rlei. * Diplomatie schottischen K, ^L^ten Humors WiM. "e Tasche grch^ ' stand in Ww ien Aichlml. Er er die Lu aus e. Die HaMung llmgausMut n nichts M esse- -n em mcütrüches nsgüler. Obtoo^ »ejahrt mid mn° i>k schnell die ihm nsdvllsten GeW den Achter uud )bn bitten um eft i der DissensW mderes übrig, ch Ttrahenbahnsahrt l er ihm auch noch "schüft, >nst°dt. '^ten^Aen ^rrS?t !"» bet LZ rK ,^nkand!om° Sein lwerri der tu Md»SchIaz, ÄS scha Kirche. ut sich jetzt auch ' englischen Kirch- fidi) ein fftfar, irsahrvngen mit Mich gegen den «itunguä-LÄl" >t Hai und damÜ h geschoben hat rcht, die da «fund toimn sitzend und heiwohnend, glau° e Christen Goüige und bettlägerigen )ienst gestattet ms Srsäitglltr eich an drastischen Polizeistmse eim ngeführt, die bd Jeder sich deutlich ter des Suxta* olizeigericht dazu Humpen Dosier Monat ins Sf ibt Cleveland ta für dM Z^ täglich eine W auch SM« m Getränk, denn ih die ötckflrW Wasserkur antrei« Wer einem Hb So amüsant W kngrlegenhesi «w bereits einer W ^He gemocht ^tiefer SMn fällt. Grad' noch, 'fiten ihm. «ls SÄ» A rollt int«. v^qtl-^d und Sorge , Nest rien£ »» tf**"1** S^o- » w' lt®' Nr. 195 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: EieftenerFamilienb lütter Monats-vezugspreir: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen Bon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten »nzeigerSiehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11688. Mittwoch, 20. August 192$ 11$. Jahrgang Lrstev Blatt Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jcdeDcrbindlickkcit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 nun Breite örtlid)8, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne- Klame-Anzeigen v.70nun Breite 35 Galdpfeimig Platzvorschrift 20" ,'Ausschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Fricdr. MUH Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. General-Anzeiger für Oberheffen VniS und Verlag- Vrühl'sche Univerfitäls-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Sietzen. Zchriflleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße c. Die Londoner Abmachungen und Ruhr- | Artikel 7 betrifft die Wiederherstellung der Gerichtsbarkeit und der Gesetzgebung Deutschlands namentlich in I Ansehung der Staatssicherheit sowie der Gerichtsbarkeit der Besahungsbehörden, namentlich in Ansehung ihrer Sicherheit und bestimmt, daß I die Gerichtsbarkeit künftig ihren normalen Laus gemäß dem Friedensvertrag und dem Rheinland- abkommen nehmen soll. Artikel 7 regelt ferner I die Amnestie, die nur auf Verbrechen mit tödlicher Folge keine Anwendung hat. Don Gerichten oder Verwaltungsbehörden erkannte und bereits gezahlte Geldbußen und Geldstrafen werden nicht z u r ü ck g e z a h l t. Straftaten, die nicht unter die Amnestie fallen und gegenwärtig von Besahungsbehörden behandelt werden, sollen von der deutschen Gerichtsbarkeit übernommen werden. -Rach Artikel 8 werden deutsch-alliierte Schiedskommissionen von den beteiligten Regierungen über alle Rleinungsverschieden- I halten eingesetzt, die der Wechsel des Regimes I zwischen den alliierten Kaufleuten und den deutschen Behörden Hervorrufen könnte. Artikel 9 besagt, daß die Beseitigung desTlntcrausschussesi'nBadEms, die am 5. Oktober erfolgt, den Bestimmungen des Versailler Vertrages über die Zollregelung, die Zollabgaben und Zollbeschränkungen (Artikel 264 bis 267) keinen Eintrag tun wird. Artikel 10 sieht für alle Meinungsverschiedenheiten zwischen den Alliierten und Deutschland, wenn sie nicht durch Verhandlungen beigelegt werden können, die Anrufung des ständigen internationalen Gerichtshofes 'Artikel 11 besagt schließlich, daß der französische und englische Wortlaut des Abkommens gleiche Gültigkeit haben. Die Anlage enthält das Abkommen, das die alliierten Regierungen untereinander in London getroffen haben, das nach den im wesentlichen bereits bekannten Bestimmungen | die Zuziehung eines Vertreters der Vereinigten Staaten in der Reparationskommission und die Abänderung des § 22 der Anlage II, Teil 8 des Friedensvertrags sowie zwei Zusahbestimmungen zu dem § 8 unD § 16 und die Abänderung des § 17 der genannten Anlage vorsieht. Rach Artikel 2 dieses Abkommens sollen Sanktionen gegenüber Deutschland nur im Falle der Richterfüllung im Sinne des Artikels 3 des ersten Teiles des Dawesgutach- - tens erfolgen. Zur Sicherung der 800 Mil- lionen-Goldmarl-Anleihe gibt der Artikel 3 dem Anleihedienst absolute Priorität hinsichtlich aller Einnahmequellen Deutschlands, soweit diese zugunsten der Anleihe mit einem allgemeinen Vorzugsrecht belegt werden sowie hinsichtlich aller weiteren Einnahmequellen, die sich etwa aus der Anwendung von Sanktionen ergeben könnten. Zuverlässigen Meldungen aus Berlin zufolge dürften außer ben Demokraten und der Deutscher Vollspartei auch das Zentrum, die Bayerisch. Dollspartei, die Wirtschastspartei und die Sozialdemokraten dem Londoner Abkommen zu« stimmen. Damit wäre die einfache Mehrheit vorhanden. Däe Erreichung der Zweidrittelmehrheit hängt von der Haltung der Deutschnatio- nalen ab. Die Beratungen im deutschnationalen Lager. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 20. August. Innerhalb der deutsch- nationalen Reichstagsfraktion ist die Haltung gegenüber der Durchführung der Londoner Beschlüsse zur Zeit noch nicht ganz einheitlich. Während die Leitung der Fraktion, Dr. H e r g t und Graf Westarp, dafür eintritt, daß man sich damit begnügen könne, gegen die Haltung der Reichsregierung in aller tform Einspruch zu erheben und bei der Abstimmung über die rein technischen Gesetze es den einzelnen Mitgliedern der Fraktion f r e i z u st e l - len, nach ihrem eigenen Ermessen zu stimmen, fordert der rechte Flügel die unbedingte Ablehnung des Sachverständigen-Gutachtens I und der Londoner Qlhmnrfmnnen Berlin, 19. Aug (Dvlff.) Amtlich. In der> Presse wird die Auffassung verbreitet, daß sich die in London vereinbarten Fristen auto- matisch hinausschieben würden, we in bis 30. August die für die Antrrze.ch u g frac Londoner Abmachungen erforderten Do auss hu gen noch nicht erfüllt wären. Dreie Auf afiung ist irrig und findet in den in London getroffenen Abmachungen keine B eg tun d un g. Wenn bis 30 August der Deutsche R rchs.ag durch die Derabschiedung der sogenannten drei Gu> achtengesetze die 2Nög!iHteil der Llnterzerch-ung der Londoner Abmachungen durch die deullche Regierung nicht, gegeben hat. sind bi« in London gefaßten Beschlüsse hinfällig und alle Beteiligten haben wieder freie Hand. Hinfällig werten kantet cmH dw von den Ministerpraside.-iten Frankreichs uad Belaiens gegebenen Zusagen für die Räumung der Zone ^tmu?Z>,,,nh Hörde sowie der anderen aus Aal ß der . overation besetzten Sankti o nsgebiete. Rach Art. 1 dieses Abkommens gilt der Sachverständigenplan des Daweskomitcess mit Ausnahme der von den a Hi ic r t en Regierungen zu treffenden Maßnahmen als in Gang gesetzt, wenn die 21 e b a - rationskom Mission erklärt hat, daß die von ihr am 15. Iuli festgesetzten Maßnahmen über die Annahme der erforderlichen Gesetze die Einsetzung der vorgesehenen Ausführungs- und lleberwachungsorgane, die endgültige ($md)rung der Dank und der Deutschen Reichsbahngesell- fchast und über die Zertifikate für die Eisen- bahnschuldverschreibungen und für die Snjuftrie^ schuldverschreibungen von DeutsHl an d durchgeführt sind. Rach demselben 2lrtifel wird die fiskalische und wirtschaftliche Einheit Deutschlands gemäß dem Sachverst ändigenplan als w i e d e r h e r g e - stellt angesehen werden, wenn die alliierten Regierungen alle Beschränkungen der deutschen fiskalischen und wirtschaftlichen G^sey- gebung, die seit dem 11. Ianuar 1923 getroffen worden sind, beseitigt haben: und die^deutschen Behörden mit den uneingeschränkten -vesug^ nissen, die sie in den besetzten Gebieten vor d^n 11. Januar 1923 ausgeübt haben, dmsicht.ich dec Verwaltung der Zölle und Abgaben, des Außenhandels, der Forsten und Eisenbahnen und ganz allgemein hinsichtlich aller anderen Zwerge der wirtschaftlichen und fiskalischen Verwaltung wie der eingesetzt sind. Die oben nicht erwähnen übrigen Verwaltungen werden in l^der -oe- ziehung in Tkebereinstimm u ng ml. d.m Rheinlandabkommen arbeiten. Die Wiederherstellung der Cinhcit Deutschlands. Die Wiederzulassung der deutschen Beamten und die Wiedereinsetzung der deutschen Behörden, insbesondere der Zollverwaltung, soll in möglichst kurzer Frist erfolgen, o hne 1 ede andere Beschränkung, als sie im Versalt- ler Vertrag, im Rheinlandabkommen und im Sachverständigenplan vorgesehen sind. Die Alliierten haben ferner alle Bergwerke, Kokereien und anderen industriellen, landwirtschaftlichen, forstlichen und Schiffahrtsunternehmungen, die von den Besahungsbehörden ausgebeutet oder vorläufig gepachtet woruen sind, an ihre Eigentümer zurückzu g ebe n. Die zur Ausbeutung der Pfänder geschaffenen besonderen Stellen follen zurückgezo- gen und die Requisitionen aufgehoben werden. Der Personen-, Güter- undWagen- verkehr muß toieber gemäß den Bestimmungen Die deutsche Regierung wird ihrerseits während Der liebergangsperiode an cen Generalagenten für die Reparationszch'uaren monatliche Zahlungen in solcher Hohe ab- führen daß durch sie unter Einrechnung dec oben vorgesehenen Einnahmen cin monatliche' De rag zu seiner Verfügung gestellt wird, der gleich em Zwölftel der im Sachversiändigenplan vorgeseh - nen ersten Annuität ist. wobei die g eichzellig geschätzten monatlichen Erträge des engli'chrn Re- parations-Recovery-Act ?t>er etwaig r ähnlicher Maßnahmen anderer alliierter Regie ungen sowie die für die Be.atzungsarmee gelieferten Papier- markbeträge einberechnet werden. Diese monatliche Belastung Deutschlands wahre d der Lle.er- gangsperiode gilt als im Sinne der vom Dav:s- bericht vorgesehenen Iahresz.ihlu g ceieiflet a s schließlich der oben genannten Pau chailfumme von 2 Millionen Goldmac-k. Die Zahlungen ha en alle 10 Tage zu erfolgen und beginnen für Deutsch ,[anb, das bei den ersten beiden Zahlungen je 20 Millionen Goldmart leisten hat. am 15. August, für Frankreich und Belgien am 2 5. August. Die französischen und belgischen Zahlungen werden nur insoweit fällig, als lüe deutsche Regierung ihrerseits ihre Zahlungen bewirkt hat. Der Generalagent wird aus biefen Mitteln die notwendigen Summen zur Verfügung stellen, um erstens die volle Finanzierung aller Abkommen über die Sachlieferungen zu sichern, d.e wahrend der älebergangsperiode fortlaufen oder von den Regier-ungen und ihren Vertretern neu abgeschlossen werden, mit Einschluß der Fracht kosten für die genannten Lieferungen, und um äweitens die Betriebskosten der von 'Alliierten noch be- tr-iebenen Bergwerke und Kokereien zu dellen einschließlich der Frachtkosten bis an die Grenze. ie e r st e aus dem Dawesbericht zu leistende Annuität beginnt mit dem 15. August 1924, die zweite wird unmittelbar nachher, d. h. am 15. August 1925, beginnen. Aach Artikel 5 wird am 20. September das Eisen- bahnneh beß Reiches der im Sachverständigen, plan vorgesehenen neuen Gesellschaft übertragen und vom 5. Oktober ab werden die jetzt von der Reqie betriebenen Strecken für Rechnung b.elcr Gesellschaft unter dem Eisenbahnorganiia- tionskomitee betrieben werden. Die t atsachliche Heb ergäbe von der Regie an die Gesellschaft wird unter Aufsicht des Organifallonskomitees bis zum 2 0. Rovernber 1 924 bee n het sein, wobei das OrganisationskornitcL^ jedoch berechtigt ist, für die Regelung von Einzelfällen Fristverlängerungen zuzugestehen. __or Artikel 6 bestimmt, daß in unmittelbarem An- Idilufi an die Londoner Konferenz in Kobleiiz ober Düsieldocs technische Konferen z e n für die Durchführung von Maßnahmen zur Wiederherstellung der fiskalischen und wirtschafllichen Einheit Deutschlands AuJammcntreten. Die Ministerprüsidenten der Länder in Berlin. Stellungnahme Vorbehalten. B e r I i n , 19. Aug. (WTD.) Unter dem Vorsitz des Reichskanzlers fand heute eine Aussprache zwischen den Delegationsfubrern zur Londoner Konferenz und den Staats-Aliinflei- Präsidenten der Länder statt. Rach Entgeaen- i:ahme eingehender Berichte, die vom R c t ch s - [anilcr unb Reichsminister dec> Aeuheren Dr. Stresemann und dem Reichsfinanznumstet Dr Lut h e r über den Verlauf und die Ergebnisse der Derhandlungeii in London erstattet wurden, traten die Chefs der Länder in eine offene Aussprache mit der- Reichsregierung über die durch den Alllchluß der Londoner Konferenz gefdxiffcnen Lige ein Die ^ru*ungcn waren getragen von dem Willen, die Eigebnifse der Londoner Konferenz, wenn sie auch hinter , den gehegten Erwartungen, mßbcfoib bcrc hinsichtlich der militärischen Räumung des widerrechtlich besetzten Ruhrgebietes zuruci- geblieben seien, s ich erzust eilen Da bei der Kürze der Zeit und der älmnoglichkeit ausreichender Information die Regierungen der Lander zu dem Ergebnis der Londoner Abmachunger noch nicht Stellung nehmen konnten, be t) i e l - itensichdieChefsderLänderdieend- l qü11ige Ste 11 ungnahme ihrer Regte> r u n g e n für die in kürzester rist beginnenden Derbandlungen des Reichs rats über die zur Durchfuh rung des Sachverständigengutachtens erforderlichen Gesetze vor. Der Verlauf der Reichstags- besprechung. Die Vollsitzung des Reichstags ist für Frei' tagnachmitlag vyrgeschm. Die Tagesordnung weist lediglich die Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung auf. - Eine Debatte wird sich vermutlich nicht fv- gleich an die Regierungserkläru ng anschließen da zunächst die Fraktionen dazu Stellung nehmen I werden. Die Degierungsparteien dürften sich auf die Abgabe einer gemeinsamen Erklärung beschränken. Es ist nicht anzunehmen, daß die drei Gutachtengesehe -ur Ausschuß- Her a t u n g kommen werden, weil dadurch eine von der Regterung nicht für erträglich gehaltene Verzögerung eintreten würde. Die RegLeiung wird heute vormittag dem Auswärtigen Ausschuß die nötigen Er- I läuterungen geben, und zwar in einer vertraulichen Beratung. Die Stellungnahme der Demokraten. Berlin, 19. Aug. Der Parteiausschuh der Deutschen Demokratischen Partei hat aufgrund der Berichte der Minister O c f e r und Hamm zu dem Abkommen von London Stellung g e n o mm en. Einmütig waren alle Redner der Ansicht, daß, wcrnn die Abmachungen auch so manchen Wunsch unerfüllt gelassen haben, das Ergebnis der Konferenz doch einen großen Fortschritt darstelle und daß nut allen Kräften auf die Annahme der Londoner Beschlüsse durch die deutsche Dolksvertt-et'ung hm- gewirkt wenden müsse. Der Parteiausschuh besprach noch die wichttgsten iimerpolitischen Frw gen, namenblich die Zollvbrlage und das Sied- lungsfragenproblem, und der eventueller. Aenderung in der Zusammensetzung der Regierung nach der Annahme des Dawesplanes. Die Feststellung Parteivor- sitzenden Koch, daß nach der endgültigen Kia- rung der außenpolitischen Verhältnisse die Demo- traten nichts bewegen könne, eine Politik de: Opfer und Konzessionen gegenüber der Rechte». mitzumachen, fand stürmischen Beifall. Die Volkspartei. Die Reichstagssraktion der Deutschen Volks Partei verhandelte über die Ergeb niste her Londoner Konferenz in Anwesenheit Dr. Stresemanns. Tie Beratungen werden m einer neuen Sitzung am Donnerstagnachmittag fortgesetzt. Die übrigen Parteien. Berlin, 19. Aug. (WTD.) Dir in der Londoner Konferenz getroffenen Vereinbarungen sind zusammengefaßt in einem von Wacdonald unterzeichneten Schlußprotokoll und in vier Anlagen. In dein Schlußprotokoll stellt Macdonald als Präsident der Konferenz fest, daß alle beteiligten Regierungen sowie die Reparationskommifswn die Annahme des Dawesplanes bestätigt und feiner Ingangsetzung zugestimmt haben, ferner, daß während der Konferenz gewisse, für diese Ingangsetzung notwendige Abkommen zwischen den beteiligten Parteien festgestellt ober schon unterzeichnet sind. Liese Abkommen, die als die vier Anlagen dem Schlußprotokoll angeschlossen und bereits gezeichnet oder als unabänderlich paraphiert lourden hängen wechselseitig voneinander ab. Eine einzige Ausnahme in der Frage der Unabänderlichkeit wird hinsichtlich der Z e i t p u n kte gemacht die in dem Abkommen zwischen dett alliierten Regierungen und Deutschland (Anlage HI) vorgesehen und um 17 Tage hinaus- aefd>o den worden sind. Das Schlußprototoll bestimmt weiter daß die Vertreter der beteiligten Parteien am 30. August in London in einer ein- >iaen Sitzung die formelle Unterzeichnung der Ä nicht unterzeichneten Schriftstücke vornehmen werden. Bei dieser Gelegenheit wird der deutschen Regierung eine beglaubigte 21b- iArift des zwischen den alliierten Regierungen in London abgeschlossenen Abkommens (Anlage IV) überreicht werden. Dem als Anlage I beigeschlossenen, bereits bekannten Abkommen zwischen der deutschen Regierung unb der R e pa r a ti on s k o m m i s- f ion vom 9 August 1924 ist die Unteranlage betreffend die gemäß des Dawesplanes zu leistenden Zahlungen aus dem deutschen Reichshaushalt und betreffend die Einrichtung einer Aufsicht über die Einnahmen aus den Zöllen und über die Abgaben auf Alkohol, Tabak, Bier und Zucker beigegeben. 21 nla g e II enthält das Qlbfommen zwischen den alliierten Regierungen und der deutschen Re- aierung über das von dieser mit der Repara- tionskommission getroffene Abkommen und gilt gleichzeitig als zweite Untevanlage zu An- 6qqc I Die zweite Hauptanlage regelt die Anwendung des Schiedsgerichtsverfahrens und die Art der Schiedsgerichtsbarkeit im Falle von Meinungsverschiedenheitcn über die deutschen Zahlungen, die Ausführung von Sachlieferungen und über die Frage der Tra ns f erbe stimm ungen. Anlage III enthält das Abkommen zwischen den alliierten Regierungen und Deutschland. Gemäß Artikel 4 1 muß jede Streitig- | k eit aus Artikel 2 und 3 dieses Abkommens dem ständigeninternationalenGerichts- h o f unterbreitet werden. Artikel 5 schließlich besagt, daß, soweit in den vorstehenden Artikeln nicht ausdrücklich anderes vereinbart ist, alle 21 e d) t c Vorbehalten bleiben, welche die Regierungen der Signatarstaaten gegenwärtig auf Grund des Vertrages von Versailtes haben. Auch für dieses Abkommen hat nach Artikel 6 der französische und englische Wortlaut die gleiche Gültigkeit. Die Industriellen für die Londoner Abmachungen. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 20. Aug. Wie wir aus Kreisen des Reichsverbandes der Deutschen Industrie erfahren, würde die Industrie eine Verzögerung des Inkrafttretens der Londoner Abmachungen für außerordentlich unheilvoll halten. In den Wirtschaftskreisen gäbe es kaum einen ernsthaften Widerstand gegen die Annahme des Gutachtens, zumal der Reicys- verband der Deutschen Industrie der Meinung ist daß die Voiaussehungen, die der Reichsverband von vornherein hinsichtlich der Annehmbarkeit des Sachverständigenplanes ausgestellt hatten, hinreichend erfüllt seien. Eine amtliche Richtigstellung. des Rheinlandabkom'mens geregelt toer- Die alliierten Regierungen werden schließlich in diesem Zusammenhang die interalliierte Rheinlandkommission veranlassen, eine De r i ch t i g u n g ihrer seit dem 11. Ianuar erlassenen Verordnungen vorzunehmen. Art. 2 bestimmt, daß sämtliche in Art. 1 angegebenen Maßnahmen so schnell als m ög- (i ch ergriffen werden müssen. Art. 3 emärt, * daß alle Anstrengungen gemacht werden, um den Sachberständigenplan nicht später als am 5. Oktober in Gang zu sehen. Richt später als am 20. September soll die 210- parationskommission in der Lage sein, festzustellen, daß die in ihrer Entscheidung vom 15. Iuli bezeichneten Maßnahmen durchgeführt sind. Rö- tigensalls können diese Zeitpunkte vorgerückt oder hinausgeschvben werden. Die f r a n- zösischeundbelgischeRegierungver- ps lichten sich, zum 5. Oktober 192 4 die in Art. 1 bestimmte Wiederherstellung der fiskalischen und wirtschaftlichen Einheit Deutschlands durchzuführen. Rach Artikel 4 wird am 23. August die Erhebung von Ab- gaben an der Zollgrenze zwischen besetztem und unbesetztem Deutschland aufhören. 216 3 September werden die alliierten Behörden die Hemmungen im Personen-, Güter- und Wagenverkehr, besonders zwischen dem besetzten und unbesetzten Deutschland ein schränken. Innerhalb desselben Termins werden die französische und die belgische Regierung die o st l i ch e Z o 11- grenze beseitigen und auf die von ihnen in den besetzten Gebieten erhobenen Steuern und Abgaben jeder Art nur noch die im unbesehteih Deutschland geltenden Sähe und Tarife anwenden, ebenso auf die Regelung des Außenhandels. Ausgenommen davon ist die fran- zösisch-belgische E isen b a hn r e g ie. die ihre eigenen Tarife noch weiter an wend en wird. Bei der indes ton den alliierten Behörden noch fortgesetzten Erhebung der so bereinigten Steuern und Abgaben werden sie die vom 15. August ab anfallenden Einnahmen einschlleßltck) des Reingewimrs aus der französisch-belgischen Eisenbahnregie dem Generalagenten für bie Reparationszahlungen überweisen, nach Ab^ug einer monatlichen ^Pauschalsumme von zwei BUllwnen Goldmark, die zur Deckung der Crhebungsk)sten während der Tlebergangsperivde bestimmt ist. Die deutschen Iahlungen. König hat Widder mal 'ne gewaltige Schlacht geschlagen . . Plumps — fiel die Kanne in Scherben. Lind Frau Beate wandte sich um, zitternd vor Erregung. „Mujante, das sagt Ihr zuletzt? Hat der König gesiegt? Wo war die Schlacht? So red't doch . . . red't doch. . „Oh je . . . je . . . das scheene Warmbier...“ „Kriegt anderes, Al e. Ein Schmeerbrvt dazu. Aber so red't doch!" „Je ... je. . . mächtig hat er gesiegt, der Herr König. Je... wo is denn gleich gewest? Llnse Herr Pforr* hat's mir doch verzellt . . . da hinten in Sachse . . . wo is denn man bloß gewest ... jao... ein Schmeerbrot Han d> gnädige Fru gesagt . . „Mosunte, besinnt Euch!" „Jesses! Je ses! Mein oller Kopp, der will nich mehr. Aberscht, ich hab' ja doch die Zeitung vor den gnä'gen Herrn in Leichholz in der Kiepe —" Llmständlich fing sie zu kramen an. So langsam, dah Frau Beate es nicht ertragen konnte. Griff selber zu. Die Zeitung! Seit die Russen dagewesen, hielt der Herr Vater keine Gazette mehr, wollte knapsen und knapsen, wollt' auch nichts mehr wissen von der Welt da draußen — Da war's endlich. In ein Tüchlein eingeschlagen, die Post für Leichholz. Ein Brief zuerst. Ein kleiner Brief, dem man's ansah, das; er weit gewandert war. Mit zierlicher Aufschrift: .Monsieur le Baron de Lasow. . .' Das Lvttchen! Also sucht sie dennoch zerschnittene Fäden wieder zu knüpfen... das Lottchen. . . (Fortsetzung folgt.) Ministerrat in Paris. Paris, 19. Aug. (WTD.) Lieber den heutigen Ministerrat wurde der folgende amtliche Bericht ausgegeben: „Die Minister sind heute vormittag unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik im Elhsöe zusammengetreten. Der Ministerrat war gänzlich den Ausführungen gewidmet, die Herr io t über verschiedene Puntte der Londoner Abmachungen gemacht hat. Die Minister haben das Werk der französischen Delegierten auf der Londoner Konferenz einmütig gebilligt und ihnen für die bedeutsamen Ergebnisse gedankt, die sie im Interesse Frankreichs erreicht haben. Es wurde beschlossen, dah der Ministerpräsident am Donnerstag dieser Woche in Kammer und Senat eine Erklärung verlesen wird, die einen völligen Lleberblick über die Ergebnisse der Konferenz enthält." Rach Beendigung des Ministerrats erklärte H e r r i o 1 Pressevertretern gegenüber, dah, er die ministerielle Erklärung persönlich in Kammer und Senat verlesen werde. Während der Verlesung im Senat werde die Kammer die Sitzung unterbrechen. Rach einer Erklärung des Ministers des Innern hat Herriot nicht die Absicht, vor den Kammer- und Senats» kommissronen für die Finanzen und auswärtige Angelegenheiten zu erscheinen. Frankreichs Vertreter in den Dawesorganisationen. P aris, 20. Aug. Dem „Echo de Paris" wird aus London gemeldet: Es werde dort erklärt, dah Frankreich bei der Organisation der von dem Sachverständigenplan vorgesehenen Organisationen vertreten sein werde im Aufsichtsrat der Reichsbank durch den ehemaligen Llnter- staatssekretär des Finanzministeriums und Generaldirektor der Llnion Parisienne Sergent, im Konvertierungsausschuh durch den Finanzsachverständigen Parmentier, im Eisenbahn-Kommissariat durch den bekannten Eisenbahnsackwerstandigen L e v e r v e, den das Dawesko-mitee ebenfalls mehrfach konsultiert hat. Wichtige Vereinbarungen über die militärische Räumungssrage. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 20. Aug. Aus Mitteilungen der Berliner Regierungsstellen geht hervor, dah die beteiligten Regierungen vor dem Abschluh der Londoner Konferenz die Vereinbarung ein» gegangen sind, von Zeit zu Zeit neuerliche Verhandlungen über die Möglichkeit einer Abkürzung der milttä= rischen RLumungsfrist abzuha l ten. Wie wir hierzu erfahren, wi d sich die Reichs- regi:rung bemühen, durch weitere Ve. Handlungen mi England. Frankreich und Belg ei zu errech.n, dah auch die sog. San k t i o n s b ez in-ke, d e Städte Duisburg, Ruhrort und Düsseldorf so früh als möglich geräumt w.rden, d. f>. e t ti> a gegen Ende dieses Jahres. Im Auswärt g n Amt hat man den Eindruck, dah die Abkürzung der militärischen Räumungsfrist im we entlichen davon abhängen wird, welkes Ergeb.is de Wirtschafisverhandlui.gen mit Frankreich haben werden. Die Anleihefrage. Reuhork, 19. Aug. „Assoeiated Preß" berichtet : Einige Bankiers hätten erklärt, die Vorher eitungen für die Zeichnung der Anleihe würden sofort beginnen. Die Ausgabe selbst könne indessen nicht vor Oktober erwartet werden. In Wallstreet werde erklärt, die Anwesenheit einiger amerikanischer Bankiers in Europa werde die Regelung der Anleihe beschleunigen. Vertreter vieler Amerikanischer Danken und Trust-Kompagnien feien kürzlich nach Deutschland gefahren, um über private Anleihen zu verhandeln und die Beziehungen zu den deutschen Finanzinstituten wieder herzustellen. „Herald and Tribüne" berichtet, in finanziellen Kreisen glaube man. die Anleihen an Deutschland würden in den nächsten paar Jahren eine Höhe von etwa einer Milliarde Dollar erreichen. Amerikanische Kredite für die Kali-Industrie. Zu den Verhandlungen über die amerikanischen Kredite für die deutsche Kaliindustrie weist die „Voss.sche Zeitung" zu melden, dast der Abschlust der Verhandlungen für diese Woche in Aussicht steht. Wie das Blatt bemerkt, wird dies der erste Kredit sein, der der deutschen Industrie vom Ausland ge? toahrt wird, ohne dast Bankgiro verlangt wird. Das Abkommen zwischen der deutschen Und der elsässischen Kaliindustrie ist dem Der Mrs aut Eopper. Roman von Hanns von Zobeltih. 17. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Acht Llhr abends ist's und pechrabenschwarze Rächt. Da brach der kleine Husar, der Zielen, der den halben Lag über verg.blich herumschar- muvicrt, aus dem Dusch, stürm', mit seinen Fuß- volk zwischen den Teichen gegen die Süptitzer Höhen. Lind von des Königs Armeeteil rafften die Wackeren zusammen,,was noch h ile Knochen Hot, Atem in der Brust und Courage im Herzen. Der alte Hülsen, vom Pferde gestürzt und arg verletzt, seht sich auf eine Kanone: Vorwärts, Bursche! Verstand doch sein Me ier, der Hül en! Der Major von Lestwih sammelt ein paar Ba- taillv >e. führt sie höhan. Die Tambours schlagen, was das Kalbfell hergaben will: Sturm. Sturm! Roch einmal wehrt sich der Oesterreicher. Aber da sind die Regimenter Forcade, die Gardegrenadiere, die vom Markgraf Karl und vom Prinzen don Prirt> die deutsche Regierung durch den deutschen Gesandten in Budapest einen energischen Protest schritt bei der ungarischen Regierung unternehmen, um gegen das Verhalten der ungarischen Polizeibehörden Einspruch zu erheben, die es abgelehnt haben, auf die Anfragen der deutschen Behörden zu antworten. Im übrigen steht es fest, dah die deutsche Regierung das bereits ausgesprochene Au sliese r un gsbegehren ausrecherhalten wird, falls sich nachträglich ergeben sollte, dah es sich tatsächlich um den Erzberger-Attentäter handelt. Die Ansicht der Ungarn, Budapest, 19. Aug. (WB) Zur Frage der Auslieferung der deutschen Cegenrevolutivnäie erhalten die Zeitungen von zuständiger Seite eine Information, worin u. a. gesagt wird: Ge» mäst dem belgischen Auslieferungsgeseh von 1833, das in der ganzen Welt gelte, sei die Auslieferung politischer Gefangerer un» statthaft. Mangels besonderer Konventionen würden mit Rücksicht auf die Gegenseitigkeit Präzedenzfälle in Betracht gezogen. Deutschland habe aber sowohl die Auslieferung des Mörders Tiszas, Csernyak, wie auch die Auslieferung D e l a Kuns und die des Attentäters gegen Tisca, Lekai Leitner seinerzeit verweigert. Deutschland und Oesterreich stünden also auf dem Standpunkt, dah das Asy recht auch sog. relativen politischen Verbrechern zukomme. (Anm. d. WD.: Wie wir hören, ist der knutsche Gesandte in Budapest beauftragt worden, für den Fall, dah der Verhaftete identifiziert wird, schon jetzt seine Auslieferung zu beantragen.) * Eine wettere Meldung aus Berlin besagt, dah die Budapester Polizei erklärt habe, dah die verdäch.igen Deutschen, die man für die Mörder Erzbergers hielt, nicht mit diesen identisch sind, sondern deutsche Offiziere seien, die wegen B.triligung am Kapp-Putsch nach Ungarn geflohen fi.cd. Belagerungszustand im Sudan. Kairo, 19. August. (Reuter.) In Ost-Sudan soll infolge von Llnruhen das Kriegsrecht proklamiert worden sein. Für heute werden militärische Verstärkungen erwartet. Parteikrieg aus Kuba. Reuhork, 19. August. Reuter wird aus Havanna gemeldet, daß einige Personen getötet, 15 verletzt worden sind anläßlich eines Zusammenstoßes bei Gelegenheit ein^r Versammlung der Liberalen in Pinatdelrio, Provinz Kuba. Der Präsident Z a h a s verabschiedete etwa 100 Konservative, die im Departement für Auswärtige Angelegenheiten toirfam waren, infolge der gegen sie erhobenen Anschuldigung, bei den Wahlen die Chancen von Renochal begünstigt zu t)a< ben. Der Präsident droht, daß er die Offiziere in den höchsten Stellungen bei der Armee und der Marine ohne Angabe von Gründen verabschieden werde. Aus Stadt und Land. Giehen, den 20. Aug. 1924. Goldige Menschen. Jeder von uns kennt Menschen, in deren Rähe einem das Herz aufgeht. Das sind Leute, die mit dem lauten Ton unserer Tage nichts zu tun haben und solange abseits stehen, bis sie gefragt werden. Sie drängen sich nicht vor und wollen nichts, sie fürchten nicht zurückgeseht zu werden und find immer guter Dinge, auch wenn keiner von ihnen spricht und sich mit ihnen abgibt. Sie sind selten und treten niemals in Massen auf. Ganz wie verborgene Blumen wachsen sie gerade da, wo sie keiner vermutet. Tausendmal blickt man über sie gleichgültig hin, bis eine Bewegung oder ein Wort von ihnen verrät, daß sie ein goldenes Herz haben. Solches Menschen Freundschaft zu besitzen, ist sehr viel wert. Man hat damit einen Schatz gefierten. Ging zur Kirche, winkte dem Pagen: „Schaff' Er mir ein Bund Stroh und ein paar Lichte. Ich muh schreiben!" Am Altar hat er gese'sen, auf der untersten Stufe. Im Schiff kamen und gingen und drängten sich die Soldaten, Offiziere und Burschen. Kam wchl auch ein alter Graubart heran, fafj.e Postv, fragte mit strahlend m Geficht: „Ru, Frtze, haben wirs heut gut gemacht?" Lind der König antwortete: „Brave Bursche seid ihr! Ab:r könnt ihr mir nicht ein Feuerchen machen? Mich frert." Ein paar dicke Kirchenlichte hat der Z beltitz in der Sakristei gefunden. „Muht mir auch Papier und Gänsekiel besorgen!" Dw Pfarrhe.r wußte Rat. Als so das kleine Feuer auf den Steinplatten loderte, dah er sich die starren Hände Wärmen konnte, und die Kerzen bvanktten, da schrieb Friedrich an seinen Minister Fincken stein die Siegesbotschaft: ,Wir haben Daun und die Oesterreicher geschlagen, die Rächt ist eingefallen, sonsten würd' ich mehr Llmstände melden können. Morgen werden Sie die Einzelheiten erfahren!' Echrieb's und streckte sich und schlief auf s inem armseligen Bunde Stroh, den Kops auf der Altarstufe. in der Rocht #um 4. Rovember, in der Kirche zu Effing. Rach seinem zwölften Siege im grohen Kampf um Schlesien, im Kampf gegen Europa. * *. * Ein Jubel ging durch die preußischen Lande, als die Rachricht von Torgau von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf zog. Richt nur die Kunde vom Sieg. Jetzt war auch Schlesien frei geworden, die Russen wichen bis über die Weichsel zurück, die Franzosen hinter den Rhein; wonnen, uer sich immer vermehrt, je öfter man aus seiner Fülle nimmt. An ein Versagen oder Aus- schöpsen ist nicht zu denken, denn ein reiches Herz wird nur reicher dadurch, dah es gibt. In allen Lebenslagen finden sie den rechten Ton; im Glück bewahren sie uns vor Llebermul, im Llnglück vor Kleinmut; bei unferm Plänemachen vor lieber» spanntheit, bei Ratlosigkeit vor Selbstverkleinerung. Llnd wie gut das alles tut, weiß, nur der, der es schon erfahren hat! Es ist leicht, sich die Freundschaft dieser Lieblinge Gottes zu bewahren, wenn man sie einmal erworben hat, aber es ist schwer, sie zu gewinnen, denn äußerem Getue sind sie nicht zugäng- gänglich. Für Schmeichelei haben sie kein Ohr. Geschenke pflegen sie lächelnd zurückzuweisen, Gefälligkeiten persönlicher Art oft nicht minder. So bleibt denn nur der beschwerliche Weg übrig, recht und schlecht um ihre Freundschaft zu dienen und zu ringen. Llnd dabei wirst du die Erfahrung machen, daß es ihnen nicht einmal so sehr auf deine Freundschaft anzukommen scheint, daß sie tun, als seiest du einer der vielen nur, die ihnen im Grunde ja doch nichts zu bieten hätten. Aber eines Tages ist dann die Eisrinde ihres Herzens gesprengt: mit offenen Armen kommen sie dir entgegen, und zum erstenmal fühlst du, daß du ihr Vertrauen besitzest, das zu verlieren dir ebenso schwer wird wie es dir zu gewinnen geworden ist. « - r fwd gewiß nicht mehr so „gefühlsduselig" wie die Zeit der Llrgrohväter mit ihren zarten Seelenfreundschaften, aber eine Sehnsucht nach solch feinem Verständnis haben wir uns doch gerettet. Wie wird da manches Schwere leicht, aber auch mancher Leichtsinn unschädlich, ja fruchtbar .gemacht! auf Verkehr mit gleichgestimmten Herzen bleibt doch letztlich jeder Mensch angewiesen, er sei auch wer er sei. Wohl dem, dem solch goldiger Mensch sein Herz geschenkt hat. * Ha. Einkommensteuer und Buchführung in der Landwirtschaft. An und für sich ist der Landwirt nicht verpflichtet, Bücher zu führen. Ein gesetzlicher Zwang zur Buchführung, wie ihn das Handelsgesetzbuch für Kaufleute kennt, ließe sich angesichts der besonderen Verhältnisse in der Landwirtschaft auch nicht rechtfertigen. Trotzdem sind die meisten Landwirte — und sicher nicht zu ihrem Rachteil — dazu übergegangen, richtige Bücher nach kaufmännischer Art zu führen, und man hat zu diesem Zweck besondere Buchungsshsteme erdacht, die den landwirtschaftlichen Verhältnissen entsprechen. Allerdings gibt es noch viele Landwirte, die eine systematische Buchführung nicht eingerichtet haben und dementsprechend unterscheidet das Einkommensteuergesetz zwischerl buchführenden und nichtbuchführenden Landwirten. Auch die Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs hat sich diese Llnterscheidung zu eigen gemacht. Die Rotwendigkeit der Einrichtung einer geordneten Buchführung für den Landwirt hat man auch besonders damit zu begründen versucht, dah eine ordnungsgemäß eingerichtete und gehandhabte Buchführung bei der Veranlagung der Einkommensteuer große Vorteile biete, weil das Finanzamt zur Ermittlung des steuerbaren Betriebsgewinns die Bücherabschlüsse verwenden müsse (§ 32,2 E. St. G.) und somit die Gefahr unrichtiger Schätzungen durch die Finanzämter, die bei nichtbuchführenden Landwirten natürlich vorhanden ist, ausgeschaltet werde. Leider Hai sich dies Argument nicht als völlig stichhaltig erwiesen, vielmehr hat der Reichsfinanzhof auf Grund der Vorschriften der zweiten Steuernotverordnung Rechtsatze entwickelt, die darauf hinauslaufen, den buchführenden Landwirt nicht anders zu behandeln als die nichtbuchführenden. Der Reichsfinanzhof begründet diese Auffassung in einer Entscheidung vom 21. Mai 1924 damit, daß „es ein Gebot der .steuerlichen Gerechtigkeit sei, die buchführenden Landwirte den nichtbuchführenden nach Möglichkeit gleichzustellen". Es soll dadurch erreicht werden, daß beide Arten von Landwirten gleichmäßig veranlagt werden. Es wird Wohl niemanden geben, der diesem vom Deichsfinanzhof vertretenen Grundsatz nicht beistimmen würde, denn es ist zweifellos gerecht, in der Heranziehung gleicher Berufskreise zur Steuer möglichst große Gleichmäßigkeit anzustreben. Trotzdem muß man hier eine gewisse Einschränkung machen. Wenn das Einkommensteuergesetz vorschreibt, daß bei buchführenden Landwirten die Bücherabfchlüsse zu der Veranlagung zu verwenden find, so liegt darin sicherlich mehr als nur eine technische Vorschrift. Der Sinn einer solchen Vorschrift kann vielmehr nur der sein, daß die Landwirte, welche Bücher führen, einen Anspruch darauf haben sollen, daß bei der Heranziehung zur Steuer ihren tatsächlichen Einkommensverhältnissen, die sie eben durch ihre Bücher genau nachweisen können, besser und genauer Rechnung getragen wird als bei den nichtbuchführenden Landwirten, bei denen das Daun hielt sich untätig südlich Dresden, wagte keinen neuen Schlag. Llnd man erfuhr's bald: in Paris war man des Krieges müde, ii Wien fing die Einsicht an, daß Friedrich unbe iegbar sei. Mehr denn je sprach man vom S rieben. — Fast Mitte Rovember ist's geworden, eh; die langsame Post die Siegesnachricht in Las Tvppersche Elend brachte. Kam eines Mttta s die alte krüpplige Sternberger Bote if au in die Küche, brummte ihr „Giro Mögen ooch," stellte erst breitbeinig die Kiepe auf Lea Tisch, knüpfte die Tragbänder los, schlug die Hände kräftig g gen den Leib. „Bannig kalt heute. In Reppen is einer verfroren, gestern. Llnd de verflixten Wölf sein och Widder da. Hinter dem Willing us Gandern fein se hergewesen." Die junge Gnädige stand grab’ am Herd, um nach dem Rechten zu sehen. Stellte schnell ein Töpfchen Warmbier auf. So karg es zuging im Herrenhause, wer von der Landstraße versprach, mußte eine Labung haben; das war alter Brauch. Die Olsche tnachte gierige Augen, sch'e sich neben ihren Korb, drehte die braunen Knochenfinger ineinander und spann das Garn weiter. „In Koritten, da hat die Flehersche Brot gebackt mit Baumrinde, de Wi ib, da Han ihre drei Kin- ners dicke Bäuche gekriegt, un rai liegen sie. Jao. . . wie füll svu armet Frunzimmer die Kinners das Maul stoppen? Io . . . is schon Rot im Land Heuer, Gnädige. Linsereine sieht's, wo man so rumkommt. Der Bauer Klinke, dem die russ'schen Hunde die Zähn' ausgeschlagen, der muh immer noch mit ’m verbundenen Maul gehn, kann nich reden un nischt essen, und die Fru jammert, daß Gott erbarm . . . Jao . . der Finanzumt schon rein technisch rein anveres uuir» tcl als die Schätzung hat. Das Einkommensteuergesetz rechnet also mit der verschiedenen Behand- lung der buchführenden und nichtbuchführenden Landwirte und in der Tat muß man sagen, daß jie gerechtfertigt ist. Wenn der Reichsfinanzhof in der gleichmäßigen Behandlung beider Arten von Landwirten ein Gebot steuerlicher Gerechtig- keit zu erkennen glaubt, so sieht er scheinbar der obengenannten Vorschrift nicht ganz auf den Grund: sie bezweckt gerade das Gegenteil von Gleichmacherei, sondern will Berücksichtigung der steuerlichen Wahrheit! Dr. B.—L. * ** Vonder L an d e s u n iver si tä t. Der Oberarzt an der Llniversitäts-Frauenklinik, Pn- vatdozent Dr. Adolf S e i tz aus Elberfeld, ist zum außerplanmäßigen außerordentlichen Professor ernannt. Fa hrraddiebe. Vorgestern wurden zwei junge Leute von auswäris hier festgenommen, die sich ein Fahrrad bei einem Lomdwiri geliehen hatten, um angeblich nach Hause zu fahren. In Wirklichkeit fuhren sie nach Gießen und verkauften hier das Rad. Ferner wurde ein junger Mann von auswärts, der in einer hiesigen Gastwirtschaft ein Fahrrad gestohlen hatte, in dem Augenblick am Bahnhof fest genommen, als er im Begriff war, mit der Bahn nach Wetzlar zu fahren. Das Fahrrad wurde spät« auf Bahnsteig 6, mit einer Karte nach Wetzlar versehen vorgefunden. Beide Räder konnten ihren Eigentümern wieder zugestellt werden. , , " Die Hessische Bilder bühne hat bekanntlich die Palastspiele am Lindenplatz übernommen, um hier dem hochwertigen Spiel- und Kulturfilm eine würdige Stätte zu bereiten. ” FilmevonHessen. Bon der Hessischen Bildstelle in Darmstadt und der Lehr- und Kunstfilmgesellschaft in Wiesbaden werden zur Zeit im Odenwald die ersten Landschaftsfilme ausgenommen. Bis jetzt sind verfilmt: Michelstadt mit seinem Licht- und Brunnenfest, Erbach mit dem Eulbacher Markt, - ferner Lindenfels, die Perle des Odenwaldes, zur Zeit seines Burg- festes. Weiterhin sind die Aufnahmen in Lich- tenber g, Groh-Bieberau und Rie- dernhausen nahezu vollendet. Durch die erfreulich rege Llnterstützung seitens der staatlichen und kommunalen Behörden, der Derkehrsvereine, der ortsansässigen Industrie und zahlreicher Privatpersonen, unter denen mit an erster Stelle die Grafen von Erbach-Erbach zu nennen find, schreitet die Arbeit an diesem bedeutsamen Heimatfilmwerk erfolgreich vorwärts. Es steht zu erwarten, daß der erste Teil des Films, „Der Odenwald", noch in diesem Sommer beendet wird. Beeinträchtigt, zum Teil auch sehr verzögert werden die Aufnahmen durch das schlechte Wetter. Oeffentliche Bücherhalle. Im Juli wurden 940 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 488, Zeitschriften 91, Iugendfchriften 124, Literaturgeschichte 7, Gedichte und Dramen 12, Länder- und Völkerkunde 57, Kulturgeschichte 10, Geschichte und Biographien 83, Kunstgeschichte 3, Raturwissenschaft und Technologie 36, Heer- und Seewesen 1, Haus- und Landwirtschaft 3, Gesundheitslehre 3, Religion und Philosophie 8, Staatswissenschaft 5, Sprachwissenschaft 5, Fremdsprachliches 4 Bände. Rach auswärts kamen 12 Bände. ** Erledigte Lehrerstellen werden ausgeschrieben für je ehren evangelischen Lehrer und eine katholische Lehrerin an der Volksschale ?-u Hainstadt und Rumpenheim, beides Kr. Offenbach. Dienstwohnungen sind nicht vorhanden, Mietwohnungen schwer zu beschaffen. ” Schwerbeschädigte Deamten- scheininhaber. Man schreibt uns: Der Reichstagsabg. Thiel (D. Vp.) hat im Interesse dieser Echwerbeschädi jten, die in Kürze vor der Frage stehen, ob sie sich unter Rückgabe des Beamtenscheines mit 2000 Mk. abfinden las en wollen oder ob sie nach wie vor Wert darauf legen, auf feste An stellung auf Grund des Scheines zu warten, die nachstehende Anfrage an den Reichsarbeitsminister gerietet: Für die planmäßigen Anstellurgen versorgungsberechü ter Inhaber des Teamtenscheines nach 8 33 Les Reichs- Versorgungs gesetzes sind von der Reichsregierung als allgemeine Richtlinien die Anstellu gsgrund« sätze im August 1922 herausgegeben worden. Die einzelnen Res orts der Reichs legierung hatten zu diesen Grundsätzen besondere Ausführungsbesiim- mungen zu erlassen, durch welche die Anstellung von schwerbeschädigten Beamtenscheininhabern innerhalb der Ressorts geregelt werden sollte. Sie Aussührungsbestimmungen sind von den für die .Unterbringung von Schwerbeschädigten vornehmlich in Befracht kommenden Ressorts, Post und Eisenbahn, bis heute nicht ersassen worden- Da mit dem 31. August 1924 die Frist abläuft, innerhalb welcher sich die schwerbeschädigten Beamtenscheininhaber gegen eine Ablösung von 2000 Maik abfinden lassen.können, wäre ich für eing baldige Mitteilung darüber dankbar, was in der Angelegenheit seitens des Reichsarbeitsministeriums zur Beschleunigung getan worden ist. graul Hessische Biltabühne SWLWM empfehlen: M52c Hessisches Wanderkino e.V. Dr. Oskar Kaibus zu haben. 04510 Heidelberg. OFA Bahnhofstraße 26, Ludwigstratze 20, Walltorstr. 24, Frankfurter Straße 89 Bühler rassen von SRL 2.60 an. Preisl. freu Hefner, Getlügelhof, Haüiita4L Baien 85. Sitz Darmstadt. Maurer, Stud.-Assessor. 2 Fr. 3. 5. Wir teilen höflichst mit, daß wir ab 1. September d. Js. die Palast-Lichtspiele am Lindenplatz übernommen und den Betrieb auf völlig neue Grundlagen gestellt haben. In diesem größten, vorzüglichst eingerichteten Theater Gießens beabsichtigen wir, dem hochwertigen Spiel- und Kulturfilm eine würdige Stätte zu bereiten. Es ist uns bereits gelungen, eine Reihe von geistigen Führern unseres Volkes für einleitende Vorträge zu den bedeutendsten Filmwerken zu gewinnen. — Der gute Film ist heute Gemeingut aller Lebenskreise und Bildungsschichten geworden. Wir rufen daher alle, die bewußt an der Gestaltung der deutschen Kultur mitarbeiten, zu tatkräftiger Unterstützung unserer Arbeit auf 5&WB0 garantiert rem, Pfd. 170,110, 80 , krlMM ilLIGem. Mr 42^ la M, ßrauslück- und Düngekalk ist stets frisch gebrannt ab unserem Werk am Bahnhof in Bieber oder per Waggon, Lastenzug und Fuhrwerk frei Baustelle In Astoria-Lichtspiele, Seltersweg ab morgen: , Das Geheimnis von Schloß Ronay und Elternsünde 644 °c Bob. - Mime 3 Tafeln 85 H riW.MlMe 3 Tafeln 1.10 JC Aus aller Welt. Hochwasser im Maingebiet. fpd. Frankfurt a. M-, 19. Aug. Nach Mitteilungen der Wasserbauämter ist in den nächsten Stunden und Tagen mit sehr starkem Hochwasser im Maingebiet zu rechnen. In L o hi? a. M. stieg z. B. Montag der Main von 2,14 auf 2,84 Meter und steigt stündlich um tveitere zwei Zentimeter. Die Hochwclle von 53ohr trifft voraussichtlich am Mittwoch im Frankfurter Gebiet ein. Die Quellflüsse des Mains, der rote und der weihe Main, führen seit Sonntag abermals gewaltige Wassermengen zu Tal. Der rote Main erreichte oberhalb Bayreuth an der Holzenmühle den Höchststand von 4,30 Meiern, dieselbe Was- serstandhöhe wie beim Katastrophenhochwasser im Februar 1909. Im Fichtelgebirge fielen an einem Tage 80-100 Millimeter Regen, in Bayreuth 80 Millimeter. Das ist ungefähr der siebente Teil einer normalen Iahresniederschiagsmenge. — Auch die Gewässer des Bogelsbergs bringen außerordentlich viel Wasser in die Riederungen. Die Aidda ist bei den Frankfurter Boiarten Donames, Praunheim und Hausen bereits ausgeufert und droht abermals die Talsenke zu überfluten. Strahenbahnzusammenstoh. Berlin, 19. August. (WTB.) Infolge falscher Weichen st ellung stießen heute nachmittag in der Königsberger Straße zei in voller Fahrt befindliche Straßenbahnwagen zusammen. Eine Anzahl Personen wurde verletzt, von denen einige ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußten. Mit dem Segelboot in den Tod. Auf der Moenne bei Stettin kenterte infolge böigen Windes ein mit vier Personen besetztes Segelboot. Während zwei Insassen gerettet wurden, ertrankein 38jähriger Matrose und ein 13jähriger Schüler. Anter dem Verdacht des Muttermords. In Hochofen bei Taus in Westböhmen wurde auf dem Hausboden die 56jährige Frau Gruber erhängt aufgefunden. Cs wurde fcstgestellt, daß die Frau erwürgt und dann aufgehängt worden war. Der Sohn Franz wurde unter dem dringenden Verdacht festgenommcn, seine Mutter um» gcbracht zu haben: auch seine Frau wurde verhaftet. S&HMo Mischung aus Bohnenkaffee und feinsten Getreidekaffees 4/,,Pfund-Paket: Menz 8 Äitah Lill., Dillenburg Abteilung KalkwerkBieber*» *** Fernsprecher: Dillenburg 186. Rodhelm a. S. Bieber 16. Sperrholz in Gaboon, Erle u. Kieler 3-W mm, ,'chwed.u.baver. Hobelbretter Brettern Dielen in allen Stärken, sowie Eichen-, Buchen und Äie icrnichuittware lieurn franko jeder Station 6*3D Gagen59rt&6o. Dietzen - Tel. 149. Btlmo reines UKn- iinö Men-MEK auf Ofenlänge geschnitten, offeriert inner Marktpreis in F-ubren frei Hof und in Waggons. Schrift!. Anfragen unter G4 ? D an den Gießener Anxeiae^ erbeten. kinipke" ■'' Gacbler, Gießener S B. 1,27- r> Min. etrud, S. V. 96-Ofsenbach 1,27 Min Petry, „Höslen"-Darmstadt 1,28- l0 Min Tamen-Bruft 100 Meter: 1 S««efgen» ?äa6t 'denselr, die m Lick. :qu und Die, et Durch die er- ^r'sluotlichen ^Derkehrsvereine, 0 zahlreicher Nff. n erster Stelle die ewn sind, schrei, sutsanten Heimat- f sieht zu erwar. M „Der Oden, beendet wird, 2e- ^rzögert werden hie Detter, erhalle. 3m chen. Davon!om- 488, Zeitschriften rgeschichte 7, Grund Lvilerlunde )te und Mgra. arwissenschast und >efen 1, Haus-und >re 3, Religion uni) ft 5, Sprachroissen' )ände. Aach aus« „ So M' hl Dissen ater kewe , s’Ä 5&3-We vortteffliche, von Kennern bevorzugte Mischungen Pfund 4.- 3.40,2.60» HeffkicherPenstvnarverekn. Der Reichsverband deutscher Ruhest andsbcamtea und Hinlerbtrebenen hielt am 14., 15. und 16. August in Berlrn eine aus allen Teilen des Reiches Zahlreich durch Delegierte besuchte Versammlung ab rn der der Hessische Pensionärverein durch seinen Vorsitzenden vertreten war. Die dreitägigen Beratungen befaßten sich mit der derzeitigen Qage der Pensionäre und Witwen und ergaben zahlreiche Vorschläge und Forderungen yi gesetzlicher Dcfeittgung der Notlage derselben. ** Der Ertrag der Hunde st euer in Hessen. Im abgelaufenen Jahre 1923 sind an staatlicher Hundesteuer nach den Angaben der Hessischen Zentralstelle für Landesstatistik in Starkenburg 5 705 933 Mß, in Oberhessen 1289 797 Mk., in Ahernhessen 5 234 697 Mk., insgesamt also 12 230 487 Mk. eingegangen. Da- neben wurde die gemeindliche Hundesteuer erhoben, und zwar am 1. Januar 1923 in 896 Gemeinden, während 90 Gemeinden auf die Erhebung der Steuer verzichteten. Von Interesse ist auch, daß am 1. Januar 1923 in ganz Hessen 94 968 Hunde versteuert wurden und 1234 frei blieben. Cs gab also damals in Hessen über 96 000 Hunde, so daß etwa auf 12 bis 13 Personen schon ein Hund kommt. ' Gaspreise. Auf Grund einer Umfrage, die der Frankfurter Magistrat vorgenommen hat, ergeben sich in 35 deutschen Städten folgende' Gaspreise: Königsberg 26, Krefeld 25, Friedberg 24, Wetzlar 24, Darmstadt 23, Würzburg 23, Aschaffenburg 22, Baden- Baden 22, Gießen 22, Halle 22, Hanau 22, Höchst a. M. 22, Dad-Rauheirn 22. Stralsund 22, Wiesbaden 22, Franks urt 21, Kassel 21, Köln 21, Stettin 21. Dielefeld 20, Dortmund 20* Karlsruhe 20, Leipzig 20, München 20, Berlin 19, Dresden 18, Hamburg 18, Dürnberg 18 Offenbach a. M. 18, Düsseldorf 17, Mannheim 17, Stuttgart 14 Pf. Ein neues Derkehrsbureau. Dor kurzem wurde in dem Gebäude des Frankfurter Hauptbahnhofes ein Derkehrsbureau eröffnet, das den Domen „Deisedien st" trägt. Dieser „Reisedienst" wurde vom Mehomt Frankfurt am Main und von der Hornburg-Amerika-Linie ins Leben gerufen mit dem Ziele, den Reifenden^ durch sachgemäße Beratung in ollen den Reiseverkehr angehenden Angelegenheiten zur Seite zu stehen. Insbesondere stellt sich dos neue iln- lernehmen als Llnterkunftsnachweis und Auskunstsstelle in den Dienst der Frankfurter Internationalen Messen. Es darf angenommen werden, daß zur kommenden Herbstmesse, vom 21. bis 27. September, der „Reisedienst" bereits mit Erfolg tätig sein toxrb. Vornoti;en. — Tageskalender für Mittwoch. Verein der Gastwirte Gießens und Umgebung: Monatsversammlung, nachm. 4 illjr im Post- keller. — Radklub Germania Gießen: Monatsversammlung 8V2 älhr. — Deutsche Iugendkarnerad- schast Gießen: 8 ilf>r Versammlung. — Rundfunkhaus, Löberstrahe, ab 7Vg älhr: Radio Vorträge. — Lichtspielhaus: „Der geheime Agent". Landkreis Gieße». ri. Lich, 19. August. Die Schulferien, die heute ihr Ende finden sollten, sind durch Beschluß des Schulvorstandes wegen der durch die ungünstige Witterung verzögerten Erntearbeiten, bei der die Hilfe vieler Schulkinder erforderlich ist, um eine Woche verlängert worden. Dafür müssen die Weihnachtsferien entsprechend verkürzt werden. ri. Diederbessingen, 20. August. Unser Ort, in dem seit vielen Jahren kein größeres kirchliches Fest gefeiert worden ist, wird am 7. September das Gustav-Adolf-Fest des Solmser Landes (Cid), Hungen, Laubach und Llmgegend) haben. Als Festredner ist Pfarrer Lorh von Burg- gräfenrode gewonnen worden, der von 1893—1920 in Friedens-, Kriegs- und Franzosenzeit als Pfarrer in Lothringen tätig war. Kreis Schotten. □ Laubach, 18. Aug. Das Anwesen, das Architekt Sch midt in der Dähe der Station! „Laubacher Wald" (Bahnstrecke Hungen—Mücke), unweit der Kreuzung der Staatsstraße mit der Straße Gonterskirchen—Freienseen, errichtet und in diesem Frühjahr bezogen hat, ist bedeutend vergrößert worden. Es ist ein Zimmerge- 1 Hchmeerbrvl ou , t'-S8 tstellen werden rngelischen Lehrer n der Volksschule beite 1 sinö nicht vor- za beschaffen. e ‘beamten- »reibt uns: Ter p.) tpt im 3nfer- die in Kürze vor nter Äückgabe des ibfinden losen vor Wert darauf g auf Grund -es hende Achazc an , et: Für die plan- rMeiechü ter A- > § 33 te Leicht »r fRdißtejietung Anstellu gsgrmf ;eben worden. Di: yicrung halten zu lusfühnrngsfeim« che die Änflellung ückeininMnw werden sollte. ®xc > von den für die häbigten vornehm- MP'l'und 1 criallen die Frisiablmst erb-ichädlgt-n Mvbü M 2030 wäre ich sts rfhar was cichsardeitsminisie- schäft und ein Säg ewerk eingerrchtet worden. An dieser Stätte tag vordem das Dorf Bermershausen, das um das Jahr 1400 eingegangen ist. □ Aus dem südlichen Dogelsberg. In neuerer Zeit macht sich hier wieder die Z i - geunerplage in der unangenehmsten Weise geltend. Innerhalb vier Wochen kann man dieselbe Horde der braunen Gesellen 3—4mal in demselben Dorfe sehen. Keine Gans, Ente oder Huhn ist vor ihnen sicher. Einen großen Schaden fügen sie der Feld- und Gartenwirtschaft zu durch das Einfangen des Ige l s. Sie haben hierfür eigens abgerichtete Hunde, die hierin große ilebung haben. Ganze Säcke füllen sie mit diesen nützlichen Tieren. Hier sollten diq Behörden und die Tierschutzvereine endlich tatkräftig eingreifen. Starkenburg und Rheinhessen. 1 Darmstadt, 19. Aug. Auf die Forderung des Hypothekengläubiger- und Sparer- Schuhverbandes teilt die Stadtverwaltung mit, daß sie nicht in der Lage sei, die einmal ausz gesprochene Kündigung der städtischen Anleihen zurückzunehmen. Die Forderung nach Einstellung des Rückkaufes der Anleihen fei unverständlich. Die Werte würden zu einem Kurse zurückgekauft, den nur die wenigsten deutschen Städte zahlen. Bei Einstellung des _ Rückkaufes könnten unlautere Clemente dir Wertstücke von den Geldbedürftigen zu einem weit ungünstigeren Kurse an sich ziehen. Bei einer günstigeren Aufwertung könnten die Gewinne statt der Allgemeinheit, diesen Spekulanten zufliehen. Eine Verzinsung der gekündigten Anleihen könne überhaupt nicht, der ungekündigten Anleihen jedoch nur im Rahmen der noch zu erwartenden reichsgesetzlichen Regelung geschehen. Dez. der Ausland- anleihe von 3 Millionen Mark sei die Abdeckung aufgenommener kurzfristiger Schulden und der Dau von Wohnungen in Aussicht genommen. Von der Aufnahme einer inländischen Anleihe unter Anrechnung von 50 Proz. der Vorkriegsstadt- anleihen verspricht man sich keinen Erfolg. — Die Eingabe wird nunmehr der Stadtverord- netenverfammlung unterbreitet. X Offenbach, 19. Aug. Hier fand am Sonntag die feierliche Grundsteinlegung zu einem Ehrendenkmal für die im Weltkrieg gefallenen Angehörigen des Infanterie-Regiments Dr. 168 (5. Hess.) unter starker Beteiligung ehemaliger 168er aus allen deutschen Gauen statt. Der Feier ging ein kameradschaftlicher Abend in der Goetheturnhalle vorauf, bei dem der Vorsitzende des Ofsenbacher Ortsvereins. Franz Plettner, herzliche Worte der De- grühung sprach und Oberst a. D. Soldan die Festrede hielt. Bei der Grundsteinlegung am Sonntagvormittag sprach Generalmajor a. D. v on Pfeil auf dem Biederer Berg die Weiherede, Franz Plettner las die Urfunbc über die Grundsteinlegung vor, die dann unter den weihevollen Klängen der alten Regimentslapelle vor sich ging. Hammerschläge erfolgten von General v. Pfeil, Vertretern der Kriegervereine, der Veteranen, des Kreisamts, der Gemeinden und der drei alten Garnisonstädte Offenbach, Friedberg und Butzbach. Arndt, Gießener S. V., kampflos uge's'rochen. Junior-Lagen st affel 4x50 Meter: 1. Gießener S. V. (Eck. Klein Paseo., Gaeb.e.) 3 Mim 2. S. S. V. Mvenus-Offorbach 3,2 m Min. 3. S. D. 96-Osfenbach 3,11 »o Min. Deutsche Tennismeisterschaften. Im Herreneinzelspiel schlug b. Kehrling nach hartnäckigem Kampf Demasius und tritt nun in der Vorschlußrunde gegen Landmann an. 2m Dameneinzelspiel stehen sich wieder Frau Friedleben und Frau Deppach in der Entscheidung gegenüber. Im gemischten Doppel ist man noch etwas zurück. Ungünstiges Wetter hat die Spiele mehrfach unterbrochen, so daß sich der Abschluß der Meisterschaften verzögert hat. Wenn Sie eine Qualitäts-Schreibmaschine besitzen wollen, so müssen Sie eine -ROFA* kaufen. Die Qualitätsmaschine für Jedermann. ■ ■■ Teilzahlung gestattet. -------- Rofa-Schreibmaschinengesellschaft m. b. H. Tel.-Adr.:Monogrün. Ijclpzifir.Katharinenstr.9,TeL21977 Vorführung am 21. Anguat 1324 im „Hotel Schiit2“. Tüchtige Vertreter für Hessen gesucht. '’AUss LICHTSPIELHAUS BabnhofietraOo 34. Heute letzter Tag: in dem herrlichen Lustspiel = Der geheime Agent z= 6 Akte. — Ferner: WZse BSurray inSiUe?61mn — Die goldene Li!^ -------- 5 interessante Akte aus dem Leben. ZÜF 0T Anfang 4 ühr, 6 ühr und 8.16 Uhr. ”V5a Ab morgen neues Programm! Turnen, Sport und Spiel. Das nationale Schwimmsest des (Hießener Schwintmvercins. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Tagen hatte der Himmel seine Schleusen an den Schwimmwettkämpfen des Gießener S. D. nicht geöffnet, älnd so war es nicht zu verwundern, daß das Interesse an den Wettkämpfen weit über 1000 Menschen in der Müllerfchen Badeanstalt zusammen kommen ließ, die durch die spannenden Kämpfe nicht in ihren Erwartungen getäuscht wurden. Wenn auch Iungdeutschland-Darmstadt und Poseidon-Köln durch die Abwesenheit von Berges, Treis und Bürvenich geschwächt erschienen waren — diesen Schwimmern war die Vertretung dxr deutschen Farben in Wien und Budapest übertragen, nachdem sie schon nach Gießen gemeldet waren —, so wurde doch ein hervorragender Sport geboten, und man kann heute sagen, daß kein Sport in Gießen so große Fortschritts in den letzten Jahren zu verzeichnen hat, toid gerade der erst wieder nach dem Kriege aufge-- blühte Schcoimmsport. Leider beeinträchtigte die ungewöhnlich ft arte Strömung die Leistum MohosiMtM Ia 1 Neue Holländer BWleomeOFo 20^ Sekluge 6^ AlslllSiNll QuaIitä,en45, 40, 22 wäti» r I * i» 'S I I ^becield f. fn- *■**8.*; 1 »LZ LZ! Sfr11“ 2 Walter Ritter, v. v. V. Moenus-Offenvadx l,475/io Min. 3. Ludwig Pirr, Gießener S.D. 1,51 Min. Knabenbru ft schwimmen 50 Meter: 1. Adolf Heilhecker, S. C. Binion-Frankfurt a. M, 32l/io Sek. 2. Wilh. Horst, Hanauer ö. D. 1912, 33s 10 Sek. 3. Rich Then. S. S. D. Moenus-Ossen- bach, 34 Sek. 4. Oskar Mahnkvpp, Gießener S. D., 34-'/ja Sek. Junior- Freistil, kurze Strecke, 50 Meter: 1. Ludwig Jünger, S S. D Moen o- Offerrbach und Theo Spitz Köln-Ehrenfelder S. D. 111 in 259/10 Sei 2 H Ke nme land-Darmstadt, 26 Sll. 3. Walter Waffe- Köl.i- Ehrenfetder S. D. v. 1911, 26' Se Damen-Junior-Lage' stosset 4x5) Meier: 1. S. D. 96 Offenbar d) ciccr. D l, Rcuscher, Kaiser) 4,7 Min. 2. Gießmer S. D 4 34. 11. Senior-Frei st il 100 Meie r: 1 F. tz Marx, Kölner S. C. Poseidon 1,13 M n. 2 H. Grützner, S.S.D. 9Roenus-Offe, dach 1,14 » M.n. 3. E. Grützner, S.S.D. Moe.ms Ol ,ei:ba^ 1,21. Junior-Seite 100 Dieter 1. G. A. gen auverordentttch. Die (Zerren Der 100-Meter- Strecken waren durchweg 10—12 Sekunden schlechter, die der 50-Meter etwa 5 Sek., als auf strom- freier Dahn. Aus diesem Grunde mußte auch der große Reigen des Rheydt er Damenschwimm- klubs ausfallen. Die erfolgreichsten Dereine waren der Schwimmsportvcrein „Mvenus'-Offenbach und der Gießener Schwimmverein. Der letztere konnte 7 erste und der elftere 6 erste Siege nach Hause schwimmen. Besonders hervorzuheben ist die Leistung der Offenbacher Moenanen, die die 2. Senior - Freistilstaffel 4x50-Meter in der für die hiesigen Wasservev- hatrnisse guten Zeit von 2 Min. 148/io Sek. im toten Rennen mit Poseidon-Köln beendeten, weiterhin die Leistung von unserem Fritz Pascoe, der in glänzendem Stil die 200-Metev- Drust vor seinen alten Konkurrenten Dorf- mü ller - Rheydt, Herkra 1 h und Krämer- Köln gewinnen konnte, äleberraschend war der überlegene Sieg der Offenbacher Moenanen in der 2. Senior-Lagenstaffel. Pvseido n-Köln und Gießen wurden ebenso wie Iungdeutschland- Darmstadt auf die Plätze verwiesen. Frl. Arndt- Gießen konnte ihre Rennen kampflos gewinnen, zumal es Frl. Maffry - Barmen nicht möglich war, rechtzeitig am Start zu sein. Ganz besonderes Interesse beanspruchte das Wasserballspiel, das Iungdeutschland -Darmstadt und P os eidon » Köln unentschieden spielte (3:3). Man hätte der Darmstädter Mannschaft, die gegenüber den körperlich schwereren Kölnern das schnellere Zuspiel hatten, den Sieg gewünscht. Don den Leistungen der Gießener Schwimmen sind noch besonders hervorzuheben der 1. Sieg von Theo Eck im 100-Meter-Drustschwimmen bei 24 Meldungen, der 1. Sieg von Gust. Adolf ©achter im 100-Meter-Seiteschwimmen bei 14 Meldungen. Ferner gewann Gießen in schöner Manier die Junior»Frei!stilstaffel 3x50 und die Junior-Lagenstaffel 4x50-Meter. Die Ergebnisse. (Dahnlänge 50 Meter, Startsprung, starker Strom.) II. Senior-Freistilstaffel 4x50 Meter: 1. S. S. D. Moenus-Offenbach und Kölner Schwimm kl ub Poseidon im toten Rennen in 2,14$/io Min. Damen - Rückenschwimmen 100' Meter: 1. Frl. Arndt, Gießen im Alleingang in l,48Vin Min. Senior- Freistil 100 Meter. 1. Fritz Decker, S. S. D. Moenus-Ossönbach 1,12 Min. 2. Hans Kinsius, Essener S. D. 06, 1,224/iq Min. Junior - Freisti lstaffel 3x50 Meter: 1. Gießener <5.03. (Külb. Gaebler, Eck) l.Sy/io Min. 2. S. D. 96. Offenbach 3. Köln- Ehrenfelder S. D. 1911. Damen-Iugendbrust 100 Meter: 1. Erna Dackof. S. S. D. Moenus-Offonbach 1,49 Min. 2. Luise Hermann, S. S. D. Moenus-Offen- hach 152fi/io Min. 3. Emmy Schüler, Gießener S. D. i,534/10 Min. II. Senior-Dru st schwimmen 200 Meter: 1. Fritz Pascoe, Gießener S. D. 3,33 Min. 2. Rich. Dorfmüller, S. D. Sanitas 06° Rheydt 3,34' 10 Min. 3. Ernst Krämer, S. D. Rhenus 97-Köln 3,50 Min. Junior-Freistil für Dereine ohne Winterbad 100 Meter: 1. E Wiener, <5.03. Aschaffenburg 1,262 10 Min. 2. Karl Knack- ftebt, S. D. Siegerland-Siegen 1,32 Olkin. 3. Hans Ohl, <5.03. Limburg l,333/io Min. Junior-Brustschwimmen 100 Meter: 1. Theo Eck, Gießener S. D. 1,35 Min. 2. W Gils, Iungdeutschland-Darmstadt 1,36 Olkin. 3. Fritz Bn»un, 6.03. 1896 Ofsenbach 1,38 Min. Ermunterungs-Springen: fünf Sprünge. 1. Hans Bunge, Sparta-Dresden, 38 Punkte. 2. Martin Gerbig, „ Hess en " -Da rm stad t, 342/3 P. 3. Walter Wasser, Köln-Ehrenfelder S.-> 03., 312/3 P. Ermunterungs-Rücken 100 Meter: 1. Henn. Grützner, S. S. D. Moenus-Offenbach 1,31 Min. 2. Theo Eck, Gießener (5.03., l,382/io Min. 3. Josef Eich Poseidon-Koblenz, l,423/io Min. II. Senior-Lagenstaffel 4x50 Mtr.: 1. <5.6.03. Moenus-Offenbach, 2,434/io Min.2.Poseidon-Köln, 2,54 Min. 3. Gießener S. D. 2,55 Min. Jugend-Rücken 100 Meter: 1. Julius Schnitzspahn, S. D. 96-Offenbach, l,466/10 Min. 640Sc AkWMM raten empfiehlt Herr Heinrich Adam, Lehrer L R 022807 im Alter von 65 Jahren. (Stellengesuche Die Beerdigung findet statt: Freitag, 22. August, nachmittags 3 Uhr, in Aliendorf a. d. Lumda. 022696 IMt! verkaufen. 0,110D All Nichts anders will ich. W Ehrl., sauberes fleißiges 022690 wie Km lerne taterjer Gaskoks erwiesene Teilnahme danken herzlichst die trauernden Hinterbliebenen Gießen, Frankfurt a. M., Stuttgart, 20. 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Qtctkn dem nahen Orient gehörte schon zwei Sahrzehate vor dem Weltkriege der ferne Osten zu Sen Schauplätzen, wo sich die wichtigsten Mächte begegneten. Ja, das Bild war hier noch bunter als 7 ort: wenn im türkischen Gebiet nur die europäischen Nlächie einander Einfluh und 2tr= bcttsgclegenhttt streitig machten, so traten hier noch Japan und die Vereinigten Staaten hinzu. Chu a war der grvf>e Kampfpl-rtz; die ehren, wie Deutschland und die Vereinigen Staaten, be:- tra'en in hren Begehnugeir zum Reiche der Mitte lange Zeit nur wirtschaftliche Interessen, die andern waren durch territoriale Erwerbungen zugleich seine Nachbarn geworden. Es too daher von groher Bedeutung als sich Deutschland in Schantung fest letzte und dadurch dir politischen wie militärischen Verhältnisse erheblich beein« flutzte. Von europäischen Mächten waren zunächst derart Ruh land und England, zwischen bereu Machtsphareir ja der neue Besitz Deutschlands tag; es war daher von höchster Wichtigkeit, wie diese beiden Mächte, von Leven Beziehungen zueinander und zu Deutschland die deutsche Politik ja überhaupt im wesentlichen bestimmt wurde, dem neuen Mitbewerber gegen übertraten. In Deutschland hegte die öffentliche Meinung im allgemeinen leinen Zweifel, dah England, mit d m man wirtschaftlich rivalisierte und manche Drfe- venzen in Afrika hatte — ich erinnere nur an den Einfall in Transvaal und die Krügerdepefche — Hindernisse zu bereiten suche, dah es aber angesichts des deutsch-russischen Einverständnisses die deutsche Niederlassung wohl oder übel dulden müsse. Diese Borstellung ging gründlich in die Irre. Schon seit einigen Jahren konnte man an her Hand der Bücher von Hammann und einiger wenig beachteter anderer Zeugnis e wahr chein!ich machen, dah nicht England, sondern Nu hl and der Gegner der deutschen Pachtung gewesen ist, und heute läht sich auf Grund der soeben beröff:n'* lichten Akten des Austo: ringen Amtes der Nachweis mit völliger Sicherheit führen. Es ist ein hechst interessantes Kapitel aus der Vorgeschichte des Krieges. Die Besitznahme der Ducht von Kiantschon im Herbst 1897 entsprang nicht einer plötzlichen Eingebung im Anschluß an die Süh lesorderung für die Ermordung katirolischer Mi'fionare. sondern war jahrelang vorher durch di? politischm und militärischen Instanzen des Deutschen Deiches reiflich erwogen worden. Längst hatte man die Notwendigkeit erkannt, den stetig wachsende i 5'a del sowie die Deutschen in China — Kaufleute wie Missionare — be^er als bisher zu stützen, war doch die Intervention im japanisch-chin-Ii ch^n Kricg? (1895 ) wesentlich durch den Wun! ß mit« beeinsluht worden, von China als G«g!»nieistung für die Nettung Liaotangs die Abtretung eines Hafens zur Anlegung einer Flv'.tenftattvn zu erhalten Die Hoffnung ging nicht in Erfüllung. Nuhland und Frankreich, Deutschlands Intervention sgenossen, vermochten, begünstigt durch ihre Stellung auf dem ostasiatischen Kontinent, die chinesische Negierung zu neuen wertvollen Konzessionen in ihrer bisherigen Jnteoeseasphäre zu nötigen: Deutschland ging leer aus und halte sich nur die Abneigung Japans ^gezogen. Man gab aber die Hoffnung nicht auf und zog Erkundigungen über allerlei Plätze wie Kiautschou, Tschusan, Sam sah, Amoy cm, schliehlich konnte allein Kiau- tfchvu in Betracht kommen, da die andern fremden Interessensphären zu nah? lagen. Es handelte sich nun darum, eine Gelegenheit zur Bentznatzme Herdeizuführen. Einer einfachen gewaltsamen Be sel.ung widerstrebte das Auswärtige Amt; der chinesische Eee?-olldir?ktor Detring, ein geborener Deutscher unb Natgeber Li chung Tichangs, des einfluhreichsten Peking?r Politikers empfnh d in- genb eine friedliche Erwerbung, weil eine gewaltsame die ohnehin wankenden chinesischen Verhältnisse noch mehr erschüttern und Deutschland mit der chinesischen Negierung zum Schaden des deutschen Handels verfeinden werd?. Eine friedliche im Einverständnis mit der chinesischen Negierung durch Kauf oder Pachtung werde dagegen Deutschland als Bundesgenvs'en Chinas erscheinen lasen Nur im Notfälle sollte daher die Erwerbung als Repressalie für irgendeine chinesische Rechtsverletzung vollzogen werden. In den Verhandlungen mit den Mächten über diese Frage ergab sich bn d. Latz Rußland Schwierigkeiten nrachen werde, obgleich Lee Zar persönlich dem Kaiser wie dem Reichskanzler Fürst Hohenlohe gegenüber die Notwe idigkeit einer deutschen Flvttenstatxon in Ostasien anerkannt hatte (1895). Die lussische Presse sprach sich leb- . haft gegen eine solche Möglichkeit aus, und die Vagabundierende Ströme. Wenn heute ein Dichter für feinen Charlatan- heldeit noch ein neues, recht schönes Schlagwort wissen wollte, so wäre ihm die fachmännische Bezeichnung „vagabundierende" Ströme zur Beach- ach'ung zu empfehlen, die ja durch ihren romantischen Klang schon an sich etwas Theatralisches bat Aber- doch ist es mit vagabundierenden Strömen wie mit allen technischen Vorgängen von praktischer Bedeutung eine wichtig? Sach?. Wie andere Vagabunden haben die cl ktrischen manch reizvolle Eigenschaften Ab?r sie haben allerdings auch Neigungen bedenklichster Art. zum Beispiel die, in fremdes Eigentum einzudringen und allerlei Wertvolles zu entwmden. Will man das ■ilntoefen dieser Band? bekitigen — und dazu haben die Ingenieure natürlicherweise die Pflicht und glücklicherweise auch ausroichmde Mittel , so wird man zuerst feftftellen müssen, wo die Gesellen Herkommen und wo fi? hingehen. Der Kr^ minalist geht in gewissem Sinne immer historisch vor. Die ersten Meldungen von bedenklichen Taten der vagabundierenden Ströme kommen aus Amerika, als dort, nachdem durch die Versuch? von Werner Siemens in Berlin die Möglichkeit elektrischer Eisenbahnen nachgewiesen war. die Straßenbahnen anfingen, sich einer neuen Betriebsweise in gröberem Matzstab zu bedienen. Dabei wandte man das System der Stromzulei- tung zum "Fahrzeug an, das darin besteh!, dah man über der Bahn einen kräftigen Hartkupfer-- Lraht ausspannt, ihn mit dem einen Pol der Dynamomaschinen im Kraftwerk verbindet und von ihm durch eine Rolle oder einen Bügel den Strom an das Fahr.eug abg b , während als zweite Leitung die Fahrschienen unter Vermittlung der Laufräder dienen. Diese Art dec Strom- , Versorgung bewährte sich an sich ganz ausgezeich- Regierung suchte, wie Staatssekretär Marschall durch Li Hung Tschang erfuhr, die deutsche "Pvli- ttt in Peking zu verdächtigen, um China jedes Entgegenkommen gegen die deutschen Wünsche zu verleiden «Juni 1696). Aus England tarnen dagegen bessere Nachrichten. ES wurde eine deutsch? Erwerbung in Ostasien ohne jede Eifersucht sei e i, sagte Lord Salisbury dem Grafen Hatzfeldt, lieh aber den Wunsch nach einer äivmpenia>tivn für England durchblicken (Mai 1897). Ruh and erreichte einstweilen durch seinen Widerstand, dah China in der Tat das deutsche Begehren auf äleberlaffimg eines Hafens ableh ite, obgleich Deuts^and geltend machte, dah cs an der Erhaltung des chinesischen Reiches wirtschastlich a.tzs höchste interessiert sei, und dah es nur im Besitze einer Flvttensvation wirksam für Chinas Integrität eirrtreten könne. Indessen hoffte man über die chinesische Weigerung hinwegzartomme i, ah; Ruhland allmählich mit sich neben lieb: Bei Ge legenhrit eines Kaiserbesuchs in Petersburg verzichtete der Zar auf die eigene Erwerbung der Bucht von Kiautschou und versprach 'ogor feine Hilfe für ihnen älebengang in deutschen Delitz, „schon damit England nicht Hand auf dieselbe lege“, sagte Gnaf Munaview, der Minister des Auswärtigen (August 1897). Auf Grund diesen Verabredung mit Ruhland wurde in Derlin der Entschluh gefaht, die Kiantschoubucht im Laufe des Winters, zunächst für eine bestimmte Frist, zu besetzen, aber ehe man dazu schneiten konnte, wurde die Situation plötzlich durch die Ermordung zweier deutschen Missionare in Schantung verändert (Anf. Aov. 1897). Der Kaiser war tief empört; er sah in diesem Verbrochen einen Beweis für die geringe Achtung, in den Deutschland wegen seiner vorsichtigen und jede Gewalt ablehnenden Politik bei den Chinesen stand und hielt es für geboten, die Gelegenheit zu einer gründlichen Wendung zu benutzen: jetzt sollte den Chine e.i durch gehörige Repressalien Furcht vor Deutsch.a ein- geflöht und Kiautschou nicht mir vorübergehend, sondern sogleich dauernd besetzt werden Wiederum setzte man sich loyaler Weise zuerst mit Rußland auseinander, dessen Machtsphör? ja Kiautschou am nächsten tag In einem persönlichen Telegramm teilte der Kaiser dem Zaren die Absicht mit und empfing die Antwort, dah Ruhland keinerlei Rechte an Kiautschou besähe und somit auch nichts darüber zu bestimmen habe. (7. November 1897). Diesem Bescheid? und den frühere'. Abmachungen von Petersburg entsprechend rechnete d e deutsch? Negierung auf wohlwollende Neutralität Nutzlands und lieh die Weisung an das ostastatische Geschwader ergehen, nach Kiautschou auf- zu brechen, aber unmittelbar daraus enthüllter die Nüssen ihr wahres Gesicht: im krassen Widerspruch zu allem Vvrang gangenen kündigt: Graf Muraview ebenfalls De tzung Kiaut cho. s durch eine russische Flottenabteilung an und forderte in drohendem Tone Achtung vor angeblichen älteren (Rechten Ruhlands auf Kiautschou, die er mit einem vvrübergmd seh?, weshalb England gegen, die drttch Festsetzung an einem Punkt der chinesischen Küste Bedenken erhoben sollte " (17. Novbr.). Je toei er nach Norden dieser Punkt gelegen sei, desto we- ■111111111 ww IIum I IUM I* um i»r E Hl u niger habe England einzuwerchen: Kia'llichoa, außerhalb der englischen Jnteres errsphare gel.j.ea, erfüllte diese Bedingung vvrtrefil.ch Salisduiy? Entgegenkommen begreift sich leicht Er besorgte, eine englische Abwtt'uirg werde eine . irge Der- ftänbigung zwischen Rutztand unb Deut ch'.and zur Folge haben, die ihm weder für den nahen noch den fernen Osten erwünscht fein konnte, j? mehr er dagegen in dieser englische Interest.n nicht schädigenden Frage Deutschland unterstützt?, de o eher toar eine Spannung zwischen den beiden ,,r. ° hen Kontinentalmächte r zu erwarten. So gedekt gegen England wies der Reichskanzler internste.' und würdiger Sprache die russischen Ansprü rc unter Berufung auf die früheren ostiziel.e i Aeu )e- rungen Rutzlarrds ab, lieh aber du. daß ach russische Schiffe in der bequemen Bucht nebe i den deutschen überwinterten, solange sie sich nicht einen anderen Winterhafen im Gelben Me?r ein gerichtet hätten (21. Novbr ). »Die Russen können ia da so lange liegen und ankern, bis fi? schwär; ober gelb stoerden. Das kann uns aber nicht h n- dern, dort eine Kvhlenstation und Docks zu erbauen“, schrieb der Kaiser an den Fürsten Hohen- lobe. Angesichts der deutschen Entschlossenheit und der Deutschland günstigen rechstich.n unb politischen Lag? tojg'c Ruhla .d einen offenen Widerstand nicht mehr, aber 'insgeheim setzte es Len Kampf fort Wiederum ermahnte es, unterstützt durch das allezeit gehorsame Frankreich, die Chinesen, die deutschen Forderungrn zu verwerfen, da Deutschland durch die allgemeine Lage bald gezwungen werden würde, seine Truppen aus Schantung zurückzuziehen, und bewirkte dadurch, daß eie chiires. R^ierung in der Tat sich mit ie.n Begehren an Deutschland hwcrnwagte t K au- tschou zu räumen, eh? sie sich auf irgendeine Sühne für die Ermordung der Missionare - Bestrafung der Mörder und schuldigen Behörden u dgl. — einlassen könne. Die Antwort auf dieses von Hohenlohe als „unverschämt“ bezeich et? An innen war die stärkere Festsetzung in Kiautschou, und nun begann auch Rußland einzulenken (End? November). Die Opposition Englands gegen Deut ch land, auf die Nkuvaview gerechnet hatte, blieb aus, und der Lohn, den er sich von China für seine guten Ratschläge gegen Deutschland ausbedingen wollte, wurde ihm nicht gewäh t. Wie der deutsche Gesandte in Peking erfuhr hatte Wrtzland als Preis für seine Hilfe gegen D.uttch- land die Heberlaffung aller Bergwer e und Ei e.i- bahabauten in den nördlichen chinesischen Provinzen sowie di? ausschliehliche Anstellung ruf.- scher Instrukteure für das Heer gefordert. Also unter der t)Ikaske der Freundschaft reilrngt? Ruh- lanb die Einräumung einer wirtschaftliche i und politischen Herrenstellung in Peking: wie besche den war dagegen Deutschland, das ein minimales Pachtgebiet forderte und im übrigen nicht an die Souveränität Chinas zu rühren gesonnen war. Aber mochte Nuhland auch feine offene Op '«• sitivn fallen lassen, Steine sucht? es der deutschen Politik doch immer wieder in den Weg zu toerf.n. Es suggerierte den Chinesen den Plan, den Deutschen anstatt Kiautschous Samsah anzubieten, in der Hoffnung, Deutschland und England, das Samsah -,u seinen Sphären rechnete, zu entzweien, und zugleich suchte es Japans Feindschaft gegen die Niederlassung der Deutschen in Ostasien zu erwecken, um ungestört die Hand auf Nordch na und Korea legen zu können. Auch diese Intrige erfuhr und vereitelte Deutschland, indem es jeden Gedanken an Samsah abwies und Japan zu verstehen gab, dah es jetzt den japanischen Ausdeh- nungsbestr?bungen auf dem Festland? n ch mehr wie vor zwei Jgh^en entgegen treten werd?. Natürlich bewirkten alle solche Winkelzüg-, dah China die Erledigung der deutschen Forverungen hin- ausfchvb, inbeffen alle Drehu?gen und Wendungen blieb:n schließlich nutzlos, namentlich da euch ein Versuch, englische Hilf? zu gewinnen, fehlschlug, und wie bekannt, muhle China den Vertrag über die Verpach'ung Kiautschous auf 9) Jahr? am 4. Januar 1898 unterzeichnen. Selbst dies? Ta - fache schreckte Nuhland noch nicht von to?it:ren Störungsdermchen ab. Es such e Deutschland -u bestimmen, in seinem neuen Hasen nach russischem Muster den fremden Handel auszuschliehen: wiederum in der Absicht, Gegensätz? zwischen Dmtsch- land und England hervvrzurufen De itfchland betrat diesen gefährlichen Weg nicht, lieh vielmehr die englische Negierung wissen, da'') es seiner wirtschaftlichen Heber!ieferung entsprechend „im nrohen nutzeremropäischen W?ltver.rhr sich denselben freiheitlichen Grundsätzen anschlietzen werde, welchen England so groh> Erfolge re.« dankt" stAnf. Januar 1898). Das Prinzip der offenen Tür, dem Deutschland in seiner Kol>n a'- pvlitit 'im öln'erschied von Frankreich und Nutzland huldigte, war auch die Grundlag? für seine Politik in Ostasien. Regierung und öffentliche net: nur b?m einen älmstand halt? man zunächst zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, dah näml ch die Echienenrückleitung in den Erdboden vhre weiteres eing?b?ttei war, und dah der Erstboren gerade wie die Schienen m der Lage ist, eie'» Irische Ströme fvrtzuleilen Wenn man scl>vn hä te erwarten müssen, dah sich das die Schienen umgebende Erdreich elektrisch voll äugen w rste, tv kam noch erschwerend hinzu, dah die Schienen kein unmittelbar zufammenhängendes Ganz? bilden, sondern aus Stücken zusammengesetzt und an den f©genannten Stöhen leditzlich durch Lache i verschraubt sind. Die'e Stöhe bildeten aber St?l- len von crhBlich gering?r Leitsstihigk.it als die übrigen Gleisteile und erh chlen daher den Widerstand der Schienenrückleimng br.rächtlich Die Folge war, dah das Austretett „Vagabundierender Ströme" in das Erdreich, besonders an den S ö hen begünstigt wurde. Mit dem ersten Schritt vom Weg begannen sich nun di? schlechten Eigenschaften der vagabundierenden Ströme zu zeigen. Zunächst beobachtete man die bei solchen Volk nicht verwunderliche Neigung zu grobem -Unfug. Die vagabundierenden Ströme suchen fremde Leitungen auf. in die fte eindrangen, zum Beispiel Fernsprechleitungen, zu denen ihnen die im Telephonbetrieb früher überall üblichen Erdplatten Eingang verschafften; sie warfen die Klappen des Ikrmittlungsamts heraus, störten durch unerträgliches Mitplappern die Gespräche usw. Diesem ilntoefen wurde dadurch gesteuert, dah man die in Frage kommenden Erdplatten aus dem Bereich der Dahnen entfernte. Down machten sich vagabundierenden Ströme in der Weise unbeliebt, dah sie die Gelehrten in den physikalischen Laboratorien durch allerlei auf ihren magnetischen Eigenschaften beruhend? Wirkungen belästigten. Hier half man sich teilweise durch Veränderung der Instrumente, die marr so bauen lernte, dah die Fernwirkungen des elektrischen Bummle volls ihren gegenüber wirkungslos wurden. Aber ej blieb noch ein? grob? Schwierigkeit: die vagabundierenden Ströme stehen un'er der Einwirkung eines mächtig zwingenden H:imw.hs: es treibt fi? mit unwiderstehlicher Gewalt, zur Stromquelle auf dem am besten leitenden und kürzeste i Weg zurückzukehren; sind sie einmal aus den Schienen herausgedrängt, fo suchen sie sich den nächsten metallischen Leiter, der sie ein Stück weiter zur Stromquelle hin mitnehmen kann, und solch? Leiter bieten sich ihnen im Strahengrund in den dort liegenden reifchi.»denen Rohrnetzen, auch w)hl in der Blciumhällung der Kobeln von T le- graph?nleifung?n, Lichlleikungen usw ilnb hi.r- bei tritt der Hong zum Stilen hervor Wenn man in feuchtes Erdreich zwei Me allkärper e n- bettet und den einen mit dem einen, den anderen mit dem anderen Pol einer elektrischen Stromquelle verbindet, so geh', der Strom von dem einen Metallkörper zur Erde und von dec Erd? zum andern Metallkörper über; dabei werden beide Metallkörper verändert, der eine wird teilweise ausgelöst und das aufgelöste Mater.al w.rd vom Strom zum andern Körper transportiert und auf ihm niedergeschlagen Man nennt diesen Vorgang Elektrolyse. Welcher von den beiden Körpern angegriffen wird, das hangt in dem Fall lediglich von der Stromrichtung ab. Nun ist es klar, dah, wenn die vagabundierenden Ströme eine solche Richtung hoben, dah sie Metall von den Röhren stehlen und zu den Schienen befördern, eine sehr gtohe Gefahr besteht, dah unter Umständen durch Rohrbrüche, die eintreten, wenn die Rohrwandungen durch den andauernden Angriff genügend geschwächt sind, schwere Unfälle herbeigefuhrt werden. Hier handelt es sich also um eine sehr ernste Frage. Als die ersten Beobachtungen über Rohranfressungen aus Amerika her Meinung in England sprachen sich infolgedefs n durchaus sympathisch übe: bi? lib?ra(ei Eittr.ch- tungen in Kiauttchott ans, während sie in ter Besetzung Port Arthurs durch Ratzland (IS. De- zemder 1L97; ..eine ernst? stcchhr filr bei Wettlande l und damit euch für den englische.! Handel" erblickten. Diese Ha'. ung Engllnnds toat für Deutschland w.rivr,! g? ?'. Nutzland to:.- qenen Japan: Nutzl.wd m?tz. die ülnmöglichkri crlcn- nen, aus diesem Anlatz Zwiett^ach zwi'chen Deutschland und England zu säen und Oai,an war nach Bülows >strtest ohie Anleh.ung r»n England nicht imstande, Leuttchland enlgegcn.-u» treten, womit bei dem unruh gen Ehrgeize bet Japaner immerhin h>tie gere übe. die Herbeiführung eines aligemeinenZuiammengeI>ens, ja eines deutsch-engliscyen Bündnisse, etnsetzen tonnte. Diese sollten allerdings ecnxnfen, dah noch viele ungelöste Fragen zwischen be.d.m Mäch- ten bestanden. Wirtschaft. Bom Wcltgetrcidemarkt. Die amtliche kanadische Weisenernte-Stattsti k liegt nunmehr vor. Danach wird aus den hauptsächlichsten Provinzen ein Gesamtertrag von 259 Millionen Bus Hel gegen 448 Millionen Dushel 1923 verzeichnet. Also ein Fehlbetrag von 200 Millionen Dushel, der auf die Ausfuhr und auf die ganze Gestaltung des Weltgetreidemarktes eine recht erhebliche Nolle spielen wird. Die vorhandenen Nest Vorräte können demgegenüber kaum einen Ausgleich bieten. Auch der Mehrertrag der Vereinigten Staaten in der Höhe von 29 Millionen Dushel spielt dem ia- nadischen Fehlbetrag gegenüber ebenfalls keine Nolle, so dah mit einer allgemeinen Erhöhung der Preise am Weltgetreidemarkte unbedingt zu rechnen ist. Die Erntemeldungen aus Europa lauten verschieden. Italien schätzt einen Minderertrag von 20—25 Proz., Frankreich dürste höchstens eine Mittelernte aufzuweisen haben, während die Ernte in England einigermaßen befriedigend erscheint. Auch im ö ft ließen Europa hat die lllngunst des Wetters zeitweilig erheblichen Schaden an gerichtet. Alle diese Tatsachen trugen in der vergangenen Woche zu einer Erhöhung der Weizenpreise auch in Berlin bei. Eine (Steigerung von 185 auf 200 Ml. toar zu vev- zeichnen, das außer dem oben erwähnten Tav- sachen nach den Exportbedarf und dem Knapp- toerben der alten Weizenvorräte zu zu schreiben ist. In Roggen hielt sich die Steigerung zwischen 2 und 3 Ml., da der Exportbedarf durch niedrigere amerikanische und argentinische Preise etwas herabgedrückt wurde und auch das Roggen- mehlgefchäft zeitweise stockte. Das beste Geschäft hatte Gerste, die nach dem In- und Auslande gefragt toar, zu verzeichnen. Dies trifft namentlich für Wintergerste mit einer Steigerung von 153—162 auf 159—160, aber auch für Sommer- gerfte mit einer Erhöhung von 173—183 auf 200 bis 210 zu. Die Aufkauftätigkeit des Auslandes führte auch zu größeren Einkäufen der Brauereien, die sich bereits beklagen, daß das Ausland die besten Vorräte toegkauste und eine Ausfuhreinschränkung für Gerste verlangten ''Erhöhung der Reichseinnahmen. Die Einnahmen des Reiches aus Steuern. Zöllen und Abgaben betragen nach dem soeben veröffentlichten endgültigen Ausweis im Juli 583,14 Millionen Marl gegen 472,19 Millionen Mark im Juni. Die Jutteiunahmen sind also gegenüber dem Vormonat um 110,95 Millionen Mark gestiegen. 'Der hessische Weinbau gegen den deutsch-spanischen Hades s-v e rt,.og. 5er Lairdtagsabg Schrei ber h tt beim Landtag folgenden Antrag eingebracht: Di? Regierung wird ersucht, mit allem Nachdruck im Reichstag gegen die Ratifikation des dmtsch spanische i Handelsvertrages sich ei rzusthen, da dessen Vollzug den völligen Ruin des oh -ehin in seiner Existenz gefährdeten hessischen Weinbaues b.-siegeln müsse. — In Aarweiler hat eine start 'besuch e Protestversammlung der rheinischen Winzer in der gleichen Sache stattgefunden. bekannt wurden, war man in der Tat sehr besorgt; indessen ergab sich sehr bald die Möglichkeit, den Metalldieben das Handwerk mit Erfolg zu legen. Vor allem sah man sofort ein, daß besser als sonst etwas die möglichste Verhinderung oder Einschränkung des Austritts vagabundierender Ströme aus den Schienen fein mußte. Waren keine Diebe da, so konnte auch nicht gestohlen werden. Infolgedessen machte man den Widerstand der Schienenrückleitung durch sorgfältige Behandlung der Schienenstöße und Anbringung gut leitender äleberbrüdungen so gering wie möglich. Weiter ordnete man besondere Kabel und Maschinen an, die eine Art von Absaugung des Stromes ermöglichen, und dann fanden sich auch noch andere Hilfsmittel, deren Erörterung hier zu weit führen würde. Ernstliche Schwierigkeiten durch vagabundierende Ström? sind jedoch nicht vorgekommen; vereinzel e Beschädigungen von Röhren wurden allerdings beobachtet, waren aber immer nur auf kleine Stellen beschränkt. Immerhin muß aber natürlich doch dauernd aufgepaßt werden, und dafür ist bestens gesorgt. Das Kapital der vagabundierenden Ströme gibt also das Beispiel dafür, daß unfern Ingenieuren die verantwortliche Sorge für Vorgänge auferlegt werden muß, von denen die Allgemeinheit bei der Ausnützung der ihr gebotenen technischen Errungenschaften kaum etwas ahnt. Es lehrt weiter für fein Teil, daß lediglich gewissenhaftes Beobachten aller Vorkommnisse durch den Sachverständigen die Sicherheit eines technischen Betriebes ausmacht. Daß man vagabundierende Ströme nicht durch Gesetz verbieten oder vom grünen Tisch aus bekämpfen kann, ist selbstverständlich; solche Maßregeln würden zu dem Erfolg des Hausherrn führen, der im Finstern die Katzen verscheuchen wollte und dabei die Wirtschaft zerstörte. „Blinder Eifer schadet nurl" Dr, W. K. Danknoten. ausgelaufene Farben entfernt entfärbt beseitigt Kakao und dergl. 5968c *) Dom Rückzahlungswert. Harmoniums 6425D 026923 0328?^ 6438D schenplätze mit. 083681 1 Lich, August 1924 022685 6434V! OM- X r DörseakursL. (Ohne Gewähr.) Verlin-Grunewald Knautzstrahe 14 Unschädlich f. alle Stoffe. Mühelose Anwendung Man achte auf die Marke „Fuchskopf im Stern“. Erhältl.ln allen Drogerien u. einschl. Geschäften. Gießen Seltersweg 19 Ludwig Klingelhöfer und Frau Eisenbahnoberassistent i. P. Töln Friesenstraße Vii der Reise zurück Or. Kautacb angetreten hat, wird jetzt in Reuyvrk dunh etn OS* bered Gesellschaftsspiel verdrängt, das aus ben Wildnissen von Mittel-Afrika eingeführt worden ist. Dieses Spiel der Sieger, das von zwei Per» fönen gespielt wird, heißt Kohoo und gewinnt in der Reuyvrker Gesellschaft immer mehr Anhäir» gerinnen. In der Suaheli-Sprache wirb basSpiÄ auch Mbonde Kilima, b. h. „Berg und Tal", genannt. Es ist eine Art Kriegsspiel, bei dem die beiden feindlichen Parteien auf einem Gelände gegeneinander vorgehen, das in Täler unb' Bergs geteilt ist; der Schauplatz befindet sich auf einem Brett wie beim Schachspiel. Die Figuren, die dabei verwendet werden, sind exotische Schnitzereien, die Krieger aus den Gebieten von Kamerun, Tanganjika und dem Kongo barstellen. Diese grotedEen geschnitzten Gestalten erhöhen natürlich ben Reiz ber Spieler, und die Damen, die die gewöhnlichen Schachfiguren verschmähen, sind begeistert von diesen fratzenhaften Kämpfern. Es gibt strenge Regeln, die beobachtet werden müssen, und man'bedarf langer Hebung, um das Spiel zu erlernen. Merkwürdig klingende afrikanische Aamen bezeichnen die eüizelnen Stellungen unb ber »Große Geist" spielt dabei bie Hauptrolle. Madrid Calle de Montesa 45 August 1924 Zu Hause Sonntag, 31. August Gertrud Schäfer Hermann 3t)ring Verlobte Dr. Friedrich-Karl Fetzel Ria Feßel-Hochstetter Vermählte Mein Lastzug fährt leer von Gießen nach Mainz Ende August ds. Is. und nimmt Ladung bis 120 Itr. auch für Zwi° Danksagung. Da eS uns nicht möglich ist, jedem einzelnen zu danken, sprechen wir hiermit für alle lieben Glückwünsche und Geschenke anläßlich unserer goldenen Hochzeit unseren herzlichsten Dank aus. Neuheit! Heitmann- Entfärber Beurteilten Ergebnisses ber Londoner Konferenz steht, eröffnete auch heute in fester Haltung. Zwar setzten sich bie Schwankungen an dem Anleihemarkt fort, doch hat das zuversichtlichere Gesamtbild keine Aenderung erfahren. Einige Sondergebiete, wie der Montanmarkt und der Markt ber chemischen Werte hatte eine ausgesprochene feste Haltung aufzuweisen. Die Geschäftsbelebung stützte sich auf Kaufauftrage des Publikums und vornehmlich des neutralen Auslandes, während die Spekulation sich weniger kauflustig zeigte. Der festen Strömung vernwch en auch vereinzelte Realisationsbedürfnisse keinen Einhalt zu tun. Das allgemeine Sntereffe der Spekulation wurde besonders von ber Bewegung des Rentenmarktes stark gefesselt, wo bte Dichtung Fach unten ging. Ausländische Renten waren wenig verändert. Der Danlaktienmarkt bewahrte seine feste Haltung, jedoch ohne wesentliche Kurserhöhungen. Der Einheitsmarkt verkehrte in fester Haltung. Am Geldmarkt versteifte sich weiterhin die Lage, befonders im Mvnatsgeld, der Zinsfuß zog auf 1 V-i und höher an, Tagesgeld ist bei 5/8 pro Mille zu hoben. 3m internationalen Devise,wer kehr weisen bie Hauptdevisen gegenüber dem Dollar eine neue Abschwächung auf. Das englische Pfund ging auf 4,513i bis 4,52 Dollar zurück. Der ^Pariser Frank schwächte sich auf 83 Vg in Pfund pari tat und 18,30 in Dvllarparität ab Die Mark erlitt gleichfalls eine Abschwächung bis auf 4,21 Bill, in Dollarparität. Der Verkehr ber unnotierten Werte zeigte feste Haftung, besonders Krügers- hall unb Ufa standen im Vordergründe, Ufa 81/2, Krügershall 93/s, Api 51/3, Venz 33/4, Petroleum 21. 3m weiteren Verlaufe der Dörse konnte sich die Tendenz auf dem Aktienmarkt noch weiter befestigen, während das Geschäft am Anleihemarkt abflaute. Devisenmarkt Derlin—Frankfurt a. M. (Sn Billionen Mart auSardrückt. Bnenor-Stre». London. Nea- Sort, Japan, Rio de Janeiro für eine Einbett. Wien nnd Budapest für 100000 Ein beiten, alle« ftbrtae für 100 Emhettca.) Telegraphische Auszahlung. Pianos Flügel Wei A. Gerster, AlM. Tel.-Nr. 4033, 4034. Teleyr. - Adresse „Holzgerster". MAA« Ml Alk "SK AusMkung Mein ».oreisiverk Oie Brühl W Unlo.-SrudereL R. Lunge, «Sieben, Scholftt. i. aus bunter u. weißer Wäsche farbige Stoffe selbst die zartesten Gewebe Flecken »Mw tunten^ hte tim* stände komm Protokolls daß am sl. und Mde, wS setzte Gebiet sein Tage d schon befehle die Gesängn 1923 verurte triebenen wi amten ihre ferner bedet cumabgaben bald befreit« bewerbsfähi unbesehten Lohmateria und im Ru Zollabgaber belgischen? Gewiß diese an si weife Di des an sei gelb zahlen alters freu! unb Schwes Vaterland 1 war es je l von unter ■ die höhe de statt so raf zweifelnden Unb t Parteipres dem besten angewandt Methoden und vorha das bereit! einmal toie gere unb 6 wieder gut / fruchtbare Vrvmbeere taktische vi würfe üb Minimalfc ähnliche t deutschen ' bringen. 6. so rasch a Westen mi einer Ein! Minute zu die gegen! Londoner das denkv zvsischen i London tt erfüllte, m und Gewi auf die fd Hand zu h versuchen, und Ruhrc siellung di lchaftlichen ' von 12 Aj aus der U dem Joche Vertvaltun^ lachlichkeit e?ige Woi furchten, d Volkes uni den schmachtend don der fp den- wenn Mehrheit ai L° berechn, londoner ' Überhaupt .°°ch mit e tonn Zen des bese kommen w »Drauflosi y, sond der dem [Witt, der or wenig teicfje Di Sanität tat*« - m ^lr i Falles erreicht i stellen Lkx Pinien lauf dieser Frist wird dann von der Kommission an Hand der festgelegten Ergebnisse entschieden werden, welcher der beiden Gesellschaften die Konzession für die ganze Türkei erteilt wird. Berliner Dörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Berlin, 19. 2Iug. Die nur zögernde Auf- wärtsbewegung an der gestrigen Börse ergibt, daß man sich auch hier ber Bedeutung ber noch 12 Monate fortdauernden Besetzung des Ruhrgebie- tes sowie der hierdurch möglichen wirtschaftlichen Behinderung unb der sich evtl, ergebenden innerpolitischen Schwierigkeiten durchaus bewußt ist. Trvtzd«n erkannte man an, daß bie Lage nach ben Londoner Verhandlungen wesentlich günstiger sich geflaltet als bisher unb daß der Vertrag auch mancherlei Vorteile gewährt. 2luch trug ber Brief Macdonalds an Herrivt unb Theunis mit der nochmaligen Mißbilligung ber Auhrbesehung und dem Wunsche, daß bie vorgesehen« Besatzungs- dauer in der Pvixis erheblich abgeschwächt werden muffe, um eine Beeinträchtigung bes Arbeitsplanes zu vermeiden, zur Belebung der Stimmung weferrtlich bei. Die Aachanchten aus 2Ime= lila Lauteten ebenfalls nicht ungünstig. Man glaubt an der Börse, mit der Auflegung dey Anleihe bereits Anfang Oktober rechnen zu können. Man betrachtet auch ben bevorstehenden Abschluß eines amerikanischen Kredites für die Kali- indufirie als günstig und will von weiteres größeren amerikanischen Privatkrediten Hüffen, die bgr deutschen 3nbuflrie demnächst zur Verfügung gestellt werden sollen. Zur Wiedereinführung der 26proz. Exportabgabe wird darauf hingewiesen, daß diese keine besondere Belastung Deutschland gegenüber bedeute, da sie nach dem Dawesplan von dem Agenten für bie Reparationszahlungen dem Deutschen Reich wieder zurückerstattet werden fann. 3n Anbetracht dieser Tatsachen ist die Spekulation aus ihrer gestrigen Zurückhaltung herausgetreten. Da auch bas Ausland, insbesondere Amerika, Holland und Englanb als Käufer auf dem Markte auftraten und das Publikum sich ebenfalls beteiligt, so konnten die Kurse auf ziemlich allen Gebieten bei einem lebhafteren Geschäfte eine Erhöhung erfahren. Frankfurter Dörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger.") Frankfurt a. M., 19. Aug. Die Börse, die weiter unter dem Eindruck des als annehmbar Märkte. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 19. Aug. (Drahtbericht des „Gieß. Anz.") Es wurden notiert, Weizen, Wetterauer 22,25 bis 22,75. Roggen, inländischer 18,25 bis 18,75, Sommergerste für Drallzwecke 22'bis 23, Hafer, inlänb. 19 bis 19,50, Mais (gelb) 17,75 bis 18, Weizenmehl, inlänb., Speztal 0 33 bis 34,50, Roggernnehl 26,50 bis 27. Weizen- unb Roggenkleie 11,25 bis 11,75 Mk. Tendenz etwas abgeschwächt. Derliner Produktenbörse. Berlin, 19. Aug. Am Prvduktemnarkt waren bie Getreidepreise ziemlich behauptet. Roggen ruhiger. Gerste in feinen Sorten nach wie vor gefragt. Weizen behauptet. Die gestrige Erregung ist vom Markte gewichen. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen märt 204—210, Roggen märt. 148—157, Gerste märf. 205—216, Gerste neue 182—187, Hafer märf. 161—171, Raps 300 bis 310, Leinsaat 400 Mk. Für je 100 Kilo: Weizenmehl 28—30,50, Roggknmehl 22,25—24,75, Wer- zenlleie 11,50, Roggenileie 11—11,20, Viktoria- eebfen 25—32, kleine Erbsen 18—20, Futtererbsen 14—16, Peluschken 13—15, Ackerbohnen 15—17, Wicken 14,50—16,50, Lupinen, blau 9—10, Lupinen, gelb 17—18, Rapskuchen 12,60, Leinkuchen 22, Trvckenschniyel 10,60—11, Torsmelaffe 8—8J2O, Kartoffelflocken 24,50. Buntes Allerlei. Kleider machen Leute. Der „Tee-König" Sir Thomas Lipton er^'ähtt ans ber Zeit seiner Anfänge, daß er zunächst nur mit einem Laufjungen und einer schwarzen Katze gearbeitet habe. Das waren die beiden einzigen Helfer in seinem Bureau. Da ber 3unge einen zerlumpten Anzug hatte, schenkte er ihm 20 Mk., um sich einen neuen Anzug zu kaufen. Darauf kam der Bursche nicht mehr wieder. ILpton ließ seine Mutter kommen unb fragte, wo er stecke. „Ach," antwortete biefe, „er sah in bem neuen Anzug so anständig aus, baß er gleich eine bessere Stelle bekam." Wölfe am Vesuv. Eine große Anzahl Frauen und Kinder waren kürzlich gezwungen, in bem Oertchen San Vito am Abhang des Vesuvs nach bem Gvttesbienst in ber Kirc^ zu bleiben, weil plötzlich em Rudel Wölfe auftauchte und das Gotteshaus umzingelte. Als die Frauen gar nicht toieberfamen, wurden einige Dauern auf diese merkwürdige Belagerung aufmerksam, eilten mit Flinten herbei und vertrieben die Wölfe, von denen sie zwei töteten. Das Erscheinen von Wölfen in der Gegend des Vesuvs ist überaus feiten. Kohoo — der Nachfolger von Mah-3ongg. Mah-3ongg, das chmesifche Modespiel, das feinen Siegeslauf durch die ganze zivilisierte Welt Büchertisch. — Vereinigter deutscher Musiker- kalender Hesse — Stern. Wie uns mitgeteilt wird, ist die QTeu auf läge beä- 48. Jahrgangs bereits im Druck. Es ist erwünscht, daß alle diejenigen Musiker, welche in den Kalender auf- genommen werden wollen, und die noch keinen Fragebogen erhalten haben, sich möglichst umgehend an die Redaktion des Kalenders (Max Hesses Verlag, Berlin W 15, Liehenburgerstr. 38) wenden. — Richa rd Washburn Child, Di« blaue Wand. Engelhorns Romanbibliothek. Brosch. 1,50 G.-Mk., in Ganzleinen 2,50 G.-ML Ein äußerst geschickt und flüssig geschriebener Wenteuerroman. Gleich zu Anfang werden int Leser Spannungen erzeugt, die bis gair letzten Seite andauern. Erst hier wird die Lösung deS ungewöhnlichen Geschehens gegeben, das sich durch das ganze Buch zieht. Die heute so zeitgemäßen Probleme ber Vererbung, der Suggestion und ber Telepathie finb überaus geschickt in die Handlung hinein verwoben, deren rätselvolle Zusammenhänge man sich nicht zu eröären vermag, bis biefe bann klar und einfach bfobgelegt werden. — Der Brief we chs e l zwischen Theodor Storm und Gottfried Keller, dem neuerdings Albert Köster in einer vierten, nach dem Stand der jüngsten Forschung vollständig umgearbeiteten unb erweiterten Auflage herausgegeben hat, zeigt, daß Storm wie Keller noch die echte Kunst des Driefsch reibens besessen haben, die Lust, eine Plauderstunde aus- zukosten, das wohlige Behagen, bem Moment fein ganzes Recht zu verschaffen. Dies^ sinnvoll-heitere Gespräch der beiden Alten an ihrem Lebensabend, an dem sie mit berechtigtem Stolz auf ihr reiches Schaffen zurückblicken, wird noch viele dankbare Zuhörer finden. Diese neue Auflage, in der der Herausgeber durch den verbindenden Text alle nötigen biograpW'chien Aus- flärangen unb Erläuterungen der literarischen Beziehungen gibt, unb zum ersten Male ben Text der Briese vollständig unb lückenlos bringt, verdient weitgehendste Beachtung. Das in zeitgemäßer moderner Ausstattung f>erau£gegebeite Werk ist im Vertag von Gebrüder Paetel, ‘Sertie erschienen. Verantwortlich für Politik und Feuilleton: 3. V.: Heinz Gvrrenz. FcrTtn 19- Aug. Amerikanische Noten .... Belgische Noten........ Dänische Noten Englische Noten . Französische Noten ...... Holländische Noten ..... Italienische Noten..... Norwegische Noten ..... Deutsch-Oestcrr, a 100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten Schweizer Noten . Svonischc Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten 18. Aug. 19. Aug. Reparl. 18. 1 19 Amtliche Geld Kotierung '-Brief Amtliche Notierung cveld 1 töiief Amll.-Rott 163,89 16 VI 153,49 161,31 voll voll Brss.Ankw 21,70 21,80 21,35 21,4'. voll voll Christiania. 68,35 F8,65 58,13 58,3L voll voll Kopenhagen 68,13 68,47 67,83 66,17 voll voll Stockholm . 111,47 112,03 111,62 111,83 voll voll HelsingsorS. Italien. . . London. . . 10,495 18,925 10,555 19,025 10,47 18,775 10,53 18,875 voll voll voll voll 19,015 19,115 18,935 4,1) 19,0’5 voll voll Neuvork . . 4,19 4,21 4,21 voll voll Paris. . . . 23,'65 23, 85 22,89 23,01 voll voll Schweiz . . <9,30 79,70 79,00 79,40 voll voll Spanien . . Wien In D.» bS,26 U6.54 65,88 66.14 voll voll Dcst. abgest 5,13 6,95 5,92 5,94 voll voll Prag . . . 12^55 12,6. 12,80 12,66 voll voll Budapest. . 5,52 5,->4 5,52 5,54 voll voll Bnen. Aires 1,40 1,41 i,40 1,41 voll voll Bulgarien 3,07 3,09 3,07 3,09 voll voll Japan . . . 1,72 1,73 1,71 1,72 voll voll Wo de Jan 0,40 0,41 '■ ,40 l,42 voll voll Belgrad . 5,24 5,26 5,215 5,235 voll voll Lissabon 11,52 11,58 11,62 11,56 voll voll Veld | Briet Nepark. °ln 4,11 4 21 voll 21,20 21,33 voll 67,63 C 8,02 voll 18,9? 15.02 voll 22,89 23,01 voll 15",31 1-14,17 voll 18,85 18,95 voll 68,a; 58,35 voll 5,92 5,91 voll 1,895 1,915 voll 111,20 111,76 voll 79,00 79,40 voll 55,81 5P,09 voll 12,57 12,63 voll 5,47 3,49 voll 9n Billionen Prozent Frankfurt a M. Berlin Schluh- fillTS Schl.ch. fiurs Schluh. Kurs Schluß. Kur« Datum: | 18. 8. .9. 8. 18. S. !9. fl. 0,742 a 0,6525 0,750 0,650 1,16 1,150 1.2 1,10 1,228 1,060 1,15 1,05 1,6 1,-00 1.7 1,575 0,450 0.499 0.47C 0,4=6 1.1 0,9 1,30 1,200 1.1 —• —— — _ — — 03 0,9 1.1 0,9 4,2 4,2 4,2 4,2 85,5 86,25 85,5 86,25 10,90 I 10,75 10,50 11 | 41 | 42,9 43 34 34,8 32,4 34,40 0,5 6,90 6,40 8,90 9,75 10,5 10,4 10,75 11,50 {2 12 12,13 0,345 0,33 — — 13,40 13,75 13,90 14,13 14,7 14 —- — 2,35 2,35 2,30 2,3 0,4'75 0,4375 0,450 0,450 0,370 0,370 0,65 0,6 53,25 52,50 53,75 13,60 13,12 13.60 139 14,62 15,75 16 15,75 53,5 56 58,3 54 54,25 57,76 55,2 57 65,75 71 66 69,5 16,62 17,12 16,25 17,4 21 22,6 21,18 21,75 8,76 8,75 8,05 8,90 13,75 14,62 14^0 16,40 38 39,50 36^6 38,9 30 83,6 30,65 34 89,5 40,76 39,90 41 2,25 2^0 -— — 30,40 30 30,5 7J3 7,75 7,90 7,70 3 2.8 — — 13*126 18,1 — — 4,45 4^5 4,50 430 12,6 — 12,50 12,6 19,40 20 19,65 20 M 1,6 —- —- 14 14,25 13,80 15,10 17,6 18 18 18,40 15^ 16,26 15,90 16,60 7,13 7,75 —• — 20 20 20 19,9 16,5 16,40 — 10M 10,9 10,60 10,65 16,75 17,25 17 17 9,26 9,50 — 37 40 39 39,5 43,6 46 45^5 ^8 2,75 2,80 M 2,6 3 3,20 3,40 3,25 2,6 2,9 —- 13 13,6 13,8 18,9 0,6 0,65 — — 1 1,2 — 1,2 14,4 14 — — 2 2,15 1,9 13 3,4 3 3,5 3^ 5,25 5,4 5,40 5^ 11^5 11 11 11 4,50 4,62 — *■ 4 4 4,26 4