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Feuilleton: Dr. Friede. Will). Lange: für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GießenerFamilienblätter Monats-Bezugspreis: 2Doldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeigerrießen. Postscheckkonto: granffurt a. M. 11686. GietzenerAnzelger General-Anzeiger für Gderhessen vruS und Verlag: vrühl'fche Univerfiläts-Vuch- und Steindruckerei R. Lange jn Siehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulfttahe 7. C o o l i d g e , General Pershing, den Staats, sekretär Hughes und Weeks und einer ganzen Reihe hoher Staatsbeamter und Offiziere vor- beimarfchierten. Die offiziellen Ansprachen waren mit Rücksicht aus die innere Opposition — bekanntlich hatten sich auch die demokratischen Kandidaten für die Präsidentschaft und Dizepräsident- schaft, sowie zahlreiche große kirchliche Verbände gegen den Verteidigungstag ausgesprochen — sehr vorsichtig gefaßt, Staatssekretär Weeks vom Staatsdepartement erklärte in Washington, die Tatsache, daß die Armee bestehe, sei keine Kriegsangst. Es sei Pflicht jeder Regierung, Vorsorge gegen unvorhersehbare Gefahren zu treffen. Dadurch könne auch der Friede am besten gesichert werden. Primo de-Rivera in Marokko. Madrid, 14. Sept. (WB) Der Präsident des Direktoriums hat aus T e t u a n telegraphiert, er hoffe in Kürze die spanische Front bis zur internationalen Zone von Tanger wiederherstellen zu formen. Ohne sich überreichem Optimismus hinzugeben, tonne er behaupten, dre Lage scheine sich zu klären, obwohl noch manches bunte! erscheine. Ferner kündigt er den Beginn des Rückmarsches von der Lau- 2inie und die Einschiffung der Truppen nebst Material an. Vor entscheidenden Beschlüssen. Die heutige Kabinettssitzung: Kriegsschuldnote, Völkerbund und Bürgerblock Die Kabinettssihung, die heute statt- findet, steht schon seit mehreren Tagen i.n Zrel- punlt des politischen Jntere ses. Man erwartet von ihr eine neue Beschlußfassung in der Frage der Kriegsschulderklärung. Und man verbindet damit eine Spannung, die von den sozialdemokratischen Blättern und einem Teil der Linkspresse mit einem krisenhaften Anstrich versehen wird. Es ist wirklich lern Verdienst der deutschen Oeffentlichkeit, daß es zu dieser Zuspitzung gekommen ist. Alm was handelt es sich bei dieser ganzen Angelegenheit? Alm den Kampf, den Deutschland gegen die K i'gsfchuldlüge führt, um eine Erklärung der deutschen Regierung, btc zwischen dem Abschluß der Londoner Verhandlungen und dem Beginn der Genfer Dölker- bundsdebatten unbedingt nötig war, wenn Deutschland die günstige Gelegenheit nicht versäumen wollte, seiner Stellung als gleichberechtigte Handelsmacht eine feste Fundamentierung zu geben. Der deutsche Außenminister ist mit Recht der Ansicht, daß Deutsch* lanb sich von dem Schuldartikel des Versailler Vertrages lossagen muß, ehe sein etwaiger Eintritt in den Völkerbund spruchreif wird. Denn Deutschland kann sich unter keinen Almständen der Gefahr aussehen, daß sein etwaiger Ein- tritt in den Völkerbund als freiwillige Anerkennung des Versailler Vertrage; und f zineKnegs- schuldlüge gebeutet wird. Wird nach dieser Richtung feine volle Klarheit geschaffen formtet sich Deutschland in dem Kampf gegen die Schuldlüge für immer feine Hände. Dies alles ist so einleuchtend, daß man meinen sollte, die gesamte deutsche Presse müsse und werde sich einmütig und freudig hinter die deutsche Re- der Erklärung an die auswärtigen Mächte unter allen Almständen er, algt. In diesem Sinne hat sich auch der Außenminister in der am Samstag durch Wolfs verbreiteten Ansprache an die Berliner Pressevertreter geäußert. Danach ist die Regierung nich: gebunden, die Erklärung sofor. zu nolifizieven, Wehl aber unbedingt verpflichtet, den auswärtigen Mäch en von der Erklärung Kenntnis zu geben. Der heutige Kabineitsbeschluß wird sicherlich eine Bekräftigung de er TatiaHe b. tagen. Wenn die ausländische Presse sich dann weiter aufregen will, dann mag sie cs tun. Von der deutschen Presse und von der gesamten deutschen Oeffentlichk.it aber wird man erwer en müssen, daß sie nun endlich ihren blinden Parte.- politischen Eifer zügelt und darauf verzichtet, eine außenpolitische Frage von denkbar größtem deutschen Interesse in den Staub des Parterge- zänks zu ziehen. Von der Regierung erwarten wir, daß sie sest und stark bleibt. Sie wird damit'den Krisenstiftern und ihrem unverantwortlichen Treiben am chtsten einen Riegel vvrschieben. Die Umbildung des Reichskabinetts. Vorbesprechungen. — Der Kampf gegen die Kriscnmacher. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 15. Sept. Dir politische Situation in Berlin hat in den letzten 24 Stunden ih Gesicht beinahe von Evui d auf verän.ert. Tie Fe- rienstimmung von gestern scheint geradezu über Rächt verflogen zu sein, und an ihre Stelle ist in politischen Kreisen wie vor allen Dingen in der Presse eine plötzliche Betriebsamkeit getreten, die durch die Worte Letennzeich:et w:rd, mit denen der „Vorwärts' sei en Leitartikel einleitet: „Die Regierungskris e ist eröffnet". Ob die Dingy allerdings bereits soweit gediehen sind, das zu entscheiden kann man getrost den berufsmäßigen Krisenmachern überlassen. Soviel ist allerdings sicher, daß die Aeußerungen, mit denen Dr. Stresemann den Angriffen und Verdächtigungen gegen ihn den Hals umgedr ht hat, den Komplex te; schwebenden Fragen mA einem Ruck in den Vorder- g u: d der p l'tischen Erärterun en gerückt haben, der bekanntlich meist das Vorstadium der praktischen Behandlung zu sein pflegt. Die Reichs- regierung ist noch nicht wieder vollzählig in Te - [in aber ebenso wie der A u tz e n m i n i st e r bereits am ersten Tage seiner Anwe e.iheit ein- gchendr Besprechuni mit seinem Staatssekretär hatte, sind diese Fragen offenbar auch zwischen dem Reichskanzler und dem Reichspräsidenten in Freudenstadt zur Sprache gekommen. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß dabei auch die Möglichkeiten der Regierungsumbildung bereits durchgesprochen wurden, zumal gewisse Anzeichen dafür vorliegen, daß die Frage des Eintritts der Deutschnativnalen ins Kabinett wenigstens nach der sachlichen Seite hin bereits weiter ausgerelft ist, als der Oeffentlichkeit bisher bekannt wurde. Rach dem Stand dieser Frage kann man wohl annehmen, daß der K a n z l e r p o ste n kaum mehr sehr große Schwierigkeiten machen wird, da die Deutschnationalen offenbar in ihren Forderungen die Grenzen des'Möglichen berücksichtigen. Es ist anzunehmen, daß sie in das neue Kabinett ihre besten Männer schicken werden, um wirklich eine Regierung auf die Deine stellen zu können, die den kommenden großen innen- und außenpolitischen Aufgaben mit der notwendigen Kraft und Sicherheit entgcgengchen kann. Vielleicht liegt einmal gar nicht so sehr auf außenpolitischem Gebiet als vielmehr in diesen Aussichten der inner- politischen Entwicklung der Hauptgrund dafür, daß von links her die Krisenmachcrei mit einer solchen Betriebsamkeit angefeuert wird Das tat ja auch Herr Dr. Stresemann in seinen Erklärungen offen ausgesprochen. Wenn er besonderen Wert darauf legte, alle Gerüchte über Uneinigkeiten und Zwiespältigkeiten im Kabinett zu dementieren, so hindert das den „Vorwärts" und die „V ossische Zeitung" nicht, das alte Märchen ihrem Zweck zuliebe erneut auszubreiten. Georg Bern h^t r d geht bereits so weit, den R ü ck t r . t der Regierung, bestimmt aber doch den des 21 u j e n m i n isters zu verlangen. Dr. Stresemann, der nach den Londoner Verhandlungen begreiflicherweise einigermaßen abgekämpft war, ist aber aus dem Airlaub, wie seine Erklärungen bereits zeigen, mit seiner alten Frische zurückgekehrt, die wohl das genaue Gegenteil einer Müdigkeit ist, die die Voraussetzung dafür wäre, um Herrn Bernhard den Gefallen zu tun. Es ist nun anzunehmen, daß alle diese Dinge am Anfang der nächsten Woche in die Entschci düng hineingreifen werden, und der Außen- mmifier wird dann zweifellos zeigen, daß er füi feine Auffassung zu kämpfen weiß. Die Koblenzer Konferenz. Rückführung dcr Beamten. — Die Stellung der Schutzpolizei. Köln, 15. Sept. (WTD.) Die deutsche Abordnung für die Durchführung der Londoner Abmachungen im besetzten Gebiet arbeitet unter dem Vorsitz des Landeshauptmannes Dr. Herl o n in zwei Abteilungen, und zwar in Koblenz und in Düsseldorf. Die Koblenzer Abteilung leitet Ministerialdirektor Dr. Dil11 hey, die Düsseldorfer Abteilung Geheimrat Dr. Claussen. In Düsseldorf haben zunächst die Vertreter der preußischen Regierung mit dem Vertreter des Generals D e g o u 11 e Über die Rückführung der aus dem französischen Sank- tions- und Einbruchsgebiet ausgewiefenen Be, amten in ihre Aemter verhandelt. Rach dem Ergebnis der Verhandlungen können, abgesehen von sechs bereits durch die Franzosen bekannt gegebenen Beamten, deren Ausweisung vorläufig noch nicht wieder aufgehoben worden ist, alle aus dem fraglichen besetzten Gebiet ausgewiesenen Beamter ihr Amt sofort wieder aufnehmen mit Ausnahnu des Bürgermeisters Schmidt-Düsseldorf, des Oberregierungsrats H e x l e - Düsseldorf, des Polizeipräsidenten Me lche r° Essen, des Stadt- baurats Diefenbach-Bochum, des Kriminalkommissars Dave-Herne, des Kriminalwacht- Meisters Sevenlkh und den uniformierten Beamten der staatlichen Schutzpolizei. Dabei ist vor- läufig für die Leiter der städtischen Polizeiver» toaüungen die Einschränkung gemacht worden, daß sie bis zur Entscheidung über ' die Organisation der staatlichen Schutzpolizei iw besetzten Gebiet, über die weitere Verhandlungen vorbereitet sind, ihren Dienst nur auf nehm en dürfen, wenn der Besatzungsbehörde gegenüber die Oberbürger- meister allein verantwortlich bleiben. .Bezüglich ter darnach verbliebenen Beschränkungen der Rückkehr in die Heimat und in das Amt wurde seitens des Vertreters des Generals Degoutte in Aussicht gestellt, daß die seitens der preußischen Vertreter geäußerten Wünsche auf ihre Beseitigung in naher Zukunft erneut geprüft würden. Aleber die Rückführung der aus der b e l g i» scheu Zone des Sanktions- und Einbruchsgebiet ausgewiesenen Beamten in ihre Aemter ist eine entsprechende Regelung in den allernächsten Tagen zu erwarten. Bemerkt sei noch zur Vermeidung von Mißverständnissen, daß die Erlaubnis zur Rückkehr in das sranzösisch-belgische Sanktionsund Einbruchsgebiet sich auf alle Zivilpersonen und Beamten, einschließlich der Angehörigen der Schutzpolizei mit alleiniger Ausnahme der bereits früher veröffentlichten sechs Personen erstreckt. bereitung seit Wochen schon zwiscken pazifistischen Organisationen und Anhänger.! ds Grand« satzes „si vis pacem, para bellum"' Stoff zu lebhaftesten Auseinandersetzungen bot Rach Ankündigung des Kriegs d e pa r t e m e nt s sollte der Zweck der Veranstaltung sein, die gesamte Wehrkraft des Landes zueiner Att Probemobilisation aufzurufen. Kaum jemals zuvor dürfte aber ein europäisches Friedensmanöver von so gewaltigem Ausmaße stall gefunden haben, und wenn man daran denkt, daß im selben Zeitpunkte, wo in Reuyork ein ^Bombenangriff einer f indlichen Lustslotte und seine Abwehr" unter Aufgebot eines höchstentwickelten militärischen Apparats dar gestellt wird, in Genf die europäischen Rationen sich über das Problem der Abrüstung den Kopf zerbrechen, so fällt es schwer, keine Satire zu schreiben. Für die breiten Massen des amerikanischen Volles waren die heutigen Paraden eine willkommene Gelegenheit, sich am bunten Farbenspiel der Uniformen und der Militärkapellen zu erfreuen. Heute marschierten Hunderttausende von Zivilisten zusammen mit den Soldaten. Der größte Teil der Reservemannschaften hatte sich freiwillig zur Verfügung gestellt. Dem ausländischen Beobachter mußte besonders die starke Beteiligung der Frauen auffallen, die zusammen mit den Männern stramm vor dem Dräsidenten Die kommunistische Gefahr i Gründung eines Roten Frontkämpfer- bnndes. Berlin. 15. Sept. Die deutschen Kommunisten find im Auftrage Moskaus darangegangen, einen sogenannten »Roten Frontkämpferbund" zu gründen. Daß diese Organisation slaatsumstürzlerische Tendenzen verfolgt, liegt ohne weiteres auf der Hand. Von besonderer WichtigkeU ist eS aber daß die Kommunisten sich darum bemühen, diesen Frontkämpferbund durch Eingaben an bie Regierungsstellen legal zu machen, um dann um so ungestörter ihre militärischen Vorbereitungen treffen zu können. Man darf wohl annehmen, daß unsere Behörden von vornherein auf diese Bewegung ein wachsames Auge werfen werden. Es ist bekannt, daß die Kommunisten in Oesterreich außerordentlich große Waffenlager eingerichtet haben, was ihnen um so leichter geworden ist, I als Oesterreich heute einen großen Teil Europas durch seine französisch gewordenen Fabriken mit Kriegsmaterial versorgt. Ebenso ist festgestellt, daß auf der Donau I einlebhafterWaffenschmugge'l vor sich gebt. Es wird also den Kommunisten nicht schwer fallen, ihren Frontkämpferbund mit bestem Kriegsmaterial auszurüsten. Die Taktik der Kommunisten besteht aber gegenwärtig auch darin, sich mit dem unter demokratischer und sozialdemokratischer Leitung befindlichen Kampfbund Schwarz- Rot-Gold zu verbinden und in ihm eventuell maßgebenden Einfluß zu gewinnen. Ferner soll auch ihr Streben dahin gehen, eine gemeinschaftliche Frontmit der sozialdemokratischen Partei Deutschlands aufzurichten. Daß sie mit dieser Taktik Erfolg haben werden, zumal auch ihre neueste Parole lautet: geschlossen in die Gewerks «Haften zurückzukehren und dort die Macht an sich zu reißen, erscheint nicht ausgeschlossen, zumal die Sozialdemokratie erst im Herbst vorigen Jahres den Beweis ihrer absoluten Unzuverlässigkeit da- ’ durch lieferte, daß sie sich mit den Kommunisten ; in Verhandlungen über eine Abwehr eventueller rechtsradikaler Puts«He einließ. Ihre unsinnige Angst vor dem Dürgerblock dürfte diese Unzuverlässigkeit zweifellos erhöhen. Die kommunistische Gefahr ist heute größer denn je, es tft notwendig, sich immer wieder daran zu erinnern, daß die KPD ihre Wühlereien mit derselben Hartnäckigkeit fortsetzt wie früher und daß ihr vor allem ganz außerordentliche Geldmittel zur Verfügung stehen. Es ist Pflicht aller nationalen Parteien, sich dieser kommunistischen Gefahr gegenüber zusammen-uschließen und Mn den Parlamenten dahin zu wirken, daß der BKampf mit dem Kommunismus sofort und ohne jede Verzögerung ausgenommen und ihm jede Basis zur legalen Ausbreitung seiner militärischen Putschorganisationen genommen wird. Das Urteil im Elberfelder Kommunistenprszetz. Leipzig, 15. Sept. (WTB.) Vor dem Staatsgerichtshof hatten sich am Samstag elf Elberfelder Kommunisten wegen Vergehens gegen das Republikschuhgeseh und unbefugten Waffenbesitzes zu verantworten. 'Aus der Vernehmung ergab sich, daß die kommunistische Reichstag s f r a k t i o n zur Bildung von Ulegalen Verbänden und zum bewaffneten Aufstand des Proletariats aufgefordert hat. 3n Elberfeld wurden Hundertschaften gebildet, von denen die Gruppe des Angeklagten Clemm im Dienste befindliche Schutzpolizisten ube.f.el, diese gewaltsam entwaffnete und d.e Waffen der K. P. D. zuführte, wobei in einem Falle em Polizeibeamter getötet wurde. Es erhielten wegen des Verbrechens des Raubes bzw. der Beihilfe dazu, begangen in - Tateinheit mit dem Verbrechen der Vorbereitung zum Hochverrat und wegen unbefugten Waffenbesitzes Zuchthausstrafen: die Angeklagten Michels und Tlemm je 12 Sabre, letzterer auch 300 Mk. Geldstrafe, G r v h 11 Jahre und 300 Mk. Geldstrafe, S ch u r f f sieben Jahre und 300 Mk. Geldstrafe Rusch und | (S Ibers je 10 Jahre und Becher 5 Iahe. Gefängn,isstrasen: Die Angeklagten Sa - lewski und Zins je 4 Jahre und 200 Mark Geldstrafe, Engels 1 Jahr und 50 Mk. Geldstrafe. Die Geldstrafen und 6 Monate von jeDer Freiheitsstrafe sind durch die Untersuchungshaft In der Begründung des Alrkeils f Jhr e der Vorsitzende Richter aus: Es ist sestgestellt, oaß bei den Raubüberfällen eine rechtswidrige Aneignung von Waffen durch die Angeklagten st^ckt- gefundrn hat. Es bleibt gleichgültig^ oo sie die Waffen später der kommunistischen Partei aus- liefern wolltet oder nicht. Mit den Rau bub :r- fällen steht in engster Verbindung die To Übereilung eines hochverräterischem Unternehmens, —er Wille der kommunistischen Partei ist auey nach dem Zusammenbruch der Aktion dahin gegangen, neue revolutionäre W ege varzu xret en. Der 13. Februar sollte z. B. Gelegenheit dazu geben. Es handelt sich also bei dem Untern eh men nicht um ein unbestimmtes, in weiter Fer. c liegendes Ziel, sondern um eine bestehende, ausreichend gekennzeichnete Unternehmung.und gerade diesem Unternehmen sollten die Waffenbe- schaffungen durch die Angeklagten dienen. Das hatten die Angeklagten auch gewußt und gewollt. Weiter haben die Angeklagten einer staats- feindlichen geheimen Verbindung an- gebört, da die K. P. D. verboten war und ftch ferner des unbefugten Waffenbesitzes schuldig gemacht, Irena auch nicht di: Anklage dahin auf- rechterhalten werden kann, daß sie em Waffenlager im Besitz hatten. Zusammenschluß von S. P. D. und K. P. D. in Qberschlesicn. Hindenburg. 14. Sept. (Priv.-Tel.) Wie wir erfahren, fand hier ein von den oppositionellen Ortsgruppen der S.PD. ^benchle.iens und der K.P.D. gemeinsam veranstalteter Parteitag statt, auf dem er aus Grund einer einstimmig angenommenen Resolution, die sich im wesentlichen gegen oas Dawes- Gutachten richtet, zum Zusammenschluß von 21 oppositionellen Ortsgruppen der S P. D. mit der K. P. D. tarn Der amerikanische „Derteidigungstag". Riesenmanöver in den Vereinigten Staaten. Parade vor dem Präsidenten Coolidge. Washington, 13. Sept. Millionen ame- , iranischer Bürger und Bürgerinnen fanden sich | heute in Reih und Glied mit Truppen der | orrmee und Marine zu imposanten Parade- märfchen und Manöverübungen zusammen, um | hcn „Verteidigungstag" zu begehen, dessen Vor- gicrung stellen. Aber weit gefehlt! Die Kriegs- schulde,.lläcunader deutschen Regierung und die Absicht ihrerdRotifizierung an Die auswärtigen Mächte sind heute ein Zankapfel, um den sich die Parteien und ihre Presse — wieder einmal zur Freude des Auslandes — in der übelsten Weise balgen. Die Deutschnativnalen gehen mit dieser Erklärung als mit ihrem Erfolge und Triumphe krebsen, um bei ihren enttäusch en Anhängern wieder Stimmung zu machen. Alnd die S o- zialdemokratie wetteifert mit der bürger- lichcm Linken in dem Bestreben, die Kriegsschulderklärung der Regierung als parteipolitisches Zugeständnis an die Deutschnationalen, als einen Köder des künftigen „Dürgerblocks" zu verdächtigen und herabzusehen. Die Sozialdemokratie kündigt der Regierung den schärfsten Kampf an und treibt es ganz offenkundig zur Krisis und zurAuflösungdesReichstages. Und all dieser parteipolitische Zank und Streit umtobt mit seinem Lärm eine Regierung, die ohne Rücksicht auf jede Parteipolitik ein rem deutsches Interesse verfocht, als sie sich von dem Kriegsschuldartikel des Versailler Diktates lossagte und die offizielle Mitteilung dieser Erklärung an die ausländischen Mächte in Aussicht stellte. Man kann auch die Regierung nicht ganz von Schuld freisprechen. Cs wäre unbedingt geboten geweseii, — und das entsprach auch der Auffassung des Reichsauhenministers — die Alebermittlung der deutschen Kriegsschulderllä- rung an die auswärtigen Mächte an demselben Freitag vorzunehmen, an dem die Abstimmung im Reichstag zugunsten des Eisenbahngesetzes aussiel. Die Kundgebung hätte dann in richtigem Zusammenhänge mit der ganzen politischen Lage gestanden und jeder Gegenagitation int Jnlande oder Auslande wäre die Spitze abgebrochen worden. Man hat leideren Berlin, während der Außenminister abwesend war, den günstigen Augenblick versäumt. I Aber wenn je, so muh es hier heißen: Aufge- I schoben ist nicht aufgehoben. Die Regierung scheint der Ansicht zu sein, daß eine Rotifizierung der Erklärung gegenwärtig untunlich sei und daß man den Abschluß der Genfer Verhandlungen abwarten müsse. Darüber läßt sich reden, denn schließlich ist der Zeitpuntt der Ueberreichung nicht die Hauptsache. Es muß aber außer allem Zweifel siehen, daß die amtliche Alebermittlung Frankreichs amerikanische Schuld. Beginn der Rückzahlung nach Durchführung des Dawesplans. Paris, 15. Sept. (WTB.) „ Rach einer Agcntunneldung aus Washington hat das Mitglied der interalliierten Schuldenkommission Ed. Hurley, der kürzlich eine Reise nach Frankreich gemacht hat, am Donnerstag mit dem Finanzsekretär Mellon und dem Sekretär der Schuldenkommifsion wichtige Besprechungen gehabt. Mellon und Coolidge sind der Ansicht, daß im Augenblick über die französischen Schulden nichts vereinbart werden könnte, bevor die Durchführung des Dawesplanes Ergebnisse gezeigt hat. Rach Hurleh soll die französische Regierung geneigt sein, eine Abordnung nach Washington zu schicken, die über die Rückzahlung der französischen Schulden innerhalb 65 Oahren verhandeln soll. Hurleh denkt sich die Rückzahlung der französischen Schulden folgender- mahen: Die französische Schuld, die zur Zeit 3,3 Milliarden Dollar, ohne die aufgelaufenen Zinsen beträgt, wird innerhalb 63—67 Jahren zurückge- zahlt. Die ersten Zahlungen beginnen in 5 Jahren. Man glaubt nämlich, daß in 5 Zähren der Dawesplan in voller Durchführung sei und es Frankreich gestattet wäre, regelmäßig von Deutschland die Reparationszahlungen. die vorgesehen sind, zu erhalten. Der mittlere Zinsfuß soll 2,5 Proz. betragen. Während einer Periode von 5 Jahren wird ein Moratorium gewährt, innerhalb dieser Zeit werden auch keine Zinsen angeschrieben. Für die I a h- reszahlungen find zwei Möglichkeiten ins Auge gefaßt: Entweder zahlt Frankreich hundert Millionen Dollar jährlich, oder die Zahlungen sind zunächst schwächer, welche von Jahr zu Jahr steigen, schließlich nach 20 Jahren hundert Millionen Dollar jährlich übersteigen, dann werden sie immer größer bis die ganze Schuld getilgt ist. Die Hälfte der Zahreszah- lungen, also 50 Millionen Dollar sollen von den Bereinigten Staaten für die französische Industrie verwendet werden und man ist der Ansicht, daß auf diese Weise die Elektrisierung der französisch - belgischen Eisenbahnen finanziert werden kann. Dor einer Entscheidungsschlacht in China. London, 15. Sept. (Wolff.) Rach einer Meldung der „Chicago Tribüne" marschiert Tlchan Tsu Lin, der Genevalgouverneu der Mandschurei, an der Epr.ze von 1Q0 000 M'mi nach Peking. Eine Gntscheidungsschlach! st he bevor. Das Schicksal des Krieges werde zum größten Teil von dieser Schlacht abh'ingen. Wenn Tschan Tsu Lin Sieger bleibe, würden die Strcit- träfte Kiangsus, der vor Schanghai kämpft, von ihrer Lebrnsmiitelbasis abgeschn t en und so genötigt sein, den Kampf aufzugeben. Zn diesen! Falle, würden sie auch feine Verstärkungen heranbringen können. Der hiesige japanische Botschafter, Baron Hayashi erklärte einem Vertte'.er der Sundcch Times über dir Lage in China, der Kampf, der gegenwärtig um die Vorherrschast von den verschiedenen Parteien geführt werde, werde vermutlich noch lange dauern. Dir Großmächte könnten angesichts dessen im Augenblick nichts tun, als Leben und Eigentum ihrer Staatsangehörigen zu schützen. R i e m a n d wünsche zu intervenieren. Erst wenn einer der chinesischen Machthaber endgültig die Vorherrschaft errungen Hube oder wenn eine ^völlige Erschöpfung der Kämpfenden eii- _getreten sein sollte, wäre der Augenblick für eine Zweckmäßige Zntervention der Mächte in dem ..Sinne, China ihren „gemeinsamen Beisl a n d" anzubieten, gekommen. Aus aller Welr. Eine neue Probefahrt des Amerika- Zeppelins. Friedrichshafen, 15. Sept. (WTB.) Z. R. Irl ist am Samstag von der vierten Probefahrt um 6.50 lllhr abends zurückgekehrt. Die Fahrt ging rund um den Bodensee und berührte auch das Gebiet des Bregenzer Waldes sowie das schweizerische Gebiet am Oberrhein. Während der Fahrt wurden Versuche mit Telefunken-Dordpeiler angestellt. Zunächst wurden Funkstrahlablenkungen für das gesamte Wellenbereich 800—3000 Meter ausgenommen. Zm Verlause dieser Versuche zeigte sich, daß bei großen Peilentfernungen auch mit guten Funkpeilungen zu rechnen ist. Sehr interessant waren zwei Funkzielfahrten, die das Luftschiff zunächst nach K o n st a n z, dann nach F r i e- drichshafen ausführte. Bei diesem Manöver Ueber den Spiritismus^ Don Rudolf Sieber» Frankfurt a. M. Auf der Suche nach wahrer Erkenntnis der letzten Dinge sehen wir uns einer Stufenleiter von Crkenntnismöglichkeiten gegenüber. Als eine solche Stufe oder Form der Anschauung können wir auch den sogenannten „Spiritismus" an» sprechen. Der einzig wahre Extrakt, den uns die Geschichte des kritiklosen Offenbarungsspiritismus bis heute zeitigen konnte, ist jedoch mir die eine Tatsache, daß die älrsache der spiritistischen Erscheinungen die Wirkung eines psychischen, d. h. also auch dem Mikroskop unsichtbaren Kräftespiels der Ratur ist. Der Glaube, es handelte sich um die Sichtbarwerdung Verstorbener, muß ein für allemal als ein Grundirrtum entlarvt werden. Die spiritistische Bewegung hat noch schwere Krisen durchzumachen, denn der alteingefleischte Glaube ist mit egoistischer Liebe genährt. Dieser geisteswissenschaftlich unhaltbare Glaube erhält neuerdings durch die Enthüllungen des modernen Mystikers Do-Din-R3 (Schneider-Franken) seinen Todesstoß. Die aufsehenerregenden Lehren dieses „Meisters des Lebens" über wahre Ethik, Metaphysik und Lebenskunst haben schon manchen Riß in Dogmen und Parteien veranlaßt, infolgedessen auch schon manchen Gegner wie begeisterte Für- fprecher großgezogen. Es lohnt sich, ihm über die Frage des Spiritismus und was damit zu- sammenhängt, anzuhören. Dö-Vin-Aä behauptet, daß der unsichtbare Dell der Ratur bedeutend größer und formen- reicher ist alS das Sichtbare. Dus für unS Sichtbare ist nur die stoffliche waren die Fenper der Funkkabine verhängt, so daß die Funkbeamten am Funkpeiler das Ein- lenken des Z A. III in den Zielkurs nur nach dem Gehör ausführen konnten. Alle Versuche des Rudergängers, vom Ziellurs abzuweichen, hatten sofort neue Zielkurskommandos des Bordfunkers zur Folge, u. a. wurde der Zielkurs so treu eingehalten, daß die Antennen der Bodenfun kstän- der sowohl in Konstanz als auch in Friedrichshafen genau in ihrer Mitte umflogen wurden. Dieses gute Ergebnis läßt bestimmt hoffen, daß der Zeppelin im Dedarfsfalle bei der großen Fahrt über den Ozean an dem Telefunkenbordpeiler ein wichtiges Ravigationsmrttel besitzt, das ihm besonders bei schlechtem Wetter und bei Rebel den sicheren Weg weist. Die letzte Probefahrt ist noch nicht bestimmt. Die italienische Oper in Berlin. Derlin, 14. Sept. (WTB.) Die italienische Oper unter dem bekannten italienischen Komponisten M a s c a g n i begann gestern mit Der Aufführung der Verdischen Oper „Aida" in den Ausstellungshallen am Kaiserdamm, deren Riesenbau bis auf den letzten Platz beseht war. Unter den Anwesenden bemerkte man auch zahlreiche Angehörige der hiesigen italienischen Kolonie und Mitglieder der italienischen Botschaft. Die italienischen Darsteller wurden unterstützt durch den Kittelschen Chor. Das verstärkte Berliner Symphonieorchester (Blüthnerorchester) wurde von Pietro Mascagni dirigiert. Znsge- samt wirkten bei der Vorstellung 1000 Personen mit. Das Publikum spendete lebhaften Beifall, der sich besonders angesichts der szenischen Massenwirkungen am Schluß des zweiten Aktes (Siegesfest vor den Toren Thebens) zu stürmischen Kundgebungen steigerte. Mascagni und die Hauptdarsteller wurden mehrmals gerufen, ihnen wurden Kränze und Blumenarrangements mit Schleifen in den italienischen Landesfarben überreicht, älebrigens zeigte die ursprünglich nur für Ausstellungszwecke- bestimmte Riesenhalle eine erstaunlich gute Akustik. Das Jubiläum des Roten KreuzeS. Berlin, 15. Sept. Die Zubiläumswvche des Roten Kreuzes anläßlich seines 60jährigen Bestehens wurde am gestrigen Sonntag unter starker Beteiligung der Berliner Bürgerschaft mit einer Reihe festlicher Veranstaltungen eröffnet. Zn allen Kirchen Berlins wurde auf die Bedeutung der Arbeit des Roten Kreuzes hingewiesen. Zn der ganzen Stadt wurden Sammlungen xur lllnterstühung der Wohlfahrtseinrichtungen des Roten Kreuzes veranstaltet. Auf vielen Plätzen der Stadt fanden Konzerte der Musikkorps der Freiwilligen Sanitätskolonnen statt. Ein Jubiläum der Stenographie. Berlin, 14. Sept. (WTB.) Zu Ehren des 50jährigen Slenographenjubiläums des Miter» finders des Kurzschriftshstems Stolze- Schrey fand heute eine vom Stenographenverband S.tolze-Schrey veranstaltete F e i q r im ehemaligen Herrenhause statt, an der auch der 74jährige Zpbilar selbst teilnahm. Rach der Verlesung der Glückwunschtelegramme des Reichspräsidenten, des Reichsaußenministers und der übrigen von den reichs- und preußischen Behörden, der Industrie und den kaufmännischen Organisationen usw. eingegangenen zahlreichen Gratulationen folgten die Begrüßungsansprachen des Vorsitzenden der Schule Stolze-Schrey, des Oberstudiendirektors W e t e k a m p , und des Landrats Boer-Gardelegen, auf die der Gefeierte mit einigen Worten des Dankes erwiderte. Aus Stadt und Land. Gießen, den 15. Sept. 1924. Senkung der Getreide- und Brotprcise? Zm Hinblick auf die von der Reichsregierung beschlossenen Maßnahmen zur Verbilligung der Produktionskosten ergibt sich naturgemäß dir Srrnge, ob es möglich ist, auch auf bi2 in letzter Zeit erheblich gestiegenen Getreidepreise einen gewissen Druck auszuüben. Wie der „Deutsche Handelsdienst" an amtlicher Stelle erfährt, ist eine besondere Aktion in dieser Richtung bisher nicht geplant. Man hofft aber, daß die Ermäßigung der Eisenbahntarife nun sehr bald auch einen Einfluß auf die Getreidepreise ausüb 2N werde. Die Aus- fuhrsperre für Getreide hat sich bisher in diesem Sinne noch nicht recht auswirken können^ da die Preise für Einfuhrgetreide der Weltmarktlage entsprechend kräftig in die Höhe gegangen sind. Besondere Maßnahmen zur Verstärkung der Einfuhr kommen kaum in Betracht, da wenig Reigung besteht, den Getreidevorrat der Reichsgetreide- slelle zu vergrößern. Man nimmt an, daß die Preissteigerung am Weltgelr.i.'emartt nicht von langer Dauer sein könne, da der im Vorjahre vorhandene große .Illeberschuh am Weltmärkte unmöglich aufgebraucht sein kann. Dieser Heber- Verdichtung dessen, was unsichtbar vorhanden ist. Also alles^ Diesseits hat fein unsichtbares Gegenstück im Zenseits, aus dem es geschaffen und geformt ist und dem seine inneren Energien (Lebenskraft, Magnetismus, Strahlenkräfte usw.) entspringen. Man sagt: „W e oben, so unten, und alles hat seine innere ällrsache." Ein Vergleich bildet z. B. der Wasserdampf, welcher, wenn er erkaltet, sich wieder zu Wasser verdichtet: in demselben Verhältnis etwa stehen die sichtbare und die unsichtbare Ratur zueinander. Für sich allein betrachtet ist die feinstoffliche Aethersphäre eine organische Welt für sich, mit eigenen Wesen, die ihrerseits zwar teilweise Menschenähnlichkeit besitzen, jedoch mit der menschlichen Entwicklungsketle nichts gemeinsam haben, da sie kein Gemüt besitzen und infolgedessen sterblich sind. Die sagenhaften Wesen (Kobolde, Rixen u. a.) sind die Bewohner des „inneren" Raturreiches und besitzen zumeist einen ausgeprägten Verstand, welcher den der Menschen oft überflügeln kann, da er keine moralischen Hemmungen kennt. Zene Wesen haben die Fähigkeit, sich ihrer Umgebung in schnellem Wechsel jeweils anzupassen, was sich aus der Gasartigkeit und Durchlässigkeit der astral-ätherischen Materie erflärt. Ihre Gedanken nehmen unmittelbare Formen an, welche sie zu beherrschen verstehen. Richts, was existiert, ist zwecklos. Die „Raturgeister" haben den Zweck, diejenigen Dinge und Geschehnisse, welche sichtbar auf der Physis toerben sollen, zu bilden, zu formen und zu verdichten. Sie wissen wohl von dieser ihrer Arbeit selbst nichts, ebenso wie die Menschen auf der Erde ihren Teil an der allgemeinen Raturentwicklung verarbeiten, ohne es zumeist zu wissen. Daher dient der Weise icyutz muß schließlich auch wieder trgenorme tn die Erscheinung treten und das Preisniveau beetn» f hi ff en. ♦ ** Personalien Ernannt wurden der Bibliothekar an der Bibliothek der Landesuniversität Gießen Professor Dr. Hugo H e p d i n g in Gießen zum Oberbibliothckar an der Bibliothek der Landesuniverjität Gi.'ßen: der Hilfsbiblto- thekar an der Bibliothek der Landesunioersität Gießen Dr. Wilhelm De h mann in Gießen zum Bibliothekar an der Bibliothek der Landes- Universität Gießen: der Militäranwärter Peter Kehr mann aus Heubach, Kreis Dieburg, zum Amlsgehilfen an der Landesuniversität Gießen, sämtlich mit Wirkung vom 1. Sept. 1924 ab. RDV. Mitnahme von Handgepäck. Bei Festsetzung der Gewichtsgrenzen des in den Abteilen zugelassenen Handgepäcks wurde angeordnet, daß die Vorschriften in der ersten Zeit nachsichtig gehandhabt werden sollten. Rachdem die Bestimmungen jetzt längere Zeit bestehen und in der Presse wiederholt auf sie hingewiesen worden ist, kann erwartet werden, daß sie hinreichend bekannt sind. Die Zugbeamten sollen nunmehr streng darauf halten, daß Handgepäck und Traglasten die zugelassenen Gewichtsgrenzen nicht überschreiten und keinen größeren Raum einnehmen als den Reisenden gestattet ist. Wer sich vor Weiterungen und Zahlung der Strafzuschläge schützen will, wird gut tun, den Umfang seines Handgepäcks den Vorschriften anzupassen. RDV. Reisegepäck aus Zeitkarten unzulässig. Rach einer neuerlichen Ergänzung der Allgemeinen Etsenbahn-Abfertigungsvor schriften wird Reisegepäck auf Monatskarten, Schülermonatskarten und Wochenkarten, mit Ausnahme von unverpackten Fahrrädern, nicht angenommen. ** Die steuerliche Belastung des Logierbetriebes. Zm Anschluß an unsere Mitteilung unter dieser Heberschrift in der Freitagsnummer vom 9. wird uns von einem Gießener Hotelbesitzer geschrieben, es komme auch in Gießen öfters" vor, daß Fremde glauben, sie würden in den hiesigen Hotels bewuchert. Wie die schweren Wirtschaftsverhältnisse für die hiesigen Hotels liegen, die zu den jetzigen, vielfach als zu hoch empfundenen Preisen führen, wird in Der Zuschrift wie folgt erklärt: „Die besten Zimmer in den ersten Hotels kosten inkl. Steuer und Bedienung 5 Mk. pro Rächt. Davon sind an den Staat abzuführen 50 Pf., an die Stadt 90 Pf., für Bedienung laut Tarif 72 Pf., zus. 2,12 Mk., bleiben also für das Zimmer 2,82 Mark. Run haben die Hotels, trotzdem sie von den Zimmereinnahmen 30 Prozent lllmsahsteuer und Gewerbesteuer zu zahlen haben, auch die Hauszinssteuer, wie jeder andere Hausbesitzer, £u zahlen. Die Hotelgrundstücke sind jedoch, da sie ein Gewerbebetrieb sind, höher, als Privathäuser eingeschäht. Infolgedessen ist die Steuer sehr hoch, sie muh auf die Mieter, und das sind die Gäste, abgewälzt werden und muß deshalb wieder mit 30 Prozent versteuert werden (10 Proz. staatliche und 20 Proz. städtische Steuer). Bei einigermaßen guter Besetzung macht das pro Cbi*t 50 Pf. aus, erhöht, sich natürlich, je mehr der Verkehr abnimmt, denn die Steuer muß auch bezahlt werden, wenn keine Gäste da sind. Der Preis von 2,82 Mk- verringert sich somit wieder um 50 Pf., bleiben somit 2,32 Mark. Rechnet man dann alle anderen Steuern, wie Einkommen- und Gewerbesteuer usw., die vom Gesamtumsatz, also auch von all diesen Steuern bezahlt werden müssen, so wird man einsehen, daß die Gießener Hotels billiger sind, als in Friedenszeiten, trotzdem die meistes Bedarfsartikel, besonders Wäsche, Vorhänge und Teppiche 100 Prozent teuerer sind, als in Friedenszeiten." ** Guten Appetit. Die Polizei verhaftete einen 24jährigen jungen Mann, der bei Glaubensgenossen um milde Gaben vorsprgch und der des Bettelns und der Landstreicherei verdächtig ist. Der junge Mensch trug u. a. eine Zigarrenkiste bei sich, in der sich außer Glasscherben und Rägeln auch — Frösche befanden. Beim Oeffnen des Kistchens entsprangen zwei von ihnen! dem Behältnis, zwei andere aber erwischte der Eigentümer und — verschluckte fie zum nicht geringen Erstaunen der Umstehenden. Des anderen Tages war er noch nicht dazu zu bewegen, seinen Magen von dem seltenen Inhalt zu befreien. Im Gegenteil, er schluckte noch Scherben undRägeldazu. Auf die Frage, warum er denn die Frösche, von denen er behauptete, daß sie noch am Leben seien, nicht wieder habe zum Vorschein kommen lassen, antwortete er, ja, dann nähme man ihm die Tiere ab, die doch „d rössier t" seien. Das Fröscheverschlucken will er in seiner Heimat, der Oberpfalz, einem herumziehenden „Zirkuskünstler" abgesehen haben. So wie jener habe er, auch „seine drössierten Frösche! söhr kühl': er habe sie den Leuten in Wirtshäusern vorgezeigt und damit fein Geld verdient. Immerhin scheint die eigenartige Kunst ihren Mann nicht „ernährt" zu haben, sonst hätte er wohl nicht den Raturgesehen und der ällnweise glaubt eigenwillig handeln zu formen. Von letzterem aber kann man sagen, daß „er glaubt zu schieben, in Wahrheit aber geschoben wird". Die Mehrzahl der spiritistischen Erscheinungen entsteht aus dem Mißbrauch der Fähigkeiten jener formbildenden, schlauen aber gemütlosen, teils menschenfeindlichen Wesen des unsichtbaren Teiles der physischen Ratur. Es ist ihnen möglich, im Aether die Gestalt der Menschen nachzuahmen, wie sie ihnen von der menschlichen Vorstellungsund Wunschkraft vorgezeichnet werden, und sich vermittels der Stoffentziehung aus den Medien vampyrisch bis zur Sichtbarkeit zu verdichten. Sie vermögen damit alle nicht wissenschaftlich vorgehende Sitzungsteilnehmer zu täuschen. Scharfen Kritikern jedoch bleiben sie fern. Die Fanatiker sagen bann: „Ein -Ungläubiger hat die Sitzung gestört und die „Geister" gekränkt." Der Zweck ihrer Belästigungen gründet in ihrer Eitelkeit. Sie gefallen sich im Aufsehenerregen. Es ist ein Spielen, manchmal auch ein böser Wille. Eine seltenere .Ursachenquelle übersinnlicher Phänomene ist die Astral- oder Wunschsphäre der Menschen selbst. Wünsche und Gedanken sind ätherische Gebilde, welche unter Umständen ein längeres, „galvanisches" Leben führen und ebenfalls in die odische Gestaltungskraft eines Mediums geraten können. Man wünschte seine Großmutter zu sehen und diese Wunschform verdichtete das Medium unbewußt soweit, bis sie das äußere Auge gewahrt. Daß es verwerflich ist und sogar schädlich, fein kann, sich als willenloses Werkzeug diesen Erscheinungen hinzugeben, ist einleuchtend. Sofern wir uns ihren Suggestionen nicht hingeben, haben sie auf unser Schicksal keinerlei Einsluß. Iene zu Vetteln vrauchen. Zm übrigen fernerhin: omten Appetit. Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Katholischer deutscher Frauenbund: Vortrag üb« Foauenfragen der Gegenwart um 8 Uhr im Kath. Vereinshaus. — Hessische Drlderbühne: „Die Tragödie im Hause Habsburg". - Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Das Recht auf Liebe". — Astoria-Lichtspiele: „Der Vater". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Dienstag. 16. September, findet noch ein weiteres Gastspiel des Bad-Rauheimer Kurtheaters statt, und zwar wird Otto Ernsts bekannte Komödie „Flachsmann als -Erzieher" gegeben werden. Außer dem gesamten alten Herren- personal wirken in der Vorstellung von neuer Kräften in Hauptrollen mit die Herren R o r- f o l k und B a st 6, die sich ja hier bereits bestens eingeführt haben. — Die Dlachetta-Volksspiele finden am 22. und 23. September statt. (Räheres im heutigen Anzeigenteil.) x Wettervoraussage. Heiter bis wolkig. Winde aus-westlicher Richtung, Temperaturen wenig geändert, vereinzelt leichte Riederschläge. Landkreis Gietzen. Wieseck, 15. Sept. Am Samstag sanden bei schönstem Wetter die Reichsjugend- wettkämpse für unsere Schulen statt. Um alle unnützen Festeleien und die damit verbundenen Gelbausgaben zu vermeiden, wurden die Wettkämpfe im engsten Rahmen der Schule ausgetragen, und zwar die Geräteübungen auf dem Hofe der „Roten Schule" und die Wurf» und Lausübungen auf unserem herrlich mitten im Walde gelegenen Sportplatz. Cs beteiligten sich im ganzen 73 Schüler, so daß 7 als Sieger aus dem Wettstreit hervorgingen. Es sind dies in der Reihenfolge der Wertung: 1. Rudolf Oß - Wald, 2. Adolf Kreiling, 3. Karl Vogel. 4. Ernst R e ut er, 5. Alfred Oß Wald, 6. Adolf Trautmann und 7. Karl Schwarz. Der Gedanke, der den Reichsjugendwettkämpfen zugrunde liegt, ist hier auf fruchtbaren Boden gefallen, denn alle kleinen Wettkämpfer taten ihr Bestes und zeigten zum Teil hervorragende Leistungen. Es ist die Hoffnung nicht unberechtigt, daß sich aus unserer Schülerschar in der Zukunft eine Reihe hervorragender Turner herauslristallisieren wird. ll. L o l da r , 15. Sept. Am gestrigen Sonntag kamen hier unter großer Beteiligung der Bevölkerung die diesjährigen Reichsjugendwettkämpfe zum Austrag, wodurch den Zuschauern gezeigt wurde, daß die Schule neben der geistigen Erziehung sehr Gutes auch in körperlicher Ertüchtigung der Iugend zu leisten vermag. Dse Darbietungen der Schüler und Schülerinnen, die durch Vertreter der beiden hiesigen Turnvereine unter verhältnismäßig schweren Bedingungen nach Punkten bewertet wurden, bewegten sich auf einer beachtenswerten Höhe. Ganz besonderen Beifall fand der von den Mädchen der beiden oberen Klassen aufgeführte Reigen. Mühe und Eifer der Beteiligten fanden durch den Erfolg denn auch ihre verdiente Belohnung. Die höchsten Punktzahlen, und damit eine ällrkunde des Reichspräsidenten erhielten die folgenden Knaben: 1. Erich Seipp 92 Punkte, 2. Albert Müller 89 P., 3. Heinrich Klein 88 P., 4. Albert Medenbach 87 P. und Hans M i ck e I 87 P. — Mädchen: 1. Else Rohrbach 53 Punkte. 2. Marie Moos 50 P., 3. Elisabeth Seipp 48 Punkte. t Grünbe rg. 14. Sept. Der Rundfunk hat in unserer Stadt und in der Umgeg^nU schon zahlreiche Anhänger gefunden. Hier zählt man bereits sieben Antennen. Die Darbietungen des Rundfunks bringen namentlich der Kleinstadt- und Landbewohnerschaft immer eine angenehme Abwechslung. — Weitgehendes Interesse bringt man hier auch dem Polizei» hundespvrt entgegen. Ieden Sonntag vor mittag kann man die Ausbildungsübungen bei Tiere beobachten, die für jeden Hundefreunh sehr anziehend sind. Kreis Friedberg. sf. Friedberg, 13. Sept. Die Q3er* einig ung ehemaliger Augustiner» fchüler hielt unter der Leitung ihres neugewählten 1. Vorsitzenden. Reg.-Medizinalrat Dr. Weckerling im Deutschen Hause eine gesellige Zusammenkunft ab, die sich eines sehr giten Besuches und anregenden Verlaufs erfreute. Der neue Vorsitzende gedachte in seiner Ansprache der Verdienste seines Vorgängers, Dankvorslands Alex Weber, und betonte die idealen Bestrebungen der Vereinigung. Den interessantesten Teil des Abends bildete ein Vortrag des rührigen, Vorsitzenden der hiesigen Ortsgruppe des D. d. 2L (Verein der Ausländsdeutschen), Studienrat Ferd. Tatsachen beweisen uns lediglich das Vorhanden» fein anderer mit eigenen Intelligenzen und Lebensbedingungen. Dies allein bedeutet allerdings schon einen Fortschritt wissenschaftlicher Forschung. Der Geist des wahren Menschen steht unendlich höher als jenes sinnfällige Kräftespiel. Rach der neuen Lehre des Meisters ist der Tod nur ein Hüllenwechsel, wodurch andere Sinne in Funktion treten. Die Oertlichkeit bleibt dieselbe, nur tritt mit dem Wechsel der stofflichen Dichtigkeit eine andere Anschauungsweise in das Bewußtsein (vgl. traumhewußt und tagwach!). Eine Wahrnehmung Verstorbener im spiritistischen Sinne i,st aber naturgesehmähig unmöglich! Ein einander Dewußtwerden der „Lebenden" mit dem scheinbar „Toten" ist nur mittels der geistigen Sinne möglich, welche aber bet uns heutigen Menschen der Zivilisation rudimentär (verkümmert) sind. Die Wiedergeburt zum geiftigen Leben also die Erweckung und Entwicklung der feineren Sinne ist infolgedessen der Inbegriff aller echten Kultur und Lebenskunst. Erweiterung des geistigen Selbstbewußtseins und Willens (nicht Wunsches!) sind die Werte, welche allein erstrebenswert sind und welche durch ihre Gebundenheit an eine erhabene Ethik den Wesenskern alles religiösen Strebens darstellen. Bö-Bin-Rä hat uns ein Wissen vermittelt, das uns heute dienlicher ist als alle Hoffnung auf spiritistische Experimente. Es gibt zweierlei Gegner des Spiritismus, Materialisten und Phantasten. Erst die richtige Beurteilung bei rnedia- nimen Tatsachen wird die Stufe zu einer metaphysischen Weltanschauung sein, nach der die Menschheit im Geheimen schmachtet. K Offenen 5»Si El >°°?Kdi° ,itnö .fahren berart' iu j r-Mung hi« ■Yiacii gut Ztarkcnbi • Darmsta der Liebfrau Decke ein. ®i lpeihungsser werden. ,> svd. Fran mn ArbeUsl eine kleine Dess .Nischen und tau| Verschlechterung Dor allem simei MW Sie wissen I Plagegeister, bat Däder, Salben i die Schmerzen, < an der Wurzel. Ich empfehl' Mittel, und Sie bah es Sie etwas sage, lesen Sie i Gießen Die Be heute na einen $ Klein-Lii Die i 2*/ä Uhr, Geste folge ei Schwäge Mai im Alte Hie innigst] Schwa: te ness. ! = Tasc Gießen (Hofmannstr. 4), den 15. September 1924. Die Beerdigung findet am Mittwoch nachm. 31/8 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt 7110D Verschiedenes) [023328 Lollar, den 12. September 1924. Vermietungen gesucht. I7086D M33M gesucht. 023372 02:3 '.97 gesucht. Verkaufsstelle Gießen,Marktstr. 21 7105V ■ _____ _ Ad. Relnlc Stahlwaren Selieröweg 30. für Manufaktur- waren gesucht. Schrntl. Angebote unier 023391 an den Gieß. An», erbeten. Klein-Linden, den 15. September 1924. Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. September, nachm 2*/i Uhr, von Frankfurter Straße 97 aus statt. In tiefem Schmerz: Philipp Volk. Mädchen l die kochen u. naben können, sow. Bim mer- bzw Hausmädchen erb. f. g. Stellen durch Frau Herr, Sonnenstr.O. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Mathilde Wagner geb. Bergen. Großen-Linden, den 13. September 1924. Pf. O. Schulte und Familie. 7097V M ®uttn 1 Solche Briefe besitze ich Tausende, und nun hören Sie weiter. Gicht und Rheumatismus können mir von innen heraus wirklich kuriert werden durch Entgiftung des Blutes. Dieses ist verunreinigt durch zurückgebliebene Harnsäure Salze, und diese müssen heraus, sonst nützt alles Einreiben und Warmhalten nichts. Zur Beseitigung der /Harnsäure aber dient das Gich10 sint. Sie können das glauben oder nicht, aber Sie sollen keinen Pfennig dafür ausgebrn, ehe Sie sich überzeugt haben. Teilen Sie uns Ihre Adresse auf einer Postkarte sofort mit und adressieren Sie diese an: Generaldepot der Viktoria-Apotheke, Berlin A 235, Friedrichstraße 19, es geht Ihnen dann vollständig kostenfrei eine Probe Gichtosint mit weiteren Aufklärungen und genauer Gebrauchsanweisung zu Wenn Sie sich überzeugt haben, so steht es Ihnen frei, mehr von dem Mittel zu beziehen, oder es in einer dortigen Apotheke zu kargen. Gichtosint ist in den meisten Apotheken zu haben. Sie Hilfe gegenMk n.WllinMilW Sie wissen kein sicheres Mittel gegen diese Plagegeister, denn alle Einreibungen, Packungen, Däk^r, Salben usw. lindern nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sie packen nicht das liebel an der Wurzel. Ich empfehle Ihnen ein wirklich erprobtes Mittel, und Sie sollen es selbst versuchen, ohne daß es Sie etwas kostet, aber ehe ich Ihnen mehr sage, lesen Sie den folgenden Brief: Landwirtschaft. * D i e 3 ZuchtviehVersteigerung des Verbandes mitteldeutscher R 0 l - Viehzüchter am Mittwoch. 17. September, i>pi ■ mittags 10>... ilbr. in Diesten wird endgül ia mit 59 Bullen. 3 Kühen und 7 Rin beim b-?fd)idt Die Tiere können von 9 Uhr ab besichlift werden Die Versteigerung findet auf dem städtischer Viehmarkt plan an der Margarethen- Hütte statt. (Siehe Anzeige in unse.er Samstag- Rümmer.) „Ich teile Ihnen mit, dast Ihre Gichtosint- Tabletten schon nach zwei Monaten bei mir überraschenden Erfolg erzielt haben. Mit jedem Tage fühle ich mich wohler und kann jetzt trotz meiner 65 Jahre grobe Fusstouren in den Bergen machen und auch die schwersten Arbeiten mit Leichtigkeit verrichten. Die Kur sehe ich getreulich fort, ich hoffe den Rheumatismus für immer los zu sein. Ihnen sage ich meinen besten Dank und empfehle Ihr vorzügliches Präparat in Bekanntenkreisen. Hochachtungsvoll 7093V 3. D. in QL“ Hessen-Nassau. spd. Fran ksurta, M., 14. Sept. Die Lage am Arbeitsmarkt hat in der letzten Woche eine kleine Besserung erfahren. Rur in den technischen und kaufmännischen Berufen setzt sich die Verschlechterung in beträchtlichem Ausmahe fort. Dor allem finden im kaufmännischen Berufe neue Gestern mittag 2 Uhr verschied nach längerer Krankheit infolge eines Schlaganfalles meine liebe, gute Frau, Schwester, Schwägerin und Tante Marie ChristianeVolk geb. Veit im Alter von 58 Jahren. Stellengesuche] Dame sucht Vertrauensslellnng als Sekretärin. Gesellschafterin od. auch Kassiererin in grünerem Geschäft. Prima Zeugnisse. Schrift!. Angebote unter 023379 an den Gieß. Anz. erbeten. Danksagung Es ist uns nicht möglich, jedem von den Vielen, die uns in Wort und Rede, in Zuschrift und BInmer/spenden anläßlich des Todes unseres lieben Entschlafenen ihre Teilnahme bezeigt, sowie denen, die ihm, das letzte Geleit gegeben haben, persönlich Dank zu sagen. So bitten wir sie, auf diesem Wege unsem herzlichsten Dank entgegenzunehmen. Danksagung, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, für die liebevolle Pflege der Krankenschwester und für die zahlreichen Kranzspenden unseren tiefgefühltesten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Hettche und Kinder. Frau Professor Poppert 1 Wtlhelmsiraste 15. 1500 bis 2000IR. erste Hypothek mi* 20 000 Ml Wert- objeft gesucht, Tchriftl. Angebotl unter 023370 nn den Gieß. Anz. ji • kauom WM für 1 Stunde norm. Wr- mädehsi aus anständ.Jamilte Eine neue Dresch- garnitur steht zum MW bereit. Mcldungbei Wilhelm Gans II., Großen-Buseck. - - v/v.' " v .-1- . Hess. Landesbaugewerkschule Darmstadt noch- und Tiefbau - Staatipraiung. Beginn des Wintersemesters: 14. Oktober. Hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß unser innigstgeliebter treusorgender Gatte, Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Prokurist Otto Wagner heute nacht von seinem langen, schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst worden ist Taschen-Brauer, Offenbach a. M Spezialhaus in Lederwaren und Reiseartikeln. Kaufen Sie nur in Fachgeschäften. Ich biete Ihnen große Vorteile. , Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten. berg. Sepi Die 2er. r 2Iugifttner ladß erstellte rrr Stig Ls» rtrag des rüW xgä- äs«* ^bleibt dieselbe Mise Eine * ta9SW im Wi Ein üttels dtt » • tuddÄMen Leben iuinfl»Keiner«' »ei M. ■Ä$S ^aÄa$«6s&z6unÄa» sind alle Hautunreinigkeiten u. Hautaussch!Jge, wie Mitesser, Pickeln, Blütchen usw. durch lägt. Gebrauch d. allein echten IhdteROferd- 5eßtsduoe?eL- von Bergmiinn «t Co.. Rndebrtil. Oberall zu haben. Krens-Drog Augnst Noll, P. J. Höbi, Dro.i. Oeora Wallentels, Drog. 0. Wlnterbof!. 414lic dingt richtigen uuoystav aeve, rattoncUe Betriebsweise zur Verminderung der Produktionskosten und kaufmännische Führung der BeMcke, die jederzeit den Stand des Geschäfts mit der erforderlichen Klarheit ausweise. Weiter verlangte er eine gerechte Verteilung der Steuerlasten, größte Sparsamkeit des Staates und der Geineinden und endlich EinNuhnakme auf die politischen Parteien, damit bei den bevorstel>enden hessischen Lmrdtags- wahlen eine der Bedeutung des Handwerks entsprechende Derlretrmg im Landtage erzielt we.de. Rach der Mittagspause sprach der Torjl cit'c des Bundes deutscher Tischlermeister h . R Wittig jr.-Ha rnover über 3.ci und A gaber des Bundes deutscher Tiichlerin.isler ohne .'In- schließend wurde der Haushalrsplc»t bc'pi'.tci und genehmigt. Die Wahlen ergaben fol en" e > usa r.mo setzung des Vorstandes. Lautenbach r Die" bürg, 1. Vorsitzender: Thomne D.irmn.id1 2. Vorsitzender: May s e n.-Grcß-1.lmstadt Ka - sicrer: ferner Haubach uüb Muller ' i.stn Engelmann' Alzey. Schm u hl -Av m un Fay - KI.-Liirden. Als Ort des nächstjäh igen DrrrandstageS wurde Bensheim bestimmt ren remes großen Ausgabcnkreises mit gutem Erfolg betätigt hat. Wenn auch nrcht alle Wünsche erfüllt werden konnten, so war es doch möglich, sehr vielen Mitgliedern und der Gesamt- heil des Berufsstandes bedeutsame Dienste zu leisten. Heute umfaßt der Verband 34 Ein- zelorganisationen in 90 Ortsgruppen, die genaue Zahl der Mitglieder dürfte im Dezember ds. Is. vorliegen. Ohne Aussprache wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Sodann sprach Orth- Essen über das Thema „Gemeinsamer Bezug de r hauptsächlichsten Rohstoffe auf genossenschafl- Hebern Wege". Der Redner schlug vor, wie beispielsweise in Sachsen und Rheinland-Westfalen auch in Hessen eine Landes-Roh- stoff-Dezugsgenossen schäft ins Leben zu rufen, die als wirtschaftliche Abteilung deS Landesverbands unter dessen Oberleitung zu organisieren sei. Mit Hilfe dieser Bczugsgenossen- schaft könne sich das Handwerk freimachen von der Allmacht der großen Konzerne. Die Genossenschaft dürfe nur als Diener des Berufsstaftdeo arbeiten, ihre Ueberfcbüffe muhten ganz dem Stand zugute kommen. Man müsse sich immer vor Augen halten, dast man es heute nicht mehr mit dem Handel von 1914 zu tun habe, sondern mit Leuten, denen das Gcldmachen über alles gehe und die dabei nichts nach dem Wohle des Handwerkerstandes fragten Im übrigen machte der Referent noch Detailvorschläge über den Aufbau -einer solchen Genossenschaft. An den Vortrag schloß sich eine eingehende Aussprache an, in der das Für und Wider gründlich erörtert wurde Schließlich wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, inc den DerbandSvorstand beauftragt, die Gründung einer Landes-Bezugsgenossenschaft des hessischen Holzgewerbes zur Beschaffung von Roh- und Hilfsstvsfen in die Wege leiten und die Gründungsversammlung noch im Jahre 1924 einzu- berufen. Lieber die „Hebung der Absatzmöglichkeit, Senkung der Produktionskosten und zeitgemäße Maßnahmen des Berufsstandes zur. Erfüllung dieser Aufgaben" sprach der Derbandsvorsitzende Lautenbacher. Er forderte geordnete Preiswirtschaft, wozu die von der Derufsleitung aufgestellte Preislehre den unbe- lür H -as AN W en alten ^9ebyi ^lunghn^'en. sage, "eia hen. "eiaT’’1“'* fi*u9cni>- nK v ulen hott nb d>e damit der. SÄ’ ***** iMen der Schule !^^bungen auf und die Mrs. ! eitlen \beteiligten 1 dah 7 als Sieger -n^sinddiÄin 1- Mlf Oh. wrl Doge, chwarz. $ct Empfenzugr^ n **11 gefallen, r taten ihr Wes Leistllngen. liecht,gt, dah sich ,«r Zllkunst eine herauslrisiallisieren Im gestrigen Sonn- Beteiligung der 2e- Reichsjugend. , wodurch den Zu. e Schule neben der auch in körper, zu leisten vermag, und Schülerinnen, i hiesigen Turnvcr. chtoeren Dedingun- urden, bewegten sich vhe. Ganz beson- n Mädchen der bei« : Aeigen. Mühe und durch den Erfolg hnung. Die höchsten Urkunde des Reichs- 'olgenden Knaben: . Mert Müller B., 4. Mert Me. Miäei 81 P. - öach 53 Punkte. Elisabeth Seipp cht. Der Aund- rd in der Umgegenl» esunden. Hier zahlt ennen. Die Dar- rgen namentlich der Schaft immer eine weitgehendes Inter- > dem Polizei- >den Sonntag vor Mngsübungen de> m Hundefreimh sehr moöl. 3iimner au oermletcn Lts« groföorfer Str. 26 ul Bl. 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Wie man von zuverlässiger Sette hört, ist mit den in Frage kommenden preußischen Regierungsstellen eine Vereinbarung getroffen, die gesamte Ridda zu regulieren, um derartige Katastrophen für die Zukunft zu verhindern. Kreis Alsfeld. -ft Al sf eld, 13. Sept. Die hiesige Ortsgruppe des Hhpvthekengläubiger- und Sparer-Schuhverbandes, die vor tur- m gegründet wurde, zählt hmte bereits bunte t Mitglieder. Am 20. September wird Geheimrat D e st aus Darmstadt über bte 3. Steuernotver- orbnuna einen Dortrag halten, der von großem Interesse für weite Kreise in Stadl und Land fein dürfte. — Die Ernte ist in den letzten ^agen gut vorangeschritten. Allenthal- .bert- leeren sich die Felder, und in allen Orlen ti ummt die Dreschmaschine. Sie hat die es Jahr .besonders schwere Arbeit Starkenburg und Rhcinheffcn. • Sarmftabt, 14. Sept. In dem Reu bau der Liebfrauenkirche stürzte ein Teil der Decke ein. Die für heute vorgesehene Ein - weihungSf eier mußte verschoben werden. •-bvjajungen in ,eyr geringem Maße statt, so» Bankgewerbe nimmt fortgesetzt erhebliche Kündigungen vor — Die Zunft der Taschendiebs hat augenblicklich Hochbetrieb. Auf der Straßenbahn wurden in der Rähe der Hauptwache in drei Tagen nicht weniger als 15 goldene Uhren gestohlen. Bisher gelang es noch nicht, die Diebe, die einer internationalen Bande anzugehören scheinen, zu fassen. Landesverbandstag hessischer Schreinermeister. Unter starker Beteiligung der Derbandsmit- glieber und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste fand gestern in der Turnhalle zu Gießen die Hauptversammlung des 3. Landesverbandstages hessischer S ch r e i n e rpiei- ster und verwandter "Berufe statt, nachdem eine Ausschuhsihung am Samstag nachmittag im Felsenkeller vorausgegangen war. Der Derbandsvorsitzende Lautenbacher- Dieburg eröffnete die Tagung mit Degrüßungs- worten an die Gäste und die Dersammlung, insbesondere an die Mitglieder aus dem besetzten Gebiet, und mit einem kurzen Rückblick auf die jüngsten Wirtschaftsschwierigkeiten, sowie mit der Ermahnung an die Mitglieder, stets und überall in Einigkeit zusammenzustehen zum Wohle des Berufsstandes. Als "Vertreter der Schreiner-Vereinigung Giehen-Stadt und -Land sprach Schreinermeister Haubach »Gießen herzliche Degrü- ßungsworte, im Ramen öpr Stadtverwaltung entbot Beigeordneter Dr. Frey den Willkommen- gruh und beste Wünsche für den Verlauf der Tagung. Ferner sprachen im Auftrag des Provin- zialdirektors und für Has Kreisamt Gießen Re- aierungsafsessor Schmidt, für die Handwerkskammer Darmstadt Direktor Schüttler, für den Ortsgewerbeverein Gießen Prof. Dr. Kraus- müllet, und noch verschiedene andere Redner im Ramen ihrer Organisationen beste Wünsche auS. Schriftliche Begrüßungen lagen von verschiedenen Kollegenverbänden vor. Hierauf erstattete der Geschäftsführer May den Geschäfts- und Kassenbericht. Aus seinen Mitteilungen ging hervor, daß sich der Verbandsvorstand auf den verschiedensten Gebie- MW kinderlieb, Töchterschule, verfett Im Naben, sucht Stellung zu Kindern. Hilda Kühn Neumiible ommo b. VlunteL Wohnungstausch. Wer tauscht eine 3-4-Zimm.-Wodu, von Gießen nach Wetzlar? Angeb. an Hauö Hobmann.Wetzlar a. d. Latin, Bahn- bosstraße tA l., Geraum., gut möbl, Zimmer bevorz. BabnbofS- nnbe, von Dauerin. gesucht. Schriftliche Augeb. unter 023395 an den Gieß. Auz. [Stellenangebote Spengler u. Installateur sowie [7106D öeijtinflSmonteur -sofort gesucht. tieorg Appel Seltersweg 56, gesundbeilSlechn Anlagen. Tüchtige Motz & ForbM Kreuzplatz. ————— Tüchtiges Oausmädcben mit guten Zeugnissen 1000 L Huvothek (10* fache Sicherheit! auS Privalband sofort gesucht. Schr. Ang. u. 023371 g. d. G. 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Schwere Kämpfe gibt es mit dem Nashorn und mit Afrikas gefährlichstem Wild, dem Büffel. Ein hochinteressanter Jagd- und Sportfilm und besonders für den Deutschen, dem durch den Versailler Vertrag das Recht auf Kolonien abgesprochen wurde. Ein wirklicher Kulturfilm Anfang 4 Uhr, 6 Uhr und 8,15 Uhr. Blachetta-Volksspiele im Kath. Vereinshaus: Montag, den 22. September 1924, abends 8 Uhr Doktor Faust Volksschauspiel nach Karl Simrock, bearbeitet von Walter Blachetta. Dienstag, den 23. September 1924, nachm.4 Uhr großer lustiger Kinder-Nachmittag Das verwunschene Schloß Märchenspiel von Walter Blachetta und Prinzessin Ringelreihn * ein lustiges Kasperletheate/. Abends 8 Uhr: Der Diener zweier Herren Lustspiel von Goldoni. Preise der Plätze: Mk. 3.-, 2.- und 1.—, Kindervorstellung Mk. 0.50. Karten im Vorverkauf zu Mk. 2.50, 1.50 und 1.— bei: Ferber’sche Universitäts-Buchhandlung (Inh. Dr. phil. Walter Huch, Seltersweg 87); - Dr. Wolfgang Meyer, vorm. 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Juli — der Tag der österreichischen allgemeinen Mobilmachung und der deutschen Dcr- tonbung des „Zustandes der Kriegsgefahr" — für den ersten Tag der russischen Mobilmachung gehalten Diese kleine chronologische Derheirn- richung half, begünstigt durch den allgemeinen Waffenlärm, den übermäßig eiligen Schritt der Zarenregierung vertuschen. In der allge- meinen Aufregung jener Tage konnte es übersehen werden daß der russische Degen zuerst entblößt wurde. Einem engen Kreise war der Zusammenhang der Vorgänge iratürlich wohlbekannt. Schon am 2. August hielt Sazonov es für nötig, seine Eil- $erttgfcit in Paris und London zu rechtfertigen irÜnjerc allgemeine Mobilmachung," schreibt er km Jsvülslp und Benckendorsf, die russischen Geßcnwten. „wurde verursacht durch die ungeheure Verantwortung. die wir aus uns geladen hätten, wenn wir nicht alle Borsichtsmaßnahmen trafen. Die europäische, die Weltbedeutung des Konflikts ist unendlich wichtiger als seine llrsache." (®e- heimtclegramm Rr. 1627, 20. Juli alten Stils.) Kürzlich Mmrde in Ausland ein Dokument der- SffenÄicht, das in der ganzen Welt Aufsehen erregte. Es sind dies die im Krasny-Archiv (Steten Archiv) erschienenen täglichen Aufzeichnungen des russischen Außenministeriums von Ende Juli bis Anfang August 1914, die von HanAeidircktor Schilling unter unmittelbarer Leitung Sazonovs geführt wurden. Aus bleiern Tagebuch geht unwiderlegbar hervor, daß nie Mobilmachung nicht nur gegen Oesterreich, sondern auch gegen Deutschland schon am 24. Juli ihren Anfang nahm, also dem Tage, an dem in Petersburg die Nachricht von dem österreichischen Ultima tum an Serbien einlief. An diesem Tage kamen die Verordnungen des Ministerrats über die Mobilmachung der baltischen Flotte zustande. Im russischen Außenministerium war man sich bereits vor dem Ultimatum darüber klar, baß Jbcr österreichisch-serbische Konflikt den Krieg nach sich ziehen würde. Schon am 7. Juli drahtete Sazonov dem russischen Gesandten in Belgrad' „Der Zar geruhte, die Ueberlassung von 120 000 Gewehren und 120 Millionen Patronen aus Heeresbeständen an Serbien gegen Bezahlung zu gestatten." Wer sich erinnert, wie ein Jahr später die Reservisten bei uns mit Stöcken ausgebildet wurden und wir überall Gewehre veralteter Systeme zusammenkauften, wird zugeben, daß es sich hier nicht um überflüssige Bestände handelte. In den letzten Jahren haben serbische Gelehrte und Diplomaten bei dem Versuch, sich von der Schuld reinzuwaschen, selbst ausgeplau- dert, wer über sie hergefallen ist. Im vorigen Jahr hat Professor Stanvevitch bei einer Derteid,aung des Ministeriums Pachitch auf- gebceft, daß die Ermordung des Erzherzogs am 28. Juni 1914, angeblich ohne Dorwissen der serbischen Regierung, vorn Oberst D rn i t r i e - vitch (1917 wegen Verrats erschossen), dem Ehef der Rachrichtenabteilung im serbischen Generalstab, o r g a n i s i e r t worden sei. I Das belangreichste in der Erklärung Stande- v'ttchs ist für uns, daß Dmitrievitch auf Weisung des russischen General st abes Handelle, als ob die Reise Franz Ferdinands das Vorspiel zur Kriegserklärung Oesterreichs an Serbien sei. Der hevrusfordernde Charakter dieser Mitteilung wird uns ohne weiteres klar, wenn wir erfahren, daß die Ermordung deS Hauptes der österreichischen Krieaspartei, Franz Ferdinands, seit 1913 m den serbischen Aktionsplan gehörte. Es war jedermann klar, daß dieser Mord »das Signal zum Kriege geben würde. Schon Anfang 1914 sprachen die serbischen Offiziere offen von dem bevorstehenden Kriege mit lOesterreich. Dem Verfasser dieses Artikels gilt dies »mit anderen Einzelheiten als Beweis, daß Set» i e n z u in Ueberfall bereit war. Rur 'Serbien allein? Hier kommen uns russische Quellen, darunter mit an erster Stelle das Verhör des Generals ^K o l t ch a k in Irkutsk, zu Hilfe. Rach Koltchaks -Aussagen war man bereits 1907 im russischen Ge- meralstab von der Unvermeidlichkeit des Krieges «überzeugt, in dem Deutschland natürlich den -Anfang machen sollte: doch war hierfür erst das Jahr 1915 ins Auge gefaßt. Verschiedene polllische Gruppen der Duma bekundeten hierfür 'wbhaften Belang: Koltchak, als Sachverständiger und Referent, mußte sie beständig.auf dem laufen- ifoen halten. Der Kriegsminister Suchomlinov erwähnt von diesen Sitzungen, daß sogar nicht ein- Oer Alte auf Topper. Vornan von Hanns von Zvbeltitz. 69. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Sie rechneten noch eine Weile. Das Fc^it wollte nicht recht stimmen, cs mußte bald der eine, bald der andere Posten for. bgcmimert toei- Sen. Aber d-r Gestrenge war s zufrreden. »Wir schaffens. ChZstel! Der liebe Gott wird werter helfen." Schob die Papiere zusammen, langte Nch Die Kappe vom Ragel. „Kann das lange Hocken nicht vertragen, muh frische Luft haben. Roch einmal ging er in den Stall, freute sich über die Pferde, die munter an den Krippen standen, machte dann einen großen Rundgang um baS Dorf, trat in einzelne Gehöfte, oag.e dem Bürde ..Bist ein frecher Kerl, oeri^enst s nid>t mit deinem gottlosen Maulwerk, aber doch in drei Tagen ein paar Schesiel Korn vom Dominium haben. Der gnädige Konrg schickt solches." Sprach beim schmied vor: „Unter guter König schickt Geld. Du kannst bald bauen, ich geb' dir das Holz ta^u!" Und Immer leichter und froher wurde ihm dabei das Herz. Wie sich das heute marschierte! AI die Zeil öxjren ihm die Beine wie Blei gewllcrn. Heut schrrtt er aus, daß es eine Luft war. Run kam er am Kirchhof vorbei, und da wollt' er sich ine Gräber curjeh-r; von wegen der mal alle Mitglieder der Landesverteidigungskorn- mission Zutritt hatten. Durch die Schuld Admiral WojevodskiS verzögerte sich die Ausführung des Marineprogramms um zwei Jahre. So kam es, daß wir beim Auftauchen drohender Anzeichen im Frühjahr 1914 (das drohendste war das damals getroffene geheime englisch-russische Flot- tenabkommen) mit unseren Vorbereitungen nicht fertig waren. In der baltischen Flotte wurde seit dem Frühjahr 1914 a u f das fieberhafte st e an den Vorbereitungen zum Kriege gearbeitet, also zu einer Zeit, da noch niemand an das österreichische Ultimatum denken konnte, weil der Erzherzog noch lebte, obgleich sein Schicksal in der serbischen Rachrichtenabteilung beschlossen war. Run zur Landarmee: Seit 1903 — führt Suchomlinov an — schien mir der Zusammenstoß mit der habsburgischen Monarchie wahrscheinlich, und seit 1909, noch mehr seit 1912, die Teil - nahmeDeutschlands an diesem Kriege. Damit begannen die Vorbereitungen zu einem allgemeinen Kriege. Der Mobilisationsplan wird so ausgearbeitet, daß eineTeilmobilmachung nichtmehr durchführbar ist (weil man nur noch mit einem europäischen, keinem Einzelkriege mehr rechnet). Die Vorschriften über die öffentliche Mobilmachung werden durch solche für eine geheime — unter dem Rainen der „Kriegs- vorbereitungsperiode" — vervollständigt. In ihr wird alles, bis auf die Einberufung der Reserven, vorbereitet, so daß, wenn diese erfolgt, die Truppen kriegsbereit sind. Daher kam die Mobilmachungsverordnung dem B e f e h l zum Ausrücken gleich, was auch einem allerdings nicht veröffentlichten allerhöchsten Befehl im Jahre 1907 entspricht: „Der drahtliche Mobilmachungsbefehl in den europäischen Militärkreisen ist gleichzeitig der Befehl zum Beginn kriegerischer Handlungen gegen Deutschland und Oesterreich." Die Allgemeinmvbrlmachung ist der Kriegs- beginn. Das sprach her russische Generalstabschef Obrutchev schon 1904 aus, doch gab die russische Diplomatie sich so große Mühe, diese Tatsache zu verheimlichen, daß sie schwer zu beweisen war. Waren nun die ehrenwerten Bundesgenossen hinter den Kriegsvorbereitungen Rußlands zu Wasser and zu Lande zurückgeblieben? Hierüber geben die Erinnerungen des früheren englischen Genevalstabsmajors Bridge Aufschluß: Zuerst die bekannten Tatsachen über die englischen Vorbereitungen für einen Krieg in Belgien, die genaue @rEunbung der belgischen Küste durch den englischen Generalflab, aus denen klar hervorgeht, baß die Verletzung der belgischen Reutralität durch Deutschland ebensowenig unerwartet kam wie das österreichische Ultimatum. Die persönlichen Erinnerungen Bribges enthalten einige neue belangreiche Einzelheiten. In seiner Eigenschaft als Uebersetzer im Generalstabe hatte er am ersten Kriegslage ein Dokument zu bearbeiten, das die Kostenregelung für den Unterhalt der englischen Hilfstruppen in Rordfrank- reich betraf. In den Abrechnungen war den Geldkurs, zu dem die Zahlungen za leisten waren, genau festgesetzt, so daß jeder verständige Mensch einsehen mußte, daß es sich nicht um eine unbestimmte künftige Zeit, sondern am das laufende Jahr handelte. Das Dokument war von Anfang Februar datiert. Die Offiziere der Operationsabteilung des englischen Generalstabes arbeiteten schon Mitte Juli — als die Deutschen doch beim besten Willen die belgische Reutralität noch nicht verletzt haben konnten — ganze Rächte hindurch an der Fertigstellung der Mobilmachungspläne. Die Wahrheit brüht sich endlich Bahn. Langsam. aber sicher! Der erste Geburtstag des spanischen Direktoriums. Don W. Renner. Sonderlich erfreullch ist der Aspell der politischen Lage seines Laiches für das Geburtstagskind Primv de Rivera nicht, wenngleich die sensationellen Pressenachrichten, die von einer drohenden Krisis des Direktoriums zu melden wußten, übertrieben sind. Der Hauptgrund für die befremdliche Unklarheit über die inner- und außenpolitische Lage Spaniens ist die feit einem Jahre mit äußerster Strenge festgehaltene militärische Vorzensur über die Tag es presse, deren offiziell inspirierte Verlautbarungen durchweg einen Optimismus zeigten, der mit den tatsächllchen Ereignissen oft genug in seltsamem Widerspruch stand. Immerhin kann nicht bezweifelt werden, bah es den oft rücksichtslosen Maßnahmen Primv de Riveras gelungen ist, große Teile der inneren Verwaltung des Landes von der bis 1923 üblichen Korruption und Bestechlichkeit zu säubern, das Verkehrswesen erheblich zu verbessern und die Finanzverwaltung von dem Odium der Günstlingsund Repotenwirtschaft zu befreien. Schwer zu leiden hat dagegen das Direktorium und sssin polltisches Renommee unter dem völligen Steine, die er in Frankfurt zu bestellen gedachte. Als er so unter den alten Linden und .zwischen den jungen Maulbeerbäumen entlang ging, sah er den Gast am Grabhügel des guten Püttner stehen, und neben ihm den Rvtkovf. die Ruth. Das Jüngferlein nwcht' den Mvsjoh Grolich hierher geführt haben. Sie erzählte wohl vom Vater. Und dann sprach der Regimentsvvebiger zu ihr, ernst und lieb, schiens. und tröstend. Denn lic batte die großen Augen voll zu ihm aufgesch^en und sah so eigen vertrauensvoll aus. War doch ein wunderlicher Vogel, die 'Ruth Ehedem solch ein wilder Racker und nun immer artig und fittig. Ja freilich, so geljO: das harte Leben zähmt den Ucbermut. Mancher evfährfs früh, mancher erst, wenn das Herz alt und das Haar schlohweiß ist. So trat er denn zu den beiden, sprach auch von seinem -guten Frsrnde, der da unten rühre: ging mit ihnen die paar Schritte weiter, bis zum Crbb^räbnisse und erzählte vom starken Egidius, wie der am Hose >u Dresden die Hufeisen zerbrochen und die Silberteller gebogen hätte und wie ihm, als er im hohen Alter ein wenig kindisch geworden, die Kräfte doch fo seltsam geblieben wären. „Sin verspieltes Leben dabei. Könnt' das Seinige nicht Zusammenhalten, lebte als Allerwellsvetter bald hier, bald da. zuletzt bei mir — ja — und hat doch einen schöllen Tod gefunden. Wenn man's so nennen darf. Will ihm mm ein kleines Epitaph setzen lassen Mißlingen der angekündigten Marokkopolitik. Hier rächt sich Riveras unentschlossene, außenpolitische Einstellung, die einerseits eine Schädigung des spanischen Prestiges in Mrika nicht dulden^ will, andererseits aber auch ein Zerwürfnis mit Frankreich vermeiden möchte, obwohl nur auf Grund der eigenmächtigen Handhabung deSTangerskttuts durch die Franzosen die stete Erneuerung und Anfachung der Rifkabylenaufstände möglich ist. weswegen der Generalkommissar der französischen Zone, Marschall L y a u t e y, der zugleich Generalresident des Sultans in Tanger ist, es auch vorzog. Primv de Rivera auf keiner Marokko- reife nicht selbst zu begrüßen, eine Llnhöflichkeit, die von den leitenden Kreisen in Spanien mit äußerster Befremdung vermerkt wurde Eine andere Quelle der Unsicherheit wurde das mehrfach von Rivera geäußerte Programm, zwar die spanischen Waffen in Marokko erst zu einem vollen Siege zu führen, dann aber zu erwägen, ob eine Auf recht er Haltung der Interessensphäre in Marokko mit den wahrhaften Interessen des Landes im Einklang stehe, d h. also, einen ehrenvollen Rückzug aus Marvllo vvrzubereüen. Die kürzlich beendete Reise Riveras durch Spanisch-Marokko scheint ihn darüber auf geklärt zu haben, daß ein Aufgeben Marokkos angesichts des entschiedenen Widerstandes eines großen Teiles der Ma- rotfoarmec gegen ein solches Eingeständnis der militärischen Unzulänglichkeit Spaniens eine glatte Unmögtid>feit ist. Er hat also seine Pläne modifiziert, den festen Entschluß ausgesprochen, die spanischen Waffen bedingungslos zum vollen Siege zu führen und hat sich durch Amnestierung des Generals Derenguer die Marokkoarmee zu verpflichten gesucht. — Den kürzsich aufgetauchten Plan eines Austausches von Gibraltar gegen Marokko (dessen Hauptstadt Ceuta den Engländern den strategischen Wert Gibraltars reichlich ersetzen könnte, ganz abgesehen von dem ausgedehnten und fukunstsreichen Hinterlande) hat England in Rück- icht auf die ihm momentan fdjr nötige gute Laune Frankreichs gar nicht aufgegriffen. Rivera sieht sich also vor der Rotwendigkeit, den gerade jetzt zu drohendem Umfang gewachsenen Auf stand der Rifkabhlen, koste es, was es wolle, aus eigenen Kräften niÄ>erzuschlagen. Jnnerpvlitisch ist Riveras Lage dadurch ziemlich gesichert, daß alle früheren Parteien durch ihre fang- und klanglose Kapitulation vor den Generälen im September vorigen Jahres jeden Kredit im Volke verloren haben und dadurch für den Augenblick zur Dedeutungslosi^eit verurteilt sind Selbst ein Politiker von dem Range M a u r a s erklärt sich für nicht in der Lage, sich tn der gegenwärtigen Situation zur Verfügung zu stellen. So ist es möglich, daß vorläufig an die Wiederherstellung einer gesetzmäßigen Zivilgewalt nicht zu denken ist, ja, daß Rivera mit gutem Gewissen die Bildung einer solchen auf Grund des Fehlens geeigneter Männer verweigern kann Die für Oktober geplante Heerschau der „Union Patriotica", der spanischen 'Faschistenmiliz, die Rivera sich im Laufe des verflossenen Jahres herangebildet hat, wird erweisen, wie die Macht des Direktoriums fundiert ist. Aber man kann schon jetzt sagen, daß die einzige Gefahr für Rivera höchsteiis aus Heereskreisen fo atmen könnte. Eben aus jenen Kreisen, deren militärischer Ehrgeiz durch die schwankende MarvRopvlitik bedroht wurde, und sie sich anscheinend um die Generäle Weyler und Cavalcanti gruppieren. Da aber aus solcher Gegnerschaft nur das Wiederau flehen einer Aera der Pronuncicnnentos resultieren könnte, de- rengleichen schon so oft sehr schlimme Zeiten über Spanien heraufgeführt haben, Bann man dem Di- reftortum und Spanien nur wünschen, daß es gelingen möchte, die gegenwärtige Krisis zu überwinden und das Land allmählich in den Kurs zu führen, den der zweifellos gute Wille der „Putschist«:" vom 13. September 1923 zu steuern gedachte. Der Kreistag des Kreises Gießen trat am Samstagvormrttag im Regierungsgebäude zu Gießen unter dem Vorsitz des Kreis- dirÄtors, Prvvinzialdir^for Graes zu einer Sitzung zusammen. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte Provinzialdirektor Graes tn herzlichen Worten seines verstorbenen Amtsvorgängers, des Pro- vinzialdireVors unb Kreisdirektors Matthias, dessen hohe Verdienste als vorbildlicher Beamter und dessen ausgezeichnete Eigenschaften als Mensch er in trefflichen Worten hervvrhob. Das Haus ehrte den Entschlafenen durch Erheben von den Sitzen. Sodann bat der Redner um das Vertrauen des Kreistages unb der ganzen Bevölkerung. Er werde sich in seiner Dienstführung von jeder Parteipolitik fernbalten, jeder Beamte müsse rrn Dienst streng objektiv bleiben, er habe über den Parteien, aber nicht hn Dienste einer Partei oder einer Wirtschaftsgruppe zu stehen. Er werde immer bestrebt fein, die Gegensätze auszu gleichen, und niemals toerbc er den Boden des Rechts verlassen. Er bitte alle um treue Mitarbeit zmn Wohle des Kreises Gießen. und deinem Vater, Ruth, einen Stein. Vom (Selbe, das der gnädige König uns gibt" Das Jüngferlein ward ein wenig rot — immer schoß ihr jetzt so leicht das Blut in die Wangen —, küßte die Hand und banfte. Unb dann war sie mit einem Male verschwunden. Aber der Alte merkte das eigentlich nicht. Er spazierte mit dem lieben Gast unter den Linden, und sie sprachen über dies und das: vom Junker und wie beffen Grab ausschaue: von der Majestät, die gar eine starke Erinnerungsgabe haben müsse: tom Dorf und den Leuten. Mit einem Male standen sie vor dem Pfarrhaus. Das Häuslein war auch hier, rückseitig, hoch hinauf mit Efeu begrünt, aber das Dach hing schräg hinunter, war vermoost und hatte tiefe Löcher im Stroh. Oft genug hatte der Gestrenge bas im Vorübergehen gesehen und nimmer draus geachtet. Heut schüttelte er den Kopf „Muß auch gebessert werben. Man finb't fern Gnd'." Da fragt der Gast plötzlich: „Mit Verlaub, gnädiger Herr, ist wohl die Pfarre schon aus- geschrteben?" „Ausgeschrieben freilich' gab der Gestrenge zurück. „Hat sich aber noch keiner zur Probe- Predigt gemeldet. Die Pfarre ist schlecht, um's grab' herauszusagen." „Run, ich nwcht' mich wohl bewerben. Wenn'S genehm wäre." Das kam fo überraschst. baß der Alle einen Schritt rückwärts trat Hieraus ging man zum einzigen Puecki iKi Tagesordnung über: Ausschlag der Kreis- Umlagen für das Rechnungsjahr 1924 Mit dieser Angelegenheit hatte sich der Krvisiai; jetzt zum dritten Male zu beschäftigen. nachdem seine beiden ersten Beschlüsse die ministerielle Genehmigung nicht g. fanden hatten. Provinzial« direktor Graef betont:, daß man iin Interesse einer geordneten Kreis verwallung jetzt unter allen Umftänben zu einer ersprießliche Regelung kommen müsie. Zur Deckung des KneisbÄxrrfo schlug der Kreisausschuß folgende Regelung ba Ausschlagssähe vor (gerech tet In dem Der» hältnis. in welchem alle Gemeinde.i des Kreise.' einschl der S'adt Gießen einerfeits unb die Landgemeinden allein andererseits die Umtagea atff- zubringen hoben): A. Für die von allen Gemeinden des Kre «les einschl. der Stadt Gießen auszubringenben 160 303 Mark 1. Aallgemeine Gebäudefteuer: Steuerwerk 184 131 300 RN. non 100 RN. «Sceuernvrt 1.65 Pf. - 30 380 Mk. 2. Vorn land unb forstw. genügten Grundbesitz - Steuerwert 152 924 300 RN. von IOC- Mark Steuerwert 3,2 Ps 48935 Mk 3- Sonder» gebäudesteuer von 100 Mk. Steuerwert 6,6 Ps 121 526 Mk. Davon 2/«r 81 000 Mk. Summe 160 315 Mk. B. Für die non den Landgemeinden allein aufjubrtngenben 105 400 RN 1. Allgemeine Gv- bäubefteuer. Stauerwer! 67 472 500 Mk. von )00 Mark Steuerwerk 2.1 M 14100 Mk 2. Dom land- unb forst wirtschaft sich genutzten Grundbesitze Steuerwert 131 362 700 RN 4,1 Ps = 53 800 Mk. 3. Sondergebäudesteuer non 100 Ml. Steuer wert 8.4 Pf. 56676 RN. Davon — 37 700 RN. Summa 105 600 RN Das Mitglied der rechten Seite des Hauses Bürgermeister Müller- Bellersheim i ab»n gegen den Verwaltungsantvaig Stellung, wobei auf die überaus schwere Rosiage der Lan^bwöNerung infolge des tatastrophcvten Ausfalls der Ernte hingewiesen wurde. Der Redner beantragt« Gleichstellung der Ausschlagsfähe Provi-nzialdi- rettoi Graes edarmte die schwelen Erntever- lüfte der Landwirtschaft an. Kreistagsmitglied Amtsgerichtsdirektor Schmahl = Giehsn erläuterte den Antrag des Abg. Muller dahin, daiß er die im Derwaltungsantrag unter b vorgeschlagenen Sätze auf die Höhe der unter A vorgeschlagenen ermäßigt wissen wolle. Hierdurch cntfteb? ein Einnahme-Ausfall von rund 18 000 Mk., den man aus dem Reservefonds decken könne Ei,l formulierter Antrag der Mitglieder Amtsgerichtsdirer- tor Schmahl und Büvgermei> Krenzien- Gießen forderte, dieser Regelung .zuzustimmen. Der Vorsitzende unterbrach die Sitzung, uw in nichtöffentlicher Beratung des ZtvisauSschusses zu der neuen Lage Stellung zu nehmen Rach Wiederaufnahme der Verh.inblangen teilt: bei Vorsitzende mit, der KreisauslchuN ha de mit 4 gegen 2 Stimmen bei einer Stimmenthalttrng beschlossen, an dem Anträge der Verwaltung fest- zuhalten. In der Abstimmung wurde die Pstttt- form des Derwal kungsantrags abge- lehnt: nur ein Teil der sozialbenrokratifchsa Fraktion stimmte dafür. Der Antrag Schmahl- Krenzien wurde mit 13 gegen 9 Stimmen angenommen. Hiernach gelten die hn Antrag der Vermattung unter A genannten Ausschlags!ätze allgemein für Stadt und Land, der Landbevölkerung ist also die erbetene Ermäßigung deWil- ligt. Der Einnahme-Ausfall von 18 000 Mk. soll aus dem Reservefonds gedeckt werden Turnen, Sport und Spiel. Ruder-Regatta in Gießen. Begünstigt von angenehmem Wetter, hielt bet Verein Rudersport Gießen 1913 am Samstag unb gestern auf der Lahn die vierte Herbst-Ruder-Regatta des Lahn- Regatta-Derbandes ab. Mit den sportlichen Leistungen, insbesondere mit dem Verlaus der letzten Kämpfe des gestrigen Haupttages kann man zufrieden sein. Eine stattliche Zuschauermenge säumte an beiden Tagen die Ufer der Rennstrecke unb füllte besonders gestern den Festplatz. Die Rennen über die ca. 1800 Meter lange Strecke zeitigten folgende Resultate: Dorrennen am SamStag nachmittag. Jungmannen-Dierer (H. Happsl-Gc- dächtnispreiS). 1. Lauf: 1. Wetzlarer Ruderklub, nicht gezeitet, 2. Limburger Ruderklub. 50 Meter vor dem Ziel aufgegeben. 2. Lauf: 1. Ruderverein Bad Ems 7.152/io Min., 2. Rubergesellschaft Lohnst ein. aufgegeben. Zweiter Jungmannen-Vierer 1. Lauf: 1. Verein Rudersport Gießen (Freund) 7.15, 2. Verein Rudersport (2. Boot, Plank) 7.25, Rudergesellschaft Lahnstein aufgegeben 2. Laus: Limburger Rudergesellschaft geht allein über die Bahn. Wetzlarer Ruderklub wegen Kvlliffon ausgeschlossen Anfänger-Vierer: 1. Laus: 1. Verein Rudersport Gießen (Mönnig) 7.12, 2. Marburger „Ist doch nicht Euer Ernst —" „Warum sollt's nicht mein Ernst sein?" „Ich sagfs ja schon, die Pfarre ist schlecht, nährt ihren Mann nur eben, wenn er so mvdeste ist, wie s mein Püttner selig war llnd das kaum " „Die Eltern haben mir ein kleines Vermögen vererbt, ich brauch' nicht so arg au, Geld zu schauen." Der Alte wiegte den Kopf. „Da gratulier* ich Ader. Herr. Ihr seid mir wert Drum rat' ich Euch ab Ich denk' mir, Euch ist eine gute Pfarre in irgendeiner Stadt sicher, paßt besser zu Euch. Da habt Ihr Zukunft. W:r mal auf der Klitsche festgehakt ist, den läßt sie nich wieder los. Immer die Bauern und immer bu Bauern, dicke, harte Schädel unb manchmal toentfl darunter — Herr, das kriegt Ihr balde über." „Doch zieht's mich in solch ein Amt. gnädiger Herr. Ich mag die Stadt nicht, ich liebe da- Land. Unb was die Bauern betrifft, die stehc meinem Herzen am nächsten. Der Bauern Arbeii ist am fröhlichsten unb voller Hoffnung, hat Doktor Martinius getagt - Wenn ich allo dem Herrn Patron genehm wär', meß»’ ich mich —" „Daß Ihr mir genehm seid nehmt im voraus für gewiß. Ader überlegt s dreimal. Auch das: Als Hagestolz könnt Ihr hier nicht hausen. Zur Pfarre gehört nun mal die Quarre, tote man sagt." (Fortsetzung folgt) 4S" L N" M Vesc angestrel den. Weit mittelbar k dah die D lich nicht i folgte, sich berftefjt Durchfichcun Stellen vom gen machten Freilassung! zunächst nid Wünschen u im Interest« ist dies dar wissen Zeit 1 ergangenen Durchführnr dunhgedrun durch Gckf deutschen 6: Amnestie cn auftretender RiickK Kvbl blenzer Vei lassung leitender 2 der Äheinl Dr.Drar Eichhvri dent in Provinzial lens, La M in Ko mern, Gr Dr. Kau Lrvjh.i! 'e n, Cat, meint er aus die Allgemeinheit übertragen zu können und behauptet, daß die sorgfältige oder liederliche, die elegante und pedantische Art des Hutsitzes viel von der Wesensart des Trägers enthüllt. Sehr viel äleberraschendes wird uns durch diese Entdeckung gerade nicht mitgeteilt. Londoner Huthändler erklären daher, dah sie diese Beobachtungen schon lange vor Kimmins gemacht haben. „Wenn ein Kunde in meinen Laden kommt," sagt z. D. ein Hutmacher, „dann sehe ich mir zunächst an, was für einen Hut er hat und wie er ihn auf- als Ratsddener Berwenvung finden. Sind die Landgemeinden schwach und nicht leistuugsfähig, dann muh der Staat helfend em greifen. R^hr Beachtung verdiene auch die Kriminalpolizei, deren Ersatz sich aus den besten Kräften der uniformierten Polizei rekrutieren müsse. Zu fordern ist: Die Erweiterung der Zuständigkeit der Kriminalpolizei über das gange Reichsgebiet, Schaffung einer Zentralstelle für die gesamte Kriminalpolizei, Aufstellung eines besonderen Kriminaletats in den Ländern. Als zweiter Referent behandelte Verbands - sekretär Hoch das Thema, dabei in erster Linie die hessischen Verhältnisse streifend. Das Landes- polizeiamt soll direkt dem Ministerium Des Zn- nem unterstellt werden. Durch Vereinfachung des Polizeiwesens muh beste Ausnutzung der Kräfte gewährleistet werden. Auf die Zusammenlegung der örtlichen Polizeistellen ist hinzuarbeiten. Den Grundpfeiler unserer zukünftigen Polizei soll die alte „blaue" Polizei, die eigentliche Berufspolizei, bilden. Die Schutzpolizei muh mehr zum Dienst in der eigentlichen Polizei herangezogen werden. Zeder Polizei beamte müsse eine Persönlichkeit sein mit Sicherheit des Auftretens. Die geforderte Vereinheitlichung des Polizei- Wesens wird einen größeren Schutz der Allgemeinheit gewährleisten. Beide Vorträge fanden den lebhaften Beifall der Vertreter unb Gäste. Die Ausführungen der Redner waren jedem Polizeifachmann so aus dem Herzen gesprochen, dah man ihren Eindrua auf allgemeinem Wunsch hin nicht durch eine Debatte schwächen wollte. Die darauf erfoigenben Wahlen hatten das folgende Ergebnis: 1. Vorsitzender Polizeileutnant Bellof - Darmstadt (Schutzpolizei): 2. Vorsitzender Polizeiwachtmeister Stürmer- Qftenbach a. M. (Ordnungspolizei). Zu Vvrsihen- den dec Fachgruppen wurden gewählt: Schutzpolizei (grün) Oberlt. Flechsenhaar-Darmstadt: Ordnungspvlizei (blau) Polizeikommissar O e ch l e r - Darmstadt; Kriminalpolizei und Spe- zialpolizei Krim.-Wachtmeister Bräutigam- Offenbach a. M.; Der was tu ngspolize i Oberinspektor Marschmeyer-Offenbach a. M: Gemeindepolizei Schuhmann Meidinger - Eber- 'stadt bei Darmstadt. Etwa 60 Anträge der verschiedensten Ortsgruppen, darunter aud> mehrere der Ortsgruppe Gießen, beschäftigten sich mit der Polizsireforrn, Organisationsfragen und wichtigen Berufsbelangen der Pvlizeibeamten. Die Einträge wurden zum Teil eingehend beraten, zum Teil aber auch ohne Aussprache dem geschäftsführen- den Ausschuß oder besonderen Kommissionen als Material überwiesen. L: —--— Die Kohlenproduktion in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenproduk- flon des Volksstaates Hessen weist für den Monat August 1924 folgende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefördert 44 261 Tonnen, verkauft wurden davon 13 493 Tonnen, der größte Teil der Rohkohle wurde weiterverarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den Verarbeiteten Rohkohlen wurden das Rückgrat der bilden. Aus der liebertritt in die wieder die Auf- Spielplnn der Frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag, 16. Sept.: Der fliegende Holländer. Mittwoch, 17.: Frühling, hierauf Tänze von Schubert, zum Schluß Das kluge Felleisen. Donnerstag, 18.: Ariadne auf Aaxvs. Freitag, 19.: Die Fledermaus. Samstag, 20.: Figaros Hochzeit. Sonntag, 21.: Die Meistersinger von Rürnbevg. — Schauspielhaus. Dienstag, lo. Sept.: Der G'wissenswurm. Mittwoch, 17.: Die Hermannsschlacht. DonnerswL 18. Der G'wissenswurm. Freitag, 19.: Die rote Robe. Samstag, 20.: Der Liebestrank. Sonntag, 21. Die Hermannsschlacht. Verbandstag der Hessischen Poltzeibeamten. (Eigener Bericht des „Gieß. Anz.".) Der Verband der P o l iz e i&ea m t e n Hessens hielt seinen dritten ordentlichen Ver- bandstag in Bad Rau he im ab. Lieber 200 Vertreter aus allen Teilen Hessens tauen erschienen. Der erste Der Handlungs tag war ausgefüllt mit den Versammlungen der Landesfachgruppen. Zn verschiedenen Räunckichkeiten des Kur- hwlses tagten die folgenden Fachgruppen: Spe- zialpvlizei, Polizeiverwaltungsbeamte, vollbeschäftigte Gemeindepolizei, Ordnungspolizei (blaue Polizei), Schutzpolizei (grüne Polizei). Die Sitzungen beschäftigten sich zum grühten Teil mit Or- ganisativnsfragen und bereiteten durch Stellungnahme zu den eingelaufenen Anträgen den eigentlichen Verbands tag vor. Der Vorbereitung diente auch die Delegiertentagung am Rachmittag des ersten Tages, die wichtige geschäftliche An- gelegenbeiten zu beraten und die Wahl der Verbandsleitung vorzunehmen hatte. Der Abend bereinigte die Gäste, die Vertreter der Behörden und hiesigen Vereine zu einem Kommers tn der Turnhalle des Turnvereins 1860, die bis zum letzten Platz gefüllt war. Im Mittelpunkt der Beratungen des zweiten Verharidlungstages ftan£> das besonders zeitgemäße Thema: Die Reform des Polizei- Wesens. Als erster Referent sprach Polizei- haupttnann a. D. öiering (Berlin), der Polizeifachberater im Deutschen Deamtenbund. Er forderte u. a. die Beschränkung der Kasernierung auf die jüngeren Beamten und im Znteresse des Ansehens der Polizei dem Ausland gegenüber die einheitliche -Uniformierung der gesamten deutschen Polizei. Dem Ausbau der bisherigen Trä- der des Polizeidienstes, den Revieren, müsse mehr Beachtung geschenkt werden. Grundbedingung für die Reform sei die Auswahl eines m jeder Hinsicht ausg^eichneten Ersatzes, dem die denkbar beste Ausbildung in Allgemeinbildung, Polizeiwissenschaft, Polizeitechnik und in den Leibesübungen gewährt werden müsse. Die Polizeischulen sollen Pflanzstätten wahrer menschlicher Bildung unb praktischer Tüchtigkeit werden, damit die Beamten befähigt werden, nicht nur Vergehen zu ahnden, sondern tn erster Linie einer sittlichen Aufgabe gerecht würden, indem sie durch Umblick und Menschenkenntnis vorbeugend tätig seien. Den Ausbau des Polizeiwesens denkt sich der Redner so: Aus der Schutzpolizei muß die Dereitschrstspolizei hervorgehen. Aus ihr hat die Entsendung geeigneter Kräfte in den Mittellehrgang der Polizäschulen zu erfolgen, der mit der ersten Fachprüfung abzuschließen hat. gäbe haben, die Ausbildung zur Spezialpolizei zu leiten. Von uijten herauf hat der Äufstiög erfolgen. Die Polizei fordert also das reine B erufsbeamtentum. Aufruckungsmoglichkeiten müssen dem strebsamen Anwärter unb Beamten in genügender Zahl geboten sein. Durch eine angemessene Besoldung muß der Beamte in die Lage versetzt werden, seinen schweren Dienst hemmungslos auszuüben. Bessere polizeiliche Verhältnisse sind auf dem Lande zu schaffen, wo vieles noch hn Argen liegt. Es sind dort mehr hauptamtliche Polizeikräste einzustellen, die von allem Rebendienst freizumachen sind und nicht «MöEroeneot c.rv 'juetwosger MNervevsrn w ton Start erschienen. 2. ßattf . 1. Limburger Ru° öed$u6 7.16, 2. Limburger Rudergefellschast 7.22. Zungmannen-Achter. Ein außer- io-denllich scharfes Rennen über die ganze Strecke. 1. Lauf 1. Verein Rudersport Gießen 6.30,^.Weh- Larer Ruderklub 6 36. 2. Lauf: 1. Limburger Ruder- ttub 6J21, 2. Ruderverern Bad Ems 6.26. Dorrennen am Sonntag dormittag. Ermunterungsvrerer. 1. £auf: 1. Der- tzin Rudersport Gießen (Freund) 7.11, 2. Limburger Ruderklub 7.21, 3. R.G. Lahnstein 7.35; 2. Lauf: 1. Limburger RG. 7.30, 2. Wetzlarer Ruderklub 7.41; 3 Lauf: 1. Verein Rudersport Giehen «Plank) 7.42, 2. Verein Rudersport Gießen 7.44. • Schüler-Vierer: 1. Lauf: 1. Wetzlarer Ruderklub», 2. Verein Rudersport, 2 Bootslängen 2. Lauf: 1. Limburger R.B., 2. Weilburger Lahn-Einer. 1. Lauf: 1. Gießener Ruder- gefellschaft 7.53 (Kurt Georgi), 2. Limburger Rüdervermn, 50 Meter vor dem Ziel auf gegeben; 2. Lauf: 1. Gießener Rudergesellschaft (Georg Müller) Z_53 (Alleingang). Gnvßer Lahn- Achter. 1. Lauf: 1. Ruderverern Bad Ems 6.42, 2. Verein Rudersport Gießen 6.51; 2. Lauf: Limburger Ruderklub (Allemgang). Hauptrennen am Sonntag nachmittag. Rennen 1: Zungmann - Einer. Gieße- tier Audergefellschaft 1877 in 7.58 Mm. allein über die Bahn Rennen 2: Z u ng ma n n - Vi e r er. 1. Ru- derveoetn Bad Ems 7.09, 2. Wetzlarer Ruderklub 1880 7.14. Spannendes Rennen, mit Bootslänge gewsniren. R«men 3: Gast-Vierer. 1. Limburger Ruderklub 1907 6,59; 2. Gießener Rudergesell- schaft 1877 7,02. Forsches Rennen über den größten Teil der Bahn, mit Bootslänge gewonnen. Rennen 4 (auf 1000 Meter): Schüler- Vierer. 1. Limburger Auderverein 1895 4,57; 2. Wetzlarer Ruderklub 1880 4,59. Sehr scharfes Rennen bis dicht vor dem Ziel. Hier stößt Limburg kräftig vor und gewinnt mit etwa Diertel- Dootslänge. Rennen 5: Lahn-Einer. GießenerRuder- gesellfchaft 1877 (Georg Müller) geht als Einziger über die Bahn, 9,53. Rennen 6: Erster Vierer. 1. Limburger Ruderklub 1907 6,56; 2. Gießener Rudergesellschaft 1877 6,58. Mit Dootslänge sicher gewonnen. Rennen 7: Zungmann-Achter. Limburger Ruderklub 1907 geht als Einziger Über die Bahn, 6,57. Reimen 8: Alter-Herren-Dierer. Ruderverein Bad Ems geht als Einziger über die Ba^i 7,34. Rennen 9: An fänger-Vierer. 1. Limburger Ruderklub 1907 7 09 ; 2. Verein Rudersport Gießen 1913 7,16. Mit V/2 Längen sicher gewonnen. Reimen 10, Zungmann - Vierer. 1. Verein Rudersport Giehen 1913 (2. Doot) (Plankvierer); 7,30. Die beiden anderen Boote auf der Strecke aufgegeben, da im nächsten Rennen schon wieder zum Start verpflichtet. Rennen 11: Ermunterungs - Vierer. 1. Verein Rudersport Gießen 1913 (Freund) 7,16; 2. ßimburger Rudergesellschaft 7,24. Mit zwei Dootslängen sicher gewonnen. Rennen 12: Großer Lahn-Achter: 1. Limburger Ruderklub 1907 6,27; 2. Ruderverein Bad Ems 6,34. Mit Bootslänge trotz kräftiger Gegenwehr gewonnen. Anschließend an die Rennen fand auf dem Festplah die Preisverteilung statt. Uonlursversahren. lieber das Vermöge« des Bauunternehmers Georg Bill in Butzbach wird heute am 11. September 1924, vormittags 9 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Prozehagent Wilhelm Poppelsdorf in Butzbach wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind biszum 3O.Sep- tember 1924 bei dem Gerichte anzumelden Es wird zur Beschluhfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 132 der Äon» Kursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, den 9. Oktober 1924, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 1, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie ans der Sache obge- sonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 30. September 1924 Anzeige zu machen. 70891) Hessisches Amtsgericht in Butzbach. Drucksachen allerArt Hefert !n jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brühfiche Univ.-Druckerei, R. Lange. Möbel erster Architekten. 7088a Werkstätten im Hause. ExtrwBersand-Abteilung Gießen, Vahnhosstratze 29 in guter Verarbeitung und gutem Material MllflhilüülPr weiß lackiert, innen Mahagoni gebeizt, oder hell Eiche, JUJIUlJUUlUtl mit 180 cm br. 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Mit dem Pferdemartt ist eine Prämiierung des besten Pferdematerials verbunden, wofür über 1100 M. zur Verfügung stehen. Der Prämüerungsplan ist von Herrn Rentner August Schwan in Gießen er- hältlich. Die Prämienverteikung erfolgt nach Beendigung der Prämiierung. Giehen, den 8. September 1924. Die städttsche Pferdemarkt-Deputatton: K l i n g f p o r , Beigeordneter. 70928 7085V IIFH i Ihre Garderobe (Herren-, Damen- u. Kinder- ■JlsTA liniltnn VIA Kleider), Decken, woll. und seid. Vorhänge, ggg IBBJ Gardinen, Federn, Handschuhe etc. etc. iSflOll iaifllll hslil Oie meisten Gegenstände lassen sich durch |51 Mlvfll U1U chemisches Reinigen oder Färben sicher wieder * wie neu herstellen. Laden: Marktplatz 18. Billiges Angebot Stüpfe in Eiche tn. Einlegefitz Mll. 8.00 Einzelne Büfetts ... „ 90.00 Matratzen 3teil.,m.rot.Drell „ 32.00 Küchenschranke Nüttg . „ 45.00 sowie sonstige Möbel. 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