Ur. m Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbcilage: GießenerFamilier.dläller monats--üc3ur$vreis: 2®olbir.arh u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernspr cch--2lnschlnsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnieigerSietzen. Postscheckkonto: Frankfurt a. !R. 11686. Erster Blatt Druck und Verlag: »rühl'sche Univerktäls-Luch- und Lteindruckerei it. gange in Siehrn. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichKeit. Preis für -mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne- Klame-Anzeigen D.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20°/, Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vr.Friedr.Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Vlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. ^4. Jahrgang Momag, \2. Mai (924 iehenekAn;eiger General-Anzeiger für Oberhessen Die Eröffnung der ersten Kölner Messe. Des Reichspräsidenten Besuch im besetzten Gebiet. — Eine Rede Eberts. — Minister Severing gegen eine Zerschlagung Preutzens. — Der Reichskanzler über die Sachverständigengutachten. Köln, 11. Mai. (Wolff.) Der Reichs-. Präsident traf heute vormittag 9^', LIhr, begleitet vom Minister des Aeußsrn Dr. Strafe- mann, Reichswirtschaftsminister Hamm und Staatssekretär Meißner, hier ein. Er wurde auf dem Bahnhof vom Oberbürgermeister, dem Regierungspräsidenten sowie dem bereits gestern emgetroffenen Reichskanzler und dem preu- hischcn Minister Severing begrüßt Heute vormittag fand im großen Saal des Gürzenich die feierliche Erösinung der ersten Kölner Messe in Gegenwart des Reichspräsident en statt. Don der Reichsregierung waren außer dem Reichskanzler unb Außenminister die Minister Höf le und Hamm, von der preußi- flhen Regierung die Minister Severing. Sie- ring und Hirtsief er anwesend. Unter den Gästen bemerkte man auch den Erzbischof von Köln Kardinal Dr. Schulte, den Oberpräsidenten von Westfalen, Granowski und den Regierungspräsidenten von Köln, Adelman, sowie eine größere Anzahl höherer Beamten der Reichs- und Staatsbehörden. Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Rach einem Orgelvortrag und dem Stroußschen „Festlichen Präludium" ergriff Oberbürgermeister Dr. Adenauer, der Vorsitzende des Aufsichtsrots der Kölner Messe, das Wort zu einer Begrüßungsansprache und bat den Reichspräsidenten, die erste Kölner Messe zu eröffnen. Bon allgemeinem Beifall begrüßt, ergriff darauf Reichspräsident Ebert das Wort. Er erwiderte auf die Ansprache des Oberbürgermeisters.zunächst mit Worten des Dankes für die freundliche Begrüßung und fuhr dann fort: „Wir sind Ihrer Einladung, mit Ihnen zusammen die erste Kölner Messe zu eröffnen, gerne und mit besonderer Befriedigung gefolgt. . Unsere Anwesenheit in der Hauptstadt des Rh.in- landes am heutigen Lage soll Ihnen, soll der Stadt Köln und dem besetzten Gebiet erneut bekunden, daß wir mit warmem Herzen und brüderlichem Gefühl die Leiden und Röte unserer Volksgenossen im besetzten Gebiet teilen. (Bravo.) Mit gleich herzlichem Empfinden freuen wir uns des tatkräftigen Strebens. das die Lande an Rhein und Ruhr trotzdem * seiger.. Wir freuen uns dieser unerschütterlichen Schaffenskraft, die in der Kölner Messe, dieser Schau deutscher Arbeit und deutschen ülnterneh- mingsgeistes, ihren Ausdruck ftndet. Sie haben, Herr Oberbürgermeister, der Kölner Messe die Aufgabe zugewiesen, Zentralmarkt des deutschen Wirtschaftslebens zu sein und die wirtschaftliche Bande zu knüpfen zwischen 'Deutschland und den westeuropäischen Ländern. Wir von der Reichsleitung begrüßen lebhaft dieses Streben. Fällt es doch in den Kreis unserer großen Grundaufgaben, die deutsche Wirtschaft neu zu beleben, sie $u kräftigen und ihr nach den Zerstörungen des Krieges und den Hemmungen der Rachkriegszeit neue Entfaltungsmöglichkeiten lu schaffen. Schroff hat der Krieg unsere Handelsbeziehungen abgebrochen. In grausamer Weise Haben die Bedingungen des Friedensdft- tates den deutschen Hairdel und die deutsche Wirtschaft in drückende Fesseln geschlagen. Besonders schwer leiden die durch, den Frie- densvertrag der fremden Okkupation verfallenen und über diesen Vertrag hinaus besetzten Länder an Rhein und Ruhr. Gebieüe, die Herz und Mittelpunkt des wirtschaftlichen Lebens unserer Ration find. Das wirtschaftliche und soziale Leben dieser- Gebiete ist fortgesetzt starken Erschütterungen ausgesetzt, die zu einer schweren und dauernden Schädigung der gesamten deutschen Wirtschaft führen müssen. So sind uns bisher un- Zer Wille zum Wiederaufbau des durch Krieg uüd Friedensschluß Zerstörten, unsere unausgesetzten Anstrengungen, durch friedliche Arbeit wieder die Grundlagen der Lebensmöglichkeit für unser Volk zu erreichen, immer wieder durchäußere Wirtungen zunichte gemacht worden. Gleichwohl dürfen wir in diesen Bemühungen nicht erlahmen, denn nu r au f dar Grundlage der eigenen gesicherten Existenz mag diese auch hart fein an Arbeit unb Entbehrung, kann die Lösung der Frage der Reparationen durchgeführt werden. (Sehr richtig!) Wir hoffen, daß endlich Einsicht und Der- inmft in den Völkern der Welt obsiegen, daß die Zukunft unser Volk, besonders aber unsere Brüder und Schwestern im Westen, von De- brückungen verschone, deren unglücklicher Schauplatz die Lande am Rhein und an der Aiihr während des letzten Jahres gewesen sind, zum Änheil Deutschlands, aber auch zum Schaden Europas lind als Gift im eigenen Doltskörper. (Lebhaftes Bravo.) In schmerzvollen Oaljien, die hinter uns liegen, waren unsere Herzen und Ge- tarken stets bei ihnen am Rhein, denn hier, am ftljein, wo jeder Stein von Jahrhunderte alter keutscher Geschichte spricht schlägt das Herz Deutschlands. (Sehr richtig!) Der Rhein ist hr deutsche Schicksalsstrom und das Kinn bild deutschen Volkstums, teuer und heilig jedem Herzen, das sich zugehörig fühlt zur Gemeinschaft des deutschen Volkes! (Bravo!) Eng und unlösbar sind die Bande, die dieses >Land und seine Dewoh.'.er mit dem gesamten Vaterland verbinden,' gemeinsames Anglück ^hat sie noch härter geschmiedet und im Feuer hundertfacher Drangsal haben sie sich vor aller Welt als stärker bewährt als fremde Waffen. Dies Land und dies Volt sind deutsch und werden deutsch bleiben. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Tausendjäh.rge Bande gemeinsamer Kultur und gemeinsamer Geschi chte trotzen allen Gegensätzen ve3 Tages und asten Wirren der Zric! In diesem Gcfü.le unserer Gemeinschaft ist es mir eine 'hohe F eude, Ihnem meine Da neu uno Herren.und in Ihnen alle unseren Brüdern und Schwestern im Rheinland und in Westfalen an dieser historischen Stätte den Gruß der deutschen Republik überbringen und hier den Dank des gesamten deutschen Volkes für ihr treues Ausharren sowie die Versicherung unserer Treue zu Ihnen Ausdruck zu geben. (Beifall.) Beweg en Herzens gedenken wir heute auch der vielen un e- ter Volksgenossen, die immer noch, jedem menschlichen, Gefühle zuwider, gefangen oder aus Hof und Haus vertrieben sind. Ihnen die Freiheit und Heimat wiederzugeben, wird fte s un'cr h ißes Bemühen sein. (ZuKimmung.) Ader unser Z der Rennbahn und gliederten sich dort ihren Verbänden ein. Bald darauf erschienen die G h r c n g ä ft e, von der Menge jubelnd begrüßt, und schritten die Front ab. Darauf vollzog sich der fast 4 Stunden dauernde Vorbeimarsch vor Generaloberst v. H e e r i n* gen als dem ältesten Offizier des Heeres und den übrigen Ehrengästen. Die Halloren in ihrer traditionellen Tracht eröffne-en den Vorbeimarsch. Ihnen schloßen sich die Turner. Mai» rineangehörigen, Krieg»rve eine, die Studentenschaft, die vielen Delegattonen aus dem Reich, eie Ruder», Schwimm» und sonstigen Vereine, die KnappschaftSverbänbe der Deutsch' Offiz ^rsbun), die Schutztrupsler in Eren Tropen ivformen usw. an. Das Bild war bunt belebt von 3500 Fahnen. Ein Flieger der Dessauer Funkwerke streute Blumen über die Stadt aus. Um vor Beginn der Dunkelheit mit dem Vorbeimarsch fertig zu werden, formierten fidji die Reihen zu 12 Mann. Die Veteranen aus Deutschlands grosten Kriegen hatten in der Röhe der Tribünen Sitzplätze bekommen. Den Beschluß des Abends machte ein gemü liches Beisammensein der Festteilnehmer an 18 Stellen. • Während es in Halle bis zu den ersten Rach- mittagsstunden nur zu geringfügigen Reibereien zwischen Kommunisten und Rational» gesinnten gekommen war, wurden die im nahegelegenen Dorf Böllberg dort $ur Sicherung gegen einen geplanten kommunistischen Zuzug von austerhalb aufgestellten Schupokommandos beim Zerstreuen cineß kommunist schen Zuges beschossen. Sie machten auch ihrerseits von der Wasse Gebrauch. Rach dem preußischen Amtlichen Pressedienst wurden vier Dchupopolizisten schwer und einer leicht verletzt. Ein w-ttener er» lag seinen Verletzungen. Einige Häuser, auS denen auf die Schutzpolizei geschos en worden war, wurden durch acht Eine größere Anzahl Kommunisten wurven festgenommen und n->ch Halle zur Ve.neh nung gebracht. Rach den Feststellungen der Schutzpolizei hiben die Kommunisten etwa zehn Tote gehabt. Die Zahl der Verwundeten ist noch nicht festgestellt. Reichslagsabgeordnete aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund. Während die freigewerkschaftliche (sv i l emo» kratische) Gewerlschasisoew^gung in Anbe.racht der Mandatsverluste der Sozialdemokrat.sch n Partei zweifelsoh-c eine Anzahl ih er Bert e er im Reichstag einbüstte, hat sich die Zahl der Vertreter des Deutlchen Gewe kchafts.u de5 vergröbert. Der auf christlich natio alem B den steh.nde Deutsche Gewerk,chaf s und e t endet künftig 33 Vertreter in den Reichstag Es sind dieses: De utschnativnale Doltspartei: 1. Behrens-Ostpreußen (Landarbri er, 2. £i d er- Frankjurt a. d. O. (Me a.larveiter), 3. Fräulein Schott-Pommern /late Wirtstz.ajttiche An sie test 4. Hülser-Drcslau (Gärtner), 5 H rtz-We er 1 m3 (D H. V.), 6. H rtwi^ - Heifen-Ra^ a , 9. Frl. Bhm-ReichSttste (Heimarbei. ri men), 10. Lambach-Reichsliste (D. H. V.), 11. Al,reö> Roth» Reichslisle (D. H. V). Zentrum: 12. Dr. Höfle-Dwlin (B-amton- gewerkschaften), 13. Ch.hardt-Op elr (Dauar eiter), 14. Stegerwald-Westsalen-Rord (Holza beiter), 15. 2m'usä--Westfalmr Süd (Dercarbttter), 16. Hoh. Becker-Wcftsalen Süd (Me allarbei.er), 17. Roth-Hessen-Rassau (Gutenbergbund). 18. Ivos-Köln-Aachen (H^'.znrbett.r), ;9 Fr ul in Teusch-Köln-Aachen , 23 Sch'.ack-Dässel orf°Ost (Me all- arbeiter), 24. Wieber-Düfseldorf-West (V e ll» arbeiten, 25. Andre-Württemb rg (Holzarbeiter), 26. Grob-Württemberg (Eisenbahner), 27. Eriin^,- Daden (Holzarbeiter). freiender Atemzug weitete seine Brust und lüftete sein erhitztes Hirn. Und dann lachte er laut auf. Es war ein lustiges, wie von kindlicher Freude eingegebeneß Lachen, das sein breitflächiges Gesicht mit Grübchen füllte, Schelmenfalten in seine Augen- und Mundwinkel grub und die Zackenadern an seinen Schlafen von stockendem Blut entleerte. Er lachte wie ein fröhlicher Zecher, der die Welt in Blau und Gold sieht, wie ein Jüngling, dem ein guter Spatz gelungen, wir ein Liebhaber, der ein schönes Kind eingefangen hat und mit Küssen gesättigt wird, und trarf daß ganze öffentliche Geschäft, warf Zahlen. Rede und Gegenrede, Angi-chfe, Kamps, Zorn, schlaues Markten, zähes Fechten, Verdruß und Aerger, den ganzen Berg, der auf ihm gelastet hatte, mit diesem Lachen hinter sich. Der Ratsdiener trat ein und mahnte leise zum Aufbruch. Der Baumeister schob dem Alten seine Papiere hin, fuhr in den Mantel und zog d.e Leoer- kappe über die Ohren. Der Regen, der seit zwei Tagen nieberging, hatte die Sommerhitze verscheucht Rauhe Winde wühlten im Gewölk und warfen Schnee aus die hvchtzen Berge, die Bäch' liefen brausend wie zur Frühlingsz-üt, und daß Korn lag breitgewalzt an den Talhängen. Als Bantiger auf die Strafte trat, stand sein Automobil mit abgeblendeten Laternen und verhülltem Motor zur Abfahrt bereit. „Fahr zu!" sagte er kurz „toir kehren heim." Er hatte seinen Weggenossen schon zu Beginn der Sitzung erklärt, daß er allein heimfahre. „Und in welcher Frauenherberge kehrst hu unterwegs ein?“ hatte Gebhard Roll grinsend gefragt. „3n keiner, die dem Roll Unterstand gibt!“ Deutsche Vvlkspartei: 23. Winnefeld- Westfalen-Süd (Bergarbeiter), 29. Th.ei-Lripzig (D. H. V.). Bayrische Vvlkspartei: 30. bie sozialistische Liste mit absoluter Mehrheit gewählt. In dem Departement Douches-du-Rhone (13Sitze) soll die Liste des Dlo^.eZ der Linken (Herri)t- msge- samt mit absoluter Meh heit ..ewähtt sein und die Liste des Rationalen B)cks mit 30 000 ge chlagen worden sein. Die kommunistische ßi te (Levy) und die Liste der links epublikamschen Konzentra:i)n erhielt nur ei e ganz geringe Stimuce.lzahl. In dem Departewett Rord (24 Sitze) st llt „Havas" um 3 Uhr vormittags fest, daß die vorliegenden Ergebnisse überall ein gewisses Dorrücken der Sozialisten und der Kommunisten erkennen lassen. Die Liste der Arragogruppe steht an zw'iter Stelle und die Liste des Republilam- scheii Förderation an dritter Stelle. Rach dem „QUatin1 toe-cben voraussichtliche gewählt wer en: 10 Sozralistcn 2 Kommunisten. 6 Kandidaten d«.' Republikanischen Föderation mit Loucheur und Daniel! Vincent an der Spitze und 6 von der Gruppe Arrago, Im Depa ten.ent I n d r e - e t - Loire (5 Slye) ist die ßi,te des Blockes der Linken (3 Radikal-Sozialisten und 2 Sozialisten) endgültig gewäW. Im Departenent Daucluse (3 Sitze) sind die 2 radikalen Sozialisten und der eine Kandidat der Liste des Blockes der Linken Die Antwort hatte dem Vetter seiner eigenen Frau das Blut ins Gesicht getrieben, ober Gebhard Roll verschluckte den Fluch, an dem er würgte, und drehte dem wilden Spötter hastig den Rücken. Der Wagen setzte sich mit aufflammenben Lichtern und gurgelndem Motor in Bewegung, schoß durch die schlafende Stabt, durchbrach hallende Gassen und auf schreiende Torbögen, [Drang auf die graue Landstraße ins Freie und oohrte sich mit wachsender Elle in die ruhig lagernde Finsternis der regendampfendetl Rächt. Es war wieder wä inner aeworden. Verlorenes Mondlicht ttckerte durch das jagende Gewölk und kündete bZseres Wetter. Gottfried Bantiger saß zurückgelehnt im offenen Wagen, die Fäuste in den Mantelärmeln, das Kinn in dem Pelzkragen vergraben und ließ sich grnnächlich rütteln und wiegen. Eine große wohltuende Ruhe umfing ihn und glättete feine kvousen Gedanken. Er wußte, daß die anderen noch bei dem großen Nachtmahl sahen, in be'fen W inkarmen öie le t*n Degen,ätze ersäuft wurden, wußte, daß sie auf sein Kommen warteten, aber er verschwendete feine unnütze U.-berlogung daran diß er sie von fcUern Entschluß sofort Helmzufahren, nicht verßäntzigt hat e sondern kostete die ruhiae Sti'.ni'e nach gewonnener Schlacht im heimwärts jagenden Wagen voll stolzen Selbstgefühls. Sie hatten ihm nachgesazt er handle nur zu seinem Vort-il weil er den Dau der Straße, sein letztes grofpä Untertehmen, mit alten Kräften betrieb und ji ben Iahre darauf verwendet hatte, die beteiligten Gemeinderi und die öffentliche Meinung für den Plan zu gewinnen. Als ob er je daran gedacht hätte, etwas ungetan zu lassen, weil es ihm Vorteil brachte, je ein Hehl daraus gemacht hätte, daß er zu seinem Un)er neuer Noinan mit dessen Abdruck wir in der heutigen Rümmer des „Gießener Anzeigers" beginnen, ist das neueste Werk des bekannten Schweizer Dichters Hermann Stegemann „Die Bantiger" Stegemann, ein geborener Rheinländer, wurde schon früh In der Schweiz ansässig. Rach kurzer Tätigkeit als Dramaturg am Züricher Theater, war er viele Zähre Redakteur an verschiedenen führenden Schweizer Blättern, zuletzt am „Berner Bund", für den er 1914 die kritische Behandlung der militärischen Operationen des Weltkrieges übernahm. Dabei entwickelte er ein für einen Laien erstaunliches Verständnis für die strategischen Zusammenhänge, so dah feine Darstellungen ihm die höchste Anerkennung der mllttä» rischen Fachleute eintrugen. Seine auf diesen Berichtest fußende „Geschichte des Krieges", das Hohelied des alten deutschen Heeres, trug fernen Ramen über die ganze Welt. Dor kurzem veröffentlichte er ein wcireres großes historisches Werk „Der Kamps um den Rhttn", über daS wir hier schon eingehend berichteten. Seine Roman« zeigen ihn als Erzähler von Rang. Eine starke Kunst der Churatteriiierung vor^ällem, daneben aber auch eine starke lyrische Begabung kommt auch in ben „Bantiger" zur vollen Entfaltung. Unsere Leser lernen in ihm eine der wertvollsten Schöpfungen der modernen schweizerischen Ltte- ratur kennen. Reue Bezieher des „Gießener Anzeiger-" erhalten die Zeitung bis zum 15. Mai kostenlos geliefert. mit absoluter Mehrheit gewählt. Irn Departement A i n wird von 5 Sitzen das Kartell dec Linien wahrscheinlich 4 erhalten. Hier liegen bisher aus 189 Gemeinden die Ergebnisse vor, während sie aus 260 noch schien. Im Departement Eure-et-Loire (4 Sitze) scheint der Erfolg der Gesamtliste tc3 LinksLartellS gesichert zu feilt Die neue Besprechung in Chequers. Paris, 11. Mai. (WTB.) Maedonalk» ließ durch den englischen Botschafter in Paris P o i n c a r 6 ersuchen, seine Reise auf den 19. Mai zu verlegen. Poincars hat zugesagt. Das ..Journal" erklärt, der einzige Nachteil der Vorverbgung der Besprechungen von Cheaueurs bestehe darin, dah die auf diese Weise mit der Zusammenkunft der belgischen Minister mit Mussolini in Mailand zusammentreffe. Gerade um das Ergebnis der letzteren abzuwarten, hätte PoincarS den 20. Mai vorgeschlagen. Aber der Rachteil spiele keine erhebliche Rolle, da eß sich lediglich um Vorbesprechungen handele. Rach dem „Iournal des Dobats" ist die wichtigste Aufgabe, die in Cheqeuers durchgefühtt werden müsse, das Mißverständnis zwischen London und Paris zu beseitigen. Poin- car 6 müsse sich über die Absichten und Ziel« feiner Außenpolitik aussprechen Es werde ihm mühelos gelingen, festzustellen, daß die Handlungen, die man Frankreich vorwerfe, absichtlich von der deutschen Negierung provoziert wurden, Frankreich in die Rotwendtgkeit versehen, unter der Form von Sanktionen Maßnahmen zu ergreifen, die Mißtrauen und Wider-spruch in den Kreisen auSlosen würden, die der dutschen Propaganda zugänglich seien. Unglück! cherweise hätten diese Gedanken jenseits des Kanals nützlichen Beistand gefunden. Wenn das Foreign Office nicht mit Berlin geflirtet und mit Frankreich eine Einheitsfront gebildet hätte, hätte man nicht das Ruhrgebiet besehen brauchen, und wenn nach der Besetzung daS britische Kabinett, ohne sich der militärischen Operation anzuschi eßen, die W o h l begrü n b e t- beit der Handlung anerkannt hätte, anstatt von feinen Justitiaren eine gegenteilige Ansicht aufstellen zu lassen, hätte es weder einen passiven Widerstand, noch lokale Unordnung, noch den Zusammenbruch der Mark, noch diplomatische Verwicklungen gegeben. Mit diesem gegenseitigen Mlßttauen, m.t dieser antiken Tradition der Rivalität müsse ein Ende gemacht werden. Vorteil handelte! Er war Baumeister geworden, weil ihm das Bauen, das Gestalten, das sichtbare Wirken im Blut lag, und ein untrügliches Gefühl sagte ihm, daß sein eigener Vorteil sich stets mit dem Vorteil des großen Ganzen ve> mahlte. Sein Vater hatte Steine gegraben am Felskopf zu Alt-Runs und neun Kinder gezeugt, um mit steinhart gewordenen Fäusten, verbogenem Rücken und einem ausgeschossenen Auge zwi« schen zwei groben, hundertmal geflickten Leintüchern zu sterben und vier Kindern und der Frau in den Tod zu folgen. Zwei Brüder waren in jungen Jahren aus Runs mach Amerika auß- getvanbert und verschollen, eine Schwester war In Rumänien verheiratet, und die andere, das jüngste Kind der großen ©tetngräbecfamilte, lebt« altjüngferlich und weltabgewandt, von den Spenden ihres Bruders im Fräuleinhaus zu Gofding« ob der Ruias. Er aber war vom Pflast er hau« zum Vorarbeiter, vom Vorarbeiter zum Werh führer gestiegen, hatte den Weg auß dem Stein- brach von Alt-Runs zum eigenen Erwerb ge* funben, httte ang^fanqen Karrenwege und Dachwehren zu bauen, Gleise gestreckt, Städte gepflastert und mit dem Gelde der Anna Doll das alte Heilbad zu Runs neu aufgebaut und hatte bei d?m all nie überlegt, ob das Ganze oder fein Widerpart oder irgendeiner dabei z» Schrdeii komme. Er folgte dem inneren Trie», wie der Wagen dem M ckor folgte, dessen Rhythmus laut durch die stille Rächt dröhnte, er lebte wie der B?rgbach, der vom Rothorn ob Alt-Rum herabstürtt und unerschöpflich, unbeirrbar, von fernem Wehr gestaut, von keiner Sprengung auS der Bahn gelenkt, über die steilen Felsen schieht und in breiten, gleißenden Strähnen über dtz Rote Wand in die Tiefe fällt, um den Talgrum aufzureihen und sich durch Geröll und Geschievs Dahn zu brechew (Fortsetzung folgt.) MS ‘ Die t r) über 2) b) unter ? Hüt we'M ) übet 21 b) unter 2 z. als S«; ***« Mehon rir.Wü ♦» UJ D l f ' Hing fesjj Mnonnim . s&S MenAeueran Anfang SeM gliedern g. Alardvnal!» Wer In Pari- Arife aut den «e hat jugcfagt |tge Aachteil der i fon 56equeurf : Weife mit der n Minister mit zusammentreffe, mnabjutoartcv gefchlaaen. Ader che Rolle, da et chungen Han« Matiü ist dir eri öllschgeführt ;änbnii ^tov ririgen. Pvin»' schien unb Zich Ss werde ihm dah die Hand» orwerfe, egiemg piodf itvendtgkett Sanktionen Mihtraaen uni lösen würden, die mgiich feien. Hit* m!en jenseit- blinden. Wenn bd lin geflirtet eitSfronl a» t Ruhrgebiet w ter Defehuna bd b?r militärisch« hlbegrünbet' hatte, anstatt m tellig««» ier einen t>a||ip« ing, noch beno# PLmatische em gegenfemD enTradlt.o Ende gemacht Sffg tfäSSJ ?«* 01 ander«, Tw« ö ifiSB )om h>'7' beiter *J machte Postsei're/är Henst - Darmstadt, ebenfalls ein ehemaliger F ontlämpfer, nach mit einer Rech: interessanter Aufnahmen vom Kriegsschauplatz uab Hinter- gelände im Westen bekannt. D i>e Resner ernteten lebhaften Beifall. Mrn möchte wünschen, dah derartige Veranstaltungen, die die aewaltigen Großtaten unserer Feldarmee im Wetttriegr den brertestcn Volksschichten immer wieder vor Augen führen, noch öfter in die Wege geleitet werden, denn derartige Rückblicke in eine grotze Zeit unseres Volkes srnd am besten geeignet den alten deutschen Stolz und das kraftvolle' Rational- bewutztscm wieder zu wecken und zu fordern. Die Familienzuschläge, die cxn Erwerbsloser erhält, dürfen insgesamt das Antersthalbsache der Hauptunterstühung nicht überftel en. Tie selbständigen Tlniel-stühungen, die mehrere in einem gerne in schastlich.'n HauSstand leben dz Familrenmitgltsdel. e halten, Dürfen tn ihrer Lumme daS Zweieinhalbfache de'. Unterstützung Jur Deckung der Unkosten und zur Bildung eines Unterstützungsfonds für Kriegswitwen und -waisen wird ein Eintrittsgeld von 1.50 Mk. pro Person erhoben. Studentenkarten 50 Pf. bei Hausverwalter Bitter. Numerierte Karten im Vorverkauf bei Ehallier, Neuenweg 9, und on der Abendkasse. Zutritt für jedermann. Ortsgruppe Metzen. Wei HUMiMS : werd, fachgemäk ; n. vretsmert ge- : stimmt u. repar. :@JtatKn!S Siegen. Viglst'tt.ll LuLsftk abr.Klav. : u. Harmoniums. steuer für Rj. 1924 und- die Erhebung einer S onde r fl eu e r vom bebauten ft äb 11- f d> e n Grundbesitz abge lehnt, da die Gewerbetreibenden an und für sich schon start mit Sonderstem-rn belastet und die Kosten der Erhebung unb die entstehenden anderen tatsäch^ lichen llnioften zu hoch seien, als dah sie btefe Steuern rechtfertigen können. Hessen-Nassau. * Kassel, 9. Mai. Unter Öen preußischen i- mH hc n — Tageskalender für Montag. Volksh-vchschule: 8 Uhr-in der Oberrealschule Beginn des neuen Semesters. — Kultur-Dor- trag Vh Uhr auf der LtebigShöhe. — Deutsch- national. Bolkspartei: 81/« Uhr Versammlung im Postkeller. — Lichtspielhaus Bahnhofstr.: „Das Geheimnis vom Brinkenhof". — Palast- Lichtspiele: „Helena". — Aus dem Stapttheaterbureau wird uns geschrieben: Rach Der aufjerorbentheb günstigen Ausnahme, welche bei der gestrigen Eröff, ungsvorstellung dcr Tad-Rauh:imrr Som- merspielörit dir Aufführung d2s lustigen Sstwan- les „®er Mustergatte" gefunden hat. drrf auch Lei der morgigen Aufführung des Wertes hier mit einem vollen Erfolg geref>n:t werden. Hrruptrollen sind beschäftigt b.e Herren Lam- b e r t i n , M a r l i h und Schüler (vom Krefelder Stadttheater) und Li? Damen Basedow (vom Frankfurter Reuen Theater) und Kalmar. Letztere ist als East für die erkrankte rcuengagiectc Ratve cingetreten unb hat früher mehrere Hahre als beli'bteS Miiglied dem Verbände unseres €taDitb:alLi#6 ang.chort. (Siehe heutige Anzeige.) .3iVC6» «ytU'ÖVCrn. • Friedberg, 10. Mai Rach,dem erst in einer der letzten Rach e im Amtsge. ichisgeoäude ein Einbrecher fein. Visite mach e. stattete offenbar derselbe Dieb in der vergangenen Rächt dem ,Ä r e i6am t einen Besuch, ab. Sämtliche Sch,ubkästen wurden erbrochen, doch hich der Dieb nur bares Geld mitgehen. Der bis jetzt noch unbekannte Täter läht sich, wie man an« nimmt, bei Tage einschliestcn, um dann später sein unsauberes Handwerk m Ruhe betreiben zu können: er scheint Am-sgebäude mit Vorliebe für seine Tätigkeit ausxusuchen, da auch anderswo gleichartige Einbrüche zu verzeichnen sind. Kreis Schotten. " S ch o 11 e n, 10 Mai 3n einer Besprech ang über die geplante Ehrung der ■.?? es al letten 'unserer Stadt teilte Bürgermeister Mengel mit, dah a n dem Heldenh.ritt auf c r Warte laufend tr eitere Ter schön erungsarb eiten Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns bei dem Heimgänge unserer teuren Entschlafenen bewiesen wurden, sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. Insbesondere danken wir auch dem Herrn Pfarrer für die trostreichen, zu Herzen gehenden Worte im Sterbehause, als auch am Grabe- Im Namen der Hinterbliebenen: Familie H. Lange. v*; tUÖE 0-0140 . H. Don den 55 Sitzen brr neuen Stadtverordnetenversammlung (früher 72) erhalten die Sozialdemokraten 19 (1919 37), die Deutschnationalen 13 (9), die Deutsche Voltspartei 9 (2), die Demokraten 5 (20), der Völktschsoziale Vlock 4 (—), die Kommunisten 3 (—) und das Zentrum 2 (2). Reben den Sozialdeinokraten haben die Demokraten eine Angriff gntoinmen werben, so dah die Einwei. hang bis Pfingsten erfolgen i.mn. — In der jung- nächstjährigen Kreisturnfestes des IX. Kreises einstimmig der Giehener Turnerschaft (Turnverein von 1846 und Männerturnveretn) übertragen. 1895 wurde das Turnfest zum letzten Male dahier abgehalten. ** Tinen ausgezeichneten vaterländischen Abend bot die H e'igt famciab- schaftlich-. Drletniaung ehLmaligcr L.ibgardist^n am Samstaa abeno in der Reuen Aula der Uni- versität. Dah die anftaltung in meiten Vevol- kerungSkrcisen mit lebhafter Sympathie aufge- nrnnmen tourbe, bewies der starke Besuch des Ab ndS. General von P re u s ch e n. der frühere Kommandeur deS Leibgarde-Regiments Rr 115, richtete an die Versammelten zunächst eine von tiefem vaterländischen Tinpsinden darchgtühte Ansprache, in der er aufsorderte, alle Zwietracht beifeite zu stellen und in tSiniaknt und fester Geschlossenheit, getreu dem Paroild unsere alten, ruhmreichem und unbeliebten Arn es, zu arbeite11 und vorwärts zu streben zur Wie c ."aiifddp f g unseres Vaterlandes. Seine tr-ff ichrn Worte fanden bet den Te.-sammclt.m stttrtnischrn Vrifall. Sodann sprach Oberstleutnant von Hagen- Darmstadt über bte Abwebrschlach- am Rarocz' Dee im Frühjahr 1916. Seim: -run-^en an Heute früh 7Vr Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere liebe Mutter Fra MM Mop fe im 73. Lebensjahre. 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Abgeschniiten von den großen europäischen Industriestaaten, waren viele Länder des Ostens und Südens gezwungen, durch den schnellen Aufbau einer einheimischen Industrie einen Ersah für die ausfallenden Industrieerzcugnissc dec europäischen Staaten zu finden. Aus Mangel an Absatzgebieten verkümmerten andererseits in stark entwickelten Industriestaaten gewisse Zweige oder waren zu einer Umstellung ihrer Produktion gezwungen. Auch Japan hat eine auffallende Umwandlung seines wirtschaftlichen Antlitzes erfahren und sich aus einer vorwiegend landwirtschaftlich orientierten Nation in eine I n d u st r i e - ur n d Handelsnation verwandelt, bei der auch durch seine insulare Lage und die.Weitverzweigtheit seiner Interessen Schiffahrt und banlgeschästliche Transaktionen eine große Volle spielen. Gerade wir hier im fernen Osten wissen am besten, was eine Regelung des internationalen Wettbewerbes bedeutet. Roch vor kaum 25 Jahren konnten wir es in unserer allernächsten Nachbarschaft beobachten, wie die Flagge fremder Na- tionen dem Handel in unserem großen westlichen Nachbarstaat auf dem Kontinent nicht nur folgte, sondern ihn sogar anführte. Es war dies "die Zeit, in der die meisten Großmächte an chinesischen Konzessionen start interessiert waren und die Wucht, mit der damals reine Spezialinteressen gewisser Gruppen unter voller Einsetzung der politischen Geltung ihrer Landesangehörigkeit veriotgt wurden, beunruhigte uns nicht weniger als China selbst. „Inrperialistisch" wurde die damals getriebene Politik gemeinhin genannt, in Wirtlichkeit aber standen dahinter vornehmlich W i r t s ch a f t s i n t e r e sf e n und die „fried- liche Durchdringung" dieser Gebiete lief auf eine Hebung der industriellen Leistungsfähigkeit, auf eine Steigerung des Absatzes und auf eine Erhöhung des Nationalreichtums der interessierten Nationen hinaus. Die. Intensivierung dieser imperialistischen Tendenzen hatte aber bald in den Gebieten ihrer Anwendung und in den Nackwar- staaoen die Einsicht der Notwendigkeit einer Verteidigung entstehen lassen. Nur durch engsten Zusammenschluß der nationalen Interessen der Völker des Ostens und durch eine vorsichtig abwägende Wirtschafts- und Außenpolitik konnte rn diesen Zeiten der Frieden im fernen Osten erhalten bleiben. Trotzdem führte die Politik einer imperialistischen „Ausbreitung der Inter- essensphäre" in anderen Teilen der Welt zu Händeln und Reibungen verschiedener Art, aus deren Druck und Gegendruck sich der Welt- krieg entzündete. So groß das Unglück ist, Las er über Cic gesamte Kulturmenschheit gebracht hat, man wird es nicht vergessen dürfen, daß er gerade durch seine furchtbaren Vegleiterschei- nungen zu einer gewissen vorteilhaften Wandlung im internationalen wirtschaftlichen Wettbewerb Lind zu einer Entgiftung der ihn umgebenden Atmosphäre geführt hat. Aus dem Destreben, die friedlichen Handelsbeziehungen in den großen- Konzessionsgebieten des fernen Ostens durch politische Maßnahmen zu regeln, kam die Washingtoner Konferenz zutage, deren militärisches Programm die Abrüstung, deren tiefer liegendes wirtschaftliches Ziel aber die Beseitigung einer Reibungs- gesahr auf wirtschaftlichem Gebiete war. Der sogenannte Viermächtevertrag verpflichtet die an den Stillen Ozean umsäumenden Gebieten interessierten Großmächte, sich von der gewaltsamen Austragung irgendeines Konfliktes zur Disku- tierung der Streitpunkte zusammenzafinden, um so den Frieden in diesen Gebieten zu erhalten. Besondere Verträge sind gerade hinsichtlich Chinas geschlossen worden und von neun daran interessierten Mächten ratifiziert worden. Diese Verträge geben die Versicherung, daß der alte, zu Beginn dieses Jahrhunderts bestehende Zustand eines skrupellosen Vordringens privater Wirtschafts'nteressen unter dem Schuhe politischer Niachtm stiel nicht wieder eintritt. Das sind sicherliä) Regelungen von ungeheurer Tragweite nicht nur für die Staaten des fernen Ostens, sondern auch ein Segen für die gesamte Kulturwelt. Die Beziehungen der an China interessierten Großmächte sind durch diese vertragliche Regelung gegenwärtig so, daß der fremde Geschäfls- mann absolutes Vertrauen in seine int fernen Osten angelegten Unternehmungen haben darf HL TSEEKgg -.sratggsas ng^s Richard Wagners Briefe «n RiernKnn. Neues über den Meisipr und seinen größten Sänger. K Ein seit langem ersehnter, aber bisher unzugängliche^ Schatz von Briefen Richard Wagners wird jetzt ans Licht gehoben durch die Herausgabe Cer Schreiben, die der Meister an seinen genialsten Darsteller, an Albert Niemann gerichtet hat. Soeben erscheint im Verlag von Georg Stille zu Berlin ein von Prof. Wiih. Altmann herausgegebenes „Gedenkblatt" „Richard Wagner und Albert Niemann", las durch eine vortreffliche Charaitcristil des Künstlers von feinem S ha Dr. Gottfried Niemann cingelcilet wird. In besten Briefen, die Niemann wie ein Heiligtum b w. h le und in die er niemandem die Einsicht gestatte c, offenbart sich nun die ganze Bedeutung, die der große Sänger für das Lebenswerk des Dichter- Komponisten, besonders für die Erstaufführung des „Ring der Nibelungen", gewonnen h ! Wagner fvurde bald auf Den jungen Ruhm des in Hannover engagierten Niemann aufmerksam und suchte ihn schon Anfang 1857 für feilte Werke zu interessieren: er übersendet ihm die Dichtung seines „Siegfried" und verfolgt seine Entwicklung mit großer Anteilnahme. In verschiedenen auß.r- ordentlich umfang'.eirpen Driesen Hatter ihrg seine Au sfassungeinzelnerC ha rattere seiner Werte dargelegt, so z. D. di? des Rienzi, ; dis ebenso wie die große Charakteristik res Tannhäuser nicht nur für jeden Darsteller dieser Rollen einEvangelium, sondern auch für jeden Verehrer und daß für die in diesen Gebieten investierten Gelder weder für die Gegenwart noch für die Zukunft irgendwelche Gefahr besteht. Japan selbst begrüßt diese Regelung aus das lebhafteste, denn auch für die friedliche Durchführung seiner Interessen ist nunmehr die Grundlage geschaffen. Japan ist sich dessen bewußt, daß es weder die finanziellen Mittel noch die finanztechnische Ge- schicklichke.t hat, um den bedeutenden aus Jahrzehnte hinaus bestehenden großen Kapitalbedarf Chinas s ch.rzustellcn, auch fehlen ihm die natürlichen Hilfsm.ttcl, um den Riesenbedarf Chinas nach Indusirieerzeugnissen aller Art za b r?> digen. Sein Anteil am Außenhandel Eh., as wird ihm stets zufallen, denn es versteht inw.ge seiner nachbarlichen Lage die lokalen Bedürfnisse Chinas am besten zu beur:eilen. Japan blickt mit großer Ruhe in die Zukunft und hofft, daß die oben angedeutete w rtfchaftl che Entwicklung sich friedlich fortsetzen werde. Der Gedanke, daß es nicht gerecht und meisteutr.Is sogar unwe.se ist, int Interesse enazelnec Wirtschaftsgruppen die Freundschaft eines gaumen Landes aufs Spiel zu seh:.'., ist der neue Gedanke im internationalen Wettbewerb, der aus dem Chaos des Weltkrieges geborene neue O der sich hoffentlich int Lause der Z:it erweitern und vertiefen wird. Wirtschaft. Der deutsche San-errftand zu Anfang Mai. Wegen des unbeständigen und vo fy.Tr ' - ä naßkalten Wetters int Monat April k-on.tt nch das Wachstum der Saaten nur wenig en: ; Erst die seit den letzten Apriüagen c : -e e Temperaturerhöhung hq,t die Entwickln:-.c beschleunigt: gegenüber normalen Iahr.n i : aber noch sehr zurück. Lieber den Stan) b:-. .□ teil, Futterpflanzen und Wie-en ergibt sich u r Zugrundelegung der Z-ahlennoten 2. -st ich < n 3 gleich mittel, 4 gleicht gering in R.i • schnitt nach dem Gutachten der Saa'enstan .• ,■= richterstatter folgende Beurteilung: Win. ■: : m 3 1 (Anfang ApKl 3,2). Winterrogaea 3,4 i . :, Wintrrspelz 2,7 (2 7), OJDin;e.gc;fte 3.3 (3 4), Klee 3,0 Luze.ne 3,0, 'Be wö s se: u ng s w i esen 25, andere Wiesen 3,0. Infolge erheb iche: Auswinterungsichäden mußten fast überall, ieilweite, — namentlich bei Mchgcn — in recht erheblichem Ausmaße, Um- pslügungen vorgenommen werden. Nach den bis jetzt vorliegenden Mitteilungen betragen diese vom Hundert des Anbaues im Reichsdurch schnitt bei Winte, weizen 5.5. Win e roggen 9 5, Winterspelz 2.5 Wintergerste 7,1, Klee 2^6, Luzerme 7.7. Sie. Bestellung der Felder mit Sommergetreide ist zumeist noch nicht beendet: nut dem Legen von Kartoffeln und Einritlea von Rüben- samen ist begonnen. Infolge Kreditnot herrscht Mangel an künst- lichen Düngeinitteln, vor allem in Kleinbetrieben. * Der neue Franken stürz. Von. .neuem, ist . die französische Valuta r.rs Wanken geraten. Beatertenswert daran ist vor allem, daß dieser Rückgang gerade so kurz vowdcn französischen Wahlen eintrpt und daß das inter- r.attvnale Bankenkonsvrtium, das sich zunreist aus englischen und amerikanischen Bankiers zusam- mensetzt, keine Miene macht, d.a Rückgang aufzuhalten. In französischen patlamentarifchen Kreisen glaubt man dies als einen Druck Englands und Amerikas für die bevorstehenden Wahlen deuten zu müssen, und Öicic Ansicht wird auch in einem Leitartikel der „Times" bestätigt. Der Han- delsredakteur der „Times", der dem 'Vernehmen nach nicht ganz ohne eingehende Informationen ist, führt in dem erwähnten Artikel aus, daß, abgesehen von dem Versuch einer Vceinflußung der Wahlen die langsame Durchführung des franzö- sischrn Sanierungsplanes in Neuyorl verstimmt hatte. Diese Ansicht mag zutreffend sein. Doch 'hat es den Anschein, als ob in Frankreich' selbst der neue Fcanlsturz nicht ganz ungelegen käme. Schon seit langem btzmüht sich die. französische Industrie, die Besserung der Landeswährung zu verlangsamen und eventuell eine Senkung hrnbtt- 5ufübten. Die Gründe. sind ziemlich einleuchtend. Sei französische Export hatte sich auf einen Franlsstand von zirka 90 Franks für ein Pfund ülciling eingestellt, und die Steigerung der Ausfuhr watz^m sehr zugute gekommen. Der Rückgang des Franken sollte, nach der Meinung des Komitee des Forges, in ungefähr dec Hohe von 90 zum Stillstand gebracht werben. Das weitere Ansteigen hatte Natürlich zur Fvlge. daß zahlreiche ausländische Kontrahenten von ihren Verträgen Abstand nahmen und die Beschäftigung de. Werke nicht unbeträchtlich'nachließ. Es ist ganz gut möglich und wird auch in zahlreichen fcan-iösiichen Zeitungen behauptet, daß sich die französi'che Regierung, auf Cinwirlung des Komitees hin, m™tsES5renr3B?E3EmsaK-r7BmaK330?iö2zra3>$3^£TX'aa.'y5ECTB>5£:v -' • Wagners ausschlußreich fein tor> „Ob ich klar i gewesen bin." sagt er am Schluß, der Rienzi- Choraktetis'-ck. „weiß ich nicht, aber mich fat mein ! Iugendgegenfl-and. den ich selbst et ft starr' or'cent- f lick, versirhe, erwärmt. Möge ich Ihren iie.e Wärme r.ütgcteUt haben!" Der 13 Seiten lärme Brief Wagners über Len Tannhäuser vom 21. Februar 1861 führt uns mitten-hinein ir b; - Aufregungen jener berühmten chPrrrise. »Tan >h ius.r- Aufführung, bei der Niemann als Träger der Titelrolle mitwirkte. Wagner hat sp .c. Niemann an dem Fiasko, das dies: Aufführung te- reuietc, die Hauptschuld zugeichrieben, un-> d c Furcht vor einem Mißlingen fiebert bereits in dem Brief, in dem er den Sänger beschwört, sich rack seinen Angaben zu rich en Be onderL hebt er Las' Finale des zweiten Aktes hervor, von dem der ganze Erfolg abhänge. ..Denken Sie nicht an den dritten Att: der ist Ihnen sichet," schreibt er. „Denken Sie nur an dies zwei'e pstnale und- werfen Sie sich so ganz mit Leib un' Seele hinein, als ob Sie nach diesem Fm.rw nicht eine Not: mehr zu i ige-n hätten De: Ge- winn ist dann ein sichere:, im errtscheidensten '^"nkt den Oper, da — wo alles auss äußerste ficilcigert ii! und der geringste Laut mit cttcmlo er Spannung ausgenommen wird, da — hier ist es ^.?..?^^^fchetdung des ganzen Äb end s fc.!lt! Glauben Sie mir und vertrauen Sie nur dies eine Mal noch auf mich! Sie sollen in Ihrem Leben nie wieder von mir hören." Lind zum Schluß ruft cc ihm „Mut, Mut, Freund!" zu. „Wer — zum Teufel! soll endlich iühn und wagend sein, wenn nicht Sie, mit einer Aus- entschlossen hat. eine Senkung des Franken in gewissen Greiizen he.beizufuhren. Diese An,icht wird bestätigt durch das Aushören je.er Stützungsmaß- nahmen der 'Bant von Frankreich. Zum Schluß wäre noch eine dritte Deutung des Frankenrückganges vorhanden. 'Die inte:nationale Spekula- tivic hatte, als damals der gewaltige Sturz Oer f^anzosilchen Valuta einsetz e g g.aub!, der günstige Moment, wieder im Hanoumdrehen Reichtümer erwerben zu tonnen sei gekommen und die Cnlwickrlung Cer Frankenbai,se würde den Gang des deutschen Matche falres gehen.. Als sich diese Erwartung nicht erfüllte, war man schleunrzst bestrebt sich für Blanko verkaufe ernzu- decken, und die Schwre igceitcn. die dadurch auf fast allen eucopck netzen Börsenplätzen entstanden, sind ja hinreichend bekannt. Immerhin brachten Liste enormen AnforLeru g n einen Sstllftand in die rückgängige Bewegung, ja bewirkte, da dis Eilgagemsn.s in chrer Ge.amr- zahl enorm waren, eine beschleunigte Steigerung Les Francs. Nunmehr haben vie^e Käufe nach- gelassen, wenn nicht ganz aufgehört, uno die Rückwirkung macht sich in Lem Sinken des Francs bemerkbar. Wie dem aber auch sei, es ist nicht zu erwarten, daß der Rekordti st stand des Francs wieder erreicht wird, und es ist anzune^me.r, daß die Spekulation durch die Erfahrung gewarnt ist. als daß sie versucht, von neuem den französischen Zrauc zum Sp-ekulatlo.'Lobjekk zu rnach.n. H. W. * Ausweis der Deutschen Renten- r a n k per 30. A p r i r 1924. Unter den Aktiva wird die Belastung der Wirtschaft zugunsten der Rentenbank unrerändert gegen Ende März mit 3 2C0 C.CO OC j Am. auSgctoicfcn. De: Bestand an Reatenbriefen ist vvn 2 399 770 000 Rm. am 31.3. v Farmer Bankverein. Die Sitzung des Aufsichtsrates, in der die Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt wird, findet am 15. Mai statt. Die Bilanz weist nach vor- ftchtiger Bewertung der Debitoren, bei welchen die heutige besondere Wirlschafislage wcitgehendft berücksichtigt wird, nach Vornahme erforderlicher Rückstellung einen ansehnlichen Reingewinn auf. Dem Engagement der Bank bei einer Kölner Lebensmittelsirma, Las zum größten Teil mit Schwierigkeiten angelegt ist unö unberechtigterweise zu übertriebenen Geruch en Arlaß gegeben hat, ist bei der Aufstellung der Bilanz vollkommen Rechnung getragen worden. Die im laufen» Len Geschäftsjahr erzielten Ergebniise sind als günstig zu bezeichnen. ' Rur vorläufige Aufwertung der Kieler Stadtanleihen. Zu der Meldung von eprozenliger Aufwertung gewisser Kieler Stadtanleihen wird milgeteilt, daß von einer generellen Aufwertung nicht Lie Rede sei, sondern Laß cs sich ruc um eine vorläufige in dringenden Fällen zu erreichende 3prozentige Aufwertung handelt. * Gründung einer dcutfch-däni- schenHandelseinigungsstelle. Zwischen dem Deutschen InLustrie- uni) Handelstag, als bet Gesamiveriretung der deutschen Industrie» und Handelskammern, und Lem Dänischen Industrierat ist am 1. Mai 1924 in Kopenhagen erne Vereinbarung getroffen worL m, aus Grund deren zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten zwischen L:utst'?n und L inischen Firmen une HanLelseinigungsstelle gegründet ist, die unter Würdigung der gesamten ; nteresscnlago auf einen Vergleich zwischen den '-Parteien hinarbeiten und im Falle mißlingender Emtgung als SchicLs- gericht zufammentreten wird. ' -24 auf 2 359 77J500 Rm. am 30. 4. 1924 gestiegen. Die Darlehen an Las Reich' werden unverzinslich mit 200 000 000 Rm. (unverändert), Der» z in Aich, mit 900 000 000 Rm (gleichfalls unverän- Le-:t) nachgewiesen, ercnso die Darlehen für die Wirtschaft an die Reichs bank mit 800 000 003 Rm.; an c.c Notenbankrn Lagegen find sie von c 3 005 232.84 auf 71 3.v4 448 21 gestiegen. Vorüber- c ehend bei der Reichsbank für Ingangbringung l>3 Giroverkehrs sind jetzt 100 000 C00 Rm. no- ticrt. Kasse. Giro-, Postscheck- and Bankguthaben von 5404559.20 auf 63 470089.29 angewachsen. Passiva: Grundkapital 2 400 000 000 (unverändert). Grundrücklage 800 C00 000 (unverändert). .Umlaufende Rentenbantscheine' 1 985 675 791 (Ende März), 1 951 613 050 lEnde Avril). Umlaufende Renlenbriefe 233 000 (Enö^ März), 233 500 (Ende April). Von beruf, ner Seite wird hierzu noa; geschrieben: Der Umlauf an Rentcnbanlfcheinen hat sich gegenüber dem lchten Ausweis nur unwesentlich verändert. Von feiten der Reichsbank sind im April keine toeitcren Abforderungen bei der Deutschen Nentenbank erfc lgt. Das Anwachscn der Position: Kasse, Giro-, Postscheck und Bankguthaben erklärt sich daraus, daß die im Laufe des Monats April eingegangenen Zinse.-, (insgesamt rund 95 Mill. Rentenmark) zum Teil noch> a if dem angegebenen Konto stehen. Im übrigen ist ein erheblicher Teil der Zinsen im Lause des Monats von dem Postscheck- und Girokonto in bar abgehoben, dem VerwahranasLepvt bei der Reichsbank zugeführt worden und auf diese Weife die ggs finan-, technifchen Gründen erwünschte Verknappung der Rentenmark durchgeführt. * Wochenbericht der deutschen Golddiskont bank vom 7. Mai. alles in Pfund Sterling. Artiva: Goldbestand 9003, Noten airsländischer Banken 5555, täglich fällige Forderungen im Ausland 5 353 971, Wechsel und Schecks 998 695, noch nicht eingezahltes Aktienkapital 3 750 000, sonstige Aktiva 2134, zusammen 10119 355. Passiva: Grundkapital 10 000 000, täglich fällige Verbindlichkeiten 90 397, sonstige Passiva 28 958. zusammen 10 119 355. “ Kein Frankclearing in Frankfurt. Die Verhandlungen der DevisLnkommijsion Les Börsenvocstandcs in Frankfurt über die Möglichkeit eines Franlfurter oder interuroanen Clea- * Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 10. Mai. Wie allermeist zunr Wochenende, war das G»schäst noch, stiller als an den Tagen zuvor. Für Brotgetreide besteht wohl einige Nachfrage seitens der ausländischen Mühlen, aber die Geldknappheit ist Anlaß, daß man meist nur gegen Akzepte kaufen will. Da die Kaufleute solche nur noch äußerst schwer verwerten können, erklärt sich daraus die Gering- fügigfeit des Verkehrs. Gerst: hat auch wenig Geschäft. Gute» Braumaterial ist noch uuterzu- Bringcn. Für Hafer in Kahnladungen ist vereinzelt wohl etwas Deckungsbegehr, der aber fehr vorsichtig beim Kauf ist. Für Waggonhafer bekunden der Konsum und Mitteldeutschland wohl einigen Bedarf, bieten aber meist zu niedrige; Preise. Mehl andauernd lustlos. Für Roggenkleie und Trockenschnitzel fanden einige Ankäufe statt. Man notierte für Getreide und Oelsaaten per 1000 Kg., sonst per 100 Kg., ab Station: Weizen, märk. 164 bis 167, Roggen, märk. 128 bis 134,.Sommergerste, märk. 170 bis 186, Futtergerste 154 bis 162, Hafer, märk. 125 bis 132, Wc izenmehl 22,75 bis 25,25, Rvggenmehl 19 bis 21,50, Weizenkleie 10 bis 10,30, Roggenkleie 9 20 bis 10, Raps 300, Leinsaat 400, Erbsen, Viktoria 25 bis 27, kleine Speiseerbfen 14 bis 15, Futtererbsen 12 bis 13, Peluschken 11 bis 12, °Ackerbohnen 14 bis 16, Wicken 11 bis 12r Lupinen, blaue 11 bis 11,50, gelbe 15 bis 15,50-, Seradella 12 bis 13,50, Rapskuchen 10,20, Leinkirchen 19 bis 20, Trockenschnitzel 9,30 bis 40, votlw. Zuckerschnitze! und Torfmelasse 30 bis 70 gestrichen, Kartofselslocken 21. *' Berliner Börse, Berlin, 10. Mai. Am heutigen Börsen- ruhetage war Las Geschäft von Bureau zu Bureau durchaus lustlos. Immerhin erscheint die Lage des Geldmarktes mit „nur 1bis 3'i pro Mille etwas leichter, so daß sich, soweit Abschlüsse zuslandekamen, die Kurse etwas erhöhen. -Die Lage des Devisenmarktes bleibt unverändert. Die sie. en'ei Riliofa . Zigarettenfabrik • Frankfurt/M. R sv.nL•; .. . \r sehr viel za wünschen übrig; im besonderen ist von einer Nachfrage nach Braunstsmerzen mit niedrigem Man- gangehalt überhaupt noch nichts zu spüren. Die Belebung des Absatzes steht und fällt mit der Ermäßigung der viel zu hohen Ewstrachtsähe. Leider hat die Roichsb.'itz.verwa-.ung bish:r in ihrer Darifpol? i? eine Aenderung . icht j>intr-:t€.i lassen; durüe den h-ierdurch:bedingten Vcr- sta.wug der Natur, wie ich. sie.bisher nur qe- träumt, nicht aber für möglich gehalten habe? Mc-u. Schicksal führt mir Eie zu. — und im 'Momente des Erkennc/is ,<[[ i h, S ie ducci^ Einbildungen von Schwäche beriieren?" Sie Verstimmung Wagners über Niemanns a o- halten W h-end der Pariser Tannhäus-r-Auf- suhrung Lauerte über ein Jahrzehnt, abe - als es lotan gmg, in Bayreuth die 9Nus!erailffüh- rungen 1 einer Wecke zu veranstalten, da lonnw er den großen Sänger nicht entbehren. Bald stellte sich die alte Herzlichkeit zwischen bstden Wieder ein, freilich ab un' :u durch Versliiiruu,.en uiilcrbrochen. wie es b i dem leide'.schaitlichen Temp:ramcnt der beiden nicht anders sein tonn e. Niemann glänzt als Siegnrund bei der Erstau-- führung Les „Rings", und nicht nur als Sarr steller ist er dem Meister urrer-etzlich, son.e-n auch als Mitarbeiter bei der Riesenaufgab: „Sie wissen doch, wofür ich alles auf Sie rechne?" fragt c am 11. Februar 1875 den Freund. „Sie sollen für Lie Aussühtung meines Ws k s m in Mitarbeiter, mein Gen ost e s in. And to nn Sie gar seinen Teil der Ausführung selbst übernehmen, so sollten Sie mir in allem helfen — und helfen — in welchem Sinne? Sie sind doch der einzige vor allen, dec meine Nöte keimt und versteht!" Auch Leu Siegfried hatte ec Nicmann -u- gedacht, wie aus einem Brief an 73'1' havor- gebl. aus dessen Nachlaß cben'ails wichtige Wagnerbriefe zum ersten Mal hin: veröffentlicht werden. „Das eine ist mir während unserer Proben immer deutlicher ausgegangen," schreibt Wagner, „dM die Schwierigkeit des Siegfried nicht in der „Götterdämmerung" liegt, sondern eben im eigentlichen Siegfried, den er fast ganz allein zu tragen und auszuführen hat. Kommt ein Sänger mit diesein Siegfried zustande, so ist ihm die „Götterdämmerung" dann ein Kinderspiel. Mit Niemann habe ich nur eine ernstliche und entscheidungsvolle Rücksprache hierüber zu nehmcn. in welcher fest- zusetzgn sein würde, daß es, wie für den . Siegmund, so auch für dcn ganzen Siegfried keinen außer Riemann gibh wenn nicht alles verdorben sein iül(.“ Was Wagner von Niemann hielt, geht so recht deutlich aus einem Brief aus Rom vom 30. November 1876 hervor. Er schreibt von dieser Erholungsreise nach Vollendung der ersten Bayreuther Festspiele: „Glauben Sie. daß ich auch nur für einen Tag Erholung a.v Erquickung fand? Nie ist mir dies bc schied en g wes:n. Lilles, was mich je quält, folgt mir nach: die ewige Sorge dem Unzureichenden gegenüber. Selbst to nn ich Lie materiellen So gen füg meine älnternehmung nicht bedenke, werden grade Sie mich verstehen, wenn ich nach all dem ungemeinen, mein Herz M rührenden Eifer, welcher diese Auführungea rn Las Leben rief, das Werk unserer Bemühung doch fast nur als eine Kraftvergeudung, ohne Zweck und Rüden, erkcime. Welche Hc;c iln&C’ friLLigung mußte ich Ihnen stets ansehen: ich widerstand Ihren Ausdrücken, weil ich Ihnen nicht zugestehen konnte, daß diese oder jene andere i Besetzung usw. an der Sache etwas geändert haben würde. Sie vergaßen, daß nur Sie, aber einzig Sie — das Genie der Darslellung waren, wogegen alles iiebrige nur Lurch Fleiß und edlen Willen sich bcteiliarn konnte." UM W das neue wohlschmeckende Abführmittel «= ■ ■ Jo Ah« tv-Aei-t veranern rurüber dige»/ Airilich Politik dßcr M lioen enl ten* schiede ut sollte mci S-gcnvai ,(o[[te Iw die M iteii ausgk berechtigt gegen!' nvver ein 2 bei aetnlP1 V i 112; ,£ —, ---—— — ----- Lichtspielhaus Heute bis einsohüeßlich Donnerstag HENNY PORTEN __ in kräftigt und belebt Körper und Geist, schafft neues gesundes Blut, hebt den Appetit, wird von jung und alt gern genommen. Preis Mk. 3.— Galenus Chemische Industrie, Frankfurt a. Main. Banknoten. Revarr. 8* crH”. 9. Mai Voll voll voll voll voll 12 voll voll 2 voll 2 Kunst und Wissenschaft. LLdwest-eutschr Kunstausstellung Darmstadt l 1924. D a r in stadt, 12. Mai. (Eigener Bericht.) Dia diesjährige Kunstausstellung auf der Ma- thiltenhöhe in Darmstadt wird, wie jetzt feststeht. Samstag, den 17. Mai, 11 Uhr 30 vormittags, planmäßig eröffnet. Sie wird etwa 50 Gemälde, 100 Graphiken und 10 Bild Hauerwerke hessischer, badischer und württembergischer Künstler bieicn. Hundertjähriger Geburtstag eines hessischen Künstlers. 2km 13. Mai vor hundert (Zähren wurde in Darmstadt der Maler und Kupferstecher Karl Stahl geboren. Seine künstLrische Ausbildung hatte er von dem -Kupferstecher Ernst Rauch ,in Darmstadt empfangen: von 1842 bis 1846 besuchte er die Düsseldorfer Akademie, wo Scha- dvw und Hildebrandt seine Lehrer waren. Späte« unternahm es? Studienreisen nach Belgien und Frankreich. Don Zeitgenossen, die dem jung.n, Kcld 74,01 2',89 71,82 111,47 157 ß» 5,81 4,19 18,40 19,05 20,7. 4,69 12,52 58,85 1,94 68,10 Brie? 74, '9 25-01 72,19 112,03 1b0,40 5,93 4,21 18,50 19,11 20,85 4,61 12,«c 59,1' 1,96 58,40 Devisenmarkt Berlin—Frankfurt o. '211. ! t9n öiUionen Mark anScebrftcfl. BmnoS LirrL, London Neu« dort. Japan. Rio ve ktaneiro für eint Vinheitz toten und , vudapcn rür 100000 Sin »«treu, alles üdrtoe für 100 Einheiten.) TetegravdNche Ausza d t u n q. (Mtoefier Noten ......... Wtan.it'tifflie Olottn ...... »änifdje Noten ........ Schwedische Ulotcn ....... tzolländiscve Noten........ Deuisch-Oksterrcich, i 100 Kronen vmerikanilche Noten . ..... Snkillsche Noten.......... Pt ilfemfme Noten . . . . fc-cloitoe Noten ......... Nnqurlsche Noten..... ^kchechollowafische Note« Noriregtsche Noten........ yiuniunildbe Noten....... • . Goauische Notar. ...... o. Mai 10 Mai Revart. s>. '10. Amtliche Notierung NtnMch: Noti'r.t t! voll 10 Bulgarien . Japan ., . 3,14 3,16 3,14 L,i voll voll 1,575 1,66j 1,675 1,635 voll voll Dito De Jan. l,*75 l ,48 > (,475 1,48- ODl^OOU Belgrad . 5,28 6,32 6,13 6,22 voüvolr piuadott . 12,76 12,84 2.65 12,74 voll.voll begabten Künstler na^eitanteit, ist Arnold Böck- Ix n zu neunen. Ehe sich sein Talent ganz entfalten konnte, starb Stahl an Typhus in Fränkisch- Erumbach am 13. Llovember 1848. Mit ihm sind grobe Hoffnungen ins Grab gesunken. Das Lan- desmuscum in Darmstadt zeigt in seiner ständigen Schau mehrere Bilder des Künstlers, ein Beweis dafür, wie man noch haute seine Leistungen einschätzt: außerdem wird jetzt eine Sonderau^- stcllung von feinen Werken veranstalte,. Turnen, Syort und Spiel. Glänzende deutsche Segrlflüge. — Em neuer Weltrekord. Berlin, 12. Mai. Der „Lokalanzeiger" berichtet, das) bei den Segelflügen im Riesengebirge der Flieger Espenlaub gestern vormittag in 32 Minuten von dein bei der Prinz- Heinrich-Taude gelegenen Silberkamm u: er den Kammweg ins Hirschbcrger Tal geflogen und glatt bei dem Dorfe Schildau gelandet. Die Landungsstelle liegt in der Luftlinie 16 Km. vo mS i l b e c- kämm entfernt, doch> hat Espenlaub eine gröbere Strecke zurückgelegt, da er infolge der Windverhältnisse nicht in grader Linie fliegen konnte. Bei dem Segelflugwettbewerb in R o s s i t t e n gelang dem Lehrer Ferd. Schulz auf feinem Apparat F. S. 3 im Laufe des Sonn- tagvormittäg zwischen Predienberg und Slrewier- berg ein neuer glänzender Dauerflug. Bei einer Abslughohe von 46,4 Metern landete Schulz etwas höher auf der Predienkuppe nach einer Flug dauer von 8 Stunden 42 M i- nuten und 9 Sekunden. Damit hat Schulz den W e l t r e k o r d g e b r o ch e n. Der Flieger Q1Z a r- tens hat gleichfalls einen erfolgreichen Flug am Sonntag unternommen and ist hart an der litauischen Grenze gelandet. Vermißtes. Eine Kassette mit über 60 000 Mar? gestohlen. Berlin, 10. Mai. (WTB.) In der Depositenkasse der Darmstädter Bank in der Königstrahe wurde gestern nach der „B. Z. a. M." festgestellt, dah die Kassette mit über 60 0 0 0 Mark Tagesge'd.rn verschwunden war. Bisher hat man keine Spur detz Täters. Einiges Wer altrSmische Speiser;. Wer etwas belesen in der altrömischen Literatur ist, wird hie und da richtige Kochrezepte finden, von denen manche fast zu Versuchen ein- laden. Beginnen wir mit einem, das Athenäus überliefert hat: „Es gibt eine herrlich-testende Speise, welche Rhodonia heiht. Man mischt im Mörser zerriebene Rebenblätter, Gepirn von Hühnern und Schweinen, Eidottern, Olivenöl, Garum, Pfeffer und Wein, reibt alles gut durcheinander und focht es bei gelindem Feuer." Das von den alten Schriftstellern oft erwähnte Garum scheint eine Art der Saucen gewesen zu fein, wie sie jetzt noch in England in Flaschen auf den Tisch? kommen. Ein einfacheres Gericht hat der Verfasser eines Kochbuches hinterlassen, das fälschlich unter dem Rainen des berühmten Feinschmeckers Aci- pius erschien. Es lautet: „Man siede Resseln, seihe das Wasser ab, wiege sie, dämpfe das Gewiegte auf Heister Asche, mit Olivenöl, füge Darum und gestoßenen Pfeffer hinzu, rühre d:e Mischung unter Zusatz von Siern und destreue das Gericht mit Pfeffer." Einige von Cato überlie- scrten Rezepte nähern sich fast der süddeutschen Kitzche. Cr lobt ein Gericht, ters cr „Globus" nennt, und, l as ganz zweifellos Krapfen waren. Er schreibt vor: „Krapfen backe so: Knete Graupen und Käse zusammen, forme daraus Krapfen von ter, erwünschten Gröstc. Gib Schmalz in einen heißen Kessel, tcue jedesmal einen oder zwei Krapfen hinein, wende sie öfters um, nehm: sie heraus, sobald sie gar sind, reibe sie mit Honrg oder Mohn ein und trage sie auf. Die Graupen dürsten wohl GrieS getvefen sein. Honig mußte den -Lucker ersehen, den die Alten nicht kannten. Büchertisch. Von der führenden völkischen Monatsschrift „Deutschlands Erneuerung" (H. F. Lehman'ns Wi'teg, München: Einzelheft 1,10 Mt.) ist das Maihesi erschienen, aus dem vor allem * er ungemein klare Aussatz des bekannten Wirt- schaftspolstikers O> Hinanzrat Dr. Bang „Der Wahnsinn dee Erfüllungspolitik" zu nennen ist. Aus gleicher Höhe bewegt sich Die Abhandlung des st ühcren Diplomatön Dr. Pröbster über .'Moderne Methoden der Eroberung". Aus dem weiteren Inhalt des reichhaltigen Heftes sei der Aufsatz des Professor o. Zreytagh-Loringhoven über „Reformen und Erhebung 1806/13" 'hervor- gehoben: dergleichen die Ärbeil „Rotwendigkeit uni) Bedeutung der olonien"K aus der Feder des altbewährten Kolon.alpolitikers General v. Lie- bert. Ferner schreibt u ,a. Pfarrer v. Traub über das heute so hcitz umstrittene Thema „Staat und Recht", Pros ' . . Widenbauer über den „Schwarzen M litariSmus". — R e u e B u u st e i n e z u e i n e r Le dens- g e schichte Wolframs von E s ch e n ba ch türmt Albert Schreiber in Heft 7 von Panzer und Pet- C'vii bei Moritz Diesterweg in Frankfurt terauä-g.gebenen „Deulschen Forschungen" "uf. 'Das W>ri, das Ergebnis langjähriger gründli.ter archivalischer Stubäcn. gibt manches Reue über Wvls: 'ins Leser- und Hörerkreis, seine Besteh nrgen zu Wertheim. Wiltenterg und dem Lau.dgrusen Hermann, schließlich besonders interessante Darlegungen zu den rätselhaften Beziehungen Ws zur Steiermark. Ein umfassender Teil ter Arbeit gib: des Dichters Werdegang und die Entstehung feiner einzelnen Wer e Die gründli. c Phis i.gi'che Arbeit g bt ter Forschung neue, wesentliche Fingerzeige. eine lesbare Wol° frambiogvuphre kann und will sie nich: sein. — Die Entwicklung des Tvdespro- -blems im Denken und Dichten vom Sturm und Drang zur Romantik ma:h! Rudolf Unger zum Gegenstand einer feinjin- hält aus authentischer Feder moderne Theater angeht. Das heiligsten Daseinskainpf gegen lisnrus und brutales Geschäft. Das.Werk ent« alles, was das Theater steht im Klassen-Materia- Das Buch will zeigen, ob das Theater von heute Daseinsberech- ligung hat, ob es tnnstlerische Werte hat, die seinen Kampf mit Zirkus und Film zu einer Kulturungelogenheit macht. Der Reichskunstwart Edwin R e d e l o b stellt in seinen einleitenden Zeilen die Bühne in die Bestrebungen der Zeit und weist ihr eine gewiß hochbedeutsame Rolle im Aufbau einer neuen Kultur zü. Architekten wie Zucker, Borchardt und Poelzig sagen Bedeutsames zur Theaterarchitektur. -lieber Drama, Dichter und Dühste sprechen der Verfasser. A Zweig. Schiebel Huth und Schmidtbvnn. Besonders interessant sind die Beiträge der Regisseure Herald, Haubach und vor allem Hartung. 'Aus den andern Themen sei H. Diebolds „Kritik" und Rud. Franks „ Provinz, Theater — Provinz- theater" genannt. Letzteres beleuchtet treffend die starken Werte, die Provinzbühnen wie Frankfurt oder Darmstadt für das Theaterleben geschaffen haben. । — Edgar Allan Poes Seltsame G es ch i ch t e n gibt PH. Reclam in einem handlichen und gut ausgestatteten Halbleinenband heraus. Poe ist einer ter vielgelesensten und spannendsten amerikanischen Erzähler. Seine seltsamen Geschichten sind die besten Erzeugnisse einer unheimlich schöpferischen Erfindungs- und Korn- binationsgab?, gleid) geistreich wie phantastisch. einer Reihe Porträts bekannter Regisseure und Schauspieler und guten Wiedergaben ^moderner Bühnenbilder ausgestattet hat. ntgen uno rurchdaanen -uvyanvrung, orr in oer Reihe der von Petersen und Panzer herauSge- gtbenen „Deutschen Forschungen" als Heft 9 bei Moritz Dirtsterwcg crschiewrn ist. Es sind vier Aussätze, die bestrebt sind, dem Dietheyschen Satz, daß das Verhältnis, welches am tiefsten und alb gemeinsten bas Gefühl unseres Daseins bestimmt, das des Lebens zum Tode ist, zur Wahrheit zu verhelfen. Das Todesproblem bei Herder, bei 2l_p Valis und Kleist wird geistvoll und klar vorgetragen und damit ein wertvoller Beb trag für die Erkenntnis des Lebensgefühls einer für die teutsche Kulturentwicklung hervorragend wichtigen Geistesepoche geliefert. — DasdeutscheTheaterderGegenM toart nennt sich ein außerordentlich aufschlußreich er Sammelband, den Max Krell aus Beiträgen der bedeutendsten Führer und Mitarbeiter in ter Bühnenkunst unserer Tage zusammengesteM und der Münchener Verlag Rös l & C o. mit überall erhältlich! Vorher: Dü6 von BGÜinzona R Henny Porten Paul Henckels Paul Manning A. Wiruboff Rudolf Biebrach . Ali' Blütecher Gertrud Eysoldt . Robert Leffler DARSTELLE Maria Brinkenhof Jasper Brinkenhof . Anton Brinkenhof ' Kardel-Pin, genannt der Spökenkieker . ' Hans Stcdink, der Schmied Heinrich Jörn, Schmicdegeselle Jungfer Eli Lars, der Großknecht .... . . . . „Alle Freunde der großen Künstlerin werden erfreut sein, ihren Liebling wieder in einer ihrer ureigensten Rollen zu sehen. Die stolze Herrenhoftochter des „Brinkenhof" könnte niemand besser verkörpern." Svend Gade, der feinfühlige, nordische Filmregisseur, hat um die Hauptdarstellerin . ein Ensemble von erlesenen Kräften versammelt, welche die ungeheuer spannende Handlung des Films mit eindringlichem Leben erfüllen. Dieser Film macht die unvergeßlichen Erlebnisse auf der Leinwand lebendig, die Josef von Lauff in seinem Roman „Die Brink- schulte" auf dem Boden der westfälischen Erde abspielen läßt. Henny Porten, die große Verkörpert der Frauenschicksale, gibt die Figur der verwaisten Besitzerin eines großen Herrenhofes mit einer einzigartigen Vornehmheit, welche die Zuschauer bis zum letzten Augenblick in ihren Bann schlägt. 6 Akte nach dem Roman „Die Brinkschuitc" von Josef von Lauff. Regie: Svend Gade.