Nr. 62 Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertag«, mit d. Samstagsbeilage: DiehenerFamilienb lütter Monatr'Lezvgrpreis: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten rinzeigerGiehea. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Erster Blatt IM. Jahrgang Donnerstag, 13. März 1924 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drvck mid Verlag: vrühl'sche UniversttSt§-Vuch- und Steindrnckerei R. Lanqe in Gießen. Zchriftleitung und Gefchüftrftelle: Zchufttraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagevnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichKeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen o 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrist 20°/, Auf. schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen Der Parchimer Mordprozetz. Leipzig, 12. März. (Wolff.) Vor dem Staatsgerichtshof zum Schuhe der Republik besann die Verhandlung in der Parchimer Mord- fache. Es haben sich zu verantworten wegen Mordes an dem landwirtschaftlichen Arbri.er Walter Kadow, die landwirtschaftlichen Arbeiter Host, Zabel, Zano, Pfeiffer, Wiemeher und der Kaufmann I u rif ch, we- -en Beihilfe der Geschäftsführer auf dem Gut Nuhrbllanz. Lieber die Ergebnisse der Ruhraktivn sind jetzt folgende einigermaßen genaue Angaben möglich: I. Schädigung der deutschen Volkswirtschaft. Aach vorsichtigen Schätzungen wird der in der Zeit vom Januar bis Ende September 1923 durch die Ruhraktion eingetretene gesamte industrielle Produktionsausfall (einschließlich Bergbau) auf rund 1600 Millionen Goldmark beziffert. Hinzu kommt noch der Leistungsausfall der staatlichen V e r- kehrsan st alten (Eisenbahn, Post und Wasserstraßen) soweit er nicht bereits in der Wertberechnung des industriellen Produk- tionsausfalls mit enthalten ist. Dieser noch einzusetzende Leistungsausfall dürfte auf mindestens 200 Millionen Goldmark zu beziffern sein. Insgesamt würde sich hiernach vom Beginn der Ruhraktion bis Ende September 1923 für Industrie, Handel und Verkehr ein Leistungsausfall an Gütererzeugung und Güterverteilung von rund 1800 Millionen Goldmark ergeben. Der Produktionsausfall an Rhein und Ruhr machte für das übrige Deutschland In sehr erheblichem Umfange eine Ersatzeinfuhr aus dem Auslande notwendig. Dies gilt vor allem für Kohle, die zu Preisen, die weit über dem deutschen Inlandspreis vor der Ruhraktion lagen, beschafft werden mußte. Die sich allein hieraus bis Ende September ergebende gesamte Mehrbelastung der deutschen Wirtschaft berechnet sich auf rund 200 Millionen Goldmark. Die Folgen der Ruhraktion wirkten nach deren Abschluß geraume Zeit weiter. Der dadurch weiter eingetretene Schaden dürfte dem Produktionsausfall von mindestens zwei, wahrscheinlich aber mehreren Monaten entsprechen. Unter Zugrundelegung des Septemberergebnisses (rund 300 Millionen Goldmark) wird man mit einem weiteren Schaden von 600—800 Millionen Goldmark rechnen müssen. Rach dem Stand vom Ende September würde somit der mittelbar durch die Ruhcaktion verursachte Schaden rund 2—3 Milliarden Goldmark ergeben. Dazu treten noch die Schädigungen durch unmittelbare Eingriffe in d i e S u b st a n z der deutschen Wirtschaft (Beschlagnahme vorhandener Vorräte, Erhebung vonSteuern und Zöllen, Einziehung vonStraf- geldern, Eingriffe in den deutschen Produktions- und Verkchrsapparat usw.) in Höhe von etwa einer Milliarde Goldmark. Der Gesa m t s ch a d e n würde sich also nach dem Stand von Ende September 1923 — rein rechnerisch — auf 3V2 bis 4 Milliarden Goldmark belaufen, wobei aber zu beachten ist, daß wichtige Schadenpositionen in dieser Summierung überhaupt nicht zum Ausdruck kommen, weil sie zahlenmäßig nicht erfaßbar sind. Die Bildung einer abschließenden Summe des volkswirtschaftlichen Gesamtschadens ist daher unmöglich. II. Schädigung der deutschen Finanzwirtschaft. Die Lahmlegung des deutschen Wirtschaftslebens an Rhein und Ruhr zwang zwei bis orei Millionen Erwerbstätiger zur völligen oder teilweisen A n t ä t i g k e i t. Das Reich mußte mit Notstandsmaßnahmen eingreifen. Die Höhe der fiskalischen Belastung durch diese Notstandsmaßnahmen aller Art beläuft sich bis Ende September auf rund 1150 Millionen Goldmark. Zu diesen Ausgaben treten noch eine Reihe weiterer fiskalischer Belastungen (Einnahmeausfälle von Post, Eisenbahn und Wasserstraßen, Ausfälle an Steuern und Zöllen, Schäden vom BergfiSkus, forst- und staatlicher Domäncnverwaltung, Aufwendungen für Auslandskohle bei den staatlichen Verkehrsanstalten, für Ersatzttansporte usw.) in Höhe von rund ,850 Millionen Goldmark. Die Gesamtsumme der fiskalischen Schäden beläuft sich demnach bis Ende September 1923 auf rund 2 Milliarden Goldmark. In dieser Summe fehlen aber noch die unübersehbaren Schäden, welche durch Eingriffe in den Bestand der Reichsbahn, der Post, der Wasserstraßen usw. entstanden sind. Auch ein großer Teil der Schäden der Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände und Privatpersonen, die an das Reich mit Ersatzansprüchen noch heran- tteten werden, ist in dieser Summe nicht enthalten. Schließlich fehlt vor allem aber auch noch der durch die Geldentwertung angerichtete Schaden, der jeder Schätzung spottet. Der dritte Kronzeuge im Hitler-Prozeh. Die Aussagen des Polizeioversten von Seisser. — Heftige Zusammenstöße mit der Verteidigung. Der Ausschluß der Oeffentlichkeit. München, 12. März. (WTB.) Heute vormittag wurde die Vernehmung des dritten Hauptzeugen, des Polizeiobersten v. Seisser ausgenommen. Der Zeuge, Ches des Landespolizeiamts in München, wird ebenfalls unvereidigt vernommen. Zeuge betont einleitend, daß seit Errichtung des Generalstaatskommissariats ihm die wichtige Aufgabe der Aufrechte.Haltung der Verbindung mit den vaterländischen Verbänden oblag, deren Sammlung zu nationaler Arbeit Kahr als eine seiner wichtigsten Ausgaben betrachtete. Nachdem die erste Kraftprobe des Kampfbundes gegen den Staat am 1. 5. mit einem Fiasko desselben geendet hatte, trat eine gewisse Ernüchterang ein bis zu dem Deutschen Lag in Nürnberg, durch den die Bewegung wieder einen neuen Austrieb erhielt und die Führer in einen maßlos steigenden Größenwahn gehoben wurden. Er habe mit großer Sorge verfolgt, daß allmählich der Kampfbund eine mehr und mehr zum mindesten geichgiltige, wenn nicht feindselige Haltung gegenüber Bayern einschlag). Bayera wird nur noch Plattform für die Ziele des Kampfbundes. Kahr erstrebte ein Reichsdirektorium, das sich im Norden bckden sollte. Hitler und Ludendorff erftreaten die Diktatur Hitler-Ludendorff, die mit Gewalt dem Norton aufgezwungen werden sollte. Zeuge hatte zahlreiche Fahrer sämtlicher vaterländä^e r Derb .nde immer wieder dahin au geklärt, raß die Landesf'olizei ihre Pflicht erfüllen müsse und sie getoarnt, Unüberlegtheiten zu begehen. Zeuge erwähnt hier die Besprechung im Generalstaatskommissariat mit Pöh^r, Kriebel und Frick am 30. 9. Kahr Hube gesagt, es sei möglich, daß ein Staatskvmmissar zu besonderer Verwendung für Sachsen und Thüringen auf- gestellt werde und man habe auch schon überlegt, ob man nicht für Nordbayern einen besonderen Staatskc mmissar aufstellen wolle. Gr habe aber betont, daß er nicht befugt sei, selbst einen solchen Draatskommissar aufzustellen, sondern daß üa>2> Sache des Gesamtministeriums sei. Don entern Marsch nach Berlin war in dieser Besprechung mit keinem Wort die Rede. Pöhner habe dann die ilebernabme eines solchen Postens abgelehn'.. wril die Vallmachten zu geling seien. Dec einer späteren Besprechung hätten so- wohl Minoux wce Lossow versucht. Ludenj- dorff in mäßigendem Sinne zu beeinflussen und ihn zu veranlassen, auch aus Hitler mähcgend einzuwirken. Ludendorff habe dn nal? zu dem Zeugen geäußert, er wrroe nichts une^ nehmen ohne vorherige Verständigung. Auch Hl ler habe damals das Versprechen gegeben, nichts zu unternehmen. Zeuge betont ausdrücklich, er habe sich niemals mit der Rollenverteilung einverstanden erklärt. Alles, was bie rüber Dr. Weber und Hi.ler ausgesagt hätten, fei erfunden und unwahr. Seine damalige äln'erredung mit General von Seeckt sei auf Veranlassung des Generalstaatskommissars und mit Wisßn des Ministerpräsidenten erfolgt. Der- Hauptzweck war, zu verhüten. daß es zwischen der in Sachen und Thüringen einmarschierenden Reichswehr und dem polizeilichen Grenzschutz von Thü.ingen zu Zusammenstößen komme. Gr habe Seeckt mitgeteilt, daß von einem Marsch nach Berlin oder einer Bedrohung des Nordens aus dem polizeilichen Grenzschutz heraus nicht zu denken sei, und erklärte/ daß die Gerüchte über separatistische Absichten Kahrs absolut haltlos seien. In der Besprech mg vom 6. November betonte General von Lossow, daß er mit der Reichs- Herzberg, Bormann, wegen Begünstigung die Landwirte Fricke, Kleve und Hoffmann, Leutnant a. D. Thomsen, Landwirt Mackensen, Gutssekretär CB u l b r ege und Kaufmann Richter Die des Mordes A geklagten g"Härten fast sämtlich der Arbeitsgemeinschaft Roßbach bzw. dem Verein land'.virtschaftlicher Berufsausbildung an, einer Fortsetzung der Arbeitsgemeinschaft, oder sie waren von dem genannten Verein angeworben. Sie unterstanden der einheitlichen Geltung des genannten Vereins bezw. nach dessen Auflösung der Deutschvölkischen Freiheitspartei. Die Ve -Handlungen finden unter dem Vorsitz des Reichsgerichtsrats Riedner statt. Die Anklage oertritt Oberreic^anwalt Dr. Ebermayer. Nach der Anklage spielte sich die Tat folgendermaßen ab: Auf Veranlassung Bormanns wurden die Roßbacher nach dem Luise ihos bei Parchim in Mecklenburg zusammengerufen, um dort Kadow, der sich durch Aufschneidereien unbeliebt machte und der auch im Verdacht stand, kommunistischer Spitzel zu sein und Verbindungen mit den Franzosen zu haben, zu „Oer rollen“. Kadow wurde in einem Lokal betrunken gemacht. Auf der Rückfahrt nach Neuhof wurde er von mehreren der Angeklagten durch Schläge schwer mißhandelt und, nachdem er zusammengebroche c war, in eine Schonung geschlappt. Hier stürzte sich Wiemer auf ihn und durchschnitt ihm mit einem Taschenmesser die Halsschlagader, wäh e rd Zabel und Höß ihm aus nächster Nähe Revolversch.che in den Schädel feuerten. Aufgedeckt wurde die Tat durch Mitteilungen des Angeklagten Iurisch an die Re- dattion des „Vorwärts“ wehr sich niemals in einen Kapputsch hinein ziehen lasse. Am 8. November habe er den Chefs der Landespvlizei vt Bayern gesagt, daß, wenn es zu einer Explosion komme, die Landesprlizei ihre Pflicht tun müsse, auch wenn sie die Schußwaffe gegen ihre Freunde richten müßten. 3m Vertrauen auf die Zusicherungen Dr. Webers, Hitlers ltnd Ludendorffs, nichts zu unternehmen, sei er in j u> hm ter listige Falle gegangen. Seisser bezeichnet als d'e Alleinschuldigen diejenigen, die den sinnlosen Aeberfall vollführt haben. Seine Person habe sich auf das heftigste aufgelehnt gegen die Rolle, die ihm zugedacht war. Hieraus kommt Zeuge auf die bekannten Vorgänge im Bürgerbräukeller zu spre-chen, die er im all- gemcinen wie Kahr und Lpsow schildert. Er habe sich bei diesen Vorgängen g-'sast, frei werden kamst du nur, wenn du. 'das Spiel mit machst, so tutbenoärtig es an sich auch ist. Er hatte das bestimmte Gefühl, daß Ludend .r.f von der ganzen Sache wußte. 3n der Sladtkommandantur habe er dann bereits die Generäle v Kreß und v. Danner und andere Offiziere ange raffen, die alle der Mstnung waren, daß die Sache naturgemäß unterdrückt werden müßte Das wichtigste war für uns die Fühlung mit unseren Truppen in M nch-n herzustellen. Z-uge kam auf den Vorwurf zu sprechen, daß Ludendorff und Hitler nicht rechtzeitig verständigt worden seien, und erklärt, hätte Ludendorff im Bürgerbräukcller sein Bedauern über den Heber» fall unter Mißbrauch feines Wortes zum Ausdruck gebracht, dann wäre es möglich gewesen, Ludendorff rechtzeitig zu verständigen. Zudem wollten wir in der Nacht einen Kampf unter allen älmständen vermeiden, denn die Truppenstärke war auf beiden Seiten fast gleich. Erst der bewaffnete Demonstrationszug am Vormittag muhte naturnotwendig zum Kampfe führen. 3n diesem Kampfe habe die Landespolizei mit schwerem Herzen ihre harte Pflicht getan. Rechtsanwalt Holl wendet sich dagegen, daß wieder in die geschlossene Sitzung eingetreten werden soll, was eine Flucht vor der Oeffentlichkeit darstelle. Er müsse als Verteidiger Einspruch erheben, daß die Aussagen Seihers einen ganzen Tag unwidersprochen ins Land gehen. Die Behauptu rg sein Mandant Weber habe fein Ehrenwort gebrochen und die Unterschrift Kahrs gefälscht, könne er nicht unwidersprochen lassen. Angeklagter Dr Weber erhalt seine Aussagen voll aufrecht. Die Behauptung, daß er seine Oberländer durch einen mit der Unterschrift Kahrs gefälschten Befehl getäuscht habe, weife er auf bad Schärfste zurück. Auch der Angeklagte Hitler weist die in Bezug auf feine Person gemachten Behauptungen des Zeugen Seisser als objektive Unwahrheit zurück Ferner bezeichnet der Angeklagte Pöhner die Ausführungen des Zeugen in Bezug auf seine Person als Entstellung. Die gleiche Erklärung gibt General Ludendorff ab Darauf erklärt Rechtsanwalt Roder im Namen der Gesamtverteidigung, der Zeuge Seisser habe eine Verteidigungsrede über die Herren Kahr, Lossow und Seisser gehalten. Diese Erklärung wird vom Vorsitzenden als eine Kritik zurückgewiesen. Weiter erklärt Rechtsanwalt Ro^er, die Verteidigung erhebt schärfsten Wider-spruch dagegen, daß die Herren und ihr etwaiger Hochverrat geschützt werden und verlangt deshalb insbesondere, daß die Besprechung vom 6. 11. vom biprozentigen Staatsstreich Lossows und vom anormalen Weg des Herrn Kahr gegen Berlin In aller Öffentlichkeit verhandelt wird. Staatsanwalt Stenglein verwahrt sich mit großer Entrüstung gegen den Vorwurf von fetten der Verteidigung. Justizrat Kohl verweist darauf, durch die bisherige eidliche Einvernahme von Zeugen fei bereits bekundet, daß der Marsch nach Berlin die ausgesprochene Absicht der drei genannten Zeugen war. Staatsanwalt Stenglein bezeichnet diese Behauptung als unzutreffend. Nach kurzer Beratung verkündet der Dor- sitzende den Beschluß, daß für die Dauer den weiteren Vernehmung des Zeugen Seisser wegen Gefährdung der Staatssicherheit die O e f f e n t= lichkeit ausgeschlossen wird. * Nach Verlesung einiger Schreiben durch den Vorsitzenden wird heute nachmittag die Vernehmung des Zeugen v. Kahr fortgesetzt. Auf die Frage der Verteidigung darüber, wie sich Kahr den Druck auf den Reichspräsidenten hinsichtlich des Direktoriums gedacht habe, und wie die Sache geplant gewesen sei, wenn Ebert auf solche Pläne überhaupt nicht ein- gehen würde, stellte Kahr fest, daß man gehofft habe, es werde gelingen, das Direktorium auf legalem Wege über den Artikel 48 der Reichsverfassung zu erreichen. Es war außer Zweifel, daß eine derartige ülmwandlung der Reichsregierung einen Rückschlag auf die preußische Regierung haben würde. Was geplant war, war als legale Aktion geplant. Auf weitere Frage erklärt der Zeuge, es sei richtig, daß ihm General von Seeckt militärische Hilfe angeboten habe, er habe aber dafür gedankt, weil er sie nicht mehr benötige. In dieser Zeit der politischen Dissonanz unb der großen Erregung wurden im Norden Verhandlungen; geführt, in denen die Landwirtschaft und Industrie eine sehr wichtige Rolle gespielt haben. Er habe wiederholt erklärt, daß die Errichtung eines Direktoriums in erster Linie von den norddeutschen Kreisen betrieben werden müsse. Auf Befragen Hitlers, mit welcher Persönlichkeit aus dem Norden Kahr über dieses Direktorium verhandelt habe, erwidert Kahr, er habe mit Minoux gesprochen, der aber ausdrücklich erklärt habe, daß eine gewaltsame Aktion nicht in F age komme. Er habe auxb mit Tirpitz und Scheer herüber gesprochen. Justizrat Zezschwih erklärte aus eine aufgeworfene Frage, in der Nacht zum 11. November habe Kahr in der Kaserne gesagt: „Hitler und ich haben dasselbe gewollt. Hitler ist nur vorge- prellt.“ Kahr fügte hinzu, er wisse, daß Zezschwih in eine heftige Auseinandersetzung mit Lossow geraten ist Er lehne es aber ab, gesagt zu haben, daß Hitler und er dasselbe gewollt haben. Pöhner hatte im Auftrag Ehrhards die Unterredung mit Kahr gewünscht, ,veil Ehrhard ein Aufmarsch- bzw. Operationsgebiet erhalten hätte. Zeuge hält es für ausgeschlossen, daß er den Ausdruck „Zivilgouverneur" gebraucht habe. Pöhner will sich genau an den Ausdruck „Zivil- gvuverneur in Sachsen und Thüringen" erinnern. Daraufhin wird die Sitzung vertagt. Die Vernehmung der Angeklagten beginnt mit der des Vorarbeiters Höß in Neuhof, der u. a. aussagte, es sei die allgemeine Ansichit gef- wesen, daß Kadow, bei dem man ein Tagebuch über eine kommunistische Svitzteltätigkeit gesunden hatte, verprügelt werden mühte. Alle des Mordes Beschuldigten hätten auf Kadow ein» geschlagen und feien derart in Wut gewesen, daß sie die Folgen nicht bedacht hätten. Entgegen seinem Vorschläge sei beschlossen worden, Kadow den Gnadenschuß zp geben. Die Angeklagten Zab el und Zenz sagten aus, Kadow solle nur verprügelt werden. Sie hätten ihn nicht töten wollen. Er wurde auf der Fahrt zum Wald mit Stöcken und' Fäusten geschlagen. Der Angeklagte Wiemeher will im Wald Kadow In einer Art Dlut- rausch sein Messer in den Hals gestoßen haben. Der Angeklagte Bormann erklärte, der Deutsch- völkischen Partei nicht anzugehören und bestritt, den Auftrag erteilt zu haben, daß Kadow verprügelt werden solle. Von der Tat habe er erst am nächsten Morgen erfahren. Auf Antrag des Oberreichsanwalts beschloß das Gericht, Bormann sofort in Haft zu nehmen, um der Verdunkelungsgefahr vorzubeugen. Der Sachverständigenberichl. Paris, 12. März. (WTB.) Nach dem „Neu- york-Herald", der sich ausführlich über die Prinzipien des Berichtes verbreitet, den das Sach- verständigenkomitee der Repko über- reichen wird, haben ernstliche Meinungsverschiedenheiten nur in zwei Punkten bestanden, und zwar hinsichtlich des Maßes der ausländischen Kontrolle in Deutschland sowohl als auch hinsichtlich des für die Reparattonen zu reservierenden Betrages aus den deutschen Staatsmonopolen während der ersten drei Jahre. Dem Blatte zufolge sind diese Meinungsverschiedenheiten jedoch in beftiedigender Weffe geregelt Was die Kontrolle der Franzosen anlangt, bsabsichtigen die Sachverständigen, drei oder vier verschiedene Möglichkeiten vorzuschlagen, von denen jede den gewünschten wirtschaftlichen Erfolg habe, und Von denen keine in die deutsche Wirtschafts- souveränitat eingreifen würde. Die letztere müsse nach dem Beschluß der Alliierten aufrechterhalten werden, wenn das Vertrauen gegenüber Deutschland und im Auslande fein volles Maß erreichen solle. Was die Frage der Reparationen anlange, so sollen die englischen Delegierten einvollständigesMo- vatorlum für die ersten Jahre verlangt haben. Die Franzosen und Belgier jedoch hätten darauf bestanden, daß sie ihrer Oeffentlichkeit etwas bieten müßten; auf diese Weise seien die Sachverständigen dazu gelangt, Monopole und Zolleinnahmen für ein besonderes Reparationskonto zu reservieren, bis Deutschland wieder zu ncrmaler Wirtschaft gelangt sei. Deutscher Reichstag. Berlin, 12. März. (Privat-Telegr.) 3m Reichstag wird der Gesetzentwurf über die AuSVrSguraneuerRetchssilber münzen. der vom ArSschuh dahin geändert worden ist, daß nur <5in=, Zwei- und Dreimarkstücke geprägt werden sollen, angenommen. Vs folgt die zweite Beratung des Reichs- poK-Finanzgesetzes. Mit diesem Gesetz wird die Reichspost, ähnlich wie schon die Reichsbahn, zu einem selb ständigen Unternehmen gemacht, das ein Unternehmen des Reichs bleibt, aber in seiner Vermögensverwaltung durch - aus vom Vermögen des Reichs getrennt ist. Der Reichspostminister behält die Leitung des Unternehmens, ist jedoch dabei an die Mitwirkung eines Derwaltungsrais gebunden. Der bayrische Gesandte v. Preger verweist auf seine Ausführungen im Reichsrat und erklärt, Bayern halte an seinem Rechte aus den früheren Staats oerträgen fest. Es könne die Vorlage nicht annehmen und werde alle staatsrechtlichen Mittel dagegen anwenden. Gesandter Hildenbrand schließt sich für Württemberg dieser Erklärung an. Die Vorlage wird hierauf mit großer Mehrheit in zweiter Beratung angenommen. Die Schlußabstimmung wird auf morgen vertagt. Abg. Schulz - Bromberg (d-ntt.) begründet einen Antrag seiner Freunde, wonach unter Aenderung des Art. 180 der Reichsverfassung die Neuwahl deS Reichspräsidenten gleichzeitig mit der Neuwahl des Reichstags ftattfinden soll. Jetzt vollziehe sich im deutschen Volk ein politischer Umschwuna, und es wäre bedenklich, wenn an der Spitze des Reiches noch länger ein Mann aus der früheren Periode steht, den eine tiefe Kluft von den In diesem Jahre zu wählenden neuen Reichstag trennen toürbe. Reichsminister des Innern Dr. Jarres gibt dazu folgende Erklärung ab: Der Herr- Reichspräsident hat im Laufe der Jahre 1921/22 wiederholt darauf gedrängt, daß die in der ursprünglichen Form in der Weimarer Verfassung unbefristet vorgesehene Neuwahl des R ichs Präsidenten alsbald vo- genvmmen werde. Die Wahl wurde zunächst aufgeschoben, weil die Mitwahl Oberschlesiens noch nicht möglich war. Als dann die neuen Grenzen Oberschlesiens feststanden, wurde in voller Aebereinstimmung mit dem Herrn Reichspräsidenten der 3. Dezember 1922 als Wahltag in Aussicht genommen. Aus diesem hohen Hause entsprang jedoch nachträglich der dringende Wunsch die Neuwahl zu verschieben. Die fünf Parteien des Hauses brachten ein Initiativgesetz ein, wonach der von der Nationalversammlung gewählte Reichspräsident sein Amt biszum 3 0. Juni 1925 führen soll. Das Gesetz wurde am 7. Oktober 1922 mit seh? großer Mehrheit als verfassungsänderndes Gesetz angenommen und zwar in der Form, daß es der Verfassung selbst emvrrleibt wurde. Seitdem find keine Hmftänbe hervorgetretrn, die plötzlich eine Aenderung notwendig machen könnten. ®ana besonders ungeeignet erscheint die Verbindung Der Wahl des Reichspräsidenten gerade mit den Reichs tags Wahlen. Nach der Reichs Verfassung soll der Reichspräsident beim R ichstage gegenüber eine unabhängige und selbständige Stellung einmehmen. Er soll dem Parteigetriede und dem Parteikonflikt entrückt werden. Aus diesem Grunde ist seine Wahlperiode anders b e ft i m m t als die des Reichstages. Der Reichspräsident soll auf sieben Jahve, der Reichstag aber nur auf vier Jahve gewählt werden. Die Reichsregierung bittet darum, dem Antrag die 3uftbnmung zu versagen. »Der deutschnatt-male Antrag wird sodann mit grober Mehrheit ab gelehnt. Das Haus vertagff sich auf Donnerstag. Dor der Reichstagsauslosung. Berlin, 13. März. (Priv.-Tel.) Wenn nicht unvorhergesehene Zwischenfälle eintreten, wird es heute zur Auflösung des Reichstags kommen. Auf der heutigen Tagesordnung stehen außer der dritten Lesung des Golddiskontbankgesetzes nur »och kleinere Vorlagen, die in kurzer Zeit erledigt werden dürsten. Man hofft bereits um 2 Ahr mit den Schlußabstimmungen ferttg zu sein. Die Reichsregierung wird dann die von den Sozialdemokraten und Deutschnationalen be- anttagte Spezialdebatte über die Notverordnungen a b l e h n e n, und der Reichskanzler wird den Reichstag auflösen. Gärung in der Deutschen Dolkspartei. Berlin. 13. Marz. (Priv.-Tel) In Beilin traten eine Reihe führender Persönlichkeiten der Deuttchen Votkspartei zusammen, die den Är-üren ber Schwerindustrie und dem rechten Flügel der Partei angehö'en. Don Abgeordneten nahmen an der Besprechung u. a. Quaah, Sorge, Vogler, Pieper, Adams, Ma - rehki, Bauermann und F hr. v. Getaner teil. An der Politik, welche die Partei unter der Führung Strese manns befolgt hat. wurde scharfe Kritik geübt. Es wurde alsdann die Gründung einer n a t i o n a (11 b e - raten Vereinigung der Deutschen Volks- Partei beschlossen. Dem Programm nach soll die Vereinigung yNe Parteimitglieder sammeln, die in nationaler, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht an den Grundsätzen der alten nationalliberalen Partei festhrrsien wollen, insbesondere soll die Partei eine straffe, nationale, antimarxistische Politik mit Anschluß nach rechts befolgen. Die Vereinigung betont, daß sie nicht die Absicht habe, innerhalb der Partei eine Sonderar u p p e zu bilden, dah die Gründung vielmehr den Zweck verfolge, diejenigen Kreise, die sonst nach rechts absp' ingen würden, in der Partei zu halten Das „B. T." nennt die Neügründung eine Art Palastrevolution gegen Stre - femann ähnlich wie sich vor 15 Jahren die schwermdustrie!len Kreise gegen den damaligen Parteiführer Bassermann zum Attliberalen Rerchsverband zusammengeschlossen haben. Eine Vorst andssihung der Deutschen Dolkspar- r tet, die auf Samstag, den 15. März, einberufen ist, soll Klärung der Lage schaffen. Die hessische Sonberfteuer vom b boulen Grundbesitz. Darmstadt, 12. März. (Priv.-Tel.) Das Presseamt desStaatsmrnrsiermms eilt ml.: In d^r 3. Steuernotverordnung ist dorgeschrieben, dah die Lander unb Gemeinden eine Mietsteuer oder als Ersatz dafür eine von der gewöhnlichen Grundsteuer getrennt zu haltende Steuer vom bebauten Grundbesitz erhe >cn. Der dem Sonderausschuß des hessischen Landtags zur Zeit zur Beratung vorliegende Gesetzentwurf sieht auf Grund dieser Reichsvorfchrift für das Rechnungsjahr 1924 die Erhebung einer Sonder st euer vom bebauten Grundbesitz vor. Die Steuer ist von dem Hauseigentümer zu entrichten, der aber berechtigt ist, sie auf die Mieter u m z u l e g e n. Wenn der ersatzpflichtige Mieter eine iln erstützung als Sozialrentner, Kleinrentner oder Erwerbsloser auf Grund gesetzlicher Vorschrift bezreht ober aus der öffentlichen Wohlfahrtspflege unterstützt wird, ist der auf ihn entfallende Steueranteil auf Antrag zu erlassen. Auch ist allgemein vorgeschrieben, dah eine Ermäßigung oder ein Erlaß der Steue- dann eintreten kann, wenn sie für den Ersatzpflichtigen eine besondere Härt« bedeuten würde. Die Steuer soll monatlich mit 5 Pf. von 100 Mk. Steuerwerk erhoben werden. Sie belastet den Mieter — je nach dem Verhältnis der Friedensmiete zu dem Steuerwerk des Hauses — mit etwa 10 bis 12 Proz. der Friedensmiete. Tritt hierzu noch eine Gemeindesteuer in gleiche- Hohe, so beträgt die Gesamtbelastung des Mieter ' 20 bis 24 Proz. der Friedensmiete. In ähnlicher Höhe soll die Mietsteuer auch in anderen Ländern erhoben werden. Die vom 1. April ab zu erhebende Steuer unterscheidet sich von der im Februar erhobenen Staatssteuer vor allem dadurch, dah sie nicht vierteljährlich, sondern monatlich erhoben wi d. Dadurch wirv vermieden, dah die Mieter künftig wieder in einem Monat so schwer belastet werden, wie dies infolge der einmaligen Zahlung des fälligen Viertelsahresbetrags im Februar geschehen muhte. Da zufällig in den Februar auch noch die Erhckung der Brandversicherungsbeiträge lmit 6 Pf. von 100 Ml. Steuerwerk) siel, so muhte der Mieter in diesem Monat an staatlichen und kommunalen Mietsteuern und Brandversicherungsbeiträgen insgesamt 26 Pf. von 100 Mk. Steuerwert tragen gegenüber einem künftigen durchschnittlich n ®efamtbc.rag von höchstens 11 Pf. monatlich Die gusiändigkeit des Völkerbundes. Genf, 12. März. (WTD.) Der Völter- bundsrat beriet in getyimer Sitzung über di« durch den Korfukonflikt aufgeworfenen Fragen der Zuständigkeit des Völkerbundes bei internationalen Kyirslikten Trotz des strengen Geheimnisses, mit dem die Beratungen umgeben waren, kann darüber folgendes mit geteilt werden: 1. Die Frage, ob der Völkerbundsrat, wenn er bei einem Streitfall von einem Mitglied des Völkerbundes angerufen wird, vor jeder Prüfung des Falles beschließen muh, ob dieser Fall wirklich auf Grund des Artikels 15 des Paktes zu einemBruchführen kann, wird verneint. Der Rat kann selbst jederzeit den Ernst des Falles würdigen und sein Vorgehen regeln. 2. Wenn bereits eine andere Lösung auf Grund des Schiedsverfahrens ober Gerichtsverfahrens im Gange ist, hat der Rat die Prüsiiag bei Streitfalles zu verweigern. 3 Andere Ausnahmen für die Zuständigkeit des Rats als die vn Artikel 15 des Paktes vorgesehenen sind nicht zuzulassen, vor allem ntcht die üblichen Vorbehalte an den Schiedsverträgen. Es wird hier noch der Wunsch ausgesprochen, dah der Rat auf intern ationaleSchiedsver- träge und regionale Abkommen Rücksicht nehme. 4. Tie Frage, ob Zwangsmaßnahmen, die nicht als Kriegserklärung gedacht sind, mit Artikel 12 und 15 des Paktes vereinbart werden können, wird dahin beantwortet, dah nach den Mmpünbei und dem Charakter der betreffenden Maßnahmen der Rat selbst zu entscheiden habe, ob die Zwangsmaßnahmen beizubehalten oder ein- zustelleit sind. 5. Bei auf seinem Gebiet begangenen politischen Verbrechen trägt ein Staat nur dann die Verantwortung, wenn er nicht die notwendigen Vorbeuaungs- und Strafverfolgungs- mahnahmen ergreift. Der öffentliche Charatter des Ausländers und die ^Imstande seines Aufenthalts auf dem Tatgebiet machen jedoch dem betreffenden S'aat e r h ö h te W a chs a m ke i t zur Pflicht. — Nach längerer geheimer Beratung über diesen Text wurde feine Annahme durch den Völkerbund beschlossen, aber den einzelnen Mitgliedern das Recht zugestanden, in der öffentlichen Sitzung Vorbehalte zu machen, ohne, wie endgültig festgesetzt wurde Erklärungen abzugeben. Auf Grund dieser geheimen Sitzung dürfte in öffentlicher Sitzung der Text des Iuristenkomitees unter gleichzeitiger Abgabe von verschiedenen Erklärungen a n g e n o m-m e n werden. Kleine politische Nachrichten. Wie die „Voss. 3tq.“ hört, ist wahrscheinlich nicht iptt einer Erhöhung der (Beamten- belüge um 20. Proz. zu rechnen, sondern nur mit einer Erhöhung der Grundgehälter um 10 Proz. und einer weiteren Erhöhung des Orts- Zuschlages, so daß die gesamte Aufbesserung etwa 15 Proz. des jetzigen Gehalts betragen durfte. Es sei anzunehmen, daß die neuen Sähe bereits am 1. April in Kraft treten. * Im Oppauer Werl d r D bischen Anisin- u-'d Sodafabrik explodierte heute morgen um 'M2 Uhr eine Gassammelleitung und ein dabei befindlicher Kühler. Als ülrsache wird die überhastete Abstellung angegeben, wodurch sich Gasgemische bildeten, die zur Entzünduiw kamen. Ferner ist heute in dem Werk ein Braun- kohlenbunker in Brand geraten. Infolge der Einstellung der Notstandsarbeiten kann der Brand wegen Wassermangels nicht gelöscht werden. Die heutigen .Unfälle werden zu langwierigen Störungen bei der späteren Wiederaufnahme des Arbeitsbetriebes führen. Amerikanische Bankiers unter Führung des Hauses Morgan haben einen Kredit von 100 Millionen Dollar an die Bank von Frankreich bewilligt r l i e b e. Einige geraußveichr Stunden bereitete der Wartburgverein gestern abend den Patienten und Patientinnen der Nervenheilstätte von Medrzmalrat Wagner. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Lich tbildervortrag: „®ine Reise ins Polar- gebiet". Prachtvolle Naturaufnahmen, wozu Ober» fteuerfeiretär H. Klemmrath die Erläuterungen gab, zogen an den Augen der Zuhörer vorüber und fesselten diese wegen der hervorragenden Schönheit und Schärfe der Bilder in hohem Maße. Die von einem Patienten gesprochenen Dankeswvtte am Schluß des 'Abends zeigten, welche große F eutze man damtt den Kranken gemacht hatte. Es ist dies bereits das viertemal, daß der Wartburgverein dazu beiträgt, den Kranken die Abende angenehm zu verkürzen. "'DputfcheVol'Spllri«' Am MonraA vereinig:e sich eine große Zahl der weiblichen Mtt- glieber der D. B. P. im Restaurant Hindenburg zu einer Gedenkfeier für die Königin Luise. Frk Clara Birnbaum gab ein ausgezeichneter Charakterbild dieser edlen Frau, die in einer Zeit lebte, die an Schwere der unfern gleichtommt. Duette und Sologesänge von Frau S ch u ö t und Frau Ziep rechc, begleitet von Frau Roloff. und Rezi-atirnen von grL Lerch trugen dazu bei, die Feier außerordentlich stimmungsvoll zu gestalten. Bornoti,;cir. — TageskalenderfürDonnerstag. Lichtspielhaus, Mrhnhosstraße: „Das alte Gesetz" — Palast-Lich spiele: „Zirkus Nelly". — Astorra- Lichrspiele: Ein großes Lustsplel-Programm. — Lichtbildervortrag im Wartburg v e r e i n. Der vom Wartburgverein vor kurzem angekündigte Lichtbilderoortrag des Norddeutschen Lloyd „Eine Reise ins Polargebret" findet am lommenden Samstag, den 15., und Sonntag, den 16., jedesmal abends 8 Llhr, im Gemeindehaus Kirch- traitze 9 statt. Der Dortrao ist auch Nichtmitgliedern zugänglich. Der Natur- OeTuerein macht feine Mitglieder ebenfalls auf diesen Dortrag aufmerksam. (Näh. siehe Inserat ^ - Der Handwerkerbund, t> b e : Gewerbeverein halten morgen, "Freitag 812 Uhr im Gerwerbehaus eine QHi gHeberber sammlung ab, in der insbesondere die Satzunger des neu zu gründenden Hess. Gewerbeverbands beraten werden sollen. — Reichsbund der Ausgewiesenen Morgen abend Versammlung. (Siehe Anzeige.) — -Heber die Tätigkeit der Bahn hofsmifsionen findet morgen abend ein Vortrag statt. (Näheres in der Anzeige.) St'cttr rvornu »- r-" v Geringe Abschwächung des Nachtfrostes, tags milde und meist heiter, trocken. Lartdkreis Gicßen- GL. Grvßen-Buseck, 11. März Zu Ehren der Bewohner der besetzten Gebiete fand am Sonntag ein Abendgottes dien st statt in beim Prof. H. Schmidt- Greßen eine tief durchdachte Predigt hielt. Schülerchöre und Posaunenvorträge verschönten die Feier. — Zur Pflege kirchlicher und volks.tümlicher Musik wird hier in Kürze ein Posaunenchor ins Leben treten. — Aus Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe des Landjugendbundes sprach Volksschriftsteller Naumann in einer vaterländischen Feier über „Jugend und Heimat". ri. Lich, 12. März. Die hiesige Schule veranstaltete in der Turnhalle einen Eltern- a b e n d. In Vertretung des erkrankten Rektors begrüßte Lehrer Schneider die Versammlung und gab dem Wunsch Ausdruck, daß der Abend dazu dienen möge, das Band zwischen Schule und Elternhaus fester zu knüpfen. An den Darbietungen Les Wends waren alle Schulkinder, von den kleinsten bis zu den Konfirmanden, beteiligt. Lieder, Gedichte, turnerische Dorfiih.ungen und dramatische Szenen folgten aufeinander. Besonderen Beifall fanden die Vorträge in ober- hessischer Mundart und die Aufführung von ^Hänsel und Gretel", mit der der Abend schloß Kreis Büvingen. gn. Dauern heim, 10. März. Gestern fand hier der Vertretertag des Sängerbundes Geiß-Nidda und ilmgegenb unter Leitung des Bundesvorsitzenden Lehrer Lenh von Geißi-Nidda statt. Sämtliche Bundesvereine — 8 an ber Zahl — waren vertreten; außerdem fanden sich nvch eine große Zahl Sänger und Sangessreunde ein. Es wurde festgestellt, dah noch allerseits reges Intereffe am Bund und an der Pflege des Gesanges vorhanden ist. Wie im vorigen Jahr in Ober-Widdersheim, so s)ll in diesem Jahr in R a n st a d t ein Wertungssingen veranstaltet werden, vorgesehen ist hierzu .der 25. Mai. Jeder Verein singt einen selbst- gewählten und einen aufgegebenen Chor. Es sollen diesmal zwei Werter die Chöre beurteilen. Ein im vorigen Jahr aus der Zeit ber Not Deutschlands geborener Chor soff als Massenchor von den annähernd 300 Sängern borgetragen werden. Der Gesangverein von Dwiernheim verschönte die Veranstaltung durch eine Reihe gut borgetragener Chöre. )( Herrn Haag, 12. Märg Dom herrlichsten Wetter begünstigt, fand am Montag in unserer wiederhergestellten Kirche das dtesiährige Dekanatsmiffionsfest des Dekanates Büdingen statt. Cs war ein erhebender Anblick, als am frühen Morgen trotz Werktag die Gemeindeglieder von Vonhausen, Lorbach und Diebach den Berg heraufgepilgert kamen und so zahlreich das Gotteshaus füllten, daß der letzte Platz beseht war. Im Festgottesdienst, der durch Pvsaunenchor, Schülerchor und Gemeindegesang festlich umrahmt war und in dem der Ortsgeistliche den Altardienst versah, hielt Pfarrer Kahn von Ortenberg über das Pauluswort „Gott will, daß allen Menschen geholfen werde" die Festpredigt. In der NachversammluTrg um i/23 Ufjr begrüßte Pfarrer Adam die Gäste. Dekan S ch ä- f e r dankte den Gemeinden für die hervorragende Gastfreundschaft, Missionar S p a i ch führte die Festgemeinde auf das Missionsfeld und rief die Gemeinden! zu neuer Missionsliebe und -Arbeit auf, Pfarrer Kahn sprach als Vertvauensmann das Schrlußwort. Die Kollekte erbrachte 198 GM. Nach dem Gottesdienst waren die auswörtigen Teilnehmer, wie am Mittag, nochmals Gäste ber Gemeindeglveder in den verfchietzenen Dörfern und Gutshöfen und wurden ebenso li.benswürdig, wie sie am Vormittag abgehvlt worden waren, wieder mit Wagen an die Bahn gebracht. Kreis Schotten. wg. S ch o t t e n 13. März. Irn hiesigen Krers- amtsgebäude fand üiefer Tage eine Besprechanc ber Verweter der im Kreise bestehenden Organisationen des Roten Kieuzes und des Alice- Fuauenvereins statt. Beide Körperschaften organisierten sich zu bem Kreisverband des Ro - ten Kreuzes, wie es die neuen Satzungen des Hessischen Roten Kreuzes vorschreiben. Der neue Kreisverband wird geleitet von den Vorsitzenden der vier im Kreise vorhandenen Zweigvereine vom Roten Kreuz und von zwei Vertrauensdamen des Alice» F auenvereins. Den sürsorge ischen und vottshyg'eirifchen Ausgaben wird er feine Hauptarbeit widmen. Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a M, 12 März. Gro^e s p t» ritistisch'Schwindelsihungen be Ite die K cknrmalprlizei bei einer Frau Löffler in ber Höhenst.aß: auf. Die Frau wohnt mit einem ehemaligen Baumeister zusammen, hat aber als Hochschulnachrichten, Wechsel in der Leitung der Gießener Uni- verfitatS-Augenklinik Q.ll. Der außerplanmäßige außerordentliche Professor für Augenhellkunde an unserer Universität Dr. Adolf (Zeh hat den an ihn ergangenen Auf abS Nachfolger des in den Ruhestand tretenden ordentlichen Professors und Di° irtxfc einen Küfer und dessen Frau bet sich in der Wohnung. Sn der Wohnung fanden spiritistisch: Sitzungen statt, bei denen der sorgfältig dressierte Küfer das Medium spielen muhte. Ein Ehepaar kam nun eines Tages $u ehret Lvfflerschen Sitzung. Der Küfer fiel m einen tiefen „hypnotischen Schlaf" und gab auf Befragen der Löffler an, daß er der Geist Lieb- knÄtS sei. Plötzlich erwachte das Medium, griff nach einer Bürste, und im gleichen Artgenblick stürzten sämtliche Bilder von den Wänden, Gegen- stände flogen durch die Luft. Auch ein Bild des Bauunternehmers siel zu Boden, und das wurde damit erklärt, daß sich der Baumeister neulich einmal abfällig über die Geister geäußert habe, und dah nunmehr der böse Geist im Hause walte. Die ganze Gesellschaft ging in die Küche, um den Geist Ml suchen. Kaum war man an der Küchentür angelangt. als auch schon unter riesigem Getöse das Geschirr und die Kochtöpfe auf die Erde rasselten. Run aber hatte das bis dahin ganz gläubige Ehepaar genug Es verlieh schleunigst das Geisterhaus und erstattete Ai^eige. Die Poli- - -t stellte jetzt die unglaublichsten Geistergeschichten fest. ®le Löffler, ihr Baumeister und der Küfer hatten vor der Sitzung sämtliche Bilder an der Wand untereinander mit feldgrauem Faden befestigt und an eine Dürste gebunden. Auf ähnliche W-ise hatte man zwischen den Kochtöpfen in der Küche den „Kontakt" hevgestellt. Llebttzens hatte di? Frau Löffler den zweifelnden Eheleuten gegenüber geäuhert, dah auch Karl Wahmann bei den von ihm veranstalteten Sitzungen so ähnlich verfahre. Don Interesse war es schliehlich noch, dah den Sitzungen stramme Knerper ien von Wein mrd Sekt oorausgingen, den Stoff dazu hatte der wackere Küfer aus dem Hotel, in dem er früher angestellt war, gestohlen. — Po'tzetbecmnte überraschten in der vergangenen Ülacht in einer Filiale des Konsumvereins in der Mainzer Land- strahe drei Menschen, die gerade zahlreiche gestohlene Sachen verpackten und damit verschwinden wollten. Auf die Frage der Beamten, was sie ^u so später Stunde noch in den Räumen zu tun hätten, erwiderten sie, sie machten 3 n- ve n tu rau f na hm e. Die Ausrede half aber nicht. Das Kleeblatt wurde verhaftet und stellte sich auf dem Revier alS vielfach vorbestrafte Gircbrecher heraus. rektors der Augenklinik, Geh. 'Lledtzinalvat Dr. Adolf Dossius, angenommen. Karl Gottlieb Adolf Dossius, geboren am 10. Februar 1855 zu Zempelburg i. Westpr., studierte von 1873—79 zu Königsberg Medizin. Gr Promovierte am 15. September 1879 bei der medizinischen Fakultät der Universität Giehen und war dann bis Ende September 1881 Assistenzarzt bei der Llniversitäts-Augenklinik daselbst. Dom !l. Oktober 1881 bis l.Mai 1882 hielt er sich studienhalber in Rostock und Göttingen auf, um alsdann nach Königsberg überzusiedeln, wo er bis 1. April 1887 an der Äniversitäts-Augenklinik als Assistenzarzt tätig war. Am 28. Juli 1882 habilitierte sich Dr. Dossius bei der Universität Königsberg. Daselbst erfolgte am 12. Avril 1887 seine Ernennung zum auhervrdentl. Professor, Dom 1. Oktober 1889 bis 1 April 1890 war er stellvertretender Direttor der Universitäts-Augenklinik Königsberg Zum 1. April 1890 wurde er als ordentlicher Professor für Ophtalmologie und Direktor der ophtalmologischen Klinik an die Landesuniversität Giehen berufen. Am 12 Ro- vember 1904 wurde er zum Geheimen Medizinalrat ernannt. 3m Jahre 1905 war er Rektor der Universität. Adclf Wilhelm Karl Theodor Jeß ist geboten am 7. März 1883 zu Bordesholm, Kreis Kiel. Gr studierte im Sommerhalbjahr 1902 in Tübingen Rechtswissenschaft und wandte sich alsdann dem Studium der Medizin zu, dem er an den Universitäten Marburg, Göttingen und Berlin oblag. Die Doktvrpromotion erfolgte 1907 bei der medizinischen Fakultät der Universität Göttingen. Rach Erlangung der Approbation war Dr. Ich am Allgemeinen Krankenhause in Bremen und den Univ.-Augenkliniken in Göttingen und Würzburg als Assistenzarzt, sowie am physiologischen Institut der Universität Würzburg als Vrlvntävassistent tätig. Am 29. Juni 1913 habilitierte er sich an der Landes-Universität Giehen für das Fach der Augenheilkunde. Die Ernennung zum außerplanmäßigen außerordentlichen Professor erfolgte am 20. Dez. 1918. Vermischtes. Mordanschlag eines entlassenen Kommunisten. Berlin, 12. März. (WTD.) Der im Siemens-Konzern tätige Prokurist Succow wurde heute morgen nahe seinem Hause in Rikolossee von einem ihm «auflauernden Mann a n geschossen mrd an den Deinen schwer verletzt. Der Anschlag wurde von dem wegen kommunistischer Umtriebe entlassenen Kalkulator Pleß- ner verübt. Dieser hatte bei seinem letzten Besuch bei Succow die Absicht verfolgt, seine Wiedereinstellung durchzusetzen und bereits gedroht, er werde dem Direktor an den Kragen gehen. Dem Täter gelang es, in den Wald zu entkommen. Mutter und Sohn gememsoM m den Tod. Berlin, 12. März. (Priv.-Tel.) 3n ihrer mit Gas angefüllten Wohnung In Steglitz wurde eine Frau und ihr achtjähriger Sohn tot km Bette liegend aufgefunden. Der Haupthahn der Gasleitung war geöffnet ES scheint sich um Selbstmord zu handeln. Durch eine schadhafte: Stelle war eine große Gasmenge in die Räume der oberen Stockwerke gedrungen und betäubte zwei Personen, so dah sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Eine fette Pleite in Frankreich. Paris, 13. März. (WTB.) Der Bankier Anton Simon, der auch dem Derwaltungsrat des CrHdit de France ang-.-hörte, ist unter Zurücklassung eines Defizits von 15—2 0 Millionen Francs geflüchtet. Diesen Passiven sollen fast keine Aktiven gegenüberstehen. Gegen den Flüchtigen ist eine Untersuchung wegen Vertrau.nSb.uchs und Betrugs e.ngelettet Worten. Wurst wider Wurst Die lustigen Gesellen des Schubertkreises pflegten sich die Eintönigkeit des Alltages durch allerlei lustige Neckereien und Späße zu vertreiben. Als nun Schwind aus Wien wegging und von den Freunden Abschied nahm, bat ihn Bauernfeld, ihm doch ab und zu Nachricht über fein Befinden zu geben. Schon von der fünften Station aus sandte Schwind einen Eilboten auf Dauernfelds Kosten, der ihm einen dicken Brief brachte, in dem aber nichts weiter stand als „Ich befinde mich wohl." Bauernfeld machte gute Miene zum bösen Spiel und kratzte sein letztes Geld zusa men, um den Eilboten zu bezahlen. Nach einiger Zeit aber erhielt Schwind in München eine schwere unfrankierte Kiste durch die Post, und als er sie öffnete, fand er darin einen 16 Pfund schweren Stein und einen Zettel von Dauernfelds Hand mit folgenden Worten: „Lieber Freund! Bei der erwünschten Nachricht von Deinem Wohlbefinden ist mir beifolgender Stein vom Herzen gefallen." Büchertisch. X Erdmann Hanisch: Geschichte Polens (bei Kurt Schröder, Bonn). Mit der Kenntnis der Geschichte fremder Böller ist es bei uns von jeher schlecht bestellt, um so mehr, sobald es sich um die unserer östlichen Nachbarn handelt. Wie dringend notwendig aber das gründliche Studium gerade der polnischen Geschichte für unser Doll hätte sein müssen, haben die politischen Mihgriffe der letzten Kriegsjahre, die schweren Enttäuschungen, die das polnische Doll uns auf Grund einer völligen Verkennung feiner Volkspstzche und feiner politischen Grund- einstellung bereitet hat, zur Genüge tu abgetan. Wer von polnischer Geschichte mehr wußte als die „polnische Wirtschaft", das „Wahlkönigtum" und die „polnischen Teilungen", dem waren diese Enttäuschungen erspart geblieben. Unt> heute, wo wir weite deutsche Gebiete an das neuerstandene großpolnische Reich verloren haben, wo nirgends sonst eine deutsche 3rrebenta unter den Bedrückungen und Verfolgungen des herrschenden Bollsteiles mehr zu leiden hat als in Polen, ist von eminenter Wichtigkeit auf Grund der Geschichte des polnischen Dolles die geographischen, historischen, kulturellen und schließlich politischen Zusammenhänge begreifen zu lernen, aus denen das heutige Polen sich gründet, mit denen es seine Daseinsberechtigung in der heutigen Form verteidigt. Wir wüßten faum einen besseren Führer hierzu als Hanischs „Geschichte Polens". 3n nicht immer gleich flüssiger Sprache, aber mit größter Sachkenntnis und stets packend durch den gebotenen Stoff gibt der Verfasser eine eindringliche Schilderung von der Entitehung des polnischen Reiches im Dunkel des frühen Mittelalters biß zur ersten Blütezeit um die erste Jahrtausendwende. Der Kaurpf mit dem Deutschritterordm, die große Aera des jagell)- nischen Herrscherhauses ist mit besonderer Liebe fesselnd dargestellt. Der Kampf mit Schweden um die Ostsee, die Türkenkriege, schließlich die Herrschaft des Hauses Wettin, Polen ein Spielball der europäischen Kabinette, wie ein roter Faden zieht sich durch alles hindurch die 3ntri- guenwirtschaft des Adels, der keine Zusammenfassung der nationalen Kräfte duldete, fernem wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung Raum gab. Besonderes Interesse gebührt dem leytcn Abschnitt, der Polens Geschichte nach den Teilungen behandelt. Mit richtigem Blick wird die verderbliche Jnkvnseguenz der preußischen- Polen- Politik gegeißelt, die tn der im Reichsland Elsaß- Lrthringen ketriebenenSchaukelpolitll ih e traurige Parallele fand. Leider findet die Polenpoliük der Mittelmächte im Weltkrieg eine reichlich kurze, alber immerhin prägnante Darstellung. Das Schlußwort des Verfassers zeigt die unhaltbare Struktur des neuen Pvlenstaats und zeigt ferner, daß das neue Polen an dem gleichen liebel krankt, an dem das alte zugrunde ging, am Parteihader. «Hühneraugen Hornhaut, Schwielen u-d Warzen schmerz- und gefahrlos Kukirol Aerztlich empfohlen. Millionenfach bewahrt. — In Apotheker und Drogerien eihältllch. — Gegen Fußschweiß, Brennen und Wuudlaufen Ku«6roi-Fußbad. Drogerie H. Noll. Keustadt 28. Drogerie Winterhoff, Kreuzplatz 9/10. Der beste Beweis für unsere unsere Preise für bekannte Qualitäts- und Markenstiefel 15,50 Mk. 13-Mk. 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Challier für Mitglieder hegen Ausweiskarte) zu 0.75 Mk, für Nichtmitglieder zu 1.50 Mk. Studenten karten bei dem Haus Verwalter der Universität zu 075 Mk. Reinertrag: Wohlfahrtsamt. [1802v Ucatscfie Tfandelsschule giessen ■«■■■■laaH Telephon 2064 Goetliestraße 32 Telephon 2064 Gründliche Vorbereitung für Herren und Damen jeden Alters für den kaufmännischen Beruf SÜ 3 & Ä* nichleaden Itchkeü vor jjictiera» W,'£ Jn de ßtrefem Freimaurer nich- langer Jeulschland Gebiete be^ soll das bt vedannt j v der schon Mm ti Dillens i ins Elend Mr wisse tigen 6tberh .'Jur! lvvgensge ungssleilc gj dk Miesen pandeDLldi ^e Abliefen worden, D< bis zu dieser genügen, 2 L2är° 192 K-Weise l SSss -Denn nt> Ä,; fry ui «Ä ML SÄ sich K Qb, sind SÄ Sfssp s&Ss Mt ei?*B unm&t 6 m. 62 Awetter Blatt Tleßener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 15. März (924 Freimaurerei und Schuldlüge. Der Derkbund deutscher Freimaurer richtet folgenden offenen Brief an die Reichsregierung: Zwecke und Ziele der Freimaurerei sind der Reichsregierung bekannt. Sie liegen auf ethischem und humanem Gebiet. Die Freimaurerei, wenigstens die deutsche, lehnt es ab, sich in irgendwelcher Form politisch zu betätigen oder gebrauchen zu lassen. Den gleichen Grundsätzen huldigt der aus ihr hervorgegangene Werkbund deutscher Freimaurer, welcher der seelischen Wiederaufrichtung unseres niedergebrochenen Volkes seine Hauptarbeit widmet. 3n solchem Streben haben wir erkannt, daß durch das dem deutschen Volke abgezwungene Bekenntnis über die alleinige Schuld am Weltkriege erstens dem unseligen Versailler Friedensvertrag seine giftige Tendenz eingehaucht wurde, zweitens die entsetzliche seelische und soziale Rot entstanden ist, die unser Volk niedergebeugt hat und schließlich völlig zugrunde richten wird. Diese Dolksnoi zu wenden, richtet der Werkbund deutscher Freimaurer die dringende Bitte an die Reichsregierung, an Hand des umfangreichen Materials unverzüglich die Haltlosigkeit dieses uns vernichtenden Schuldbekenntnisses in aller Oeffent- lichkett vor dem eigenen Volke und dem Auslande zu beweisen und dadurch die sittlichen Kräfte unseres niedergebrochenen Volkes wieder aufzurichten, ohne welche ein deutsches Staatswesen nicht gedeihen kann. An den Reichsminister des Aeuheren Dr. Stresemann richtete der Werkbund deutscher Freimaurer folgendes Schreiben: Sie prägten vor nicht langer Zeit das Wort: „Der Wiederaufbau Deutschlands muh auf seelischem und sittlichem Gebiete beginnen." Sie haben ja so recht. Wo aber soll das deutsche Volk beginnen, wenn es überall veckinnt und zurückgestohen wird? Muh nicht zunächst der furchtbare Makel eines Weltverbrechers von ihm genommen werden, ein Makel, der schon einen unschuldig verurteilten einzelnen Mann trotz überragender Leistungen, besten Willens und lauterster Gesinnung immer wieder ins Elend, vor allem ins seelische, hohen muh? Wir wissen, es ist eine schwere Aufgabe der heutigen Staatsmänner, hier den Anfang zu finden und eine Reinigungsoffensive der sittlichen Gröhe des deutschen Volkes zu eröffnen. Aber der Anfang nut der amtlichen Ausrottung der Schuldlüge muh doch endlich gemacht werden, und nach unserem Urteil kann der Erfolg kaum zweifelhaft fein. Die Unterstützung jedenfalls aller moralisch einwandfreien Teile des deutschen Volkes wäre Ihnen sicher, besonders aber dürften Sie als Bruder der grohen Friedrich-Loge die tatkräftige Mitarbeit der gesamten deutschen Maurerei, von der wir „Wcrkmaurer" einen ansehnlichen Teil bilden, finden. Sie würden sich um die von weiten nationalen Kreisen scharf mißtraute deutsche Freimaurerei ein großes Verdienst erwerben, unsterbliches aber um das deutsche Volk, wenn Sie das Damoklesschwert von seinem Haupte nehmen könnten Wirtschaft. Die Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag, 1 1. März, berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ergibt gegenüber dem Stande vom 4. März (118,7) eine geringe Steigerung um 0,9 v. H. auf 119,6. Von den Hauptgruppen fliegen zunächst Lebensmittel um 1,2 v. H. auf 105,4 (104,1). Die Gruppe Getreide und Kartoffeln blieb mit 83,6 nahezu unverändert, ebenso die Gruppe Kohle und Eisen mit 137,7. Industriestoffe stiegen um 0,7 v. H. auf 107,5 (106,8) und Einfuhrwaren um 1,9 v. H auf 181,6 (178,2). • * Zur Ablieferung deutseher Ver- mögensgegenstände. Die Devisenbefchaff- ungsstelle gibt bekannt: 1. Durch die fünften Durchführungsbestimmungen zur Verordnung über die Ablieferung ausländischer Vermögensgegen- stände (Goldwertabgabe) ist der Schlußtermin für die Ablieferung aus den 25. März 1924 festgesetzt worden. Wer noch nicht abgeliefert» hat, muß bis zu diesem Termin seiner Ablieferungspflicht genügen. 2. Goldmarkq utttungen werden vom 7. März 1924 ab nicht mehr ausgestellt. Ausnahmsweise kann die Devisenbeschaffungsstelle für Ablieferungen vor dem 25. November 1923 noch Goldmarkquittungen erteilen. Lieber die Voraussetzungen hierfür können die Ablieferungsstellen Auskunft geben. 3. Die Entrichtung des Gegenwerts erfolgt weiter in der bisherigen Weise. Del Ablieferungen, für die jetzt keine Goldmark- Oberhessischer Kunstverein. " Hessisch« Künstler. Wenn man einige Jahre lang die Giehenev Kunstausstellungen betrachtend begleitet, wächst von Fall zu Fall die Schwierigkeit, die Aussagen positiv und freudig zu machen. Die jetzige Darbietung ist keine Ausnahme. Auch über ihr liegt das Linbewegte und Unbewegliche, das die letzten Jahre fast ausnahmslos die Luft im Turmhaus am Brand kennzeichnete. Ein enger pnd beengender Kreis von Möglichkeiten und Gewolltem, und immer wieder — viel zu oft — die Reihe dev gleichen Ramen, die ihre Unzulänglichkeit und Oberflächlichkeit von Schritt zu Schritt weniger verhehlen. Es mag Wohl sein, daß derartiges leichter anspricht und sich besser verkauft, daß es der unklaren und phrasenverdunkelten Ansicht weiter Kreise über „Kunst" entgegenkommt. Aber im Interesse der Kunst darf jetzt einmal Grundsätzliches deutlich gesagt inerten, um so mehr, als einige Jahre ter gute Wille gezeigt wurde, abzuwarten und den Ereignissen i nmer ihre positive Seite abzugewinnen. Das länger tun, hieße sich mit werantwortlich machen. Die Ausstellungen sind ksfentlich. Sie sollen der Kunst dienen. Verkauf kann also so wenig ihr Zweck allein sein, wie die zweifelsohne nicht bestreitbare einseitige Bevorzugung einer Kunstbetätigung, die in ihrer Art weit entfernt von wesentlichem des Lebens und schon ganz allein damit auch ter Kunst ist. Diese Ausstellungen sind ferner für viele Menschen die einzige Gelegenheit, mit Dingen der Kunst unmittelbar sich auseinanderzusehen. Daraus müßte schon ganR allein das Streben erwachsen nach möglichster 'Mannigfaltigkeit des Gebotenen. Quittungen mehr ausgestellt werden, wird der Gegenwert ohne Einreichung einer Goldmark- quittung in 6prozentigen Schatzanweisungen ent» J-icptet. „ 4. Alle Goldmarkqutttungen, die sich in ten Händen der Ablieferer befinden, sind zur Entrichtung des Gegenwerts bis zum 25 März 1924 einzureichen. Verspätet eingereichte Gvld- marfquittungen werten nicht eingelöst. * Der Abschluß der Berliner Handelsgesellschaft für 192 3. In ter Sitzung des Derwaltungsvates ter Berliner Handelsgesellschaft am 11. März wurde der Abschluß für te£ Geschäftsjahr 1923 vorgelegt. Dieser weist einen Rohgewinn von 3 396 579 Dill. Mk. auf. Aach Abzug ter Derwaltungskosten (einschließlich Tantiemen, Penfionsleistungen und Steuern) verbleibt ein Reingewinn von 1 218 860 Bill. Mk. Es soll eine Dividende von 10 Rentenmabk auf !E-"ominal 1000 Mk. Aktien ausgezahlt werten. In ter Bilanz erscheinen u. a. Schuldner 22 869 948 Bill. Mk. und Gläubiger 24 561 503 Dill. Mk. Die Kasse enthält 1 134 957 Bill. Mk. und das Portefuille ter Wechsel, Devisen und Sc rten 1589 923 Dill. Mk. Die Generalversammlung findet am 12. April statt. Wie ter „Deutsche Handelsdienst" an zuständiger Stelle erfährt, wird die Handelsgesellschaft die Aufstellung einer Goldmarkbilanz erst dann vornehmen, wenn hierfür ein gesetzlicher Zwang vorliegt. Es sei vorläufig praktisch unmöglich, Dermögensgegenstänte mit einiger Sicherheit zu bewerten. Die Bank habe, wie jede andere, seit Beginn des Krieges fortgesetzt schwere Substanzverluste erlitten. Es lasse sich deshalb auch heute noch nicht sagen, in welchem Verhältnis das Grundkapital ter Handelsgesellschaft zu* sammengelegt werten wird. Obwohl das Institut heute noch mit Frietenskapital arbeitet, müsse eine starke Hevabsetzung des Kapitals erfolgen. Die konservative Geschäftsgebahrung, insbesondere ter Verzicht auf ein Retz von Depositenkafsen, habe den günstigen Erfolg gehabt, daß die Handelsgesellschaft früher als alle anderen Banken zu einer Valorisierung ihrer Konten schreiten konnte, lieber die Aussichten des neuen Jahres läßt sich sehr wenig sagen, da es von Anfang an krasse Widersprüche auf allen Gebieten ter Frankfurter Dorfe. Frankfurt a. M, 12. März. Tendenz: Beruhigter. — Die Situation hat sich im großen unö gangen zwar nicht geändert, aber stimmungs- ffemäß ist gegenüber ten vorhergehenden Tagen vhne Zweifel eine leichte Besserung zu verzeichnen. Es standen dem Angebot, das sich noch verschiedentlich in Kassaindustrieaktien ein stellte, auch Deckungskaufe gegenüber, welche sich aber mehr auf dem Schwankungsmarkte einstellten. Groß war das Geschäft auch da nicht und die Tendenz uneinheitlich. Sv auf dem Montanaktienmarkt: man eröffnete für die führenden Papiere vorwiegend bei unveränderten Kursen. Oberschlesische Werte lagen etwas besser, zirka iy2 Billionen höher. Dankonwerte befestigt. Der Abschluß ter Berliner Handelsgesellschaft wurde viel beachtet: die Dividende von 10 Rentenmark machte auf die Tendenz einen guten Eindruck, doch fehlte die Unternehmungslust. Don ten Ebektrizitätswerten fanden 21E. G, Licht und Kraft bessere Auf- nahme. Die Werte des 2lnilinkonzerns lagen durchweg gut behauptet. Scheiteanstalt schwächten sich etwas ab. Maschinen- und Metallaktien verzeichneten nur geringe Veränderungen. Daimler, Klehec. Eßlinger und Moenus anziehend. Zellstoff Waldhof, auch Zuckeraktien sind leicht erholt. Die 5prvz. Reichsanleihe trat mit 0,071 in ten Verkehr. Zolltürken, Bagdad fanden etwas Beachtung. Sonst kamen später noch in Frage Dyckerhoff, 3uL Sichel, Hedternheimer Kupfer, welche gesuchter tixuen. Stoeckicht Gummi schwächer. Im Frciverkehr hantelte man Becker Stahl mit 9000, Decker Kohle 9125, etwas fester lagen Gummi Reckar 250 Geld, Denz 4500, 2Ün 6100, Growag 350, Holstein 1700, Brown D,veri 2600, Krügershall 9250, Hansa Lloyd 1700, Ludwi Osburger Porzellan 3500, Mez Söhne 5000, Tiag 3000, Ufa 8125, Chemische Remy 700. Berliner Dors«. Derlin, 12. .Mär^. (Wolff.) Die Börse eröffnete heute in freundliche^r Veranlagung. Angebot lag wenig vor, während die Spekulation mit Deckungen fortfuhr. Hierdurch waren namentliche die ersten Kurse am Montanmarkt gesteigert. Essener Steinkohlen und Rheinstahl stellten sich über 3 Dili. Prvz. höher. Andere llmsahgebiete zeigten zunächst keine einheitliche Kursbewegung, und erst im Verlaufe machte sich eine feste Grund- stimmung auch hier geltend, und die Kurse zogen nahezu allenthalben etwas an. Das Geschäft gestaltete sich namentlich in Elektrizitätspapieren und auch in chemischen Werten etwas lebhafter, Gesellschaft für Elektrische llnternehmungen zeigten zeitweilig einen Gewinn um mehr als 3 Dill. Prozent, gaben dann aber wieder etwas auf Ge- Don scharfer grundsätzlicher Durchdringung des Komplexes „Kunst" ist auszugehen und von dem Bemühen, allen, die etwas aus Ehrlichkeit heraus zu sagen haben, das Wort ztu geben, auch wenn man sie nicht unbedingt Heben kann. Hundert anderen bedeutet sie wesentlichstes. Denn Kunst lieben, heißt, vor ter Mannigfaltigkeit des blutvollen Lebens andachtsvoll freßen und sich durch hingebentes Versenken Einfühlung und Urteil zu verdienen. Von außen her fordert man vergebens dieses Geschenk Angenehmes, „Schönes" oder „Ratur" hat ebenfalls nichts mit Kunst zu tun. Eine noch so gut gemalte Landschaft muß an sich noch kein Kunstwerk sein. Aber wir neigen dazu, von äußerlich Formalem des Motivs her zu urteilen. Wie könnten sonst Leute, die einmal eine Landschaft etwa von Hans Thoma gesehen haben, noch ernsthaft vor Dingen irgendeines „Malers" stehen bleiben, wie wir sie hier immer wieder zu sehen genötigt werten? Zugegeben, daß wir hier schon Gutes und Bestes, auch Rrues und Fragliches hatten (Franz Marc, Sturm. Steinhaufen, Ubbe» lohte, um einiges zu nennen), aber das zu selten und unsystematisch. Wie vieles fehlte bisher ganz I Die Schwierigkeiten, wesentliche Kunstwerke zu bekommen oder Träger erster Ramen zu gewinnen, seien nicht verkannt, die gänzliche Unmöglichkeit aber bezweifelt, ^lußertem dürften sich andere Wege finden lassen. Sollte ter Privat- besih hier in Gießen wirklich nicht wie anderswo auch die Verpflichtung fühlen, an Ausstellungen, die nach irgendwelchen Gesichtspunkten zusammengestellt werten, ab und zu: sich zu beteiligen? Man kann da selbstverständlich auch an alte und ältere Kunst denken. Roch ein Weg: Wir haben winnsicherungen nach. 2luf die Bankaktien blieb ter Abschluß ter Berliner Hantelsgesellschaft ohne merkbaren Einfluß, ter Kurs dieser Dank war sogar etwas abgeschwächt, dagegen waren Darmstädter und Rationalbank, sowie Essener Kreditanstalt gebessert.. Lebhaftes Interesse bestand von vornherein für Petroleumwerte, Deutsche Srdöl gewannen ziemlich 12 Dill.' Proz., wovon allerdings ein Teil bei späteren Realisierungen verloren ging. Deutsche Petroleum stellten sich um 2 Dill. Proz. höher. Im Verlaufe blieb die feste Grundstimmung allgemein gut behauptet, wenn auch vereinzelt kleine 2lbbrödelttngen i..felge Gewinnrealif «erungcn nicßi audbheben. Don ausländischen Renten waren türkische Anleihen etwas gebessert. Deutsche Anleihen zogen etwas an. Am Devisenmarkt stellten sich die Rotierungen bei unvermindert großen Rachfragen zum Teil um Kleinigkeiten höher. Erheblich gebessert waren im Einklang mit den Auslands- nvtierungen Paris und Drüssel. 0.310 33,1 42,6 2,87 20 29,25 2,76 8,1 ) Dom Rückzahlungswert. W.75 18,75 87,25 4,2 8.25 33.75 7.2 0,068 0,450 0,900 0,290 3.9 33 18 12,8 6 3 33,1 11,1 18,8 41 40 8,18 Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) 0,310 87,75 4,2 8,38 2,75 5,25 15,25 15 14,75 16,25 0.063 0,470 0,225 0,850 41 6 11 11.5 1,13 13.13 19,75 2 0,600 0,800 57 17,75 27 48,5 52,75 73 16 22 17,25 23,5 35.5 34 0,070 0,450 0,240 0,830 0,310 2.8 ,‘il 20,5 1 8 1,9 20 2,5 4,8 10 i?,6 4,3 2,76 8,76 4,96 <1,5 5,87 10,8 12 18,75 2,8 15 14,6 14,65 12.5 16,25 21,5 11.25 3,6 32,5 18,88 2,85 15,5 15 14,6 12,6 16,1 21,5 10.8 18,25 Ä 60 17,5 28,9 50,5 55,75 72,5 16,1 23 16.75 25,1 31,5 34,5 0.810 87,13 4,2 9,25 59 40 6.2 11 12 1.3 13,8 19,8 2,1 9,575 0,800 17,75 28,75 50 68,5 17 24 16,5 25 55 3.1 33 7 8,25 14,5 3.8 3,9 36 18,75 14.75 15 14.5 16,6 13,5 2,87 0,6 0 86,5 4,2 9,5 56 41,65 6,25 1 4 12,23 13,75 2,2 1 60 18 28.38 49 9 54,25 71 16,5 2'5 16,87 24,75 34.9 35,25 63 0,071 0,480 0,2,0 0,850 0,12> 0,300 21,5 1.6 '.9 19,25 2,6 9Ä 12.5 4,3 4,5 VU Deutsch? Re«ch«anltN)r <*/o Deutsche RetchSanleibe 8 /ee/o De utsche Reich? anletde £/. Deutsche ReichSanlethe Deutsche Lvarpramienanlethe Preußische Äonfoto . . 4% Hessen........... SW* Deutsche Wert'-. Dollar-Anl.e) dto. Dollar-Schatz-Anwetsung ♦U yontürfea ....... 6*/. Sotomeruaiur . „. . yerltner Handetooekellschakz Kommerz- und Prtvat-Bank Darms», und Naiionalbank Deutsche Dank........ Deutsche Vereinrbank . . . DiSronto Eommandit . . . Mctallbank.......... Mitteldeutsche Ereditban? . Lesteiretchtsche LredtlanftaU Beftbanf......... »ochinner Guß ... .. . Buder I toro Demich Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke • ©arpeiier Bergbau..... Kaliwerke AscherSlebeu.... Kaliwerk Westeregeln..... Laurahütte ........ C berbedars ...... Phönix Bergbau .... Viveiniiabl ....... Vlubrrf Montan........ fceüu« Bergbau. ...... Hamburg.Amerika Pake«. . Norddeutscher Llovb .... C verarm sche Werke Alb tu . . Zementwerk Heidelberg . . vdilipp Holimanu .... Anglo Cont.-Guano Badische Anilin........ Chemische Mayex Alaptu. . . Goldschmidt.......... Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke...... Hotzvensohlung........ Rütacrswerke Scheideanstalt «Na ElektrtMSts-GetzllfchaK Bergmann ......... Mainkraftwerke ........ Schuckert ........ Siemen« A Halst» .... Vdlerwerke Äletxt ..... Daimler Motor«. • . . . . Heultgenstaedt . ...... Meguin . ...... stranksurier Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . Metallgesellschaft Frankfurt. Bet. Union 81-0....... S uhfabrik Herz Sichel.............. Zellstoff Waldhof. Zuckenabrik Frankenthal . Zuckerfabrik Waghäusel . . . On Billionen Prozent Frankfurt a M Derlin Schtuh. fiura Schliß Kurs Schluß. KlI 5 Schluß. Rurs __Datum: 11.3. 12 3. 11. 3. 12. 3 Devisenmarkt Berlin—Frankfurt rr"-_ 12. Mär; Ölenart. °/> lAcld Brief Schwerer Rote» ......... Däallcbe Toten ....... Skbwedilchk Roten ....... . Holländische Noten........ Dcinlch-Qeslerreich, i 100 Kronen Amerikanische Noten...... Englische Roten....... . Rt lteinsche Noten......... belgische Roten . ......... Ungarisch, Noten......... Tschechoslowakische Not«. . ° - Norwegische Noten ..... Rumänisch« Noten........ Spanische Roten ■ ° ■ 72 4 17,95 64,84 110,22 186,11 6,08 4,19 18,00 19,25 14,36 5,09 Y',22 56,56 2,28 61,67 72,78 18.0’ 65,16 110,78 156.89 6,12 4,21 18,10 19,35 14,44 5,11 12, ’8 56,84 2,SO 61,93 5 voll 5 6 2 50 1 2 voll 30 voll 5 5 voll 15 Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) 11. Mar; 12 Mär; Reparl °, 11. IIS Amtliche Notierua ■ Iinrlich: Welt ioticru 11 Brief Neld Brie- Amsl.-Rott. 156,11 1t6,89 156,11 '56, 9 2 r Bris.-Dntw. 13,47 >3, 3 14 3 14,44 3 3 Cbristiania 56,00 6.34 ■ 0,53 16,81 3 3 Kopenhagen 64,84 65,16 64,84 65,16 3 3 Stockholm 109,72 110,25 110,22 '10,73 3 3 HelsingforS. 10,57 10,63 10,57 10,63 3 3 sttalien 17 46 17,54 17.76 17,81 3 : London 17,953 18,015 18,005 18,095 2 2 Nenhork . 4,19 4,21 4,19 4,21 1 1 Paris .. . 15,4. 15,51 16,66 16,74 2 : Schweiz 72,42 12,75 72,42 72,78 2 2 Spanten 51,37 51,65 51,67 bl ,9j 3 3 Wien in D-> Oeit.abge t ,18 ‘,2 p,ag 6,12 15 5 Prag , . 12,21 12,29 12 21 12,29 2 2 Budapest. 5,12 5,92 5,78 5,82 voll voll Buen-Atres ',435 1,425 1,435 3 , 3 Bulgarien 3,09 3,11 2,19 3,21 voll voll Japan ,71 ',881 1,855 1,865 3 3 Nio de Jan C.195 0,505 0,495 0,505 5 Ü Belgrad 5,48 5,52 5,58 5,62 10 voll tiiiaöon '3,05 '3.14 '8,05 18,14 voll 6 Märkte. Berliner Produttenmartt. Berlin, 12. März. Bei kleinem Inlands» angebot und teilweise erhöhten Forderungen war ter Produktenmarkt heute eher etwas fester veranlagt. Für Roggen konnten bei einiger Deckungsnachfrage auch kleine Ausschläge durchgeseht werten: die Unternehmungßtuft war aber gering wegen Geldmangnels, und die niedrigen Aus- landsfvrderungen wurden wegen der Devisenknappheit nicht beachtet. Weizen war kaum verändert, von Gerste war gutes Braumaterial verlangt. Hafer hatte ziemlich feste Tendenz infolge des vermehrten Begehrs für die Küste und für den Konsum. Für Kleie wurden höhere Preise bewilligt. Andere Futterartikel waren ruhig. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt 161 bis 167 (fester), Roggen, märt 129 bis 136 (stetig), Braugerste 170 bis 185 (stetig), Futter- gerfre 150 bis 155 (stetig), Hafer, märt 113 bis 121 (stetig), fromm. 111 bis 120 (stetig), Raps 300 (fester), Leinsaat 410 bis 415 (stetig): für je 100 Kilo: Weizenmehl 24,50 bis 26,75 (fester), Roggenmehl 20,50 bis 22,75 (stetig), Weizenkleie 10,20 bis 10,30 (fest), Roggenkleie 8 (fest),Diktoria- erbsen 27,50 bis 29, kleine Erbsen 17 bis 19, Suttererbfen 13 bis 14,50, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 14 bis 15, Wicken 15 bis 16, Lupinen 14 bis 14,50, Seradella 16 bis 16,50, neue 14 bis 15, Rapskuchen 11,30 bis 11,50, Leinkuchen 22 bis 23, Trockenschnitzel 8,40 bis 8,50. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M, 12. März. Es notierten für je 100 Kilo. Wetterauer Weizen 18,75 bis 19, Roggen 16,50 bis 16,75, Sommergerste für Drauzwecke 21,25 bis 22, Hafer, inländ. 15,50 bis 16, Weizenmehl, südd. Spezial 0 27,50 bis 28,25, Roggenmehl 24,25 bis 25, Welzow und Roggen- kleie 9,50 bis 10,25, Mais, La Plata 19,50 bis 20. Tendenz: Ruhig. Kirchlich? Nachrichten. 3fr. Religionsgemeinde. Gottesd. i. Gemetndch. Lonhstr. 4. Samstag, den 15. März. Borabd. 6.15 mvrg. 9.00, abds. 6.30 u. 7.10. — 3fr. Religion»-' gefellschaft. Sabbatfeier den 15. März. Freitag abd. 6.00. Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30, Sabbatausg. 7.15. — Donnerstag, den 20. März 1924. Purim Dorabd, 6.30, morg. 6.15. — Wochengottesdienst: Worg. 7.00, abds. 6.00. (In c* "N y*tr her OI'-Haae wiederholt) Amerikanische Steuerreform. Paris, 12. März. (WTD.) Rach einet Meldung des „Petit Parifien" aus Washington hat Präsident Coolidge gestern dem Kongreß eine Sonderbotschaft übermittelt, in ter eine Herabsetzung der Einkommensteuer um 27 Prozent vor dem 15. März verlangt wird. Der Präsident unterstreicht die Bedeutung dieser Maßnahme und erklärt, daß alle unteren, augenblicklich von dem Kongreß beratenen Gesetzentwürfe zurückgestellt werten müßten, um das von ihm übermittelte Steuerherabsetzungsprojekt sofort in Beratung zu nehmen. heute in großer Zahl ausgezeichnete Rachbildungen alter und neuer Kunstwerke, die nach Auswahl und Technik hohen Ansprüchen durchaus genügen. Unter Kunstkennern und -freunden besteht kein Zweifel mehr, daß ter Besitz und die Kenntnis einer solchen erstklassigen Rach» bilbung viel mehr bedeutet als ter Besitz eines Originals dritten, vierten oder noch geringeren Ranges. Sie halten sich auch neben Originalen und sind geeignet, ein Verhältnis zur Kunst im besten Sinne herzustellen. Jeter, der die nicht nur in dieser Hinsicht verheißungsvolle Dürer-Ausstellung des Kunstwissenschaftlichen Instituts gesehen hat, wird auch gerate von den vorbildlichen Reprodukttonen einen starken Eindruck mitgenommen haben. In unserem Zusammenhang sei vorläufig nur an die „Piper-Drucke", die Drucke der MarZes-Gesellschaft oder die Sammlung „Sieg der Farbe" ter Reuen photographischen Gesellschaft gedacht. Mit ihrer Darbietung wäre der Kunst mehr gedient, als mit Erzeugnissen, an deren Herstellung manche Menschen aus irgendwelchen Gründen die Arbeit eines Lebens glauben wenden zu müssen. Das mögen geschmackvolle und schmückende Dinge sein. Sie aber ständig als Kunst dargeboten und angesprochen zu sehen, verdunkelt wesentliche Zusammenhänge und macht das Gesamtbild des Lebens, um das es geht, unscharf. * Don den Bildern viel zu sprechen, erübrigt sich Die meisten Künstler sind zud«n genügsam bekannt. Erfreulich ist nur ganz Weniges: Don P. T h e s i n g - Darmstadt ein delikates „Blumen- Stilleben", die kleine Landschaft von G. Pfaff- Darmstadt, einiges von K. Fries- Ortenberg, etwa noch die duftige Landschaft, die H. G ie- oel- Marburg geschickt hat, und einiges von W. S ch e 1 d - Darmstadt. Hier kann auch „Hinterm Dorf von W. Stephan- Gießen genannt werten, das den Vergleich mit der Landschaft von A. Beyer-Darmstadt, die daneben hängt, trotz einiger Befangenheit wohl für sich entscheidet. Was nun folgt, ist Kunstgewerbe: A. Söder- Darmstadt, M. Velten- Friedberg vertreten einen äußerlichen, dekorativen Impressionismus, A. Posch und W. H o f f e rb e r t - Darmstadt den entsprechenden „Expressionismus". (Als Anmerkung die Einschränkung, daß die einen mit dem Wesen des Impressionismus so wenig zu tun haben wie die anderen mit dem des Expressionismus.) E. Eimers- Darmstadt schöne Technik tröstet nun doch bald auch nicht mehr über die allzu fabrikmäßige Art seiner niedlichen Gnomenbildchen. A. Beyer-Darmstadt, von dem, als sollten sie es beweisen, zwei Blumensträuße neckischerweise nebeneinander hangen, muß sich die gleiche Bemerkung gefallen lassen. Der Rest sei Schweigen. Der Protest gegen die Darbietung von starken Unzulänglichkeiten, wie sie um einiges zu nennen, dieses Qllal W. Will- gerodbDillenburg, L. Clemm-Werner-Winnerod F. Barth-Darmstadt Herbsttag"), G. Klingel- höser-Großen-Linden, H. Gellfus-Bad-Rauheim (gemeint sind die Gemälde, z. B. „Dorfschenke" — den Zeichnungen sollen, obwohl sie Massen-' artilel sind, einige Reize zugegeben werden.), M. Felchner-Gießen, W. Beintmann-Frankfurt zeigeii, trifft mehr eine Jury, die derartiges auf- hängt, als die Künstler, denen trotz allem die bona fides zugestanden sein sott. W. (Dachdruck verboten.) 45. Fortsetzung. . . DM Ein Roman aus dem 21. Jahrhundert von HanS Dominik. .Alles ist versunken . . . alles ist verschwunden. Dur unsere Liebe ist geblieben . . . Dah ich ihn je wieder küssen würde, deinen süsten, reinen Mund!" Gin Schauer rann durch ihre Glieder. „DaS ist er nicht mehr . . . der reine Mund." sagte sie mit leisem Klagelaut. .Florence! Du . . .' Averil war aufgesprungen. Keuchend kamen die Worte aus seiner Brust. .Willst du mich wieder aus dem höchsten Himmel in die tiefste Hölle stürzen?" Gr stand da. in dem geblichenen Schatten des Baumes, jeder Kraft beraubt. . . verirrt wie in einer Wüste. Florence hatte das Gesicht in den Händen vergraben . . . Der Kies knirschte unter einem Schritt. Mit jähem Ruck blickte sie auf. .Du willst gehen? . . . Ha. gehe. . . gehe. GS ist zu spät, zu spät. Ich bin einem anderen versprochen!" Sie taumelte und wäre zu Boden gestürzt, hätte er sie nicht in seinen Armen autzefangen. „Florence! Gs ist nicht wahr. Ich bitte dich. Er schrie eS fast. Zitternd lag Florence an seiner Brust. Ihre Zähne schlugen aufeinander. Ihr war. alS versärcke sie in einem eisigen Strom. Da fühlte er die Wahrheit. ES war kein leeves Wort. daS in sein Ohr geklungen. Regungslos stand er. sog mit bebenden Atemzügen den Luftstrom ein und starrte in den weiten Raum. Zerbrochen, zerschellt lag alles am Boden. .Du liebst ihn... den anderen? . . . Dein! Du liebst ihn nicht . . . Kannst ihn nicht lieben. AInö doch willst du ihm folgen! . . . -Utti) ich?" Er löste ihre Arme und drängte sie zurück. .Lind ich? . . . Ich soll zugrunde gehen?!" .Averil! Flehend kam es von ihren Lippen. Alle Kraft schien vcm ihr gewichen. Dchlvach und gebrochen sank sie auf der Dank zusammen. LInendlicheS Mitleid wogte im Herzen Avr° ritt. Gr hätte sie in seine Arme nehmen, sie trösten, sie hegen mögen. Lind trotzdem bewegte er sich nicht, sprach er nicht, machte er keinen Der- such, diese Qual zu kürzen, an dec sie beide litten. Der Klang einer Glocke, der aus weiter Ferne zu ihm drang, liest ihn aus seiner Erstarrung erwachen. Er hob die Hand und fuhr ihr mit linder Bewegung über das Haar, die Wange, das Kinn. Lind als ob diese Hand ihr das Herz zerspalte, brach sie in haltloses Schluchzen aus. Er setzte sich zu ihr, hob ihr tränenüberström- tes Gesicht und legte es an seine Brust. .Erzähle. Florence!" Mit schmerzlicher Anstrengung entwand sie sich fehren Armen. .Averil . . Ihre bebenden Lippen suchten vergeblich nach Worten. .Wenn ich dir weh tat. Florence, verzeihe mir!" Averil versuchte ihre Hand zu nehmen, sie knwch hie Berührung zu beruhi en. Da plötzlich erhob sie den Kopf. Ihre Augen blickten mit totenhafter £tarr6eli inS Weit«, als sähen sie etwas, was nich da war. Ihre trockenen Lippen begannen zu sprechen. .Ich war krank . . , ich hatte nur den einen Wunsch zu sterben, um die Qual zu kürzen. Ich hatte dich von mir getviesen und sah und dachte nichts anderes als an dich. Du warst in mir. wie eine Qual . . . ein Feuer . . . ein Wahnsinn . . . Ein m xlkanischer Ge chaftSs eund meines Vaters besuchte uns. Ich kannte Don Manuel Oregon seit meiner int'eften Jugend. Oft hatte ihn mein Vater als meinen ältesten und treuesten Verehrer geneckt . . . Ich sah in ihm nie mehr als einen It bevollen väterlichen F eund. Es war kurz vor m inrr Abcei« mit He en Garvin . . . Ec warb um mich ... Er sah meine Seennot und schaute hinein in > mein zuckendes, sich abringendes Herz, als ob es offen vor feinen Blicken läge. Gr nahm meine Hände und sprach liebevoll . . . demütig zu mir. Lind doch lag in seinen Worten der Wille und die Kraft, mich zu befreien . . . mir das Glück zu geben, für das mein Herz noch Raum bot. Lind ... ich gab ihm meine Hand." .Lind du wirst ihm folgen... di.sem Manne? . . . Lieb ckos?" All s h ist? Wünschen, alle Leidenschaft, <8m- pörung und Klage sprach aus Aver-ils Worten. „Florence, ich lasse dich nicht. Mein bist du . . . allen zum Trotz. Dir selbst zum Trotz!" Er prestte sie an sich und küstte auf chre Augen, ihre Stlln, kühle die Tränenspur auf ihren Wangen und vor chloh die widerstrebenden Lippen mit glühenden Küssen. Sie versuchte üjn zu beruhigen, sich loszu- machen. Gewaltsam befreite sie sich aus seinen Armen, sprang von der Dank empor und wich vor ihm zurück. „Sei gut zu mir, Averil! Schone mich. Es kann nicht sein ... Du mufft nun gehen, vergib mich!" „Ich dich vergessen? . . . Ich gehen, wo ich weih, du liebst mich. . . liebst mich noch!" „Ha. Averil! . . Gehe, ich bitte dich Was unS damals trennte, trennt uns heute auch" „Lind weiht du, wohin du mich schickst? Ich gehe zugrunde ohne dich! . . . Florence!" Seine Augen rangen mit ihr in stummer Verzweiflung. Da schritt sie auf ihn zu und legte die Hände auf seine Schultern. „Averil! Ich habe dich lieb ... bis in den Tod." Eine schmerzlich-selige Milde lag auf ihrem Gesicht. „Wenn meine Liebe dich bittet, zu gehen, wirst du cs tun?" Ein Beben ging durch die Gestalt des Mannes. Alles Blut wich aus fernem Gesicht. Kaum verständlich nur ein rauhes Flüstern war sein „Leb wohl!" Kaum hatte Wellington Fox feinen Damen genannt, als ihn der Diener in das Arbeitszimmer Garvins führte. Ein grostes. von angenehmer Kühle durchwehtes Gemach Schwere Vorhänge verhüllten die Fenster. An einem kleinen Schreibtisch sah Francis Garvin. von Kopf bis zu Fuh in blendendes Weih gekleidet. Das Geiicht verschlossen und eisig kühl. (Fortsetzung folgt.) MAGGI5 SUPPEN □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ AmisM fürs besetzte Gebiet besorgt schnell E.Brömme, Wiesbaden (Sneiscrrauttrahe 21. 1T1,D Haus möglichst mit freiwerdender Wohnung und gröberem Lagerplatz zu kaufen oder mieten gesucht. Bauplatz nicht ausge- schlossen. Angebote erbitten 61'M8 Klein & To. Kohlengrohhandl^ Gießen. Tel. 750. Schade & Füllgrabe emviehlen: ieo,c Stets frisch geleuchtete (Eier 10 Stück 1.28 Paket 30 Pfg. Paket 30 Pfg. Pflaumen Pfd. 62,50,54 Pfg. Psd. MO Dcrhnhvfstr. 26, Ludwigstr. 20. Walltorstr. 24, Franks. Str. 89, Pflrfiche Aprikosen Mischobst extra schwere (Erinfeier (Eöamertäfe (Emmentalerfafe 10 Stück 1.481 Pfd. 1.24 K Pfd. 2.08 W §tangenmaNarotiiPfd.40P'g l-Psd.-Pak.60Pfg.,'/z Pfd.- Gemüsenudeln Pfd. 26 Pfg. FeineGriehnudelnPfd.44Psg. Eierbandnudeln Pfd. 50 Pfg. l-Pfd.-Pak.55Pfg.,'^Pfd.- Norm. 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