'Ur. 215 taffes Blatt IHtttwod), (9. klovemver 1924 U4- Jahrgang General-Anzeiger für Oberhefsen Dmrf imd Der!ogjBrfif)rf(f)e UniverstlÄr-vuch- und Stdnörucferei N. Lange in Siehe». Zchriftlettunz und Seschäftrftelle: Schulftrahe 7. Ttsnahme »en aiijc.aui für die logesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeDerdindlichbeit. Preis für \ mm hohe für Anzeigen von 2, mm Breite orilich8,auswaris 10 (Folbpltnntg; für Reklame Anzeigen o 70mm Drette 35 (holbpfcnmg, fch'.ag Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr lliilh Vongc; für den nbiigcn Teil: Ernst Dlumschein^fürde > Anzeigenteil: HansBeck, jämilid) in Gießen. W«txl täglich, anher Souu web Friettcqs. Beilagen: OietzenerFeimilienblütter Heimat im Bild. ■•eets-Beiigspreis: 2 Bold mark u. 20 Bold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern Infolge höherer Gewalt. Fer nfpr ech-Anschlusse: vchrifüettnng 112, Der- ag undBeschästsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Nnzelaer« letze». pofttchecklonto: granffart a. M. 1168«. Die Unterdrückung der Deutschen in Böhmen. Die deutschen Parteien lehnen die Mitarbeit im Prager Parlament ab. Prag, 18. Rov. (WTB.) Das 2lbgeord- netenhcrus trat in die Beratung des Staat-hnus- haltSvovanschLags für 1925 ein. Chi der Generaldebatte crtLirtc Dr. Czech (deut'cher Sozialdemokrat) u. c. fürHeeccs- trefen, Vaugoin, auch im kommenden Kabinett fein soll. Als RackÄger des Finanzministers Kienböch bei besonders bei den Ländervertretern sehr verhaßt war, wird in erster Linie der Landeshauptmannstellvertreter für Steiermark, Dr. Ahrcr genormt. Ramek plant auch mit den Sozialdemokraten eine Aussprache, um dem Kampf, der in lelller Zeit zwischen der Gemeinde Wien unb dem Bunde entbrannt war, ein Ende zu machen und die Sozialdemokraten zu einer toleranten Haftung gegenüber dem neuen Kabinett zu bewegen. Die Reuwahl der Regierung dürfte vor- ausfichllich am Donnerstag erfolgen. — Die heute an der Dorfe verbreit eien Gerüchte, dah Jun« despräsident Dr. Harnisch beabsichtige, zurückzutreten, sind, wie an zuständiger Stelle erklärt wird, vollständig erfunden. Vertagung der Abrüstungskonferenz? Paris, 18. Rov (WB.) Die britische Regierung hat an das General ctcetaitat des Völkerbundes eine Rote gerichtet, in tec fk verlangt, dah bei Der am 8. Dezember in Rom zu'ammentnllnden Tagurg res Vö.kerbunds.atcs nicht über das S icherheits- unb Entwaffnungsprotolol» verhandelt werde. Die britische Regierung erklärte, dah diese Fragen ihre volle Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, aber dah sie die Verpflichtung habe, hierüber mit den Dominions zu verhandeln, ohne die sie keine EmfchÄdung treffen könne. Es wird in Paris angenommen, dah es gar nicht zweifelhaft ist, dah der Völl.r'ruo^>siat den Wünschen der englischem Regieru g e itsprechen weid . Tie Havasagentur fügt dieser Rach rieh, hinzu, daS erste Ergeb ns die er Entsch tidu u we de sein, dah die Vorbereitungen für die En.w fsnu.igs- konftrenz unterbrochen werde Das zweite Ergebnis sei. dah mit ever Ter: gung bie'er Konferenz, die im Monat 3u(i 192o zusammen- treten soll, zu rechnen ift Die deutschen Dorkriegsschulden Paris. 19. Rov. (TU » Die Reparations- lomm.s'ion ist gestern unter dwn Botutz van Darthou zu einer Sitzung zufam.n.n?,e.rll.m, über die solgutd^s Kommuniauv ve.u ie.ttlicht wurde: Die RLparations.ommiisio.i hat in Ausführung des Artikels 2-o4 des Te.sailler Vertrags Das Rumpfparlament. — Giolitti sammelt die Opposition. Don unserem römischen ^-Korrespondenten. Rom, Mitte Rovember. Schwert l^rer Toga? Rach Der Ighrcsfcier der schwarzen Revolution, dem Fest der regie- renDcn Partei, das zu stören die sovversivi, die Umstürzler, sich wohl hüteten, stellte das Organ der gemähigten Faszisten diese Frage auf und beantwortete sic sogleich zugunsten der Toga. Das heiht, man brauche die Dinge in Italien nicht so schwarz zu sehen, es würden wohl scharfe Worte und auch gelegentlich Prügel gewechselt. aber schon breche der gesunde Sinn sich Bahn. Mussolini sei draus unb dran, das Schwert in die Scheide zurückzustohcn, wie der Engel auf der Cngelsburg, und nur noch als Rebner auf die rostra treten. Auf der anderen Seite würde die Opposition ihren Schmollwinkel verlassen, ihre törichte Obftruftion aufgeben — kurz, das italienische Volk werde sich wieder auf parlamentarischem Boden zusammenfinden. Acht Tage später aber ergab sich, bah draufgängerische Schwarzh:mden sich nicht hüteten, die Jahresfeier des Sieges, das Fest des ganzen Volkes zu stören. In Rom kam es zu Szenen, die noch vor wenigen Monaten als eine Ausgeburt toller Phantasie erschienen wäre, man trug blutig geschlagene Frontkämpfer vom Platze unb Garibaldi griff wie fein Ahne mit großer ©ebärbc in Den verdüsterten römischen Himmel, die Göttin der Freiheit zu beschwören, wider den Faszismus, wider Mussolini, den Tyrannen. Unb in der Tat. die königliche Post hat gut getan, die Postkarten aus dem Verkehr zu ziehen, die in alle Welt hinaus das stolze Mussolini wort trugen: Wir. die Ueberlebenbcn, wir, die Zurückgekchr- len, fordern das Recht, Italien zu regieren! ilnb nun sollen die Kriegsteilnehmer nicht einmal mehr an Siegesfeiern teilnebmen dürfen, während Flaumbärte, die während der Isonzotage noch die Schulbank drückten, das Recht fordern, Italien zu regieren? Das war. nach dem Matteottiskandal, die zweite grobe QlieD erläge des Faszismus. Der Oberbefehlshaber der faszistischen Armee hätte niemals eine so verfehlte Taktik feiner Unterführer dulden dürfen. Aber ob Mussolini in Wirllichkeit den Oberbefehl überhaupt hat? Cs sieht zum mindesten so aus, als lebe er etwas zu weit hinter der Front. So nur ist es erklärlich, dah er der allgemeinen Gärung zum Trotz zu dem in normalen Zeiten wie sie offiziell im Lande herrschen, ungewöhnlichen Mittel eines Tagesberichts griff, der wörtlich erklärte: „Wir haben auf der ganzen Linie gesiegt!" Run ist ja die Opposition angesichts der mit dem Heer vereinigten faszistischen Miliz wirklich schwach, sagen wir ruhig hilflos, aber dann war es wiederum ein Fehler, ihr das älebergewicht Der Regierungswasfen so drastisch unter die Rase zu halten, wie es der Diktator tat mit seinem nur schwer übersetzbaren Wort strainfischiarsene. Das heiht nicht nur darauf pfeifen, das heiht: Ich pfeife ganz und gar auf die Opposition. Vorher drohte er schon, nötigenfalls die Streu für die Feldlager seiner Schwarzhemden aus ihr zu machen — und nun tut man böse, weil diese quantite ncgligcoble sich nicht zu einem Rampenschmuck für die saszistische Kammer hergeben will. Italien erlebt also zum erstenmal in seiner inner- politischen Geschichte das Schauspiel eines Rumpfparlaments. Wie es nach Cromwells Säuberungsattion aussah können wir uns leider nicht mehr so recht vorstellen, und Zeugen dcs jämmerlichen Restes der 'Deutschen Ralionalversammlung. der als sogenanntes Rumpfparlament ganze 13 Tage in Stuttgart tagte, gibt es auch nicht mehr viele, über wer sich ein Bild davon machen will, braucht nur nach Rom zu fahren — hoffen wir, dah es hier länger als zwei Wochen dauert. Die Eröffnungssitzung war heiteres Theater, dank der durch einen Mann bewerkstelligten oppositionellen Demonstration. Immerhin Theater anbcrnfa.13 hätte man ebensogut zuhause Deror.al nehmen können. Als Mufsollni, Der Dolkstribun in die hohe Aula trat, gähnte ihn von Der Linken her eine eindrucksvolle Leere an — sehr zum Mißvergnügen Der vielen schönen Frauen, die am Parlamentarismus nur die Arena lieben. Wie konnte es hier zu dem ritterlichen Streite der Männer kommen? Aber bei genauerem Zusehen ergab sich, dab der Rachen der Opposition doch nicht gan; zahnlos war. Einer stand noch, ein kommunistischer sogar, ein Dräuenber Eckzahn. Kaum ist die parlamentarische Ausstellung beendet ist etwas Schönes um diesen Stufenaufbau —, kaum hat sich der Herr Präsident aus die oberste Zinne geschwungen während tief unten der Duce fein Cäsarengesicht aufseht. Da bei fit, da reiht, da haut Dieser Zangzahn zerfleischend los „Ma 11 e o 11 i!" gellt die Fanfare Durch den Saal. „Richt würdig ist D.rsc Kammer" .. Ordnungsruf. Glocke. „Korruption" .. . Ordnungsruf. Aufspringen nicht nur der unhaltbarsten Faszisten, sondern auch Der Männer über der Ministerbank. Der Zweidrittel- settor der Regicrungs.ivuen tritt schäumend über feine ilfer, ergieöl sich - sich Da, Der ewige Fels G.olitti ist nicht Da! — in Die linke Leere. Doch Der Mann der Opposition tut feine Pflicht und lieft weiter, bis er unter ironischem Beifallssturm und dröhnenden bis! HL! fein Stenogramm in Empfang nehmen und damit abtrelen kann. Der Vorhang fällt. Man i st unter sich In heilerer Ruhe verlaufen die weiteren Sitzungen. Kein böser Rachbar stört mehr den Frieden des Hauses, es ist schon ein Ereignis, als tags- Laiauf Giolitti seinen seit Wenschengedenken gewohnten Platz einnimmt, um dort fein beschauliches ©taluenbafein zu genieben. Man stimmt ordnungsgemäb ab und, ist es nicht geradezu verblüffend, cs ergibt sich ein Vertrauensvotum für Mussolini! Rein, Der Mann mit der eisernen Faust war nicht gut beraten, als er solchen Kulissenzanbev zulieh. Dieses gegnerlose Rumpfparlament ftebt ihm nicht, so wenig wie seine fortgesetzten Zwischenrufe. Was fall man dazu sagen, wenn Die für Die Presse bestimmte „Heiterkeit" Dadurch zustande kommt, dah ein Mussolini Die Floskel eines Redners, er w'rde ja nie Minister werden, mit DemZw schenruf unterbricht: Wer trerh? So ha mlos ft he i de Ding' D außen denn doch nicht. UnD wird Die Harmlosigkeit nur zur Schau getragen, was bezwecki Die Regierung damit? Wa u n läht Mus o ini ein I.rterv ev. Das ihm die Absicht in Den Mund legt, das Parlament nötigenfalls abzu schaffen, so energisch dementieren, nachdem er dieselbe Meinung doch bereits öffentlich bei Eröffnung dieser Denfn ürDigcn Lez.siaturperivde auesprach? Ein Mussolini kommt um dielen Schritt gar nicht herum, trenn die Opposition den Streik durchhalt. Freilich, tr-ciin man ihn hört, zweifelt er eben am Durch Haltewillen der Gegner: Der Tag werde kommen, meinte er, wo sie auf Dem Aventin die weihe Flagge aufziehen. Das ist nun allerdings nicht ausgeschlossen. Denn in Den WanDelgängen kann man bereits vielen Aventi- niften begegnen. Die sich mit SchwarzhernDen angeregt unterhalten Hier Darf getagt und beraten wer Den, was Drinnen eine Sünde wider Den Geist wäre. Beide Lager sind trotz des Darauspfeisens und trotz der Iuniresolullon. Die Den Parlamentsstreik dis zur Wiederherstellung gesetzlicher Verhältnisse verkündigte, längst Des Haders müde. Allein, es kann auch anders kommen, es kann sehr Böses aus dem etwas kitschigen Idyll eines „Iknter-unS-Parlaments" entstehen. DieB*» schlüsfc dieser Kammer der Schwarzbemden, U- Durch die paar „Liberalen" und die ..Domo- fafzisten" noch nicht einmal gesprenkelt wird, find sie eigentlich gesetzm ästig? Formell gewiß, nachdem sic mit schöner Regelmäßig - keit mit Zweidrittelmehrheit gefasst werden, aber ob auch moralisch? Man braucht sich ja nur vvrzustellen. was eine Kammer Der regierenden 'Partei alles über Abwesende beschlichen kann, um zu erkennen, das) es so nicht weitergehen kann, um den Ausdruck Der Opposition zu gebrauchen, ohne ihn geraDe in ihrem Munde berechtigt zu sinden Denn was heute Tatsache geworden ist, das Darf sich die Opposition selber zuschreiben, nachdem sie selber in unglaublicher Verkennung des faszistischnr Machtwillens durch 'Billigung des neuen Wahlgesetzes Den Rahmen schuf für Das Rumpfparlament. Jetzt ruft sie nach Reuwahlen, aber nun ist eS zu spät. Riemand vermag zu sagen, was Die Wolken am röm scheu Himmel bergen. Eine Lösung des Knotens scheint nur Du.ch Das neue, von austen kommende Ereignis möglich, das icDcrmann Dun kel ahnt und erwartet. Es sei Denn, Mussolin werfe Die Lheatertoga wieder ab und gehe feinen klassisch begonnenen Schicksalsweg, Bell und Rutc-nbüirdcl vor Augen, unerbittlich zu Ende Giolitti nimmt den Kampf gegen Mussolini auf. Rom, 19. Rov. (TA.) Rach Berichten, Die in den Wandelgängen der Kammer umlaufen, soll an Giolitti von höchster Stelle die Auftor- derung ergangen sein, Die inaerpolitifche Krise zu lösen. Er hat Die Führung DerOppositior übernommen und offiziell feine Ka ad »Datut für die Rachfolge MuffvliniS aufgestellt. Es besteht kein Zweisel, dah der alte, routinierte Staatsmann Die politische Campagne von ungewöhnlicher Tragweite nicht ohne Den Glauben an Den Erfolg begonnen hat. Mussolini hat an alle Sektionen Der Faszistischen Partei den Befehl gerichtet, Dah Unruhen, wie sie bereits in manchen Provinzen dorgekommen sind, zu unterbleiben haben. Luratti forder» Die Sozialdemokraten aus, ihre Ruhe zu bewahren und größte Vorsicht wallen zu lassen. E ne bürgerliche Unton gegen den Faszismus. Rom, 19. Rov. (TA.) In Rom hat sich eine neue politische Organisallon unter Dem Rarneii „Qlational-ilnion“ gebildet, Die Die Prinzipien der Freiheit und Der Demokratie vertreten will und alle liberalen und Demokratischen Elemente Der Opposition unter Ausschluß der 0oa ialDemotratcn umfassen wird. Die faszistischen Blätter bezeichnen die Schaffung Dieser neuen Rational-Anion als dn sehr geschicktes Manöver Der Abgeordneten der konstitutionellen Oppositt'^gruppen, Die sich rüsten, um gegebenenfalls Die Rachf olge Der faszistischen Regierung zu übernehmen; Die Berichte, dast Die Opposition wieder in Die Kämmer zurückkchren wolle, werden von Der „Tribuna" als unrichtig bezeichnet. Bei der heutigen Wiedereröffnung des Senats hat Senats- präsilent Littoni auf Die Rotwend:gkeit hin- gewiesen, dast die Gewalttaten in Italien auf» t orten. Mit Dem alten Horaz pries er denjenigen Mann selig und verdient um sein Baterlaird, dem es gelingen werde, dem brudermordenden Kampf ein E n d e zu machen, die blutigen lleberfälle zu beendigen und bi.* wilden Gewalttaten zu zügeln. Der Senat begleitete seine Ausführungen mit sehr lebhaftem Beifall. Die österreichische Krise. Dr. Ramek mit der Kabinettsbildung betraut. Wien, 19 Rov. (S. 11.) Der Hauptausfchust hat gestern nachmit ag d«n Abgeordneten Ramek mit Der Kabinettsbildung beauftragt. Dr. Ramek hat den Auftrag angenommen und ist sofort in Unterhandlungen mit dem parlamentarrfchen Klub getreten. Er erklärte zunächst dem Präsidenten Der Grobdeutschen Vereinigung. Dr Sing- Hofer, dab er die Eanierungspolrtik des Bundeskanzlers Dr. Seipel fortführen werde und dab daher für Die Groh- deutschen kein Anlab gegeben lei. aus Der Regierung auszuscheiden Er plane leDiglidj be-.üglich Der finanziellen Auseinandersetzung des Bundes mit den Ländern andere Wege einzuschlagen. Dr. Dinghofer verwies Darauf. Dar) Die prinzipielle Entscheidung Der Frage über Die Beteiligung Der GrobDeutichen erst in Der Konferenz Der Ländervertreter und Der Reichsparteileitung sollen werde. Er werde Dr. Ramek morgen Die Entscheidung Der Grobdeutschen Vereinigung überbringen. Dr. Ramek letzte hierauf die Verhandlungen mit maßgebenden Abgeordneten seiner Partei fort. Für das Ministerium für äußere Angelegenheuen ist Abgeordneter Dr. Mataja ausersehen, während der bisherige Minister für äußere Angelegenheiten, Dr. Grünberger, zum Gesandten für Berlin ausersehen ist. Für Den Fall, daß Die Großdetuschen sich ent» Jte Verteilung vsr stsentlichen beut» schen DorkriegSfchulden vorgenommen (Sie Hal die Anteile Belgiens, Danzigs, Polens und der Tschechoslowakei folgendermaßen festgesetzt: Belgien 640 609, Danzig 3 763 729, Tschechoslowakei 42 870, Polen (für Obeischftfien) 1 750 361, Polen (für die andern abgetretenen Gebietsteile) 17 121 438 Goldmark. Der mißverstandene Brief des Generalagenten. r Das Rätselraten um Gilberts Dries nimmt munter feinen Fortgang und findet täglich neue Rahrung durch die verschiedenen Kommuniques, die teils von ifyin selbst, teils von der deutschen Regierung zur „Erläuterung" heraus- gegeben werden. Klüger ist allerdings bis heute kein Mensch geworden, auch im Ausland zerbricht man sich den Kops darüber, welchen Zweck Herr Gilbert wohl mit seinem Brief verfolgt hoben mag. Dem Kern des ganzen Problems kommt wohl die Chicago Tribüne am nächsten, die feststellt, der Schritt Gil- bertsbedeute indirekteinen Angriff auf die Recovery-Acte. Sehr interessant sind die Ausführungen Arnold Rechbergs, der feststellt, der Sinn des Schreibens dürfte sein, daß aus den dem Transfer-Komitee zur Verfügung stehenden Gesamtsummen zunächst die Teilbeträge fest gelegt werden sollen, welche den einzelnen Gläubigerstaats zu überweisen sind. Rur in der Höhe der Teilbeträge, welche auf die Staaten entfallen, in denen die Entschädigungsabgabe erhoben wird, darf den nach biejen Staaten exportierenden deutschen Kaufleuten und Industriellen die Abgabe zu rückvergütet werden. Steigt bet deutsche Export nach einem die Entschädigungsadgabe erhebenden Gläubiger- staiate über den Teilbetrag, der an diesen Staat aus dem wahres, inl.mmen „des Transfer-Komitees zu überweisen ist, dann erhalten die nach b.efem Staate ^portirrenden deutschen Kaufleute und Industriellen keinerlei Rückvergütung 'Mehr für die Abgabe, und zwar weder vom Reich noch vom Lransfer-Komit e ®o£tu ch. daß die Cnt'chädigungsabg.'.be mit dem Abdrosseln der Reichsrückvergütung an die deutschen Exporten.e kombiniert w.rd, schwindet jede Möglichkeit eines irgendwie erheblichen deutschen Exports an die Länder, welche die Entschädigungsabgabe fordern. Der „M a n ch e st e r Guardian" schreibt, es sei wahrscheinlich, daß jetzt, wo der Trans- ferausschuß es übernommen habe, zu entscheiden, wie die Zahlungen geleistet werden sollen, den individuellen Gläubigern Deutschlands gestattet werden soll, ihren Anteil durch eigene Methoden zu erhöhen. Es sei daher zweifelhaft, ob die Abgabe, die ursprünglich dem britischen Schatzamt zum Dorteil gereicht habe, zweckmäßig beibehalten werden sollte, da sie jetzt England keinen besonderen Dorteil mehr biete, sondern nur Unsicherheit schaffe, den Charakter eines hohen Schutzzolls annehmen könne und das allgemeine Problem der äeberführung von Werten aus Deutschland eher kompliziere als vereinfache. Der ganze Zwischenfall sei die zweckmäßige Erinnerung daran, daß das Reparationsproblem jetzt aus den Händen der Regierungen Fenommen und in d i e der international erlSachverständigengelegl sei. Der deutsch-englische Handels- 5 vertrag. , London, 19. Rov. (WTD. Funkspruch.) Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegraph" schreibt: Die Verhandlungen zur Herbel- führung eines deutsch-englischen Handelsvertrages hätten jetzt einen Punkt erreicht, wo es für die deutschen Sachverständigen notwendig sein könnte, nach London zu kommen, um die endgültigen Einzelheiten mit dem Schatzamt und dem Handelsamt zu erörtern. Abgesehen von der 26prozentigen Ausfuhr abgabe scheinen die übrigen Schwierigkeiten gering und verhältnismäßig unbedeulend zu fein. Der englische Botschafter hat sich gestern nach London begeben, um seiner Regierung über ben Stand der Derhandlungen Bericht zu erstatten. Um die Räumung der Kölner Jone. Köln, 19. Rov. (Sil.) Zu der Frage ber Zurückziehung der englischen Truppen aus dem Kölner Gebiet schreibt ber , Evening Standard": Es werden in Berlin bestimmte Vermutungen angestellt, ob bie englischen Truppen durch französische erseht werden sollen. Es muß betont werden, daß diese Frage nicht die englischen Truppen, sondern die gesamten interalliierten Truppen betrifft. Sie wird daher durch die Alliierten gemeinsam entschieden werden. Alles hängt von der Erfüllung des Friedensvertrages in militärischer Hinsicht ab. Soweit die Reparationen in Frage kommen, habe Deutschland den Dawes-Bericht angenommen, aber ber zweite Teil seiner Derpflichtungen betreffe die militärische Frage. In dieser Beziehung könne man kein Urteil abgeben, bevor die Militä r- kvntrvllkvmmission ihre Tätigkeit beendet habe. Das Ende der Kontrolle werde M'tte Dezember erwartet. Es scheine unter diesen ilmftänben höchst unwahrscheinlich, daß die englischen Truppen zum 10. Januar oder einem kurz darauf folgenden Termin zurückgezogen würden. Die neuen Machthaber in der Pfalz und Rheinhessen. Koblenz, 19. Rov. (T. A.) Den beiden Generälen d e M e tz, Kreisdelegierter der Pfalz, und D e n v i g n e s, Bezirisbelrgierter fürRheinhessen sind g:'s Veranlassung des Kriegsministeriums militärifche Kommandos übertragen worden. Ihre Posten werden durch Mei Beamte des franzöff- scheu Kommissariats, Ballot und Bastiani, besetzt werden. B.illot ist beauftragter Bram er ber inneren Departementsverwaltung und war Generalsekretär im Departement Giiond und gehörte seit mehreren Jahren bem Oberkvmmissariat an. Er hat auch bereits bei der interalliierten Militärkommissiou gearbeitet. Z.'letzr war er Chef bei der Zivilabteilung des Kriegsministeriums. Bastiani war bisher Beigeordneter des Delegierte.: im Mainzer Bezirk und Win- nunmehr endgültig die bisher vertretungswei'e berjefjene Ober» Megation übernehmen. Als ehemaliger Offizier ist er Kommandant der Ehrenlegion. Glückwünsche an die befreiten Gebiete. Dem Oberpräsidenten der Provinz Hessen- Qiaffau sandte der Reichspräsident folgendes Telegramm: Den Bewohnern des heute von fremder Besatzung befreiten Gebietes übermittele ich no mens des Reiches herzliche Grüße und die D e r -- ficherung dankbarer Anerkennung für ihr mannhaftes Ausharren in der schweren Zeit bei Fremdherrschaft/' Der Reichs ka nzler richtete cm den Oberbürgermeister von Darmstadt folgendes Telegramm: „Ser Verwaltung und Bevölkerung von Darmstadt spreche ich anläßlich der jüngsten Räumung durch die Desahungs- truppen den herzlichsten Glückwunsch aus. Mögen die daraus erwachsenden Erleichterungen für Wirtschaft und Verkehr sich zum Vorteil aller Dolkskreise auswirken." Auf daS Glückwunschtelegramm hat Oberbürgermeister Dr. Gläs- sing wie folgt geantwortet: „Ew. Exzellenz danke ich für die der Verwaltung und für die ber Bevölkerung der Stadt Darmstadt herzlichst für die anläßlich ber jüngsten Räumung ausgesprochenen Wünsche. 3n dem Vertrauen, daß auch die in näherer und fernerer Zukunft fällig werdenden Zusagen erfüllt werden, begrüßen wir die Räumung als eine Hoffnung für Deutschlands Zukunft." Der Lebenshaltunhsindex. Berlin, 19. Rov. (WTD.) Sn der gestrigen Sitzung ber Index ko mmifsion beim Statistischen Reichsamt wurden, wie der „Lokalanz." meldet, von verschiedenen Seiten st arte Bedenken gegen die bisherige Berechnungsart der Lebenshaltungsziffern geltend gemacht. Das Statisttsche Reichsamt werde infolgedessen bis auf weiteres die Aufstellung des Index ein stellen. Rach'Fühlungnahme mit den statistischen Aemtern ber Länder werde das Statistische Reichsamt ber Indexkommission in einer auf den 2. Dezember an beraumten Sitzung neue Vorschläge über die Indexberechnung unterbreiten. Steuersenkung in Baden. Karlsruhe, 18. Rov. (WTD.) Das Ctaatsministerium hat heute auf Antrag des Finanzministers beschlossen, im Anschluß an die Senkung von Reichssteuern und in Vollzug der Vereinbarung ber ßänberregierungen mit dem Reichssinanzministerium dem Landtag für das Rechnungsjahr 1924 eine Senkung ber Grund- und Gewerbesteuer vorzuschlagen. Diese soll allgemein in der Weise ermäßigt werden, daß von ber letzten, auf den 15. Februar fälligen vierteljährlichen Teilzahlung nur die Hä lfte erhoben wird. Dies kommt einer Senkung der auf 32 bis 46 Pfennig festgesetzten Steuersätze von durchschnittlich 5 Pfennig gleich. Auslösung der Bremer Bürgerschaft. Dremen, 18. Rov. (WTD.) In der Dür- gerschaftssihung, auf deren Tagesordnung an erster Stelle Sie Senatsneuwahlen standen, haben die Demokraten die Erllärung abgegeben, daß der neu zu wählende Senat kaum eine tragbare Mehrheit erhalten werde. Die Demokraten könnten deshalb der Vorschlagsliste nicht mehr zustimmen und befürworteten den Antrag auf A u flösung der Bürgerschaft. Diese Erklärung in Verbindung mit dem Antrag auf Umstellung der Tagesordnung rief bei der Deutschen Volkspa rtei, der Deutschnatio- nalen Dolkspartei und ber Völkischen Partei lebhaften Protest hervor. Rach 2 l/'stündiger Debatte über den Auflösungsantrag der Sozialdemokraten wurde dieser Antrag dann in namentlicher Abstimmung mit 74 gegen 43 Stimmen angenommen. Die Demokraten, das Zentrum, die Hausbesitzer, bie Sozialisten und die Kommunisten stimmten für die Auflösung, die Deutsche Volkspartei, bie Deutschnationale Dolkspartei und die Deutsch- völkische Partei dagegen. Stadtratswahlen in Oldenburg. Oldenburg 19. Rov. (TU.) Dei der Stadtratswahl in Delmenhorst Stadt und Stadtgebiet wurden insgesamt gewählt: 18 Bürgerliche (bisher 16), 12 Sozialdemokraten (14) und 1 Kommunist (1). — Die Stadtratswahlen in Rordenhamm hatten folgendes Ergebnis: Bürgerliche Parteien 8 (bisher 9), Kommunisten 1, Sozialdemokraten 9 (9). Die Wahlbeteiligung betrug 80 Prozent. — In Varel haben die Sozialdemokraten je einen Sitz an die Bürgerlichen und an die Kommunisten abgeben müssen. Sie haben 5 Sitze zu verzeichnen, während die Demokraten 10 und die neue bürgerliche Einheitsliste 10 und die Kommunisten 1 Sitz aufzuweisen haben. — In Rüst r i n g e n besteht die sozialdemokratische Mehrheit im Stadtrat weiter. Don 26 Mandaten erhielten die Sozialdemokraten 14, die Rechte 8, die Deamten 2, Sie Demokraten 1 und die Kommunisten auch 1. — In Jever hat die Wirtschaftspartei bei 9 Sitzen einen verloren; die Ralionalsozialisten behaupten 4 Sitze, die De- amten 2, die bürgerliche Vereinigung 2 und die Völkischen 1. Die Völkischen haben damit stark verloren. — In D l e x e n haben die Dürger- lichen 8 Mandate (vo'her 7), Sozialdemokraten 6 (5), Kommunisten 1 (3). — In Drake erhielten die Bürgerlichen 10 (vorher 9), die Sozialdemokraten 8 (9). — In Oldenburg selbst finden die Stadtratswahlen erst am 23. Roveniber statt. Der Renlnerbund zu den Wahlen Darmstadt, 18. Rov. (Eig. Bericht.) Der Deutsche Rentnerbund, in dem die früheren Mitglieder des Geusenbundes organisiert: sind, erläßt einen Aufruf, worin er auffixbert, für bie Deutsch nationale und für die Deutsche Volkspartei bei den Wahlen einzutreten. Amnestie für Malvy und Caillaux. Paris, 18. Rov. (WB.) Der Senat hat heute die Diskussion über das Amnestiegesetz und I 2wei wichtige Entscheidungen getroffen. Der frühere Minister Malvy, ber am 7. August 1918 Staatsgerichtshof abgeurteilt worden ist, ist nut 195 gegen 62 Stimmen und Caillaux, der am 23. Ap.il 1920 verurteilt wurde, mit 176 ge- ‘ gen 104 Stimmen amnestiert worden. Sobald das Amnetnegesetz in der Fassung des «Senate von Der Kammer angenommen fein wird, kann Calllaux wieder feinen Wohnsitz in Paris aufschlagen und aktiven Anteil an der Politik nehmen. Es wird allgemein angenommen, daß er hiervon Gebrauch machen und daß ihm die r a b 11 g l e Partei Gelegenheit geben wird, in aller Kürze einen Kammersih zu erobern. Polens Eintritt in die Kleine Entente. Paris, 19. Rov. (Tll.) Der „Matin" erfährt aus Belgrad, daß Besprechungen zwischen den Regierungen der Kleinen Entente und ber polnischen Regierung, bie auf ben Eintritt Polens in den Etaatenbund der Kleinen Entente abzielen, bevorstehen. In diplomatischen Belgrader Kreisen ist man ber Auffassung, daß die Aufnahme Polens angesichts der Anerkennung Sowjet-Rußlands durch die Entente, die in der nächsten Zeit erfolgen wird, eine zwingende Rotwendigkeit geworden ist. In zuständigen Kreisen erklärt man, daß die Aufnahme Polens bie Stellung ber Kleinen Entente gegenüber Sowjet-Rußland wesentlich verstärken und auf diese Weise zur Sicherung des Friedens in Zentraleuropa beitragen würde. Höchstwahrscheinlich wird schon im Laufe des kommenden Monats eine Konferenz von Vertretern der Kleinen Entente und Polens statt- finben. 6**-— *> - . ■ -■ - fj ö= Votschafterwechsel in Berlin und Washington. Reu York 18. Rov. (S. 11.) Der deutsche Botschafter in Washington, W i e b f e l b t, verließ, zusamnren mit der Mannschaft des Z. R. III, auf dem ^Colu m du s" Reuyork. Der Flieger- Ernst H e i n k e l s entbot dem scheidenden Schi ff mit feinem Aquila-Flugzeug, von dem die deutsche Flagge wehte, einen ADschiedsgruß. Vor seiner Abreise legte Wtedfeldt einen Kranz am Steuben- benkmal nieber. — Wie die Blätter ferner melden, wird auch ber amerikanische Botschafter in Berlin, Houghton, ber eben nach Deutschland zurückgereist ist, feinen Berliner Posten im März verlassen und den Botschafter in London, K e l l e g, ber zurücktritt, ablösen. Spaniens Rückzug auf Tetuan. Madrid, 19. lRov. (TU.) GeneralPrimo de Rivera telegraphierte gestern abenb, daß es in der Gegend von Schaschauen zu kleineren Kämpfen gekommen sei. Die Aufständischen hätten nach der Räumung des Gebietes keine Angriffe mehr unternommen. In der Gegend von Lar rach wurden die vorderen spanischen Stellungen geräumt. D:e Räumung der Stadt Bauen durch die 10 000 Mann starke Garnison ist ohne nennenswerte Verluste effolgt. Damit ist ber erste Zlbschnitt bes Programms, das den völligen Rückzug auf Tetuan zum Ziele hat,, burchgeführt. In hiesigen Kreisen wird bie Räumung Bauens, die bisher feine spanische Regierung durchführen wollte unb die durch Aufgabe von 80 befestigten Stellungen eine große Ersparnis an Truppen und (Selb bedeutet, als Erfolg für das Direktorium bezeichnet. Aus aller Wett. Eröffnung der deutschen Schule in Konstantinopel. Konstantinopel, 18. Rov. (Wolff.) Gestern fand im großen Saal der „Teutonia" in Pera die feierliche Eröffnung ber deutschen Schule sta". An ber Feier nahmen ber Provinzialdirel- tor bes Schulwesens Rai l Rechit als Beauftragter unb Vertreter des ätirterrichtsministers, der Oberbürgermeister von Konstantinopel Emin Bey das gesamte Personal ber den tschen Botschaft, die Spitzen ber den tschen Kolonie und eine etwg 200köpfige Versammlung aus Deutschen, Schweizern und anberen bei reunbeten Ausländern teil. Der Vorsitzende der Schulgemeinde Ruff dankte im feiner Eröffnungsansprache ben türkischen und deutschen Behörden für bie wohlwollenbe Tlnterstühung bei der Errichtung Oer den tsch en Schule und schloß mit einem Hoch auf die beiden Länder, worauf die Musik die türkische und deutsche Rationalhymne spielte. Der Vertreter ber türkischen Regierung betonte deren Interesse an der Wiederaufnahme des deutschen LInterrichts, das auch in der Bern ck s i chtigung des deutschen Sprachunterrichts an den türkischen Schulen seinen Ausdruck findet. Der deutsche Botschafter Radolny stellte mit Befriedigung fest, daß die deuffche Schule von türkischer Seite nicht als Fremdkörper empfunden werde. Anschließend sand die Vorstellung und Verpffichtung des Lehrkörpers /owie eine Besichtigung des gemieteten Schulgebäudes, bas bis zur Rückgabe des noch von den Franzosen zurückgehaltenen eigenen Hauses der deutschen Schule dient. Eine Tuberkuloseschutzimpfung. Im Hauptgefundheitsamt der Stadt Berlin sowie in einigen auswärt gen Kinderkliniken ist man zur Zeit mit der Rachprüfung einer Tuberkulosenschuhimpsung beschäftigt, die Dr. Hans Langer von der Reichsanstalt zur Bekämpfung der Säuglings- unb Kleinkindersterblichkeit aüdgearbeitet hat. Rach seinen Mitteilungen in medizinischen Fichschriften soll mit einem Impfstoff aus abgetöteten Tuberkulose- bazillen eine viele Monate anhaltende Schutzimpfung gegen Tuberkulose zu erzielen sein. Vor Dr. Eckeners Ankunft in Deutschland. Berlin, 19. Rov. (T. U) Zum Empfang des am Sonntag, dem 23. b. Mts., auf dem „Columbus" wieder in Deutschlanb eintreffenben Dr. Eckeners werden sich ber mit ben Geschäften des Reichswehrniinisteiaums beauftragte Staatssekretär D r. K rv h n e. der Leiter der Abteilung für Luftfahrtwesen im Reichsverkehrsmini- fterium, Ministerialrat Brandenburg, nach Bremerhaven begeben. Die Herren werden dort an Bord des „Columbus" gehen und dem erfolgreichen Führer des L. Z. 126 die ersten Grüße und den Dank der Reichsregierung überbringen. Das neue britische Riesenluftschiff. London. 19. Rov. (WTD. Funkspruch.) Das Luftfahrt-Ministerium veröffentlicht nähere Angaben über das- neue britische Riessnluftschiff R 101, das in Cardington gebaut werdei» soll. ©eine Verdrängung wird ungefähr 5 Millionen Ku birst:ß betragen, d. h, eS wird mehr als dreimal so groß fein, wie die bisher gebauten Luftschiffe. Es wird das erste aus Stahl gebaute Luftschiff sein. Auch die Propeller sollen ganz aus Stahl hergestellt werden. Das Luftschiff wird 7 Motvre von je 600 PS. besitzen und soll eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 70 Meilen pro Stunde entwickeln können. Es soll über 1 00 Passagiere auf nehmen. Die Länge soll 720, die Höhe 140 und ber größte Durchmesser 130 Fuß betragen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 19. Rovemder 1924. Stilles Heldentum. Wir alle kennen jene Leute, die durch die Inflation ihres Vermögens unb ihrer Stellung beraubt wurden unb nun auf ihre alten Tage vielfach hungern unb darben. Es ist ein ergreifendes Stück der Geschichte unserer duntten-T-ge wie diese armen Menschen ihr schweres Ges.hick aui mutigen Schultern tragen unb sich meist ab= gefunden haben mit einer Gegenwart, die nicht nur ihre Vergangenheit verneint, sonder., biiuiig genug ihnen sogar das Recht auf eine beschelle e Gegenwartsexistenz nimmt. Gibt es heute Helden, so ruht das Heldentum bei ihnen, die unsere Zeit wie ein Reuland empfinden müffen, in das sie mit alten müden Händen wieder den Spaten senken müssen, um sich mühsam Brot zu schaffen. Man schaudert über den Wandel der Verhältnifse. Grauenhafte Bilder des Elends stehen vor der Seele, immer wieder, wenn man sich näher mit dem Schicksal dieser Entrechteten befaßt Bitt«? steigt es in uns auf, wie so etwas möglich ist. Bei ruhigem Rachdenken erscheint es unglaublich, unö wir verstehen die Urteile der Ausländer, die es uns zum größten Vorwurf machen, daß wir die Veteranen der Arbeit sich in Hunger verzehren ließen, während sich andere ungerechtfertigt aus ihrer Kraft aufbauten. Wir stehen hier vor einer Tatsache, wo sich nur noch gutmachen läßt. Aber wir müssen den Willen haben, gutzumachen. Das darf nicht nur darin zum Ausdruck kommen, daß wir sie wieder in den Besitz eines Teiles ihrer Vermögen mit staatlicher Hilfe bringen wollen, sondern — unb das ist viel wichtiger und nötiger! — daß wir ihnen auf dem Wege dahin mit privaten Mitteln helfend unter die Arme greifen, damit sie nicht zusammen- brechen, ehe sie zu diesem Ziele gelangen könnten. Wer heute noch soviel hat, daß er und die Seinen satt werden und etwas erübrigen kann, der muß es auf sein Gewissen nehmen, auch das letzte Stück Brot zu teilen, das ihm bleibt, und es weiterzugeben an die, die es von ihm so bem dürfe n. Die innere Zerrüttung, die hinter d es n leidenden Mitbürgern liegt, können wir nicht mehr- gut machen. Wir können ihnen nur ben äußeren Lebensweg etwas ebnen unb erleichtern helfen Alnb bei gutem Willen geht bas auch, man muß nur nicht müde werden, wenn es immer wieder gesagt wird, daß hier Pflichten vorliegen, an denen wir nicht vorbeidürfen. Was soll unsere Jugend einst von uns denken wenn wir, die wär jetzt verdienen, denen nicht aufhelfen, die vor uns verdient haben! Unb mögen wir über das vergangene Geschlecht denken, wie wir wollen, es hat bei allen Fehlern doch Werte geschaffen, von denen wir zehren. So sind wir Schuldner, wo wir uns ost als Gläubiger fühlen, und müssen uns doch immer wieder bescheiden lernen, wenn wir Gerechtigkeit üben wollen. Denkt an unsere verarmten Alte Vergeßt die „stillen Helden", nicht! Spenden ans der Deutschen Nothilfe. Der Reichsarbeftsausschuh der Deutschen Rot Hilfe ist am 15. Rovember in Berlin zu einer Sitzung gufammengetoeten. Es war in d-xr Lage, den Betrag von über 700 000 Gold- mark zu verteilen. Den Rotstandsgebietrn im unbesetzten Deutschland wurden aus den Erträgnissen der Wohlsahrtsbrieftnarke 120000 Mt zur Ergänzung ber öffentlichen Mittel für die Wohlfahrtspflege überwiesen. Den besetzten Landesteilen wurden 100 000 Mk. zugeteilt. Die vom Hochwasser betroffenen ßänber erhielten 200 000 Marck, die der Reichspräsident zur Eröffnung der neuen Sammlung für die Hochwasser gebiete spendete. Zur Fürsorge für bie noch in den französisch-belgischen Gefängnissen besinblichen deutschen Gefangenen und deren Angehörige wurden 20 000 Marck bereitgestellt. Zur Ergänzung ber staatlichen Fürsorge für bie Ausgewiesenen wurde ber Betrag von 290 000 QHarf bewilligt, ber durch eine Lotterie aufgebracht wird. Weitere für den Winter bringend benötigte Mittel zur Linderung der Rot soll eine im Dezember un ganzen Deutschen Reich stattfindende Opferwoche der Deiltschen Rothilfe aufbringen. Wettervoraussage. Wechselnd bewöllt, zeitweise dunstig, Winde allmählich auf nördliche Richtung drehend, Temperaturen abnehmend, stellenweise RiederschLge (teils Schnee). Von Skandinavien sind Tiefdruck-Ausläufer nach Süden vorgedrungen und haben auch unseren Bezirk in den Bereich ozeanischer Luftströmungen gebracht, so daß im Verlaufe der letzten 24 Stunden Abschwächung des Frostes eingetreten ist, wenn auch die Morgentenrperaturen noch unter Rull lagen. Auch wurde die nächtliche Ausstrah« hing bei stärkerer Bewölkung verringert. Gleich - zeitig hat sich aber ein Hochdruck-Zentrum über ben britischen Inseln verstärkt, so daß die Trübung und Milderung der Wetterlage nur von für- zer Dauer sein dürfte. Bornotizen. — Tag«skalender für Mittwoch. Stadttheater, 71/2 ^Ihr: „Der Meisterboxer". — Gesellschaft für Erd- unb Völkerkunde, 8y< llf>r in der Reuen Aula: Lichtbildervortrag von Prof Dr. Klute. — Stadttnission, 8V4 Ähr. Vortrag von Dir. Heittnüller. — Deutsche demokratische Partei, SVi 11 br in ber Turnhalle (Oswaldsgarten): öffentliche Wahlversammlung. — Katt). Vereinshaus, 81/0 älhr: Vorstellung von Blllachini — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Rosenmontag". — Astoria-Lichtspiele: „Auf gefährlichen Spuren". — Zu der heutigen bemokratisd>en Wahlversammlung in der Turnhalle am Oswaldsgarten wird uns geschrieben: Die Deutsche Demokratische Partei hält heute abenb 81/* Uhr '.1 der Turnhalle am Oswaldsgarten eine öffente ltche Wohlberlammiunq ab Dem den 7?ebner.। Herr THimflerialbrreftDr Urftabt seit (an- gern Im Vordergrund der hessischen Politik und ist deshalb berufen. gerade über die Derhältni'tz' unseres engeven Vaterlandes zu berichten Herl- Direktor Friedrich aus Kassel, der hervorragende Führer der Senwltoicn in He 'en-Rassau, ist alS besonder« tüchtiger Redner bekannt — Der Verein für Luftfahrt ver- Mvstaltet am 24. November in dec groben 2lula der ünüxrfität einen Vortrag des Direktors Gretz aus Fcankfart a. M von dec Bunkers- Verkehrs 7LX5. über das Thema Städte und Luftverkehr". Wenn der kürzlich ver- anftaltcte Fluatag öoäu bestimmt uxir (Sichen und Ilmgegend mit dem heutigen Stand der Flugtechnik bekannt zu machen. io soll der Vortrag des Herrn Dreh die weitesten Ärei'e unterer Einwohnerschaft für die Fragen de» Lufwerkehrs interessieren. ©» unterliegt (einem Zweitel, bah der Luftverkehr in den nächsten Zähren'eine ganz auhc.'ordentliche Erttwickung erfahren wird. (Sine Stadt wie Gießen mit ihren lebhaften Handel»Interessen, ihrer industnereichen Umflc- bung, Knotenpunkt einer ganzen Anzahl wich- tiger Gisenbahnstrecken, kann an diesem Problem nicht Vorbeigehen, sondern muh beizeiten daiur sorgen. Anschluh an diese neuen Derlehrsmoglich^ keilen zu gewinnen. Der Verein für Luftfahrt, der seit Zahven die Frage der Anlage eine» Flugplatzes in Dietzen verfolgt, will nicht klotz das öffentliche Zrtteresse für dieses Thema durch drn geplanten Dortrag erregen, sondern wird auch bestrebt sein, die ganze Frage durch ein« gehende Besprechung der beteiligten Behörden mit so geeigneten Sachverständigen, wie es die Herren der ZunkerS-Wcrke sind, endgültig in Fluß zu bringen. Der Dortvag selbst, den Lichtbilder 'rnd Filmvorführungen begleiten werden, ist von aktuellster Bedeutung und dürfte die breiteren Schichten unserer Dä»ölkerung interessieren. Näheres im Anzeigenteil. - Vorträge von Smil Peters Man schreibt uns: Der psychologische und kulturphilo- soph'fchc Schriftsteller Emil Peters ist in (Stehen kein Fvsnder. So wie überall lieft man auch hier viel und gern seine Bacher, in denen er so viel Lebensmut und Lebensfreude den Menschen gibt. In Gietzen wird er auf Veranlassung seiner hiesigen Freunde zwei Dortrage halten, und zwar am Freitag. 21. Nov., über „Menschen in der Ehe" und am 6am»tag’ 22. Nov., über „Wege zum glücklichen Leben". Näheres im heutigen Anzeigenteil. Gießener Wochcnmarktpreise am 18. November 1924 (HLndlerpreise) Es kostelen aut dein heutigen Wochenmarkt: Butter Pfd. 220 Pf.. Matte Pfd. 40 Pf., Käse Pfd. 70-75 Pf. Wirsing Pfd. 7-5 Pf, Weitz- kraut Pfd. 5 Pf., Rotkraut Pfd. 10 Pf., gelbe Rüben Pfd. 10 Pf., rote Rüben Pfd. 10 Pf..Anter- Äobiralä Pfd. 8 Pf.. Grünkohl Pfd. 20 Pf., Feld- fnlat Pfd. 60 Pf. Tomgtsn Pfd. 60 Pf., Zwiebeln Pfd. 12-15 Pf., Meerrettich Pfd. 35 - 50 Pf. Schwarzwurzeln 50—60 Pf, Kürbis Pfd. 8 Pf., Kartoffeln Pfd. 5 Pf., Aepfel Pfd. 12-20 Ps. Birnen Pfd. 10—15 Pf., junge Hahnen Pfd. 100 Pf, Suppenhühner Pfd. 100 Pf., Gänse Pfd. 100 Pf. Nüsse Pfd. 60 Pf., Eier Stück 18 Pf., Blumenkohl Stück 120—150 Pf, Endivien Stück 10—20 Pf., Lauch Stück 8—15 Pf., Sellerie Stück 5—20 Pf. ♦ ♦♦ Die Einsicht in die Wählerliste sei den Wahlberechtigten nochmals in Erinnerung gebracht. Die Liste liegt bis einschließlich nächsten Sonntag auf, und zwar Werktags vormittags von 8—1 äihr, nachmittags von 3—6V2 Ähr, Sonntag nur vormittags von 9—1 Uhr, auf Zimmer 14 des Stadthauses Dergstr. 20. Wer nicht eingetragen ist, hat seine nachträgliche öintvügung zu beantragen. Nur wer in die Wählerliste eingetragen ist, kann am 7. Dezember tvählen. 'Das Wahlrecht ist Wahlpflicht. Sorge also jeder, datz er in die Wählerliste eingetragen ist! •• Der Kreiswahlausschuh für den Wahlkreis33 (Hessen-Darm st ad t) halt am nächsten Freitag. 21. November, vormittags 10 llhr im Sitzungssaale des Kreisausschusses zu Darmstadt eine öffentliche Sitzung zur Prüfung und Festsetzung der Wahloorschlage für die 'Reichstagswahl ab. Cfluitn und is«lalteneii.Gedächtnisfeier Das !Ändesamt für das Bildung» wesen richtete nachstehenden Ersatz an die Direkti. nen der höheren Schulen und an die Kreise und Sradl'chalämter Die alljährlich im 1'vember ftotlfinbenbe Feier zum Gedächtnis der Toten de» Weltkrieges kann in die«em Jahre in den Gemeinden unterbleiben, wo die Schulen als solch.' an der un August d. I». stattgesundenen allg meinen GedachtniSscier teilgenommen haben. " Dars icht Echwindtec! Pon vertrauenswürdiger Seite wird uns mitgeteill: Zur Zeit treibt ein Schwindler in den Bäckereien der Land orte sein Anwesen. Ec gibt sich dort ale Vertreter dieser ober jener Behörde aus. lucht nach Ungeziefer und präsentiert al» Mittel dagegen ein Fläschchen mit gefärbter Flüssigkeit zmn Preise von 5—10 Mark, ja noch mehr. Das Fläschchen bat ein guadcatsörmiges Etikettchen mit Tolenkvps. Etliche Bäcker lind schon gerupft worden Die Versuche, des Schwindlers habhaft zu werden, sind b.sher mihlungen. Also Vorsicht! o Einführung der Einheitkkurz« schrift bei den Behörden. Zur Llmler- nung für die bereits der Kurzschrift tunvigen Beamten werden, wie wir ersah.e.t, Lehrgänge eingerichtet, die zunächst für die Beam en der Ministerien bestimmt find. Die Lehrgänge find aut 15 Stunden berechnet, Leiter de Leb.- gängc lind Oberstui.iendirektor Pfaff und R - gicrungsrat Schaible. Für das Land fo.l ähnlich t>org?qange t werden De > llm'.e nungs- lh.gangen s.ll-en sich Lehrginge zue 'Oieuerlcr- rung für die der Kurzschrift noch nicht bündigen Beamten aarschUetzen. •• Hessische Sparprämien. Wie uns von unterrichteter Ce»te mitgeteilt wird, hit die Aussetzung r»on Sparpiäm c.i die Spirlatigteit bei den h.-tfischcn öffentlichen Spar Iahen in einem die gehegten Erwartungen weit übrrtreffenden Vtale gefordert. D.e seinerzeit c b >fftc Za.)l von 20 000 präm>enbcicchtigten Spar onl n i t ganz erheblich üderfchi-itten woraen 3n Anertenriun 1 dieses erfieulichcn Ergebnisses bit re Poistaich des Hessischen Sparkassen- und ®iruD Toantv» beschlossen, soviel Sparprämien zu 2) Mk f.e■- willig uachzuschictzen als nötig srnd, um j cem 20. Sparbuche eine Prämie gewährleisten. Die Auslcfung der Spacp ärniea findet zwtzchm dem 15. und 20. Dezember d 3. statt. RDV. DieHinterziehung von Fahrgeld wird unterbunden! Bisher wurden Reifende ohne gültige Fahrkarte zur Fahri zu- gelassen, wenn fis bei der Kontrolle Nachlösung bei der Zielstation versprachen. Auch Gepäck wurde bei gleicher Erlläruitg ohne Erhebung der Fracht abgefertigt. Leider ist es bei der allgemeinen Democaliierung jetzt zur Gewohnheit geworden, den Verpflichtungen nach Beendigung der Fahrt nicht nachzulommen. Selbst schriftliche Mahnungen bleiben erfolglos. Kein Wunder, datz unter solchen äl tust an den die Reichsbahnverwal- tung zu dem bisherigen Entgegenkommen nicht mehr bereit ist und angeordnet hat. datz Reisende, die auf der Zugangsstation die Nachzahlung verweigern, nach den Vorschriften der Eisenbahnver- kehrsordnung von der Fahrt auszufchlie- tzen sind. Auch bei unterwegs befindlichen Reifenden soll hiernach verfahren werden -, die Schuld an dieser Erschwernis tragen die Reifenden selbst. RDV. Die Bahnhofswirtschaft — ein Hilfsmittel der Eisenbahn ! Heber die Frage, ob ein Bahnhofswirt vor 7 Hhr früh und nach 7 Uhr abends Genutzmittel verkaufen darf, hat das Kammergericht Berlin in einem Strafprozeß gegen den Dahnhofswirt in Oranienburg eine wichtige Entscheidung gefällt. Der Zn- Haber der Bahnhofswirtschaft hatte feinen Verkauf sstand auch nachts offengchaltcn und zu dieser Zeit auch an Nichtreifende Zigarren verkauft. Das K a m in c r g e r i ch t. das auf Freispruch erkannt hat, begründet das Urteil in folgender Weife: Der Gewerbebetrieb der Eifenbahn-Un- ternehrnungen umfaßt auch alle die Einrichtungen, die dem Bedarf der Reifenden, insbesondere ihrer Versorgung mit Nahrungsmitteln, dienen. Bahnhofswirtschaften feien daher als bloße Hilfsbetriebe des Eifenbahn-Hnlernehmens anzufehen. Es mache dabei keinen Unterschied, ob die Eisen- bahnbehörde durch eigene Angestellte tätig ist oder durch Pachter den Berkaus ausüben laßt. Ebenso sei es unerheblich, ob sich der Betrieb innerhalb oder außerhalb der Bahnsperre abspiele. • Manner-Turnverein Am Sams tag feierte der Männer-Turnverein Gietzen 'ein Wtnterfest. Die Mitglieder waren io _Aob.- reich erschienen, daß 'ich die geräumige Turn- ba'le des 2*3.1» 1846. der durch feinen Dor- fia iO vertreten war. dis auf de., knien Plan gefüllt hatte. ?ie vom Öb.rturnwart zulammen- gelitihc und flott ducchgcführte Festfolge zeigte dae -Turnen in alle-’ feine 1 Seilen. Die einzelnen Abteilungen taten ihr Bestes und cm eien durch die hervorragenden Lei'tunge - starken Befall Ganz bc'onders gefielen die fchwierigea Xlcluii- gen der Sutneriinicn am Da ere 1 unp Die SUulrn- ubungxm Aber auch die Zöglinge turnten am biuftbetcn Reck tad.Uc-s. 1p tu 1 Ver Verein auf feinen ‘Otadnrudx stolz sein kacm Dec qan\e Aland war durchdrungen von echt turnen'. Der 56jährig: Han sierec Zohanncs Gi öning von M ar laut im 3uli ds. 3j8. in Engelrod beim Hruiierer in ein Haus, tiaf dort ein zehnjähriges Kind allem an und benutzte die Gelegenheit. mit ihn ftva - bäte Handlungen vorzunehmen. Das gl ich» hat er bald darauf in der Gemarkung Jllaar auf freiem Feld mit zwei spielenden Kindern getan. Er will 'ich nicht mehr genau borau eiimurt unc behauptet, er sei angetrunken gewesen. nach ien Ermittlungen kann Mc4 nur in feh be chei.e e >- Matze der Fall geween fein, ör tfl ue.c: eil lichkcitsverbrechens und auch sonst schon voib - straft Da» Urteil kwWe auf zwei 3 obre Gefängnis Zn Ver gleichen Wehe t>al sich her 3110b ..: Hausierer Ra l Lang von Him a beim Hau fieren in Or'. es hau'en un janci fld et Nlä, cke t vergangen, e r wo geständig, beb in Mete aber, wegen Rervoliläl nich enlin wall'ch.ift kannten die Recklslra'l alsbald ar. Um den Au cntpallsoit * Mü ns, im dem er in bVzlehungen tretet »oll.e 011 f . ( un ick asten und sich mit ihm in D r »indu 1; zu 'etz?n. fälschte dec Bergmann 2L M. von B ic.d l : 1 ein Stellenangebot auf den Kam c.nee 1' - ' kannten Foau und stellte als an • litl- r .H Uni ralbcamter Recherckei an. Gr ift ü.i lro:, c c Zugmd >chon medrfach vorbeftixvf e. . haltleilcr, ariieitslcheuer Me fch Stiafe Dixej:u Uilundcnsäl'chung und Amtsanrneistung sechs Monate Gefängnis GLrichtssaa!. Eia« Lchwurgerichtsverbar-dlung in 72 Minuten S. F r a n k f u r t a M . 18 Rov Da- gestern in Fiontfurt ..lammcngetretcne Lchwuigciich: hielt wohl die t ü 1 z e st e S ch w u 1 a c i i ch t s > f i h u n g ubeihaap! al>. bei au?stiihrlichei De - nebmunq bei Angckl ugten x V u c, e .1 r e r n c binu .13 Plädonecs und Urleitobevilung. Dic'e Abkürzung des Deifal.i cns kommt durch die A b s ch a s s a n st der Umständlichkeiten bei der Ge- ' ch w 0 r e n e n a u s I v f u n g und der s ch 1 i f' l i ch e n Formulierung des Geschw 0 reue n s p r u ch s, der oft zu Beanstandungen Anlal. gab. 3»i Zutuntt wird mau daher bäuiigci berari kurze Sitzungen haben 3n hiefcin Fall: handel, es 'ich um eine Dethandlnng ivegcn Bk.-ineid. gegen die Prostituierte €4), di - geständl t iihi und zu sechs Monaten Zuchthaus verurteilt wurde, bie in neun Mona tz- Gefängnis um' gewandelt weiden. (Einqejanbt. ( Für Form und Znhakt aller unter dieser Rubi st stehenden Artttel übernimmt die Redattion dein Publikum gegenüber feineH-'i Trranttvortung) Flur- und Treppenbeleuchtung Kommt man abendr in ein Haus, so ist cs stockfinster auf Flur und Trcppc v n oben hin, obwohl der Hausbc'inec die Verpflichtung zur Bclcuchtung hu und Oer Me ce de Kosten hierfür ihm monatlich bezahlt, denn in den lictriebetoften sind die Olusgoben für Flur» und Treppenbeleuchtung enthglten. Auch wenn etwa in einem alten Mietvertrag der Mieter die Beleuchtung von Flur und Treppe für fein Wohn - gefchoß übernommen hat, fo ist die- htzisäliist weil er durch die Neuordnung der Verhästniffe die Kosten der Beleuchtung an den Vermieter bezahlt. Die Behörde, die fo prompt die Pflichten des Mieters immer bdannt macht, und auch der Hiietcrncrcin sollten 6afür fotgen, daß die Finsternis in den Treppenhaufern baldigst verschwindet, die Behörde durch sofortige geeignete auf Na renhe Delanntmachungen für Hansbefltzer und Mieter, der Mreterverein durch Einsetzung von Konlroll-Kommiffionen in den verschiedenen Bezirken. Mehrere Mieter. reonnefeldtsTee M Ä. aromatisch und ausgiebig, billig Im Virbraucr. Miederia gen In allen Stadtteilen Tabletten In ar.cn tiprtfcrftn u Drag-.ilrn «riitir.» für Langer/ Redner, Raucher MAGGI“ und die rot-gelbe Packung MAGGI* Flelschhriih-WBrfel 9089c ..MASGIb gute, sparsame Küche". Achten Sie beim Einkauf genau auf den Namen „ Die Maem-Oesellschaft hat ihre Erzeugnisse der Kontrolle des Direktors des Hygienischen 1 Instituts der U.»lvt- Tag und Nacht tragbar Garantie für ta<:eilo»es Passen. Leib- Nabel- und Vorfallbinden, Gerade- halt< r iuw. Dreißigjährige Erfahrung R.-elle Bedien. 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I.» nachmittags 4 Uhr, sollen in der Kanzlei der unterfertigten Behörde und in Gegenwart etwa erschienener Anbieter die schriftlichen Angebote für die Arbeiten und Lieferungen obengenannter Waffer« genoffenschoft geöffnet werden. ' Es umfaßt: Los 1. Erd» und Betonierungsarbeiten . nebst den Lieferungen (ca. 1200 lsd. m y Zementrohrkanal: ca. 17 cbm Stampfbeton). Los 2. Lieferung von 237 Stuck Zement- röhren, 25 cm l. W.: 198 Stück Zement- röhren, 30 cm l. W.; 763 Stück Zentent- röhren, 35 cm l. W. Los 3. Anfuhr der Zementrohre vom Bahnhof Reichelsheim zur Berwen- dungsstelle. Die Berdingungsunterlagen liegen bei uns während der Dienststunden zur Ein- sicht offen. Angebotsformulare sind gegen Bareinsendung von Mark „eine“ für jedes Los von uns erhältlich. Angebote, auf vorgeschriebenem Formular, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen vor dem Eröffnungstermin bei uns einzureichen. Zuschlag-sfrist 2 Wochen. Friedberg, den 15. November 1924. Hessisches Kulturbauamt Friedberg. s^mpssklungsn WM 0.8. WeW 0.8. SeeUs o. 8. SeetzeA o. 8. JWlolelens gcraud). Bückinge geräuch. Flußaale feinste Marinaden Hnmmer, Lackis rc. empstehlt billigst UJeiDtaii Bahnhofstrahe 59. Telephon 66. ülMc Möge in jed. Feingehalt. Sämtliche Gold-. Silberu.Alvaka waren. Bestecke, ffieparaturen, Umarbeitungen. G. Gambiern Bruchstr. 19 II. — Kein Laden — abzugeben 1 neue sowie 1 gebrauchte Radmaschms für Wagner verschiedene neue und gebrauchte Bandsägen, Fräsmaschinen, Kreissägen, Bandsägefeilmaschinen unu Bandsägeschränk- maschinen, Bandsägelötapparate, Hobelbänke und Holzdrehbänke, Kreissägelager, Nabenbohrmaschinen, Bandsägeblät- ter, Langlochbohrer, Fräser, sowie sonstige Holzbear- beitungswerxzeuge aller Art. | MUjW NstwageNo 1 s öl Hiuüiyi gronifurtec Slr. 59 p. Freitag, den 21. November 1924, nachmittags 1 Uhr, versteigere ich im Gasthaus „3um Löwen", Giesten, Neuenweg, zwangsweise gegen Barzahlung: 1 Nokoko-Vitrme, 1 Bücherschrank, 1 Damenschreibtisch, 1 Diplomatenschreibtisch, 1 Nol'.okokommode, 1 graste Kommode (Nustbouins, 1 eichenes Büfett, 1 Vertikow, 1 zweisitziges Sofa, 1 Empire-Kabinett, 1 Kristall-Kronleuchter, 1 Standuhrkasten, 12 eichene Stühle mit Nohrsitz, 1 Grost- vaterftuhl (Mahagoni), 1 antiker geschnitzter eichener Sessel, 3 Smyrna-Teppiche, 1 graster blauer Teppich, 2 ltzobelin- sEssel, 2 gepolsterte Rokokostühle, 2 Mahagonisessel, 1 e chener geschnitzter Stuhl, 1 achteckiger Nustbaumtisch, 1 ovaler Rustbaumtisch, 1 graste antike Truhe, 6 graste Bilder (Oelgemälde, Kupfer und Stahlstich). Sämtliche Möbelstücke sind tadellos erhalten, zum Teil Kunstwerke in feinster Ausführung. Die Bilder zum Teil von künstlerischem Wert. 91601) Die Versteigerung findet bestimmt statt. D c r n , Gerichtsvollzieher in Giesten Steinstraste 13. 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Darum gehört feiner eine geurije llebenvindung k-rzu. sein Leben lang in eitern Mu eum he.unt- zusiyen, das eigentlich ein Heyn sein solle. Obst- und Rottveinflecke za entfernen. Aus Tschwäfche schar'moen sie rasch wenn man sie straff über einen Topf mit lochendem Wasser spannt und aus einiger Entfernung einen dünnen Strahl kochendheihen Wassers daraufsprudeln läht. Aus Wollstoff und Seide schwinden sie, Oer Raum als Rulturbezirl Don FritzDiettrich. len. Wenn zur Leitung neben dem ausgebildeten Turnlehrer, dem im wesentlichen die eiqenllichen Turnstunden zufallen, alle Lehrkräfte, die durch reichhaltige, vielseitige, vom Staat zu unterstützende Lehrgänge allmählich in alle Gebiete ber kör perl .chen Erziehung cinzusühren sind herangezogen werden." der Leipziger Mess?, zeigen, we'che Zukunft daS »Blaudruck Woywod-Kleid" in Deutschland haben w rd. Die Woywodschen Kl ider aus beiderwand- artigen Stoffen gehöien schon nicht m.hr zum Tegrisf einer neoen ländlichen Tracht, sondern jenem anderen, eingangs genannten: dem Stilkleid. Wir möchten d runter oerst hen eine ins Zeitlose und natürlich-schöne abgewandelte Mode, in Material und Ausführung von aus- ge'prochener, bewuhter Qualitätsarheit. So kennzeichnen gerade Zeitlos gk it bei einer ge- hobenen Beziehung zum j.v>e ligm Linienstin der Mode das Wohwodfche Alltag,- und Wan- derlle-.d: ein leichteingehnltener, buntgestreifter Wollrock, fests.hend an einer ärmellosen bis zu den Hüften reichenden, halbosfe.nen Weste, aus gle-chem Stoffe, nur mit averlaufendem Streifen Cmc leichte, Helle oder dickere bunflere aber immer einfarbige ganz einfach glatt? Bluse wird darunter gezogen, auf de Strahe, bei kühlem i?™1- über das Ganze e:n passend dunkles bL zum Aockanlatz reich-n>. entweder mod^ch als lose Zacke geschnitten oder leicht in der Ta lle g gürtet mit ab sehendem Schohe Auch die anderen, modisch-städtischen Aleidec und Strc-Henkostüme der Woywodschen Werkstatt zeigen, welche groben Entwickl mgsmög ichkriten imb zeitlos ästhetischen Wert, dem Stilkleid gegeben sind, toenn einer wirklich schdp'e Phantasie und wirllich handwerklich g schulten Händen seine Pflege überantwortet wird Laad- tracht, Stillleio. Mod: ,cbe von uns hat je nach LeberLsorm, Gestalt, Geldbeutel und Ges nnung heute die Wahl. Wie sagte doch die verstorbene Eleonora Düse: »Schön sein, ohne schön zu sein, das ist die wahre Kunst tfür den n rdisthen Menschen ist eine Kultivierung des Raumes brennende Rotwe idigleit. Sür den südlichen Menschei ist sie Lurus. Wr brauchen uns durchaus nicht erst in eine i Rebel von Romantik einzuhnllen, um dem Hirn als Kullurbezirk Zuges! ä n dm s e zu machen. Wi können unser g.-sarn.eS Dasein nicht hi ious auf die Strahe fegen wie der Südländer Wir können unsere innerlichsten Stunden nicht in Easi-s und Gattwirtschaf en abrvllen und die Grenz 'iählc kes Hanns umlegen, um ewig Kanki atci des Au^e - blicks zu sein. Wir konnten es wohl tun, doch nur auf Kosten unserer seelischen Be ujtümcr Tenn wenn es wahr ist. dah der Raum uns Germanen eine Notwen'igkeit be eutet. so entspringt diese Nolwendigke.t bessimmi nicht aus den Härten des Klimas, sondern hauptsächl.ch aus einer Summe seelischer Motive. Das letzte Jahrhundert Hal dem Raum alles Organische und all« Intimität genommen. Der bildende Künstler verlor die notwendigsten Beziehungen zum Raum. Wo und toi? 'ein W rk untergebracht wurde, fing an, für ihn gleichgültig zu werden. Dom Kunstgewerblichen, Hnn'- toerllichen räumte er ein Dasein zweiter Klasse ein. Ein« ästhetisierende Schar wuchs auf, dir tn hochmütiger Weise alles ablehnte, was sie zu Auseinandersetzungen mit Ma er alp r bl me i zwang. Selten wäre einer von ih len imstande gewesen, eine Wand in einem Raum? so zu behandeln, dah sie einen douebhaiften, einfarbigen Anstrich bekam. Wer hätte mir in der Mitte des letzten Jahrhunderts den Satz untersch-rcben, dah zum Anstrich einer Zimmerdecke ebensoviel Liebe zur Farbe gehört, wie zu irgendeiner grofy angelegten Schöpfung? Doch wir, die Gegenwart, haben glücklichere Pfade eingeschlagen, das Kunstgewerbe wieder tn die Bereiche der bildenden Kunst einzubo ziehen. Wenn sich die jüngste Malerei und Plastik auch in manchem geirrt haben mag aus der mutigen Eroberung und erkenntnisvollen Heiligung des Materials ist eine erquickliche Ter- bindungslinie entstanden, die zu den Gröhen der Renaissance und des deutschen Mittelalters führt. Eine weniger glückliche Zukunft steht dem Verhältnis zwischen Mensch und Raum bevor. Die Zivilisation ruiniert auch dieses noch Sn einem Fieber von Verzweiflung wird alle Heimlichkeit des Raumes zugrunde gehen. wenn nicht jedes einzeln« Volk aus sich heraus die furchtbare Kathedrale des Ameritanismus zu vernichten mithilft. Das neue Geschlecht, das der Gottheit wieder bis an di« Schulter reichen will, hat auch her ein Teilgebiet seines Wirkens. Hier trete es aus seiner überlangen schöpferischen Pause heraus und schaffe den Ort zu einem Kulturbezirk, auf dem sich ein Dasein voller Wesentlichkeiten entfalten soll. Umgang mit Kindern. h„,JEncJ®rf e^!.° Solche, nur weniger gesund- h• . uumer vor Augen halten, wenn man mit Kindern zu tun hat und man wird in ihrer Behandlung seltener sehsgreifen. als das leider die Regel ist. Irma Erben-Sedlaczek, Breslau Der Frauenausschuhzur Bekämpfung der Schuldlüge veranstal et vom 28. bis 31. Oktober in Darmstadt seine zweite Schulungstooche (Die erst« wurde fein enteil mit allerbestem Erfolg in Eisenach abgehalt en ) Es toerben dabei u. a. folgende Redner sprechen. Dr. Alexander v. Müller .Witt- schastliche Derluste und Belastungen Deutsch- lands": Frau Clara Men de. MdR: »Di« F rauen rn der Kriegs- und Rachkrieg-zeit": Dr Rose Kemps: »Der- Kamps um den Rhein": F.au v. Tiling, Md. L.: »Der Kampf um daS Deutschtum im Osten". Geringer Rückgang der Ehescheidungen. Die Statistik für daS l.-yt« 3ahr jetgt, dah di« Ehescheidungen in Deut'chland «ine geringe Abnahme erfahren haben Allei ding- beträgt ihre Zahl heute noch mehr al- daS Doppelte gegen 1914. 3m letztgenannten Jahr betrug sie 16 000, 1919 über 22 000, 1920 über 30 000, 1921 über 39 000, von welcher Z fser sie nun auf 36 548 Fälle zurückgegangen ist Aber auch beute noch kommt auf ein Dutzend Eheschließungen ein« Scheidung Deutsche Polizeibeamtinnen zur Ausbildung in London. Da man sich üi Köln mit dem Plane trägt, auch ton bliche Beamtinnen bei den vielfältigen Aufgaben der dortigen Polizei zur Unterstützung peranzuzirhen, hat man, einer Anregung deS weiblichen Londoner Polizeikorps folgend, mehrere deutsche Beamtinnen mit sozialer Vorbildung nach London gesandt, um sie dort für ihre speziellen Ausgaben sachgemäß ausblden ,vu (affen. Diesen weiblichen Polizisten sollen in erster Linie ortsfremde und verlassene Frauen anvertraut werden, weiter ihre Hilfe bei der Bekämpfung der fitilidjen Verwahrlosung von Frauen, Mädchen und Kindern, weit- gehend in Anspruch genommen werdea Die tägliche Turnstunde. Diel mehr ist cs notwendig, dah die Eltern namentlich di« Mütter, darauf sehen, dah neben der geistigen Erziehung in der Schule die körper- lrche Ertüchtigung nicht vernachlässigt wirb. Hier liegt, namentlich bet den Mädchen, noch vieles im argen. Beherzigenswert sind die folgenden Leitsätze die die diesjährige Hauptversammlung des Sächsischen Tumlehrervererns angenommen bat und die sich alle Eltern zu eigen machen füllten: „Die gesundheitliche Rot der Jugend unserer Zeit erforbert mit zwingender Not- tocrtbigfeit, dah in den Schulen aller Art für alle Schüler und Schülerinnen die tägliche Stunde für körperlich« Erziehung durchgeführt werde. Die entgegen stehen den Schwierigkeiten, wie Mangel an Turnhallen, 2um- und Spielplätzen. Schwimmbädem und ausgebildeten Tumlehrkräften. muh die Regierung unverzüglich durch Bereitstellung von ausreichenden Mitteln zu befeitigen streben. Die Zeit dafür ist zu gewinnen durch Beschneidung der Stundenzahl, die in überaus reichem Mähe der rein geistigen Schulung gewidmet ist. Die tägliche Stund« für körperliche Erziehung ist durchführbar, wenn wöchentlich drei Turnstunden erteilt, im Sommer wöchentlich zwei Spiel- sturrden, an deren Stelle im Herbst Märsche, im Winter Eislauf, Rodeln und Schneefchuh- laufen treten, eingesetzt werden. Wenn in der Rähe liegende Bäder mit Klassen besucht, täglich Frei- und Atmungsübungen im Freien in den Stundenplan eingefübrt. Tum- Märsche veranstaltet, in günstig gelegenen Randschulen wenig belebte ©traben zu Laufübungen, nahes Feld zu Geländeübungen benutzt werden' Wenn bei ungünstigem Wetter an Stelle der planrnähigen, nicht durchführbaren Leibesübungen Frei- und Atmungsübungen im Zimme bei offenem Fenster, Gesang von Volks- und Marschliedern. Vorträge aus der Volks- und Turn- geschichte. der Körper- und Gcsundheitslehre tre= wieder auszugraben auS der Tiefe alter Truhen und sie sich nachzuarbeiten. Die ganze 3ug?nb- betoegung mit ihren neubelebten Dolkstan e 1, zu denen ja eigentlich eine Tracht von vornherein gehört, hat sicher ihren guten Am eil an die er Entwicklung, ebenso wie die Rot der Zeit und die allgemeine Kulturreformation, an der gerai e die besten Kräfte bei uns im Lande still und emsig arbeiten. Dann aber kommt auch die 3n- buftrie, vor allem auch die neue Deivegung für das Cb innen und Weben auf dem Land' diesen Bestrebungen entgegen, indem he. geribe auch wieder »Trachtenstof e' «r eugl toer'cn, wie es di« schwere, farbig gestreikte Dnde wind ist, die bayerischen »Wallach-' und die »Weech-Stosie , der »Warb" oder bi« prachtvoller friesi chen Wollstoffe, bi« jetzt im 3ugeidleger Klappholttal auf Sylt gctocb: werden Man w 11 aber nun leine Maskerade, fonbem brauchbare Al.tigs- lle.bung auf dem Lanbe, denn sowie die Gebildeten und die F emden sie trugen, kommen, das ist eine alle Erfahrung, auch die Eingeborenen wieder auf ihre Trachten. Davon haben sich aber natürlicherweise immer nur die prunkvollen Festkleider erhalten: und so ist man aus doppel:em Grunde auf dem Wege, eine trachtenmähice Kleidung für den Landmcnschen von fyeute neu zu schaffen. Sehr schöne und schon praktisch erprobt« Vorschläge für eine schlesische Gebirgslleidung rn diesem Sinne wurden auf dem Trachtenfest in Schreiberhau im RiZengebirge ge.-eigt: der Hausfleihverein Warmbrunn tarn mit weihen an Hals- und Handg lecken in schwarz Kreuzstich bestickten, losen öeinenblufen, telltoeise jumperartig hängend, gestteftem b nen Wol - rod und ärmellosen, einfarbigen 3ackenwesten für ine Frauen und Mädchen, die Männer trugen Küche und Haus. Gebackene Würstchen mitSalat. Käsebrötchen. Mische nicht zu weichen Kartoffelbrei (ti>. ettrxts QHcbl dazu) mit einem Ei und dem nötigen Salz. Nimm jedeSmal soviel von der Masie auf_ ein mit Mehl bestäubtes Brett, dah du ein Würstchen gut darin cinroHen kannst und brate die Rollen in heihem Fett zu goldbrauner Farbe. Die Käsebrötchen sehen appetitlich aus, wenn du mehrere Lagen gollrichene und mit Käse belegte Weihbro! und Pumpemickelscheiben abwechselnd aufeinander schichtest. Die Ränder schneide glatt und teile das ganze in gefällige Streifen oder Dreiecke. — Beim Streichen vieler Schnitten ist es wirifchaftlicher, harte Butter zu zerreiben. Mit Zusatz von einigen Tropfen Heistern Wasfer geht das ganz leicht. Don Malea-Dtzne. Für die richtig und gesunde Körperhaltung rommt mindesten- ebenso die Srtzw.-ise in Betracht aW ber Vang. Denn die meisten M nschen bringen •n Tätigkeit mehr Tagesstunden zu. als Setzender. Auherdem muh man . e aufrechte, gesunde Sitzhallung beim Gehen. Stehen und xnegen veernsluht. Darum lerne man durch Be» Pachtung und Regelung das hygienische Sitzen. . Änc >T?.c num kein« zu weiche Sitzfläche, der harte Sesfelsiy ist om vorteilhasiesten Dann ■.rnQrt *ctP Dugemnerk darauf, nicht mit zusammengepi t. :<.'n Gliedern oder hingelehnten zu sttzen, sondern breit und gerade. Dann lass« man die Fühe geradeaus auf dem Boden aufruben, doch in der Weise, dah nur die 0ohlen autruben, die Fersen etwas gehoben wer- den. DreS macht den Gang leicht und graziös, daS ander« schwerfällig und plump. Dann richte man den Körper ganz gerade, ziehe das Kreuz errr, hebe den Brustkasten fo hoch cS geht, damit dre Lungen frei atmen können, und ziehe die Ochallern etwas nach abwäns. Der Kopf muh hoch gehoben werden, die Halsmuskeln geftxmnt kE- ist die gewöhnliche Sitzweise, wie sie beim Essen, Lesen, Erzählen usw. eingehallen werden soll. Beim Schreiben haben die Arme und Hande, die sonst gelassen herabfallen oder auf «n Oberschenkeln ruhen sollen, auch ihre richtige Stellung zu nehmen. Man acht« darauf, dah die Schreibplatte nicht zu niedrig ist, damit der Rückeir nicht gebogen wird, der Kops nicht zu lief herumerhängt und der Brust korb eingedrückt wird. Die Sitzart beim Schreiben soll sich nur darin von allen anderen Sryen unterscheiden, dah die Arme richtige Stützpunkte linden. Das geschieht in der Weise, dah der linke Unterarm bequem aufber Tischplatte aufliegen muh, damit er nicht ermüde, urrd der rechte Unterarm ebenfalls eine bequeme Stutze im breiten Aufruhen habe. So kann man stundenlang arbeiten, ohne zu ermüden. 3m Anfairg wird es wohl schwierig sein und den Körper in eine Art Zwangsslellung oder Spannung bringen, mit gutem Willen ist das bald überwunden und dann ist die richtige Sih- weise zur Gewohnheit geworden. Die Lunge und baS Herz können frei arbeiten, das Blut zirku- Itert ungehemmt und auch das Auge wird geschärft. Die Muskeln werden kräftig und so kommt eS, dah eine Uebermüdung oder Uebcr- anflrengung nrcht so leicht Vorkommen kann. Es ist auch viel zu wenig betamti, dah tn gerader aufrechter Sitzweise viel schärfer und intensiver gedacht wird, dah durch 'Anlehnen eine allgemeine Erschlaffung, ein Sich-sohen-?r- längert das Leben. 3c'er einzelne s Ute der Gesamt heft zu dienen suchen, indem er seiner Sih- Biichcrtisch. „Die Frau und ihr HauS", Zeitschrift für Kleidung. Wohnung, Wirtschaft, Körporpflege, Erziehung, Bolks'vohlfahrt. Her» ausgegeben von der Werbestelle für Deutfch« Frauen-Kultur. Köln. Verlag: O. Braun. G. m b. Sy. Karlsruhe i. 'S. Erscheint monatlich einmal. Bezugspreis halbjährlich (6 Hefte) 3 Mf jähr- l-ch (12 Hefte) 5 Ml. Heft 2 (Rovi-mber) 5. 3ahr- gang 1924: Prall sch? und schöne Kleiderabbildun- gen: Frauen- und Kinderkleidung, Mäntel und Kostüme. Neue Tracht und neues Stilkleid. Don Dr. 3 l s e R e i ck e. älnbefchadet aller Achtung und Huldigung vor der Mode werden gegenwärtig in Deutsch- laick» zwei Richtungen immer stärker: die zur fktigen, ländlichen Kleidung und die zum Stilkleid, zum zeitlosen Kleid, Künstlerkleid oder wie man es "sonst nennen will. Zwei Bewegungen, die vielfach zusamm nlaufen, aber doch verschiedener Herkunft und verschieden find, also auch für die Betrachtung nicht zufammrngeworsen werden bürfen. DaS derbe ländliche Kleid: es steht wohl jetzt der Frau jeden Atters vor Augen, die ihre Vorbereitungen für einen Srh.lungs- aufenthalt auf dem Lande, im Gebirge, an der ©ec trifft, und der EiegeSzug des Dirndlkleides vor drei 3ahrcn war sein Bahnbrecher. Die ländliche Kleidung kommt aber weit darüber hinaus heute in Betracht für Männe, und Frauen jeden Alters, de dauernd auf dem Lmde wohren, ganz gleich nun. ob es die »Gebildeten" oder die einfachen Landleute s-Iber sind. Schön praktisch. öe^tlos, dres dreifache Bedürfnis traf sich mit dem neig chenden W msche, alle, vom Zivilisationsftmrs uberi mch e D Ikskultur wie c lebendig zu m.iajcn. So gr f, mm g-mj natürlich auf die alten, fast schon v.r-ess« ren Trach en »urück. Wurden doch vor dun Kreae nur noü in einer eins 1 en Gegend De tschlunds näm ich tn Oberba «rn von B 1 en Geschlechte n wirkliche Tro. ver Alltag un) Fchr getragen. Heute ist ..-n 'Schlei ren Hessen. Friesland, ^cn bjb.i de Trach'0 Soziale Fragen. Die erste britische Parlamentarierin. Als welch grohes historisches' Ereignis in ihrem parlamentarischen Leben von den Engländern der Eintritt der ersten Frau in das Parlament gewertet wird, beweist die Tatsache, dah kürzlich entgegen dem sonstigen Brauch nur von verstorbenen Mitgliedern des Hauses Äilder aufzuhängen, im groben Treppenhaus deS Unter» Hauses ein Dill» von Lady A st 0 r aufgehängt dasselbe Leinen als sozusagen stilisiertes, welches Oberhemd, an den Handgelenlen und an dem hochgeschlossenen Kroger schwarz beit ckt. statt der Hosenträger einen h n'g .webten bunten Gür el mit getriebener Kupferschliehe: zum gewöhnlichen Herrensportanzug eine ebenso praktische und schöne trachtenmähige Ergänzung wie zu der dunkelblauen Aermelweste ds Norweger Ski- anzugeS mit durckelblauen Kniehosen oder den üblichen kurzen Lederhosen. Aehnlich ist der Vorschlag der Gruppe Bernhard Wilm, Saalberg, die auch besondere, leicht an Biedermeier angelehnte 3r'.ngmädchen-Festkleider vorsührte: nur ist h er bei den Frauen mehZach statt der We'le das Mieder durchg.feht und bei den Männe n e.o.e einfarbige, durchgehende West« (also oh e Rücken» teil auS Satin!) und ein kurzer dunk er Tuch- rock mit dem üblichen, festaufliegenden Kragen. Der Vorschlag Käthe Woywvd, Schreibe r h a u brachte eine vielbewunderle Ile’ er- raschung: sehr aparte und reizvoll« Stillleidec sow.« männliche Ober Hemdblusen auS den prachtvollen Dlaudruckswffen von LiSler-Raumburg Hier scheint wirllich das praktische Tageskletd für das Land geschaffen, durckel und doch im Spiele der weihblauen Muster zum Einfarbig- blau phantasievoll heiter. Schlupftorm. angekrauster Rock. F chu, Halsrüfche. Puffärmel und langer Aermel: jede Form findet sich hier für jedes Gesucht und jti>« F gur. und doch steckt die starke Sinhettlichkeit eines künsllerischen Slll- prirrzips dahinter, die jedes Kleid nicht nur fernabrückt von Mode wir von Maske ade. sondern auch zu einem harmonischen Form- und SarbergebiO an sich macht. Die Erfolg« dieser Äür.filcrin oder Tagen wir lieber im schönsten und fetten»en Wvrtsinne »Kunsthandwerkerin" auf Gründung einer öffentlichen zweijährigen Handelsschule in Gießen. Don Dr. Friedrich Feld, Leiter der Oeffentlichen Höheren Handelsschule und Kaufmännischen Fortbildungsschule Gießen. Als letzte Ostern die Oeffentliche Höhere Handelsschule für Schüler mit Obersekundereife gegründet wurde, ging man von der Ansicht aus, dadurch einem Bildungsbedürfnis unserer Stadt entgegenzukommen. Diese Annahme hat sich durch die gute Entwicklung der Schule unD durch jetzt schon erfolgende Anmeldungen für das nächste Schuljahr als richtig erwiesen. Für die Der- hältnisfe der Stadt Giehen und Ämgegend besteht aber im Aufbau des kaufmännischen Schulwesens noch eine weitere, sehr fühlbare Lücke, da für die volksschuleutlassene Fugend keine öffentliche Handelsschule mit vollem Tagesunterricht vorhanden ist, deren Besuch von der Fortbildungsschule befreit. Manche Eltern haben aber den dringenden Wunsch, ihre Kinder über die Volksschule hinaus im vollen Genuh der Schulerziehung zu lassen. In anderen hessischen Städten sind zu diesem Zwecke auf der Volksschule ausgebaute Klassen mit erweiterten Lehrzielen errichtet. Hier in Giehen müssen 14jährige Kinder mangels anderer Bildungsmöglichkeit in die Fortbildungsschule gehen, auch wenn den Ellern dieser Dildungsweg nicht zusagt. Um dem abzuhelsen, soll, dem Beispiel der Städte Mainz Offenbach und Darmstadt folgend, eine öffentliche Handelsschule ab Ostern 1925 mit 30 Wochenstunden gegründet werden. In Deutschland sind bereits ca. 400 solcher Schulen. Durch Verfügung des Landesamts für das Dildungswesen vom 5. April 1921 ist nun bestimmt, dah nur der Besuch einer Fachschule mit zweijährigem, geschlossenem Fahres- rmterricht die Schüler vorn Besuch der Pslicht- svrtbildungsschule befreit. Deshalb wird die Schule als zweijährige eingerichtet. Welche Ziele verfolgt nun die zweijährige Handelsschule? Sie will den Schülern und Schülerinnen vor Eintritt in das praktische Ge- schäftsleben eine theoretische Ausbildung in ihrem Berufswifsen geben, ihre allgemeine Bildung erweitern und an ihrer Ausbildung zu tüchtigen Staatsbürgern und Menschen mitwirken. Der Kern des -Unterrichts sind die handelstechnischen Fächern Handelsbetriebslehre mit kaufmännischem Schriftverkehr, kaufmännisches Rechnen unD Buchführung. Daran schließen sich die Wirtschaftserdtunde und die Warenkunde an, in der Handelsschule für Knaben im zweiten Fahre auch die Grunktzüge der deutschen Wirtschaftsgeschichte und der Volkswirtschaftslehre, um in den angehenden Kaufleuten Verständnis und Fnteresse für das alles beherrschende Wirtschaftsleben der Gegenwart zu erwecken. Die Lcbens- und Bücgertunde will durch Belehrungen über körperliche und geistige Selbsterziehung zur Tüchtigkeit in Arbeit und Leben und zur Erziehung von Bürgern und Bürgerinnen mithelfen, die mithenkeird und midarbeitend am staatlichen Leben des Volkes teilnehmen. Die Fächer für Schreib- technik: Schönschreiben, Maschinenschreiben und Kurzschrift sollen die Fertigkeiten vermitteln, die für. den modernen Dureaubetrieb ganz unentbehrlich sind. Entsprechend den diesbezüglich hohen Anforderungen, die besonders an die weiblichen Hilfskräfte gestellt werden, wird auf diese Fächer in der Handelsschule für Mädchen besonders Nachdruck gelegt. ^.Zu dieser rein beruflichen tritt dann die sprachliche Ausbildung hinzu. Diejenige?. die aus einer höheren Schule schon Vor- keimtnisse in fremden Sprachen mitbringen, bauen diese nach der praktischen Seite weiter aus und werden in die französische und englische Hlrnd.kskorvcspvndenz eingeführt. Schüler ohne fremde Sprachkenntnisse erlernen in fünf Wochenstunden die Grundzüge einer fremden Sprache (Englisch), um auf dieser Grundlage später in freiwilliger Arbeit je nach Bedarf und Neigung Weiterarbeiten zu können. Aber alle, ohne Ausnahme sollen im deutschen Unterricht die herrlichen Schätze unserer Muttersprache kennen lernen, um zu erkennen, was sie am Deutschtum haben und um für alle Zukunft deutsch zu fühlen. Auch für die körperliche Ertüchtigung mutz in den so außerordentlich wichtigen Ent- —«11111 '1 —TUM III.IIU) Seltsame Flitterwochen. Roman von Arnwld Fredericks. 50. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Mit Hilfe Bernets leg e er Dural! auf em Sofa und ließ fich Drainoy und eine Schüssel kalles Wasser geb^n. Unter Bern ts erfahrener Behandlung wu de die Wunde d.s Detektivs gewaschen und mit einem Notverband v r ehen: er gelangte wieder zum Bewußtem. Ei-n Schluck B and) hatte ihn bald über die Erchöpsu g weggeh Ifen. und er ertlärte. er w U. ,.ach P flO rn t.ahre.r. Der Präfekt versuchte ihn vergebens davon abzubringen. Die Nach rächt, die Duvall im Zimmer des Chauffeurs erhalten halle. daß die um Hilfe bittende Person Grace, seine eigene Frau, sei, erschien ihn so g hämnisvell, so vollkommen unerklärlich, daß er keine vernü ftg: Ausle ,u g dafür finden konnte. Es gab da nur eines — selbst hineilen und der Sache auf den Grund gehen. Er erwartete ja nicht, Grace dort zu finden, und doch — was konnte die Nachricht anderes bedeuten? Als er eben aufstand und seinen Entschluß, nach Pasch mittuzehcn. wlld.rh te stür c i zwei Diener in ui* Bbli'thtt und teil en m i er chrocke- nen Gesichtern m.t, Francois I eg: gff: seit und bewußtlos auf lern Boden seines Zimmers. Stapleton blickte ra ch auf Duvall. „Es stimmt. Herr Stapleton," rief der Detektiv. „Der Bursche ist einer der Bande." Er wandte sich an Lef?vre. „Sie hätten befer getan ihn sofort zu verhaften. Und wenn FH. Wagon hier ist. so wollen wir ihn nehmen statt den des Herrn Stapleton. Es ist kein Augenblick zu verlieren." „Wahrhaftig! Mein Auto steht vor der Tür. Bernet," n, Duvall. Lef v e B rn-et unb dem Chau.ßuc ces Prä^kten bestand, m.t einer Geschwindigkeit nach Passh, die alle Verordnungen mißachtete und die vereinzel en §u g inger, die cs wagten, ih.en Weg zu kreuzen. ve a layte, zu ih er Sicherh.it erschrocken aus die Gehwege zu eilen. Duvall erklärte unterwegs ite geh imnisv lle Nachricht, die er du ch Lich z i en e tzal.en hat e. Niemand, außer Lesevre, verstand sie. Er gab einen tiefen Seufzer der Erleichtern rg von sich Graces fortgesetzte und unerklärliche c-cbwe enh.it hatte ihn icftc beunruhigt. Nun beginn e Die Ursache zu verstehen. Der Teil von Duvalls Erzählu g, der von Eile sprach, der Rus n ch unverzüglicher Hilfe, machte ihn besorgt. Er beug c sich zu seinem Chauffeur vor und spornte ihn zu noch größerer Eile an. Tie Bäume und Häuser längs der Avenue Kleber und spätrr der Rue Fränkin wurden von dem rasenden Auto in Sllmbwolkem gchüll!. 3n unglaublich kurzer Zeit big der W -gen in die Rue Nicolo ein und donnerte auf Nurn ner 42 los. Bernet war der erste, der zum H 'use hi iauf- cilte, Duvall und die anderen folgten dich! hinter ihm. Als sie an der Tür waren und laut klopften, hörten alle den Lärm innen, den Rufen, Geschrei und ein Fall fügten. Sofort warfen sich die vier mit aller Kraft gegen die Tur und sprengten sic. Fm Halbdunkel sahen sie ein schauerliches Bild. Am Boden lag, bewußtlos,< eine Frau und hielt in ihren Qlrmen ein Kind fest, das in einen langen, grauen Kittel elllgewickelt war. Fm dunkeln Gang, der zur Rücksei.e des Hauses führte, verschwanden die Gestalten von zwei Männern Einer derselben wandte sich um. als die Angreifer- cindrangen, und schleuderte ihren die brennende Kerze, die er trug, entgegen. Die ganze Szene war nigenblicklich in Dutt lhrit versetzt. Das Aufblitze.> der Kerze jedoch hotte genügt, am wenigstens eine t der Ge olllchcrft mit Freude | zu erfüllen. St .. ivi ■ das bleiche, w i ende G^ ge autuea Knaben, u d I ^"cktL । ich, um ihn zärtlich in die Arme zu nehmen. vorläufig selbst tragen muß. Mit der Einrichtung dieser Schule wird für die nächste Zeit ein gewisser Abschluß int Ausbau des hiesigen öffentlichen kaufmännischen Dilhungswesens erreicht sein. Aus der Provinz. Landkreis Gießen. D Lich. 18. Nov. Aus der jüngsten Ge- meinderatssihung ist folgendes zu berichten: Der Bürgermeister lege den Entwurf einer Ortssatzung betr. den Beitrieb aus - wärtigerSchafezur städtischen Schafherde zur Genehmigung vor. Die er Entwurf sieht u. a. vor, dah, solange die hier vorhandenen Weideflächen für mehr Schafe Nahrung bieten, als die hiesigen Einwohner Der städtischen Schafherde zutreiben. durch Gemcrnderatsbeschiuh der Beitrieb von Schafen auswärtiger Beitzer zu- gelassen werden Eann. Die Höhe des Weidegeldes ist durch Gemeinderatsbeschluß jeweils für ein Fahr sestzuseyen. Die Befolgung verschiedener seuchenpolizeilicher Vorschriften ist Voraussetzung für die Gestattung des Teitriebes. Der Gememde- rat stimmte dem Satzungsentwurf zu. — Das hiesige Postamt hat seine Schalter stunden abermals um eine Stunde verkürzt, und zwar find diese auf die Zeit von 8—11 llhr vormittags und 2—b älhr nachmittags festgesetzt worden. Der Genteinderat erblickte in die,er Beschränkung der Dienst stuaden des Postamtes eine starke Benacht eiligung der arbeitenden Dev ölkerungsschichten, die bei der jetzigen Regelung ohne Derdienstaus- fall den Postschalter nicht besuchen können, und beauftragte den Bürgermeister, bei dem Hessischen Landgemeindetag vorstellig zu werden, damit in dieser Sache, die die breiteste Oeffentlichkeit nicht nur unserer Stadt, sondern auch des ganzen Landes angeht, von feiten des Landgemeindetages Schotte zur Herbeisüh.ung eines besseren Zustandes unternommen werden. — Die städtische Hundesteuer tour02 vom 1. Januar 1925 ab auf jährlich 10 Mk. festgesetzt Für den mehrfachen Hundebrsitz wird ein Zuschlag in der Weise erhoben, dah für jeden folgenden Hund 20 Mk. mehr als für den vorhergehenden zu bezahlen sind. Der erste Hund kostet danach 10 Mark, der zweite 30 Mark, der dritte 50 Mark, der vierte 70 Mark usw. Fällt der Beginn des Hundebesitzes in die 3eit nach dem 1. Juli, dann kommen nur die halben Beträge in Ansatz. — Ein Gesuch der Mitteldeutschen A n n o n c e n - E x p e d i t i v n „H e r s o" in Gießen um Erlaubnis zur Aufstellung einer Reklametafel auf dem städtischen Gelände in der Bahnhofstraße fand unter dem Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs gegen Revers und Zahlung einer jährlichen Anerkennungsgebühr von 10 Mark An- nähme. — Gegen ein Gesuch der Deutsch- Amerikanischen Petroleumgesellschaft um Erlaubnis zur Aufstellung einer Denzin-Strahen-Pumpe wurden grundsätzliche Bedenken nicht erhoben; jedoch kaim eine endgültige Stellungnahme erst bei Vorlage genauer Pläne über die beabsichtigte Anlage erfolgen. — Die Verzeichnisse der definitiv unern- bringlichen und der zu liquidierenden Ausstande der Rechnung für 1923 wurden nicht beanstandet. Auf Anregung des Kreisamtes Gießen hin wurde die Vergütung der Feuervisitatoren vom 1. Oktober 1924 ab in gleicher Weise wie für die staatlichen Dauschatzer festgesetzt, und zwar derart, daß bei Aenderung der Gebühren der Bauschäher auch diejenigen der Feuervisitatoren sich ändern. — Dem Emil Funker zu Lich wird ein städtisches Daugrundstück im Wege des Erbbaurechtes unter den hierfür ausgestellten Bedingungen überlassen. — Das Wartegeld der G emeindehebamme wurde ab 1. April 1925 neu festgesetzt. Außerdem fanden verschiedene Dau- gesuche und kleinere Vorlagen ihre Erledigung. ri. Hungen, 18. Nov. Zwe i Zusammenkünfte von Pfarrern der älmgegend sanden gestern hier im „Solmser Hof" statt; am Vormittag eine amtliche Konferenz der evangelischen Geistlichen des Dekanats Hungen unter Leitung von Dekan Engel, Obbornhofen, auf der Missionar Spaich, Frankfurt, der in den Gemeinden Oberhffsens wohlbekannte Vertreter der Basler Mission, einen Vortrag hielt über Pflicht und Recht der deutschen evangelischen Mission, und am Nachmittag wurde unter Vorsitz von Pfarrer D. Fritsch, Ruppertsburg, eine Pfarrveremszusammenkunft gehalten, auf der in Duvall war nicht mehr im unklaren darüber, ob die bewußtlose Frau die vermeintlich^ Polizei- agentin, Fräulein Goncourt. war oder Gra e, sei. e Frau. Er nahm sie auf die Arme und trug sie hinaus an die Luft. Bernet, vom Präfekten gefolgt und dem Chauffeur, der sich ihnen sogleich angeschlossen hatte, lastete sich furchtlos durchs den dunklen ®ang, durch welchen die zwei Männer zu fliehen versuchten. Wil lautem Krach flog die Hintere Tür auf, eine Reihe von Schüssen folgte, die Bernet aus seinem Revolver auf die Fllehen tan abgab. Fn einem Augenblick war die Sach: erledigt. Der vordere Der Männer machte kein Hal es Dutzend Schr'ttte im Garen, als ec g'tr.ffen niederstürzte, fein Genosse erh>b, um Etaodc flehend, die Hände und ergab sich. Rasch war er gef.ff lt, und Becnet. der sich über den Verwundeten borgte, wies den Chauffeur an, sofort eine Amvulanz zu holen. Gefetzte kehrte eilig auf die Straße zurück. Sein einziger Gedanke galt nun Grace. Er wünschte innigst, daß ihr kein ernstliches Leid zugestoßen sei, und es siel ihm ein, daß Duvall die Täuschung leicht bitter empfinden könnte, d.e mit ihm getrieben worden war. Der letztere war jedoch nicht zu -Vorwürfen aufgelegt. K mm hatte er seine bewuhtlo e Bürde auf Die Straße gebracht, als Grace Die Augen aufschlug, ihre Arme um feinen Stacken schlang und ihn küßte. „Richard! Richard!" rief sie glücklich aus. „Fch bin so froh — so froh!" Dann blieb sie zufrieden in seine Arme gechmtaft. Dem Detektiv stand der Verstand still. Er konnte sich die Gegenwart seiner F au. Die er so kurz vorher friedlich in der rosenurnsponnenen Veranda ihres Heims in Maryland verlaffen hatte, hier in Paris und unter so unerllärl.chen traurigen Ülmständen nicht erklären. Cs schien unglaublich, unwirklich doch Da bewies Grace, die Arme um seinen Hais schlingend, mit ihren Kü sen auf feinen Lippen ■ie Tat fache. Er sckh Lefrvoe, als dieser sich zu ihnen gesellte, nur oerbutjt an, konnte jedoch nichts sagen. langer und lebhafter Aussprache amtliche Angelegenheiten erörtert wurden. r. Nieder-Bessingen, 19. Nov. Es besteht Hoffnung, daß die Gemeinde jetzt wieder die schmerzlch vermißte, von allen Einwohnern schon lang ersehnte dritte Glocke anschafft, die seinerzeit ein Opfer des Krieges geworden war. Ein von der bekannten Glockengießerei Rinker in Sinn ausgearbeiteter Voranschlag sieht für die neun Zentner schwere Glocke eine Ausgabe von 1575 Mark vor. Kreis Büdingen. Nidda, 17. Nov. Der Männergesangverein „S ä ngerkränz", Der bereits auf ein 85jähriges Bestehen zurückblickt, hat bei allen seinen Veranstaltungen eine große Gemeinde hinter sich. Dies zeigte auch wieder sein gestriges Herbstkonzert, das unter Leitung Des Herrn Dap per im Ganbrinussaale stattfand. Ein sorgfältig ausgewähltes und gut durchgeführtes Programm war für den Erfolg des Abends be- sttmmend. Der Chor folgte willig und verständnisvoll Der führenden Hand und lieh sich vom weichsten pianissimo bis zum wuchtigsteir-foriissimo fortreißen, ohne dabei bie Linie Der edlen Tongebung zu verlassen. Von den borget eigenen Chören verdienen besonders hervorgehoben zu werden Wengeris immer packendes und mitreißendes „Geisterschiff" und Hegars ewig schörres „Morgen im Walde" Simmermachers reizende Kompositionen „Die Rose von Burgund" und „Wenn ich ein Vöglein mär’", die sich so leicht ins Herz der Zuhöver singen und helle Begeisterung wecken, fanden treffliche Wiedergabe. OtGegraben» ,3äger airs Kurpfalz" muhte wiederholt werden. Die Darbietungen des „Kaiser-Orchesters", die Den gesanglichen Teil ergänzten, standen- auf gleicher musikalischer Hohe und warben, für Den Erfolg des Abends, den der „Sängerrranz", ein Mitglied DeS Niddatal-Sängerbundes, für sich buchen Darf. Kreis Schotten, cd. Eschenrod, 18. Nov. Hier verstarb Der Landwirt Wilhelm Kunkel, eine in Den Kreisen der deutschen Rotviehzüchter wohlbekannte und hochgeachtete Persönlichkeit. Bis kurz vor dem Kriege war er Besitzer eines Zuch t- hofes für das Vogelsberger Rind, dessen hervorragendes Zuchtmaterial auf allen großen landwirtschaftlichen Ausstellungen der Vorkriegszeit die höchsten Auszeichnungen errang. Seinen Bemühungen um die Höherzüchtung der heimischen Rindviehrasse ist es zum Teil zu verdanken, dah heute ein großer Teil der Vogelsberger Bauern einzusehen beginnt, dah in die besonderen Klima» und Futterverhältnisse unseres Gebirges allein das heimische Rotvieh paht und zur alten Zuchtrichtung zurückkehrt. Fast 20 Fahre lang war Wilhelm Kunkel Mitglied der Kreiskörkommission, und seine von großer Sachkenntnis getragenen Ratschläge wurden stets gern befolgt. Mit Der Gemeinde betrauert Der ganze Vogelsberg den Verlust eines Bauern von altem Schrot und Kom. Kreis Alsfeld. -er. Homberg a. D. O hm, 18. Nov. 3tt einer Gemein deratssitzung wurde Der Errichtung einer Benzin st a ti o n im Keller des Kaufmanns Schweisguth, derzeitigem Fnha° bei- O. Meyer, die Genehmigung erteilt. — Die gelegentlich unserer Kirmes gefaßten beiden Einbrecher von hier wurden vorige Woche mit 3 und 4 Monaten Gefängnis bestraft Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 18. Nov. (Gig. Bericht.) Der Verein für das Deutschtum im Ausland war vor Dem Kriege einer der größten Vereine Darmstadts; nachh r gingen die Männerortsgruppe, Die Akademi che Ortsgruppe und Die MädchenortSgruppe Der Auflösung en gegen. Fetzt sind sie auf Veranlassung von ©tuDienrat Dr. Weckerling- Friedberg, Dem Vorsitzenden Des LandesverbanDes Hessen, Der jetzt gegrünDel wurde, wieder ins Leben gerufen worden. — Ein Schul streik ist in Mö rf elden im Kreise Groß-Gerau beschlossen worden, weil Das Landss- bildungsamt Den freireligiösen Lehrer Klingle» aus besonDeren Gründen zwangspensionier t u n D f o f or t beu r ta u b t bat. Es war eine Abordnung aus Dem Dorfe nach Darmstadt gesandt Warden, um zu erwirken, Daß die Maßregel rückgängig gemacht werde. Dies wurde ab- gelehnt, warauf eine öf entlitze Versammng den Streikbeschluß faßte. Ms jutzt fehlten nur wenige „Es scheint," bemerkte Der Präfekt mit feierlichem Lächeln, „daß nicht nur Stapleton fein Kind, sondern Sie auch Fhre Frau gefunden haben." Duvall runzelte Die Slime. „Wie kommt sie hiercher?" fragte er. ..Darüber sprechen wir später, Lieber Freund," erwiderte Lefevre ruhig „Jctzt sch'.ag» ich Ihnen vor, gleich zu Frau Stapleton zurüchusahren. Fhr Her; bricht vor Äumnter/ Er nahm Graces 21 rm und half ihr in den Wagen, in Dem sich Stapleton mit feinem Sohn beta.iD. „Zihnen, liebes Kind," sagte er, als Grace in den weichgepolsterlen Sitz sank, „berDanft Frau S apleton all ihc G.ück." Bei Frau Stapleton erschien bat) Darauf eine vergnügte Grsallsch ft. Duvall bi.t; aus Freude über Graces Anwesenheit seine Wunde völlig vergessen; Grace war von Dem Schlag, Den ihr Der Erpresser versetzt Hatte, nur augenblicklich betäubt worden und strahlte jetzt vor Glück, ihres Mannes Arm um sich zu fehlen. Lefevre fuhr die beiden nach seiner Wohnung, .vachdem sie Den Knaben seiner Mutter gebracht hatten. Das Glüa tü Der wiederher einten Familie des Bankiers war zu groß, um auch noch für Teilnahme in Der Angelegenheit Richard Duvalls und seiner Frau Pl'tz zu (a sen, zudem wollten diese allein fein. Es sch an be.Den, als feien Fahre vergangen, seitdem sie sich gesehen hatten; sie konnten kaum denken, Daß es nur wenig mehr als vierzehn Tage waren. 'Besonders Richard konnte Die wirkliche Lage nicht recht fassen. Er beftürmtc Grace mit unzähligen Fragen und tonnte lamn glauben, Daß er in den letzten Tagen wenigsters bei vier Gelegenheiten ihr auf Reichweite nahe war, ohne sie zu erkennen. Lefevre riet ihm, Di: ganze Frag: bis yim nächsten Tage rühm zu lasen. „Ci: sollten stolz auf Fhre Frau fein, Monsieur, sagte er ernst. „Tenn ich zweifle, cb ohne fie S.apleton seinen Knaben wiedergesehen bitte, ilnb da fällt mir ein, — er lachte boshaft — Daß ich Die kleine Wette gewonnen habe. Eö war Fräulein Gon- court, in meinem Dienste, Die das verlorene Kind entDaft hat." (Fortsetzung folgt.) Tu, Der neuge Frank der ge den A, eingt 6^ i« einen c »ÄS den tigt; cms 'S*» dH. ' bauend § O verernc« deten?l daM^lN fie liun' talk"-* stellte i.'r/nrtta N iperixm * Wfe angeblich. Degen ®' Arbeit e Aachteil schon mo> Art der ditz pari sind. erleben, heim a. der Deu geschlosst schast, d ein Kon sich abc: gemeiri» Politik da blei gehen, mache 1 Abtu ihr M ÄNfPva und in wandte auf ih ruhe. Deutsö unter möge I Dr. Sy. Aedächl durch । an dem Bestehe zeigte e öportfl1 fleißig imi> ih zeit ste guten das S) den kni helfsmc gänzlich Jahre im Kre Haller an der toid) bi .wie die fpd noch in im W Lehrer beteilig mvkrch Amtet Aepul ttmrf Auh walt wurde Star durch Gesa in Fr er bas fundso das f Er e, ledigl wiede Jjentli Deld tenswr, Nltnehn ^ssent Nsche lete und "wiersf ö^’.i: Wen h"en w bi Mg Nen leimn $ Ne' L lti ». tzz . «°der^ SS* tter ?‘nln Ä •ÄS 'Lr l Dom Wen Ton. Kten Chö- Lu Der» Menttf • wrn ich Mni öene ,3ägg toben, r-j, htr, die Mden auf to>4für den R*ani“' öcnflet- verstarb Ine in den ter wohlbe- it. DiS kurz neS Zucht, er Ainb, aus allen Hungen der ngen errang, üchlung der Teil zu ver- t Ivgelsber. in die besvn» unseres ®t- Pahl und ifi 20 Jahre lied der ne bon gro- ige wurden >e betrauert nes 'Sauern n nur wenig» a*e er- .« Off. '■TA’cn.Vetti WW» Ü ihc ®.urf- > baraui eine Dunde^Ä „V. '** r^r„ LL.K ' f7,e fi* «2 c t»®' h-^ * «8 e® fei«" 10,5 IM» 19,40 0,375 •I 18 49 8.40 2,06 0,0 liche erhebliche 6tei< 2.8 M. Santnotett. Spröde und rote Haut 8.25 2,70 20.61 6.26 2,70 9 13 8,27 2,75 T» 2 8 8,40 I 18 8.6 5,2b 10.21 20,6b 16.4G 16,75 18,71 16,13 Uebersee es sich um Ware war bringen. 2.3 275 9,10 21,20 17 10 19.20 8,3' 6,82 13,6 42,50 »4J 2.10 2.0 7,78 6.90 10 20,75 16,90 18 76 18,8 16,75 27,6 3,8 6,90 10,75 11,76 19,25 20,40 16,50 18,65 17 Deutschland liegen diese Tatsachen allerdings rindruckslos, da der Mehlabsatz hier sehr schwierig ist. Die Backer sind für ihren nächsten Bedarf anscheinend ftärfter versorgt, als man an- nahm, so dah einzelne Teile der amerikanischen Lieferungen In die nordischen Länder writerver- kauft wurden. 2lu>s der Umnöglichkrit stärkeren MchlabsayeS result ert jedoch für die Getreidehändler die Rotwendigkeft. mit weiteren Sin- bedungen vor der Hand ahzuwarten, 2lus d eiern Grunde fant> die arnerikanif che Getreidehausse in Deutschlandkeine Auswirkung. Dazu kommt, bah h er erh blichere Posten, als erwartet, in ostpreustischem Roggen auf den bei. Gerste ist mehr gefragt, soweit gute Qualitäten hanoelt. Mittlere im allgemeinen schwerer unterzu- von führenden La-Plata-F rmen nicht an.re- zweisell wird, soll die Ernte voraussichtlich um 5 Mill. Quarter» geringer sein als im Vorjahr Mill. Quarter» stellen. Ola tue- 61,18 19,1 10,40 65 66 25 6.25 10.5 12,19 0,275 14 o’i” 24,76 3.8 14,13 10,13 66/23 6 .4 89.5 16,75 6.3 10 44,4 88,75 36 2,95 24,75 Markt kommen. Die Qualität dieses Roggens ist zwar infolge der ungünstigen Witterung nicht besonders gut, doch trug das Vorhandensein vermehrter Inlandsware ebenfalls zu der 11 n - abhängigmachung der deutschen Markte von der Preisgestaltung in 16 6,2 10.2 43,25 31 85,60 und sich auf 25 gemafj wird diese Lage eine starke Rüclwirkung auf den Export auSüben, den man entsprechend diesen Ziffern um etwa 4 bis 5 Mill. QuarierS geringer annimmt, als im letzten SrntZahr. Allerdings wird man diese Schätzungen mit Vorsicht aufnehmen müssen, da noch erhebliche Vorräte in den La-Plata-Ländern Dorfenfen sind, die "Ä 26 8.25 10Z 11.0 1M 1,60 0.386 0.35 60 12.70 10.?« 649 ll .6 88 14.30 16.12 VI 42,62 88 35.62 *) Dom Rück iahlungSwert, cDebifenmarlt Berlin—Frankfurt a. 9,13 13,5 b 6 14,8 57 £.06 3,05 Wirtschaft. Vom Wcltgctrcidemartt. 3n der letzten Woche hat sich aus den amerikanischen Getreidemärlten eine neue, teilweise sehr erhebliche Preissteigerung herai sgeb.ldet. die teilweise auf die neuesten Srntelchätzungen Argentiniens zurüdzuführen ist. Wie aus den im Lause der letzten Woche verbreiteten Vachrichten ersichtlich, sind bie Ernte- auSsichten dieses Landes infolge des Austretens von Heuschredenschwürmen und leichten Frostes nicht mehr so günstig, wie vordem geschätzt wurde Rach neueren Ziffern, deren Richtigkeit ' Huffpringen der Hände und bes Deflchts, Wundletn u. unrein. Zehrt | Q aI/TD m Dieser beseitigt sofort L-t5U M Ulli bcxöl>rt« Hautpflegemittel erhalten Sie überall, wo Sie bi« Mannte Ltzlorvbont- Zahnpaste kaufen vanerDTioung uno Rvrfericharngung ouraj za langes Sitzen. Das Sitzen ist für tkrf Äinb, je jünger, um so mehr eine schädliche Mrperhaltung. Diesem Schaden wird durch Schwimmen am energischsten entgegengewirkt. Man betrachte einmal die zahllosen schlechten Körperhaltungen der Schulkinder imeist vornüber geneigt) und man beobachte dann ein Kind beim Schwimmen. Hier wird der über* g gerundete Rüden in entgegengesetzter Richtung durchgedrüdt, durch Anspannung der liefen Rücken und der Aackenmußkeft Dadurch werden die natürlichen Geradehai', er der Wirbelsäule gekräftigt und der Brustkorb erweitert. Hierzu kommt die Kräftigung der Brust', Arm-, Zwischenräppen-, Bauchmuskeln und des Zwerchfells. Die Atmung wird also in ausgiebigster Weise vertieft, bamrt ßungcnlranfhritcn ufw am wirksamsten vorgebeugt. Mit der Kräftigung bet Muskulatur und der richtigen Z r.uung des Skeletts gebt Hand in Hand eine lebhafte Anregung der Gefamtent- toidlung besonders wichtig bei alter Rachitis. Die Zahl der schlecht gebauten, schwächlichen Menschen, der sogenannten Astheniker, nimmt zur Zeit in erschreckendem Maste zu. Die Ertüchtigung dieser Astheniker ist trotz der ererbten Anlage möglich und nötig im Interesse deS Vaterlandes Die Anregung des StoffwechsÄs erfolgt aber noch auf anderem Dege Die Haut ist zweifellos nicht eine einfache Schutzdecle für den Körper, sondern ein Organ mit eigener Fricktion, eine Art Drüse mit innerer Sekretion, deren Sekret (Ausscheidung) in irgendeiner Form in den Kreislauf kommt und dort für die Gesundheit unersetzlich Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des .Giefener Anzeiger-.) Frankfurt a. M.. 18. Rov Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer- 21,25—23.50, Roggens inlärd scher- 22 -23 Sommergerste (für Drauzwecke) 24—26, Hafer (inländischer) 17,50 bis 21,75, Mais (gelb) 21—21,50, Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 35—38, Roggenmehl 32 bis 36 Weizenklrie 12,40-12.60. Roggenklrie 11,75 bis 12. Teräxmz: stetig. sehr wohl eine Lüde im Erpvri auSfüllen könnten. Die Preisstellungen für La-Plata-Weizen waren jedoch in der BerichtSwvche im Zusammenhang mit diesen Tatsachen erneut höher Die amerikanischen Verschiffungen nach Europa nehmen jetzt einen Umfang an, der die lieber» ladung der hiesigen Märkte mit ® c - treibe erklärlich e.scheinen lästt. Allein an Weizen Verladungen wird von 2 2 Mill Quarte S berichtet, die durchweg nach Europa gingen und damit die hierher exportierten Weizenmengen seit dem Beginn dieses Enrtej ihres auf etwa 17’/5 bis 18 Mill. Quarters erhöhten Die Bedeutung dieser Ziffer wird noch anschaulicher, wenn man bedenkt, dast im letzten Jahre die Verschiffungen 12,6 Mill. Quarters betrugen. Auch die Roggensendungen RordamerikaS haben in bei* letzten Woche weiter zugenommen. Die Preise lagen auch hier sehr fest, da auS Rustland Rachrichten über einen eventuell noch vorhandenen Zuschuhbedarf für die nördlichen Gebiete »erliegen. fest erheblich zu fein scheinen. Da ferner die La-Plata-Lander auS der kommenden Ernte bereits starke Vorver- XDpfbaue vom JKartmnger Loryurer durw Ttznn» unschädlich gemacht Bald ertönte der Schtuh- pfisf AIS überlegener Sieger verliest 1903 daS Spielfeld Der Schted» achter war korrekt und konnte gefallen. 6etn veranttovriungsvolles Ami wurde ihm durch beide Parteien erleichtert, da daS Spiel lehr fair durchgeführt wurde. An- fchkiestend siegte 1930 S II. Zugendmannfchast über die gleich.- deS D. f. D Marburg mit 4 0 Toren. Dor dem Gauligalpiel traf 1S»S la. fügend im DerbcrndSfp'.el mit der la. Jugend von Weytar- Riedergirmes zusammen 8: 0 lautet-' beim Schl ast» pfiff daS Resullat für die aufstrebenden 3uniorai t-es Sport-Slubs 3m Vorm.ttag spielt? aut dem Trieb die 2. Mannschaft 1400 s gegen die 2. des D. s. B. Giehen und muhte sich nach bedeutend besserem Spiel mit 1.0 geschlagen befennen, da sie es nicht verstand, einen vom Schiedsrichter diktierten Elfmeter zum Ausgleich za verwanseln. Das Spiel der beiden 3. Mannschaften kam nicht zum AuStrag, da der dazu bestimmte Schiedsrichter zu spat erschien. zeit stellt Gastwirt Bender seinen Saal der guten Sache unentgeltlich zur Verfügung, wo daS Hallenturnen ungestSri fortgesetzt werden kann. Wenn diese Einrichtung auch nur bc- l-estsmähig ist, so ist sie doch besser als em gänzlicher Ausfall deS Hebens. 3m kommenden 3ahre sollen aber von der KrriSjugendfürsorge im Kreise Biedenkopf drei große Turnhallen erbaut werden, wovon eine in Rodheim an der Bieber errichtet werden soll. Hoffentlich wird dieses Werk nicht in ähnlicher Weise gestört, wie die Fertigstellung des Sportplatzes. fpd. Frankfurt a. M., 18. Rov. Bei den noch in Erinnerung stehmden Waffenfunden im Woehlergymnasium war auch ein Lehrer dieser Anstalt, SMdlenrat 3u ng, mit beteiligt Auf hauptsächliches Betreiben sozial e- mokiatischer Ag tatoren wurde er daraus feines Amtes entsetzt, weil er sich gegen den Geist der Republik Dergangcn b^ben sollte. Dieser Vorwurf hielt 3ung aber nicht ab, während der Ruhrbesetzung der Eisenbahnverwaltung wertvolle Dienste zu leisten. Dabei wurde et auf Verrat von deutscl>er Sei e von den Franzosen im besetzten Gebiet abgefaßt u d durch kriegsgerichtliches Urteil zu einem 3ahr Gefängnis verurt.-ift Die Straf' v rb ßt er in Freiendiez. 2lach seiner Freila sung betrieb er das Wiederaufnahmeverfahren in der Was en- fundsachc und hatte jetzt die Genugtuung, daß das f r ü he re Urteil aufgehoben wu de Er erhielt wegen seines damaligen 'Verhaltens lediglich einen Verweis und tritt nunmehr wieder in das Schulamt ein. Frankfurt a. M, 19. Rov. (TU.) Der neugewählle Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt o. M. Dr. Landmann, wurde in der gestrigen Stadtverordnetenversammlung durch den Regierungspräsidenten H ä n i s ch in fern Amt c i n g c f ü b r t. Turnen, Sport und Spiel. Der Wert des Schwimmens für die Schuljugend. Lieber diese bcbcufame Angelegenheit veröffentlicht Stadtschularzt Me ^ina'r.it Dr. Weide- Lei"rig im „Schwimmer ehr beachtenswerte Aus uhrrtngen, denen wir folgendes entnehmen: Es erscheint wichtig, dast (ich die breite Dessentlichleit über den Wert eines obligatorischen Schwimmunterrichts für linier« Schuljugend klar wird 3n Eltern- und ßaienfreifen herrscht noch immer c.ne bedauerliche Gleichgültigkeit ober gar W^ei^ung gegen diese viel seit g e und nützlichste Form d r Leibesübungen. Man s vchtet Erkäl u g Ueb r- anftrengung, Ueberlragung anstedender Krank- txiten ii. dgl.. und ist sich üder den grvst>rn Wert für die harmonische Durcharb irung und g eich- mästigc Entwidiun: gerade d Käufer Aul Grund einiger festerer Mrldune.M hielt bas 3nteresfe für Rlonkaiuiktten an. Auch entmtdelle sich etwas Interesse für Farbwerte und wiederum für Zkolonialwert«. von denen Sud- s« rnit 52 gesucht waren. Am Geldmarkt ist keine Veränderung etngetre en T igl.ches Gelb ist mit , > zu txifen. Am inrernatioiwlen De- Visenmarkt lag der Pariser Frank schwacher. Börsen fttts«. (Ohne Gewähr.) täufe getätigt haben und gröfere Angebote von hier kaum noch zu erwarten sein dürften, vermochten die Preis« Rordamerikas im Rovember rreucr- • Steigerungen auf zu weisen. Für d liegen diese Tatsachen aller- ^•ntxxrr — Gestern vormittag wurde tn Arye11- gen bei Eisenbahnsekretär Ramge. Vater von fünf Kindern, von rinem ßa ft automobil überfahren und sofort getötet. Dor einigen Wochen fett, der Müller Speckhardt in Frä nkisch-Erumba ch seinen wen g- Monate alten Sohn erstochen und sich selbst einen Stich in di« Brust beigebracht Ma i nahm an, bah die Tat in einem Zustand grift;ge: Llmnad)tung gescfehrn sei. Die Beodach.'ur.g Sped- Hardts in der 3rrenanstalt in Heppen beim bat den Verdacht auf Geisteskrankheit bc.tä- . tigt; aus diesem Grunde unterbleibt ein gerichtliches Verfahren. Hessen-Ra^au. vh. Rodheim a d B.. 18 Rov. Aus- bauend auf derDolkSgemeinfchast schlossen sich tm Frühjahr die hiesigen beiden Turn- vereine mit dem Fußballklub zusammen und gründeten die Turn- und Gvortgemeinde Rodheim a. d B Was den Vereinen biS dahin einzeln noch nicht gelungen war, erreichten lie nun, nachdem sie sich ^asarnmengeschlosten fetten. veiHältniSmähig leicht Die Obcriörfterei stellte ein genügend groheS Stück Wald zur Verfügung, auf dem ein für alle Ball- und Dewe- gunaSfpiele geeigneter Sportplatz angelegt loerden konnte Eine grobe Anzahl Arbeitslose fand hier Beschäftigung, biS auf einmal, angeblich wegen Geldmangel, in Wirllichkeit aber wegen Differenzen über daS Verfügungsrecht die Arbeit eingestellt toucbc. So liegt jetzt, zum Rachteil unserer 3ugend, daS begonnene Werk schon monatelang handfertig da. AuS der ganzen Art der Verhandlungen geht allzuklar hervor, dast parieipolittsche Ziele die tieferen Ursachen find. 3n nicht allzulanger Zeit werden wir es erleben, dah die Turn- und Sportgemeinde Rodheim a. d B , die vollkommen neutral, weder oer Deutschen noch der Freien Turnerschaft an- geschlossen ist, neben sich in einer Freien Turner- schast, die bisher hier iroch nicht bestanden hat, ein Konkurrenzunteimehmen sieht. Hosfentlich sind sich aber alle Mftglieder der Tum- und Sportgemeinde darüber klar, dah Turnen mit Parteipolitik nichts zu tun hat, und sie infolgedessen da bleiben, wo geturnt wird und nicht ftahin gehen, wo die Turnstunden zur Parieipolitik- mache verwendet werden. — Beim vorgestrigen Abturnen der Tum- und Sporigemeinde wieS ihr zweiter Vorsitzender Deuker, in feiner Ansprache auf die Bedeutung deS LurnenS hin, itnb indem er sich besonders an die Zöglinge wandte, versuchte er ihnen einzuhämmern, dah auf ihren Schultern die Zukunft Deutschlands ruhe. Aber wie soll sich die Zukunft des neuen Deutschlands entwickeln können, wenn überall unterminierende Kräfte am Werke sind? Darum möge sich jeder Turner immer toieber die Worte Dr. Heinrich WeiSrnanns vorn 3ahre 1841 ins Gedächtnis rufen: ^Grohes Werk gedeiht nur durch EinigkeitI" Bei dem Schauturnen, an dem die neugebilbete Damenriege ihres kurzen Bestehen- wegen noch nicht teilnehmen konnte, zeigte es sich, fest die Mitglieder der Tum- und Sportgemeinde die günftige Zeit deS SommerS fteihia benutzt hatten, um ihren Körper zu stählen imb ihr Können zu vermehren Für die Winter- 5r ennewrw Vroieei flronfhrrt e. ® FtrNn Mlufc. Aut» SdlufclL b5rl« SAIub- Aut» LÄ Tfffrmr. 17. 11. 1 18. 1. 17.11. ie.ii Ff. Trnrt®t Rr1<64antette . <•/, Dru»1ch< 8?r1(68anlel6c . 9,775 • 84 6 800 1,100 0.84t 1.' 6",» , Drurtch« Jlrltt anlr<6e 3*., Dkuiscdr iRet(t>4.inldtc - «M» 1,14 1.60 1.10) 1. 1.426 1,41 Truilctic «c; drpramtrnanidte -» -»» — — 4' o PrrubNch« Äonloli . . . 1,287 1,576 1,260 1,231 4'. otfitn - - ..... — _ _ I*'o M rn.......... _ _ D'uilcht j?ertb- ToDar-fjiL — —> — dk». lod *e — 88.8 — 17. Novdr. 18 Nov'r. Reparl. Hnulltt« NoNerima ?lnnUt>: ’ioturiti ■ Wflb i sHrfei an» H'-tt 17. is NmN »Not! 1d8,n 70,27 163/. 7 Zu,37 166,0> 1.8.92 voN voll yrtT. ‘Jlnrro 0) 80.'S voll voll (tbririlnnta LI,29 62 .1 61,7b 62,05 l'OlllDOll .Qopenl igen 18,91 71,29 •3.6’ .0,98 voll voll Stockholm . fertfinofori. itlalten . . . 1’2,37 112,93 .12,42 '.12/8 LOUjDOll 1L,54 18,13 10,60 16,23 10,57 18.10 19,1 7 1u,6. U.2J voll voll voll voll London. . . 19,11 1931 1S.421 ooll^oll Weunort .. 4.1 • 4,»f 4,11 4,21 voll voll Port«. . . . 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Norwegisch« Noten...... ®rut<<6 C«ften , A100 Jhona 1 07 18,17 Doß 61.6 '.1,4 voll ,90 k, 2 voll Numäunch« Noten...... 2.2b rre voll ^chw.'vilchk Ncien...... 11 ’,3Z "'2,8’. 51,0 6,99 voll •’fiirvi'r Noten....... 80*6 voll Evanilche ....... .00,71 voll llchechollowatisch! Noten .. Ungarische Noten . . .... 17,4 > 12,51 boll 5,60 .,62 voll > (Eintritt frei. 9140D Vom Besten das Beste 8670D stellt der 19. November 1924. 0171.32 Uel Blttifli Hansa 845. 91281 d Engelapotheke. Holsteiner Käse la Marinaden usw. Heute bis einschl. Sonntan: Eine Offizierstragödie nach Otto Erich Hartleben 8 Akte 8 Akte Heinrich BourKarde u. Frau Heinrich Heyne und Frau. marken: ROT/BLAU/ CRÜN/HAFEfr NALZ.NUR IN ORIG8NALPAK KUNCIGEHMT VOLL! GESUND fÜR ALLEI Willi Heyne Kaufmann. Die Verlobung ihrer Tochter Margarete und ihres Sohnes Willi zeigen an Meine Verlobung mit FrI. Margarete BourKarde beehre ich mich anzuzeigen- Empfehle frische SANA. KMW SlllOS GslhölltW Siföjtoteletts Am Rosenmontag liegen zwei die kalten Hände noch umschlungen, das Leben strömte rasch vorbei, die Beiden habens nicht bezwungen. Als überwunden grüßen sie den Sieger, dem das Glück begegnet, im Tod verbunden, segnen sie all jene, die das Leben segnet. Wir hoffen mit Rücksicht auf die Bedeutung der Frage für die Stadt Gießen, daß dieser Vortrag allgemeines Interesse findet. allcrfeinue Ware billigst 017139 -Kellerdichtimgen- gegen Hochwasser und Grundwasser Jahrelange Erfahrungen, volle Gewähr. Buchheim&HeisterÄ.-G. Unternehmung für Hoch-, Tief- und Eisenbetonbau Frankfurt a. M., Brönnerstr. 23 Empfehle für Donnerstag, ttrcitaa und SamStag auf dem Markt, Marktlauben 26—28 la frische Seefische auS frisch eintreffenden Sendungen direkt v. Fanaplatz, sowie sämtliche Räucherwaren miß meiner Räucheret Rodh. Str. 43 Beieilmte LsMil betriebsfertig, modern eingerichtet (System Sommer) maschinell ausgestattetes Lager- u. 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Lichtspielhaus -------------- Bahnhofstraße ---= Sängerkranz Gießen Donnerstag, 27. November 1924, abends 77a Uhr öffentliche Hauptprobe Mittwoch, 26. Nov. 1924,77a Uhr in der Universitätsaula: Acis und Galathea Pastorale für Soli, Chor u. Orchester von G. F. HÄNDEL Leitung: ALBERT KASTEN Solisten: ADELE METZ (Sopran), Frankfurt am Main HANS HOEFFLIN (Tenor), Darmstadt PAUL PODEHL (Baß), Erfurt Der Gemischte Chor d.Sängerkranzes, verstärkt durch den Gemischten Chor des Musikvereins Butzbach. Orchester: Die Kapelle des Inf.-Rgts. Nr. 15 und andere geehrte Künstler. Eintrittskarten: Mk. 4.-, 3.- und 2.-, für die Hauptprobe Mk. 1.50, Studenten und Schüler Mk. 1.- bei Emst Challier und abends an der Kasse. Donnerstag, den 20. November 1924, 8 Uhr abends, in der Turnhalle (Oswaldsgarten) NWlMlsaMM Redner: W MW Br. MIM Wem-MW und SM «WM WS AeMS-WIS. Der Vorstand. Eintritt 30 Pfennig. 9077c Der Saal ist geheizt. I gwei öffentliche Vorträge Schriftstellers Emil Peters 1. Freitag, den 21. November, abends 8 Uhr: Menschen in der Ehe Vom Seelen- und Sinnenleben in Liebe und Ehe I Junge Liebe - Träume und Enttäuschungen - Irrtümer und EharaKterfehler Seelisches Verständnis - Dom Ich und vom Du - Treue und Untreue - Launen Eifersucht - Mannes- und Fraueilliebe - Dom geistigen Inhalt der Ehe Die Kinder - Frauenwünsche und Fugendhoffnungen - Der Grundcharakter von Mann und Frau - Die Menschenkenntnis in der Gattenwahl - Die Seelenkunst der Liebe und die seelische Kultur der Ehe. 2. Samstag, Öen 22. November, abends 8 Uhr: Wege zum glückl. Leben Don kranken Seelen und seelischer Kultur Die Macht der Gedanken - Seelische Harmonie und Gesundheit - Der geistige Lebensplan - Alt werden und jung bleiben - Seelische Heilkraft - Schwindende Seelenkräfte - Die Lebensmelodie - Wie man die inneren Lebensfeinde: Sorgen, Aerger, Furcht überwindet - Nervöse Seelenleiden - EharaKterfehler und Lebensirrtümer - Mut, Hoffnung und Selbsterziehung. Karten je Mk. 1.50, numer. Mk. 2. - einschl. Steuer bei Challier u. Abendkaffe. Verein für LufUahrt in GieOen e.-V. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiHiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiin Montag, den 24. November 8'/i Uhr in der großen Aula der Universität Vortrag des Herrn Direktors Gretz von der Iunckers-Verkehrs-A.-E. „MmMlMl" (mit Lichtbildern und Filmvorführungen) => g jons Iver 9138c Cafe Ernst Ludwig Heute Mittwoch: verstärktes Orchester von 3.30 bis 11 Uhr Donnerstag, 20. Nov., 8 Uhr: Großes Sonder-Konzert 10 Herren Eintritt frei '"'c Mäßige Preise j Drucksachen aller Art »BSTS» die vrühl'fche UnloersttStr-vrmkerei, B. Lange, Sieben, Lchutfir. 7. 898*3 Eisenbulldog12P.S. gebraucht, Baujahr 1923 billig zu verkaufen Schriftliche Angebote unter 017136 an den Giehener Anzeiger erbeten ■Reichskurzschrift- Tage*- und Abendkurse Beginn 1. 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