Donnerstag, 20. November 1924 474- Jahrgang Blatt VNIS vnö Dcriag: vrllhl'sche UniverfitSI-.vllch- und Stcinöruicrci R. Zange in Sietzen. Schristleitung und s-lchästrftklle: Schnlkratzk 7 v a n b d Z 1 rt ‘1 3 t> 2 n -Aach bcn hierüber cingeleiteten Berhandlun- gen ist eS endlich nach fünf Jahren gelungen, alle deutschen politischen Sßartete:, in bei rlchecho- slowalischen Republik zu einem Schritt ae - rneinsamer Abwehr zusammenzuschlicßcn. Auch die große sozialdemokratische Par- tei erklärte sich zu einem solidarischen Vorgehen bereit. Es iru b; b. sch v s.m gegen das Dud- g e t Stellung zu nehmen sowie mit Rücksicht am die bisher praktiziert n unerhörten Drangsalierungen Les deutschen Volkes und mit Rücksicht darauf, daß die tschechischen Machthaber unter Verleugnung feder Demokratie die Rechte Les deutschen Volkes auf allen Gebieten verkürzten und die Regierung nur durch einen Mißbrauch ihrer Machtstellung inne- haben, vor der Oeffentlichkeit der ganzen zwili- sierten Mett zu demonstrieren, daß das deutsche Volk im Abwehrkampf gegen dicseunwürdigenVerhältntsseeinig . fCi. Die deutschen Abgeordneten aller Parteien lehnen jede Mitarbeit an den Deratungen ab und werden während der.ganzen Zeit der Budget- debatte den Sitzungen sernbleiben Die Gruppe der Magyaren hat sich den deutschen Parteien vvrbehal.los angeschlofsen. Sasonow, der Pazifist. Paris, 19 Rov (WTB.) Sasonow, der russische Austenminister zur Zeit des KrtegS- auLbrucheS. der sich in Versailles aufhalt, ersucht den ..Temps" um Veröffentlichung der B ench - ttgung hinsichtlich der ihm in den Mund gelegten Arusterungen in den vorn „Oeuvre ver- össentlichten Aufzeichnungen fceiS ehemaligen französischen Botschafters in Petersburg. Louis. Er erinnere s i ch nur noch 1 c n t g c An die Unterredung, die er mit D u - st d in Petersburg gehabt habe. Aber diese Kiderlen-Waechter und der Weltkrieg. Don General S. von M a s s v w-Dreslau SUum eine Persönlichkeit auS dem Diplomatenkreis bet Wilhelminischen Aera war in bet Beurteil ng seiner Zeitgenossen so umstritten, wie die de-Ztaats- serretärS von Kiderlen-Wächier. Welche Echw^erigkeiteu einer gerechten Wur.f gunfl bieses Staatsmannes entg gen- stehen, erhellt ein Le.gl »ich der un e en Lesern kürz! ch auszugsw.i e vermittelten Tirpihdokumente mit dem heute hier wiedergcgebenen Aufsatz Generals von Massow, der dem Staatss.k eäc im Leben nahestand. D. RÄ>. fahrene Sache aus der Welt zu schaffen. Deshalb gibt er sich zu Konzessionen an die französische Eitelkeit her, die immer noch billiger waren ato der Krieg mit ungewissem Ausgang. 2hm kam es darauf an, Zeit zu gewinnen und die uns ein- chnürende Politik der Entente durch eine Entspannung zu überwinden. Hierfür waren ihm die Marokko-Verhandlungen Mittel zum Zweck, eben- fo wie er sich bereits während der bosnischen Krisis der vermittelnden Tätigkeit der französischen Diplomatie bedient hatte. Seine Verhandlungen mit dem Botschafter Cambon, sein muftcrgültigcr Entwurf des Casablanca- Vertrages, der den Franzosen zwar Vorteile gewährte, ihnen aber den Schutz deutscher Interessen vorenthielt, lieferten den 'Beteetes, dah bei einigem guten Willen auch mit den Macht» I Habern an der Seine eine Verständigung möglich war. In jener Zeit erzählte er mir, er sei von einem Iournalisten gefragt worden, ob er fron- kophil sei, und habe kurz erwidert: Ich bin Deutscher und weiter nichts. In dieselbe Linie der Entspannung fällt seine im Auftrag des Reichskanzlers 19C9 erfolgte Ausarbeitung einer Denkschrift über die Möglichkeit einer „d e u t s ch - e n g l i s ch e n D e r st a n d i - qung“ — vielleicht die schwerste Aufgabe, der er sich unterzog, weil sie zu Gegensätzen im eige» | nen Lager führen muhte. Bekanntlich näherte sich Herr v. Bethmann der Holstemschen Annahme, dah der russisch-englische Gegen s a & eine konstante Gröhe le.', und dah England, durch Ruhland enttäuscht, sich schlteh- lich un s^n'chliehen müsse. Kiderlen schloß sich dieser These nicht an, glaubte aber die zwilchen England und uns liegenden Gegensätze (Handel, Flotte Kolonialpolitik) durch entgegenlommende Verhandlungen mildern zu können. Leider wurde er nicht mit der Durchführung der Verhandlungen betraut. Der Kanzler traute sich mehr diplomatisches Können zu, als ihm gegeben war, andere Ressorts beteiligten sich, der alte Gegensatz Marine — Auswärtiges Amt trat in Erscheinung (wie auch aus den hier wiedergegebenen T i r v i h -Dokumenten Herren ping). England erkannte dieses und brach zunächst die Verhandlungen ab. 3m März 1912 schrieb der Der deutsche Abwehrkampf in Böhmen, gusammrnschluh aller oppositionellen Parteien im Tschechischen Landtag. Kanzler in seinem Abschiedsgesuch Euer Maic- iät Marine wirb sich aus das Helden-''-..t,gltc chlagcn, aber nach den Mitteilungen, die mir der S'aatssekretär der Marine wiederholt gemacht hat. kann auf ihren Sieg über die engU’dHttn- »ösische Flotte nicht gerechnet werden. Em vmves Iahr vor seinem Tode schrieb Kiderlen '..kau glaubt immer, dah ich mich über dte etim’ in England getäuscht habe 2L?ci nein. Denn ick mich populär machen wollte, würde ich >um Kriege treiben---, aber ich habe diesen Ehrgeiz nicht. Während auf dem Balkan, ..dem Glacis dcl zukünftigen Weltkriege-- - wie Kiderlen ihn bezeichnete. das Vorspiel des großen DramaS un Gange war. schloß Alfred v. Kiderlen-Waechter am 30. Dezember 1912 in feiner Heimatstadt Stuttgart die Augen. DaS Hauptwerk feine- Leben-, den europäischen Krieg a b z u w e n d en .konnte er nicht vollenden Deutschland- Tragik! Ob eS »br, bei den Widerständen, die er im In- und Aus land zu überwinden hatte, schließlich gelungen Ware ist schwer zu entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür. AlS sicher können wir c.- hinnehmen, daß der in Serajewo in- Rollen ge- tommcnc Stein durch ihn aufgehalten worden wäre und daß er es in jedem '""e emeS uns auf gezwungenen und daher unvermeidlichen Krieges verstanden haben würde, fein Vaterland vor einem schimpflichen Frieden zu bewahren. Quem deus perdcre vult...... Der Fall Malvy. Paris. 20. Rov. (WTD. Fmlspruch) Der ehemalige Minister bcS cstrnern M a l vy bestätigte einem Redakteur des „Matm , bat er bie Revision seine- Prozesses b "treibe. Die Anklage gegen ihn fei von Elemenceau erhoben worden, feinem politischen Gegner. E- handle sich darum, zu wissen, ob fie bcuunbet sei. Der Senat habe sie durch seine Abstimmung ver- neint. — Malvy, ber Freund Eaillaur. mar Minister verschiedener Ressorts in den rabimlen Kal- netten MoniS. Eaillaur. Doumergue Wäß- renb des Krieges hatte er das Innenportefeuille unter Dwiani, Driand und Ribot. bis> «auf Drängen der Royalisten wegen AnverständnisteS mit dem Feinde und Erregung millta.ilcher Revolten Ende Rovember 1917 von dem als Staats- acr ch'.shof fungierenden Senat zur Verbannung verurteilt wurde. Der vor einigen Tagen gefällte Spruch des Senats amnestierte bekanntlich ihn und Caillaux. Die Abrüstungskonferenz Initiative des Präsidenten Coolidgc. London. 20. Rov. (ZU.) Rach einer TM- ! düng des ,Daily Expreß" ou8 Reuyork erklärt man in maßgebenden Washingtoner Äretfen bah ber Beschluß Großbritannien- die Aus spräche über bas Genfer Protokoll auszu - schieben, den Präsidenten Eoolidge ohne (Zweifel dazu veranlassen wirb, eine neue Abrüstungskonferenz zur Beschränkung der Rüstungen zu Wasser und zur Luft etnzu° berufen. Im Verlause ber Konferenz wurden die -wrächre über bie Abänderung internationaler Ge- ,eye unb bie Statuten des Staaten-Gerichtshofe- verhandeln. Genauere Einzelheiten sinb noch nicht bekannt doch wird angenommen, daß Präsident Eoolidge auf ber Tagesordnung einer Abrüstungskonferenz bie Fragen, die ausschließlich Europa betreffen, streichen wird: sie werden bann wahrscheinlich Gegenstand einer spateren Konferenz werden. i Dor dem Ende der Militär- Kontrolle. »ietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesien 3n ber heutigen Sitzung bes Abgeordnetenhauses erklärte bei ber Budgetberatung auch die Slowakische Dollspartei, daß sie sich an bcn Beratungen nicht beteiligen werbe Dr. K e r m e nby - E kes erklärte na- mens ber Christlich'ozialen Lindespartci. der ungarischen kleinen Landwirte und Kleingewerbe- tieibenben und weiter namens der Autoch.honen Partei unb Abgeordneter Kurtak in tu 1^« Sprache namens des l a r )> a t&o - r u ff 11 4> en autonomen landwirtschaftlichen Verbandes, an der Budgetdebatte nicht teilzunehmen. Die Redner der Regierungsparteien beschäs- tigten sich sämtlich mi» dem ExoduS der opposito- nälen Parteien, webei sie erklärten, daß die Kundgebungen der deutschen Paketen nur bewiesen. baß ber Widerstand der Deutschen nicht ein Widerstand gegen bie Koalition. Indern ein offener .Kampf gegen dcn 6 t a■ a t fei. Sie Beschwerden der deutschen Abgeordneten, baß ibiT Anträge glatt abgelehnt würdern würden burch bie bei der Annahme des ®JcM über die Kriegsanleihen, über die Dozialveisich-- tung. die Daubcwegung usw. angenommenen Ab- änderungsant äge widerlegt. Dr. Dorer (tschechischer Sozialdemokrat) sagte, Pas s i vit a t i m parlamentarischen Leben fei W einem so hochstehend e n Volksstamm wie es der putsche sei, absolut ausgeschlossen, da sie ben jk bensinteressen der Deutschen in der Repullik widerspreche Professor Dr. Ernst IäckhS zweibändiges Wwl K i bc i le n- TD ac d) t c r , ter © t aa t .• mann unb HI cnf »" ^I,ch- Ter.og Stuttgart 1305) ist einem Ma in gerech g warb n der zu Deutschlands Größten bc; Vorkriegszeit gehörte unb mit manchen unter ihien daZ Geschick teilte, erst nach dem Tode voll gewürdigt zu werden. Der viel umftdt:enc und oft mißverstandene Staatsmann Harb vor V l'cb.mg seines Werkes inmitten harter polit i cher Kam > c AIS Mensch hatte er sich, seiner schwäbischen Eigenart nach, nur den wenigen offenbart, die ihn menschlich zu nehmen verstanden. Es ist eine glückliche Fügug. daß daZ Gi- scheinen deS Werkes in eine Zeil fallt, in der gebieterisch et ne endliche K ärung der Krregs sckuldsrage gefordert wird. Kiderlen betrachtet rci Krieg alÄ bte Sorte sehimg der Pol tik in dem Sinne daß bnde in engstem Zusammenhang stehen. Er ist sich m lener ganz-n amtlichen Tätiget der ung hea- | .•en Berantwortung bewußt, t ie auf tuicm etaa S i mann lastet, dessen Pt Mik krin anderes Resul at erzielt als Lösung cingetretcrer Verwich'lungen durch das Schwert. Er verlangt vielmch. daß die politische Füh ung eincs Staates fo emge e it ist. dah sic ihn gegen K r iegc sicherst e 111. Sen Krieg um seiner selbst willen ve urteilt er | auf das schärtste. nicht etwa WM er pazi t trete i | Anwandlu gm zugänglich rt. fanteri w t e ale Staatsmann .auch die Gefahren über acht, die ein siegreicher Krieg für den Sieger in fick bir93n bet Schule des Fürsten ^smaick er° flogen, rechnet er wie jener nut der historischen Tatsache de- sranzösi s ch -dcul schen Gc- qe n sa tzc S , dcS Kampfeum bei fK?em. u ib mit den sich hieraus entwickelnden s ei n b liche n Koalitionen, die den iuropaischen Frieden gefährden. Sorgfältig bcobad) et er die froiv3o- fischen Werbungen m 61. et er i bu i g u^nb ipätcr in London. Er urteilt hierüber skeptischer als sein Freund Herrv. H ölst ein ber fid) auf Dervchn mim verlaßt, bie sich fch teßlich als falsch herausstellten und die Herr v. K derlen au liquidieren hatte. Der Dreibund allem genügt ihm nicht für DeufchlaUd- Sicherheit. Es ist daher sein stetes Bemühen, ihn nach 2M seines großen Lehrmeisters den sich verändernden Zeitverhältnissen ent prechend durch neue Korn- bische Krisis des Iahres 1908/09: Aehren- tRal Überraschte uns durch die Einverleibung Bosniens und der Herzegowina in die oster- reichifch'ungarische Monarch c: in Belgrad gingen bie Wogen ber panslawistischen Bewegung hoch. Es trat also bas ein, was Kiderlen befürchtete: die Gefahr ber Verwicklung in Balkan-Abenteuer. Das berechtigte Verlangen eines Bundes-- genossen, über wichtige politische Aktionen vorher orientiert zu werben, war nicht erfüllt worden. Unter diesen ihnftanben war es "ein Glück, baß Kiderlen zur Vertretung des erkrankten Staatssekretärs in Derlin saß. So -konnte er in Wien bremsen und in Petersburg zu verstehen geben, baß wir die Regelung der Auseinandersetzung in die Hand nehmen wurden. Zum Gmck war Rußland damals durch den Krieg in Ostafien geschwächt. Als die Verhandlungen mit Rußland nicht den gewünschten schnel- len Verlauf nahmen, schiebt Kiderlen Herrn » । Wolsky durch das bdannte Telegramm vom 21 März 1909 bie Verantwortung zu und droht, den Dingen freien Lauf zu lasten, wenn nicht bie von uns vorgefchlagene Lösung angenommen würde Dieter Streich wirkte, wir setzten unteren QSiKcn durch — unb ber Friede blieb noch einmal erhalten Einige Wochen darauf sagte nur Kider- len" Ich war mir bewußt, alles auf eine Karte zu sehen konnte es aber wagen, weil ich wußte, Laß Ruhlanb zum Kriege nicht geruftet war. 3n diesem Falle sehen wir also bcn auf Erhaltung b:s Friedens bedachten Staatsmann naye an die Grenze ber ultima ratio Herangehen, weil hier ein anderer Ausweg nicht mehr blieb — und weil er cs verantworten zu können glaubte Obigen Worten fügte er hinzu: Als Pourtol^s | mir drahtete, dah Iswolsky sich füge, war ich froh unb machte mir einen vergnügten Abend. Er wollte also den Krieg nicht, obwohl es ihm damals in günstiger politischer unb militärischer Cage ein leichtes getreten wäre, nach bekannten Mustern unserer Gegner, die Dinge dorthin ab- zudrehen Der Serben wegen wollte er sich nicht auf einen europäischen Krieg cinlasten. 5)Qa gleiche Ziel verfolgte Kiderlen Während der Marokkokrisis 1909. Er gibt offen zu. daß cs ihm nur darauf angekommen fei, eine ver- m. 214 Erster Erscheint iuglich, außer 5o*n- unb Feiertags. Beilagen: GießenerFaM'l.enblLtter Heimat im Bild. Wenats«Bejnc$preis: 2®olbmarh u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernfpr e ch-Anschlüsse: Schristleitung 112, Da- [ag unbBeschästsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: »nzeiaerSießen. poflscheckionts: arenffnrt a. M. 11688. Prag. 19. Rov. (WTD.) Der Fährcr ber deuNchen Lanbwirte in ber Tschechoslowatei, Krzcpck. gab b;m Berweter Wolffburcaus Erklärungen über die neue Konzentration sämtlicher deutschen Parlamenispaitc en ab: Zum ersten Male seit dem Bestehen bes tschechoslowakischen Pailamcnts schließ_n (ich sämtliche deutschen Parteien zu einem einheitlichen Vorgehen zusammen. Aus den ersten rersassungsmäß gen Wahlen Waren sechs deutsche pol tische Punkten betret gegangen. (Segle ch b.im Eintrckt in das neue Parlament ergaben sich große Schwierig- fe.tcn, sämtliche deutschen Partien zu einigen. Die Hauptschwierigkeit lag in dem Gegensatz zw schen den deutschen b ü r g c r t i che n un) d-ätsche n sozialdcinokratischcn Gruppen. Rach vielen Bemühungen gelang es. wenig'lens bie deutschen bürge lichen Parteien zum deutschen parlamentarischen Vcrbaiid zu' sammenzuschl .cßen. Die Sozi alb m Iratei gingen ihre eigenen Wege. Ader auch * c deutsche parlamentarische Der band der bürgerlichen Parle en wurde gesprengt, we l der rechte F ürel un.cr Führmng der Deutschnational-n Partei einer irr edentistischcn Politik zineigte, als Zu- sammenschluß blieb die Deuts che Arbeitsgemeinschaft übrig, die aus denn B.md ber Landwirte den deutschen Christlichsozialen, den Deutschdcmrkraten und der nachträglich entstandenen Deuts eben Gewerbepariei bestand. Das in ber letzten Zelt von ber tschechischen Koalitionsregierung äußerst rück ichtrloS geübte Vorgehen gegen bie Gesamtheit bes deutschen Dolles auf allen Gebieten der Wirtschaft, ber Politik unb beS nationalen Lebens hat jedoch da- deutsche Doll in allen seinen Schichten — die Ar- beiterschast nicht ausgenommen — in einer Weise aufgebracht, daß sich in der Devöllerung selbst spontan die Forderung erhob, alle politischen Parteien ohne Anterschied mögen sich zu gemeinsamer Abwehr einigen. Paris. 20. Rov. (TU.) Der Reuyor, Herald" meldet, baß bx Untersuchung berintei- aLliicrten MUitärkontrollkommi fion tn Deutsch- lanb nahezu beendet fet Ewgeg n gc» Wisten sensation llen ausländischen Meld.-ngrn h?.t C. I ün? dx° dcmnächstige ' Abreile ber Kommisston rechtfertig?, nachdem sie U)re VoUmachteil vreher r । noch auf den Völkerbund ubrrtvagzn habe. tafla in Petersburg geoaoi yaoe. -ulhu uiki*. Armseligkeiten, die ihm bie Aufzeichnungen zii- schoben, habe er sicher nicht getan. Schließlich erklärte Sasonow, Zar Rikolaus habe entschlossen für den Frieden gearbeitet und fei von feiner Regierung hierbei unterstützt worden Selbst wenn sich ein qcoenteilter Einstuß geltend gmnacht Hütte, hatte er nicht die geringsten Aussichten auf Erfolg gehabt. Der ehemalige ruffifche Außenmini ter beteuert ferner: Unsere ehemaligen Freunde waren ebenso pazifistisch wie wir. ton8 die Möglichkeit eines Druckes Im aggrestiven Sinne von ihrer Seite ausgeschlosten hat. Ende der österreichischen Krise. | Die Christlichsozialcn und die Grotz- deutschen bilden daö Aabinett. Wien, 20 Rov. (TU.) Die politi'ch? Krise ist mit dem heutigen Tage als erledigt zu be- trächten. An Stell? bc» bisherge-i «^N^utichen I Vizekanzlers, de.' [ehrt hatte wird entweder der Abg^ Olessin S Salzburg ober der Abg^Dr. 22a ber mit dem Posten des Vizekanzlers betraut wer.en ^_r bisherige Hanbclsminister Dr. o ursf w rd aulgt an Doi ner-- tag Tas neue Kabinett wird ftlgeitee Zusammensetzung haben: Dundeskanzler Dr. R a m e k, Handelsminister Dr. S ch Ü r f s, Vizekanzler entweder der Grohdeutsche Dr. Waber, oder Elessin, Minister für soziale Sürforge Dr. Refch, Finanzminister Dr. A h r e r, Kriegsminister Daugoin, Landwirt chaftsminister Buchinger, Anterrichtöminiiter Dr. Schneider. Der neue Bundesla zler Dr. Ramck hüte auch Besprechungen mit den sozialen Parteien u^er bie Grundzüge eines Programms, baj er Heu e, rath der Wahl im Ralionalrat entwickeln werbe. An bas Programm der neum Regierung wird I sich eine längere Debatte anschl eßen. binationen zu ergänzen. Ki^crlcns unmittelbarer Einfluß auf un erc ausw.irt ge Politik tritt währen) seines Aufenthaltes in Bukarest (1900—1910) und feinrr in diese Zeit fallenden Berufungen nach Berlin und Konstantinopel mehr und mehr hervor <2.'ine Enttendung dorthin ga’t velen als Verbannung", indessen celing cs ihm traft feiner starten Persönlichkeit, sie .511 dem auszubauen, was sie wurde: zum Sprungbrett für ren teilenden Posten des auswärtiaen Dienstes, „eo- pald große unb schwere Auf 1'den zu löten lind, schreibt Professor Iäckh. .wird immer Kirc len als Vertreter, als „spiritus rector“ beru c:i unb befragt, von Bülow wie von Tetbmonn für die Vertretung tc3 Barons M a r f ch a l l r 1 Konst'.ntmopel vor und in der tiirk.sch-n Re 0 Tution. für die Vertretung der St^ts ekretar Baron Schön amgestchts yeriu lisch n Krte «elahr unb bet ctfKn t_8 unb tut bk SÄicnÄÄ 18S3pCi; Z^iws anUW^ib^b9Tun<ä' nick' gefmtmen. Ärlt ibn nicht im Wege ae,landen L. « L'L 3u Men «U nstcker Kreise Frankreich ^aren tels aus der rumänifchenI rre d enta I rifd'cm Boden. Dioicnigen bei uns die d.n Bei tr''tt Rumäniens fluni Dreibund befu'w'r eten, unM»ä™n bk WHSngiKit bin-z bt# ton bcn Tattan-Bttangcn. 3n TSc n bat c man cs gern gesehen, und auf dem B.ck ai ter bie Ontercften tcr Doppclmorerchte se 'zulegem Kiderlen erkannte die b'-enn liegende Gesa u b wich einer Erw.itei^ g tes^W ^ns m t Ra mänicn aus, um uns d.e cyr i^it zu bewahren. .Den oster.eichi chen eatdltten im Orient wostlen wir nicht spielen — ei. Er fürchtet dauernd, baß uns Wien mit terc Balkanpolitik eines Tages vor e n t it a.com 1. ft<4(t ^esbalb der lotonte Gegentah zur 0 r?r- rcich^ch-ungarischen G l^dtschuf. in Bu^r^dir Presti^-Polrtik irrrbt und Krdetlcns Zaruckh l tuna mißtrauisch beargwöhnt. ^Als er das Land verließ, war mit feiner Hilfe das erste Gewitter am südöstlichen Horizont verwunden, das als Vorbote ernster Gifchutte- tungen des We.: angesehen . werden fonäc Ich meine bie o.sterreichif Niederschlägen. * ■ Nur amtlich berge [teilte Stirnm- zettel gelten! Vom Kreisamt wird uns geschrieben: Es wird wiederholt darauf hingewiesen, dast bei der Doppelwahl am 7. Dezbr. nur mit amtlich hergestellten Stirn m“fre tteln gewä h l t wird, die nur im Abstimmung zrcmin an die Sümmberechtig e i ausgeg ben werden. Die nichtamtliche Herstellung von Stimmzetteln und deren Derwenduilg widerspricht den ge.etzliche t Beslimmungcir. Derartige Stimmzettel werden ais nichtamtlich hergestellt erkannt werden können und sind deshalb ungültig. '' Straßenbahnlinie Bahnhof- st r a h e —A e u st a d t. Zu dieser Bekanntmachung in unserem Anzeigenteil erfahren wir von zuständiger Seite, dach es sich hierher um die Erlangung der Konzesiion handelt. Falls die Stadtverordne^nversammlung den Dau beschlieht, will man nicht erst gezwungen sein, das lang- dauernde Konzessionsverfahren abzuwarten, sondern die 'Möglichkeit haben, alsbald mit dem Dau beginnen zu können. ** Ausweise bei Reisen in das besetzte Gebiet erforderlich. Die Pressestelle der Reichsbahndirektivn Frankfurt am Main erinnert daran, dach' auch nach dem jetzt vollzogenen Hebergang der Regi^bahnen auf die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft bei Reisen in das besetzte Gebiet Pässe oder Personalausweise ersorderllch sind. '^Personalien. Durch Entschließung des Landesamts für das Bildungstvesen wurden mit Wirkung vom 1. Oktober 1924 ab zu Studienassessoren ernannt: die Studienreferendare Karb Roller, Dr. Anna K r a u t to u r st, Dr. Berta Schäfer und Dr. Erna S ch u d t, sämtlich zu Gießen. ** Sie Deutsche Demokratische Partei trat gestern abend mit einer zweiten, sehr gut besuchten Versammlung in der Turnhalle am Oswaldsgarten vor die Wählerschaft. Nachdem der VoZihende, Kreissch-sirat Fischer, die Versammlung und insbesondere die Mitglieder vom Reichsbanner Schwarz-Roi-Gold begrüßt hatte, sprach Ministerialdirektor Hrftabt eingehend über die hessische Politik. Er hob hervor, Hessen habe ein großes Interesse daran, dah der bisherige Kurs der Außenpolitik fortgesetzt werde, damit nicht die besetzten Gebiete durch außenpolitische Hnbesonnenheiten verloren gehen. Der Freistaat Hessen sei zu einem sehr großen Teil (40 Prozent des Staatsgebiets) besetzt, der Rest allein sei nicht lebensfähig, wenn das besetzte hessische Gebiet verloren gehe. Aus diesen Erwägungen heraus seien auch die hessische Regierung und die Regierungsparteien von vornherein gegen die sog. „Versackungspolitik" beim Ruhr- lampf gewesen, weil sie das ganze besetzte Gebiet beim Reiche halten wollten. Auch den Franzosen gegenüber habe die hessische Regierung immer ihre volle Schuldigkeit getan, so daß die Franzosen selbst gesagt hätten, bei Verhandlungen sei die hessische Regierung immer am zähesten. In der Innenpol! tik habe sich die repu- l l lan^sch d mollatisch: R^gierungsweise glanzend bewährt, denn sie habe das Land vor allen, nennensweitten Erschütterungen bewahrt. Als Folge davon seien die 5ina t^en des Staates in guter Ordnung. Der Redner polem fierte hieraus eingehend gegen die Kritik der bapernbünd- lerischen Presse an der Finanzgebahrung der Regierung und unterstrich dabei, daß sich das Grundvermögen des Staates in der Zeit der jetzigen Regierung um 3000 Morgen vermehrt hat und daß darauf keine Schulden lasten. An Schulden überhaupt habe der hessische Staat heute nur 3Vs Millionen Goldmark, aber mindestLns eben.-- soviele bare Werte feien zur Deckung vorhanden. Wenn man also wolle, könne man die Schulden an einem Sage bar bezahlen. In den sechs Jahren der jetzigen Regierung habe sich das gesamte h.ssische Staats.e.mögen um 8—9 M V lionen vermehrt. Dabei seien die eigentticheü Landessteuern hier nicht größer, als in anderen Ländern. Der Ruf nach Sparsamkeit hab; bei ter Regierung stets größte Ausmerkiamk-sil gesunden, aber bei näherer Prüfung ergebe sich ost, daß das Sparen doch nicht so einfach sei. Der Redner zeigte dann, in welcher Weise sich ter Beamten:bbau ausgewirkt hat und teilte mit, daß der hessische Staat heute nur noch rund 13 000 Beamte habe, wovon nur 5500 auf die eigentliche V'rwal ung kämen, während de' Rest Lehrer und Poliz.-ibeamte seien. Olur eine demo- kratische Entwicklung in allen S ilen unse.es Lebens und eine demol ati ch-vrpublilo ische Re° ?ictu-g könnten eite ge.echl ch. For entwicklu"g es Staates g währleisten. Mit der Auffcrier-ung, die Demckrati chr Partei am Wahltage zu unterstützen, schloß der Redner seine beifällig aufge-s nommene l1 .stündige Ansprache. Hier ur lp ach Oberstu ientireftor Dr. Friedrich» Kasstl über die Fragen der Reichspolitik Er huldägte zunächst den Farben Schwarz-Rot-G ld, benei cc den Vorrang vor Schwarz-Weiß-Rot zu p ach. pole- mi'tterte dann xnasfuhrlich g gen die beiden Rechtsparteien und erklärte, die letzige politische Krlle hätte vermieden werden kön en. toemr das Kabinett vor den R ichstag getreten wäre, wo es sicher für seine Außenpolitik ein Vertrauensvotum erhalten hätte. Weiter trat der Redner nachdrücklich für eine entschieden demokratische und republikanische Führung des Reiches ein und warb zu diesem Zweck ebe sialls um die Hn erstützung her Dem:krat'ischen Partei. Auch diese Ausführungen fanden starten Beifall. Da eine Aussprache nicht beliebt wurde, hielt der Vorsitzende noch ein kurzes Schlußwort, in dem er besonders auf die Not des be atzten Gebietes hinwies, dem nur durch eine demokratische Politik geholfen werden tonne. ** Erledigte Schulftelle. G ledigt ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Voltsschule zu Ettingshausen, Kr. Gießen. Dienstwohnung ist vorhanden. ierunz auf- stundeten W H173a niniiiiiUHiiHiiiiii.iinniiiiiiiitiiiiiii.iiHiiiTTdj.iiiiiiLijhjLüjijiiiiiiiiiiiiiiiUHiijiiniinVjrrjiijFninnijniii.nj'riiiiiiUiiihn Preisabschlag! Stahlstich). 9182a Heinrich Hochstätter Gegenüber dem Alten Schloß Gießen, Brandplatz 1 .......................................................... Nur hochwertige Fabrikate Außerordentlich ermäßigte Preise Dem, Gerichtsvollzieher m Diesten Sieinftraste 13. kennt ein jeder, putzt die Schuh*, erhält das Leder »•■.Werte Lubuyneli *C«. A.-O.,»erilR-UHrte**l NlederlnOtto Schmiele, <*ieUea. B&hnhofitraßc 43. ohne Hilfe, jedenfalls unwesentliche Hilfe von Behörden Die grob das Opfer ist, da» ein Bauender in der tfcutigcn Zeil bringt, kann der nicht begreifen Allein die Ärc- funden fallen. . am Staben, 18 Rov. Am Frettaq batten die E r'n st e n Bibelforscher eine Werbeversammlung rn der Gastwirtschaft von Philipp Cchnldt Wwe. angesagt. *5>;r Raum war gedrängt besetzt, und viele standen noch auften Auch aus dem benachbarten S t a m m b c i m waren zahlveche Hörer erschienen Vergebens wartete man jedoch auf den Redner. Rach einer Stunde vergeblichen Wartens e "griff Pfarrer Hamburger das Wort. Er schilderle das Leben des Kaufmanns Ruffel, des Gründers dicser Seite, erklärte sein Werk und seine Methode. die Bibel zu gebrauchen. „Wer diesem Manne folgt, der ist so angeführt, wie wie I eutc von d.m Redner angeführt worden s.nd". so schloss er treffend. Rach ihm sprach Pfarrer Bo ck-Ober-Mockstadt. D e er machte in ermier und eindringlicher Wrise auf die Ges ab en auf- merlsam. die durch diese Sellenapostel ülc unsere evang l sche Gemein en h^ausbeschwore i werden. Mitgebrachte Gegenschriften waren rasch an die Ersch enenen verkauft. So war der Werbeabend Spezialmischung edelster Sorten, Pfd. MK. 4.00 Mischung II, kräftig und rein, Pfund Mk.3.20 Helnr. Driesch, Selters weg 70 in geschmackvoller Auölübrung und allen Preislagen. Rudolf Weber, Gartenbaubetrieb Schiffenbergerweg 19 Tc I evbou 1057 017154 Sämtliche Möbelstücke find tadellos er ten, zum Teil Kunstwerke in feinst« WdMS . . . . 0.94 HK. Isjunges LWWM 0.68 „ la gMNWM . . . 0.80 „ la MdSMMN . . 1.00 „ Gieszener Fleischhalle 9177D 32 Walltoritrake 32. empfehle In ---- und jeder Preislage. 9096D Waldkränze, Kreuze, Buketts Rosentöpse ufro. in geschmackvoller Ausführung. 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Wei'.e wurde cm An rag tragen oirnncn. der dahin ging von jedem Mit ft cd einen S o nde r bc i t r ag von 1 Mk. ?,ur Stärkung der Kasse zu erheben. Die Beratungen wurden von Tiefe rate i des Reichstag Zn dg He p P. Gesckäslfsührer Dr. Pfisterer und Dr. Kil- bin'g-r umrahmt. Ersterer sprach in sehr au 5- sührl ch»r We se über die wirtschaftspolitische Lage der Landwirtschaft. Dr. Pfisterer betonte die unbeding.e Rotwendigse t des Zu am- merhaltens innerhalb der Organi ation. Dr Ätl- trtngcr zeigte an Hand von Lichtbädern, wie sich der Acker au durch (chihi fe-ahme von künstlichen Düngemitteln am rentabel|tc.i gestaUet. Homburg v. d. H., 18. Rov. iWTB) 3n der heut gm Stadtverordneten Versammlung wurde Mcgistcatsoat Dr. Eber lein, Frank- lurt a. M mit 16 Stimmen der Drutschnatw- naten, der Deutschen Vollspartei rmd des Zentrums zum Bürgermeister von Hom- iwuc, tayme Durchvttckc geschalten wurden, und die zahlreichen Boote, bk im Sommer au genuft- reicher Fahrt auf der weiten Wasserfläche etn- ladcn, werden dich', gemacht Zu einem "Stertd etwa ist das Deichbecken wteder mit Wasler gefüllt Vor einigen Lagen wurden von dem Fr- scher eiunter nehmer, dec vor Wochen den .groben Filchzng" hier getan, nmb 10 000 junge Fis che. zumeist Ra pico, erngefehl Der Unternehmer hvf't, in 4-5 3obren wieder .ernten“ zu können. Die Tiere, die kürzlich gefischt wurden, waren durchweg schon zu all geworden, so daft sie 8 T. nid)i mehr gern gekauft wurden. -- In der 2(ngdegtnb:il der Errichtung eines Kriegerdenkmals für die im Weltkrieg Gefallenen ist hier so gut wie nichts geschehen. Wohl bat Stadtverordneter Kissel vor Jahren schon die Dache angeregt und mit allem Rachdruck im Gtabthäufe vernetea Es wurden Ausschüsse gebildet über deren Besprechungen in der Defsent- lichkeit nichts Mannt ist. Letzten SndeS fehlt c6 an den Mitteln, die reckt hoch sein dürften, beim für einen Weltbadevrt kann nur ein vollendetes, eindrucksvolles Kunstwerk als Denkmal in Frage fontmen Um endlich vorn Stadium der Vorbesprechung in das der positiven Arbeit zu kommen, um einen Grundstock zu schassen, hat der hiesige. sehr rührige Verein der 116er. in der Erwartung, bau andere leistungsfähig? Qkreine seinem Beispiel folgen, beschlossen, mit den anderen Militärvereinen einen Unterhaltung»a(vnt> zu veranstalten, dessen Reinertraa alS Denk- malsfondS der Stadt überwiesen werden soll. am. Stammheim, 19. Rov. Am Sonntag abend sprach hier im Saale der Gastwirtschaft Rlt Pfarrer Weidner im Auftrage der Evangelischen Volksgemeinschaft. Gr legte zunächst dar, daft eS notwendig in Hessen war, diese Bewegung zu begründen GS sei auch nicht die einzige Biegung dieser Art. denn in Sacks n. Wests l n P at\, Bad.n h b- iran sehnliches bereite, flcfd;affcn. Die Evangelische. dürften sich nicht so viel auf wirkungslose Resolutionen verlassen, fonbem mühten lernen, prall.scher zu werden. Dann entwstkÄte er daS Programm der Volksgemeinschaft Düse kämpfe geg.-n Atlteis- mus, Mater.alismuS und Uckramonianisma« und trete ein für die Rechte der etxmgelifd)e.n Kirche. Sie fordere die Simultanschule auf dein Boden chr stlichen Glaubens Sie erstrebe die Sammlung aller Vollste le zum Aufbau ter Dolkswir!schäft. Sie wolle allen fchasse^iden Ständen in Stadt und Land d enen, so auch dem schwer ringenden Mittelstand und dem Bauernstand. 3n der AuSsprache ergriff für den Hessischen Dauernbrmd Herr Bentrup das Wort. Er potem fierte brstig gegen die Beamten, Pfarrer und Lehrer Rnchdam die be den Lehrer unsere- OrteS unsachliche und unrichtige Ausführungen des Dorrsdn ri Über die Fortb Idungsschule richtiggestellt fallen. ergriff Pfarrer Weidner das Wort zur ^ründllchen Widerlegung und zur energischen ZuiVchtweisung des jugendlichen HerrM. B sonders wies er noch darauf hin, bah die einseitige materialistische Interessenvertretung einzelne • Berufe unser Volk am Aufbau verhindert. Der starte Beifall zeigte, daft die Ausführungen reiche Zustimmung ge- 4 Bad-Raubeim, 19. Rov. Lausend Hande rühren sich jetzt im Park, um die grobe Herbst reinig ung vvrzunehmen. Die An° lagen werden gründlich instand g s.ht, allenthalben teerten Aa^p.'-tzarbeiten vorgenommen. so bah der Besucher 1*-C3 Parkes und der sich anschließenden Anlagen heute befriedigt wird von der Sauber- leit und Ordnung, die überall herrschen. In den Vorjahren konnten diese H'rbstarbeiten gar nicht, »t-er nur in geringem Maste vorgenommen werden der Inflation wegen. Die staatltchen Arbeiter muhten mit gekürzter Stundenzeit arbeiten. Heute ist in den Staatsbetrieben alles toteber voll- beschäftigt für den Winwr. für die Parkatckecken firt sogar ncck Rieder-Morler Fr-auen und Mao- chen engagiert, so bah das Bad an feinem ~-cil > ach Kräften dazu bet trägt, den Im Sommer von chni lebenden Familien auck für Wtnterver dienst au sorgen. Auch am Grasten Leich, der, wie wir berichtet Haren, vor einig?n Wochen abgelas- fen wurde, wird sleistig gearbeitet. Reparaturen an der Einfassungsmauer werden vvrgenommen. Alte Bäume fielen der Art zum Opfer, wodurch .Glück auf“. ri. Lich. 19. Rov. Einen nur für Frauen und Mädchen bestimmten Vortrag hielt gestern die Leiterin der .Zuflucht" in Darmstadt, Diakonisse Ma rgarete Wannemacher.Die Rednerin steht in der Arbeit der Für-svrqe für die den Gefahren der Strafte und der Verführung ausgesetzte weibliche Jugend der Stadt. Es waren erschütternde Bilder von li'llicher Rot unic-cv ijeit, die der Vortrag den zahlreich erschienenen ?,u()örerfrrnen aus allen Streifen der Bevölkerung zeigte Am 27. und 28. Rovember werden wie- tevum Vorträge für Mädchen und Frauen flott - finden. Eine Dame vom 3entralauäfd>uft der In- l.eron Mission. Frl, Hardt au« Berlin, wird über .Die Frauen und die Rot de« Volkes" sprechen. - Der hiesige Alicefrauen verein hat nach der Zeit der Inflation, die seine Arbeit unmöglich gemacht hatte, wieder fernen Liebesdienst aufgenonrmen, der darin befiehl, die von der Stadt und Stirrfye geleistete Wohsfahrtsarbeit an Rot- leidende und Stranfc zu ergänzen. Um Mittel für diese Arbeit zu erhalten, ha* der Verein beschlossen, unter Leitung von Fürstin Reinhard zu Solms-Lich eine Verlosung zu veranstalten. Die Gewinne dazu w-rden von der Bevölkerung, besonders von den Mitgliedern, gestiftet. sio bestehen aus Handarbei en und Gebrauchs- gegenständen aller 21 rt; u. a. kann man mit einem LvS für 25 Pf. der glückliche Gewinner eines wirklichen lebendigen Ferkels werden. ds. Langsdorf, 18. Rov Am Montag- abend fonb hier die -erste Wahlverfamm (ung statt, eröffnet von der Demokia.tifchen Partei. Kweis'chulrat Fischer Giestcn ent- tnan ein Bild über den Stand unserer Tbisteu- politif, rechtfertigte die Stellung feiner Partei und ixr|ud)t; ftu zeigen, auf welchem Weg wir mit unfein Fe nden weitertommen Be vnders forderte er di' Verfammel'en ruf. treu zu den Brüdern am Rhein zu büt?n, für bi? kein Opfer zu grost ist. In der folgenden Disktrssion frittrete ein Anhänger des Bauernbundes eini-e Aussithrungcn des Redners. Diskustion und Sckstlftwrrt sowie die nabsolgnide gemütliche Sitzung bewegten fid; in ruhigen Baben. Mvciö Friedberg. die er selbst aufgesucht hatte. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artiic! übernimmt die Redaktion dem Publikum negenüber keinerlei Verantwortung) Literarische Gesellschast und Giehener Bürger. Die Literarische Desellsch'ft Gielen glaubt in bei Rr 271 des „©icVcner Anzeigers" der ©iefvencr Bürgerlckist im allg meinen ei Vorwurf machen zu müssen, ba'; fie «für eine leben- dige Fühlungnahme mit der Dicht.rng der Gegenwart" so wenig Interesse zeigen würde, ja. se bezc chnet das Verhalten fogu als .beschämend, nachdem sie schon vor kurzem in ähnlichem Sinne sich glaubte ausiprochen zu mii’i -a Abgesrhen von ter lieberp blickke t, die dem Leser aus solchen 3lcu‘ ■ ..nivi entgeicntt-ttt. denn der Schrrider bezeichnet ftch dirin inbiiel' als Feinschmecker und SachoLrltändiger in Ute* larischen Dingen, geht aber aui solchem Bei laut- b.uungen auch hervor, dast b'? Qkranftalter bei Vorträge wenig Fudlung mit der Umwelt haben. Es scheint ihnen selbst wirtschaftlich sehr gut zu geben, denn sonst würden si' gerade die wirtschaftlichen Verhältnisse vor Abfassung ihrer vorwurfsvollen Artckel mit in den Äret» ihrer Sv orterung ziehen. Die Leiter der Lsterarischen Gesellschaft sollten wissen, dast es für viele und nicht gerade dir geistig Minderwertigen und Ute artsck Uninteressierten einfach nicht möglich ist, sich an solchen Veranstaltungen zu beleckiaen. weil sie fein Geld dazu hab.m Auch der R>ergieich mit anbei en, viel Heineren Städten lallt sich nicht aufrechterhalten In tlenerxm Städten ist eben nicht so viel geboten wie bti" Wir haben uns« Dl>eatcr. daS aufrechterhalten werden must, un'em Konzertverein, bei »echt teuer ist, die vielen bod>- interrtfanten Vorträge anderer Vereinigungen, so bat für Leute, die „eine lebendige Fahlung nähme" mrt den VorgänMn auf dem Gebiete der Literatur. Kunst und Wissenschaft nehmen wollen und iönnen, Gelegenheit bkrxu In Hülle und Fülle geboten ist. Mit Veröffentlichungen, wie sie die Literarische Gesellschaft b?liebt, wird sie sich keine Freunde erwerben, ob he sich solche durch ihre Veranstaltungen der letzten Ieit erworben hat, ist fraglich. Einer, der sich nicht .schämt . Briefkasten der Redaktton. H Sch. 3335. Die für Sie zuständige Stelle an der Sie alle» Wissenswerte ersah en, ist da« Vers cheinngsami des Kreises Gieren, Landgraf- Philipp-Platz 3 in Dietzen Fernstehende gar .. ditbeschnsfung ist ein Kapitel für sich. Hof entlich findet sich bald ein W.'g zur Rsgrlnng bietec Frage Allen Bauenden und Mutigen em: halten, zum Teil . . Ausführuna. Die Dllder zum Teil von künst, lerischem Wert. 9160V Die Dersteigerung findet bestimmt statt. vurg graaeu Ain Sc Sebastian Koiberg mtjfeen 8 StNmmm D* Demokraten unb Sozialdemokraten . fpb. StanMurta OH. 18^ Rov. Ser W- schanspolilische A-.-Sschutz der ^tzchtverordn^en- veisammlung beontragt die Auflösung Ttn-tc.tforaungf-3 -® bi» » Sstnuny des Konkursverfahren» um w zu deweikstelltgen. soll zunächst von per tw* sellschaft eine ordnungSinähige Taufmannifcbv -DV lanz vorgelegl werden Auf Grund dieser soll dann de Tiaaiftrat die ihm zur Medrheir noch fehlenden Aktien antaufen und alsdann\ W QLullMung der Gesell schuft brrbeifiibien. «olltrn die anderen Altienl^eiiyer bierzu nicht beoeitsem. dann soll doS KonkurSverfahi-en erd|fnct tnerben. — Bet den Wahlen für die Studentenkammer wurden für die nationale Ciftc neun, für Ne republiknusck-fretbeillicke List« vier Man- i>ate gewählt Die Zusammenstellung der Kammei Heibt demnach die gleiche wie b'Sber. nur mit dem rinterschied, bah sich die beiden nationale" Gruppen vereinig'. Mbe.i An der ftatbartaen- pfoite stietz am Montag abend ein mit Repseln beladenes Fuhrwert mit einem anderen Wagei' zusammen SaM stürzten von dem Wagen zwei K dr be Ob ft ab. Der Inhalt rollte auf Mc Llratze 3m Ru fanden sich tzundert und aberhundert hilfsbereite Hä ndc. dir die Aepsel auflasen, sie aber nicht dem betrübten Kutscher wieder in die Körbe füllten, sondern sie einfach in die Taschen steckten und damit verschwanden. Der Kutscher konnte nur die Aepsel retten, w-x / Streifen PelZ-Besät™ __________Felle ■ - zu günstigen -..... Preisen im MiTodchous \qtomon Ku c;nan tpohigtiungcnai Adweyrave nv geworden. । Srcie Vüdingen, A Aidda, 19. Rov Die W^dlt^r- fammlungcn in unserer Stadt bco'^anei gestern abend mit einer öffentlichen Wahlrertannn- lung des Hess ischen Bauernbundes, die wohl infolge der cvft ganz kurz vorher stattgefun- denen Bckanntg.tbe nur mähig be uch. war Der Kandiert zur b?if. Land.'gswah'. Dr Leucht - gens auS Friedberg, sprach über die Politik >er jetzigen ch^sisdüen Regierung. Da die meisten Teilnehmer der De.sa^nmlung Jltitfl deS Bau:i"bundeS waren, ei-toten die A s>ül»rungvn grollen Tei alL Jur Aus'p-ache meldete sich niemand. Rächsten Sonntag wird nachmittags hi-r eine lozialdc mokratifcke Vertarnnllung ftattfinben. in der SckaatSpräfidenl Ulr leb ron Darmftadt referieren soll und am Montag soll von feiten dcrDeutschenVollspartet e ne Wahlversammlung hier abg^haltcn werden, für di ' die Landtagsabgeordne c Frl Birnbaum au« Gietzen und Amtsgcrich srat D-. Lohma nn auS Weilburg als Redner gewonnen find. Ridda, 19. Rov. Aus dem W.'g: nach Ober-Schmitten scheute daS P f e r d deS 'F»-.brltdireltors S. vor einem bei Wegs kommenden QH o t o r r a Z> e. DaS gcängft .atc Tier brach aus und versuchte, den fte lc.t Chaussee- rain hinaufzuspringen. Dabei stürzten Wagen und Pferd um Die beiden Insaifen kamen mit dem Schrecken davon, wäh'end Wigen und Geschirr von dem ausschlagenden Pferde stark beschädigt wurden. ZlreiS Schotten. Ober-Schmitten, 19 Rov. Vor zwei Jahren wanderten hier zwei Brüder nach Brasilien (QMumcnau) au*, um dort lohnende Beschäftigung zu suchen. Au» ihren br;^- lichen Rachrichten spricht immer wieder die grofr? Cuttäufchung. die sie dort erleben muhten. Viel und schwere Arbeit und vx-rhältniSnätzig geringe Bezahlung. Crsparnifse t nnen nur auf Kosten der L benswnse und B k cib.ma gemacht werden Viele Deutsche, die in ähnlicher Lage sind, nehmen alle Entbehrungen auf sich, um nur daS Reisegeld nach der Heimat aufbringen und so rasch wie möglich das Land verlassen zu können, das chre Hofsnungen zikchlug und Illusionen zerritz. Auch diese Rachrichten sind geeignet, Glüdsucher abzu^alten, die Alis- reife nach dem ungewissen Westen zu unternehmen, weil nur neue Enttäuschungen zu erwarten wären. Hc^cn-Rassau. WSWÄM. Geboten: Herrschaftewohnung, vornehmste Lage, 8 Zimmer, 4 Kammern, Bad, in Frank- flirt a. ,M. Gesucht: Behnkiche Wohnung, möglichst Villa, in (Dießen. Schriftliche Angebote unter 9176V an den ©ie^ener Anzeiger erbeten. Freitay, den 21. 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November, abends 8 Uhr: -• Wegen personeller Aenderung in der Firma und wegen Instandsetzung des Geschäfts halte ich mein Geschäft bis Elie Mer M»! * Heute Donnerstag abends 8 Uhr 10 Herren 9169c pSierp niek ssTeiTedio [ der uns die Lösung obigen, für unser Preisrätsel yv t* 8™. ti'&v zutreffenden Sprichwortes einsendet, nimmt voll- “ jländtg gratis an der Verteilung der nachstehend'oerzeichneten Preise eines solchen. Zur Verteil u. IDL teilnng gelangen: J.H.EeliiM,MMe4 Mitglied der Edeka Salz- u. Essiggurken Sauerkraut ™’c Bestellungen frei HauS. Televbon 119. Eingeführter, rühriger und gewandter Rasender für Oberbeffen von einer Groffbrauerei gesucht. Schriftliche Angebote unter 9161D an den Giekener Anzeiger erdetem Schr. Ang. u. 017150 an den Gieff. Anz. QQOOOPCQQQGOCÖgDOQ j Wege zum glückt. 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Gras und Dusche - d.e Randgebiet, too gerodet wurde. Die Wälder smd Bäumebalten die Trockenperiode nicht aus die Staatseigentum, werden aber noch kaum bewtrt- in metcrtixit€m Abstand stehen und sich Polster- schäftet. Infolge der Sommertrockenh^t .st em in niKlt.llLrMix.in . , . y rRnftnnhA nFi.iofirnnnt hlirm mlaa Hochschulnachrichten. D»> der Lande S-A«iversttä1 »iehen. ß u An unserer Landes-11 n versität sind im laufenden Wintersemester neu immat tituliert insgesamt 311. Hiervon en fallen auf die Thcolog sche F kullät 5. Juristische Fakultät 88. MÄ»uinckchc 8 tultäl 31. De ennarnrediz.irische Fakultät 17. Pb losophische Fatültat 1 2lbt 36, Philosophische Fakultät, 2. 2lbt 134 2 6. April 19 2 5: Waldlausmeisterschaft der D. T. in Rathenow. 13. bi» 14. 3uni 1925: Handballmmster- schast. 14 biS 16. August 1925: Hermanns- [auf Mn der Feier am Denkmal werden keine Wettkämpfe veranstaltet. Sie ist vorwiegend eine Morgenfeier und trägt den Charakter eines Treffens hauptsächlich für die älteren Turner der D. T. 2 6 August 1925: Schwimm-Meisterschaften in Frankfurt a. M. 29 August 1925 Meisterschaften in den volkstümlichen Hebungen in Leipzig oder Derlin. 13 September 1925: Meisterschaften in den Sommers vielen 3. bS 5. Oktober 1925: Fechtmeisterschaf - ten in Hannover. Außerdem wurde beschlossen, das) erstmalig 1925 eine F u stba l l m e i st e r s cha ft de r D. T. auSgei nagen werden soll. Ferner will dre D. T. Länderwettkämpfe mit anderen Turnvcr- bänden in die Wege leiten, und zwar sowohl im Geräteturnen, wie im volkstümlichen Turnen und hn Spielen Zuerst will man mit der Schweiz und mit Holland deswegen in Verbindung treten. Aus den weiteren Deschlüssen sind folgende noch hervorzuheben: Wanderpr i'c in Form von Pvbaten t nd ähnlich: i Chren^uSzeichnungen, ebenso LNedwllen sollen nicht mehr gellttei bzw. vergeben werden. Dagegen wird» ein A bzeichen für die Meister der D.T., sowie für die Berlin. 19. Rov. (WB.) Sine fombtnitde Fustbollmännschaf t des Club Fr an« caile spielte gegen die Fußbollmannschift de» Berliner 0 lubs Tennis-Borussia CTie deutsche Mannschaft siegte mit 4:1 (Halb- Czeil 2:0). Art erhielten. Ein De uch in der Wüste Atacama tm Borden CH.les zeigt die regenlo'e al'es Pflanzenlebens bare Wüste, reich durch ihre Salze und Erzlager Mit en in de" Wüste liegen de Tal- peterwerke. die tei^weie in deutschen Händen sind. Gr he Kupferminen ßaei fleinc Städte erwachen la fen. Städte von 6 0, ien T»z aus das Gestein und in der flimmernden Bodenhe^ svre- flelt sich Wa fer vor, breix Seen, in denen das Spiegelbild der umgebenden Derge zu sehen ist. x-ie kühlen Aächte bringen nach den 20 bis 30° herhen Tagen häufig Sis aus den seltenen Wasserstellen, das in den ersten Morgenstunden schnell schmilzt. Aut die 6003 Meter erreichenden te ls noch rauchenden Vulkane der Linden zeigen Hetnc weihe Kappen von Firnschnee. Diese hohen ketten ringen dec Luft noch die geringe Feuch- tiafeit ab die sie dem kalten Humboldtstrom fee der Küste entlang zieht entnehmen konnte Erst bei 35CO Meter Höhe treten Düsche in lofem Derbartde auf, Pslanzm. de durch die Dtldung ätherischer Ode bet starken Verdunstung wider- ftchcn können. Lama und ZegeaHerden sowie ber graue Esel sind mit diesem Futter zufrieden. Was liefert nun dieses Gebiet dem Menschen? Wolle, Häute, Fleisch, alles, was von Schafen und Aindern gezogen werden kann, aber nur wenig Milch, Käse und (Butter, da bet ber ertensiven Viehzucht keine Stallhaltung getrieben wird, und somit Milchvieh in unserem Sinne fehlt. Hier weiden 12 Millionen Schale und eine Million Ainder. Aber nur gering an Zahl ist das Vieh auf die Fläche verteilt. Auf guten Weiden kann pro Hektar ein Schaf gehalten werden, auf 2—3 Hektar ein Rind. Doch lassen große Strecken nur eine noch geringere Be- ftodung zu, denn bei 836 000 Quadratkilometer Fläche werden nur 12 Millionen Schafe gehalten, bas sind etwa 15 Schafe auf einen Quadratkilometer Daher ist die Bevölkerung dünn gesät, da die Erwerbsquellen fehlen. Die Fläche der Elt an- aien überschreitet die halbe Fläche desDodenfees: auf 9 Quadratkilometer kommt ein Mensch nach Abzug der Siädte, und auf einen Menschen entfallen 100 Schafe. 3n der Kordillere ist von einer Besiedelung nur an den Stellen die Rede, wo Ackerfläche vorförmig an die Erde anschmi.gen Dazwischen schaut her tiodcne unbewachsene Vaden heraus. 3n den feuchten Bergen zeugen breite see- efcfüHte Täler von dem Wi fei der etSzcit^chen Glet cher schroffe Waide und stelle meserch re Grate von der Fcvswerwi leiamg der H hen xJn ber Pampas, die durchaus nicht überall to?n und tiefgelegen ist. zeigt sich nur schwaches Relief seh. häung rur die Ei-r'ch litte de. von d r Kordillere kommenden Flüsse m «w Tafelland, von Schluchten durch chni: en. öle den Dcr^erflU s-N des Gebirges zur Regenzeit WaNer zuf-h en. Meseta nennt m^n mit eüiem spani che l Wort diese ti ch denen Flächen, die zum klei errn T r aus vulei chen Ergu^ma fe i f:antmcn, mci t a s anderen Gesteinen, die vor ch e He u.ig te^u vom Meer tcils durch die abtv»zead.m Ärare des Landes ihrs Ebenheit erhalle l Hadem Aa die'en Hochflächen liegen die Schotter alter Kor- dillcreaflüsse, reren feines Material la gt aus- geblasen ist. Roch harte wird ein großer Te l teilen Staubes bewegt, denn die Wind- von den Anden streichen mii ungeheurer Ärän u c he e Hochflächen Diele un) Die g ohe i 1 gl che i Zent peratuischwankungen sind dic unange ehmen e gaben c:nes Klimas mit einer langen Schon- wctterperiod-e im Sommer. Meine südamerikanische Reise. Don Professor Dr. Fritz Klute. Herr Professor Dr. Klute, der Vertreter der Geographie an unserer Lan- deSuniverfität, ist vor einigen Wochen von einer längeren Forschungsreise zurückgekehrt, die den Gelehrten durch interessante, wenig erforschte Gebiete des südlichen Südamerikas führte. In der Gesellschaft für Erd - und Völkerkunde berichtete Professor Klute am Mittwoch an Hand reichen Anschau- ungsma erials in überaus fe selnderWetse über die wissenschaftlichen Ergebnisse seiner Studien. 3m folgenden geben wir seine interessanten Ausführungen in den wesentl chen Zügen wieder. D^Red 3m urgent n scheu Pa tag oni e n stehen sich zwei Landschaften von recht verschiedenem Typus föroff acaenüb.r. D e Pampa und bic Kor b l [ (e r e Di- Pampa als trockenes Canb. unt ist der Grundzug. ber ihr von ber KuNe bis in die auf 1500 Meter ansteigend. Hoch pampas ble bt. die Kordillere dagegen als feuch e Geb.cgSlanb, gleichgültig, ob He “6er dm Grenze des ewigen Schnees e hebt oder ob t> tiefere Regionen als die Pampas eummunt. <_eTn auch mitten in ber Äorbirw Itegei nur 200 und 300 Meter hoher als der Meeres spiegel sind, und dennoch finb fie grunboer- fdj eben von dem Pampaland braußroicfilnte- sched liegt im Klima und feinen nunoen der Oberflächenform und bem Pflanzen Heid Der klimatische Charakter ist hiervor allem an die Ricderfchläge gründen J zeitliche Verteilung 3ni ber Kord.ller. bis 3.03 Millimeter, die ü£r das ganze Iahr wrtntt niebetfleben, den Boden dauernd feicht haben, tosende Wildbäche nähren und blaue ^een füllen. 3n ber Pampa spärliche Riederfchläge. die m großen'Geb eten sogar unter 250 Milameler b-Ä- ten unb fast ausschlElch m den Wintermonaten ,aUia5er au<5 dort. u>o 500 Millimeter fallen. 6te CHtenge noch »u ^ring. u™^,;_8€,¥n0,'t"= Pflanzendecke am 2ebe" zu erhaltem In Der lorbälerc ein geschlossener Hochwald, immer- ÄorouLere ci yc Buchmarten, meterdicke £“’SÄ>. Ä Swen» 5- undurchdrinaltches Unterholz von 8^nmr^,tcau- ch^^ ^r allem dem sperrigen Dambus. DerDollar bleibt Trumpf. I Don unserem K-Korrespondenten. kDachvruck auch mit Quellenangabe verboten!) Reuhork, den 10. Rovember 1924. Die grvstc Wahlfchlacht ist geschlagen. Der grobe republikonische „Erdrutsch' . den man nicht erwartet hatte, ist zur Tatsache geworden. Der allmächtige Dollar hat seine Wirksamkeit als Htberpebungäiü iftler, als überzeugender Faktor, einmal wieder bewt sen. Ealvin Coolidge ist mit einer riesigen Majorität wiedercrwählt toor- ben und mit ihm EharleS G Dawes als Vizepräsident Coolidge erhielt 18 Millionen Stimmen, fein demokratischer Gegner John W. DaviS. 8 und Robert M Lafollette. KaiDrdat der neuen progressiven Partei, 4 Milliv- I nen Stimmen. Es soll aber nicht gesagt sein, I bab ber Dollar allein ber ausschlaggebende Faktor beim Siege Coolidges gewesen sei, bemt baS ist er nicht. Die Persönlichkeit deS Prä- I sidenten fiel schwer in bic Wagschale, schwer genug, ber von ber Harb ng-Abminiftration er- I erbten Sünbcnlaft das Gleichgewicht zu halten, ilnb noch andere Faktoren spielten da mit. Die Demokraten hatten noch unter den Rachwehen der Wilson-Administvation zu leiben, die der Partei bei der letzten Wahl viele Millionen I Stimmen entfremdete Auch hatten die Demo- I traten in ber Zwischenzeit nicht gelernt, bic Wilfonschen „Ibeale" in bic Rumpelkammer za werfen, von welchen besonders bas Bestreben, die Vereinigten Staaten dem Völkerbund eiw zuverleibeck, ber Bevölkerung schwer im Ma- gen lag. Die progressive Partei ist noch zu jung, als baf) sie feste Wurzeln hätte schlagen können. Ihre eigentliche Stärke bestaub in der Persönlichkeit ihres Bannerträgers, ber einen Teil ber unzufriedenen Elemente ber beiden alten I Parteien, ber Sozialisten und Arbeiter zu sich zog. ilnb auch einen Teil ber Deutsch- Amerikaner. die fühlten, bah sie eine Dankesschulb abzutragen hatten. — Lafollette war ber einzige Senator, ber währenb ber durch bic Propaganda des allmächtigen Dollars und ber Engländer und Franzosen zur Hysterie gesteigerten Kriegshetze den Mut hatte, gegen den Strom zu schw.mmen, der den Vereinigten Staaten das Docht absprach, gegen eine Ration in den Krieg zu ziehen, die von jeher in Freundschaft mit biefem Lande gelebt und ihm in den schwersten Zeiten h lsreich zur Seite gestanden hatte. Gleichzeitig aber wurden Cafollette durch die offenkundige Freundschaft der Deutsch-Amerikaner zahlreiche St mmen aus jenen Kreisen entzogen, die rrod) nicht zu wissen scheinen, dah der Krieg zu Ende und der Deutsche nicht länger ber „Kain' ist. Der solide Mittelstand, die Geschäftsleute unb Gewerbetreibenden, scharten sich nicht um die Fahne Lasollettes. sie waren mihtrauisch unb fürchteten von seinem Siege einen ilmsturz ober doch eine Aufrüttelung ber bestehenden Verhältnisse und wollten es lieber bei den bie Prosperität deS Landes aufrechterhaltenben Zuständen belassen. Die Lafvllette-Bewegung kann mit ber Rn < rrfcy-Macdonald-Bewegung in England verglichen werden. Turnen, Sport und Spiel. Das neue Arbeitsproyramm der Deutschen Turnerschast. Unter Leitung des Qberturnwarts der Deut- schon Turnerschaft, Kuhnert- Bremen, trat in Fulda der Turnausschuh ber Deutschen Turnerschaft zusammen. Sämtliche Kreisoberturnwarte, sowie die QHitgliebcr der Unterausschüße, welche schon vorher zu Sitzungen zusammenget reten waren, um die Hauptlagung vvrzubereiten, waren anwesend. Den breitesten Raum in den Erörterungen nahm die Aufstellung des neuen Arbeits- Programms ein. Schliehiich wurden folgende Veranstaltungen ber D. T. festgestellt: 15 März 192 5: Meisterschaft im Dier- und Zehnkampf im Geräteturnen für Männer, sowie im Drerkampf für Frei- und Handgeräte- Übungen. Siebenkampf für Aeltere. Sechskampf an ben Geräten für Frauen unb Dreikamps in Handgerät eübungen für Frauen. Endkämpfe in den Meisterschalten an Reck. Darren unb Pferd. Zu- gelassen werden insgesamt 300 Turner, 150 Turnerinnen, sowie 75 ältere Turner über 40 Iahre. MWMWkMei liegt im Svar> n. TaS bat die nute €>air8frau längst erkannt. TeSduli) bereitet ste ihren Nasses Malz-, Kornkaffee ober sonstigen Kaffee.Ersatz nur mit einem Zusatz von Werner® reu er S Kaffee Surrogat, weil ne barm ein <*)ctiant von schöner dunkler Aarbc, fräftiaem, aromailichem (Geschmack erbält und biß »ur vdlfte .Qaffee ober Kairee-Ersatz erfoart - Werner Breuer ist seit 124 Zabren in zahllosen Ha-iS- baltunnen im Gebra ich. W14U Erhältlich in den Koloniaitvarengeschäften. Die vom Gebirge kommenden Dich? g'bei tüm« merl.chen Dorsbauorn eine 6n,‘lcn>: doch wenn das Wasser über bie mühsam angelegten Felder geronnen ist. ist es verschwunden, denn waS nicht durch de Ps la uzen verdan let, acht direkt in bte trockene Lust, die einem Haut und Lippen springen macht. Eichener Stadttheater. Sckiwarz nnb Mathern: Der Metfterboxer. Die Intendanz hat den „Mecherboxer" wird« m den Spielplan aufg nom-nei, und das volle Haus, das sich gestern obrnd vor Heiterkeu nicht zu lassen wuhte. quittierte mit wahren Beifallsstürmen. Es ist fast zu viel deS Guten. waS durch alle dret Akte hindurch den Lrchmuskeln .mgemutet wird. Allein Rudolf G o l l. der pfiffige Marmcladefabrikant, der auf bem Un? toege über den edlen Dorf Port dem .Grünfutte^ feiner vegetarischen Elxhältte sich Joltbe Zusatzportton Schweinskotelett und RudeSHeimer verschafft, genügte, bie richtige SchDanksllmmung auszulosen Seinen Teilhaber bei diesen Streichen mimte Karl VoIck überzeugend. Urkomttche Seiten entfaltete ber sächselnde Kanzlrirai Jllaf Hots man ns. dem bie Tätigkeit im Schwimmklub ^Poseidon" allerdings einen üblen Schnupfen eintragt, der aber .im Ienfeits" doch noch zu dem ersehnten Speck und Schinken kommt Frlist Rorf olk war als Meisterboxer trotz aller Dlut- rünstigkeit ein urgemütliches Haus, bas sich mit kaum noch überraschender Schnelle das reizende Lottchen iFräulein Reisen) aus ber Morme- (abefobrif zur Braut erkor. Ein anderes glückliches Paar wurden nach einigen amülanten Verwicklungen bie resolute Tänze.an aus dem Zi- tronenlande, als die Fräulein Andre mit spru- delnber Frische über bie Bühne wirbelte, unb Breitenbach junior, der dritte .Meisterbarer , der an Pfiffigkeit und Geistesgegenwart fernem Alten Hernm nichts nachgüd Herr Daum spreite ihn natürlich und munter Die beiden alten Sarneu, bie mit ihren vegetarischen Kochkünsten schuld waren an den Irrwegen ihrer (Sfewanner, und dem daraus entstchcndm Hokusp t s wu ten 2lu- gustc Marcks und Lu s- Jüngling f-hr luftig, letztere manchmal etwas bid wiekerzugeben Auch Erika R o h te stch dem (Sanken gut ein Herrn Golls RE forgte bafÜT ba6 äs Publikum kaum zur Desrnnung tomilnb^it^rrnfBreitenbo^^;^ato mina war: »Die Marmelade rst prrma. —e. Biertel der Bestände abgebrannt durch Blitzschlag oder Feuerlegen. Der Hebergang zum Waldge- biei ist eine recht markante Linie, bie meist in 3—4 Stunben zu burchschreiten ist. In unberührter Schönheit liegen bie vielen und großen Seen, von jungfräulichem Walb ober von glattaeschliffe- nen Felsen umgeben, unb in ihrem Wasser spiegeln sich Firne unb Gletscher. Wesentlich günstig-r ist d e tiefg