Freitag, 14. Marz 1924 vrvS imd verkaH: Vrvhl'sche UnivertiMs-Buch- und bteindruckerei R. Lanir in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmitlag vorher ohnejedeVerbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlid)8, auswärts 10 Goldpfennig,' für Reklame-Anzeigen D.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20", n Auf. schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein;für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Ur. 65 Erscheint täglich, außer Somu und Feiertag», mit d. Samstagsbeilage: GießenerFamilienb lotter Monats.r ezuarpreir: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: AnzeigerSiehe». Postscheckkonto: $ronffurt a. M. 11686. Erstes Blatt m. Fayrgang SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Der Hitlerprozeh. München. 13. März. (WTB.) 3n der Dor- mittagssitzung wird in der Vernehmung Kahrs fortgefahren. Rechtsanwalt Gade- mann richtet wieder eine lange Reihe von Fragen an den Zeugen, die Kahr im Sinne seiner« früher gemachten Aussagen beantwortet. Für ihn habe es sich bei der Sitzung am 6. Rovember um nichts anderes gehandelt, als eben gegen die gerüchtweise bekannt gewordenen Dläne eines Vorstoßes einzelner nationaler Verbände gegen Thüringen und Sachsen Stellung zu nehmen und den Anwesenden anzudeuten, dah im übrigen die nationale Sache im Gange sei. Er halte es für ausgeschlossen, das) General v. Lossow von einem Mar-sch nach Berlin gesprochen habe. Zeuge habe lediglich erklärt, daß er als Inhaber der vollziehenden Gewalt den Befehl gebe, ob Mitglieder der vaterländischen Verbände dazu bestimmt tver- den, bei der Verwendung der Reichswehr in Thüringen und Sachsen eine gewisse Verstärkung zu bilden. Auf die Frage des Angeklagten K r i e b e l, ob Zeuge von dem Plane Ehrhardts über einen 27larsch nach Berlin Kenntnis hatte, er- widerteKahr, er ^ibe von derartigen Vorbereitungen Ehrhardts gewußt. Das fei dann aber abge- schnitten worden. Don Vorbereitunge i des Buntes „Bayern und Reich" sei ihm nichts bekannt. Weiter betonte der Zeuge, daß er immer dagegen Stellung g'Mommen habe, wenn von einem Marsch nach Berlin gesprochen worden sei. Zur Frage des Direktoriums bekundet der Zeuge, daß dieses nur eine vorübergehende Erscheinung sein sollte. — Hitler hält dem Zeugen entgegen. warum er am 6. Rovember nicht aufs Schärfste sich gegen diesen Marsch gewandt habe. — von Kahr: Ich lehne eS auf das entschiedenste ab, daß, wir einen Staatsstreich in dem hier ausneführ- ten Sinne machen konnten und wollten. Der Vorsitzende erklärt wiederholt, daß dieser Fragekomplex vollkommen geklärt sei und dah er keine Frage nach dieser Richtung mehr zulasse. Als aus eine Anfrage des Rechtsanwalts Kohl von Kahr bemerkt, dah er darauf schon dutzende Male geantwortet hab? und eine neuerliche Beantwortung ablehne, erklärt R.-A Kohl, er lasse sich eine solche Art der Zeugenaussage nicht gefallen. — Der Vorsitzende bittet, bestimmte Fragen zu Hellen. — Als Kohl weitere Fragen an von Kahr richtet, die auf die Bildung des Direktoriums Bezug nehmen, schneidet der Vorsitzende die weitem Fragestellung in dieser Richtung ab, da hierüber schon Aussagen gemacht worden seien. Justizrat Dauer fragt v. Kahr, ob er sich an den Vorfall in der Rach,t auf den 9. Rovember erinnern könne, wonach Kahr einem Konsularvertreter eines außer-deutschen Staates den Rat gegeben habe, von einer bayerischen Station aus seiner Regierung von der Ausrufung der nationalen Diktatur Mitteilung zu geben. Kahr will sich an diesen Vorfall nicht mehr erinnern können. Von einer Beglückwünschung zu der neuen Regierung in jener Rächt wisse er nichts. Wenn der italienische Vertreter irgendeine solche Bemerkung an ihn gerichtet habe, so habe er ihr keine Bedeutung bcigeinessen. Auf die Frage, wer das Wort „Komödie" gesprochen habe, erwidert Kahr, seines Wissens fei es Lossow gewesen Zur Handedruckszene bemerkte Kahr, er habe seine Hand auf die von Hitler -gelegt. Hitler behauptet das Gegenteil mit dem Bemerken: Bin ich jetzt ein Lügner oder keiner? Worauf Kahr erwiderte, er könne sich absolut nicht erinnern. Die Herren Kahr, Lossow und Seiher seien sich alle klar darüber gewesen, dah man sie nur hereingenommen habe, weil man ihreRamen brauchte. Asi Befragen Hitlers, ob er dem Zeugen jemals ein Ehrenwort gegeben habe, erklärt Kahr, ihm persönlich nicht, aber den Herren Lossow und Seiher habe Hitler erklärt, die Reutralität zu wahren. Hitler stellt erregt fest, er habe Seiher gegenüber am 1. Rovember erklärt: Wenn Sie aus Berlin zurückkchren und mir nicht endgültig Mitteilungen machen, was geschieht, dann fühle ich mich aller Terpslichtungen und Loyalitätskand- gebungen ledig. Hitler stellt fest, dah vom Ehrenwort im kleinen Saal keine Silbe gefallen sei. Rechtsanwalt Holl stellt die Frage, ob der Zeuge auch dann noch Hitler den Vorwurf eines Ehrenwortbruchs machen würde, wenn Dr. Weber .aufstehen und auf sein Ehrenwort erklären würde, dah die damaligen Worte Hitlers zu Seißc^ damals anders gelautet haben. Kahr: Ich habe hier keine Ehrenerklärungen abzugeben, sondern Aussagen über Tatsachen als Zeuge zu machen. Rechtsanwalt Roder wirft weiter die Frage auf, ob dem Zeugen bekannt sei, dah der' Staatsgerichtshof in Leipzig am 15. März v. I. bereits die Rattonalsozialistische Arbeiterpartei verboten habe, .und dah auch die anderen Bundesstaaten diese Partei verboten haben. Es sei von großer Bedeutung, ob Kahr solch/: Organisationen, die sich auf eine Verfassungsänderung eingestellt hätten, geduldet habe oder nicht. Kahr erklärt, wenn andere Bundesstaaten ein solches Verbot erlassen hätten, so habe das mit seinem Auftrag als Genevalstaatskom» Missar nichts zu tun gehabt. Der Parchimer Mordyrozetz. Leipzig, 13. März. (Wolff.) Am zweiten Lage des Parchimer Mordprozesses wird in die Zeugenvernehmung eingetroten. DcrZeuge Kaufmann M a s o l l e wurde anschließend an die Versammlung von Graefes Mitglied der Deutsch- Völkischen Freiheitsparter; der Arbeitsgemein- Die Auflösung des Reichstags. Die letzte Reichstagssitzung. — Eine Kanzlerrede. — Der Erlaß des Reichspräsidenten. Berlin, 13. März. (Priv.-Tel.) Auf der Tagesordnung steht die zweite und dritte Beratung der Vorlage über die Golddiskontbank. Abg. H e l f f e r i ch (Dntl.) beantragt, die in dem Gesetz der Bank gegebene Befugnis zur Ausgabe von Roten zu streichen und die Satzungen der Bank von der Genehmigung des Reichstages abhängig zu machen. Der Redner ersucht um Aufklärung, ob tatsächlich die kleine Golddiskont- bank die Einleitung sei zu der großen internationalen Goldnotenbank, die Deutschland unter internationale Vorherrschaft bringen würde. Abg. Schlack (Zentr.): Die Ausführungen des Abg. Dr. Helfferich sind vom Ausschuß gewogen und für zu leicht befunden worden. Die deutsche Diskontbank bringt Deutschland ausländischen Kredit, der auf andere Weise kaum zu erlangen wäre. Hieraus werden die Anträge Helfserick^ gegen die Deutschnationalen abgelehnt und die Vorlage gegen die Stimmen der Deutschnationalen und Kommunisten endgültig angenommen, ebenso der dazu gehörige Abänderungsantrag des Bankgesehes. Das Reichspostfinanzgesetz und der R o t e t a t werden ebenfalls angenommen. Der Antrag der Sozialdemokraten, des Zentrums, der Demokraten, der Deutschen und der Bayrischen Volkspartei zur Ergänzung des Gesetzes über die Entschädigung der Reichstagsmitglieder, wonach die Abgeordneten bis zur Reuwahl die Freifahrtkarten behalten, der Präsident und sein Stellvertreter, die Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses und des Tleberwachungsausschusses die Diäten weiter beziehen, wird gegen die Deutschnationalen angenommen. Abg. Merk (Bahr. Dolksp.) begründet hierauf einen Antrag, die Reuwahlen auf Sonnabend, den 12. April zu verlegen, diesen Tag zum öffentlichen Feiertag zu erklären und die Arbeitgeber zur Fortzahlung des Lohnes an diesem Tage zu verpflichleir. Reichswehrmrnister Dr. Gehler und Innen- mimster Dr. Jarres wenden sich gegen den Antrag. Er würde der Wirtschaft 40 bis 50 Goldmillronen für den Lohnersah entziehen und auch wegen der Verhältnisse tm besetzten Gebiete nicht zweckmäßig sein. Der Antrag wird hierauf abgelehnt. Der Antrag der bürgerlichen Parteien auf Einschränkung der Wahlversammln ng en während der Osterzeit wird gegen die Sozialdemokraten und Kommunisten angenommen. Ein Antrag der Deutschnationalen, bei der Festsetzung des Wahltages auch aus die christlichen Festtage gebührend Rücksicht zu nehmen, wird einstimmig angenommen. Als der Präsident nunmehr die Beratung der zu den Regierungsverordnungen gestellten Anträge aufruft, nimmt Reichskanzler Dr. Marx das Wort: In meiner Rede vom 26. Februar habe ich über die Absichten und.. Ziele der Regierung; durchaus klare Angaben gemacht. Ich habe darauf hingewiesen, daß es sich bei der ungemein schwierigen Lage in Staat und Wirtschaft für die Regierung und die Volksvertretung zur Zeit nur ■ darum handttn könne, das Leben der Ration zu retten. Dvu ist uns das Ermächtigungsgesetz gegeben worden, und im Dienste dieses hohen Zieles hat die Reichsregierung die ihr erteilten Vollmachten ausgeübt. Sie ist nach wie vor der ttleberzeugung, daß die auf Grund des Ermächtiguigsgesetzes erlassenen Derordnun- geir ein einheitliches Ganze darstellen, aus dem ohne Gefährdung des bei der Erteilung der Ermächtigung gesetzten dreifachen Zieles, der Erhaltung der Währung durch Vermeidung einer neuen Inflation, der Ingangsetzung der Wirtschaft und der Ausgleichung des Rttchshaushaltes, kein wichtiger Teil herqusgebrochen werden kann. Bei den Wochentangen Erörterungen in diesem Hause wurde im einzelnen dargelegt, dah eine ganze Reihe dieser Verordnungen, besonders die Arbeitszeitverordnung, nur- in der gcgenwärttgen besoirderen Lage begründet erscheint und nur eine Rotgesetzgebung darstellt, die unbedingt einer anderen, ordentlichen Gesetzgebung Platz machen muh. Das soll auch geschehen, sobald sich die finanzielle und wirtschaftliche Lage Deutschlands gefestigt hat. Bis dahin darf aber das Werk der Gesundung nicht gefährdet werden. Dessen ungeachtet sind seitens verschiedener Parteien zahlreiche Anträge auf Aufhebung oder Abänderung von Verordnungen gestellt worden. Das erachtet die Reichsregierung zur Zeit als unerträglich und geeignet, die mühselig zustandegekommenL Festigung unserer inneren Verhältnisse erneut zu erschüttern. Der ungehinderte und rechtzeitige Erngang der Steuern ist nicht gewährlttftet, wenn eine Abänderung der Steuerverordnungen, auf denen die Kraft des Staates gerade jetzt beruht, auch nur in den Bereich der, Möglichkeit gezogen wird. Die Regierung muß 'deshalb verlangen, dah jcöe Einzelberatung über die Anträge im Plenum unbedingt vermieden wird. Die Parteien der Opposition verlangen aber ausdrückliche, alle von ihnen gestellten Anträge sofort zur Entscheidung zu bringen. Angesichts dieser Sachlage kann die Regierung eine weitere Verhandlung der nach ihrer Auffassung für das Volk lebenswichtigen Fragen hier nicht mehr zulassen. Sie hält sich hrer nur für verpflichtet, die Entscheidung des Volkes selbst anzurufen. Das deutsche Volk muß sich jetzt entschließen, ob es den Weg ernster Pflichterfüllung weiter gehen will zu dem Ziele, unsere bedrückten Brüder an Rhein, Ruhr undSaav mit uns zu vereinigen und Deutschland wieder frei zu machen, oder ob es sich an haltlosen Versprechungen und billigen Schlagworten berauschen und sich a n Zwietracht zerreiben und in Haß verzehren will. Damit in dieser Lage Has Volk entscheiden kann, hat die Reichsregierung beim Herrn Reichspräsidenten den Antrag auf Auflösung gestellt. Diesem Antrag hat der Herr Reichspräsident durchs folgende Verordnung entsprochen, die ich die Ehre habe, dem hohen Hause zu verlesen: „Nachdem die Reichsregierung festgesteilt hat, daß ihr Verlangen, die auf Grrmd der Ermächtigungsgesetze vom 13. Oktober und 8. September 1923 (Reichsgesetzblatt I, Seite 943 und 1179) ergangenen und von ihr als lebenswichtig bezeichneten Verordnungen zur Zeit unverändert fortbestehen zu lassen, nicht die Zustimmung der Mehrheit des Reichstages findet, löse ich auf Grund des Paragraphen 25 der ReichSverfassung den Reichstag auf." Berlin, den 13. März 1924. (gez.) Ebert, Reichspräsident, (gez.) Dr. Marx, Reichskanzler. Die kurze Rede des Reichskanzlers wurde wiederholt von den Kommunisten und von dem Abgeordneten Oedebour mit lauten Zurufen unterbrochen, ?. D: „Das will ein parlamentarischer Kanzstw sein" oder: „Das ist eine Anmaßung". Di: Vorlesung der Auflösungsverordnung wurde von der Rechten mit Beifall ausgenommen, von den Kommunisten wird gerufen: „Ihr Frrtze von Gottes Gnaden!" Prästdcnt Loebe: Rach dieser Mitteilung rst unsere Aufgabe abgeschlossen. Abg. Fehrenbach würdigt hierauf in Worten der Anerkennung,. der Verehrung und des Dankrs die objektive Amtsführung des Präsidenten. Dieser Dank wird auf allen Seiten des Hauses mit lebhastem Beifall ausgenommen. — Präsident Loebe dehnt in feiner Antwort seinen Dank aus die Mitglieder des Präsid.ums aus und und auf die Beamten des Reichstages. Er wirst noch einen kurzen Rückblick auf die Arbeiten des Reichstags und spricht d.n Wunsch aus, daß das d'utsche Volk bei Sen Wahlen ungehindert durch äußere oder innere Gewalt frei seinenWün- schen Ausdruck geben könne. Mit einem Hoch auf das deutsche Volk und die deutsche Re- pub.il, in das vom Hause und den Tribünen ein- gestimmt wurde, schloß der Präsident die Sitzung um 3Vi Ähr. Die Gründe zur Auslösung Berlin, 13. März. (WTB.) Rach Beendigung der letzten Reichstagssitzung äußerte sich der Reichskanzler vor den deutschen und ausländischen Journalisten ausführlich über die Gründe der Reichsregierung zur Auflösung des Reichstages. Die Regierung könne es nicht ertragen, daß das mühsam zustandegekommene Werk der Gesundung, das durch.die Rotverordnungen dargestellt werde, gefährdet und erschüttert werde. Das deutsche Volk werde jetzt entscheiden, ob es die Politik der Regierung billige oder nicht. Der Entschluß sei der Regierung schwer geworden. Sie sei sich vollkommen klar darüber, daß in pen kommenden Wochen und Monaten gerade im Hi.nblickauf dieauswärtigePoli- l i k ein arbeitsfähiger Reichstag sehr nötig sein werde. Gr denke dabei in erster Linie an das Gutachten des Sachverständigenausschusses, mit bessern De- - kanntwerden in nächster Zeit zu rechnen sei. Es wäre töricht, zu leugnen, daß sich bei manchen deutschen Sachkennern die Hoffnungen der ersten Zeit allmählich in Befürchtungen zu verwandeln drohten. Er wolle hoffen, daß das mühevolle Werk der WLhrungsfestigung und Wirtschaftsordnung, das das deutsche Volk mit so großen Opfern in den letzten Monaten vollbracht habe, nicht dahin mißverstanden werde, den kaum auf- gerichteten Körper mit untragbaren Lasten aufs Reue niederbrechen zu lassen. Die Auflösung des Reichstages sei bei der all- gemcin vorherrschenden Einsicht in die ölnmöglich k c i t weiterer Zusammenarbeit auch ohne den im Parlament sonst fast sprichwörtlich gewordenen Konflikt vor sich gegangen. Habe der Reichstag doch schon selbst vor Monaten, als nach langwierigen und wschselreichen Ver- handlungen endlich oas jetzige Kabinett zustande- g.kommen sei, durch die Erteilung des Ermächtigungsgesetzes zum Ausdruck gebracht, dah er in seiner jetzig.n Zusammensetzung zu schwierigen gesetzgeberischen Arbeiten nicht m e h r i m st a n d e fei. In häufigen Despvechun- gen mit den Parteien habe die Regierung versucht, ihren Standpunkt zur Geltung zu bringen, ohne indessen bei Den Oppositionsparteien Entgegenkommen zu finden. Sie habe alle vorgebrachten Wünsche und Forderungen nach jeder Richtung hin erwogen und, soweit es tragbar und möglich sei, Verbesserungen der Verordnungen in Aussicht gestellt, sobald die wirtschaflliche Lage gesicherter sei. Die Regierung habe niemals daran gezweifelt, daß die Beratung der zahlreichen, h-ute zusammen auf die Tagesordnung gebrachten Anträge unmöglich durchgeführt werden konnte, werm anders nicht außerordentlich gefährliche Erschütterungen der deutschen Finanzen eintreten sollten. Schon von einer solchen Aussprache im Plenum des Reichstages, die naturgemäß auf eine abschließende Abstimmung und Beschluß- fasfung im Reichstage hinzwinge, habe die Reichsregierung eine Gefährdung des zum Glück bisher seit Mitte Rovember festgehal- tenen ruhigen Standes der deutschen Währung befürchtet. Trotz aller Warnungen hätten dir Parteien sich nicht dazu verstanden, auf eilte Besprechung und Durchberatung ihrer Anträge zur Zeit zu verzichten. Daß die auf äußerste Sparsamkeit bedachte, auf die Vermeidung einer neuen Inflation gerichtete Politik der Reichsregierung richtig gewesen sei, daß die den weitesten Bevölkerungsschichten auferlegten Opfer nicht vergebens gewesen seien, zeigten die allenthalben unverkennbar zutage tretenden starken An- sätze zu einer Gesun düng der deutsch e rr Wirtschaft. Selbst auf den noch vor toemgen Monaten noch erstorbenen Wirtschafts- gebieten rege sich neues Leben, das zeige namentlich der Rückgang derArbeitslofigkeit. Bei den Beratungen im Reichstag, namentlich auch am letzten Tage, fei wiederholt das Wort „Diktatur" gefallen und von Diktaturgelüsten des Kabinetts gesprochen worden. Richts liege ihm und feinen Kabinettskollegen ferner, als sich mit souveräner Geste Über irgendwelche Volks- rechte hinwegzusehen. Ein Abweichen von der demokratischen Verfassung liege in der Auflösung nicht. Wer alle geschäftsordnungsmäßigen Rechte des Parlaments in Zeiten besonderer Rot bis zur Erschöpfung gebrauchen wolle, handele nicht demokratisch, sondern Hetze den Gedanken der Demokratie zu Tode. Gelinge das dem Kabinett nicht, die Ordnung zu erhalten und zu festigen, so sei es ganz sicher, daß dann anberg Männer von weit weniger staatsbürgerlicher Denkungsart, aber mit weit robusteren Metho - d e n an die Reihe kämen, die denselben Versuch wie die jetzige Regierung machen müßten. Das müßte das deutsche Volk bedenken, wenn es sich Männer auswähle, denen es die künftige Führung der Reichsgeschäfte anvertrauen will. Dor Reichskanzler schloß mit einem Appell an die Presse, die jetzt die ganz besonders schwierige und wichtige Aufgabe dem deutschen Voll gegenüber zu erfüllen habe, ganz gleiche, welcher Partei- i-ichtung sie angehöre, dafür zu sorgen, daß bei Wahlkampf von allen Seiten so gefühn schäft Roßbach gehörte er nicht an. Am 31. Mai kam Kadvw zu ihm und wollte 30 000 Mark haben, da er zum Sabotage-Kommando nach dem Ruhrgebiet kommandiert sei. Bormann machte ihm vorher von der älnterschlagung Ka- dvws Mitteilung und sagte, daß Kadvw das Geld abarbeiten müßte. Der Zeuge fuhr deshalb mit dem Rade nach Herzberg, wo Bormann sagte, die Kameraden wollten mit Kadvw nicht mehr zusammenaibeiten; eigentlich müßte Kadvw ja eine Tracht Prügel für feine Gemeinheit haben. Masolle sagte weiter, am Tage darauf sei Iurisch zu ihm gekommen und hatte zugegeben, daß Kadvw verhauen wurde, wobei er ein kleines Loch in den Kopf erhielt. Der Sachverständige Obermedizinalrat Dr. Wilhelm i - Schwerin bejaht an Hand des Seklions- bestmdes mit absoluter Sicherheit, baß Kabow noch gelebt Hat, als er den HalSsHnltt erhielt, da eine außerordentlich starke Blut tng eingetreten ist. Hierauf wird In die Beweiserhebung über Iurisch eingetreten. Es wird ein Brief seiner Mutter verlesen, in dem ihm zum Selbstmord geraten wird. Iurisch und Z e n s wurden nach der Tat durch Fricke und Thomson in Kirchdorfs aus der Insel Poli untergebracht. Hier wurde er nach feinen Angaben bei einer Kneiperei der Roßbachkameraden überfallen, wobei er Messerstiche in die Schläfe erhielt und ins Wasser geworfen wurde. Zeuge Kri- minalassistent Vahldieck wohnte der Llnterre- Ibung Iurischs mit dem Redakteur Schiff vom Vorwärts bei. Iurisch teilte mit, daß in Parchim ein Feme-Mord begangen worden fei, und daß die gerne aus Rvßbachanhängern bestehe, die alle Verräter beseitige. Er selbst fürchte ebenfalls seine Verfolgung und wollte sich durch die Enthüllungen dagegen sichern. Iurisch habe den Eindruck eines zu Tode gehetzten Tieres gemacht. Er habe einen etwas griffig gestorben Eindruck gemacht. Der Sachverständige Medizrnalrat Dr. Schütz gibt fein Gutachten dahin ab, daß Iurisch voll zurechnungsfähig fei, wenn er auch nach feinen psychopathischen Anlagen vermin'ce 1 zu echnungs- sähig im Sinne des künftigen Strafgesetzes fei .Verve, vay sicht «och weitere Zerklüftungen deS deutschen Volkes herbeigo- führt würden. Die Deutsche Dolkspartei. Berlin, 13. März. (WTB.) Der Parteidorstand der Deutschen Dolkspartei hat zu den Veröffentlichungen über die Gründung einer nationalen Vereinigung der Deutschen Volkspartei Stellung genommen. Der Parteivorstand ist einmütig der Auffassung, daß es keiner Vereinigung von Parteimitgliedern bedarf, um in nationaler, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht an den Grundsätzen der alten Rationalliberalen Partei, wie sie dem Programm der Deutschen Voltsparter von 1919 zugrunde gelegt sind, fest^uhalten, da dieses Festhalten den Grundsätzen der G e s a m t ° Partei entspricht. In der Deutschen Dolkspartei gibt e« kein« Richtung, die andere als straffe nationale Tendenzen vertritt, oder die einer anttmarxistischen Politik eutgegeuwirken wollte. Der Beschluß der Reichstagsfraktion vom 12. Ian. 1924 ist einstimmig gefaßt worden und die preußische Landtagsfrattion ist diesem Beschluß beigetveten, so daß über die grundsätzliche Ein- stcliung der Deutschen Dolkspartei In der Forderung der Zusammenfassung aller ftaatsbejahenden bürgerlichen Parteien kein Zweifel bestehen kann. Der Parteivorstand erachtet es als selbstverständliches Recht aller Parteimitglieder, für ihre Anschauungen innerhalb der Partei ihren ganzen Einfluß einzusetzen, wie dies auch bisher geschehen ist. Erne Sonderorganisation innerhalb der Partei ist aber für jede Partei unmöglich und untragbar, da sie die Geschlossenheit und damit den Erfolg ihrer politischen Arbeit gefährdet. Der Parteivorstand weiß sich mit dieser Auffassung hn Einverständnis mit den Parteifreunden hn Lande. Wie der „Derl. Ookalanz." mitteilt, soll d!e Gründung der nativnalliberalen Bereinigung nach erneuten Erklärungen der an der Gründung beteiligten Abgeordneten nicht zu einer Spaltung der Partei führen. Eine Besprechung, die gestern zwischen den Führern der Sonderaktion und dem Parteiführer Dr. Stresemann stattgefunden hat, habe ergeben, daß eine Einigung zwischen der neuen Gruppe und der übrigen Partei nicht als ausgeschlossen angesehen werden mufr. Das letzte Wort in der Angelegenheit werde der für Ende März nach Hannover einberufene Parteitag sprechen. * Don der Landesgeschäftsstelle Darmstadt der Deutschen Dolkspartei wirb mitgeteill, daß der hessische Reichstagsabgeordnete Dr. Becker der neuen Dereinigung nicht angehört. Staat und Wirtschaft. Berlin, 13. März. (Wolff.) Unter starker Beteiligung von Vertretern aus all«! Kreisen der Wirtschaft begannen die Beratungen der 4 3. Vollversammlung des Deutschen Industrie- und Handelstages. Rach kurzen Degrühungswvrten des Präsidenten erklärte Reichskanzler Dr. Marx: In keiner Epoche deutscher Geschichte ist das Zusammengehen von Staat upd Wirtschaft so notwendig gewesen wie heute. Gilt es doch, nach Jahren schwerster Erschütterung aller Grundlagen nationaler Wohlfahrt den unter Mühen und Gtt- behrungen endlich, wiedererrungenen Boden stabiler Wirtschafisverhältnisse wieder zu festigen imd zu erweitern, um dadurch, tragfähige und dauerhafte Grundlagen für die Genesung der Wirtschaft und damtt der Ration überhaupt zu schaffen. Don feiten der Staatssinanzen (Mein kann eine Wiedergesundung des Wttck- schaftstebens nicht herbeigeführt werden. Auch die Wirtschaft muß durch gesteigerte Produktion und durch Rückkehr zu altbewährten Grundsätzen der Wirtschaftsführung das Ihrige zur Wiederkehr normaler Derhältntsse beitragen. Ich verkenne keineswegs die außerordentlichen Schwierigkeiten die einer Ausweitung der wirtschaftlichen Tätigkeit im Wege stehen. Eine geradezu uner- hörte Steuerlast hat die Regierung allen Kreisen der Bevölkerung ausbürden müssen. Wenn jedoch infolge des Ausfalls von Steuer- eingangen die unter schwersten Bemühungen und Opfern zur Stabilität gebrachte Währung von neuem zum Absinkrn käme, so wäre das deutsch« Volk verloren. Aber noch weitere schwere Opfer stehen uns bevor. Ich meine die Opfer der Reparations- frage. Ein bitterer Kampf wird alsbald zu führen sein um die Schaffung einer auch für die Dauer erträglichen Gxistenzmöglichleit für unser DolLWir fflan Ein Roman aus dem 21. Jahrhundert von HanS Dominik 46. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Mit einem Eurjpt Kopfnicken beantwortete er die achtungsvolle Verbeugung von Fox. Roch ehe dieser auf einem Seffel Platz genommen hatte, begann er die älnterhaltung. n3d> habe Sie zu einer Unterredung gebeten, um Ihnen das mündlich zu sagen, waS Sie sich bei einiger Ueberlegung selbst hätte:: sagen können." Er hielt einen Augenblick inne. Seme harten, grauen Augen sahen Fox durchdringend an. ^Daß ich meine Einwilligung zu einer Ver- bindung zwischen Ihnen und metr.ec Tochter Helen nicht gcb:n wrr^e." For nickte leicht zustimmend. „Sehr wohl, Mr. Garvin. Ich habe darüber keinen Zweifel gehabt." Garvins D auen zuckt m fragend empor. „Dann darf ich wohl fragen. Ws halb Sie sich meiner Tochter Helen in so unzarter Weise genähert haben? Helen ist ein Kind. Sie haben eine schwere Schuld auf sich geladen, als sie Helens Dankbarkeit für die Errettung aus dem Schneesiurz in einer Weise ... in einer Weise ausnutzten, di; den Seelenfrieden meines Kindes tief stören muß." Wellington Fox s-blug behaglich ein Bein übet das andere und lehnte sich bequem in feinen Sessel zurück. „Ihr Dorwurf trifft mich nicht, Mr. Garvin. Zunächst ist Selen kein Kind mehr. Sie ist seit einem Jahr volljährig. Ihre Einwilligung zu verfügen über kein solches Aebermah von Krafien, daß wir uns zu all dem Druck von außen her auch noch imInnerndurchsoziale Zwistigkeiten zersplittern und schwächen könnten. Wir brauchen auch den Frieden der Arbeit, nicht den Scheinfrieden der älnterdrückung des einen durch den andern, soirdern jenen Frieden, der aus verständnisvoller Zusammenarbeit erwächst. Wenn wir zusammenstehen, darm dürfen wir getrost eine hellere Zukunft für unser geliebtes Vaterland erhoffen. Reichswirlschaftsminister Hamm wies darauf hin, daß die Wir.schaft für die Wiederherstellung einer verständigen Ordnung der Zahlungsbilanz sorgen müsse, namentlich durch niedrige Preise. Der freie Wettbewerb, der für deutsche Waren int Auslände g ff ordert werde, muffe int Inland auch für ausländische Waren herrschen. Der Reichswirtschaftsminister betonce weiter, dre Rotwendigkeit der Derbes,erung der Technik. Es sprach dann u. a. der Präsident der Handelskammer Hamburg, F H. W i t t h o e f f t über die Entwicklung des deutschen Außenhandels. Er forderte den Abschluß weiterer Handelsverträge auf der Grundlage unbedingter Meistbegünstigung und möglichster Erleichterung des Warenaustausches. Das Garantickonsortinm der Go!d- diskontbank. Berlin, 14. März. (Priv.-Tel.) Wie die „Doss. Ztg." mitteilt, liefen in der Reichsbanä die Deitrittserllärungen sowohl der Berliner Bankiers als auch der Großbanken der Sr o v i n z zum Garantiekonsortium für die ktien der Golddiskontbank in solchem Umfange ein, daß die Unterbringung der einen Hälfte der Golddiskontbank-Aktien, für welche die deutsche Dankwelt in Betracht kommt, gesichert ist. Die Bankwelt wird die auf sie entfallenden 100 Millionen Goldmark zu pari übernehmen. Wie und wann die öffentliche Zeichnung stattfinden wird, steht noch nicht fest. Der Subskrip- t i o n s k u r s dürfte nur um einige Prozent über pari liegen. Die Golddiskontbankaktien werden an der Börse eingeführt werden. PoincarL verteidigt den Franken. P a r i s , 13. März. (WB.) Im Senat brachte der Finanzminister den von der Kammer angenommenen Gesetzentwurf ein, der die Befreiung der Schahbonds und der Bonds der Rationalen Derteidigung von der Einkommensteuer vorsieht. Senator B 6r a n g e r erklärt, der Finanzausschuß habe geglaubt, Der Regierung n i ch t d i e Machtbefugnisse zubilligen zu sollen, die sie verlangt habe und zwar aus Respekt vor der republikanischen Derfaffung. Ohne irgend eine Derant- wcrtlichkeit für den Ursprung der Krisis zu übernehmen, habe der Finanzausschuß den Wünschen der Regierung nach Beschleunigung der Beratung nachgegeben. Während des Krieges und seit dem Kriege habe der Senat stets die Maßnahmen der nationalen Derteidigung gebilligt. Heute sei es der Franken, der zum Einsätze für die Aktion geworden sei, die Frankreich gegen Deutschland zur Erlangung von Reparationszahlungen eingeleitet habe. Der Senat habe gegen eine Anleihepolitik protesttert. Die Regierung verlange heute 1 Milliarde Ersparnisse und 5 Milliarden neue Steuern, die dazu dienen sollten, den Wiederaufbau au sichern, und endlich komme die Regierung überdies dazu, das Anleiheshstem einzuschränken. Wir können der Regierung nicht das Recht zuerkennen, Gesetze zu mach-en, denn dazu ist das Parlament da. Wir Republikaner wünschen einer Derfaffung treu zu bleiben, die cs Frankreich gestattet hat, sich nach 18£0 wieder in Freiheit emporzuarbeiten und die cs dem Lande gestattet hat, die Krise von 1914 zu überwinden. Man gibt der Regierung bie Waffe, die sie verlangt, aber im Grunde genommen handelt es sich um Derlegenheitsmaßnahnten, denen wir zustimmen sollen. Das Programm Frankreichs muß immer sein, Deutschland im Einverständnis mit den Alliierten zumZahlen zubringen. Das erzielte Ergebnis ist, daß Frankreich verpflichtet ist, 7 Milliarden neuer Steuern zu zahlen. Deutschland muh den Zahlungsplan vom April 1921 au Zführen. Man muß also von Deutschland die jährliche Zahlung von 2 Milliarden Goldmark verlangen. Auf alle Falle muh der deutsche Steuerzahler, was die Zahlung von sechs Milliarden neuer Steuern anbetrifft, eines Tages an die Stelle des französischen Steuerzahlers treten. Die Franzosen haben seit dem Kriege eine riesenhafte Anstrengung gemacht. Sie haben das Recht, zu fordern, daß die neue steuerliche Anstrengung, die man jetzt von ihnen verlangt, nur provisorisch ist. I ^31 '1 '| '|W I MU IJ unserer Verbindung ist daher ohne Belang. Wenn Helens Ratur viel von de: Unbefangenheit und Fröhlichkeit eines Kindes bebalten hat. so sehe ich darin ein Geschenk Gottes für das ich ihm von ganzem Herzen dankba' bin ... aber Ih-e Einwilligung ... die brauche ich nicht, Mr. Garvin." Cs schien einen Augenblick, als wolle Garvin aufspringm, um dem unverschäm'er Gast die Tür zu w.isen. Doch er beherrschte sich schnell. Deine stablharten Aug n bohrten si h drohend in das gleichmütige Gericht Wellingtons. Er schluckte einige Male. Bevor er re^en konnte, sprach Fox mit unerschütterlicher Ruhe weiter: „Ich bin Ihrer Einladung gefolgt, weil ich nnch wem irgend mög'lh mit dem Dater meiner Frau gut stellen möchte." Francis Garvin lehnte sich, tlefatmmd in seinen Stuhl zurück. Er p'eß^e die Hände ineinander utrd schaute zur Decke entpor. Seine Züge blichen unbewegt, und doch sah man an dem Flackern der Augen, wie schwer der Kampf war, der in ihm tobte. Wellington Fox sah mit eurem gewissen Mitleid auf den Vater Helc-ns. Armer, alter Kerl, dachte er bei sich, meine letzten Worte haben dir den Knockout gegeben. Francis Garvin sprach: „Sie wollen also, Mr. Fox, ohne meine Einwilligung eine Che mit Helen eingehen?" „®a8 zw ite gam gewiß. Ob auch das erstere, hängt von Ihnen tm bin ich selbstverständlich nicht in der Lage. Doch mein Einkommen genügt durchaus, einer Frau ein behagliheZ, glückliches Hnm zu bieten, die ihre Ansprüche nicht allzu hoch stellt, die sich zu schicken weiß . . ." ^Glück ist in der llcinsten Hätte," warf Garvin ein, doch der Hohn, der darin liegen sollte, war matt „Unf r zukünftiges Heim wird im Vergleich zu Garviris Palace eine Hütte fett, gewiß. Mr. Garvin. Aber es stände fchlimm um die Mensch- hit, wenn das Glück nur in den Schlössern der Reichen zu finden wäre." Francis Garvin machte eine wegwerfende Gebärde. „Verliebte Leute sehen den Himmel voller Gffgen. Der Katz-enjammer bleibt nicht aus. Ich will mein Kind davor bewahren. Ich möchte untere Unterredung damit beenden, Mr. Fox, daß ich Ihnen für Ihre aufopfernde Tat bei der RettungHelens meinen herzlichstrnDank ausspreche. Ich wollte Sie zum Besitzer der Chikago-Preß machen, um meinen Dank auch tatkräftig zum Ausdruck zu bringen. Sie haben mein Angebot zurückgewiesen. Wir sind quitt l" „Ich nicht!" Wi: ein Wirbelwind war ein weißes Etwas aus dem Rebenzimmer hereingeflattert. Mr. Garvin war plötzlich unter einer Wolke von hellem Batist vor schwand er» Ein Flüstern und Raunen, so zärllich so innig, drang an das Ohr von Fox, daß er die Zähne aufeinanderbeihen muhte, um seine Bewegung zu unterdrücken. Er sah den grauen Kopf Garvins über Helens blonde Locken gebeugt, sah, wie dessen Arme sein Kind fest umschlossen, und verlieh leise das Zimmer. Im Dorraum sch"itt er ruhelos auf und ab. Tausend Ideen schossen durch sein Hirn. Eiive Welt von Feinden wünschte er zu haben, nur um Helen schützen zu können. Knirschend prehten sich seine Zähne aufeinander, feine Fäuste ballten sich gegen andere noch unsichtbare Fäuste. Alle Strafen des Himmels und der Hölle mögen mich treffen, wenn ich dich mein Liebling, nicht ehren und schützen werde bis zum letzten Atemzug. llnb dann ging es ihm plötzlich wie Mr. Garvin. Wie durch einen Schleier sahen seine Augen eine weihe Gestalt auf sich zueilen. Zwei liebevolle Arme umschlossen seinen Hals, und ein tränen- überströmtes Gesichtchen lehnte sich an seine Brust. Ein Stammeln... ein Weinen... ein Lachen. „Wie glücklich bin ich Well ngtonl" Rach einer Weile drang die Stimme GarvinL in den stillen Raum „Mr. Fox, Sie haben gesiegt. Helens Wille war stärker als der meine . . . Cs fällt einem alten Mann schwer, sein einziges Kind . . . sein alles wegzugeben . . . Ich wcrde alt, ihr müßt Geduld mit mir haben . . . Der Gedanke quält mich dah Helen in den veränderten Derhältnissen ihres neuen Lebens doch gar manches Lieb gewonnene aus dem Daterhaus vermissen wird.. . (Fortsetzung folgt.) TA Vertreter: Ernst Krause. Gießen, Mühlstraße 20 :: Telephon 1591 Schuhhaus H ar Kp s-4 lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Casseig Ständeplatz 3. 1420D WWW vom Einfachsten bis zum Elegantesten Täglicher Eingang von aparten OCT! gesucht. 1861D gesucht. 1846B worden. 18210 Eleganies, kleineres « .i n . Motorrad Rm. wird preiswert ver- SllMS llg,MS.8' .11. tauft Babnhofktr. 1 (Vaden >. Bullen abends 8 Hbr: St. 1829D Ter Vorsitzende. Kiefernstämme Fi-dtenstämme Fichtenstangen 97 5 48 20 Mein llfertrlflt 1922. e.v.. Gletzea 27 41 120 270 1900 3500 2500 480 4. 5. 6. 9 120 51 108 50 30 19000 Holz öffentlich verkauft: 26 Eichenstämme. . . aWroröenfW Hilf- fl'ieOerDedammiung Württemberger tiot. I. A.: DebuS. Ouu» Buche- und Eichereisig Fichtestöcke. TL Älter lVembrcmd«MLM Vrennholzversteigerung. Aus den Waldungen der Stadt Gießen, Bezirk des Försters Arft, Forstaus Hochwart, Abt. 31. 33, 80. 86. 87, 88, 91, 121 und 122, sollen am Dienstag, den 18. März 1924, vormittags 91/, Ahr beginnend, Deutsche Volkspartei. Mitgliederversammlung Sonnraa, 18. Mrz, 8Gemerdelmis. öffentlich an den Meistbietenden unter den vor der Versteigerung bekanntzumachenden Bedingungen versteigern. kathol Wcltansch. u. Iugd.-Beweg > z. vk iei,D Wolkengeise 87 Tüchtiges Morcenmädchen bis mittags 3 Uhr gesucht. 184 id Frau motffia Sosie Wilbtimitt. 44 j, | Likör der DoMMkMw 26,43 Fstm. 39,30 „ 43,64 „ Frl. E. Enael u. Dr. ViiO.uwev SaiiUveteillsliaiis aiiiiiiiiiiiiiiitiiuiiiiHiiiiiiiniiiiHiiinuiiminiiiiiKiimiiimiimiiiiHiimmimiiiiiiiimimfiiimiiiimiiK _____ 1860i Das Holz aus Abt. 31 und 33 (Ferne, wald) wird nicht oorgezeigt. Zusammenkunft: alter Steinbacher Weg — 8. Schneise. Näheres siehe Anschlagstafeln. Gießen, den 13. März 1924. [1863B Der Oberbürgermeister: I.D.: vr. Rosenberg. M unö BtennOoiioemeigetooq. Donnerstag, den 20. März, vormittags 10 Uhr anfangend werden im „Deutschen Haus" dahier folgende Mengen Holzversteigerung des Gräflichen FvrstamtS Laubach 1. Montag, den 17. d M t s. IO1/* Ahr, im Gasthaus zur Traube zr Laubach aus den Distrikten Thomas- bieget 1 u. 4, Hoher Rain, Kirchberg, Schiffenbevg, Roth, Oingelbach und Lang, hecke des Reviers Jägerhaus: Scheiter Rm.: 430 Buchen, 10 Eiche u. Weich- holz: Knüppel Rm.: 800 Buche 1. u. 2. Kl. (teils Stamm knüppel), 30 Ache, 26 Radel» u. Weichholz: Stöcke Rm.: 212 Buche, 7 Radel, 290 Duchenreiser- knüppel; 15 0t Eschenderbstangen 1. Kl. — 0,88 Fstm. (z. Deichseln u. Langwied geeignet, Distr. Hohevain). Das Scheit- u. Knüppelholz in Dlstr. Thomasbiegel 1 wird nur von Rr. 982—1091 ausgeboten. Kohlreiser u. Leseholz flächenweise. 2. Dienstag, den 18. d. M t s., M)r, im Gasthaus zur Traube zu aus den Distrikten Birken, Wallenberg, Gtehern u. Feldchen des Reviers Gonterskirchen: Scheiter Rm.: 470 Buche, 31 Eiche, Birke (tls. Rund- scheit): Knüppel Rm.: 360 Buche 1. u. 2. Kl.: 50 Eiche: Stöcke Rm: 117 Buche, 21 Eiche. 103 Duchenveiserknüvpel: 373 Rm. Buchen stamm» Zopf- u. Ästreiser. Blau unterstrichene Rummern dieses Re° viers werden rricht ausgeboten. 1854V Radio- Unterhaltungs-Rundfunk Vertretungen für Empfangs-Apparate für den Unterhaltungs > Rundfunk werden noch vergeben. Alles Nähere auf Anfrage. Radio-Abteil der Gesellschaft für landw. Maschinen . Buchen-Rollscheit „ Knüppel Eichen-Scheit „ Knüppel „ Reiserknüpvel Fichlen-Nadelholzknüppel Duchen-Durchforstungswellen. I Nutzholzverstelgerung Montag, den 17. März wird tm Mus chenheimer Markwald folgendes Eichen-Stammholz versteigert: 2 Stämme 3. Klasse = 1,67 Fm. 24 Stämme 4. Klasse = 15,38 Fm. 43 Stämme 5. Klasse = 17,39 Fm. 56 Stämme 6. Klasse = 15,— Fm. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr am Dorderwald, Waldeingang am Schülerpfad. 1814V Muschenh:im, den 11. März 1924. Der Markmeister: Becker. 1.-3. Kl. 1.-3. Kl. 1. Kl. 2. „ 3. , 4. „ 5. , 6. „ Sonioriitm. Suche per sofort für mein Engros- Geschäft gewandtes Fräulein für leichte Bureauarbeit. Gute Handschrift und flottes Rechnen unbedingt erforderlich. Schriftl. Angebote unter 1845D an den Gießener Anzeiger. Brennholz- nnd Nutzholz Versteigernng ,87id Oberförsterei Brandobern-orf Mittwoch, den 19. März, vorm. 10 tthr im Gasthof „Deutsches Haus" in Brand- obcrndorf. Försterei Weiperfelden. Brennholz: Distrikte 43, 46, 50 (Sank- hardtsberg): Eichen: Scheite 3 Rm., Knüppel 18 Rm, Wellen 4,10 Hdt.; Buchen: Scheit« 94 Rm., Knüppel 290 Rm., Wellen 120,00 Hdt. - Nutzholz: Nadel - Stämme und -Stangen, EicheN'Schichlnutzholz, 2,4 Meter lang nach Bedarf für Selbstverbraucher. Mliger iiMil- uid Fabrrad-Mönteur mit Führerschein ges. Bewerbung, an Oscar Nahler,^N Gießen, Marktplatz 2 neben der Engelapotheke fall fc teig i$i in ttrainb # 6$ Higsle! UIN»»MI»IIIIlIIMIII»III»N»»IIIIIIIIIMI»I»MIIIMIIIIII!IIIII»II»I,»I,i»,IIIIII»II»I»I»»IIIIIMIIIII>U Dieser Betrag entsprrcht 80 Prozent des durchschnittlichen Pachterlöses der beiden letzten Pacht- perirden vor dem Kriege. Kreis Büdingen. „ ' Büdingen, 12. März. Am 9. Marz ist Oberstudiendirektor Geh. Schulcat Dr. Gustav Mohr infolge des Deamtenabbaues aus dem Dien st geschieden. Am 1. Oktober 1899 hatte er die Leitung des hiesigen Gymnasiums übernommen und sie mit grobem Geschick und vorbildlicher Treue bis zuletzt geführt. Kreis Friedberg. * D u h b a ch 13. März. Dahnverwalter A w dres von der Buhbach-Licher Bahn wurde gestern mittag während einer beruflichen Besprechung in einem hiesigen Hause von einem Schlaganfall betroffen und verschied sofort. Hessen-Nassau. fpd. F r a n k f u r t a. M, 13. März. In einer OffenbacherLederfabrikhat Me Ehefrau Bonneder im Lause vieler Monate fieber» diebstähle von auhelordentlichemLlmfang ausgeführt. Die Polizei ermittelte, daß die Bonneder und eine Frau Lenzer und deren arbeitslose Ehemänner einen förmlichen Dienst für die Fortschaffung des täglich gestohlenen Leders organisiert hatten. Decde Männer versahen den Hehler» dienfl in zwei Schichten. Was morgens gestohlen wurde, schaffte der eine in der Mittagspause nach Frankfurt, während das nachmittags gestohlene Leder abends abgeholt, oder von den beiden Frauen, die in der Fabrik beschäftigt waren, mitgenommen wurde. Als alleinigen Abnehmer dieser Riesenmengen ermittelte die Polizei den Lederwarenfabrikanten Rikolaus Dauer in Klern- Auheim, der selbst in seiner Fabrik 65 Arbeiter Fräulein im Kassen- u. Rechnungswesen, sowie Maschinenschreiben durchaus erfahren, gewissenhafte, zuverlässige Arbeiterin, für I. April von Behörde gesucht. Schriftliche Angebote mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften unter 18510 an den Gießener Anzeiger erbeten. Zahlungsbedingungen: nach Genehmigung, '/, am 1. Mai, */a am 1. Aug. 1924. 1869V I Zusammenkunft vormittags 10 Uhr im Gemeindewald an der Abtriebs fläche. Es lohnt sich, das hochwertige Holz vorher einzusehen. Nähere Auskunft durch Förster Klös, Ober-Widdersheim. Borsdorf bei Nidda, den 12. März 1924- Sürgermeiftcrei Borsdorf. Widdersheim. versteigert werden: 20 Rm. Buche-, Eiche-, Kiefer- u Fichtescheiter Buche-,Eiche-,Kiefer-u.Fichteknüppel Fichtestammreisig In den einleitenden DegrüßungSworien gedachte Bürgermeister Preis der notleidenden Brüder am Rhein und in der Pfalz. Darm übergab er die Leitung des Abends dem Lehrer Balser. Deutsche Lieder,', vorgetragen von den beiden oberen Schulklassen unter Leitung ihrer Lehrer, verschonten die Feier. Lehrer Balser sprach in interessanten Bortrag, der sehr groben •öeifau fand, über „liniere Rentenmark". Lehrer O o s e p h rühmte in einem aut vorgetragenen ©e- 01^ dte deutsche Treue und Beständigkeit. Rach den trefflichen, kerndeutfchen Worten des (Bürger- metsters Preis stimmte die ansehnliche Menge mit großer Begeisterung das Deutschlandlied an. Eine Sammlung an dem Abend und in der Gemeinde ergab die Summe von 53 Mk. * Mainzlar, 13. Mürz. Am nächsten Samstag, 15. März, feiern die Eheleute §etn- ricb Grolz das Fest der goldenen Hoch - 8 e i t — Früher erhielten dte hiesigen Ortsbürger als Ortsbürgernuhen pro Jahr 16 Mk. £ur dteses Jahr soll jeder statt der 16 Mk. zwei Raummeter Holz aus dem Gemeindewald bekommen. v L i ch, 13. März. Die anfangs dieses Mo- na^ts für das besetzte Gebiet veranstaltete Haussammlung in hiesiger Stadt erbrachte ben Betrag von 472,65 Goldmark. — Bei der in voriger Woche stattgehabten Brennholz- v e r st e i g e r u n g im Licher Dtadtwalde wurden, obwohl nur hiesige Steigerer zugelasfen waren ganz erstaunlich hohe Preise erzielt. Für je 2 Rm. Duchenscheitholz wurden etwa 45—62 Mk. inb je 5 Rm. Duchenreifig etwa 15 Mk. bezahlt. — Der Gemein dera t stimmte in seiner gestrigen Sitzung einem Bergleichsvvrfchlag zu, wonach die Pächter der städtischen Jagdberechtigung für das Jahr 1924 eine Jahres- Pacht von 2204 Goldmark zu bezahlen haben. beschäftigt. Eine von der Offenbacher Kriminalpolizei bei Dauer vorgenommene Haussuchung förderte ein R i e s e n l a g e r der in Offenbach gestohlenen Lederwaren und Lederstücke zu Tage. Die Ehepaare Bonneder und Lenzer wurden von der Sranffurter der famose Fabrikant Rikolaus Dauer von der Offenbacher Krimlnalpolizer oer- haftet. Die Affäre erregt grobes Aussehen, da Dauer eine rejit angesehene Stellung in der Bürgerschaft hatte. — Dor einigen Tagen wurde im Hausflur des 4. Polizeireviers in der Höchst rahe eine auS Konservenbüchsen hecgestellte Bombe gefunden. An der Bombe befand sich eine etwa 50 Zentimeter lange Zündschnur, die aber ausgebrannt war. Die Bombe barg in ihrem Innern eine zweite mit Dynamit gefüllte Büchse, während der Raum zwischen beiden Büchsen mit Sprengstücken ausgefüllt war. Die Bombe hätte, wenn die Zündschnur funktioniert hätte, zweifellos bei ihrer Explosion sehr erheblichen Schaden an- . gerichtet. Rach den Tätern fahndet man jetzt eifrig. — Auf der Strecke Frankfurt—Leipzig wurde Besuchern der Leipziger Messe zahlreiches Gepäck gestohlen. Einen der Räuber verhaftete man Mittwoch abend in einem hiesigen Hotel. Der Bursche, der unter dem Ra men von Stein und von Richter auf trat, führte nicht weniger als sechs Koffer bei sich, die er alle gestohlen hatte. Einer der Koffer barg 5 4 Pelzeim Werte von 12 000 Goldmark. Der frankfurter Rundfunk. F r a n f f u r t a. M., 14. März. (W.D.- Don der Dendestatio-n des Frankfurter Rund- funkdienstes Im Postscheckamt, Stiftstrabe, konnte am Mittwoch abend den bis zu einer Ent- f.ernung von 150 Km. gelegenen Empfangsstationen das von einem Grammophon gespielte Ave Maria mit gutem Erfolg weitergegeben werden. Bornonzen. — TageSkalender für Freitag. Stadttheater: 7 Ähr .Maria Magdalene". — Handwerkerbund und Gewerbeverein 8V4 Uhr Mitgliederversammlung. — Kctth. Vereins Haus 8 tthr Dortvag über die Dahnhofsmissionen. — Reichsbund der Ausgewiesenen: 8 tthr im Hotel Dchüvab Versammlung. — Lichtspielhaus, Dahn- hofstrabc: die Lampen düster brennen". — Palast-Lichtspiele: Der Feuerwehrfilm, ferner .Zirkus Relly". - Goeihe-Dund. Morgen abend Goethes -Märchen. (Siehe Anzeige.) — Die Deutsche D olkspar tei hält am Sonntag, 16. l. M., 81/« -Ußr, tm Gewerbehaus eine Mitgliederversammlung ab. in der ® encr.il- fefretär Kolbach auS Darmstadt über .Die poliusche Lage" spricht. — Deutsche Demokratische Partei. Rächsten Sonntag abenb spricht Reichstagsabg. Erkelenz über das Thema .Der ausgelöste Reichstag'.. (Stehe Anzeige.) — Der Gernhardlsche Zither- und Mandolinenchor veranstaltet am nächsten Sonntagnachmittag 5 Hbr in der Reuen Aula der Universität fein alljährliches Frühjahrskonzert. Rach dem vielversprechenden Programm kommen Werke bedeutender Zither-Komponisten zum Dortvag, sowohl im Gesamtorchester, wie auch im Mandolinenchor. Au her dein hat der Derein den Zither- Virtuosen Derbandszitherlehrer und Komponisten H. Schmidt aus Frankfurt a. M. für das Konzert verpflichtet. Die Freunde des Saitensptels dürften ihre Erwartungen erfüllt finden. Landkreis Gietzen. * Dau bringen, 13. März. Am Sonntag abend hielt unser Dors Im Gasthaus Johann Emil Schäfer seinen Pfalz-undRhelnabendab M»Wk Belonnlinndiüng. Durch rechtskräftigen Strafbetehl des Amtsgerichts Dad-Rauheim vom 16. Oktober 1923 ist die Frau Marie Appel, geb. Dörr zu Grüuberg mit drei Wochen Gefängnis und 100 Millionen Mark bestraft worden, weil sie am 14. August 1923 zu Dad-Rauheim 1. ohne Erlaubnis Handel mit Dritter betrieben, 2. vorsäh- ttch für einen Gegenstand des täglichen Bedarfs, nämlich Butter, Preise gefordert, die unter Berücksichtigung der gesamten Verhältnisse einen übermäßigen Gewinn enthielten, indem sie etwa 15 Pfund Butter, die sie zum Preise von durchschnittlich 300 000 Mark erworben, zum- Preise von 1 100 000 Mark weiterverkauft hat. Zugleich ist auf Einziehung des übermäßigen Gewinnes im Betrage von 10 Million 850 000 Mark erkannt 3. Klaffe 1 Stück = 0,92 Festmeter 66 „ = 38,96 62 „ = 21,63 21 „ = 5,18 Dad-Rauheim, den 10. März 1924. Hessisches Amtsgericht, gez- Dr. Fuhr. Für die Ausfertigung: Schöffel, Zusti,-,Inspektor, __Gerichtsschreiber des Amtsgerichts. Bekanntmachung. Mittwoch, den 19. März, vor- mittags um 11 tthr, läßt die Gemeinde W 0 h n f e l d im Hofe des Dullenhalters einen erstklassigen fetten Nutzholzversteigenmg tm Borsöorfer Gemeindewal-. Montag, den 17. März 1924, vormittags 107, Uhr beginnend, wird im Dörsdorfer Gemelndewald nachstehendes Nutzholz öffentlich meistbietend versteigert. Eichen st ämme: Sandra, fleißiges Mädchen für kleineren Haus» boll 9inhe GletzenS soiork neuen guten Lohn gesucht. Wo? sagt die Geschäfts-1 belle des Gtenener " MH. Klinik. Fräulein erfahren tm Haushalt, fuht Stellung als Stütze Aum 1 4. oder 15. 4. Schriftl. Angeb. unter 17831) an den Gien. Anzeiger erbeten._____ | Verkäufe WMtioA 11. epennltnütrfäeiifl au verkaufen [018127 Walltorttr. 37, H. Anzeigers. 018135 Tücht.. an stand. Mädchen ob. einfache Stütze in klein n rubtnen Haitöbnli sofort ob. svn er b. hohem i'olin Brandoberndorf, den 14. März 1924- Der Bürgermeister Stadl. 1870V 11. n. (bei. Lilerm. d. Bortrog 0. 0. Gen.- 5? retOr Kotbach- . - -- Darrnftflüt Ober: „Die Sa'nstaa. IS. VS. vgffkifltze egge" [Stellenangebote) Aelt., erfahrene Uinder- gärlnerin zur Aushilfe gesucht. Schrisil. Bewerbungen n. 018146 an den Gien. Anz. erb. ! ShrE, sauberes Mädchen zum 15. 3. ges. 1785V Löberstraße 8. Per sofort oder 1858c 1. April gesucht tücht. jüngere MM für Abteilung Strumpfwaren u. Herrenartikel. E-- wollen sich nur wi klick) tüchtige Slrnfte mit beiten Zeugnissen melden. Persönliche Bor- itellung erwünscht. Kaufhaus Katz. Mrgärlin für normittogs ges. -»LudwigsplaN. CrbenfL, solides Mädchen aum 1. 4. ob. frliber gesucht. 018141 Kabnbofftr. 63 L Lndwigstr. BOI. ÄülhcWliiiilicil 192^ ill> Karl Kroh. 018148 in wie neugeboren] Aliendorf an der Lahn, den 12. März 1924. otaies Allradio Broschüre gratis. Das kiiMiWl der MucbMI LG., Berlin. Stiefel nachmittags 31/. Uhr statt. Lieh, den 11. März 1924. 1804D sucht für den dortigen Bezirk eine tüchtige Kraft als 5-Zimmer-Woh- dank, Franklnri am Malo. 1828id gesucht. 186ßli H. Krevert. Ferner: Oie Tragödie des Ranses Carrick Zirkus NeESy Anfang; 4, 6 und 8,15 Uhr, Anfang; */»4, 6 u. 8,10 Uhr Sonntag; Anfang; 3 Uhr. 1873c Damenifrumpfe Damenifrümpfe Pffl. Mk. 2.20 mk. mk. mit Bohllaum. Stück mk. .. 70 Pta. fdtwarz und grau. Paar . . mk. Ludwig Feige, SieHen, Sonnenffr. 20 845 nung mit Gas, clettr. Lickt,Balkon gegen 7-Zimmer- Wohnung zn lauschen gesucht. Schrift!. Angebote unter 18381) an den Gies;. Anz. erbeten. trüge. So ruft mancher begeistert aus. Ein Stiefel, der nicht drückt, Ein Stiefel, der beglückt Gießen 'Schottstraße 7), Mannheim, den 12. März 1924. Die Beerdigung findet Samstag, den 15. März.nachm. 3'/, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Lichtspielhaus Heute bh einnchl. Sonntag Ko die Lampen dosier taen mit chinesischen Schauspielern Schriftliche Angebote unter 1842A an den Gießener Anzeiger erbeten. Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Mutter und Großmutter sagen wir herzlichen Dank. Frau Elisabet Rothermel P. Rothermel nebst Kind. Einige Bezirksvertretungen sind noch an rührige seriöse Firmen abzugeben. — Günstige Lieferungsmöglichkeit. Weitgehendste Unterstützung durch uns. —Schriftliche Anfragen erwünscht. me wird gefundimj nattvmile beitmhme toming d gedankt I findet uns den Kräst in Schule Zeiten un Ardeitgel ständnisd Weg fin! !amvf du christliche' seitdem ich Dr.Diehl bon W 5 Tüchtigen, neronnbten Verkäufern aus befieven Llotonialwarcn- und TeiikateK- aeschäften bietet sich Gelegenheit für dauernde Reiseposten bei ßroher, einnehibrter Markenartikelfabrik in Vebenömiticln. 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Oroßen-Linden, den 12. März 1924. Die Beerdigung findet Samstag, den 15. März, Die Vertretung mit Zabriklager einer altangesehenen TabaKfabrih ist für Giehen und Umgebung frei. Nur Fachleute mit solidem Kundenkreis und besten Referenzen wollen schriftliche Angebote unter 018166 an den Gießener Anzeiger richten.___________ Berren-Socken . qn reine Wolle, extra fchwer. Paar LZU Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, dem Gesang- und Turnverein lür seine zahlreiche Beteiligung, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden und allen denen, die unserem lieben Entschlafenen das letzte Geleit gaben, sagen auf diesem Wege innigsten Dank Familie Adam Ulm Familie Ph. Amend II. Zigarrenfabrik sucht arbeitssreudigen zielbewussten Weisenden gegen gute Bezahlung bei dauernder Stellung. 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Auf unserer inneren Geschlossenheit. auf der warmherzigen, alle Volksgenossen erfassenden brüderlichen Gesinnung ruht Rettung, Heil und Zukunft der deutschen Volksgemeinschaft. Wer im Gegensatz zu diesem Geist der Dokksgemeinschaft «""ensüchti-'en Int^e^m- standpunkt vertritt und damit mate- bCen Klasten- kampf führt, ist kein deut>chnationaler Mann. Der durch Krieg, falsche Erfüllunqspolitik und marxistische Doktrinen herbeigeführcke Zusammenbruch unserer Wirtschaft verlangt zur Rettung des Volkes und Erhaltung seines Lebens äußerste Anspannung und größte Sparsamkeit. Don jedem deutschnattonalen Arbeitgeber erwarten wir insbesondere, daß er das ihm in die Hand gelegte Unternehmen in sittlicher Verantwortung zum Wohle des Ganzen führt. Im Kampf um die wirtschaftliche Gesundung mutz unser kostbarstes Aationalvermögen, die lebendige Arbeitskraft, vor Ausbeutung und Raubbau bewahrt werden. Unverbrüchlich steht für uns fest, daß die vaterländische Arbeit an der Wiederaesundung nur gelingen kann, wenn alle in der Wirtschaft Tätigen gemeinsam Zusammenwirken und jeder Volk- zersetzende Kamps aufgegeben wird. Am Klassenkampf ist Deutschland zusammengebrochen, und nie wird mit ihm oder durchs ihn die Wieder- gesundung erfolgen. Er ist der Feind der nationalen Arbeit. Kein Arbeitgeber, kein Arbeitnehmer ist national, solange er in der Betonung des Gegensatzes und im Klassenkampf- gedanken verharrt. Aur im lebendigen Christentum findet unser Volk die aufbauenden und erhaltenden Kräfte, deren es in Staat und Wirtschaft in Schule und Haus bedarf. So schwer auch die Zeiten und so beschränkt die Mittel sein mögen — Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen in verständnisvoller Zusammena beit auch heitte den Weg finden, der führen wird aus dem Klassen- kampf durchs die Gemeinschaft aus völkischer und christlicher Grundlage zur Freiheit des Volks. Die Wohnungs- und Dauland-Frage in Gießen Wie in allen Städten, so ist auch in Gießen die Wohnungsfrage immer mehr eine der allerdringlichsten Aufgaben der Kommunalpolitik geworden. 1897 Wohnungsuchende waren am 1. Dezember v. Hs. beim städtischen Wohnungsamt gemeldet, bis zum l.März d. Hs. ist diese Ziffer aus 1948 gestiegen. Demgegenüber stand ein Angebot von 42 neu- und 18 umgebauten Wohnungen im ganzen Jahre 1923, im Februar ds. Hs. kamen nur vier neue Wohnungen zur Vergebung in Betracht. Eindringlicher als Worte legen diese wenigen Ziffern den großen Aotstand dar, unter dem weite Kreise der Bürgerschaft, in unzulänglichen Räumen mit anderen Familien ^usammengedrängt, oder in gesundheitliche höchst schädlichen Gelassen hausend, je länger, je mehr zu leiden haben. Die Stadt und die auch mit Reichsmittesn unterstützten Dauvereine taten bisher in anerkennenswerter Weise ihr möglichstes zur Bekämpfung des Hebels, aber ein? durchgreifende Lösung konnten sie natürlich nicht erzielen, weil ihnen dazu die andauernde finanzielle Kraft fehlte und die Gestaltung unserer gesamten Wirtschaftsverhältnisse den Berg der Schwierigkeiten immer unüberwindlicher machte. Es ist auch Völlig verfehlt, alles Heil in dieser Hot nur von der Stadt und den Bauvereinen zu erwarten. Aotwendig ist vielmehr, der privaten Bautätigkeit wieder die Möglichkeit zur umfassenden Betätigung auf dem Gebiete der Wohna/rgsprodak- tion zu verschaffen. Dazu ist freilich erforderlich, daß mit der Wohnungszwangswirtschaft Schluß gemacht wird, die neben den allgemeinen Schwierigkeiten der Zeit wohl die< meiste Schuld an der heutigen Wohnungsmiserc trägt. Ratursich kann die Wohrungszwangswirtschast nicht so ohne weiteres zu einem nahen Zeitpunkt außer Kraft gesetzt Werden: hier ist notwendig, daß im Interesse der Mieterschaft das Kündigungsrecht des Hausbesitzers uird auch die Mietpreisbestimmung für eine gewisse Hebergangszeit noch in bestimmte Fesseln gelegt werden, um mancherlei menschliche und soziale Anerträglichkeiten hintanzuhal- »I! IMII HIHI IIIIIHIH IIIIIIIIIIIIIB I II llllll IIH Geschichten Dtm Paul Ehrlich. Ein Erinnerungsbuch „Paul Ehrlich als Mensch und Arbeiter" erscheint soeben zur Crinnerungs- feier an feinen 70. Geburtstag am 14. März aus der Feder seiner langjährigen Sekretärin Martha Marquardt b:i der Deutschen Verlagsanstalt in Stuttgart. Der Entdecker des Salvarfans war eine echte Gelehrtennatur, die, ganz ihrem großen Werk hin gegeben, die Umwelt vergaß. Der weltabgewandte Forscher war aber zugleich der gütigste Mensch, der die ganze geniale Kraft seines unendlich arbeitsreichen Lebens zum Wohl der Menschheit einsetzte. Die Verfasserin erzählt uns, wie er von seinem Institutsdiener, dem „Mädchen für alles" Kadereit, bemuttert wurde: „Ehrlich gegenüber seine Stellung nie vergessend, spricht Kadereit von ihm gern als dem „Vater". Mache ich ihn aufmerksam, daß Kleinigkeiten an Ehrlichs Kleidung nicht ganz in Ordnung seien, sagt er gutmütig: „Ra, da wer'n wir man den Vater jleich wieder in Ordnung bringen." In Ehrlichs Studierzimmer zu Hause wie in seinem Arbeitszimmer im Laboratorium waren sämtliche Tische, Stühle und Sessel, ja der Fußboden mit Stößen von Akten, Büchern und Zeitschriften bedeckt. „Zwischen den Bücherstößen bleiben auf dem Fußboden zum Gehen nur schmale Streifen, und da er stets im Studierzimmer frühstücken will, muß täglich ein kleines Tischchen hineingestellt werden. Eines Morgens, beim Hereinbringen des Frühstücks, stolpert das Mädchen mit dem Tablett, das Tischchen fällt auf Ehrlich, und der Kaffee ergießt sich auf ihn and die Umgebung. Doll Schreck läuft das Mädchen hinaus. Ehrlich aber sagt nur Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) ten. In dieser Uebergangszeit muß aber die Behandlung der Wohnungsfrage durch die Wiederbelebung und Förderung der privaten Bautätigkeit so neuorientiert werden, daß die Zcvangs- bewirischaftung zu einem absehbaren Zeitpunkt t>on selbst hinfällig wird. Dieie grundsätzlich? Reuordnung kann die Stadt Gi.'ßrn selbstverständlich nicht von sich aus vornehmen: allenfalls könnte sie bei den Landesund R.ichsbehörden auf die Schädlichkeit und Un- haltbarkeit des jetzigen Zustandes mahnend aufmerksam machen. Darüber hinaus dürfte die Stadt jetzt, nach dem Wiedereintritt stabiler DerhältN'sse aber in der Lage sein, zur Delänrrfuir der Gi- ßener Wohnungsnot neue und großzügige Weg- ernzuschlagen. Wir denken da" D an die teilweise Einsetzung unseres Waldbesitzes zum Zwecke der Geldbeschaffung und der Baumaterialgcwinn"ng: in letzterer Hins cht u E. dergestalt, daß das Recht zum nächsten Holzeinschlag gegen sofortige Be eitstellirnq baue.tige Hölzer ausgetauscht wird. Bä direktem Derkeh zwischen einem Großsägewe k und der Stasi! könnte natürlich eine erhebliche Ve.billgung Co Materials erzielt werden, und w..rn man ein vberhessischcs Sägeweck für diese Re -elung ge= toinnen könnte, so würden auch die Frachtkosten nicht allzu stark ins Gewicht fallen. Eine großzügige 'Bautätigkeit ist aber vor allem noch, von einer anderen, außerordentlich bede it amen Do bebingung abhängig. von der beschleu«rig en und gründckchm Löiung der B a u l a n d f r a g e. Don dem Gckände, das für die Wohnungsp.o>.iktion schon seit Jahren in Bet rach L’onmi, it bis jetzt verschwindend wenig aufgeschlossen. Die Schwierigkeiten der DolkSernäprung in den letzten Hahren und noch mancherlei andere Gesichtspunk' - haben zu einer umfangreichen Heran iehunz 3 Geländes zum Kleingart.nbau und K.einfeldbaa g.führt, und z'var in einem Ausmaß, durch das eine groß onontiorte Baugelandepolitit beeinträchtigt werden mußte. Mit der fol-e.chn.tte.ren Besserung der Deckorqungsverbäckni s? dürst m di fe Gründe an Durchsch.agskrast start eingrb:ißt haben, und man sollte nun nicht mehr zog m, dir Erch'i -ßung des Geländes in ärcßem Stil tatkräftig vorzu nehmen. Di-r Arbeiten könnten zurzeit noch unter sehr günstigen Bedingungen erledigt werden und einem großen Teil der etwa 500 Vollerwerbslosen, die wir immer noch in unserer Stadt zählen, Beschäftigung bieten. Auch hinsichtlich der Kostendeckung stehen der Stadt jetzt noch Möglichkeiten zu Gebote, die später wohl kaum mehr a i-utreffen sind: da es sich hierbei um gcmeinnü ge Ar^e .en handelt, könnten die Mittel der pro^u.noea Erwerbslosenfürsorge von der Stadt in An pruch genommen unb die städtischen Selbstkosten beträchtlich herabgemindert tverden. D.ese Kostenersparnis wäre um so angenehmer, als die Stadt für die Beschaffung von Wasserleitungs-, Kana- lisations-'usip.-Materialien für die Bnureifmach- ung des Geländes ohnehin sehr bedeutende Summen flüssig machen muß, für deren Deckung natürlich die Straßenanlieger in Form der Beiträge zu den Straßenbaukosten wieder heranzu- ziehen sin-d. Im Hinblick auf die Finanz- Verhältnisse ist es selbstverständlich nicht möglich, die gewaltige Ausgabe gleich in ihrem vollen Umfang durchrustch en. Rian wird sich einstweilen mit der abschnittsweisen Erledigung dieser Arbeit bescheiden müssen, immerhin sollte sie — da die Stadtverwaltung doch sicherlich entsprechende Pläne vorbereitet hat — überall da alsbald begonnen v>erden, wo alle Vorbedingungen erfüllt sind. Bis der erste Dau- abschnitt abgeschlossen ist, werden sich wohl auch die finanziellen und technischen Vorbereitungen zur Inangriffnahme des folgenden Abschnittes erledigen lassen. Wenn man sichi vor Augen hält, daß die Wohnungszwangswirtsch-ast doch die längste Zeit 'bestanden hat und mit ihrem Abbau, auch wenn dieser nur schrittweise erfolgt, eine entsprechende Belebung der privaten Duu- lust zu erwarten ist, so ergibt sich von selbst, daß eine Weitausschauende Kommunalpolitik die Taulandsrage vorher so weit.gelöst haben muß, daß der Daulust das Gelände Bereitet ist. He schneller und je umfassender das geschieht, desto günstiger sind die Aussichten zur Besserung der Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt. Aber nicht nur die Stadt allein muß sich in dieser Frage in großzügiger Weise neu einstellen, auch die Bürgerschaft selbst, wenigstens soweit sie am Dau- und Wohnungsmarkt direkt interessiert ist, kann und muß hier produktiv Mitarbeiten. Wir haben in unserer Rr. 58 vom Samstag ein interessantes Beispiel aus unserer Rachbarstadt Friedberg berichtet, wo die Handwerker sich zu einer Wohnungsbau-Genossen-chast zrllammenge'chlossen haben mit dem Ziel, durch den Wohnungsbau ihrem Handwerk Arbeit zu verschaffen. Dieses Beispiel sollte von unseren örtlichen Handwerksorganisationen mal ftubiert und seine Durchführbarkeit auch in unserer Stadt erwogen werden. I Einer solchrn Genossenschaft könnten vielleicht auch die Wohnungsuchenden als Mitglieder beitreten, um durch' ihre Geldoeihilfe die Bautätigkeit zu fördern und sich auf diese Weise schneller ein crgei.es Heim zu sichern. Ratürlich bestehen auch nach dieser Richtung hin nicht geringe Schwierigkeiten : so vor allem die Kapitalarmut des Handwerks, das in der Inflationszeit sehr schfvei gelitten hat, und die verminderte Zahlungskraft der wei tsten Mieterkreise, deren Einkommen meist benfalls sehr erhe'lich ter u jt ist. Aber schließ - ich dürften diese Schwierigkeiten wohl auch nicht unüberwindlich fern, wenn nur mit Tatkraft und Ausdauer an ihre Beseitigung herangegangen vird. Das erste Erfordrr lis ist zun.ichst, daß wir rlle, Stadt und Bürger, die durch die ck flationszeit zwa rgsläuag herbeigrührte Passi- ität auf dem Gebiete der Woh lungsfrage von uns werfen und mit festem Willen zur weitgehenden Aktivität an dre Bekämpfung oieses Uebels neu Herangehen. Wenn wir nicht endlich alle miteinander mit ganzen Kräften aus oem Sumpf herausstrebrn, werden wir nie wieder tragbaren Boden gewinnen. Wirtschaft. Vom Weltqrtr id'markt. Im Mittelpunkt des Interesses am Produktenmarkt der verfloss me i Woche stand die Erklä ning der russischen Regierung, die Getreideausfuhr stark ei.'.schränken oder ganz unter- 'i'b n zu wollen. Im allgemeinen tonnte man schon in den vorhergehenden Wochen ziemlich starke Rückkäufe der russischen Regie-ung bemerken. Im Zusamm" h'nz damit waren auch neue Kontrakte seit längerer Zeit nicht abgeschlossen, so daß der Einfluß auf die einheimischen Märkte im allgemeinen ziemlich gering blieb. Erl i'btert wurde der Produktenve'ckehr durch bte neue d.ngs einge'retene Ermäßigung der Frachttarife, die allerdings noch nicht in dem Maße erfolgt ist, wie es zur Fördern iq und Der- Billigung des Handels zu wü ischen wäre. Aus Polen kommt die interessante Meldung, bafj die polnische Regierung einem deutschen Ge- tr idehä dte -Konsortium ein Exportmonopol erteilt habe. Polens Landwirtschaft litt bereits seit längerer Zeit an einen außerordentlichen Uebsr- fluh an Getreide, und es war im allgemeiner« zu erwarten, daß es den polnischen Landwirten gelingen werde, das anfängliche Sträuben der Regierung zu überwinden. Auf den deutschen Märkten ist das Getreidegeschäft verhält: ismäßig still geworden, die Preise eher etwas anziehend. Kleinerer Bedarf an Rogg n lag von den Mühlen vor, doch trat Bi'r die Rcichsgetreidestelle mit ziemlich umfangreichen Abgaben auf. Man spricht davon, daß die R. G. bei ihren Getreidekäusen und -Verkäufen bereits ziemliche Derluste erlitten habe und auch die letzten Verkäufe zum Teil unter dem Einkaufspreis erfolgt sind. Für Gerste war wenig Begehr. Kleie wurde dagegen reichlicher gefragt. Im Hafergeschäft bemüht man sich, die Ausfuhrerlaubnis gehörig auszunuhen, was gerade jetzt nach Aufhören des Frostes und Freiwerden der Wasserwege stark ins Gewicht fällt. Was die allgemeinen Witterungsverhältnisse betrifft, fo scheinen die Aussichten nicht allzu ungünstig. Die Befürchtungen, daß eine überwiegende Zahl der Wintersaaten auSgetointert seien, scheint sich nicht in vollem Umfange zu bestätigen. Die Berichte aus Rorddeutschland allerdings Hingen nicht allzu optimistisch, während dagegen in Süddeutschland die Verhältnisse ganz zufriedenstellend sind. Die Ausfuhr Rordamerikas in der Woche vom 3. bis ca. 10. d. Mts. belief sich auf 678 000 Quarters Weizen. Die Ausfuhr Argentiniens hat etwas abgenommen, und zwar von 566 000 auf 455 000 Quarters. Die Gesamteinfuhr Europas an Weizen Betrug in der abgelaufenen Woche 1 470000 Quarters Weizen und Weizenmehl gegen 1 305 000 Quarters in der Vorwoche und 1 380 000 Quarters in der gleichen Zeit des Hahres 1923. Die Lieberschüsse Australiens gelangen auch diesmal wieder in ziemlich starkem Maße auf den Markt und vermehren die Konkurrenz, die die Vereinigten Staaten bereits in Argentinien besitzt. Die Ausfuhr aus Rordamerika und hauptsächlich Canada nach Japan hat bemerkenswerterweise stark nachgelassen. * * Abbau der Börsenumsahsteuer. Das Reichsfinanzministeriuim erklärte in e uer Besprechung mit dem Zentralverband beS Deutschen Bank- und Dankiergewerbes seine grundsätzliche Bereitwilligkeit zu einem Abbau der Börsenum- sah steuer unter der Voraussetzung, daß die Dank- Provisionen ebenfalls ermäßigt würden. Dies wurde zugesagt. * D i e englische Kohleneinfuhr über Hamburg. Im Hamburger Hasen sind zu Kadereit: „Hetzt läuft sie auch noch davon, die dumme Gans, statt es wegzuwischen: das gibt doch Flecken auf dem Fußboden" und fährt — ohne Frühstück in das Institut." Das gleiche -Bild in dem Arbeitszimmer des Instituts: „Aas dem Sofa hat wohl nie ein Mensch ge essen. Seine ganze Sitzfläche ist hoch bepackt mit Büchern, Zeitschriften, Akten usw., so hoch bepackt, daß die Stöße mit der Kante der Rückenlehne fast eine gerade Linie bilden. Das gleiche Schicksal teilt der Schreibtisch, der Dich gegenüber in der Ecke, das Regal unter dem Fenster, die beiden Stühle vor dem großen Regal, so daß in der Tat nur ein einziger Stuhl — Ehrlichs eigener — frei ist. In dm ersten Hahren muhte, wenn hoher Besuch angesagt war, das Kanapee für den Tag ab geräumt werden: dann wurden die ganzen Bücherstöße von Kadereit — unter das Sofa geschoben und am nächsten Tage wieder, genau in derselben Reihenfolge, daraus gesetzt. Später aber war der Aufbau so mächtig angeschwollen, daß das nicht mehr möglich war." Ein so wunderbares Gedächtnis Ehrlich für seine Forschungen besaß, so vergeßlich war er sonst: „Er schreibt Postkarten an sich selbst, um Wichtiges nicht zu vergessen, und seine Mrkette trägt einen dicken Knoten, der allerdings nie gelost wird. Wenn auf einem großen Briefumschlag mit einigen Schriftstücken aus der Berliner 3eit in seinen eigenen charaktervollen Schriftzügen zu lesen steht: zurückzubringen an Pro. >stor Ehrlich, Lützow- st raße 88" und auf einen anderen großen Üim- schlag die Frankfurter Adresse und .Finde.' erhält 10 Mark", so mag das auf Paul Ehrlichs Selbsterkenntnis hindeuten, gelegentlich ein wichtiges Schriftstück in der Dahn oder Droschke liegen zu lassen." An Feiertage muh er stets längere Zeit vorher erinnert werden. Am Montag sagt ihm z. B. die Sekretärin: „Herr Geheimrat, Donnerstag ist Feiertag." Ohne seine Arbeit zu unterbrechen — irgend eine mißfarbene Losung wird gerade über der Flamme eifrig geschüttelt — und ohne aufrublicken: „Ha, wieso denn?" „Himmel-- sahrtstag, Herr Geheimrat." Das Reagenzglas wird eifrig weiter geschüttelt. Ehrlich verfolgt aufmerksam die sich darin abspielenden Vorgänge, und> ganz gedankenverloren sagt er: „Wieso denn Himmelfahrt? — Eine wunderschöne Reaktion!" Pünktlichkeit gehörte nicht zu seinen starken Sei en. Er hatte stets mit seinen Forschungen zu tun und kn in zur Ausarbeitung seiner Vorträge erst immer In der letzten Minute. Vor seiner Amerikareise 1904 lieh er sich monatelang Besuchern gegenüber damit entschuldigen, daß er seine Vorträge aus- arbeiten müsse. Pros. Hund aus Boston prophezeite aber, er werde sie erst auf dem Dampfer schreiben. Als Hund ihn in Baltimore besucht, eine Stunde vor dem ersten Vortrag, begrüßt ihn Ehrlich mit den Worten: „Sie haben mir großes Anrecht getan. Sie sagten, ich würde meine Vorträge auf dem Dampfer ausarbeiten. Das tat ich nicht. Ich bin jetzt dabei — den ersten zu schreiben." Rur mit seinen Zigarren war Ehrlich lehr ordentlich. Als er zum ®m?faig des Nobelpreises nach Stockholm kam, lieh er sich alles Gepäck ruhig ab» nehmen, aber von 2 Zigarrenkisten, die er unter dem Arm trug, wollte er sich nicht trennen: „Alles, nur nicht meine Zigarren, wirklich gute Zigarren! Don der so häufigen „Geistesabwesenheit" des Forschers erzählt auch die folgende Freitag, 14. März 1924 laut „Industriekourier" in ter Zeit vorn 23. Febr. bis 7. März 312 650 Tonnen (vom 9.-22. Febr. 241 210 Tonnen) englischer Kohle eingelaufen. * Die Bewertung des Betriebskapitals bei bei Der mögens steuer 1 9 2 4. Der Zentralverband des Deutscher Großhandels teilt mit, daß nach den Durchsührungs- ’ ^ immunge’ für b e Vermögenssteuer 1921 anstatt der Anschaffungs- oder Herstellungspreise LD.n 31.12. zö vie Vorräte an Rohstoffen, Halb- fab.-tBaten, Fertigfabrikaten sowie Waren mit den Preisen vom 1. April 1924 eingesetzt werden köw uen, wenn biefer Preis niedriger ist. * Großer Erdölfun bin Hannover. Wie von zuständiger Seite mitgeleilt wird, ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Erdöl A.-G. in der Gegend von Celle (Hannover) mit einer tn Deutschland bisher unerreichten Oelproduktton fündig geworden. Trotzdem zur Sicherung der Produktion die Sonde stark gedrosselt ist und nicht im vollen Ausmaße ihrer Leistungsfähigkeit, die auf ein mehrfaches ihrer augenblicklichen Produkt tion zu schätzen ist, produzieren kann, läßt sich die tägliche Ausbeute mit 300 000 Kilogramm annehmen. Die Bedeutung des Fundes wird ersichtlich, wenn man sich klar macht, daß die Produktion dieser einen Bohrung großer ist als die gesamte übrigc deutsche Produktion und daß bei bei4 Ratur des Lagers eine langdauernde Produktion zu vermuten ist. Das Oel stammt aus der erheblichen Tiefe von 750 Metern, aus der in Deutschland bisher noch kerne Produktion gewonnen wurde. Für die Deutsche Ordöl A.-G. bedeutet die Erschließung des Lagers etwa eine Verdreifachung ihrer Produktion. * Die Steinkohlenforderung Deutsch-Oberschlesiens im Februar belief sich laut „Industrie-Koarier" bei einer fördertäglichen Leistung von 39 188 Tonnen (Han. 37 978 Tonnen) auf insgesamt 940 510 Tonnen (987 419). Der Absatz innerhalb Deutsch-Ober- schlesiens Betrug 405 566 (518 274) Domren. Rach dem übrigen Deutschland gelangten 517 769 (538 102) Tonnen, nach dem Auslände, und zwar nach Polnisch-Oberschlesien 5323 (4613) Tonnen, nach Deutsch-Oesterreich 648 (0) Tonnen. Der Kohlenbestand betrug am Ende des Berichts- mo^ats 105 426 (79 527) Tonnen, der KvkÄe- stand 29 743 (22 012) Donnen. Die Wagengestellung war durchaus regelmäßig. Es wurden insgesamt 73 631 Wagen (76 101), arbeitstäglich 3068 (2927) Wagen angefvrdert und gestellt. * Englische Stimmen über zu hohe deutsche Preise. Rach englischen Berichten haben sich die Preise auf der Leipziger Messe weit höher gestellt, als die anderer konkurrierender Länder. Hauptsächlich kommen da gegenwärtig Frankreich und Belgien in Betracht. Luxuslederwaren werden als 30 v. H. höher als französische bezeichnet. Trotz der Herabsetzung des englischen Zolls auf deutsche Waren für Reparationszwecke glaubt man in England nicht, daß bei den gegenwärtigen Preisen für die deutschen Fabrikanten große Aussichten auf englisches Geschäft vorhanden sein werden. * Deuts cherBerzicht auf spanisches Erz. Die deutscherseits unternommenen Demüh-- ungen, erträgliche Absatzbedingungen für die Ein- fuhr deutscher Erzeugnisse nach Spanien zu erzielen, sind bisher gescheitert. Trotzdem die deutsche Währung seit vier Monaten stabil ist und die deutschen Preise über Weltmarktpreise liegen, hält die spanische Regierung an der Erhebung eines völlig unberechtigten und untragbaren Valutazuschlags fest. Infolgedessen kommt einerseits die Ausfuhr deutscher Erzeugnisse nach Spanien mehr und mehr zum Erliegen. Andererseits wird die Beschaffung der zum Ankauf spanischei Rohstoffe erforderlichen Peseten immer schwieriger. Führende deutsche Eisenhüttenkonzerne, die früher ihren spanischen Grzbezug vielfach mit der Lieferung von Maschinen, Apparaten usw. be- zahllen; haben sich nunmehr dazu entschlossen, ihren Erzbezug aus Spanien solange einzustellen, bis die spanische Regierung bereit ist, die deutsche Ausfuhr nach Spanien unter den gleichen ‘Be* bingungen zuzulassen, wie sie anberen Ländern gewährt toerben. * Konjunkturumschwung in den Vereinigten Staaten? In amerikanischen Handelskieisen beklagt man sich darüber, daß das Geschäft anfängt zurückzugehen. Die Haupturfachen sind in den hohen Herstellungskosten und dem Sinken der europäischen Wäh.nngen za suchen, andererseits trägt auch die unsichere politische Lage dazu bei. Die Säöffnungen auf eine Herabsetzung der Zölle durch die Anwendung des dehrbaren Tarifs und auf eine daraus folgende Derbllligung der Preise sind vergeblich gewesen. * Die Produktion des Ford-Konzerns im Hahre 192 3. Henry Ford hat im Vorjahre 2200000 Kraftwagen aller Art fertiggestellt und hofft, im lausenden Hahre die Zahl auf 2 500 000 bis 2 600 000 zu bringen. Geschichte. Er lieh Versuche mit Ratten machen: als keine Ratten mehr da waren, wollte der Mitarbeiter Mäuse nehmen. „Rein, Sie müssen Ratten nehmen," erklärte Ehrlich ungeduldig, „denn die haben - Schwänze." Als der andere bescheiden darauf hinwies, daß Mäuse auch Schwänze hätten, dachte Ehrlich nach und sagte dann, eifrig nickend: „Ganz recht, Mäuse Baben Schwänze,, eine sehr gute Beobachtung!" Eugen Diederichs, Kölner Ehrendoktor. Die philrsophische Fakultät der Universität Köln hat dem Berlagsbuchhändler Eugen Diederichs in Hena „in An -rkennung seiner unver- drrssenen und opferfroh n Arbeit für die deutsche Kultur" die Würde eines Dr. Phil. h. c. verliehen. Mit vollem Recht wird hier durch die junge Kölner Universität die Lebensarbeit eines Mannes geehrt, der mehr als mancher zünftige Akademiker bestimmend auf das geistige Leben Deutschlands eingewirckt hat, indem er seinen aas kleinsten Anfängen auf gebauten Verlag, immer in uneigennütziger und weitschauender Weise, neuen und zukunftskräftigen Iden und Persönlichkeiten geöffnet hat. Als Mitbegründer des „Werkbundes" hat er dem neuen Buchgewerbestil an erster Stelle mit zum Siege verhalfen. Der Hugendbewegung und der Volkshochschule hat er als tätiger Freund nahe gestanden. ülrsprünglich praktischer Landwirt, gründete er nach Staaten- und Wanberjah.er seinen Verlag in Florenz, verlegte ihn je Dorf), bald nach Leipzig und endlich, um seiner Thüringer Heimat und der Srabifra des klastischen Deutsch- Tar.b nahe z-a sein, nick ? ?.ri 3n Billionen Prozent Datum: ^orfenhitye. (Ohne Gewähr.) Rkberf Montan ..... Lellus Bergbau........ &amburg.«merika Pak«. « orddeuischrr Llovd..... Eheramstche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Phtltvv Holzmana...... Anglo-Eont.-Guano Badische Anilin........ Chemische Mayrx Alapin. . . Goldschmidt......... Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung Nütgcrswerke Echcideanstalt Alla ElektriiitStll^esellschatt Bergmann ...... ?)tainkraftwerke ....... Schultert ..... Siemens T'**-. 1*. März Geld Brick Re art. °/. 18,95 65,1'4 110,72 15",68 f ,08 4,19 18.10 18,85 15,26 4,79 T',22 56,75 .,28 12,87 ichwetirr Note» ..... ronjitsifche Rote» ........ Hnllche Noten...... chwevische Noten olländislye Noten........ eutsch »Oesterreich, i 100 Kronen merikanilche Rorea ...... Englische Roten ...» ttl.tttenische Note«......... Belgische Noten....... Ungarisch» Noten..... Tschechoslowakische Note». .... Norwegisch» Noten ...... Rumänisch, Note« Svanstck« Note« ■ • - - 73,18 18,9 65,36 111,28 157,54 6,12 4,21 18,20 18,9b 15,34 5, 1 12,"« 57,04 2,80 53,13 5 voll 5 15 2 5 1 2 voll 5 voll 4 5 voll 5 Telegrapytsche Auszahlung. -_________(Ohne Gewähr.)___________ 12. Mari 13 März Revart. Amiltche Notierung •llmtlid): Jtoticru i ] o Geld Brie' (Seiö T^rtef 12. 13. Amg.-Nou. 156,11 156, 4 156,88 1b7,64 2 2 Brsi-.A'Nw. 14 3; 14,44 15,26 15,34 3 2 Etirilliantn. 56,55 66,8 56,76 L7.Ü1 3 3 Kopenhagen 04,84 65,16 65,24 €5,;6 3 2 Stocfbolm . 110,2? 110,7.1 11 ,72 111,23 3 2 HelsnigforS- h>,57 10,63 10,57 10,83 3 2 Fmlkeu . 17.70 17,8' 17 96 18,04 3 2 l'onbo't 18.005 18,095 18,1'15 18,195 2 2 •J. Zu haben in allen Apotheken Fabrik, u. Versand: Löwen-Apotheke, Mainz, Prima Speise- Kartofietn emvstehlt billigst W. Handel flatloneibanölir g 7 Neuen Bane 7 Telephon 612. ni7W» MieiMW. Dienstag, 13. 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Aumann 17901) 50 ■ ,sf. 50 ■ V jjfl&intll »u, linb tkia >n ■ MO das S»l|chl>eb»nS' feiiwnt «1'11 knlüODkr ton, um den (re&Ü zu bw plDe d>"a^ sichen. 3n o dar Pariam« fot Pnincae ter ÄiimmcT Sigsgesch, isaelelia^ Mast Sa|«ns. w Selhfieltrnm »”"7< von Inf«.? M *!, s« 11 fi 5ü S Hel die tt ö b, Ä bb QI, ste Ge in abs mäs De. gern ii De An holt l Del An unb( hinzu ®eti 5 E ^eti iume Qi Nqi 2 T