Erstes Blatt U4. Jahrgang Donnerstag, 20. März 1924 GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck rmd Verlag: VrW'sche U«rverASts-Vuch- und Steindruckerei «. Lange in Metzen. Zchnftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesriummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeDerbindlichkeit. Preis für 1 mm hohe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlichb, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen D.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20% Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. m.68 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilag«: GießenerFamilienb lätter MonatS'Lezngrpreir: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüfse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: AnzttgerGieße«. Postscheckkonto: Zravkfurt a. M. 11686. Wahlvorbereitungen. Die Vorbereitung der am 4. Mai stattfin-- denden Reichstagsneuwahlen hat begonnen. Gleich am Lage nach der Auflösung deS alten Reichstages ernannte der Reichsinnen- minister den neuen Reichswahlletter.ES ist der bisher mit der Wahrnehmung der Geschäfte deS Präsidenten des Statistischen Reichsamts beauftragte Ministerialrat Wagemann. (Wahlleiter von 1920 war der Präsident des Statistischen Amts selbst, Delbrück.) Was hat der Wahlleiter zunächst zu tun? Er stellt die Liste des Wahlausschusses zusammen. Der Wahlausschuß besteht aus je einem Vertreter der politischen Parteien. Was dann folgt, ist die Aufforderung an die Parteien, ihre Wahllisten Leim Wahlleiter einzureichen. Die übrige amtliche Arbeit ist wesentlich erleichtert durch die Dahlgesetznovelle vom 27. April 1920. Jene Abänderung des Reichswahlgesetzes brachte die sogenannten ständigen Wählerlisten. Die zeitraubende und kostspielige Neuanlage der Wählerlisten unmittelbar vor jeder Neuwahl wurde dadurch ersetzt, daß man die gemeindeweise angelegten Verzeichnisse der Wahlberechtigten in Listen oder Wählerkarteien dauernd auf dem Laufenden hält, berichtigt oder ergänzt. Dieses neue System dient nicht nur der Vereinfachung, sondern auch der Beschleunigung des Wahlverfahrens. Dem im Gesetz-Lesen Ungeübten fällt es vielleicht kaum aus, daß im § 11 des Reichswahlgesetzes, Absatz 1: „in jedem Wahlbezirke wird für die dort wohnhaften Wähler eine Wählerliste oder Wahlkartei angelegt", das Wort „angelegt" ersetzt wurde durch „geführt". Darin liegt die ganze wertvolle Verbesserung. Don großer Bedeutung für die Ersparnisse an amtlichen Wahlkosten ist der heute gültige Sammelwahlzettel. Rach § 24 des Wahlgesetzes in seiner neuen Fassung werden die Stimmzettel durch die Landesregierungen für jeden Wahlkreis amtlich hergestellt in der Weise, daß die Stimmzettel alle zugelassenen Kreiswahlvvrschläge unter Angabe der Partei und Hinzufügung der Namen je der ersten vier Bewerber enthalten. Die Stimmabgabe erfolgt derart, daß der Wähler durch ein auf den Stimmzettel gesetztes Kreuz oder auf andere Weise kenntlich macht, welchem Kreiswahlvorschlag er seine Stimme geben will. Damit werden den Parteien die Kosten und Mühen der Herstellung, Versendung und Verteilung der Stimmzettel durch die Parteien erspart. Der Wähler erhält den Stimmzettel im amtlichen Kuvert und betätigt in der geheimen Wahlzelle seine Wahl durch Kreuz oder Unterstreichung. Die Einrichtung dieser Sammelwahlzettel stammt aus Belgien und hat sich sehr in Amerika eingebürgert. Man kann dagegen vorbringen, daß der Wähler bei mangelnder Einsicht seinen Kandidaten falsch oder mißverständlich ankreuzt. Aber schon in den Wahlversammlungen muß eben für entsprechende Belehrung gesorgt werden, und die Kommissare in den Wahlbuceaus werden ein Letztes in der Anleitung ungeschickter Wähler tun. Auf dem sog. amerikanischen Wahlzettel sind unter- oder nebeneinander in hervorragendem Druck die sämtlichen Parteien angegeben, die um die Seele des Wühlers ringen. And damit der Wähler noch mehr Vertrauen faßt, sind vier dec Namen genannt, die ihm ,im Wahlkampf von seiner Partei eingehämmert wurden. Sehr viele ungültige Wahlzettel werden bei dem neuen Verfahren wohl nicht herauskommen. Auf der anderen Seite ist der Vorteil groß. Denn wie oft haben die Parteien Schaden dadurch erlitten, daß ihre Wahlzettel an dem Wahllokal fehlten oder daß Millionen überflüssiger Wahlzettel hergestellt waren. Wo es irgend geht, soll gespart werden, auch an Papier. Was die Fristen anlangt, so gilt die frühere Bestimmung des § 12 des Reichswahlgesetzes nicht mehr, die die Auslegung der Wählerlisten spätestens vier Wochen vor dem Wahltag vorschrieb. Die Kürzung der Frist jt der Gemeindebehörde anheimgestellt. Dadurch, sowie durch eine Reihe weiterer Fristverkürzungen bei mehreren Einzelvorgängen des Wahlakts wird es ermöglicht, den Wahlkampf zeitlich auf ein Mindestmaß zu beschranken. Die Bestimmungen über die Ausstellung eines Wahlscheines, die früher in der Reichswahlordnung standen, sind jetzt im Wahlgesetz selbst zu finden. Die Berechtigung zur Erlangung eines Wahlscheines ist nicht mehr an den Ablauf der Frist zur Auslegung der Wählerliste geknüpft, sondern in allen Fällen ist nunmehr der Ablauf der Einspruchsfrist gegen die Wählerlisten maßgebend und damit der Anspruch des Wählers auf Erlangung eines Wahlscheines zeitlich erweitert. Soweit die amtliche Seite des Wahlkampfes. Alles übrige Feld ist den Parteien als Tummelplatz überlassen. Die Bedrohung Mitteleuropas. Das französisch-tschechische Bündnissystem. — Poinears und Benesch dementieren. Berlin, 19. März. (WTB.) Die tschechoslowakische Gesandtschaft teilt zu der Veröffentlichung des Geheimvertrages zwischen Frankreich und der Tschechoslowakei mit, daß ein solcher Geheimdertrag zwischen den beiden Staaten nicht besteht und die Ser- offentlichten Dokumente Fälschungen seien. Die Pariser Havasagentur bezeichnet ebenfalls in einem offiziösen Dementi die Mitteilungen des „Berliner Tageblatts" für von Anfang biS Ende erfunden. Es bestehe in dieser Hinsicht zwischen Frankreich und der Tschechoslowakei kein anderes Abkommen als der Vertrag vom 25. Januar 1924, der veröffentlicht und soeben von dem französischen Vertreter Hanoteaux und dem tschechischen Vertreter, Außenminister Dr. Benesch, sat- zungsgemäß dem Völkerbund mitgeteilt worden sei. ♦ 2m Auhenausschuß des tschechoslowakischen Abgeordnetenhauses stellte der Abg. Kafka (deutschdemok.atlsche Freiheits- Partei) an den Minister des Aeußern folgende Frage: Zufolge einer soeben erhal.enen telephonischen Nachricht veröffentlicht das „Berliner Tageblatt" eine Reihe von Geheimabkommen zwischen der tschecho-sloivakischen Republik und Frankreich. Da nach wiederholten Aeuherangen des Ministers des Aeußeren Geheimver.räge zwischen der Tschechoslowakei und Frankreich nicht bestehen, glaube ich daß es notwendig ist, daß der Minister sich äußert, wie weit die vom „Tageblatt" veröffentlichten Vereinbarungen auf Wahrheit beruhen. Aus dem Artikel 2 und dem folgenden des tschecho-französischen Vertrages ist zu entnehmen, daß es sich nur um einen Rahmenvertrag handelt und daß gewisse Ausführungsverträge nctwendig wurden. Ist der Außenminister der Ansicht, daß diese Ausführungsverträge dem Völkerbunde zur Registrierung bekannt zu geben sind oder nicht? Die schiedsgerichtliche Klausel des tschecho-französischen Vertrages gibt die , Alternative, Streitfälle einem internationalen Gerichtshof oder gewählten Schiedsrichtern vorzutragen. Wie kann eine Entscheidung darüber herbeigeführt werden, ob der Streitfall von einem internationalen Schier>sgerichtshof oder von gewählten Schiedsrichtern zu entscheiden ist? Schließlich erscheint es notwendig, daß wir Aufklärung über den Stand der tschechischen Reparationsfrage erhalten. Außenminister Benesch dankte vorerst Kafka für die im „B. T." enthaltenen Mitteilungen. Er hege tatsächlich große Zweifel, ob er sich mit diesen Angelegenheiten befassen solle, da er sich, ungern mit unseriösen Dingen beschäftige, wre sie rm „Tageblatt" enthalten gewesen seien. Er habe schon einige Male öffentlich erflärt, daß er keine Gehermver- träge abschließe oder unterzeichne, und werde dies auch in Zukunft nicht tun. Dadurch sei bereits ein Dementi dieser Nachricht gegeben. Es sei unmöglich, alle Falsifikate, die in der ganzen Welt fabriziert würden, immer zu dementieren. Was die Sache selbst anbelange, so seien hierzu zwei Faktoren notwendig: Einer, der fälscht und ein zweiter, der an die Falsifikate glaubt. Er sei weit entfernt, den Mitgliedern des Außenausschusses zuzumuten, daß sie derart dummen Fälschungen Glauben schenkten. Di« Fälscher seien entweder ungebildet oder Verbrecher. Aus dem Dokument gehe eine horrende älnkenntnis hrroor. 2'n dem fr genannten Geheimprotokoll würden Unrichtigkeiten aufgeführt, die davon zeugten, daß die Herren Falsifikatoren überhaupt nicht wissen, wie Vollmachten gegeben werden und gegeben werden können. Daran möchte ich, so erklärte Benesch, weiter, noch eine politische Bemerkung anknüpsen: Zwischen uns und Deutschland bestand während voller fünf Jahre kein Mißverständ- n i s. Was für einen Zweck verfolgt ein derartiges Falsifikat? ... Was ist fern Ziel, was schickte das Wvlffbureau an das Ausbrnd und alle ausländischen Korrespondenten? Was Hut das für einen Zweck? Wer macht das? Wußte derjenige, fragte der Minister weiter, der es publizierte, nicht, daß es sich hier um Falsifikate handelt oder wußte, er es? Wer will Zwistigkeiten und Unstimmigkeiten säen? 2ch wollte nur darauf Hinweisen, auf wie unverantwortlich leichtsinnige Weise hier Politik gemacht wird. Dies wird vielleicht als meine Antwort genügen. Was die zweite Frage betrifft, so hat Kafka richtig auf den zweiten Teil des tschechoslowattsch-sianzösischen Vertrages hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, daß der Wortlaut dieses Artikels zwei Interpretatro- nen zuläßt. Diese Dementis der tschechischen und französischen Regierung und die obigen Ausführungen Deneschs nehmen die Berliner Blätter mit Recht nicht ernst. Die „Zeit", das Blatt des Außenministers, bemerkt, daß dieses Dementi zu erwarten war. Geheimverträge würden selbstverständlich immer a b g e l e u g n e t. Das „Berliner Tageblatt" schreibt gleichfalls, daß es nichts anderes erwartet habe, als daß die Enthüllungen sowohl von tschechischer als auch von französischer Seite dementiert werden würden, und ist überrascht, daß bisher die verschiedenen Dementis so lahm und widerspruchsvoll sind. Wenn gesagt wird, die Veröffentlichung beruhe auf längst bekannten Mitteilungen, so sei auch das eine sehr dürftige und verlegene Wendung. Das Blatt will zunächst die weiteren Ableugnungen ab warten, und, wenn nötig, dann etwas eingehender zeigen, was von ihnen zu halten sei. Zu den Ausführungen Dr. Deneschs bemerkt das Blatt: Der sonst so höfliche und auf angs- nehmc Derkehrsformen Wert legende Herr Benesch mache seiner gereizten Stimmung, die durchaus begreiflich sei, in sehr viel Schimpfworten Luft. Zu den Beweisen, die Herr Benesch führt, um den veröffentlichten Dokumenten den Charakter einer .Fälschung zu geben, erklärt das Blatt, daß es sich hierbei um kleine Tlebersetzungsfehler handele. Wie das Tagebl. meldet, ist der „Drü n- n e r Sagebote'1 wegen Wiedergabe der Veröffentlichung beschlagnahmt worden. Die meisten deutschen Blätter in Prag haben die W e.'ergube e V.röff. n lichung unterlassen, offenbar aus Furcht vor der 'Beschlagnahme. Verstimmung in Italien. R o m, 19. Mär;. fWTB.) Alle Blätter veröffentlichen die Enthüllungen des Berliner Tageblattes. Die „2dea Nazivnale" verlangt Aufklä- rung über den Versuch Frankreichs, Italien za isolieren, ein Versuch, cer. für Italien Beweis und Warnung zugleich sei. „Agenza Volta" weist auf die in Regierungskreisen herrschende Zurückhaltung gegenüber den Enthüllungen des Berliner Tageblattes hin, gibt aber den Eindruck auf die öffentliche Meinung Italiens zu und spricht die Erwartung aus, daß Frankreich und die Tschecho-Slowakei in der Lage sein werden, eine solche Aufklärung za geben, die den üblen Eindruck zerstreuen könnten. Der KanZlerbesuch in Wien. Wien, 19. März. (W B.) Heute nachmittag sind Reichskanzler Marx und Reichsminister des Aeußeren Stresemann in Begleitung des Staatssekretärs Bracht hier eingetroffen. In Passau wurden die Herren durchs die Vertreter des österreichischen Dundeskanzleram es, Lega i msrat Hauschild und Konsul Bischof empfangen. Der deutsche Gesandte war den beiden Ministern bis Annsietten entgegengefahren. Auf dem Bahnhof in Wien fanden sich zur Begrüßung Bundeskanzler Dr. Seipel, Vizekanzler Dr. Frank, Dundesminister des Aeußeren Dr. Grünberge r, der österreichische Gesandte in Berlin Riedl, Sektionschef Löwenthal in Vertretung des Bundespräsidenten, eine Reihe höherer Regre- rungsbeamte, Mitglieder der deutschen Gesandtschaft in Wien mit Gesandtschaftsrat v. Scharfenberg und Generalkonsul v. Vivenot ein. Aach gegenseitiger Vorstellung begaben sich die Gäste mit den österreichischen Ministern, einer Einladung des deutschen Gesandten in Wien Dr. Pfeiffer folgend, in die deutsche Gesandtschaft, wo der Reichskanzler und Dr. Stresemann Wohnung nahmen. In der Gesandtschaft, die zu Ehren ^«ich^kanzlers geflaggt hatte, bat der Gesandte Dr. Pfeiffer die Berliner Gäste und Herren, die an dem Empfang am Bahnhof teilgenommen Zum Tee. Hierauf stattete Reichskanzler und Dr. Stresemann dem Dun des - pras identen, dem Bundeskanzler, den Ministern des Kabinetts, dem B ü r g e r m e i st e r der Stadt Wien, dem Polizeipräsidenten sowie dem Kardinal Piffl ihren offiziellen Besuch ab. Um i/»8 Uhr abends gab der deutsche Gesandte ein Abendessen, an dem außer Reichskanzler Marx und Reichsminister Dr. Stresemann mit ihrer Begleitung Bundespräsident H a i n i s ch. Bundeskanzler Dr. Seipel und die österreichischen Minister teilnahmen. Die deutschen Gäste werden von der Wiener Presse überaus herzlich begrüßt, wobei besonders hervorgehaben wird, daß der jetzt erfolgende Besuch der leitenden deutschen Staatsmänner, der infolge der inneren und äußeren Schwierigkeiten Deutschlands mehrfach verschoben werden mußte, ein erfreuliches Zeichen der In Deutschland eingetreten sichtbaren Entspannung sei. Äas „Neue Wiener Tagblatt" schreibt: Die Gemeinschaft, die uns mit dem deutschen Volke verbindet, reicht in tiefere Und dauerndere Bezirke, als sie das Zufallswerk politischer Konstellationen und diplomatischer Berechnungen schaffen kann. In unserem Innersten sind wir unlöslich miteinander verbunden und aaeinandergekettet. Hieraus entspringt daher von selbst die tiefere wechselseitige Anteilnahme, und aus diesem Grunde sehen wir auch mit wachsender Freude, wie sich das deutsche Volk eben jetzt aus tiefster stnan- zieller und wirtschaftlicher Bedrücktheit allmählich mit immer erstarkender Kraft emporarbeitet. Die „Deutfch-Oesterreichische Tageszeitung" schreibt: „Wir grüßen die Vertreter des deutschen Nachbarreiches, dem unsere ganze Liebe gehört, und dem wir traft unseres deutschen Blutes verbunden sind und mit dem wir vereinigt sein wollen, wenn die Zeit der Auferstehung des deutschen Volkes und der Schaffung eines alle Deutschen im Mittelpunkt Europas umfassenden deutschen National st aates gekommen sein wird." Der Ieignerprozetz. Leipzig, 19. März. (WTB.) Die Vernehmung des Zeugen Melzer wird fortgesetzt. Als der Zeuge weiter ausholt und den Fall des Gastwirtes aus Moecker erwähnt, der in der Wohnung Zeigners einen Wagen Kohlen und Hasen abgeliefert haben soll, kommt es zu einem Zusammenstoß zwischen der Verteidigung und dem Vorsitzenden. Rechtsanwalt Frank protestiert, daß der Zeuge eine Art Gutachten über das Amnestiegeseh erstatte und sich herausnehme, seine politischen Ansichten in selbstbewußtem Ton vorzutragen, statt lieber Tatsachen auszusagen. Der Vorsitzende erklärt, er habe den Zeugen ebenso wie den Angeklagten Zeigner und die übrigen Zeugen reden lassen. Der Zeuge habe recht, seine Aussagen im Zusammenhang vorzutragen. Frank beantragt einen Gerichtsbeschluß darüber. Oberstaatsanwalt Schlegel bemerkt, die Prozeßleitung stehe dem Dorsitzelrden zu. Frank: Wenn die Prozehleitung gegen den Sinn der Strafprozehordnung verstößt, haben die Prozehbeteiligten das Recht, einen Gerichtsbeschluß zu ertoirfen. Das Vorgehen des Vorsitzenden würde eine rechtswidrige Gleichstellung der Rollen des Angeklagten und der Zeugen bedeuten. Das Gericht beschließt darauf, daß der Zeuge das Recht habe, im Zusammenhang auszu- sagen und dorzuttagen. Zeuge Melzer bekundet dann, daß er in den Fall Friedrichsen verwickelt wurde. Frau Frie- drichsen teilte ihm eines Tages mit, daß der frühere Feldwebel Zeigners in Dresden Begnadigungen machen toürbe. Sie erzählte ihm auch, daß sie und Lehmann auf dem Schreibtisch Zeigners ein Paket mit einer Halskette, einen Ring und Geld niedergelegt hatten. Ebenso erhielt er von Brand Kenntnis der Vorgänge. Zeuge erklärt, er habe Möbius in feinen Aussagen nicht beeinflußt. Aus taktischen Gründen vermied er es, Möbius irgend etwas erfahren zu lassen. Nach der Haftentlassung habe Möbius ihm fein Herz ausgeschüttet. Da sagte er allerdings: Bleiben Sie nur bei der Wahrheit und lasten Sie sich nicht einschüchtern. Davon, daß Zeigner sein Geld in der Schweiz habe, sprach Möbius selbst ebenso sagte er, daß ihm von jenem Geld ange- koten worden sei. — Angellagter Möbius bestreitet die Aussagen des Zeugen, indem er ruft: Er lügt wie gedruckt! (Gelächter im Zu- schauerraum.) Der Vorsitzende droht mit der Räumung des Saales und fordert Möbius auf, sich einer anständigen Ausdrucksweste zu bedienen. Zeuge bekundet weiter, Möbius habe bezüglich Zeigner gesagt, wenn ich erst auspacke, dann können Sie was erleben. Bei der Fortsetzung der Zeugenvernehmung wird zunächst Oberregierungsrat Dr. Thirbach vernommen, der sich zu dem Verhalten Dr. Zeigners im Falle Schmetter äußert. Schmerler, der ukrainischer Staatsangr- höriger fei, fei die nachgesuchte Aufenthaltsgenehmigung von der Polizei und dem Ministerium des Innern verweigert worden. Als der Gesuchsteller sich dann an Dr. Zeigner gewandt habe, sei das Gesuch am 4. Juli 1923 widerruflich genehmigt worden. Der Zeuge erklärt zu der Angelegenheit, das Gesuche sei in durchaus normaler Weise erledigt worden. Der Angeklagte, Dr. Zeigner, will in diesem Falle, der nicht in sein Ressort gehört habe, weder als Ministerpräsident noch als stellvertretender Minister des Innern gehandelt haben: er habe das Gesuch! bei dem benachbarten Ressott befürwortet und daher wie bisher als Privatmann gehandelt. Er sei mit den dienstlichen Gepflogenheiten wohl noch nicht vertraut gewesen, da er erst 14 Tage vorher in das Ministerium des Innern abgeordnet worden sei. Es folgt die Vernehmung des Zeugen Ober« le Huers Dergner von der Marineschule in Leipzig- Stötteritz, der als Hauswirt mit der Familie Zeigner in freundschaftlichem Verkehr stand. Auch Brand kennt er gut. Eines Dienstag im Fe- binar sei Frau Zeigner zu ihm gekommen und« habe gesprächsweise erwähnt, ob er sich nicht nach, dem Befinden des Zeugen Brand erkundigen könne, der im Krankenhause sei. Sie habe nicht deutlich, ausgesprochen, daß er auf Brand ^inwirken solle, seine Aussagen zurückzunehmen, aber merken lassen, daß dies ihren Mann schon entlasten würde. Der Zeuge ttniversitätspedel Martin war etatsmäßiger Wachtmeister bei der Trainersatzabteilung. Seiner Eskadron gehött auch der Un= terofstzier Weineran. Eines Tages habe 'Weiner ihm erzählt, daß gegen ihn eine Gerichtssache schwebe. Auf den Bettcht Weiners und über das angebliche Anerbieten Zeigners, die Akten in Sachen Weiner zu vernichten, kann sich der Zeuge nicht entsinnen. Er weiß auch nichts davon, daß Zeigner als Gefreiter bezeichnet worden sei. Dr. Zeigner erfiärte, daß er mit Martin keine persönlichen oder Politischen Beziehungen unterhalten habe. Er wolle damit der Annahme Vorbeugen, daß Martins Erinnerungslosigkeit auf eine Rücksichtnahme auf ihn zurückzuführen sei. Der Zeuge Duchdruckereidirektor Seifert bekundet, von einem Anerbieten Zeigners an Weiner, die Akten zu vernichten, nichts zu wissen. • Sn der Nachmittagssihung bestätigte der Angeklagte Dr. Zeigner, daß ihm Möbius eines Tages im Neustädter Bahnhof ein Gnadengesuch überreicht habe. Später habe ihn Möbius im Ministerium telephonisch angerufen. Dabei habe er von einem Automobilkatalog gesprochen. was er dahin verstände-, habe, daß MH, xfeiö ein Gesuch nieder gelegt habe. ®r sei später nach Leipzig gefahren, als sr von dem Rechts- fijxtnalt Dr. Graf von den Beschuldigungen gegen Möbius gefrort habe, um aus der Airruhe heraus* zukommen und zu trnffen, was eigentlich vorlrege. PNöbius Hobe erklärt, er könne weder vor- noch rückwärts. Was solle aus ferner Fa° nrilte werden? Er, Zeigner habe erttndcrt, deswegen dürfe er doch nicht i fr n belasten. Möbius habe verlauten lassen, die Sache sei ein Racheakt. Beignet bekundet weiter, er habe Möbius allerdings mehrmals Geld gegeben, abernirhL im Zusammenhang mit dem Fall Friedrich- sen, sondern diel spät-rr. Er habe damit et* reichen wollen, daß Möbius ihn mit Gnadengesuchen verschone. Auf Befragen Les Dorsihenden äußert sich frier Zeigner darüber, weshalb der Strafantrag in dem Prozeß Cunio und Lindemann üor dem Staatsgerichts frof zurückgenommen wurde. Die QLtttage fei erhoben worden wegen des Vorwurfs schamloser Korruption in Reinkultur. Cuniv habe bei der Dernehmung erklärt, der Ausdruck richte sich gamicht gegen die sächsische Regierung, sondern der Sinn sei, die Deamtenpolitik der Regierung führe zu einer grenzenlosen Korruption. Rach der Reubildung des Kabinetts Buck seien alle Prozesse wegen Beleidigung von Ministern rückgängig gemacht worden, um die politische Atmosphäre zu entgiften. 3m Verfolg davon sei auch gegen seine Meinung der Strafantrag gegen Cuniv zurückgezogen worden. Er selbst habe jedoch in keiner Weise damit' gerechnet, daß Cuniv ihn selbst der Korruptton bezichtigen wolle. Er habe noch bis weit in die Voruntersuchung die Meinung gefragt, es sei undenkbar, daß ihm vom rechtlichen Standpunkt aus irgendein Vorwurf gemacht werden Ginne. Frau Friedrichsen sagt dann aus: Eines Mittags sei sie von Triborski angerufen worden, sie solle sofort mit einem Herrn, der Lehmann genannt worden sei, nach Dresden fahren und dem Instizminister mit Rücksicht auf das Gnadengesuch Brillanten überbringen. Sie sollte diese dem Iustizmimster nur persönlich übergeben, da Triborski dem Möbius nicht traute. Vor ihrer Abfahrt sei Dr. Melzer gekommen und habe, als sie ihm sagte, daß sie nach Dresden fahren wollte, gesagt, Frau Friedrichsen, Sie wollen eine Dummheit madyett. 3n Dres- den seien die Brillanten verpackt, verschnürt und versiegelt worden. Zeugin hatte den Eindruck, als ob Möbius mit der Wirtscha fterin Zeig ner s sehr beka nn t gewesen sei. lieber die Beziehungen zu Rechtsanwalt Dr. Melzer erklärt die Zeugin, Melzer sei seit Zähren ihr Anwalt und ferfefrve in ihrem Hause. Von Melzers Absicht, Anzeige gegen Zeigner zu erstatten, habe sie nichts gewußt. Als Friedrichsen ein eigenes Geschäft habe eröffnen wollen, aber feine Konzession bekommen habe, weil er vorbestraft war, habe sie Möbius 50000 Mark für Zeigner gegeben und 10000 Mark für ihn sÄbst, damit er die Konzessionsfrage vermittele. Möbius sei aber zurückgekvmmen und habe gesagt, Zeigner wolle es nächt machen: er sei kein A^ahlungsgeschäft. Sie solle 300 000 Mark geben. Zeugin glaubt, daß Möbius garnicht mit -dergner gesprochen tmb die 50 000 Mark unterschlagen hat. Später habe llWbmS eines Tages ganz aufgeregt geäußert: Zeigner verlangt von mir, daß ich alles auf mich nehme. 3n der Folgezeit fei Möbius fast täglich gekommen und habe auf Zeigner geschimpft und auch vor fremden Leuten über seine DezieH-ungen zu Zeig- ner und einzelne Fälle gesprochen. Weiter habe Möbius gesagt, fr werde anspacken, wenn man ihm alles in die Schuhe schiebe. Angeklagter Z e i g n e r erklärt auf Befragen, Üer des hiesigen Turnvereins statt. Aufgeführi wurde das dreiaktige Volksstück „Der Schmied von Ruhla" von Martin Pfeifer. Besonders gut spielten Karl Kopp (als „Schmied von 2kuhla"), Franz Kraft (als „Kurt von Tennsberg") and Karl Graulich (als „Landgraf Ludwig"). *) Freienseen, 1Z. März. Gestern abend fand im Saale unseres Rathauses eine Versammlung statt behufs Errichtung regelmäßiger L e s e - und Spielabende. Insbesondere wurde das Dorlesen und die Mlege derDolksschriften von Oeser- Glaubrecht in das Auge gc- fafjt. Dekan R o e scheu, der die zahlreich erschienenen Bewohner (gegen 120) herzlich willkommen hieß, führte aus, bah der Ernst der Zeit verlange, ber Jugenderziehung besondere 2hife merksamkett zu widmen, dah es aber auch im Interesse des Staates läge, wenn die deutschen Dolksgenoffen überhaupt sich gegenseitig näher kämen und tn wechselseitiger Belehrung und Unterhaltung, sowie in der Pflege einer anständigen Munterkeit ihre arbeitsfreien Stuiiden verbrächten. Eine treffliche Lektüre feien die Erzählungen Glaubrechts. Beim 100jährigen Geburtstage Oefer-Glaubrechts habe sich in Gießen, bem Geburtsorte dieses verdienten Mannes, ein besonderes Komitee gebildet, um fein Andenken lebendig ju erhalten. An fernem Geburtshaufe tn G i eßen, feinem Sterbefraufe tn Llndheim, sowie auf dem Beitsberg bei Saasen seien Gedenktafeln errichtet worden. Drei Herren dieses Komitees, Ministerialdirektor U r st a d t, der Präsident des Landesamtes für das Bildungswefen, Prof. Dr. Ebel, ber Direktor der Gießener Universitäts-Bibliothek, und Prof. Dr. Roesch en zu Laubach, sein Bruder, wären sodann zufammengetreten, um die Derbreitung der Schriften Glaubrechts zu fördern. Darauf entwarf Prof. Dp. Ro eschen ein anziehendes Lebensbild des Dolksschriftstollers und erläuterte in längerem Dortrag ferne Bedeutung. Alle seine Schriften hätten zahlreiche Auflagen erlebt; von einigen feien sogar Übersetzungen in französischer und in englischer Sprache mit prächtigem Bildschmuck erschienen. Außerhalb Hessens sei Glaubrecht befamiter als tn feiner engeren Heimat. Dies fei tief bedauerlich. Ihm elbst sei keine Unterhaltungslektüre lieber als Glaubrecht; er könne ihn immer und immer wieder lesen. Ueberzeugt sei er, daß die Zuhörer bei näherer Kenntnis diesen unübertrefflichen VollsfchriftsteUer immer mehr schätzen würden. Darauf las Prof. Dr. Roeschen aus dem ersten Bande von Glaubrechts „Erzählungen aus .dem Heffenlande" seine sehr hübsche Spinn« tubengeschichte vor, den „Weidenkaspar", die vielen Beifall fand. Sodann schlug Dekan Roeschen der Dersammlung vor. aus ihrer Mitte drei Dorstandsmitglieder zu wählen, ein älteres als Vorsitzenden und Spielleiter und zwei jüngere Leute zu seiner Unterstützung als Spielwarie, vornehmlich Mühlfpiel, Dammbrett, Halma, Festungsspiel, Schach zu pflegen Die Vorschläge des Dekans wurden dankbar ent- geaengenommen und ihre Ausführung beschlossen. Ms Spielleiter wurde Landwirt Georg 3 mmelt, als Spielwarie Georg Jung und Otto Böning gewählt. Hessen-Nassau. ][ Marburg, 19. März. Um an Dau« luftige Hypothekendarlehen geben zu können, beschlossen die Stadtverordneten bie Aufnahme einer Anleihe in Höhe von 300000 Goldmark. Ferner beschloß man bie Aufhebung derSteuer vom gemeinen Wert ber Liegenschaften. Es sollen dafür Zuschläge zur staatlichen Grundvermögensfteuer erhoben werden. Der Llntrag des Magisttats, im Anschluß an die städtische Fachschule die Errichtung eines städtischen Seminars tn die Wege zu letten, wurde ebenfalls gutgeheißen. — Zu einem vom 14.-23. März hier ftattfmdenben Fortbildungskursus aus dem Gesamtgebiet ber Tuberkulöse sind hier 150 Aerzte aas allen Teilen Deutschlands eingetroffen. Veranstalter ist bas Zentralb>mitee für das ärztliche Forti-ilbungswesen in Preußen. 7pd. Frankfurt a. M„ 19. Marz. Eine Bande arbeitet augenblicklich hier und in der Umgegend mit deckungslosen Schecks aus die Leipziger D o lksba nk. T-ienstag mietete sich in einem hiesigen ersten Hotel ein eleganter junger Mann ein und gab dem Pförtner zwei Gepäckscheine zwecks Einlösung wertvoller Koffer, zuvrr aber versuchte er beim Pförtner einen griffen Pump. Doch der Hvtelmcum wollte erst 3te Stoffet unv Deren Inhalt sehen, bevor eq Kredit gewährte. Dann bot der junge Hl um dem Pförtner zwei Schecks auf die Leipziger Drlksbank an. aber umsonst, der Frankfurter blieb ungerührt. Da verschwand dec junge Mann heimlich und ward nicht mehr gesehen. Die Koffer. die man ein löste, waren z wer Papplartons, die Gelbe Rüben enthielten. Die Kriminalpolizei fahndet jetzt auf den Schwindler, der bereits von mehreren Staatsanwaltschaften gesucht wird. — Echte, uralte Geigen bot in einem hiesigen Kaffee ein Zigeuner aus, und hatte auch Glück Damit, denn es fanden sich Liebhaber, die hohe Preise dafür anlegten. Leider aber machte Die Polizei einen Strich durch die Eeigenrechnung. Sie ver-haftete Den Zigeuner und stellte fest, daß die Geigen nicht eine Mark teert und von dem Burschen erfl künstlich alt gemacht worden waren. Zn dem gleichen Lokal hatte der junge Mann kurz zuvor eine Wertlais Metalluhr aLs goldene Savcmnetteuhr um sündhaft! teures Geld verkauft. — Der bekannte „Schriftsteller" und „Heiland der Armen" Karl Waß - mann, wurde durch die Kriminalpolizei fest- genommen. Er hatte dadurch 2lergernis erregt, daß er im Wartesaal des Hauptbahnhoss und in einem Kaffee in Der Kaiserstraße sich m Gegenwart von Frauen in unglaublicher Weise benommen hatte. (Bießener Sladtthealer. Kollo: Drei alte Schachtelte Als Benefizvorstellung für die am 1. April ausscheidenden Mitglieder hatte die Theaterlei- tung die reizende Diedermeieroperette „Drei alte Schachteln" gewählt und Damit einen guten Griff getan. Zu einer leicht rührselig-sentimentalen, aber immer geschmackvoll bleibenden Handlung, voll Anmut und Grazie und audj nicht ganz ohne eine Spur echten Humors hat Kollo eine gefällige einschmeichelnde Musik von gewisser künstlerischer Qualität geschrieben. 3u einer netten Inszenierung, für die Die Heroen Löffler und Keim gesorgt hatten, gelang es Rudolf Goll, eine allerliebste Aufführung zustande zu bringen, tie, wenn man über musikalische Entgleisungen und Llnebeicheiten von Orchester und Solisten Kn- wegsieht, unserem OperetternensemLle ein gutes Andenken sichern wird. Dor allem das Lottchen, jüngste der drei „alten Schachteln", lag bei Fräulein Rothe in besten Händen. Mit einer angenehmen. Durchgebildeten Stimme verbindet Fräulein Rothe eine gute Figur und ein anmutiges, gewandtes und stets Dezent bleibendes Spiel. Herr Richter, Der in dankenswerter Weise für den erkrankten Herrn Grib eingesprungen war, sang den Hauptmann Kersting mit sympathischer, wenn auch nicht sehr umfangreich«: Stimme. Fran Schubert Jüngling wurde der ältesten „alten Schachtel" schauspielerisch voll gerecht. Ein fanwses Paar waren Rudolf Goll und Kitty Lessing. Fräulein Lessing war als Berliner KüchenDragoner so recht in ihrem Element. Wenn es mit Dem Dialekt auch oft etwas kunterbunt zuging, so wußte doch der launige Humor ihres flotten, temperamentvollen Spiels ihre dankbare Rolle voll auszuschöpfen. Rudolf Goll war ihr als Sergeant Cornelius Hasenpfeffer ein ebenbürtiger Partner. Ein paar nette Tänze hatte Frau Oldini mit viel Geschmack ein* studiert. Alles in allem sichert die neueste Operette einen heiter-gemütlichen Abend, Den man sich zumal jetzt, wo sich die Herrschaft der leichten Muse Dem Ende naht, nicht gerne wird entgehen lassen. —e. Kirche und Schule« wg. Gedern, 19. März. Infolge einftim» mtgen Beschlusses des Kuratoriums und Der Schulgesellschaft der hiesigen Privat-(Hofkapla- n ei)Schule werden in dem Betrieb dieser seit 1871 bestehenden Lehranstalt zu Beginn des neuen Schuljahres DurchgceifendeReuordnun- g e n durchgeführt. Um Den cklnterrichtsbetrieb zu verbessern, beschloß man, neben den beiden hauptamtlich tätigen Lehrerinnen von Ostern ab noch eine Dritte hauptamtlich t'j'ige Lehrkraft anzustellen, und zwar, auf mehrfach aus Gltemkreisen geäußerten Wunsch hin, einen Akademiker. Äe Wahl des Kuratoriums fiel auf den Studienassessor Hetz aus Büdingen. Ferner wurde beschlossen, die Klasse Unter-Sekunda, welche in früheren Jahren schon einmal an Der Anstalt bestand, wieder einzurichten. Auf diese Weise erhalten die Schüler einen gewissen Abschluß ihrer Schulbildung jmD bekommen Die Möglichkeit, sich an der sogenannten Reichs-Berbands-Prüfung zu beteiligen. An Der Schule wirken nun von Ostern ab 3 hauptamtlich und 3 nebenamtlich tätige Lehrkräfte, so daß allen Anforderungen genügt Ist. Schulgeld-Neuregelung in Preußen. Berlin, 19. März. (WTB.) Der Amtliche Pveußische Pressedienst teilt mit: Das Schulgeld an staatlichen, vom Staate bertoolteten und vom Staate und anderen gemeinschaftlich zu unterhaltenden höheren Lehranstalten ein- schließlich Der Aufbauschulen und Aufbauklassen wird vom 1. Mai ab aus zehn Gvldmark monatlich festgesetzt, an den mit Oberlhzeen verbundenen llebungsschulen auf vier Goldmark monatlich. Das Eintrittsgeld beträgt ab 1. Mai fünf Goldmark, ilnterbaltungöträgern von nichtstaatlichen öffentlichen und höheren Lehr- an statt cm ist es gestattet, die staatlichen Sätze um 25 Prozent zu überschreiten. Bei mehreren Mitgliedern einer Familie, Die eine Schule besuchen, treten Ermäßigungen ein. Vermischtes. Schwere Sxplosionskatastrophe. Mährisch-Ostrau, 19. März. (Wolff.) Gegen 12 Uhr mittags erfolgte im Lager Der Firma Eruptiva (früher Dynamit-Nobel) in Her- manitz eine Explosion, als die Angestellten des Lagers Dee für die Grubenarbeiter befttmmten Explosivstoffe auf Frachtwagen luden. Vier Arbeit e r, welche die Exploswstvffe verluden, wurden getötet. Die Wagen und das ganze Magazin wurden ooIlftänDig zertrümmert. Das Huis des Lagerverwalters stürzte ein. AuS Den Trümmern wurden der Verwalter und seine Frau schwer verletzt herausgeholt. Ihr Dienstmädchen wurde vor Schreck wahnsinnig. 3n der Arbeiterkolonie Der Grube Joseph wurden durch Luftdruck die Häuser abgedeckt, das GebäuÄ: schädigt und viele Personen verletzt. 3n Mährisch- Ostrau und Hermcvnitz wurden durch Luftdruck zahlreiche Fenster zertrümmert. Schwere Unglücksfalle in der japanischen Marine. Paris, 19. März. (WD.) Rach einer Havasmeldung aus Sasebo (Japan) ist das japanische Anterseebovt Rr. 43 16 Kilometer vor dem Hasen von Sasebo mit Dem Kreuzer „Tatsuta" zusarnmenge stoßen und auf Der etwa 48 Meter tiefen Stelle gesunken. Es befinden sich 4 Offiziere und 40 Matrosen an Bord. Die Rettungsarbeiten sind im Gange. Tokio, 20. März. (WD.) Ein kleines M a r i n e - Lu f t s ch i f f ist auf einem Fluge nordöstlich von Tokio in Brand geraten und zur Erde gestürzt. Die aus 5 Mann bestehende Besatzung wurde getötet. Wunder der Schöpfung. Die Kulturabteilung Der Ufa wird demnächst einen Film des gestirnten Himmels herausbringen, der in sieben Teilen die Entwicklung Der astronomischen Wissenschaft und die in jedem Menschen aus tauchenden Fragen der Himmels- und Erdkunde in populärer Weise zur Darstellung bringt. Der Film soll z. D. eine Reise durch den Wellenraum enthalten, soll das Planetensystem, DaS Verhältnis Der Erde zur Sonne und Mond, sowie Weltentstehen und Weltvergehen schildern. Kants „gepfefferte" Antwort. Kant hat erst In Den letzten Hahrzehnten seines Lebens einen eigenen Haushalt begründet. Dis dahin aß er regelmäßig zu Mittag an Der tadle d'hote in einem Wirtshaus. Die Gäste, mit Denen ihn da der Zufall zusammenbrachte, waren nicht immer die angenehmsten. Kant aber toar schlagfertig genug, um sich nichts gefallen zu lassen. Eines SageS wurde eine Schüssel mit Gemüse auf den Tisch gesetzt, und ein ihm gegen» ükersitzender Gast, den er nicht kannte, ergriff sofort das auf dem Tisch stehende Räpschen mit gestoßenem Pfeffer, und indem er sagte: „Dieses Gemüse esse ich gar zu gern recht gepfeffert!" schüttete er das ganze Räpschen darüber aus. Kant war um eine noch „gepfeffertere“ Antwort nicht verlegen. Mtt größter Ruhe zog er seine Schnupftabaksdose aus der Tasche und leerte sie über die Schüssel aus mit Den Worten. „ilnD ich esse dies Gemüse gar zu gern mit Tabak!" Büchertisch. — Die Dritte Steuernotverord- nung vorn 14. Februar 1924 mit umfassender! Einführung und GolDumcechnungstabelle von Rechtsanwalt Dr. Koppe, Berlin. 2,25 Goldmark. 1924. Industrieverlag Spaeth & Linde, Berlin C 2. DaS Buch enthält in SeitfaDenform neben dem gesamten Text eme übersichtliche Zusammenstellung der wuchtigen Aufwertungsfrage und Geldentwertungssteuern sowie die sonstigen Vorschriften der Dritten SteuernotverorDnung über Finanzausgleich, Steuerverfahren und Steuersttaf- recht. Dem Anhang ist eine Goldumrechnungstabelle 1919—1923 toieDergegeben, aus welcher Die Goldumrechnungssähe zu ersehen sind. Zur ersten Einführung unentbehrlich. — Der liebe Weg. Gedichte von Albert Wieser. Illustriert von AntonM a r x m ü l l e r. (Deutschland-Verlag, München.) Den deutschen Lesern wird hier ein junger österreichischer Dichter vvrgestellt, der sich balo die Herzen Der Frauen erobern wird. Eine seine und doch männliche Hand hebt zart Den Schleier, Den Erinnerung und Sehnsucht über ferne Liebe webte. Mit leisen klang' schönen Untertönen begleitet Der Münchener Graphiker Anton Marxmüller in reizvollen Zerchnun' gen Den ihm wefensverwandt-en Dichter. * Eine neue Wochenschrift Der Vater ländischen Arbeiter- und Angesletttenverbände, Die „Deutsche Werksgemeinfchaf t“, erscheint seit kurzem. Das gut redigierte reichhaltige Blatt strebt eine grundlegende Umgestaltung des Verhältnisses zwischen den deutschen Unternehmern und Arbeitnehmern vom Klassenkampf zur Werksgemeinschaft an. — Von Der foeben ausgegebenen Rümmer 4121 ab erscheint Die Leipziger „Illustrierte Zei° tung" (I. I. Weber) nunmehr wieder wöchentlich. Der Verlag hat Den Anlaß benutzt, um Den Lesern ein neues originelles Preisausschreiben „Des Jägers Traum" zu bieten, für das an Preisen insgesamt 3675 Goldmark in bar und außerdem verschiedene Bücherpreise ausgesetzt sind. Aus dem reichen Inhalt der Rümmer seien vor allem hervorgehoben einige Zeichnungen vom Hitler-Ludendorff-Prozeß in München. Ferner zwei Zeichnungen vom Grabe Tutanchamons von Dem englischen Zeichner D. Macpherson, Der bei den Ausgrabungen in Luxor selbst zugegen war. An farbigen Reproduktionen bringt das Heft zwei Gemälde von Wilhelm Leibl „Dachauerinnen" und „Ungleiches Paar" sowie Im Rauche Dec Stadt" von Reinhold Dieffenbachrr. Schließlich sind an Kunstblättern noch das schöne Biedermeier-Interieur „Am Schreibtisch" von Georg Friedrich Kersttng sowie em Gemäldr von Kari Saewert, ein Motiv aus Lauterbach auf Rügen darstellend, zu erwähnen. Zwei herrliche Aufnahmen aus Den Schweizer Alpen im Winter werden Freunden des Wintersportes willkommen sein. Eine Reihe von Photographien zeigen Innen- und Auhenarrsichten Der wieder hergestellten Veste Coburg. Für Die Frauenwelt bringt das Heft eine „ Frühjahrsmodenschau". PpnnefeMtsTee Ä aromatisch wrl aitsgitilg, billig im Verbrauch Niederlagen in allen Stadtteilen BATSCHARTx fWhite p Len ne Prinzess M. Hohenlohe Metts fern ---------------$ Lothar hat ein Schwesterchen bekommen Ifi Berliner und Frau Leni geb. Levi Mcestraße 11, Den 18. März 1924 z. 3t- St. Iosefskrankenhaus Martha Dreher | Dr. Wolfgang Panzer Verlobte Butzbach Gießen Wcidigstraße 14 Geograph. Institut der Univ. | am 20. im März 1924 .............................. Männerquartett Harmonie Wieseek Sonntag, 23. März 1924, abends 8 Uhr, im Saale des Gastwirts Braun (zum Gambrinus), Wieseek: Konzert unter Mitwirkung des Piston-Virtuosen Herrn Louis Kümmel vom Hessischen Landestheater in Darmstadt und eines aus besten Kräften zusammengesetzten Orchesters. 20490 WWem MM 10- u. 12jähr.. gegen zwei geeignete »weD Reitpferde zu tauschen gesucht. 4.M.-G.)Sv.15.Z.S. Neue Kaserne. Laden mit kleiner Wohnung in Gießen gegen zeitgemäßen Abstand zu mieten gesucht. Schrift!. Angebote u. 018335 an den Gießener Anzeiger erbeten. Betrifft und Landschuhwaren im 61. Lebensjahr. gesucht. 2010D Steinbach, den 19. 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Die juristische Fakultät unserer Landes-Ani- dersität hat den Hüttendirektor von den Buderus Eisenwerken in Wetzlar, Earl Humperdinck zum Doktor der Rechtswissenschaft- ehrenhalber, ernannt. eigene Wege eingeschlagen, ungemein glücklich gewesen. „Dieser viele Sonnenschein," sagt der Verfasser, „hat die Früchte des Humors in den Gärten seiner Kunst gereift, wie er auch über seine ganze Persönlichkeit ausgebreitet liegt, deren sieghafte Fröhlichkeit und deren dröhnendes Lachen für feine Umgebung etwas Ansteckendes haben, dem sich niemand entziehen kann." Hornhaut, Schwieren ».War»«» beteiligt fd>neU ■ ■ ■ fieber, s'vmerz- und gefahrlos Aeizllich empfohlen Millionenfach be» währt — 3n A. otvelen und Drogerien ei häliliL- - Gegen Fuvsibweih Brennen und Wu M«ufen «ukirol»Futzvad. Droserie H. Noll, Neustadt 28. Drogerie Wlnterhoff, K euzplatz 9/10. Stick st offwerke Oppau. Die Stick- . ii beabsichtigen, im Bayerischen i großes Wert gu errichten. Die ... . ^ppau°LudwigsHafen pflegt gc^m- wärtig, Meldungen fränkischer Blätter, mit Grundbesitzern in Reichenbach usw. wegen Heber» Fassung von Baugelände Verhandlungen Persönliches von Münchhausen. (Zu seinem 50. Geburtstag am 20. März.) Dörries von Münchhausen, der Meister der Ballade, der die große vieter.leferung dieser ritterlichsten Dichtung in unseren unritterlichen Tagen so stolz aufrecht erhält, ist nicht nur durch feine Poesie, sondern auch durch seine prächtige Persönlichkeit zum Liebling des Publikums geworden, und deshalb findet die Feier seines 50. Gebucks- tages besonders weiten Widerhall. ©uS winnende und Bezaubernde seines echten Menschentums bringt uns ein Aufsatz nahe, den ein alter Freund von ihm, der bebannte Breslauer Anglicist Levin L. Schücking in der „Berg- stadt" veröffentlicht. Er greift zurück auf jene Göttinger Studententage, da der junge Munch- Hausen zugleich mit der Juristerei den erstm Pegasus-Ritt ins romantische Land begann. Schücking gab damals den „Göttinger Musen-Almanach auf das Hahr 1900“ heraus und holte gelegentlla) das Gutachten von Münchhausen ein. Da kam eines Tages an den Verleger eine anonyme Beitragssendung eine Sammlung von Gedichten, von denen Schücking sehr entzückt war. Er fragte bei Münchhausen an, was er dazu sage, dessen Antwort lautete aber kühl, und er stellte die Aufnahme der Gedichte ganz anheim. Dadurch wurde der Herausgeber ftu ;ig und lief) sie schließlich fort. Erst als der Almanach erschienen war. teilte Münchhausen mit, das) die Verse von ihm gewesen feien. Als Münchhausen im Sommer 1900 Frankfurter Börse. Frankfurt a. M. 19. März. Tendenz: Unregelmäßig. — 'Die hmtige Börse tennz ichnete sich unter dem Einfluß der großen Geschäftsstille als lustlos. Kleine Umsätze bei unregelmäßiger Tendenz charakterisierten die variablen Märtte. Am Einheitsmarkt überwogen größtenteils Llbschwächungen. Rur wenige Spezialpapiere zeigten Befestigungen, doch waren auch diese in den meisten Fällen sehr gering. Am Markt der amtlich nicht notierten Werte war die Tendenz schwankend. Es tourten bei bescheidenen Umsätzen feigente Kurse genannt: Api 53/4 bis 5Vs, Decker Stahl 8R/4, Decker- Kohle W. Ufa 7i/8, Growag 0 300 Chem. Remy 0,700, Kaiser 'Waggon 0,500 bis 0 550 5 artffur ter Handelsbank, schwach, 0,050 bis 0,045, Brief, Krügershall 9. Deutsche Petroleum 16i ’. bis 17, Rastatter Waggon 7,5, Hansa Llrhd 1,7, Benz 4, Ludwigsburger Porzellan 3. Am Montanmarki war die Kursbewegung zu Beginn nicht einheitlich. Oberbedarf, Caro, Laura- Hütte behauptet. Mansselter schwächer. A. S. G. eröffneten preishaltend. Bergmann schwächten sich ab Don den Werten der chemischen Gruppe setzten Scheideanstalt, Badische Anilin, Höchster, Gckes- heimer etwas niedriger ein. Die Attien ter Maschinenfabriken lagen meist gut behauptet. Aoleiwerke, Daimler, EßlinE gingen zu unveränderten Kursen um. Don sonstigen Industrieaktien bleiben Jul. Sichel gut behauptet, Phil. Holzmann etwas gefragter, auch Pokorny fanden Beachtung. Textilpapieie waren zu ermäßigtem Rivcau offeriert. Zellstoff Waldhof setzten 1,5 niedriger ein, auch Aschasfmburger schwächer. Dom Bankaktienmarckt sind Deränte- rungen nicht zu berichten, ettoad gedrückter erschienen wieder Metallbank. Rorddeutscher Lloyd und Hapag erfuhren erneut Abschtvächungen Etwas Interesse zeigte sich für Gummi Stoeckrcht Märkte. Berliner Produktemnartt. Berlin, 19. März. (Wolfs) Die anhaltende kalte Witterung und besonders die Rachlfröste haben die bestehenden Besorgnisse für die Gntwick- lung ter Saaten verstärkt, und die Abgeber weiter zur Zurückhaltung veranlaßt. Das Angebot aus ter Landwirtschaft ist dauernd ge-cing. so daß die auswärtigen Mühlen mit Rohmaterial nur schwach versorgt sind, und teilweise höhere Pretse zahlen als die Berliner Mühlen. Die Prerse zogen daher ür Brotgetreide und die anderen Artikel durchweg etwas an. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen (märt) 170 bis 178. Roggen (märt) 137 bis 146 Roggen (pomm.) 136 bis 141 (fest), Braugerste 168 bis 190 (stetig), Futtergerste 151 bis 161 (stetig), Hafer (märt) 117 bis 125 (stetig), Hafer (vstpreust.) 116 bis 120 (stetig), Raps 310 (fester): für je 100 Kilo: Weizenmehl 25.2 bis27.4 (fest), Doggenmehl 21.5 bis 24 (fest), Weizenklie 11.4 bis 11.5 (fester), Roggenkleie 9.2 bis 9.4 (fester), Leinsaat 410 bis 415, Biktoriaerbsen 28 bis 29. Kleine Erb,en 17.5 bis 18, FuttererbseN 14 bis 14.5, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 15 bis 16, Wicken 14 bis 15.5, Lupinen (blau) 13 bis 14, Seratella (alt) 16 bis 16.5, Seradella (neu) 14 bis 15, Rapskuchen 12, Leinkuchen 23.5 bis 24. Trockenschnihel 9.20. Frankfurter Getreidebörse. Franks urt a. M, 19. März. Es notierten je 100 Kg.: Wetzen, Wetterau 18,25 bis 18,50, Roggen 16,25 bis 16,50, Sommergerste für Drau- zwecke 20,50 bls 21,50, Hafer, inländ. 15,50 bis 16, Weizenmehl, südd. Spezial 0 27,25 bis 28,25, Roggenmehl 24 bis 24,75, Weizen- und Roggen« kleie 10 bis 11, Biertreber 15,75 bis 16,25, Mais, Lasilata 19,50 bis 20. Tendenz unverändert ruhig. zeichneten Gedichtes die Anregung gegeben hat. Damals gründete ter Dichter einen Bund „Sie Akademie , deren Mitglieoer in „Reiterbuben", „Laienb.üder" und »Meiste-r" ze.stelen. Märchen- hafte Kostümfeste wurden veranstaltet, und die Seele die.es ganzen Kreises war Münchhausen. So sehr er in seiner Weltanschauung Aristokrat ist, so tief durchdringt ihn doch eine verstehende Menschlichkeit: „Er hat in seinem Schloß her- untergeFcmmene Dichter beherbergt, die in einem Aufzuge erschienen, der andere L ute veranlagt hätte, sich, vor ihrer Dienerschaft zu genieren, solche Gäste aufzunehmen. Seine Gastfreundschaft und persönliche Hilfsbereitschaft in die,er Hinsicht kennen jedenfalls kaum Grenzen. Eine besondere Reigung zieht ihn batet zur Ra'u^'Wissenschaft. Biologie betreibt er leidenschaftlich. Irgendeine Milbe kann er stundenlang durch das Mikroskop betrachten. Aber daneben kann er sich in etwas wie eine Abhandlung über die Datierung des Deortailf mit einem Verständnis und einer Sachkunde vertiefen und zu dem aufgeworfenen philologischen Problem in einer Weise gründlich Stellung nehmen, wie fast nur ein akademisch tätiger Germanist. Merkwürdig ist bei ihm auch das Verhältnis zu Kindern. Dem aristokratischen chyp ter hüteten Zeit war das Seelenleben des Kindes etwas völlig Gleichgültiges und F-emtes. Münchhausen ater nennt sich selbst geradezu einen Kinternarren". und überall, wohin er kommt. bängen die Kinder bald an ihm mit leidenschaftlicher Zärtlichkeit." Dein Leben ist, seitdem er Berlin. 19. März. (Wolf.) 3n ter Rückwirkung des täglichen allmählichen Herabglettens der Kurse lagen an ter heutigen Börse Verkaufs- au|träge wenn auch nicht in erheblichem Umfange aus ten Kreisen des Privatpublikums »or, die in Verbindung mit ten anhaltenden Wiener und wie es hieß auch Frankfurter Abgaben bst ter bestehenden geringen Aufnahmelust einem weiteren Druck aus den Kursstand ausübten. Dir Eirchußen für Divitentenpap.eie aller Gattungen betrugen wieder einige Billionen Prozent and erreichten im höchsten Ausmaß vier Dilltonen bei einigen schweren Montanwerten. Das Geschäft hielt sich wieder in denkbar engsten Grenzen, da Anregungen, welche ten An- stvß zu der von ter Börse sehnlichst ertoarteteir Belebung des Geschäfts geben konnten, nicht vorsagen. Auch die Ertvartungen ter Spekulation aus Herabminterung ter Dörsenumsatzsteuer war wesentliche herabgestimmt, zumal ge üchtw ise verlautete, bafj die Regierung sich nur zu einer Ermäßigung bis zu zwei Pruzent bereitfinterc würde. Don ter Geschäftsstille machten auch ter Rentenmarkt, die annelierten Papiere und die zu Einheitskurien gehantelten Industriewerte keine Ausnahme. Am Geldmarkt bleibt die bisherige Flüssigkeit bestehen. Am Devisenmarkt Hal die Rachfrage nachgelassen, so das) auch hier Aente- lungen von Bedeutung nicht ein traten. Schächten des Reviers in normaler Weise gearbeitet wird, in letzter Zeit gehoben. Besonderes Augenmerk wird aus hie Kots- und Brikett- erzeugung gerichtet, die nach Möglichkeit gefördert wird. Der Absatz sowohl in Kohle wie in Koks bewegte sich in ten bisherigen Bahnen. Für geringere Kohlens orten sind die Preise etwas ermäßigt Worten, was absatzsörternd wirkte. — Meguin A.-G. Butzbach, Mehrst eit sa 11 io n ä r der Berlin-Anhalter Maschinenfabrik. Durch Qkrmiitlang des Bankhauses Lazard Speyer-Ellisen ist-die Stamm- aktienmehrheit der Derlin-Anhaltischen Ma- schinenfabckt A.-G. aus dem Besitz ter Gruppe Fckedrich Minoux in die Hände der Meguin A.-G. Butzbach übergegangen. Die beiten Unternehmen haben bekanntlich in vielen Fabrikattonszweigen wie in Kohlenaufbereitungsanlagen, Gaswerks- bau usw. nahe Berührungspunkte. Das Aktienkapital der ‘Samag beträgt ,100 Mill. Mari Stamm- und 20 Mill. Vorzugsaktien, dasjenige ter Meguin 69 Mill. Stamm- und Vorzugsaktien. Die eingeleiteten, freundschaftlichen Verhandlungen zielen laut „grff. Ztg." auf einen engen Zusammenschluß ab. nach Göttingen zurückkehrte, ließ er sich bei ter I philosophischen Fakultät einschrstben. ..Ich kann | mich nicht erinnern, dah er dort ein Kolleg hörte," erzählt Schumiig. ..aber es tat ihm sozusagen wohl, in dem Dunstkreis ter Mnt'trfUat zu leben. Von seine n Groß Xi er, den be ü m en Spiachfo.-sch.r v. d. C-abue tz. hat e- sem-.- ausgesprochene Begabung für linguistische Probleme geerbt und namentlich in ter Geschichte unserer deutschen Muttersprache und teijie teimhrenten Fragen wußte er schon dr nl; b.'s.er Bepchetd als 9/10 der germanistischen Kandidaten es zu der Zelt tun, wo ihre Kenntnisse ihre rasch pDiutergebente Blütezeit erreicht haben, nämlich lm Oteckehrer- e^amen. Ater diese Reigun;en mit Hilfe des älni« dersitätsunterricht systematisch zu pflegen war derzeit nicht feine Ab icht. Soin Kops war r ielirnrhr voll di di.Mischer P^äne. Die Wlederbele- bung der deutschen Ballade war fein oft erörter.es Ziel." Münchhausen schuf damals einen Kims um sich, in dem diese edle Dichtungsart gepflegt wurde, und mit einer Art geistiger Wünschelrute fand er rechts und links am Wege balladische Fähigkeiten, die er neidlos ans Licht hob. ..Wie andere Leute sich ettoa mit seltenen Münzen ober ähnlichen Kostbarkeiten eine F mte machen, so schenkte man sich in diesem Kreise gelegentlich „schöne Zeilen" in ter Eckenntnis. daß schom oft ein einzelner guter Vers, ter freilich meist plötzlich — unmöglich zu sagen woher — im Ohr vorhanden war, zur Entstehung eines ganzen, ausge- Wirtschaft. Die Grosthaid-lsindexziffer. Die auf den Stichtag vom 1 8. M a r z be- rechnele Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts hat sich unter dem Einfluß der anziehenden Preise der Grtceide- «rrten und der Tcxtilroh- und Halbstoffe gegenüber dem Stande vom 11. März von 119,91 um 1,3 Prozent auf 121,4 Prozent Erhoben. Bon den Hauptgruppen sind gestiegen Lebensrnittel von 105,4 auf 107,4 oder um 1,9 Prozent, davon die Gruppe Getreide und Kartoffeln von 83,6 auf 86,7 oder um 3,7 Prozent, ferner Industriestoffe von 146,9 auf 147,4 oder um 0,3 Prozent, davon die Gruppe Kohle und Eisen mit 137,7 Prozent ynverändert. Inlandswaren haben angezogen von 107,5 auf 109,1 oder um 1,5 Prozent, Einfuhrwaren von 181,6 auf 182,7 oder um 0,6 Prozent. Vom Wcltqetreidemarkt. Die Haltung des inländischen Pvvdukten- marktes war in ter verflossenen Woche im Vergleich zu ter ziemlich matten Haltung an den internationalen Getreidebörsen ziemlich fest. Beeinträchtigt tourte diese günstige Stimmung allerdings durch ziemlich umfangreiche Abgaben, die die Reichsgetreitestelle wiederum vornahm. Das Mehlgeschäft ließ zu wünschen übrig, und infolgedessen ist es erklärlich, daß die Mühlen nur in geringerem Umfange als Abnehmer in ' Frage fcmnten. -Der Bedarf an Kleien war ziemlich 'umfangreich und die Preise befesttgt. Zur Zeit liegen interessante Zahlen über das Ergebnis ter vorjährigen Wel tge- treibeernten vor. Die Weizenwelternte betrug im Jahre 1923 439 077 000, im Jahre 1922 389 519 000 und im Jahre 1921 sogar nur 385 879 000 Quarters. Die Hafer Welternte dieses Jahres betrug 378 681 000, während im Jahre 1922 nur 327 558 000 und im Jahre 1921 n.ir 303 378 000 Quarters erzielt tourten. Roggen wurde im Jahre 1923 in ter Höhe von 109 491 000 Quarters geerntet, während 1922 das Ergebnis ter Roggenernte 101272 000 und 1921 etwas mehr, 101 287 000 Quarters, betrug. Die Gesamternte Europas beziffert sich im Jahre 1923 auf 160 917 000 gegen 128 688 000 im Jahre 1922 und 151 391 000 im Jahre 1921. R ord- und Südamerika produzierten 23: 196 424 000 gegen 186 359 000 und 166 507 000 in ten beiten Vorjahren. Die Ziffern für Indien, Persien unb Ja pa n betragen in ten Jahren 1923, 1922 flinb 1921: 50 459 000, 49 706 000 36 086 000. Auch Afrika und Australien weisen bedeutende Steigerungen ihrer Ernteergebnisse auf. Don Interesse dürfte im Hinblick auf die an und für sich schon schwierigen Absatzverhältnisse Rordamerikas die Erhöhung gewisser Frachtraten im Ostwärtsver- kehr um 25 Proz. sein, die bereits am 1.März in Gültigkeit getreten ist Der amerikanische Land- wirtschaftsmirtister legte sofort gegen diese Erhöhung, die die landwickschaftlichen Interessen des ßanteä schwer schädigen und den Absatz ameckkanischer Produkte auf den englischen Märkien lahmlegt, Protest ein. Präsident Coolidge hat ten Staatssekretär Hoover gebeten, diese Angelegenheit zu untersuchen, doch ist in Artbe- toacht ter an und für sich ziemlich schwierigen Lage der Weltschiffahck mit einer Ermäßigung nicht allzu schnell zu rechnen. Die Getreidereserven der Vereinigten Staaten sind nach amtlichen Aufstellungen folgende: Die Farmer verfügten am 1. März über 133 871 000 Bus Hel Weizen oder 17 v. H- der 1923er Ernte, gegen 17,9 v. H. im Vorjahre, QltaiS 1 153 175 000 Bastel oder 37,1 v. H. ter letzten Ernte gegen 37,6 v. H im Vorjahre. Für Hafer ist die Ziffer 444 810 000 Dufhel »der 34,2 v. H. gegen 34,7 v. H. 1923; für Gerste 198 185 000 Dashel oder 22,6 v. H. gegen 23,2 V. H im Jahre 1922. Ans dem Amtsvcrkündiqitnstsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Rr 22 vorn 18. März enthält: Gebühren ter SHor' steinfcger; Dl schmansschlaq $u Älcin-Öta- ten- Gesuch beä städtiichen Sleklrizitätswecks Gießen: Dienstnachrichten: Feldtereinigung eines Teils ter Gemarkung Grünberg. Das Jubiläum der Londoner Rationalgalerie. Der 10 0. Geburtstag ter Londoner Rationalgalerie wird am 2. April feierlich begangen werten. Die Rationalgalerie wurde 1824 dadurch gegründet, daß ter Staat 38 Gemälde für 57 000 £ aus ter Anaerstein-Sammlung kaufte. Heutzutage ist jedes dieser Bilder mindestens die Summe wert, die damals für sie alle gezahlt tourte. Bald erhielt die neue Sammlung einen reichen Zustrom an hervorragenden Kunstwerken, und heute sind in den 30 Räumen gegen 2000 Gemälde ter größten allen und neuen Meister untergebracht. Zu dem Festakc sind berühmte Kunstgcl.hcke unb Kunstfreunde ter ganzen Welt cingclaten worden, aus Berlin Wilhelm von Bode, Otto von Falke, ter Generaldirektor ter preußischen Staatsmuseen und ter Direktor des Kupferstich-Kabinetts Mar I. Friedländer. Wie im „Kunstwanderer" gemeldet wird, werden die beiden letzteren der Einladung 'Folge leisten. Bote ist leider durch Krankteit verhindert, nach London za reifen 9?oftt! ........ wraiuötifföc 9iOtett ...... Noten ...... Etbwtdilchr Noten ........ Äofiänbtftoe Noten........ Sp.utfdi-Ccfürrcid), * 100 Kronen Rukrifnntidir Noien ...... enaUfdt Noten....... • nt.'lt«,itsche Note«....... • velgischt Noten........ • Ungarisch» Noten..... rich.chollowarische Nott«..... NonveaUch» Noten - > • • • Rumänisch« Noten Svantsch<> Noren •) Vom Rückzahlungswert. Devisenmartt DerNa—Frankfurt a. 1 (u>. Schluß. Schlich. fiiir» | Kurs kn 4 Datum: 17. 3. | 18 3. 17. 3. 18. 3 5*/n Deutlchk Retchsanlethk J.0825 0,0815 0.08 5 0,082 «•fe Deutsche Reichsanleihe — 0,623 20 0,510 Deutsche R> ich-aiiletve Vir. Deutsche ReichS^nletbe Teunche Svarvromienaulettz« - 0,320 0,300 0,310 0, 25 0,925 0,900 0,920 0,165 — - — ♦•/o Preußische fionfolß . 0,360 0,390 0,350 0,3-0 <•'0 Hesse» ....... — — — — 2 >/."/. .......... 0,390 _ Vf. Hellen . ........ 0,350 — Deutsche Wert'-. Dollar Anl 4,2 4,2 4.2 4,2 84,1 dio-Doll.-Schatz-Auweisung.') 85.25 8i,-5 04,7 u*/g ikolleUrfen. 9,25 8,13 52 9 ; 8,5 6*/e Eoldmeritan« ... ° 54 BerUner HandelSeesellschaft Lommer» und Prlvat-Bank 5,3 37,5 5,25 39,5 5,65 37 5,65 Tarmft- und Naiionaldank 10.75 >0,5 11,1 10,5 Teuiiche Bank........ 11,01 10,5 11,1 10,75 Deuische BereinSbank - . 1,13 1 — — DiSconto Tommaudik 13,25 18,25 13 13,3 12,8 Metallbank.......... 16,5 — — Mitteldeutsche Trrditbant 2 2,2 2,13 2,25 Oesleireichtsche Treditanstalt 9,510 0,510 0,380 0,4i0 Westbank......... 0,800 0,800 1,1 0,9 Bochumer ®a8 ... ... - — 59,75 54 Sluhrr Ä ....... 17,25 2 16,5 25,6 17,87 16,5 25,38 '8 65 54 >6,5 Deutsch-Luxemburq..... Gelsenkirchener Bergwerke - 47,3 53,23 46,5 3 48 59,3 Harpeuer Bergbau..... Änlttorrfe SlscherSlebeu. . . - 65,25 64,5 00 63,75 — — 16,5 1 5 Kaltlverk Westeregeln. .... 22 23,7; 22 Laurabiitts ........ — 15 15,1 14,75 £ de, bedarf .......... 23 75 23,5 2 .5 22,75 öhiinlr 'Brrflhoti 32,5 32 32 8 31,75 -3,25 W heil! itoM . ....... ' 32 35 fttr herf 'IJZontnn ....... 66 52 itllu* Bergbau • ...... 23 3,1 - Hamburg.«mrrlka Paket . 82 SO,5 -2 30,25 Norddeutscher Lloyd .... 6,9 6,38 6,87 6,7 Clteram sche Wcrkc Albin . . 3,5 3,5 — — Zemennverk Heidrlbers -4 13,7, — - Pbilipp Pol-manu..... 3,6 3,5 3,7 3,4 Anglo Cont.-Kuano..... - 33 32 30 Badische Anilin........ 15,65 16,5 18 16,3 Chemische Mavex Alavin. . . 2.8 2 8 — — Goldschmidt.......... 14,65 13 14,5 14,65 GrieSheimer Eleetron .... 15 14 14,5 13,5 Höchster Farbwerke...... 14/3 13,13 3,3 13,4 Holme ohlung........ 11.5 11 — — 6 16,5 16,1 15 20,25 19.1 «Na .7,11 58,83 57,1 4 2 2 Kovenbaaen 65,04 65,36 €5,83 6 ,17 2 2 Ctockboltn 11 ,72 111,23 110,72 111,23 2 2 Helsingfors 10,57 10,63 10,57 10,63 2 2 Italien - 18 05 18,15 17.76 17,84 2 2 London . 18,0)5 18,095 18,055 18,145 2 2 Neuvork . 4,19 4,21 ) 4,21 1 1 Pari» . . 21,05 21,15 21,35 21,43 2 2 schwell 72,6? 12,9 i 72,42 72 73 2 2 Spanien 52^7 12,63 53,12 13.38 2 2 BZien in D-» Oest.abget r,03 F,1? 6,08 6,12 3 8 Prag . . 12,21 12,29 12,21 12,29 2 2 Budapest 6,98 7,02 6.58 6,62 voll Voll Buen^Aires 1.400 1 ,i10 1,400 1,410 30 50 Bulgarien 3,11 3,13 ,09 9,11 voll voll Japan 1,775 1,785 1,775 1,785 1 3 Aiiö ve Jan- 0,495 0.505 0,475 0,48 voll voll Bel^rav 5,38 5,4? 5,38 -,4 voll voll Üinaben '2,96 '3,04 '2.96 13,04 10 10 Banknoten. Geld Brief Revart. % 72 42 72,78 5 22,44 2, 6 5 65,83 66,17 3 110,72 111,28 6 155,11 155, 9 2 6,08 6,12 10 4,19 4,21 1 18.05 18,1 ' 2 18,70 18,80 voll 1/.95 18,05 S 4,39 4,41 voll 12,21 12,29 4 56,85 57,14 10 2, 9 -.21 voll 62,27 2 5 5 51. Fortsetzung. (Rachdruck »erboten.) Die beiden jungen Deutschen ttge Reisebekanntschaft ich zuletzt gedacht . . von dir. . Die Rot zeigt, wo die (Fortsetzung folgt.) Hur L Pfennig kostet MAGGI8 Fleischhruh-Würfel Achtung auf den Namen MAGGI und die rotgelbe Packung. . eine flüch- on die hatte Einfach mit kochendem Wasser übergossen, erhält man kräftige Fleischbrühe zum Trinken und Kochen, zum Verbessern oder Verlängern von Suppen und Soßen aller Art. Mit gedämpfter Stimme... saft flüsternd sprachen sie. .Die Freunde, Maria, an die ich zuerst gedacht, haben nichts für uns getan . . . vielleicht nichts tun können . . . Der Konsul. . . wie oft war er in unserem Hause . . . nichts . . Collin Cameron ... am Tage vor unserer Gefangennahme suchte er mich noch zu beruhigen . . . rühmte sich seiner guten Beziehungen . . . auch er . nichts . . . nicht so schlecht, baft sie aus einer flüchtigen Reisebekanntschaft eine Verschwörung machen." „Hnö doch ist es so, Fräulein Maria . . M doch Geduld! Der Tag wird kommen, an dem Sie, gereinigt von allein Verdacht, in das alte Haus in Kaschgar zurückkehren können." „Rach Kaschgar!" Maria erhob sich und warf mit einer brüsken Handbewegung die Schachfiguren durcheinander. „Rach Kaschgar? . . . Rie wieder lehre ich nach Kaschgar zurück! Verhaßt ist mir die Stadt. Verhasst das Land, wo solche Gewalttat geschehen konnte!" „Oh, nicht doch, Fräulein Maria! Seien Sie nicht so schroff! . . Beruhigen Sie sich! . . . Dolle Genugtuung wird Ihnen gewährt werden. Ihr Heim in Kaschgar wartet auf Sie, so wie Sie es verlassen haben. Als ich Ihre Verhaftung erfuhr, lieh ich mir Vollmacht geben, über Ihr Eigentum zu wachen. Die Schlüssel de- Haus,-s sind in meiner -Hand. In Ihrem Stübchen steht alles, wir Sie es verlassen haben. Richts entfernt . . . nichts gerückt! Der grobe Mandel- baum vor Ihrem Fenster steht wie alle Jahre um diese Zeit in einem Dlütemneer?- Gedenken Sie der schönen Stunden, die Sie dort verbracht. Werfen Sie nicht alle erfveulichrn Erinnerungen um eine Unerfreulichkeit von sich! Fast möchte ich bedauern, wenn Sie, nun trieb er frei, statt nach Kaschgar zuruckzukehoen. das Land verlassen. Dann wäre auch mir Kaschgar verleidet. Wie öde würde es mir Vorkommen, wenn Sie ei Collin Cameron nahm aus dem Stuhle WM- Husens am Schachttsch Platz. „Oh, Fräulein Maria, Ihr Sprel steht gut, Der arme König ... em Zug von Ihrer Hand, und er muh sich Ihnen ergeben. » Theodor Witthusen s«kne Frage^ „Dringen Sie gute Rachrichten, Herr Ca- „Gute Rachrichten?... Fräubevn Maria .. Srine Augen versenkten sich brennend in die- Ich hoffe,^datz es meinen guten Beziehungen bald gelingen wird, Ihre Fverlassung durchzu- ^^"'Woshalb sind wir überhaupt gefangen?" Witthusen unterstützte und verstärkte die Frage Matias. . , . ~ ,, Wie konnte man es wagen, uns bet Rächt und Rebel Ute Verbrecher aus unserem Hause zu holen und wegzuschleppen?" Ich erfuhr Ihre Verhaftung leider erst am anderen Morgen . . . Konnte nicht sofort fest- stellen, wohin Sie gebracht worden waren. Mit vieler Mühe brachte ich heraus, dah Sir verdächtigt sind, mit Chinas Feinden tn Verbindung zu stehen." , Witthusen fiel ihm erregt ms Wort. „Feinden? . . . Wer sind Chi tas Feinde? . . . Mit wem liegt China im Kr.eg?" „China liegt im Krneg . . . fre lich nicht im offenen, sondern Im g.Heimen Krieg mit der E. S. C. Ihr Verehr mit dem Ingon'.eur Isen- brandt hat Sie in den falschen Derdach gebracht." „Deshalb di se Gewalttat!" Marias kleine Faust schlug krätzig auf den Tisch ... „Ich kann es nicht glauben! Die gelben Spions arbeiten Tin Roman aus dem 21. Jahrhundert öon HanS Dominik. „Ach, Kind, das sind unkontrollierbare Gefühle . . . Ich kenne ihn seit Jahren und habe nie Anlab gehabt, an ihm zu zweifeln." Er zog die älhr. „Roch zwei Stunden. . . wie langsam die Zeiger schleichen! . . . Heute noch langsamer als fimft.“ Ein Klopfen an der Tür unterbrach ihr Gespräch Sie glaubten, es wäre der Wärter, der ihnen um diese Zeit die Abendmahlzeit zu bringen pflegte. Collin Camevon stand vor ihnen. „Ah, Herr Cameron! . . . Wo kommen Sie her . . . Dringen Sie Gutes?" Witthusen war aufgesprungen und reichte dem Besucher die Hand. „Soeben noch tat ich Ihnen unrecht. Wir sprachen von den Freunden, auf deren Beistand wir vergeblich hoffen. . . und darunter waren auch Sie." „Auch ich . . . und was waren es sonst noch für Freunde?" „Oh, alle aus Kaschgar... Der russische Konsul ... die älpharts. . . viele andere. . - auch sonst noch ..." Gr brach seine Rede jäh ab. unterdrückte die Ramen Fox und Isenbrandt. die ihm schon auf der Zunge lagen, ©tue Spur jenes Mitz- ttauend, das Maria vorhin geändert, hatte sich ihm mitgeteilt. „Dringen Sie gute Rachricht?" „Wenn nicht heute, so doch bald! Ich freue mich, dab Sie mich unter Ihre Freunde zählen . . . Auch Ihnen, Fräulein Maria, meinen Dank, dah Sie meiner in Freundschaft gedacht haben." wahren Freunde sitzen. Herr kommt ja zweifellos im Einverständnis . . . mit Unter- stützung seines Freundes Isenbrandt." „Glaubst du, Da ter" — das leichte Rot auf Marias Wangen vertiefte sich — „dah Herr Isenbrandt bei seinen vielen groben Arbeiten noch Zeit hat, sich um uns zu kümmern?" „Würde sonst sein Diener mit hier sein? . . . Ihn mögen seine Arbeiten festhalten, aber er benft auch an uns." „Er hat uns früh genug gewarnt ... Du Hebest dich durch Mr. Cameron beschwichtigen. Ich weib nicht, Vater ... ich kann dein grobes Vertrauen in Mr. Cameron nicht teilen . . . sein ganzes Wesen . . . sein überfreundliches Benehmen stoben mich ab." vehördliche Anzeigen abzugeben: OMSK 24. März, nachm 4 Uhr. 2071B 447 Rm. Wohnhaus Bürgermeisterei. 2050D Achtung! Achtung! 3 9 Fichtenstämme 2. Kl. 4 20 3. 1. 2. Neustadt 19 L Televbou 14)51. vorr fi. Rcotofl, «Btt. schreibt r SReti* 2060D Der Bürgermeister. Uleider- Abfeisbürften Färbgaste 21. Butzbach (Hessen) 4*A Buchenstämme . . . 5 51.-- 105 61 14 25 11 Am. Rm. Rm. Weißtannen-Derbstang. 220 St Fichen-Derbstangen... 28 5t. 350 55 12 7 207 Gest, schriftliche Angebote unt. G. 4409 120648s] an den Gießener Anzeiger. Fichtenstämme Kicfernstämme Nutzreisig. . . meindewald Leihgestern 47 Fichten-Stämme Dietzen, den 17. März 1924. Stadtbauamt Dietzen. Braubach. 9 Nm. Fichten-Nutzreifig versteigert werden. Zusammenkunft Rehstand 9. Leihgestern, den 18 März 1924. 24, 27. 28, 33 und 40: Eichenscheiter Dirken- und Fichtenrundscheiter Eichen-, Kiefern- und Fichtenknüppel Eichen-, Birken-, Kiefern- und Fichtenreisig » Wellen Kiefernreisig । Rm. Eichen-, Kiefern- u. Fichtenstvcke. Zusammenkunft: Aller Anneröder Distrikt 13 a. Faberstück: 2 Fichtenftämme l.Kl. — 4,89 Fstm. Los 1 „ 2 , 3 Bekanntmachung. Beim Stadtbauamt liegen die Unterlagen für die Vergebung der Stellung des zweifpännigen Pferdefuhrwerks offen. Näheres siehe Aushängekästen. Derdingunqstermin am Montag, dem Brennholzversteigerung. Aus den Waldungen der Stadt Gietzen sollen versteigert werden: A) Montag, den 24. Marz 1924, vormittags 9'/; Uhr beginnend, Bezirk des Försters Drück, Rödgen, Abt. 1, 4, 5, 6, = 11,64 Fstm. = 9,26 „ --- 2,69 „ Nutzholz-Submission Gemeinde Salzböden bietet an: Derbstang. 1. Kl. 2. „ Holzversteigerung. Freitag, den 21. März lfd. Is., nachmittags 1 Uhr beginnend, sollen im Ge. „Unter unseren Verhältniffen geeignete Rindviehraffen" (Referent.Generalsekr. Dr. Wagner, Gietzen) „Unfruchtbarkeit der Rinder, Ursache und Bekämpfung - (Referent: Detennär- rat l)r. Schmidt, Schotten) mittlerer Größe, mit grobem Garten, mögt, mit Toreinfahrt, evtl, mit Hintergebäude. von schnell entschloffenem Selbstkäufer sofort zu kaufen gesucht. Sand- und Tongrubenverpachtrmg. Die Gemeinde Lützellinden hat eine größere Ton- und Sandgrube, unmittelbar an der Bahnstrecke Gießen- Frankfurt am Block Lützel bei Gietzen gelegen, zu verpachten. Interessenten wollen sich an das Bürgermeisteramt Großrechtenbach, Kreis Wetzlar, wenden, von wo gegen Erstattung der Kosten die m Aussicht genommenen Verpachtungsbedingungen zu beziehen sind. Großrechtenbach (Kreis Wetzlar! den 15. März 1924. 20591) __ Der Bürgermeister: Schneider. Treis a. Lda., den 18. März 1924 Bürgermeisterei Treis a. Lda Benner. 2069D -11,42 Fstm. = 15,58 „ Bekanntmachung. In unser Handelsregister ist heute unter Rr. 153 die Firma Teneriffa, Aktiengesellschaft, Zigarettenfabrik in Gietzen eingetragen worden. Der Gesellschaftsvertrag ist am 7. März 1924 festgestellt. Gegenstand des Unternehmens ist: 1. die Herstellung, der An- und Der- kauf von a) Zigaretten, Tabak und Tabak- erzeugniften aller Art: b) sämtlichen hierbei benötigten Roh- und Hilfsstoffen; 2. die Verwertung der ans der Fabrikation sich ergebenden Rebenprodukte: 3. Geschäfte aller Art in jeder gesetzlich zulässigen Form zu tätigen. Die Gesellschaft darf im Inlande und Auslande für ihre Zwecke Grundstücke erwerben und erworbene veräuhem: sie darf Zweigniederlassungen, Filiakfabriken, Agenturen unb Verkaufsstellen errichten, pachten oder evrrichten und sich an ähn- Lichen oder anderen dem Geschäftsbetriebe Dienlichen Llnternehnrungen beteiligen, auch solche erwerben, pachten, verpachten oder wieder veräuhern. Das Grundkapital beträgt 50 000 Gvldmark und ist eingeteilt in 50 auf den Ramen lautende Mtien im Aennbetvag von je 1000 Mark. Die Ausgabe der Aktten za einem höheren Betrage als dem Renn- betrag ist statthaft. Der Borstand besteht je nach Bestimmung des Auf- sichtsvates aus einem MitgliÄ» oder aus mehreren Mitgliedern. Die Vorstandsmitglieder und deren etwaige Stellvertreter werden durch den Vorsitzenden des Aufsichtsvates in gemeinschaftlicher Handlung mit einem Stellvertreter bestellt. Don diesen formen sie auch abberufen oder einstweilen vom Amre ent- Nutzholzversteigerung Nächsten Montag, den 24. bs. Mts., kommen im Söbler Gemeinbewalb folgende Holzsottimente zu Versteigerung: Eichenstämme l.Kl.2 Fstm., 2. Kl.3,27 Fstnu, 3. Kl. 5 Fstm^ 4. Kl. 24 Fstm., 5. Kl. 27 Fstm., 6. Kl. 15 Fstm. Weg, 4. Schneise. B) Donnerstag, den 27. Marz 1924, vornr. 97s LIHr beginnend, Bezirk des Försters Geisel, Gietzen, Abt. 56, 58, 60, 62, 64, 74 und 100—112: 40 Rm. Kiefernscheiter 91 Am. Kiefern- und Fichtenknüppel 36 Rm Kiefern- und Fichtenstöcke. Zusammenkunft: Alter Steinbacher Weg, 1. Schneise. 20736 Gietzen, den 19. März 1924. Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. Rosenberg. Anfang vormittags 9 llhr, (Eingang des Waldes, Straße nach Oppershofen. Södel, 19. März 1924. 2057V Heff. Bürgermeisteri. Dillenburger. „Darmstädter Haus bürsten,Glanzbürsten nfw. liefert prompt und billigst Hch. Damm, Gürsteuwaren en gros. 1D.K.W.,21AP.S, gut erhallen.. Mk. 300.- 10. K. W„ 2‘A P. 8., fast neu.... Ik. 400.- I illrigbt, 3V«P1, la Läufer.... ML 580.- 1 Wanderer, 2 P. 8., neu üherholt,. ML 550- 1 Heilo, 2l/*p.s„f.nen, m. Getr. o. Kickst, 800.- 1K. V. Allg. Kraftiahrzeng-Verlrieb G.m.b.lL Telephon 1646 SIES8EW AlterWfl BK Nähere Auskunft erteilen die Herren Hegemeister Saleck-Salzböden und Förster Lucas-Witzmar. Angebote, getrennt nach Losen, Holzarten und Gemeinden, erbitte je Festmeter in G.-Mark bis 28. 3. er. emschl., vormittags 11 Uhr, an mich. Bieter müffen sich den hier gellenden Holzverkaufsbedingungen unterwerfen und dies schriftlich niederlegen. Zuschlag bleibt 8 Tage längstens Vorbehalten. Zahlung mit 7, sofort nach erteiltem Zuschlag, der Nest nach 3 Wochen, aber mindestens vor der Abfuhr. Krofdorf, den 19. März 1924. 35 St.--22 Fstm 15 St. = 6 Fstm. ......18 Rm. Grotze Sendung Weißkraut, Rotkraut, Wirsing» Gelbe - rüden, Roteruben, Zwiebeln, Meerrettich, Blumenkohl, Rosenkohl, Sellerie, Lauch, Grünkohl, Tomaten, Zitronen und Apfelsinen eingetroffen. Berkaus: Freitag von 9 biS 1 Ubr, im Garten des Hotel Felienkcller, Babu- bofstrafre. Bestellungen werden jederzeit angenommen. 018333 Frau Frosch Holzversteigerung der (Gemeinde Wisrmar. Mittwoch, den 26. Marz 1924 kommen von 10 Uhr norm, an bei Wirt Dittendorf in Witzmar zur Versteigerung: Disttikt 25a: 2 Eichenstämme —1,04 Fstm. Distrikt 27 und 38 Kattenbach: 13 Eichen- stämme = 8,05 Fltm., 2 Buchenstämme — 1,62 Fstm., 100 Rm. Scheit und Knüppel, 131 Rm Reiser (Nr 2350-2401). Disttikt 36 Wolfsgräben: 82 Rm. Buchen, Scheit und Knüppel (Nr. 1159-1188). Disttikt 14a Kennelsheck 234 Rm. Buchen Scheit und Knüppel, 39 Nm. Stöcke, 382 Nm. Reiser. Distrikt 17 Affelbach: Fichte 6 Rm. Knüppel, 13 Rm. Stockholz, 61 Rm. Reiser (Rr. 2335 bis 2347). 2058V Krofdorf, den 19. März 1924. Der Bürgermeister. 3. „Bekämpfung von Ninderkrankheiten, insbesondere der Tuberkulose" (Referent: Prof. vr. Knell, Gießen). Wir laben die Landwirte zu diesen Dorttägen hiermtt em. 2048V Darmstadt, den 17. März 1924. l^llMMIlDM für Hessen. Bekanntmachung. Beim Stadtbauamt liegen Berdingungs- itnteriagen für Erdarbeiten offen. Näheres siehe Aushängekästen. Verdingungstermin am Dienstag, dem 25. März 1924, vorm. 10 Uhr. 2070 B Bietzen, den 20. März 1924. Stadtbauamt. 3. ö.: Nold. Bullenverkauf. b,en 24. März, nachm. Uhr wird ein gut genährter Simmentaler Bulle im Submisfivnsweg auf der biestaen Bürgermersterei vergeben. Angebote sind pro Zentner in Gvldmark anzugeben Bedingungen werden vor dem Termin be. katmtgegeben. Gemeinde Witzmar: Los 1 Distrikt 22b Nr.62 - 187 ^126 Eichenstämme 5. Kl. — 66,09 Fstm. „ 2 Disttikt 17 u. 43 = 3 Fichtenstämme 1 Kl = 7,34 Fstm. Muster zu Diensten. o,»- hoben werden. Die Anstellunasverträge mit den Mitgliedern des Vorstandes schließt der Vorsitzende des Aufsichtsrates ab. Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch den Deutschen Reichsanzeiger. Die Berufung der Generalversammlung erfolgt durch den Dor- sitzenden des Aufsichtsrats oder demDor- stand, und zwar nach dem Sitze der Gesellschaft oder einem anderen Orte mnerhalb des Deutschen Reiches und, sofern nicht im Gesetze oder in diesem Gesellfchaftsvertrage Abweichendes be- stimmt ist, durch einmalige Bekanntmachung im Deutschen Reichsanzeiger. Die Bekanntmachung soll mindestens 18 Tage vor dem anberaumten Termin erfolgen. Bei Berechnung dieser Frist sind der Grschemungstag des die Bekanntmachung enthaftenden Blattes und der Tag der Versammlung nicht mitzurechnen. Die Gründer der Gesellschaft sind: 1. Generaldirektor Ludwig Rinn in . Heuchelheim, 2. Fabrikant Walter Erhard in Heidelberg, 3. Generaldirektor Albert Mugler in Lauffen a. R., 4. Generaldirektor Dr. Georg Gail in Gietzen, 5. Dr. Carl Dönges in Gietzen. Sie Gründer haben sämtliche Aktten übernommen. Mitglieder des Vorstandes sind: 1. Generaldirektor Dr. Georg Gail, 2. Direktor Georg Schminke, beide in Gietzen. Die Gesellschaft wird rechtsverbindlich insbesondere in Bezug auf die Zeichnung der Firma vertreten: 1. wenn der Vorstand aus einem Mitglied besteht, durch dieses; 2. wenn der Vorstand aus einem nicht mit dem Rechte der Alleinvertretung ausgestatteten Mit- gliede oder aus mehreren Mitgliedern bestAt, durch zwei Mitglieder be3 Vorstandes oder durch das bzw. ein Bor- «h bwrrf- 6<6avmanfln«t toH 06t» SE ÜÜ bebanMuhfl (j Ä ist £exte-4rtui« befonb. |u nnpsthlrv. 3; babeg tn atttn LpolhUtu. Drogerien u. ißaifiunaiat Jg. intell. Kaufmann sucht sich mit vorerst 2000 Goldmark an aussichtsreichem, solidem Unter« nehmen tätig zu beteiligen. Schriftl. Ang., die streng vertraulich behandelt werden, unt. 018334 a. d. G. Anz. Ein vornehmes, rentables und einflußreiches Unternehmen wird ausgebaut. Am Mit WW (nicht unter Mk. 3000.—), die sich daran beteiligen würden, wollen fchr. Angeb. u. 018340 a. d. G. A. einreich. M Medlllllwsrl! iiiiimmmniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimuiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiimuii Rotzhaarbesen, llokorbesen Lttahenbesen, Schrubber HESSE' fti) heute groOerfreisahschlag I Wir haben im Auftrag folgende fahrfertlffe Motorräder WW-Mül Schwemmsteine"”° Falz- und Plattziegel liefert ab Laaer und ab Werk in Waaaonladung in bester Qualität c«ssiimcW,!ei.ri Haus mit Bäckerei! § von kaptlalkräfliaem Käufer zu kaufen nesucht. Offerten unter ^Bäckerei" an Ala- HaafcufteinLVoaler,Fra«kfurt/Main. 2. „ =18,50 3. „ =18,- 4. w = 1,83 ftandsmitgliÄ» und einen Prokuristen oder einen gemäß § 12 bestellten Zeich- nungsbevollmachtigten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates kann in Gemeinschaft mit seinem Stellvertreter einzelnen Mitgliedern des Vorstandes die Befugnis erteilen, die Gesellschaft allein zu vertreten. Stellvertretende Vorstandsmitglieder stehen bezüglich der Dertretungs- defugnis den ordenttichen Mitgliedern gleich. Bei schriftlichen Willenserklärungen sollen die genannten Personen in der angegebenen Weise die Firina unter Dei- fügjung ihres Ramens unterzeichnen, und zwar die Prokuristen mit einem dieses Verhältnis andeutenden Zusatz. Dte mit der Anmeldung eingereichten Schriftstücke, insbesondere der Prüfungsbericht des Dorstandes, des Aufsichtsrats und der Revisoren könnerc während der Dienststunden auf unserer Gerichtsschvei- berei eingesehen werden, der Prüfungsbericht der Revisoren auch bei der Handelskammer in Gtetzen 20448 Gietzen, den 12. März 1924. _________Hessisches Amtsgericht._________ Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Derggewerb- liche Industrie, Gesellschaft mit be= schränkt er Haftung inGietzen eingetragen: ! Direktor Bernhard Hermanni ist als ! Geschäftsführer ausge chieden. 2043B Gietzen, den 14. März 1924. _________Hessisches Amtsgericht._________ Bekanntmachung. Sonntag, den 23. März 1924, nachmittags 2 Uhr, finden in ßauba d) im Gasthaus „Solmser Hof" 3 Vorträge der Landwirtschaftskammer statt und zwar über: