Poincares Kriegsschuld ‘Poincares Rechtfertigungsversuche Die neuen Pariser Dokumente Dien. den Memorandum I Zwischenzeit hat sich der 2Svrozen- | Mi isterliste erörtert. Seipel Die CRcgienrag&frfc in Oesterreich hat mit Beginn der neuen Woche eine überraschende D r- schäcfung ersah en. Der Sl:ett zwischen der Dun» teSregicrung und den einzelnen Lärtern dreh, sich in der Hauptsache um dir Frage tes Föderalismus und ülnitarismus Di' es scheint, ist di? R g.erung ber it. ve wal ungZreEtliche Zugeständni se zu machen gcgei sino z'v le i Decz ich t der Länder, deren Bezüge aus d:n Bundeseinnah.nrn den Bund zu sehr telatei. Di: Län e v rangen aber steuerliche Selb- ständig leit, die ihnen der Bund n.chi gewahren will. Eiae Sin gu-g kon itr bisher n ch' e^z-rlt w:r en, die Landeten'Heute haben Dirn verlassen, um nu: Gn'tr froren et z hoei. 5n- zw.'chrn scheint Bundeskanzler Seibel it der e g:nea Är i en der Christi ch- ozialei Partei aus Widerstände zu stosten. Dach einer der le ten Wiener QKcl ungci sind die Ee en ätze jetzt so Zuspitzung der österreichischen Krisis. Rücktritt Seipels. — Bildung eines Minderheitenkabmetts unter Ramek. gibt seinen Auftrag zurück. 18. Rov. (TU ) Die ter Vertreter der Gegenseite aber hat man es nicht so eilig, weil man mancherlei zu scheuen hat und begnügt sich deshalb mit der Herausgabe frisier ter .,F a r b b ü ch e r“, die grlegentlich auch vor Fälschungen von Dokumenten nicht zurückschrecken. Trotzdem, dic Wahrheit bricht sich Dahn. Die von deutscher Seite veranlasste Deröffentlichung derDref? undT g bücher Iswolskis iiei e Fundgrube für die Quellen, in denen die eigentlichen Kricgsgrünte zu finten sind. Es kommt ein neuer Schlag für Frankreich durch die an anderer Stelle auszugsweise wiedergegebenen Memoiren des kurz nach Kriegsende her- jiorbcncn ehemaNg'rn französischen D t^ch fters in. Petersburg LouiS, der von Iswolski auS seiner Stellung Hera usgcb iss en wurde, weil er nicht den acmzen Einflufr Frankreichs zur Kriegshetze in Petersburg mißbrauchen wollte. Darin sind mancherlei interessante Aeuste- rungen von Pichon, IulcS Eambon. dm ehemal gen französischen Botschafter in Berlin, und manchen cutderen, de in j nc.i Tagen ci c entscheidende Bolle spielten Lours hat sich das Dort CambonS notiert, dast PoincarS zum Teil am Kriege schuld fei, mit dem Zusätze .zusammen mit Iswolski". Cam- bon, Louis und Pichon, der lange Austrnm:nister war, sind übereinstimmend de.' du.inang gewe en, dast die Präsidentschaft Poincarös und s ine Tätigieit am Quch d'Orsay verhängnisvoll gewesen fei. Louis selbst Hit schon nach der gleichen Quelle 1914 erklärt, der Kr ei wä c vermieden worden, w nn 1912 di? französische Regierung in nn cre Häute g?le;t gewesen wäre. De Enthüllung n hiben selb t er- ständl ch in Frankreich wie in Engi md das d n - bar grösste Ausseh n hervor gern, en. Po in- c a r 6 arbeitet bereits mit Dementis und Gegend riefen. Ader diese Anstrengungen rönnen doch n.chts daran ändern, test bi: Ett- bütiungen von LouiS m der ganzen West ihren Didech all finden und von ne e n einen Beweis gegen Deutfchl.inds Kregssch-ld erbangen. Poincare verteidigt sich. P a r i ö , 18. Rov. (TU.) Die Pariser Blätter veröffentlichen eine Rechtfertigung Poincares zu den vom „Oeuvre" und der Zeitschrift „Europe" abgcbrud.cn Auszeichnungen aus dem Tagebuch des früheren französischen Petersburger Botschafter Georg Louis. ..Ich weih nicht," schreibt Poincare. „ob die Aufzeichnungen, die unter dem Ramen Louis' veröffentlicht wurden und bereits feit längerer Zeit auch von der deutschen Prefse angekündigt werden, wörtlich aus einem authentischen Manuskript entnommen find. Sie enthalten aber ebenso Unwahrheiten wie Unrichtig k e i t e n , und die nachstehenden Zeugnisse beweisen, dast sie keinerlei Glauben verdiene n.“ Es folgt ein Bries von Iules Eambon: ..Mein Bruder und ich haben mit Ihnen :Poincare, nach besten Kräften daran gearbeitet, die unmittelbare Kriegsgesahr zu beseitigen, und wir waren uns klar darüber, das) auf die französische Regierung nicht die geringste Der- anttoottung für die Ereignisse von 1914 geworfen werden kann." Weiter dementiert D e s ch n c r , der ehemalige französische Botschafter in Washington, dec 1912 Kabinett e- ches im Ministerium des Auswär', igen war. einige angeblich eben e unsinnige wie unglaubliche Behauptungen. Poincare habe der Presse keinerlei Zuschüsse bewilligt. Einer der Hauptgründe, der ihn bewog. 1912 nach Petersburg zu reifen, war. die zwischen der französischen und der russischen Regierung aufgetauchten M i b. verständnifse zu beseitigen, die durch die Schuld des damaligen russischen Botschafters in Paris entstanden wären. Ein dritter Brief enthält ein energisches D c ° men ti des früheren Außenministers Pichon: ..Ich weih sehr wohl, daß Sie als Ministerpräsident, als Auhenminister und Präsident Der deutsch-französische Handelsvertrag. Berliner Kabinettsberatnugen. — Die Auswirkungen der 26 /<>igen Repara- tionsabgabe. der Republik stets an der Autrechteryal- t u n g des Friedens gearbeitet haben." Princarö stellte zum Schlaf, die D e r ö t f e n t • Hebung eines Buches in Aussicht, das die Bestrebungen der auseinanderfolgente.i französischen Kabinette um A isrcch.erhaltung des Friedens während der Dorkiicgszeit erkennen lasse. Aastertern lässt Paleologue, der 1914 Dotfchaster in Pc creb itg war, tem„Temps" einen Däet zugehen, in dem er die Behauptung, test er Rustland zum Kriege gedrängt habe, in Abrede stellt. Die betietfcnte S eite Heisti: ..Als der Kriegsausbruch am 28. Iuni von S unde zuStunde drrhenter wurde, verlangte ich von der ruf Huben Regierung, dast sie t m voraus jede Hand- lungsweifc gelten lasse, die Frankreich und England hier zur Aufrechterhaltung des Friedens Vorschlägen würden." Als Sa- sonoss a b l e h n t e u.itec dem Dor wand, dast er im voraus lein Der fahren annchmcn könne, dessen Ziele und Modalitäten er nrch l.nne, erwiderte ich ihm: „Dann bitten Sie den Kaiser, dast er mich unverzüglich empfängt, beim ich will man Land nicht in einen Krieg hineinsühren lassen, solange meine Regierung noch di? geringste Hoffnung bewahrt, ihn bef•wären zu können." Rach kurzer Zögerung sagt: mir Safonoff offizielle Zustimrnuna zu, die ich alsbald nach Paris telegraphierte und ich weist, dast meine Worte, die er noch am selben Ab nd tem 3a.ei bericht te ihn veranlah en, den Kaiser Wilhelm t I graphi ch das grost »rüt g Anerbieten zu üb rmit.eln, den österreichisch-,e.oischen Streitfall dem Haager Schiedsgericht zu unterbreiten. Die Pariser Presse. Paris, 18. Rov. (TU.) Die meisten Blätter beschäftigen sich mit den Poincare kompromittierenden Enthüllungen aus dem Rachlast George Louis'. Die Kriegsschuldfrage scheint in den Vordergrund der Betrachtungen treten zu wollen. Poincare hoi sich, wie oben mitgeteilt, zu rechtfertigen versucht, doch waren seine Gewährsmänner Sa n b o n nn) Pichen <»:» feinen sämtlichen Handlungen hervorragend beteiligt. Sie konnten, wie „Paris Soir" hervorhebt. ftart geworden, dast Bundeskanzler Dr Se pel endgültig zuruckg treten ist un) man bereits d e ...... einer neuen Minderheitenkabinetts Luxemburg gegen Arrssuhr- abgebe. Luxemburg, 17. Rov. (TU.) (F. Z.) Der Widerstand gegen die Einführung der 2Lprozen- ligcn Reparationsabgabe auf deutsche Import waren ist in Luxemburg ziemlich lebhaft, weil das Grohherzogtum daraus keinen direkter Rutzen ziehen würde. Die Handelsfreiheit würde schwer geschädigt und der Handel mit Deutschland ginge zum Schaden der Derbraucherwelt zurück. In der Presse ist insolgedeljen der Vorschlag gemacht worden, die nachweislich für Luxemburg beftimmten Warer von der Reparationsabgabe zu befreien und die nach Belgien gehenden Produku nach belgischer Anwei'ung zu oehandeln. Diese» Dorschlag würde eine ideale Lösung fe’-1, wenn et leichter realisierbar wäre. Spaniens Rückzua in Marokko Paris. 17. Rov. (DTD W ? Havas aus Madrid berichtet, kündige mm cfi. cl an dast sich heute die fpanische- Tr porn un ? guen Bedingungen von Tanon nach Darf bba trotz gr^er Schwierigkäie > -uruckgezo ; e n hoben Wadlau fei nach Rachhutg.fester boll* der „Tel rgraphen-Union" s eben erfährt, hat der DundeSkanzler Dr. Se pel den Auftrag des Hauptausschusses, Dorschl g? für die Wahl e.neS neuen Kob n tts zu machen, a d g e l e h n t. Dr. Seipel schei ei dmit endgültig von der oteile eines T^nd.skanzlers in Oe'.erreich Die Eat- sckedung für den schwerwieg nden Entschl ist hat en? Abstimmung innerhalb de.Christ- l i ch s o z i a l c n Partei h rbeig.füh t die nii Zwebrtttelm h-.h:i' b schlost, dah sie auf die weitere Am tsf ührung durch Dr. Seipel keinen besonderen Wert mehr lege Dr Seipels Parteifreunde wäret durch dm cigcb.tislofcn Deckaus der Konferenz mit den Landeshauptleut,n sehr verst rnrnt. Als m itmast- lichec Rachfolger Dr. Seipels kommt der frühere ctaatSferrctär für Iustiz, Dr. Ramek in Frtge. Don den b sherigen Ministern wird auch der bsherige § nanvninister Kienböck au s he den und w-hrichenlich durch den Lmd.Shauptmann- StcUvertreter von Steiermark, Dr. Ah re r ersetzt werden. Für das freiwerdende österreichische Handelsministerium kommen die christlich-sozialen Abgeordneten Heinl oder Stroernwih in Betracht für die Leitung des Ministeriums des Aeustern der christlich-soziale Abgeordnete Mataja Dic Derhandlungen über die Lösung der Krise dauern zur Stunde noch an. Die Parteien Exrraten. Die Sozialdemokraten erklären, dast sie gegen das kommende christlich-soziale Minderheiten-.Kabinett Opposition machen werden Auf grohdeutscher Seite ist man über die plötzliche Zuspitzung der Krise befonderS un- tigen Abgabe durch Frankreich ausgewirl' Dadurch ist dic urfprüngliche Derhandlungsbaf^ wicd> r verloren gcg.ing m Der deutsch? Sland- punll gebt dahin, dast die 26prozenrige Repara- tionsabgabe eine beträchtliche Erich we- lur.fl der deutschen Einsubr nach Frankreich bedeutet im Gegensatz zu d r Ein fuhr anderer Länder Die Recht»-'r g d r 28prrz Abgabe unterliegt allein der Zauandtgl it c-8 Transferagenten. Die Tra S erk. inrn.Mon wird fich in der nächsten Sitzung Ende dieses Monat» mit dieser Rechtsfrage beschäftigen Der Bries des Generalagenten. Nicht gegen die Nepnrationsabgabe, Berlin, 17. Rov. (DTD > Der General- agent für die Reparationszahlungen. Pa kr Gilbert, teilte gestern ab nd gegenüber Prcslenachr.chten offiziell mit, dast fein cd) -üb n vom 14. Rovember an den ReichSfrn n m.ui >e ' Luther kein Angriff auf den Repara- tivn-Recovertz-Act fei. D- Sche chen. Io heistt eS in der Mitte l ing, fpächt für f.ch fe.bu. Es ist eine Benachrichtigung ie deu f e.i Reg erung, dast der Gen i l ent gern ist de > c stirnmungen deS Dawespltns de D">ll• Ann i a. ohne Rücksicht auf irg.mdw lchc R coven-Ac's sammeln und der deutsche i R qie um t d.e v n ih. auf Grund der Rccover>)-A ts be »ah e i B.'t a c nur dann und in solchem Umfange erstatten w rd, alServondemT an 3f r- fomitcc dazu ermächtigt trtrb DaS TranSferkom tee erteilte cm 31. Lk be en Gener-.lag.m1en d e Erm.icht g ng d e . uh un en b 3 zu der wcitcrea EnUch^idung d cch daS Komitee f o rtzuf ctzen. Di- M t c l m an Ne deutsche Regierung in dem Schreiben i o.n 14 R o vember ist also ein Schritt, de unternommen worden ist, um dem Transf r. m te die ihm nach dem DaweSplan übertr-rgen-at Rechte sichern. Das Foreign Office zum Drie, Gilberts. London 18. Rov. (TU) DaS Auswärtige Amt hat sich gestern mit dem Bries Parker G.tberts b schäftigt und er-klärt, dast das Schreiben lediglich eine buchhalterische Frage behandle und die Erhebung der 26pro- zentigen Abgabe durch Frankreich und England n'-cht beeintl-ächtige. Die Abgabe würde nach wie vor erhoben und ihr? Erg-bnisse dem Reparat.onSagenten befanntgeg bm. der den Be trag dem Deutschen Reich gucfchreibt. ©ilbert w.ll nur sagen, dast erfürdiedeutfcheRe parationsfrage mastgebend sei. Sic verbündeten Mächte hätten f ch in allen Fragen unmittelbar an ihn zu wenden. Rur er fei berechtigt. über die Rückerstattung der von den deutschen Esporteuren bezahlte Reparationsabgabe zu verfügen. Der Handelsvertrag mit Belgien. Brüssel, 17. Rov. (SU.) Die „Libre Bel- gique" teilt in ihrer heutigen Mcmtagsaus^abe mit: „Wir glauben zu wissen, dast die belgische Regierung fich entfchlofsen bat, Deutfchland da s Dorrecht der Meist begün st igung zu gewä hr en ' Die Rachricht habe in Keifen der französischen K lonie eine lebhafte Auflegung hervorgerufen. Sc: luxemburgische S:aatsminisler Reuter hat g ricm einem Brüsseler Redak:-ur E'.kläru"gen übet die deut'ch-belgischenHandelSvertrags- Verhandlungen abgeg ben Die unm.tte.b.ire Rachb.rschatt u.rd die wirtschaftliche Bedeu'ung Deutschlands lieben es wünschenswert erscheinen, dast die deut Ich-belgischen idelsvertragsvrr- bar.Murgen stab le und fruchtbrin;ende De iehun- gen (chatten würden. Deutschlnird r im e Luxem- buig die notwendigen Produkti neinstrurnente li'- fern. Eine einzige Schwierigkeit bleibe bei alle- die Unf icherheit über den neuer deutschen Zolltarif Aber man m isse der festen Willen haben, zu einem wen"gütens provi- forifchen Regime zu gelangen, um dis bisherige Regime zu ersehen, da- der Friedensvertrag von DerfailleS geschaffen habe. Gewist, wir Deutsche haben als das Dolk, das ten Krieg verloren hat und nach dem Willen der Mehrheit von Weimar daS Schuldbekenntnis unterschreiben muhte, daS wefentlichste Interesse daran, den RachweiS zu erbringen, dast dieses Schuldbekenntnis eine Luge war. Das Auswärtige Amt hat deshalb die ganzen Akten feiner Archive, auch ter geheimsten Archive, veröffentlicht, aus denen -um mindesten klar und deutlich hervorgeht, daß in Deutschland niemand den Wunsch oder den Willen nach einer kriegerischen Entscheidung gehabt hat. Ob es zweckmähig war, diese Akten heraus» zugeben, darüber kann man zweifelhaft sein. Es ist immerhin zu befürchten, dast die auswärtigen Diplomaten sich heute uns gegenüber auher- ortentlich zurückhaltend zeigen werden, wenn sie besorgen müssen, dast schon in geschichtlicher Zeit ihre ganzen vertraulichen Bemerkungen ans Licht gebracht werden. Aber eS ist nun einmal geschehen, das andere Interesse, der Beweis der Richt schuld, war wohl auch das Wichtigeve, c-S ist a^er beireiflich, wenn wir jetzt auch darauf drängen, dast die a n- der en kriegführenden Dölk.r in der gleichen Weise ihre Archive öffnen und zeigen, was in ihren Aktrnschränken etwa noch v'rborgen liegt. Darunter wird zweifellos sehr viel mehr f'in, waS Aufschlüsse über die letzten Motive geben kann, als in ten deutschen ^Enthüllungen Auf Berlin. 17. Rov. (Sil.) Die Deratun- gen der R e ich s r e g i c r u n g über den Fortgang der deutsch-österreichischen Handelsvertragsverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Es steht i-rrhalb auch noch nicht fest, wann Staats- fehetär v. Srenbclcnburg wieder nach Paris zurückkehrt. Was die 26prozentige Repara- tionsabgabe angebt, so must darauf hingewiesen werden, dah die Rechtslage in den Derhandlungen mit Frankreich überhaupt nicht angeschnitten worden ist. In den ersten Dechandlungen harte Deutfchland die gegenteilige Meistbegünstigung gefordert. ~e nlreich hatte sich aber widersetzt und stützte fi5 auf ein Gesetz von 1919, nach tem Frankreich tn Handel-vertragSVerhandlungen nur allgemeine Saris Abkommen treffen k-nne. Die d-utfch Deleda- tüm hat dann von ter Forderung der Merst- bcgünfligung bi:Hw abgesehen, nicht aber von der Meistbegünstigung de facto. Dieser Standpunkt ist auch in tem die ersten Derhandlungen abschliestenten , niedergelegt worden. In ter s aber die Einführung be angenehm berührt, insofern, als sie eigentlich eine Palastrevolution im Lager der christlick-sozialen Partei selbit darstelle und Bundeskanzler Seipel nicht in ter Lage toar. diese von ter Rot Wendigkeit einer zentralistischen Führung zu überzeugen. Man verweist an gut unterrichteter Stelle darauf, dast diese Lösung ter Krisis keineswegs endgültig fein wird und fürchtet nunmehr, dast eine Krisis der Verfassung und des ganzen Sanierungswerkes unvermeidlich fein wird Dr. Seipel dürfte wieder zum Obmann der Eh.i'tlich-Sozialen Dereiwg:ng gewählt werden und von dieser Stelle aus seinen Sinflust auf die Gestaltung der Politik ausüben. Die Wendung in der Lage hat in allen politischen Kreisen gröstteS Aufsehen erregt und man weist daraus hin, dast durch den endgültigen Entfchluh Dr. Seipels die politischen Derhältnisse Oesterreichs einer ungewissen Entwicklung entgeg ngehen. Wie die Politische Korre'pontenz mitteilt, ist ter von Sr ©ei,>?l als Rachfolg:: empföhle e gewesene Minisle': Dr Rudolf Ramek bereits von der Christlich-sozialen Partei mit den Dorarbeiten für die R eg i e r u ng sb'- düng betraut teerten. Sie bi herigcn Minister wurden von Dr. Seidel ersucht, eieer evtl. Wiederberufung Folge zu le.sten. die Richtiglw' ter ihnen zugeschotenen Aeusterun- gen unmöglich zugeben, ohne fich fei b*|t blost- 8 u ft eilen. Ihre Sementis verstehen sich von selbst. Sie waren unerlästlich zur Rettung ihrer Ehre und zur persönlichen Dersteidi^ung Poincares. In der Geschichte der Knegsschuld- fiage spielen sie ater keine Rolle. Die Tatsache, bar' Poincare ohne jeden Grund, nur auf Veranlassung OswolskiS. 1913 George Louis aus Petersburg abberufen und ihn durch Delcasfe ersehen liest, bleibt, so betont ..Paris Soir", bestehen. Der „Ontranfigeant* enthält das bedeutende und ungewohnle Geständnis. dah die gegenwärtige Generation die genaue Feststellung der Kriegsschuld kaum noch erleben werte. Iswolskt habe eine persönliche und unklug: Politik verfolgt. Dafür könnten Beweise erbracht werden, auch dafür, dast der Zar ein charakterloser Mensch war, ten böse Ratgeber willkürlich lenkten. Diese Sprache ist für ein rechtsstehendes Blatt ziemlich unerhört und könnte darauf schlie- sten lassen, test die richtige Erkenntnis ter Der- antteartung am Kriege sich Dahn breche, teenn das Blatt s ch n'chl gleich darauf folgerten R cht igurgSoersu h F ankrcich; l i ten wurde: „Doch Frankre-, ch war got.seidank nicht in den Händen eines von feinen Ministern ein- gcfchläferten Satrapen. Frankreich führte eine offene und eine wahrhaft friedliche Politik. Wir haben bei allen Zw fchen- fällen, die man horausbefchworen. nachgegeben und dir Waffen gestreckt. 1914 begnügten wir uns damit, leider zu spät, einige Dorsichts- mastnahmen wie die Einsudrung ter dreijährigen Dienstzeit gegen die wahnsinnigen Wasf Brüstungen Deutschlands zu ergreifen. Als ter österreichisch-serbische Konflikt auSbrach, teben tetr unser möglichstes getan, um ihn zu lokalisieren, und als Wlhelm II. sich offen gegen uns wandte, baten wir in feierlicher Weife um tie Denn ttlung G ostbri'anniens. Schliehlich habt n teil unseren Truppen noch D?fe.)l gegeben, sich 10 Kilometer diesseits der Grenze zurück- zuziehrn." * Hr.2T2 Erster Erschetnl täglich, auher Seeu wwb Feiertags. Beilagen: OladanerFamrlics'blStter Heimat im Bild. 81»iaU*Bf jucsptels: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech.Anschiasf«: Schriftleitnng 112, Der- lag undGeschästsstelleSl. Anschrift für Drahtnachrichten: ln)flgans$edi, sämtlich in Giehen. -rankfurt Dienstag, 18. blatt (74 Zahrgang GiehenerAnzeiger vntkf und Verlag: vnihl'sche Universttülr-Vu»- und bteindntckerei K tanze in Siesten. Zchristleitung und Geschüftrstelle: 5chnfstraste 7. eukopie ag nicht ,r heute: »puren" lontag“* ihofstr. 9083c ler,in: iren .Zlidr. ihr- »o”c ständig geräumt. Truppen mit Kriegsmaterial sind gestern eingeschifft worden. Zrankreich und Deutschland. <5'ine außenpolitische Rede Herriots» Pari- 18. Rov. ($11.) Wie aus einem offiziellen Kommunique hervvrgeht, hat sich Herrivt gestern vor dem SenatSausschuh fürauswärtige Angelegenheiten über wichtige Punkte der auswärtigen Pv'fttik geäußert. Er habe zur Durchführung des Dawes- planes erklärt, Deutschland habe alle seine Verpflichtungen erfüllt und der zum (Generalagenten ernannte Parker Gilbert der ein Freund Frankreichs sei, habe bis jetzt normalerweise alle vor geschriebenen Zahlungen erhalten. Frankreich habe als Hauptgarantie erzielt, dah in der Reichs bank die Hälfte der Komm fiare Vicht-Deutsche feien, auch im Verwaltung srai der Eisenbahngesellschaft seien interalliierte Kommissare, die dort Sih und Stimme hätten. Schließlich habe Frankreich erzielt, daß die Zolleinnahmen und die Ein- nabmen aus Alkohol und Zucker kontrolliert wurden und endlich überwache der Generalagent den Transfer und die Sachlieferungen. Die gesamten, durch den Dawesplan geschaffenen Organisationen scheinen normal in Deutschland zu funktionieren. Die Militärkontrollkommission habe, nachdem die Botschafterkonse- renz eine erste ausweichende Antwort erhalten und einen offenkundigen schlechten Willen belundet sah, am 8. September die Kontrolle tatsächlich wieder ausgenommen. Dom 8. September bis zum 25. Oktober hätten die Deutschen eine korrekte Haltung eingenommen, aber in der zweiten Perwde habe die deutsche Regierung, durch eine energische Rote der Alliierten gewarnt, weitere entgegenkommende Anstrengungen gemacht. Jedoch seien alle Schwierigkeiten noch nicht überwunden hinsichtlich derOrganisationderReichswehr. Hinsichtlich der Zulassung Deutschlands zumVolkerbund habe er gefordert, dah diese ohne irgendwelche Privilegien für Deutschland erfolge. Deutschland tonne in den Völkerbund eintreten, wenn dieser erweitert werde. Mussolini und dar Parlament. Die parlamentarische Lage in Rom nach dem Vertrauensvotum. Rom, 17. Rov. (TU.) Wenn auch von e'ner Mrnisterkft.se in engerem Sinne nicht gesprochen werben kann, so w rd die Sage der Regier ung Mussolini trotz des numerisch durchschlag enden Erfolges der Samstag-2lbst.mmung in polift- schen Kreisen Roms als sehr ernst angefefjei, weil Giolittiu nd seine Anhänger ihre Opposition offen erklärt haben, weil ferner die Gefolgschaft der Kriegsbeschädigten nur bedingt ist und die Frontkämpfer sogar eine abwartende Haltung einvehmen Mit b efer Veränderung der Lage dürfte der Gndkarnps der faszistischen Bewegung um die Herrschaft im Staate wieder in das Parlament zu- rückverlegt worden sein. Langjährige Kenner der parlamentarischen Taktik Giolittis sind der Ansicht, dah er die Führung der Opposition nicht übernommen haben würde, wenn er nicht der Krone sicher wäre, für den Fall, dah die Regierung gestürzt unfc eine Kammermehrheit eine Aenderung der Verfassung oder der varlamentarischen FuLttionen durchsetzen würde. Die alte Opposition dürfte auch nach der Bildung der neuen Oppo- sitivnsgruppe im Parlament nicht zum Aventin zurückkehren. Man vertritt vielmehr den Standpunkt, dah die 156 oppositionellen Stimmen außerhalb des Parlaments bei einer Zusammensetzung der Kammermehrheit ausschlaggebend werden fönnen, wenn die Krone es für nötig hält, die tatsächliche Auffassung des Landes festzustellen und im äuhersten Falle zu entscheiden, ob die Regierung noch vom Vertrauen der Mehrheit getragen ist, um aus dieser Feststellung die ihr versassungsmähig zustehenden Konsequenzen zu ziehen. t* ■ > rn Baldwin und Sowjetruhland Lond on, 18. Rov. (TU.) Baldwin berichtete gestern dem König über die b -endete Regerungsumbili>ung. Die näch'te Kadi et s- sitzung j in oct am 20. Rovember sta.t. Der mit ter Unter uchung des Sin wj W-Briefes und i>>r russischen Propaganda in E g'anb betrau le Un e :* ausschuh toi b Bericht ersta t n. Dar ml frL dir Antwort auf die russische Rode foimulie t to.-r- den. Aus gut unt-errichteten Kreisen cerlautet, dah die E ch t he 11 de s Si n owje to-Br ief e s als feststehend betrachtet wird. Ttt.-ftr Tatsache wird jedoch rrtr untergordne e Beden- tu g beigomesscr, da die Rote sich in der Hmpt- sach» gegen die gesamte politischePro- pagandatä t igkeit in England richt n soll Di» neue engli'che Regierung teaü ichti t lernen» w-gs, die An rk n u g Der Scw et-^ e ub v zu- rückzuweisen. Cs wird sogar davon gesprochen, dah die Regierung an der Schaf u-.g einer Grundlage arbeitet, auf der den Sowjetstaaten eine Anleihe getoäl>it werden könne. Gießener Konzertverein. V olinabend von Fräulein Riete Q'ielinq (5rö!n). Für den konzertierenden Geiger besteht die grobe Gefahr, all sein Können nicht nur als Mittel zur musikalischen Aruherung seiner Persönlichkeit anzusehen, sondern das dazu unbedingt nötige technische Rüstzeug Selbstzweck werden zu lassen. Eine Klippe an der viele scheitern. Techlftk läßt sich durch Fleth erwerben, aber zum wahren Künstler gehört eben mehr als bloße Technik, das Moment, das ihn über seine Mitmenschen erhebt und ihn zum Führer in das Reich künstlerischer Werte beftimmt. Zu diesen Auserwählten gehört auch Frau- lein Riele Quellng, die der hiesige Konzert verein für fein 2. Konzert verpflichtet hatte. Sie ist mit ihrer Geige zur Einheit geworden und hat den Weg zum persönlichen Stil gefunden. Ihr sympathisches Auftreten, frei von allem Exzentrischen, das man bei Künstlern oft anzutreffen pflegt, prägte sich auch in ihrem Spiel aus. Alles, was sie bot, zeigte verständnisvolles Eingehen, objektiv und doch getragen von einer feefenDoden Persönlichkeit, nirgends etwas Gewolltes. In den S il der alten Meister (Corelli, Bach) hatte sie sich völlig hineingelebt, gab ihnen ihr eigenes Wesen überwand so die Schwierigkeit für den Ge- Dre chinesischen Machthaber gegen die Fremden. London, 17.Rov. (WTB.) Aus Schanghai wird gemeldet, dah Sunyatsen auf dem Wege nach Tientsin zu einer Konferenz mit Tschangtsolin und Fengyuhfiang hier eingetroffen ist. In einem Manifest erklärte er sich zugunsten der Aufhebung der exterritorialen Gerichtshöfe, Postämter und anderen Privilegien der Ausländer. Der „Sem^“ will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, dah zwischen Paris, Rom, Brüssel, London, Washington und Tokio Besprechungen im Gange sind, dte bezwecken, von der neuen chinesischen Regierung zusammen zu verlangen, dah alle Verträge und Abmachungen Chinas mit den Grohmächten weiter in Kraft bleiben. p ,.«,«■ fc.. -■ -*** i Abtretung Cayennes an die Vereinigten Staaten? Paris, 18. Rov. (TN.) In Pariser offiziösen Kreisen trat gestern abend in sehr bestimmter Form das Gerücht auf, dah die französische Regierung jetzt nach Aufhebung derStras- k o l o n i e sich mit dem Gedanken trage, die Kolonie Cayenne gegen Verrechnung der schwebenden Kriegsschulden an die Vereinigten Staaten abzutreten. Eine Lehre für die kommenden Wahlen. Der gemuhäkfx und insbesondere der deutsche DolkScharakter ist eine Mi chuag von Ge e .sätzen. Es offenbart sich in ihm ein starker Zug zur Genossenschastsbftdung, d h ein Verlange i nach Zusammenschluß zu gemei.uf.imee prak.is..e.' Arbeit. Es liegt aber im deutschen Charakter vor allem auch das Streben, die periönliche Eigenart zur Geltung zu bringen: di.fer Zug steigert «ich manchmal bis zur Eigen brödelei. Im p li- tischen Leben äuhert sich dieser Hang, die Meinungsfreiheit zu betonen, in Dem Par.e.we'en, in der Sucht, immer neue Paifteibildungen i s Leben zu rufen; bei den Wahlen tritt diee obe.iixein noch als eine bedauert.che Stimmenzerjpft.te.u g In die Erscheinung. Bft den letzten Reichstagswahlen bemühten sich nicht toeuger als 13 Parteien um die G^nst der Wähl.r in Hessen. Es war ganz selbstverständlich, dah nur einige größere in Frag.' kamen, die Stimmen je toi), die auf kleinere Parteien entfielen und solche, die für politische Bewegungen sich einetzten, die keinen Kandidaten in der Wahl durchgebracht haben, sind als verloren zu betrachten. Diee Stimmen könnte man ebensogut den ungültigen beizählen oder fi? der g oßen Klase de Äicht- wähler zurechnen Bri der le/.te.i Reichstagswahl betrug die Zahl der Stimme.!, die aif b.c;c We se im ganzen R ich verl'ren geg mre i sind, nicht weniger als 842 203. Hierbei handelt es sich nur um die Stimmabgabe für solch? Part i:n, die kein Mandat errungen ha Iren; man tonnte auch noch eine beträchtliche Zahl von Stimmen hinzufügen, die für kleine Parteien abgegeben wurden. Die Zahl der zersplitter en Stimmen ist natürlich weit höher als überhaupt in Hessen Stimmen abgegeben wor e.i sind. In Hessen haben bei den letzten Reichstags- wahlen von den Parteien der Völ asch-soziale Block, der Bund der O .ufen, die Deutsche Wirt- fchaftspartei, der Heiftsche Wirtschaftslund und der Häuherbund nicht so viele S.Immen aufgo bracht, dah sie ein Mandat erlangen. Es sind hier rund 40 000 St'mmen verloren gegangen, ihn sich einen Begriff davon zu machm was dos bedeutet, sei daraus birgetoie en, dah diese Za l etwa die Stärke der Dsutschnationalen Volkspa tei in Hessen ausmacht, die es auf rund 33 C00 Stimmen bei den letzten Wahlen gebracht hat. Diese Wahlziffern sollten zu denken ge en; um so mehr, we.rn man berück ichttgt, wer der Leidtragende bei die er Stimmenzeinpli terun^ ist. Es ist einzig das Bürgertum, dem diee betrübliche Erscheinung zum Rachteil auslch ä; t Bei den Parteien ter Linken sind s.lche Vertu e k um zu buchen; hier sind mir die 4033 Stimmen der Unabhängigen Sozialdemokraten als zersplittert zu bezeichnen. Die Lehre, die aus bie'en Vorgängen bei den letzten Reichstagswahlen der Wähler für die kommenden Wahlen zi.hrn sollte, ist höchst ein ah. Wer seine Et mme einer Splitterpartei gi t, kann sich eigentlich die Muhe, zur Wahlurne zu schreiten, sparen, denn seiner Wahlhandlung bleibt, wie die Erfahrung zeigt, der Erfolg versagt. Ein bürgerlicher Wähler soll e be enken, dah er mit seiner Säinnurbg abe für eine Splitterpartei nur — wenn auch inbireft — die Par'e en der Linken stärkt, was g?wih nicht in seiner Absicht liegt. Die Stimmenzersplitterung geht in Hessen vornehmlich v n Wählern aus, die in erster Linie solch? wirtschaftlichen Inkressen tre-folgen, die in hartem Kampfe mit der s.zialisttich.n Denkweise liegen. Heydebrand f. Berlin, 17. Rov. ($11.) Der bekannte ehemalige Führer der Konservativen, Landrat von genwartskünstler, in dieser alten Musik mehr als bloße Anwendung für technisches Können za sehen. Das Thema in n2a Sofia“ erschien immer wieder in neuem Lichte; dir Doppelgriffe hört man nicht oft mit einer solchen inneren Selbstverständlichkeit (und, das sei ganz besonders ver- merft) mit solcher Reinheit. Der energievoll gespannte Einsatz zu Anfang des Präludiums der E»5)ur Partita von Bach lieh so recht di> innere Spannung der Künstlerin, ihr inneres Mit» sch.f e» enonncn; j?dec Teil d ose? Partsta tot rd? zum K.Bmettstückchen h r ausgearbntet Ihre in i- viduelle Gestaltu ngsgade war so überzeug errd, dah die Werke für Violine allein (auch Regers Präludium und Fuge ki-Moll) zum Hoheprntt des Abends wurden. Mozarts Konzert in D-Dur zeigte auch in diesem Rahmen seine Schönhe't, verlor aber dadurch an W .rkung, dah der Klav.erspi lec, He r HanS Altmann, Franksurt a. M. nicht In völligem Kontakt mit bei Geigerin stand, besonders im Vorspiel 5um Andante cantabile; auch zu „La Folio“ von Corelli hätte die Begleitung sich in der Tonstärke noch erbebt ch mäh gen können, aber andererseits mehr auf das imitierende Spiel 'toc Stimmen eingehen müssen. Die vier Stücke t-vn I. Suk, dem Sekundgeiger deS Böhmischen Streichquartetts, gaben der Äünftlerin Gelegenheit, ihr Temperament in vollster Entfaltung zu zeigen. Echte Divllmmrsik; formvollendet bei HehbebvaiÄ>, ist am 15. Rovember in Ktetn- Tschankawe gestorben. Ernst v. Heydebrand unb der Lasa wurde am 30. Februar 1851 zu Gollkowe geboren. Heyde- brano ist als Führer der Deutschkonservativen zunächst im Abgeordnetenhause, später auch im Reichstag einer der einsluhv-stchstrn Parlamentarier Deutschstmds und Preußens Vor dem Krieg: gewesen. Ramenttich feit der Reichsfinanzresorm des Jahres 1909 hatte Heydebrand sich eine Stel- limg im innerpolitijchen Leben Deutschlands errungen, die ihm den Ramän kres „ungekrönten Königs von Preußen“ verschaffte. Die Entschie- denhÄt, mit der er seine konservativen Grundsätze vertrat, seine scharf zugespitzte 'Beredsamkeit, seine grobe Kenntnis unseres parlamentarischen und polttlschen Lebens verschafften ihm bei Freund und Fernd gleich grohe Geltung. Besonders scharf trat er in den letzten Jahren vor dem Krieg gegen die von ihm txrurtdfte auswärtige Pcl tik des Reichskanzlers von Dethmann-Hollweg auf, was auch noch während des Krieges zu heftigen Zusammenstößen zwischen ihm und dem Kanzler führte. Der süddeutsche Senat des Staatsgerichtshoses. München, 17. Rov. (Wolff.) Der „Münchener Zeitung" zufolge hat die Position der bayrischen Regierung in dem Streben auf Erfüllung des Abkommens über die Besetzung des Süddeutschen Senats im Staatsgernchtshof zum Schutze der Republik eine sehr beachlenswerte Stärkung dadurch erfahren, daß sich Württemberg dem bayrnschon Protest gegen die Art der S.ellung von norddeutschen, parteipolitisch ausgewählten Ersatzmännern für behinderte bayrische ordentliche Senatsmttglieder angefchlos- sen hat. Wie das Blatt weiter erfährt, ist dem bayrischen Protest praktisch bereits bei dem gegen* teäriig in Freiburg verhandelten Prozeß insofern Rechinmg getragen worden, als zu ordentlichen Mitgliedern bzw. Stellvertretern auf Vorschlag Bayerns ernannt worden sind: Senatspräside.rt a. D. H 0 ch stetter - Augsburg, Lanig-richts- präsident a D. Lehmerer- Ansbach und auf Vorschlag Württembergs Landgerichtspräsident a. D. Dr d. Korn- Stuttgart. 2lus aller Welt. Lttdo Hartmanns Beisetzung. Wien, 17. Rov. (TB.) Zu einer eindrucksvollen Feier gestaltete sich das Begräbnis des früheren Österreich schen G.esandten in Berlin, Professor Ludo Hartmann. R.ngs um den Doeb- linger Friedhof hatten sich viele Tausend Menschen eingefunden, durch deren Spalier sich der Trauerzug betoogt?, an dein außer den direkten Angchö igen Bundespräsident Hainifch unb der " deutsche Gesandte Pfeiffer Mitglieder der Regierung und aller Parteien sowie viele Freunde Hartmantrs teilnahmen. Der deutsche Gesandte Pfeiffer legte im Auftrag der Reichs regierung, des Auswärtigen Amts und des Reichspräsidenten prachtvolle Kränze an der Bahre nieder und gedachte mit tief empfundenen Worten der Tätigkeit Hartmanns als österreichischer Gesandter in Berlin, indem er das persönliche Vertrauen hervorhvb, das er an allen amtlichen Stellen im Reiche genossen habe. Es sprachen danach noch Bürgermeister Seih für die Sozialdemokratische Partei unb andere Redner, die den lauteren Charakter des Verbliche hervochoben. Dann wurde der Sarg bei Fackel- beleuchtung in die Gruft gesenkt. Der Leiter der Berliner Aremden- poiizei verhaftet. Berlin, 17. Rov. (£11) Der Polizeipräfi den t teilt mit: In der Grpressungssache gegen den in Untersuchungshaft befindlichen Michael Holz mann sind durch die Untersuchung unaufgeklärte Beziehungen des Holzmann zu dem Leiter des Foemdenarnt s, Regierungsrat Barthel, festgestellt worden. Daraufhin ist Regir- rungsvat Datthel unter Einleftung des Disziplinarverfahrens seines Postens sofort enthoben worden. Die Untersuchung ergab weitere Tatsachen, die den dringenden Verdacht einer strafbaren Handlung nach § 332 des Strafgesetzbuches (Deamtenbestechung) begründet erscheinen lassen. Infolgedessen ist Barthel auf Grund eines richte^licheir Haftbefehls vorläufig f e ft g e n o m« men und dem Untersuchungsgefängnis in Moabit zugeführt worden. Große englische Luftfahrpläne. London. 18. Rov. (TUft Die P'änr der englischen Regierarng über der Ausbau fce5 Luft- ver.ehrs innerhalb des Reiches wer et vm der Oeffentlichkeit mit großem Lutereste ver 0 gt Der Sachverständige für Luft rt nach Aegh p ten zu machen. DaS Verwaltungsgebäude der Rombacher Hütte niebergebrannt. Essen. 18. Rov. (TU.) Das Verwaltungsgebäude der Rombacher Hütte (Abtlg. Westfälische Stahlwerke in Weitmar bei Bochum) ist am Sonntagnachmittag vermutlich infolge Kurzschlusses vollkommen niebergebrannt. Dem Feuer sind wertvolle Zeichnungen unb ein grotzer Teil der Akten zum Opfer gefallen. In den Flammen umgelommen. Auf einem Gut im Kreise Glogau sind bret Kinder im Alter vo nl—4 Jahren, die von der Mutter allein gelassen worden waren, eincn 2ner1?nnungsfchre;ben, die er u s v.r» legte, konnten toir scststellen, dah er bisher in all seinen Gastspielorten die volle Zufriedenheit 1x4 Publikums und der Teilnehmer von prirxuen Deoanstaltungen errungen hat. Man darf demnach wohl auch hier auf interefTanle Abende rechnen. (Siehe Anzeige.) ♦ Q DeichSneubauten In Hessen. 3n dem dem Reich-nate jüngft z> g gnn-e .en Entwurf deS HauShaltplaneS für das Rei chS:inanzmnuste- i-tum für das Rechnungsjahr 1925 ist. tote tmr hören, eine R4he von Äte itanfortenrngen vorgesehen. die auch unser Hes e land be üh ten Dorr ach sind tn Aussicht aen unten: Neubau für dc»Z Finanzamt Alaine I. Aeudau für Las Fi aazarni WormS-Stadt. Anbau an das Hcrup zollarniSge- bäude in ® t e h e n und Neubau für das Haapt- zollamt in Worin-. •• Umsatz st euersenkungundPreis- nachlab. WTD meldet; Unter Derückllcht gung der Umfai)fteuer|cirf'ing gnnäh der Zweiten De » ordnung des Reichsvrisid nnei über die wirtschast» lich notroencigeii Ckuc.mll eru g n mm 10. November ist mit Wirkung vorn 1. > anua' 1925 der Satz der oflgenul ten Umsatzsteuer von 2 v. H. auf IV? v. H., der Sah der erhöhten Umsatzsteuer von 15 aus 10 v. H h'rtbge e^t worden. 3n beit Durchfuhrungsbe 'immu-gi trl.'d i i eit* sprechender Weise, wie bei der Ermäst.gung der Umlaysteuer -um 1. Oft.br, ein zivilrecht- l iche r Anspruch auf einen Pre IS noch- lay In Höhe von * ... oder 5 v H für- 2c- stungen aus si lchm 'Berträgm gewährt, die vor dem Grlab der Drc-rdi ung de- Reichspräsibir en abgeschlossen wurden, aber erst nach dem 31. Dezember cruSg führt werden Die Geschäftswelt wird jedoch schon iaht darauf hingewieten, dab dieser Anspruch selbstverständlich nicht für Leistungen au- Dertrige.t cingeräumt werten kann, die zu der Zeil abg schlo'sen wurden, zu der den Derlroglchli.'benden vei der PreiSverei b.i- rung die Lenkung der ©teuevpläne be.annt gewesen sein muh. •• AuS dem Stadt theaterbureau wird un- geschrieben Die Ab >w ernen werden nochmal- da. auf aufmerksam gemacht, dab h utc Dienstag von 3—6 Uh der letzte Termin für die 2Ü>(x>lu g der 2. S ie es QL'orr. e r.e ti 11. AuSgad findet an 4 Schalt.r r in der Dorhaü? deS StadtlhoaterS statt •• Die ersten Wagen der ©traben- bahn in der Richtung zum Dahnhof verkehren mit sofortiger Wirkung früher Näheres in der heutigen Dekanntmcxchung. ~ 2>er fällige jceoarnene-jnai» faser wurde un- gestern mittag vvrgenigt. Er hat sich bei Herrn L Berlin in Drohen- Duseck Standquartier ausgemacht ee Ops erwoche de r deuts chen Wirtschaft. 3m Dezember findet bekanntlich die Opfer wach.' dec Deutschen Nothilse statt, tn der die von der Reichspostverwaltung zugunsten der Deutschen Nothilse he rau-gegebenen Wohlfahrt s- Dri'fmarken tn weitestem Umfange Verwendung finden sollen. Die Spiyenorganffarionen der 3n- dustrie. des Hwidwerts. deS Handel-, der Danken, Versicherung und Landwirtschaft haben nunmehr einen gemeinsamen Aufruf erlassen, in dem die deutsche Wirtschaft aufgesordert wird, die Geschäft-post während der Obferwoche mit den Wohlfahrt-briefmarken au fvankieren Durch den Vertrieb der Wohlfahrtsbriefmarken der Reichspost soll der Wohl ahrtspflege eine neue Hilfsquelle erschlossen werden Die Marken sind bei allen Postanstatten und bei den Organen der Deutschen Nothilfe erhältlich •• Falsche Deich-banknvten über 5 Dillionen Mark. Don den in letzter Zeit au4gcg.'bcnen Reichsbanknoten über 5 Dilltonen Mark mit dem Datum des 15. März 1924. die ihren Schah in einem natürlichen Wasserzeichen — Eichenlaub und Kreuzdorn in ornamentaler Verarbeitung darstellend — und tn den im Papierstoff eingebetteten orangeroten und g-mnen Pflanzenfasern tragen, sind Fälschungen aufgetaucht. die al- solche an dem Fehlen oder der mangelhaften Nachahmung der Echtheit-Merkmale — Dafferz eichen und Pflanzenfasern — unschwer zu erkennen sind Dor Annahme dieser Fälschungen wird gewarnt. ** Heber da- Werd en und Wesen deS deutschen Sozialismus (Was ist MarxiSmuS?) sprach Pros, von Aster geftetn abend in einer sehr stark beuchten öffentlichen Versammlung der Sozialdemokratischen Partei in der Turnhalle am O-wald-garten. Ausgehend von der Zeit der Leibeigenschaft, in der die Macht deS Feudalherrn für die Schwachen eine wirtschaftliche Notwendigkeit war, besprach der Redner eingehend den Gang der ökonomischen Entwicklung, durch den alle Verhältnisse und auch die Menschen von Grund auf umgeformt wurden. ES begann da- Riefenspiri der Ausdeutung der Bodenschätze. 3n demselben Mähe, als diese wirtschaftliche Entwicklung vor sich ging, muhte auch da- politische Gesicht ein anderes werden. Der Staat selbst wurde mehr und mehr industrialisiert. Redner beschäftigte sich bann näher mit den Funktionen der Machtmittel des Staates, wobei er hervorhob, es fei grundfalsch, als die Machtmittel des Staates überhaupt nur die militärischen anzusehen. Die wirtschaftlichen Machtmittel seien viel groher, das habe ja ber Weltkrieg zur Genüge gezeigt, wo wir zwar Sieg auf Siez erfochten, die aber für den Aus gang des Krieges doch nichts bedeuteten. Sehr eingehend wandte sich der Vortragende bann einer Betrachtung der heutigen kapitalistischen Wirtschaftsordnung zu, die er von ber Aktiv- und ber Passivseite her unter Schilderung nyrer verschiedenartigen wriNchottttchen und politischen Aasftoahiungen gründlich beleuchtete. Er kam dabe: fchliehllch zu dem Ergebnis, dah diese Wirttchas^ocdnung. die auf dem Grundsatz der nur kaufmännischen De trieb-form mit dem Zwecke des Profits beruhe, zu ersetzen sei durch eine Dedarsswirischaft, die nicht nach dem kauf- man.schen Prosit strebe sondern bi? Dedürfnisse der vorhandenen Menschen zu befriedigen und danach die Wirtschaft zu regeln habe Sozialismus fei allo ehre Wirtschaftsordnung, die nicht mehr einfach nach dem kaufmännische Prinzip sich selbst überlassen werde, sondern die nur sich selbst lebe. Zur Erreichung dieses Zieles fei vor allem eine Einheitsfront aller gegen Lohn ober Geholt Arbeitenden notwendig, die den Lohnarbeiter, den geistigen Arbeiter, den Angestellten und den Deamten umfassen müsse. Nur auf dem Wege der Demokratie und des Stimmzettel-, wie Lassalle ihn vvrgezeichnet habe, und auf dem von Marr gewiesenen Wege einer interra: analen Verständigung aller- Arbeiter ber Welt erreiche man d. mit Szene aus Schiller- Maria Stuart (Stceit ber Königinnen). —0— Turnen, Sport und Spiel. Wctlsrchten. Am Sonntag fand ein Wettsechten bet 3ungmannen beS 3. DezirkS, S Kreio (Mittelrhein), in der Halle des Turnverein- 1846 Drehen stctt. Es traten 21 Wettsechter -um Kampfe an. Sämilichc Kämpfer verrieten gute Schulung. Die Dorführungm waren sehr interessant. Die zur Endrunde angetretenen 8 besten Kämpfer errangen folgende Siege: 1. Sieger Karl Hahn, T.-D. Dad-Rauhelm. mit 5 Siegen; 2. Sieger Christian Ziegler, T.-V. 184b Diefrm. mit 5 Siegm, 3. Sieger Paul Hoffmann, T.-V. Dad-Rau- heim, mit 4 Siegen: 4. Sieger Daun, T.-V. Wetzlar, mit 4 Siegen: 5. Sieger Walter Hoffmann, T.-V. Dad-Rauheim, mit 3 Siegen; 6. Sieger Otto Gu 1 jahr . M -T.-V. Diesten, mit 3 Sie gen; 7. Sieger Ludwig Henh, T.-V. 1846 Diesten, mit 2 Siegen; 8. Sieger Dangel, T.-V. Wetzlar, mit 2 Siegen. Weiterhin konnten mit Auv-* Zeichnungen bedacht werden: 9 Sieger Karl Kühn, T.-Gemeinde Friedberg, mit 12 Punkten; 10. Sic ger H Gidmann, T.-D. 1846 Diesten, mit 12 Punkten; 11. Sieger Lemke, T.- u. Sp.-V. Marburg, mit 12 Punkten: 12. Sieger H Henning. M.-T -V. Diesten, mit 11 Punkten; 13. Sieger L. Krämer, T.-D. Dutzbach, mit 11 Punkten. Briefkasten der Redaktion. Deutsche nach Südafrika. Auswanderung- luftigen erteilt gern näh'ne Auskunft Herr H MzeWMWi Berk, ab Mittwoch lägt v. 10—5 Uhr. B Bahnhofstrasze 26 (neben Schade & Niillgrabc) H nf71O9 W Zum Totensonntag empfehle in großer Auswahl und jeder Preislage: 90061, Waldkränze, Kreuze, Buketts Rosen, Töpfe usw. in geschmackvoller Ausführung. Eduard Rieger Stunügdrineret Televton 786 'Dloruurncr Ktr. 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Conto er* widerte: Gewift, trenn Sie am Quai d Orsay und Fallier es (der früh-re Präs.d.nt der Republik» im Elys5e getoe en wären wä e der Krieg nicht ausgcbrochcn Pichon sagte darauf: Dutasta, dessen intime Beziehungen zu ©leinei- ceau man kennt, der vor 14 Tagen in Petersburg war, hat das auch Sassonow gesagt. D.escr habe geantwortet: D.elleicht wirllich. 3m weiteren Be-lauf bet Mnte.T2D;mg sag e Pichon: Tie beiden Botschafter, die ihnen folaten, waren sehr gefährlich, besonders P a -- löologue, aber auch Deleasse. Palevlogue Bad - Rauheim, öffentliche WahlkaOips tags- und Landtagswahlen hat Cr wurde von den Demokraten Versammlung, in der der A>g. n n n it n '31 ff W Aus der Provinz. Landkreis Gießen. t. TreiS a. d. L.» 17. Rov. Einen wirklich schönen und lehrreichen Ab nD bereite e ge’te n in Wills Saal einem zahlreichen Zuhörcckoris der Entdecker der in hitziger Gemrrk ng re- legenen Wohnhohlen der GSzeitmenschen. Dr. Richter vom Geologischen Institut der Landes- Universität, durch einen eingehenden, echt Volks- tüml.chen und jedermann verständlicl)c.i Lichtbildervortrag über seine im Laufe dieses Jahres gemachten Ausgrabungen im hiesigen Steinbruch und die sich daraus für die Kenntnis von dem vorge"chichtliä-en Menschen und der gleichzeitigen Tier- und Pstanzen- welt ergebenden w chtigen Fosgerungea — Den Wahlkamps eröffnet? heute die Deutsch- nationale BolkSpartei mit einer Wählerversammlung in Langs ©aal, bei der Schrftsteller Hans Drewes über die bevorstehenden Wahlen sprach. Er forderte alle wahrhaft Teutschgcsinnten zur Ein g eit auf gegen die fremdländischen Einflüsse unD schloß mit ei em begeisterten Bekenntnis zum ne_en Deutschen Reiche. V. Londors, 17. Rov. Am gestrigen Sonntag nachmittag fand dahier die erste Wahlversammlung statt, in welcher Ministerial- direktor 11 r st a d t die Ziele und die Politik der Demokratischen Partei darlegte. In der Diskussion kritisierte ein Anhänger der rechts- stehenden Parteien einige Punkte der Ausführungen des Referenten. Rach einer Erwiderung llrstadts fand die ruhig verlaufene Versammlung ihr Ende. A Reiskirchen, 17. Rov. Ein gut besuchter Konsirmanden-Elternabend fand gestern hier im Fritzclschen Saale statt. In seiner Begrüßungsansprache richtete der Orts- ge.ftliche b.herzigenswe te Worte über .Kon - firmandcnzeitundClternhausandie Erschienenen. Die Äonfirm oben brachten aus- gewählte Gedichte und. un er Lehrer Rauschs Le tung, schöne Dol's- und Heimatlieder zur Dar* b etung Den Mittelpunit dos Abends b ldete ein L.chtbildervortrag .Deutsche Frömmigkeit". in dem 50 der schönsten Bilder Ludwig Richters gezeigt wurden. Ein gnnülliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen beschloß den Abend, der wohl allen, die teilnahmen, wertvolle Eindrücke vermittelt hat. 3 Aus dem nördlichsten Teil des Kreises Gießen. 17. Rov. Der unerwartet früh einsetzende harte Frost hat die Herbst- arbeiten deS Landmannes unliebsamunterbrochen. Die AuSsaat ist teilweise noch nicht beendet. Der Schneckenfraß, der Ich teile Ihnen mit, daß Ihre Gichtofint- Tabletten schon nach zwei Monaten bei mir überraschenden Erfolg erzielt haben. Mit jedem Tag fühle ich mich wohler und kann letzt trotz meiner 65 Jahre große Fußtouren in die Berge machen und auch die schwersten Arbeiten mit Leichtigkeit verrichten. Die Kur setze ich getreulich fort, ich hoffe, den Rheumansmus für Immer los zu fein. Ihnen fagc ich meinen besten Dank iinD empfehle Ihr vorzügliches Präparat in Bekanntenkreisen. Hochachtungsvoll I. B. m A. i y® 3 'H l (I ?= 'S S," 'M ... 3 sfr 'V? Ut für ik Reichs- bereits ei ge etzt. mit einer Wah> Reiber spr»h, eröffnet. Die Srzialdomokriten hacken sich Dr. Dang (Frankfurt a. M.) für eine Ber'ammsung als Redner b stellt, und g'fteri o ei) s oach in der bis zum letzten Plan gefüll en Turnh^l e do: ä !»' 66 , ’M rt(p 5 •n Französische Dokumente zur Kriegsschuldfrage. Aus den Memoiren eines Pariser Diplomaten. — Die Clique der Kriegsschürer. — Iswolskis empfindliche Stelle. Die Pariser Zeitschrift „Europe" gibt die Memoiren des ehemaligen französischen Botschafters in Petersburg, George Louis, der bekanntlich auf Wunsch Iswolskis im Jahre 1913 von seinem Posten in Petersburg entfernt wurde, heraus. Das „Oeuvre" ist in der Lage, einige der Dokumente bereits zu veröffentlichen. Rach dem ersten Dokument halte am 21. Mai 1912 Louis mit dem damaligen Minister des Aeußeren Pichon eine Unterredung. Pichon erklärte Poincars fei sehr geschickt im Parlament, aber anderwärts nicht. Gr könne nicht verhandeln. Er sei zu trocken. Für ihn gebe es nur ein I a o d e r Rein. LouiS sprach alsdann seine Verwunde- rung darüber auS, daft trotz der angeblichen Anerkennung, die Pichon seiner Tätigkeit zolle, er seine Demission verlangt habe. Pichon erwiderte: Die Haltung Iswolskis war so seltsam, daft man hierin die Ausklärung suchen müsse. Louis sagte, man spreche davon, dah T i t - tont (damals italienischer Außenminister. dann Botschafter in Paris) Iswolskiseine Schu l- den bezahlt habe. Das habe ihn daran erinnert dah sein Freund von Sir Edward Grey zu L lernen ee au, als er Ministerpräsident war. sagte: Beunruhigen Sie sich nicht über Iswolski. DaS werden wir schon arrangieren. Man habe damals angenommen, dah man auf Iswolski finanzielleinwirken könne. Das sei im Oktober 1908 gewesen, als ISwolsli nach London gereift sei. Pichon habe Dann hinzugefügt, dah Tittoni durch derartige Mittel Iswolski in Händen habe. DaS zweite Dokument bezieht sich auf eine Unterredung, die LouiS damals mit dem französischen Botschafter in Berlin, Jules Cam- b o n, hatte. Das Dokument trägt das Datum vom 1. Rov. 1914. Eambvn habe g-figt: Kaiser Wilhelm sagte am 1. Januar 1912 (also nach Dem Marokkoabkommen) zu mir: Man macht uns unser Abkommen zum Dorwurf, aber in sechs Monaten wird man uns Denkmäler errichten, dah wir eS abgeschlossen und einen Krieg vermieden haben. „Beach.en Sie," habe Campon hinzugefügt, das Datum vom 1. Januar 1912. Das war das tetztemal, dah der Kaiser mir in vertrauensvollem Ton von der Zukunft gesprochen hat. P o i n - rare war noch nicht Präsident der Republik. 1913 sprach der Kaiser dann anders zu mir. Der Kaiser sagte: „Ich habe alles getan, um zu guten Beziehungen zu gelangen. Aber das ist zu Ende." Das sei daS erstemal gewesen, dah er in diesem Ton mit ihm (Cambon) gesprochen habe. Aber er habe eS nicht nach Paris berichtet. Dann sei eine Warnung gekommen, die 6er belgische König ihm von Potsdam aus habe zukommen lassen. Jules Cambon sagte wörtlich: Poincar 6 ist zum Teil am Kriege schuld. Botschafter LouiS habe hinzugefügt: Jawohl, nicht IswolSki. Cambon fragte hierauf: Konnte Der Krieg verhindert werden? LouiS antwortete: Richt Ende Juli. Aber wir hätten ihn vermieden, wenn 19 12 unsere Regierung i n anderen Händen gelegen hätte, älmzur Präsidentschaft Der Republik zu gelangen, muhte eine Reise nach Petersburg gelingen. Man muhte sich mit Hilfe von Geheimfonds Der Presse bemächtigen. Poincare hat sich zum Instrument Iswolskis gemacht. Dieser, der gemeinsame Sache mit Tittoni machte, hat den tripolitanischen Krieg entfesselt, Damit Den Dalkankrieg und Den jet* -igen Krieg. IuleS Cambon erwiderte: Wir haben uns feit zwei oder Drei Jahren nicht gesehen, aber wir haben Dieselbe Ansicht. Paleologue (französischer Botschafter in St. Petersburg) ist Dünkelhaft, und Kiderlen-Waechter (der Damalige Deutsche Staatssekretär Des Aeuhern) hat eine böse Zunge. Erinnern Sie sich an Die Bemühungen Poincarcs um 1912 herum, eine Konferenz in Paris zusammenzubringen? Das war ein wenig lächerlich. Louis erwiderte: Jawohl, ich erinnere mich noch an das Lächeln Sassonows (russischer Auhenminister). Cambon sagte: Untere Beharrlichkeit veranlasste Kiderlen-Waechter, das Vir Edward Goschen (der englische Botschafter in Berlin), Der es mir toieDer erzählte, zu faßen. Poincare hielt an seinen Urheberrechten fest. Cambon hat Kiderlen-Waechter gefugt: Können Sie sich eine Konferenz Denken, an Der Iswolski, Tittoni und Schoen (Der deutsche Boschifter in Paris) teilnehmen? Kidettcn-W rechter hat nicht viel Aufhebens von seinem CBoegänger Schoen gemacht, aber er erkannte Den intriganten Geist Der ISwolsli unD Tittoni. trieb die Russen zum Kriege. Worauf Louis erwiderte: Das sieht man 'en tourte begeistertes Lob gelpentct Hrrvor rag nde Leistungen von Vorturnern deS Darmstädter Turnvereins von 1 8 4 6 erhielte den le>- Haftesten Beis IL Verschiedene kürze e Ansprachen gaben Der Li Br zum Deutschen D »terlande begeisterten un) begeisternde \ AuSdrmck D e D r- anftoltung war eine Ku rdg dang cchier Baler« landsliebe unD treuer Kameradschist. Sie war auch aus Der UmgcgenD von Schotten zahl vid> besucht und verletzte die TeilneV-.er tm Geste zurück in die Zeitm deutschen Hstd^rtums und rmterländischer Auf pf.rung Si bel bk in Den Alten und Den 5u a n . te Hoffnu ig auf bfee Tag? im reut chen V.t tlinD, als sie Die Gc c r« wart Darzubieten txrmag. X. Rainrod bei Schotten. 17 Rov G ften fand hier Die feieckiche Enthüliuna des Denkmals statt. Da- zu Ehren Dec imWet- (lieg gefallenen Mitbürger errietet worden ist. Es befinDn sich auf den Frie)h f in unm ttelbarer Räch? ter Kirch? an einer S eile, von wo aus man einen schönen Blick in aie Land' schäft genieftt. Es ist ein schlichter, in schönen Linien gehaltener Obelisk mit einem Ei c neu Kreuz aus gefchl ffenem Granit, aaf Dem au'kr Dcntsprüchen Die Qiamen der 32 auS unserem Olt-? Gefallenen eingem?ift-e!t lind, birunter drei Sohne ein und DerMb-n F m lie Morzens f nd cin F?stgotteS)ienst in der Ortsttrche statt R ch- mittags um 1 Uhr bewegte sich Du ch D e St aften ein feierllcher Zug unter Dorantrck: eine Ul s k- kapelle, die Trauermärfch? spielte, nach de n 5 i D- Hof. In längeren 2lnfprachen De He re, Alt- bürgcrmcifter Diehl, Reg c ungSrar Weber vom KreiSamt Schotten, DeS Ort^gei l chen Planer Romer, Dc Eine Gruppe des Kriegervereins prüfe.liierte b?r Den enthüllten Denkmal unD gib eine Ehrersil'? ab, Mädchen legten für jed.n de. G f .lenci euer. Kranz nieder, ferner spendete eine A:z hl van Körper-schaftcn mit kurzen Worten prächtige Kränze. Wirkungsvoll war Di? Fee umrahmt von Dorträgen gef mgl cft-T un) DeN mat ns her Art, Männer-, Frauen , gern schic un) Schülerchöre wechselten ab mit Dirtrager von I i.ng- lingen, Jungfrauen unD Kinde n Die Musil war gestellt von dem Mas kverein Schotten, ron wo auf?er zahlreichen an e en Bes chern auch der Kriegciverein Durch eine strr e vlb rbiurg vertreten war. Dr? gaw-e Trauervrr'a.nmlang fang gemeinschaftlich zwei kirch ich? Li 'er Der Mus foortrag bA Riede ImDi che i Dankg be es beschloft Die würdige, eindrucksvoll? Feier. -r Obcr-Schmitten, 17. Rov. In Der Beschäftigung der Fe i n pa p i er i n d u- ftrie macht sich eine langsame Besserung bemerkbar, die in gröheren Arbeitsperioden unserer Papierfabrik zur Auswirkung tommt. Durch den öfteren Stillstand des Betriebes hat eS ein Teil der Arbeiterschaft vvrgezogen, anderSwo anhaltende Beschäftigung zu suchen. Die so entstandenen Lücken werden durch freiwilltg übernommene Zwölf st undenar beit auS gefüllt. Der Mehrverdienst kommt den so oft beschäftigungslosen Arbeitern gut zu statten. § Ulrichstein, 17. Rov. Die Uftr am Kirchturm, die vor 2 Monaten bei dem Brande zerstört worden war ist wieder instand- gesetzt und schlägt auch wieder. ( Ruppertsburg. 15 Rov, AmIttzten Sonntag feierte unsere evangelische Kirchen- gemeinde thr Erntedankfest Wie al jährlich, so hatten auch diesmal die StonfirmanDe i Den 2ötar mit Blumen und F üchten Der verschiedensten Art Pracht g geschmückt An De K n>ei prangte der aus Achten und Rispen he ge^el te Srrckekranz, der Fest gemeinde Zurufen): ^Vergift daS Danken nicht!" P-faunenchor und Sch (f mb t verschönerten durch ihre Weisen den Gottesdienst. RWegegevGi.ihkil.8!ieMll;!Wiis Sie wissen kein sicheres Wtttel gegen diese Plagegeister, denn alle Einreibungen, Packungen, Bäder, Salben usw. lindern nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sic packen nicht das Hebel ffn der Wurzel. Ich empfehle Ihnen ein wirklich erprobtes Mittel, und Sie sollen es selbst versuchen, oyne haft es Sie etwas kostet: aber ehe ich Ihnen mehr I-s°. lesen Sie den folgenden Brief: Spitzenkandidat der 5\ut cbnatiorralen, Pr feffo: Dr Werner, vor s -iner hirr seh ' zchl-e ch c « tretenen Freunde t und vor Gcg ern, Di? sch auch in giöfterer Zah. ein c unden rotten. Ueb?r politische 03erlammluitgen in Den nächsten zwei Wochen ist noch nicht) bekannt. Dafür wird Die Agitation in Der Woch? vor Der Wchl nochmals erneut cinfeften. Die für Versammln get zur De.« fügung fteftrnDen gröheren Säle sind für Dee letzte Woche schon von Den einzelnen Parteien belegt. — Wenn Die ilnterftal ungen. Die Die Kurverwaltung bietet, mit Beginn Der Winter- fur an Zahl abn hmen, Dann >e en die Vereine mit ihrer Tätig e t ein und fuiei mit zum Teil recht guten Daroi?tun.?en Kurgäste und Einh.i- m.sche zu unterhalten. So (x>t .er Vortrags- u n D Musi kvere in sich zur A Jgrf'e gemalt, in Kammermusik aufführungen. Die Sonntags v ormit tags rach den Go't?S- Dirnsten im .Kurhau e statt i iden. Die Werke un- ferer greftm Tonmeister wie erzu'eben Am vorigen Sonntag und ftsite kamen Sona'en von L. van Beeth v n für Klavier und Di It e Durch Konzrrttn tftcr Otto Drumm und Kape l meist er R o s c n st o ck vom Landest Heater in Darmstaot in künstlerischer Doll n'u?-g zum Dnickrag D. s b?liebt? .Dopvel-Quartett unter ? ei n- g von Lehrer Wilh Hachenberger (D.nheim) erfreute Hute abend in der Tu mH -lle mit einem Liederabend, der das Dollsii d bepn'e & h rvrrhob Der mi'chtr Chor erfl b hnt sich zu einem ..Bad-Rauhcimer Dolks- chor' umgewanielt. Der stch Den Deut chm 2Ir- beiter-Säng?rbund anschliehen wird. Kreis Büdingen. Ridda 17. Rov. Für Den hiesigen De- zirk wurde bei Der Wahl zur Handels- ka m m e r Der Kaufmann Schmoll. R.dda, mit groftcr Stimmenmehrheit gewählt. nd. Ridda, 17. Rov. Während des Krieges muftten von hier zwei Glocken der Stadt- k i r ch e und die Rathausglocke abgeliefert werden. Das Geläute auf Dem Ichwrniterlurm blieb erhalten, weil es unter Denkmalschutz steht. Rachdem vor zwei Jahren wieder für die Kirche neue Glocken beschafft worden waren, konnte heute auch eine neue Rathausglocke aufgehängt werden, die durch die schone Tugend des Ge- Solche Briefe besitze ich Taufende, und nun hören Sie weiter: Gicht und Rheumatismus können nur von innen heraus wirklich kuriert werden, durch Entgiftung des Blutes. Diefes ist verunreinigt durch zurückgebliebene harnsaure Salze, und diese müssen heraus, sonst nützt alles Einreiben und Warmhallen nichts. 9097D Zur Beseitigung der Harnsäure aber dient das Gichtofint. Sie können das glauben oder nicht, aber Sie sollen feinen Pfennig dafür ausgeben, ehe Sie sich überzeugt haben. — Xürsltd) wurden vayrer me Gemeinde- I «rundstücke neu verpachtet. 3n mehreren Fällen war der Pachtpreis außervrdmlllch hoch. 40 Mk. pro Morgen jährlich. Bei der Verpachtung eines der Kirche gehörenden Ackers fiel te s ch der Morgen sogar auf über 70 Mk. Jahres- pacht. — In der abgelaufenen Woche wurde durch die verschiedenen Gesellschaften unsr er Dorsiugend das »Licht angetrunken", d. h. bei Kaffee und Brötchen die Spinn st üben eröffnet. Wollte Gott, es zöge m alle derartigen Gesellschaften wieder der gute Geist der Al en ein, damit diese Art der Geselligkeit un e er Jugend zum Segen gereiche! Dazu mitzuhrlien, ist Hauptaufgabe der Eltern. Der Lumen sie hier ihre Pflicht, gereicht es ihnen später selber zum Verderben. Starkenburg und Rheinhessen. • Darmstadt, 16. Rov. (Eigener Bericht.) Der Hess. Kunst verein veranstaltet im Monat Dezember in der Kunst halle am Rheintor eine Weihnachtsausstellung, die. wie in früheren Jahren, ausschließlich von hessischen Künstlern beschickt werden soll. Hessen-Nassau. # Königsberg (Kr Biedenkopf). 17. Rvv. In der jüngsten Gemeinderats-Sthung wurde die Verpachtung der Gemeindewiesen genehmigt. An Pacht wurde doppelt so viel erzielt als tm Jahre 1912. Der Morgen wurde durchschnittlich mit 48 Mark bezahlt, so daß bie 40 Morgen rund 1900 Mark brachten. Einem Antrag des A Wießner, betr. Anschluß an die Lichtleitung, wurde zugestimmt. Den Zuschlag der Weihnachtsbäume erhielt mit 400 Mark ein Erdaer Händler. Dem Antrag des H. G e r l a ch in Bieber, betr. Bebauung fernes Grundstückes bei Bieber, wurde mchts entgegengestellt, wenn er für Licht- und Wasserleitung selbst Sorge trägt. Weiter wurde eine Kommission von 3 Mann beauftragt, einen mindestens 20 Monate alten Dullen z u kaufen. Der neue Dullenstall soll Anfang nächsten Jahres seinem Zweck übergeben werden. bL Dillenburg, 17. Rod. Die zu Beginn des Jahres unter dem Druck der Acbeitslosig- leit in Angriff genommenen Meliorationen derDiehweiden sollen trotz des bevorstehenden Winters weitergssühri werden. Dem Kreise sind, wie auS zuverlässiger Quelle verlautet, 30 000 Mk. Darlehen übcrwiesen worden, die man zum Ankauf von Dünger verwenden w ll In der Spanne von 10 bis 12 Jahren, in welcher man den größten Teil urbar zu machen hofft, müssen jährlich ca. 250 000 Mk. bereitgestellt werden. Die Gemeinden, die dem Unternehmen seither noch ferne standen, drangen allmähl.ch alle darnach, auch an die Urbarmachung ihrer Weiden heranzugehen. S. Frankfurt a M, 17. Rvv. Der Steuerkon flikt deS Sportvereins „Eintracht" mit der Stadt Frankfurt, der die gesamte deutsche Sportpvssse beschäf.igt hat, ist in Verhandlungen mit dem Magistrat be i ge l e g t wor.en. Der Magistrat hat großes Entgegenl mmtti gezeigt und versprochen, in Zu- funft größere Rück lichten auf die Interessen des Sports zu nehmen. fpd. Frankfurt a. M, 17. Rov. Im Frankfurter Hauptbahnhof find in d.n Monaten April bis Oktober 1924 im ganzen ■1696899 Fahrkarten verkauft und dafür 11 695 474 Mari gelöst worben. Den stärk en Anteil an diesen Ziffern hat der Monat Juli mit 742 620 Karten und 1 857 527 Mark Ein- mrhmen. Im gleichen Zeitraum wurden im Bah i- Äof 145 033 Gepäck st ücke mit zusammen 653 199 Frachteinnohmen b handelt. Die Zahl der Cx - ttreßgüter betrug 223357, die der Hand- Gepäckstücke 437 833, 1 i: Ci mahnen beim ei hier 464 606 b;w. 123 798 Mark. — Di; durch die Pensionierung des Pfarrers Dr. Sch v-arzlose an der evangelischen St. Katharinen- tirche erledigte Pfa^stelle wurde durch die Wahl des Pf.^rrers Lic. Fresenius aus Rass^u a. d. L. neu defekt. Pfarer Lic. Fresenius ist ein g-berener Wiesbadener und war während des Kri g s Ga nisonpfarrer in Mainz, später übernahm er die Pfarrstelle in Äassau a. d. L., wurde hier aber vor einiger Jahren ausg-wisen. — Tie Metallwarenfabrik ..Du lo" Du e rman n I o st & Ev. in Frn. k furt a M -Zau e i erließ w he >d der Preis- a u s s ch r e i b e n°H ochslut gl ich'.lls ei < vielversprechendes Ausschreiben, in dem s.e g grn Einsendung von 1,10 Mk. die UebermiLlung eines erstklassigen Rasierapparates in Ausficht stellte. Es war verständlich, daß zahlreiche Bestellungen eingingen, die aber nicht aus- ge führt wurden. Eine an die Firma ge'andte Postkarte tarn mit dem Vermerk zurück' „Alle Teilhaber gestorben." Tele h „ich' Anrufe tvurden von der Post nicht ausge.üyrt mit dem Bemerken, daß die Runmer gesperrt sei. Daß vor all m sämtliche Inhaber ies Ges Hafts gestorben ssin sollten, war immerhin merkwüriig. Unö ooch stimmt die Sache, wie wir auf ®rtun« digungen an zuständiger Stelle erfah.en. Das Ehepaar Du ermann schied vor einigen Wochen freiwillig durch Gasvergiftung auS dem Leben, und der andere Tei.haber starb gleich-- falls, lieber den kargen Nachlaß der Verstorbenen wurde der Konkurs verhängt. Die zahlreichen Personen, die an dem Pveisalus ch.ei.en sich beteiligten, dürften mr.nmefyr vergeblich auf die Rückerftattung der eingesamdten 1,10 Mark warten. Wirtschaft. Dom landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen in Hessen. Dem Hesiischen Genossenschaftsverband in Darmstadt gehören jetzt 1020 eingetragene Genosfenschafien als Mitglieder an. Davon haben bis jetzt bereits 98 Prozent ihre Geschäftsanteile und Haftsummen auf Goldmail umgejtellt. Durch die Landes- genossenfchaftsbank e. G. m. b. H. zu Darmstadt tonnten der hessischen Landwirtschaft in diesem Jahre rund 14 Millionen Mark auf dem Wege des Kredits zugeführt werden; der Wert der durch die Landwirtschaftliche Zentralgenois.nschaft e. G. m. b. H. vermittel en Beda fsstoffe beziffert sich auf rund 12 Millionen Mark. * Ludwig Krumm A -G., Offenbach (Main). Das 1922 in eine Aktiengesellschaft mit 3 Mill. Mark umgewcnrdelle Unternehmen stelll das seither unveränderte Grundkapital auf 1 200 000 Gm., unter Bildung einer Reserve von 150 000 Gm.» um. * Buderussche Eisenwerke A. -G. zu Wetzlar. In der gestern stattgehabten Auf- sichtSratösihung der Gesrl.schast wurde beschlossen, der auf den 12. Dezember 1924 einzuberufenden außerordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, die Stammaktien von je 1000 Mark auf je 200 Mark für eine Aktie und die Vorzugsaktien auf den eingezahlten Goldmarkbetrag von je 50 Mark für eine Aktie Herabzusehen. Das Aktienkapital beträgt alsdann 26 000 000 Mk. Stammaktien und 300 000 Mk. Vorzugsaktien, zusammen 26 300 000 Ml. Daneben wird eine llmstellungs- reserve von 2 624 000 Mk. errichtet. * Commerz- u. Privat - Dank A. G., Berlin. Der Aussichtsrat des Instituts wird, Blättermeldungen zufrlge, am 2. Dezember die Goldbilanzsihung abhalten. Voraussichtlich wird das Aktienkapital auf 42 Mill. Rm. unter Einstellung einer offenen Reserve von 21 Mill. Gm. festgesetzt. Sebifenmatli Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark auSacbrflcft 6utuoi»atrt8, London. Neu» hort. Japan. Mo de Janeiro für eine (Ehtbtft, Wien und Budapest tot 160000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.» Repart. i. 117. kolk roll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll 20,22 13, .'7 19,-1 12,14 1-8.13 Id, 13 61,94 6,90 2,11 112,22 80,6 66,8b 12,44 6,61 70,32 .4,11 19. M ■2.2, I 9.0? 18,2 62,26 6,'2 2,33 112,78 81,0 87,14 12,50 5,63 Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) Hmrrtfantfdie Note» . « , , , Belgische Noten ........ Täiitichc Noten........ Englische Noten. ....... ftranic|'iff&c Noten ...... boll.indilche Noten...... Stnlienifdie Noten ...... Norwegische Noten...... Deuisch-Qesterr, ä 100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten ....... Spanische Noten....... rschechoUowalische Noten .. Uugarilchc Noten . .. » ’4. Novbr. 17 Nov r. BnnUcöe Notieruni (yrI6 1 '-Brief ?;mtu 0: Jtoii-T 1 1: a 3) '0,13 18^3 voll voll London. . . 19,4 0 19,545 19,11 19,51 COUIDOU Neuyork - . 4,1 i 4,21 4.1) 4,21 voll voll PorlS. . . . 22,19 22.31 *2.15 $2,27 voll'voll 80,74 81,14 80,76 81,1 voll voll Svauirn . . t-v.öl '7,19 <•.,31 C7,79 voll voll Wien in D.» C'eit abgest 5,905 5,935 8,91 6,94 voll, voll Drau . . . . 12,405 12164? 12,49 12, ß U0ll;U0a Budapest. . B,63 8,65 5,64 8,66 DoUlUOll Buen.-Airet 1,57 1,58 1,676 U e voll voll Bull arten S,05 8,67 8,06 8,c8 voil'voU vfuDun . . . 1,613 1,625 1.51 1,62 voll! «oll Wo dk Sau 1.48 1/9 1,48 1/9 uoulüoll Belgrad . . 6,G>5 6,185 e,4,i 6,09 0 voll voll üifTnbon . 1t, 90 17,04 19,25 18,36 voll voll / Banknoten. Ff 17. Novbr. meld I Br,ei Nevark. Frankfurter Abendborse. Frankfurt a. M, 17. Rov. (Tsil.) Die Abendborse eröffnete für Deutschs Kriegsanleihe in beruhigter und etwas erholter Stimmung, doch bald setzten neue Abgaben ein, wodurch der Gewinn wieder verloren ging. KtsiLgsanleihe 805 bis 775. Das Geschäft war für Anleihen minimal. Zur Aotiz Urnen nur 4proz. Preußen 1287, 3proz. Preußische Konsols 1387. Zwangsanleihe ISVt, Ausländische Renten waren vernachlässigt, no- Dom RückrablungSwerL DerNner Börse. ttert wurden ungarische Goldrente mit 9Vd- 2lm Jirdustrieaktienmarkt trat wieder lebhafteres Interesse für Chemiewerte hervor, die erholt waren. Badische Anilin 2O3/g bi^ 20,3, Elberfelder Farben 19Vs bis 19, Th. Goldschmidt I61/2. Höch» fier 185/8, Rütgerwerie 17. Die anderen Märkte neigten zumeist zum Rachgeben bei sehr kleinen llmsähen. Mon'anwerte schwächer. Deutsch-Luxemburg 65, Harpener 89. Mannesmann 44, Mans- felder 3>/s, Phönix 43, Rheinische Braunkohlen 30V4. Auch Kaliwerte büßten im Kurse etwas ein. Westeregeln 16, Elektrowerte waren gehallen. AEG. 8,4, Bergmann 13, Licht und Kraft 7, Mainkraft 8,5. Etwas lebhafter im Verkehr bei wenig veränderten Kursen standen Bankakti n. Adga 1,9, Bayerische Hypotheken- und Wechselbank 2, Kommerzbank 5,3, Darmstädter Bank lOVi, Deutsche Dank IPA, Deutsche Effettenbank 3V4. Diskonto 13V4. Dresdner Dank 7V-, Mitteldeutsche Kreditbank 1,6, Reichsbank 53lA, Rheinische Kreditbank 27/ß. Oesterreichisck>e Danken gleichfalls unverändert. Oesterreichische Kreditaklien 0.375, Wieirer Dankverein 0,272v2. Don Transportwerten notierten Rordd. Lloyd 37/8, Schantungbahn 2Vs. bproz. Lombarden 71/2. 2llte Lombarden 7,6. Sonst kamen noch zur Rotiz: Kleyer 2,05, Dyckerhoff und Widmann 4,3, Dingwerie 3 Vs, Gebr. Jung Hans 10. Dadischer Zucker 2,7, Frankenthal Zucker 3'4, Heilbronn Zucker 23/4, Stuttgart Zucker 33/s- Die Abendborse schloß bet stillem Geschäft für Anleihen in schwankender, für Aktien in behaupteter Haltung. Börsenkurse. (Ohne ^eioatir.) vv Troioneit Prozent Frankfurt 1 M Prrffn G Färsen und Kühe, 4 Fresser, 328 Kälber, 458 Schafe, 2389 Schweine einschl. 70 holl Es wurden bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Rinder: Ochsen: vollfl ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 50 bis 55, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausg mästete 40—48, mäßig gmährte junge und gut genährte ältere 30—38; Ballen: voll^ fleischige amsgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 42—47. vrllsl ischige jüngere 35—40, mäßig genährte junge und gut genäfrr e ältere 30—34; Färsen und Kühe: vollfl. ausgemästele Färsen höchsten Schlachtwertes 47—53, vollfl ischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachttver es bis zu 7 Jahren 40—46, wenig gut entwickelte Färsen 38—42, ältere ausg mäste'e Küche und wenig gut entwickelte jüng-te Kühe 30—33, mäßig gen.ch.te Kühe und Färien 23—30, gering geiäfj te Kühe und Färsen 10—20. Kälber: f.in e Mastk^lb r 70—75. mittlere Mast- und beste Saugkälber 63 bis 69, geringere Mast- und gute Saugkälber 50 bis 60. geringe Saugkälber 40—48. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 32—c6, gern et Masthämmel und Sch -fe 24 —33, mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 15 bis 22. Schweine: vollfleischige von 80 bis 103 Kilo 78—81, unter 80 Kilo 70—77, von 100 bis 120 Kilo 80-83, von 120 bis 150 Kilo 80—83, Fettschweine über 150 Kilo 80—83, unreine Sauen und geschnittene Eber 65—75. QlUrftoerl mf: Am Rinder- und Kleinviechmarkt forgUmer, bei Schweinen reger Handel. In Rindern llederstand. Berliner Produktenbörse. Berkin, 17. Rov. Am Prvduktemnarkt war das Geschäft sehr still. Roggen schwächte sich besonders gegen DörseNschUh noch weiter ab, nachdem sich anfangs auf höhere amerikanische Meldungen eine Heine Erholung gezeigt hatte. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, mark. 209 bis 215, Roggen, märt 205 bis 209, Gerste, märt 220 bis 248, neue 190 bis 200, Hafer, märt 169 biS 196, pomm. 159 bis 168, Raps 400, Leinsaat 420 bis 430; für je 100 Kilo: Weizenmehl 29,50 bis 32, Roggenmehl 29 bis 31,50, Weizenkleie 12,70 bis 13,20, Roggenkleie 12 bis 12,30, Dittoriaerbsen 32 bis 34, kleine Erbjen 21 bis 24, Futtererben 19 bis 20, Peluschken 16 bis 16,50, Ackerbahnen 21,50 bis 22, Wicken 17 bis 18,50, Lupinen, blau 13 bis 14, gelb 15 bis 17, Serradelle, alt 12,50 bis 13, neu 18 bis 19, Rapskuchen 16,30, Leinkuchen 25,50 bis 26 Trocken schnitzel 8,50, Torfmelasse 8, Kar- toflelslocken 18 biS 18^5. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine Fra^kreichreise Kemal Paschas. Konstantinopel, 17. Rvv. (WD. Funk- spmch.) Mustafa Kemal Pascha soll demnächst in einer wichtigen militärischen und ma- rinetechnischen Mission Frankreich besuchen. In seiner Begleitung sollen sich seine Gattin sowie Jsmed Pascha und der französi che Sondervertreter In Angara, General M 0 ugin, befinden. Kemal Pc»;cha wird sich angeblich einige Zeit in Südfrankreich aufhalten. Es sollen ihm zu Ehren große Flotten- und Heeres- Manöver veranstaltet werken Dem inneren WerkrulieSe-^ verpaEm wir unfereFverstohlln emfircheri scSie^ gmm TartsnschschretrpSLe ww in sigerren werkim, herfteiLM/Smn örr Preis osn 54 mrin couy um neben Sen LLrssßsben stir hsekm«tiHen Lbak auch- noch ösnAuftrÄnS einer LtMSvackNng zu bestreiten. Was wir an ^erPaeMng fparen/K>rnmt -em Lvsk unS Vmnir Ssm Raucher jugute^-^». ZIGARETTENFABRIK RPWmrSÄW NE VERBÜRG affß h"car#0m JJjJc 'M ?9 b* 4 kn da UAfl q^0 H °tu ’ Ded'i, «MchÜ Jawn, ^t['| ^.vurdm 23,50 Gerste für !l 1^,50 6ie Weizenmehl W.Joqjn. 5. «nt.i 45 troden n 1 r. w«; attt. *et: O$tir lchtvrnrz 5) "Mete und Mhrle junge Men: Doll- ;•« s-i(Ä- ß-40 mäbiq liiert 33-31, jlteie Süden 1 tl.big- auj- «ei bis jU ickelte Mrsm nd toenig gpit i'Jig gen h . « erähle Nhc e ila'tLIb r 'jugfälber 63 augfä.k-r 53 8. Schafe C6, gern e t N genährte 15 bli 22. bis 103 Kilo 103 bis 123 Kilo 80-83, Ltnrdne Sauen Ln i’-gSimer, bri m ileberflanb. ist. rftemnaift var fchvöch» sich ) toclter ab amerikani'cht gtW hatte. Rüd: DeiM 205 bti 209, 190 bis 20), 159 biS 168, r je 100 Kilo, nmehl 29 bis >, Rvggenll ie HL 34, tkine >is 20, PE 21,50 biS 2? 13 btt 14, »db ) bis 13, neu tinkuchen 2’,50 idaife 8, Ä* L ww rüst s. 6 (®6. W' itoat unö E «ich Sucher- h W° fflougin-nr M sollen iynr n-S"reS- Selfjame Flitterwochen. Hornau rxm Arnold Frederick- 40. Fsrtsetzung lAachdruck txrtoten.) Der ältere Kann nrnylte ine 6 tm. .Seit wann, guter Freund. h »be ich bi« ^ea> bil^u, meine ftam.rabe.i im Sich zu [a ‘en ? Fran.o.- muf) frei ictn oder Gtapl -:on ertxill feinet ftixr ben nicht, da- ist klar. Zuerst mmen wir irg nd- wie feinen Beter benachnch gen, bat) wir unterhandeln wollen ' .Wir müssen zuerst betreff» Franyois Qky tvitzhcit hoben." .Och werde da- bnite nacht herausfinden. Mein Plan ist der: Erst müllen wir das ft nb zu Laviltecs wegbringen. Hier ist es zu unliche.. T- kam» irgend jemonb fy:cernfommen “ .Ts wäre trotz dem schwer, das Versteck zu finden" Ser jung rc Mann grinste. ,SaS ist alles schön und gut, aber der anbr.x Ort ist sicherer, Unb dann tonn L.roillacS F u rach dem Pfand sehen, wenn wir fort 1i ch. Wie schade, dast Franko-« Im lejten Augenblick in die Patsche kam Ich hoffte, den Jungen j'Mjt loS $11 fein“ Str ältere Mann stand auf und ging im Zimmer aus und ab. .Olun ja," sagte er endli h bestimmt. .Wir können eben) gut weggehm. Ich denke wir Wickeln den Jungen in ei:«» Ktl el, tnagen ib 1 in len Wagen hinab, fahren ra ch zu LavilicS hinaus, lassen ihn dort unb foijrcn unverzüglich nach Brüssel. Sen Heft erledigen wir :«!« honi ch. Geben sie Fran«,-oiS frei — ist S der ftm ch- ebenfalls. Wir müssen es St i|>teton in so u iziori» deufger Wei.e degreisl.ch michen. was dem Kind droht, bah er keine Lust bekommt, uns die Pariser Polizei auf den Verb zu HerenI" .Gut Ich will den Knaben hrrauS holen " Er ging rasch zu der F gur hi lüber, Hanple die €eite heraus und sah erbte se nd In die leere Höhlung .Derdammt! Sa3 Kind ist weg!" rief er erregt. P.4-m Augenblick umstellt ist." ,Sarum to (lei wir fort, je eher, be'to bef er. Sckau im Wand'chrank nach! Ist er nicht dort, so suchen wir möglichst rasch über di: Gre z? -ü kommen. Ohne Titoeb- llos hck sie ihr- Feun e benach richt gt. Wir dürfen k.ine Mimte läng r hier bleiben." Er toar sehr aufgeregt, eilte an- Fenster und sah auf di« ruhige Strahe hi.ab. Inzwi chen hatte sich Suranb auf dir jun~e Frau geworfen, iht Hanl-e ergriffen unb he schnell mit einem Stück Seil, das er aus dem Schia.k rih. zu'anrme-ge'unben Sie wehrte sich nicht u »b schrie nicht Deibe- toäre gleich nutzlos g?ux en. Der Knabe ft mb dab i u id betrochtctr te\ Vorgang mi. kindlicher QI du gier. Ser ältere Mann drehe sich vom Fenster weg. sprang zu dem Schrill hin, rih einen langen, gr *uen Kitt«! heraus unb wickelte ihn um das Kind. „Sie kommen mit un-, Madnnoi'elle" sagte er streng. „B.r uchen Sie nicht zu fließen, wenn Ihnen Ihr Leb.m li^b ist." .Ader — was woven torr mit ich? anrangen V" fragte Suranb ungebulbig .Su Jlarr — willst du sie hier Ta'fen dost sie der Poliz .i unser Au-s«h?n be ch eiben kann? Sa- wär. sicher - G i.rngn sein In e.nigen Stunden. Sie»« xrau kommt dahin, i'on wo au.» sie un- nich- schaden kann, bis wir sicher üb.-r der Grenze sind Sa- b.sprcch.m toi. bei Laoilla.s SaS Wichtigste tst, u g-säumt aus bi-'en Hau- zu kommen. Dorwänsl" Gr ging zur Tür. Sa hörte ®nxe t>a- h rannahmde Geräusch eines Kraltwng.-ns. €t: bitte we er einen Hosf^ nungsschimmer Es waren w.hi ch e Freunde, die ihr zu Hilfe eilten. Waren sie cS, so Lunm sie noch gerade recht. Sie betben Männer hörten das Geräusch offenbar auch .Rasch! Ra'ch!' drängte bT äl mb. Sie waren etw.» Stufen über dem unteren Flur. Don da aus könnt.- )i? einen bunf e t Gang erkennen, der zur Rückseite des Hau es führte. Am Ra'tern deS Au os d aufjci hörte sie, dah c8 vor der Türe hielt. Sie hörte eilige Fusstritte auf dem Geh eg, bevor jedoch i>ie Freunde elnbringen könnten, würde ih.« Deute entkommen fein. Ohne Zau ern sprang fi? vorwärts und warf sich mit ihrem ganzen Gewicht auf bei Mann, der vor ihr ging. Surch den plötzlichen Anprall, afs sie fi gle ch- zeitig erdröh.ck« die oorbav Tür VON schwe.en Schlagen. Ser Dlann, der ba5 Kind getragen hatte, stand eben fluchend auf, al5 ihn seit Genoss- erreichte. Gr wandte sich mit um enbem Geh ul gegen Grace unb txr'eite ih ra^ch einen Sch'ag ins Ge icht. Sie batte noch einen toi.Ten S.n. uck von flieh nbrn Männern stacker idem Ke ze ch:, einem frischen Lustzug dann verack alle', was sie umgab, in Dergessenheit AeunzehnteS Kavitel. Tas dramatische ^rcheiaen Aibarb Duoalls in Stapletons Dirlivthek. das int feinrx Otyi• macht endete, nachdem er den Aufe i hl. Sock d s Srraub e.t KinbcS ix-r.xren hat e b achie die ganze ^esell'chasl in Bestürzung. 5.au Stapleton spra g mit einem Schrei auf. ihre überanstrengten Qie.uen widersta den n chi länger der ichrecklichen Spanmi ig. unicr der sie schon so viele Tage littei. Ihr Gatte, der in leinet ängstlichen Frwar* tung am Telephon die 2lnto.'scndei' ile.> Seiet .tv im Haase gänzlich nerg-'ei batte, ri: sofort tab einem Si ner und >-fch' ilym, Fra -^oi- zu lagen, er soll« den Kraftwagen vor die Siir fahren Lefevre, von Bernet gefolgt, sprang ra'ch zo Sutxifl, um ihm zu helfe 1. Srr Präfekt 'üht c. bah, sälls des letzteren Festfteliung ri^tii war. er >iuch den langen Wettlauf um öl. vfbi-- der Auffindung deS g raubt m Kn des g toon en bä te, aber keine Bel rach Ning dieser Art krmttc ihn weniger für des ^tektivs Wohlergehen besorgt fetn lassen oder ihn weniger dankbar stimmen, dah durch besten Bemühungen eidlich das Der* mlhtc Kind entdeckt tvu de Gr hatte gehofft, bah zuletzt Grace den Erfolg erringen würde, aber 'chliehtich nxir daS allcS Nebensache im Vergleich dazu, bah der Erfolg da toar. (Fortsetzung folgt.) ^ßrt^buLterqieici; Teure Zeiten machen erfinderisch.1 Die hohen Bufferpreise brachten die große Erfindung »Rahma burtergleich* i Probieren Sie noch heute die . Maröerine 1^1 -r re 5 jf fr '.7 > r <