radikale Die Sonnlag Den groben Revierkonferenzen der Derg- aroeiterverbände folgten am Donnerstag im ge* samten Ruhrrevier B e l e g s ch a f t s - V e r - sam m langen, deren Zahl auf über 300 ge- schätzt wird. Soweit Meldungen vorliegen, nah« men sie alle einen ruhigen Verlauf. In allen Versammlungen, die überfüllt waren und teilweise unter freiem Himmel stattfanden, wurde daL Vorgehen der Grubenbesitzer aufs schärfste verurteilt, der Wille der Bergarbeiter zur Arbeit entschieden betont und jede Streikvarole nachdrücklich abgelehnt. Die Aufforderungen zum Generalstreik, die in einigen Versammlungen von Anhängern dec Union erhoben wurden, fanden bei dem Gros der Teilnehmer eine entschiedene Ablehnung. Es wurde gefordert, daß die Bergarbeiter nicht allein die Träger der Reparativ n s l a st e n sein dürften. Diese Lasten seien vielmehr gleichmäßig auf alle Schul- ter n des Volkes zu legen. An dec Forde- rung der Deibrbaltung dec 7-Stundenschicht unter Tage und der 8-Stundenschicht über Tage wurde von der Ruhrbergarbeiterschaft festgehalten. Die Beschlüsse der Revierkonferenzen wurden einmütig gebilligt. Das Angebot des Schieds- f p r u ch e s in der Lohn- und Acbeitszeitfrage fei für die Bergleute unannehmbar. neuen Frauen einer neuen Zeit. Der Weg ist mühsam, lang und voller Hindernisse; Dornenranken und spitze Steine halten euren mutigen Schritt auf, aber euer fester Wille sei euer Stab und eure rotglühende Liebe die Leuchte, die nie erlischt. Sie muß im Herzen der Frau brennen und wieder zur hellen Fackel werden, die den in unsern Lagen so ganz besonders! finsteren Pfad unseres Volkes mit fttahlen- dern Lichte erfüllt. Annahme von Anzeigcu für dir lagtsnummer bis zum Nachmittag oorhri ohnejedeDerbindlichKeit. Preis für 1 mm höh« für Anzeigen von 27 mm Brette örtlid)8, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne- Klame-Anzeigen d 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrist 20°/„ Auf- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vr. Friede. Wilh Lange; für den übrigen Test: Ernst Dlumschcin; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gießen. Paris, 9. Mai. (WB) Rach einer vom „HavaS" veröffentlichten Zufammenstellu.ig übcr die am kommenden Sonntag stattfindenden Kammerwahlen bewerben sich um 5Sl Sitze2491 Kandidaten auf 452 Listen. Bon den Deputierten der ehemaligen Kammer bewarben sich wiederum 10 Konservative. 165 Republikaner (Bezeichnung für die Aragv-Gruppe). 110 Linksrepublikancr (Partei Pvincars), 39 Radikale (soll Wohl heißen Rattonalraditale), 46 Rad Ule und Radikalsozia, listen, 36 soztaltstifche Republikaner (Partei Charles Painlevö und Dciand), 50 Sozialisten und 11 Kommunisten um Sitze in der neuen Kammer. Don bekannteren politischen Persönlichkeiten kandidieren neu Prof.Au lor d, derehem. Protestlerischr ReichStagsabgwrdnete Mühleisen, der ehemalige sozialistische Abgeordnete Dürgermeisler von Straßburg Pei rotes, der durch seine Tätigkeit beim Rachrichtenbureau der D.satzungs- behorden in Düsseldorf bekannte Schriftsteller Francois P o n z i t, der ehemalige französische Botschafter in Petersburg Roulens, dec Herausgeber der „($re Rouvelle" in Paris,der Pazifist Luciern le Foyer, der ehemalige Chefredakteur des .Figaro", der auf der Liste der Royalisten kandidiert Laharus, der ehemalige sozialistische Reichstagsabgeordnete Weill, der bekannte sozialistische Schriftsteller Er um- bach, dec in Colmar an der Spitze der sozialistischen Liste steht, der ehemalige Minister und Abgeordnete Augageur, » zöfische Regierung erfolge. Der Minister- pcäsibent scheine zuerst daran gedacht zu haben, einen persönlichen B r i e f an Poincare zu richten. Aber eine Persönlichkeit, die dieser Tage in London gewesen sei, habe ihm den Rat gegeben, um eine direkte Unterredung nach^usuchen und habe ihm auch die Hoffnung gelassen, daß ein derartiger Vorschlag angenommen würde. Poincarö habe zwar in seinem Brief an die Reparationskommission erklärt, er sei gegen einen sofortigen Memungsausta isch zwischen den alliierten Regierungen, bevor nicht der Sachverständigenplan durch die Reparationskommissim ausgearbeitet worden sei. Die Reise des belgischen Ministerpräsidenten nach England habe diesen Vorbehalt jedoch hinfällig gemacht. Die Reparationsanleihe. P a r i s, 10. Mai. (WTD) Rach dem ,Rew° Borker Herald" wurde ursp.üuglich angenommen, baß die in dem Sachoerständigenbericht vorgesehene Anleihe von 800 Millionen Goldmark gegen den 1. Juni aufgelegt werden könne. Aber dieser Zeitpunkt scheine etwas verfrüht. Optimisten nähmen an, daß die Anleihe in den Vereinigten Staaten und in Europa erst gegen Mitte Juni aufgelegt würde. Volksentscheid über die Sachverständigengutachten. 'Berlin, 9. Ma-. (WTD.) Wie der„So- zialdemokratischr Parlamentsdienst" erfahrt, । hat ter Vorstand der D. S. P. D. in sei- j ner heutigen Sitzung einstimmig den Beschluß gefaßt, in der Frage der Annahme oder Ablehnung der Sachverständigendorschläge den BolkSentscheid zu beantragen. Da der Kampf zwischen den 23 Parteien die erforderlich: Klarheit nicht gebracht habe, solle das Doll selbst durch Za odetr (Hein entscheiden. Der sozialdemokratische Parteivorstand hat den Parteitag zum 11. Juni nach ‘Berlin einberufen. Mütter. Zu« deutschen Mutt er ta gell. Mai 1924. Don Martha Radetzky. Mit dem Kinde zugleich bildet Die Mutter ihr heiliges Ich. Jean Paul. Heute gilt es, alle geistigen Kräfte und alle Hände zu regen zum Heil und Aufbau .unseres, aus taufend Wunden blutenden Va- teriandeS. Da wird auch von den Frauen tapfere, selbstlose Mitarbeit verlangt, soziales Empfinden, geistige Disziplin und ein selbstän- DigeS, klares Mr teil. Rur in einem geordneten Staatswesen kann ein gesundes und schönes Familienleben gedeihen, und dieses zu schaffen, sind die Frauen an erster Stelle berufen. Sie haben während der langen, harten Kriegszeit eine schwere, bittere Schule durchgemacht, viel ReueS zugelernt. Ob mit Erfolg und zum Segen für ihre innere Entwicklung, das sollen sie in der Zukunft zeigen. Die elementare Krise unseres Vaterlandes /mahnt uns mit erschütterndem Emst, einen hohen Wert den seelischen und geistigen Kräften zuzusprechen, der Entwicklung der Men- ischenseele, der BolkSerziehung. Wir taten uns bisher so unendlich viel zugute auf unsere Zivilisation, unsere hohe Kultur, — aber haben die uns das gehalten, was wir mit ihnen bezweckten, von ihnen erhofften? Erziehung ist nicht nur Hineinfüllen von Wissen in das menschliche Hirn, ein An- lernen von Fertigkeiten und äußeren Formen, Das Zunutzemachen von Lebensweisheiten; — und Zivilisation ist nicht nur Ordnung, Reinlichkeit, Komfort, LuLUS. Erziehung zu einer wahren Ethik tut uns not und das Erwecken von Aesthetik und sozialem Sinn. Hier gilt es nun vor allen Dingen: Frauen heran! Mit Flammenschrift sei eS in eure Herzen gebrannt: auf der richtigen Erfüllung eures mütterlichen Berufes ruht die Zukunft des deutschen Volkes. Es ist ein Wunderbares, Mutter sein zu dürfen. Das größte Geschenk des Himmels ist es, und zugleich die allerschwerste Aufgabe. Leider aber wird sich die Frau in vielen Fällen dessen gar nicht bewußt. Sie wird nur zu oft ohne jede Vorbereitung und praktische Anleitung für ihren Beruf — Mutter, und das süße Wunder im Steckkissen ist ihr wie ein lebendiges Spielzeug, dessen Dasein ihrem Leben einen neuen, lieben Inhalt gibt. Wie schwer, ja fast unmöglich ist es einer jungen Mutter, ihrer Aufgabe auch nur annähernd gerecht zu werden, wenn keine sichere, starke Hand sie bis an den Garten ihrer Liebe geleitet hat. Glücklich das Mädchen, dem eine Mutter zur Seite stand, die mit feiner, verstehender Seele die Tochter für ihr Weibtum vorbereitete und ihr die große Verantwortung ans Herz legte, die sie einst als Mutter auf sich nehmen würde. Ein so geleitetes junges Wesen geht dann mit tiefem Wissen und offenen Augen in die Che und kennt die Größe und den Ernst der übernommenen Pflichten. — Rur wer da hat, der kann geben, und (fe reicher und größer die Seele, desto mehr strahlt sie aus und beeinflußt sie jeden, der in ihre Rähe kommt. Der Satz: „Die Lösung des Problems! der Kindererziehung ist Elternerziehung" — schließt eine tiefe Wahrheit in sich. Aber wer erzieht die Eltern, besonders die Mutter, deren Leben noch mehr mit dem be*? Kindes verwächst, als das des Vaters? Wohl werden beide, oft ganz unmerklich, von ihren Kindern erzogen, und wohl ihnen, wenn diese unbewußte, kindliche Erziehung sie auch wirklich fördert. Vor allem aber muß die Muter die Erkenntnis gewinnen, daß es ihre Pflicht ist. zugleich mit ihrem Kinde ihr Ich zu bilden, das heilige Ich, denn sie hat die gewaltige Aufgabe vorzuleben, durch ihr eigenes ^Beispiel zu wirken und zu fördern. ! Rur diese in der Selbsterziehung treuen ,unb eifrigen Frauen können rechte Mütter sein, ^Priesterinnen eines neuen Menschengeschlechtes, einer neuen Art, die aus dem Jammer-^ tale dieser Welt, durch die das Seufzen der ganzen Kreatur klingt, einen Garten Gottes । schafft. Wahrlich ein gewaltiges, ein hohes , und ein heiliges Ziel! Ihr könnt alle dazu bei- ■ tragen, ihr Mütter, ihr alle könnt die Seelen 1 eurer Kinder mit herrlichen, unvergänglichen ! Werten erfüllen, ihr Mütter eurer Ration, ihr , Gespannte Lage im Ruhrrevier. Berlin, 10. Mai. (Prtv.-Tel.) Die Blätter sprechen in ihren Meldungen aus dem Ruhrgrbirt von einer Verschärfung des Kampfes im Bergbau. Kommunisten und die jetzt im Ruhrgebiet sehr rege tätigen Separatisten gewännen an Einfluß unter den auf gezerrten bzw. streckenden Bergarbeitern. Die Zahl der Hüttenwerke, die infolge Kohlenmangels zur Stillegung des Betriebes gezwungen sind, hat sich weiter erhöht. Auch mußte Die Gasversorgung mehrerer Städte, darunter Essen, eingestellt werden. — Die Verhandlungen, die in der.Bergwerksdirektion Recklinghausen zwischen einem Vertreter des preußischen Handelsministeriums, dem Präsidenten der Dergwerks- direktion Geheimrat Raiffeisen und Vertretern der Bergarbeiterverbände bis in die späten Nachmitt rgLstunden hinein staltf andern sind erfolglos geblieben. Reichs- und Staatskommissar M e h l i ch, Ser heute von einer Reise zurückgekehrt ist, leitete unverzüglich eine DermittelungS- aktion zur Beilegung des Kampfes ein; es sind zunächst Vertreter der vier Bergarbeiter- Verbände zu einer Besprechung geladen; morgen sollen die Besprechungen mit Vertretern der Zechenverbände stattfinden. — Don mehreren Zechen wird gemeldet, daß Belegschaftsmitglieder, welche zur Arbeit gehen wollten, tätlich angegriffen und bedroht worden sind. Auf den K r u p p s ch e n Werken wird durch Anschlag der Direktion bekannt- gegeben, daß voraussichtlich vom 11. Mai an infolge Kohlenmangels Kurz-undFeier-- schichten eingelegt werden müssen. Auch die G u te Ho ssnun gShü 11 e in Oberhausen ist bereits gestern wegen Gas- und Strommangels zum größten Seil zum Erliegen gekommen. Die französischen Kammerwahlen. Das neue Wahlgesetz. Der Kampf um den nationalen Block vr.N0 Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertag«, mit d. Samstagsbeilage: GietzenerFarniliendlLlter Monotr.vezvxspreir: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fer nsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach» richten rlnjtiger-iehei». Postscheckkonto: Zrankfutt a. M. 11688. Der neue Reichstag. Berlin, 9. Moi. (WTB.) Rach den neuesten amtlichen Feststellungen des Wahlergebnisses, die zum Teil bereits auf den von den KL-viswahlausschssen anerkannlen Berechnungen beruhen, wurden abgegeben: Insgesamt 29311 442 Stimmen. Davon entfallen auf: Der. Sozialdemokr. Partei 5991 547, Deutschncrtior.ale Volkspartei 5764 628, Zentrum 3 SOI 087, Deutsche Vollspart ei 2646 747, Demokratische Partei 1651 425, Kommunistische Partei 3 728089, Bayerische Dolkspartei 941932, Bayerischer Bauernbund 685273, Deutsch-Hannovertche Partei 318505, Leutschvc Nische Frttheitspartei 1922 626. Landliste 568780, DcutschSozi- -le 338348, älSPD. 234 708, Bund der Geusen 58890, Christlich Soziale Volksgemeinschaft 124 626. Arbe.tnehinerp-artei 36199, Freiwirtschaftsbund 36024, Häußerbund 23 862, • Rationale Freiheitspariei 59114, Rationale Minderheiten 133 540, Partei der Mieter 46991, Republik-mische Partei 45867, Sozialistischer Bund 25617, auf nicht an die Reichsliste angeschlossenen Grap« Pen 16967 Stimmen. Die Verteilung der Mandate, nach Kreis-, Verbands!i}en und nach den Reichswahlvorschlägen ausgesch-iedm. ist folgende- Vereinigte Sozialdemokratische Part i Deutsch, londs 82+11+7=100. Deutschnationale Dolkspartei 80+3+13=96 Zentrum 52+5+8=65, mtfeßen, falls nur die feste Abgeordnetenzahl nicht überschritten wird. In Frankreich wird also nicht diese oder jene Liste gewählt wie in Deutschland, sondern immer nur dieser oder jener Kandidat. Die Zuläss gkeit solcher Mischung erschwert es sehr, die Bedeutung des Wahlausfalles rasch zu erfassen, da neben den bekannten Parteivertretern Außenseiter auftauchen, die ihre Wahl rein lokalen Erwägungen verdanken und zunächst oft selbst noch nicht wissen, welcher Partei sie sich im Parlament anschließen sollen, älnter diesen älmständen kann das politische Ergebnis der Wahlen des 11. Mai auch nicht annähernd vorausgesagt werden. Die geheimnisvolle Frage dieser Wahlen ist, ob der bloc national in genügender Meir- heitsstärke wiederkehrt oder ob cs demMeck der Linken gelingt, eine Mehchei s^ilvung far Poincare in der neuem Kammer zu erschweren oder unmöglich zu machen. In deutschen Kreisen, die Frankreich nicht kennen, spricht man häufig vc>n einer royalistischen Gefahr inF airre ich, die man befürchtet, oder von einem kommunistischen Vorstoß, den man crh>s,t. Beides eine Illusion. Die Royalisten, die Anhänger der Action fvancaise, deren Führer Daudet ist, bilden die äußerste Reche des französischen politischen Lebens. Sie predigen dei Putsch, den coup de force. Sie ertoar.en das Heil nur von der Gewalt. Sie könnten ganz wie gewisse Leute in Deutschland jungen uigebiileten Menschen den Kops verdrehen und sammeln bei Adeligen Geld. Angesichts des ihnen ungünstigen Wahlgesetzes haben sie sich mit den extrem-nationalen Republikanern verbündet. Aber die er Freund rettet sie nicht mehr. Ihre Bedeutung als politische Partei ist für die Geschicke Frankreichs gleich null. Richt besser geht es den moskautreuen Kommunisten, deren Führer C a ch i n ist. Sie stehen allein. Ihre Internationalisierung ist nur sehr oberflächlich. Da sie offiziell den Moskauer Befehlen gehorchen, sind sie koalitionsunfährg. Der bloc national, auf den es bei diesen Wahlen mehr als je ankommt, ist keine Partei. Er hat keine Organisation, keine Pactercadres. Er ist vielmehr die etwas ungenaue Bezeichn | nung aller Parteien, die von ausschließlich der Action fran;aife bis zu ausschließlich den Radikalsozialisten seit 1919 die Regierungsmehrheit gebildet haben. In der Kammer sind es vier Gruppen, die den bloc national I ausmachen: Die Entente democratique, die action republicains et social, die Grenze des republicatns de gaud/e und die Gauche democratique. Außerhalb dec Kammer machen 2 große Verbände den bloc national aus, nämlich die Action nationale re- publicaine und dec Parti democratique et social. Letzterer hat als Präsidenten 3 o n n a r t. Die Gruppe Zonnart bildet den äußersten linken Flügel des bloc national. Sie ist die Grenze zwischen der Rechten und der Linkern der Kammer. Die nächsten Bänke führen bereits in das Gebiet der Rationalsozialisten, zu den Sitzen der größten bürgerlichen Partei der Opposition, die so lange die Macht inne hatte und sie bei den morgigen Wahlen wieder erringen möchte. Kürzlich beschlossene Zu atze zum Wahlgesetz von 1919 verbieten „unvollständige" Listen. Das soll heißen: Zede Liste muß jetzt soviel Kandidaten ausweisen, wie das betreffende Departement Abgeordnete zu wählen hat. Es steht den Wählern aber nach wie vor frei, die Ramen der verschiedenen Listen nach Belieben zu Eine Zusammenkunft Poincarss mit Macdonald. Paris, 10. Mo'. (WTB.) Der englische Botschafter Lord Erewe hat eine Unter* redung mit dem politischrn Direktor des Außenministeriums Peretti della Rocca gehabt, dem er den Wunsch Ramsay Macdonalds übermittelte, baldigst mit dem Ministerpräsidenten Poincarö zusrmmenzutres- fen, um über den Sachverständigenplan mit ihm zu verhandeln. Da die parlamentarischen Arbeiten Ramsay Macdonald nicht gestatten, London zu verlassen» wird die Zusammenkunft zwischen den beiden Staatsmännern am 20. Mai in EhequerS stattfindsn. ES handelt sich, wie HavaS betont, um eine offiziöse und private Aussprache, die jedenfalls ohne Mitarbeiter der beiden Mwisterpräsidenten durchgrführt werden soll. H^rzu schreibt das „Echo de Paris": Die Ent- scheu/ung des französischen Ministerpräsidenten sei erst gestern vormittag erfolgt. Seit seiner ilnter- relxing mt tben belgischen Ministern Theu n is und Hymans scheine Macdonald darüber nachgedacht zu haben, man dücfe bei dem französischen Boll nicht den Anschein erwecken, daß irgendeine Entscheidung ohne die f ran» französischen Wahlen des morgigen , - erfolgen nach dem neuen Wahl- aes etz von 1919. Dieses Gesetz hat die Zahl der Abgeordneten von 629 auf 534 vermindert Jedes Departement wählt jetzt einen Abgeordneten auf 75 000_ Einwohner und einen weiteren auf den etwa überschießenden Bruchteil. Jede Partei muß eine Kandidatenliste aufweisen. Unabhängige Kandidaturen sind unzulässig. Wer sich um ein Mandat bewarb, mußte sich als Kandidat einer Partei oder einer politischen Gruppe aufstellen lassen. Riemand kann in mehr als einem Departement als Kandidat auftreten. Ergibt die Wahl eine gleiche Sttmmen- -ahl, so gilt der ältere Kandidat als gewählt. Wenn die Zahl der abgegebenen Stimmen weniger ist als ein Drittel der Zahl der eingeschriebenen Wähler, so wird die Wahl als ungültig erklärt. Dies die wichtlgsten Eigenarten des französischen Wahlversahcens. Jahrgang Samstag,(0.Mai 1924 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vn.»mr v«rl<,g- vrüMche Uni°crfftÄ--8«ch- und L.e!ndn,ü°r-i «, Lanze in S!-tz-n. 8chrif.I°!tung und S-!ch°st-ftelle- 8chnl«r-«e ?. Deutschs BÄlkSpartet S^+^ch45----44, Leinokratische Partei 94-124-7=28, Kommunistische Partei 424-114-9=62, Bayerische DolkSpartei 144-0+2=16, Bayerischer Bauernbund 34-2+5=10, Deutsch-Hannoversche Partei 44-0+1=3, Deutschvölkische Freiheitspartei 134-9+10=32, Oandliste 7+l+l=9; Deutsch-Soziale Partei 04-24-2=4, Gesamtzahl der Mandate 3364-64+71=471. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Gesamtzahl der Abgeordnetensitze noch eine geringe Erhöhung erfährt und zwar nicht bei der Feststellung des amtlichen Wahlergebnisses, sondern bei der späteren Durchprüfung der Abstimmungsniederschriften. Es hat «ich nämlich hercrusgestellt. das) die Zahl der ungültigen Stimmen gegenüber den früheren Wahlen stark g e st i eg e n ist. Während im Jahre 1920 die Höchstzahl der ungültigen Stimmen in einem Wahllre.se 12000 betrug, melden diesmal Merseburg 14 361, Düsseldorf-Ost 24 904, Westfalen-Süd 34 484 ungültige Stimmen. Es ist möglich. daß ein Teil dieser Stim- inen nachträglich für gültig erklärt werden wird, so tx>j der ei ten oder anderen Partei rroch ein Mandat zufallen könnte. Der Reichswirtschaftsminister über die Gutachten. Berlin, 9. Mai. (WB.) 3m Sitzungssaal d«S Reichswirtschaftsrats trat der Verein deutscher Maschinenbauanstalten za ’-tncr Mitgliederversammlung zusammen, die srch u. a. mit dem Sachverständigengutach- ren beschäftigt«. Der ReichSwirtschaftSmiinster Hamm führte hierzu u.a. aus. daß in Heber- Schätzung der Kraft der Wirtschaft auch daS Sach- -erständigengutachten zu Fehlschlüssen ge- lange, in dem manches vorweg genommen werde, daS erst in Zukunft geleistet werden AÖnite. Der' harte Steuerdruck werde auch t>on der Regierung nur als Aotstandsmastnayme be- 'rächtet, die aber nicht vermeidbar sei, wenn tote ndlich zu stabilen Verhältnissen in den Rerchs- sinanzen kommen wollen. Auch die Reichs regie- rung sähe ein. das) die jetzige Llmsay steuer nicht dauernd aufrechterhalten werden könne. DaS Sachverständigengutachten bringe neben den dielen Belastungen doch noch die große Errungenschaft, daß eS die Einheit bei Reiches und seine Hoheit über Rhein und Duhr zur Voraussetzung mache. Darum sollte man die Regierung nicht wegen ihrer Zustimmung zu diesem Gutachten schelten. Ob die gegenwärtiae Krise zu einer Gesundungs- k r t s e werde, hänge davon ab. ob wir den Krank- hritSzustand unserer Wirtschaft «.kennen. Eine Beschränkung der Kredite sei notwendig gewesen, um eine neue Gefährdung unserer Wäh- nmg zu verhüten. Ohne die Grundlage einer gesunden Wirtschaft sei ein gesunder Staat nicht möglich Hierauf folgten ein Vortrag von Geheimrat Dr. Bücher vom ReichSverband der deutschen Industrie über das Sachrerständigengut- achten und der von Professor Dr. Ernst Schultz Direktor deS WeltwictschaftsinftitutS in Leipzig' gehaltene Hauptvortrag der Tagung über die weltwirtschaftliche Zukunft der Maschinenindustne. v-- ” -• ---------- J Der rumänische Königsbesuch beim Völkerbund. Genf, 9. Mai. (Wolff.) König Ferdinand vnd Königin Maria von Rumänien sind heute ! morgen in Genf eingetroffen. 3n Degfei :unz des Ministers Les Aeuhern, Ducca, statteten sie dem Völkerbundssekretariat und dem Arbeitsamt einen Besuch ab Das Kön'gSpaar wurde vom Generalfekrelär tes Völieriu ibes.L-ord Darmoor, im großen Sitzungssaal des Velker- bundsgebaudes fcierlichst lxgrützt. 3n ei e kur- ^n englischen Ansprache dankte der Generalseire- Mr den Gästen für den Desrach. der eine Festigung tzer Bande zwischen Rumänien und der grr.ßen Mternationalen Einrichtung bedeute, deren Ziel ^ie Wah.ung des Friedens und die Förderung niedlicher internationaler Zusammenarbeit sei. Der König entgegnete in französischer Sprache. Rachdem daS KönigSpaar die R gistratur de internationalen Verträge im Völkerbundsiekre.a riat besichtigt hatte, begab es sich zum Internationale« Arbeitsamt wo es im groben Saal des Derwaltu-rgsratS empfangen wurde. Direktor Albert Thomas hielt eine sehr lange und herzliche Ansprache, in der er begeistert der Stunden gedachte, die er während des Krieges in Jassy mit dem König zugebracht hatte, und beschloß seine Rede, indem, er an daS soziale Verständnis des Königs appellierte. Der König antwortete in einigen kurzen Worten, indem er das Werk des Arbeitsam es würdigte und erttärte, daß daS rumänische Volk, das während des Krieges tapfer für feine Rech e gekämpft habe, jetzt mit Entschlossenheit für die Verwirklichung der devrokoutischen und sozialen Das Auge der Mutter» Don Rein hold Braun. I Durch das Mutterauge blickt das Göttliche am ergreifendsten in die Welt, sei es tm Glück odeü Schmerz. Wen daS Auge der Mutter nicht mehr ergreift, der ist tot am lebendigen Leibe.-- Auge der jungen Mut er, ein Mocgeühimn el bist du, voll unendlicher Süße. klingendes Licit aus Gottes Herzen, Hubel der goldenen Harfe der Seele, kniernde Demut vorm ewigen Wunder des Lebens. * Auge der jungen Mutter: Gebet um Sonnengnade auf das Leben des Kindes, inbrünstiges Flehen um Blüten und Sterne. Auge der jungen Mutter: WeihnachtSglanz der Madonnenseele! 3n deinem Licht werden wir rein!--1 Auge der reifen Mutter! Wo es mit stiller Gewalt die Herzen bewegt, da steht es gut um das HauS. Ter Blick der reifen Mutter erkennt mehr als zehn Weife erkennen: denn die Weisheit deq Mutterliebe bleibt doch die größte. Kein Buch kündet sie: sie ist ewig und herrlich lebrrchig im Auge der Mutter. Das Auge der reifen Mutter steht in daS Herz und trügest du einen Panzer von Gold oder 6tdM es sieht dir dennoch ins Herz. Uno nähmest du alles Trug wesen der Welt, es läßt sich nicht trügen. ES blickt wie die Wahrheit selber, doch mit cher Milde der unendlichen Güte. Ziele toirfen wolle. Rach einem Frühstück bei Lord Parmoor reiste das Königspaar um 3 älhr nach Brüssel weiter. Während des Besuchs im Dölkcrbundssekretariat und Internationalen Arbeitsamt,^ die beide mit rumänischen Fahnen veich geschmückt waren, trug dec König rumänische Generalsuniform und zahlreiche Kriegsauszeichnungen. Die Lage im Saargebiet. Genf, 9. Mai. (WTB.) Die Regierungs- kcmmissiion des Doarg-ebietes hat dem Dölker- bundSsekretcr.iat ihren Bericht über das abge- lcmfer.e erste Vierteljahr da-! Jahres 1924 zu- gestellt. Rah einem vom Völkerbundssekretariat t>erösfentlichten Auszug bezeichnet der Be.icht die wirtschaftliche und soziale Lage trotz der heftigen Valutaschwankungon als günstig. Er teilt mit, die Rcgiorunzskommiss on an die Bildung e ner xruS A.b.stgebern, Arbeitnehmern und der Regierungscommi,sü>n selbst zu.a.nmengesctzten Arbeitskammer he. abgetreten ist. Die Grubenproduktion hat im Monat März 1321 700 Tonnen betragen, was seit Inkrafttreten deS Versailler Vertrages die höchste ProduktionSziffer ist. Auf Grund eine« Abkom- mens mit der französischen Regierung hat die Regierungskornmission den De trag drr Saar- g.uben zum Haushalt des Saargebietes auf ein Sechstel des Haushalts vom Jahre 1925 an fest- g.se+ Don diesem Zeitpunkt an soll dann gleichzeitig die Kohlen st euer annuliert werden. Der Bericht schließt mit folgenden Worten. Ein Hahr ist seit Beginn des langen Derg - arbeiten streike« vergangen. Die Regierungskommission stellt mit Befriedigung fest, baß a'lmählich das Daargebiet sich von dieser harten Prufu g erholt Hai und sich von Reuem eines wirt.ichen Wohlergehens erfreut. Schottlands Kampf um Kornernte. London, 9. Mai. Die Debatte über die zweite Lesung einer Dill, welche Schottland Selbstregierung gewährt, führte im britischen Unterhaus zu sehr erregten Szenen, die den Sprecher veranlaßten, die Sitzung zu vertagen. Eine ähnliche Dill ist bereits nicht weniger als neunmal vom Hause in zweiter Lesung erledigt worden. Heute fließ der Entwurf, der von dem Arbeitsparteller Buchanan vorgelegt wurde, auf den he.tigen Wider st and der Konservativen, während die Liberalen ihn unterstützen. Die Regierung hatte ihrer Zustimmung zu der Dill grundsätzlich Ausdruck gegeben und sich bereit erklärt, einen Ausschuh zur Erwägung der Gesamtfrage zu ernennen. Bei Schluß der S hung lchnte eS indessen der Sprecher ab, heute eine Abstimmung zuzulassen, wodurch die Dill zu Fall gebracht wurde. Diese Entscheidung führte zu einem Tumult auf den Dän- 1 ken der Arbeiterpartei. Der Sprecher machte die Rufer wiederholt darauf aufmerksam, daß er sie aus dem Haufe verweisen werde, toenn sie sich seiner Amtsführung widersetzen würden: doch vertagte er schließlich das Haus, da die Tagesordnung mit der Annahme einiger formeller Fragen erledigt war. Der Lohnkampf im britischen Bergbau. London ,9. Mai. (WD.) Der Bericht des Ausschusses zur älntersuchung der Brrgarbeiter- löhne besagt, die Betriebsgewinne seien nicht hoch genug, um die geforderten Lohnerhöhungen zu ermöglichen, während gleichzeitig das Verlangen nach Reorganisation der Betriebe eine politische Frage einschbehe, für die der Ausschuß nicht zuständig sei. Der Bericht schlägt die Wiederaufnabrne der Besprechungen betr. die Abänderungen der Lohnvereinbarungen von 1921 vor. Das spanische Direktorium. Madrid, 9 Mai. (Wolff.) Rach der Rückkehr von Bilbao erklärte Primo de Rivera Presseverttetern, die politischen Parteien gehörten der Vergangenheit an Das Volk wolle heute nur daS Direkt orium anerkennen Damit die Arbeit vollen Erfolg habe, müsse das Direktorium mehrere Jahre bestehen bleiben, wlM er bereit sei. Alle der Regierungsaktion entgegenstehenden Schwierigkeiten würden künftig durch ein radikales Dekret schonungslos beseitigt. Aus sämtlichen Eindrücken, die er auf seiner- Reise gewonnen habe, gehe hervor, daß die ganze Bevölkerung auf seiner Seite sei Ein Verzicht der Regierung zugunsten der früheren Politiker würde eine unverantwortliche Unterbrechung der begonnenen Arbeit und einem Verrat an der Ration bedeuten. Positive völkische Flrbeit im bayerischen Landtag. München. 9 MÄ. (WTD.) Der Döl- kisch^ Block veröffentlicht gegenüber den Gerüchten, daß die Fraktion des Blocks nach den Wahlen nicht mehr bestehenbleiben werde, eine Erklärung, wonach es der Wille drr völkischen Führer ist, daß drr Völkische Block im Landtag arbeite: seine Arbeit solle sich auch nicht in leerer Rrg-ation verlieren, sondern der Block werde den Landtag vor positive Anträge stellen. Kleine politische Nachrichten. Die «'Boss. Ztg." erfährt, daß die bei der Durchsuchung der Räume in der russischen Handelsvertretung in Berlin festgenommenen Personen wieder freigelassen worden seien, da weder Flucht- noch Verdunkelungsgefahr bestehe. Ein 39jähriger Magistratsbeantter aus Königstein im Tcmnus, ein früherer Marineoffizier, ist vor den französischen Gerichten zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, well man bei einer Bahnhofs onttolle in Eschborn bei ihm ver- sch'eder.e verbotene Tageszeitungen gjfunfcen hatte, und well er auhervem auf Dem . nrimmUMM .........HIB ■Hiimnwm«—nMH— » ■< Anzug Vor Abzeichen des „Stablhe!mr, einer xm besetzten Gebiet verbotenen Verbindung, getragen hatte. Bei einer bei diesem Beamten tvrgenommenen Haussuchung wurde außerdem ein Revolver mit Muni-ion vorgefunden. * Don zuständiger Stelle wird mitgeteilt, friti’ die Blüttermeldung, nach der von drr bayrischen Staats regierung an den Reglern ngspräi identen v Kahr ein Schreiben gerichler worden sei, in dem diesem nachrgelegt wurde, sein Rücktritts- gesuch einKureichen, nicht den Tatsachen entspricht. * Sm Zusammenhang mit der Verhaftung deS Studenten Brandt wegen Bctritigung an der Ermordung Ralhenaus sind wettere Festnahmen in München erfolgt Die Verhafteten find zum Teil bereits in das Leipziger Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden. Negerwandernttgen in den Vereinigtem Staaten und ihre Bedeutung für ein wandernde europäische Landwirte. Der Weltkrieg, der bekanntlich die europäische Auswanderung nach den Vereinigten Staaten ins Stocken brachte, hat eine Abwanderung von Regern aus dem Süden nach den nördlichen Industriegebieten der Vereinigten Staaten von Amerika zur Folge gehabt. Schon während der Kriegsjahre zogen, wie der Bericht des Bundes- Arbeitsdepartements in Washington mitteilt, etwa 400 000 Reger vom Süden nach dem Rorden, von denen zwar Tausende bei Beginn des Winters wieder nach dem wärmeren Süden zurück- kehrten, der größte Teil aber in seinen neuen Heimstätten blieb. Infolgedessen ist eine starke Zunahme der Farbigen in den Großstädten Reu- york, Chicago, Pittsburg, Hartford (Tonn.), Detroit und Cleveland wahrzunehmen. 3n der Zeit vom l. September 1922 bis 31. August 1923 sind 478 700 Reger aus den Südstaaten nach den Industriezentren des Rordens gewandert. Racb den im Bericht enthaltenen Angaben verteilte sich diese Bevölkerungsbewegung auf die einzelnen Staaten, deren Gesamtbevölkerung in Klammer beigesetzt ist, wie folgt. Aus Alabama (900652) wanderten 90 000 Reger aus: aus Arkansas (472 220) 5000; aus Florida (329 487 ) 90 000; aus Georgia (1 203 385) 120 000; auS Kentucky (235 398) 2500; aus Louisiana (700 257) 15000, aus Mississippi (395 184) 82 600; aus Rord° Carolina (762 407) 25010; aus Oklahoma (149 408) 1000; aus Tennessee (451 758) 10 030; aus Texas (741694) 2000; aus Virginia (690 017) 10000. Der Reger hat durch seine Abwanderung yach dem Rorden ein neues Problem aufgerollt, an dessen Lösung sich die Führer beider Rassen werden beteiligen müfien. Die in den Industriernittelpunlten sich anfiedelnden Reger sind Leute, die mit dem ländlichen Leben im Süden durch Generationen innig verknüpft waren. Dis vor wenigen Jahren lebten 70 bis 80 Proz. der Reger des Südens auf dem Lande, ohne das Stabtleben gewöhnt zu fein. Durch die Abwanderung nach dem Rorden werden aber vielt Landarbeiterstellen im Süden frei, wodurch sich die starke Rachfrage nach Farm- und Pflam zungsarbeitern aus dem Süden der Vereinigter Staaten erklärt. Deutsche Landarbeiter und Land wirte sollten bei derartigen Angeboten vorsichtig sein, da ein Deutscher niemals den Arbeitsplatz eines Regers einnehmen sollte. Das Reichswirtschastsgerrcht. Heber die Zukunft deS ReichswirllchaftSge- richts veröffentlicht der Referent beim Reichsfpar-- kornmisfar, SenatspräsiOent Dr. Baumbach, in der Deutschen Huristen-Zeitung eine interessante Abhandlung. Wtr entnehmen daraus, daß dieses Gericht trvtz des Ansehens, das es sich in der kurzen Zeit seines Bestehens errungen hat, in seiner jetzigen Form verschwinden muß, da auf zu schmaler Erundlage aufgebout ist, um lebensfähig zu fein. Abbaumaterien, mit denen das Reichswirtfchaftsgericht überwiegend fce.afet ist, können ein Gericht nicht dauernd speisen; die wenigen Stauermaterien genügen nicht zur Erhaltung. Man kommt auch nicht um die Tatsache herum, daß ein Eingriff der Staatsgewalt in die Wirtschaft nichts der Art nach Verichiedenes ist von jedem andern Eingriff dieses Trägers der Staatshoheit in die private Rechtsphäre, mit andern Worten, daß für solche Eingriffe die Zuständigkeit der Berwaltungsgerichte gegeben ist. Bnum- bach empfiehlt die Angliederung des Reichswirt- schastsgericht an das Reichsgericht, und zwar an den Verwattungssenat. Run ist es aber nicht möglich, das Reichswirtschaftsgericht nah Leipzig zu überführen. Einmal sprechen räumliche Verhältnisse der Dienstgebäude dagegen, sodann find Dersetzungen nach Möglichkeit zu vermeiden, schließlich seh>n in Leipzig die vorzüglichen Laienbeisitzer. Es bleibt also nur der Weg, das Reichswirtschaftsgericht in cken auswärt gen Senat des Reichsgerichts, dem Derwaltungsfenat angeglic- bert, umzuwairdeln, ein Vorschlag, der durch dis Deutsche Huristen-Zeitung den Fachkreisen z«r Kritik unterbreitet wird. Das neueste Werk des Schweizer Dichters und weltbekannten Kriegskritikers Hermann Stegemann der Familienroman Die Bantiger erscheint ab Montag im Gießener Anzeiger Neubesteller erhalten die Zeitung bis zum 15. Mai kostenlos geliefert DaS Auge drr reifen Mutter ist Vrrft^hrn und das immer wunderbare De.^rihm. In feiner Wchmut noch ist es das Licht deS Glaubens an dich. — Gott selber tröstet durchs Auge der Mutter, und immer ist es Suchen nach den Drsten in dir. Dor seinem stillen Zauber offnen sich h'imlrhe Türen, die du selber nicht kanntest. Muttcrbll.ck kann Erweckung sein, toenn nur ein toinziges Frnklein noch in dir zu erwecke i ist, das brsher keine Macht der Erde zu erwecken vermochte. — Auge der reifen Mutter, Heimat bist du! älnd irrte einer mit zerdomtrn Fußen durch die Welt und hätte nttge.rds Heimat mchr so ist er doch nicht heimatlos, toenn e. den Blick der Mutter immer mit innerem Gesicht schaut und toenn dieser Blick das einzig Ruhrnde und Unverlierbare seiner irrenden Seele ist.-- Auge drr reifen Mutter, schau' unS ins Herz, daß wir gut werden! 1 * WaS alte deutsche Briefmarken wert sind. DaS Sammeln von Postwertzeichen hat sich in neuester Zeit zu dem toohl.verbreitetsten Sammelsport entto-ickelt. Während früher hauptsächlich Kinder Driesmarken sammelten, ist das heute eine sehr ernste Beschäftigung der Erwachsenen geworden, bei der nicht nur große Gewinne ae- macht werden können, sondrrn die auch sehr bedeutende Kenntnisse erfordert. Freilich die Sintflut neuer Briefmarken, die im Anschluß an den Krieg und besonders auch bei unÄ in Deutschland erschienen ist, dürste den vielen Spekulanten keine goldenen Berg» einbringen, dmn die Kriegs- und RachkriegSmarken verlieren immer m^hr an Wert. Die alten deutschen Marken erfreuten sich einer immer steigenden Wertschätzung auch bei ausländischen Sammlern, und die Preise steigen in allen deutschen und außerdeutschrn Versteigerungen fortdau rnb, oft bis äu einer geradezu phantastischen Höhe. Dabei zeigt es sich zugleich, daß die Ansprüche drr Sammler an die Qualität der Marken immer höher werden. Marken von nicht ganz eintoandireier Erhaltung, z. B. knapp- b schnsttenc, dünne, zweif lhist g'.ste.npeste G e n« Plare, selbst solche mit ganz iletnen Fehlern, werden bei den großen Be .steig .rungen zurückgrwj^ rn. Dagegen bringen auterhaltene altdeutsche Marken hohe Summen, und zwar nicht nu; in Deutschland, sondern auch in Paris und London, vor altem in Amerika. Sine Bayern 1 Kr schwarz (1849) dis vor 30 Japsen etwa 1 Mk. kostete und 1914 etcva 45 Ml., erzielt heute Preise bis zu 200 Goldmark. Dre Mark.n von Mecklenburg- Str elih aus dem Iah.e 1861 bringen bis zu 150 Goldmark, ein gutes Stück ber rote > Sachsen 3 Pfennig (1850) kostet min'e ten« K03 Goldinarck. Maßg b n) iind etwa die Preise, wie sie auf der Stock-Auktion vom Ende Januar, zumeist von Händlern, die doch wieder höhere Preise erzielen wollen, gezählt wurden. Da brachte eine Da de n 18 Kr grün 4n9 Kr. braun — D t fstück 200 Goldmark, eine Bayern 18 Kr. ziegelrot + 3 Kr. rosa — Driefstück 240 Gold- mark eine Bre m«n 3 Grofchen schwarz auf graublau (1855) 230 Mk. eine H amburg 9 Schilling zitronengelb, 300 Mk., eine Hannover 3 Pf.nnig rosa (1855 bis 1857' 635, ein hannoversch r StadtpostbriefamschLag van 1815 723 Mk eine Lübeck 4 Schil.ing dun'e'grün auf D.kes 410 Mk. Alte Lübecker Marter gch r:n überhaupt zu den größten Seltenhst en: so worden für einen Dreier-Streisen 1833 M' g s. Da das Gebiet der Dr e marken kund r sih sa riesig v-orgrößert hat, so toählen sich die Vernunft g:ir Sammler em Sondergebiet aus, auf dem li? Doll- ftanbigfcit erftre£e.i. Eine solche Spezialität ist 5. D. Altdrut ch and. Achlet man dabei noch aus Abarten in dar Färbung, rn der Zährnn^, im Wass.-rzttchen ole in der Gummierung sarnm lt man dazu Dir fr und Drrefstücke b smocrl schine Stempel und decgl., so kann man schau eia Lebrn ausfüllen und ein Bermögea anlcgen coemr m ’n nur einigermaßen „Vollständig"« t crr i h«l aill. Von den dem Stock-Katalog bei be aht ist, et'e.1, die w ur Erhaltung, .lieche herum, üi die l&irt* >enes ist von :i der Staats- >, mit andem At Zuständig' n i >. 5-ium- i Leichslmw , und zwar es aber nicht i nach CtÜPS’fl iamiiche Der' n, lobtutn M su ocrmtite-'1, ^'ichoKieN' :a, bai W «n Senat des S anzqste« der durch Die jachkreil«n »r- Kafleekenner »1 r.’cn es, Bohnen - Kotfee iowic - Ktge- deckten Dau tosten muß sichergestellt sein. Aende» lungen an dem Bauplan, die aus Ersparnisgründen oder au« Rücksicht auf die äußere oder innere Gestaltung deS Bauentwurfs notwendig erscheinen müssen ducchgeführt werden. Die Daudarlehen werden als wertbeständige Hypothekendarlehen gegeben. Sie sind bis zum 1. Oktober 1925 zinslos und t»n Da ab mit fünf vom Hundert wertbeständig zu verzinsen und durch Abzahlungen in fest bestimmter Höhe mit mindestens eins vom Hundert wertbeständig zu tilgen. Die Höhe des staatlichen Baudarlchens wird von dem Ministerium für Arbeit und Wirtschaft festgesetzt. Sie soll im Durchschnitt 10C0 bi« 1500 Mark je Wohnung nicht übersteigen. .Eine nachträgliche Erhöhung kann nur ausnahmsweise zugebilligt werden. Wohnungsbauten, die Darlehen von weniger als 1000 Mark benötigen sind bevorzugt zu berücksichtigen. Der Bauherr hat für sich und für seine Rechtsnachfolger gewisse Derpftich u-gen bis zur Tllgung des Darlehens zu übernehmen; so kann daS Anwesen nur mit Zustimmung des Ministeriums veräußert ober einem anderen zur Benutzung überlassen werden. Üeb?r|teigt b-i einem Berkaus des Hauses der Preis die Herstellungskosten, fo ist daS Darlehen zurückzuzahlen. Das staatliche Daudarlehen ist durch Aufnahme eines privaten Hypochekdarlehens abzulösen, sobald dies nach Lage des Hypothckenmarttes möglich lifL Die Hhpothrkfordeiung ist zur Rückzahlung fällig, wenn da« Zwangsversteigerungs- tx> r Konkursverfahren gegen den Eigentümer des Grundstückes eingeleitet wird, oder .wenn das Darlehen nicht zum Wohnungsbau verwendet wird, oder wenn der Schuldner mit den Zius- rnd Tilgungsbeträgen länger als 3 Monate im । Rückstand bleibt. Sur Sicherung des Darlehens ist aus dem ! Baugrunds!uck eine erststelllge, wertbeständige Hypothek zugunsten des Staates einzutragen. Soweit nicht eine Gemeinde oder ein Gemeinde- Verband Darlehensempfänger ist. hat tiz (§id der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften im städt. Saaloau eine geschäftliche Sitzung ab, die sehr zah.r^iH besucht war. Der Tagu.-g to.haten der Dioßherzpg, sowie zahlreich» -Eet-uxter von Be/örte.i Lei. Degrußui.gsanspvachen hielten Der.an.s^irek.o., Cetoiiomürat Hohannhen- Hannover, Mini- stenalvat Hebel vom Hess. Ministerium für Arbeit und Wirtschaft und Ob.rbürgermeister Dc. G l ä s s i n g für die Stadt Varmgadt. Landesölonomierat Hohannssen führte in seiner Begrüßungsansprache u. a. aus: Der Deutsche landwirtschaftliche Genossenschafls'ag hat bisher schon zweimal im hessischen Verbandsgebler stattgefunden, 1890 in Darmstadt und 1903 gelegentlich des Silberjubiläums des Reichsverbands in Mainz. Der Zuwachs an landwirtschaftlichen Genossenschaften war, wie es selbstverständlich ist, in der Kriegszeit gering. Er stieg dann aber in außerordentlich starkem Maße. Von den 38 028 Genossenschaften sind im Reichsverband in 28 Verbünden 25 166 Genossenschaften vereinigt, davon sind: 83 Zentralgenvssenschaften, 12 631 Spar- und Darlehnskassm. 4082 Bezugs» un> Absatzgenossen- schäften, 2340 Molkerei-Genossenschaften, 5934 son- stige Genossenschaften. Butter Pfund 190 Pf, Matte 35, Käse bis 65, Eier Stück 10, Gelbe Rüben Pfd. 25, Avte Rüben 30, Spinat 60. Spargel 140, Blumenkohl Stück 150—250, Salat 50-60, Salatgurken 150, Grünkohl (Sprossen) Pfd 50, Fcl>> fatal 250, Zwiebeln 25—30. Lauch Stck. 10—20 Meerrettich Pfd. 70—150. Sellerie Stck. 100, Ra» dieSchen Bund 25 Kartoffeln Zentner 750, Aep ei Psb. 15—20, Dörrobst 35, Suppenhühner 80 Pf. Landkreis Gietzen. Watzenborn-Steinberg, 8. Mai. Am Sonntag verabschiedete sich Pfarrer Lenz von ter hiesigen Gemeinde. Mit Bedauern sieht man den pflichttreuen und recht beliebten Geistlichen von hier scheiden. Wir möchten hoffen, daß er in feinem neuen Wirkungskreis in Hihkir - ch e n, Kreis Büdingen, recht viel Freude erleben möge. . * P a in 5 la r, 9. Mai. Hier und in Fne» delhimsen ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Beide Gemarkungen sind aus dem Sperrgebiet, die Gemarkungen Daub- ringen und Staufenberg aus Dem Beobachtunas- gebiet ausgeschieden. Kreis Friedberg. ' Friedberg, 9. Mal. In der Ra.cht zum Donnerstag wurde im hicsigcn Amtsgerichtsgebäude ein Einbruchsdiebstahl verübt. Zahlreich erbrochene Tisch- und Pultschab-- l de n zeugten von umfangreuHer D4ev.-sarb.tt. Auster fürns Mark, die lose auf einem Lisch: gelegen Hutten, werden nur noch eine Anzahl Schlüssel vermißt. Die Spitzbuben dürsten mit ihrem Staub sehr wenig zufrieden sein. * Butzbach 9. Mai. Die Sperrung der Ortsdurchfahrt In Aieder-Wöll- stadt ist wieder aufgehoben worden. KrciS Büdingen. )( Selters, 9. Mai. Die he'ige Bade» saison wurde am l.Mai eröffnet. 3m herrlichst cn F.ühlingsschmuck grüßt die Olatur den Besuchen. Das schöne Nidüertal, in dem unsere Heilquelle zutage tritt, gleicht einem blühenden Garten, so daß der Dädegast in reichstem Maße Die Schönheiten der Gegend gerade jetzt fennen» lernen kann. Hoffentlich l itt auch bald günstiges Ladewettter ein. Dom 1. Zuni an soll wie wir häi-.n, Der von den auswärtigen Badegästen gern bmutzte Rachmittagszug um 2 Uh-. wieder verkehren. )( Bergheim, 9. Mai. Die hiesige Ge» meinte begeht im September das 200jabrige Bestehen ihrer Kirche. Sie beabsichtigt, zu diesem Lage die alte, sehr gebrechliche Orgel durch eine neue Orgel mit 2 Manualen zu er» setzen. Der Hubiläumstag soll selbstverständlich entsprechend seiner Bedeutung festlich begangen werden. Milt ci6, "dwirte. ? QQ,w iriz ^n6 ö w -oundes- Horden, Din' iurück- nnyi neuen Ljy n«k ^.'en * an der W lfl 1°23 S '«ach den 'udrrt. Erteilte sich (9006521 .ü* *W) 90000- Äentucfo 0257) I5Q00 auS Avrd° »m3 (149 408) ausTeraz 101k) 10000. nberung nach mfaecout an Mtn e ht den ilnbtn Arger Leben im WliDaren. bis « Pwz. löt, ohnr daS die Avan> » aber virli vvdacch sirf und $flan t Derrinigto ter und Land, »ten t-orsichiij IcbeüiiM r. - —, Aufführung des Fest» sk»reles des 13. Deutschen Turnfestes in München .Frisch auf mein Volk' findet nun- mchram Sonntag, 1 8. Mai, nachm. 411 br tn der Turnhille des Turnvereins v. 1846 (6 versprechen das Beste. Die Rachmittagsvorstellung am Sonntag ist vorzugsweise als Frembcn- vorstel'ung gedacht. Eine Sch ilervorstelluna steh! für Mittwoch nachmittag tn Aus,iHt. Durch teil verhältnismäßig geringen Eintrittspreis ist es auch ben Wenigbemittelten möglich MefeS Spel gu sehen. Mit tiumerischen Auffuhru ig-en wird d«r erste Teil des Abends vusgefülll. (Sich.- Anz.) — Der „H e l e n a" - F i l m, der fett gestern in den Palast-Lichtspielen gezeigt wirb, gehört nach den uns vorgeleglen Pressestlmmen zu ben giostartigsten Schöpfungen, Die bisher von aarFilmindustrie hervorgebracht tourten Allenthalben wird der F lm von den allerbesten Empfehlungen begleitet. Es dü-fte wohl auch in unterer Stadt das starke Interesse, das man ihm entgegenbringt, in vollem Maße red;tf auch die gesunde Hingabe der ctazelae-i I Fc,mrliengl:eder fürs nanher und di» echte Rest- gwn ajfubf.mbec Liebe entwickeln. — Htermit ut die Vortragsreihe Professor Muckermanns zu Ende. Mögen auch im einzelnen die wiss-enschaft- lich.m Anllchten des Redners bekämpft wewen emes nehmen doch alle, die ihn gehört haben' mit nach Hause: Kehren wir nicht ,vur cstten deutschen, auf absoluter Treue aufgebauten Fa- mille zurück, unterhöhlen wir die Moral, indem toic kir Enthalt am e t zumal auch vor der Ehe, als entbehrlich betrachten, und g'.aubrn wie, durch kunstllche Kinderllnsch.änkung dem Boltsga.tzen zu nuhen, so sind wir un.nbweislich dem Ilnter- gang nahe gekommen. Der das nicht glaubt möge sich durch die Geschichte beleh.en l,-sen' D.«s französische Doll diene uns zur Warnung. An allzu strenger Lebensausfassung ist noch nie ein Volk zu Grunde gegangen. Daß Volker, die glaubten, b:e;e ernste Auffassung entbeh.en zu können, verkommen sind, ließe sich an jedein un- I teigcgongenen Volke in der Geschichte nachweisen. Bornotizcn. n, r~ Tageskalen der für Samstag. . ^^"'ver.ität: 8-/4 Ahr öffentlicher Tortvag mit Lichtbildewn üb:r die Abweh. ch.ncht am Aaroczsee und die Kämpse des Leibgarbe-Renis Rr. 115. — Rudecstub Hassia: Mi:glleder-'Ver- sammlung. — R. E. K.: 8 Ahr bei Hcckmann Mll- glieder-Versmnmlung. — Rundfunkhnuz Cöber- 8/2 llhr Opevn-Aee.id. - Lichtspielhaus Dahnhvfstvaße: .Graf Lohn". — Daiast-LidAt- spiele: „Helena". — Tageskalender für Sonntag. Lichtspielhäuser dasselbe Programm wie am Samstag. , Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Dekanntlich sind für den laufenden Sommer regelmäh ge Gastspiele des Bad-Rauheimer Kurthmwrs am hi:s.gen -Stabt» tpeater zwischen der Stabt Gießen und der Kurverwaltung Dad-Rauheim vereinbart worden. Dem Geschmackr eines erholungsbedü fügen Badepublikums entsprechend, w.rd natürlich das leichtere Genre vorw'egen, ohne daß deshalb wertvolle literarisch: W.rke ausgesch'os-en wären. . ß^te^ berartigeg Gastspiel w rb am Dienstag. 13. Mar, Aoreh Hopwoods flotter Schwank „Der Mustergatte" zur Ausführung gelangen, mit dem auch in Rauheim die bi.'sjährige Dommersplelzeit eröffnet wird. Der Voroer auf finbet von Sonntag, 11. d. Mts. ab statt. Vorbestellungen bittet man im Briefkasten des Stad'- theaters niedeczulegen. (S. heutige Anzeige.) stvtzvng der Geld- uno -cuaven&entraien, während oen letzteren durch einen weitgehenden Ausbau des Organisations- und Pressedienstes ge, ^encJ?^r^cn niü^e- Die Versammlung trat diesen Vorschlägen gleichfalls bei. Damit hatte die Sitzung ihr Ende erreicht. 3m Ansd)luh an die Tagung findet am Samstag ein Ausflug nach HBöllberg statt. DermiZchres. Grvtzfever im Hamburger Hafen, Hamburg, 9' Mai. (WB.) Der Schuppen b der F r^e i ha s e n l a g e r h u u s - A.-G im Mvldauhafen, Mesnickerufer, steht in hellen Flammen. Die Feuerwehr ist mit ei7er g.i> c t Anzahl von Zügen und Jeueriöschdampscm auZ- gerückt. Amerikas Zeppelin-Pläne. Reuyork, 9. Mai. (Wolfs.) Durch Funt- spruch. Wie Marinesestetär Wilbur hier in einer Rede mittelste, wird das L e n k l u f t s ch t s f „Z. R. 3“, das gegenwärtig in Deutschland für die Vereinigten Staaten gebaut wird, nach Eintreffen in diesem Herbst voll der Marine zu einem Versuch verwendet, der erweisen soll, daß die Post zwischen den Vereinigten Staaten und Europa in zwei Tagen oder weniger befördert werden kann. Interessante Funde bei einem verhafteten Kommunisten. Köln ,9. Mal. (Wolff.) Rach- einer Meldung der »Erlogne Post" sind bei einem verhafteten Kommunisten Frantzen Platten von Einbillionennoten und englischen Pfundnoten, ferner Stempel von deutschen, englischen, französifch-rn und tschrchischen Behörden und außerdem Waffen und Munition gefunden worden. Schvftengericht. * Gießen, 7. Mai. Anfangs Marz biete? Zcrhres erhielt der Oberamtsrichter Engel in Alsfeld einen anonymen Drohbrief, in dem es dem Sinne nach hteß, ;,man habe gehört, daß er schärfere Strasucte ls erlassen wolle, wie sein Vor (länger; das vertrüge sich nicht mit der heutigen Zeit, und man werde ihn mit Ernst verfolgen, wenn er es täte". Der Verdacht der Täterschaft siel auf den Mechaniker Valentin Stiehl ler von Alsfeld. In der heutigen Hauptverhandlung bestritt Stiehler. ben Brief geschrieben zu haben. Der Sachverständige, Lrhrer Leib von Gießen, kam in seinem ausführlichen Gute achten zu dem Schlüsse, daß nur Stiehler der Vriefschreiber sein könne. Das Gericht hielt den Sachverhalt für noch nicht genügend geklärt und ordnete weitere Erm'.ttlungen an. Der Kaufmann Willi Dietrich von Dad- Rauheim und der Däckergeselle A n t o n Schmidt von Franksurt a. M. hatten Mitte August 192.3 zu Dad-Rauheim dergestalt eine versuchte schwere lllrkundensö.lschung begangen, daß Dietrich — teils nach Anweisung des Schmidt — einen „Duplikat--Frachtbrief aus- ferttgte, wonach ein gewisser Köhler in Dad- Rauheim an einen gewissen Anton Müller tn Frankfurt a. M. mehrere Faß Benzin abschickte und auf diesen Frachtbrief die amtlichen Stempel Der Güterabfertigung, Die er in einem unbewachten Augenblick an sich nahm, drückte, sowie Die AbferrigungSvermerle fetzte, während Schmidt bann den Frachtbrief an sich nahm, in Der von beiden verabredeten Absicht, mittels dieses gefälschten Duplikatfrachtbriefs einen Dummen um eine Abschlagszahlung zu prellen. Benzin hatten beide natürlich nicht tn ihrem Besitz. Sie wurden zu6umd4Wonaten (»c» fängnis verurteilt. Spielplan der ^rnntiurkr Theater. Opernhaus. Montag, 12 Mal: Die Boheme. Dienstag, 13.: Fvusquita Mittwoch, 14.: 3enufa. Donnerstag, 15.: Madame Butterfly. Frlltag, 16.: Irreloi-e Samstag, 17.: Frasquitu. üonnt.ig, 18.: Die Walküre. — Schauspielhaus. Montag, 12.: Palme ober Der ©etränftc. Diensürg, 13.: Die Gegenkandidaten. M.ttwvch, 14.: Palme oder Der Geträntte. Donnerstag, 15.: Ast-Heidelberg. Freitag, 16.: Wilhelm Test S.-ms tag, 17.: Dame Kobold. Sonntag, 18.: Dam« Kobold. Aach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten sprach Anwalt Regierungsrat Gennes (Berlin) über „Wilhelm Haas und slln Werk". Dec Berichterstatter zeichnete in mar- figen Worten ein Lebensbild des Schöpfers des R.ichsverbandes, Wilhelm HaaS. 1873 organte sttille Wilhelm Haas, von den genJssenschist- lichen D--,ug ausgdheid, das landwi.tsckafttiche Genossen,chaftsweten in Hessen und schloß 1E89 die drei unter seiner Leitung stehmden Verbände d.r Bezugs-, K^ellt' und Mol er ig noss.mschafteir IN den ietzigen Te.band der h.>,sischm landiv:rt- schaftli^en Genostenschafei zusamm n Znz.ill;chen war durch ihn auf seine Anregung im Zah.e 1883 Gründung dess Reichsve.bandes b c deutschen landwi tschaftlichen Gcnossenschafte i erfolgt I.i einer Reihe von Beispielen schlkdrrte dec Bor- tragenbe das Werk von Wilhe.m Haas und seine starcke Persönlichkeit, d.e ihr zu einem der ersten landwi lschnft ichrn und genvssenscha't ichen F ihrer in Deutschland mach e, und die auch die Auf- meiksamkcit der Vertreter der Landwirt,chist und ! des landwirtschoftllch-rn Genossenschastswesens des Ausland-.s in hohem Maße auf sich lenste. ilc'et das „Genossenschaftsw sen in schwerer Jett" sprach hierauf Verbandsda-ek.'or LandrS- Dfon-rmierat Hohenegg»München. Der R d- ver verlangte, daß die in ihrem Fundament erschütterten und säst bis zum letzten Rest zerschlagenen genv's.nschaftlich'n EtnrtH'unzen te- fielt werden und befreit bleibe.i von allen Belast un gen, die dem Fortbestand des nrüh am geschaffenen Baues gefährden tönn.-n; f rn.r daß die ReichSregieruinz in lllcbcr.-tnstimmung mit tem Te'chluß der Ausschußsitzung der im RcichSonr- band vereinigten Provinzial- und Landes n ral° Mkn t>oni 10. April l. 3. sowohl zur Eil-al.ung der Wirksamkeit des einst so glänzend au^ge- bauten und nun so stark geschwächten ländlich-n Eenossenfchastswt-sens als auch zur wll gcheude , Sicherung der Ernährung unseres Dolle Z es als eine ebenso ernste wir vordringliche Pflicht er- 1 achtet, einigermaßen angemessene und der Eigen- I art des landwirtschaftlichen D.triebeK angepayte langfristige Kreditm-g ichkestei unter w.r fcha.t- lich Lagbaien Bedingungen zu erschließen. Die Teisammlung stimmte cei Fotdeiungen zu. „G en o s f e n f chaf t li che E i neu er u n g" lautete das Thema des SchlußvortrageS, den Ber- bandSbirektor Freiherr o. Los (Burg Berger- I Hausen) hielt. Der Berichterstatter wandte sich I In seinem Referat in kurzen Ausführungen zunächst der wirtschaftspolitischen Lage in Deutsch- I land zu. 3n bezug auf die zukünftigen Ausgaben deS Genossenschaftswesens forderte er für I Die Warengenoffenschuften neben der Beweglich. I fett im Dezugsgeschäfl die großzügige Aufnahme des Warengeschäfts, insbesondere des (3»treibe» Geschäfts. 3m Geldgeschäft empfahl er die Anglie» Derung freier Bankgeschäfte. Für die Verbände verlangte er Die notwendige finanzielle Unter» | oioioe aus statt r\- Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. Mai 1924, nachmittags 4 Uhr, in Klein-Linden vom Trauerhause Wetzlarer Straße 35 Donnerstag abend 10 Uhr starb nach schwerem Leiden, gottergeben, mein lieber Mann, der treu besorgte Vater seiner Kinder, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Schwiegersohn Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisebete Lenz geb. Adolf. Julius Martin Lenz im Alter von 40 Jahren, was wir Verwandten und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme mitteilen. Gießen (Lonystr. 4), den 9. Mai 1924. Die Beerdigung findet am Montag, dem 12.Mai, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Friedhofes aus statt. 36i2D Heute nachmittag entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Hermann Windheil im 72. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Auguste Seligmann geb. Windhei! Julius Seligmann und drei Enkelkinder. (Siu braves Mädchen vom Lande »um 1. Juni aef.woin Spediteur Ayncker. 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Da streng anbefohlen war, daß Händel mit Franzosen unbedingt zu vermeiden seien, so wurden viele Soldaten schon deswegen bestraft, weil sie Streitigkeiten mit Einwohnern nicht aus dem Wege gegangen waren oder ihre Kameraden nicht von Ausschreitungen zurückgehalten hatten. Die überwiegende Anzahl der Vergehen, die bestraft wurden, bestand in Wirtshausstreitigkeiten und Raufereien, bei denen ebenso oft die Franzosen wie die Deutschen die Angreifer waren. Nach den Akten des Oberkommandos kamen während der ganzen Dauer der Besetzung 4 schuldhafte Tötungen und 1 Totschlag aus Notwehr vor- austerdem 40 Körperve 'lchungen, darunter 33 leichterer Art. Don den Franzosen aber sind im besetzten Rheinland von Dezember 1918 bis Oktober 1922 nicht weniger als 65 vorsätzliche Tötungen und Misthandlungen mit Dvdesfolge begangen worden. Für die sittliche Haltung der Deutschen spricht es, dast damals nur ein einziger Notzuchtversuch zur Bestrafung kam, während bei der Besatzungsarmee im Rheinland innerhalb von nicht ganz zwei Jahren 170 Sittlichkeitsverbrechen, großenteils schwerster und gemeinster Art, ge- Der andere folgte dem Rat, den man ihm gegeben, bestteg den holpernden Postwagen und mhr nach dem berühmten Badeort. Dort trank er Wasser, als sei er ausgedörrt, nahm Bäder and fügte sich in das scharf von Gesundheitswächtern Ivntrollierte Leben des Kurortes. Ein noch Schlauerer riet sich selbst am unfehlbarsten, unterzog sich in ländlicher Umgebung einer Milch- eder Molkenkur,' wenn ihm aber die Silberstücke Winter angesammelten „bösen Säfte" austreiben. Darum der extra stark gebraute Trank, der so gehaltreich sein mußte, daß bei der Probe seiner Wirksamkeit der Prüfer, der sich auf die benetzte Bank setzte, nach einiger Zeit kleben bleiben sollte. Diese Frühlingskur machte wieder jung, behauptete der Enthusiasmierte, und v. Kobell gab als Verjüngungsrezept: 31 Ui 11 ÜU: Opern- Abend Bowl, WM Bilj. Slrili, 8oP?t Annchlleßend 11. SIM 3 Wl» gung ein: da wurden Trünkchen genommen, wurde zur Ader gelassen, geschröpft und florfltf g z Hit „Ä hlÄ’HU, Und der Dock is a Maler, Da halt i was drauf: Wie alt gar a Kopf is, Er frischtm no auf. Die Starkbiere haben den Lauf der Zeiten überteuert, soweit sie nicht den Kriegswirren vorübergehend zum Opfer gefallen sind. Sonst sind die Frühlingskuren zum Teil abgekommen, nämlich in dem engen Sinn, dafe eine Mode alle Leute, gesunde wie kranke, dazu brächte, sich einer richtigen KMnkenkur zu unterziehen. Geblieben schwächer im Deutel klangen, trank er Buttermilch, der ein heilsames Purgiersalz zugefeht war. So wurden die winterlichen Säfte „versüßt", der Körper gelinde „gereinigt“. Freilich, wer besonders gewitzigt war, der ließ sich nicht auf eine allgemeine Milchkur ein. He nach Temperament und Charakter wählte er Kuhmilch oder Stutenmilch, Eselmilch oder Ziegenmilch, und jedes wirkte anders. „Hier logieret mein Frühlings- doktor," sagte vertrauend der Stadtkaufmann, und machte die Stalltür auf, wo die milchspendende Eselin ihr Heu rupfte. Der Besucher wandte sich mit Abscheu von diesem Anblick fort: er wußte, daß nur Ziegenmilch von heilsamer Wirkung fein könne. Auch mit anderen weniger frommen Ge- tränfen hat man Frühlingskuren gemacht. Nicht immer ist freilich der Arzt Pate bei diesem Medizinieren gestanden. Die Starkbiere, wie sie beispielsweise nach alter Sitte in München im Frühjahr hergestellt wurden, hatten eine ausgesprochen purgierende Wirkung. Dieser Frühlingstrank mußte das Blut „lüften" und die im WwMl 8 Mr ^berrrallüule: । ‘Ptfllnn d. nur ' grnitiirr®. lurfiirfr i 'iinrl'dvrfw nfliilthiiK* uÄiu-ri r. 2b * der Kurbeflissene auch in dem Bade, das er ausgesucht hat, den ganzen Tag mit Kartenspielen am Spieltisch zubrächte, in einer Stellung (wie eine kräftige, infolge ihres hohen Alters aber ehrwürdige Bemerkung bemängelt), die man nur des Vormittags bei der Wirkung des Brunnens annehmen darf. Auch heimische Trinkkuren können ausgezeichnete Dienste tun, vor allem, weil eben auch bei ihnen ein deutliches Achten auf gesundheitlichen Lebenswandel wichtigste Begleiterscheinung bildet. Wer nicht wirklich krank ist oder sich kränklich fühlt, für den ist eine Frühlingskur im engeren <5jn ne des Wortes unnötig. Auch für ihn ergibt sich mit dem Anspruch des Frühlings die schönste und gesündeste Kur ja von selbst. Körperlich winkt auch denen, die t>on' Wintersport nichts wissen wollten oder konnten, die Befreiung ^us den geheizten Stuben, Wandern und andere Aufrüttelung der langsam gewordenen Sehnen und Gelenke. Da kreist das Blut schneller durch die elastisch federnden Adern, die Lungen saugen begehrlich die lang vermißte reine Lust ein, die Haut verkündet In froher Bräunung den Einfluß von Sonne und Wind. Die Muskeln spannen sich, und freier, frischer denkt das Gehirn. llnb ein seelischer (Jungbrunnen entspringt der Kur des anbrechenden Frühlings für jeden Menschen. Die leuchtenden Farben des Himmels und des sprießenden Grases, der Gesang der Vögel, der berauschende Dust der schneebefreiten Erde, das Sproßen und Blühen, das mit Zuversicht auf Besserung schlimmer Zustände erfüllt, Licht und Wärme des wieder auswärts steigenden Gestirns — das alles zusammen übt einen bezaubernden Einfluß auf die unter Winterdruck Re Seele aus. Mit der Natur entrostet auch e Atem. Die alljährliche Frühlingskur des Erwachens der Natur wird zum Springhorn der Jugend für jeden Menschen — schenkt auch dem an Jahren Fortgeschrittenen die Seelenjugend wieder, ohne die Leben und Lebensfreude nicht denkbar sind. 2and in Parteien und Gruppen. Statt inner- nrTcc Jrin&eit sieht man Spaltung und Streit. Aber Deutschland sollte ein Ganzes sein, nicht nur ein Politischer, nicht nur ein staatlicher Begriff. der Arbeiter ohne den Bauern? Was ist die Maschine ohne den Geist, der sie erfindet und lenkt? Was ist der Handel ohne die Menge der Käufer? And was ist ein Land, ohne daß Dichtung und Kunst, ohne daß Wissenschaft den Kops des Ganzen bilden? — Nur in der Einheit erlangen die Teile wirklichen Wert und nur aus dem Zusammenwirken entsteht jenes gegenseitige Vertrauen, das allein das Volk lebendig, den Staat möglich und den einzelnen individuell be- sriedigt macht. Zn dieser Erkenntnis liegt die Möglichkeit, sich in die Lage einzustellen, wie sie nun einmal durch die europäischen Verhältnisse gegeben ist und durch eigenartige Gegensätze schmerzlich wirkt fauch sie so gut wie die mit Volldampf und Nachtschicht arbeitende Industrie an der raschen Heraufführung der Danierungskrtse mitarbeiteten, bedachten sie ganz gewiß nicht, UnD doch sind wir auf diese Weise zur Krisis gelangt Nur daß sie, weil sie verspätet ist, wahrscheinlich üblere Folgen als vor vier oder fünf Monaten haben wird. Zn aller Stille hat sich eine Kredit not 'eingestellt, die verhängnisvoll werden muß. Während die Industrie dank den gewaltigen Aufträgen des Handels teilweise auf Monate hinaus beschäftigt ist. die weit über dem Weltmarktpreis liegenden deutschen Preise aber gleichzeitig jede Ausfuhr völlig unterbunden haben, zeigt es sich daß wir an dieser inneren Hochkonjunktur mit ihren Widersprüchen zugrunde gehen müssen, wenn nicht alsbald Rettung kommt. Eä hat nämlich niemand Geld, um die gekauften Waren zu bezahlen und um die Fabrikation in Gang zu erhalten, d. h. also, besonders die nötigen Rohstoffe aus dem Auslände zu erwerben. Dazu würde uns, es sei immer wiederholt, nur starke Warenausfuhr befähigen. Statt dessen haben wir in den letzten vier Monaten durch übertrieben starken Inlandverbrauch weitere Devisenmassen verzehrt, unser bißchen Vermögen entsprechend weiter heruntergebracht. Beinahe niemand mehr ist imstande und willens, Kredite zu gewähren. Die Banken und private Geldgeber verlangen abenteuerliche Zinsen, und dies rasend teure Leihgeld zerstört jede redliche Gewinnmvg- lichkeit, frißt jeden kalkulierten Ueberschuß aus. So gespannt ist die Lage, daß Werke von Weltruf sich um geradezu lächerlich kleine Beträge verklagen lassen müssen. Sie benutzen diesen jämmerlichen Weg, um eine neue Zahlungsfrist zu gewinnen. Widersprüche an allen Ecken und Enden, Widersprüche ohnegleichen! Die Kreditnvt. die sich noch dadurch verschärft, daß das Ausland vorgeschossene Gelder in beträchtlicher Höhe zu- rückverlangt, bringt die Wirtschaft zum Erliegen. Es hilft nichts, tesß wir unser Letztes in die Feuerung werfen, daß beispielsweise wirklich« Wertpapiere rnasfenweise verschleudert werden, um bares Geld zu bringen. Auf diese Weise vernichten wir mit eigner Hand den Rest unseres Volksvermögens 'und erzwingen eine immer grau- samere Verarmung der Nation. Gerade im Augenblick wichtiger internationaler Entscheidungen steckt Deutschland in fürchterlichster Klemme. Am den verbündeten Feinden, die uns jetzt wirtschaftlich reorganisieren wollen, einigermaßen gleichberechtigt gegenüberstehen zu tonnen, müßten wir Handel und Industrie stark und arbeitskräftig, ble ® e n e f u n g 8 f r t f e bereits überwunden haben. Nur dann wäre es möglich, von den geriebenen Geschäftsleuten, die hinter dem Sachverständigenausschuß stehen, erträgliche Bedingungen zu erhalten. Der Aus- landkredit, um den wir seit langem so brünstig werben, wird uns nur dann zu erträglichen Bedingungen gewährt werden, wenn die fremden Finanzgroßen uns seiner für würdig erachten. Im anderen Falle find wir hilflos der Auswucherung preisgegeben. Deutschland hat, um mühsam zwischen Scylla unb Charybdis hindurchzugelangen, nur noch eine Möglichkeit: Es muß sich auf die unvermeidliche, bereit« einsehende Krise so ernsthaft vorbereiten, als ginge es jetzt tatsächlich ums Letzte. HederrvtePfennig, der gespart werden kann, muß gespart werden. Den deutschen Spargeist zu wecken, alle Schichten des Volkes zu zwingen, den Leibriemen eng zu schnallen, das allein kann die Wirtschaftspolttik einer neuen Regierung fein. Wer sich dem eisernen Zwange, dem Gebot der Stunde nicht fügen will, der möge dafür auch Steuerlasten ohnegleichen auf sich nehmen. Wenn Deutschland sich einschränken und echtes Geld zusammenkratzen will, bermag es dies selbst heute noch Die Groß-Berliner Sparkassen haben binnen biet Wochen rund 700 000 Goldmark an neuen Spareinlagen erhalten: man sieht also, das kleine Volk ist entschlossen, zu den früheren guten Gewohnheiten zürüctzukehren. Deshalb heißt es jetzt, das langsam zurückkehrende Vertrauen der Bevöllerung zu stärken, den Sparern jede Erleichterung zu schaffen und, dies bor allem, sie mit der Gewißheit zu erfüllen, daß neue Verluste für sie ausgeschlossen sind. Wir können die schwere Gesundungskrise nicht bermeiden, wir müssen das drückende Kre.rz auf uns nehmen, aber wenn wir alle unsere Pflicht tun und, statt uns aufs Ausland zu verlassen, soweit wie möglich die erforderlichen Detriebsgelder aus Eigenem aufbringen, sei es auch unter saurem SchnÄß und blutigen Tränen, dann heißen die Gotter uns hoffen. ahndet wurden. Dabei sind die viel zahlreicheren Untaten der Franzosen und Belgier im Ruhrgebiet noch nicht einmal berücksichtigt. „Die Zahlen sprechen nicht," sagt der Verfasser nein sie schreien in die Welt hinaus, daß die gegenwärtige Besetzung der Rheinlande ein Rückfall in die Barbarei längst vergangener Jahrhunderte und für Frankreich, dessen weißen und schwarzen Soldaten die überwiegende Mehrzahl der gemeinen Verbrechen zur Last fällt, eine nie auszulöschende Schande ist." Das gute Verhalten der deutschen Desatzungstruppen wurde von neutralen Beobachtern rückhaltlos anerkannt. „Nie Ist eine bewaffnete Macht besser in der Hand gehalten und fester von aller Tyrannei über ein besiegtes Volk zurückgehalten worden," schrieb damals ein Berichterstatter der „Times". Gaston May fällt in seiner 1909 erschienenen Abhandlung über den Frankfurter Vertrag das Urteil, daß die „strenge Manneszucht der deutschen Besatzungsarmee eine der wirksamsten Ursachen für das günstige Ergebnis war", und der berühmte französische Historiker A. Sorel sagte 1875: „Wenn man den Geisteszustand bedenkt, in dem der Krieg die Franzosen gelassen hatte, kann man nur erstaunt sein über die Leichtigkeit, mit der der Schein des Friedens sich zwischen den beiden Völkern aus- richtete. Die Franzosen bewiesen dabei viel Entsagung und Vaterlandsliebe: die schone und «strenge Manneszucht der Deutschen trug in sehr hohem Maße dazu bei." „Genesungs"krise? Von Reinhard Collstede. Vier Wochen nach dem Erscheinen der Renten- mart war man in zünftigen Greifen einigermaßen erstaunt darüber, daß die prophezeiten Wirkungen des neuen Geldes zum Teil ausgeblieben waren. Und gerade die unangenehmen Folgen, auf die man sich ängstlich vorbereitet hatte. Durch die im letzten Augenblick ersolg'.e mitleidlose Zerreißung des Jnslationsschleiers war dem Milliarten- und Billionenschwindel ein Ende gemacht wordcn: wir hatten wieder richttges Geld in der Hand, womit sich kaufen ließ und wofür man gern verkaufte, aber wir merkten zu gleicher Zeit auch, wie unsagbar arm wir geworden waren. Die Meteorologen pflegen sich nicht selten zu irren, unb so trafen auch die Weissagungen unserer vollswirtschafllichen Wetterkundigen zunächst nicht ein. Während der Inflationszeit, wo alle Löhne und Gehälter tagweise bezahlt wurden, hatte niemand Geld genug zu wichtigen, oft unentbehrlichen Anschaffungen gehabt Ehr das Verdiente noch zum Kaufmann getragen werden konnte, war cs schon gänzlich entwertet. Jetzt, wo die Rentenmark da war, zerrannen die spärlichen Pfennige wenigstens nicht mehr unter Den Händen. Der fleißige Arbeiter erhielt zwar geringen Lohn, aber er be hielt ihn doch wenigstens. Nicht mehr floß schier das gesamte Volkseinkommen rasend schnell, in Gestalt von Inflationsgewinnen, in Die weit geöffneten Kassen einiger großer Profitmacher. Und so waren die Millionen, Die bisher kaum ein Hemd, geschweige Denn ein Paar Stiefel oder einen Anzug hatten kaufen können, in Der Lage, sich wieder einigermaßen Damit auszurüsten. Sie stürmten förmlich Die Läden. Ihre Abgerissenheit zwang sie dazu. Es begann eine Blütezeit Des inneren Marktes: alle Industrien, Die für Den deutschen Tagesbedarf arbeiteten, hatten übermäßig zu tun und der gefürchtete Stillstand Der gesamten Industrie- und Handelsmaschline blieb einstweilen aus. Deutschlands Industrie erfreute sich aber» mal« einer sogenannten günstigen Konjunktur, Die aber genau so Scheinblüte genannt zu werden verdiente, wie Der „große Aufschwung" während Der Inflativnsmonate, Der in Wahrheit nichts als fine unerhörte Vergeudung deutscher Kraft und etzten deutschen Eigentums gewesen ist. Statt Des allgemein erwarteten großen Preisabbaues, Den Der Zusammenbruch Des Geldzeichen- schwinDels eigentlich mit sich bringen mußte, haben zahlreiche deutsche 3nDuftrien in Den letzten Monaten recht beträchtliche Preiserhöhungen Vvrgenommen. Außerstande, Den jäh einsehendcn Bedarf zu decken, waren sie in der Lage, der Verbraucherschaft ihre Vedingungen vorzuschreiben. -Unb zu diesen Bedingungen lieferten sie nach Leibeskräften. Je höher Die Preise fliegen, desto heißer wurde der Warenhunger des Handels. Auch gescheite Geschäftsleute glaubten mit Sicherheit, Daß Die neue Teuerung bereits' Da sei und sich ixifd> gewaltig auswachsen würde. Folglich kauften sie Ware in immer beträchtlicheren Mengen ein, häuften ihre Lager bis oben hin voll und sahen freudig Der Zukunft entgegen. Daß Gegensätze. Don Alexander v. Gleichen-Rußwurm. Vier Jahre nach der Revolution und Dem sogenannten Friedensschluß zeigt Deutschlands Lage eigenartige Gegensätze, die man paradox nennen könnte, wenn es nicht leider gute Gründe für ihr Vorhandensein gäbe. Der Gelozeichensülle ist die Geldknappheit gefolgt; die Währung aus den Tiefen der Hölle zu ungeahnter Höhe emporgeschnellt. Die Rentenmart muß man ein Wunder nennen, schrieb eine englische Zeitung. Aber die Einfuhr wird noch lange nicht durch Ausfuhr abgeglichen. Valuta und Geldtnappheit verhindern die volle Ausnutzung von Maschinen, Anlagen und Menschenkräften. Der Staat frißt sich selbst auf, denn die Steuern verhindern weniger durch ihre Höhe als durch die Art der Eintreibung und Verteilung, daß Deutschland mit Vollkraft arbeiten kann. Das Geld gleicht nun einmal dem elektrischen Strom, der die ganze Maschine in Bewegung seht und erhält. Es ist geheimnisvoll wie dieser und regelt sich nach eigenen Gesehen. Aber trotz mancher Wühlerei, die zumeist vorn Ausland angeregt und bezahlt ist, trotz mancher llebertreibung oder Entgleisung extremer Richtungen stellt sich die moralische Gesundung endlich ein und das Gesamtvolk sucht fein Gleichgewicht neu zu erringen, das Gleichgewicht, das wirtschaftlich durch Angebot und Nachfrage, politisch durch einen geräuschlos arbeitendenStaats- betrieb und ethisch durch Abnahme von Gesetzesübertretungen in Erscheinung tritt. Wohl- gemerkt, dies Gleichgewicht ist noch nicht erreicht, aber die wichtigsten Tendenzen streben danach, und darin liegt ein großer Fortschritt Das Barometer des Vertrauens — ausgedrückt durch den Wertmesser der Währung — zeigt Steigung, und wer die Kraft zum Aushalten hat, atmet freier. Das ist wie die Sonnenseite eines nordischen Frühlingstages. Auf der anderen (Excite ist es jedoch falt und hoffnungslos geblieben. Neben der Gesundung wuchern starke Krankheitskeime und die individuelle Gnstellung in das Zeitbild läßt oft großen ethischen Mangel erkennen Der Staat vernichtete den Drang und Hang zur Sparsamkeit, indem fast alles, was Fleiß. Arbeit und Entsagung zurückgelegt, dem Fall der Mark und dessen volkswirtschaftlicher Auswirkung zum Opfer fiel. Die natürliche Folge ist gesteigerte Genußsucht. Luxus. Verwendung jeder Einnahme, „damit man etwas davon hat", denn das Vertrauen ist nach dieser Richtung verloren und Die Jugend findet die Alten nur Dumm, Die sich um Der Sparpfennige willen vieles versagten. Das Ausland wundert sich unwillig, Daß Die Deutschen aus- geben, ohne zu zählen, es begreift ihre Psychologie eben nicht oder will sie vielmehr nicht begreifen. So mußte der Wunsch, bei weniger Arbeit besser zu leben, für Die meisten zum Wahlspruch des Tages toerDen, und nur Die Bauernschaft entging dieser Versuchung. Das Aufsteigen neuer Bedürfnisse in breiten Schichten geschah um so schneller, als ihm die wachsende Papiergeldfülle zur Verfügung stand. Aber es blieb innerlich unbegründet, Da die verkürzte Arbeitszeit und der zunehmende Mangel an wirklich vorhandenen Betriebsmitteln einer Verbesserung der Lebenslage entgegenstanden. Alle diese Erscheinungen haben nur eine Folge, nur eine unabwendbare Wirkung, die man im wirtschaftlichen Leben ein ehernes Gesetz nannt: die Steigerung Der Preise unD Die Verteuerung Des gesamten Daseins. Es ist eine Täuschung, Daß bei Anwendung Der kleineren Zahlen alles billiger geworden ist, im Gegenteil: Deutschland ist so ziemlich das teuerste Land in Europa, obwohl die Preise Der lanDwirtschaftlichen Erzeugnisse (Durch Die Steuer- Verteilung) den Betrieb nicht mehr lohnen. Hier muß Wandel geschaffen werden, Damit auch auf Der Schattenseite das Barometer steigt. Es ist schlimme politische Arbeit, wenn auf Dem LanDe, wo das Brot wächst, Mißtrauen gedeiht und zugunsten Der städtischen Straßen der Nähr- stand gebrüeft wird. Die einzige vernünftige Wirtschaftspolitik scheint mir zu sein, Die Produkten so zu steigern, Daß sie zur Ernährung möglichst ausreicht. Das hat man im Krieg versäumt. Das hat die Revolution mit ihrem gedankenlosen Sozialismus versäumt, das versäumt von neuem die Finanzpolitik des Reichs, indem sie vergißt, daß — auch nach einem ehernen Gesetz — nur Der persönliche Gewinn gesteigerte Arbeit schafft. Mit Neid und Mißgunst, die zumeist unsere Gesehgebungsmasckine ankurbeln und angekurbelt haben, ist nichts zu machen. Sie scheiden das ist Dagegen vielfach der Brauch, daß ein chronisch Leidender oder wer sich sonst nicht wohl fühlt, im Frühjahr eine Trink- oder Badekur mitmacht. Diese Bedeutung werden die Frühlingskuren immer beibehalten, sei es am Ursprungsort ter heilkräftigen Quellen selbst oder im eigenen Heim, wo gewisse Wässer in kurmäßiger Weise getrunken werden. / Die Vorteile einer solchen Frühlingskur in einem Kurort für einen chronisch Leitenden sind in Der Tat hoch einzuschähen. Dem langteuernten Modebrauch liegt Richtiges zugrunde. Die gänzliche Veränderung ter Lebensweise bringt — wie andere Badekuren auch — das Aufgeben mancher schlechten, der Gesundheit abträglichen Gewohnheit mit sich. Die Einhaltung bestimmter, vorgeschriebener Kost läßt Ernährungstorheiten des Winters in ihrer Wirkung entschwinden. Die Durchspülung des ganzen Körbers mit Wässern, Die bestimmte, sonst nicht in diesem Maße vorhandene Salze enthalten, übt eine vorzügliche je nach Der Art des Leidens spezifisch beeln» flussente Heilwirkung aus. Daß es gerate ter Frühling ist, Der zu Der Kur gewählt toirD, hängt mit Dem allgemeinen Gefühl nach Erneuerung zusammen, mit Dem Wärmerwerten ter Witterung und der Freude, Den ins Zimmer bannenden Winter überstanden z-u haben. Die Auswahl des geeigneten Kurortes sollte aber Dabei nicht Dem Zufall oder gelegentlicher Empfehlung überladen bleiben, sondern nach genauer gesundheitlicher Anzeige vorgenommen werten. Es ist gar kein Zweifel, Daß das Versetzen in völlig andere Umgebung auch bei Den Früh- linaskuren viel zu ter günstigen Wirkung beiträgt Mäßigkeit, Körperbewegung, bei manchen Trinkkuren sogar sehr energische. Achten auf gesundheitliche Notwendigkeiten treten gn Die Stelle Der unhygienischen, unbedachten Lebensführung, wie sie das gesellschaftliche Leben des Minters mit sich gebracht hatte. Natürlich würde Die Wirkung gleich bedeutend geringe - sein, wenn REKORD anerkannte Gießen, Siidanlage HOHEN-RIKÖAD DIE KLAAS I.5C ME ZIGARETTE DER «5 PORTA LEUTE Statt Karten Minna Hof Georg Lindenstruth । Verlobte r Gießen, den 11. Mai 1924 Statt Karlen Gustel (Briinig * Karl Zulauf Verlobte Gießen, Mai 1924 Bahnhofstr. 66 Moltkestr. 28. 020112 Paula Leithäuser | Karl Völker I Verlobt« X ; Gießen fBoonstr. 14) Friedberg Mai 1924 ............... ! Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir herzlichst (Emma Friedrich ? August Deibel Gießen, im Mai 192£ H Sommer-H u sprosseii Ein eUitaeh. wnnäer- lareiHltielteilegecn jedem kostenlos mit. 3taam.Bolonl Hannover C. 6 öbenftic. 30A. 16s,e Serlel fl bis 8 Wochen alt. kastriert lSchlavv- ohren) abzugeben Sch«tWiMkn!> LReiSNrch.Kr.Tieb. Ein sprungfähiger ® s* B«oe (Herdbuchtieri. mit Abstammungsnach» weis, 18 Monate alt. steht zum Verkauf bet Heinrich Konrad Mohr, (Hambach b. 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Deutsche Allgemeine Zeitung vom 23. 1. 24. . . . Das Wagenrennen, ein Meisterstück;der Regie und der filmischen Technik. . . . Fi Im-Ec ho vom 28.1.24. . . . löst impulsiven Beifall beim Publikum aus. •. . Berliner Tageblatt vom 22. 1. 24. . . . Der Applaus erscholl, wie von siebenmal siebenzig Wilden. . . B. Z. a. Mittag. 5. 2. 24. . . . Das große Publikum . . . wird ihm mit Recht zu jubeln und auch der Anspruchsvolle wird Dinge finden, die er ungern würde missen mögen. . . . 8 Uhr-Abendblatt vom 5. 2. 24. . . . so daß die Kinos der Welt sich um die Zerstörung Troias reißen werden. . . . Vorwärts. 29. L 24. . . . So wird das Endergebnis sicher ein Weltfilm sein, der überall von sich reden macht. . . . Der Film. 10. 2. 24. . . . Ein deutscher Großfilm ist entstanden . . . Manfred Noa und die Emelka haben nach dieser Richtung hin eine wirkliche und vollendete Spitzenleistung der deutschen Filmindustrie vollbracht. . . Der Kinematograph. 10. 2. 24. . . . Der zweite Teil dieses monumentalen Filmwerkes erfüllt alle die hochgespannten Erwartungen, die darauf gesetzt wurden. . . . Neue Berliner 12 Uhr. 22. 1.24. ... So war denn auch der spontane Beifall lebhaft, ehrlich und wohlverdient . . . F i 1 m k u r i e r vom 5. 2. 24. - - . Fassen wir zusammen: Ein großer Publikumserfolg, ein guter schöner, durch und durch befriedigender Abend . . . Welt am Montag. 28. 1.24. . . . Dieser Film wird vermöge seiner Grandiosität eine Massensuggestion ausüben . . . Berliner Börsenzeitung vom 29.1. 24. . . . Edy Darclea . . . man kann sich unbedingt vorstellen, daß so jene unvergleichlich schöne Frau aussah. . . . Berliner Lokal-Anzeiger vom 22. 1.24. . . . Das Wagenrennen ... das ist atemraubende Spannung, gegeben mit dem dramatischen Griff eines Dichters. . . starker Beifall. Die große Filmpremiere! . . . Germania. 6. 2. 24. . . . Um diese Regieleistung willen wird man dem Film In- und Auslandserfolg prophezeien können. . . . Mit verstärktem Orchester. —- Letzter Tag Montag. 2. Teil ab nächsten Freitag. — Beginn der Sonntagsvorstellungen 3, 5, 7,9 Uhr. Jugendliche haben zu diesen Filmen keinen Zutritt Palast- Lichtspiele, Lindenplatz Das Heim der guten Gesellschaft. 3848c WMttArbeilsnMvcis für das nördliche Oberhessen Lieblgstr. 16 Wietzen Telephon 2064 Kostenlose Arbeitsvermittlung und Berufsberatung für beiderlei Geschlecht u. a. für Kriegerwaisen und Kriegsbeschädigtenkinder. Es können eingestellt werden: a) bet hiesigen Arbeitgebern: 1 Metall- schleifer, 1 Küfer, 1 Gürtler, 1 Buchbinder, 1 Bäcker. Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Gärtner, 4 Stein- Hauer, 2 Maler und Anstreicher, zwei Schneider, 2 Schmiede. h) bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Herren- und Damenfriseur, 2 'provisionsreisende, 2Maschinensetzer (Typographen), 1 Bäcker. Lehrlinge: 1 Bäcker. Es suchen Arbeit: Gärtner, landw. 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Mignon (Erstaufführung 1866) ist von den mehr als 20 Opern, die Ambroise Thomas (1811 bis 1896) komponiert hat, die einzige, die sich noch heute auf dem internationalen Spielplan befindet, ähnlich-, wie von Gounods zahlreichen Opern sich nur der Faust („Margarethe") als lebensfähig erwiesen hat. So Hal sich das Können der beiden Meister in diesen Werken offenbar zu höchster Steigerung erhoben, und jedenfalls hat, wie so oft, der Erfolg als Richter über ihrem Schaffen gewaltet. Ihre Textdichter haben es gewagt, Goe- Ihesche Gestalten auf die Bühne zu stellen. Aber die Feder sträubt sich fast, den hohen Ramen in diesem Zusammenhang zu nennen, den die Unbilden, die ihm hier widerfuhren, vermag kein noch so scharfes Wort zu kennzeichnen. Was insbesondere die Herren Michel Carre und Jules Barbier aus „Wilhelm Meister" zusammengeb raut haben, ist eine Karikatur schlimmster Art, erträglich nur, wenn man eben jeden Gedanken an das Ärbild fallen läßt. Der Komponist hat uns das bis ztzl einem Aewissen Grade erleichtert. Den Winken seiner Die Mai-Miete. Das hessische Ministerium für Arbeit und Wirtschaft hat nach Anhörung von Interessenten und Sachverständigen für die Berechnung der Miete für den Monat Mai folgendes bestimmt: Die Miete für den Monat Mai beträgt in sämtlichen Gemeinden 35 v . H der Friedensmiete. Die Miete ist zahlbar in Gold- oder Papiermark. Bei Papiermarkzahlungen ist der Kurs vom Vortage des Fälligkeitstermins za Grunde zu legen. Die Beträge sind auf volle 10 Pfennig nach oben abzurunden. In dieser Summe find 12 v. H für laufende, 8 v. H für grobe Instandsetzungskosten, sowie 15 v H für Betriebskosten und Zinssteigerung entfallen. Betriebskosten sind Steuern, Gebühren und öffentliche Abgaben, also insbesondere Grundsteuern, Kanalbenutz-ngsgebühven, Straßen ceini- gungsgebührcn, Wassergcld, Schornsteins, gerge^d, Haftpflichtversicherung. Treppen- und Flurbeleuch- lung usw. und Derwaltungskosten. Wassergeld ist jedoch nur bis zu 2 v. H. der Friedensmiete in -dem Sah für die Betriebskosten enthalten. In denjenigen Gebäuden oder Gebäudeteilen, in denen der Verbrauch 2,5 v. H der Friedensmiete übersteigt, kann die Mehrausgabe auf die Ruhungs- berechtigten nach den bisherigen Grundsätzen umgelegt werden. Betragen beispielsweise die monatlichen Frie- Äensmjeten eines Gebäudes 50, 45, 40 und 30 Mk., zusammen 170 Mr., so ist der Wasserverbrauch nur insofern in der Mietzahlung einbegriffen, als «er den Betrag von 4.25 Gmk. für den Monat Mai nicht übersteigt. Würde der Wasserr-erbrauch im Mai statt dessen 10.20 Gmk. betragen, so wäre der 5>ie 2. v. H (— 3.40 Gmk.) überschiebende Betrag von 6.80 Gmk. anteilsmähig mit 2, 1.80, 1.60 und 1.40 Gmk. auf die Mieter umzu- legen. Aicht einbegriffen sind ferner in dem oben geannten Sah für die Deriebskosten die auf Grund der dritten Steuernotvervrdnung erhobenen Sondersteuern des Landes oder der Gemeinden vom bebauten Grundbesitz. Diese sind von dem Grundstücksbesitzer auf die Ruhungs- Herechkigten umzulegen. ES sind zu entrichten: Aus dem -lmtsverkündiMnasblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 31 vom 9. Mai enthalt: Förderung des Wohnungsbaues. — Höchstsätze in der Erwerbslosenfürsorge. — Oeffentliche Rotstandsarbeiten. — Maul- und Klauenseuche. — Dienstnachrichten. — Lehrbuch für Gesagsunterricht. — Hessischer Iugendfeiertag. — Feldbereinigungen in den Gemarkungen Harbach und Röthges. — Strahen- fperre. Monatliche Friedensmiete: Maimiete Mk. Gmk. -25 -.10 —.50 -.20 —.75 -30 1- -35 2- -.70 3- 1.05 8Vs 1.20 4- 1.40 5- 1.75 6 — 2.10 6-/3 2.35 7.— 2.45 8 — 2.80 9- 3.15 10.- 3.50 15- 5.25 20- 7.00 25- 8.75 30 — 10.50 35.- 12.25 40- 14.00 45 — 1575 50 — 17.50 55- 1925 60- 21 00 65- 22 75 70 — 24 50 75.— 26 25 80 — 28.00 85 — 29 75 90 — 3150 95.— 33.25 100 — 35 00 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) Landwirtschaft und Gartenbau renbohne und Schlachtschwertbohne. G. H. Das Verfüttern von Fischmehl an Schweine. Unfere Getreidearten, sowie der Mais enthalten nur eine verhältnismäßig geringe Menge von Eiweiß. Junge wachsende Tiere fim> aber in ihrer Entwickelung auf einen hohen Eiweißgehalt des Futters angeweisen. Außer der Milch entspricht das Fischmehl am besten diesen Anforderungen. Die Menge, welche täglich an Schweine gegeben wird, ist je nach dem Zweck der Ruhung verschieden. Säugende Mutterschweine und nicht ausgewachsene Tiere erhalten im Verhältnis zu Mastschweinen ein etwas größeres Quantum. Man rechnet etwa 100 bis 140 Gramm pro Tag und Stück. Wenn das Fischmehl entfettet und in unverdorbenen Zustand ist, braucht man einen un° günftgen Einfluß aus die Beschaffenheit des Fleisches nicht zu befürchten. Schlechte, minderwertige Ware ist am besten nicht zu verfüttern. Schweine, an die Fischmehl verfüttert wird, erhalten bei kür- Frayekasten. Frage 17. Ich habe in meinem Garten, der sehr feucht liegt, eine Unmenge Scharbockskraut ober Feigwurz (Ficaria verna). Zwecks Ausrottung dieses Gewächses bitte ich um Auskunft. A n t wo r t: Das Scharbockskraut, Schmalzkraut, Himmelsgerste, in Sch'esien Schmirgel genannt, ist e.ne uns.c.r ersten googelten Früh ahrs blumen. besitzt einen kiwliigen Wurzelftock, der .ich al'.jährlich erneuert. Gegen Ende Mai werden die Blätter bereits gelb und sterben ab, -nachdem sich vorher sowohl im Boden, wie auch an den Gelenken der oberirdischen Leite länglichrunde, e'nem Weizenkorn nicht unähnliche Knöllchen gebildet haben. Durch starke Gewitterregen werten diese Knöllchen bisweilen aus dem Do. en gespült und zu großen Mengen zusammengeschwemmt. Daher die Sage vom Getreideregen. In reifem Zustande sind sie schirf und blasenziehend, unreif und in gekochtem Zustande mild und unschädlich. zerer Mastdauer ein verhältnismäßig höheres Gewicht. G. Textvorlage folgend, hat er den Aufbau seiner Musik ganz auf den Gegensatz zwischen Mignon und Philene eingestellt und das mit solcher Meisterschaft durchgeführt, daß man geneigt ist, alles Andere darüber zu vergessen. Wir brauchen uns nur Mignons Romanze und Philenens Polonäse ins Gedächtnis zu rufen, um uns die gegensätzliche Rhythmik zu vergegenwärtigen, von der das ganze Werk getragen ist, von dem Potpourri an, daS als Ouvertüre bezeichnet ist, bis zu dem Schluhtcrzett. Das ist unleugbar interessant und geeignet, die Kritik zu mildern, mit der man sonst von einem geläuterten Standpunkt an diese Musik herantreten möchte. Zu ihrer Kennzeichnung — der Musik eines Franzosen — strömen uns die Fremdwörter, so gerne wir sie vermeiden möchten, ungesucht zu: Sentimentalität, Grazie, Esprit, Charme und zuletzt, doch nicht zumindest: Raffinement. Denn raffiniert ist diese Musik vom ersten bis zum letzten Ton. Für den Sachverständigen muh es ein ausgesuchtes Vergnügen sein, die Partitur durchzulesen: Streicher und Bläser (die gestern leider nur in Ersatz vertretene, wichtige Harfe nicht t» vergessen) vereinigen sich durchweg zu berückendem, prickelndem, oft wie Champagner p-erlendrm Spiel. Und das gleiche gilt von den Stimmen, die mit vollendeter musckalischer Sicherheit behandelt, geradezu in Wohl! ut schwelgen dürfen. Das Orchester blieb den oft nicht geringen Anforderungen, die a.i das virtuose Zusanrmen- spiel der 3nilrumente und Stimmen gestellt werden, unter Bruno Hartls zielsicherer Führung nichts schuldig: einiges, z.D. die allerliebste, mit der Oper freilich nur lose verbundene Gavotte vor dem zweiten Akt. der man größere Verbreitung wünschen möchte, klang entzückend. Her- vorvagend waren die tragenden Rollen vertreten. Ich nenne Hedwig E r l zuerst, denn darüber wird nur eine Stimme sein, daß ihre Philine am gestrigen Abend den Vogel abgeschossen hat. Mit dem bestrickenden Liebreiz ihrer Erscheinung und ihrem anmutig-koketten Gebahren ver- körJercke s i-e dir Verführerin, und mit den Silber- tonen ihres die höchsten Höhen der Koloroturleiter mchckos erklAternden Soprans erschöpfte sie den verschwenderischen Reichtum, den der Komponist über feine Philine ausgeschüttet hat. In Elisci-beth Kandts Mignon mußte man sich zuerst — auch noch wählend des Vortrags der Romnnze — ein leben: erst mit dem zweiten Akt schien mir die Gestalt volle Glaubwürdigkeit zu gewinnen und der Ei.id.uck einer ausgeglichenen Leistung sich festzusetzen. Ga.iz ausgereift war der Lotho io Adolf Germanns. Dagegen trat John Gläser als Meister darstellerisch stark zurück, und sein wundervoller Tenor mußte andere Mängel entschädigen helfen. Auf der Höhe gesanglichen und schauspielerischen Könnens zeigte sich Richwd von Schenk als Laertes, uni) Adolf Riedl versuchte c$u3 der Operettenfigur des törichten Barons Friedrich zu machen, was eben daraus zu machen war: sogar einen umge- flürVe-’, D.aad verkündenden Leuchter wußte er g schi tu :ett -n Der Zigunerhauptmain dem bieUnuer rorenheit der e er en Ccrrrs und Bari ier Goethes Jarno hat avancieren lassen, war bei Josef G a r e i s in guten Händen. Chor und Ballett taten ihre Schuldigkeit. Das Haus war, von einigen Lücken im ersten Rang abgesehen, voll besetzt und außerordentlich beifallsfreudg, ein Zeichen, daß dieser Musik trotz ihrer Oberflächlichkeit zu'olge ihrer einschmeichelnden Melodik und mehr noch ihrer Was beim Bohnenanbau zu beachten ist. Als Sonnenpflanzen verlangen alle Gartenbohnen viel Licht und Wärme, sie sind gegen Kälte und Rässe sehr empfindlich. Aus diesem Grunde dürfen sie auch nicht früher gepflanzt werden, bis die Witterung beständig warm wird und Rachtfröste nicht mehr zu befürchten sind. In unserem Klima Lft es kaum vor Mitte Mai, nach der Zeit der Gestrengen-Herren-Tage. der Fall. Durch Frost beschädigte Bohnenpflanzen sind fast immer für die Weiterkultur wertlos: bestenfalls leben sie wohl weiter, bringen aber keine zufriedenstellende Erträge mehr. In solchen Fällen wird am besten eine sofortige Reupflanzung vorgenommen, die trotz des inzwischen eingetretenen Zeitverlustes einen besseren Ertrag liefert. Deim Legen der Bohnen muh das Land möglichst frisch gegraben sein, oder doch mit der Hacke aufgelockert werden, weil sonst die Bohnen nicht die genügende Feuchtigkeit zum Keimen oorfinben und zum mindesten ganz ungleichmäßig auftom- men. Dasselbe ist der Fall, wenn die Samen tiefer als 5 Zentimeter in den Boden kommen, oder mit zu schwerer Erde bedeckt sind. Wo sich Gelegenheit dazu bietet, sollten deshalb die PflanzlöcAr mit loser Komposterde zugefüllt werden. Ob man für die Aussaat Stufen- oder Reihenplazierung wählt, ist bei Buschbohnen weniger von Bedeutung, bei Stangenbohnen ist dagegen nur Reihensaat anwendbar. Bedingung bleibt nur, daß die Pflanzweiten so abgemessen werden, daß die Dohnen sich nicht gegenteilig in der Entwickelung stören, daß sie Licht und Luft bekommen und während der Vegetation jederzeit bequem gehackt und gerei- nicht werden können. Als normale Pflanzweiten gelten bei kleinstaudigcn Krupbohnen (Perlbohnen, älnerrnüdliche) 35 bis 40 Zentimeter, bei den groh- staudigen Sorten (Hinrichs Riesen, Schwertbohnen, Wachsbohnen) 40 bis 50 Zentimeter im Geviert, während sie bei schwachrankenden Stangenbohnen (Türkische Erbsen) nicht unter 50 Zentimeter und bei starkwüchfigen Sorten (Schlach schwert, Prunkoder Feuerbohne) nicht unter 60 Zentimeter betragen darf, und eine gute Durchlichtung und Durchsonnung der einzelnen Pflanzen zu ermöglichen. Demselben Zwecke dient auch die Praxis, den Lauf der Dohnenbeete von Rorden nach Süden zu legen, um eine gegenseitige Beschattung zu bermeiben. Die Zahl der Pflanzbohnen richtet sich nach der Wüchsigkeit der betreffenden Sorte: bei schwach- wüchsigen sind 5 bis 6 Stück, bei starkwüchsigen nur 3 bis 4 Stück erforderlich, vorausgesetzt, daß das Saatgut gesund und jede Dohne keimfähig ist. Bei Stangenbohnen werden zuerst Stangen gesteckt und die Dohnen kreisförmig darum verteilt. Deim nachträglichen Beistecken der Stangen besteht die Gefahr, die Dohnenwurzel zu k^schädi- gen. Rur in den Fällen, wo sich ein vermeintliches Krupbohnenbeet infolge unzuverlässiger Saat als Stangenbohnen entpuppen sollte, muh man sehen, die Stangen nachträglich, so gut es eben geht, beizustecken. Was die Dohnensorten anbetrifft, so eignen sich zu Drechbohnen: Rheinische Speck- oder Schmalzbohne. Hinrichs Riesen, Kapitän eidigen, Perlbohne: zu Schnitzel- oder Schnei de - bohnen: Hinrichs Riesen, Korbfüller. Prunkbohne, Schlachtschwert, Kaiser Wilhelm: für E i n- rnachezwecke: Hinrichs Riesen, Zucker-Perl- bohne. Weiße Rieren, zu Salatbohnen: Rheinische Wachsbohne, Flageolet-Wachsbohne. Mont d'or, und zum Trocknen: Flageolet-Wachs- bohne, Hinrichs Riesen mit weißen Dohnen. Rie- Die Frühjahrssaaten und ihre Behandlung. Zur günstigen Entwicklung unserer Kultur- bnanpen ist da« Vorhandensein sämtlicher Wachstumsfaktoren in genügendem Maße Vorbedin- flung. Für die Frühjahrssaaten spielen besonders Stickstoff und Wasser de Hauptrolle. Sind es doch gerade diese so überaus wichtigen Stoffe, die durch ungeeignete Behandlung des Ackers und falsche Anwendung der Düngemittel leicht Verlusten ausgesetzt sind. Ohne genügend Dodenfeuch- tigkeit ist eine richtige Stengel-, Blätter- und mithin auch Körnerbildung undenkbar. Bei anhaltender Trockenheit ist durch Festwalzen des Ackers der im Boden vorhandene Wasservorrat in Anspruch zu nehmen. Mm ein Steigen des Wassers in den Dodenporen bis an die Ober- fläche und somit das rasche Verdunsten des Wassers zu verhindern, muß die Kapillarität in der oberen Schicht durch Aufeggen unterbrochen werden. Stark verunkrauteter Acker und anhaltende feuchte Witterung machen jedoch ein Walzen nach der Saat unmöglich Obwohl der Hafer die Fähigkeit besitzt, die im Boden vorhandenen, verhältnismäßig schwer löslichen Nährstoffe aufzuschliehen und für sich nutzbar zu machen, ist er dennoch für eine Stick- ftoffbüngung dankbar Da bei Gerste eine starke Stickstoffdüngung leicht Lagerung verursacht, ist s,e hier mit Vorsicht anzuwenden. Stickstoffverluste können ekntreten. wenn schwefelsaures Ammoniak mit Thomasmehl oder anderem kalkhaltigen Dünger gemischt und gestreut wird. Kann jedoch bei Kleesaat usw nicht von einer Thomalmehldüngu.ig abgesehen werden, so muh diese 2 bis 3 Wochen vor dem schwefel- saurem Ammoniak gegeben werden. Bei Anwendung des Stickstoffs in Calpeterform ist bei starken Regenfällen ein Auswaschen in den Unter- «rund zu befürchten. Deshalb ist es ratsam, das Ausstreuen desselben in mehreren kleinen Gaben auszuführen. Als Stickstoffdünger kann, wenn es bei der Aussaat des Getreides geschieht, schwefel- saures Ammoniak Verwendung finden. Dieses hat dem Salpeter gegenüber den Vorteil, daß der Acker nicht so leicht verkrustet und das Auswaschen in den Untergrund nicht so stark erfolgt. Der Stickstoff int schwefelsauren Ammoniak ist nicht sofort für die Pflanzenwurzeln aufnehmbar und muß von den Salpeterbakterien erst in Salpeter umgewandelt werden Der Salpterstickstoff wird nur als Kopfdünger verwendet und ist sofort für die Pflanzen aufnehmbar. Soll Klee eingesät werden, so ist Ammoniakstickstoff anstatt Salpeter zu wählen, da letzterer evtl, die Keimung beä Klees beeinträchtigen könnte. Sehr wichtig für die Pflege der Saat' ist die Bekämpfung des Unkrauts. Das beste Bekämpfungsmittel ist bei Reihensaat ein rechtzeitiges Behacken. Die Bekämpfung des von den Samen- unfräutern am meisten verbreiteten Hederichs erfolgt durch eine 20 bis 25prozentige Eisenvitriol- lösung, wenn das Unkraut das 4. Blatt bildet. Die Anwendung von Kalkstickstoff ist wohl zu empfehlen, stellt sich aber wegen der nicht ganz zu vermeidenden Stickstoffverluste ziemlich teuer. In den letzten Jahren ist auch ganz fein gemahlener Kainit (Sondermarke) mit Erfolg angewendet worden. Sollten die Saaten, obwohl man weih, daß sämtliche Vorbedingungen für ein günstiges Gedeihen gegeben sind, in ihrer Entwicklung nicht befriedigen, so ist anzunehmen, daß der Boden sauer reagiert. Rach der Ernte muh dann die Entsäuerung oorgcnommen werden. Die Untersuchung des Bodens auf den Säuregehalt wird gerne von den zuständigen Landwirtschaftsämtern übernommen. ©. _sam$tag, jo. Mai 1924 Die Bekämpfung btefc« lästigen Garlcnunkrautes gelingt leicht, wenn man rechtzeitig, d. h spätestens Anfang bis Mitte Mai, die oeranlrauietctt Doete umgräbt, so daß kein grünes Blatt davon sichtbar bleibt. Wird diese Arbeit später vorgenommen, so kann man sich im nächsten Frühjahr der Unkrautplage kaum erwehren, denn jedes Knöllchen hat die Fähigkeit, sich zur volltoinmcnen Pflanze zu entwickeln. Samen seht die Pstanze in der freien Ratur nicht an. Frage 18. An meinem Hause habe ich an der Sonnenseite zwei Weinstöcke vor zwei breit gepflanzt. Einer war im letzten Herbst von Mehltau befallen. Wie ist diese Krankheit zu bekämpfen? Antwort: Zur Bekämpfung dieser Krankheit verwendet man Schwefe tpuwer olxr Schwefelblüte, mit welcher man alle grünen Teile, auch von unten her, einpudert. Diese Arbeit sollte bereits vor dem Auftreten der Krankheit geschehen und mehrfach wiederholt werden. Der Schwefel wirkt in der Weise, daß sich die schwefelige Säure mit dem Sauerstoff der Luft verbindet. Da dieser Prozeß nur bei einer Mindest- tempevatur von 12 Grad vor sich geht, hilft auch das Schwefeln in naßkalten Sommern und gegen Herbst hin nicht viel. Frage 19. Wie vertilgt man Schnecken am besten im Gemüsegarten? Ich habe schon Salz gestreut, aber sie sind nicht wegzubringen. Antwort. G gen das Auftreten von Racht- schnecken hilft Kalken des Bodens mit ungelöschtem Kali im Herbst ober im zeitigen Frühjahr und Düngen mit Kali. Außerdem soll man über Winter daS Geflügel in den Garten lassen. Die Bekämpfung nach der Bestellung des Gartens ist schwieriger. Da ein Ab suchen nicht in Frage kommt, wird empfohlen, die Dtete öde Sonnenaufgang ober nach einem warmen Regen, wenn das Ungeziefer am Fraß ist, mit einer lö—20piD- zontigen Lösung von 4( Prozen tigern Kali zu begießen. Frage 23. An meinen Zwergapfeldäumen sind 'bereits jetzt kurz nach dem ersten Austrieb einzelne Aeste kahl gefressen. Als Ursache sand ich eine graue, plattgebrückte Raupe. Wie heißt der Schädling und wie ist die Bekämpfung? Antwort: Es handelt sich um die Raupe der Kupierglucke, auch Quittenvogel genannt Durch die plattgedrückte Gestalt und die schmutzige Farbe entgeht sie dem Auge trotz ihrer bedeutenden Große. Absammeln der 2ieie, wobei man den ganzen Baum bis an die Wurzeln nach Schlupfwinkeln nachsehen muß, ist bas einzig bekannte Tekämpfungsmittel. /W/ckLV/F/ haßUdis^ als eine unreine Hautl Pickel, Mitesser, Pusteln und alle sonstige Hautunreinheiten beseitigt die Aok-Seesand-Mandelkleie, die einen wunderbaren Teint mit einem mattschimmernden, pfirsichartigen Hauch hervorzaubert. Achten Sie auf den Namen „Aok“. Ueberall zu haben. Kinderwagen Sind weltberühmt und unerreicht Modelle 19Z9 in höchster Vollendung Oberen erhältlich hinreißenden Rhythmik die Sicherheit des Erfolgs wohl auf lange hinaus gewahrt bleiben wird. Oberhesfischer Kunstverein. Graphik Karlsruher Künstler. Diese Ausstellung ist schön und ruhig. DaS meiste bewegt sich in guten Bahnen auf erprobtem Boden und zeigt kein Bedürfnis, ihn zu berloffen. Einiges ist ein für allemal gültige Lösung, vieles begnügt sich bei einmal erfolgreicher Fassung, nur weniges ist problematisch. Vielseitig ist das technische: Radierung, Lithographie, Holzschn'tt bemühen sich um Entfaltung mannigfaltig er Reize. Sauberes Handwerk macht auch Schwächeres liebenswürdig. So bietet, abgesehen von Inhaltlichem, der Vergleich von rein Formalem an sich schon großen Reiz. - Hans Thoma ist da. Seine Blätter fesseln auch, wo sie seine schwachen Stellen zeigen, als Ausfluß tiefgegründeten Meislertuins. H. A Bühler häng! von ihm ob. Oft scheint sein Mystisches zu konstruiert. Richt alles ist so gelungen wie sein Bildnis Thomas: Da decken sich Strichführung und Inhalt. 21. Haueisen ist reich an Mitteln und Gedanken. Fr. H. L a n g wirkt in seinen Lithographien (Landschaften) stärker als in den Holzschnitten. H. von Dolk- man n wird hier mehr als in seinen Gemälden durch seinen starken lyrischen Einschlag gefährdet. Richt alles, was er geschickt hat, scheint daher erfreulich. Von QI. Dabberger, der eigentlich als Einziger auch seiner formalen Haltung nach in den Zusammenhängen des Tages steh^ ist die „Frühlingslandschaft" besonders zu bc- achten. ,w. Der neue Frar-kenfturz. Had) Vertiner Bläkte nnekdungen aus Paris ist der Franken dort weiter gefallen. Lei Börfsnschluss notierte gestern daS englische Pfund über Z4 Franken, der Dollar 16,37 Franken. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Schwee Gewitterwolken liegen über der deutschen Wirtschaft. Täglich kommt die Kunde von neuen Zahlungsschwierigketien, Anträgen auf Ge- fchäftSausficht und tergl An der Börse terrscht eine ausserordentlich besorgte Stimmung. Dir Lage wird n»ch verschärft durch die deutsch-russische Spannung, die Dorgänge an der rumänischen Grenze und den .Konflikt -wischen Türken und Franzosen in Syrien. Je mehr wir unS dem Sommer nähern, um so deutlicher tritt In den politischen Wetterwinkrln des ganzen Erdballs l>ie Desahr neuer kriegerischer Tertektelungen hervor. Derartige Greignisse sind, selbst wmn |te uns nicht direkt berühren, für die weitere Gestaltung der Dinge in Deutschland doch von toeit- gchenter Bedeutung. Hinter den Mächten, die »niteinander in Konflikt liegen, steh.rn die groben Staatengruppen. Jede Explosion wirkt natur-jc- mäb auf die Derhandlungen zurück, die demnächst über dem Sachvcrständigentericht geführt werden sollen. Jede Verzögerung dieser Te.hindluncen bedeutet aber für die deutsche Wirtschaft eine weitere Verschlimmerung der Lage. Der jetzige Zustand der älngewissh.ttt läkmtt jegliche Unter- nehmungslust und hält vor allem die dringend tenötigten Kredite vrusländischer Fi aaaz-zr uppen von Deutschland fern. Die Blutleere der teulschen Dirischaft tritt jetzt in erschreckender Welse zutage. In Zinssätzen von 4—5 Prozent nronatl ch spiegeln sich die auherortentlich ung->f unten Te> bältnisse und die völlige Tevarmung Deutsch- KwdS. Produktionskredite sind in der Praxis einfach nicht zu haben. Wir müssen uns infolge- dessen tximit vertraut machen, dah der in ten festen Mo,laten kräftig fte geote Beschäftigung 5- ffCOÖ in unserer Industrie unter dem Druck ter Geld- und Kreditnot sehr bald wieder a'flaut. Die Zahlungsschwierigkeiten beschränken sich ja schon heute nicht mehr auf das Dankgewerbe und den Melallhantel, sondern sie grri,en bereits über aus andere Gebiete tes Warengrotz- handels, auf den Einzelhandel und sogar auf die Industrie. Rur zu einem kleinen Teile find diese Schwierigkeiten aus verui glück,e Spekulationen ;u- rüclzuführem In ihrer Mehrzahl bilden sie eine Folgeerscheinung der Uebrrtelaftung einer aus- aesogenen Wirtschaft mit St.uern, Adg.ch.-n und tentelspolitischen Grschw'rangen mannigfacher Art. Die Lage ist ausserordentlich ernst. * Unt c t n Frankenclearing In Frankfurt a. M Die Frage eineS Clearings für balutarifcbc EnaagemeMS an der Frankfurter Dorfe beschäftigt orm Vernehmen nach gegenwärtig den Frankfurter Dörsenvvrstand. Die An- aelegenheit befindet sich noch vollkommen im Anfangsstadium. Eine Prü'ung durch die Devisenkommission deS DörfenvorstandrS unter Hinzuziehung von Grperten steht unmittelbar bevor. * Da lmler Motor en gesell schäft, Untertür tbelm. In der am S. Mal in Stutt- vart abgchaltenen auberortentlichen Ge.Teralver- ÜTmmlang, in der 393 Millionen Mark Aktienkapital, darunter 24 Millionen Dorzugsakt.en, mit zusammen 753 641 Stimmen vertraten waren, wurde der Jntercssen-Gemeinschafsvertrag mit der Firma Denz-Mannh.ttm ctnfttmmig genehmigt. Vorsitzenter Dr. von V o n t a r d-Derlm erklärt«, man hoffe, mit diesem Vertrag den augenblicklichen 'Schwierigkeiten in ter Industrie etnigermaben entgegenzuir-eten. Bi)e Untern, b irungen werten zu einer w'.rlschrf.l-.chen Einheit Unter Ausschaltung tot Srntermteres er ^uster ^Mcrc d s D.üml.r-Bei z" auf dem Markt erschauen. Die Mi.glieber des Dorstandes- und AuffichtSrates ter einet Ge'e 1= Lchast werden in den Aufsichtscat und Vorstand der anderen DeseMchast ausgenommen. In den Aufsichtsrat ter Daimlcr-Mvtorenge'ellscho.ft treten neu ein: Dircitor Dr. Karl Michaloa> sky Deutsch» Dank, Berlin, und Direktor Dr. Feidinanö Da u s ba ck von ter Württemd krischet D.r inS • bank in Stuttgart, sow'.e die Mi^lierer des Auf. sichtsrates der Firma Benz. * Benz & Co., Rheinische Automobil-Gesellschaft A. G., Mannheim. On der G.-V. vom 8. Mai waren 310 522 Stammaktien und 2400 Vorzugsaktien vertreten. Eine Dividende kommt nicht jur Verteilung. Der Vorstand bezeichnete die Interessengemeinschaft mit den Daimlerwerken als das wichtigste Ereignis der vor 23 Jahren gegründeten Gesellschaft. Die beiden größten und ältesten Automobilfabriken Deutschlands, die im Ausland gleich geachtet seien, schieden jetzt auS dem Konkurrenzkampf aus. Das Geschäftsjahr wird für beide Gesellschaften auf das Kalenderjahr gelegt. Sobald eS die steuerlichen Verhältnisse gestatten, ist eine Fusion beider Gesellschaften vorgesehen. Die G.-V. genehmigte den Interessen« nneinschaftSvertrag und wählte den gesamten Aufsichtsrat der Daimler A. G • Staatliche Hilfsaktion für die ManSfelder Kupferschiefer-Gewerkschaft. Aach einer Meldung ter „Leipziger Atendposf soll für die ManSfelter Kupferschio ec bauende Gewerkschaft A.-G zur Terbinterung ih er Stillegung auf 3—6 Monate eine flaatlidje Hilfsaktion eingeleitet werten. In dieser £eit soll die Rentabilität des älnternehnrens nacfjgo Prüft werden. Von dem Aachprufungsergebnis sollen weitere Schritte abhängig gemacht werten. *etroleumfund in Pommern. Wie ter .Berliner Lokalanz." aus Stettin meldet, ist vor einiger Zeit bei Horst in Pommern eine Detrvleumquelle entdeckt Worten. Eine Stral- furtter Firma plant ein grohzügiges Unternehmen zur Ausbeutung des Petrvleumvvrkommens. * Grobkraftwerk Erfurt. Es ist beabsichtigt, in Erfurt eine Gesellschaft Großkraftwerk Erfurt A G. mit einem Aktienkapital von 1 407 000 Goldmark zu gründen, wobei 68 Proz. ter Aktien von der Stadt Erfurt und 32 Proz. vom Land Thüringen und der Provinz Sachsen «tsammen übernommen werten. Die Stadt leistet keine Bareinlage, sondern bringt mit 957 000 Goldmark als Sacheinlage das ihr gehörende Elek- für von den Börsenkurs«. 5h BNNonen Prozent Datimr. * 20 Proz. Erhöhung der Metall- Armaturen-Preife. Die Preise j“ Messing- und Meiallarmaturen warten vr... ... ') Dom AückzahlungSwetck. Frankfurter Börse. Frankfurt a. UL, 9. Mai. Sentern: Schwach. Aach wie vor ist es die unsichere politische und wirtschaftliche Lage, die ter Börse das Gepräge gibt. Auch die weitere Verschärfung des Kampfes zwischen tei Arbeiterorgantza ionen und ten Zechentesitzern im Ruhrgebiet ist natürlich nicht geeignet, eine Besserung auf dem Effektenmarkt herbeizuführen. Die 3nt,igle it ist so grob, dab nicht einmal die Beilegung des seit Wochen andauernden Streiks bet ter Badischen Anilin- und Sodafabrik eine Hebung des Kurses des Papieres erwirken konnte. Man könnte eher von ten Gegenteil sprechen. Der Geldmarkt ist weiterhin flüssig: ater auch diee Tatsache kann auf die geschilderte Lage nicht die geringste Anregung bieten. Das Angebot war heute wieder gröber, und es überwögea daher auf allen Gebieten die Kursverluste, wenn schon sich diese in mäbtgen Grenzen hielten. Das gleiche ist auch von dem Markt ter festverzinslichen Werte und von dem ausländischen Rentenmarkt zu berichten. 5prvz. Deutsche Reichsanleihe tourte zu Beginn mit 0,077 angeboten. Auch Oberbedarf, Caro, Riebeck Montan,, die gestern etwas aufhvlen konnten, waren erneut schwach. 3m Freiverkehr herrschte ebenfalls vollkommene GeschäftSsttlle. Die Kurse wiesen wenig Veränderung auf. Api 31/*, Decker Stahl 4s/<. Decker Kohle 53/4, Petroleum IO’/s bis 11, Drown Doveri 1,4. KrügerShall 37Za. Tiag 2. Ufa 47/0, IHM*?. Plebtet WoMtan . ItGu# 8trebau ...... Lambnra-Amtrtta 'Batet. . Norddcmlcher Llov» .... 8 l cramische Werte Mdin .. Aoafa-Lont^uano..... Badi'ch- Änfrtn........ SheniisÄc Mayer Alaptn. . . SolbtcfrmWt.......... rit8(xmut ®rcctton .... Htchster sfarbwerke L>ol;vertoylunz........ Piitaerttorrfe......... Schcidecursrall «<} CUtwuM-«cfcafwnefrfe »Wt ••«.«« T-olsiter Motor«. ..... fctDliflfnßaebt.......*. D.rguin. .......... ? rnnFftrrttr Ttrmatmrn . .. .Hoflfcrwitfflbrff Fraim . . . Mrtoskarsellt»att Frankfurt. 4? et. Untou ..... . 6(1 nbfabrit Her, €i»t(.............. Hdinoff Waldftof....... Snrferfabiit Fraukenthal .. Buderfabrit Waghäusel .. . StHTfAr «tuvsonlely, rxif*t *rt(t»enUtbe Ä,i<6#enUfbe k ÄtnMr 5R«kft'*snlHb« . ••V** f l?8 6,55 «_• 7,75 7/1 7,9 7,6 11,5 11,5 1,8 1.Ä5 ’,0 1.7 0.3 0 0/90 0,325 0/25 0,375 0,550 0375 0,410 —• - 37,5 38,25 9,87 9 9,5 S U 12,9 — 13,1 31,5 36,7b 82,5 30,75 37 36,21 97,5 3 ,5 48,5 *7,75 47,7 5 «7 8,vi e/ 8.75 8,1 12,63 12,5 12,1 12.25 7/5 7,5 7,67 7,1 2 11,3 '2 11.75 20/ 19 £0,5 '9,5 »3,24 21/ — 21 5 3? 12 — 32,75 1.5 1,5 — — ie,7$ i 18,63 '8,3 18,5 4,8 | 4,3 4.5 4,37 28 26,5 _ 8,5 8,45 _ _ f,n 2,85 3 2.75 16 18.5 16 15.85 13 12,6 12,75 12,63 1,3 e—e 10,2 9 8,75 9 ».73 9,5 9,75 9.3 10,13 9 6 10,5 6,5 6,? 6,1 - . 11/5 19.37 10,13 10,£5 12,5 2,1 — 7,7 7,61 7,63 7,5 5,5 — 9,25 8,75 4,3 4,8 - — * 24.5 is 25,13 25 31 — 53,57 51,63 1/ 1,5? 1,5 1,4 2/ 2,55 2,7 2,5 2,8 2.4 ■w — 13,5 12 12 13 6,7 6,6 •w Ml 12 11 — — 1,3 1,2 1 L 2.6 ?/ 2,5 2,5 2,5 6,7 <5,5 —— ____- 6.13 6,5 8,25 7.9 ,S — 4,1 2.7ä 2,75 — Frankfurter Handelsbank 0,035. Auf dem Devisenmarkt hat der französische Frarcken heute feine gestern noch nachbörslich vielbemerkte Baisse weiter ausgedehnt. London gegen Paris 73V<, Aeuyork» gegen Paris 17. Die Mark konnte sich gegen gestern wieder leicht befestigen. • Berliner Börse. Berlin, 9. Mai. (M-vlfs.) Die ©röffming ter Börse erfolgte im allgemeinen zu gut behaupteten Kurfen. Die Erwartung, da» daS Eingreifen der Regierung zu einer Verständigung im Verga rbeiternuSstand führen werte, sowie dir Aussicht, dab ter Rückgang teS Franken die Lösung ter Engugemenls In btefer Valuta er- le chieri, dürfte, hatten brruhigerrd gewirkt. Di: üblichen Deckungen zum Mochmschlu' ftü^ten nlch nur daS Kursnivvau, sondern beivirkten auch derschiedcntlich Teilerungen etnzelner Jndastrle- Papiere. Sv setzterr Dch!e,ische Zink um 2y< Dil- livnen, Deutsch-Luremburger, Ober chlestsche KokS- treite, Augsburg-Aur'.rb.nger Maschinen, Gebr. Döhler am 1 Bill , Ver.In-Karlsruher Industrie um ll/g Dill. Proz. höher ein. Bankaktien waren im allgemeinen unter-!..tert. DaS Geschäft hi» t ,i3) In engsten Grerazen, da man allerseits vv.zog, die weitere Entw.ck.ung ter palitlschen und wirtschaftlichen Derhältni^sr adzuwartrn. Dis Aach- richt von tem Selbstm^rtzd:r,uch eines 3nhabers eines kleinen Bankgeschäfts wirkte etwas ter- stimmend, obgleich er materiell für Me Börse kaum ton irgendwelcher Bedeutung irar. Das Geschäft nahm weiterhin einen sehr trägen Verlaus. Die Kurse senkten sich teilweise um kleine Druchteile vvn Prozenten. Am Devisenmarkt wurde London etwas niedriger notiert, während Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. s3u BUNimen Mark auleebrüdt. öuenoMflrtl, gonbon, Nra- horr, Japan. Rio de Janeiro ffir eine Einheit, Wien und Budapeii für 100000 Einheiten, alle« übrige ftzr 100 Einheiten.) Telegraphische AuSzahlun L____ 8. Mai fl Mat Neparr. vmitfiäx ’lintli 0: floicr 111 (Vrfh Brtei <*f(0 R. 9. fTmn.-mött 118,16 158,9) 157,60 168,40 1 1 1Nrs1..?iiiIW. 23, 4 22,0 21,04 21,18 »oll voll • btifHdnla ES,83 E9/5 E8.83 68,16 12 12 fioDtnbrtflfn 7',82 72,'S 71,72 72,08 2 2 Ctodbotm 111,47 112,0) 111,47 112,03 4 4 Stlfingforl 1c,57 10,6 i 19,18 10,57 10,63 10 20 (smlten. . 16.05 10,93 19,03 4 4 London . 18,155 18,545 18/63 18/55 1 1 Vikiivork . . 4,13 4,21 4,1) 4,21 1 1 lAir«» 1/6- {.14 1^7- 1, s 1.1 1,685 1,673 iJe. voll voll ibuiiarkn . staplili .. S>to ot J.uf M6 1^ voll voll 'Oll voll <.47, 1,48. 1,473 1.46. »Oll voll ibiiuiao . 8/03 »,943 8,28 5.32 VON voll rtnäoen 12,8» 12.94 12,78 12,84 voll voll Dankn Dten. 0>r"-. . Mai fikn> Brief Nevarc. »/. CMfürnrr Nolro..... . . . . 74,71 73,09 2 Granirfi'chr Voten ........ 21,89 28,01 voll 71,72 efi 72,03 112,03 158,40 2 4 Holländisch« Noten ........ jheotsch-vesterreich, 1 100 Bremen 1 5,94 4,98 voll Nmcrlkanitchr 'Jlotca....... Englisch- Noten.......... sttnlientsche Noten ....... belgische Noten .......... Vnaartich, Noten...... • .. Lschechosloivaklsch- Nott». .... 4,13 4,21 1 18,40 19,05 18/0 19,13 1 voll 8i,0i 4,65 17,52 81,15 4,67 12,58 voll voll 60 Nonvegtsche No len ........ iRunidnlfd)« Noten......... 68,83 1,99 69,11 2,0 12 voll VvauUch« Kouu. . • ...... 88,10 18,40 voll Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 9. Mai. (Wolff.) Am Produkten- marft zeigte sich infolge weiterer Aachfrage auS temAcrtzweften gesteigertes 3nte. für Roggen, während im übrigen die Geschäftslage unverändert still blieb. Weizen wurde vonSschsen tobtet etwas billiger angeboten, ter Verkauf war aber schwierig. Gerste veränderte ihren Preisstand nicht. Hafer war vom Auslände etwas gefragt, hier ater schwer unterzubringen. Mehl tourte etwas nackter Provinz verkauft. Kleie war fest. Kartoffei- floden und Trockenschniheln stellten sich billiger. Es notierten je 1000 Kilo: Weizen, mark., 167 bis 170 (matt), Roggen, märt, 128 bis 134 (ruhig), Sommergerste, Braugerste, 170 bis 186 (ruhig), Dintevger-ste, Futtergerste, 154 bis 162 (ruhig), Ha:er, märt, 125 bis 132 (ruhig), Raps 300 (matt), Leinsaat 400 (matt); für je 103 Kilo: Weizenmehl 23 bis 25.50 (matt), Roggenmehl 19 bis 21.50 (matt), Weizenkleie 10 bis 10.30 (fest), Roggen kleie 9.15 bis 9.40 (fest): für je 50 Kilo: Viktoria- ecbsen 25 bis 27, Kleine Erbsen 14 bis 15, Futter- erbsen 12 bis 13, Peluschken 11 bis 12, Ackerbohnen 14 bis 16, Wicken 11 bis 12, Lupinen (blau) 11 bis 11.50, Seratella (alt) 15 bis 15.50, Seratella (neu) 12 bis 13 50, Rapskuchen 10.50, Leinkuchen 19.50 bis 20.50, Trvckenschniyel 9.40, Kartoffeln (treibe) 4.00, Kartoffeln (rote) 4.00; Weizen- und Aoggenstroh, drahtgeb., 125 bis 1.45, Haferstroh, drahtgeprebt, 1.10 bis 125, Ger- stenstrvh 1.10 bis 1.25, Häcksel 1.55 bis 1.75. Wiesenheu, gut, gesund und trocken, 2.50 bis 2.75, handelsübliches Heu 1.80 bis 2.00 Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 9. Mar. Es notierten je ICO Kg.: Weizen (Wetterau) 17.50 bis 17,75, Roggen 15.25 bis 15.50, Sommergerste für Drau- zwecke 18.75 bis 19. Hafer (inländisch) 14 25 bis 14.75, Weizenmehl (lützd Spezial 0) 26 50 bis 28.25, Reggenmehl 22 50 bis 23.25, Weizen- und Roggen- kleie 9 bis 9.75. Büchcrtisch. — Der „S Pessar t", dir Monatsschr'ft für alle Interessent eise deS Spessarts und ter Grenzgebiete von Odenwald und Rhön, -ist wieder er» schienen. (Wailandtschr Druckerei A-G., Aschaffenburg a. M ) Hervorragende Heimatschriftfteller, die ihren Spessartwald kennen and lieben, find zur Mitarbeit gewonnen w)rten und haken bereits das erste Heft in Wort und Bild zu einer Fundgrube httmalkunblichen Wissens und zu einer Quelle innerer Freute gemacht. Wir zrveifeln nicht daran, datz ter »Spessart" In dieser Ausstattung auch in Zukunft das bleibt, was er ehemals war, ein unentbehrlicher Berater und Freund jedes Spestartliebhabers und fränkischen Wan- terers. — Reben dem Derich'e der Sachverständigen an die Reparationskommi fton steht die Srchec- heUsfrage im Mittelpunkt ter Diskussion in allen europäischen Cantern. Der auch ter deutschen Rerchsregierung zugegangene Völkerbu.rdSentaTurf eines internationalen gegerrsettigen Sichernngs- abkommens ist im soeben erschienenen 2 Heft ter ,EuropäifcheuGefpr2ch,e" (Deutsche Der- Gicht, Irchiar, Uopsschmerzen Togal stillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. Klinisch erprobt In allen Apotheken erhältlich. Beil 64,3°/ Acid. acet, salic 0406»/, Chinin, 12,6“/O Lit., ad. 100 Amyt -Tabletten hervorragend bewährt bei hexenschutz, Rheuma, Nerven-und Ai'echirche Nachrichten. Edangellsche Gemeinden. Giesten. Sonntag, 11. Mai. Jubilate. Stadt kirche. 8: Zugleich Christenl. f. d. Aeukonstrm. a. d. Motthäusgem. Pfarrasi. Hertel. 91/,: Pfr. Becker. 11: Kinderkirche f. d. Markusgem. Pfr. Becker. — Johanneskirche. 8: Zugl. Christenl. f. d. Deukonf. a. d. Lukasgem. Pfr. Bechtolsheimer. 9V,: Zugl. Militärgottesd. Pfr. Ausfeld. 11: Kinderkirche f. d. Johannesgem. 8: Bibelbesprech. im Johannesfaak Pforrast. Hertel. — Wieseck. 9: Deichte. 9'/,: 3m Anschluß Feier des heil.Abendmahls. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: hl. Abendm. f. d. jungen Leute v. Lollar; nm. ll,: Daubringen. Katholische Gemeinden» Gietzen. Samstag, 10. Mat. 47, u. 7 Deichte. Sonntag, d. 11. Mai. 67, Beichte, 7 Messe, Korn, tk Jünglinge, 8 Korn., 9 Hochamt m. Pred., 11 Messe m. Pred., 27, Christenlehre u. Andacht, Dienstag u. Freitag abds. 8 Maiandacht Grünberg. Sonntag, 11. Mar. 97, kl. Messe m. Pred. Tagtonftart Stungart-BerNn) aKgevruSt und wi Hans Wehberg kritisch beleuch'et. Zivei wichtige Momente aus der Dorgeschich:e deS Krieges behandeln ein anonymer Beitrag zum russisch-englischen Konflikt in Persien im Iah e 1911 mit bisher unbekannten russischen Ak.enstucken und ter Aufsatz ,Conrad und Derchtolb" von Professor Fcitz Kerrn in Bonn, ter die aktive und treibende Rolle Conrads gegenüber tem unsicheren Bechtold herausstellt. Als Dokumente zur Auswärtigen Politik sind u. a. das Tanger-Statut und ter B.i.swechsel Mardonal)-P:i/cac6 toktergegeten; aus ten in diesem Heft besonders reichhaltigen Besprechungen feien die Komplexe von Aeuerschi- nungen über Ostpolitik und über das neue Rußland he rDvr gehoben. — Parzrval und Kondwiramur nennt sich eine dramatische Dichtung Hans RhhnS, die ter Leipziger Verlag fessel in seiner Sammlung: «Die Schweiz im deu.sch-n Geistesleben" erscheinen läbt 3n wacht gn epnd# und geschicktem dramatischen Ausbau Hai Rhyn die herrlichen Szenen aus Eschen dach S Par- zival zu einem Drama umgestaltet, die ^rziv'.'s Abenteuer tei ter schönen jungfräulichen Königin Krnowrramur, des alten Gurnemanz Toch.or, schildern. {3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Frankreich und die Deutschnationaken. Paris, 9. Mai. (WTB.) Zu ten Erklärungen des Abgeordneten Hergt im „DerL'mer Lokal- anzeiger" schreibt ter ^Figaro": Zu einem derartigen Kuhhandel könnten die Alliierten niemals die Hand bieten. Der Bericht ter Sachverständigen müsse vvn Deutschland enbloc angenommen oder abgelehnt werten. Das einzige Mittel, die Deutschen tei ihrem Manöver einzuschüchtern, sei die engl Is ch-f ra nzös ifche Verständigung. Wahkbetrvg in Pari-. Paris, 9. Mai. (WTB) Die 13 Kandidaten auf ter Liste ter republikanischen Anion (Rationaler Block) im 3. Sektor von Paris, an deren Spitze ter Abgeordnete Rolain steht, haben eine Klage wegen Dahlbetruges angestrengt. Die Wähler des Bezirkes haben statt ter offiziellen Liste ter Union eine gefälschte Liste erhalten. auf ter 6 Ramen gestrichen und diese durch Ramen weiter linksstehender Kandidaten ersetzt waren. Die amerikanisch-r Einwanderung. Washington, 9. Mai. (WB.) Be'. der SenatSdebntte üter die EinwanterungSfrage ist es sehr lebhaft zugcgangen. Redner von beiten Seiten haben den Bericht ter vereinigten Ausschüsse tes Senats und Rcpräsentantenhau'es, ter den Ausschluss der Japaner vvn der Ein- toanterung ausschieben will, stark bekämpft. Mehrere Senatoren, darunter auch Loodge und Dorah vertraten den Standpunkt, dass die Ein- Wanderungsfrage eine rein innerpolitts che Frage fei und daher keineswegs Anlass zum Abschluss eines Vertrages bieten könne. Ein kalifornischer Senator erklärte, die Ausschüll« hätten ihre Kompetenz überschritten, um die Gesetze über die Ausschliessung ter Japaner h nauszufchieben. Inzwischen hat in Cleveland ter Bund ter vereinigten Handelskammern eine Resolutton angenommen, in ter gegen ten Aussch'uss ter Japaner durch ein Dekret protestiert wirdr /** _ -3-nft tn feiler Förin sind die.Sngitta-UondonS". das u BI II pro kusche, frähin wirkende, f ▼ vv ivodlichmeckende Hiisten- miltel. In allen Avoibekcv erhält!. Stets vorrätig: Ennel-Ar'otbeke.Giehen niw Sugittawerk G. m. b. H., München SW 2. Ihr Mund wird entftent b. HStzlich verfSrbte Zähm, übler Mundgeruch wirkt ab- ftotzen d. 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Dem Festspiel gehen turnerische Vorführungen der Giehener Turnerschaft (T.V. u.M.T.D.) voraus. Beginn bet Aufführungen: Sonntag 4 und 8 Uhr. Montag 8% Uhr. Eintrittspreise: 1. Platz (numeriert) 2 M.. 2. Platz (numeriert) 1 M. Vorverkauf bei Herrn (E r n ft 3 u n g, Seftersrocq; Thr. Spies. Neustadt; C a r l L a n g, Marktstraße,- Georg Todt. Plockstraße; Sonntag, 18. Mai, an der Kasse in der Turnhalle. 383Iv z Sonntag, den 18. Mai und Montag, den 1g. Mai MK kommt in Gießen in der Turnhalle des Turnvereins v. 1846 (Steinstrahe) das Frischauf, mein Volk" Sängerkranz Gießen Mittwoch, 14. Mai 1924, abends 8 Uhr, Universitätsaula mit einer öffentlichen Hauptprobe Dienstag, 13. Mai. abends 8 Uhr: ^O'"'taa, den 11. Mai. finde, bei Mitglied (S^ftnu Müller, Bahnbvjstr. 84 eine anßerordentliche General-Versammlung Hott. SBenen der midjllacn Tagesordnung iv io dringendec- Erscheinen aller Mit» glieder erwünscht. 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Mai, feiert der WWW Meiä bei Gastwirt Ludwig Gans, Wirtschaft 3um Vuseckertal, Gr..Dufech, sein 5. Stiftungsfest Zu dem jedermann herzlich eingeladen wird. I Prima Bier der Durgbrauerei Lauter- I • bach und der Brauerei Ihring, Lich! MOTOR-»”-"*-9«- ■ wu-v » > Raupenschlepper Kartoffeln anerkannte Saatware, Odenwälder blaue, Industrie, Opdität u. sonst-, per Waggon und im Detail sofort lieferbar, landwirtschaftliche Genossenschaften und sonstigen Vereinigungen beiWaggonbezugsDorzugspreis. 3744D Peter Schepp Landesprodukten Saasen - ickfon 6c»nBfrt| 5. eoooeoseooooo Sämtliche Futterstoffe M Sie Senat- nut» OmnraftBneiöetel in besten Qualitäten LUeiMDSmeWni Alicestraße 11. 3854a o—eotooee©© Die größte Auswahl u.billigste Preise in Hera-itOamen- - FMder= GksSMkillAlMMkl ............ Gegründet 1864 ------------------—— Sein ö£5 60 lästigen sillliragslrtes verbunden mit dem MW Oes MW. sränonWes Hm 24. u. 25. Mal 1924 in [amtlichen Räumen der "liiedlgshöhe». Programm: Samstag, den 21. 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Eintrittskarten: Mk 4 - und 3. - von Freitag, 9 Mai, ab, für Mitglieder bis zu zwei Karten zu ermäßigten Preisen (Mk. 3.- und 2.-) 2 Tage vorher Haup probekarten Mk 1.50, Studenten und Schüler Mk. 1.- bei Ernst Challier und abends an der Kasse. (erstklassige Marken) finden sie in der Fahrradhandlung PH. Volkmann Heuchelheim, Wilhelmstr. 34. Kein Laden. BM1 Kein Laden. Nutzholz-Versteigerung vom 5. Mat 1924. Die Versteigerung vom 5. Mai 1924 (auf der Li bigshöhe) wurde genehmigt. Das Kaufgeld ist entsprechend den Ver° steigerungsbcdingungen bis 20. ds. Mts. an die Stadtkaffe Gießen zu bezahlen. Ausgabe der Abfuhrscheine erfolgt unter Vorlage der Quittung der Stadtkasse, bzw. nach Sicherstellung des Kaufgeldes, durch das Rechnungsamt, Stadthaus Bergstraße, ab 15. ds Mts. Gießen, den 9. Mai 1924. Der Oberbürgermeister. 3857B 3. D.: Dr. Rosenberg. Hansa-Handels-Schule Bleichstraße 5, Telephon 821 von J. Kunzeimann, Diplom-Handelslehrer, Gießen. __Stundenplan Stunde Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 1 Rechnen Deutsch Rechnen Deutsch Rechnen II Uandels- betriebslehre Handels- Briefwechsel Wirtschafts- Erdkunde Handels- Form ulark. Wechsel- und Sehe« kkünde III Buchführung Buchführung Handelsrecht Buchführung Buchführung IV Kurzschrift Kurzschrift Kurzschrift Kurzschrift Kurzschrift V Masch.-Schr. Schönschreib. Masch.-Schr. Schönschreib *Masch.-Sch r. VI Englisch Französisch Spanisch Englisch Französisch Vorstehender Stundenplan ist von der Hess. Regierung genehmst und wird von Ihr überwacht. Anmeldung noch täglich Bleichstraße 5. Prospekte frei Znr Beachtens! Die Hansa-Schule ist die alleinige Privat-Handelsschule nm Platze, deren Inhaber Lehrer und Fachmann ist und daher die BefAhigunr' und Berechtigung besitzt, die Schulleitung selbst zu übernehmen. 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Die Verkaufsbedingungcn liegen zur Ein. sicht auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Diesbezügliche Angebote, in Goldmark ausgedrückt, sind verschloffen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis gurrt 17. Mai, vormittags 10 Uhr, einzureichen, wo in Gegenwart etwa erschienener Bieter die Er. Öffnung stattfindet. Erwünscht sind getrennt Angebote, da eine Iusammenrech» nung nicht stattfindet. Nähere Auskunft durch die unterzeichnete Stelle und Förster Lotz. Das Holz lagert an chauffierten Abfuhr» wegen oder in der Nähe derselben. Wieseck, den 9. Mai 1924. Hess. 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