kk. 40 Lqvch. ei Mi Son*, rrö l^rnaqi, »u ». SemttaqtbMlaq«: 6 9«r. ilinb 4nct WieeeB-' «jerintl« 2.50 »obmarii em- Iräqrrlobe, «,ch b«i eiR$r(*»r ■fliimmrrn in» folg« l)dt)ffer (B#awlt. - Rt rnlpr«* Hmd)iafl«: für dl, Sd)rif!.«ileni 112: fir t»trf1flts-Bn*- eib Sttinbmtierei IL £anie in Siezen. und •eWftttttte S^iTWra^e 7. I*wül* *■ ®‘,beiL Ls lebe der deutsche Rhein! 2», 3n44mtri:f!er a T Fuchs Cberptäf Iben len brr TU/eiiiprotMnA. 3u bem tm ganzen Reich bnite flat!» flnbriüm. in Q> leben aus onlu^en (Pnitibcn um acht läge wrkbob.iKm Platz» u ii b Rhetntag baue E». |tl!cia Fuchs einer der heiDvt- togciiofirn Kämpfer für Deufchlands Recht am Tibet n. bl, Gtebaulumrolg» tn:_ un« folgende 2üiS|utrungen zur Qki1ueu;ig zu lie.itn, Die Red. Die hervorragenden deutschen Verbände haben das dtutfck-e Volk für Sonntag, den 17. Februar, zu einem Pfalz» und Rheintag, zu einer Kundgebung der Drüdertreue, der Einheit des Vaterlandes und zu einem deut» fchen Opftriog aufgerufen. So sehr wir unter eigener Rot leiden, fo grob die Opfer find, die viele zur Steuerung fremden Elends schon gebracht haben, her neue Ruf wird nicht un- gehört verhallen: der 17. Februar soll und wird ein neuer Denkstein werden von deutfcl>er Opferwi'ligkcil. er wird erbringen ein neues, starkes Bekenntnis der Liebe zu unserem Vaterlands. Mit aufrichtiger Bewunderung und würmfler Anerkennung wenden sich unsere Blicke ten bedräng en Brüdern und Schrreftern in den besetzten Ländern am Rheine zu, die neben dem schweren LoS. das ihnen das Ver- fallier Diktat auferlegt hat, in den legten Monaten unter dem furchtbaren Terror eines landfremden, entmenschten Gesindels namenlos gelitten und in vielen Fällen ihre Treue zum Taterlande mit dem Leben oder dem Verlust von Gesundheit, Freiheit und Eigentum bezahlt haben. Denn herein ft wieder ruhigere und versöhnlichere Zeiten für unser armes Va» lerland und das gequälte Europa herangekom- men sein werden, wird man mit Verehrung und Liebe von jenen Männern und Frauen aus der Pfalz, dem Hessenlande, von Rhein und Ruhr sprechen, die für ihr Vaterland alles anher der Ehre zu opfern bereit waren. Aber schon heute gebührt ihnen unser innigster Dank, den wir neben aufrichtigem und herzlichem vitemps'.nden nicht bester zum Ausdruck bringen können, als dast wir. jeder nach feinen Kräften, denen zu helfen suchen, die uns und dem Vaterlande beizustehen keinen Augenblick gezögert haben. In diesem Zusammenhang sei auch der Gefangenen und unzähligen AuSgew esenen gedacht, die fern von Heimat und Herd unter Einschränkung und Entbehrung der Entwicklung ihres ungewissen Sch.ck'alS harren müssen. Gleich unseren Brüdern und Schwestern Im besetzten Gebiet haben sie, unbekümmert um eigene Interessen, die Pflichten gegen daS Vaterland restlos erfüllt. Das mutige und tapfere Aushalten unserer Brüder und Schwestern in den besetzten C^bleten soll uns alle standhaft machen. Wir wollen im unbesetzten Geb et. wo auch harte und bittere Rot an so manche Türe klopft, nicht weniger tapfer sein. Wir wollen nicht zaghaft werden und durch feiges Zurück- weichen vor den Lebensnotwendigkeiten bewirken, hast die vielen Leiden und Opfer unnütz gebracht sind. Roch ist das Ende unserer Drangsale und Röte nicht abzusehen. Aber wer voll e leugnen, dab sich am Horizont ein Hoff- nungSschlmmer zeigt. Durch den wölkender- hangenen Himmel bringt ein Lichtstrahl. Er wird die Herzen erwärmen und Raum schaffen der Stimme der Vernunft, die allein berufen ist. dieses grausame Zeitalter zum Abschluß zu bringen und unserem Vaterlande und der Welt die einzig mögliche dauerhafte S cherung des schmerzlich entbehrten Frieden- zu verschaffen. ___ Deutsche Außenhandelspolitik. ‘Berlin, 15 Mt - . ' -vkinsch.- Aus'chuh d^s oorläuf gen ReichSntrt- fcbtif drutS bd-r piä'.zifchm Presse Don der sci en- der intcrallile ten Rheinland- kornmi' ton et g.-sey'en breigleb eigen PrüiungS- kommilsion für die Vorgitg: In b.-r Pfalz emp- iange i. Die Kommission befähle sich in ihren An- fpna4>en mit der gegenwärtigen Lage in der Pfalt unb crllärie, sie sei gefommei. um Ruhe und Ordnung zu schaffen. wobst sie die Hilfe der Bevölkerung, deS KiclitageJ und der Presse in Anspruch nehmen müfle. Die Mission der Pru- fungSlommlllion laffe sich wie folgt zusammen- fafien Die intrrall.lette Rhe'mlandkomm.st m überträgt in Ueberemstimmung mit den Reifungen brr drei Regierungen, die sie vertritt, einem Spezialkomitee, daS sich aus je einem Vertreter der befchenben Markte zu samme f tzt, die Aufgabe, sch in die Pfalz zu begben, um dort al: Metz nahm en sofort zu । prüfen ober dor'uschreiben. bie geeignet sind, bie össet tliche Ordnung unb ben ösfentlicken Dienst wiederher ustttter. Dir Bevölkerung, welcher Part.irichtung sie auch angehort, wird ausgeforb.rt. In unbedingter Ruhr bie Mast- nahmen, bie getroffen werben, abzuwarten. Iedcr Zwischenfall von Unruhe, Kundgebung usw. wird fttengUenS bestraft. lieber bie Besprech ag:n meldet ferner daS ,D. T." aus Speyer, die dea.schrn Vertreter bälten die unztixstdeu ige Erklärung abgegeben. Pah der Kreisral M eöwegS befugt sei. irgendeinen Alt ourzunchmen. d r die rech:mähige Pfalzre^ierung auSlchöl erung. d^r Reichs regle ung unk der bayerischen Regierung übem.'bncn. Diese zunächst provisorischen Te.dn- (»atuT'.g n unterliegen nach der Ge lehmigung der pfätufd/tn Regierung, die bekann ltch ih.en Sitz nach Hcidell'eig veileg*. hat. — Die die .Boss 3:g“ aus Speyer meldet, werden sich die Mitglieder deS KreisratS und die interalliierte Untcr- suchurgikommisston heute rach Heidelberg begeben. um dort mit der pfälzischen Regierung zu verhandeln. . DaS .Scho d u Rhin", das Organ der Besatzungsmacht, schreibt über bte Pirmasenser Dor- cä-g-, daS bärtige Blutbad fei ein Beweis dafür, bah gerabe in dem Augenblick, wv Frankreich die Gemüter beruhigen unb bi: Uncinigfeit auS r- mlfien,Lbrcr ber-o e das Ei fuhr- syst.-m ni > rolHomm n zer chlagen ohne h e.für Kompensationen im 2 u S l a n de zu erbt en unb sie als Te bani l irg das s zu benutzen. Die Schutzzölle könn en Xe Lia., Igri Ern- fubrtaTbcte nicht ersetzm Wurbe.1 bje Anfuhr- PcrÜLte bür') umtangix-iche Fall-r ho bangen ersetzt. dann wurde iich der 3nLijibupreU auf den Weltmartlpreiv pluS Zoll er^ahe-r. Hierzu f-hrte Reick SwirtschastSminister Hamm auS: Der Abbau uib bie 2lusheeung der Einfuhrverbote Men rraatymbia. um imkre* InlanbS» wirtschaft wieder f i ch-' Imrul e zu gel«-> und um den nctirer Drang nach nationaler Abschlietzung !»emgegenüber st>che Deutschland, das I4)an var tem Krieg: ohn. den Welthandel mch: leben f.-n t: ui) das petzt eine grah* D völ'eruna aal gc chm-Urtem Dodai bd scheverstEm Verlust an die gan»e Bevölkerung den Pirmasens sich gegen die Tergctra t gung ter Freiheit und dcS Friedens erhoben hat. unb wie in PirmasenS. so bat bie elementare MlkSbewcgung in ber ganzen Pfalz sich ber Aatonvmisten zu entledigen gesucht. Menn auch bie De ayungsvehSrX' immer mir die Arg HZriqen be. u ig b u.ita Meh.h n ber Pfälzer Bevcl'crung vor bk* Kriegsgerichte schleppt, n-äbrrnb bk eigentlichen Ruhestörer bewaffnet herum laufen unb s liebliche Bürger diang'alieren unb selbst vor Mard unb Todschlag nicht zurückschrecken, fo wird baS Urteil ber Welt sich nicht täuschen lassen, wer bk Urheber der so tief bedauerlichen Ereignisse bei letzten Tage waren. Die Zahl ber bei dem Pirmasenser Blutbad umgefommenen Personen bürftc sich aus 20 belaufen; darunter befinden sich 16 Separatisten unb vier Zivilpersonen (Sin Teil der hier noch anwesenden Separatisten wurde gestern abend unter französischer Bedeckung ht Autos aus der Stadt abtransportiert. Ein weiterer Teil befindet sich noch bei ber hiesigen Polizei in Gewahr am. ber die Bewachung anDcrtraut ist. Den PoUzeibeamlen wurden von den Franzosen bie Schuhwas en abgenommen General de Metz und ber Oberkommissar ‘Sira rb waren hier anwesend. DaS Erscheinen ber .Pirmasenser Zeitung' ist Immer noch verboten Der Verleger der .Pirmasenser Zeitung ist au- unbekannten Gründen verhaftet unb in seiner Wohnung eine Haussuchung Dorgenommen worden. bie jedoch ergebnislos verlies In Speyer erschien im Gebäude ber .Psälzer Zeitung" eine Abteilung Separatisten unter Führung deS .Pressechef-- Schmttz-Epper unb nahm einige Teile ber Druckmaschinen fort, um das Erscheinen deS Blattes zu verhindern Auch nahmen sie einen als Vertreter deS vertriebenen Schriftleiter- und Verleger- tätigen Studenten mit sich den sie auch heute noch als Geisel festhalten. Die Pariser Kammer zu den Pfalzvorgängen. Paris, 16. Febr (WTB.) Auch in der französischen Kammer tarn eS zu einer kurzen Debatte üoer die Vorgänge in ber Pfalz. Der Abg. Leföbre erklärt, was ihn am meisten beunruhige, fei die Tatsache, bif) eine Ban^e 80 Kilometer weit biJ auf 12 Kilometer an bia französisck^ Grenze habe herankommen können, um das Krei^amt in PirmafmS zu stürmen unb bie Separat! st en n leberzumetzeln. Der royalistisch' Abgeordnete Dau be t ruit dazwischen. noch fchli nm'r sei, bah bi 5 Wolissch« Bureau bi: eremplansch: Haltung ber französischen Behörden ses!stelle. Poin^arö erklärt, die sranzöfischcn Behörden hätten selbstverständlich ReuIralität gewahrt unb nach Massgabe deS MöglichTn bi: Orbiuni gesichert. Zum ersten Male hab: bie Rheinla dko.mmiisi m einsch ietzlich des englischen Delegierten e l n ft l m m 1 g ben Belagerungszustan b verhängt. Die Tatsachen hätten b:r französischen Politik Recht gegeben. Der sranzösisch: Oberbelegierte selbst hätte an- crf.imcn müssen, bah die Provokation von ber nationalistischen Regierung beschlossen worden sei. England und bie Pfalz. Die .W stminster Gazette" schreibt, die Schwierigk i en be.ien Macdonald bei dem Versuche g ~gcnüberffcbe, eine Regelung ber Pfalz- fnage zustandezubrirgen. gingen au» brr Haltung ter franwlilch.m Preise gegenüber den letzten Vocko.nnnnis ei in ber Pfalz hervor. Wenn man ttd.n Stimmen glauben solle, sei die separatistische B.'wegunz spontan geaxlen, während der aug nblistltche Rückstoh offiziell organisiert f;L So sei die Srmorduna von loyalen Bürger, nur ein normaler Zwischnifall bei täglichm Labens gtaaefen, a»t die Tötung von Separatisten eine barbarische Rache Eine solche Blindheit lei ebenso schwer zu verstehen wie zu heilen. Un er be n Hinweis darauf, bah geg'nüber der sorgfältig angezettelten separatistischen Bewegung ber jetzige Rückstoß natürlich unb unvermeidlich gewesen fei. sowie auf bie Tle^e des Haffes, der die M.hrheli b*r Psalzb volle.ung gc-ten die Separat ist en erfülle, die Geld und Wa'frn von ein Regime t n seinem Interesse zu enichten. fährt bk .Westminster Ga^l'.e" fort Im Interesse des et amen guten Ramms mühten die QII. -.irrten jedoch die Orbiunui bei ft eilen. Ma, bonalb dürfe nichts ungeschehen lassen, um eine baldige Vcrei rbarung mit Frankreich zu finden, die den Deutschrn ihr unantastbares Recht der SelbstveNvaltung wieder gebe. In dieser Frage dürfe von einem .Rachg bni' Frankreichs gejenüber Qwiglanb nicht gesnrvchrn werben, denn bie Ehre Frankreichs erfordere. bah c3 eine Intrige wieder aufgebe, bie so schamlos sei, bah sie fast ungläubig erscheine. .Daily Ehronicle" sagt: Die gesamten Schwielig keilen in ber Pfalz seien aus ber Art entstanden, wie Poincarö. nachdem eS ihm nicht gelungen sei, eine wirkliche separatistische Bewegung Im besetzten Gebiet he^naorzurufen, diese künstlich z u schaffen verbucht Hube Be-a'lte Derschwöe-e, bie sich stellten, als feien fie bayessche Patrioten, seien In das Land eingef allen, um Ihre berüchtigt LoSlösungebrwegung von Deuis^lanb ei izulet en. Verabscheut von der Bevölkeining. hätten sie bewaffnete Unteiflühung durch Banden wilder Abenteurer und Verbrecher, die in organisierten Transporten einttafen. gesunden Sie hätten bk örtlichen bayerischen Beamten unter Drohungen ober Gewaltanwenbung abgefeyt unb eine Herrschaft deS Terror- errichtet, die von ben französischen Offi-i'ren gcbulbet ober gar ermutigt worben sei AlS bie Franzosen ben separatistischen Agenten ihre Unterstützung entzogen Hutten, sei bie Bewegung zum Untergang verurteilt gewesen Aber weshalb sollten sich nun bie Alliierten in eine Ausgabe einmischen. die bie Bayern wenn sie gerecht behandelt würden, selbst durch auf übten vollkommen fähig feien, eS würbe genügen, die separatistischen Rowdles, bie in das Land geb acht worden seien, wegiuschaf en und die gewaltsam abgeleyren bayerischen Beamten wieder elnzu setzen. Sammlungen für Pfalz und Rhein. Berlin, 15. Febr. (WTB) Der Arbeits- riu-schuh für den Pfalz- unb Rbetntag gibt be- fannt: Der pieufstfche Staat-kommiNar für bie Regelung bei Wohlfahi^svslege hat genehmigt, bah nl*t nur am 17. F.'bruar, sondern auch am 2 Ääiz In Verbindung mit dem unter der Bezeichnung .Pfalz- und Rheintag" geplanten Volk-kundg'bung.m öffentliche Sammlungen zugunsten ber von der Separat!stenherrschast betroffenen Telle teS besetzten G:bietes veranstaltet werden. Bel Sammlungen auf öfsentllchrn Straf-en unb Plätze:i ist durch die totalen Ausschüsse das Einverständnis der Ort-poli.zeibehSr- ben einzuholen. Dl: gesammelten Geldbeträge sind auf Pvsifcheckkonto .Deutsche Psalzspende, Derlb» Rr 58 700" zu überweifen. Der über bie Derwenbtmg der Geldmittel «-tfcheidevde F ncm'ausfchutz seht sich aus folgenden Peilönlichkeiten id’arnmen: Bachem. Regieiungsrat. M d L . Dräger, ae,Lei w rden, w nn wir van dort auch andere alS lebensnotwendige Waren heocinrähmer. Wenn wir auch auf längere Zeit teuere- Geld haben werden, fo ist eS doch nicht zu billigen, wenn der Zin-fatz für Xentenma.?- krebne, die von der Reichsbanl zu 10 Prozent an bie Bankrn abgegeben werben, in der W c i - teroergebung auf 20 unb noch mehr Pro- zcnt gesteigert nrrb Rotwendiz ist vor allem, auf bet durch bie Festigung der Währung geschaffenen n-uen Grundlage bie Spartätigkeit mit allem Rachdruck auzuregeu. Ein günstiger Kreditzins ist hier von ausschlaggebender Bedeutung Die TexMregiermfl Ist bemüht, der Landwirt- fck^t über die gegenwärtige Ze t der Krife befoudrrS durch Kredite hinweg uhelfeu. Der jetzige Tiefstand deS Reallohns ist auch wirtfchaf l'ch zu bedauern, doch muh man In dieser Hin ich, bedenken, bah die Gefahr einer neuen Inflation unter allen Umstanden vermieden werden muh. ES 'st zu begrüben, bah bie Rotwendigkeit anerkannt wird, ber hochwertigen Arbeit wieder Im Lohn ihren Anteil einzuräumen. Die Regierung ist bemüht, einet weiteren Preissenkung die Bahn zu ebnen. Deutschland hat zur Zeit wohl ein: aktive Handelsbilanz. doch ist diele nicht weniger ungünstig al« eine passive Handelsbilanz ber Zähre nach dem Kriege, t^-il fie ein Zeichen des Ausblutens unserer Wirtschaft ist. Zu er- ft t eben ist die W i e d e r e i n r e i h u n g i n die Internationale Arbeits- unb Wirtschaftsgemeinschaft der Völker mit nn»r dauerhaften, aus den Erzeugnis'en der ausländischen Arbeit gefchöpsten aktiven Ha delSbllan- alA Aufdruck eines erarbeiteten Heberschufles der AuLfuht übet bte Einfuhr. tmrttutMiMnbe. FrSnger, Ärnfter. "BorTtiyen- der des Vereins der Pfälzer. Hofmann, Ludwigshafen, 'm. b. 2t„ Kaiser. Geschäftsführer ies Eesamtve^banbeS der Christlichen Gewerk- schafterr Dr. Kempkes, Staatssekretär a. D., OH b 2t., F an- Don Mendelssohn, Präs'r- dent der Handelskammer (Berlin, Profit, Ober- regieiirngSrat Richter, Generaldirektor dcS ReichSverband«S der deutschen Presse, v. 6 i m • s o n, Geschäftsinhaber der Darmstadter und 2L1- lionalbank. Sperr, Ministerialrat. Devollmäch- tigtet von (Bayern -um Reichsrat. Dem Aufruf Haden sich noch nachträglich angeschlossen: ReichSve.band der deutschen Industrie Deutsche Adelsgenosfenschaft. Zentral- verband deutscher Kriegsb^chädigter und Kriegshinterbliebener, Deutscher Frauenausschuh zur "Bekämpfung der Schuldlüg«. (Einigung üb?r den Verkehr in der Kölner gone. Mainz, 15. Febr. (WTD.) Die Derhand- kungen zwilchen Qkil.vtern der Reichsbahn, der Regie und der englischen Kommission über DerkehrSfragen in der Kölner Zone wurden fortgesetzt. Es ist über wichtige Punkte eine Einigung erzielt worden. Der Personenverkehr, Gepäck- und Güterverkehr werden voraussichtlich vom 1. Mär- ad auS der Kölner Zone nach dem Reafegebtet und umgekehrt und im Durchgangsverkehr statt- sinden können. (vorübergehende Schwierigkeiten in der DetckehrSabwicklunq und Unstimmigkeiten bei der Erhebung der Fahrpreise müssen nodj> in Kauf genommen werden. Inzwischen sind schon durchgehende Züge aus den wichtigsten Streifen eingeführt worden. e Die Rheinlandkommission teilt mit, bafo bR Ordonnanz 177 für alle besetzten Gebiete aufgehoben wirb. Der 2) e r k e h r ist demnach innerhalb bet besetzten Gebiete frei. Ebenso ist die Ausfuhr von ausländischen ober in- länbischon Brennstoffen (Kohle, KokS ober (Braunkohles nach dem unbesetzten Deutschland unb Holland wieder gestattet. Die Einfuhr ausländischer Kohlen bleibt jedoch weiter von der Einfuhrbewilligung abhängig. Dos Sanierungsprogramm der Sachverständigen. (Berlin, 15. gebt. (Priv.-Tel) Heber daS Ergebnis bet De rliner Sachverstän- digenberatungen e.fahren die Blätter, dah dos von den Sachverständigen ausgearbeitete Projekt einen großäugigen Firanzplan darstelle, der eine organische Verbindung zwischen der Währungsreform und den Reparatioren Herstellen solle. 2lls Dorbedingung für das Sanierungswerk werde von sämtlichen Sachverständigen, einschließlich der französisch-belgischen, die Wiederherstellung der politischen und wirtschaftlichen Einheit des Reiches angesehen. Das Reich müsse wieder die dolle Derwal- kungssouderanitat auch in Bezug auf die Steuern und die Zolle, und zwar im besetzten wie im unbesetzten Geb:et erhalten. Gbcmso herrsche unter den Sachverständigen Uebeieinftimmung darüber, dah dem Deutschen Reich ein Moratorium gewährt werden müsse, bi- zur Wiederherstellung der deutschen Zahlungsfähigkeit müsse Deutschland eine im Ausland aufzubringende Anleihe gewährt werden, die garantiert werden soll durch die Reichsbahnen, Zölle, Steuern, Grund und Doden, der nach dem Renlenbanksyslem pfandfähig gemacht werden könnte. Auch für die Anleihe fei die Herstellung der De.kehrseinheit da- Reiche-, allo tTe Abschaffung der Regie im besetzte Seb'ct b# unbedingte DvrauSsetzung. Don dem Anleihe- betrag würde Frankreich einen großen Tcü sofort erlxtlten und konnte auf diese Weise über feine gegenwärtige schwierige Finanzlage Hinwegkommen Rach der Ausbalancierung des deutschen Etats solle zum Zweck der Reparationsleistung eine Kriegsschulden st euer erhob- n werden, die nicht geringer fein dürfe, als die steuerlichen Lasten, die die alliierten Mächte zur QT5- deckung der Kriegsschulden aufbringeu. und deren (Betrag der Repavationsabieilung der zu schaffenden deutschen Goldnotenbank zugeführt werden solle. Die Dank werde bann die eingehenden "Beträge an die Reparationsgläubiger weiterleiten. Die Reichsbahn auf eigenen Füften. Berlin, 15. Febr. (Wolff.) Der Reichs- Verkehr-Minister richtete an die (Bannten Angestellten unb Arbeiter ber deutschen Reichs- bahn folgenden Erlast: Am heutigen Tage wird die deutsche Reichsbahn zu einem selbständigen wirtschaftlichen unternehmen mit eigener rschMch?r Persönlichkeit. Finanziell wirb bamit da- Unternehmen -u einer Zeit aus eigene Fähe gestellt, in der bie Herstellung oes Gl<-ichgewichl- zwischen den Ausgaben unb Einnahmen unb die Durchführung ber nötigen finanziellen Mastnay- nun durch bie noch fortdauernde wider.ochtliche Qkrentbaltung wertvoller Teile to ReyeS im Westen des Reiche an sich äusterst erschwert ist. Dleichwoht wollen wir alle, bie wir bem Unternehmen , Deutsche Reichsbahn angehören, unser Beste- hergrben, um im a.'tüewährtrn Gerste treuer Pflichterfüllung den neuen Gedanken moderner Wirtschaftsführung in die Verwaltung hmeinzutragen und da- Dewuhtsein ber Derantworilichkreit für da- Ganze in jedem von un- erneut zu stärken. Da st neben biefem Leitgedanken ber Soras für das Unternehmen selbst auch bie Belange ber Allgemeinwirtschaft für alle AnAehörigen der Deutschen Reichsbahn weiter gewahrt werben, bafür bürgt bie Erziehung des gesamten Per- sonals zu biesem Gemein,chastslinn. Wie dje gesamten Derhältnisse des Personals bei der (Neuregelung unveränbert bleiben, soll auch der Geist, in dem wir arbeiten, ber gleiche Geist des (vertrauens sein wie bisher. Unb nun: Fr ischauf anS neue Wer kl Der Leiter deS Unternehmens .Deutsche Reichsbahn" gez.: O e f e r, Reichsverkehr-minister. Das Iubaland an Italien. London, 15. Febr. (WTB.) Reuter erfährt über die mögl.chs geringe Gebietsabtretung durch Großbritannien, t:i lang von neuem zu suchen. Rur von der H)ffnu.,g aufrecht gehalten, hab die Ka:astrophe die beiden Frauen dicht beieinander betroffen habe. Er suchte und fand. Gerade eben jetzt gaben bk schmelzenden und dampfenden Qllalfcn den Zipfel et es Gewände- frei. 3m Moment stürzte sich Wri.iagton F)r darauf unb hielt Helen Garvin in feinen Armen. Ebenso bleich unb regunglos wie ihre Gefährtin. Jetzt schn ll bTau8 auS den dampfenden und schm l^ento Mass n Rur w n’.ge Minuten waren verstrichen, aber wie halte sich das Bild in kurzer Zeit verändert. Schon stand er in einer tiefen OlMbe, und von allen Srit n her schah da- Schmclzcoasser in Stur>bächen M; Abhänge hinab, um gurglnd und brausend feinen (weg zu Tale unter den Sch«.massen fort-usctzen. Mit den Zähnen fafjte Wellington Far die Fackri. An seiner link.n Brust ruhte Helen. Mit bem rechten Arm um tamnurte er den Körper der Tvresani Mil ber dopp.l:en Last muhte er sich an bcm schm l-enden un) nxLbenben 2G»bang in die Höhe arbc.tcn. Bis an den üdb sank er dabei in die wässerigen Blassen. Schritt um Schritt kämpfte er sich empor, alle Muskeln und Sehnen bis zum äuberften gespannt. Knirschend gruben sich feine kraft gen Zähmr bri der giwalt- famen Anstrengung tief in den hölzernen Griff ber Fackel. i Dis endlich d'e Stngung g?rtng~r. der Schne; unter feinet Füst n fester ward«. Dis da- Licht einer anderen Fackel in seine Augen fiel Mac Gornick hatte sich endlich zur Tat auf- gerafst, hatte sich der eigenen Fackel erinne t. Mit ihr war er jetzt in das Rebelnder elnoc- brungen irib auf W llington Foc ge'tosten. Mit einer letztem Atstrsnzunz fette ihm (Wellington Fvk den rcgungel)'ei Körper der Marchesa bi Toresani in die Arme. .Zurück, Sir . . . auf trockenen Schnee . . ." Mit pfeifenden ßung.it st eh er die wenigen "Worte hervor. Zwei Minuten später traten sie au» dem Lallenden Rcbelm er in die klare Luft unb sahen daS Mondiicht a-kber. Ohne ein Wort zu verlieren. vhn: einen Mick auf fernen (Begleiter zu werfen, bet ete Wei inqckvn For H fen Darvra auf den Schn e und versuchte durch Reiben und Massieren bas Leben in den regungslosen Körper SirüdMr.ir-ingcn. Die Fakel. die er neben sich in sn Schee gestoben fritfe, überflutete die bleichen Züge de- junwn Mädchns mit b( nXrn>em Licht, lieft ft: notz b aste u ib leb o er ershe.icn. Lange schie' Wel.inato»» Foe s,ch um eine Gestorbene zu mühen. BcS endlich c.ik Spur von Leben zurückke:>rt<, bis ein l.-.chfer Atemiug die Brust erschütterte. Ein kurzer FTeudenschcei kam von seinen Lippen. CWt galt e». das Werk zu vollenden, die Gcrette:e.i in b e Wärme und Trockenheit tti KagartHauseS zu schaf en. erkctchrernbe (Hcuerang bhrgettnefen, dast 2Listen von Driesen, Postkartm unb Drucksachen (in (Brief- unb Kartenform oder uniec geeignetem Krruzband) ohike Au Leben von Marken gcg^M Zahlung der Fccigeöüir in bar ober ihre De^ung durch 2fenlenmarkbankscheck oder Uebertoeifung auf das Postschecktonro 4053 de- Postamts ©ieften beim hie igen Postamt 2 in der Schul» üraste aufgriiefeit werben können. Es werden auch von auswä.-t- da.ch Der.nictlung einer Post- anstalt 22Zaife ifenbungen solcher Art. die den Fe.ngebührensä:en un.eri gen. zur Freistempe- lung vom Postamt 2 über.u>mm:n» ohne dast hierfür Desörderungskosten en:stehen. Zu diesem Versand muh die Dervacku ig, die Sache des Auflieferer- ist, gut unb fest fein, damit di« Sendung m nicht Kniffe erhalten, die das glatte Durchlau en durch bi? Maschine Der bin ber n. ” Wieder ein Jubiläum im Hause Sch a f f ft a e b t. Der Kaufmann W khelm Rühl, Steinstrahe 83, blickte gestern auf eine 25jährige Tätigkeit im Haufe Schaffstaedt zurück. Der Jubilar, der bei seiner Firma eine verantwortliche Stelle bekleide», erfreut sich allseitiger Wertschätzung und Anerkennung Die- kam an feinem Ehrentag durch Llcberreichung zahlreicher Glückwünsche und Geschenke, die ihm seitens der Direktion, seiner Kollegen und Mitarbeiter dargebracht wurden, zum Ausdruck. •• D r. meb. Erich Dock auS Diesten, zur Zeit Assistent am Pathologischen Institut ber Untrer ität Fr-riburg l Dr. wurde als Prorektor an das German-Hospital tn London berufen. •• Oberhesfifcher Kunstveretn. Die AuSsteliung von Werfen hessischer Künstler, bie morgen, Sonntag, eröf'izri wird, umfastt nahezu 150 KunsNnecke bet Oelmalerei, Aiua eile. Zeic> nungei, Graphik und Werke der Bildhauerkunst. ” Drahtlose Telegraph ie unb Telephons e. Zu unserem gestrigen 25ericht über den Dvrtrag von Geheimrat König wird unS mitgeteilt, hast in bem Bericht ein kleiner Irrtum enthalten ist. Die Hochfrequenzmaschinen find nicht von Tesla erfunden worden: hier liegt eine Derwechlung mit bem unter TeslaS Rumen bekannten Hochflequenz-T ranSforma- t o r vor Hochfrequenz Maschinen sind in zwei Typen tonfli ufert worden, bie eine von Goldschmidt, die andere vom Grafen Arco. Vorno ,.^cn. — TageSkalender für SamStag QJereinigtc Da'erländifche Tferbände Un Stadt- tHeater Okranftaltung zum (Besten der Winter- nothllfe. — Reichsve-einigung ehern. Kriegsgefangenen: Mona^rerfammlung bei Heckmann. — Lichtlpielbaus 25ahuh7fslvafze: .Di? närrische Wette des Lord Aidiny". — Palast-Lichtspie'e: .Der Dorerköniq von Reuyork". — Astoria-Lrcht- spiele: n5)er rote Handschuh". — Tageskalenber für Sonntag. Obmt^e s f-cher Kunstver^in: 11 Uhr Eröffnung der Llusslel'ung von (Derlen hessischer Künstler im Tuinnhaus am Drandplatz. — Dürer-Ausstellung im kunstwi srnfehaftlichen Institut der Universität, 10 bi- 1 un*» i/l3 bi- 4 Uhr — (Biebcrer Z^vnzert- revrin: 5 Uh in der Aula Konzert H.nnn. Kög- ler und Gife Fengler-Wbnter. — 5 Uhr Un Phy- sivl^gifchen Institut, Senckenbergst raste: öffentlicher Dortrag über Stimmbildung und Stimm- flönmg. — Stadttheater: 3*/i Uhr: .Katja, die Tänzerin", 7 Uhr: .Dfe DenkmalSwcihc". — SV« Uhr in der Reuen 2tula der Universität: Dorirag .Der Wiederaufbau Deutschlands unb da- 22wh)lpv)blem". — Lichtspielhäuser dasselbe Programm trfc SamStag. — AuS dem Stadttheaterbureau: Da der hiesige Pfalz- und Rhcintag auf Sonntag, den 24. Februar, verschoben worben ist. wird der ursprünglich für m-r icn vor^ese-ene Prriog auch erst bri den Dorstcl.unqen de- übernächsten Sonntags zum Dort rag grianyn. — Wicderaufbau unb Alkohol. Man fchrribt unS' Durch den (Brr'trai von 23er- faTrif ist 2Xmtfch'and zur *oltfr:ten Einfuhr einer bcftfmm'en Me-'ge französtfch?r (Dein? ve"p(l ch- tet, tatsächlich üd?rst"tgt unsere Eirsuhr die verlangte Menge in einem einzigen Dierteijahr um daS S'chsfache. 3m Jahre 1921 muhten wir 40 M Irinnen Zentner Gctrri>e zur Ernährung unseres DolkeS aus bem Ausland beziehen, tn bem gleichen Jahr aber wurden 13 Mil'ionen 3:ntrer (Betreibe zur Herstellung von Bter in D uttchland tx-rbraucht. Im Rrih-u"aSjahr 1918 bis 1819 trank man in Deutschland 103898 Hektoliter Trtnkbranntwein, im Jahre 1920 2i aber 800 003 Hektoliter. In bte Ptychintrifche Klinik tn München aber wurden 1918 19 GetsteSkranfe aufgenommen. 1921 aber 137 und 1922 210. D:rartige Za bien zotgen. dast d>8 Mkohrinr^blem für bie Frage beS .Wiederaufbaues" nicht ohne D-kang ist Am Sonntag, dem 17. Februar, 8V< älhr abends wird Studn wundervollen Parkanlagen umgeben, dir Sornrnrr ltze ber westlich m 5t lang- un) Inbustriemagnaten. Roch o>r einem halben Mmfchenalter streckten sich her dürre Einöden. Henk hatten bk Menschen mit Hilfe des Dtz not Herrn ein Para die- aus den weiden Gebirgsgr^enden gemacht. Schattige 2Li a>«]c und trauliche Fustpfade. Zwischm 5dfenbü ein Miniaturi ex Bäume. nb.ete und aller:«; b ühendr Sträucher, von berufener Künstlern zu einem bildhaften Ganzen vcrschnr lynt D.-r schönste unter den schönen ßanbfiten war der von FcanciS Garvfe Unter den reichen — Theater im Kath Berei n-hau- finbet morgen nachmillaz und abend flau. RÜH» cc- im Ai^eigenieU. — Sine öffentliche Beamten- unb Angestellten-Derfammlung wird tn unserem heutigen Anzeigenteile auf Montag abend in ber Turnha.le am OswalbSgarien einberufen. Räheres in te: Anzetge. — Der Goethe-Bund zeigt im 2ln- zeigentril an, dast der Dori rag ,Do.-theS Märchen". vorgelesen von Sife Engel vom Stadttheater. Einführung von Dr. Friedrich List, bis auf weiteres verschoben wirb. — Der Wartburg-Derein must ber für morgen Abend angekundi sten Li-Hrdilderv)v- trag .Sine 2ieife inS Polargebiet" verlegen. (6i.be Anzeige.) Landkreis Gießen. Pb. TraiS- Horloff. 15 Febr. Dfe hfe, fige Draunkvhlengrube und Briketlfabril war bri Beginn deS OahreS mit der Arbeiterschaft wex-en Derlängerung ber Arbeitszeit in Derbandlung getreten. Da eine Einigung nicht etfp(gte, hatte bie Di ektion ber gesamten Belegschaft am 10. Januar gekünbigt. Dfe wohl nur mit wenigen Ausnahmen tn ber freien Ge- wetkschaft organifierten 2lrbeitnehmer lehn'en auch nxiterbin bie Forderung auf*-10Üünt>i ie Arbeitszeit über Tag und 8'/,stündige unter Tag ab. Daraufhin wurde bie gesamte Belegschaft am 24. Januar entlassen und ber Betrieb eingestellt. Die RotstandSardeiten wurden von ben Beamten verrichtet. Einzelne Arbeit-- willige, bie schon nach einigen Tagen ben Deriach mach!en sich bei ber Direktion zu melden, wurden von Streikposten daran gehindert, von auswärts kommende Arbeistuchende schon an der Eisenbahnstation zur Rückfahrt gezwungen. Der 5tampf nahm schließlich bedenkliche Firmen an: die Arbeiterschaft hielt sich nicht mehr von Handlungen frei, die bereit- al- Terror zu bezeichnen sind. Kritisch ipurbe dfe Gage am Montag, al- verabredungSgemäst eine gröbere Anzahl 2Li*- gesverrter noch vor 2lnbruch deS Tages ben Versuch machte, in einen Schach t einzudringen, um die dort bei den Pumpen befindlichen (Beamten mit Gewalt herauszuholen unb dfe Grube zum Ersaufen zu bringen. Jedoch war zuvor in der Rächt Schutzpolizei eingetroffen, der eS im letzten Augenblick gelang, den Anschlag zu vereiteln unb einige Arbeiter fest,unehmen. Gröbere Massen, dfe später den dkriud) machten, die Derbafteren zu befreien, wurden von schussbereiter Schutzpolizei, bte im Laufe des Tages auf 60 Mann verstärkt wurde, ^urückgewiesen. Die Arbri'erschaft verharrt auf ihrem ablehnenden Standpu"kt. eS haben sich aber bereit- zahlreich» auswärtige Arbeiter, bie zumeist in ter Fabrik einquar:i:rt sind, und einige Einheimisch zur Arbeit eingestelll. Der "Betrieb unb bie Kohlcn'örberung lind nunmehr in geringem Umfang wieder aufccnommerL Die Schu.volizei bleibt nach wie vor zur Sicherung der Fabrikanlagen und der 2lrbeitSwitti<>en ein- gefetzt. ES würde allgemein begrübt werden, wenn es bald zu einem Einvernehmen käme, das Arbeitgebern und Arbeitnehmern weitere 2ferlafte erspart. Zahlreiche Familienväter, die schon bret (Wochen lang ohne Derdienst und Unterstützung sind, eriehnen den Tag. an dem sie ungcblnberi ihoe altgewohnte Tätigkeit wieder ausnehmen Die Quelle der Reichtums ist Arbeit unb Sparsamkeit. Darum färben alle praktilchen Hausfrauen ihre Kleider, Bluten, Gardinen usw. nur mit ben weltberühmten echten Heit- mann'» Farben, Marke FuchSkopf im Stern. Heitmann - Farbe spart ben Färber. Fortlaufend Eingang der Fiühjdhrs-Neuheiten. Jackenkleider und MHniel Seidene u. wollene Kleider Blusen. KosiUm - Khckt Morgenrödtt, Unierrödce Vdgcner &Sch lötel Frankfurt d.Mdin Ooeihe UraCe - u. 11 Män-^rn ber Union war einer ber reichsten 5rm» ci- Garvin. Di7 Gruntliqen zu frinem rfetohaften 25er- mören hatte er in jener tc iboürbii*n Lanblveku- (i*ton oelegt, al- er var einem halto Manschen- cl r bfe grostan wüsten Landstri V zwischen der Si rra R-vada und bem Kslaradiflust für eine* S oktpv.iS an fi h brachte unb bann durch dfe 2Btrfu",Q?n d - 5ano‘.b"m4 fru#4bar machte unb brir d l e. Di-' AF ei tfer Arn-ri an Sritlement- Emnvany waren zum grost-n Teil nach in lenen Händen. An d r Sum^ilchen Sfe^lung-ge'ell- fchaft war er stark bririNzt. Auf der groben TerraIfe, die über Wälder und ID Wen hinwrg e:ncn Blick auf die Fluten M ö::l(en O^ra^S gewährte. ra'e 1 Francis Garvin unb H lm, seine einzi e Tvcht«. Unruhig mah der MiN ardär dfe Xerraffe tn ihrer ganzen Gin^e. Bald fuhren feine Hände in th Taschen, bald gest ku'.ferten sie tn ber Luft. Mit m-rfbirem Ingrinm baftren fe ne scharfen Augen b l> auf bieleni, bald auf jenenn Gegenstand. Bold fuhr er sich durch daS dichte weihe Haar, bah es sich zu Bergen sträubte. In einen Äorbfe'H veraraben Iah Helen unb sah dem Dater Halo belustigt, fyafb ängstlich zu Grir-ih halt; fi; nicht ertoaret. feinen unge- t- l en Brifall zu finlfen. al- ffe ihm vor einer Diertri'lunde ta vorsichtigen' 2bibmtun;ei ihre Lieb? -u Wcl i igtoa Fot ge lanb. Aber auf e nee fo b rtigen Wider land tnat sie auch nicht g.?f^iht »•toVen. Auf srich schroffni Rein v>n e t*n ihre- Da ers, be* fi* in ner verwöhnte, stets jede» ihrer Wünsche erfüllte. (Fortsetzung folgt) ftrrm SvllM twr Sw b* «Ü* ***» fcwrben >o befielt außerDem für bic A-nheimi- tixn bic ®dabr. bal 'M« bte kübtnat 2k- txuilieik bcdotts cebt c. Ci4. 15 3le iuna-i Obflba am- Mlantungtn bii>m un Cd Jf bei TBin f t< fcucxfc *2D i l b - unb'Biaufcfraf) fair. g liuat *Uim#n.(lt bifam bie «Aule g h» an- crrLbirt ba IU bte Ritbe Dec pnien Dtnlbduw Eber brra TDjce en 2Lu|h4>i*beborN »rrlt.-bL DU jährliche Vergütung Ul aul 220 ‘Xrtie.nnart kflgeletit Va bk Air4>en falle Infolge der Gelbetiwer- tu-fl in tr ifte Zahlungsschwierigkeiten <;e a n -uur. Hal bte burger 1 iche C*e me I n be in da: kcn wer er Delle bit nötige $dfe gekittet — Sichren! Derncch.nen nach tx> rb an er Pfarrer Weder mit de n I 3id< M 31 In ben Ruhe- fianb irrten — Fut ben 27 Juli Ml hier ein gy6frlti 2H 11 f t o n 11 e fi ge Uni, ml! dem das Derbandstest bei obceMIU4x» Pifaunenchöre Dertwii as-tbea foU- Hcstcn.Nasiau. fph Frankfurt a M. 15 Febr. Seit Monaten wurden bte Reifenden der l>Züge ,5rant1urt-7n::n4>en durch eine Inter- nationale Diebesbande bcläftlgt unb auch vielfach beftoblen. ohne bah es möglich war. ein Mitglied ber Bande festzunehmen. Tun- mehr tourben auf dem Bahn ho! Hagen zwei ber Diebe, ber angebliche Kaufmann Oamuel Pah aus ÄMn unb ber Laborant Szvmanowitz aus Dut bura. aber beide aus Polen faim- menb. auf fillcher Lat verhaftet. Um biiiier Dieb ein angeblicher Richard Brenner aus Berlin, ent Jam Mehrere Diebstähle tonnten ben gefährlichen O.|- Lcn betritt nachgewseen werden 3m Besitz b*r Diebe fand man erhebt-e Mengen von Dotgeld ber Städte ZranstuN. Köln. »Iber- felb unb 3rrm-n ferner viele Devisen unb zahlreiche wert olle Sachen, bi« |ie den Iu greift »den gelt vhlen ballen. Vermischtes. Die Lübecker Ducht ju gefroren. Hamburg. 15. Sehr. (WTB.) Wir bas .flfrembcnblatr au8 Travemünde meldet, ist bie Lübecker Bucht burch ben Dordostwlid voll »I s getrieben unb völlig su gefroren, nur eine schmale Fahrrinne wird durch »isdrecher für die aus- unb eingehenden Schiffe nffcng. hallen. Bis an bas Ufer berun hat bie See för nllche 91« berge gel chokim. Die Pfähle der Bad anstalt find bil oSen hin bick mit (311 iedeckt 2lach einer Meldung desselben Blattes tu# Kopenhagen ist ber Oerelunb ein rrofit« » i ft f e 1 b. Die Westseite ist nur mit Hilfe von «sisdrechern Daffieraar; bit östliche «labrilnne d s Kattegats ist mit Gis angcfü’.U mb kann nur von kräftigen Dampfern valficri werden. Buch Im Groben Belt lind die Berhällnllfe fchrvierig ber Kleine Belt ist roch eisfr i, cbc.ifo einigermaßen bte westliche .Mibrrtme des Ka tegat» Die Damvfergefellfch Arbcltslii!ung »in Schneepflug mu’re von 12 Pferden gezogen Berten. Die bnberqtl tf'rv' Höfe find vom Verkehr abgeschnitten, a iderv Siedlungen sind wegen Lawii».ige|ahr geräumt worden. tCctt'TöürrtiiOfnnc Stell en weife Morne nobel, tagsüber auf- heiternd noch kalt, trolcn. Handel. Gedifenmartt Seuat—jiunTTwd e. M. iLlegrspktime Aueiableeg.) iCbAf Deivudr » 4 X#» 0X» - OUD U‘J huwdMUui.iui 1 |7iMAA>J e i an tri WBCKi Mil«*« 1K» QköthKitx. (Cb < chen-abr I 142.5 M.flarden abg-?ferf-?br batte heute einen »tJxi4 n*g r wurdet»!emifche »hne 7225. Gr»vag 375. Scania a yd 27j0, Karstadt 450). Ufa 10.50) S auf- furter Hand lZbank 125 Mt^r Xertll 1125 bis 1150, Mnin brenn ri «el 1150 Ludwig burger Porz lat 5,0). ^,iai 35.0 Srbr mlb 1 wa- tle llmlahtätigl r h 3 rdustri papievei. Au lower te unt.-rl.igen flei-ct ixx-iCungcn. Daimler bebau t t. Mafchi ^isadiU Karlsruhe ’e er. 3uL Sicl: l etwas Izbbaricr. Auch für »lektrizllätS- paviere bl et»m ti.» Kursv?ränberimge'i oine De- beutur.a. A ». G , Licht und Kraft tonnten sich gut behaupten Am Markt ber chemischen Werte stellten sich von den Akti-m des Anlfinktnzerns Badische Anilin etwas schwächer Sch7ideanftalt etwas besser. Luckevaktien gut preis haltend Auf dem Gebiete ber Mvntanpaviwe fanden eigentlich nur Mann -smann etwas gr. Here Deirchtung Die Haltung gestaltete sich u nein hei! lich Für Phöniß bestand Dachs rage. Dort sch-Luxemburger nxirvn schwächer. Frankfurt a. M. 15 F br. Tendenz: B hauptet. — Zu einer regeren Ge ch3ttstät>gkeit kam es heute bei Beginn in H)potbeb7mbank- PtandbrieteTi. weil bi* Aufwartung auf 15 Proz erhöbt trcrlen soll, sofern bf? Papiere Mt 1919 im Bef'b b-4 Gliubigers fln). H-imischk An- ÜnSWUDii. IO* >.e- > icte»»»«»» i "3K »04.4»? ^le 41 Ue . .10 i - Iti i-y^i a »*'«> u I IC6»h n:*a»4- inuäk-4 *■•4.-Wi U. Hl.&MC • •.n rteew Iwotem < ledttl a Irftedw« muM» .. * rr**-_ 1K >-br-tir l'r's «r.» i«cnj*Ti<*r ............ Wrfrn ........ 7»' WP- i« •eieren trat oneono rc-8 reew r ► trrr.miwew «et*re ...... Ä#a4rhikbf ¥lrirn ....... tun? Ocreoce IV ► 6Uti.C HX7T VUÄ 1.7., OWW F^K^rfirirrtl. • l» trenn *4 iuK MI.k4 4- • . »JU 6*1' f»6lt konnten ihren Gewin, gut bebiuaten. Hirsch-Kupfer wurden 2',4 Bi.iisr.ca Höger als g: tern bezahlt. Sch.ideman:cl f:t gm bei anbauember fpeTala- tiver Dach rag - u n mehr als 4 Billionc i Proz. Dorddeutfch.' Wolle stellten sich um 4 Billionen Pi« ent höher. Aaturgemäst fehlte t auch ein qe Dückgänge mästigen Umfan]eÄ nicht, fo dif) bic Kursdcw.gung sich wiederum uneinheitlich gestaltete Danlaktien blieben gut bebau Jlet Aach Schi fahr'.»werte waren wenig peränbe.-L Don ausiändifchen Anleihen waren türkische. Bagdad Murn ®n| ■llfehr*r'-rr rvtewcrfl •elherrf »tficrtvc flinrHte Vdtrt tibrrom <*r Ckrfr fllttn leubial, Wei.ze.nlleie 7 8) (ruhig), 6.-10 dis 6,50 (ruuig). Diktortaaib e AoggenNrie en kl ine »rb en 18 bi» 19, Futlrrrrb!« 12 dis 14, Peluschken 12 bis 14. 2lierbi>bnen 12 bis 14. Wicken 13 biS 15. Lupinen, blau 14 bis 14.50, ado 15 b s 16. Serade.la. alt 14 bis 14 50. Dnps- kuchen 10 bis 10 5). Leinkuchen 21 bit 22. Trocken- schniyel 7.S) bis 7 9); für je 5) Kilo: Weizen- unb Dogg.nst roh 0 55 bis 0 7). Haferstrah. dra ht- il'irl»rnr(6f T^di,s««t t'ir ir chiich, i«»U4.ifUU ftf ■- «eit. Berliner Provvkfenborse. ‘Berlin, 15. Febr. Am Probuktemnarkt übte bie gröbere Zurücklxiltung dos Angebots vom 3nlanbe einen bcfcftigenbcn »influb aus. Man befürchtet eine Schädigung ber Felder durch den scharfen Frost. Für 'IDcCscn benand Dachfrage seitens ber Mühlen, bie Pr-.-lle blieben behauptet Man hatte bd geringen Umsätzen eher festere Tendenz. Für Doggen Hal sich bie )kachsrage verm hrt, es wurden Dafür leicht erhöhte Pieiie beteil igt. Die Gerstenpr^l'e haben sich kaum ver- ändeit Hafer war für die Küste gesucht und höher als hier bezahlt. Hülfenfrüch e konnten bei starkem Angebot nur s-> >.*r verkauft w r>st. Futter- artiM waren still. rLs no.leiten für je 10)) Kilo (In Cb.Lmarfr. W*lz m. m irk 16) bis 164 (fcflcr), Dogmen, märt 130 bis 135 (fester), pomm. 126 bis 130 (fester, vell-mburg. 123 bis 13) (fester). Ucflpnub. 128 (fester). Braugerste 152 bis 161 (etwas fester). 5utt-rqerfle 137 bis 143 (etwa- fe ter'. Hnser. märt 103 bis 109 (sttl!). pomm. 100 boS 0> ifliü), Rws 23) biZ 29) (ru> gl. Le'.nsaat 415 bis 435 (rubh): für je 10) Kll^ Wn-enmehl 25 bis 27 (ruhig-. 2tog tenmebl 21,50 bis 23 c5 und HvNanlethe bervreegt tmb höher bewrtn. Deut'che Anleihen gaben met I etwas nach Am Der>i' -nmarkt waren btt An ord.-rungen gegen gestern etwa gleich grotz uo bt.- Kurze waren im »llgern.nne.i unerd-.ixi Für Deuyork konnte die Zuteilung etwas ergöhi werden. Atrien hrrlt. fC*hnr chewshr 4 'vtlC.rH Galtzdo'k ‘ ‘ * 2 Mu gMukl ■ Tru Unten tl~a..... vcnKcvciilabrif emnn . 3aaa............ FflbH»# NN tu....... J, Idlchniidi ....... ru<0fimrr fftretrea .... 3er*’tDfrfe . ... beiter ‘rhlune ........ Huferrln-rrft . ........ g*rlhreuu»U........ ■Ho firfmUiW-^drafAeft hniKtiiR ......... ivamfr-'rwnle........ Jeutrn ........ irreriil * b'-flb .... Rblrrrorrfr tlr*WV ...... leimlri iWotoiai. ..... troaginflerei ........ . . ■ 7 rünf'urtrr ftrmaturrn . . . fRrieOenfniÄfl'i VHextlun G. uMabrit Herz...... . f t.rt*r *!r eUektb. 1 <■!<*■ -U-ich.« 'klhe . “'I*» nirty ♦■na« •eervT-mtmeiurUi . Intl-lec ÄealeU . . , Heflrnrfm. ........ , t its.rntee*...... brrtb.rr gerier'4«rlfm eeuwn mt» fneei V^ant 3r - • •*«171 K - Ml)b, -tle*. • • - a. » r - e • w^ 14. t, 15 14 ». 15.» 14* 14 0 IW 13 5 4 e 4*5 »M Do US WW HO u * HX HMi 111 — 1 — !£» 4.4 4?0 4 44 Ito — — - », 5re * n« । IM — — r i •u n 11 10 e 1,47 6 47 17 ie/2 17 I 16 6 1T.1 1«.?S '69 11,1 1 1 - 1 ri t» 71 5 71^» M H »i 74 s >3 9' 1 ' 1 2 0,7 S o.7*e e.rii ij 1,11 1.» 11$ 77.1 ,1 H 75 5 •b.<7 15» 43 9 * r t T 'S 11 70 45 SS s M »3 19 17 W ». » n.74 71.5 77.6 3h.« 1. • 4 7$ fei) 74 * •8,13 7 75 r.i ö.e 16.5 47 47 HW 47 —- 47 b 4'.75 47 1 70 — 6J.7S ($ 4 t 4.« W 44 U 43 75 4B.5 <1.75 4,'S e.»> 1.4 M '» it $ — 1,« 4.7 4 M 4 4 — — 46 41.1 4 ?« M.13 75 7. P5 5 5 5 7 5 7)2 7.87 3 «' 8 77 11.75 71.91 :o s 71.1, .0,75 .0,75 16,* 1«.' —• —. *4 5 <1.5 K.7S n.‘ 7i,t Hl • ■ «* 14 6 14.5 14.7$ 14 M 1« »5 6 »5 , r.r b.6 - «7 M.4 54 w 1,9 1 V 1.1 1.« 5 6 b 8.9 k.9 —■ 36 ?G 3$ 13.25 7.1 — -w '5 5 » 5 — — «75 S.s 6 4 6 5 11,7 11.7 *• 1«.1 1 14,73 16 6.-! c.e 7,4 7,4 7 < ■* 4.« 4 * *• »5 , r.75 4 — - * i brtf '•/eniee Uu» tkrebaa WrbfMrl . . . ge-ivfi! 040 bis OJO. »fr* strv?senlgeh 0.» bis 0 50 Häcksel 0,95 b.4 1.10. QangHr») 0.M bis 1.10. Du e-nhäu. guL gesund und l ocken 1,05 bis 1.35. M.I tz.*u 0.75 bu 0.85, K.ceheu 1,70 bis 2 Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a M. 15 Febr »s notierte« pro 100 Kg.: Weizcm. Wettcrauer IS.— dis ILchO. Doggen le2a bis 10.75, vommergerste für Bvauzweckk 19,50 bis 2).— Haler Inunlk 14.— dis 1425, Weizenmehl, füdd. Spe^iai 0 28- bU 28.50. Doggenmetzl 2425 dis 25- Weizen- und Doggenk.ei« 8.— bu 9.— Mais. ÖapUia 18.5) bis 19.- Ml. Pserdrmarlt in Friedberg. #1 Friedberg. 13. Febr. Der gestrige Pferdemarkt war lebhaft be'ucht und auch ziemlich gut kxfchickt Das Ge'chäft war nicht fehr lebhaft, doch kamen Immerhin eine An» ha hl Käufe zu in Abschlag. Die Händler batten tcilweife febr Ichdnes Material zur Stelle, doch waren die Preise auch recht hoch: teilweise wurden bis 20.» Mk grsordert. Lahmend auf das Geschäft wirkte die öklMnapb» beit, da manche Kauflustige nicht in der Vage waren, d c gdorbciten Prelle In bar zu bezahlen. Der auf Deute angesetz e Schwein emarki ttxir von ben Behörde» wegen Seuchengf die ^ufen CAIMON-HANSA Millionen Genscher. nd sei< Jahrzehnten treue Anhin^r dee bewährlra Hajrplle/r- und Kopfweachmiueia Schaumpon nut em »diwart o K ut. Die jrofte Beliebtheit u d Bedeutung für die kopfwi che verdankt diese» Pre- parat einer besonder» »org'alliven Zu-amruetuclxu g md »eitier reinigenden und b- lebenden 97irkun< auf die Kopfhaut Wer sich vor fnihzeiügem Haarauaieii bewahren und »ick» J »i ins h 'Le Alter sdiönen Haarw r Kopf" und ver -w e.iertnirirh -* rlie ea echte nllbewührte Fabrika Kraftlose Nerven. Wenn eine Saltt fprtijt, ^3 gibt es einen schrillen MlfMang. mit Dir Harmonie des Instrumentes li es aus. Gespruageitt Saiten lassen sich nicht mehr r.Parteien. Was die Sailen lür d»Z 3nftrummit flnb, bas sind Ihre Verven für Siel Solange sie nur verstimmt fist», ist es mög.ich, sie wieder in Ordnung zu bri.igcn. — Mancher leidet an dauerndem, nicht besonders heftigen Koofweb. mancher in leichtem Händezittern. Hieben in Den Gliedern, Laubwerden einzelner H a u t fl e 11 e n. Zucken Der Augenlider fe« lifchen Verstimmungen unD Angst»u ständen. Innerer Un- ruhe ohne besonderen Grund, Verdauungsstörungen bei der kleinsten Aufregung, Reizbarkeit unb ärgerlicher Stimmung morgens nach dem Aufstehen, Hautjucken, übermäßiger Erregbarkeit, Zuckungen im Gesicht oder In den <5 lieber n. Alpdrücken, schweren Träumen und ähnlichen scheinbar ziemlich harmlosen Zufällen, und achtet nicht Darauf. Diese Symptome sind du rchaus nicht harmlosl Solange die Störungm noch keinen ernsten »Hanak.er angenommen »ib;n i t Hil e m5g ich durch eine sy terna.ifche X.ä tijuig d.rDeroen 3eixr Lim seine > Dervsn auzoeichc de Dühr- stosse iidonun n lasten. Ulan sollte aber recht- zel.ig Daran D.-iLn nih: e t. wenn es f a st oder ganz z u spät I st. Ss gibt nun ein außerordentlich wirksam*- Dervcnkräi.igu gs- und Dahrmitiel, L>r. mcd. Roben Hahn S .Der.lsan"; bestehend aus ben am meisten in Betracht kommen>en organischen, phvsphorfauoen D rbi bunjen, üaer welches in kurzer Zeit viele her»li he Dank- unb Anerkennung »schreiben unau.gjorbert aus allen Kreisen cingi g n. Folgender Fall z. B ist charakteristisch: ©djon einig: 3ahre lltt ich in olge Koankhell und fchar er Arzencten an großer De venschwäche. Die sich durch Koostch ner-en. G le der a de i, großer Relzdark ii un) G danken!chwächr sühlbar mach:e. Dun gebauchte Ich 3 3 en Dun ;ei von dem im 5ste ie b. h» ie heuer Nuseigers. Mel oö) üiietfemeie au verkaufen. 1(681) (icnitditii Kitbeliivtraße 7 Lelephuu IHM. kMll.Mgkl abtuflco.iL tn ELoNengaffe 17. firtritniiitl i. ,a ve» kaufen. !©[> Slreib. Sic. (U HL in DabndoOnäbe »n uerfa tea,a.$rniiMi wtr> Etni ‘€*iu erbaut ?eüöv:>cii ivariuem« oio'ien! #lv die >a- Lrirauieu erucbien !. ir äUcinverlfliif umd. Zweiauiedei- lafinnn im Iw iidö •Jliu l.inbr. tteine Vi« n »aedübr! 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'Birg« unlerer Otab! oder darüber Ätnau» tx« EtMvo-ner dec Uraatnj Orartx*'en bü der ßaebeiu n it>trflU t in Berührung kommen, lei eS auf dem Wege einer Jnurng*. na(bt oder durch die Inanlpruchvahme ter ainrl4Hun4]rn unirrer Hochschick«. Io Verden Ilt bubet meisten» da» Gmpflnben da den. einer dl» fnot. ein Stoilgänger d » Reiches, dem leibst das Wasser bi» »um Hal'« decanrcichl. die Gemeinden im schwersten Ringen um ihre dringenden flnan- gtellen NorwenÜigßei en. die Unive.fitaten »war nicht verglss«n von den ösfentllchen Gewalten, aber tatsächlich doch auherordentlich emvslndlich betroffen non der 2lot der 3ett, weil eben bei Staat trotz reinsten und höchsten Wollen» das entsprechende Mast de» Können» nicht mehr bellnt So g d' es allen ilnl *r1l!ä en. und so betrüblich Ist Liber auch unter« Vandetuuiversi'.ät gelxt'.et; nicht nur mand.e» Erwünschte bleit l heutzutage beharrlich Im ©eli?t der srommen Wunsche, auch da» Nötige Ist nur erst un c Jctoalilgen Schwierigkeiten und nach ausreibenden tämpfen mit der von allen Seiten geprellten Finan^oetwaltung »u erlangen: «In klarer Beweis das ui ist der Srweiterungedau der Universität»- Frauenklinik. den — odwostl er au» der Entwicklung der Dinge heraus schon lange notwendig getporbm war — Pro!, von Gaschke doch erst nach Ueberwindung sehr großer Schwieligseiten, zuletzt nur mit der Drohung seine» Wegganges von hier, darchsetzra hm ne. In diesen Spalten Ist -schon «Inin« Olt3k daraus hingewielen worden, bah der 2lbbau. der jetzt überall im Reiche und In den Ländern durchgesührt wird, auch unsere Lande»- Universität berühren bürste W a » hier ohne Schaden für den ganten OrganKmu» abgebaut werden könnt«, vermögen freilich selbst d i e Fachleute nicht »u sagen, die sich ficilxiltcn von den Gesichtspunkten einer engen Resfortpolitik. die die Erspaimitzmöglichkeiten immer nur bei dem andern, jedoch nk-mal» Im eigenen Bezirk erblickt. Aber die mächtigere Lande»sinanzverwaltung wird auch hier natürlich da» ausschlaggebende Wort sprechm, unb sie wird wohl aus stark Abstriche drangen Wie bi« Enischeidu ig schlief iich satten wirb, vermögen wir al» Außenstehende auch nicht annäbernb vorauszulagen Soviel ist un» aber gewin. bah bi« Delahrenzona für b«n ung«schmälert«n Fortbestand unterer Landesuniversität noch nicht überwunden ist. und bah man u.i er Umständen Enttcheib-ii gen zu gew 'rtigen haben Wird, die unserer Stabt, der Provinz Oberhessen und allen an unserer Hochschule interessierte» Kreisen unangenehm trarb? i dürsten Zur Unterbindung dieser M-g ichk iten erscheint e» un» notwend'g rH-rrt Universität von a " sten her HiIse a s die v ws i d n ir i ste W i|? zu b in- gen, damit die Vorberiigungen erf itti werden wnnen, die »um ungeschmäler'en Bestand unb Sfielen Weiterentwicklung dieser okr’ten Dil- »flälte unserer engeren Heimat g -geben sein m. Hier können nur die Stadt ©leben, die Provinz Oberhefsen unb die breiten Bevölkerungsfchichten In Stadt unb Lanb al» Hilfeleistende in Betracht kommen. Dast wir bie Stadt Diesten In bi« vorderste Reihe ble'er Hilfsdienstvfllch tzen schie- den. erscheint durch die Tats-ach: gerechtfertigt, bah unser Gemei.iwesen — we in man In die em 3ufamm«nbiing non d.-m Stubie ierfolg der Student en ab i ht — den grihten Teil der Bvrteilo von der La d^-Unirarttlät befttii. Di« Droste diele» BoneilS wird schon deutlich, wenn wir an die Uni 'erst at»kli ifen e i mern, durch bie unterer Stadt bie Untorh-iitung ein?» et jenen Äranfen- haute» bzw. bi ? Lulchuhleiitairj »u et icm solchen, die andere S'übte oon der Dröste Diellen» schwer drückt, erspart bleibt; wenn wir weiter auf die Tatsache hlnw.ifen. dast durch die Universität doch recht grobe Selb ummen nach Diesten gezogen werden — man d.' ile ». B. an den Unterhalt der Ötub.'ntn. den Au enthilt der Patien en. für die ein gro'l.-r Teil d.r BeSÜriiitt: bei der heimischen Geschäftswelt gebet! wi,d. an bk Defuch r oon aa$n>3rt.<. bie auch manche Mark hier bänjm lassen bie bi5 ivir.fchntliche u t- dament breiter lUnwolnerfchlchten k)r günstig beeinflussen (morü'.'er sich aber mancher Mir- bürget nicht recht in klaren zu sein fch?iitj. so verstärkt sich di- 3rfertitn:J brr ob?nenvihnten Doneile wohl überall noch mehr Da» Ist aber nur die materielle Seite. Die ideellen Gewin-.e. die Diesten von feiner Univerl 2t hat, ILnj durchaus ntch: geringer anzafchiajrn. Da» ülxnau» r.g: Gei t«»^e.e ei De chick stärker mach'., oerbankn wir doch in a l.trrier 2i.il.’ un ree Ja dr.-U i- twcrfUdt. v n b ren Dozent -n sich viele hrasig i.n Dorr g s a dei lr Lest en B ,ol e.--ng» ch ch ra »jf D..fagang stellen. XI« des« haben unfer Demernwelen mit aui bie Höh« geb acht deren es sich htute «dreu'.. Die Stad, bi th er D^.m M hat al.o ein grofje» Jn'.e.cllc banin, hast ihre UnioeesitLt nicht n olle t b e t oder gar aaegesprochen verkümmert, de n Im selben Maste würa« auch sie mit rückwärts gehen. Au» dec Schillalsoer.loch.c.iheit be.b^r ergibt sich, bah ein» dem andern z u Hilfe ko.?-men muh. schon a n b?» eigenen 3n e.rl'e» Wicken. Wir m-lien. bat die Hl telei tun» jetzt mal von der 6-ab: (»mm m muh nrchdem die Untverii üt unserer Bürgergesamtseit fchsn so viel g ^e <7i hi?. W nn mm a if llu > 11 um sich blickt, lann man be n rken. da) sich fu die Stadt manchecl l Moglichk it zum Hestea bierct Dix denken da z B ar die Her.ich u ij de» Wege» zu t< n n .uen Sludentenh'i.n auf bet Schstn« ' Aussicht. der zwar bst guten Wetter in der heutigen Ttedaffunj g-nüg-n dürfte, b i Tauwester u ib liegen aber in e.nrn Morast sich verwandelt, der d.m Schuhwerl un'erer ohie iin schon schwer ringend n Ltubrntenschai! bö» -ulest! und le ner bei Be ich igung»beluchen auüwäriiger Dön >er unserer Unk>erH;ät feinen guten Eindruck von diesem Stadst-il hin.crtafsen wird. Dast bie Stadt vielleicht auch noch ma ich:rlei zur Linderung der studenilfchen Woh lungsnot mit beitragen körnte, lei al» toeiteier Defichtepunk^ angebeutet. ohne in uodgen i i diesem x u ammen- bange w-i ere Hilssmöglichkci.e i be.ü'r-ren zu wollen. Olbrr nicht nur die Stabt Verwaltung, foabem auch die Bürgerschast chit Pflichten g eg er über der Hochschule zu er| üUen. von deren geistigem Wirten Ile, wie Ichon gesagt, ja auch Ragen zl-ht. Sie muh sich IW» und u'xtull d.r bürgcrii ben D-rottich vag be.ouht lein, gute aad billige Stud.-ntenwohnunc.e i zur Dersügung zu stellen, da nlt sich die Studierenden hie! hei gezogen fühle i und da ch Ihre vermehrte Ja bl bas wirtf chaftiiche Rütgrat brr Untrer i ät startrn; man glaube nicht etwa, die Un eckunstsverl-ältnis'e in un erer Stadt sprächen sich ausirärt» nicht h r tml R.'drn dem Monte 6 starken 3nicn1 c Di sten» an ter La.chesw i eril ät darf da» Snterdlc der Provinz, ja da» dc» ganzen Hclfenlande» nicht gerlrgtoeitiger teranlchlaat ö.tbeit Die Provinz u.ib da» ganze Land schi ken Ihre Schverkranle t in dir bie I ;en 5timiken Müst en sie da nicht auch zu den Aoücn bei tragen? Dast die Studentenschaft au» Hessen nicht flein ist. arht au» unserer Mitteilung In Rr. 28 vom 2. Februar h.-roor. nach der unter in»geiamt 2092 Studierenden 865 Hessen sind. Dieser Hinwei» mag genügen, um den breiten Strom von Segrn anzudruien. der von unseier LandeSunIverck ät au» auch in da» ganze Hclsen- lanb hlnausströmt. der e» aber auch der Universität gegenüber zu besonderen Anstlengungen in den Jciicn der Rot verpflichtet. Welche Formen die Hilf»tätigkett der Die- hener Stadtverwaltung an nehmen kann, haben wir oben kurz anqcbcutet. Die Unterstützung au» der Dütg-rlchift darf sich aber nicht nur in der gcd.lhlia.sten Behandlung der Wohnang»- Iragc d r Studenteischalt erschöalen D.tagend wünsck»en»wcri crlchrtni es un» viel mehr, bah de Diestc ner tzochschulgesellschast. die bekanntlich die Unterstützung b?r Universität In breitem Au^mah zum Daseinszweck chrt. noch stärkeren Rü schal! an dm brcliefle.n Bürger» sch'.ch en f.ndst. unb zwar durch die 3r- we düng d r Mi g'acdschal! unb durch möglichst umfangreich.' laufend« Zuwendangea an Stich tunacn. 3n der Form d.r Jugechörlgkeil zur Dich ner Hoch'chukgefckttchas! fö nte sich tprhl auch die Unter tü ju ig b:t Univerlttä! au» der Provinz unb aui dem ganzen Helsen- fanbe am glücklichsten auvdcücken. 3.. der Stadt unb auf b.m Land- sollten a'lr am Geiste Neben unserer Zci' Intcreflterten Mitbürger. inSbelon- der.' alle Bäten von Kind.-rn. die vorauZsichtlich einmal d r U nversttä! dl» Studrnten aui« übrt we ben Mitglieder der öiebewr HochlchuIgeleil- fdiafl lein, um mit ihren Beitragrn ein 3n- sti ut üb.'t diese Rokzri: htnw'gi'achclfen. da» für un'ere Heimat unb un er ganzes Balk noch grohe Ausgaben au cr.üllen biL Sch:malige Dieaenrr Studenten b auhm In ber Provinz a ib im Reiche fo l en sich die umlasse-d te Derwi.k.lchung die cs Dedank-ns im 3ntc:ek ihrer a'.tei Unfxr ität sehr a. q L'gm fein l itten. Ader aach diele Alten Herren der Diehener Studenten- schast selbst könnt n vielleicht noch ein übrt*e5 fü- ihre grohr ßcbrnetrtenn tun. Wir Wilsen bah biefe AI ei He ten schon seh viel sür Lire Aorpo- ta.lenen U ten, woran» b.e'en eine Quelle te-S Seg m» geworden ist. Qedach ein *4 < t ra • Opfer für bie UniDerlität al« solch« Au Händen b i Hvchschu'.gesel schal! bürfie viel- IclXl auch noch tragsar I in. Weni man nur an cinm Ortra-^abreubelrag vrm 10 Mk. denkt, fo wird licherlich ohn- Schmerien für d n ein» zelnmi. ab:r zum groben Borteile ber Hochlcha.e ein' Summe AUlamme- kvmmrn. mit der Iich manche Lücke stopfen täht. bie jetzt Imt) tÄc ^inaiznot deS Staat » geritten w.rb Btecketcht könnten die studentischen Korporationen nach biefer Rick, u g hin dnmil an ihre Alten Herren herantreten, einen .K rb" dürften tt« nach unserer Ansicht sicherlich nicht bekommm. Ss Hande't I sich bei dem Hili »werk, zu dem wir mit di -en Feil rn aufrufen möch en. fo nur um die U eb« r- winbung der bittersten Rotzeit, die von allen noch C.i tungUrai igen kf Darbringung besonderer Opfer e so.den. Da» mucken sich alle Z^ör/erlchaf!« i unb Doik»- g i. ssem vor 2Lgen hol e i und wenn sie im rechten (Seihe sich zu einer ?iotg«metn- chaft um unsere U ilversttät zusammen charen. dann wirb bie 2ll.n»i watet VubotM.Lmi oh n- dauernd- Aachtelle auch üxr die ÄHapei dec er Jrii hinwegkommen C;xiicr mag dann der Staat wieher bie B lichten gege über der Diestraer Hochschule er.üi ei. denen t: jejt insol^e feiner eig.mvn ülot nicht in vollem Auomah entsprechen kann. Aus Stadt und Land. Gieden, den 16. Fcdruar 1924. Tif ^rhrtiari9)lirtr. Die Fedruar-Miete beträgt in den heMIchen Gemeinden mit Städter«rbnui-i 22 Prozent, in ben übriien Demrinden 21 Prozent ber 3 iebenvn iete Die Tue e ist zahlbar In Dvlb- ober Papleiwark Bei Papiermarkzaklungen ist der «u.« vorn Bortaa« des F ittlgkeitstermtn» zugrunde zu legen Die Beträge lind aus voll« 10 Pfennig nach oben abzu- 3n diesen Summen sind In den Gemeinden mit Städterrdnung 2 Pro ent. In den übrigen Gemeinden 1 Prozent T«.wal ungskvstei. ^Prozent für laufende. 8 Prozent sür grohe 3iv fianblchungetoften. tie Zufchiäge für Steig« mng ber Linien soivie bi« D uidmiet« clnbeqrilfen. Die Betrieb»kosten sind uinAUlcgen. G» lind dem- zufolge zu derechmem: Monatliche In Gemeinden In ben übrigen Frl«den»miete mit Städte- Gemeinden Mk. Ordnung Gmk. Gmk. -.25 -.06 —.06 -BO —.11 —.11 -.75 -.17 —.16 1— -.22 —.21 2 — — 44 —.42 3 — -66 —.63 3.7, —.74 -.70 4 — — 88 — 84 5- 1.10 1.05 6 — 1.32 1.26 «7. 1.47 1.40 7 — 1.54 1.47 8- 176 1 68 9 — 1 98 1 89 10.— 2 20 2.10 15.— 8 30 8 15 20.— 4 40 4.20 25- 5.50 525 30.— 660 6.30 35- 7.70 7.35 40 — 8 50 8.40 45 — 9 90 945 50— 11 — 10 50 55 — 12 10 1155 60- 13.20 1260 65.— 14.30 1365 70.— 15.40 14.70 75.— 16.50 15 75 80 — 1760 1680 85- 18 70 17 85 90 — 1980 18.90 95- 20.90 19.95 100.— 22- 21.- An Hcmb ber vorstehenden Dabette Tann jedermann selcht bie Miet betrüge fehlt llen 3ft ber genaue Betrag ber Feiedensmiet?. bcilplel»- treile 42 25 Mk. in der Tabelle nicht enthalten, so ist der Mietbetrag, wie nad/tef-enb erläutert, durch xSufammcnfte.lung zu ermitteln: 3rieben»mlcie: Sebruarmlet«: 40.— Mk. 8 80 Gmk. 18 04 I 58 f 1 42.25 Mk. 9.30 Gmk. •• Ueberholte« F ra ch t ö r i es mu st er. Die Handelskammer Os enbach-weist im Interelle ber TkrfcbrAtreibcnben darauf hin. bah die von ben neuesten Bestimmungen abweichenden Fracht- btlefc nach Mitteilung ber Reichsbahndirektion sobald al» möglich auS dem Verkehr gezogen werden sollen Da» neue Format Im Auömah von 420>297 ist am 1 Juni 1923 cinicfdbri worden. nachdem schon längere Zeit vorher wiederholt darauf aufmerflam gemacht worden war. bah e» sich tragen zu erwartenber Aenderungen deS Frachtbrief Musters bei erforberllbem Reudruck von Frachtbriefen empfehle, den Bedarf nur für einige Monate zu decken Troy bi«!er Hinweis«, w?|che bie Festsetzung einer nur wenige Monate umfassenben Ueie gang »zeit gerechts'.r igt hätten, ist die Aasbrauchsn t für bie Frachtbriefe in der Gröhe von 380 - 300 Millimeter nun bi» zum 30 3unl 1924. allo auf mehr al» ein Zahr nach Sinfübrung de» neuen Format), ausgedehnt wvr- ben Unter die'en Umstanden ist ei w Tkrlänqe- rung der (am 30 Juni b 3. ablaufenben) Frist für die Verwendung der Frachtbries« in der Gröde von 380x 300 Millimeter nicht in Lu-ficht zu stellen. •• Das (Siebener Fröbel-Sewinar beginnt zu OiKrn leine nvuen Äur^e. Zunge Mädchen vom vcllendeten 16. Lebensjahre an köne^n nach erfcl,reichem Betuch einer höheren Töchterschule, vter einer neunttattiqen Mittei- Ichule. fJtr4e einer anderen gleichwertigea QM- du igSanstalk in baS Aiidergärtne.trnen'emiTurr auf genommen trerien. 3n der dem Seminar an- ge^chtvtte ei Kierderrsl grrilrven'chu'.e r. ba'tn junge -Habchen mu abge chio s m. r D-lksichal- b l.'una d k 21 j». Ubu.ig al» Ämt*r:'!k-Ktifk In d den 2ß>tviU ig n werben bei SchUeicknncn ti 9' Pir BcchtolReimer. 11: ^inberkirchri.d.Lukasgem . Psr. Dechtol»hein,er 8: Bidelb.spr in der Stadtkirche. Psarrast Schmidt. Älrd)btrg. 10 - Daubring^n. 1 — llollar. l‘/r - Wi«s«ck. 10. Katholische Gemelndea. Gl«7«n. Sam»tag. 16. Februar 4 , u 7 Beicht«. Sonntag 17. Februar 6' , Beichte. 7 Mest«. Ronim. d 3ungfr.. 8 Romm . 9 Hochamt m. Pred , 11 THellt m. Pred.. 4' , Iungsr-Kongregation. 5' , Shrisieni. u And. — Grünberg. 9 , Mels« m. Pr. Schmerzen werden fofort behoben unb auch bei Schlaslosigkeit wirkt Togal vorzüglich 3n allen Apotheken. Bnt .: Sneewittchen 'uu-Dorf und 5tadt »der Das Mädel a. dem Zchwarzwaldr nach der Suerdachschen LnLH ree in 5 MTiew pan Th. Slrch pfeifier. JesseiHllA Bi Melo-Bewillig findet am Montag, dem 18. d. Mts., abends 8Uhr in der Turnhalle, Steinstrahe statt. Referent ist fierr Kunje vom Zentralvorstand <|e$ Allgemeinen veutschen Veamtenbundes. Er wird sprechen über den Existenzkampf der Deutschen Beamtenschaft Jur Deckung der Unkosten werden 30 Pfg. erhoben. ÜHflfMlP WlelssAle VUyilUJt SW»03llnfoS Goethestrahe 32, Fernsprecher 2064 Seit Jahren bekannt gute Ausbildungsstätte für Damen und Herren als Puchhalier, Korrespondenten, Stenoti)piflen, Prioatsekretäre. Beginn des neuen Schuljahres I.Mai 1924 Anmeldungen können schon jetzt erfolgen Unterrichtsfächer: Die Anstalt entspricht bezüglich ihrer Cehrkräfte und Lin» ri(t)tungen In jeder Beziehung den behördlichen Dorschriften. Für die Ausbildung im Maschinenschreiben stehen 30 Schreibmaschinen der verschiedensten Systeme zur Verfügung. Ausführliche Druckschrtsten hoftenlos. 1088D Eine gebrnudne LllrnhWllitr- WinasMt preiswert nbumeb., cucntl. gcflcn Teil- AnUlung. 1e lit o?ft '.U' titel neu. Zuckerkraifcltit.Haaea-1 DvUht scheUniveiknar». i am-, llerenleldea ufiö LtetS ftiieh er- DcuMe.ei, A. Lange, bällltd) bet Gff. U ailenfcl*. Gleüen. l cnrrrrrrrrriviIt~m Bandsägen , nEobei- maschlner Der rrnrlmahlgi 2 imibrrteb in unkrem eiaenen Venn (Striniit 11 bat wieder beooiuun. Turnplan: Tarnet unb June diurncr: TLcnStaa und ftrdtmv s Uhr. Turnerinnen. Moniaa it. Mittwochs Uhr. -echter: Donner taa. 8 Uhr. LchUler: III tliooch, ti Ubr. Lchlllerinnea: D'enStaa -V/, Uhr. eficlnbteiluiiarn: Gonntng do mittag Vcidjiatblrtif: Zeit noch nicht fritaeieut Ter Lchw tu munter riebt beaimtt nach Wiederbelstetiuna der itäöt. Sckwitninhaiie (uorqcfeben tit der DonnerStaa.Äbenük Um »ahtrekch« vetetliauna bittet Klein 8 Stiefel Fulda G« A. tart-tamiog Sonntag, den 24. ds. Monats bei Gastwirt Reinst um Vt3 Uhr für den 50iir- ÜOD BOt- IHUoDmln Wnöotf o. ö foa. um V,4 Ubr für bie fflj. UfJUQJ UEO ItifntflfrcflfnLolt bafelbfi. TaaeaoTbnnna: I. nehfebimn von öimihtefldb, Zlaaitn» elnlnrtc und va> lumme. 2. Bot nähme von t5rsau>uahleu. A. herein aimciencn eiten. Alten darf n. d. 4'da., d. 15. fttbr. 1954 89«inner, fllokibeufen kiaisich »ra soorsivende. 10H6T Höhere Handelsklasse Dauer '/, u I Jahr Einfache, doppelte u. amrrik. Buchführung Kaufmännische» Rechnen Handelskunde, Wechiel» und Schechl. mitSchrtstoerkehr Kurzschrift M.schmenschreiben Schönschreiben Büraerkunde Handelsrecht Volkswirtschaft Englscher Briefwechsel Ftanzösischer Briefwechsel Heute Bockbier-Anstich Konzert Bürger!. Miltagstisch. Solide Preise. 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O«3l6 NB. von < ' llbr b freibdnb SeiLiut. ^.PriifrlLil ttio i!i:n.?not» fi®Ä 5;e oiit mtitMUiß WM Gleqante »ent Herren, u. honflrmonbenHn|Qge, Schl. vskfit mit 10 lagen Gefängnis p verbühen ist, sowie U die Kosten bes Der* sakr,"S OfturtetlL Gleichzeitig wird dem Beleidigten, PoN* zeiwach mristet Kohn In Giefzen, die Befugnis zugefprochen, den entfchetdenden Teil des Urteils innerhalb einer Woche nach Zustellung auf Kosten des Angek uqlrn einmal im .Giefzener Anzeiger' veiojfcntlichen p lassen. Die Nichtigkeit der Abschrift der Urteils- sormel wird beglaubigt unb die Vollstrech- darkeit bes Uitdls bescheinigt. ll*4H Giefzen, den 15 Februar 1924. Noth Gerichlsschretder bes HefslschenAmlsgerichtd. 3n unser Handelsreqsster Abteilung B 3tr J wurde heute bei der I rma Heinrich N 1 Nm., StdGe. Buche 18,6 Um, Eiche 23^ Nnu, K rsch« I ‘Hm, Weymouthskiefer 1 Rm^ Fichte 22,8 Nm. Begin 1 8 . Uhr vormittags am Forst- haus Baumgarten. D e blau unterstrichenen Nummern werden nicht versteigert. Weitere Auskunft erteilt Herr FStfler Menges zu Forsthaus Baumgarten. 1066t) Giefzen, den 15. Februar 1924. Oberförster«! Sch stenberg. 3. v: Trautwein.________ Holzsttbmisfion. Mittwoch, den 20. Februar d. IS., nachmütagö 3 . Uhr. werden den Waldungen der Gemeinde GciKbaufe» 'olgende Holzsortimente vergeben: 3 ji4)icn|iainme 2. AL — 8.83 3fhx. 18 . 3. . - 29.94 . 8 Kielern st2mme 4. , ■ 5.75 . 140 e , 5. . “ 54.31 e Die Angebote sind verschlossen, mtt bet Aufschrift .Hol-submisston'. getrennt nach Klasten pro Festmeter. bis zu obigem Termin bet unte. zeichneterBürgermeisterel einzureichen, woselbst in Anwesenheit der erschienenen Dieter die öroffnung erlolgt Die Derlau'obedingungen werden vor hem Termin bekannt ergeben. AöherH AuS'un't über ba4 Holz erteilt 36r1let llSallenfelS. 10440 Geilshausen, den 13. Februar 1924. Hessische Bürgermeisterei VeilShausen. Wagner. Dreijähriges Oldenburger WM-MIkil zu verkaufen. (Buier (Bänger. Näheres durch Wilh. 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Etv e; s! a(tenbesitz« uverlass|9en ’n liefere. iHahn elephon1403 jnkelrüben‘ Nr. 40 Drittes Blatt Siebener Anzeiger fSeneral-Anzeiger für Dberhessen)Samstag, 16. zedrnar 1024 Die Stabilisierung der deutschen Valuta. Von Prof Gustav Lasset. Stttfholm iSchw.l. $ter TBcrt einer bestehenden stabilen Valuta yttt) durch H« Kaufkrair derselben auf dem !mwr*i THarfi' des Lande» bestimmt Die fort- währende 6tabili1ierung einer solchen Valuta er- trcbcrt nur eine lösche V^rer^ung der Zahlung«- mitresvedorgun i baf> die innere Äauffraft an- tvränbm Weiht 3n diesem Zinne ruht all' der □Bert aas der Knappheit der Zahlungsmittel- periorgvnq Eine besondere .Deckung" der Va- (uta tfl dann nicht ersvrderlich und kann jedensaii» derselben keinen anderen Wert geben, a!» sie schvn infolge der Knappheit der 3ablungi'.rai'J- Versorgung bat. Pine Einlösung der Valuta in anderen Valuten oder in metallifcher Währung kann dabei nur die Vedeutung haben, bah da» Derwerhültni» zwischen der an «ich festen Valuta für jeden Tag genauer al» fonft vielleicht möglich wäre konstant gehalten bleibt Gin Land. da», wie Deutschland, nach einet gewaltigen Inflation eine Valuta erst zu schaffen hat sieht vor einer in vielen Hinsichten wesentlich 3oberen und schwierigen Aufgabe Die neue Valuta de» Lande» hat noch keine bestimmte Kaufkraft auf dem inneren Madie de« Lande« 3f gilt zuerst derselben eine fotche Kaufkraft zu Der- leihen Die« farm am einfachsten dadurch geschehen, bah man die Valuta an Irgendeine fremde Valuta anfnui'ft, die einen stabilen Wert besitzt 3n diesem Falle beruht also der Wert der neuen Valuta zunächst auf ihrer unmittelbaren Gintv»- barkeit, und also auf der Fundierung, die bleie Ginlö«oarkeit sichert Die iSriabrunq wird allmählich zeigen, wieviel von der neuen Valuta der Innere Markt de« Lande« aufnehmen kann In der Ucbergcmg»zett gilt es. da» Land nich tberflüfllfl. aber auch nicht zu knapp, mit bei neuen Valuta zu versorgen und die« bleib! natürlich ein Oberau« schwierige« Problem. Hai fid aber die neue Valuta vollständig eingebürgert. wird bei einem ‘dien Preisniveau ein bestimmter Zahlungsmittel bedarf hervortreten Wenn barm die 3ablung»miftelooi1oifliinq sich danach richtet, wird die innere Äauffrah der Valuta stabil bleiben, und dann auch die Valuta einen äufieren Wert, der fid nach der inneren Kaufkraft richtet, erhalten Es ist dann natürlich Im allgemeinen zweckmäßig, die einmal beflimmte ®in|b#burfeif der Valuta behübe halten Sine nvt- uendige Bedingung für die Stabilität der Valuta ist die« aber nicht, wenn z Bi die fremde Valuta, in welcher die neue Valuta elnlö»bar v lid. verschlechtert w.rbcn sollte, und ttx-nn In- fr! gebest en die Verbindung mit der fremden Valuta nichtsdestoweniger ihren Wert behaupten und eu-schileßlich die Knappheit der Zahlungsmittel- Versorgung labil gehalten werden Vei einet Einführung einer nmen Valuta ist Im allgemeinen praktisch notwendig, dieselbe en die alte durch Inflation zerstörte Valuta an- rutTTÜbfen Dabei muh feibstverständlich die In- 'lation der alten Valuta aufgebört haben und allo schon eine gewisse Stabilisierung derselben ringetreten fein. Die neue Valuta ist bann im lk runde genommen keine ganz neue, sondern würde besser al» eine i cf o n fl r u t er t c Valuta bezeichnet werden können Die Betbedaltung der jlten Valuta bietet unter anderem den Vorteil, dast der ungefähre Zablung«mlttelbedars de« Lande» bekannt ist, und bah der Vebars de« Ver- febr# nach dem neuen Zahlungsmittel ohne allzu grobe Störungen burch Umtausch ber alten Zah- mngsmittet gegen die neuen versorgt werden Tarnt. Wird dagegen die alte Valuta beibehalten, ohne in ein bestimmte« Derhältni« zu ber neuen gefrh t zu werden, so bat da« Land durch die Einführung der neuen Valuta nur zwei ver- f.m Gdd ainaxmneln will Da» bedeutet natürlich »ich« bah t*. reale KapitalbUdung vollständig auf gehört hat Im Gegenteil werden innerhalb der llntrmdnmingrn die Geldgewinne in einer Zeit Den starken Inflationen gewöhnlich unmittelbar in Arcrltzapllal umgewandelt. da» zur örwiterung und besserer Xi«rüftung de» Unternehmen» dient Trenban Ist am 3nbe der In- flaiwnspeiiode die VoUöwinichaft auherordentlich schlecht mit Kapital versorgt eine groste Menge pcn dringenden Kapttalsbcdürfnissim ist zurück- fldret und kann nur langsam in beschränktem Mab« durch die hei 6iabiltlirnin^ ber Valuta ne j erwachende Lpartätigßrit belnrbigt werden. Drshalb ijt der Zinssatz am Gnde einer Ins la- twnsperiobe sehr doch Gme Stabilltät ber Valuta farm bann nur bei entsprechenden Diskont- sä hin aufrechterhalten werden Tie# kann jetzt der l achtet wer den, wenn die Stabilität der öfter- reichlichen und der jtnnlänbilchsii Valuten nur durch Diskontsätze von neun bzw zehn Prozent flcttonnen werden kann Bei bei beginnenden Stabiliheruna der deutschen Valuta tritt jeijt auch eine ungewöhnlichr Kapitalknappheit zutage, und ei ist offenbar, bah eine neue deutsche Valuta nur bei einem sehr hohen Di« kontfatz stabilisiert werden kann. An eine Bank, die für eine solche Valuta verantwortlich ist. werden immer aufervrdentliche Kreditantprüche gestellt die die Bank nicht ohne Gefährdung der Valuta befriedigen kann Die Kapitalknappheit wirb sehr verschärft, wenn die notwendig. Wiederherstellung vom Gleichgewicht im Staatsbudget eine drückende Be- flrucrung erforderlich macht Die harte Besteuerung macht also einen höheren Diskontsatz not- trendig al» bei mähigerer Besteuerung erforderlich gewesen märe, und bedeutet deshalb ein er- schtre erreicht werden, da da« Staatsbudget für die nächste Zukunft sehr starke Ansprüche an die Ginkvmmen bei Steuerzahler stellen unb beshall' bic für bic Sntwicklung ber Dollswirtschast notwenbige Kapitalbllbung sehr erschweren muh. Würben dazu Zahlungen für Kriegsentschäbigun gen erforderlich werden, so würde es aller Wahrfchcinlichtzeit nach vollständig unmöglich sein, den deutschen Kapitalmarkt in» Gleichgewicht zu bringen. Dann kann aber auch keine stabile Valuta in Deutschland aufrechterhalten werden. Deutsche Erneuerung. Don Rudolf Gucken. Die Rotwendigkett einer inneren Grneuerung de« deutschen Leben« ist unbestreitbar, ebenso gewih ist. bah keine Verbesserung an einzelnen Punkten Helsen kann, blc erstrebte Grncue.ung muh bis zum Helft en Grunbc gehen. Aber welche Hauvtrichtung hat fic cinzufchlagcn? Unter Äul- turdesitz im Denken. Fühlen unb auch tm Wollen, soweit er mit privaten Zwecken zu tun hat, braucht keinen Vergleich mit ben Leistungen anberer Völker zu scheuen, wohl aber haben wir eine ausgesprochene Schwäche beim Bilben eine« gemeinsamen Willen«, wir vormögen un« nicht tm Hanbeln zusammenzuschlichen, an btefer Stelle Qafft eine bedcillichc Lücke, fic bedroht namentlich unser staatsbürgerlichem Leben, ja sie schädigt ba* Ganze unseres Streben«. Wie weit unsere seelische Vaturanlage, wie weit geschichtiich« Hemmungen da« Der’djulbet haben, da« bleibe hier un- crörtcrl; da« bleibt gewih. bah selbst bie sehr schätzbaren politischen Bestrebungen fett ben Frei- hcit«Mcgm und durch da» g-anze 19 Jahr dun- der! hindurch an« noch nicht da» richtige Ver- hältni« zum Staate unb eine durchgehend« Staats- gesinnung gegeben haben' wa» bavvn vorhanden ist. da« lägt weite Kreis« underüh-r. e» ist ihnen noch nicht zu Fleisch unb Blut geworden, es wirkt mchl mit der Kraft eine« 3lemrmaren unb SelbstverslL-.dilchen. Der Staat Hieb ben meisten eine Aeb«n«achc, von der sie nur gelegentlich ÄctuitbU nabmtn. man vermengte otl ben Staat mir der jeipciligcn Regierung, und war «neig!, etwaige Mistgnsfe der Legierung dem Staatsganzen aufzubürdan. auch in nationaler Innung stand ber Deatfchk gegenüber anderen KulturvöÜern zurück, jene Gesinnung war mehr em Erzeugnis hochesUwickcltcr Kultur als ein fester •tn’an des gemetnfamen Mxn»; bah ein in feinen Ärei’cn angesehener sozialistischer Politiker tLrispien' Öffentlich erklären tonntc .Ich kenne km Vaterland, ba» Deutfchland bethl" Dick Verleugnung des eigenen Lande« wäre wohl bei keinem anderen Volk mögiich geweten Tiefe Schwäche und Mattheit ber polinlchen und nationalen Gesinnung muhte auch das Hanbein lähmen. ihm sehltc bic notwendige Konzentration, da» Zusammenstrcbcn der Kräfte, ba» Vermögen Mittel unb Zweck richtig abzuwägen, ben ent- scheidenden Augenblick zu ergreifen, die notwendigen Konfcgucnzen einer eingefchlagcnen Richtung zu ziehen Vlan braucht unser Ergehen während de« Weltkriege» nur näher zu verfolgen um äu sehen, wieviel Schuld jene Art untere* Handeln» am unglücklichen Kriaa*ausgang hatte xtent haben wir ungeheure Verluste crlluen Verluste an Gut und Blut, an gemeinsamem Belln. an Mach! und Wohlstand, aber ba» Schlimmste war, bah weite Kreise bic Ziele preisgeben. welche bi» bahin der Stolz und bic Z reu de der deutschen An waren Treu«, Ehr- furch'.. Zuverläfsigkclt. Pslichtbcwuhtscin. da« Ift das Traurigste, da» einem Volke geschehen kann, den Glaube an bic W«nc bc« Leben» unb bamit die Wcnc selbst zu verlieren, bas ist nicht Hob eine Krise, da» muh zu einer Katastrophe süh ren, wenn es nicht eine überlegene Gegenwirkung findet. Oinc solche aber stellt sehr entschiedene Forderungen Sie ist unmöglich, wenn mcht eine schassende Mach: ber GcisteSweit unser Streben trägt, es aufrüttelt, eine innere HmtPinMunfl an un» vollzieht: nur fic kann uns «in neue» Leden cinftöhen, ohne solche Steigerungssähigkeit burd) eine un» innewohnende und zugleich überlegene Macht sind wir einem hoffnungslosen Schicksal wehrlos prcisgca^»en. Ratur und Geistesleben zeigten im Wirken eine grundverschiedene Art: in der Ratur herrscht dis fogcnan.ite Trag- heitsgefetz. b. b. ber bewegte Körper bleibt Io lange in bem tnncbibcnben Stande, bis er von aufxn ber eine Dcr.inberung erfährt; im geistigen Leben dagegen wird keineswegs der alte Stand ohne weitere» festgebalten. fonSem er gerät rasch in ein Sinken, wenn nicht neue Krüste ^ugeführt werden, dem gegenüber aber bleiat bic Möglichkeit einer Steigerung, und biete Möglichkeit kann un» stärken und fördern Da» ist das 6-barafte- rifttfdx des Ethischen, dah jeder Entfchluh eine Entscheidung fordert; wo es sich aber um eine Umwälzung Handel!, ba muh das menschliche Unternehmen von ber Macht des schassenden Welt will en» getragen werden, nur er kann in den Seelen unb in den gemeinsamen DerHält- niffen ein geistige« Wunder vollbringen, nur ein darin wurzelnder Glaube kann uns ben Mut verleihen, allen Hemmungen zu trotzen unb auch tm staatlichen unb nationalen Leben neue Ziel« zu erklimmen Dabei genügt nicht bic Aoffnuna einer selbständigen Innerlichkeit, wir müssen auch darüber volle Klarheit besitzen bah un« Menschen eine eigentümliche Welt umsängt, ein« Welt, wo sich aller ding« im Geistigen eine neue ßeben«fhifc offenbart, wo aber diese Stufe auf schwere Hemmungen stöbt unb oft von ihren eigenen Zielen durch Unverstand und Bosh-it weit abgelenkt wird. Das macht unsere Welt zu einer Stätte de» Kampfe«, auch an un» Menschen ergeht die Forderung al» Krieger Gotte« (milites Dci) nach einem Ausdruck der allen Ehrrsten, an jenem Kampfe selbsttätig teilzunehmen und auch unsere Kraft für die höchsten Ziele aufzubieten Diese Gesinnung muh auch ba« politische unb nationale Leben burchb ringen, ohne eine im tiefsten Innern bcgiü tbctc Well- und Leben«anfchauung. ohne ein Ganze» ber Ucberjeugang. bleibt jene« Geben wurzellos unb vermag keine rech'.e Kraft auszuüben Dah unsere Politiker meist ohne eine solche Bearünbung glaubten, ben Staat ausbauen zu können, baS hat nicht geringen Schaden geflthet. Zu dem Glauben an bic SteigerungSsähigTeit be« geistigen Lebens gesellt sich aber auch ber an die StrigerungSsühigkeit ber deutschen Art. Diese Art hat eine wunderbare Elastizität, nach furchtbaren Erschütterungen hat sic immer wieder den Mut und die Kraft gefunden, neue Wege einzuschlagen und fu verfolgen, wie da» vornehmlich der Drerhigjährigc Krieg augenfällig ertöteten hat. Da» deutsche Leben hat im Verlauf der Zeit viele Wandlunaen erfahren unb sich dabei den verschiedensten Ausgaben gewachsen gefühlt. Ss ist » V. sehr bemerkenswert, bah das Voll bei d in «in Voll der Techniker und ber Industriellen nerWMbeile ent auch hier grofk Erfolge erzielt bat. Dieter einzigartigen, griffigen Weite dürfen wir auch hrute vertrauen. Warum tonnte nicht eine Leben»- wendung erfolgen welche da« gemeinsame Leden und de?'- CtaategcNinlcn fteigert und dadurch *vm d.ni'.ichen Menschen mehr Männ'.ichteit, mehr Zu larnmensi reden, mehr ethische Kiusi und Wärm« veririh« ? Diele Wenknrng neriangt freilich cn Grenze herunter cr konnte je ben überwältigenden Eindruck vergellen, den man in ber Kaisergrust bc« Speyerer Dvm« bat. trenn man burch bie mit Fackeln beleuchteten ©ruftgett-ölbe an ben Särgen vvrübcrichrcitrt, in denen acht deutsche Kaiser schlummern' Man muh bei bem rauschenden qutUcnbcn Waller des Liegfri^bninnens gewesen lein, must am Lteilabsturz des Trifels geftanben Haden, ben Blick über unermchlichc» Waldgebirge zu fernen unb nahen Burgen sondern Zahl gerichtet, muh von ber Sbcmburq au« bas llcblichc Rahetal geschaut unb in Bergzabern vom goldenen Traminer getrunken haben, muh in tiefen Kellern der Weirwrtc .probiert unb auf bem .Dürk- heimer Wurstmarkt" ba« Psälzer Dvllstum in feiner ganzen Fröhlichkeit von einst gesehen haben. um auch nur einen Schimmer von bem Glanze zu ernpsinden, ber von Bayern« Pfalz auSstrahte Sic hat Dtef leiben müllen im Laufe ihrer unerhört betrefft en Geschichte Immer aber erstand sic nie ein Phönix au« Afche unb Verwüstung. Da« Psälzer Volk«tum blieb unverändert treu und deuffch. Daher wird die Pfalz nicht ver- dcrbsn Linst wird sie wieder bte .fröhliche Pfalz" fein von ber ber Pfälzer Längerspruch faqi Fröhlicher Sang — feuriger Wein — hoch bu förmige Pfalz am Rhein! Paul Krehfchmar. Wie Haeckel Geburtstag feierte. Erne Erinnerung zam 16. Februar 1924 Da am heutigen Tage Li wetten Äreifen be« deutschen Volles de« 90. Geburtstages von Ernst Haeckel gedacht wirb, bürite ei nicht urtinterelfant fein, au« leinen Aufzeichnungen fest zu stellen, wie er früher birien Tag begangen hat Aus lernen ötubentenbrieten enmehmen wir, bah er ben ersten Geburtetag fern vom Ellernbause auf feinem Zimmer in Würzburg verbrachte, au»- nahmsweilc bic Stube aufräumte unb feinen guten Anzug anzog. zum grohen Erstaunen seiner guten Wirtin, bie sich diele» sonderbare Benehmen nicht erklären konnte. Keinen feiner Belamtten hatte er von bem Sreignte unterrichte:, um ber Kneiperei, hie ihm wenig zusagt«, za ein gehen Da» Jahr baraus feierte er feinen 20. Geburt »tag. indem er auf der Grenze zwischen .Kind und Wann" jene köstliche Büßpredigt für sich selbst niederschrieb, bie tn seinen Iugend- brtefen, .Entwi klungsarichichle einer Iugenb enthalten ist. Mit scharten unb sicheren Schnllten seziert ber junge Mediziner fein eigene« Ich. will! sich zwcifclvvlle», schwanlenb«» Wesen, dn- letlige». egoistische», kindische« unb lächerliche« Treiben vor. das ihn ben wenigen Freunden verleidet bat. .Da» muh von jetzt ab ander« werben!! Du trittst heute Dein 20. Gebcn»ja&r an unb wirst dadurch ein Mann!". Lin Iahe später schreibt er tn seinem ®eburt«tag«briefc an bic geliebten Eltern: .Die Berfasiuna. tn ber ich mich setzt, und zwar konftaiu, beftnbe, ist ein enl- schi ebene- Zustanb von Gesundhett, gegenüber jenen hysterisch eniirnentaten Sunpeleien burch bic ich in den sieben früheren Semestern mtr und anderen ba« Geben verbitterteUnb von jetzt an wird ihm ber Geburtstag immer zu einem Feste heihen Dantes gegen Xlnmtter Ratur, ber er ihre Geheimnisse aHäuschen barl. 1859 schreibt er in überströmender Freude unb Glücklesigkeit feiner Braut von seinen groben Sriolgcn ba er an diesen Tagen nicht weniger als 12 neue Arten von .alierreizenbsten Tierchen" entdeckt hat (3taltenfahrt). 1867 machte er eine Pllgeriahrt von Lrrectse auf ben Kanarischen Inseln nach dem Gipsei be» dortigen Vulkane» Worttagna di fuego, die er mit glühenden Worten ber Vegrtstcrunq in fernen .Berg- und Seefahrten schildert. Auch 1883 ist es feine aröbte Geburtetag«ireube, ben höchsten Berg Ley- um», bat Pebrv-Talla-Galla xu ersteigen, wovon er in feinen .Indischen üeifebriefen*7 erzählt. Zur zrShismMellllW H H Rarität-Special Rarität - Extra Hack- u. Häufelpflüge Getreidereinigungsmaschinen Rarität-Delikat Rarität-Luxus Häckselmaschinen Kultivatoren Halpaus-Privat Hal paus-Medoc Trotz Preisermäßigung in ihrer t Qualität! 400c wolle. 1 880D Zeitgemäße, günstige Preise # V/ASSERTURBINen * 8008 L’ liefert Ersatzteillager Reparaturen Außergewöhnlich preiswertes Angebot in Mn m. W Bauer, Tuchhandlung, Gießen n Bilden- nnö ING.-BUREAU GIESSEN; INGENIEUR FRANZ ROMEISS, GIESSEN, BERGSTRASSE 1. 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