Blatt 1?4. Jahrgang 3« N. III über dem Weltmeer Englands Kampf in Asien ll ■ zum Nachmittag vorher ohnejedeDerbindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re> Klame-Anzeigen d 70 nm Breite 35 Goldpfcnnig, Plutzvorfchrift20 .Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr Wilh. Lange: für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein; für dcn Anzeigenteil: Haus Beck, sämtlich in Gießen. - erreich! sat » sr 8.44 xr 34 -eget die ettchrs ü \lche Jiflje* ßr. 242 Erstes Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Beilagen: VießenerFamilienb lütter Heimat im Bild. Monats-bezuarprelr: 2 Goldmark u."20 Gold» Pfennig für Trägerlohn, -uch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. )ernsprech-Anschlusse: öchriftleitung 112, Der» agundBeschäftsstelleöl. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGtehen. Postscheckkonto: Zranffurt a. M. 11686. im ,@TÜn6aji uxrta 1 leien, den l* andrer? re> b gra ttchrig, ti: m chm ich rf deshalb rer- Mt nStzs hat' »aS SfryefarA lefrnM t 35er 3M 1. tm t ZvÄew- gei :d£rud lM-M Ich txnmiie, wird, daß fee l"«rg räsfc oba «hx n .chg iu c eine Tafaöw 3n Sachen dieser Angettge:hftt ist nun seit einigen Tugen der Leiter der Abteilung für Luftschiffbau im Reichsverkehrsini- n i st e r i u m nach London gefahren und man hofft, dort Vereinbarungrn tref.ei zu können, die die llnt:r|"tü .ung Englanls für eine Aufhebung dsbtrsf nden Ar kels m le fa I e* Der.rage sichern. De.rächtli, e Schwier.gieite i würde allerdings Frankreich nachen, w. l Frankreich dem deutsch n Luit chifsba 1 mit äuße- stem Miß rauen g gen b rst hi Eve.tue I w r e dem Völkerbünde die A geleg* eit v rge tragen werd.n und es würee veruch. werden, dort eine ilml gung der b treffen en Testi t: u - gen zu err ich n d'e Deutsch an) die Forft^h ung feines Luftschiffbaues enn. glichen. Gegen die Zerstörung der Zeppelinwerke in Deutschland. Reuyork, 14 Oft (TU ) Die amerilani d): Pref.e veröff^n l cht einen Ausruf des B 0. - fchastsrats von L.Winski in dem das amerikanische, Volk cufg f rdert wird, die deut- 7* » r «• M te j. ceofr, Dienstag, 14. vnover 1924 Annahme von Aitze.u^r für die Tagevnummer bis fchen Zeppelinwerke nicht durch die alliic 'e Äo^ ttc lltc mmif Honen zerstören >u la sei, d reichende K 0 n t r 0 1 l m ö 11 cd k e > e . a'ü vorhanden seien, daß in Deutsch an > ,c e Lui - schiffe für militärische Zwecke gebaut w.rd n. Eine Zerstörung der Zcpp> linwerle wä.e u eine sinnlose Dernichtu n g deulfcher Ideen. Frankreich und der Amerika- Zeppelin. Paris, 13. Oft. (TU.) Aussüh lich b richtrn über die Fnhrt des Arnerikazeppelins he 1: s.ü:i nur die amerikanischen Blätter, während die Pariser Zeitungen nur Meldung?n aus Berlin abdrucken. Frankre ch hat vom Zeppeltn nichts mehr zu sehen bekommen. D e Einwohner von Diion konnten das Luftschiff nur wnhrend einiger Augenblicke beobachten. Sie brachen, nie der Korrespondent der ..CH cago Tr.bane' 1 ec- sichert. tn spontane Degeisterungsruse aus. Man erwartet, daß — wenn die gegenwärtige Stundengeschwindigkeit beibeh ilte.i werden kann — der Zeppelin m 50 bis 60 Stunden, d. h Dienstag abend oder Mittwoch früh, in L a k e h u r st eintrifft. [an» «*** txi " Wlfecun(» at Ä Ä Die arabische Brücke Ein Blick auf die Gliederung Vorderasiens, trie Aachkriegsverträge sie zurecht geschneidert haben, genügt, um sich auch von den Gegensätz- lichkeiten ein Bild zu machen, die sich neuerdings wieder in den Vordergrund drängen. Beteiligt find an den Streitigkeiten vornehmlich England, die Türkei, Frankreich, Rußland und Amerika. Mit Ausnahme des letzteren sind die genannten Staaten territorial interessiert. Wieweit außer der Türkei zu Recht —. darin gerade gipfeln die Probleme. Am schwierigsten ist gegenwärtig zweifellos Englands Lage, dessen imperialistischen Bestrebungen nicht nur in Vorderasien, sondern auch in Aegypten, Indien und Afghani st an Widerstände erwachsen. In seinen diplomatischen Ränken schreckt es selbst vor deren letzten Konsequenz, dem Auf- c in ander Hetzen verwandter Stämme, nicht zurück. Ein augenfälliges Beispiel hierfür waren die letzten Kämpfe zwischen den Hed - schas und den Wahabiten in Arabien. Englands Kr-egsziele in Vorderasien richteten sich auf die Ausbreitung seines politischen und hauptsächlich wirtschaftlichen Einflusses. Es brauchte einen Landweg vom Mittelländischen Meer bis zum Persischen Golf. Die Unzufrieden- heit der arabischen Stämme mit den zentralistischen Tendenzen Konstantinopels kamen ihm hier zustatten, es begünstigte einzelne Stammesführer, erhob sie zu Königen, sicherte ihnen große Rechte zu, und unterstützte sie mit Geld. Zum Zweck der Schwächung der Vasallen spielte es sie dann gegeneinander aus. Heute ist die arabische Drücke im Bau. Richt überall aber glückt ihm sein Spiel. In Aegypten lehnt man sich „zunächst diplomatisch" gegen die englische Vorherrschaft auf. Und so groß des englischen Premiers Versprechungen waren, keine kolonialen 2lbenteuer zuzu- lassen, so schroff steht er jetzt im Gegensatz zu Aegypten. Dessen Forderungen find bekanntlich die Entfernung englischer Truppen, die Aufhebung aller Bevormundung und die Unterteilung des Suezkanals unter den Schuh des Völkerbundes. Der Gegensatz hier ist nicht ohne weitere Derwick- lungen denkbar, die um so drückender werden, dürften, als die ägyptische Bevölkerung auch national erwacht. Im asiatischen Fragenkomplex tritt das erwachende Rationalbewußtsein der unter englischer Oberhoheit stehenden Völker immer deutlicher zutage. Was in unseren Regionen Skatabende und Kränzchen finb, das find bei den Indern z. D. Zusammenkünfte, auf denen gemeinschaftlich Waren zur Verdrängung der englischen Konkurrenz he gestellt werden. Der Befreiungskampf beschränkt sich nicht aus Volksreden und Straßenkämpfe, wie sie erst jetzt wieder in Burma vorgekommen sind, sondern greift zu praktischen wirtschaftlichen Mitteln. Englands Expansion illustriert in sehr drastischer Weise seine Vorherrschaft auf dem persischen Markt. Während es vor dem Krieg an der persischen Einfuhr mit 25 Proz. beteiligt war und Rußland mit 75 Proz., besteht heute genau das Gegenteil. Auch in die Politik Persiens greift England über. Alles das mit dem Ziel, die Kette der wirtschaftlichen Einflußsphären zu schließen, um dann in ganz Vorderasien die Vorherrschaft an sich zu reihen und die Türkei nach Möglichkeit zurückzudrängen. Von Persien her erstrecken sich Englands Ansprüche auch auf das gegenwärtig im Mittelpunkt stehende Mossul-Gebiet, dessen reiche und vielumstrittene Petroleumvorkommen den Zankapfel bilden. Ein Sohn des von den Engländern im Stich gelassenen Hedschas-Königs ist im I r a k (Mesopotamien) Herrscher von Englands Gnaden. Don Bagdad aus wird nun versucht, die Oel- vorkommen südlich von Mossul politischadministrativ zu erfassen, von Persien aus durch auch zu erklären, daß Kurdistan für die Türkei Wilajets Mossul selbst liegt in der Hand des Völkerbundes, dem die Türkei kein Zutrauen schenft, weil sie befürchtet, die strittige Frage könnte im englischen oder französischen Sinne entschieden werden, ilm sich jedoch den Besitz Mossuls zu sichern, hat sie vor vierzehn Tagen die wichtigeren Teile des Wilajets beseht. ober 1924. >s, Pfarr». wiederholt.) stoffdiebe. rManzeigerS" Einbrecher, die werken eint und Spreng- mehr verM intimsten Siegt ei Liebenlvem ivrdet. cdacht, auf da» bei KnswK ir MchtB er- Scheuneder- inmehr da ' igle Gulskul kiö fand ?» ; bem m h- ___ — Die Mossulsrage.- sehr zum Aerger naturgemäß des Mandat-In- Habers England. Wirtschafts-geographisch und in nationaler Hinsicht gehört Mossul zur Türkei. Die Zahl der dort wohnenden Araber ist verschwindend klein, dagegen machen die Kurden einen erheblichen Teil der Bevölkerung aus. So ist es auch zu erklären, daß Kurdisten für die Türkei mit den Waffen einzugreifen bereit ist. Auch wenn England nur die Oberhoheit in diesem Gebiet verliert, bleibt die Wirtschaftsfrage doch schwer lösbar, weil außer anderen auch Rechtsansprüche der Rachfolger Abdul Hamids vorliegen, der die besten Oelvorkommen seinerzeit in feine Zivilliste hat einreihen lassen. Mit Frankreich dürfte sich England in der Mossul-Frage verständigen, nicht so leicht aber mit Amerika. Einer der größten Gegner Englands in Vorderasien, der Sowjet-Staat, sieht der Entwicklung der Dinge zunächst passiv zu, da es ihm um die Londoner Anleihe zu tun ist. Die englisch-türkische Spannung. London. 14. Olt. (TA.) Die Verhältnisse im Irak und die englisch-türkische Spannung werden in London mit ernster Sorge betrachtet. Eine Meldung aus Konstantinopel besagt, daß man auch dort über den Stand der Dinge stark beunruhigt ist und daß sich die türkische Regierung mit der Frage einer allgemeinen 0H 0 b i I i f i 6 r u n g beschäftigt. Die Türkei hat alle Maßnahmen für militärische Operationen im Irakgebiet eingeleitet. Die Türkei will sich keineswegs England in der Iraksrage unterordnen oder Englands Befehlen gehorchen. Meldungen über militärische Zusammenstöße an der Grenze liegen bisher nicht vor. Kemal Pascha hat eine besondere Parlamentötagung ein» berufen. In englischen RegierungSkrcisen erwartet man die Absendung einer Antwortnote auf die letzte türkische Rote. Die Londoner Abendblätter berichten, daß die Antwort der Türkei sehr wenig befriedigend sei, denn die Türkei erkenne den Status quo im Mossulgebiet nicht an und außerdem sei der angeschlagene Ton sehr anmaßend. Die Türkei bestreite, daß der Einmarsch der türkischen Truppen in das Mossulgebiet einc Verletzung des Lausanner Vertrags darstelle. Die Rote enthalte ferner keine Angaben darüber, ob die Türkei die Truppen zurückziehen will. Englands Antwort auf die Iraknote. London, 14. Oft. (WTB. Funkspruch.) „Times" berichtet, daß die türkische Antwort auf das britische Ultimatum vom letzten Donnerstag, in dem dieunverzüglicheZurückziehung der türkischen Streitkräfte gefordert wird, die in das britische Mandatsgebiet ii Mesopotamien eingedrungen sind, sorgfältig geprüft werde. Man wnne nicht sagen, daß die türkische Rote die Hoffnung auf eine friedlich.' Regelung zulasse. Die britische Regierung werde jedoch wahrscheinlich erklären, daß die von Angora an- ggeführten Beweisgründe nicht angenommen werden könnten. Die Türkei ruft den Völkerbund an. Genf, 14. Oft. (TU.) Beim Völkerbunds- fefretariat ist eine Rote der türkischen Regierung eingetroften, die geeignet ist, die ernsthafteste Beunruhigung h.'rvorzurufen. In seiner Sitzung vom '30. September hatte der Völkerbundsrat in der Mossulfrage die Entscheidung gefällt, daß sich bis zur Untersuchung der Angelegenheit und bis zur Fällung eines Schiedsspruchs sowohl die Engländer wie die Türken sich jeder kriegerischen Handlung enthalten müssen. Die Engländer legten die Entscheidung des Rates dahin aus, daß die vom Lausanner Vertrag festgesetzten vorläufigen Grenzlinien von beiden Seiten respektiert werden müssen, während iuiiM Ä ,, Am^nntagmorgen ist das Wunder beut- ^as Luftschiff Z R. III, von Friedrichshafen in die Lüfte gestiegen. Mit dem Fahrtziel: Amerika. Mit einer Durchschnittsge chwindigkeit von 65 Meilen b.fand «ich der '-S^tzpelin' nach weniger als vierzehnstündiger Fahrt über dem Atlantischen Die Millionen wünsche aller Deutschen begleiten das Luftschiff auf seiner Amer kafahrt. Möge es ein "glückhaft Schiff" fei.il All r° öwgs fallt em großer Tropfen Bitterkeit in >en “Bein der Begeisterung ganz Deut ch ands bei dem Gedanken, daß Z. R. III ja, obwchl ein Kind deutschen Geistes, „drüben" umgetauft wird und künftig als „Amerikaner" g-lten wird. Wi- so manches andere, das im tiefsten Sinne deutsckes Eigentum ist, muh auch Z. R. III als Opfer des Versailler Diktats fremden Händen überantwortet werden. Dennoch wird das deutsche Volk sich feine Freude an dem Amerikafahrer „Zeppelin" nicht verkümmern lassen, denn durch seine Ozeanreise trägt das Luftschiff sehr viel dazu bei. daß i n dc r ganzen Welt die deutsche Tüchtigkeit genannt wird. Ob Haß und Reid, ob ehrliche 2lnerfenmmg und Bewunderung durch die Kunde von der noch vor einem Jahrzehnt als schier unmöglich geltenden Weltfahrt eines Luftschiffes in den Herzen und Hirnen der Menschen ausgelöst werden: die Tatsache selber, daß deutscher Geist und deutsche Umsicht die Erbauer und Führer des Amerikafahrers „Zeppelin" sind, ist unbestreitbar, und der Erfolg, den wir Deutsche dem Schiff wün- fchen, wird nicht nur ein Triumph deutscher Technik fein, sondern wird auch dem seit 1918 to oft bis in den Staub geöemütigten Rutschen Ansehen im allgemeinen neuen. Glanz und neue Stärke verleihen. Richt nur bei den fremden Rationen, sondern vor allem auch im eigenen Volk, das in Gedanken an den Z. R. III sich sagen kann und soll: Ein Volk, das m der Zeit tiefster Rot einen „Zeppelin" auf die Welft-eise schickt, darf nich^ untergehen, und es w i r b nicht untergehen, wenn jeder seiner Angehörigen mit der gleichen Pflichttreue und dem gleichen Zutrauen an -einem Platze tätig ist, wie jetzt bie brave Ds- citjung des Z. R. III mutig und gewissenhaft ihrer 2Iufgabe sich widmet: das ßuftfqjiff sicher an fein Ziel zu bringen. Der Zeppelin nimmt Me Verbindung mit Amerika auf. Berlin, 13. Oft. (TU.) Der „Lokalanz." erfährt aus Friedrichshafen: Das Luftschiff hat heute vormittag um 10 Uhr die Azoren erreicht. Der Zeppelin befindet sich in ständiger Verbindung mit der Marine- sl ation von Washington. Die letzten Rach- richten von Z. L. 126 trafen hier ein, als er sich den Azoren näherte. Die Marinestation hält ihre Verbindung mit Z. L. 126 bis auf weiteres aufrecht. Der Zeppelin befindet sich augenblicklich im Telegrammaustausch mit der Marinestation Meri 0 n. Die Funkstation Rorddeich meldete um 3,05 Uhr nachmittags: Z. R. III steht seit 2 Uhr in guter Funkverbindung mit Chatten (Rord- ainertfa). Ern Funkspruch aus Anapolis, den die Krnkstation der Telegrapheirumion. um 6,45 Uhr nnfe enz sind einige Ti leig b ft se bereits bekannt g w d:n. Seit dem 21. September muht.' Die Be- wlrtschaftung der Deutschen Staatssor f en w'eder nach deutschen Vorschriften erf lgm. Tie Durch Das LonDv er Abkommen geschaffene Rech siege verbie.et in de v>n den Alliei n ber i.s Holzve käufern zugewest- nene Bestä den jede A >. holzung ta ab 1. €:ptcmb:r D?r Deutsche Wald so, wie e sich an Däfern Tage b:>and, frei von den Belastungen durch die Ausbeutungs- Verträge der Alliierten in De i Besitz des Landes zuriickg ht. Abg f. hen daven si d nun die Deutschen forstwirgchastlichen Bestrn- mungen wl d.r in Kraft getreten, gemäß enen in den fraglichen Holzbeständen eine Selbst- Werbung durch Holz Verkäufer nicht zulässig ist. Tie Firmen Der Holzh nJer- gruppen Himmelsbach und Schont haben sich am 24. September schriftlich verpflichte, auh in den durch besonder? Be trag' (fogenann e Zusatz hiebe) von d.n Fra'zosen i berla fenea Wal - beständen keine Fällungen meh v rzunch» men. So ruht setzt di? Art im Walde und der Wiederaufbau der Stcatsforsten im beseh - ten Gebiet kann nach Rücktehr der Deutschen Forst» bcamten mit Ablauf Der Aebergangszeit, Ende Oktober, wieder beginnen. Stegerwald für die Nechtskoalition. Eine Rede auf dem Jubiläumskongreß der christlichen Gewerkschaften. Köln, 14. Oft. (TA.) Auf Der Vertreterversammlung der christlichen Gewerkschaften führte Ministerpräsident a. D. Stegerwald aus: Wir wollen nicht die gleichberechtigte Eingliederung der Arbeiter in Die gegenwärtige bürgerliche Gesellschaft, sondern deren Resorm an Kopf und Gliedern, atlerDingä nicht auf dem Wege Der Gewalt, sondern auf dem Der Evolution und Der organischen Entwicklung^ Wir sind nicht nur eine christliche, sondern auch eine nationale Gewerkschaftsbewegung. Aus den gleichen Gründen, aus denen ich seinerzeit, für Die Heranziehung Der Deutschen Volks- Partei zu Der staatlichen Verantwortung eintrat und Denen heute auch Die SozialDemo- traten zustimmen, bin ich heute für Die Her anzieh un g Der Deutsch nationalen Volts Partei zur politischen Verantwortung. Die Deutschnationale Vollspartei und Die Bayrische Vol kspartei, die ebenfalls außerhalb Der politischen Verantwortung steht, vertreten jetzt schon mindestens 75 Prozent Den landwirtschaftlichen Produktionskräfte. Den bodenständigen Teil des deutschen Volkes im katholischen und evangelischen Lager zu einer vernünftigen gesamtpolitischen, staatspolitifchen und sozialpolitischen Auffassung zu bringen, das muß eine der großen Aufgaben der christlich-nationalen Arbeiterbewegung Deutschlands sein. Der Protestantismus sei in Deutschland eine ganz andere Geistesmacht als der Sozialismus. Er habe eine geistig bedeutende Entwicklung über eine nicht zu entbehrende charitative Tätigkeit Durchgemacht, wähvenD Der Sozialismus als Geistesmacht z u sa m m e n g eb roch e n sei. Wenn Die Katholiken und die Protestanten zukünftig sich nicht verstehen lernten, sei auch Die Einheit Des Reiches nicht aufiechtzuerhalten. Stegerwald wies nachdrücklich Die Annahme zurück, daß er Die Sozialdemokratie vom politischen Einfluß ausschalten wolle. Er wolle lediglich bei dem Wiederaufbau Der Sozialdemokratie nicht eine überragende Stelle überantwortet wissen. Kommunistisches AWrauens- votum gegen die Regierung. Eine Tagung kommunistischer Parlamentarier. Berlin, 14. Oft. (TA.) Gestern nachmittag traten sämtliche parlamentarischen Vertreter der Kommunistischen Partei Deutschlands zu einer Konferenz zusammen. Beschlossen wurde, durch Die Reichstagsfraktion ein Mißtrauensvotum gegen die Regierung Marx-Stresemann einbringen zu lassen. Die Konferenz erklärt, daß die Lage Der arbeitenden Klasse sich seit Der Annahme des Londoner Abkommens ständig verschlechtert habe. Die Entscheidung Der Kommunisten hänge davon ab, was Die Regierung für oder gegen Die Interessen Der arbeitenden Bevölkerung tue. Es wurden zum Schluß mehrere Forderungen ausgestellt, Dai unter Ausheb ung des Ausnahmezu äandes, Freilassung aller politischen Gefangenen Der proletarischen Parteien, sofortige Aufhebung Des Staatsgerichtshofs zum Schuhe Der Republik, so- fertige Vollsozialisierung Der Industrie, Des Bergbaues, der Eisenbahn, des Groh- grundbesihes, Des Großhandels und Der Banken. Ferner wurde verlangt A ifhebung der gegen» revolutionären Orga.nif. timen, Entwaffnung Der Polizei und Der Reichswehr und dafür Bewaffnung der Arbeiter. In a U npolitischer Beziehung wird Die Ablehnung Des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund verlangt. Außerdem wird Der sofortige Abschl'ß ci es engen Bündnisses mit Sowjetru bland verlangt. gu ammenlritt des Reichstages am 21. Oktober. Berlin, 14.Oft. (TA.) Der Aeltesten- rat des Reichstags trat gestern nachmittag zu einer Sitzung zusammen, um die Tagesordnung für die nächste Plenarsitzung festzusetzen.' Für den Fall, daß die Regierungsbildung zustande kommt, hat der Aeltestenrat für die nächste Plenarsitzung Dienstag den 21. Oktober in Aussicht genommen.' Für die Tagesordnung sind folgende Punkte vorgesehen: Beamtenfragen, Personalabbauverordnung, Woh- nungs- und Siedlungsanträge und etwaige Interpellationen. Es ist jedoch möglich, daß zunächst in der ersten Sitzung eine Erklärung oer Regierung erfolgen wird. Ein Konflikt im Rechtscrusschutz. -Berlin. 13. Oft. (SU.) Sm Ncchtsaus. schuß des Reichstages kam es heute zu einem Konflikt zwischen den bürgerlichen Parteien und dem Vorsitzenden, Dem Kommunisten Abg. Katz. Die D'rtreter Der bürgerlichen Parteien erklärten zu Beginn Der Sitzung, daß sie mit Dem Abg. Katz, Der in Der Rcichstagssihung vorn 29. August Die Deutschen Richter schwer beschimpfte und auch Die Mitglieder des Rechtsausschusses beleidigt habe, nicht mehr zusammen arbeiten könnten. Der Protest wurde in einem Schreiben an den Reichstagspräs Dentcn niedergel gt, das von Dr. Kahl (D. Vp.) dem Rechtsaisschuß verlesen und in dem die Anterzcichner erklären, daß sie diesem Vorsitzenden fein Vertrauen mehr schenken. sie bitten den Reichstagspräsidenten, daß ein Parteienwechsel im Vorsitz des Rechtsausschusses eintrete. Dem Protest schlossen sich sämtliche bürgerlichen Parteien an, mit Ausnahme der Nationalsozialisten. Die sozialdemokratischen Mitglieder des Ausschusses erhoben gegen das Schreiben Einspruch und behaupteten, es handelte sich um eine Obstruktion gegen Die auf Der TagesorDnung stehenden Anträge Der Sozialdemokraten und Kommunisten auf Einführung des Wiederaufnahm verfahrens Bei Arteilen des bayerischen Volksgerichtes. Nachdem die bürgerlichen Vertreter Die Sitzung verlassen hatten, war Diese beschlußunfähig. Kleine politische Nachrichten. Der Reichspräsident hat Den Reichsder- tebräminifterOefer inf^ae Der (Srnenmtna zum iseneraioireltor Der Deutschen Rewysvaya auf feinen Antrag vom Amte als Reichsverkehrsminister entbunden. Die Geschäfte des Reichsverkehrsministerium nimmt bis auf weiteres Staatssekretär Dr. Kröhne wahr. * Nach einer amtlichen Mitteilung werden Die französischen Truppen Remscheid am 2 0. Oktober verlassen. Di? Polizei wird Dafür verantwortlich gemacht, daß Die Bevölkerung den Abmarsch Der Truppen nicht stört. Das „Derl. Tagebl." meldet aus Augsburg, daß das Rechnungsjahr 1923 24 einen Darüberschuß von über 2,3 Millionen Gold mark des städtischen Etats ausweist. Der Aeberschuß soll in Der Hauptsache zur Ermäßigung Der Steuern und Ge bü h - r e n verwenDet werden. Die städtische Getränkesteuer für Bier kommt überhaupt in Fortfall. Der Preis für Gas und Wasfer wird herabgesetzt und Die Preise für Ar beiterfahrkarten auf der Straßenbahn werden um 30 Prozent ermäßigt. Der Präsident des Deutschen Landwirtschafts- rat8, Dr. Brandes, hat Die Mitglieder des Deutschen Landwirtschaftsrats zu einer außerordentlichen Vollversammlung am 23.. und 24. Oktober in Berlin eingeladen. Zur Frage Landwirtschaft und steuerliche Gesetzgebung wird der Direktor der Bayrischen Landesbauern- kammer, Dr. Har lache r, sprechen. Aeber die Frage Handelspolitik werden Gras Keyser- lingk-Cammerau und Dr. Müller- Bonn sprechen. Schließlich wird Die Stellung Der Landwirtschaft zur Reichsverftcherungsgesctzgebung von Landesrat Schrader -Kassel und Graf Dau- d i s s i n behandelt werden. Der Budapester Antersuchungsrichter erließ einen neuen Steckbrief gegen Heinrich S chu l z der, wie bekannt, aus Der Anter- suchungshaft entlassen worden war, und sofort spurlos verschwand. Dor seiner Entlassung legte er vor dem Antersuchungsrich'.er das Geständnis ab, daß er Erzberger ermordet habe. Schulz wird nunmehr neuerlich verfolgt. Aus Stabt und Land. Gießen, den 14. Oft. 1924. Gicszener Wochenmarktpreise am 14. Oktober 1924 (Händlerpreise). Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 2.50 Mk. das Pfund, Matte 40 Pf., Käse 50 bis 70, Wirsing 10, Weißkraut 6, Rotkraut 10, gelbe Rüben 8, rote Ruben 10, Spinat 35, Römischkohl 5, Bohnen 30, Grünkohl 15, Rosenkohl 40, Feldsalat 30 bis 50, Tomaten 30 bis 45, Zwiebeln 15, Meerrettich 30 bis 40, Kürbis 6, Kartoffeln 5. Aepfel 14 b s 18, Dirnen 8 bis 10, Brombeeren 50, Preiselbeeren 80, Zwe scheu 15 bis 18, Nüsse 50 bis 60 Pf. das Pfund. Eier 17 Pf. das Stück, Blumenkohl 20 Pf. bis 1.50 Mk., Salatgurken 10 bis 3J, Endivien 10 bis 20, Ober- Kohlrabi 5, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 20 bis 60 Pf. das Stück, Radieschen B). 8 Pf., Suppenhühner 1 Mk , Gänse 1,20 Mk. das Pfund. ** Wichtig für abgebaute Beamte. Auf Grund d.r D.amten ie. lungsvercr.'nung kann Barnten, die auf Grund Der Per onalabbauv r= ordnung in Den Dauernden Ruhestand versetzt w rden sind, Der Erwerb und Die Bebauung von Grundeigentum zu garten- und Ian" wi.t chaftlicher Si.dlung crl.ichterr werden. Das Ruhe ehalt kann bis zur Hälfte in eine Ren e umgewandelt werden. G.nnue Ausku ft erhaben olle a gebauten ReichLb amten, die in Hes en siegeln wollen, durch ie h s i che Lo u gs ürsorgc- e sellschaft (Darm lad., Altes Palais). Di.her wu - den etwa ~.5 An reg- b arb it t Es stche i insgesamt rund 400 000 Mk ür H'sftn . u Verfügung. Die Neubauten w rden denn't ich ' och in diesem Iahr f rügg fte.lt Für D e bgeb ulen hessischen Staaisb amten i t eine ähnliche erord- nung bisher noch nicht erlassen, sie ist jedoch in Vorbereitung. Cs empfiehlt sich für in Frage komm nde B antt , sich z r Vormerkung an Die obengenannte Stelle zu wenden. *x Der Kettenbrief-Anfug, Der sich in früheren Iahren schon verschiedentlich bemerkbar machte, ist jetzt toieDer mal im Gange. Ein Leser übersenDet uns als Deweisstück einen „Kettenbrief für das Glück", Den ihm irgenDwer mit Der Post zugeschickt hat unD Den er nun abschriftlich an neun Personen weiterschicken soll, Damit er ja nicht unglücklich werde. Wie rührend diese Desvrgnis ist! Der Einsender hat diesen Wisch natürlich ganz richtig Dem Ofen übergeben wollen, sich Dann aber doch gesagt, daß er ihn uns zustellen solle, Damit wir unsere Mitbürger vor Dem Unfug warnen können. In Der Tat, wenn man in früheren, glücklicheren Iahren für Diesen immerhin nicht ganz kostenlosen Zeitvertreib mancher Frauen und Männer ein nachsichtiges Lächeln aufbringen konnte, so muß man heute erklären, es ist Anfug. für Diesen Humbug Zeit unD GelD zu vergeuden. Die Zeit sollte man lieber zu einer nützlichen Arbeit unD Das ®:ID zum Kauf von Lebensmitteln ver- toenDen. Wenn man Das tut, Dann hat man ein Teilchen von Dem zufriedenstellenden Glück erhascht, welches Der DriefschwinDel Doch wirklich niemanD verschaffen kann. Man lehne es Deshalb ab, sich Denen zuzugesellen, Die bekanntlich nie alle werben. AnD wenn Dann auch „Die Kette abretßt“, so brauchen ängstliche Gemüter sich nicht zu fürchten, es geschieht ihnen Deswegen toirfiid) nichts! ** Der Goethe-Bund veranstaltete am Sonntagabend einen sehr interessanten Vortrag. Ingenieur E r t e 1 von der Liga zum Schuhe deutscher Kultur sprach von Rußland, seiner zweiten Heimat, mit großer Liebe. In scharf skizzierten Amrissen gab er in seinen Schilderungen ein klares D ld von Dem Werden Der russischen Revolution. Er ist überzeugt, daß Durch eine schnelle WiedergesunDung der russischen wirtschaftspolitischen Verhältnisse auch eine Gesundung Der ganzen übrigen Weltwirtschaft ftattfinDet. Solange jedoch Die augenblicklichen Machthaber ihr unmögliches Wirtschaftssystem durchzusetzen versuchen, Dessen „Erfolge" Der Redner in knappen Amrissen skizzierte, kann auf Rußland als mitsprechender Faktor nicht gerechnet werden. Ansätze zu einer vernünftigen Wirtschaftspolitik machen sich allerdings schon bemerkbar, und somit ist die 5)offnung teilweise wenigstens vorhanden, daß Die schon abgeschlossenen Wirtschafts- und Handelsverträge auch wirklich beiderseits aus- geftiyrt werden. An Hand einer sehr großen Anzahl von Lichtbildern gab Der Redner Dann außerordentlich anschauliche Schilderungen des russischen Landes und Volkes, der russischen Gebräuche und Der sich in Gegensätzen bewegenden russischen Volksseele, wobei er aus einer schier unversiegbaren Quelle persönlicher Erinnerungen schöpfte. Dem Redner wurde viel Dank für seine Ausführungen gezollt, die verdienen, in breitere Schichten unseres Volkes gebracht zu werden. -o- Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Stadtthcater, 67° Ahr: „Polenblut". — Deutscher Beamtenbund, 8 Ahr: Versammlung auf Der Liebigshöhe. — RunDfunkhaus, Löberstraße, 87° Ahr: Symphonie-Konzert. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „SchulDlos gerichtet". — Hess. Bilderbühne: „Die letzte Fürstin". — Astoria- Lichtspiele: „Der Puppenmacher von Kiar.g-ning". — Aus dem Stabt theaterbureau wird uns geschrieben: Die Operette „Polen- bl u t" von Nedbal, bie im heutigen Dienstag- Abonnement gegeben wirb, Darf als eins Der vornehmsten Werke Der Gattung angesprochen wer Den. Sie wurde als Neuheit im Sommer 1914 als Gastspiel des Nauheimer Kurtheaters hier erstmalig gegeben, konnte Dann aber trotz des außerordentlichen Erfolges wegen Kriegsausbruch nicht wieDerholt werben. Dom Frankfurter Opernhaus wirken in dieser Vorstellung mit Herr Richard Riedel und Frau Vellig- Bertram. Frau Liebermann, ebenfalls vordem am Frankfurter Opernhaus, ist für unser Ensemble dauernd verpflichtet worben. — Der Ortsgewerbeverein veranstaltet im Gewerbehaus Mittwoch, 81/4 Ahr, einer Vortrag über „Das selbständige Handwerk und ©etoerbe und seine zukünftige Versicherungsanstalt (Krankenkasse ufto.) ‘ m.t Aussprache. All: Gewerbetreidenden sind hierzu eingelaben. Sicht Anzeige. Wettervoraussage Winde aus örtlicher Richtung, nebelig, tagsüber aufklarend, wärmer, sonst trocken, in höheren Lagen leichter Nachtfrost. Landkreis Gießen. * Hausen, 13. Oft. Am nächsten Sonntag- nachmittag wird unsre neue, uns aus Amerika geschenkte Glocke ihren feierlichen Einzug in unser Dorf halten. Die Einweihung wird dann am Sonntag Darauf, dem 26. 10., im Vorinittags- gottesdienst stattfinden. Dann werden wir wieder, wie in Fliedenszeiten, unser vollständiges Geläute haben. t Grünberg, 13. Oft. Bürgermeister Ranft tritt am 1. November d. I. vvn seinem Amt zurück. — Die Q5au tätigfeit hat hier ziemlich großen Umfang angenommen. Außer den in letzter Zeit genehmigten sechs Daugesuchen liegen wiederum drei neue Anträge vor. — Aus der heutigen Gemeinderatssitzung ist zu berichten: Dauinspektor Stein berichtet zunächst über die Besprechung, Die er mit Herrn Thüringer über Die Instandsetzung der Pumpen im Städt. Wasserwerk gehabt hat. Nach dessey Aeußerung ist Die Leistung der Pumpen, Die jetzt nur 2/3 beträgt, toieDer voll herzustellen, wenn Die Pumpen nach seiner Angabe instandgeseht toerDen. Die Reparatur wird sich ungefähr auf 320 Mark stellen, eine neue Pumpe kostet Dagegen 2400 Mk. Es wurde beschlossen, Die alten Pumpen zu reparieren und die neue mit Feberventil zu versehen. — Die Kosten für das Verpu Yen der Lehrerwohnung am Kirchenplah sollten nach dem Voranschlag ungefähr 450 Mk. betragen Offerten sind von Maurermeister Bock über 523 Mk. und von Weißbindermeister Gravenius über 580 Mk. eingelaufen. Es wurde mit 6 gegen 4 Stimmen beschlossen, Den Verputz zu erneuern und Maurermeister Bock die Arbeiten zuzuteilen. — Die Bekanntgabe des A r t e i l s in dem Prozeß Der Stadt gegen Herrn Christ soll später erfolgen. — Anträge auf Bauplätze lagen vor von Den Herren Dr. Pfälzer unD Bauer in Der neu anzulegenDen Straße und von Ritter in Der Gartenstrahe. Die Anträge tourDen genehmigt, jeDoch mit Dem AnterschieD, Daß Das Quadratmeter bei Den ersten Plätzen 3 Mk. unD bei Dem letzteren 1.20 Mk. kostet. Die BeDingungen von früher kommen auch hier zur AnwenDung. Pfälzer soll Den 4. unD Bauer Den 5. Platz bekommen. — Seinerzeit wurDe beantragt, für Die Feuerwehr 100 Meter Schläuche anzuschaffen, unD zwar pro Iahr 30 Meter. Cs WurDe jetzt zugestimmt: Die Bürgermeisterei soll sich wegen Der Lieferung an Die beiden hiesigen Geschäftsleute wenden, außerdem soll sie sich auch noch mit- einer auswärtigen Firma in Verbindung setzen. — In Sachen Der Hast - Pflichtversicherung, Die in Der letzten Sitzung zurückgestellt WurDe, erfolgte Ablehnung. — Fran Rösch hat in einem Schreiben an Die Bürgermeisterei Darzulegen versucht. Daß Die Wohnung in ihrem Hause sich zur Vermietung nicht eigne, weil BoDen, Keller unD sonstige Einrichtung fehlen. Die Wohnungskommission wurDe beauftragt, bie Wohnung in Augenschein zu nehmen. — Herr Rieb bittet in einem Schreiben um Aeiberlassung von Besenreisern und wlll sich evll. mit Herrn Stock, der schon früher eingekommen ist, darin teilen. Der Förster soll in dieser Angelegenheit gehört werden und Der BeigevrDnete bann evtl, zustimmen. — Die Dezi rkss Parka s s e hat das Pflaster bes Bürgersteiges vor ihrem Gebäube Herstellen lassen. Cs kostet 120 Mk., unb sie bittet nun Die StaDt, hiervon Die Hälfte zu tragen. Dieser Antrag WurDe abgelehnt mit Der Begründung, dab Das Pflaster Der Sparkasse gehöre. — Stadtrat SchmiDt II. übernahm nu meh Öen Vorsitz. Der Eemeinderat nahm Kennrnis v n einem Schreiben vom 10. ds. Mts, wonach i er Bürgermeister durch Die Birgerme ste ei dem Kreisamt mitteilt, daß er bei tec <^ür- forgefte l • in Darmstadt um Pensi 0 nie vu 11 g zum 1. November d. 3. rachg such habe In einem zweiten Schreiben an den S t a b t r ?• : erklärt der Bürgermeister, daß er am 1. November zurücktrete, und er bittet um einen monatiihen Zuschuß von 50 Mk. zu seiner Pension und au'e-» dem um eine einmalig: Abfindung von 300 Mk. Stadtrat Jockel beantragte, Der Gemein'erat solle beschließen, Dem Kreisamt zu unterb.e ten, die Pensionierung des Bürgermeisters wegen Krankheit herbeizuführen, weil nab menschlichem Ermessen er seinen Dienst nicht mehr verrichten kann. Der Antrag irurö< mit fünf gegen fünf Stimmen ab gelehnt. — Daraufhin wurde beantragt: 1. Dem Dürger- meiftec einen monatlichen Zuschuß (an- I schließend an Den Beschluß vorn 29. 9. 24) von das am un- von von M. irgermeifter 'n feinem it hat hier Auhcr dm faugesuchen )r. - Aus ing ist zu tet zunächst am Thü- llng der erk gehabt üeisvmg der wieder toll tner Angabe r wird sich icue Pumpe Wen, die • neue mit m für lung Wag sind und er 580 n deran- tyr, einei Verl und rrungsan- «he. All- >en. Sieh« i Sonntag« Amerika Einzug m wird dann sormiUagz- wir wieder, ;es Geläut.' 'fo’Un. n QyC L-en "deriieg- Äftj. Achten s^lig. tags« i" höheren L^tag L d„ •*6(. d^lhaus »Ai chtvria- ^S'Ninz". ^ureau Folen« I'enstag- .der hob ten wer ner igjd iers hier ievtz des Ausbruch santsurter lung mit Bellig = ebenfalls für unser 4 Stimmen euern und yutellen. - dmPro > : soll sM plähe la« lzer und Strafte und Sie Anträge Unterschied. :[ten PA« L kostet. Sic uch hier zur > Bauer den Durfte bean« 10 Meter pro Jahr 30 die Bürger- g an die b-'' lufterftem M ien Fima m der Ha! ,r letzten vit- ileftnunfl- eiben an d'e )L daft Bemiewng unft \oW ia-koim»^a jssjs schon ftübrr M°'° Mund e Die ™.e "Mr«!.»* nv P n W , vo" 3^eial i tt^'uege» !ciS vi-rtz ! r3„ ni# 5iv'>' A"LS Sina Geheimnis Ümmenfrifch. Überall erhältlich. Preis» pro 5iPfd.nun 5O/Pfennic|>. 4 Tabletten für Langer, Neöner, Raucher Hegen-Nafsau. bl. D i l l e n b u r g , 13. Dir. Die Straften* baufcertoaltung hat in hiesigem Bezirk in der letzten Zeit eine gröbere Anzahl von Land st rohen neu Herstellen lassen. Die Mahnahme wurde allgemein sehr begrübt, da durch den Truppenrückzug 1918 und durch die jahrelange Abnutzung die Straften stark ruiniert waren. — Die Stadtverordnelenver« s am m lung hat in den Etat Mittel zur Instandsetzung von Strahen unserer Stadt eingesetzt. Die Arbeiten waren unumgänglich notwendig und werden von der Einwohnerschaft sehr begrubt. Man kam im Stadtparlament zu dem Entschluh, eine Anzahl bisher etwas abseits gelegener Strahenauszubauen resp. zu verlängern, um hierdurch Gelegenheit zum Bau weiterer Wohnhäuser zu schassen. Bauplätze sind genügend vorhanden. Die Stadt hat Mittel zum Bau eines Wohnhauses bereit- gestellt, mit den Arbeiten soll in Kürze angetan- gen werden. Die Mittel sollen hauptsächlich aus den Erträgnissen der Hauszinssteuer aufgebracht werden. Der Kreis hat für seine Beamten ein Wohnhaus errichtet, das bereits bezugsfertig dasteht. ]l Marburg, 12. Oft. Das hier in Marburg bei Kriegsausbruch zusammengestellte Land« sturmbataillon Marburg 11, das sich nur aus Mannschaften aus den hiesigen und den umliegenden Kreisen zusammensetzte, hielt heute unter Beteiligung von etwa 600 Kameraden eine Erinnerungszusammenkunft ab — Heute früh wurden in der Qläbe der Stadt ar zwei verschiedenen Aussichtspunkten zwei Lebensmüde gefunden. Es handelt sich um einer jungen Mann, der sich erschossen, unb urr einen Gewerbetreibenden, der sich erhängt hatte. Frankfurt a. M., 13. Okt. (WTB.) Sir von der Wilhelmsbrücke kommendes Auto fuhr heute mittag in der Gartenstrahe In eint Kinderschar. Zwei Kinder wurden schwer verletzt. Geschäftliches. Daser st eneueGold stück wird in Balde geprägt. Olun bietet sich den Hausfrauen die Ge- legenheit, leicht und in kurzer Zeit 20 Mart vom Haushaltungsgeld zu ersparen. Die neue, so Diel und lobend von sich reden machende Margarine- Marke „Rahma buttergleich" kostet nämlich nur deir dritten Teil der Aaturbutter, erseht sie aber voll und ganz. Es kann sich also jede Hausfrau hr aller Geschwindigkeit aus rechnen, wie bald so ein schönes funkelndes Goldstück erspart werden kann, Hnd die Freude ist doppelt g-roh, dah es durch eine so köstliche Errungenschaft, wie sie die „Rahma buttergleich" darstellt, geschah. ftavr erhielt von ferner Frau eine 2aT1 < Tee, von dem die Frau auch trank, worauf fi4 bald schwere Dergiftungserschernun- gen einstellten. Frau Smner hatte den Tee von einer Vachbarsfrau erhalten mit dem Bemerken, dah der Tee zum Inhalieren fei Anstatt zu inhalieren, tranken ihn beide Ehe« Satten. 3m Darmstädter Krankenhaus wurden »egenmabnahmen mit Erfolg angewendet. • Aus Rheinhessen, 13. Oft (ßig Bericht.) Die Mainzer Stadtverordnetenversammlung beschlost zur Bekämpfung der Wohnungsnot die Erbauung von 308 neuen Wohnungen. Für weitere Woh- nungsncubauten wurde die Ausnahme einer An leihe von 2 Millionen Mark genehmigt Du r h e in h essis ch e n Gesangvereine beib« sichtigen, in grober Zahl dem Hessischen Sängerbünde beizutreten, dessen Grundungsve'. sammlung am 25. Oktober in Darmstadt statt findet. Dauerglanz auf Metallen zu erzeugen Rein Pufzwasser, sondern Qel-Polifur*. Überall zu haben 1 Niederlage: Otto Schmidt, Gießen, Bahnhofstraße 48. 7we88 Bullenverkauf. Die Gemeinde Hungen beabsichtigt aus dem Wege des schriftlichen Angebots einen Bullen zu verkaufen- Angebote sind bis zum Donnerstag, dem 16. Oktober 1924 vormittags 11 Hhr, bei uns. wo auch dir Verkaufsbedingungen eingesehen toerber können, einzureichen. Der Bulle kann aus dem hiesigen Hofgute am Mittwoch, dem 15 d M., von vormittags 9 — 10 und nachmittags 3-4 Hhr. besichtigt werden. Ein Betteten des Stalles ist ohne Erlaubnis des Bullenhalters nicht gestattet. Hungen, den 13. Oktober 1924. Bürgermeisterei Hungen. Fendt. CM12.U des üairaotci Waldes 1 p o r tl iche 'Wettkämpfe und anschließend Preiskochen und Preis- singen. Dad-Vauheirn, 12. Oft. Das herrliche Herbstwetter führte heute einen starken Der - kehr nach unserer Badestadt, die sich jetzt in farbenprächtigem Schmucke zeigt. Der Fremden- ström brachte den Saisonbetrieben. die im Laufe des Sommers so häufig durch die ilngunfl der Witterung geschädigt worden sind, nochmals einen schönen Verdienst Allenthalben hielt man sich in den Restaurants und Ausflugsorten der näheren Umgebung im Freien auf. Kreis Schotten. SLaubach, 13. Oft. Dieser Tage fand olmser Hof" die Hauptversammlung des .Laubacher Eisvereins' statt, gelt, et vom 1. Vorsitzenden, Prof. Dr. Roeschen. Die- ser Eisverein ist nach dem Giestener Cisverein (gegründet 1883) der älteste organisierte Eisverein der Provinz. Verschiedene Ausbesserungen der Eisbahn und Neuwahl des Vorstandes bilde- ten den Gegenstand ter Tagesordnung Die Wiederherstellung der schadhaft gewordenen Schleus« und die Betonierung und QZeufunbamentierung des sie umgebenden Mauerwerks, die mit bedeutenden Kosten verbunden ist, übernahm in ent- gegenfommenbfter Weise die Gräfl. Rent- kammer. Austerdem wurde beschlossen, den Schacht in der Mitte des Obersees, der bei der Dränage im Jahre 1884 angelegt war und jetzt zwecklos geworden ist, zuzuwerfen. Prof. Dr. Borchen schlug austerdtm verschiedene Ergänzungen zur Zufammensehungdes Vorstandes und zur .Eisordnung vor. Anstatt eines Eiswarts wurden drei Herren mit dessen Befugnissen und zur Stellvertretung betraut. Da Studienrat Link nach den Satzungen ausschied, wurde zum Ersten Eiswart gewählt Studienassessor Schw e iS gut, zum Zweiten Eis- Wart Studienassessor Dort, zum Dritten Eiswart Lehrer Bechtold. Prof. Dr. Roeschen bat, von seiner VeuwahL abzusechm und schlug zu seinem Vachfolger Studiendirektor Dr. Hainer vor, der besonderes Interesse am Gemeinwohl nehme, tote dies seine dankenswerten Bemühungen um die Errichtung einer Badeanstalt zeigen. Studiendirektor Dr. Hainer nahm an und sprach im (Kamen des Vereins dem bisher gen 1. Vorsitzenden den Dank aus für seine Verdienste um die Leitung des Vereins. In einer besonderen Sitzung wurden Professor V o e s ch e n wegen seiner Verdienste um die Gründung des Ei ve -eins zum Ehrenvorsitzenden und Sanitätsrat Dr. Dietz als langjähriges Mitglied des Vorstandes zum Ehrenmitglied ernannt — Das Konzert, das die Madrigal-Verein i- gung Darmstadt im „Solmser Hof" Hers lbst abhielt, war sehr gut beucht Sowohl der einleitende wissenschafiliche Dortvag seines Dirigenten. Prof. Dr. Voack. wie die bargebotenea Liedervorträge fanden den reichen Beifall ier aufmerksam l u'chrnd n Zuh"verscla't Bes n es gefielen die verschiedenen, unübertrefflich dorgetragenen altdeutschen Lieder. tz Hoherodskopf, 13. Oft. Am gestrigen Sonntag wurde die Jugendherberge auf dem Hoherodskopf eingeweiht. Es wird wenige Jugendherbergen geben, die so schön liegen. Möge die Herberge recht fleißig benutzt werden und die Kenntnis unseres Vogelsberges unter der wandernden Iugend verbreiten helfen! Gerade jetzt prangen die Laubwälder in herrlichen Herbstfar- ben; erst recht fein war der Heimweg, den mancher im Dollmondschein des Sonntagabends antrat. Kreis Büdingen. b."Hirzen Hain, 13. Oft Am gestrigen Sonntag eröffnete die hi -stga Theater- gemein de ihre diestointerlichen Linker Haltungsabende. welche durch die O r t s g r u ppeG i e hen des Dühnenvvlksbundes erfolgte. Zur Darstellung kam das Lustspiel von Emanuel G ftx l „Meister Ändrae", welche meifterbaft gespielt wurde. Die genannte Ortsgruppe hat sich dami. aufs beste hier eiageführt, und es ist zu erwarten, das; weitere Gastspiele ebensogut, wenn nicht noch besser, besucht werden. ______________________ Kreis Alsfciv. m. Mücke, 12. Oft. Heute wurde der am vergangenen Donnerstag, am letzten Tag seines 78. Lebensjahres, verstorbene, in der ganzen Gegend bekannte und hochgeschätzte Postsekretar i. R PH. Philippi zur letzten Ruhe gebettet. Der Kriegerverein glenfungen, die Postbeamten in Dienst uniform und viele Verwandte und 'Bekannte gaben dem Verstorbenen das letzte Geleit. Pfarrer S i e b e ck -Merlau legte seiner Leichenrede den Text 1. Korr. 19, V. 4 zugrunde. Genug Leiden habe der Verstorbene in den letzten Iabrzehnten seines Lebens erdulden müssen, aber sie stets ohne Bitterkeit getragen. Genug Liebe und Treue von feiten seiner Frau und seiner Freunde habe er aber auch während dieser langen Leidenszeit erfahren dürfen Postmeister E r b brachte den Dank der Postbehörde für die mustergültige Dienstführung des Verstorbenen zum Ausdruck und legte einen Kranz nieder. Ein weiterer Kranz war gewidmet vom Dienen- züchterverein Mücke, dessen Vorsitzender der Verstorbene 23 Iahre lang war. Für den Kriegerverein Flensungen legte Beigeordneter D r ä u - n i n g einen Kranz nieder. Der Verstorbene verwaltete das hiesige Postamt von 1890—1905 und muffte dann aus Gesundheitsrücksichten in den Ruhestand treten. — Während in der Wetterau die Kartoffelernte noch in vollem Gange ist, ist sie in unserer Gegend, weil früher begonnen, bereits überall beendet. Die Erträge waren durchweg gering und deckten nicht den Bedarf. Es wurde allenthalben über starke Fäulnis der Kartoffeln g klagt. Schon wiederholt wurden deshalb Kartoffeln auf der hiesigen Station ausgeladen. Der Preis bewegte sich zwischen 3,50 Mk. und 4 Mk. -er. Homberg a. d. Ohm, 12. Ott. Heute nachmittag tagte dahier im Frankfurter Hof die autzerordentl.che Generalversammlung des Siedlungsvereins de sKreises Alsfeld. Vach einem Referat beschloß man die Veuorgani- sation deS Siedlungs-Vereins auf genoffen- s chaf tlicher Grundlage. Cs soll eine G. m. b. H. mit dem Sitze In Düdin gen gebildet werden. Wer Genosse werden will, zahlt 1 Mk. Eintrittsgeld und 20 Mk. als Geschäftsanteil, welcher in Teilzahlungen entrichtet werden kann. Zweck der Genossenschaft ist, Geld für Daulustige zu geringem Zinsfuß zu vermitteln, ferner künstliche Dünger, Kartoffeln. Futter- artifel u. dgl. zu beschaffen. Aufnahm fähig sind alle Bürger, deren Gcfamlbesih einen 'Wert von 500 Mk. repräsentiert: Bürger, deren Besitz eiren geringeren Wert darstellt, verbleiben im Sied- lungs-V erein bzw. treten diesem bet Siedlungs-Verein und Genossenschaft bestehen nebeneinander. Das für Bauzwecke zu gewahrende Darlehen erwirkt die Geschäftsstelle der Genossenschaft von der Reichsbanf. Es braucht nicht zurückerstattet zu werden, sondern wird durch eine fünfprozentige Verzinsung in einem Zeitraum von über 30 Iahren getilgt, der Oleubau wird mit einer Hypothek belastet. Man will auf diese Wei e der gcr.ng bemittelten Bevölkerung helfend unter die Arme greifen. Kreis Lauterbach. zLauterbach, 12. Oft. Zu einem Ereignis für unsere Stadt gestaltete sich gestern abend die Ausführung des Münchener Turnsest- spiels „Frisch auf, mein Volk" in der Spiest- Turnhalle. Mitglieder des Turnvereins hatten die Rollen übernommen und ernteten reichen Beifall. , , 5 Hartershausen, 11. Oft. Vach zehnjährigem segensreichen Wirken nahm Pfarrer Reith gestern Abschied, um seine neue Stelle in Wimpfen anzutreten. Vicht nur die Gemeinde., des hessischen Faldagrundes, sondern das ganze Schliherland sehen den beliebten Scelforger nur ungern scheiden, der auch auf dem Gebiete der Voltsb ldung, der Jugendpflege und der sozialen Wohlfahrt vorb.ldliches geleistet. Starkenburg und Rheinhessen. • Darmstadt, 13. Ott. Der in den 60er Iahren stehende Heizer Gg. Sinner inPfung- Lefjie höchste Errungenschaft. Vollständige Umwälzung der Margarinefahrikation. Die beste Sparhilfe im Haushalt. Von feinster Molkereibuiier nicht xu unterscheiden. O beim EinkoU, von nuKeroleieH- gran, die 60 Mk. ViS zum $>1. 12. 19zo zu gewähre.., z. Die Abfindungssumme von 300 Mk. wird a b - gelehnt, 3. der Zuschuh toiri) nur dann bewilligt, cvenn die erhöhte Pension von 63 Proz. nicht erreicht wird, 4. falls der Bürgermeister seine Zustimmung zu diesen Beschlüssen bis zum 15. 10. 6 ülhr nachmittags nicht dem Dorfitzenden Schmidt II. gegeben hat, wird der Vorsitzende beauftragt, beim Kreisamt die Pensionierung gemäft Art. 86 der Landgemeindevrd- nung zu beantragen. Diese Anträge wurden mit 7 gegen 3 Stimmen angenommen. t ®rünberg, 12. Olt. Gestern abend fand tm „Taunus" ein politischer Vortrag der Vationalsozialisten durch den Abg. Hauck statt. Wegen der späten Bekanntmachung und der noch zu leistenden Feldarbeiten war der Saal nicht ganz besetzt. Der Redner gab zunächst einen Heberblid über die Zeit seit der Revolution, den Viedergang unserer Wirtschaft und hielt dann diesem Bild die neuere Entwicklung unserer Wirtschaft gegenüber. Ganz besonders beleuchtete er die Ziffern der Kapitalien, die durch Fallen und Steigen des Dollars gewonnen wurden und die nach Holland, Schweden, Vorwegen und Dänemark verbracht worden sind. Diese Dörsenmanöver blieben natürlich nicht ohne Einfluh auf die Preise, und diese Verhältnisse wurden dann von gewissen Leuten gehörig ausgenützt. Der Regierung machte der Redner zum Vorwurf, dah sie gegen die sehr hohen Kapitalzinsen von 30—40 Prozent nichts tue. Weiterhin betonte der Vortragende, es seien immer noch Kräfte am Werk, die das deutsche Voll noch tiefer in das Elend stürzen wollten. Vachdem der Redner noch übet die Juden frage gesprochen batte, erklärte er, das Ziel der Vationalsozialisten sei, sämtliches Kreditwesen in die Hand des Staates zu bringen, Börsen und Danken sollten verstaatlicht werben, Derhinderung jeglicher Spekulation usw. Starker Beifall belohnte den Sprecher. Die Aussprache war äußerst lebhaft und interessant. D Lich, 13. Oft Zu einer vecht wirkungsvollen Devanstaltung gestaltete sich die am gestrigen Sonntag stattgefundene diesjährige Schluhübung unserer freiwilligen Feuerwehr. Die Hebung fand in Ge;entoart des Bürgermeisters und des Gemeinderates statt und war durch fchönes Wetter begünstigt. Die Aufgabe für den Brandangriff wurde kurz vor der Hebung durch den Ehrenkommandanten Ehri° sttan Dater der Wehr mitgeteilt, die sich die es Auftrags mit dem von ihr gewohnten Schneid entledigte. Hierbei wirkte auch zum ersten Male die neugegründete freiwillige Sanitätskolonne mit und erntete für ihr präzises und sachgemäßes Arbeiten volle Anerkennu g Die Sanitätskolonne hat unter der Leitung des Ko- lonnenarzteS Dr. Roth und ihres Führers Aug. Dater Bäckermeister, schon Tüchtiges gelernt und wird im Ernstfälle feg ensreich toi (en können. — Am Sonntag veranstaltete der Konsum- verein Giehen undHmgegend in S eins Saalbau dahier für seine hiesigen Mitglieder einen Werbetag, verbunden mit eine Ausstellung eigener Erzeugnisse. Die Veranstaltung, die umrahmt war von Vorttägm eini ger Personen des Vorstandes der Genossenschaft und Konzertstücken einer Musikkapelle, erfreute sich eines überaus zah'reichen Besuches. Die unentgeltliche Verabreichung von Kaffee und Kuchen an alle Telln?hmer liest den Wunsch nach einer öfteren Wi d rholung einer derartigen Veranstaltung laut werden. Kreis Friedberg. Sf. Friedberg, 13. Oft Gestern fand hier eine Tagung des „Dundes für das Iugendwandern", Provinz Oberhes- s e n, statt. Dieselbe wurde eingeleitet durch ein Orgelkonzert in der Stadtlirche am Samstagabend, zu welchem sich Musikdirektor Müller zur Verfügung g -stellt hatte: der Heber'chust s ll der Kinderstistung am hiesigen. Leh er emtnar zu- geführt werden. Am ScmVagoormittag fand zwb schen ungefähr 203 Teilnehm rn von Oberbef e i und Frankfurt in dem Gelände am Ich mnisber ] ein Kriegsspiel statt, bann am Wal Kau nw gebildetes 3g. Gaskoks der gute Brennstoff! Vom 15. Oktober ab treten folgende Preise für den Zentner Koks ab Gaswerk in Kraft: 2V2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 7975V In [024149 Vermietungen 7974c Friedhofs. Lehrfächer: [024201 Der Vorstand. Gäste willkommen. 7960c CAFE AMEND Mittwoch, den 15. Oktober, abends 8 Uhr 3. Sonder-Konzert \tiite fi/r 7970c 7964c | 1.20 Mk. 1.40 MK. Kabeljau Seelachs Grobkoks Nuhkoks. Liebigshöhe Schlachtfest! Beute abend 8.30 Ohr Symphonie-Konzert Morgen abend 8.30 Öhr Die deutsche Tanzkomposition Von Schubert bis Lanner 7971a F Dauer-1 Wäsche alle Formen Kaufhaus L Katz J Merke: Telephon 240 f. Autofahrten. 77070 RundUiaos Löberstr. 12 ■rÄDCMKN SW har HEIRATET NB. Trotz der hohen Anschaffungskoaten haben wir uns entschlossen, der Geldknappheit Rechnung tragend, den Film bei gewöhnlichen Preisen vorzuführen. AuS täflL frisch ein- treffenden Sendungen empfehle: [7978c Schellfisch I. fiusscbn. Ab morgen bis elnechl. Sonntag: Die Geschichte eines armen, süßen Mädels, das das Glück suchte und auf den Weg kam, den so viele gehen von den Gaskoks ist heizkräftig Gaskoks ist leicht zu verfeuern Gaskoks ist billig Daher ist Gaskoks der gute Brennstoff! Wegen des zu erwartenden großen Andrangs besuchen Sie nach Möglichkeit die Nachmittagsaufführungen. Maschinen- f schriftl. Arbeiten 3 Vervielfältigungen jeder Art Frans Vogt & Co. Gießen V Goethestraße 32 i T 1 264 V Stadttheater Mittwoch, 15. Qkt. 2. MtNwch-M.-Msk. von 71 li bis 10 Uhr fireujfeiier. Hess.Bilderbühne llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Lindenplatz. Iqena Mittwoch, IS.Crt, abendS 8'/, Uhr, findet im „Pfälzer Hof", Schanzenstr., eine Versammlung statt. Tagesordnung fNiickkehr. " Der Vorsitzende. Mannergesangverein,.Liedertafel“ Unseren Mitgliedern die traurige Nachricht, das; unser Görentnllglieö ßontaö Wiener verstorben ist. — Die Beerdigung findet Mittwoch, 15. Oktober 1924, nachmittags 3 Uhr, aus dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. Treffpunkt Portal des Neuen Schollen Bolzungen Freitag». SamStag: Hechte, Schleien, Karpfen, Blanteloben. Ferner: tägl.trlaohe Rauchwaren, tägl. fr. Fleischsalat mit Ms» yonnalse, Krabben mit Dlayonnaise, Filetheringe mit Mayonnaise,Rollheringe mit Mayonnaise, Neunaugen, gebr. Seeaal, Flußaal und Heringe in Gelee. Alle Sorten Käse. Hamburger Fischbdlg. A. Koch Nachflgr., Schulstr.10, Tel. 1612. Fix und Fax sind nicht tot zu kriegen Dazu ein Naturfilm. 300 H aMN gute Sicherheit u. gute Zinsen zu leihen gesucht. Schr. Ang. u. 024182 an den Gies;. Anz. Heute nacht entschlief sanft im 84. Lebensjahr unsere liebe, gute Mutter und Großmutter Frau Rosa Schulhof geb. Schlesinger In tiefer Trauer: Im Namen der Familie Julius Schulhof. Gießen, Frankfurt a. M., den 14. Oktober 1924. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 16. Oktober, Ca. 70 qm trockener deSgl. ca. 70 qm Mm« auch geteilt, i. Stadtzentrum z. vrm. O24IS5 Walltorstr. 36. Lichtspielhaus Bahnhofstraße Violine, Klavier, Viola, Harmonium, Hauten-Jnstr.: Gitarre, Mandoline. Ausbilden im Begleiten und Zusammenspiel. Abendkurse von 8 —10 Uhr. 16. Oktober Beginn des Winterhalbjahres. Ausnahme neuer Schüler jederzeit. $ -M Am Sonntag, 9V2 Uhr, entschlief plötzlich und unerwartet mein guter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel, der Schuhmachermeister Konrad Wißner im Alter von 72 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Henriette Wißner geb. Vogt Gießen (Landmannstr. 5), 12. Oktober 1924. Die Beerdigung findet Mittwoch, 15. Okt, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 024208 n ii ii n Bei Abnahme von 3 Zentner und mehr wird — freibleibend und solange Vorrat — Grobkoks zum Ausnahmepreise x. 1.00 Nutzkoks zum Ausnahmepreise 1.20 je Zentner ab Gaswerk gegen Barzahlung verabfolgt. Lieferung durch das Gaswerk und durch die Kohlenhändler. 796ic FmM LpÄsch Gut eingesührte Methode sucht das Alleinrecht an gut renommiert. Schule ob. Sprachlehrerfin) zu vergeben. Bücherrabatt 33'/?/<, Druck' fachen werden gestellt. Unverbindliche schriftl. Anfragen u. 024197 a. d. G. Anz. RenMuml. Donnerstag, 16.dS. Mts.,nachm.3Uhr: Milglleser- velssimlllmls im Kath. Vereins haus.DerVorstand. Wit WWle Gießen, Weserstratze 16 Ohßrhßssiscbe GuseMait für Natur' und Heilkunde Naturwissenschaftliche Abteilung Am Donnerstag, 16. Oktober, abends 8l/< Uhr pünktlich, im Hörsaal des Mineralogischen Instituts, Vorlesungsgebäude Ludwigstraße 23 I rechts =VORTRAG= des Privatdozenten Dr. E. 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Alle Gewerbetreibende, -insbesondere die Borstände der Fach Organisationen, find herzlich dazu eingeladen. 7#5®v Der Vorsitzende Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Diplom r.en können: diese Überschreitung darf aber, wie es in dem Abkommen heißt, „nie mehr als eine Stunde betragen". Für Schichtarbeit wird der Ausgleich unregelmäßger Arbeitszeit 4............ Caro............ Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . ßarpciicr Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahulte Obcrbedarf » . . . Phönix Bergball Ryeinllahl........ Ricdech Montan........ Tellus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd Cheramische Werke Albin . , Zementwerk Heidelberg .. . Philipp Holzmann...... Anglo-Cont-Guano ..... Badische Anilin........ Cbcniischc Mayer Alaptn . . Goldschmidt.......... Gricsi eimcr Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung . . ..... Rütgerswerke ........ Scheideanstalt......... «llg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... 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In seinen ersten Seiten ein praktisches Hilfsmittel für die Arbeiten und Pflichten des Tages, brachte er von jeher in seinem zweiten umfangreicheren Teile, dem ein noch länger bestehender sächsischer Kalender die treffende Lieberschrift „Erbauliches und Beschauliches" gibt, gar vieles für Herz und Gemüt seiner Leser, so daß er immer wieder und wieder gern zur Hand genommen wurde. Lind diese ethische Seite, der der Landkalender von jeher feine große Beliebtheit verdankt hat, und die ihm auch heute noch zu einem nicht zu unterschätzenden Dildungs- und Erziehungsfaftor, auch für die Stadtbevölkerung, macht, soll noch mehr als bisher durch bewußte Pflege des Hei- matsirmes betont und gefördert werden. In Den belehrenden Aufsätzen soll die hessische Heimat, Land und Leute, Geschichte und Sage, Volkswirtschaft und Kunst, dem Leser vor Augen geführt w-erden, und im erzählenden Teil sollen die Gedichte und Geschichten fortan nur in Hessen spielen oder Hessen zu Verfassern haben. Hoffentlich gelingt es dem neuen Herausgeber, dem wir auf diesem Gebiet schon manche hübsche Gabe verdanken, sein Programm durchMführen. Aus dem vorliegenden Jahrgang seien genannt die Aufsätze über die Geschichte des Landkalenders, Hessens Industrie, Schloß Draunshardt und das Darmstädter Schlohmuseum. Lins Gießener wird das Bildchen der Heuchelheimer Mühle von 1818 noch besonders interessieren. Von den Erzählungen verdient vor allem Christoph Ruths' „Wie sich der Genius Dahn bricht" Beachtung mit ihren ernsten Warnungen, Kindern einen ihnen nicht passenden Beruf aufzunötigen. — Llnromantisches Morgenland. Aus dem Tagebuch einer Reise. Von Leopold Weih. Mit vielen Bildern in Kupfertiefdruck. Frankfurter Societäts-Druckerei G. m. b. H.» Frankfurt a. M. Gzln. 5,50 Mk. — Der Verfasser zeigt uns in künstlerisch schönster, aber nicht in romantischer Weise, das Gesicht des modernen Morgenlandes, seine gärenden und lebendigen Kräfte, die heute in Aegypten, Palästina, Syrien und Transjordanien sich auswirken. Neben den rein anschaulichen Schilderungen der Reisen zwischen den Städten Damaskus, Beirut, Jerusalem, Kairo, Jericho und vieler anderer mehr, führt uns Weih zu dem leidenschaftlichen Freiheitsdrange der Araber, zu den Fehden der Deduinenstämme, zu den schwierigen Problemen des Zionismus und zur schwer durchschaubaren Diplomatie der englischen Politik. Noch steht hinter jedem Gedanken, der in Die Zukunft des Morgenlandes Dringen will, em Fragezeichen, aber gerade dies macht den Reichtum des „unromantischen" Buches aus: daß es entführt in ein Land der ahnungsreichen Fantasie. 'Besserung der Geldmarftlage auch für langffrtfttge und Auslandkredite und nicht zuletzt die günstigen Nachrichten über den Erfolg der groben Reparationsanleihe stimmten zuvers ichtlich. Wenn vorläufig die Börse noch eine gewisse Zurückhaltung ausübt, so tut sie dies hauptsächlich mit Rücksicht auf die inner politische Lage, die durch die bekannte Erklärung Der Deutschen Volkspartei in ganz besonderem Lichte erscheint. Man ist sich an Der Börse darüber klar, bah eine kritische Aenderung recht plötzlich eintreten kann. Besonderes Interesse wendet man Den heute wieder zu erwartenden Notierungen Der Kanada- Shares zu. Nach allen bisherigen Informationen glaubt man, daß es angebracht fei. hinsichtlich der Verwendung der verkauften Anleihe für die beschlagnahmten Falsifikate keine allzu optimistischen Erwartungen zu hegen. Im Geldverkehr zeigte sich auch für tägliches Geld eine gewisse Erleichterung. Am Devisenmarkt lag der französische Franken im Vergleich zu anderen ausländischen Valuten eher etwas schwächer. Arn Montanmarkt wurden mehrfach Kurs- Veränderungen erreicht. Stärker lagen Bochumer Guß mit plus 1, Deutsch-Luxemburg plus 0,65, Gelsenkirchen plus 2,13, Harpener plus 2. Kali- werte nicht einheitlich, etwas abgeschwächt, Deutsche Kali minus 0,5. Chemische löerte groß en- teils etwas befestigt. Badische Anilin püls 0,65. Elektrower^e z. T fester, Akkumulatoren plus 2. Der Markt der Metall- und Maschinenbananstal- ten bewegte sich größtenteils zu den Schlußkursen der vergangenen Woche. Textilwerte gut gehalten, ebenso Petroleum. Banken fast durchweg unverändert. Schiffahrtswerte eher etwas nachgebend, Hapag minus 0,4. Kanada-Shares notierten bei der ersten amtlichen Kursfestsetzung mit 30. Arn Markt Der ausländischen Anleihen war das Geschäft gering. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 13. Oft. Es wurden notiert: Weizen 23,50 bis 24,50, Roggen, inländ. 23 bis 24, Sommergerste für Brauzwecke 25 bis 28, Hafer, inländ. 21 bis 23, Mais, gelb 20 25 bis 20,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 35 bis 37,50, Äoggenmehl 33 bis 34, Weizenkleie 12,50 bis 12,70, Roggenkleie 12,30 bis 12,50, Erbsen 32 bis 40, Linsen 50 bis 55, Heu, süddeutsches, gut, rrocken 11, Weizen- und Roggenstroh 7 bis 7,50, Treber, getrocknet 19 bis 20. Tendenz: Matter. Frankfurter Schlachtdiehmarkt. Frankfurt a. M., 13. Oft. Auftrieb: 4850 Schweine. Es wurden bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Schweine: vollfleischige von 80 bis 100 Kilo 80—85, unter 80 Kilo 70—80, von 100 bis 120 Kilo 83—87, von 120 bis 150 Kilo 83—87, Fettschwnne über 150 Kilo 83—87, unreine Sauen und geschnittene Eber 68—78. Marktverkauf : Am Schweinemarkt bei abflauendem Handel großer Lieberstand. Nächster Rinder- und Kleinviehmarkt Mittwoch, den 15. Oft. Nächster Schweinemarkt 16. Oktober. Berliner Produktenbörse. Berlin, 13. Oft. Der Produktenmarft verkehrte ruhig und nur wenig befestigt, Weizen sogar etwas niedriger. Die Mühlen bekundeten für Roggen, besonders im Verlauf, einige Nachfrage. Das Mehlgeschäft war still, ebenso die Futterartikel. Es notierten für 1000 Kilo: Weizen, märt. 215 bis 225, Roggen, märf. 216 bis 222, Gerste, märk. 230 bis 260, neue 205 bis 220, Hafer, märf. 180 bis 185, Raps 385 bis 395, Leinsaat 440 bis 450; für 100 Kilo: Weizenmehl 31 bis 34,50, Roggenmehl 30 bi- 34, Weizenkleie 13,80, Roggen- fteie 13, Diftoriaerbsen 34 bis 38, kleine Erbsen 25 biS 27, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 17 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22 Wicken 18 bis 19, Lupinen, blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19, Dera- della, alt 15 bis 17, neu 20 bis 24, Leinkuchen 25,20 bis 25,50, Trockenschnihel 11,20 bis 11,40, Torfmelasse 9,45, Kartoffelflocken 20 bis 20.30 Mk. Büchertisch. * Hessisch er Landkalender für das Jahr 19 2 5. 206. Jahrgang, herausgegeben in Verbindung mit der Zentralstelle zur Förderung Der Volksbildung und Jugendpflege in Hessen 3n Billionen Prozent Frankfurt n. M. Berkin Schluß- Kurs Schluhk. Abend- dürfe Schlich- Kurs Schlrchk. Mitlag- böifc Datum: 1J. 10. 13. 0. 10.10. 13.10. 10. Oktbr. 13. Dftbr. Repart. 10. 113. Amtliche Notierung Amtlich: Notteru n Geld Brief Äeld Brief vmll.-Rott 163,79 164,61 134,29 165,11 voll!voll Brn-Aniw 19,20 20,00 60,35 20,30 20,40 volllvoll GbrifHania . Kopenhagen 60,05 73,81 59,95 60,26 vottlvoll 74,19 73,81 74,19 voll voll Stockholm . HelssngforS. 111,62 112,18 111,62 112,18 voll!voll 10,51 10.57 10,56 10,63 VOll Doll Italien. . . 18,17 18,25 18.40 16,50 voll voll London. . . Neuyork .. 18,805 18,835 voll voll 4,1) 4,21 4,19 4,LI voll voll Ports. . . . Schweiz . . $1,52 21,62 $2,16 22,28 voll voll 80,70 60,811 80,70 bG,21 80,80 voll voll Spanien . . Wien in D.» 68,96 t6,24 *6.49 voll voll Deff. aboefl. 0,925 5,955 5,925 5,955 voll voll Prag . . . . Budapest. . Bucn.-Aires 12,60 8,45 12,56 ,5S Ä 12,515 0,49 voll voll voll voll 1,545 1,62 1,53 voll voll Bulgarien yapan . . . .SS 8,09 1,625 s voll voll voll voll Nw de Jan. Belgrad . . 0.476 6,09 0,465 6,085 0,47: 6,115 voll voll voll voll Lissabon . . 13,72 13.78 13,72 13,78 voll voll Berlin, 13. Oktbr. Geld I Briei 4,11 4,21 voll 20,25 20,35 voll 73,77 74,13 voll 18,83 18.93 voll 22,19 12,31 voll 164,29 165,01 voll 18,17 18,27 voll 60,03 60,35 voll 5,92 6,94 voll 2,27 2,29 voll 111,57 112,13 voll 80,30 80,70 voll 56,06 56,34 voll 12,49 12,55 voll 6,45 5,47 voll 5eMsme Mtterwochm. Roman von Arnold Fredericks. 19. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Achtes Kapitel. Während Richard Duvall mit Stapleton den Plan zur Abfassung der Kindsräuber am folgenden Tag besprach, war Grace mit dem Polizeipräfekten Lefevre in dessen Bibliothek und besprach die Angelegenheit in allen Einzelheiten. Der Präfekt zählte eben an den Fingern alle Punkte auf, die er verfolgt hatte. „Erstens haben wir die unwahrscheinliche Geschichte der Wärterin, Mary Lanahan. Sie scheint ldie Wahrheit zu sagen, ich jedoch glaube, daß sie lügt. Nach meiner Ansicht ist sie an der ganzen Sache stark beteiligt. „Aber woher dann Der Versuch, sie zu vergiften?" „Möglicherweise hat sie sich selbst vergiftet und nahm nur eine unschädliche Menge, um jeglichen Verdacht abzuwenden." „Ich verstehe." »Dann die Geschichte Alphonse Valentins mit ben goldg: ränderten Zigaretten. Ihr Mann Herr Duvall, fand, wie ich weih, eine dieser Zigaretten halb geraucht am Tatort. Dies beweist vielleicht, daß Valentin mit ihr dort war. Es uruh nicht am Tage des Raubs gewesen sein. Es kann sbrnsogut tags vorher, ja eine Woche früher gew-sea sein. Aber es handelte sich wohl um diese Angelegenheit." nawa »Ich habe darüber nachgedacht," bemerkte Grace ruhig; »es scheint mir, daß Richard zuviel Gewicht Darauf legt." »Tas müssen wir noch sehen. Nun, nehmen wir an, .Valentin habe mit der Wärterin die Hand im Spiele. Er dachte natürlich anfangs nicht, daß die Zigaretten mit der Angelegenheit in Verbindung gebracht werden könnten, Da er nicht weiß, daß Herr Duvall eine davon im Grase fand. Ihr Mann jedoch fragt Mary Lanahan, was für Ziaa-retten Valentin raucht. Sie schöpft sofort Verdacht und tyarnt Valentin bei der ersten Gelegenheit, indem sie ihm schreibt, er solle sie vertilgen. Das beweist klar, daß sie Hand in Hand arbeiten." Llnzweifelhaft. Aber inzwischen werden die Zigaretten von einem dunkelbärtigen Mann, der nachher in Stapletons Haus hineingeht, aus Valentins Zimmer gestohlen. Ich muß gestehen, daß ich hierfür eine Erklärung nicht finde." »Ich ebensowenig. Die Vernichtung der Zigaretten kann für niemand Bedeutung haben ausgenommen für die Entführer. Es ist natürlich möglich, daß jemand Im Stapletonschen Haus in das Verbrechen eingeweiht ist, z. D. Franyois. „Aber der Mann, der die Zigaretten nahm, hatte einen schwarzen Bart, Franyois Dagegen ist glatt rasiert." „Weiß ich. Es kann jedoch eine Verkleidung gewesen sein." »Ich glaube das nicht. Der Mann, den ich sah, war größer und nicht so kräftig gebaut." Der Präfekt dachte ein wenig nach „Sie sind sicher, daß er in Stapletons Haus hineinging?" »Ganz sicher. Ich sah, wie er das Tor hinter sich zuzog." »Dann kann ich nur sagen, daß die Sache In dieser Hinsicht unerklärlich ist. Nun wollen wir auf Valentin zurückkommen. Er behauptet, an der Entdeckung der Entführer zu arbeiten, um die Wärterin, die er liebt, vorn Verdacht zu reinigen.“ »So faßte ich es auf.“ „Er leugnet, zu rauchen, erklärt aber das Vorhandensein Der Zigaretten in seinem Zimmer nicht.“ „Nein. Ferner warnt jemand Valentin brieflich vor Franyois — Der ihm aufzupassen scheint. Kann das bedeuten, daß Franyois beteiligt ist und sie seinen Wankelmut befürchten — er möchte sich gegen sie wenden?" »Es sieht fast so aus." »Ich wollte, ich könnte eine dieser berühmten Zigaretten sehen." . Grace lachte. „Diesen Wunsch kann ich Ihnen erfüllen,“ rief sie "aus, „ich habe eine in meinem Täschchen. Ich hätte sie fast vergessen." Sie öffnete ihre Handtasche und entnahm ihr das Dünne weihe Röhrchen. Lefevre prüfte das Ding gründlich. »Eine ägyptische Zigarette, in Amerika hergestellt," murmelte er. „Kostspielig hier in Paris und wenig geraucht, höchstens von Amerikanern." „Das ist wahr; ich nehme jedoch an, daß dieser Valentin längere Zeit in Amerika zuqe- bracht hat." Der Präfekt antwortete einen Augenblick nidn. Dann überzog ein pfiffiges Lächeln sein Gesicht. „Das ist eine Damenzigarette,“ rief er aus. „Ein Mann raucht so ein Ding nicht!“ Gr schlug mit der Hand auf sein Knie. „Mein Kind" rief er aus, „es ist nicht unmöglich, daß der Junge überhaupt nicht von einem Mann — sondern von einer Frau geraubt tourDe!“ „Einer Frau anscheinend, welche beide, Valentin und die Wärterin, zu decken versuchen." Der Präfekt war eine Weile in Gedanken versunken. Dann lachte er Grace laut ins Gesicht. »Es scheint mir,“ bemerkte er überzeugten Tones, »daß wir feststellen sollten, ob Frau Stapleton gewöhnlich Zigaretten raucht oder nicht." »Frau Stapleton?“ fragte Grace verwirrt. »Ich gebe zu, daß dieser mein Gedankengang neu ist, doch kann er unS von Nutzen sein." „Aber — was sollte die Mutter mit Dem Raub zu tun haben?" »Ich weiß nicht. Es ist da ein bemerkenswerter Punkt. Letzte Woche haben meine Leute Frau Stapleton natürlich hinreichend darüber ausgeforscht, was sie die letzten zwei oder Drei Monate getrieben hat. Sie mußten das. um festzustellen, ob die Verbrecher von hier oder sonstwo h?r waren, wo Frau Stapleton letzten Winter war. Sie wissen ja, daß die Burschen bandenweife vorgehen und ihr bestimmtes Gebiet haben." „3a. Lind wo war sie?“ „Monte Carlo!" Der Präfekt äußerte diese zwei Worte mit Nachdruck. Grace folgte lebhaft seinem Gedankengang. (Fortsetzung folgt.) MODEBADON DIE VORNEHME ZIGARETTE DES VORNEHMEN HERRN