rtt.2 4 Erstes Erscheint täglich, außer Soniu und Feiertag». Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat int Bild. Ülonats-Bejuf »preis: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech'Anfchlüsfe: schriftleitunq 112, Der- ag undGeschästsstelle 5t. Anschrift für Drahtnachrichten: SnzeigerSiehe». postschecNor.ro: ^ranlfurt a. HL 11686. Blatt U4- Jahrgang montag, ir. novemver <924 GietzenerAilzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnid imö Derlag: vrühl'sche Unlverfitälr-Vuch- und 5teindruckerei R. Lange in Sieben. Lchristleitung und Seschäftrftelle: Schnlltraße 7. L„ah»e HR ÄlljC-ycH ffir die Tagesnummer vis |um Nachmittag vorher ohne jedeDerdtndlichkeiL Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mra Dreite öril>ch8, auswärts 10 Goldpfennig: für Ne« Klame-Anzcigen v 70ii.m Breite 35 Goldpfennig, Platzvorfchnft 20*, Auf- chlag. - Deranlwortlich ür Politik u. Feuilleton: )r Friedr.Wilh Lange; ür den übrigen Teil: Ernst Vlumfchcin; für den Anzeigenteil: HansBeck, sämtlich in Diesten. Der Kampf um die Reparationsabgabe. Der rätselhafte Brief des Generalagenten. — Gegen die Sonderbesteuerung und wirtschaftlichen Systems der Ootn’ictUTiion unentwegt sesthalte. Er gab aber gleid) zeitig der Hcbetyrugung Ausdruck. baf) eine beut ch .ssisch« 3ufammenaibcit auf allen Wirtschaft-gebreren durchaus möglich fei. Der C&otfdwrter ®arf Q3 r t*d- dorsf-Ranhau sagte in seiner Siwiberang: Der ©cneralaflent für Reparationszahlungen Gilbert hat an den Reichsfinanzminister Dr. Luther ein Schreiben gerichtet, das. so kurz eS ist. doch nicht allein der Tlebertragung in unser geliebbcS Deutsch, sondern darüber hinaus auch noch eincS langen Kornrnent-ars bedarf, wenn man cs verstehen soll. Einstweilen ist wohl nicht zu viel gesagt, wenn man behauptet, dah die Reichs- regierung es noch nicht ganz richtig verstanden hat und sich ehrl che Mühe gibt, das geheimnisvolle D.ld zu enthüllen, das Herr Gilbert vor ihr errichtet hat. Die Geschichte ist an sich ganz etn- fach: Der Sinn des Londoner Abkommens bestand darin, baf} der Abfluß des GeldeS auS Deutschland durch das Trans- ferkomitee kontrolliert werden sollte, um zu verhindern, dah zu viel Devisen aus Deutsch' land abslössen und infolgedessen auf Grund der KriegSenifchöd'gungen eines Tages unsere Währung wieder ins Wanken gerät. Deswegen war bestimmt worben, dah die Gesamtleistung Deutschlands in einem festen Betrag zusammengefaht werden sollte, auS dem dann die Gegner alle ihre Forderungen zu bestreiten hätten. Rach welcher Schlüsselzahl. daS ging uns nichts an, wir hatten nur die Aufgabe eine bestimmte Anzahl von Milliarden auf den Tisch des Hauses zu legen. Weil man sich aber doch sagte, dah der Ad- ertah, dem die deutsche Wirtschaft in den lebten Nähren unterzogen worden ist, zu schwer war, um sofort die Reubildung des Blutes zu ermöglichen, sollte uns eine Atempause bewilligt werden, so dah wir in dem ersten Jahre nur eine Milliarde — davon 300 Millionen auf Grurck» der internationalen Anleihe — zu zahlen hätten, im zweiten Jahr noch nicht _biel mehr. 11 ab zwar waren von uns diese Beträge an das Reparationskomitee und seine Organe abzuführen. _ L Richt lange dauerte es, dah England sich eine Extrawurst briet und d i e 26prozenttge Abgabe auf Grund des Recovery- Aet toteber einführte, und unmittelbar darauf ist Frankreich diesem guten Beispiel g'f'Iqt. 2In amtlichen deutschen Stell-n wurde dama's -war vers cheri, das sei im Grunde ziemlich g eichgi liig, bedeute eigentlich nur eine etwas tomp.izie t? Umrechnung, denn d es: 26 Pro^ würde, von der deutschen Regierung dm deutschen Sxpor'etren vergütet und der de itschea Rrgi-r-mz wie c bei der Begleichung brr Jah.rszahlungen a n - gerechnet Ganz so lagen nun fre lich d e Dinge nicht, es blieb auch zu beYn en d.iß in dieser Sorderabgabe eine Schik.in: lag d c d.n deutschen Erpert mit einer Extrafteuer bc- lasten sollte, die zum minde'ler als mor.ili che Boylott wirren konnte, weil sie nicht nur den deutschen Eiporteur, sanden auch dm ausländischen Importeur deutscher Waren zu c ner deppttten Duchfähr.mg zwing dir z->d in umständl ch war und infolge!):f ::i de, Wettbewerb fr m'cr Industr en erl ichterte Die eige t liche Absicht der Cn-länd:r und nrch ihnen der Franzosen war nat rrl ch. dies: De- sm aas den de -llchen Waren erst einmal in die Hand zu betommen, sich also von dem Transferagenten unabhängig zu machen und es ihm d nn zu überlassen wie ernt dem Re t der deutschen Z rhl ng n fert g w rde i ko.nie Der ganze Stoh richt l sich als) les ab in seinen Wirkrmgcn unmilte b r gegen das Londoner Gutachten de Rewäsnt:ner der ganzen Londoner Systems d rf e i es s ch al o nicht gefallen lassen, dr.h ihn i c Ausbau ihrer Cig.nifation auf diese Weise ? chla^en wurde. Das hat Owen Boung denn auch sehr ra'ch begriffen und als der erste Prowst Deutschlands nach Paris ging hat er gleichzeitig von sich aus sehr scharfe Verwahrung gegm tu Ansichten der s a zö i chen Regi r ng ei gc'e t. Ob der jetzt bekannt gewordene Bi;iet des Generalagenten in de.selben Linie liegt das ist z'nächst noch nicht gena t festz-.stellen Aus ihm ergibt sich nur dah an sich der deutschen Regierung das Recht bestritten wird, s rnerhin die deutschen Exporteure zu entschädigen. dieses Rech' steht dem Generalagenten für Reparationszahlungen ?u der bis auf weitere Ent sch idungen vom Transferkomitee cu- mäch.iat ist. Zahl rngen auf Grund der 26prozen- tigen Abgabe zu leisten. Die ic.itfd): Regierung ist also fetzt ausgeschaltet Oer einzelne E Porteur hat es m i t dem Reparationsagenten zu tun. wodurch seine ta'tische Lage zwllsellvs nicht verbessert wird. Zudem wird auch auZd nlcklich erflärt. dah diese Zahlungen nur bis auf weiteres erfolgen sollen; sie können demnach jeden Tag eingestellt werd.n. a if Grund ei ter doppelten Möglichkeit. Entweder di' fr mden Regierungen verzichten a f diese Sond rsteuer oder die deutschen Exporteure müssen di: Abgab? ausihrereige- nen Tasche zahlen, was so gut tri: die Vernichtung der ganzen deutschen Ausfuhr bedeutet dami: gl ich' ikig aber auch den Londoner Plan illusorisch macht. Wie sich das der Generalagent Vorst llt, darüber schweigt er sich aus. Man erhält aber vielleicht einen Anhaltspunkt, wenn man sich vergegenwärtigt, dah gerade im Augenblick die Handelsvertrags - Verhandlungen Deutschlands mit Frankreich und mit Eng- der deutschen Ausfuhr? land in ein kritisches Stadium getreten sind, weil Deutschland mit allem Rachdruck die Beseitigung der 26proz. Abgab: verlangt. Der Bries des Generalagenten kann eine moralische Unterstützung der französischen Unterhändler bedeuten. Wir wollen das vorläufig noch nicht annehmen, können es auch nicht glauben, denn darüber muh sich bas Transf-r'omi'.ee klar frin. dah eine Vorwegnahme d:s vierten Teiles aller aus dem Ausland? stammenden Devisen gleichzeitig eine Verminderung der ganzen deutschen Kriegsentschädigung um mindestens ein Viertel bebrütet und dah dann nicht daran zu denken ist, die Kriegsenlschädi- gung auch nur annähernd in den Grenzen des Londoner Pakts zu halten, wenn nicht gleichzeitig der eben erst mühsam aufgebauten deutschen Währung der Boden entzogen werden soll. Die Auslegung des Schreibens. Berlin, 15. Rvv. (Wolff) Der General- agent für die Reparativns-ahlang,n. S. Parker Gilbert, hat in der Angel g:nhei her Reparation R^coverh Act an Dr. Luther ein Schreiben gerichtet. Wie wir von unterrichtete: Seile cr- faL en, hat diese: Brief den Zweck, festzustelleu dah der Generalagent für die Reparationszahlungen und das Transferkomitee das alleinige Recht haben, di? Verwendung undAbyebung von Geldern aus der Annnilät nach dem Sachverständigeaplan ?u regdn und zu kontrollieren, und dah dementsprechend Deutschland nicht schlechthin auf dir Annuität nach dem Sachdersländig:npla>? die Beträge kreditiert erhält, welch: in Großbritannien oder Frankreich auf Grund der Reparation Recoderh Act erhoben werden. Die Annuität soll bielmehr nach Ansicht des Generalagenten für die Reparationszahlungen und des Transferkomitees nur mit demjenigen Gesamtbeträge für die Einlösung der Gutscheine bllastet werden, welcher von dem Generalagenten für diesen Zweck zur Setfügung gestellt wird. An dem bisherigen Dersahren der Bezahlung der deutschen Exporteure durch die Friedensvertragsabrechnungsstelle tritt keine Aendemng ein. Die Fliedensvertragsabrechiungsstrlle wird jedoch Zahlungen nur dann vornehmen, toenn und soweit der ©cncraLigent für bi: Reparationszahlungen der Friedensv:rt'a;Labr'chnurgrstelle Mittel zur Verfügung stellt. Das wird bis auf weiteres g:- Eine optimistischere Auslegung erführt der Bries Gilberts in folgender Mriounq der T?le- g:ar( en-ilnicn. Es beißt dort: Wie wir von gut u .llerricht.ter amerikanischer Sie erfahren, le.utet daZ Schreiben b^ Generalagenten, obgleich nominell an den deutschen Reichsfinanzminister gerichtet, nichts anderes als einen Angriff gegen die Methode der englischen und französischen Regierungen. Ter Schritt Gilberts würde auch in hrrvorragen- tei Weise di: deutschen Handcl^vertragsverhand- lungen mit den versch.ebcn n Ländern die jetzt im Gange sind, und die Autorität des Dawes- Planes beeinflussen. Der Brief d^ Generalagenten wird als erster Vorstoß gegen die unrechtmäßige Besteuerung der deutschen Ausfuhr angesehen. Es steht auf"er Zweifel, drh die Maß- nahme Gilberts -ur Beteiligung aller Schwierigkeiten, die der Durchführung des Dawes-Planes entgegen stehen, beitragen wird. Gilderis Brief wäre insofern bedeutungsvoll, als er das alleinige Recht des Reparationsagenten in einer seiner wichtigsten Funktionen bestätigt. Die Erklärung wird als das beste Mittel angesehen. um eine mögliche Krisis abzuwenden. Der D iri Gilberts spricht sch'iehlich England. Frankreich und allen anderen Rationen bi? De echllgung ab. die 26prozentige Ausfuhrabrabe zu erheben und somit die Rechte des GenercttzahlungS- agenten zu kürzen. Dor «'nem Konflikt FrankreichsmitdemGeneral- agenten. Paris, 16. Rov. (TU.) Der Bries des Generalagenten für die Reparationszahlungen, Parker Gilbert, an den Reichsfinanzminister Dr. Luther hat hier beträchtliches Aufsehen erregt und bildet in amtlichen Krisen den Gegenstand lebhafter Auseinandersetzungen. Auf eine Anfrage am Quai d'Orsay wurde dem Vertreter der „Telegravhen-Union" mitgeteilt, tah sich die französische Re^irrung durch die S ellungnahme des R^arQtions.zahlungsagenten nicht beeinflussen lassen wird und es auch a b l e h n e. die Erhebung der 26vrozentigen Ausfuhrabgabe. die systematisch fortgesetzt werden soll, mit dem Abschluß eines deutsch- franchllschen H-andelsvert 3*e3 in De b.ndung zu bringen. Die Mögllchkeit eines Konfliktes -wischen der französischen Regemng und dem T:ansferausschu''se ist damit in unmittelbare Rähe gerückt. 3n einem solchen Falle mü^te das im Daweegu'achten vor-e^hene Schiedsgericht in Tätigkeit treten. Att französischer Seite besteht aber die Ab icht, nut die Entscheidung der ReparationSkommission gelten zu lassen, und unar mit der Bearündung, bah es sich bei bet Recovery Act um eine politische, aus dem Dersailler Dertiag refultiercnbe Mas-nähme handele Englisches Erstaunen. Paris. 16 Rov. (TU.) 3n London hat der 'Brief Gilberts gröhtes Aufsehen erregt. 3.ne ungenannte Persönlichkeit hat der ^Evon ng Rews' erklärt, wenn bi? Melbmg sich bestät gte, sei das ge amte Londoner Ab'ommen bedroht (?). 3n offiziellen englischen Kreisen erlläri man erst einmal eine Bestätigung abwarten zu wollen. Der deutsch-rufsifche Handelsvertrag. Begin« der Moskauer TZcrhandltttrgen. DaS deutsche Volk weist, was Ihm der in Freundschaft freigchaltene Weg nach dem Osten bedeutr' und ist entschlossen, ihn zu betreten, incht a. Bittsteller und nicht als Eindringling, sondern als aufrichtiger F^-eund. um gemeinsam mi* den Völkern der Sowjetunion aufzubauen. waZ durch den Äiieg zerstört wurde. Wenn Rußland Deutschland Hilst und Deutschland Rußland unterstützt, so bereutet das Selbsthilfe Die heute beginnenden Verhandlu7»gen sind eine wich'ize Etappe auf dem Wege, dieses Ziel zu erreichen. Ent- schlossen, unter gegenseitig.r Achtung der berechtigten Interessen des anderen Teiles xu verhandeln, in der klaren Erkenntnis, dost jedes Land das Recht besitzt, sein Wirtschaftssystem nach eigenem Ermessen aufzubauen, gehen wir an die Arbett. Am Feeitag veranstaltrie Tschitscherin zu Ehren der deutschen Delegation ein Abendessen, an dem d e deutsche Bolschaft und die Fiirltirnäre des Kommrss.rriatZ für auS'värtige Angelegci heilen te ln ihmm Di- Ä'nfcien\ mir > voraussichtlich 2 Monate taueni De> tschland wünscht, w c verlautet, vor allen iie ÄlariieUung der Verhältnisse der Sowiet-egie^mg zu der Tätigkeit der brutschen Industriegesellschaften in Transkaukasien worauf es e:ft an dir Fest st Ihm i b?S T rte bei lünft gen Handelsv ri ge? b rintrete i wirb. Moskau, 16. Rov. (Wolsf) Bei der Er- öffnungssitzung der beutsch-ruisischen Hanbelsver- IragSverhandlungen betonte Vollskommiss.ir Krassin, dah die Sowjetregierung an dem Grundsatz des AuhenhanbelsmonopalS als der wesentlichsten Sähe Stüh: des politischen Das Ende der Regie. Mainz 17. Rov. (T 11.) Die cfsj;ieNelieber- gab: de: Rcziebahn an die Deutsche Rerchsbahn- gesellschait erfolgte ordnungSgemäh in der Rächt von Samstag auf Sonntag. Die Bureaus der Reichsbahndirettion Mainz, die wahrend des Regiebetriebes nach D a r m ft a b t verlegt wurden, sind gröhtenteils wieder hier im Eisenbahn-Direktionsgebttide in der Käiserstrahe untergebracht. Der Rest folgt voraussichtlich Ende dieser Woche, sobald di: von der Regie zur Abwicklung der Uebergak e noch belegten Räume frei geworden siad. Der Sih dec Generaldirektion der Regie bleibt zunächst noch in der Oberrealschule, di: weiter beschlagnahmt bleibt 3n den Bureaus wird von den Rc?giebeamten eifrig gepackt Man sieht viele von ihnen mit ihrem Gepäck das Gebäude verlassen Das Strastenbild zwischen Bahnhof und Diiektionsgeb'iude wird von dem Aus-uge der Regie beherrscht. Miliiäclast- wagen schaffen das Rkobiliar und Gepäck zum Bahnhof. Auf dem Bahnhof selbst herrscht Hochbetrieb. Für gestern Warrn fünf Erirazüge vorgesehen, um die Beamten und ihre Familien nach Frankreich zurückzubrkngen. Bereits seit Samötag mittag erfolgte der Verkauf der Fahrkarten bei der Regiebahn nicht mehr gegen Franken, sondern gegen deutsches Geld. Der Fahrplan der Regie bleit vorläufig bestehen. Man toilf bis zum 1. Dezember einen neuen Fahrplan e'?iführen, der den Zustand vor dem Beginn der R-gie wieder Herstellen soll. Das Fahrpersonal :-uf den Zügen ist bereits seit einigen Tagen durchweg deutsch. Auch aus den Reparatur- und Betriebswerlstät en sind die französischen und belgischen Arbeiter vollständig herausgezogen worden. 2100 deutsche Angestellte, die während des pa'siven Widerstandes in den Dienst der Regie getreten waren, gehen auf französisch: Aufforderung hin nach Frankreich, wo sie zum Teil in Fabriken unterg b acht werden. Ein kleiner Teil geht in die Kolonien. lieber den Bestand der Dahnen werden die Untersuchungen der Reichsbahngesellschaft erst weiteres ergeben. Die Reichsbahnaesellschaft hätte verlangt, baß eine Regelung über den Austausch von Bestands- Nachweisen fco-genommen werden sollte. Die Regie hätte eS jedoch abgelehnt, mit den Beamten der beut'di?n Reichsbahn irgendwelche lieber* gabeverhandlungen dorzunehmen, und zwar begründete sie ihre Ablehnung damit, dah sie für Störungen und Beschädigungen im Eisenbahnverkehr nicht verantwor.lich gemacht werden könne, da sie die Eisenbahnen bei Beginn des passiven Widerstandes so übernommen habe, wie sie jetzt seien. An diesem Zeitpunkt seien schon umfangreiche Zerstörungen vorhanden gewesen. Di: größten Zerstörungen habe sie. die Regie, sofort toicber ausgebessert, wie sie zu einer geordneten Durchführung deS Betriebes notwendig gewesen seien. Im übrigen hat die Regie währeno ihrer Herrschaft im Ruhrgebiet an den Dahnen Raubbau getrieben. Anschaffungen, Ausbesserungen und Instandsetzungen wurden von ihr nicht vorgenommen, da sie von vornherein wußte, daß sie eines Tages toerbe sang- unb klanglos abziehen müssen. Die Uebergabe der rheinischen Bahnen. Köln. 17. Rov. ($11) D'e Uebergad: der rheinischen Bahnen hat in der Rächt tom Samstag auf Sonntag statt gefunden. Die deutschen Dörnten haben um 12 Uhr nachs ihren Dienst angetreten. Soweit b sh:r zu übersehen irt ist die liebergab: ohne j:d: Schwierigkei'.en erfolgt. In Aachen desinbet sich die Bahnhofshalle die schon vor der Besetzung reparaturbedürftig war. in sehr schlechtem Zustand. In Bonn war das Rcgiepersonal bereits feit zwei bis drei Wochen allmählich verringert worden, so bah zuletzt nur noch ein Rotbetrieb stattsand. Die Regie gestattete nicht, dah die deutschen Beamten vor 12 Uhr xur Einarbeituna ihren Dienst aufnahmen. Trotzdem wickelte sich der Zugverkehr pünllich ab. Auch in Trier vollzog sich die lieber gäbe reibungslos wenn auch die Schwierigkeiten groß waren, da daS gesamte Scyienennetz des DirektivnSbezirks in den Händ-en der Regie lag. 3m allgemeinen kann gesagt werden, dah der Fahrplan einstwellen nach dem alten aufrecht erhalten bleibt. Sehr störend wird empfunden, daß die Morseapparate zum Teil derschwunden, teilweise demv- liert sind. Di: Regie hat allem Anschein nach den .ekephoni- schm und telegraphischen Zugm''ldedienst nicht ausgeübt. Wahrscheinlich ist darin die Ursache für die nicht unerhebliche Zahl von Unglücks- fällen zu erblicken. Obwohl daS Regiepersonal bereits vollständ g ablransporliert ist, und nur noch einige höher: Beamte zur Ucbergabe hier anwesend sind, geht die Freimachung unb Rückgabe von Wohnungen nur sehr langsam vvnstatten. Die beutfdy? Dehörbe hat an bet Grenze des besetzten Gebiets eine Reihe von alten Lokomotiven unb einen neuen Wagenpark zurückgestellt, bie allmählich in dm D:rk:r ei seine unter Len Steuern, Die der Zinfendienst erford:rt, zusammenbricht. Es kann sich nur darum handeln, t-te Ungerechtigkeiten zu mildern, de sich daraus ergeben, daß oie Mensch m. die Dem Staat in der Zeit Der Rot ihr Leites gegeben haben, am schlechtesten behandelt werden. Die Leistung sfähigkeit muffe rnaßgeentz sein. Kommunale Finanz- und l. Wohnungspolitik. Arrderungcn des Deutschen Städte- tagcs. Dortmund, 17. Rov. (TU.) Dir De're- tmg der Stadt Dorimund von Der fraizösi.chen Besatzung Hot die Verbände des D^rt chea u *D Preußischen Städtetages veranlaßt, am 11 und 15. Rov mber Sstrn. -g. n in Dortmu d abzuhal en In diesen Sitzungen standen die Fi a :y- und Woch ungsfrage im Vordergründe. Zur bevorstehenden Reugestaltung des Reichs- Finanzausgleichs erhob der Den sche Stadt tag nochm ls die gru nDIecenDe Frverung. daß die auf Den Grund Der Se l östvera.nt- toor tu !i g inih n e Selbstverwaltung u - ter allen Umständen ?uh durch d e Wie der - verleihung der Zuschlagshoheit jur Einkommensteuer ihre nctwe -dig ' 5rgi = zung findet, wobei es der ßänDem überlassen sei, für einen weiteren Ausgleich u ter den Gemeinden zu T rg n In der Aus-ahme kommunaler ausländischer Anleihen ist äußerste Z u r ü ck h a l ung der einzelne i 6 a ’e am Platze Der Städtetag stimmt dabei durchaus der Reichsr g u-g und der preußischen Regierung zu, daß Ausandanl?ihrn nur zu produktiven Zwecken zuläisig in > und De De pfän' ung einz I er Si hwheitsvbje e g nzlich ausgeschlvsseir ist. Eine oll -emein? Aufwertung Der städtischen An leihen läßt sih nach der Auffassung des Städtelagrs bei Der gegenwärt'g n La e der öffentlichen Finan, en nicht rechtsert'g n. In der Wohnungsfrage ist die Erreichung Der freien Wirtschaft als Ziel aufzustellen. Indessen kann dieses Ziel nur schrittweise erreicht werden in dem Maße, in dem Angebot und 2lachfrage sich ausgleichen. Einstweilen muß mit Hilfe der Hauszins steuer t« k äf ig' Förderung des Wohnungsneubaue.- -t- strebt wer'en Gegen eie Abicht des preußischen Handelsminiäe iums, auf Um rege t die stä tische Elektrizirä'swirtichafi unter staatlich? Auf i ). zu bringen, wurde schärfstens Stellung geicmmen. PreWscher Landzememdetag. Berlin, 15. Rov. (WTB.) Der int Reichstage zu einer Sitzung zusammengetretene Preußische Landgemeinde c-g hat zur Finanzreform einstimmig eine Entschließung angenommen, in der die Wiederher st ellung der gemeindlichen Finanz- und Steuerhoheit, insbesondere die Rückgabe des Zuschlags- rechtes der Gemeinden zur Einkommen- und Körperschaftssteuer, sowie ein ausreichendes,Zuschlagsrecht zu den Besitzsteuern gefordert wird. Bei der Steuerveranlagung müsse das Mitwirkungsrecht im Sinne der alten Doreinschätzungs- fDntmijftonen sichergestellt werden. Die Verein- fachung Der Landesverwaltung durch Zusammenlegen von Ministerien und die Aufrechterhaltung Der preußischen Regierung als alleiniger Mittelinstanz seien beschleunigt durchzuführen. Der Landgemeindetag wendet sich weiter gegen Die restlose Einführung Der Landbür- germeistereien unD gegen Die allgemeine Auslösung Der Gutsbezirke: er lehnt nachdrücklich Die Bestimmung ab, derzufolge Landräte vom Staatsministerium ernannt werDen können, und bekämpft die Zurücksetzung Der LanDgemeinden unD ihrer Bevölkerung hinter Die StäDten. Die Gemeindewahlen in Anhalt. Dessau, 17. Rov. (211.) Das Ergebnis Der gestrigen anhaltischen Gemeindewahlen gestaltet sich folgendermaßen: In Den Klammern stehen die bei Den LanDtagswahlen erzielten Stimmen). Stadtverordnetenwahlen in Dessau: Soz. 17 540 (18 190), 16 Sitze, Kommunisten 1132 (1398), i SY. Baltische 887 (1174), keinen Sih, Bodenreformer 807 1642), keinen Sch, Demokraten 3848 (3862). 4 Sche, Volksgemeinschaft 16 028 (16 397), 15 Sitze. Stadtverordnetenwahlen in Dernburg. Soz 7322 (6968). Kommunisten 1338 (1620), Demokraten 810 (1108), Völkische 1391 (1593), Hausbesitzer 1260 (0), Volksgemeinschaft 6432 (c507). Stadtvervrdnetenwablen in Cöthen. Soz. 6335 (6191), 13 Sitze, Demokraten 1374 (1363), 3 Sche. Völkische 540 (630), 1 Sch, Volksgemeinschaft 6683 (6255), 13 Sitze. StadtverorDnetenwahlen in Zerbst • J^os. 4330 (5244), 10 Sche, Demokraten 789 (1074), Z Sitze, Kommunisten 185 (420), keinen Sitz, Volksgemeinschaft 4581 (4788), 11 Sitze Aus Dem Ergebnis geht hervor, daß die Wahlbeteilig ingetwasschwächer gewesen ist als bei Den LanDtagswahlen, in erster Linie bei Dem Bürgertum. Eine wesentliche Bersch.ebung bcs Stimmmverhältnisses ist aber ntcht eingetreten. Die SLadtvsrordneLenwahren in Schwerin. Schwerin. 17. Rov. (TU.) Du Dm gestrigen Stadtverordne enwah'en in Schwe in erhielt en dir bürgerltch-wi tfch ^fttlch: Em eilsltste 9739 (11547), Die 9 em Briten 2693 (1-00), Die Sozicl^mrkraten 6658 (6353). die K)mm rntstea 689 (830). die Rationalsozialisten 1398. D e Angestelltenliste 447 und die freren Bürge 141 St mm en. Die bürg l ch-wir!sch ft i I e Er h tts- l.ste erzi:lte damit 23 (28). die Demokraten 6 (4), Die Sozialdemokrat:n 15 (15), die K^mmrnt t n 2 (3), D e Rationalfozialisten 3 unD Die Ange- stelltenlifie 1 Sih. Die Militärkontrolle. Haltlose Verdächtiannaen der „Times" Berlin. 15. Rov. (WTB) Dir V r'Wtung von erfundenm Meldungen über angeb ich £C- Henne Rüstungen in Deuts hl nD. Die in La fe Der GeneralInspektion selige teilt Worten 'ein sollen, ist nunm.hr von de. frmzösi^chei Presse auch auf Die „Lime s" üb rgegriff n Di tzes Blatt veröffentl chte in ien letzten Tagen e.ne Re.be von Artik ln seines Ber ine- Son e - berichterstattrrs, in te. ebenfalls Verstöße ge;en Die Abrüstungsbestimmung n des Vertr ge- von Verfalles sritens Deut chlandZ gemrl e werden Obgle ch ang momm- n werden kann Datz auch ein Dementi Dieser neuen f tzschen Rachri Eie i De s h st e malisch betriebene Hetze niJjt zum St llstand bringen wird, sei g ?genaber den einzelnen frischen Behauptungen Der „Limes" folgendes festgestellt: 1. In Dresden wurden Mite gro en Waffen- oder Munitionsfundr gemacht. Fest- geftcLt wurden t itsächlich n ir 20 völlig u n - brauchbare A rmeesättel, 10 verrostete Karabiner und 15 Maschinen- gewehrläufe. 2. Bei Krupp wurde H e Fabrikation von Gew'hrläufen festgestellt. Die Veh-auptung, l<$ ) gerade bei Krupp unter Den Augen Der BesahungsbehörDen 20000 Gewehrläufe h imlich hergcht-lllt werden könnten, richiet sich selbst. 3. Die zug^lassene und von Den Kontroll- offixieren m:hrsach be i htig e Festungsar- t i 11 e r i e in Königsberg steht nach wie vor unb'w'g'ich auf b tonierten Be bargen. 4 Tie Kontrclllvmnri!ion überzeugte sich in Den letzten Monaten durch annähernd 600 Besuche davon, daß sich in den Kammern Der Reichswehr auh nicht ein S ück Ausrüstung mehr befind t. als durch Den Vertrag von Versailles genehnigt ist. 5. Es giut in Deutschland kein Institut, Das sich mit der Herstellung von Kampfgasen bedjäfiigt. Das Kaiser-Willelm-Instiiut in Berlin und Das ihm am geschlossene Institut für physttali che Chemie uno Elekirochemie beschäftigen sich lediglich mit Humanitären und wissenschaftlichen Forschungen. Die im Kr ege für die Herstellung von Kampfgasen er ichteten 2ln- lagen sind zerstört. Diese Tatsache ist der Kontrollkommission, unter deren ständiger Kontrolle diese bei en Cmftilu'.e stehen, sehr gut b - kannt. Schließlich sei noch festgestellt, daß auch Die vom Berichterftai'er Der „Lines", ebenso wie von dem Teestcht.wstattew deS „Manche'er Guardian" aufgestellten Behauptungen über Differenzen zwstch n dem Auswärtigen Amt und Dem Reichswehrminister jeder GrunDlage entbehren. Nicht zugeiassene hessische Beamte. DarmstaDt, 17. Rov. (Priv.-Tel.) Wie wir hören, sind folgende Ausgewiesene bis jetzt in ihr alte# Amt durch den Ob.rdeiegie ten noch nicht zugelassen worden: 1. Präsident des Hess. Larrdtnges, Bürgermeister Adelung- Mamz, 2. Bürgermeister Reff- Bingen 3. Polizeioberinspektor Ahl- Worms, 4. Schulrat Bach-Mainz, 5. Studienrat Dr. Schorn- Mainz, 6 ßebrer Carra - Mainz. Personalwechse! im besetzten Gebiet. Pa ris, 16. Rov. (LZ.) Die Generale De Metz und Denvignes, die in Speyer und Mainz Das Oberkommando ausüben, werden durch zwei Beamte Der Rhein lan tz- ko m m i s s i o n erseht wortzon. He r De Metz steht von den Separatistenausständen in Der Pfalz her noch in übelster Erinnerung. Die Sicherheit Belgiens. London. 15. Rov. (TU.) Die Kammerreden des Außenministers HhmanS und des früheren Ministers Jasper über Die Sicherheit Belgiens haben in Der englischen Presse lebvafteä Interesse erregt. ..Daily Telegraph" schreibt, es wäre kein Geheimnis, daß Die meisten belgischen Staatsmänner für Die belgische Sicherheit viel lieber eine Verständigung mit England sehen würden als das im Genfer Prvttkoll niedergclegte Uebereinkornmen, das von Der belgischen Regierung nur unter dem Druck Der Alliierten angenommen worden ist. In maßgebenden englischen Kreisen scheine man jedoch eine gewisse Zurückhaltung zu bewahren. Aus Den Erklärungen eines englischen Regierungsvertreters gehe aber hervor, daß England einen provozierenden Einfall in belgisches Gebiet niemals gestatten würde Da Der in Cannes abgeschlossene englisch-belgische Vertrag nur eine Wiederholung des belgischen älnverlehlichkeits-Vertrages des früheren Reutralitätsvertrages sei, wäre ein G a- r a n tie a b k o m m en mit England unD Frankreich für Belgien natürlich wertvoll, weil es Den Deutschen einen Durchmarsch Durch belgisches Gebiet wie im Jahre 1914 unmöglich mache. Aus aller Welt. Für Crhaltnnq der Friedrichshafener ZLuftschiffßalle. Berlin, 15. Rov. (WTB.) Der Aeroklub Spaniens richtlste an Die Federation Aeronautique 3ntcrnationale, Der auch Deutschland bs zum W ItTreg' angehörte, zu Hänaen des 2fei-ofL:.b3 von A gent n en folgendes T legr mm: Der Aer EL 6 vpn Spanien bittet Die Federation dringend, bet Den alliierten Regierungen öor ft eilig zu werden, daß die Lufrschiffhrl e in Friedrichshafen im Interesse Dr Weltluftfahrt nicht zerstört werde.'De: Aer^kl b von Spanen ist überzeugt, daß die Halle in F ieXichsha'ea ein Element ersten Ranges für Den Fortschritt Der Weltluftsahrt DarftzIIt und b ttet Die F deration Aeronaatique Internatto- nale, bei Den alliierten Regierunge r feinen Wunsch, daß diese Halle nicht zerstört werde, zu unterstützen. Die Tanfe des Z. R. III. Reuyork, 16. Rov. (Kabeldienst der Tele- graphen-älnion.) Die erste P :obesahrt des Z. R. III ist wegen des schlechten Wetters auf Mittwoch verschoben worden. Ende der Woche wird dann wahrscheinlich Die Fahrt nach Washington erfolgen, wo unter Teilnahme des Präsidenten Coolitzge und Der Regierung die Taufe des Z. R. III fiattfinDet Frau CooliDge wird bei dem Taufakt eine weiße Taube als Zeichen Des Friedens aufsteigen lassen. Französische Luftfahrpläne. Paris, 16. Rov. (WTB) Rach Dem „Journal Des Debats" ist ein Projekt cmsgea"b:i° tet tooiten, das eine Luftpvstv:rb ndung zwischen Frankreich und Südamerika sowie von Paris über Toulouse S pan ien , Marokko und die afrikanische Küste bis Dakar, weiter über Ratal nach R i o de Janeiro und Buenos Aires voisteht. Der Plan unD Das Kapital feien französischen Ursprungs, Die Ingenieure und Die Flugzeugführer Franzosen. Alle Vorstudien seien beendet und Der BeistanD Spaniens unD Der verschiedenen Staaten von Südamerika sei sichergestellt. Internationale Grundstücksschwindler. Die Berliner Kriminalpolizei ist einer internationalen Bande von Grundstücksschwindlern auf Die Spur gekommen. A u f Grund gefälschter Vollmachten verkauften sie Ausländern gehörige Berliner Grundstücke und erbeuteten so große Summen. Ein gewisser Prüfer, der bei Den Geschäften als Vermittler auftrat, ist bereits in Haft genommen worden. Auch soll eine ganze Reihe Berliner Grundstücksmakler bei Den verschiedenen Geschäften beteiligt fein. Ein Berliner Raubmörder verhaftet. Der Kriminalpolizei ist es gelungen, den Raubmörder Leest, der vor mehreren Wochen Den Kriegs in validen Briefmarken- händler Hamburger in Der Elsässer Straße ermordet unD beraubt hatte, zu verhaften. Leest trug sich gerade mit Dem Plan eines neuen Kapitalverbrechens. Aus Stabt und Land. Gießen, Den 17. Rovennber 1924. A«f Schienen. Ich fuhr neulich im V-Zug Durch Die neblige Landschaft. Ein kleiner Ou^.ge, der mit feiner Mutter mir gegenüber saß, sagte: „Mutti, es ist Doch gut, daß der Zug auf Schienen gcht. sonst toürDe er sich bei Dem Rebel verlausen." Ich sage: „Herrgott, es ist doch gut, daß auch so viele Menschen auf Schienen laufen, sonst wüßten sie oftmals üb.rhaupt nicht w)hin. Ich vielleicht auch nicht, und Die Mutti des Kleinen auch nicht — ach., wer alles nichtI" Aber weil wir Die Schienen nicht sehen, glauben wir nicht daran, und halten uns für „freie“ Menschen. S^gar der ausgepich'ests Bu- reaufrat, Dem es doch allgemach selbst auffallen müßte, daß er jeden Tag den elben Wet macht, jeden Tag als erste feierliche Handlung im Bureau Lineal, Fetzerhllter, Gummi, Tintenstift aus dem Pult nimmt, es ordnet, genau ausrichtet, sich dann überzeugt, daß der Sch ü sel zum Rach- bariXTum noch vorhanden ist und dann zur Arbeit kommt, wie er eben alles so „gewohnt“ ist. Irgend jemand hat sein Gleis nun einmal in Die er Weise gelegt, und er ist darauf eingrfah.en, bei gutem Wetter und bei Regen, im Sommer unD im Winter, nie würde er sich verlaufen. Wir alle haben unsere Schienen. Die Frauen brauchen Da Den Männern nichts vorzuwerfen unD Die Männer Den Frauen erst recht nichts Ist nicht alles Darauf „eingespielt", Daß es möglichst glatt, reibungslos unD schnell von- statten geht! UnD wenn man es einmal an De rs machen würde, so käme man eben aus Der „Reihe" (lies: aus Dem „Gleise"). Es bleibt auch einer Frau, Die Den ganzen Morgen angestrengt im Haushalt beschäftigt ist, gar nichts weiter übrig, als ganz mechanisch vorzugehen, wenn sie nicht einS mit Dem andern vergessen will. Und tragisch nimmt Diese Schienen auch schließlich kein Mensch. Hat man eben wenig Abwechslung, so ist man auch mit wenig zusrieDen. Es muß auch bescheidene Menschen geben, und Die find in ihrer Art Die glücklichsten. Wie eng ist Doch der Lebenskreis der Meisten, und wie behaglich leben sie trotzdem I Sie wissen zwar, Daß viele andere sich im Sturm heftigen Ehrgeizes verzehren, oder von einer Tat zur andern schreiten. Aber das stört sie nicht. Sie sind Kleinbahnen, die mit Den D-Zügen zwar auf derselben! Tafel stehen, aber sonst wenig oder gar nichts mit ihnen zu tun haben. Und es ist für alle ein Glück, daß es in De» Menschheit neben Den O-Zügen auch Kleinbahne» gibt! in. Gießener Wochenmarktpreise am 15. Rovernber (Händlerpreife). Es kostete auf Dem heutigen Wochenmarkt das PfunD: Butter 210—220. Matte 40, Käse 75. Wirs.ng 5—8, Weißkraut 5, Rotkraut 7—10, gelbe Rüben 8—10, rote Rüben 8, Spinat 30, Unter- Kohlrabi 5 Grünkohl 15, Rosenkohl 60, Feldsalat 50, Zwiebeln 12—15, Meerrettich 25—30, Schwarzwurzeln 40, Kartoffeln 5, Aepsel 15—20, Birnen 12, Honig 40, junge Hahnen 100, Suppenhühner 100, Gänse 100-110, Russe 60; Das Stück: Eier 18, Blumenkohl 30—150, End Wien 10—20, Ober-Kohlrabi 5, Lauch 5—15, Sellerie 10—30. BornoLizen. — Lageskalender für Montag. Raturhelver^in: 3 Uhr ö.fmllicher Vortrag über „Arterienverkalkung" im Saalbau üauer. Reustadt. — Sc^ aldemvkratische Partei: 8.15 Turnhalle öffeit.iche Versammlung. — Lich-spillhaus Tahnhvllt'aße und Astoria-Lchtspiell: ..Auf gc- fährl:chen Spuren". — Deutsche Demokratische Partei: Mittwoch öffentliche Wahlverfaanrnlung (siehe Anzeige.) — Deutschnationale Dvltspartei: Donnerstag öffentliche Wählerverfammlung (s. Anzeige). Wettervoraussage. Wenig Aend.rung Der herr che dei Witterung. ♦ *** DerK reiLausschuh G ießen über D ie Besoldung der Gemeintzebea inten. Das Kreisamt Gi ßen hatte mit Wirkung vorn 1. Dezember 1923 die Erhöhung Der De- schäftigungs.auer für die Dürgerme.ster und Ge- meinderechner für notwendg erachet und Den Gemeinden entsprechende Vor ch äge gemacht. Einige Cem ind.-vertre ungen Da.ten die Vorschläge des Kreisamts nicht angenommen. Da die von den Grm indevertre.u geil befchlolscne Beschäftigungsdauer und Die sich hieraus errechnenden Verg tzurgen bzw. Be ol u gen nicht im richtigen Verhältnis zu den zu stelle den A isor- Derungen standen, mußte gemäß Art. 81 Pos. 5 b;w. Art. 138 Pos. 2 über die Meinungsde schiede Helten im Verwal ungsstveüversaihven ent chie- den werden. Der Kreisausschuß Hai in fei; er Si.u-g vom 7. Rov 1924 entschieden, daß die vcm Kl::isamt vcrg chlager.e De chäs igun s auer arg mtzs.-n und die sich hieraus b.oechnenDrn Vergütungen zu g währen seien. Da auch über dir Gewäh u. g ces Foaujenzufch'ags Meinu^ gZ- verch e)er häten zwischen Dem Kre.samt u d einzelnen Gemeinii ev nttve u gen bestanden, mußt« auch h'erüber im D.rwaltu gsstreitveifahren en< schieden wrtzen. Der Krei-rausschuß ha: eib sprechend Dem Vorgehen der Rei Hs- und de; Landesregierung e.finnt, daß Der Frauenzuschlag als Bestandteil der Besoldung anzrsehen und im Verhältnis M Der festgesetzten Beschäftigungs Dauer zu gewähren sei. ** Die Vorhut des Winters in Gestalt von Frost, gefrorenen Pfützen unD weihen Dächern macht sich feit gestern kräftig bemerkbar. Gestern wurden in Gießen 5 Grad, heute früh 3 Grad Kälte vom Thermometer angezeigt, kein Wunder, daß Da viele Leute die schöne warme Stube besonders schätzten und, wenn sie schon hinaus mußten, eilenden Schrittes Die Straßen passierten. In München ist übrigens gestern bereits der erste Schnee gefallen. ** Sperrung der Bahnhofstraße. Das Polizeiamt teilt uns mit: Wegen Vornahme von Hauscmschlußarbeiten durch daS Stadtbau- amt hat das Polizeiamt die Sperrung Der Bahnhofstraße zwischen Liebigstraße und Bahnhof vom 17. Rovernber ab bis auf weiteres ungeordnet. ** Die Literarische Gesellschaft in Gießen ruft im Anzeigenteil unseres heuM tigen Blattes nochmals zum Abonnement auf Die von yjr angefünDigten Dichterabende auf. indem sie zugleich Den 20. Rovernber als letzten Termin zur Anmeldung erklärt. „Leider ist, — so schreibt man uns — „Die bisherige Beteiligung so schwach gewesen, daß das Zustande- fommen Der ganzen Abonnements und Damit Die Durchführung Der geplanten Veranstaltungen ernstlich in Frage gestellt erscheint. Sollte auch Diese AuftorDerung ohne Erfolg bleiben, so wird sich Der Vorstand Der Gesellschaft genötigt sehen, Den bisherigen Mitgliedern die Auflösung Der Gesellschaft vvrzuschlagen. Es wäre allerdings beschämend für eine Stadt wie Gießen, Die zugleich Universitätsstadt ist, wenn sich für eine lebendige Fühlungnahme mit der Dichtung Der Gegenwart so wenig Interesse zeigen würde. Daß Veranstaltungen eingestellt werden müßten. Die in viel kleineren Städten als Gießen möglich sind. Das Publikum wird bis zum nächsten Soimerdtag Darüber zu entscheiden haben, ob es Die Fortdauer von Veranstaltungen wünscht, in Denen ihm bereits so manches Eigenartige, Schöm- und Bedeutsame geboten worden ist. Abonne mentserklärungerr sind zu richten an das Deutsch Seminar, Ludwigstrahe 19. ** Einen denkwü rDigen Vortrags abend boten der Marineverein Gießen und die hieftge Ortsgruppe des Deutschen Seevereins am Freitag einer außerordentlich starken Zuhörerschaft in Der Reuen Aula der Universität. Kap tänleutncmt Mumm in vortreff icher We se Seeschlacht am Skagerrak. Als Einleitung des Vortragsabends, dem eine Heine Hauskapelle nach einem schneiDigen Marsch das Flaggenlied vorausschickte, wurden zwei kleine Filme (Die bekannte „Linien taufe" am Aequator und ,,Marine- leben auf See") gezeigt, Die viel Interessantes boten. Hierauf kam Der Skagerrak-Film, Den Kapitänleutnant Mumm i nvoickresflicher Weise erläuterte. An Hand zahlreicher TrickbilDer zeigte er den Aufmarsch der beiden Flotten und Die in Dem großen Kampfverlauf eingetretene Marsch und Gruppierungsänderungen eine Anzahl Augenblicksb'.lder von unseren Schiffen boten fesselnde Einzelheiten von Der Betätigung des präch tigen Kampfgeistes unfrrer blauen Jungens. Dic instrullivm Bilder und Die klaren Erläuterungen des Vortragenden gestatteten Dem Zuhörer, De ein* Seinen Abschnitte Dieses gewaltigen Ringens un ferer ruhmreichen alten Qllnrine gegen eine sehr starke feindliche Uebeplegenheit im Geiste voll und gans mitzuerleben und sich so ein festes Urteil zu bilden über die außerordentliche Gröhe Der Skagerrak-Waffentat, Die mit dem Deutschen Siege ihren ArrSllang fand. Den, Vortragenden I^bah. drrlelL ?in bei l'"*C . m. eise ü|e). ?• .W Z5, 6tiuf ien io~2o ne «kg ^•ontdn "NlLg über d ? ^urn- 4-lbuttous '' „Nfl? c^Ut;- S (liefe 2im iipartei. öintfung (< i Weain^ ehenüber tbebtom. wt HJ.tfuni U der ■&. Iter und ®t< ei und den ge gemch, 5i dir Dor- m’-n. Du d r hlo'sM Dr- ^ruS errrch. S^n mch: tot r den Also» H. 81 M 5 mngSve schie- ^en ent ch'.e. •* in letcr «n, dah die igun i auer b-ve-lienk-n 1 «ich über QReinurjJ* ml u b ei> ben, tnutyi t\\^hren eni ttf) ba: eil- Hs» und dr! iruueMschlu^ sehen und br Wtiflung» ters in Tc- r und weihen iftig bewerb Grad, heu', er ongey^t, e die schone inb, Venn sie tles die Stnr rigens gestern hosstrahe len (Bomabmc öS Stahlbau- mg der 2ahn-- Dahnhvs vom rs angevrdnel ellschastin unsereZ fc* lonnemcnl au' erabendc auf. bet als l^ten Leider ist. ' berifleWh’ das Zustande.' tg unb dam" Veranstaltungen nt*™» S,Ä SÄ *5^ a haben- ° yen wünM " .&M* S'S» M äfey § jßarii*; sferfi Erzeig" 'cickbltoe o in sten und^^. reien/ ^bi ÄS > St* b^Lutf^ für ter» etrifrrudeboTTc ®rtcbrrt8, zu Dan sich der Abend für viele Besucher g cf faltete, mit herzl-chE und wohlverdientem Beifall ge- txxxrt. Der gemeinsame Gesang des Deutschland- leedes schlob den tresslichen Abend. •• Der Verein für Luftfahrt hielt am DynnerStagalx rd Im groben Höriaal des Phyfi- lalifchen Instituts eine Mitgliederversammlung ob An Stalle deS verhinderten 1. Vorsthenden, Eehcimrat König, leitete der 2. Vor inende die Dersammlung. Vach einem Rückblick aaf den gut verlaufenen $üigtag wi^ er auf die Rotwendig- fett hin, in dem wichtigen Derkeorspunkte Dieben einen kauernden Flugplatz zu scha bt, und zeiatr, dab diese Desttebungen schon sehr alt sind. Schon tm Jahre 1913 sanden diesbezügliche Derternd- (imgen statt, die leider durch den Kriegsausbruch beendet wurden. 1919 wurde erneut verhandelt. Auch diesmal kam eS zu keinem Ergebnis, hauptsächlich durch die hindernden Bestimmungen deS Versailler Vertrags Die zur Zeit schwebenden Verhandlungen führen hoffentlich zu einem Erfolg. Um das Interesse der (Siebener Bevölkerung an Der Luftfahrt zu heben, will der Verein im Laufe des Minters eine Reihe von Lichtbildervorträgen halten lassen, in denen hervorragende Vertreter der Luftfahrt sprechen werden. 3m Anschlub an Die geschäftlichen MiUellungen hielt Dr. Müller einen beifällig aufgenommenen Lichtbildervortrag über: »Fünf Jahre Rhönsogelslug". Er führte etwa aus: Ein geschichtlicher Rückblick führt uns zu Otto Lilienthal zurück, der in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in über 2000 Flügen seine Theorie der Flugmaschine in die Praxis umsehte. lieber der Entwicklung des Motorflugwesens geriet dann das Prvb'em deS motorlosen Flugs voll g in Vergessenheit, b'.S unsere jung-n 5Leger nach dem K.ne e unter dem Druck: d s Fr edenSvertr"ges sich der Lösung dieser wichtigen Frage wi de. zuwmdlm Die Rhön mit ihren b eit ansteigenden Hängen wurde bereis vor d m K iege von Darmstädter Gymnasiasten auSgekunkschast t Sie ist für Segel- Mge wie g schassen 3n der kurzen Zeit von 1920 E>i8 1922 wurden dort ganz unerwartete Erfolge erzielt. De beiden 1-he.i Wettbewerbe hielten nicht völlig duS. waS mm sich auf Gr.nd Ler so überraschenden Erg bn sse von 1922 von »ihnen versprach n h tle. lind d ch ist das Ergebnis dieser i ins Zahee überaus grob.. W r beherrschen den motorlosen F.ug tm auf "t inenden Luftstrom, den sog. statischen Segel lug. Zur Lösung des dynamischen Segetfluges, d:r sich die Gcschwindigk.itsschwank .nge i deZ Wrn- deS zunuhe machen maste, wird es jedoch noch vieler aufopferungsvolle Arbeit be ü~ten Glücklicherweise Huben wir unter unserem F ie ernach- wuchs viele, die unter Einsetzung selbst ihres Leben- diesem Ziel« nachstreben Sie so gen der Mahnung, die mit erhubrnea Lettern auf der schlichten Metalltafel des al en deuischen toten Fl egern g.-widmeten F.iegerdenkm llS am West- Hange der Wasserkuppe ang bracht ist: Wir toten Flieger — blieben S.eger durch un- allein. Doll, flieg wieder! Unb du wirst Sieger durch dich allein! 23ertretertag des Verbandes ehem. 116er. Die §ctbfl-‘2krtne‘ert>cr/ammtung tei Verbände- ehemaliger 116er fand in Darmstadt im Bürgerchof statt. Vom Verein ehem. 116er und feiner Kriegsformationen hatten Vertreter ent'andt: Darmstadt, Offenbach, Frankfurt a. M., Marburg, Bad-Rauhcim. Butzbach, (Sieben, Reserve der Lanöwchrvcrcinigungen, sowie der Verein der Offiz, des ehem. Inf.-Rgts. K. W und der Verein der Offiz, des Ref.-Inf.- Regts. 116. Ein Begrübungsabend vereinigte schon am Abend vorher die eingetrofsenen Abordnungen mit den Vertretern der anderen hessischen Regiments-Vereine und der Vaterländischen Verbände. Der 1. Vorsitzende des 116er-Dereins Darmstadt Dr. S i l b e r b a ch beg-übte tic Gäste oui terS herzlichste und wieS darauf hin, wie wir alle zu- sammenstehen mübten zum Besten des schwer bedrängten Vaterlandes. 3n seiner Erwiderung dankte der 1. Vorsitzende deS 116er-VerbandeS, Major a D Cinbenau, dem Deren Darmstadt für feine treue Arbeit als 116er, die für jeden ein Vorbild fei. Er wies besonders darauf hin, dast auch wir keinen Krieg wollten und ihn alS ctwas schreckliches verdammten, trotzdem aber mübten wir doch stets an die Worte denken: „Si vis barem, para bellum“, oder auf gut deutsch für uns heute: ..Mache dich stark, damit deine Feinde dich fürchten, erst dann lassen sie dich in Ruhe, erst Dann hast du Frieden, denn das deutsche Volk wird niemals leichtsinnig einen K i g vom Zaun brech n". Die Drgu g eröffne e Der erste Vorsitzende mit einer Ansprache, in der er vor allem aus die Pflichten als 116er hinwies. Die Vereine hätten in ihren Satzungen mit an erster Stelle die Pflege der Tradition stehen. Dies h.ibe für jeden wahren 116er, an dem Grundsätzen festhalten, die ihm während seiner Dienstzeit in Flei'ch und Blut übergegangen seien. Dieses aber wieder bedinge ein Lernen aus der Vergangenheit. Wenn aber heute 116er behaupteten, Dab ihnen früher heilige Einrichtungen heute nicht mehr z e i t g e m ä b feien, Dann lernten sie nicht aus der Vergangenheit, sondern sie Dje meinten diese, und da» sei Psllchwerlei- zung. ES müsse sich darum jeder prüfen, ob er noch den wahren 116er-lub erinnerte ie: V)rrtzen>e nochmals an Die Pflichten als wahrer 116er, er dankte allen für Die treue Mitarbeit und schloh Die Versammlung mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf unser alte» stolze- Regiment Kaiser Wilhelm. Turnen, Sport und Spiel. Bczirksvorturncrstunde des 5. Bezirks im Turnqau Hessen. 2$. DaD-Rauheim, 16. Rov. 3n der Turnhalle DcS Turnvereins 1860 fand heute die erste dieswinterliche Bezirksvorturnerstunde deS 5. Bezirk- im Turngau Hessen unter Leitung Der Dezirkstumwarte Hartmann, Dad-Rauheim und Lang, Lang-GönS, statt. Die Beteiligrma war recht «ui_ 16 *t*« zirk-vereine hatten f um ©arte und Vorturner entsandt Geübt nniröcn die Sondervoriudrun- gen am Pferd, die der (Sau Hessen für Da» KreiSturufest in Dieben geplant hat. Alsdann bildeten Drundüdungen und Turnfprache an Pferd und Barren sowie allgemeine jrri- Übungen Gegenstand der Belehrung. 3n bei sich an die Turnstunde anschliebeirden kehr an regenden Besprechung wurde u a. vom Dau- ftaffellauf nach Gieden (zu Ehren de» Dau ebetturntoart* Will) ausführlicher Bericht c. stattet. Von 25 Bezirks vereinen nahmen 24 daran teil, ein schönes Zeichen Dafür, wie man in Turner kreisen sich einem bewährten Führer g 'gen über dankbar erweist. Eingehend besprochen wurden der Turnstosf und klebung-plan für 192425 Durchgcsührt werden soll im nächsten Jahre die vom Vorsitzendentag in Diesten und vom TirrnauSschust deS (Saue» geforderte einheitliche Turnkleidung bei turnerischen Der anstaftungen In Frage kommen nyt kurze odei lange weibe Hosen, andere Farben werden nicht mehr geduldet. Den 'Bezirksvereinen wirk eS zur Pflicht gemacht, die am 23 Rovern bei in (Sieben ftattfinDenbe Kampfrichterausbiidungs stunde recht zahlreich zu beschicken. Bei Den nächstjährigen Veranstaltungen de:> DaueS können nur solche Kampfrichter amtieren, Die an dem AuSbildungskursuS teilg nommen haben Der Deziiksturnwart aubert Den Wunsch, dab sich am Gauturnfest in Friedberg und am Kreis turnfcfl in Dieben alle Bezirk-Vereine mit Musterriegen beteiligen. Das sei Ehrensache jedes Verein-, und die Turnwarte mübten jetzt schon Die Vorbereitungen Dafür treffen. Da- Bezirksgeräteturnen findet am 22 Februar 1925 in Dad-Rauheim statt Die nächste Bezirksvorturner stunde tourte Der Wahlen wegen vom 7. aus den 14 Dezember verlegt. Als Ort Der Zusammenkunft tourte Fr i e D b e r g bestimmt. Daselbst ist an diesen Tage eine schlickte Shrenseier für den 1. Be> zir^turnwarl Fritz Hartmann vorges.hen, Dci nun schon 25 Jahre ununterbrochen an der Spitze deS Bezirk- steht. Epiclplan der Frattk?urter Theater. Opernhaus. Dienstag. 18 2lt>? Amelia oder Sin Maskenball. Mittwoch. 19.: Tannhäuser Donnerstag. 20.: Die Zauberi'öte Freitag, 21.: Der Rosenkavalier. Samstag, 22 : Mignon. Sonntag, 23 A>da. — Schauspielhaus Dienstag, 18. Rov Der Liebestrank Mittwoch 19. Rathan der Weise. Donnerstag, 20 . Der G'wis- senswurm. Freitag. 21. Die Eenci SamStag 22.: DaS Ekel. Sonntag, 23.: Romeo und Julia Pickel, Blüten schnell, wenn man abends den Schaum von Zucker'» Patent-Medizinal-Seife ein- trocknen läßt. Schaum erst morgen» ab • waschen u.mitZuckooh-Cre»e nachstreichen. Grcstartige Wirkung,, von Tausenden bestätigt. In ollen Äpotbeken, Drogerien, Parsümerie-u. Friseurgeschästen erhältlich O.W'Nterboff.Med.-Drog ».^Kreuzviov^ öcrm. Plant, Parfümerie, SelterSweg 8 P. Jos. Mobs, 2etfenfabnt Mäusburg 8 SrvllWelilll'iklRk "geroünSten Hüsiiattuag Itilcein u.Diei5®et! öieBiöhrißie äcio.-Saiaeiel, B. Lause, Hetzen, ssam. 7. Bekanntmachung. i frisch gekimi k J * Sie hat schon mehrere A nzeigen von „Schwan im Blaaband“gesehen and auch von Bekannten nur das Beste darüber gehört. Jetzt will sie sich selbst überzeugen. Die entscheidende Probe ist nicht, die Feinkostmargarine „Schwan im Blaaband“ zum Backen oder Braten für Fisch oder Fleisch, sondern sie als Brotaufstrich za verwenden. Btün Frühstück nrartet du Hausfrau voller Spannung, ob des ahnungslose Gatte etwas bemerkt. Aber statt des heimlich erwarteten Tadels gibt er nur seiner Freude über die vorzüglich schmeckend« „ButterM Ausdruck. „Schwan Im Blaaband“ hat geslegtl Wie sie bet jedem Versuch In jedem Haushalt siegen wird. Hausfrauen, wieviel erspart euch du Verwendung von „Schwan im Blaaband“ pro Monat ? Rechnet selbst I Der Preis ist 50 Pfennig das Halbpfund in der bekannten Packung. Das prachtvollste Schneeweiß icigt jede wische, die mH SB behandelt ist CI! Henkol’s beltobto^ Bletoh^^d^Waschrnlttd Ui 1 r WUM.W«Ml am Oswaldsgarten Mittwoch, den 19. November (am preußischen Butz- und Settag) 2. ausgcfütjrt von der Kapelle des I. (Hess) Bataillons 15. Inf.-Negts. unter persönlicher Leitung des Herrn Obermusikmeisters Löber. Anfang 3'1-z Uhr. BotjäsliSe Me. öenninser Biere. Betr.: Die Reichstag-Wahl am 1. De« zember 1924. Auf die Bekanntmachung des Hesst- schen Gefamtministeriums vom 4. ds. MtS. (Ernennung des Derbandswahlleiters für Den X. Wah kreisverband .Hellen"), ver- öllentlicht im ArntSverkündigungüblatt Rr. 76 vorn 11. XL 1924, wird hingewiesen. Gleichzeitig wird Darauf aufmerksam gemacht, Dab Kreiswahlvorschläge für die Reichstagswahl im Wahlkreis 33 „Hellen Darmstadt" spätestens am 20. Rovernber 1924, abends 7 Uhr, bei Dem Kreiswahlleiter «Dienstanschrist: Staatsministerium. Reckarstr. 7) einzureichen sind. Dort find auch Derbindungserklärungen von Kreiswahlvorschlägen innerhalb des Wahl- kreisverbandes X .Hellen", durch Die auf Öen Kreiswahlvorschlägen bezeichneten Vertrauensleute oder Deren Stellvertreter übereinstimmend spätestens am 25. ds. Mts., abends 7 Uhr, bei Dem Derbands- wahlleiter schriftlich abzugeben. Für Die Kreiswahlvorschläge kann von Öen Vertrauensleuten oder ihren Stellvertretern erklärt werden. Dab Die Rest- stimmen einem Reichswahlvorschlag zuzurechnen sind tAnschlutzerklärung). Die Erklärung muh spätesten- am 29. ds.Mt-., abends 7 Uhr. bei Dem Kreiswahlleiter des Wahlkreises eingereicht fein. 9062B (Sieben, Öen 17. Rovernber 1924. Der Oberbürgermeister. 3.03.: Dr. Öeib freiwillige Versteigerung von Grundstücken. Montag, dcn 24. November 1924, abends 8 Uhr, gelangen im Rathaussaale dahier die nachverzeichneten zum Nachlaste der oorftorbenen Johannes Wilhelm Heßler Lheleute gehörigen Grundstücke: 1. Flur I Nr. 370 — 369 qm (Brabgarten in den Bergen 2. „ I Nr. 371 — 51 qm (Brabgarten daselbst 3. „ I Nr. 372 — 291 qm Hofreite das. 4. '„VII Nr. 136 — 238 qm Acker am Müllerweg 82 qm Wiese das. 5. „ VII Nr. 135 -- 481 qm Acker das. 146 qm Wiese das. öffentlich meistbietend zur Versteigerung. Hungen, den 13. November 1924. Hessisches Ortsgericht Hungen Fendt. 9084D Wir weifen untere Mitglieder unt Freunde auf die HoiIciiiuocu der Hni vcrsität über die Alkoboljrage, btt MontnaabendS von 8—'.) Uhr fta:tflnbrn, bin. Der Eintritt tft frei. f*K2D 9-Voutnfl, 17. November im Pbnsioio- gischen Iustttnt, ^emfvnOciafirnne 17 Prüf. Dr. Siirltr: Aliühüi miD normitlf LkbrnsvorsSosr. Deukstller Derrln oeiien öro 'zlirohoilemM. Dcut.flierScGuenUunü für ailotJolfreleflullüL Mg*Ftiuw5 Jtiimotiiiinis AUGUST FÖRSTER GIESSEN Bahnhofstr. 65 B und LICH -?° Gegr.1876. GescitäMshaiis zu kaufen oder zu pachten gesucht (mit Vorkaufsrecht), welches sich zu einem Metzgereibetrieb eignet, evtl, mit Wirtschaft Suchender ist ein kapitalkräftiger, tüchtig« Metzgermeister. Schriftl. Angebote unt 9003D a. d. Gießener Anzeiger. MamM en detail u. en gros zu billigen Preisen Frankfurter Eisbeschaffungsgesellschaft O. m. b. H. Biebergasse 8 | Zum Totensonntag! | L Kranze in allen PreiSlanen S Vermittlung vouAnftränen nach c» g allen Crtfn durch die Blumen- S E fvendenvermittlung unter Garantie 5 2 bester Ausführung «q» ~ s Blumenhaus Dietz | 5 Telephon 13 = Einladung Laubach, den 16. November 1924 9076D 'MS 9063V Berlin, den 14. November 1924. Wieseck, 17. 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Zu erfragen 017045 Riegelpfad 28 I. Heute nacht entschlief sanft im Alter von 86 Jahren unsere liebe Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Helene Schnecko. Die trauernden Hinterbliebenen: R. Müller und Frau geb. Schnecko nebst Urenkeln. zu der am Dienstag, den 9. Dezember 1924, vormittags 11 Uhrs im Gebäude unserer Abteilung Behrenstraße zu Berlin, Behrenstraße 68—69. stattfindenden außerordentlichen Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Ausscheiden und Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern; 2. Vorlegung der Goldmark-Eröffnungs-Bilanz auf den 1. Januar 1924, sowie des Prüfungsberichtes der Geschäftsinhaber und des Aufsichtsrates; 3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Goldmark-Eröffnungs-Bilauz und über die Umstellung des Grundkapitals auf Goldmark 60000000.— unter Bildung einer gesetzlichen Reserve von Goldmark 40000000.—; 4. Ermächtigung der Geschäftsinhaber und des Aufsichtsrates zur Festsetzung der Modalitäten der Durchführung der Umstellung; 5. Aendei ungen des Gesellschaftsvertrages gemäß den zu 2 und 3 gefaßten Beschlüssen, und zwar des § 5 Absatz 1 (Grundkapital und Stückelungl und des § 34 (je 20 Goldmark 1 Stimme); 6. Feststellung zu § 13 des Gesellschaftsvertrages betr. das Ausscheiden der Herren Jean Andreac. Paul Bernhard und Emil Wittenberg aus der Zahl der persönlich haftenden Gesellschafter. Zur Stimmenabgabe sind diejenigen Kommanditisten berechtigt, welche ihre Aktien oder den von einem Notar oder von der Reichsbank oder von dem Giro- Effekten-Depot der Bank des Berliner Kassen-Vereins über dieselben ausge stellten Hinterlegungsschein spätestens drei Werktage vor der Generalversammlung bei einer der nachbezeichneten Stellen deponieren, und zwar 1. bei unseren Hauptniederlassungen in Berlin. Bremen, DnrmKta V :/*>' Lil AW j'l "3®' hinünzudr tot weriung i mi Au vor allem einmal: $ mehrfach h der allen l Merikanisch Wonnen tou liarden ft solcher Des einen 2ch »totifle beten, hieb und dem ketten nid dem Fuh m Und 'Mfinon Hatschen i haL Deutschs^ Kölscher fchastlichen 2 dem es 'üuvenpolit ^chtungsab o5e sie den 6.1 ß a ger- A" üdei nehr schal fund in < zustl ttk < von Jtrd seil halt In einet 14. Oktober, geschrieben sprechen, fr leibe Wüt ,ui angeblic den 2Imcrrf. leicht et und damit flation, für Menausgo ein polU hoher Zins fronen das interessieret lichen Der hier nicht mr ein D «eit ist. 3i barkeit Mngelnde Staatsmäi ständigen misten dc der beutfd Man| etnem Ar 15. Oktober Deutlchlank Goldwä^ tion zu 6 seS an die stellung de erläststch i &."eb«n 8 Ul Altur and fc* Ci j^.DltNos 2 auch Mrt ln 5 in V und ^diesem ( Mors 6 Montag, 17. Novemder m Nr. 271 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger ftir Tberhefsen) teln. hitalt, »m, n n b «ar w »TTZt/ Chrom ww»>i wa er der »«werbe «reteln, ch"ebBank, ;rt Ja > 2 a TT n. it j ft I Der Rhythmus des Zeichnens. Alfred Aubin, der geniale Graphiker, schön so manche feine Beobachtung aus dem Begeisterung und Politik. Don geschätzter Seite wird uns geschrieben: Dor c nigen Tug.m brachte der .Die'). Anzet e " einen 2Irtifd seines Deuyorker Te.ächterstat.erS „Begeisterung und Politik'. Manch einer mag diese „Zeppclinb.trachtung eines Rorg e 5" mit einem gcwis en Und h -gen gelegen hauen, denn man loht s ch natürlich lieber durch begeisterte Berichte schmeicheln. Mancher m'g sie wohl ach be feite gelegt und ihr keine Bedeutung beige- messen haben, ist sie für ihn doch schliehiich nur eine unter vielen anders lautenden Stimmen aus Amerika. Es mag darum als Zweck der folgenden Zeilen angesehen werden. einen Beitrag zur Erhärtung der Ansichten des „Rörglers" zu liefern. Ich war 2’/8 Jahre englischer Kriegsgefangener und während dieser ginzen Zeit Panne Dolmetscher in einer AbntSlomprgnie deutscher Gefangener, die in Gemeinschaft mit 2Im?riTar.e n. Kanadiern und Australiern unter englischer Bewachung Waldarbeit zu verrichten Hal en Ich habe infolgedessen tagtäglich im Derk'hr mit Amerikanern, englischen Wachposten und Angehörigen sämtlicher Dominions gestanden. Unsere Unterhaltung war. abgcs Herr von wenigen dienstlichen Voickommnisscn, den ganzen Tag über fast ausschließlich privater Aatur und, wie nicht anders zu erwarten, politisch geartet. ES wir) ja auch auher diesein abnormen Fall d?s Krieges 'eilen jemand Gcl.genheit haben, mit Angehö i ea fremder Rationen so intensiv, so ununterbrochen und so offen und i-ückhaltios alle erdenklichen politischen, rasse- und völkerpsycholngischen und viele sonstige Fragen erörtern zu lön.'cn. In normalen ’1 Uhr. ulung. s. re •n n. allen PrtiMi" iarius '^ndaraicuilr.^ n n griechischen Zeiten zurück und können vielleicht mi. _cm h meri chen Lykastos gleichge'etzt tret'e i. Die Ebene von Meara war in dieser Fr.«Hz i: der kretischen Ku l ut wah sch inlich sch^n be ie- delt. Als der älteste Hafen der In ei, der die erstcn Dezichu-gen zu fremden Kulturen vermittelte, darf dir Ducht angeehen werten, die an dem fca Flecken Krnrv liegt, unmt telbar nördlich von Matala. Hier wurde durch die Gra- knrngen ein b deutender min ischer Hafen freigc- legt. Man fand Grundmauern von Häu'ern, Gräber von dem Typus des DierenkorbeS und zahlreiche Trümmer von grohea Oelze'ätten a-.s jener Zeit, die erkennen liehen, dah hier bed u- tende Mengen von Oel aufgelpeichert wurden. Wahrscheinlich hat Kreta in ki 'er ältesten Zei en Aegypten mit Oel versorgt. Eines der ausge- grabeneir G bäude macht den Anschein, dah es ein „Zollhaus" war. in dem dir Auötuht-e5üh- ren "von den Deam'en der minoischen Pwester- fönigc eingezrgen wurden. 2HIc Funde deuten darauf hin, dah K-mo. oder wie der Ort fru'er hieh ein Handelshafen war. der Kreta in den frühesten Tagen der MineS-Kul ur in direkte Beziehung zu dem Di't'l 'etz'e. D r Hafen must in den frühen griechischen Zeiten eine A'-lle gespielt haben, denn nach den Angaben Homers hat man hier den alten Hafen zu suchen, in dem MenclaoS die Trümmer seiner zerstreuten Flotte sammelte. Derhältnisse in unentwickelten Ländern und in Deutschland verfch.eden. Aber selbst trenn in einem unaitoidcl.cn Lande Ausl-nd.-kredite zur Errichtung sehr lukrativer Unt.mcbm.mtcn verwendet werden, so dast deren Erträge den An» le hezins erheblich üb-rsieigen, k nnc i sie doch le ch'. preisstvig^rn) wirk.n und einen zu schre. en Aufschwung herbe führen, dem spater ein Rückschlag folgen w.rd. Immerhin Hand lt es sich her entwÄer um die Produktion von Waren, die biSI-er tm Aasl.nd: gekauft werden muhten oder um die Produktion wichtiger Rohstes e. die m t Sicherheit im Auslande za Del m rklp cisen Absatz finden, so dast die ..Prod lt v tat" des Kredits in der Regel wirklich ge eben ft. Ganz anders l egen aber die Derhältmsse für e nen Als! ndkredit in Deutschland. De Produltior.s ippa.ai braucht hier Lin A lSdch- nung. Er tyr vielfach schon zu ausgedehnt, and ebenso sind hier die Grtregs.ussicht n selten so qrost, um über die Bezahlung hoher Zinscn V, n noch einen genügenden Ertrag zu b c c i. Die Gcf hr der Gewähe.ng von Kr d ten liegt hier gcr.il>: darin, dast sie zu einer Ausdehnung der Produktion verleitet, ohne dast gesteigerte Rachfrage nach Ge- nuhgütern, gesteigerte Kaufkraft der Konsumenten vorhanden ist Dah mit einem Derartige i industri llen A fschwung mehr Arbeiter beschäftigt wer en. kann kei c i Ansgle ch bedeuten In Deutschland kann al o der Kredit nur . lS Ersatz für mangelndes Betriebstapital in Betrach- kommen. Aber auch Kryn^ erklärt, ohne f e.Iich eine Begründung zu geb n .es sei unmöglich, d e en Mangel zur Hauptsache durch ausländ sche K c dite auSziigleich.m. In der Tat lieg', auch bei Kreditgcwiihn:na an d.n Handel, um die Produkte der Industrie und Landwirtschaft um.u- sehen, immer die Gefahr vor. dast dabei die Aufnahmefähigkeit der letzten Konsumenten, de en Kaufkraft n chl gettieg n ist. überschätzt und d.e Produkten auSgedeh.u wird 2ün g?r ngsten ist diese Gefahr wohl bei unentbehrlichen Gütern und denen, die nicht schnell vermehrbar sind, d o bei Kreditgewährung an die Landwirtschaft Aber auch hier wird die R ichsbank bei Kr ditgewäb- rungen sehr zurückhaltend sein und natür ich auch jede starke Steigerung der RotenauSgabe vermeiden müssen. Sonst ist, wie in Oe terr'ich nach einer kurzen Ausschwungs„e iode mit Sicherheit e ne Kriiis zu e warten D mi diese Ge dz s hr bewrk n 'ich kein? DemchrunaVetftun e' .m Tauschvsrtchr und d h r ke ne ne ten, auf Grund solcher erzielten Srtr ige. Sie to rft, wenn sie der inländischen Wirtschift tn Form von Krediten zug füh.t wird, wie eine Geldrermeh- rung, was sie auch ist. Je mehr fte lich de : Reichsbankpräsident sich in der Rolle des Schützers des Goldwertes gefällt. oder wenn die Anleihe einfach zur Dezah- (img der nächsten ReparationSrateu im Auslande stehen bleibt, um so weniger wird davon für Kredite an die deutsche Wirtschaft übrig bleiben Dafür aber darf der deutsche Steuerzahler 25 Iahre lang jährlich 5,3 M ll. Marl allein für die Verzinsung aufbring.m. Also: wirtschaftlich ist die Anleihe überflüssig und schädlich! Reich des ülnbewuhten schriftlich festgehalten hat, äustert sich im neuesten Heft des ,.PiPer- Boten" über die Art seines Schaffens und untci-scheidet dabei zwilchen Rhythmus und Konstruktion. Der Rhythmus ist der unbewusst von selbst sich einstellende Zug der Hand, dem bann zur Vollendung d:s Kunstwecks die Konstruktion, der klare Fo.nngedanke, folgen muh. „Auf unerklärliche Weise." schreibt er, „teilt sich der Rhythmus den Strichen, die über das Papier fegen oder sorg'am hing sitzt w-erd n. als Schwung oder Hemmung mit und verleiht so der Zeichnung jene uni>ern>'xf!r.[bare Prägung, die wir als „persönlich" empfinden. Aehnlich wie bei den Handschriften kann man auch hier sagen, soviel zeichnende Hände, soviel Rhythmus. Also schon in der angeborenen Begabung wurzelt der Rhythmus, und llebung wird ihn mehr oder wen'ger bere'chcrn schmiegsamer oder starrer machen, unter ülmständen bis zur Manier. Dem Pulsschlag des Men'chen verwandt, enthüllt et dem Kundigen manches von den seelischen Eigenschaften des Künstlers, daher liegt im Rhythmus auch die geheime Aw'-huirgSkraft die v'twand^ Seelen zueinander zwingt. Die zahllo'en, durch die ganze Anlage in der Vergangenheit deS Künstlers begründeten Eindrücke haben in dimer „Handschrift" ihren Riederfch.ag zu u/gelassen. Der Beschauer ahnt das. und es steigert fern Interesse an dem Werk." Das ganze Linien- gefüge das diese geheimnisvolle '^runbformen trägt entsteht dann durch das konstruktive Ele- ment'des Schaffens, das mit dem Rhythmus zur Einheft verschmolzen wird. -> zur Foit y.^efaßten Sluckelungl '^'den der »'MerzS ?önWacheihre dem Giro- ,e*l),en ausRe reralver8amm. Die Auslandsa71 leih? an sich, dot allem aber lie Te irjgungen, irtcr de en sie zu'an e g tommc i ist ha tn führe - den Krc.s n er:or- gerufen. Im fclg n ea ge en wir nun einem der h rv.-.-r g nd .ea Kenner der Ftnanzwissenschaf'en. te ex A> bei ea über tas Kanell.veei und die 11 ter- nohmimgSforme i in ber g anzen wi !en- schaftliä-en Welt gröhte Beachtung ge fuiften haben. daS Wort, --H e indes en in allen Punkten seiet Ausühven zustimmen zu fr irrer’. S ine pofil ve K i- tik an der deuftchn ,'Zina-v li i ivird von zuständig > S eil n, n me rsich in Krei en kxS Reichsw rt ck-afir ministe iunrs seit langem für äutzepst we tvol. gehalten. D. Red. In einem Artikel der Kölnischen Zeitung vom 14. Oktober, den ich aber schon Mitte September feschrieben hatte, habe ich die Ansicht ausge- prochen. dast die deutsche AuslandSan- leibe wirtschaftlich entweder ein Luxus sei, um zur angeblichen Verschönerung unserer Währung den Amerikanern Gold abzukausen, oder dast sie leicht zu einer künstlichen Kaufkraft — und damit Preissteigerung, einer Inflation, führen könne durch Ausdehnung der Dotenausgabe oder deS Kredits. Sie ist also nur «tn politisches Mittel, um durch Gewährung hoher Zinsen und exprvbitanter Dankierprovi- sionen das Ausland finanziell an Deutschland zu interessieren und damit einen Schuh gegen feindlichen Vernichtungswillen zu haben Ich will hier nicht untersuchen, inwieweit diese Politik nur ein Dokument deutscher politischer Unfähigkeit ist. Iedenfalls ist die 25jährige Unkünd- batfett der Anleihe ein trauriger Beweis für mangelndes Zutrauen der verantwortlichen Staatsmänner zu dem von ihnen, den Sachverständigen d"s Dawesplans und anderen Optimisten vorh -rgsg'en Wiederaufblühen der deutschen Wirtschaft. Man sollte es zwar nicht glauben, aber nach einem Artikel der Kölnischen Zeitung vom 15. Oktober scheinen tatsächlich weiter Kreise in Deutschland an die Einführung einer wirklichen Gold Währung und sogar Goldzirkula- tion zu denken: „Zur Erhaltung des Anschlusses an die ausländische Grohfinanz ist die Herstellung der Goldwährung für Deutschland un- erlästllch, zumal es dabei daraus abgesehen ist, gemünztes Gold wieder in den deutschen Verkehr und damit in die deutsche Privatwirtschaft hineinzudrücken." »Hineindrücken" ist ausgezeichnet, es fehlt dem verarmten Deutschland heutzutage wirklich nichts weiter, als in eine Gold- ?irkulativn ein paar unserer überflüssigen Mil- iarden hineinzustecken! Ich habe in Kenntnis solcher Bestrebungen dies in einem Artikel als einen Schildbürgerstreich sondergleichen bezeichnet. Ich zweifle aber nicht, dah wir zu so vielen anderen, diesen auch noch machen werden. Der Reichsbanftnasident, auS dessen Reden schon mehrfach hervonging. dah er ganz im Banne der alten Bankier-Routine steht und von den amerikanischen Finanzleuten für ihre Zwecke gewonnen wurde, hat dieser Tage sogar nach Zeitungsmeldungen crflärt, dast jetzt die deutschen Goldankäufe verstärkt werden müstten, um bei der Verteilung der Weltgvldvvrräte rnitzuwirkm, und wenn auch andere Länder Goldkäufe in Amerika tätigen würden, würde die ans der dortigen Goldakkumulation mögliche Gefahr einer Entwertung der Kaufkraft des Goldes am leichtesten gebannt werden." Die Entwertung des Goldes ist also eine Gefahr, gegen die Deutschland vor allem ankämpfen must! Da heiht es wieder einmal: Deutschland in der Welt voran! Ich habe auch diese Auffassung in früheren Aufsätzen schon als G r o h e n w a h n bezeichnet. Dedauer- llch ist nur das völlige theoretische Unverständnis, das sich in solchen Aeusterungen ausspricht und dem ja leider, da die führenden Persönlichkeiten nicht hören wollen, die falsche Polittk au dem Fuhe folgen wird. Und was den „Anschluh an die ausländische Grohfinanz" betrifft: Haben die sämtlichen europäischen Staaten, die alle keine Goldwährunc mehr haben, etwa diesen Anschluh verloren? Deutschland bekommt Kredite, eventuell in ausländischer Währung, nach Mahgabe seiner wirtschaftlichen Aussichten und in dem Umfange, tn dem es ihm gelingt, durch eine zielbewustte Austenpol t!k und Einigkeit im Inneren den 23er- nichtungsa'os chten seiner Fände entgegeazutre'.en. einige Trümmer von Stcingefährn. die auf eine' engen Zu ammenh ,ng mit der f rühe te r derartigen Arbeiten des RillandeS hinwiesen. Das ehre dieser Gefäye stimmt.' mit den rewöhnllchsten 5trm?n der vorgefch chtlichen ägyvtisch'n Typen vollkommen überein, und es ergab sich da aus ein Zusammenhang zwischen Kreta und dem Riltal kf)on in vorgeschichl cher Zeit wenigstens um die Mi".e des vierten Iahr- tausends v. dhr. Auherd.m hft man i t Kn ssos mindestens ein Du e.rd v>n L:eingefästei fett je- stellt die ägyptich.n Ursprungs sind und aus der letzten vargeschichtlihei Epoche oder aus ter frühesten Zeit der ägyptischen Pharavnenherr- schast stammen. Die Frage ist nun, auf welchem Wege die'e Gegenstände bereits in so früher Zeit aus Aegypten nach Kre.a gelangten Aaftch'.üsse darüber gab eine sorgfältig- Erserschunj te; Wege e .s das sich in minoi cher Zeit üb?r K ein ausdeh r e und aus dem fich genauere Tafachen üxr ie verschiedenen Kulturzentren und An iedlung-g - biete des al en Kreta erlernen liehen Es zeigte sich durch die Vers lgunj des minoilchen Wez:s. dah die wichtigste Stadt im Innern der Inlel in diefer frühen Zeit das hru:ige Vifala war. Hier wurden die llederreste einer vala tar' 'en Residenz entdeckt mit groben Hausanlag.m. 6 u- 1»» Basen und einer Tte;a? von Tonsche ben aus der minoischen Zeit. Der alte Weg der noch sehr gut erhalten ist, führte m t feiner mächtigen Steinmauerernfa ung zu der ? Ausländsanleihe würde man frühe? nicht gesprochen haben, wie auch in der Hvchkonjunttur nach der französischen Kriegsentschäd g nj von 1871 von Inflation nicht die Rede geveen ist. Und doch sind die Wirkungen dem Welen nach vielfach die gleichen wie bei einer nve~en Geldvermehrung. Iede A sl^ndsanlei^e be e e e ne Zuführung zusätzlicher Kaufkraft, einerlei, ob daraufhin mehr Roten a -s gegeben werden oder die Duchkredrte der R'tenbank erweitert w.rden. Der Haupteinwand, den man gegen diese Auffassung härt, dah, wenn die Kredite produktiv vnNrendei werden, doch keine prcissteigende Wirkmg eintre en Litne. fl hi so allgemeiner Fassung falsch Dech sind d.e Zeitläuften im Freden kann obendrein solch ein GedankenauStau ch v cl leichter zu falschen ur» ic len und F I. schlüsfen etwa durch gegen eckige HöflichteftSnrcksichten führen D.'.rch etioa6 5>er- art.ged waren natürlich unsere Debalten Ieu.«s- Wegs getrübt, im Gegenteil liehen alle 2ku■'& ningen an Deutlichkeit nichts zu wunf oe.1 g, da ja niemand, am wenig iea de feindliche on e, irgendwelche zarteRucksia len z > neh.nen brauche Man lernte durch diese rückhaftlasen Aeaf>erangen — der Aincr.kaner an und für !ich offen und derb ihre DeurleilangSweife unserer »in- richtungen, unserer Kriegführung und unsever ganzen Wesensart kennen. — Und waS ich da von unzähligen Amerikanern in b d n 2 ,Iahoen, also gcto'.f? nicht nur gelegentlich, i n ner tpte>er erfahren bob\ daS stimmt v. ll und ganz mit den Beabachtungcn des Be.ichterstaikeS überein. Sie gehen tiefer als die zahlreichen, mehr oberflächlichen Berichte, bei denen oft dev Wunsch der Vater des Gedanken» ist. Bem Les:n solcher enthusiastlschrn Bericht« kamen mir seither öfters Gedanken, die ich in Dem vorliegenden Artikel auch angeschlagen sand. Es ist UHibr, der Amerikaner, überhaupt eigentlich der Angelsachse, kann sich viel kindlicher und echter über etwa» freuen, viel naiver und bingebenber etwas bewundern (siehe Sport!) als wir. andererseits kann er aber auch viel robuster und rücksichtsloser fein, sowie das bu- finett berührt wird Es ist da» ein eigenartiger Dualismus in seinem Wesen, den auch der Berichterstatter feststellt und an Vorgängen aus dem Weltkrieg nachweist. Und er hat recht — das gilt eS mir zu unterstreichen — nicht anders ist es heute drüben, eine Tatsache, die uns De-i'.schen zwar schwer begreiflich ist, aber deshalb um so gefährlicher werden kann: so verkehrt eS z V war. aus der aufrichtigen Bewunderung der deutschen Handels-U-Boote auf Sympathien für Deutschland zu schliehen, so verhängnisvoll wäre auch heute der Irrtum, infolge des Zeppc- linjubels Hoffnungen auf ein amerikanisches Sich- cinfehcn für deutsche Belange zu hegen. Roch etwas spielt dabei mit: Der Amerika- ner fühlt sich - auch daS gilt mehr oder weniger wieder für alle Angelsachsen — viel mehr aks wir als Glied eines VortSganzen. In- folgedessen ist er auch, wie ich immer wieder beobachten konnte, in viel höherem Maste in dem suggestiven Vanne der öffentlichen Meinung und jeglicher Propaganda und Agitation zugänglicher als der mehr individualisti ch veranlagte Deutsche, ich möchte fast sagen: auf Grund der vorhin auf- gezeigten naiven Seite seines Wesens. Kinder sind auch für suggestive Massenwirkungen empfänglicher. Der cigenbrolelnbe Deutsche bildet sich über alles sein Eigenurteil und verhält sich auch handelnd danach, selbst wenn er sich dadurch in Gegensatz zu seinen Volksangehörigen setzt. Ganz anders der Amerikaner: Er lästt sich immer wie- der in entscheidenden Angelegenheiten mitreisten von her ganzen Volksstimmung, selbst wenn er, wie ich häufig wahrnahm, persönlich ganz andere sachliche Ansichten hat. Auch aus diesem Umstand erklärt sich zum Teil das Verhalten de« amerlta- nischen Volkes im Krieg. All diese Wahrnehmungen wird jeder bestätigen können, der nicht nur vorübergehend, sondern längere Zeit den amerikanischen Volkscharakter beobachtet hat Darum kann nicht oft genug daraus hingewiesen werden, wenn das auch manchem bitter mundet: Hegen wir keine falschen transatlantischen Hoffnungen! Falsche Einschätzung und Unkenntnis der Mentalität unserer Gegner trugen ein gut Teil Schuld daran, dast wir den Kampf der Waffen verloren. Hü'en wir uns davor, daß uns nichi der gleiche Fehler in dem wirtschaft« lichen Ringen unterliegen last^! 90631) onalbank f Aktien mson. ertrieb unftrts ibter Würst. tbers geeigneten tter Aus Kretas Urzeit. (Reue Ausgrabungen.) Der unermüdlche Entdecker Kultur und Gesch chte Kretas, der englische Ar- chäologe Sir Arthur Evans, dem wir die Auffindung der großartigen Kun tblüte aus der oeit des Minos vei-danl.n, hat seine Grabungen aus Kreta auch in diesem Iahre lortge eht und berichtet in der „Times" über feine neuester toxd); tigen und überraschenden Funde. Er hat sich in diesem Iahre eingehend -nft den stein zeit- lichen lieb netten in der Rahe des alten Knossors beschäftgt und gefunden, dast Krvta schon in einer vill früheren Epoche Deziehungen zu fremden Ländern unterh.elt. als man bisher ^genommen. Er 6at oud> ta« StMtenlW" des alten Kreta nä^er unte.sucyt nd er en wichtigen Hafen der Minoszeit aufgefuru.cn. Die Freilegung zweier vorgeschichtlicher H .u er von rechteck.ger Form und ziemlich verwickel er Bauart führte auf die Kultur eine: Zeit, d.e dem frühesten min:i ck-n Zeital er u.nm ttelbar vo^ ging. In ter Rahe di: er Hau er befarche-i sch Räumlichkeiten, ti: nich anders denn als Dor- ratskammern" ce^euiet werden fonntei unbjrev fellos die Dor tufe der spateren Wa enspercher bildeten In ci er dieser Dorwatskümmern fand llchnlLn^om typischen stewrelichen Topf eine kupferne Art, die nich'- aus Kre^sondern vielleicht aus Cypern ^staanmte. «.:« Frau deutete auf Zusammenh ng^ mit OuMtoLen hin: die intereffan.ctten die er vorgeschichtlichen Gegenstände, die entdeckt wurden, waren aber >. - Nur Hkrm lügend Zeit füt mb einen großen wollen sich unter leiben. WM brife. eouD 3±2±±1 treifen esätze eile zu günstigen 1 le Aus der Provinz. Landkreis Gießen. «t. D e U e r n, 15. Aov. Die Bürgermeisterei läßt augenblicklich durch Arbeitslose die G e - meinde-Ob st bäume ausputzen und Klebgürtel anlegen. Es ist zu hoffen, daß die Arbeitslosen auch zum Ausbessern verschiedener Wege in unmittelbarer Aähe des Ortes verwandt werden: diese Wege, wie z. B. in der „Honbach", sind bei nassem Wetter grundlos: es ist eine Q u a l für die Zugtiere, beladene Wagen auf solchen Wegen ziehen zu müssen. Kreis Friedberg. vw. Butzbach, 15. Aov Die erste Sitzung der neuen Ctadtverordneten-Ber- s a m m s u n g fand gestern unter Leitung des Kretsdirektors Gebhardt - Friedberg statt, den der se'.th.rge Bürgermeister Kohler begrüßte und dem Kreis ferneres Wohlergehen wünschte. Kreisdtrektor Gebhardt betonte in seiner Ansprache, daß das wachsende Butzbach Stid'eord- nung erhalten habe und mit Hilfe seiner <3 adt- verc-rdnetenv-rsanrmlung gewih Ersprießliche i zum Wohte der Bürgerschaft auch in Zukrmfc leisten werde. Darauf hieß er durch Handschlag de für 3 Zähre gewählten Stadtverordneten ce orei, nach bestem Wissen und Gewissen ihres Amtes zum Wohle der Stadt zu walten. Aur in d-ie'em Simre fei ihre Aufgabe aufzufassen, Politik aber gehöre nicht aufs Rathaus. Sodann wurde Dr. Schmidt mit Stimmenmehrheit zum Borfitzenden bei dem Ausschreiben und der Wahl dos neuen De ru fsbürgerMeisters gewä -lt. Bis zum Eintritt desselbm besorgt der seitherige Bürgermeister Köhler dte Geschäfte des Bürgermeisteramtes. — Gestern verstarb der in der hefigen Bürgerschaft hochgeschätzte Be eran aus den Kriegen von 1866 und 1870/71, Bauunternehmer Louis Koch feit, im 80. Lebensjahre. Er war ein ebenso unrichtiger als tüchtiger Meister, der den Grund zu dcm angesehenen hiesigen Baugeschäft lege, das sein ihm n-ch verbliebener Sohn weiter ausbou'e und in gleichem ©time fort führt. Ein zweiter Sohn fiel als Feld- arzt iim Weltkriege, der ihm auch einen Schwiegersohn raubte. .4 Dad-Aauheim, 14. Avv. Mit der Aotläge der Beamtenschaft befaßte sich eine sehr gut besuchte Versammlung des hiesigen Beamtenvereins, die unter Leitung des Vorsitzenden. Lehrer P o r t h, sütttfand. Einstimmig wurde folgende Entschließung angenommen und an den deutschen Beamten band und an das hessische Landeskartell weitergegeben: „Trotz des seit Monaten verheißenen Preisabbaues steigert sich die Teuerung aller Lebensmittel, der Kleidungsstücke und der Bedarfsgegenstände von Tag zu Tag, so dah sich die Ä o t l a g e der Beamtenschaft stetig verschärft und besonders bei den unteren Gruppen bereits die äußerste Grenze erreicht hat, indem ihnen die ausreichenden Mittel zu einer erträglichen Lebensführung fehlen. Angesichts dessen weichet sich das Ortskartell der Beamten zu Dad-Aauheim an den Vorstand des DDD. mit der dringenden Ditte, alles aufzubieten, um diese unhaltbaren Zustände zu beseitigen, aber auch alles daran zu setzen, daß die D«untenschaft nicht wieder mit einem De- svldungsdiftat überrascht wird, indem ihr mit einer prozentualen Aufbesserung der Bezüge gedient werden soll, wodurch daS Anrecht vom Juni noch vergrößert wird. Mit großem Aach- druck soll auch dahin gewirkt werden, daß ein einheitliches Beamten recht möglichst bald erscheint und das in Erfüllung geht was die Artikel 128, 13§ und 130 der Reichs Verfassung dem Beamt en- ttpn zufichern, komme nun ein Beamtenräte- oder edt Deamtenvertretungs ->esetz, wenn es nur das Mitbestimmungsrecht vo.sieht. Aach unserem Dafürhalten genügen sieben Besoldungsgruppen. Wir ersuchen deshalb dringend, auf eine ent- sprechende Verringerung der Zahl der bisherigen Gruppen nach Mözl.chkeit hinzuwirken. Der Vorstand des hessischen Landeskartllls der Beamten wird gebeten, für die vierteljährliche Vorauszahlung der Gehälter in Reich, Staat und Gemeinde einzutreten." — Der Turnverein 1860 veranstaltete eine gut besuchte Mitgliederversammlung in seinem Vereins Hause. 3m Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein aus- führl.cher Ber cht des zweiten Dors tzenden, Lehrer O ß w a l d , über den Deutschen Turntag in Würzburg und über den Dorsihendentag des Turngaues Hessen, der kürzlich in Gießen statt- Seltfame Mtterroochen. Roman von Arnold Fredericks. 48. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Las rote Glas, das über der Lampe be;cft gt war, entfernte sie nicht — sie dachte, es wäre besser, es zu lassen. Es waren überall herum Lichter, zwi chen w.lchen das ihre k -um bemerkt tooroen wäre -Ab.r Rot war auffällig rer^ächig — verkündete Gefahr, und te wa ich klar darüber, daß sie in großer Gefahr schreibe. Zuerst sandte ste das Wort „Hilfe" hinaus. Wäre der Empfänger ein Freund, so würde er, wie sie annahm, zu.rst fragen, wo sie sei, well' dies ja für Stapleton und fvt e Freunde d.e all.r- wichtigste Aach richt war, die sie geben konn.e. S llte cs anderer,eits von einem der Räuber aufgenommen werden, so würde e£ nicht nach dem Ort fragen, wo sie war, sondern nach dem Grund. Aengstlich besorgt, sie könnte sich irren, entzifferte sie die Frage, die langsam in der nächtlichen Ferne aufblUlc: Wer dort? Mit z'tt:rnde.r Fi g ri buchstabierte sie ih e Antwort hinaus, die Adrr.sr, der sie die Wor.e „Kommt ra ch" hinzusügte. Als sie dir Antwvck „Komme sofort" erhielt, fühlte sie wieder einen Hoffnungsschimmer, dah der Knabe ge c:tet werden könne. Dann kam die Frage nach ihrem Aamen, den sie ungeduldig gib. Hastig entzündete sie eine Kerze, die auf dem Lisch stand, darn sann sie auf ein Mittel, um dem Schwarz bärtigen und sei en Ge osen a n Eindringen in das Zimmer zu verhindern, fal.s sie vor dem Eintreffen der Hilfe zurückrämen. Eines konnte sie natürlich ui: die Türe verste'le«. Aber außer dem Ti ch und dem leichter S fo war nichts da, w'nrit sie cs mit Erfolg hätte tun lönmen La fiel ihr Dlicc auf den große, Ken aur aus Gips. Es war eine Figur, wie man sie in Kunstgalerien sehen kann. Sie stund auf einer etwa fünfzehn /Zentimeter dicken Gipsplatte, de wiederum auf einer dünnen Holzutte.la-^e ruhe Die Figur war wenigstens füif Fuß hxh — ein Pferd mit menschlichem Oberkorfer und K Pi. Wenn sie dicse Sta'ue vor die Tür brin e.r würde fo konnte sie noch mit Hilfe vvn Tisch fand. 3n einer einstimmig angenommenen Entschließung wurde Bootest erhoben gegen die beabsichtigte Auf Hebung bez. Beschränkung der Fahrpreisermäßigung zugunsten der Jugendpflege. Beschlossen wurde ferner, die Turnhalle in den Wochen vor der Wahl ohne Ausnahme allen politischen Parteien für ^rsammlungen zur Verfügung zu stellen, vorausgesetzt, daß rechtzeitige Anmeldung erfolgt. sf. Friedberg, 15. Aov. Zum Besten des Roten Kreuzes aus Anlaß seiner 60- jährigen Jubelfeier fand gestern eine Aufführung von Hebbels erg.e ftnder, fünfaktiger Tragöde. „Genoveva", statt. Es darf wohl als ein Wagnis betrachtet werden, ein derartiges, groß angelegtes Werk auf einer Liebhaberbühne zur Darstellung zu bringen, jedoch es kann mit Genugtuung fest- gestellt werden, daß selbst die hochgespanntesten Erwartungen übertroffen wurden. Friedberg verfügt über eine Anzahl schauspielerischer Kräfte, denen gegenüber das Wort „Dilettant" wohl nicht mehr zutreffend sein dürfte, das bewies u. a. schon im Frühjahr die Aufführung von Goethes llrfauft die noch in lebhafter Erinnerung ist. Säm liche Retten waren g st beseht, H r- vorragendes aber leisteten die Darsteller der beiden Hauptrollen (Genoveva, Frau Kloos, und Golo, Herr Bitsch). Der Erfolg war ein ganz ausgezeichneter, fo daß auf allgemeinen Wunsch am Dienstag nochmals eine Wiederholung statt- finden wird. Die Direktion von „Groh-Friedberg" hat in dankenswerter Weise den neuhergerichteten Theatersaal zur Verfügung gestellt, so daß auch der äußere Rahmen ein würdiger war. Infolge des starken Besuches wird auch der finanzielle Erfolg ein befriedigender fein. Kreis Alsfeld. * Mücke, 15. Aov. Eine Versammlung von Eisenbahnern (Beamte und AB iter) der Strecke Rödgen bis Durg^ und A edrr-Gemünden, die hier stattfand, beschäftigte sich mit den Gehaltsfragen. 3n einer Entschließung heißt es u. a.: Die Versammelten nehmen mit Entrüstung davon Kenntnis, dah die Regierung, trotzdem sie die Berechtigung der Lohn- und Ge- haltsforderung anerfennt, es ablehnt, die Löhne und Gehälter entsprechend der vorgeschrittenen Teuerung zu erhöhen. Trotz der Preissenkungs- crftion, trotz der Reduzierung der äilmsatzsteuer, der Frachttarife, der Kohlenpreise usw. ist die seit sieben Wochen festzustellende Anschwellung der Preise nicht zum Stillstand, geschweige denn 8um Rückgang gekommen. Die Versammlung erblickt als älrsache der gegenwärtigen Pceiswelle einerseits die Kapitalnot der produzierenden Wirtschaft und die damit verbundene notwendig Sardene Aufnahme in- und ausländischen kkapitals zu ganz enormen Wucherzinsen und andererseits die trotz des Konsurniückgannes seit Kriegsbeginn sestzustell.nrde V rnneh uag alter der Kreise, d.e vorn Verkehr des Produkts zwischen Produzent und Konsument leben. Die Verlamm- lung wirft dann der Reg erung vor, dah sie das Bestehen jener pve streibenden Faktoren nicht nur nicht hindere, sondern durch eine verkehrte Preis- senkungsattion noch begünft ge. Der ganze Prozeß der Wiedergewinnung der durch die Inflation zerstörten Kapiialveserven unserer Wirtschaft solle auf Kosten der Arbeitnehmerschaft vor sich gehen. Dagegen mühten die Gewerkschaften entschieden Stellung nehmen und die gegenwärtige Lohn- unb Gehaltsbewegung zum günstigen Abschluß bringen. v. Alsfeld, 15. Aov. Die Turnhalle ist durch den Anbau eines großen Dü h- nenraumes erheblich erweitert, auch ist die vorhandene Galerie ausgebaut worden. Die neue Heizungsanlage ist größtenteils cingetrofien und wird gegenwärtig gelegt Erne Reihe von Wahlversammlungen hat bereits in der neuherge ächteten Turnhalle ftattgcfunScn; auch hat das Kiao seinen Detrneb wieder eröffnet. In aller Kürze wird der Raum dem Schulturnen wieder zur Verfügung gestellt werden können. — Die hiesige Landwirtschaftliche Wtnterschule hat am 10. Aovember ihren Unterricht begonnen. Der Besuch der Schule ist in diesem Jahre außerordentlich stark. Auch die htesige Gewerbeschule weist wiederum eme erhebliche Desuchszifser auf. Hefsen-Nafsau. dH. Rodheim a. d. B, 16. Aov. Heute, Sonntag, ist der neue Fahrplan der Diebe rtalbahn in Kraft g tre en, der f ir Sonntag, Dienstag und Freitag einen Spä tzug vorsieht. Aach Gießen fährt e. ab und Sofa den Räubern für kurze Z it das Eindringen verweh.en — sie hoffte, lange genug, bis die Polizei eintrefsen würde, ehe i.-nen der Einbruch gelu igen war. Es war fraglich, ob sie das Ding rücken könnte, was auf ie i ersten Dl ick um g ich schien älnd doch hatte vtell icht der Sockel Rollen. Sie sprang auf die Figur zu und stemmte sich mit aller Kraft dagegen. Sie brauchte nur eteen Augenblick, um zu merken, dah es ihr nicht möglich wäre, sie zu bewegen: aber als sie den Kopf nahe daran hatte, hörte sie etwas, das sie mit heißer F eude erfüllte. Cs war das leite Jammern des Kindes, de' - selbe weinerliche Ton, den sie von Zeil zu Zeit vernommen hatte solange sie in Zimmer war. Manchmal schien er von to?i? her zu tcmmen; dann wieder ganz aus der Aähe, wie toerm er irgendwo aus der Luft um sie her tarne. Blitzartig erkannte i', daß das Ki tö in dem hohlen Innern der Statue verborgen sein mu ,te Es schien ihr so einfach, so selbstverständlich, daß sie sich wunderte, nicht früher darauf geLmmen zu sein. Ihren Verbuch, die Tür zu verrammeln, gab sie auf und suchte fieberhaft nach einer Sehnung in dem Givsguß, durch welche das Kind bineingelangt war. Aach kurzem Suchen hatte sie sie gefunden. Die ganze S.ite war aus dem Köre er des P erdes herausgefägt worden- durch zwei Längsschni: en, wovon einer dem Rücten, der andere dem Baach entlang zog, und zweien in der Schul er und in der Flaute Starke Leinenstreifen, die am Bauche des Pferdes angeftebi waren und durch der u - teren Schnitt liefen, dienten als Schorn ere und waren von oben aus nicht sichtbar. Sie zwängte einen Mo elfte'' rach el sen sie vom Tische nahm, in den oberen Quer ch'it. und klappte den Anschnitt aus der Sei e des P erdes nach Niuhen--im Innern der Figur lag tatsächlich auf einer Art Lager, das -eus einer alten Decke hergerichtet wa, der vermißte So n Stapletons. Der Knabe, der augenscheinlich bis vor kurzem geschlafen batte, sah bestürzt zu ihr auf. i Es waren nun mehr als zwei Wochen, daß er Rod heim a. D. D. abends 8.49 uaD zurück, von Gießxm alb 10.10. Damit ist einem alten Bedürfnis der Bevölkerung des Biebertales Rechnung getragen worden. Le der stel.t dieses Unternehmen der Beb.rtalbahn nur einen Vers uch dar: falls die Züge nicht durchschrntllich vvn 25 Passagieren b.nrht werd n, sollen sie als unrentabel wieder aus dem F ch/plan gestrichen Werben. Ihre Dauer wäre vielleicht eher garantiert, wenn man in Gießen b.i der Festsetzung jeglicher Veranstaltungen, seien es Konzerte oder Vorträge, in der Hauptsache bie Sage berücksichtigen wollte, an denen dieser Abendzug der Diebertalbahn verkehrst. Dadurch wäre dem Bewohnern des Dieb.rtales Gelegenheit geboten, diese Veranstaltungen ohne Mühe zu besuchen, und zum andern würde dam.t das Unternehmen der Diebertalb..hn unterstützt. — E.ne weitere Aeae- rung im Del rieb der Biebertalbahn ist die Ausgabe von Fahrscheinheften zu je zehn Karlen, durch d.e sich die einfache Fahrt von Redheim nach Gießen um 10 Pf. verb.l.igt. S. Frankfurt a. M., 15. Aov. Dte Industrie- und - Handelskammer Frankfurt hat im Aamen des Verbandes Hessen- Aassautscher Industrie- und Handelskammern in einer ausführlichen Eingabe an den preußischen Finanzmimster die Aufhebung der Hauszinssteuer, soweit sie für bebaute gewerbliche Grundstücke erhoben wird, beantragt. Sie ist in einer Eingabe davon ausgegangen, daß die Aufwertungsgrenze zwischen 15 und 20 Prozent liegen werde und daß dementsprechend der Geld- entwertungsgewnn bei Hypoth keusch ul nern nicht höher besteuert werden dürfe als bei Obligationsschuldnern. Die Freistellung der gewerblichen Grundstücke wird deshalb gefordert, weil die Bestimmungen der dritten Steuemotverordnung Har erkennen lassen, daß An- sp^lliche aus Lebensver iche ung vert ägei körnen nur ins w it aufg h> rt t tret en, els das ih en gegenüb rstehende Perm-gen Der Ver'icherün is- untern.hmungen eine Aufwertung e iäfyrt. Dieses Vermögen besteht nach den frühe ei gesetzlichen Anlagen? r.chriften rur cus mün ei i .,erm Werten, d. h au; Hypothe.'e r Pfan) .rief-m u iD öffentlichen Anleiher, insoe on ere Kommun lm- lehen geben. Von allen D:e, n Werten werden als Hypotheken nicht zu erh.il en waren, muß en die Lebensverficherungsunterrehmungen, um sich innerhalb der glleßlichen Arllagev rlchrif'ea zu halten, viel Kommunalanleihen erwerben und auch den Städten gegen einfache Schuld'cheine Da.- lehne geben. Von allen die en Werten werden nach der Dritten St-uernotverordnung nur die Hypotheken zu 15 Prozent aufgewertet. Bei den Pfandbriefen richtet sich die Au Wertung mui) Den auf sie entfallenden, die Seilungsmasse b;t= denden Hypoth ken, ©ru d chulden u w und w rd nur einen geringen Betrag ergeben. Bei den öffentlichen Anleihen ein,chließ ich Ler Konrn'une'ft anleihen findet bis auf weiteres gar kei e Aufwertung statt. Infolged f en wertzen d e Lebensversicherungen bei den bisherigen Vorschriften Der Dritten Cteuernotveror>nu"g nur eine sehr geringe Auswertung erhallen. Soweit sich b.sh.r Berechnungen haben Musftellen l-i> sen, wird die Aufwertungsquote nur 3—4 Proz nt der Prä- rnienreferve betragen, vielleicht sogar noch hinter diesem Satze zuruckbleiben. Hier urch ze g! sich. Wie ungerecht Die Bestimmungen der Dritten Steuernotverordnung über Die Aich'auf Wertung der Kommrv-alanll? h n sied. Die Dritte Sl uer- notveroronung bestimmt, daß jü isti ch1 Persv en des öffentlichen Rechts als Ain ernehmer wirtschaftlicher Betriebe ih e Schulvor chreibun en auszuwerten haben. Die S äste h ben i >re Anleihen fast durchgängig für werben e QI lagen, wie Wasserw rte, Gasanstalt, Elektrizitätswerke und Strahenbo^hrven aufgenammer In tei Anleihen ist dies aber nicht vusdrückllch gesagt, und deshalb verweigern die Städte d.e QbifWertung, trotzdem die wirtschaftlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Die den Gemeinden von Den Lebe- sv.r icherungsunternehmungen ge en Schuld- i um....... seinen Eltern entführt worden war, daß er, von fremden Männern ei ge chüchtert, von einem O t zum andern gebracht wurde. Er war gewohnt, lllnerwartetes, Sch eckeirerregwdes zu s hen u d es war ein v rschüchterles Ee,ichtchen, Da3 Grace flehend an'ah, als sie sich darüber b?ugte. 2n ihrer Freute üder die Entdeckung des Jungen vergaß sie l ie Gefahr, in Der s e schweifte. Es war so unertea tet, so überraschend gekommen Wenn sie nur mit dem Kinde sliehen könnte, mehr wollte sie ja nicht, lllnd zwischen ihr und der Freih.'tt lag ja nur eine einfache Tür, und doch schien es, als sollte sie nicht hi ausgelangen. Sie nahen daS Kind au 3 seinem Versteck und stellte es auf den Boden, dann hob sie ra ch das schwere Stück Gips an sei.en Platz zurück. Sie überlegte, daß die Räuber wenn ie zurücll'amm, wenigstens nicht f cf ort sehen Durften, daß ihr Gefangener nicht mehr da war. Eie wußte, daß da; Versteck nur vorübergehend war — ein Mittel, um daZ Kind den Tag über außer Sicht zu bringen, falls älnbe- rufene das Zimmer betreten sollten. S)b ll) die Räuber wieder da wären, würden sie gewiß den Knaben anderswo nut und sicher verbergen. Wiederum ging" iie zur Tür und rüttelte fest Daran; mit aller Kraft riß sie am Knopf ohne das geringste Ergeb ris. Das Schloß war offenbar stark und die Tür fest — sie gab nicht nach, trotzdem sie mit ihr:m ganzen Gew chc d .ran rifi.; Hier war keine Hoffirung, zu entwllchcn. Dann dachte sie wieder art daS Fenster. Sie sah einen Augenblick in dir Du ckelheit hinaus. Der Erdboden' lag zehn Meter tiefer. Aiernand war ?,u sehen. Wie wollte sie ohae Sell mit Dem Kinde ,brn uterfemmen ? Es war ein Ding der lllnmöglichkeit. Es war klar: sie mußte warten. Vielleicht vxtr die Hilfe, die sie von ihre t Freunde r oder Der Polizei erwartete, seh'- b-ald Da; sicher!.ch könnte sie aus irgendeine Art die Räuber bis dahin aushalten. Plötzlich bemerkte sie, dah der Augenblick gekommen war. Sie h' rte die H austür lei e zu - gehen und auf Der Treppe ertönten Fußtritte. Wer war es — die Polizei oder Die Räub-e ? aie I< ren, sagte ihr eine innere Stimme, Dena Die Polizei wäre in ihoer Eile, das Kind zu bekommen, zweifellos in einem Kraftwagen in größter Geschwindigkeit angelangt. Die Ankömmlinge stiege i die Treppe gemächlich herauf, als ob sie keinerlei Angst hätten. Grace hörte sie auf dem ersten Absatz kurz hallen, dann kamen sie dte zweite Treppe herauf. Es stand für sie außer Frage, daß fip mitten im Zimmer stehend Deren Entritt erwarten wurde. Erst im letzten Augenblick ftoh sie mit Dem Knaben in Den Schrank. Sie trat hinein, hielt die Hand des Kindrs, in Der ihren und zog die Tür eben zu, als die zwei Männer das Zimmer betraten, lllnterwegs hatte sie vasch dte Kerze au&gebtaten. Es waren dieselben beiden Männer, die heute hier geweserr waren —_ der schwarzbärtige, jetzt ohne Bart, und Der Künstler, Durand. Sie sah es sofort als dieser die Kerze angesteckt hatte. Sie wunderte sich, daß es ihm nicht auffiel, dah der Docht noch warm war. Offenbar war es ihm entgangen, denn sie setzten sich> auf St ahle steckten Zigaretten an und begannen zu verhandeln. „Jetzt können wir ruhig reden," sagte Du» rand. „Wie ging's?" „Ich erhielt das Geld, gab das blaue Zeichen und rechnete, jetzt Halbwegs Brüssel zu sein. Was ist das für ein lllnsinn mit dem roten Licht?" „Es ist kein ilnftnn, versichere ich dir. Ich sah es mit meinen eigenen Augen, es war tot- sicher rot!“ „Dann muh sich Francois geirrt haben, oder er ist eingesperrt Worten — zweifellos letzteres. Jetzt fragt es sich, was wir tun wollen? Ich denke, wir sollten so rasch wie möglich aus Par s hinaus. Hier sind wir nicht sicher." Er sah erregt um sich. „Warum nicht? Du gabst doch Stapleton diese Adresse nicht an? Oder?" „Aein, natürlich nicht." „Dann sehe ich nicht ein, warum wir mcht sicher wären. Aiemand weiß, daß das Kind hier ist." »Also willst du es ihm nicht übergrbsn?' „Aoch nicht. Zuerst muh ich herausfinden, was mit Francois lo3 ist." „Laß ihn selbst für sich Jörgen!c (Fortsetzung folgt.) ■ ÖS-6 EE Men «i legen s Zinsen., die AM/' di- Drei Gannisch JJ 12 Mill Ar l-W,keim Derlin vr 6«<** geringen -DJ die!- den att' eine All Ai ren famt. zu anderen Vorgängen der Aeichsi (bestreben d ihre Gläubi zeichnet- 2 Damit tovyl Aufwertung für gekomrn stens die U1 vertung spätere Au' tcn. die t steyen alle sie verschtr und Tilgui Dritten 6h mit einem ben städtisch Die Kc Die mo titm des Cßt nat 01 tob Rohbraunkc verkauft wri Teil der R war zur we Unter übernomme Sclbstverbo sahsähig: 13 Briketts, 3Zi 20064 Tom Produkte im ' Auf! pflicht. Di gleich mit d visenverordrr gesehgebung vrdnungen, Wicken sollt Aieidepsllch Aorschckster visenrepara sind. ' Di. messe. 2 am Main, langen mit nächsten Fr als auch in den ist. Ti und Stände Freüag be. allgemeine lag, diesm; einfchlietzlic sem Tage ' Die e. G. m. b staglch Seschastsbei Aus dieser, W4Z4,6o M y. gesamte Nerven un *511001 Ufa io 3 ^nuar 19?; Jyme Quf Hellen. Wine )[ a ^>°faichch t1\coooüo 7 !)tn. l2J® rgen. Mmnei mb toomrt trur- nffurt a. A. m i ei, $r- uschi sei btc es all höchii ontmuntn aus i tor°Ks. bä» 1 Aädcheaz ®we, erhielt «langnii ^OllQn . *'Ä* h =¥ K herauf. L# HF ““Sie .rmarW vu"c- it ifjren und Jjfl ®®neL» e sie wW o> nncr.dieh^- äS ff Sw* Me wr^n- je,,.“ * ® *sf«& nt r^Vir 3d) :$** eifellos 3d) $?.-61 * d-ch *** nsberiichrrunji teilt. 5i> An- i ägei frn?n 1? das ih e • Der'ichenui s- e -ährt. Lech? ei ge'o - nun elL.ent n.> rief-.m uiö kommun Im- erten werden iren, müßen gen, um sich rdjritei :u eben und a.'ch dchrinr La - taten vrrdkn :mq nur bk trtei. ‘Bei ten Wertung i»d ungsMsse bib u w. imb v rö den. Bei de n er JtrmrrunT ir fere 2lu' i S e Leben?» schritten der eine W gelt sich bH r ien, wird die ■nt der Prä- !T noch hinter .rch ze fl’ sich. ter dritten ich'Luslvert'ang Dritte & \iex- Iti ch- P.-rsv en err.eßmer tvirt« d.-r chveibunen > berr im An- tnc A lasen, ^izitätsvaK . 3n lei An- ich gesagt, und e MiftxrMg. ursehungen einben v'i W >a ge elLchav untere Arbeit derselben Leistung, in ManaS als 300 000 Kilometer der Dienstzeit eine :bea erzi- lt toct- tMnkwin9 Äoinl Leber^.Magenleid.,felbstlängs. MaßtMlU! nclU! Hilst beft. Karlstprnbel Sirkirchen 14 den von Die leihen keine Verzinsung Berlin toiro für das 3< Die Stadt ebenfalls gvö- Leistung wurde noch übertroffen durch den Briefträger William Parke, der in 34 Jahren mehr ~ ' gegangen ist. Aber immerhin ist der Landbriesträger doch noch alS gegen 3072 im ersten Halljahr 1923 Auch free öatf der ZotitmitfäEte, bk schon in den letzten 3obren ständig anwuchS, ist stark ongefttegen; eS wurden im Berichts Halbjahr 1389 Menschen von wutver- dächtigen Hunden gebissen gegenüber 1271 im ganzen Jahr 1923 3n Frankreich ist die Lebendgeburtenzisser für 1923 mit 1904 höher geblieben als in den letzten drei BortrnegSjahren. Da gleichzeitig die Sterbeziffer mit 17 auf den Geringsten bisher beobachteten Stand gesunken, so at Frankreich einen deutlichen Geburten- Überschuh. Besonders günstig steht Droh- britannien da mit einer Lebendgeburiziffer von 20,1, dem ein Rekvrdminimurn der Sterbeziffer mit 11,5 gegenübersteht Ungarn hatte tm ersten Halbjahr 1924 eine Geburtenziffer von 27,3 und eine Sterbeziffer von 22,6, besonders hoch ist die Tuberfulose-Sterbli<^eit mit 3,96 auf 1000 „Weltrekorde" deS Alltags. Diele Menschen stellen in ihrem alltäglichen Leben „Rekorde" auf, von denen sie selbst keine Ahnung haben. Durch die tägliche Wiederkehr Gegenstand einer c ngeh.nde wert sachlichen Unttsuchung. (Fried,-. Pädagog.schcs Magazin 597. Derla. H rin rnn Beyer & Söhne, Cangcnfal^i. Preis 3 20 JHf. i Der Verfasser lal/t meist di« Führer dar leider allzu- vielen „Richtungen" der gärenden, vorwärts- strebenden und an sich arbeitenden Jugend zu ___ welche eine zerte, «ef'ic Heut u Ä b'.end. ».;n. "In. Die erste Arbeit ist betitelt .Die Geswlchtslchreibang de» LDelltriegeS" und hat Dr. Phil. Erich V) i boetf e zum Verfasser Sie behandelt die amtliche Kr e^- soischung, die private militärische und die ptivat» pol.tifche Literatur und ftreift auch die valerlairdS- feliioliche timt»- und puzisistische Li eratur. ,.Diplomatei»b^ichte auS ter Wilhelminischen Zeit" von Dr. Friedrich Lehmann behandelt daS Haller-Bach über ' s Stiften C «lenburg und den Diieswcchsel von Kide^ten-Wächter. AuS dem weiteren Inhalt deS abwechslungsretchev Heftes fei u. a. hervorgehoben die Arbeit über „Gold und Gelb" von Dr Hermann Hartl. München. welche im Gegensatz zu der heutigen Auffassung von „Geld" die remere Auffassung klarstem, hinter der starke sittliche Begriffe und Kräfte stehen, und d.e al- Voraussetzung jeder Wirtschaft die nationale Unabhängigkeit fordert. Prag, 15. Rov. (WB) Der BudgetemS- schuh des Abgeordnetenhnu es hot das Budget für das Jahr 1925 in der Fassung der Regis- i-u"gsvorlage vmgenommen im Boran'chlag tefr Ministeriums für Nation le Be.-teioigung wurde ausgesührt, datz der Gesamtaufwand für die Armee noch immer unverhältnismähig hoch Jet Mit der Militärausbildung mässe bereits in der Schule begonnen werden. Mit her Abiüsturg mühten die Rachbr»rstaate>' beginnen. Der Minister für natio.-wle Tertcibigu-g erklärte, er fei Pazifist, a&> trotzdem fei die Basis seines Denkens und Fühlens die Idee her Verteidigung des Staates durch e ne starke, gut organisierte und en'lvrechend ausgebildete Armee Die Aussicht i gering, dah durch eine H^rabmindei-ung der Biaanschrst^stLr'e und durch eine Herabseyui *" * bank die LandwirttchaftSbank 2L-® in Mainz | gegründet Von dem Akt enkapital von 500 LOO I Mark hat die LandeSgenofienschaftsbank 100000 Mark Vorzugsutt.en und 396 000 Mk. Inhaberaktien selbst übernommen. Dresdner Dank. AlS dritte der I Berliner Grohbanken legte die Dresdener Dank I jetzt ihre Go iixna rkerofi nungSb.lanz vor. Gs wurde vom Vorstand vorgeschlagen und soll vom I Aufs.chtsrat bei der auhero.dentlichen General- I Versammlung Anfang Dezinber beantragt toerfren, nach Einziehung von 125 Millionen Goldmark. I Schutzaltien das Aktienkapr al von 975 Mrl- I lionea auf 78 Millronen Goldmark. Also rm Verhälttri-s von 12.5:1. zusaTnrnenzulegen. Da daS Reinvermögen mit 100 Mill. Mark errechnet worden ist, verbleibetn für die gesetzlrche Rücklage 22 Will Ionen Mark, gleich 28,2 Prozent deS AttienkapitalS Die Durchführung der Umstellung erfolgt in der Weise, dah Die Aktie über I 600 Mark auf 40 Goldmark und die Aktie über 1200 Wirt auf 80 Goldmark unter gleichzeitiger Aushändigung von Anteilscheinen über 8 Goldmark btzw. 16 Goldmark abgestempelt werden. Um I eine einheitliche Gestaltung des Aktienkapttals in Zukunft vorzubereiten, sollen gegebenenfalls zum Zweck des freiwllligen Umtauschs Attien über 100 Goldmark oder ein Vielfaches davon geschaffen werden. Ferner wurde in der Sitzung dem Auf fichtst at die Bilanz für das erste Halbjahr 1924 oorgelegt, deren Ziffern eine befriedigende Entwicklung des Geschäfts und insbesondere einen weiter, n Ausbau der Kreditoren, die am 30. Juni 1924 einen Stand von ungefähr 400 Millionen Goldmark erreicht haben, erkennen lassen. Der Vorstand berichtete, dah man bestrebt ist, die Unkosten, die alS Folge der Inflationszeit auch jetzt noch reichlich hoch erscheinen, 1 weiter herabzudrücken. Die bei der Ausstellung ; der Goldbilanz befolgten vorsichtigen Dewer- tungSgrundfäye, sowie das seitherige Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres gestatten, wie der Vorstand auSführte, für das Jahr 1924 die V3ici>e rauf nähme der Dividendenverteilung ins Auge zu faffen • D i e Preuhifche Central-Bode n- kredit - Aktiengesellschaft beröffent- lichte in unserem Anzeigenteil vom Samotag einen Hinweis auf ihre neuen 8proz. Cen- tral-Gold-Pfandbriefe, die bis 1931 nicht rückzahlbar sind und spätestens 1960 getilgt fein müssen. Sie sind durch Feingold-Hypotheken auf ländliche und städtische Grundstücke gedeckt: Kapital und Zinsen werden nach Fein- gvldwert in Reichsmark gezahlt. Der erste Zinsschein mit Zinsen ab 1. Oktober ist bereits am 2. Januar 1925 fällig. Die Stücke lauten über 105, 420, 1050, 2100 und 4200 Goldmark. Die Pfandbriefe sind an der Berliner Börse zuge- lasfen In den letzten Tagen war die Kursnotiz einschliehlich Zinsen 84 Prvz. ** Zusammenschluß im Klöckner- Konzern Der Auffichtsrat der Motvrenfabrik Deutz hat beschlossen, der G -V. am 12. Dezember den Abschluß cii.es fünfzigjährigen Intere'fea- gemeinschastsvertvages mb der Maschinenbau- anstalt Humboldt in Köln-Kalk in Vorschlag zu bringen, wobei das bestehende Freundschaf tsver- hälmis zwischen Deutz und der Motorenfabrik Oberursel A. G. unberührt bleibt • Mannesmann saniert Decker. Wie die „ Frankfurter Zeitung" _ erfährt haben die Verhandlungen der unter Führung der Mannes- mann-Rchrenwerle, Düsteldorf, stehenden Grupve zu einem grundsätzlichen Uebercirrtommen auf tlebemahme des Stahlwerks Becker geführt. • Steigende Ausfuhr französischer Eisenerze. In den ersten acht Monaten ist die Eifenerzausfuhr Frankreichs auf 76,3 Mill. Meterzentner gegenüber 58 Mill, im Jahre 1923 und 56 Will. Meterzentner im Jahre 1922 gestiegen. Deutschland nahm in diesem Jahre nur 8 Mill Meterzentner ab, während es 1913 noch 38 Mitt, bezogen hatte. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß damals Lothringen, Luxemburg und das Saargebiet zu Deutschland gehörten. __ ♦ Skodawerke A. -G., Pilsen Wie der unermüdlicher Fußgänger bekannt, wäbrend man von den „Kletterkünsten" eines Omnibusfchaffners wenig weiß. Zehn Stufen führen in dem gewöhnlichen Omnibus auf das Dach, auf dem sich ebenfalls Sitze befinden: jede dieser Stufen ist 11 Vs Zoll hoch Bei l>escheidener Schätzung Rettert ein Omnibusschaffner alle drei Minuten währerrd seiner achtstündigen Arbeitszeit diese Treppe hinauf. Er macht also in acht Stunden 160 solcher Reisen und steigt etwa 1920 Fuß empor. In 14 Tagen klettert er 26 860 Fuß stoch, also fast so hoch, wie der höchste Berg der Erde, der Everest, ist. Der Fährmann, der die Londoner von einem Ufer der Themse zum anderen übersetzt, rudert durchschnittlich acht Kilometer den Tag. Viele dieser Fährleute sind 20 Jahre im Dienst. Er legt also während dieser Zeit mehr als 57 000 Kilometer zurück, d. h. er könnte den größten Strom der Welt, den Äma- zonenstrom, neunmal entlang rudern. Eine ähnlich überraschende Riesenleistung ergibt die Summierung aller Fahrten, die ein Liftboy in einem Jahre macht, und wir selbst stellen ebenfalls solche „Weltrekord.?" auf. Man denke z. D. daß man täglich 10 Kilometer bis zum Ort der Arbeit zurücklegen muß und diese Reise sechsmal in der Woche macht. Das sind mehr als 60 000 Kilometer, die man zurücklegen kann, ohne überhaupt je feine Vaterstadt zu verlassen. Geschichten von einem berühmten Gelehrten. Erinnerungen an den soeben verstorbenen großen EntwicklungSmechanckec Wilhelm Roux veröfsentl.cht LieSbet Dill in der .Deutschen Medizinisch.^ Wochenschrift". Roux war ein unermüdlicher Arbeiter. .Bei Regen und Wind, im Schneegestöber ging er jeden Morgen um 7 ilfrr nach der Insel fln Halle) um dort seinen Kaffee zu nehmen, nachdem er schon 2 Stunden gearbeitet hatte. Er arbeitete Tag für Taa, ohne Feiertag, ohne Pause. Er brauchte feine Erholung er reiste feil vielen Jahren nie mehr . . . Einmal bat ich ihn, mir die Schreibtischlampe zurechtzu- fchrauben. „Wozu find Sie denn Entwictlungs- mechaniker." .Sie halten mich wohl für einen belferen Schlosser," sagte er, und er machte die Lampe brauchbar mit ein paar Griffen . . . Ein paar Tage vor seinem Tode ließ er seinen Rachfolger. den Chef der Anatomie, rufen und besprach sein Begräbnis mit ihm. Er wollte etn- balsamiert und in der Stille begraben werden: er wollte aber, daß sich seine Freunde noch einmal an der Stelle versammeln sollten, an der er ein Vierteljahrhundert gelehrt und gewirkt hatte, in der 2üiatomie der Universität. Dort । sollten ihm Pros Menzer, fein Rachfolger Stieve und sein Freund, der Psychiater 2tnton, die | letzten CRetei H .Uen. Er bestimmte, was er gesagt zu haben wünschte. Er hatte schon zu Lebzeiten Anton fern Geh.m vermacht Aber er wollte nicht i mehr seziert werden. .Mein Gehirn ist klein," | sagte. „Rachher meinen die Kollegen, zur Gnt- wicklungSmechanik brauche man nur ein tleuwd Gehirn . ." Woher kommt die Kamelle? Zu den mit Unrecht von der Mvdelaune vernachlästigten und erst jetzt wieder m ihre alten Rechte eingesetzten Blumen zählt die Kamelie. Ihre zarten Farben und ihre ungemein schöne Form deuten auf ihren südlichen Ursprung hin. Sie stammt von den Philippinen. Ein spanischer Missionar, immens Eameli, hatte sie um fräs Jahr 1703 dort entdeckt. Entzückt von dem Gleichmaß ihrer Gestalt und von ihren blendend reinen Abtönungen, nahm er einen ganzen Strauch mit Wurzel mit, pflanzte ihn in seiner Heimat im königlichen Garten an und verewigte sich fetbft dadurch. Da die Gemahlin König Ferdinands V. sehr stolz aus den Besitz der seltenen. in Europa dazumal nvch völlig un6e- Eannten Pflanze war, ordnete sie an, daß der Ho'gärtner in dem Kniglichen Buen Retire ihr eine besondere Pflege angedeihen lasse. Bald enthielten alle Wandelgänge des königlichen Landsitzes üppige Kameliensträuche. Es wurde aber ein Verbot erlassen, die Blume außerhalb des spanischen Hofes zu verbreiten. Rur wenige Botaniker wußten damals von der Existenz her Kamelie Als Rapolevn I. Josephine heiratete, wollte der damalige König von Spanien ihr | eine ungewöhnliche Aufmerksamkc-n erweisen und scheme gegebenen Darlehen müssen nach der I Tritten i,eu:rncTixiorbluiag nach allgemeinen Grundsätzen, höchsteiu aber bis zu 15 Prozent aufgtaxrtci werden Viele Gemeinden lehnen auch frier ein? Aufw. ctung mit bet Dehrup um ab, daß es fia) um öffentliche Anleihen handele Man hatte gehofft, vaß die Verhandlungen im .AufwertungSavs ch tß des Reichs ag; wenigstens zu einer Beteiligung Dieter offenbaren Mängel tec Tritt n eUuernotDerorbrur : füfr ei würden. Der Reichstag ist aber aufgelöst. eue es Au einem Beschluß gekoinm n ist. ES ist deshalb nicht zu verwunderrn. daß in den Krei'en der Lebensocrficherten immer gröbere Verbitterung entsteht, tt>;nn sie erfahren, daß die Städte viel fach in durchaus günstiger Finanzlage futi> Drei besonders bemerkenswerte Fülle find int Auj- wertungSausschuß des Reichs ages besprochen worden. Die Stadt Köln fril sich durch Aus gäbe von Rotgeld bi? Mittel verschafft, um große Viel fege baute, also werbende 2lnlag^ f Schreibmaschinen Frans Vogt & Co. Gießen, Ooethestr. 32 , Tel. 26-1 \ Günstige Preise \ Teilzahlungen y Großer Posten DaM-KleiiWßüe und kariert . . Meter W. 3.60 Berren-AnzDg- nnd Palelolslolie mod. Must. 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