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Kleine politische Nachrichten. Toller vor der Enthaftung. München, 8. Juli. Der wegen Beteiligung an der Räterepublik seinerzeit verurteilte Schriftsteller Ernst Toller wird am 16. Juli nach Verbüßung seiner Strafe aus der Haft entlassen. Wiederzulassung deutscher Missionare in den englischen Kolonien. Nach einer Meldung aus London hat dep Staatssekretär für die englischen Kolonien auf Vorschlag des britischen Missronsausschusses den Dann gegen die deutschen Missionsgesellschaften in den dem Kolonialamt unterstehenden britischen Kolonien und Gebieten aufgehoben. Auch für Indien wird die Wiederzulassung deutscher Missionare wohl bald erfolgen. Priesterweihe des sächsischen Kronprinzen. Einer Meldung aus Dresden zufolge wird der ehemalige Kronprinz Georg von Sachsen am 15. d. Mts. zum katholischen Priester geweiht werden. Der spanische Kamps in Marokko. Paris, 8. Juli. (WTB.) Havas meldet aus Madrid: Wie offiziell aus Marokko verlautet, fraben die spanischen Truppen die Stellung von Hoj bezogen, deren Garnison, zwei Tote und fünf Verwundete aufzuweisen habe. Die Lage habe sich gebessert, es seien jedoch Vorkehrungen getroffen, um den schuldigen Stamm zu besttafen. Aus dem Hessischen Landtag. Darmstadt, 8. Juli. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 10.30 Uhr. Am Regierangstisch: Staatspräsident Ulrich und Minister Raab. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt der Präsident mit, daß Abg. D. Dr. S chi an (D. Dp.) sein Mandat niedergelegt frat. Abg. Frl. Birnbaum (D. Vp.) richtet eine Reihe von Anfragen an die Regierung über Gehalts- und Abbau-Verhältnisse der Lehrerinnen. Ministerialdirellor Urstadt beantwortet diese im einzelnen. Abg. Viehl - Hochweisel (Bbd.) fragt an, warum die Kosten für den Koch- und Werkunterricht der Fortbildungsschulen den Gemeinden zur Last gelegt werden. Ministerialdirektor Urstadt erwidert, nach Artikel 62 des Volksschulgrsetzes hätten die Gemeinden die Kosten zu tragen. Hierauf wird die Beratung des Staatsdoranschlags beim Kap. Landesamt für das Dildungswesen wieder auf genommen. Ministerialdirektor Urstadt bemerkt zum Fall des Studienrates in Gießen, den Abg. Dr. Werner erwähnt hatte, daß mit keiner besonderen Milde verfahren worden sei. Die von dem Abg. Dingeldey verlangte Abschaffung der Lesebücher, in dem von der deutschen Kriegsschuldlüge gesprochen wurde, sei durchgeführt worden; es könne sich nur um eine untergeordnete Stelle handeln, die die Verfügung nicht befolgt frat Ueber die religionsfeindliche Propaganda eines Lehrers, von der Abg. Dr. Diehl sprach wurden Erhebungen angcftellt Eine Propaganda zum Austritt aus einer Religionsgemeinschaft dürfe ein Lehrer nicht betreiben. Der Redner bespricht dann einige Lehrerbildungsfragen und die Frage der Grundschule. Beim Abbau sei vom Landesbildungsamte nach den bestehenden Vorschriften verfahren. Abg. Dr. Büchner (Dem.) wendet sich gegen Auswüchse der Jugendbewegung, Um 1 Uhr wird die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung freute nachmittag 31/4 Uhr. * Der Petitionsausschuß des Landtags nahm einen Antrag des Abg. Nuß (Ztr.) über die Wiedereinstellung von schwerkriegsbeschädigten Eisenbahnarbeitern und Angestellten an. Ein Antrag Dr. Werner (Dntl.) auf Wiedereinführung der Sommerzeit wurde abgelehnt, dagegen wurde ein Antrag der Abgg. Füller, Dr Osann und Gen. auf sofortige Abschätzung von Schäden durch die Landesbrandkasse angenommen. Eine Reihe von weiteren Anträgen wurde für erledigt erklärt. Der Gesehgebungsausschuß frat die Beratung der Ausführungsbest immungen über das Jugendwöhlfahrtsgesetz in Angriff genommen. Dis jetzt wurde den Vorschlägen der Regierungsvorlage zugestimmt. Die (Beratungen werden am Mittwoch und in den nächsten Tagen fortgesetzt. 3n der Kaseme der Friedrichstraße gab es einen kleinen Krawall. Da hatten die zurückgebliebenen Soldatenweiber revoltiert, sie wollten ins Feld, zu ihren Mannern. Dis der Feldwebel bu pur vom Garnisons-Bataillon ihrer vier m die Fiddel stecken ließ, daß sie nicht Hand noch Fuß regen konnten. Das half, da wurden sie stille. Nur die Kinder lärmten noch um die beiden Kanonen auf dem Kasernenhofe herum. Aber als der ®ra^ bart mit der Karbatsche über sie kam, liefen auch sie auseinander. Ihre Majestät, die Königin, waren schon von Schönhausen in die Stadt gekommen. Man munkelte allerlei, atfcfr daß der Hof flüchten wolle. Doch am Abend waren alle Fenster bei der Prinzessin Amalie erleuchtet gewesen. Die gab wieder eins ihrer Soupers. Sah so gerne Gäste bei sich, die Aebtissin von Quedlinburg, trotzdem der König ihren sehnlichsten Wunsch nicht erfüllte, sie nicht eigenes Geld schlagen lieh. Als ob er das nicht selber täte, und was für Geld! 3mmer schlechter wurde es, für voll nahm es längst niemand mehr. Dabei fliegen die Preise ins Unbezahlbare. Fleisch war kaum noch zu erschwingen, auch die Bäcker hatten ttoh aller Mahnungen aufgeschlagen. Und Handel und Wandel stockte ganz. Schlechte Zeiten — arge Zeiten! Wenn nun gar die Russen tarnen: wie soll bas werden? Kluge ßeute verscharrten ihre bessere Habe in den Kellern. Einzelne rückten ganz aus. 3n den Sabagien hatten sich's die Spießer am Abend zugeraunt: sogar der Grobkanzler Jariges und der alte Graf Prckewils waren schon abgereist. Das war gestern gewesen. Ein trüber, trüber Dag. Aber freut lächelte die August sonne über Berlin, und die zaghaften Herzen waren wieder obenauf. Jeder wußte es für bestimmt, wie ein Lauffeuer ging'S durch bte Stadt, vom Frankfurter; Aus Stabt und Land. Gießen, den 9. Juli 1924. Der neue Provinzialdirektor. Wie wir von zuverlässiger Seite hören, ist Kreisdirektor Graef vom Kreisamt Frredberg zum Provinzialdirektor der Provinz Ober Hessen und Kreisdir^tor des Kreises Gießen ernannt worden. Provinzialdirektor Graes tst geborener Rheinhesse. Seine bisherige Deamtenlaufbahn, über die wir noch eingehender berichten werden, führte ihn u. a. als Referent in die Abteilung für Handel und Gewerbe im Ministerium, den Feldzug machte er längere Zeit als Hauptmann d. R. bei einem Feldartillerie-Regiment: mit, später war er Kreisdirektor m Dieburg. Seit Juni 1921 steht er als Kreisdrrektor anf der Spitze des Kreises Friedberg. Provinzial- direktor Graef wellt zurzeit auf Urlaub rn Oberbayern. .* Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 7 Uhr Clavigv. — Reichswehr- wvllwoche: Anlagenkonzert der ReichTwehrkapelle um 6 Uhr in der Nordanlage. — Wettkämpfe der Universität um 4.30 Uhr auf dem Universitäts- Sportplatz. — Wohltätigkeits-Schülerkonzert: */°8 Uhr im Singsaal des Realgymnasiums. — Rundfunkhaus, Löberstraße: Kammermusik. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Piratenschiff". — Astvria-Lichtspiele: „Taras Bulba". — Die Reichsweh rkapelle gibt morgen abend ihr 5. Abonnementskonzert auf der Lie- bigshöhe. (Siehe Anzeige.) — Der Zirkus Otto Mark wird in den nächsten Tagen in unserer Stadt zu einem Gastspiel eintreffen. Dem Unternehmen geht, nach Berichten aus anderen Städten, ein guter Ruf voraus. (Siehe Anzeige.) Wettervoraussage für Donnerstag: Südliche bis westlich« Winde — zeitweise stärker bewölkt — einzelne kurze Regenfälle. — Die Luftdruckverteilung auf dem Kontinent ist schnellen Veränderungen unterworfen. Heute morgen liegt ein kleines Tiefdruckgebiet über dem Kanal, das bei weiterem Vordringen nach Osten vorübergehende Verschlechterung bringen dürfte. * sf. Die EinäscherungderLeichedes Provinzialdirektors Ludwig Matthias fand gestern nachmittag im Krematorium zu Friedberg statt. Die Provinzialdirektion und das Kreisamt Gießen waren durch leitende Beamte bei der Feier vertreten, ebenso waren sämtliche Behörden des Kreises und der Stadt Friedberg erschienen. Pfarrer Bernbeck von Worms, der in Gießen gesprochen frat, hielt auch frier die von warmem Empfinden getragene Trauerrede. 3m Namen des Kreises und des Kreisamtes Friedberg legte Kreisamtmann Göbel, im Namen der Stadt Friedberg Beigeordneter Windecker, im Namen der Schutzpolizei Major Hertel Kränze an dem Sarge nieder. Alle Redner gedachten in warmen Worten der Verdienste des leider so frii.fr Verstorbenen. Pro» vinzialdirektvr Matthias hatte übrigens zu Friedbergganz besondere Beziehungen; sein Großvater war dort lange Jahre Direktor der Taubstummenanstalt und sein Vater war in den Jahren 1900—1905 dort Kreisarzt. " Eine Richtigstellung zu den bevorstehenden Steuer fälligfetten. Während unsere gestrige Ausgabe im Druck begriffen war, ging bei dem hiesigen Finanzamt eine neue Verfügung ein, die eine Aenderung in den Prozentsätzen der Staatsgewerbesteuer brachte Hieraus ergibt sich auch eine Aenderung m den Gewerbesteuersähen der Provinz, des Kreises und der Stadt Gießen. Danach werden an den gestern gemeldeten Terminen fällig: staatliche und städtische vorläufige Gewerbesteuer 6 0 Pr 0 z.» nicht 80 Prvz., vorläufige Kreisgewerbesteuer Vs, vorläufige Provinzgewerbesteuer 1/16 des staatlichen Steuersatzes. An den Schonfristen hat sich nichts geändert. Man beachte die heutige Bekanntmachung. ** Auszeichnung. Dem Leiter des ftaatL hessischen Instituts für Quellenforschung, Dr. Phil. Louis D e d e, Privatdozent für Chemie an der Universität Gießen, ist von der Hessischen Regierung die Amtsbezeichnung „Professor" verliehen worden. Professor Dede ist geborener Hamburger und hat dort am Hygienischen Institut (1914—1915) begonnen, toc bis zum Potsdamer Tor, und vom Rondell bis zur Mulaksgasse: die Bataille ist gewonnen! Der König hat wieder einen glorreichen Sieg erfochten! Unser großer König 1 Einer erzählte es dem andern: der Postmeister hat in der Nacht eine Stafette erhalten, solle Postillone parat halten zum Einreiten, um Viktoria zu verkünden. Der und jener wußte noch mehr: Laufende von Gefangenen hat der König gemacht, zwei gewaltige Batterien erobert, vierzig, nein, hundertvierzig Kanonen! Die Russen seien in voller Flucht. Der Große König! Unser gnädiger siegreicher König! Fridericus Magnus! Dor dem Schlosse ist ein Gedränge, kaum kann man durchkommen. Wie die Mauern steht das Volk. Mühsam nur bahnen die Equipagen und Sänften sich ihren Weg. Der Kommandant, der alte Rochvw, mitten darunter, im Sattel, wettert und flucht. Die hohen Beamten, der Adel, wollen keine Stunde versäumen, der Königin aufzuwarten, luntertänigft zu gratulieren. Die Messieurs in den goldbordierten Staatsröcken, die gepuderten Perrücken auf den ehrwürdigen Schädeln oder den akkuraten Zopf im Nacken; Mesdames in großer Toilette, bauschigen Reif- röcken, Medicis um den Hals. Platz da für Seine Exzellenz Minister Graf von Finck! Platz für Frau Gräfin Dees I Für die Generalin vön For- cade! Für Seine Hoheit den Markgrafen Heinrich! Für Herrn Baron von Müller! Für Herrn Reichsgrafen von Cefrnborff! Für den Marquis d'Argens! Und dazwischen Vivat! Vivat Fridericus Rex! Und wieder dazwischen in ihren weißen Röcken ein Häuflein mürrisch dreinschauen- der Gefangener, österreichischer Offiziers, die der König erst vor ein paar Tagen seinen lieben Berlinern zur Ergötzung gesandt frat (Fortsetzung folgt) ni) 8anb. . 9' 'M 1924 « ktvr x.^birg 1 -d» d« :»ef ,st ge 9^0^ der gJymSS firK ZTZ ' Erlach m Kn. r für ou»b "St. ^^Uv"ch. Ws dew?^le der ÄÄNL "ÄLLr f^r «.aitbtoin Im5i2» 5J®®1 gebt, netz «tak m gute Auf ussage rStag: , ?"de " zeitweise ^Nenfäße. - u wn Kontinent ist ueööwfei heute NU» -"^gebiet über dem Erdungen natz Often tram9 bringen durste. llngderLeichedeS 'S Ludwig Aat- ^ittag im Krematorium yie PrvvmzialdüMvn 1 toten durch teilende ertretcn, ebenso waren ^reiics und der Stadt irrer Dein deck von sprvchen Hit, hielt auch Smpsinden getragene des Kreils und bti :e Kreisamtmann ®ö» dt Friedberg Aeigrvrd- 8dän der Schubpvlizei an Sem Sarge nieder. warmen Dorten bet ch Äerftvrbenen. Pr> s hatte übrigens zu «zichunoeit', lern Grob- DirÄtvr brr Taub- Zater war in der Oah° iSarzt. etlung zu den be« ^euerfälligkeiten. Ausgabe im Druck be- bickgm Fmanzamt eine eine AeÄerung tn den sgewcibesteuer brachte eine Änderung m den iroröi), des Kreises uni j) werden an den gestern fdllia- WW und Ljefjeucr 60 Aroz., ^'eisgewerbestÖier tjg, -steuer' i« des staatlichen stiften hat sich mchts bie heutige Mml- g. Dem Leiter des M für Quellenfor- Dede, Privatdozem rrsität Gießen, ist von 'dieAmtsbezeichnunS Mb,n. M** unh f>at fort am W ,-4915) begonnen^ aide ist getonnem ^ m “LzT6dßen SUIN ^unh » sK; «««'■ &1&*’** D-e gquiHj* ’SSJB ,1« <&*»• Ä‘"8Z n a’u 7nn tm njaif« v?i: Jivat SU 5‘1 A'cheni^A ** tet .zuletzt Pridärassistent d«S damaligen Direktors. Prof. Dr. Dunbar, war. 2lls im Mai 1922 die Hessische Regierung das Institut für Quellenforschung in Bad--Rauheim errichtete, tvurde Professor Dede, der damals Assistent ton Chemischen Institut der Anidersität Mün- Äet i. W. war, als Leiter berufen. ** Erfolgreich in der Stenvgra-- pyie. Unserem gestrigen Bericht über den ,Verbandstag Gabelsbergerscher Stenographen iin Offenbach ist nachzutragen, daß in der Gruppe 240 Silben August Hirsch von der iStenographen-Desellschaft Gabelsberger in Kietzen den ersten Preis errang. •• Französische Briefkontrolle in Mainz. Zur Vermeidung von Anzuträglich- feiten für die Empfänger im befehlen Gebiet wird darauf hingewiesen, daß bei dem Bahnhofspostamt in Mainz seit kurzem eine äleberwachung der Driefseiidungen durch die französischen Behörden stattfindet. ** Von der Ange ste lltenver-- s i ch e r u n g. Die Reichsdersicherungsanstalt für Angestellte hat beschlossen, nunmehr auch das Zahnheilverfahren in dem früheren Umfang aufzunehmen. Den Versicherten werden wieder Zuschüsse zu den Kosten des Zahnersatzes gewährt. Diese Zuschüsse müssen bei den Krankenkassen beantragt werden, denen Der Versicherte angehört. Gehört der Versicherte keiner Krankenkasse an, oder wird der Antrag von der Krankenkasse abgelehnt, dann mutz der Antrag direkt bei der Angestelltenversicherung gestellt werden. Voraussetzung für die Gewährung des Heilverfahrens ist jedoch, datz der Versicherte, wie bei den ständigen Heilverfahren, mindestens 12 Deitrags- monate entrichtet hat, wobei Beiträge der Invalidenversicherung angerechnet werden Wunen. ** Drucksache und Teil-Drucksache. Die neuen Bestimmungen über die postalische Behandlung der Drucksachen werden vielfach.noch nicht genügend beachtet, so datz daraus mancherlei Anzuträglichkeiten entstehen. Folgendes mutz bei der Absendung von Drucksachen jetzt beachtet werden: Drucksachen zu 3 Pfennigen dürfen handschriftliche oder mit Stempelabdruck hergestellte Angaben nicht enthalten. CS ist aber gestattet, eine innere, mit der äutzeren übereinstimmende Aufschrift handschriftlich oder mechanisch anzugeben, sowie in gleicher Weise Firma, Namen, Stand und Wohnung des Absenders, seine Fernsprechnummer, die Telegrammaufschrift und den Telegrammschlüssel, sowie sein Postscheck- oder Bankkonto nachzutragen oder zu ändern. Alle anderen schriftlichen oder mechanischen Vermerke, wie z. B. Buchungsnummern innerhalb des gedruckten Teils, Absendungstag, Zahlen, Namen von Reisenden, An-- terstreichungen, Anstreichungen,Durchstreichungen usw. machen die Vollürucksache zu einer Teildrucksache oder zu einem Brief und unterwerfen sie dadurch der höheren Gebühr für eine Teildrucksache (mindestens 5 Pfennige) oder der Briefgebühr. ** Sein 25jährrges Dienstjubiläum als Maschinenmeister bei der elektrischen Licht- und Kraftanlage des Bahnhofs Gießen feiert morgen der Maschinenmeister Friedrich Wirtz e l a u e r von W i e s e ck. ** Ein astronomisches Ereignis erstenRanges isteht in diesem Sommer bevor. Im Monat August wird der Nachbarplanet Mars unserer Erde so nahe kommen, wie dies in den nächsten 80 Jahren (bis zum Jahre 2003) nicht wieder der Fall sein wird. Alle bedeutenden,Sternwarten der Welt rüsten sich, um während der Augustwochen die günstige Stellung des Mars zu einer genauen Erforschung seiner Oberfläche zu benutzen. Landkreis Gietzen. * Lollar, 8. Juli. Wegen Vornahme von Wasserleitungsarbeiten in Lollar wird die Kreis st ratze Lollar — Daubringen von Mittwoch, 9. Juli, ab bis auf weiteres fürben Durchgangsverkehr gesperrt. Der Verkehr wird über Staufenberg geleitet. e Trohe, 7. Juli. Am Sonntag drang ein Dieb während der Abwesenheit der Bewohner in die Wohnung des Schul Hauses und raubte am Hellen Tag einen ansehnlichen Geldbetrag und eine Menge Wertgegenstände. Die Staatsanwaltschaft Gietzen hat sich der Sache angenommen. ri. Lich, 8. Juli. Mit militärischen Ehren wurde gestern hier Philipp Wilhelm Bel - l o f, einer aus der immer kleiner werdenden Zahl der Kämpfer des Jahres 1870, zu Grabe getragen. Bellof, der zuerst im Dienste der alten „ober- hessischen" Eisenbahn stand, war nach seiner Versetzung in den Ruhestand lange Zeit als Schuldiener an der hiesigen Präparandenanstalt, dem späteren Vorseminar tätig und war dadurch in Veiten Kreisen unseres Landes, besonders in den Kreisen der Lehrer bekannt. — Sehr wüst ging es hier auf einer Hochzeitsfeier zu. Durchs Bier war die Gesellschaft so „lustig" geworden, daß ein junger Bursche das Messer zog und einem Kameraden mehrere Stiche in den Kopf beibvachte, so datz dieser alsbald ärztliche Hilfe aufsuchen muhte. Die Gesellschaft lieft sich durch den Vorfall aber in keiner Weise in ihrer Lustigkeit stören, sondern zechte und sang in lauten Tönen weiter bis in den Morgen hinein. Armes Deutschland, wo es so unter der Jugend zugeht! Kreis Alsfeld. * Alsfeld, 8. Juli. In unserer Stadt macht sich das Fehlen eines genügend großen Raumes für größere Versammlungen und sonstige bedeutende Veranstaltungen schon seit längerer Zeit sehr unangenehm fühlbar. Am diesem Mangel abzuhelfen, wird jetzt ein großes Saalbauprojekt in Erwägung gezogen. Der Plan ist in seinen Hauptzügen folgender: Eine Stadthalle wird tn unmittelbarem Anschluß an die Ostsette der Turnhalle erbaut, so daß sie gleichsam eine Verlängerung der Turnhalle darstellt. Die Stadthalle wird natürlich erheblich länger und breitrr (so datz sie allein über 1500 Personen zu fassen vermag) und auf beiden Seiten mit den notwendigen Nebenräumen versahen. Der Raum der Stadthalle wird in den weitaus meisten Fällen den Bedürfnissen genügen. Bei außergewöhnlich großen Veranstaltungen können bsidr Hallen, die Stadt halle und die Turnhalle, zur Aufnahme des Publikums in einen Raum verwandelt werden, indem die sie trennende Scheidewand entfernt wird. Die Turühalle dient also fast ausschließlich Turnzwecken und wird nur in seltenen Fällen zu Deranstaltungszwecken Herangezogen. Der Boden der Stadkhalle kommt etwa 80 Zentimeteo tiefer zu liegen als der der Turnhalle, so daß>die in der Turähalle sitzenden Personen über die Köpfe der in der Stadthalle sitzenden nach der am Ostende der Stadthälle liegenden Bühne hin- wegse'hen können. Eine derartige Verbindung beider Hallen würde dem weitgehendsten Raumbe- dürsnis genügen. Man betrachtet dieses Projett als die glücklichste Lösung des Mißstandes, die unter den gegebenen Verhältnissen überhaupt erreicht toeröen kann. t. Kreis Schotten. 0 Laubach, 7. Juli. Heute nachmittag ertrank der 15jährige Antersekundaner Wilhelm Pitz, einziger Sohn eines hiesigen Briefträgers, im Tiergärtner Weiher. Der junge Mensch badete mit zwei Kameraden, was hier ausdrücklich von feiner Schule und der gräflichen Forstverwaltung verboten war wegen der großen Gefähr durch die Schlinggewächse. Plötzlich schrie Pitz um Hilfe, da er festsaß: er war jauch ein noch nicht genügend geübter Schwimmer. Die beiden Schulkameraden eilten herbei, brachten ihn fort und schafften ihn auch eine Strecke, weiter. Er klammerte sich aber fortgesetzt pn sie und ritz sie wiederholt mit in die Tiefe. Die Kräfte der jungen Leute waren bald erschöpft, sie strebten nach dem Ufer, während Pitz immer falsche Richtung nach der Mitte des Weihers nahm. Plötzlich sank er unter, während seine erschöpften Kameraden mit schwerer Mühe das Äser noch erreichten. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 8. Juli. Oberstaatsanwalt W ü n z e r, Landtagsabgeordneter der Deutschen Dolkspartei, dem vor einigen Monaten der eine Fuß amputiert wurde, mutzte gestern den andern Fuß einem operativen Eingriff hingeben. Wie verlautet, soll aber das Allgemeinbefinden gut sein. — Landtagsabgeordneter Kindt ist, wie verlautet, nicht unbedenttich unter Vergi f- tungserscheinungen erkrankt. Vermutlich handelt es sich um Fischkonservenvergif- tung. Herr Kindt steht unter ärztlicher Behandlung und muh einige Tage das Bett hüten. Hessen-Nassau. * Frankfurt a. M., 7. Juli. Dem.Beschluß der Stadtverordnete n-Bersammlung entsprechend hat der Magistrat die F r e m - den st euer mit Wirkung ab 1. Zuli außer Hebung gesetzt. Frankfurt a. M.» 8. Juli. (Wolff.) Gestern abend erschoß der Poli zeiwachtmeister W i e l u n in der Wohnung seiner Schwiegereltern seinen Schwiegervater, den Maschinenschlosser Nikolaus K ö l l s ch und verletzte sich dann durch einen Kopfschutz so schwer, daß er in hoffnungslosem Zustand ins Krankenhaus verbracht wurde. Die Tat ist aus Familienzwist tg- teiten zurückzuführen. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 8. Juli 1924. Das Stadtparlament hatte sich heute nur mit kleineren Vorlagen zu beschäftigen, die bis auf eine Ausnahme glatt verabschiedet wurden. Anlaß zu besonderen Bemerkungen liegt nicht vor. Zu Beginn der Sitzung widmete der stellv. Vorsitzende, Beigeordneter Dr. S e i fr, dem Heimgegangenen Provinzialdirektor Matthias euren herzlichen Nachruf, der sicherlich in allen Dürgerttelsen volle Zustimmung finden wird. • Sitzungsbericht. Anwesend die Beigeordneten Dr. Seid, Dr. Frey, Iustizrat Dr. Rosenberg und 29 Stadtverordnete. Als stellv. Vorsitzender fungiert Beigeordneter Dr. © e i fr. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmet der Vorsitzende dem verewigten Provinzialdirektor Matthias folgenden Nachruf, während die Mitglieder des Hauses sich von den Sitzen erheben: Am 4. Juli ist unerwartet nach kurzem Krankenlager Herr Provinzialdirektor Matthias verschieden: nur wenig über zwei Jahre war es ihm vergönnt, an der Spitze der Provinz Oberhessen zu stehen. Das Ableben dieses außergewöhnlich begabten, Weitblickenden und tatkräftigen Verwaltungsbeamten bedeutet einen schmerzlichen Verlust für unsere Stadt. Stets brachte er den städtischen Angelegenheiten das größte Interesse entgegen. Wünsche der Stadt fanden bei ihm immer bereitwilliges Gehör. Wohlwollendes Verständnis gestaltete jede Zusammenarbeit zu einer erfreulichen und nutzbringenden. Besonders verdienen hervorgehoben zu werden die Rücksicht und die Achtung, die der Entschlafene in vorbildlicher Weise der städtischen Selbstverwaltung entgegenbrachte, deren geschichtlich begründete Bedeutung und Wichtigkeit für das Wohl des Volkes und des Staates seinem weitschauenden Blick nicht verborgen bleiben konnten. Wir haben in Herrn Prv- vinzialdirektor Matthias einen Mitbürger verloren, dessen lickenswürdiges und gewinnendes Wesen, dessen warmes Verständnis für die Freuden und Leiden aller Schichten der Bevölkerung ihm hohe Wertschätzung und zahlreiche Freunde in allen Kreisen der Einwohnerschaft erworben haben. Ehre seinem Andenken! Auf der Tagesordnung stehen rtur kleinere Vorlagen. Der Steuerausschlag von den lanö- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken nckst Zubehör und vom Dergwerlseigentum wird auf 20 Pf. für je 100 Mk. Steuerwert festgesetzt. Zur Beschaffung eines Telephonanschlusses für daS Stadtschulamt werden 350 Mk. bewilligt. Die an die evang. Gemeinde zu zahlende Ent- chadigung von 150 Mk. für die Abnutzung des ür Schulzwecke in Anspruch genommenen Kon- irmandensaales im Gemeindehaus Kirch» kraße wird genehmigt. Der freihändigen Vergebung der Lieferung von Hausanschlußkabeln wird nachträglich zugestimmt und ein Kredit von 9300 Mark bewilligt. Die Rechnungsabs chlüsse für 1921 des Elektrizitätswerkes und der Straßenbahn, sowie die Rechnungsabschlüsse für 1922 des städt. Lebensmittelamtes und des städtischen Brennstoffamtes werden nicht beanstandet. Einige Wünsche hinsichtlich der Quäkerspeisung werden vorgebracht und deren Prüfung seitens des Dezernenten zugesagt. Zum Anschluß der städt. Neubauten am Riegelpfad an das elektrische Kabelneh wird ein Kredit von 2500 Mk. bewilligt. Für die ab 1. Juni eingetretene Lohnerhöhung der städtischen Arbeite^ wird bis zum Ende des Rechnungsjahres 1924 ein Kredit von 15 900 Mk. bewilligt. Ein Baugesuch von Sonn & Hertz, Walltorstr. 44, über Errichtung einer Lagerhalle, welches die Baudeputation nur unter der Bedingung befürwortet, daß in der Halle nur leere Fässer, Kisten und bergt gelagert werden, wird an die Deputation zurückgegeben mit dem Ersuchen, zunächst erst noch eine gutachtliche Äußerung der Feuersicherhlltspolizei einzuholen. Man befürchtet nämlich, daß die Halle für die Umgebung feuergefährlich werden könnte. Der Vergebung der inneren Bauarbeiten für die Fachwerksbauten an der Kaiserallee wird zugestimmt. Der Wortführer der Deutschen Dolkspartei erklärt hierbei, früher habe er schon immer gefordert, daß die Arbeiten nicht stets an den Mindestfordernden vergeben werden sollten, und freute fordere er das erneut In dieser schweren Zeit solle die Stadt überhaupt möglichst viele Arbeiten vergeben, damit das Handwerk und Gewerbe rege Beschäftigungsmöglichkeit bekomme. Für die Installation der Gasleitung zu Kochzwecken in den alten Fachwerksbauten an der Kaiserallee werden 750 Mark bewilligt Der Voranschlag der Plockschen Stiftung für das Rj. 1924 wird mit 1772 Mark genehmigt. Für die Wiedereröffnung der Beratungsstelle für Geschlechtskranke in Gießen wird ein Jahresbeitrag von 400 Mk. gutgeheihen. Der Mitgliedsbeitrag für den Verband Deutscher Gewerbe- undKaufmanns- g e r i ch t e wird auf 25 Mk. für den Rest des Jahres 1923 und auf 50 Mk. für das Jahr 1924 festgesetzt Der Aebernahme der Kosten der Mütterberatungsstunden in der Aniversitäts- Kinderllinik in Höhe von H00 Mk. jährlich ab 1. Januar 1924 auf die Stadt wird zugestimmt Schluß der öffentlichen Sitzung. Es folgt eine nichtöffentliche Beratung. Gerichtssaas. M c»i n z, 8. Juli. Vor dem hiesigen Schöffengericht fand freute ein Prozeß wegen Unter* schlagungen beim hiesigen Reichsvermögensamt statt. Angellagt waren der Ver- troltungsobersekretär Büttner, Kaufmann Pe- trfr, Maler Günther, Witwe Hämmerlein, Schreiner Hir schfr i egel und Dolmetscher Buch erer. Das Urteil lautete für Büttner auf 1 Jahr 1 Monat Zuchthaus und 150 G.-M. Geldstrafe, Petry und ®ün.tfr er je li/2 Jahre Gefängnis und 150 G.-M. Geldstrafe, Kämmerlein 800 G.-M. Geldstrafe und Hirschspiegel 200 G.-M. Geldstrafe. Ducherer wurde freigesprochen. Sämtlichen Angellagten wurde wegen ihrer bisherigen Anbestrastheit mildernde Am- stände zugckilligt Aus die Freiheitsstrafen werden je 18 Wochen Antersuchungsfraft angerechnet. Aus dem Amlsverknudigungsblalt? • Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 46 vom 8. Juli enthält: Provinzialdirettor Matthias f. — Reinhaltung der Ortsdurchfahrten. — Sttaßensperre in Lollar. — Teilnahme der Lehrer und Schulleiter an den Feuerwehr- Übungen. — Aushändigung der Reichs Verfassung an die zur Entlassung kommenden Schüler. Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. D.: Heinz Gvrrenz. Bei Neigung zu Fettansatz sollten Sie eine Zehr- kur vornehmen. Wir raten ftbnen, tn Ihrer Apotheke 30 g Toluba-Kerne zu kaufen, die wirksame, völlig unschädliche Stoffe enthalten. 5362ss Wieseck, den 8. Juli 1924. 5531D 5 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Vaters und besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir herzlichen Dank. Julie Michaelis Eduard Michaelis und Braut. VEev-MMeZ Klub-Sofas und Klub-Seffel in Leder, Plüsch, Gobelin usw. in modernen und aparten Formen Chaiselongues. Matrahen mit Roßhaar, Kapok und Wolle. Aufarbeiten sowie Modernisieren alter Polfiermöbel in eigener Werkstatt Qualitätsarbeit Th. 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Juli 1924, norm. 11 Vr Uhr: Gedächtnisfeier im Hofe der Zeughauskaserne,- nachmittags 4 Uhr: _____ Familienfeier auf der Liebigshöhe. Zum Festkommers unb zur Gedächtnisfeier schwarzer Anzug, Orden, Ehren- und Dereinsabzeichen sind anzulegen. Mit Uniform verabschiedete Offiziere werden gebeten, beidemal in Uniform zu erscheinen. 5516V Nichtmitglieder, welche in Begleitung von Dereinsmitgliedern an der Familienfeier teilnehmen wollen, müffen im Besitz eines Festprogramms fein; ohne das kein Zutritt. Programme können am Eingang des Festsaales in Empfang genommen werden. Donnerstag, den 10. Juli, abends 8 Uhr 5. Abonnements Konzert Wir suchen für Oberhessen und Umgegend einen gut empfohlenen Vertreter Nur solcher Herr kommt in Frage, welcher diesen Bezirk schon längere Fahre mit nachweislichem Erfolg Einladung zu der am Sonntag, dem 13. 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Weizen, mark., 138—143, Rogggeck. märk., 125—133, Braugerste mark., 138 bis 147, Futtergerste, neue, 127—135, Hafer, märk., 123—133, Weizenmehl 21—23,75, Roggenmehl 18,50—21,75, Weizenkleie 8,50—8,60, Roggen- kleie 8,40. Raps 225—230, Leinsaat 280—290, Diktoriaerbsen 19—20, kleine Erbsen 13—15 Fut- ererbien 12—13, Peluschken 12—13, Ackerbohnen 13—14, Wicken 12—13, Lupinen, blau, 9—10, 6. S. Wenn Bahnhofstraße 59 Tel. 66. tM7c des „Gieß. Änz".) Tendenz^ Schwächer. — Die Llmsahtätigkeii der Börse, die immer mehr zu- sammenschlumpft, erreichte heute einer selei gesehenen Tiefstand. Dies tommt besonders auf den Aktienmärkten zum Ausöruck, für deren Wett die Rachfrage fast gänzlich ins Stocken geraten ist. Die Tendenz war bei Eröffnung für fast alle Gebiete schwächer. Die älnlust, Eng gem.n s einzugehen, war noch schärfer ausgeprägt, als am Vortage. Rach wie vor verein gte sich das Interesse der Börse auf die Kursbewegung der Kriegsanleihe, die aber auf die neuen, weniger günstig lautenden Berichte über die Aufwertungs- frage einen beträchtlichen Kurssturz erlitt. Auch die Umsätze haben beträchtlich eingebüßt. Ein großer Teil der Dörsenbesucher wandte heute seine Aufmerksamkeit dem Markt der ausländischen Renten zu, der ohne nennenswerte Motive eine starke Rachfrage für Türken- und Russenwerte zeigte. Man vermutet, daß die voraussichtliche Wiederaufnahme des Zinfendienstes für diese Renten bei der einsehenden Hausse maßgebend sein dürfte. Bevorzugt sind besonders Bagdad I uno II, Zoiltürken, Anatolier und 1902er Russen, die sämtlich mit einem Gewinn bis zu einer Billion Prozent aus dem Verkehr gingen. Auch ungarische Goldrenten waren stärker gesucht und höher. Der Geldmarkt zeigte keine nennenswerten Veränderungen. Tagesgeld stellte sich auf V* pro Mille, Mvnatsgetder auf 2 Proz. Auf dem Devisenmarkt ist für den französischen Frank eine fühlbare Beruhigung etngetreten, wahrscheinlich infolge der Zusammenkunft Macdonalds mit Herriot. Die Pfundparttät des Frank ist auf 83.30 zurückgegangen. Der Montanmarkt lag sehr ruhig bei nachgebenden Kursen. 3m Festverkehr war das Geschäft heute etwas lebhafter. Man hörte Decker- Kohle 3 5. Decker-Stahl 1,37, Denz 2,12, Apt 2,25, Petroleum 11, Ufa 4,75, Drown Doveri 0,950. 3m weiteren Verlauf blieb die Tendenz unverändert. 4,21 18,90 63,57 18,21 21,5 IM,40 17,94 55,94 6,02 1.67 111, 3 75,14 55,39 12,31 4,98 Wirtschaft. Vom Getreidemarkt. Tie feste Haltung an den deutschen G e- reidemärkten hielt auch in der Derrchts- * • Dadische LandeSelektrizitäts- versvrgung A-G., Karlsruhe (Baden- werk). Der am 1. August fällige Zinsschein der Kvhlenwertanleihe wird mit 9,67 Goldmark für eine Tonne Kvhle eingelöst. • Kapitalsanierung der A-G. Drown, Doveri il Ev.» Baden (Schweiz). Die Bilanz des Geschäftsjahres 1923/24 wurde kürzlich dem Verwaltungsrat vorgelegt. Sie schließt mit einem großen Fehlbetrag ab, so daß sich die Gesellschaft infolge dieses sehr ungünstigen Abschlusses zu einer umfangreichen Sanierung veranlaßt siecht. Es wird nach der „D. Z. am Mittag" bei der G.-V. beantragt, den Reservefonds von 9 Mill. Mk. abzuschreiben und das Aktienkapital um 30 Proz. von 66 auf 39,2 einige Firmen, die seither große Posten Kriegsanleihen verkauft hatten, härte plötzlich als Käufer auf. Die Meinung über die Aussichten einer Aufwertung gehen außerordentlich weit auseinander. 3m Devisenverkehr zeigte sich im großen und ganzen keine Veränderung: nur der französische Frank unterlag im Zusammenhang mit den wechselnden politischen Situationen einigen Schwankungen. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mart au^ebrifcft. BuenoMItrt«, London, Neu. York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Ein beiten, alle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. ________ (Ohne Gewähr.) Mädchen- u.Knabenstiefel Fon Sportleder, Strapazierstiefel, stark. «1 v Boden, Größe 31-35. . . . Mk. V Mill. Mk. reduzieren durch Abstempelung der Aktien von 500 auf 350 Franks und von 1250 auf 875 Frank. Wenn auch die Bilanz noch nicht vorliegt, so zeigt doch die Höhe der Abschreibungen im Gesamtbeträge von 25,8 Mill, die erheblichen Verluste, die bei den deutschen Beteiligungen, durch den Rückgang des Frankkurses, sowie durch starke Abschreibungen auch aus den schweizerischen Beteiligungen entstanden sind. Wie bekannt, hat die Gesellschaft seit 1920 keine Twebende ^ur Verteilung gebracht. * sinter Geschäftsaufsicht. Lieber die Firma Fahrze ugfabrik Aktiengesellschaft in D a r m st a d t ist die Geschäftsaufsicht zur Abwen» düng des Konkursverfahrens angeordnet worden. * Konkurs. Lieber das Vermögen des Erich Schröter, Karosseriebau in D a r m st a d t, ist das Konkursverfahren eröffnet worden. Forderungen sind bis zum 25. August beim Amtsgericht Darmstadt II anzumelden. Börsenkurse. Unterstufe (Geräte): 1. Heinrich Decker, Krofdorf 358 P., 2. Otto Rohm, Wieseck 352 P. 3. Adolf Dender, Fellingshausen 348 P. Altersklasse (über 35 Jähre): 1. Karl Bremer, Wieseck 218 P., 2. Gustav Seibert, Wieseck 214 P., 3. Fritz Kühl, Gießen und Wilh. Wolf, Gießen 207 P. Oberstufe (volMümlich): 1. Karl Schäfer, Daubringen 108 P., 2. Rudolf Velten, Wieseck 101 P., 3. Ewald Diehmann, Kinzenbach 100 P. Mittelstufe: 1. Fritz Glaßner, Schwalbach 108 P., 2. Wilh. Dern, Schwalbach 105 P., 3. Fritz Hecker, Schwalbach 104 P. Linterstufe: 1. Fritz Krämer, Heuchelheim 115 P., 2. R. Steinmüller, Klein-Linden 114 P.» 3. Alft. Schleenbecker, Heuchelheim 109 P. Turnerinnen: 1. Emma Kröck, Heuchelheim 309 D., 2. Anna Füll, Herborn 307 P„ 3. lAnni Pauftrt, Herborn 295 P. Musterriegen (A - Klasse): 1. Lau ns buch, norwegische Storling mit großer Stimmenmehrheit beschlossen, den Ramen der Hauptstadt Ehristiania vom 1. Januar 1925 ab in Oslo umzuwandeln. Oslo ist der Rame der alten Stadt, die der norwegische König Harold 1048 auf der Stätte angelegt haben soll, auf dec heute- der Ostteil von Ehristiania liegt. Vielleicht 'bat aber diese Siedlung schon- lange vor dem 11. Jahrhundert bestanden. Rach der^ Vereinigung von Dänemark und Rorwegen 1397 verlor Oslo langsam an Bedeutung. 3m Jähre 1567 wurde es von den Schweden niedergebrannt, und fiel 1624 noch einmal einer Feuersbrunst zum Opfer. Die Bewohner siedelten dann nach einer nahegelegenem Stätte über, auf der König Ehristian IV. eine neue Stadt baute, die in einem Erlaß vom 28. September 1624 den Ramen Ehristiania erhielt. SMe Bürger von Oslo behielten aber ihre alten Privilegien und ihr altes Wappen. 1857 wurde das alte Oslo in die sich ausdehnende Stadt Ehristiania einbezogen, und die alte norwegische Tradition 'hängt an diesem Ramen, während in Ehttstianra die Zeit der dänischen Herrschaft fortlebt. Es ist daher begreiflich, daß die Aor- 'weger jetzt zu dem Ramen Oslo zurückkehrelt. Die Grammatik der Handlesekunst. Das Währsagen aus den Linien der Hand erscheint den meisten als ein altes Zauberkunststück der Zigeuner, hinter dem man nichts als Schwindel vermutet. Es gibt aber auch einq wiisenschaftliche Handlesekunst, die sich auf keine Wunder beruft, sondern auf bestimmten Gesetzen ausgebaut ist. Es gibt eine bestimmte Grammatik dieser Handlesekunst, die man nur zu lerneH braucht, um von der Hand den Charakter des Betreffenden able'en zu können. Ein englischer Handlesemeister Rvel Iaquin hat die wichttgsten Prinzipien aus. inander ge eh t. „Beobachte die Hand Deiner F.-eunde," schreibt er, „wenn Du sieW, daß der Daumen von der Hand weg gebogen ist. so ist es ein impulsiver Mensch, unh der Mann mit dem geraden zuge pihten Daumen besitzt feste Gntschlußftaft. Der kurze dicke Daumen gehört einem Materialisten, die lange schmale, schöngeformte Hand ist ein Zeichen des Den-, kers. Kurze Fingier künden die Fähigk it an, große Pläne zu schmieden, aber zugleich uie Llnsähigleit, sich auf Einzelheiten zu konzentrieren. Lange Finger bezeichnen eine Vorliebe für Einzelheiten. Die Hand, die mit einer Menge von feinen Linien bedeckt ist,, gehört einer Persönlichkeit, die mehr nervöse Lebendigkeit als körperliche Kraft hat. Die breite tieflinige Hand verkündet Stärke und eine materielle Lebensauffassung. Rötliche Linien lassen auf einen hohen Blutdruck schließen. Die Linien des Lebens und des Kopses liegen etwa einen halben Zoll unter dem Zeigefinger, die Lebenslinie führt zu dem Handgelenk herab, die Kopflinie durchquert die Hand. Wenn diese Linien sich verbinden, so läßt sich daraus auf eine Llnterschätzung der eigenen Fähigkeiten, einen Mangel an Vertrauen und große Vorsicht bei allen Unternehmungen schließen. Die Lebens- und Kopflmien der selbstgewissen unter- ne'hmungslustigen Persönlichkeit sind getrennt. Em sehr großer Zwischenraum zwischen den beiden Linien bezeichnet schnellen Entschluß und einen gewissen Leichtsinn, der in Llnüberlegthert ausarten kann. 3n manchen Fällen wird man beobachten, daß die Linien auf der linken Hand verbunden, auf der rechten getrennt sind. Das erscheint auf e den ersten Blick als ein Gegensatz, aber die Erklärung ist ganz einfach. Die linke Hand zeigt den natürlichen angeborener! Charakter, die rechte deutet bte Entwicklung an und teilt uns mit, daß der Betreffende seinen Mangel an Vertrauen und Zuversicht überwunden hat. Das Geheimnis des Erfolges odrv Mlßerfctges läßt sich 'häusig aus der Art der Derbmdung dieser beiden Hauptlimrn erkennen!, und wer in seiner Handfläche zu lesen versteht, findet hier das ungeschminkte Spiegelbild seines Charakters mit all seinen Fehlern. f " ■wa—mmmi ii in i hi ur.TA-inzgigg sswnmanH Vorräte zum allergröü „ . . nur noch im Besitze minderwertigen Roggens sich befindet, den abzusehen recht schwierig sein wird. Auch die Konkurrenz amettkamscher Produkte war geringer, da die Preise infolge der starken Steigerungen in Chicago nicht unbeträchtlich evhöht lagen. 3n Weizen gestaltete sich das Geschäft nick-t ungünstig. Teilwere überstiegen d:e Weizenmehlpreise des 3nlandes sogar die Welt- markt Parität. Die feste Tendenz im Hafergeschäft hält weiter an, wenn auch das Geschäft im allgemeinen etwas ruhiger liegt. Der Weltgetreidemarkt steht noch immer unter dem Eindruck der amerikanischen Getreidehausse. Zwar ist die Bewegung der Preise nach oben zurzeit zum Stillstand gekommen, doch waren wesentliche Preisrückgänge nicht zu bemerken. Der Anteil Europas an dieser festen Hal- ung des amerikanischen Weizenmarktes war recht gering. 3m allgemeinen dürsten auch für die nächste Woche dort noch Spekulations-Ankäuie >u erwarten sein. Was die Ernteaussichtrn in oen Vereinigten Staaten anb»langt, so scheint es, daß der augenblickliche Stand der Ernte sich immerhin noch wesentlich ungünsttger stellt, als im vorigen Jahre. Was die Absatzaussichten für das nächste Jähr anbelangt, so ist man in den Vereinigten Staaten der M'inung, daß auch diesmal der Export sich in der Höhe der diesjährigen Ausfuhrmenge, die um ca. 3 Millionen Quarters die vorjährige überstieg, halten wird. Recht ungünsttge Rachrichten werden auS Rußland gemeldet, wo man ganz allgemein über eine außerordentlich schlechte Ernte klagt und fürchtet, dah, sollten sich die Aussichten nicht noch bessern, eine Hungers- n o t zu befürchten sei. Die russische Regierung gibt die schlechten Grnteaussichten zwar zu, glaubt aber ankündigen zu können, daß eine Hungersnot nicht zu befürchten sei. Die nock vorhandenen Dornäte seien groß genug, am nicht nur die betroffenen Bezirke zu unterstützen, sondern (such um eine Ausfuhr in beschränktem Rahmen wei- leMn zu ermöglichen. 3m übrigen sind die Aussichten Mittel- und Weste uropas nicht ungünsttg. 3n Deutschland erwartet man eine befriedigende Weizenernte, auch für Roggen sind die Erwartungen -richt pessimistischi. Franfteich und England stehen ebenfalls in Erwartung einer ziemlich günstigen Vrnte. S1/» Deutsche Retchsanletb« 4% Deutsche ReschSanleiye 3Vi°/o Deutsche Reichsauleth« 3% Deutsche RejchS-inleibe . Deutsche Svarpranuenanletde 4% Preußische KonsolS . . . 4° o Hessen........... 3‘/?/n Hessen.......... 3®/0 Hessen .... ...... Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dtp. Loll-Schuy-Anwenng..) 4% Zolltürten......... 5% Goldmeftkaner ... . . Berliner HandelSqcsellschaft. Commerz- und Privat-Bank Darmst. und Waiionalbant . Deutsche Bank......... Deutsche BereinSbank . . . . DiSconko Lommcrndit .... Metnlldank........... Mitteldeutsche Kreditbank. . Lesteireichische Crrdttanstalt Weltbank. .......... Bochumer Gaß..... Buder^S............ Caro ............. Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpeuer Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln..... Laurahütte....... Lberbedarf . PYönir Bergbau....... Rlieinnahl Riebeck Montan ....... Tellus Bergbau........ Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd..... Cheramische Werke Albin . . ^cmculwerk Heidelberg . . Pbilipp Hvlzmann Anglo-Cont -Guano..... Badische Anilin........ Chemische Mayer Alapin . . Goldschmidt? Gries ebner Electron .... Höchster Farbwerke..... Holzverkohlung........ Rütgerswerke ......... Lcheideanstalt......... Alla- Elektrizilätl-Sesellschaft Bergmann........... Mainkraftwerke........ Schuckert........ . . . Siemens & Halske ...... Adlerwerke Äleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt Megutn............. Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell'chaß Frankfurt. $et. Union A -G Schuhfabrik Herz Sichel.............. Zellstoss Waldhof....... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . Herrenstlefel non Rindboxleder, spitze u. breite Fass., gute Qual., Paar Mk 12.50, 10.50, Männerschuhe Q7K Rindleder, mit u. ohne Beschlag, 1 U dauerhaft, 40-46 . . . Paar Mk. “ Rindleder-Agraffenstiefel -4SNN schw. Beschlag und Eisen, bestes I I Fabrikat, 40-46 . . . Paar Mk. ■ • Anz.".) Das Geschäft trug heute am (Sffeften- markt einen schleppenden Charakter bei wesentlich veränderten Kursen. Der Markt zeigte eine unverkennbare Widerstandsfä higkeit, doch ist die Ss o- kulation sehr zurückhaltend im Hinblick auf die durchaus unsichere außenpolitische Lage. Die Reise Macdonalds nach Paris gilt als Beweis dafür, daß der englische Ministerpräsident außerordentliche Schwierigkeiten bis zur Londoner Konferenz zu überwinden haben wird. Während man bei allen geschäftlichen Dispositionen seither von der stillen Voraussetzung ausaegangen war, dc»h die Llnterzeichnung des Sachverständigengutachtens ziemlich gesichert sei, macht sich neuerdings in bezug auf diesen Punkt eine größere Llnsicherheit geltend. Das ©efamtintereffe der Dörsenbesucher konzentrierte sich auch heute wieder auf die Kriegsanleihen, deren Kurse auf der Basis von 295 bis 300 schwankten. Lleberraschenderweise traten Ferner Herren- u. Damenstiefel sowie Knaben- u. Mädchenstiefel zu bedeutend herabgesetzten Preisen Einzelpaare enorm billig Schuhwarenhaus Adolf Baer, Bleuen platz 7 8. Juli Amerikanische Noten..... Belgische Noten ...... Danssche Noten....... Englische Noten Französische Noten Holländische Noten fit lienische Noten . Norwegische Noten ..... Deuisch-Oesterr, ä 100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten Schweizer Noten . Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . llngarische Noien . . . 7. Juli 8 Fuss Report. Amtliche Notieruni Amtlich: Jioti:r 111 Geld Brief Geld Hriel 7. 8. Amss.-RoN 158,'0 158, 0 158,20 159,00 voll voll Brss.-Antw 16,75 18,15 19, '5 19,35 voll voll Chrisssania. 55,85 56,14 55,86 56,14 voll voll Kopenhagen 56,33 16,67 66,53 66,87 voll voll Stockliolm . .10,97 111,53 111,12 111,86 von voll HelsingforS- Italien. . . London. . . 10,47 17,985 10,54 17,965 10,47 17,91 10,59 17,97 voll voll voll voll 1t,135 15,225 18,155 18,2*5 voll voll Neuyork . . 4,1 J 4,21 4,1) 4,21 voll voll Poris. . . . 21, 9 £1,39 21,55 21,65 voll voll Schweiz . . 74,76 75,14 <4,78 75,14 voll voll Sva icn . Wien in D-- t-4,86 65,14 b5,46 55,74 voll voll s?est- abgest 5,91 5,93 5,91 5,9S voll voll Prag 12,24 12,30 12,27 12,33 voll Budapest. 5,09 ',335 5,11 5,09 6,11 voll Buen..Aires 1,545 V35 1,345 3,01 voll voll Bul arten 3,01 3,03 3,01 von voll Japan . . 1,76 1,77 1,75 1,76 voll »oll "Mio de Ian (,4g 0,44 N,12 1,43 voll voll Delirad 4,98 5,00 4,93 4,95 voll voll Lissabon 11J7 11.53 11,47 11,53 voll voll Frankfurt a M Berssn Schluß 5*1», Schlutz- Schlutz. Kurs flu s fill » filir» 1 1 8 7- 7. 7. 8. 7 0, >50 0,2675 C,3i0 0,278 0,550 0,575 0,375 0,'50 0.440 0,470 0,440 0,400 1,01 1 0,97 > 0, 90 0, 00 0,255 0. 00 0,435 0,440 0,450 0,4 5 0,2 >0 0,610 — 0,650 0,500 — — 0,'20 0,500 0,550 0,4:0 4,2 4,2 4,2 79,20 79,6 79,25 79,6 6,87 6,62 5,625 7 — — — 33 20 - 20,40 19 3,6"> 3.50 3,75 3,59 6,?5 6,37 6,5 6, 0 6,75 7,3 7,75 7,5 8% 0,4 — — 7,87 8,25 8 11,10 10.65 — 2,0 1,9 2,25 1,80 0,350 0, 4 0,-50 0, 00 — 0,2:0 0,3 0,400 - - 43,50 35,75 7,25 7,12 7.1 6.87 8,12 7.5 8 12 7, 5 45 42 43.65 42 45,12 44,5 45.6 42, 0 — - 52 48,5 6,35 6,2s 6,25 6,2 lu.50 10,2 10,25 9,5 4,12 3,62 4 3,75 8,12 d 8,25 8 24,1? 21,75 24 22,1-1 20,5 18,’S 20 18 — 31 31 31,50 M5 1.3 — 18,75 18,40 19 18 4,05 3,80 4 3,8 1,6 1,55 — • 8^5 :,80 8 — 2,65 2,90 2,f 0 8 — 7,7 8 11,37 11,25 11,5 11,13 1,8 - — — 9,75 8,65 8,80 8,65 10,5 9,80 10,50 9,9 8,52 8,60 8,87 8,76 6,60 5,65 — — 11 9.75 10,5 9,5 12,4 10,6 — 6,10 6 6,25 6 11 11 10,90 10,6 6,2 6,2 — -• 29 28 28,6 28 — — 38,50 35,5 1,28 1,10 1,12 1,13 1,87 1,90 1,75 1,80 1,75 1,90 — — 8.4 8 7,9 7,18 0,61 0,6 — 0,525 0,65 0,65 10 9,625 — * 1,1 1,1 1.1 1,1 ytl 2& 22 3,12 22 3.13 7,65 7,78 7,50 7,50 3 3 — — 2,5 2,8 2,3 2,3