Mittwoch, Erstes Blatt K4. Jahrgang 12. März 1924 rwnadme von Unzeigen für die logesnummer bis zum Nockmittay vorher ohne jebeTerbinblidjkeit Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm DreUe örtlid)8, auswärts 10 (Bolbpftnnig; für Ne- Klame-Anzeigen d 70mm Drerte 35 tbolbpfennig, Plotzvorschrift 20"/,,Auf- fchlaq. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: I)r. Friebr.Wilh Lange- für ben übrigen Teil: Ernst Dlumfchein:für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Giessen. Nr. 6\ Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GiebenerFamilienblälter Monats.kerucrpreis: 2 (Bolbmarh u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt. Fernsprech-Anschlüste: für bie Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. «nschrist für Drahtnach- richten AnfeigerSrehea. Postscheckkonto: granlfurt a. M. 11686. ietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tn'd trnti Otrlog: vrschl'sche UnIversitSlr-S«ch- und Steinbruäcrei R. Same in Äietzen. Schrtstleitung und Geschäftsstelle: Schutstrasfe 7. Deutschland und der Frankensturz. Ein von kurzer Geschäftsreise aus Parts zurückkohrender Mitarbeiter schreibt uns: Für den Deutschen, der die furchtbare Inflationszeit in der Heimat und am eigenen Leibe durchgemacht hat, ist es nicht ohne Reiz, den Verlauf der Krankheit in einem anderen Land« zu verfolgen. Die Symptome sind dieselben, die Ursachen wohl auch. Der Kranke ilst genau so ungeduldig. Die Aerzte sind genau so ratlos. Sie machen dieselben Dummheiten und noch einige neue dazu. Zu den Aerzten in der Finanzpolitik rechnet man ja auch die Presse, lieber den Frankensturz wird in d.m französischen Zeitungen gelogen, daß die Druckerschwärze errötet. Zuerst suchte man die Aufmerksamkeit des Publikums von den Stürmen an der Börse abzulenken, und wenn es auch nur das Steigen dec Seine war, es muhte herhalten, um das Sinken der Währung zu verschleiern. Lange geht das nicht. Bld rücken die Devisenkurse auf die erste Seite des Blattes. Run sucht man einen Sündenbock, den man prügeln kann. Die „Hournee Industrielle" war die erste Zeitung, die den neuerlichen Frankensturz auf eine grohe Offensive des Auslandes, besonders deutscher Finanzkreife in Verbindung mit englischen Geldleuten zurückzuführen suchte. Der Zweck sei ein doppelter: einerseits Frankreich zu veranlassen, das Ruhrgebiet aufzugeben, andererseits alle Devisen des Festlandes einschliesslich des Franken auf ein genügend niedriges Riveau zu bringen, um eine grohe Operation internationaler Liquidatoren zu ermöglichen. Dem Publikum war das zu hoch. Riemand glaubt auch mehr an solche Anwürfe. Man versucht es deshalb mit einer anderen £r te: Der Frank fei gar nicht in Gefahr. Das Budget sei ja in schönster Ordnung. Also warum den Kopf verlieren? „©onfiance“. Vertrauen müsse die Losung fein. Ein Geschäftsfreund zeigte mir einen Bericht des Schweizerischen Bankvereins und betonte dabei eifrig die Neutralität dieses Urteils. Darnach sei ja der französische Haushalt für das Hahr 1923 mit 23 433 Millionen Einnahmen und 24 402 Millionen Ausgaben fast vollständig zum Ausgleich gebracht worden. Die Derzinfung der öffentlichen Staatsschuld betrage allein zwölf Milliarden, d. h. die Hälfte der Ausgaben, und diese schwere Last ruhe auf Frankreich nur, weil Deutschland nicht zahle. Dadurch sei die Bilanz der Staatseinnahmen passiv geworden. Auherdem brück das unbekannte X dec französischen Kriegsschuld an England und Amerika. Der Papiergeldumlauf werde, da er nicht mehr vermehrt wird (?), in Zukunft keinen nachteiligen Einfluh auf den französischen Wechselkurs ausüben können. Schon hier stockt man und fragt: Wie kommt es, dass am 31. Dezember 1923 fällige französische Schahanweisungen in Höhe von 1,2 Milliarden Franken nur mit Hilfe der Rotenpresse eingelöst werden konnten? Der „neutrale" Bericht des Schweizer Bankvereins war vom vorigen Hahre! Die Wahrheit: Der französische Haushalt weist Hahr für Hahr ein verschleiertes Defizit von sechs bis sieben Milliarden Goldmark auf. Die Steuern, deren Erhöhung einfach ein Anlassen an den sinkenden Geldwert ist, reichen noch nicht für die Hälfte der Ausgaben des Staates. Das Defizit wurde bisher stets durch innere Anleihen ausgeglichen. Alle zwei, drei Monate appelliert der Staat aufs neue an die Vaterlandsliebe und den Opfersinn der französisch.n Rentner, und immer wieder geben sie für sechs bis sieben Prozent im Hahre ihr Geld hin. Sie werden es nicht Wiedersehen. Die Regierung tut alles, was man schon in anderen Ländern probiert hat. Sie verfolgt die ausländische Spekulanten mit geladenem Gewehr. 3n der Börse gab es eine kleine Tempelreinigung: sieben Rusten und zwei Griechen wurden ausgetrieben. Poin:ars verlangt ein Ermächtigungsgesetz zu fiskalischen Mahnahmen: Drosselung der Staatsausgaben, Steigerung der Einnahmen, vor allem durch.zusätzliche Erhebung von zwei Zehnteln auf alle Steuern. Eine Stabilisierung des Franken wäre ja für Poincars die beste Wahlvorbereitung. Gelingt es nicht in kürzester Zeit, dem Frankensturz Einhalt zu gebieten, dann ist nicht nur die Stellung des Finanzministers de Lasteyrie, sondern des ganzen Kabinetts Poincars erschüttert. Die letzten Stunden des Reichstags. B e r l i n, 11. März. (Priv.-Tel.) Der RelchS- lag fetzte die politische Aussprache fort. Abg. Diernreiter (Dayr. Dpt.): Die gegenwärtige Regierung treibt Raubbau mit dem Dollsvermrgen und belastet die Landwirtschaft in einer Weise, die die Produktion gefährdet. Wir erkennen an, dass die gegenwärtige Sinans- not auherordentliche Opfer v>n allen Standen fordert. Wir müssen aber verlangen, dah b t e Opfer gerecht verteilt werden. Die gegen- wertige Veranlagung der Steuer für die ßanb- toirtschaft ist ungerecht und bedarf einer ordentlichen Reform unter Heranziehung von Vertretern der Bauernschaft. Abg Eisenberger (Bahr. Buernbd.): Die vielen kleinen Leute, die im Kriege ihre ganzen Ersparnisse in Kriegsanleihe angelegt und jetzt alles verloren haben, erheben mit Recht gegen den Staat die Anklag-, baß er ein ungetreuer Dermögensverwalter gewesen sei. ReichSsinanzminisler Dr. Luther: Die Opposition wirst unserer Finanzpolitik immer Die Vernehmung Dr. von Kahrs. Das GeneraMaatskommissarial. — Cme Diktatur Hitler-Ludendorsf. — Der „Marsch auf Berlin". — Das „KomödLenspiel" im Bürgerbraukeller. München, 11. März. (Priv.-Tel.) Sofort nach Eiöffnung der Sitzung begann die Vernehmung des Regierungspräsiden.en Dr. v. Kahr. Dei Vorsitzende bemerk.«, dah der Zeuge unvereidigt vernommen werde, da die äuhern Umstande eine gewisse De eiügung an den Do. gangen im Düigerbiäukeller erkennen liehen und da inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen ihn elngelci et worden fei. Dr. v. Kahr führte folgendes aus: Am späten Nachmittag des26 Septembers 1923 wurde ich von dem Gesamtministe- rium zum Generalstaatskommissar ernannt und mit der g samten vollziehenden Gewalt beauftragt. Mein Amt war in der Hauptsache Wirtschaf kicher und polili ch r Art. Meine Wirksamkeit gilt vor allem den bayrischen Belangen, der Wahrung der Staatsautorität und dec Festigung dec staa.lichen Macht. Ich ging dabei von dem Grundsatz aus, dah H'rr im Lande nur der Staat und dieSaatsgewatt sein darf, sonst niemand, dah aber dir Einzelbauten lebenswichtige Glieder des Staates sind. Darüber habe ich von Anfang an in der Oeffentlich'eit keinen Zweifel gelassen, dah ich die mir über regenen Machtb.f ignisfe nicht nur im Sinne des bayrischen, f entern auch im 3n= teresfe des grohrn deutschen Vaterlandes verwenden wolle nach Grundsatz: gesunde, starke Staaten sind die Voraussetzungen eines gesunden Reiches. Viele Kreise dräng en im Oktober und Anfang Rovernber auf ein selbständiges Vorgehen in der Währungsfrage. Ich bin diesen Desttebun- gen entgegengetre en, um eine Wirischaf ssepara- tion Bayerns zu vermei' en. Angsich's dieser Umstände bestand für Bayern die Aufgabe, die Staatsautorität unbedingt zu sichrrn und alle Gewalt zufammenzufassen, um sie, je nach dem Gang der DerMtnifse, zur Wiederherstellung der Ordnung im Reich heranzuziehen. Es schien mir notwendig, dah an dieser Aufgabe auch Bayern, und zwar nicht nur im bayerischen Hnteresse, soittern auch im Interesse des ganzen Reiches, Mitarbeiten muffe. Es war bei dieser Arbeit nicht gedacht an eine militärische Aktion, sondern an die Herbeiführung eines politischen Drucks. Diese Bstrebungen sind aber nicht etwa hinter dem Rücken der bayerischen Regierung getätigt worden. Lossow und Seisser halten wiederholt schon zu Beginn des Septembers auf Grund ihrer Bespreuungen mit Hit er von beffcir Gedankengangei Kenntnis genrmmen, dah in Byern mit Ge.valt die Diktatur Hitler-Ludendorff vorwärtsge ragen werden sollte, um bie politische und wirtschaftliche Rot im Reich zu beseitigen. Don einem solchen Vorgang sollte, wie mitgeteilt worden war, die bayrische Regierung unbehelligt b.eiben, wenn fie nur den geplanten Vormarsch nicht hindere. Lostow, Seisser und ich haben von Anfang an und feit Monaten diese Gedanken immer und immer wieder als bodenlos und fata» sttophal für Byern und das Reich bezeichnet. Ich war mir roll kommen klar, welch unheilvol.e Folcen ein solch bayrischer Marsch nach Berlin für Den Bestand des Reiches und für die ganze nationalistische Bewegung im Reich haben könnte. Es mühte mit einer militärischen Aktion Frankreichs und mit Der Besetzung wicht wer Handelsstädte gerechnet toerbea und damit, dah einem solchen Angriff von feiten der übrigen Decliandsmachte nicht entgegengetreten teerten würde Dah aber das wrpfenloe deutsche Volk in einem solchen Konflikt mit Foanlrrich vollständig unterliegen mühte, ta n niemand bezweifeln. 3m übrigen mühte ein solches Vorgehen zu einer Krise führen. Es war bekannt, dah auch ausserhalb Bherns in einem Teil ter nationalen Kreise der Rarne Lu.endorsf schon wegen der aussenpolitischen Wirkung abge- lehnt und Hitler bestimmt abgelehnt tourte. Der Dormarsch Hitlers mühte weiter nach unserer Anschauung zu einem zweiten Kriege 1866 fuhren und dazu, dah das einzige, durch jahrelange, mühevolle Arbeit aufgebaut?, pflichttreue Instrument der Reichswehr zerschlagen würde. Kurz, überall, wohin wir sahen, waren für uns nur rauchende Trümmerhaufen zu sehen, nur Zerstörung und letzten Endes völliger Zusam- m e n b r u ch. Wir hatten auch keine Zwei el tar- über dah das Unternehmen, selbst wenn die Reichswehr oder Prlizeiwrhr hinter uns gestanden hätte und sich teilweise beteiligt hatte, kaum sehr weit über die Do,Atu ober über die Grenze hinausgekommen wäre. Ich hatte den aufrichtigen Wunsch, die nationalen Kreise in Byern, wenn auch nicht unter einem Hut, so doch auf eine einheitliche nationale Linie zu bringen und sie dem einheitlichen Na- tionalgrfühl einv.uglictern. Darum have_ ich die Vertreter sämtlicher vaterländischon Verbände am 27 September zu mir eingelaten. Bald darauf beklagte sich Hitler darüber, daß ihm 14 angekündigte Versammlungen verboten worden feien. Er bemerkte, dah ich, ohne es zu wissen, im Banne des Bayerischen Kurier stehe. Meine Kreise gingen nach Rom, seine nach Derlm. Run ging die völkische Presse zum vol.en An- g iff über. Im Oktober ergab sich dann dir Wabrchinlichk.it, dah bayerische Reichswehr zur Verwendung inThü ringen ober Sachsen kommen sollte. Damit war auch die F aae entschiedLN, ob, wie das in solchem Halle üb ich ist, ci.i Zivilstaatskommissar dem militärichen Führer zur Seite gegeben to.ro, wie es im Hahre 1919 der Jall war, ba-ai spater tm Hahre 1920 bei der Aktion im Ruhrgebiet und ta -n auch in Thüringen und Sachsen, lieber diese Frage sprach ich mit Pöhn er. PöhE betonte damals, dah er nur bei den weitestgehenden Vollmachten sich bereit erklären könne. Für Byern interessierte er sich nicht, sondern nur für dar ganze grohe Deutschland. Pöhnrr erklärte später, dah er si-ch dieser Sache nicht zur Qterfugung stelle. Anfang November verdichteten fich die Gerüchte, daß in den vaterländischen Verbanden Explosionsstimmung herrsche. Am 6. Rovernber berief ich, um die Verbände soweit wie möglich in die Hand zu bekommen:, die Führer sämtlicher vaterländischen Brbände zu einer Besprechung. Ich brachte mein Miss- faflen zum Ausdruck, dah nach mir gewordenen Mitteilungen es unternommen worden sei. die Hamen Lossow und Seisserzu misch rauchen, dah die Ramen unter Schriftstücke ohne jede Fühlung mit den Herren gesetzt wurden und damit diese Surren in gewisse Verbindung mit der» artigen ilnteme^mungen gebracht wurden. Ich wies darauf hin, dah derartiger Unfug unter- bleiben müsse. Solches Vorgehen fei Unwahrheit und Untreue. Auf Unwahrheit und Untreue könne man aber eine vaterländische Sache nicht aufbauen. Ich sprach dann davon, dah die Arbeit der Rationalisten im Reich bei den herrschenden Verhältnissen nachhelfen müsse. Dies könne auf dem normalen Wege der parteipolitischen Ent- Wicklung geschehen Die bayerische Regierung, und l ie Landespolizei würden niemals einen Putsch mitmachen. Wenn der Wille der llnterorbnung nicht bestehe, mühten sich unsere Wege trennen. Im Anschluss an meine Ausfüh- rangen erklärte Lossow mit militärischer Bestimmtheit gegen einen Putsch werde die Reichswehr vorgehen. Deiffer erklärte, dass die Qanbedboluet zur Verfügung des GeneralstaatskommissarS stehe. Er gab barüber Auskunft dah er m i t dem Zug gegen Rorddeutschland einverstanden sei. Der Zweck dieser Unterredung war, die Verwendung der vaterländischen Verbände gegen Thüringen zu verhindern. Eine militärifdye Aktion gegen Berlin unv dergleichen kam für mich, Losfow und Eeiffer, niemals in Frage. Ich f>atte eine solche auch niemals geplant, wusste auch nach den Mitteilungen aus dem Norden, dass dort keine ausschlaggebenden Faktoren vorhanden waren, an die sich ein derartiges Unternehmen anlehnen konnte. Ich habe mir ein Einsehen von Macht- mitieln insoweit gedacht, als ähnliche Verhältnisse wie im Frühjahr 1919 vorliegen würden. In einer Unterredung mit Ludendorff wurde davon gesprochen, dah bei der kritischen wirtschaftlichen und politischen Lage es dringend notwendig sei, entsprechende Machtbefugnisse, vom neue Fehler vor. Es ist rätselhaft, wie aus einer solchen Fälle von Fehlern ter unoc- streitbare Erfolg entstehen konnte, dah die W a h» rung tatsächlich stabil g em a ch t und erhalten worden ist. Die Mittel, die wir anwenden mussten, waren natürliche ba-*, aber alles ist leichter zu ertragen, als eine Wiederkehr ter Inflation. Die Regierung dentt nicht daran, tas Brrufsbeamtentum beseitigen zu wollen Dte Behauptung, die Abdautom Missionen arbeiten nicht objektiv, muss ich mit allem Nachdruck zu- rückweisen. Die Regierung sicht auf dem totarr> punkt, dah der gesamte Personalabbau sobald wie irgend möglich beendet sein muj, fbäteftenS im Laufe des Hah.es 1925. Sine förmlich: dort- führung des Schlusstermins der Mfauverordnung ist dagegen nicht möglich. 3n der nächsten Zeit wird eine Verordnung he Auskommen, Die in ähnlicher Weise wie in Preussen eine Rach Prüfung solcher Beschwerden ermöglicht, in denen Verletzung der politischen und religiösen Reu- traliätt in künftigen Abbaufällen gerügt wird, ilebet die Verteilung der Steuern auf die einzelnen Gruppen trerben immer noch die jetzt ganz unzutreffenden Zahlen der Brgangenheit an-euhri: tatsächlich haben wir in der Zeit vorn 1. ^mber 1923 btS 31 März 1924 folgende Verteilung des tatsächlichen Aufkommens: Bm Gelamtsteueraufkommen brachten die Steuern vom Bitz 58 Proz., Steuer vom' Arbeitslohn 14 Proz., Steuern auf Genuss- mittel 4 Proz., Steuern vom Umsatz 24 Prwz. ^Sne industriellen Unternehmungen, die gegenwärtig wenig C-e'winn abwerfen, sind ausserordentlich stark mit Vermögenssteuer belastet. Unleugbar aber ist die ungeheure Verarmung des deutschen Volkes. Aus dieser Sage können wir nur durch grösste Steigerung der Einnahmen und äusserste Br Minderung der Ausgaben den Weg ins Freie finden. Abg von Graefe (teutschvolk.): Alle Parteien dieses Hauses stehen blind der Tatsache gegenüber dass sich jetzt eine neue Staatsidee ent- toicfelt Hetzt geht der Kampf nur zwischen Hakenkreuz und Sowjetstern. Es ist ganz verkehrt, zu sagen, dass man die katholische Kirche angwise, wenn'man das Zentrum angreifc. Der Vatikan ist auch ein politischer F rstor, und darum muss er sich auch Angriffe auf seine politische Haltung gefallen lassen. (Abg. Ledebour: For- bern Sie den Papst doch auf Pistolen!) Gegen die päpstlichen FriedenswerÜe haben sich seinerzeit die Herren Kuehlmama. Stresemann und Graf Wostarp entschieden ausgesprochen. Ludendorff befinbet sich in seiner Burteilung des Zentrums in sehr guter Gesellschaft. Rach persönlichen Bmerkungen wird bie Weiteiberatung auf Donnerstag vertagt. Freitag Reichstagsoufrösung! Berlin, 11. März. (WTD ) Der Aeltestrn- rat des Rrichstages bat die Dijpofitioren für den Rest der Tagung so getroffen, dass Donnerstag oder Freitag die Auflösung des Rrichstags erfolgen fcrm. Am Mittw-v'ch werden das Post- fi^anHgrsctz, das Gesetz übet die Ausprägung von SiV tmürz n, der deutfä-nationale Antrag toeg-n der Wahl des Reichspräsidenten, am Dorm rstag das Gesetz über die Golddis- tontbanf erledigt werden. Rach der Ar.nahmr d:s Rotetats wird der Reichskanzler noch einmal laut „Germania" den OtanrWnft der Regierung zur F y' Rotvevordnungen darlegen und zum Ausdruck briiogm, dass die Regierung, da eine zieve.- cinfttmmunj mit den Oppositionsparteien nicht zu erzielen fei, an das Volk zu appelliere n und den Reichstag aufzulösen. Die Neuwahlen deS Reichstages dürften am 4. oder 11. Mai stcttfrnden. Der 4. Mai dürfte dabei in erster Linie in Frage kommen, und die preussischen Gom:indewahlen, die auf diesen Tag einberufen sind, würden Wohl um kurze Zeit hinausgeschoben werden. Der Sparausschuss des Reichstages soll als Ausschuss bri der Regierung fortbestehen, lieber dir Drriäng-rrmr; der Gültig eit der Freifahr- karten der Abgeordneten bis zu den Reuwahlen soll noch mit dem Reichsrat verhandelt werden. Ferner ist vorgesehen, dass die Wahlagitation während der Karwoche ruhen soll, so dass in di.ser Woche keine Brsammlungen abgehalten werden. Der Sachverständigenbericht. Paris, 12. März. (Havas.) Der Bnk- Untevmsschuh hörte gestern nachmittag Dr. Schacht der heute vormittag seine Aussührungen fortscyen wird. Das Komitee Dawes wird heute nachmittag zufammcntreten, um den Dericht des Dank-Unterausschusses über bic Ausführungen Dr. Schachts und den Bricht der Budgetkommission entgegenzunehmen. Das «iomitee Dawes scheint die Form festgelegt zu haben, die es seinem endgültigen Bericht geben wird. Der Bericht wird nach einem einleitenden Teil im zweiten Teil Empfehlungen bringen, die bie Sachverständigen den Regierungen Aber die verschiedenen Fragen machen. Die Sachverständigen werden wahrscheinlich den Ruhen betonen, Deutschland ein Moratorium für die Barzahlungen zu gewähren unter dem Vorbehalt von Sachleistungen. Endlich wird ein dritter Teil die technischen De« bingungen über die ins Auge gefassten Punkte enthalten, nämlich die Emissionsbank, die Etsen- babnfvagen, Monopole usw. Rach einer Blättermeldung aus Reahork erfährt tie „Chicago Tribüne", das Sachverstän- bigenEomitee werde in fernen Konkiwianen für eine gewisse Reihe von Hahren, d. h. bis Deutschlands Wirtschajtskraft wieder hergestellt ist, die jährliche Zahlung von 2 Milliarden Goldmark Vorschlägen. Diese Summe falle dazu dienen, die Sachlieferungen an die Alliierten zu decken, also die Kohlen- und Koksliefer-ungen zu begleichen. Mit anderen Worten: die M i - cumver träge, die am 15. April ablaufen, feilen durch diese Zahlung erseht werden. Nach Maßgabe der Hebung der Finanz- und Wirtschaftslage sollen diese Zahlungen staffel» weise die Summe von 31/? Milliarden Goldmark erreichen. Abkommen, tote die von Wies Emden und Stinnes- ßuberfac, sollen wahrscheinlich erneuert werden. Die deutschen Staatsmonopale sollen von den Mliierten überwacht werden. In Brbindung mit dieser Meldung ist es nicht ohne Interesse, anzuführen, dass nach einer Mitteilung des „Reuyork Herald" von Deutschland verlangt werden soll, den Ertrag der Staats^ monopile an die internationale Goldemissionsbank abzuführen, die sie als Depot bewahre. Don diesem Dep)t sollen die Sachlieferungen bezahlt werden. Rach dem gleichen Blatt sollen die Sachverständiaen auch bereits praktisch die Frage bet deutschen Eisenbahnkontrolle gerccelt haben, um die Rechte der Zeichner der geplanten Anleihe zu sichern. Es würden ein oder mehrere D e r - wa 11ungsräte ernannt werden, die die Aktionäre vertreten sollen, wie dies in Amerika der Fall sei. Ihre Aufgate bestehe besonders darin, den Zinsendienst für die Anleihe aus den Einkünften der Eisenbahnen sicherzuftellen. ^Parlament rrmck>hängig, für etn Ätrektorium zu schaffen. SS konnte dies nicht in erftier Linie von Bayern auSgehen, sondern von Nord- deutschland aus. Ludendorfs bemerkte, nach seiner festen Ueberzeugung werde sich in Nord- deutschland niemand für diese Sache finden lassen. Es wurde von den Plänen einer Hitlerdikta- t u r m Bayern gesprochen. Ich habe mich mit aller Bestimmtheit dahrn ausgesprochen, dah dies falsch und für Bayern eine Katastrophe sein würde. Kahr beginnt nun mit der Schilderung der Vorgänge im Bürgerbräuleller, die ihm zunächst ein Gefühl des Ekels und Ingrimms über diesen Ueberfall eingeflöht hätten. Andererseits habe ihn tiefe Trauer ;uni> Besorgnis über die Folgen dieses Schrittes befallen. Er habe dann zu Lossow und Seiher geäußert: »Da hat uns die Polizei in eine schöne Sauerei geraten lassen: da müssen wir schon schauen, wie wir wieder herauskommen." Schon da sei das Wort „Komödien spiel" gefallen. Für ihn, den Zeugen, stand es fest, dah durch das Dorgehen Hitlers Staat und Reich schwer erschüttert waren. Es könne keine Rede davon sein, dah er gesagt habe, man hätte warten sollen, er, Kahr, hätte in etwa vierzehn Tagen ein Gleiches getan. Zu Poehner und Frick habe er auch geäuhert, dah er das Unternehmen Hitlers nicht für aussichtsvoll halte: er wüßte außerdem, dah der Rame Ludendorff auch in den nationalen Kreisen Rorddeutfchlands wegen der auhen- politischen Wirkung a b g e l e h n t würde. Der Entschluß, die Aktion Hitlers nicht mit- zumachen und ihr, sobald er Gelegenheit habe, entgegen^utrctm, haße b reit- im BÜrgerbran- keller fest bei ihm bestanden. An den Gerüchten, als ob er sich durch den Kardinal Y. Faulhaber, den Kronprinzen oder durch irgend eine Partei In seiner Ent- sch idung habe beeinflussen lassen, sei fein wahres Wort. Das politisch? Spiel, das er am Abend des 8. Rovember habe durchführen müssen, sei ihm ein Greuel gewesen. Gr habe in Wahrheit miemals eine Führerwolle angeftrcbt, und wenn er später doch das Amt des Ministerpräsidenten übernommen habe, so habe er sich dazu auf das Drängen der nationalen Kreise entschlossen. Der Zeuge schloh seine Ausführungen mit den Worten: Heute stehen sich vor diesem Tribunal Männer als Feinde gegenüber, die doch in bem grohen nationalen Grundgedanken dieselben Emvsindun- gen hatten, deren tragisches Schicksal es aber war, dah sie über den einzuschlagenden Weg in den schärfsten Konflikt zueinander gerieten und geraten nrufrten, weil diejenigen, die an der Spitze der Staatsgewalt standsn, die Pflicht hatten, b»3 zu verhindern, was nach ihrer festen -liebet“ zeugung des Staat und dem Reiche zum Unheil und zum Unglück werden muhte. Das Gericht beschloß hierauf, die Weitervernehmung Kahrs unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfinden zu lassen. Um 4 Uhr nachmittags wurde die Oeffent» lichfeit der Sitzung wiederhergestellt. Auf Befragen des Iustizrats Luetgebrune erwidert Dr. v. Kahr, daß im Zusammenhang mit der Einrichtung deS Generalstaatskvmmissariats und bet Verhängung des Ausnahmezustandes alle öffent- 'lichen Dersammlungen verboten worden seien. Rechtsanwalt Roder fragt, welche Befugnisse Kahr als Generalstaatskommissar hatte. Zeuge erklärt, darüber nichts sagen zu können, weil es sich hier um einen Bestandteil im Ministerrat handele. Das Gericht beschließt hierauf, dah diese Frage nicht von Bedeutung sei, mb daß der Zeuge hierfür auch vvm Amtsgeheimnis nicht entbunden sei. Weiter stellt Rechtsanwalt Rvdxr die Frage, warum Kahr Kavitänleutnant Ehrhardt und Hauptmann Heiß, der den Marsch nqch Berlin gepredigt habe, nicht verhaften ließ, uiu> warum eine ganze Reihe von Rechtsgesetzen uiOer dem Generalstaatskommissariat nicht vollzogen wurden. Auch an Roßbach sei der Haftbefehl nicht vollzogen worden. Hustizrat Kohl behauptet, daß der General- ftaaiSfommiffar über die ihm verliehener' Reckt? hinausgegangeu sei, so daß von der Reichsverfassung in Bayern zum Schluß überhaupt nichts mehr übrig blieb. Die Derteidi» gunft werde nachweisen, daß nicht die An» geklagten, sondern die Herren des General- staatskommissariatS die Reich-Lersassung ab- geändrrt haben. Rechtsanwalt Mayer betont, der springende PunA des Prozesses sei, inwieweit Kahr gegenüber den Deichsbehörden eine Tefehlsgewalt für sich in Anspruchs genommen habe. Das Gericht beschloß nach kurzer Beratung, die Zulässigkeit sämtlicher F.agen a b z u l e h n e n. Verschiedene andere Fragen der Verteidigung beantwortet Kahr aus Gründen des Amtsgeheimnisses nicht. Die Frage, ob Kahr befennt sei, daß es einen sogenannten Mobiltfierungsplan gibt, der bei jedem Putsch eo ipso in Kraft tritt, lehnt Zeuge auf Grund des Dienstgeheimnisses ab. Dochtsaniwalt Kehl bemerkt, daß tatsäch'.lch ein solcher Plan existiert und baß in jener Dacht die Beamten drei Regierungen, nämlich Matt, Kahr und Knilling gehorcht haben. Weiter erklärte der Zeuge, er kenne den Verfasser der roery-dlauen Schrift nicht. Rechtsanwalt Holl fragt, warum Kahr diese Schrift merkwürdigerweise nicht verboten habe, wohl aber die Broschüre Rothenbüchers. Zeuge bemerkt, ti sei doch ein w^antlichrr Unterschied zwischen den Schriften. (Gelächter im Zuhöierraum; b.T Präsident droht Im Wiederholungsfälle die Räumung an.) Was ben_ »Befehl zum Losfchlagen" betreffe, erklärte Kahr, daß ein Befehl zum Losschlagen für ihn überhaupt nicht in Frage kam, sondern lediglich die Möglichkeit, aus der Tatsache der Einsetzung baycr.scher Reichswehr für Thüringen und Sachsen die nötigen Folgerungen zu ziehen. Rochtsanwalt Holl fragt, ob Kahr den Verlags- buchhändler Alfred Roth in Stuttgart kenne und ob er zu ihm gesagt habe: Sorgen Sie dafür, daß unsere linke Flaute beim Vormarsch nach Berlin gedeckt bleibt. Zeuge hält dies für ausgeschlossen. Iustizrat Schramm beruft sich auf einem Brief aus Göttingen, wonach am 28. Oktober in Stuttgart auf Drraula,sung Roths eine Versammlung stattgefunden habe, in der ein Landgerichtsrat Dr. Kirch geäußert habe, nach Kahrs Erklärungen seien alle Vorbereitungen zum Losschlagen für die nächste Zeit getroffen. Zeuge von Kahr erklärte, er hatte keinen Anlaß, den He.reu einen derartigen Auftrag zu geben. Die Frage des Dorfttzrnden, ob der Fragenkomplex noch länger andauert, wird von der Verteidigung bejaht, worauf der Vorsitzende die Verhandlung u n t e r- bricht. Am Mittwoch wird Oberst von Seißer vernommen. Die Frankenftützung, Paris, 12. Mürz. (WB.) Der Finanzminister erklärte vor dem Finanzausschuß der Kammer, daß die augenblickliche Wechfelkursknse in keiner Weise berechtigt sei. Der Mehrertrag der Einnahmen aus den S.euern beweise das. Außerdem erkenne man aus der Handelsbilanz eine Besserung der Wirtschaftslage. Man habe Grund zu der Hoffnung dah die Konklusionen der Sachverständigen, trott Lie Lösung der Reparationsfrage anlange, hef ieöi- genbe Ergebnisse für Frauk.eich erwarten lajeit. Die augenblickliche Ver.rauenslrtse erkläre sich also nur durch die im Auslands gegen den Fran.en unternommene Propaganda. Bon außen nach Frankreich getragen, Habs sie hier eine Nachwirkung gefunden. Der Finanzminister erklärte, er habe ernt KonsolidisrungSoprration größten Stils ins Auge gefaßt, die du'-chgeführt werde, sobald die Mi.t.les e laubten. Der F.nawmi ister sprach auch noch von Verhandlung m, die die Bant von Frankreich führe, um im Auslande wich ige Kredite zu Einstigen Bedingungen zu erlangen. Hierüber verlautet aus D e u y o r k von maß- g prüder Seiie, daß la sächlich Verhandlungen ü er einen großen Kredit für die französische Re- gier-ung in Höhr von 50 Millionen Dollar zur Slabilliierung der französischrn W hcung mit amerikanischen Banken geführt werden, aber noch nichtendgültigabgeschlossen sind. Nach privaten Kabrlmeldungen sind auch Derhandlun- gen mit L o n d o n e r Danken über einen ähnlichen Kredit im Gange. Eine Botschaft des Kalifen. Territet. 11. März. (WTB) Der Kalif Abdul Medschrd empfing heute dir Sonder- berrchterstatter des Wolffbureaus, des Reuterbureaus und der Agence Havas. Nach einer kurzen Ansprache überreichte der Kalif persönlich den bret Journalisten folgende Botschaft: Botschaft des Kaltfen Abdul Medschid an die muselmanische Welt. Namens des gütigen, barmherzigen Gottes! Aus meinem geliebten Lande verbannt durch den Beschluß der türkischen Laienrepublik, die borgibt, die heilige Einrichtung des Kalifats abgeschafft zu haben, richte ich von der gastlichrn Erde deS Exils die Botschaft väterlichsn Grußes und treuen Zusammenschlusses an die muselmanische Welt. Der gottlose Beschluß der gegenwärtigen Mehrheit der türkischen Nationalversammlung ist mit dem Geiste des Islam und seinen hohen Interessen unvereinbar, sowie mit den Grundbedingungen, unter welchen die Wahl drr repräsentativen Versammlung durch die edle türkische Nation erfolgte, welche die Versammlung ausörückltch mit unseren ruhmreichen islamitischen und nationalen Traditionen mit der hohen Ehre betraute, weiter dieser Einrichtung zu dienen unb sie zu unterstützen. Ich halte es dah?r für nuinc gebieterische Pflicht, heute der musrlmemischrn Welt zu erklären, daß ich lies: auf daS tiefste gotteslästerlichen Maßnahmen für null und nichtig erachte, da die mufrlmanischr Welt mich durch ihre einstimmige Billigung meiner vor 1V2 Jahren erfolgten Wahl zur höchsten Würde des Islam in Ausübung dieses erhabenen Amtes bestätigt!. Da die türkische Laienrepublik durch ihren lieber» griff gegen die türlifche nationale Souveränität jedes Recht zur Beteiligung oder zum Eingreifen verloren hat, ist es jetzt ausschließlich Die Entdeckung der Spektral-Analyse. (Zu Kirchhoffs 100. Geburtstag, 12. März.) Zwei kurze Seiten umfaßte nur die Mit- teilung, in der Gustav Robert Kirchhoff 1859 der Berliner Akademie der Wissenschaften die erste Mitteilung über die Entkeckung der Spektralanalyse machte, aber es wurde damit eine ganze neue Wissenschaft gegründet, die für die Physik, Ehemie, Astronomie und sogar Geologie von höchster Bedeutung wurde und unsere Anschaung vvm Kosmos unendlich bereicherte. Der große Gelehrte, der diese Tat zusammen mit seinem Heidelberger Kollegen Dunsen vollbrachte, krönte baw.it 'Versuch«, die schon seit langem a.tgestellt worden waren, und die 100. Wiederkehr seines Geburtstages erinnert auch zugleich wieder an den Werdegang dec Spektralanalyse, deren entscheidende Begründung seinem Genie gelang. Schon um die Mitte des 16. Jahrhunderts hatte der bekannte Bergmann Georg Agrlcola für wahrscheinlich erklärt, d«ß man aus der Färbung einer Flamme die darin verbrennende Substanz erkennen könne. 'Dieser richtige Gedanke wurde von anderen Gelehrten ausgenommen, aber es dauerte lange, bis feine ganze Bedeutung erkannt wurde. Aus bem richtigen Wege war Th. Melville, der 1752 gefärbte Flammen durch das Prisma zerlegte und die Verschiedenheit der so entstehenden Spektren bemerkte. Dann kam der englische Physiker Miller 1843 auf den Gedanken, die absorbierende Wirkung „gefärbter Flammen und Gase auf das durch sie hindurch gehende Licht zu prüfen. Es war nach diesem ersten Versuch nur noch ein Schritt, diese Wahrnehmung auf die vom Sonne, rspektrum bar gebotenen Erscheinungen audj.ubcb ien, und beinahe hätte ibn ein Landsmann Millers Swan 1855 gemacht. Zu gleicher Zelt experimentierte der Mathematik r Hulius Plücker mit der von seinem Schäler Geißler erfundenen und nach ihm benannten Robren und kam zu der Ueberzeugung, daß ein unb dasselbe Gas auch immer das nämlich» Spektrum hervorrief, tab also unbedingt von drr Art des Spektrums auf die Natur be8 erzeugenden Gases geschlossen werden konnte. Von tre.i verschiedensten Seiten näherten sich also die Forscher der Spektralanalyse, die wortwörtlich Jn der Luft lag". Aber Helmholtz hat sehr richtig gesagt, daß alle diese Forscher, die am Rand: der Entdeckung standen, den entscheidenden Schritt über den Rand hinweg nicht getan haben, und es nur dem Genie gelingen konnte, wirklich klar zu erkennen, was andere vorher nur geahnt oder vermutet hatten. Die geniale Tat vollbi achten Kirchhoff und Dunsen. Kirchhoff trat als erster mit dieser Entdeckung an die Oeffenttichkriß erklärte aber, daß sämtlich- Versuche und Beobachtungen von ihm । und Bunsen gemeinsam kmrchgefühct seien. Bis | dahin hatte man die dunklen, sog. FrauenhoferSache der mohammedanischen Welt, in voller Autorität und in voller Freiheit über diese Lebensfrage zu entscheiden. Ich lade daher bie bevollmächtigten Führer und Vertreter der muselmanischen Gemeinden der ganzen Welt ein, tätig an diesem Ziele mitzuwirken und mir in kürzester Frist ihre konkreten Beiträge für den Zusammentritt eines großen, inter- islamitischen Religionskongresses 'zukommen zu lassen, dem ich bann zu nötiger Zeit an einem geeigneten Orte einzuberufen gedenke, damit gemeinsam Beschlüsse gefaßt werden können, die die Lage erfordern. Von jeder anderen Hilfsquelle entblößt als der unendlich wirksamen Hilfe, die mir durch die mächtige und so trostreich« muselmanische Solidarität gespendet wird, und deren edelmütige und rührende Kundgebungen mir zu Herzen gehen, erflehe ich vom Allmächtigen seinen Segen für den endgültigen Erfolg unsereu heiligen religiösen Sache. Gegegeben zu Territet in der Schweiz, am 5. Schaban. * Reuter meldet aus Delhi, die mohammedanische öffentliche Meinung Indiens gehe dahin, daß rie Nationalversammlung von Angora durch die Abschaffung des Kalifats und die Ausweisung des Kalifen und seiner Familie aus Konstantinopel den indischen Mohammedanern eine sehr schwere Beleidigung zugefügt habe. Allgemein werde eine islamitische Konferenz zur Ernennung eines Kalifen gefordert. Kleine politische Nachrichten. Im Sonderausschuß des hessischen Landtags beantragte die Deutsche Volkspartei die Beratung des Goldnotetats dem am 31 März zusammenttetenden Plenum zu überweisen. Der Ausschuß genehmigte, daß im Personal- abbaugesetz auch die bei nichthessischen Bundesstaaten zurüügelegten Dienstjahre zur Anrechnung kommen. ♦ Das preußische Staatsministerium bat für das Sommerbalbjahr 1924 die Einführung der Sommerzeit beantragt. Maßgebend für die Beschlußfassung waren Erwägungen finanzpolitischer Art und die Erkenntnis vom Werte der Sommerzeiteinrichtung für die Volksgesundheit. * Der Unterstoatssekretär im Staatssrkretariat des Heiligen Stuhles, Vizzardo, wellte am Sonntag in München und überbrachte eine große Spende des Papstes für die Notleidenden in Deutschland. * In Hamburg hat der Hafenarbei 1 erst r e i k eingesetzt. Es sind etwa 20 000 Arbeiten beteiligt. An den staatlichrn Kais wird gearbeitet, doch werden nur solche Arbeiten verrichtet, die unter die Regie der Kaiverwaltung fallen. Auch der Altonaer Hafen ist vom Streik betroffen, der sich im aufkommenden Schiffsverkehr bereits fühlbar zu machen beginnt. In Bremen und Lübeck wird voll gearbeitet. Der durch den Petroleumskandal stark kompromittierte amerikanische Marinestaatssekretär D e u- by ist zurückgetreten. Aus Stabt und Land. Gießen, den 12. März 1924. Fahrplanänderungen. Mit Wirkung von heute, 12. März, ab gelten folgende Fahrpla nänderungen: Pz. 406 Gießen—Limburg fährt Sonntags Gießen ab 5.14 Uhr vorm. (An Werktagen wie bisher 5.37 Uhr vorm.) Pz,411 2im bürg — (Sieben, bisher nur bis Wetzlar verkehrend, fährt bis Gießen durch. Wetzlar ab 1.55 Uhr nachm., Gießen an 2.13 Uhr. An Werttagen vor Sonn- und Feiertagen verkehrt er Wetzlar ab 2.10 Uhr nachm. Gießen an 2.28 Uhr nachm. Pz. 1624, bisher Gießen an 2 28 Uhr nachm., fällt zwischen Saiger und Gießen aus. Pz. 1604 Dillenburg —Gießen fährt früher, Dillenburg ab 4.34 Uhr vorm., Gießen an 6.36 Uhr vorm. (bisher Gießen an 6.54 Uhr v.). Pz. 1615 Gießen ab 6.30 Uhr vorm. fährt bis Köln durch. Neu: Pz. 1631 Wetzlar — Herborn. Wetzlar ab 2.40 Uhr nachm., Herborn an 3.33 Uhr nachm. Neu: Pz. 1634 W e tz la r—Gl e ßen. Wetzlar ab 6.20 Uhr nm., Dießen an 6.33 Uhr nm. Ncu: Pz. 412 Gießen — Limburg. Gießen ab 3.58 Uhr nachm. Pz.707 G ieh e n—Marburg fährt später, Gießen ab 6.02 Uhr abends (bisher 5.49 Uhr). Er nimmt den Uebergang aus Richtung Limburg—Wetzlar (5.56) noch auf. Pz. 792 Gießen— Frankfurt a. M. fährt 2 Minuten später. Gießen ab 6.42 Uhr vorm. Pz.727 Gießen —Marburg fährt 12 Minuten später. Gießen ab 6.42 Uhr vorm. Außerdem verkehren ab 15. März zwei neue Hollandzüge, und zwar D 281 Frankfurt—Gie- schen Linien des Svnnenspektrums als Tatsache btngenomniCTi, ohne ihre Herkunft auffläten za können. Kirchhofs unb Bunsen aber gingen bewußt dieser Erscheinung nach and ließen die Sonnenstrahlen, ehr sie aus den Spalt des von Kirchhoff herb'Herten SpektralapParaieZ fielen, durch eine Kochsalzflamme treten, da e. hielten sie statt drr dunklen sraunhoferschrn Streifen zwei Helle Linien. Weitere Versuche führten schließlich zu der Folgerung von ungeheurer Tragweite, die Kirchhoff in ferner ersten Mitteilung der Ent- ueefung mit den Worten kennzeichnete: ,,2ch schließe aus diesen Beobachtungen, daß farbige Flammen, in deren Spektrum Helle, schrrse Linien vorkommen, Strahlen von ter Farbe dieser Linien, wenn dieselben durch sie hindurch gehen, so schwächen, daß anstelle ter Hellen Linien dunkle auftreten, sobald hinter der Flamme eine Lichtquelle von hinreißender Intensität angebracht wird, in deren Spektrum diese ßtaten sonst fehlen. Ich schließe weiter, daß die dunklen Linien des Sonnenspektrums, welche nicht durch die Erdatmosphäre entstehen, welche in dem Spektrum einer Flamme Helle Linien an demselben Ort erzeugen." Damit war ein« neue Wissenschaft, die der Spektralanalyse, begründet, und bald darauf legte Kirchhoff die Grundlage der wissenschaftlichen Spektroskopie für alle Zeiten durch tic Aufstellung der nach ihm genannten Theoreme. Die Spektralanalyse erhielt von nun an eine zentrale Stellung in ber gesamten Naturwissenschaft, fjen—Kabel—Hamm. Giehenab 8.41 Uhr Dornt Hält nur In Dillenburg. D 282 in umgekehrter Richtung, Gießen ab 9.42 Uhr abends nach Frankfurt, hält in Bad-Nauheim und Friedberg. Der bisherige D 47 Gießen ab 8.41 Uhr vorm. nach Köln wird später gelegt. Gießen ab 8.53 Uhr vorm., hält in Wetzlar, Herborn, Dillenburg und Haiger. Gegenzug D 48 Gießen ab 10.01 Uhr abends, hält in Bad-Nauheim und Friedberg. Neu: V-Zug 73 Frankfurt—Hamburg, Gießen ab 8.17 Uhr vorm. O-Zug 74 Altona- Frankfurt, Gießen ab 9.49 Uhr abends. ** Rechtzeitige Begleichung bet Fernsprechgebühren. Das T.legraphsn- amt Gießm bittet uns unter Bezugnahme auf die in den Zeitungen bekannten besprochenen Vorgänge, die Fernsprechteilnehmer darauf aufmerksam zu machen, daß die Fernsprechgebühren rechtzeitig zu bezahlen sind, da andernfalls, ten neueren Bestimmungen zufolge, bie Anschlüsse auch hier gesperrt werden müßten. ** Pflegliche Behandlung der K re i s st r a ße n! Das Kreisamt macht Im neuesten Amtsre.kündigungsblatt darauf-aufmerksam, daß der Gebrauchs von Schleifen zum Transport landwirtschaftlicher Geräte (Pflüge, Eggen usw.) und anderer Gegenstände aus den chauffierten Straßen und Wegen des Kreises Gießen unter Strafe gestellt ist. '* Einziehung der Reichsbank- noten zu 5 Dl ll i o nen TR a bt Mit Genehmigung des Reichsrates werden nach § 6 des Dankgesehes vom 14. März 1875 die Reichsbanknoten zu 5 Billionen Mark vvm 1. November 1923 (erste Ausgabe) und vom 7. November 1923 (zweite Ausgabe) zur Einziehung aufgerufen. Die Besitzer können die Noten bis zum 5. April 1924 bei allen Kassen der Reichsbank Umtauschen. Don da ab erfolgt ihre Einlösung nur noch bei der Reichsbawkhauptkasse in Berlin, und zwar bis zum 5. April 1925. RDV. D i e Platzbelegung in den v-Zügen. Um die Verteilung der Reisenden in den O-Zügen und um jtuch den Fahrgästen selbst das Aufsuchen von freien Sitzplätzen za erleichtern, weist der Reichsverkehrsminister in einem besonderen Erlaß auf die Notwendigkeit hin, die belegten und die freien Sitzplätze zu kennzeichnen. Es sei unter allen Llmständen dafür zu sorgen, daß> die Nummernschilder an den Abteiltüren zur Kennzeichnang der besetzten Sitzplätze nach Abfahrt des Zuges und beim Wechsel der Reisenden unterwegs durch die Schaffner richtig gestellt teerten. Besonders wichtig scheint diese Änordnung für die Nachtschnellzüge, in denen durch gewissen Haftes Einstellen der Num- mernschilter bas Aufreißen der Türen und die Störung schlafent^r Reisender durch Neu-Ein- steigende vermieden werden konnte. ** Leningrad. WTB. meldet: Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweiscn. daß Post- und Te^egraphensendungen nach dem früheren St. Pe- teröburg seit dem 1. März ausschließlich unter dem neuen Namen Leningrad befördert werden. △ Die Kaninchenzüchter des Kreises Gießen hielten am Sonntag in Gießen ihre Jahresversammlung ab. Es wurde beschlossen, die Kaninchenzucht wieder eifrig zu pflegen und auch! Ausstellungen abzuhalten. Im Herbst soll in Gießen eine Kreisausstellung, in Darmstadt eine Landesausstellung stattfinden: die erste übernimmt der Verein Gießen, die letztere der Verein Darmstadt-Süd. In den Vorstand wurden gewählt: 1. Vorsitzender Kreiling- Gießen, Stellvettreter Walther- Saub ringen, Schriftführer Melius- Gießen, Rechner Schmidt-Gießen. ** D ie Schweinerotläufseuche in Gießen in den Gehöften von Zutt, Marburger Straße, Schäfer, Hammstrahe, und der Landwirtin Anna Trvpp, Rodhei.ner Straße 6, Ist er« lcfchen. Die Sperrmaßnahmen sind ausgehoben. ** R i ch t i g st e l l u n g. In unserem Bericht in der MLntag-Nummer über die Kundgebung der Freunde des humanistischen Gymnasiums muh es in der Entschließung, Ziffer 2, statt philosophl- s-chm richtig philologischen Verbände beißen. Vornotizen. — Tageskalender für Mit t wvch Stadtthoater, 7 Uhr: „Der Graf von Luxemburg". — Literarische Gesellschaft, 8V< Uhr in der Neuen Aula: Dortragsabeno Dr. Erich Drach. — Licht« spielhaus, Bahnhofstraße: „Das alte Gesetz". — Palasi-Lijtspiele: „Millionenrausch". — Aus dem Stadttheaterbureaa wird uns geschrieben: In der heutigen Aufführung der Operette „Der Graf von Luxemburg" wird Frau Else Rothe von Essen, die bi& Ende des Monats für die ausgesch.edene Frau Raimer verpflichtet worden ist, d'.e Angele Didier geben. Nach dem Eindruck der Proben darf dem Auftreten der Dame mit den besten Erwartungen entgegengesehrn werden. — Gießener Rudergesellfchaft 1 8 7 7. Samstag Generalversammlung. (Siehe Aw- zeisr.) Die Platin-Welterzeugung. Platin gilt für das kostbarste Edelmetall, und diese hohe Wertschätzung rührt von den verhältnismäßig geringen Mengen her, die auf der Erde gewonnen werden. Plattn ist in letzter Zeit noch teurer geworden und es dürfte seinen hohen Preis noch lange behrlten, denn der wichtigste Erzeuger des Metalls, Rußland, wird wohl sobald noch nicht in der Lag; sein, die Mengen zu liefern, die es vor dem Kriege auf den Weltmarkt brachte. Dis zum Jahne 1917 tarnen 85 Prozent alles Platins aus Rußland. Die Erzeugung betrug 1915 127 000 Unzen (1 Unze = 31.3 Gr.), 1917 war bie Meng- bereits auf 50 000. 1918 auf 23 000, 1919 auf 20 000, 1922 auf 6000 Unzen gesunken. An die erste Stelle in der Wrlteezeugung ist jetzt statt Rußland Kolumbien getreten, das 1918 35 000 Unzen lieferte. 1921 betrug die erzeugte Menge schon 40 000 Unzen, und diese wird durch Verbesserung der Betriebe seitdem stark gesteigert. Nach Kolumbien kommt Neu-Südwales, das 1920 2000 Unzen erzeugte, dann Kanada mit 300 Unzen 1922 und Japan mit 231 Unzen 1921. Die Platinschätze Kanadas sind aber bedeutend größer, als die erzeugte Menge ahnen läßt, denn es führt sehr viel Grze aus, die im Ausland auf Platin verarbeitet werden. Dadurch erhöht sich die Platinausbcute aus kanadischen Erzen für 1921 um 7700 Unten. Die Vereinigten Staaten lieferten 1922 929 Unzen Platin. LanvkreiS Gietzen. LWirf eck, 11. Marz. Einen gutgelungenen Konzertabend vevanftaliele am (5onn:ag oben b der Gesangverein ,S ä n g e r k r a n z' im Braunschen Saale. Eine zahlreiche Zuhörer- schäft spendete den vorzüglichen Leistungen des Chores starken Beifall. Stürmische Zustimmung fand der Bariton-Solist AdolsMülle r-Frank- furl a. Oll. mit seinen prächtigen Liedern. Den musikalischen Nahmen vervollständigte die Kapelle OH a n t mit ihren wahrhaft künstlerischen Leistungen. • Sich. 10. März. 3m hiesigen Verein für Volksbildung sprach Ingenieur G ö n tsch von hier über den geplanten deutschen Runds unkverkehr. An Hand von Lichtbildern erläuterte dec Oiebner das Wesen der Radiotelephonie. Die Zuhörer bekamen einen guten Einblick vn die geistreich konstrrlierten Apparate und lauschten mit hohem Interesse den praktischen Dorsührungen. Mittels zweier auf» gestellter Lautsprecher war es möglich. Konzerte. Reden, gesangliche Darbietungen und einen Akt der Londoner Oper zu Gehör zu bringen. Allgemein war der Wunsch, diese 'Veranstaltung nochmals zu geben, wenn die Sendestatron Frankfurt a. M. in Betrieb ist. * Holzheim, 12. März. Morgen,Donnerstag. abends, spricht hier der Landwirtschaftsschuldirektor Dr. Schad -Butzbach über das Thema „Bewirtschaftung nach der Feldbereinigung". * Harbach, 11. März. Beim hiesigen Pfalz- und Rheintag, dessen Vorbereitung und Leitung Lehrer Draut übernommen halte, gedachte dieser in warmen Worten der leidenden Brüder an Rhein und Ruhr und in der Pfalz. Ausserdem sprachen noch Bürgermeister Münch und die Vorsitzenden des Gesangvereins, des Kriegervereins, des Bauernbundes und des Canbjugenbbunbeet. Die eindc-ucksvolle Feier wurde umrahmt von Gesängen des Gesangvereins, unter der Leitung von Lehrer Draut, und von Liedern der Schulklasse. Gedichtvorträge bereicherten den Abend. Eine Sammlung ergab den Betrag von 76 Mark. i. Ettingshausen, 12. März. Heute feiern der Altschmiedemeister Johannes Sann II. und Ehesrau Anna Marie, geb. Sommer, das Fest dec goldenen Hochzeit. An dem Ehrentage, den das Jubelpaar in voller Rüstigkeit begeht, nimmt außer den Kindern und Enkeln ein weiter Verwandten- und Freundeskreis herzlichen Anteil. • Stangenrod, 11. März. Lehrer Gorg veranstaltete am Sonntag im Saale des Wirtes Schäfer einen dreiteiligen Lichtbilderabend, bei dem auch die Schulkinder mitwirkten. Br- Lauerlicherweise war der schöne und lehrreiche ©emcliibeabent> schlecht besucht. Dagegen hatte die gleiche Veranstaltung am Abend vorher Im benachbarten Lehnheim ein volles Haus. • Reinhards ha in, 11. März. Bei der gefhigen Holzversteigerung der Försterei Reinhardshain wurden bei außerordentlich starker Beteiligung sehr hohe Preise erzielt. Vier Otaummeter Buchenscheiter kamen durchschnittlich auf 70 Mark. Kreis Schotten. X Rudingshain, 11. Mäm. 40 Jahre sind jetzt vergangen, seitdem Lehrer Karl Sind an d-n hiesigen Dollsschule tätig ist. Dielen Anlab benutzte die Gemeinde, um Herrn Lina in einer öffentlichen Feier zu ehren. Der Saal war nicht grob genug, alle Erschienenen zu fassen. Denn nicht nur die Erwachsenen und die Schulkinder von Rudingshain hatten sich eingefunden, sondern auch eine grobe Zahl von Berufsgenoffen und Freunden aus dec näheren und ferneren Umgebung. Der Bürgermeister, der Ortsgeistliche, Vertreter des Männergesangvereins und des Kriegervereins, des KreisschulamieS, des Bezirks» lehrervereinS Schotten, der Ober hessischen BolkS- bank in Schotten und des engeren Kreises seiner zahlreichen Freunde hoben in Ansprachen die Verdienste hervor, die er sich um Gemeinde, Schule, Kirche und das allgemeine Wohl erworben hat, und die edlen Herzenseigenschaften, die ihm so viele Freunde verschafft haben. 3m Rahmen eines kleinen Festspieles. das eigens zu diesem Zwecke versaht war und gewandt dar- gestellt wurde, überreichte man dem Jubilar den Ehrenbürgerbrief der Gemeinde, ferner ernannte ihn der Kriegerverein zum Ehrenmitglied. Der Kirchenvorstand überreichte ihm als Anerkennung eine Bibel, der Mannergesangverein einen schönen Ruhesessel. Die Vorträge von Chören durch den Männergesangverein, eines Singspieles durch zwei Rudingshainer Damen und eines Liedes durch eine Schottener Dame verschönten die Feier. Auch wurden von der Gesamtheit einige Volkslieder gesungen. Tiefbewegt dankte der Gefeierte für alle Ehrungen und die Anhänglichkeit, die man ihm bei dieser Gelegenheit so offenkundig zum Ausdruck brachte. Die Veranstaltung legte beredtes Zeugnis ab von der 3ufammenge6örigleit des verdienten Lehrers und feiner Gemeinde. Zur Erschließung des Vogelsberges für den Fremdenverkehr hat Lehrer Linck hervorragend beigetragen durch seine Tätigkeit im Vogelsberger Höhenllub, dessen zweiter Vorsitzender er ist. Kreis Friedberg. ^lDad-Nauheim, 11. März. An der hiesigen Ern st-Ludwig-Sch ule (Oberreal- schule) konnte heute erstmalig die Reifeprüfung abgelegt werden. Sieben Primaner, darunter 5 aus Butzbach, bestanden die Prüfung. — Ein dreijähriger Junge wurde yeule in der Fran.f .ir er Str aße von einem Auto überfahren. Das Kind ist lebensgefährlich verletzt. — Vor übervollem Hause fand gestern im Kursaale ein Radiokonzert mit anschließendem Lichlbildervortrag über das Thema »Was ist Radio?" statt. Die Veranstalter, Darmstädter Studenten, gewannen dem Radiosport zahlreiche Freunde. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 10. März. Der 'Abteilungsdirektor, Geheime Oberbaurat Hummel, von der Reichsbahadirektion Mainz ist am Samstag nachmittag nach restloser CBerbüf‘.ung einer Ge - fängnisstrafe von 1 I a h r e, zu der er in dem bekannten Eisenbahnerprozeß von dem französischenMilitärgerrichtin Mainz im vorigen Jahre verurteilt war, als A u s gern i e s e n e r hier angenommen. Hummel war stellvertretender Präsident der Reichsbnhndirertion Mainz zu Beginn des Ruhvabwehrkampfes. Kreis Wetzlar. • Lützellinden, 10. März. Von heute bis einschl. nächsten Sonntag findet hier eine Evangelisation von Missionar H. Walther» Beuern statt. Der Eintritt ist frei. Hessen-Nassau. • Ma rbu rg, 11. März. 3n den letzten Wochen hat eine Schwindlerin ältere Damen hier ausgesucht unter der Angabe, sie käme im Auftrag des Deutschen Frauenbundes, um aus der Schweiz eingetroffene Liebesgaben zu verteilen. 3n einem Falle benutzte sie die Gelegenheit, um einer Dame ihre ersparten Not- pfennige zu entwenden und ist seitdem nicht wieder ausgetaucht. Die Schwindlerin wird beschrieben: etwa 30 Jahre alt, 1,60 Meter groß, blaß, trug hellbraunes Kleid oder Mantel, dank- len Hut und gab sich als Pfarrerstochter aas, angeblich sei sie verheiratet mit einem Doktor in den hiesigen Kliniken. Die angestellten Gr» mittelungen und Nachprüfung dieser Angaben haben nicht zur Feststellung der Person geführt. ]l Marburg, 11. März. Aus der Rückkehr von einer Ortsbesichtigung verunglückte gestern abend bei Cötve infolge RadbruHs das hiesige K r e i S a u t o. Don den Insassen wurde der Chausseur Jak. Fey schwer, Landrat Dr. Ries» bergen und die Kreisausschuhmitglieder Schr.'tnermeister Rose, Landwirt Rau- Beltershausen und Gewerkschaftsbeamter Otto leicht verletzt. Der Chauffeur ist in vergangener Rächt geworben. — Zwischen Wehrda und Michelbach sand man gestern Im Schnee die Leiche eines unbekannten alten Mannes, der dort vor einiger Zeit erfroren war. fpd. Frankfurt a. M., 11. März. 3m Anschluß an eine polizeiliche (Streife wurde ein Mann am Dahahofsplatz feftg.nommen, der sich durch ein besonders großes Paiet verdächtig machte. Es war der polnische Staatsangehörige Leo Laster. 3m Paket befanden sich Textilwaren von hohem Wert. Eine Durchsuchung seiner Wohnung förderte noch ein großes Lager Stoffe zu Tage, über dessen Erwerb er sich nicht auswttsen konnte. Es stellte sich heraus, daß die Stoffe von einem polnischen Handlungsgehilfen aus einem hiesigen Geschäft gestohlen worden waren. Dieser Handlungsbeflifsene gab dann die neftohlenen Sachen entweder an Laster oder an den dritten. Polen, den Schleichhändler Wolf M a r g u l i e s zu Spottpreisen weiter. Das saubere Kleeblatt wurde festgenommen. — Augenblicklich machen zwei Detrüger, die sich W e t g a n b und W. Emst nennen, die ganze Ämgegend unsicher. Sie suchen auf Grund von Zeitungsanzeigen Verkäufer Handlimgsbeflisssne gab dann die gestohlenen so bezahlen sie die Maschinen hoch, durchweg wert über Wert, und geben den Leuten ungedeckte S che cks auf die Leipziger Dolksbank in Zahlung. Dir Schwindler haben schon zahlreich: Leute um ihrs Schreibmaschinen gebracht. — In Frankfurt breitet sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen die Hundetollwut weiter aus. Neuerdings wurden drei wei ere Fälle von erkrankten Hunden fest- gestellt. Einer der Hunde wurde ohne Maulkorb auf offener Straße angetroffen und von Hundefängern auf der Stelle getötet. Die Polizei hat die Dorsich s- und Vorbeugungsmaßnahmen ganz außerordentlich verschärft und stellt die Hundebesitzer, deren Tiere ohne Maulkorb angetroffen werden, unter schwerste Strafen. Giesrcucr Strafkammer Gießen, 7. März. Am 9. Oktober v. IS. brach abends in der mit Heu gefüllten Scheuer des Landwirts Joseph Schäfer Ul. in Heldenber- gen ein Brand aus, der zum Glück rechtzeitig entdeckt und gelöscht wurde. Da die Scheuer mitten im Ort an einer überaus gefährdeten Stelle liegt, hätte ein großes ilnglütf entstehen können. Als der Brandstiftung verdächtig wurde der in Hel- denbergen zugezogene Automobilschlosser Karl Kundiger von Franifurt a. M. festgenommen. Er behauptete, unschuldig zu sein und bezeichnete als Täter seinen Freund und kommunistischen Parteigenossen, den Arbeiter Willy H a r de r in Heldenh :ig>n. Dieser wurde ebenfaus verhastet, und aus seinem Geständnis ging hervor, daß die beiten die Tat gemeinschaftlich ausgeführt batten. Kundiger, 28 Jahre alt, nach ärztlichem Gutachten hysterischer Psychopath, aber vollkommen verantwortlich, weg n Diebstahls vorbestraft und eines weiteren Diebstahls wegen angeklagt, galt in Heldenbergen als ein Mensch von übler ®efInnung. Erst kürzlich hatte er einem Landwirt, mit dem er in Meinungsverschiedenheiten geraten war, mit Scheueranzünden gedroht. Seinen bedeutend jüngeren und weit, weniger begabten Freund Harder hatte er schon in den ersten Tagen des Oktober aufgefordert, mit ihm einem Landwirt die Scheuer anzustecken. Der te rflische Gedanke war auf fruchtbaren Boden gefallen: als Harder sich bald darnach über seinen geringen Lohn ärgerte, machte er Kundige drn Vorschlag, die Tat auszuführen. Kundiger bezeichnete die Scheuer des Landwirts Schäfer — der den beiden nie das geringste getan hatte — als besonders geeignet und versorgte Harder mit Feuerzeug; Harder versah sich mit einem schweren Hammer, und die beiden begaben sich nach Einbruch der Dunkelheit an den Tatort. Während Kundiger Wache hielt, schlug Harder mit dem Hammer ein Loch in die Scheuerwand und setzte das darin lagernde Heu in Brand. Kurz darauf schlugen die Flammen in die Höhe. Als gelöscht wurde, hatten die Balken des Gebäudes bereits Feuer gefangen. Kundiger leugnete auch heute wieder jede Beteiligung an der Lat ab und suchte alle Schuld auf feinen von ihm verführten und verratenen Genoßen abzuwäl e i; er ha^e 1 öch- stens fahrlässig gehandelt, weil er es unterlassen habe, das ihm bekannte Vorhaben Harders anzuzeigen. Demgegenüber erweisen sich die Angaben Harders als völlig glaubhaft. Wegen Brandstiftung erhielten die beiden Angeklagten Zuchthaus st rafenvonjeZHahr^n; ferner wurden ihnen wegen der durch die Lat bewiesenen ehrlosen Gesinnung die b ü r g e r l i ch e n Ehreni-echte auf 10 Jahre aberkannt. Vermischtes, Ein leuchtender Mensch Der Professor am „Metaphysischen Institut" in Paris, Gelly. will, wie ec in französischen Blättern mitteilt, ein Medium entdeckt haben, das seltsame blauweiße Strahlen aussendet. Dieser „leuchtende Mensch" ist ein italienischer Weinkaufmann namens Erto. Nachdem das Medium ausgelleidet, gewaschen, mit Röntgenstrahlen durchleuchtet und in jeder Weise daraufhin untersucht war, daß er nichts verbirgt oder verschluckt hat, wurde es in einen dunkeln Naum gebracht und streute dort Licht aus, das den Mann wie ein Heiligenschein umgab. Versiegelte photographische Platten wiesen dieselbe Wirkung auf, wie wenn sie dem Tageslicht ausgesetzt worden wären. Gelly ist der Ansicht, daß die heftige Erregung, in die Erto während des Trance gerät, starke elektrische Spannungen im Körper erzeugt, die sich dann in leuchtenden Ausstrahlungen äußern. Politischer Humor. Für die Reichskagswahll Gerade rechtzeitig für den Wahlkampf ist das kleine „Schimpfwörter-Lekikon in der Westentasche" erschienen, das, alphabetisch g.-ordnet, 483? Schimpfwörter enthält, die in Wahlversammlungen gut zu gebrauchen sind. 3n einem Anhang sind bayerische Dialektschimpfwörter wirkungsvoll zu- sammengestellt. Das nett ausgestattete Werk — es weist auf der Einbanddecke eine Mistgabel und einen Dreschflegel, gekreuzt, auf — ist jur jeder. Reichstagskandidaten unentbcbvlkb un'D wird zu, Belobung der politischen Debatten wesen tich beitragen. Derufsparlamentariern wird das Büchlein allerdings nichts Neues bieten. P. d. A. Eben hat wieder eine neue Partei das Licht der Wett erblickt. Es ist die P. d. A., die ..Partei der Auguste", die alle deutschen Staatsbürger um ihr Banner sammeln will, die den Vornamen August führen. Der zündende Aufruf ist unterschrieben von August Schulze, August Meyer und August Müller. Die Grün- dungsveilammlung findet in der Auguststraße statt. („UtT.) Kirchliche Nachrichten. Gießen- Svang. Gemeinde. Mittwoch, 12. März. Stadtkirche. 6 Ahr: Passionsgottesdienst, Pf. Mahr. -Satt in feiter Form sind bie„2nnhtn-s13onUons",b(id praktische, krustig wirkende, wohlschmeckende Husten- mittel. In allen Apotheken erhälll. Stets vorrätig: Ennel-Apoll>c-ke,Gies;en unv. Sagittawerk G. m. b. München SW 2, Vergebung Für das Landgerichtsgesängnis zu Gießen soll für die Zeit vom 1. April \ 1924 bis 31. März 1925 die Lieferung ' der erforderlichen Derzehrungs- und l Derbrau chsgegen stände: als Brot, Ochfenfleisch, Schweinefleisch, Margarine, Kokosfett, gebrannter Fruchtkaffee, Bohnen, Erbsen, Linsen, Gerste, Reis, Grieß, Hafergrütze, Gemüsenudcln, <3ah, Lorbeerblätter, Pfeffer, R.lLen, Kümmel, Muskatnuß, Essig, Seife, Schmierseife, Soda und Wichse tm Verdingungswege vergeben werden. Weiter werben an den Meistbietenden die in dieser Anstalt anfallenden Küchen» abfälle vergeben. Versiegelte Angebote und Gebote sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermin Mittwoch, den 19. März 1924, , vormittags 10 Ahr, auf dem Sekretariat der Staatsanwaltschaft dahier — altes Iustizgebäude, Zimmer Nr. 9, Erdgeschoß — niederzulegen. Die Vergebung erfolgt unter den In Anlage A zu dem Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893, das Derdingungswefen betr., enthaltenen allgemeinen und den von dem Unterzeichneten aufgeftelllen besonderen Bedingungen, welche auf dem Sekretariat eingesehen und gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden können. Der Zuschlag bleibt drei Tage Vorbehalten. Gießen, den 8. März 1924. Der Oberstaatsanwalt am Landgericht der Provinz Oberhessen. ____________ Hoos.__1788O Uutzholzverßeigerung Aus den Waldungen der Gemeinde Staufenberg, Distrikt Tiefenbach, sollen Samstag, ben 15. Marz 1924, vormittags 9'/r Ahr beginnend, folgende Holz» sortimente versteigert werden: 473 Stück Fichte-Derbstangen 1. Klasse ----- 70 Festmeter, 1446 Stück Fichte-Derbstangen 2. Klasse = 143 Festmeterj 480 Stück Fichte-Reisstangen <= 15 Fstm. Zusammenkunft auf der Tiefenbach (Kreisst raße). Staufenberg, den 10. März 1924. Hess. Bürgermeisterei Staufenberg Weyer. 1784D Eichen- und Kiesern- nutzholzverkauf. Die Gemeinde Krvsdorf (Kr.Wehlar) verkauft im Wege des fchriftl, Angebots: Los 1 — 34Gichenstämme4.Kl. — 27,873ftm. (Werk- u. Grubenholz, auch Schachtholz) Los 2 =106 Gichenst 5. Kl. ---- 54,53 Fstm. (Werk- u. Grubenholz, auch Schachtholz) Los 3 — 65 Eichenstamme 5. Kl. — 2äFstm. „ 4 — 38Rm.Eichenschich( Holz 3.RL2m Ig. „ 5—23Kiefernstämme3.Kl.—15,47Fstm. „ 6 = 349 „ 4.Ki.=66,09Fst,n. „ 7—64 Rm. Kiefernschichtnutzholz 3. Kl. 2 m lang. Schönes Holz, gute Abfuhr nach Station Abendstern. Nähere Auskunft: Herr' Förster Möller, Krofdorf. Die hier geltenden Holzverkaufsbedingungen sind bei Abgabe des Gebots schriftlich anzuerkennen. Käufer bleibt 8 Tage lang, vom Gr- öffnungstermin an gerechnet, an fein Gebot gebunden. Zahlung des Kaufpreises mit */, sofort nach Zufchlags- etteilung, der Rest vor Abfuhr, spätestens aber am 15. 4. er. Angebote in Goldmark, je Fstm. od.Rm. nach Losen getrennt, erbitte bis Montag, 24. März cr., vormittags 11 Ahr, an mich Krofdorf, den 10. März 1924. Der Bürgermeister. (17751) Nutzholzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Albach soll folgendes Holz auf dem Sub- missionsweq verkauft werden. Elchenstämme 4. Kl. 4 St. = 3,36 Fstm. ii b. „ 2 „ — 1,02 „ Fichtenstümme3. „ 3 „ = 3 31 „ ii 4. „ 6 „ — 6,43 „ n ba. „41 „ = 20,34 „ „ 5h. „ 54 „ = 12.83 „ Das Holz ist mit Rinde gemessen. Der Kaufpreis ist per Festmeter nach Goldmark anzugeben. Die Gebote sind nach Klassen und Sortimenten getrennt zu halten und müssen bis zum 14. März 1924 nachmittags 3 Uhr verschlossen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei eingereicht fein, wo in Gegenwart der erschienenen Bieter die Oeffnung stattfindet. Die Bedingungen werden vor der Oeffnung behanntgeqehen. Albach, den 6. März 1024 1666V Hessische Bürgermeisterei Albach Arnolde Nutzholzverkauf Am Mittwoch, dem 19. März er., mittags von 1 Uhr ab, kommen bei Gast- wirt Moos in Krofdorf aus dem Gemeindewald Krofdorf zum Verkauf: Diftrikt2 12 Eichenstämme 2.-4. Kl. m. 7,80 km „ Hb 5 „ 2.-3. „ „ 3,84 „ „ 14a 3 „ 4.-5. „ „ 1,35 „ „ 18c 1 „ 3. „ ii 1,75 „ „ 11a u. 18c 21 rm Erchenschichtnutzholz 3. Kl. 2 m lang, ju Iaunpfosten geeignet Distrikt 23V 3 rm Eichenschichtnuhholz 1. Kl. 1 m langes Kmerholz im ganzen Wald 86 Fichtenstämme 4. Kl. — 17,61 fm Distrikt 8a, 10c, 12b, 17b 233 Fichtenstangen 1. Kl., 530 2. Kl, 1065 3. Kl. und 300 4. Kl. 1776V Krofdorf, den 10. März 1924. ___________Der Bürgermeister.___________ Nutzhotzversteigemng Die auf Freitag, den 14. ds. Mts. anberaumte Nutzholzversteigerung findet Montag, 17. ds. MtS. mittags 1 Ahr statt. 1764V Grünberg, den 10. März 1924. Bürgermeisterei Grünberg. I. D: Fuldat. Vfunb 32‘Pfennig, i)ie£ifte mit netto . 1.50 Bahnhofstraße 27. [1793c und in Dosen tert* gii liMrqs-Mte i r I l! von 40.— Mark an. Teilzahlung bis zu 1 Jahr. Preisliste gratis n. franko. Backofen-InMrle Lauterbach 143 i. H. 1655D Billiger taplweo- Mul insstellung Scbaulenster Müblslr, Slrimpie II Wahl Alle Arten enorm billig Vnntknnn Eingang wieder Ecke ßahoholslr flteta Meentes | Schulstraße -Heinrich Heß-Schulstraße GrößtesSpezial-Geschäft für moderne, solide Korbmöbel und Korbwaren aller Art Neuheiten in Kinderk'appwagen »_______________ . _ | Ab 1. April 1924 Ueoinnt ruieöcr mein .SHM-M-m SMMlMNKW Empfehle mich auch als 0160,1 Letter oon (Woumlm Reparaturen Ersatzteillage Vollkommenster Sämechanismus mit Ober- und Unte.auslauf! Gleichmäßigste Aussaat aller Samenarten in Bergland u. Ebene! Direkte Entleerung in den Sack! Billigste Preise! kg. Schieferstein, Lieh Maschinenfabrik Lager aller Landmaschinen. „Säkönigin“ Drillmaschinen neuester Bauart und kann hier eine Iminiäbrtne, erfolg- icicüe Prnriü Nachweisen. 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Johannes Weller nebst Angehörigen. Domen orilzis 8 Ml)t. denen 9 Ter Bornauv. nur zum clienderWäsche Danksagung. Allen denen, die uns bei dem Verluste unserer lieben Entschlafenen aufrichtige Teilnahme erwiesen haben, auf diesem Wege herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: W. Bellof, Wiesenmeister. MklM 0. K. GslWMo.s. ÄlßRSkWg? eiupfielilt billigst (skorn Mtnftlä oegenüv. Loiklovoly. FliiA Wc Draischellfische uer Pfund 24 Pf. Grüne Heringe ver Pfund 20 Ps. Kabeljau o. Kopf ver Pfund 2 > Pf. SeelachSohneKopf per Pfund 25 Ps. Bücklinge 5-Pfd -.stifte Di 1.140 Bratheringe 4-Liter-Dofe Dl k. 2 90 Heinrich Kaiblleisch Vicbtnftr. 71, Tel. HS5 Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Liegen geblieben 1787b im PerfonenAng Frankfurt —Gienen am 2. Dhm braune Akienmavve verschied. Inhalts (Elften, Buch, Toileuesachens. Belohn. Augesichert. Benachrichiigüng erbittet Dr.|ar. «VriQ 311t, Tuten bofcn b. Gienen. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben, herzensguten Mann, unseren lieben, treusorgenden Vater, Sohn, Bruder, Schwiegervater, Schwager und Onkel Herrn Oskar Kanold Polizei-Ober-Wachtmeister i. R. nach langen, schweren, mit Geduld ertragenen Leiden, nach glücklich überstandener Operation, im Alter von 54 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Anna Kanold Wwe. nebst Kinder. Gießen (Rodheimer Straße 43), 10. März 1924. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag. 13. März, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus. 1,7iD Tüchtiger prov.-Reisender zum Besuch der Landkundschaft gegen hohe Provision gesucht. Schriftliche Angebote unter 018091 an den Gießener Anzeiger. General-Vertretung einer öelaanlen BJeinörenaerei in der Nähe Frankfurt am Main sucht Vertreter für den Bezirk mit Einschluß pon Nauheim, Friedberg und Marburg. Herren, die Erfolge nachweisen können und bei Grossisten und Detaillisten heftens eingeführt sind, belieben schriftliche Angebote unt. 018070 a. d. Gieß. Anzeig, einzureichen. Ruderklub „Hassia“. Wirerfüllen hiermit die traurige Pflicht,unsere Mitglieder von dem Ableben unseres langjährigen treuen Mitgliedes Herrn Oskar Kanold Polizei-Ober-Wachtmeister i. R. in Kenntnis zu setzen. Beerdigung Donnerstag nachmittag 2 Uhr. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere treusorgende, herzensgute Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Elisabethe Wagner geb. Martini nach kurzem, schweren Leiden gestern abend 101/., Uhr, im Alter von 53 Jahren zu sich zu rufen. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Georg Wagner V.» Postagent Leihgestern, 11. März 1924. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 13. März, nachmittags 2 Uhr statt. 17,1’D Erstklassige LebenzeMenz Tücht. ftrebf. ehrl. Geschäftsmann mit Organisationstalent, dem es an einer dauernden gewinnbring. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Schwester, Schwägerin, Tante und Haushälterin Heil Margardha Heidel sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers und die liebevolle Pflege der Krankenschwester sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, Kinzenbach, den 11. März 1924. ’ * vlBUOÖ WMM wünsch' Kundschaft; auch Aendern, .'3u» schneiden. Billige Preise. 018078 Frau Kaufmann, Nein niveg 28 !! Autobesitzer!! MnllpN 2br Krastsabrzeug^ wvUVll rasch verkauft haben» dann MrgeveuSle zkommMoiswelsen Bertaut Ihr LlrastmlnAeug nadntehender Firma, dle über graste Ausstellungs- räiimc verfügt W fioftculoic Juicrtion! "Wl W ftoiteuloicr Berkaus! "XU XW Grosser JuteressentenkreiS! “W1 Auf Wuii'ch werden die frnbrAcunc kostenlos abgeholt. 17651) Aulomibil-Vsrkeufsgesel.schail ,^eii“ m.b.H. Alleiniger Inhaber: N. Herbst Frankfurt am -Hain. Zeil 49 Telephon: Nömer 4256, Hansa 4017. . BiSmarrkstr. 45 I. 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Hüt ten Hein vom Reichswi.-Ischaftsmmi- ftettum. 3n ihr n Re^en kam deutlich zum Aus- bruef, dah eine durch-r.übende Deferung der wirt- schrst ichen D^rhiltn sse davon ab ;ängt, das) untere Währung stabil bleibt und die außenpolitische Lage c-ine Entspannung erfährt. Die überaus rege Aussprache sand ihren Niederschlag in einer Entschließung, dec tt>ir sollendes entnehmen: Das deutsch? Handwerk ist wegen seiner siaatserhaltenden und kulturellen Kräste ein außerordentlich wertvol'ec De tandteil des deutschen Dolkskö'.p?rs. Seine Erhaltwrg und Forderung ist deschalb ein Erfordernis der nationalen Politik. Der Retchshandwerke.ausschuh stellt unter diesem Gesichtspunkt solgende Einzelsorderungen aus: 1. Wiederbelebung der Wohnungswirt- schäft und damit des Daug-rwrrbes, als eines mahgebendon Schlüsselgewerbes für die gesamte Wirtschaft seitens des Reiches und der Länder. Di? Wohnungszwangswirtschast ist zwar schrittweise, aber mit aller Beschleunigung abzubauen. Kredite sür das Daugewe be müssen zur Stärkung seines Detriebsktpüals flüssig gemacht L-erden. 2. Eine vereinfachte, klare Steuergeseh- a eb u n g an Stelle des herrschenden verworrenen Systems. Die Stcuervecanlagung muh dem wirklichen. inneren Detriebswect der Unternehmungen entsprochen. Del der Vorauszahlung aus die Einkommensteuer für 1924 ist tev Satz von 2 Prozent bro Monat -u hoch, da der Verdi mst im Handwe-rk bei den jetzigen schwierigen Verhältnissen kaum 10 Prozent betragen dürste Der Ausschrh hält 1 Prozent für einen noch tragbaren Sah. 4. Die ^Regiebetriebe von Reich, Ländern und Gemeinden müssen abgebaut werden, so- tweit sie sich nicht als Mvnopolbetriebe bewährt haben, wie Slektrizitäts-, Gas- und Wasserwerke. Diese Ausnahme hat aber nicht für dort einge- richtete handwerkliche Regieb.-triebe zu gellen. Durch Oifenl g ing ihrer Abrechnungen und De- feitigung jeder steuerlichen Begünstigung muh der freie Wettbewerb hergeslellt werden. 5. Besel ig mg der Einrichtungen des Preistreibereistrafrechtes, die das Handwerk auf das schwerste schädigen (Kvnlrollausschüsse). 6. Zuführung billiger elektrischer Energie an die Betriebe des Handwerks und des Gewerbes. 7. Einschreiten des Staats gegen alle Fälle von Zinswucher. 8. Dald'g? Verabschiedung deS Rdchsrahmen- gesetzes über die Derufsvertretung für Handwerk und Gewerbe, Einrichtung eines Staatssekretariats für das Handwerk. Wirtschaft. Die Januar-Handelsbilanz passiv. Die Handelsstatistik für den Monat Januar 1924 weist infolge der unveränderten Vecwal- tungsverhältnisse an Rhein und Ruhr dieselben Fehlerquellen auf, wie in Vormonaten. Seit Beendigung des passiven Widerstandes ist sogar der der deutschen Kontrolle und damit dec Statistik entzogene Teil des Außenhandels so groh geworden, dah wieder von einem „öoch im Weste n" gesprochen werden muh. Wenn man die so entstandenen Fehlerquellen nirl-erücksichligt läßt, ergibt sich etwa folgendes Bild: Dir Einfuhr belief sich im Januar aus 563,2 (Dezember 492,4), die Ausfuhr auf 431,0 (Dezember 561.1) Millionen Goldmark. Demnach ist die Januar- Handelsbilanz passiv. Allerdings sind von der Einfuhr 30 Millionen abzuziehen für die Einfuhr von Reis im Jahre 1923, die na-ch- träglich gebucht worben ist. Die Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken ist von 139,6 auf 175,2 Millionen Goldmark gestiegen. Die Einfuhr von Rohsliofsen und Halbfabrikaten von 275,3 auf 291,8. Die Ausfuhr von Frrrigwaren sank von 476,4 auf 367,5. Rach Vergleichen mit früheren Jahren ist der Rückgang dec Ausfuhr Wohl hauptsächlich als eine Sriiso^erscheinung aufzufassen. Dazu kommt als Grund die Derlei e- rung der deutschen Exportwaren und die wachsende französische Konlücrenz infolge teS Franken- fturzes. * Die Neichsbank Ende ftebrnnr. Wie der Ausweis der Relchsban? vom 29. v. M. erkennen läßt, hatte die Kreditbeanspruchung, die nach wie vor überwiegend in Rentenmark befriedigt wurde, etwa das Ausmah der Vorwoche. Die gesamte Kapitalanlage stieg um 88,8 auf 1472,3 Trill. Mark, wobei sich die Bestände an Rentenmankwech e n und -schecks um 69,1 auf 667,2 und die Reatcr.imark-Lombardfor- derungen um 2,4 auf 185.1 Mill. Rtm erhöhten, wahrend im Pap'.ermarkl'reNtgeschä t einer V r> meheung des Wechselkontos um 28,8 ^uf 498,4 eine Abnahme des Lvmbar^o.itos um 11,5 auf 121,5 Trill. Mark gegenüberstand. Auf der Passivseite war zum Monatsschluh eine neue Steigerung des Danknotenumlaufs, sowie ein erheblicher Abfluh bei den fremden Geldern zu verzeichnen. Die Danknotenaus- gäbe wuchs um 51,2 auf 587,9 Trill. Mack. Die Einlagen gingen insgesamt um 133 aus 650,5 Tritt. Black zurück, und zwar belief sich die Verminderung bei den Papiermarkguthaben auf 51,3 Tritt. QRarf, bei den Rentenmarlgut- haben auf 81,7 Mitt. Rtm. Die Abhebung von Rtm. im Giroverkehr und die erwähnten ReuausleiHungen von Rtm. wurren aus dem Bestände dec Reichsbank an Rentenbankscheinen bestcit en, der dcm- gemäfj von 172,5 auf 15,6 Mill. Rtm. zusammen- schmolz. Das von der Aeichsbank bei der Renien- bank aufgenommene Darlehen erfuhr In dec Berichtswoche keine Veränderung Bei den Relchsebend, bsond.-rs Oberchedarf gedrückter. Mas-Hvv nlverte lagen'schwächw. Adle wech, Dain'er, Estlvnaer, Karls über, Kraust Lolvmo l.oen gaben nach. Auf dnn Gebiete dec chemischen Aktien m:ir)tcn sich Arilvnwerte mästige Rückgänge gefallen lassen. Dadi ch: Anilin eröfsnebm beisp elsweich zt'. ka 1 Ti'lion niedriger. Rütgerswr.ke gedrückt. Aehnlich ist die Situation bei den Elektristtats- werten, wo A. E. G. ''achzaben: befen?c .s schwach lagen Lahmeyer. 03 on soustl'en Westen sind Ps'ib Holzmann, Sw^ckich Gummi Jul. Sichel sch -ächec, Zement H.-id-über,^ angeboten. Zellstosf ODalddof büfjten 1 Proze.ck, Dtzcke.ho.f 0 600 Prozent du. 3n Rorddeutscher Lloyd und Havag war das Geschäft klein bei schwach.-n Ku.s-en. Am Markt ber amtlich nicht n>Insten Werte trat ver- schi.deutlich eine Senkung bes Kursniveaus ein. Deisec gehalten haben fil> Holsatia, die mit 1.6'0 bis 1 700 etwas lebhafter g.-handelt wurden. Man nannte Api 6 bis 6,125, Becker Stahl 8,775, Decker Kohle 9,225, Growaa 360 bl 3 350. Hansa Lloyd 1.700 bis 1 8?0, Entr:p ise 44 000 bis 45 000, Chemi'ch' Remy 725, Mez Söhne 5003, Krügershall 9,500, Ufa 8)00, Unt-nbrennerei Kehl 850, Ludwigsburger Porzellan 3,225. Berliner Dorfe. Deckln, 11. März. (Wolfs.) Die gestern ungütt'ili wr.chnden G aä-hte über d ie Zusammenlegung der Aktien bei der QJe.liner Handelsgesellschaft und über Kreditkündigu.ige i bei dec Seehmdlung haben feine Bestätigung bezw. eine beruh genbe Aufstärung gesunder. 3n,olg des,en konnte der heutige Effektenverkehr mit einer leichten Erholung beginnen Guten Eind.uck mach.e auch L-ie Zeitungsmel>ung, dast öie Resereuten Lee Samstag-Kundge'bung für Herabsetzung dec Böcseiiumsatziteuec zu einer Besprechung in das Reichs,inanzministerium c,elai>.-n worden seien. Demgemah sanden die Otüdfäufe statt, die namentlich am Mo.staiimarkte die Kursgestaltung günstig bedp.ilu6ten. Hier erzielten die noch im Kurse stehenden Pap.ere wie lLochumer und Essener S.emkohle, Hacpenec und Kattowihec sowie Rheinstahl Au,b.sserungen um 1 '/_>—3 Bill. Proz. Bo i chemischen Pc.pieren zeichneten sich nur Ober- sr l s.sche Kotswerte durch Hch.rb.we. tu. g. nämlich um 4 Bill. Proz. aus. Von Eleftriziläts- Güten waren Siemens & Hals.e 2 Bikl. Prnz. höher. Maschinenfabrilaktie:: waren wenig rer- äiidert, auch Bank- und Schiffahrtsaktien lagen still auf dem gestrigen Kursstand. Ein gleiches kann von den auslonoischen Renten gesagt werden, frage gen schwächten sich deutsche Anleihen weiter ab. Rach dec Erl.-d gung der ersten Kaufaufträge erlahmte das Geschäft aber w.eoec vollkommen und nahm die jetzt bereits gewahrte Lustlosigkeit an. Im allgemeinen bestand aber, vor g legentlichen unbe.eulenden Aibröckelungen al/gcs.hen, Widerslandssähigkeit gegen weitere Rückgänge. Schlesische Mv.rtanpapiere blie'e.r fest und besserten sich zum Teil sogar etwas, namentlich Oberschlesische Eisenindustrie. On Billionen Prozent Dotiim: ) Dom Rückzahlungswert. Dörsenkurse. (Ohne Gewähr.) §*/<, Drniuvk y uilen ........ LuiucuS A HalSke..... «dlermerte Slrljer . » . . Tontilrr Motoren...... Heiiligeustaedt ........ U'.couin........... frankfurter Armaturen . . . flonfrrvriifnlrif Braun - . B etallgesellschaft Frankfurt. Bei. Union W-S....... S ubfnbrif Her; Sichel.............. Zellstoff Waldbaf ftnltcr-abrik?fraiikentl>al . . Sudcrmbrif Waabaiiscl . . . ^rnnffurf i M Berlin Schmu- bd)l . Sctiluh- Sdilufi» Ü" - fiv s O-i-i 10. 3. 11 3. 10 <. 11.3 Ü,Q7j 0,-68 0.0C3 0 U63 0 (>3 C,45j 0,490 0,470 0 310 0,75 0,fc2 > ü,9 0 0,900 0,^60 0 850 0,175 — 0,-90 0,291 0,320 0,3’0 0,?90 — 0 310 0 31) — to.V'l t.7,'5 67,y/n 87,21 4,2 4,2 4,2 42 8,1 8,38 8 2- 8 25 19 - 56 — 45 41 43,21 >1,5 6,6- 6 6 5,87 11,23 11 11.V 10.8 26 11 5 12 >2 1 9i 1 13 — — 14,7. 13 13 14 13,5 20 19,7. — •zA ? 22 2.87 r,6 0 0/G0 0 6 0 0,6 0 0,9 0 0,800 1.13 1.1 - 57 60 61 19,9 17,75 19 17,1 31 .7 30 23 9 50 43.v 50 50,5 58 !27> 58 5'>,75 74 7< 73,5 72 5 18 16 16,5 16.1 25,75 22 23,5 23 1 18 z5 17 25 17,75 16 71 29,5 23,5 ■'5, -5 251 — 3; 5 35,87 3 .6 — 34 3. c4,5 — - . »3 3,5 3 — -■0 ■r6.5 "3,1 34,5 £3,1 1 7.38 / — 7 3 2,9 15,13 14,2 -- i 4 5,8 4 3.9 56 32.5 56 83 19 21 18 38 19 18 8.1 2 8 — 16.5 1 j,5 16 15,21 16,4 is 15,75 '5 153 14,6 15 14,75 3 125 — — 18.5 6,1 1J 16,21 ' 125 21.5 — '1.5 10,8 — 10,75 18,75 18,2» 13,13 8 75 4 J 4 2 - — 43 41 41,5 ftn1 rfro für eine Eini ei». Wien u d Budapest für 100- 00 Ciubeiten. olleS übrige für 100 Ei-tl-elren i Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) 1". M,n H Nttir, Rcparc. °o -innlichr 3 13,17 13, 3 3 3 kl rilliinin ! 6,5 16,8 6,O'i 6 3- 3 3 floprnbna?u 6 ,34 65,16 64.81 4 5,11 3 3 Eiockboln, 169,7.' HU.2 1 19,72 110,2> 3 3 Helü>igtorr 1\17 10, 3 1,57 10,-3 3 3 stteilien . •7.93 16,0 '7 43 17,54 3 3 Lonbo-i . 17,955 18,015 17,95 । 18,01) 2 2 Nciiüork . 4,0 4,21 4.1 > 4,->1 1 1 P.iriZ .. 15,73 15,9i 15,4 i 15,51 9 2 Schwei, . 72.4? 12,78 72,4 ? 12,71 2 2 Sp-uiien •4i-icn in D - i0,8. bl.U 61,37 51,61 3 3 £ eit.abiK i r,13 6,22 r.1 r ,2 15 15 I rna . . 12 21 11,2t 12,21 12,29 2 2 Bnd-ivell 6.18 6, 2 5.1 5,9. Voll voll Buen^Aire? 1,12> 1. 3 1-21 1,435 d 3 t'uUnrku 09 -.11 3,0i 5,1' voll voll ü W-Ill . 1,8 1 1,88. ', 71 1 ,E8 5 4 •jiio ö 5 5 tlcl.ir.io 5,43 - ,5? =,4) F,5. nofl 10 ' i" - on '3,16 13.24 '3.0 •311 voll voll Banknoten. (Ohne Gewähr.) S frf'r, 1t. Märt Pchwetzn Noten Kran^iifdlf 'üoien ........ JrätiPdjf Noten.......... echluedilchc Noten ....... Holländische Noten....... Deutsch Lesierrcich. 1 100 Kronen fimrrifnnlfrfir Noien...... Englische Noten ......... Ht lleuische Noten - . Belgisch, Noten ......... Nugorllch» Noten Tsch-cholloivalische NotM illoeioegischk 9/oifn...... • Numäutsch« Noten VvmUlche Noten - .... - Wcfb Brick Revari 7- 7 4 72.78 5 17,05 17.11 voll 6J.8' 65,16 5 109,73 110,27 5 IS!,11 156.83 2 < ,18 6,22 25 4,11 4,21 1 17,9 18,0 2 14,"5 19,1 voll 13.4 13,63 10 4,81 4 86 voll 1 ,2 12, 'M 2 76,0 56,34 5 : ,28 :.?o voll 11,37 51,63 2k Märkte. Derlmer Produktenbörse. Berlin, 11. März. Bei andauernd sehr stillem Geschäft erfuhren die Prdse heute am Pcvduftenma.kt nur geringfügige Aenderuagen. W.i^-m war seit ms dec Mühlen wegen des schlechten Mehlabsatzes wenig begehrt, Roggen ti>ar wenig an geboten, beaezmste aber auch keiner Kauflust. Gerste war ruhig, Hafer war zu Preb sen, yu bon.n neue Ware zu bestehen i|t, nicht zu verkaufen, Kleie blieb fest, auch Futterartikel waren eher etwas bester. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märf. 161 bis 166 (stetig), Roggen, märf. 129 bis 135 (stetig), Braugerste 170 bis 185 (stetig), Hafer 111 bis 120 (stetig), Raps 295 (stetig), Leinsaat 410 bis 415 (stetig); für je 100 Kilo: W:i;e:Tmehl 24,50 bis 26,50 (behaupt dH Roggenmehl 20 50 his 22,75 (behauptet), W 'ftenklei: 10 bis 10,20 (fest), Roggenkleie 7,60 bis 7,80 (fest), Bittoriaecb.'en 27,50 bis 29, kleine Erbsen 17 bis 19, Futtererbsen 13 bis 14,50, P.luschken 12 bis 13, Ackerbohnen 14 bis 15, Wicken 15 bis 16, Lupinen 14 bis 14 50. Seradella 16 bis 16,50. neue 14 bis 15, Rapskuchen 11,30, Lei ck.ch n 22 bis 23, Trostenschmitzel 8 30 bis 8,50; für je 50 Kilo: Weiten- und Roggenstroh 0,75 bis 0,90, 5mferstroh 0,60 bis 0,70, strohseilgeb. 0,55 bis 0,70, Häcksel 1,05 bis 1,20, Wiesenheu 1 bis 1,25, handelsüblich 1,40 bis 1,60, Kleeheu 2,20 bis 2,50 Mark. Frankfurter Getreidebörse. F r a n t f u r t a. M., 11. März. Es notierten für je 100 Kg.: Weizen (Wetterau) 18.75 bis 19.—, Regien 16.50 bis 16.75, Sommergerste für Bauzwecke 21 50 bis 22 25, Hafer (inländisch) 15 50 bis 16.—, Weizenmehl (füdd. Spezial 0) 27.75 bis 28 50, R ggenmrhl 24.25 bis 25 —, Welzen- und R^^enkleie 9.50 bis 10.25, Laplata-Wais 19.50 bis 20.—. Büchcrtisch< x Encyclopädie der Rechts- unb Staatswissenschaft. Herausgegeben von Kvhlvausch und Kaskel. — Julius Springer, Berlin 1923. — 1. A11feld, Urheber- und Er- slnderrecht. 2. v. L i l ie n t ha l, St ras prvzest recht. 3. Ehrenberg, Privatversicherungsrecht. Die Kvhlcausch-Kaskelsche Encyclopädie, deren Erscheinen in vollem Flusse ist, hat in den vorliegenden Bändchen sehr gute und übersichtliche Darstellungen über die behandelten Grbiete ber- ausgeboacht, die nicht nur dem Lernenden ein angenehmes Hilfsmittel, sondern auch dem Fertigen durchaus willkommen si.rd. Der Allseldsche und Ehrer.bergsche Grundrih des Urheber- unb Et-finderrechts bzw. des Privatvrrsicherungsrechts geben zwar knappe, aber alles Wesentliche b.lugende Darstelluirgen, die klar und scharf gegliedert, in flüssigem Stile geschrieben, dem Studierenden wertvolle Hil,e bei der Einarbeitung in die interessanten Materien fein werden. Die umfangreiche e Darstellung des Strafprozess^ durch Lilienthal w,rd sehr freudig begrübt werden, um so mehr als ein moderner Gcundrih dieser A t fehlt. Lilientl.'al weis; seinen „spröden" Stoff geistreich zu gestalten und trotz aller Sachlichkeit immer .interessant dem Leser vorzuführen. Die grasten Grundlinien des Strafprozesses, seins Unterschiede gegenüber dem Zivilp.vzest werden trefsead und klar h^causgearbeitet, zugleich aber werden auch i ie Heineren Einzelheiten sehr geschickt eingeflochten. So gut die Darstettungen auch immer sind, so lassen sie dennoch eines schmerzlich vermissen: den kritischen Apparat. Kaum einmal finden sich Hinweise auf Spezialliteratur, auf Entsch^idun.en dec Gerichte ufto. Drs täuscht leicht den jungen Juristen über die SchwierigLi'.en hincoeg, und vi.'l.ach erschwert es ihm und insbesondere dem Dorgerückte.em in hohem Maste, sich rasch unb a gonehm über irgendein Ein e p o5lern zu orientieren. Ohne die großen Handbücher kommt er nicht aus. Dieser Mangel tritt vor allem bei umfangreicheren Darstellungen in T.scheinang. Gftichwohl aber können die vorliere rden Hefte dem Studierenden inSbosvndere empf.oh'en werden, und getoif; hat die Verlagsbuchhandlung ihr Ziel erreicht, „in knappster Fnm den an den älniuer- fitäten vocge r'genea x? ist in den "kweisctl ansprucchsvoUer ^Rccu.cKeV' f woMbekannrt /COLA 1 TABAKE M •m?ir Mffee W M«>W»27LLL-LiSkMiSÄÄ ?f tun ?Neb i« 5, in hei 1923 sanite fall Milli' nod)t kehr ®a||( Dertl Honda zuseye bester fein. tziM für 1 [tuns vertt mail Dies sen,l vor muß: temb deutf 200 2 5 deren durch Prodi wahrf sprech derer! wirb oOO—1 Nach i fomlt ursach mail gung« diel schkar donS geldei tions- etwa samt Stand nerisch belauf' tige 6, liberha sie zah düng i Dirtfch möglic ll.Sch , Di ichasts Adr« oder mußte Die < sich bi Honen noch ei 9en ((5 undD 1778V Carl haar r. toicNen. Tel. IE | Üranksurter Dir. 59. £ Das Markt-Komitee. Heinrich Lanz, Mannheim Hartung A.G., Berlin-Lichtenberg Ziehungs-Liste der Äsbeiiw Züc’itvisli - Verlosung am 4. März 1924. Größtes Lager Hessens aller in Frage kommenden landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte Reparaturwerkstätten an allen Niederlassungen- Bezugsquelle sämtlicher Ersatzteile Alleinvertreter der Firmen Pfälzisch-Hessische Landhaumaschineogesellschaft Hauptverwaltung Gießens Plockstraße 14, Telephon 733 Werk Grünstadt (Pfalz) Nidda Büdingen Gelnhausen Gassen Usingen Tel phon 151 Tel. 55 Tel. 294__________________Tel. J65 öffentl, Tel. 34 "TTJ Neue Zute- und Leinensäcke Erntetücher Rucksäcke Windjacken it. dal. liefert Mttinh Bernhard Löwenstein Sack-u.Segeltuch- Srohhandlung CaN*el Kölnische Str. 52 c Älrichzeilti suche tüdn ine Wert rrtem. tUliebcrUcrLinfcr. »Sachkenntnisse md). ctforbcilid). Önurt» Knniiun oder Sicher« bet' erivlinscht^ Dlaoelflii iedeMenae ab Laner liefetbnv. 77! te Lor- Nr. T •- 1 Los- Nr. £ i Los- Nr. K 1 Los° Nr. T l 132 47 3191 56 6239 42 9149 67 250 57 3552 37 6415 26 9573 43 513 23 3873 45 6599 53 9934 12 799 25 4089 40 6655 62 9963 70 823 29 4098 24 6873 41 9976 19 1057 72 42u3 50 6966 38 10041 2 1101 30 4221 55 7072 1 10379 65 1191 28 4655 35- 7500 61 10518 17 1478 11 4711 49 7592 68 10668 54 1601 18 4722 71 7749 46 10983 4 1810 58 4889 3 7812 13 11459 31 2173 8 4909 44 8101 48 11492 64 2254 34 5369 5 8173 15 11547 33 2598 69 5397 27 8441 14 11619 10 2623 73 5517 16 «458 6 11805 52 2638 63 5655 36 8537 20 12000 39 2932 66 5774 9 8752 22 3209 59 6123 32 8922 7 3210 21 6200 60 9108 51 Biebesheim, im März 1 924. [1769ss 44. Fortsetzung. lAachüruck verboten.) ten Muster 1 die Der Dasar in Wierny zeigt« unter dem Stn- fluv der Festlichkeiten ein besonders lebensvolle- *b# NICOLAIS CH E TABAKSMANUFAKTUR A. G. ** Schwedt * Amsterdam BERLIN * Generalvertretung; HERMANN HOSSE, Gießen Telephon 2100 Wilhelmstraße 44 Telephon 2100\ ( I Beachten Sie bitte unsere Auslagen lorence, da. Öle wundervollen, zar- loch schöner als die von Kaschgar, Dild. Seit Menschengedenken hatten Vie Kaufleute. die hier mit den Erzeugnissen As en- Han- beiten, nicht solchen Umsatz gehabt. Fast jeder Bewohner glaubte, von hier ein Andenken mit* nehmen xu müssen. 3n buntem Strom zogen Fremde und Einheimisch: durch die schmale Dasargasse. Dor einer Auslage mit seinem chinesischen Porzellan stand Helen Garvin mit ihrer Freundin Florence. Orntffaffien nnerUrt l g prfisTu t bn Brüht sche UnIverflttU,. Druck,i«I, R. Lange. ffloniiotroareufaörir Buöüam/öenen.flniöftDflönöor 5UIftfpr?l, Wlmrel smneiöereiujtdferel Anfertigung von SthrethjPiigeü, 5d]rei6tiWr?n Sffla en. Sinmerfiiulen. Samlnen manODedetOungen Sowie fämt- lidjenniütnioroiDetten Mehl-Säcke Kauft zu den höchsten Preisen und werden auf Wunsch abgeholt. m. Eh. Mühlstein, Sietzen Diezstifaste 4. ,tH6c Onfolge guter maschineller Einrichtung und großer Material- Vorräte billigste, beste und schnellste Ausführung und Lieferung I) Vleümrerküuser erb. vorzugsorelser Der Schüler trinkt ihn Lern, weil er fo gut schmeckt und-wie öle Mutter strah. leuü sagt — so billig ist. ( \ Das Schöne Buch Ab Donnerstag: Feuerwehr ■ Film und Cirkus Nelly schon nm >/,4 Uhr. armer Diener keucht bereits unter seiner Last. Kann dein Vater so böse werden, dah er. . . das Eigentum seines Lieblings zerschlagt?" _Ach Florence, nur dann, wenn der Dame Wellington Fox fällt Dann kann er sehr, sehr böse werden." .Wer ruft hier Wellington Fox?" klang es hinter ibtKn. »Ach... du? . . . Sie?" . . . Mit einem kleinen Schrei drehte Helen Garvin sich um. „(Sie? . . . Herr Fort . . .Wenn man den Fuchs ruft, sitzt er hinter der Hecke." Mit einem freundlichen Lächeln begrüßte Florence Detrey teil Journalisten. »Es bedarf wohl keiner Vorstellung mehr, meine Gnädige. Mist Helen wird Ihnen von mir erzählt haben, wie sie mir von Ihnen sprach Sie werden eS mir nicht Übelnehmen, wenn ich die Gelegenheit benutze, einige Worte mit Mih Helen Au sprechen. Heber das Prekäre unserer ßage durften Sie wohl genügend unterrichtet sein." | .Ob, sehr wohl. Mr. Fox. Meine Sympathien sind ganz bei Ihnen beiden. Doch ich glaube, aus den paar Worten werden viele werden. Du wirst verzeihen, lebe Helen, wenn ich mich eine Weile eniferne. Am Ende der Slraste sahen wir einen Meinen stillen Part Dort kannst du mich später wiedertressen." Mit flüchtigen 6d;rittcn eilte Florence ihrem Ziele zu. Tief aufatmend trat sie in das kühle ®run. Die Stille, dl» in den parkartigen Garten herilchte, legte sich beruhigend auf igr erregtes 5>cv3' Das Liebesglück der F-reundin hatte dir alten Wunden ihrer Seele fchnerzlich berührt. In einem stillen Seitenweg fand sie eine Dank, auf der sie sich niederlieh. Seltsame Schauer liefen über ihr Herz. Kämpfen um das Glück? fragte sie sich bang Ein leises. aufschluchzenreS Stöhnen kam aus ihrer Brust. War's nicht auch der tief verwundete Stolz der Florence Dew.-y g -wesen, der ihr den letzten Brief an Averil Lowdale diktierte? Se suchte in dcn verstecktesten Falten ih^S Herzens. Acinl Der Spiegel ih.er Seele war rein. Die Liebe zu Aoeril war gröber als alles gewesen. Sie schloh die Augen und versank in unruhiges Träumen . . . Plötzlich wars ihr. als sei ein Schatten vor sie getreten. Aoch zögerte sie. die Augen au erheben, da klang das Wort ^Florence" an ihr Ohr. Mit einem leichten Aufschrei taumelte sie empor. Ihre Hände griffen an die Schläfen. -Averil!" Halb ohnmächtig sank sie auf die Dank zurück, die Arme wie zur Abwehr von sich gestreckt „3d) bin's. Florence." Kinderwagen Promenadewagen Klappwagen sämtliche Modelle und Neuheiten sind am Lager und ( empfehlen zu staunend billigen Preisen Friedrich Linker & Sohn Ludwigstraste 16. icood Telephon 1531. Deorg Isenbrandt schwieg. Zum Zeichen, dah er nicht gewillt sei. noch weitere Erklärungen zu geten. nahm er auf seinem Stuhl Platz. Wie in ®rÄ ffegoffen lehnte er ruhig in feinem Sessel, unbewegt von den vielen fragend auf ihn gerichteten Blicken. Wieder ein Durcheinander von Reden und Gegenreden. Dann sprach der Präsident: .Meine Heroen! Mag der Kaiser oder der Regent in China herrschen. Ich für meine Person bin geneigt, den überraschenden, aber gutbegrün» beten Mitteilungen deS Herrn Isenbrandl Glauben zu schenken. Aber ich kann nicht glauben, dah eine neue chinesische Regierung nicht die von der alten unterzeichneten Verträge halten sollte. — Der Spruch des Echiedsge.nchts ist bestimmt tn kurzer Zeit zu ciUxnlen. Wir müssen ihn abwarten, bis dahin die Grenzen respektieren. Ich bitte die Herren, die meiner Meinung sind auf- zustehen." Die £ei weitem gröheoe Anzahl der Anwesenden erhob sich Isenbrandt war überftlmmt. .Cowardsl" murmelte der Engländer, der sitzengeblleben war. .Aus die Manier hätten wir da- englische Weltreich nie zusammengebracht." .* * ♦ -Dein! . . . Dein. Aderlli Oah mich geh«, gehe fort!“ .Ob, sei nicht so grausam, Florence. Höve mich an . . . was tat ich, dah du meine Liebe Zurückwiesest? . . . Soll ich bühen, was mein Vater dir antat? Florence, bei der Erinnerung an die seligen Stunden unseres Glücks . . . war es Wahrheit, was du in deinem Dries schriebst. . . . ober war es gekränkter Stolz, der dich so schreiben lieh? Sprich, Flo.encs! Antworte mir!“ Er beugte sich nieder und berührte ihre Hand Sir zuckte vom Kopf bis zu den Fuhspitzen. Sie sah ihn an mit toettgeöffneten Augen. Dann senkte sie die Lider. .Averill" Sir hatte den Damen kaum hörbar geflüstert, und doch lag in diesem sterbenden Hauch au8 ben bleichen Lippen mehr als in dem lautesten Schrei. Mit der Dsrührung ihrer Hände schien sie sich umgewandelt zu haben. Jedes Hemmnis sank auf den Grund, verschwand in endlosem Dunkel. Eine Vorstellung des Glücks glitt durch ihre Seele, ein unbeschreibliches Lächeln ging über ihre Züge. Rückhaltlos gab sie sich in diesem einen hui» gehauchten Wort. .Florence!" Averil kniete nieder und kühte die Hänbe, Ke sie ihm willenlos überlieh. .Kann Lirbe so grausam fein?" Ein Wunsch schien sich in ihr zu regen, bet sie nicht ausdrücken konnte. Mit zager Bewegung nahm sie feinen Arm und legte ihn um ihren Hais . schlang ihre Arme um feinen Racken. Da zog er sie an sich und fühle sie aüf ihren Wund. ________________(Fortsetzung folgt) MWMSWl!W-KlM «in Roman aus dem 21. Jahrhundert von HanS D v mi n i k. Pfeiffersche Buchhandlung Inh.; Otto Pfeiffer nur Walltorstr. 21 Fernruf 1342 Palast-Lichtspiele Kliclionpliuz Nur noch heute: Millionenrausch Schauspiel In 5 Akten. Hauptrollen: Olaf FönB, Ebba Thomsen, Aase Winses u. a. Ferner: Mäuschen Eino tolle Kette von Verwechselungen in 3 Akten. ah Erzherzogin Flleabolh Theresia Weitere Darsteller: Erriet Deut weh. .11 urbare le“ chlcgcl« Jacob Tledke n»n. Jede weitere Anpreisung ist bei diesem Film überllrissiu. Täglich 4, 6 und 8«15 Uhr, Weiten des zu erwartenden großen An- driitiics zu der Abcndvorstellunjr. bitten wir böt!.. die NachmiltatT'Vorstellungen besuchen zu wollen. Alle Verminstitruntren aukueboben. Verstärktes Orchester! Jugendliche haben vor 6 Uhr zu criiilUiUten rrclmen Zutiitt. Io Vorbsreilung: „Oiä Insel der raroranen Schills“ mir Pa in einer bö e i Laune verdarb." .Aoch nicht genug. Helcn? Du kaufst ja, als ob du eine Ausstattung kaufen mühtest. Dein Lichtspielhaus __HnlniliofMtriiDc 34. Nur noch heute und morgen: üas alte Gesetz Derirroße Henny-Porten-Filin, der wochenlang i"i Schuinanntheater in Frankfurt am Maiu aus verkaufte H Unser brachte. In der Hanptrolle: