Blatt Dienstag, 9. Dezember 1924 I?4. Mrgang General-Anzeiger für Oberhessen üntd unö Verlag: vrühl'sche UniverßtSlr-vuch- und Skinöruderei R. Lange in Sietzen. 8christleitung und Seschastrstelle: Schulltratze 7 Der neue Reichstag Der hat gesiegt? Zusammenbruch der Radikalen Keine wesentliche Enttäuschung in Paris Verschiebung der Mitte Die Münchener Presse Amerika und die Wahlen 493 (472) (WTB Funkspruch.) über die Wahlen Sozialdemokraten Die Aufnahme in England (unverändert) Die Berliner Presse Der Ausgang lentrum, Die „Germania" bezeichnet als Ergebnis der eigen Wahlen, bafj ein Zurückströmen sonderlich günstig. Wenn der Ersol ztaldemokratie auch in den 2 5 Prozent. Wer auch die 0 Sitze । ingen ha! Die Schwierigkeiten der Rcgzerungs bildunq. Die D. V. P. für e ne bürgert che Regierung München, 9. Dez. (211.) Die Münchener Presse äußert sich erst heute zum Ausfall der Reichstagswahlen. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" schreiben, das positive Ergebnis der Wahlen sei, dah Ebert genau vor der gleichen Sachlage stehe, wie nach politischen Mitte festzustellen sei. Die gewinne der Parteien, die die Hauptträger der Ne- gterungspolitik gewesen seien, zeigten deutlich, daß die Mehrheit des deutschen Volkes den außenpolitischen Kurs der Negierung unter- st ü h t und betzubehalten wünscht. Für die Außenpolitik der Regierung werde im neuen Reichstag eine starke Mehrheit vorhanden sein. Dennoch werde die Regierungsbildung sehr schwierig sein, und jede denkbare Koalition werde mit einer starken und vermutlich auch scharsenOpposition zu rechnen haben. Die Parteien, die auS einem denkbar schweren ^rhlkampf kommen, haben das erklärliche De» iirfni-, ihren Mannen zu beweisen, daß die Snjkcngungen nicht erfolglos gewesen sind. Selbst tr, der den SiegeSlorbeer nach keinem anderen Laßstabe als nach dem der Gerechtigkeit ver- ilen will, hat Mühe, wirkliche Erfolge des Linksblockes feftzustellen. ES trifft zu, daß S o - ial Demokrat en undDemotraten runb rechnen, da die Position der Parteien, die die Erfüllungspolitik unterstützen, gestärkt sei. Eine grundlegende Aenderung wie bei den englischen oder französischen Wahlen sei bei den deutschen Wahlen nicht eingetreten. Demokraten und Sozialdemokraten, der all rdings als fünftes Rad am Wagen auch noch die Deutsche Vollspartei angehörte, ge'ührt. Die Sozialdemokraten sind von 133 auf 116 Sitze zurü^gedrängt worden, während die Deutschnationalen 3t Mandate gewannen und über 111 Plätze im Landtag verfügen. Die Presse der Linken speicht zwar von einem Sieg der Linken, läßt sich aber hierbei wohl in der Hauptsache von dem Gedanken leiten, den Ruck nach rechts in Preußen mit aller Gewalt zu verschleiern. Das Erfreuliche an dem Ausgang der Preuhenwahlen ist die Beseitigung der bisherigen sozialistischen Mrßwirtlcha t. di? li den letzten Monaten und Jahren zu ga z unclaubilchen Berlin, 9. Dez. (T. 11.) Zu einem Vertreter des „Ternps" äußerte sich einer der maßgebendsten Führer der Deutschnationalen Volks- Partei. die Bildung der Großen Koalition ebenso wie die Beibehaltung der bisherigen mit Unterstützung durch die Linke würde die Deutschnationalen zur rücksichls- lo fest en Opposition veranlassen. Es bleibe also nur übrig, das Kabinett im Sinne einer Rechtserweiterung umzubilden. maten und Za'.ren zu ga z unglaublichen Zuständen in der Verwaltung ü)rten. Die erste Ausgabe der neuen Regierung, in der die zeigen, und spricht sich daher gegen die Bildung eines Dürgerblocks aus. Die „Voss. Ztg." betont, daß alle drei republikanischen Parteien, die die Farben der deutschen Republik zu den ihren machten, einen starken Zu ström an Wählern hatten, und daß das Gesamtverdikt deS 7. Dez. unzweifelhaft für Schwarzrotgold und gegen Schwarzweißrot laute. Des weiteren kommt in dem Blatt zum Ausdruck, dah die Sozialdemokratie nicht abgeneigt ist, sich sowohl im Reich wie in Preußen an der Regierungsbildung zu beteiligen. Sie werde aber auf bestimmte Forderungen nicht verzichten können, die den Schuh des Friedens und der Republik betreffen. (100) (106) Bar is, 9. Dez. (2.11.) Das Urteil. das sich Die hiesigen Kreise an Hand der letzten hier vorli-genden ‘2Ba&(ergebmlfe über die Zusammensetzung des neuen Reichstages bilden, lautet nicht der So- reifen der Der „Daily Telegraph" schreibt, das Ergebnis stehe in ziemlichem Gegensatz zu den Mai- Wahlen. wo der erwartete Ruck nach rechts ein- getreten sei, aber das wäre vorzusehen und der Erfolg ein vollkommener Triumph der Nationalisten gewesen. Diesmal sei das Entgegengesetzte ein getreten, indessen feien die Erwartungen, die man auf die Linke gehabt habe, nicht in vollem Maße erfüllt worden und die Aussicht, daß die Linken eine arbeitsfähige Regierung bilden könnten, fei f e h r gering. Die extremen Gruppen auf beiden Setten haben schwer gelitten. 3m ganzen habe man mit der Aufrechterhaltung der Ruhe und der füfiung der internationalen Verpflichtungen zu Auch der „Star" betont, daß eine Mehrheit für die Durchführung der Verpflichtungen gegenüber den Alliierten vorhanden fei und betrachtet das Wahlergebnis als eine Entscheidung gegen die Extreme von rechts und links. Die in der Presse viel beachtete Reutermeldung aus Berlin besagt, es sei klar, daß die Republik über die Kräfte der Reaktion und des Monarchismus den Sieg davvngetragen habe. Die Politik der neuen deutschen Regierung werde e i n e P o l i t i k der Versöhnung und der Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Vertrage und dem Dawesplan fein. Der Berichterstatter weist auf die zahlreichen Gewinne der Sozialdemokraten hin, die die stärkste Partei im Reichstag fein werde. Als Hauptmerkmal der Wahlen verzeichnet er den vollständigen Zusammenbruch der Ludendorfspartei. den Mai -Wahlen. Der „Bayr schc- Kurier" sieht das hauptsächlichste Kennzeichen der letzten Wahlen in dem vollkommenen Zusammenbruch der völkischen Partei. Die „Bayrische Dolkspartei-Korres p." erinnert die Deut schn a tionalen daran, daß sie nach wie vor ihre Kräfte nur durch eine Der- bindung mit den starken Kräften der Mitte zur Entfaltung bringen könnten. Die Wahlen vorn 7. Dezember hätten bewiesen, daß das deutsche Volk in seiner Mehrheit auf dem Gebiete der äußeren Politik jedes Experiment einer wesentlichen Kurkänderu-g a b l e h n e. Auch die „München-Augsburger Abendzeitung" meint, man maste die preußischen Landtagswahlen mit berücks.chtigen. die sich durch eine schwere Niederlage der Großen Koalition und durch einen ganz bedeutenden Sieg der Deutschnationalen kennzeichne. Cs sei anzunehmen, daß diese Aktion in Preußen auch auf das Reich zurückwirken werde. Deutsche Vvlkspartei eine ganz andere Stellung einnehmen wird, als das bisher dec Fall war. wird darin bestehen, das preußische Staatsgebäude von dem sozialistischen Unrat zu säubern und Preußen i m R e i ch die Bedeutung zu geben, die ihm entsprechend seiner Gröhe zusteht. 8* London, 8. Dez. (WB.) Das Ergebnis der Reichs agswahien wiro von der Wendpr sie als ein Sieg der gemäßigten Parteien über die Extremen von rechts und links begrüßt. Die Schwierigkeiten d?r Regierungsbildung werden j doch nicht verk. nnt. Der „Star" verbündet in F ttdruck den Sieg für Marx unter der Ucberschrift „Deut chland er* Härt sich fir die Stabilität". Die „Cv n.ng Standard" führt aus, die Stabilität Europas w rbe aus d m Ergebnis der deutschen Wahlen weiter? Kraft erhalten. Sie extrem n Flügel hätten fchw re Verlust.> erlittei. S.c neue deutsche Regierung werde, wie zu erwarten w.r, für die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Versailler Vertrag und dem Dawesplan eintreten. Vereinigung) Nationalsozialisten Kommunisten Deutschsoziale (unverändert) (4) dazu kommen (3) und Sitze erhalten (bisher 136, darunter 28 Unabhängige) französischen Linken begeisterter Zustimmung begegnet, hat andererseits die Tatsache daß die Deutschnationalen und die Deutsche Volkspartei entgegen aller Voraussage ihre Stellung behauptet und sogar verstärkt haben, offenbar ft art enttäuscht. „Petit Pa rifien“ sieht in dem neuen Reichstag keine ab« folutc Mehrheit zugunsten einer Politik internationaler Verständigung und republikanischer Verfassung. Wetter heißt cd: Die Stellung der Mittelp irteien wird trotz eines leichten Gewinnes der mutieren Parteien ungefähr dieselbe bleiben wie feit dem 4. Mai Die Mehrzahl der Blätter legt daS Wahlergebnis als einen offenkundigen Mißerfolg der französischen Politik aus. ..Echo de Par^s" meint, Herriot h ibe vergebt ch in die wi.tfcha'tiiche Räumung cmgctolLlgt und die militärische Räumung für dcrZ nächste Frühjahr in Aussicht gestellt. Der Berliner Vertreter des Diottrs meint, der neue Re'chstag gebe den Rechtsparteien die Möglichkeit, d'.e unaufhörlich und mit Beharrlichkeit verfolgte auf die Aufhebung d e s D e r s a i l l e r D e r- träges gerichtete Polittt fortzufetzen. Herriot habe auf seine Politik von der deutschen Demokratie nicht die geringste Antwort erhalten. Der nationale ..Gaulois" schreibt, auf Grund des Reichstagswahlergebntsses sei feftgeftellt. daß das deutsche Voll sich und dem nationalen Geiste treu geblieben fei. Die gemäßigten Blätter, wie der „G>ccliior", beurteilen das Wahlergebnis mit unverkennbarem Pessimismus. Nationalsozialisten Demokraten Wirtscha'tSpartei Hannoveraner Polen _ „ ber Preußischen LandtagS- wahlen hat zu einer restlosen Zerstörung der bisherigen Koalition auS " Man kann wohl sagen, daß diesmal von den Linksparteien alle Register gezogen worden sind, um einen großen Wahlsieg zu errirgen. Man kann sich schwer vorstell.n, daß die W_hl- bemagogie vom November—Dezember 1924 bei späteren Wahlen noch überboten werden kann. 3m Gegenteil wird eS jetzt notwendig sein, den ganzen Wust unsinniger und g wissenloser Versprechungen abzubauen und die unter den heutigen Verhältnissen stärkstmögliche R g erum's- kombinatlon, nämlich die von den Deulschnatio- nalen biS zum Zentrum, aus den Schild zu erheben. Bürgerblock im Braunschwe gischen Landtag. Braunschweig. 9. Dez. lTll) Wi- M? „Braunschweiger Land s;ettu g me b t, fj t r Die Landt-gsw hlen in Br i n chw ig folg n ei Erg bnis" Sozialdemokrat n 1> Sitze S e a s ch- nationale 10, Zentrum 0 ; ommunift n2, Deutsche Volkspartet 10 N.tirnalsozi:- listen 5 Welfen 1. 11.SP 0, Wtrtschafts- I i ft e 4. Der Dürg.rblork (Deutschnation.le, Deutsche Dvlkspartei, Wirtschaflsliste. Welfen) hat mit 25 Sitzen die absolute Mehrheit im ßanbtage. Ur. 290 (Elftes htyetnt täglich, außer 5oewi und Feiertags. Beilagen: - ßtzenerFannlienblitter Heimat im Bild. rtottatsiBejngspteli: IGoldmark u. 20 Gold- einig für Trägerlohn, ich bei Nichterscheinen in einzelnen Nummern felge höherer Gewalt. - r »sprech.Anschlüsse: 6)riftleitung 112, Der» 4 undDeschästtstelleSI. aschrift für Drahtnach- fcchten: Anjelaerrietze«. | Postscheckkonto: ran ff it rt a. DL 116M. Der neue Reichstag Das t>or(änfiqr Ergebnis. ritzen eigentlichen Rechtsparteien, citischnationale und Deutsche DolkSpartei, eln- tliehlich der doch auch rechts orientierten Baye- ilchen Volksvartei, haben ihre Mandatszahl auf bet 180 S.tze (gegenüber bisher 166 Sitzen), das ium zehn Prozent, erhöhen können. Sieht ni das Zentrum und vielleicht noch die wirtschaftliche Bereinigung als Mi- tfrtrrleien an, die grundsätzlich bei einem Rechls- nd einem Linksblock miiirirfcn würden, so bringt ■ Rechtsb 1 ock mit seinen mehr als 180 ijen eine bessere Gewähr für die Dauer des admetts als der Linksolock mit seinen 160 nen. 3m einzelnen werden sich — nach den iahnmgen der Maiwahlen die Wahlergeb- '■e wohl noch um Kleinigkeiten verschieben. Es iht jedoch ganz sicher fest, daß das Zentrum n« Zünglein an der Wage fein, d. h. tn AuSschlaz dafür geben wird, ob die Regie- ung von Deutschnationalen bis Zentrum ober ier die Regierung von Zentrum bis Sozial- rrcofroten Wirklichkett wird. Die beiden ertre- iit Flügelparteien, die nach den Mai- v.'llen über fast 100 Sitze im Reichstag ver- flttn (Döllische und Kommunisten), haben dies- knapp 60 Sitze erhallen, und haben jeden» ■118 die Möglichkeit verloren, durch ein taf- lcheS Zusammengehen mit einer benachbarten toten Opposttivnspactet daS jeweilige Kabinett stürzen und die praktische Arbeit im Parla- mt zu verhindern. Sobald Die endgültigen Wahlergebnisse be- c int geworden sein werden, wird sich zweifel- t Die stärkste Partei, die im Reichs- 1 und auch im Preuß schen Landtag die stärkste altion sein wird, mit dem parlamentarischen ilpruch melden, zur Regierungsb.ldung aus- li.irbert zu werden. Dom Standpunkt der I.-Hlsparteien wird hiergegen kaum etwas ein» wandt werden, obwohl bekanntlich nach den »hlen vom 4. Mai anders verfahren wor- ilt ist. Damals war die deutschnationale Frak» :i die stärkste im Reichstage, und doch vermied Der Reichspräsident, den Fraktionsführer der inschnationaleu mit der Kabinettsbildung zu Aufträgen. Später haben dann die Gegner des irgerblockes die Haltung der Deutschnationalen it Der Abstimmung über die Dawes-Gesetze am I August als Vorwand Dafür genommen, daß Per Ausnahme der Deutschnationalen in die tgierungskoalition unD in das Reichskabinett versprachen. Wenn damals Ende Mai der ihrer der Deutschnationalen mit der Kabinctts- ?»ng beauftragt worden wäre, so wäre wahr- c : lich die Koalition von den Deutschnationalen i zu Den Demokraten gelungen, und die i s der geftrgm Wahlen als befried g.rrd und t :gt: Die beiden Nachoa.» Parteien, Die Deutsche Volksparter und die Deutschnatronale Dolkspartet, mögen sich nunmehr zu gemeinsamer Arbeit zusammenfinben, um Dem deutschen Volk im Reich und in Preußen eine stabile Regierung zu geben, die mit sicherer Hand an Den nationalen Wiederaufbau geht. Das „D. T." hebt hervor, dah die Wahlen einen deutlichen Zug nach links 3n hiesigen F nanzkreisen betrachtet man den Ausfall der deutschen Wahlen als Sicherung für die Durchführung des DaweS- Planes auf den ursprünglichen Linien. für di« laqetnummtr bis zum Nachmittag vorher ohn« jedeVerdlndUchbeit. preis für 1 mm höhe Sr Anzeigen von 27 mm reit« öttlid)S, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen ü 70inm Breite 35 Goldpfennig, Playvorschrist 20" .Auf- d)!ag. - Verantwortlich ur Politik u. Feuilleton: )r. 5riebt. Wilh Lange; üt den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Wehen. Die innere Krise Italiens. Ei« neues Attentat auf Fasziften» — Der Bonoskandal. Rom. 8. Dez. (WTB.) 3n einem Ort bei Mantua hielt ge": _rn b.r Fasziste..f..h.er F ar i- nati eine ziemlich h.f.ige Rebe grgen die Opposition und gegen die CB.rg ftung dee ö. fc.it* lichen Meinung. Äuf dem Rückweg nach Cremona wurde fein Auto von zwei Revolver- schüsfen getroffen. 3 rn t erhielt leichte Verletzungen. Infolge dec Dunkelheit tonnle.i die Täter von ihren Verfolgern nicht mehr ecreichi werden. „Popolo d'Itttia" nennt das Attentat ein politisches und bez ichnet es als die Folge der oppositionellen Heye. Das Blatt mci .t, die Fuszisten sollten sich ruhig verhalten und keine Vergeltung üben. Der Senat hat sich bereits am Samstag mit der juristischen Prüfung der An l g. oes Direktors Donati vom katholischen Opp s tio s- organ gegen den ehemal gen Kommand .n.en der fafzistischen Milz, General de Dono, wegen der Mitschuld am Matteotti-Mord beschäftigt. Die Anzeige w.rd an die Staatsanwal:- schäft zur Zusamm nstellung der Anklag:sch ist weitergegeben. Alsdann wird sich dec S.nat mit der Angelegenheit eingehend befassen. De Anzeige bildet in Rom das Tag sg.sprach. Der „Avanti" kündigt an, daß noch weitere üleberraschungen folg n wer.en D r E-en.t Äartonati h >t w eder g g.n den v^r ntwoctlichen Herausgeber d^s „öereno“ beim Staatsanwalt Anzeige wegen Diebstahls von Dokumenten ein« gereicht. Italien und England. Mussolinis Mittelmeerpolitik. Rom, 8. Dez. (MTV.) Der Umstand, daß Chamberlain zuerst etwa 20 Minuten und alsdann P/2 Stunden sich mit Mussolini unterhalten und daß weitere Gespräche ange- tündigt sind, wird von diesen Blattern freudig begrüßt. Eine offiziöse Rote über diese Gespräche hatte schon deren politische Bedeutung durchblicken lassen. I.tzt schreibt die „3dea Razio- nale", man könne annehmen, daß eine eng» lifch-italien ische Verständigung erzielt worden sei be üglich des Problems, welches man gewöhnlich ,,E n t w a f f n u n g e n" zu nennen pflege, das aber in Wahrheit ein französisch-deutsches Problem fe:, sowie des Problems der Verhältnisse der engt schon Politik zum europäischen Kontinent. Die beiden Minister hätten sich nicht über die Fragen des Verfahrens unterhalten, sondern sie hatten die politische Lage geprüft, die zum Genfer Protokoll geführt habe, Man könne entnehmen, daß auf realistischer "Basis grundsätzlich eine Einigung erfolgt sei. die sich von dem unklaren Internationalismus wie von sozialistischen Lügen fernhalte. Auch andere Blätter widmen dem Ereignis sympathische Kommentare. Der nach Rom entsandte Berichterstatter des .Matin", Jules Sauerwein, erfährt aus sicherer Quelle, daß Italien dem Beispiel Englands folgen und das Genfer Schiedsgerichtsprotokoll nicht unterzeichnen wird. Wenn das Protokoll durch einen französisch-englischen Vertrag erseht werden solle, so liege es auch nicht im Interesse Italiens, zu unterzeichnen, da es für seine Unterstützung keine entsprechende Gegenleistung erhalten würde. Die italienische Politik verfolge andere Ziele. Sie wolle einen französisch-englischen Vertrag mit einem besonderen Mittelmeer-Abkommen unterbinden. Die italienische Diplomatie verfolge ferner die Lage in Marokko mit größter Aufmerksamkeit. Wenn sich Spanien nicht völlig zurückziehen sollte, so würde die von ihm geräumte Marokko-Zone laut dem Abkommen vom Juli 1904 an Frankreich fallen. England sieht sich nach dem Abkommen verpftichtet, Frankreich in der Wahl der Zone freie Hand zu lassen. (Eröffnung der Völkerbunds- ratsfitzung. Rom. 8. Dez. (WTB.) Die Session des Dölkerbundsrates ist heute nachmittag in den Räumen des Palazzo Doria durch d?n neuen Präsidenten des Rates, Mollo Franco» Brasilien, eröffnet worden. An Stelle Mussolinis. der den ursprünglichen Plan, an der Eröffnungssitzung mit einer D grüßugsn'p rache teilzunehmen, aufgegeben hatte, verlas das italienische R'ts Mitglied Salandra die Be» grüßungsa.spräche namens der i a iensichen Regierung, wofür Mello Franco dankt?. Der Präsident begrüßte gleichzeitig den englischen Minister des Aeutzem Chamberlain, der mit seinem Kommen einen neu n Beweis für das Interesse Englands an den Arbeiten des Völ.er- bundes erbracht habe. In seiner Gew bemng betonte Chamber! rin, daß England dm Völkerbunde mit der größten Achtung g"genüb:rstehe und im voraus die endgült ge Entscheidung des Volierbundsrles in dec Irakfrage annehme, zu dessen Gerecht gke tssinn das engl.sche Reich volles Vertrauen habe. Um Köln? Gleichzeitige Räumung Kölns und des Ruhrgebiets erst Anfang Juni? Paris, 9. Dez. (T. 11.) Herriot hat, wie in politischen Kreisen verlautet, mit dem britischen Außenminister am Samstag eine Verabredung getroffen, daß die Ruhrarmee gleichzeitig mit der Räumung Kölns in der Zeit zwischen dem 3 0. Mai und dem 15. Juni zurückgezogen werde Eine oftizielle Bestätigung dieser Meldung ist nicht zu erlangen. Im übrigen erklärt man, sie weder dementieren noch bestätigen zu föirnen Daher ist sie m it Vorbehalt aufzunehmen. Auch auL London verlautet, daß England die Kölner Zone am 10. Januar nicht räumt. Der Bericht der Interalliierten Kontrollkommission über den Stand der (Snitoaffnung in Deu.sch- land to-röe in diesem Monat ferrggeft :(f Die Gntscheidung über diese Frage wo de von ben Alliierten auf Grund dieses Berichtes gemeinsam getroffen. Es wird l)i r oc,tätigt, daß Herriot den Wunsch äußerte, daß die Räumung des Ruhrgebiets und der Kölner Zone gleich zeitig erfolgen möge. Der neue Hessische Landtag. (Von unserer Darmstädter Redaktion.) Die Befürchtung, die man auf Grund der letzten Wahlen in einigen Teilen des D-UtschiN Reiches h gte, daß eine Wahlflauheit bei den diesmaligen Wahlen auftreten w rde, h t sich in Hessen nicht bewahrheit t. vielmehr yat oie Wahlbeteiligung im g z n L nX' durchwet e • was zug.n.mmen. Bei dec in Hessen an einem Tage vorg.nomm.nen Reichet gs- und ßun.- tagswahl ist nun Lie auffällige Tatsache zu be- m rken, daß b.i einigen Parteien nicht unwes nt» liche Stimmenverschiebungen hervorgetreten sind. Die ®eutd) national en crhie.ten bei der Reichstagsw.cht rund 47 000 St mm.n, bei der Landtagswahl jedoch nur 43 000 Stimmen, die Deutsche Volkspu^t i für den Reichst :g ru d 72 000 Stimmen, für den Landtag aber 74 000 Stimmen, der Bauernbund für den; Reichstag rund 77 000 und für den Lanviag 16 .00 otim.m n. Sogar bei den Rationolfozi liftcn stehen ic 0 Reichstagsstimmen 8500 L ndtagsstimm n geren = über. Dies: Verschie e heiten in den Zjf em i cd Wohl in erster Li i: durch de Aufwertung - frage ve.anl ißt; Ob rlandesgerichLp.äsi.ent Best war hier die Zugkraft der Deutichnatwnalen für den Reichstag. Für b ' JXu te lung einer Parte: darf nicht die Zahl der Mandate allein ausschlaggebend fein, denn Xe Stimm'; ff.rn b sagen oft m hr; sie geben ein zutr fienderes B lb von der S.är e der Anbiingerschoft. W'nn man die Abstim- mungsz fsern betrachtet, so hab n die Soz al- demvkratie. die H ss.sche ( eutschnat o.a 1 ) V I Partei, das Zentrum, die Deutsche Volkspartei und die Demokrat sche Parti e ne m hr od r weniger starke Zunach.ne se.t den Wahl n im M.ck zu verzeichnen. Abgenomme.a h t de Stimm n- zahl der Kommunisten, bet Nationalsozialisten und der Bauernbündler. Je nachdem, ob man bei einer Wahlb.trachtung die letzten Äeichs- tagswahlz'sfern vorn 4. Mai 1924 oder d e Lanü- tagsw.'chlz sfern vom 27. Rovemder 1921 zugrunde legt, kommt e n anderes Ergern s heraus. Ein richtiges D ld erhält man. wenn die Ziffern der letzten Reichet gswahl zum Vergleich h ran» gezogen werden. Dann w.rd der Mißerfolg der F l ü g e l P a. r t e i e n noch of.enbarer. Die Kommunisten h tten, w m am 4. 'Hier nicht zum Reichstag, sondern zum Landtag g'wählt worden wäre, 7 Mandate erhalten mähen, h.ien sind indessen nur 4 zug f.ll?n. Der Zuwachs von zwei Stimmen gegenüber der Landtag5wahl von 1921 ist also gern .ff ermaßen nur scheinb ar. Die Rationalsozialisten (Völk.sche) k .n n» ten nach dem Ergebn-s der Maiwahlen auf zwei Landtagsmandate hoffen; sie habm aber feind erhalten. Betrachtet man die Mehrheitsverhältnisse im neuen Heft. Landtag, so ist festzustellen, daß keine wesentliche Verschiebung eingetreten ist. Die im 3ai,re -921 gebild t. Mehrheit bestand aus Sozialdemokratie (26 Sitze), Zentrum (13) und Demokratie (5); sie hatte insgesamt 44 Parlamentssitze inne. Ihr stand eine RNnder- heit gegenüber, die sich aus folgenden Parteien zusammensetzte: Deutschnationale Dolkspartei (3 Sitze), Deutsche Vvlkspartei (10) und Bauernbund (11) mit insgesamt 24 Sitzen. (Die Kommunisten gehörten keiner Koalition an.) Legt man dem jetzt gewählten Landtag dieselbe Mehrheitsbildung zugrunde, so ergibt sich folgendes Bild: die Mehrheit verfügt jetzt über 43 Stimmen (Soz. 26, Zentrum 11, Demokr. 6) und die Minderheit (Dntl. 5, D. Vp. 9, Dod. 9) Über 23 Stimmen. Wenn alles so beim alten bleibt, Mehrheit und Minderheit nur um je einen Sitz geschwächt sind, und die Mehrheit die bisherige Politik weitertreibt, so bedeutet dies nichts anderes als die Fortsetzung der bisherigen Kri- senpolitik, unter der Hessen vier Jahre lang zu leiden hatte. Eine Aenderung könnte nur durch eine veränderte Stellungnahme des Zentrums herbeigeführt werden. Das Zentrum hat zwei Mandate verloren, es ist also innerhalb der Koalition schwächer geworden, dagegen hat der Einfluß der Sozialdemokratie in ihr zugenommen. Die Sozialdemokratie verfügi innerhalb der Koalition fast über zwei Drittel der Stimmen. Wenn also keine Aerderung in der Koalttionspolttik eintritt, so wird in den nächsten Jahren die Politik der Sozialdemokratie in H:ssen Trumpf sein. Das Wahlergebnis in Hessen. Darmstadt, 8. Dez. Rach der bis heute nachmittag reick enden Zusammenstellung der Wahlergebnissr in Hessen Warden abgegeben für die einzelnen Parteien folgende _ Stimmzahlen (w"bei b e in Klammern gesetzten Ziffern das Ergebnis der letzten Wahlen darstellt): Reichstag Landtag Sozialdemokraten 224039 (181364) Deutschnattonale 42089 (37632) Zentrum 99648 (95130) Kommunisten 33715 (57079) Deutsche Dolkspartei 73831 (66375) Rattonals ozialisten 8717 Demokraten 54308 (45710) Bauernbund 78848 (87630) Wirtschaftspartei 5748 219692 (174213) 43632 (28190) 99314 (92689) 33771 (26849) 73773 (78185) 8460 52224 (39140) 81964 (80426) 6098 Im Hessischen Landtag würden nach der letzten Feststellung aus die Parteien folgende Sitze entfallen: Sozialdemokratische Partei 26 (24), Deut chnationale 5 (3), Zentrum 11 (13), Kommunisten 4 (2), Deutsche Dolkspartei 8 (10), Rat'ional'ozlalisten 1 (0), Demokraten 6 (5), Bauernbund 9 (11). Für den Reichstag dürften bestimmt gewühlt sein die Sozialdemokraten A l r i ch, Dr. David, Dr. Quessel, vom Zentrum Dr. D o ck i u s , von der Deutschen Dolkspartei Dr. Decker und vom Landbund Dorsch. Auf Grund der Reichswahlliste können ferner die Deutschnationalen Dr. Werner und Dr. Best als gewählt gelten. Auf Grund der Listender- bindung mit Hessen-Ras au ist schließlich die Möglichkeit gegeben, daß noch der demokratische Abgeordnete K o r e l l und als vierter Sozialdemokrat Georg Beckmann in den Reichstag einziehen werden. Dredeulsch-italienischenHandels- vertragsverhandlungen. R o m , 9. Dez. (TU.) Die deutsch-italienischen Verhandlungen sind noch im Stadium eines politischen Dorfühlens, das voraussichtlich noch einige Zeit andauern wird. Die italienische Regierung hat sich noch Aenderungen in der Zusammensetzung der Kommission Vorbehalten und noch keinen Vorsitzenden ernannt, wodurch die Festlegung eines bestimmen Arbeitsprogramms sehr erschwert wird. Vermutlich wird Staatsrat Luci - elli den Vorsitz übernehmen. Die Pariser Wirtschaftsbesprechungen. Paris, 9. Dez. (TU.) Die beiden Wirtschaf s)cl g .tionen h b n sich gestern bormitt g im CB.rlaufe einer Vollsitzung unter Hinzuziehunj der Sachverständig m mit Fragen ter La n d -- wirtschaft beschäftigt. Im Vordergrund standen die Weinfrage, Obst» undGemüse- 6 au und Kognak. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden, ohne daß der Fortgang als g-:= sährdet angcf hm werden kann. Die beiden Dc- Lgationen hab.n b schlos en, vorläufig üb.r dir Schwierigkeit.n untere,nam>.r weiter zu verhandeln, ohne daß die Sachverständigen hinzuge-- zogen werden. Der Hcmrmann-Prozeß. Hannover, 8. Dez. (T. 11.) Am heutigen Verhandlungstage' wurde zuerst Landgerichtsdirektor Schaper vernommen, der aussagte, daß Haarmann von Anfang an geständig war. Dagegen habe Grans schon bei Feststellung seiner Personalien Ausflüchte gemacht. Er habe den Eindruck, als habe Haarmann i n einer 01 r t Hörigkeitsverhältnis zu Grans gestanden. Der nächste Zeuge, Kriminalinspektor Lange, ist davon überzeugt, daß Grans Anstifter und Mithelfer war. Zeuge Dr. Lohe erklärte, daß die Flecken, die an den Dielen des Zimmers und der Akten- tafche Haarmanns gefunden wurden, zweifellos von Menschenblut herrühren. — Dr. Fe iß äußerte sich dahin, daß nicht festzustellen sei, ob es sich bei den vorgefundenen Stoffen um Menschen- oder Tierstoffe handle. — Frau S e c- m a n n sagte aus, daß sie öfter zu Haarmann habe junge Leute gehen sehen, die volle Rucksäcke trugen, auch Schüler seien wiederholt gekommen. Haarmann habe gesagt, es handle sich um junge Leute, die auf eine schiefe Bahn gekommen seien, und die er wieder auf den rechten Weg bringen wolle. Sie habe das Gefühl gehabt, daß Haarmann nicht zu trauen sei. — Haar mann erzählte dann auch, daß auch Frau Seemann mit ihm poussieren wollte. Frau Seemann gab dann, indem sie sich ab» wandte, die ©rilaiung: »Herr Haarniann, Sie lügen!' (Heiterkeit im Zeugenraum.) Frau Wege- henkel sagte, sie habe wiederholt Pferdefleisch und auch anderes Fleisch bei Haarmann gekauft. Wo er es her hätte, habe sie nicht gewußt. Sie berief sich auf den Kriminalausweis, den Haarmann bei sich trug. Die Zeugin w rd nicht vereidigt Arbeiter Oswald aus Braunschweig äußert sich dahin, daß er ein halbes Jahr b e i Haar mann gewohnt habe. Ha irmann habe öfter mit jungen Leuten zusammen geschlafen,'die dann morgens Geld von ihm erhalten haben. Einen blutigen Fleck, den er im Zimmer bemerkt habe, erklärte Haarmann damit, daß er ein Rinderviertel verteilt habe. Rach der Mittagspause wird die B aut des Grans, Elfriede Z w i n g m a n n , itn.cr Ausschluß der Oeff ntlichkeit als Zeugin vernomm n. Rach Wiederh rite lung der Oefsottiichkn sagt der Zeuge Wiedemann aus, bei dm Haar- mcmn und ®r"n5 längere Zeit wohnten diß i m häufig Wä s ch e g e st v h l en werden fei Schließlich forderte er die beiden auf, auszuzi hm. Dir Zeugin, Fra i Koch, erklärte, Haarmann habe ihr gcs agt. daß er Grans ausdem Sumpfe g . h o l t habe und nicht wollte, daß er wieder unter die Räd r komme. Die Zeugin Frau Daniel sagte aus, daß sie eines Mogens mit Haarmann in Streit gcri t und von i h m geschlagen wurde. Einmal habe sie in se ner Wohnung Stöhnen gehört, auch hätt n H iar= mann und Grans dauernd volle Eimer ins Klosett geschleppt. Der nächste Zeuge, Zigarrenhändler G l v - b e s, sagt, daß er Haarmann einmal gefolgt wäre und gesehen habe, wie er einen rötlichen Sandfack in d i e Leine warf. Er habe sich dabei sehr vorsichtig benommen. Haarmann ruft hier aus: „Der Mann lügt!“ Er fei immer auf Dem Bahnhofe gewesen und die Hrhlersachen seien zu ihm gebracht worden. Der Zeuge wird sehr erregt und ruft: „Sie wollen mich beschuldigen, verflucht sei so ein Schuft!" Die Verhandlung wird vertagt. Jur Bluttat in Haiger. Noch keine Klärung der Motive. (Eigene Information des „Gieß. Anz.".) Der Mörder Anger st ein von H a i g e r hat bisher über sein furchtbares Verbrechen ver- schi.denerlei Angaben gemacht. Aus feinen Aussagen konnte aber noch nicht mit Klarheit entnommen werden, welche wirNichen Motive ihn zu dem ungeheuerlichen Verbrechen veranlaßten. Man hat sogar den Eindruck, daß das, was er bisher ausgefagt hat, überhaupt offenbar unrichtig ist: jedenfalls aber erscheint das, was er bis jetzt vorbrachte, für eine so grauenhafte Tat ganz unbedeutend, und zweifellos ist aus diefen Motiven das Verbrechen nicht ausgeführt worden. Die zuständigen Behörden verfolgen zur Zeit verschiedene Spuren, von denen man annimmt, daß sie zur Klarstellung der wirll chen Beweggründe des Mörders führen können. A n g e r st e i n macht den Eindruck eines hartgesottenen Sünders und ganz raffinierten Menschen. Er befindet sich bis jetzt noch in der Gießener Klinik in Haft, ist außer Lebensgefahr und auf dem Wege der Gcnesu -g. Aus aller Wett. Scemannsschicksal. Stettin, 9. Dez. (WTD.) Am 4. Drzembei traf der auf der Reife von Schweden nach Stettw befindliche Dampfer „Klara K u n st m a n n" im Skagerrak den schweb.schm Da.np,'er „Siri' bei gewaltigem Orkan und hockmehender Sec brennend an. Bei der Annäherung des Stettiner Dampfers ging die Mannschaft des schwedischen Dampfers in zwei Rettungsboote. Das eine von ihnen, das mit dem Kapitän und 6 Mann beseht war, kam durch die sehr hochgehende See außer Sicht. Dic Insassen des anderen Bootes konnten gereitet werden. Der Damvser „Siri" ist bald nach der Bergung derCchck,brüchigen untergegangcn. Ein Philantrop als Betrüger brrhaftet. K o p e n i) a g e n, 9. Dez. (TR.) Anton Bast Bischof derMethodistengenceinden in Dänemark, Qlortoegen, Schweden und Finnland, Präsident des Evgl. Abstinenzverbandes, Mitglied des amerikanischen Komitees zur Linderua,, der Rot in Zentraleuropa, wurde gestern abeni) wegen umfangreicher Betrügereien verhaftet. Aus Stadt und Land. Gießen, den 9. Dezember 1924. Portocrfparniö bei Weihnachtspaketen Das Reichspostgebiet ist für den Paketverkehi SSi SS &S aS sie SE Sehenden ö Warbcit -ft dabei ab unb W* schon früher ,F&- , besserung S äSä1 -üglich bei öi icit unö । In der ganz aachtsseierM icn nicht sta Masten lc eichen tperöe feiertag und Ichc Lustbar sjihrungen, mö Konzert jen toerben Sictungen er md der bes bom 1.3anu Beförderungskosten. Bei der Sendung nach der §er 1. Zone verursacht also die Teilung eine Mehr> wurde mit C ausgabe von 15 Pf., nach ber 2. Zone sind die ^nssenvberse ibel »u den intet nn,, lein, die die tat. Wrci bis zum Gesamtgewicht von 14 Kg. nach >1 1. Zone, von 10 Kg. nach der 2. Zone und t»i 7 Kg. nach der 3. Zone zu einem Paket 51 •wm dies« auf 2 Pakete, von denen das eine 5 Kg. wiegt wischen ®| ier, unter und für die 3. Zone 3,60 Mk. in jedem ® | 1- zelfall. * im / Russe 60 bis 70; das Stück Eier bis V Gieß Wettervoraussage. sogar an Raum verloren ebenfalls auf zwei Pakete, von denen das tüv 7 Kg. schwer ist. Es ergibt sich dann eine ®t> sparnis von 10 Pf. bei 11 Kg., von 20 Pf. bei 12 Kg., von 30 Pf. bei 13 Kg. und von 40 18 10 bereinigen, bei höherem Gewicht aber eine Verteilung auf zwei oder mehr Pakete vorzunehmen. Da erfahrungsgemäß Weihnachtspakete von metzi Pakete, von denen jedes bis 5 Kg. wiegt, U* über 10 bis 12 Kg. auf zwei Pakete, von Öen er das eine 5 Kg. schwer ist, unö von über 12 bis 14 Kg. auf drei Pakete, von Denen jelci bis 5 Kg. wiegt. Die Ersparnis beträgt dW bei 8 Kg. 40 Pf., bei 9 Kg. 80 Pf., bei ükr 9 bis 12 Kg. 1,20 Mk., bei 13 Kg. 1,60 W und bei 14 Kg. 2 Mk. Diese Berechnungen gelte selbstverständlich nicht nur für Weihnachtspakvr Blumenkohl 100 bis 150, Endivien Lauch 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40. Kosten die gleichen, nach der 3. Zone hingegen bringt die Teilung eine Ersparnis von 1,20 M Berechnungen ergeben nun, daß es am vvrteilha!' testen ist, Gegenstände (einschließlich Verpackung) in drei Zonen eingeteilt. Bis zum Gewichte von einschl. 5 Kg. kostet ein Paket nach der 1. Zone 40 Pf., nach der 2. oder 3. Zone 80 Pf. Für jedes wettere Kilogramm werden in der 1. Zonr und Bi Aö- er mit« Ge« unse Groi Die ] vo Wer biente. I Ausführungen i MM an( Jeranstaltm oder Musik Gießener Wochenmarktpreise am 9. Dezember (Händlerpreise). Cs kosteten aus dem heutigen WochenmaOl Das Pfund Butter 230, Matte 30 bis 40, Käst^ Wirsing 10, Weißkraut 6. Rotkraut 10, fl# » Ausst ^.otenpunkt biet der verschiedenen drei Zonen sendet. Vrr» schickt er z. D. Gegenstände, die mit Verpackung 10 Kg. wiegen, in 2 Paketen zu je 5 Kg., so Hot er dafür in der 1. Zone 80 Pf., in der 2. unö 3. Zone je ,.1,60 Mk. zu zahlen. Gibt er die CSg- renmenge als ein Paket auf, dann entstehen,in der 1. Zone nur 65 Pf., in der 2. Zone (wie bci Teilung) 1,60 Mk., in der 3. Zone aber 2,80 Ml Seucker < beschäftigt 27. Novemk sicht in ! 'affung em« denbuche bi< Smitilunge bann aber identisch ist. Siehrn sind " 211 vom Polizc l. Oktober ö. strahe wird 2.11. P bei ber Klin heilen an Aasp, tüuri " Die für QTi.ttto Marburg zn Thema „Di bei Ealzbur 5 bis 10 Pf., in der 2. Zone 10 bis 20 Pf. in der 3. Zone 40 Pf. erhoben, diesem Gebuhrerraufbau ist es für den sender durchaus nicht gleichgültig, ob eine im Gewicht gleiche Warenmenge tels derselben Anzahl von Paketen in das In Geschäftsbetrieben mit Päckereiverkehr tBBM bei Ausnutzung der angegebenen MögNt ■, ömm btn Worten Besuch /.^ue Seen v 2 Meter I Kilometer sj i«kundet, ur Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 40. ÜnLcf Kohlrabi 6, Grünkohl 20, Rosenkohl 50, 3^ salat 100, Zwiebeln 15, Meerrettich 40 bis Schwarzwur-eln 60, Ka'.ckoffeln 5, Aepfel 10 v 20, B.rnen 10 bis 15, Hörig 3), Gänse 80 bis "" ‘ bis von über 12 bis 13 Kg. auf 2 Pakete, von denen unvollkvi das eine 6 K^. wiegt, und von über 13 bis jl4 Kg als 14 Kg. nur selten zur Postversendung 'kon- ^an zu dem men, genügen im Rahmen dieses Hinweises aut , Loch von 20 die Angaben über die zweckdienlichste Aufteilung Hi" Verden für Warenmengen bis zu diesem Gewicht. Für Wiampen a die 1. Zone kommt nach obigem eine Aufteilung laitöiid}^ nicht in Betracht. Für die 2. Zone sind zu Der« jiehungspun teilen Gewichtsmengen von über 10 bis- 12 Kg j&W von bei 14 Kg. Für die 3. Zone sind zu verteile |^ec- unter Gewichtsmengen von über 7 bis 10 Kg. auf ztr-' ^it if- öefun F linden. - Dedner ^Abends C!bet batte Mzutveisen ... Ein' M uns.- ( Kk verst Mich den bei Ausnutzung der angegebenen MögNl (3-b; des 0 keilen erhebliche Vorteile herauszuholen sein. M sei-1 Paketen von höherem Gewicht vergrößern sich V ® Einsparungen noch. Beispielsweise beträgt lt Indm Qn zweckdienlichster Aufteilung einer Warenmenge v Höchstgewicht eines Pakets (20 Kg.) die Erspar nis für die 1. Zone 30 Pf., für die 2. Zone 70$ p Rachtö kälter, F-rost, östliche bis süM Winde, tagsüber zeitweise heiter, trocken. I Das weitere Einströmen kontinentaler w ftromung bedingt toJtcrjin kaltes, ruhiges 'S®! und Auftreten non Rachtsrost, der sich in Der sten Rächt 'verstärken dürfte. Das nordwest^ Fallgebiet ist seit gestern kaum nach Osten G gedrungen. Heber den britischen Inseln bat < btn Netotth ober Musik ftatlfinDen. el0biä20^,_ ! befäit fft alS P l g.-r n. kommt b?t den am Uf. erhoben Menschen. 1211 Kriminalfall zu Ein grober Cbe: tliner Chirurg Hal sich erschossen Rätsels. 1262 QTUt C>rar. 1631 i Ausgehobene Straßensperre. > Vom Polizeiamt wird uns geschrieben. Die unterm i 1. Oktober d. Is. angcordnete Sperrung derLöber- s strabe wird hiermit wieder aufgehoben. 1 Ö- ti. Personalien. Der Kasseninspektor ^bei der Klinik für psychische und nervöse Krank- i betten an unserer Universität, Friedrich Rasp, wurde aus sein Rachsuchen mit Wirkung vom 1. Januar 1925 ab aus dem Slaatsdienst entlassen. Der Ministerialrevftor Paul Dlache ' wurde mit Wirkung vom gleichen Tage ab zum .^assenobersekrctär bei derselben Anstalt ernannt D i e Bortragsvereinigung hatte [für M.tlwochobend ©ebeimoat Winkel aus Harburg zu einem Lichtbildervortrag über das ' ^heina „Die Etsri^senhohlen im Tennengebirge । bsi Salzburg" eingeladen. Der Abend dürfte wohl [iu den interessantesten Veranstaltungen zu zählen lein, die die VortragSvereiniguna bisher geboten [Mt. Zahlreiche, zum großen Teil farbige Licht- Ibilbcr dienten zur Erläuterung der sehr fesselnden Ausführungen des Redners, der zu den besten J ennern dieser Höhlenpalästc gehört. In dreistün- i gem Aufstieg von Werfen, einem Eisenbahn- I'vtenpunkt in der Rähe von Salzburg, gelangt man zu dem Eingang der Höhle, einem rbesigen '.i'ach von 20 Meter Breite und 25 Meter Höhe. D)lcr werden die Besucher mit Steigeisen und Höh- kstnlampen ausgerüstet und unter fachmännischer Führung ihnen die vielen Herrlichkeiten dieser un- llcnrdischcn Märchenwelt gezeigt. Den Hauptan- ksiebungSpunkt bildet ein Gletscher, der sich in einer jt'ingc von einem Kilometer in das Gebirge hin- ■rinciftixrcft und wohl einer der größten, unter» ^irdischen Gletscher der Welt ist. Rur schwer und vollkommen lassen sich all die Raturschönheitcn In Worten und im Bild schildern, die sich hiev Wem Besucher bieten: Eisberge. Eistürme, gesro- jterc Seen von spiegelhellem Cis, Tropfsteine von ! Meter Durchmesser In einer Länge von 40 Kilometer sind bis jetzt diese unterirdischen Gänge «tkundet, und jedes Jahr dringen die Höhlensor- jlbcr, unter denen sich auch einige Damen bc» Kirben, weiter vor, ohne daß cs bisher den gor- Ahern gelungen ist, ein Ende dieser Höhlengänge m finden. — Es war ein besonderer Genuß, den Her Redner mit seinem Vortrag den Besuchern Dt6 Abends bot und dafür allseitigen Beifall fand. Reiber hatte der Vortragsabend nicht den Besuch ^lszuweisen, den er eigentlich verdient hätte, -o- •• iS i n biblischer Vortrag. Man belichtet uns: Gestern aben) facrd im S ngsaal des Wealgymnasiums ein biblischer Dortr.g über tning. Ioh. 3,16 statt. Der Redner wies in Itfon Derer Weise auf die Li.be und Gn.'dc GottcS hin und versuchte die Zuhörer mit derselben be- fonnt zu michcn. Er zeigt:, wie diese ia d.r Dr- ting ;be des Schi s Gott s für verlorene © aber isienbcrrt sei, und wie jetzt jeder durch den Glau- jtn an den Sohn Go t s Frieden m t ©:1t und -V>igeS Leb n empfange. Tie weit ren Verträge Mnden an jed m Ad n) dieser Woche einschl eß- s »um , uec oe»onoeren azcoeutung und Weihe De# 6 m Seivlchtr t i Festtage angepaßt werden, ebenso rein sportliche m noch der 1. Al ! Veranstaltungen, die ohne öffentliche Umzüge 3.3one 80 $(. m> ' erden in der 1.^ nP- os> Vuche« tft auegrwWvrt 3*en «tuet Der immer wieder neu und fugendfrisch wirkend« Bilder von Adolf Menzel, stehen 31 prächtige Tiesdanktafeln, die Bildnisse noch Gross. Pesne. Röchlmg, Lamp Hausen, ferner Schlachten und Landschaften Darftdlen Jeder gute Deutsche wird reichen Gewinn von diesem Buche haben, vor allem aber gehört es in die Hände unserer Jugend. 1398 — Deutschkundliche Bücherei. (Ucr- lofl von Quelle Ä Meyer in CeU^I®.) Die ^Deutschkundliche Bücherei" hat sich bereits einen sicheren Platz bei allen erobert, die sich mit deutscher Sprache, Literatur und Kultur beschäftigen wollen und eine gediegene Einführung suchen. Sech# neue Hefte liegen vor au» her Feder führender Männer der Wissenschaft und Schule. Professor Stammler fteßl auf aeisteSge- schichilichem Hintergrund die Entwicklung des religiösen Dramas im Mittelalter bar. Don demselben Verfasser stammt die Deutsche Theatergeschichte, in bet -um erstenmal die Geschichte bc# deutschen Theater» und der deutschen Schauspielkunst al# ein Teil der deutschen Geistesgeschichte enhnideU wird. Sehr originell ist Fauths Geschichte der neuern Lyrik, die in Klopstock und Herder bis Hoffmann-thal, Rilke und George und den neuesten Erpressionisten reicht. Sine glänzend geschriebene liebersicht über die geistigen Strömungen des 19. Jahrhunderts gibt Walzel, Der berühmte Donner Literaturhistoriker. Doette schildert den Kulturkrei» um Äa*r( den Großen Weimer gibt einen tiebetblirf des Erziehung »wesens von Den ersten Anfängen bis zur Gegenwart in knappster Fassung, aber doch unter Hervorhebung aller leitenden Gedanken 1384 — Der Stampf des deutschen Volkes um seine innere Freiheit und Einheit von 18 1 4-1 9 24. Don Obcr- stuDiendirektvr Dr. W Hohmann. (Quelle & Meyer in Leipzig.) Wie groß Die Unsicherheit und Zerrissenheit ist, mtt Der Die meisten Deutschen und gerade die gebildeten Schichten des Bürgertum» Dem geschichtlichen Erleben in Der Gegenwart und Der frühen historischen Entwicklung ihres Mikes aegenüberstanden, haben die letzten Jahre oinreichend gezeigt. Viele kämpfen, durch Schlagworte ober falschen Historismus gebannt, auf falscher Front. An diese breiten Schichten wendet sich das Buch, daS getragen von tiefer Liebe zu Volk und Vaterland. einen Lieberblick über das Ringen des deutschen Volkes um seine innere Einheit und Freiheit von Den Freiheitskriegen bis auf den Parteihader unserer Tag? gibt. 1382 — G Papini, Lebensgeschichte Ehristi, ins 2)eul'che übertragen von Mar Schwarz. (Allgemeine Verlagsanstalt in München.) Dieses Buch, das im Ausland bereits in vielen Hundert tau senden von Gremplaren verbreitet ist, ist ein Werk, das weit über den Rahmen einer Lektüre hinaus dem katholischen Leser eine große innere Freude gibt: Die Ausdeutung des Lebens Christi, Die Ausdeutung seiner Lehre, gesehen von einem tiefgläubigen WTB. Dte neuen Höchstsätze ver ErwerbSlofenunterstützung hat da» Leichsorbeitsn, ncsterium nunmehr bekanntgegeben. Die Erhöhung, Die am 15. Dezember in Kraft tritt, beträgt entsprechend Den Aufbesserungen bet Veamtengehällei und Der Reichsarbeiter- löhne 10—15 v.H. Frauen, Die für Familicn- «naehörige zu sorgen haben. finD Den Männern «lruhgeftelll. Dem Wunsche des letzten Reichstags hie Gleichstellung für alle, auch für Die alleinstehenden Frauen auSzufprechen. hat sich Das Leichsarbeitsministerium nachzukommen bemüht, ist Dabei aber dens lben schwerwiegenden finanz- und wirtschastSpol t.schen Bedenk.n begegnet, wie schon früher, tim nicht Die Erhöhung Der tinter- stützungen im übrigen zu verzögern. Die auch für die alleinstehenden Frauen eine fühlbare Verbesserung gegenüber Dem bisherigen Zustande brinat. hat daS ReichSarveitsrnmisterium davon absehen müssen. Die Frage gegenwärtig endgültig zu klären. ES ist beabsichtigt. ,ie aber im Cinver- rehrnen mit Den beteiligten Reichsressorts unver- -üglich bei Dem neuen Reichstag zur Erörterung zu stellen. " Lustbarkeiten in Der Advents- leit und am 1. WeihnachtSseiertag. Sn Der ganzen ADvenlSzeit und am 1. Wech- nachtsseiertag Dürfen öffentliche Tanzbelustigun- ;en nicht stattfinden. Rur bei geschlossenen Ge- ellschaften kann unter tirnsländen davon abge-i wichen werden. Auch sind für den 1. Weihnachts- Jiertag und für Den Vorabend desselben ösfent- che Lustbarkeiten untersagt. Theatralische Aus- sührungen, Vorführungen in Ltchtspielhäuscrn Und Konzerte an Den beiden letztgenannten Ta- gen werden nur Dann zugelassen, wenn Die Darbietungen ernsten oder belchrmden Inhalts finD und Der besonderen Bedeutung und Weihe De# 27. Rovember gern locten Wohnungsd eb stählen nicht in Frage. Durch eine irrtümlich2 Auf- I faffung eines Hot7langestel ten wurde i n 5 en- denduche diese P rson als Täterin b zeichnet. D e Ermittlungen und ©egmüberfteUwigen hab n ‘ dann aber ergeben, daß sie mit Der Dtebn nicht i identtsch ist. Die Ermtttlungen nach Der richtigen 1 Diebin sind im Gange. lüh Sonntag um by4 tihr statt, mtt AuSnaymc von heute, Diertstag. abend, wo Der Vortrag bereit» ura ? . tibr beginnt. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Stadttheater. 7l - tihr .Li bfrauenrnilch". - Lichtspi lh.uS, Bahnhofstraße .Gib mich sr^". — Hessftche Bild.rbühne: William ^lechvog^l» mertwurdige Abenteuer im Zilmland. — Aus dem Stadttheaterbureau. wird uns geschrieben: Die nächste Ausführung des Märchen» .Schnühelbutzhäusel-. DaS am Sonntag bei Der Erstaufführung so außerordentlich gefallen hat. ist mit Rücksicht aus Die Schulkerien von Samstag. Den 13. Dezember, auf Montag. Den 22. Dezember, verschoben wo Den — Die _ kommende Woche bringt noch zwei Reu- a 'fführungen. am M tttvoch im Aoonncment den hübschen Schwank ..Unsere kleine Frau" von Aoery Hopwood mit Rita Andre in Der Titelrolle und am Donnerstag Die Operette -Hoheit tanzt Walzer" von Leo Ascher. Die Handlung und Mus k dieses Werkes lehnt sich an Die ll^ssischen Vorbilder dieser Genres an, und Die Operette hat vor Dem Kriege in verschiedenen Gastspielen von Dad-Rauheirn und Ems und hier starken Besuch und vielen Anklang gefunden. — lieber Den Lutherfilm, Der ami Mittwoch, dem 10., unD Donerstag, 11. Dezember in der hiesigen Stadtkirche gezeigt wird, berichtet eine Stimme aus Der IohanesgemeinDe in Darmstadt folgendes: .Der letzte Sontag brachte unserer Iohaneskirche ein Ereignis von besonderer Bedeutung: Die erstmalige Vorführung eines Films in unserem Gotteshaus. Richt wenige giöt's, Die ein solches Unternehmen ablehnen zu müssen glauben. Ihre Abneigung rührt sicher daher, daß dieser Sproß der Technik leider schon recht oft mißbräuchlichen Zwecken gedient und infolgedessen ein gewisses Vorurteil und stttliche' Bedenken geschaffen hat. Doch darf man nicht: vergessen, daß nicht Die Lichtspielkunst als solche so manchen Schmutz und Kitsch auf Die LeinwanD gebracht und damit verderbliche Einflüsse bewirkt hat. sondern daß man sie als Werkzeug, als Wittel zum Zweck in Den Dienst einer schlechten Sache gestellt hat. Warum sollte sie nicht auch anderen, höheren Zwecken Dienen könnnen? Kann sie nicht auch wie Farben und Töne, Wort und Schrift dazu beitragen, unser Glaubensleben zu vertiefen? Dies sollte der Zweck und der Sinn fein, Der Der Aufführung des Lutherfilms am letzten Sonntag ?.e- festgehalten sahen, sondern weil er tatsächlich vor unteren Augen wandelte. Wir gingen mtt ihm zur Schule, wir erlebten seinen Entschluß, Mönch zu werden und begleiteten ihn $ur Pforte Des Augustinerklosters, unD es ergriff uns sein Zögewr vor tieberschreiten Der Schwelle. Wir litten mit ihm, als er sich vor Eajetan verantworten mußte und folgten ihm mit Bangen die Stufen »hinan zum Reichstag zu Worms. Sein Leben auf Der Wartburg, seine Versuchung durch den Satan, alles stand so lebendig vor unseren Augen, und wir bedauerten, daß der Film nur al^u rasch zu Ende war und wir nicht auch Luthers spätere Jahre erleben Durften.** — Man beachte Den heutigen Anzeigenteil. Die deutsche Stabt und Landschaft im Luftbild. Man schreibt uns: Die Ges.-llschaft für Erd- und Völkerkunde, der Hess. Verein für Volkskunde. Der Verein für Lustsch ffahrt und Der Derkehrsverein zu,Gießen vc ran st alten Mittwoch. 10. Dezember, abends 8V. tihr. in Der tini- vers tätsaula einen Lichtb lderabend. bei dem Dr. Gisenlvhr über „5> i e deutsche Stadt und Landschaft im Luftbild" sprechen wird. Es wird durch Diesen Dortrag Gelegenheit geboten, deutsche Städte und Landschaften von oben zu sehen. Das Lustb ID ist in gew sser Weise eine Karte, die gleichzeitig ein Bild. d. h. eine Ansicht gibt. W r schm nicht allein alles im Bilde dargestellte in feiner Lage, sondern auch in seiner Eigenheit, ob Wald oder Flld, ob Stadt oder Dors, ob niedersächs sch', fränkische oder alemannische Hofanlage usw. Wegen D cf er Vereinigung von Karte und Ansicht hat sich das Flicgerb'ld sehr schnell feine St llung a's geo- graph fches tinterrichts- und Ansch uun.'s.nittcl erworben. Bei dieser Gelegenheit soll auf einige Eigenheiten hingewiesen werden, welche das Fliegerbild einvg schön z igen kann. Fangen wir beim Stadtb ld an. Deutlich tritt b i älteren Städten Der in tt lalt.rliche Stadtkern g genüler Mittwoch, den 10. und Donnerstag, den 11.Dezember, in der Stadtkirche Film-Vorführung Martin Luther ver Kampf seines Lebens Nachmittags 5 Uhr für Schüler Eintrittspreis 25 Pf. 9850D Abends 8 Uhr für Erwachsene Eintrittspreise 50 Pf. und Steuer. Mitkrooch, den 10. Dezember 1924, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neuenweg 28 (Ium Löwen) zwangsweise gegen Barzahlung: (Hobelbank, lGekonomie- wagen mit Haften und etwa 600 Rollen Tapeten. Versteigerung ooraussichtUch bestimmt. ee**D Junker, Gerichtsvollzieher. ven iMieten neuen Stadtteilen hervor. Watt und Mauer sind bei Den wenigsten Städten noch erhalten. doch läßt scch der einstige Verlauf durch die Straßenführung, Die G ebelstellung d rHäuier. die Bauart usw. noch deutlich erkennen. Fast ausnahmslos ist der Wall nach Riederl.gung zu Anlagen umgewandclt word.n Die Stadttore machen sich noch heute im Straßenbild bemerkbar. Das Straßennetz der Altstadt lauft an Den Punkten zusammen, wo früher der Durchlaß, meist nach den vier Himmelsrichtungen, sich befand. Alte Städte zeigen ein gewundenes, unregelmäßige» Straßennetz, neuer angelegte, und Arnar schon alle m ttelalterlichen Äolon J.crung»- stähte östlich Der 6ibe. das g rabe Straßennetz Der rechteck gen Anlage. Bei ersteren sind der Martt- play ddct Die verschi.»Denen Märkte in D etecks oder Kreisform vorhanden, bei den neueren ist ein rechteckiger Häuserblock für ihn ausgespart. Besonders schön ist meist Die Ortslage der Stadt zu sehen. D. h. die Lage im Gelände. Mit viel Verständnis ist Der Platz so auSgewählt. daß seine natürlichen Schuybedingungen voll au»- genutzt werden konnten. F uhschl ngen. Hügel, Sümpfe sind für Den Schutz der Stadt von Bedeutung. In vielen 5dien haben sich Die Häuser um Burgen herum gruppiert oder um Klöster, deren Daulichke t m noch beute stark hev- vorstehen. D.i der ländlichen Siedclung fällt de Einzelhofsiedelung. wie sie z. D. in Schw r .wald, Westfalen und Dem Marschland sich erhalten hat, gegenüber Der grschlossenen Dorfs ebtlung aus. Die Dcrfanlage unterscheiDet sich bei den einzelnen deutschen Stämmen to.eDcrum, nicht nur Im Hausbau, sondern auch Im Dorfplan. Das alte germanische Haufendorf ist vom' wendischen (slawischen) Rundling verschieden. Im ersteren F lle ist Die Lage Der Gebäude w llkürl ch. Ln letzt ren stehen sie kreis- oder ellipsenförmig um einen Dorsplatz. Die Rodung der d utsch n Wäld.r im Mittelalter, zur Zeit als das Ack.-rland für die Bevölkerung knapp wurde, liefert lange Straßendörfer, bei denen d.e Höfe zu beiden Seiten einer Straße liegen, während das dazugehörige Ackerland als lang -r Streifen hinter dem Hauke liegt, bis zum Gemeindewald. In manchen Fällen ist bei Der Flureinte lung noch Die altgermanifche Dreiselderw rtschast zu erlernten, Die aus der Höhe so gut sichtbar ist. Ferner heben sich ticfgcl gei es Wiesenland, höh r- gelegene» Ackerland ab. Außerordentlich re ch ist erst das Material.'daS aus der Luft g Wonnen werden kann, für § üsse und ihre Seitenarme. Bei Seen und stehenden oder ruhig fließenden Gewässern ist jeweils der tintergrunö zu sehen, a/B. das unter rd sche Delta eines Flu'sas, Sandbänke und anderes mehr, ganz zu schweigen von den An nahmen im Lu,tmerr selbst, den Wal en und allen dem, was rein vom fchönheitlichen Standpunkt von oben beobachttt werden kann. Büchertisch. * Handwörterbuch der Staats- Wissenschaften. Herausgegeben von L. Elster, Ad. Weber und Fr. Wieser im Verlag Gustav Fischer in Jena. Von Dem Monumental werk deutscher nationalökotwrnischer Wissenschaft liegt jetzt die 4. Auflage bis zur 48. Lieferung vor. Das Werk ist so befamit und seit langen Jahren für jeden, der sich mit volkswirtschaftlichen Dingen beschäftigt, so uncirtbebr- lich, daß sich jedes besondere Lob erübrigt Allein Die Tatsache, daß Der Verlag in den schwierigen Rachtriegsjahven an Die Reuauflage eines so umfangreichen Werkes heran treten konnte, erhellt Die Rotwendigkeit des Handwörterbuchs. Das Werk bringt in alphabetischer Reihenfolge Artikel über jede einzelne Frage aus dem Gebiet der StaatSwistenschaften. deren Grenzen dabei sehr weit gezogen sind. Jedes Problem wird von dem für den Gegenstand sachkundigsten Forscher in aller Ausfühvlichkeit dargestellt. Reiche Citeraturangaben, Die jedem Aufsatz gesondert beigefügt sind, ermöglichen leicht den Weg zu eigener Weiterarbeit Innerhalb Der Artikel erleichtert eine durchlaufeTid eingehaltene Gliederung Die schnelle Orientierung. Die neue Auslage berücksichtigt die letzten Forschungsergebnisse, die neuesten Statistiken und hat auch in den wertvollen biographischen Rotizen übet verstorbene Gelehrte und Männer der Praxis eine Vervollständigung erjagten. H63 — Friedrich der Große, unser Held und Führer. Don Oskar Fritfch. I F. Lehmanns Verlag in München. In Steif- deckel 4 Mk., Leinwand gebunden 5 Mk. Die deutsche Gegenwart schreit nach Männern und Da sie an ihnen arm ist. wendet sie ihre Blicke in Die Vergangenheit. Dori aber ist kaum einer so dazu berufen, uns Führer zu sein, wie der große, preußische König. Friednch hat die Aufgabe. an Der die deutschen Staatsmänner des. Weltkriegs und der Rachkriegszeit gescheitert sind, gelöst. Er hat sich und den Staat einer Welt von Feinden gegenüb.t siegreich behauptet weil er ein klares Ziel, festen Willen und Aufopferungsfähigkeit hatte. Oskar Fritsch weih nicht nur Die ziemlcch bekannte Lebensgeschichte König Friedrichs durch neue und merkwürdige Züge zu beleben; er weiß vor allem des Zlönigs Wesen, seinen Glauben, seine Weltanschauung, seine Ansichten über Staat und Königtum lebendig zu machen and mit unseren heutigen Sorgen und Röten zu verknüpfen. Die Ausstattung des C1tnt«vto^e ?£*?«> gier a K' .-.rite- 0 .. i für Den 1 gleichgültig, ob | Warenmenge M Paketen in Da» 1 Zonen sendet. 'M , Die mit Derpc^M n zu je 5 Kg., sv W > Pf., in der 2.1 en. Gibt er Die f, dann entstehn R der 2. Zone (mit ■ . Zone aber 2,90 ■ t Sendung r:t Ae Teilung eine der 2. Zone iis )et 3. Zone hinzM Iparnis von 1^0 ■ daheLamdorteiM^ schliehlich Drrpa« on 14 Kg. nach ■ der 2. Zone und W u einem PalrW Dicht aber eine M PMe vvrpmM nachttyaleir von ■; Postversendung dieses Hinwcisej af jöienlichste 2lustcätz diesem Gewicht- iigem eine Ärsleib» 2. Zone sind ja übet 10 bis!- das eine 5 ÄS-^I 4 2 Pakete, vovl", i üonü6cr 13 biilU । , von denen M»e 1 bt sich dann eint l j 1 Kg, von 20 Fl i 13 fig. und von Jone sind J“ ** 7 bis 10 8g.au" ' bis 5 Kg. tW |iDei Pakete, »on * 7-ö von ube- ikete, von denen F * 80f bei 13 . j.| tfc T‘rc<*nu”ä t fit pielitoei11 b<« , einer ®“«nn£ (20 S9-) 6li i0 Äk. ® 1 1 »e^'N l kam & S6.ct Sicht, c ^.konnten bald "‘“«eetn,! WM ■ ®^6 ,-yc«,v°^ L« \ Herz & Co. 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Verloren Sonntag abend aus dem Wege Giegen— Heuchelbeim ein goldenes Damen-Ubr- armbauo. Ta selbe ift gegen gute Belohnung nbzugeben bei Carl Brück, Viitroelier. Giehen. Kreuzplatz 8. 198680 Beginn der Singstunde heute abend sy2 Uhr. Win Der L^orstand. iflillerieveret ZOsOMkN« der Damen Donnerstag abend 8 Uhr Cafe Ernst Ludwig. Literarische Gesellschaft. Mitgliederversammlung Donnerstag, 11. Dei.i Deutsches Seminar, 2udwigstrane 19. T. -O.: Einstellung der Tätigkeit. M6,D Der Vorstand ]| SelflöooeielD helkklkeif. Ihre Vermählung Heben bekannt Dr. Friedrich Maurer wifi. Afiistent am Deutschen Seminar Iula Maurer geb. Matthes 6. Dezember 1924 ............................... Ein Stammhalter angekommen Fritz Schreiner und Frau geb. Hohmeier. Gießen, den 8. Dezember 1924. 011969 Freundliche Einladung! Die Evangelisation im Singsaale des Realgymnasiums (Ludwigstraße) findet heute — Dienstag — abend ausnahmsweise um 1l\2 Uhr statt, wozu jedermann herzlichst eingeladen wird. 08?0D Ab Mittwoch abend beginnen die Vorträge wieder um 81/* Uhr. Eintritt frei! Keine Kollekte! Christliche Versammlung, Gießen. Gut erbalteuer Flügel weuenPlntzmangelS zu verkaufen. Zu erfrag. tn d. Geschäfts- stelle des G.A. 011950 Fell-Schaukelpferd zu verkaufen 011058 Wetzsieinstr. 40 H. Mitglied der Edeka M,SriLS«m!M Nudeln, Makkaroni Hülsenfrüchte Nur erste Qualitäten Bestellungen frei Haus. 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Doch klingt die 5reube über die glückliche Heimkehr unsere- tapferen ZepcelinführerS Dr. Eckener in un8 nach, als schon ein neuer froher Tag „erster Ordnung" angesagt w rd. Es gilt mit F'ciincrs Windkraftschi f von Kiel aus einen Abstecher in die Ostsee zu machen Wir sollen den Mann kennen lernen, dem es gelungen ist. 'än seit 1000 Jahren unergründet gebliebenes Problem zu lösen — den Mann, der der Menschheit die Windkraft in einer Weise dienstbar gemach! hat. daß die Segestch.f fahrt dadurch trci: ins Hintertreffen gerät, und in Zukunft vielleicht ganz andere Dahnen einfchlagen must Don nah >ind fern eilt die deutsche und ausländische Preise, einheimische und fremde Reeder und Maschinenbauer herbei, um der ersten praktischen Vorfüh- rung einer vollständig anders ausgelverteien Daturkrast beizutoohn-.n Schon der Vorabend ist ein Erlebnis. Das seit der Auflösung unserer Kriegsmarine ganz verschlafene Kiel, das erst neuerdings zu einem Handelshafen aufgepäppelt wird, reibt sich die Augen, als es das Heranströmen der t> Jen Gäste mitten im Winter sieht. War es Zufall, daß gerade die Germaniawerst in Kiel ben Umbau des schweren Segelschoners in ein Rotorschifs üb.'rnahm, damit auch Kiel sich wieder einmal als Hafen zrigen konnte? — Wie dem auch sei, alle Hotels find überfallt. Da das Wetter sehr d.e'ig ist. sieht man besorgte Gesichter unter den Gästen. Wird uns Anton Flettner bei dieser völligen Windstille sein Werk auch zeigen können? So bricht der Morgen des 3. Dezember, der Ehrentag Anton Flettners an. Dec Erfinder ist ein Selsmade-Mann Einst, als er — ein geborener Frankfurter — noch die Schulbank scines Gymnaslums drückte, als halbMÜchsiger Bursche, machte er auf einem Segelschiff eine Reise nach Australien. Dast es keine lachte Sache ist, sich als Schiffsjunge die Welt anzusehen, hat er wohl auf dicf.m Abstecher ersah en, denn er kehrte bald zurück und wurde später, nach beendeter Ausbildung, Dorsschulmcister in einen ll.inen Ort im Taunils. Auf b efer Reise aber hat er die ersten Prak ijchen Erfahrungen im Umgang mit Will) und Wellen gemacht Sie kamen ihn zi-g:te, als er bann sein Luftruber erfand bas während des Weltkrieges an etwa 600 Flugzeugen eingebaut wurde. Das Flettnerruder, das neuerdings auch als Ruder zur See auf groben Oz^anschiffen. wie dem Hapagdampfer „2llbert Bail n", „Deutschland" und anderen Verwendung f nbrt, beruht auf dem Prinzip der Steuerung einer grosten Fläche durch eine tleine Dom F.ettnerruder. bei den^die große Ruberfläche selbst w eher durch ein kleines Ruder in der Strömung versdJlt und bxinflustt wird, gelangte Flettner zu seinen Plänen und Versuchen tn Der Götiinger Aerodynamischen Versuchsanstalt. Wie er dort die Slofflogel zuerst durch starre Aluminiumsegel und Windnrühlen- flügel zur besseren Ausnutzung der Windkoaft und zur Derm.nberung d:r widersbr benden Luft- sch cht, der sogenannten Grenzschicht, zu ersehen suchte unb schl.estlich zu der Entdeckung kam, dast dies Ergebnis nur durch rotte erde Zylinder erreicht werden könne, ist inzwischen genügend bekannt. Ein kleines Boot im Wannsee, das mit einem Papierzhlinder versehen war, dea ein Uh--- werk in Rotation versetzte, war vielen Seglern in diesem Sommer wohl gelegentlich becejnel. Diemand ahnte, dast sich hier eine groste ^Erfindung vorbereitete. Es ist 11 Uhr morgens. Gott Pluvius schüttet das liebe Himmelswos ef h?rab. dast es nur so eine Art hat. Aber die Leute vom Flcttnerkonzern, soweit sie noch an Land sind, läch.ln nir An on Flettner sJbst ist schon auf seiner „Buckau" mit fernem St_be vorausgefahrm, und wir eilen an Bord der uns aus dem Seebäderd.enst dec Hapag wohlbekannten „Babbmdey", die als Beqleit- dampfer h nausfähct, damit das Rotorschifs sich frei den Gästen zeigen kann. Kapitän Blanert begrüßt die zustromendea Passagiere mü ei em freudigen Blick in den Augen: auch sein Dubben- dey hat heute einen festlichen Tag Es sinv an 1000 Personen an D)rd. Man erblickt d c Direktion des Germanischen und des Britischen Lloyd, der Germania- und der Dallanwerft, der Hamburg-Sübameritanifchen Damvffchiffahrts- ges^ll'chast Der Dordbeutsche Lloyd hat Kap.tän König gesandt, der während des äHttttrieaes mit feinem U-Bvot-HanbJSdampser oie kühne Fahrt nach Reuyork wagte. Das Museum für Cchstsahrtskunde in Rotterdam, die Reederei Vinnen, die die größten Segelschiffe der Welt besitzt, die CtinneSreberei, der Kieiec Dichrklub, kurz, alle find sie vertreten. Die „Dabbendey ' läßt ihre sonore Stimme ertönen, wir machen los und dampfen vorwärts. Dos Wetter Hal sich etwas gelichtet, so dast wir Kiel mit feinen fpitzen Türmen, die ei er e Dvgrmb üde über den Katfer-Wil elm-Kanal unb die Ebllahrt zur Holtenauer Schleuse noch gerade erkennen können. An Bord entwickelt sich bald ein reges Leben Eine kräftige, echt feemänni ch zubereitete Erbsensuppe mit Sped erwärmt bie Gäste, halb aber — wir haben eben bie an ber Tür des ersten Offiziers angeschlagene Zeichmn-g der neuartigen 6ig lalbällc und -breiedc studiert, durch b.e die „Buckau' sich mit ber Mitwelt verständigen will — er ont ber Fernruf: „Tudau liegt ein Strich nach Bord voraus." Al.eZ eilt nach vorn. Weih erglänzen bie 15 Meter frohen und etwa 3 Meter stark n Witibtürme vor uns. Wir sehen beutlich, wie sie sich brefren, unb ohne Zuhilfenahme ber kleinen schwachen Hil Smotoien eilt bie „Buckau" auf uns zu, unb zieht am Steuerbord vor uns vorbei. Aus der 5'api?än- brüde erblicken wir Anton Flettners frohe, schlanke Gestatt. Mit einem lauten langnaachallenben Hurrah wird er von den Passagieren les Bue« öenbey begrüßt. Leicht und sicher drehen ffch die Rotoren, und wir können deutlich beobachten, wie das Schiss sich durch Hmftetten ber eiben dreht, achtern an uns vorbeisteuert unb nu t gegen den Wind segelt. Vor dem älm'.xiu der „Buckau" wog ifr.e schwere Takelage 35 000 Kilo unb erforderte eine Bedienung von etwa 100 Mann. I.tzt beträgt das Gewicht der ganzen Anlage ein chl.rh- lich des Antreibmotors nur 7000 Ädo, die Rotoren ol.ein wiegen 2000 Kitt), und ein einzi er Mann kann das Schift regieren. Der durch das Rotieren der Zylinder erzeug e ilrrterbrud tre b. das Schiff vorwärts, und gerade im S.urrne soll es sich im Gegensatz zum Segelschiff gefahrlos forttetoegen können. Aber schon der schwane Wind genügte, um zu zeigen, wie leicht unb sicher Anton Flettner mit s inem Windkraftschiff manövericren konnte. Roch ei anal glitt die „Buckau" an uns vorbei, bann eilte sie mit eigner Kraft dem Kieler Hafen zu, wo sie schon längst angelegt hatte, als wir am Quai festmachten. Run würbe bas Schiff gezeigt, was aber des großen Ansturms halber nur gruppenweise geschehen konnte. Wir sah n bie bechen sich brehen- den Türme nun ganz in ber Rcihe. Sie bestehen aus innen versteiftem, 1 M.llimeter dickem Stahlblech und sinb auf einem im Schi fsmuern fest- veranlerten Pirot auf zwei Gleitlagern gelagert. Man zeigte uns auch die beiden EtLk.rom-tto.ei, die nur über eine Höchstleistung von 11 Kil w tt verfügen, unb über ein Dieselaggregat gespeist werben. Die sinb im Innern des Pirots angeoib» net und haben nur die Ausgabe, die Winb.ürme zu drehen. An den Anöl.ck des eigenartigen Schifies hatte man sich bald gewöhnt Vie.e erinnerten sich ja noch ber Zeit, als ber er'le Pferd - lose Wagen vor dem erstaunten Blick r-orbri- fteuerte. Alls sieht auf der „Buckau' so sch.icht und so einfach und so selbstverstänblich aus, daß man die feste älebrrzcugung g-ewinnt. hier ei c Erfindung gcs hen zu hab n, der man mit Recht eine große Zudr ist v. r ussag n kana: mig cj fr ber geni 4? Geist Anton Fle tners iwch diese und jene Veränderung n u b Derbe eru gci vo.ne - men. Roch Lange mußte b r iüi) e Ers.nber den Ansturm seiner Gäste an Bord S a.ib halten, die ihm immer wieder die Hand drück e.i und ch n beglückwünschen wollten. E. ' V 0« anti9fit”L ITU MA st« M süM, beginn dcr 'm Don-erst- ^2 !kr. 290 Zweites Blatt Die Schlacht bei den Falklandinseln. Don Kapitän S. cl D. v. Waldehe r- Hartz. Am gestrigen 8. Dezember waren zehn Jahre vergangen, seit Graf Spee mit dem mhmreichen Kreuzerg?schwader nach schwerem Kampf das Ende eines ganzen Mannes, den Tod eines Helden gefunden hat. Die Gefechtsstärken der beiden Geschwader, die sich bei den Falklandinseln gegenüberstanden, waren derart unterschiedlich, daß der tragische Ausgang für die deutschen Kreuzer von vornherein sicher stand. An Wasserverdrängung zählten die Briten insgesamt 71 000 Tonnen, wir nur 33 500. Das Geschohgewicht einer Breitseite der Briten betrug 7552 Kilogramm, bei und 2032, so daß also im Artillerickampf eine 3,7- fache rleberlegenheit bestand. Hinzu kam ferner, daß die britischen Großkampsschifse eine um drei Seemellen höhere Geschwindigkeit, wesenllich stärkeren Panzerschuy und als schwerstes Kaliber das 30,5-Zenttmeter-Ge- schüy aufwiesen, dem auf „Scharnhorst" und „Gneisencm" nur das 21-Zentimeter°Geschütz entsprach. Angesichts dieser mehr als ungünstigen Derhältniste muß es als ein Wunder, oder vielmehr als ein leuchtendes Beispiel deutscher Tüchtigkeit bezeichnet werden, daß die britischen Schiffe nahezu fünf Stunden brauchten, um ihren billigen Sieg zu erringen. Bei Eorvnel, wo das Stärkeverhältnis der deutschen und der britischen Linie nach dem Geschoßgewicht der Breitseiten gemessen wie 1,5:1 bestand, hatte es nur 52 Minuten gewährt, bis die englischen Schiffe völlig nie» dergekämpst waren. Das sind Zahlen, die eine einwandfreie Sprache sprechen. Sie beweisen nicht nur, daß unsere Schießausbildung erheblich überlegen war, sondern daß vor allem auch das deutsche Schiff eine wesentlich festere und gründlichere Durchkonstruktion aufwieS. ES ist hundert gegen eins zu wetten, daß „Scharnhorst" und „Gneisenau", mit 28-Zentimetcr-Kanonen bestückt, ihre Gegner „Invincible" und „Inflexible" bei den FaMandinseln ebenso schnell erledigt haben würden, wie sie am 1. Rovember bei Coronel „Good Hope" und „Mvnmvuth" zur Strecke brachten. Als Beweis hierfür möge die Tatsache dienen, daß die „Invincible" bei der Falklandschlacht nicht weniger als 25 Treffer erhalten hat, darunter zwei in der Wasserlinie. Die Geschoßwirkung des deutschen 21-Zenttrneter-Geschützes reichte aber nicht im Entferntesten aus, um bei den schwergepanzerten Gegnern, die im Gegensatz zu „Scharnhorst" und „Gneisenau" Großkampfschiffe darstellten, eine tödliche Verletzung hervoczurufen. Rechnet man ferner noch hinzu, daß die Briten es bqjit ihrer überlegenen Geschwindigkeit immer wieder verstanden, derart große Gefechts- entfermmgen zu halten, daß die deutschen Geschosse überhaupt nicht trugen, so wird eS an» schaulich, daß unsere Riederlage lediglich einer technischen, nicht auszugleichenden Unterlegenheit zuzuschreiben war. Wie mangelhaft die Briten schossen, geht aus der Tatsache hervor, daß sie, selbst noch nicht beschossen, annähernd 50 Minuten brauchten, um den ersten Treffer bei unS zu erzielen, obwohl sie ungestört wie bei einer Schießübung feuern konnten. Interessant sind ferner auch Angaben über den Munitionsverbrauch. „Inflexible" soll im ganzen 720 Schuß ihrer schweren Munition verbraucht haben, was dem Verschleiß nahezu der gesamten Ausrüstung entsprechen würde. Demgegenüber ist festzustellen, daß „Scharnhorst" und „Gneisenau" zu Beginn der Schlacht — Coronel mir voraufgegangen — überhaupt nur noch über 445 21 -Zentimeter-Geschosse verfügten, so daß sich also auch hier eine starke Unterlegenheit fühlbar machte. Bei der sehr großen Vorsicht, mit der die britischen Kreuzer bei den FaMandinseln gegen die deutsche Schiffe vorgingen, ist un- zweideuttg die hohe Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Gegners zum Ausdruck gekommen, wie sie auf Seiten des Briten von Kriegsbeginn ab allgemein war und in ganz besonderem Maße seit der Coronal-Schlacht Platz gegriffen hatte. Die Vorsicht ging soweit, daß das takttsche Verhalten des Feindes kaum Lob verdient. Man würde der Wahrheit einen schlechten Dienst erweisen, wenn man den Erfolg der Engländer als eine Ruhmestat ihrer Flotte buchen wollte. Es ist dies um so weniger möglich, als der ungleiche Kamps von den Briten bedauerlicherweise nicht bis zum Ende in ritterlicher Form durchgekämpft worden ist. Durch nichts in der Welt wird der Vorwurf entkräftet werden können, daß von englischer Seite jeder Versuch, die „Scharnhorsf-Besatzung nach dem Untergang des Flaggschiffes zu retten, unterblieben ist, obwohl eine solche Rettung durchaus möglich gewesen wäre. In gleidjer Weise ermangelte das Verhalten des Kommandanten des britischen Kreuzers „Glasgow", Kapitän Luce, der dem Kampf Schiff gegen Schiff mit den deutschen Kleinen Kreuzern geflissentlich auswich, der Ritterlichkeit. Er ließ die wehrlose „Leipzig"-Desatzung auf nahe Entfernung mit Artillerie zusammenschießen, obwohl er deullich erkannte, daß ein Widerstandleisten nicht mehr in Frage kam. Erst durch die offene Weigerung seiner Besatzung, das Gemetzel fortzuseyen, wurde er auf das Unmenschliche seiner Handlungsweise aufmerksam. Auch der Kommandant des „Kent", Kapitän Allen, handelte nicht viel anders, als er kurz nach 7 Uhr abends nochmals das Feuer auf die als völliges Wrack treibende .Nürnberg“ eröffnen ließ. Den Briten schlug dann auch ihr Gewissen, und den vom Untergang geretteten deutschen Seeoffizieren gegenüber faselten sie von neuen Gebräuchen, die wir beachtet hätten. Wir hätten den Fehler begangen, die Flagge nicht zu streichen, um dadurch unseren Verzicht auf Fortsetzung des Kampfes darzutun. Demgegenüber sei festgestellt, daß dieser Gebrauch auf See bisher durchaus nicht üblich war, auch nicht in der Geschichte Englands. Im übrigen, hätten wir es getan, wäre von uns die Flagge niedergeholt worden, dann hätte Albion uns sicherlich — darüber kann kein Zweifel bestehen — in der ganzen Welt verächtlich gemacht. Rach allem verdienen Führung und Ge° fechtSleistung unserer Schiffe in der Falklandschlacht höchste Anerkennung. Heber all herrschte der gleiche Geist. Troy der klaren Erkenntnis, daß Untergang und Tod bevor- standen, haben die Besatzungen bis zum letzten Atemzuge freudig und in stiller Selbstverständlichkeit ihre Pflicht getan. In ihnen lebte der Geist des Kaiserlichen Deutschlands. Ihn Wiedererstehen lassen, heißt echte, vaterländische Arbeit betreiben. Umsatzfteuersenkunq und Vertrags a Schlüsse. Dorn Finanzamt Gießen wirb uns mitoetdlt: Lurch bie -wette Dervrdnung des Reichs- präsibertten über wirtschattllch nvtwm^ige Steuermilberungen vom 10. Rovember 1924 ist mit Wirkung vom 1. Januar 1925 ber Say ber allgemeinen Umfohfieuer von zwei vom Hundert auf einundeinhalb vom Hunbert, ber Satz der erhöhten Umsatzsteuer von 15 auf 10 vom Hunbert herabgesetzt worden. In den Durchführungsbestimmun- wirb in entsprechender Weise wie bei der äßigung ber Umsatzsteuer zum 1. Oktober 1924 ein z i v i l r e ch t l i ch e r Anspruch auf Preisnachlaß in Hohe von einbalb vom Hunbert ober fünf vom Hundert für Leistungen aus solchen 03ertragen gewährt wmden. die vor dem Erlaß ber Verordnung des Reichspräsidenten abgeschloflen worden sind, ober erst nach dem 31. Dezember 1 92 4 ausaeführt werden. Die Grschästsw tt w rd jedoch schon jetzt b r- aur bingewiesen, daß dieser Arsvruch selbstverständlich nicht für Leistungen aus Verträgen eingeräumt werben kann, die zu einer Zeit ab-ie- schlffsen worben sind, zu der den Dertraasschl'.e- ßenben bei der Preis Vereinbarung die Senkung der Steuersätze bdannt gewesen sein muß. Gleichzeitig wird darauf hingewie^en, baß in Abweichung von ber Desttrnmung des § 201 Abi 2 Ausiührungsbestimmung zum Umsatz steuergefth die neu beantragten Wetterveräußerungs- unb BeMlAsb fcheinigungen ausnahm s we i se erst mtt Wirkuirg vom 1. April 1925 ab ausgestellt werden. Hochschulnachrichten. Don der LandeSuniversttät. 2.11. Prof ssor Dr. Emil Gotschtich, Direktor des Hygienischen Instituts unserer Lan^erun D?rf t t frit tnn d r Sta tv rw tu g von Alexandrien (2g pt n> (inen Ru' cn die Stätte leüvr dortigen früherer Ijngiäbrgcn Wnlsamkeit erh lt:n. Prof. Gotschlich Hit d csen Ruf unter den ihm dort gebotenen Bedingungen abgelehnt. Aus dem Stmtsverkündigungsblatt. • Das Arntsverkündigungsblatt Rr. 85 cnthätt: Reichs- und Landt casw hl 1921. — Maßnahmen gegen ständ'g; Seuche-g fahr. — Diehmartt in Hungen. — E.HUtung der Kpeaer- gräber aus dem Wettkrieg. — Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen. — Straßensperre. Dienstag, y.vezemder^2l Aus der Provinz. Landkreis Gictzcn. £ Wiescck. 9. Dez. Sin Bafrnbcamter von hier, ber vor einiger Zeä wegen Diebstählen bei der Ellenbahn von dort enllaffen unb zu längerer FreihcltSstrafe hcrurt ilt wurde, ist erneut in Hast genommen worden. Sic D eb- stähle wurden damals In ber Weise auSgesührt, daß der betreffende Bafrnbeamte die wertvoll erscheinenden Bahnsendungen an bestimmten Stellen aus dem fahrende.i Zuge warf, wo sie von Komplizen dann weiter „v.rwer et" wurden. DieSmal steht der ungetreue Beamte im Verdacht, dca Helfershelfer bei E senbahnd ebstählen gespielt zu haben, bie in genau ber gleichen Wei e. nur mit anders besetzten Rollen, durchgeführt wurden. T Allendorf a. b. Lba., 7 Dez Die A u s- stellung von ledenbem Geflügel, bie der hiesige Geslugelzuchtverein gestern unb freute in RenflS ©aal veranstaltet la.e, war eine bet schönsten und bestbcschidt sten von allen Ausstellungen. die wir hier schon gehabt haben. Rafre- au cOO Tiere, Hühn rf Gänse. Enten. Puteu unb Tauben waren zur Präm.i.rung üoib irben. denen ber Preisrichter M e n g c l • Marburg viele 1., 2. und 3. Preise zu.rkennen tonnte. Mit der Ausstellung war eine Verlosung von Gänsen, Entcn, Hahnen. Hüfrn rn. $ tuben unb allerlei Hausgerätschatten verbunden. t Grünberg, 8. D.z Der Wahlkampf wurde auch in unserer Stadt mit großer Schärfe geführt. In der Rächt zum Wahltag wurden von den Parteien ständig Plalate angeklebt, die von den Gegnern dann in der kürzesten Zeit immer wieder abgerissen wurden. Am Sorrn- tag waren überall Wahlbureaus eingerichtet in denen die Teilnahme an der Wahl fchars kontrolliert wurde. Rund 71 Prozent der Wahl- berechtigten haben von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. ' Lang-GonS, 9. Dez. Die Deutsch national' Volkspartet erzielte frier bei der Reichstagswafrl nicht 2td, sondern 293 Stimmen. Dahingeh nd ist die gefir ge Wahl- tabelle des „Gieß. Anz." zu bcriajtijM. ri. L i ch. 8. Dez. Zur Wohltätigkeit»- verlosung des fr.c’iqcn, unter der Leitung der Fürstin ste'e^den Alicefrauenvereins waren banfenetoertertoe fe von d'r E.nwohner- schäft Gewinne in so großer Anzahl und reich- halt ger Auswahl gestiftet Word n. daß fast keine Unkosten entstanden und ein Reinertrag von f a st 5 5 0 M k. erzielt wurde, obwohl ein Los nur 25 Pf. kostete. Die Lose fanden so reißenden Absatz, daß viele zu ihrem Bedauern keine mehr erhalten konnten. Der Reinertrag kam zum groß’en Telle sofort D.dürft gm zugute, ein kleiner Rest soll im Laufe des Winters zu demselben Zweck seine Verwendung finden. 1. H u n g e n. 8. Dez. Der freut ge S chwei n e- markt war im Vergleich zu früheren Märkten mäßig besucht. Im ganzen waren au|g trieben 101 F'rkel und Springer. Es kosteten biS zr 7 Wochen alte F rkel 15 bis 20 Mk.. 7 bis 8 Wochen alte 21 bi« 25 Mk., 9 bis 10 Wochen alte 26 bis 30 Mk. 10 bis 13 Wochen alte 31 bis 36 Mk., Springer je nach Atter und Qualität 37 bis 45 Mk. KreiS Büdingen. # AuS ber QDettetau, 8. Dez. Di» Befürchtungen der Lanbwirte. daß durch daS langanfraltcnbe R genwetter die Herbstbestellung bis zum Eintritt des Wi tt.rS nut teilweise erfolgen könne, sind durch die seitherige günstige Witterung > rfreulicherto.'ise frinfällig geworden. Die Bcstellung mit Wi;tcrg treise konnte bislang restlos erfolgen. Auch bas Ilm« pff gen der großt.nteil« noch auf ben Stoppcttt liegenben Siedern nimmt s im en ungefrmmten Fortgang. Die Wielen in den Tälern d.r Hir- loff, Ribda unb Ridd r haben barch die m frr- fach langanhaltende U^becschwemmang s.'fr. gelitten; es werden im kommenden Jahre saure Gräser und Schilf tn Mer.ge die Grasnarbe bilden, Ärcie Schotten. b. Sch oüen , 6. Dez. Rach der D ers o- nenstandsaufnahme ergaben sich für unsre Stadt 2460 Einwohner, darunter 81 Israeliten unb 64 Katholiken. Seit der letzten Aufnahme hat Schotten um etwa 170 Personen zugenommen. — Die Zahl der Geburten betrug in diesem Jahr bisher 50, die der Sterbefälle 11. Ehen wurden 13 ge'chloffen. )-( Ruppertsburg, 6 Dez Infolge ber ungünstigen Witterung hatte sich bie Herbstbestellung ber Felber sehr verzögert. Dadurch konnte auch bie Holzhauerei erst spät beginnen, denn ber größere Teil der Hobhaaer sind Heinere Landwirte, bie sich nach D.e.ioigung ihrer gelbarbeitcn im Walde noch ein schönes Stüd Geld verdienen. Es sind in diesem Winter 7 Rotten mit nahezu 50 Arbeitern in den hiesigen Waldungen beschlltigt. unb zwar 3 Ro: en in km gräflich Lauhachschen und 4 Rotten in dem Gc- rncindewald. Sie stehen unter der Führung allerer, e.fahrener Rottmeister BewundecnSwert ist der Frohmut ber Holzhauer, die doch gewiß bei Wrnd und Wetter, in steter Gefahr, ihren Lohn sauer verdie.ien. Schon f.mh bei Tag-sgra:en verlaffen fle ihr Heim, unb erst in dunkler Rocht kommen sie wieder zurüd, Hft durchnäßt dis auf die Hgut Unb dennoch froher Sinn! Lied unb Scherz lasten die UnaTrr.ehmlichkeiten und D.schwecd^i ve-ge'len. Kcrmeralfchaf l ches Zusammenstehen und Festhal- ten cm bestimmten Sitten und Gebräuchen machen das Holzhace.leben interessant unb bewunders- wert Jüngere Störenfriede werden von den älteren Arbeitern zur Ordnung grwi sen. — Wie verlautet. soll auch frier, um den Sparsinn der Jugend zu fördern, die Pfennigsparkasse, bie ein Opfer ber Inflat on geworren war, toieber erstehst, unb zwar in Form von Schul- s p a r ka s s e n nach dem System Rrinickens-Essen Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 7. Dez (Eigener Dcricht.) Vor einigen Monaten war in Pfungstadt bti Darmstadt ter Bautechniker Wacker auf b m Hof ter Wohnung feiner filtern von ei er W twe namens Olzem überfallen und m.mchlings erstochen worden Wader batte in Beziehunaen zu ter Witwe geft’nb n, di le aber abge^rowen und sich mit einem jungen Mädch m rerlobt D e Wttwe Olzem ist auf ihren G.i tes urstan) untersucht und gerichtsärztlich für zurechnungsfähig erklärt w.rden Die V runter'u ung in dieser Angelegenheit ist jetzt abgeschlosten. Der Fall. wird im Sonuor vor dem Schwurgericht verhandelt. Darmstadt. 8. T«. (WTD.) Das Kurhaus Schloßberg bei Wsbach an der Derg- strahe, in dem sich das Sanatorium Masse r m e i e r für Äervenkranke befindet, stand heute nachmittag in Flammen. Die Patienten wurden gerettet und in einen in der Rähe gelegenen Dau verbracht. Die Feuerwehr aus der Umgebung von Zwingenberg und Alsbach, sowie die Derufsfeuerwehr aus Darmstadt war alsbald zur Stelle und bekämpfte unter großen Schwierigkeiten. besonders wegen der mißlichen Wasserverhaltnisse auf dem Derge, auf dem das Kurhaus liegt, das Feuer. Der Dachstock ist vollständig abgebrannt. Der Schaden ist durch Der- sicherung gedeckt. Die Entstehungsursache ist noch nicht einwandfrei aufgeklärt Hessen-Nassau. H- Trehsa, 5. De^. Gestern fand dah'er im Dahnhofshotel Dohnsack unter dem Dorsche des Landrates des Kre.ses Ziegenhain eine Der- sammlung der an der Errichtung von reichseigenen Poslkraftwagenlinien beteiligten Gemeinden und Krebse statt. Da die in Aussicht genommenen Strecken zum großen Teil hessisches Gebiet im Kreise Alsfeld berühren, waren auch die interessierten hessischen Gemeinden, der Kreis unb die Stadt Alsfeld vertreten. Aach einer recht ausgedehnten Aussprache, m w.lcher der Vertreter de. Ober- pvstdirektionen K-ssel über die geplante Strecke Trehsa — Alsfeld referierte, cingte man sich schließlich über den F hrplan und die Finanzierung dieser Streck. Die Linie wir) ihren Aus- Lgangspunkt in Alsfeld neunen und durch das Schwalmtal nach Ziegenhain, Trehsa und zurück führen. Die weiter in Aussicht genommene Linie Alsfed—Aeustadt (W W.D.) wurde ebenfalls geb.lligt und der dazu von dem Referenten Z>*r Obe postd rekti n Darmstadt vorgelegte F hrplane.rtwurf gmehmgt Wenn da in Aussicht genommene Strecken in Betrieb genommen find, so wird dies für den nördlichen Teil des Kreises Alsfeld eine wesentliche Der- tehrsverbesierungen bece: ten und auch wesentlich dazu b ätragen, die alten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Schwälmern und der Stadt Alsfeld wieder neu zu beleben Die an den Strecken liegenden Gemeinden müssen die Garantie für eine gewisse Einnahme aus dem Be- kehr der Linien leisten und einen brren Zuschuß, der nach der Seeelnzahl der e.n einen Gemeinden ausg schlagen und berechnet werden w rd. fpd. Dillenburg, Z. Dez. Tor einigen Wochen wurde auf d m hiesigen Dahnhof ein ül e b e r f a l l verübt, dem wenige Tage später ein gleicher auf dem Dahnhof D r i l o n -W a l d folgte. Runmehr wurden die Räuber, als sie auch den Dah ihof Schweinfurt auf ähnl'chr Weise auSplünd.rn wollten, dort überwältigt und fe ft genommen. Es handelt sich um zwei Brüder Beier aus Der.in. Ei er der Räuber versuchte sich bei der Festnahme zu erchi.'ßen, verlor dabei aber nur das Augenlicht. Der andere Bruder wurde dicser Tage dem Herborner Gerichtsgefängnis zugeführt. fpd. Frankfurt a. M, Z. Dez. An der Ecke Rembrandtstraße und Schaumainkai wurde frühmorgens 4 Ülhc ein Eisenbahnbeamter, der aus dem Dienst kam, von zwei unbekannten Personen Überfällen und seiner gesamten Wertsachen beraubt. Außerdem nahmen die Räuber ihm eine Aktentasche ab, die zahlreiche Dienstbücher enthielt. — Die Kriminalpolizck verhaftete d n Mitinhaber der Conti-Woh- nungsgesellschaft.Si gmundBaumann aus der Eyßen ckstrahe, der g meinsam mit dem Dachdeckermeistec Theodor Wurster aus der Rohrbachstraße die Beschaffung von Woh- nungen gewerbsmäßig b tr.eb und dab:i die Interessenten um große Summen prellte, Wohnungen ihnen aber in keinem F li beschaffte. . — Arthur Blum, ein zweiundzwanziajäh ig r Kaufmann, gründete eine „T r e u h a n d g e s e lisch a f t" zum Wohl, und Besten seiner Mitmenschen. Auf den hochtrabenden Plakaten gab er sich als Steuersachverständiger aus als Wohnungsvermittler, kurz t Is H lfer in allen den neuzeitlichen winschaftlich n R t n Es meldeten sich z.hlreiche Leute, mit denen er Abschlüsse vollzog, sich aber auch sofort eine größere Provision zahlen lief). Dam t Hirte aber auch dann seine Tätigkeit auf. Jetzt hat die Polizei diesem „Treuhänd.r" das Handwerk gelegt. Frankfurt a. M., 6. Dez. (WTD.) Für den Amschlagverkehr von Italien wird hier ein besonderer Südfrüchte-Bahn- h o f an der Grohmarkthalle in der Obermain- straße in allernächster Zeit errichtet. Wirtschaft. Stand der Aeldfrüchte in Hessen. Rach dem amtlichen Saatenstandsbericht für Hessen von Anfang Dezember ist die Winteraussaat, weil größtenteils spül g'fät, durch die ungünstige Witterung in vielen Gemeinden noch nicht auf gegangen; in anderen Gemeinden ist fte infolge des vor einiger Zeit vorhandenen Frostwetters noch nicht beendet Die Saaten- standsnoten s nd daher lückenhaft. An vielen Orten wird über Schneckenfraß geklagt. Die Saaten st anbsnoten betragen für Winterweizen 3, für Winterspelz 2 6, far Winter- roggen 2.6 und für W.n teraerste 2,Z. Hierbei bedeutet 2 gut und 3 mittel. Die Kohlenprodnktion in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenproduk- twn des Bolksstaats Hessen weist für den Monat Rovember 1924 folgende Zahlen nach. An Rohbraunkohlen wurden gefördert 35 658 To., verkauft wurden davon 13 949 To.» der größte Teil der Roywyle touroe weiter verarbeitet oder war zur weiteren Derarbeitung bestimmt 3m Rovember wurden Rohkohlen nur zu Schwelerei- Produkten verarbeitet. Unter Beim.sich igung der aus Bormonaten übernommen n Bestänoe sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluß absatzfah g: 14 104 To. Rohkohlen, 1685 To. Briketts, 2802 To. Raßpreß- steine, zusammen 18 591 To. Braunkohlen und Braunkohlenprodukte im Gesamtwert von 123 49k Reichsmark. ♦ * Die Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag vom 3. Dezember berechnete Großhandelsinderziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stande vom 26. Rovember (129,0) um 0,5 v. H. auf 123 5 zurück- gegangen. Riedriger la-zen vor a(Iem die Preise für Getreide und Zucker, ferner für Ochsen hä u e. Baumwolle, Jute. Jutegarn und Flachs. Gestiegen sind die Preise für Feite und Fleisch, ferner für Baumwollgewebe, Ce.nengam, Wolle. Hanf, sowie für die meisten Richteisenmetalle und Mineralöle. Don den Hauptgrupven sind Lebens- mi tei von 2 ,2 aus 13 4 vde umQ 6 v H zurück^ gegarg n. währeno Znd.strest fe von 13Z.9 auf 138,2 oder um 0,2 v. H anzog m. F ir den Durchschnitt des Monats Rovember ergibt sich ein Rückgang der Grosthf 5. Ll- Veld 1 yrter NmN.-Ron K9.JJ 17-, 1 1,0,0-, .70, 1 ou voll BrN.-?Inkw 70,ZG 20 82 tO 79 -0 85 'olllvoll 6I)riftinnia 62,72 62,88 63,02 63,1 oll,voll Äopcnhnflt’n 74,01 74,24 "4, 6 '4,71 voll voll Skolllwlin . 112,96 11-, 4 113,11 11 ,39 .01. ßelniiQford. 10,515 10,176 10,.4i 10,555 . oll voll Italien. . . 18,11 18,17 18,23 1r,29 voll'voll London. . . 19.G3 19,68 19,71 ».76 rouluoil Neuvort . . 4,11 > 4,23 4,195 4,20 volljvoll Pnris. . . . S2.97 k-,0: £2,70 $2,7 DOU 00.1 Schweiz . . 81,22 11,42 61.25 £1,4 tooiuoü Svaoien . . Wien In D-- 87,93 *3,34 t-8,41 68,5. von voll CtR. abgest 8,907 k/2 6,907 5,927 von voll Prna . . . 15,64 V. 8 12,64 11,61 voll voll Budavest. . 8.S1 5,7' t.71 6,73 voll voll Buen.-^SlireS 1,61 1,614 1,613 V 2 00U voll Bulnarien 3,06 i o,l7'- 8,053 3,175 J0U voll yapan - . 1,60 1,807 1, 09 1,61. voll >oU Nio de Jan t^i6 t»'8a t,4 8 1,490 von voll Belirad . - 6,22 6^4 6,22 6, 4 Oll voll L'lladon - - 18,98 19,02 18.93 19.02 tLU voll TfT”". s. Dez»>r. 6,71 Drrliner Börse. 20 7 74.4' 19,6/5 K9.67 1J.90 62 e 2,fl • 112,77 61 1 68,17 4,197 :0,ttS 8 7 19.7 , 12 6 >70.50 18,-0 13.16 6,92 < 2,11 113,33 61,5 18,47 12,67 6,73 (Vfrs | yri lieva.t °/, roll roll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll flmcriranUtbt Noten . » . ,. Belgische Noten , Dänische Norcn . ....... Englische Noten. ...... Französische Noten ...... volländische Noten...... §tl>'lienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterr , äi00 Krone» öiiimänische Noten...... Schwedische Noten ..... Schwebet Noten...... Spanische Noten Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten . (Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeiger".) Berlin, 8. Dez. Die Börse zeigte sich keineswegs zufrieden mit dem Erg ebn s der Reichstagswahlen, soweit es bis jetzt überschcn werden kann. Man befürchtll in erster Linie, daß dem neuen Reichstag eine Regierungsbildung außerordentliche Schwierigkeiten macht und daß toieberum kostbare Zeit verloren geht. Am Rentenmarkt toirö das Ergebnis als wenig günstig für die Aufwertungsfrage ang s.h.n, und vorbörslich kam namentlich in Kriegsanleihe recht viel Material heraus, das zu ermäh aten Kursen sehr w llige Aufnahme fand, so daß die Tendenz gegen Mittag wieder steigend war. Am Aktienmarkt war die Haltung nicht einheitlich. Am Montanmartt kam ziemlich viel Material heraus, dag gen war die Stimmung auf einzelnen Spezialgebieten weiter fest: so wurden heute Kali lebhaft begehrt. Am Petroleummarkt waren Deutsche Erdöl angeboten, im übrigen herrschte Zurückhaltung. Am Geldmarkt ist tägliches Ge.d leicht zu haben bei 3/8 pro Mille. Monatsgeld war nach wie vor zu 111/4 Pro), im Jahr zu haben. Der Devisenmarkt bckeb Weiler st ll. Der Parrser Scanfen hat sich auf die kommunistischen Demonstrationen hin etwas abge= schwächt. Dörfenkurfe. ^rnnffurt 1 1» iPfrlht Schlich, fiur* Scyufc-, Abend» bö le 1 Schlukk. SÄ'®ihog. B,t s i b-rle . 1 > . 11. | 8 12. 6e/o Deutsche Reichganleth« 4®/o Deutsche NetchSanleihr SV«% Deutsche Neichsanleid« 3°/ Deutsche Reich4tnlrihe Deutsche rsvnrpram»enauü>U» •/. Hellen.......... 3°/. Hcsten Deutsche Wend. Dollar-Anl. dto Doll -Schutz-Anirfilng <•/» .Koanirfra........ 6% G-lldmertkan« ..... Brrllner HanvelSgesellschaft Tommerj. uud Privat-Bant Darmst. und Naiionalbaut Deukiche Bank Deutsche BeremSbank .... Twconto Commandlt . . . Metallbank Ml'teldeutiche Creditbank . Lcste>re:ihtsche Credtlaiistall Weftdani Bochumer Gng ...... Buder........ Caro ... Tcutsch'Lnxemburg...... Gelsenkircheiicr Bergwerk» . . Harpeuer Bergbau Naliloerke Aschersleben. . . . fialtiutrf Westeregel». .... Laurahiitte Cberbehntf .......... Pyöuil Bergbau ....... Nneiuilabl • • «. Ricdell B/ontan ...... DrUuS Bergbau...... . Haniburg-Amerika Pake». . . Norddeutscher Lloyd..... Cberamtfchc Werke Llbüt . Zementwerk Heidelberg . . Pvilipp Holjmatm ...... Vngko-Tonl -Guano .... Badische Anilin........ Chemische Mayer Alavtn . . Goldsconiidt GricS ebner Electron .... Höchster Farbwerte...... Holzverkoukung ........ rnukgerslverte ......... E-cheideanstalt......... Mg- Elektrititüt-- — 81.5 87, — 110 1t,5 15 2 18,70 20 13 — 60. 0 53 44 4 , 4. 44 80 3 8,10 21,‘0 26 3,6 3^° 24,25 21,50 5.2 6,13 —— —— 23,6 27,60 2D 2'7- 24,40 25.25 24,75 25.5 7.90 8 17,50 18 20 — 10 20 10,7 18,25 18,25 56 60 2 2,76 2 8 3.2. —- * — • w «M» *** 1.7 •tw —• — ae ae 3 10 — J,d4 0,793 0,. 0 v.<8) 0.96 2,955 1.31 1,30 0 5 0 475 1,03 1,0 1 13 1 30 1,20 1.2 1,1 . 1,20 91,76 94 2 > 38 ig 88 2 9 9,4 39 40,25 1 1 150 8.13 6 13 11 90 12,25 1,99 12 16,40 16,60 EM ',9 1.9 10,25 10,25 — 0,3 72,13 79 16 13 16,6. .1 63 1? 75,50 81,50 79 30 85,50 10-,5 18 '4.10 15,4 1 ,5 20 6,62 7 1 ,5 14 50 52,75 43,50 45, 0 41 42,30 —- 25,40 re 3,j 3,50 •— *- — - 49 4,9 11,50 122 26,13 27 4 — — 19.S 20,13 3,70 24,25 24,2a 25,10 w —M i.6 18 •— — 10 106 18 18,75 54,50 59 6> 70 2.7 2,7 2,9 3,2 8.4 8,5 e— 0,9 0,9 — 1.7 1,6 2,75 2 7 2,75 2.75 1J 20 10,3 Zur R01iz: Die Berliner Wertpapier- borfe notiert nach folgenden Grundsätzen: 1. für Aktien und Ante le, a) d.e noch nicht auf Goldmark umgestellt sind, in „Reichsmack für 100 P<»-iermack", b) die bere.ts auf Gcld- mark umgestellt sind, in „Reichsmark für ICO Goldmark"; 2. für festverzinsliche Wecke, a) soweit sie nach der bisherigen Rot ecung&irt über 15 M l- liarden Pr zenl notierien, in „Reichsmark für 100 Pedpiermark", b) fotoeit sie bis 15 Milliarden Prozent nach der bisherigen Rot.eruagsart notiert sind, in „Rckchsma.k für eine Millian Papiermark", c) 8—15 Prozent Reichsschatzanweisungen »K ' von 1924 in „Reichsmark für eine Milliarde Papiermark"; 3 für die festverzinslichen toertbeftänbi-en Anleihen, die bisher in „Mark für eine Goldmark" notiert wurden, in „Reichsmark für ICO Godmark"; 4. für die Anleihen, die auf Dollar lauten, in Prozenten: 5. für die nach Sachwert v-rzinsl'chen Pfand- brtefe und Schuldverschreibungen, die bisher in Billionen notiert wurden, in „Reichsmack". Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M., 8. Dez. (TU.) Die Wahlergebnisse begegneten auch im Abendverkehr allgemein emer zuv:rsichtlichm Auffassung. Dadurch war der Markt weiter günst g beeinflußt und die Tendenz zeigte wieder eine ungemein feste Haltung. Am Montanmarkt entwick Ite sich sogar eine hausseartige Höherbewegung. Auch die anderen Märkte wurden dadurch wesentlich beeinflußt und nahmen eine feste Haltung an. Wiederum standen außer Montan- die chemischen und Clektropapiere im Vordergründe des Interesses, die weiter lebhaft und zu steigenden Kursen um= gefetzt wurden. Am Montanmarkt lagen die führenden Werte bei steigender Rachfrage weiter sehr fest. Auch für chemische und Elektrowerte erhielt sich Rachfrage. Am Bankenmackt, der seine ruhige Haltung beibehielt, zeigten Reichsbankanteile eine neue Steigerung. Der Renten- marlt lag^n dagegm weiter unter Druck und Kriegsanleihe muhte sich eine neue Abschwächung auf 0,765 gefallen lassen. Don ausländische« Renten gingen nur erste Anatolier zu 6,50 und zweite Anatolier zu 5,40 um. Die Börse schloß bei lebhaftem Geschäft in sehr fester Haltung. Montanaktien: Buderus 16,75, Bochumer 80. Gelsenkirchen 87,50, Harpener 110, Mannesmann 60, Mansfelder 4,50, Caro 120,50, Phöni? 53. Rheinische Braunkohlen 39,50 bis 40 bis 39.50, Rheinstahl 46, St.nnes-Riebeck 44,8, Rombacher 25.75 bis 26,25, Tellus 3,1, Kali Aschersleben 15,25, Westeregeln 20. Salz Detfurth 21,50. Chemische Papiere: Badische Anilin 27,80 bis 27,6. Griesheim Elektron 25,25, Elberfelder Farben 25,50, Th. Goldschmidt 20,50 bis 20,75. Höchster Farbwerke 25,50, Holzverkohlung 8. Rütgers- werke 18. Elektrowerte: AEG. 10,7, Bergmann 18.50 bis 18.25, Licht und Kraft 8,1, Felten 32,25, Lahmeyec 13,75, Schuck ^rt 60,25. D .nkaktien: Draubank 2,05, Barmer Bankverein 1,6, Berliner Handelsgesellschaft 131, Commcrzb«lk 6^5, Darmstädter Dank 11,65 bis 11,75, DLkontogesellschast 16.5, Dresdner 8,30. Metallbank 16 bis 16.50 bis 16 3 Mitteldeutsche Cred t^ank 1.9. Oe st erreicht sche Kr.ditattien 10 55. ReichSdank 64 75. TranSport- toerte: Hapag 26. Rordd. Lloyd 3,25. Schantung- bahn 2,9, Baltimore 55,5. Sonstige Industrie- werte: Kleyer 2,8. Daimler 3L5. Aschaffenburger Zellstoff 27, Zement Heidelberg 24,50, Dyckrhofs 4,3. Dingwerke 3,75. Holzmann 5,1. Lechweri'c 19,75, Spinnerei Hamm.rsen 2150, Gebr. Iuirg- hans 12,2, Peters Union 1,7, Aheinmetall 925, Zucker Heilbronn 3,2, Offsteinzucker 3,4, Rheingau zucker 3,4. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gieyener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 8. Dez. Es wurden notiert: Weizm 20,50 bis 22.50, Roggen, irlä.id. 20,50 bis 21,50, Sommergerste für Brauzweckc 24 bis 26, Hafer, inländ. 17,50 bis 21.50. M is, gelb* 21. Weizenmehl, inländ., Svezial 0. 3d,25 vis 38.25, Rogg nmehl 31 bis 34, W izenlleie 13, Roggmkleie 12 25, Erbsen 30 bis 38, Linsen 45 bis 50, Heu, südd., gut. trocken 10, Weiz n= und Rogg.nstroh 6 bis 6,50, Treber, getrocknet 21 bis 21,50. Tendenz: St.ttg. Frankfurter Schlachtviehmarkl. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger^.) Frankfurt a. M., 8. Dez. A ftrieb: 1441 Rinder, 291 Ochsen, 55 Dull n. 1095 Färsen und Kühe, 329 Kälber, 561 Sch fe, 3283 Schweine. Es wurden bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Rinder: Ochsen: vollfl.ischige auegmachene höchsten Schlachtwertcs 50—56, junge, fleischige, nicht ausg mästete und altere ausgemästet - 42 bis 48 mäßig genährte jung? und gut genährte ältere 31—40; Dull n: volli.eischige au ge ä , te Fürscn höchsien Va)luchtw?rt s 43 -46, voll l i ch. jüngere 33 -38; Ficken und Kih?: vollck i ch gc ausgemästete Färsen höchsten Schlachtw.rtes 48 bis 55 voll leisch-ge ausg mästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 1 Jahr.n 40 -46, wenig gut entwickelte Färsen 37—45, mäßig gerührt: Kühe und Färsen 20- 28, gtr.ng genährte Kühe und Färsen 16—18. Kälber: feinste Mastkälber 60—66, mittlere Mast- und brste Saugt.loer 50 bis 58, geringere Mast- und gute Saugkälber 42—48, geringe Saugkälber 30—35. Schafe' Mastlämmer und Maflhä.nmel 35—40, g ring rc Masthärnmel und Schafe 25—c4. mäßig g > nährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 22—24. Schweine: vollsleischtge von 80 bis 103 K lo 72—74, unter 80 Kilo 62—72, von 100 bis 120 Kilo 74—76, von 120 bis 150 Kilo 74—76, F.-tt- schweine über 150 Kilo 74—76. unreine Sauen und geschnittene Eber 60—70. Marktverlauf: Ruhiges Geschäft, bei Schweinen etwas üleber- stand. Franklcklrter Pferdemarkt. fpd. Frankfurt a. M, 8. Dez Der letzt» diesjährige Pferdemarkt auf dem Gelände des Landwirtschafilichen Vereins war reich beschickt Insgesamt waren 950 Tiere aufgetrieben. Für gute Arbeitspferde wurden bei anzi.henden greifen von 1800 bis 2200 Mk. bezahlt. S h: flott gefiakete sich d.as Geschäft aus dem Mark füi mittlere und g .ringerc Tiere. Hier wurden Preise zwischen 1030 und 1230 Mk. erzi lt. Am stärkten war Wohl der Handel in Schlachtpf rden, d e zu guten Preisen in großen Meng n nach dem Rhein« lande verkauft wurdm. Der 35efud), namentlich aus landwirtschaftlichen Kreis n, war recht gut. Der Markt wurde nahezu ausverkauft. Berliner Produktenbörse. Berlin, 8. Dez. Der Produktenmarkt er* öffnete weiter fest. Mairoggen 244 bis 245, Maiweizen 213, Roggenmehl höher in Angleichung an die süddeutsche Marktlage. Es notierte die Tonne: Weizen (märt) 212 bis 218, Roggen (märt) 207 bis 211, Gerste (märt) 220 bis 246, Gerste (neue) 188 bis 200, Hafer (märt) 163 bis 174, Ma.s (1000 Bln.) 202 bis 204, Raps 390, Leinsaat 430 bis 410; der Doppelzentner Weizenmehl 28,75 bis 32, Roggenmehl 28,25 bis 31,50, Weizenkleie 14 bis 14,10, Roggenkleie 12 bis 12,30. Viktoriaerbsen 30 bis 32, kleine Erbsen 21 bis 22, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 15 bis 16, Ackerbohnen 19 bis 20, Wicken 17 bis 18, Lupinen (blau) 12,50 bis 13, Lupinen (gelb) 15 bis 16, Serradelle (alt) 10 bis 12, Serradelle (neu) 15 bis 17, Rapskuchen 16,20 bis 16,50, Leinkuchen 24,50 bis 25, Trockenschnihel 8,80 bis 9,20, Lock' melasse 8,50 dis 8,80, Kartvifclflocken 18,20 bii 18,70. Anstedumgsgefahren prompt entrinnt das altbewährte, wohlscbmeckende Mund- und Rachendesinfizlens. Erhältlich in Apo Helen und Lttogecken. Prob.-n und Broschüren kostenlos durch Bauer & Cie, Berlin to 18 48, Friedrichftr.23l MAGGI9 Würze Praktisches Weihnachtsgeschenk: MAGGI* Suppen tn Würfeln, MAGGI* Fleischbrühwürfel, ’wM- Die rote Kafchgar. Roman von Fe vor von Zvbeltih. 13 Fortsetzung. l Nachdruck verboten.) Sie Mutter zeichnete den Weg vor, den Ire schritt Sr war mit Dornen beftrcut. Sic nxir immer eine krankst veranlagte h >st r'chr Jan gewesen 3hr Qlkjnn stand als Geheimer Dver- postrat in Diensten des Land s. Sc war ein braver Beamter und vcr rüg sich mit all r Welt, nut nicht mit seinem Becker Auon Hora auf Srob-Pomir Wo und toann die beiden s ch sahen, efc tarn stetig zu kleinen Reibereien und u »erquicklichen Szenen. Sie toclltei sich auS d.m Wege gehen und trafen sich doch immer wieder. S.e zankten sich schon mit den Augen. Sie gi gen in allen Anschauungen g.u ch ckgli.l) cuöe.Tran^er, und sprach das Prinzip nicht mit. so raen fL es, um sich gegenseitig zu ärgern. Qhir auf Cie Kinder übertrugen sie ihre K.aybürstig eit nicht. Gerl war für Elstern ein Prachtjun- , im) Freix war im Sommer ost wvch.mlaig in G.tob-Pvr»rr ($3 war eine merkwürdige Ee chichte^ die beiden al en Herren waren im C runde gen mmen h-ch.t gu - mutige Menschen, aber sie d.rs en nicht ei - Bier- telstündchen zusammen sein, so ging der K aLHI los. Hn£> einmal wurde er ernsthaft u'ib bä e es nicht werCen brauch n rr'd d.irsei. 3m Landtag beschwerte sich Graf Hora über Dinge der Postverwolt.ing, die das Reib ang ng*n. Da ab Herr von Elstern eine mit Pse ser bvOmfe A t- toort. Am Abend fand ein Essen d.r A «Isge- nossenichast sta t, und bei dies r Gele .enh i g - treten die beiden sich abrrmals in die Haare. Man siel im Streit aus der gepflegten Sonart und Blaffte homerisch sich an. Raturiich g.if en andere beschwichtigend ein, aber es kam zu keiner versöhnlichen H.-»n -reich.rng. cs kam zu blutigem Austrag. De nüns. g- rauben bi • en Zw ikampf dec Alten höchst lüch.r-^ch, rmd an ein-.' Kom bi , über die mar noch lange lächeln konnte, glaubte man auch. ßurtlg genug hnb es an. Der ilit- parte.ische mahn.e aus d.m .' e:• urteilt, doch schon nach vier Monatr.i b g md g'. Es war eine erträgliche Strafe. Lasten.er sür ihn war das Ge'ühl, die schon übermühig nervöse Frau von Elstern in schwere Kra f x it gestürzt zu haben Sie verlor den letz en de gemeinde g wisse Tergünft gingm bei Ank ufs e > ten im Dorfe gugcjcji c 1 warrn, so zog s.e m t der Mutier nach Kappiellch. Die Ehordiakvnie forderte allerdmgs d n Beitritt beider zur Gemeinde. und Frau von Elstern sagte die her.e Frömmigkeit der Herrnhuter $u, so dach auch Fretze willig nachgab. Sie sah (in. dach ihre arme Mutter unter dem schweren Druck der Berhält- nis'e kaum eine geeignetere Zufluchtsstätte ftibcn konnte. — Die alte Frau sah, in Decken gehüllt in einem bequemen Lehnstuhl am Fe chter iyrer behagli. en Wohnstube und 'nickte der emtretenbei Freys freundlich zu, während die sonst eige.ckümlich ausdruckSteeren Augen in ihrem hageren, blutlosen Gesicht sich mit einem Blick voller Zärtlichkeit füllten. .Wer war der Mann brauchen im Garten, lieb Kind?" fragte sie mit ihrer sehr fan ten, aber immer eintönig, wie aus Ha.b.chlas klingenden Stimme. „$»in Bruder. Mama, der uns im Detsaal von seinen Abenteuern im toilbcn Afrika erzählt hat und uch nun von mir verabschied, te." .Denke dir," fuhr die Mutter lebhafter fort, »als er da drüben in dm Pavillon trat, — ich konnte ihn ja nur von rückwärts seh n —, da fiel mir in seiner Erscheinung eine A hn.ichleit auf. Es bäte auch Gert Hora f.i.i können." Betroffen schaute Fretze die Muter an. ,Aber. Machen," sagte sic wehrend, „toic käme Gert hierher und noch dazu zu uns!" „3d) weis,, ich weich." entgegnete b’C alte Dame hartnäck g. „ich selbst liech ihn ,a daS Haus verbieten — und er war auch zartfühlend g^nig. den Derk hr mit dir auf tugeben. Ich we n das alles — ich hätte ihn nicht scheu können, weil..." Sie schluckte an dem Rachlah. e8 war nur ein leises Gurg ln der Worte, während die F uger an der Decke zupften, die über ihre Kni? gebreitet war. 11 nD dann Hub sie von neuem an: „Lieb Kindchen, hol' dir die Kissen vom ßo,a und setz' dich neb.u mich. Setz dich ei mal toi ber zu meinen Füh^n wie früher — ich m )d)t 2 etwas mit dir besprechen, was — was mir das Herz bedrückt " . . . Freye wurde unruhig. Selten hatte die Mutter sich so klar ausgedrückt. Roch am Mocg.n hatte sie g klagt, sie habe wieder eine schlechte Rächt gebubt und Wunderliches geträumt, für bad sie in der Bibel und in dem sogenannten Losungsbüchlein für alle Lege des christlichen 3ahres Aufklärung suchen wolle. War es das, was ihr das Herz bedruckte? — F.eye verstand sie zu behandeln. Sie zwang ein Läch ln um ihren Mund, holte willig die Kissen herbei und lauerte sich vor ihr nieder. „So, Machen.' sagte sie, „jetzt sitz' ich. Run erzähle, was du wieder geträumt baff. Beulich war cs von einem brüllenden Low n. den hie test du für das wilde Lier der Apokalypse. Doch ich glaube, dies Geschöpf batte Flügel und Schärpen am Leibe." „Lieb Kindchen, es ist fo hübsch, wenn du scherzt, ich höre daS g.-rn. Aber dieser letzte Traum war doch ernsthaft. er ist durch mehrere Aachte gegrng.n. er bat sich wiedcrchrlt Fretze, und immer in derselben Weise. 34) habe deinen Bat er gesehen, einmal tn der Uniform, tote er sie bei den Schloffest en trug, und bann wieder in f.incm HauSrock. dem mit den dunkel- grünen Schnüren, und geftem nacht in dem An zug. m dem ihn ui dein ihn d r Schuh traf Und immer sprach er die «gleichen Worte zu mir. und so fing er an: Matbilde, ich will nicht, bah du Anion meinen Mörder nennst . . .** Frene halte den ObeMrper vorg'icigt und die Hände um die Ä-.xc verschlungen. Sa lauert» sic zulammeng bogen und reg.ingSlcL zu der Mutter Süßen und lauschte ihr Es war ein anderer Ton als sonst, den die alte grau heute anschlug - zum ersten Male klang grd): an et.llc b S lranihasl genährten, tn den S regui'gö zuständen sich wild bäumend.n Has es e.n B kennlniS zur Bersöhnlichk.it entgogm Un> k m es auch noch auS einer bunllen Dorsis lungsw lt. die schon au» der Grenze des lleb.rli inlich. n lag. es beutete dock) auf eine Klärung im S.cicrv lebcn der Mutter hin: es war wie ein Hauch kommender Genesung. „So fing der .Baler an" fuhr grau von Elstern fort, mit der linken Hand zart übet beit Kopf Freyes streichelnd. ..ob. er bat lange mit mir g sprachen -- und sprach auch von dir, lieb Kindchen, und von Gert. Da zuckte cs unt r ihrer Hand, gewaltsam spannten sich des Mäbch ns Reeven. lauter lochte der Herzschl g goh und starr wurde das Arge „Bon Gert", bauchte sie, unter betäubend a Einflüsse, als umspinne auch sie das Lr umbilb. „Liebst du ihn noch?" fragte bl: Matter. Fr.he antwort te nicht. Em Schauer durch riefelte sie. Es war die Frage, auf die nur ein Schrei ober eine Tränenflut hätte Antwort geben können. Aber das Stummbleiben genügte der Mutter Sie deutete tote ihr Traum die Deutung wollte und ihr Schwärmen die Losung sich dachte. i Fortsetzung folgt) Lichtspielhaus Bnhnhofetratie Heute bla einschließlich Hlitwoch Vranfführnng für Süddeutsch land Gib mich frei 6 Akte nach dem viel Releseuen Roman von H. Courths-Mar.ler. Hauptrolle: Grete lieln wald. Dazu: Gefangene der Liebe Sittendrama in 6 Akten. !! Großes berühmtes Orchester !! 9671c 1: U M UM" -Wh II. ■ Zr . t. .. 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M., Bockenheimer Landstraße 74. ^laB Aufklärung! Don dem Schuhmachermeister der Studentenhilfe, Herrn Kurt Frener werden durch Inserate im Gießener Anzeiger vom 25.10 sowie durch Drucksachen u. a. Herren-Jagd- und Wanderstiefel mit Doppelsohlen Vesies Material Zuverlässige Ausführung Reine Handarbeit zu Mk. 24.- offeriert. Wir lassen nachstehend das Urteil eines unparteiischen Sachver» ständigen, des Vorsitzenden des Heff. Schuhmachermeister-Derbandes, Herrn Schuhmacherme,ster W. Weber, Darmstadt, sowie der Hessischen Handwerkskammer Darmstadt folgen und ist jeder weitere Kommentar überflüssig. Gutachten. Darmstadt, 17. November 1924. Anbei Ihre Sendung von einem aufgetrennten und einem ganzen Stiefel wieder zurück. Ich habe mit Kollegen des Verbandsvorstandes das Material begutachtet, auch legte ich es unserer Handwerkskammer vor und sind wir alle der Ansicht, daß es wohl Leder, doch von ganz minderwertiger.' Qualität im Boden sowie im Schaft ist. Die Herstellung ist ebenfalls eine auf kürzeste Arbeitszeit be. meffene, geringe Machart. Der Preis von Mk. 25.50 ist hierfür angemessen, doch diese Stiefel als beste Arbeit und bestes Material anzupreisen, ist unlauterer Wettbewerb. Mit kollegialem Gruß gez.: W. Weber. Die fraglichen Stiefel sind in der Gewerbeschule, Kirchstraße 16, Saal 2 (Schuhmacheii-Fachschule) zu besichtigen. Ls ist hierdurch wieder klar erwiesen, daß ein derartiges Unterbieten der ausgestellten Preise nur auf Kosten der Qualität geschehen kann. Weitere Schritte in dieser Angelegenheit behalten wir uns vor. M sie SM ii iö öen £aaö- lms ©ieBen. ZniEMMiMssl ütr MiMAiwuusen oon LberMes. Wen-MW, kreis Dem u-MWeiiV. Zu Geschenkzweeken eehr geeignet! 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