Vonnerrtag, sv. Apm 1924 (74. Jahrgang Erster Blatt errechnen. Transfer. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite Örtlid)8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re« Klame-Anzeigen v.7vrnw Breite 35 Goldpfennig, Plotzvorfchrift 20°/n Auf. schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Dr. Friedr. Will). Lange; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Dietzen. mühte, wie die irgend einer in der Kommission vertretenen Mächte'. Mehr als diese Grenze war nicht zu erwarten und weniger als sie dürfte Deutschland von den gemein, christlichen Shw e- rigkeiten befreien und ihm in dem industrwl.en Wettbewerb einen unbilligen Vorteil verschaf en. Diesen Grundsatz setzt der Plan in die Wirklichkeit um. Mair hat in diesen Plan elastische Berichtigungen hineingearle.tet, die von Anbeginn an darauf ab^ielen, De i Höchstgrad von Produktivität zu erzielen, de. mit der fortdauernden und steigenden Produttivi.ät Deutschlands vereinbar ist. Die DHä^urgen dec in naher Zutunst zu leistenden Zahlungen, we che von einem Geiste geschäftlicher Vorsicht bei der Festlegung der Grundlagen einer Anleihe diktiert worden siiid, sollten nicht einen Augenblick störend Wirten auf die Gesamtheit der iun^ tigen Zahlungen, die von Jahr zu Hahr steigen werden. Wenn erst einmal normale wirtschaftliche Verhältnisse und die normale Produktivität in Deutschland wiederhergestellt sein werden, wird man sich überzeugen, datz höchst hoffnungsvole Schätzungen betreffs der sich schließlich als er^irl- bar heraus stellenden Beträge gerechtfertigt s.n). Ohne eine solch« Wiederherstellung aber werden die Zahlungen, wie man sie jetzt erzielen kann, von geringem Wert fern, um die dringenden Dedücfni.se der Gläubigemationen zu befriedigen. Um die Dauer eines neuen wirtschaftlichen Friedens zwischen den Alliierten und Deutschland zu sichern, der die in dem Plane vorgeschlagenen wirtschaftlichen Restaurierungen impliziert, ist das Gegenstück zu jenen gewöhnlichen wirtschaftlichen Vorsichtsmahregeln gegen Richtinnehaltung von Verpflichtungen darin vorgesehen, die in allem Oie ausdrücklich involvierenden Geschäftsbeziehungen als wesentlich anerkannt haben. Das Vorhandensein von Sicherungen hemmt oder behindert in keiner Werse* die Ausführungen gewöhnlicher Geschäftsverträge. Die volle Wirk- samkeit beengter Sicherungen soll das normale wirtschaftliche Funktionieren Deutschlands nicht behindern und ist von grundwesentlicher Wichtigkeit für die Gläubiger Deutschlands wie für Deutschland selbst. Große Sorgfalt ist darauf verwendet worben, die LI eberwachungsbedingun gen über die innere Organisation Deutich- lands so festzulegen. dah sie ein mit gehörigem Schutz noch erträgliches M in im um an Einmischung darstcllt. Falls angenommen, fuhrt dieser allgemeine Plan, seiner Ratur nach billig und vernünftig, schliehlich zu einem dauernden Frieden. Die Zurückweisung dieser Vorschläge durch die deutsche Regierung bedeutet die wohlüberlegte Wahl einer Fortdauer der wirtschastlichrn Demoralisation, die als Ender7«bnis das deutsche Volk in hoffnungsloses Elend verstrickt. sich sehnt. Das Begleitschreiben des Vorsitzenden Dawes. ' mit dem der Bericht des Komitees der Reparationskommission statt eines mündlichen Kommentars überreicht worden ist, hat folgenden Wortlaut: Ihr Sachverst ändigeniomi tee hat einstim ° mig einen Bericht angenommen über dis Mit.el. den Etat Deutschlands ins Gleichgewicht zu bringen und über die zwecks Stabilisierung seiner Währung zu ergreifenden Matzregeln, welchen Bericht ich hiermit die Ehre habe, Ihnen zu überreichen. . Tief durchdrungen von dem Ge.uhl seiner Verantwortlichkeit gegenüber Ihrer Kommissirn und gegenüber dem Weltgewisstn. grün.et das Komitee seinen Plan auf jenen Grundsätzen der Gerechtigkeit, der Billigkeit und des wechselseitigen Interesses, an deren Vorherrschaft nicht nur die Gläu tger Deutschlands und Deutschland selber, sondern d i e g a n z e CB e 11 ein vitales und dauerndes Interesse: ha' en. Rachdem diese Grundsätze einmal in jenem gewissen guten Glauben, !«r die Grundlage aller Geschäfte und die fest« Gewähr für den Welt- frieden ist, festg legt und angenommen wor en sind, müs en die Anemp eh'ungen des Ko nlt-es nicht in dem Sinne betrachtet werden, als l g en sie Strafen auf, vielmehr in ie.n Sinne, datz sie die Mittel in Vorschlag bri igen zur F r- deruiig der Wirtschaftlichei Erholung aller Vol.ec Europas und den Eintritt in ein neues Zeitalter des rom Kriege nicht bedrohen Glückes und Gedeihens. Da als Ergebnis des Krieges die Gläubiger Deutschlands bis zur Grenze ihrer LefftrmaF- fahigkeit Steuern zahlen, muß auch Deutschland von Iah-r ?u Jahr bis zur Grenze feiner Leistungsfähigkeit Steuern zahlen. Dies steht in ilebereinftimmun ] mit jenen Berichten, und dem fundamentalen Grundsatz des Versailler Vertrages, bee von Deutschland in seiner Rote vom 29. Akai 1919 clei-^-alls ausgesprochen worden ist, datz nämlich di» deutsche Besteuerung „verhältaismätzig ebenso schwer sein Aus Dem Relchsbahuunternehmeu soll eine Aktiengesellschaft gebilde nerd n. Stp Aktiengesellschaft wird vorwg mit einem 50= trage von 11 Milliarden ^oldmark erst stetiger Obligationen belastet, die mit 5 Prozcm. la^rlch X ärzinsen und mit 1 Prozent zu tilgen si -v Sie iäoAiche Leistuna von 600 Millionen G)Ü>- Bei der Bemefsumg der Leistungen unter» scheiden die Sachoerständ'.gen scharf zwischen Den Summen, die Deutschland s ü r R e p a r a t i o n s- zwecke überhaupt aufbringen kann und den Markbeträgen, die an das Ausland übertragen werden können. Sie stellen fest, dah Zahlungen nach außen nur aus dem üleberschuß der Wirtschaftsbilanz bewirk! werden können. Die Sachverständigen schätze« die Summen, die Deutschland aufbrtngen kann zunächst lediglich unter Berücksichtigung der Möglichkeiten seines Haushalts, fdjlagen aber gleichzeitig Sicherungen gegen Die ^r^rmgung Der Markbeträge ins Ausland vor, soweiteine solche Verbringung die Stabilisierung der Wah- rung zerstören und dadurch die künftigen Reparationsleistungen gefährden würde Alle Barzahlungen sollen iu Goldmark oder zum Gegenwert in deutscher Währung erfolgen. Die Bestimmung darüber welche Detraae ins Aus- Bei der Vorbereitung dieses Berichts hat das Komitee an Ort und Stelle Veamre der deutschen Regierung und Vertreter der deutschen Arbeiterschaft, Landwirtschaft und Industrie angehört. Es Hai von der deutschen Regierung und ihren Vertretern in Beantwortung seiner Fragebogen umfangreiche und zufriedenstellende Antworten erhalten. _ „ , Das Begleitschreiben schließt: Bei ihrer Suche nach Wahrheit und nach Ratschlägen, die zu ihr führen könnten, waren die Sachverständigen nur ihrem eigenen Gewissen verantwortlich. Mit der Gewährung dieser Freiheit sind die Regierungen zwar ihrem eigenen Geiste und ihren eigenen Absichten bei der Einsetzung dieser Kommission gefolgt, doch haben sie dabei gleichzeitig den höchsten Tribut gezollt, den Regierungen vergeben können: Volles Vertrauen in den Geist der Menschendinge. Durch ihren scharfen Blick, durch die Unabhängig- teil ihres Denkens und vor alle n durch ihren Geist frohen und aufrichtigen Strebens, der sich über Kleinlichkeiten erhebt, über die die Kleinen so oft straucheln, haben meine Kollegen sich dieses Vertrauens würdig erwiesen. Daß ihre Arbeit, die ich jetzt in Ihre Hände lege, Ihnen dabei behilflich sein möge, Ihrer großen und schwer n Verantwortung Genüge zu tun, ist ihre aufrichtige Ditte, und späterhin zu erfahren, daß es so gewesen ist, wird ihre volle Belohnung sein. gez. Charles G. Dawes. Der Inhalt des Berichts. Berlin, 9 April. (Wolff.) Dir von der Reparationskommission cinaesehten Sacht« stän- digenkomitces haben der Re acations on ni.sion heut- um 10 ilbr ihre D" ich e überleben. Die De.icht ['-gm h e im Wartlaut nah, nicht vor. Mit Vorbehalt etwaiger, nach dem Dorliegen des vollständigen Drrichtes sich ergebender Er- gänzungen und Derichtigungen kann aber über den Inhalt des Berichtes des Dawes-Komitees bereits folgendes mitgeleilt werden: Es wird zunächst betont, daß das Gutacht' n mit Ein- stimmigleit sämtlicher Mitglie.ec abge e>ea worden sei. Es stellt dann seinen Vorichiä'ei dis folgenden allgemeinen Leitsätze voraus: Der Plan ist ein unteilbares Ganzes. I Es ist u m g ich da.aus einzelne Vorschl 'ig>: anzunehmen und andere abuuie)nen. In viesem I Falle oder auch im Falle einer ungebührlichen Verzögerung in der Ausführung des Planes überhaupt, LI)neu die Sachverständigen jede Verantwortung für den Erfolg ab. Der Plan hat ferner die Wiederherstellung der deutschen WirtfchaftShohett zur unbedingten Voraussetzung, da ein Ausgleich des Budgets, die Stabilisierung der Wahrung, sowie die Wieder e strllung d.s inne en rtiD ä: ß ren Kredits Deutschlands nur unter dieser Bsraus- setzung möglich ist. Es müssen deshalb auch alle Sanktionen, die die anrtschaftliche Produktion hindern, zurückgezogen oder entsprechend geändert werden. Werden diese Voraussetzungen hmausge- schaben oder verzögert, so ändern sich e itzprechend auch alle übrigen Daten des Zahlungsplanes. Die Sachverständigen betonen ferner, datz sie bestrebt gewesen seien, die Lasten so zu gestalten, datz dadurch die Lebenshaltung des Deutschen Volkes nicht unter das Aive-au der Lebenshaltung in den alliierten und europäischen Rach- barländern herabgedrückt wird, die auch ihrerseits schwere Lasten aus dem Kriege zu tragen haben. Der gesamte Zahlungsplan ist auf Dem Gedanken aufgebaut, die Höchstleistungen festzustclLn, die Deutschland lährlich in seiner eigenen Währung zahlen kann. Er soll nicht eine Lösung des gesamten Reparations- Problems sein, vielmehr nur eine Regelung für eine genügend lange Zeit, um das allgemeine Vertrauen wiederh^rzustellen. Die Pläne seren aber gleichzeitig so gefaßt, dah daraus eine e nd - gültige und vollständige Lösung Des gesamten Reparationsproblems und aller damit verbundenen F.agen aufgebaut werden kann, sobald es die ülmstände gestatten. Stabilität der Währung nud Notenbank. Pari«, 9. April. (Wolfs ) 3n der heutigen Sitzung der Repavationskommijsivn übergab General Tawe« den Bericht des Sachverstän- digen-Ausschustes und erklärte, eine Rede za halten, fei überflüssig. All« Kommentare seien in dem Begleitbriefe enthalten. Hierauf übermittelte im Hamen des zweiten Sachverständigen- Ausschusses Mac Kenna der amerikanische Sachverständige Robinson den zweiten De.ächt und wies auch auf den Begleitbrief von Mac Kenna hin, der genötigt gewesen sei, schon heute vormittag Paris zu verlassen. Dann hielt der Vorsitzende der Reparationskommission Barthou folgende Rede: Meine Herren Sachverstänkstge! Die Reparationskommission empfängt aus Ihren Händen mit aufrichtigster Dankbarkeit die bergen Berichte, die sie mit unbedingtem Vertrauen erwartete. Es ist natürlich nicht zu erwarten, datz Ihre Entschlüsse, obwohl sie einstimmig gefaßt worden sind, bei der von so vieler leidenschaftlicher Polemik und so vielen gegensätzlichen Interessen in stlnruhe veretzten öffentlich m Meinung einmütige Zustimmung fincet. Aber niemand wird den technischen Wert und die moralische Autorität bedeutu rgsvoller Art betret en, an die desinteressierte Männer, beseelt von dem einzigen Streben, durch Die billige Achtung vor dem Friedensvertrag Den Fr eben zu sichern, all ihre Bemühungen, all ihre Kompetenz und all ihren Pflichteifer gewandt haben, mit einer Unparteilichkeit, die sich, durch nichts hat stören lassen. Die Mitwirkung der amerikanischen Sachverständigen — eS wird niemand überraschen, datz ich an Sie den Ausdruck einer besonderen Anerkennung richte — ist ein Ereignis, dessen außerordentliche Bedeutung von jedermann begrif en worden ist, von der Zeit aber noch unterstrichen wird. Ihre Arbeiten haben eine neue Aera in der bewegten Geschichte des unsicheren Friedens eröffnet, in der die Menschheit auf der Suche nach ihrem Cleic^ewicht ist. In dem Augenblick, wo Ihre großartige Mission zu Ende geht, wird diejeni e der Repa ra tionskommission. die ihr durch den Versailler Vertrag zugewe en und die beratender 2lrt ist, wieder leginnen. Wir toi, f en, mit welchen Schwierigkeiten wir zu tun haben tverden und wir kennen unsere Verantwortung. Wir werden an sie herantre.en bona fide und mit dem guten Willen, von dem Sie sich bei ihren Entschließungen haben leiten lassen. Wir sind ein Gerichtshof, vor dem es weder Sieger noch Besiegte, sondern nur Gläubiger und Schuldner gibt, deren Rechte und Pflichten durch einen offiziellen Kontrakt geregelt sind. Die Reparacionskommission soll die Dedingungen und die Durchführungsmodalitäten dieses Kontraktes festsetzen. Wir werden nur auf die Stimme unseres Gewis ens Horen, m dem der loyale Wunsch -vorherrscht, der Welt endlich die doppelte Wohlfahrt des Rechts und des Friedens zu verschaffen, nach der sie Der Bericht führt aus. daß die durch die Rente n m a r k erreichte Stabilität nicht eine endgültige Regelung darstellen kann. Zur Erreichung einer dauernden Stabilität schlägt der Bericht Die Alternative vor, entweder Schaffung einer neuen Rotenbank in Deutschland oder Reorganisation Der Reichsbank. Die Möglichkeit Der Aufrechterhaltung Der Reichsbank ist also vorgesehen. In jedem Falle soll ein einheitliches Währungsgeld in Deutschland geschaffen werden. Die Rotenbanl soll für Die Dauer ihres Aotenausgaberechtes (50 Jahre) das ausschließliche Rotenprivileg haben jedoch unter Beibehaltung Der Privatnotenbanken vorerst auch Der Rentenbank. Alle auf Papi er mark lautenden Zahlungsmittel sollen aus Dem Verkehr v er s ch w i n D en. Die neuen Banknoten sollen zu wenigstens einem Drittel mit Gold oDer GolDdevifen gedeckt feilt DahLi ist im wesentlichen an Guthaben bei aus- länAschcn Danken geDacht. Der Bericht z'eht vor, daß Die auszugebenden Roten normalerweise in Gold einlösbar sind, betont aber, daß nach Ansicht Der Sachverständigen bei Errichtung Der Dank Die Verhältnisse Die Roteneinlöfung noch nicht gestatten werden. Die Notenbank ist im wesentlichen gedacht als „Dan? der Banken-, die nur sickere, kurzfristige Wechsel zu dem von ihr festzt'schenden Diskontsatz diskontiert und im übrigen Girogelder annimmt. Die Bank soll Die Kassenführung für Das Reich ausüben und soll auch kurzfristige Darlehen an das Reich geben. Aber Die Beträge und dieArt Dieser Darlehen (höchstens 100 Millionen Mark für längstens Drei Monate) sollen im Dankgeseh genau festgesetzt werden. Das Reich soll an Den Gewinnen Der Dank Anteil haben. D.e Dank soll aber von jeDem R eg i er u ngs e i n f luh frei sein. Die Dank soll ein Kapital von 400 Millionen GolDmark haben, wovon 300 Millionen in Deutschland und im Ausland durch Zeichnungen aufgebracht werden sollen. Sie wird verwaltet von einem deutschen Präsiden« t e n und einem nur aus Deutschen be - stehendenDirektorium. Reben dem deutschen Direktorium ist ein „General Board eingesetzt, das aus sieben Deutschen und sieben Ausländern besteht. Cs saßt seine Entscheidungen mit einer Majorität von zehn Mitgliedern. Dieser General Beard hat gewisse Vollmachten in Denjenigen Fragen, Die Die Interessen Der Gläubigerstaaten berühren Cm aus- ländischs Mitgl ed dieses General Board soll Kommissioner sein. Er hat Darüber zu wachen, daß Die Vorschriften Die sich auf die Rotenaus- nabe und Die Aufrechterhaltung Der OlotenDedung beziehen beachtet werden. Der General Board kann auch mit einfacher Majorität beschließen wenn Der Präsident und Der Kommissioner m dieser Majorität enthalten sinD. Für seine Aktiv n s s ä h i g k ei t ist daher eine K o ope - ration zwischen einer Deutschen und ausländischen Gruppe stets nottoenDig. Deutsche Reichsbahn. mark ist in die Repa r a t ivns kas se zü bezahlen. In voller Höhe ist diese Zahlung erst vom vierten Jahre ab zu leisten. Sie beträgt im ersten Jahre 330, im zweiten 465, im dritten 550 Millionen Goldmark. Das Aktienkapital der Reichsbahngesellschaft von insgesamt 15 Milliar- , den Goldmark soll in 2 Milliarden Goldmark Vorzugsaktien und 13 Milliarden Stammaktien zerfallen. Dein Reiche gehören die gesamten Stammattien, svwie 500 MillLonen Gold.nart Der genannten Vorzugsaktien, während 1,5 Milliarden Evldmark dieser Vorzugsaktien für die eigenen finanzielle Zwecke der Reichsbahng s.llschasc verwendet werden können. Der Generaldirektor der Reichsbach igesellschaft ist ein Deutscher, ebenso Der Vorsitzende des DerWallung s rat es. Der Derwaltungsrat besteht im übrigen aus 18 Mitgliedern, von den.es je die Halste von der deutschen Regierung und von einem Treu- chänder der Obligationcire bestellt wird. Von dem vom Treuhänder zu bestellenden neun Mitgliedern sollen fünf Deutsche sein, so Datz also im ganzen ter Verwaltunzsrat aus 14 Deutschen und 4 Richtdeutschen besteht. Die Reichsbahngesellschaft soll i n i h r e r G e s ch ä f t s f u h« rung vollständig frei fein. Die Rechte der Staatsregierung hinsichtlich der Tarif - und Detriebsaufsicht sind grundsätzllch^ anerkannt. Zur Wahrung der Interessen Der Obligationäre wird ein besonderer Eisenbahnkommissar bestellt. Solange Der Zin- sendienst nicht nvtleidet, wird sich seine Tätig« leit im wesentlichen darauf beschränkken, den Stand des Unternehmens, namentlich in finanzieller Hinsicht, zu beobachten und darüber zu wachen, daß Die Interessen Der Gläubiger nicht gefährdet werden. Dem Berichte ist als Anhang ein Gutachten der vom Komitee beauftragten befanDecen Eisenbahn fachver st ä n di gen bc[gefügt. Dieses Gutachten, auf das Der Komitee- bericht sich stutzt, bezeichiret an verschiedenen Stellen Die betriebliche Vereinigung der Rhein- und Ruhr bahnen mit dem übrigen Reichsbahnnetz als Doraussetzung für den Erfolg seiner Vorschläge. Finanzielle Bestimmungen. Dos Gutachten der Sachverständigen schlägt folgend: Leistungen vom a) Für die Moratorjumszeit: 1 Jahr 1924/25 1000 Millionen Goldmark, und zwar 800 Millionen aus einer auswärtigen Anleihe und 200 Millionen aus Dem Dienst der Eisenbahnobligationen. 800 Millionen dienen zur Finanzierung der Sachleistungen und der Besatzungskosten. Sowett Anleihen nicht zustande fomnv.X können Leistungen von Deutschland nicht gefordert werden. 2 Jahr 1925/26 1220 Millionen Goldmark, bestehend aus Dem Dienst der Eisenbahnobliga« Honen Der IndustriLobligationen und 500 Millionen aus dem Verkauf von Vorzugsaktien Der Eisenbahn. d) Für die Ueb erga n gszei t: 3 Jahr 1925/27 1200 M.llionen Goldmark, be- " stehend aus dem Dienst der Ei eibahnobliga- Honen, der Industr ieobl igattonen, der Be- förderungsfteuer uni) aus Haushaltsmitteln. 4 Jahr 1921/28 1750 'Millionen Eoldmark, bestehend aus Dem Dienst der Ei eabahnobliga- tionen. Der Industrieobligationen, der Te- förderungssteuer und aus Haushaltsmittel-. Die Leistungen für das dritte und vierte Jahr tonnen sich (um höchstens zu 250 Millionen) erhöhen oder ermäßigen, je nach Der Höhe der Zinsen des Detrages, um Den Die kontrollierten Budgeteinnahmen un Zakn« 1926/27 1000 Millionen und im Jahre 1927 28 1250 Millionen übersteigen ober unterschreiten. c) Rormaljahr (fünftes Jahr 1928/29) 2500 Rkil- lioncn Goldmark, bestehenD aud Dein D.enst Der Eisenbahnobligationen. Der Indus11ieobliga- tionen, Der BeförDeriMgssteuer und aus Haushaltsmitteln. M Zu den Jahresleistungen, Die vom fünften Jahr (Rormaljahr, das ist das ReparatioiVjcihi 1928/29) ab in Höhe von 2500 Millionen Gold. matt zu übernehmen sind, sollen in Den Darauf folgenden Jahren Zu sah betrage g^abb toerben die sich nach> einem kombinierten Indej nr.86 Erscheint täglich, außer Somu und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: © ießenerFarniliend lütter Monats.vezvarpreir: 2 Goldmark u. 20 Gold» Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch-Anschlüsfe: für die Schristleituna 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerSietzea. posifcheckkonlo: Srontfurt a. M. 11688. Der authentische Bericht der Sachverständigen. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Gderhessen vrvS vnd Verlag: vrühl'sche UniversitStr-Vuch- und Stemdruckerei R. £anie in Sieben. Schriftleiwng und Geschäftsstelle: SchuMahe 7. ttmo üvergefützri Verden können, trifft cm .Agent für Reparationszahlungen" mit fünf DahrungS- und FinanzfachverftänDigen aus den alliierten Landern. Mit der Ucbecfülirung der Warkbeträge an den .Agent" gilt die Dcrpflich- tuns Deutschlands als erfüllt. Sachleistungen. Die Fortführung der Sachleistungen halten die Sachverständigen für notwendig. In der finanziellen Auswirkung sehen sie keinen Unter- schied zwischen Sach» und Geldleistungen. Beide müssen aus dem Ausfuhrüberschuß gedeckt werden können, wenn nicht die Währung zerstört werden soll. Alle Sachleistungen, dre nicht auf Rohstoffe beschränlt sind oder deren Durchführung eine vorherigeEinfuhr nach Deutschland erfordert, werden als unwirtschaftlich erllärt. Die Sachverständigen legen ein Hauptgewicht darauf, daß der Ausgleich des Haushalts nicht bloß hergestellt, sondern auf die Dauer erhalten wird. Sie erörtern in großen Ingen das Steuersystem unter besonderer Berücksichtigung der Steuer- erträgnisse während der Inflationszeit, sowie die Frage gleichmäßiger Steuerbe- l a st u n g in Deutschland und den alliierten Staaten. Aur durch den dauernde« AuSUerch des Haushalts und die Aufrechterhaltung ter festen Wahrung kann nach Ansicht der Sachverständigen daS Vertrauen in die deutschen Verhält- niffe wiederkehrru. Aur barm wird mit einer Rückkehr der im Ausland investierten deutschen Kapitalien gerechnet enb kann ein Anreiz für ausländische Kap italien zur Investierung in Derts Richtlinien , geben kann. Die Änrnntiffaze und d«w Agent sind Mitglieder eines Koklegiums, das den Agenten bei der MrsarteLtung der gemeinsamen Richtlinien zu berutLr hat. Endlich find Trustees für die Verwaltung der Eis«ibahn° und Industrie-Obligationen vorgese^». Am Schluß seiner Ausführungen über die Leistungsfähigkeit Deutschlands stellt ter Sachverständig enausschuh ausdrücklich fest, daß die von Deutschland zu fordernden Summen alle K o st e n enthalten, die aus dem Krieg entstanden sind, insbesonteve die RecharatiEen, dir Resti- tulicncn, alle Ausgaben für die BesahungÄrrrn«, die Ausgaben für die Kontrollkommissionen, andere Lleberwachungen usw. Es wird ausdrücklich hervorgehobe-n, daß, wenn in dem Bericht des Komitees oder in seinen Anhängen von Der- tragszahlung n die Rede ist, dantit alleßaft en gemeint sind, die Deutschland von den alliierten und assoziierten Mächten für die Kriegskosten auferlegt sind. Wirtschaftliche und finanzielle Hoheit. Die Wiederherstellung der wirtfchaftllchen und finanziellen Hobeck Deutschlands im be- fetztenGebiet wird von den Sachverständigen an verschiedenen Stellen ihres Bericht- als D o r- bedingung der Gesamcheick ihrer Vorschläge bezeichnet. .Wir haben eingehend ertoogat,**' sagen die Sachverständigen gleich im Eingang „06 es mög- 3ch ist, für das heutige Deutschlcnck», & 6. bei tert gegenwärtig bestehenden fiskal.scheu und wirt- schasllichen Beschränkungen in Len besetz- | ten Gebieten daS deutsche Budget zu varancieren und dic Währung dauernd zu stabilisieren. Wir müssen erllären. daß es uns nicht möglich gewesen ist, unter diesen Llmständen einen Weg zu finden. Die Wiederherstellung der deutschen Kredite im In- uird Ausland ist die Grundlage der deutschen Zahlungsfähigkeit. Dieser Kredit aber kann nicht wieder herge st eilt werden, solange der jetzige Zustand im Ruhr- und Rheingebiet fortdauert. Wir haben uns deshalb gezwungen gesehen, davon auszugehen, daß die finanziell und wirtschaftliche Einheit des Reiches wieder hergestellt wird. Alle unsere Vorschläge sind auf dieser Annahme basiert." Der Bericht Mac Kennas. Paris, 9. April. (WTB.) Der ifer Reparationskommission übergebene Bericht Mac KennaS umfaßt nur sieben Seiten. Dazu kommen kurze Annexe über die Guthaben im Ausland im Jahre 1924, während des Krieges und nach dem Kriege. Das deutsche Guthaben im Ausland wird auf 6 V, Milliarden Goldmark geschätzt, der Besitz der Ausländer in Deutschland auf 1—IV, Milliarden Gvldmark. Als einziges Mittel, die geflüchteten Kapitalien wieder zurückzuführen, wird die Beseitigung der Gründe betrachtet, die die Abwanderung verursacht haben, d.h. die Schaffung einer stabilen Währung. Als Beispiel wird Österreich angeführt. Zum Schluß wird zur Erwägung gestellt, wahrend der Aebergangs- Periode denjenigen, die unter der augenblicklichen Gesetzgebung der Gefahr der Strafe wegen Kapitalflucht unterliegen, Straffreiheit zu gewähren und ihnen bei Zeichnung von Anleihen für die Bezahlung in fremden Devisen besondere Bedingungen zu bieten. Auf diese Weise würde die Rückführung des geflüchteten Kapitals die endgültige Wiederherstellung des finanziellen Gleichgewichts in Deutschland beschleunigen. Dos Urteil der Berliner Presse«.; Berlin, 10. April. (Priv.-Tel.) Mit Ausnahme der völkischen „DeutschenZei- t u n g", die von der Versklavung Deutschlands spricht, begegnet der Sachverständigenbericht in keinem Berliner Blatt einem schroffen An- anuehmbar. Die „Kreuz-Zeitung". die schwere 'Bedenken insbesondere hinsichllich der unerhört hohen Leistungen, die in dem Sachverständigenbericht der deutschen Wirtschaft anfgebürbet würden, und hinsichtlich der vorgesehenen internationalen Kontrolle der deutschen Finanz- und Wirtschaftslage äußert, erklärt dennoch, daß eine schroffe Ablehnung des Gutachtens nicht unbedingt erforderlich sei. Jeder Diskussion über die Sachverständigenvorschläge müßten jedoch folgende Vorbedingungen vorausgeschickt werden: Räumung des Ruhrgebiets, Festsetzung einer der Leistungsfähigkeit Deutschlands entsprechenden Gesamtsumme der Reparationsverpflichtungen und Gewähr für die Finanzhoheit. Der „Lokalanzeiger" bezeichnet den Bericht ter Sachverständigen als Grundlage für Erörterungen aber He (Repa* rationSfrage, fordert jedoch von der ReichSregierung unbedingtes Festbleiben in der Frage dec Mi- cum-Verträge. Eine Verlängerung dieser Verträge würde von sich aus alten Grundsätzen, auf denen das Gutachten aufgebaut sei, ins Gesicht schlagen, und der Haushalt des Reiches würde durch Finanzierung der Micurn-Verträge aus dem Gleichgewicht gebracht und die Stäbilität der deutschen Währung unrettbar zerstört werden. Die „Germania" schreibt: Ein besonderer WesenSzug der gegenwärtigen europäischen Politik ist das Mißtrauen. Der Sach- verftändigentericht ist nicht mit diesem Vorurteil belastet. Die Vorschläge, die uns heute vorliegen, entstammen nicht der Reparations- kommisfion, nicht der Botschafterkonferenz oder einer anderen Körperschaft der Siegerftaaten, sondern sind aus dem gründliche« und eingehenden Studium eines rmpsttrirschen SachderstSnLigenrolle- gMMs hervorgegange«. Auf den sachlichen Inhalt der Vorschläge eingehend, erklärt das Blatt, daß die vorgesehenen Lasten außerordentlich groß seien, und daß eS zweifelhaft wäre, ob sie in dieser Höhe für uns Überhaupt tragbar seien. Daß der ganze Zahlungsplan auf der Voraussetzung basiert, daß die finanzielle und wirtschaftliche Einheit deSReicheSwieder hergestellt wird, wird von dem Blatt besonders freudig begrüßt. Das Blatt schließt seine Ausführungen mit dem Hinweis, daß das Gutachten die Grundlage zue in er Aussprache biete. Auch das „Berliner Tageblatt" und die „D o s f. Z t g." kommen zu dem gleichen Schluß, indem sie jedoch ebenfalls über die Höhe der in dem Gutachten genannten Summe schwere Bedenken äußern. Das ? „B. T." unterstreicht vor allem die Voraussetzung ter Wiederherstellung der wirtschaftlichen tmd finanziellen Hoheit Deutschlands im besetzten Gebiet, die mit terZurückziehung der französischen Truppen aus dem Ruhrgebiet und aus Düsseldorf und Duisburg verknüpft werden müsse. Eine Berliner Kabinettssttznng. • Berlin, 10. April. (Priv^Tel.) Die ReichSregierung hat, den Blättern zufolge, gestern nachmittag in einer Kabinettssitzung Den aus Paris übermittelten Tell des Sach- verständigenberichts beraten. Da wichtige Teile tes Wortlauts des Sachverständigengutachtens noch nicht vorliegen, konnte sich die Retcysregierung nur auf erne allgemeine Erörterung beschränken. Irgendwelche Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Die Reichsregierung wird heute die Prüfung deS Gutachtens fortsetzen. Der Reichsbankpräsident zur Lage. Dresden. 9. April. (WD.) Jin Verbund sächsischer Industrieller sprach Relchsbankpräsitent Dr. Schacht über die wirtschaftliche Lage. Man dürfe jetzt nach ter Schaffung ter R e n t e n m a r C nicht deren transitorischen Charakter außer Acht lassen. Die Dentenmiari könne nur als Lieber- gang zur metallischen Währung, ohne die bte Wirtschaft nicht auskomme, gedacht werden. Cs würden keine Maßnahmen unterlassen werLeir, um dic Wertbeständig leit ter Rentenmark zu halten, Denn nichts schlimmeres könnte Lem Reich toiterfafxren, als wenn eine neue Inflation hereinbräche. Dadurch, daß Kredite, die auf Aeirten- mart lauten, nur auf wertbeständiger Basis gegeben werden, werte man aller Gefahr begegnen, ferner dadurch, daß die Llmlaufmenge ter Rentenmark nicht über ein aewi.seZ Maß hinaus gesteigert werde. D'.e günntge Auswirkung auf die Industrie zeige sich dadurch, daß sich seit 3armav die Erw-erbs to senzf er in Deutschland um rund ein Drittel verminte rl habe. Es sei betenf» llch, daß ter Einfuhrüberschuß in den beiten letzten Monaten rund 400 Millionen Gold» mark betrage Dieses Manko fei zunächst Damit beglichen Worten, daß man einmal schon vor- Bauteile Devisen verkaufte und sodann ausländische Kredite neu in Anspruch genommen habe. Infolgedessen habe die verstärkte Nachfrage nach Devisen eingcfetzt, denen keine ausreichende Deviseneingänge gegenüberständen. Die Reichsbank habe schon vor Wochen dir Kredite für Luxuseinluhr überall grfperrt. Aach tem Llltimomürzausweis sei die Reichsbant nun dazu übergegangen, jede weitere Krediterhöhung zunächst ernznftellen, um den Rentenmardrmlauf zu begrenzen. Die Reichsbank habe sich für verpflichtet gehalten, vor allem ter Landwirtschaft zu Hilfe au kommen, die van ten ausstehenden 1200 Millionen Renterwrarkkoediten mehr als zwei Drittel erhallen habe. Kredit- reftriftton fei notwendig, weil die Rentenmark unter allen Llmständen stabil gehalten werten müsse und auch stabil bleiben werte. Erne gewisse Erleichterung werte die Gvld» diskvntbank bringen. Zum Schluß kam dv Redner eben o die Wirtschaft ich finnlose 2 udfaugiLng Deutchlwrds turcf) das Loch im Westen sei u n e r t r ä a l i ch Daß die Ekperten diese Gedanken zum Ausoruck gebracht hätten, sei ihr Verdienst. Die volle wirtschaftliche irreD politische Sou veränitä t Deutschlands möge wieterhergestellt werten. Dieser GrunD-satz sei an Den Airscmg aller ttrite rn Verhandlungen zu stellen. Die D.fatzungs osten rnüß- tea auf ein vernünftiges Maß reduziert werden: die Saattionsgebiete müßten restlos milltärisch- politisc- geräumt werden. Fünf IahreKrieg nach dem Krieg, bad gehe über die Kraft eines wehrlosen Dolles. Das teutfdye D)ll wünsche nichts anderes, als wieder auf deutschem Boden deu tsche Arbeit finden zu können. Es sei bereit, Opfer zu Dringen, aber nicht für irgendwelche imperiallstische Ideen, sondern für Die Wieterherst^lung des friedlichen Verkehrs unter ten Völlkern. Die Goldnotenbank. Berlin, 10. April. (WTD.) Die hn Sach- verständigenplau vorgesehene Kommission zur Abfassung ter Statuten der Gvldnotenbank wird nach dem „Matin" aus Sir Robert Kindersley, tem belgischen Sachverständigen Franqui und dem Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht bestehen. Erleichterung des Ausreise- verbols. Berlin,9. April. (WTDff Der ^ReichS- anzeiger" oeröffenllicht die Durchführungsbestimmungen des ReichSfinanzininrsteriumS: zur Verordnung über die Ausreisegebühren. ; Danach werden von der Ausreise- j gebühr befreit: I. Angehörige des Deutschen Reiches, die * im Ausland ihren Wohnsitz oder $ dauernden Aufenthalt, im Inland dagegen keinen Wohnsitz haben. 2. Personen, die nachweislich zum Be- i such von Familienangehörigen nach tem Ausland reisen. 3. Personen, die nachweislich ans besonderen Familienanlässen zu nahen Angehörigen in das Ausland reisen. 4. Personen, die nachweislich zmn Besuch von nahen Angehörigen oder zur Regelrmg von Farnillen- oder Vermögensangelegenheiten in das abgetretene Gebiet reisen, ferner Rechtsanwalte, Aerzte, die Angehörigen anderer freier Berufe, Künstler, Gelehrte usw^ die nachweislich zur Ausübung ihies Berufes m das Ausland reisen, schlleßlich Studierende, die im Rahmen ihres StudienplanS cmf ausländische Hochschmen gehen. Fern« können die Finanzämter in einzelnen Fällen, in denen die Erhebung von Ausreisegebühren eine besondere Härte bedeuten würde, oder in denen überwiegende Interessen tes Gemeinwohls der Erhebung von Gebühren errtgegenstehen, Gebührenfreiheit, jedoch nur für AuSlandSrecsen für kürzere Dauer bewilligen. Die DurchführungSbesttmmungen treten mit Dem Tage nach ihrer Verkündigung, also morgen, in Kraft. Die nationalliberaleDereinigung Berlin, 10. April. (Priv.-Tel. tes Wolffbureaus.) Rachtem die Verständigungsverhandlungen zwischen ter Deutschen Volkspartei und ter Rationallibera- len Vereinigung ergebnislos verlaufen sind, wendet sich jetzt die Rationalliberale Vereinigung in einem eigenen Wahlaufruf an die Öffentlichkeit, in dem sie ihre Zieles insbesondere die LösungderKoalition mitder Sozialdemokratie in Preußen, darlegt und erklärt, daß die Bindung der Vereinigung an die Deutsche Dolkspartet ge- l o st ist. Für die Wahlen wird empfohlen, soweit nicht von volkSpartellicher oder anderer Seite einzelne Persönlichkeiten aufgestellt 6er« ten, die eine sichere Gewähr für die Verfolgung ter dargestellten Ziele bieten, die Liste der Deutschnationalen DolkSpartei zu wählen Die Erkrankung von Hngo Stiunes. Berlin, 9. April. (Wolff.) Hugo Sttn- nes hat sich in einem Berliner Sanatorium einer schweren Gallensteinoperation unterziehen müssen. In seinem sehr bedenllichen Gesundheitszustände ist eine geringe Besserung eingetreten, so daß nach Ansicht von Prof. Bier erhöhte Hoffnung besteht, den Pattenten am Leben zu erhalten. Aus Stadt und Land. G i e h e n. Den 10. April 1924. Verlängerung der Frist zur Abgabe der Vcrmögenssteuererklärnnq. Aus tem Reichsfmcmzministerrum w'rd tem „Deutschen Harrtelsdienst" mitgetcili: Mit Rücksicht auf die tefonDeren Schwierigkeiten, die diesmal die Ausfüllung Der Dermögenssteuererklä- rung Den Landwirten im Hinblick auf die Berichtigung ter Wehrbeitragswcrte und Den Gewerbetreibenden im Hinblick auf Dis1 Llmstcllung der Bewertung in Gvldmark bereitet, ift_ die Frist zur Abgabe der Ver« Mögenssteuererklärung bis zum 30. Apri l 1924 verlängert worden. Es kann rrunrnehr erwartet werten, daß die Steuererklärung, mit der durch die Finanzlage des Reichs dringend gebotenen Gewissenhaftigkeit ausgefüllt und rechtzeitig eingeveicht, sowie daß die mit ter Steuererklärung fälligen Beträge unmittel bar nach Ferttgstellung ter Steuererklärung entrichtet werten. Giefirurr Wochenmarktpreife .am 8. April 1924 (Hänteerpreife). Es kosteten: Butter Pfd. 200 Pf., Mttte 20, Käse 65—70, Eier Stück 12, Wirsing Psd. 50, Weißkraut 35. Rotkraut 50, Gelbe Rüben 20—25. Rote Rüben 30, Spinat 100, Blumentvhl Stück 200—250, Salat 50—60, Llnter-Koh'.rabi Pfd. 8, Grünkohl 60, Feldfalat 350, Zwiebeln 30, Lauch Scklck 10—20, Merrettich Pfd 50—120, Sellerir Stück 40—80, Schwarzwurzeln Pfd. 80—120, Radieschen Bund 40, Kartoffeln Ztr. 550, Aepfel Pfund 20-30 Ps. Ä Dsrnoti^eK. — Tageskalender für Donners-- t a g. Deutsche Volkspartei: 8 Llhr in der Turnhalle (Ößtoaltegarten) öffentliche Wählerversammlung. — 8 Llhr Hotel Schütz: Licht- bildervorttag von Dr. Ohr über „Gesundheit und Lebenskraft für jedermann". — Verein Ruder spott 1913: 81/. Ahr im Bootshaus Mo- natsversannnlung. — Lamari und Marco- wini: 8 Llhr im Kath. VereinShaus Zaubervorstellung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Der Kaufmann von Venedig". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die zweite Oper mil Vorzugsrechten für die Mittwochsabonnenten findet am Dienstag, 15. April, statt, und zwar wird FlotowS romanttsche Oper „Alessandro Stradella" gegeben.,Den Mittwochs- abormeitten werten ihre Plätze zu Vorzugspreisen bis SamStag, 12. April, nachmittags 1 Ahr, reserviert. Von Montag, 14. Avril, ab. mit Kaflenöffnung um 10 Ahr vormittags, beginnt Der freihändige Verkauf. Vorbestellte EinttittSkatten müssen unter allen Umständen am Montag bis 1 Ahr abgeholt werden. Da sonst anderweitig über sie verfügt wird. (Siehe auch die Anzeige.) — Die Wasfergenossenschaft Gießen rechts der Lahn Hütt am Samstag in Heuchelheim eine Generalversammlung ab. (Siehe Anzeige.) — Volkshochschule. SamStag Aus- taufchabend. (Siehe Anzeige.) * Zur Reichstagswahl. Amtlich wird mitgeteilt: Die Kreiswahlvorschläge fit, die Reichstagswahl find, spätestens am 11. Tage vor dem Wahltage beim Kreiswahlleiter einzureichen- Mess Frist läuft am 17.Apttl ab.____________________________ ffmlrcflin? Noinl ®CS- Zuckerkrankheit u. Aderoerkalk kl uuKouill! Ifulll! hilft test, siarlrfpnrdel virtirchen 14 g 27710 Die feine Zigarette jSddeMseroigMl B Großformat Stück 5 Pfg. @ H Rihofa • Zigarettenfabrik . Frankfurt/M. * etn ö<9rübergef>enb zu schließen. Es wurden Rufe laut wie: „Brecheisen her! Wir stürmen die Bude!" Die Menge drang in den Hausflur ein zum Lagerraum, wo man einen Druck auf den Geschäftsführer auszuüben versuchte. Diesem gelang es noch rechtzeitig, die Tür zum Lagerraum zu schließen. Unter denen, die eingedrungen waren, befanden sich auch die beiden Angeklagten Küfermeister Peter De ch e n t und Händler Wilh. Gayer. Das Schöffengericht Friedberg hatte diese beiden auf Gravid der Reichsvervrdnung vom 22. Oktober 1923, die als Mindeststrafe für derartige Handlungen ein Jahr Gefängnis androht, zu dieser Strafe verurteilt. In der Berufungsinstanz wurde fest- gestellt, daß diese Verordnung frühestens mit dem 24. Oktober als m Kraft getreten angesehen werden konnte. Somit schied diese Verordnung aus. Das Berufungsgericht erkannte vielmehr wegen schweren HausfriedÄrsbruchs auf Grund des § 124 St.G.2. gegen D. auf fünf Monate und gegen G. auf vier Monate Gefängnis. Stoaferschwerend kam in Betracht, daß die beiden Angeklagten. insbesondere D., an jenem Tag offenbar eine besondere Rolle vor der Menge zu spielen sich bemühten. Der Arbeiter Valentin R v g a l l a aus Butzbach dem das Schöfiengericht Baichach wegen zweier Diebstähle zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis verurteilt hatte, wurde wegen des einen Diebstahls fr^igesp rochen und wegen des anderen sechs Monaten Gefängn is DettttteCt. 3tn tittten Fall Yanvev es sich um den Diebstahl von Wed«. Rach den Zeugenaussagen war zwar anzunehmen, daß derWern, insbe- ftnbere Sekt, den der Angeklagte mit Bekannten getrunken hatte, aus dem Diebstahl herrührte, immerhin hielt das Berufungsgericht einen Beweis nicht für restlos geführt. 3m zweiten Fall hatte der Angeklagte eine Jacke entwendet. Der Bestohlene hatte diese bei dem Angeklagten gesehen und dem Gendarmen, der sie beschlag- nahmt hatte, vorher bis ins Einzelne beschrieben. Hier half dem mehrfach vorbestraften Angeklagten sein Leugnen nichts. Bücherlisch. — Fräulein Durchlaucht. Ein Künstlerroman von Agnes Schöbel. Dom-Verlag, Berlin SW. 11. Ganzleinen. 6 G.-M. — In unserer von Düsternissen beschwerten Zeit mutet dieses Werk besonders erfreulich an, es ist erfüllt von Humor, einem feinen, phantastischen Schönheitssinn und den Wirklichkeitswerten des älteren Berlin sowie feiner großen Künstler. Reinhold Begas lanciert die erste Barfußtänzerin, die, den Volke entsprossen, in Kraft und Urwüchsigkeit unt von einer naiven Reinheit umflossen, ihre reizvolle Persönlichkeit sowie ihre neue, in brennenden Farben geschilderte Tanzkunst durchzusehen weiß Hach empor trägt sie der Strudel des Lebens: in nwrganatischer Ehe wird sie die Gattin eines Prinzen, eines seltsamen, dekadenten, aber in tief» st er Seele edlen Mannes, der sich zu rechter Stunde zu opfern weiß, unt ihr das echte Glück ar der Seite eines zukunftsreichen Künstlers zu schenken. — Die Aufwertung auf Grund bei dritten Steuernotverordnung vom 14. gebruai 1924. Einführung und Kommentar zu den ein- schlägigen Vorschriften der dritten ©teuernotrer» crdnung unter eingehender Erörterung aller, unb zwar auch der nicht unter die Verordnung fallenden Auswertungsfragen von Reichsgericht--rat Dr Warn eher unb Rechtsanvxllt Dr. Koppe, Berlin. Preis geb. 4,50 Goldmark. Industrie- Verlag Spaeth & Linde, Berlin E 2. Keines der juristischen und steuerrechtlichen Probleme der Gegenwart beschäftigt die Oeffentlichkett so toU die Aufwertungssvage. Die dritte S:euernotver- Dränung hat nur eine tellweise Lösung gebracht, indem sie nur für bestimmte Gebiete eine Regelung vorsieht. Die vorliegende Ausgabe gibt ein lückenloses Bild der Aufwertungsfrage. Sie beschränkt sich daher nicht nur auf eine Wiedergabe und Erläuterung der Bestimmungen der dritten Steuernotverordnung, sondern lxchandett die sämtlichen für die Aufwertung in Frage kommenden Rechtsgebiete, so daß jeder, der rni Aufwertungsfragen zu tun hat, gern zu diesem handlichen Buche greifen wird. Alle einschlägigen Fragen sind von der zivilrechtlichen und steuer- rechlichen Seite durch die Zusammenarbüt zweier bekannter Spezialisten auf dem Gebiete des Zivil- rechts und des Steuerrechts so ausgezeichnet und klar behandelt, baß die Ausgabe sehr bald einen führenden Platz in der Praxis einnehmen wird. Ronnefeldt'sTee 8f omllMb and aiagieWg, DUU| I» Verbrat Niederlagen in allen Stadtteilen WoHen 'Sie TLJiirin_jTrMjB~BjB~i.jr-i rm nr.— dann sorgen Sie für eine richtige Haarpflege. Schulpflichtige Kinder sind der Uebertragung von Haarkrankheiten besonders ausgesetzt. Eine regelmäßige Benutzung des Kräuterhaarwassers ) Ä V O L vermindert diese Gefahren, befördert das Wachstum und beseitigt Kopfschuppen und Schinnen. J Ä V 0 L ist in allen einschlägigen Geschäften zu haben. Bekanntmachung. Bett.: Die Vertilgung der Raupennester. Die Garten- und 'Geldbesitzer der Gemarkung Gießen werden hiermit aufge- sordert, bis zum 15. Mai d. Is. ihre Bäume, Sttäucher und Hecken von den Raupennestern zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht Folge leisten, verfallen in die im §368 des Reichsstrafgesetzbuches bestimmte Geld- oder Haftstrafe. Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten der Säumigen angeordnet werden. Gießen, den 7. April 1924. 2787B Der Oberbürgermeister: 3. V.: Dr. Rosenberg. Gemeinsame Nutzholzversteigerung Am Mittwoch, den 16. April 1924 von vormittags 97, Uhr ab kommt in der Gast- wittschaft Schmidt zu Großrechtenbach aus den nachbezeichneten Gemeindewaldungen folgendes Nutzholz öffentllch meistbietend zum Verkauf. 1. Gemeindewald Grotzrechtenbach ^Auskunft: Förster Schüler, Finsterloh). 1 Eichenstamm Kl. 1 b4,8 Fstm., 4 Eichenstämme Kl. 3 b 4,15 Fstm., 25 Eichenstämme Kl. 4 b 16,42 Fstm., 14 Eichenstämme Kl. 5 b 6,24 Fstm., 5 Eichenstämme Kl. 3 u. 4 b 2,24Fstm., 6'Eichenstämme Kl. 5b 2,45Fstm., 2KiefernstammeKl. 2 2,80 Fstm., 11 Kiefernstämme Kl. 3 6,67 Fstm , 14 Kiefernstämme Al. 4 4,71 Fstm, 17 Kiefernstämme Kl. 3 und 4 6,40 Fstm., 8 Rm Kicfernnutzholz 3 Meter lang Kl. 2, 5 Lichenstämme Kl. 4 und 5 2,16 Fstm., 6 Rm. Lichennutzholz. 2. Gemeindewald Hörnsheim ^Auskunft Förster Schüler, Finsterlah). 1 Eichenstamm Kl. 2b 2,38 Fstm., 1 Eichenstamm Kl 2h 2,21 Fstm., 1 Lichenstamm Kl. 4 b 0,91 Fstm., 1 Eichenstamm Kl. 5 b 0,66 Fstm. 1 Eichenstamm Kl. 1 b 3,02 Fstm., 1 Eichenstamm Kl. 3 b 1,01 Fstm., 2 Eichenstämme Kl. 4 b 1,33 Fstm., 22 Lichenstämme --- 15,17 Fstm., 11 Fichienstämme Kl. 3 3,16Fstm. 2 Fichtenstämme Kl. 3 0,46 Fstm, Fichtenstangen Kl. 1. 3. Gemeindewald Kleinrechtenbach (Auskunft: Förster Both, Vollnkirchen) 63 Fichtenstämme Kl. 4 (lang gestreiktes Holz) 11,79 Fstm., 2 Fichtenstämme Kl. 3 (lang gestrecktes Holz) 1,29 Fstm., 91 Stck. Ficht^nstangen Kl. 1 (lang gestrecktes Holz), L2Stck. Fichtenstangen Kl. 2 (lang gesttecktes Hol;), 1 Kiefern stamm Kl. 2 1,03 Fstm , 4 Kiefernstämme Kl. 3 2,97 Fstm., 4 Kiefer- stämme Kl. 4 1,34 Fstm., 2 Rm. Kiefern- nutzholz Kl. 2 (3 Meter lang), 1 Eichenstamm Kl. 4 0,53 Fstm. 4. Gemeindewald Lützellinden (Auskunft Förster Schüler Finsterloh.) 1 Eichenstamm Kl. 1 b 3,03 Fstm. 3 Lichenstämme Kl. 4 1,59 Fstm., 6 Eichenstämme KI. 5 2,13 Fstm., 3 Erchenstämme Kl4b 1.14 Fstm., 3 Erchenstämme Kl 5 b 1,17 Fstm.» 8 Rm. Erchennutzholz Kl. 2 (3 m lang), 10 Kiefernstämme Kl. 2 11,66 Fstm., 23 Kiefernstämme M. 3 16,45 Fstm., 27 Kiefernstamme Kl. 4 10,07 Fstm., 1 Fichtenstamm Kl.3 0,92 Fstm., 1 Fichtenstamm Kl. 4 0,50 Fstm., 4 Fichten- stämme Kl. 4 0,64 Fstm., 10 Fichtenstangen Kl. 1 0,90 Fstm. 5. Gemeindewald Münchholzhausen (Auskunft: Förster Schüler, Frnsterloh). 34 Erchenstämme Kl. 5 b 13,54 Fstm. (Stellmacherholz), 2 Eichenstämme Kl 3 und 4 b 1,59 Fstm. (Stellmacherholz), 1 Eichenstamm Kl. 1 a 3,69 Fstm. (Schreinerholz), 1 Lichen- stcrmm Kl. 1 b 2,74 Fstm. (Schreinerholz), 1 Eichenstamm Kl. 1 a 1,85 Fstm. (Schreinerholz), 1 Eichenstamm Kl. 1 b 1,99 Fstm. (Schreinerholz). 6. Gemeindewald Vollnkirchen (Aus- kunft: Förster Doth, Vollnkirchen). 11 Eichenstämme Kl. 1 19,14 Fstm. iGlaserholz, tellweise geeignet zu Fournier), 6 Eichenstämme Kl. 2 7,74 Fstm. (Glaser- Holz), 1 Eichenstamm Kl. 4 0,92 Fstm., 2 Kiefernstämme Kl. 1 2,26 Fstm. (Schnittholz), 11 Kiefernstämme Kl. 3 6 85 Fstm. (Bauholz), 21 Kiefernstämme Kl.4 9,28Fstm. (Bauholz). 7. Gemeindewald Volpertshausen (Auskunft Förster Doth, Vollnkirchen). 3 Elchenstämme Kl. 1 2,93 Fstm. (Four- nierholz), 6 Eichenstämme Kl. 2 8,52 Fstm. (Fournierholz), 8 Kiesernstämme Kl. 3 5,30 Fstm. (Schnittholz), 61 Kiefernstämme Kl. 4 17,76 Fstm. (Schnittholz), 1 Fichtenstamm Kl. 2 1,15 Fstm. (Schnitt olz), 8 Fichten- stämme Kl. 3 4,72 Fstm. (Zimmerholz), 49 Fichtenstämme Kl. 4 15,76 Fstm. (Zimmerholz), 9 Fichtenstämme Kl. 2 11,92 Fstm. (Zimmerholz), 25 Fichtenstämme Kl. 3 20,54 Fstm (Zimmerholz), 20 Fichtenstämme Kl. 4 7,81 Fstm. (Zimmerholz), 4 Eichenstämme Kl. 3 4,82 Fstm. (Schreinerholz), 3 Eichenstämme Kl. 3 3,09 Fstm. (Schreinerholz). S. Gemeindewald Weidenhausen (Auskunft Förster Both, Vollnkirchen). 2 Eichenstämme Kl. 1 b 3,27 Fstm (Glaserholz), 5 Eichenstämme Kl. 3 3,52 Fstm. (Glaserholz), 2 Eichenstämme Kl.4 0,72 Fstm. (Schreinerholz), 2 Eichenstämme Kl. 2a 2,04 Fsttn. (Fournierholz), 1 Rm. Eichannutz- Holz Kl. 1 (Im lang, Küferholz), 2 Rm. Lichennutzholz Kl. 2 (1 m lang, Küferholz), 32 Fichtenstämme Kl. 4 4,75 Fstm., 38 Fichtenstangen Kl. 1., 25 Fichtenstangen Kl. 2 Die Zahlungsbedingungen, die günstig sind, werden in dem Termin bekannt gegeben. Großrechtenbach (Kreis Wetzlar), 2781D den 7. April 1924. Der Bürgermeister. Schneider. Holzsubmission. DüT Gemeinde Londorf verkauft bn Wege schriftlichen Angebots: 1. EichenSchnittholz: 2 Stämme 2. Klasse — 2,75 Fstm. 6 „ 3. „ = 5,24 „ 2. Elchen Stammholz: 2 Stämme 3. Klasse = 2,61 Fstm. 4 „ 4. „ — 2,19 3. Fichten.Stammholz: 5 Stämme 4. Klasse — 5,58 Fstm. 37 „ 5a- „ = 37,08 „ 102 „ 5b- „ -- 34,80 „ Angebote sind in Goldmark, getrennt nach Sortiment und Klassen, mit der Aufschrift „HolzsubMission" bis spätestens Dienstag, den 15. d. Mts., nachm. 3 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Verkaussbe- dingungen eingesehen roerben können. Zuschlagsfrist 5 Tage. 2773l) Londorf, den 8. April 1924. Bürgermeisterei Londorf. Auma nn. Für Untertertianer deS Gymnasiums, Beamtenkiud, volle Verpflegung zu mäßigem Preise in gutem Hause gesucht. Schriftliche Angebote unt. 019099 an d. Gtek. Llnzetg. [Verschiedenes! Gartenkier rein geliebt und ge- masch, lief, ab Lager und in Waggons billigst und prompt Gebr. Kahl Gießen. Teleph. 87. [2201D Sicherer Verdienst von 30 Mk. u. mehr tägl. erzielt iedermann bei einer zweistttnd. Arbeiten, durch lieber- nähme d.Generalvertr.ein.tägl.Gebrauchs- artikels.NachweiSl. leicht. Umsatz. Muster u. Anleii.geg-Einiend.v. 2 Mk. Postlcheckk.479t2 Gerhardt, Krankftirt a. M. Gleimstr. 16. Nlltzholzversteigerung Im Gemeindewald Waldgirmes, Samstag, den 12. April 1924 vormittags 10 Uhr beginnend Kommen zum Verkauf an Ort u. Stelle aus verschiedenen Distrikten Eichen 24 Stämme mit 17 Fstm. Alt-Eichen, Schnittholz Eichen 78 Stämme mit 23 Fstm. jung Lichen „ 54 Rm. Nutzscheit u. Knüppel (Rollen 2 m lang) Erlen 5 Stämme mit 2,09 Fstm. Nadelholz 546 Stämme mit 179 Fstm. Fichten und Kiefernbauholz darunter 7 Fstm. Kiefern Schnittholz von 30-39cm Durchmesser Fichten stang en 1. Klasse 90 Stck „ 2. „ 90 „ 3. „ 45 „ Zusammenkunft an der Pfingstweide alten Morgensternstollen. 27100 Der Bürgermeister: Schmidt. NMltzeilMlMPLW SSffÄÄ® Staubfreie Grude Gasherde Sas-Vackherde emaill. Mchenherde und Gefen Gasherdtische Sarsparkochtöpfe Gießkannen hgur-u.Uüchengeräte Beaueme Teilzahlg. H. Schön! Marburg. LtraKe. s ßaplpn a. Hamm au I ualltni verpachten "“*] Wett gut. 49. Wer leiht ,00 M. gegen hohe Zinsen und monatliche Rückzahlung? Schrtstl. Angeb. unter 019094 an den Gieß. Anz- Wer leiht 60 Marl auf 4 Monate gegen hohe Zinsen unb Sicherheit. Schristl. Angebote unt. 019105 an den Gietz. Auz. Borbestellungen für Karfreitag und Ostern für Karpfen hechte Sander Rheinsalm Am. Salm Seezungen Steinbutt Heilbutt werd bis einschlieh- Uch Samstag ent» gegengenommen. Seefische W frisch ein. 2788c Hamburger Fischhandlung A. 9ot6 vaiyfolger Schulstr.w-Tel. 1612 HTcmonnflmemrm Ausnahme Angebot so lange Vorrat reicht WWB 10-50 Kerz., 120 u. 220 Bolt 1 ML, geg. ausgebrannte Glühlampen 80 Vs. lüimeniflamen Wen 45 Bolt, 6 Amp., Bftünöl. 30 Pf„ bei Abnahme 10 Stck. ML 2.50. GlöS'-Wve»' vettrled ffiiefcra 15 Kirchenplatz 15. ""o'"e"r- angeboL Jacobiner Likör ganze Originalflasche, ca. 3/< !• Mk. 5.— Jacobiner Likör Flasche ca. 1/J 1. Mk. 3.60 Jacobiner Likör Flasche ca. V Mk. 2.— Weinbrand Jacobi 1880 Flasche ca. 3/< 1 Mk. 4.50 Weinbrand Jacobi 1880 Flasche ca. % 1- Mk. 2.50 Deutscher WeinbrandJ Flasche ca. 3/< 1- Mk. 4.— i sowie alle sonstigen Liköre und Schokoladen. Monk Seltersweg 9. ■ ■■SSI» u 5 a a h öi Fi fc m b r< ni L r h ei b ex CI Ul CI di l< S 2 h- L di I la eu Ä Sc te fü fu ©I le ei- fü ie: T sic ho D im A be r < Ä di, 25 bii y rü. di« toi er! sch de fui mi tit Lei ver vor SU ftni tu Li die der her Kot tret! gen unk auf unJ sei an b e bez Sat Äch K Tth Gn Ko toi bec übi de un uni uni gei feil ier der Ko toa Vo Sc ent Kc für gec soll Hal ehr Zir ein Ei Pa Dr auf gen mit unZ lini 2lg das mei sinZ unr I i Rihofa-Cigarettenfabrik, Frankfurt/Main 2770 D Konkurrenzlos! Der Vorstand. 27760 2675D Meine «D Reifender Schreibmaschine I Gelb Va4*a 9Slicfen^bcrfer Nr.7,1 getigerte ♦»***}* febr nut erbnüen, auf g>en Namen m.sastneuemTyven- __ __ Buffy // 9f 2789nz Mainz erbeten. Gröberes Fabrikkontor sucht zum mit j tZ?8D NI 019107 bei Seit 5 KW WohnungZlaujch Wetzlar — Gieren. zu vermieten 019096 Naiierallce 8. 019104 gütet. Marburger Str. 26 o. Lichtspielhaus 8 Akte nach Shakespeare. 2794c Vertreter h Schöne abnefrfjL 3-Zimmer-Wohnung mit Küche in Wetzl ar negen gleiche ob. gröbere in Gissten zu tauschen gefurtit. Schriftliche Angeb. unter 019102 an den Giest. Anzeiger. des Aubin in fleuch dem Bie empfehlt Einwohn Henny Porten Harry Liedtke . Werner Krauß . Lia Eibenschütz Albert Steinrück Herrliche Aufnahmen aus Venedig und Umgebung. Aufführungen 4, 6 und 8.10 Uhr, Nächsten Sonntag (Palmsonntag) geschlossen Leute mit Primareife bevorzugt. Schriftliche Angebote unter 27790 an den Gießener Anzeiger erbeten. Entgeh ich hiermit, mein Ham Diese, machten Ai Heck, uni tr breiter dies Den wei und Um daß ich Großformat Stück 5 Pfennig Konfirmations-Kleid für 6 Mk. zu uerFf. oioi*. Weserstr. 17. Br. Tuuseider abzu^eben. Schr. Au ebote mit Preis unter 019090 an den Gtebener Anzeiger. mit Kenntnissen der techn. Bedarfs- artikelbranche für Oberhessen und^ Lahngegend gegen Provision sofort gesucht. Schriftliche Offerten erbeten an UeMlenbeiiaFiflaDiisisgitellschalliii.h.fl. Arankinrt a. M., Holjgrabeu 27. [2783c Herren- u. Knaben Bekleidung Gießen, den 9. April 1924 Plockstraße 4 Großes Lager, nur gute Qualitäten, niedrigst gestellte Preise ebenso unbegrenzte Haltbarkeit Präparates, von tierärztlichen roritäten nach jeder Richtung geprüft und alS einwandfrei Generalversammlung der Waffergenoffenschaft Dietzen rechts der Lahn findet am 12. April in Heuchelheim bei Gasttoirl Karl Etein- müllcr. abends 8'/, Llhr statt, wozu sämtliche Mitglieder eingeladen werden. Der Vorstand: W i l helmH ardtmann ll. 27S2D Stadttheater Freitag, 1 l. Avril, von 7 dis gegen 9: 22. (letzte) Srcimi- Aüouuemeur - Boni: (Elan. Achtung! Achtung! Grobe Sendung Svinat, Kovffalat, Salatgurken, Blumenkohl, Feldsalat, Lattich, Weiirkraut, Rotkraut, Wirsiug, Zwiebel, Gelberiibcn, Noterüben, neue Kartoffeln, Apfelsinen und Zitronen eingetrosten. Berkaus Freitag V.9—1 llbr im Garten deS Hotels Felkenkeller.016110 Fran Frosch. Telephon 1051. j Für laufenden Bedarf im besetzten und unbesetzten Gebiet sucht große Baufirma Bezugsquellen für Baumaterialien insbesondere für Kies, Sand, Splitt, I Ziegelsteine, Stückkalk, Gerüststangen, Betonsprietzen, Gerüstdielen, Vorräte- Kanthölzer, Schalbretter, Eisenwaren usw. Angebote unter F. A. U. 321 an Rudolf 1 Moste, Frankfurt a. M. 2786ss Für dringend gesuchten Artikel tAbneb- mer: Landwirtschaft, Behörden, Privat. Lagerhäuser. Backer usw.» vergibt Fabrik Alleinvertretung an tücht. Herren, die ein tletneS Lager gegen Barzahlung übernehmen können. Ein einziger Vertreter verkaufte allein in Württemberg 4000 Apparate au Be bördeu. rkhchhtrsosortigMrdickt Ost. unter „Blma" nn lovalldendank. An- noneen-Enpedilion, Augsburg. 2780id Mädchen für vormittags für kl Haushalt gesucht. Bahnfahrt wird ver- Porzia. Antonio Shylock Jessica. Tubal . Intnl gebraucht, fast neu. in div. Grösten abzugeben. 019108 Valentin Frey $ Co. Kaiserallee 27. iiii»iTTn- sehen, dah das ganze lächerliche Verfahren gegen mich mir auf die Intrigen dieses Menschen zurückzuführen ist. Ich Lenne ihn nun schon seit vielen Jahren und habe ihn stets für einen Gentleman gehalten. Ich farmte seine Geschichte, und ein gewisses Mitleid mit seinem harten Geschick lieh den Verkehr mit ihm enger werden. Er hat in den ersten Jahren unterer Bekanntschaft häufig von seinem PvMeh um die englische Lordschaft erzählt. Seine Verbitterung war mir durchaus verständlich, und ich machte ihm keinen Hehl aus meinen Sympathien. Dah er aber in seinem Hah gegen die weihe Rasse so weit gehen könnte, als Agent der chinesischen Regierung tätig $u sein, hätte ich niemals für möglich gehalten.' „Die Engländer waren durchaus im Recht, als sie die Erbschaft Lowdale dem reinrassigen Erben zusprachsn." Eine gewisse Schärfe lag in der Erwiderung Isenbraindts, und in der gleichen Tonart fuhr « fort: „Es war falsch und leichtsinnig gehandelt, wenn früher unsere Propheten aller Welt die Gleichberechtigung versprachen. Hc&erati auf der Erde rufen jetzt die schwarzen, braunen, die gelben Rassen nach Freiheit. Freiheit für alle Farben des Spektrums . . . Wehe uns, wenn wir ihnen entgcgvnfommenl Um unsere Herrschaft und um n~r~i wir in ii— iMMiwwaiMFiw rwi innim-iir ................... In Wlernt) hatte sich Witthusen alsbald mit feinen alten Geschäftsfreunden In Kaschgar in Verbindung gesetzt, um sich sein Besitztum und seine Warenvorräte zu sichern. Sie waren immer noch txxt den Chinesen beschlagnahmt, und es bestcmd wenig Hoffnung, sie freizubekommen. Jetzt, nachdem die Gefangenen dem Arm der chinesischen Machthaber entronnen waren, beeilte man sich, das gewalttätige illegale Verfahren in ein gesetzmäßig^ au verwandeln. Ein regelrechter Prozeh wegen Landesverrates wurde gegen Witthusen eingeleitet. Dis er beendet, konnten Jahre vergehen. _ _ 'S le Sorge um seinen Besitz und um die Zukunft Marias trübte den Blick Wltthusens. So waren ihm die feinen Fäden entgangen, die sich zwischen Isenbrandt und Maria woben. 21m Ende eines arbeitsreichen Lebens sah er sich als Bettler, and der Gedanke an die Zukunft lieh ihn die Freude über die Rettung aus der Gefangenschaft manchmal vergessen. 2luch jetzt hatte er wieder einmal seinen Sorgen Luft gemacht und halb im Scherz und halb im Ernst für Marias Zukunft ein wenig rosiges Prognostikum gegeben. $a hatten die beiden einander lächelnd in die 2lugen gesehen, bis ein Zucken um Marias Lippen spielte, bis ein leichter Schleier sich txm ihre Augen legte. Klopfenden Herzens war sie aufgesprungen und in das Haus geeilt. Wie gebannt _____miiiTTiTtr----------- ---------------------—— «ter ’■ «PHI lotter «tti “Renten J ' Die Preise sind beispiellos niedrig Selbst tadellose Rahmenware verkaufen wir noch zu Preisen, die Entgegen anderslautenden Gerüchten erkläre ich hiermit, daß ich noch nie die Absicht hatte, mein Haus zu verkaufen. Diese, anscheinend in böswilliger Art gemachten Angaben entsprechen nicht der Wahrheit, und werde ich künftighin gegen die Verbreiter dieses Gerüchtes gerichtlich vorgehen. Hans gampedri, Gießen mro Gutenbergstraße 4. folge ettktte. (J 1 8jt Nachbeba»dlvnz ifl Jttrree-ffrnat befoibttt )u empfehlen Zu hatten In aflai üpothtl«, Dtogaicn unb Parfümerie»____ Wzkohlen Hausstanduhr Eiche, schwarz, mit vorzüglichem Wert und herrlichem Gongschtaa, feiten billig sowie gutgeh. Wecker ä 5 Mk. Reparaturen an Uhren jed.Art in foigfählnfter Ausführung. oiei* Gg. Koch, Mühlstrahe 2. Dr. mA «. I* ß. tdlt mtf mtt. * »8 Donnersrüg, 19. April 1924 Hr. 86 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhefsen) Berlin In Billionen Prozent 0,335 Banknote«. Revart. heute Dr. H. R. * ftranrfnrta. M 8.25 10 3 3,26 1,5 16,5 2.6 26,75 14,75 12 11,38 11,6 12,87 2 2 2 2 1 2 1 1 voll 2 2 1 5 voll 2 2 29,5 14 10,13 10,65 10,5 11,5 4,2 83 7,38 60 36 4,75 8,13 8,8 10 0,090 0,272 0,955 0,901 21,13 5 1,3 1,75 2 S 3 Im Kampf aegen die Eisberqe. Die Jagd auf Eisberge im 2l lantischen Oz erfafhmg (und zwar vor Ablauf der Frist) Stundung gewährt oder die Gewährung des Vorzugs- Kurses ausdrücklich zugebilligt hat. 3n diesen Fällen wird der Dorzugskurs, jedoch nur bis zum 15. April 1924, gewährt • Erweiterung des Gvtha-Konzerns. Unter Führung der Got'-aer Feuer- verficherungsbank AG. und der Reuen Gv.haer Pries 73,78 P7.32 70,17 111,48 167,39 6,22 4,21 18,30 21,15 21,36 6,12 12,79 67,89 2,36 16,61 *— Gelb 73,42 27,16 69,83 110,92 186,61 6,18 4,19 18.20 21,03 21,25 5,98 17,71 57,61 2,34 56.35 eitthätt die wichtigsten Snmh. stosse i>er menschlichen Währung anö ist somit ein ganz vorzügliches Xäbr- uaö Kräftigungsmittel? MAQTWIO &VQ0EL DRESDEN ®en..??ertr u Fnbriklnger: Albert Goebel, Cassel. Wönimratze 23, fternruf ,722t 2790^ Deutsche Wcrtb. Dollar-Aul. dto.Doll.-Schay-Antvctsung.') 4% HoOfflrfaa. ........ vk Äoldmettkan« ..... Btt Handelsgesellschaft. erz- und Privat-Bonk, t. und Naljonalbank . Dentiche Dank......... Deutsche BercinSbank .... DtSconto Lommandtt .... Metallbank......... Mitteldeutsche Lreditbank. . Oeüerr-ichtsche LredUanstaU Westbank.......... • Bochumer ®nt . . . .. « . Suderu»...... aro ...... »Luxemburg irchener Bergwerk». . ©orpener Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laucahütte........... Öberbedorf. ......... ::::::: Ktebeck Montan ....... lellu» Bergbau........ Hamburg.Smertka Pater, . Norddeutscher Lloyd..... brramische Werke Albin .. Zementwerk Heidelb«« . . Philipp Holzmmm ..... Anolo-Cont.-Kuano Badische Anilin........ Chemische Mahrx Alapio. . . Goldschmidt....... Griesheimer Electron .... Höchster Narbwerke...... Holzverkohlung........ Rütgerswerke Scheidcanstalt......... «Be Tl-ktrir«tLte^«fellschaft vergmann..... Moinkraftwerke Vchuckerr Siemens A Halste ..... Adlerwerke Kley« Daimler Motor«». ..... Heyligenstaedt......... Megutn......... frankfurter Armaturen . .. zronscrvcnfabrlk Braun . . . Mclallgesellschaft Frankfurt. Per. Union ....... Schuhfabrik Herz Sichel.............. Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . •) Dom Rückzahlungswert. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-AireS, London, Mu» York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. Wirtschaft. Die Reichsbank Ende März. Der Ausweis der Reichsbank vom 61. März läßt beträchtlich gesteigerte Kredit- ansprüche an die Zentralnvtenbank und erhebliche Abstüsfe oon Zahlllngsmiiteln in den Dertehr erkennen Die Zunahme ist, abgesehen von der Erteilung weiterer unumgänglich notwendiger Rentenmarfkredite an die Landwirtschaft, auf die besonderen, im wesentlichen vorübergehenden Erfordernisse des Dierteljahrsschlusses zurückzu- fützren. Die gesamte Kapitalanlage flieg um 180,6 auf 1911,1 Tritt. Mk. Don der Erhöhung entfallen 75,3 Tritt. Mk. auf Papiermarkkredite: die Papiermariwechselbestände vermehrten sich vämlich um 74,6 auf 671,2, die Papiermarflom- barbforberungen um 0,7 auf 28,4 Tritt. Mk. Der größere Teil der Reuausleihungen betraf auch in der Derichtswoche wieder Rentenmarfkredite: chaS Rentemnarttombardkont) nahm zwar von neuem um 13,5 auf 114,7 Mill. Rentemnarf ab, dagegen wuchs das Rentenmarfwechsettonto — namentlich durch die erwähnte Kiediigewährung an die 5-andwirfschaft — um 118,7 auf 1096,3 Millionen Renten mark Aus der Passivseite erfuhr der Bank- «totenumlauf zum Quartalswechsel eine Er- chöhang um 83,4 auf 689,9 Tritt. Mk. Die fremden Gelder der Bank gingen im ganzen um 87,8 auf 704,7 Tritt. Mk. zurück, während den Papiermarkguthaben 10L Tritt. Mk. neu zuflvssen, verminderten sich die tRenteranarfgutbaben um 98,7 Mill. Rtm. Demgemäß beliefen sich die SMiiermarfetnlagen am 31. März auf 356,3 Trill. DU., die Rentenmurkernkrgen auf 348,4 Mill. Rlm Den starken Rentenmarkanforderungen ent» Sprechend erhöhte die Reichs bank das ihr bei der Rentenbank zur Verfügung stehende Darlehen um 300 auf 800 Mill. Rtm Für dieDeständederBantanRentenbank- sche t neu ergab sich aus den Geschäften m ätenternnarf insgesamt eine Vermehrung um 141,3 auf 225,4 Mitt. Rtm. Die Ausleihung der Reichs dar Ichnskassen er» tnäfügten sich weiter um 2,1 auf 4,1 Trill. Mk., auf welchen Betrag infolgedessen auch der Bestand der Reichsbank an Darlehns- jassenscheinen zurückging. Die Zunahme des ausgewiesenen Goldbestandes um 33 000 Goldmark rührt her aus 21b- lieferangen von Gold, die auf Grund der Der- Otimang des Reichspräsidenten über die Ablieferung ausländischer Dermögensgegenstände vom 25. August 1923 erfolgt sind und der Reichs bank zugeführt wurden. * Die Grotzhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 8. April berech- inete Großhandelsindexziffer des jStatistischen AeichsamtS ist gegenüber dem kStande vom 1. 4. (122,0) mit 122,3 fast u n verändert. Die Indexziffern der Hauptgruppen flauten: Lebensrnittel 107,7 (Vorwoche 107,7), Gavvn die Gruppe Getreide und .Kartoffeln 89,7 (88,9), 2ndustriestoffe 149,7 (148,9), davon chie Gruppe Kohle und Eisen 139,1 (139,0), Inlandswaren 109,9 (109,6), Einfuhrwaren 184,6 (184,3). Schluß. fiu t 8. 4. 0,095 0,510 0,271' 0,870 0,301 Kurs 9.4, 0,090-. 0,500 0,2.0 0,950 0,161 0,320 Kurs 8.4. 0,0921 0,500 ftellern nichts ungewohntes verlangen, auch bei mäßiger Besetzung umz^bringen smd." 3n demselben Schreiben beklagt sich der Meister, der „Genremaler der komischen Figuren des deutschen Spießbürgertums" . bereits damals aber, also in der Blütezeit der Spieloper über mangelnde Leichtigkeit des Spiels und des Vortrags. Unb ________ Datum: 5% Deutsche Relch«aule«v, 4V-> Deutsche RelchSauletyt - S’/»*/«’©«410)6 Rcichsanüthe Schluh. stur« 9.4 IFctHm, 0. April Note» ........ an»östfche 91 otte ....... ckiche Nottn ......... ' Rote» iMpbltoe Noten euksch.Oestrrreich, I 100 Krosev mertkanitche Note«....... glischt Noten ......... altenische Noten......... elgisckk Noten .......... Unaarische Noten Tschechoslowakische Not«. .... Norwegische Noten ...... Rumänisch« Notes- ........ Eivaoische Noten • - • . . • n! 8. April 9 April Report. % 8.1 9. Amtliche Notierung Lmtlichr dotier um (Mflb Briei Geld Bries «mll.-Rott. 156,61 157,39 156,61 167,39 1 1 Brst.-Nntw. 20,75 20,85 21^5 21,35 1 1 Cbristiania. 67,61 69,82 67,89 57^61 57,89 1 1 Kopcnhagea 70,18 69,82 70,18 1 1 Etockbolm. 110,92 111,43 110,92 111,48 1 1 HclsinaforS. 10,57 10,63 10,57 10,83 1 1 Italien. .. Sonbon.. . 18,70 18,80 18,295 18,70 18,80 1 1 18,205 18,205 18,295 1 1 Neuvork .. 4,19 4,21 4,19 4,21 1 1 Part» . .. . 24,54 24,66 25,34 25,48 1 1 Schweiz .. 73,42 73,78 73,42 73,78 1 1 Spanien. Wien in "$).• 66,33 56,61 56,33 66,64 1 1 Lest.adgeck. 6,08 12,71 6,12 6,08 6,12 2 2 Prag. . Budapest. 12,79 12,71 6,03 12,79 1 1 6,08 6J2 6,12 25 10 Buen^AireZ 1,375 3,29 1,795 1,385 3.31 1.W3 1,375 1,385 1 1 Bulgarien . Japan .. . Nio be Jan. 3,29 1,795 3.31 1,805 10 1 5 1 0^85 6,495 0,485 0,495 5 1 Belgrad • ,6,63 6,67 5,63 6 8 Ltltadon . 13,21 13.29 '3,21 13.29 1 1