Mitarbeit fei getragen von dem Glauben an die innere Kraft des deutschen Volkstums, das zwar in schweren Leiden geprüft werde, aber in Ehren bestehe. Reichskanzler Marx dankte sodann vor allem dem österreichischen Brudervolk für die zahllosen grobherzigen Beweise echt christlicher Rächstenliebe, die es dem deutschen Volke, besonders aber den hilfsbedürftigen Kindern und namentlich den intellektuellen Ständen fo oft habe zuteil werden lassen. Deutschland lege, fuhr der Reichskanzler fort, felbstverständlich besonderen Wert darauf, auch die Wirts cha f t l i che n und finanziellen Beziehungen mit Oesterreich zu festigen und weiter auszubauen. Er hoffe, dah der Wiener Gedankenaustausch dazu beitragen werde, dast beide Völler vor der Welt di: österreichisch-deutsche Gemeinschaft des Blutes, des Geistes und des Willens zum Leben bekunden. — Alsdann begaben sich die Gäste in die deutsche Gesandtschaft, wo Gesandter Dr. Pfeiffer die Vertreter der Pi-esse und die Vorstände der Wiener reichsdeutschen Vereine zu einem Empfang berufen hattr. Gin Spionageprozeh. Leipzig, 20. März. (WTB.) Dor dem 5. Strafsenat des Reichsgerichts unter Vorsitz des Senatspräsidenten Richter hatte sich der Hauptmann im französischen Generalstab Robert Pen- daries b QI rmont wegen Spionage zu verantworten. Gr war Leiter des dem französischen Konsulat in Bafel angegliederten Rachrichtenbureaus, dem auch Stellen in Zürich und Bern unterstanden. Am 10. September 1923 wurde d'Acmont in der Rähe von Singen verhaftet. Vor Eintritt in die Verhandlung protestierte d'Armont gegen die Art seiner 03er» Haftung. Der Vorsitzende erklärte, diesen Protest als für die heutige Verhandlung ohne Bedeutung, da nur darüber zu entscheiden sei, ob eine traf bare Hanolung im Sinne der Anklage vorliege. Hauptmann T s ch u n k e vom Reichswehrministerium bekundete, dah das Reichswehrmini- terium bereits feit Mai 1921 von der Tätigkeit d'Armonts sichere Kenntnis gehabt habe. Der Angeklagte verweigerte jede Aussage zu der Anklage. Durch die Zeugenvernehmung wurde die Spionagetatigkeit im einzelnen beleuchtet. Der Zeuge Biens, der am Montag wegen Spionage zu elf Jahren Zuchthaus Derurteili wurde, hatte im Auftrage d'Armonts versucht, Rachrichten über die württembergischen Truppenteile der Reichswehr zu erhalten. Rach Möglichkeit sollte er Offiziere aushorchen. Er sei auf den Gedanken gekommen, sich als den Beauftragten der Friedensliga auszugeben und habe diesen Gedanten auch d'Armont mitgeteitt, worauf dieser anscheinend auch andere Agenten veranlaßt hat, sich diese Eigen- sckmft beizulegen. Im ganzen hat Biens 61 Rapporte nach Basel gebracht; er hat auch bestimmte Aufträge von d'Armont erhalten, die ec nach Möglichkeit auszuführen versuchte. Einer der von d'Armont erteilten Auftrage, dec sich auf ganz bestimmte, mit Rummern bezeichnete Geheimbefehle höherer militärischer Dienststellen bezieht, wurde verlesen. Zeuge Zimmermann führte seinerzeit dem Angeklagten D'Armont den Kaufmann Georg Bühler aus Lörrach zu. Gegen beide Zeugen hat das Reichsgericht ebenfalls schon verhandelt und auf Zuchthausstrafen von sieben und elf Jahren erkannt. Bühler, der den Reichswehrgefreiten Metz in Potsdam kannte, erhiell besonders Oluf trag, Berichte über Truppenbewegungen und über die Stimmung der Truppen und der Bevölkerung in Berlin zu liefern. Ramentlich legte der Angeklagte gro- fen Wert auf die amtlichen Berichte über die Herüsttnanövec 1921 und 1922, die gut bezahlt würden. Später wollte Bühler Beziehungen zu einem Angehörigen ter Reichswehrdrucke- r ei anknupfen, um geheime Drucksachen zu erhalten. Zeuge Kriminalassistent De r g e r-Stutt- gart hatte unter dem Decknamen des Fähnrichs Knall, an den D'Armont ebenfalls geschrieben hatte, sich mit Armont in Verbindung gesetzt, der ihn verschiedentlich zu Zusammenkünften an die Grenze bestellt hatte. Armont beftreitet, jemals auf tentschen Boden gekommen zu sein. Es wird festgestellt, daft nach den beeidigten Aussagen zweier schweizerischer Zeugen die Festnahme D'Aianonts auf deutschem Boden erfolgte. Die schweizerische Regierung hat dies auch anerkannt. Bei dem Verhafteten wurde eine Liste seiner Agenten gefunden, die sehr umfangreich war. t Oberreichsanwalt Dr. Ebermaher führte in seinem Plaidoyer aus: Die in den letzten Tagen verhandelten Spionageprozesse haben ein erschreckendes Bild von dem Umfang der französischen Spionage in Deutschland ausgezeigt, die in umfangreichster und das Deutsche Reich schüver schädigender W-eisr von Basel auS durch den angeklagten Kapitän d'Armont betrieben werten ist. Die ganze Tätigkeit D'Armvnts stelle ein fortgesetztes Delikt dar, daS nach der neuesten Rechtsprechung des Reichsge.ichts untrer § 1 ter Verordnung tes ReichSpiä.iöentea vom 3. März 1923 falle. Milternte Hmfttmte bitte er tem Angeklagten nicht zw.ubilligen, da dies auch seinen W-eckz-oug?n gegenüber nicht gelten ist. Es wäre verhängnisvoll, wrnn das Rcichsgeficht den Grundsatz aufstellen würde, gegen fremde Offb ziere nicht auf Zuchthaus zu ertönen. Eine Zuchthausstrafe bedeute in einem solchen Falle nicht, dast eint? ehrlose Gesinnung angenommen tt-erte. Die französische Regierung hat im Falle 21 rmont ihrerseits Geiseln festgenommen. Es ist d'.eS cin Völkerrechtswidr.ges 2krfabrcn, wie man es sich schmählicher nicht benEen kann. Man will ter teutschen Justiz damit in den A-rm fallen, aber auch d'.esir älmstand darf b:n Gerichtshof in feiner Entsch.'idung nicht beeinflussen. Wir haben es mir mit Armont zu tun und seiner Schuld. Der Oberreichsanwalt bittet schnell ch, ohne jede Rücksicht auf das politische Moment auf em Zuchthausstrafe ton 12 Jahren und eine Geldstrafe von 10000 Gvldmark zu erkennen. 'Berteibiger R.-A Rennel - Stuttgart bittet um Zuerkennung mildernder timftänte, da der Angeklagte als Offizier im Dienste tes Vaterlandes gehandelt und keine entehrende Handlung vorliege. Das ilrtcit lautet auf 12 Jab-e Zuchthaus und 5000 Mark Geldstrafe. Die Geld- I strafe wird durch die älntersuchungshast für vet> büfrt erachtet. Derrtschrtattonaler Reichsparretztag Ir'ffl 52. Fortsetzung. (Nachdruck Verboten.) Die Sachverständigen beratungen. Kleine politische Nachrichten. Dw „Deutsche Tageszeitung" hat in einem sich mit dem Wahlkampf befassenden Artikel den Reichspräsidenten als „einen bei Organlsatcren des verderblichen, wahnwitzigen Munitiensarbeiterstreiks von 1918" beeichnet. Der Reichspräsident hat gegen den Urheber und Dcr- breiter des Artikels Strafantrag wegen verleumderischer Beleidigung gestellt. * Der ReichSrat hat der Verordnung der Regierung zugestimmt, wonach die Wuchergerichte am 1. April au Oer Wirksamkeit treten und die PreiZtreibereifachen wieder von den ordentlichen Strafgerichten abgeurteilt werden sollen. Der französische Mini st errat hat den 11. Mai als Termin für die Kammer- Wahlen angesetzt. * Die französische Kammer hat die Debatte über ba£ neue Armeegesetz fortgesetzt und die Artikel 2 bis 27 angenommen. Artikel 26 erteilt dem Ministerrat d'e Vollmacht, durch einen von dem Präsidenten der Republik unterzeichneten Dekrotsbeschluh die Mobilmachung anzuordnen. Sm Laufe der Debatte erklärte der Kommunist D e r t h o n, daß die Kommunisten die Vernichtung der permanenten Landesarmeen und ganz besonder- der französischen Armee durch die Sod- jetarmee verfolgen. • Aach einer chavasrneldung aus Jerusalem ist König Hussein heute nach Mekka abgereist. Berlin, 20. März. (Priv.-Tel.) Als Auftakt zu den kommenden Wahlen findet am 1. April in Hamburg ein außerordentlicher Reichs- partcitag statt. Unter anderem tixrö der Partei- vcrslhende, Staatsminister a. D. He r g t^ über das Wahlprcgramm. Oberstleutnant a. D. Doester ° berg über die deutschnatwnale Jugend sprechen. Für Samstag, 30. März ist eine Kundgebung der Das zwischen der bayerischen Staats- ttgtciung und dem Heiligen Stuhl verein- barte Konkordat ist abgeschlossen worben. Der Reichskanzlei hat namens der Reichsregierung, der daS Konkordat nach Artikel 78 der Reichs- verfassung mitgeteilt werden mußte, mitgeteilt, daß gegen das Konkordat Einwendungen nicht erhoben werden. Die belgische Kammer hat in einer Tages- vrdmmg der neuen Regierung TheuniS mit 92 gegen 69 Stimmen bei sechs St-.mmenthal- tung-jn das Vertrauen ausgesprochen. Aus Stadt und Land. ®leben, den 21. März 1924. ®if#e«er Wochenmarktpreise am 20. März 1924 (HSnblerpretse). SS kosteten: Butter 2 Mk., Matte 20 Pf., Käse 65 blS 70 Pf. da- Pfund, Sier 10 bis 11 Pf. da» Stück. Wirsing 45 Pf.. Weihkraut 35 Pf.. Rotkraut 45 Pf., gelbe Rüben 25 Pf., rote Rüben 30 Pf. das Pfund, Blumenkohl 1 bi» 2 Mk. ba» Stück, Endivien 2 Mk., Unter-Kohl- vabi 8 Pf., Grünkohl 60 Pf., Rosenkohl 1.60 Mk., Feldsalat 3 bis 5 Mk., Tomaten 1.50 Mk., Zwiebeln 25 Pf. das Pfund, Lauch 10 biS 40 Pf. das Stück, Meerrettich 1.20 Mk. das Pfund, Sellerie 40 Pf. bis 1 Ml. das Stück, Aepfel 15, 25 und 30 Pf., Dörrobst 30 Pf. das Pfund. * / ** Ober hessisches Museuin. Man berichtet uns: Am 17. März beging Geheimrat Dr. Phil. h. c. Wilhelm Gail seinen 70. Geburtstag. DaS Museum sprach ihm auS diesem Anlah die herzlichsten Glückwünsche aus in dankbarer Verehrung für die fast dreißigjährige unermüdliche Förderung der Scnmnlunge.i durch Anregungen, Stiftungen und Fürsorge ie-glicher Art. Die vor- und frühgeschichtliche Abteilung deS Altert ums museumS hätte sich nie zu solcher Bedeutung entwickeln können, wenn nicht Geheimrat Gail immer wieder zu ihrem Ausbau die Hand geboten hätte. Die volkskundliche Abteilung, insbesondere die Sammlung von Altertümern der ober hessischen Hausindustrie, um die unS viele Museen beneiden, verdankt feinem ver- ständnisvollen Wirken ihr Dasein. Die Sammlung ber Kupferstiche 3. G. WilleS, eine der vM- stänciasten, hat er dem Museum ermöglicht. Auch in allen übrigen Abteilungen des Altertums- mufeums gehören die meisten und wichtigsten Gegenstände der W. Gailsammlung an. DaS Völkerkundemuseum ist ganz aus seinem Pari», 20. März. (WB.) Der Unteraus» schab des Komitees Dawes für Dankfragen hat feine Verhandlungen über die Goldnotenbank, das Komitee Mac Kenna die Ab- fastung seine» Berichts festges^t. RachmittagS Hit eine Besprechung mit Reichsbankpräsident Dr. i 6am»taa 30 Mär^ ifl eine Kuübnebuna der Ä‘e Abg^ Lav/rent- ^lben Dr. Schachts in den nächsten Tagen prüfen > 1 U 1 0 •ÖUmavtf fle*>wnt. und am kommenden Montag hierüber wiederum mit ihm verhandeln. Rach dem „Ternps" werden an den Rand des Grabes feinen schweren Dienst versah. Die Feier wurde am Trauerhause mit einem Choral eimgeleitet, den die ältesten Schute klaffen fangen, die eigentliche Trauerfeier fand in der überfüllten neuen FnebhvsSkapelle in Gießen statt, wo nach abrrmaligem Chorgesang und der Predigt des Ortsgeistlichen von der Kreisschulverwaltung, der Lehrerschaft Wiesecks, dem Schulvorstand, dem Bezirkslehrerverein ©je- ßen-La-nd, seiner Schulklasse und der 1. Schulklasse Kränze niedergelegt wurden. * Lollar, 19. QRäu. Auf Einladung von Rektor D a a b fand am Sonntng ein Elternabend der 1. Klasse der hiesigen Volksschule, der zweite in diesenr Schuljahr, statt, der überaus zahlreich besucht war. Die Besucher kamen vollkommen auf ihre Kosten. Vielleicht lixrr es des Guten sogar etwas zu viel, wenn sich der Abend bis Mitternacht ausdehitte. Das Programm verzeichnete drei Abteilungen. In der ersten wurde ein Lebensbild U h l a n d s gegeben, das sehr geschickt umrahmt war von Gedichten und Liedern des Dichters. Alte bekannte Derie und Weisen klangen einem ins Ohr. 3m Mittelpunkt des Abends fta-nb die Aufführung des in Verse gesetzten M ä r che n s „Sieben q.u f einen Schla g", das mit seinen vielen Dilderck'prächtig gespielt wurde. Die Rollen waren gut verteilt, und man merkte es der Aufführung als Ganzes an, dah die Kinder sich ganz und gar in ihres Bollen hi'neingi^lebt hatten und eine fleißige Arbeit des Cinstudiersns vorangegangen war. Es war ein wohlgelungenes Spiel, das viel Freuds erweckte. Der Beifall der Zuhörer war sehr stark. Eine dritte, allerdings sehr kurze Abteilung, war dem Dichter Lenau gewidmet. Am Schluh wie» Rektor Daab nach t>a rauf bin, dah alles, was an Gedichtm und Chören von den Kindern der 1. Klasse geboten worden war, die Arbeit de» verflossenen Schuljahres gewesen ist. Gs -ist mit Freuden zu begrüßen, dah solche Elternabende auch hier veranstaltet werden, dah dadurch das Band zwischen Elternhaus und Schule immer fester geknüpft wird zum Segen für unfew Kinder und damit auch für unser Volk und Vater- land. Kreis Friedberg. * Bad-Nauheim, 19. März. Die Bad- und Kurverwaltung hat die Höhe der Kurabgabe wie folgt festgesetzt: Dom 1. April, an dem die Sommerkur beginnt, kostet die große Kurkarte bis 1. Mai 25 Goldmark, von da ab bis zum Schluß der Hauptturzeit — 1. oder spätestens 15. September — soll eine Erhöhung auf nicht mehr als 30 Mark ein- lreten. Hinsichtlich der B ä d e r p r e t s e steht die Bad- und Kurverwaltung auf dem Standpunkt, daß der Durchschnittspreis für ein Bad einschl. Wäsche 3 Goldmark nicht übersteigen soll. Starkenburg und Rheinhessen. fpd. Mainz, 20. März. Rach Mitteilungen der Regieverwaltung befinden sich zahlreiche falsche Regiescheine über 20Franken im besetzten Gebiet im Umlauf. Sie unterscheiden sich von den echten Scheinen durch einen etwas größeren Rahmen, die kleinen Buchstaben und die Unterschriften find, „zerdrückt", die Seriennummern von grünlichem, statt schwarzem Glanz. Hessen-Nassau. Frankfurt a. M.. 21. März. (WTB.f DU hx ber Ostendstrahe gelegene landwirtschaftq liche Halle ist heute nacht einem verheerenden Grobfeuer zum Opfer gefallen. Sämtliche Wehren rückten auf Grobalarm sofort zur Brandstelle au». Beim Eintreffen stand das Gebäude schon in hellen Flammen. Die Halle, btt größtenteils mit Hausrat, meist hon Flüchtlingen, Tabak und anderen leicht brennbarer Stoffen angefüllt war, ist vollständig au»i gebrannt. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann durch herabstürzende Trümmer leicht am Kopfe verletzt. Meüschen'eben sind nich zu beklagen. Die Entstehungsursache ist noch um bekannt. Erst gegen 7 Uhr morgen» war daS Feuer' bekämpft. , Giestener Strafkammer Gießen, 18. März. In den Jahren nach dem Kriege bis Ende 1922 war es in Großen kein Geheimnis, daß in einer gewissen Gall- und Schankwirtschast dauernd unsittliche Dinge getrieben wurden. Gegen die Inhaber der Wirtschaft, die Eheleute Friedrich Schn, wurde ein Verfahren wegen Kuppelei eingeleitet. Die Ehefrau war tm berigen Jahr wegen Kuppelei zu neun Monaten Gefängnis und drei Jahren Ehr- Verlust verurteilt werden. Der Ehemann Friedr. Schn., der fluchtig war, konnte erst jetzt abgeurteilt werden. Es wurde unter Ausschluß der Öffentlichkeit verhandelt. Das Urteil lautete aus ein Jahr Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust wegen Kuppelei. Aus den Urteilsgründeri „Abbau" im hessische« LaudeSaml für das BilduugSwese«. arm stabt, 20. März. (Priv.-Tek.) Die'Deutsche Dolkspartei hat folgen- den^Anttag eingebracht betr. neue Beruf» n- gen in das Landesamt für das Dildungswesen: „Eg'verlautet, dah der Direktor für das Volks- bildungswesen H a s s i n g e r und ber Direktor der staatlichen Beratungsstelle für Werkunterricht Dienzer als Referenten in das Bil- bungsamt berufen werden sollen. Wir wenden uns gegen diese Berufung mit allem Nachdruck und beanttagen: Der Sonderausschuß möge beschließen, die Regierung zu ersuchen, diese Stellenbesetzung zu unterlassen. Die Stimmlisten zur Reichstagswahl. Berlin, 20. März. (WB.) Der Reick^mint- ster des Innern bat bestimmt, daß die Stimm- listen und <3:unmfarteten für die Reichs tagswa hi vom 6. 4. bis einschl. 13. 4. auszulegen sind. RS- heres über Ort und Zeit der Auslegung geben die G e m eindebehörden noch belatm!. Ein- sptüche g?gen d e Stimmlisten müssen bis zum Ablauf der Auslegefrist erhoben werden. Wählen kann nur, wer in die Stimmlisten ein- get ragen ift ober bei Abwesenheit vom Wohnort am Wahltage einen S timmfchein sich rechtzeitig ausstellen lieh. ' y die Anhänge zu dem Bericht de» ^Komitees Dawes folgende Fragen zum Gegenstand haben: 1. die Errichtung einer Goldnotenbank, 2. den deutschen Haushaltsausgleich mit den Eimrahmen unb Ausgaben für das Haushaltsjahr 1924 25 und die nächstfolgenden Jahre, ein zweijähriges Moratorium für die Reparationsleistungen in bar, Fortsetzung der Sachlieferungen und ihre Bezahlung an die deutschen Industriellen, 3. Reorganisation der deutschen Eisenbahnen, eine neue Verwaltung für das gesamte Retz, in das die zur Zeit von der französisch- belgischen Eisenbahn reg ie betriebenen Strecken d.r Rheinllurde und des Ruhrgebiets einbezogen würden, Rutzbarmachung der Eisenbahn für eine internationale Anleihe, deren Schräg teilweise al» Kapital unb Reserven der fümtigen Goldnotenbank und teilweise zur FinanAerung der Sachlieferungen Verwendung finden soll, 4. Einführung von T a ba k-, A l k o ho l - und Zündholzmonopolen, deren Einnahmen zur Begleichung der Reparationen Verwendung finden sollen. 5. Kontrolle der Erhebung gewisser Einnahmen sowie der Tätigkeit der Rotenbank und des , Betriebes der Eisenbahn. 6. Organisation eines Shftems von Hypotheken auf die deutsche Wirtschaft, d. h. den industriellen, kommerziellen und landwirtschaftlichen Besitz Deutschlands, die al» Pfänder Für dis Ausgabe von Obligationen bienen würden. ein unnötiges Wagnis hatte Wellington Fox der so gut vorbereiteten Plan in der letzten Stund« gestört und die eigene Freiheit verloren. Wellington Fox sah gut und sicher verborgen m dem Zimmer seiner Herberge. Wäre er dort vis unmittelbar zur Ausführung der Flucht geblieben, so wäre alte» gut gegangen. Tie Ungeduld hatte ihn aus seinem sicheren Versteck vorzeitig in dte Rahe des Hauses ge- trieben, in dem die Witthusens gefangengehalten wurden. So geschah e». AIS Collin Cameron das Haus verließ, erfannte er Wellington Fox trotz dessen Verkleidung. Im Augenblick war Cameron in den Schatten getreten. Wellington For hatte ihn nicht erkannt. Der war ganz mit der Ausführung des Fluchtplanes beschäftigt. Er umschlich das Haus von allen Seiten, erwog und prüfte die Möglichkeiten, dir Gefangenen auch dann noch zu befreien, wenn der Wärter in letzter Stunde versagen sollte. " Die Zeit verstrich darüber. Während er hier noch spähte, waren dir Häscher, die ihn fangen sollten, bereits auf dem Wege. Endlich begab er sich nach der Herberge zurück um Ahmed die letzten Befehle zu geben. Kurz' vor der Karawanserei in einer engen dunklen Gasse fühlte er sich von einem Dutzend starker Arme umschlungen. Ein Tuch preßte sich auf seinen Mund, das jeden Schrei erstickte. . seine Sirme belaubte. Im Augenblick war er gefesselt und verschwunden. (Fortsetzung folgt.) Zeigte die Freude, die der Besuch doch eigentlich machen mußte. Es blirb etwas Unausgesprochenes zwischen ihnen, das jede fveudige Regung zurück- hielt. Langsam vcrschüchvn die Viertelstunden. Der Wärter brachte die Mahl-e'.t. Sie blieb unberührt stehen. Die Erregung das Ko.mnsndcn nahm fie ganz gefangen. Sir stieg aochs höchste, als dir Uhr Vie neunte Stande zeigte. Mi:^ute auf M Kurte verrann. Maria sprang nervös auf und trat ans Fenster. Sie wollte bei Gang der Zeiger nicht mehr sehen. Regungslos verharrten sie beide. Gin Klopfen an J>er Tür ließ sie auffahren. Ter Wärter trat ein. Das Licht seiner Kerze fiel auf ein verstörtes Gesicht. „Was ist?" Von zwei Seiten scholl ihm die Frage entgegen. ..... Ahmed ging soeben vorbei... er winkte verstohlen . . . Mchts! . . . Nichts! . . . Heute nichts. . Maria sank auf ihren Sessel. Sir lieh den Kops auf das Schachbrett fallen. Verhaltene» Schluchzen erschütterte ihren Körper. Der Altr trat auf sie zu und legte den Arm um fu. »D.i gefaßt, Mar'.a! . . . Wenn nicht heute, dann morgen I . . . Gib die Hoffnung nicht auf. Dle Freunde trerbm uns nicht im Stich lassen.. So suchte er ihr Trost zuzusprechen und ter- oarg seine eigene starte Befürchtung, daß der Plan von Fox entdeckt sein fönne. Witt Husens Befürchtung war leider nur allzu vegiundet. Durch eilte einzige äcknvorfichtigtett... Die Neuregelung ber Beamtenbesolbung. 'Berlin,20. März. (WTB.) Der Reichsrat hat in seiner heutigen Plenarsitzung die Vorlage über die Neuregelung der Besoldung der Reichsbeamten vom 1. April ohne Widerspruch zur Kenntnis genommen. Die Neuregelung bringt den Beamten aller Gruppen ungefähr dieselbe verhältnismäßige Erhöhung der Gesamtbezüge. Auch nach der Vorwegnahme des Mehrbedarfs infolge der zu erwartenden Steigerung der Mietpreise verbleibt allen Beamten eine gleichmäßige, reine Desoldungsaufbesserung, die über 13 Prozent beträgt. Die Neugestaltung des O r t S z u s ch l a g S hat also k e i n e Bevorzugung bestimmter Gruppen zur Folge. Die 20prvzentige Erhöhung der Kinderzu» schlüge wirkt zugunsten der wirtschaftlich Schwächsten, nämlich der Beamten der unteren Besoldungsgruppen und der kinderreichen. .Nein! Maria hatte recht! Nir wieder kehren k4r in das alte Haus nach Kaschgcrr zurück! Wer gibt uns Gewähr, daß wir -nicht jederzeit auf irgendun.Lrnigen Verdacht hm neue Letden erbtrlden müssen?" Collin Cameron biß sich auf die Lippen, lln- psrw-andt hatte er Maria mit den Augen ver- fc^Iungen. „Wäre es nur daS Haus? . . . Würbe eS auch so sein, wenn Sie eS mit einem anderen vertauschten, Fräulein Marias' , Er ti-arf einen Seitenblick auf Witthusea, der am Fenster stand und in die Nacht hinausblickte. Auch Collin Cameron erhob sich jetzt und trat dicht an Maria heran. „Mit einem anderen?" fragte fie. „Ja, mit dem meinen!" Er hatte ihr die Worte in» Ohr geflüstert. Hetzt beugte er sich vor und suchte in der wachsenden Dämmerung den Eindruck seiner Worte auf ihren Zügen zu lesen. Einen Augenblick sah ihn Maria verständnislos Olt „Unter Camerons Schutz wäre jeder geborgen." .In Ihrem Haus?... Ich in Ihrem Hauses' „Als mein Weib!" 3üt jäfjcr Schreck zuckte üb*r Marias Züge. Mne tiefe Blaße zog über ihre Wangen. Mrcha- mich wich sie vor Collim Camevon zurück. tUMuen heraus und mit seinen Mitteln geschaffen worden, auch das Krieasmusenm verdankt ihm viel. Wenn Gießen heute kulturgeschichtliche Sammlungen besitzt wie wohl keine andere Stadt von gleicher Größe, so ist das ganz allein das Verdienst Geheimrat Dr. Gails, der in liberalster Weise, was ihm an Altertümern oder ethnographischen Gegenständen der Teilnahme wert schien, restlos der Oeffentlichkeit zur Verfügung stellte. Er bat dadurch Sorge getragen, daß hier das Material für Institute vorhanden ist, die der Forschung und vor allem der Bildung dienen können auf Gebieten, die anderwärts häufig ver- rachlässigt wurden und hinter dem Bestreben nach Schaffung reiner Kunstsammlungen zurückstehen mußten. — Die Gailsch.m Sammlungen wurden in letzter Zeit toietter bedeutend bereichert, insbesondere die Abteilung für Völkerkunde, vor allem durch Geschenk; von Herrn Karl Gail-- Kcnstanz. Hervorzuheben sind prachtvolle japanische Malereien, auf Reispapier und viele andere asiatische Gegenstände, unter denen eine Samm-- lung der verschiedenen chinesischen Münzartcn, scwre seltene Mandarinen a bze ichen besonders wertvoll sind. Auch die übrigen Abteilungen des Museums haben mancherlei Geschenke erhalten, u. a. von Herrn BibliothckSdirekter Dr-. Ebel mehrere Bil.er und fo-iftiue Altertümer. -- Das Museum im Alten Schloß ist nun» mehr wieder jeden Sonntag von 11-1 Ahr offente lieb zugänglich. Zahlreiche Führungen von Schulen und Vereinen konnten bereits für die nächste Zeit vorgemerkt werden, ein Beweis dafür, daß t;ie Gießener kulturgeschichtlichen Sammlungen gerade als solche Vielen etwas zu bieten haben. ** Hessischer Diakonieverein. Am 1. Mäi^ ist der Vereinsgeistliche des Hessischen Diakontevereins, Äonfiftorialrat Noack in Dornstadt, aus Gesundheitsrücksichten von feinem Amte zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger wurde Pfarrer G u y o t, der früher in Bad-Nauheim als Psar.ttffistent tätig war, gewählt. — Der Hessische Diakonteverern ist bekannt durch die segensreiche Arbeit, die feine Schwestern in vielen hessischen Gemeinden treiben. Aber sein Auf geht zugleich weit über die Grenzen Hessens hinaus. So hat er große Krankenhäuser mit seinen Schwestern besetzt in Hanau und in Nordhausen. Der Verein ist noch verhältnismäßig jung: vor 18 Jahren ist er gegründet worden. In den testen Jahren hat er man he äußere HLipmung und Not zu Überwinden gehabt. Storni) ?i$cn. — Ta ges kalender für Freitag: Sbadttheater: 7 tthr »Der Graf von Luxemburg". — Derkehrsverein: 8 Llhr tm Gasthof Rahneteld Generalversammlung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Erdgeist". — Palast-Lichtspiele: „Todesreigen". — Astoria-Ltchtspiele: Eddie Polo in „Die geheimnisvollen Vier". — Dom Republikanischen Lehrerbund Gießen wird uns geschrieben: Der letzte Vortrag in dem vom Republik. Gebrerbunb Gtesten veranstalteten Zyklus „Demokratie und Politik im 19. Jahrhundert" findet am Samstag, 2 2. März, nachmittags 4 tthr, Im Realgymnasium statt. (Siebe heutige Anzeige.) Fortb.- Lehrer Fr. Huf wird über Außenpolitik unter Wilhelm II. sprechen und zeigen, wie nach Bismarcks Entlassung die Ziellosigkeit der deutschen Außenpolttik daS Reich in eine völlige , Isolierung brachte, die bereits 1907 vollendet war und deshalb uns unter den ungünstigsten Verhältnissen in den Weltkrieg tappen ließ. Die Führung der auswärtigen Angelegenheiten durch den Fürsten Bülow wird im Mittelpunkt der Erörterungen stehen. x — Tutanchamvn, sein Grab unb feine Zeit, bilden, wie man uns schreibt, das interessante Dor» tragetbema von Dr. Ernst Vatter, das von prächtigen Aufnahmen der sensationellen Funde aus dem vor kurzem geöffneten Grabe des. Aegypter-Königs begleitet wird. Die Aaffindang und Durchforschung des Grabes gilt nach dem Urteil Hervorragender Gelehrter als „eine der größten archäologischen Entdeckungen aller Zeilen^, and übt dies Ereignis auch auf den gebildeten Laten große Anziehungskraft aus. Dor mehr als 3000 Jahren wurde der Aegypter-König Tutanchamvn im einsamen „Felsental der Königsgräber" bei Theben in einem prunkvoll ausgestalteten Grabe zur Ruhe bestattet. Dieses Grab ist jetzt entdeckt worden und bildet für die Wissenschaft einen Schatz von unermeßlichem Wert. Dr. Ernst Datter, Kustos am städt. Dölkermufeurn Frankfurt a. M. wird tn dem am Samstag in den Palast-Lichtspielen stattfindenden einmaligen Llchtbildervvrtrug auch em Geschichts- und Kulturbild aus der Blütezeit des Pharaonenreich» um 1350 v. Chr. Geburt bieten. Näheres im heutigen Anzeigenteil. Landkreis Gickcn. £ Wieseck, 20. März. Bei überaus zahl- reicher Teilnahme wurde heute der' Lehrer W. Kratz zu Grabe getragen, der fich in der Gemeinde der höchsten Achtung zu erfreuen hatte. Unsere Schule verliert mit dem Entschlafenen ehron Lehrer von seltener Pflichttreue, der bi» vieSMröesWWWii. Ein Roman au» dem 21. Jahrhundert von Han» Dominik. -Nie, Mr. Cameron!" „Oh, Fräulein Mana. . . lassen Sie unsere Worte ungesprochen sein! ... vergast dte in der Sie sich brfinideir. Derzeihen Sie' mir! Es war töricht, von Ltebe zu sprechen, wo eS sich um die Freiheit handelt." Er trat auf fie zu und versuchte ihre Hand zu faffen. Sie mir. bitte, ver-elhM Sie mir, rS ^ur um ein Ktebws möchte ich Sie bitten. Lassen 6ie mich n'xht ohne jede Hoff- lMng von hier geben. Ste wissen nicht, was Sie Nr mrch und mein Leben bedeuten. In besseren a>le^c LU Ihirrn kommen . . . Unch wäre es dann nur Kascheur . . . ich mürbe Z Sfe' ' 4Ur klben etunte' -u ber Si- , trat bom Fenster zurück an die ^?r,'jy"'ran,^(Sa ?Ädn3k lich- an ihn, schob ihren Arm unter den seinen. „Und wann denken Sie, Mr. Cameron, dab ttir Urga verlassen... lieber frei sein dürften?*- », mir liegt, soll geschehen, um Ihnen Mbeit SU verschaffen. Ich komme morgen nad) Peking. Alle Verbindungen, die mir dort Sur Vei-fügung stehen, wsrde ich für Sie au«- nutzen. Obern es das Glück will, bin ich ln wenigmr Tagen wieder hin: und hoffe von Ihnen ß?ohrn Empsong. . . auch von Ihnen, Fräulein Maria." Gr ergriff ihre Hand und drückte einen Kuh darauf. Bater unb Tochter waren ayleber allein. Sie !^r'a<^ n ü6zc b n unerwarteten Be uch Camerons. Aber das Gespräch sch.ich mühselig dahin. Keiner ATS'CHARIs' Oß/LC MMTbcktVylck, Soldnixe II II u II u II 0 u II II II Horizont II 2in0e n Charlotte H II II O 'Kaiser-Cigarette 12. II II 25 Union ‘Klub II II II u 2088V in semen Asioria-Lichtspiele der 13 5. 6. Verschiedenes. Der Vorstand. 018404 1 Akt. Seltereweg 81, Nähe Bahnhof Cordon Rouge 30 2. 3. 4. 10 10 140 115 71 10 12 15 20 20 4. 5. 6. 50 46 21,10 3,63 24,37 5,30 Festsetzung der Beiträge Abänderung der Statuten Verschiedenes. Weitstem Weltstern-Cxtra 15 gegen S&BSiSen. Sascha v. Decher 3 ‘Prinzess Victoria JGouise 3 Uniform: Tlrbeiv°an»ua. Helm. ' l!755v Äadttheater-Abonnement Die zweite Rate für die sechste Abon- nements»5erie ist bis zum 24. März 1924 zu zahlen. 2090B Dervberbürgermeiller. I.P.: Klingspor. Theaterbauoeretn G. m. b. H. Gietzen. Sandango Cden White Star Slot Stephanie Ratschen Türkisch Nichterscheinen hat § 23 der Statuten zur Folge. _____Der Obermeister: L Wagner. Gerichtssaal» spd. Darmstadt, 20. März. Die Strafkammer verurteilte heute den 30jähr. Handlet Fritz Hofmann aus Darmstadt, decgemein- sam mit dem Kriminalpoli.^iinsPektor Weber aus Darmstadt im Jahre 1921 im Spessart bei Rohrbrunn seine Ehefrau ermordete, zum Tode. Gegen Hofmann, der bis zum SHlu ftdrr Verhrndlurtg die Tat beitritt, lagen sehr starke Indizienbeweise vor. Äriinmolinjpcfr tor .Weber hatte sich im vorigen Jahre mniiitid» bar nach seiner Festnahme iin Llntersuchungs« gefängnis in Bujchach. wohin er wegen Kolli» sirnsgefahr verbracht worden war. erhängt. Lagerraum massiv und trocken, etwa 60—70 qm, mit Zufahrt per sofort zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter 018375 an den (Siebener Anzeiger erb. b Buchenstämme 3. Freit Mck Feier* EamStaa, den 2r. Marz. abcndS S'/llbr.bet Kamerad Arnoldlschivkapatzl etil. Sfiwwtwm Das 5>olz kann vorher angesehen werden und wird bei der Versteigerung nicht vor- e,w«. Auskunft durch Herrn Förster Lammresdorf, Butzbacher Forsthaus, Telephon 266 Die Versteigerung beginnt nachmittags 2 Uhr auf dem Butzbacher Forsthaus. Butzbach, den 18. März 1924. (20940 Hessische Bürgermeisterei Köhler. Tuche a»sl. Hypothek 700-1000 Mark auf schuldenfreies LandbaiiSm.Tcdeuer arohem Garfeu und 0 jJfornen Vanb. Off. u. Nr 1*226 an Berso, Plockstrahe 5. **’h er wegen HeNevei der gestohlenen Kleidungsstücke Breits verurteilt ist, kvirnte er wegen Diebstahls derselben Sachen nicht noch einmal avge» urteilt werden. Die Sivafversolgung wurde daher insoweit für unzulässig erklärt. Was den Diebstahl der Schmuctgegenstäirde betrifft, so sind diese in seinem Besitz nicht gefunden worden. Weitere Anhaltspunkte für seine Täterschaft lagen nicht vor, zumal er auch von den Zeugen, di« zur Zeit der Tat den angeblichen Dieb hatten aus dem Hause eilen sehen, nicht wiedereckannl wurde. Er muhte daher von dec vuflage des Diebstahls der Schmuckgegenstände mangels ausreichenden Beweises freigesprvchen werden. injedßtiPretslagejedm ffeschnL sind in Qjajalilat uxuwedroffen. DnitfWnoMrt Ltferi in jeher g«oUn|d)ien 9lu»(tatluig preisuxrt Ole »rühi'ldjeUntyfrfltitte» »nufctxtU H-ßenKe. Um zu raumen! Freitag und Samstag 3 Pfund Mast-Pferdefleisch nur eine Mark! Wetter empfehle meine prima Wurstsorten und guten billigen Mittagstisch Biere u. Branntwein 018880 Fritz Kehler Tagesordnung: L FabreSbericht; 2. Kassenbericht: 3. Prüfung bev Rechnung 1923/24; 4. Etwaige Anträge gemäb Satz 20 Satzungen; 5. Auszeichnung von Mitgliedernr Generalkonsul 5 •• Prinzess M. Hohenlohe 8 flxrr *$n «rmeHmrn. vay Der Angeklagte zwar versucht batte, alle Verantwortung für den Wirt- fchaftsbetrieb von sich abzuwälzen, daft aber durch die Zeugen nachgewiesen war, daft er ebenso wie feine Ehefrau ständig die Anzucht in seinem Hause geduldet hatte. Ec hat sich auch gelegentlich einem Zeugen gegenüber ganz offen dahin ausgesprochen, das) er ohne Damenbetrieb die Wirtschaft nicht halten könne. Es wurden eine Reihe von Einzelfällen festgestellt, die sich zur Derösscntlichung nicht eignen. Straserschwaend skamen die zahlreichen Vorstrafen des Angeklagten in Betracht, der u. a. auch deshalb beitraft ist. weil er gelegentlich des Umzugs nach der Ermordung Aathenaus versucht hatte, die Menge in das Gerichtsgebäude zu Hetzen, in dem die Kuppeleiakten lagen. Strafmildernd wurde die psychische Minderwertigkeit des Angeklagten berücksichtigt. Der Gefreite Otto Fr. und der Grenadier Willy 5r vom hiesigen Bataillon hatten sich wegen Bedrohung, Widerstands gegen die Staatsgewalt, Otto Fr. auch wegen Ungehorsams und Widersetzung, sowie Dornahme eines tätlichen Angriffs gegen einen militärischer, Vorgesetzten zu verantworten. Die beiden Angeklagten hatten sich am Himmelfahrtstage 1923 betrunken. Abends trieben sie sich auf dem Seltersweg herum. Durch höhnische Rufe wurden sie beleidigt. Hierdurch gereizt, belästigten sie das Publikum. Einer der beiden zog quch sein Seitengewehr. Wer von den beiden es war, konnte nicht festaestellt Werdern Deshalb konnten beide wegen dieses Verhaltens nur "wegen groben Unfugs bestraft werden, ©träfe: 2 Wochen Haft. Als die Polizei erschien, leisteten beide Angeklagte dieser Widerstand. Sie ttmxsen «Ms die Polizeiwache vervracht, wo sie tiyr ungehöriges Verhalten fortsetzten Wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt erhielten bcide j e einen Monat Gefängnis. Auf Geldstrafe keimte nicht erkannt werden, da beide durch ihr Verhalten zugleich gegen eine militärische Dienstpflicht bei flößen hatten. Aus der Polizeiwache erschienen auf Anruf ein Feldwebel mit zwei Mann, um die beiden Angeklagten abzuhoien. Otto, Jc. kam dem mehrfachen Befehl, still zu sein und mitzugehen, nicht nach. Schließlich muhte der Feldwebel dazu schreiten, diesen Angeklagten zu fesseln. Hierbei widersetzte sich der Angeklagte. Wegen dieser militärischen Straftat, begangen gegen einen Vorgesetzten, wurde er zu vier M o na t e n G e f ä n g n i s verurteilt. Es wurde gegen ihn eine Gesamtstrafe von vier Monaten und zwei Wochen Gefängnis gebildet. Gin anderer Fall gegen einen Düdinger Kaufmann gegen den wegen Preistreiberei in dec Berufungsinstanz verhandelt wurde, muhte vertagt werden um weitere Feststellungen zu treffen. Gin weiterer Angeklagter, der wegen Forstfrevels vom Schössengericht Aidda freigesprochen war nntrbe auf die Bscufuna der Staatsanaxüt- schaf't zu fünf Mark Geldstrafe verurteilt, weil er an einem Leseholztag durch seine rochier Leseholz hat holen lassen, ohne im Besitz eines Lesehvlzscheines zu sein. Schöffengericht. Gieren, 20. März. Gin Soldat vom hi?» sigen Reichswehrregiment wurde wegen eigenmächtiger Llrlaubsüberschreitung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt Als feine Selecta Mea Jurstjßrstenbery 12 Imperator 12 Ter'BatscharifPreis 15 Die Ratschari Krone 15 Aumpagnie tm üontmer tn Gera lag, erhielt et ein Telegramm: „Komme sofort. Vater im Sterben. Mutter." Trotzdem dieses Telegramm in Giehen aufgegeben war, während die Eltern in Limburg wohnen, erhielt er 3 Tage Urlaub, die nachträglich auf Rachsuchen um weitere 3 Tage verlängert wurden. Der Angekl. überschritt diesen Rachurlaub jedoch um nahezu 6 Tage. Nachträglich stellte sich heraus, daft der Vater zwar nieceitteidend, jedoch keineswegs lebensgefährlich erkrankt ist, und daft der Angekl. von den 6 Tagen Urlaub nur 2 bei seinen Eltern in Limburg, die 4 anderen dagegen bei kiner Braut in Giesten verbracht hat. Da das Regiment sich z. Zt. im mrbilen Zustand befindet, muhte die Tat als „im Felde" begangen angesehen und deshalb aus eine erhöhte Strafe erkannt werden, zumal der Angekl. auch schon eine ganze Reihe von Disziplinarstrafen erlitten hat. Öm November 1922 wurde in einem Hause in der Bahnhof strafte dahier in der Mansarde und im ersten Stockwerk eingebrochen und in der elfteren eine Reihe von Kleidungsstücken, im letzteren dagegen eine 'Anzahl von Schmuckgegenständen gestohlen. Am Tage darauf wurde in Witten a. d. Ruhr ein Mann angehalten, der die gestohlenen Kleidungsstücke in feinem Besitz hatte. Ec behauptete, sie am Tage zuvor abends in Siegen von einem UnbGinnten gekauft zu haben. Da das Schöffengericht in Siegen diese Behauptung nicht für hinreichend widerlegt hielt, verurteilte es den Angell. wegen Hehlerei zu sechs Wochen Gefängnis. Heute steht nun derselbe Angekl. vor den Schranken des hiesigen Schöffengerichts, um sich wegen der beiden rbenerwähl.lten Diebstähle zu verantworten. Da ZmaMlW W Mi Met LMWMWUllWkN Statt oaö Siels Gießen. Sonntag, den 23. März, nachmittags 3 Uhr, findet eine OMI. HWllWMlW im Lenz'schen Felsenkeller, Bietzen, statt. Tages-Ordnung: 1. Ersatzwahl eines Vorstandsmitgliedes 3000rm. I. Hypothek nufniitnebenbetinnb» ivirtf uast (30 Morgens von Selbstgever Nofort au leiben acfurbt.Schr.Anaeb unter 018367 an den Gießener Klnzeiner. Har morgen Samstag, den 32. MÄre 1924, findet in den Palaat - Lichtspielen ein Lichtbilder-Vortrag von Dr. Ernst Vatter (städt. Völker- Museum, Frankfurt a. M.) statt: Tut auch amon sein Grab und seine Zeit Ein Geschichts- und Ku|turblld aus einer 3000 Jahre zurückliegenden Epoche- Prächtige Aufnahmen der sensationellen Funde, worüber alle Zeitungen der Welt berichten, mit ihrer weit- und kunstgeschichtlichen Bedeutung. Die dem Pharao für das Jenseits mitgegebenen Grabbeigaben, Streitwagen, Möbel, Kleider, Schmuck, Kasten mit gebratenem Geflügel und vieles andere, zusammen mit dem prunkvoll ausgestatteten Grabe (Mauern aus massivem Golde), liefern ein Bild von ungekannter Schönheit und künstlerischer Vollendung. Vorverkauf: Zigarrenhaus Petersen. Preise: Mk. L—, 1.50 u. 2.—. Studenten haben auf Ausweis Preisermäßigung. Verträge 6 und 8.10 Uhr. Nur noch bis Sonntag: Eddie Polo in Die geheimnisvollen Vier 1. Episode: Das Geheimnis der Oelquellen. 6 Akte Das Opfer der Blutrache 5 Akte. Er n. die verräterische Btze ung. _ , 16 Eichenftämme 3. Klasse 12,50 Festm. 86,20 n Eichen-u.Buchen-Nutzhotz- versteigerung int Butzbacher Aadtwald. Donnerstag, den 27. März 1924 kommt in den Distrikten 3ipfen, Struh und Jungwald nachstehendes Nutzholz zur Bersteiger- SJaCO'S auchoM H- Sleipner 5 Cypnienne 6 «Congfellow 7 Mercedes 8 UHARMONIUM’S ■ : ■ Ci,«er R«|»aiafo»Wf yt 3.90 75 $f. 65 vf. S Portieren-Garnituren I. Heilbronner Gießen 018368 Marktstrahe 17 Rittergasse 8 2084a Georg Klingelhöfer. Wohnhaus gesucht. 2074V Abseisbürsten «leider- Buttbach iVcficn) Järbaasse 21. M«ster au Diensten. Anfang 4 Uhr ' 2106V Eintritt 75 Pfg. Tüchtiger 2076D Hofmann. 2085V te lick W* irbeilervereifl. Suche für mein Eisen», Holz- und Baumaterialien-Geschäst einen Gell. schriftliche Angebote unt. G. 4409 [206489] an den (Siebener Anzeiger. Großwäscherei Edelweiß. 150 cm lang, komplett, vermessingt . . . 150 cm lang, komplett, echt Messing . . 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März 1924. 1018383 Die Beerdigung findet im Heimatsort Homberg (Oberhessen) am Sonntag, den 23. März, nachmittags statt MM'SWer der nachweislich längere Zeit in der Branche tätig war, für sofort gesucht Oberhess. Auto- und Fahrrad-Industrie Otto Göbel, Gießen. Angehender M tau für dies, kaiifmänn. Znreau gesucht. Schrisil Angebote unter 018381 an den Gtefz. An», erbeten. Junge WWn werden noch als Hm angenommen °>E Sdiirmfiibrif Ät>i Etamine-Stores mit breitem Tülleinsatz und K Qfh Tülloolant......Mk. Oe*7V mit breit Tülleinfatz und echten *7 Filctgutvure-Eckeit . . Mk. »•CD mit 70 cm breiten im. Filet- Q eri einfäucn.......Mk. O.OU Tüllgarniluren 2 Schals iSchalbrelie 80 cm), 1 Larnbreautn, gute weiche Q HVL Qualität......Mk. Oe ei Beivahritng ev. Daiieriielluug Vc* dige Bewerberinnen im Alter von ungefähr 20 Jahren stellen sich vormittags auf der Ber- nmltuun vor. 2011D Blinitlür Dfod) und nuoöfe fitem?. Filialleiterin von hiesiger Firma gesucht. 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Is.. nachmittags 3 Uhr. im Gasthaus „Ium Schwanen" dahier statt- findenden ordentl. General-Versammlung ergebenst einyeladen. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes; 2. Bericht des Aufsichtsrates,' 3. Vorlage und Genehmigung der Jahres- r^chnung und Bilanz per 31. Dezember 1923 und Entlastungserteilung des Vorstandes,' 4. Gewinnverteilung; 5. Festsetzung der Kreditgrenzen; 6. Aenderung der §§ 54d, 55 und 58; 7. Verschiedenes. Die Rechnung liegt von heute ab acht Tage zur Einsicht der Genossen im Geschästs- lokale offen. Lollar, den 20. März 1924. Der Vorsitzende des Aussichtsrates. Selbständige AiMWMM iiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiii für sofort gesucht. Imhof & Cie, Bad-Nauheim. Buderus - Röchling - Werkskapelle Wetzlar iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiitiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiit gibt Sonntag, den 23. März 1924 ein KONZERT g Wertes Wot MS meiner «iM-MWI-MH«: Bis einschlieül. Sonntag; Erdgeist Tragödie von Frank Wedekind. Hauptrolh-n: Aetu Meisen, Albert Baseermann. Ferner: = Der Kuß = Lustspiel in 2 Akten, Ab Mofitne;: Der wundervolle Seeroman Die Insel der verlorenen Mille. Wilhelm II Rep.Lehrerbunv. 1. Gießener Villard-Club. Samstag, ven 22^. abends 8 Llhr: 1. Generalversammlung Ease Amend blaues Zimmer. Der Vorstand. Buderklub „Hassia“. Samstao. 22. DTlrg OoEed.-Versammlnn? i tu Bootshaus. Erscheinen dringend erforderlich. Sennlag, 23. Märt, vorn. 11 Ubr: Verteil f. Pachtland an Mitglieder, die nicht im Besitz eines solchen find. [2080v Der Vorst and. ^SÄßiimr an nur beff. Beamten KU vermieten 018393 Er.Stcinweg 2311 | Mietgesuche 1 bis 2 kleine Lagerräume für Textilwaren gesucht. Schrift! Angebote unter 018363 a d Gien. AnA- erb. |wöhnüngstäusch| Wohnungstausch, Bad-Nauheim- Gießen. S'Zimmer - Wob- nnng mit Küche und Nebengelast in Bad- Nau bet in geg. aröff. 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Scharf wandte sich der befere nt gegen die beabsichtigte älrlaubkürzung. Niemals ist Urlaub nötiger gewesen als jetzt. Tüchtige Leistungen sind nur möglich wenn an der Gesundheit des Deamten nicht gefrevelt wird. Kt 69 Zweiter Blatt Wirtschaft. Die Kohlenprodttktio» in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenprv- duktion des Dolksstaates Hessen weist für den Monat Februar 1924 folgende Zahlen nach: An Braunkohlen wurden gefördert 39 043 Tonnen; verkauft wurden davon 13 179 Torr- nen; der größte Teil der Rohkohle wurde wei-> ter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt: 110 Tonnen Braunkohlenbriketts, 654 Tonnen Raßprcßstoine. Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluß absatzfähig: 16 668 Tonnen Rohkohlen, 322 Tonnen Raßpreßstcine, zusammen 16 990 Tonnen Braunkohlen uno Draunkohlenprodukte im Gesamtwert von 111956 Goldmark. * * Ermäßigung der Börsen st euer fürdieHamburgerPsundanleihe. Aas Grund des § 108, Absatz 1 der Reichsabgabe- ordnung hat der Reichssinanzmllrister die Börsen- Umsatzsteuer für Anschaf,'ungsgeschai te in Hamburger Psund-Sie.ling-Aalexhe für 1923 auf die für wertbeständige Schuld- und Rentenvealchrei' Bungen des Reiches und der Länder geltende beginnt. Die nächste Konseguenz tiefes reinen Ar- beitnehme csta ndpunkles ist, daß. auch die Beamten, von diesem Standpunkte aus gesehen, für «sich das Letzte, die ultima rat io der -d-ewerj!- jchaften, nämlich das Streikrecht, in Anspruch nehmen. Wir wissen, daß große Decke der Beamtenschaft, ich darf hier sogar verw-ei e x auf den Deutschen Deamtanbunid, in ih e x Statute-.x als üußersts Mittel ten Dvarntanstreik versehen. Der Beamten st reit bedeutet aber nicht xneh. u.ib n.cht weniger als die Regation des Staatsgeda.xk-.ns, Mirtb deshalb darf und kann in u.xferen Reihen von der Berechtigung des Beamtenstreikes n c die Rede sein. Der Beamte erschien dem Bolle gegenüber in vollem Umsange, lassen Sie mich tagen, als Inkarnation des Staa-tsgedaniens. Mit ibem Sinken der Staatsautorität in den letzten fahren w.xr somit auch eine Erschütterung der Stellung des Teamtan natu .motw.ndig Verbund n Leider hat der Staat s-licht alles getax, um die Autorität her B.amtenschaft und damit indirekt «eine eigene zu untergraben. Der Staat kann seine eigen».> Autorität nur starken, wenn er die seiner Vertreter, xxärnlich der B.amten, heot und diese Hebung der Beamte-. Schaft ist heute, da im ftbigen die Privilegie-n dieses Sia,des wegge- fallen sind, nur möglich, durch Desierung d.r wirtschaftlichen und rechtlichen Stellung der Beamtenschaft. (D-.aoo.) Es ist ein-e Realttat, gegen die nicht anzukämpiex ist, daß die Ausübung des Dienstes, insbesondere die begeisterte Hxnn.b: an den Dienst kaum möglich ist bei dauernder Rot lund bei rechtlicher Bedrohung. Die hohe Idealität der Gesimxung Hilst darüber nicht hinweg. Ganz besonders stark muß diese Aende.ung sein bei cer geistig arbeitenden, also bei der heheren Schicht. Wirklich fruchtbriagen e geistige ^atxg- keit kann nur ausgeführt werden auf der -Sr-ino» läge einer wirtschaftlich gesicherlexx Extste-xz. und auch hier darf ich feststellen, daß i ns l>e, ordere gerate diejenigen höheren Beamt, nstände, Oie ote geistige Befruchtung unseres Volkes sich angelegen Reffen fein müssen, die instesontere das Wattigste, die Jugend, zu betreuen haben, daß gerade unsere Lehrerschaft und Geistlichkeit mch: viellnht noch als alle ankeren dieser materiellen Sicherung ihrer Existenz bedürfen, um ihre x schweren, aber idealen Aufgaten nach jeder Richtung gerecht werden zu können. Meine Damen un> Herren! Gerade in Zeiten der Rot des Vaterlandes ist nichts notwendiger, als der geistige Ausbau. Wir dürfen nicht einen Kulturab'-au, fontern toir muffen einen Kultuvausl-wa haben. Der 215 rau ober insbesondere der Lehrerschaft bedeutet letzten Endes immer nur Äulturabbau. Das kann und ters nicht fein. Wir, die wir heute leben und die wir diesen furchtbarsten aller Kriege erlebt haben, wir werden vielleicht nicht so stark mehr mütoirfen können an dem Wiederaufbau unseres Vaterlandes. 2lber unsere Jugend ist es, auf die wir alle unsere Zukunftshof, xungea stützen, und daß diese Jugend erzogen wird in dem Geiste des Wiete.au sbaues des Vaterlandes, dazu sind in erster Linie diejenigen Berufsstände, die ich eben erwähnte, ausersehen. Diese For- terung, die Forderung, baß die, Kultur nicht ab-, sondern aufgebaut wird, ist einfach die Frage der Zukunft unseres Vaterlandes. Ein anderes kommt noch zu dieser Frage, die wirtschaftliche Festigung. Ich glaube, niemand wird bestreiten formen, daß heute bis in die höchsten Spitzen der höheren Beamtenschaft kaum irgend jemand in der Lage ist, seinen Söh.en eine Erziehung angedeihen zu lassen, die sie befähigen, dereinst den Beruf des Vaters zu ergreifen. Riemand, der die Beamtenschaft kennt, wird zu leugnen versuchen, daß die Tradition für die Beamtenschaft ein Lebenselement ist. (Sehr richig.) De.-,-er Ge- can fengang muß uns dazu bringen, auch hier die Forderung aufzustellen, daß die wirtschaftlichen Lebensbedingungen für die höhere Beamtenschaft nicht nur das reine Essen und Trinken und den Rotbedarf des täglichen Lebens erfüllen, sondern daß sie darüber hinaus in die Lage verseht wer- ben, die Txudition in ihren Reihen fortzup.lanzen. die für das Staatsganze von ganz ungeheurer Wichtigkeit ist. Ich sagte schon, daß die Privilegien der Beamte.öschaft auf der gangen Lime Gut das schärfste bedroht erscheinen. Zch sprach vom Abbau, von der Kürzung der Pensionen, von der Kürzung ter Wartegelrer usw. Daraus ergibt sich ganz klar, daß der Beamte genötigt ist, nicht nur im eigenen, sondern im Staats» interesse, für diese Dorr-echte zu kämpfen und sxch zu diesem Kampfe zusarnrnenzaschlie..-.ix. Die besondere Stel'ung der höheren D.amt-.n rea/ fertigt nach dieser Richtung eine tesontere Organisation, eine besondere Organisation, die nicht etwa im Kampfe steh »x «soll gegen eie üb.nge Beamtenschaft, die sich aber angelegen feix lassen muß, ine Vertretung ihrer besonderen Zn.eressen, b.e Hereinbrechen über unseren Berufsstand und d:e allgemein umfassen den Schatz der qualifiziert,.n Geistesarbeit, ohne den ein Aufstieg unseres Volkes nicht möglich ist. Hoffen wir, daß unser Bundestag, den wir heute beginnen, in ma.cht» voller und ei.cheitlicher Äuntgebunj diesen Ge- b-anfen herausilingen lasse, getragen vom Gerste der Versehxlichkeit, getragen aber auch vom Geiste der Verantwo.tung gegenüber Volk und S.aat. Wir wollen, raß Volk w.rd Staat dem Bram en geben, was des Deamten ist. Aber auch wir w.-llen lern Staate mit allen a i.c.xm Kräften geben, was des Sandes ist, tenx wir wrssen, daß Staat und Team e :f;a,t miteinander l'.b.n und sterb.m, stehen und fallen. Wir höheren Beamten insbesondere w.ss-.n: war ein unx h ngiges, angesehenes, geistig l-och stehendes, iteal ge in:x es, höheres Doamtentum kann Bürgschaft le.-t dafür, daß herein ft wieder h.ckt und licht wird die Zukunft uxeseres geliebten Daterlandes. (Stürmischer, Sehr bemerkenswert ist ferner der Beschluß des Bundestags, daß gleichzeitige Mitgliedschaft im Aeichsbunde und in einer anderen Spitzenorganlsation unzulässig ist. Bestehende Bin- duixg.n sind in angemessener Frist zu lösen. Dieser Beschluß bezieht sich naturrich nicht auf die Arbeitsgemeinschaften usw. in den einzelnen Ländern und Städten: er wendet sich vielmehr gegen die Tendenz des Deutschen Beamtenbundes, dem Reichsbund die Stellung als Spitze xorgani- sa ton der höheren Beamtenschaft Deutschlands stri.liz zu machen. — In einem besonderen Referat wurden die wirtschaftlichen Selbsthil.eeinrich unge.x des Reichsbundes (üln.erstützuigskasse. Kranken- zuschußt ffe, S:ertek.cße, Rechsoaadbank). sow.e der deutsche Beamtenwirtschastsbund behandelt. Sr. ' " — Dermnchres. Ausbau des Tempelhosrr Feldes zu einem internationalen Zentralslughafön. B e r l i n, 20. März Der Magistrat hat der Tiru.xg einer st ä d t i s ch e n Flughasenge- fellschaft auf dem Tempeltzv.ee 8-ld zuge- stimmt. Die Stadt Berlin gibt der Gesellschaft ein Kapital von 500 000 Goldmart. Die F ug- ha,engeiel.schall wir) mit den Luft.e bhrsges.ll- schaste.a. welche die Hae.xanlage benutzen beson- t-ece PachNneraäge adschließen. Mit der Dxldung dieser Ges.l.scha.t ist der 2Iu3bia des promtori» schen Fiugp-atzes cu lemTe m pes h oser sei d zu einem internationalen Zentral- slug Hafen sichergeste.lt. Die Arbeiten sollen sr bald wie möglich in 2lngrifi genommen wsroen. Üntci anderen soll eine besondere Fantstatio.a errichtet werden, die eine Reichweite von 800 bis 1000 Kilometer erhaben soll. Des weiteren wird der Bau eines Leucht.euers tn Angriff ge- iTcmmcn. Auch der Dau einer großen Zu,acht- straße von Berlin zum F.ugplatz sock in Kürze erfolgen. Der Famillenschmuck des Fürsten Fürstenborg geraubt. D o n a u e s ch x n g e n, 20. März (Welfs.) Bei einem Einbruch in bte-f ürstlichen S a in m- l u n g e n ist der dort au,bewahrte Familie n» schmuck, der einen hohen antife x u x) Goldwert hat, vollständig ausgeraubt Word n. 2.13 mutmaßliche Täter sind bisher zwei Personen verhaftet worden. Weitere Abnahme der deutschen Sterbliche keitszisser. Die Gesundheits Verhältnisse der deutschen Eroßstäöte wa en nach dem Bericht der „Klinischen Wochensch ist" im Zanuarl924 günstiger als im gleichen Monat des VorjahreZ. Die Geburtenzahl, die schon in Vorjahr niedrig gern3 stand, ist allerdings noch w.itor gesunken, nämlich von 23 981 auf 24 332; aber die Gesamt- sterblichbeit nahm noch beträch.lichrr ab und f;el von 24 112 auf 20 832. Währen) sie noch 1923 15 1 pro 1000 betrug, belief sie sich im Canuar 1924 nur noch> auf 13 p:o 1000. Die Abnahme wird hauptsächlich hervorgerufen durch die geringe Säuglingsste. blichck.it (2651 gegen 3ZC8), du ch d.e Abnahme der Sterblichkeit an Lungenentzündung und Büfluenza (1946 gegen 3901) und an Tuberkulose (2552 gegen 3038). Die 2lbnahme ist also hauptsächlich dem Fehlen der Grippe im Januar zuzv sch reiben. Riefenpreise für Blumen. larrgaarhalterrder Beifall.) Dir geschäftliche Tagung des Plenums, an der über 203 stimmberechtigte Vertreter texl- nahmcm, begann am Vormittag des 10. Marz unter dem Vorsitz von Dr. Scholz. Wir grellen einige wichtige Punkte der sehr umfangreichen Tagesordnung heraus. Bezüglich des groß- ang legten Referates des Geschäftsführers des R. H. B verdient Erwähnung die Feststellung der nationalen Einstellung des Reichsbundes und der Hinweis, daß die höhrren Doamten Bannerträger fein wollen im Kampf um eine bessere Zukuixst unseres Vaterlandes. Dieser Red xer sowie der Referent für Besoldangsfragen. Oberpostrat Dr. Tapf er charaktensie.'ten sodan x die Ziele und Wege des Reichsbundes in der Frage der Ge- Währung ausr.ichender Besolda.xgm. Wenn auch die höhere Beamtenschaft durchaus nicht ver- kexmt, daß fie in ganz anderer Weise an den Staat sich gekettet fühlm nxuß, als um lediglich k>as unmittelbare Arbeitnehmeroerhältois zum Ausdruck zu bring'n, so maß diese doch immer tri der mit Entschied mH eit darauf hinweifen, daß auch sie mit allen Mitteln auf die Wahrung ihrer EristenzbLdingungen hin? uwirken gezwuncen ist. Fix erster Ltnie wird ein geistiger Kampf zur Errcrchung dieses Zieles geführt werd.m muffen. Im Hi xblick auf die ganz unzulänglichen Gehälter der Gegenwart betonte Dr. Tapfer, das) die Opferwilligleit der Beamtex ihre Gr-me finde an der Opferfähigkeit, und daß die älxterbezah- lung der Beamten auch die Existexzfähigkeit der freien Berufe bedrohe. Der Berichterstatter für Wirtschaftspoli ifche F agen. Geh. Reg.-Rat Sjö- berg hob hervor, steuerliche Gerechtigkeit habe für gleichmäßige Belastung aller Bevölke- rungskrcise zu sorgen; besonders seien die Kreise heraixzu-tchen. die sich ihrer Steuerpflicht bisher gaixz oder teilweise entzogen haben. In diesem Zusammenhang wurden die Worte des Präsi- deixten der Rentenbank erwähnt, daß es unerträglich sei, allein die Beamtenschaft mit einer Sondersteuee bis zu 63 Prozen: ihres Gehaltes zu belasten. Zur Besoldung wu.de folgende Ent- schli ßung gefaßt: Der Bundestag des Reichsbundes fordert, daß endli h wieder die schm im Frieden kaum ausreichende Besoldung der Beamtenschaft auf eine dem Einkommen der beruflich und wirtschaftlich gleichzustelstnden Dolks- fcßichten entsprechende H'Zhs: gebracht und davex räch' nur für die unteren Besoldungsgruppen cre auskömmliche Besotdu,g un er allexx älmstänben gesichert, sondern auch die Kostet der Dor- und Ausbildung sowie die mit dem Amt verbundene Verantwortung voll berücksichtigt werdexx. Für rä.se im Interesse des Staates und der Erhaltu xg eines gesunden Te.ufsbvamtentulns unbedingt erforderliche Besoldung find die nötigen Mittel emrch di: gleichmäßige Delastu xg alle; Volkstex'.e durch ei xe gerechte Steueroolitik aufzubringem — Senatsvrasident Dr. Spiegelthal sprach über Rech'.sseagen, besonders Boanxteixabbau. Er hob hervor, daß die Pension einen zurückgehaltenen Teil des Gehaltes darftellt. der glso rechtlich richt gekürzt werden darf. Die Pe xsionskürzung s i eine Vergewaltigung der Beamten, wie denn überhaupt der Aöbxu cl.t Akt der Willkür fei. Bundestag des Reichsbundes der höheren Beamten. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen des am S und 10. März ixx Erfurt stattgefundenen Bundestages stand die öffentliche Tagux^, au, 'der der 'Dorfwende des Reichsbmxdes, R-.ichs° Minister a. D. Dr. Scholz, über »D l e Sie l - lang der höheren Beamten zu Staat und Volk" u. a. folgendes ausführte: Die Aufgabe des 'Beamten, insbesonr^re Oie Aufgabe der höheren Deamterxschaft ist, Mittler 5u sein zwischen Staat und Volk. Sehen wir, meine verehrten Damen und Herren, in dieser Auffassung den Kern des Deamtenpro^ems, so verlohnt es sich wohl, die Stellung des Beamten, insbesondere des höheren Beamten zu Staat und Volk näher zu beleuchten. D,e Entwicklung ber letzten 10 Jahre hat ein ganz wesentliches Charakteristikum: Das ist die schwere Schaüigung, ■ia, man kann säst sagen, die Vernichtung des ,gewerblick-en und geistigen MiNelst-endes, des- ienigeri Standes, der nmnor eine der stärksten Stützen der Staatsautvrität gewesen ist, des- äenigen Standes, zu dem sich auch die Beamten- sckeaft aller Grade, insbesondere auch die höhere Beamtenschaft zählt, und mit Stolz zählt. Auch die Stellung des Beamten, insbesondere des höheren Beamten, und zivar nicht nur in ferner Gigen- frfjaft als Glied des Mittelstandes, hat sich in her gekennzeichneten EntwicklungsperwLe gründ- sät.lich verändert. In früherer Zeit war der Beamte Diener des Färste-.x. ihn persönlich ver- pslichaet. auf ihn persönlich vereidigt, und da der Fürst nach dem schönen Worte Friedrichs lc3 Großen der erste Diexxer des Staates war und Jein sollte, so war in dieser Destehu xg der Beamte. und zwar jeder Beamte direkt oder inOirett Dertreter des Fürsten. Drxrin Lag eine starke Gewähr für die Objektivität und die ilnbeei.x» flutbarfeit des Beamtentums. Der Fürst stand über den Parteien und somit, wie auch seine Dertreterschaft, waren die Beamten mehr oder weniger tem Streit der Parteien entrückt., Run- mehr durch die Revolution und die Weimarer Verfassung ist an die Stelle des Fürsten das Volk getreten. Das Volk, das nach außen in die Erscheinung tritt in der Schichtung nach Partei- oder nach Jxckeressengruppen. Theoretisch ist zwar in der Weimarer Dersasfu'.rg das Be° 'rufsbeamtentum gesichert, praktisch aber mußte die eben geschäderte Entwicklung dahin führen, daß die Gefahr der Beeinflussung durch Partei- ober Wirtfchastsgruppen sich sehr stark und immer mehr auswuchs. r Ganz besonders groß ist d:e Gefahr bie,er Beeinflussung naturgemäß bei bec höheren Beamtenschaft. An sich natürlich ist d'.e,e parteiliche Beeinflussung unvereinbar mit Le.n Begriff des Derufsbeamtentums. wie wir es verstehen. Trotz der versuchten Sicherungen der Versaflüng aber besteht die schwere Gefahr, daß auf diese Wei e die Grundfesten des Derussbeamtentums an-ge- taftet werden, wie wir es in der Entwicklung der ^letzten Gahre in steigendem Maße bemerken mußten. Ist so die äußere Stelluiig des Beamten verändert, so mußte folgerichtig auch die innere Einstellung des Beamten zum Staate eine andere werden. Die Sonderstellung des Beamten ist seit der Revolution beseitigt. Die Privilegien der De- anitenfdjaft erscheinen unberechtigt. Wir sehen, daß aus dieser ©ebantmreifc heraus seit der Revolution lauernd Sturm gelaufen wird gegen diese für unberech.igt gefxil-e-.xn Privilegien. Wir eben die Gefahr für die lebenslängliche An- tellung des Beamtem, bei dem Abbau der Pen- ionen, der Wartegelder' und Hinterb.iebenenfür- orge. Hiermit ist naturgemäß verbu.rden eine Aenderung der berufsmäßigex Einstellung auch Les Beamten zum Staat. Darüber müffax wir uu8 völlig im klaren fein. Hier ist der Moment, wo der einseitige Arbeitnehmerstandpunkt auch in der Beamtenschaft zum Durchbruch zu kommen Seltene Züchtungen von D'umen werben oft mit so hohen Preisen bezahlt, daß sich die langjährige Mühe des Züchtens wohl ve.lohnt. So wurde für Samen einer neuen scharlachroten QUnnie vor kurzem die Summe von 933 Psd. Sierl. gezahlt 3 x Ceylon, wo die Emchoneea in großem älmsang zur Herstellung des Chmins gezüchtet werden, zahlt man süe 43 Gramm ton Samen einer neuen besonders guten Art 200 Psd. Stelling und mehr. Erne neue schöne Relkenart Habet stets ihren Käu'er. dee sich den Erwerb etwas kosten laßt. Der sranzosisch: Züchter, der dxe neue Relle ..F.aneee" herieorbrachte, verkaufte sie einem Liebhaber in Chieago für die Summe von 15 000 Dollar. Dieser Preis kann aber mxh nicht als zu hoch erscheinen, wenn man bedenkt, daß der Züchee 12 Jahre brauchte, um ii: Blume zu s.-lcher Bolirommeahest zu bringen. Die „vollkommene Relle', der ihr Züchter Thomas Galdin diesen stolzen Ram-en gab, wurde von dem Dckmensreun) T W. Lavson für ben bis dahxn u oerhörste:: Pr.i; von 6003 Psd. ©teil erworben. Erne andere neue Relkenart ..F amingo" beachte kürzlich aui der Ausstellu xg der Londoner Votum- schen Gesellschaft 2300 Psd. Steel. Acht Mve geduldig« Arbeit cva en nötig, u n die Gladiole zu erzielen, die den Rumen „Glory of Roordwijk" | führt und eine der^ schönsten und groß en Gladi- clcn ist Der Züchter verkaufte zwei Pünd der neuen Zwiebeln für 1863 Psd. Steel. Reue Kur- tcsselzüchtungen. die gegen Krankbeiten immun si id un> grüße (Si-traT- l.e em, werden ebensarls mit großen Summen bezahlt. Lu'tamnibusse für Rom. Um die besonderen Verkehesschwierigkeiten zu beseitigen, die sich für dis zur G.»> tndt ce- wnrdene Rom ergeben. Hit der Deneralsek.etär !«.- italien.schon Verk'. h.sg-esellfchaft 2ck. Biraghi eine i Plm r.usgearbei «t, rer einen Verkehr mit Lustt'mnibussen vorsieht. Es sollen kbine Luftschiffe Der-Wen u.x-g finden, die nicht zu h.ch fahren ui b sich a-n Ra uten h ilten, die durch über den Hßusern ausgespannte Drähte l»ezeichnet sind. D.e fladjen Dächer, vie fast alle römisch n Häuser besitzen, werben als geeignete Landungsplätze dienex. und sollen durch Liftanlagen le tuem er- reicht werden. Der Vater dieser neuartige x Idee h'lt sie für technisch und finanziell durchaus burchsührbar und flaubt, kaß die immer z.uxeh- me : -e i Verck.hrsschwbrgleiten Roms allein auf diesem W'ge befriedigend gelöst werden können. Rom Hit sich in letz er Zeit beratend ausgedehnt, und das Bedürfnis nach raschen Fah.g.-legen- heiten von den Vorstädten nach den Mittelpunkt i>cr Stadt macht sich immer empfindlicher bemerkbar. Infolge bet Uixsicherheit des Erdbodens, aus dem die ewige Stadt steht, und wegen der k itischen Verhilf..iss« in den Fundamenten vieler alter Häuser ist bie Anlage einer Untrrg.und- b hi Mxmöglich Die engen und wink.iz> n ©aalan aenüaen andererseits auf die Dauer immer weniger Dem wachsenden Verkehr. Dazu tornm. n rx»4. 5ic tcfmxberen Boden Verhältnisse der Hügel- stabt die die Anlage von Straßen erschweren, und so bleibt die einzige Zuflucht zu euer besseren Erschliefuing Roms der Weg in d e Lust, ter mit d esem Flugomnibus-DiLxst eingeschlagen werden soll. Steuersätze ermäßigt. * Auflösung der Reichsstelle für Wertpapiere. Durch Verordnung te3 Reichspräsidenten vom 13. März 1924 toiro die Reichs- stelle für Wertpapiere am 31. März ds. Is. cm,gelöst. Die Wertpapier-entschädigung und die Durchführung der Art. 260 u.xd 293 Anlage 10 des Frie.e svertrages geh.n auf das Reicheenb schär/.gungsamt für Kriegsjchäden, Abteilung für Wertpapiere, Berlin SW., Ovanie.istr-aße 91/95, über, wich, end die Ausgaben das Referats |üi bas dmtsche Vermögen im Ausland und der GutfchriitL.d-Avteilumg dem R.ächZ-Ausglrichs- amt, Wilh-elmstraße 94/95, übertragnen werden. * Handels-und Gewerbebank Gießen. Am Mittwoch abend fand im Hotel Schütz eine stark besuchte außerordentliche Generalversammlung der Handels- und Gewerbebank e. G. m. b. H., Gießen ftatt, die über die Reubildung von Goldgeschäftsan^ teilen und Verrechnung ter alten Anteile zu be> schließen hatte. Als Siellrertreter des Aufsichts- ratsvoesi'.enden eröffnete Obervealleh.er Haggenmüller die Versammlu.xg mit dem Hinweis auf die verheerenden Folg-en der Inflation, 1-42 heute in er.iec starken Kapitalnot zum Ausdruck kommen, und betonte die Rotwendigkeit, Iven Reuaufbau der Dank unverzüglich in die OBegc zu leiten. Soi:s cesanxten Wirtschaftsle'.e.xs an. Zur Durch- süh ung des gei-Lr.:ten Qlusl-aues soll eine An- leb' von 50 Mill tonen Galdrnxrk aufgenommen werden, die durch erstsbellige Hypotheken an dem Kohlenvorkommen und Grund'.«esitz der Gesell- sc'iaft gesich.'rt fein wird. Ais erste Ausgabe wird ein Te lbetrag von 10 Millionen Goldmark in Stücken von 50. 100, 233, 503 und 1033 Gold- mar k in den nächäen Lagen aufgelegt werden, die vom 1. April 1924 ab mit 10 Prozr.nt verzinslich sind. , , , Oberschlesische Eisenba hnbe«» darfs-A.-G. G lei Witz. Aus dem Geschäftsbericht ter Gesellschaft, deren o. G.-V. am 29. Marz stattsindet, entnehmen wir folgendes: »Die Ruh.bese'mng [rat auch auf unser Unternehmen ih en Einfluß ausgeübt. Die überstürzt ange- ordnete Zollfreihrit für ausländisches Eisen hatte zur Folge, laß gerade das östliche Absatzgebiet mit ausländischen Er,'eugnissen überschüt et wurde. Die jetzige älel-ergangsieit wird desto ch'r überwunden werden, je schneller die letzten Reste der Zwangswirtschaft beseitigt toorrem. Durch freie Vereinbarung ist es gelu xg.-n, die Vorkriegsarbeitszeit wieder einzuführen. Vo.uussehang für eine gedeihliche Produktion ist ab-'r, daß auch der unumgäixgliche Abbau der Frachtentarise. ganz Der Er mit feinem und 9 Ao, Entwicklung gtanötunftj Erscheimmg^ beit und ,nuten Ärc natbm'en ■ Weimarer W Di dürfe ntemi toatt au an Freilich lva schehen Hi, Allerdings kurzer Zeit gedrungen i stand em 7 chen Strafl narchifcheii mtf)r untm form überg< er ausgefüh zige Tkrbn wird, toeia muh auch a Ihre Lat IkÜNt <0 Derhal' unter allgei begonnen- fiyenöe im ab, die aal hing" juppted -en foll. 3 Derhandlun lei 2ln&< Kronprinz vom 8. oder Urteil im < sch wiedery Aupprechtc lig unbe sitzende baw anwaltfchaf den der An angehörl ll aber vor, ST«**1 2«*i |,,4 »n'1: 5‘tnJ.p c ft- " " pell«1 Zr-l'lftlt «■ Der Staat Kahr-Lr 3 Männer der 2Ingef| Echuldfmge dah die Fr drei Männ> Auch dafür Bereitungen beteilig, hä, ös fei alfv i Mfgeliellt. Ccffoto und vergessen to lucchtbaren sie rückfichis eingeflvf Indien, na. orderen not Dege der: oem Amn? Angek °on ti>ori> bember M sie fes WmiDäljuiie tif* sich Z-ton f0ga S -"-4 ■Stürmer öq °b.die Anc Agierenden Sender, 5 bem A Umander erster s> hab big "p ft?«? t^r ta).t Gerung Mid Lid PliÄ Spitze Wil bet^,u n,ün° wurde mit 82 Milliarden übler Mundgeruch *) Dom Rückzahlungswcrt. Dycker Hoss schwächten sich Woldho) kaum beachtet. Hotzmann behauptet, etwas ab Zellstoff 5 Proz. A-ichsanleihe ftmgen zu halten. Hin und wieder traten auch leichte Erholungen ein. Sehr ruhig ging es auch am Rentenm-arckr her und am Marli b?r unno'.ier- ten Werte, tvo bei minimaler Umfaßen gegen gestern kaum Deränderu.rge.i el.it raten. Bei den zu Ei rhritskursen gehandelten 3nbu)tviepapicren entsprach^ die Amsätze und Kursverände. ungen urrgesä-hr denen im Grohverkehr Am Geld- und Devisenmarkt ist nichts von Bedeutung verändert. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) Devlsemnartt BerNa—Frankfurt a. M. (DU «Mionen Wort atrfnfbrML t»nrno6»flhT«. 8onbon 9hn- tiort, ^npan. Rio be ftarriro fnr tine Budapest für lOUCOO (Eiubeiien. all.-« ubriae Tur 100 Et.,Veiten.) Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.)______________ Büchcrtisch. - ... — Bilanzwert, Bilanzgewinn Dllanzumwectung Don Per f Dr Schmrct, ^iciefioi der Betri b. ^ rischa t..leh e, F.ankfurt am Main. — Preis 4,50 Eoldnrark — Onöuflne- vertag Spaeth L Linde, Berlin C2. — Die Ar» bcil gibt in einem einleitenden Teil die Grund-, sähe der Bilanzierung und Gewinnrechnu rg unter Berücksichtigung aller Erfahrungen, die während der Znslationsperrode gewonnen wurden. 3t einem zweiten Teil werden die vevschicdenen Me- thcdcn, welche zur Richtigstellung der Bilanz vrrgcschtagen und teilweise angcuxinbt Warden, an einem einheitlichen Beispiel dargestellt und auf ihre AuZwirlu rg verglichen. Aus der Strilii der bisher entwickelten Korrekturmethoden heraus wird dann im Schluftkapitel za der He i» regelnng der Bilanzsragen in der Gegenwart eingehend St.-llung genommen und positrve Dvr- schläge gemacht, die für Theorie und Praxis gleich hchc Bedeutung haben. Das Bach vereinigt die Erfahrungen der letzten Jrihie mit den Dorschrrs» ten und Methoden der neu.m Goldmarkbilan^ and vermittelt so dre Ueberleitung des Rechnungs- wesens aus die Reuwährung. — Eine führende Monatsschrift für Radioamateure! Dor uns liegt da- erste Heft der Zeitschrift „Radio für Alle" (mo- natl. 1 Heft 1 Mk.), hewusgegeden von Hanns Günther und Dr. Franz Fuchs. Sie gibt in reich il;u ft vierten Aussätzen erster Dersasser über alle technischen, juristischen und organisatorischen Fragen, die die Radiv.Bewegung angeh.n, Auf- fdrlut und leitet za selbständigen radivtechnischen Arbeiten an. Es wird auf alle Anfragen Auskunft erteilt, es ist das Blatt des praktischen Radiv-nmateurs, das ihn über alle interessierenden Fragen auf dem Laufenden halt and unbedingt seine Rechte den Behörden gegenüber vertritt. . genommen. Autowerk schwankend. Badische Anilin kaum behauptet. Holzverkohlung besser. Die meisten Zuckerwerte konnten sich gut behaupten. Jul Sichel, die von intevessie.ler Seite au3 dem Markt genommen wurden, p eishaltend. Maschinen Moenns fester. Phil. wurde mit 82 Milliarden gehandelt. Sonst lag der Anleihemarkt ruhig. ZolltürZen leicht abwirkt abstohend. Mählich gefärbte Zähne entstellen da« schönste Antlitz. Beide ltbcl werden sofort in vollkommen unschädlicher Weise beseitigt durch Zahnpaste Chlurodont. Frankfurter Dorfe. Franks u rt a. M. 20. März. Tendenz: Behauptet, dann erneut schwächer. — Die Börse eröffnete heute wieder in lustloser, aber behaupteter Haltung. Man bemerfte zwar auch heute ncch Entlastungsbedürfnis und tatsächlich größeren Bedarf an flüssigen Mitteln. 3m F ei.erkehr, der bet unsicherem Eeschä,t vielfach gedrückt-.- Kurse zergte, gingen Api mit 5-/s bis 6 um, Decker Kchle 9v<, Becker Stahl 9'/,. Dänisch« Petroleum Ib-’/f bis 16‘/2, Grvwag 0,260, Union Kehl 0,800. Krügershall 9.5 bis 9,25. Hansa Lloyd 1.7, Benz 4,25, Drown Dowert 2 8, Ludwigsburger Porzellan 3,5, Ufa 725, Mez Söhne 4.25, F.ank- futter Handelsbank 0,055, Rastatter Waggon 7'/g Dill. QHontanafticn verlöten anfänglich etwa 1 bis 2 Dillicnen Prozent, Mansfel:er, Oberbedarf, Westeregeln. Gelsenkirchen angcbolen. Elektrizi- tätswecte blieben behauptet, Bergmann bähten 2 Dill. ein. Don Maschinenaktien waren Kcauh LLkomvtiven von guter Seite aus dem Markt öesrnrders noch den Seehöfen, in dem erforderlichen Maste erfolgt, da nach dorthin für die vb-erschles Ischen Werke zur Zeit jede Konkurrenz- Möglichkeit den westlichen Werken gegen aber ausgeschlossen ist. Der Druttouberfchus) ergibt mit den Einkünften der Beteiligungen und Tochter- gesellschaflen etwa 5.3 Billionen Marck. Rach Abschreibungen, nach Auffüllung des Reservefonds und nach Verteilung von 6Proz. auf die voll gezahlten 23 Millionen Mark Dorzugsaktien soll der verbleibende Belr-.rg auf neue Rechnung vorgetragen werden." Ucber die Aussichten der Gesellschaft wird nichts gesagt. * Preisermästigung für Düngekalk- Die Derkaufsvereinigu.rg für Dängeialk fjat ihre Preise verbilligt, in erster Linie für gebrannten Kalk. Die Landwirtschaft ändert regen Bedarf: zur Zeit herrscht Mangel an Kalkwagen. Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 20. März Die bisherigen Preissteigerungen haben am P.odukte.imarkt das An- gvbR aus f.'t ter bisher gen Zurückhaltung etwas h.-rang>^ogen. so das) sie sich heute im allgemeinen nicht fort sehen. Fiir Weize^i, R-a-ggeti und Gerste bannte die übefwi, egende Rachfrage teil weise zu etwas Til:bng2ien Preisen befriedigt werden. Die Umsätze hierfür waren aber, sowie auch für die anderem Artikel, nicht bcDcutenb. Es notierten für je 1003 Kilo: Weiten, mark. 170 bis 176 (schw-äch.-rs, Roggen, man. 137 bis 143 (schw'icherf, lumm. 133 bis 137 (schwächer), D.-augerste 168 bis 190 (still), Futtergerste 151 bis 161 (still), Hafer, märk. 116 bis 125 (still), wrstpvruh. 116 bis 125 (still), Raps 310 (behauptet), Leinsaat 410 bis 415 (behauptet): für je 100 Kilo: Weizen- rr>ehl 25,50 bis 27,50 (ruhig), Rogg-mmehl 21,50 bis 23,75 (ruhig), W-.i-.enkleie 11,20 b.s 11,40 (matter), Rogge^rflcie 8.70 bis 9 (matter), Diklo- liaerbfei 28 bis 29, kleiive Erbsen 17,50 bis 18, Futtererbsen 14 bis 14,50, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 16 bis 17, Wickcm 14 bis 14,50, Lupinen, blau 13 bis 14, Seradella, alt 16 bis 16.50. -neu 14 bis 15, Rapskuchen 11,63 bis 11,80, Leinkuchen 23,50 bis 24, Trockemschlihel 9.20 Mk. Fraukfurter Vetrelvevvrfe. 5ran!f u r t a. M., 20. März. GS notierten für je 103 Kilo: Wetterauer Weizen 18,25 biS 18,50, Roggen 16,25 bis 16,50, Sommergerste für Drauzwecke 20,50 bis 21,50, Hafer, inländ. 15,50 bis 16, Weizenmehl, südd. Spezial 0 27,25 bis 28,25, Roggenmehl 24 bis 24,75, Weizen- und Roggenkchie 10 bis 11, Mais, La Plata 19,50 bis 20, Biertreber, getrocknet 15,75 bis 16,25 Mark. Tendenz: Ruhiger. Frankfurter Schlachtviehmarkt. fpd. Frankfurt a. M.. 20. Mär^. Der heutige Markt wurde bei regem Handel au8» verkauft. Der Austrieb bestand in 11 amerikanischen Ochsen, 844 Kälbern, 298 Schafen und 427 Schweinen. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht. Kälber feinster Qualität 60 bis 65. mittlerer Qualität 52 bis 59, geringerer Qualität 40 bis 50. Schafe 30 bis 48. Schweine unter 80 Kilo 63 bis 67, von 80 bis 103 Kilo 67 bis 70, über 100 Kilo 68 bis 71 Mk. geschwächt. Geringe Ümsähe hatten Dank- und Schrffahrtsaktieil zu verzeichnen. Die Stimmung aus diesem Gebiet war uneinheitlich Derlincr Dcr^e. D e r I i n, 20. März. Hinsichtlich der Geschäftsstille unterschied sich b?r heutige Börsenverkehr in nichts von den gestrigen. Die Wiener Derkaufe, die in den letzte i Tagen hauptsächlich prcisdi-ückend gewirkt haben, sollet ausgehört haben. 3mmerhin bewirkten die Rach'ügler mit erneuten Abgaben noch eine weitere Senkung des Kurssta-wes, die sich aber durchschnittlich im Rahmen von 1 bis nur vereinzelt 2 Billionen Prozent hielt und nur für ganz wenige schwere Papiere darüber hinausg'mz. Diese gegen die Dortage verringerten Einbuhen und die vereinzelt leichten Kurserholungen verliehen der Börse im Verlause eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Da die überwiege.id nach unten engagierte Spekulation bereits etwas deckte, vermochte der Kursstand sich unter leichten Schwan- 19. Mar; 20 Man Ncpart. v . flniilidje lioncrim lin<11 U: ■lOtl.T I l I 19. (*r(h («•C» v 2 2 ‘.».ciinort . 4.' 1 4,?1 4,1) 21,35 V’ 1 1 li‘.iri3 .. . 21 33 21.4 21 4- 2 8 gdnveli . 72.4? «2 73 72,7? .3 0 2 2 epmileit • 13,12 3 38 !.3, 7 13,63 2 2 4i icn iit D » li. c1t.ab44 t 6,08 6,12 r,03 f,r 3 3 ‘prn« . . 12 21 11,21 12,21 12,29 2 2 Viibnvfft 6,-8 6,62 6,58 6,6 voll 2 ibueiMStire-* 1,40) 1,-10 8,11 i,10i 15 .1) 2 VAulaarku : ,09 3,113 3,’ ,5 VO’t voll davon . 1,775 1,785 1,775 1,78 3 i •Jiio öe 3.111 (47. 5,33 6,48 (, 7. 1,48 voll voll ibclurao . ■ ,4' .Mi 5,57 \>o:t voll liiiabon 12,96 13.01 2,96 13,04 10 10 Banknoten. (Ohne C -vT.) 9 rr’fr. ?0. M.ir, »r(b Frier 'Jicuort. »/. Miwtirr Wotrn . . . _ » e « « 72 12 72,78 5 »raniösiichr ?a»i'chk No Noten . A • . A * • 22,44 2. 6 voll tot . . . Noun . ft * A A A . 65,83 66,17 s €d)lvcbHruf(<6 Crficrrctct), 4 100 Kronen fr,09 6,12 S Wnurttaiilldjf Noirn 4,11 4,21 1 G-natstche Noten . . . A A A A A . 18.05 18,1 8 nt ItfttifAr rcfaitrtir No Noto. - * A A A A A 18.90 19,00 30 ten . . . 1 ,45 17,-4 5 unaartlctir Noten . . * . e a * e 4.7J 4,81 voll IftardjoftonmfHftir Nota». . . « • 1 ,21 V. S 4 9lonötqilcht u ........... ■ — —— ••/,% Lfriset» .......... 0,300 - — — r/e Hksicrt .......... — — Dcutichc GertDollar 9lnl 4,2 4 2 4,2 4.2 dto-Toll-Schalj-Aiiwcllung.'- 8', 5 83,7 j 84.1 83,75 4»/0 Montflrfm........ . 8 13 i 8 8,5 _ «•/« ttotbairritana ..... 52 I 62 64 54 Brrflnn Haiibkt4t;csrNschan Gommer; und Privat if ant 37.5 5,25 3 5,1 37 c,65 36 k,6S Torim't. inib Naiiouatbant >0,5 10,13 10,5 10 2 Drutlche 2'ank......... 10,5 10,5 10,73 10.21 TrirfdK Brretnsbank .... 1 1 — w LiSronto ttoniuiaitbU ■ . . 13 12,13 12,8 12,3 flNctnllbaiif........... 18,5 'S — Mittrldeut'che Treditdaiik - 2.2 2.1 2.23 2,3 Cffit relchtichr ürcbitaustalt 0,510 0,510 0,4 0 0/50 ©rftbüiif.......... O.tOJ 0,700 0,9 0,9 »ochnmer Oai ... .... — — 54 52 5 Puder «............ 16,5 16 16,5 16 87 Taro ............. 25 5 25 26,5 25,75 $ eu'sch-Lnrembnra ...... 46,5 4 ,S 48 46 SirUeittirchrncr ^rrgnurtl. 3 SO,6 3 50/ #>arpfuer iVtobnu...... 64,5 64 63 73 62 87 ÄalltPfrff -lichrrSIrbeit. . . . 13,25 1> 15 25 «aliwrrk W-si,reget» . .... 2? 20 22 23,75 fcüinablitte ........... 15 14.17 H 75 >4,75 t derbe darf........... 23 ' 21.5 22.75 2-,5 ybünlr Bergbau ....... Kilieimiahl........... 32 52 32 31.75 □3,25 31,5 33 fHb bt-d Montan ....... L2 f> 3 l$Uufc Bergbau........ 3.1 2.9 Hamburg 21 mrrNa Vaktt ? 0,5 <9,5 30,25 23,9 ?tordbeuilch,r IftoBb .... 6.33 86 6,7 6,6 dl rrnni ftfie Werte Albin . . 9.5 3.5 _ — Zemeunverk Hel beider- . . 13,7 12, 3 — Vbliivv Oottnmnn...... o,5 3,4 3.4 3,25 Anolo Cont. Muano..... 31 - 30 30 SBnbilrfic yirflin........ 16,5 16 38 16 3 16 1 Cliemtscke Mauer Alavia. . . 28