Samstag ,19. Jannar 1924 174 Jahrgang Erstes Blatt mm »DH ß die il LZ- ■ London. 18. Jan. (OB27B.) 3m Unterhaus sind die Oppositionsbinke heute toteber dicht beseht. als die ^bittc über d.n Mißtnuensant ag der Arbeiterpartei forlgefetzt wurde. Der Arbci- terführer Thomas erneuerte den Angriff auf die Regierung und sagte, die Unionisten fragten Ne Arieiterdirtei. wie sie Frankreich gegenüber haben, was im Deriragsrnstrumenl von der Re- parationskommist on mit folgenden verheißungsvollen Worten gesagt ist: .Sie ist durch ferne Gesetzgebung, durch fein besonderes Gefetzbuch und durch keine Sonderbestrmmung über Untersuchung und Derfabren gebunden: sie soll sich testen lassen von der Gerechtigkeit, der Billigkeit, und von Treu und Glauben". Wenn diese Worte nicht auch weiterhin hohl? Redensarten bleiben sollen, die daS Pariser Triumvirat mcnccau. Ll"yd George und WUIm nur zu Prr- pagandazwecken in den Tkrtroq riTigellochten hat, so geben sie dem SachverständioenauSschuß eine allmächtige Richterbeiugnis. die ihn mit der ganzen Cdfrert der TWanttoortung vor Geschichte und Döltermoral belädt. ftr )w I♦R»m*et » i |w* la t> u ttaq vorbei Ptm Ar 1 mm t>»|C Vr. 16 tn«chöftoß«»e 61. 8n|d)rilt für Drahtnach- ndjrn a*Jttfl«rtf>l«bcn. I •tläfaleeto. (rntfart <- 1L 11686. Sreuc x iichti.aatwäN» 10®»l6p|ennig. für At ktomc» Anzeigeno.70 n n iSteue 3d ootopfenntg, Ki»d4)rt|i 4a ,luj . — Ueranl»jrui4 »litiha. Jeu.U«lon Dr. Jnebr. Mdtz.dang« für Ao udngc* Xcd Ernst Jlum d)«in, uxbe Ä*5«iaenled. -)»*» rkJ jämil. J) 14 « J« t berühmten Mustern bei feinen Untersuchungen aus die einseitigen avenmäßiger. Darstellungen der Pariser Sntenfebrhörden zu beschränken und den -ablloken Statistiken, Gutachten und Prvto- ko'len der letzten fünf Jahre einen neuen Stoß hinzuzufügen, sondern daß er den ernsten Willen hat, die tatsächlichen Derhälvrisie des heutigen Deutschland festzustellen und die Möglichkeiten »ur Wiederherstellung der deutschen Pro- kubtenstähigket anzugeben. Deutschland fetner- fäti wird unter Berufung auf den Wortlaut des Dersailler Vertrages der .Magna Lhartn" auch dieses Sachoerständi^mkom terS, diesem Gelegenheit geben, .von allen Beweismitteln und Zeugenaussagen Kenntnis crben, daß wir unter Trennung von Bayern eine pfälzische Republik i m Rahmen deS R e i cyeS bildeten. Bei reif- licher Lieberlegung jedoch haben wir fehr bald erkannt, daß eine solche 6taatenbiltnmg mir der Vorläufer zu einem Pufferstaat von Frankreichs Gnaden werden müßte. Deshalb zvaen wir es vor, bei Bach- em zu bleiben. — Am Avend fuhr der Generalkonsul nachKaiferSlautem, wo er in später Abendstunde in Anwesenheit des englischen Sekretärs und der sranzösischen Begleitung noch die obersten Vertreter der pfälzischen Justiz empfing. Die Vertreter der Justiz nahmen Gelegenheit, die fcharfen Eingriffe des Separatismus in die Rechtspflege, in den Betrieb der Staatsanwaltschaft und in daS Gefängni-wtfen eingehend zu schildern. Es wurde dabei hervor- gehoben. In welch rücksichtsloser Weise der OberlandeSgerichtSpräsident von l en Separatisten her haftet wurde, und auS welchen Kreisen sich die Separatisten »ufammen- scyen Dann wurde von den Vertretern der Justiz noch betont, daß die gesamte pfälzische Beamtenschaft geschlossen den Separatismus und die .autonome Regierung der Pfalz'" ablehnt. Lag legten? Schatzkanzler Thamberlain, der für die Regierung das Wort ergriff, hate, wen nThomas die Regierung wegen ihrer iln- tätigfeit Frankreich gegenüber verurielle, habe er eS verabsäumt, zu erklären, was er unter ähnlichen Umständen getan haben würde Sr wünsche, Thomas zu fragen, welche Aktion er unternommen hätte, um die Durchsetzung der Ansichten, die er vvrgebracht habe, gegenüber Frantrerch zu erzwingen. Thomas habe gesagt. weshalb die Arbeiterpartei einer Inter- Paris, 10 3an (WTB ) 3u Beginn der heutigen Kammersi »ung verlangte der Abgeordnete Ubrt) die sofortige Feltie«)ung des Zeitpunktes feiner Interpellation über die Reutrali ät Frankreichs in den innerpolitischen deutschen An- gelegenheuen Die Kammer lehnte die sofortige Festsetzung ab Darauf ergriff Ministerpräsident P o i n c a r das Wori Sr crf.ärtc Cr ver zc i ch e mit Vergnüg m die Ortärung Herriots. daß er ebenscwenig wie die Regierung eine Herabsetzung der deutschen Schulden an eb- chef Ma c do na l d Recht geben müssen, wenn cr lriumphierend ausrief. die Aussicht auf eine R- arcrungsänderung m England habe inehr dazu beigetragen, den Einfluß ®robbritonnten» aas dem Kontinent zu erhöhen. alS zwölf Monate Amtsführung der letzten Regierung. Aüicn wir uns aber auch jetzt in diesen Tagen schwellender Hoffnungen vor einem schlecht angebrachten Ob- nmismus. Macdonald übernimmt eine Riesen last schwerster außen- wie innenpolitischer Sorgen, unter denen die Lösung der Reparationssrage auch den Swotsmännern der ßabour Party nicht die drückendste scheint. Der Pariser Gegenspieler setzt andererseits alle Hebel in Bewegung, um sein Schiffchen auS der ernsten Krise, die sich namentlich im Franken- stürz und in dem offenbaren Zurückweichen in der Ruhrfrvige dokumentiert, berauSzulawieven und in ruhigerem Wasser den Sturm der FrühIingS- wahlen bestehen zu können. DaS angekündigte Sa- nierungSprogramm, dessen ein-eine Punkte: ötat- balanzierung durch neue Steuern und rücksichtslosen 'Beamtenabbau unS nicht ganz unbekannt Vorkommen. Hot bereits eine stark rückgmstge 'Bewegung der katastrvphaten .Frankenbaiste gezeitigt Sine energische Durchführung des Pro- 0 ammS wird »war zweifellos den Franken, der schon den Stand b;r italtarrschen Lira weit hin er sich gelösten hatte, wieder beben, aber ebenso sicher in den Kneifen der französischen 6 teuere bl er und der vom Abbau betroffenen Beamten P)in- carös Aufienpolitik. der Quelle alles Hebelt, keine neuen Freunde erwerben, fo daß man daS Srgebnis der französisch.m Parlaments Wahlen mit Spannung wird erwarten dürfen. Die britifche Regierunaskrise steht vor ihrem Abschluß. Das Kabinett Baldwin dürfte daS Dochene'che kaum überleben Rachdem der König am Dienstag das vor Weihnachten neugr- wähsle Paria mein mit einer sehr t>o-fij>tig ab'e- fahten und allen Streitsrag n forgfä h ausweichenden oh.wnrede eröffnet hatte, begründete Macdvnald den kurzen Mißriauensantrag seiner Partei und Viscount Grey, der Führer b^r Liberalen Im Hause der Lords, erklärte, daß dte Liberalen emr kommenden Aroeiterreoieru-g ohne B.'sorgnistc cntg g msährn, Asmith und Lloyd George, die ItbeixUcn Llnterh^rusführer. haben das rl ich- »um Ausdruck gebracht, so daß der voraussichtliche Gang der Ding« der fein wird, daß Macdonalds Mißtrauensvotum im Parlament zur Annahme kommt, daß die krn- fervalive Regierung Baldwin demisiioniert und der König Macdonald als dem Führer der stärk- . st en Oppositionspartei die Kabinettsblldung an- bietet Die lange daS 2Crb? terfabineti, da» ja auf ferS Wohlwollen der Liberalen angewiesen wäre, am Ruder bleiben wird, darüber geben .in der britifchen Preise die Arfichten himmelweit auseinander. Die Taktik dtr Liberalen zielt vermüll ich darauf ab. die Arbeitcrregierung nur e ne St Episode fein zu lassen. Se hoffen, daß dte en Schwiericrfe ten, die Macdvnald bei fei ".er nettiübernabme voriindef. bald dte unge- fchullcn Kräfte der Arbeiterpartei verbrauchen wird, und daß dann der K>n'.g ohne vorherige Parl-rmentsauflösung und Rcuwahlen dte Liberalen. alS dritte Partei, mit der Kabinettsbildung betrauen wird. Größere Wahrschrinl chfe^ für hd) hat aber wohl die Annahnv. daß nach einer variamenta-stchen R e^ läge Mardorcrlds. Reuwah'.n statrtindcn. die für d e Liberalen tium rosige Aussichten »c gen dürftsi und eine Erneuerung doS konservativen Regimes oder ein Die Woche. Die Bergangene Woche hat zwar noch immer nicht die mit Spannung erwartete Veröffentlichung btt französischen und belgischen Antwortnoten auf Kl« deutsche Memorandum zur Ruhrirage ge- b acht, es srnd aber doch eine Reibe anderer politischer Probleme In ein Stadium höchster Astua- Mdi geruckt Dor allem der Separatismus in der Pfalz. RachLem die britische Regierung «ine Lotaluntersuchung der separatistischen Schrek- kensherrschaft in der Pfalz durch ihren General- konsul in München, DotschastSrat Elive. angr- orönet hat und damit bei der sran.zösischen Reg e- runfl stärkste Verstimmung und sogar einen sov- mellen Protest hcrvorrief. bim dte Pfälzer Frage auch in der AdreßdebaNe im neueröffneten englischen Parlament in aller Breite zur Sprache Fast alle R'dner wandten sich bei der Besprechung ter Außenpolitik in sehr energischen Worten gegen tie offensichtliche Unterstützung des separatisli- schen Derdrechergesindels durch Frankreich. Bor allem dte Redner der liberalen Opposition. LloydGeorgeim Unterhaus und Lord Grey im Oberhaus, fanden starke Worte der Verurteilung Lloyd George nannte jede Ermutigung deS ßcparatistischen Treibens durch eine der Signatar- machte des Derfailler Vertrages einen offenbaren Bruch des Vertrages. Lord Grey stellte klar, daß Frankreich den Versailler Vertrag in bvswilli-er Verkennung seine« Sinnes dazu betruye. den nicht erlangten anglo-amer-konischen Daran'.iepakt auf Krsten der verbrieften Rechte Deutschland« zu ersetzen Zn Meter Frage mit der Opposition völlig eins ging Lord Turzvn. der in feiner Begrün- fc.ung der Politik des auswärtigen Amtes einen UeberblUf über die Entstehung der s-'varatistifchen Bewegung am Rhein gib un> betonte, daß Cng- lanb mit aller Entschiedemheit Lovtosungsbestro- bungen bekämpfen werde, die nicht von der überwiegenden Mehrzahl der rbeinischen Bevölkerung getragen werde Die Untersuchung der unerhörten .tustände in der Pfalz habe zu schweren Mißver- tändnissen mit dem französifchen Verbündeten geführt, die noch keineswegs beigefegt seien Man wird also fett der Jahreswende eine auf^ . gewöhnliche Aktivität der britischen Außenpolitik fest- ftetlen können und dem kommenden Regierung«- setzung der deutschen vchutoen an eo- incn wolle. Es sei gut. wenn da« Auslo.id Wiste, daß es nicht auf Mcinungsvcrtchicdenh it<-r zwischen den Franzosen rechnen dürfe. Frankreich habe geglaubt. In dem Augenblick, tqo eS das Ruhrgebiet besetzte, daß eS dc« Erfolges der Richrbesehung sicher sei. Sr stelle mit Beranüg n fest, daß Herriot im Gegensatz zu den Sozialisten erklärt habe, er und seine Freunde würden einer evtl. Räumung de« Ruhrgebiet« nißt zustim- men Er habe auf diese Weise stillschweigend zugegeben, daß das Ruhrgebiet ein Pfand fei, auS dem man Gewinn ziehen könne, und bimit habe cr ancrlannL daß Frankreich recht getan habe, Trotz der Einw ndungen der franzöflschen Regierung gegen eine einseitige Snguete habe die engltsche Regierung darauf b fia den, den Auftrag, den sie ihrem Generalkonsul erteilt habe, ausrechtzuerhalt n Trotz feiner llnpariei- liä-keit aber könne cr sich täuschen lassen oder getäuscht werden De facto aber habe die Sngucte internllilcricn Sh »ralter ang nommer Der Mtnist.rpruf.deni erklärt zu den bevorstehenden Verhandlungen mit Deutschland cr haße stet- wissen lassen, daß er die Vorschläge die ihm die deutsche Regierung etwa machru zu müssen glaube, anhören würde. Der deutsche Geschäftsträger fei aber nicht gekommen, um Vorschläge ,*u machen, sondern um Forderungen zu stellen «^ranzöflscherseitS und belgischerfell» Haie man ^utfch'and im Bewußtsein deS guten Rechts und mit Mäßigung ang hört, ohne in die Kompetenz der Replo. der Rheinlandkommission oder des Gencrals Degoutte eingreifen zu wollen. Wenn die deutsche Regierung verhandeln wolle, solle sie selbst sprechen. Sachderstandtgenkonferenz bemerkte der Ministerpräsident. eS liege Grund zu der Annahme vor, daß sie ihre Arbeiten bald abschließen, und daß bann die Reparationskom- mission über die notigen Grundlagen zur Regelung der Reparationssrage verfügen werde. SS fei zu hoffen, daß dann auch die Frage der interalliierten Schulden ihre Regelung finden werde. Die Ausnahnre einer Anleihe für Deutschland hänge von dessen gutem Willen, von seinem Kredit und von der Verbesserung auf dem Geldmarkt ab; Frankreich- verlange, daß die Aufgabe der Sachverständigen ausS schnellste buid)griübrt werde, ohne daß der Betrag der deutschen Schuld ventiliert werde, oder man sich auch auf die nur theoretische Frage der deutschm Zahl'ingssahigkeit cinlafte Hierauf wird die Znterpellationsdebatte geschlossen. Der Voriiyende verliest eine Tagesordnung. nach der die Kammer die Erklärungen der Regierung besonders hinsichtlich der Ruhr- beseyung billigt, ihr das Vertrauen au8- spricht und zur Tagesordnung übergebt nach kur- aer Debatte nahm Pvincar^ die TateSordnung an. DicPriorität für dir( Steintrxderel B. tange in «ieten. Sd)riftltthmg nn» »elchis„l»tle: S^nilreM 7. das Rc hrgebiet zu beleyen. Poincarö nimmt dann die Erklärung des Abg Herriot auf. daß er es verstehen würde, zuverlässigere und dauerhaftere Pfänder für daS Ruhrgebiet ausfindig zu machen. Gr fürchte, daß Herriot den Sperling in der Hand der Taube auf dem Dache julicbe fahren lasten würde Sr fclbft habe schon zu Beginn der Ruhrbe'etzung erllart, daß daS zwar nötig gewesen fei, aber nicht möglich. Die französische Regierung sei mit Drlgieu darüber einig, das Ruhrgebiet nur hn Verhältnis und nach Maßgabe der deutschen Zahlungen zu räumen. Belgien habe vielleicht die Ausbeutung and-ver Pfänder in Erwägung gezogen. Frankreich habe abcc geglaubt, diese Pfänder müßten zu denen hinzutommen. die man in der Hand habe, aber nicht an deren Stelle treten Wenn Frankreich keine Realitäten in der Hand hätte, wäre es vergeblich. «-twas von Deutschland zu verlangen Der Ministerpräsident wandte sich dann gegen die InterpellalionSredner. die ihm den Vorwurf geTnacht haben, er sei allzu anspruchsvoll gegenüber dem Kabinett Stresemann nach der Aufgabe des passiven Widerstandes gerra'en. Die Rede des Reichspräsidenten Ebert und die Miß- nahmen der deutschen Regierung hätten allzu deutlich gezeigt, daß eS sich nur um eine fiktive Abrüstung handelt Heute noch, wo die fran- zöfifche Regierung zahlreiche Strafvollstreckungen ausgesetzt und die Rückkehr von etwa 60 030 Eisenbahnern gestattet habe, habe General De- gouttc telegraphiert, daß die deutsche Regierung seine Bemühungen zu durchkreuzen versuche Die folgenden Ausführungen Poincarös bc- fchäftigen.sich mit der Stellung der französischen Regierung gegenüber der separatistischen Bewegung. Poincarö verliest eine lange SenrtSrede Gl-- menceaus. auS der er den Schuß zieht, daß ßU-r encrau mit Recht oder mit Unrecht die deutsche Einheit alS eine Tatsache betrachtet habe, die sich durch Gewalt nicht auS der Welt schaffen taffe; er h be aber gewünscht, daß die Deutschen den Derfrll deS RcicheS selbst herbeiführen bimit ft* nich ei es TageS durch eine Minderheit in cbtit Äriy gegen Frankreich hinein gezogen toür'en entgegen tPn vcrgestrigen Behauptungm Lloyd Ge- orges hibe die Politik der französisch-n Hegte-, ning sich in diesem Punkte niemals ge-inbert ‘Tr. Princarö. verlang'', daß Frankreich rr.i: den B \- spiele dxr Beachtung de» Fried enSverirages vorangche. testen Durch'ührung es alle Tage fordert. Frankreich denke nicht birin, den Wr- faifle.- Vertrag zu verletzen oder aus Ieiner Jte- lerve hcrauSz 'treten, und eS werde niemals daran denken, die b setzten Gebiete mrter fein« Protektion oder feinen politis den Ernfluß zu brmg-m. Poincar«- b Haupt et bum die separatistlsbe Bewegung in der Pfalz sei spontin und werde von einbccnrischen Slemmten geführt. Die Ordnung sei niemals gestört worden bis zu dem Tage, an dem von deutschen Ratu>. nalisten, die in Heidelberit eine Zentralr hatten, das abscheuNchc Derbrrch^u von Speyer begangen worden sei. °>'d^ ’N, bk n9en. i m<5t aus W«. gung dm» b« ‘ adfttäqyt üt nölig, Lj«"' ||W (c:,v1tün«r n* L ÄWln;:- 8 i®*1 tj M Zrrm Schllrtz t»wm btt ®eeetttöoefxi em« dringlich gebeten, bei bet RhektlMdkommis- ftoe dahin zn wirken, daß btt Separatismus so rasch wie möglich aus der Pfalz verschwinde. Autzerdem wurde dem ®enetoltettfu[ eine Denkschrift über die Singriffe der Separatlsten in die Rechtspflege (38 schwere Fälle) überreicht. Der englische ®enerafltorrful hatte noch Gelegenheit, im ßmife des Abends Vertreter der städtischen Verwaltungen von Pirmasens und Zwei- K rück en zu sprechen. Heute vormittag empfing er die Vertreter der D e i si l i ch k e i t beider Konfessionen von Kaiserslautern, die Vertreter sämtlicher politischer Parteien usw. Die Der- 'crmmlung gestaltete sich zu einer erhebenden Kundgebung für das Festhalten dec Pfälzer am Deutschtum. Besonderen Eindruck machte die Rede oes katholischen StadtpsarrerS. der in schärft ffet Delle Verwahrung einlegte gegen die im .Dcho du Rhin" enthaltene Verunglimpfung und Beleidigung der pfälzischen katholischen Geistlichkeit und der Person des Bischofs, dem vom .Echo du Rhin" unterstellt wurde, nur au» niedrigen Instinkten den Separatismus zu bekämpfen. Der Stadtpfarrer betonte mit aller Entschiedenheit, dah die katholische Geistlichkeit aus ihrem ureigensten Interesse heraus den Separatismus ableyne und aufs entschiedenste bekämpfe Dio aestern bei der Strastenkundgebung in Kaiserslautern rjn französischen Gendarmen verletzten zwei Personen haben sich dem Brneraltonsui vor- gestellt. Beim Verlassen des Stadthauses hat eine zahlreiche Menge dem Generalkonsul eine lebhafte Ovation als Kundgebung des Dankes bereitet Dem Sonderberichterstatter des .Daily Telegraph" teilte ®eneraötmful Clive mit dah seine Untersuchung der iSaac in der Pfalz heute zu Ende gehen und er sich dann nach Koblenz begeben werde, um Gorb Kilmarnock Bericht zu erstatten. Sc hoffe, am Sonntag nach München zu- rüdtehten zu können. Es tonet gesagt werden, bah seine Untersuchung die allgemeine Ablehnung bet sogenannten „autonomen Regierung- ergeben habe. Die Geistlichkeit die 3nbuftrieIIen, die Landbesitzer und die Bürgerschaft hätten nicht gezögert, sich darüber frei vor Gilbe auszusprechen. Gleichzeitig aber bemerkt der britische Generalkonsul, dah es unzufriedene Elemente in der Pfalz gebe und dah dort eine Lage entstanden sei, die nicht fvrtdauern könne. GS sei jÄwch nicht feine Sache, Anempfehlungen zu machen, sondern nur die Tatsachen, die er fest gestellt habe, zu unterbreiten. Sein Bericht werde sehr umfangreich sein. Er habe sich nicht nur selbst Rotizen gemacht sondern auch seine Sekretäre hätten eifrig Erklärungen nleber- geschrieben, die von Männern u. Frauen aus allen Vvlksteiten in der Pfalz abgcg»ten worden seien. Das Hauptergebnis sei, soweit man sehen könne, oatz die sogenannte „autonome Regierung" nicht darauf hoffen tonne, fortzudauern. In Reustabt a. H. füllten auf Veranlassung des separatistischen Bezirkskommtssars Gabriele hier in einet ErwerbSlosenvrrsammlung öffentlich für den Separatismus Stimmung gemacht werden. Die Versammlung war ziemlich gut besucht, jedoch fast ausschliehlich von Gegnern der Sonderbündler. Den Ausführungen de» Referenten, des übel berufenen SrwerbSlosenhäuptftngS und Organisators der Zehnmänner-DemonstrcUion in Ludwigshafen, Kunz, trat der Vorstand der kommunistischen Partei der Pfalz, Kumpf, entgegen. Stadtrat Kumpf warf dem Kunz vor, dah er im Dienste deS französischen Kapitalismus und Imperialismus stehe. 4 Von den Kommunisten wurde dann eine Entschlie- f)img einwckrachi und einstimmig angenommen, die Fbefagt: Die kommunistische Arbeiterschaft derPfalz spricht sich gegen die Abtrennung der Pfalz vom deutschen Wirtschaftsgebiet auS unb lehnt jede Bildung eines selbständigem Staates ab, sie lehnt ferner die .autonome Regierung der Pfalz" ab und erklärt dah sie mit den Brüdern ienfetto des Rheins auf Gedeih und Verderb verbunden bleiben will. Der zweite SachverstSndigen- ausschuh. Paris, 19. Ian (WTB.) Der den amerikanischen Sachverständigen für das zweite Komitee (Deutsche Auslandsguthaben) beige- ordnete amerikanische Fin anzsachverständige Leonhard 2 i r e ist gestern in Paris eimgetroffen. Die beiden Komitees werden, nach dem .Tieto Bvrk Herold", wenn sämtliche Haüptdelegierten in Paris eingetroffen sind, annähernd 30 Personen umfassen, die amerikcm fche Delegation allein sieben Personen. Sir Robert Kindersl ey wird, nach dem .Rew Bork Herald", den englisch.^ HandelSattach« in Berlin, Firlanson, der feiner veil Sir Irjhn Dradbury für die Reparattons- kommission bei geordnet war, zur Mitarbeit erhalten Rach dem .Rew Bork Herold" wird der zweite Sachver-ständistenauSschutz. der am Montag seine Arbeiten aufnimmt ebenfalls den ReichS- bankpräslb.nten Dr. Schacht zur Mitarbeit her- anziehen, sobald dessen Anwesenheit im ersten Komitee nicht mch» erforderlich ist. ES wird bestätigt dah 'Leichsbankpräsident Dr. Schacht am Montag zum erstenmal der Sitzung deS ersten Sachveriiändtgenkomitees beiwohnen wird. Die Meldung des .Temps", er werde in Begleitung von Staatssekretär Bergmann in Parts cln- tressen, ist unrichtig. Bergmann weilt bereit» feit mehreren Tagen in Paris. DaS Arbeitslosenheer. Berlin. 18. Ian. (Wolff) Dom Rrichs- arbeiiSministeriu.n wird un» nntgeteilt dah die am 17. Hanuar in einigen Zeitungen mltgetciüe gir.rnutocrfebr des jinbe .-tzten Gebietes mit ber von den Sepat.ack''.ea überwacht wird. Es er.roftehll sich dah-er, bei Gesprächen und Telegramm cn noch ber Ptalz b-.c grotzte Vorsicht zu üben. "Die alten Ein- und Zweipfen- nig-Münzcn. Die das .Berliner Tageblatt' hört, besteht die Absicht, die alten Ein- unb Zwei P»ennig-Kupfer«ün.es Reiches als Renten ptennige »u erflneu. Vrassisch dritzt Dai da" kte-n Ku c gl i e volle 10cpr>-«nsg- Autwerttmg angedeihen lätzt. Pornotizen. — Tageskalenber für Sam Stag Rad ahrervercin .Fo.wna": 8", Uhr Monats Versammlung im Po.rtecker. - B f B: 8‘/, Ub. im Sch:pka'^atz MvnatsversanvnlurK — Palast. Lichtspiele: .Taifun" und .Fi, unb Fa, als Prei^ boiet". - Lichtspielhaus. Bahichofstrahr .D?r Ro'enmontag bis Asche^-mittwoch" unb .Er. alt. Stratzenschrock". — Tageskalender für Sonntag Gietzener Konzert verein: 5 Ubr in ber Aula Konzert des Schachtebeck-QuartettS. — Otabtibrätn 31/« äckhr.Gawän". 7 Uhr .Unier ber MübeiNr Linde". — ÄDnfunweretn: 2 Uhr Msiglledervcr fammlung im Gewersicha f «bau*. Lichttpi ?'. häufet dasselbe Programm wie am StemStng — Dortrag über .Borneo unb btc deutsche Mission". Morgen. Sonntag, nachmittag 3 Uhr spricht in der Stadt kirche auf Veranlassung der Männer- unb Frauen-Veretni- aung der Matthäusgemeinde Missionspredtger S Patch auS Frankfurt a M. über: .Borneo unb bte benMehr Mission". Borneo, bk holländische Kolonie, ist ein hossnungSvolles XbdiÄgetnel bei Basier Million. Zu bem Dort rag ist jedermann herzlich willkommen. (Siehe Anzeige.) — Der Wartburg-Verein veranstaltet morgen abend im Sen.rindehauS, Kirch- st ratze 9. einen Famtl enabend. in betten Mittelpunkt die Vorführung einer Lichtbildcrierir des Rvrdbeutschen Lloyd Bremen über .TEobemer Werftbetrieb und Bau eines Ozeandampfers^ steht. lWerftbetricb, Bau unb Stapellauf, Innen einrichttrng., Drr Abenb wrib von musikallschen Darbietungen eines Quartett» des Blondinen- Vereins .Reapvllla" umrahmt. Räheres ttehe tm heutigen Inserat. Wettervoraussage für Sonntag. Meist trüb, Temperaturen ber R-si, noch Riederschläge. Landkreis Gictzeu« y. Lollar, 18 Jan. Die Arbeitslosigkeit nimmt in krtzter Zell hier und in ben benachbarten Gemeinden bebeuteird über Hand, nachdem wie der eine gröbere Arbeiter auf den BuderuSschen Eisen werken Wetzlar-Lollar, und zwar diesmal ubc 600, entlassen tnorben sind. Man erwartet sehn lickst eine Besserung der wirtschaftlichen ßa nommen werden Auch bie Engländer rüsten sich zu zwei Weltslügen. Der eine, ben die beiden F.ugvsfiziere Maclaren und Flenderleith unternehmen wollen, wird von London auSgehen. ostwärts rund um bie Welt übet Aegypten Indien. Ehina, Iapan, Kanada, Rcu'undland. Grönland. Island nach London zurückführen Die «weite Unternehmung soll mit einem besonders starken Seeidtgzeoa au »geführt werden. Andern Welt- flugplane bestehe in Frankreich. In Italien, in Holland, unb man hofft, dah ber eine ober bet andere Weltslug sicher yut Ziele führen tri dl Der Reichsgründungstag in Gietzen haräbrtcn c.öq zur nationalen TBI rt und ermahnte feine 9t M, rcA itcrauf rück- 3. SonoeOora ’S." -»S-- \ Jumper \ SDorrmöBrn W ) Sinfierneiorr afo. <1 M» in Volle und Selbe, —*— toeröen aetrrltft ob. werden geirrt cki ob. 3B7D Sdwlmhlwg Iflnfffrhni muffen. Das Ttadtthrater tieferen ©eiten bitter Hoile auber UtH zu Lit'ex ■Sbolf Telekd. der auch die Xegit führte, machm «nrt der cpü oben batten Rotte bei Dikcnut ein Wahres Äah;neitfhid$en Aich« mlnber prächtig war Rudolf ® oll* geschäftstüchtiger Win. Die Dome in Xtuuer * - • — — - Voll xom menst er qämechinismus mit Ober- und Unterauslauf! Oleichmißigste Aussaat aller Sa- roeiuncn in Bergland u. Ebene! Direkte Entleerung in den Sack! Billigste Preise! Gg. Schieferstein, Lieh Maschinenfabrik Lager aller Landmaschinen. E: Satzteillager heutigen Xaget al* be» Gebart -t age» de« . 9e u 11 < c n Reiche« za erinnern Da« unlrer 4'^äter Hrldenmut und Hingabe durch grober . Männer Sübiung und Staarskunft vor 53 3abren schaffen, das hoben wir im groben VSlkerringen gegen ein« Welt von Feinden ner- lllrito, MMS r CtHtlw itaWI ■! H—fcMu 11 Säemaschinen kfcmerc und leichte Bauart Schrotmühlen m. Mahlitein.. Lchei b. E ichiern Hackmaschinen = für Getreide unb Stübern Mähmaschinen aller An fürVraS u. Getreide Pflüge aller Art rnö alle laUBlttfftiftl M>-ian „Säkönigin“ Drillmaschinen neuester Bauart •< 3uguhe Marks In nI Ä - - — Publikum geigte Nch für die erfreulichen LMfhmjm kböoft dankbar Wenn ba> Haus nicht fo besucht war. twe man es bei diefer Aufführung von Cdhngd .7!im«vi hätte er- trarten können. Io bürite dies wobt in der Haupt- fache auf die hcribdiet bekanntgeg. bene Programm- Ünderung zurückzufuhren »ein. Un'er Tbcu er de wies aber, hab es auch einer fo kurz angefetzten Aufführung durchaus gewachten ift ICH' rbeilßltzflß. ? unb in ben be • bebeuteÄ tKi flröheoe 21m- schtn liltn «r bidmai ufx n ettoarW ktr IchaMchm X * !Ä.'Ü gen, kann btefen Derpflichturrgen nur gerecht werden auf Grund einer sittlichen unb vater- ländlichen Gesinnung. 5*cr Redner richtet bte Aufforderung an die studierende 3ugenb, dieser Gesinnung stets treu zu bleiben Mit dem Gesänge der Rattonalhymne befchloh der Redner ferne intcreffanten u für den Aufbau unseresVolkS- körpers auherordenllich bedeutungsvollen Ausführungen. Die harmonische Feier wurde leider mch maß durch Hüften au« dem Publikum unliebsam gestSri, was unbedingt hätte vermieden werden " .^VNlrv n-k ^G**b? 8 VI jebtrnan üOt) ' Tjuj-z. Edcheck da Ojnmbaajitrt-- r* rJ?-* 5triAlumpen unb Wolle gegen Wolliarn. Sleiberftofvt, ©ertcuftorc Süshinb, Neuenweg 29. Sein Lotzen. :M9!> Hein taten. !S. ltisrl. »um dir " rSK Vrvösachen aller Art ISXIffiffWSSÄ; Lt NeStzl'fche Urroerftat« 7lvckrr«i. R. fangt, Gietzen. tzcholtzr. 7 «ebatelL 012M5 satöonififi Söroenmhros ?if ■. H aaM Bücher- Abschlüsse ■< Unstetig, a. Gold- rechn. übernimmt J.Kunzeimann beeid. Bücherrevis. Bleichstr. 5. Tel. 6 21 Oellndsstrie Siegfried Stern Telephon 147b Gießen Seitenweg 50 einen tiefen Lindruck ib legte ferner erneut Zeugnis ab von den sehr "en '"Nnkbjnflen die rw.fchen unserer Garnison -td der Bürgerschaft bestehen unb beiben Teilen »irr zum Vorteil unb zur Annehmlichkeit qe- Wxn gleiche herzliche Gefühl des innigen ^srbundenselns der Sofbatcn und der 'Bürger H“ «q > "*£!>««■ rg- 3n her jixflr. für Hillbt IntDcfcnbnz bt. elnflumnla fe*: stLdiischkl Handel in2 teigen nid> i 6tabt6uwc lerzablern. dm.' ittc betoitd. er., unb bei 'Bürgcit, brfaM sind, «« Weiter wird b-. «He für bie 8*t Isis abltbnen erb tfigebung iwk*«? ötdbft tnck: lufcbläae ah >5m Dleichzod« Smschung ei» S Kaufleuten B» tmrfung bei br ung. a. 3an. » d* [nng m u fette Ä* linmig MW« Hansa- Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bietehstr. 5 Beginn neuer Kurst Prospekt Jrei. «wb willen inüf- sen sich die Religionen schlben und ehren lernen 0 Marburg 18 Jan Auch hier wurde des Taget der Reichsgründung in würdiger Meife gedacht. Vormittags fand auf dem Äeinpf rufen Paradeaussleslung bei Ggrnifon statt Bei der akademischen Feftseler in her 2Iu!a der Uni- versltät hielten ber bekannte Svrachfvrfchrr Prof kDr Törfbc und Geb ;3uflUrat Pros Dr Tracqer Ansprachen. QBie im vorigen 3abtt so halten auch diesmal die P.eisaufgaben keim 'Bearbeiter gefunden, waS als Zeichen der R5t» der Studentenschaft bezeichnet wurde. Bei bei Seiet wirkte ein unter Leitung des Universität« Vkusikdlrektor Dr Stephani ftebenber gernl,4k ter Shvr mit Abends hielten die KriegeiDerebtt tn den ©tadtsäsen eine Gedenkfeier ab tlpffpl 80,84,88,160 7fi MoOMet ♦»If |VI Gtm. Kett, von IV tinoeltolfei Holzsubmisfion. Sus den Waldungen der Gemeinde Staufenberg kommen nachstehende Holz- Sortimente zum verkauf: 6 St. Lichenstämme A. AI. = 2^8 Fstm. IS . . 5. . = 5,57 27 - . . 6. . — 6,78 1 • fliesernftämme 1. . = 1,49 * • . 2. . - 5,31 1Z - - 3. . - 16,05 Z ' - * •= IW 38 - - 5. . — 17,00 . ■Angebote sind bis zum 23. Januar 1824. nachmittag» 2 Uhr, genenm nach fllafien, bet unterz-ichneter Bürgermeisterei emzu- reichen, woselbst alsdann die Eröffnung stattsinder und die Berkaussbedingungen bekanntgegeben werden. Vas Hol; ist mit Ainde gemessen. 362D Staufenberg, den 17. Januar 1924 Hessisch« Bürgermeisterei Staufenberg Meyer. ’flbigt unb gewahrt. Denn auch zerfetzt nb verstümmelt, beraubt unb bestohlen — bas reich t st uns geblieben C4 ferner zu wahren und zu schirmen, bleibt unsere ^'eilige Pflicht. Roch immer ist untere Lage •'ittbfbar ernfl, ber politische Himmel mit einer 'chroaizen Wolkenwand bedeckt, deck wir wissen. iaft hinter den Wolken bte Sonne steht unti 'uh sie einmal auf uns wieder strahlen wird, •dann? Das weih Gott allein. Wir müllen nur treu und still unfere Pflicht unb jL chu ldlgkel t tun Das wollen wer uns heute. 1» 18 Oamiar, aufs neue geloben, wenn wir sfcn: Unter liebe» Baterland hoch!. 3m Anschluft an die ernst mahnenden and t* bederzigenswertro Worte des Äommanbeurt lieb die Rkllerlche Xabefie, bie an Stelle ber rhenfafl» noch in Thüringen weilen den Ttegi- «Wtsfavelle Rur Rlitwiriung bei ber Feier ber- 'Ue.^ogen wo den war, die Älängc des Deutsch- I rndiiedes ertönen, das von der Festverfamm- - ng begeistert mttgrtunaen wurde __ trn die Truppen unb die Dereine und Aortiora- haeen, an dem Äommanbeur vorbeimarfchrorend tnter den düngen deS l lSer-MarfcheS ab Die Zuhörer schllehlich in tiefernsten 'IDorten, in ®r- duld. Besonnen beit und Zähigkeit unablälltg weiterzuarbeiten an dem 21>irderaufstteg des deutschen Daterlandes. Lebhafte all'eitige Zustimmung bekundete, dast die gedankenreiche unb formvollendete, packende Rede recht wurmen Tiber baff ausgeldst hatte lli.ie zwanglose De- felligfelt bildete den schönen Abschluh des Abends, der unter dem hoben ®ebanfrn der nationalen Dolksgemeinschast zu einer denkwürdigen unb dankenswerten Schöpfung unseres Ofsizierkvrps wurde, von der man nur wünschen kann, bah sie entsprechend der Anregung des Obersten Bethcke auch künftighin lebendig bleiben möge Die Landrsttntvcrsikär beging die Reichsgründungsfeier durch einen akademifchen Feltakt tn ber Aula Unter den weih?- noflen Kläng.n der Orgel hielt ber Senat unter dem Rorantritt des Rektors magnificus. Prvfef- fort Dr. 2a q u t u r, feinen Einzug in die nach altem akademischen Brauch festlich geschmückte Aula. Rach einem Dortrag des akasvmi'chm ®c- 6'«verein» wies ber Rektor In feinen Töegrü- ngswonen an bic zahl reichen DSfte, Oehrkörper und ©tudentenichafr auf bic Bebeutung der Sehr des Urittgi anburttfjitagc» h.n welche die Auf- flöhe h-ibe, den Dillen zur dhtbelt unter allen Deutschen zu stärken. Ze offenkundiger das Streben Frankreichs dahin gehe, bic Reichseinheit zu zertrümmern, um fo stärker mülle sich dos deutsche Dvlk feiner Zufammengebörigleit bewufst bleiben Auch im nergingenen Zähre haben zahlreiche Deutsche ihre Treue gegen das Vaterland mit dem Tod, mit Gefängnisstrafe und Ausweisung Hüsten müflen. Das deutsche Dvlk dankt btefen Opfern einer brutalen Machtvolltik, die sich vrr- g.b'tch in das De wand richteriichcr Urteile ein- kleide, und gewinnt gerade au» dieser Opferfreu- di flkeit feiner Dl le der die Zuversicht, dast cs wieder glücklichere Tage schauen darf. — Dann betrat ber geftrebner deS TageS. Professor Dr. D o t f ch l i ch. ter Vertreter l-er Hvg ene an unserer Universität. das Dult, um in eindringlichen, erschütternden und mah.ienden Ausführungen bte Ve deu t ung ber Hhg jene für bie Vvlksgesundung darzu legen Der Redner mng davon aus, das) ber innere Zustand des deutschen Docke» in der Degenwain mit einer Krankheit za vergleichen sei: ein krall- voller unverwüstlicher VollSkdrper warbe durch die Bei tust ? deS Krieges geschwächt, von Hunger Die heutige A>ieberiehr des Tages, an dem Wc M Jahren nach bat ruhmvollen Taten unterer Läter auf den Lchla h.Geldern tn Frankreich das einige Dolf che Reich gtgrixnbet wurde, oerebua*c auch In unterer Stabt viele Hunderte oon *7. :.u gern, bte sich oen ihren Verufsgefchäf- w frei! viGxn konnten, bi den Dormifaigestunden au würdigen Debenlleiern Die tiefe, heilige «tteriandsliebe, die in diesen schweren öeiteri ■ufere» Reiches das innige Doud bei Volks- ■ ■ d ©chickfalsgemeinschafl um immer wettere Volks kneife fest unb fester schlingt, tarn bei Me.lltomm brachte am Tage der Reichsgründung eine trotz kurzer Vorbereitungszeit ausgezeichnete Aus- führung von Lessings ewig jugendsrischer .M inna von Darnhel m". Freya Sturm- f e 1 s. die daS Diehener Publikum hier In einer tragenden Rolle zu sehen bekam, war eine entzückend liebreizende, in Kostüm. Spiel und kultivierter Sprache glebch anmutige Minna. Äari ßambertin ein warm empfundener, alle Frin- beilen ber Rolle gut herausgearbeiteter Xellheim Prächtig war Herrn Schuberts grober, ehrlicher Wachtmeister, gleich ausgezeichnet ber biedere Fürst Karl Volcks. daria Aarncggs Kammerkätzchrn hatte viel Schalk, ohne darüber die • 'N® zweiten Male am be-attgen Xage kann sch to ber ZenghauSlaferre rtiung rx tgmrl. r*on TTabn- unb Xraum gebt fben umnebelt. Aber schon zeigen flch Zeichen der “Zvirdeigeiunvung. die ea- erhönc Krattprobe bet Kriege- unb 2kackkriegS- jabre ist bisher überstände- die ftaatlr* .• and triltschaftliche Ordnung dank der dem 2.-imne» Ufhnenden Dttzlplln gewahrt unb tn F- tigang begnffen und bie fltnbdi des Reiches jener grob- artigen 34ootjng Vismorcks deren ^edaetstag v-i: feutc feiern, allen Anstürmen zum Xrotz erhallen geblieben. An bet enbgülttgcn Denesung und Miedet erneuet ung deS deutschen Vo'.keS hat die tzittentchaftliche Driundheitspflege großen and Billiger. Antetl zu nehmen am Io mehr, als bie ft übet mehr auf bie einzelne Perlon beschränkte Hygiene in neuerer Zett richtige »rtpenerangm ihrer Ausgaben erfahren bat, etnrriel! A zur sozialen Hvgiene, anbererfril» zur Volks- unb Rasfenbyglene Aach verfolgt die Hvgiene deute nicht nar Ziele bc* 'e.b'.ich--, V!ohls. fenbern sie erfahr den ganzen Manschen ein'chlirftlich feiner bbchsten geistigen und sittlichen Zn le reff en unb greift In ihrer Fürsorge auch aas das kommende Geschlecht über. Der Redner erinnert an (Y G. Fichtes Vlahnung nach dem Zalammenbruch der (Zähre 1806 der dem Volke bie Rot- trreibigfett einer sittlichen Er neuer a n g predigte und weist auf bie TUttel unb Dege bin. die dem hygienischen Fortschritt dienen. Gesetzgedung - soziale Fürsorge and Mitarbeit des einzelnen im Dienste des ganzen Volkes Der ReOner bezeichn.t als die wichtigsten Aufgaben einer sozlalhngie- nllchen Sefehgebung: 3rlüefon- berer Berücksichtigung ber Abstammung aus gefunben Familien zu legen ist. — Der einzelne deute viellach noch zu ausschlieftlich in selbstfüchtigei ©orge um fein eigenes Ich befan- J. Pfeffer Marktplatz Mainzlar, den 17. Januar 1924. 388P t? kaufen. 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Jan. 12.3reiifl4 von 7 bi» 9 Hbr: Vie venkmnismelve Schauivtel ...v von Sudermann. Lonntaa.27. Jan., von 7—9*/, llbr: Unter öer ö:öijenoen flaöe. ttw Hanfomsn aitüblürnHc 34 II Komplette Wohnungseinrichtungen miiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Möbeln und Einzelmöbeln gediegene Formen, gute Qualitäten Matratzen u. Polstermöbeln aller Art Ernst Rau iaepfera. lyln rt t»* karien im Tbififbaul '^u'tü.Qird'cupLun filflnrr* welch. Tie» Pbnn.ÖQUniciittaüe Bevor Sie einen neuen Ofen kaufen, sehen Danksagung! Für die vielen Beweise aufrichtigster 1 , >eim Heimgang« meine» lieben Mannet, unser-- invergeßllchen Vaters Herrn Oekonomierat Richard Westernacher sagen wir nur auf diesem Wege unseren herzlichsten Danklin Samen der trauernden Hinterbliebenen: Charlotte Westernacher, geb. Draudt. Marburger Str. 4. Ein tut Handhalt und im Flicken bewandertes qui empfohlenes beperes Mädchen WM WS SliickaufOfen D.R.P.an 8O°/o Ersparnis. 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All,. n2362 (Hit empfohlenes Cfcnfctiinffl Brennholz abzugeben. 06717 I. rvellbSker. Mord irger ?tc. 24. Frau C. L. Leib, ttirchstrake 2 Gin empfohlenes Allein- mädcheu das kochen kann, sofort ob. zum 1. Jebr. Latein u Rlalü«—.... Tchriftl. Angcb. um. 012359a. d.GieftAnz. Dr. phil. sucht französische Konversation oder Lvrachzirkel. SchrifilicheAiiaebot. unter 012:160 an den Gieftener Anzeiger. WMltes Mol! ITilllllllliiiiiiiiiiilililiiilihliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilllllilillllllllilllllllllllll Angebote nach Sortiment und Klassen getrennt sind pro Festmeter in Goldmark verschlossen mit Anschrift versehen bis zu obigem Termin bei hiesiger Bürgermeisterei einzureichen. Angebote mit zusammengezogenen Klagen oder Bemerkungen und Vorbehalt versehen werden nicht berücksichtigt. Die Derkaufsbedingungen können ans hiesiger Bürgermeisteret eingesehen werden und werden im Termin nochmal» bekannt gemacht. Förster Franz zeigt auf Wunsch da» Holz vor. Allendorf o. d. Lda., 18 Januar 1924 Heg. 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Januar 1924 Siebener Anzeiger (Senerai-Lnzeiger für Tverhesien) Zweites Blatt nu6 Zeil bet Ley re. 2. 7 8 ti Bausteine zusamm Türqertinni nich« etwa man 0 0 n o* c 3 V o s 3 (A * 13 2 1 0 len 1 Heule auiBen wir da» Ziel eines geeiniglrn U 0 CT *t ch 3 Die außenpolitische Lahmlegung Japans. Dem Tr. Paul Ostwald 3n (Japan überstürzen sich wieder etmntil innerpvlrtischen Ereignisse. 3rfi daS 2ütentat II. Der Landcsau»schust crfläit zur sogenann hefs rschc n Frage Txe staatliche Abgrenzung Heilens ist eine Frage, btt unter den vifeh-ttwunhcn bet groben bcutkten Poluik, nicht aber vor trgenbwelchen S v n be r i n t c res se o aus betrachrel trerben nw(k Solange bei Zustand Völkerrecht »wrdrrger (N- wall tm besetzten (Nbtei anbauert, solange bU lg® 4 6:1 &£, o jC- ”?8 n; volle Souveränität des Reichs anb der öän- der tm beketen Gebiet nicht anerkannt wird, ist sebe sreiwillige Aenberungber staatlichen Zusammenhänge abzu- lehnen. 3. Da» Reich bat die Pflicht. aber auch bas alleinige Recht. inunmittclbarenBcv» banblungcn m 11 den Beiatzungs- machten ba» pvlUische Schicksal des beichten Gebiet cs zu regeln. 4. Der (bebanfe. u nbe l c tz t e» Debrct beglichen S?anbc» etnrrn, wie immer sich j;*v be; Aussicht franröfischer Be«atzung»mächte bil- benben beatmten Giicbstaate an.iagliebem, ist mit bem deutsch« Interesse t» 6 111 g u n verein b a r anb beshalb durchaus zu verwerf« 5. Ten Rheindesien und den Hessen des beichten Gebietes zollen txxr bellten Dank für ihren heldenhaften und opfeif re.ibigen Kamps für ihr Deutschtum, der Deutschlanb wieder zur Achtung in der Welt gebracht hat und einst in besserer Zukunft feine Früchte tragen wird III. Der Beamtenabbau bedroht In hohem Maste auch unsere Schulen unb damit auch die höchste Kulturausgabe des deutschrn Boltes, die Erziehung unserer Kinder. llnerläfv- Uche Sparmastnahmen zur Gesundung unserer Berhültntlse müssen da ihre Grenzen linden, wo die Heranbildung der Jugend In Frage kommt. Deamtenabbau an der Schale bedeutete Zusammenlegang unb Ucberfüdunfl der Klassen unb barmt für unsere Kinder schwere Schädigung an Gesundheit, wissenschaftlicher. sowie praktischer Ausbildung unb charakterbildenber Erziehung Deutschland aber braucht ein gesundes, gut ausgebildetes. sittlich starkes Geschlecht. Die Frauen unb Mütter der Deutschen Bvlkspartei erheben Einspruch gegen alle Massnahmen, die diese» Ziel gesährden. torisch? Begabung mit seinem gelehrten Studium Aus seinen Wanderunzen sammelte er die noch im Voll lebendige Ucbetlicfenmg, fein Talent volkstümlichen Reimen- brachte ihn dem W fen der Bolksdichter nahe, öo sind denn seine Forschungen über daS deutsche Volks- anb Gesell- tchafisiied, über daS Kirchenlied diejen'gTN. die die Wissenschaft am reichsten befruchtet haben und noch haute nicht veraltet sind 3n den fey'en Zähren lerne» Lebens hatte er einen Ruheposten als Bchlu>:hc1ar aus d-m schönen Sch lost Lorvey deS Herzog» von Rattbor gefunden, schrieb damals seine zwar etwas breiten, aber interessanten Memoiren .Mein Leben" unb nahm begeisterten Anteil an der von ihm so Heist ersehnten Einig', na des Deutschen Reiche-. Am 19. Zanvar 1874 starb er; aber fern 21 nbeiden wird als daS eine- echten deutschrn Mannes, als deS Schöpfer- des Deutschland-Liedes unoergesfen fein. Partei im ganzen jedoch noch nicht durchg -ränge» Die Drohe Koalition war eine die innerpolitischen Ereignisse. auf den Prinz regen len Hirvtutv — bei bet Heiligkeit dieser Person ein für japanische Tfcr- hältnifse besonders ernst zu nehmender Anschlag — unb alS Folge davon der Ttücftritt des erst im Herbst zusommcngetretenen Äabinett» Varna- moto. Die Ursache zu alledem ist bei asten innerpolitischen Krisen Zapans während der letz- ü ? sfil iM G Mts sj’-aa yl? .5 u.2 — ! b M i 'S? 32 nne zusamm mgetragen für bi * deutsche L te- rat'trgeschichte und Do kskunde B sonders in d'r Ersrrschung des Liebes vereinigte 'ich seine dich- wsi Ml HZ ’hfil" ten Zähre in der immer wieder im japanischen Reichstag zu Fast gebrachten Regierungsvorlage über Einführung deS allgemeinen und gleichen Wahlrechts zu suchen Die beiden daS japanische Parlament «leben völlig bestimmenden Parteien, die S e i j u k a i und die K e u s e i k a l, vertreten fast ausschliest!tch die Untcrnehmerkreise und daS Kapital. Unb wenn auch die Keuseikai daS allgemeine Wahlrecht neuerdings in ihr Programm ausgenommen hat, so ist das doch nicht ehrlich gemeint, sondern soll nur dazu dienen, dieser Oppositionspartei das parteipolitische Geschäft tm Lande zu erleichtern. Zapan sind also die sozialen Kämpfe ebnisowenig erspart geblichen wie asten anderen modernen Industriestaaten, und gerade die lebten Ereignisse zeigen unS, dast es jetzt mitten darin stecht Es hätte sich die sozialen Auseinandersetzungen unb manches andere erleichtern können, toenn es auch hier sich die Er- sahrungen der anderen Industriestaaten zunutze gemacht hätte; aber bisher ist das nicht geschehen Vielmehr hat die Regierung auch berechtigten fetalen unb wirtschaftlichen Forderungen der Arbeiter gegenüber nur den Weg der Gewalt unb der Hntcrbrüdung eingeschlagen Auch bie Ernennung bcs Vicomte K i j o u r a zum Nachfolger des 2ldmirals Bamamvto läffl erwarten, bafj man auch für die nächste Zeit diesen Weg nicht verlassen wird DaS aber trägt bei der immer stärker auffullcn Dieses Ziel ist beute gel<» sachlicher lieber 3 -,3 !W 5 n5 e - o2.3 -» = 3 S2a',E- ä£'SS3» o-o 6 p3 X jlhpi kaum hervor, blieb pastiv unb widmete sich fast nur m>ch seinen gelehrten Studien Hoffmann ist unS ja nicht mir als Dicht«, teuer, sondern auch als einer der eifrigsten unb glücklichsten Mitarbeiter b?r Bruber Grimm bei der Schöpfung der Wissenschaft vom deutschen Altertum und beutsct>7n Wesen Mit Simrock, Wackernngs-l u. a g hört er zu jenen liebenswerten Gestalten au» der Früh,eit der deutschen Philologie, bie sich mit Heller Begeisterung ia die beuische Verganaenheit veriiefien und bie so lange verschütteten Schätze von brutlcher Art unb Sitte wieder anS Licht hoben Mil «rohem Kindern ück unb rührendem Fleih hat er n seinen rerfchiebenen Zeitschr ften »ah reiche Hoffmann von Fallersleben. Zu seinem 50. Todestage, 19. Zaamar. Don Dr Friedrich Spreen. August Heinrich Hoffmann, der sich nach feinem Geburtsort von Fallersleben nannte, gehört zwar nicht zu un'eren arshen Dicht.'rn, aber im Herzen seines Bo.kes lebt er fort als der Schöpfer von.Liedern, bie noch jugcmbfrisch unter uns leben und dem Kind: wie dem Mann teuer sind Wenn die Kleinen in ihren Dild:rbüch'rn Gedichte kmen. wie .'Alle Döael find schon da", .Darb ein Blümlein mir gelchenfet", .Kuckuck. Kuckuck ruft» aus dem Wald", so frag'n sie wohl nach dem .Onkel", der daS gemacht hast und der Vame Hoffmann von Fallersleben prägt sich in diesem elften Erwachen des Bewuhts tns schon in btc Seele ein Dem Erwachsenen aber hat er feine heiligsten Gefühle gebeutet, feine Dater- landsliebe, feinen Glauben an feine Heimat, er hat den Deutschen ihre BolkShymne geschenkt in dem unvergänglichen .Deutschland. Deutschsand über alles" unb ihm Lieder gegeben wie .Treu und unerschütterlich wachsen unsere Eachen", .Wie könnt ich Dean vergessen" usw. 3n den Kinkfer- ficbem und den vaterländischen Gedichten liegt beute allein noch bi? künstlerische B?deutung des Dichters. Seine .Unpolitischen Lieder", die i n einst berühmt machten, in die Reihe der politischer Sänger des .jungen Deutschland" ftcllten und in mancher Hinstcht sein Schicksal bestimmten, haben in ihren flotten Reimen nur noch kulturgeschichtlichen Werst spiegeln in amü anter Weife eine längst verschollene Zeit un> eins liebenswürdig-aufrechte Persön.'tchk ist bie dem Ze tg ist herzhaft, aber gutmütig ohne daS leidenschaftliche Pathos eines Herweah oder die scharf I pointierenbe Bosheit eines Dingelstedt zu Leibe | Wertung von Hypotheken anb ähnliche» Forderungen im Rahmen des wirtschaft» I i ch Mögrichen als durch Recht anb Gerechtigkeit geboten ins besondere im 3ntcie4fc des durch die Gelbentwerlang befenbev# hart getroffenen Mittelstandes unb erhebt ent- '4«ebenen Einspruch gegen alle Bestrebungen, durch einen Mr der Gesetzgebung die Auswertung solcher Forderungen unmbglich zu machen. kleinlichen Derhältnisse wurde er zum politischTn Dichter, ohne deshalb ein Revvlutwnär oder Parteipolitik.r zu sein Sv streng unb ironisch er die Verhältnisse gristcltr, er blieb doch ton g treu Sen.c Kritik war kindlich unb keck naia unb gütig, ohne das Aufreizende ober Dämonische eines Herweg!) unb Freiligrath Deshalb erscheint es uns heute um so unbegreif.ichcr, hast s.ine volkstümlichen Lieber, die er alizu absichtlich .un- politi'ch nannte, von der Regierung für so staatsfeindlich erklärt wurden. Hoffmann toutb.- seiner Profosfur in Breslau cntfe.)t und bamit zum Märtyrer gestempelt. Sein romantrscher Wandet trieb trug dazu bei, ihn von nun an noch unsteter zu machen, rrnd so zog er für die Sache txr Freiheit umher, von allen ® cf Innung*- qcnolfcn begehen aufgenommen. Damals, zu Anfang der 40er Zahre, wird unS fein 2usfe5en folaendermasten g-fchildeN: .Eine Hohr, männlich kräftige Destalst der man es ansiehst bah sie nicht geschaffrn ist. um Rücken anb Racken ru beugen, freundliche Züge, ein klares, treues deutsches Auge, blondes Haar und Barst Einfachheit, TreuherztgkTil im ganzen Wesen, einen Anklang deS nicbcrbaitfdkn Dialekts in der Sprache unb Offenheit unb Ticderherzigfeit in jcdrm Ausdruck, so trat er uns entgeam; er läht den Gelehrten und Professor im ersten Augmb.ick vergessen unb dafür den gemütlichen, durchaus volkstümlichen Dichter in ungc schminkt er Form sehen" Der vom Dann» strahl der Regierung getroffene Sänger fand schließlich in Mecklenburg eine neue Heimast wo ihn ean Rittergutsbeslher nach dem damaligen Recht der .Ritter" als seinen .ritterschaft- lichen Hintersassen" bd sich aufnahn. Die Revolution von 1S43 brachste bem Dichter die ©enugtaung. dah man feine Rechte wieder anerkannte; aber polittsch trat er in dieser Zeit Die sächsischen Wahlen. Die am vergangenen Sonntag im ganzen Lande Sachs;it oorgenomm nen Reuwablei zu be* Gemeindevertretungen auf bi. das ganze politische Deutschland mit Spannung ge- schaut hat, haben bas erho.fie Ergebnis gezeitigt. die unangreifbar ersche n.ird: Rchrde-.r bet fczwttstifchn Parteien ist b^ltiast Don brauffee g-sehen, wirb man bas Ergebnis der Gemei*dewahlen nur als einen in fich begrerzten iSJolj a«r-usprcchm geneigt le n. hat sich doch in «rner i mm erbt n nicht unerheb ichen Zahl ber Gc- mnnben eine Linfemedrherl noch behaupten tön- not unb ist. rein tab.enmähig b.trachtet, auch Vorst wo btc bürgerliche Mehrhc t erkämpft würbe, die Stimmrnzahl ber Linfen boch betracht- Nch «cbluben 9mz über biefe rein zahlenmährae Ivertung h n,iu»g hende politif che Betrachtung bes Desamteraebnisfes. wie sie notwenbig ist. wenn ben besonderen Voraussetzungen dieser Wahlen Rcchnun i g trage« werden soll wird zu einem anderen Urteil gelangen und bas Wah - ergebnis ber sächsischen Gemeinbrwahlen aleti en hrchbedcuiangSvolfen Sieg bei Bürgertums würdig n Die im Laufe ber letzten Zahre unternommenen verg blichen Versuche, da» Stimmenverhältnis in Sachsen zugunsten des Bürgertum- zu ändern, hätten in bem sächsischen Bürgertum vicl'ach die Aifsassunq grohgezogm. dah die hier benannte Festung sich für Die Dauer al» uneinn hmdar erwiesen habe Zudem wurde die sächsische Be- vdlkerung am jetzigen 13. Zanuar unter den denkbar ungünstigsten Zeitumständen an die Wahlurne gcidfrn Kein Teil des ReichIgedicteS wird von bet furch brrrn W i r t s cha s t S n o t un'erer Tage, und ganz besonbcrS von der Arbeit»- lofig leist härter betroffen al» ba» reine In- btflriclanb Sachf m (allem in Dresden 63 003 vo'l Enr-erbSlos-". IHcfe notvollen Zustände waren das beiberfebnte Wrster für tne mit fieberhafter ÄiafUn’fJltunq betriebene Agitation-mühle ber sozialistischen Parteien Weiter wurde be. Wahl- termin von ber damals noch allein regierenden Sozialdemokratre berar. kurzfristig anberaumt, dah die Wahlvorbereitung d r nichtsozialistt- sch.m Kreise dadurch eine empfind ich. Hemmung erfuhr Endlich kam den Linksparteien ihre straff unb geschickt g leitete zen rale Propaganda zugute, während bk Rücksichtnahme auf lokale öonber- tntcreffcn des zersplitterten Bürgertum» nur rein lokale Wahlvorbereitung gestaltete. Wenn irohaHcbem bie Linksmehrheit in fast allen grohen Städten be» Landes unb auch in den mrtftcn Landgemernden g brachen werden konnte, so b beutet biefe Tatsache eine ganz über- rascherrd schwcreRieberlagc berSozial- b c m o! r a 11 e. Die in ihrem Entsetzen über d efes Wableraebnis nad) Worten hngenbe sozialistische Presse Sachten» sucht die .Erklärung" für biefe Riedcrlage krampfhaft in auherfäch'ischen politischen Vorgängen und hier b sonder- in ber .schäb- iichen Koalition»politik ber Sozialdemokratie in b-n Kabinetten Stresemann Rr. 1 und 2". Weiter enttüstet sie fich über bie skrupellose Agitation der Kommunisten und über eine .unanständige" Propaganda der Bürgerlichen '^ie tiefe wirkliche Ursache ihrer Rieb.'rlage Met't dagegen geflissentlich unberührt. Diese aber ist einzig unb allein in bet Erkenntnis weitester Schichten be» sächsischen Volkes zu sehen, dast die radikal-sozialistische Rcgreruog zmethobe der letzten Zahre das denkbar furchtbarste Fiasko erlitten hast Der sächsische WahUag des 13. Zanuar bedeutet den (hoff.ntlich cnb.jültig n) Zusammenbruch eine» durch die Ramen LrainSky. Fleihter, Liebmann. Böttcher und vor allem Dr Zeigner grkcnnzcichnctcn Regierungsshstems. daS die So- zialdcinokvatie durch alle b cfc Zahre hinburch mit ihrem Ramen unb mit ihrer Vevontworckrch- feit g.deckk hat Da» Ergebnis deS 13. Zanuar ist keine ftimmung'gcb'r ne ZufallStat ache sondern ein E.ttschlust der Mehrheit der fachfisch'n De- t>6!Icning, den Hctzw?g be» Terrors und engherzigsten Partcig fiel endaü tig zu verlassm u b Ruhe und Ordnung in Sachsen später auch ohne R ich»- unb ReichswehrhUse au» eigener Kraft ficherzustelletst ES trxir ein glückliches Zusammentreffen, hast diese politische tb.m i des 13. Zanuar an Wahlen gerade zu den ®cmeinbcocrtre- tunqcn g knüpft war. Durch daS Mittel der radikalen neuen .Demeinbercform" wü d n sozialistische TT h Helt n in ben Gern.,ndevertretungen daS einstmile b.üh nde und noch foulte gutg.fügte Gemcrnbew.'sen Sachsens in -Kürze ebenso zerschlagen hrbm wie unter ihrer AllRn errschaft der Staat ruiniert worden ist. Di: sächsischen StaatSbü-ger hrb n al» @cmclnxcbürger diese schwere Gefahr b sonberS nah? gefühlt = ; q Aus dem Landesausschutz der D. D. P. Darmstabst 16. Zan. (Priv -Tel) Der ßan- desari-schust der Deutschen Bolkspartei. Wastl- kreisverbanb Hessen, trat am Sonntag in Darmstadt zu einer aus allen Teilen des Landes besonder- gut besuchten Tagung zusamm n Al» elfter Referent sprach der ReichStagS- abacorbncle be» Wah.kreise». Erz Dr Becker. Seine zweistündigen, eindrucksvollen Ausführungen nahmen Stellung zur Sntwicklung unserer politischen Lage seit dem Regierungsantritt dos Kabinetts E u n o Redner gab eine nähere Kennzeichnung ber ilmftänbe. die zur Regierung (Juno führten, sowie eine Charakterisierung biefe3 Kabinetts selbst, ba» frei von allem unberechtigten Op!imi»muS. an die persönlich so viele Opfer erheischende Arbeit gegangen sei. unb besprach bann nach eingehenber Würdigung be» Ruhrkampses bie Totgänge, bie zur Brck^ang einer Regierung der G > osten Koalition unter Stresemann führten. Ds zeigte sich bald, dast die Sozialdemokratie immer noch ihre parteipolitischen und tatti- sehen Ziele in den Vordergrund stellte. Aas die Dauer war bei diesen Derhältntisen ein* er priest- lichc Arbeit im Kabinett nicht zu Lfitcn. Erz. Becker führte tm Zusammenhang? damit weiter au», bah die Svzia.b.mokratie auf> infolge i*)re3 Versagens auf wirtschaf ltchem Gebiete, auf Grund ihrer doktrinären Einstellung, fo?ute für die Reich»regierung nicht alS bündnis- fähig betrachtet werden könne Rach der He Dotation war die Sozialdemokratie Bund 'sgeno se. um diese mit einbämmen zu h lf m. Heust' h rnd le es sich aber darum, bie Revolution in ioren schädlichen Auswirkungen zu liquidieren xu diesem Standpunkt hat sich die Soz a'.bemokralrschr nationalen bei der fehlm Acuvlduna ber Rricher g.crung das Zustanv.kommen e aber wird man ben Tag ber sächsischen De- meindewahlen mit Recht al» ein neue» bebeut- sames Zeichen für Deutschland- entschlossenen Willen, sich allen inneren Widerständen zum Trotz au» notoollfter Gegenwart zu einer besseren Zukunft Hindurchzukampf en. anfehen und zu werten wissen Landwirtschaft und Gartenbau Don UnhrautDertügunq. Landwirischaftsrat ® (af et-Lauterbach bet Beben begrünte sich mit bet Saat, d'c Han« gesät hatte. Er hatte sich schon an ben Gedanken gehöhnt, Bauer zu werben und bk Welt tu vergessen. Dicht baß er die Menschen tn^gcfamt gehabt oder mir Uebles iron ihnen gedacht hätte, aber sein Herz war noch zu wund, um ihre lauten Stimmen zu ertragen, und er bildete sich ein, ohne |k auskommen zu Eömcn. Doch ahne bah er es ahnte, waren sie sch>n zu ihm gekommen, er war nicht mehr isoliert in seinem selbstsüchtigen Schmerz, sondern schaxinun im groben Strom mit unb hörte fern vielstimmiges Kleeheu -Fütterung an Pferde. Mancher Pferdebel ihre glaubt feinen Slettn etwas zugute zu tun. toenn er ihnen reichlich Kleeheu verabreicht. Trm ist aber in H'irtliQlrit nicht so Ganz besondere Vorjich. u‘! geboten, wenn der Klee turz vor und tnäbrenb Der Blüte gemäht tourbe. Klceheu ist reich an Ä weift und verschiedenen hitzigen Swffen. Starke Kleeheu- füllerung kann bei Pferden leicht zu 2Qflcn- und Gcbirneichrankungen fuhren Dazu werd« btc Pferde, welche vie. Kleeheu erhalten, etwas aufgeschwemmt und kommen leicht m Schweift selbst bei weniger anstrengender Arbeit gewordenem RadTalftternng ber grt>ß2n 2öeae> Essen und des einfachen gebildet« Mittelstandes in Japan die große Gefahr einer dauernden inneren Krise tn sich und damit eine verstärkte außenpolitische lZahmlegang de- Mikado- reiches, die an sich schon durch das Erdbeben- unglücr in nicht geringen Mähen vorhanden ist. Dieser Zustand bedeutet eine wachsende Stärkung ber angelsächsischen ,H>dbnarftfte[Iu r.g. 2brch die Verständigung zwisch« Rußland und Japan muh durch innercholittschc Krilen Japans ins Stocken geraten. Japan ist als Weltmacht in den Hintergrund geraten. Sv zeigt sich auch hier die in Deutschland nicht unbekannte Erfahrung, baf, häuslicher Streit im Innern in erster Linie ein autzendolitischer Dorteil für den wktschc.filichen und politischen Kontrahenten und Gegner ist. Turnen, Sport und Spiel. * Richtigstellung. Linser Ski-Bericht- crflatter schreibt und: Leider ist in dem Bericht über die Gtiwettläufe am Schi ffenberg in der Mitt'.voch-Rummer Ihres Blattes ein Irrtum unterlaufen. Bei Erwähnung des Ge- schickttchkeitslaufes steht: ^G. Schmidt - Gie - st en und Zemdt-Wetzlar bei gleicher Bewertung ben 2. Preis." Es muh richtig Heiden: H. Schmidt-Grünberg. Hermann Alt hatte ihm Bücher geschickt, eins ganze Kiste voll, unb schickte unverdrossen immer neue, als trübte er, was dem Freunde nottat. Anfangs hatte Hans nur wenige Seiten lesen Lim«, dann wurde er von feinen eigenen Gedanken überwältigt. Allmählich erweiterte das Tor seiner Seele sich, und er wurde gezwungen, den fremden Stimmen zu antworten. Qfbcr das Lebendige in seiner ®cele war immer noch der Schwerz, der Dunkel suchte unb Selbstbestätiguna, und alle Bücher, die der groben Toten sowohl Ne ber Lebenden. kündeten ihm nur von bem Einen, der Allmacht des Leids Sines Dochts, nachdem er lange gelesen, saft er am offenen Fenster seiner dunklen Stube und blickte auf den m-mdbeschienenen Hos hinaus, auf befkr engem Bezirk ein uralter Birnbaum stand: ber Blitz hatte ihn gespalten, so da ft von den beiden Hauptästen, tn die der Stamm sich gabelte, nur noch der kleinere übrig war. De Bauersfrau hatte ihm erzählt, daft ihr Sohn den Kr-üppel von Baum, ber den Hof verunzierte, hatte um- fägen. daft sie es aber nicht hatte dulden wollen, da er schon vom Großvater gepflanzt fet und immer noch jedes Jahr hübsche Früch e trage. Während seine Blüten wie blasse Mondlicht- tropfen nieberfielen. dachte Hans an den Birnbaum im heimatlichen Garten, an die Spiele, die er damals gespielt, unb die Träume, die er damals geträumt. Beides war verweht, unb ihn. ben Mann. verband kaum etwas anderes als Wehmut mit bem spielenden, träumenden Knaben. Versonnen blickte er auf den Himmel, auf das tragisch groteSke Spiel ber 'Ibotfen, die, vom falten Dollrnonblicht zu gespenstischen Leben entfacht, mythischen Ungeheuern glichen, die einen wilden Kamps aufführen. Und seine trauerbela- bcnc Seele wanderte über Schlachtfelder, über Moräste, aus denen Leichen ragten, über Schnee, der mit Blut gerötet war. Als er nach eines Gedankens Länge ben Blick dann wieder aus den Himmel richtete, war alles verschwunden, das kalte Dund des Mondes schwebte einsam im rauch grn Blau. Alles war verschwunden in eines Gedankens Augenblick, wie vor dem Gedankenblitz ber Ewigkeit Menschen- unb Döllerschicksal« sich absptellen unb das Antlitz der Erde sich verwandelt- Dur eben, daft ber einzelne sein Schicksal als seine Etmgkrit empfand. Aber noch rascher und unmerkbarer als am Himmel wechselte in dem Beschauer bk Szenerie: eine linde, monderhellte Sommernacht stieg empor, in ber ein junger Mensch, weniger vom Dein als von Jugend unb Glück berauscht, das volle Glas ins Finstere geleert und Gott mit dem vermessenen Wunsch her auSget ordert hatte: er habe genug von Liebesglanz unb sorglosem Iugendakück, ex sehne sich nach Schmerz unb Leid, denn *>ivb fet reicher als Salomo. Unb dieser Mensch war er selbst gewesen und Gott hatte feinen Wm^ch erfüllt und die Dermesfenheit eines Augenblicks zu fetnem Schickt« s gemacht Jur Maisfütterung Dachdem btc Papiergelbflut tm Berschwinben unb unser Währungssystem wieder in eine fteliqc, normale Bahn geleitet ist, werden unserer Landwirtschaft wohl auch bald wieder die so schwer entbehrlichen ausländischen Futtermlltel zugesühri werben, unter denen ber Mais eine Hauptrolle spielt. Mais ist ein sehr bekömmliches stärkemehl- haltigeS Kraftfutter, baS von ben meisten 2iet#ci gern genommen und auch gut verbaut wird. Pferden gibt man den Mais leicht gebr.^hen ober grob geschrotet mit ber üblichen Häckselmenge, ent webet trocken ober leicht angefeuchtet De» Hälfte ber üblichen Äraftfuttcrrafion kann durch DlaiS erseht werden. Dor allem aber ist der Mais ein gutes Mastfutter und darum ganz vorzüglich geeignet bei der Mästung von Rindern, Schweinen und Schafen. Bei Rindern und Schafen wird durch daS leichtflüssige Oel des Maises die Gerirrnbarkeit des Tals.es vermindert und die Beschaffenheit des Fleisches verbessert Bei Mastschweinen kann allerdings durch zu reichliches Maisfutter der Speck ölig und daS Fleisch weichlich werden, doch kann hier ohne Dachtelle gut die Hälfte des Futters aus MaiS bestehen Dlais- füttenmg beeinflußt auch den Fettgehalt der Milch in günstiger Weise, jedoch dürfen nicht zu große Gaben Mai» an Milchri-h gefüttert ater* den. da sonst die Butter eine zu weiche Bo- fchaffenheit erhält. Da der MaiS zu sehr mästet, kann er bei der Aufzucht von Fohlen unb Kälbern Ms HanS sich bcHen bewußt würbe, wat ihm. als versänke er tn sich wie m fein eiq~rit mehreren Jahren rin russischer Gefangener, reicher Leute Sohn der in seinem gcbrodxmen Deutsch radebteche Früher alles Knecht, jetzt alles ichi" und zur Zufriedenheit seines Bauern die Arbeit verrichte. So möge er's auch versuchen. 2lcht Tage waren vergangen. Hans hatte Geld befommen. aber anstatt wieder seinen Wan- derstob zu ergreifen, siedelte er ganz zu der Bäuerin über, unb da die Zeit der Frübiahrs- bestellung gekommen war, so pflügte er ihr mit einem g liehenen Pferd das Kariof^elland und den Kleeacker. Und wieder vergingen Wochen, per Schnee schmolz die Luft würd' linder, und mdt Der Oaatgutreinigung mu 6c- sondere Sorgfalt zugewendek w rden. Es gibt jetzt vorzügliche Maschinen, welche, wenn sie f.tr den ernze.n'n lleinen Landwtr: »u teuer fi:ib. von m:h eren. ober von der Gemeind' angef4>af‘t werden müßten. ES muß lor fäitieg darauf geachtet werben, daß i».n ilnlr.iutf.imen auf den Stallmist lern nt Zu verfütternd r Samen muß gekocht oder geschrotet UKTbcit Da ber Soden voller llnfrdutiamen steckt, welcher bis za 6? Jahre nachweisbar bei manche!, Sorten le.m- fäyig bleiben könne, so muß diesem Samen zur Keinnina durch geeignete Bodenbearbeitung Gelegenheit geboten werden um die jungen Pflänzchen dann zu zerstören Das Schilen unmittelbar noch dem Schneiden des Ge'reibes. die Bearbeitung mit Dilze. .»rubecr, .jeb.-r- zahnkulli'vator. das Abschi äs n der vor Winter gepflügt-.t Felder im Frihjahr. diS 3jgen deo Weizm» im April un) dasjenige des Hisers und dec Gerste, wenn sie daS fünfte Blill cnuvickrit haben, vernichtet das aufge infene llnfraut Jäten, Hacken und AuSstechei müssen un 'Anwendung kommen Blattreiche Pflanzen, wie Stc Wicken erdrücken die Qu 'den. beim Grünfallerbau wird ausgelaufenes und geschoßtes ilnkrauk vor ber Samenrrife abgemaht. Don chemischen Mitteln ist zur Berillg-'N-z des Hederichs, d's SenfS und a11dy--bcr Acker bißet die Anwendung von 2—3 Dz Kalktickftvff ober 6—10 Dz feingemahlener Kam t auf de taufeuchten Blätter ausg stre.it zu empf.hlen Um Flughafer zu vertilgen bars meh er' Iihrr Tin Hafer auf dem verseuchten Feld angebaut werde-'. Ueberhaup: ist ein sicheres und b.trdjgrrif-nbeo Unk^autbckämpkungsmill l eine gute, d n natürlichen Derhältnifsen angepaßte '«^ruchtso'ge Die Bekam furg ber Wielen mfraater Kerbe . Kälberkrops unb B^r nllau aeicht ht burch flirt- KaliphoSphatbüngung. 21bwriben b Wiefe.i lis Ende Mai und -ochmiligeS Wend n nach der Heuernte. Unter Umstand«! muß di sc Ar: der Wiesenbewirtfchastung mehrere Iihre binta einander burchgcführt werden. Klavperiops ttHjb durch srühzeitige^ Mähen am 2fuelam.cn verhindert und die Herbstzeitlose wird durch lorg- fällige» und vorlichtiges 2luszicden der Bläne- mit bem langen weiften Stengel im Monat Mai am sichersten vernichtet. Beim Kamps: gegen da» Unfrau» darf nicht erlahmt werden. Wer mit Ausbauei unb Um sicht ihn burchführi, bleibt lieget. Toller, btc ynr Samstag und JUonlag aut bem Spiekplan des SchauIptrihau»cs ftanb, M abgesetzt unb burch andere Stücke erietzt worden. Wie amtlich m .‘.geteilt wird, hat das 2Et- nifterium für 23o(teb;lbung ungeordnet, daß wegen der planmäßigen Störung der gestrigen Erstaufführung der Zragöbk gegen diejenigen Drtellta- ten, welche der Dis'.iplmargewalt öffentlicher Hoch- öder höherer Schulen unter flehen, rin Diszip - linarverja hren eingelritel wird. Don deutschnationaler Seite ist im Landtag etn Antrag ein^ebracht worden, die Aegterung :a ersuchen, bte 2lufführung des Stückes zu verbieten. Schweres GxplOswnstmgluck. Berlin, 18. Jan. Dach einer Meldung des .Berliner Tageblatts" aus Hut sch in hat sich im .Anielm-Schacht" im Schiehpuloerlagor eine schwere Skvlosion ereignet. Mehr alS fünf Zentner Dynamit siad explodiert. Der gan*c Lagerraum ist in die Luft geflogen. Dier Qlrbeiter wurden getötet Kämpfe mit einem Schtoerverbrechrr. Zülltchau. 18. Ian. AlS der 2kheiler Kubasik in Leimnitz in der Dach», zum Donnerstag von zwei Landjägern wegen verschiedener Straftaten verhaftet werden '^llte. verletzte er ben einen leicht, den anderen schwer durch Schüsse und entfloh. (Sin 2anbjägermeiftcr aas Schwiebus. der den Derbrecher heate früh verhaften vwtlte, wurde von diesem erschossen. Als nunmehr em Kommando des Züllichauer DeiterregimcntS unter Führung des LandratS zur Festnahme des Verbrechers in Lrimnitz rin- traf, tötete sich ber Verbrecher durch einen Schaft. Die Schatze bei Einsiedlers. Der Tod dcS Grafen Gaetano Bon orts, der in st längster Abgeschiedenheit seit vielen Jahren in feiner Burg bei Mantua lebte, hat endlich die Oesfrntlichkeit über die Schätze dieses merckwürdigen Einsiedlers aufgeklärt, von denen man vorher nur Ungewisses gemunkelt hatte. Da außer einigen streng verschwiegenen Dienern niemand zu dem Sonderling Zutritt hatte, so waren die fabelhaftesten Gerüchte über die bei ihm aufgehäuften Reichtümer im Umlauf. Alö die Testamentsvvllsttecker die feit Jahren jedem Besucher streng verschlossene Burg betraten, bot sich ihnen ein Anblick fron geradezu märchenhafter Pracht. Das Schloß war mit den herrlichsten Kunstwerken au» allen Lei - len der Welt angefüllt und enthielt criiaun- llche Schätze. Banknoten in einem Gesamt- trert von mehreren 10 Millionen Lire wurden in verschiedenen Verstecken entdeckt, die tn allen Teilen des »reiten Hauses lagen. Ginc mit schweren Schlossern verschlossene Kiste enthiell em? große Menge Goldmünzen: eine andere war mit kostbaren Juwelen aller Art gefüllt, die cm riesiges Der-mögen darstellen. Im ganzen fhib die hier aufgchäuften Schätze so groß, Daß man ihren Wert bisher auch noch nicht annähernd angeben konnte. Besonders crundeivoll war das Schlasz immer des SinsirdlerS ausgcstattet 'Die Wände sind mit schönen Gemälden unb ben herrlichsten Gobelin» bedeckt. Der Graf entfaltet* bereits bei Lebzeiten eine große Wohltätigkeit und hat sein ganzes Geld der Apostolischen Kongreaativn hinterlassen. Die Einrichtung deS Schlosses erbt ein 2ktter, dem aber streng verboten ist, etwa» zu verkaufen. Wenn er das geringste veräußert, so fällt die ganze Besitzung an den Magistrat der kleinen Stadt Monttch^iri. Spiezplan der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 20. Januar: nach.n. 3 Uhr: Prinzessin Huschewind: abends 7 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Montag. 21 : Der fliegende Holländer. Dienstag, 22.: Madame Butterfly. Mittwoch, 23 : Der Schatzgräber. Donnerstag, 24.: Margarethe. Freitag. 25.: Die Fledermaus. Samstag, 26.: Der einzige Mann. Sonntag, 27.: Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Somllag. 20. Januar: Dasantasena. Montag, 21.: DasantascmL Dienstag. 22.: Kalir. Mittwoch, 23.: Hamlet m Kräh- winkel. Donnerstag, 24.: Tafantafcna. Freitag, 25.: Alt-Heidelberg. Samstag, 26.: Deburca.i. Sonntag. 27.: nachm. 3'/, Uhr Dorfprach, hierauf: Alt-Frankfurt: abends 7l/j Uhr: Dasantafena. Aus Stadt und Land. Gießen, ben 19. Januar 1924. rm. Oberstaatsanwalt Wünzer, ber als Jurist toi■- als Landtagsabgeordn ter dcr Deutschen Dolkspariei. nicht zuletzt aber auch ald eifriger Tourist und verdientes Mitgli'd des Odentoalbllubs in weiten Kreisen Heftens viele Freunde und Verehrer besitzt, ick infolge eines Unfalles schwer crkrinkt gew'sen so baß dieser Tage eine Amputation eines Untrrs n t'tr n*»' -T*1 • U*W£- m tit Lrv^K wrß 4 >,.<, * wuPÄ ]k te.’® °wh bif; £ "• Ä^Tt3f *..'. ;m t/ sr wird bartj iOT,. ^fith'n tci %■-* im 2Bo itidjt 'n e*K-ft mder Arbeit tterung flut fm Jerfchvwber Bieber in eint ftdia? «erben unserer Land- Bieber die |t> fdror 5iitt ermittel zugMn Kai» eine ^uDtrodt bmmltchrt ftärfarty- Ni den mriiten luidi > gut ncrbadi vud z leicht gcbnxbti! ober ibltchen Mctmn«, Hr angefeudKct w ttcrriitiM toui durch allem aber ifl der unb darum ganz w äftung hon Xlnbetw. Ambern unb Schaf» Del der Ma'lcs * oerminben unb 1* «rbdlrl 'N 3* dur-d i“ ab ba« Mch we'd- ■ ohne Nachteile «a Mais bestehen W den Set««--» « eboch dürfen nicht p IchÄ g^“Uert W* eine -u J* Mrs »u ^vhlenund-avern be®u&t 8^5^ H lvie m s«n eigene- ihn umwebte, war der )icTrauriM valdie L-b ^**"2 «-r« »glfs eins u- «?SÄ* sMZ öK-Z > zum. ^-.tznee M “atSlc -us * . ’*i5Ln*®4'ä H.7S- (Obnt xT^räbr) «| Bnta Sreibc rr Ort>te. (»friiMt 2tn.4c.grr 3 > 6. .T.aTi>n ».iXTuI . . u b.ili tixrb. tEht fein Octbrlba« . t>ci. Unton ■ Latum zu erfüllen, tnffptöi Der inerben. um TNüt 11O.1ÄS «B'HORjnS Md HöMtfixraiiniyajiju) -.:■•■■ - •'JH44«XXMXXX) 17WZ, MV ;u»45 Md e am i,*/# IN» ♦ür 4189 503 003003 4 210 503 003 33) bis h«u iWoetM..... tterwtiie..... re-Ämrtfln ViM Umfl-nietL ffbri'ttanla. Äovfnbeom km . frclflnotorl. to-iften. . . kond».. . f?rnö«t . ■ Part» . .. • Echwetz . • ern-.itm . . aiM)uy<:x*wni.-l werden Mitte Mütz jedoch muh der Winterschnitt beendet fein, da bann her erneute Caftflrpm beginnt 'Beim Schnitt ist zu beachten, tah die einzeln.rn Strxf- weifc nicht mebr al* 40 Znn. überetr«.nb-cr xu liegen kommen Man todMt daher beim Schnitt 40 Ztm über dem lehUn Stvefwerk b-et fiäftigc tiaulxiugen aus. von lenen das oberste die Stamm- .»ersängcruna die beiden anderen Me Seitenarme eichen. QUlc tarunter belinMidben Austriebe e^uchcrtisch. »enlfche Bitter »tue khebtrvetb» Itnrr *ant*:»flr«fniBeh ÖWTi wt Wmi NJ r* trab rk.nuUal Devisemnarkt »erim—StanfTurt a. M (XcleQrapbild)c Auszahlung.) (Qbne Sewühr.» tvtttriHei e< CrtblAert Or4r UrtbitajitaU ^olbmarr: Weizen, märk 158 bis 162. Boagen. märf. 142 bi« 144. pomm. 140 bis 142. medTenburft. 140 bi« 142. meflbreuh 140 Hi 142, Scmnnerge.ste 163 bis 172 schwächer». f>afcr. märt 114 bis 117. pvmm 100 bis 108. Weizenmehl (100 Kilo) 23 bis 25.50 (matt». Weizenfleie 825 (MM. Bogaen- kleie 7,40 (MM. B^p« 280 (still). Difloriaerbfen 38 b(i 40. Seine Srbsen 20 bi« 23. Futtererbsen 14 bis 16. Peluschken 14 bl« 15. Ackerbobnen 12 bi« 16 Wicken 17 bis 19. Lupinen, blau 14 des 15. gelb 16 bi« 18. Seradella. alt 15 bi« 17, 2aps- dickten 11 bl« 1125; für je 50 Silo: Weizen- unb Roagenftrvb. draht geb OSO bi« 0.75. chaserstroh. drahtgcpr 0 =0 bis ?,65. Stroh, strvhseilgeb 0.40 0,53. Langstrvh. geb. 120 bis 1,40, Diesen- «necke 19 bis 1950. Hafer, üdänb 14.25 bt* 14.78. Weizerw>rtt fübb Special 0 28.73 bis 30.50. Oio^enmcht V.75 tu* 2v 73 Wetzen- unb >og» gentleW 8 bis SSO Goidmark Icnbrnj. ruhiger AicKcacr 3traftam*er. * J» icben, 15 3an. Unter Luslchlub brr Oehentiid./cti wurde vjrgtn den Scheelner 3n;l Henrich tn Wirten wegen Wuttchandr mit feiner minteriäbrigen XMxer verhandele Ob- wohl er tarinädifl leugnete, gelang es durch tne achireich au'ocbttcnci ^ugen und den Sachver- tänb.grn, chn roUkr-mmen « ftberfübetn 3r ist ein sittlich tief stehender Mensch. Sewodndeirs- titnfrr un2> wegen Stiltchfeitsverbrechens ivwie eo ai« Äwafur.er in 'betrat* kommen Aind- >4 erhält Ni Mats grob gennenen Seitentriebe, unfruchtbar bleiben würde, gatt weg geschnitten Dagegen werden aus den Seilentrieben de« unierfL'n Stockwerk« vier isiti-.oyo 1523'0 "0 —| .......... IS16JM 4Rb:i.'in3,4JV) Md 1376,'M Md Md TOI^nAXKi :K6:7fx/Muu »•17*>0»V Ji«3’»nvw »-«<#M*ju'/x»>x»I U'C-'-«ii.«>u4*61) ;.»<»XK) W;»»WKi 4 .7'’ 11IJU. ;tX'2*XAMJ IjSf/jW’W 1341360UUUUC1 i 3366.WOW IMdMUM Betfeofc«. _______ weiae ohne jeglichen ödtentrieb hochgezagen. ... im Hauptstamme toch ost entstehenden Triebe müssen restlos abgeschnitien werden. Das Schneiden hat stets mit einem scharfen Messer zu grfche- guchtbock-Pflegr. Für den Zuck «bock ist nichts schädlicher als -^berrrichlich Fütterung ohne gmugenbe Bewe- gang. Ohne ausreichende Bewegung leht der kiästig gefütterte Bock zu reichlich Fttt an. wv- bunt die VcifungeläbigteU start beeinträchtigt u4tb Arichtiche Bewegung im Freien ftärit die TEuflfrfn, verhindert zu flat* 5 tibilbung. häf- ligi die Lungen, färben den Wutumlauf unb bat gesamte Wohlbefinden des Tieres, was natur- gemäb aut ftböbic Zeugung«sähigkell, durch- fchlagenbe Dererbung«t:aft und längere Zucht- iauiliruch ter i^.eti.herbäche. Tlumcnbuft weht darin, Zieg.m'chellen und dos srvh: Haliali Der Aelpler Hing: hinein 3vsephine Siebe Di> kleine Mamsell Piesserkraut Slluftr von Au- leit Weri.er «Beb Mk 2,—. bei Flemming 8 Wescott. Be'lin.) — Eine liebe, warmherzige schichte aus !.er Zeit der Brsreiurgrk i^oe. die in sr perslevvller Schlichtheit und N.-inheit erzählt wird, tjf fic unmittelbar zum Herzen spricht und in ,edem. der sie las. unvergebiich nachstlngt An» bem Amtovcrktt«biqttnn4blatt. • Da» Amtsverkündiaungsblait Ai 5 vom 18. 3a"nai enthält: ^.ifjogdbtr süi Sctu-ach- unb Blödsinnige. - Ausluhiung des Srundschalgesehes - AuZhändigung der Reichs- ve-.fussung - Die im Hahre 1924 stattsindenden Piusungen. — Bedeckung der Stuten — Todes- ton Hossmann* von Fallersleben. — Durch- tchnittss me zur Berechnung süi öslenUiche Rötst andsar beiten. — Dtenstnachrichten. Selb- bcrcinlgung. — Defunben. verioicn usw. — Verbot ölscntlicher karncvallstischer Beran stal tun gen Fragekasten. Frage 1. In meinen »Sorten sind Feldhasen cingcbrung^n. haben die R nde der Zweige bei den Zü'ergbäumen abgenagt und eine An.»abl : n.^er Hoch ämme an-'dreffen Was ist zu tut i u nit die Bäumchen nicht eingeben? Storni man Wildschaden-Entschädigung gcltcnb machen? Antwort. Die abgeneigten Zweige der Zwergbäume wirb man der n W.nt«schiitt im Februar am besten ganz e.rtferne.'i. Soweit die Stämm- vf.cn nicht d-lchädigt sind, ist der Schaden nicht , vs> und b lieht nur in Schmälerung der Ernte -m nächjien Jahre. Bede^fih ist die Sache nur da. wo der Stamm beschädigt -.-art), wie das bei bren Hochstämmchen der Fall ist. Bäume, benen 'Ng4um ober auch nur »um grüstten Teil die Rinde fehlt, sind rettungslos verloren Ist nur eine S itv bcfcblb.flt, bann empfiehlt es sich, sobald al« möglich die Wunde mit einem Lehm- drei, dem elTa» frischer Äubbung .uge eht wurde, u verftrvichen und mit cbwm Derband au« allen C-adleinen zu umir-iJefn, ebe der Splint aui- trodneL Schadeneriah durch den Iagdpächier kann nur bei offen n Di-undstücken gellend gemacht werden. Där.e' landen beim W Ibfchaben- (^*,<8 au«. Man schützt sich darum am besten durch öfteres Aach'eh-n der Einsriedigima unb Ginbiabcn der Bäumchen tm Herbst mit Reisig oder einem Anstrich au* Lehm ober Kalk, dem stinkenden Tiersl. sogenannten Srorwofanbl ober ,»344wm» jjwtmoio i-S4*mr.<». i?4< «'/»<■ •,v .....- U7Cl>V0, HKT.'-0) Berliner Probt»klenbörse. Berlin. 18. Ian Am Probustenmarv ist die DefchästStätigtet weiter zurückgeaangen. Die Mühlen zögern wegen des unbefriedigenden Mehlabsatze* die gestrigen Preise wrzulegen unb auf Roggen drückt allselliges Angebot au* der Provinz. Bs.n Derfte sind trat gute Qualitäten leicht verkäuflich Hafer leibet unter bem S'ocken de* Matzes nach bem Westen. Für Hülsenfrüchte bat sich da« Angebot vermehrt. 5utterarttfrl waren luftlo«. ®« notierten für je 1000 Äib in >.IÜIIr73,ä.K*1hO di. eine ®olbmar! in. Bries!) = 1 032 503 033 033 Geldanleihe: Berlin 4 200 033 000 033 3r an Furt . .. 4 200 000 003 003 Dvvarschatzanireif ungen: Berlin 4 200 000 000 003 Frankfurt — Aeichsbank-Zinsfätze: ircrtbeflänbtgcr Diskontkrebst . . 10 Prozent wertbeständige Lombarddarlehen 12 . (für das Jahr» Papiermarkdarlehen ohne Eni- werlungsllaufel 93 e eUberonkanfspreis der Aeichsdan! Vorn 17. Dezember ab . 400 030 030 003fach DolbumrechnnngSfah für Reichssteuern i^ülrtg für Sold»ollaufgeld. ülmrechnunqsfatz f.b. Lanbabp » bi» auf weiteres 1 000 Milliard. 0vll»vMrechnnng«fatz für ktesstsch« Gemeindest euern (ML Amtsblatt bei Ministeriums bei Innern vom 14 November 1923' für die Zeit vom 18. bis einfchh 21. Ian. - 60 Millionen LebenShaltnagsinber a.ls.Ian.: 11100D3 000 333 von Hans Hennig Rachnchten und 2L -rreterrtl berpe rr ^rrtSau .... tebiwrfr 8'err«tften. . fcfinwrf Metzer»l». . . EjaiwMaiu . ..... . i Lteberreihe. Nc alte Jugend) reu de Ämlt. Liede, ckh kurchi und Sch r.ri :«r Ritter ausdruckt, feh- len noch die Vertonungen. Nann würde" bi<4« tiriempfundenen Sailaden bald Allgemeingut des 'IMMM weiden — e- wenn und einem mebriai^'.grn llm'chlag non W Aepfv.b i2KL 0.45. J.emn-i a» D. »boeenbücher.) - ?n berfrnr. Bemerdeutsch cratxi der streitbare f^oetter Psariherr die lustige Anekdote non der li tiger. Art wie der jung.- Itaurr Io^- gcli mit feinen 'ukünftigen Brauten eine Art eiaattctamcn abhält. *i« bat. fie eiwas morsen - ‘JR e i <*> n c r Der SpfeliischPeters dcsGrvfen J l. mmt gs 5vri genbüch i )HU idackfchmuck ;>n R Hoitz un. .ublgcn Um- l±2ag tv-i W Xepsvld lAN. 0.45 ' — Die trogl- st.m'fck.« Defchichle wie einem kllch.er der an- 11: Ätnbert. f. b Lukasgem Psr. Bechtolsheim er. — stkrchberg. 10. - Lollar. 17,. - Wiefeck. 10. Katholische Gemeinde». Giesten.Samstag. 19. Januar.4’ >u. 7Beicht, Sonntag. 20. Januar. 6'/, Beichte, 7 Messe, Komm d. Iungfr. u. Hausang^sl 8 Komm.. 9 Hochamt m. Pred.. 11 Messe m Pred.. 4'/, Iungsr -Kongr-gatiou, 51'. Ehristenl. u. And. Gründerg. 9 , Meste m Pr (3n einem Teil der Auttaqe wiederholt.» Elive in Kaiserslautern. Kaiserslautern, 18. Ian »WTB.) D« britische Dcneralkonsul Slive 'st auf lein« 3n- formationSreise gestern abend nach 7 Uhr in Kate fcr*(aulem angekommen Seine Ankunft halt« sich etwas verzögert, w?il sich die Befi'r.chungsn in Reu stabt etwas länger auS»? dehnt hatte. Der Generalkonsul, der unter Glockenge« läute von einer ungeheueren Menschenmenge erwartet wurde, empfing nvch lestern abend die Vertreter von Zweibrücken. Tirmafen« und Umgebung, fowi' bi 2Ih'danbtea her Justiz. Tie Abordnungen von Äalk'r.'lautere unb der umsiegen den Orte sind auf heute vormittag gelader Churchill gegen fiabour. London, 18. Ian. (WTB.) Churchill bezeichnet in einem von der Presse beröffent- lichten Schreiben die Sinseyunq einer Arbel- terregterung al* efn ernstes nationale* Unglück und regt an, dah das Unterhaus der Zurückweisung des Sozialismus Ausdruck gebe. ArmtkreichS «rrnerikanifche Krien«schulde». was bi ng ton. 17. Ian WTB . Im Senat sprach Borah über die sraiizös'ichen Kriegsschulden an Amerika und sagte Frankreich sei nicht bereit, mit Amerika eine Aegeluna ze treffen, Hub- abci trotzdem an euiopaisch? Regierungen grobe Anleihen bewilligt F ont reich fei die grbhte militärische Macht, die ®u- td Po jemals gekannt habe, unb i) i e amtri- kani sch en Steuerzahler mübten jedenfalls ble dazu nötigen Kosten aufbringen El glaube nicht, dah Italien und F ankrcich ihre Schulden an Amerika ab leugnen wollten, aber es fei flat, baS die Regierungen dieser Lander ihren Böllern bitte Auffassung beizubringen suchtem. ru Tvere- «MAtnlffte ♦ . 1»• f ■ MtaMu I I - » 1 -»-«Hlrtl« F. I - - 'S: nr.SiirtftN - t W3 <4 •^rJTTrimirtunlrlte <• . t*:rj| -X -stets . . AtrchNche Nachrichten. «dancsel sche ©emeinben. Dieben. Sonntag. 20. Januar 2. n. Spipdan etabtfirebe. «' ,. Missionar Spaich. 11: Rtnberi f. d Maithäusgem. Missionar Spaich 3: Missions- vertrag über Borneo unb bic deutsche Mission, Missionar Spaich 5: Btt Becker 8: Bi bei besprech, i b. viabtstrche, Psr. Becker Ivbanneskich«. Kriu Cebte Ehrverlust Ser ich« unb Staatsanwalttchaii bedauerten in gleicher Weite, dah das Brietz keine bähet,- Strafe zulaste Unter ter schweren Anklage, es unternommen zu haben, einen anderen zur Beg.chuna eines Meineids zu verleiten, stand der Antvn H. von Astenh lm vor ter Lna'kammer Sr war wegen Ttgur.g oerfiagt und follte -inen Hiäbdgen Frifeuric-H l,ng zu 1 eftimmm versucht Haven, vor Eettcht auszuteigcn. er Wille doi nichts? In der heutigen Btrhant4ung machte der jul.-ur derart u, bestimmt c 2 igibcn. til aus Antrag der Ltaatsanwallf.-att Freisprechung des Angeklagten erfolgte. 5er Metz »rm ei st er August Jtu llmann von Osscnbach a. D hatte einen Fleischbetchauer. der tci Fsetsch eines von ihm grichlachtrtTN Rindes für ungenießbar erZUri hatte, durch Schimpf Worte schwer beteiligt und war vom Schöllengericht zu 7 Tagen Defängnis verurteilt worden. Seine Berufung, die eine Geldstrafe bezweckte, war erfolglos im. Oanodr tzmiu-v: '/piuni i, 731*rtTQULOM>JUUUuMtiö7UJUUUU MMWXIJMiatiWJUUJU VrvUr. )1.JUnacn________ Brerr Utcrm......«... Phl&r ‘.'Zotte . . ...... Ar Woim ..... e«irtbif»i ‘iZottn........ Mimtldx Vzoten........ ♦ /-. '4<'"tr.t'4, » 100 »roarn Wm-rlfnnll.tf lletm....... BOl'fÄe flöten . -Jmuldte j.'otrw ...... tfltlit- T.Jtfh vnaartsch, Noten ...» Iltb-äjcKrn'otfl-tW «Ott». .... ’Jtown ........ uniairif4n Koten....... - »Haitek- Slotca ■ • ..... Handel. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M.. 18 Jan. Tendenz: Fester — Die heutige Börse unlerich'ed sich gegenübrr den Bonagen nur dadurch, bah im vvrbör-llchen Verkehr etwas rege.es Srichäst in heimllchen Renten sich abwickelte. Später be- merkte man aber wieder rin Abflauen der Umsatz- tätlgfeir Lebhafter würben 5proz. Kr egsanleihe mit 0,190 bis 0205 gehandelt: erster amtlicher Kurs 0.19Q. 3vroz Reichsanleihr unb 4vr>z. Badem lebhaft. Der Frei verkehr war wieder reger Snva« fester lagen u a. Ufa 9500 bis 10000. Ldemifche Andrea 1875. bann wieder 1775. sonst nannte man Becker Stahl 10 225. Becker Kohle 10500, Sianpurtei Handelsbank 67,50, deutsche Handelel»anl 125. Apl 11 775. Brvwi Borer, 2500. Krüge-«hall 11 225 Ehemi'cheRemy 825 Mez Söhne tiCOO. Tiag 2225. Hansa Llvdb 1630 diu 1530. UnionbrcniTttet Kehl 575. Dan den cinzelm n Marttgri-i tei Inge". Montanaktiea- pa viere etwas f st.r Ai längs Oberbebars etwcas leb:a»t-r. D.-ls-nkirchen. HarpEier. Deutsch- Lneemburger tbgen inähig an Rorddeut scher Ll"dd liehanplef Hapaü b*i ctn'ger Razbfr^ge ! ete'»igt Ml» cerlngri Beseitigung feien erwähnt Bati'che Anil n. Th. Volbschrnib:. Rhenania. fv- trtc Scheideanstalt; letztere plus 3 B llivnen. Bankaktien lagen ruhig. Etwas reger Deutsche Bank gehandelt Autowerte, auch Maschinen- fadrikaktien lagen ruhig. Die Aktien von Zuckerfabriken verkehrten bet leicht erholten Preisen. Zellstoff Waldhof, Zement Heidelberg unverändert. Einiges Defchätt sand in 3nag statt Kaliwerke hielten sich auf dem Riveau de« Bortage«. Einer. Dewinn i»erzei-chnet<-n 4prbz.. 3' .prvz und 3prvz ÄonfoB Ungarische «oldrente anziehend. Derlmer Börse. Berlin, 18 Jan Für dm heutigen Börsen- verkehr lagen keine neuen Anr-gun?en vor Die sreundlichc ©timmung feinte sich ab'r gut te- ha . Pt en Die ersten amt i chen Rotierunzm zeigten auf allen llmfatjgcbtctcn meist etwa« erhöhte Zburse. Bon Montanwerten sind Hbeich-Aktlln mit einer Steigerung um 8 Billionen Prozent hervorzuheben. Deutsch- Ägfiiftien gewannen 5 Bill.on.-n Prozent Im allgem inen üb r liegen die Ac aderungeli n ir selten 2 Billionen Prozent Deutsche Anleihen seyten zu den g?ftrig:n hielten sich auf diesem Stande Da« G-fchäst liest in ttr ersten Börsen»',nde jede R:gf,mlei: vermissen di wo'en des 21 u«bleiben« ron Kausaufträgei des Privat- puhsillnnS die Sp 1 tlalioi» sich ncht zu 2leu- ertneiburgcn ermutig1 suhlle Später hin sanden etwa« oermebrte Umsätze in Mnm inw-rten und 2niilnpapier.-n zu auswärts strebenden Ku fen statt. Die Seoiknturfc erfahren nun Xell 21b- fchwächungen Der Preis für Aeuyork blieb unverändert. Deutsche Wirtschaftszahlen Dollar am 18. Januar amtlich: 17. Januar ?ir ma - •l.'-'iitru.-ii t" i'ru twi/xw wv pt- 17«/. Md ^USMd »----- ------ 4: .njy#i Md iiho>" Md^ritz/— Mtz r*yn6üomo iv isssiwoo« ift4*K-,»xne ■nolaCcnt.XBMM..... a -Hin O»ribl»trt»t.......... OttOrrnncr gicctrM .... 6»0 i n. t. 14L 1 io e nie tue m Ke 47» ->• 07, 7M 4* 77, 1OO0 rn E 1 ino «c 1 -o. > VW m es» 7* 7* xw 1100 — — 10* — — 1 IM 1M7 n.n 11 B ■ 17.71 | • e «7 54,1 *.M 7,1 775 7,?5 7.41 IMS 15 1 4 15 4 IMS »» SO 14.7 K » 1.0 1.7 —■ — 11 7 10,7 19 7« 77 1 1 1 3.1 O.OTS 0,475 e.K-c 0.OUU IN M50 4.7 4.570 ,, —- 47 — r Ti n n»i 13.17 »* Vi »7‘ L 6L SO 44 5 M.5 n M ! *5 TS S 'M 9» ?).n »75 31 94.! Ä »6 «es M S <1.71 *0 5 41..' SS " 75 > — 6J 55 31 4 — *0.1 40 90,43 v-t' M 4.71 0,* 0* 'M >4.1 — 3.4 1.4 t.H f.4 40 43 90 40 73.5 94.75 »2 74,70 10.5 nr ’9 10.» 2 4 7. -4 17 7.5 14 16,5 -7 S «W» * ;5 31 ■ 4 4.5 M3 8.5 — 9.5 109 4.1 •4 6.4 S.75 — E 4 0,1 1 — M I 1.4 7 1/8 (Vff^ Fr4-’ 7946b0kW 7?fi «'3uooooe 1 'n' 4 0 < ilti 136 00.00040 7U34’nOOM» < n.377te>UM» 11037'. 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