Nr. 85 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilag«: GießenerFamiliend lotter INonatr.l'ezuorprelr: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen 'Nummern infolge höherer Gewalt. Fernjprech Anschlüsse: für die Schriftieitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten An,eigerSiegea. Postscheckkonto: Sronlfurl a. BI. 11886. Erster Blatt U4. Jahrgang Mittwoch, y. April 1924 SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Vrvck vttd Verlag- Vrüßk'fche Universitäts-Such- und Sleindruckerri R. Lanqe in Stehen. Schriftlettung und Gefchäftrftelle: Schulttrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichKeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpsennig; für Re- Klame-An-eigen o 70n m Breite .35 Goldpsennig, Plutzvorschrist 20"/,, Aus- chlaq. - Verantwortlich ür Politik u. Feuilleton: )r.Friedr. Will; Lange; ür den übrigen Teil: Ernst Diumschein; für den Anzeigenteil: HansDeck, sämtlich ist Gießen. Der ahlfieg Mussolinis. Schwere Niederlage der Sozialisten.-Das faschistische Parlament. Rom, 9. April. (WTD.) Die neue Kam- mtr wird sich folgendermaßen zusammensetzen: 375 Abgeordnete der Regierungspartei, 40 Abgeordnete der Itattmisch-rn Dollspartei (Popolari), 17 Liberal-Demokralen, 12 Mit- £1 eter der konstitutionellen Opposition, 11 Demo-Svzraiisten, 7 RepuNkane?» 4Mit- olieder der nationalen Minderheiten (Deutsche und Slawen), 3 Mitglieder der Bauernpartei, 2 Sarden, 25 Sozialdemokraten, 22 Maximalisten, 17 Kommunisten. Bei den Wahlen am 6. April verloren die Italienische Volks- Partei 66 Sitze, die Sozialisten 57, die Maximalisten 18 Sitze, die Kommunisten gewannen 4 Sitze, die Republikaner 1 Sitz. Die Slawen und die Deutschen verloren je 2 Sitze. Formell gehören der Minderheit auch. 19 Fascisten und Liberale an, dir auf der Aegierungsliste keinen Platz gefunden haben, die aber mit der Regierung stimmen. Es steht also fest, daß Musfo- lini über eine überwältigende Mehrheit in Montecitorio verfügt, die seine innere und feine äußere Politik r L ck h a l t l o s unterstützen und jeden Versuch parlamentarischer Auflösung seitens der Sozialisten und der Popolari vergeblich machen wird. » Mussolini erklärte, er sei mit dem Resultat sehr zufrieden. Die Wah'.urnen hätten eine klare Antwort g^eten. Riemand könne mehr an der wahren Stimmung der Ration zweifeln. Tie Erwartungen der Fascisten feien übertroffen. Die fascistischr „Tribuna" sagt, das Ergebnis sei ein Beweis für die Geschlossenheit und die gesunde Vernunft des italienischen Volkes. Wähleird alle Völker ringsum von schweren Krisen heimgesucht seien, zei§.> nur Italien seine feste Gesundheit, seine Vaterlandsiieoe und seinen Wirllichkellssinn. Das „iSiornale dItalia" weist auf die grobe Arbeitsfähig'eit und die Letensliaft der kommenden Kammer hin. Die ve>- Mfunggmüfiigen uno monarLr.iilchen Kräfte stellten eine überaus grojj« Mehrheit im Lande dar. die Bevölkerung fei dem Sozia! smus feindlich gesinnt und verlange Die Erhaltung der bestehenden sozialen und polit sch:n C irr.ch- tuncen. Der „(Sortiere d'Italia" erwartet, daß der Wahlausfall sehr zur Herstellung des inneren Friedens im Lande beitragen toerte. Der großartige Beweis der Zustimmung, den das Lan) der Regierung gegeben hnve, werde dieser er.auben. sicheren Schritts auf ihrem Wege weite r- 8 u geben. Die Kammer wer^e das Arseien einer Körperschaft von unbestre töarer Kraft und Autorität genießen, und dadurch werde die w iL re Sicherung tes versaf u gsmäß gen LexnZ e l ich- tert werden. Die Wahlen it.cn einen Dewtts caaBXÄäMKseaöjBsieaeEaKsiÄuiMijTaEeMiacMi Den der politischen Erziehung des italienischen Volkes und von seiner auirichtigen Billigung deS Mu.solmischen Regiments gegeben. Das Blatt wirft die Frage auf. we die oppositionellen Parteien sich die 1.0 Mandate teilen werden, die durch das Wah g.setz den Minderh.'itsparteien Vorbehalten bl.Len. An erster Stelle würden die Popolari und die drei sozialistischen Gruppen krmmen. wahrend die Demokraten sich mit dem Rest der Mandate zufrieden zu geben hätten. Die „Ioea Razionale" nimmt die Wahien zum Ailaß, Mu - sc-lini nicht allein als den Führer der Mehrheit, f entern als den Führer der gegenwärtigen Generation zu feiern. Das Blatt sagt, das Ausland wisse jetzt, daß, Italien fa)ci- stisch ist, und daß die allgemeine Politik sowie die Außenpolitik i Mu'solinis ganz Italien hintrr sich habe. Es stehe jetzt endgültig fest, daß Mussolini, der Fascismus in Italien ganz un> gar eins seien. Das bedeute den Tod des Sozialismus und der Feinde der Station. Von H ute ab werde Italien noch freier und noch jugendlicher sein; seine inneren Feinte seien zu Paaren getrieben. Der oppositionelle „Mondo" fordert die demokratischen Parteien auf, ohne ©ntmutigurg in ihrem Kanlpse fortzusahren, um das Land aus den Weg der Freiheit und des normalen Lebens zurückzuführen. Der Eindruck in Paris. P a r i s, 8. April. (Priv.-Tel.) Der Ausgang der italienischen Wahlen hat den Franzosen keine Lleberraschungen gebracht, da mit einem Sieg ter Faszisten gerechnet wurde. Aber in einigen Blättern wird vorausgesagt, daß die Situation durch eine saszistische Mehrheit im italienischen Parlament ein anderes Aussehen gewinne Die diktatorische Macht Mussolinis würde vermindert werden, wenn einParlament aus seinen Anhängern die Init.ati.en des Führers kontrolliere. Mussolini habe diese Eirwicklung wahrscheinlich vorausgesehen und es sei mit Interesse abzuwarten, wie er sich jetzt mit dieser Kammer abfinten werde. Die „Oournce Industrielle" sagt, daß noch niemals ein Diktator einen Ausgleich mit der Deilassungsmählgen Volksvertretung gefunden habe. Es wäre ein Wunder, wenn Mussolini mit der fast unlösbaren Aufgabe fertig würde. Anszistiscbe Gewalttaten in Bozen. Innsbruck, 8. April. (WTB.) Rach einer Dlättermeldung aus Bozen sind der ehemalige Bozener Bürgermeister Perathoner und ter frühere Abgeordnete Reutt-Ricolussia von Faszisten überfallen und schwer miß- haadelt worden. Reutt-Ricolussin hatte e n Plakat entfernt, das den deutschen Kandidaten Baron Sternbach beschuldigte, während des Krieges als österreichischer Statthalter in ll&ine Bilder uno Kunstgegenstände gestohlen zu haben. Daraufhin stürzten sich die Faszisten auf Reutt- Rirolussi und den ihn begleitenden Perathoner. Beide haben schwere Verletzungen erlitten. Die Tnentiner Präfektur versprach, nach den Schuldigen sahnten zu lassen. Helft Danzig! Der Versailler „Friede nSverttag" Hal auch die alte gutdeutsck>e Stadt Danzig vom Mutterlande loSgerissen und einen Streifen neupolnisches Gebiet, den soienannlen „Polnischen Korridor", zwischen das Reich und die Stadt geschoben, eine Regelung, die sie also gleich hart trifft wie die Provinz Ostpreußen. charter aber als Ostpreußen wurde auf Polens Wunsch Danzig vom Schicksal getroffen; es wurde von Deutschland politisch auch völlig abgetrennt und wurde ein „autonomes" Slaatögebilde. Ein Kompromiß, das die Köpfe der Entente fanden, da sie einesteils dem deutfck)en Feind den wichtigen Ostseehafen nicht lassen wollten, andererseits aber die rein deutsche Stadt auch nicht gut Polen zusprechen konnten. Doch auch heute hat Polen noch lange nicht die Hoffnung auf eine frühere oder spätere Besitzergreifung der Stadt aufgegeben, und erst kürzlich sprach der DolkerbundSrat Polen das Recht zu, Danzig zu seiner Munitionsbasis zu machen. Unö das trotz aller Gegenwehr der vergewaltigten Stadt. Wutschnaubend mußten die polnischen Gewalthaber allerdings kurze Zeit vorher mitansehen, wie sich Danzig von der bisherigen konsularischen Bevormundung durch Polen freimachte. Schwer ringt nun das kleine, trotz alledem deutsche Staatsgebilde um seine Existenz gegen den mächtigen, von Frankreich gestützten Gegner. Besonders erschwert wird die Lage der Hafenstadt dadurch, daß ihr natürliches Hinterland Im Besitz Polens ist, das jederzeit durch seine Ausfuhrpolitik einen nicht zu unterschätzenden Druck auf die wirtschaftlichen und damit auch politischen Verhältnisse Danzigs ausüben kann. Polen sucht denn auch bald im Guten, bald im Dösen Danzig in seine Gewalt zu bekommen, und neuerdings fordert die nationalistische Presse Polens sogar eine Boykottierung des Danziger Hafens, um die Stadt für die polnischen Wünsche gefügig zu machen. Erschwert wird weiter die Lage Danzigs durch feine Is olierung vom Mutterland. Polen läßt kein Mittel unversucht, um die beiten auseinanderzuhalten. Da der Weg nach Danzig durch polnisches Gebiet führt, ist ihnen das auch nicht allzu schwer. Zwar hat Polen sich dazu verstehen müssen, auf die seither von Den nach Danzig Reisenden einzu- holente Durchreiseerlaubnis zu verzichten, doch erhebt es dafür von den reichsdeutschen Reisenden eine Visumgebühr von 1 00 Goldmark, einen Betrai, der außerordentlich nachteilig auf den Geschäftsverkehr und besonders auch auf den Reiseverkehr der großen unbemittelten Volksschichten Deutschlands einwirkt. Außerdem ist die Beschaffung eines polnischen Visums alles andere als leicht. Als einzige unmittelbare Verbindung zwischen dem Reich und Danzig bleibt bisher der Seeweg, auf Den Polen keinen Einfluß hat and der Denn auch stark benutzt wird. Immerhin ist diese Verbindung nicht ausreichend und läßt die Danziger Bedürfnisse und Wünsche nur ungenügend besr edigt. Es muh daher nach tote vor von Polen, bzw. Dem Völkerbund als Dem „Schutzherrn" Danzigs, gefordert werden, daß zumindest die gleichen Reisemögl'chkeiten nach Danzig wie nach Ostpreußen (Korridorzüge) gegeben werden. Das deutsche Streben muh aber vor allem darauf gerietet sein. Den polnischen Disumzwang zu beseitigen. Rur Durch rege Beziehungen und gute Verbindungen wird es auf die Dauer möglich sein, dem deutschen Danzig fein Deutschtum zu erhalten. Aber auch nutbann Dürfen wir auf eine schließliche Wiedervereinigung Danzigs mit Dem Mutterlande Höffen. Die Wahlergebnisse in Bayern. München, 9. April (WTB) Rach ten 0-l.rläusigen amt (ich en E.mttte ungen ve t Lt ich die Zahl ter bei ter Laadlagswahl abdedeten n Stimmen folgendermaßen: Bayerische Dolkspartei 919 537 (1920 1 C59 523), Völkischer Black 491 826 (b.stand 1.20 noch nicht), Verein. Sozialdem. Partei 433 821 (106 861), Bayerischer Bauernbund 207 422 (235 435), Kcmmunisten 203 017 (48 636). Vereinigte nationale Rechte 197 509, Deutsche Dolkspartei 5635. Datronalliberale LandespartEi 29 416 (Ne e drei Parteien erhielten 1920, da zu einer Partei zufammengefchlossen, 305 082), Christlich-Soziale Partei 22 929, Gruppe Kratoftel 19 480, Liste Stühler 11 929, Heimattreue Koburger 7833, Mittelstandsbund Südgau 6825 (diese fünf bestanden 1920 nrcht), Deutscher Block 73 818 (206 312), Deamtenpartei Rückert 4504 (1920 noch nicht), äl. S. P. 2393 (346 442) Miete rlisle 399, Republikanische Partei Den shtands 285 (M.fe zwei bestanden 1923 noch nicht). Rach einer amtlihen De ana machuna ermo;• lichen die bereits te ann'g geteren Zahlen über das Ergeb äs ter Landtags wählen noch fein genaues Bild über die Zusammensetzung des künftigen Landtages Zunächst hat der KroiZwaylleii-e. daZ Er ebniZ zu prüfen und mit ten K eistvahlaus chas e r die Ergebnisse in ten Wählt.ei e r für die Regierungsbezirke entsprechend sestzustetten. Die neue württembergische Negierung. Stuttgart, 8. Avril. (WB.) Bei ter Wahl des neuen Staatspräsidenten wurden 39 weiße und 50 gültige Zettel abgegeben, davon 48 für Staatsrat Rau, de r bishe. gen De.weser des Arte ts- und (Srn’"ibrunjs.mi i e riums. Staatspräsident Rau er lär e, ec ha e sich bisher dem parteipolitischen Cexm fe nje» h Itea und sich nur seinen Aemtern gewidmet. Sein Psi chtbewußtsein g.biete ihm. feine K ast In ten Dienst der neuen Aufgabe zu stellen, d e der Augenblick erfordere. Er sei zur Annahme bereit. Hierauf gab er feiner Dereh.u ig für ten bishe ngen Staatspräsidenten Dr. von Hie der und seiner Hochachtung für sein Wissen und fein Können Ausdruck, das er to i beend seiner Am s- führung restlos in ten Dienst des Staates gestellt habe. Er dankte seinem Vorgänger sowie dem früheren Finanzminister Schall. Er berief sodann zu Ministern die bisherigen Minister Bolz und Deyerle, die neben ihm Platz nahmen. Der Staatspräsi- tent teilte ferner mit, daß Minister Bolz das Iirncn- und das Finanzministerium ütemebme, Minister Beherle tes Justizministerium, er selbst das Arteits- und Ernährungsministerium sowie das Ministerium für Kirche und Schulwesen. Das neue Ministerium werte alle Eni- fcheiduiwen 1 weitt Zagender politischer Deteu- möglich, b is nach den Wahlen zurückzust ellen und sich nur au' die Führung ter laufenden G schatte b.schränken und sich leiten lassen von ten Forterunger ter Gesetzmäßigkeit. Sachlichkeit und Geehtget. Es we te mit allem Rachdruck Die Staatsau!ori äl wah.en und die Ordnung gegen alle Angriffe schützen. (Beifall.) Hie auf i timte Lan'tagsprä- fi-e.it Walter Dem bishe 'g.n Staatsp.äsi en- ten Dr. v. Hieter auf das herzlichste und sprach tem neuen Staatspräsidenten die testen Glückwünsche für sein ehrenaol.es Amt aus. Nmerikamsche Dentschlandhilfc. H a rn b u r g, 8. April. (WB ) Das Central Relief Committee in Reuyork hrt neuerdings durch seine Hamburger Ter retung eine u m- fangreiche Lebensmittelsendung an Milch und Mehl an bedürf ige deutsch.' Insti u e, Hospitäler. Heime usw. zur freien Verteilung ge° bracht. Im g-nnzen tourb n an 21 deutsche Städte, und otoar Berlin. Hamburg, Münchm. Halle. Leipzig. Dresden, Fran f irt a. M.. Breslau, Königsberg. Rürnderg. Hannover, Karlsruhe Elberfeld, Barmen. Kassel. Magdeburg. Braunschweig.S utt- gart, Kiel, Bielefeld und Dirmstadt 8700 Kisten mit Milch und 3350 Sack Mehl verteilt. A ß.'rtem wurden der Pfalz 1800 Sack Mehl zugewiesen. Die amerikanische Schadenersatzansprüche. Pa r i S . 8. April. (Wolff) Rach einer M l- dung tes „Reuyork Herald" aus Washin annulliert die Entscheidung tes gemischten Ausschusses für die Regelung ter Schadenersatzansprüche einen großen Teil fer Ansprüche gegen Deutschland mit einem Federst r ich. Zahlreiche versenkte Schiffe hatten zuzegeb'.ner- rnaßen MunitionanBord. In jedem Fall2. in dem Deutschland bieen Tatbestand nachwei en kann, fcl t ter amrriCani che Schater.ersatza.nspruch unter die erwähnte Entscheidung Die gemisch'e Kommission hat übrigens im Lause ihrer einjährigen Amtstätigk it 57 Opiern ter terfenflen „C u f i t a n i a" insgesamt eine Mil ion Dollar Schadenersatz zugesprochen, was die erste gr ii- bare Entscheidung auf diesem Gebiete darstellt. Die Verhandlungen mit der Micum. Düsseldorfs. Aprill (WTD.) In den heutigen Verhandlungen mit der Micum, die von 3 bis 6'/z Ahr dauerten, erklärte die Sechser-Kommssjion des Tergbaulichrn Vereins, daß die durch das Abkommen mit der Micum uLernommenen Verpflichtungen nicht weiterhingetragen teerten können.Der Ruhrbergbau verkenne nicht dir große Bedeutung der Frage, daß, die Arbeit im Ruhrgebiet nach dem 15. April möglichst störungslos teeitergeführt werde. Die Sechser- Kommis ion erklärt sch deshalb für die Zechen bereit, vir Sachliefrrungen auch über den 15. April hinaus fortzusetzen, wenn die fina n- zlellen Möglichkeiten hierfür geschaffen wurden. Dir Verhandlungen führten zu keinem Ergebnis. Es soll am Freitag erneut verhandelt werden. Die Sechser-Kommiss.on ist unmittelbar nach Schluß der Verh-andlangen nach Berlin gereist, um der Reichsregierung über die Verhandlungen Bericht zu erstatten Der Sachverständigenbericht^ Berlin, 8. Olpnl. (WTD.) Das amtliche Wolsfburrou macht zu ten Angaben tes „Qltaiin“ über den Sachverständigenterlcht folgende Anmerkung: Der Auszug des „Malin" entspricht im allgemeinen ten bisher aus der Presse bekannt gewordenen allgemeinen Grundlinien tes Ausbaues des Sachverständigenterichles. Ob die Einzelheiten richtig sind, muß abgewartet werden, bis der ganze Bericht selbst amtlich oorliegt, was binnen ein oder zwei Tagen der Fall fein wrrd. Cs Dürfte sich empfehlen. bis dahin in der Beurteilung des Sach- verständlgenberichts größte Zurückhaltung zu üben. Voreilige Urteile über Einzelheiten fonn» ten zu einer Irreführung der Oefsentlichllit führen. Ein zutreffendes Urteil ist nur bei vollständige! Kenntnis aller Einzelheiten und nach genaue« Vergleichung der einzelnen Bestimmungen miteinander möglich Rur dann kann sich die Oefsent- lichkeit ein Gesamtbild von tem Sachverständigenbericht machen. Don besonderem Interesse sind die Andeutungen am Schluß über die Konver» t i e tu n g ter in Deutschland aufgebrachten Barbeträge in fremder Währung. Die Mitteilungen hierüber sind zwar nicht flar. lassen ater daraus fchli.hen. daß Dte Sachverständigen erkannten. Laß es sich giertet um die wichtigsie Frage ter ganzen Reparationsregelung handelt. Man wird diesem Kapitel nach tem Vorliegen tes Ge» samtberichts daher besonderes Augemnerk zu schenken haben. In unserer gestrigen Wiedergabe deS „Matin"berichts ist das Kapital der Gölte emissionsbank mit 4 Milliarden, also 4 Millionen Aktien zu je 1000 Mark richtig- zusteilen. / Die Wahifreiheit im besetzten Gebiet. Berlin, 8. April. (WTD.) Das französische Ministerium des Aeuhern hat tem deutschen Botschafter in Paris auf dessen Demarche wegen Sicherung der Wahlfreiheit im besetzten Gebiet ein Schreiten zugeben lassen, in tem es u. a. heißt: Indem das Ministerium tes Aeußern ten Empfang des Schriftstücks bestätigt, gestattet es sich, die deutsche Botschaft darauf hinzuweisen, daß die französische Regierung, wie sie schon wiederholt erklärt hat. nicht beabsichtigt, sich in i n n e r- deutsche Angelegenheiten zu mischen und demzufolge auch nicht zur nächsten Wihl Stellung nehmen will. Daher sind nach Ansicht ter Regierung ter Republik die in dem Aide- Memoire des deutschen Botschafters aufgeworfenen Fragen zwischen ter interalliierten Rhein- landkomniifsion oder tem französisch-belgischen Kommando einerseits und ten örtlichen deutschen Behörden Andererseits zu regeln. In diesem Zusammenhang, gestattet sich die französische Regierung die deutsche Regierung daraus hinzuweisen, daß der Oberkommissar in Koblenz und der tommanbierente General der Rheinarmee geneigt sind, alle Maßnahmen zu treffen, um die Wahlhandlungen nicht nur zu ermöglichen, sondern auch zu erleichtern unter ter einziger Bedingung, daß die öffentliche Ordnung nicht gestört wird und daß die Sicherheit bei Desatzungstruppen gewährleistet bleibt. (Einigung mit den Eisenbahnern. Berlin, 9. April. (Priv.-Tel.) Rachdem gestern in den Beratungen mit den Eisenbahnarbeitern in ter Lohnfrage eine Einigung erzielt worden war, haben auch die weiteren Verhandlungen im Reichsterkehrsmmisterium zu einem beide Teile befriedigenden Abschluß geführt. Die Forderung des Deutschen Eiseenbahnerverbandes, daß de ausständigen Eisenbahnarbeiter nicht gemaßregelt würden, wurde anerkannt. Es ist daher mit Sicherheit an* zunehmen, daß im Laufe des heutigen Tage- die Teilstreiks im Reiche ihr Ende finden. Unruhen in Ludwiststtafen. Ludwigshafen, 8. April. (WB) Heut« früh kam es wieder zu Ansammlungen von Frauen der Ausgesperrten der Ani- Ztnyabrtt Ttwa um 11 Uhr zog etne groys QRenge zum VerlagshauS der .Pfälzischen Post", in dessen Grdgeschoh sich die Arbeiter- fcfretariatc befinden. Es wurde dort eine Tür eingedrückt und ein Wagen mit der heute erscheinenden Zeitungsnummer seiner Ladung beraubt. Die Blätter wurden zerrissen und auf die St ratze gestreut. Hierauf zogen die Kundgeber unter dem Gesang der Internationale vor das Kasino der Anilinfabrik, wo sich der Zug auflöste. Aus dem Hessischen Landtag. Darmstadt. 8. April. (Prw.-Tel.) Der Landtagsabgeordncte Dr. Werner (D.rtl.) hat beim Landtag folgende Anträge erngereicht: Nachdem sich herausgestellt hat, dah dte Bemessung der Mieten für Dienstwohnungen, insbesondere bei den dürftigst besoldeten Unterbeamten zu unerträglichen Härten führt, beantrage rch, dah die Regierung ersucht werde, die Mietverträge für die Dienstwohnungen zu prüfen und den Dienstbezügen ernigermahen anzupassen. Ferner: Der Landtag möge beschließen, dre Regierung aufzufordern, sich allen Versuchen, die S o m in e r - zeit wieder einzuführen, entschieden zu widersetzen. Endlich beantvagt derselbe Abgeordnete zum Fall Wolf Drais: Nachdem drei Psychiater von Ruf die Gefährlichkeit des Prof. Berliner, zur Zeit in Breslau, festgestellt haben und in der Lage sind, dies zu beweisen, möge der Landtag beschlieben: 1. Wolf nach Recht rnrd Billigkeit für seine Leiden zu entschädigen. 2. Die dafür aufgewendeten Summen von dem vor allem verantwortlichen und schuldigen Prof. Berliner ernzufordern brw. einzullagen und 3. die Regierung zu veranlassen, die preutzische Regierung zu ersuchen, dem Prof. Berliner in seiner gememgefährlichen Tätigkeit das Handwerk zu legen. (Eine südafrikanische Krisis. Kleine politische Nachrichten. Auf die Dorstellung der Dertreter deS Dölki- schen Blockes bei dem stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Matt wegen Aus- sehu ng des Strafvollzugs gegen Hitler und Genossen erklärte Matt, er werde sich mit den Ministern besprechen, ob deswegen ,die Einberufung eines Mini.lerrats notwendig sei. Er selbst stehe der Forderung ablehnend gegenüber. * 3n dem DLleidigungsprozeh des Danitätsrats Pittinger dem Vorsitzenden Les Bundes Bayern und Reich, gegen die soziald:mokcatische „Münchener Post", die flCjCt Pit i rger u. a. den Dorwurf erhoben hat^, er habe Waren aus dem Fllde in Waggons nach der Heinrat verschoben, kam es zu einem Vergleich Der Angeklagte, Redakteur Zerfast, gab za. dah die gegen Pittinger erhobenen Dorwür,e je.er Grundlage entbehrten und bedauerte die 'Aufnahme des betreffenden Artikels. * Wie die „Germania" meldet, ist in dem Befinden Hugo Stinnes, dec schon seit längerer Zeit krank darniederliegt, in den letzten Tagen eine Verschlimmerung cingetretcn. Sein Zustand gibt dem Blatt zufolge zu Be,org- nissen Anlaß. * Die Besatzung»behörde hat die Deutsche Tageszeitung bis zum 4. Mai, die in München erscheinende Grohdcutsche Zeitung, die Berliner Wochenschrift Elsatz-Lothrin- gische Mitteilungen und die im Verlage Armee- und Marinehans in Berlin erscheinende Rundschau ohne Zei brgrenzung verboten, * Rach Meldungnr aus Tarnowitz ist der Deutsche Kinderhort, der armen Kindern eine älnterkunftSstätte boi, von der Wojewodschaftsbehörde aufgelöst worden, weil der Hort politisch beeinfluht sein soll. ♦ London, 9. April. (Priv.-Tel) Der südafrikanische Premierminister Geneval Smuts hat bekonntgegeben, dah das südafri^rnisch.' Parament in einigen Tagen aufgelöst werde und Daß die Regierung zurücktreten w.rde. Der Qt’nmb hierfür ist die Niederlage des Reste- rungstandidaten Robertson, der ge^ei den Kandidaten der Nationalisten Nade in der Rachwäch in Wakterstroom unterlag. Die Nied er la e Des Regiet-U7-gs.'andidaten ist darauf zurückzuführen, dah die südasri Manische Arbeiterpartei und die 2lativnalisten. die für eine holländische Republik 'in Südafrika kämpfen, sich gegen die Regierung vereinig! haben. Das Ergebnis dieser Nachwahl wird als Stmru s- barometer für Südair.ka angofete.t, da Roberts on der populärste Kandidat war, der d'.e Regierung aufstellen konnte. Dah er trotzdem dem nationa" listischen Kandidaten unterlag, zeigt, dah die nationalistische St'mmrnng und hiermit dir von den Nationalisten betriebenen Selbstar - LiskeiLsLestrebungen in Südafrika hn Zmrel, = men begriffen sind. Der neue nationalistische Abgeordnete Aude wurde im Durentrieg, den er auf feiten der Buren mitmachte, verwundet. Dies war der Grund, dah die Nationalisten ihn als Kandidaten -aufstellten. Die ersten Meldungen über die Nachwahlen besagten, dah man erst mit der Auflösung des Parlaments im September zu rechnen tabe. Der Entfchluh des Generals Smuts, das Parlament schon jetzt aufzulösen, ist deshalb eine äleberraschung. Es verlautet, daß die Nationalisten damit rechnen, bei diesen Wahlen die absolute Mehrheit zu crhalte.i. Auf {eben Fall ist die Lage des Kabinetts Smuts auhrr- vrdenllich kritisch. Die erste Folge des Rücktritts deQ Regierung ist, daß der Prinz von W a l e seine geplante Reise nach Südafrika aufgegeb^n hat. Die französische Lozial- versicherung. Paris, 8. April. (WD.) Die Kammer hat in raschem Verfahren das Sozialversicherungsgesetz ernst kstrmig ..mit 550 Stimmen angenommen. Eine eigentliche Debatte fand nur statt anläßlich eines Abänderungsanträges H e r r i o t s, der das Gesetz sofort in Kraft gesetzt wissen will.. Der Finanzminister wandte dagegen em, daß die'Fi- nanzlagenoch nichtwiederhergestellt sei und dah die Regierung den Gesetzentwurf auf die Tagesordnung nur habe setzen lassen, damit er nicht über die Wahlen in Vergessenheit gerate. Dem Anträge Herriot schlossen sich Im übrigen die Sozialisten an. Der Finanzminister setzte dir Ablehnung des Antrages, nachdem er die Vertrauensfrage gestell hattte, mit 350 gegen 170 Stimmen durch, worauf brr Gesamten Wurf angenommen wurde. Das Sozialversicherungsgeseh tritt grundsätzlich einIahrnachseinerVer- öffentlichung im Amtsblatt in Kraft, ist jedoch auhrrdem von der Bedingung abhängig gemacht worden, dah vorher ordentliche Budgeteinnahmen für seine Deckung erschlossen sein müssen. Der britische Jndnftriefchutz. London, 8. April. (WTB.) Der Präsident des Handelsamts. Webbs, teilte in Erwiderung auf eine Anfrage mit, daß die Regierung beschlossen habe, eine Vorlage über die Ausdehnung der Industrieschuh- akte nicht einzubringen. Dieser Teil werde demnach am 19. August dieses Jahres a u f gehoben fein. Teil 2 der Akte behandelt dte Verhinderung des Dumping durch Einfuhrwaren, deren Pr iS entweder unter dem englischen Erzeugerpreis steht oder die infolge der Entwertung von Wechselkursen billiger ist als solche Waren, die im Vereinigten Königreiche mit Gewinn hergestellt werden können. Kritische Lage tu Persien. Paris, 9. April. (WTB.) Nach einer Ag^nturineldung aus Teheran ist der Minister- prasidrnt von Persien. Sepah, nachdem er die älnterstützung des Parlaments in der Frage der Ausrufung der Republik verloren hat, aurüdgetreten. Er hat Teh ran gestcrn verlassen und sich auf fein Landgut zurückgezogen. Die Lage ist prekär und die Entwicklung der Dinge wird mit Ungcbutb erwartet. Es heißt, daß der Schab sofort nach Persien zurücKehren wird Die türkischen Behörden haben die ausländischen Schulen, die ben Verordnungen des älnterrichtsministers über die Beseitigung der religiösen SinMlder nicht nachgekommen sind, geschlossen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 9. April 1924. Einkommen- und Körp.rschaföst uer- Boranszahkunsfeu u. Voraumcidunften für das erste Vierteljahr 1924. Bis zum 1 0. April einschl. sind zur Ent-- richtung von Vorauszahlungen auf die Einkommen-- und Körper- schaftssteuer und zur Abgabe von Voranmeldungen ohne besondere Aufforderung verpflichtet: 1. Personen, die im abgelaufenen K a - lendervierteljahr (1. Januar bis 31. März 1924) Einkünfte aus Gewerbebetrieb, aus Vermietung und Verpachtung, aus freiem Beruf und anderer selbständiger Arbeit, aus sonstigen Einnahmen (z. D. Renten, Speku- lationsgewinne) bezogen haben, wenn die Betriebseinnahmen oder Roheinkunfte insgesamt mehr als 500 Mark betragen' haben; Lohnsteuerpflichtige, die im gleichen Zeitraum nur Arbeitslohn von mehr als 2200 Mk. oder Arbeitslohn und Einkünfte der obenbezeichneten Art von zusammen mehr als 2000 Mk. bezogen haben. 2. Offene HandelS^esel'schaf en und Kommanditgesellschaften für ijre Gesellschafter, Kommanditisten usw., wenn die Betriebseinnahmen mehr, als 500 Mk. betragen haben. . 3. KörPerschaftcst-.uerpflichri'L ErwerbS- gesellschaften, wenn die Betriebseinnahmen mehr als 500 Mk. betragen haben. Zur Abgabe einer Voranmeldung ist außerdem jeder verpflichtet, der hierzu vom Finanzamt besonders aufgefordert wird. Die Aufforderung kann sich auch auf die Höhe des Verbrauchs erstrecken. In Zweifelsfällen erteilt das Finanzamt Auskunft. Die neuesten Veftimmnngen für die Einreise in daS besetzte Gebiet. Nach Verordnung '236 der Interalliierten Rheinlandkomm stion in Koble z un) Terfügu: g 92 des französischen Oberbefehlshabers lür das Ruhrgektoi können Personen über 16 Jahre, die im unkesetzten Gebiet ihren Wohnsitz hab n, nur dann in das besetzte Gebiet einreisen, trenn sie 1. im Besitz eines von der deutschen Polizei ausgestellten Personalausweises oder Passes sind und 2. von den Besatz ungsbe Horden einen b-sonderen Einreifeschein (Gel.itchein) erhalten haben. Die Einreisegesuche sind an eine der nachgenannten ©teIlern zu richt n: Für das Ruhrgebiet: an den französischen Divisionskomman.>eur in Esten, Dortmund oder Düsseldorf ober an den belgischm Divisionskommandeur in Duisburg. Die Hanrelskam- mem in Essen, Dortmund Düsseldorf und Duisburg sind bereit, etwa ihren übersandte Gesuche an diese militärischen Dienststellen weiter zu geben. Für die belgissche Zone des a 11 befetten Gebietes: an den belgischen Be- zirksdelegierten in Aachen (für den Regierungsbezirk Aachen) o'er in Kreseld (für den lin.s- rheinischen Teil des Regierungsbezirks Düssel.vr, ). Für die britische Zone: an das städtlsche Verkehrsamt in Köln. Domhof 28. Für die französische Z v n e: an die französischen Vezirksdelegierten in Bonn, Koblenz, Trier, Wiesbaden, Aiainz oder Speyer. Die Einreisescheine gelten jew.i'.s für die betreffende Desatzungszone: z. B. gilt der von dem französischer Bestrisdelezierten in Mainz ausgestellte Einreiseschein für daS ganze von den Franzosen besetzte Gellet, also auch für die Pfalz und die von den Foanozsen besezten preustischm Gebietsteile. Dagegen galten tie Smreisesche.ne nicht in den anderen Besatzun;szvnen. Z. B. berechtigt ein für die britische Zoar ausgestellter Geleitschein nur zum Kleber schreiten der Grenze bei Vohwinkel, also nicht etwa bei Dortmund oder Höchst, ES empfiehlt sich, die Anträge durch eine im besetzten Gebiet wohnende Mittelsperson (Verwandten oder Geschäftsfreund) erledigen zu laf.en. Der Antrag auf Ausstellung eines Geleit- scheines muh enthalten: a) Zweck der Reise, b) ungefähres Datum des Beginns unb der Beendigung des Aufenthaltes im besetzten Gebiet, c) Ort der Ein- und Ausreise, sowie die vorgesehen e Strecke, d) Name und Anschrift der Perwnen, bei denen der Antragsteller zu wohnen beabsichtigt, oder die in der Lage sind, Auskunft über ihn zu erteilen. Dem Antrag sind ein pol'zeilicher Personalausweis, sowie 2 Lichtb l er un> die Brie,marien für das Antwortschreiben beizulegen: aujer'Ocm bei den fianzösischen und belgiichen Dimststel en eine Gsbiihr von 5 Goldmart (zahbar in Devisen), bll.n städtischen Ver.etosa.ml in Köstesträgen erhoben. Die Vorverkaufsschaller g'ben auf Wunsch auch Auskünfte über Anschluß stige, FahrpreiS- ermäßig mgett u dgl. Da mit Zunahme des Reiseverkehrs die Fahrkar'ena isgaben der stlebergangs- bahnhöfe erfahrungsgemäß stark in Anspruch genommen werden und Stockungen mitunter nicht zu vermeiden sind, wird dringend empfohlen, von dieser Vorverkaufsmoglichkeit Gebrauch zu machen. ** SinWohltätiakeitsfest ?um Besten der Giehener Winternochil?e und des ^Bienen- llrhes" hatten Damen und He ren der Ge ellsck'a''t in uneigennützigster W i'e auf der Liebi^shöh; veranstaltet. Sämtlich" Räume waren mit o"t erstaunlich einfachen Mittoln aur das peschmack- r damit eine ungeheure Belastung de. Volkscoirt- tzcha^ zugunsten eines Heinen Bollstelles zur Folge haben. Die Mieter wurden teilweise die hohen Mieten nicht mehr zahlen können und obdachlos werden. Schwere Kämpfe rvürden entstehen zwischen Mieter und Vermieter nicht nur, sondern auch unter den Mietern selbst. Datz nach Au,Hebung der Zwangswi.tschaft mehr Wohnungen gebaut würden, wie von den Hausbefitzern behauptet wurde, sei seiner Mllnmg nach fatsch. Gesunde Mohnuirgsrerhältnis.e ,eien nur bei Aasschaltung der Spekulation and He.i.ellang der Ceineinwirtschait möglich. Den Aus.üh.u.lge.i teS Redners folgte die Vellammlung, wie aus den verschiedenen Zwifchen.u.en unu dem steltenwei.e starken Bei,all hervorging, mit starken 3‘nteceffe. Nach ihm sprach Rechtsanwglt Hombergen über „Den Gietzenec Hausbesitzer r in und seine Kriegführung". Er empsahl den Meterr a. a. eine häufigere Inansp.uchnahme dcs M etschöfsen- und Instandsctzungsgerichts. In dec A^ spräche wurde auf einzelne Punkte noch einmal näher üingegangen und ziemlich lebhaft darüber debattiert. ** Die gestrige Fortsetzung unsereS Romans tarn infolge eines Versehens ir verstümmelter und unverständlicher Form heraus. Wir bringen den Abschnitt heute berichtigt zum Abdruck. Bornoti;en. — Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: X lllhr „3unggcfjkntärnmeitmg£, ~ Südwestdeutscher Radioklud: 8l/4 Uhr im großen Äörsaal des Physilal. Instituts Versammlung —' Eietzener Ruderges. 1877: 8»/2 Uhr im Bootshaus General-Versammlung. — Lich-ipielhaus, Bai-n- hofsirave: „Heihes Blut" und „Er verkauft Er- frischungen". — Palast-Lichtspiele: .Menschen und Masken". — Lamari und Markvwini. die beiden Zaul-erkünstler, deren vorlreifliche Darbietungen am Sonntag abend dem Publikum lehr genußreiche Stunderr bereiteten, kündigen in unserem heutigen Anzeigenteil ein neues Gastspiel für morgen abend im Kath. Dereinshaus an. Beide Künstler haben am Sonntag den Beweis erbracht, datz sie sich durchaus gleichwertig neben einen Bellachini stellen können, und auf Grund dieser guten Leistungen kann auch der Besuch der morgigen Veranstaltung warm empf. h en wer» den. Man beachte die Anzeige. — Der Männer-Turnverein hält seine ordentliche Mitg iederverfrmmlung nächst >n Samstag. 12. April, im Hotel Köhler ab (f. Anz ). — 16 8er. Freitag abend autzervrdenllichs Generalversammlung. (Siehe Anzeige.) vansrrc»s Gicncn. X Wieseck, 7. April. Bei dem gestrig«« Eemeindeabend machte die Gemeinde art Hand trefflicher, von Herrn E NL e l s - Gietzen mit Worten begleiteter Lichtbrlder eine Reise ins Prlargebiet. Eine Ansprache des Ortsgerst-- lichen führte die von der Vorstellung ihrer 81 Krnsirmanden am Nachmittag b-rbrnmenten Zuhörer zum ersten und zweiten Artikel. Geistlrchr Abendticder der Gemeinde und Darbietungen der Gesangs- und ßautenabteilu rg des Wartburg- Vereins bildeten den Rahmen des schön verlaust nen Abends. • Drohen-Duseck, 8. Ap'-il. Heute rrach- mittag fand im Saale des Gastwirts Drück unter der Leitung der Schwester Derta Düchs- ler die Schlutzprüfung in einem Kran- kenpflegerinnenkursus statt. Die Siegerinnen lösten ihre Ausgaben theoretisch und praktisch in bester Weise. Zum Schlutz dankte dipl. agr. Dar t h im Namen des Landsugend-- bundes all den Domen, die sich um den segensreichen Kursus bemüht hatten. — Dor einigen Tagen schob Forstasselsor Barth im hiestgen Walde die erste Schnepfe * Saubringen, 8. April. Am Samstag veranstaltete Lehrer Balser im Saale von Emil Schäfer mit feiner Klaffe eine wohlgelungene Abschiedsfeier. In einer zu Herzen gehenden Ansprache nahm er Abschied von feinen nun entlassenen Schülern und lobte sie als einen guten Jahrgang. Dann wies er hin auf die Notwendigkeit des Zufammenarbeitens zwischen Schule und Elternhaus in der Erziehung und legte den Eltern ans Herz, das fortzusehen und weiterzupflegen, was Die Schule begonnen. Das reichhaltige Programm, das in einem hübsch gespielten Märchenspiel ausklang, übertraf alle Erwartungen und wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Beigeordneter Jahres dankte im Namen der Gäste den Veranstaltern der Feier mit herzlichen Worten. Kreis Friedberg. "Butzbach,?. April. Der Gemeinderat be» schloß», die Regiearbeiten im städtischen Steinbruch einzu stellen, da sie unrentabel sind. Während man nämlich die Steine je Kubikmeter mit 3.50 bis 4 Mark knu'en kann, belaufen sich die Selbsttosten für die gleiche Menge auf 8 bis 10 Mark. — Einem Antrag des Finanz- avsschusfes entsprechend wu.de b.fchlofen. zehn Wohnhäuserzuer bauen, sobald das Geld dafür bLschafst ist. Das Stadtbauamt steht zur Zeit in älnterhandlungen wegen der Geldbeschaffung. — Dem Zuchtverein für schwarzbuntes Niederungsvieh wurde ein Teil des Exerzierplatzes zur Errichtung einer Zungviehweihe verpachtet, der Rest des Exerzierplatzes wurde der Schupo pachtweise überlassen. Als Pacht haben bride je 200 Mark zu zahlen. — Entsprechend einem Antrag der Ortssüiforgestelle sollen den K r i e g e r to 11 to e n, Hinterbliebenen und Sch werbeschä- d i g t e n 5 Zentner Kohlen je Haushaltung geliefert werden. — Dem Vorschlag des Bauausschusses sclgend, wurde beschlossen, aus der Realschule eine Antenne anzubringen. Ä Bad-Nauheim, 7. April. In Anwesenheit des Gauvertreters des Turngaues Hessen, Fabrikant A. Pfeiffer (Wetzlar), veranstaltete der Turnverein 1 860 gestern seinen diesjährigen Ehre nabend, für den ein fein gewähltes Programm zusammen gestellt war. Besonders die Gesangsabteilung des Vereins unb ein Mädchenchor unter Leitung von Lehrer Diehl erfreuten mit schönen Chören. Zwei seiner Mitglieder ernannte der Verein zu Ehrenmitgliedern. Kunstvoll gefertigte AlrEunben für 25jährige Vereinszugehörigkeit konnten an sieben Vereinsmitglieder überreicht werden. Besondere Ehrungen erfuhr der im ganzen Gau Hessen bekannte Turner Fritz Hartmann, der 25 Jahre ununterbrochen als l.Turnwart dem Verein vorsteht. Autzerdem beflelbct er auch 25 Jahre das Amt des Bezirks tu rnwarts im 5. Bezirk des Gaues Hessen. Gauvertret-w Pfeiffer pries die seltene und vorblldliche Turnertreue und überreichte mit ehrenden Worten dem Jubilar den @6 ren br ief des Gaues •y errett. M ur öteger «m> öxegmrmen, die Vie Farven des Vereins bei den verschiedensten turnerischen Veranstaltungen im abgelaufenen Jahr würdig vertraten, wurden in feierlicher Handlung die Siegern rkunden ausgehändigt. Den zwei Siegern des Vereins jri München, W. Henes und A Richter, wurden vom Verein außerdem desandere Deutsche Turnerschaft-Radeln überreicht. die nur von Siegern auf Deutschen Turnfesten getragen werden dürfen. Sämtliche München-Fahrer dankten ihrerseits dem Verein für die ihnen seinerzeit erwiesene Unterstützung, indem sie der Vereinsfahne, die mit in München war. ein kunstvoll gewirktes Fahnenband zur Erinnerung an die Münchener Tage stifteten. Ein Vortrag über „Die Seele der Deutschen Turner- Schaft" machte die zahlreichen Turner und Lurn- freunde mit dem Wesen und den hohen Zielen der Deutschen Turnerschaft vertraut. Außerdem wurde ein besonders eifriger Förderer der Turnsache. Stadtverordneter Emil Rosenthal, durch Llebecreichung einer anerkennenden Urkunde, die ein Mitglied entworfen, geehrt. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 8. April. Der Voranschlag der Stadt Darmstadt ist im Entwurf ferliggestellt. Da der Ausgleich nur durch die M t e t st e u e r herbeigeführt werden kann, so hat das Ministerium erlaubt, über die staatlichen Sätze hinauszugehen. Kreis Wetzlar. * LaunSbach, 7. April. Der Gesangverein „Liedertafel" veranstaltete gestern im Saale des Gastwirts Rinn einen Theater- Unterhaltungsabend. Zur Ausübung gelangte tÄe Operette „Das Mädel vom Recknr- strand". Die Darbietungen fanden dankbare Anerkennung, die durch reichen Beifall des zahlreich erschienenen Publikums zum Ausdruck gebracht wurde. Hessen-Nassau. ssAusdemKretseMarburg, 7 April. Wie nttwendig die schulärztlichen Untersuchungen der Kinder auf ihren Gesand- heitszustanü hier sind, zeigt eine Statistik, die vom Wohlfahrtsamt Marburg mitgeteilt wurde. Danach hat der Schularzt des Kreises Marburg bis jetzt in 64 Schulen 6200 Kinder untersucht. Von diesen machten 823 einen unbefriedigten krankhaften Eindruck. 328 waren unterernährt, 1231 hatten Drülenschwellumgea am Halse und ein mangelhaftes Gebiß, 2194 waren direkt zahnkrank, 100 waren blutarm. 714 litten an Krips und Schilddrüsen, 235 waren tuberkulös cder tuberkuloseverdachtig und für 493 ist ärztliche Behandlung cder Badekur nötig, hiervon müssen 600 in ein Bad, für die anderen genügt der Arzt. Der dritte Frankfurter Messetag. fpd. Frankfurt a. M., 8. April. Die Messe steht unter einem recht günstigen Stern. Das beweist auch das Ergebnis des dritten Tages. Der Besuch ist nach wie vor recht gut, ruunen.» sich fanden sich heute wieder viele süddeutsche Interessenten ein, die mit lebhafter Anteilnahme die Messehäuser durchwanderten und auch bestellten. Van sehr wenigen Ausnahmen abgesehen. ThtD woyl alle Geschäftszweige mit dem visyemgen Ergebnis durchaus zufrieden. Sehr stark ist bas Geschäft In der Leder- und Schuhabteilung. Hier wurden auch heute sehr bedeutende Austräge erteilt. Das Geschäft in feinen Lederwaren, das anfangs zögernd war, lieh sich heute gut an, namentlich tritt das Ausland als Käufer auf, wenngleich die deutsche Ware teurer ist als die fremde. Das Gleiche gilt von den Parfümerien. Flotte älmsätze hatte wiederum die gesamte Tex.il» brauche. Erfreulich war h.ute die sichtbare Belebung der Geschäftstät'g'eit in der Spielwa^en- bcanche. 3n der imposanten Halle dec Technik regte sich heute gleichfalls frischer Wagemut. Es wurden, wie wir hören, bemerkenswerte Aufträge erteilt, älnvermindert flott geht das Geschäft in den Abteilungen für Haushaltsartikel und Kurzwaren. Lan^w rtschastlichr Maschinen wurlen in ansehnlichen Mengen verkauft. Das Gewerbemessehaus sah heute viele Besucher und auch zahlreiche Käufer, die nennenswerte Aufträge in Möbeln aller Art erteilten. Kunstgegenstände, Bücher und Luxuswaren fanden nur mäßigen Absatz. Das ist durch die Geldknappheit und Krebitnot bedingt, jedenfalls kann die Messe nach dem Urteil der Fachleute heute am dritten und durchweg entscheidende.! Tage als eine gute bezeichnet werden, sie brachte noch. als man zu erhoffen wagte, nicht nur^ für die Messeleitung, sondern auch für die Aussteller selbst. Turnen, Sport und Spiel. „Süddeutsche Meiste schastrn" im 6er Kmist- reiZen und 3er Radball. Am Sonntag wurden in den Stadtsälen in Marburg die „Südd.*Meisterfchaf.en" in vorstehenden beiden Saällonkurrenzen ausgetragen. Der Gießener Radfahrer-Verein 1585 belegte mit seiner Kunstreigenmannschaft hinter Darmstadt und Zella-Mehlis den 3. Platz. 3m 3er Radballspiel schieden die beiden Mannschaffen des Gießener Ra-fahrer-Vereins 1885 in den Vorspielen aus. Die 1. .Mannschaft verlor 1:0 g'gen Germania- Fran sturt a. M., während die 2. Mannschaft mit dem ebenfalls knappen Resultat von 2:1 Toren den Sieg dem Radfahrer- Verein Schwäb.-Gemünd überlassen muhte Sieger blieb in dieser Meisterschaft der Radfahrer- Verein Schweinfurt, der das Endziel mit 5:1 Toren gegen Radf.-Klub Fcanlfurt--Oberrad gewann. Hcchnwettnrnen. 4 Das vollst mliche Ja h-n we t t u rnen, das seit 1901 regelmäßig in der durch die @ii me= rungen an Hahn gewei-ten Turne.stadt Freyburg a. d. älnstrut stattfindet, ist nun vffizr 11 in die ^ettkampfreihe der D. T. übernommen worden, und die Deteilizunt ist nun allen Dec- einen der D. T. möglich. Dieses Hahr wird das Hahnwecturnen am 10. August, am Tage vor dem Geburtslage Hah.is, abgehal.en. Knnft und Wissenschaft. DaS H« sen-Ras au'sche Wörterbuch. Lieber das Arbrits.a^r 1923 beim Hessen- Ras sa uischen Wörterbuch i erichtet Prof. Wrede - Murburg in de t Sitzungsberichten d.r Preußischen Akademie dec V.i.erch.ftn „De Arbeit tonnte trotz allen Hinlecais^en und mancher Einschränkung doch im ganzen bis in den -Marz htnetn fvrrgefeyr toeröen. Dann aber waren alle Mittel erschöpft, und die neu hinzukvmmenden genügten bei der sich überftürA-~nt>en Geldentwertung kaum, daS SchreibmaterLi zu beschaffen. So drohte der Worterbucharbeit mindestens eine gefährliche Unterbrechung. Da half in glücklicher Weise eine sehr erfreuliche Verfügung des Herrn Ministers, wonach Hr. Mittelschulleh er Kappus aus Wiesbaden, der von den Franzosen ausgewiesen worden war, für den Rest des B.richls- jahces aur Hilfsleistung bei unferm Wörterbuch beurlaubt wurde. Rur so ist es möglich gewesen, wen gstens die IXenten Geschäfte und Or.n mgs- arbeiten aufrechtzuerhalten, noch einige Jrage- bogen zu versenden und die Verbindung mit den zahlreichen Helfern in der Provinz weiter za pflegen. Die Decfügbaren Mittel des Llnternch- mens stammten von der Deutschen Kommission der Akademie und den beiden Dezirksverdänden der Provinz, die ihre vertragsmäßigen Zuschüsse nach Krästen zu erhöhen bereit waren. Sie wurden vermehrt um hochherzige private Zuwendungen. Häll die augenblickliche Stabilisierung der deutschen Währung an, so dürfen wir h f en. das wählend des Berichtsjahres nur mühsam durchlavierte Schiff unseres Wörterbuchs toi d:r in flotteren Gang zu setzen. Erwähnt kann h u e schon werden, dah Frl. Dr. Berthold die begonnene Ausarbeitung des gefront n knapperen Idiotikons alsbald wieder aufzunehmen bereit ist." Vermischtes, Srvßfeuer. Hilchenbach(Si geränd), 8 April. (WB) Gestern wurde hier die Ragelfabrik von Weist & Münzker du.ch Grohfeuer in wenigen Stunden bis auf die G undmaae.n zer - stört. Die gesamte F ib stkanlaze ist vernichtet. Die Llrsache des Brandes ist unbekannt. Ein Kahn mit 9000 Zentnern Zucker gesunken. Berlin, 8. April. Dlättermeldungen aus Breslau zufolge sank an der Glogrurc @1 en» bahn brücke auf der Oder ein mit 9000 Zentner n Zucker belade >r er Kahn. Durchras Wrack ist der Schiffsverkehr austerordentlich behindert und droht bei Rückgang des Hochwassers vorübergehend zum Erliegen zu kommen. Man glaubt erst in ungefähr 14 Tagen den Weg wieder freimachen zu können. Eine Million tfchech-scher Kronen unterschlagen. Prag, 8. April. (WTB) Rach Blät'ernte ldung en ist der Banldirektc.r Anton Rosenbaum wegen Llnterschlagung einer Millirn tschechischer Kronen aus Prag geflüchtet. Der an den stinke sch agungen mitschuldige Bank- und Wcchse stubenbesitzer Ottokar Hlavatschek wurde verhaftet. Einqesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Preise für möblierte Zimmer. Mit welchem Recht darf der Ve mietet möblierter Zimmer heute schon den Friedenspreis fordern, während er selbst kraft Gesetz nur ein Drittel dieses Satzes an te.x Hausbesi.^ec bezahlt? — Bedienung tonn ich als stichhal.igen Grund nicht gelten lassen, da sie in Den mtr vetannten Fällen entweder gamicht beansprucht, oder aber besonders berechnet wird. Abnutzung des Mobiliars? Auch sie Eann — so hart cS im Einzelfalle sein mag — kein Anrecht auf volle Friedensmiete geben, solange auch der Hcmsoe- sitzer gesetzlich gezwungen w.rd, die stlnterstaltung seines Hauses mit ein Drittel der Friedetlsmiete aufrecht zu erhalleit. Die Zahl der jungen Ehepapare, die heute, der Rot gehorchend, mit möblierten Räumen vorlieb nehmen und — oft nur geduldet — an fremdem Herde leben müssen, ist grost und Wen g beneidenswert ihr Los. Wenn sie schon umeo den ungünstigsten Bedingungen ihren Hausstand in allergrößter Cinfachhrit gründen muhten, so fehlt ihnen durch die ungeheure Ausgabe für Miete auch heute jede Möglichkeit zu den ge» ringst en Anschaffungen. Müssen sie nicht drfrelt schwer die grenzenloje stlngerechtigie t empsin- en, die darin liegt, da st sie in der Frage de; Mietpreises für vogelfrei gehalten Kurven, währ nd ihr Vermieter den vollen Schuh des Gesetzes genießt? Rächst ten Betroffenen hat aber «ich das Wohnungsamt Veranlassung, den bald un^.- ttäglich werdenden Preisen für möblierte Zimmer seine volle Ausmeicksamleit zu schenken. Es gen gt nicht, nur Richtl nien auszustellen, sondern eö ist scharf darauf zu achten, dast diese — selbst re.- stündlich beiden Teilen gerecht werdenden — Pr ise auch eingehalten werden. In steigender statzl werden kleine Wohnungen in gröbere umzutau- schen gesucht, während man in die e.t Tag n immer knapper werdender Geldmittel eher das Gegenteil erwarten sollte. Aber es gibt ja zur Zeit lein einträglicheres und mühelose'.es Geschäft, a s das Vermieten möblierter Zimmer: man verlangt volle Friedensmiete, während man doch selbst nur ein Drittel bezahlt, — mit welchem Recht? ————* —i Wettervoraussage Wolkig, milde, wesll. Luftströmung, ohne stärkere Niederschläge. Kirchliche Nachrichten. Sieben. Evang. Gemeinde. Mittwoch, 9. April. Johanneskirche. 6Llhr: Pasfionsgottesdienst, Pfr. Ausfeld.__ Zu Lkn in Apotheken u örogcrien Pascoe A.-b., ehern, pnarm. Produkte Gießen, 6. V Haäenwürmer Springwurnrer, Spülwürmer werden beseit, durch Wurmmittel „Leo! ade*‘, wohlschmeckende Arekaschotolade. Mil genauer Anweis. Schachtel 80 Pf Nur echt vom Labor. Leo. Dresden-N. 2n allen Äpothcten il Drog HALPAUS SteÜenoesuche] Holzversteigerung KonzertverelnLleb Mädchen Am Dienstag, dem 15. April d. I. ßangsborfer Gemeindewald kommen «Wimm 1.Konzert 019071 kaufend. Die Bedingungen werden vor der Der Aus der Lehre entlassener am junger Mann 15 Kirchenplatz 15. sämtlich Holzversteigerung 0190(58 taufen ^iruchstrnste 6 Hib. Lichtspielhaus cKandelsscfiule Palast-Lichtspiele Heute Ble einschließlich Sonntag Heisses Blut Die Liebe des Torero. 6 Akte, Ferner; Handelsschule neuen 2765c Prospekte frei. Anfang 4, 6 und 8,10 Uhr. arost, bester ■15 5?olt, G Anw., HftünöL 30 Ps.. bei Abnahme 10 Stck. Freitag, 11 .April, abends 8 Uhr in der Turnhalle MkMMll öflRerira ^isck) - Zentrale Marktlnube Treis a. ßba., den 8. April 1924. Die Sämme der Nachtigall Ein wunderbarer farbiger Märchenfilm. ER verlauft Erfrischungen Tolle Groteske mit Harold Lloyd. DlsrgenDonnerstnfl Berkaus von Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. ohne Garren. Wohnung kann frei gemacht werden. für Bureau und Reise gesucht. Ausführliche schriftliche Angebote unter 019056 an, den Giestener Anzeiger. Henny Porten Harry Liedke Werner KrauB preiswert zu ver- zeihge Anmeldung erwünscht. 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Damit der Emir in der Maske Harry Piels das europäische Leben ungestört kennen lernen kann, vertritt ihn Piel vor seinem Hofstaat im Seebad Abaz Der Emir von Baradschistan gerät im Strudel der Großstadt durch die Ränke einer Frau in höchste Gefahr Nur dem tapferen Eingreifen der Filmschauspielerin Nelly Hansen, die ihn für Harry Piel hält, verdankt er sein Leben..... Hauptrolle Harry Piel. Menschen und Masken Asiaüsch-EurojiMß Erlebnisse:: Ein Film In 2 Tellen. I. Teil: Der falsche Emir. nachstehende Holzsortimente zur öffentlichen Versteigerung: 2 Stuck Fichten-Stämme 4.Kl. — 2,31 Fstm. 2 „ „ n 5a „ = 0,90 „ 176 , „ 5b„ =3?,06 „ Nisse nicht erforderlich. Ansragen an A rmonier^LCo., 8. m. b. H. Berlin W.. Lbauffeestrabe 103» I2746ss] ■ M VM U E D $ • SE Geschäfts- und Wohnhaus mit Hof und cVtL stieb ngebäude» in guter Lage zu kaufen od. z. mieten gesucht. Näber 'S in der Ge« schäfrSstelle d. 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April, nachmittags %3 Uhr statt. Ein braver zur Erlernung der Kunst- und Handels- gärtneret gesucht. Friedrich Georg Kunst- und Handels- gärtnere«, t^D Seiiercweg 41. nur gute Verkäufer für Lebensmittel, geschäft gegen zeitentsprech nde Vergütung sofort gesucht. Schriftliche Angebote unter 019080 an den Giehener Anzeiger erbeten. SUMM in sebr an«. Hanseievtl. Arzthanssbalts i ।, HessenNäbe Gie üen od. Vahn > n l Bt n a Pension od. hol. Zeit gen,. Bezahl. Lff. UN«, r .B>. 173.5 au 9h«bolf Mo sie. Hannover, (veoraiirnhe 4.____ Die Beerdigung findet Freitag, den 11. April, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhöfe statt. In tiefer Trauer: Marie Schmandt geb. Kling Helmut Schmandt Hans Schmandt Dabei ist „Quieta“ laut zahlreichen ärztlichen Anerkennungen (not.begl.) nicht nur Gesunden, sondern audt Kranken bekömmlich. Insgesamt ca. 300000 Anerkennungen (notariell beglaubigt). Hierdurch die traurige Mitteilung, daß mein liebevoller Gatte, der gute, treusorgende Vater seiner beiden Jungen, mein lieberSohn,Sch wiegesohn, Bruder, Sch wager und Onkel ßberbausekretär Georg Schmandt infolge eines schweren Kopfleidens im Alter von 39 Jahren gestorben ist In tiefster Trauert Jakob Birkenstock, Bautechniker Berta Birkenstock, geb. Nestler Hans Birkenstock Dr. Willi Reuß. Gießen (Landgr. Ph. PL 8), Obermörlen, Meiningen, Bitte versuchen Sie einmal, für 3 oder 7 Pfennige reinen Bohnenkaffee mit 1 Liter Wasser zu kochen und vergleichen Sie damit „Quieta“ Gold oder Gelb. Jede Hausfrau wird Heute früh %1 Uhr verschied nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Ringen meine inniggeliebte Frau, die Mutter ihres drei Wochen a ten Jungen, unser einziges Kind, Schwiegertochter, Schwägerin u. Nichte Frau Maria Ewald Tuche für meine Frau m. einmonatig. Kindchen fl41ss MnwslM Biete: 3Zimmer und Küche m. Mansarde in Wekiar. Suche: (tileidp artige Wohnung in (tzickcn. Schriftl. 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Beerdigung Donnerstag nachmittag 4 Uhr vom c Gelernter Mechaniker oder Feinschlofler zur Ausbildung alö 2768V 3IIÄ- WWesWU fotort ncmcht. Versönl Boruell,innen bei Seaeiilffl II.-©.. ZizAeilkiisOril bei Tadakfacrik (ßail. Dcnksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unserses guten Vaters Franz Adam Schmoll sagen wir allen Freunden und Bekannten, sowie Herrn Pfarrer Ausfeld für seine trostreichen Worte, den Gesangvereinen Dippel Enkheim, Frohsinn und Viktoria Garbenteich, unseren herzlichsten Dank. Vertreter einer mabgebenden Molor- fahrzeugfabrik sucht gut möblierte- Äf-u.Arteitsziinner in nur gutem, revräientablem Haufe. Schriftliche Angebote unter 2737V an den ______Gieszener Anzeiger erbeicn.______ Junger Universität s Student sucht nettes gemütliches 2761D Zimmer bi mtr anständigem Hause. Angebote an Jos. Ernst, Hotel Imperial, Vad Nauheim. Für baldmöglichst suche ich gebildet. 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Die Grenzen nach dem unbesetzten Deutschland werden schärfer denn je überwacht. Zoll- und Itahschikanen erreichen ihren Höhepunkt, die französische Tscheka enthaltet eine siedcr- hafte Emsigkeit und das französische Oberhaupt der Rheinlaiidkommission „verordnet" im Einvernehmen mit dem Ober.'omman.iere.nden der DesatzungSarmee. Rach Pariser Dlä tetnnel u gn hat Obertommissar Lirard „vor Wochen b-eits die französische Regierung gewarnt" und diese hat „pflichtgemäß dem Rheinland ihre besondere Aufmerksamkeit geschenkt". Lind nun trägt die „frWizösische Aufklärungsarbeit" ihre Früchte. Rach dem „Echo du Rhin" führte eine französische „Pollzciopeiotion" am 4. April im besetzten Gebiet zu 240 Haussuchungen und 61 Verhaftungen. 3a Gelsenkirchen habe man „hochinteressante G.heim ommen e' zu Lage gefördert, älnd zurzeit berät die Rh in- landkommission über neue Maßnahmen, „die der eingeleiteten Operation zu höchster Wirksamkeit verhelfen sollen". ülnd was ist die älrsache dieser geheimnisvollen französischen Geschäftigkeit? — Die Franzosen wollen im Rheinland umfangreiche.,, nationalistischen Llmtrieben" auf die <5pur gekommen sein, und so soll angeblich die neue Offensive im Rheinland etwa 30 nationale Verbände treffen, die für die „Sicherheit der Vesatzungstruppen" eine Gefahr seien. Lebenslängliche Freiheitsstrafe wird den „Geheimbündlern" angedroht: die ehemaligen Offiziere Les aktiven Heeres und der Reserve sind ständiger ä.le.'erwachung unterworfen, streng wird selost die Schuljugend haufsich- tigt, kurz, mit einem Schlage hat drr große französische „Sicherheits"'Dienst im Rh.inland eine neue große Aufgabe bekommen, die ihm seine Dotwendigkeit beglaubigt. Riesengroß wächst wieder das Leid des rheinischen Volkes. Das Dcnunziantenunwefen feiert Triumphs: Argwohn um> ein peinigendes Gefühl der Llnsichsrheit hält wieder das rheinische Familienleben unter schier unerträglichem Druck. Das Vewutztsein der älnfreihe'.t un> Ohamacht drängt sich wie zu Zeiten des passiven Widerstandes, oder besser gesagt, des französischen Faustrechts im RhnnLand wieder augenfälliger in Len Vordergrund. So lebc^a denn im Rheinland die kaum überwundenen Lage brutalster französicher Gewaltherrschaft erneut auf. Furchtbarer aber als alle „Strafmaßnahmen", die das rheinische Volk während Les passiven Widerstandes seines deutschen Wi lsns und Wollens wegen auf sich nehme-, mußte, trifft diese neueste Stäubung Las Rheinland, wenn ihm erst einmal zu Bewußtsein gekommen ist, Last es diesmal nicht einer glaßen und würdigen Sache wegen duldet und trägt, sondern mir Schauplatz eines gewissenlosen Ränkespiels Poincars- fcher Diplomatentaktik ist. Der Bericht,» Ler Sachverständigen zur Prüfung der deutschen Leistungssäh-ig.eit liegt vor. Er soll Deutschland wieder mehr wirtschastichen und damit natürlich auch politischen Einfluß, im besetzten Rheinland zubilligen. Das ist aber nur durch ein Eindämmen der französischen Machtplüne im Rheinland zu erreichen. Was gar nicht in Poincares Pläne paßt, \ Die sog. „S i che r he i t s" frage nimmt neben Lern Sachverständigenbericht den breitesten Raum in der gegenwärtigen politischen DiZkus- sivn ein. RachLem Frankreich bereits vor Zähren einen deutsch-fcanzösischen Garant'.epakt — d.r künftige Kriege verhindern sollte — abgelehnt hat, will der englische Ministe.Präsident Mac.o- nald die Sicherh^itsfrage auf ähnlicher, jedoch breiterer Vasis durch Lea Völkerbund, dem auch Deutschland angchären Jo'I, regeln. Dieser soll sich mit allen seinen Machtmitteln dafür re - bürgen, Laß das Rheinland in Zukunft für Deutschland als Trupfenbasis gegen Frackr-eich ausschriket. Der Vorschlag könnte Ponmrd unangenehm werden. Da tauche, plötzlich im argwöhnisch überwachten, von 150 000 Franzose i u Ichlosse.len Rh.inland große Leut che na ionnli- lischs Organisationen auf, Werren „mi.itär.sche Hebungen abgehalten", „Verschwörungen ge. n Frankreich" angezettcht und „es soll etwas gegen Frankreich vorbereitet" w rtzen. Lind nun ftüi zen auf des politischen Regisseurs in Paris W nk Tausende von französischen Spitzeln aus Le, Kulissen, Haussuchen und verßäften, Le u vieren und enthüllen, äänd Raymond Püncarö beweist der erschrocken au s horchentzvn West, Laß „Frank ei Hs Sicherheit" und damit der Friede Europas -nur durch eine strenge und mächtige französische M i l t t ä r he r r s cha s t am Rhein gewährleistet i st..... älnd dann noch ein Drittes. Das französi'che DoU wählt feine parlamentarische Vertretung am 11. Mai, also acht Tage nach dem Morgenstern über sich selbst. Ein Jahrzehnt ist seit jenem Lenzmorzen in Meran dahingegangen, in dessen erblühendem Frühling der Lod Christian Morgensterns fiel. Damals war er den meisten nur bezmnt als der Dichter der „Galgenlieder", jener grotesk-ironischen Gedichte, in denen er eine neue Form der 2t)yE geschaffen. Seitdem hat man aber auch seine ernsten Gedichtbände entdeckt, und Morgenstern ist zu einem der meistgelesensten, wirlungsstärksten Dichter unserer Zeit geworden. Diese wundervollen lyrischen Bekenntnisse, die im Verlag von R. Piper zü München erschienen sind, lassen uns von dem übermütigen Erstling „3n Phantas Schloß" bis zu dem todesernsten letzten Bande „Wir fanden einen Pfad" und zu den gedankenreichen Aphorismen der „Stufen" die Entwicklung eines genialen und einzigartigen Menschen miterleben. Einen bedeutsamen Einblick in fein Werden und Wachsen gewährt auch ein Abschnitt aus einer bisher unveröffentltchten au lolliogra'-hifchen Skizze, die uns vom Verlag Piper zur Verfügung gestellt wird. Heber seine Kindheit schreibt hier der Dichter. „3ch war ein zartes, doch kränkliches Kind und durste in einer Weise am Herzen der Ratur auswachsen, wie dies wohl nut wenigen Stadtkindern geschenkt wird. Daheim, zwischen München und Rymphenburg, hegte mich ein parkartiger Garten: ging es aber hinaus — und mein Vater als Landschaftsmaler suchte Jahr um Jahr seine alten und neuen Studienplätze auf —, so Ware,', da noch die lieblichsten bayerischen Dörfer, deutschen Rachbarn. Längst hat Pvincarös Machtpolitik gegen Deutschland das Vertrauen des unw.ssend gehaltenen ftanzöft.chen Bo..es verloren. Es fühlt sich betrogen. Viele früheren Freunde des Lothringers Ixibcii jich von feiner Irrlehre von ier „Produst vität Les Ruh p a Les ' abgewandt. Das beweist fein immer st her werdender Anhang in der französischen Kammer. Da gilt es, eine Rielarlag? am 11. Mai un,cr allen Urnftänren zu vereiteln, zumal die Sach- verständigenbZchlüsse über die Ruhrbesetzung auch dem französischen Volk die Augen oft neu müf eil Um ias F.aslo des Ruhrunlernehmens imWast- kampf zu verdecken, muß Poiniare zur Rettu g seiner Position etwas tnS Feld führen, was das in seinem Propheten ztoeifelltde Volk erneut an dessen Sendung glauben läßt, stlnd für was wü.e der Franzose zugänglicher als für die schon von Kindesbeinen an ihm eingeh ämmerte Vis on von der deutschen Gefahr? Da muß le n im R Winland das Schreckgespenst der deutschen Revanche drohend sein Haupt gegm Las fried.ertige Frankreich erheben. Womit rer Geris.ene seinen Wählern schlagend beweist, Laß nur seine Rh inpoiitik, nur seine eiserne, wenn auch unfruchtbare Faust an Rhein und Ruhr, dem französischen Bürger Frieden, Freihstt und Wohlfahrt er,alt..... And darum grämen sich die Rhei. l.n.sfrauen um ihre verhafteten Männer und weinen die rheinischen Kinder um ihre Väter, in Ketten geschlagene Väter..... Das Ausland aber zürnt Deutschland ob seiner „nationalistischen älnvernunft'. älnd die Welt erliegt dem Komödianten Poincarö. Deutsche Inseln in Vessarabien. Don GeorgStrelisker. Unter dem Drucke der Verhältnisse regt sich heute wohl in so manchem Deutschen die Sehnsucht, sein letztes bißchen Hab und Gat zusammen zu jxicfen und in die Fremde zu wantzern, um dort sich eine neue, bessere Existenz zu schaffen. Aber die meisten sind sich nicht klar, to e>iel Kämpfe und Mühen eine derartige Umftel.ung fordert, wieviel Menschen, die hoffnungsfroh in 'ine Weite gezogen, drau en fern der Hstmat auf» gerieben wurden und noch immer werden, wenn sie nicht von Haus aus jene zäh: Rat.ir mit» brachten, He allen Gefahre r zum Trotz die Schwierigkeiten des fremden Millas übww.nX'n h lst. Audererseits kann nicht oft genug und gerade in dieser schrecklichen Zeit der Wirrungen und Irrungen betont tixrlxm, daß die Deutschen nut Lurch ein inniges Zusammen falten, durch eine feste Einigkeit, ihren Charakter bewahren und ihre Freiheit schützen formen. Es ist im Heiner wie im großen. Wo einmal in Len deutschen Auslandskolonien Hader und Zwietracht einsetzen, wir es dem srmt. nationalen älmwohnern und Rachbarn ein Leichtes, die vorhandene Kraft der Kolonisten zu brechen und zu zermürben, bis deren deutsche Eigenart völlig verschwand und sie in die Masse der anderen untertauchten, Ülm so beachtenswerter erscheint es daher, Laß die kleinen versprengten Trupps deutscher Auswanderer, die Ende des 18. Jahrhunderts nach Südrußland und Bessarabien ge- kcmmen waren, eingesprengt zwischen wefens- fremden Völkerschaften, zwischen Russen, Türken, Griechen, Armeniern, Zu.en. Bulgaren. Rumänen, nogaischm Tataren, Ungarn undAIbare en, Glauben, Gesittung und Dostslum zu bewahren wußten. Eine rumänische Statistik aus dem Zähre 1919 gibt iüe Anzahl der Deutschen in Teffarab en mit 113 000 an. Hingegen fühst L^r „Deutsche Dclkslalenter für Bessarabien" 80 G.n.einLen mit 47 000 Seelen an. wäh.end von 26 anderen, kleineren deutscher Döre n und Gemeinden dir Angabe der Devclleru gszah'. seht. De Vorfahren dieser Kolonist en mur ten mci V würdige und oft auch recht widrige Schick,nie erleben. Sie sind in der Mehr fahl nicht direkt aus Deutschland eingewandert, sondern tarnen auf dem älmtoeg über Polen, wo sie wohl zuerst eine neue Heimat gesucht, aber nicht gesunde i hatten. Rur Me Weecigstens konnten ih.e Hrbselig eiten mit- nehmen. älnd selbst diese verarmten au, der Wan- Le rang infolge Les napole.on s he r Feldzuges, so Laß viele l lost mit entern Hwaokarren nach B sfa- rabien gelangten. 3m An ang mußten sie sich mit Er chü t te n o'er niedrige r, ho Hf en s zw iz mm- rigrn, sognannten „Kronshäusl.en" teg rügen, in denen gewöhnlich zwei Fami i-m zur Roe un er- kommen konnten. Dis sie sich zu selbständigen Wi.tschaftsben.ert rmfschwi ge.r durften da e.te es Zahre und Jahrzehnte, die sie in der mühseligen Fronarbeit vermachtet. Zn eres'ant i t Lei Len jetzigen Leutsch bessarabi ch n Wirtschaf s- hf.fen Las Fehlen der Scheuen. Aber Lies hat seine historische Begründung. Die ersten Siedl-r, die noch die deutsche Bauart tann'.en, waren gestorben, ehe sie an die Errichtung cm ß eigenen Hauses Lecken tonnten. 3H e in der Frem>e geborenen Kinder und Enkel besaßen jedoch kein fern dem Verkehr, dem Kinde in Wald, Wiese, Dach und See die reizvollsten Tummel- und Spielplätze zu bieten." Rach der Gymnasialzeit begann bann das Wanderleben, Las Morgenstern bis zu seinem Tode geführt hat. Besonders starke Anregungen empfing er in Len 9Cer Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Berlin, dem er ein lyrisches Epos „Mein Gastgeschenk an Berlin" widmen wollte: „3ch habe nie mehr die (Stimmung wiedergLfunden, die mich damals für und wider diese Stadt erfüllte, und es schmerzt mich heute noch, daß so Dinge ungesagt geblieben sind, die nun kein Griffel mehr heraufbeschwören wird. Oder wer gäbe davon noch einmal eine Ahnung, wie ein junger Mensch nach der stürmischen Premiere des „Florran Geyer" erst draußen im Tiergarten sein Gleichgewicht wiedersand, oder wem wären die General-roben d.r Phi harmor.iker, die während eines Winters allmählich Len ganzen symphonischen Beethoven aufrollten, wie dem, der jahrelang nach der Reunten nicht mehr dprchs Brandenburger Tor die Stadt betrat, weil er sie fo nicht eher Wieder betreten wollte, als bis er etwas ihrer Würdiges geschaffen! lllnd lange nachher noch träumte ich von einem Werke „Symphonie", in dem alles, was von Hölle, Welt und Himmel in mir beschlossen sein mochte, zum sieghaften Aus lang gebracht werden sollte" Der Züngling überlieh sich leidenschaftlich den großen Geislesfüyrern. „So ward R i e tz f ch e auf lange hinaus feine leidenschaftliche Liebe und fein W:g-Gefährte. Es gab Zeiten, wo er sich bei aller Distanz wie ein jüngerer Bruder mit ihm empfand: mustergültiges Vorbild. Wenn man schon Mittel zusanrmenb.crchte, so Lachte man zuerst an die Errichtung ein s W-ohn.^uses. Zur Ausstcliung von Scheunen langte es aber nicht mehr. Die Kolonisten sahen sich Lah:r genitijt, tjre Wir.- sch-aftsweife jo einzurichten, Lay |L auch ohne Scheunen austamen. Anfangs wohl fuhren sie, wie sie es von früher gewohnt tra.en, alles Getreide nachhause, festen es Dort i.x Ermangelung der Kor.stcheuem rund um die Dreschtenne in großem Schobern aus und begame.i mit d m Aus dreschen erst, wenn Las ganzr Getreide tze.m- gob-iadj-t war. Reim sie aber damit bis zur Herdstsaa.'zeit nicht fertig wurden, jo mucke der Rest oft bis spät in Len Winter hinein ungc- Lnvschen liegen bleiben. Es ist klar, taj, wiiy end /Liefer Zeit das (3.treibe inf> lge d.r mangelchaf.en äl.leDbringung zum g.ö.cken Teile verderben mußte. Dieser ilmftanD zwn..g die Siedl r, las jcto.it heimgebrachte Kvrn sofort zu dre.chen uni) das übrige auf dem Felde zu lasst,en, zumal die Herbsttage in D.s,<.rnb en in d.r Metzrza l schon und trocteu sind, stln) diee G-epslo^entz'.lt ist bis zum htutigen Tage b^ibrhalten worden, so ixT'ii ter beffar. bische Bauer auch jetzt oh. e Schruer sehr gut auswmmt. Die deutsche i Ansiedlungen trage t zE Teil M.men, die zw^ifclws auf die Heriunft der ersten 5x^1-'r.iflen hinwe.s.n, wie z. D. Leip ig, Frauen- t l, St a.bürg, Lichtental, Reu Paris, Fri-üe .- fcl \ Eingheim, Reuckurg und QI epancertal o.er sie haben Len früheren türkischm G.meinLename.r b2ibetx:ltcn. Unter diesen ist Laru rno di: blühendste Riederlaßung. Eine leiuungssähi^e 3'.r° dustrie, wie sie sich etwa mit der Zeit unter den Siebe ibürger Sachsen so schön entwickelt hat, ist bei Len desfarabischen Deutichen, Li: st.h in der Hauptsache i;ur mit ier Landwirtfch-nck bechäf- tigten, nicht vorhanc>en, wenn man von 2—4 Fabriken für lani w rtschrftlich.' Ma.chincn, ein gen u. .b b utei'.ie i T chf .br k.n uno den tiein-.n Da^npMühlen absieht, die bloß für Len örtckch.m Bedarf arbeiten. Ah st ich liegen die Verhaltrise auch in Ler DoLuudscha, wo die Zahl ter dcutchen Ansiedler, die sich in Schwaden, Plattdeutsche und K. schuhen unterfcheiden, auf etwa 10 003 Köpfe geschätzt wird. Die ersten Kvlvnister zagen um Las Zah: 1840 aus Südru >‘.a rd h:rlib:r. 3hr Anfüh er war ein gewisser Adam Kühn, auch „Vater Kühn" genannt, her aus Deich vl'änLer bei (Sn cf en stammte. 3n D ff nvabicn, wch n sie zuerst gelcmmen waren, fühlten sie sich nicht wohl und setzten daher ihre WanLerung gegen die Walachei fort. Winter 1842/43 hielten sie sich meh.ere Monate bei der rumänischm Stadt Ploes.j auf, um sich aber bereits im nächsten Frühfahr in der Räh: von Silistri.t anzusieLe'n. Abe: auch hier- fini^.t sie keine Stätte d.»s Dlerbens u:rd fo ziehen sie weiter geg-n Draila, um unweit davon die Ä lor.i: Harobsonthnt zu grünten. Qtoer immer noch läßt sie bor W-wnLe ckrietz nicht ruh n. stlnd so überfetzen sie eine? Tages die Donau, um sich fchlietzlich beim türkischen Dorfe Akpu ar b?i Maciu niederzulasfen. Durch Ve.mittlung Les Kuimakam von Babadag wurde ih en nicht lange darauf ein größerer Platz in einen abgelegenen Dale überlassen, wo sie im Revolutionsiahre 1548 Almagea gründeten. 3ch habe von Bukarest aus mehrere solcher Kolonien besucht und über die große Widerstandsfähigkeit dieser Deutschen gegenüber Len Aufsaugungsbestrebum en der umwohnendem Völkerschaften nicht genug staunen können. Allerdings ist ihnen durch die Ve mich- tung Ler deutsä-en Schule seitens der rumänischen Llnterrichtsverwaltung, der die Rom.aniße.u g richt rasch genug von statten g ng ein fchw-rec Schlag versetzt worden, ja, es muß schier l^wcif^lt werden, ob die nächste oLer übernächste Generation sich noch ihres Deutschtums bewußt sein wird. Die Siebenbürger Sach'en machen zwar alle Anstrengu-'gen, um Len bZsara'cks.chen und Lwbrudscha-Deu sck/en Las rationale D wußte n wachzuh l cn, aber Me Rumänen gehen hier m t einer Rücksichtslosigkeit vor, die mir in Ler CRo- manifierur.gdbeftrcbungen der Ita.iener in Südtirol ein OLequiralcirt findet. Die Schwaben in der Dobrudscha verloren bereits vor dem Kriege ihre deutscchen Schuld, und zwar in dem Augenblick als ihnen nach dem D.rllankri'g Las immänische Bürg-r echt erteilt wurde. Damals schon war in ih.en Schulen Ler ausschließliche rumänische älntervii>t in albn Fächern angeordnet worden. Die deutsche Sprache konnte nur dadurch vor dem t>51 igen Vergesse-r und Verschwinden bew hrt blecken, indem man sie in die Kirche hinüberrettete, wo nun die Gl. übens lehre erteilt und die Vorberei ung zur Ei'.segnung deutsch bo g N'mmen wir>. <5:n tä libe Zusamme ltünfte der tze anwachsenden fugend im Pfarrhause ergänzen drrch zwanglose Vorträge Len spärlichen stlnterricht in der Muttersprache. Manche Lieser Ansiedler haben es mit der Zeit zu einigem Wohlsbrnd gebucht, der sie dazu benützen, um ihre Woh'.Iul ur zu Helen bi> 011.1- schäft zu verbessern und ihre begabten Söhne studieren zu lassen. Ab.w der weitaus grüßte jedenfalls tote einer, drr auch hier bis ans Et;de mitgegangen war, ja, dn sein E.nde für ihn noch kein Ende war, noch über es und ihn hinaus. Und fo hat er Paul de Lagardes blühender Seele ein «spätes Dankopfer gebracht, indem er noch einmal sein Leid und Wollen nacherlebte, das für ein ganzes großes Volk überhaupt nicht vorhandrn war. Die Aufgabe, 3bsens VerLdramen zu übersetzen, führte ihn nach Rorwegen. Er lernte Henrik 3 bsens teure Persönlichkeck kennen und in „Brand" und „Peer Gynt" ihr innerstes Pathos erkennen: und wieder fand er sich einem Tiefsten gegenüber, der seine Zeit vergeblich wach- zurücktIn gestrebt halte. So liebte er Dostojewski, weil dieser so bedingungslos die Menschen liebte, und später — viel später freilich — Tolstoi: weck dieser fo bedingungslos nach dem Wahren und Gaten rang, wiewohl er schließlich doch mehr oder minder etwas wie „das Gewissen seiner Zeit" geworden war." Deine schwankenden Gesundheitsverhältnisse führten ihn aus Reisen nach der Schw.ckz und 3taliei, bis er wieder nach Berlin zurückkehrte. „3n dessen Umgebung, in den Wäldern von Birkenwerder, im Winter 1905/06 vollzog jich die .entscheidende Wendung: „Die Ratur, die Weck vergeistigte jich ihm völlig, und das Wort des Hohanneischen Christus: „3ch und der Vater sind eins" wurde ihm zum erstenmal Erlebnis. ES tarnen nun — — äußerlich in Südtirol verlebte — Jahre des Aust-mgens, Ausreifens, Zu-Ende-Denkens, und diese Hahre überstand er so, wie er sie überstand, eigentlich nur, weil ihm Gesundheck and Mittel Te'l der Kolonisten hat noch heute mit den Verhältnissen schwer zu ringen, wenn er sich und fein überliefertes Deutschtum erhalten will. So lange die Ansiedler »ufamme-.buten und zueinander steh.m, bleibe3 fic stark und unantastbar, wenn aber auch in ihren Reihen die Zwietracht Eingang findet, dann ist es meistens mit ihrer Selbständigkeit und Freiheit zu Ende und dir nächste Folge eine völlige Auslösung. Der alte deutsche Fluch — er geht wieder um! älnö so sei jedes Deutschen erste Pflicht, daran zu denken« daß nur feine eigene und die Kraft seines Volkes in der Cesamtheit und Eintracht ihn und feine Ration vor dem Untergang zu reiten vermag Ärzte und Krankenkassen. Der Wirtschaftliche Verband für die Acrzte der Provinz Oberheffen, Bezirk Gießen, bittet uns um den Abdruck der nachstrhenLen Ausführungen. D. Red. Bei den zentralen Verhandlungen, die im Zanuar zwischen Krankenkassen und Aerzteschast über die Beendigung des vertragslosen Zustandes gepflogen wurden, einigte man sich zunächst einmal darüber, daß jedenfalls eine Derfchäi-sung des Kampfes durch Zeilungspolemiken, Flug« blätter usw. unterbleiben sollte. Der Verband der Krankenkassen für den Stadt» und Landkreis Gieß en hat diese Vereinbarung durchbrochen durch ein Flugblatt, das in drn letzten Tagen an Kassen- Mitglieder und Arbeitgeber verteilt worden Ist — vermutlich aus Mitteln irgendeiner besonderen Stiftung, da eine Verwendung der Mitgliederbeiträge für solche Zwecke ja wohl kaum angängig sein dürfte — und zwingt dadurch die AerztSB schast zu diesem Flugblatt Stellung zu nehmen- Die Antworten, die das Flugblatt auf die beiden Fragen: „Wie entstand der vertragloft Zustand und weshalb besteht er heute noch?" geben will, sollen im Folgenden etwas näher beleuchtet werden. 1. Weshalb sich die Aerzteschast Deutschlands Im Rovember v. I. gezwungen sah, die Verträge mit den Kassen fristlos zu kündigen, ist feinerzeck auch an dieser Stelle auseinandergefeht worden. Der aufmerksame Leser erinnert sich, daß es wegen der Rotverordmungen der Reichsregterung vom 30. Oktober geschah, die die Aerzte für unvereinbar hielten mit ihrer Standesehre nicht nur, sondern auch mit den 3ntcreffen der Kranlenkafsenmit- glieder. Enthielten sie doch Bestimmungen, die die Aerzte geradezu den Kaffenvorständen unterstellten und wichtige Entscheidungen über Krankheit. ErwerbsunfähiAcck u bgL den Aerzten, also den allein berufenen Fachmännern, entzogen und statt dessen Kassenbeamten anvertrauten, also Männern, die diese Fragen gar nicht beurteilen können, die aber auch ganz naturgemäß nur die 3nteressen der Kassen im Auge Huben können und erst tn zweiter Linie die damit oft im Gegensatz stehenden der Kranken. Ferner Bestimmungen, die die freie Arztwahl in Frage stellten, d. h. also den Grundsatz, der den Kassen von jeher ein Dorn im Auge ist, der dem Kranken aber allein die Möglichkeit gewährt, den Arzt auszusuchen, zu dem er selbst Vertrauen hat und nicht auf den angewiesen zu fern, der der Kaffe genehm istl llnb diese wesentlichen Teile der Rotverordnung waren eben noch nicht „gemildert" worden, wie es das Flugblatt fo kühn behauptet, als die Aerzte sich zu jenes Kündigung entschlossen. Daß dabei von einem „Vertragsbruch" nicht die Rede fein kann, ist inzwischen durch mehrfache Gerichtsurteile sestgestelck worden. Wenn das Flugblatt diesen Ausdruck, dessen Anwendung zwar bisher noch nicht in Gi:hen, wohl aber anderwärts den Kassen durch z. T. recht scharfe Gerichtsurteile untersagt worden ist, noch anwendet, so dürfte diese Spekillation auf die älnwifsenheit ober Vergeßlichkeit der Leser ihren Zweck doch wohl verfehlen! 2. Weshalb besteht der vertragslose Zustand heute noch? Dazu ist zunächst etwas zu sagen, was das Flugblatt zu erwähnen vergißt: 3m weitaus größten Teil von Deutschland besteht er gar nicht mehr, auch in großen Teilen von Hessen und in den meisten unserer Rachbarkreife ist er längst beendet, ja sogar mit mehreren Kassen unseres Kreises ist der Vertragszustand wiederhergestellt, sicher nicht zum Rachteil für die Mitglieder dieser Kassen! Lind zwar überall zu denselben oder sogar noch besseren Bedingungen wie die, die das Reichs- arbeitsministerium vorschreibt und wie sie auch die hiesige Aerzteschaft für angemessen hält! Als nämlich im Januar wirklich eine Milderung der genannten Rotverordnungen vom 30. Oktober ein* getreten war, war die zentrale Vertretung der deutschen Aerzteschaft sofort bereit, das Vertrags- Verhältnis, fo wie es das Reichsarbeitsministerium vvrschrieb, wieder aufzunehmen, ja sie nahm sogar ohne Widerstreben die Sätze der neuen preußischen Gebührenordnung vom 1. März 1924 als Grundlage an, obwohl diese gegen die Vorkriegsfähs eine Herabsetzung um 25 bi3 40 Proz. bedeuten! Die Behauptung des Flugblattes, daß die Aerzte sich nicht mit dem begnügen wollten, was 1914 fehlten, sich irgendwohin zurückzuziehen, too a in völliger Llnbekanntheck feine Tage batte vollenden dürfen. Er war doppeck geworden und in der wunderlichen Verfassung,' sich sozusagen groß und klein schreiben zu können." Die Au.z.ichnungen schl.eßen mit Ler Mi t.iting von feiner Verheiratung 1908 und der Begegnung mck Rudolf Steiner im Januar 1939, dessen Anthroposophie eine neue Phase der Besinnung und Klärung bei ihm einleitete. * Ein Shakespeare-Fund, Ein alter zerrissener Band. Ler keinen Sedd hatte und an dem die erste i und letzten Blätter fehlten, ist jetzt zu einem Ler grössten Schätze Ler älniv.rsitätsbibstothek von Montreal geworden, nachdem er viele Zähre unbeachtet gei g' n hatte und nicht einmal Lev Au,nähme in Len Katalog gewürdigt worden war. Bei einem näheren StuLium Les un.nnsech.ilichen 'Buches Hal man festgestellt, daß in ihm Dramen zusammen- gebunden worLen sind, und eines darunter ist Shaleipeares „Richard II." in der Quart- ausgabe von 1598. Don die'er Ausgabe sind überhaupt nur 8 Exemplare leanick, und sie gehört zu den größten Seltenheiten. Da diese Quarto seit vielen Zähren nie mehr auf den Ma ick t gekommen ist, läi.t sich ein genauerer Preis überhaupt nicht angeben. für arrgrotcTTtR galt, also «Xnfach uw- wah rf Rach dieser Deretterklärung der Aerzteschast traf ixt» Reichsarbeitsmimsterium eine Entscheidung. in der es wörtlich heißt: ^Sobald aber die Aerzte ihre Dienste wieder anbieten, sind die Kaffen verpflichtet, sre auch anzunehmen und nach den bisherigen Bedingungen zu vergüten, bis neue Verträge durch die Instanzen des Declmer Ab- kommens zustande gekommen sind." Daraufhin wurde dann, wie gesagt, bet den allermeisten Kassen Deutschland- der vertraglose Zustand auf- gehoben — bei fielen war er übrigens von vornherein gar nicht eingetreten, z. B. bei allen kaufmännischen Er.aykrankeilla sen —, neuerdings ist sogar auch in Berlin, wo, wie gewöhnlich, besonders erbittert gekämpft worden ist. ein Waffenstillstand geschlossen worden! Aber hier In Gießen, wo die Aerzteschast natürlich auch ihre Dienste wieder .anbot", wollten die Kassen nicht und setzten sich über die ganz bestimmten am 4. März noch einmal ausdrücklich wiederholten Weisungen des RrichSarbettsministeriums ciafach Hinwegs Zwar erklärten sie sich schliehlich bereit. Einzelleistungen auf Grund der neuen Gebührenordnung zu bezahlen, aber mit Begrenzung durch ein Pauschale, das so niedrig war, drah dadurch die Sähe der Gebührenordnung wirkungslos ge- toorben wären, denn es blieb z. B. hinter dem im Flugblatt erwähnten Schiedsspruch, der sich übrigens gar nicht auf die hiesigen Kassen behebt, in einem Grade zurück, dah es für die Aerzte unannehmbar war, ganz abgesehen davon, daß die Aerzte grundsätzlich darauf bestehen muhten, dah die Weisungen des Reichsarbeitsministers befolgt tourben! Da- Flugblatt behauptet, die Kassen wären hierzu nicht in der Lage, auch die Aerzte mühten sich Herabsetzung ihrer Einkünfte gefallen lassen usw. Die geldliche Leistungsfähigkeit der Kassen Im allgemeinen mag hier unerörtert bleiben. eS sei nur die immerhin bezeichnende Tatsache gestreift, dah die Allgemeine Ortskrankenkasse Frankfurt a. M. kürzlich in der Lage war, dem dortigen Konsumverein ein Darlehen von 150 000 Mark auf ein Hahr zur Hälfte der üblichen Zinsen zu gewähren! 3m übrigen können alle derartigen Fragen ober natürlich erst bei den endgültigrn Verträgen erörtert werden, die, nachdem das sogen. .Berliner Abkommen" abgelaufen ist. jetzt ohnehin neu abgeschlossen werden müssen, deren allgemeiner Abschluß sich aber natürlich um so länger verzögern wird, je länger einzelne Kassen- txrrbänbc. wie hier, auf ihrer Abl.chnung einer vorläufigen Einigung verharren. Denn nur über den Waffenstillstand führt der. Weg zum Frieden! Wenn also daS F ugblatt schreibt: ,AaS alledem kann man entnehmen, daß die Aerzteschast eine Machtprobe un'er allen Umftänben wollte" usw.. so sieht der aufmerksame Leser ohne w;i- leveS. daß gerade das Gegenteil richtig ist: Die Kassen waren und sind eS. die den vertrag- Itfen Zustand bezw. seine Aushebung dazu benutzen wrllen, andere Fiederungen durchzusehen. die hiesigeKafsen allein tragen also b i e Schuld an dem Weiterbe st ehe» deS vertraglosen ZustandeS! Schließlich seien zu der Mahnung der Kassen an ihre Mitglieder, sich möglichst viel ohne 213t S behelfen, nur einige Fülle angeführt, die sich unserem Bezirk ereignet haben: 1. Sin Kassenmitglied braucht eine Brille und erbittet zwecks sachgemäßer Verordnung lieber» Weisung an den Augenarzt. Die Kasse hält den Arzt für überflüssig und schickt daS Mitg ied gleich zum Optiker. Dieser gibt nach bestem Wissen eine Drille ab die sich jedoch alS völlig ungeeignet erweist. Erfolg: Das Qöitglicb muß doch zum Augenarzt, hat vermehrten Zeitverlust und für die erste .Dcllle ist das Geld der Kasse unnötig vergeudet worden. 2. Gin Asthmakrankec erhält währrnd deS veillaaLsen Zustandes statt des Raucherpalvers, das ihm sein Arzt au verordnen pflegte, auf Veranlassung der Kasse ohne nähere Gebrauchsanweisung ein Mittel aaZgehändigt, das er seinem Aussehen nach für einen Tee hält und demgemäß als Ausgcktz zubereitet und trinkt, während es tatsächlich auch em Räuchermittcl (Strammoniumblätter) war, das die Kasse, wchl au3 „Dtlligkeitsgrünbsr". für -weck- mä tiger gehalten haben mochte. Erfolg: Schwere, l e be n S be d r 0 h e n d e Der- gittungserscheinungen! 3. Eingeschüchtert durch Mahnungen, die er ba einer eigenen Erkrankung von der Kasse bekommen hat, unterläßt es der Vater eines kranken KindeS rechtzeitig für ärztliche Hille zu sorgen. Erfolg: Es vergeht kostbare unwiederbringliche Zeit, das Kind. daS durch eine rechtzeitige Serum- einspritzung zu retten gewesen wäre, stirbt an Diphtherie! Aehnliche Fälle werden in Berliner Zeitungen regelmäßig veröffentlicht. Sie zeigen, wohin eS führen kann, wenn, statt des FachmanneZ. der Kasfenbearnte über Krankheit-, ragen ent- scheidet! Die Kafsenmitglieder mö^en auS all dem entnehmen, dah sie am meisten unter dem vertraalosen Zu st and zu leiden haben, aber aucy, auf welcher Seite in diesem Falle die Kriegsverlängerer sihcn! Wirtschaft. Der dentsche Anfterthande! imAebrrrar. Die deutsche Austen Handelsbilanz für Februar 1924 zeigt eine sehr starke Steigerung der Einfuhr und nur eine verhaltniSmästig geringe Zunahme der Ausfuhr. Die folgende 1 mtg.teilten 3lffirn geben insofern leine einwandfreie Uebersicht. al8 bei ter De rech ran g dieseld n Fehlerquellen bestanden wie in den Boimonaten, zumal die Verhältnisse im besetzten Gebiet ih n ch' ^r. ändert haben Dir tinfulyr belief sich «f 71b58Z (XX) H>marE (.jcLuar: .62 100 ©u. - mark), Ausfuhr auf 466 339 000 Goldmark (3a- nuar: 431 021 000 Grll-mark). ES ergibt sich also tm ganzen eine Passivität von 252 Millionen. die durch Gewährung ausländischer Kredite und den Rückslutz deutscher AuZIanbS« guthaben ausgeglichen worden sein mast. Bei emzer«n Posten Ter Bllanz weist bte Position Rohstoffe verhältnismästig die grostto S cigera- g auf. Besonders fällt die Zuirnh.nr der a>in,ub. an Textilstoffen und Rohiabak auf, die wohl mit Kvnjunkturbelebrang in der vecare. teil den 3nbuftiie zusamme.ch^ngt. Die Waiengrup.e Lebensrnittel und ©etränte jeigi einen Rüch;a«ig. insbesondere verminderte sich der Waren- import deS Massenverbrauchs, wie Brotgetreide. 3nbe1fen ist lei Mehl eine wei ere Einfuhrsteigeruirg zu beobachten. Aus be. Au>- fuh.seile zeigt die letztg.ria.utte Gruppe eine ie- trächtliche Zunahme, was hauptsächlich auf die vermehrte Zu.iLoauSfuhr zuruck.ufuh.e'.l ist. ♦ * Zinssrhöhung der Frankfurter Dankiervereinigung. Sie Frai kfurter Bankirrvereinigung teilt mit, dah bis auf weiteres die Mitglieder der dortigen Danliervereinigung für täglich fälliges Geld höchstens 9 Proz. pro anno (zuletzt 8 Prvz.) gewähren. " Die Er d öla u s s chl u ha rbe i t en in R 0 r d - H a n n 0 v e r. lieber die beginnenden Grdölausschlustaibeiten in Rord-HannJver wird dem „Haun. Cour." berichtet: Dir Hana A G. in Harburg, eine Tochtergeel schäft der Stinnes- Ricbeck-Montanuxrle, hat sich in ie.n Bezirk Alvesen, ferner die D ratsche Petroleum A. G., Berlin bei Tötensen und d.e Rordisch: Petroleum Ä. G. In Harburg bei Wu nS>orf-Daensen für ihre Bohrungen umfangreicheZ ©etä.ibe txr- traglich gesichert. Die letztgenannte Gesellschaft hat mit dem Bau eineS Bohrturmes bei Wurns- dcif begonnen. Ferner bemühen sich die StinneS- Riebeck-Mlntan-W^rke und die Datsche G döl A. G. um weitere um,ang.eiche Beträge Schl.es> lich soll sich die Lisellen-Grdol G. m. b. H. d e auf Dahrendorfer Gebvrt em, Bohrung nieder- bdngt, kürzlich den Bezirk Sotttr, durch einen langfristigen Vertrag ge.rcher. haben. Diese Gr- sellschaft begann als erste in der Vahranborter Gegend mit Oelaufschius>arbei en. öle traf mit einer Bohrung von 340 Meter Tiefe auf eine 20 Meter mächtige Schicht mit flüssigem $rjöt und durchtäuste bei weiteren Bohrangen fast ständig ölführende Schichten. Es sind somit sehr grohe Aussichten auf Findigwerden In dieser Tiefe vorhanden, zumal ausgedehnte geophy i- kalische älntersuchungen im le.) e.i Hahr.' ebenfalls günstige Grg.chniise zeitig.en. Die Dohrun- gen sollen eine Tie,e von ru.io 53) Metern erreicht haben. Die iSnfe vorigen Hnhrcs angc.an- gciwn Arbeiten werden fortgesetzt. ♦ Dergröherung des Absatzes in der Ziegelindustrie. Die Ziegelindustrie hat in den letzten Wochen eine bemerlenswerte Zunahme des Absatzes zu verzeichnen. Auch die Produktion hat eine lleinere Steigerung aufzu- toeifen, wenn auch eine Dollproduttion noch nicht vorhanden ist. Immerhin haben verschiedene ■Unternehmen, die bisher still lagen, ihre Arbeit wieder ausgenommen. Den grössten Teil des Absatzes jedoch machen Stapelsabrttate aus, die sich bei einzelnen Fabriken noch auf mehr als eine Million Stück stellen. Die Aussichten für die Zukunft hält man im allgemeinen für ziemlich günstig, wenn auch der Äapiralmangel einstweilen noch ziemlich hemmend einwirkt. ' Die deu t sch-oberschlesische Steinkohlen-Förderung im März belief sich laut ,Industrie-Kurier" auf 1 009 065 (Februar 953 263) Tonnen, d. h arbeit-täglich 39 412 (39 719) Tonnen. Der Versand stellt« sich wie folgt: Deutsch-Oberschle ien 420 657 (.93 394) Tonnen übrige- Deutschland 570 693 (525 223), Pclntsch-Oberschlesien 3973 (4650), D.utsch-Oefl erreich 2106 (648). Schweiz 100 (0), Ungarn 105 (0), Tschechoslowakei 210 (0), Jugoslawien 3» (0). • D i e russische Ausfuhr im ersten Vierteljahr 1 92 4. W e die „Rosta" me b-1, sind aus Sowjetru'-land im ersten Vierteljahr 1924 7 Millionen Pud landwirtschast.icher Erzeugnisse ausgeführt worben, waS im Be gleich zum Verjähre einen Zuwachs von 53 Prozent darstellt. Die Sowjetteg'.e ung hofft, bis Ende dieses Jahres 54 Hl.Ilio neu Pud Raphtaprodulle auSführen zu können. * Frankfurter Börse. Frankf u rt a. M, 8. April. Tendenz: Schwach. — Die Börse eröffnete auf den Ausweis der Rentenbank in gedrückter Stimmung. Zu Beginn des amtlichen Verkehrs stellte sich auf den meisten Gebieten mit Ausnahme von einzelnen Spezialwerten Abgabeneigung ein. 3m Frciver-- kehr beschränkte sich das Geschäft auf wenige Papiere. Api 5, Becker Stahl 8*/t. Becker Kohle 874, Benz b1/*. Growag 0,225, Drown Doveri 23/t, ilnterfranlen 0,575 bis 0,603, Hansa Lloyd 1,8, Ludwigsburger Prozellan 2Vr, Ufa 6'/4 Billionen. Am Montanrnartt nahmen die Umsätze keinen gröberen Umfang an. Die Haltung war anfangs schwach, wobei Ginbuben bis zu 5 Billionen zu verzeichnen sind. Harpener blieben fast umsatzlos, oberschlesische Werte besser gehalten. Für Rorddeutschrr Lloyd und Hapag war die Tendenz nachgebend. Geringes Interesse zeigte sich für Bankaktien. Zu einigen Umsätzen kam eS in Mitteldeutsche Ereditbank. Metallbank schwächer. Bescheiden waren die Umsätze in 61.t- trizitätswerlen bei unbedeutenden Kursbewegun- §cn. A E. G. preishaltend. Lahmeyer matt Iniltnaflicn setzten zu leicht ermäßigen Preisen ein. Holzverkohlung behauptet Scheideanstalt verloren ca. 1 Billion. Maschinenaktien zeigten sich behauptet Daimler abweschwächt, Adlerwerke, Dingwerle, Ehlinger behauptet. Die Rachfrage für Hoch und Ties Hai nachgelassen. Phil. Hofmann zeigten sich behauptet. Weib und Freytag ruhig. Bon den übrigen Werten hatten auch Zuckerwerte starke Kursverluste auszuwstsen. Heilbronner minus 1 Billion, Frankenthaler angeboten. Der Anleihemarkt lag ruhig. 5proz. Reichs- anleihe 91 Milliarden. Zoll türken blieben mit 7'/g Dill, im Angebot Berliner Börse. Berlin, 8. April. (Wolff.) Die Beickäufe s-tzten sich fcaite an der Eifektenbörse fort. Tie Ursache soll last ausschltrstlich in dec äutzerst gespannten Lage des (SelömariteS lt.gea aber fälble gestern umlaufenden Insolven>gerüch.e fehlten tatsächlich« Unterlagen. Zu tet be cits a,fan S ziemlich stark eimäfeiten Kursen zeizte sich ausreichende Aufnahmesähigleit, di.: zum Teil aas ^mcervenvonsvrufe der Bankien geratet tourten. Die Verluste erreichten bet der ersten Kurs,est- ficl ung tüt schwere Montanpapia.e wie-ec 2 bs 3 Billionen Prozent. Hugo Stinnes und Rr.brck Mmtan büh..en sogar 4 Billi-onen ein. Unter Deiücklicht.gung Ik< nieJttge-.ea Kurt aad.^ wurden die übrigen 3nbU|tried.erte etwa i i gleichem Mabe in Mitleicenschaft gezogen. Auch Schissahrts- und Dankenw r.-e bliebe i nicht b - haup et: Hamburg-Sü am r kan sche Damssschtzf fahrt stellten sich fvgac 4,5 DllUonen Prozent niedriger. Rach S.ledigung des ersten Deckau,- andraiigs konnte vorüb-rgehmd e.ite leichte Er- bcluitg Platz greifen, die jedoch später einer neu rllchen Abschwächung weiche i ma 1 , als sich weitere Abgeier einstellten. Erst in b.-r zwck e.i Dörsenstungewann dec Verkehr mehr Steur- Mt, ohne das; jedoch irgendwie ckne ins Gewicht fallende Kursbe.serung bamlt verbu.ide.a war. Allenthalben herrich e Die g wohnte Lustlosigkeit T-ie Devisenkurs bl.eaen bei nicht erhöhter Zuteilung unverändert. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) ') Dom Rückzahlung-Wert. ty, Trutlrtw 3lff(6«onischer»leb»n. . . . Kaliwerk WettrregrU» Laurvhüur........... L brrbebarf. ......... Pböi-.ir Bergb« ....... Blbrfr-:(abl . . ....... J!i deck Montau ....... «Uut> Bergbau ....... Hamburg'Vaflft. . «orddeunchrr VioS& . . . . V l rramifche Werke Rlbtu .. ^11»«,^ Hetdeldo« . vv Holzmanu ..... ?lnsl0'Cont.'Niuano..... Badische Anilin Chemische Mayer Alavin. . . Goldschmidt.......... ÄrieSlietmcr Electron .... Höchster Farbwerke Holiverlohlung........ RütgerSwerk» ...... Echeideanstalt yzolnh-Qfneteft I Z . • • ü« Billionen Prozent ^tnn,fmrt 1 M t*rrffn &a;iuü- W r* bd)l . Ä't » Sctfluft- (tu « SAlHfp N'i-, Datum: '4. 8 '. 7. 4. 8.4 V.b92 00 7 0.09, 0,52: 0, 60 0 13 0/10 0. S 0 28u 0.2 J0 0.27? 0,9 O 0^ 0 J,S,5 0,8?) 0,169 — — u,3 <5 0,335 0,325 6,301 —. -a. 0 309 — •A. 0^7 0^'5 — — 4 2 4.2 4.2 4.2 83 83 83,2 63 8 7,13 7,75 7,38 59 — «3 60 33,5 .9? 33 38 4,25 4,6 5,5 4.75 9 e,h 9,1 8,13 9,5 8,75 9.25 8,8 1 0.9 — 11,1 10 25 11 10 17,25 2,8 18.5 2.5 2,73 — 0,45?5 0 460 0,5 0,4'0 0,7 0,6. 0,9 0.8 15,87 13?’ 49 13 iS; 95.75 «0,5 78 39,5 25 48,5 35/5 43,75 ä'. 46 40,1 59 62 58 5 ,1 12.25 11,25 — 11,4 19 19 23 17,1 11.5 11,2 > 11,25 1913 11,13 18 18 18,1 >3 85,7’ ?8.5 28,1 27,5 47 27,5 25,5 38,5 49 41 44,75 2,3 2.3 •* -- 25,75 22,87 25 21,6 5,6 8.38 5,7 5,4 10,13 9,8 9,8 2,-- _ — 2,5 2.3 2.8 -. 1%; 27,75 26,75 11,88 15,6 14,75 • 1.8 —— 12,75 11,75 '1,4 13,25 12 12 12 11,38 2 8 11 6, 12,13 11,8 9,38 123 ■* 1- 11,73 13 12,87 18 17,1 8.25 8,9 9^9 — 15 14 15,1 14,S V, 8,1 28 » 0?5 40 85 38,75 35,25 2.4 2,4 3,1 7.1 8.8 4 3 8,9 4 M 3.1 — ».» 22 24.5 23 1,8 — ■ — 1,7 15 e» M 17,25 16.5 — 1,8 1,7 2 2 4 4 4 4 887 8J>5 — 10,1 10 8.9 9,5 3,4 3 8,75 4,2 3,4 3,86 *- Deviseumartt Brrll«—Frankfurt toiieruit 1 luuiiO: JtocL'f, 11 H'rrtr Umft.-'HofL ia;,ai IW,39 15»,61 1»7,3, 1 1 9’rn..9liinx>. :o.r 20.8 i 10,7 i 20,8’ 1 1 etjriirt.int.i -7,8 18,13 £7.61 t7.ä9 1 1 Kovrndaarn £9.82 70,13 <9,82 70,18 1 1 Liockboliit 110,9? 111.43 110,9- 111,4. 1 1 Hrlsiligrorj 10,57 10,63 1 J,57 10,31 1 1 stmlteir . 18.70 13.80 18.70 18,80 1 1 London . *},' 4.21 1 1 24.54 24.66 74.54 24,65 1 1 ertnueh • <2.2? L8.-1 «3.^8 13,42 73,78 1 1 fcpctnkn . raten in D-- 18.89 16,6- 1 1 Lril-aba-1 6,08 6,12 r,03 5.1? r 2 Praa. . Budavelt - ^ue»^Aire> 12.71 12,79 12,7> 12,73 1 t 6,03 6,12 1,Nk 6.0J t,1 2i 28 W 1,97» 1,3* 1 1 'L'ulaarüu 5,31 3,29 voll 10 tzavan . 1,80 i 1 VO voll 1 L»io Os Fan "titlurai# - t 48i L.63 % l,«8> Mi 3 5 S » tliiauon 'S.21 13.^1 13^9 1 1 F rr"”. 8. April Note» ..... )« J?et*n .......... chwediichr Roten ..... »Vändtsch; Roten «isch-Oesterrrich, i 10» Leonen meriianitche Role« ....... gltsche Roten ...... tstienisck« Roten ....... »flglf(te Roten.......... ünuakischi> Roten......... tsch selbst zu vernichten. Gr will das Gold, das er in solch unerhörten Mengen mit seinen Maschinen aus dem nassen Clement bereitet, über die ganze Erde werfen und es auf diese Weife zum wertlosen Kieselstein machen. Seine Idee ist ungeheuerlich, aber mit eiserner Energie opfert er fein Glück und das der Seinen, um sie burdjjuführen. Doch er scheitert an dem Einverständnis Derjenigen, denen er helfen will. Sein Werk der Befreiung wird ins Gegenteil verkehrt, und anstatt Erlösung bringt es nur unermehlichrs Unbeil übet die Welt. — „D i e grohte Geheim-Macht der Welt". Drosch 30 Pf. Stern-Verlag, Leipzig. Ellenburgirstr. 53. 6 Zylinder erfolgreichster Wagen 1923 Dupont A.-G. Frankfurt am Main Messe-Ausstellung Kaiserstr« 64 Telephon Hansa 6836 u. 4684. niüTiiii—iiiTiiiiinii inirr uriiiimrmi.Tjn irr .T.-n»itr-.-ji.ni-nr-: v.x ' Vx . ■ , • 'v.1 ■ - (Nachdruck verboten.) 67. Fortsetzung. [ Bitte prüfen Sie Färberei Gebr. Rover Ladern Marktplatz 18. Aus unserer Abteilung Der Beamte mit dem U WM M KaufhausKatz Bahnhofstraße 14, Drucksachen aller Art WgkWW obb SliNlWMkSlildette«. ±=± Mitte I 168er! 10 Stammholz: 26028 statt. Tagesordnung: Verschiedenes. 2. Vollzähliges Erschein ist dringend erforderlich Der Vorstand 2726V behördliche Anzeigen Alters. Molkerei-Slibrahin- Witter Pfund 2.20. steigert: Schnittholz: Schade 8 FOilgrabe Geföngnishof aus Georg Jsenbrandt Wolkenbildungen. Als der dicht Regenschleier ihm Ihre Zimmer-ÄMSstaitusgen, Garderobe usw. Der eine oder andere Gegenstand läßt sich tlisrch chem. Reinigen oder Färben sicher «fieder wie neu hersteiien. gelangt sei. Dann kam der zweite ... für Jsenbrandt der schwerste Teil der Aufgabe. Wieder ging sein Schiff in grvhe Hohen, während er die nieder" strömenden Wassermassen durchschaitt und sich vom Zentrum des Unwetters entfernte. Noch einmal prüfte er mit dem Präzisions- Esser seine Entfernung vom Mittelpunkt des Detters. Dann fuhr ein Schuh aus dem Rohr seines Schiffes. Exgkt arbeitete der Zeitzünder. und immer dichter werdende die ungesehene Landung geben verabredeten Stelle hinter Für die Kanalisation der Altenbusecker Strohe und des Schützenweges zu Drohen- Dufeck sollen die- Arbeiten und Lieferungen Der alte Brauch wird nicht gebrochen: Im Kränzchen wird von LOHNS gesprochen. Dertr.: Adolf Schmidt. Dietzen. Tel. 1086. ganz, mtt Kovf. per Pfund 50 Pf. Uhr. einzureichen. Iuschlagsfrist 2 Wochen. Giehen. den 3. April 1924. Kreisbauverwaltung Giehen. Cellarius, Regierungsbaurat. liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und l die Brähl'iche Uitiv.-Dreckerei, R. Lange Bullenverkauf. Die Stadt Lich verkauft auf dem Submissionswege einen V/^jährigen gut genährten zuchtuntauglichen Pullen. Angebote, auf den Zentner Lebendgewicht lautend, sind bis zum Freitag, den 11. ds. Mts . vorm. 11'/, Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzureichen. Der Bulle wird den Interessenten am Sunmitzionstage in der Zeit von 9-11 Uhr im Hofe des Faselstalles auf Verlangen vorgeführt. Ein Betreten des Stalles ist nicht gestattet. 2753D Lich. den 7. April 1924. Hessische Bürgermeisterei Lich. Völker. 23. d. Mt», vormittags 10 Uhr, reichen. Iuschlagsfrist 2 Wochen. Giehen. den 8. April 1924. Der Regierungsbaurat Bullenverkauf. Die Gemeinde Daubringen verkauft auf dem Submiffivnswege einen fetten Vogelsberger Bullen. Schriftliche Gebote sind bis zum Freitag, den 11. April 1924, an die unterzeichnete Bürgermeisterei zu richten, woselbst die Bedingungen eingesehen werden können. Daubringen, den 8. April 1924. Hessische Bürgermeisterei Daubringen. Preis.________2752V Donner dröhnend an sew Ohr. trat nicht mehr I zu verstummen. Sin Konglomerat von Gewittern tobte über Karakorum. Tiefer lieh er jetzt das Schiff gehen. Wieder sprach seine Batterie. Da lief der sahlweihe Schein der Blitze in Rot über. Ebn feuriger Trichter stand über Karakorum. Mit dem Glase sah er schwelende Drandwolken aus der Ruinenstadt aufsteigen. Was dort brennen konnte. . . Menschen . . . auch Menschen^ das muhte wohl zu Asche werden. Rebelnder Dampf markierte die Grenze, wo Feuer und Wasser sich trafen. Wo die beiden Clemente um die Herrschaft rangen. Mit der Freude des Meisters, der die Kräfte entfesseln und bändigen kann, sah er auf das grandiose Schauspiel. Sein Werk! — Die Spannung, die ihn erfüllte, wich. Seine Gedanken, bis jetzt auf sein Werk konzentriert, begannen zu wandern. Auch dort unten inmitten des feurigen Regens, in der Hütte der Gefangenen, kämpften jene Kräfte . . . kämpften um das Leben der Eingeschlossenen. Schwere Sorge fiel auf sein Herz. Würde die Rechnung auch hier stimmen? Würden Feuers- glut und Weltraumkalte, nach seinem Plane und nach seiner Rechanmg gegeneinandergesetzt, sich an dieser Stelle verzehren, ohne das Leben der Gefangenen zu vernichten? Mit eisiger Hand , umkrallte die Sorge sein Herz. Endlos lang schien ihm der Kampf der Elemente. Immer wieder blickte er auf den Zeiger der Uhr, der ihm allzu träge von der Stelle zu rücken schien. DiS endlich die Zeit derfloh. Matter und immer schwächer wurde der Kampf der Raturgewalten. Jetzt hatten sie sich in wildem Ringen NutzhchyerWgerung Dienstag, den 15. April 1924, vormittags 9 Uhr, werden im Gasthaus Wil« beim 11. zu Alsfeld aus den Distrikte« Vordere Steinsürst 3. 6. 8, Hintere Stein- fürst 11, 14 u 15, Untere Dick 3, 4, 5, 6, Mittl. Dick 1, 8 u. 11 und Verschiedene der Förstereien Eudorf und Elbenrod ver- werden. Angebote, deren Unterlagen daselbst käuflich, sind bis zum 15. d. M., vormittags nicht übermäßig großen Gehalt freut sich, daß er nun ein gutes Äaffee-Getränk für wenig Geld für sich und feine Familie bekommt. Der Voranschlag der Gemeinde Saasen für 1924 liegt von Donnerstag, 10. d. M. ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters offen. Einwendungen können während dieser Zeit vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 2738D Saasen, den 8. April 1924. Bürgermeisterei Saasen. Schmitt. des lltiterzeichneten, Landgraf ° Philipp- Platz 3, Zimmer No. 22 offen. Angebote sind daselbst gegen Erstattung der Selbstkosten erhältlich und bis zum einzu- vlMMMWWsMM. Gin Roman aus dem 21. Jahr-Hundert von Hans Dominik. 1. Stistnngs- und Retzimentsfeft am 1. Juni in Giehen. AklSkhWß M UWeitogs- M WEMMMbeiie». Für die Herstellung der Be° und (Ent» Wässerung der Strafe« nach Holzheim in ßanggön» sollen die Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen auf dem Amtszimmer = 0,82 Fstm. Kiefern, l.ÄL- 0.84 Fstm., 2. Kl. = 2,59 Fstm., 3. Kl. --- 21,20 Fstm., 4. Kl. - 67,28 Fstm , 5. Klaffe = 102,49 Fstm. Fichte, 5a u. 5b Klaffe — 2.64 jfim. Lärche, 3. bis 5. Klaffe --- 2,48 Fstm. Derdstangen: Fichte, 1. Äl.= 60 Stück mit 6,80 Fstm.. 2. Kl. = 90 St. m. 5,94 Fstm. Nutzscheiter: 17 Rm. Eiche. Nutzknüppel: 10 Rm Eiche und 9 Rm. Hainbuche, Nutzreiser: 272 Rm. Fichte Schichthaufen. Nähere Auskunft erteilen die Herren Förster Büttner in Eifa, Förster Lotz in Elbenrod und die unterzeichnete Stelle Auszüge aus dem Dersteigerungsproto- koll werden bei rechtzeitiger Anmeldung gegen Bezahlung von einer Goldmark von der unterzeichneten Stelle abgegeben. Alsfeld, den 7. April 1924. 2731 Heff. Oberförsterei Eudorf. ^erfchwnnven war oer Dampf, ge- wiche Die Glut. <5d>an brach die Sonne durch die zerflatterndsn Schwaden. Er rih fein Glas ans Auge und sah die Stelle, wo Karakorum gestanden, in Hellem Glanze vor sich liegen. Dvlldampf vovauS! Auf äuherste Fahrt stellte er den Hebel. Während das Schiff mit rasender Gewalt durch den Aether schob, hing sein Auge an jener Stelle. Hetzt ging die Maschine nieder. Mit einem Sprung war er aus der Kabine. Klopfenden Herzens eilte er an Ahmeds Seite der Hütte zu. Unter seinem Griff brach die verkohlte Auhentür in Trümmer zusammen. Dann drang er m das Innere. 3n der Tür erblickte er sie, die drei... lebend. Da stand Maria, bleich, aber leuchtenden Auges. Rur sie sah er. Wie von unsichtbarer ®e* walt getrieben, waren sie aufeinander zugeschritten. Als von ihren Lippen der leise Ruf „Georg" erklang, hatte er sich im äleberschwang seiner Gefühle an. sich reihen wollen. Doch mit aller Kraft seiner Seele hatte er die Regung unterdrückt. Roch durfte er's nicht. Roch gehörte sein ganzes Denken und Tun dem groben Werke. Roch erfüllte die grobe Aufgabe, Schützer und Retter der bedrohten Siedlung, der a>eihen Rasse und ihrer Kultur zu sein, sein ganzes Zch, gab ihn nicht frei, bis die Girtscheidung gefallen. Sie hatten sich damals die Hände gereicht und in dem stürmenden Pulsschlag, der zu ihren Herzen überströmte, hatte sich offenbart, was der Mund noch verschwieg . . . jetzt noch verschwel gen muhte. (Fortsetzung folgt.) bei der Kreisverwaltung. 2729b Eellarius. Eiche, 2. bis 4. Klaffe = 28 Stück mit 19,82 Fstm. Kiefer, 2. und 3. Klaffe => 6 Stück mit 7,00 Fstm. Buche,3.U.4.K1. -- 7,07 Fstm. Eiche, 3. bis 5. Klaffe = 30,61 Fstm., 5. u. 6. Klaffe (Wagnerholz) — 25,42 Fstm. Ahorn, 5. und 6. Klasse — 1,08 Fstm., Ulme, 5. Klaffe Auf Restbestände Bawn- StrOo* Quaiit., Pid. 4.20, 3.40. LM -- iW.ÄM.22^ SÄ' ßler10 M Uh Bei Abnahme von 25 und 80 Sillck Preieermähigung. 2734c a. -W-1 in verschiedenen Preislagen. Babnbosstr. 26, Ludwiattr. 2V Walltorstr. 24, Franks. Str. 89 Dratschellflsche ver Pfund 18 Pf. Kabeljau o. Kopf ver Pll«nd N Bk. Seelach« ohne Kopf ver Pfund 25 Pf. Seehecht ver Pfund o0 Pf- Mehl, amerikan. ver Pfund 20 Pf. Gemüsenudeln ver Pfund 24 Pf. Eiernudeln ver Pfund 45 Pf. im Paket, Psd. 55 Pf. Makkaroni, lose per Pfund 40 Pf. ?Marcowini? der große türkische Hofzauberkünstler und ? Lamari? Deutschlands bekannt. Illusionist u. Zauberer geben am Donnerstag, dem 10. April 1924 abends 8 Uhr, im Kath. Vereinshaus ihr tttes pfa tasaltt-üäsisps. Wer Bareowtni und Lamari nicht aje^chen hat, hat etwa» In seinem Leben versiinnit. Ermätziate Prciie: S-perrsitz «nnm.s Mk. 1.20,1. Platz Mk. 0.80, Kinder die Halste. . Vorverkauf: Ztnarrenbaus Petersen. ES wird um Benützung der BorverkausssteUe gebeten. ^758O Die Direktion. Genau tn Der Achse des Wolkenbruches erplsvtert» daS Geschvb. Seine Ladung Dynvtherm der neuesten schärfsten Wirkung ging tn feinster Streuung nach allen Seiten in den Regen Mit dem Teleskop beobachtete Zsenbrandt die Wirkung. Da . . . inmitten der grauen, dunsttgen Regenmassen sah sein Auge eine kleine, schwarze Wolke entstehen. Rach einer Weile ein kurzer Blitz, für das unbewaffnete Auge kaum sichtbar. Er legte die Hand ans Ohr unb zählte. Vierzehn Sekunden! Der leichte Hall eines Donners drang an fern Ohr. Wieder richtete er das Glas auf die Stelle. Sah, wie jene dunkle Wolke Immer heller wurde, bis sie verschwand. Beinahe hätte et in diesem Augenblick den Zweck seines Hierseins vergessen. Dah alles so genau nach seinen Erwartungen und Vorausberechnungen verlief, erfüllte ihn mit starker Freude. Er nahm ein mit Zahlen bedecktes Täfelchen zur Hand. Prüfend überflog er die beiden einander gegenüberstehenden Zahlenreihen. Roch einen Blick auf den Entfernungsmesser. Gin Schuß, nach demselben Ziel gerichtet, fu.hr aus dem Rohr. Ein zweiter, ein dritter . . . eine lange Reihe weiterer Schüsse folgte im schnellsten Tempo. Sine rollende Kanonade auf das Zentrum des Unwetters. Wieder richtete er jetzt sein GlaS. Tiefschwarz lag es dort über Karakorum. Da, ein zuckender, greller Blitz, der den schwarzen Vorhang zerriß. Roch ehe der erlosch, ein zweiter . . . ebt dritter . . . und viele andere. Taghellen Schimmer strahlten sie weit hinaus. Tausend feurige Schlangen schienen sich in dem düsteren Gewölk zu winden. Dann schlug, der erste Am Freitag, dem ll.b. Mts., abends 81/, Uhr. findet im „Poftkeller" eine Sl. Wahl 2733a 1Ä Ifcti Pflaumen, bosn. ver Pfund 50 Pf. Pflaumen, caltf. grobe, p. Psd. 80 P^ Aprikosen per Pfund 150 Pf. per dfund N Pf. Sultaninen ver Pfund 100 Pf. Rüböl.IaKalt.chlag ver Li>er 95 Pf. Ealatöl la per Liier 105 Pf. Schmalz "*v per Pfund 74 Pf. Zucker, Kristall per Pfund 44 Pf. Zucker, gern. per Pfund 48 Pf. Dordhauser per '/, Flasche 200Pf. Kognak,Verschnitt ver Flasche 250 Pf. tt KaMeisch Liebigstr.71, Tel. 1685 Lieferung frei Haus. Wasserkraft zirka 20 P. S. Meld- und CebL müblc, KreiSfäae, 18 Morgen Land in (Siehrn 019047 in vermlen. Nab. in d. GefchästS- ttelle de- (Siek Anz. \ Soweit, wie er cd damals aus der Höhr seines Flugschiffes beobachten konnte, tch^»' alles planmäßig zu gehen. Am Vormittag warf Ahmed das Anlidynotherm in den See von Karakorum. Diel früher, als Wellington Fox von seimnn ~ ~ etwas bemerken konnte, sah aus seiner Höhe die ersten öffentlich vergeben werden. . , o. K., v. Psd 45 Pf. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Nordseeschellsische Bedingungen können bei uns, Landgraf- er*,.* Philipp-Platz Nr. 3, Zimmer 22, eingesehen stattete, war er an --------- einem Dünenkamm niedergegangen. Rach zwei Stunden erst war Ahmed hier zu ihm geflohen. Durchnäht . . . durchweicht . . . geblendet . . . fast ertränkt von den wolkenbruchartig nieder- stürzendm Wassermassen, hatte der getreue Diener ihn nicht sogleich finben tonnen. Dann kam er uni> brachte die frohe Botschaft, dah das Mittel sicher und unbemerkt in die Hände der Gefangenen empfehlen wir als besonders preiswert: Weißweine: v, ttl 8aisefflW!er . 1.50^ 22er 6öeüißöen?[ 1.50./ 22er BJflfljenöeiiner Saserberg... 1.70.« Rotweine: Blontaone.....1.4b fionfilüon.....1.90^ 22er köiüzOMN Aei erp?sö... 2.30 / Alle l-reife verstehen sich ein* schließlich Glas u. Treuer. UeisiUlke Merm: :-Ko.*Dosr GmAe-Kdleil . . . . 8ö^ Mzetzkshllen . . ll(h öftameften.....95^ i MschSil tot n, wart m. 5t 109^ MssMk» nm stein .95^ iMßmttoW 5tetn. 12ih, ! UKMMIvM.Gmer 230 a i Bo8aei| mit s°-- emwoat 24. Alle anderen Obst- u. Geiuüse- Konserven aut und billig. ! NWöW Psd. 86, 65, 48 Z WeiWMtzi . Pfund 16-9? ! WäMIW Pfund 18^ ’ Feinstes amerikanisches ! «DSiBSSitieOl . . Pfund 2(U iWlielssei-NsMM« l-Psd.-Wür'et 7 0, 58, 04Z Cndi SeeMäAti I UM KD KESSLERS KAFFEE-ESSENZ der beste Kaffee-Zusatz verbilligt den Kaffee. 2725A Vk»!slhk Mspicki. DmitkStsg, 10. AM er., adnids 8 llhk, in i)tr Turnhalle iLwaldSgarteu) Oeffeutliche MlmMalW. ?Lker:LgOtNßMbßksrir!lckrDiWe!dHLmßli!)i Thema: DiePolitikderTat! Eintrittsk rrten zu 30 Pfg. (Sitzplatz) u. 20 Pfg. (Stehplatz) im Barverkauf bei Putzgeschäft Lembke, Selters- weg 35 und an der Abendkasse. Geschäfts-Verlegung! Einer geehrten Einwohnerschaft von Gießen und Umgegend zur gefl. 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