Nr. II fr|»e nt f8gHA, ewftt Sonn» unb «leifracs, W» UberSamst ocsltilaqt: Oiefcener^omilienblGtter DoditN'Bt jticsprtls 70 ®o(bpfenntg ein- schließlich Trägerlohn, such lei ‘j id)txa4»i»aile lOGoldplenni^. |*t ao» huime-njcigeiO-Zü n n toctue X> u>oibp|enmfr Pta noci^n.i iJ . X»le schlag. - t»eraA»»orlUch |ui ♦.•jüubn. Jeu'Beion: Dr Setebr. lÜdUMnj«: |ur »en »jrigen *.U2 tmp dUm chein. or ben »nieigenud. >ans MA, »H 4< Ja#..»0U$artl Preis ir I GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen t>m(! mb Detlef: VrLhllche UuiverfftLlr-vuch. und Steinbradtrei R. Lange in Sietzen. SdjriftleltBug awb -eschiftrRele: rckiilftatze 7. General de Metz feierte den ©«töteten ht einem in französischer Sprache cefciltenen München, 14. Jan. (Prid.-Tel.) Ter britische Generalkonful in München, El ves, ist Sonntag früh noch der Pfalz abgereist, «m im Auftrage seiner Ttegicrung übet das Vorgehen der Franzosen Im Zu- sammenhanz mit dem Treiben b-.t Leparalistcn sich zu orientieren. Seine Abwesenheit von München wird etwa fünf Tage dan.tn. Die das „Echo de Paris" mittcilt, wird der De- neralkonsul während sein.r Engnet' nicht von einem franzosifctzen Lfsizier, fontem von einem französischen Beamten begleitet werden. Tas bedeute allerdings nicht, datz die französisch« Regierung sich grundsätzlich vor einer selbständigen Enquete beugen werde, sie bleibe dabei, datz eine Enquete allein von der Aheinlandkommission durchgeführt nxrZxn könne. Die französische Regierung hatte dah?r ihren Protest aufrecht, sie habe es aber fit opportun gc* hatten, in der Form etwas nachzugeben. England und die Pfalz. Die britische (Enquete zur Untersuchung der Separatistengreuel. Die MilitärKontrolle in Stuttgart. Stuttgart, 12. Oan. CDclfft) Anläßlich der Besucht der Interalliierten Ml.itarkommt'- fron beim Weh, kreis kornrnando 5 in Der streße kam es heute zu einer K u n d g e b u n g einer Anzahl junger Leute, die Ivhttcife der Autorität der Rhcinlandkommiifion Al'biuch tun. Das oerftof1« gegen bieRbein» landakle und gegen die Geschäftsordnung der Rbeinlandlommission. 1921 ha e die Rhe'uxlanb- bommisslon bestimmt, datz das Exequatur des Deutschen Reiches für ausländische Kcm'uln im besetzten Gebiet nur nach Zustimmung der Rheinlandkvmmtssion gültig sei. Es müsse also die Frage aufgewor en toerbzn, ob der Generalkvusul Elive um di« Genehmigung na chgesucht Haie. Das Echo de Paris' erklärt, datz baS n ich t der Fall sei. Die französische Regierung werde d c britische Geste damit beant- wciten, datz sie offiziell bestimmt, wer Elioe bei der Reise bealcitet. waS denn ja auch im obigen Sinne gcfchehen ist. Die Tat von Speyer. Der Stand der Lohnbewegung. 3m allgemeinen kann man sagen, datz In den letzten Wochen der G o l d l o h n t a r i f fast überall zur Einführung gelangt ist. Die Festlegung der G r u n d h öh e des Goldlohnes ist außerordentlich wichtig, weil dieser Lohn für längere Zeit — genau wie es im Frieden war — festliegen soll und er als Grundlage für die gesamte Preishöhe dlenen muh. Wesentlich ist, datz die Grundhöhe des Lohnes auf die innere Kaufkraft berneuen Währung von grobem Einstich fein wird. Diese tft größtenteils abl>mgig von der erzeugten Gütermenge. Wird die GrundlohnhShe zu hoch festgesetzt, so wird dadurch einerseits der Anreiz zur Gü.ererzeugung unterbunden, andererseits erhält der Lohnempfänger mehr Zahlungsmittel, ohne datz auch gleichzeitig mehr Waren verfügbar würden - im Prinzip würden dann die bisherigen unhaltbaren Zustände im Unterschied zwischen Erzeugung und Verbrauch sich nur fortfegen. Selbstverständlich ist eS notwendig, das) der Lohnempfänger ein gewisses Ernährungsminimum und dementsprechend auch ein Lohnminimum haben mutz. Dieses Mlndestmah an Lohn mutz aber in unmittelbare Verbindung gebracht werden mit dem Mlndestmah an A r b e i t S l e i st ung. Je höher die Arbeitsleistung ist, desto höher kann der Reallohn festgelegt werden. Erfolgt die Lohnfestlegung ohne Rücksicht auf die Leistung, dann wird nicht nur die Onflation und das Tempo der Preisentwicklung bald wieder ähnliche Formen annehmen wie in den letzten Moniten, sondern es wird vor allem aud) die Expo rtfähigkeit, von der — wie wir jetzt sehen — ein groher Teil der deutschen Betriebe abhängt, sehr schnell unterbunden sein. Drohe Schwierigkeiten entstehen hier freilich aus der gegenwärtigen Preisgestaltung. Allerdings haben sich die Preise in den letzten Wochen erheblich gesenkt; so ist der Lebenshaltungsindex von 1,5 Billionen Anfang Dezember auf 1,13 Billionen Anfang Januar herabgegangen. Mit weiteren Ermässigungen ist zu rechnen, obwohl ein Teil des Handels in den letzten Tagen Reibung zu Preisheraufsetzungen bekundete. Die Kohlenpreisherabsetzung und der bevorstehende Abbau der Gütertarife werden einen weiteren Preisabbau in Verbindung mit den scharfen steuerlichen Eingriffen schon Hervorrufen. Diese Entwicklung kann durch eine Erhöhung des Lohnniveaus leicht gefährdet werden. Datz dahingehende Bestrebungen im Gange find, beweisen nicht nur einige umfangreichere Streiks (z. D. bei den Berliner Metallarbeitern), sondern auch die Ankündigungen der Gewerkschaften, datz im Januar eine allgemeine Erhöhung des derzeitigen Grundlohnniveaus beabsichtigt ist. da sehr viele Lohnabschlüsse bzw. Schiedssprüche nur bis zum 31. Dezember laufen, ist für die nächste Zeit mif einer Zunahme der Lohn- betoequngen zu rechnen. Wenn diese zu einer Erhöhung des Lohnniveaus führen sollten, wäre der bereits durchgeführte und noch bevorstehende Preisabbau ernstlich gefährdet, zumal die in absehbarer Zeit kommende Er- Höhung der Miete ein neues, für den Be- stand der Währung gefährliches Herauftrei- den der Preise begünstigt. An sich wird gerade die Steigerung ter Miete auf die Ge- stattung des Lohnes und damit auf die Gestaltung ter Preise nicht ohne Einflutz bleiben können. ES wird von grösster Wichtigkeit sein, die damit gegebene PreiSswigerungSten- denz durch gleichzeitiges Senken der Preise für andere Artikel wieder auszugleichen. um den mit der Mietsteigerung eigentlich zu verbindenden Lohnausgleich in einer verstärkten Kaufkraft des bisherigen Lohnes zu finden. Roch für einige Zeit muh jedes weitere Ainauftreiben des Lohn- und Preisniveaus die Ausgleichung des industriellen und des staatlichen Haushaltes erschweren und neue Inflationsquellen erschließen. Den Urbcitncf)- mem und Verbrauchern ist mehr geholfen, wenn sie sich in der ziemlich bestimmten AuS- sicht auf kommende Besserung nixf) einige Zeit mit dem jetzigen Lohn weiter tehelfen, alS wenn sie mit einer rein gefühlsmäßigen Lohnpolitik einen Grund für höhere Preise legen und damit den Zusammenbruch vieler Be- triebe und weitere Arbeitslosigkett verursachen helfen. Rach ruf als einen Freund Frankreichs und legte darauf au der Bahre tm Ramen Frankreichs einen Kranz nieder. Rach bei Stier wurde die Leiche In die Helmal ütergesuhr: Dcr Leiche izug zum Bahnhof wu>de durch separaiisillche •Truppen gc- schützt, die den Zug mit der Sepaiarst.enfahne eröffneten und auch die Rachhul bildeten, wobei ft« Pleife.i und Zigaretten auchteu. — Zudem t»on dem .Matin" n roftirb dem TBillfbuicau von zustanbiger Leite mitgeteitt, datz die Untersuchung. |c*dciI sie von der versassungsmätzigen pfälzischen Rcaie» mng vorgcnoinmen imirte, ergab, datz die Tai nichr von Oberland, sondern von deutsch- gesinnten jungen Leuten verübt worden ist und sich als ein Verzweiflungsakt gegen bie unci hörte 08 c brü düng Dlalctt und daS Auftreten der jungen Leute durch bic Separatisten dars'.ellt. Der nnb ibr genaues Dertrauftein mit den öNlichen Verhältnisses währcub ihre- mehrlägigra Ausent- hallS in bem Hotel hab« > den 2Iugc ueugen der Tal Veranlassung zu dieser Annahme gegeben. Britische Rudrbilanz. London. 14 Zan (WTB.) D-r .Obs rvernennt in einen Lefturtikl über ben Einfluß des Vö terbundes in Europa bi» Zahr 13-3 d>s schlimmste der vier Zahre, He au! bei großen FVH U-taq von B.tfiil.ci g folgt l len S - bi.e mit d.r Wiederaufnahme de > K rie e s gegen Deutschland begönne >. fc t ns F a k- reichs unter schwerer Verletzung des fcicrlldb unterzeichneten Frieden- vertrageS von Versaill«.». Die ui.b ui A - nerion kostete in zwöis Mon iten fast 153 inw-.'d- ncrn des Ruhrgebiets daS Leben und hunderttausend« Menschen wurden von ihrer Wohnstätte und au» ihrem Berus vertrieben. der Abschaum der Bevölkerung wurde ermutigt, organisiert und bezahlt, um die große Mehrheit ihrer Lands eute emzuschuchtern, bis dir Rot fit zwingen sollte, dir Abhängigkeit von einer Ration anzunehmen, womit sie weder Sprache noch Eewohnhrlten gemein haben. Roch m den letzten Wochm habe d e Ermordung Deutscher durch Deutsch.' der unmoralischen Politik ZrunkreichZ ein; neue Veruniwor ung auf- erlegt Das Saaraebiet f i in vieler Ht ftht ein noch luntlcrer Punkt all duS Ru )ig b e und das Rheinland Auch dort w rde aller Scha s sinn ausgcwandt, u*n öic Besetzung in eine Annexion umzuwanbeln Dort s?l d.r Vöikstbund durch die Duldung d:r in seinem Qiamcn bjgancc;t-n Mißbruu-v 'l ett kx cinci Skandal veruri^ tt D.r F^hlsch a i beS Dillker- bundcs könne an der Tatsache ge nesten werd n, datz er an den Hauptdcwegungen des le.jten Wahres in (Siiropa üb. rhuubt nicht teil- genommen Hube CSr sühr? ein hnlieX Das in auf dem Kont-n.nt der c n Million M n cheu mehr unter den Wösten bilte, als In (5ihre 1914 Diese Tatsache, so exschreken) sie sei. könne nach de n .Observer' den Dl,uten an ei tx w rk» lich.n Bend der noch geschaffen werden müste, nicht zerstören. Frankreichs Zuriiekweichrn. Pari». 13. Zan. (W D1 Minis!ervräsident PoincarL fatie Sonntag pormi tag Nen unO ihrem Unwillen acge i den Befuch Au»- biud gab Die Ansammlung nahm einen ter- aSaen9 Umfang an. test starke Pottzetteufte die Menge autetnantertreiben muJUerr 3u einer Belästigung ter Äonuniflion ist es nicht ge- kommen. Die internationalen Sachverständigen. Pari«. 13. San. (Wolf ! Der amerikanische Deleaierte für den Llus'chatz zur Srfvxfchung d^ teuren AuSlandgutbaben R o bin! on ub«' nnttc[te der Presse eine Erklärung, in te. er berrorhebt. er habe bis jetzt l^lne Mit tex- [ung über die Enquete zu machen, di- '^n Paris führte und et beabsichtige auch ruM bic4 Wütig zu tun. Ci begeb: stZ *e an die 21beit mU dem Du^che. die Tallach^'n , unparteiisch zu erforschen, in ter Hvf.muig, da, . Speyer. 14 Zan. es nach dem Wo.ll^iu: ter lian.ib- ftscheu Ank mtegung an die Reichslegicrung am 10. v\inuar nxgen ter .Richtersull^m > ter von der Repa rat io ns komm ist Ion auig tzllten Liefe- tungsprrgramme von Holz und ÄrlMr.i für Stunl- reich Militäri'che ob.r poliltfche >aiKxüe wurtea mit t*m Rubreinmarsch nicht verstern. Sch n am nächsten Tage las man es anders. 3n seiner Kammerrete vom 11 Zannur gab BolncarS als Grund feines Vorg^tenS an, ter Ruh.^inbruch die Deutschiand zur Durchiuh.ung smunzicUex Relotrnm unb der Marllta! I s e.ung (I) zwingen. M n diesem vkUpunft an Hit taixn der sranchfifche Vitnistcrprafttenl in zachtreichen Sonn agsreten, d.p,. malischen Schrislstüch-n und Prrf c u erungen das Thema in mannigfachster 2tei,e, je nach Bedarf. variiert. 'iiinnal h etz es. ter Rul-reinmarsch solle den Deutfchcn .Za hI u n g s w i l len' eiXDvdcn, so z D. in Inst uktirnen an ten Londoner Ditfchaf- ter ein anderes Vlal wurde ausg^sudet. bie Ruhrdesetzung solle Deutschland zur 4r(ennt- n i s seiner Riederlaae brtn^m und zu der Ei sicht, datz es mit Frankreich m.i cm.-m .Stärke- ren" ,u tun texte Dann wiederum sollte die Ruhll setzung ScutldKanb dazu bringen, die Dcrtragoverpslichtungenncht rur lh v- lelifch. sonoern auch praktisch an perfennen. 3n feiner lebten Kamm-rrete im verging men ^ahrt, am 21. Dezember, führte Pouxcar aus. die Ruhr- ! .setzung fei nichts unteres als ehte .Pfand- sicherun g'tz tarnst Deutschland nach Ablauf tes ihm zu bewilligenden Moratoriums nicht renitent werten könne. Bei ter Ueberreichung des Kllegskrcuzes an die Stadt Lourneuve am 25 Teeernter führte Pvincurä aus. d.e französische Reg < ung hrbe durch die Psandnahme an der Ruhr ten deutschen .Qte Da n . Ibmarl ausgrbracht hatte, tnoiu noch 14,3 Milliarten Oolbnuirl and.iv ßeiuunfr-n aus dem Versaitt« Vertrag konmxen?! Die Warkstabittslerung er- zwingen, die b e deutsche Regierung in Ihrer Rote vom 14 Rovernder 1922 vergeblich angeboten Latte? Rein, bat wahre Gesicht Polncarss ficbi anders aus! Die wirllichen Grünte des Ruhreinbruchs - hier sind sie: 1. Sicherung ter Priorität an den beul- schen Leistungen zum Schoten ter übrigen Repa- lationüfliäubiger. 2 Siche.ung ter wirtschaftlichen Vormachtstellung in Europa durch die Herrschaft über Kohle unb Eilen. 3. Politische Machtsicherung burch t ie Verfügung üb r b e teu sk-e Mo st ntnbuftrk sur fianvfil-te Rustu g'zw-.lke. inite onbcte über bte chemisch- Industrie (®if:gi’e). So und nicht anters itelll sich beute bas Ruhruntcrnchmen im Urteile ter Well bar. Die rheinische Goldnotenbank. Köln, 13. ?an. lWc lft.) Bri le nrr Ucbet- mbmc te- Vcifstes ter hefigen HandelSkamrna ciflärte Getelm at Hagen ?ur Frig^ ter rhel- ni"d>» e'ifä.i ch.n ©olbnotenban: I.H freue mich mittetle i >u können, daß tn der Frage bei rb-i > f-> w.sftällschen Rotix nftch-westfälischeu Grof'lnbu- ftdellei nachdrücklichst un rriiützt tourten ist es u:i# gr lungn tec Regie in ng d .von zu üle zeugen, Lxrt Eite Zulaffung bei Rotenbant unter g: willen Kaute len tm ge'amt deut sch-n 3ntereffc liege unb last die Bank so schnell wie m6q- l i ch durchg setzt werten müsse. 3db freue mich weiter mitlci’.c t zu Ginnen, daß ich b-Ute tn ten Ve ttz eines Biiefes kes Reichskanzlers a?- la-fll bin. ter eine Bestftiauna enthU für w TU p ache. tie mit 'bm in B-rlin g t>os'en Worten tft. ES wirb baxwa a5f>inarn. nb biefe 2e- Mngurxgcn. tie von ter Reichs reg er ung als ä u ye rfte bezeichnet werden, von den Franzosen und Belgiern angenommen wer- bm Die Verhandlungen darüber werben sofort ausgenommen werten Die Antworten brr (^iubrnchSmächte in Berlin einnrtroffrtt. •Berlin. 14. Zan. lWvl f ) Der deutsche Geschäftsträger in Drullel. Röbiger, ist in •Bcrlh exngdioffen. Der Ge'chättsträgrr m Paris. Hvcsch. ter fei-te Abrdie to nen lmchter Erkrankung ve.fchi^ben mutzte, wirb Do ausfichtlich cm TienStag früh in Berlin fein. Die ten Ge- schäftsnägern in Paris unb Druffel am § ettag üb erreicht en Antworten auf das teullche Memorandum ton 24. Dezemter find inzwischen durch Kurier In Berlin eingegangen, unb Im 2üii- öärüocn Amt übersetzt worbe-. Da bie beiten Noten zusammen 29 Seiten lang sind, konnte ihre Beatbcilung von ten zustänbigen Regie ungte ft eilen noch nicht beim nm toi.m Da» Ka ineft wirb über bie beiten Holen voran -ch'llch erst beraten, wenn bet teuftche Geschäft »träger tu • Span», v. Hvesch, in Berlin eingeUolfai Ifu . Deulschlandyilse. Innsbruck, 13. 3an. (Wolff) Der 2an» deLhauptmann ton Tirol Dr. Stupf empfing den Reichs tagsabgeordneten und Llniversrtäts- Professor Georg Schreiber, der den Dank deutscher Kreise für die großzügigen Hilfsmaßnahmen Tirols zum Ausdruck brachte. Bisher war- den über 3500 Kinderaus Deutschland nach Tirol gebracht. Der Tiroler ßanbtag bewilligte einstimmig etae Landesspende von 100 Millionen Kro.cen. Ferner beträgt dir 2an- desfammlung Tirols für die Deutschlandhrlfe bis jetzt 150 Millionen Kronen. Dr. Stupf erwiderte mit schlichten Worten, Tirol tue nur seine Pflicht Professor Schreiber brachte im besonderen die Äotlaae der deutschen Studenten zur Sprache und schilderte die Wirksamkeit der Wirtschaftshilfe der deutschen Studentenschaft. Der Budapester Aerzteverbaud hat dem Leipziger LLrzteverband mitgeteilt, daß er Spenden in Höhe von 14Vg Millionen ungarische Kronen gesammelt hat. für die er ein Liebesgabenpaket mit Lebensmitteln für die mit Existenzsorgen kämpfenden deutschen Aerzte cbfenten werde Die ungarischen Merzte seien sich völlig klar darüber, was sie in wissenschaftlicher Hinsicht ihren deutschen Kollegen schulden. Für verschiedene WohlfahrtLzwecke sind aus W. en wiederum 36 806 909 öftere. Kronen, aus Graz 22 4C9 200 öfterr. Kronen überwiesen worden. Durch Vermittlung der Redaktion des Pest er „Lloyd" stellt Baron Doery dem deutschen Roten Kreuz 500 000 ung. Kronen zur Verfügung. 2lus einer Sammlung unter den Deutschen in Palermo gingen zur Linderung der deutschen Rot 455 ital. Lire ein. Herr Groot in Riga spendete 2000 lettische Rubel für hun- gemte Kinder. Die Buchhandlung Robert Lampel in Budapest stiftete zur Verteilung an be- dürstis.e Buchd ucke g Hilfen in Deutschland 144 SCO ungar. Kronen. Die Schweizer Eisenbahner faßten den hochherzigen Entschluß, in ihren Familien einer größc- en Anzahl erholungsbedürftiger und notleidender Kinder deutsch?'- Reichs- bahnbeli-nsteter unrntgelt ick?n Erholungsurlaub zu gewähren. Diese großzügige Hilfsaktion wird in den Herzen der Eltern wie der Kinder ein dauerndes Gefühl aufrichtiger Dankbarkeit auslösen und dazu teilt agen, die guten Beziehungen der beiden Beck.'hrsverwnltunaen zueinander nach mehr zu festigen. Dem Wunsch der Spender entsprechend, werden für den ersten Transport nur Kinder aus dem südwestlichen Relchsbahngebiet ausgewählt. Der Reichsi-erck?h s.ninister sprach der schweizerischen Eisenbah haft den Dank der deutschen RcihSbahnte waltung aus. Der Präsident des italienischen Roten Äre? zes Senator Siraofo, hat dem deutschen Roten Kreuz 25 000 Lire für K i n d er h i l f s z we cke übcrti/teicn. Eiravlo ist wegen seiner Humanitären Tätigkeit aus der Zeit der Konferenz von Genua noch in guter Erinnerung. Er hat damals den Präsidenten der Konferenz gebeten, einen Antrag an den Völkerbund weiterzuletten, der die Schaffung einer internationalen U n t e r ft ü t» qungs stelle für die Devöllerungen, die m Rot geraten sind, vvrsah. In ®remergaben fand an Bord deS Dampfers „America- der United SiateS Lines sine De» fchendmg von 1200 Kindern aus Lehe, Bremerhaven und DeestEmde statt. Rach der Feier in der großen Halle der United States Lines wurden die Kinder auf die „America" geführt, um die Liebesgaben in Empfang zu nehmen, für die die Besatzung 1100 Dollar gesammelt hatte. An der Veranstaltung nahmen die Bürgermeister der drei genannten Städte teil. 3m Verlaufe derselben wurden auch steine Reihe Drahtungen aus Washington und ^leußorf verlesen. Das Telegramm des P r ä s i ° *oe n ten Coolidge lautete: Ich hoffe, daß ^Ihr guter wohltätiger Plan Ihnen und Ihren Gästen in großem Maße Vergnügen und Befriedigung getoäßrt. Auch Staatssekretär Hughes gab in einer Depesche der Freude über die Veranstaltung Ausdruck. In derselben heißt es weiter: Ihre Aufmerksamkeit in dieser Sache wird Freude In die Herzen der Kinder bringen und Ihre Güte nicht sobald vergessen toetben. Endlich drahtete der Gouverneur des Staates Reuyork SmithS: Wenn Keine Kinder leiden, kann es keinen älnterschied der Rasse, des Glaubens und der Rationalität geben. Mein Herz schlägt für die Kinder, die daS Opfer des großen Krieges waren. Die Sanierung der Reichsbahn. Berlin, 11. Han (WTD.) Zur Sanierung der Reichsbahn wird von amtlicfcr ©eite folgendes mitgetcilt: Dekanntl'ch erhält die deutsch? Reichsbahn seit dem 15. Rovembar 1923 von der allgemeinen Reichsverwaltung keine Zuschüsse mehr, ist vi Imehr darauf angetoiefen, ihre Finanzen allein zu regeln. Die Vorbereitungen zur Umwandlung der R.'ichsbabn In ein nach trltxitlri tschafll chen Grundsätzen arb i e-'tes D> triebZuntem.hmcn sind im ©a-ige Unabhängig davon ist aber her RllchSverktesmi'nister sofort daran gaga gen, di? innere Wirtschaft deS Untcr- nehmens, sow-.'it dies im jetzige Rahmen möglich ist. zu konsolidiere! und d.w geierwärtigen finanziellen Lage anturafßm. In Anbetracht des jetzigen schl chten Derlehrs find umfaßende ZuL.e'-nschrär^kungen vorgenommen worden. Alle in Ausführung begriffenen Bauten sind, sow.it dies die Betriebssicherheit zuläßt. eingestellt worden, ttc Llnterhallungsarteitrn werden auf das nötigste Maß beschränkt. Der Abbau h?r entbehrliche i Beamten und Arbeiter wird mit aller (Sncrg c durch geführt. Der älebergang zur Gvldmarkrechnung wird bereits »l'r 1. Rvpember in Brrl'i'du.ig mit den bisherigen Methoden der Wirtschaftskrmtrolle dn zuverlässiges Bild über die Ausgaben und Giimahmen ermögliche:'.. Rachdem nach der Abtrennung von der Reichssinanzverwaltwrg auch d'.e Erfassung und her Ausgleich her Gvldteweguag sichergesteltt wurde, ist c3 schon jetzt möglich, den Erfolg der Gf: arm aß nahmen xu überblicken. Die auf den ordentliche i HausyaU entfallen hex Betriebsausgaben einschli.ßl'ch deS SchmllendiensteS werden ab 1. Iamrar 1924 durch Einnahmen auS dem Personen- und Düterversfehr voll gedeckt werden, so daß eine Balance der De-triebSrechrmug gewährleistet ist. Es darf zwar nicht verkannt werden, daß die starken Einschränkung-m auf dem Gebiete der De- tchafwnaen für die Dauer nicht voll auTrea>t er vollen werden können, immerhin aber kann daS vvr- lieaenbe Ergebnis schon als ein bemerkenswerter Erlola bezeichnet werden. Wenn sich der Reichs- Verkehrsminister entschlossen hat, auch seinerselts Opfer zur Erleichterung des allgemeinen Preis' abbaus zu bringen, und bei der gegenwärtigen Fxnanzlage eine immerhin sehr erhebliche Ermäßigung der Gütertarife um 8 Proz. durchzuführen, so geschieht dies in der Hoffnung, daß der Anreiz, der hierin für die Belebung des Verkehrs liegt, die Einnahmen im ganzen günstig beeinflussen wird. Die Balancierung der Belnebs- rechnung schafft allerdmgs noch keine Deckung für diejenigen laufenden Ausgaben, die für die Rhein- und Ruhr bahnen noch immer an- fallen. Für die Ausgaben für große Bauten und werbende Zwecke dienten Gelder aus Anleihen, wie dieS auch bei allen anderen Eisenbahnen im In- und Aus lande üblich sei. Hierrür werden jetzt Mittel auS Krediten verwandt, die bisher zur Verfügung stehen und die die Reichsbahn sich werter selbst zu beschaffen hat. Die sächsischen Gemeindewahlen. Dresden, 13 Jan (WTD.) Heut sä'den tn ganz Sachsen die Gemeind:- und Stab tret- vrdnetenwah.en statt. Die Wiyibete lig nj war im allgemeinen rege. Aus sämtlicher teü 11 älhr abnds vvrlteg ndei Wählern^nisten ergib: ich eine mehr oder wm'.ger starr: Verschiebung nach rechts, wahr n) !ndererf lt> die Kommunisten einen ziem'.ich erheblichen Zuwachs an Stimmen und Mandat m auf Kost.n der Svzialdrmokraten a.Wonnen haben In Dresden entfallm nach den vvrläufia^n Feststellungen auf die verein, g ten Bürger ich'N 39, auf die Deutschsozialen 4. auf die vereinigten Linkspart.i.n 32 Mandate I n alten Ko leg um, in dem die Zahl der Stadtverordne:en 64 betrug, die jetzt auf 75 herabgesetzt wur)e. war dis le.« hältnis der Rechten zur Linken 42 zu 42. — In Leipzig eih.esten die Bürgerliche 38 Mandate. die Sozialdemokraten und Kommun sten 35 Mandate. Bish r hie ten sich die Gn'p^en mit je 36 Mandaten das Gleichgewicht. Ja Plauen wurden gewählt: 33 Bürg er.ich. un) 2\ Sozial- demotraten und Ke-mmu.pt rn bisher 33 Bürgerliche und 27 Sozialdemokraten». 3n Frank ende r g wurden Bürger! 15 Sozialtemo^ kraten gewäh't: bisheriges Verhältni; 15 zu 15. Reustadt: »0 Bürgerliche. 5 Sozialdemolra en und Kommunisten: bisher 8 zu 7. Zittau. 20 Dürger.iche, 9 Sozia.isten und Konmu, i en ki her 17 zu 10. Mittweida: 12 Verirrter her Rechten, 13 Verterter der Linl n: un >erdnbec.. Löbau: 12 Bürgerliche. 9 Sozialisten und Ko n- muniften; bish.r 11 zu 10. Bi schossw rda' 12 Bürgerliche. 7 Sozialisten un) Kommunisten: bisher 11 zu 7. Meißen: Bür zrrliche 20, Sozialisten und Kommunisten 17 .bisher 18 zu 18. (Siu kommunistischrr iöZorb. Berlin, 12. Ian (Wolfs.) Ein politischer Mord ist am 7. Januar in der Oderbergerft raße 15 begangen worden. Dort wurde der Friseur Johann Rausch im dunflen Hausflur von zwei bisher noch nocht ergriffenen Personen nieh er« geschossen. Rausch der selbst der Kommu- niftische-n Partei als Mitglied angehörig sollte von seinen Parteigenossen erledigt werden, well man ihn beä Parteiverrats beschuldigte. Als Täter kommen zwei Männer in Frage, bk tn kommunistischen Kreien als Peters unb Fritz bekannt sind. Paters war Mitglied her russischen Tscheka und wurde wegen seiner früheren TäliMit HängepeterS gena n'. Das Berliner Po i^eipräsibium hat für Mittrllungen, bk zur Erzr.'ifung ter Täter führen rönnen, eine Deloh.ru ng von 300 Goldmark auSgesetzt. Die Anerkennung Rußlands. Belgrad, 13. Jan. (Tschechollow. Preßbureau). Die heute beendete Konferenz der Außenminister ter Weinen Entente einigte sich über ihre Haltung zur russifchen Frage. Sie werden abmarten, welchen Standpunkt Italien und England einnehmen, behalten sich aber ihre Handlnngsfreiheit vor. Rumänien wird seine Verhandlungen mit Rußland fortfetzen. Rach einer Londoner Meldung soll der tschechische Außenminister Dr. Berrefch, der russischen Regierung den Vorschlag gemacht haben, als Vermittler zwischen Moskau und Paris bei Verhandlungen zur Wiederaufnahme der teplomatifchea Bezi-rhungen zwischen Frankreich und Rußland auszutreten. Die Grundlage der Verhandlungen iüürOc sein, daß Frankreich Rußland de jure anerkennt im Austausch gegen eine russische Anerkennung der russischen Dorkriegsschulden uno eine Verpflichtung auf Seiten Rußlands, den Versailler Vertrag zu respeltieren. Wenn die Meldung sich als richtig erweisen sollte, so werde die russische Politik derartige Verhandlungen nicht ablehnen, aber es nicht zu irgendeiner Vereinbarung kommen lassen, bis die russische Regierung eine Gelegenheit gehabt habe, die Frage der britischen Anerkennung mit Rarnsatz Macdonald zu erörtern. Da Benesch nächste Woche in London sein werde, so werde er zweifellos Gelegenheit nehmen, eine Mitteilung über diese Frage zu machen. Kleine politische Nachrichten. Der Par:elvcrsiarld und der Parteiausschuß der US. P. D schloffen d'.e bläferigen Vertreter im Reichstag und Landtag, die Abgeordneten Le » debour, Wegman n. Rusch au;. Gleichzeitig tourten noch 16 andere Parteifunktionäre ausgeschlossen, dj-e mit den drei Genannten zur Bildung einer neuen Arbeiterpartei aufgefordert hatten. » Der Allgem. Verband der deutschen Ba n k- anacftellten teilt mit. daß der R.ichsarb.iks- minifter den Schiedsspruch für das Bant- getoerbe vorn 29 Dezember für verbindlich er Härte, welcher die 54-Stundrnwoche unb die Ge- baltSstafselurrg von 72chis 210 Mark Vorsicht. Rach der Meinung des Verbandes verstoß dieser Schiedsspruch gegen § 1 der Arbeilszeitverord- nung und er will dagegen gewertschaf.liche Maßnahmen treffen . DaS chinesischc Abgevrone enhaus hat die Ernennung von Sun-Pao-Szhis zum Ministerpräsidenten gebilligt. In dem neu» gebildeten Kabinett übernimmt der ec,e:rarge chinesische Gesand e in Lo,:don. Wellington Koe das Portefeuille des Aeußeren. Aus Stadt und Land. Gießen, den 14. Januar 1924. Giestcncr Lvinternothilfe. Für das Hilfswerk zum Besten unserer notleidenden Mitbürger sind weiter folgende Spenden bei uns eingegangen: L. M. 2,10, Karl Tvtenb ier 1,—, Ed. Go. 16,35, Bänningcr 20.37, R. 1-, R. Pr. 10,-. Den Gebern herzlichen Dank! Weitere Spenden werden in unserer Geschäftsstelle angenommen " Ungültige Wandergewerbescheine, Reisepässe. Iagdwaffen- v ä s s e u s w. Das h f ische Gesam.Ministerium erläßt folgende Dekanntmachung: Es Ist feftgefleUt trorben, daß im besetz en hessischen Gebiet von oen Separatisten un ec mißbräuchlicher Benutzung der in den besetzten Krclsumlsgebäuden Docgef j‘ b_nen Reichs- und Landes^ mula le i Re s passe Wr dTrgmvrtbelcheire. Legi ima ions- lar.en, Iagdwasf npäl e, Kraf.wagetizula für a>° scy-eine u. dgl ausgestellt worden si id. Die Be-^ vollerung wird daraus ausmerlsam gemacht, _taß derartig? Papiere, als nicht von einer Behörde auSgestv.ll e Ur "unten e.bstvrrftand ich leine Gültigkeit baten und ber Einziehung un.erliegen; etwa dafür bezahlte Gebühren sind deshalb ve.g blich verausgaot. Rur die heisi chen Behörden (jfrxldämter und Oberbürgermeister) sind nach den von ter Rheiulandlommifsion anerkannten Reichs- und Landesgesetzen tn dem tesetzten hessischen Gebiet bef g . ebengenannte Urkunden rechlswirlsam at Szustellen, insbe ondere werden airch nur von diesen ausgestellte Reisepässe und Heimatscheine von den ausländischen Konsulaten anerkannt. '■* Verbot öffentlicher karnevalistischer Veranstaltungen. Das Polizeiamt weist daraus hin. daß nach der noch zu Recht bestehLndrn Polizeiverordnung des Kreisamts Dießen vom 29 Rovemter 1922 jegliches karnevalistisches Treiben In. ber Oesfentlichkeit. insbesondere auch öffentliche karnevalistische Tanzlust- barkeiten. verboten ist. Unter das Verbot fallen namentlich auch kar-ncvalist.fche Umzüge. Aufführungen und Vorträge, ferner das Tragen tarne- raliitische Treiben m ter Oeffentlichkeit, utibedingen, Spie'en und Vor tragen kar-nevalistischer ßieier, Vorträge und Gedichte u.rd das Werfen von Luftschlangen, Konfetti und dergleichen auf öffentlichen Straßen und Plätzen, in öffentlichen Lokalen, bei öffentlichen Jkvanftaltungen oder Versammlungen Die Polizeiorgane sind aggetoie- fen, gegen Zuwiterhandlungen unnachsichtllch ein- zuschreiten. < Fahrplanänderung. Der Berliner Schnellzug in der Richtung Frankfurt a M.. der bisher in Gießen um 7.31 Uhr vorm. abfuhr, r-erkehrt von heute ab um 7.17 Uhr vorm. ab S-ießen. RDV. Erleichterte Einreise nach Düsseldorf. Die Fahrt nach Düsseldorf war lishör nur durch Umsteigen in Vohwinkel möglich, da ter Betrieb ter 'Deutschen Reichsbahn nur bis Düsseldorf-DerreSheim reichte, von wo lms Straßenbahnverbindung nach Düsseldorf bestand. Jetzt wird ter Eisenbahnverkehr bis Düs- seldorf-Hauchtbahnhof durchgeführt. Vorläuf-g verkehren von bzw. bis Gruiten und Vohwinkel nur Personenzüge, die den Anschluß an die Kölner Schnelhüga vermitteln. Demnächst soll jedoch auch ter Schnellzugverkehr bis Düss^dvrf-Hauptbahn- hof aufgenommen werten. Eine weitere Erleichterung in der Beschaffung ter Einreisegenehmigung hat die Handelskammer zu Düsseldorf erwirkt: Anträge tonnen an die Geschäftsstelle der Handelskammer gerichtet werten, die für möglichst schleunige Erledigung sorgt: tem schriftlichen Antrag sind ein Personalausweis mit Lichtbild von ter Pvlizcitehörte des Wohnortes, zwei Lichtbilder und 22,50 franz. Franken teizufugen. Es ist jetzt allgemein zugelassen, daß Sin reiseanträge ins tesctzte Gebiet von Verwandten oder Ge- fchäftchreunden, die im besetzten'Gebiet wohnen, für Deutsche vorgrlegt werden, die einzureisen wünschen, während die Anträge bisher direkt gestellt werden mußten. ** Ein Rvheits akt. I,r der Rächt zum Mittwvch tourten von einer am Westrande des Philosophenwaltes unmittelbar ß nter ter Liebigs höhe aufgcftelttcn Ruhebank die S.tzbretler sowie das Brett ter Rückenlehne dicht an den gußeiserner Fußgestellerr abgefägt und eitlvenhet Zum Forlschaffen der Bretter Hai ter Täter eine bei der Bank steh.mte etwa 3 2 Zentimeter starke Buche durchsägt unb ein Stück dieses Stämmchens jedenfalls als Stütze b.im Tragen benutzt. Sachdienliche Mi1teilu-'g> n zur Ermittlung tes Täters, sowie über den Verbleib ter Bretter erbittet die Kriminalpollzci. ** Sein 25jähriges ArbeitSj ubl- l ä u m im Dienste tes städtischen Gas- unb Wasserwerkes feiert morgen, 15. Januar, ter Arbeiter Karl Dechert, Reuen BÄre 2 wohnhaft. Dornotizen. — Tageskalenber für Montag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „D'.e Kö ligin von Saba" — Palast-Lichtspiele: ..Das alte Rest". — Astvria-Lichtspiele: „Das Brandmal terRache" unb „Die Zähne tes Drachen". — Oeffentlicher Vortrag in der I 41 n i ve r s 11 ä t s - A u l a. Prof. Dr. Rosenberg spricht am Donnerstag abend über daS Thema „ßaten unb Frauen als Rlchter". (Siehe Anzeige) — Volkshochschule. Heute Wiederbeginn ter Kurse. (Siehe Anzeige.) — M T. 03. Morgen Wiederbeginn ter regelmäßigen Turnstunden. (Siehe Anz ige.) Landkreis Giessen. * Grünberg, 12. Han. Der ©rünber- gerPferdevers7cherungsverein, dessen GeschäftStereich sich auf die Kreise Alsfeld, I Gießen Schotten, Friedberg, (Bübingen und die I preußischen Kreise Gelnhaulen, Hanau und Marburg erstreckt, beschäftigte sich in seiner jüngsten Mitgliedervelsommlung mit ber Frage teä Fort- bestctens des Vereins. Rach ausführlicher Arrs- sprach. wurde im Hinblick auf die Besserung der Geldrerhältnisse der einstimmige Beschluß gefaßt, ten Verein weiter bestehen z u lassen und die 03erficherung ab 1. Januar 1924 auf Gold- ober Otentenmarf umzuflellen. Die Höchst- versichrrungssurnme soll 1000 Renten mark, für wertvolle Zuchtstuten jedoch 1200 Rentenmark, unb die Prämie 2 Proz. betragen. In ter Träch- tiglettsrerflcherung beträgt die Höchstv2rslchr- rungssummc 50 v. H. ter Stutenversichevang. Durch die Umstellung auf Rentenmart wird ter Verein, ter jetzt im 48. Jahre besteht, für seine ■JUTtglietei bei vo rko mmenden Schaden fällen wieder eine segensreichL zweckentsprechende Einriß tung sein. Am 1. Januar 1924 har das neue Geschäftsjahr b?gonn.n. — Dir h.esige Realschule beginnt ten Unterricht ersi am 21. Januar. Wegen Kohlenmangels werten die Wechnacht^ferieir um eine Woche verlängert, urr die die Herbstferlen verkürzt worden waren. zlrcis Schotten. ^Schotten, 12. Jan D:e Wohnungsnot in unserer Stadt ift gut) außer, rtent ich drückend, wozu die Aufnahme ter vielen Aus- gewicsenrn aus dem b.fe ten Gebiet beigetrag n hat. Vers Hi.den r B.mnt n müssen 'ih schan s it länger:r Zrit alä Einzelmi. ter i r behe f n wäh- reno ihre Fami.irn noch ausvärtii w hren. M,n hat deshalb dir Errichtung eines be o terea B c • amtenhauses bcschlo.srn und grdenk dirfes noch im Laufe des Sommers fertigzust ll^n 0 Dom oberen Ißcttcrtal. 12. Ian. Die strenge Kälte unb dir ft ar len Sch.^efälle haben auch b:l u.rs ten W i l d stanb schwer geschädigt. Hasen, Rehe br onders aber Reb- tüyncr, sind in großer Zahl aus Mangel an Rahcung eingegangen ober dem Raubzeug zur Beute gefallen. 4>cncn=92 Drvßseuer, daS in kurzer Zeit die Schiffstischlerei und -Zimmerei vollständig einäschrrte. Bald nach Ausbruch tes FeuerS siand das große hundert Meter lange Gebaute In Hellen Flammen, die an den gewaltigen Holzvorräten reiche Rahruug fanden Rach ein- stündigrn Demühangen ter Feuerwehren konnte ter Brand auf feinen Herb beschränkt werten Der Materialschaten ist erheblich. Kunst und Wissenschaft. Deutsche Wissenschaft in Südamerika. DaS Hamburger Inaitut für Schiffs« unb Trvpenkrankhlllen tourte vom argentinischen Gesundheitsministerium »ing.laten. das Mitglied des Irstituts, Prof. Mueh- lenS, zum Studium ter Be ämpfu'ia d- Malaria in den stark unter bi.fer Seuch: l itenbcn Provinzen im Innern Arg.mt ni ns zu entsenden. Mueh'ens wirb b?r (rinlad mz be :inächst Folge leisten unb im Ansch'uß an feine T ittglett in Argentini:n ein.- Stubienr t|? i i bi? tro ischen Gegenden Brasiliens unt rnehm n 5icra s wirb er Dorcräge an ber MilitirmediFinschule in Asunc ivn unb an ter m dizinifchen Fakultät in Valparaiso halten. Zwei s,roßr magnetische Störungen in der Ostsee entdeckt. Kiel, 12. Jan. (WTB) Die magnetische ForschungSexpedition. die lln September 1923 im Interesse sämtlicher Ostseestaaten von Kiel auS an Bord ter „Eecilie" ihren Au-gang nahm, ausgerüstet unb geleitet von Kapllän von Gerät unb Dr. Grote, ist nach erfolgreicher Arbeit vvrläufia abgebrochen worben. Die Expedition hat sämtlichr Messungen in mehreren Teilen ter Ostsee unb im finnischen Meerbusen ausgeführt. SS sinb zwei g r o ße magnetische Störungen entdeckt Worten, deren 11 rfarten indessen bisher noch nicht geklärt werden konnten. Das ErpebllionSschiff kam burch daS frühere Einsetzen teS Winters im hohen Aorten im Gife fest, so baß an seine Zurückführung nach Deutschland nicht zu denken war. Es tourte deshalb zur Heber- totnterung in der Ducht von H a p s e l ge- schrllten. Die Instrumente und die Ausi-üftung fmb geborgen. Ein Teil der Besatzung ist nach Deutschland zurückgekehrt, während über ten Verbleib eines Teilnehmers noch Llngetoißheit herrscht. Im Mai dieses IahreS wird die Srpedition rhre Arbeiten wieder aufnehmen. SÄ- ohdaluUr l^i LLn- m der *6 m- leiten linb in b« SU?"*«* OUOttü"! fl:n;libcr • ÄoiL-n |ir $■{ u fi W au' bm; |o> Sf d! M.’ratffern i&r bU I'^cht n bah bi? v:r> ’örtri.ga.ßib.n.iDdk *.*« heulte k. SciÖIftiUHg. -SZL- iaaL ^••13. Jan. Dvr brr un ean^taj In |pLa } men 13 Rem. 'm Ofofa Uc.e.'Iälll am Löh iterg, jtf ta» 1880 in k. Diiirt. n des ^afttoirtl Ton. n6ftrah< urtcriwrnnkii cuctyt freigcförKkn. 6[trafen Mn sechs e ein Zihr, einer 15 hr, einer wrei iXifrv ang.tU, Letz) toudci Hile 2n:ngt auf lern Mir M outgesetz! niliuch unter bei 2n- Dährrn. te: ÜttciU- h die Polizei ftrc-ia en, bi man fä&'.fr ff ibn befommen halte «9«’ ” «tdeät. .nche !to"' Kfiaaicn fi:Äen W* ,Sectio bS^nae»^"' ZM Sucht ^sneh^ 4ty b? n x, *1-8 unbgL-'r?. ilUrtQr ,u\ Karlen kl2" aus CL’" ÜfllL iu leiten, Verhältnisse bereit gewesen ist. In die Regierung cinAutretcn, bat die SDAldlbcmotratie cs noch Immer verstanden, die Dinge so au leiten, bast eine solche Koalition nicht zustande kam 2Dir trauern darüber nicht allzu sehr. Rur eins ist. was unseren Eintritt in die Regierung wünschenswert machte: selbst wenn der Einsluh der Deutschen DollSpariei In der Regierung nicht bestimmend sein konnte, so wäre cÄ immerhin möglich gewesen, manchem, was geschehen ist ober noch geschieht, die Spitze abzubrechen Ich denke D. an die Frage der Besetzung von Beamten stellen. In Der hessischen Kulturpolitik haben wir die beabsichtigte Reform der höheren Schulen jetzt besonders zu beachten Die Frage ist nicht spruchreif. Das, waS verbreitet worden ist. ftnb Vorschläge Man hat Gutachten eingefordert, aber dabei von vornherein Dinge ausgeschlossen, die uns sehr diskutabel erfebetren. Ernste und schwere Bedenken sind gegen dieses Dorgchen laut geworb. n Auch ich teile diese Bedenken. Manches kann geändert werden, aber das. was bewährt ist. soll man nicht zertrümmern. Rian soll nicht das gante Land zu einem Erperimen'ie-.land machen Ss ist zu wünschen, bah die Eltern sich für diese Frage besonders stark interessieren. Die grohe hessische Frage must auch in ihrem tieferen Sinn, im Verhältnis Helfen» zum Reichs, zum deutschen Volke betrachtet w:rdcn Ss bat Zeiten gegeben, wo auch in Hessen der PartikularisrnuS leb.-.rdia war Jetzt aber glaube ich. dast cs nur noch wenige Partikular ist en in Helsen gibt Hessen uvist. dast cs dcuilch ist und dast es zu Deutschland gehört. wenn es leben will Hellen kann nur leben in engster Verbindung mi: dem Deu'schen Reiche. Hessen will aber doch mehr staatliche Selbständigkei:. mehr e;ge c Fi an 'xctpiltung uib -Deren iror ung Im üdrigrn können wir den rechten Mittelweg geben zw l ien Parti kllarismus und Llnitarismus. 'Der übertriebene äLnitarismus wird nur den Partikular ismuS herausfordern. Hellen ein Staat für sich, eins mit dem Deutschen Reiche mit eigenem Leben und mit eigener Art, aber biete 2rt must deutsch sein! Für unS ist die Defabr. dast Frankreich uns In den kommenden Zeiten so nah« bletdi. Ob Frankreich da bleiben kann, das wird einmal daS deutsche Bolk zu entscheiden haben. Je näher die französische Grenze uns bleibt, um so mehr müssen Abg. Prof. Dr. Schian über hessische Fragen. 3ti der öffentlichen Versammlung, die die deutsche Dvlispartei auf F.eitag abend in die Turnha.ll am Otwaldsga rreu einberaten Jatle. sprach wie am Samstag schon miigeteilt, bec Landtagsabg Pros Dr Sch la n ü'.-er .hessische Fragen 5he fleineren pvlltllchen An- Celegenbvtien schied er bet feiner Betrachtung aus. mit umso gröberem Aachdruck lenkte er aber die Aufmerksamkeit seine, Hoier auf die groben F a- Jien unserer hessischen Politik hin. Aachdem er ein- eiltnb u a. betont haue, dast Der Radikalismus zwar auch in Helsen Anhänger, aber keine |>artamentariktx Mehrheit habe, und dast er 11c auch bi Zukunft hoffentlich nicht erianae.t werde, erinnerte et wieder daran, dast 40 Prozent untere» Landes, daran er bk reichste Pro- viuz. unter feindlicher Befetzung zu leiden haben und dast dort tnete Hellen von einem über alle Masten graul amen F.inde gepeinigt werden. Hieran anknüplend tagte der Redner u. a.: .Mr willen, was die Franzosen planen Sie wollen das ganze besetzte De diel in irgendeiner Form von Deutschland abtrennen. Damit würden wir auch Rheinhessen verlieren. Was soll bann au» dem übrigen Heste , werden? «am, es bann noch leben? Hier fnüplt das an, was man He hessische Frage nennt. Ich habe den ötnbrud. dast nicht alle sich klar sind über die Tragweite dieser An- gelegen beit Unter den gegebenen ilmflänbm must für uns der ausfchlaggebendc Leitsatz der sein: älnter fr«zösischem «ivsluß auch nicht e i n ZoN deutschen Lande» und nicht e i ■ deutscher W«»lch mehr, al» srau-ösische Gewalt es tut- bedingt notig macht. eU wir wünschen, dast der hessische Staat erhallen bleibt, müssen wir alles Darauf richten, dast die schändlichen franzbNfchen Ablichten am Rhetn mistlingen. Die Auslichten hierfür schci- «en mir nicht ganz ungünstig Die englischen Wahlen haben eine ganz andere «vn- fl e H a 11 o n gebracht Snvae ernster als bisher werd man von dort au» In diesen Dingen jetzt wohl Vorgehen. Unfer Wunsch must lein, dast überall bet Separatt»mu» unb die Iran- zösifche Herrsch'uchl zum Leu ei gejagt werden, weiter müssen wir wünschen, hast das ganze befette Gebiet ganz mit Deutfctüanb und das besetzte hefll'che Gebiet ganz mit Helsen herbunbm bleibt, wenn aber ein Teil hessischen Voka-» swangsweise gegen alle» Rech,. Gegen alle Verträge und geje i alles Selbstbestimmung»recht unter einen Staat gebracht werden sollte, der in Wirklichkeit unter französischem Sinslust steht, hast bann der übrige hessische 6laaf»!eil seine beulschr Gxistrnz, sein deutsche» Wesen seschalten must and sich nlcmal» mit unter französische» Regiment begeben darf. Das ist für uns die ganz eindeutige Lösung der F.age. Wenn irgendwelche Politiker andere Pl^ne hegen, so müssen vir ihnen fcharf widersprechen. Wir in der Deutschen Volks- Partei tun das mit allem Rachdruck. Diese grobe hessische F.age würde im schsimmsten Falle bann die Lösung erfahren, dast Der hessische Staat, der nicht zum besetzten Gebiet gehört, ein Rumpsslaat bleibt, der vielleicht nur leben könnte, wenn das Reich ihm behilflich ist, ein starker aber ein nationaler Anspruch erster Art an da» Reich Besser wäre es. dieser Rumps- float bliebe: als ein dauerndes Zeichen französischer Gewalt, dast die Grenze der Gewalttat immer eine Grenze tst, die wir nie anerkennen. Tiefe hessische Frage wird uns höchstwabrscheinllch tn der nächsten Zeit noch weiter bes.stistigen. •Unter den men beriet anderen besliichm Fra- gen hatten wir uns auch mit der Frage einer Großen Koalition zu beschäftigen Während die Deutsche Volks- Partei in Würdigung der poliUschen Gesamt- Hdtre der Grenze lern Hetfen al» yam ber putschen Grenz« must »eigen Hü-r zieht feindliche Willkür zunaurn die Gre-tze, für uns darf das keine Grenze feie, mir hüten deutsche An unb deutscher. Willen ®en im Serben, wo Die öciialbenwfraf.e bu grenze »wi'cheu Schleswig und Dänemark anerkannt hat Sind wir Grenz Wächter, dann wvlten wir treue Wächter fein. Dir wollen Hüter Hellens km. Hüter des Rheins! Hessen in Deutschland, nie ohne Deutschland, nie ohne den deutschen Rhein! tStürmUcher Beifall: Wuchergericht. G i e b e n. 12. Ian H uer dem Vorsitz des «-antgeticht^btrrlto.» Praeroriu» :ra: bru:e -IBuax rgericht zu ammen. Auster zw?i Verutörtcht.r.i waren n^ch als Sböffrn za^e>ogen Ztgarrentabitürra Guslar Bock und Sat Lr Lud- Vellos. 21U Anklagevertreter fungierte Staatsanwalt Iuftizra: Weidemonn. Gs kamen Mgenbe Fälle zur Verhandlung w Landwirt Wilhelm Dt to aus c ue r n hat vlncm Hausierer für ein Pfund butter einen Preis von 4 b» 4 , Billionen ab- ncnanfli, währc^d der Grzcugerpleis bü.nal» nur 2 Billionen KX) M lltarbcn unb der Händlerpreis 3 Billionen 500 M Utarben betrug. Otto Ul &ge l r Ur ist bereits wegen Höchltprr:süberschreiiun/i vor- deEtraftl au herbem wurden schon öfter über ihn Ataaen wrnen zu hoher Pr.-isc g-führt. 'JItU Rücksicht darauf, dast seine HVtdluitgsweise eine schamlose Au'beutung der Ro< des Vvl.'es Nir- Mit. verurteilte ihn bas Gericht zu drei Mr- naten Gefängnis unb 1000 Mark Geldstrafe eventuell weitere zehn Dage Ge- säug.15. Austerdem ordnete das Ge.-ich: die Be- kamktmachurr^ des Urteil', im _D rbener 2tn- Aeifler" unb In der .Oberhessischen Vol'Szeitung" sowie Anlx-stung etner tlrteilsaussertigung an ber Hofreite des DeruNeilten und an der De- metnb?takl t x Beuern an; auch bit er dir Kosten des D-rsahrens unb der Derös^oi lichungen des Urteils zu tragen. Der Aaufmann G R in Gieh en hat einem Glsenbahner für ein Röllchen Kautabak, di» am slagltchen Tage sonst 160 Milliarden kostete, diesen Preis, aber in wertbestündigem Geld oder 3'0 Mil.larden in Pa>ei-rgeld g.-fort^i-t. Den- Angeklagte sucht die Bekundungen be» ®ifcn- babners als aus einem Mistverstandni» beruhend hinzustellen Die Vernehmung weiterer Zeug n unterstützt aber die Aussage des Anzeiger«. Mit Rüchsicht darauf, dast der Angeklagte als ein sonst rcllet Geschäftsmann geschudert wird, unb dast ihm gerade an dem betreffenden Tage von feinem Lieferanten mitgeteilt wurde, die Preise erhöhten sich, liest das Gericht Milde walten und verurteilte ihn unter Anwendung des Geld- fttafenyfete# an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnis st ras« von einem Tage zu zehn Gold- mar k und weiter zu einer GeldstTvife hon 20 G ol dmar k evtl, zwei Tage Gefängnis; von einer Veröffentlichung des Urteils wurde abgesehen Die Obsthändserin Wilhelmine Flick au» Diesten liest sich Gnde Oktober 1923 auf tem bt^arn Wocheranarki für ein Pfund Zwet- fdxn 600 Mill.vnen statt 120 Millionen bezahlen 20 Pfund bitte sie bereit» abgesetzt. als die Polizei einscdritt. Die Ang-klagte verweigerte d'e He auSzahlang b.*8 unrechtmäfäg.n Gewums und t? sie angewiden. das Äraut u verweisen. DaS Gericht schlrch 'ich Mden Aassübrungen an. Da es aber w.-ile-. der Anllch: wir. dast tone Aussicht bestände den Fnll zuungunsten b~r 2L^- peflagten aufxu?Iären. erkannte es sofort auf Freisprechung. Ein Hilfeschrei! Der Winter ist hart, ter Wald tid verfchnert. Kein Futter zu finden mehr weit und brat Wir kommen aut S abt aus dre W uldHeimat her. Sind müde unb matt, brr M gen ist leer. Helft un» ihr Leute, grob ist dir Rot, Helft uns noch hrate. schon viele find tot. Wir sagen euch Dan! im FrühlonTrenichrin. Mi: lautan GZa'-g wenn der FELing lehrt ein O bclf: doch ihr Loire, helft u's recht duld. Helft urt» noch heute, ber Winter ist Lall. FamMe P ipmatz. Handel. Berliner Börse. Berlin 12. Ian l ch Amsterdam geringe Vedchnedung.m nach oben und unten auf. well man bed rebt war. sie in ^Übereinstimmung mll der Wcltmarktparllü! w brlntMi Vom Ausland lagen zumZ t etwa.» rohere Marktkurse vor. Am (hrDmarft blieb bte bisherige Flüsfigö-it bei unDeränbcnen Sätzen bestehen Heber flfteflei war nichts zu hören Gevtlemnarkt Berim—ZrnnkfArt e. TL (Lelegrapdlsche Aus-ablnng) (Obne Gewähr.) Zwar II. Sara« II. (Itnsr T^HST o-t» rre1 IZluiTleitet «.!-- «04?!^». Mb «V» U-7O»Uir5*l1>in. <>UWMnn.:3an»M> juSu>ui 4M7O*U.I> fJlNHJUA# «»Wu») IT«4MUu4u(A5WJMV IMMMMIO Betfeele«. (Ohne Gewähr.) Frrltn, 14. Oa-.uar <*#n> 4n>rf*rr Vorra ....... roniofti«^ f »re........ oiiltef ‘fiottii.......... <6wfM<(t? H’rrrn ........ o'Jftnbtl^c ?.‘r?rn........ ‘rntia-Crnm t. i too Äreneu m.rtfant(«0 f««»J iwoveem 1M1.-4MW i«r-büfl 1'3GMU0üuu U4313000W eilWUXMÄAi 5 W ODOOOM .1416»wo, tllMOie 00 5*403*** Mrawwu* Deutsche Wirtschaftszahlen Dollar am 12. Januar amtlich: Berlin Veld.........4189 MO 0000« w Brief.........4210 503 000 0)) d.i. eine Goldmark ln. Briefs.) = 1 002 503 003 03) Goldanlelhe: Berlin....... 4 203 003 000 03) Frankfurt . . . . 4 200 003 003 0)3 Dollarschatzanweis ungen: Berlin 4 200 030 000 033 Frankfurt — Reichsbank-ZinsfLhe: wertbeständiger Diskontkredit . . 10 Prozent wertbeständige Lombarddarlehen 12 für das Jahr) Papiermarkdarlehen ohne Entwertungsklausel .......... 90 etlderankavssprei» bet Reichstzank vom 17. Dezember ab . 400 0000)0000fach Goldumrechnungssatz für Reichssteuern (Gültig für Goldzollaufgeld, llmrechnungssatz s d. Landabg.) bis auf weitere- 1 000 Milliard. Gvwumrechnungssatz für befsssche Gemeindesteuern ivgl Amtsblatt des Ministeriums des Innern vom 14. Rovember 1923) für die Zeil vom 11. bis einschi. 14. Jan. - 80 Millionen Lebenshaltungsindess a.7. Ian.: 1180 000 00) 05) Grvstl anbelSindeff am 2.Januar 1 197 000 003 0)5 Märkte. Berliner Pro 'uktenmarkt. Berlin, 12 Ian Am Prudukwirniarkt war bet Preisstand tm ganzen etwas fcfcftlgt. Die Landwirte sind mit ^tngeboten etwas zurückhaltender geworden. In Roggen fanden für Rechnung bre Reichsgefr.tdEstello verfch edenttichZläufe statt. Die Umfüb? tn W.-izeu, Gerste. Hafer und Mehl, svwte in Futterslosfen und Hül wenig veründetlen reifen gertngfügte. 3n der Prei-berechnung spielten die Frachten eine gro’ic Rolle. Gs notierten für je 1003 Kilo in Goldmark: We'zen, mörk. 161 bis 163 (früer). Rogg?n. märt 143 bi» 146L. pvmm. 142 bis 143 (fester), Sommergerste 165 bis 168 Ifiertg). Hafer, märf. 112 bis 118. vomm. 107 bis 111, w?stpr.rab. 106 bi» 109 (stet'g^ MaiS, La Plata, waqgvnfrei Hamburg 170 bis 172 (stetig». Weizenmehl (100 Silo) 24,75 bis 28 (stetig). Roggenmehl (103 Kilo) 23 b'.s 25 (stetig). Weivmkl.'ie 8L b-s 8.4 (fester), Roflaerrkleie 7,5 bi» 7,75 (stetig). Rav» 283 (stetig). S-inteat 450 bi» 160 (stetigi. B ftoriamchten 39 bt» 41. ff.nne Srchfen 20 bis 24, Futiererbten 16 bi» 17. Pe- lulebten 14 bi» 15. 2k?7bohn<-n 12 bis 14. Wicken 15 f.l» 16. Lupinen. Mau 11 bt» 16 aeltz 15 bis 17. Serad.lla all 16 bis 18. Ravskuchm 114 bi» 11,75; für je 50 Äflo: Weür-M' und Roggen- strob. hrablicb 0.60 bi« 0,83. Ha »erstroh draht- gehr. 0.50 bi» 0,70 Stroh, strohteilgeb 0.40 fr» 0.50. Langst roh. geb 1^0 bi» 1,40, Wiefcnheu 1 bis 1.10. Vnchcritsck). — ßubenbarff tn Bayern, ober: der Rovemberputsch von Veni Vidi. (40 G -Df. Deduta-Verlag München.) Hin Wisteader bebt hier den gtb?lmni»tn> len Sch'?ier. d r immrr n?ch über den Greignifseil der verh. ngni-vol.en zweiten Roremberrevolutlon ht Münch m H-gt Ist eine Schrift, bt; einzig und allein b r Dahrh-4t dienen will Eine Sammlung von Quellen unb Tatsachenmaterial ergab du» feste G^ipve ber Q5c- gef*-—betten eig.mes Mit erleben und persönllche Fühlung mit manchen ber handelnbrn Personen umlletdet bas nackt; Gerüst ber Tutiachen mit lebendigem Fleisch und Blut: ein warr.fu rtenbe» Herz haucht dem Ganzen Leben und Seele ein. So fügt sich von selbst 2)at; an Öjat’ und Akt an Ak:, so runbet sich daraus eine erschütternde Tragödie. — Paul Sieber h Deutschland zur Zeit feiner größten Schmach Ä ’e n. Pustet G Rcgen-burg 093 Mk. Da 5 (h~-ft Moritz Arndt in seinem .Vom Geist ^er Ze t a i Gbvrsührer der patr.ot fb Entflammten 2a^ will für die tragische Stund; b-r Gez nvar Paul Siebern. Gin echter deutscher Mann hält hier, überwältigl von ber Aot ber Zeit, mit furchtlosen unb «rtrechNG« ISwcltt dem bratschen Bost M* ömegdbilb vor Augen - cle Mahnruf von er* schauernd? Gröstv tut llmtebr und örÜ> tbe*in- nang. 0\n fdienc» Mab von Wundem winichaft- lichem Sinn und pol tächem ^stlntte h.tzen h Steden» eine Perlon ichtot heranr.nfcn tel rt. i te t«' en TrafX üio den Dmgen (lebt Hier liegen blr Gründe welche diese Bekenntntsschrr t. ein ävangrllum uns rer Bot. tn die hob Sphäre geschichtliche. Ved.ut- tamfrtl Heden hier Hegen aber auch bi.- Grün.re, weshalb diese Schrift geradezu prab. tl L-n Ist als von hoh.-m cktaos gvtn.g n r wintchaft»-, fInans- unb sozialpolitischer Leit oben zu geltet. Daheim-Kalender s^r du» Dul che Reich. 1924. 1.53. Dclchogen & Kl sing. Me en liedgeword.-ne A..f- machung erwähnen wir nur die Arbeiten .-oi Agn »Harder .1X14 Auge ®xtei". Johannes Ieger.ehn .Ptr märkische Schweiz-rzleg-" und die packend- 4r- zähiung aus bei G sch.cht' Tirol» .Grrf Albrecht vom Gebtrg" von Heinrich von Schull.-rn A «hei fesselnden AuNätzen aeschlchtlich.-r. naturoi en- schall!icher und prcktisch.r Ar: fo-nmen auch stimmungsvoll» Gedichte von hohem kün tierische» Wer: zur Geltung Reb-n 12 s trbigen Sinsch l> bildern mich Gemälden erster Künstler ziehen lU zahlreiche ÖHuftrartoncn durch Prosa unb Vers- teil des Buche» — .DerOkaturfreund'. Illustr. Monat»- schrift für Raturkunde und Welt<'N'chruung Her- «rasgra^ben vom Keplerbund Schriftle-.ter Studiendirektor Dr Muller I. Iahrgrng 1924 Preis 50 Gvldvsennia monatlich Detmold. Raiurwis- senschaftllcher llerlag. - Die'e ^ltschrist erfütll alle Forderungen, bte rann an eine volkstümliche Zeitschrift für 3'.aturw^ssenscha|t und Weltan'chuu- ung zu stellen bered):igt ist Als Zeitschrift geh sie mit ter Zeit Dafür sorgen lowoh'. die Origlnal- aussätze der FachgeledNen. aU auch d-.e mit besonderer Sorgfalt licaibeitcle. In sed r Okurnmer erscheinende Umschau, die den Leser in knapper ,y?rm über alle bedeutsamen neuen Veröffentlichungen unierrichtet. Von der Vielseitigkeit der Sch t ist gibt die Ctenuarmimmtr ein Bild Kamps unb geavnfcltige Hilfe tn ber Ratur Neuerungen in der Äöntgtnicd nl[ 61 n Gotdrergwerk im deutschen Fichtelgedirge Die Fvrlchung^ergednisse der med.ttnlschen Rotelprei-lr g.r 19-2 23 B inrada. da» Paradies des atlantischen Ozeans Fortschritte mikrrfkoplscher Zilmphotograplne Der Gemüsebau ber Insekten Umschau und vucherdesprech- ungen. Di« Darstellungsweise ist aligemeinver» ständstch ohne dast die wisienschaftllche Gründlichkeit oder die Wahrbeit baburxb geopfert wird Don besonderer Bedeutung ist es bah ber ,71a- turfrrunb" nicht an den 'nzelergebnisfen der Forschung hasten bleibt, sond,-rn Ile unter Wahrung eine» fircnafadJidicn Standpunktes In das Ganze uns. res Weltbildes und unserer TDcilan- schauung einzuordnen weist. 7Nan kann den .TU- turfreunb'* allen denen empschte t. die nach einet umteffenberen Kenntnis unb einer tieferen dr- lenntnl» ber Tlatur streben, ohne sich mit einer eingehenderen Darstellung der wissenschasUicher Mntedufibungen befallen zu wollen Eingesandt. i8üv Form und Inhalt aller unter dieser Rutzrif stehende!, Artikel übernimmt bit Redaktion dem Pfdiikum gegenüber felnetlei Veraniwortung.s Offener Brief an die Finanzämter trab bte FtttmizanFschust de» Hess.schen Vandfags bett, die staatliche Grund- und Gewerbesteuer des Dosksstaate» Hesse». 1. Gs ist Vein Geheimes unb kann auch den veranttr-ortlichen Stellen nicht unbefamrt sein, dast in ber Veranlaaun-, ber landwirtschaftlichen Grundstücke imb ÄrMube die grödte 6icuerunge- rechtlgkeit brftebt. Dicht nur innerhalb einer Gemeinde selbst, fmbern garu besonder» einer Gemeinde gegenüber der anberen. C» sind keine Seltenheiten, dast tnrerbatb einer drreelnen Germ inde der 3rtrng»ttxrrt im Durchlchnttt derselbe ist und bet t-r Vtanlagung In einer Gemeinde kaum die Sy.. wie in der anberxt. z. D in Lind-nstrulb unb Harbach Beira der» stnarniell schlecht gestellt- ®emdnben mit hoben Gemeinde steuern lind am höchsten veranlagt Da nun die Vermögensabgaben unb viele andere Steuern aus dieser SSeranlägunfl ruhen, ist Meter Zustanb für die eu h)ch veranlagten Gemeinden nicht mehr tragbar. Ss muh ein Ausgleich geschaffen werden, bah Ertragswert unb Der- anlagvng im V>sf»staak Hellen glc-tch lind. Ich denke mtr da» Land in 8 bi» 10 Jtfa1 unb aus 100 Mk. Ertrag-wert fj und soviel Grundvermöaen 2. Säm I che Grundstücke, auch M^e^i^n, bü nach 1918 erworben find, unb bi» zum 10. Hohem» brr kein Einspruch erhoben wurde (nach dgenem Bescheid de» 5inanyiml» Grünberg), sind m»f dem Steigprei» veranlagt, und haben für 1923 die Steuern zu en trichtert. Es find mir Fälle 6e- fanrrt. wo für einen halben Hektar Land, das im 3abre 1921 erworben Würtz?, oviel Grundsteuer bezahlt werden muh. wie für vier Hektar Land eine* anderen Betitzer» in derselben ®e- metnbe. Hätte bte CBeranlTnimq zum gemeinen Wert ohne SllTspruch de» Belitz-rs. der ja nicht fryuhtr. dast bi» zum 10 Rovemb.-r Einspruch erhoben werden muf^e, nicht von, Finanzamt vor- gentmnen werden Rinnen? Wie stellen sich dir Vertret« ber VSP4 unb de» Hell. Bauernbundes zu ber Frage 1 . unb die Fvrarrzämler jur Fra-e 2? Was sagen die InterelleTtttm? Ludwin Sehrt, 6t des Cfeurrbcjir*» Reiskirchen (3n einem Teil der Austaae wicderholt.) Gin Kabinett Denifelo». Pari». 12 Jan. (WTV.• Tla-ij einer Hrvas- Meldung aus 2 hen hat Vrttis- los dem Drängen feiner politischen Freunde nachgcg den und das *Ta b t ne 11 gebildet, tn b?m er f.lbst bit Ministerpräsibentschast übernimm', während Russo» Minister des Aradern wich. Da» neue Kabinett hat bereits den Ob geleistet. Fay's ächte Sodener Mineral-Pastillen Vertu* Äiiie. ies^iel ui fenchisnaßi UcbCTxU crWOk* 15.)anuar llllllllllllllllllllllllllllllllllll Ul 2242 Astoria-Lichls^le VERSTÄRKTES ORCHESTER •jcR. W '.M-'V . D fei/8 Der verehr!. Einwohnerschaft von Gießen und Umgegend zur Kenntnis, daß ich die Palast-Lichtspiele an den Theater-Besitzer Herrn FRANZ H ELMS aus Siegen verpachtet habe. Ich danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen und bitte,dies auch auf Herrn Helms übertragen zu wollen. JOH. JOCHEM. __ Nr. Sofia. dmmei Ausste A teil tu lReg.-^ rungbi 3uli 1! § Gesche nuar ' 27. 0! 6.4« bi c) d) e) Maufi Zu fes töl^r zum q zeichn« aMse .Mark sähe bl « Di Tolöun . f; des änberte stempel 9ab? tri •fünffad A»s gßufi Sorgen i •ftc Hkssil (A* MgÄi In der g» gsSÜ f”b {eben M um _ryn yi ßnnen. le Kleiligten Dri fische Dauer hmtc. in einer M'chostSgruPpk e,rf Nm »ht“ W- jtirt«1 *• Zwei Freunde. Roman von Wilhelm Hegeler. E. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) ,3a, mein Lieber, just den. — Aber sprechen toir von dir. Also es war afLei so, wie du gebotst hast?" .Ach, es war über die Mähen schön, Hans." । ,UnZ> alle gesund?" .Alle gesund, vergnügt —" ,ilnZ> der Schwiegervater? Hat er wirklich flefagt —T .Ach, der gute alte Mann! Er war ja so auS dem Hänschen! 3ch hatte wahrhastig Angst, er tut sich vor Freude was an. Unö der Junge! Hans, Mensch! Da setzt man so was in die West und weih 71 ich!, dah man sich das schönste Glück schafft. So ein Menschenleben geht doch über alle Kunst." „Ra, immerhin . . . alles zu seiner Zeit Oder willst du nur noch Kinder zeugen und das Malen ganz sein lassen?" Ast lachte. „Wenigstens hast du noch deinen Humor." Eine lange Weile sahen die beiden einander schweigend gegenüber. Ast hatte sich eine neue Pfeife gestopft, und durch die vorgesehenen Wolken betracht te er von Zeit zu Zeit seinen Freund. Endlich sagte er sanft: „Vier Jahre. . . eS waren immerhin vier Zähre Lind sie war noch so jung!" „Ich geb? ihr auch keine Schuld. — Aber" — Hansens Stimme klang ganz dünn — „rühr nicht dran. Heute nicht. Morgen." „Gut, morgen." Alt schob die Pseife wieder zwischen die Zähne und flieh den Rauch aus dem Mundwinkel schräg in die Höhe und konnte nicht hindern, dah er immer wilder an sein Zuhause dachte und dabei von Glück und Dankbarkeit und Llngeduld förmlich übertroff, und blickte dann wieder den Freund an, das scheinbar ruhig nachdenkliche Gesicht, dessen Züge doch so verfallen, gramvoll und ast waren, wie er ihn auch in den schlechtesten Zeiten nicht gesehen halte. UnZ> dachte dann an dunkle Rächte in Lazaretten, an Rächte in Baracken voll Angezieser, an Rächte, wo sie, aneinander gekauert, int Freien gesroren hatten... an ihre Unterhaltungen, wie immer zu tief ft der Trost geklungen hatte: noch sind wir ja da! Lind der elendeste Fetzen des nackten Daseins kann wieder $um bunteften Teppich des Lebens werden . . . . lind andere Worte sielen ihm ein — aber was halsen hier Worte? Das lindeste Wort, noch so sanft an die Wunde gelegt, muhte sie nur wilder brennen lassen. . . Lind er litt mit ihm, fühlte das Kratzen und Graben des Schmerzes, litt unter dem Schweigen und unter den verworrenen Geräuschen, wenn ein Geldstück aus die Tvnbank siel, wenn das Bier aus dem Hahn rauschte und in bestimmten Intervallen eine Faust dröhnend die Karte auf den Tisch Vars, ilnb sagte plötzlich: „Dein Freund ist ein Schuft!" „Ein Schuft?" fragte Hans, als wäre er aus fernsten Träumen ausgeschreckt. .Ach, weiht du, wenn man bedenkt, dah es noch gar nicht so lange . . . . nur ein-, zweimalhunderltausend Jahre her ist, dah das geschickteste Raubtier sich zu dem entwickelt hat, was man Mensch nennt, dann wundert man sich wieviel verfeinerte, über den Hoben Tgoismus hrnausgehende 3nfimte schon vorhanden sind. — Man muh bei Klaus feine Entwicklung bedenken. Er hat eure sehr harte Jugend gehabt. Ein Schuft? Rein. Rur ein ziemlich gewöhnlicher Mensch und nicht gerade das, was man einen guten Frewrd nennt." .Ein Schuft! Ein ganz gemeiner Schaft!" wiederholte Alt. „Eins ist mir rätselhaft," sagte Hans. ,Er war doch immer ein armer Teufel. Damals, als wir uns zuletzt sahen, pumpte er mich noch an, um seine Schulden zu bezahlen." „Mir ist das gar nicht rätselhaft," erwiderte Ast. „Er hat dich angepumpt und deine Gutgläubigkeit mißbraucht, um seine Geschäfte zu machen. Mit deinem Geld hat er sich ^reichert, ilnb als er ein gemachter Mann war, da hat er das Mädel herumgelriegt." „Glaubst du, dah die Dinge so einfach liegen?" „So liegen sie. Du kannst dich drauf verlassen." .Möglich. — Aber ich denke, ich gehe zu Bett. Für dich ist es auch Zeit." Sie bezahlten. Alt brachte feinen Freund noch hinauf, stellte fest, dah das Bett wenigstens lang genug trat, bat, da das Zimmer ungeheizt war, den Kellner, eine Wärmflasche zu bringen, erilärte, er würde morgen um zehn älhr wieder bei Hans erscheinen, und lieh sich bann, da b efer einen Besuch bei seinem Rechtsanwalt vorschützte, das Versprechen geben, dah Hans bei ihm zu Mittag essen würde, wünschte gute Rächt, drehte sich jedoch noch einmal um und sagte, des Freundes Hani ergreifend: „Du kommst drüber weg! Glaub mir, Hans, du kommst drüber weg l" 34 waren nicht diese Worte, es war ihr dunkel warmer Ton, der ihn wunderbar tröstete und ihn einen Augenblick lang empfanden steh, dah das Leben nicht ganz Ixr und kalt und mcht ganz ohne Güte sei. Aber nachdem er kurze Zeit auf und ab gegangen war, setzte er sich und versank tn Rach denken. Lind beinah sein ganzes Leben, alles, was irgendwie auf Anni: Bezug hatte, drängle sich an ihm vorüber, alle die sehnsüchftgen, leidenschaftlichen, schmerzlichen oder g.ücstichen Stunden, die von ihr erfüllt waren. U.ib er fühlte, dah er ihr ganz gehört hatte, mehr als irgendeinem anderen Menschen, so wie sich selbst. Wenn da drauhen die ganze Vergangenheit versunken und grau geworden war, irgendwo unter der tiefsten Asche hatte noch ein Fünkchen geglüht, und es war eine Erinnerung an sie. Wenn je die Sehnsucht an ihm gezerrt hatte, so war es die Sehnsucht nach ihr geuxfen, und wenn je das Lachen eines russischen Mädchens ihn gefreut hatte, so war es, weil es wie ihr Lachen geklungen hatte. Und auch er glaubte, sie besessen zu haben, wie nur ein Mensch einen anderen besitzen kann. Es war sein höchstes Glück aewe en, sie mit feinem Geist erfüllt zu haben, der beste Teil seines Glaubens an sich, dah er meinte, in ihr zu leben und das Zarteste und Tiefste in ihr geweckt unb sie umgeschaffen zu haben zu dem Menschen, als den er sie geträumt und ersehnt hafte. Unb das wat das hunfdi'tc in diesen schwarzen -Sünden, dah er sich sagte: wie armselig war ich wie schwach und ohne Kraft der Seele, dah ich sie nicht halten konnte, nicht über die paar Jahve des ZweiftLs hinaus, dah sie mich verlor und sich an Klaus. (Fortsevung folgt J Lindenplatz noch bis einschließlich Mittwoch 234c Kinder haben zu diesem Film zu ermäßigten Preisen Zutritt. Nachmittags vor 6 Uhr können Erwachsene je ein Kind f -• e i einführen. MulMM E Das alte Nest Ein sensationeller Abenteurerfilm in 5 Akten. 231c Ab Donnerstag, den 17. Januar: Ab Montag, den 14. Januar: Das Brandmal der Rache Der große fünfaktige Paramountfilm. frei öerr ob. 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Gründung einer noch nicht hier am Platze befindlichen Großhandlung Schriftliche Angebote unter 012235 an den Gießener Anzeiger erbeten. Ihre Vermählung geben bekannt Dr. Tart Boller, Chemiker und Frau Caritas geb. Graes zu verkaufen, gute Arbeit, billige Preise- ttrewinkel, Kiegelpsad 50. Die Beisetzung findet am Dienstag, dem 15. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Stöckener Friedhofes aus statt. Tölri'Lhrenfeld (Everhardstrahe 651), im Januar 1924 Gessentliche Vorträge in der Aula der UniversM zum Vesten der Winterhilfe und der StudentenlMe. 2. Dortrag Donnerstag, den I?. Iamiar, 87. Ahr abend; Elisabeth Sack Hermann Elges Verlobte jVerschiedenes] Als 1. WM! 25-30000 toöMti auf hiesiges doch- weriiaeS Fabrik» «ruHDitütf aufru- nehinen gesucht. Schrift l. Angebote unter G8D an den Mosten. Anzeig, erb. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiHiiiiiiinl 1 kompl. Weilen* and Bogg.'Mfthlem.fämtL Inv.i-Oberb o.Umg. alsb. a. kauf gef. Evtl, kann e.Äohntiauo in Frankfurt a. 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Wiederbeginn | 00Ü heute llionlog. 14.1., nö. eeeeeeeeeeee M.T.V. Die regelmähiaen Turnstunden beginnen wieder »»v DienStarz den 15. I. *24 abends vünkll.8Ubr.1 Ankauf wertvoller Bücher und I226A ganzer liNiolkeken Bücherstube u. Antiquariat Salier Schaizki Frankfurt a. M. Goolhestr. 32. Der rote Handschuh