Ur. 35 €r1*etwt »tgvch, Soniu enb ^terlc^s, mit d. 5«m$teqsb#t!agt 8 it^nwr3«*‘limt ittKt Dleeetia e)icintls 2.50 Goldmark eie* schließlich IrLqerlohe, auch bet 7Nd)uri4einfe einzelner Nummern ia* folge höherer Gemalt. - Aer«sprech Anschlüsse: für die Schrift eituna 112; flr Verlag enb Geschlf1.lt eile 51. Abschrift für Drahtnach* richten »eteigerOlrhre. pallchrckfOWta: treiffurl e. M 1168t. U4. Jahrgang Montag, U. Zcbruar 1924 EWnerAMger General-Anzeiger für Oberhessen PrFtf tmbDfrlog: BrfiMW Untoerfitati.Bidb »irö Sleiubnicktre! R. tcmre in «Etzen. SdiriftlelhiNg nnb 6ef45ftsttle: SAnfVrflM 7. leaebet hi lijt'l»« fül bw lag*.Tiemeier bl. jem VaibrnMag vorher oheesedeverbtnbNchkett. preti für 1 mm höh« für An,ei^en vom 27 mm Vreite örtlich«, au. mürta 10 Goldpfenmg, für Ke- Klame-An eigen p 70 ' m Breite 05 9 oldpfennig. Dtuheorfchrift 20* .Auf. schtou - verantwortlich tut Politik a. Feuilleton: bt ^tiedt Wilh Lenge; für den übligee 2r.l Ernst Blumsche n . für den Anzeigenteil fian.Dech, sämtlich in Giehen. dar die 3t» britt* Dec- Rocht- Tcue- mittel- lei di- unter* tunfl nachprüsen mub. $Xi< Reich Wirb bcn Qftit- t?8 Wucher- fast nur im ständischen Geschäft-!rden suchte. der am testen der Kontrolle der OeffenEchkett 3totftfen dem Reich« kanzler trab bee Parteiführern chat gestern e'ite Besprechung über ble Aendertrag Ve« Reichs- watzlge'etzes ficttgefunbeu. In brr Aut spräche fe en Dedenkra dahin grltenb gemacht worden, ob e« möglich wäre, bei b?n große«, vom Reichstag noch ?u fcetoclfgcnbrn Aufgaben bie nötige Zeit für dir Beratung und leralfch ednag be« dom Reichskab nett beschlossenen Entwurf« nut Aendrrurg bc« Re chswabfge'etz « ?u finden. Man fei infolge- fe fen übererag-kommen, von einer Weiterleitung de- dem Reich-ral zngegangencn Entwurf« an den Te ten Äom.muniquö wird un« von unterrichteter Seite geschriebene .Die offizielle AaSlas'unz de- Sachverslan- blgenkornltces. dast cA die Währung «arbeiten m ‘Beilin hiermit vorerst beendet haben durste, zeigt in erfreulicher Weise, dast die Zusammenarbeit zwischen den in Frage kommenden deutschen ©teilen und dem Komitee zu einem befriedigenden Ergebnis geführt hat. Da« Komitee, da« von der Reparation«kvmmission den Auftrag empfing, Vorschläge für eine definitive deutsche Währung zu machen, hat feine Arbeiten von vornherein und unverändert auf diesen Endzweck gerichtet Der dahingehende Plan hat bie Vereinheitlichung der bisherigen verschiedenen deutschen Zahlungsmittel auf einer einzigen Goldbafi« zum Ziele. Die Gedankengänge, die da« Komitee dabei kilen. lind derart, dast auch von deutscher Seite ein Erfolg da rau« erwartet wird Anderer- feit« berfannie da« Komitee niemals, bah untere derzeitigen Wlr:schasis- und WährungSverhäll- niffe ein prompt«« Handeln c fort) nm Die Sachverständigen werden diese Austastung der Repara'irn. komm fllvn guen der aitibrüden. Sie zeigen durch die bereit« für den 18 Februar in Pari« angesehte For fuhrrmg der gemeinsamen Arbeiten, bah es ihnen mit btr beschleunigten Lösung be« Problem« ernst ist Um bie von dem ReichSbankprasibenten eingelc.tetcn Arbeiten aus eine bald ge Heran ie^ama de« inländischen und an«länb p«n Goldkap tri« für die Zwecke ter deutschen Wirtschaft nicht zu behindern und ihre Wetterführung zu ermöglichen, hat bie Kommisiion btc Erklärung de« Reichabrnkpräst'enten entreg^genvrnmen und in ihrem KornmuniguH zum össentlichen AuSbruck gebracht, bah die Arbeiten de« ReichSbankpräsi- benten so geführt werden, bah baS Aifgehen ber heran zu ziehenden Kapitalien in den von den Sachverständigen in« 2>ge gefahten definitiven Plan vorgesehen wird AuS der somit von allen beteiligten Stellen bezeugten prompten A brat«. wUliglm» und der übereinftimmenben grunbsätz- lichen 2 iffassung geht hervor, dast die letzten spekulativen Vorgänge auf dem Devisenmärkte feder Degnradung entdeh-ea und dast die Uebnfübnmg der derzeiNaen Wert- verhälwisie unterer Zahlung.mittel tn den definitiven Zustand mit Sicherheit in Aussicht steht Hebei die Lage am Devisenmarkt erfahr«, wir noch folgende Einzelheiten: An bei Rutzcr'er Börse und einigen anderen ausländ schon Plätzen ist eine leiche Abschwächung der Mark cinge.rr.en. die sich auf ir- gmdwelche Ge.üch e über .eine ernste Änfe der Rentenmark- stützt, diese Meldungen Hecken keinerlei wie immer ge, Tatsache der vermehr e i De i enarf rberung-n an ber D-rli er Bä le b'-übr: btc Ren enma t nicht im minbeftm. b.mn selbst to-ir, dadurch bi: Heraufsetzung der Devisen kur e beding wäre, würde b.e« hö-stwrs da» Qw bäl ni8 zw'schen drr Pa- Pier- und R:n cmrnrt re schieden. Sämtsiche Blätter f'chren d e 2lb chkvä ch mg der Pa ic mirf an einig m Ausland, bö sen auf Spekula- tionSmanöver zurück, drnen mnn aber beut- schersei s in voller Ruhe cn qe^en'eben könne. — Der Lokalanzeiger" weist darauf Lin, bah ah lich< Vrrf'iche. bie Mark zu 1af^ icren. schon f-üfcer. z. B in Rotterdam g77nacht worben feien, dast aber immer die Daisfespeknlation dadri schwere Grinste erlitten bihe — Die .Germania" bc ont, bah für den wahren Wert ber Wahr' ng das Quantumbe« Geldumlaufs mad^k e^rd fei QNribe dieses Quantum stabil oder tr>iT>? es gar ge ringer, dann sei der innere Wert der Wäkm. ng ge rbert. Zet« valutar.fchr Veschlech ertng könne bi ntzn hi.^ai rückgängig gemach' tp.rbcn sobald “et Spekulanten der 2 em auSg-nge. 2a Rri-'SdankauswriZ habe der dca schr Rolenuml,-rf nicht c wa zug?- nrmmen. sondern um 21 Drillionea Papiermark, I also 21 Mchioncn Goldmark abgenommen. Gegenwartsaufgaben der Mittelstandspolitik. Don Senator a. D Beythien. MdR Der städtische und ländliche Mit^lstond must federn wahren freunde der Erhaltung staatlicher Ordnung und gesunder innerer Volksentwicklung als die Grünblaue deutscher Erstarkung erschemra Dieser ber Iclhftänbigen und felbstverantwortlichen Arbeit dienende Stund ist die Keimzelle des Vernünftigem. Besonnenen. PNlchtbewus)ien und Folgerichtigen, und jede führmde Handlung, die au« diesem 3beenfrcik entlt>r.ni', wird bc Handwerkern. Bauern Äaallcuten. Gewerb.-lrel- benben des Mittel stunde«, bei allen selbständig Tätigen 2nerke- ei. gcli.c.en i,t. Die jetzt in Ansehun; ber (MDbeWCitung er- schreckenb in die Erfcheinung trUL Der ländlichen Wirtschaft erwuchs b.cse« Abglei en zunächst nicht, ja ihre Lage ersch en und Sterben der Ration. Wir hatxn einfach die Wahl, ob wir al« selbständiges, unserer Würde bewusttes Dolk selbst das Hau« ber Zukunft bauen wollen, oder ob wir al« Hörige erbarmungsloser Bedrücker un« beren Weisungen fügen müllen. Unb da kann gerade für den fuiat«trcnen, n>ch an einem deutschen Zbeal häng n'en Mittelstand die Antwort nur so lauten: Wir sind zum größten Opfer bl« an die Grenze unlerer Kräfte bereit, um die Selbständigkeit deutfcher Arbeit. Me Einheit unb Freiheit unfere« Vol- kc« zu sichern. Solch gute Eigenart der Mittelschicht verpflichtet allerdings in befc-nderem Masje d:e F ü h- r u n g in Regierun,. 'jXirlament und Verwaltung. bei allen Rlalnahmeit zu prüfen, ob und inwieweit Lcben«sntg n IRitkl tarJv*« fchäb- llch ober gar zerstcrenb bceinfluTX werb.n Ennten. Diele berechtigte Klagen ble b?n hier offen, aber zum groben Dell ist nicht un icnügcnbe Fürforge schuld, lonbcm baS Slenb unserer Sefa m t la g e schlechth n. Reben der So rderstellung. welch? der f?u’- «ämisiche unb gewerbliche Mittelstand unter ber Antiwucherpolitik ei nimmt, stab eS nicht zuletzt ble Steuers ragen, die ihn ernst bedrohen. Wir müssen, um baS erste vorweg-u etzmen. dahin kommen, bem ®ctDerbe*rcibenben i;t ber Preisgestaltung wieder mehr Vertrauen zu schm- ten. Rachdcm öolbnurf unb -psennig Wieder die Kalkulation beherrschen, erscheinen jene Schikanen, unter denen Handel uad Gewerbe vielfach litten, in einem besonderen Licht. Gegen den Letzten in der Düterverteilung rich e e sich eine Dell von Vorurteil, uib eS will die WiNschast^fremdh it ber öftertllchen Meinung lag Vertrauen muh wiederkehren, und da muh ge’aat werden, dah da- Weiterbesteben von Heber IciMeln der Zwangswirtschaft e n't unter die Luve genommen werden muh. Dies gtl: z.B. hinsichtlich der P r ei« v rü s u n g s st el- len, die in ihren Zusammensetzungen und ihrer* Start« vielfach zu ernsten Bedenken Ve-an- Hurag geben. 3m Anllwucherver^abren muffen gröbere RechtSgaoantien geam Zehllt*rüche ae- schaffen werden: den wirklichen Wucher soll man schwer bestrafen: aber eS ist ein Widersinn, wirtschaftlich verständliche M-ah-ahmen al« Wucher zu charakterisieren, wie die- u. a. bei Forderung wertbestä digcn Geldes in der lehren Inflationszeit geschah Der Kaufmann feinedrit« formte nur gegen wertbeständiges Geld Ware erhalten. Man räume durch eint allgemeine Amnestie mit der älnzahl von Strafverfahren auf. die au« jener hoffentlich überwundenen Zeit noch laufen. Scharf greifen jetzt bie Gvlb steuern in die Wirtschaftskraft drö Mittelstände- ein. dabei darf nicht DcrgcfTcn werden, bah bisher nur bie Gehalts- unb Lohnempfänger ihre Steuern unenttoertet zahlten, unb dah Die Wirtschaft in Stabt und Land wirklichen Steuerdruck infolge ber Inflation nicht gekannt bat Jetzt alle diea5 Wirb bie Belastung im Zusammen Hana mit der Erkenntnis unserer Verarmung donprl: schwer. Die unter dem Ermächtigu.gSgesetz getroffene DieSteuerverhanblungen Berlin, 10. Febr (DTB) Der Fünf- zehnerouSfchuh bc« Reich«tag« hat bi? Artikel 5 unb 6 ber dritten Steu -»-Notverordnung behanbelt. Eegenstanb bc« Artikel« ö ist ber Finanzausgleich. Seitens ber Reichweite u tg wurde hierzu au «geführt, dah infolge des Währungsverfall- da« Reich durch Defoldungszufchüsse den Perfonaletat ber Länder unb C-emetnbcn zum überwiegenden Dell habe übernehmen muffen, und darüber hinaus dir Länder und Gc- meinten durch Gowäh uhfl von Zu'chüsien zu br» Gehältern ber Geistlichen unb 5 irchenbeamten sowie rwn Zuschüßen für solche Anstalten unb Lln ichtungen. die die Au'qabcn ber ösfe^'tlichcn WohlsahrtS. sie e unb bc« öftent i chen Schu'- unb Bilbarng-wefcn« cr üllcn. weltlich entlafkt wer. den muh'.en Infolgedessen wurden in der Regierungsvorlage de.a Ländern unb Gemeinden wiederum diejenigen Aufgaben gnr f lbft »digcn Regelung und Erfüllung überlassen, die nach bet ge- fck'.chtl cken Entwicklung trab auf Grunb de« siehenben Rechte« als die ihrig« an zusehen find, närnsich dseWohlfahrtspfleaelin aewisiem ilmiangci, au ^«rdem da« »pchul- und Dll - dungswesen sowie die Polizei. Dementsprechend setzt die Regi«7ungSvor1age den 2nt .il Der Länder an der 3intommzn- and Körper- schastSslruer aus 90 Prozent, hebt die Erbschaftssteuer .^lS älcberweisunnssteuer auf and beschränkt tu Deicisigung der Länder und Gemeinden an der Mmfahheuer aus */. Prvz. da« nach 2rtifd 4 und § 2 de zwei en Stcucrnvtre-orbnung Don den stcuerpsllch Ifen Hmtären teS Kalenderjahre« 1924 über den bisherigen Satz hinaus zur Hebung kommt. Der Fünf'ehnerau-schuh hat diejrnsgen 2cn- berungen Der Regierungsvorlage gct.Ltgt die ber ReichSrat im Ctmxnmebmen mit ber Reichs- regierung vergenommen hat, ferner emen Antrag, ba bie RmchSregierung ersucht, für ben Fall, bah bie bisherigen Bewilligungen auf Grunb beS SSO. 25f 8 unb 61 be« F'.nan.nusgleichS- gcfchc«. unb zwar ohne jede Kompensation, in Wegfall forrmn. einen kulturellen Rotfiaudsfrmd» ta angemess nem AuSmaß einzusetzen Rach den Beschlüssen des Aus- | schusseS sollen ferne die Ausgaben ber Wohl» Reuregelung ber Einkommensteuer kann nur eine vorübergehende sein. Denn zu roh ist ihre Bemessung mit 2 Proz. de« Rohertrages: arbeitet t>och «. B der Grohhandel ost mti weit geringeren Gelamtoerdientlätzen Ersreu- lichecweise ist cS gelungen, k. B für 2»nzeihanbd unb Gewerbe eine erhebltwe di i seren zierte Verminderung dieses ProzeMsaheS zu erreichen. Auch Sine Inflaticnsgcfahe sei allo in keiner We,fe verhand m. — Der _B ö r s e n k u r i c r" schreibt: Wie günstigsich tatsächlich bie Rentenmark entwickelt bat, wirb man demnächst auS dem Rentenbankausweis vvm 31. 1. 1924 etfehen; u. a. wird man e fahren, welchm Überrascheird hohen Betrag seines Rro enmarkkret4 e« das Reich an die Dank iu rückzahlen konnte unb bah e« baju in bei Lage war. weil bie Steuerei ngängc im Januar btc Eiwiriungm übertrafen. Die erhöhten Deviscnansp-üche an ber Derliiier Dörse gehen, wie bk Dlä'tcr betonen, naa> verlählichcn Äon- trollfestsctzurgen saft durchweg aus 2lnforbeimn- gen bet Leder- und Lesstilindustrie zurück, die damit bie erfreuliche Tatsache ihres Wiebeiaufleben« barlun. Der Reichskanzler zur Reparotionsfrage. Derlin. 10. Febr. (Prlv.-Tel.) In einer älnteroeb ng mit bem Dckgie len bes schwedischen Roten X»eu,e4, Dr. Hildebrand, e klarte Der Reichskanzler u. a. er erwarte, dah die Sach- verständ.geaauSschüfs« zu einer ähallche.» Ansicht kommen würben, wie sie beutfcherleft« vertreten wer^, bah nämlich Deuckchland seinen Ha u «- halt dalanzlcren un> feine Valuta fta- bllis ieren Bnne nur unter ber Voraussetzung, bah im Ruhrgebiet sobald wie möglich bie Wiitschastliche und fincTi^idle Hoheit be« Reiche« Wiederhergestellt Wird. Der Kanzler führte aus, dah der Standpunkt der Regierung m der Repa- raliouSfrage der gleich? fei, wie efen sei, zwar nicht einen Vertrag, wohl aber ein Ab. kommen über die Besetzung der Rheialande abgeschlossen hatten. Gr. Orlando, habe keinen Anteil daran gehabt. Das Blatt bemerkt dazu. Wilson, der neue Messias und Mo'es, sei so allen seinen 14 Punkten untreu geworden, indem er Deutsche an die Tschechen und Polen verschacherte und den Franzosen den Anzug In« Rheinland bewilligte, obwohl sie schon damals die Absicht gehabt hätten, dort zu bleiben. Das polnische Militärpflichtgesetz angenommen. Warschau. 9. Febr. (W D.) Der polnische Sejm des.ih c sich mit der Vor Inge über die allgemeine Mili Srpflicht. Abg Dlniezkiewicz stellte den Antrag, brß im Sinne des BchchlusseS des g'seb. geben den Seim von 1920. nach dem die Dewnbner der Wojwedschif Oberschlesiens auf ach'. Jahre von der Militärdienstpflicht befreit sind, bisher nur diefenigen Oberschlesrer in das Heer cintre'en sollen, bte sich freiwillig hierzu b*rett erklärten . Abg. Korfan ty erklärte. daß alle ernsthaften Organisationen der polnischen fügend Obersch e iens den Wunsch äuberten, man möge sie hiniich'lich der Milrtär- dreirftpflicht den übrigen Polen gleichstel- I c n. 3n der Abstimmung wurde der Antrag Di- niezkiewicz abgelebn t und die Vorlage in dritter Lesung unter Drifallsbezeugungen und Hochrufen auf die Armee angenommen- Aus Stadt und Land. Gießen, den 11. Februar 1924. Gießener Wochenmarktpreise am 9. Februar 1924 Ss kosteten: Butter lch0 biS 1.60 Ml. Matte 0,15, Käse 0,60 bis 0,70 das Pfund Gier 0.15 bis 0,18 das Stück. Wirsrng 0,30, Weißkraut 0,15 bis 0,30, Rotkraut 0,40, gelb? Rüben 0,25. rote Rüben 0.30 das Pfund, Blumenkohl 0.50 bis 1,00 das Stück, Salat 0,35 ein Kopf. Gndrvien 0 80 bis lch0, älnter-Kohlrabi 0,05 bis 0.08. Grünkohl 0,30. Rosenkohl 0,80 bis 1,00. Feldsalat 2.00, Zwiebeln 0,20 brs 0,30 das Pfund. Lauch 0,10 bis 0,30 das Stück, Meerrettich 0.40 bis 1.00 daS Pfund, Sellerie 0,10 brs 0,60 das S ück Schwarzwurzeln 0,60 bis 0,80 das Piuid. Arpfel 0.15 brs 0,30, Dörrobst 0,30 das Ptund, junge Hahnen 1,00, Ganse 0.70, Aüsse 0,90, Fische 0,25 brs 0,35 Mk. das Piund. ** Der Winter hat gestern vormittag mit einem ziemlich erheblichen Schneefall seine Herrschaft bet uns wieder geltend gemacht. Dir Temperatur ist gl.lchfalls etwas zurückgegangen, ohne aber doch allzu unangenehm zu werden. Daß durch die neue Wetterlage die Hoffnungen auf eine nochmalige schöne Wintersportzeit bet vielen Mitbürgern wieder gefliegen finb, versteht sich von selbst. Hoffentlich kommen aber auch die Hausfrauen mit den knappen Brennstoffmengen nicht noch einmal in Dedrängnrs. '* Personalabbau und Schwerbc- schädigtenversorgung. WTB. meldet: Es ist das Gerücht verbreitet worden, daß das Schwei beschädig engesetz infolge der Bestimmungen der Personalabbauverordnung seine Gültigkeit für die Behörden verloren habe. Dieses Gerücht ist unrich ig. 3m Gegenteil ist den Behörden ausdrücklich zur Pflicht gnnacht. bei der Durchführung des Personalabbaus die Bestimmungen des Schwerbeschäl: ig engesehes genau zu beobachten. Alle Behörden sind nach wie vor verpflichtet, dm vvrgeschriebenen Hundertsatz von Schwerbeschädigten unter ihrem jeweiligen Personalbestände zu beschäftigen. Eine Entlastung kann nur bei Schwerbeschädigten in Frage kommen, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus eingestellt worden sind. aber auch auf solche Schwerbeschädigte ist weitgehend Rücksicht zu nehmen. 3hre Entlassung «ist erst in letzter Lime und nur auszusprechen, wenn die Aotwendigkeit des Abbaus es dringend erfordert. Die Unterbringung der Ausgewiesenen. Die auS dem besetzten Gebiet aus- gewiesenen deutschen Aeichsangehörigen sind nach der ausdrücklichen Vorschrift des Aotgesetzes vom 24. Februar 1923 vor allen anderen Wohnungssuchenden unterzubringen. Der Reichsarbeitsminister bar vor kurzem in einem Rundschreiben an die beteiligten LandesbeHörden ersucht, die Gemeinden auf diese Vorschrift erneut aufmerksam zu machen und dafür Sorge zu tragen, daß den Ausgev. iesenrn, vor allem au£ bei der Rückkehr in ihren früheren Wohnort, mit größter Beschleunigung ein Unterkommen verschafft cr-ird. Die bevorzugte Unterbringung der Ausgewiesenen. die im vaterländischen 3ntereffe Aachteile auf sich genommen haben, ist eine besonders wichtige Pflicht der Gemeinden. ** Mehrere Duhe'nd Silbergeschirr gestöhlen. 3n der Aacht zum Sonntag wurden auS einer Parterrewohnung mehrere Dutzend silberne Eßlöffel, Teelöffel, Mester, Gabeln, Bestecke, Serviettenringe auS Silber und Zinn, Kucheichrber, Suppenkelle, teilweise gez. M. R., 3. R., E. G.. F. B. 6. 3. 97, sowie eine weiße Tischdecke (Drell), gez. A. K. 6. ein kleines weißes Deckchen mit aufgenähtem Bändchen und eine doppelgewebte Tischdecke, rot und weih gemustert, gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliches nimmt die Kriminalpolizei entgegen. Vornottzcn. — Taaeskalender für Montag. Max-Reger-Gesellschaft: 7Vi Uhr in der Stadtkirche Max-Rcg wclch diglich i Lderhc VMcr l ßausyvi föauung Ml ju an, jetzt frfiig*n jj biV.e ricbcrfcr schlilcn u ar»! lD gebiegen ju stehen ju fi drm toi ein«« ( I.beit i Jen Di. aufc der bc bei vir vendi Der Ä' Grippe-Gpidemee nu«gebrochen, die unter allen Altersstufen zahlreiche Opfer fordert. Hcssen-Naüau. fpd. Frankfurt a. M., 10. Febr. S« steht nunmehr lest, daß biencue Drücke über den Main, die an Stelle ber beim Gisgang Vernich. teten alten Brück« ersteht, sofort nach Suitritt normaler Verhältnisse gebaut wird, unb zwar naürbig. Den sicher zu Wften and ui unfrm QMf3flea»«l n'dpM I“ leben. Dir haben MA Recht. von jedem Drutlchen ber entn eni Lben öV. Me Anspannung auch der letzten Krätte zu t> r.angen Dabet find wir en* Dilllt'injicn Lar larub. i. bah auch bn Iilchec Qkbdt ^(ddiatit.T Ln graben fi imt nicht ui emrflen f t > arrbra. a>rm et nicht bas 'höifte ®lüd»gut tft. tn biefcn Zeiten feine Pflicht 8 u tun ii Hd'.i Dir sind genötigt, alt Volk t>on j bm Bel «q nr»fen Opfer zu perlange«. an die trübt M kt gedacht bat. unb bei bet vage her Dinae wirb es nicht anbtrt möglich fein, alt bab bet b eiern Verlangen von Ob1e*n auch Ungere4)llflMten gescheiten. vie jedenfalls im Lugerbsil als laiche emsiunbon üxrröen. d^e aber In späteren Z itm rüdM denb von ben ®e- fchtchts'chr ibrrn wahrfche r lich nach ich'tg beurteilt werb-n Das K*t den 3tamitn au gemutet trirb im Wege bei QT»bauet, im We«< der 'TkifroDpuna der D-Hälter unb her ®r- W’tung der Oh bett l t lang. ö>ji ben Arbeitern Auflenrutei werten muh in Grhöhung Iber Tä tgkcl. trat der Landwirtschaft on brüdenMn Sv u -rlasten yijemuiet we de n muh. txA« auch anbrclei:» bem Gewerbe — b e ßanb- wirtschtft bürte Li den nä ch ten 3abren wohl der Schwer tbetrofjene sein — das geb« bis an die ®lct.k des menschlich Grträgllckten Unb doch muh dieses 0,1er gebracht werden Denn was jetzt fein nwO, ilt die Grhaltunq bei Dolles, bei Staatei und der staatl chen Orb» trag. Dir fbnnn uniert Auf stabe nicht ertüflen, trenn wir nicht eine Harke Staatsautvrität haben Der lil es ql.t4>jült q, welch? Partei in der Re- Serurg sihl ei kvnmi daraus aa, bab sie über e g müge h OatibtenunU oerfüjt unb den ge- nügeüben Dillen. Vs kann und wird sich bet Staat die Durch« bred'ur.q der Ordnung nicht gefallen lasiru (Beifalls. mag bleiet Versuch von lmks ober von rechts kommen, bas ist gleichgültig. Richt barxril kommt es an. in welcher Staorsform wir jetzt leiten - i ch bekenne mich nach ttne vor als ein überzeug er Anhänger unterer alten StoatSsvrm trvtidem ab.*r arb i e ich li Mr jetzi- geit ö’aalif ?nn — weil es nicht darauf ankommt, in welchem Äldbe wir unS bewegen, sondern le- biglich daraus, hab wir in einem Kleide überhaupt leben. d3 gibt überschwengliche Geister li tks und rech's S t tarn nicht jeder ferne HauSpvli lk nud-en. nicht jeder kann leinen Anschauung it nach! b *n, n >ch einem 3deal, was heute nicht zu vctw r lich n i t Es kommt nich! darau! an. jetzt mit dm Drifen^u nirren, sondern bic g-ilijgm und ma e teilen Aussen Man. und Ichars zu h-l en. d nn es kann auch b.e Zeit einmal trieb, dummen, wo der Rus ergebt an die Hochschulen unb uad Vaterland- Burschen her - ans! (Beifall ) Bis dahin bat jeder nüchtern und gediegen seinen Dest zu gehen auf seinem Poften zu fteben, zu schissen, sich als Glied bei Ganzen zu fühlen Richt Freischärler sind wir. Ion- tVm wir sind Mr geschloffene Haufe eines entfchlvfsenen Volkes. Beben der 21.beit unb der Ordnung haben wir notwendig den w i l l e n z u r Sr e l beit. Unb k»S ist ja auch der ©bin bei heutigen *agti. Demi wir der besetzten Gebiete gedenken, so geben- ten mir ihrer Fesseln, aber auch der Tot- wendigkeit ihrer Sntfesfelung. Der Rhein soll wieder frei werden «nd er wird auch wieder frei werde». Das soll unser g inzer Gedanke sein bei Tag und Bach! Hierfür hiben wir unsere Muskeln zu spannen bierlü’. haben wir uns innerlich und äutkilid) zu erzie^ei DIU es Gott, so kommt es zu einer fiieMichm Verständigung. und die Ausfich en und Hoffnung n daraus aufzugeben, wäre Dcrkb! . 21>ct w nn das nicht gehen sollte. Da» deutsche Volk geht nicht unter, unb eS g bt nicht unter der Zusammenhang zw>| ,en b.*r al en Kulturstätte am 71 b e 1 n unb dem von ihm so vielfach befruchten weiten deutschen Lande. Dir gehören zusammen und wir bleibe» zusammen. 3ch bitte alle, in diesem Sinne Weiler tätig M fein Derjenige liebt sein Vaterland am meisten, her jetzt arbeitet, auf staatliche Ordnung hält und ben unt<3übnbatxn Dillen zur Freiheit hat. .Der Gott, der Eisen wachlen lieb, der wollte keine Knechte", unb wir Deutsche wollen keine Knechte sei»! lvang-anhilt »>er, sehr starker Beifall von allen Seiten der Versammlung ) Der zweite Redner. Rcchtsnnwalt 2d)6ttbetfl « Kassel, ein vom Feinde au» seiner rheinischen Heimat Ausg. wiefener. trat mit seinem ganzen rhsinsichvn Temperament für hie unlösliche Einheit des Rheinlandes ralt dem gefamten deutschen Va terlande e n Ter Inhalt feiner Rede ist wie folg* »usammenzusaslen Endlich fei in Berlin ein einhc- tlicher eivrg scher deutscher Dille zu bemvrfcn Diese Gin stell an, fei auch o i» der eben gedäNen Rede bri Ministers Tr. 3a r r e » zi hören gewesen, unb dafür danke er namens 'er Rd nländer und der Ausg-wiel nen. Die rbeinischen u»> die deutschen Äclr liefen Leute stärker zuftimmen als je. 3m Kriege hätten die Rheinländer unb die übria.m Deutsche i braaTten im Schützeng.oben die alte Blutsdrüder- fchast erneut besieget. Gs wäre TrculofigLlt unb Verrat, wenn das Rh i land sich retten wollte auf Kosten des Reiches, unb eb wo w rr es umgekehrt. Das Rheinland klare nicht ohne das Reich unb djefeS nicht ohne das Rheinland irS.n Die Rheinländer mutzten die Vorkämpfer für ite rheinische und damit auch für die deutsche Freiheit lein. (Tki- KxU,) Denn das Rhr n and sich auch nur zeitweise vom Reich unb non der b-ndes staatlichen Orb* nung entfernen w..rde, tan.i bräche ein Stüd aus der Gesamtheit aus, unb dem würde ein weiteres Abdrödeln fo'gen. Das dürfe n i c geschehen. Rheinland unb Reich gehörten immerzusammen. Mit einem Gegn.r. tem die Reparationen nur ein Vorwand seien für Sänbtrraub, körne man sich nicht verständigen. Rur betdurch, ba*" daS Reich wieder zur llllach'. komme, könne daS Rheinland vor der drohenden Slluvere. gerettet w.rd n Angesichts der feindlichen Gewalt unb der Gefahr Hütten die rheinischen Parteien aLe Partei» n- terfchiede betfelte eKtrlu utb tneprer einig »nb geschtotse» für bte deutschen Lebens- notwendigteitL» des Rhetnlandes and des Reiches Ttovr auch im uudesetzten Gebiet mutzten jetzt dtze Paneiunterschiede fortfal^M unb titrefl die Lebe»s»»1we»digkeit-n des Reiches »der tzw Pnrteriuteresie» gestellt werden, auch wem, das g-gen die Porteigebote gehe. Das tet bas Gebot der Stunde! »eutfdiLnib fd nur verloren, wenr es sich sellch be^jrrn geb:, wenn es »ich etilg fei unb feine Lebensnotaendigt ilen »erkenne Den« alles einmütig »ul tmmenstehe m der Abwehr brr fdnkllchen P.an -. Hann werben die rhdni'che.r unb die deu!ftze.n Blange aeanbrl uab dann würde auch das Reich unb bai Lnrnsr au ihm gehörende Rheinland gerettet iLebha» er Beifall. I Rach weiteren Dorten der nationalen Anteu.rurg unb hei B lei nm ließ zur unlöslichen Zusammengehörigkeit desRei- ches und de» Rheinlandes, ge proben dw cte?m brüten R3»ner. ft mmte die 3er a mm lang den Freih itsg.fang .Der Gott, der ® len wachen lieft“ an. dem nach in-m terym Schiuftwort des Dor itzenden des Rh i laaon nteü der Studentenschaft, stud. rerbrüggen. al» rürb ger Aus- Htng der krhchende« iwtiona.cn Äunooej-una her G ang des letzten Verses des D»ullfchlandlledes folgte (Biebener Stadltheater. Oe an Gilbert: Katja, die Tä»zerat. Operette, rvaqödie Pariser 6coiati(m*» rrman. wer will die tolle MUdmng zergliedern? Daft sie dem Publikum gut eingirg. davon zeugte da» volle Haus und der geradezu Ircchestfche Beifall Um ein etwas reichlich buntes L'urctio hat Gilben nn: bctan.itcr Routme eine gefällige, anspruchslose Mu il gcld)neben, auch für Me erforderlichen zü'denden Schlager ist Sorge getragen. Äam noch dazu ein fnlches Spiel unter Golls bewährter Leitung, du Orchester, das sich unter Karl KnLbcls Stabführung den Anforderungen gewachsen zeig!e unb schließlich eine von Kad Löffler äuftrrft gelchidi arrangierte Onszenicrung. auf bie unter Schau spiel Grunb hat neidisch zu fein, alles in allem, es fehlte nicht». Äaija würdig au8 der Lause yi 6eben. Das OperettctBcnsemble Haise sich mit Liebe •einer Ausgabe angenommen. Claire Raimer brachte die Titelrolle mit angenehmer Stimme rech: sauber zu Gehör, als Länzerin dürste sie allerdings ihren Beruf verfehlt haben. Kitty Les fing dagegen legte das Hauptgewicht in die Beine, leistete hierin aber ervedliches. Gtwas mehr charmante Delikatesse von ihr unb ihrem Partner, wenn auch auf Kosten bes dormemben Applauses, hätte bas Gelaintnirrau nur heben können Die Herren find stimnsich leider recht maaer. Fritz Drib gefiel vor allem durch feine flotte Grfcheinung und fympathisches Svirl. fehtc Stimme ist aber doch nur recht beschränkt. DaS Gleiche gilt von Richard He11born, dessen Komik aber vieles gut macht, was musikalisch schwer erträglich wäre. Rudolf Goll war lamos. Oskar F e i g e l übertraf sich selbst. Karl 2a mb erlitt, dem es in der veränderten Umgegend wohl nicht immer ganz wohl war, bift recht tapfer in den sauren Apfel. Die Herren und Damen der Ge'elllchaf! waren auf einem Pariser Botfchafterfest doch mit ganzen zwei Paaren reichlich dürftig vertreten. Das Publikum vaste: Katja wird ihren De-g machen! —e. Der freiwillige Eintritt ins Heer. Das Dehrkreiskvmmando V teilt uns mit: 3n zahlreichen Fällen kommt es vor, dass junge Leute, welche die Absicht haben, tni Heer einzutreten, teilweise von Wei: her zugereist, sich ohne vorherige Anfrage sofort perfönlich bei einem Truppenteil melden, vielfach ohne ün Delitz der vor geschriebenen Papiere zu sein. Derartige persönliche Meldungen von ßeuten, welche nicht im Besitze der vogeschriebenen Papiere find. rrrüHen grundsätzlich als zwedlv» bezeichnet werden. Aber auch bet persönlicher Meldung unter gleichzeitiger Vorlage der vvrgefchriebenen Papiera kann nur selten mit sofortiger ötnftellung gerech net werden. Abgesehen davon, daft die Annahme jedes Freiwilligen von dem Ergebnis der militärärztlichen älntcr'uchung abhängig ist. können Ginstellungen stets nur nach Maftgabo freier Stellen erfolgen. 3n den meiste» Fällen ist auch bei Borhanbenfetn freier Stellen unb bei Vorlage der vvrgefchriebenen Papiere auf eine sofortige Ginstellung nicht zu rechnen, weil bie an die Soldaten de» Rcichcheeres zu stellenden hohen Anforderungen eine genaue Prüfung der Papiere erforderlich machen, wozu meist Rückfragen an Behörden ufw. notwendig lind Gin Anfpruch auf Ginstellung kann nicht geltend gemacht werden. Zur Derrn ei dun q von Zeitverlust unb unnötigen Ausgaben für Gisenbahnfährten ufw. wird daher allen jungen Qeutcnn. welche fich um Ginstellung ins Heer bewerben wollen, bringend empfohlen, sich zunächst schriftlich unter Beifügung der erforderlichen Papiere an den von ihnen gewählten Truppenteil zu wenden und den ihnen bann zugehenben Bescheid abzuwarten. Die Unkosten, welche den fich Mvldmden Freiwilllge^r durch bie Bewerbung erwachsen (y B Porto- auSlagen Kosten sür Stlenbahnfahrl zum Truppenteil behusS perfönlicher Vorstellung), müsien von ben Freiwilligen getragen werden. Rur denjenigen Freiwilligen, welche von einem TruppentcN bereitö einen Annahme- schein erhalten Haden unb bie auf Grund einer GestellungSaufforderung zur c b 4 t-.- gen Ginstellun, rinberuien werden, können die Kosten für die Sisenbahn'ahN zum Truppentell vergütet werden, nx-n die Sntfernung vorn Doh- mingtort des Freiwilligen bis zum Standort des Truppenteils mehr als 20 Kilometer beträgt. Den Ich-iftllchen Bewerbunien um Einstellung find grund'ätzltch folgende Papiere beizufügen: a) GeburtSz ugniS. b) pv'.i eiliche» Führangszeug. nis oder Leumundszeugnis mit boll i eil ich gestempeltem Lichtl-ild. c) FeugniS der Rrbeiig^er. möglichst über die 2 letzten Znhte. von Schulern das letzte Schulzeugnis, äl MilUärpaPiere, neben ben fonftigen AuSweispapieren, wenn der Freiwillige bereits im alten Heere, der Manne ccher der vorläufigen Reichswehr ufw gedient hat, ci Minderjährige: die schriitltch^ amtlich beglaubigte Linwllitgung des gefetzltchen Der- treters zum I2jährigcn Dienst in der Dehrrnacht. Die Ginwilligung darf (cmedei Vorbehalte enthalten. Turnen. Sport und SpteL Die fuddentfche F »tzballme ist erschuf t. Fra n kf ur t a. M. 10 Febr iDol s i Bei bem brüte biet stattgefunbenen Vvrrundeiptel um Ut lsddeut' che Kutzd^l meister'chajt z»- r S*u‘ b üliub unb bem erwaNNNUsgernäft mit 4 1 eicyr Beide Manntchalen trat n brwpktt cn Rürn- berg hatte dur-ch o», da» H-n tn der Hand, unb der S.rg des baveri ch-n JHc fiert ftanb nie in Frage, toenn sich auch bie Fra-Murter recht brav hielt en. Skandal beim Borkarnpf. Köln, 10 F?br (Priv.-Tei j feilte ging nn K'lner Äri tall etlaft der Revanchekampf im Bozen -eri chen tem deutschen Meitzee- tchrf Sanwärler Paul Samfon unb dem 4k»5- lä.ibcr Harry Reeve vor fich Da baS Publikum hinter dem Kamps eine Schiebung witterte. kanbalterte es so lange, bt* der Kampf ohne Gntfcheldung abgebrochen wurde. Vermischtes. Starke Lsw'menstSrze t» br» Alpe». Linz (Donau». 10 Febe (Dolfs ) Bei einer Lawine n kalastrophe tm Goiserer Gebiet wurden ach» Holzarbeiter verschüttet, wovon bisher süns als Leichen geborgen wurden Durch Lawinensturz am Gamskoal. der einen gro en Dal-: bestand vernichte e wurden im Kaar- graben drei Arbeiter begraben 3n lullte verschüttete eine Stau olawi ne von den Hangen des ®tImming fünf Telegraphenarbeiter. zwei blieben unverletzt, die übrigen drei wurden tot auS dem Schnee geLvgen Der Verkehr auf der Salzkammcrgutbahn ist durch Lawinenstürze unterbrochen Von Linz gingen Pioniere unb anderes Militär an bie Un- fällst eilen ab. Gm bestialisches Slterapaar. B e r f l n, 7. Febr. Die die Blätter aus Guben melden, wurden dort dei Sdubmacher Sei d- l e r unb feine Ghesr.ru verhaftet, weil sie ihr vier Dochenaltes Klnberstidt und die Leiche in einem Boden verschlag versted. hatten. Rach ihrer Fcftnahme geftatiUn Dtc Speleuie. schon 1922 ein l> , 3abc unb ein 3 Monate altes Äinb burch Scftiden umgebracht zu haben. Schneesturm mit Blitz unb Donner in Pole». Darschau. 8. Febr. (D Bl 3m westllcheo Klein polen hat ein g e wa l tiger Schnee- sturm mit Blitz unb Donner g'wütet. An vielen Stellen sind Me Gilenbadnstreden unb bie telegraphischen unb telephvnilchen Derlinbungen be- '! bat, hielt auch in der dritten Ja - nuarwvcht an. Die der B-nlauswets vom 23. v. 0JL ergibt, vermtnbeNe sich Me Lo.enaus- g Ak um 21L aus 4573 Trsitev en Lkk. Demgegen- utwr zeigen Me fremden Gelder bc: B^nk eine beträchtliche Zunahme, n »milch um 161 auf 846.r XiilL Mk. und zwar ftiege.1 Mc Papier- mar kgaihaben um 36.L auf 4’0^ Tr.U OHL, Me Rente markgathadcn um 124,3 auf 3»(L2 OHill Rentenmark Zur Befriedigung der fortgesetzten starken Antorderungm der Dirstschaft an Rcntenmark- k eilten nufrn bic Reichsb n? vcm bem the i'ei der R e n t e n b a n k zur Tertugung gefiel tc i Darlehn zunächst 100 MM. Renten mark in Anspruch An Renteama rkkrediten wurden hon der llöank neu ausgeglichen im Dechielverkebe 102.6. Im Lvmdardverkehe 9,3 MilL Rentenmark Die Tteflänt« an R.ntenmarckwechseln erbayicn sich bcf .gcnwft auf 288.5. an tombarMorberungen aui 190.4 Mill Renie.imaik Auch las Papier- marckkreMtgeschalt erfuhr im gapzen e n: Zurnihme Zwar ging cae Papiermark-Lomdaichtont) um 6J auf U4.5 XrilL Jlit zurud. c gegen wuchs das Papiemmrk-Dech'eikvnto um M.4 auf 3WJ XrtU. Mark. Für Mc zinstragende Kapitalanlage ergab sich in Rentenmari- und Paptermarkirebiten ru nmeu eine Oknncbrung um 159.7 aus 962,8 Trillionen Ult 3m Zusammen Hang mit den erwähnten Bewegungen in RcntenmarkgeschäUen b->b sich der Bestand der Bank an Rentenbank- scheinen um 85 au| 227,3 Mill. Jt-n eimarf Die DoriehnSbestände ter Darledn 'kas'en er- mäftiflten sich um 0.6 auf 9.1 TrilL 'DIB. Der Bestand der Reichsbank an DarlehnSkassenscheinen verminderte sich auf den gleichen Set rag Berliner Börse. Berlin. 9 Febr. (Dolfs ) Bei der Fest- fetzung der heutigen Devifenpreife lagen erneut ziemliche Kaus,uftrage vor. obwohl von den Banken Ne Kundschaft darauf auhnerLam gemach! worden ist, daft nach bestehenden Dorfchrif en De- visenkäufc nur geaen Dor(xtnbcne Gu;halten eifol- gen dürfen Die ReichSbink muhte daher die gestrigen Zuteilungen aufrecht e> bitten, brauchte sic aber au4# nicht u>.siter zu beschneiden Die Devisenpreise selbst weilen belonbcrc Acn de innigen nicht aus. Die Marimrld'.'ngen vom Auslante lauteten anfmgS etwas schwächer, später aber wurden von London höhere Kurie gemcltet. 3m fielen Gsfektenperkehr war die Stimmi.ng für obetlchle- sische Montnnwerte etwas fchwächer, für i:«fi- deutsche bagegen und für Milutapapiere fester Die Umfäfte waren aber unbedeutend. Devisenmarkt Berim—Frankfurt e. TL (Telegraphische Auszahlung) (Ohne Gewähr.» T at um: 8 ^rbruar 9 runr v< Diirr ung rU) GYUDnr Mch'.tk» JiHiiMO von», um,-iü ...bii <5VI 1AW ullfMtAM 1103-.16 ttblluu.7G6>U?b i< u: WH' i<«-s«uv ,M.'J ivsxc, .'UluwWJiW 1X •9 ,»*> «N «ndt -teen Fr ' -WnmJ. < tri (Henri« ■ Äopenivntn «rosdotm. Ar lflngf»r«. M-itlkN. . . Bonbon.. . Älfunort . . Part« ... eamKfi .. c. an Ira . - tttfli hiT • LrtLabfleiL 1‘rnfl .... pdl. - t*urn.-«irt« ihn la arten . Oaptur . . Mio br stau- eclurao . - K liaoou . f>v*x*i*‘i: ay/rn< - "MU Ih|54^ü Wo U61S.I/) IUP I "4,7t) 1)16 U-'i.Wi 'Ul0 4.V',W#) IUP Wb r.«yd'Ä>im#*>iW vxv>«. i-j. T M na-1 61.« z ■ Äb b'»M< ii)V. u I1Ä-MIUC <• .*****!! -X1 *AMM> OalMia (Ohne Gewähr.) Frrfh* ». %-bntar Branir'tUb- otra ...... RÜiil'kd» Wei« ...... »otra........ ÄoHanbiitie Woirtt........ t-fgii» Cftirrrfi». • 106 Aroma km rftanttibf lUoua....... fnglt<*< «otra........ . amt......... c ............. nneartltbf Voten ...... U4'chcNon>ot!'ch- flott»..... Wiornvu!**r 'Matra ........ »uiiionvch« Weira....... - e»ü«< »eite. ....... TTt'VXWCf» tv* roeooe \tr.?wer* r«O47 /(*<» «U e- 'W) 8 470 ’WJO 1101? t ■ wn ;ii7f <4000 157.0 c^uox. 11711 kMlM V , uX 'S. SM* «imoMOfc. -AMKK. 11 4 <» >. -3kJMWW* Vit (hektisch. — Bei der groben Dtchtigkesi der D r t Iten ©teuernotoerorbnung74 für die weitesten Kreise wirb es allgemein Literefjieren, daft sofort nach Feststellung des endgültigen Tertes ber erste eingehenbe Kommentar über Me Verordnung au» der Frder von Geheimrat H e i l f r o n unb Lanbrichter Hollaenber im Verlag von I. Bensheimer In Mannheim erfcheinen wird Die Tarnen ber Verfasser bürgen ebenso für wissenschaftlich crschövfendr Älarftolluni bes rechtlichen Inhalt-, wie auch für Me Durbigung ber wirtschaftlichen Einwirkungen. .Deutschlands Erneuerung". (I F. Lehmann München: Sinzelhesi 1.10 ®m.. vierteljährlich 3 ®m.i 3m Februarheft schreibt ber nationale Dirtkchaft-polLlker Fincbcich Gar! vom Bruck über .Rotwenbigkeil unb Au>gaben der deutschen Diktatur". Seine Aurführunqen geben ein umfassendes Programm für die deutsche Wiedergeburt. Lieber den .Aeitheti'ben Unwer- der Demokratie" schreibt Dr. F Köhler und be* '.rächtet die Schäden, welche unsere Scheindemokratie unserem Volke auch aus kulturellem Boden bereitet, von einer ganz neuen, sehr beachtens- werten Seite. — 3m übrigen ist ein grober Teil bei Heftes ber sozialen Frage unb dem Marxismus gewidmet. L Hobel-bterger deckt die ungeheuren volkswite schalt sichen unb leel sichen Verwüstungen auf. bie gerade ber Marpi mu» tn unterem Voll angerichtet haL unb zwar tn einem speziellen Fall im beu sichen Gilenbahnwefen. Dr. Schmibt-Eichswa de behandelt .Die Arbeits- lofenfrog?" von völkischen Gesichtspunkten aus 3m .Bild der Lage" fetzt sich Dr. S. Kühn auch mit den Erkrank an 4 serf cheinuag en ber völkischen Bewegung auseinander. 18. Fortsetzung. (Dachdruck verboten.) 7. -®an ©in Roman mtf dem 21. Jahrhundert tn>n Han« Dominik. .Ist der Dammbau so eilig. Georg?" .Aber sehr eiligI . . . Die Gelben besitzen ebenfalls Dhnotherm und schmelzen damit in ihrem Lande. Fällt eS ihnen eines Tages ein, hier im Ilidreieck plötzlich und alUu start zu schmelzen, so vernichtet das Hochwasstrr unsere Siedlungen im Siebenstrvmland . . . Bei der gespannten Lage zwischen Gelb und Weih ist eine Lleberraschung nicht ausgeschlossen. Der Damm muh schnellstens fertig werden." In steilen Kreisen lieh Isenbrandt die Maschine steigen. Kilometer um Kilometer ging sie in die Höhe, und immer weiter dehnte sich die Landschaft. Jetzt dämmerte am Osthorizont Kuld- kcha heraus. Die Hauptstadt des soviel umstrittenen Gebietes. Jetzt lag das ganze Dreieck wie ein ossener Kessel unter ihnen. Isenbrondt deutete mit der Rechten dorthin. .Begreifst du es wohl, dah wir das Ilidreieck haben müssen? . . . Siehst du es ein? . . . Die Siedlungsqesellschast sieht es freilich auch ein, hat es längst begriffen . . . Aber die Furcht, die feige Furcht vor den Gelben ist zu groh . . Wellington Fox umsahte mit prüfendem Auge die riesenhafte Talmulde. Ein sarkastische- Lächeln glitt über seine Züge. .Ich Dermute, mein lieber Georg, hier wird es eines Tages gehen wie im Erlkönig . . . ilnö folgst du nicht willig, dann brauch' ich Gewalt." Georg Isenbrandt antoorbete nicht. Deine Züge blieben unbeweglich mir in fernen Augen flammte ein stählerner Glanz auf. Jetzt stellte er die Maschine ab und lieh das Schiss im gestreckten ©LitMug wieder in die Tiefe schiehen. Lind dann setzte es leicht und sicher auf einer Dergwiese auf. Sie waren vor einem Dezicks- haus des Abschnitts gelandet. Etwa ern Dutzend Ingenieure war hier versammelt, durch Fernruf benachrichtigt, und erwartete ihren Ehef. Isenbrandt nxrnbte sich an einen jungen Menschen, der in der Dähe stand. .He! Sie da! Franke, führen Sie den Herrn hier zu Ihrem Grohvater. Er soll ihm alles zeigen, was er zu sehen wünscht . . . Lieber Fox! Du hast drei Stunden Zeit, einen unserer intec- e'santesten Schmelzpunkt? zu besuchen. Hm vier Ahr bitte pünktlich w eder hier!" An der Seite des jungen Mannes machte Wellington Fox sich auf den Weg. Ec war ein tüchtiger, trainierter Bergsteiger, aber er muhte sich anstrengen, um mit dem hier vorgelegten Temp » Schritt zu halten. Auf dem Wege erfuhr er, dah der alte Schmelzmeister aus Deutschland aus dem Mcrseburgischen stammte. Jetzt war er seit langen Zähren im Dienste der Dynotherm- kompagnie tätig. Sein Sohn bewirtschaftete eine der neuen Siedlungen im Siebenstrornland. Der Enkel, der Wellington Fox jetzt den Berg hinauf- führte, war gleichfalls in den Diensten der Gesellschaft und hegte den Ehrgeiz, ein so tüchtiger Schmclzrneister wie der Alte zu werden. Jetzt uurde der Weg weniger steil, und dann standen sie auf einer Alm vor einer rohgezim- merten Blockhütte. Mihtrauisch begrühte der alte Schmelzmeister den Ankömm.rng. Auch jetzt, nach beinahe zwanzigjährigem Aufenthalt m Alien, sprach er noch unverkennbar den sächsischen Dialekt der Halleschen Gegend. .Was sind Sic kenn? . . . So! Zeitungsschreiber find S e? . . . Da. gerade für bte haben wir hier sehr wenig Verwendung . . . Dee, nee. da kann ich Ihnen nichts zeigen. . Der junge Franke muhte sich nochmal- energisch rns Mittel legen und den Auftrag Isen- bcandts wiederholen, bevor der Alte srch endlich bereitnnden lieh. Aber auch dann brummelte er noch allerlei vor sich hin. .Zeitungsschreiber. . . Profe-ssivnelle Deu- gietige . . . Ich kenne die Brüder noch von da- mals . . . damals, als der Kessel kochte . . . Sind mir damals Tag und M»cht nicht von der Pelle gegangen . . . Lind ich wühle doch nichts . . . Konnte d)ch nur sagen: Ec kicht eben! . . . Er kocht eben . . . kxht, ohne dah ich Feuer darunter habe. . Wellington F?x horchte auf. .Als der Kessel lochte. . .“ Hatte nicht Isenbrandt die Wirte erst vor kurzem gebraucht . . . Hatte nicht der alte Professor Müller ihnen schon in der Schule eine Erzählung unter diesem Titel vorgetragen? Wie ein Jäger aus feine Deute, stürzte er sich aur den Alten, und in zwei M.nuten hatte er ihn fo weil, dah er zu erzählen begann: .Ja, also damals war's . . Ec zählle an seinen Fingern ab. .Zweiundvierzig, nein, dreiundvierzig Jahre ist es jetzt her. Im Leunawerk bei Merseburg wac's. Der Detciebsingenieur hatte mir den Auftrag gegeben, einen grossen Reservekessel rür den nächsten Tag anzuheizcn. Früh um vier kam ich rn das Kesf^hauS?. Bitterkalt war eS und natürlich noch stockdunkel. Ter Kessel hatte eine Reparatur hinter sich und war leer. Ich also. . . alS erstes, waS ich tue . . ich drehe natürlich zuallererst den Wasserleitungsbahn aur, um den Kessel erst mal voll Walser laufen zu lassen. Derweil das '^Baffer läuft, suche ich mir Hol; zum Feueranmachen zusammen, und fo allmählich lDamen auch meine Kollegen... Sie müssen wissen, Herr, ich war damals der jüngste und muhte zuallererst da sein. Wie ich so mein Holz zufammentiage. wirb mir warm und immer wärmer, und dabei hattest wir doch 15 Grad Kälte im Freien. 3m Kessel- raum war'S fast ebenso kalt . . dem Sie müsser wissen. Herr, besondere Oe len stellt man nicht in die Kesselhäuser Di? Ke?sei beiden selber ganz schön, wenn sie in Betrieb sind. Wie ich noch so stehe und mir den vchweih von der Stirn wische, da gibt mir mein Kollege einen Stob in die Rippen und zeigt auf das Manometer am Kess