Ur. 2 2 Erster Lrschctnt tagUch, au(jer Sonru und feiertags. Beilage«: GiehenerFamilienblLtter Heimat im Bild. Clonat$*Be)ugspTels: 2 (Bolbmaik u. 20 Bold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: Schriftleüung 112, Der» lag undGefchästsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Injeigtrfiefce«. Postschecks»«:»: granffurt a. M- H6M. Blatt V4- Jahrgang Donnerstag, fl. Dezember 1924 General-Anzeiger für Oberhessen t)m(f tmb Derlag: VrilhNsche Univerfttätr-vuch- und Steinöruderei R. £nnie in Gießen. Zchriftieitung und Geschastrftelle: S^iiTHra^e 7. Uooadwe von für die lagetnummtt bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerblndlichstett. Pre»» für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Dreile örtlichS, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne- Klome-Anzeigen oJOiiim Dreile 35 Goldpfennig. Playoorschrift 20' .Aus- schlag - verantwortlich für Politik u. Feuilleton: l)r Friede Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein, für den Anze>genle»I: Han» Deck. sämtlich in Gießen. Die deutschen Mahlen und das Ausland. In einer Lebe, die er während der -nun glücklich hinter unS liegenben Wahlkampagne in Berlin gehalten hat, behauptete der Abgeordnete von Aardorff, eS gäbe in der Politik keine anständigen und keine unanständigen, sondern nur richtige oder falsche Ansichten. Wir schätzen Herrn von Kardorfs als einen wahrhaft vornehm denkenden Mann, aber hier hat er aus lauter Vornehmheit übersehen, daß sich in des Politik, vor allem bi der Wahlpolitik, nicht bloß die vornehme, sondern leider auch die u n vorne h m e oder, sagen wir geradezu die schäbige Gesinnung betätigt, dah sie sich diesmal in einem AuSmaß betätigte, wie man es früher niemals für möglich gehalten hat. Herr von Kar- borff hat in jener Rede den Verdacht geäußert, dah die Drohungen, mit denen und die P r e s s c deS feindlichen Auslandes bedacht hat für den Fall, dah wir eS wagen fotlten, rechts zu wählen, .Made in Germany" seien, und dieser Verdacht war vollaus begründet. Wenn, um nur ein Beispiel herauszugreisen, das Londoner So-ialistenblatt .Daily H e r a l d" einige Tage vor der Wahl berichtete, der englische Auhenminisler Chamberlain und der französische Ministerpräsident H e r r i o t feien bei ihrer Pariser Besprechung für den Fall erheblicher Wahlerfolge der deutschen Rechten dahin übereingekommen, die Besetzung der Kölner Z o n c bi« auf weiteres fortbauern und die englifchen Defatzungstruppen durch fran- zösische ablöfen zu lassen, so kann es gar keinem Hw eitel unterliegen, dah diese Stinkbombe den englischen Sozialdemokraten von ihren deutschen Genossen geliefert worden ist. Wie verhält sich denn nun in Wahrheit das Ausland zu den deutschen Wahlen'< Run, es stellt sich heraus, dah der böse Mumm-Mumm, mit dem man die politischen Kinder in Deutschland schrecken zu können vermeinte, nicht halb so gesährlich ist, wie er von der Linken abkonter- seit wurde. Im allgemeinen ist die englische und französische Presse, soweit sie nicht absolut deutsch- fresserisch eingestellt Ist und eS mit dem Grundsatz hält: ..Tut nichts, der Deutsche wird verbrannt" mit dem Wahlergebnis durchaus zufrieden. Sie verzeichnet mit Genugtuung die schweren Verluste der radikalen Fiügelparckeien und führt sie — wie z. D. daS Londoner „Daily Chronicle", das Blatt Lloyd Georges — darauf zurück, dah man sich in England und ist Frankreich entschlossen hat. Deutschland anständig zu behandeln, statt es nach dem Rezept PoincarSs zu demütigen und zu brutalisieren. Aehnliche Gedanken äußert die liberale „Westminster Gazette". sie schreibt, es fei schon lange deutlich gewesen, dah die Politik der Bedrückung und der Geringschätzung gegenüber Deutschland gegen diejenigen zurückwirken werde, die sie anwandten. Poincarä habe auf dieser Politik bestanden bis die französ scheu Wähler erkannt hatten, dah sie ebenso nachteilig für Fran kreich wie ruinös für Deutschland sei, und seitdem die politische Atmosphäre besser geworden fei, hätten sich auch die Verhältnisse in Deutschland gebessert, wie durch den Aus- sall der Reichstagswahlen bewiesen werde. Run, was unS anbetrifft, so haben wir von einer Besserung der politischen Atmosphäre noch wenig bemerkt und von einem Bruch mit der Politik der Drangsalierung und der Demütigung Deutschlands gar nichts. GS steht fest, dah England und Frankreich übereingelommen sind, die Kölner Zone zum vertraglich festgesetzten Termin des 10. Januar nicht zu räumen, und das bedeutet einen Sch ag ins deutsche Antlltz. wie ihn bruta'er und schmählicher auch Poincars uns nicht versetzt hat. Auch die konservativen Zeitungen in England und die deutschfresserischen vom Schlage der .Daily Mail" und der „QKoming Post" sind mit der Zurückdrängung der nationalistischen und kommunistischen Radikalinskis höchlichst zufrieden, ebenso wie die chauvinistischen Pariser Blätter. Ader klarer, als ihre liberalen Kollegen haben sie doch die Tatsache erkannt, dah die Dezember-Wahlen nichts anbered sind, als eine Bestätigung de r Ma t- wählen in dem Sinne, dah das deutsch? Volk von dem für England und Frankreich so überaus bequemen Internationalismus nichts wissen will und dah es sich je länger desto mehr auf fern deutsches Volkstum und seine deutsche Würde besinnt. Dieses Pentagramm macht ihnen Pein. .Daily Telegraph" findet, dah der Stoß gegen die Feinde der Republik nicht so stark gewesen sei, wie man erwartet habe, und man müsse sich mit dem Ausdruck der Teilnahme für eine Ration begnügen. die unfähig fei. gesunden Verstand und gute Ordnung in ihr politisches Wesen zu bringen. Aehnlich klingts aus den Spalten der .Times", und die .Morning Post" zetert über den .anmaßenden Geist", der auS den Wahlreden sprach, erinnert an den .verwegenen Versuch" des Kanzlers, die deutsche Kriegsschuld zu bestreiten. Mer daS alles Ist nur jene berüchtigte Heuchelei, die man in England .Cant“ nennt. Dickens hat sie uns in der Person des greulichen Tlriah Heep in dem Roman .David Copperfield" lebendig vor Augen gestellt und in England, dem Lande des Cant, gibt es viele solche Uriah Heeps Geben die Engländer bei den Wahlen ihr Votum gegen die sozialistischen Weltverbesserer von der Art Macdonalds ab. so sind sie a very good People, tun wir dasselbe, so sind wir ein Volk, dem man feine Teilnahme trtbmcn muh. well es nicht versteht, Ordnung K feine Verhältnisse zu bringen. Vravo Uricch Rücktritt der Reichsregierung. Gröhe Koalition oder Rechtskoalit on. Berlin. 10. Dez. (WTD.) Amtlich. DaS RelchSkabioett beriet heute nachmittag über die durch die Wahlen geschaffene politische Lage. Dach eingehender Aussprache entschied sich das Kabinett dahin, dah es alsbald zurücktreten werde. Der Reichskanzler wird sich mit dem Reichspräsidenten wegen deS Zeitpunktes deS Rücktritts inS Benehmen fetzen. Heber den Verlauf der gestrigen KabinetiS- fihung verlautet folgendes: Der Kanzler berichtete eingehend über den Ausgang der Wahlen und die durch diesen geschaffene Verschiebung der P a r t c i ft ä r l c n. In der anschließenden Aussprache lieh der Reichsaußen- Minister Dr. Etresemann deutlich zum Ausdruck kommen, dah die Deutsche Volks- Partei nur für einen Rechtsblock zu haben sein werde. Die Sitzung dauerte von 5 Ufjr nachmittags bis gegen 9 Uhr abends. Einem Mitarbeiter der ,.D. 21. Z." gege ü?cr li h Vizekanzler Dr. Jarres keinen Zweifel darüber, dah er keinem neuen Kabinett b e i t r e t e n werde. Ob Minister Hamm einem neuen Kabinett bei etwaiger Beteiligung der Demokraten oder als Fachminister sich zur Verfügung stellen wird, steht noch dah n. EZ ist ungewöhnlich. dah der Termin des Rücktritts erst durch eine Konferenz zwischen dem Reichspräsidenten und dem Kanzler festgesetzt werden soll. In diesem Falle bedeutet der Rücktritts- beschluh eine Klärung der politischen Lage. Es wäre zu hoffen, dah die Bildung einer großen staatsbürgerlichen Regierung der Dolksparteien nunmehr möglichst reibungslos vonstatten geht. Soweit bisher bekannt geworden ist, hat Reichskanzler Marx gestern abend nach dem Rück- trittsbeschluh des Kabinetts noch nicht eingehend mit dem Reichspräsidenten Fühlung genommen, so dah erst im Laufe des morgigen Tages bekannt wird, welche Entscheidung der Reichspräsident auf Grund des Vortrags deS Reichskanzlers treffen wird. Don dieser Entscheidung wird im wesentlichen der weitere Fortgang der gestern eingeleiteten Kabinettskrise ab- hängen. Wie auch schon in der Presse angedeutet wurde, bestehen theoretisch mehrere Möglichkeiten der neuen Kabinettsbildung, praktisch kommen dafür aber fast ausschließlich eine große Koalition von der Volkspartei bis zu den Sozialdemokraten oder eine Rechts- Koalition der Deutschnationalen, der Deutschen Volkspartei, des Zentrums und einiger kleinerer Parteien mit oder ohne Demokraten in Frage. Bisher ist in Berlin nur der Parteivorstand der Deutschen Volkspartei zu entscheidenden Beratungen zusammengetreten. Die DeutschnaLio- nalcn werden am Freitag eine Sitzung abbaflen. Viel wird von dem ebenfalls noch ausstehenden Beschluß der Demokraten abhängen, welche Stellung der bisherige Reichswehrminister Heep! Im übrigen halten wir es mit Goethes Wort: "Mag auch der Spitz in Rachbars Stall Mit Bellen uns begleiten — Seines Bellens lauter Schall Beweist uns. daß wir reiten!“ Unb wir reiten weiter auf dem Wege zur nationalen Sammlung und - zum nationalen Selbstbewusstsein. Täten wir es nicht, liehen wir uns die Bahnen unseres nationalen Lebens von den in Deutschland lebenden Internationalisten und vom Auslande vorzeichnen, so würde uns daS Ausland verloren gehen, wie wir unS selbst verloren gehen mühten. Gegen das Arbeitszeit- abhommen. Beschlüsse des Deutsche» Jndustrie- mtb Haudclstastes. Berlin. 11. Dez. (TU.) Unter dem Dor- sitz seines Präsidenten Franz v Mendelssohn beschäftigte sich gestern der Hauptaus- fchuh des Deutschen Industrie- und Hanoels- tages mit dem Washingtoner Arbeitszcitabkom- men. Geh. Kommerzienrat Dr. Konrad v. B o r » sig, Vizepräsident der Industrie- und Hanoels- fanuncr zu Berlin, stellte fest, dah die Vereinigten Staaten die Ratifizierung endgültig abgelehnt haben, und dah England die Bestimmungen des Abkommens nur in beschränktem Umfange bei sich durchführen will. Auf Grund seiner sehr eingehenden Ausführungen nahm der Hauptaus- schuh eine Erklärung einstimmig an, in der eS xl a. heißt: „Der Deutsche Industrie- und Handelstag lehnt eine Ra i i icrung des Wcsh ngto -Arbcits- ze labkommens ab, weil sie dem deutschen Wirtschaftsleben keinerlei Vorteile, sondern nur schwere Schädigungen und Gefahren bringen kann. Das deutsche Doll muh sich die freie Verfügung über die G e° Haltung der Arbeit erhalten, damll es -ederzeit feine Existenz sicher stellen und dm exn- aeqongenen Verpflichtungen gerecht werden kann. Solange dem deutschen Dolle die Lasten des Krieges ganz allein aufgebürdet sind, fron es sich hinsichtlich der Arbeitszeitdauer nicht der Gehler einem ReichSkabinett gegenüber einnehmen wird. Rimmt Reichspräsident Ebert die Demission des Kabinetts ohne weiteres an. so wird als erste Frage die nach einem neuen Kanzlerkandidaten auftreten. Mutmaßungen. dah ein Sozialdemokrat diese Ausgabe übernehmen würde, liegen kaum vor. Aus der anderen Seite scheinen auch Parteien, die an sich eine Rechtskoalition begrüßen wär- den, die Aufstellung eines deutschnationalen Kanzlerlandidaten nicht für besonders opportun zu halten und so bleibt es das Wahrscheinlichste, daß der Reichspräsident nach Anhörung der Parteiführer zuerst den bisherigen Kanzler Marr oder den bisherigen Außen- Minister Stresemann fragen wird, ob fic bereit sind, ein nach rechts erweitertes, dem jetzigen ähnliches Kabinett oder ein ausgesprochenes Rechtskabinett zu bilden. Doch muh man mit einer mehrtägigen Wartezeit bis zur 6nU scheidung dieser ersten grundlegenden Frage rechnen. Die Volkspartei für den Burgerblock Berlin. 11. Dez. (Lok.-Anz) Gestern vor- mittag um 11 Uhr ist der P irteivorstand der Deutschen Dolkspart?i in B rü t zu e ner Beratung zusammrngetretm, in der es sich in erst er Linie um die Reubildung der Retchs- regierung handelt. Das „D T" m ldet, daß sich die Sitzung bis in die Abend,tund.n hin- zog. Wie schon nicht mehr zwnfelhast war,gch:n die Absichten des Parte Vorstandes einmütig dahin, die kamn^nd.m A g erungsv.n h ndiungen nur auf der Basis des Bürgerblocks zu führen. An der Sitzung nahm auch Dr. Stresemann teil, der dafür e ntrat, auf der Grundlage der früheren Beschlüsse zu verharren und sich an der Kabinettsbildung im Reich und in Preuhen zu beteiligen. Zentrum und Rechtskoaiition. Berlin, 11. Dez. (Priv.-Tel.) Die .Germania "schreibt zur Kanzlersrage: Es ist nicht gut möglich, dah ein Kabinett mit deutschnafonal- vill Sparteiwicher Mehrheit unter Zentrums- fübrung stehen kann. Glaubt Herr <5tref e» mann, mit einem Rechtsblock die von ihm bisher betriebene Politik weiter verfolgen zu können, so wäre es das Beste, er übernehme f e l b st die Führung dieser Regierung, lieber die Haltung des Zentrums zur Regierung überhaupt sagt das Blatt, das Verhalten des Zentrums zu jeder Regierung fei und bleibe dadurch bestimmt, ob sich die lünftige Politik auf der alten Linie bewegen werde. Auch andere Dlätteräußerungen lassen den Schluß zu, dah gegenwärtig die Dürgerblockregierung mit Einschluß der Deutschnationalen größere Aussichten auf Verwirklichung habe, als die große Koalition. Als Kanzler her Bü qcrblodregieiung wird von mehreren Blättern Dr. Stresemann genannt. Kontrolle feiner Kon kurrenzstaaten ausliesern, sondern muh mit allen Mitteln auf die Steigerung feiner Gütererzeugung bedacht fein.“ In einer zweiten Entschließung heißt es u. a.: Das jetzt nur als Rotbehelf eingeführte Vor- auszahlungssystem für Einkommen- und Körperschaft« st euer ist seiner großen Mängel wegen schleunigst aufzuheben. Der Deutsche Industrie» und Hand'lstag fordert unverzügliche Vorlegung eines Gesetzentwurfes zur Aenderung des Einkommen- und Körper- schaftssteuergesehes. schnellste Vornahme der en d- gültigen Veranlag ung zur Einkommen- und Körperfchastssteuer 1924 sowie Anrechnung bzw. Rückzahlung etwaiger gezahlter Dovaus- zahlungen. Die Pariser Wirtschafts- Konferenz. Paris, 11. Drz. (Sil.) .L'Avenir". das Blatt Millcrands. brfchä tigt sich an leckender St ile mit den d utsch-franz s schon Wittschafts- verhandlungen. Die auf gestern angesetzt: Vollsitzung mußte auf Montag vertagt werden. DaS lasse, fo schreibt ,2'Avenir". nicht auf einen raschen Fottg.?nz der Besprechung n schl e- ßen. Tatsächlich bestünden zw scher b.'iden $ar« te en weitgehende Weinungsversch e den heil en. die sich durch das b sher angewandte Verfahren n.cht leicht aus dem Wcge räumen lasten werden. Die Sachverständigen stellten fragen, über die eine Verständigung nicht erzielt werden konnte, einfach zurück und nahmen, ohne zu dem gcr ngften Ergebnis gelingt zu fein, andere darauf olgende Verhandlungsgegra- stände in Angrift, so daß ein tatsächlicher Fortschritt überhaupt nicht zustande kommen tonn. Man bat sestgestclft, führt das Mitt to -iter aus, daß der W verstand d r deutschen Uckerhändler fett den Wahlen, die den Rechten e ne.i E.folg bechert haben, sich verstärkt hat. Zu welchem Ergebnis werden die De prechungen ühren? Mit Bestimmtheit lasse sich n chts voraussag n. doch liegen hier wen g'tens Anzeichen vor. die erkennen lassen, daß die Pol.tck Herrwts Frankreich nur neue Enttäuschung br ng n werde. Der Schluß des Art.kels ergeht sich in scharfen Angriffen auf bie Regierung, d e durch vorschnelle Räumung des Ruhrg.b e.es d e gegenwärtige Lage verursacht habe. Englands Außenpolitik Chamberlain über die Tloroffofraqt und die Bcsalnrnasverlängerttug für Köln. Rom. 11. Dez. (TU.) Chamberlain cr- klärte bei einem Prefseempsang in der englischen Botschaft auf eine 21 tfrage italienischer Journalisten. es sei in Unterredungen sowohl mit Herriot wie auch mit Mussolini über Marokko gesprochen worden, aber nur im allgcmci non. Die Politik der neuen englischen Regierung ziele daraus, eine ilebereinftimmung aller Ratio nen herbeizusübren. die ein Interesse an dieser Frage hätten. Dazu brauche man aber Zeit. In einer Unterredung von wenigen Stunden hätte kein greifbares Ergebnis erzielt werden können. Demgegenüber hält der englische Berichterstatter des „Reuyork-Herald" daran fest, daß Chamber Iain mit Frankreich und Italien ein Geheim abfommen in der Marokkofrage getroffen habe Der Wortlaut deS Abkommens werde vorausfichllich erst veröffentlicht werden, sobald der Minister es feiner Regierung unterbreitet habe Auf eine weitere Frage, ob die englische Regierung das Abkommen mit Frank - reich von 1904 als noch in Kraft stehend betrachte, antwortete Chamberlain ausweichend. lieber das Genfer Protokoll befragt. gab Chamberlckin der Meinung Ausdruck, der neuen englischen Regierung müffe 3c i t gelassen werden, diese ^rago gründlich zu studieren. Das fei der einzige GkHind für den englischen Antrag. Die französischen Pressevertreter in Rom berichten ferner über aufsehenerregende Äußerungen Chamberlains über die Räumung der Kölner gone. Rach dem Bericht des „Petit Parisien" erklärte Chamberlain, daß Großbritannien laut seinen mit Herriot am letzten Sonnabend gc troff enen Verabredungen die Besetzung Kölns vorläufig t>erlä»ngern wü de, bi- der Völkerbund in der Lage sei. die AuS' Übung b er AbrüstungSko nt rolle im unbesetzten Deutfchland wie auch in der entmilitarisierten Zone zu übernehmen. Auch nach der Räumung Köln- werde Groß- britannnien weiter am Rhein bleiben und die Frage der Räumung werde restlos erst in einer erneuten Unterredung mit Herriot geklärt, die Chamberlain auf seiner Rückreise nach London in Paris mit dem französischen Ministerpräsidenten haben werde. Der Korrespondent des »Petit Journal" berichtet, daß B r i a n d den Völkerbund dazu bewogen habe die Modalitäten der Abrüstungskontrolle für die Kölner Zone zur Sprache zu bringen. In den maßgebenden Kreisen ist man übereinstimmend der Auffassung, daß diese Frage jetzt nicht behandelt. sondern erst in der Juni-Sitzung des Rates erledigt werde. Die Besetzung der Kölner Zone werde also bis zu diesem Zeitpunkt verlängert werden. Chamberlain beim Papst. Rom, 10. Dez. (Wolff.) Der Papst empfing heute vormittag in privater Sonderaudienz den englischen Staatssekretär des Aeu- fjern Chamberlain und den Generalsekretär des Völkerbundes Sir Eric Drummond mit ihrer Familien, sowie den spanischen Botschafter in Paris Quinones de Leon. Die Audienz mit Chamberlain, die in dem Dibl othekssaal stattsand, dauerte etwa 20 Minuten. Die Unterredung beschäftigte sich mit den gegentoär igen Verhältnissen in Palästina unter dem englischen Mandat. Chamberlain besuchte dann den KardinalstaatS- sekretär Gaspari. Am Freitag wird er R o m verlassen und ohne Aufenthalt in Paris nach London reifen um am Montag an den parlamentarischen Verhandlungen teilnehmen zu können. Die Tagung des Dölkerbundsrats wird voraussichtlich am Samstag beendet fein. Abönderunysanträge zur englischen Thronrede. London, 10. Dez. ($U.) Die Arbeiterpartei hat den Defchluh gefaßt, zwei Ab- änberungäanträge zu stellen, in dener fie ihr Bedauern über die englische Regre- rungspolitik g aenüber Aegypten und Rußland ausdruckt. Auch die liberale Partei wird einen Abänderungsantrag einbringen. Die Arbeiterpartei hat ferner einen Antrag gestellt, in dem das Haushaltsprogramm der | Regierung sehr scharf kritisiert wird. Eine erste Abstimmung im Unterhaus hat 277 gegen 81 Stimmen für die Regierung ergeben. Kraft dieser Abstimmung werden bis Weihnachten die von der Regierung bevorzugten Fragen Gegenstand der Aussprache bilden. Das bayerische Konkordat. Vor einer parlamentarischen Krisis München, 11. Dez. (Wolff, Funkspruch.) Auf Fce t-gnachmittag ist das P.enum des bayrischen Landtages zu einer Vollsitzung einberufen worden, auf deren Tagesordnung das Äon- kordatmitdemHeiligenStuhlunddie beben Verträge mit den Evang. Landeskirchen sich n. Die sozialdemokr. Fraktion des bayrischen ßanbtageet hat einen Antrag gestellt, der die Einholung eines R e ch t s g u t - achtens der juristischen Fakultäten be-ZLanbesuniverfitäten verlangt, ob d * Der Danziger Dollstag hat gestern den Senatspräs.denten und d e b sher g n sechs Senatoren wiedergewählt. De fr ieStelle des Senators des Innern wurde durch Dr. W i o r z i n S k i neu beseht. Aach einer Meldung aus Washington haben Amerika. England. Beigen, F-ankr.ich, I.pan. Italien und die Riederlande durch en.' in Peking überreichte Rote die vorläuf.ge R.g.erung Chinas anerkannt. ♦ Aus Kairo kommt die Meldung, daß Zag- lul Pascha an Lungenentzündung erkrankt ist. Die Pflege hat eine englische Krankenschwester übernommen. Der Reichspräsident hat an den Dun- Ldespräsidenten von Oe st erreich, Hai- nisch, nachstehendes Telegramm gerichtet: Mit aufrichtiger Freude begrüße ich Ihre Wiederwahl zum Bundespräsidenten und übermittele ^hnen zugleich namens des deutschen Volkes herzlichste Wünsche für eine glückliche Amtsführung zum Segen Oesterreichs. Rußlands Wiedereintritt in die Weltwirtschaft. Don unserem V-Sonderkorrespondenten. Moskau, im Rovember 1924. Aachdem vor kurzem die Union der Sowjetrepubliken auch von der französischen Regierung offiziell anerkannt worden ist, und da bestimmte Anhaltspunkte für eine im Laufe des Jahres 1925 zu erwartende Anerkennung durch die Vereinigten Staaten von Amerika gegeben sind, stehen der Wiederaufnahme regulärer, durch Der- träae fest geregelter Handelsbeziehungen Rußlands zu den übrigen Gliedern der Weltwirtschaft eigentlich keine grundsätzlichenBe- denken mchr im W.'ge. De Annullierung des englisch.russischen Vertrags durch Baldwin vermag hieran nicht viel zu ändern, da die Anerkennung de jure unberührt' und der Weg für neue Verhandlungen offen bleibt. Die Verhandlungen mit Japan wegen der Erdölvorkommen auf Sachalin sind in den Hauptfragen bereits zu einem Abschluß gekommen. Den Eckstein der neu zu errichtenden Drücke für die Wiederaufnahme der Beziehungen Ruß-' lands zur Weltwirtschaft wird aber der deutsch-russische Handelsvertrag bilden, über den zur Zeit in Moskau verhandel wird. Der Führer der deutichen Delegation, Mi- nisterialdireltor Exzellenz von Körner, ist ein alter erfahrener Spezialist auf dem Gebiete der Handelsverträge, von denen die irt den Jahren 1904/1906 abgeschlossenen und auch frühere, fast alle unter seiner Mitwirkung zustande kamen. Allerdings ist nicht zu verkennen, daß die jetzigen Verhandlungen in vieler Hinsicht völlig neuartige und bisher nirgends gekannte wirt- schafts- und staatspolitische Ver- haltnisse zu berücksichtigen haben. Es ist die außerordentlich schwierige und komplizierte Frage der dauernden Zusammenarbeit zweier einander direkt zuw verlaufend r Wirtschallssysteme zu losen. Es gilt, eine Basis für wirtschaftliche Beziehungen zwischen einem Privatkapitalistisch orientierten Staatswesen und der Sowjetwirt- schaft zu schaffen. Die Auslandpresse folgt dielen Verhandlungen mit gespanntester Aufmerksamkeit von ihrem Ausgange die Inangriffnahme ähnlicher Verhandlungen durch eine Reihe anderer Staaten abhängt. Bisher waren die deutsch-russischen Verhandlungen von freundschaftlichstem Geiste und vom Bestreben, alle Schwierigkeiten zu überwinden getragen. Es ist zu hoffen, daß diese Tendenz anhalten wird. Dor Weihnachten wird man allerdings wohl über die Erörterung allgemeiner ^ra- gen kaum hinauskommen. Rach der Weihnacht | pause wird man an die Verhandlungen über Details Herangehen. Hierbei werden sich vielleicht eher Schwierigkeiten ergeben, da man natürlich auf russischer Seite scharf darauf achtet, daß das System der Sowjetwirtschaft, insbesondere das Außen Handelsmonopol, nicht durch De- I stlmmungen der Handelsverträge von außen her durchlöchert wird. Für Deutschland besteht nach den bisherigen Erfahrungen im Handel mit der Sowjetrepublik eigentlich kein Interesse an einem Abbau des Außenhandelsmonopols, da dieses ja gerade der russischen Regierung die. Möglichkeit gab, bei der Verteilung von Austrägen und Konzessionen (bei sonst gleichen De»- dingungen) die deutsche Industrie dem Gei st e des Rapollovertrags e n t = spre ch e n d zu bevorzugen. Dies ist nur bei der jetzigen Konzentration der Ein- und Ausfuhr, nicht aber bei völlig freier Auftragserteilung durch zahllose Einzelwirtschaften möglich, ganz abgesehen davon, daß in letzterem Falle die Gewährung längerer Zahlungsfristen und Kredite in Frage käme, wobei Deutschland sicher sehr leicht gegenüber den Amerikanern usw. ins Hin-' tertreffen käme. Immer wieder taucht natürlich die Frage auf, ob in i t Rußland gegenwärtig überhaupt Geschäfte möglich | ‘ n b da ja die „neue ökonomische Politik" seit Ende 1923 durch eine schärfere Betonung des staatswirt» schastlichen Prinzips abgelöst wurde. Im inner- russischen Wirtschaftsverkehr ist die wirtschaftspolitische Kursänderung zweifellos sehr deutlich fühlbar geworden. Als ich im Herbst 1923 in Moskau war, sah man allerorten neu:s wirtschaftliches Leben erwachen und bereits eine gewisse private Unternehmungslust sich regen. Die inzwischen eingetretene Bekämpfung des Privathandels wirkte wie ein Reif in der Frühlings- nacht. Im Handelsverkehr mit dem Auslande ist diese Kursänderung jedoch nicht so sehr fühlbar geworden. Die Außenhandelsziffern sind, besonders auch im Verkehr mit Deutschland (trotz des bekannten Konflikts im Mai 1924) kräftig gestiegen und würden Wohl noch stärker angewachsen fein, wenn die deutsch-russischen Beziehungen nicht monatelang getrübt gewesen wären. Selbstverständlich würde die Aufnahmefähigkeit des russischen Marktes bei etwas freierer Gestaltung des inneren Warenaustausches wohl eine größere fein. Jede staatliche Bewirtschaftung wirkt eben lehr leicht verlangsamend und gestaltet den Umsatz schwerfälliger. Bisher hat man sich in Rußland nie gescheut, aus Fehlern gewisse Lehren zu ziehen, und es ist sehr wohl möglich, daß die Rückkehr zur ausschließlichen und starren Staatswirtschaft nicht mehr als ein Versuch bleibt. Der Wiedereintritt Rußlands, in die Weltwirtschaft kann wohl durch internationale Verträge borbereitet und erleichtert werden, die Schritte zum Weltmarkt wird die Sowjetrepublik jedoch auf ihren eigenen Beinen tun müssen. Sie wird dabei die ganz selbstverständliche Erfahrung machen, daß man auf natürlichen Beinen besser marschiert als auf hölzernen. Der Haarmann-Prozeß. Hannover, 10. Dez. (TA.) Der Andrang zu den Verhandlungen bleibt unverm nd rt star. Zu Beginn der heutigen Sihuna werden 26 Zeugen aufgerufen. Die Zeugin Frau Engel erklärt auf Befragen des Vorsitzenden, bah sie bei Haarmann öfter Verk.hr von jungen Leuten beobachtet h .be. Er sei auch oft mit jungen Leuten weggegangen. Auf eine Feige des Vorsitzenden, was die Zeugin sich e g.mttich dabei gedacht habe, baß Haarmann immer junge Leute gehabt habe, erwidert die Zeugin, Haarmann habe ihr gesagt, er habe öie Beobachtung der Obdachlosen am Bahnhöfe. Da er b nWeg nach dem Präs.dium nicht immer machen wolle, ließ er die jungen Leute immer gleich bei sich. Die Zeugin Elli Schulz w ll Grans nicht immer im Zimmer Haarmanns g.f hen haben. Aus die Aufforderung des Vorsitzenden an Haarmann, zu erklären, von welchen Pe^onen die 5 Schädel stammten, die Haarmann behauptet, nicht umgebracht zu haben, erklärt Haarmann, durch seine Hand seien sie jedenfalls nicht gegangen. Er habe die von ihm stammenden Schädel „kaputgeklvpft". Haarmann fordert Grans auf, fein Gewissen zu erleichtern, worauf Grans entgegnet, er habe die Wahrheit gesagt und brauche fein Gewisse nnicht zu erleichtern. Bei der Vernehmung des Ehepaares Witze!, der Eltern des ermordeten Robert Wihel, kommt es zu erregten Szenen. Der Zeuge Witzel richtet heftige Vorwürfe gegen die Polizei. Sie habe sich mit der Entdeckung des Mordes selbst den Lorbeerkranz aufsetzen wollen. Wihel sei wiederholt auf der Polizei gewesen wegen seines vermißten Sohnes. Trotzdem sei es möglich gewesen, daß noch fünf weitere Morde geschehen konnten. Es fei unerhört. daß sein Sohn unter den Augen der Polizei von so einem Lumpen umgebracht wurde. Für diese Vernehmung waren besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Die beiden Zeugen wurden vor der Vernehmung zwangsweise nach Waffen durchsuchll Oberstaatsanwalt Dr. Wilde stellt gegenüber umlaufenden Gerüchten fest, daß Haarmann nach der ersten Vernehmung des Zeugen Witzel am 25. Juni niemanden mehr umgebracht hat. Die Oeffentlichkeit wird bann bis auf weiteres ausgeschlossen. Es wurden verschiedene Fürsorgezöglinge vernommen, bei denen es sich hauptsächlich uri die Frage handelt, ob Haarmann seine Opfer gefesselt habe. Zeuge Kreß behauptet mit aller Bestimmtheit, daß Haarmann ihn gefesselt dann aber wieder entfesselt habe, da er ihm die dafür versprochenen 50 Mark nicht vorher geben wollte. Haarmann stellte einen solchen Vorfall entschieden in Abrede. Ein weiterer Zeuge behauptet gleichfalls, daß Haarmann.ihn habe fesseln wollen. 2luf eine Frage des Vorsitzenden an den Zeugen Wittkowsky, ob er einen jungen Mann mit einem Rohrgeslechtkoffer bei Haarmann gesehen habe, erwiderte der Zeuge: „3a. Als ich bann nach etwa 14 Tagen wiederkam, bot mir Haarmann den Koffer zum Kauf an. Haarmann erklärt dazu: In der Zeit durfte Wittkowsky meine Wohnung gar nicht betreten, weil ich ihn hinausgeworfen Ne- Auf die Frage des Verteidigers, ob das richtig sei, antwortete Wittkowsky: „Rein. Ich £0 000 Mk. geliehen fjabe und Wi^sÄ^d" 2 nicht z u r ü ck g eb e n. wird etmnV"*fltng dann fort. Das “ SS oaraut auf Donnerstag vormittag 9 Uhr vertagt. | Haftbefehl gegen Wittkowski. Hannover, 10. Dez. (TU.) Gestern ist gegen Wittkowski, der von Haarmann schwer belastet wurde und sich bann selbst ft eilte, auf Grund der Tatsachen von der Staatsanwaltschaft der Haftbefehl wegen Mordverdacht erlassen worden. Aus aller Welt. Das Projekt eines ZeppeUnfluges nach dem Nordpol. Friedrichshafen, 10. Dez. (TU.) Ueber das in der letzten Zeit in der Presse erörterte Projekt eines Zeppelinfluges na chdem Rordpol erfährt die „TU." von zuständiger Stelle, daß bis jetzt noch von keiner Seite an den Luftschiffbau Zeppelin wegen des Baues eines Luftschiffes zu dem genannten Zwecke herangetreten worden ist. Au chist in Friedrichshafen nicht bekannt, welche Kapitalien etwa zu diesem Zwecke zur Verfügung stehen. Es besteht wohl kein Zweifel, daß die ganze Angelegenheit, die übrigens ein altes und neuerdings wieder ausgefrischtes Projekt des Grafen Zeppelin ist, in dessen Verfolg er seinerzeit die Spitz- bergen fahrt aussührte, erst dann in ein endgültiges Stadium treten wirb, wenn die erforderlichen Kapitalien dafür vorhanden sind und wenn eine über die notwendigen Erfahrungen im Luftschiffbau verfügende Stelle wie die Zeppelingesellschaft um ihre Mitwirkung angegangen wird. Der transatlantische Luftverkehr. London. 11. Dez. (WTD. FunkspruchH „Daily Telegraph" meldet aus Reuyork, eine Gruppe von wohlhabenden Geschäftsleuten habe beschlossen, in Verhandlungen einzutreten mit dem Zwecke, inDcutsch- land gebaute Luftschiffe zu erwerben, die für den transatlantischen Handelsverkehr geeignet feien. Dem stehe gtoar die betreffende Bestimmung des Versailler Vertrages entgegen, aber man glaube, daß big Zeit gekommen, sie a b z u ä n d e r n. Die an dem Plan interessierten Personen hätten Schritte unternommen, um die Unterstützung des Staatsdepartements bei der Eröffnung von Verhandlungen mit dem Dmschafterrat in Paris sich zu sichern, bei dem die Entscheidung über diese Frage liegt. Die englische Regierung plant die Errichtung eines Lufthafens bei Wood -rd zur Durchführung des transatlantischen Flugzeugverkehrs. Man nimmt an, daß die Arbeiten im kommenden Frühjahr zu Ende geführt fein werden. Eröffnung der Deutschen Automobil- Ausstellung. Berlin, 10. Dez. (TU.) In Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Behörden des Reiches, der Länder und der Stadt Berlin, sowie der führenden Männer der einschlägigen Industriezweige wurde heute vormittag 11 Uhr die Deutsche Automobil-Ausstellung in den beiden Riesenhallen am Kaiserdamm eröffnet. Der Vor- sitzende der Ausstellungsleitung und Vizepräsident des Automobilllubs von Deutschland, Konteradmiral a. D. Rampold, erklärte, hier solle durch die Tat gezeigt werden, was Deu.schlands Technik leistet, was deutsche Hande, Arme und deutscher Geist zu leisten imstande seien. Er hoffe, daß die Ausstellung jeden Besucher von den gewcltigm Fortschritten überzeugen werde, den die Deutsche Automobilindustrie und alle mit ihr zusammenhängenden F Viikations- und Wirtschaftszweige genommen hätten. Els Jahre verschollen! Der 11 Jahre im fernen Osten verschollen gewesene deutsche Forscher Oskar Iben- Zeller wird am 8. Dezember mit dem Dampfer ..Tr'.er" in Hamburg eintreffen. Er hatte im F:bruar 1913 im Auftrage der Völle muffen Le pzig und Hamburg sowie des Berlages Ph.fipp R.clam jun.. Lllpzig, eine Expedition angetreten, die ihn zu den Burjaten in der Umgebung des Baikalsees, sodann in das Stromgebiet der mittleren und unteren Lena führen sollte. Rachdem ein Jahr lang sein Untern hrnen pro- grammäßig verlls und vi?lle sprechende Sammlungen nach Deutschland b för.ert worden waren, brach der Krieg aus und mit ihm für den Forscher eine Reihe von Mißgeschicken. Ge- angennahmm, Intern erungen und Deffchleppun- gen sowie Krankheiten füllt n die nächsten Iahte aus. 3m Auftrage eines Amerikaners drang er bis zur Lenamündung vor. Als Delegierter der Kriegsg fangenen weilte er in Wladiwostok. Rach dem Abtransport der- letzten Kriegsgefangenen begann er einen Fellhandel in Ola. Sein Weg führte ihn weiter bis Gischiga an der Rord- astecke des Ochotsllschen Meeres, wo er seiner Habseligkeiten beraubt wurde und auf chine- ilck) en Boden flüchtete. Anfang des Jahres 1924 traf die erste Nachricht von ihm wieder in Europa ein. Er wirb feinen Wohnsitz vorläufig in Leipzig aufschlagen, um, bevor er wieder auf neue Fahrten geht, fein Lagebuchmaterial zu ichten. Ettie schwere Bluttat in Hamburg. Hamburg, 11. Dez. (WTD. Funkspruch.) Gestern abend wurde hier der 40 Jahre alte Kaufmann Fritz Westfeld verhaftet. West- eld hat eine Frau Heinemann, ihre 21jäh- rige Tochter und ihren 17sährigen Sohn durch Messerstiche schwer verletzt. Die-Tochter ist bereits im Koankenhause gestorben, während der Zustand der Mutter und des Sohnes be- orgniserregend ist. Der Kaufmann Westfeld erklärte dem Polizeibeamten, daß er ..seine Pflicht getan" habe. 3n seiner Wohnung liege ein gewisser Daliska, den er ermordet habe. Kriminalbeamte fanden in der Wohnung den 35jährigen Thoma; Daliska auf. West- eld hatte ihn am Vormittag ermordet. Er begab sich bann in das Geschäft der Frau Heinemann. Westfeld stand mit der F im lie Heinemann in Geschäftsverbindung. Der eemo bete Da.iska war ber Bräutigam des Fräulein Hariet Heinemann. Der Mörder sprach seine Befriedigung boruber aus, daß ihm seine Rache gelungen sei. Englaud im 3ict>ei. eöit 24 Stunden herrscht in London und in ganz Südengland so starker Rebel, wie man es jeit Jahren nicht erlebt hat. In den gestrigen Mittagsstunden war es unmöglich, auch nui zehn Schritte weit zu sehen. Die meisten Privatautomobile sind von der Straße verschwunden und 1300 Automobilomnibusse haben den Verkehr eingestellt. Tausende von Arbei- । tew und Angestellten konnten ihre Arbeitsstätte rechtzeitig erreichen. Mehrere Unglücks- falle haben sich ereignet, darunter ein Zusammenstoß zwischen zwei Automobilomnibussen, wobei 14 Personen verletzt wurden. Der Rebel ist so dicht, baß er auch in di e Häuser ein gedrungen ist. Im Unterhause mußten die Abgeordneten mit Fackeln in die Ab- ft t mmungsräume geführt werden. Aus allen großen Plätzen und an bedeutenden Straßenkreuzungen brennen große Accetylenllo.mmen Ein bhantaN-lcheS Iubilä'vn. Je e.ü mte.in De a I. nelhon-Rach. in ©tdtigo.i e )u)icnciu Roman ,,<»4jn Gedanken um* h ausbreiten, «4 usstraht, ibiegeh m, weil niemand V stören vermag, •um: Mb» =* unb Dell auch W" c und Leben M Herzen aus ew Stück orm Ämbe erkoren W tan. dm ra^ Müller, die n® s freuen koMM des Himmetta agcndck-^erv lebt hak' To** 'jj61' rlwreifb b-240 P'-> w r-i^Lb-n JJ 6, oiebeln g In N'S-nle trorfen- auch ber Kampf beB Jtetvrmdtort iw \eiM Seligkeit ausführlich gefchckderrt, das Rtagen in der 5NosterzeNe und die Aufrichtung des gebeugten jungen Mönches durch feinen Dor geletzten, den DrbentPilar Johann von Staupitz. Daran schliessen sich Bilder von seiner flrhr- tütigteit in Wittenberg und seiner Romreisc. die in das Jahr 1510. nach neueren Forschungen In das Jahr 1511 fällt. Der Tbesenanschlag be deutet den Anfang der weltgelchichtlichen Bedeutung LutberS. Die Derhandlung vor dem Cardinal Eajctan in Augsburg, die Le pziger Disputation, die Derbrennung der Bannbulle der Reichstag zu Worms und der Wartburg» aufenlhalt find die Gegenstände des letzten Aktes. 3n besonders schöner Weise stellt der Stirn die alten Städtebilder und die Landlchastei' dar. Man bekommt einen E.ndruck davon, wie es damals in Erfurt. Augsburg und Worms und auf der Wartburg ausg 'eb.n bat. alle d eie Stätten sind mit histor.fche: Breite dargestellt Ganz ausgezeichnet sind die Landschaften w eder gegeben, so die Alpen, die römische T-ampagna und der Wald in der Rühe der Wartburg Religiöse und geschichtliche Unterweisung ist es. waS der F Im bringt, darum darf daraus auf- merksam gemacht werden, datz b;c Darbietung heute um 5 Uhr für Kinder und um 8 Xlbi für Erwachsene wied rbolt wird Kurze Erläuterungen werden gegeben, beute abenb w rd die Darbietung von Crflclfplcl umrahmt werden ' Die Ortsgruppe Diesten des Südwestdeutschen Radioklubs hat. so schreibt man uns. in Anbetracht ihreS kurzen De stehens bereits recht segensreich aewirkt. Di.'.- lommt vor allem in der stetig wachsenden Riit aliederzahl zum Ausdruck, die jetzt schon über 150 beträgt. Die Einrichtung eines BereinSlabo rat vriums. die Deranstaltung monatliche. BortragSabende und nicht lulcht die Ur teilung der Audion versuchserlaub nie an solche Rundfunkliebhaber die sich selbst eine Empfangsanlage zulammenbauen wollen, bil den zur Zeit die wichtigsten Punkte der Vereins tätigteil. Die Ausstellung der Der uchZerlaubniS urkunden geschieht durch einen von der Poft an erkannten Prüfungsausschust dem auch auswär tige Funkf.eunde zur Prüfung zugewiesen werden. so dast der Ortsgruppe Diesten auch ubci das Weichbild unserer Stadt hinaus eine gewil'- Bedeutung zukommt. Die Dezemberversammlung muß infolge Zusammensailens mit anderen Ter- anftaltungen auf Samstag. Io Dez., verlegt »eiben. Der Besuch kann mit Rücksicht ans bin interessanten Vortrag auch allen Richtfunlsreunden warm empfohlen werben. Hatte der Vortragend, doch erst kürzlich Gelegenheit, unsere Grostfunt stelle Rauen eingehend zu besichtigen iSieh. gestrige Anzeige.> ” Biblische Bortra gi Man berichtet uns: Am Dienstag unb Mittwoch abend fanben im Sing'aal des Aealgt;mnasiums weiterc biblische Vorträge statt. Wenn der Redner <*< Montag abend über die Liebe ©Otte« in der Eingabe feines Sohnes f ü r Den verlorenen Sündei Qcrcbct hatte, fo suchte er an diesen beiden 2lben- Den an Hand der drei Gleichnisse au« Lukas .15 die Bemühungen Der Liebe Gottes in dreifacher Tätigkeit (Vater, Sohn unb heil Geist, mit Dem verlorenen Sünber in besonderer Weise darzu- stellen. Er zeigte, dast jeder Mensch durch eigen-- Schuld von Gott getrennt ist und nur Die Liebe Gottes ihn durch Reue unb Büste zurückbringen kann Weitere Vorträge finden bis einschl. Sonntag jeden Abend um S1 . Uhr statt. MWWWU in allen Größen zu billigen Preisen eingetroffen. Verkauf nur Freitag und Samstag im Rebstock. Westanlage. 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Beschwerde des Friedrich Engel tn Diesten flogen da« ÄrciSamt Diesten wegen Versagung der Erlaubnis zum Handel nVt Sb l- metauen. Edelsteinen und P-rlen. 3 Klage des ÄDrg'rtDrgnniften Adol 1 □Bieber aus Halle gegen den Oberbürgermeister der Stadt Diesten wegen Heranziehung zur ftäbt Vergnügungssteuer. 4. F stsetzung der Demeindebeam- t cnbcfolbung in Ober-Seibertenrob; hi r: Beru'una b s ®cmeinbT chners. bei 5'lb- ichützen unb be« Pol zeidienerS ggm bas Urteil des KreiSauslchusfes des Kreises Schotten vom 26. August 1924. •• Zur Auswertungsfrage. Die bisher veröffentlichten M Heilungen über die Ilnmeldesrist für Aufwertungsansprüche find durch die neue, gestern auch von uns gemeldet? Rechtsverordnung des Relchspr^s denten überholt worben. Rich ben neuen Be limmungen läuft die Anmeldefrist für Aufw -rtungsforde- rungen nicht mehr nur biS zum 31. D:zbr d 3., sondern sie erstreckt sich bis zum 3 1. März 1 92 5. Man darf wohl auch damit rechnen, dast die stark bekämp'ten Au'w.-rtungsbestimmungen vom neuen Reichstag in manchen Pimk'.en noch abgeändert werden. Wir werden zue gegebenen Zeit auf die Angelegenheit zurückkommen •• Wichtig f ü r Automobilbesitzer. 3m besetzten Gebiet wird neuerding« wieder auf die Vorschrift geachtet, dast jedeS Auto mit einem Rückspiegel versehen sein mutz. Gestern wurden nicht weniger als 12 Automobilbesitzer wegen Übertretung dieser Vorschrift vom französischen Militärpolizeigericht in Mainz mit Geldstrafen bis zu 150 Mark bestraft. ** Wichtiger Fristenablauf. Die Rheinlondkvmin'sston ha) beschlossen, bah nach dem 15. Dezember 1924 Anträge auf Rückerstattungen von Zollabgaben (sovei diese zugunsten der Pfandkasle erhoben worden find) sowie Beschwerden wegen irrtümlicher Tarifierung der Ein- und Ausfuhrbewilligngen bzw. Zu- und Ablausgenehmigungen keine D.rücksich- tigung mehr finden können. O D ie Lotteriegewinne. Beim Reichsrate ist. wie uns mitgeteilt wird, der Antrag eingegangen, die Lotteriegewinne von der Einkommen st euer zu befreien. Bekanntlich ist durch § 11 Ziffer 4 des Reichsein- kommensteuergefehes auch das Einkommen auS Lotteriegewinnen für steuerpflichtig erklärt. Man hofft durch Beseitigung dieser 'Bcftimmung den Loseabsah bei Preuhisch-süddeutschen Älaffenlottcr ie zu heben. Es interessiert wohl in diesem Zusammenhang unsere Leser, dah das Reich von jedem abgetreten Los der Preuh.- füddeutschen Klassenlotterie bei einem Lospreis yaamftnng -- Deutsch-Onrerr. Alpenverrm, öet- tüm Dietzen 8'/r Jahresversammlung im Hotel sKöhler. — Lichtspielhaus Bahnho'str. Jadie Loogan. - Astoria-Lichtlpielc- ..Ein Kind der freien Liebe". — Hess. Bilderbühne- Lustspiele Woche. — Literarische G esellschaf t. Die heutige Milgliederversammlung beginnt um 1 ?9 Uhr. (Siehe Anzeige.) ducken Sie unfere hoch werhgenJ । Marken: (Vollm ilch "und„ Spezia/'" Eß-und Trin k-Schokolcecfevt, ß . Erahnen undRärenkakac y : 'Bhein ifeh er Peiten - Verein /ur 5 / %u.ckerfabcikaiton y • ßbtt. Schokoladenjcxbrik,De/Jau-AH Vertreter: Otto Scfjmidt, gießen 3ßa/jnfjofi fraßt 48 W,TA Ttlep/jon 1560 .......................................... von 120 AN eine Lvtteriesteuer von 20 Mk. (Vt des Lobpreisest erhebt. Da zwei Lotterien mit zur Zeil je 320 000 Losen jährlich ausgespielt werden, so beträgt die flotte ne ft euer inSgdamt 12 080 000 Mk bet vollem Loseabsatz Daneben erhalten Preutzen unb btc ang.schloß.nm Länder (ausgenommen Lachlen unb Hamburg» noch 18°' des reinen Einlatzbetrages als Dewinngebühr. was im Jahre beim Absätze aller Lose einen Betrag von rd. 7 610 000 Mk. ausmachl. Reich unb Länber beziehen hiernach jährlich aus ber Lotterie Gesamteinnahmen von rd. 23 Millionen Marl. " Rundfunken ohne amtliche De- nehmigung ist strafbar! Schon der D e r • s u ch zur Ec^ichtung einer nich gen.hmig en Empfangs- ober Sendeanlage w.rd bestraft und zwar ist nach bei bekannten D:rorbnung zum Schutze beS Funlverkehrs vom März b. J. nur Oe- fängniS strafe mög'ich. So wurde erst L;v- lich in Hanau gegen 33 Funkfreunde von feiten der LtaatLanwc.ltfchaft oorgegangen, to.il d de zwar ihre Anlage angemeldet hatten, aber noch nicht im Besitze der erfvrderl.chen Genehmigungsurkunde toar.n. Gin grober Teil der Leut: ist bereits zu DesängniS ft rasen verurteilt worden, die 'Ikrurtclung ber andern steht bevor Da die Brhordm Anw: lung haben, nunmehr die seither gcüjtc Rachlicht fallen zu lassen, ist mit größter Bestimmt!) .'it damit zu rechnen, datz über kurz oder lang in allen Seilen Deutschlands, und natürlich auch hier in ® i e - ben, ähnliche Fi Ile eintreten können. Wir warnen daher alle Funkfreunde eindr nglichst vor dem Dau von Empfangsanlagen, ohne eine entsprechende Urkunde zu besitzen. Jeder An- tennenbesiher muh darauf gefallt se n. d:tz eines Tages eine Kontrolle seiner Anlage ftaUfinb-?t. unb bann ist es zu spät, wenn er aus Fthrlässigkeit versäumte, sich rechtzetig gegen die Falg:n seiner unerlaubten Handlungsweise zu schützen. Zum Arbeiten mit ben gestempelten Rchrcnapparaten, feto e tn t gestempelt n ober ungestemp lten oder selbstgebauten Dct ktorapparaten g n.igt d e e ns iche Ru >d- funttcilnebmcrurfunbe, die beim D.desträger, te'.e- phonckch. schriftlich oder mündl ch beim zuständigen Destcllpostarnte oder d reit b.im Tele- graphenamt beantragt to.rben kann. Der Celbft- bau von Röhren appar..ten j doch ist nur bm Für kfreunben gestattet, die im Besitze der Audionversuchserlaubnis smd. D cse wird im allgemeinen durch die anerkannten RadioklubS Perm fielt. Die Giehen er Frnk- freunbe, die beabsichtigen, eine solche Ve sachs- erlaubnis zu erwerb.n, haben es b.sonders leicht, da die Gietzener Ortsgruppe des L.W D Rad o- Hubs einen eigenen anerkannten Prüfungs- ausschuh besitzt, ber schon eine ganze Reihe solcher ilrtunbcn vermittelt hat. •• Gegen die Reklame im Rundfunk. Aus Frankfurt a. M. wird uns von unterem K.-Mitarbeiter gefchrieben: Jm Rund- funltocfen wirb aus ben Kreisen ber Hörer Dicl- lach über bic allzu starke Reklame geklagt. bic ben Programmen beigeqeben wirb. Cs inb Bestrebungen im Gange, die Gefchäftsrellame ganz aus dem Rundfunk auszufchalten, da sie zumeist doch ben Zweck verfehlt, denn die Hörer verlassen beim Ansagen ber Reklamen fast regelmäßig die Apparate. (Verübeln kann man ben Hörem bic Flucht vor dieser Reklame durchaus nicht, denn sie wollen für ihr gutes Geld doch Unterhaltung genießen, nicht aber einer geschäftstüchtigen Post • zuliebe sich alle Franz Neumeier Spezialhaus für Arbeiter- und Berufsschuhwerk Sonnenstraße 20. 9915a Abend mit geschäftlichen Anpretfungen Bhlfatten lassen D. Red.) ,e DaS Rauchen ir. den Schlafwagen Von der Reichs bahn direktion Frankfurt a. Main wirb unS geschrieben. Jn letzter Zeit ist wiederholt wahrgenommen worden, datz von den Schlafwagcnreilenben da» Rauchverbot nicht beachtet wirb unb die Schaffner hiergegen nicht etn- schreiten. Es öirb habet in Srinnerung gebracht, datz in ben Seitengängen der Schlafwagen überhaupt nicht, unb tn den Abteilen des nachts von 10 Uhr abends bis 7 Uhr morgen» nicht Jeraucht werden bad. Jn den anberen Stunden ft bas Rauchen nur in den Abteilen bei geschlossenen Türen unb nur mit Zustimmung der Mit- rcilenden gestattet. Die Schlafwagenschaffner und sonstigen Bediensteten sind erneut angewiesen worden. gegen unberechtigtes Rauchen streng vorzugehen. in jedem flebertretungssalle den Bustbetrag einzuzichen und gegebenenfalls An,zeige wegen Bahnpoll.zeiübertrctung zu erstatten. Das Verbot mag manchen Raucher verdrietzen. Die Schlafwagen lind aber zum Schlafen da. und zum Schlafen bedarf man ber rauchfreien Luft. RDv. Zum Weihnachtsverkebr mit dem deutschen Osten. Die herannahendc Steigerung des Reiseverkehrs zu Weihnachten unb zur Jahreswende gibt Veranlassung, alle, die an den Re-.severbindungen nach unb von bem deutschen Osten interessiert sind, davaus hinzu- toc fcn. datz die Tarife auf ber bekannten 'Jiaffa- gierfchnellkampferlinie Swlnemünde—Danzig— P.llau (Ostpreuhen) seit kurzem um 5 0 Prozent herabgesetzt sind und jetzt für die einfache Fahrt nur 7,50 Mk. betragen Dieser Satz ist gegenüber ber Bahnverbindung von solchem Vorteil, bah man nicht versäumen sollte, die Fahrt mit den komfortabel ausgestatteten Schneck amplern zu wählen, zumal aul bem Seewege für Ostpreuhen keinerlei behördliche und kostenpflichtige Formalltälen zu erfüllen find. RDV. Wieder Dücherauto maten aus den Bahnhöfen. Die Re.chszentrale für Deutsche Verkehrstoerbung teilt mit. Reden den Fahrkarten- und Warenautomaten gelangen auch die Bücherautomaten, die früher auf ben Bahnhöfen gegen ein Entgelt von 20 Pf. ein Reclamduch spend et?n.bann aber burd) be Jn« flotitm auhcr Betrieb gefetzt werden muhten, jetzt, nach erfolgter Stabil sierung der deutschen Währung, to.eber zur Aufstellung. Die alten Apparate werben durch neue, verbesserte erseht: ber Preis für ein Buch beträgt 33 Pf. Rach Ausstellung der neuen Apparate auf den Berliner und Dorortbahnhöfen werden auch die Bahnhöfe im Reiche wieder Dücherautomaten erhalten. . , , " Der Luthersi 1 m. der gestern abend in der Stodtkirche vorgeführt wurde, ist ein historisches Schauspiel ohne Wort'. Wie dieses Wahrh it und Dichtung miteinander v rbinbet, so umrankt auch der F (m die großen g schichl- lichen Ereignisse nut dicht erischein Beiwerk, doch geschieht das nur in sehr engen Grenzen. Die Darbietung gliedert sich in fünf Akte unb läßt Luthers Geben in allen Einzelheiten b s zu feiner Rückkehr von der Wartburg nach W t.cnbcrg an dem Auge des B.fchauerS vorüber.ziehen. Kindheit und Jugend, gerade diese Perioden in etwas dichter.scher Ausschmückung, sodann das Schulleben in Magdeburg unb E senach, bas ^Iniversitätsstudium in E surt, der Ein ritt in das dort gc Augustinerlloster werden im Bilde baigcftellt. Der F Im trägt den Titel .Marlin Luther, ber Kampf seines LebenS", somit wird warme Wurst. I Gnienbergurnve' !Preislistegrati'und Frry letzter.!,rank^ ohsd Q> /CKH! o~ Gew- Nr. Los- Nr. Gew.- Nr. 1 i (Sero I Nr. | (Sero.: Nr. Los- Nr. D M LoS- Nr. ■ilß -aiato *1?G -S0?» 2 p 9 60 123 12 361 21 517 10 628 37 793 48 943 24 10 14 146 28 364 17 526 49 657 43 801 3 951 27 11 6 147 65 365 2 535 15 663 31 821 22 959 20 16 74 176 19 393 66 539 25 668 41 826 36 963 16 27 53 187 67 399 68 547 56 738 54 844 34 967 44 60 23 200 8 423 1 555 70 743 42 846 59 974 71 68 40 218 72 426 18 565 35 744 11 854 33 992 52 73 299 58 443 61 572 50 750 9 866 57 9 4 26 83 32 320 73 471 38 575 39 757 30 869 46 998 69 107 5 331 51 489 63 614 4 761 75 895 64 112 29 350 13 509 7 615 47 784 62 917 55 t » 0.95 25 2.75 2.50 Herren=Socken -1.45 Moderne Damengürtel schwart, weift, braue und -.25 ML rot ‘ 1.20 mit Mk. Hosenträger=Garnitur. 3.75 Mk. -.35 -.65 und höhere Preislagen. tdmtlSche Preise verstellen sich ohne Kartons. Sonntags sind unsere Geschäftsräume von 12 bis 6 Uhr ununterbrochen geöffnet WM Geschenkkarton pro Stttck Mk. 0.15 GeMhenkkarton pro Stück Mk. O.ftO Endwell-Art. Gummi Gummipatten KinderwBilder» Taschentücher. 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Auch ein weniger reizbarer und bärbeißiger Gatte als Herr Norfolk wäre unfehlbar der Eifersucht erlegen. Julius Baste war unsagbar komisch in den vertraktesten Situationen. in die ihn die personifizierte Harmlosigkeit drei Frauen zugleich bringen. Die Herren Daum (als pathetischer Dichterling). Juhnke und Hoffmann umschwirrten die Deine Frau Dodo wie Mücken das Licht. Daß keiner versengt, dafür sorgt Frau Dodos Unbeständigkeit. 'sie spiell eben nur mit den Männern, wie mit ihren Puppen. Eine niedliche Heine Draut war Erika Rohr, die für das erkrankte Fräulein Helfen eingesprungen war. Auch Gerda Dach seid wußte sich mit der etwas undankbaren Nolle der Frau Dr. Elliot gut abzu- Die „braune Flut". iDon unterem »Korrespondenten.) (Nachdruck verboten.) Genua, Anfang Dezember. Gründen gegen das ganze Man spürt bolschewistische in Indien, nein auch in Arabien und Meso- auch auS anderen Abendland führt. Einflüsse nicht nut Aegypten, in avenischer . .... lreen SchattenkreiS niedriger Torpedoborte um« eöen waren, uns dem toeißfdxtmmernden. die raungrünen Höhen hmanste.genden Genua — imova La Luperba — näherten, da lag eine tireffante und sehr nachdenkliche Mitielmeer- 3^tt hinter uns Diese Reise hatte uns vorbei- (htbn an den Schauplätzen der offenen und der gestern, vorbei an einer Reihe grauer Panzerschiffe, die von e nem fdt- Regers 100. Psalm. Denn der Akademische Gesangverein in Der- Mnbung mit dem Konzertverein al« erstes Chor- bnAcrt zum Gedächtnis Anton Druckners em 15. Dezember erstmalig dessen „Te Deum" und «kcnfalls als Erstaufführung für Gteßen M a x 5cgcr« 100. Psalm ankündigt, so bedeutet 'iss da beide Werke an die musikalischen Fähigeren aller Mitwirkenden ganz ungeheure An- brberungen stellen, eine gewaltige Aufgabe, für kjen Vorbereitung der Verein und fein rühriger »igent. Professor Trautmann, de« Dankes der diesigen Musikfreunde von vornherein sicher fein dürfen. Gehören doch Druckner und Neger, wie jeder TtufiHcnncr weiß - nach langem Leidenswege ärgster Enttäuschungen und Erbitterung, der tet- icin von beiden erspart blieb —. zu den ganz Großen der Nach-Vrahmsschen-Zeit. Die Auf- Ehrung des 100. Psalms war wegen der musi- alifch^n Schwierigkeiten und des großen für die Aufführung erforderlichen Cbor» und Jnstrumen- 'ulapparates bisher nur Großstädten möglich. Reger hat die Chorliteratur, besonder« auf krrch- ichem Gebiete, mit einer Anzahl bedeutsamer D?rke bereichert. Dekannt sind in dieser Tx- iiehung die Chor-Kantaten, von denen zwei ltlter Professor Trautrnanns Leitung vor einigen Zähren in der Stadtkirche zu Gehör gebracht vurden. Don den anderen Chorwerken sei in erster Linie de« op. 110 „Die Nonnen" gedacht, jener Eischen, in Parzifal-Stimmung getauchten Komposition, die unter Negers Leitung, nach der Vorbereitung von Professor Trautmann. ge° coentlich der Meininger Musiktage hier auf- lefübrt wurde. Stellen alle Chorkomposllionen anb auch die herrlichen A-cappella-66öre. die auf lern diesjährigen Negerfest in Dresden erklangen. bic höchsten Anforderungen an alle Ausführen- ben so trifft dies für die anerkannt mächtigste Shorfomposition der neuen Zeit auf den 100. Malm, in besonderem Maße zu. Spricht aus den .Rönnen" der gläubige Katholik, so ist nach jAegers eigener mündlicher Aeußerung (vergliche bum die ausgezeichnete Monographie von Emst ZSler. Zürich 1917) der Psalm das p r o t c ft a n - tische Gegenstück dazu. ■* Er wurde als op. 106 1909 in der Leipziger 'cit komponiert, erlebte seine Uraufführung in VSt -Lucas-Kirche zu Chemnitz unter seines ^jers Leitung und wurde fast gleichzeitig in Der Prozeß des Reichspräsidenten. Magdeburg. 11. Dez. (TU.) Zu den gestrigen Verhandlungen sind als Zeugen u. a. Die früheren Minister Scheidemann und Dauer erschienen. Der Zeuge Emil Darth wird über die Entstehung des Januarstreils befragt und erklärt: Wenn es fi chdarum dreht, daß Ebert und Scheidemann Landesverrat begangen haben, muß erst festgestellt werden, ob die ganze revolutionäre faszistische Bewegung. deren Teil der Januarstreik war. überhaupt Landesverrat war. Zeuge W u s ch i k, damals Funktionär der sozialdemokratischen Partei, bekundet, die Vorbereitungen des Januarstreiks wären den sozialdemokratischen Parteileitern von den Anhängern der radikalen Richtung verschwiegen worden. Ms es sich darum handelte. Vertreter der sozialdemokratischen Partei in die Streikleitung zu wählen, habe Ebert unwirsch gesagt, er denke gar nicht daran, etwas derartiges zu tun. Erst als der Zeuge in stundenlangen persönlichen Vor- ftcllungc nden Herren gesagt hätte, daß ihr Eintritt in die Streikleitung nicht nur im Interesse der Partei, sondern au chder Landesvei- Dreslau unter Georg Dohrn zu Gehör gebracht. Im Jahre darauf fand das Werk gelegentlich des 40. Tonkünstlerfeste« in Zürich eine begeisterte Aufnahme. In den folgenden Jahren wurde e« vereinzelt in Freiburg. Heidelberg usw. aufgeführt. In aller Gedächtnis wird noch lene große Darbietung des Werkes unter Regers eigen« Leitung im Jahre 1911 -in Darmstadt sein die im dortigen Theater stattfand und nach einftun- diger Pause wiederholt wurde. Das wundervolle religiöse Werk. Regers geistiges Testament g> hört zu den glänzendsten und innerlichsten Kompositionen der musikalischen Neuzeit. 381er sagt von ihm: .Die Größe seiner Anlage, die Linien, die Gewalt des Ausdruck«, kräftigste und edelste Gefühlsregung, die in ihrer reinen Naivität ergreifende Auslegung des Psalmtextes. die nur einer wahrhaft religiösen Seele entspringen kann, sie find es. die den Hörer in ihren Dann zwingen. — Das Werk gliedert sich in drei Teile, die aber inhaltlich unmittelbar ineinander übergehen und schließt, wie mehrere der Negerfchen großen Derke (Hiller- und Mozartvariationen). mit einer grandiosen Doppelfuge ab. die in stufenweis« Steigerung zu machtvoll« Wirkung anschwellend, schließlich von einem Nebenorchester verstärkt wird da« mit Posaunen und Trompeten den Ehor'al: .Ein' feste Burg" erklingen läßt. Die fast durchweg achtstimmigen Chöre, die Orgel und ein reichbesehtes. durch vielfache Teilung in den Streichinstrumenten potenziertes Or- chester erzeugen eine überw.lliigende Klangfarbe und verleihen Dem Riesenwerke jene Monumentalität. die dieser, wie Hugo Holle sich ausdruckt, .symphonischen Kantate" geradezu eigen ist. Gießener Stadttheater. Hopwood: Unsere kleine Fran. Es ist nicht gerade Edelvaluta, was Amerika da mit Avery Hopwoods Schwankopus exportiert hat. Das Frauenz immerchen das zu jedem männlichen Wesen nur eine Ernstelllmg. den Flirt findet, gehört auch in der alten WA rock nicht zu den Seltenheiten, heute vielleicht weniger denn je und die technische - künstlerisch Hänge hier paradox - .Behandlung Hefe« Falles" ist auch nicht so einzigartig, daß man nicht verschmerzt hätte, wenn Am«tka du> fern Deisteskind ein Ausfuhrverbot erteilt und ^err D Poclson die Mühe einer Übersetzung gescheut hättet Immerhin brachte Rudolf Golls p o t a m i e n. Zum Schluß eine französische Aeußerung. die die ganze für England so schwierige Lage grell beleuchtet, und die mir ein englischer Reisegefährte gab In einer Nummer des „Exportateur francai«44, in der das Projekt der Dahn durch die Sahara erörtert wird, und in der die Rede ist von der Zukunft de« großen französischen Kolonialreichs, während „das englische Kolonialreich nur noch ein Traum ist. Da Kanada und Australien fast schon selbständig find, Südafrika danach strebt. Indien in Dewegung ist, Aegypten in Aufruhr, kurz das ganze Reich auseinanderfällt". Die französischen Pläne mögen klug sein, aber auch Die Senussi find weitsichtig. Sich« werden sie nur soweit mit Frankreich gehen, wie sie es brauchen, und dann — dann wird auch Frankreich mit zu Den Feinden der Senussi und aller Moslims gehören. beit der islamitischen Volk« mit bet europäischen Technik, wie sie im spanischen Marokko so bemerkenswerte Tatsache geworden ist. Und — sie warten ab. bis Die rastlose Arbeit der islamitischen Missionäre in Dem schwarzen Afrika ihnen die Hund«ttaufenDe von beDenfenlofen Kriegern liefert, mit deren Hilfe ganz Mrika von der weißen Usurpation befreit und unter die Herrschaft Des Propheten gebracht werden soll. Man bemerke wohl, wie auffällig Die au« dem Gegensatz zu England geborene Hille Frankreichs für Die islamitischen Völker ist. und wie parallel die beiden Faktoren schließlich arbeiten. Einige Beispiele: In einer Flugschrift in Kairo ßicß e«: .Die Tore Asiens werden sich vor Den Europäern schließen, und in der Zukunft ahnen wir eine Revolution, wie ftc in der Weltgeschichte noch nicht dagewesen ist." Man findet in Kairo Flugblätter und Droschüren aus Bagdad. aus Teh«an. Kalkutta und Kon- ftantinDpel Schon vor einigen Jahren gab die Central Asien Society zu. Daß jede« mo dimme - dänische Land heute in Verbindung mit jedem anderen steht, durch besondere Gesandte, durch Pllg«. Reisende oder Kaufleute. ES sei auch Daran erinnert, daß der japanische Sieg über Rußland, der erste farbige Sieg über ein weißes Land, mit geradezu unheimlich« Schnelligkeit durch die ganze farbige Menschheit biS inS Dunldftc Afrika hinein bekannt wurde. Ein ganz besond«eS Kapitel ist rwch die Arbeit des Bolschewismus in Asien und Afrika. Der Bolschewismus hat dort eine An- häng«schaft gewonnen, die nur verständlich wird aus Dem Kampf, den Der Bolschewismus, wenn und während man Den Ernst der Sage vor der übrigen Well zu verhüllen bemüht ist. werden alle Kräfte gesammelt für Den großen unvermeidlichen Kampf Dieser Kamps wird, das hat Die Entwicklung in Aegypten bestätigt, zuerst wohl nicht in Indien, sondern u m Indien in dem näßeren Orient vor sich gehen und wird, mit ob« ohne europäische Kompllkatiinen, d a i Mittelmeer zur Dasis haben. Der nahe Orient bedeutet ab« vor allem Den Islam und Die Teilnahme dieser islamitischen Völk« an Der Emanzipattonsbewegun z g'gcn öle weiße Vorherrschaft ist vorerst nun im MiUel- meerbeden aktuell geworden. Don Mekka und Mc-ssul bis Melilla wird gegen Den Stachel Des Abendlandes gclötL Ich fpnxß einen Spanier, Der Das R i f f - G e b i e t und die Kämpfe dort aus eigen« Anschauung kennt. Er war erschüttert üb« die nach sein« Meinung vollkommene Aussichtslosigkeit dieses Krieges für sein spanisches Heimattand. und « befürchtete einen verhängnisvollen Prestigeve lüft te- w is>oaRasse. Der sich schon in der nächsten Zukunft in seinen ganzen Auswirkung zeigen wird. Immer Wied« betonte «, Daß diese Kabylen, ganz nach japanischem Vorbild, sich bewußt Dct europäischen Technik bedienen, um sich die Unabhängigkeit zu erkämpfen. Ich hörte Beispiele Dafür. Daß Frankreich aus mißverstandenen und allzu engen politischen Gründen den Kabylen bei dieser europäischen Kriegsausrüstung hilft. Der Kampf geht weder in Nordafrika noch auch in Asien gegen diese oder jene Macht. er geht gegen Die weiße Rasse, und auch Der moderne europäisch gebildete Orientale wirD mit seinem kulturellen Fortschritt in diesem Haß nur noch fanatischer. Man muß diese Ta^ache im Auge behalten, wenn man die MelDa-igen üb« die Dorgänge in Aegypten und Arabien. Die Forderungen Des nationalistische Aegypten und die intransigente Haltung Der Türkei in Der Mos- fiHftage lieft. Die Wahablten, die jetzt in Der heiligen Stadt Mekka sitzen, find ein Mittelding zwischen Stamm, primitivem Staat und Sekte, vielleicht Dem ursprünglichen Purttanertum vergleichbar aber ab« auch Dem ganz frühen kriegetischen Islam, Der aus Arabien zur Eroberung ein« Welt vorstoßen konnte. Die Engländer müssen Die waha- bitische Avion Deshalb so ernst ansehen, well sie gleichzeitig mit den antienglischen Bewegungen in Aegypten und Vorderasiea erfolgt und weil nachgewiesenermaßchr auch D« große. 72 Mill, englische „Untertanen" vertretende indische Mos- limsverband mit Ibn Seid in Verbindung steht. Zum «ftenmal in Der neuen arabischen Geschichte scheint sich eine gewisse Einigung D« verschiedenen bish« In ewiger Fehde lebenden Stämme anzukündigen und gute Kenn« Des Orients versichern, baß jetzt erst Die geduldige jahrzehntelange Prvpagandaarbeit Der Senussi zu reifen beginne, lieber Den Umfang und Die Wirksamkeit dieses geheimnisvollen Ordens hat man sich täuschen lassen, well der 1914 erklärte „heilige Krieg" so offenbar versagt hat. Ab« Die Oberleitung der Senussi Hit von dies« Erklärung Des heiligen Krieges eben niemals «was wissen wollen und einflußreiche mohammedanische Kreise außerhalb Der türkischen Regierung sollen diesen Aufruf ebenfalls als verfrüht und deshalb schädlich verdammt haben. Das Programm Der Senussi braucht Zell und wenn Der Orden auch den Geist DeS Hasse« und der inneren Empörung überall in der mohammedanischen Bevölkerung mit allen Mitteln schürt und zweifellos stets auf dem Laufenden üb« alle Zwischenfälle und auch — Morde ist. so sind gerade die Senussi immer sorgsam darauf bedacht gewesen, es zu keinem ganz schweren Zusammenstoß mit ein« europäischen Macht kommen zu lassen, bevor „es so toert ist". Die Senussi warten auf die einmal kommende europäische Selbstzerflel- s ch u n g, deren ersten Akt sie im Weltkriege mit ingrimmig« Freude schon «lebt haben, und deren Fortsetzung fi? von der englisch - f r a n z ö s i s ch e n Rivalität «hoffen. Sie warten fern« auf eine größere Dertraut- Gymnastiksysteme und »schulen noch n ch: b fiben. Ansätze dazu sind gewiß überall vorhanden und zu begrüßen, und es g bt auch b re ts Gymnastik- schulen, die Entspannung nicht wie die Schule Schmnann-Grundmrnn m t Schlaf h it verwcchs In und die auch d e 2ltemfunLtonen richtig verstanden haben. Die gezeigten Atemübungen trafen nicht das Wesentliche dies« Finkt on. und zwischen Atmung und Dewegung n bestand auch bei den übrigen Hebungen nicht der natürliche Zu- sammenhana — bis auf einzelne Kinder, die ihn sich unoewußt und von Natur aas bewahrt hatten. Zu den allzu häufig gezeigten Entspannungsübungen wäre zu sagen, daß ihre Schlasssellc aus jeden von falschen Ueberlegungen unbeeinflußten Menschen einen überaus unsympathischen Eindruck macht, der auch körperlich-psychisch deutlich im Sinne einer Erschlaffung der AlmungS- organe fühlbar wird. Derartige Schlaffheits- Übungen können sogar bestimmte Krankheit« großzüchten. Kein Tier in Der Natur WirD jemals laufen oder sich bewegen lassen wie ein schlaffer Leichnam, wie es in Den Hebungen gezeigt wurde, und unnatürliche Beweguna«- mittcl. die im Leben und in der Kunst nicht vorkommen, soll man niemals üben. Don einem als Einheit zu faßenden gesundheitlichen, erzieherischen und künstlerischen Standpunkt aus gibt es bei weitem wertvollere Hebungen und Ausführungsmöglichkeiten der gezeigten Hebungen, als sie unter .gesundheitlicher und rhythmisch« Gymnastik" vorgeführt wurden. Hingegen waren bei den Kindern und jungen Mädchen viele richtige Bewegungen im II. und III. Teil (.künstlerische Gymnastik4. .künstlerischer Tanz"), zumal sie von Natur auS oft viel ‘Begabung mitbrachten. Am meisten erfreuten die 2 Tanze von Schubert: Dalz« und Moment musical, auch der Hexensprung und das indische Geb« sind zu erwähnen. Die Tänze ließen allerdings auch deutlich die Gefahr erlernten, daß echte natürliche und beseelte Bewegungen durch falsche Schulung in schön und graziös aussehen wollende. veräußerlichte Bewegungen umgebogrn werden tonnen. Da im einleitenden Dort rag an die Hnterstützung Der Aerzte und Erzieh« appelliert wurde, so ist zu sagen, daß Die De- strebungen Der Gymnastikschule durchaus zu begrüßen sind, und daß ernstlich dort gearbeitet wird. Aber bei Der Wichtigkeit der Dildungs- aufgabc mußte auch ebenso auf grundlegende Irrtümer aufmerksam gemacht toerDca eL t e i b t g u n g läge, well dann bet Streik rascher beendet werden könnte, hätten sich die Mitglieder des PartetovrstanDeS Damit einner» standen erklärt Zeuge Wulchik sagt weiter au«, unter Den Arbeitern habe damals Stimmung damals Stimmung Dafür geherrscht. Den Gestellungsbefehlen nicht zu folgen. Der Abgeordnete öoert habe aber gesagt, solchen R a t könnte er keinem geben. Der nächste Zeuge. Der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Richter, sagt auS, Ebert habe damals ausdrücklich erklärt, her Parteivorst and würde unter keinen Umständen in die Streikleitung eintreten, wenn mit diesem Streik politischcForderungen durchgesetzt werden sollten. Hierauf wird die Sitzung abgebrochen, weil das Gericht sich nach Derlin in die Wohnung des Reichspräsidenten begibt, um dort den Zeugen Syrig mit dem Reichspräsidenten zv konfrontieren. Diele Gegenüberstellung hat gestern um 5 Uhr nachmittags in der Wohnung des Reichspräsidenten in Anwesenheit de« Gerichts. der Verteidiger und des Abg. Dittman n ftattgefunDcn. Die Vernehmung zog sich bis 1 2 * «9 Uhr hin. DaS Protokoll wird in dev Gerichtssitzung in Magdeburg heute. Donnerstag verlesen werden. Steuerreform und Finanzausgleich. Derlin, 5. Dez. (Prtv.-Tell) Don gut» unterrichteter Seite schreibt man uns: Di: N u- rcgclung Des St.verwesens und Des 5btJi3 steht. Für DaS neue Italien DussoliniS ein sehr bitteres Bewußtsein, ab« i«s neue Italien resigniert ja nicht. Es bereitet sch emsig unter Der Führung feine« Diktators, Der frer die inneren Schwierigkeiten Doch langsam Herr au werden beginnt, auf Den Tag vor, an cm Die latente Krise im Mittelmeer zu neuen Kitsche idungen reif wird. Träume, Die eilte hinter so manch« italienischen ©tim wohnen, teilen immer mehr auf Das Mi ttelmeer il« mare Italien o hin Doch es soll hl« wenig« von Dem geheimen vlitischen Ringen Der europäischen Großmächte m Die Beherrschung Des QHittelmeer« gesprochen terDen, Da« immer mehr zu einem scharfen Gegen- ih zwischen Frankreich und England führen maß. itit anderes Problem. DaS freilich mit Diesem degensatz in eng« und folgenschwer« Verknüp- tjrrg steht, ist es. da« wir Diesmal in sein« ganzen Mxutung und Tragwelle erkennen konnten. Die .Leitungen meldeten ht jedem Hasen von Den bchwierigkeiten In Aegypten unD Die Reise- ^«llschaft aus all« Herren Land« formte Diese Nachrichten in Den rechten Rahmen stellen und eqönzen. Jmm« wieder wurden wir In Gestochen aus Die Wahrheit eines kürzllch er- liiicnenen Buches au« amerikanisch« Fed« bin- «rwiesen: .The Rising Tide os Calor", — Die sicigende Flut Der farbigen Menschheit SS Ist verständlich daß dies« Amerikaner ort seinem Standpunkt auS crlS Kräftezentrum ler farbigen Menschheit heute Japan und khina ansieht, und daß « Dtm Diesem Zentrum lu« vor allem Den Einflußbereich Des weißen gelsächsischen NkarmeS m Amerika und Xu prallen bedroht sieht. Ab« es scheint ja icht nur das .gelbe“ Asien erwacht zu sein, .ti, sich aus Den Kampf gegen Die weißen Usuo- \itoren des Erdballs vorzubereiten, auch Die 'Be(t De« braunen Mannes ist feit (dn- xlxt Zeit in ein« tiefen Gärung begriffen, fic nun heute nach Den Ereignissen im HeDjas mb vor allem nach Den Schüssen auf Den Sirdar richt mehr geheim Heiden kann und will. Heber- c!l find Die ersten Funken Des schwelenden Bran- keS aufgeflammt. Die Welt des braunen Mannes, um Dieses pesamlbczeichnung zu gebrauchen, umfaßt vorn razifischen bis zum atlantischen Ozean im nahen irt> mittleren Orient and in einem breiten Gürtel ttvch Asien and Vorderafrika reichend etwa 450 Millionen Menschen, davon 300 Millionen allein bi Indien. In England hat man allmählich be= «rÜfen, daß eine »indische Frage" besteht * Ein praktisches Weihnachtsgeschenk ist einB aroOe Original-Flasche W!AGG|S Würze zu RM s.-. Achtu-e art maraehrt,, auf gü: Nej 990Sc AÜGl G!E Rauchtis Tagung der Hess. Oberförster. ** ® er Hessische Oberförster-Ver- band hi^lt am 3. Dezember in Frankfurt seine Hauptversammlung unter dem Vorsitz von Oberforstmeister Hetzer- Jugenheim ab. Die hessische Regierung war durch Ministerialdirektor Schäfer und durch Landfvrstmeister Joseph vertreten. Oberforstrat Hesse hielt einen Vortrag über „Die Destandserziehung der Fichte" und Lehramtsassessor Monje sprach über „Die hessische Deamtenkrankenkosse". An der Tagung nahmen über 90 Personen teil, eine Zahl, die bisher noch niemals erreicht wurde. Flurgaita Frisiertoile weiß Bkimenkr Batferntis' Chaiselon Kirchliche Nachrichten. Isr. Religionsgemeinde. Gottesd.L d. Synago-^ (Südanl.). Samstag, den 13. Dezember. Vorabd. 4.30, niorg. 9.00, abds. 4.35 u. 5.15. Ofr. O-.eligionSgesellschaft. Sabbatfeier, 13. Dez Freitag abd. 4.00, Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30, Sabbatausgang5.15, Wochengottesdienst morg 7.00, abends 4.00. Bü^crtnch. — Deutsche Sprachgeschichte. Don Geheimrat Professor Dr. F. Kluge. 2. durchgesehene Auflage. (Quelle & Metzer in Leipzig) Ein bahnbrechendes Werk, die Lebensarbeit eines unserer hervorragendsten Sdrachforscher, der durch Jahrzehnte auf allen Gebieten der Mutterskrache in die Forschung eingegriffen hat und hier die Ergebnisse seiner Arbeit niedergelegt. Was dem Buche gegenüber anderen Sprachgeschichten einen besonderen Wert verleiht, ist die kulturhistorische Betrachtungsweise. Richt auf die landläufige Laut- und Formenlehre beschränkt es sich, sondern stets wird der Zusammenhang von Sprache und Volkstum für unser Deutsch sein Werden und Wachsen geschichtlich geschildert.' 1379 ~ Statistik. Von Regierungsrat Dr. W Winkler. (Wissenschaft und Bildung Rr. 201.) Gemelm Rhein-, I GIESS W KM MM wird stets Jung und Alt erfreuen. Sie können sich dieses Vergnügen mit Dr. Oetker’s Schokoladenspeise mit gehackten Mandeln häufiger leisten, weil die Zubereitung billig ist ung wenig Umstände erfordert. Dabei aber ist die Speise außerordentlich nahrhaft und wohl bekömmlich. Für 4 Personen genügt t Kavü l. Deutschnationale Fraktion (5 Mitglieder): 1 Prälat, 1 Cchr ftstetl.r, 1 Studien- rat. 1 Rechts anwalt, 1 HauSfrau. 3. Zentrumsfraktion (11 M tglieder)- 1 Domkapitular, 1 Minister, 2 Landwirte, ein Fabrikant, 1 R?gierungsrat, 1 Prof ssorswitwe 1 Rechts nwalt, 1 Oberfchulrat, 1 Am sg r ch s- rat, 1 Studienrat. 4. Kommunistische Fraktion (4M t- glicder): 1 Hausfrau. 1 B tdhauer, 1 Gewerk- schastsangestellter, 1 Larrdwirt. 5. Fraktion der Deutschen Volks- p a r t e i (9 Mitglieder): 1 R chtßanw llt, 1 Landwirt, 1 Kaufmann, 1 Handwetksme.stcr, 1 Bürgermeister, 1 Fabrikant, 1 Oberstudiendireitor, 1 Arbeitersckretär, 1 Lehrerin. 6. Demokratische Fraktion (6 Mitglieder) 1 Minister, 1 Lehrer, 1 Oberbürgermeister. 1 Landwirt, 1 Oberamtsricht.r, 1 Ministerialdirektor. 7. Fraktion des Bauernbundes (9 Mitglieder): 6 Landwirte, 1 Seminarlehrer, 1 Bürgermeister, 1 R chtsanwalt. Dem Landtag werden also angehören u. a.: 11 Landwirte (im Hauptberuf), 10 Vertreter des Lehrfachs (Studienräte,Volk fchullehrer usw), 9 Partei- oder Gewerkschaftsbeamte, 9 Bürgermeister oder Beigeordnete, 5 Rechtsanwälte, 3 Handwerksmeister und 2 Geistliche. Ter neue Landtag wird 5 weibliche Abgeordnete zählen. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit bet Schristleitung.) E. M. 100. Rebenverdienst ist so lange steuerfrei, als der von diesem Einkommen zu entrichtende Steuerbetrag monatlich unter 5 Mt. bleibt. Dieser Fall liegt bei dem von Ihnen genannten Verdienst vor. W. M. In Ihrem Orte käme angesichts der ganzen Sachlag: nur Spiritus- oder Petroleum- Glühlicht in Betracht. Wegen der Anschaffung wenden Sie sich an ein Installationsgeschäft. A. K. Da Ihre Anfrage präzise Angaben über das Haus, in dem Ihre Wohnung sich befindet (d. h. Staats- oder Privathaus), nicht enthält, außerdem auch noch andere wichtige Anhaltspunkte fehlen, war es uns nicht möglich, dir Angelegenheit zu Ihrer Befriedigung zu klären Wir raten Ihnen, sich doch einmal bei dem hiesigen Wohnungsamt zu erkundigen, wo man Ihnen bei mündlicher Anfrage Bescheid geben kann. Adam R. Ihre Frage läßt sich im Rahmen einer Briefkasten-Antwort nicht erledigen. Sic müssen sich von Ihrem zuständigen Finanzamt (Hungen) vor allem eine Berechnung anstellen unk aus Grund dieser Berechnung von dort beraten lassen. Aus der Provinz. Landkreis Gietzerr. —o— Großen-Linden, 10. Dez. Die Viehzählung vom 1. l. Mts. ergab 76 Pferde, 563 Stück Rindvieh, 223 Schafe, 809 Schweine und 421 Ziegen. Vergleicht man damit die Zählung vom 1. Oktober 1923, so ergibt sich eine Steigerung beim Rindviehbestand (527) und bei den Ziegen *348). Bei den Schweinen (969) zeigt die geringere Zahl nur scheinbar einen Rückgang an; denn bis zu dem jetzigen, zwei Monate später liegenden Zählungstage haben die Hausschlachtungen in den Schweinebestand schon erheblich einbegriffen, zumal das Geld knapp ist und die Fleisch- und Wurstpreise auf bemerkenswerter Höhe stehen. Die Schafherden beginnen wieder etwas Heiner zu werden als in der Kriegszeit, in der Fleisch und Wolle stark im Preise waren. Kurz vor dem Kriege beherbergten unsere Viehställe rund 550 Stück Rindvieh, über 1000 Schweine, 475 Ziegen und 190 Schafe. Erfreulicherweise haben unsere Landwirte ihre Viehbestände bis zur Höhe bei Kriegsausbruch wieder aufgefüllt und tragen damit ihr Teil zur volkswirtschaftlich so wichtigen Fleischproduktion bei, während die Arbeiter- und Handwerker amilien, soweit es ihnen ein kleiner Ackerbesitz ermöglicht, als Selbstversorger den Fleischmarkt entlasten. 'Die Aufwärtsbewegung in der Viehhaltung kommt aber auch unserer Getreideernte zugute, well der reichlichere Anfall von Stallmist wieder die ausgiebigere Düngung der Aecker ermöglicht. - e ,10. Dez. Angeregt durch die Bezirkssparkasse Laubach und in Verbindung mit tßr wird demnächst auch hier eine Schulsparlasse eingerichtet. Es soll auf diese Weise teder, selbst der geringste erübrigte Betrag, der von anderen Sparkassen nicht erfaßt werden kann, - ®apitölneubilöung herangezogen werden. Ganz besonders will man aber auch dem 1 Päckchen Dr. Oetker’s Schokoladenspeise mit gehackten Mandeln..... !/, Liter Milch (Ltr. ca. 33 Pf.) . . . . 3 Eßlöffel (75 g) Zucker.....ca. 1 Päckchen Dr. Oetker’s Saacenpulver. . >/. Liter Milch.......... 1 'Eßlöffel (25 g) Zucker.....ca. fq Versuchen Sie ferner: Dr. Oetker’s Makronen-Puddingpulver Dr. Oetker’s Puddingpulver nach türk. Art Dr. Oetker’s Schokoladenspeise mit Makronen Dr, Oetker’s Gala-Schckoladen-Puddlng-Pulver Dr. Oetker’s Götterspeise Der Name „OETKER” bürgt fü' beste Qualität! Verlangen Sie in allen einschlägigen Geschäften nur Originalpackungen mit der Schutzmarke „Oetker’s Hellkopf“. [1832ss Dr. A. Setter, WnnMIWrll, Wlelel^ M. 0.20 „ 0.17 „ 0.07 „ 0W5 „ 0.17 ,, 0.02 M.068 Achtung, Strafporto! Strafporto? Rein, Rachgebühr! Das ist die richtige Bezeichnung. Denn die Postverwaltung straft niemanden, wenn er seine Sendungen nicht ausreichend freimacht, sondern sie erhebt für die Arbeit, die ihr aus der besonderen Behandlung solcher Sendungen erwächst, lediglich ein Entgelt. Wenn eingangs „Strafporto" gesagt ist, so deshalb, um durch diesen noch überall eingebürgerten Ausdruck die Aufmerksamkeit unserer Leser auf die Aenderung einer Bestimmung der Postordnung zu lenken, deren Beachtung in der Weihnachts- und Reujahrszeit die unangenehme Zahlung von Rachgebühren ausschalten wird. Roch im Vorjahre konnten gedruckte Weih- nachls- und Reujahrskarten, sowie gedruckte Besuchskarten (Visitenkarten), auf denen mit höchstens 5 Worten Grüße, Glückwünsche usw. handschriftlich hinzugefügt waren, im inneren deutschen Verkehr (Orts- und Fernverkehr) gegen die niedrigste Drucksachengebühr von 3 Pf. versandt werden. Es war dabei gleichgültig, ob diese Sendungen, je nach ihrer Beschaffenheit, als Karte (Postkartenform) oder unter offenem Umschlag aufgegeben wurden. Dach den inzwischen in Kraft getretenen neuen Bestimmungen genügt für die gedachten Sendungen die Freigebühr von 3 Pf. nur noch im Ortsverkehr, wenn sie Postkartenform haben. Unter offenem Umschlag aufgegebene Weihnachts-, Reujahrs- und Besuchskarten mit handschriftlich hinzugefügten 5 Gruß- usw. Worten müssen im Ortsverkehr mit 5 Ps. freigemacht werden. Im Fernverkehr beträgt für die Sendung in Postkartenform und auch für die offene llmschlagsendung die Frei- gebuhr ebenfalls 5 Pf. Wenn die llmschlagsen- . düng nicht mehr als 20 Gramm wieyt, kann sie im Ortsverkehr verschlossen werden, toetl der einfache l Ortsbrief auch nur 5 Pf. kostet. Bei unzureichender Freimachung hätte der Empfänger — bei y Annahmeverweigerung der Absender — für jede einzelne Sendung eine Rachgebühr von 10 Pf. 'r zu entrichten. Bemerkt sei noch, daß außer der zulässigen Höchstzahl von 5 Gruß- usw. Worten noch der Absendungstag, der Wohnort nebst Wohnung und, ausgenommen bei Visitenkarten, auch der Rame des Absenders handschriftlich angegeben werden dürfen. Quelle & Metzer in Leipzig. Statistik ist etne t» modernen Leben unentbehrliche Wissenschaft, berat sowohl die private wie die öftentliche Wirtschaft kann ohne sie nicht bestehen. Wer aber die häufigen Fehlerquellen vermeiden will, die bei statistischen Aufnahmen sich nur zu leicht ein- schleichen, muß die richtigen Methoden anwenden. Sie will das vorliegende kleine Lehrbuch vermitteln. Hier wird gezeigt, wie man Statistts treiben muß. Die Darstellung umfaßt die Grund» regeln, die allen Gebieten der Statistik gemetnfa» sind, sowie ihre praktische Handhabung, femet gibt sie einen lleberblick über die angewandte Statistik, von der Indbefortbere die Bevölkerung-», Wirtschafts- und Svzialstatisttk breiter beßan- beit werden. jzM — M ünchener Jahrbuch der b i [« denden Kunst. Reue Folge, Band 1 1924 Heft 1. Offizielles Organ der Münchener Kunst, wissenschaftlichen Gesellschaft (Verlag Georg D. W. Callwey in München). Das reich mit Abbildungen versehene Heft enthält u. a. zwei sehr interessante Abhandlungen: „Französische Muschelfchn tte“ und „Bemerkungen zu einiger Riederländischen Wirltcppichen des bayrischer Rationalmuseums". 128? — Konewka-Mappe „Zu Goethes Faust". (Kunstwartverlag Georg D. W. Call- wetz in München.) Herausgegeben zur Wiederkehr seines 50. Todestages. Die in der Mappe enthaltenen 24 Cchatt.nrißb lder — Figuren zu „Frust" — sind ein Iugendwerk Konewkas, das ihm starken Erfolg einbrachte und durch die Der geniale Schattenkünstl.r bekannt wurde. 1281 — Die zweite Winterdienst-Ausgabe von Quentin-Mahlaus Taschenfahrplai für 1924/1625 enthält die nach Au!Hebung der Regie ab 30. Rovember in Kraft getretenen Abänderungen. In der bekannten geschickten Wese sind die amtlichen Fahrzeiten der Bahnen, Kraft ' Postverbindungen und elettrischen B ihnen in Hessen, Hessen-Rass au, Rhenprovinz, Pfalz und Saargebiet, Rord-Daden und Bayern wieder- gegeben. 1452 — Das Fräulein von Scuderie. Bon E. Th. A. Hoffmann. (Geb. 2 Mk.) Verlag von Quelle & Metzer in Leipzig. 1924. — Gin köstliches Buch, in dem der bekannte Dichter seinen Lesern selten genußvolle Stunden beveitet. 1187 Heranwachsenden Geschlecht wieder Den Spar- sinn anerziehen. Zugrundegelegt wird ein vereinfaches System des Klebens von Sparmarken, wodurch man den natürlichen Sammeleifer des Kindes und seinem Anschauungsvermögen entgcgenkommt. — Kürzlich feierten bei voller Rüstigkeit die Eheleute Konr. Belher ihre goldene Hochzeit. Kreis Friedberg. *'D»d-Rauheim, 10. Dez. Hier treibt ein Hundemörder wieder sein schändliches llnwesen. Er wirft mit Strychnin vergiftete Brocken Rahrungsmittel auf die Straßen, um dadurch die Hunde zu beseitigen. Der Vorsitzende des Hessischen Iagdklubs, Ortsgruppe Bad-Rau- heim, macht die Hundebesiher und die Allgemeinheit öffentlich auf das Treiben dieses üblen Zeitgenossen aufmerksam. Kreis Büdingen. ri- Ridda, 10. Dez. Rachdem Reichstagsund Landtpgswahl vorüber, wendet sich das Interesse der Bürgerschaft in hervorragender Weise der am nächsten Sonntag stattfinoenden Bürgermei st erwähl zu. Cs sind drei Kandidaten nominiert. Beigeordneter und Deztrks- sparkassenrechner Ringshausen, der leitende Beamte der Riddaer Bank Hermann S e u m und das Gemeinderalsmitglied Karl Spengler. Die Ortsgruppe der Demokratischen Par- t e i beschloß in einer Versammlung, sich auf keine Kandidatur festzulegen, sondern Ujren Mitgliedern freie Hand zu laßen, dem Manne ihres Vertrauens ihre Stimme zu geben. — Am Sonntag wurde unter starker Beteiligung seitens der Gemeinde der Kaufmann Wilhelm Moll zu Grabe getragen. Mit ihm ist eine Persönlichkeit aus Dem Leben geschieden, die sich größter Sympathie erfreuen Durfte. In Al lendorf a. d. L. geboren, übernahm ec das früher Stork- sche Geschäft auf dem Marktplatz im Jahre 1833 und betätigte sich als eifriger Jäger nebenbei mit dem Verkauf von Iagdwaffen und -munition, bis ihm vor einem Jahr das Alter Die Kauf- rnannsfeDer aus Der Hand schlug. Lange Jahre war er Der Vertreter RidDas bei Der Handelskammer und Vorsitzender Der hiesigen Ortsgruppe Der Deutschen Volkspartei, in deren Auftrag Amtsgerichtsrat Muhl als letzten Gruß einen Kranz an Dem Grabe des Parteifreundes niederlegte. )( Ort en berg, 10. Dez. Das hohe und seltene Alter von 90 Jahren erreichte am vorigen Sarnst g 6. Dez mber, unser Mitbürger Karl Pfeiffer 1. Zu E ren des G burtstags- lindes fanden sich am Vormittag im Hcusr seines Sohnes. Bürgermeisters Fr. Pfeiffer, bei dem der ehrwürd ge Dat r, Großvater und 11 - aroßvater seinen Leb.ms.b and v riebt, Der Vorstand des Gesangvereins Fr h’inn und der Kirchenvorstand ein, um im Runen des Vereins und der Kircheng meinde herzliche Glück- und Segenswiinch- zu übe bring n. Eine große Meng» Geburtstgsgaben u d eingel-ufcner Glückwu, sche zeugte von der allgemeinen Beliebtheit, d ren s ch der alte Herr erfreut. Eine g mz besondere Freude war es für ihn, an diesem Ehrentage eine Enkelin zum Traualtar schreiten zu sehen. )( D e r g h e i m , 10. Dez. Rach über fünfzehnjähriger Tätigkeit sch ed Lehrer Krau sch von unserer Gemeinde, um die ihm schvn vor einiger Zeit übertragene Stelle an Der Volksschule in Gießen zu übernehmen. Die GemeinDe veraastallet: zu Eh en des Sch inenden, Der sich In allen Kreisen Der größten Beliebtheit erfreute unD sich als IugenDerzieher große Tkr- Dienste um das Gemeindeleben erworben hat, eine wohlgelungene Absch edsfeier, bei der der Gesangverein, Dessen Le lang in den Händen von Herrn Lehrer Krau sch lag, mitwirkte und und Bürgermeister Weitzel Der großen Verdienste Des Scheidenden gedachte. Die besten Wünsche unserer Gemeinde begleiten Lehrer Krau sch nach seiner neuen Wirkungsstätte. Für feinen Rachfolger hat die Gemeinde vor allem Den Wunsch, Daß der neue Lehrer neben seinem Hauptamt auch Den Organisten- und nötigenfalls gelegentlich auch Den Lektordienst Der K rchengemeinDe übernimmt und auch, tote sein Vorgänger, sich Dem Ge a gverein gern zur Verfügung stellt. — Am Sonntagabend veranstaltet? Porr er Werner in unserer Ki ch- einm wo'lgel^nge e i Lutherabend. Wudertol.’ farbige Lichtbilder führten Die zahlreich erschienene Gemeinde in das Leben und Wirken des großen Reformators ein und erhöhten Die tiefe Wirkung Des Vo trags. VerschieDene Lieder umrahmten Den schönen GemeinDeabend. Kreis Schotten. Schotten, 10. Dez. Wegen der Reu- besehung einer Lehr er st eile an der hiesigen Volksschule macht sich in Der Bürgerschaft eine starke Erregung bemerkbar, Die für den einen ober anderen Bewerber Partei ergreift. Stadt- und Schulvorstand haben gleichfalls sich mit der Angelegenheit befaßt, ohne eine klare Stellungnahme erkennen zu lassen. Man hofft, Daß das Landesamt für Bildungswesen eine rasche Entscheidung herbeiführt, bevor der Kampf Der Meinungen weitere Verschärfung und Zuspitzung erfährt. -i- Cichelsdor f, 10. Dez. Die große Wahlmudigkeit in unserer Gemeinde, die sich bereits in Den Maiwahlen bemerkbar machte, zeigte sich auch wieder bei Den letzten Wahlen.' Rur ettoa 55 Prozent der W h'b recht.gten machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. B. Burkhards, 9. D-z. D.c Meliorationsarbeiten im „Buch wald", Die in diesem Herbste aufs neue in Angriff gmommen wurden, schrecken bei der m.lDen W tt rung rüstig vorwärts. Man w.ll bis zum F ühjahr toeitere 18' Morgen in Wiesengelände verwandelt h ’ben. Die Rachbarg meinde K a u l st o s ist dem Vorbild von Burckhards gefolgt und hat mit der Ruhbarmachung des unmittelbar an Die Burkhards und Kaulstoy verbindend? Landstraße grenzenden Brachlandes begonnen. Aus viele Weise werden vorerst 16 Morgen Land g Wonnen, die jahrhundertelang leb.glich als Hutweiden Dienten. Gewaltige Dasaltblöcke müssen auch hier entfernt werden. Dürften aber zu Bauzwecken praktische Verwendung ftnbcn. Das Werk, das unter Mich l'e des Staates im großen durchgeführt toirb, ist eine soziale Tat, da es manchem durch die geringe Ernte hart betroffenen Vogelsberger Kleinbauern eine Verdienstmöglichkeit für die Wintermonate schafft. Starkenburg und Rheinhessen. ' Darmstadt, 10. Dez. (Eigener Bericht.) Die städt. Bücher- und Lesehalle hat ein neues Heim erhalten. Es ist dies der Frankenfteiner Hof, ein historisches Gebäude, das zweckentsprechend umgebaut worden ist. Die Bibliothek umfaßt rund 35 000 Bände: täglich werden ettoa 300 Bände ausgeliehen. Die neuen Lesesäle bieten Raum für 60 Personen. Außerdem ist noch ein Raum geschaffen worden, um Dort literarische Leseabende abzuhalten, Hessen-Nassau. K. Frankfurt a. M., 10. Dezbr. Die Frankfurter cklniversitätsbiblio- t h e k hat sich für die wachsend m Forderungen der Wissenschaft als zu klein ertoufen und soll aus- gebaut werden. In to.ssenschaftlichen Kreisen glaubt man nicht, daß ein Anbau genügen wird, und fordert einen Reubau. Ausschlaggebend w rb die Auslösung des Staatsarchivs in Weh- l a r fein, durch das Die alten Staatsakten frei würden. Hm dies Archiv bemüht sich bereits die Stadt Potsdam, doch ist man hier der Ansicht, daß die Akten des alten Reichs'ammer- gerichts nach Frankfurt gehören, wo schon Die schriftlichen Riederschläge Der alten Rat onal- versammlung und Des alten Dmffchm Bundestages ruhen. In Diesem Sinne hat sich auch vor kurzem Der vierz h cke deutsch’ Hickor kertag ausgesprochen, und wenn die Heberfüßiung Tatsache wird, soll Der Reubau Der Universitätsbibliothek in Angriff genommen werden. — In der S t adt- verorDnetensihung wurde zunächst Das geringe Entgegenkommen bemängelt, Das Der Magistrat D?n durch Hochwasser Geschäbig -> t e n gegenüber zeige. Es wurde ein zweiter Ausschuß zur Rachprüfung d r Schäden eingesetzt. In Der Gallusanlage soll ein großes Volkshaus errichtet werden, das 450 020 Mk. kosten wird und Dem Wohnungen ungegliedert toetDen sollen. Die Hauptdebatte entspann sch um die Regulativverträge Der Straßenbahnen und um Die alte Frage, ob d e Straßenbahner als Angestellte oder als Arbeiter b soldet werden sollen. Es waren zu diesem Punkt eine 11 azahl von Anträgen gestellt worden und die Rck>ner sämtlicher F ak- t-onen sprachen sich für die Straßenbahner aus. Man hatte in der stundenlang m Debatte Den Eindruck, als ob ßrr Wahlversprechen eingelöst w rdcn sollten. Der M gi.’trit verteidigte seinen Standpunkt m t einem aus Dem Reichsgericht in Leipzig emg halten Gutachten. Alle Anträge wurden dem Organ ffattonsaus-- 'chuß überwiesen. Die Preise für Elektrizität und Gas gaben den zw it n An aß zu einer Generaldebatte, Da man m t b?r Herabsetzung des Gaspreises auf 18 Pfentnig nicht zufrieden ist. Man wies b.-sonders D irauf h n, Daß Die Kohlen billiger geworden sind, und er» Härte sich überhaupt mit Der Verwaltung des Gaswerkes n cht e'nverstanDen. In Der Frage des Strompre ses tourDe ein Antrag angenommen, Der Den Lichtpreis ab 1. November auf 43 Pf. und Den Strompreis auf 25 Ps. festfttzt. Zum Schluß gab es noch Den Üblichen Krach, als Der Wirtsch ftkpart Irr Wagner d n Soz aldemo- kraten Sch.ebung vorwarf. Der Vorsttzende hob Die Sitzung auf und vertagte sie auf Donnerstag abend. Frankfurt a. M. 10. Dez. Im Walde zwischen Darmstadt und Frankfurt wurde eine u n- bekannte männliche Leiche erhängt auf» gefunden. Die Persönlichkeit des Toten konnte noch nicht festgestellt werden. Rach den cklntersuchungen Dürfte Der ettoa 30 Jahre alte Mann Selbst- m o r D begangen haben. Als Kennzeichen werben u. a. ein blau und rot tätowierter Anker am Unterarm und eine längere Operationsnarbe an Der rechten Bauchseite. Wwt MkW | Ainsies am? Nob Roten. Awm fiotitita Hinten ®ei.SoiO5 AelW 'M«, M Sn Will« ton mit. ÄS? Äiijj MkW ($1 ____ butier, Wisse! /»■Bfooö- Für Wir geben unsere Verlobung bekannt Giehen, am 11. Dezember 1924 Goethestrahe 36 Tvestanlage 62 Damen- und Herren-Stiefel Mädchen- und Kinder - Stiefel Touren-Stiefel in allen Grössen r auf günstigeT eilzahlung Gamaschen Turnschuhe Strümpfe undSocken 9919« K LLB Klaviere iS ,;C Öfi s cs Billige gute Puppen und o 0) c/> Q X Praktische Weihnachtsgeschenke! Aite. 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Was zog den Mann zu ihr, Der sicher- in ganz anderen Lebens an sch auungen aufgewcch- sen war als sie, der aus unbekannten Gründen eine gefahrvolle Missionstätigkeit übernommen hatte, bei der viÄleicht gerade Die Gefahren ihn nähme der stärksten Mannschaften Deutschlands waren von vornherein scharfe Stämpfe und knappe Entscheidungen zu erwarten. Am meist:n war man gespannt auf Das Zusammentreffen zwilchen Dem Off enbacher Fechtclub von 1 8 ö 3 und dem Fechtklub Germania aus Frankfurt a. M., dessen Mannschaft der mehrfache deutsche Meister asrn » r führte. Zwischen ihnen mutzte Die Entscheidung lugen. S.lbst so bedeutende Fechlvereine, wie die von Hamburg, Dr 6jcn, Berlin, Köln St-.ttgart unD Hannover, waren nicht in Der Lage. Mannschaften gegen diese beiden Clubs zu stellen Das Ergebnis gab dem auch recht. 3m Florettfechten errarg wieder Germania Frankfurt a. M. die Meisterwürde. Die Mannschaft des S ge s bestand aus Casmir. Jack, M00S, Miller und Schön. Die meisten Siege erfocht Easmir, Der deutfche Florettmeister leibst Im Säbelfechten verteidigte Fechlklub Offenbach leinen Titel mit Erfolg. Seine Mannsch ft bestand aus: Lichtensels, Halberstadt, H. Thomson. Tahlmann, G - zzer 0 jun. Auch hier wieder errang Casmir d.e meisten Siege. Neue deutsche Rekorde beim Münchener Schwimmfest. Der deutsche Kurzstreckenmeister Herbert Heinrich (Leipzig) erzielte beim Schwimmfest in München über die kurze Strecke von 100 m in der Zeit von 1 Min. 2L Sek. und über die 200 m im Freistilschwimmen in der Zeit von 2 Min. 26 Sek. zwei neue deutsche Rekorde. Fräulein Reborn (Bochum) konnte im 100-m-Damen- Freistilschwimmen in der Zeit von 1 Min. 20 Sek. ihren eigenen Rekord erreichen. Ein weiterer deutscher Mersterschwimmer ausgespcrrt. Der deutsche Meister im Rückenschwimmen, Dahle in-Vreslau, ist vom Deutschen Schwimm- verband bis zum 31. Mai 1925 disqualifiziert worden, Da er gelegentlich einer Siegesfeier dem Alkohol nicht entsagen konnte. Ein Jugendschwimmcrhcim an der Werra. Das auS Mitteln des Deutschen Schwimmverbandes erstehende Jugendheim wird seinen Platz an der Werra bei A 11 end 0 rf, bei dem Bahnknotenpunkt Eichenberg gelegen, finden und noch im Frühjahr 1925 eröffnet werden. Wasserball-Länderspiel Ccfterrcirfj- Süddeutschland. Zwischen dem Verband österreichischer Schwimmer unD Dem Kreis V des Deutschen Schwimmverbandes sind nach vielen Zwischenfällen die Verhandlungen zu dem Wasserball-Län- derkampf abgeschlossen worden. Die süddeutsche Mannschaft zeigt eine Zusammenstellung, die sich aus die Vereine aus München, Nürnberg, Heidelberg und Darmstadt stützt. Ihr Dürfte Das Schicksal Der deutschen Auswahlmannschaft blühen, wenn nicht Der Mannschaft zu verschiedenen Spielen Gelegenheit geboten wird. Da sich die, österreichische Waslerballmannschaft nur aus Wienern zusammensetzt, wird jede deutsche Auswahlmannschaft. Die sich nicht auf eingespielte Leute stützen kann, das Nachsehen hoben. Die süd- Deutsche Vertretung lautet: Blank (Nürnberg). Müller (Heidelberg) unD Stangl (München), Berges (Darmstadt), Tarnbosi (München), Meier (Nürnberg) und Bierhalter (Karlsruhe). Internationales Wasserballtnrnier in Luxemburg. Nachdem Die beteiligten Landesverbände ihre Genehmigung erteilt haben, wird die Wasserballmannschaft des Kölner Schwimmvereins „Rhenus" von 1897 am 20. und 21. Dezember d. I. in Luxemburg an einem internationalen Wasserballturnier teilnehmen. Außer dem veranstaltenden Schwimmklub Luxemburg beteiligen sich noch zwei französische und ein belgischer Klub. Gegen welche Mannschaften „R h e n u «“ antritt, steht noch nicht fest, auch nicht, ob Die Deutschen reizten, unD Der trotz fein?« tolstoischc-n Herab- steigens in eine (I n.re unD unbegrenztere Well keinen Aug.nblick fein G blut ve l ugnen lonnie? Aber hatte Denn auch Gert sie nicht cinmil seht lieb gehabt, der so grunDverschieDen von ihr wai wie Flamme unD Woss r, Der wie ein Sturm- toinD Durch Das Leben fuhr. Das sie in umschattete Ecken Drängte? Lag eine tiefere Wahrheit ir Der Anziehungskraft Der Geg nsätze? — Ach Gott, was sollte Das Grübeln! Abschied nahmen ja beide — nur daß der eine sich selbst gehörte und in Der F .ei heil ihr, und daß den an2>em seine Heirat band. . . Das junge Mädchen bog von der ßanDftraßc ab in Den w.g ürzenden WicfenpfD Die W esen lagen noch in frischem Grün, die leiste M hd war vorüber, auf Der Grasstrppel spannen ein paar Geiler ihren Hanf zu Stricken und schnatterte ein Chorus Gänse. Aus Dem bunten Laubgehänge Des Anstaltsparks stieg der Mittelbau Des Instituts mit dem Hhrturm klar in die sonnige Herbstluft. Auch Die Erziehungsanstalt gehörte Den Herrnhutern und wurde nach ih.en Grundsätzen geleitet, unterstand jedoch nicht dem Ge- meinöerat, sondern einem besonderen Lehrkörper Der auf seine Hnabhangigkell hielt Freye war glücklich, dah sie hier e-nea Hnterschlupf gesunden hatte, Der in Die Gleichförmigkeit ihres Lebens eine geistige Abwechselung brachte Das Hau« war gewöhnlich bis auf die letzte Stelle beseht. Adel unD Bürgertum, auch der wohlhabenden Bauernstand schickte seine Töchter hierher, und dazu kamen zahlreiche junge Mädchen aus oft weiter Fremde aus den Missionen im Ausland, von der sibirischen Grenze, aus Wcstindicn, aus SXanaDa, Java und von Den hawaifchen Inseln Neben der blonden Norddeutsch n satz eine Kcev- lin, neben einer Dunklen Schönheit aus spanischen Geblüt ein mattbronz-färbencs Mädelchen aus Honolulu, neben einem westfälischen Rotkopf ein kleines, g kbes Mischgeschöpf aus Zentralamerika. Frche unterrichtete nur in Den Sprachen, blieb aber ost noch freiwillig in den Nachmittagsstun- Den in Der Anstalt unD las Den MäDchen klassische Liter aturstücke vor, während sie sich m:t Handarbeiten beschäftigten. Sie war der Liebling aller — Die meisten Briefe, Die in ihre Einfamkei flogen, rüh ten Denn auch von ehern öligen Scht'Lo rinnen her, Die Die Schwester Freye nicht vev Berliner Funkausstellung 'Bon Ing. O. Kappelmayer. Im riesenhaften Neubau des Berliner Mefle- vmts unD Der Rudloindustrie wurde am F.eiiag in Anwesenheit d.s Reichspräfi Deuten unD Oberbürgermeisters Botz sowie der Spitzen Der Reichspostverwaltung unD Fachindustrie und Funlbastler- und Hörerverbänd. die grobe deutsche Funkausstellung eröffnet. In vier Monaten ist Der interessante, maurisch anmutende Bau aus Dem Laubenkolonicg lande am West- ende Eharlottenburgs unter Le tung von Prrs. Stranmer auS Dem Richt« fertig g worden: Eine deutsche Rekordleistung in amentan schein Stil. S«in Wahrzeichen ist Der 83 QILter höh' schlanke Maglrus-Eisenmast. Der Die schräg nach unten verein gt „l_"-Antcnne trägt, den Stroh.er DeS neuen 5-Kw.-Rundfunksend rs, Der mit De- tekiorapparat und Derstärkec üb r ganz Deutschland zu hören sein wird Eitsprechende Maschinen-, Desprechungs- unD Appir.t räume sind vorhanden, wenn auch Die Besp echung Der neuen Grotzstation für Streudienst meist vom Doxhaus auS über Telephonleitungen gesch.hen w rD. F r Vorträge und Versammlungen ist em Audit 0 - riuin maximum als theaterartiger Rundbau mit aussteigenden Sitzreihen und einer Art Buhne vorgesehen, wo auch Die Einweihung statlfand. Aber alle« dies verschwindet vor Dem Eindruck Der Ausstellungshalle, Die ein noch monumentaleres Bild bietet als Das H ius Der Elektrotechnik in Lechz g Hier s nd rund 403 Aussteller, an über 430 Ständen, Kojen und Tischen berteilt: unsere junge .Funk.ndu trie. Interessant ist besonders, Dah zu jedem Doppelstand eine schalldichte Koje gehört, ein buenos reliros, in da« sich Käufer und Vorführer aurückziehen Enn en. wenn sie einen Apparat von Dem jeweils dorgesehenen, säst aanz aperiodischen Antennengebilde von 150 Zentimeter Kapazität prüfen wollen. Der Gesamteindruck war imposant. Wohl niemand hätte vor kurzem geglaubt, datz unsere Funkindustrie al« einjährig S Baby einen solchen Umfang besitzt und eine Fachausstellung zusammenbringt, Die Die größte Der Welt ist und Deren Ausstellerzahl jene Der Septemberschau in Neuyork toeit übertrifft. Qualitativ dominierte Der Eindruck eines ganz autzergcwöhn- lichen Fortschrittes gegenüber Der letzten Leipziger Herbstmesse unD einer mehr künstlerischen DurchDringung Der äußeren $orm. Die Pr ise scheinen sich endlich zum StanDarD durchzur i antworten Die scharfen Zusammenlegungen Damit daß sie sich von ihren Aktien trennen, und Die Folge ist eine schnelle Regulierung DeS Äurfä nach unten Berechtigt sicherlich bis zu einem gctotfTen Grade ist Die Rücksicht auf die Rentabilitätsmöip. lichkeit. Hierbei wirD aber vielfach überleben. Daß die derzeitigen Geldsäye eine vorübergehende Cricheinung sind, und Dah wir in abiehbarer Zeit wieder zu Geldsäyen kommen müssen. Die von Denjenigen der Vorkriegszeit nicht wesentlich abweichen. Stellt man Den Gedanken Der Rentabilität zu fthr in Den Vordergrund, so wird Die Zukunft ein schiefes BUD von her Prosperität der Deutschen Wirtschaft bring m. In der Vor'.rie^.A- zeit war es Der Stolz einer Verwaltung, trenn sic in ihren Bilanzen ihre Anlagen voll abg schri» ben hatte, und eS geht Darum die Tendenz Der Verwaltungen dahin, dieses Ziel bei D-n Hm» Teilungen ebenfalls zu erreichen wobei überleben wird, daß damals Die Abschreibungen t tsächiich verdient und somit die Mittel für Neuam fcßaffungen vorhanden waren, wenn sie auch km Betriebe mitarbeiteten Heute liegen die V-rhäli- nisse ganz anders: große Abschreibungen gehen auf Kosten Der Substanz, sie machen in der Zukunft normale Abschreibungen unmöglich, und wenn Die NotwenDigkeit der örn-uer .nt der 2Üi- lagen vorklegl, sind Die Mittel nicht vorhanden, Da sie als DividenDe ausgesch'üttet sind. Tatsächlich werden also in solchen Fällen Die Demnächst igen Dividenden aus Der Substanz gezahlt und infolgcDcHen auch bei Dn zu erwartenden hohenEinkommenfteuern Diese von Der Substarz genommen. In ben übertti.be -en Kapit .lermäßigungen liegt also eine gewaltige Schä digung der Derzeitigen Aktionäre. Diese ljaben etn Anrecht Darauf, Daß ihr Aktienanteil auf Der Nennwert gestellt wird. Der Dem tatiächlichen Be- standsanteil entspricht, irnD es lieg' heute mehr Denn je Der Verwaltung Die Pflicht ob, ihre Aktionäre, die vielfach unter großen Opfern die Inflationszeit mit D'.irchg Hilt n h (en, zu schützen. Bei Demnächstigen Kapllalcrhöhungen werden die Aktionäre nur zum geringen Teile von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen können, sie müssen ihr Vezugsrecht will g verkaufen und Die Käufer erhalten beim Bezüge Der neuen Aktien einen tocs-mlich groß r n Anteil an ben Unternehmen, als ihnrni g vührt. Schließlich wird die Neigung, Das Kapital über Gebühr umz istellen, vielfach auch noch Durch ein außerordentlich egoistisches Motiv genährt. Je größer nämlich dec ausgewiesene Reingewinn ist, desto höher fallen die Tantiemen der Ver- Wallung aus Es ist ja auch wesentlich bequemer, Den Reingewinn Durch rin künstlich heruntergeschraubtes Kapital zu erh h.-n, als ihn- vor allem Ser Kopf Der alten Frau sank vornüber, -ie geistige Anspannung wich rascher Erschlaflu- g. Katharin. kam. Sie war ein kräftiges Mädchen und geübt in Der Behandlung der „Frau Mutter". Sie griff mit muskelstarken Arme, zu, umfaßte mit rundend.r Bewegung die Hag re Gestalt und trug fie nebenan in Da« SchU.fgernach. Freye folgte ihr. Die Mutter hatte schon die Augen g schlossen, sie war nun willenlos Katharine legte sie auf Das Bett. Aber noch einmal bewegte sie Die Lippen. „Lieb KinDchen," flüsterte sie matt, „Kathi soll mich in Schlaf lesen. Aus Wietschel« Morgenandacht. Das Gebet von der ewigen Liebe, es ist das fünfte." Ja, Machen." Die Mutter lag nun still auf ihrem Lager. Freye nahm das Andachtsbuch vom Nachttisch, schlug es auf und gab es d.m Mädchen. Katharine letzte sich neben das Bett und b g nn sofort mit der Vorlesung — mit eintönig buchstabierender Stimme, leiernd wie bei dem gemeinsamen Auflagen in Der Schule. 4. Freye ging in ihr Stübchen, sich umzuklciDen. Das tat sie immer, bevor sie die Erziehungsanstalt aufluchte wo sie Den Mädchen englischen und französischen Hnterricht criellte. Sie rertaufdgt ihr schwarz's Kleid mit einem ebenfalls dunkelfarbigen, aber moderner zugeschnittenen. Nur das niedliche'weiße Kopfhäubchen mit den roten Bändern behielt sie auf. weil sie wußte. Daß ihr das hübsch stand. Etwas von der Eva regte sich auch in ihr. __ Dor dem Spiegec musterte sie aufmerflamer ihr Gesicht, als es sonst ihre Art war. E.n schmales Oval, anmutig in Den Linien und (eintönig in der Hautsärbung. Die Augur über- sonnten es Die Augen der „Sentimentalen", blau wie ein heller Märzhimmel, mit einem zarten Ausdruck von leicht nachgebender Empfindsamkeit. Das bet Tageslicht fast silbrig wirkende .Blondhaar deckte vorn das Häubchen und wer auf dem Hmteckops zu einem dicken Knoten geschürzt. genommen hat. Die sehen: Regatten ?ur$ öffentlich-rechtliche oder private Gelvannai- ten beschafft werden. Sie finden gleichfalls Anwendung auf Bürgschaften und Sicherheiten, die zugunsten Dritter von Ländern, Gemeinden und Gemerndeverbänden für Auslands kredite gestellt werden. Die Auslandskredite müssen für eigene Zwecke des kreditnehmenden Verbandes bestimmt sem und dürfen nicht an physische und juristische Personen des Privatrechts weitergegeben werden. Die Kredite müssen unmittelbar produktiven Zwecken dienen. Dor Aufnahme von Aus- landskrediten hat die beteiligte Landesregierung das Gutachten einer besonderen Beratungsstelle etnzuholen. Die Beratungsstelle ist ein aus Sachverständigen bestehender Dertrauensausschuh der Lander, deren Aufgabe u. a. darin besteht, den ausländischen Kapitalmarkt zu beobachten und die gesammelten Erfahrungen für die Länder usw. nutzbar zu machen. * 2l b 1. I anuar wieder Samstag- Börse in Berlin. Der Berliner Dörsenvor- stand hat beschlossen, vom 1. Januar 1925 ab auch an den Samstagen Dollbörse abzuhalten. Die Dörsenzeit soll von 11 bis 1 Uhr festgesetzt werden. Ebenso soll am 24. Dezember Börsenverkehr von 11 bis 1 Uhr vormittags stattfinden. Der Dörfenvorstand will erst mit den Vorständen der übrigen Börse sich in Verbindung sehen, bevor eine offizielle Bekanntmachung hierüber erfolgt. * Generalversammlung der Darmstädter und Rationalbank K. G. a. A. 3n der außerordentlichen Generalversammlung der Darmstädter und Rationalbank K. G. a. 21. wurde der Prüfungsbericht und die Gvldmark- eröffnungsbilanz per 1. Januar 1924 vorgelegt. Bei der Diskussion über die Umstellung, die im Verhältnis von 10:1 von 600 Mill. Pm. auf 60 Gm. erfolgen soll, entspann sich eine lebhafte Aussprache. Ein Aktionär, der gleichzeitig amerikanische Aktionäre vertrat, und schon in früheren Generalversammlungen auftrat, Dr. L e m a r k, äußerte sich dazu, daß er eine Zusammenlegung im Verhältnis von 10:1 für viel zu weitgehend halte. Dach seiner Ansicht würde eine Umstellung im Verhältnis von 6:1 genügen. Er sog als Vergleich andere Großbanken an, so r. B. die Deutsche Bank, die ihr Kapital gleichfalls auf 10:1 reduziert hätte, obgleich sie durch den Verlust ihrer Auslandsansiedlungen außerordentlich geschädigt wurde. Direktor Goldschmidt erwiderte darauf für die Verwaltung, daß zur Zeit, als die Goldbilanzaufstellungsverordn.kng erlassen worden sei und auch z^r Zeit der Told- bilanzcufstellung der Gesellschaft am 1. Januar 1924 die Inflation kaum überwunden war. Die Goldmarkausstellung sei ein wirkliches Problem. Die Goldmarkeröffnungsbilanz wurde darauf gegen 325 Stimmen genehmigt. Die Opposition gab gegen diesen Beschluß Protest zu Protokoll. 'Maschinen-und Amaturenfabrik vvrm. Breuer & Co., 21.®., Höchst a. M. Die Goldbilanz sieht die Umstellung von 18 Mill. Mk. Stammaktien auf 1J3 Mill. DM. (10:1) und von 500 000 Mt. Vorzugsaktien auf 15 000 DM. vor unter Bildung einer Rücklage von 146 565DM. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeiger".) Berlin, 10. Dez. Die Abgaben zum Schlüsse der gestrigen Börse, die in erster Linie von Grvh- Brrnkenseite erfolgt sein dürfte«, legten der Spe- kulatwn an der heutigen Börse etwas Zurückhaltung auf. Immerhin ist einiges Material her- i ausgelommen, das jedoch ohne scharfe Kurssenkung Aufnahme fand. Insgesamt kann man das Bild an der heutigen Börse als uneinheitlich bezeichnen . Das Interesse, das sich bereits geste.n für einige Spczialpapiere bemerkbar gemacht hatte, hielt auch heute an. So werden toieber Türken- werte gesucht, anscheinend für Pariser Rechnung. Im Vordergründe stehen Zolltürken. r Börsenkurse. Tirfnntt 6*/o Dentfdte lRetd)8anleibe . <% Deutsche RetchSanleth« . Deutsche Rcicheanlelbe 3°/o Deutsche RetchSanleide . Deutsche Svnrprärmenan leihe 170,26 uoh boll BrU. ?'ntw 20,82 50 8 . £0,79 20,85 volljuoa Chrfftinnfa. <3,57 C3.7u 63,82 63,9' ’-’OllibolI .Qovznbogen 14,56 14,84 74, 1 74,6 ' voll voll ©tocthoün . Sclfinflfort. 0tat!en. . . '.Id, 05 113,34 -.13,05 113,34 lohlüoU 1G,55 18,21 10,59 1L, 5 10,552 18,175 10,592 111,215 vvlljvoll voll voll London. . . 19,78 15.83 19,715 19,765 voll^voll Weuhort . . 4,1 J 5 Ä> 4,195 4,20 > voll-voll PorlS. . . . 22,74 22,6 i $2,71 ooibboll Schweiz . . 61, .0 1.1,50 dl, 97 81,47 V0l! voll Spanten . . Wien in D.« 68,41 ‘8,5 V8.48 1-8.62 voll voll Crft. abaest 5,91 5,93 5,91 6,93 voll voll Trag . . . 12,69 11,72 12,67 12,71 voll voll Budap?st - - Buen.-Aires 6,(5 6,77 1,71 6,73 vou'voll ,618 1,6? 2 1,618 1,6: 2 volllvoll Bnhiarien 3,03-. 3,17 i 1^12 l,4G8 3,0ö5 3,675 ooli'uoU yavan . . . Wo de Ian 1,638 t',488 1,613 1,4:8 1,61: 6,490 UOlL-'Oll voll voll Drlzrad . - c,29 b,31 6,31 b/-3 »oll voll L'ffabon . - 19,2.1 19,27 973 10.77 V.lllvoll Frv’ivt, 10. Dezbr. Get> 1 Brie' Nepnrl °/« Nmcrttantsche Note» ..... 4,17/ 4,197 roll Belgisch'? Noten - ....... 20,75 .'0,85 roll Dänische Noten ....... ?4. 6 4,61 voll englische Noten........ 19, 9 19.7 voll Französische Noten ...... .2,6 12.74 voll Holländische Noten...... 159,48 -.70.32 voll Italienische Noten ...... Norwegische Noten...... Deutsch-Oesterr, 2100 Kron« 13,195 18,276 voll 63,6 J 14,01 voll 5,83' 5,91 > voll Rumänische Noten...... 2,16 2,'0 voll Schwedische Noten ...... 112,71 113,35 voll Schive-ncr Noten....... 81,10 81,50 voll Spanische Noten . ...... 5^20 £8,50 voll Tschechoslowakische Not» . . 12,63 12,69 voll Ungarische Noten . . « 6,69 5,71 voll Frankfurter Abendborfe. Frankfurt a. M., 10. Dez. Die Abend- börse hatte wieder ein zuversichtlicheres Aussehen. Das Kaufinteresse für 2lktien war geweckt, so daß die Erholungen, die sich bereits an der heutigen Rachbörse einstellten, weitere Fortschritt machten. Obwohl die ^lmsahtätigkeit keinen großen Ilmfang annahm, war die Stimmung auf allen Gebieten ziemlich fest. In besonderer Gunst standen erneut Montanwerte, die die durch Realisationen eingebüßtcn Verluste zum größten Teil wieder aufhvlen konnten. Auch für chemische Werte zeigte sich wieder Kaufinteresse, so daß auch diese WvrtU gute Erholungen aufwiesen. Am Bankenmarkt, der ruhig lag, warm Handelsgesellschaft ansehnlich gebessert. Auch für die anderen Marktgebiet« kamen die Rückgänge zum Stillstand. Deutsche Anleihen hatten bei kaum veränderten Kursen stilles Geschäft. Für ausländische Renten hat die Rachfrage erheblich nachgelassen. Deutsch« Anleihen: Kriegsanleihe 0,858—0,865, 3,5prozen« tige Reichsanleihe 0,95. Zprozentige Preußische Konsols 1,2. Ausländische Renten: Zolltürken 10.5. Bankaktien: Adea 3,1, Berliner Handelsgesellschaft 132, Commerzbank 6,15, Darmstädtei Dank 12,5, Diskontokommandit 16,5, Dresdner Dank 8,35, Metallbant 17,7, Mitte.deutsche Kreditbank 1,85, Oesterreichische Krediiaktien 10,25, Reichsbank 64, Rheinische Kreditbank 3,4. Montanwerte: Buderus 16,5, Harpener 109,5. Mannesmann 60,75, Caro 11,5, Phönix 54,75, Rheinische Braunkohlen 38,75, Rheinstahl 49,25, Rombacher Hütte 28, Tellus 3,1, Westeregeln 19,75:- Clektro- werte: AEG.. 10,75—10,85, Licht und Kraft 7,7. Transportwerte: Rordd. Lloyd 3,5, Baltimore 63. Sonstige Industr.ewerte: Kleher 2,8, Cßlinger Maschinen 7,85, Alchaffenburger Zellstoff 25,9, Cement Heidelberg 24,75, Dhckerhofs & Widmann 4,1, Holzmann 5, Dingwerke 3,65, Ludwig Ganz 0,175, Iunghans 12, Rheinmetall 9,25. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gietzener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 10. Dez. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 20,75 bis 23,25, Roggen, inländ. 20,72 bis 22, Sommergerste für Drauzwecke 24 bis 26, Hafer, inländ. 17,50 bis 21,75, Mais (gelb) 21 bis 23,50, Weizenmehl, inländ., Spez. 0 36,50 bis 38,75, Roggenmehl 31,75 bis 34,50, Weizenkleie 13, Roggenkleie 12,25. Tendenz befestigt. Berliner Produktenbörse. Berlin, 10. Dez. Am Produktenmarkt wurden Getreide und Mehl etwas fester. Absatzlos war der Lokomarkt, weil die Mehlkäufe doch nur spärlich seien. Im Terminmarkt Mairoggen 246, Ianuarroggen 227,5. Es notierte die Tonne Weizen (märk.) 214—220, Roggen (märk.) 209 bis 213, Gerste (märk.) 225—250, Gerste (neue) 190 bis 200, Ha'er (märk) 166—177, Mais (1C03 Bln.) 203—206, Raps 385—390, Leinsaat 400—405; der Doppelzentner Weizenmehl 29—32,15, Roggenmehl 28,75—31,75, Weizen kleie 14,20—14,30, Roggenkleie 12,30—12,40, Diktoriaerbsen 29—32, kleine Erbsen 21—22, Futtererbsen 19—20, Peluschken 15—16, Ackerbohnen 19—20, Wicken 17 bis 18, Lupinen (blau) 11,50—13, Lupinen (gelb) 15—16, Serradelle (alt) 10—12, Serradelle (neu) 15—17, Rapskuchen 16,50—16,90, Leinkuchen 25 bis 25,20, Trockenschnitzel 9—9,20, Tvrfmelasse 8,60—9, Kartoffelflvcken 18,20—18,50. KWMMU Zusatz braucht man auszuwenden bei Berei» lang von 1 Liter Kaffee, Malz», Kornkaffee oder sonstigem Kaffee-Ersatz, wenn man das Getränk mit dem seit 124 Jahren bewährten Kaffee-Surrogat von Werner Breuer berstellt. 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