Mittwoch, 17. September 192$ 17$. Jahrgang Blatt die die Hüttenkolonie der Gute Hosfnuagshütte jnZ> Baracken der Schutzpolizei frei. Tschechische Bormettheil. Der Ausschluß deutscher Wissenschaft Prag, 16. Sept. (WTB) Zu dem in Prag vom Pariser Internationale^ Institut für Anthropologie veranstalteten Anthropoligisipen Kongreß wurden Gelehrte aus Deutschland, Oesterreich, Ungarn und der Türkei sowie Mitglieder der P r a g e r D e u t- scheu Universität nichte inge lade n Bei der Generalversammlung wies ber holtano Prof, van Vuurn darauf hin daß gerade die Deutschen auf anthropologrschem Gebiet Wertvolles vollbracht hätten und ihre Av- wesenheit der Arbeit des Kongreßes nicht forderlich sei. Er ersuchte von den rn dieser Frage bisher eingenommenen Standpunkt abzugehen. Dieser Auffassung schlossen sich alle neutra- Svgen. e Die „Agcnce economique et finance" verbreitet die Rachricht, die meisten vom Finanzminister E l e m e n t e l befragten Direktoren der Privatbanken hätten hinsichtlich der f r a n z ö s i s ch e n Beteiligung an der aufzulcgenden Anleihe von 800 Millionen Goldmark erklärt, daß sie ihre Unterstützung geben wollten zu den von den amerikanischen Bankiers aufzustellenden Bedingungen. Aach der Agentur haben die bedeutendsten Kreditanstalten ihre Beteiligung zugesagt. Befreiung Oberhausens. Oberhausen, 17. Sept. Gestern begann in den frühen Morgenstunden der Abmarsch der französischen Besatzung. Um 1 Uhr nachmittags waren die letzten französischen Truppen aus der Stadt abgerückt. Durch den Ausmarsch dec Franzosen sind das Schloß Oberhausen. schlüsse sichcrgestellt ist. Das Finanzkomitce hat sich gerne diesen Anträgen angcschlossen. must obcr daran erinnern, dah die Kontrolle nicht früher ausgehoben werden kann, als bis der Völkerbunds- rat die finanzielle Stabilität Oester- reichs fest gestellt hat. Das Komitee hofft, dah es der Regierung im Verein mit den maßgebenden Stellen in Oesterreich gelingen wird, die Durchführung aller Acforinmahnahmen zu sichern, so dah das neue Kontrollsystem an einem nicht allzusernen Zeitpunkt in Krast treten wird. In der heutigen Sitzung gab Bundeskanzler Seipel in deutscher Sprache einen ilebcr- blick über die Vorgeschichte der heutigen Vereinbarungen. Er erinnerte daran, da st die österreichischen Forderungen daraus erwachsen wären, daß die Gesamtanleihe nicht für die Deckung des Defizits verbraucht wurde, andererseits aber die Staatsausgaben das vom Völkerbund vorgesehene Aiveau iiberschritten hätten. Er sehe in dem Beschluß des Rates der Erhöhung des Budgets, die eine weitere Derwen- düng der Anleihe ermögliche, einen Beweis für das Vertrauen und die Sympathie, die man Oesterreich entgegenbringe, wenn er auch allerdings sich Rechenschaft darüber ablegen müsse, daß einige Punkte in Oesterreich enttäuschen würden, so vor allem die Zeitdauer für Aufhebung der Kontrolle. Die Mossulfrage in Genf. Einigung im Reichskabinett. Der Konflikt innerhalb werden könne. , Die Sanierung Oesterreichs. Der Bericht des VölkerbundSkommissars. Genf, 16. Sept. (WTB.) Der Völker- bundsrat hat heute in öffentlicher Sitzung in Gegenwart des österreichischen Bundeskanzlers Dr. Seipel, des Außenministers Gründer - ger und des Völkerbundskommissars Zimmermann nach einem Referat des italienischen Rats- Mitgliedes Salandra den gemeinsamen Bericht des Finanzkomitees des Völkerbundes und des Generalkommissars über die Aeuregelung des Völkerbundsprogramms für Oesterreich beraten. Dieser Bericht enthält die Ergebnisse der Völkerbundsuntersuchung über die Wirtschaftslage und die Haushaltslage Oester- reicks Der Haushaltsvoranschlag für 1925 wird von" 350 auf 495 Millionen Goldkronen erhöht. Für Investierungszwecke werden 50 Millionen Goldkronen aus dem Anleiherest bewilligt, beide als für die Regierung verbindliche Maximal- ziffern Zweitens wird eine Milderung des Kontco-llsYstems, das später auch abge- schafst werden kann, in Aussicht gestellt. Hierüber heiht es im Beacht u. a.: In Anbetracht der auf dem Wege des Wiederaufbaus schon erreichten Fortschritte glaubt der Generalkommissar. dah eine Reche von Erl eich - terungen in der Art der Kontrolle m Aussicht genommen werden könnte, sobald die neuen Ziffern endgültig vom Parlament angenommen sind und sobald die Durchführung der Reformen durch administrative oder parlamentarische De- Fortsetzung des Kampfes um den Vürgerblock . der Deutschnationalen. — Der Parteivorstand für Eintritt in die Regierung Der Fall Leinert. Hannover, 16. Sept. (WTB.) Wie hiesige Blätter melden, hat Oberbürgermeister Leine rt seine Unterschrift von dem Abfin- dungsvertrage zurückgezogen den er mit dem Dürgervorsteherkollegium abgeschlossen hatte und der vom Magistrat gutgeheißen wurde. Cet- nert begründet diese Zurücknahme seiner Unterschrift damit, daß er in letzter Zeit wiederholt angegriffen wurde, und zwar wurde ihm vor- gc-worfen, daß er den Vertrag nur unterschrieben habe, um sich das hohe Gehalt zu verschaffen. Die Abrüstungsfrage. Die Eiuigung über das Projekt Beuesch. Partei hat es eine ziemliche Verstimmung erregt, daß der Anregung, dem V i z e k a n z l e r Jarres während der Abwesenheit des Reichskanzlers weitgehende Vollmachten zu erteilen, nicht stattgegeben wurde. Es war beabsichtigt worden, mit dieser Anregung zu verhüten, daß von der Wilhelmstraße, wie. in der vergangenen Woche Aeuherungen erfolgten, die infolge der mangelnden Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen einigermaßen widerspruchsvoll und mißverständlich waren. Im übrigen ist in der Leitung der Deutschen Volkspartei beschlossen worden, dis zu dem entscheidenden Kabinettsrat, der Anfang nächster Woche stattfindet, die größte Zurück haltung inbezug auf die schwebenden hochpolitischen Fragen zu üben. Man möchte Dr. Stresemann seine schwierige Position nicht durch einen Einhalb Rußlands selbst Konzessionen zu erwirken und die russischen Bodenschätze auszubeuten, vor allem also die Gesellschaften, die an der Erschließung der russischen Oelfelder interessiert sind. Eine le-haste Enttäuschung hat dagegen die wirtschaftlich' Entwicklung Rußlands der deutschen Exportin- dustrie breitet. Es wird in diesen Kreisen lebhaft darüber geklagt, daß die beginnende Hungersnot und die zunehmende Verarmung in Rußland es dahin gebracht haben, daß von mrer Ausfuhr insbesondere landwirtschaftlicher Maschinen und anderer Bedarisart!et der Landwirtschaft zur Zeit kaum noch dieRede sein kann. Von russischer Seite toira ijnmcr tote- pcr darauf hingewiesen, daß man er t groß "g ger Kredite bedürfe, die vor allem von England angestrebt. werden, bevor an eine OleuBelebung ber Einfuhr gedacht werden könne Jedoch erscheinen diese Aussichten dem deutschen Außenhandel als sehr schwankend und unsicher und man muß deshalb damit-rechnen, daß das Wi:derauf- blühen der deutschen Maschinen Industrie von russischer Seite in absehbarer Zeit eine ins Gewicht fallende Förderung nicht erlabten kann. Die te stressenden Industriezweige sind deshalb !cho i im Begriss. sich umzustellen und sich nach neuen Absatzgebieten umzufthen. Annahme von Anzeige für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlichS, auswärts 10 Goldpfennig: für Reklame-Anzeigen v.70n-.m Breite 35 Voldpfennig. Platzvorfchrist 20° „Aui- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Vr.Friedr.Wilk Lange- für den übrigen Teil. Ernst Blumschein; für der Anzeigenteil. FansVech sämtlich in Gießen. griff in die schwebenden Streitfragen noch mehr erschweren. Richtsdestoweniger wird jedoch in volksparteilichen Kreisen betont, dah man in der Fraktion an dem Versprechen, die Deutsch- nationalen an der R e ichsr egi er u n g zu beteiligen , unbedingt festhalte. Die Parteileitung wird kurz vor dem nächsten Kabinettsrat eine Besprechung abhalten, zu der wahrscheinlich der Fraktionsvorstand und Mitglieder des erweiterten Vorstandes gebeten werden, und worin noch einmal die Haltung der Deutschem Volkspartei gegenüber den hochpolitischen Fragen formuliert werden soll. Die Deutsche Volkspartei will in ihrer überwiegenden Mehrheit den Plan nicht aufgeben, durch eine Erweite - rung der Re i ch s r eg i er u n g die Kräfte des Bürgertums für eine nationale Politik zusammenzufassen. Es wird betont. dah sie sich in diesen Gedanken nach wir vor I in voller Uebereinftünmung mit Dr. Stresemann befinde und dah auch die lebhafte Agitation der Linkskreise sie nicht in ihrem Vorhaben beirren | würde. Sollten sich aus dieser Haltung Konflikte ergeben, so würde die Partei nicht davor zurückscheuen, sie mit der Front gegen links durchzu kämpfen. Kriegsschuldige und Völkerbund. Berlin, 16. Sept. (Priv.-Tel.) Zu der gestrigen offiziösen Mitteilung, dah in der Kriegsschuldfrage und,in der Frage des Völkerbundes eine entscheidende Kabinettssihung am 23. September stattfinden werde, bemerkt die dem Außenminister nahestehende „Zeit": Schon jetzt dürfen wir als feststehend betrachten, daß das Kabinett in der Frage der Stellung Deutschlands zum Völkerbünde den Standpunkt eingenommen hat, der bisher stets von der Regierung eingenommen wurde. Danach ist die Regierung sich bei der großen Wichtigkeit der von den: Völkerbünde zu erörternden Fragen wohl bewuht, daß die Mitwirkung im Völkerbunde für die deutschen Interessen von großer Bedeutung sein kann. Sie hält aber daran fest, dah der Eintritt Deutschlands von der Erfüllung von Dor aussehungenabhängig ist, nämlich davon, dah man Deutschland die Stellung als gleichberechtigte Grohmacht sichert, und dah man unter keinen Umständen an Deutschland die Forderung stellt, eine erneute Anerkennung des Versailler Vertrages und der Kriegsschuldlüge zu übernehmen. Zur Frage der Ratifizierung der Kriegsschuld- I crHärung sagt das Blatt: Nachdem die Rott- fizierung nicht im Zusammenhänge mit den Londoner Abmachungen erfolgt ist, muh sie i n Der - binbung mit einem anderen tatsächlichen Anlaß geschehen, wobei es sich nur um eine absehbare Frist handeln kann. In den privaten Besprechungen, die am Mon- I tag zwischen Reichskanzler Marx und Reichs- aufjenminifter Dr. Stresemann stattgefunden haben, ist die Grundlage einer vorläufigen Einigung gelegt worden, und zwar haben beide Minister auf einen Teil ihres Programms verzichtet, um in diesem Augenblick eine ernste Regierungskrise zu vermeiden. Während sich Dr. Stresemann damit einverstanden erklärt, daß die Ro- tifizierung der Kriegsschulderklärung bis auf weiteres hinausgeschoben wird und wahrscheinlich erst toieber zur Erörterung kommt, wenn der Eintritt in den Dölkerbund bevorsteht, verzichtet Dr. Marx darauf, die Frage des Eintritts in den Dölkerbund sofort aufzurollen und sttmmt den Dorbedingungen zu, die Dr. Stresemann als für die Anmeldung zum Eintritt in den Dölkerbund als unerläßlich bezeichnet. Beide Minister werden dieses Cini- gungsprogramm in dem neuen Kabinettsrat am I 23 September vertreten und hoffen, daß es dann zum Kabinettsbeschluh erhoben wird. Don einer Beseitigung der innerpolitischen Krise kann jedoch nach Ansicht masrgebender politischer Kreise trotzdem noch nicht gesprochen werden. Die Linksparteien werden ihren Feldzug gegen D r. Stresemann nach Erklärungen_ihrer Führer mit unverminderter Schärfe fort- sehen, da sie ihn nach wie vor für den Der- trauensmann der Deutschnationalen im Reichs- kabinett halten. Die innerpolitische Entscheidung wird daher erst zum Zeitpunkt fallen, wo die Frage ! der Beteiligung der Deutschnationale n an der Reichsregierung erledigt werden muh. In der Leitung der Deutschnationaleu Dolk^- Partei ist man darüber verstimmt, daß der Kabi- nettscat die Frage der Regierungsumbildung und der damit zusammenhängenden hochpolitischen Probleme ihrer Lösung keinen Schritt näher gebracht hat. Man hat den Dertretertag in der Erwartung zum 30. September einberufen, daß zu diesen. Zeitpunkte der Eintritt der Deutschnatio- nalcrr in die Reichsregierung und damit die Erledigung der außenpolitischen Fragen in deutsch- nationalem Sinne bereits sicher gestellt sei und dah die Parteileitung dann mit einem sicheren Erfolg in der Hand vor die Dertretuna ihrer Wähler hintreten könne. Da die Ausfichte» für einen so schnellen Erfolg nunmehr sehr gering geworden sind, wachsen die Schwierigkeiten der Parteileitung von Tag.zu Tag. Die schroffe Absage der Thüringer Organisation wird als ein ernst zu nehmendes Symptom der Stimmung großer Wählerschichten betrachtet. Man ist in den oppositionellen Kreisen bereits eifrig aus der Suche nach einem Führer an Stelle Dr. Hergts, wobei in erster Linie der R rne des Freiherrn v. G ay l genannt wird. Es sind daher in der nächsten Woche erneut dringliche Schritte der Parteileitung bei der Reichsregierung und insbesondere bei Dr. Stresemann zu erwarten, um im Hinblick auf die gegebenen -Versprechungen und mit der Drohung schärfster Opposition eine beschleunigte Erledigung der Regierungsumbildung herbeizuführen. Don den wachseirden Kämvfen innerhalb der Er. 21) Erstes Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiettags, mit d. Samstagsbeilage . GießenerFamilienblätter Monat,-Bezugspreis: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterfcheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch-Anschlüss e: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerSlehen. Postscheckkonto: firanffurt a. M. 11886. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesten vniü «Ad Verlag: vrllhl'sche Univerfttäts-Vllch- und Ztelndruckerel H. Lange in Stehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Schnlltratze 7. Fortsetzung des Ministernrlaubs. Berlin. 17. Sept. (Priv.-Tel.) Reichskanzler Dr. Mar x, der gestern Berlin verlassen hat, ist in Sigmaringen eingetroffen, um dort den «Partei, fr, '»<>:, dn 5HM ta I Deutschnationalen Korresponhen; em Bild, w dem I ucy wiro oe^ ^ab Bildungen I die nächste Ausgabe der Partei mit Recht folgen- a61.e:ren 5>-te QKinifter werden sämtlich vor dem »»ÄÄ fein. ÄÄZ * Der Generalagent vor der Repko teil an der Derantwortung für die Paris, 16. Sept. (WB.) In der heutigen Durchführung des Londoner Paktes Bachmittaassihung der Repara'ionskommission hat erhalten würden. Sollten wir Deutschnationale 21gent für Reparationszahlungen, Owen- uns nun nicht scheuen, diesen Londoner Pakt, -m x, u n g über die von ihm während seines ‘Ser- feine Unmöglichkeiten, seine unerträglichen De° (^er Aufenthaltes getroffenen Maßnahmen Bestimmungen abändern, verbessern und ebenso erstattet Der Sitzung wohnten die Mitglie- revidieren zu können, wie wir das Verfall! ?r Sachverständigenkomitces. Mac Kenna, Diktat revidieren müssen? Sollten wir nun vor Bobinsohn sowie der Kommissar für die zu einer uns g worbe ne n Aufgabe zuruckschrek- Reparationszahlungen vorbehaltenen Einnahmen, ken? Rein! Hinein in die Reichsregie- ^Nac Fadyean. bei. Die Ausführungen Owen rung! heißt deshalb unsere erste und nächste Phungs bildeten den Gegenstand eüies Meinungs- Parole. Hinein in die Derantwor ung i t de h 15 austausches aus dem hervorging, daß die Repko vaterländische Pflicht!" Der Arike‘ be- unfc bie neügeschafsenen Organismen zur Durch- tvnt dann weiter, wenn allerdings der Versuch führnng des Sachverständigenplanes eng z u s a m- gcmacht werden sollte, di? schwierigen strats- und men ar beiten. Einige Delegierte haben Owen wirtschaftspolitischen Aufgaben der nahei un> ^oung §,.ngen unterbreitet, auf die er in einer weiteren Zukunft gegen die Deutschnativnalen bDn Bepko einzuberufenden neuen Sitzung ant- zu lösen, für sie die nächste Parole nur lauten toortcn teiri> Die Repko hat im Laufe der Sitzung könne, schärfste Opposition. Der 2lru?el E r n e n n u n g e i n i g e r De a m te n für die schließt mit den Worten: Wir haben die uns ÜDm Dawcsplan vorgesehenen Organismen voll- gereichte Hand ergriffen. Sie tarnt uai> darf nicht zurückgezogen werden, um Deutschlands willet. In Kreisen der Deutschen Volks- Genf 16. Sept. (WTB.) lieber das fran- ©enf 16 Sept. (WB.) Die türkische Dele- zöfisch-engl'ische Einigungsprojett in der Sicher- gation hat'den Mitgliedern des Dölkerbiindsrats Heils- und Schiedsgerichtsfrage, das man all- Gfne Denkschrift überreicht, die im wesentlichen so! gemein als ein Projekt Benesch bezeichnet, g^be Gesichtspunkte enthält: Alle wirllchaft- kursiert in den Kreisen des Dölkerbundes fol- uch^n, politischen, historischen, geographischen, gende Dersion: Das Projett besteht aus der ethischen und strategischen Erwägung.-n erfordern Präambel den Artikeln und zwei ZusahartitÄn. bie Beibehaltung der türkischen öoi In der Präambel wird zum Ausdr ick gc- veränitä t über das Dilajet von Mossul En' bracht daß die unterzeichneten Staaten ihre ge- gcgcn englischen Beweisführung wünscht samten Land-, See- und Luftstteitträfte dem ungeheure Mehrheit der Devölkerung Vieles DölkerbundzurDerfüg ing stell n. Dann Gebietes keinen Anschluß an das Irat-Gebiet. folgen einige Artikel über die Organisation k^s Da die englische Regierung ihren Anspruch mit Schieds- und Derrnittlungsversah- angeblichem Willen der Bevölkerung, sich von '-ens das für alle beitretenden Mitglieder Türkei zp trennen, begründet, sei eine Klärmng obligatorisch ist. Bei internationalen Kon- Streitfalls nur durch Dolksbefragung flcften müssen sich die betreffenbeir Staaten dem möglich. Die Frage der Grenzziehung zwi- Schiedsspriich unterwerfen. Der Angreifer- f^en der Türkei und dem Irak, die vor demDolker- st a a t wird vorn Internationalen Ständigen Ge- h^^d anhängig sei, erfordere daher ein v o r h e ° richtshos festgestellt. Die Beschlüsse des Dolker- x i g e s P1 e b i s z i t rntt allen Garantten.für eine bundsrates, soweit sie die Beilegung von Streit- f^e Willensäußerung. Die iürkiiche Delegation fällen betreffen sind nicht einitimmig, sondern^ überzeugt, daß der Dölkerbundsrat von dem mit einfacher Mehrheit zu fassen. So- Willen zur Gerechtigkeit beseelt, diese Erwägungen bald Konslikt ausgebrvchen ist, haben die Der- fn Betracht ziehen werde. In hiesigen türkischen tragsstaaten Sorge zu tragen daß eine ent- Kreisen wird erklärt, daß ein evtl, späterer Bei- militarisierte Zone geschaffen wird und tritt der Türkei zum Dölkerbund dadurch militärische Sachverständige eine Kon- von abhängen müsse, welche Gerech t ig kei t die trolle darüber auszuüben, daß in den an dem Türkei bei dem Dölkerbund finde. Konflikt beteiligten Staaten keine Kriegs- —---- _ rüftungen vorgenommen werden. Alle Staaten, die der Vereinbarung beitreten, müssen dem Völkerbund vollständige Statistiken über ihre Land-, See- und Luftrüstungen zur » Verfügung stellen und sich verpflichten, an einer Enttäufchnng der deutschen Export Abrüstungskonferenz teilzunehmen. industrie. — Völlige Verarmung der Diese und andere Der ivnen sind je oß) nichts russischen Adsatzkreise. anderes als vorläufige Texte, über die iai Dol° ' pr ->„s^mationsdienst) kerbundskomitee berät und die von Stunde (Eigener I:nformationsd^ zu Stunde geändert werden und noch aller- Berlin, 17. Sept. IDrah Meldung ) S i IXi lei Lücken enthalten. 3m Zwölferausschiß stehen Beilegung des deutsch-ru sisäen divlomattschen vorläufig nur zwei Artikel über die Sanktionen Konflikts sind auch die wirftchaMichen Vezie- । fest darunter Artikel 7. der die Um ne'zung der Hungen mit Rußland Wied?r aufgenvmme i wo - militärischen und wirtschaftlichen Sanktionsver- den. Jedoch haben nur dieienigea deullche . Wfr - pslichtungen enthält und über den bereits Bereich schaftskreise eine gewisse Desriediqung darin ge- | urS bie französischen und englischen Delegierten funben, die es vor allein barauf ab ef>e.i, i n n e r= | einig waren und bet heute auch die Zustim- ' n 1 ' n° mung der anderen 9 Delegierten des Zwölferkomitees erhalten hat. Zu den Jndiskre.ionen über die verschiedenen vorbereiteten Texce hat der Präsident des Zwölferausschusses in einer Dom Dölkerbundssekretar.at verbreiteten c» ntlichen Mitteilung erklärt, dah die Deröfsentlichungen über den gegenwärtig zur Beratung stehenden Text keinerlei authentischen E har alter tragen und keine nichtoffizielle Mitteilung vor Abschluß der Arbeiten als exakt betrachtet len an, besonders auä) die Engländer imb sogar die Franzosen, während von tschechischer Seite entschiedenster Widerspruch erhoben wurde. Der Kongreß verzichtete auf eine Abstimmung über diese Frage. Eröffnung der holländischen Generalstaaten. Die Thronrede der Königin. Haag, 16. Sept. (Wolff.) Die Königin der Niederlande hat heute nachmittag die neue Tagung der Generalstaaten mit einer Thronrede eröffnet, in der u. a. die Hoffnung ausgedrückt wird, daß die ökonomische Krise jetzt ih en Höhepunkt überschritten hat. Teilweise lasse sich schon jetzt eine leichte Besserung in Handel, (Industrie und Ackerbauwirtschaft erkennen. Auch die Besserung der Finanzlage berechtige dazu, mit neuen Hoffnungen rn eine neue günstige Zukunft zu blicken. Es sei begründete Aussicht vorhanden, daß, wenn jetzt neue finanzielle Maßnahmen von den Genecalstanten gefordert und Liese angenommen werden, die Ausgaben und Einnahmen für das Haushaltsjahr 1925 aus balanciert werden können. Trotzdem müsse im Interesse des öffentlichen Wohlstandes noch größere Sparsamkeit an den Tag gelegt werden. Die Beziehungen zu den anderen Mächten könnten als die allerfreund- lichsten betrachtet werden. Die Gesetzentwürfe zur Regelung der Stärke und der Zusammensetzung der Flotte, zur Besteuerung des Luxus und zur Herabsetzung gewisser allzu schwer empfundener direkter Steuern sind rnDor- bcreitung. Demnächst wird ein Gesetzentwurf ober die Versicherung der Arbeiter gegen Krankheit und Unfall (angebracht werden. Andere Gesetzentwürfe zur Revision der Arbeilerversiche- rung werden vorbereitet. Die finanzielle und ökonomische Lage Riederländisch-Jndiens weise eine Besserung auf. Reservistenrevolten in den südlichen Niederlanden. Amsterdam, 16. Sept. (WTD.) Aus Breda und Bergenop Zoon wird über Zwischenfälle berichtet, die sich anläßlich der E i n- berufung einiger tausend Soldaten der, Jahrgänge 1918/19 für Reserveübungen ereignet haben. Die Eingezogenen haben johlend und schreiend die Sttahen durchzogen und die Passanten belästigt. Sie haben den Offizieren den Gehorsam verweigert und ihnen keine Ehrenbezeigungen erwiesen. Außer der städttschen Polizei mußte auch M i - Ittarpolizei aufgeboten werden, um die Ruhe wiederherzustellen. Fasziftentumulte in Italien. Rom, 16. Sept. (WTB.) Vergangene Rächt durchzogen faszistische Abteilungen lärmend and singend die Strafen der Stadt, wobei sich kein ernster Zwischenfall ereignete: Zeitungsstände wurden geplündert und die Bestände an Oppositionsblättern verbrannt oder zerrissen. Auch heute schlag der Versuch vollkommen fehl, das Redaktionsgebäude der Zeitung „Mondv^ zu erstürmen; ebenso mißlang em Angriff auf das „Grornale d'Jtafta". In Venedig sind nicht weniger als vier Freimaurerlogen geplündert und zwei katholische Vereinslokale in Venedig und Murano gleichfalls gestürmt worden. — Der Bischof von F^> li gn o richtete an Mussolini ein Telegramm, in-, dem er über Ausschreitungen von Z^lszisten vor dem katholischen Vereins lokal klagt. Die Lage in Marokko. Madrid, 17. Sept. (Reuter.) Die militärische Lage an der Westzone zeigt weiter eine Reigung zur Besserung. Vorgestern hat sich General Perdre, Mitglied des militärischen Direktoriums mit feinem Gefolge im Auto von Tetuan nach Tanger begeben und ist auf dem gleichen Weg zurückgefah en. Die Reise ist ohne jeden Zwischenfall verlausen und hat besonders in Tanger günstige Beurteilung gesunden und die Gerüchte zerstreut, daß die Verbindungslinie zwischen diesen beiden Städten unterbrochen sei. Die Rachricht. daß die Abteilung des Generals S e r r a n o eine Zeitlang in Gefahr gewesen sei, kann gleichfalls als falsch bezeichnet werden. Die Truppen dieser Abteilung operieren zur Zeit in der Rähe des Lauflusses und arbeiten mit den übrigen Streitkräften zusammen. Die Kämpfe in China. Schanghai, 16. Sept. (Havas.)^Die Gegner der Pekinger Regierung versuchen aW der Verlängerung des Kampfes zwischen den Gouverneuren Tsching und Liang-Lu Ruhen ziehen. So schlägt Sun-Vatsen seinen Gegnern Tschen- Kong-Mm vor, sich mit ihm zu versöhnen, um alsdann vereinigt die südlichen Provinzen anzugreifen, die der Pekinger Regierung treu geblichen sind. Tschang-tsu-lin bleibt, nach- Gießener Stadttheater. Otto Ernst: Flachsmann als Erzieher. Otto Ernsts Schulkomödie findet immer wieder ihr Publikum, trotzdem ihr die Feinheit der Satire fast gänzlich abgeht und sie mit ihrer mo- raltiiefenden, fingerdick aufgetragenen Tendenz nur in einem so flotten Spiel genießbar ist, wie sie Adolf T e l e k h s Aufführung uns gestern bot. Bei den durchweg dankbaren, ausgestaltungsfähigen Rollen gibt es auf der Bühne sogar recht erheiternde Szenen, die bei der Lektüre im stillen Kämmerlein unerträglich wirken würden. Unter den verschiedenen, rein typisch gefaßten Lehrergestalten war ausgezeichnet Julius Bastes Ordnungsfanatiker und Pslichtproh mit seinem bornierten Duckmäusertum, bis ins kleinste sauber herausgeschält und durchgeführt. Auch dem genügsamen Riemann, der seit dem Seminar kein Buch angerührt hat und seine Rechenkünste allenfalls beim fröhlichen Dauerskat ausfrischt, verhalf Karl Juhnke zu einem vollen Erfolg. Glänzend war Adolf T e l e k y s Flachsmann, der „miserable Bildungsschuster" und widerwärtige Gesinnungslump, glänzend in seinem geistigen Hochmut, fast noch besser in der widerlich schmierigen Kriecherei vor dem Vorgesetzten. Der dem Schuldespoten an Unfähigkeit und elender Gesinnung durchaus ebenbürtige Spion Diercks war bei Herrn Schubert in guten Händen. Alles Licht sammelt sich auf Jan Flemming, den Schulmeister dem er mobilisiert und die Linie Trents m-Mukden gesichert hat, in Verteidigungsstellung. Er erliest eine Proklamation, in der er erklärt, daß er zur Bekämpfung des Präsidenten Tsaokun. das Kommando über die gesamten Streitkräfte der Mandschurei übernimmt. Kleine politische Nachrichten. Der Erste Staatsanwalt für den Landgerichtsbezirk München I hat das vom Stadtrat Rieder- maier von der kommunistischen Fraktion beantragte Verfahren gegen den Ersten Bürgermeister der Stadt München, Eduard Schmid, wegen Wuchers eingestellt. Riedermaier hat seinerzeit gegen den Ersten Bürgermeister wegen der hohen Gaspreise und der schlechten Qualität des Gases Anzeige erstattet. Der politischen Polizei ist es gelungen, in dem badischen Orte Renchen im Haue ^es Kommunisten Bechtle eine Werkstätte zur Anfertigung von Handgranaten auftu- decken. Da Bechtle anscheinend von der Verfolgung Wind bekommen hatte, wurden in der Werkstätte nur 30C0 Zünder, in einem Tümpel aber eine große Anzahl fertiger Handg^naten gefunden. Docht le wurde verhaftet. * Anläßlich der Einweihung eines Denkmals für den gefallenen Republikaner Dr. Frank wird in M a n n h e i m am 27. und 28. September ein republikanischer Tag für Südwestdeutschland abgehalten. An der Denkmalsenthül- lung werden Vertreter des Reiches, der Länder und der Parlamente teilnehmen. * Dey deutsche Botschafter in Moskau, Graf Drockdorff-Ranhau, ist zur Kur in Homburg v. d. H. eingetroffen. Der französische Ministerpräsident H e r r i o t hat sich nach einem Besuch Marseilles und Toulons zur Teilnahme an den Flottenmanövern auf dem Panzerkreuzer „Provence" eingeschifft. * Zwischen dem Delegierten der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken in Deutschland, Botschafter Krestinski einerseits und den Delegierten Ungarns, Minister von K a n h a andererseits wurde ein 2lbkommen über die Aufnahme der diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen abgeschlossen. Das Abkommen soll durch beide Regierungen bestätigt werden. Aus aller Welt. Amerika in Erwartung des Zeppelin. Der amerikanische Kapitän Klein, der seitens der Regierung der Vereinigtes Staaten den Auftrag erhalten hat, das Zeppelinluftschiff aus Friedrichshafen abzuneh- men, ist an Bord der „Mauretania" in Cherbourg angekommen. Wie im Weißen Hause verlautet, dürfte die Ankunft des Zeppelinluftschifies Z. R. III in den Vereinigten Staaten den Plan eines Rvrdpvl- f I u g e s wieder aufleben lassen. Der schnellste Transatlantikdampfer. Der Cunarddampfer „Mauretania", der am Montag in Plymouth eintraf, hat die Strecke Reuyork—Plymouth in 4 Tagen 21 Stunden 57 Minuten zurückgelegt und damit einen neuen transatlantischen Rekord aufgestellt. Straßenbahnzusammenstoß. Dienstagrachmittag fuhr in Charlvtten- burg eine Straßenbahn auf einen haltenden Straßenbahnzug, in dem gerade 2 0 Kinder einer Tegeler Schule einsteigen wollten. Die Plattform des Anhängewagens wurde vollständig eingedrückt. Vier Personen wurden schwrr, fünf leicht verletzt. Mehrere Kinder erlitten bei dem Anblick einen Rervenchock, einige fielen in Echreikrämpfe. f Autounglücke. In Heroldsberg (Mittelfranken) ereignete sich ein schweres Automobilunglück, bei dem die beiden Insassen, zwei Rürnberger Herren, zum Teil schwer verletzt wurden. Der Chauffeur kam mit dem Schrecken davon. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert. Bei dem einen Schwerverletzten handelt es sich um Dr. Klott vom Fränkischen Kurier. — Bei einem Automobilunglück in S t. I ohns (Reufundland) sind die vier Insassen des Wagens getötet worden, darunter zwei Offiziere des hier liegenden Kreuzers „Constance". Durch den Sturz des Wagens sind außerdem noch zwei ehemalige kanadische Offiziere getötet worben. Wettervoraussage. Wechselnd bewölkt, westliche Winde, tagsüber wärmer, nachts tühler, stellenweise schon beträchtliche Riederschläge. Unsere Lage im Hochdruckgebiet ist unverändert. Ein vor Skandinavien liegendes Tief- aus Idealismus, den genialen Pädagogen. Ihm legt der Verfasser — der bekanntlich selber Hamburger Dolksschuttehrer war — ein ganzes Lehrbuch der Methodik in den Mund, das man in dieser konzentrierten Form nur mit einigem Humor herunterwürgen kann, wenn ein Mann wie Felix R o r f o l f es mit gutem Witz und flottem Spiel, allerdings auch mit reichlichem Pathos, serviert. Prächtig waren Karl V o 1 ck s Schulrat, ein famoser Kerl, den man gern haben muhte, und Rud. Golls Schuldiener. Fräulein Bornheim war eine niedliche kleine Gisa Holm, der man unbesehen glaubte, daß sie lieber Kinder wiege als Schule halte. Frau Schubert schien sich trotz des martialischen Schnurrbartes in der Rolle des Mannes in Weiberröcken nicht ganz wohl zu fühlen. —e. * Theater, Kritik und Publikum von heute. Der neue Leiter des Hessischen Landes- theaters, Generalintendant Emst Legal, hat jetzt, vor Beginn der Spielzeit, sich mit einem öffentlichen Vortrag dem Darmstädter Publikum vorgestellt. Seine Ausführungen waren weniger eine programmatische Erklärung über den Spielplan der Bühne der hessischen Landes- hauptsiadt, als für die Theaterkunst der Gegenwart überhaupt, was ihnen eine höhere Bedeutung gibt. Legals künstlerische Anschauungen bruckgebiet wird oyne große Störungen abziehen. Rächtliche Abkühlung wird bei vorwiegend westlichen Winden demnächst Regelfälle bewirken. Aus Stadt und Land. Gießen, den 17. Sept. 1924. Hcppclinbesnch über Gießen? Die Stadtverwaltung hat gestern den Luftschiffbau in Friedrichshafen telegraphisch gebeten, das Z e p p e l i n l u f t s ch i f f bei seinen noch bevorstehenden Probefahrten auch über Gießen fliegen zu lassen. Daraufhin hat die Leitung der Zeppelin-Werft telegraphisch geantwortet: „Aeberfliegen Gießens sehr wahrscheinlich möglich." Hiernach darf man wohl damit rechnen, Lab aucy wir die Freude haben werden, diese neue Großtat deutschen Geistes und deutscher Technik hier begrüßen zu können. Weitere Ermäßigung der Postgebühren Die Reichspostverwallung beabsichtigt, über die bereits bekanntgegebenr Ermäßigung der Postscheck- imb Postanweisungsgebuhren hinaus eine Herabsetzung der Fernsprech- und Telegraphengebühren vorzunehmen. Diese Maßnahms geschieht in Verfolg des vom Kabinett beschlossenen allgemeinen Preisabbaues. Die Ermäßigung wird voraussichtlich am 1. Dezember eintreten. Wie im einzelnen die Ermäßigung sich gestaltet, steht noch nicht fest doch dürfte es sich nicht um eine schematische Herabsetzung der einzelnen Gebühren handeln. •• Die Arbeitsmarktlage im Gebiet des Arbeitsnachweises für das nördliche Oberhessen lumfasend Gießen- Stadt und -Land und die Kreise Alsfeld, Lauter» bach und Schotten) hat/sich in den letzten,Wochen weiterhin verschlechtert. Jnsbevnderr sind von der zunehmenden Arbeitslosigkeit die Krei e G i e- ßen und Alsfeld betroffen.. Im Kreise Alsfeld sind mehrere Gruben und in der Stadt Alsfeld einige Betriebe (Maschinenfabrik und We e- reien) ganz stillgelegt worden. Rach den neuesten Ermittelungen beläuft sich die Ge arntzifier der Erwerbslosen-Unterstützungsempfängee in dem vbendezeichneten Gebiet auf 1197. Davon entfallen auf "Gießen-Etadt 138, Gießen-Laad 752, Kre.s Alsfeld 240, Kreis Lauterbach 25, Kreis Schotten 42. 3m gesamten Arbeitsnachweisgebiet ist infolge der anhaltenden großen Wirtschaftsschwie- rigfeiten in zahlreichen Betrieben auch noch Kurzarbeit im Gange. *• Ein Antrag zur Verbesserung der Kleinrentnerfürsorge. Abg.Dinge l d e y und die Fraktion der Deutschen Volkspartei im hessischen Landtag haben nachstehenden Antrag zur Kleinrentnerfürsorge beim Landtag eingebracht: „Wir beantragen, der Landtag möge beschließen, die Regierung zu ersuchen, die Gemeindeverwaltungen und die städtischen Wohlfahrtsämter alsbald, ohne weiteren Aufschub, dringend anzuweisen, daß 1. die Sähe der Kleinrentnerunterstützungen gegenüber den im April dieses Jahres gezahlten Beträgen durchschnittlich eine Erhöhung erfahren, die dem Durchschnittsver- hältnissah der Erhöhung der Beamtenbezüge, mindestens aber dem Verhältnissatz der inzwischen eingetretenen E rhöhung der Miete entspricht. 2. Die allgemeine Anforderung der Wohlfahrtsbehörden an die Fürsorgeberechtigten, ihren Rach- laß für den Fall des Todes an die Gemeindebehörde zu veräußern, oder gar zur Sicherstellung dieser Ansprüche hypothekarische Belastungen von Grundbesitz zu übernehmen, wegfällt, und nur noch in den wenigen Cinzelfällen ausnahmsweise gehandhabt wird, in denen die besonderen Vermögensverhältnisse des Fürsorgeberechtigten derartige Anforderungen gerechtfertigt" erscheinen lassen." * * Steuermilderungen. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Verordnung über die wirtschaftlich notwendigen Steuermilderungen. Hierunter fällt die Ermäßigung der allgemeinen Umsatzsteuer von 2Vr auf 2 Proz. Ferner die Ermäßigung der Gesellschaftssteiler, der Wertpapiersteuer und des Kapital- und Derkehrssteuer- gesetzes vom 8. April 1922. • * Die st ädt. Sonder st euer vom bebauten Grundbesitz kann innerffalb acht Tagen noch ohne Kosten bezahlt werden. Man beachte die heutige Bekanntmachung. * * Die Gemüse-undOb st trockenan- lage im Elektrizitätswerk soll wieder in Betrieb' genommen werden. Siehe Bekanntmachung. " Auch Ermähigun,g der Gepäck- u. Expreßguttarife. Entsprechend der Herabsetzung der derzeitigen Frachten der Rormalklasse der Gütertarife um 10 Prozent vorn 18. ds. Mts. ab werden die Gepäck- und Exprehgutsähe mit Wirkung vorn 1. Oktober ab ebenfalls um 10 Prozent ermäßigt. Die Mindestfrachten bleiben unverändert. * * Deutschnationale Volkspartei. Man schreibt uns: In einer sehr stark besuchten , Mitgliederversammlung im Postkeller sprach am wurzeln im Seelischen und er bekennt sich zu einem „Theater der Seele". Besonders charakteristisch für seine Auffassung sind die nach- stehenden Sähe seiner Ansprache: Auf der Grundlage des Könnens, der befreiten Stimme und des befreiten und zugleich gebändigten Körpers und unter dankbarer Ausnutzung der Lehren aus hinter uns liegenden Jahren, versuchen wir jetzt zu schöner künstlerischer Sachlichkeit durchzubrechen, zu rein gefühlsmäßiger Durchdringung der Dichterwerke. Wir sind nicht mehr die glücklichen Verwalter einer uns überlieferten festen Theaterkultur, einer von Zweifeln freien Tra» dition. Olein. Im Gegenteil! Auch auf diesem Gebiete ist uns der Boden un cer den Füßen tveggezogen worden, und was uns noch vor zehn Jahren gefiel, von dem erleben wir heute, daß es im besten Falle ins Museum gehört, daß es uns aber in keinem Fall innerlich mehr angeht, am wenigsten uns heute in unseren Seelen- Nöten etwas zu sagen vermag. Bekennen wir uns nun freudig zur Gegenwart, so bekennen wir uns auch zum Zeitalter der Arbeit und der hochentwickelten Technik, zum restlosen Einsehen aller Kräfte. Heute lautet, ganz anders als in früheren Zeiten, unsere Forderung: Gebt jeder einzelnen Dichtung das, was sie speziell für sich verlangt. Richt nur jeder einzelne Dichter und Komponist hat seinen eigenen Stil, sondern sogar jedes einzelne Werk jedes einzelnen Dichters soll und muß seine besondere Einfühlung und Ausdeutung haben. Wir Men- Freitagabend Reichstagsabgeordneter Pros. Dr. Werner über die politische Lage, besonders von der Haltung der Deutschnativnalen bei den Verhandlungen über die Dawes-Gesetze. Er betonte eingangs seiner Ausführungen, es sei für die Deutschnationalen, als der stärksten Fraktion des Reichstages, nicht leicht gewesen, eine Entscheidung zu treffen. Die Verantwortung war eine sehr große, da sich die deutsche Reichsregierung völterrcchtlich in London gebunden hatte. Die Fraktion war anfangs geschlossen gegen dir Gesetze. Bald liefen aber von allen Seiten, namentlich aus dem besetzten Gebiete, Kundgebungen Bei der Fiction ein, die sich für eine Annahme der Gesetze aussprachen. In täglichen Frattions- sihungen wurde das „Für" and „Wider" erwogen. Wenn sich nun nach ernster Prüfung der Sachlage 48 deutschnationale Otbgeorbnete für das Eisenbahngesetz entschieden und so den Dawes- Gesehen zur Annahme verhalfen, so kann von, einer Ab ko mmandierung einzelner keine Rede sein. Ein Frattionszwang war nicht ausgeübt worden. Abg. Dr. Werner, der zu den „Reinsagern" gehörte, legte nun die Gründe dar, die seine 48 Fraktionsgenossen zur Stimmabgabe für die Annahme veranlaßten. Es kamen hierfür, u. a. in Betracht die Befreiung des Ruhrgebietes und der Gefangenen, die Rückkehr der Ausgewiesenen, die Beseitigung der Zollgrenze, die Zurückgewinnung der Regiebahn, die Möglichkeit, die Aufwerttmgsfvage neu zu regeln, die Wiederbelebung unserer schwer leidenden Wirtschaft, besonders der Landwirtschaft durch Schutzzölle, die Möglichkeit der Regierungsumbildung im Reiche wie in Preußen durch Einbeziehung der Deutsch- nationalen. Darin erblickten die „Jasager" einen taktischen Erfolg. Wenn nun die „Reinsager" diesen Standpuntt nicht verkennen, so sind sie der Meinung, daß durch die Annahme dem deutschen Volke die wirtschaftliche DersNavung drohe. Deutschland werde wirtschaftliche und in- buftriell dem Auslande verfallen. England habe bereits die Wiedererhebung einer 26prozentigen Ausfuhrabgabe eingeführt, Frankreich werde folgen. Das Dawes-Gutachten sei für die Dauer nicht durchführbar. Die „Reinsager" fürchteten leinen Rachteil für die Partei bei Reuwahlen. Da an dem fachlichen Inhalte des Gutachtens in London nichts geändert wurde, so waren die „Reinsager" der Anschauung, daß neue Derhand- hmge. nötig seien. Der lebhafte Beifall, der bei der Annahme der Gesetze aus der Loge der ausländischen Diplomaten erfolgte, gäbe doch zu denken. Die weitere Entwicklung müsse zeigen, ob die „Reinsager" ober, die „Jasager" recht behalten. Es sei zu wünschen, daß das letztere der Fall sei. Doch dürfe die Einheit der Partei nicht scheitern an der Tatsache, daß in einer so wichtigen Frage die Anschauungen auseinandergingen. Dieser Meinung wurde auch in der anschließenden Aussprache allseitig Ausdruck gegeben. k. Die Deutsche Volkspartei hielt am Freitagabend im Gewerbehaus eine Mitgliederversammlung ab. Rach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden Prof. Dr. Kraus- müller sprach Generalsekretär Kolbach- Darmstadt über das Londoner Abkommen. Der Redner schilderte zunächst kurz den Gang der Konferenz in London, um sich dann näher mit dem Ergebnis dieser Verhandlungen zu beschäftigen. Zur Frage: „Hätte man nicht mehr erreichen können?" wies Redner auf die außerordentlichen Schwierigkeiten bei den Verhandlungen hin, die es nicht zuliehen, mehr \ herauszuholen, wie geschehen ist. Es gilt vor allem die Gegenwart zu erhalten, die Zukunft zu erkämpfen, deshalb muhte das Erreichte angenommen werden. Dies war auch um deswillen notwendig, weil wir unbedingt daran denken müssen, dem besetzten Gebiet möglichst bald einen Teil der unter groben Opfern getragenen Lasten abzunehmen. Wenn auch die Wünsche durch das Londoner Abkommen nicht voll befriedigt sind, so sind die Erfolge, welche unsere Staatsmänner, insbesondere der Außenminister Dr. Stresemann, in London erzielt haben, nicht zu unterschätzen. Erfreulich erweise "machen sich die Auswirkungen des Londoner Abkommens im besetzten Gebiet bereits teilweise bemerkbar, es zeigt sich dort, wie der Redner schilderte, ein Gefühl des Aufatmens und der Hoffnung auf bessere Zeiten. Der Referent kam weiter auf die parlamentarische Situation nach der Rückkehr unserer Delegierten aus London zu sprechen, um sich dann mit den Ab- stimmungsergebnissen und seinen Begleiterscheinungen zu beschäftigen. Redner beleuchtete sodann die Stellungnahme der Deutschen Volkspartei zum Londoner Abkommen und stellte fest, daß die Partei einmütig hinter ihrem Führer Dr. Stresemann steht. Zum Schluß berichtete der Referent noch über die politischen Verhältnisse in Hessen. Bornotizen, — Tageskalender für Mittwoch. Verpächteroerband: 8 Uhr Versammlung im Hotel Hopfeld. — Radllub Germania: Monatsversammlung 81/» Uhr im Dereinslokal. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Mae Murray". - Astoria- Lichtspiele: „Der Vater". — Hessische Dllder- bühne: „Die Tragödie im Hause Habsburg'. schen von heute, die wir die Rotwendigkeit erkannt haben, wieder zu einer neuen Welt-, anschauung zu gelangen, müssen uns vor allen Dingen auf den metaphysischen Gehalt der groben Dramendichtungen konzentrieren, EineoffizielleBiographieCdnardsVU. Der erste Band der Biographie Eduards VII., die Sir Sidney Lee im Auftrage König Georgs von England schreibt, wird noch vor Weihnachten erscheinen und dürfte eines der am meisten besprochenen Bücher der letzten Jahre werden. Die Darstellung ist auf der bisher den Geschichtsschreibern unzugänglichen Ptivatkorrespondenz des Herrschers aufgebaut. Der Verfasser konnte auch eine große Anzahl von Schreiben benutzen, die König Eduard an berühmte Staatsmänner gerichtet hat, so den ganzen Briefwechsel des Königs mit Beaconsfield, Gladstone und Salisbury. Wie in Londoner Blättern berichtet wird, zeigt der Briefwechsel mit Gladstone, daß König Eduard zu diesem Staatsmann in einem lebenslänglichen freundschaftlichen Verhältnis stand. Die wichtigsten Aufschlüsse über seine politischen Anschauungen aber gewährt sein Bridfwechsel mit Lord Beaconsfield. Aus der Darstellung des mit Spannung erwarteten Buches ergibt sich, daß Eduard schon als Prinz von Wales das regste Interesse an der Weltpolitik gehabt hat und einen tiefgehenden Einfluß auf die Politik ausgeübt har ÖC THOMPSON SClFENPULVER [Garantiert unschädlich -4- :•/ . ;c. fspartei hielt ins eine Mitglie- finzen Degrühung f. Sr. Kraus- :etär Kolbach- erMoiMM.Der >en Sang der Äon» tn näher mit dem n zu beschäftigen, i/ mehr erreichen außerordent/lchcn 'ungen hin, die eS holen, wie ge- >ie Tstzenwart zn impfen, deshalb ncn werden. Dies loendig, weil wir , dem befehlen Ve- 'der unter großen bzunehmen. Denn indoner Abkommen sind die Erfolge, insbesondere der ,ann. in London erfchähen. Erfrea- Auswirkungcn «6 Men Gebiet betet« sich dort, wie der jdes Ausatm^s Seiten. Der » L-rische Situ-' er Delegierten -u« dann mit den 2lb- inen Degleiterschel. «r bEL )£**?«£ scheu Derhalt- ^rvl % ®r c etn?^Wn ichen n fß » ^we-° ;kann von " Äfngem" .-^w'esenen, rJuU>in’ ^ltchkeit, die lVic Dieder. Artschaft, le- Schutzzölle, dir düng im Reiche mg der Deutfch. Jasager" einen dtt .Äeinsager" iv sind sie Annahme dem WH und in. m. England habe ?r 2öprvzentigen Frankreich verde ei für die Dauer ifager“ fürchteten bei Aeutvahlen. : des Gutachtens $c. so waren die iß neue Derhand- afte Beifall, der rus der Loge der gte, gäbe doch zn ng müsse zeigen, Jasager" recht be- f> das letztere der t der Partei nicht in einer so wich- jcn auseinander, auch in der artig Ausdruck ge- für rl5l®”®,7 irrer ^uC" allen n Georgs :age br"?aerich'r^ : V* Lehrmädchen aus anständiger Familie für sofort oder später gesucht. Julius Schulze SelterSweg L 023452 ßutmöbl.Simmcr schneidet L ,. ____,st.r fofon für dauernd Tucht., gewandter, gcfn(ÖL 7143D 71430 gesucht. Vohnungrnot! Alige Vkrllklkk * . r in ^tabt und Vanb gesucht -um Vertrieb Wer ist bereit, mit mir zusammen erstklassigen .'ieuheit. Die ver- VerrnietungerT] »Wen M«dch7n sucht. ~ *° [7119D ttir ki^Hausb. ge'ucht sucht. Marktplatz 7. Provinzial- Pflegeanftalt. Geübte, tüchtige Anlegerin gesucht. Im Brutferci Alöla Klein Südanlage 2L ZUmKochen, Eroberte und Backen zugesicherl. 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Röftler regte bet der Gelegenheit an, die Frage zu prüfen, ob es nicht zweckmäßig sei, die S t ra hen Herstellungskosten ganz auf die Stabt zu übernehmen: durch die jetzige Regelung würde das '3kt icn so verteuert daft ein Unbemittelter gar nicht mehr daran fronten könne. — Den 2lerzten Beneke und Tode die den Auf unseres Bades als Heilbad begründeten, sind vor dem Kriege schon Denksteine im 'JJarf errichtet worden. Run wurde beschlossen, das) in der Bode- und der Be- neke-Strafte Gedenktafeln angebracht werden auf denen der Grund der Straftenbenea- nung erläutert wird. — Unter „Besprechungen" erklang der Auf nach „mehr Licht" d. h. es wurde allseitig eine bessere Strahenbeleuch- t un g gefordert. ^rcis Schotten. lg. Schotten, 16. Sept. 3n diesen Tagen findet in unserem Städtchen ein Werkunterrichts kur sus statt, an dem etwa 20 Lehrer des Kreises teilnehmen. Der Leiter des Kursus, Schulrat D e n z e r aus Worms, versteht es vorzüglich, die Teilnehmer mit dem Wesen und Ziel des Arbeitsunterrichtes in seiner Beziehung zu den einzelnen Unterrichtsfächern bekanntzumachen. Fast jeder Tag bringt eine andere Technik deS Werkunterrichtes: Falten, Zeichnen, Formen in Ton, Papparbeiten, Anlage von Sandkastenreliefs usw. Lehrer und Schüler bringen, tote die stattgehabten Lehrproben zeigen, diesen Arbeiten grvheS Interesse entgegen. Hcsien-Nasian. Platt 6. und 7. Dchutfahr: Krnben: L >Pj. mit 102 P. Robert Schmidt. 2. Pr mit 87 V. Wilhelm Roder. 3 Pr mit 84 P Karl Schst.'r- bach, Richard Schmidt. 4. Pr. mit 82 P. ^Uh Wichel, Heinrich Groh, Karlheinz Jäkel, 5. Pr. mit 77 P. Adolf Bernhardt Mädchen: 1 Pr. mit 73 P. Emmi Talent in, 2. Pr. mit 72 P. Smilic Platt, 3. Pr mit 69 P. Iohnnnette Hastel- bach, 4. Pr. mit 64 P. Elise Verlach, 5. Pr. mit Alleinige Hersteller: H.SCHLINCK&C* A.G HAMBURG. __ dH. Rodheim a. d. D., 16. Sept. Unter Mitwirkung der Turn- und Spvctgem.nnde und des Mandvlinenklubs trug die hiesige Volksschule am Sonntag zum ersten Male die Reichsjugend wettkämpfe aus. Eigentlich sollten die Kämpfe in Derbindung mit den Schulen Bieber. Königsberg, Frankenbach Crumbach und Fellingshausen stattfindrn, abzr schltetz- lich fand sich Rod heim allein cuf dem Plane ein. Die Teilnahme der schulentlassenen Fugend war sehr gering, da gleich^itig in Bieber Kirchw:ihe war und diese mehr Anziehung auf die tanz- wütige Jugend ausübte, als der edle Sport, das einzige Mittel zur Bildung eines gesunden Volkes. Um 3 Mr bewegte sich der Zug der Kinder unter den Klängen der Zupfgeigen zum beinah fertigen Sportplatz, wo durch eine Ansprache auf die Bedeutung des Tages und der Sache hin gewiesen wurde. Rach einem Schülerchor traten die drei ältesten Jahrgänge zu den vorgcschrie» denen Freiübungen an, die in exakter Weise eus- geführt wurden. Tanach stell'.en sich die Kinder zum Dreikampf auf, der im Schlagballwntwuil, Weitsprung und IOO- bzw. 75°Meter°Lauf bestand. Rach dem Austrag des Kampfes und während der Errechnung der Preise wurden verschiedene Reigen, Wettspiele und Belustigungsspiele vor- gcsührt sowie einige vorzüglich vorgetragen» Schülerchöre gesungen. Bei der Preisverteilung konnten fast alle Kampfteilnehmer mit einem Poers bedacht werden, da ihre Leistungen die Mindest- Punktzahl von 40 Punkten überstieg. Zu Ehren der Tüchtigsten sollen die Ramen der ersten Sieger hier folgen: 8. Schuljahr: Knaben: 1. Preis mit 63 Punkten Artur Keller, 2. Pr. mit 61 P. Rudolf Bender, 3. Pr. mit 60 P. Karl Bremer 1., 4 Pr mit 53 P. Adolf Schneider, 5. Pr. mit 51 P Adolf Gerlach. Mädchen: 1. Pr. mit 58 P. Erna Hoffmann, 2. Pr. mit 47 P. ^vhannette 59 P. Frieda Seipp. ][ Marburg, 16. Sept. Unter zahlreicher Beteiligung tagte gestern hier der Taubstummen - Be rba n ds ta g für Hessen und Hessen-Rassau. 3m Anschluf) an cmen Taubstummen-GottesNenst, den Pfr. Schasft- Kassel hielt, begannen um 3 Uhr in der Universität die Verhandlungen, denen als Vertreter der Regierung die Leiter der Anstalten in Homberg und (Samberg beiwohnten. U. a. wurde die Erbauung eines TaubstummenheimS beschlossen. Rächster Tagungsort ist Darmstadt. fpd. F r a n k f u r t a. M., 16. Sept. Die Ko- mödie um den Oberbürgermeisterpvsten nähert sich ihrem Ende. Oberbürgermeister ®r. Lohmeyer- Königsberg macht sie aber nicht mehr mit. Er hat heute offiziell der Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt, dah er von feiner Bewerbung um den Frankfurter Sessel A b - stand nimmt. Er begründet sein Anschrciben damit, dah er feine in Königsberg begonnenen Arbeiten nicht im Stich lassen wolle. 3n Wirklichkeit ist er aber des unwürdigen Spiels in Frankfurt herzlich müde. Run taten und raten die Frankfurter Stadtväter weiter. 3n der gestrigen Sitzung lieb sich der Wahlausschuh von Den Kandidaten Dr. Landmann- Frankfurt a. M. und Oberregierungsrat Cohmann -Merseburg schöneRe- den halten. Die 10 Mann starke Fraktion der Deutschnationalen erklärte darauf, dah sie nunmehr, da sie jetzt den bisherigen Oberbürgermeister Voigt noch immer für den geeigneteren halte, für diesen ein treten werde. Am nächsten Freitag soll der Schluhakt dieser unwürdigen Schacherkomödie durch endgültige Abstimmilng stattfinden. — Der 29jährige Willibald Lehne, in Hamburg wohnhaft, spekulierte aus das Verlangen vieler junger Mädch-m, Filmschauspielerin zu werden, um sich Geld zu erschwindeln. Er suchte in Zeitungsinseraten junge Mädchen, die Lust und Liebe zum Film hätten, für eine Filmgesellschaft, die natürlich nur in seiner Phan- tasie existierte. Denen, die sich meldeten — und es waren nicht wenige — sicherte er Engagement zu gegen Einsendung von 10 Goldmark. Viele der jungen Mädchen schickte ihm auch das verlangte Geld ein. AlS er auf der Hauptpost abermals neue Po st lagernde Briefe abholen wollte, nahm ihn die Polizei fest. Dri seiner Verhaftung fand man noch 16 Bewerbungsschreiben, zu denen von ihm das Geld bereits einfaffiert war. I-- Kirche und Schule. tiaiteltei* «tefcen. f Grünberg, 16. Sept Am Sonntag haben die Landwirte unserer Stadt und der Um- gegenb das schöne Wetter sehr eifrig zur Einbringung der Ernte benutzt. Vom frühen Morgen bis zum Abend wurde unter Ausnutzung aller Kräfte tüchtig eingefahren. Der Kirchen- besuch kam Dabei allerdings zu kurz, aber die schwere Rotzeit läht dieses Versäumnis auch mal entschuldbar erscheinen. — Aus der gestrigen Sitzung des Gemeinderats ist zu berichten: Der Gemeinderat genehmigte, dah die Antrag- flcTter Postsekretär Müller und Gerichtsvollzieher König je einen Bauplatz an der Strafte von der Sparkasse aus nach der Gieftener Strafte erhalten sollen. Beide sollen sich vertraglich verpsiichten, die Anlage Der Strafte, Wasfer- leftung und Kanalisation nach den Bestimmungen bed neuen Ortsbaustatuts vorzunehmen. Die Ver- tethmg Der Bauplätze erfolgt nach den vorgelegten PlLnen. Der Preis soll für den Quadratmeter/ 3 Mk. betragen. Mit acht gegen zwei Stimmen wurde genehmigt, dah die Plätze in Der Käsewiese als Bauplätze verwandt werden sollen. Die Reinigung der Aeschersbach soll Dem BauLmt Giehen übertragen werden. Für den laufenden Meter werden 80 Pfennig bezahlt. Für das Eichen st ammholz hat Herr Well- Höfer aus Giehen für die 3. und 4. Klasse 35 Mk., für die 5. Klasse 28 RN. und für Die 6. Klasse 20 Mk. geboten. Der Gemeinde rat hält den Preis für die 3. Klasse für zu niedrig und ist der Meinung, dah es nicht unter 50 Mk. abgehen Darf. Wird Wellhvser diese Summe nicht zahlen, so soll Das Holz zur Submission nach Darmstadt gegeben werden. Zugestimmt wurde Dem Vorschläge, Daft für die 6inf ricDig un g eines G rabes 30 Mk. bezahlt werden sollen, dagegen für Doppelgräber für Ehegatten 20 Mk. Die im dritten Stock gelegene Wohnung bei Frau Michel wird mit den notwendigen Rebenräumen, die Biedenkopf innehatte, vom 16. September ab beschlagnahmt. Mit K. Dörr soll wegen 2ll>gabe einer kleinen Wohnung in den von Dr. Buxbaum bewohnten Räumen unterhandelt werden. Mit Fräulein Kullmann will man in demselben Falle wegen Abgabe Verhandlungen aufnehmen, ebenso mit Karl Hermann 3odeL Die bei Witwe Rösch beschlagnahmte Wohnung wurde Dem Heinrich Stock zugewiesen. Auf Die Beschwerde von Max Kärger wurde beschlossen, dah Schornsteinfeger S t r a u b auf die Wvhnungsliste gesetzt wird, desgleicken Karl Brune, aufterbem soll Ludwig Gehringer als dringend auf die Wohnungsliste gesetzt werden. Ferner wurde beschlossen, die Fall- äpfel für 1,50 Mk. Pro Zentner abzugeben. Die Errichtung einer 3ugendherb erge in dem Gebäude neben Dem zweiten Pfarrhaus wurde abgelehnt, weil sich Die Räume zu diesem Zwecke nicht eignest würden. Kreis Friedberg. 2< Dad-Rauheim, 16. Sept. Unter Dem Dorsih von Bürgermeister Dr. Kayser fand heute eine öffentliche Srhung der Stadtverordneten statt, die sich mit folgenden Punkten befähle Die Errichtung eines städtischen Schwimmbades, für die seit 3ähren eifrig geworben wurde, wird nun Tatsache. Der daza vorgesehene Platz liegt in der Rähe deS Konitzky- stift's. Der Einspruch der näheren und ferneren Anlieger gegen die Errichtung an dortiger Stelle wurde von Der Versammlung abgelehnt. Mit Dem Bau Tann nun baldigst begonnen werden. Man hofft das Schwimmbad schon im nächsten 3ahre eröffnen zu können. Die Anlage ist als Freibad gedacht Der Zufluft soll vom großen Tmch auS Der Abfluß nach Der Ufa erfolgen. — Beschlössen wurde weiter. Den städtischen Arbeitern die Kinderzulagen nach demselben Modus wie Den Beamten zu zahlen. — Orgel h-trmco kyrer hohen BeMmmrmg W Fesipredegt hielt Pfarrer S t u m p f-Eschwravd. Der Gottesdienst war umrahmt von des Männergesangvereins und der ^hulkinder unter der treftlichen Leitung von Lehrer K r a usw. DaS Schluhlied begleitete auf der neicn OvM Lehrer R a b e n a u - Effolderbach Räch einer kurzen Kaffeepause folgte um 3 Uhr ein liturgischer Gottesdienst, Der mit ©cmdnDegdmiö. Schriftwort, Gebet und Chorgesängen der Schulkinder reich ausgestattet war. 3n ihm tarn Wt allem auch das neue Orgelwerk, von Der Meiner- Hand Des ZestpredigerS gespielt, zur vollen Ge.- tung Pfarrer Stumps brachte zwei Orgel- ftüae von einem neueren Komponisten, Pruttt, und eins vom Altnreister Bach zu Gehör und gab Der toicDer zahlreich versammelten Gemeint Gelegenheit, das neue Werk, das seinem Srbtxici, Der Firma Rikvlaus in Lich, »Uc Ehre macht in seiner Reinheit und FeinhKt, aber auch in seiner Stärke und Wucht zu bewundern Das Werk enthält 9 klingende Register, eine Anzahl verschiedener Koppel unD alle neuen Einrichtungen und gibt dem Spieler zu einer Fülle der schonst«» Variationen Gelegenheit. Es kostet ctttxx 4o00M. Buntes Allerlei. Die Entdeckung deS Kalenders der Maha. Als die wichtigste und aufsehenerregendste Entdeckung, Die bisher in der amenkanrschen Archäologie gemacht worden ist, bezeichnet Dr'- Thomas Gann Die Entdeckung des Maya-Stälen- derS, die Dem Archäologen Der Harvarduniver- fität Dr. 3vs. Spinden gelungen ist. Ra Here Mitteilungen über diese Entdeckung wird Spinden auf Dem Amerikanisten-Kongreh in Eotenburg machen. Die wicht^sten Einzelheiten teilt Gann schon jetzt in englischen Blättern mit. Durch die Feststellungen des amerikanischen Gelehrten tst es gelungen, Die Maha-Kultur bi« zum 14. Oktober 3373 v. Ehr. zurückzudatieren so daft also das Alter der grhümnisvollen Maha-Statte auf mehr als 5000 3ahre festgelegt w:rd. Hunderte von groften Ruinenstatten unD Tempeln Der ältesten amerikanischen Kultur werden sich jetzt mit Sicherheit Datieren lassen. Dr. SpinDen wurde zu seiner Entdeckung durch Beobachtungen geführt, die er über Die Lage zweier groften Steimrwne- lithen anstellte, die sich auf Den Spitzen zweier Hügel in den Ruinen von Eopcm in Mtttelafrika befinden Diese beiden, etwa 6 Kilometer von- einander entfernten Monolithen wurden von den alten älrbewohnern dazu benutzt, um Die Stellung Der Sonne am Himmel bei einem ganz beftimmten Saturn festzulegen. Rachdem nun einmal Die zahlreichen Maya-Monolithen als Hilfsmittel erfannl Daren, die dazu benutzt wurden, Dem Kalender- berechnungen anzustellen, konnte Spinden an verschiedenen Denkmälern die Art Der Z.ttberech- nung durch die Maya nachweisen. Seine Erge" nisse werden durch den heroorragendsten Kenner der Maya-Kultur Dr. Syvanus G. Morley bestätigt. Stirnrumifl vor dem evtcl in der Hamburger Staatslotterie. Wie die Preichtsche General Lotterie-Direktlon mittcili, siebt sie nck ücrnntaht gegen daö in neuerer Zeit in zunehmendem Mabe zu beobachtende Angebot von Losen der Hanlburger Etaatslotterie strafrechtlich vorzugehen, da nicht nur das Spielen in dieser Lotterie, sondern auch das Angebot ihrer Lose im Gebiet der Preustisch- Süddeutschen Klassenlotteric gesetzlich, verboten sind. Demgcmäb haben nicht nur die Hamburger tiotterie-Einnehmer, die Lose anbieien. lind die Zeitungen, die ihre Inserate oervffentUchen. sondern auch die Spieler in der Hamburger «taatvlotterie empfindliche Strafe zu gewäriigen. Zur Durch- siihrung der Strafverfahren und zur (Srmiitelunc der Svielteilnehmer wird die Postsperre verlinnat werden. Das gleiche gilt auch wr die Dänische Kolonial IKlassens-tiotterie, deren Lose ebensalls angeboten werben.__ Altangefebene, letftunaSfSbige süddeutsche Zigarettenfabrik sucht seriösen, bestens eingesührten Vertreter für Oberbessen mit Sitz (Sieben, welcher »>abrik- SteuerlageT zu übernehmen tn der Loge ist. Angemessene Verdienstmöglichkeit. Nur Her, en der Branche belieben unter Neserenzaufgabe Eilangebot etnzureichen unt M. X. P. S105 an A l a-Haaseunein L Vogler, München. 7141A )( Bergheim, 15. Sept. Ein schönes kirchliches Doppelfest konnte gestern unsere GemeinDe unter zahlreicher Anteilnahme ihrer Einwohner unD vieler auswärtiger Gäste begehen: Die 200 j ähr. 3ubelfeier ihrer Kirche unD Die Einweihung Der neuen Orgel. die Die GemeinDe Dank Der verdienstvollen An- reapng ihres Bürgermeisters und Lehrers Der Kirche zu diesem Ehrentag geschenkt hatte. Der Tag wurde eingeleitet Durch einen FestgotteSdienst, zu dem die Gemeinde und ihre Gäste sich in Der schlicht und schön hergerichteten Kirche so zahlreich eingefunden hatten, Daft der Platz nicht ausreichte, sondern noch viele v)r den Kirchtüren stehen muhten. Rach Dem Altardienst, den der Ortsgeistliche, Pfarrer Werner- Alsenborn, versah, hielt Dektn S ch ä f e r - Büdingen eine auf Die Bedeutung des Tages eingehende Ansprache und übergab nach Gebet und Segensworten die "• '■ : :% M w G y . w- >VW\ E K && s ,,w W 1 Ms M ;V- &. t-C KMM ' . >- ,4 '-.Ci»'-•■;•/1 :MHW ■' W M -G- E M 9H Mitt §er im °A L Ss«, Ä* Ü011 dem^w 5S?i gfiti Sn* Lubcr 1 S-utschlal Ktz g*166 S£ tftf» StiÄtorium i so war die deutlch, r? Mtes beaim zur Zeüerspa verzichten, * (tonten. Die w saimimMgc Vittelstand < hauptung zu die Fmgr,1 Mn ha! in europäischen1 seine Aufga erfüllen. 3. Kongresses i alatemischen ob besonder, Art im In zweckmäßig c etwa durch .Inhaber voi auSweisen il Tegenseitigkc Jam sie jn >!ahre and sollen Echebi Wirtschaft der geisti vesoldeten in «r geistigen xe oestnnnmngN 21 'chledenen 9< ^nsserikumps ggy S'^nung Führung xS.« M %s d "ub-rb . Nur d 2,S> 'ich L nach es K- *Ä!* ms war doch vorherrschend tigste Arbeil leistet werde, sichtspmck a Beurteilen m &auf ein des 3Z sehen, daß ei standsbevegu Bearbeitung bearbeitet tot wirtschaftliche Mittelstand (ich ebenfalls An fira sprachen. 1 Mittelste dort zweckn griffen toeri üBeniir ein ßelbffaüeit i tm6. 2. Lr Probleme in schäft, Mrtsch logie soll üb Avriesmgen' Unterricht in Herr Otto Wagner Todes-Anzeige. Heute nacht 1 Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Schwägerin Frau Lina Jonas geb. Blumenthal im 71. Lebensjahr. Vereinigung ein 222er. Samstag, den 20. September 1924, abend» 8.15 Uhr 7,S9D Miete taaea im „Krokodil“. Kaiserallee. Nachruf. Leider allzufrüh verstarb am 15. ds. Mts. unser lang jähriger Prokurist Wilhelm Gail’sche Tonwerke Aktiengesellschaft. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Leopold Jonas. Kesselbach, Londorf, Cramberg, Wittelberg, den 17. September 1924. 7162V Cafe U.C. 8 Uhr — Heute — 8 Uhr Sonder-Konzert verstärktes Orchester ___023449 Ueber 27 Jahre war der Heimgegangene für unsere Firma gewissenhaft, pflichtgetreu und arbeitsfreudig in vorbildlicher Weise tätig. Wir verlieren einen lieben Mitarbeiter von vornehmer Gesinnung, dem wir stets ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren werden. Gießen, den 17. September 1924. 7149V Die Beerdigung findet Freitag morgen 11 Uhr statt Nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden entschlief sanft unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Gustav Katz. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gerson Katz. Gießen, den 17. September 1924. Die Beerdigung findet Freitag, den 19. September, nachmittags 3% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Blumenspenden dankend verbeten. 023J5S Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 mimiiuiiniimiimiiimiiimnniiiiHiiiMmHiiiiiHiniiiininiiiiiiniiiiiiiiiiii Heute letzter Tag: ÄffleaMMtaatie in dem Monumentalfilm MaelülirrajDas Maul Liebe Ferner: Tollkühne Jagden im Somalilande Ab morgen der Welt Liebling: Jackie Coop in Jackie, der Lausbub! Großes Lustspiel in 5 Akten. Ferner: Aufnahmen vom Lahntal von Laasphe bis Limburg und von Gießen Anfang 4 Uhr, 6 Uhr und 8.15 Uhr. Astoria - Lichtspiele, Seltersweg Heute letzter Tag: Der Vater Das Bild eines reichen Lebens in 6 Akten, das Seitenstück zu dem weltberühmten Film „Mutter". - Ferner: Die blaue Ratte Detektivfilm in 4 Akten. 7158c Ab morgen neues Programm! Stolte. 7160c Bekanntmachung. Die Gemüse- und Obsttrockenanlage soll bei genügender Beteiligung auch in diesem Jahre in Betrieb genommen werden. Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme so- wie die Preisfestsetzung erfolgt rechtzeitig durch Bekanntgabe. Anmeldungen werden schon jetzt entgegengenommen. Direktion der städtischen Elektrizitätswerke und der Straßenbahn. Prima neues Still' u. Essig-Gurken neue Sellerlinsen neues Grllnkern, % und gemahlen neue große ia Hon- möpfe neueholl.vollheringe ia 45% elhler Emmentaler ia 30 u. 40% echter Eüurner ia 20% Limburger frisch eingetroffen und zu billigsten Tagespreisen bei LiWlWM 17 Marktplatz 17 Telephon 1662. „7159c KlawstiBiM ii. Reparation preiswert u. out023053 W. Schlüter Klaviermacher fil^flen, Scholtstr. 15. Am Samstag, 13. d. M., in Lauterbach unsere gute Großmutter und Schwester starb bei einem Besuche Mytter, Schwiegermutter, Frau Elise Kinkel FW - Mrsle Marktlaube Stand 3, 4, 5. Morgen 1 erkaufoon sämtlichen Sorten lcbendfrischer Seefische. Auf vielseitigen Wunsch findet außer Dienstag, Donners» tag u. Samstag auch Freitag vormittag IN der Marktlaube Berkaus statt. 71,7D I. & A. 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Kaliwerke Aschersleben.... 68,5 65,h 66,5 • 8 15,5 16 1-9 16 2, Kaliwerk Westeregeln..... 18 17,62 18,13 19 Laurahütie........... 6 50 6.4C 15 30 6,25 Oberbedarf...... . . . 11,25 11,25 10,9 10,10 Phönix Bergbau ....... 40 5 40,25 40,2 i 4),90 Rheinstabl........... 35,25 34 34,75 36.25 Riebeck Nkonian ...... 34, 5 36 35 34,2> Tellus Bergbau........ 1,90 1,9 — — Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd..... 26,50 6,25 26,60 5,05 25,5 5.49 25,5 5,10 Theramische Werke Albin . . — — — — Zementwerk Heidelberg . . . 15 — — — Philipp Hoymann...... 43 4,90 4,65 6 Anglo-Coni -Guano..... — — 10,25 10,90 Badische Anilin........ 17,75 17,25 17,5 17,25 Cbemische Mäher Alapin . . 1,76 1,25 —- — Goldschmidt.......... 11,75 11,4 11,6 11,40 Gries etiner Electron .... 14,75 14,75 '4,2 14,25 Höchster Farbwerke...... 13,76 13,65 13,75 13,66 Holzverkohlung....... 6,5 6,40 — — Nülgerswerke ......... 16,60 16,82 16,9 17 Schcideanüalt....... . 13,7 13,6 — — Alla ElekkrtzttätS-Gesellfchaft 9 8,85 8.73 8,80 Bergmann........... 1? 12,75 12,25 1?,4 Matnkraftwerte ........ 7,25 6,75 — — Schlickert............ c8 34,76 35.1 35,90 Siemens & Halske ...... 41 — 41,25 40,60 Adlerwerte Klever ...... 2 1.9 2,10 2 3,06 3 3 3,13 Hevltgenstaedt ...... Meguin............. 2,65 10,5 2,60 10,25 10^3 10,5 Frankfurter Armaturen - . . .Konservenfabrik Braun . . . 0,55 1 0,56 1 tj Bietallgesellichaft Frankfurt. 12 12 — — Pet. Union A--G........ 1,6 1,5 1,4 2,9 Schuhiabrtk Her;...... 3 3 2,9 Sichel.............. 4,30 4,26 4,6 4.4 Zellstou Waldbof....... 10,25 9,9 10 9,90 Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . 3,25 2,71 3,2 2,7 — — •) Dom Rückzahlungswert. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Ort Billionen Mark au-gedrückt. BuenoS-Aire-, London. Neu« 4ort, Japan, Rio bc Janeiro für eine Einheit, Wien und «udapeft für 100000 Embeitrn. alle- übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. AmÜ.-Rott- Brff.'Antw Christtania. .Kopenhagen Stockholm . HeliinaforS. Italien. . . London. . . Neunort . . Paris.... Schweiz . . Svanien . . Wien in Sh» Oest. abgest Prag . . . . Vudavest. . Bucn.-Aires Bulgarien Japan . . . Wo de Jan Belgrad . • Lissabon 15. Septbr. 16. Septbr. Nepari. Amtliche Notierung Amtliche Noticru n Geld 1 Brief Geld 1 «tief 15. 16. 160,80 181,60 160,80 161,60 voll voll 20,90 21 19,80 19,90 voll voll 57,16 67,74 57/6 57,74 voll voll 71,0? 71,33 71,22 71.58 voll voll 111,4- 111,98 111,42 111,98 dou;po(( 10,49 10,55 10,49 10,55 voll voll 18,35 18,45 18,35 18,45 voll voll 18,715 18,815 18,685 18,775 voll voll 4,14 4,21 4,1) 4,21 voll voll £2,53 £2,65 22,255 22,375 voll voll 78,99 79,39 78,97 79,-7 voll voll 15,11 16.39 b},26 05,54 voll voll 5,925 5,935 5,925 5,935 volllvoll 12,57 12,63 12,67 12,83 oollcholl 5,45 5,47 5,45 5,47 vollvoll 1,454 1,465 1,465 1,475 voll voll 8,07 3,09 3,07 3,69 voll voll 1,705 1,715 1,706 1,715 voll voll 0,395 0,405 0,395 1,408 voll voll 5,67 5,69 5,87 6,69 voll voll 11,97 12,03 11,97 12,03 voll voll Banknoten. Amerikanische Noten .... Belgische Noten........ Dänische Noten ....... . Englische Roten ....... Französische Noten ...... holländische Noten .Italienische Note» Norwegische Noten Deutsch Lefterr .äiov Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten Schweizer Noten....... Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten 4,11 20,71 71,07 18,61 22,2? 160,45 18,45 57,42 5,915 2,20 111,23 78,85 65,18 12,55 6,39 Berliner Börse. 2FfrHn. 16. Sept. Geld Briet Revart. 4,21 20,81 71,13 18.74 2».34 1'1,2, 18,65 67,70 5,9".5 2,22 111,79 79,26 65,46 12,61 5,41 voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll (Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger". Berlin, 16. Sept. Die Börse stand heute im Zeichen eines sehr stillen Geschäfts. Am Anleihemarkt war die Tendenz anfänglich sehr schwach, im weiteren Verlauf machte sich jedoch eine etwas freundlichere Stimmung geltend, ohne daß allerdings die Kurse sich wesenttich erholt hätten. Am Aktienmarkt waren die Umsätze auherordentlich gering. Das Geschäft war durch die Zuspitzung der innerpvlittschen Lage und die Unmöglichkeit, den Ausgang dieser Situation Vvrauszusehen nachhaltig beeinflußt Auch Anregungen wirtschaftlicher Ratur lagen nicht vor. Lebhaft erörtert wurde auch die Frage der praktischen Bedeutung der Verbillig ungs- aftion und die der Erneuerung des Kohlen- yndikats. Auch der Verlauf der privaten Verhandlungen mit den ausländischen 3ater- dienten scheint nicht recht zu befriedigen. Die Engländer sowohl wie auch die Amentaner zeigen eine unerwartete Zurückhaltung. Am Geld- und Devisenmarkt ist die Lage unverändert. Frankfurier Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des .©iehener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 16. Sept Es wurden notiert: Weizen, Wttterauer 24 bis 25, Roggen, inländ. 22 bis 23, Sommergerste für Brauzwecke 25 50 bis 27, Hafer, inländ. 22 bis 22,75, Mais (gelb) 19,75 bis 20,25, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 36,25 bis 36,75. Roggenmehl 33 bis 31, Weizenkleie 12,50 bis 12,75, Roggenkleie 12*25 bis 12,50. Tendenz fest. Berliner Produktenbörse Berlin. 16. Sept. Am Produkt en markt hak die weitere Verringerung des hiesigen Angebots den Roggenpreis scharf weit er getrieben, auch Auslandweizen war infolge erhöhter Anstellungen des Auslandes noch immer fest. Es notierten; Weizen märt. 225 bis 236, Roggen, märt. 201 bis 206 Gerste, märl. 220 bis 248 neue 200 bis 210 Hafer, märf. 182 bis 190. Rips 335 bis 340 Leinsaat 440 Mk. pro 1000 Kilo, Weizenmehl 32 bis 34.50, Roggenmehl 2950 bis 31,50, Weizenkleie 15 Roqgenkieie 13, Viktoriaerbien 32 bis 35, kleine Erbsen 22 bis 26. Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 17 bis 18. Ackerbohnen 16 bis 17, Wicken 16 bis 17, Lupinen, blau 12 50 bis 13, gelb 14 bis 17, Serradelle, alt 13,50 bis 14 Rapskuchen 14,50 Leinkuchen 24,50 bis 25,50, Trockenschnihel 13,20 bis 13,50, Kartoffelflocken 19 50 Ml. pro 100 Kilo. Turnen, Sport und Spiel. Siegreiche Gießener Turnerin. (Bei den nationalen Kam p f we t t» spielen des Turnvereins von 1860 in Frankfurt a. M., die am Sonntag ausgetragen wurden, errang bei überaus starker (Beteiligung und uniet den schwersten Bedingungen Paula Hof mani' (M.T.V. (Stehen) den 5. Sieg. Spielmeisterschaften der Deutschen Turnerschaft. In Altenburg (Thüringen) gelangten die diesjährigen Spielmeisterschaften der D. T. in den Tagen vom 13. und 14. September zum Austrag, an deren Vorspielen zirka 15 000 Wettspielmannschaften aus 300 Gauen (18 Kreise) beteiligt waren. Rachfolgend die Ergebnisse: Schlagball für Männer: Tumverett München 1860. Letzter Gegner: Turn- und Sportverein von 1882 Oplaben. Ergebnis: 79:46 (54:22). Schlag ball für Frauen: Turnklab Hannover. Letzter Gegner; Hamburger Turner-* schäft 1816. Ergebnis: 41:39. Faustball für Männer: Verein Licht- und Luftbad Frankfurt a. M. Letzter Gegner: Männeriumverein Braunschweig. 31:24 (20:11) Sau ft ball der älteren Turner: Verein Licht- und Luftbad Frankfurt a. M. Letzter Gegner: Turnklub Hannover. 38:30 (21:12). Fau st ball der Frauen: Hamburger Turnerschaft Barmbeck- Uhlenhorst. Letzter Gegner: Turnverein Jahn, Hannover-Linden. 40:38 (20:16). Bücherlisch. * Werner Schwechten: Arbeits- dienstpflicht (F. A. Perthes 21.®. Gotha). Der unseren Lesern bereits durch einen interessanten Aufsatz über den gleichen Gegenstand bekannt« Giehener Mediziner legt feine auherordentlich anregenden Gedanken zur Arbeitsdienstpflichf in einer Broschüre ausführlicher dar. Das Buch zeigt einen bedeutsamen, durchaus gangbaren, als solchen auch schon vielfach anerkannten Weg zum Wiederaufbau nicht nur im materiellen, sondern viel mehr im ideellen Sinn, einen Weg zum inneren Frieden, den wir jetzt in den kommenden Jahren harter Fronarbeit doppelt nötig haben. An die Jugend wendet sich der Verfasser mit Recht in erster Linie, an die Jugend, deren So- zialbewuhtsein in der Arbeitsdienstpflicht zu Ruh und Frommen des Einzelnen wie der Dollsge- samthett sich betätigen möge. — Die gesammelten Aufsätze zur Sozial- und- Wirtschaftsgeschichte des zu früh verstorbenen Heidelberger, dann Münchener Rativnalökonvmen Max Weber hat seine Frau Dr. Marianne Weber soeben bet I. C. B. Mohr in Tübingen, zu einem stattlichen Bande vereinigt, herausgegeben (Prets 12,50, in Ganzl. geb. 15,00 Mk.). Bekannt ist die 2Igrar» geschichte des Altertums, die im Handwörterbuch der Staatswissenschaften zuerst erschien und eine auherordentlich prägnante und glänzend geschriebene, auch für den Laien hochinteressante Soztal- und Wirtschaftsgeschichte des Altertums bar- stellt. An sie schließt stch ftimgemäh an der reizvolle Vortrag über die sozialen Gründe des Untergangs der antiken Kultur. Der Beitrag zur Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter spielt hinüber in das Gebiet der Rechtsvergleichung und gibt bedeutsame Aufschlüsse über die Form der Handelsgesellschaft, namentlich in Florenz. Von größter Mtualttät ist das Referat über die ländliche Arbeitsverfassung, das der Verfasser im Verein für Sozialpolitik gehalten. Die hier berührten Probleme harren zum groben Teil noch heute der Lösung^ ebenso wie die des nächsten Aufsatzes über die Entwicklungstendenzen in der Lage des ostelbischen Landarbeiters noch heute beachtlich sind. Ein Dettrag „Der Streit um den Charakter der attgermanischen Sozialverfassung" d. h. über die Bedeutung der sog. „Gruichherrschast" für die agrar historische Entwicklung, schließt den inhaltsreichen Band der „Gesammelten Aufsätze" ab, bei dessen Lektüre man manches Wertvolle aus der nimmer rastenden Feder Max Webers vermiht, aber dankbar für das Gebotene ist. Farbflecken in farbige Stoffe entfärbt OT4c Heitmann^ Entfärber Unschädlich für alle Stoffe. Mühelose Anwendung. Man achte auf die Marke „Fuchekop! Im Stern". Erhält!, in Drogerien u. einschlägigen Geschäften Oer Alte auf Topper. Tioman von Hanns von Zvbeltih. (Schluß.) Dis dahin war der Alte ganz gefaßt gewesen. Mr manchmal hat das Herz ein klein wenig gehämmert. Er hatte sich alles dis 2pfs genaueste im voraus überlegt, wie er vor die Majestät hintreten wollte. War doch auch nur ein Mensch, wenn auch ein großer und mächtiger: war doch auch ein Edelmann, wenn schon der Primus inter Pares. Auch wenn man vor den König tritt, auch wenn man ihm Dank bringen will, recht aus Herzensgrund: Stolz und Wurde muh man wahren — Arm er zur ersten Terrasse hinaufschritt, tarn er ein weniges innerlich ins Wanken. ES war doch anders. Der da oben, Friedrich, war der König, der Herr über Leben und' Tod — und er selber war einer von Millionen. Untertan war er — Langsam stieg er weiter empor, zwischen den weiten Blumenbeeten, an den geöffneten Glashäusern vorüber, in denen fremde Früchte reiften. Die Füße waren ihm wie Blei, und bei jeder Siufe schlug ihm das Herz. Muhte auf dem nächsten Absatz stehen bleiben und Atem schöpfen. . . . Der da oben war König von Gottes Gnaden — von Gottes Gnaden — Wieder klomm er auswärts, langsam, gwiz langsam. . . . Der da öden, König von Gottes Gnaden, Herr über Leben und Tod, wie batte er ringen müssen, kämpfen und leiden, bis der Sieg sein ward. Dreimal war er ins Feld gezogen, dreimal als Triumphator heimgekehrt. Aber was lag nicht zwischen den Siegen und Triumphen. Auch andere haben gesiegt und Viktoria geschoben, sahen ihn schon zu Boden geschlagen. Höhnten den Marquis te Brandebourg und seine Wachl- parate: untergelriegt hat ihn keiner und keine. Aicht das stolze kluge Weib, die Kaiserin Maria Theresia, nicht die nordische Elisabeth, nicht das Frauenzimmer in Versailles, die Pompadour! Europa hatte in Waffen gestarrt gegen ihn, den einzigen: oft, oft war er dem Abgrund nahe gewesen, alle waren um ihn verzagt und verzweifelt. Er allein, nur er hielt die Standarte hoch Er nur, er allein zwang das Anglück. And alte Völker der Welt neiden Ihn uns — ihn — Fridericus Magnus — And wieder stieg der Alte aufwärts, mühsam und schwer, hielt noch einmal an. Aicht sv, bah er sich Sorge machte, wie er vor seinem König stehen und zu ihm sprechen sollte. Wenn er klein war, winzig klein, vor dem Gewaltigen, dem Kriegshelden und Sieger: ein märkischer Edelmann. Pvhblitz l 3*n Ehren war man ja grau geworden. Da soll man Respekt haben, aber nimmer Furcht. Das war's nicht. Muhte wieder "halten und tief Atem schöpfen. Aber wie er sv stand und Atem holte, da bohrte ihm anderes im Herzen. ... wie hat er doch den Großen gescholten, wie hatte er ihn zu schmähen gewagt. Wie ihn verkannt, in seinem kurzsichtigen Antertanenver- stande, der nicht über die Dorfgrenze hinaussieht. And hätte ihn besser kennen müssen. Hätte sich vor die Seele halten sollen, wovor der Gewaltige kämpfte: nicht für sich, sondern für das Vaterland! Aicht aus leerer Ruhmsucht, sondern um Preußens willen 1 Hätte sich auch das sagen müssen, wie der dort oben schon nach dem zweiten Kriege gesorgt hatte und Schäden und Wunden geheilt: wie er dem Lande aufgeholfen, unweit, an der Oder unö War.he, neues Land aus unfruchtbarem Bruch geschaffen, allenthalben Kolonisten angeseht, Steuern erlassen. Dörfer neu gebaut! And hatte dennoch an ihm gezweifelt. An seinem guten Willen, an seiner Kraft, an seiner Friedensliebe ... an feiner Gnade — an dem treuen Landesvater — ... an meinen großen, guten König hab' ich nicht glauben wollen — •* * * Jetzt stehl er endlich oben. Sieht mit umflortem Blick ten langen niederen Weihschimm rrn- den Dau, unter dellen Dachfirst die schlichten Worte stehen: Sans souci. Ohne Sorge — wann trug dieser König keine Sorge! Sieht die grüne Rasenfläche vor dem Schlößchen, die dunklen Orangenbäume in den großen Kübeln, ein paar spielende Windhunde, So oft hatte der Junker, Der Kgspar, von ihnen ger schrieben, von B-iche und Alceste, oder wie sie hießen. Am Rande der Terrasse schreitet gemächlich ein Grenadier. Ein prächtiger Rvtschimmel läuft frei und ungesäumt h>rum, schnobert dem Posten fast ins Gewehr hinein. Das muh ter ,®onte! sein, fein Schlachtpferd, ober der .Cäsar' . . . Die Hündchen kommen heran, bellen einmal leise auf, springen dann hoch an dem Alten, wie an einem guten Freunde, und er bückt sich, streb chelt ihr seitenweiches Altchen. Wie das Herz pocht! Wie das Herz pocht.' Aun muß er ja ins Schloß. Hintreten vor Die Majestät — Aber wie er sich aufrichtet, sieht er vor ter Glastür einen Reinen allen Mann in einem tiefen Stuhl sitzen. Hat einen schlechten blauen Rock an auf dem Kopf einen abgetragenen Hut, die weiße Weste ist mit Spaniol bestreut, die Beine sind in Pelztecken gewickelt — Grad' über ihm leuchtet die Frühlingssonne. And ter kleine alte Mann hebt den Krückstock. Aus dem vielfältigen Gesicht leuchten die großen blauen Königsaugen herüber, ,pnd er ruft hellklingend: „Ist das ter Alte auf Topper? Ich warte auf den groben Kerl vom Kunersdorfer Mühlberg. Komm Er nur heran . . . Bin ich nun sein gnädiger König?!" — Ende. — Die grosse Nachfrage nach unserer allgemein Miebfen von dem würzig süssen Wetz. 7118D ASANOVA 5670A E Zelepöon Hummer 198 Mril: BahnhoftoBe 6955V Verkaufsstelle Gießen,Marktstr. 21 8438V 7105V rÖXw liefert 5836c AJeinherstetlßr Werner & Mertz Ar G. Main»-. <55853®^ Carl Haas jr. Frankfurt.Str 59. •••••eeeeeee _ _ ____Du r/hervorgerufen durch das raffi^ nißpfe Mischungspezept Wahrenap fachleuhe. Die Wassil Mischung enlhälr nup ausgewählf M. V«ÜE MMMMrrtt Inhaber: Th. 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