M. 91 Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags, mit ö. Samstagsbcilage. G ießenerFarni lienb lütter NlonatL'SezugrpretL: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernspre ch-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Aerlag und Geschäftsfteüe 51. Anschrift für Drahtnach« richten: AnzcigttrEieherl. poltscheck^t»: Zrankfutt a. M. 11686. Erstes Blatt 174. Mrgang rNittwoch, 16. April 1924 GiehenerAnzeigei General-Anzeiger für Oberheffen VniS unö Verlag: vrühl'fche Umverfitätr-Buch- und 5temtzruckerei K. Lange in Gießen. Schriftleitung und Gefchäftrstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Rnzeigen sürdie Tagesnummer biv zum 91achmitlag vorher ohncjedeAcrbindlichkeit. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfcnnig; für Reklame-Anzeigen v.TOmm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20°/, Aust schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton- Dr. Friedr. Wilh. Lange für den übrigen Teil. Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. an Poincare und die Sachverständigengutachten. Wiederherstelluncz der wirtschaftlichen Einheit Deutschlands nur im Tausch gegen neue Pfänder. Kein Rückzug von der Ruhr ohne Bezahlung. - Politische Sanktionen unter alliierter Mithilfe. Paris. 15. April. Auf einem Bankett der demokratischen und sozialistisch, ° republikanischen Partei, der P a v t e i Z o n n a r t, hielt Minister- präsident Poincare eine Rede, deren Mrsentlichster Teil Deutschland galt. Er sagte: Ich habe in deutschen Zeitungen und, was noch überraschender ist, in gewissen französischen Blättern, gelesen. Laß der Bericht der Sachverständigen die Verurteilung unserer Außenpolitik und insbesondere der Ruhrbesetzung bedeute. Die Berichte der Sachverständigen sind im Gegenteil die etlätanteste Rechtfertigung der Abstimmungen, die der Senat einstimmig und die Kammer mit großer Mehrheit vorgenommen hat. Sie beweisen, daß trotz aller Dementis Deutschland sich fiktiv verarmt hat und daß, es fähig i st z u zahlen. Es hat 6750 Millionen Eoldmark außer Lairdes gehen lassen. An ausländischen Devisen befinden sich für 1200 Millionen Goldinark in Deutschland. Deutschland hat feinen Bürgern nicht so viele Steuern aufcrlegt wie die alitierten Nationen. Cs Hut seit 1919 nicht ausgehört, seine wirtschaft- lichen Einrichtungen zu verbessern, sein Eisenbahnsystem zu vervollkommnen, seine Lelephan- und Telegrap hrnverbindungrn, seine Häfen und Kanäle auszubauen. Seine Industrie ist so organisiert, Laß' sie eine höhere Produktion erzielen kann, als vor dem Kriege. Das Land ist mit natürlichen Reichtümern versehen, und es hat die Mittel, sie in weitestem Matze auszubeutcu. Seine Bevölkerung ist int Wachsen begriffen, seine Landwirtschaft entwickelt sich. Das sind die Feststellungen der Sachverständigen, und sie erklären ferner, daß Deutschland in der Lage ist, einen privilegierten Platz in der Welt einzunehmen. Das ist'dasselbe, was wir gesagt Huben und was Deutschland verleugnet, und was selbst bei uns viele Leute nicht glauben wollten. Andererseits ist die.Expertise genau in dem Rahmen durch- geführt worden, den wir aögestcctt^>^ien. Sie kommt nicht zu dem Schluß, da.tz die' Gesamtzifser der deutschen Schuld heraWeMt^ werden mutz. Sie behält uns auf d ie stark wie bei uns. Frankreich für seinen Teil wird loyal nach diesem Emvernehmen der Alliierten streben in«dom B:- wutztsein, so gleichzeitig feiner eigenen Sache, der seiner Freunde und des Menschengeschlechts zu Lienrn. Deutschlands Antwort. Berlin, 16. April. (Prid.-Tel.) Die „Voss. 3iß.“ meldet, daß die Antwort der Reichsregieruug an die Rep aratiouskommis- fron gestern nachmittag nachPsris abgeschickt worden fei und harrte vom Vorsitzenden der Krirgslastenkommisfion derÄe- parationskammisslon übergeben werde. Die Antwort werbe in Anlehnung an die von der ReparationskommiFion gestellten Fragen kurz feststellen, daß die deutsche Regierung bereit sei, bei der Lösung des Reparations- Problems auf der Grundlage der Plane der Sachverständigen m itzu a rbe i 1 en. Der Beschluß der Reichsregierung erfolgte auf Grund der Stellungua^n^ der Staats- und Ministerpräsidenten der Lander. Außerdem hat der Reichskanzler gestern noch dis Führer der Reichstagsfcaktionen zu einer Besprechung empsances. Dir Sozialdemokraten sowohl wie die Führer der bürgerlichen Parteien billigten durchaus den Standpunkt der ReichLregrr'rrmg. Nur die Vertreter der Deut sch nationalen erklärten, daß die Regierung keine bindenden Verpflichtungen erngehen dürfe. Der Reichskanzler vertrat demgegenüber die Auffa'sunZ, daß es die Pflich t der Reichs- reg'rrrung sei, die aus bet außenpolitischen Situation sich ergebenden, unaufschiebbaren Entscheidungen zir treffen. Von de2 Vertretern der Deutschen Dolkspo. rtei wurde die Auslassung der Partei dahin aus- grsprochen, daß die Sachcerständigrngut- achten als Vechantzlungsgrundlags unter gewissen Vorbehalten angefehenwer- den könnten, die sich im wesentlichen auf die Freilassung der Gefangenen und die Rückgabe des widerrechtlich angeeigneten Besitzes im Ruhrgebiet erstrecken. Bei den kommenden Verhandlungen über die Regelung der Reparationsfrage müßten diese Vorbehalte deutscherseits nachdrücklich zur Debatte gestellt werden. Das britische Unterhaus zu den Gutachten. London, 15. April. (WTD.) 3n Erwiderung auf eine Anfrage Baldwins, ob die Regierung irgendeine Erklärung über die Berichte der Sachverständigen abgeben könnte, sagte Macdonald im Unterhaus, die Regierung habe von der einmütigen Unterzeichnung! der Berichte durchs alle Sachverständigen mit der größten Befriedigung Kenntnis genommen. Dl»' Berichte stellten nach Ansicht der Regierung ein unparteiisches, sorgfältig erwogenes Bemühen dar, den beteiligten Regierungen bei ihrer Aufgabe zu helfen, eine Regelung dieses vitalen, lang>: schwebenden Problcms zustande zu bringen. Der praktische Wert und die Anwendbarkeit der Schlußfolgerungen der Sachverständigen hätten überdies dadurch eine schnelle und bedin- gungslose Anerkennung gefunden, daß die Reparationskonrmission am 11. April den Bericht einstimmig angenommen hätte unter der Bedingung, datz die deutsche Regierung sich bereit erkläre, bei ihrer Ausführung mitzuwirken. Die Regierung sei der Meinung, datz von solcher Autorität gestützte Berichte allgemeine Zustrm^ mung gebieterisch heischten, und datz der allgemeine Wunsch bestehen würde, die Gelegenheit, die derartige autoritative Dokumente böten, zu benutzen, um den bestehenden Zustand einer noch Wst: erreichten Regelung zu beenden. Macdonald erklärte weiter, die Regierung sei 'm Memuug, daß ein Punkt besondere Betonung verdiene, nämlich, daß der Bericht ein unteilbares Ganzes sei, und daß die älnterzeichner jede Verantwortlichkeit ablehnen würden, wenn einige ihrer Empfehlungen angenommen, andere aber verworfen würden. Die Regierung messe den vereinbarten Emp* sehlungen, die sofort ausgeführt werden könnten, eine so hohe Bedeutung bei, daß sie bereit sei. den Plan in seiner Gesamtheit ihrerseits zu unterstützen, vorausgesetzt, daß alle anderen Parteien bereit seien, dasselbe Verfahren einzu- schlagen. Am 10. April Hobe sie diese Ansicht den beteiligten Regierungen, die Vereinigten Staaten eingeschlossen, mitgeteilt. Johnstone, Mitglied der Arbeiterpartei, fragte den Premierminister, ob er die Verficht" rung abgeben könne, daß keine weitere Einfuhr von Gütern auf Reparationskonto stottfinden würde, ohne entsprechende Ausfuhr, und zwar mit Rücksicht auf die schreckliche Lage, die sich infolge der letzten Reparationszahlungen im Clyde-Distrikt und anderen Distrikten ergeben habe. Macdonald erwiderte, wenn der Znter-- pellant -die Berichte, auf die er sich eben bezogen habe, prüfen würde, würde er finden, daß eine außerordentlich wirksame Maschinerie eingerichtet wurde, um das zu verhindern, was man unokonomische Einfuhr von Gütern zu Aeparationszwecken nennen könnte. Der Tlntcrstaatssekretär des Aeuheren im Än* bientt Baldwin, Ronald Mac R e i l l, fragte, ob Macdonald in der Lage sei, dem Hause über dis Haltung der deutschen Regierung irgend eine Mitteilung zu machm. Macdonald antwortete, er habe keine Rachcicht, die er dem Hause beianntgcbc r könne. Das Haus werde aber wohl von gewissen Meldrurgen in den heutigen Zeitungen Kenntnis genommen habbn. Diel- lercht werde er Liese morgen ergänzen können: Loch sei er dessen nicht ganz sicher. Auf die Frage Pomcare ohne Kammer. Am letzten Sag der vergangenen Woche, kurz vor Mitternacht, hat die französische Kammer, die im November 1919 gewählt wurde, ihr Dasein beschlossen. Ihr Präsident P e r e t spendete in der Schlußansprache den Abgeordneten das übliche Selbstlob. Er rühmte das schwierige Werk der Kammer, das darin bestanden habe, die Durchführung des Versailler Vertrages zu sichern, ohne den Frieden zu gefährden und „die Listen eines Schuldners unwirksam zu machen, der sich bisher ständig feinen Verpflichtungen entzog". Dieser geschmacklose Ausfall gegen Deutschland im Stile PoincaräS war umso unangebrachter, als die aüc Kammer an der Hauptarbeit der Reparationsregelung, die jetzt folgt, gar nicht mehr beteiligt ist. Am 11. Mai f staden die französischen Neuwahlen statt. Die neue Kammer soll erst am l.Iuni zusammentreten. Ebenso hat sich der Senat auf den 3. Zuni vertagt. Es herrscht also in Frankreich ein parlamentsloser Zustand wie — in Deutschland, während gerade die schicksalsschwersten Entscheidungen fällen! Ort Berlin hilft sich Reichskanzler Marx durch Heranziehung der Ministerpräsidenten der deutschen Länder und durch Besprechun- oen mit den Fraktivnsführern des aufgelösten Reichstags. Was tut aber Poincare? Hat er auch Fraktionen zur Hand? Wer mit den Merkwürdigkeiten des französischen Parteilebens nicht vertraut ist und vielleicht versucht, sich Aufklärung aus den Presseorganen der verschiedenen Parteien zu verschaffen, wird rasch entmutigt feststellen, daß diese Organe es keineswegs für ihre Aufgabe halten, Klarheit über die Stellungnahme der Parteien zur Reparationsfrage und über die Wahlprogramme zu verbreiten. ES fehlen eben in Frankreich die leitenden Fraktionen. Die Kammergruppen sind nicht die parlamentarische Vertretung fester Parteibildungen, sondern lose gefügte Vereinigungen ohne st r a f f e Disziplin. Nur Kommunisten und unifizierte Sozialisten machen ihren Genossen unbedingte Befolgung der Parteiparole zur Pflicht. Die übrigen Gruppen überlassen es den einz-elnen Mitgliedern, wie sie sich bei wichtigen Entscheidungen zu verhalten haben. Selbst den Radikalen ist es trotz wiederholter Bemühungen nicht gelurvgen, so etwas wie Parteidisziplin zu schaffen. Dies erklärt sich dadurch, daß es außerha/b der Kammer keine ^demokratische Entente", keine „republilainsch- soziale Aktion", keine „demokratische Linke", und wie die Gruppen alle heißen, gibt. 0m Senat lauten schon die Bezeichnungen ganz anders: „Republikanische Linke" für die Rechtsrepublikaner, „republikanische Anion" für die linksrepublkkanische Mitte, .Demokratische Linke" für die Radikalen. Zn der Provinz herrscht ein Durcheinander, das nur für Kenner der lokalen Verhältnisse entwirrbar ist. Was ist die Folge? Daß Poincare in einem so außerparlamentarischen Augenblick nicht weiß, was, er will? Keineswegs! Er weiß es nur zu gut. Denn er hat den „nationalen Block" hinter sich, nachdem das Parlament nach Hause gegangen ist. Besser wie „nationaler Block" ist es, zu sagen: „Pdincare® D l 0 ck". Der „nationale Block", den Millerand im November 1919 zum Wahlsieg geführt hat, sollte den Bruch mit dem alten System der rein politischen Parteien besiegeln und durch Beseitigung der religiösen Streitigkeiten die Bahn für den Wiederaufbau Frankreichs auf wirtschaftspolitischer Grundlage freimachen. Eines der Mittel zu diesem Wiederaufbau sollte die von Millerand betriebene Wirtsch aftSVerständigung mit Deutschland sein. Aus jenem nationalen Block hat Ppincartz im Kampfe um die Reparation, wie er sie versteht, seinen Block gemacht, und an dessen Stoßkraft ändert leider auch nichts die Zusammensetzung des neuen Kabinetts, in dem sich zwei heftige Gegner der Poincaräschen Ruhrpolitik, L 0 u ch e u r und Henri de Zouvenel befinden. Für Poincare gibt es nur noch eine Klippe, das ist der 4. Mai, der Tag der deutschen Reichstagswahlen. Bis zu diesem Tage hofft er, die größten Vorteile aus den Gutachten der internationalen Sachverständigen für Frankreich unter Dach und Fach zu bringen. Er wird die Propaganda der letzten französischen Wahlwoche weidlich ausnutzen. Noch nie haben deutsche Wahlen so sehr unter dem Druck einer schwierigen außenpolitischen Lage gestanden, nale Verantwortung der Parteien größer. Nur wie jetzt am 4. Mai. Nie war die internatio- durch „diplomatische" Reichstagswahlen; so tnöchte man es Wohl nennen,- können die Absichten der französischen Reparationspvlitik vereitelt werden. Die Verlängerung der MicumVerLrage. Berlin, 15. April. (VLB.) Die Mt- cum-Vertrags wurden heute von den Bete'.- lix-en imtrrschrsebeu. Van deutscher Seite zelchneten Frch Thyssen und Generaldirektor F a h r e n h 0 r st. Nach langen schwierigen Verhandlungen wurden die MicumVerLrage auf zwei Monate verlängert, nachdem Lurch die in letzter Zeit eingetretene politische Ents'pcmnrmg efn? neue Situation geschaffen worden war, die der Industrie die Möglichkeit der Kreditbeschaffung bot. Der Beschluß der Reparationskommis- sron, durch den die SachverstZnLt.eengutachten inhaltlich angenommen worden sind, und^n Lem gesagt wird, daß Vie Reparativnskom- Mission die Durchführung der in dem Gutachten gemachten VorschläZe beschleunigen und erlrichtern werde, sobald die deutsche Regierung ihre Bereitwilligkeit zur Mitarbeit erkläre, ließ die Industrie den Lntschiutz scssen, vochmals für eine beschränkte Zeit die durch Lrr Miemtrperträze ihr verursachten Lasten im IrrteressL Deutschlands anf sich zu nehmen, in der beftimmten Erwartung, daß nach der erfolgten BereiLivilligke'tJerkiarnng Lee deutschen Regierung, an der ßefm-g Les Repa- rationsproblems auf der Grundlage der Sach- verstLnör^eugutachtrn mitzuwirke^i, nunmehr sehr schnell eine Gesamtregelung der Reperationsfragen getroffen werde. * Zu diesem Abkommen ist zu bemerken: Die schweren Lasten, die dem Ruhrbergbau auferlegt wurden, bleiben weiter bestehe n. Trotz der allgemeinen deutschen Kre- ditnot und den besonderen Belastungen der einzelnen älv.ternehmungen, hat sich der Ruhrbergbau zur Unterzeichnung des Abkommens entschlossen, da von der gegnerischen Seite unzweideuttg erklärt wurde, daß die Lieferungen mit allen Machtmitteln erzwungen würden, und da seitens der deutschen Privatindustrie die Hoffnung gehegt wird, dah auch die Sachlieferungen in den nächsten beiden Monaten nachträglich nach dem Finanzierungsplan der Sachverständigen- Kommissionen werden behandelt werden. Amerika unb bic Ncparatiorrsanleihe. Neuh 0 rk, 15. April. (WTB. Funkspruch.) Die Neuyork Times" meldet aus Washington: 3n höhen amtlichen Kreisen wurde angedeutet, dah America sich dem Plan, der von dem Dawes-Komitee vorgeschlagenen deutschen Anleihe Prioritäten zu gewähren, nicht widersetzen würde. Während Amerika für die Kosten des amerikanischen BesatzungSheeres Priorität vorden allgemeinen ReparationSabgaben beanspruchte, glauben die in Frage kommenden Beamten, daß wahrscheinlich ein Pfandrecht erster Ordnung auf das deutsche Besitztum die Anleihe erfolgreich gestalten würde. Cs verlautet, die amtlichen Kreise würden sich dafür aussprechen, die Rechnung für die amerikanische Rheinarmee auf eine Stufe mit den Kosten für die Besatzungsheere der Alliierten zu bringen. ciircä Abg, rü sich der PreyriLrminister n.cyr Gxiüort Rechenschaft gebe, Mfr der Bericht leine l;S-epfle(tang enthalte über dir volle Höhe der Verbindlichkeiten and über die Dauer Ler Z fache deutsche Verftrechui^en genügten nicht, damit Frankreich aufgäbe, Ivel es in der Hand habe. Frankreich werd^ alf* in der Lag« sein zu beobachten, taVy der Plan der Sachverständig«« anders als auf Cent Papier funktioniere. Auch die militärische Okkupation werd« bis ?. ti t Bezahlung verlängert, las versteh: sich von selbst. Aber die tvirtschastlich« Besetzung müsse so gelöchert tzeerden, daß Frank- reich ihre ganze Strenge „rasch und sicher' wirrer durch'üh en ?önnc. Lu^wd«m würden Frank- reichs Alliierten sich vcrpfttchden, politisch« S a .r i t i o n e n im Falle einer deutschen Der- fel/urct ruSzufuhren. 'SStd sehe voraut, sv fährt r ' s Blatt fort, daß diese Sanktionen die v ö I l i g e Wiedereinsetzung der Regie nach sich ziehen werden, tote sie augenblickllch im besetz len •Geriete bestehe. Der ..Malin" schreibt, daßPvincar« die Frage aufgeworfen habe, Wer die mit den Alliierten verhandelt werden müsse, daß beweise, daß Etint Zeit mehr zu verlieren sei. Frankreich sei zur Be'Handlung bereit, «S werde lvysl ein Abkommen mit den Alliierten suchen Da. sei eine Sprache ohne Zweideutigkeiten er or- d erlich. Es bleibe setzt nur noch übrig, den Zeitpunkt und den Ort der Attiierten-Konfererrz zu bestimmen. Das Wort habe M a c d o n a l d, der jetzt auch bekanntgeben müsse, daß er diese Zusammenkunft für notwendig erachte. Das Ltcherhet'Z-Problem sei noch das heikle Problem wie vorher Um eine Einigung unter den Alliier- ten zu erzielen, seien noch schwierige und »er* w'Äelte Verhandlungen nötig. — D«S..Oeuvre" schreibt: Was uns von Poinears unterscheidet, ist der Ülmstand, daß er sich vor allem darin ge- fällt, zurückblickend auch die Vergangenheit zu kritisieren, während wir uns vorzugsweise für die zukünftige Losung interessieren. Als der Bericht der Sachverständigen veröffentlicht wurde, haben wir uns damit begnügt, zu cr- llären: er biete die Möglichkeit einer neuen Politik. Poincars ist heute damit einverstanden, alle waren sogar bereit, zu vergessen. Allerdings werden wir ihm auch jetzt eine Bedingung stellen, daß er sich diesmal als wirklich neuer Mann entpuppt, dem es mehr daran gelegen ist, zum Ziel zu gelangen, als zu diskutieren. Leider lasse der Schluß seiner Rede in dieser Beziehung einen furchtbaren Zweifel bestehen: Es scheine, daß der Bericht der Sachverständigen vo^allen Dingen ein Mittelzum Feilschen uno ein Borwand zum Plaidoyer gegeben habe. Higxsür sei die Zeit bis zum Ablauf der erneuerten Micumverckräge ziemlich kurz. 3n diesen 60 "Gegen müßte eine Lösung gefunden werden. Das Blatt nennt die Rede Poincarßs eines jener Muster von Beredsamkeit, wie dec französische Ministerpräsident sie sonst an Sonntagen zu fabrizieren Pflege. Ministerpräsident Porn- care hat gestern nachmittag eine ilnterrebung mit dem englischen Botschafter gehabt, über deren Inhalt unbedingtes Stillschweigen bewahrt wird. Aber man darf annHmen, daß Ministerpräsident Pcincare und Lord Crewe ihre Ansicht über die Situation, die sich aus der bedingten Annahme der Sachverständigen,- Beschlüsse durch Deutschland ergeben werde und über die etwaige 1 Form der sich anschließenden iateralliierten D«r- handlung ausgetauscht hätte. Ein neuer UebergriF der RheinlandKsmmisfion. Paris, 15. April. (WB.) Auf französisches Drängen hat die Rheinlanvk»mmission neue Anordnungen gegen die Tätigkeit der Verbände erlassen, die sich angeblich die militärische AusbildungderHugend zur Aufgabe gemacht haben. Rach einer Havasmeldung aas Koblenz svll eS sich darum banfreln, neu entdeckt« Geheim verbände zu treffen, die es sich angelegen sein lassen, zum freiwilligen Eintritt in die Reichswehr auf kurze Frist aufguforbtrn. Auf Vorschlag des französischen Oberkommissars T i» r ar ö im Einvernehmen mit den kommandierenden Generälen der französischen, belgischen und englischen Besatzungsarmee habe die Rheinlandkem» Mission bestimmt, daß Sir bereits frllhrr vorgesehenen Strafen siir düs Vergehen der milltärischrn DOrbereittnrg •cuf jede» Bewohner deS besetzten Gebietes Anwendung finden sollen, der an einer theoretischen oder praktischen ilebunfl teilnimmt, selbst wen» sie im unhtbrsetztev Gebiet statt- ftndet, oder Ser irgenfremer Organisation eur- gehört, die sich die militarifche AnSdild«rg oder DrrbereiLung znr Aufgabe macht. Außerdem soll jeder Bewohner der besetzten Gebiete, der in di« Reichswehr rmgetreten fei ober in Zukunft eintritt, und jtoai auch dann, wenn fein Eintritt auf längere Zeit erfolgt, Damit als ausdembesetztenGebtetautgeschlos- s e n gelttn und nicht ohne Grmäcktigung der Rheinlandkommission dorthin zurückkeyren dürfen. Die Bürgermeister werden verantwortlich gemacht, daß der Eintritt in die Reichswehr in jebem Fall von den Gemeinden den alliierten Behörden angezeigt wird. Das neue thüringische Kavmen. Weimar, 16. April. (Wolff.) In der VormittagSsihung des thüringischen Landtages wurde bas neue thüringische StaatSministe- rium gebildet. Dr. Leutheußer und Dr. Sattler bleiben in der Regierung. DaS Finanzministerium übernimmt Dr. v o n K l ü ch- 5 n e r, StaatSräte wurden der Syndikus dcS PorzellanfabrikantenverbandeS Dr. Richter- Kahla und Iustizrat Hertrich - Meiningen. Für das neue Ministerium stimmten 32 Abgeordnete, dagegen 23. Drei enthielten sich der Abstimmung, ein Stimmzettel war ungültig. Der Abgeordnete Dr. K r ü g e r (Dem.) erklärte, feine Fraktion könne eine stark unter deutschdöllischem Einfluß stehende Regierung nicht wählen. Vorher kam es zu einer stürmischen Szene, da der Abg. Froelich (V. S. P.D.) der Regierung VersassungSwidrigkeit vorwarf, was Der Minister Dr. Leutheußer entschieden zurückwieS. Der Landtag hob auf Antrag des Ober- reichSanwaltS gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten die Immunität des kommunistischen Landtagsabgeoroneten Dr. Reubauer auf. Dr. Reubauer hatte sich dadurch ein chochverratSverfahren Zugezogen, daß seinerzeit in seiner Wohnung von der Reichswehr ein Plan zur Erstürmung der Weimarer Landespolizeikaserne gefunden worden war. Der Landtag hat weiter gegen die Stimmen der Sozialisten und Kommunisten eine Dorlage über die Aufhebung des 1. Matals gesetzlichen Feiertagangenommen. Der Wechsel im Ri ichsjnftizminiftcrinm. Derlin, 15. April. (WTD.) Ser Reichs» Minister für die Justitz, Emminger, hat den Reichspräsidenten um Enthebung von seinem Posten gebeten. Der Reichspräsident hat dem Ersuche« entsprochen mrd gleichzeitig den Dtaat§sekret4r tat Re'HSjustfzminPwium Dr. Joel mit der Führung der Geschäfte des ReichSjusiirmmisterS beauftragt Die britisch-rutsche Konferenz. London, 15. April. (DTB) 6m Sonderberichterstatter des „Manch«' er ©-uarbtan" schreibt, Du Festigkeit der ge ttrgen Rede Macdonalds bei der (Eröffnung bzr englisch-russischen Konferenz habe auf bis russische i Kreise einen tiefen Eindruck gemacht und habe bestätigt, was Rakowski bereits vorher gewußt habe, nämlich, daß bei der augenblickliche Konfe «-rz mit Rußland bie britische Arbeite r- regierung eine kapitalistischeRegte- rung im vollen Sinne deS Wortes sei. DaS Blatt schließt auS der Red« Macdonalds, daß daS Grundproblem der Konferenz die Kretz i t f r a g e sein werde. Es sei bekannt, daß die russische Regierung bereit sei, die zarrsttschen Schulden'zu bezahlen, unter der Bedingung, daß Großbritannien für seinen Anteil an dem durch die Feldzüge WrangelS, DenikinS und KoltschadS angerichteten Schaden aufkomme. Allgemein werde erwartet daß die gegenwärtigen Staatsschulden beider Lander alS sich gegenseitig aufhebend angesehen werden. Die wirkliche Schwierigkeit werde die Befriedigung der britischen Kaufleute bilden, die in Rußland Kapital oder Sigentum verloren haben. Die Spannung zwischen Japan und Amerika. Washington, 15. April. (WTD.) Der Senat hat die EinwanderungSgesehgebung und besonders die bereits gemeldete Mitteilung des japanischen Botschafters an Staatssekretär Hughes besprochen, worin erklärt wird, daß die geplante Einschränkung der japanischen Einwanderung daS Vertrauen Japans erschüttere. Senator Lodge bezeichnete die Mitteilung als eine ungehörige und sagte, die Regelung der Einwanderung sei ein grundlegender Recht der amerikanischen Ration. Borah und andere Senatoren beider Parteien schlossen sich dieser Auffassung an. Die Haltung des Senats hat beträchtlich« DerkäufejapanischerTtaatS Papiere verursacht. Die 6,5pr»z. japanische Rente fiel auf 91,75; eine so starke Baisse war noch nie zu verzeichnen. Die 4proz. japanisch-: Anleihe hat einen Punkt verloren. Die japanische Devise ist mit 41,10 notiert worden, was einen Baisserekord darstellt. Die Blätter verurteilen das Borgesn des Repräsentantenhauses und des Senats, das auf eine Einschränkung der japanischen Einwanderung hinziele. Sie bezeichnen es als ebenso unnötig w i e beleidigend für daS japanische Volk. „Reutzsrk World" sagt, das Land erwarte, daß der Präsident eS durch sein Veto vor den Folgen dieses törichten Parlamentsbe- schlusses bewahren werde. Dajsapanische Kabinett ist zusammen- Betreten und hat die Errate der neuen vinschrän- ungen, die die Bereinigten Staaten der japanischen Einwanderung auferlegt b*Exn und die sich nur auf Handarbeiter beschränken, geprüft. Die öffentliche Meinung ist durch den Beschluß deS amerikanischen Kongresses sehr erregt. Die japanischen Zeitungen sind entrüstet wegen der Sprache gewisser Amerikaner und fordern das amerikanischr Volk auf, daß ei sich über den Ernst der Lage Rechenschaft ablege, die durch die getroffenen Maßnahmen geschaffen wvrden sei. Das Jubiläum ber Universität Neapel. Berlin, 15. April. (Wolff.) Zu dem Jubiläum der Untberfität Neapel, die von dem Hohenstaufenkaiser Friedrich II. gegründet wurde, entsendet die Reichsregie- r u n g auf Einladung der italienischen Regierung eine aus Universitätslehrern bestehende Delegation, deren Führung dem Geographen der Berliner ilniberfität Geh. Reg.- Rat Prof. Dr. D e n cf, Mitglied der Akademie i dec Wissenschaften, übertragen ift. Meine politische Nachrichten. Die „Deutsche Allgemeine Ztg." erfährt, daß Hugo StinneS seine Gattin, Frau Clairr Stinnes. zur alleinigen Er- bin eingesetzt habe. An der Zusammen- setzng uunb 'Verwaltung der 'Firmen wirb nichts geändert. * Der bisherige ReichStagSabgeocdnete, Rechts; ntoc-Ii o o n R eh b i nd e r, Führer der evangelischen Zentrumsanhänger, ist at!S der ZentrumSpartei ausgetreten und hat sich der Deutschnationalen Dollspartei angeschlossen. Die wegen der Vorgänge vom 30. September in Düsseldorf vom französischen Kriegsgericht Ende Dezember zu Gefängnisstrafen verurteilten Schupoleute sollen begnad g t unid noch vor Ostern entlassen werden, soweit es sich um Mannschaften handelt. Die Begnadigung der Offiziere ist in wohlwollende Erwägung gezcgen. o Der Kommandierende General der Besatzungsarmee hat verfügt, bah von heute an ferne Entlassungen von Beamten und Angestellten bei Reichs, des preußischen Staats und der Gemeinden vorgenommen werben dürfen, ohne da ßvorher die Zusttmmung des Kommandierenden Generals eingeholt worden ist. * Der Oberspielleiter deS Münchener Resi- denztheaterS, Basil ist auf einer Vortrags- reife in Bonn von den Franzosen verhaftet worden. Rach Ans chc des „Völli'chen Kuriers' dürfte die deutsche Gesinnung DasilS der Grund zu der Verhaftung sein. • Zn dem gegen die Organisation Consul schwebenden Verfahren ist die Voruntersuchung ru dem abgetrennten Hauptteil abgeschlossen. Die umfangreiche Anllageschrift Dürfte in den nächsten Tagen dem Staatsgerichtshof zugehen. * Der Kommandiernvr General der Besatzungs- armee hat entschieden, baß zur völligen freien und unabhängigen Führung des W a b I - kampf es während der Wahlzeit Plakate, Flugblätter und AuSschrettungen nicht mehr der Militärbehörde zwecks Genehmigung vorzulegen sind. Zwei Teilnehmer am Httlcrputsch, Major Streck und Oberleutnant P l a u b t, find vom Dolksgericht München I wegen De:Hilfe zum Hochverrat zur gesetzlichen Mindeststrafe von je sieben Zähren drei Monaten Festungshaft mit Bewährungsfrist bis zum 1. April 1928 verurteilt worden. • Der nationalsozialistische Agitator Hermann Esser, der seit dem Hitlerputsch flüchtig war und dieser Tage in LandSberg bei einem Besuch bei Hitler verhaftet worden war, ist nach eingehender V-rnehmung wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Rationalversammlung in Angora hat einstimmig den d'eutfK-türkischen Freund- fchaftSvertra g* ratifiziert. Im letzten Hahr sind 1258 Deutsche, davon 794 Landroirte, nach Kanada eingetoan» dort. In den erflen Monaten deS Zahres 1924 haben sich 524 Deutsch?, davon 249 Landwirte, in Kanada niedergelassen. * Die Industrie- und Roh.stvffaus- stellung der Sowjetunion in Konstantinopel bat einen großen Erfolg. _ In den Sitzungen der Delegierten der russisch-türki- schen Handelskammer, die die Ausstellung organisiert hat, wurden durch Vertreter der türkischen 5^ndelskammer wichtige prinzipielle Entschlüße über die wirtschaftliche Annä^rung zwischen der Sowjetunion und der Türkei gefaßt. Aus Stadt und Land. Gießen, den 16. April 1924. Zum Postverkehr mit dem besetzten Gebiet. Bei Postsendungen nach dem besetzten Gebiet, insbesondere bei gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefen, sowie Warenproben und Päckchen, kann nicht eindringlich genug vor der Außerachtlassung der von dem interalliierten ZollauSschuh erlassenen Zollvorschriften gewarnt werden. Sämlliche Postsendungen unterliegen an den Heber- gangSstellen zwischen besetztem und unbesetztem Gebiet häufigen scharfen Zollkontrollen. Sendungen, die den Vorschriften nicht entsprechen, werden von den Franzosen beschlagnahmt. Den Empfängern im besetzten Gebiet entstehen damit große Unannehmlichkeiten. Sie haben neben zeitraubenden und kostspieligen Vorladungen zum französischen Gericht am Sitze des Zollamts — Wiesbaden — hohe Zvllftrafen und vielfach auch die Einziehung der Sendung zu gewär- ttgen, für die bann die Post keinen - Ersatz leistet. Ebenso entstehen der Postverwcrftung durch die Verstöße große Schwierigkesiten. Richt allein werden die Zollkontrollen infolge der fortgesetzten Verfehlungen gegen die Zollvorschriften immer schärfer und bie Sendungen in ihrer Beförderung bedeutend verzögerst, sondern es wird auch die glatte Abwickelung des an und für sich schon schwierigen Post- verkehrS mit dem besetzten Gebiet gefährdet, wenn nicht sogar zeitweise ganz unterbunden. ES dient daher nur dem allgemeinen Besten, wenn im Postverkehr mit dem besetzten Gebiet die erlassenen Versendungsvorschrif- te.n sorgfältig beachtet werden. ,' •* Vorauszahlung auf die neue hessische StaatS-Gewerbesteuer für 1924. ES sei darauf hingewiesen, daß auf Grund des neuen hessischen Gesetzes über die Vorauszahlungen auf die staatliche Wir bitten für bw OsternuMmer bestimmte Anzeigen bis spätestens Don verstag mittag in unserer Deschä str?fteLr auf- geben zu üntften, Verlag des Gießener Änzeigers. Gewerbesteuer für das Rechnungsjahr 1924 am 10. April mit Scdomfri st bis zum 1. April eine erstmalige Monats-- Vorauszahlung fällig ift- Die Vorauszahlung richtet sich genau nach der Reichs-- einkommensteuer-Vorauszahlung. Für die Monate April und Mai beträgt ‘Je 160 Proz. der Vorauszahlung auf die 0^eichL''e:nkommen' steuer, für Juni und Juli 80 Proz^vt. Wegen der Erhöhung auf 160 Prozent für die Monate April und Mai haben die hessischen Handelskammern Vorstellungen beim Ministerium der Finanzen erhoben. Eine EnLfchei-' düng steht noch aus. Für Kleinbetriebe hali die Vorauszahlung vierteljährlich zu erfolgen. Au chhier ist die erstmalige VvrsuäLahlung auf Grundlage der Monate Januar, Februar und März in Höhe von 80 Prozent derReichS- einokmmensteuer-Vorauszahlung am 10. April mit Schonfrist bis zum 17.Avrll fällig. Kant-Gedenkfeier. Das Landesamt für bag Vildungswescn empfiehlt den Direkttonen der höheren Schulen, der Lehrer- seminre und brad Pädagogischen Kursus, aus Anlaß des auf den 22. April fallenden Geburtstags Karts für die oberen Klassen möglichst bald nach Beginn des neuen Schuljahres Gedenkfeiern zu veranstalten. ** Von de Hess. VersicherungL-. an st alt für gemeindliche Beamte. Das hessische Gesämttninisterium erläßt eine Verordnung, wonach bei der Hessischen Versicherungsanstalt füö gemeindliche Beamte diejenigen Leistungen, die bei der Anrechnung von Dienstzeit und 2Drbienstzeit nach den Bestimmungen für Pas Mrsorgekassegesetz, sowie des hessischen Versiche,rungsgesetzes den Anstellungskörpern und Versicherten obliegen, in Gold mark zu echeberr sind. Bornotizen — Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater: 7 Llhr „Glgc^. — Mannergesangverein „Liedertafel": Hotel Schwab or'Oentl. Ge« neralversammlung. — Gießener Schwimmverein: 8 Ahr im Postkeller Mitgliederversammlung. — Rundfunkhaus, Cöberftrafic 1^; 8Ve Ahr: Ouver- turen-Abend. W etterth) rn uHsage RvrLweslwiud, etwas kühler, leichte Riederschläge. Kreis Schotten. Q La ühach, 15. Älpril. Gestern abend fand im „SHmler Hof" eine zahlreiche Versammlung von Landwirten statt zur Erörterung der F age einer Feldbereinigung für unsere Gemarkung. Auf besondere Einladung hatte Dr. A n d r a e - Friedberg einen Vortrag übernommen, worin die Vorteile einer solchen Arbett ausgeführt touvtyn. Die Mehrheit der Dersamm' lang sprach sich' Mdessen dagegen aus. vornehmlich wegen ö^c hohen Stiften und weil kein dringendes D.Hürsnis vorliege. Auch spräche der teilweise gebirgige Charakter der Gemarkung (Grenze von Wettewau und Vogelsberg) gegen eine Bereinigung. — Palmarum" — „Tralarum" war vorgestern, aber die Schnepfen sind noch da. Einen so reichen Strich, wie d'eses Frühjahr hatten wir feit Zahryehnten nicht. Besonders gut war der Strich wieder im sogen. Giern zwischen Laubach und der Straße Friedrichs- Hütte—Gonterskirchen. L^r früher so gute Strich dagegen am .Kaff", zwisck>m Laubach und Freien» seen (Wasserscheide Main, und Lahn), t|l wegen der Aenderung der Wallchrltur ganz ohne Ergebnisse. wg. G e b e r ix, 16. Ap^il. Die Wahlen zur LandwirtschaftSpammer wiesen hier eine sehr schwache DeteMgung auf. Von 230 Stimmberechtigten machten nur 90 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Auf die Lifte des Hessischen Bauernbundes entfielen 88. auf die des Deutschen (demokratischen) Bauernbundes 2 Stimmen. Als Vertrauensmann wurde der Landwirt Christian Guth II. gewählt. — Im Gasthaus „Zum ß^toen“ veranstalteten derGustav-Adolf-Frauen- verein und der Zungfrauenverein zum Abschluß ihrer dieswinterlichen VereinS- abende eine von den Mitgliedern beider Vereine stark besuchte S ch l u h f e i e r. Sie wurde verschönt durch gemeinsame Gesänge, Gedicht- vorträge, zwei kleine Aufführungen durch die Mitglieder des Iungfrauenvereins und durch Liedervorträge des Zungfrauenchors. Ein gemeinsamer Kaffee bildete den Abschluß des erhebend verlaufenen Abends. Kreis Büdingen. ^Hrrzenhain, 15. April. Mit arm heutigen Tage ist unser Lehrer Hensel auf feinen Wunsch in den wohlverdienten Ruhestandgetreten. Am Samstag verabschiedete er sich in Gegenwart des Schulvorstandes von feinen Schul. ttndern. Seit 42 Jahren hat er segensreich in unserer Gemeinde gewirkt, und immer ist er den Einwohnern ein treuer Berater und freudiger Helfer gewesen. Dor fünf Iahren wählte ihn die Gemeinde zum Bürgermeister, und beiden schweren Pflichten ist er treu und gewissenhaft gerecht geworden. Als erfolgreicher unb vorbildlicher Imker und als Redakteur der Zettschnst „Die Diene" ist Herr Hensel weit i über die Grenzen des HesscnlandeS hmäus be- fcmnt geworden. Zahlreiche Imker Hessens und aus dem Reiche haben an feinen Lehrständen ihr Wissen beieichern und damit ihre Dienen- toLrtschaft erfolgreich befruchten können. . Kreis Alsfeld. • Alsfeld, 15. April. Die Vorbereitungen zu d,em D a u s ch i e ß e n und 250jährigen Ve r« i n s j u b i läu m des hiesigen Schützen- Vereins Ende Juni sind jetzt in vollem Gange. Man erwartet etwa 600 Festgäste von auswärts in unteren Mauern, Der Alsfelder Schützens wein wird anlai-li<3 o-.cycr ^--uoeifeter eins Msi. f>:rcri’8gebeit, di? die Eefchichte deS Bn- _ci'|ci}5t)feitL darftcllen wird. Ferner i't Li? c-u/.nrung einer Denkmünze ins Qlugc gefaxt. — ®cv LandwirtschaftSkammerauSfchutz für Oker- pcjjcn beabsichtigt, ba genügender Beteiligung tm Laufe des Frühjahrs Simmentaler . 93 l a n b ft ä 11 e r in Momdvch Schn Monate Gefängnis, abz. 2 Monate Haft. B. leugnete, gift eher J-uvr t ie bestimmten Auslagen deZ Mäbch-n; cB übnfü(nt. _ ' Darmstadt. 15. Apttl. Das hiesige Strafger d>t zwette'. Instanz dclchäftigtr fid) mit zwei Fällen von 0i a tz r u n g s in i l t e l f ä l s ch - ung. in denen zwei Metzger aus Benshnm Wege ' za f/t-cu B'-nsterHwadcs zur CT ar st vom Schöffengericht zu 2500 Mark Sei? irafe ü.-rur'cilt tocrJcn unten. Die Bnusungsinslanz hob dieses ■Urteil auf nnt befd;li>h bi? Einstellung des Verfahrens. Aus Zer Ve hmdlung ist l>e- mctlcnßteert, Last die Sachverständigen sich über den Wassergehalt, den Wurst staben darf, nicht einigen konnten. Die taanftanbete Wurst holte einen Wassergehalt von 75 Prozent. Während b-cv eine Sachverständige Prof. Kreutz- Darmstadt meinte, die Angelegten hätten bei der Der- arbeitung wasserhaltigen Fleisches vorsichtiger sein mi s .n ften? Lxr • nbvr? Sachtxr 'ünd g?, Sch'abt- hofdirektor i. R. Dr. D a r t h - Darmstadt aus dem Standpunkt. Las bei der Wurst Herstellung alkS auf die Beschaffenheit des Fleisches anfomme, nicht auf Len Wasterrusay. Die Wafserl-aUialeit deS Fleisches könn e der Metzger nicht fest st. l'en. Wurst, die zu DersuchLzwecke,'. ohne jeden Wasserzusatz und solche mit 4 Prozent Wassergehalt hergestellt worden sei, wäre von dem Chemiker der Polizei als gefälscht bezeichnet worden. Vermisstes. TheaterkonkurS. fpd. Aschaffenburg, 15. April. Der Leiter des hiesigen Stadttheaters, Direktor P 0 etsch, hat den Konkurs angemeldet. Infolge dieses Zusammenbruchs steht das lLyeaterpersonal vor Den groyten Schwierig» ketten und versucht jetzt, auf eigenes Risiko das Dheater weiterzuführen, nm sich wenigstens einigermaßen über Wasser zu halten. Ein LreistünLiges Erdbeben. Hamburg, 15. April. (Wolff.) Gestern nachmittag registrierte die hiesige Haupl- ftalion für Erdbebenforschung ein drei Stunden andauerndes heftiges Erdbeben in 9500 Kilometer Entfernung. Die Aufzeichnung begann um 5* _> Ahr nachmittags. Ein italienisches Lenklnftschiff vom Sturm fortgerissen. Rom. 15. April. (WTB.) Auf dem Flugplatz C i a m p i n 0 wurde das Lenk- lustschiff Ar. 1, das zu einer Probefahrt bereitlag. von einer heftigen Boe fvrtge- rissen. Ein Arbeiter und zwei Soldaten, die Die Taue nicht rechtzeitig loSgelassen hatten, wurden etwa 1 00 Meter hoch mit- fortgeführt, stürzten ab und blieben t d t liegen. Das Lenkluftschiff landete später ohne Zwischenfall. Kunst und Wissenschaft. Maifestsprele in Koburg. Dos Lanöestheater in Koburg wird im Mai einen Oper »Zyklus von Maifestspielen veranstalten. bei denen namhafte Gäste Mitwirken werden. Reben mehreren Werken Rich. W a g - nerS wird auch Recznicek mit Der Erstaufführung des „HoloferneS" zu Wort kommen. Roch vorher wird die „Zosephs-Legende" von Richard St raust in der bekannten Inszenis- rung Lemmlcrs mit Ami Sch'woninger und 3cail Cadescov geboten werden, wah.end der Berliner Gencraliuteitdant Mar v. Schillings mehre.« QHatc seine „Mona Lisa" Dirigieren wird, in der seine Sattln die Titelrolle verkörpert. Auch eine Uraufführung soll im Mai stattfinden: die des Singspiels „Aenncheu von Tharau" von Hugo d t) r , dem Kapellmeister am Munchqner Ratto» nalihoater. Die mittelrheinische Stubiengesellschaft fü» Klimatologie und Balneologie. Zu der bereits gemeldeten Gründung einer imttelrheinischen Studiengesellschaft für Klimatologie und Balneologie wird uns noch mitgeteilt, datz dem wissenschaftlichen Aus- schutz Bertreter Der Wissenschaft, des Aerzte- standes, der wichtigsten Bäder und je ein Medizinalbeomrer aus Preusten und Hessen angchoren. Llnscre Landes-Universität wird in dem Ausschuß durch die Herren Prof. B ü r k e r. Iesivnek, G 01 s ch l i ch und König vertreten sein. Besonders erfreulich war es für die Bertreter Hessens, daß die vorzüglichen Einrichtungen unseres hessischen WeltbadeS 27 a u h e i m in den Borträgen und der Aussprache vielseitige Anerkennung fanden. Mk »Irrt MßMm als eine unreine Hautl Pickel, Mitesser, Pusteln und alle sonstige Haut Unreinheiten beseitigt die Aok - Seesand - Mandelkleie, die einen wunderbaren Teint mit einem mattschimmemden, plir- sichartigen Hauch hervorzaubert. Achten Sie auf den Namen , A 0 k ". Ueberall zu haben. 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Zeltcrsweg 44. 2492V Briefanschrift: GieBen, BismarckstraOe 3*»D KURT SCHMIEDEKNECHT ARCHITEKT-GIESSEN INDUSTRIEBAUTEN WOHNBAUTEN RAUMKUNST REKLAME um Backen Trhältlich in Kolonialwaren-,Drogenhandlung, u. Apotheken. 1 H>Packung hat die Süstkrast von reichlich 1 Phmd Jucker und Kochen, für warme und kalte Speisen gleich gut geeignet ist Sühstoff. Die kluge Hausfrau hat seinen Wert längst erkannt und streckt den teuren Jucker damit. übernimmt in Gießen ansässiger erster Architekt. Schriftliche Angebote unter Hausverwaltung 2863D a. d. Gießener Anzeiger. §k!MM Mehl, amerikan. 00 per Pfund 20 Pf. Sultaninen per Pfund 100 Pf. Eorinthen per Pfund 100 Pf. Mandeln la per Pfund 150 Pf. »tr”übtrtoaiBmWlzmsttWWen. Salatöl la per Liier 105 Pf. Weine Es werden versteigert: Donnerstag, den 24. April 1924, vormittags 9", in der Iiegenhain'schen Wirtschaft in Aieder-Ohmen aus den Forstorten Mühlberg 1, 2, 4, 5, 6, Hof. 192Gt£’ieöfraoenmil(l) ver Fl. 4.00 1920t stfeflecHleslinc per JH 3.50 192Cr häOecheimer per fyl 3.50 192Cr Oomöflrtjec per Fl. 3.00 MM heute cingctroffcn Große Schellfische per Pfunk 50 Pf. Potli08Sslheilstskste per Pfund 26 Pf. Kabeljau 0. Kopf per Pfund 30 Pf. Seelachs ohneKopf per Pfund 30 Pi. Seehecht per Pfund 65 Pf. Handkäse per Stifte 190 Vf. M. lalMlsiscli Liebigstr.7stTel.1685 Lieferung frei HauS. strauch 2, Junger Zwilling 1, 4, 7, Vorderster Köpfel 1 u. 3, Pfeifensack 1, Haag 3, Mittelster Kopf ! u. 2 der Försterei Aieder-Ohmen. Stämme, Eichen: 4 Stck. 3. Kl. --= 2,46 Fstm., 3 Stck. 5. KI. — 1,59 Fsttn., 21 6. Kl. -- 6,21 Fstm. 7 Buchen 3. Kl. — 6,51 Fstm. 9 Stck. Kiefern 3 Kl. u. 4. Kl. (Mittelster Kops) = 8,33 Fstm., 1 Lärche 5. Kl. = 0,41 Fstm., 1 Weibtanne 2. Kl. (Haag) — 1,89 Fstm. Fichten: 2 Stck. 2. Kl. = 4 Fstm., 5 Stck. 3. KI. = 7 Fstm., 14 Stck. 4. Kl. = 17 Fstm., 42 Stck. 5a Kl. = 35 Fstm-, 30 Stck. 5b Kl, = 13 Fsttn., Fichten- berbfiangen — 4 Fstm. Avtzscheiter. Am.: 14 Eiche (gesp. 1,25 Mtr. Icng), 3 Eschen (rund, 1,5 Mir. lang. 2 Am. Efchennutzknijppel (1,5 Mtr. lang), 133 Am. Fichtennuhreifig (in Schichten); ferner Brennholz: «Mühlberg, Hofstrauch, Junger Zwilling 1, 4). Scheiter, Rm.: 91 Wlchc, 2 Hainbuche, 24 Lichc, 2 Kieler, 23 Fichte. Knüppel, T.m.: 19 Buche, 30 Hainbuche, 28 Eiche, Birte,- 3 Kirsche, 32 Fichte. Knüppelreisig: 15 Bm- Fichte. Reifig, Am.: 416 Buche (meist 6tanime reistgi. 94 Eiche, 4 Kirsche, 21 Fichte (in Schichten). Stöcke, Dm.: 16 Buche, 20 Eiche, 2 Kiefei,', 34 Fichte. Freitag, den 25. April 1921, vormittags 9'/, Uhr in der Ziegenhain' scheu Wirtschaft in Aieder^Oh'^en aus den Forstorlen Mühlberg 4, 5, 6, Sandberg 3, Pfeifensack 1, 3, 4, Haag 1, 2, 3 Wanderlustigen Naturfreunden wird nachstehendes Merkchen in empfehlende Erinnerung gebracht: Wanderungen und&hi- fahrten rundum GieBen Preis: 1 Mark. -"»v Verlag der Vrühl'fchen Univ.-Buch- und Steindruckerei R. Lange, Gießen. Zu beziehen in der Gefchästs- ftelle des Giehener Anzeigers. Se«rI«M8!?e WisffeaMt Kielet e. 0.8.0. Hauptversammlung Deaierstag, 24. April, eben6i 8 ükr, tm Saale der llrgiFHeteterei 11 Wiesecä. Tagesordnung: 1. Genehmigung der JahreSrechnung und Enttastung. 2. Belastung des Grundeigentums. 5. Bautätigkeit. 4. Abänderung der Satzung, der Höhe der Geschäftsanteile. 5. Wahl des Vorstandes undAuinchlSrateS. 6. Verschiedenes. 2929D Der Vorstand: Schmelz. Junger Zwilling 6 u. 7. Atter Zwilling 1 —4, Hirzlopf, Mittelster Kopf 1 2, Vorderster Köpfel 1. 3, der Försterei Bieder- Ohmen: Scheiter, Am.: 290 Buche, 22 Hainbuche, 38 Eiche, 32 Kiefer lrund) 99 Fichte (rund) Krrüppel, Am.: 50Buche 23 Hainbuche, 46 Siche, 4 Birie, 135 Kiefer, 7 Lärche, 5 Erle, Aspc, 73 Fichte Knüppelreisig, Rrn.: 56 Kitter. 22 Fichte. Reisig, Otm.: 250 Buche, 94 Eiche, 8 Esche, 10 Weide, 75 Fichte (in Schichter Stocke, 2tm.: 3 Buche, 35 Eiche, 16 Kiefer, 86 Fichte. Das zur Versteigerung kommende Holz ist blau unterstrichen. Äähcre Auskunft erteilen Herr Förster Landmann in Aieder-Ohmen, sowie die unterzeichnet« Stelle. 29760 Grunberg, den 15 April 1924. Hessische Oberförsterei Bieder-Ohmen, $iri Mctstz 029203 1924, vom neuen Friedhof aus statt. d« Bersrod, Schellnhausen, den 15. April 1924. Die Beerdigung findet zu Bersrod am Gründonnerstag, nachmittags 2*/4 Uhr, statt. 2971D Wieseck, den 16. April 1924. 2000D | Verkäufe Familie Verkauf. 019263 Steinbach, den 15. April 1924. 2973D Nutzholzversteigerung i[Mietgesuclie j MHMr sucht 2960 WWW 4,43 Fstm. 1» 15,51 109 gegenüber Lyallier 2991c Hier 24,16 *257- H ' Fichtebauhol- 3., 4., 76,59 Scbteifsn 1 29,36 WWW IIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIilflllllll IicustniWkn Ratz ne sucht. 2968B Von 1846. Balmttlr.U L'id). 2975v *»a 4. Fledermaus erbeten. !980ss N E Generalvertreter b Hans Bieler, Gießen, Südanlage 10« Fernsprecher 1499 u 0,77 0,39 Förster Förster Ludwig Verkaufszeit bis 5 Ahr nachmitt. I. & A. Derben. 1. Coriolan 2. Oberon 3. Tell 48,41 0,84 2 i 53 sagen herzlichen Dank. Heinrich Steller II. Karl Balser IX. J. Balth. Haas. In tiefer Trauer: i. R. Ludwig Spaar Heinrich Spaar und Familie Graulich und Familie. 1 p 23 Mttge für sofort gc Sislito Verwandten und Bekannten hiermit dio traurige Nachricht, daß gestern um 12'/, Uhr mein lieber Gatto, treuBorgendor Vater seiner beiden Kinder, unser braver Sohn, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Bergmann Wilhelm Knapp durch einen schweren Unglücksfall, Im Alter von 27 Jahren, sein Leben lassen mußte. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabeth Knapp geb. Hoffmann Eltern und Schwiegereltern. Gießen, Grünberg, den 16. April 1924. Die Beerdigung findet Samstag, den 19. April für 60 Mk. zu verk. Schrift!. Angebote inner 019277 an den (Siebener Anzeiger. Fast neuer Kinderwagen billig zu uerf. oin”1 ftroid. Str. 42 Hl. Sie 'fiärenj jogeuwitihnii Donnerstag. den 17. April, abends 8 Ubr, Maitfin. Pcr- einShauS, Nordaul.: Versammlung Vorbereitung dcö Gnu "Jugeudtngeri. Der Vorstand. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll hier, versteigert werden: 3 St. iSichefchnittholz 2. ÄI. 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Mai 1924, vormittags 91/, Uhr beginnend, in der Gastwirtschaft „Zur Liebigshühe", Aückerslai toiDpen der Detv belastet J .mb 2eb im 2ench gespwcher zchlenren und jede Kosten er ist ansges kosten se pen an j land dar zu zahl« genflmmci eine Äöti DesakMg bars die hin die d eicheit nu Liese bequem, lichen 2U stellen, tx an der 1 biets fi land sein gy ch c m iveslsälisä DerbnLu wurden, beit eine zu erteil krt, für Arich ^Mubtct ^rbkhah Turn, ÜarfrcltllgFiissioiu nach Steinbach. Abiuarsdi l1/» Ubr Gabelung Vich. Str.- Kaiserallec. T ren- punkt bei Dencker. Die ehern. Artllle- rliteit v. Steinbach n. Umgeb, sind srenndl. cinneltiben. 29701) Der Vorstand. üMck SellisMigkeil find. rühr. Herr. d. Uebernahmc uns. Allei di vei-h-eiunR für dießozirkc Kreis Gießen. AiwfeBd - Schotten, Friedberg-Büdingen. Außer hohen VerdlonstmÖglichkeit. hohe monatl. Zuschüsse. Ott. u. F. T. 3(iOS au Ala*; Ilansonstcin & Vogler, Frankf. a.M. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, insbesondere Tüchtiger Buchhalter 4ZahreNankvrgrid, sucht passende Stellung, evtl, auch Industrie. Schriftliche Angeb. inner 019280 an den Gieh. 2ln- »einer erbeten. Msts am Sand, 421 qm, zu verk. Zu erfr. Sderstratze 15 II, vorm. 8—2 Ahr. »unsB MeM imiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiH Karfreitag Ausflug nach Burg Gleiberg. Abm. 2 Uhr, nachm.,Lahnbrück. 2. Ostertag Ausflug n.d. Karlsruhe Der Vorstand. für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, sowie für die vielen Kranzspenden Das b Ä Wt die neun, Ä] ^nderis d 2?« d°i, Äfcr .q Asse, di 40000 p s toobei btc 8V5- LL» toei<6t göWen ?» Lofeeinteilung mit Stammverzeichnis (Tür das Schnitt- und Gichebauholz) und Dersteigerungsbedingungen können zum greife von 1 Volvmark von unterzeichneter Stelle bezogen werden. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die Förster tzoh in Wieseck, Brück in Rödgen und Geisel in Gietzen. Ruskunst erteilt auch die Hessische Oberfvrsterei Dietzen. Gietzen, den 15. April 1924. 2977B Der Oberbürgermeister. 3. B. : Dr. Rosenberg. Vertreter zum Mreften Berkanf an Private eine» lukrativ«, HanvhaltnnaSartik. D. R. P. iroctbcn rebeocroaubte Herren od.Kranen an alle« gröberen Plätzen von Hessen und (Heffeu-Nassau gesucht. (Erforbcrl. Kapital GM. 100—500. Schriftl. Angebote unter 2986D m, den Gtebener Anzeiger erbeten. ÄMUW [wegen Erkrankung zur Aushilfe ous 3 bis 4 Wochen sofort gesucht. Mtor-u.zahrzeugfabritA.G. Marburger Stratze 58.10Md Erstklassigen Simmentaler Bullen 16 Mo», alt, sprung- fähig, verkauft 298,D Otto Rohn, Nieder-Ohmen l.strcis AlSfeidl. Zwei Länscr- schweine zu verkaufen mwi Scontfurier Slc. 132. ÄNUGgiiMeli zu verkanseu llgl(W Klein Linde», Wetzlarer Sir. 47. 12 |ge. Hühner mit Hahn sowie eine frischmelkende Ziege zu verkanseu. 019*288 Heinrich Abel, Wlßmnr Nr. 155. Gut crbnltencv preiSw. abzng. . Wagner Alten Bi,leck. 0,em Medizinische und Irauen-Klinik. 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Darin lieg/., für Frankreich eine Rötigung, die Zahl und öxm Aufwand der Besahungstruppen zu vermindern. Keinesfalls darf die Anwesenheit fremder. Truppen künftighin die deutsche Wirtschafts- und Verwaltungseinheit mehr stören. Diese Lösung ist den Franzosen äußerst unbequem. Sie versuchen deshalb, der wirtschaftlichen Regelung eine poetische gegenübcrzll- stellen, verlangen ein Versprechen der Alliierten, an der Wiederbesetzung des Ruhrgebiets für den Fall tcktlzunehmen, daß Deutschland seine Versprechungen nicht halte, möchten auch ein besonderes Regime für die rheinischwestfälischen Eisenbahnen aufrichten, damit die Verbindungslinie für: die Truppen sichergestellt würden, und suchen endlich bei dieser Gelegen- heit eine Streichun/g ihrer Schulden an England zu erreichen. Die franzöftsche Presse ist instruiert, für diese Forderungen nach Kräften Stimmung zu machen. Inzwischen trat nun freilich ein Ereignis ein, das der ganzen. Angelegenheit eine neue Wendung^ gab. Die Reparationskommission stellte sich «Mit 'den Boden der von den Sachverständigen au8gearbeitct«m Vorschläge und beschloß auhrr- dem, am Donnerstag, den 17. April, die deutsche Regierung anzuhörcn, wenn diese nicht eine schriftliche Antwort bis dahin vorzieht. Der Beschluß wurde einmütig gefaßt, d. h. Poincarg sah sich gezwungen, dem englischen Druck nachzugebcn. Auster der Einstimmigkeit ist an den Krmmissions- bfschlust, die Raschheit bemerkenswert, mit welcher er gefaßt wurde. England will also di: Erledigung beschleunigen qnd folgt auch darin den Sachverständigen, die eine Verzögerung für untunlich erklärt haben, schon weil sich dadurch Voraussetzungen ändern könnten, unter denen ihr Votum abgegeben wurde. Vielleicht hat auch die Absicht dabei mitgewirkt, das Abkommen, noch möglichst vor den deutschen Wahlen zu- ßandczubringen, damit nicht etwa ein neues Reichskcibinelt. wie es durch den Ausgang der Wahlen bedingt sein könnte, wieder alles umstötzt. Man wird die weiteren Vorgänge in diesem englisch-französischen Kräftespiet mit größter Aufmerksamkeit verfolgen mässen. Davon hingt das Schicksal dett beichten Gebiete ab. Bleibt England fest, dann lösen sich die Fesseln, dann g?~ toinucn wir die Verfügung über die Steuer- queilen, die Eisenbahn, die innere Verwaltung zurück, die Bevölkerung an Rhein und Ruh'- atmet wieder auf, an die Stelle der Gewalt tritt die Verständigutrg. Die Frage bleibt nur, ob «und wo Frankreich doch wieder anseht, um Einflust zu behalten und seine Bedrüciungspolitir sörizuführen. Roch gibt Poincarö d>as Spiel nicht auf. (5; behauptet, der französische Delegierte hab? einer Vorbehalt gemacht hinsichtlich der Kontrolle und der Garantien. Erst wenn diesem Vorbehalt .n> Das blaue Band des Ozeans. Interessante Angaben über die schnellsten Schifte der Welt in den letzten zwei Jahrzehnten enthält die neueste Ausgabe des „Scienlific American". Danach hatten zu Beginn des 20. Jahrhunderts die deutschen Reedereien das blaue Band des Ozeans inne, und zwar wurde es gemeinsam von dem Dampfer Deutschland und dem Dampfer Kaiser 3$ ti b c I m H- gehalten. Diese Schiffe, die Kolbenmaschinen von 35 000 bis 40 000 P. S. hatten, erreichten eine Durchschnitts- geschwindigleit von 231 Knoten. Die Eunard-Liw: baute dann die Lusitania und die Mauro- tania, um den Atl.-mtic-Rekord zurückzugewäi- nen und rüstete diese Schiffe mit den damals ziemlich neuen Dampfturbinen aus. Die Schifte erwiesen sich als voller Erfolg und erhöhten die Durchschnittsgeschwindigkeit um 2‘ > Seenu ilen, wobei die Mauretania die Reise vor^Oueen^town nach Reuyork in 4 Tagen 10 Stunden und 41 Minuten bei einer Durchschrlittsgeschwuidigkrit von 26,06 Knoten zu rücklegte. Aks Höch'/lleistung wurden ie bisher, umnittelb.rr zu wählen waren, wurden die Landwirtschaftskammermitglieber nach Listen gewählt. Diese Wahlvorschläge mußten bis spätestens 15. Rbärz bei dem Landeswahlleiter ein gereicht sein und sind auch, der Vorschrift ge- mätz, bekanntgcgeben worden. Es sind die nachstehenden, nur kurz charakterisierten Vorschläge bei t-en Wählen in die Erscheinung getiekn: 1. Der Hess. Bauernverein, ter die katholische Bauernschaft um sich sammell unt seinen Sih in Heppenheim hat. Sein Wahlvorschlag trug daö Kennwort „Hess. Bauernverein": er galt für die drei Provinzen. 2. Der Hess. Bauernbund, der seine Organisation hauptsächlich in Stark"nburq und Oberhessen ausgebaut hat. Sein Wahlvorschlag trug Lus Kennwort: „Hell. f_eaucmi>unir, cr i,l aber nicht für Starkenburg von der Wahlleitung anerkannt worden, weil er 14 Minuten zu spät eingereicht worden ist. 3. Kleine und mittlere Dauern: ihre Liste trug dieses Kennwort. In ihren Kreisen sind die politisch mehr pach links siehent en Landwirte zu- sammengefatzt: ihre Organisation haben sie hauptsächlich in Starkenburg unt Oberhessen. 4. Die Arbeitsgemeinschaft. Die Landwirte, die mit diesem Kennwort hervortraten, stammen hauptsächlich aus ten Kreisen der Siedler. Ihr Verbreitungsgebiet liegt in Obgrhessen und Starkenburg. x 5. Die Vereinigung der Freien Rhemhessischen Vauernschaft: sie entspricht einer ähnlichen Organisation in der Pfalz. 6. Die Liste Rhellchessrn, an deren Spitze der frühere Vizepräsitent der Landwirtschaftskammer, Oekonomierat Hahn-Heßl)ch flanb. 7. Die Liste Georg Benz XlV„ Arheilgen, die sich auf Starkenburg erstreckte und Landwirte umfaßte, die dem Bauernbund nah?stehen. 8. Sie Liste „Gerechtigkeit". Sie umfatzle Landwirte aus der Gegend von Gernsheim, Viebesheini, Crumstadt, Klein-Rvhrheim und Stockstrch-t. Betrachtet man auf der Landkarte diese Gegenden, so ist festzusiellen, daß sie besonders in das besetzte Gebiet fallen. Die Lists sollte für Starkenburg gelten. Man darf Wohl dahinter vor allem Mitglieder des Bauernbundes vermuten, die in erster Linie dic Interessen des hier umgrenzten Gebietes vertreten wollen. Das Wahlergebnis ist zwar noch nicht amtlich bekannt gegeben worden, doch dürften die vorläufigen Ziffern kaum eine Veränderung er- sahren. In Starkenburg errang die Liste „Gerechtigkeit" 10 Sibe, der Bauernverein 4 Sitze und die Liste B tnz-Arhcilgen 1 Sitz. InRHein- Hessen verteilen sich tie Sitze wie folgt: Freie Bauernschaft 12, Bauernverein 1 und die Liste „Hahn" 2. In Ober H essen gewannen. der Bauernbund 13 Sitze, der Bauernverein 1 Sih und tie Arbeitsgemeinschaft 1 Sitz. Bei ter Durchsicht der Wahlvorschlüge und bei einem Vergleich mit der Mitgliederliste der alten Landwirtschaftskammer ergibt sich, Latz tiefe ein völlig neues Aussehen erhält, denn noch nicht ein Drittel der ehemaligen Mitglieder lehrt wieder irr die Kammer zurück. Aus Starkenburg, soweit sich bis jetzt frststellen läf t, nur ein einziger Abgeordneter. Der rrlen- burgec Bauetnkund, dessen Wahlliste nicht in Wirkiamleib treten konnte, Hütte die Parole aus- gegcbcn, die Liste „Gerechtigieit" zu wählen, daher kommt es, daß diese so viele Etimmrn erhielt. Der Bauernbund wilt auch, wie rerlau'at, tic Wahlen an f echten, und zwar, weil di - Aufforderung zum Einreich en von 'Wahllisten früher erfolgt sei, als die dahin lautende gesetzliche Bestimmung angibt. Die Entscheidung über einen Einspruch hätte tie neugewählle Landwirt- schastsiammer zu fällen. Eins zeigt tas WahlergVnis sehr deutlich: tic Verhältniswahl (Lifl nwahl) hat sich nickt bewährt. Diese Feststellung ist wohl zulresfend, wenn man bedenk', daß das große Odenwaldgebiet vHneDertretung qc* E'liebt’ ist. Von Len 12 Starken bürge r Mitglie- L-crn der Landwirtschaftskammer wohnt ll'incs im OL-enU.'lLgebiet. Wenn also dortige betriebswirt- schailliche tfiagcn im Plenum ter- Kammer zur Sprache kommen, kann kein Oten’.räDcr Mitglied Lazu sprechen, llin gcwisscr Ausgleich ist aller- Lings für d-erartige Fehler durch die Mitglied« der Ausschüsse geschaffen, deren Zahl sich auf die drei Provinzen in gleicher Weise verteilt. Die Wahlen der Mitglieder der Provinz-, a u s s ch ü s s e durch die Vertrauensmänner fin« Len noch in dieser Woche statt. Dann wird die Landwiro'chaslskammer zusammcntreten, was voraussichtlich Mitte Mai geschieht, um die Vorstände der Ausschüsse, sowie die Vorstände und den Präsidenten der Kammer zu wählen. Heber dic Wahlbeteiligung liegen noch leine abschließenden Ziffern vor. Für Ober Hess en werden 30 Prvz., für Starkenburg 22 Proz. und für Rheinhessen «vermutlich zutreffend) 30 Pro-, genannt. Bei früheren Wahlen übten nur 3 büe 6 Prozent ihr Wahlrecht aus: jetzt also erhedtich mehr als ehemals, aber immer noch ist die Be^ teiligung gering zu nennen. Wirtschaft. Zur Entwicklung des ArbeitSmmEteD. Drei Tendenzen beherrschen zur Zett bet Arbeitsmarkt. Die eine ftl die, daß wegen der Beschneidung der deuftchen Rohsloffgrmndlaae Lurch den Versailler 'Vertrag und durch bte nachfolgenden Creignifte für viele Gewerbe bte Arbeitsgelegenheit sich verringert Hal, anb daß dadurch ein nicht unerheblicher dauernder Heber- flttß an Arbeitskräften entstanden ist. Diese Tendenz läßt sich besonders im besetzten Gebiet beobachten. Das besetzte Gebiet hcll auch jetzt noch dreimal soviel unterstützte ErwerbSlrse, als Las unbesetzte: charafteristisch ftt, daß in den letzten Wochen in der Rheinprovinz die Besserung der Arbeitsmarktlage in deren unbesetzten Teilen erheblich schärser zum Ausdruck gefangte, alS im besetzten rheinischen Gebiet. Allein im Bergbau sind dort zur Zeit rund 100 000 Bergarbeiter unbeschäftigt und — leider — auch ohne Aussicht auf künftige Beschäftigung: nrft den Fa-> milienangehörigen handelt es sich allein für den Bergbau um 300 000 Personen, eine Zahl, die unter Einbeziehung der Angehörigen anderer Gewerbe sich mindestetis auf 6-^-700 000 erhöhL. GS rächt sich jetzt, fcafr infolge der seinerzeitigen Arbeitszeitverkürzung ungefähr 150—170 000 Arbeiter eigentlich vollkommen unnütz dem Bergbau angeführt wurden: ter größte Teil dieser Perftme» wurde seiner natürlichen Existenz entrissen und aus einen fremden Boden verseht, der fte jetzt nicht mehr ernähren kann. Die andere Tendenz zeigt sich in der gesteigerten Bevorzugung der Qualitätsarbeit. Die stärkere Rachfrage nach Spezialarbeitern bei allen Gewerbezweigen hängt zu« großen Teil damit zusammen, daß die Unter- nehmer aus der großen Zahl der Arbeitskräfte fick die heften aussuchen wollen. Zum guten Teil kommt die starke Rachfrage ab« auch daher. Laß der Rkangel an guten Facharbeitern so groß ist, daß schon ein ger'mges Anziehen der Rach- srage sich auf dem Qualitätsarbeitsmarft bemerkbar macht. Leider ist in1 der letzten Zeit die ZaU der guten Facharbeiter durch Ab- und Auswanderung stark vermindert worden. Allein bte überseeische Auswanderung hat sich gegenüber der Fricdenszeit auf das 7—Sfache vermehrt. Da die Facharbeiter den attivsten und intellegentesten Teil der Arbeiterschaft darstelten, ist anzunehmen, daß die Auswanderung hauptsächlich die Facharbeiter ergriffen hat: diese Vermutung wirb auch durch die Berichte verschiedener Arbeitsämter und Harchelskammern bestätigt. Wir stehen daher vor der Entwicklung, daß die Zahl der qualifizierten Facharbeiter durch Ab- und Auswanderung immer geringer wird, wahrend bk? Schar der ungelernten, vielfach auch indolenten Arbeitsftäste der deutschen Wirtschaft zurück- gelaffcn wird. Wenn nicht mirgehend dafür gesorgt wird, daß der Rachwuchs an Qualitätsarbeitern sichergestellt wird, und daß von der !u lWl»en in 'Pascoe A.-G., chem. pharm. Produkte Gießen, G. VII. 7 Stunden und 20 Minuten bei einer Durch- scknittsgeschwindigkeit von 24,17 Seemeilen zurück. Die Rekord-Leistung für einen Tag Betrug 617 Knoten, was einer DurchschnittsgescEüvindigteit von 24,92 Knoten gleichtommt. Cs folgte dann dir M a j e st i c der White- Star-Line, dis ursprünglich als Schwesterschiff des Dampfers Vaterlaird gedacht war. Auf Wunsch der Reederei wurden in den Rumpf das S hiss's noch zwei Spanten ein^efügt und drdurch die Wasserverdrängung auf 64 80j Tons gebrach D-s Schiff erhielt vieselbe.r Maschinen, wir llr der Dampfer Vaterland (jetzt Leviathan) hatte, hat diesen aber an Geschwindigkeit übertroffen und hält jetzt als schnellstes Schift den Well^kord mit 5 Tagen 5 Stunden und 21 Minuten auf der Ost- reise, die mit einer DurchschnittSgsschwindigkeic von 24,76 Knoten zurückgelegt wurde. Die beste Tagesleistung ostwärrs betrug 603 Seemeilen bei einer DurchschnirtsgeschDi.idigkeit von 25,66 Knoter.. Die beste Tagesleistung westwärts betrug 609 Sesmeilen. $ Sine Landkarte von Koluwbus. Dcr Bibliothekar drr Pariser Ratianalbibl'o- thek Ch. dr (i Ponciöre hat in drr Pariser Ata- demie der WissrnschaftLr eine auf der Rational- biblirthck brsindlichr Lant.7artr behantett, bi: mit Christoph Kolumbus und der Entdeckung Amerikas im engsten Zusammenhang steht. Die Karre, die als - portugiesisch und aus dem 15. Iohrhundert stammend im Katalog verzeichnet ist, muß zweifellos schon im 15. Jahrhundert entstanden sein, da sie weder die Entdeckung des Kaps der guten Hoffnung im Jahre 14§3 noch tV- Entdeckungen von Kolumbus berücksichtigt. Die italienische Benennung der iapverdischcn Inseln, dis Hervorhebung, daß sie von einem Genuesen entdeckt wurden, die genaue Angabe des Hafens von Genua lassen darauf schließen, daß es sich um keine portugirsischr, sondern um eine italienische und zwar um eine genuesische Karle handelt. Es geht auch au3 drr Karie hervor, daß ihr Vrrscrtiger, ein Ge.rnell', Gpamen und besonö rs Sevllla lannrr. Man könnte daher annshmem, daß Kolumbus selbst bis Karre ge- schaffen hat, aber Ponciöre glaubt aus r>er» schied, nen Einzelheiten schließen zu lonnrn, daß iie nach den Angaben von Christoph Kolumbus von seinem Bruder Bartholomäus entworfen wurde. Daß Kolumbus selbst an der Ka tr einen starken Anteil hat, läßt sich aus der Heb rcinstimmung mit den in seine.' Handschrift überli ferten Rmi-en schließen, die er zu der .Imago naunbi' des sranzösisrhen Kardinals Pierre d'Ailly machte. Rack der Annahme Les Gelehrten haben wir also hier eine Karte vor uns, die die Anschauungc” von Kolun'ibus widerspiegelt, kurz bevor t Amerika en:deckle Das Bild der Erde, das die Karie enthüllt', ist ganz dasselbe wir das seiner Auszeichmjage.i: eine von Ozeanen umschlastene Insel. Kolunrbus Halle schon Kenntnis v>n Grönland, aber der ferne Osten wird von ihm nach den ungewissen Dor- stcllungLn des Ptolemäus unb ander«.- Geographen dargcstellt. 8». |i<0 axMMngt rtöttsexötgen HmfteMunfl i>si «allein die Llngelemten für QIrbeitcn cmf deutschem Boden zur Sicherung des deutschen Emährungs- bedarfes ersaht werden, bann Dnnte sehe bald «ruf dein QuulitätsarbeitSmartt eine fefyr scharfe Krisis eintreten. (Sin dritte- nichtiges Moment ist schliehUch Hoch dieStandvrtSverlegungderdeut- schen Industrie. Die ^andorts Verteilung der deutschen Wirtschaft richtet sich- in der Hauptsache nach der RohstofsFewiTMung, nach der ®ig» unng der ArveitSftäfte, nach dem Ort des Ab- sages und rod) den TrcmsporrgÄegen heilen. 3n den letzten Jahren hat sich immer mehr auch auf diesem Gebiet eine Rationalisierung bemerkbar gemacht, di- in früheren Zeiten, in denen nicht so scharf lalkuliert zu werden brauchte wie jetzt, nicht in 'ein Maste zu beobachten war. Dieser Prozetz ist noch unterstützt wurden durch btt Vor- gänge im Osten und Westen Deutschlands, die viele ehemals dort ansässige Indust risen xur Hm» fieMang zwang. Wir flehrn jetzt in Deutichsand inmitten einer Hmsiedlung ter Industrie, ton herein ganzen Umfang wir uns erst nach einigen Zähren eine richtige Bvrstellüng machen können. Es ist nicbt -usgeschlossen, datz ganze Wirtschast-7 zweigr alimädüch verlegt werden: man denke nur an i ic Wanderung von der Steinkohle zur Braunkohle usw. Auch diese brschrinung mutz auf dem Arbeitsmartt von Einfluh werden. S8 ist nicht ausgeschlossen, daß gerade dieses Moment den Arbeitsmarkt vielleicht mn schärfsten mit Ereein» jllrtzt. * Da u x i t werke A-G, G iehen. Don den Rechlsbeifländen der Daurttwecke A-v. Tic- tzen wird uns geschrieben: „Dir auf die Baurit- toerfc D.-T. in Dietzen in Ar. 80 des „Dietzeuer Anzeigers" vom 14. lf. Mts. enthaltene Nachricht bedarf Der Berichtigung und Ergäruung: Das Urteil der Kammer für Handelssachen erklärt nicht die Schaffung der 2700 Stammaktien für nichtig, sondern lediglich die Verwendung von 1200 dieser Aktien und der 1000 Vorzugsaktien — bezüglich letzterer wird auch die Schaffung von dem Urteil für nichtig erachtet — wird für unzulässig erklärt. Degen die Schaffung der Stammaüien als solcher, wie gegen die Verwendung von 1500 Stück hiervon ist kein Bedenken ausgesprochen. Im übrigen hat das Urteil die 5 Gründe, auf welche die Anfechtung der Generalversammlungsbeschlüsse gestützt war, als sämtlich nicht stichhaltig erklärt und die Prozeßlosten iu gleichen Teilen den Parteien aufarlegt." (Die hier berichtigte Notiz war uns von der Gewerkschaft Rabenau übermittelt und auf telephonische Rückfrage ausdrücklich als zutreffend bezeichnet worden. Von der Bauxitwerke A. G. hören wir, daß sie sich mit dem Gedanken trägt, gegen diese erstinstanzliche Entscheidung Berufung einjufegen. D. Red.) • D i e Handelskammer Frankfurt a. M. weist tucaüf hin, datz die infolge Amte- rung des Harrdelskammergesetzes für die Zukunft unter dem Namen „Industrie' und Handels- Lämmer Frankfurt a. M.-Hanau" zeichnet. * Deutsche Golddiskotbank. Am Mcntog nachmittag fand unter dem Vorsitz des Rcichsbankprasibenten Hjalmar Schacht i« Re-chsbankgebäude in Berlin die e.^ie Veneral- versümmlung der Deutschen Dolddiskontbank statt, zu der etwa 100 Vertreter der Qßtionäre erschienen waren. Einstimmig wurden in den Vor- sta n d gewählt: Geheimrat Kaufsmann, Geheimrat Dr. Bernhard Geheimrat Dc. Friedrich und Rrichsbaakdirektor Fuchs, söm'täch Mitglieder des Reichsbantdirektoriums; iu den Aufsichtsrat: Präsident Do. S cha ch t vvm Reichsbankdirektorium als Vorsitzender, dtegcVtäfibcnt Dr. von Dlasenapp vom RcichSbankpräsidium als stellvertretender Vor- fN)cnb:r, a.cherdem die Leiter namhafter deutscher Grohbanken: in den Arbeitsausschuh des Aufsichtsrates: Präsident Schacht, Vizepräsident Dr v o ir Glasenapp, Geheimrat Schneider, Geheimrat Budozies, Ge eimrat Srif- fcit, Geheimrat Dr. Vockr, RLichsbankdireftor Schneider, Rudolf Loeb, Paul Millington-Herr- r v.vi. Hcnry Rathan, Georg von Simson. ®uct Eobernheim und Franz Urbig, sämtlich in Berlin. Im Anfchlutz an die Generalversammlung fand eine gemein .me Sitzung te3 Vorstandes und des Arbeitsausschusses statt. In Übereinstimmung rdt dem Gutachten des Aufsichtsrats wurde der Distontsah der Golddiskontbank auf IO»'» festgesetzt. * D i e Schwierigkeiten im rheinischen Bankgewerbe. Die Schwierigkeiten im rheinisch-westfälischen Bankxewei'i« scheinen — ive 'igslen.L was die zahlrriL^n kleinen Firmen (übrigens Gründungen der Rachkriegszeit) angeht — wie bi: ^Rheinisch-Westfälischr Zeitung" meldrt. ciitt reitete Ausdehnung anzunehmen. Der Vorstand der Düsseldorfer Vörie hat sich veranlaß t gescheu, fünf Düsseldorse.- Bankfirmen aufzufvrdrrv, ihren Status vorzulegwi und ihren Verpflichtungen nach^ukommen, andernfalls wurden sie von der Börse ausgeschlossen werden. Die in Betracht kommenden fünf Firmen haken «allerdings riclleicht mit einer Ausnahme, keine grotzere Bedeutung. Zwei Düsseldorfer Ban?- firmen, wi ■ Landau & Co. und Krau L Co. Hatzen ber.its vor einigen Tagen ihre.'. Austritt aus der Börse erklärt. Es steh': aber nicht fest, in« lDtclr . it das in ZusammrnhanH mit dem Vorgehen des BZrsenvorstandeS steht. ' D i e Lage der deutschen Erdöl- 1 n b ii st r j » im März. Rach den Berichten Der Preu sülchen HaadÄskammer ist in der Hannoverschen Erdölindustrie dir Aibritsleistung in- folge der ^eh stündigen Arbeitszeit gestiegen. Wel^ Einslutz dir bei Rienhagen neu erbohrte Erdi»lguelle auf die Grivmtprvouktwn aus üben wird, steht noch nicht sest. De-m ersten Ausbruch ist eine längere Ruhezeit gefolgt. Rach gründlicher Rei'.-igung tc6 Bohrloches fand gcorn vnde März ein neuer, etwa fünfstündiger Ausbruch statt, ter dir eingedeichten Bocken völlig mit Erdöl gefüllt hat. Dc-r Erfolg dieser „Dsa-Boh- rung ‘ hat übrigens setzr unerfreulich.' Rebener- scheinuieHen gezeigt. Das Sprkulantentum hrt sich auf die noch freien Trundst ticke gestürzt und den Eruntz-befrsern Angevoie gemacht, die wüster jedem Verl i tni< ,tuc R^imbilität eine- Vrhrbetriebes siehe' Die tzrnüchchwlng des gcldaebondcn Pustli- tunio Würfle, wie bie „Täglichen Berichte über die ^3ch -r>iiminöuftrie" richtig bemerken, in kurzer >^r'.t «, Äcn» voek, ^8»rx, Sie Wtlrtu*» ffir eise Giohkü. Wie« un> Sndaveft für l«K» «iditteii, eit« üdrie» f6t 100 Ei-rtzclteit.) Lelesraptztsche Auszahlung. (OQne Gmvähr.) u. «pttl Iß «vttl Rrparr. 14.115. ilnu!i*e Wrlh tetieriini Btt-- XwilkJf- »eie 4»rirr 11 , *rtel ias.il 18», M 1»,1l 1M,tii 1 1 yr?f.«flnnw. ei ,71 22,»i äB,d» 1 1 Cbrintonla 07,11 67,88 57. rs fe«,18 1 1 Kolrrnhagkn 88,87 SS,6 3 »«,87 1 1 yfodüelnt . 116,7? 111,71 118J2 IN,25 1 1 AflflntietÄ 16,47 18,53 if,n 11,58 1 1 ntfllün. . Lonvsu.. . 18.85 TB,»« 11,76 1I>1 18,78 18^81 18,85 1B>II 1 1 1 1 flüiiDerl . . 4,19 4,?1 4,11 4,21 1 1 Pari- . . fi,44 76,26 25,94 rvM 1 1 7-82 13,88 72,® 73,16 1 1 lea . . se,!5 H,7ti w,oe 21,11 1 1 Wiru hz H-- iDeft-aNzül- 6,12 P.83 8,12 1 I 1 *r«e .... 12,46 12,34 12,45 12,14 1 ! i 8,01 6,12 6,88 1.1 i $e ivoH i*ate^Äirtl 1,876 1,‘dM 1,875 1,886 i i ^olHariz« . ?,31 8.« 9,31 vkill'vttl ÜMlMm .. • 1,773 1,7j5 1,773 1,73 1 , 1 yti# es Jari »,473 8.4® 1 6,473 1,481 1 i i ütlcra» . d,C3 6,57 s.a; 6,67 21 voll riliflbe« ■ • 12,83 15,94 '■2.86 Y»t 04 1 1 > ■ ') Dom Rückzahlungswert. ist Ban t n ot en- (Oyne Gewahr.) voll r voll 1 r voll 2 Börsenkurse. (O&tw Gewähr.) 74,IM 27,52 69,87 111,2V IM,89 6,27 4,21 18,3 20, st 22,<6 5,»6 12,61 K. • .6*84 73,11 17,68 eg,^ 113,72 156,11 6,2 4,19 18,2' 20,35 2$, .4 5,24 17,51 67,85 >,<9 «fl.bb Ärtrnibnre-dtntrfte Vattt. . Korddrurkchrr stsvd..... T*tol1*r Nrlch»r We Hch*5ÄiTi-'fif »*'»% Ikifrtrti' gtxi» «KicUct K Trufche «flttifl yTlHlx fturfdic >varvrämie.nauleih« 4* Prfrvtschc ttsulol» t'° ektflai....... ■ ■ Hesse» .... t*/• Hetzeu Deustchr Wert . D-klar-Nnl dko.ToI.'«Gch«»°Mlw«iIuna ' 4% XenttTtaj , ...... 5% ®8lbeurif(uw । - Eft HandelSeesellfchaN er», «ii6 Privat-Fant "t nnd Keüonakdanl br Baick . . lK •errlnSlhint ite €enixtm>ü dank. ... IXitteldeutsche Kreditbank Ctft# retchischt Lr«»liauftelt Weltbank .... Bochumer ®nl ... ... knvrr 6 ...... taro .......... DenUL Lurembars .... Pellrnnrchriier Bergwerke »orper.er Bcrgbnil . . ÄaUtuetk klscherSlebeu. . . . Laltwerk Aeftrre«el». . . . . MaurabftUe ...... .. O brrbedarf . . .. Märkte. Berliner Produkteubörse. Berlin, 15. April. (Wolfs.) Das Wetter über Rächt fruhlingsmätzig warm und schön geworden. Diese Erlösung von der unbeständigcn kalten Witterung hat im Produktenverkehr ebenso wie die bevorstehenden Feiertage die Unternehmungslust allgemein noch vorsichtiger gemacht, alS sie ohnehin schon war. Inlandsweizen ist spärlich angeboten, doch besteht einige Dedarss- nochsrage. In Rogge,i schlt cs nicht an Ware, tovhl aber an Kauflust. Letzteres gilt allgemein auch für Gerste und .Syrier. Die Kleiepreise wurden durch grotere ZwangMnkäufs etwas nach eben beeinflußet ES wurden notiert für je 1000 Kilo. Weizen märkischen 170 bis 177 (still), Hommerschen 165 bis 168 (still), Roggen märkischen 132 bis 139 (matt), Hommerschen 128 bis 132 (matt), Braugerste 170 bis 190 (still), Sutter» gerfic 150 bis 165 (still), Hafcr märkischen 125 bi« 132 (still), pvmmersche.r 120 bis 128 (still), Rap« 310 (still). CeinTcmt 410 (still): für je ICO Kilo: Weizenmehl 24.75 bi« 26,50 (matt), Roggenmehl 20,25 bi« 22,50 (matt), Rvggenklei? 8,70 bis 8.80 (fest), Biktoriaerbsen 27 biß 28, Kleine Drbsen 16 Pi« 17, Futtererbsen 13,5 bi« 14, Peluschken 12,5 bis 14, Ackerbvhnen 16 bis 18, Wicken 12 bis 14, Lupinen blau 12,50 bi« 13, Seradella, alt 16,50 bis 17,50, neu 12 bis 14, Rapskuchen 11,50, Leinkuchen 22 bis 23, Lrockrmschnihel 9,7 bis 9,8; für je 50 Kilo: Weizen- und Roggen- stroh, drahtgebuichen 0,90 bis 1,10, Haferstroh, tzrahtgepretzt 0,75 bis 0,90, Stroh, strohseilgebündelt 0,70 bis 0,90, Häcksel 1,80 biS 2,00, Wiesen- Heu, gut, gesund und trocken 1,10 bis 1,25, Handelsüblich-« Heu 1,20 bi« 1,40, Kleeheu 2,50 bis 2,90. Frankfurter Seireibeborse. Frankfurt a. M., 15. April. Es notierten pro 100 Kilo: Weizen (Wetterau) 18,15 bis 18,50, Roggen 16 bis 16,50, Sommergerste (für Bca uz wecke) 20 bis 21, Hafer (inländisch) 15 bis 15.60, Haser (ausländisch) —, Weizenmehl (südd. Spezial 0) 27,75 bis 28,75 Roggenmehl 23,50 bi« 24, Weizen- und Roggermeie 10 bis 11 Mat« (gelb) 19,25 bis 20. Dtnbenz: Ruhig. I'rrr*«, 15. klvrll Wotai.......... «Niche Raren ..... Joten ....... Ih6r Toten . . .. . Hd)t Toten . ...... Ich^etzerrr ich, » 100 Kroaui merUaatsa), Kote»...... itgWdit Teten......... Stete«........ lisch« Moren..... artjOr Mete« ........ fch--ch,UkM,avsche Dlottfl. . . • • Korrocentif Moten . • • • Mumänilchr Moten SvMltsche «öten kepart. JL e i 3 2 1 10 3w eiileucn pr»z««t it rnnffnrt t ’D« Aqiiu 5d)fub- Ä'TS S8,7 17,2* — »,5 9 9,5 9 14,8 14,6 15,5 14 5,9 38 3,8 — 32,5 33,73 32,75 40 88 38 40 2,3 2,28 2,2 2,2 4,1 4.1 4 4,2 3,5 9,5 — — 19,5 21 21,5 25 1,03 1,8 — — 1,5 1,3 1.3 1.4 17,21 ie.M — 1,85 2 2,25 2.3 • 3,7 3,8 3,4 8.4 8 — — 16.25 16 10,5 9,3 3,4 3,2 3,25 3,75 8,7 3,6 — •— Büchertisch. — In wenigen Tagen jährt sich Lord Byron« Todestag zum hundertsten Mal. Der Tlame, te: Gencrattcnen Schwung und Impuls gab, wird wieder lebendig in einem eben erschienenen Roman Zdenko von Kraft«: .LocdDyrvn« Pilgerfahrt" (bei Grethlein & Go., Leipzig). Mit heitz-er Liebe zu dem Menschen, mit tiefem, sich hineinfühlendem Verständnis für den Dich er Byron hat Kraft hier da« romantische Leben d.>« wilden FreiheitSkämpfer-s, des abenteuerllchen Schwärmers, des leidenschaftlichen, schwungvol e i Poeten geschrieben, um seine noch heute eigenartig bezaubernde Gestalt ein großartige?, vielgliederi- ges Zeitbild gruppiercnd, das packend uno faszi' meteno uns nut warmer Anteilnahme und tiefem Begreifen für den Charakter dieses Mannes seine Pilgerfahrt verfolgen Eäftt — Die Hessischen Blätter fite Volkskunde, eine der bedeutsamsten Publikationen auf dem Gebiet der volkskundlichen Forschung in DeukschLand, können auch in diesem Jahr mit einem interessanten Heft der Oeffentlichkeit von bei Arbeit der hessischen Vereinigung füc Volkskunde Zeugnis a&.tegen. Aus dem reichen Inhalt sei besonders hervorgehoben der interessante und gründliche Aufsatz des Herausgebers Hugo Hepoing über „Die Heidelbeere im Dclksbrauch". Professor Taylor von der Washington University in 0t Louis erzählt über den Dftbszauber, der Kopenhagener Privatdozent Dr. Ohrt über den Sogen t»n dem Hirsche auf der Weide, Studienrat Dr. Faber untersucht in einem weiteren Aufsätze „Grundsätzliches zur Volksdichtung" den Wert von Volksdichtung und Kunstdichtung und gibt eine anregende Darstellung von der Entstehung. des Volksliedes. Kleine Mitteilungen und eine umfangreiche Ducherschau schlichen den Band ab. — Vom Leben der Des chwing ten plaudert Eduard Paul Tlah in einem reizend außgeflottctcn Dand der bekannten „Bücherei von Berg und Wald, vom Weidpfad und Schuppen- wild" des Verlages Richard Eckstein Aachs. G. m. b. H., Leipzig. Der Dogelwett hat der Vorfassei vrit einem Herz voller Liebe für die belebte Ratur, rfait offenem Dlick für ihre Schönheiten und Reize, m U liefern, eingehende Studien verratenbendem DcrständnrS für die geheimnisvollen Vorgänge in Wald und Feld hier eine farbenfreudige, inteifarifante Darstellung gewidmet, die jedem Iäge x, jedem Raturf reunde willkommen seist wird. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Deutschlands Märzzahlmtgen an England. L o n ldo n , 15. Aprck. (WTB.) Der Sekretär des Schatzamtes teilte dem Änlerhaus in einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage mit, datz die Lximme von 173 000 Pfund Sterling auf das i^onto der Reparationen für den Monat März eingeAahlt worden sei. General Dawes in Rom. Daris, .tz5. April. (WTB.) Der Koree* spondent des „r^cho de Paris" in Rom meldet, in diplomatischen Kreisen lege man der gestrigen Hnterrebung bc8 ,General Dawes mit dem deutschen Botschafter, Frhr n. vv n Reurath , in Rom grobe De.de utung bei. General Dawes werde heute noch emv älnterredung mit Musso- lini haben. Keine Einigung de* katholischen Parteien in Gayern. Köln, 15. Apritz (WTD.) Die „Köln. Vollsztg." meldet aus 'München: Zwischen den Führern der Bayerischen Volkspartei und denen des Zentrums haben anl/rhllch der Tagung des Reichsparteivorstandes des ,Zentrums in Frankfurt a. M. Verhandlungen stattgefunden. die dem Versuch dienen sollten, eine Einigung zwischen den Parteien herbeizuftühren. Diese Verhandlungen sind ergebnislos verlaufen. Strafunterbrechung für , m. tz. H«, Müncheu »W 8. 1311a iiban. 6tn vornan aus dem 21. Jahrhundert von HanS Dominik. 72. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Unbewegt, ohne das geringste Mienenspiel, hatten die Generale den Worten des Regenten gelauscht, hatten jede Regung, jede Bewegung unterdrückt. Tie letzten Worte „Wir marschieren!" zerbrachen alle diese Bande einer gekünstelten Ruhe. Laute Rufe der Zustimmung schallten dem Regenten entgegen. Im Ru war er umringt. „Tu bist Toghon. der große Diener deS Kaisers . . . der Bollbringer seiner Pläne . . . wir folgen dir, wohin du uns führst . . . wir gehen, wohin du uns $u gehen befiehlst. . ." Ein unmerklrches Lächeln ging über di? Züge des Regenten. Ter erste Schritt war gelungen. Ter Ring an seiner Linken regte sich. Er würde am Tage des Sieges an die Rechte gleiten. Der Regent wartete still, bis wieder. Ruhe im Saale herrschte. Dann sprach er weiter: „Untere schwarzen Dund^genossen werden Kräfte und Mittel unserer Feinde fesseln. Europa wird reichlich in Afrika zu tun bekommen. Die amerikanische Industrie wird :n den nächsten Wochen ruhen ... die russische ein Ziel unserer S?u|tfräfte sein. Das winzige Europa wird gegen Asien allein stehen. Wer kann da am Siege zweifeln?" Die siegesfunkelnden Augen der Generals gaben ihm Antwort. „Morgen wird Europa eine Botschaft übergeben, die alles Gebiet brS zum Aral und Ural für unser Land erklärt!" Einen Augenblick war es still. Tie Droh« des Planes lieh die Hörer erstarren Dann brachen sie los. Sie drängten sich um ihn. Sie knieten vor ihm. Sie kühlen sein Gewand und seine Hände. Mit geschlossenen Augen stand Toghon-Khan, berauscht von dem Gedanken cm den ©Ian, der Zukunft. Dann schritt er zum Tisch und grill einen Stofe der Papiere. Es waren die OperationSbeseble. Mit kurz-en, knappen Worten gab er jedem sein? Befehl?. 3n Zwei gewaltigen Heeressäulen sollte die gelbe Macht durch das Mittel und die dsungarischc Pforte in das Siedlerland einbrechen, während eine dritte nach Rorden in Schirren einfiet, um das russisch? Zndustriegebiet am Altai abzu- schnüren. Dann zog er sie vor die Karten, erläuterte ihnen die Stellungen der Radelfähnchen, zeigte ihnen alle Stellungen und Schwächen der Gegner, bis jeder seine Aufgabe genau erkannt. Der große Plan war in seinen ©rundzügen von einer klasstschrn Einfachheit. Die komplizierten Details zu seiner Ausführung waren bis aufs kleinste vom Generalstab ausaearbeitet. „Hetzt kennen Sie Hhrc Ausgaben und' Befehle. Die Stäbe werden das Weitere veranlassen. Uebcrmorgen, am 8. Juli, stehen Sie in Feindesland." * » * 3a den Morgenstunden des 6. Juli hatte der Wahlkampf in Louisiana begonnen. He weiter der Tag sortschritt, desto gröfeer wurde die Erregung Roch niemals seit dem Bestehen der Union hatte eine Wahl die Gemüter so r.dfge- peitscht und in Spannung versetzt wie diese. Immer dichter stauten sich die Massen vor den Wahllokalen. Don ollen Seiten wurden die neu Ankommenden von den Werbern der beiden Parteien umringt und bearbeitet. In den Lokalen selbst hausten sich die Zwischenfälle und Proteste. Hundertmal kam eS vor, dafe Wähler mit falschen Legitimationen zurückgewiesen wurden. Aber Tausend? von Malen mochte die Täuschung geglückt sein. GroteSk komisch waren teilweise die 'Dege, auf denen die Legitimat onen ihre Besitzer gewechselt hatten. Dafe sehr viele längst Verstorbene persönlich an der Wahlurne erschienen, war noch das wenigste. Diele andere l.izea zwar nicht unter der Erd?, aber in irgendwelche r Kneipen bewufet- los unter den Tischen, nachdem sie vorher freiwillig oder nachher unfreiwillig ihren Rausch mit ihrer Legitimation bezahlt hotten Auch zahlreiche Fälle, in deirea die Wähler gewaltsam an der Ausübung ihres Wahlrechts verhindert waren, wurden bekannt. Wo cs nicht gelingen trollte, sich Der fremden Legitimationen für die tigerten Zwecke zu bemächtigen, waren Wähler kurzerhand ihrer Freiheit beraubt worden. Alle diese Dinge waren in der politischra Geschichte der Union keineswegs neu. Aber si^ traten diesmal mit einer Dreistigkeit und in solcher Zahl in die Erschrinung, da» daS 'Wahlergebnis von vornherein die Anfechtung dar unterliegenden Partei hrrauSfordarn mufet?. Rur eine ungeheure Stimmenmehrheit für ein? der beiden Parteien hätte dieser wirklich einen ernwandfvrira Sieg dokumentieren können. Als die sechste AbendstunLe ui. — am ab- schloß, war ganz Rsw Srst.rns auf den B'inen, um so bald als möglich cttva> von den Eamb- nissen des Wahllampses zu erfahren Ja dem Zeituugsviertel stauten sia, d.e Massen Wie die Resultate aus Den einzelnen '? ?'! u des S'. m- teS einliefen, wardca sie a ku-j ascn Darstellungen sofort zur allgemeinen Ken:uu.s gebracht. Als die elfte Stund? heran achte, uir.e schielen sich Die Stimmzahlen für Den schwarze i und Den weißen Kandidaten nur um wenige Hunoeue, die wechselnd bald auf der einen, va.o auf der anderen Seite mehr waren Dw Loui:>na 21?- vertifer hatte für feine Darstellung die Bilder zweier Barometer gewählt, in denen je ein? weiße beziehungsweise schwär,e Säule den je» wctligen Stand der Stimmenzahtea on-eigte. Der Mississippi Herald zeigte zwei galoppierende Rcnnrciter, die auf einem Schimm?! beziehungsweise Rappen sahen. Dies? Darstellung Der mit voller Kraftentfaltung rennenden Tiere wirkte noch aufregender als die erstgenannte. Bald lagen Di? Pferde Hals an Hals, bald blieb das eine, bald ixx3 andere etwas zurück. Heder Dorsprung wurde von den Anhängern mit tauscnkstrnrmiger Beifallsrufen quittiert, jedes Zurückbleiben mit wütendem Geschrei begleitet. Findige Unternehmer hatten sich sofort als Buchmacher aufgetan und tonnten riesige Einnahmen verzeichnen. He näher di? Strinde Der Entscheidung kam, desto gröfeer wurden die Einsätze, desto gröfeer Die Erregung über die iln« gewifeheit des Aus ganges. (Fortsetzung folgt) Mnen -/< Mund m SüMiM.. . -/«Pfund 22.s älanöeln >/,Wunb 50^ [Seifenpulveij Cmlil^eeU^AO Jfandetsschule Original,Mc.Cormick“ u. Große Bücherei. harten usw. im Friseurladen 61927 4 Anschriften nach: Marktplatz 23 II. 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