Nr. 54 Ctfectat '»-sich. «■!$« bene» e"b friert agi, ■tt». Semstagtbftlaqe ötfcceeT^Qiiidicvit Utter We««t»*rf}eein Steinöruderei R. £anae in Äiefcen. Sdfriftlelttmg unb frefdüftsMt: ZchglKratze T. Beeebee hi l*)«l»rn fii bic lägettmwimet bk juwi 1.aeMnitia$ r?tbrr •ter jcbfT»erbtr.bh st»orfchrtft 2D* . Huf» fchloq - ^eromwontich für Tebtib ■ ^euileton: Di jnefir TDilb Vangt; ftr ben tbilqm lei! rrrfl Vlumliietn. ftr ^en Injeiqrnteil fSflnsTe* sömlUch in Bietzen. Die dritte Steuernotverordnung. TMhtenb auf*nt>o(lt!f4) die Zuspitzung der ®)atthoye durch die schamlos eindeutige QLnUmrt der sranzölllchen Regierung und die Xyxira- ttonsfioge nach Beendigung der Berliner Hon* nder Sachverstandtgen erhöht« 3u|mecfiom- r Reiichtregterung erfordern, drob« Ü4>. nach den Divlld^m gealteten des vergangenen Wahres, an der dritten Sleuernotverordnung eine fiife zu entzünden Die dritte Steuer- Notverordnung feil dem Reich« di« Einnahmen sichern, die eine Ausbalancierung des Reichs- kauSdiilts getvahrletsien Diele Ausbalancierung des Stats ist di« wichtigst« Voraussetzung für di« Gesundung von Wäyrung, Wirtschaft und Staat Der A.lchslinanzmini^ter schätzt den Ertrag der dritten Steuernotverordnung nach dem Re- oierungsentu'urf aus 650 Goldmillionen, eine Summe, rmt der. nach allen schmerzhaften Ad* i vom Stal, ba» Budget endlich ins Gleichgewicht gebracht werden könnt«. 3m Reglernngs- «nttrurl der Vteuernotverordnung sind es namentlich zwei Punkte, die einerseits bei dm Ländern, andererseits bei den Parteien starkem Widerstand beg gncn. Dos eine ist d.r Finanzausgleich. das ander« die Auf Wertung»! rage. Der Finanzausgleich, also die Austeilung der Steuern zwisäxm Reich. Ländern und Gemeinden bat vornehmlich im Reichsrats- a u S s ch u tz. der neben de n FünfzehnerauSfchutz des Reichstags mit der auf Grund des Srniach- gcl he« «u eil s'e 'den Steuernotiero! d- nung besaht wird, zu heftigen Auseinandersetzun- 8-n geführt. Das liegt in der Ratur der Sache, oll der Finanzausgleich doch bis zu einem gewißen Grade eine Rückbildung der Erzbergerschen Steuerreform cinlrttcn. in dem Sinne em er schärferen Lrennung der 6 teuer Quellen Die Erzberger- sche Steuergesetzgebung brachte mit der Zentrali- fkrung der Steuern in den raschen des Reiches. Länder und Gemeinden in völlig« Abhängigkeit von den Reichsfinanzen, da beide auS dem ReichSfäckel ba3 erhielten, was sie für die Erledigung ihrer nicht geringen Ausgaben gebrauchten. 3n den Zeiten der ZnilationSwirtschaft. als die Aufsteskung von Haushaltsvoranschlägen angesichts der Geldentwertung von vornherein illusorisch war. als die Rotenpresse deS Reiches und die Rotgeldindusttte von Ländern und Kommunen nach Dedarl Betriebskavital schuf, war diele Frage der steuerlichen Auseinandersetzung zwischen Reich und Ländern und Kommunen nicht aktuell. Da» wurde sie erst mit dem Augenblick der Stabilisierung der Währung, als die Still- legun.i der Rotenpress« und das Derbot der Ausgabe von Rotg ld die bisherige unsolide Finanzgelxtbrung unmöglich machte und schlieh- llch daS Bestreben der R.-ichSbehörden nach einer AuSbilanzlerung des Etats auch die bisher wett arostzüglger gewährten Zuschüste an Länder und Kommunen in schärfster Weise aus ein mellt vklsig unzurclchmdes Utah bttchnltt. Run tm Zeichen deS GoldmarketatS sollen die In der 3nllation«zeit jeder Vevnn'wortung für ihren Haushalt entwöhnten Lä'brr und Kommunen Wieder aus eigener Tasche wirllchalten lernen. Da» geh' aber — wenn das Reich mit dem bis- brriflen Gebahren der Zuwellunaen au* dem Relchrläckc! ein Ende machen will — selbstver- ständ'.ich nur wem da» Rttch Ländern und Kommunen etanxe Steuerguellen zuweist, die er- alebia genug sind, um Ländern und Kommunen die Lölung d-r ihnen im Rahmen deS Ganzen zufallenden Aufgaben möglich zu machen. Hierfür die BorauSfetzungen zu schiffen, ist die eins Ausgabe der dritten Steuernotverordnung. Der Reaierungsentwurf weist den Ländern und Gemeinden au i der Einkommen- und Körperschaft» st euer statt btt her 75 nunmehr 90 Prozent zu. AuS der Umsatzsteuer sollen ste statt der bisherigen 25 Proz. künftighin nur 20 Proz. erhalten (bei der vorgesehenen Erhöhung von 2 auf 2'/, Proz. kein Beiust. Grunderwerb*. Fahrzeug- und Rennwettsteuer verbleiben auch ferner den Ländern und Kommunen, und eine neue Steuer- quelle wird ihnen mit der geplanten Mietsteuer zugewiefen. wofür aber die bisherigen 20 Pro', aus der Erbschaftssteuer in Fortfall kommen tollen. Mach der von uns bereits besprochenen Regierung rdenllchrllt zur Währunas- refprm fetzt der Rei^Haushaltsvoranschlag für 1924 die Gesamterträge der obm angeführten Stoumrni (iu*-'exmmcn die neueMirt »steuer) mit 3198 Millionen ein von denen nach dem bisherigen BertcilungSmodus 1722 Missionen. allo 54 Prozent auf Länder und öcm'inVn kommen würden. Der Entwurf der Sfuernntverordnung Hebt dagegen au» den gleichen Steuern 17952 Millionen, allo 56' . Proz. für Länder und Äom- munen vor un^ rechnet noch 650 Millionen aus der neuen Mietssteuer hinzu, so dah allo die Einnahmen der Länder und Kommunen sich um 723 Millionen verbessern wurden. Erfreulich« Aussichten für die ob ihreS Etats in schwer« Bedräng t< g f r.ten Flliar-z^wsirk r der Länder und Gemünden so kö ntt- man m 4nm 2T*'r en aubev- gewöhnlich ero-f erter A bgabenkreiS ist die Kehrseite der Medaille Die gr tzügine Entlastungsaktton, die daS Reich zu feinen Gunsten tn der ErwerbSlosenfürfo ge in der Abwälzung von Pollzellasten. in der Sozial». Kleinrentner- und Kriegzhelchäd-ig e-siirfor^e in Szene ee'etzt bat. bring Ländern und K->mmnam eine Mrh-'bela- stn-g von tmflcfäbr 400 Millionm. so bah die Mehreimuahmen ans der 6 c. ern^tve orlmung auf 323 Millionen - s mm n^ch rrm s n ein? Summe, die bei nxUcm nicht aus reicht, um den Geldbedarf Poineare und die Kammer. Neue stürmische Debatten im Kampf um die Notgesetze. Paris. 8. Febr (TDoIff ) Die Kammer setzt« die Beratungen über dl« Sparmassnahmen 1 ort Sie beriet den letzten Satz de» ersten Artikels. welcher lautet: Wenn die getroffenen Spar- mobnahmen Abänderung besteh «Cer Geetze notwendig machen, müssen di« Erfülle nach 6 Monaten dem Parlament zur Vanktton unterbreitet werden. Der Abg. Klotz stellt den Antrag, datz sich die Spannahnahmen. die vorgesehen sind, tn keiner Weise auf das Mar ine- und Heeresbud- q e t beziehen dürfen 3m Verlause der Diskussion kam es zu lärmenden Zwischenfällen, über die die Havasag.miur sclgcnde Erllärung unterbreitet: Der Al'g. Denise verlangt das Wort: die Kammer yb< jedoch darüber hinweg, so datz Klotz seine Ausführungen sorttetzen kann. Ministerpräsident Po Incar 6 fordert daraus die Kammer auf. das. was die nationale Verteidigung verlange. dem Vertrauen der Kammer anheimzustellen und den Antrag Klotz abzusetzen. Er wird unterstützt von dem 2L g Marcel Hadert, der ein schleuniges Vertrauensvotum für das beste Mittel erklärt, die nationale Verteidigung zu stärken. Abg. Tapvnnler bedauert, datz diese Dertrauenskundgebung durch eine systematisch« Obstruktion hinausgezögert trerbe. Abg Klotz protestiert. Tapvnnler wirft seinem Gegner vor. dah er die Stimmen bet Kriegsbeschädigten nicht höre, woraus Abg. Denise fragt, was wollen Sie bamlt sagen? Abg. Tapvnnler: Das werden Sie bald sehen, gerade Sie, der Sie beute behaupten, die Marine verteidigen zu wollen, während Sie der Schwager jenes Mannes sind, der die Mari,« torpediert bat. Den ise (der Schwager des verstorbenen radikalen Führers Pelletan) protestiert entrüstet. Es kommt zu einem Tumult, der sein End« erreicht, als der Präsident erfürt. Tapvnnler habe den Patriotismus Denises sicher nicht in Zweifel ziehen wollen. Der Sturm bricht aber wieder los. als Taponnier sagt, Senator Humbert habe ja 1914 festgestellt, dah man nicht bereit gewesen fei, den Krieg zu führen. Der Lärm wächst. Ministerprälldent P v i n c a r 6 ruft In den Lärm hinein: Was kann die Kammer bei solchen Debatten gewinnen! 3ch siehe die Abgeordneten Taponnier und Reynaud im Ra men des Vaterlandes an, dies« Debatte zu beenden. Dem» sie «dauer«, werde er den Saal verlassen. Da die beiden Abgeordneten Taponnier und Reynaud aber trotzdem ihr« Diskussion fortsetzten, ergreift Ministerpräsident Pvtn:ar^ sein Portefeuille und verlädt, vom Finanzminister gefolgt, die Rogierungsbank. Die Linke applaudiert. Aus der äutzersten Link.-n wird gerufen: 2 u f l ö s u n g, Demission! E» bemächtigt sich eine grobe Erregung ter Kammer, so dab der Präsident um 4 Ubr 10 Minuten dievitzungunterbricht. Der Sitzungssaal leert sich und die Abgeordneten begeben sich In die Wandttgänge. um tzu erfahren, warum Poincarö den Saal verlassen habe. Auch die Zvurnalisten begeben sich In die Wandeigänge, da sich da» Gerücht verbreitet hatte, Poincar.' wove seine Demission geben Einige Minuten später jedoch erfährt man, dab dieses Gerücht falsch ist und dab die Sitzung wieder ausgenommen werde. Um 4,5 Uhr eröffnet der Kammerpräsident Pevet von neuem die Sitzung, und Ministerpräsident Pvincarö an der Spitz« der Minister kehrt unter lebhaftem Beifall der Mittelparteien und der Linken zur Regierung»bank zurück. Das Hau» nimmt Artikel 1 mit 329 gegen 207 Stimmen an. der Länder und Kommunen auch nur annähernd zu befriedigen. Der RegierungsenNours hat infolgedessen Im RefchSratSausschub die lebhafte Kritik bet Ländervertreter h rausgesordert. Ra men sich sind eS Preuhen und Bayern, die gröbere Selbständigkeit In den Öteuerfragrn fordern und die Höhe der den Ländern ^gebilligten Sätze bemängeln. Don fast allen Länd?rrcgierungen aber wurde mit Recht darauf hing'wiesen, dab die Einnahmen au» der Mietzins st euer nach dem Reaierungs- entourf nicht etwa nur eine OMteueruag oeS 3 n t- wertungsgewinne» des ftäbtifien Grundbesitzes. fo.tbem auch eine S euer au3 der Steigerung her Miete selber darstclle. dab aber einer Mietstttgerung durch die herrschenden wittschas sichen DerhälMille eng' Schran'en gesetzt seien, demnach allo auch der dafür einge'eh e Betrag von 650 Millionen al» von der ReichSregie- rung allzu optimistisch angenommen betrachtet werden muffe. Ferner wünschte man irn Reich»rat eine stärker« Be.eisigin^ der Länder an ben übrigen Steirern, auch bk Aufrecht er dal narz des Prozentsatzes bei ber Erbschaftssteuer Die Vertreter Der Reichs re gierung haben in btefer Richtung fchxrrf l Zulagen gemacht und ihre afHehncnt* Haltung mit der gettnb einleuchtenden Rotwendig- feit einer Ausbalancierung des Reichs hau Schiit S begründet. 3m Fünszebnerausschub des R<4chstag» war es in erfier Linie der andere Punkt, die Auf- we r t u n g l f t a g e, bk lebhafte Meinuigs. er- kbicbenbeiten zeitig:« Der Entwurf der Steuer- Notverordnung will eine Rechtsgrundlage fcha'fen, für die Aufwertung privater Schulden. Man will eine Aufwertung bis zu 10 Prozent zulassen und den vei bleibenden GeldentwertungSgewinn des Schuldners steuerlich erlassen, und zwar letzteres in der Weise, datz von Schuldverschreibungen, die bi» zum 31. Dezember 1921 noch nicht getilgt waren, 2 Prozent, bei solchen, die bi» zu diesem Zeitpunkt getilgt waren, 12 Prozent (einschließlich der lOprozentigen Aufwertung) erhoben werden sollen Dieser Plan bat in weitesten Kreisen der Bevvllerung scharf« Krittk berauigeforbert, der allerdings wohl jede andere Lösung — so weit man eben von einer solchen bei ber Aufwertung alter Goldschulden überhauvt sprechen kann — auch ausgesetzt gewesen wäre. Enthält doch die Steuerrtotverorbnung tn der Einstellung des Zinsen, und Tilgungsdienstes b«r öffentlichen Anleihen bis zur Abbeckung aller Repatationsverpllichtungen — von einer Aufwertung btefer Geldschulden des F nicht au reden — allo in bet Erklärung des Staatsbankcrvtts eine Unc-erechttgkeit, die mit aller Härte gerade die Streik der Kleinrent- ner trieft, Kreise die ihr m jahrzehntelange» harter Arbeit müh'am Erspartes bem 6mi1c Hingaben und nun von bem gleichen Staate ent- eignet, betrogen smd DaS sind Tatsachen, mit denen düe B troffeevn sich absind« mü'^n. b Gemeinden se.n Die Steuer soll von dem gemeinen Goldwert«, und solange dieser nicht festfteht. von tem Wehrbeitragswerte erhoben werden unO soll so bemesien sein, datz der Gesamtbetrag der oom Reiä^. den LändelN unb G?me:nd.m dem bebauten Grunt'besltz auferlegten Steuern nicht mehr al» jahllich 1,5 Prozent des gemeinen Goldwertes ober tret Prozent des W n^rd. di«- voraussichtlich erst am Simstag stattfinde' können. 2er fincmzpol t s^e Ausschutz d?s vorllusigra Re ^chswirtstch-sfsra's l)at sich ebenfalls ml: bem ihm zur B?autachlung übertricsencn Anwurf ter dritten ö euer not oer- vrdnung b**d)ä!tigt. Rach einer l .n ; ten A i5- Iprachr ist fvlgcnde S.itschll.-tzun i »n-ptrtmmea • läufigen RcichSrr rttchasisratS dl! es für unmöglich. di? Frag? ber Aufw rlung auf bem Weg? einer R ot oer Ordnung zu regeln. Sr - lieben Gesetzgebung Gl itz ' tig hat fof- - nar?' rlili ch Aufschub er rarkt aber unter ollen Umständen, datz dadurch di: Lösung der Fraze der T.-l b:lanzi'ru".g u tb d:e V,rb.r -ituni be- V.-r- möqcnÄ-Ginfommenftcucr nicht verschleppt Der AuS'chutz hat ferner «inen Antrag angenommen. ter b r Regierung empfiehlt. Im 3n* tcre*k ber Gl-ichmös-^kett brr Roteiung unb damit der Ctnbc tiity.il d?s Wirt schatt »gebt et es die Regelung des Wohnungswesens bem ordcn.l'chen Wege der Retchsg esehge- b u n g zu überweisen und brsond-r» dabei die Fördmung de» Reubaues von Wohnungen zu berücksichtigen. D eh Förderung tst ti ber Hauptfach- den Gemeinden zu überlass.m Zur Deckung des Bedarfs ber Länder und Gemeinden ist bitten für bk zwtt näch^kn Jahve da» Züsch lagsrecht sürdi «Vermögens steuer m auSr ichender Höh« ehwiräumen Dabei ist auf die seit 1913 dnq:tr?tene T:rmi '.’e-ung des Vermögens durch Staffelung ber Zuschläge gebührende Rücksicht zu nehmet Zur Frage des GclbentwertungSausgletchs zu'»unftce des Reich- auS Schul've-'chr ibungen, 3*w a^spruch ahm' von Krrdi en Ausg ib: von R o t- gclb und mit öffentlichei Zulchü's n errchtrten Gebäuden hat ber Ausichutz bichloffen, lein Gut ach-en biS zur gefetzlichrn R-gelung der Auf- rr-ertungSsrage im Sinne des früheren Defchlusfes zu vertagen. Sturm im bayerischen Landtag. München, 8. Febr lWTB f 3m bayerischen Landtag kam cs btt der DeraLung über die Anträge brtreffcnb die Schutzhaft und bit Sicherung ber Wablirciheit zu Tumult- szencn. Abo Müller (Dem.) griff den Ge- neral'taatSkommisfor weoen ber Beschlagnahm« ber Broschüre des Münchener Staat »Rechtlers Rothrnbück-cr an. Sr forderte die Defeiti- g u rg d s Generalstaatskommissariats und Ausichlutz, ob die Ttegerung mtl ber Befchlognahme b-r Rothenbüchertchen Bc> schüre eimxrttanbm f;L Da der Zust'zmtni^et >ch-,: q und der Minister d^s Innern den Saal verla'sen hatte, tarn der Redner in starke Sr» reau*u) und erklärte, er habe die ungeheuerlich» I Mitt llung erhalten, datz die Be chlagnohm? er* I frl^t sei wegen Beleidigung der bayerlschr» I Staatsanwaltschaft. Der inzwischen im Saal er* fd>tenene 3mvnmtm1ter v cyweher heflattgte, Mb Me Broschüre wegen 'BetetMgung her Staats- anwaltschafl bcschlag nahmt sei und Mb sich der Ministerrat mit Meter Angelegenheit beschäftigen werde. 2H8 es zur Abstimmung über die vorliegenden Anträge tommen sollte. be-weifelle der Abg. Stang (Bahr. Dpt.) die Beschlußfähig^ t des Hause«, weil ein Teil seiner Parteifreunde nicht zugegen 4ei. Aus diese (Eröffnung hjn erhob sich bei den Demokraten und Sozialdemokraten ein Ent - rü st u n g« sturm. Es wurden Rufe taut wie: -Pfui Teufel, Diätenschieber und Lügner." Der Präsident hob die Sitzung auf. Reue Unruhe und Grregung gegen die Bayrische Dotkspartei erhob -ich, als der fraktionslose Abgeordnete Dr. Zahnbrecher erklärte, die Abgeordneten der Bayrischen Vollspcrrtei hätten vereinbart, den Saal zu verlassen, und als der Abgeordnete Timm (Soz.) ierklärte. Mb di« Bayrische DvlkSpartei, um daS Volksbegehren durch-usetzen, die Landtagsauslösung verschoben habe. Bei Wiederaufnahme der Sitzung, zu der die Minister nicht erschienen waren, entstand eine längere GeschästSordnungstobatle über die Obst ruktionSpcliuk der Dayr. Dolksparlei. — Abg. Stang bezweifelt wiederum dre Beschlustsähigkeit des Hauses, und eine Zählung der Abgeordneten ergibt tatsächlich bk Deschlubunfähigkeit. Die Leiden der Pfalz. Pirmasens, 9. Febr. (Priv.-Tel.) Der .'französische Dezirksdelegierte von Pirmasens hat nunmehr die Zusage erteilt. Mb er auf die von der Beamtenschaft für die Wiederaufnahme der Arbeit gestellten Bedingungen eingeht und die Garantie dafür übernehmen werde. Mb die städtischen Beamten gegen neue Dewalt- mahnahmen den nötigen Schutz erhalten und Mb die jetzigen Zustände, die sich unter der Gewaltherrschaft der Separatisten focr- ausgestellt haben, sich nicht mehr wiederholen. Die erste Wirkung dieser veränderten Haltung deS französischen Bezirksdelegierten war die, Mb die von den Separatisten verhafteten 6 P olizeich eamt en wieder auf freien Fuh gesetzt trnir- den. Die städtischen Beamten werden ihre Arbeit wieder aufnehmen, sobald der sogenannte separa- 'listische Erwerbslosenrat das Rathaus, In dem «r seinen Sitz aufgeschlagen hat, geräumt haben wird. Um sich die nötigen Gelder für die Erwerb«- losenunterstützung zu verschaffen, hak der fepa* ictftifdte Bezirkskommissac von Pirmasens, Schwab, a.tgeorbnet, daß die Stadtrate so lange in Haft gehalten werden sollen, bl« von der Regierung in Heidelberg Gelder zur Er« werbSlofenunterstützung gez-rhlt würden. Aulästlich der Verhaftung deS Stadlrats Gregro von Rockenhausen kam es zu einer spontanen Demonstration der Einwohner von Rockenhausen, die die sofortige Freilassung des Derhafleten verlangten, die StadtauSgänge durch Barrikaden versperrten, um eine gewaltsame Der- fchleppung des Verhafteten zu verhindern. Die französische GenMrmerie und Kriminalbeamte (teilten eine An'xrhl von Ra men der Demonstranten fest. Gegen den katholischen und den protestantischen Dekan ist durch die französische DesatzungS- Behörde eine Untersuchung eingcl llet worden, M Vie beiden Geistlichen die Demonstration der Bevölkerung gegen die Separatisten v e r a n l a b t hätten. Austerdem hat die französische Besatzungsbehörde als Sanktion die BerkehrSsperre verhängt und Abhallen von Turn- und Singstunden verboten. Deutschland und der Völkerbund. r London, 8. Febr. (Wvlsf) In einer Rede aus dem ersten Zahresessen der Englisch- Oösterreichischon Gesellschaft sag!« gestern abend Mr Lordpräsident des Geheimen Rates LordP a r- m oo r. der Grundsatz MS Völkerbundes sei eine unbedingt« Notwendigkeit. Die augenblickliche Schwäche deS Völkerbundes sei Mrauf zurückzu- sühren, Mb er noch nicht alle Länder umfasse. Glücklicherweise sei Oesterreich Mitglied des Völkerbundes, aber eS g?be eine grosteSchwe- sterrepubltk, die mit den Oesterreichern befreundet sei und wie er hoffe, in Zukunft auch mit England befreundet sein itoetto, nämlich die deutsche Republik. Zwischen ityr und Oesterreich müsse stets das Verhältnis der Verwandtschaft und gemeinsamer nationaler Ideen herrsch:n. Parmoorwarf dann einen Blick in die Zukunft, wo er die deutsche Dom Chassidismus. Von Prof. D. Karl Ludwig Schmidt. ES ist einfach und zugleich schwer, über die Bedeutung Mr chassiliichen Bewegung deS Judentums, die mancher aus Mm östlichen Kriegsschauplatz kennen gelernt haben mag, ein Wort zu sagen. Einfach: weil die Lehre dieser im ganzen Ostjudenlum vorherrschenden mysti ch-kabdatisti- schen Richtung sich in dem eindrucksvollen Sah vereinigen lästt, Mb Gott in jedem Ding zu schauen und durch jede reine Tat zu erreichen sei. Schwer: well die Hintergründe, Grundlagen und Folgerungen einer sich so eindeutig gebenden Lebenshaltung, die dabei in mystische Glut getaucht ist, nicht leicht zu vcrinhaltlichen sind. Die Frage ist. welche wirkliche Bedeutung diese chassidische (chassid fromm) Lehre innerhalb und auherhalb deS Judentum- hat. Unter den Juden selbst besteht keine Einigkeit Mrüber. Die «inen halten den EhnssidiSmu-Z für einen wüsten und wirren Wahnglauben. Die anMren erhoffen von ihm eine vollkommene Erneuerung des Judentums. Darüber hinaus gebt MS Bewußtsein, Mb es sich um Gröberes als Ms Schicksal eines Volkes und den Werst eines VolkstumS handelt, nämlich um urmenschliche und allmenschliche Dinge. Damit wird ein grober und ernster Anspruch erhoben: MS IuMntum ist mehr als eine konfessionelle oder nationale Gemeinschaft, die ihr SonMrMsein führt: es wirkt sich In thm ein geistiger Prozeß aus, Mr für die ganze Menschheit wichtig ist. Geheimnisse wollen sich er- schließen, die Mr Mystik aller Zeiten eigen find. Wer die geist-leiblichen Geschichten Mr chassidischen Zabdits (zaddik = gerecht) lieft, wird erinnert an Jakob Böhme, an Swedenborg u. a. In die weit verästelten religiösen Strömungen der Gegenwart mündet so etwas Wesenhaftes «in. bei dem wir allen Ernste- fragen müssen, ob wir es miss en möchten oder könnten. Wem die Die Bevölkerungsbewegung in Gietzen im Zahre 1923. Vom KreiSgesundheitsamt teilt unS Amtsarzt Dr. Echüppert mit: 3m Jahre 1923 wurden in der Stadt Dietzen von einheimischen Müttern 552 f639 in 1922) lebend« Kinder geboren (490 ehelich, 62 un- ehelich), und zwar 308 männlichen und 244 weiblichen Geschlechts. Wie auch In Mn Vorjahren die Knabengeburten überwiegen, zeigt folgende Zusammenstellung: 1919 : 287 Knaben, 262 Mädchen 1920 : 362 336 1921: 356 . 348 1922 : 324 , 315 1923: 303 244 Auf eine durchschnittliche Einwohnerzahl von 33 000 Einwohnern berechnet, kommen 16.6 Geburten auf je 1030 Einwohner. Einschlieblich Mr zumeist In der Frauenklinik geborenen Kinder ortsfremder Mütter kamen in Giestem im ganzen 965 Kinder zur Welt (1922: 1052). Totgeboren wurden im ganzen 36 (47) eheliche und 11 (6) uneh.stich« Kinder: davon entfallen auf (Siebener Mütter 10 (24) ebelu)? und 1 (6) uneheliche, zusammen 11 (30) Totgeburten. Rach der Zusammenstellu-rg des Standesamts fanden im Berichtsjahr 290 E h e s ch l i e b u n gen gegen 328 im Jahre 1922 statt. Welche gewaltigen Schwankungen der Krieg für die Ahl Mr Eheschliehungen in Mr Stadt (Sieben zur Folge hatte, möge folgende Darstellung veranschaulichen, die auch erkennen labt, vor welche Ausgaben Ms Wohnungsamt gestellt war und noch ist! Die Zistern unter Öen Leisten stellen die Jahreszahlen, die über den Leisten die jeweiligen Eheschliebungsziffern Mr. o» o o> N CM O> CO § s CM CM 5 «D CD Ch eo S oo Ci CO O CM CM CM Die Zahl Mr Gestorbenen betrug im Jahre 1923 - einschlieblich 308 (354 In 1922) Ortsfremden, welche in Mn hiesigen Klinrken und anderen Krankenanstalten starben — 692 (729), die sich in folgender Welse auf die einzelnen Altersklassen verteilen: Altersklasse i ” j . I "E" o 2 8 Z --Q " Einheimisch« 44 22 7 28 101 68 114 384 Ortsfremde 41 12 22 64-119 31 19 308 85 34 29.92 220 99 133 692 Die 308 ortsfremden, in den Krankenanstalten GietzenS Verstorbenen bleiben nachstehend auber Betracht, ihre Berücksichtigung würde für die Sterblichkeitszahlen der Stadt ein falsches Brld geben. Von Mn 334 einheimischen Verstorbenen waren 193 männlichen und 191 weiblichen Geschlechts Auf die oben genannte Einwohnerzahl berechnet, beträgt die Slrrbiichkeltszrffer 11.6 bro Tausend Die im Vergleich mit anMren Städten verhältnismästig günstige Sterbeziffer unserer Stadt Mlrug in den letzten 14 Zähren. 1910: 9,9. 1911: 10,4, 1912: HL. 1913: 8,6, 1914: 11,0, 1915: 11,4, 1916: 10,3, 1917: 11,8, 1918: 13,7, 1919: 13,2 (Grippeepidemie), 1920: 11,7, 1921: 11,6, 1922: 11,2, 1923: 11,6 Prozent. Betrachten wir die 384 Todesfälle der einheimischen Verstorbenen nach Mn wichtigeren Krankheiten und Krankheitsgruppen, so ergibt sich folgendes (die entsprechenden Zahlen MS Jahres 1922 sind in Klammern beigefügt): Don den 44 (42) gestorbenen Kindern des ersten Lebensjahres fallen 12 (21) Sterbefälle auf angeborene Lebensschwäche, Frühgeburt, Mistbildungen u. dgl.; 40niaI (32) ist Altersschwäche als Todesursache anacgcMn. Von den 114 Verstorbenen der letzten Altersklasse hatten 33 daS 80. und 3 (männliche) Ms 90. Qebend- jahr überschritten: der älteste Mann war 95 Zähre 10 Monate alt geworden. -oet 29 uns gemeldeten Erkrankungen an Diphtherie und 66 an Scharlach ist ein Todesfall nicht vvrgekommen (1922: 36 Scharlach- und 19 Diphtherieerkrankungen mit 2 Todesfällen Mi stehteron). Eine im August beginnende und bis Ende des (Wahres sich auSdehnenM Mafernepid »mie hatte 12 Todesfälle zumeist an Lungenentzündu ng zur Folge, und zwar fielen in den August, Sep- temMr und Dezember je 1, in Oktober 3 und November 6 Todesfälle: diese betrafen (auber ein 7jährig«S Schulkind im November) nur Kinder bis zu 5 Jahren. Von Typhus und Paratyphus sind uns je zwei Fälle gemelMt worden, die in Genesung übergingen. An epidemtscher Kinderlähmung erkrankten 4 Kinder. An TuMrkulofe starben 48 (22) Personen, davon 40 (12) an Lungenschwindsucht. Lungenentzündung führte in 46 (38), Grippe in 4 (12), Krankheiten Mr Atmungsorgane In 11 (16), Mr Kreislauforgane in 48 (35), Ms Zentralnervensystems in 11 (14) und der Harnwege in 18 (15) Fällen zum Tod. Gehirnschlag ist 26mal (36) alS Todesursache aufgeführt. Akutem Magenkatarrh erlagen 4 (3) Kinder im Säuglingsalter. Blind- MrmentAÜnbung forderte kein Opfer (3 im Vorjahre). KrebS führte in 39 (35) Fällen und andere bösartige Neubildungen in 11 (6) Fällen zum Tod. Infolge Selbstmords schieden aus dem Leben 8 (6) Personen, und zwar 5 männliche und 3 weiblich«: In 3(2) Fällen ist Verunglückung als Todesursache angegeben. Republik im Völkerbünde sehe, wie sie mit Hist« von Oesterreich und England dieselbeWand- lung durchmachr, die in Oesterreich erfolgt sei, so Mb Deutschland mit Mr Aussicht auf Frieden und Gedeihen von DeschwerMn und Sorgen befreit werden könnte, die jetzt auf ihm lasteten. Ruhlands Antwort an England. London, 8. Febr. (WB.) Rakowski hat die russische Antwort auf die letzte englische Rote persönlich im Fcrelgn Office überreich:. Die russische Regierung spricht über die jüngste englische Note, in der die Sowjeiregierung anerkannt warto, ihre Befriedigung aus und erhärt ihre Bereitwilligkeit, alle schwebenden Fragen in freundschaftlichem Geiste zu erörtern. Die Sowjetregre- rung sei daher bereit, in Bälde Bevollmäch - t i ft t e nach London zu entsenden, zu Mren Aufgabe auch die Regelung Mr ausstehenden Ansprüche und Derpslich ungen sowie die Festsetzung von Mitteln zur Herstellung Ms rustischen Kredrts in Grobbritannien gehören würde. Dre Antwort erklärt sich etnverslairden mit Mr brUischen An- sicht, Mb gegenseitiges Vertrauen und Nrchtern- Mischung in die inneren Angelegenheiten Mr Mir den Länder unerlästliche Vorbedingungen feien für eine Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Rustland und Großbritannien. Die Antwort schließt mit Mr Mi tcilung, Mb Rakowski die Funktionen des Geschäftsträgers In London übertragen worden feien. Das italienisch-russische Abkommen. Rom 8. Febr. (WTD) Nachdem.Messa- gero" stellt Ms italienisch-russische Abkommen einen allgemeinen Vertrag Mr, dessen wichtigst« Klauseln folgenM Punkte M treff en: Lieferung russischen Getreides an Italien gegen) Ankauf italienischer Waren, Herabsetzung Mr russischen Zolltarife, Erleichterungen für die Einfahrt italienischer Handelsschiffe tn die russischen Häfen usw. Bezüglich Mr Kandidaten für die Botschafter st eilen tn Rom und Moskau zeigt man sich äuberft reserviert. — 3n offiziellen Kreisen soll man erklären, Mb dir Anerkennung der Sowjetregierung durch Italien Frage des Judentums, einerlei zu welcher Antwort er kommen mag, vor Mr Seele steht, kann nicht vorüber, weil sich hier völkische Geschichte, rnenschheitliche Geschichte, heilige Geschichte her- ausstellt. Dis wichtige Symptom ist hier Mr jüdisch« Schriftsteller Martm Buber, Mr die Monatsschrift „Der Jude" als unabhängiges Organ für Erkenntnis und Forderung Ms letonbi- gen Judentums herausgibt und Mssen Leben und Schaffen immer stärker um Mn Ehassidrsmus kreist, ihn ausfchvvfend und weiterbildend. In einer Betrachtung über die heutig« Mutsche Literatur schrieb unlängst Hermann Hesse über die Bewegung auf protestantischer und katholischer Seite und meinte, zwei neuere katholische Bücher (Landsbergs .Mittelalter" und Hugo Balls .Byzantinisches Ehriftcntum") zusammen mit des Juden Martin Buber letztem Buch .Der grobe Maggid"*) schienen ihm, Mr weder Katholik noch 3uM sei, die schönsten Bücher Mr letzten zwei Jahre zu sein. WaS hat eS mit diesem Urteil auf sich? WaS hat es mit Mm Stoff IMS- muS auf sich? Um wenigstens in etwas einen vorläufigen Begriff davon zu geben, seien ein paar Geschichten aus Mm soeben genannten Buch mitgeteilt. Grenze deSRats. Die Schüler deS Daalfchem horten von einem Mann als von einem Weisen reden. Einige unter ihnen verlangte eS, ihn anszufuchen und feine Lehre zu erfahren. Der Meister gab ihnen die Erlaubnis: sie aber fraaten weiter: .Und woran sollen wir erkennen, oo er ein wahrer Zaddik ffi?" .Erbittet von 15m". antwortete Mr Bial- schcm, .einen Rat, wie ihr es anrufangcn habt, damit die fremden DeMnken euch nichi mehr Mim Beten und Lernen (töten. Gibt er euch ehren Rat. so wistt ihr. Mtz er Mr Nich:inen einer ist. Denn da» ist Mr Dienst Mr Menschen ♦) Mi Rütten & Corning, Frankfurt a. M in der Welt bis zur ToMsstunM, Mal um Mal mit dem FremMn zu nngen und es Mal um Mal einzuheben tn die Eigenheit MS göttlichen Namens." * Die Rede. An jeMm Abend nach Mm Debet ging Mr Dänischem in seine StuM, zwei Kerzen wurden vor ihn gestellt und das geheimnisvolle Buch Mr Schöpfung mit anderen Büchern auf Mn Tisch gelegt Dann wurden in einem alle vorgelassen, die seines Rats bedurften, und er redete zu ihnen bis an die elfte Stunde. Als an- einem Abend die Leute von tonnen gingen, sprach einer von ihnen zu seinem Gefährten, wie ihm die Worte, die Mr Baalschrm an ihn richtete, recht tooblaeten hätten. Der andere aber verwies ihm solches Geschwätz: sie hätten doch die Stube zusammen betreten und all die Zeit seither h-iM der Meister zu feinem als zu ihm geredet Ein dritter, Mr dies horte, mischte sich lächelnd ein: wie wunderlich sie sich Mibe irrten — habe doch Mr Rabbi Mn ganzen JTtonb mit ihm ein vertrautes Delvräch ge- sühn. Gleicherweise liest sich ein Diener, ein fünfter vernehmen, endlich bekannten all« durcheinander. was ihnen wiMrfatzren war. Doch schon im nächsten Augenblick verstummten sie. Die erste deutsche Ssen beton-Talsperre. Die Verwendung von Beton Mim Bau von Talsperren bietet grohe wir:schaftliche Vorteile, und deshalb hat man im Au-land. besonders in Amerika und Italien, bereit» versch.edm lich solche Anlagen bergefteUt Auch In Deutschland fehlte eS nicht an En.würfen, aber Me Ausführung stietz Ml den die (S-n’bmiiunq erteilenden Stel.en bisher Immer auf Schwierigkeiten, biS jetzt endlich die erste ®i en beton-Talsperre Deutschlands zu Vöhrenbach Im badischen Schwarz- , erst effektiv toerM. wenn dte urrtmetcyneten Doku» mente ratifiziert seien. 3n Italien erfolgt die Ratifizierung am 7 März durch ein König iches Dekret und tn Moskau durch das Komitee. Für Mn Posten des Botschafters in Moskau wird der ehemalige italienische Botschafter tn Berlin d' Martino genannt Crine neue Vcrhnftnuq im RaÖ Lecckt. Berlin, 8. Febr. (Wolff.) Von der Berliner politischen Polizei wurde Major a. D. Gilbert verhaftet Mr Li die Assäre MS geplanten Anschlages auf ton General von Seeckt eine bisher noch nicht geklärte Rolle gefvielt haben solle. Die Verhaftung soll allerding» wegen a ,r. derer politischer Delikte erfolgt sein. Aus Stadt und Land. Diesten, ton 9. Februar 1924. •• Ernennungen tn der hohen hessischen Justiz. Zum Präsiden en Ms Oderlandesgerichts in Darmstadt wurde der Senats- Präsident Ludwig Lana in Darmstadt ernannt Lang ist tn OtoiMfien geboren, wurM1893 Staate- anwalt in Mainz, 1895 solcher In Darmstadt, 1899 Landgerichtsra tin Darmstadt, 1908 ^berftaar: antoalt in ® i e 6 e n und 1911 Oberlantosgerichts- rat In Darmstadt, 1923 übernahm er die Stelle eines Senatspräfidenten. Er gilt, gleich seinem Vorgänger Dr. Best, al» gant bm»orragcnMv Jurist. — Zum Landgerich Spläsitom en in Darmstadt tourto tor erst am 1. Oktober vorigen ZahreS zum Landgerichtspräsitonten in Sieben ernannte Dr. Stein bestimmt. Auch ihm geht Mr Rus eines vorzüglichen GesetzeStenners voraus. — Der AmtSgerichtSrat Ad^ll Plagge in Os- senbach tourto zum Am:Sgerich:Sdirektor ernannt D i e Gutscheine der Stadt Gie- st e n werden, nachdem sie von der Stadtverwaltung zur Einlösung aufgerufen worden sln> vom 11. Februar ab an ton Postkassen nicht mehr In Zahlung genommen. * Da« wertbeständige Notgeld deSArbcitgcberverbandeSfürLahn- flau undOberheffen wird In unserem heutigen Anzeigentell mit Wirkung ab 10 Februar mit einmonatiger Frist zur Einlösung aufgerufen. Man brachte die Anzcige. •• ® l e O ft e r |e r t e n 1 92 4. DaS Landes- amt für tos DiltongSw?s«n gibt bekannt, tost da« Schuljahr 1923 24 am 5. Apirl endigt. Di« Osterferien tocnnnen am 6. April und dauern br« zum 27. Avril. DaS neue Schuljahr beginnt am 28. April mit tor Aufnahmeprüfung und am 29. April mit dem Unterricht. •• Der Oberhessische Künstlerverein wird am Sonntag, ton 17. d. M., eine Ausstellung von Werten hessischer Künstler eröffnen. ' Eine gute nationale Tat kann man wieder einmal Mm Lichtspielhaus, Bahnhof st raste nachrühmen. Dem vor einigen Monaten gebrachten AufklärunaSfilm über ton Schandfrieden von Versailles last: es jebt einen ebenso treff sichen aufflärenMn Film über FranrreichS Schandtaten an derRuhr folgen. Der Film, Mssen Inaugenscheimrahme wir allen MUbürgern sehr warm empfehlen können, wird bis etnschl. Sonntag abend vorgeführt. Er ist unter den größten Gefahren für die Overateure Inmitten tor feindlichen Wüterich« ausgenommen wvrton und zeigt uns in erschütternden Bildern di« schwere und vielfältige Drangsal unserer Brü- Mr und Schwestern Im Ruhrgebiet, denen die brutale Soldateska Frankreichs Ruhe und Sicherheit in der Heimat, ja vielfach sogar biete selbst geraubt hat. Aber er lästt auch deutlich werden, oast unsere Volksgenossen im Ruhrgebiet ihr Deutschtun. über alles stellen und damit vorbildlich geworton sind für manch« Deutschen im untoseyten Vaterland, toi denen die nationale Rückgratsestlgkei! leitor noch immer allerlei zu wünschen übrig lästt. Julius v Bastlneller aus NeuhauS i. W., der die Ruhrschanto unserer französischen Feind« alS Augenzeuge In den verschiedensten Orten tos Industriegebiets mltedebt hat, craänxt dis Schrift- und Bildberich'.e MS Films durch daS gesvrochene, von 'raterländischa Lcldenfchast durchglühte Wort und lästt uns da- toi die gewaltige Dröste des Martyriums nahe- kommen, daS unseren Volksgenofe-.r an Ruhr und Rhein einen Ehrenplatz in tor deutschen Geschichte sichert. Dem nationalen Schwung der Stunde trägt der mitvorgeführte, vor rund zehn Hahren herausgekommene ErinnerungSfilm an unteren Frciheitsdichter und -kämpser Theodor Körner in bester Weise Rechnung: auch hier belebt ein Begleikvvrtrag die Dildvvrführungen. Beide Filmwerke verdienen das uneingeschränkte Inter- esse aller Mitbürger. Waid angelegt wird, lieber die Bedeutung dieser neuartigen L.r Gewölbe ausgenommen und durch ripp«7»artiae Pfeiler auf den Fett unke gründ übertragen wird, ist ein grober Vorteil gegenüber ton massiven Staumauern gegeben, toi tonen e« tn erster Linie auf die Mauer» mässe antommt, während die Festigkeit nur in ten untersten Schichten und nur bei groben Mauer- hohen ausgenutzt werden tonn. Die Verwendung Ms Betons bietet also grvst« Vor ei le: cuMr dem billigeren Material auch eine kürzere Bauzeit. Skuu kommt hier eine sehr praktische Pumpspei- ctorunq zum erstenmal in Brden -ur Ausbühmmg. Die Hcrhresleistung au« dem Staubecken kann dadurch auf 3 Millionen KilowaNftr-n en gesteigert werden Da« Vterk stellt in feiner Gesamtheit eine interessante Verbindung tor verschleMturr» tigften Möglichkeiten der Wassertvastausnuyung dar. Q& FRÜHJAHR 1-24 2.-8.MÄRZ iSfe* hat *» btr -v !and. )r«ar 1824 '°be,h,. V® Sfr". der öttflu $2 5 •?e Citi> >ikich ^rraierk' ■*«5 >3** ntt* t-oraii •oee h 01. trncnnt, 'adt ®|t. “^töennai, ? ooe Ur nicht >^rLah» unktan kn. '10 8d^ ‘OMjetuItt DasLaniA annt.Mbcrt Jt Dx Dftc tuen bti zu, begln.-u an unfl unb aa Rflhtber» HL, eint 24. Mer eröffnen, c Tal tonn Uie.'hau< kom vor ein:, naifilm übe laßt a i<>.t n 5Um über n btr Tlufr einnahme vir fei)len Banen, -orgefübrt. 3t )* Omteire flufgerommen nto Xßn untern M« i, denen bit * unb Licher- ar bide Idbfi uilich »erbet, uhryebi« iLr bannt vvrbilü» Stulftfocn l® dir nationale er allerlei z° Mlnellri janbe unkttr t In ben Der- ierö miterleb! Lberich'.e bd "alerländischa (abt uni ba- chmin- iuN* an Mr anb chatvelchich« der Stunde • zehn Oabret an unkrto ,dor Ä5rner der Webt * ingen. >r jn!U 3u1ä- ixmhinfl btefe s** iu Ml JW*’’ er enjen Iden Sw!!»"? »»234®« terÄE erW, Mji kSS 1p ein n««* 3* SS ffefi verl^M M OtretM ih Du 3M«» taflte U üerlaetarfung. — 6tenegiart>m-®f< . Gabelstoer tbeatcr. 3* feier. 7 X n 3m unter» tn ber Stakxsirche: JHerrr. Id r.' ■ • fachen laPen mufat. stahl er tnieKibolt Bäder Ttr unebrltdte Mann nxirbe fetzt aut frischer Tat ettr4|irtx-n in Frank- furt (®ai- i gestohlen werden war Bs gt- hbn Dem Direktor der Dresde er D'.nk doNseldst, und auf die •nibedung wiren 130? 1 Deloh» mmg ausgesetzt Aach et et Zechprellerei entfeinten Nch die A enben. angeblich um eine Aeparatur an dem 13agen vornehmen zu lasten. Sos Auls ist 5errtt6 adgechsll. Hie 3 itbcdung bet Diebe dürfte nicht Ungc auf sich warten lasten. • Lauter, 8. Febr 3m .Gtest Anz." vom Dienstag wird über bas Grsch.-i-en eines Sifchreibers an der Lauter berichtet Xif rund vielfacher örtlicher Deobachtu:rg ist hierzu feftjuftcllen. dah sogar drei Aciher hier über- tpinterten. Sefrr oft zeigten sich zwri zusammen, manchmal auch alle drei zugleich Schon tm "Dinier 1922 23 bemerkte man bie’e Fischer oft hier in der Gegend, unb man liebt es einem Forellmdach an. wenn solche ungeladenen Gäste eine Zeitlang gefischt baden 3m Dinier vorher formte man feier die Anher sogar bis in den März hinein beobachten. Kreis Büdingen. • Hirzenhain. 7. Fehr 2m Dienstag trat die gefamie Belegschaft der Bu der ns» D e r ke in den Streik. Daraufhin iah sich, wie die Befanntmach mg am De^tor lautet, die Derfsleitung gezwungen, das "Derk zu f4>I letten und die ge amte Belegschaft zu ent» 3 Ufer hn Hotel Kobel Hauvtversammiung. — Zirkus Malve 4 Uhr and 8'/. Uhr in der Turnhalle 2otfteUung — Lichtsolelhüüfer das» fefbe Programm wie am Samstag. — Eine grotte Kundgebung für die besetzten Gebiete wird morgen nachmiNOG 5 Uhr tn der Aeuen Aula der Universität stat> finden Aeichsminister des Innern Dr Jarres und "XetbiMnnxiIt Schönberg- Kastel werden sprech?n- Man darf gewitt fein, datt diele vaterländische Kundgebung, die vom Aheinlandamt der Lrud-rienlchast in die "l&eae geleitet wird, in unterer Bürgerschaft etn starkes Gcho auslösen wird. (Siehe heutige Anzeige) — Die Deutsche J ri e d e n s g e sell- schäft beruft in unserem heurigen Anzeigentei.' aus nächsten Dikum tn veinahe »u umfaffenoen Maste Die Besucher unterhiel'en sich vonves lich unb fpen- beten reichliche^ Befall Dast man übrigens die Turnhalle In fv prasi«scher Delle zur . art isavena umgeftalien Braue. Hai Um wir auch nicht für möglich gehalten. Vornoklze«. Gestern entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein innigstgeliebter Mann, der treusorgendeVater seines Kindes, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Herr Karl Buch, Holzhändler im Aller von 27 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Alma Buch geb. Schneider nebst Kind Familie Wilhelm Buch Familie Rudolf Buch Familie Karl Reuter Familie Julius Schier Hermann Buch. Gießen, Butzbach, Ockstadt, Gebhardshain, den 8. Februar 1924. oistx) Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag um 4 Uhr in Butzbach von Firbgasse 2 aus statt Inhaber A. Drumlik eoic Sieben, Bahnhofstraße 29. WllklM:« gute Polsterung, ooe MK. iS.Tn SieivMMeMf^^rk- Crflfflflimmar 5i*fn 8-beizt. breitüriger Spiegel. nUJillljlUllliCl '(frank. Waschkommode mit echten, Marmor, vv ec.elausiay. 2 Bettstellen, 2 Bachtschrünke mit Morm zwei StShle, zwei Hand- CIE tuchhalier, für den billigen Drei» von Mk. Uud«"" SWWM ^a6Är' Spelfnimmer und hmniMM ausgesucht schöne Modelle in bester Qualitätsarbeit. 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Kaisen- stunden tvochrmag. von l<>—l, konntaae ö. 11-12',, Ubr. m,c N afc*« Qtln nnd cbentwlte mllim c vmi aller Tel!« und 111 In Bunr ‘T PonelltB d Stehern, rcninkte I emaillierte liinwarn chönlCo. bunterStr.fi rtdlbcfteti llmntr- filnber- n. dir. ml i-ni BIN frei - ii-' iMrtr.Sstiin nn nnb rod •.iXilMn-.iiblfit- l.Slebctbunr. tu nc,. <-orilr.' wird (icnrnrnu FhoceB!W itttnlfldC 39 ll 614 Vereine iim.e.Fiw !■ c v c i ® * a'l pari- l-ölv Haupt' -rsamuilnnq. >r, i"rnl|flJj adttheater IÖC *S5Sr: ö|f°c?SBdL LB- »B i"$ ne i|ll:l* »w inS‘,nalii A-K 1’^ Vltlt*. n»<« * Kr. 34 Swetter Blatt Glehener Anzeiger (General-Anzeiger fflr Dberdessen) Samstag, 9. $ct>niar (924 Der Wohnungs-Erlah des Wehrkreiskommandos. Die CM ebener euibtDertoa!tung hat vor eini- wn Za Jen eine Ikrujung bei llli.UärbrictU- Uibcrt M Hkbrfreilti 5 veröffentlicht. nad) Der bi» auf oeiKrt» in ben Olanbarien be» hörigen D«retchs fämlllche für bis Uniert» rtngunj solcher Kamillen In Betracht kommenden, I ü r bat Wohnungsamt verfügbar werbenden Wohnungen auSfchlrehllch den auSgefchiebenen, aber noch In Ä afer- nenwohnungen untergebrachten frühe ren Heeresangehörigen. ober deren noch in ben Kasernen wohnenben Unterbliebenen zuzuweifen sieb, ohne Rücksicht auf beten Sin- reihung In bi« stäMrsche Wohnungsliste. - Die Ctuu erhoben, bie Ctabtoer- Wallung t I Mim H : t b für 46 Familien au Sa 7s chi ebener £>eereeanc,«höriger Wohnung jd schaffen ist. und hierdurch wurde die Zuweisung von 3- bis 4-Zimmer- Bub'ung-.n. die Wohl im tDcJentlieben in Frage kommen, an bie . i - ucitöUcrung für einen 3cii* raum von mindestens ’/< fahren unmöglich sein. 3n ben wvhnungiuch.nben Äreifen der Bürgerschaft bat die 'jlnoibnung Erstaunen und neue önt- täuschung langegchegter Hoffnungen autgelöfl. Man uermlble vor allem eine Begründung bet militärischen Cdaffet. bie zum ‘Berfiänbnit ber Anordnung veihclsen konnte Angesichts der groben Bedeutung Meier Angelegenheit Haden wir unS bei ben ^uftänbigetl amtlichen Stellen erkundigt u..b dort Auffch.üsse erhalten, die für bie Oefsentlichkeil zur richtigen Würdigung der rnUitärischen Anordnung von Wichtigkeit find. 3n feinem Wohn ingZerlatz hat der Militär- befehlshaber bet Wehrkreises dem bestimmenden TeU einen begründenden vor- ausgeschickt, In dem es heiyt: .3n der gegenwärtigen gespannten Oagc bildet neben der Sicherheitspolizei ber Länder die Reichswehr den wichtigsten Rückhalt ber Regierung unb die unbedingt notwendige Garantie für Ne Sicherheit bet Staates. Die Erhaltung und Vermehrung ihrer Schlagfertigkeit und ihre sofortige BerwendungSdereitschaft i't d h r ein unabweisbare» und b.ingenbe» Bedürfnis. Diefc foforiige BerwendungSberertfchaft wird in immer ficigendem Matze beeinträchtigt durch den Mangel an Wohnunge.i für die verheirateten Unteroffiziere und Mannschaften tn den Kasernen, ober vielmehr durch deren stets wachsende Belegung mit den Familien bereit« a u S g e s ch i e de ner früherer HeereSangehbriger, Me teilweise schon seit 30 ren In andere Staatsbetriebe, vor allem zur Post. Eisenbahn, den Finanzämtern usw übccietrctcn sind ober freie Berufe ergriffen Haden. 3Hie Entfernung aus den Äafernenräumen unb deren J u m c 11 u n g a n bie Familien ber aktiven Unteroffiziere und Mannschaften ist daher ein unabweisbares Bedürfnis unb kann deshalb nicht länger hinauSgeschoben werden." Gelei et von Meten 8rtoägungen hat ber Miss türbesehls ha ber auf Grund der akrortmung des Reichspräsidenten vom 2b 9, 1923 an alle (bar- nifonorte de« WehikreiseS Ne An. rdnung ergeben lassen, die fehl auch hier im Bordergrunde des Interes'eS steht. Dom m Ui :fl ritten Wrhnungtennt ds Standortes Gietzen wurden uns über Me militärischen Wohnung.! sorgen in Diesen Me folgenden amtlichen Ang »den zur Verfügung ge'tell : ,Bon den tn Nm Kasernen de» Standorte« insgesamt vorhandenen 69 Famisientvehn:ngen weiden z. Al. 33 von ausgeschiedenen Hee eSangehörckgen — allo Angehörig n ber Zivilbevölkerung — bewohnt. Don den 3nh.ll>orn der übrigen 36 Wohnungen scheiden bis zum Herbst d. 3S. wei erc 13. bis zum Ende des Zähre« 1925 weitere 12 auS. so datz am Ende des Jahres 1925 von den 69 Kafernen- tngen nur nnber den unteren Klaffen bet höheren Schule kommenten Kinder tn der kausmännIschen Fachschule (Fort- bikdungSschules eine geeignete kaufmännische, theoretische Ausbildung neben ber Lehre erhalten, f ci in Gietzcn an e-ner ähnlichen faul- männi'ch-nri.tfcha tl chen DlliungSge.e ienh it für die mif Qber'eTundarnfe abjebetbei Schüler und Schülerinnen. Tch- aufgerichtet sieben und lieh den Blick über di» Derfammlung schwei en. tie Lkrme zufammenge- fchlagen. die Hände unter den verschränttan Armen Verborgen. §ü.nf>ia Augenpaare waren auf ihn gerichtet. Seichend 'log sein Biick durch ben Raum unb Saftete einen kurzen Moment an einem anderen Augenpaar. Sin kurzer Wink. Sin monzMcher General eilte auf ihn zu. ,Mangu-Kdan übernimmt den Befehl über die Palastwache. Geh!" Der Angeredcte verharrte überrascht unb zögernd. Auch auf den Gesichtern ber übrigen Anwe'ente.n prägt.n sich Staunen unb Zw.' eL Wie konnte T)gh)n-Khan solchen Beseht geben? .Gehl" , „ Zum zw-eitenmal fiel daS Wort scharf unb knapp von ben Livpen be3 Schanti. aXe ver- fchränllcn Anne öffneten sich. Die Lucke wicS 8 ^5fccman' b.r.itt ob« verlädt den Palast ohne meine Erlaubnis t" 64 war ein neuer, schwerwiegender Beseht. Doch allen sichtbar glänzte a.i der aa3gcürcdte.i Hand der kaifcrliche Ring, und nn Augenblick tixinbdtc sich da« Bild im Sacke. Sie alle, die eben noch einen Gl.ichbrrecht'.gten, etnen Mitbewerber erwartet hatten, sahen jetzt ben vom Kaiser bestimmten Regenten vor sich stehen. Den. ber mit kaiserlicher Macht da» Reich zu verwaltet, hatte, biS er eines Tages ben Rmg deS DfchingiS- Khan von feiner Hand ziehen unb ben Kaiserf-Hn auf bic Rechts stecken würde. Tief neigten sich jetzt Me Rücken. ehrwrchtS- voll waren die Okebcu langen. Rlnnand wagte c4, dem vom Kaiser selbst ernannten Retsnten die schul" i^e Achtung zu verwTigern, Dem Regenten mit dem Ringe b:4 Kaiserz an der Hand und mit einer großen Arm« b nier srch Me dem allen Mo-gckeng<«era'. mit Leib unb 2e5en ver- schwcren war Da.d.i an gebstgten Rücken unb gesenkt en Köpfen schritt der rwue Regent dcS Gclben Reiches durch den Saal. Weithin dehnt sich das alte Sirbrnstromland zwischen dem Bal la Ich- und ben 37 i'-i 3n Wierny. ber Haupt stabt be3 Landes, hat: 7 Georg 3'enbrandt fern Stanbquarlkr. Bon her auS leitete er dis 2fcbe:tcn. weiche Mc ihm uflß- ftcLlcn Ingenieure unb SchrndzmTi ter in ben südlich unb westlich gelogsrren Alpen ausführten. Seit Zähren war Wierny die zwette Heimat Zsenbrandt« geworden Am 5 ühstückSt f ch fahen Mr beiden Freunde sich gcgc.iübcr. W.l.ington 5>| sprach: .Die Lampe hat gestern noch lange bei dir gebrannt, Georg. . “ Dann hat der spätere Student nicht mehr nötig, sich aut ber U •i.'trt Lät noch b* Es.-m-nte des kaunnänri ch-ai ttcha llichen WS'en aneignen zu müMm. so-dem er kann leine Zrlt für frrtge- fchril:ene Ltudie.i zn eckmätz xr ivnperten. Aber auch für ben in Me Prar s «nvexenbe x Einjährigen ist die oorheng: Aneif-ung eines Otto.Pen Mache« kaufmä:urisch-w rt cha ilicher Bildung ertrü.nscht. In diesem Sinne hat auch der Kaufmann i'che De re In in seiner l tzt«n Bettamnckung betont. datz das ab'rlute Fehlen einer geeigneten kaufmännischen Bilbun^Smöglichkert fü. Me hö ren Schü:er und Schülerinnen am Dl atze unangenehm empfunden wird. Bei meiner Zadlungnahme mit der Handelskammer fand ich die- eben- fall« bestätigt Rachdem nun in Drostchla id schon ca. 4^3 Handels- unb höhere Aanbd#14u’.en bestehen, teils an Orten mit vier geriigcrer wirt- schädlicher Tebcuhi ig als Gietzen. nachdem werter in Hellen Mainz. O'fenbach unb Darmstadt ihr Handelsschulwesen au#qcbaut haben, darf Gretzen nicht mehr länger zurückstehen. Akademifch und sachlich vvrgcbildete Lehrkräfte, die allen weiter- getenben Anforderungen entsprechen können, stehen jetzt auch hier am Orte zur Dersügung. Betreff«' des Schulbesuch« hat man anbcrwän.« die Erfahrung gemacht, bah jährlich viele An- Meldungen wegen Ueberfüllung zurückgewiesen werden müssen lieber Organisation und Lehrplan bet Höheren Handelsschule sei folgendes kurz gesagt: DaS Ziel der Schule ist, den Schülern und Schülerinnen mit dem Einjährigen, rdp. dem Reifezeugnis ber Höheren Mädchenschule, endlich auch den Absolventen der neunklafsigen Mittelschule eine ab gern n bett thevretisch-kausmännifch- tr-irlschafNicht AuSbiltung vor Eintritt in ben Berus zri geben, wobei ihr bisheriger BildungS- fiang besonders zu berücksichtigen ist. Die Schule st aber nicht nur dazu bestimmt. Kaufleute au«- zubilben. sondern will überhaupt wirtschastliche Kenntnisse in breitere DvlkSkreise tragen Die llnterrichstSsächer sind Deutsch, ztvei Fremdsprachen (Lektüre und Korrcsvonbenz), kaufmännische Betriebslehre mit Lck-ristverstedr. Bachhaltung, kausmännischeS Rechnen. DollSwirtschastslchre. WirtschastSgeographie mit Warenkunde und Technologie, Dürgerkunde. Stenographie unb Maschinenschreiben. Der Lehrgang dauert rin 3abr bei etwa 30 Wochenstunden Besichti.rongen kaus- männischer unb technischer Betriebeeinrrchtungcn srnd vor-gtsehen. Der Lehrgang schlietzt mit einer Prüfung ab, von deren Bestehen der erfolgreiche Besuch abhängt. Wichtig ist die Froge der Derechtigun- ge n Gemäk- den Bestimmungen de? prrotzischen Ministers für Handel unb Gewerbe berechtigt da« AbschluflscugniS ber Höheren Handelsschule nach 3uiü^Lgung der vorgcschriebenen kaufmännischen Tätigkeit zum Besuche der Hanbe.Shochschule oder der Wirtschaft-, und Sozialwrssenschaftlichen Fakultät ber Universitäten Frankfurt. Köln unb Hamburg Dorstehenbes gilt für bie Schülerinnen der Höheren Mädchenschule. DaS Reifezeugnis der Höheren Mädchenschule allein ist dazu nicht ausreichend. Somit ist der Zugang zum wirtschaftswissenschaftlichen Studium an ber Universität (Diplom-Kaufmann, Diplom-Dvlkswl rt. Bücherrevisor, DersicherungSbeamter und Ite Laus- bahn de« öoßiafbeamten (Beamtin) offen. Der Besuch der Höheren Handelsschule gibt auch eine geeignete Vorbildung für den Berus als Bibliothekarin, für gewisse sozial« werblich« BerusSarten erfolgt im Anschlutz an die Höhere Handelsschule nach vorangegangener praktischer Tätigvrit (mindesten« ein 3ahr) die weitere Ausbildung durch baS soziale F auenseminar. Für eine Reihe von B« a mten berufen wirb die Höhere Handelsschule Im Anschlutz an bl« allgemeinbildende höhere Schule eine gewünschte Bildungsstätte sein (Kommunalbeamten, Post, Eisenbahn, Steuer, Zoll usw ). deren Ausbau zur 2—3jährigen WirtschastSoberschul« man anderwärts bereits betreibt ©ine Reihe von Behörden In deutschen Ländern sind daran, bestimmte Berechtigungen der Absolventen der Höheren Handelsschule für den gehobenen unb höheren Der- waltungs- unb Kanzleidienst auSzuarbeitra Datz bl« Geschäfts Herren das HandelSschul- jahr auf bie Lehrzeit anrochnen, ist durchweg bereits zur Gewohnheit geworden, well ber 'Absolvent schon nach kurzer Zelt sich als qualifizier:« Kraft eingearbeitet hat. Die Eltern, die gesonnen sind, ihre Söhne und Töchter mit oben erwähnter Dorbildung in eine zu gründende Höhere Handelsschule mit einjähriger Dauer zu schicken, mögen mit ihrem Enl- schlutz nicht zögern. ES ist vorerst bamlt zu rechnen, datz die Schule sich in der Hauptsache selbst tragen mutz. Da sie dem Hessischen SandeSantt für baS Dildungswesen unterfielU werben soll, wird sie össentUchen Eharakter haben. .Derufsarbcit. lieber Freund. D.e ersten Transporte deS neuen Mittels sind avisiert. Dagibt für die ersten Wochen eine reichliche Dafis Arbeit. Instruktionen für die Schm.lzmerster.. . neue g^täne für die ganze Schmeizstreckr . . . Me Pläne lind zum größten TeU fert g . .. Dre Instruktionen beginnen heute. Drelle dich, damit tftr baD ausbrechen können.- Wrtlington For lieh sich das nicht zweimal sagen. Roch einen Schluck unb circa Bilsen, und er war fertig. Beim Schlage brr neunten Moraen- ftunbe erhob sich die fl.’iru schnelle Flugmaschrnr des Oberinge-d:ur8. 3 eibran'l selbst führte da« Steuer unb setzt« ben Kurs nach Süden. Erst Ebene, bann Berge unb bann weiter tief- grüner Sre Der mächtige IMkul breitet? ferne g unter ihnen au«. Dann wieder Berg«. mb immer höher. biS fie ben Kamm des iSgebirges erreicht hatten. daS her dir zwischen Rutzlonb unb China bildet. Den Gebirgsgrat entlang tn nordöstlicher Richtung führte Georg 3 etbranbi jetzt bk Ma- sch ne. 5n broMüiöem, wognrdem Rebel lag bas 23,-cnmafrtD unter ihnen Rur srlten einmal brach ein Sonnen st ra.'l durch biete mllchwrihen Malten und erreich:« schneebedeckte Hänge und glasige Elrtscher. Glrilchcr, au« denen breite Ström« entsprangen und nach Borden hin in den 3ssi stürzten. Dom Dy not Herrn artrieben, arbriteten dir Turb nm der Flugrnaschi * vollkomrn-n geräuschlos. unb müheloS txuuen bie Freunde ihr Gespräch sührerr. ht warf 31enbranbt daS Steuer herum unb sctzte daS Sch:»s auf Rordwestkuro Wrlling- ton Fox sah. tote bie 2ld>dina|fen bja tote ab- Aus Stadt und Land. Gietzen, der, 9 Februar 1924. Zur Velebitng des ^Irbeiti'marftr#. Dom Vrrffeamt des Staatsrniniste iams wirb uns gelchrreben. Zur Einstellung unterftühter Erwerbsloser ist (a4e wir am Mittwoch schon kurz berichteten D Red ). durch eine Verordnung deS ReichsardeltSministers nom 16 KXxi ut 1924 die oberste Landesbebörde ermäch l,t. anvioibcen. datz Darlehen ober Zuschüsse au» TlNtbln der unterstützenden SrwerbSlvfe'- s ü rsvr ge nach den nachstehend au»tu i«:.x’.'e n tebergegebenen Bestimmungen geaxthrt trarben können Unternehmungen. Me ganz ober tn selbständigen Beiriebsteilen stilliegen. können Drrirhen oder Zufchüffe et ballen, wenn fie den Betneb mit mindestens znxmrig Srwerbs'olen nne'er auf- nehmen Diese schriden aus der Furiorae auS unb treten in da« ordentliche ArM-i^sve-l^Uni» C* find so zu beschäftigen, datz Kurzarbeiter- unter flürung nicht zu zrl>l«n ist. Dir!c!».m oder Zufchüfie werden In Höbe de« rin'ach« UnterstützungSfate« für einem .Zeitraum gewäbil. der einer Uvterstützungsfrist von höchlt«rs vier Wochen entspricht Die Darlehen sind fpätestens in S?Tagen zurückruzahlen. Sie sind für die ersten 33 Ta ic zlnStrei. von da ab zum halben Reichsb''rnL>iS» tont,ab für wertbeständige W>htel in Goldmars zu verzinsen Der DariehenSnedmer muh volle Sicherheit leisten ES ist dingliche eicherung. In erster Linie durch Uedereignung von Warft, zu fordern. Don einer dinglicheir Sichernng kann abgesehen werden, wenn W.>chfel mit der Unterschrift einer vertrauenswürkiten Bank gegeben werden. 3n AuSnahmriäNen kann Rückzahlung unb Verzinsung de« Darlehens in ArMitsproduk- ten erfolgen, trenn die Waren für gcmelnnüolj< ober öffentliche Zwecke vermvndet rverden rönnen, insbesondere, wenn auf diese Weite die Tfctebäl- tlgung weiterer Erwerbsloser bei öffentlichen Arbeiten usw ermöglicht wird. Zuschüsse werden nur zur N^rde-ung einer Warenerzeugung für aemeinnumg« Zwecke gegeben, sofern dadurch eine dntlahing der ftffenl- liefen Füriora« erreicht wird. Abnehmer der Er- zeugniffe müllen da« Reich, di« Länder oder ein« Gemeint)« (Gemeindeverband) sein. Der Unternehmer ist verpslichtet. die Waren zum Selbstkostenpreise zu liefern Di« Zuschuss« werden in glri^oi Raten rote die ErMerbSlofenunteritützun., gezackt. Oefsentlich« RotstandsarMiten gellen als gemein» nützia Alle Anträge sind an die Gemeind« zu richten. Sie entsch idct mit Zustimmung de« Ber- waltungSausschusseo de« öisentllchen ArdeitSnach- wrifes. Die Darlehen unb Zuschüße werden bei der unterstützenden EnverbSloseufüriorg« beregnet. •• WiederaufnahmedeSPostüber- weifungs Verkehrs mit der Schweiz. Born 11. Februar an wird der Hebei tot ilungö- verlebe mit der Schweiz in beiden Richtungen wieder ausgenommen werden. Demgemäh können Brstscheckkunden Beträge von ihrem Postscheckkonto in Deutschland auf rin Postscheckkonto in der Schweiz und umgekehrt Mc scha» i «erlichen Post- sck>eckkundcn Beiräge auf Postscheckkonten in Deutschland überweisen. ycr-"*-.1*-» brruorranrnb bewahrt bei EM IfirlßDe Hlieottia.ö’ienffnS 35(1)1(19 Inetoentomerint Togal stillt dl« Tchmci »en unb ftliribei die Harnsäure nti» Hii<5nf*rl(bnei bei ! so schnell ooraäit«, ane ib möchte . Ich werde Mac ttlurc abiSfen lallen . Mag er auch zehnmal ein Protekttenss nd fentT W l ingtor For sah. tote bie Fäuste 3Ten- brandts sich bei diesen Wort«: um bais Steuer krampften. (Fortsetzung folgt) Svielvlan der Frankfurter Theater. Opernhaus, ©omntag, 10. Febr, nachm. 3 Uhr: Der Waffenschmied: abznb« Z Uhr: Dor- spruch: »Den Arbeitslosen": hinaus: Der Troubadour. M)ntaa, 11 : La Tccroiala. DienStag, 12.: Oeiiuta. Mittwoch, 13.: Die Meistersinger von Äürnberg. Doimerstas. 14.: T)sca. Freitag, 15.: Mona Lisa. Samstag, 16.: Don Juan Sonntag, 1Z.: Der Rosenkaoalier. — Schauspielhaus Sonntag, 10. Febr., nachm 2 Vs Uhr: Götz von Berlichingen: abends ZVg ilfyc: Hamlet tn Krähwinkel. Montag, 11.: Die Braut von Messina. DienStag, 12 : Dasantalena. Mittwoch: 13.: Hamlet tn Krähwinkel. Donnerstag, 14.: Der Biberpelz. Freitag. 15.: Hamlet in Krähwinkel. Samstag, 16 : 'Bafa-ntafena. Sonntag, 17., nachm. 3*/2 Uhr: Dorspcuch: hieraus: Alt-Frankfurt: abendS ZV2 älhr: Dafantasena. Kirchliche Nachrichten. Vvangel'sche Gemeinde«. Gieften. Sonntag, 10. Februar. 5. n. Spiphan. Stadtktrche. S'/,: Pfr. Becker. 11: Kinderk. für die MarkuSgemeinde, Pfr Becker. 5: Pfarrasi. Hertel. Oohannesktche. Kein Gottesdienst. — Kapelle deS alten Friedhofs. S'/,: Pfarrast. Schmidt. 11: Kin- derkirche f. d. IohanneSgem. Pfr. AuSleld. — Im LukaSsaal, Liebigstr. 56. 5: Pfr BechtolSheimer — Kirchberg. 10. — Mainzlar. IV,. — Daubringen wird verschoben. I V,. — Wieseck. 9*1,; 11 Kinderk.; 8. Katholisch« Gemeinde«. Gieften. Samstag, 9. Februar. 4 , u. Z Beichte. Sonntag. 10. Februar. S'/, Beichte. ZMesse, Komm. d. Iüngl, 8 Komm., 9 Hochamt nu Pred, 11 Messe nu Pred., 5Vt Ghristenl. u. And. — Grünberg. S'/, Messe m. Pr. Handel. Frankfurter Dorfe. Frankfurt a. M.. 8. Febr. Tendenz: Vorwiegend fester, aber nicht ganz einheitlich. — Die Fondsbörse zeigte das in der letzten Zeit gewohnte freundliche Aussehen, nur in der Geschäftstätigkeit wechselten die verschiederen Märkte. Bevor',u.st war heute wieder der Staff amorft, und hier wiederum waren es diejenigen Papiere, die noch vcrhältniSmähig niedrig stehen. Der variable Markt war ruhig. Einzelne schwere Werte des Montanmarktes schwächten sich ab. Fester Deutsch- Luxemburg. Ob:rschlesisch^ Aktien behauptet. Etwas besser Harvener Chemische Werte zeigten eine bessere, behauptete Tendenz. Anil'naktwn haben an D l bung eingebüstt. Badische Anilin, Griesheimer b l bter. S-Heideanstalt war auf erhöhter Preisbasis verlangt. 21. <3. G mäftig höher: sonst blieb die Kursbewegung bescheiden. 2FIertrcrlc, wie auch Daimler befestigter. AIS höher sind Kuvferwerke Heddernheim hervorzu- hebLN. Julius Sichel fest. Mainkraftwerke schwächer. Zcllstoff Dresden und Waldhof fester, Aschaffenburger abgeschwächt. Bankaktien lagen ruhiger. West bank gesteigert. 1L erste Aotiz. Aorddeutscher Ll)yd und Hapag bei mähigem Geschäft preishaltend. Zu lebhafteren Umsätzen kam es in Metallqesellschaft Frankfurt. Höher gesucht ferner Frankfurter Rückversicherung. Spinnerei Ettlingen stärker gefragt, etwa 100 biS 110 Billionen. 3m Freiverkehr lagen Kaiser Waggon fest, l.Z bis 1,850, Kreichgauer 550, Becker Stahl 12. Becker Kohle 12.225, Chemische Remy 900 biS 950. Growag 425. Hansa Lloyd 3, Frankfurter Handelsbank 120, Chemischr Andrea 1625. 2lpi 11,5, Meyer Textil 1.150, schwächer waren Rastatter Waggon 13,5 und Hammonia- Dersicherung 22 bis 21 genannt. 5proz. Reichsanleihe anziehend 15Zch. 3^proz. Pr.ustische Kon- scls fester. Bon Lluslandsrenten Zolltürken und Bagdad lebhaft und höher. Berliner Börse. Berlin, 8. Febr. Die Börse zeigte heute wieder allgemein «in festes Aussehen, wenn auch die Kaufl^wegung nicht breiter geworden und das Interesse der Spekulation vorwie^md den Spezialpapieren zug>wendet blieb. Das Publikum beteiligte sich weiter in vorsichtiger Weise in den zu Einheitskucsen gehandelten Industriepapieren, ohne daft aber die Umsätze hierin einen gröberen Umfang annahmen. 3m Grost<>erkehr würbe anfangs in einigen Papieren seitens der Spekulation realisiert, so dab Kursabschwächungen ein- tvaten: zumeist aber hielten die Käufe von Spe- zialwerten auf verschiedenen Marktgebeten an. Die Kursbildung war daher nicht ganz einheitlich, aber überwiegend doch nach oben gerichtet. Als belebt sind hervorzuheben: Rutsch-Australier, Harpener, Rombacher Scheidemantel und Grdöl bei Kurssteigerungen bis zu 5 Dillivnrn Prozent. Gröberen Umfang nahmen die Umsätze bei wesentlich erhöhten Kursen in Reichsanleihen und Preußische Konsols an, wobei Deckungen, Rückkäufe und die Hoffnungen auf Aeribeiungen in der dritten Eteuernotverordnung durch den Reichstag hinsichtlich einer Regelung der Aufwertung mll- wirkten. Am Devisenmarkt ist die Aachsrage nach allen Plätzen, die hauptsächlich spekulativer 2la- tur sein soll, stärker grworden, so bah die Reichsbank neuerdings zu einer starken Einschränkung genötigt ist, da wenig Material heraus kommt. Dies erweckte Interesse für Valutawerte, namentlich 2luslandSrentcn und Kolonialpapiere. Auch am Geldmarkt hat sich die Rachfrage Infolge gröberer Börsengeschäfte gesteigert. Später erwachte Interesse für Oberschlesische Papiere von neuem, die unter Führung von Hohenlohe ansehnlich in die Höhe gesetzt wurden, wodurch die feste Grundstimmung auch anderweit deutlicher zum Ausdruck kam. Devisemnarkt Derlia—Frankfurt a. M. ^Telegraphische Auszahlung.) (Ohne Gewähr.) Datum: 7 Februar 8. Fe ruar «mti.'Nott. Brss.-Tlnkw. (Ebdfriflrtlfl. floDdibnam etodbolm . tirlfiitafor». (Italien. .. London. . . 9/eitnort .. Pari» . .. . Schwel, .. Spanien . . Wien tn D-- Oest-adgest. Prag.... Budapest. . Vueru-Sire» Pulgarteu . Japan . . Rio de Jan. velgrad - - L ttabon hinilicoe 'J^ .TUiTYKXJOO 17'.W-0XX>X)i’’»704ä2000000 >'4 'xWKXXy J-VS 7:"K>KXK>)i;91 '■>AA :850VX1X '7150MXiQO 1107,225 Md 1112,775 Md 106 3311 i82165MM» < 858350JOOÜO 18154.50 W0 18545,50 Md 41d-.',dOi Md,421^») Md 181 >4,50 Md.18545,50 Md 4159^100 Md4210sOt Md . ....... .... 1977I-5OUCKÄA) 18829-500000J1 95.510OXä»j. 1964“OO*X>0 i87l53UÜUOxjl i 404« 70000UV M ■ ==•'>- " - ...........0 > 103,2.5 Md 1103,765 Md 106767000000 b 57 50X>00'> IO62',5f*)üüUO 1861340»»01187^66000000 184:33 OMXXX> 1854620üi)ii00 j3865AAJUUUu541350UUUUUu 33Uiü6UAJUUOr>3U34&0UUUJÜ GuO493OO 60451000 606490001 604-51000 123788000000124211000060 1216950 XXX>? 122306000000 147630000 148.470000 J4763O0ÜO 14^870000 i:«>;^J0 Md 1401,0' Mo 1401,488 Mo 1408^1.' Md äll71<»*x»> 31.129alüuuu 3H71'i-ouuu 313’lXXJüuuO 1 61,02'. Iflo [ 513 Oawmi*. lizöliuwu t 1-5 >,'75 Md .917500X10,.,. 51i:«ox»xx, i <14-^17UUXJUU|. 1 6i,b2-. Mo läV.^7:> MV 1^61,625 Md jSOltoO-tJUUUu 4W'7 iOWWa 5012500'MJUO 5i«73aAWu.| 51128uuuuu0 i '*Ji7uuuuu. itS-l.'iUUUUüO Dateet«. Vrr'f". 8. R-bnrer <*«r> •’r1«» niffifAr Kette »weoilch« Noten........ UnUftbe Koren........ CtfrrrTfid). 1 100 «recai mfsnHdx 'Seien Englische Holen.......... frt«li . i 12,13 15,8 yi 7,25 i.5 17 27,5 32,5 15,6 28,5 6 55 52,5 DiDibenbenoaniere u. ausL Anleihen In BiDtonen proz. die |«h oerjinsL deutsch.UnU In Willig den Trojent. 1350 445 375 *le Heatürf« ........ VI« •oOnirnfan«...... IHandel-aeseltschaN I and Prioat-Bank und 3ia.lonalbanf . Teuf......... verrtnObank .... i iomnmnbit .... int........... Miktrldeuklchr (EreHtbent teile: reichtsche Lreduaostell Bcfibont...... . B«8unter ®a| ... .... Vuder..»............ <«• Letnich-Lnrembara...... Gelsknstrchenci- ^ergwer« . fterpener Jirrpbnu...... «•llroerte -Isch.rSlebea. . . . Kaltwert Westeregelll .... Vemabiiltt 1'25 578 421 1150 235 570 5i» £00 14,8 N 65 5 9.67 18.25 1t,28 darf Bergbau abl........... Monte« Bergbau Eam6nrg Nmertta Pake». .. ßiorddeuischrr Llovd ßemennnert Hetdesdero .. Vbtlipp Holunanu...... Lderam sche Gerte Albin . . flnglo-6ont.-eaaa» ..... Badische Antltn ...... Soldscdmtdt.......... rteStzeimer Electron .... Höchster Farbwerte PoUve'oolung ..... l»ütger»iverte Lcheideanstall «nq. rletirutiäi»^«sellschgfr Vrrjrmann .......... Maiiitrastwerke........ Bchuüen . . Siemen» 4e( ............ .Qtnfioff Waldhof...... ZuScrfMhrtt strantenthai . . Huderfabrlf Waghäusel - Pet. Union ....... Konservenfabrik Bnnm . . . st!naa............. F/, Tenff»r stte'chsanlelh, fl« ItnHAe Reich^anteth« . •V'’ TeuUdit Reich^anteid« VI. Deutsche ?tetch»«ntetbe Deui'che Sverpramtenanleih« VI« Pnutzische Jtonfell . . - r. Hejsku tzranssttN a M L>chl. - Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 8. Febr B?i unveränderter Ge- schättsst'.l'e hielten sich hrutr am Peoduktenmarkt Preisveränberungen in ;ien:r, bk Gebvle hielten sich zumeist unter den gestern gezahlten Prei en Für Wei^n zeigte fick einige Kauflust seitens der Mühlen. DaS Mehlgeschaft war sehr ruhig. Für Gerste bestand Aachsrage in Futtermaterial und guter Drauware. Die übrigen Art kel waren zumeist vernachlässigt. Ss not erten für je 1000 Kilr in Goldmark: Weizen, märt 151 b-S 154 lruhig), fromm. 149 bis 150 sruhig), ‘Xsggen. märt 129 bis 132 ictn-aS schwächer', pomm 12Z biS 129 setüaS schwächer», wrstpoeutz. 127 bi« 128. Braugerste 149 bis 158. Ful^gerst« 130 bU 133. Hafer, märt 101 bis 107 «ruhig), fromm. 95 bi« 100 lruhigf, Mais. Waggon frei Hamburg 160 tn« IQ, Rars 280 biS 285 ."cke 17,50 bi« 18 Hafer, ir.Iänb, 1330 bis 14. W.izenmehl, südd Spezial 0 27.75 bis 28,50, Roggenmehl 24 bis 24,50. Weizen- und Roggenkleie 7,50 bi« 830 Tendenz: Stetig Stiiarlachberg Maisterlrqusur ffAV-nnwl '-l — p ' * Bk Des haste Rad fOr vnd 8 und trholur^ MONDAMIN BACKPULVER ' das zuverlässige Triebmittel Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B ist beute die Aoideuropäische Wirtschafts- Aktiengesellschaft in Diesten an der Lahn eingetragen worden. Der GefellschafrS- vertrag ist am 28. Dezember 1923 und 1. Februar 1924 sestgestellt. Gegenstand deS Unternehmens ist die Förderong von Handel und Industrie durch Rutz- barmachung deutscher ober ausländischer Kapitalien, inöb sondere in Aordeuropa, Durchführung aller hiermit im Zusammenhang ftebenben Geschäfte. Betrieb von Geschäften aller Art, die den Interessen der Gesellschaft dienlich sind. Die Gesellschaft ist befugt, Zweigniederlassungen und Tochterunternehmungen im In- und Auslande zu errichten und sich an anderen Unternehmungen zu beteiligen. Die Gesellschaft ist berechtigt, für ihren Betrieb Grundstücke zu erwerben. Das Grundkapital beträgt zwölf Milliarden Mark und ist ein- geteilt in 120 Stück auf den Inhaber lautende Aktien ä 100 Millionen Mark, deren Ausgabe zum Kurse fron lOQo/t» erfolgt. Der Borstand besteht nach Bestimmung des Aufsichtsrats aus ein^r ober mehrerer Personen. Sinb mehrere Personen bestellt, so sind je zwei zur gesetzlichen Bertretung der Gesellschaft befugt: der AufsichtSrat kann jedoch einzelnen oder sämtlichen Mitgliedern des Vorstandes die Befugnis erteilen, die Gesellschaft allein oder in Gemeinschaft mit einem Prokuristen zu vertreten. Eine Prokuravertretung kann nach Bestimmung des A ifsicbtSrat« Dura; einen ober mehrere Prokuristen gemeinschaftlich erfolgen. Der Doritand wirb zu notariellem Protokoll durch den AufsichtSrat bestellt und abberufen. Der erste Vorstand wird durch die Gründer bestellt Der Vorsitzende des Aufsichtsrats schliestt die Anstellungs- Verträge mit den Vorstandsmitgliedern ab. Der Auffichtsral kann über die Ar: der Zusammensetzung des Vorstandes und die Befugnisse der einzelnen Vorstandsmitglieder Bestimmungen trcfien; er kann auch Stellvertreter von Vorstandsmitgliedern ernennen. Zum Vvr- jtanjb ist Dr. jur. Hans Theodor Kreisch- Zagdverpachtung. Mittwoch, den 13. Februar d. I«., nachmittags 2' , Llhr, soll die hiestge Gemeindejagd, ca 170 Hektar grost, davon ca. 48 Hektar Wald, auf 6 Jahre verpachtet werden. Der Jagdbezirk ist von der Bahnstation Allendorf an der Lumda 2 Kilometer entfernt. Glimbach, den 5. Februar 1924. Hessische Bürgermeisterei Glimbach. Steiip. 7800 mann, Hamburg bestellt. Die gesetzlich vvrgeschriebenen Veröffentlichungen erfolgen im .Deutschen Reichsanzeiger". Unbeschadet dieser Bestimmung ist der Aufsichtsrat berechtigt, auch in anderen Zeitungen die Bekanntmachungen der Gesellschaft zu veröffentlichen: zur Reä-tsgüktigkeit einer Veröffentlichung genügt jedoch die Veröffentlichung im ^Deutschen Reichsanzeiger". Die Generalversammlungen werden durch den Vor sitzenden des Aufsichtsrats ober burch ben Vorstand einberufen durch einmalige öffentliche Bekanntmachung, die mindestens 20 Tage fror dem Tage der Versammlung und unter Angabe dec Tagesordnung erscheinen muf). Die Bekanntmachung hat die Vorschriften über die Legitimation zur Teilnahme an der Generalversammlung zu enthalten. Die Gründer der Gesellschaft sind: 1. Dr. jur. Eduard Alexander Karl Kromer in Hamburg, Eppendorf er Landstraße 10, 2. Kaufmann Hermann Ohle in Hamburg, Meridianstrahe 1. 3. Kaufmann Emst Schüder in Hamburg, Rovnstr. 39, 4. Kaufmann August Ähren« in Hamburg, Kvlmarer Strafte 3, 5. Kaufmann Gustav Rebel in Hamburg. Schauenburger Strafte 10. die auch die gesamten Aktien übernommen haben. Der erste Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern: 1. Kaufmann 2"thur E Müllerin Hamburg. 2. Detlef Carl Heinrich Schümann. Kaufmann daselbst. X Eduard, frtn Lubsce-Kawecrynski, Generalmajor a. D. in Darmstadt-Sberstadt. Die mit bet Anmeldung eingereichten Schriftstücke. insbesondere der Prüfungsbericht de« Vorstandes und Aufsichtsrates. können während der Dienststunden in der Gerichtsschreiberei einqe'ebcn werben. ® leben, den 4 Februar 1924. Hessisches Amtsgericht. 833D holzversteigerungen der Fürstlichen GbersSrfterei klch Dienstag, den 12. Februar, soll der Rest des im Vorjahr von der Stabt Mainz gekauften Brennholzes, und zwar Raummeter Scheitholz Buche 14, Eiche 8, Fichte 8; Knüppel Buche 19, Eiche 124, Fichte 28; Stockholz Buche und Eiche 10; Knüppel- reifer Buche 29, Eiche 66, Fichte 3, versteigert werden. Das Holz im Kühunter und Graudorn wird vorgezeigt, das im Mühlberg, Mönchwald, Fuchsstrauch, Lange, berg u. a. nicht. Zusammenkunft: 9V, Uhr vormittags beim Albacher Hof. Weitere Versteigerungen sind geplant: Montag, ben 3. März, im Schwarzwald bei Steinbach, Dienstag, den 4. Mörz, im Riedwald bei Hattenrod und Montag, ben 17. März, auf Hard und Höhler. Iusarnrnenkunst jeweils um 9 , Uhr norm, an den Abtrieben, bzw. Kreisstrafte Lich - Garbenteich: Waldeinganq. Die zur Der- steigerung kommenden Holzmengen werden rechtzeitig durch die Ortsstelle bekannt gegeben._____________________________680t) Holzsulnnisfion. Die Gemeinde Londors verkauft im Wege schriftlichen Angebots das auf der Abtriebs fläche im Distrikt Rückenslall (sog. Drotbach,1 , Stunde vom Bahnhof entfernt) angefallene Fichten Stammholz und zwar: 1 Stamm 2. Klasse = 3,14 Festmeier 22 Stämme 3. „ — 45,10 29 4. , = 35,61 19 „ 5a , = 14,53 1 Stamm 5V „ = 0,54 Angebote in Goldmark sind mit der Aufschrift .Holzsubmission" bi» spätestens Donnerstag, den 14. ds Mts.»nachmittags 3' , Uhr bei unteizeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Derkaufsbedingungen ein« gesehen werden können. Zuschlagsfrist 5 Tage. Londorf, den 7. Februar 1924 819D Bürgermeisterei Londorf, Aumann. Bekanntmachung. In unser Hanbelsregister 2£bt. B würbe heute bezüglich ber Direcliva her Discontv-Gesellschafr Zweigstelle C'iefjen eingetragen. Dem Sillalblreftor Ftty Saffran in Gieften ist für bie 3toci;- ftelle Gieften Gesamtprokura erteilt werben 834 D Gieften. ben 2 Februar 1924. HeFifch^K Amtsgericht. Bekanntmachung. Laut Beschluß der Stadwerordneten- Versammlung vom 25. Januar 1924 ist mit Genehmigung de» Ministeriums des Innern der Ausschlag für die vorläufige Grund- u. Gewerbesteuer in der zweiten Halste de» Rj. 1923 wie folgt festgesetzt worden: i) 20 Goldpfennig für je 100 Ji Steuerwert des Gebäudebesitzes. b) 32 Goldpfcnnig für je 100 „N Steuer- wert des land- u. forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitzes c) 8 Goldpfennig für je 100 M Steuer- wett des gewerblichen Anlage- und Betriebskapitals Der hiernach zu bezahlende Betrag ist in zwei Raten und zwar als 3. Ziel bi» Ende Februar und als 4. Ziel bi» Ende Mürz 1924 zu entrichten. Den Zahlungspflichtigen werden befon- bere Steuerzettel in den nächsten Tagen zu- gegestellt. Gieften, den 6. Febr- 1924. Der Oberbürgermeister. Keller. 9068 Nutzholzversteigerung Dlen»taq, den 12. Februar von vor. mittag» 10 Uhr anfangend, soll nachoer- zeichnete» Holz öffentlich meistbietend ver- fteigert werden. Eichenstämme. 2- Klaffe 1 Stück = 0,39 Fstm. 3. , 11 , = 10.53 , 4. , 14 . = 11,81 . 5. . 2 , = 1,60 , Zusammenkunft ist hn Ort. Bersrod, den 7. Februar 1924. Hess. Bürgermeisterei Bersrod. Decker. 872D Bullenverkauf. Ein 1 Qualität fetter Vogelsberger Dulle soll durch schriftliche» Angebot verkauft werden. Angebote auf pro Zentner Lebendgewicht m Goldmark sind bis zum 12. d. Mt» nachmittag» 6 Uhr bei der unterzeichneten Stelle einzureichen, wo auch die Bedingungen zu erfahren sind. Iuschlagsfrist 3 Tage Leihgestern, den 7. Febr. 1924 Bürgermeisterei. 891D Holzver steigerung Mittwoch, den 13. Februar, kommt im Muichenheimer Mark- und G.-meindewald nachstehende» Bau- und Nutzholz zur Versteigerung: 2 Fichtenstämme 3. Klaffe — 3,58 Fstm. 10 . 4. „ =10.25 , 8 - 5a- „ = 5,98 . 40 „ 5b- , =14,00 , 112 Fichten-Derbstangen = 4,94 „ 3 Eichenstämme 2. , --- 2,75 , 4 „ 3. . = 1,80 , 11 • 4. , = 4,90 , 18 . 5. , = 5,71 , 101 • . 6 , =19,89 . 1 fliefernftamm 1. , =1,96 e 4 Kiefernstämme 2. , = 5,14 , 12 . 3. . =10,54 . 10 , 4. , = 6,12 , Zusammenkunft vormittag» 9', Uhr an der Küchenftaatswiese im Gemeindewald Bürgermeisterei Muschenheim. Decker. 880D holzversteigerung. Mittwoch, den 13. d. Mt». kommt au» dem Ulfaer Gemeindewald nachstehende» Holz zum Verkauf. Stämme: Lärchen 5. Klaffe 2 St. — 0,57 Fstm. Fichten 3. , 10 , — 22,61 . . 4. . 26 , = 26,07 . , 5-a- . 66 „ = 42,30 „ . 5-b- . 100 , = 32,56 , Derdstangen 18 , = 2,06 . Rutzknüppel 3 m lang =18 Rm. Rutzreisig = 60 Vrennholz: Knüppel Buche 3 Rm. Stöcke Fichte 32 5bn „ Fichte 18 , Reisig Buche 6 . Zahlungsbedingungen 3 gleiche Ziele: 1. April, 1. Juli und 1 Rooember 1924. Anfang der Versteigerung um 11 Uhr norm, am Zudenkirchhof bei St Rr. 101. Ulfa, den 6. Februar 1924. Heff. Bürgermeisterei Ulfa. Hofmann. 840D 3mtffn®e3 oßenirt "SS 'svsfflllwüg nttrelB e.Drrl»rcrn 6le üröfti iitt Jolo.-Daueiei, S. Uaae, Scköeü. 5®ail(L 1. 2 der und 8900 Arbeitgeberverband für Lahngau und Gberheffen Der Vorstand. 876D von 100 Msrk an Die Turnhalle ist gut geheizt WirtLiwliiit Samen- unh ßur Ferfte'tung einer kleinen automat. U Maschinenfabrik" «AJtiD Udert D. R. P. Irfo. ^odjit M. 7 60. Lichtspielhaus Palast Lichtspiele 5nr noch heute u. morsen: unSÄ 8 Ruhrschande VUnüBW-IUIR irxchhÜDnc Sch laxe।er* darunter: Fllmaufnnhme von der Er«chl< Onnc hchlaiceieri II Wett eruer: 94c 6 Akte. Die Tragödie der Liebe 370 Mark 565 Mark 625 Mark gesucht. Schrift!. Angeb unter 879 D an den Giehener Anzeiger erbeten. ?bii-i.8ltrtcll' bau-Ptrtin. DKW Sportmodell, 2V, P. S. Herrenräder, gute Fabrikate DKW Spezialrad, 1'/, P. S...... DKW Reichsfahrtmodell, 2V, P. S jamor, ?cbre.ln.GeL. BraüMcbitio 25.* Carl Haas jr. foronfhirier Ctr ML I depbon I«K1 Marktplatz 5 Täglich Darmstädter und Nationalbank, Kommanditgesellschaft. Zweig. Niederlassung Giesten Deutsche Deretnsbank, Filiale Giesten Direction der Discontogesellschast, Zweigstelle Giesten Handels, und Gewerdedank e. G. ttl d. H. Giesten Mitteldeutsche Treditdank, Filiale Giesten Geschäftsstelle des Arbeitgeberverbandes, Bahnhofstraste. gelöst werden. G testen, den 8. Februar 1924. Restaurant Bayrischer Löwe 11. Toll Der lampl m die Weitmelsterxciial Hochintereasante »port liehe Reinhold Schünzel In dem Sittendrama: DiettlirMMeo ZirkusMalve ©leben, in der Turnhalle leite eaeetig, 8. Fehr., abla. I1/« ühr Gala-Abend Sonntet. lei 10. Feiner 2 Fest-Vorstellungen ■aeheiinigi 4 Uhr 6[.filnöer-u.3a$lllenuödlelL Abende ••/. Uhr Mna Haupt-Dorstellung Anmeldungen für die Oeteru au gründende DKW Das kleine WunderDKW Wie DKW Im Rennen alles schlägt, so schlägt DKW auch Jede Konkurrenz im Preise KONZERT Prima Münchner u. hiesige Biere. Die Einlösung der Stücke erfolgt nur bis zum 10. März 1924 einschliestlich Stücke, welche nach diesem Termin oorgelegt werden, können nicht mehr ein- Männer-Sesangverein „Liedertafel", Giehen werte Mitglieder! Jur Einweihung unseres neuen Ttrtinslehols (Felssukeller) Hole! Scbvab.BabnholstraBä am Mittwoch, dem 13. d. M., abends •'/, Uhr, laden wir herzlich ein WollcnTieJhrFnhrmd gut und iimSmtrt Dtrnidtlt anö emailliert haben? 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Reife der Höheren Mädchenschule ■ind gefL umgehend tu richten an Dr*. Feld, Kaufmännisches Vereinshaus. I Allee Nlhere fan Artikel der heutigen Nummer des .Glefrener Ajx»ci*en" tu erwehea. 012968 spricht am Donnerstag, den 14. Februar, 8 Uhr abds. im Katholischen Vereinshaus. Oeftentllcher Vortrag. Finf ritte La f*tnn l Mlc (I. P1L M) Pf. (II. PLI und M Pf. Llniri 115Karlen GStrhpl • bei E. ätalUer, Neuenweg, und an der KuM•- W Der Saal let r«*helef. -SS Wflv mit üdilcher Tage»^ ___ ordn n i am Msnlog. 17. Srt’iir. SOLL. 3 B)r. in ■•roaal ALailw iMtltili. Sneheih. Str. 7 j oi>rn » von (fnn Dr. SUlbintiei: Der könel liehe Dünger Mir den h lei o* art en bau ml Lichtbildern. rietiragS-undVachierdebu««lür die 2nicke an der Hardt,>Uee. 87lv Ter Vorstand. Nheinlandamt der Studentenschaft • Giesten Sonntag, den 10. Februar, 5 Uhr, in der Neuen Aula der Universität: Kundgebung für die besetzten Gebiete Es werden sprechen: Herr Reichsminister d.Innern Dr. Jarres Herr Rechtsanwalt Schönberg, Kassel. Aorten im Voroerhaus beim Hausverwalter Astier und an der Kasse zum Preise von 60 Pfennig. 876L) Der Vorsitzende: Terbr üggen, sind, med vet. Aufruf. Wir rufen hiermit das von uns unter dem 7. November 1923 ausgegebene wertbeständige Notgeld ab 10. Februar 1924 mit einmonatiger Frist zur Einlösung auf. Die Einlösung erfolgt bei folgenden Stellen: mit Begleit vortrag. — Fernen Theodor Körner der Frelhei«»dichter u -KAmpfer von 180 mit Begleitvortrag. Irrt iisehleiieie Tmltlluiti L und M.1O I hr. Renntag 3. S.30 a. 8.10 Thr. Schöler haben camet»g nachmittag eraU'a*«] KlatrliL - Spezialmafchine (Fasson-Drehbank) NEMM „ D. N. Patent, leistungsfähige J,Famos <3 Malz-| kaffee Hedwig Schmehl Otto Neun Verlobte z 3t Gut Diedrich bei F« iedrichesegen a. d. Lahn Fedruar 1964 Das Fest der silbernen Hochzeit feiern am Montag, den 11. Februar Ernst Gries und Frau Landgraf-Philipp'Platz 5. ...............................................-............;-igL Polizeidiener Philipp Hahn und seine Ehefrau Marie geb. Dort feierten am 5. d». Mts. das Fest ihrer silbernen Hochzeit Beuern, im Februar 1924. MKMWWU Dienstag, den 12. Februar 1924, abends 8 Uhr SWlliWkWlülUNg im katholischen Dereinshaus. e,Mn Herr Seger-Berlin spricht über: Befreiungskrieg oder Befreiungsfriede (Eintritt 30 Big. — Erwerbslose gegen Ausweis frei. Freie Aussprache. Der Einberufer. Cafe Amend. Mittwoch, 13. Februar Bockbierabend mit verstärkter Hauskapelle unter Leitung des Herrn Konzertmeisters A. Meineri, Frankfurt am Main uud des Xylopbonvirtuosen E Franz, Frankfurt a. M. Zum Ausschank gelangt Bockbier aus der Aktienbrauerei »Löwenbräu« München. General-Vertreter: E Sch m al 1, Biergroßhandlung. Cftniertiorl Brennholz obiuflrben. 06717 Ä. Wellböler. Marburger Ltr. 24. 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Da ich zunächst die Pädagogrn zu Worte kommen lassen wollte, habe ich bisher geschwiegen, nachdem aber reichlich ein Monat vergangen ist. ohne dah eine Erwiderung erfolgte, möchte ich mir erlauben, von meinem Standpunkte als Hygieniker za der Frage der aiehuna unserer Jugend an den höheren ulrn Stellung zu nehmen. Sine Reform unseres höheren Schulwesens «fchemt auch mir dringend geboten! Doch muh m. S der Schwerpunkt dieser Neuerung hauptsächlich aus dem Gebiete der körperlichen Orziehung unserer fugend liegen. Bisher ist tmkre Schulerziehung einseitig nach der geistigen VeUe orientiert und hat nach dieser Richtung hin. wie es bei der deutschen Gründiichkcit nicht, anders zu erwarten ist, etwas mustergültiges geleistet und jede Konkurrenz des Auslandes «schlagen 94 ist nicht meines Amtes, aus diesem «biete Besserungen vorzuschlagen, doch muh ich unseren Schulen eine schwere Unterlassung vor- werlen. Gegenüber der rein geistigen Ausbildung unseres Rachwuchies ist die Pflege von Leiv und Seele zu kurz gekommen: ja sie haben, da sie zu /wenig derüfsichtigt wurden, vielfach schweren Schaden gelitten. .Bolkserziehung". so schreibt F. L. Jahn. .soll das Urbild eines vollkommenen Menschen. Bürgers und Volks- rliedes in jedem Elnzclwcs«» verwirllichenl" Di« dchule hat hier versagt. Auch die Reuregelung des höheren Schulwesens in Hellen nimmt hieraus ebensowenig Rücksicht als bisher. Turnen und Spiel sind für unseren Jugenderzleher so nebensächlich, dah es sich erübrigt, daraus näher einzugehen. sie werden in dem Aussatz mit vier Worten abgetan. Dies soll feine#tpc;» ein persönlicher Borwurf sein, sondern es ist das System, da- ich geiheln will. Demgegenüber haben die Griechen, da- viel- ( Kulturvolk des Altertums, nclx n der Geistesbildung der Körperblldang in ihren Gyym- »asien die gröhte Aus merksam kett geschenkt. Schon Ludwig I. von Bayern klagte »Wie, Gyymnasium nennen die jetzigen Menschen die Stätte, Wo die Jugend versitzt, ach, wo der Körper verdirbt!" i ihrer körperlichen Entwicklung gegenüber nor- xv torperlichen (jntttHJlung gegenüber nor- Zeiten zurückgeblieben, insonderheit lieh die icflung des Brustkorbes viel zu wünschen Malen cm fetzt Ndt ntwicklung des Brustkorbes viel zu wünschen brig. 3m Gegensatz dazu ergaben Messungen bei or Berufsberatung im Jahre 1920 in Blünchen Spätere Jollen haben darin keine Besserung Gebracht, denn von den zum einjährigen Dienst Berechtigten muhten vor dem Kriege verhältnrs- eiähig weit mehr als von den sonstigen Mllltär- E Ilgen wegen allgemeiner Schwächlichkeit, cher Brust. Krankheiten des Herzens, der en, des Rervensystems, namentlich aber freoen Augenfehlern vom aktiven Militärdienst «ls dauernd untauglich ausgeschieden werden. De» Militärdienst, diese hervorragende Körperschule für unsere männliche Jugend, hat ausgehört zu bestehen (3(ne allgemeine Musterung wurde «ber sicher infolge der Hungerblockade und des hoffentlich überwundenen Balutaelends noch höhere llntauglichseitswerte ergeben als vor dx!U Xtittt wo die Ernährung der Besucher der höheren Schulen im allgemeinen als reichlich bc- scickmet werden konnte Schulärztliche Untersuchungen. die in anderen Bundesstaaten schon KU längeren fahren auch in den höheren Schulen iaitfmben. haben et geben. dah sich hier die Duchstuine- und GelundheitSve^häktnisse nach hem Kriege wieder in dein Mähe gehoben brbcn. Gie es in den Volksschulen beobachtet werden bnnte, ein Ergebnis, das ja in d-m wirischtfk- hchen Riedergangc des Mittcliandes in der Rach- Plegszeit seine Erklärung findet. Untere Befunde, die wir im Institut für Körperkultur bei der Durchuntersuchung unterer Etüden ton schäft erheben konnten, decken sich ganz ill diesen Beobachtungen. Die jungen Stubcitien, le soeben die Schust- i'ertaflen hakten waren ei 1200 Lehrlingen im Alter von 14 Jahren, ah diese an Körperlänge und Körpergewicht ne Abnahme von 2 bzw. 5 Proz. gegenüber cm Jahrgang 1913 auftoiefen, diesem icöoch 'rustumfang um 0,4 Prvz. überlegen waren, it Abnahme von Gänge und Gewicht fällt fraa- •4 der Unterernährung zur Last, dagegen glaubt rofellvr Kauv. die Zunahme deS Brustumfanges »aus zurückführen zu müllen, bah infolge des ehrermangelS während des Krieges nur halb- lgig Schale gehalten wurde, und die Knaben sich »her mehr wie früher brausten in frischer Luf» tommeln tonnten, und diese körperliche Hebung Wirkte als Reiz und veranlastte ein stärkeres Bveitenwach-tum des Brustkorbes. Bei den Mädchen, die ihren Müttern Im Haushalte helfen Buhten, konnten nämlich keine gröberen Brust- Was)e festgestellt werden. Diele Beobachtur^ fiimmt ganz mit den Befanden überein, die Mathias auf Grund umfang- »icher Messungen an Schweizer Turnern er- |*cn konnte. Die Turner sind den Richtturnens an Länge und Gewicht, besonders aber an Brustumfang (um 2.4 cm) überlegen. Ohne eine äuherc Anregung bleibt nach Mathias ein im Derbältnis Pir Körperlänge stehendes Breitenwachstum aus. ,Das Ausbleiben dieses Anreizes ist bann Schuld an der zu lange dauernden Längen zu nähme und damit Urlache tk*r meist groben Körperhöhe der «ule mit einseitig sitzender Beschäftigung Korpevarbeit und Körperübungr'. verhelfen deshalb dem im flnluHdhing6aItcr stehenden Manne 8U einem gleich n^stegen Wachstum. allo zu einer normalen und lräftigen Körperkonsttrucion. was unter Umständen von grober prophylaktischer Bedeutung sein kann! (Zusammenhang zwischen Tubertulofc und Brustkoroausblldung - Wollen wir also einen gefunben. kräftigen Rachwuchs heronziehen. so müssen wir dafür sorgen, bah er in ben Entwicklunasjahren ausreichend körperliche Hebungen treibt. Der Morgen sei der Betätigung mit den Wissenschaften gewidmet, der Rachmittag soll fürdie Körperkultur f re i b l e t b e n! Bei Einführung der Kurzstunden von 45 Min. Dauer, die durch JrL d Preust Min. 18. Rov. 190-* in P neusten gestattet sind, heben an den Dor- mittagen 5 mal 6 30 Wochen stunden für die wissenschaftlichen Fächer zur Derfügung. so können die Aachmittagc. auhcr Mitwvch und Samstag, die wie bisher freidletbcn. der körperlichen Aus- bilk'ung zugute kommen. 3d) rechne hierher auch Zeichnen und Sinken und für die Mädchen den Handarbeitsunterricht bzw in den oberen Klaffen den Haushaltung-unterricht, an besten Stelle bei den Knaben im Winter der Handfertigkeit-- und im Sommer btr Gartenbau unter richt zu treten hält«. Doch künftighin sollen nicht, wie bisher beim Militärdienst den Kräftigen und Wohl- gewachsenen die Borteile einer Orperlichen Ausbildung allein zutell we'-d.m. sondern alle Kinder. Knaben wie Mabüxn, Gesunde und Kranke, Starke und Schwächliche sollen schon in jungen Jahren, solange der Körper noch biegsam und bildt-ar ist. rcarimästige Körperübu igen treiben, damit die vorhandenen Fehler und Schwächen nach Möglichkeit behoben toerben können Um Uclc Fehler unb Schwachen aber festzu- stellen unb bic für den Gi.rzeifall paffenden Uetungcn auszuwühlen, ist die Mitarbeit et nee Arztes erforderlich, der zu diesem Zwecke fpeziell ooigebiltet fein mufr. (3r wird dafür sorgen, bah Kinder mit leichter en Gebrechen ihre körperliche Ausbildung in orthopak fchen Sonbcrfurlcn geniesten unb schwerere Fälle der spezialurztlichen Behandlung zugefuhrt werden Die moberire Orthvpak bat auf biefem Gebiete glän'.ende Erfolge erzielt, unb bas pieuhlsche Kruppclfüriorgegefetz (auch in Hellen sin> für die einzelnen Provinzen Kruppelfurfo'geiteUen gc- fchaffen) verlangt txn jebvm. ber in Ausübung seines Berufes bei einer Person unter 18 Jahren eine Dertruppelung wah.nimmt, hiervon innerhalb eines Monats An cige zu eritaf.cn. Unter den Perfonc-n. für die eine An.zeig"pflicht besteht, werden Aerzte und Lehrer bei i nbert herausgehoben Wenn diese Ginrichtung aber ihre segensreichen Folgen zeitigen soll, so muh 1. der Arzt Gelegenheit haben, die Kinder re- gelmästig auf ihren Körperzustand zu untersuchen unb 2. der Lehrer in den Stand gesetzt werden, derartige Fehler b~i den ihm anvertrauten Kindern auch zu erkennen. Wir müsten daher verlcmgcn. bah einmal die schulärztliche Deriorgung aller Schulen durchae- fübrt, unb bah andererseits bic Lehrerschaft, in 3- befonbere die Turnlehrer, die ble körperliche Ausbildung unseres 'JlachwuchseS übernehmen sollen, aus dem Gebiete der Körperkultur auSgebildet werden. So wirb es gelingen, unsere Jugenb zu heilen von den Schäden der RhachitiS. die man jetzt mit Recht denn je die englische Krankheit nenn en kann unb zu kräftigen gejen die Gefahren der Tuberkulose, bie an ber Wurzel unserer Bolks- krast zehrt. .Biel großer nvch als der leibliche Rutzen kann bei einsichtsvoller Leitung der moralische Rutzen der Leibesübungen sein Di.' Erweckung bes starken Lustgefüh's. das körperliche Gesundung unb Leistungsfähigkeit, die Herrschaft über den eigenen Körper verleihen. Ist eine kräftige Schutz- wehr gegen hygienische Sünden unb Laster: bi? E, weckung bei Frcube an einfacher Lebenswllse, an barmlofcm Zeitvertreib, an den Schönheiten bei Ratur ist eine ungemein wertvolle und nützliche Bereicherung des Dasein- Der weitaus wertvollste moralische Grsolg Ist die Schulung des Willens, die Befähigung zu raschem. kraftvolllmr. bct- ünchfee ber Zukunft unteres Iküfo handelt. Denn viel billiger unb leichter Ist es. Krankheiten zu verhüten, als eine au-gebrochene zu beden. auch 1inb die für die (Wefunbben unWirr fügend aufgewandten Summen werbendes Kapital unb werben leicht eingebracht durch Grtparung von Krankengelbern unb 3nhfllibrnrcntcn, von Kran- fenbäufern unb Sibolungshelmen, von Irrenanstalten unb Zuchthäusern Dahingehende Bvrschlägr lieb vc-, mir m I einer Sitzung, die wegen der ichularztllchen Ber- forgung der döheren Schulen in per Gelundhells- I abteUunfl des Ministeriums des Innern (tattland. gemacht worben, es wäre aber von grr’iet Bedeutung. bah auch bie Eitere einmütig verlangten unb bahin wirkten, bah in den Schulen und besonders in ben höheren Schulen die körper- liche Eiriehung künstig bk gleiche Berücksichtigung findet wie die geistige. .Mit einem Worte, eine gänzliche Deränbe- rung beS brtbeiigcn Erzie!>uugs'.'.e'e,is ist es. was ich, als bas einzige Mittel, die deutsche Ration im Dasein zu erhalten, in Bvrschlag bringe.“ So sprach einst Fichte, und Ich möchte ihm völlig beistimmen. Doch kann eine derartige Deränberung nicht von heute aus morgen Platz greifen, sonbern muh sich allmählich organisch entwickeln. Ader jeder, der von Amtswegen ober durch Elternpflicht zur Mitarbeit berufen ist. muh seine Kräste in ben Dienst ber Ougenbfürforge stellen In Conbcrbeit müssen mich ble Kommunen, ble bic wichtigen Aufgaben, bic tb.cr auf dem Gebiete der Bolksaesundung harren, leider Immer noch nicht begriffen haben, durch Einillchtung von Spielplätzen. von Licht-, Luft- und Schwimmbädern die Bedingung für eine gefunbe Entwicklung unserer Dollsjugend schaffen. IBcr überfliegt ben Nordpol? Don Prof Dr. h. c Major von Parfeval. Das Projekt, ben Rotbpol auf bem Luftwege zu erforfchen, ist nicht neu, vielmehr fchon von Graf Zeppelin studiert worden, der es mit feinen Schiffen au-zuführen gedachte Doch find auch schon oft F ugzeuge füi diesen Ztreck in Aussicht genommen worden. Tine solche llnter- r.ebmung ist die von Roaull» A m u n d s e n, der mit drei F ugzeugen, unterstützt von Heri n Haakon H Hemme i, von Spitzbergen au» den Pol ei reichen will. Hierbei tritt ber sportliche Gesichtspunkt in ben Bvrbergrunb. Wlslenschast- lich« Grgebirisse sind nur In bescheidenem Maste zu erwarten, da die mitzulührcnden Mittel nur gering sein können, unb bie Zeit bn Gkoeditlvr, beschränkt ist Tir. weit grobärtigerer und besser funbierter Plan ist aber von ber amerikanischen Regierung entworfen. Hierüber schreibt ber Präsibent Lvolibge an ben Staatssekretär ber Marine Denby am 20. Rovernber 1923: Hierdurch möchte ich meine bereits mündlich gegebene övmadjigung bestätigen, mit der Organisation einer scemännilchen Rordpolar-Lrpedltion vvrzugchen, ble im nächsten Hahrc ftattfLiben soll. Den Zweck ber Unternehmung kenuzrichnet er fvlgenbermasten: GS gibt über eine Million Qua» bratmetlen unerforschtes ßanb in ben Polar- gegenben zwischen bem Rorbpol unb Alaskä, unb so viel als möglich soll hiervon erforscht werden. Insbesondere soll festgestellt werden, ob bic be- stehenbe Dermutuna ber wissenschaftlichen Sachverständigen, dah Dort rin grober Kontinent ekistiere, zutrifft. Auch soll eine Untersuchung über die AuSsührbarkeit internationaler Reisewcge über ben Pol von Oft nach West zwisckeu Europa un> bc.n P.i i tc angcftcllt werden. Der Weg von Rordamerika nach Rord- curopa Ist über ben Pol wesentlich kurzer als über den Atlantischen Ozcan Eine ähnliche Abkürzung würbe erreicht aus ber Linie London- Tokio Hier würbe ber Weg durch baS Eismeer unb Sibirien führen Für bleien Zweck könnten also wichtige Erfahrungen gesammelt werken. AIS Äusgangsbasis ist 71 o m e In ber Ror» tonbai an ber Halbinsel Alaska in Aussicht genommen. Der Weg von ba bis an» Rordlap von Schweben führt gerabc über ben Rorbpol unb beträgt in ber Luftlinie 5700 Km, für ein Luftschiff eine Fahri von 57 Stunden. Für ble Arbeiten würbe eine Kommission von 8 Mllgliedcrn eingesetzt unter dem Bvriiy be» Admiral» M o f- fett Dos Luftschiff .Shcnanbvah" ist für den Zweck zur Derfügung gestellt Äusterkem fall noch bas Polarichiff .Ttoofeodt", das schon einmal eine erfolgreiche Fahri zum Pol gemacht hat, auf» neue starten, um einen fe.bstänbigen Derfuch zu machen, im Eife eingeschlossen unb mit ihm lreibend, ben Pol zu erreichen. Aus ber Route- ber .Shenandoah" sollen, soweit möglich. Lande- maste aufgestellt werden, um ihr bei schlechtem Wetter einen Zufluchtsort zu bieten. Diese mühten natürlich genügend besetzt fein Doch ist gerade in ber gefährlichen Zone bieses HilfSmiUer aws- gesch losten. Die meteorologischen Dcrhält» nlssc sind auch nach beulschen Untersuchui gen in dem betreffenden Gebiet günstig. 3n ben Monaten Mai Juni kommen starke Winde kaum vor, da die zus.immerhüngc-nde Gis- und Waiscr- bebedung bes grohen GebiereS gleichmähige Tem- peraturverhälmisfe über ganze Strecken gewährleistet. 3m Sommer find allerdings Rchcl sehe bäufig. boch reicher ste nur in geringe Höhen. Io bah Die Fahri hoch über ber Rebelbecke in der Senne, von statten gehen farm. 3m Wrmer ist das Gebiet fast ivrllenfiei. weshalb manche ben Winter für bie günstigste Hahrcs^lt halten Die Orientierung kann ennveber nach der Sonne oder nach den Sternen oder mittels Radio Peilung erfolgen Man bat neuerdings Audio-Aufnahme- appara.e. welche gestalten. Me Richtung festzustel- len. aus welcher dre Dellen kommen Denn nun vrm zwei wri: auscinandeiln genben Statwnen aus griunli wird, fo Unn man hieraus ben Ort des Schiffs destimmen. Die Ausgaben H-. Ravlgatlon sind allo lösbar. Der Kompast — auch ber Ärelld- k.'mpah sind allerbing* in der Rade des Pols undiauchhar. Gegen bie Polarkäf.e kann man sich schützen Dem Material ist sie nicht gefährlich Uepiigros ist die Temperatur nicht niedriger ais Flugzeuge in gr.h.n Höhen sic schon in Europa antrvffeit Sie beträgt im Hanuai 40 50 Grad Kälte, im Sommer ist sie nur mähig. Adniiral Mosselt hat crflärt. dah der Flug Im arktischen Sommer uxibeschein!ich nicht gefährlicher »st als rin gleich lunger Flug über Brasilien ober zwr- lcken iüuropa und Ikeuyork. .Denn die Relle der Shenandeah erfüllt, was »pir erwarten, bann wird es einen regclrnählgcn Schiffsverkehr über ben P o l Innerhalb 10 3abron geben “ Fiagen wir uns nun: Was können wir ge- warlen. fo können wir fagen Dlc 2 rn u n b f e n • f ch e llnteriuchung ist eine reine Sportfache unb bat keine naheliegende Bedeutung für den Verkehr Mit ben gegemuärügen Flugzeugen ist es nicht möglich, einen tpirtschafilichen Derkch» auf fo weite Strecken einzurichten, weil rhre Tragkraft nicht ausrclch!. neben bem Brennstoff noch eine genügende Rutzlast mtt.zuführen. Mir fchel.u bas Unternehmen fo gefährlich^ bah ich es mit ber bekann:en Audi eschen 3n>cMilon auf «ine Linie stellen möchte. Da« Luftschlfl hingegen Ist zu der Aufgabe, Lasten über sc» uvlle dniTcmungcit zu tranopprticrcn, voll befähigt. Rötig ist aber zweierlei ein geschulter Führer unb ein leistungsfähiges Schiff Daf> beides in genügendem Grad da ist, möchte ich nicht unbedingt bejahen. Dao die Führung betrifft, so hat nun von groben amerikanischen Lufüahrien bisher nichts gehört, unb bic Führer können also noch keine geniigcnbe Flugpraris haben Der Führer ist aber bie Hauptsache Unb wenn clngeaxmbct wirb .Du weiht ja gar nicht, wieviel Fahrten unsere Führer haben", so mochte Ich bagcgcti fragen: Wieviel Schiffe habt ihr benn dabei kapnt gefahren? Ohne einen guten Führer flnb aber Dinge zu befürchten, die wir bei der .Dir- muiden" jdxwbemb erlebt haben Auch scheint e» mir, bah bie .Shenanbvah“ für ben Zweck viel zu Nein Ist. Für ben Fall einer unfreiwilligen ßanbung muh bk Besatzung — zirka 50 Rlann — mit einer Dollflänbigcn Polavaus- rüftung unb Lebensrnitteln für mehrere Monate ausgerüstet fein. Das Schiff muh allo auher ben Brennst offen eine beträchtliche Rutzlast tragen. Freilich Ist im Falle einer Qlotlanbung wenig Hoffnung für bk Besatzung Aber auch füi eine freiwillige Landung bietet sich nur selten eine Möglichkeit Am wenigsten für Flugzeuge, die auf eine gröbere ebene Fläche angewiesen flnb unb noch Die Schwierigkeit haben, bah nun von oben bic Festigkeit ber Schneeflächen nur fchwer beurteilen kann Ein Luftschiff könnte sich vielleicht mit Gis- ober Wafferankern festlegen, etwa um Beobachtungen zu machen ober um Verunglückten Hilfe zu bringen, aber wenn es auf feine eigenen Borbmlttel angewiesen »ft, nut bei ganz IchLochcrn Wind Zum 2tu,nehmen Der- unglüdtcr mühten auberbem besondere Einrichtungen vorgesehen sein. Sin so gefühlvolles Unternehmen muh auf das grünblichstc nach allen Seiten überlegt und vorbereitet fein. Dazu Ist bic Zeit bis Mai/Iuni zu kurz, unb Ich möchte in aufrichtiger Desorgni« mahnen, nicht einen Mlbersolg zu provozieren Gs würbe ber Sache viel mehr schaben, als di« Katastrophe der .Dlrmuiden" sch<»n geschadet hat und auf lange Zell hinaus ble ganze Luftfchiffahri biskreditlcren. Die Aufgabe ist eine grobe unk schöne, unb c - I st wohl ben f ba r, bah ein feder Zugriff Erfolg hat Der Zwcd Ist aber so wichtig und der Einsatz so grob, das) alle- geschehen mub. was möglich ist, um den Erfolg zu sichern Mögen sich also die kühnen Männer von ihrem Ehrgeiz nicht hinteiben lassen. Wir wünschen ihnen bestes Gelingen und schönen Erfolg 3ch möchte ihnen aber zum Schlub derz Rat geben, ben ber Tiroler bem Bergsteiger gib« Zeit lassen! Bücherkisch. — KarlGjcllerup. 6 in Jünger des Germanen. (Quelle & Meyer, Leipzig) 5Xe Geschichte eines strebsamen dänischen Dorischul> lehcer-, ber Theologie studiert, Im Studium aber in eine liberale Richtung gerät, bk ihm den Psairbcruf verschlieft Daneben läuft bie Liebes» grichichte eine- gutmütigen, unkomplizierten, robust-sinnlichen Bauernmädchens, ba- nicht grob genug Ist, ba» Verlobten Verzicht auf bie Pfarrcrlaufbahn autzuhethen. Die deutsch-dänischen Kämpfe um Lhlcewig in den siebziger Iah' ren geben k-em frisch erzähllen, von ben früheren Werken Gjellerups aber in vieler Hinsicht abfallenden Roman den farbigen Hintergrund. — Otto Wirz: Gewalten eine» Xo» ren. (3- Engel Horn» Aachs., Stuttgart.) Sin Erstlingswerk und zweifellos em grober Warf, mögen ihm auch noch mancherlei Schlacken anhaften. Weite Teile des breitangelegten, oft epischen Romans lesen sich wie Bestes Vvktfried Kellers und da- ganze Werk könnte ein zweiter .Grüner Heinrich" sein, toerm nicht etwas dämonenhaft