flr. 28') Erstes Erscheint täglich, allster Somu und Feiertags. Beilagen: GiestenerFamilienblötler Heimat im Bild. KoeatsiBeingspreis: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech'Anschlüsse: öchriftleitung 112, Der« sag undGeschäftsftelle Sl. Anschrift für Drahinach- richten »nzeißerGiehen. poftschecklonto: Lrantfurt a. M. 1168«. Blatt m. Jahrgang Montag, 8. vezemoer 1924 General-Anzeiger für Oberhefsen Crurf nnd Verlag: vrühl'sche Univerfilälr-Vuch- und Stcinbrudcrei R. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulltratze 7. Ttnnahme Hl für di« lagesnnmmetbi« zum Nachmittag vorher ohne jedeDerdmdlichkeiL. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite öriiich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne- klame-?lnzeigen d 70mm Breite 35 Goldpfennig, Plahoorschrist20o ^.Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friede Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: HansBeck, sämtlich in Diesten. Der ägyptische Attentatsplan. London, 7. Dez. (B. Z.) Das Mrniste- rium deS Innern hat im Laufe des heutigen TageS weitere aufsehenerregende Mitteilungen über das Komplott der äghpttschen Ra- ttonalisten gemacht, das während der Unter» fuchung des Attentats gegen den Sirdar auf- gedeckt worden ist. Die ägyptischen Olationa» Ästen haben die Absicht gehabt, drei Minister des englischen Kabinetts und eine Anzahl höherer Beamte der englischen Ministerien durch Bomben und Gift zu ermorden. Ferner ist beabsichtigt wordren, am Tage der Parlamentseröfsnung durch den König am Die Völkerbundstagung in Rom. Chamberlain bei Mussolini. Rom, 7. Dez. (WB.) Der britische Staatssekretär deS Auswärtigen, Austen Chamberlain, ♦ft in Rom eingetroffen und wird Rom voraussichtlich bereit- am Donnerstagabend wieder verlassen. Mit Rücksicht auf die Verzögerung de» Ankunft der Delegierten, von denen verfchtedene erst am Montagvormittag in Rom ankommenist die Eröffnungssitzung auf Montag nachmittag 4 Uhr verlegt worden. Bene sch wird erst am Montagabend hier erwartet. Die Tagesordnung des Völkerbundsrats, die 37 Punkte umfaßt, enthält neben verschiedenen, D a n z i g und das Saargebiet betreffenden Fragen als letzten Punkt die mit dem Genfer Protokoll zusammenhängenden Fragen über das Schiedsverfahren, Sicherheit und Abrüstung. Der Antrag der englischen Regierung auf Vertagung dieser Fragen ist auf der Tagesordnung nicht erwähnt. Der Generalsekretär des Völkerbundes ist ebenfalls schon in Rom ein getroffen. Driand, Hymans und die Delegierten Brasiliens und Spanien- werden heute abenb eintreffen. Bene s ch kommt erst morgen früh. Chamberlain hatte mit Mussolini eine Unterredung, über die folgende amtliche Mitteilung aus gegeben wurde: Mussolini hat im Palazzo Chiai mit Chamberlain eine neue Aussprache gehabt Sie dauerte ungefähr l1/* Stunde. 3n dieser langen Unterredung wurden nach Prüfung der allgemeinen Lage im Geiste herzlicher Freundschaft einige der Hauptfragen zur Sprache gebracht, die Italien unb England im gegenwärtigen Augenblick besonders stark interessieren. Aus der Unterhaltung ergab sich die Möglichkeit der Aufstellung gemeinsamer Richtlinien für die Behandlung dieser Fragen unter erneuter Festlegung der Beschlüsse, die zwischen Ländern gefaßt wurden. Der britische Staatssekretär konferierte bann mit dem ehemaligen Ministerpräsibenten Satan- b i o unb folgte einer Einladung des Königs Aum Frühstück im Quirinal. Die Kommunistenjagd in Frankreich. Massenverhaftungen in den Pariser Vororten. Pari-, 7. Dez. (TU.) Die Abwehraktion der Regierung gegen den Kommunismus Hut gestern nachmittag begonnen. Geheimpolizisten unb Gendarmen verliefen in 5 Lastautos bas Polizeipräsidium mit ber Ausgube, bcUmgcgenb von Paris nach vcrbächtigen Kommun ist en abzu suchen. Die Maßnahmen richten sich in erster Linie gegen ausländische Anarchisten, Polen, Spanier unb Italiener. Sn einem einziger Vorort wurden zwölf Verhaftungen trorgcn.mimax. De Säuberungsakt :on wird wah schrinsich die Rächt hindurch unb morgen fortgS tzt unb soll auch auf bie Provinzen ausgebeh nt werden. Rach Rach dem Departement b.-s Fonsterre sind zwei grof e Abteilungen berittene. Gendarme üe unb Polizisten zu Fast entsandt wordm, angeb.ich zur Ausrcchtcrhaltung der Ordnung in den Küsten- ffäbtcn, wo schwere Streikunruhen aus- gcbrochen sind. Sn Pariser kommunistischen Kreisen herrscht grolle Erregung Es schweben die wildesten Gerüchte umher. So wird u. a. behauptet, daft Kommunisten durch einen Handstreich So- boul morgen abend aus dem Gefängnis befreien wollen. Die „Liberte" berichte baft 400 Komm u- nisten verhaftet wurden. Soweit es sich um Fra nz osen fxmbelt, wurden sie nach Feststellung ihrer Personalien wieder aus der Haft entlassen, bk Ausländer dagegen sind itad) dem Polizeipräsidium gebracht worden. Der Minister des Innern hat A u s» weifungsbefehle *gegcn 60 ausländische Kommunisten erlassen. Darunter befaßen sich 43 Staliener, 6 Polen. 7 Belgier, 1 Se de, l Schweizer, 1 Schwede. 1 Deutscher. Die Kommunisten werden beschuldigt, die Organisatoren der kommunistischen Hundertschaf t c n zu sein. Sn Erwartung eines kommunistischen Handstreiches sind sämlliche Vorsichtsm-ft- regdn getroffen worden. Sm übrigen herrscht der Eindruck vor, daß die Regierung mit ihrem Vor- ?ehen gegen die Kommunisten ein Chamber- ain gegebenes Versp rechen einlölen wolle. Von den Pariser Blättern führt „Echo de Paris" bie gestern eingetretene Frankenbaisse aut die Angst vor den Kommunisten zurück. Das engllsche Pfund stieg von 85,67 auf 86,76, der Dollar von 18,32 auf 18,37. Die Reichstagswahl. Starke Wahlbeteiligung bei ruhigem Verlauf. — Die ersten Gesamtergebnisse. Der Wahltag in der Reichshauptstadt. Berlin, 7. Dez. (T. U.) Trotz der trüben Regenstimmung herrscht in den Straften Berlins schon seit den frühen Morgenstun- den reges Treiben. Roch sind die Papiermassen von den Reinigungskolonnen nicht bewältigt worden, als schon Autozüge mit Fahnen schwarz-weift-rot die Straften durchfahren und eine neue Papierflut in den Schmutz ber Strafte geschleudert wird. Die uniformi rten Verbände beider Richtungen sind unermüdlich tätig, die Stimmung zu beeinflussen. Eine grofte Anzahl von Wählern hatte bereits bis zur Mittagsstunde seiner Wahlpflicht genügt. Kurz nach 1 Ähr begegneten sich gestern an der Ecke Arns- toalber- unb Drcnsbergerslrafte zwei Propa- gandalastautos des Reichsbanners Schwarz- Rot-Gold mit einem Fuhrwerk der Rationalsozialistischen Partei. Es kam zu scharfen Auseinandersetzungen, bie zu Tätlichkeiten aus- arteten. Ein neunjähriger Knabe geriet unter ein Rad unb trug innere Verletzungen davon. Aus ber erregten Menge fiel ein Schuft, ber aber fehlging. Der Täter konnte nicht ermittelt werden. Die Polizei stellte die Ruhs wieder her. Auf dem Kurfürstendamm kam es in den heutigen späten Rachmittagsstunden ebenfalls zu blutigen Zusammenstößen zwischen Reichsbannerleuten unb dem Publikum. Die mit Re chöbanne leuten besetz.en unb mit den Reichsfarben geschmückten Autos wurden von der Menge, die die Straften füllte, mit Riederrufen begrüftt. Als ber Versuch gemacht würbe, von einem der Autos bie schwarz-rot-goldene Fahne herunterzureiften, schlugen die Reichsbannerleute mit Stöcken auf die Demonstranten ein. Es kam an verschiedenen Stellen ber Stadt zu erregten Auseinandersetzungen unb ju < i;em heftigen Handgemenge. Viele Personen wurden leicht verletzt. Schlicftlich gela rg es der Sch po, die Menge zu zerstreuen. Auch in den übrigen Stadtteilen des Stadtinnern kam es im Laufe des TageS zu kleineren Reibereien. Die Stimmung war überall erregt, bie Wahlbeteiligung in den Abenbstnnden äufterft lebhaft. Wahrend die Straften in den Abendstunden im allgemeinen das gewohnte Bild zeigten, scheinen sich an den größeren Plätzen erregte Menschenmengen zu sammeln. 3m Rvrden, am Alexanberplah, war eine Kolonne von Zeitungsträgem von der heftig debattierenden Menge belagert, bis durch Radfahrer Extrablätter mit den ersten Wahlergebnissen gebracht wurden. Man reift! sich um die Blätter, schreit hoch und nieder. Ein wüstes Gedränge ist in den Zeitungsvierteln, ber Verkehr i ft nahezu lahmgelegt, und mir noch un'er gtöftlcr Gefahr für die nach Tausenden zählende Menge auftechtzuerhalten, de mit gemischten Gefühlen d.e ersheinendcn Res lt le entgegen» nimmt. Ein Lautsprecher auf dem Dönhoff- plitz war nicht imstande, die schräeide Menge zu übertönen. Am Rrllendvisplatz unterhält e ne geradezu raff niertc Lichtreklame das Pub.i- tum. Don rechts nach l nks wandern in e ne n von Blaulicht umrahmten Streifen die Lichlbachstaben, einmal Reklame für Zigarettensirmen, einmal irgend in Deilergebais aus Teinpelhof darf e lend. Am Rollenderfplatz wurden einzelne Ergebnisse mit lauten Rufen unb Schwenken von schwär-- weift-rvten F ihnen begrüftt Ob Sinn ober n cht Sinn, es war eben Stimmung. Die tausend» köpf ge Menge traf feine Anstallen, das Feld zu räumen. Daft Sntcrcffe an dem Ausfall der Wahlen vorhanden war, merkte man auch an den erregten Debatten. Der Potsdamer Platz, tonst der Sammelplatz für alle Re-g erigen, war verhättnismäftig öde, immerhin borgte auch hier imponierende Lichtreklame dafür, baft sich das Hai renbe Publ k.nn auch für das Weihnachtsgeschäft interessierte. Die Wahlen im Reich. Berlin, 7. Dez. (SH.) Rach allen aus dem Reich vorliegenden Meldungen scheint die Wahlbeteiligung dieses Mal zu mindestens ebenso stark gewesen zu sein wie im Mai. Aus ganz Ostdeutschland, ebenso wie auch aus dem Industriegebiet tmrben Be teiligungs - 9. Dezember gleichfalls Attentate zu verüben und öffentliche Gebäude durch Bombenwürfe zu zerstören. Die Anstifter des Revaler Aufstandes. Reval, 7. Dez. (2.U.) Die gerichtliche Untersuchung ergab, baft in der letzten Zeit vor dem Aufstand in Reval einzelne Gruppen von 3 bis 4 Mann aus Sowjetruft- lan b auf ungesetzlichem Wege nach Esthland S* nm en sind. Alle russischen Teilnehmer am land haben in Ruft land die Agitatorenkurse besucht. Es ist festgestclll, baft die beschlagnahmten Waffen russischen Ursprungs sind. Die Pläne waren in Ruft- lanb ausgearbeitet, und alle Verhafteten hatten falsche Pässe Während des Aufstandes wurden die Befehle in rufstscher Sprache erteilt. Sn Riga verlautet, baft der kommunistische Aufftand in Reval zu Verhandlungen über ein Schutz- und Trutzbündnis der baltischen Staaten gegen Ruftland geführt hat. Die Gehälter der Reparations- Kommissare. Berlin. 7. Dez. CS.U.) Die Veröffentlichung ber Geh al ter ber Reparationskommissare 5at in der Prelle eine Reihe von Kommentaren hervorgerufen, die, wie an zuständiger Stelle erCärt wird, nicht stimmen. Die Gehäller der Kommissare werden nach dem Londoner Abkommen aus der allgemeinen Reparationskasse bestritten, so baft die Ge- hal.sbemcssung De.tschland ganz gleichgültig sein kann. An den von Deutschland zu zahlenden Jahresleistungen ändert das nichts Dte Gehälter ziffern von 80Prozent berichtet. Zu Ausschreitungen größeren Umfang '6 ist es nirgends gekommen. Kleinere 3ufa nmc.iftöfte zwischen Angehörigen ber Vaterländischen Verbände und des Reichsbanners Schwarz-Rot°Gold werden aus mehreren Städten gemeldet. In Leipzig kam es bei einem Fackelzug der Vaterländischen Verbände zu Zw.schenfällen mit Sozialdemokraten unb Kommunisten. Währenb sch in ber inneren Stadt und in den Geschäft-Vierteln der Wahlakt in den Vormittagsstunden sehr schleppend abwickelte. ging es in den Arbeitervierteln schon von früh an recht lebhaft zu. Die Anordnung des Rates ber Stadt Leipzig, die Wählerlisten nach ber Wahl zur Kontrolle auf- zulegen. scheint gewirkt zu haben. 3e weiter bie Zeit vorschritt, desto stärker würbe der Andrang ber Wähler. Flieger warfen über ber Stadt Flugblätter ab Sn Halle a. S. wurden Spiegelscheiben unb Gäben des Gewerkschaftshauses durch Völkische zertrümmert. Eine wilde Schlägerei vor Dem Gebäude zwang d.e Polizei einzugreifen unb eine Anzahl Verhaftungen vorzunehmen. In Magdeburg überfiel heute nacht kurz nach 1 Uhr eine Rotte von Reichsbannerleuten in Uniform unb mit Abzeichen bas Verlagshaus der „Magdeburger Tageszeitung". Der Pförtner, ein schwerkriegsbeschadigter Mann, wurde durch Schlagringe und Stockfch'ägef chwer verletzt. Durch Angehörige des Betriebes gelang cs, die Reichsb.-mnerleute zurückzudrängra. In Hannover betrug für einzelne Bezirke bie Wahlbeteiligung 82 bis 90 Proz. General- fel binar schall von Hindenburg war einer der ersten, die zur Wahlurne schritten. Sn Braunschweig sowie in Lüneburg und in den anderen größeren Städten ist die Wahibrielli- gung sehr rege gewesen. Auch in Bremen übte das überaus schöne Spätherbftwetter auf die Wahlbeteiligung einen sehr günstigen ® in f lüft aus. In Köln Bis 3 Uhr nachmittags war die Wahlbeteiligung verhältnismässig gering. Das herrliche Wetter hatte viele ins Freie gelockt. Im Gegensatz zu den Maiwahlen war die Rellame und der Schleppdienst gering. Auf dem Heumarkt hatte die Zentrumspariei eine grofte Leinwand aufbaven lassen, auf der die Ergebnisse im Lichtbild bekanntgegeben wurden. In Hamburg zeigte der Wahlsonntag- Morgen im Straftenbild der Stadt ein ruhiges Bild. Die Hamburger wurden in diesem Jahre bereits zum dritten Male an die Wahlurne gerufen. Man schätzt, baft im ganzen 75 Prozent ber wahlberechtigt n D volkerung im Gegensatz zu 65 Prozent bei ben Bürgerschaftswahlen an der Wahl teilgenommen hat. In München ist ber Wahlsonntag vollkommen ruhig verlaufen. Desonbers nachmittags ging es sehr lebhaft zu. Rur die für die Münchener Etadtratswahlen vereinigte nationale Rechte zog durch eine gröftere Propaganba die Aufmerksamkeit der Wähler auf sich. Rach Stichproben dürfte die Wahlbeteiligung bei den Reichstagswahlen die vom 4. Mai nicht übertroffen werden. Die Wahlen in Frankfurt. Frankfurt, 8 Dez. CSU) Am Sonntag hatte die Wahlpropaganda ber einzelnen Parteien ihren Höhepunkt erreicht. Seit Den frühesten Morgenstunben fuhren zahlreiche Lastautos mit Wahlaufrufen und Musik burch Straften, bie heute überaus stark belebt sink). Uebevall treten Sanbwichmänner mit Wahlplakaten der einzelnen Parteien auf. 'Das Wahlgeschäft war bis Mittag noch ziemlich faul. In einzelnen Wahlbezirken hatten kaum ein Drittel der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. DaS Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold hatte vorgestern abend auf dem Opernplatz eine grofte Kundgebung für bie Republik veranstaltet. Rach ber Kundgebung zog eine Abteilung burch bie Altstadt. Hier kam es vor einer Wirtschaft zu einem Zwischen? all mit nationalsozialistischen Iugenbgruppen Es entstand ein Handgemenge. Die den Zug begleitenden Polizei- beomten konnten schnell d.e Ruhe wicderherstellen. Auch im Lause deS RachmittagS ging die Walll- tätigfeit nur langsam von statten. Gegen Schlaft der Wahlzeit wurden die Wahlsäumigen von den einzelnen Parteien in Autos au den Wahllokalen geschleppt. Kommunisten, bie sich gegen 6 Uhr vor dem TortcilMal der Deulschnatioiraleu Bolwpartei versammelt hatten und die Ruhe störten, wurden schnell von der Polizei zerstreut. vorläufiges Reichstagrwahh Ergebnis in Heffen-Varmftadt. Darmstadt, 8. Dez. (Pr.-Tel.) Bei bei Reichstagswahl wurden folgende Stimmen abgegeben: Sozialdemokraten 218 024, Deutschnationale 47 242, Zentrum 98 753, Kommunisten 34 288, Deutsche Vollspartei 72 651, Rational- sozialisten 7785, Demokraten 53 216, Wirt'chafts- partei 5239, Landbund 79 958, Häufterbund 252. Unabhängige 824, Freie Wirtschaftsvereinig. 363 Darmstadt (Stadt unb Kreis): Endergebnis: Soz. 32 260, Deutfchnat. 10173, Zentr. 2633, Kommunisten 3806, Deutsche Dolkspartei 17 646, Rattonalfoz. 10379, Demokr. 6625, WittschaftSpartci 501, Hess. Landbund 2584, Haeufterbund 18, USP. 63. Darmstadt-Stadt endgültig: Soz. 19 070, Dntl. 8526 Ztr. 2409, Komm. 1390, Dt. Vp 14 375. Rtt. Freih itsb.-w. 1549. Dem 4893, Wirischaftsp 279. He s L.rndbund 153, Haeufterbund 16. USP. 46. F. F. F. 13. Offenbach: Soz. 11 167, Deutfchnat. 2816, Zentr. 4247, Komm. 4462, Bolkspartei 3352, Bölk. 322, Dem. 2447, Wirtschaftliche Bereinigung 976. Bensheim (Stadt): Svz. 1256, Deutsch» nattonale 301, Zentr. 1712, Komm. 219, Dvlks- Partei 567, Rationalsoz. 105, Dem. 308, Witt- schaftSpattei 37, Hess. Bauernbund 37, Freie Wirtschaftspartei 5, USP. 13. Worms Land und Stadt: Svz. 15 336, Dntl. 2502, Ztr. 8123, Komm. 1182, Dt. Vp. 11 729, Ratsoz. 403 Dem 3150, W rlfchpanei 55, Haeufterbd. 17, USP. 74, F F. F. 116, Bauernbund 2454. Mainz: Soz. 21 947, Dntl 2662, Z 13704, Komm 1781, Vp 2981 Ratfoz. 128, Dem. 7230, H-ss. DP. 457. Wahlkreis Hessen-Nassau. Berlin, 8. Dez. (WTD.) Funkspruch.) Sozialdemokraten 372 629 (302 886), Deutschnationale 225 525 (242995), Zentrum 209038 (202067), Deutsche Volk-Partei 155 161 (146 985), Kommunisten 63 911 (111 499), Demokraten 99 271 (85 258) Rativnalsozialisten 29 069 (66 604), Wirtschafts- Partei 25 650 (23 846). Frankfurt (Stadt) Reichstag: Soz. 67450, Dn. 34 050, Kom. 16 053, Vp 27 174, Rat.°soz. Freiheitspartei 4675, Dem. 30 659, Wirtschaftspartei des Mittelstände- 9699 Groftdeutscher Hessenbund 87, Häufterbund 77 USP. 1155, Freier Wirischaftsbund 156. Landtag: Soz. 86 804. Dn. 33 090, Zentr. 29 890, Kom. 16186, Vp 26 657. Rat.-soz. Frei- heitspartci 4675, Dem. 30 335 WirtschaftSp. des deutschen Mittclstandes 9971, Grvftdeutscher Hef- senbund 85, USP. 1287. Kas sei (Stadt): Soz. 38 002. Dn. 19424, Z. 48 28, D. Vp. 15 212, Dem 10 330, Rat.-soz. Freiheitspariei 3415, Kom. 3346. Kassel (Landkreis): Svz. 12693, Dn. 4573, Z. 246. Kom. 1857, D Vp 3191, Rat.-Soz. 787, Dem. 1883 Wirlschaft-pariei 151, Hess. Bauernbund 38, Häufterbund 1, Freier Wirtfchaftsbund 21, USP. 66. Marburg- Stadt: Soz. 1684, Dn. 4025, Z. 804, Kom 552, D. Bp 2095, R.-Svz. 771, Dem 1349, Wirip. 32, Landbd 34, Haeufterbd. 11, U.S.P. 74, FFF. 7. Fu Ida-Stadt: Soz. 1S94, Dn 995, Z. 7357, Kom 624, Vp. 936, Rot. Fveiheitsbcw?gung 304, seien, gemessen an amerikanischen Verhältnissen, nicht einmal sehr hoch. Der Reichshaushaltsvoranschlag Berlin, 5. Dez. (Priv.-Tel.) Art. 85 Abf. 2 der Reichsverfassung schreibt vor, baft ber Haushaltsplan vor Beginn beä Rechnungsjahres durch ein Gesetz fest zustellen ist. Dieser Vorschrift ist seit Inkrafttteten ber Reichs Verfassung noch nicht ein einziges Mal genügt worben. Den Haushaltsplan für 1925 hatte der nunmehr auf'xlöft« Reichstag im Oktober 1924 noch nicht in Angriff genommen. Tie Vorlage ist durch die Auslosung unter den Tisch gefallen und wird dem neuen Reichstage von neuem unterbreitet werden müssen. Die Reichsregierung plant, wie wir Hoven, auf Grund der Beschlüsse des Reichsrats zum Haushaltsplan eine neue einheitliche Vorlage herzuft eilen. Sem. 492, Wkrtp. -60. s-L?uhervo 2. Grohdetttsch- Hess. Partei 6, Unabh. 46, Fr Wirtbd. 6. * Gelnhausen- Stabt: Soz. 3C5, Dm 720, S 199, Kom. 405, Vp. 469, R.-Soz. 150, Dem. 261, OUirtp. 96, U.S.P. 13. Gelnhausen- Land: Soz. 4868, Dn. 4 '68, Z. 6556, Kom. 2923, Dp. 2451, R.-Soz. 426, Dem. 1122, Wirtp. 249, U.S.P. 121. Limburg (Stadt) Soz. 1011, Dtschntl. 313, Str. 3250, Komm. 55, Dp. 812, Rtl. Frhtsbew. 45, Dem. 601, Wirrfchp. 31, Haeuherbd. 22. • Wiesbaden. Soz. 15 500, Dtschntl. 5253, Str. 7950, Komm. 3000, Dp. 11 200, Dein. 7900. Dillenburg. Soz. 426, Dtschntl. 1105, Ztr. 82, Dv. 567, Rat. Frhtsbw. 167, Dem. 273 Wahlkreis Köln-Aachen. Berlin, 8. Dez. (WTB-Funkspruch.) 2m Wahlkreis XX* (Köln-Aachen) wurde folgendes vorläufiges Gesamtergebnis feslgestellt (es fehlen rn-ch fünf Bezirke der Stadt Köln): Zentüum 456 210, Soz. 138 184, Kom. 78 826, D. Bp. 71165, Dm 66312, Dem. 32 455, Wirtschaftsp. 29 063, Mll^Soz. 5987. Köln (Stadt): Soz. 51 700, Dn. 19 300, Z. 94 000, Kom. 30 000, Dp. 32 200. Völk. 2700, Dem. 12 300, Sonstige 9690. Aus dem besetzten Gebiet toirb gemeldet, das) die Wahlen überall bei mäßiger Beteiligung ruhig verlaufen sind, während die Provaganda auf einen milderen Ton gestimmt war a6 im unbesetzten Gebiet. In L i e g n i h erreichte in den Bezirken der Stadt die Wahlbeteiligung nachmittags 90 Proz., in den äußeren Blinken etwas weniger. Man rechnet in der Provinz mit einer durchschnittlichen Wavlbeteiligung von mindestens 80 Prvz. In Dortmund ist der Tag abgesehen von kleineren Reibereien politischer Heißsporne ruhrg verlaufen, ebenso in Stuttgart und ganz Württemberg. Dre Wahlbeteiligung war schon in iben Vormittagsstunden sehr rege. Auch in Breslau war von der befürchteten Wahlmüdigkett bis zum Mittag nichts zu bemerken. Man rechnet mit einer Wahlbeteiligung von 75 Prozent. In Düsseldorf wickelte sich das Wahl- geschäft sehr ruhig ab. Die Strahenbilder sind fast die gleichen wi- an den anderen Tagen, da die eigentliche Propaganda schon fast völlig ruht. Wahlkreis Westfalen-Nord. Berlin, 8. Dez. (WTD. Funkspruch.) Im Wahlkreise Westfalen-Rvrd ist das vorläufige Gesamtergebnis (3 Kreise fehlen noch): Insgesamt abgegeben 980 460 (1 062 681). Davon erhielten: Soz 220 281 (189 495), Deutschnationale 164 098 (155879), Deutsche Volks- partei 96 477 (101 329), Kommunisten 59 447 (102 725), Demokraten 34 181 (38 680), Nationalsozialisten 12 704 (37 253). Hagen (Stadt). Soz. 6067 (3042), Dtschn. »-Bp. 6461 (6899), Str. 9424 (8717), Komm. 7916 (11518), Dtsch Dp. 5671 (5545), Ratlsoz. 701 5(2287), Dem. 4591 (6172), USPD. 800 (1327). Siegen. Soz. 2181, Deutschnat. 4737, Zentr. 3145, Komm. 430, Dtsch Dp. 2636 Ratsoz. Frhbw 644. Dem. 1073, Wirtschp. 344 UtzPD. 25. Wetzlar (Stadt). Soz. 3676, Deutschnat. 806, Zentrum 544, Kommunisten 231, D. Dp. 2160, ^at. Freiheitsbew. 215, Demokraten 948, Wirtschaftspartei 73, Unabhängige 52. Wetzlar (Landkreis). Soz. 14245, Dn. 6094. 3. 657, Kom. 1003, D. Vp. 6004, Rat. Freih. 1123, Dem. 2254, Wirtp. 129, USP. 125. Baden. Boi den heutigen Reichstagswahlen wurden W Land« Baden insgesamt 996 193 Stimmen abgegeben, das sind gegen den 4. Mai rund 55 000 Stimme nmehr Es entfielen auf die Soz. 198 504 (142 801), Dtschntl. 88 784 (75 835), Str. 343 619 (325 645), Komm. 64 926 (95 564), Dtsch Dp 97 731 (74 887), Ratlsoz. 19 064, Dem. 92 595 (75 286), Wirtschaftsp 16 701 (21 424), Bad. Landbd. 58 702 (71 378), USV. 6651 (6153), Ha^ßrrbd. 375 (784), FFF. 530, Aufbaupartei 4598 (6148), Dtschvölk. Reichspt. 3383. • Mannheim (Stadt): Soz. 38 657, Deutschnationale 6911, Zentrum Iß 785, Kommunisten 15 738, Oeutsche Volkspartei 19 044, Olat. Freiheitsbewegung 2130, Demokraten 11 598, irtschaftöpartei 2932, Landbund 286, Haeußerbund 62, Unabhängige 1095, FFF. J014, Deutsch-Völkische 336, Aufpertungs- partei 152. Karlsruhe: Soz. 17 092, Deutschnativ- nale 10 045, Zentr. 1422, Komm. 4846, Volks- Partei 15 483, Völk. Soz. Block 383, Dem. 6117, Wirtschaftspartei 614, USP. 356, Auf- wertungspartei 281. * Bruchsal: Soz. 714, Deutschnat. 435, Zentr. 3413, Komm. 707, Vp. 750, Völk.-Soz. '^vck 448, Dem. 982, Wirtschaftspartei 31, Landliste 24, USP. 26, Aufwertungspariei 23. • Heidelberg (Stadt und Land): Soz. 11 486, Deutschnat. 5800, Zentrum 10123, Komm. 3270, Vp. 5680, Vvlk.-Svz. Block 2201, Dem. 6661. Wirtschaftspariei 529, Landliste 1466, ASP. 876, Aufwertungspariei 215. Freiburg-Stadt. Soz. 9294, Dn. 4250 S. 15 653, Kom 22398, D. Dp 5309 Rat Frel- , heitsbewcgung 504 Dem. 4930. Wirtschp 23 8 Hae cherbund 11, Aufwet-Iungspartei 3.1, De.1 7VP 10 982, Dntl. 10 492, Komm. 4794, Dem. 2873, Ratsoz. 2545, Dt. Df 1600. Wahlkreis Pfalz: Soz. 115 247, Dntl. 19174, Ztr. 50 059 Komm. 34.917, Dl. Dolksp. 101431, Ratsoz. 8260, Dem. 29 050, Bahr. Dp. 66 974, Häußerbd. 181, Unabfr. 3184, Freiwrrt- schastsbund 2120 Stimmen. Aschaffenburg: Soz. 4195, Dall. 1365, Komm. 506, Vp. 258, Dem. 1681, Dayr. Dp. 7073, Wirtp. 10< USP. 101, Aufwertg. 31. Sachsen. Zahl der abgegebenen Stimmen 724 841, davon erhielten: Soz. 253 304 (211 834), Deutschnat. Dolksp. 133 9 79 (126 058), Kom. 91 041 (109.4 ), Deutsche Vrllsp. 134 773 (115 936), Dem. 53 170 (50 418), Wirt chp 17 559. R.-Soz. 13 267 (15 317), Urrobh. Soz. 6100, Zentrum 4964 (3320). * Leipzig: Soz. 12 623, Dn. 4176, Z. 241, Kom 4490, Vp. 6306, Völk. 752, Dem. 2432, D. Bb. 15, D.Sz. 12, Sonstige 58. Plauen: Soz. 15 376, Dn. 14 608, Z. 641, Kom. 7884, Dp. 8945, Dölk. 7891, Dem. 2848. Dresden-Stadt: Soz. 131271 (115 090), Deutschnat. 67 871 (59 084), Deutsche Dolkspart t 57 168 (52 595), Dem. 34 616 (34 902), Kom 23 393 (28 957), Wirttch -flspartei 11680, Deutschoz. 5666 (12 072), R.-Soz. 5513 (20 940), Zentr. 5176 (4228), Reichsbund für Aufwertung 3657, U.S.P. 1319. * Wahlkreis 30 Chemnitz-Zwickau: Gesamtergebnis. Soz. 305 042 (251 335), Doui^chnat. 179 213 (159 907), Kom. 138 746 (182 532), Deutsche Dolksp. 128 667 (109 421), Dem. 55 479 (58 283), R.-Soz. 39 820 (70 717), Wirtsp. 67 832. Wahlkreis Berlin. Berlin, 8. Dez. (Wolft. Durch Funkspruch) Soz. 362 356 (238 666), Dtschrtt. 244 783 (233 270), Komm 214 138 (225 082), Dem. 113 149 (93 807), Dtsch. Dp. 54 770 (74 934), Ztr. 45 491 (44 123 , Ratlsoz. 17 550 (39 930), Dtschsoz. 13 436 (35 170). Wahlkreis Frankfurt (Oder). Berlin, 8. Dez. (WTB. Funkspruch) Im Wahlkreise Frankfurt (Oder) ist das vorläufige Gesamtergebnis (es fehlen noch 6 klem-ere Orte) wie folgt: Insgesamt abgegeben: 831 970 (817 544). Es entfallen auf Deutschnatl. 319 612 (331 396), Soz. 233 203 (164 136), D. Dp. 90 073 (65 383), Zentr. 52 776 (51 545), Dem. 38 809 (35 198), Kom. 36 484 (55958), Rattonalsoz. 26 659 (40 550), Wirtschaftspartei 17 790 (19184). Wahlkreis Hannover Ost. Berlin, 8. Dez. (Wolff. Durch Funkspruch.) Soz. 149 244 (110 486j, Deutschnatto- nale 104 991 (77 602), Deutsch-Hannoveraner 125 395 (155 545), Deutsche VolkSpartei 57 429 (45 359), Kommunisten 22 310 (39 863), Nationalsozialisten 21 654 (43 427), Demokraten 20 156 (19 216). Wahlkreis Hannover Süd- Braunschweig. Soz. Partei 339 552 (310 481), Dntl. 166979 (152 822); Dtsch. Dp. 145 230 (136 245), Deut ch- Hannov. 117 869 (139 538), Ztr. 51 891 (48 3 9), Dem. 46 451 (44 603), Komm 44 385 (83218), Ratsoz. 30 610 (77 168). Reichstags- und Bürgerschaftswahlen in Bremen. Reichstagswahl: Srz 645 5 S ufcbn. 21 503, Z 4124, Kom. 15 343, D. Dp. 34 213 OM» Soz. 9109, Dem. 22 597, Wirtsp. 0. Bürgers chaftswahl. So;. 54697 Dn. 15 022, Z 4472, Kom. 14 021, D. Vp. 6 57, Dem 17 703, R.-Soz. 6403, Wirt.chp. 11955. Vorläufiges Ergebnis zum Le'fifchen Landtag. Darmstadt, 8. Dez. (Eig. Der.) Zur Landtagswahl wurden Sttmmen af>gegeben: Sozialdemokraten 218 533, Deutschna.ionale 43 451, Zentrum 98 893, Kommunisten 33 452, Deutsche Volks- Partei 74 358, Rattonalsoz allsten 8451, Demokraten 53 077, Wirtschaftspartet 5856, Landbund 76 177. — Im Landtage erhalten demnach Sitze: Sozialdemokraten 26 (24), Deutschna ionale 5 (3); Zentrum 11 (13), Kommunisten 4 (2), Deutsche Volkspartei 9 (10), Demokraten 6 (5), Landbund 9 (11), Unabhängige — (2). ♦ Mainz-Stadt: Soz. 21655, Dn. 2648 Z 13 730, Kom. 1986, D. Dp. 4094, Rat.-Soz' 51, Dem. 7018, Wirtschaftsp. 201, Hess. Bauern, bund 454, Derein. d. Landwirte 14, zersplittert 332 Stimmen. Offenbach: Soz. 9276, Dn. 2394, Z. 3879 Kom. 3482, D. Dp. 2947, Dem. 3262, Wirtschafts- Partei 989, Hess Bauernbund 41. Kreis Darmstadt. Sz,v:aldemokraten 32152, Deutschnat'onale 9387. Zentrum 3833 Kommunisten 20925, Deutsche "VolksPartei 18 013* Rat onalsozialisten 10 337, Demvknr en 6599,Wirt- schaftspartei 565, Landbund 3665, Vereinigte Landwirte 42. Kreis Worms. Sozialdemokraten 15331, .Deutschnationalc 2077, Zentrums Partei 8238 Kommunisten 1211. Deutsche Volkspartei 11771' Rat onalsozialisten 431, Demokraten 3062, Wirt^ schaftspartei 73, Bauernbund 2929, Vereinigte schaffende Landwirte 48. Württemberg Vorläufiges Ergebnis: S-z 195 00 Dn 91 000, Z. 2 >1 000, Kom. 64 020, Dp 47 000, Völk Block 16 000 .Dem. 98 C00 La.rdlistr 200 0.0, Stuttgart: Soz. 42 306 (31 952), Dn. 34 996 (32 879), Dem 27 796 (25 301), Krnn 28171 (34 146) D. Dv 17 339 (15 388), Z. 16 204 (14021) Die Wahlergebnisse aus der Provinz O ber- hessen befinden sich im Zweiten Blatt. Rachtfr bildung), so Wettervoraussage. ust, tags milder, stärker bewölkt (Rebel- mst meist trocken. Der Haarmann-Prozeß. Hannover, 6. Dez. (T. U.) Um 9V» Uhr wird die Sonnabenöverhantlung eröffnet. Haarmann beklagt sich zuerst über Fehler des „Hannoverschen Anzeigers" in einem Bericht, wozu Vorsitzender Landaer.-Dir. BöckÄmann feststellt, daß die Herren von der Presse auch nur Menschen seien, und das) bei stundenlangem Zuhören auch mal ein Fehler unterlaufen könne. Es wird dann die Besprechung der einzelnen Fälle fortgesetzt. Der dreizehnte Fall ist der des 17*/» jährigen Adolf Hannappel aus Düsseldorf, der seit dem 29. Rodember 1923 vermißt wird. Cs handelt sich hierbei um einen Fall, bei dem Grans der Anstiftung zum Mord beschuldigt wird. Haarmann kann sich auf diesen Fall nicht genau besinnen. Grans erklärt, Hanapel auf dem Bilde nicht zu erkennen. Im weiteren Verlauf der Vernehmung erzählt Haarmann auf Aufforderung des Vorsitzenden, wie er Hannapel kennengelernt habe. Er habe ihn abends wie die anderen getötet. Grans behauptet, Hannapel nicht zu kennen. Er habe ihn nur bei Haarmann gesehen. Der Oberstaatsanwalt ersucht den Ange- geklagten, Grans zu fragen, ob es ihm nicht auffiel, das; die jungen Leute verschwanden und in allen Fällen nur die Kleidungsstücke da waren. Grans erklärt, Haarmann habe ihm oster erzählt, das; er die Sachen für Kost, Logis und Reisegelder erhielt und sie bann verkauft habe. Er habe immer geglaubt, was Haarmann ihm sagte. Im weiteren Verlaufe entspinnt sich eine Auseinandersetzung über die Frage der Absetzung der Sachen der Opfer, was in der Deos brechersprache „abtrambeln" bezeichnet wird. Auf Grund der Aussagen von Grans fetzt der Begriff „abtrambeln" niemals eine verbrecherische Manipulation voraus. Es folgt nun der Fall des 19jährigen Schülers Adolf H e n n i e s (Hannover). Hier bestreitet Hoarmann, der Täter zu sein und schiebt die Tat Witkowski und Grans zu. Auf die Frage des Vorsitzenden bemerkt Haarmann u. a.: „Ich kam morgens nach Hause und sah den Toten. Auf meine Fragen sagten Grans und Witkowski: „Das sind wir doch nicht gewesen, das bist du gewesen!" Darauf sagte ich: „Seid ihr denn verrückt?" Dann gingen sie weg. Auf die Frage des Vorsitzenden, hoie die beiden Hennies getötet haben sollten, erwidert Haarmann: „Wenn ich es gewesen wäre, hätte er einen Stich gehabt. Er hatte aber keinen." Grans bestreitet, den Menschen auf dem Bilde zu kennen. Er habe ihn nie gesehen. — Auf die Frage des Staaisanwaltschaftsrats Wagenschief- fer, ob es richtig sei, daß Grans bei der Der-) nehmung im Polizeipräsidium „Spitzel" gerufen habe, erklärt Haarmann, daß Grans schon immer gesagt habe: „Wenn mal was passiert, dann sage nichts! Wenn man dir vorhält, Grans hätte das und das schon zugestanden, dann sagst Du: Dann lügt er.“ — Rechtsanwalt Lohe che- antragt, den zuständigen Beamten zu laden, um zu beweisen, daß es technisch unmöglich sei, eine solche Verständigung zwischen den Angeklagten herbeizuführen. Die Anhörung dieses Zeugen wird beschlossen. Auf die Frage des Rechtsanwalts Lotze, wie es möglich sei, daß Haarmann in die Hörigkeit des diel schwächeren Grans kommen komtte, bemerkt der Vorsitzende: „Weun man d.e h.iden Angeklagten unparte.i ch beurteilt, so könne man das wohl glauben." In dem Fille Ernst Spieker gibt Haarmann zu, diesen getötet zu haben, wenn d.e Eltern die Sachen, die beigebracht wurden, als die ihrer Söhne erkennen würden. Grans erklärt, Sp eker nicht gekannt zu hobrn. Die Ermordung deZ Heinrich Koch gtst.ht Haarmann ohne wet?res. A.ch die Tötung des Hermann Staiger-Hanno e gibt Haarmann zu. Gvans erklärte auch her, den Verschwundenen n.d>t zu tennen. Auch im F lle Hogrese aus Lehrte ist Haarmann geständig. Dagegen bestreitet Haarmann den Mord an ©enger- Hannover und an Hermann Dock in Hannover. Zu dem F alle Wittig bemerkt Haarmann, daß Grans chm gesagt habe, daß er den Anzug von W.ttig h.ben müs e. Als Haarmann bei der Zerstückelung der Leiche ge- wesen sei, habe er sich auf den Dettrand gesetzt und gesagt: „Was ist denn mit mir los, was bin ich denn für ein Mensch, habe ich denn Atoei Seelen'" Grans hebe ihn darauf beruh gt. Grans erklärt, daß Haarmann die Unwahrheit sage. Der Dorsitzende stel.t dann die Frage wie Haarmann dazu komme, ihn zu belasten, worauf Grans erklärt. Haarmann wolle seine Sachen nur verschönern, Gr sage wohl, er wolle geköpft werden und dxh llammert er sich an das Raturgesetz jedes Menschen, das Leben. Was Haarmann sagt, ist lediglich Manipulation, nur Komödie. Haarmann bemerkt, als er die Leiche zerstückelte, habe Grans ihm gesagt: »Fritz, du bist doch der Beste!-. Rach einer kurzen Rachmittagspause werden nach 1 Uhr die Verhandlungen wieder ausgenommen. Anwesend rst u. a. Sanitätsrat Dr. Magnus Hirschfeld als Vertreter des Instituts für Sexualwissenschaft. Haarmann bestreitet, an sei- ncm Laden ein Schild gehabt zu haben, auf dem ftani>: Den Franzosen und Belgiern wird nichts verkauft, wie ein Pariser Blatt behaupte!e. Auf die Frage, ob Haarmann politisch gearbeitet und im Ruhrgebiet Formattonen ausgestellt habe, erklärte der Angeklagte unter großer Heiterkeit: „Rein, ich habe bloß mal was von Lei- nert gehört, der doch Maler gewesen ist." Es wird dann Geheimer Medizinalrat Dr. S ch a l ck w i h als Zeuge vernommen, der Aus- kunst über die ihm gebrachten Fleischstücke gibt und erklärt, daß er das Fleisch ohne weiteres a l s ? c V erkannt habe. Die Vorstellung, dav Menschenfleisch zu Würsten verarbeitet wvr- E fci. sei suggestiv entstanden. Geheimer Medtzmalrat Dr. Brandt wird über die in der Leine gefundenen Knochen verhört. ÖS handelt sich um 285 Stücke, darunter 25 Oberschenkelknochen: die sämtlichen Knochen stammen im wesentliche nvon Jugendlichen. Salle Wilhelm Akel- Kleinhau'en sow'e Zim Fall Robert W i h e [« Hannover i t Ha t= monn geständig Ebenso gibt er d e Möglich- Kit zu, den Heinz Martin aus Ch:mnitz. 141 . alt. g-tötet zu haben. Au chim Falle des 16 v^aore alten Friedrich Koch- Hcnrnvver ist Haarmann gestand g, ebenso im nächsten Falle, cem des 17jährigen Erich de Vries-Hannover. Haarmann bestreitet dagegen, den 10Vtjä(vr. Friedrich Aboling - Hannover getötet zu I>abeAj. <5in letzten zur Veryanomng fDmmeatoeit Falle handelt es sich um ben 17^/-jöhrigen Fritz Wit- t' g - Kassel. Hier ist Grans der A n st i f - tung b.-schuldigt. Beide erHären, Wittie an Hand des Bildes wiederzverkennen und Hnar- mann gibt zu. Wütig getötet zu haben. Als ei unb Gv ms Wittig kennen lernten, habe Grans zu Haarmann sofort gejagt: „Donnerwetter, ber Anz u g muh ich haben!" Dem Ang,kl gten toira dann ein Beil vor- gelegt. Er g.dl zu, es zum Z.^chlageii der Schäbel gebraucht zu hab.n Auch Hanrmanns Bett, ein elendes Drahtgestell, auf dem er iei e Orfer ermordete, wurde in den Gerichts,anl gebracht. Mehrere Kriminalbeamte gaben Auskunft über die ersten EiMlit tel an gen. Das "Belastungsmaterial konnte nur mit großer Mühe beschafft werden. Das Geständnis Hacrrmanns erfolgte erst als die Mu tter eines der Ermordeten d.e Kleidungsstücke ihres Lungen erkannte urd als f?ft- gest>.llt wurde, daß Haarmann diee Kleider verkauft halte. Au, Grans sei die PolLei erst durch die Aussagen Haarmanns aufmerksam geworden. Haarmann sagt: aber gleich: „Der soll nicht geköpft werden." Der Vel- herftete habe erklärt, er wolle gestehen, weil eugnen zwecklos sei. Kriminalkommissar Reetz hält Haormann für einen sehr gerissenen Menschen mit sehr gutem- Gedächtnis. uZerst wäre HanrmaTm gebrochen gewesen. Mnchher sagte er: „Ja, ich will ja sterben. Ich möchte nur, daß die Sache schnell geht." Er weinte nur, wenn die Rede auf feine Bllitte. und seine Schwester kam. Aus Stadt und Land. Greß en, den 8. Dezember 1924. ** Militärpersonalie. Hauptmann D e t m e r i n g, bisher Kopagniechef der 1. Kopagnie deö 15. Inf.-RegtS., ist mit dem ' 1. Dezember 1924 in den Generalstab der 1. Division versetzt worden. ** Ernennungen. Ernannt wurden der Amtsobergehilfe Karl E i r i ch aus Schotten zum Amtsobergehilfen bei dem Kreisamt Gießen; die Versorgungsanwärter Willi Krahl aus Gießen zum Ämtsgehilfen bei dem Kreisamt Alsfeld; Richard Lc schhvrn aus Gießen zum Ämtsgehilfen bei dem Kreisamt Schotten, sämtlich mit Wirkung vom 16. Dezember 1924 an. ** Der Bet Hel-Film, der nach feiner eindrucksvollen Darf ihcung in Gießen jetzt in den Landgemänden unseres Krnses gezeigt wird, findet in allen Bevölkerung ^schichten von Ansang bis zu Ende gespannte Aufmerksamkeit, bei den Erwachsenen sowchl a>ie bei den Kmdecn. Maa macht bei der Vorführung eine Wand rang durch die Dodelfchwinghschen Qlnfhaiten in ihrer weiter. Ausdehnung und großer Mannigfaltigkeit. Wir erleben ganz gegenwärtig das Schicksal eines fallsüchtigen Schuljungen, der in Bethel Aufnahme und Ausb [Dung findet, bis et als ge^ lerntet Schreiner seine ibn besuchende Mutter mit einem selbstgemachten feinen Tischchen erfreut. Wir wandern mit einem HandwerckB rächen nach der Arbcäterkolonie Wriheßnsdors. wo er in Garten und F ld und Stall besr edigende Arbeit findet, um bann nach bieser äufeeecn und inneren Erholung wieder froh in die Heimat zurück- zukchren. In den Erziehungsanstalten im Wietingsmoor sehen wir die jungen Leute bei eifriger Arbeit und fröhlichem Spiel. Erschütternden Einblick bekommen wir in die besondere furchtbare Krankheitsart, mit der es Bethel allermeist zu tun hat; aber auch wieder köstliche Bilder voll herzlicher Fröhlichkeit und echten Humors ziehen an uns vorüber. Bei allem aber spürt man die innige Frömmigkeit unö den starken, alle Rot überwinbenven Geist helfender Liebe, wovon der Schöpfer dieses großen Werkes einst erfüllt war und wovon auch heute noch alle dort ihre Freude und ihre Kraft nehmen. CS sind Crbauungsstunben von tiefer Wirkung, ost überwältigende Zeugnisse von praktischem Christentum, in der Menschenliebe sichtbar geworbene Gottesliebe. Diese Feierstunden werben den Besuchern wohl lange in Erinnerung bleiben und sind gewiß für manchen ein ganz besonderes Erlebnis. Möge dieser Film in allen Voikskreissl) die äleberzeugung wachrufen, daß dieser segensreichen Anstalt die größte Sympathie und bi<; opferfreudige Liebe aller gesunden Volksgenosstt^ gehört. " Der Gewerbeverein hielt in diesen Tagen eine Mitgliederversammlung ab, die gut besucht war. Als Vertreter für die Handwerkskammer wurde Steinhauermeister Leonhardt zu Grünberg, als Stellvertreter der Schreiner- meister Georg H a u b a ch dahier gewäblt. Der G'c werbehaus-Ausbau wurde eingehend besprochen und festgestellt, daß die außerordentliche Schülerzahl der Gewerbeschule, bie immer noch im Wachsen begriffen ist, eine umgehende Lösung der Frage erheische. In der weiteren Aussprache wurde seitens der Schreinervereinigung mit Bedauern darauf hingewiesen, daß einzelne Geschäftsleute bei der Erneuerung ihrer Ladeneinrichtungen auswärtige Firmen heranziehen, während bieiige Gewerbetreibende mindestens geradeso gut solche Arbeiten ausführen könnten. Cs wurde bedauert, baß man ben hiesigen i®c- werbetreibenben keine Rechnung trage, trotzdem diese doch auch zu den Kunden jener Geschäft« zählen. Der gesunde Grundsatz: „Leben und leben lassen!" müffe für den gesamten Mittelstand maßgebend sein. " Zur Warnung. Gegenwärtig werben dberhessische Städtchen von angeblichen chinesischen Händlern heimgesucht, die moderne chinesische Porzellanerzeugnisse an den Mann zu bringen suchen. Die Waren sind ziemlich üble Massenartikel, werden fälschlich aber als künstlerisch wertvoll ober gar als antik bezeichnet. Die Preise sind auch danach, aber der Wert ist oft nicht ber zehnte Teil der geforderten Summe. Es ist traurig, baß große Teile unseres RakionalvermögeTrs auf diese Weise ins Ausland wandern, während wir in Deutschland inländische Erzeugnisse unserer Manufakturen, bie_ künstlerisch, technisch und an Originalität weit über diesem Schund stehen, für viel billigeres Gelb erhalten können. Man merke sich doch endlich: Don derartigen Hausierern kauft man in jedem Falle schlecht und stets viel zu teuer. Bornotizcn. Tageskalenber für Montag. Uni* versitätsaula: 8.15 Uhr Lichtbildervortrag von Dr. Griesbach „Unter Aequatorsonne und Schwarzen". — Singsaal des Realgymnasiums. 8.15 Uhr Vortrag zur Verkündung des Evangeliums. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Gib mich frei". — Astoria-Lichtspiesi • M^ss-sim" ,™*nrtOt5 r?K 'L ÄJ !^Wm4S ^1°chas.i rii f^®te ?rü rDti«l frf frl-’ ögi' ^'r-L •Xrm^t^n. w?nen ,?l)r gutem- (%. 71 gebrochen Q> >«htaff lf leine Nuur. * Land, lezvnbrr l<& i e- Nfrhnann pagmeches btt &, ift mit dem ^eneralstab bet mannt wurden ■ id) aus Schotei dem kreis- anlvärter Willi mtögehilsen bei cd Leschhorn bei dem Kreis- Wicking vom der nach |einer I iktxi jd)t in kn I s rejeigt wird, j jten non Anlang I [Weit, bei ben r t Kindern. Wan ! Land.ranz durch I i in ihrer Veite. I igfaltiQklt Br I ! Schicksal einer I in Mel 2tul- I bis er als gt [ ^ibe Matter mit I LischLen erfreut I ):r!;b rschen nach I rs, wo er in öar* I eöigende Arbev I eien uni) innere' I Heimat zurück ’ MnstaltLN in j iungen &ult cMchem Spiel, nen vir in die Kart, mit der eS aber auck wieder Fröhlichkei! und | )rüb.r Dei allem »| nmigteit unb b:n n Teilt | 15 grohrn Ddv auch heute «6 Kraft nehmen, w 8 »fier Wirkung, ff f praktilchcm G£ 1 ich-tar M°-»» I werden den w < ™«g gmi M>S ata ;■ «?3 ü r die Hanbmr»' :*3S ^n'inervcreb'l' ,j L"7°-°K v mindest^ "' p i d!N genvN chjncsi' I iic JjJJuU’ )cn AT Llolse"'.. Ä SSJ&S Ä5. ' .ff» unlete schaurig-schönen Herrlichkeit des Waldes die beiden Knaben umfrermen, ber immer muntere, zu tau- ffend Scherzen unb Liebem aufgelegte Lachhanmes unb der stille Muckmrschnapper, der doch Io treu zu seinem Bruder hält wie ihr Bater. der Müller, der dicke Knecht und der dürre Lehrer sie suchen und endlich finden, — bas ist mit so Dstlichem Humor und In so ganz dem kindlichen Gemüt entsprechender Weise twrgebracht, bah man selbst als Erwachten er darüber für zwei ©tunben zum Rind wird unb all den wüsten Lärm der wirklichen Welt ba brau hon wie einen böen Traum von den ®liebem schüttelt. Die Rinder tön-'.cn wahrhaftig Intendant Steingoetter für sein Weihnachtsgeschenk banken unb auch bie Erwach enen, die nur ein wenig Verständnis für Kinder haben. Er hat ein Stück geschaffen daS frei ist von all den unkindli-hen. nur dem Erwach enen verstäub- lid>cn Elementen, bie sich so leicht in solche Rinber- stücke einschleichen, das aber erfüllt ist von alC dem romantischen Zauber deutscher Märchenwelt. DaS Stück war von dem Verfasser selbst sorgfältig einstudiert. RaoellmMer Hermann Weller hait eine gefällige Mu ik dazu geschrieben. Die Szmenbilder Karl Löffler« waren wunderbar der Märck)enst.mmung cmgepaßt, vor allem da« schöne Bild des cinamcn Sch:nitzelbuh- häufel. Die vorkommenben h rbicherr Tänze hat e Lina O l d i n l einstudiert. Auch die schauspiele- rikfren Leistungen zeugten von hi 'g'bu gsvollem Eifer. Dor allem fanden bie beiden Buben durch Maufe Velsen und Vita Andre eine glänzende Verkörperung Unter all den übrigen, ie sämtlich ihr Beste« gaben, ohne daß wir je. en einzeln aufführen Kirnten, fei vor allem noch Karl V o 1 ck al« Müller« knecht hervorgeholen, ber durch den Humor seiner Darstellung den stürmischen Dctsall der Kleinen erweck e. Ueberhaupt war der Beisall e>r stark unb bewies, wie dankbar auch die Erwach enen waren, einmal'für kurze Zeit ben All tags wrgen enthoben zu sein. *6e Gröhe Strafkammer. • Gieben, 2. Dez. Der frühere Leiter der Dürerschule Hochwuldhausen, Georg Hellmut Veuendorff, war von dem Schöffengericht Giehen am 3. September wegen Sfttlichkeits- vervreryen», aegangen an Drei mmoerjayrtgen Schülerinnen, zu einer Gesamtstrafe von sechs Jahren Zuchthaus abzugl.ch ein 3afrr Unterfuchungshuft imb Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 6 Jahren verurteilt worden Gegen dieses Urteil fratei Heuen- borff zum Zwecke der Fre fprechung und die Staatsanwaltschaft vorforg.ich Berufung verfolgt. Beide Berufungen wurden verworfen. D.e Urteilsbegründung ergab, bafr auf der Dürer- schule geradezu unglaublche Z-astände geherrscht haben. Mit Vücfftcht darauf hieft die Strafkammer die von dem Schöffengericht gegen Veuen- borff erkannte Strafe für angemessen unb bestätigte dieses Urteil. Buntes Allerlei. Die testen Vorbereitungen für ba« Heilige Jahr. Mit der Wahl der Kardinale, bie bei Beginn des Heilmen Jahre« die Hauptbasillken Rom« durch feierftche Oesfnung der heiligen Pforten ftir bieses grobe Kirchenfest einweihen sollen, trifft ber Papst die letzten Vorbereitungen für diese groh- artige Veraitstaltung, die Millionen von Pilgern nach der ewigen Stabt sühren wirb. Da« Jubeljahr ist mit 3 Ausnahmen im letzten Jahrhundert alle 25 Jahre seit 1475 gefeiert worden Die Zahl der Pilger schwankte in diesen Jahrhunderten zwischen Hunbrrttausenden unb Millionen. Die geringste Desuchsziffer hat — soweit man bas feststellen kann - das letzte Heilige Jahr aufzuweifen gehabt, nämlich nur 350 000 Man hofft aber in diesem Jahr, die Ziffern, die bisher die grvhten waren, zu übertreffen. Als das besuchteste Jubeljahr gilt das Jahr 1600, tn dem 3 Millionen Pilger in Vom anwesend waren. Vach dem Bericht der Chronisten wurde ba« erste Jubeljahr 1475 von 2 Millionen Menschen gefeiert, einer für damalige Verhältnisse ungeheuren Menge Diese Menschenansammlungen führten zu schweren Un- glückSfällsn. So wird berichtet, dah Dutzende von Pilgern durch das Drängen der Menge zu Tode getrampelt wurden, bah viele im Ttber ertranken, bah bie Päpste, um ben Verkehr zu ermöglichen, zahlreiche ijäufer nteberreihen lassen und die Straften verbreitern muhten. In einem Jubeljahr war ber Zulauf so groh, bah es unmöglich war, bie heilige Pforte vor dem Gpiphaniastage des nächsten Jahre« zu schliehen. Dor solchen Katastrophen werden die Pilgerscharen in diesem Jahr geschützt sein, denn man bat umfassende Vorbereitungen getroffen, btc in diesen Wochen unter angestrengter Arbeit zu Ende geführt werden Die wichtigste Frage ist natürlich bie der Unterkunft. Der geringe Besuch im letzten Heiligen Jahr war zum gröhten Teil auf bie man- gelnde Wohnungsgelegenheit zu.-ückzufühien. Um ie Besucher, beten Zahl man auf 3—4 Millionen in diesem Jahre schätzt, unterzubringen, haben der Vatikan, die italienische Regierung und die römische Stadtverwaltung zusammeng arbeitet. Im Vatikan wurden besondere Unterkunftsbaracken gebaut, die Klöster und die anderen kirchlichen Anstalten wurden in gröhtem Umfang für bie Unterbringung berangczogen. Die Regierung förderte den Häuserbau, indem sie ben Bauherren besondere Privilegien einräumte, falls sie bis Ende diese« Jahres fertig wären und bie neuen Räume zur Unterbringung ber Pilger zur Verfügung stellen. Die Stadtverwaltung hat für bte Besteuerung dieser neuen Häuser Ausnahmen gemacht: sie hat eine Anzahl von ©traben neu gepflastert, neue Strahenbahn- unb Onmibuslinien eingerichtet. Die Regierung hat auch dafür gesorgt. dah gewaltige Mengen von VahrungSmit- tekn aufgespeichert wurden. Fast ganz dieselben Vorbereitungen sind bereits vom Papst Gregor XIII. im 16. Jabr- frimbert getroffen worden, natürlich mit Ausnahme der Strahenbahn und Omnibulle. die damals nicht eingerichtet werden konnten. Auher der Ausbesserung der Wege und ber Herbeischaffung grober Vahrungsvorräte muhte Gregor XIII. allerdings noch besondere Vorkehrungen für die persönliche Sicherheit der Pilger auf ihrem Wege nach Rom treffen, indem er Schuhmannschasten gegen bie Räuber durch ganz Italien schickte. Während bie modernen Pilger verhältnismässig bequem daS Ziel ihrer Sehnsucht erreichen können, war früher die Pilgerfahrt mit groben Gefahren unb Entbehrungen verbunden. Die frommen Besucher litten unter Hunger utA Kälte, unter S«-chen und Räuberei Die Einweihung de« Helligen Jahre« erfolgt bekanntlich burch die Oesfnung der heiligen Pforten ber vier Hauptkirchen von 6t Peter. Santa Maria Maggiore, San Giovanni in Laterans unb San Paolo vor den Mauern. Währenb In den drei anderen Kirchen Karbinäle bie Zeremonie vollziehen, erfolgt bie feierlichste Eröffnung. bie von St. Peter, durch den Papst selbst, eine Handlung, die zuerst von Alexander VI. im Jahre 1500 vorgenvmmen wurde Der Papst begibt sich an ber Spitze der Karbinäle unb seiner Hofbcamten von ber Sirtinllchen Kapelle au« zu der heiligen Pforte, währenb alle anderen Tore geschlossen fmb. Don seinem Tragsessel frcrubfteigcnS, schlägt er dreimal mit einem goldenen Hammer an bie Tür, woraus dann Arbeiter das Mauerwerk rasch beiseitefchaften. Die Steine unb ber Mörtel, bie zur Vermauerung ber Tür gebient haben, werden vom Volk eifrig gesammelt, denn sie gelten aL8 Reliquien. Dann sührt ber Papst, mit dem Kreuz in ber rechten unb einer brennenden Kerze in ber linken Hand die Karbinäle und Würdenträger zu Fuh in die Basilika, wo ein festlicher Gottesdienst adgehalten toirb. Eine ähnliche Zeremonie vollzieht sich bei ber Zumauerung ber heiligen Pforte am Ende des Helligen Jahre-. DaS Jubiläum der Fisth Avenue. Der weltberühmte Boulevard Veuhorks, die Fifth Avenue, besteht hundert Jahre, und die Metropole am Hudson hat am vergangenen Sonntag begonnen, dieses stolze Ereignis mit einem Programm zu feiern, das sich über eine ganze Woche erstreckt. Die Fifth Avenue Association, die Vereinigung der Geschäftsleute aus der Avenue, deren Ausgabe es ist, darüber zu wachen, dah in Firmentafeln und Aufschriften sowie in den Auslagen ein vornehmer Ton bewahrt werde, der mit der Würde dieser größten GeschäftSstrahe der Welt übereinftimmt, hat die Leitung bei den Festliche leiten übernommen. Unter ihrer Aufsicht ist die Fifth Avenue verziert worden. Auf ihren Vorschlag haben die Besitzer der groben Geschäfte besondere Ausstellungen zusammengestellt, die durch die zur Schau gestellten Waren und durch das Arrangement an Perioden der Vergangenheit erinnern. Eine Anzahl Geschichtsschreiber hat in ihrem Auftrag eine historische Abhandlung^ , Fifth Avenue, Old and Vew", versaht, älnd schltevlich wird auf ihr Ersuchen Präsident Coo- libgc nach Veuyort kommen, um eine Festrede zur Ehrung ber Fifth Avenue zu halten, der Avenue von Arnerllas erster Stadt. Die jubilierende Strafte wurde im Jahre 1824 eröffnet. Sie lief damals von Washington Square bis zur 12. Strafte. Seither hat sie sich in nördlicher Richtung, bis an der 110. Strafte vorbei, ausgedehnt, zugleich mit der Stadt selbst, die sich immer mehr nach dem Vörden von Manhattan aufebreitetc. Aber die eigentliche, die alte Avenue, die ganz Veuyork liebt, hört bei der 59. Strafte auf, wo der Zentralpart beginnt. Die Fifth Avenue i£t die Feststrafte Veuyork«. Am Anfang, am Washingtoner Square, steht ein Triumphbogen, der Washington geweiht ist. Don dort zieht sich dio Avenue kerzengerade nach dem Vörden, weit über Sehweite hinaus Hier werden Paraden abgehalten, fremde Fürstlichkeiten durchgeführt, Präsidenten eingeholt. Hier oder richtiger zwischen der 23. und 59. Strafte besorgt des wohlhabende Veuyork seine Einkäufe. Hier stehen die groben Kirchen und Kathedralen, wo die .upper 4000" Sonntags der Predigt lauschen und an Wochentagen sich trauen lassen. Hier stehen noch die allen Paläste der AstorS, Vanderbilts, Morgans und Rockefellers. Hier erhebt sich auch das Haus Mark Twain-. Hier befindet sich die gröftte Buchhandlung von Brentano und die großen Derlagshäuser von Sribner, Mac Mill an und Sutton. Hier steht das alte vornehme Waldors-Astoria-Hotel, in dem Präsidenten und Fürsten absteigen, aber auch das alte Brevoort-Hotel, in dem die kunstsinnige Boheme von Veuyork Sonntag vormittag gegen elf ilfcr das Frühstück mit Omeletten und Kaffee einnimmt. Dann sieht man hier die klassischen ®e«< bäubc der ^Public Library" und des „Metropolitan Art Museum". Bis vor kurzem gab es hier das weltbekannte Restaurant Delmonico, wo die alten Knickerbockerfamilien ihre Rendezvous ab- hielten und ihre Feste feierten. Hier stehen die gewaltigen Warenhäuser von Lord & Taylor, Allman. 6U*cm Bonwit leite:. Sak«. Hier fahren keine Hoch- unb ilntergnmb- bahnen sowie keine Straftenbahnen. Das Pftaftee ist bloft für Autoreifen. Die glänzenden ßtnwu» sinen gleiten in ununterbrochener Kette vorbei. Unb der gewöhnliche Sterbliche beobachtet bat farbenbunte Gewühl am besten vom Imperial der grünen Autobusse, oder er mengt sich in die äußerlt korrekt gekleidete und parfümierte Schar der Fußgänger auf den breiten Trottoirs. Das ist die Rue be la Pate von Veuyork. Da stellen die großen Juweliere wie Tiffany und Eartier ihre funkelnden Schätze au«, die von schwergewichtigen und bewaffneten Portier« bewacht werden. Da wohnten früher die .upper 400“, al« die „Society" noch mit dreistelligen Zahlen gezählt werden konnte. Da stehen die Gebäude der großen Kunsthändler wie Duveen. Knoedler und anderer. Hier lebt, tummelt sich, glänzt und lärmt ein Stück Amerika, daS nirgends seine«gleichen findet unb das einen Häuserblock westwärts, auf der Siffth Avenue, die parallel zur Fifth Avenue läuft, ben schreiendsten Kontrast bat in einer Umgebung von Schmutz, häßlichem Wirrwarr unb Armut. Büchcrtisch. — Heinrich Mann: In einer Familie. (Verlag Ullstein. P eis 1,50 Goldmark ) Ein verwöhnter junger VichtStuer sucht nach einer Jugend voll Irrungen und Unfricben in einer Familie, in die er durch bie Heirat mit einem jungen Mädchen von vollenbeter Kultur unb Reinheit ausgenommen wird, Ruhe und Be- sreiung. Aber er vernichtet ben Sieben der Familte, er geht mit ber zweiten Gattin feine8 Schwiegervaters ein Liebes Verhältnis ein, baÄ an lener eigenen Maßlosigkeit bald in Haft um- schlagen muh. Wie sich diese Trag-d e vvr- bcrc.tet und bi« zur Kitästroph? verdichtet und wie sie schlteftlich ihre Lösung findet, da« gestaltet Heinrich Mann in dies m frühen Aorn.m mit grober S.ch.rhr.t ps.)chol.gischen Instinkte« 124fc — G Ferrero: Demokratie oder Terror. Die Diktatur in Italien. Oin- gelcitet von Gottlob Egelhaaf. Geb- 6 Mk. — In Italien haben schwache unentschlossene Regter^uv gen, mit dem Sozialismus paktierend unb der Plutokratie verfallen, nach einem Kriege eine mo- natelange Anarchie geduldet, für die auch d An- nunzio« Handstreich aur Fiume zuletzt nur ein Symptom nxir. Vach einem Zickzackkurse, wie auch Deutschland ihn burchlaufen mußte, riß »der Retter" Mussolini Die Macht an sich. Der phantastische Zug ber Schwarz Hemden nach Rom gelingt, durch ein vergewaltigtes Wahlrecht wird ba« Parlament erobert und bte Diktatur errichtet. Ist eine solche Diktatur heute überhaupt möglich? Ferrero bezweifelt es aus guten Gründen: Für alles haftbar und dabei doch ohnmächtig zu fein, Darin fleht er die Strafe für den, der in modernem Staaten Diktatur auf Lebenszeit erstrebt. Denn Die Geschichte hat bie Völker beim Wort genommen, bk seit einem halben 3abrbunbert riefen, fteJclen mündig und wollten sich selbst regieren. Dab diese« Selbst regieren Mühe unb Gefahr für ein Doll bedeutet, läßt sich nicht leugnen. Erweist sich auch diese letzte Grundmauer oüS Humbug, so bleibt nur Die rofre Gewalt mit allen Schrecken und Schwächen, wie sie Ruhland erlebt Gill da« nur von Italien? Gerade wir Deutsche frord^n auf, wenn Ferrero nach zehn cinöringlicfren Leitsätzen über innere Politik zu dem Schlüsse kommt: .Der Weltkrieg ist weder an ber Maa« noch am Rhein weder in ber Champagne noch in Belgien gewonnen worden, weil et überhaupt noch nicht nen ist. Gewonnen wird er mm jenem Volk, dem es gelingt, sich au« Der allgemeinen Anarchie ben Rest einer Regierung zu retten, Die noch über einige Autorität verfügt und zu handeln versteht Das Buch ist im Verlag von Juliu« H^ii mann in Stuttgart erschienen. 1244 ^bwÄosoeRdvrounden •Ind »Ile Mautunrelnlfkelten a. Hiuteuuchlige. wie Mlteixr, Pu kein, Blütchen usw. durch tigl. Gebrauch d. allein echten Itahntferd- Seasdwefel-lfedo von Bergmann dt Co.. Bodebeul. überall ru haben. Dron Augeit Noll, P. J. M811, Drei. 6oer« Kreut Wallonloii, Pro«. 0. WlnterholL 414«O ÄMnVQoin? Npinl ®e<3 Leber-u Magenleld.,selbstiangj. lu dunuuli! l IwlUl hilft best. Korlsfprnbel Virkirchen 14 J ....... ■ ■ J■'1111111111J a 9622c und seine Verarbeitung". Der Vorstand Gäste willkommen. Eintrittskarten: Mk. 1.30 (inkLSteuer), Schüler Mk. 0,50 (tnfcL Steuer) an der Abendkasse und im Vorverkauf bei Ernst Thallier, Neuenweg (weil numer. Plätze). Apparate mit Feder- und elektr. 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Hopf aus Eisenach. Leitung: Prof. Gustav Trautmann. Eintrittekarten: Mk. 5.—, 4.—.3.— und 2.—, für die Hauptprobe Mk. 2.—, Schüler 0.75 Mk. bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten Mk. 2.—, für die Hauptprobe 0.75 Mk., nur beim Hansv rwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. 9827c Die den Abonnements beigefügten Gutscheine für das I. Kirchenkonzert sind bis spätestens Dienstag, den 9. Dez. ohne Zuschlag umzutauschen. Nach Gottes un erforsch lieh em Ratschluß entschlief infolge eines Unfalls heute nacht mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Onkel und Neffe Philipp Luh XIII. Vorschlosser im Alter von 40 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Luh geb. Menges und Kinder Familie Ph. Luh VII. Lehrer H. Blaß und Familie Johannes Menges XL und Familie. Gut erhaltener Flügel wegenPlatzmangelS zu verkaufen. Zu erfrag. in d. 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Beinahe hätten Sie es vergessen 1 Holen Sie dieses Versäumnis nach, gehen Sie zum Intelligentesten Apotheker oder Drogisten, den Sie kennen, denn er hat dieses praktische Geschenk •Icher vorrätig oder besorgt es Ihnen binnen 2 Tagen Sollte aber ein Verkäufer die viel gekaufte Kukirol-Wcihnachtspackung nicht vorrätig oder gar schon ausverkauft haben, dann halten Sie bitte noch in einer anderen Verkaufsstelle Nachfrage „ Ole Kuklrol-Weihnachtspackung enthält In einem hübsch ausgestatteten Karton: 3 Packungen Kaklrol-Fußbad. 1 Dose Kukirol-Streupuder und 1 Schachtel Kukirol-Hühneraugen-Pflaster * Das alles zusammen kostet nur 3 Mark und tut wohl für 300 Mark. 1. Das wohltuende Kukirol-Faßbad kräftigt Nerven und Sehnen, verhütet Brennen, Wundlaufen und Schwitzen und damit so paradox es auch scheinen mag, zugleich das Frieren der Füße, denn kalte Füße rühren in den meisten Fällen von Fußschweiß her. Füße, deren Haut trocken ist halten sich auch bei großer Kälte viel länger wann. Wenn man kalte Füße befühlt, so wird man stets finden, daß die Haut feucht ist. 2. Der Kukirol-Streupuder wird angewandt an allen den Tagen, an denen man kein Kukirol-Fußbad nehmen kann. Er Ist sozusagen das trockene Kukirol-Fußbad. Außerdem desinfiziert er das Innere der Schuhe und beseitigt den häßlichen Schweißgeruch. 3. Das Kukirol-Hühneraugen-Pflaster ist weltberühmt. Ein australisches Mitglied des Esperanto-Bundes setzte h> der Bundeszeitune eine Belohnung von 5 Pfund Sterling aus für ein w.rkhch reelles Mittel gegen Hühneraugen denn von allen, die er bisher versucht hatte, half ihm keins Er erhielt etwa 50 verschieden. Medikamente aus Deutschland, England, Amerika, Frankreich. Spanien usw kam 7ber «2h reiflicher Prüfung zu dem Entschluß die 5 Pfund Sterling an 5 Einsender von Ku‘k(rol™u wrteHen Ein solcher Wettbewerb für fm l ad und f uß-Streupuder würde unbedingt ebenfaHs zugunsten der Kukirolpiaparate ausf ülen. denn wir halten auf Qualität 6 Schieben Sie nun den Kaul der Kukirol-Wcihnachtspackung nicht Linzer auf damit A* VerkWer noch besorgen kann, falls sie schon ausverkauft Ist Mit einfr Geschenk-Packung für 6 Mark bereiten Sie Freude und sorgen außerdem für gesunde Füße. °ng Kukiroien Sie auch selbst, treiben Sie sachgemäße Fußpflege! portofrei*^ Br<”Chflre ,EHe rkhtige FllßP«ege- senden wir Ihnen auf Wunsch gratis Md Kuklrol-Fabrik Sr^w$alze bei Magflebus'ß. Submission. Die Gemeinde Allendorf a. d. Lahn vergibt auf dem Wege der Submission zirka 50 - 60 cbm Basalt-Klopfsteine zur Lieferung und Anfahren auf der Orts- strasie lUntergaffe). Angebote sind bis zum Donner-tag. dem 11. Dezember nachmittags 2 Uhr auf der Bürgermeisterei einzureichen. Allendorf a. d. Lahn, 6. Dez. 1924. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lahn. Volk. 9825D Astoria-Lichtspiele Ab heute bis elnechießl. Mittwoch Sensationsdrama in 7 Akten. Dazu ein erstklassiges Beiprogramm Reifender bei Landwirten gut eingeführt, gegen Gehalt und Provision sofort gesucht. LanäwMaill. Handslsges. ÜM 4 Co. 9829D Leipzig, Dauhofstr. 11. Wir stellen für bald oder spater einen erfahrenen und unbedingt nüchternen, Ironsmiinonelager öötfe, Me und MmeMelben au verkamen [8483D Scbulitrake 7. | Kaufgestiche | WcimWkn zur Aushilfe gesucht. 9^21c MeölzlaWe Slinik. Ämden- hilse gesucht s. vormittags 3null wöchentl. [O1,eartet 3209 (2909), Zentrum 850 (772), Kommunisten 731 (1271 . Deutsche Dvlkspartet 4192 (3L92), Aationalfoziälistrsche FreiheitSbewe» gung 344 <1016), Deutsche Demokratische Partei 2009 (1rp5j. Wirtschaftspartei des deutschen Mit- tdOcntc.- 100 <227 , He'sischei Bauernbund und rheinhessische Landlisle 35 ( 36), HoruHerbund 1 (11). Sreiwirtschastsbund 5 5 5- 6. USPD 21 (81). Hiernach hoben also die äuhersten Flüg^» Parteien und die Zwerglisten die Zeche «zrchll während dieser Verlust and die gröbere Wahl- beteiligung den übrigen Parteien von den Deutsch- nationolen bis zur Sozialdemokratie zugute kamen Landtagswahlergebnis: Sozial- demokratische Partei 4758 (im Bvv, 1921: 3005), Deutschnationle Dollspuekei 3013 (2238 >, Zentrum 867 (702). Kommunisten 732 (451), Deutsche Volks- Partei 4251 (4340/. Vationalsozialistische Freiheitsbewegung 354. Deutsche Demokratische Partei 1954 (1542 . TDirtschastsPartei des deutschen Mittelstandes 117, Hess. Bauernbund und rheinhessische Landlisle 77 '20 ■ Bereinigte schossende hessische Landwirte 6. Die Reichstagswahl im Kreise Giehen Das Ergebnis vom 7.12. 24 in Vergleich gestellt zum Resultat vom 4. 5. 24. Umzug, von dem man sich ebenfalls eine Werbe- krost versprach. Beben dieser Auto- und Um;ug- Prolxrganda waren noch die kleineren Werbemittel W Plakattragens kräftig im Gange. 3n den Strafen herrschte bei dem schönen, klaren und trockenen Wetter grober MenschenbetrieÜ. von dem wohl auch die Geschäftswelt beim Kupfernen Sonntag-Geschäft manchen Vorteil gehabt haben mag. wenn es sich auch hier und do einstweilen nur um die Besichtigung der Auslage handelte. Die Wabllo'alc standen namentlich in den Bachmittags stunden im Zeichen regen Betriebs. Die Wahlbeteiligung war dennoch nicht so hoch, wie man vielfach angenommen hatte; ost hörte man die Ansicht äuftsrn, dah mindestens 80 Prozent der Wahlberechtigten abge stimmt hätten. Es stimmten aber im Durchschnitt nur ctoa 75 Prozent ab: in einzelnen Bezirken waren es über 80, in anderen Bezirken unter 70 Prozent. Die jetz ge Wahlbeteiligung bleutet aber doch eine Aufwärts'.mtwick.ung gegenüber den vorher- gchmden Bergs eichswah len. Bei der Beichslags- wahl im Mai d. 3s. stimmten 71,8 Prozent, bei der Stadtverordnetenwahl im Bovember 1922 waren es 56,5 und bei der vorigen Landtagswahl Die Wahl in Gießen. Gieben, den 8. Dezember 1924. Einem Wahlkampf von grober Schärfe folgte gestern eine ebenso energische Wohlschlacht. Die Kraft, mit der das Bingen der Parteien vor der Mai-Wahl geführt wurde, bl«b weit zurück hinter der Energie, die diesmal von allen bedeutenden Parteien bei dem Werben um die Stimmen der Wahlberechtigten aufgeboten wurde. Boch am Samstagnachmittag und -abend und am gestrigen Sonntag wurde kräftig mit Flugblättern und Handzetteln gearbeitet. Arn Wahltage selbst nahm die 'Agitation in unserer Stadt direkt englisch- amerikanisches Gepräge an. Lastautos mit den Farben Schwarz-Weib-Bot und Schwarz-Bot- Gold überflat.ert bzw. behängt, von Mannschaften der beiden Bichtungen beseht, dos schwarz-weib- rvte Auto fcgar mit einer Musikkapelle aus- gestottet durchfuhren die Straften der Stadt und besuchten die nähere Umgebung, um dort für ihre Sache zu werben. Das Reichsbanner: Schwarz-Bot°Gold veranstaltete mit seinen Fahnen unter Mitführung einer MusiSapeüe, einen im Bovember 1921 stellte man 65,3 Prozent Wohld eteilig ung fest. Mit gr öfter Spannung wurde am Abend die Bekanntgabe der Resultate erwartet. Dor unserem Geschäfts Hause staute sich eine grofte Menschenmenge, der wir schon gegen 7V2 Uhr dos erste gröbere Teilergebnis aus dem Kreise (Sieben durch Anschlag Mitteilen konnten. Don da ab folgten in verhältnismähig rascher Folge immer mehr Ergebnisse, die sämtlich mit grohtem Interesse ausgenommen wurden. Die Menge hielt bis in die Mitternacht geduldig stand und erörterte na:ürlich eifrig die Ziffern der fortlaufend von uns angeschlagenen neuen Resultate. Auch heute vvrmittog waren unsere Aushänge wieder Gegenstand des grohen 3nteresses breiter Bü.gersch chten. Erfreulicherweise können wir noch registrieren, dah der Wahltag sowohl, wie auch die Stunden der Resulta:-Bekanntgabe ohne Storung der öffentlichen Ordnung verliefen Das Wahlergebnis in der Stadt Gicsten: Reichstagswahl: Sozialdemokrattfche Partei 4800 (im Mai ds. 3s. 3522), Deutsch nativ- Ort: Sozialdemokratische Partei Deutschlands k 5. 24-7.12.244 Deutsch- nationale Volkspartei .5. 2417.12.244 Deutsche Zentrumspartei k 5. 247.12.244 Kommunisten .5. 247.12.244 Deutsche Volkspartei L 5. 247.12.244 Nationalsozialistische Freiheitsbewegung k 5. 247.12.244 Deutsche Demokratische Partei k 5. 247.12.244 Wirtschafts- Partei des deutschen Mittel- standes k 5. 247.12.244 Sesstscher Bauernbund und rhein- hessische Landliste . 5. 247.12.244 Laeufter- Bund .5.24^7.12.24; ^FreiwirNchafts- f^bund FFF (Frei m land—Freigeld) -4=--------------- Unabhä Sozi demokr« Par ai.e.q 1. 5. 24p ngige al- »tisch« td l>D.) '.12.24 Albach..... AUcndors a. d. L. . SlÖenborf a.d.Lda.. Allertshausen . . Alten-Buseck . . . Annerod..... Bellersheim . . . Beltershain . . . Dersrod mit Winnerod . . . Dettenhausen. . . Deuern..... Dirklar..... Durkhardsfelden . Climbach..... Daubringen . . . Dorf-Gill .... Eberstadt mit Arnsburg . . . Ettingshausen. . . Garbenteich . . . Geilshausen . . . (Diesen ..... Göbelnrod .... Großen-Buseck . . Groften-Linden . . Grün berg .... Grüninaen .... Lrarbach ..... Lattenrod .... Raufen..... L»eucke!heim . . . Lolzheirn .... 55ungcn ..... Inheiden .... Kesselbach .... Klein-Linden . . . Langd ...... Lang Gons. . . . Langsdorf .... Lauter ..... Leihgestern .... Lich mit Aos Albach (Lolnhansen und Mühlsachsen . . Lindcnstruch . . . Lollar...... Londorf..... Lumda..... Mainzlar .... Münster..... Muschenheim mit Los-Güll . . . Nieder-Bessmgen . 97onnenrotp . . . Obbornhofen . . . Ober-Bessingen. . £)6cr-55örgcm . . Ovenhausen mit Appenborn. . . Oppenrod .... Qucckborn .... Rabertshausen mit Ringelshausen . Reinhardshain . . Reiskirchen. . . . Rodheim mit S5of Graft..... Rödgen..... Röri'ges . . . . Rüdvmashausen Ruttersoausen mit Kirchberg . . . Saasen mit Bolln- bad), Beitsberg und Wirberg. . Stanaenrod . . . Staufenberg mit Friedelhausen Steinbad) . . . . Steinheim . . . . Stockhausen . . . Trais-Lorloff. . . Treis a. d. Lda. . Drohe...... Utphe...... Villingen . . . . Wanenborn mit Steinberg . . . Weickartshain . . Weitershain . . . 84 141 139 49 l 284 146 76 29 80 9 152 105 81 19 180 2 36 35 . 292 21 3522 9 369 543 105 57 12 46 117 5M 148 234 105 30 353 75 253 50 17 222 375 78 536 111 62 94 23 82 24 18 171 23 6 28 13 54 5 8 163 51 137 35 176 64 71 51 230 138 79 11 141 235 37 98 196 494 17 16 772 90 185 166 61 326 121 78 23 82 16 177 110 124 29 215 13 48 25 307 23 4800 18 429 632 219 125 15 58 138 697 171 252 121 63 456 60 308 67 41 350 391 79 568 130 49 113 25 85 45 19 155 28 10 28 22 70 7 7 173 22 211 39 161 73 87 58 246 177 65 7 134 244 59 | 84 203 657 45 13 1102 2 | 63 49 7 39 9 7 5 29 60 28 12 21 18 26 48 33 28 "6 2909 67 323 89 36 67 16 6 32 192 120 8 23 183 16 286 38 11 138 125 4 64 60 1 9 13 27 11 1 3 8 88 19 5 12 6 4 21 30 8 5 8 4 17 5 42 15 11 6 69 7 4 13 227 10 5 57 4 44 55 8 55 12 15 4 14 42 24 16 39 7 28 54 42 26 13 5 3209 100 255 114 46 35 16 14 96 207 82 3 13 171 10 243 46 7 153 171 4 80 32 5 13 12 31 15 1 16 12 83 13 11 21 3 5 29 19 11 2 14 6 10 20 33 37 4 J 14 6 12 203 9 4 64 1 2 2 1 5 1 772 2 2 27 1 6 3 21 6 1 6 1 1 4 29 8 3 1 1 1 1 2 6 1 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 850 2 1 21 1 1 12 2 3 2 3 13 7 1 1 1 1 4 — 1 4 2 65 15 6 61 8 1 3 35 6 5 84 3 24 1271 3 27 60 25 41 13 2 51 211 1 17 4 64 1 37 5 7 73 45 4 49 10 6 5 6 17 5 3 3 1 13 30 4 1 2 23 6 1 5 8 3 3 35 3 4 40 458 18 7 1 24 7 1 2 14 3 1 47 4 12 731 11 11 4 2 3 18 134 5 2 19 2 14 21 6 4 20 5 4 2 1 1 1 1 3 7 2 14 2 7 1 3 2 17 1 3 19 1 243 3 17 60 io ! 13 7 12 4 3 12 3 14 1 46 3 10 7 15 15 3792 2 23 105 178 1 1 4 7 73 4 172 3 13 97 4 36 29 3 25 200 5 116 45 12 15 5 12 16 3 8 5 11 1 4 6 7 26 16 5 8 12 4 4 21 17 1 4 10 9 5 2 12 21 10 3 103 3 29 53 1 18 8 11 10 9 5 14 8 6 15 38 7 7 11 7 16 4291 3 21 76 236 1 4 8 8 87 8 228 3 6 99 9 34 24 13 27 220 3 141 52 5 14 3 13 3 4 6 8 16 2 3 3 6 40 17 2 6 11 12 1 37 24 1 2 12 19 4 2 21 22 8 12 57 2 5 1 4 3 5 1 3 2 11 18 1 6 7 13 3 1 1016 2 13 17 260 3 10 7 4 13 5 15 2 3 37 3 19 4 25 6 61 12 9 1 11 3 4 4 2 1 6 10 6 1 5 1 3 2 6 3 7 1 8 3 4 10 3 5 1 2 4 1 3 17 3 1 6 3 1 2 1 9 4 1 12 344 6 5 89 1 2 6 2 1 8 2 12 7 13 21 3 8 10 8 1 4 1 4 2 1 3 1 10 _42 1 8 4 1 i Z31 2 3 2 2 4 3 11 2t 11 7 13 3 3 2 29 18 1 1 51 2 3 3 27 11 1585 3 91 55 34 6 3 7 107 14 128 15 36 72 23 58 2 15 127 1 105 51 1 12 7 2 8 5 4 1 2 3 3 28 3 7 2 8 6 6 2 22 1 8 24 48 5 6 5 29 1 8 63 8 46 4 11 13 14 5 1 3 38 18 4 1 41 4 1 35 19 2009 6 120 79 47 11 5 5 120 11 174 21 47 /9 1 32 50 2 24 145 2 113 71 5 22 1 8 6 9 7 2 1 7 1 1 21 1 13 4 22 6 9 3 18 11 9 1 27 52 4 9 12 29 1 8 85 5 1 1 227 17 21 2 6 2 2 2 J 8 49 4 2 2 1 2 3 1 1 19 7 1 4 6 1 1 1 1 6 3 3 2 100 1 1 3 22 3 2 1 1 1 4 9 13 7 1 1 1 1 1 2 2 1 ' J 1 2 2 1 | — 8 102 111 283 48 231 136 195 64 117 ' 102 | 255 89 1 134 i 58 ! 35 180 181 173 118 115 36 96 407 20 237 136 61 112 54 232 281 141 89 36 98 205 215 270 108 155 185 60 100 94 85 144 52 160 73 102 137 106 107 53 82 185 50 88 127 96 105 63 126 93 82 75 77 242 124 55 51 183 8 127 243 119 109 201 143 98 118 289 39 190 122 157 68 117 111 243 108 115 51 19 177 179 190 109 121 35 103 363 56 267 145 119 116 37 201 322 140 88 32 90 193 205 239 101 153 160 67 94 82 79 157 63 169 80 95 121 96 117 60 78 174 54 113 147 66 83 57 116 82 74 72 66 225 83 51 46 178 7 112 218 128 106 188 120 | )" 1 H | 1 111111"! 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Landwirte 27.11.21 7.12.24 27.11.21 7.12. 24 27.11.2117.12. 24 27.11.21 7.12.24 27.11.21 7.12. 24 7.12. 24 27.11.21 7.12.24 7.12. 24 27.11.21 7.12. 24 7.12.24 Albach................ . . Allendorf a. d. Lahn ............. Allendorf a. d. Lda.............. 42 53 148 88 188 169 7 24 31 4 36 49 1 4 1 2 9 19 6 3 2 44 2 35 48 8 2 4 2 4 17 5 40 1 92 131 289 35 97 122 304 42 2 1 Allertshausen................. Alten-Buseck................. Annerod.................. Bellersheim................. 57 262 109 92 64 329 117 75 4 31 10 17 5 42 7 12 — 3 2 1 2 15 1 21 7 3 6 8 3 1 19 7 12 3 1 1 16 12 15 11 13 12 5 1 213 119 151 70 100 203 128 165 66 1 Beltershain................. Bersrod................... 43 60 25 82 10 25 4 - 2 5 1 12 6 11 12 — 1 1 122 — Bettenhausen................ Beuern................... 11 171 16 172 41 29 30 21 — 2 2 5 1 1 13 2 13 4 15 1 9 3 18 2 39 113 249 121 247 2 Birklar................... 101 108 14 10 — 2 2 — -— 10 — 20 16 — 92 115 — Burkhardsfelden............... 92 122 49 28 — 2 — 1 12 7 — 2 4 122 45 20 186 124 2 । Climbach.................. Daubringen................. Dorf-Gill.................. 40 218 9 28 206 12 16 32 25 5 21 48 6 2 23 2 47 28 3 10 32 6 7 1 65 44 9 0/ 24 184 1 Eberstadt mit ArnSburg............ Ettingshausen ................ Garbenteich................. Geilshausen................. Gießen................... Göbelnrod.................. Großen-Buseck......-......... 33 24 138 56 3005 26 238 47 25 305 23 4758 17 420 30 68 6 3 2238 66 38 10 12 5 3013 90 702 2 1 3 2 867 2 16 451 15 4 12 732 15 6 3 3 4340 8 13 7 16 4251 3 17 1 10 354 7 4 1 11 16 1542 8 65 3 1 38 18 1954 7 118 4 2 117 1 1 202 162 102 115 20 104 389 183 207 108 122 77 105 377 1 1 6 2 Großcn-Linden................ 385 637 197 225 — 7 25 11 77 l 73 5 39 74 89 82 Grünberg.................. 196 212 127 113 19 26 4 4 237 238 89 92 41 21 229 370 1 Grüninaen.................. 84 121 51 41 1 10 3 1 4 1 11 12 — 136 145 — .Harbach .................. 19 13 21 28 — — —- 4 •------------ 4 2 — 2 1 129 120 *— Hattenrod.................. 43 55 16 14 — — — — 3 8 — 3 6 — 106 119 — Lausen................... 100 138 8 9 -— — 8 19 9 8 —— 5 / — 48 41 — Heuchelheim................. 492 689 106 90 2 9 13 135 27 88 3 67 109 4 181 242 3 Holzheim.................. 159 171 129 178 3 1 6 10 1 19 11 — 334 344 1 Hungen................... 249 250 64 80 H 12 4 3 163 216 5 108 178 2 141 143 1 Inheiden................... 81 122 1 2 — — 9 2 2 2 8 12 21 — 99 88 — Kesselbach.................. 76 63 7 12 — — — —- 17 9 2 30 49 1 23 32 Klein-Linden................. 332 452 96 151 4 5 28 20 43 109 12 47 73 — 117 104 8 1 Langd................... 74 57 5 10 — 2 — 2 2 3 6 1 D 1 205 199 Lang-Göns . ................ 246 312 329 253 1 4 24 14 40 3 10 6 30 — 132 250 2 Langsdorf..... . 87 59 37 28 — 6 2 — 11 20 19 53 48 3 252 267 — Lauter................... 42 41 9 7 — 2 —— 4 11 3 4 2 — 116 102 — Leihgestern ................. 205 348 112 116 2 8 4 20 3 32 5 17 28 — 155 183 — Lich mit Hof Albach, Colnhausen und Mühlsachsen 223 387 121 138 16 19 47 7 197 226 14 137 138 7 162 183 2 Ltndenstruth ................. 37 76 4 3 — 1 5 4 3 3 2 2 — 63 68 — Lollar ................... 467 574 47 79 3 8 7 21 82 134 8 75 115 14 92 98 1 1 Londorf................... 132 130 18 26 — 2 — 1 30 52 1 42 72 5 88 88 Lumda................... 52 49 13 6 _ — — —- 6 5 1 2 5 — 89 77 2 Mainzlar........ .......... 111 111 10 14 — — 2 4 8 14 3 12 22 — 143 157 1 Münster .................. 32 23 18 9 — 2 — 2 6 3 —— 1 1 — 69 65 Muschenheim mit Sof Güll ......... 57 84 81 30 — — — — 14 11 — 6 7 — 129 171 — Nieder-Bessingen............... 25 44 21 15 — — — 1 2 4 2 7 2 1 80 82 2 Nonnenroth................. 24 17 11 1 — — — — 3 4 4 13 10 1 110 96 —— Obbornhofen................. 133 151 8 13 — 3 —— 1 — 7 1 3 9 — 142 125 — Ober. Bessingen . ............. 22 29 15 11 — — — — 10 — 10 4 — 96 95 — Ober-Lörgern ........ ... 7 8 59 63 — 1 -— —* —— 2 2 — — — 143 133 — Ovenhausen mit Appenborn.......... 40 27 27 20 — — — 1 26 18 4 2 2 — 51 52 — ^Oppenrod .................. 24 22 11 10 — — -— 1 — 2 — 1 — — 86 79 — Queckborn.................. 44 69 29 13 — — — — 3 3 1 — 8 —— 139 186 —— Rabertshausen mit Ringelshausen..... . 14 7 2 2 — 1 — —— 3 5 10 3 2 1 — 67 51 — Reinhardshain . ............... 11 8 7 3 2 1 — 2 4 5 — — 1 120 115 — Reiskirchen................. 129 169 26 21 — 1 3 7 7 41 — 21 23 1 142 153 1 Rodheim mit Los Graß........... 38 22 16 11 — — —— 2 1 1 38 3 1 1 90 77 — Rödgen................... 132 207 14 4 — 3 18 15 9 15 — 9 11 — 94 87 — Röthges.................. Rüddmgshausen............... 48 37 5 2 — 1 1 — 7 1 1 — 0 —— 52 58 — 163 163 14 13 — 1 — 3 — 9 — 12 20 — 147 115 3 Ruttershausen mit Kirchberg.......... 87 73 5 5 — — — 9 8 9 — 6 4 2 84 87 2 Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg . 56 87 11 10 — 1 5 — 18 11 8 4 7 — 62 77 — Stangenrod................. 48 56 9 20 — — — —— —— 1 4 3 3 1 89 74 — Staufenberg mit Friedelhausen ......... 239 243 15 29 — 3 — 1 15 40 2 8 18 — 90 68 2 Steinbach.................. 136 174 2 31 — 1 11 1 23 23 1 5 8 1 241 228 14 Steinheim.................. Stockhausen ................. 34 66 6 7 — 3 — —— — — 26 8 9 2 131 84 —— 11 7 2 — — — — — 3 2 — — 1 — 51 51 — Trais-Lorloff ................ 132 131 7 7 3 — 3 —— 2 11 1 7 27 — 61 49 — Treis a. d. Lda. ............... 276 244 67 39 — 2 - 1 7 16 4 18 51 1 208 192 1 Trohe...... . ?0 61 6 12 2 7 7 16 1 3 — — 4 — 17 9 1 Utphe .................... 44 90 4 5 2 —— — 1 —— 1 — 6 8 1 114 118 — Villingen.................. 162 204 4 11 — 1 —— 1 13 18 1 — 16 — 260 218 — Watzenborn mit Steinberg........... 258 650 232 178 — 4 12 19 11 20 1 — 29 3 114 153 3 Weickartshain................ 34 44 3 5 — — — — 2 6 2 2 1 — 87 112 — Weitershain................. 23 14 6 3 — — —— 1 3 12 1 5 8 — 176 189 —— Wieseck................... 600 1102 39 53 4 11 74 243 28 56 10 33 80 11 122 133 1 12023 16796 5086 5769 780 1060 876 1481 | 5721 6214 | 731 2803 3766 | 223 | 9914 10284 1 “1 Die Wahlen in Oberhessen Kreis Gietzen einschl. Stadt Gießer?: Reichstagswahl: Sozialdrmokral i' che Partei 16 930, Deut chnationale Dollspartei 6453, Zentrum 940, Kommunisten 1488, Deut che Volks Partei 6274, Dationalsozialisti che Freih ütsbewe- gung 718, Deutsche demokratische Partei 3854, Wirtschaftspartei des ddut chen Mit'elstanbes 216, Hessischer Bauernbund und rh.inhess iche La dliste 9710, Haru Herbund 31, Freiwirtschaflsbund 9, U.S.P.D. 62. Lund tagswahl: S^zialdemokratichePartei 16 796, Deutschnationale Doltspartei 5769, Zentrum 1060, Kommunisten 1481, Dcutsche Volks- Partei 6214, Nationalsozialisten 731. Deut che demokratische Partei 3766, Wirpchaftspartei 223, Hess. Bauernbund 10284, Vereinigte schaffende Hess. Landwirte 76. Die Vergleichsziffern zu den Vorwahlen sind aus unseren Wahltabellen ersichtlich, die wir an anderer Stelle unseres heutigen Blattes bringen. (Gesamtergebnis Kreis Friedberg. (Einsch liehlich Kreisstadt.) Reichstagswahl. Soz. 16 434, Dntl. 3207. Ztr. 4759, Komm. 2125, Dt. Dp. 3463 Natsoz. 590, Dem. 3203 Wtrffchp 863, Hess' Bauernbund 8771, Haeuherbd. 44, F.eiwi'rtschbd 17, USP. 72. Landtagswahl: Soz. 16 282. Dntl 2835, Ztr. 4808, Komm. 2097 Dtsch Vp 3429, Natloz 628, Dem. 3100, W.rtschp. 868, Hess. Bauermbd 9087, Der. schass. Landw. 68. Dad-Dauheim. (Reichstag) S^z. 1073, Dntl. 843, Ztr. 346. Komm. 127, D Vp 731, Nafoz. 120, Dem. 653. Wirtschaftsp. 837, Land- bund 88. Bad-Nauheim. (Landtag.) Soz. 1154, -SM 785. Ztr. 344, Komm. 133, D.Dp. 747, Natsoz. 147, Dem. 615, Wirtschp. 237, Landliste 90. Friedberg. Soz. 1734, Dntl. 893, Ztr. 478, Komm. 256 Dp. 1068, Natsoz. 122, Dem. 630, Wirtp. 104, Hessenbd. 227. Gesamtergebnis Kreis Büdingen. (Einschließlich Kreisstadt.) Reichstagswahl: Soz. 5487. Dn. 1562, Z. 244, Kom. 766. D. Vp 1240, N.-Soz. 562, Dem. 1174, Wirt chp. 93. Hess. Bauernbd. 6625, Haeuherbd. 21, Freiwirt. chp. 7, äl.S.P. 24. Landtags Wahl. Sr^. 5416, Dn. 1390, Z. 294, Kom. 740, D. Vp. 1223, Rat -Soz. 541, Dem. 1155, Wirtichp. 87, He s. Dauernbd. 6572, Vereinigte schaff. Landw. 123. Gesamtergebnis Kreis Schotten. (Einschließlich Kreisstadt.) Reichstagswahl: Soz. Partei 2619, Dntl. 782, Ztr. 53, Komm. 85. Dtsch Vp. 772, Natsoz. 299, Dem. 634, Wirtschaftspartei 53 Hess. Dauernbd. 6613, Haeuherbd. 19, Freiwirt sch. 3, LISP. 11. Landtag s wah l: Soz. P artet 2570, Dntl. 659, Ztr. 64, Komm. 88. Dtsch. Dp. 732, Nasoz. 262, Dem. 635, Wirtschp. 51, Hess Dauernbund 6806, Schaff. Ldwte. 79. * Schotten: Soz. 418, Dntl. 147, Ztr. 24, Komm 2, Vp. 198 Ncrt. FreHeitsp. 49. Dem. 188, Wirtp. 2, Landbund 242. Gesamtergebnis Kreis Alsfeld. (Einschließlich Kreisstadt.) Reichs tagswahl: Soz. 3415, Dtntl. 1724, Zentr. 884, Komin. 156, Dtsch Vp. 1186, Natlsoz. 443, Dem. 849, Wirtschp. 163, Hess. Dauernbd. 6581, Haeuherbd. 16, Aeiwirtschbd. 11, llSp. 14. Land tags Wahl: So-. 3104, Dtntl. 1473, Zentr. 935. Komm. 151, Dtsch Vp. 1194. NMsoz. 393, Dem. 820, Wirtschp. 108, Hess. Bauernbd. 6743, Verein, schaff. Ldw. 529, Hess. Bbd. 15. Gesamtergebnis Kreis Lauterbach. (Einschließlich Kreisstadt.) Reichs tags Wahl: Soz. 3232, Dtntl. 1521, Ztr. 554, Komm. 193, Dt. Vp. 1388, Na lsoz. 358, Dem. 695. Wirtschp. 220, Hess. Dauernbd. 4788, Haeuherbd. 19, Freiwirtschpt. 11, LlSP. 12. Landtagswa hl: Soz. 2975, Dtntl. 1286, Ztr. 574. Konmr. 164, Dt. Vp. 1599, Natsoz. 350, Dem. 641, Wirtschpt. 126, Hess. Dauernbd. 4905, Schaff. Landw. 364. Aus der Provinz. Landkreis Gietzen. Klein-Linden, 8. Dez. Eine Feierstunde seltener Art wurde unserer Gemeinde durch die Vorführung des D e t h e l - F i l m s bereitet. Die Veranstaltung, die durch eine Ansprache von Pfarrer Ackermann eröffnet wurde, war vom Gesang der Gemeinde umrahmt: die Kirche war dicht besetzt. Kreis Schotten. S ch o t t e n, 6. Dez. Anläßlich des 5 0 j ä h- eigen Destehens der Strumpfwaren- fabrik Hr. Kromm jun versammelten sich Besitzer und Arbeiterinnen mit ihren Angehörigen zu einer kleinen Feier. Von der Handelskammer Friedberg wurden den A Heilerinnen, die über 25 Iahreim Dienste der Firma stehen, Ehrenurkunden durch das Handelskammer-Mitglied Kaufmann R o ck e m e r dahier überreicht. Bürgermeister Menge! überbrachte die Grüße und Wünsche der Stadt Schotten. Kreis Büdingen. Nidda, 5. Dez. 3n der national» sozialistischen Wählerversammlung m der Lehrer Rings hausen von Offen Dao» sprach, kam es zu wüsten Radau-, Lärm» und Prügelszenen, di: jeder Beschreibung spotten. Man warf sogar mit Biergläsern so daß ärztliche Hilfe in Anspruch zu neh^ men war und das Gericht sich noch mit der An gelegenheit zu befassen hat. Kreis Friedberg. 2£ Dad-Nauheim. 7. Dez. Der Wahlkampf brachte unserer Stadt außer den Mit- gliederversammlungett der einzelnen Parteien und wirtschaftlichen Verbände in einem Zeitraum von 3 Wochen nicht weniger als 16 große öffentliche Wählerversammlungen, die sich wie folgt auf die einzelnen Parteien verteilen: Deutsche Doltspartei 2, Deutschnationale 2 Demokraten 3, Zentrum 1, Sozialdemokraten 3, Wirtschaftspartei des deutschen Mittelstandes 1, Kommunisten 2, Nationalsoziale 2. Unter den Rednern befanden sich drei Minister. Daß unter dem Zuviel dcs Gebotenen der Besuch vieler der genannten Versammlungen sehr zu leiden hatte, zumal in einigen Fällen zwei Versammlungen an einem Abend stattfanden, liegt auf der Hand Hessen-Nassau. dh. Bieber, 6. Dez. Unser Dorf bildet keine selbständige Gemeinde, sondern in seinen einzelnen Teilen gehört es den drei Gemeinden Nvdhetm a. d. Bieber, Fellingshausen und Königsberg an. Bei früheren Wahlen mußten die Wähler immer nach außerhalb in die betreffende Gemeinde, in derem Teile sie hier juweilig wohnten, um ihrer Staatsbürger- Pflicht genügen zu können. Erst bei der heutigen Wahl bildete Bieber zum erstenmal einen selbständigen Wahlbezirk, und es ist anzunehmen, daß durch diese Neuein- ichiung die Wahlbeteiligung bedeu» : ?nd gehoben wurde. Bücher für den Weihnachtstisch Für unsere Jugend 12.24 neue Irt von unter Er- hie!em ■Sanrmetlitel fei der Franckhschen Derlags- banMung in Stuttgart. Scrfaffer der Bände ist 3. Fuhtterg-Horst Wertvolle Kenntnisse fürt Leben, spannende Erzählung und sonniger- Humor sind in seinen 3ugendschriften zu einem Ganzen verschweig. fort von Gung und Alt mit gleicher J?’®« Dail' -'N % AtoV)C l6 « . M! lUPrSfeW’ «*£» i» *«. - $tx6w»# \ &6,1 ^1^1 Ä'tz: Sbc6t L»Z "«»*a” Historische Romane. • 3n fast allen Äulturen der Menschheit wird wundersam erzählt vom Sintflutrauschen. Der Himmel öffnet ununterbrochen seine Schleusen. Titanen und Dotter kämpfen, das Meer springt auf. Sturzfluten lecken gierig und erbarmungslos über alle Menschen werke, alles Verderbte dieser Erde muh nach der Sintflutsoge sinken, um dem Schönen und Reinen allein den Dlick nach der Sonne freizuhalten . . . Vagen und Marrn, doch hinter ihnen stehen ernste Tatsachen. Dr Han» Wolfgang Vehm zeigt in seinem soeben bei der Franckhschen Verlags Handlung erschienenen Buche „Vor der Sintflut" (Preis geb. 4.80 Mk.) das Wesentliche aus der Urwelt. Dem Kundigen bietet ja jedes besondere Landschaftsbild, sei eS im Gebirge, auf der Ebene oder am Strande des Meeres, Fingerzeige genug, um den ewigen Wechsel rrn Fluh der Dinge herauszulrsen. 3hm und vor allem auch dem Laien in solchen Dingen will das Dehrnsche Buch ein Hilfsbuch sein. • MereschkowskiS neuester Roman ,^Tut-ench-Amon aus Kreta" entrollt ein großartiges Kulturbild der sagenhaften Zeit, als der uralte Stierkult aus der 3nsel herrscht. Hm einverwoben ist die Liebesgeschichte der jugend- schönen Div. einer Priesterin deS StierternpelS. mit einem Chaldäer, der sie mit Hilfe de« ägyptischen Gesandten Tut-ench-Amvn nach Aegypten entführt. Wesentlich sind weniger diese Menschen- schiclsalc als die grandiose Schilderung eines Milieus, das der Dichter mit iarbenglühenb« Phantasie und erstaunlich plastischer Darstellung entwickelt. Der Fluge Politiker Tut-ench-Amon. der mit staatsmännischer Weisheit die in jahrtausendealter Tradition erstarrte Kultur seiner ägyptischen Heimat mit dem gärenden, vorwärtS- ftürmenben Staatsleben Kretas vergleicht, ist aus- gezeichnet getroffen. (Allgem. Verlagsanstalt in München.) 1263 ' Theodor Dirk, der Marburger Historiker, dem wir eine Reihe prachtvoll anschaulicher Schilderungen aus dem Kulturleben Roms und Hellas" verdauten, dessen „Charakterbilder" so wesentlich dazu beigetragen haben, weit« Kreise zur antiken Geschichte und Kultur hinzasühren, laßt schon hier in feinen wissenschaftlichen Arbeiten eine starke dichterische Ader erlernen. Ein reizend außgeft al toter Rovellendand legt Zeugnis ab von des Gelehrten rein dichterischem Schaffen. Seine „R o veilen und Legenden aus verklungenen Tagen" gehen zurück auf schöne alte Saaenmotive der Griechen- und Römerzeit Sie erfteoen unter der liebevollen Hand de» T ckters zu Blut und Leben iBerlag Quelle & Meyer in Leipzig.) 1188 — Herzschläge einer Heinen Stadt. Roman aus der Fcanzosenzett. Don Maria Petras. Oktav. (Freiburg i. Dr.. Herder.) Geb. in Leinwand 4,50 Mk. — Kofel Anno 1807. Die Feuerschlünde der Belagerer, glühender Hagel der berstenden Ungeheuer, da« Dröhnen der Festungskanonen, flüchtende Menschen, Verwundete, Hunger und Schwarzer Tod, dazwischen der hilfsbereite, mit viel Liebe und großem Können gezeichnete Pfarrer Alexius Jeremias Meer und sein prachtvolles (Begenftüd. der seinbesaitete, mit sc inern Humor und feiner Orgel wie aus einer andern Welt ße rübergrüßen be Salristan und Organ ift Iosel, der resolute Pater Guardian und seine Mönche, Soldaten voll äußerer Härte und innerer Güte, ganz aus der Kraft ihrer Lieb« lebende Frauen und Mütter — ein starkes, vom Dlutc jener Zeil genährtes Leben. Trotz aller Treue zur Wirklichkei'. :in nb r ertliches, aus tieferem Wllter . - ' he, '^chriebenes Buch. 1296 • Das liebste Buch der 3ugend ist hmraer noch das 3ndianerbuch. Es liegt tm Zndianerleben und dessen Verfolgung ein ganz eigenartiger Reiz, von dem besonders unsere 3uaend immer nach in gleichem Maße ergriffen wird, wie vor 3aßr- zehnlen. als zum edlen Mate Coopers Lederstrumpf usw erschienen sind. 3m vorigen 3ahoe erschien bei der Franckhschen Verlag-ha-ndlung in 6tuttgart ein 3nbümcrbud) von dem befaitnten Schrittstäler Ernest Thompson Seton mit dem Titel .Zwei kleine Wilde". Das Buch hatte einen großen Erfolg, war es doch tatsächlich etwas Neues aus dem Gebiete der 3nblaner- biicher. 3an und Sam sind zwei Knaben, die richtige 3nbiancr werden wollen, die sich einen Wigwam und ein Tipi bauen, sich ganz nach 3ndianerart kleiden, alle „Waffen". Werkzeuge usw. nach 3nbianerart selbst an fertigen. Don diesem Buch ist nun eine Fortsetzung erschienen: „3an und Sam im Walde" >Preis gebd. 4L0 Mk.). Auch dieser Band ist voll Spantturtg. Wir hören, wie die beiden Buben einen Monat lang ganz im Walde als 3ndianer lebe.r, wie sie Zuzug bekamen, sich ein neuer Stamm bildet, Kämpfe ausgef achten und 'Kundschafter auSge- bildet werden. Prächtige Raturbeschreibungen und Schilderungen aus dem Tterleben bilden den Unterton des Ganzen. 1423 ' Onkel-Herbert-Bücher. Eine ganz zählungen Don Diedrich Speckmann. Mart.n Waineck Verlag. Berlin. Der Dersmser, der in leinen bish:r.gen Büchern uns in bfetter Behaglichkeit mit Land und Leuten der Heide und des Moors bekannt machte, legt diesmal einen Band kürzerer Erzählungen vor. Wollen von mancherlei Art schatten und dunkeln, aber — .über allen Mollen die Sonne", sei es. daß sie mit einer Flut von Licht durchbricht, oder daß ihr Glanz wenigfiens den Rad des schwarzen Gewölks ml einem freund! chen Schimmer verklärt. Wer Speck- manns besinnliche, warmherzige und humorvolle Art liebt, wird sie In dielen Erzählungen wieder finden und 'ich auis neue an ihr freuen. 1289 'DieSeeruft, Roman von 3akvbÄinau (Verlag M. Glogau jr„ Hamburg). Der Bruder Gorch Fo cks. des prächtigen, in der Skagerrak- Schlacht gebliebenen Dichters der Rordsee. tritt mit biefvm fc.sfelndcn, urständigen Roman sein Erbe an. 3 .ne reizvolle Schilderung des Lebens an der Hieberetbe unter F.schern und Bauern, echten, lem;g:n niederdeut!chen Dollslums 1320 " Kaum einen besseren Weg zum vollen Verständnis eines Dichters und seines Werkes gibt es als leine Memoiren, Tagebücher. Briese. Einen Blick in fein Milieu, sein Leben und Streben feine literarische Werkstatt kann ferne Biographie, keine literarhistorische Analyse ersetzen. ilnö nun bei einem Mann wie XolftoL helfen seltsames Leben mit seinen Wandlungen und Wirrnissen, dessen dichterrlches Werk, dellen soziale Wirken recht eigentlich verständtich erst wird aus der sozialen Atmosphäre feiner Zell, wc-m auch nicht so lebt wie z. B Dostojewski aus seinem spezifischen Russentum. Die Anfänge seines dichterischen Werdens, das mit einer unerhörten | Bergleuten und Grubenherren im Land des schwarzen Goldes. Mit köstlichem Humor berichtet sie von ihren oft merkwürdigen Begebenheiten bei Dorspoeten und Schlotbaronen, bei Königen und Fürsten, Kommunisten und Mysteriensvielern. Eine bunte Welt tut sich aut und die „MärlesbaS" hat sie durchwandert mit gütigem Verstehen und mildern, herzlichem Eingehen auf die inneren Röte ihrer Mitmenschen und ihres Dolles. 1257/58 - 3afob Bührer: Die sieben Liebhaber der Eveline Dreitinger (Greth- lein & Co., Leipzig). Eveline, da- kleine Dureau- fräulein. ist plötzlich zu Vermögen gekommen und sucht durch die Zeitung einen Mann. Unter vielen Bewerbern stellt sie fieben zur engeren Wahl, fliegt aus zur Bräutigamsschau und gewinnt dabei sieben Liebhaber. Denn — von jedem vermeint sie, eS sei der Rechte Ueberall sieht sie das Gute fo eng neben dem Unguten, dem Lächerlichen, Sentimentalen und Kleinlichen: die Wahl ist schwer, schier unmögllch. Anvermerkt, auf die anmutigste Weise, fordert Bührer auf, über unsere menschliche Bedingtheit nachzudenken. Ohne Tendenz weist er den Weg der Erlösung, den ahnend alle kennen. Am dieses Geistes willen und trotz der ganzen manchmal wild bewegten Handlung ist BührerS neuestes Werk stets glaubwürdig. immer spannend 1269 - Gigantische technische und soziale Probleme entrollt Ernst Di dring in einem Romcm- zyNus, der soeben in würdiger- Ausstattung bei Georg Westermann rn Braunschweig erschien. Die „Hölle im Schnee" schildert der erste Roman, die unendlichen Schneegefilde Lapplands, de der Dau einer Eisenbahn menschlicher Habsucht nach den Erzlagern des hohen Rordens erschließen soll. Den Kampf der Menschen mit der Ratur, hen finsteren Elementen des Eises und ewigen Schnees schildert Didring mit einer wunderbaren Einfühlung in die Herrlichkeit der nordischen । Landschaft Den Sieg des Menschen, den Kamps des Menschen mit fernen Leidenschaften schildert packend der zweite Band „Der Krater', fesselnd und ergreifend bis zur letzten Zeile. 1325/26 -L Moralische Erzählungen nennt Franz Dlei ein schlankes Büchlein .Der Knabe Ganymed", ein echter Blei, der die Gotter. Teufel und Träume des Menschengeschlechts mit Exemplaren aus allen Gattungen und Zeiten spielen läßt. . *23® ♦ Auf leisen Sohlen lstWilhelmRaabe durch die Welt gegangen. Sein äußeres Leben ist so einfach verlaufen wie das weniger deutscher Dichter: es bietet weder überrafd^.ibe Höhepunkte noch einen tiefen Absturz. Und wer hat sich um das innere, stille, aber um fo heißere Amgen des Dichters gekümmert, tote es feine Werke uns offenbaren; wer las, wer kannte auch nur Wilhelm Raabe, solange er noch lebte? Unb doch: so schwer auch der Prozeß war. den der Dichter mit seinem Doll hatte führen müssen I — er hat ihn gewonnen! Sein Doll kommt ihm nach. Es lieft ihn. And jeden, den er einmal tn feinen Bann gezogen, läßt er so lÄcht nicht I wieder los Eine ©efamtbarfteilang und Eingliederung Raabes in die literarische Entwicklung des vergangenen 3ahrhunberts gibt Spier o mit feinem neuesten Raabe-Buch (Heinrich wpterv: Raabe. Leben — Werk — Wirkung. Leinenband 6 50 Mk. Verlag Ernst Hofmann & Eo., Darm- ftabt) Spiero war der Mann dazu, diesen Versuch ,u wagen: er kennt Raabe, wie nur wenige, er weiß um die literarische Entwicklung des Dor- krtegs-Deut’ cßlanb so gut wie die besten wach- tenner und er hat die Fähigkeit des Erzählens, der einige Herbheiten seines Stils temen Abbruch tun So entsteht in jedem Lefer ein volles, abgerundetes B:ld von dem Menschen und Dichter Wilhelm Raabe und von feiner Bedeutung für I unser deutsches Volk wie für die ganze Menlch- heit. 1331 * Die Kunst wart-Bücherei. deren md- perfprechendo Entwicklung unsere Geier vom ersten Band an mitoerfotgt haben, nimmt einen rutagen Fortgang. Als Ganzes oammlung un Querschnitt Proben des Wertvollsten aus den Literaturen aller Zeiten und Dotter Aus dem allbabylonifchen Gilgamesch-Epos gibt der 13 Band schöne Proben, von Hermann Hafter mit einer aufschlußreichen Einführung begleitet. Don August Kopisch, dem schl^ischsi Dichters mann Schöne Literatur. * „ . und schreibe zwischendurch an einem I neuen Roman, der alle Tcufele en der Zeit im Hohlspiegel sammeln soll", so schließt Frank I Thieß eine selbstbeographische Skizze aus der Entstehungszeit seines letzten Werkes »Der Leibhaftige", und wer. der die fast 600 «Seiten dieses Romans mit atemberaubender Spannung unter stetem, innerem Protest und doch im I 'Banm desDichters durchstiegt.,wird leugnen wollen, daß Frank Thieß sein Ziel nicht hundertfach erreicht hat? 3st cs nicht eine Hölle, die sich vor uns aastut, abgrundtief, voll Scheußlichkeiten, voll I Dämonie, aber gestaltet von einem Dichter mit starkem, künstlerischem Gefühl und hohem Der- antwortungsbewußtsein für feine 2Iufgabc: ein Bild unserer gärenden, zerrissenen, Niederreißen- I den und doch suchenden, langsam auf bauenden Gegenwart, aber darüber hinaus zeitlos rein I mer.schl chc Probleme aufzeigend. Es ist ein auf- I Wühlende- Buch, das man erschüttert vor so viel Grauen aus der Hand legt. 1214 I • Siegfried im Allgäu. Sine alemannische Mar von Peter Dörfler. (Verlag Joses Kösel & Friedrich Pustet, K.-G. München.) - Wer im voralpenländifchen Schwaben zwischen Bodensee und Lechfluß an langen Winterabenden am breiten Kachelofen in später Stunde, da die Zungen sich lösen und die Augen begeistert blitzen, airfmerfiom hörte und horchte, der weiß um jenes wogende Leben der Vorzeit, mit seinen Riesengestalten und Riesenkräften, die hier noch immer im Dealen des DolkeS auftauchen. Da be* ginnen die schneel deckten Bergriesen und die dunklen Tannenwälder zu leben: ein toilbeÄ Heer I von Drachen und Truden, von Bäven und Schlangen treibt sein Wesen. And in dieses Gewimmel ärätlcr und schwär ? Lokalsagen tritt helleuchtend Siegfrieds Litn und Redengestalt Aber sie hat hier ein christliches Gewand umgetan: die Kunde von dem ersten Boten des Ehristentums uick> den Kolonisatoren hat sich verschmolzen mit fernen Säten in der Heiligen- und Reckengestalt des St. Wang. Die St- Mang-Legende ist die Steg- sriedsage der Allgäuer. Dörfler hat diese Gestalt neu gefaßt und gestaltet. Die deutsche Romantik des letzten Jahrhunderts hat LRärchen und Sage als Kunstformen zum Leben erweckt Dort>er seht j diese Erneuerungen fort, indem er die Sage zur | bewußten Kunst form erhebt. Man weiß nicht, soll man mehr die bldhaste Kraft bctoimbern in der Gestaltung der Abenteuer oder die Fülle von Material für Volksleben und für die Entstehung Der Sage Diesm .l spricht betoitter denn je der FoMorist neben dem Dichter. 3n dirser zwei- lachen Hinsich! ir .Siegfried un Allgau eine hervorragende Leistung. n?,;* — Helene Gh11staller. Das Deich des Marius Reander Qk lag von sned. rich Reinhard A.-G. in Batel. Hrte-w Chrrstal er schildert uns in ihrem neuesten RonicLie ras D.erden eines Mannes, de. au 3 den höchst legenden Träumen seiner Knabenjah.e auf Boden Der Wirklichkeit gestellt wird und nach Reife- und Wanderjahren 'ich fein bescheidenes Reich baut mit den Menschen, die zu ihn gehören in L.e.o und Arbeit, ohne daß er im Grunde etwas von dem aufgibt, was einst sein hochgeitecktes Zcrt ' 3n der „Reuen Reihe" des Kölner Verlages Hermann Schaffstein erscheint ald neuer ■£ inö D i e Häfner aus dem Erbten- eck" von Rikolaus Schwarzkopf., unferem ibeirhcffifdien Landsmann. Ein t räume rt'ch- humörvol! geschild-'ites Idyll aus dem Odenwald mit den sich ren, tveichen wtnchen etnes .Künstlers und ' 'en SeL.enlenners gezerchiwt voll warmer, toävmenter Liebe zur Heimat. 1134 * Don ihren Wanderfahrten durch Schwaben und die Lande an Rhein und,Ruhr er^hlt Lisa e tz n e die t: rannte Märchenerzählerin, in Mei schöben Büchlein st.Aus Spielmanns- aßrten und Wandertagen und 3m Land der Industrie zwischen Rhein u n d R u h r" beide im Verlag von Qugen öerüf^ in Jena, geb. 2,o0 und 3,to DIl.). <5ii!ch Göhlich Plärrt die ..Märlesbas» Stiebte und Erschautes von ihren Tvbrten zu dcnr Bauern des Schwarzwaides und der Rauhen 2llp, zu den Dichtung. Don Frank Thieß. Dichten ist mehr alS Fabulieren, auch nicht Rachbiwen einer Wirklichkeit, sondern Erschaffung einer außertoirlließen und nur infolge der abentitäl von Dichter und Wirklichkeitsmensch in den Rahmen unseres Leben- geftdlten Wett TDer also — und das tun neun Zehntel aller foeundlichen Leser — an eine Dichtung mit dem 2tuy deS Mannes herangeht, welcher die Pholo- iraphie eines Freunde- betrachtet, also Paralleli- :ät und Aehnllchkeil sucht, wird für daS eigentlich Schöpf^rifche tn einem Kunstwerk immer olind bleiben. Dichten heißt: aus einem beflinunten Phaniäsiekern eine neue Wirklichkeit erschaffen. 3$öe WahchaNigkeit ober Anwahrhafttgkeit hängt also nicht davon ab, ob wir Wirtlichkeit-Menschen ihr näher oder ferner flehen, sondern davon, oo fte mit schöpferischer Kraft aus dem Mutterkeim der zentralen Vorstellung heraus fonfeguent hiS »u Ende entwickelt und in jedem Auftritt gestaltet worden ist. Das nenne ich die Zwei- dimensionaliläi des dichterischen Vermögens, daß es Seher und Gestalter- seiner Menschen zugleich ist, ihr Schicksal in die Ferne und chr Wesen in die — sagen wir einmal - Breite hin zu entwickln vermag. Dos Wort Icbcnätoafyre Erzählung hat also eigentlich einen ganz andern Sinn als den ihm gemeinhin unterlegten. ES heißt zunächst nicht lebenswahr tm Sinne einer Kongruenz mit der Wirtlichkeit, sondern im Sinne des inneren unb selbständigen Lebens der Dichtung. Da der Mensch aber tief verflochten tn die Welt seiner Umgebung ist, wird es ihn Hzmächst reizen, nach dem Bilde dieser Umgebung auch fein Wert zu schaffen, womit es nicht sekundär als Photographie oder Erzählung eines erlebten Vorgangs, sondern primär, irämlich neue und eigen gesetzliche Wirklichkeit wird Es bezeichnet alle großen Dichtungen der Weltliteratur, daß das Wichtigste, das Eigenlliche und Bedeutungsvolle nur unsichtbar zwischen den Zellen schwingt. Erfassen wird es allein, wer Organ für baA unausgesprochene und unaussprechbare Verhältnis von Mensch und Mensch, von Mensch und Ding bat, wer auch im Leben sich der platten Gier, die Dinge in ihrer Ganzheit •rational betrachten zu wollen, entschlagen kann. geführt. Am Morgen und Abend geht es zu Spiel und Sport, am RachmtNag besprechen OnM unb Reffe Fragen über Radio vom Einfachsten bi# zur Anwendung im Droodcasting — Der zweite Band: .Automobil und Motor bei Onkel Herbert" gibt eine Einführung in bi« Mvwrtechink m erzählender Form, vorbildlich in Kürze und Anschaulichkeit, dabei immer span- nenb und fesselnd Auch hier begreift RVrlter Wollenberg spielend leucht alles, was zum Verständnis der Vorgänge im 2üitomobilmotor nölig js, 1424 25 • Eine Fu ndgrube für alle, di« sich mit Basteln beschäftigen, ist da# alljährlich bei der Franckhschen Bei lagsyandlung in Stuttgart erscheinende ,D astelbu ch". Richt nur untere Zungen, die sich auf diesem Gebiet betätigen, sondern auch erfahrene Bastler werden aus dem Buch 'nanchc neue Anregung bekommen. Dabei ist an dem Buche bzw seinen Anleitungen sehr wertvoll, daß immer auf Verwendung möglichst billiger, vielfach vorhandener Materialien und Hilfsmittel Rücksicht genommen wird. 1426 • E i n alter Freund der 3 u g e n b hat sich rechtzeitig für den Weihnachtstisch auch in diesem 3ahre wieder eingestellt: Der 3 u • gendkosmos. .Ein naturwifseuichastliches 3ahrbuch" heißt es im Untertitel. Was hierauf verhältnismäßig knappem Raume aus allen Gebieten der Raturwissenschaft unserer Heranwachsenden 3ugenb geboten wird, ist eine erstaun- UchL Fülle der- Anterhaltung und Belehrung. Kein Gebiet der aefamten RaturwissenschaN wird übersehen und alles ist fo geschrieben, daß es leicht verständlich wird, auch für den TÄl der 3ugend. der sich mit nakurgeschichtlichen Dingen noch wenig beschäftigt hat. Den Schluß des Buches bittet eim Erzählung deS gern gelesenen Schnft- stellers Thompson Seton, der in prächtigen Schis- berungen die Lebensgeschichte von Domino Reinhard, denr Silberfüchsen, erzählt. tFranckh. Stutt- gart) l"l wird eine Summlung prachtvoll ß.nterer Gedichte geboten Der 15. Band führt die Rovellen- fammlung Trentinis fort Einen alttslandi- schen Schwank von köstlichem Humor erzählt B om i s in der „Geschichte von den Verbündeten". Geschichten aus bei Fremde", aus dem fernen Osten, Rovellen von starker Plastik erzählt Joseph Bernhart, der in einem Zweiten Band sehr anschaulich von „Spanien" berichtet. Seine Bilder und Studien vermitteln das Wesentliche des spanischen Dolkscharakters. der starken Religiosität des Spaniers. Zu einem fast Vergessenen, dem Dichter Hermann Lingg. führt Ernst Lissauer in einem schönen Essay, alS Einleitung zu einer Gedichtsammlung. Maarten Ma artens schlteßlich. der Holländer, immer noch zu wenig bekannt bei uns zugunsten feine« Landsmanns Muttatuli. wird uns mit einem Band .Sonette" nahe gebracht, von Sva Schumann ausgezeichnet übertragen unb von Wolfgang Schumann. dem Rachfolger Avenartu«' im „Kunstwort" eingebettet. Die bedeutsame Sammlung erscheint tn schmucken Ginemarkbänden bei G D. W. Callwey in München 1311 • Reizvolle Gedichte von starten, lyrischen Stimmungen und tiefem Raturverbundensein sammelte 3. Schänder! tn vier schönen Bändchen, „Erdreich" „Wurzeln", „Stamm", „Krone“. Herd und keusch, voll 3nnerlichkeit sieht Schanderl die Ratur und in ihr sich selbst. Der Duft des Erdreichs hattet feinen Dichtungen, an, das Ursprüngliche, das nicht in Stimmungen stecken bleibt, sondern durch allen Schmerz eine trotzige Lebensbejahung hknausschi-eit. (Verlag Georg Müller, München.) 1227 30 * Eine neue Ausgabe der ausgewählten Romane August Strindbergs bringt der Münchener Verwg Kurt Wolfs in fünf Bänden gerade rechtzeitig zum Fest heraus. Besonders ertteulich an der neuen Veranstaltung ist die Aebersetzung durch Else von Hollander. Damit ist endlich das Patent, das Emil Schering auf Strindberg-Aeberseyungen au haben glaubte, durchbrochen und ein Werk gefduffen, das man auch mit voller Befriedigung über die vollendete Form der Aebersetzung aus der Hand legen kann. Die fünf schönen Halbleinenbände enthalten das Wertvollste, was Strindberg uns an Romanschöpfungen hinterließ: Schwarze Fahnen, Die gotischen Zimmer, Die Leute auf Hemsö, Am offenen Meer und Das rote Zimmer. Man wird gern zu dieser schönen Ausgabe greifen und sehen, baß Strindberg mehr vielleicht in diesen Romanen als in seinen Dramen auch unserer Zeit noch viel zu sagen hat. 1321 — Wolken und Sonne. Em Band Gr- Freude und Spannung gelesen wird. Dor uns liegen die beiden ersten Bände: „Radio bei Onkel Herbert", ein Meisterwerk der Erklärung schwieriger physikalischer Vorgänge und technischer Anwendungsformen. Ein frtscher. aufgeweckter Junge, Walter Wollenberg, wird von seinem Onkel, Di-. Herbert 3anf«n. während einer Ferienwoche in den modernen Radiobetrieb ein- Konsequenz sich fortentwickelte, liegen schon m Ötn früh abgelebten „3 ug cn bc ri n ner u n«en", die der Verlag Bruno E a f f i r e v in Berlin soeben in einer ausgezeichneten Mu-gabc neu vor- legt. «Preis geb 5,50 Mk) Es ist Tolstoi- „Dich timg und Wataheif und ebenso aufschlußreich all BekenntniSbuch des Dichters selbst, wie als Schst derung des Rußlands jener Tage, unt^ schließlich <ÜÄ eine überaus fetne pfDdx>logi,4K ötuöw des erwachenden Zlindes Dcu> jetzt wieder besonders rege Interesse an der älteren russischen Literatur toirb auch an diesem Buch nicht porübergeben bürfen 1268 • Flore ui ln- Bruder. Ein Künfller- roman von Walther Rithack-Slahn Berlin 1924 Gebrüder Partei c H ti ft r Anzugstoffe Kammgarne,Gaba dine.Marengos erstklas- F brikate, neueste Muster, ganz besonders preiswert Einfache Qualitäten für Herren- und Knaben-Anzüge, Meter schon von Mk. 3.90 an 0119,1 ,1. Bart, Bartslr. i. Empfehle alle Artikel für die MMlÄUMl in besten Qualitäten zu billigen Preisen oueie Sernet: Geviml. fioffee, lee golafl und SWslM Auswahl tiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiii Th. Schlierbach Mitglied der Edeka Sranffnrt. Stt. 9 Lieferung frei Sans 12. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Telephon 862 WaMorstrahe 71 1 WeihnacMsgeschenli gratis j und Frau Else geb. Pirr Großen-Linden erhält jeder Kunde nach wie vor beim Einkauf 0119gtrud)lo», in Apotheken u.Drvg. QIESZEN IM FILM! Lichtspielhaus Gießen! 011946 geöffnet. 9823B Neuen Baue 7 Telephon 612 OllllllllilllllllllllüMIIID Verkauf am Theater.Tafe „Ernst Ludwig Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Für freundliches Gedenken anläßlich unserer Vermählung herzlichen Dank Giehen, den 6. Dezember 1924. Der Oberbürgermeister: Keller (lllllllllllllllllllllllllllllllllll «2240 el. 9?r. 87. [migD Gebr. Kahl. Erde annefnbreu n auf unseren platz an bet Die rote Kaschgar Roman von Fedor von Zobeltih. Max Liebe und Frau Emilie geb. Krämer gegnere er. „Unb wenn das Leben totrnict) pari gegen Sie ist und Ihr liebes Gesicht müde werden läßt — ich würde jedes Fältchen ehren — ah, Freye, es würde mir eine wonnige Sorge sein, Sie wieder lächeln zu lehren! 3 will auch keine Zusage — ich will nichts, als die Hoffnung zu meinem Reisegepäck legen, 6oy ich nach meiner Rückkehr noch einmal vor Sie treten darf, um das zu wagen, was heute nicht möglich ist. Dann bin ich auch freier als jetzt und kann Ihnen eine Zukunft bieten, die keine Abhängigkeit fordert." . . . Er wies auf ein junges Mädchen in der Tracht der dienenden Schwestern, das vom Hause aus durch den Garten schritt. . . „Ich vermute, man ruft Sie," fuhr er fort. „Dars ich morgen noch einmal vorsprechen, um mich von Ihnen zu verabschieden?" Das junge Mädchen trat in den Pavillon und bog das Knie zu einem kurzen Grütze vor dem Bruder. „Schwester Frehe," sagte sie, „die Frau Mutter sah Sie vorn Fenster aus und läßt bitten, zu ihr zu kommen." „Gut, Katharine," entgegnete Frehe, „ich komme. . .“ Lind als das Mädchen wieder gegangen war, wandte sie sich an Fiedler zurück... „Bruder Dorotheas lassen Sie schon heute uns scheiden. Ich bitte darum. Geben Sie mir 3h e Hand. Alles Glück sei mit Ihnen — und mit Ihrem Hoffen." Dorotheus sprach kein Wort weiter. Er neigte sich tief über die Hand Freyes und drückte sie, als wolle er die Schwere seines Herzens in diesen Handschlag legen. Dann ging er. Seine strafflchlanke Gestalt verschwand hinter den Wildrosen der Haus ecke. Fr Ye schaute ihm nach, niedergestimmt in der Zartheit ihres Empfindens, und hollö bann noch einmal d.n Bries Gerharts hervor. Auch er war kein Lichtblick in ihrer Verdüsterung. Es s.llte abermals ein Abschied fein, und ganz gewiß ein Abschied für immer: von ihrer 3ugcnd, von ihrer Liebe und von dem tönenden und duftenden Zauber, den Liebe und Jugend ihr gebracht halten. Sie wußte, wie alles war, er hätte ihr nicht erst von den „dynamischen" Geschehnissen zu sch.ei„Lassen Sie meinen Glauben beiseite, Herr Fiedler," entgegenete Freye ernst. „Er ist minder schwach, als Sie vermeinen, nur sucht er Stätten der Betätigung nicht in der Ferne, wo ihm der Oammer in der Heimat näher liegt. Lind darin haben Sie freilich recht: mein Heimatsgefühl ist stark. Aber abgesehen davon: ich habe ein e schwer- leidende Mutter. Könnte ich sie verlassen?' „Rein," sagte Bruder Dorolhcus mit starker Stimme, „das ist unmöglich, und diese Einsicht allein wäre zwingender Grund für mich, de Wünsche meines Hrzms zurüdzu füllen. Zurück zu stellen - Denn meine Hoffnungen gebe ich nicht auf. 3ch stehe vor Antritt meiner le.jten Mis- fionsreise. Wohin mich ihr Endziel führt, weitz ich noch nicht. Ich muh zunächst nach Ruhland, in unsere Kolonie Ssarepta, wo ich nähere Instruktionen erhalte, und von dort aus vielleicht in die innere Mongolei, nach Pamir oder Sitet, jedenfalls in unbekanntes Land, möglicherweise auf Wegen, Die noch kein Europäer betreten hat. Das stört mich nicht, es wäre im Gegenteil ein Anreiz mehr für mich. Es kann fein, dah ich nicht wieder heimkehre, dah sich das alte Martyrium' der Missionare auch an mir erfüllt. Aber ich glaube an meinen Stern, weil ich an mich selbst glaube. Und dann treten neue Verpflichtungen an mich heran. Hier bin ich Der Bruder Dorotheas: als ich noch in der sogenannten Gesellschaft lebte, war ich ein anderer." Freye nickte und schaute aufmerksam in das Gesicht des Mannes, das im Aufrntz Der Linien und im Auge Ererbtes aus weit zurückreichender Ahnenkette erkennen lieh. „Man spricht davon," sagte sie, „ich hörte derlei, ohne mich viel darum zu kümmern. Schwester Agathe, Der Die Worte rasch über die Zunge gehen, behauptet sogar, Sie seien ein Sprotz des österreichischen Kaiserhauses." »Man übertreibt," entgegnete Bruder Doro- Bekanntmachung. Das städtische Steuerbureau Stadthaus Bergstr. 20 - ist von Mrn ag, Den 8 Dezember 1924 bis einschl. Donnerstag, Den 15. Januar 1925 nur vormittags Zur lveihnachlrbäckerei kauft man alle Backzutaten in besten Qualitäten preiswert bei Heinrich vriesch, Seltersweg 70 9435a T von Mk. 10 an. Reichste Auswahl! Billigste Preise! ► Manufakturwaren, Trikotagen theus auswerryeno. „3ch war ein anderer, als ich noch Der Well drauhen angehörte, und ein anderer in der Klosterzelle. Lind doch blwb ich immer derselbe. 3d) wiederhole, Schwester Freye, mit dieser letzten Reise ist meine Jztriiion im Ausland erfüllt. Dann ketten neue Pf.iyt.n in ch an einen Besitz, den ich als unmittelbares Erbteil jener mährichen Brüder betrachte, die dermaleinst um ihrer Glaubenstreue willen Die Scholle Der Väter verlassen mutzten. Das Hingt verwunderlich, es klingt romantisch, doch lassen Sie sich genügen an dieser Andeutung. Jedenfalls würde ich wieder in die alte Heimat zurückkehren, die nicht minder schön ist als 3yre Harzberge. Und mein Hoffen geht dahin, dah meine Heimat auch die Ihre werden könnte." 3nneres Ergriffenfein gab feinen Worten schwingende Kraft. Er nahm des Mädchens Hand und hielt sie fest — und Freye lieh sie ihm, im Augenblick unter der Weihe einer schwermütigen Poesie, die ihr Gesicht mit warmem Schein über- sonnte. „Bruder Dorotheus," sagte sie leise, in einem ungewollt lauen Klageton, „bitte, sprechen Sie nicht so. Treten Sie mit Gott Ihre Reise an, meine innigsten Wünsche begleiten Sie. Rur fordern Sie keine Zusage von mir, von der i.h nicht weitz, ob ich sie halten kann . . ." Langsam zog sie ihre Hand zurück und sah ihm mit ihren Märzlichtaugen ernst in das gebräunte Gesicht. . . „3m Bethause sprachen Sie davon, Datz 3hre neue Ausfahrt in das Unbekannte Drei 3ahre überdauern könne. Wo und wie würden Sie mich bei 3hrer Rückkunft finden? Die 2z>ge m i- ner armen Mutter sind gezählt — ich kann nicht sagen, ob ich noch hierbleiben werde, wenn der Tod sie mir nimmt, oder ob ich mir nicht irgend wo anders eine Stellung suche, um mir durchs Leben zu helfen. Lind vielleicht packt dann das Leben mich ungleich rauher an als 'freute und schüttelt an mir, so datz Sie enttäuscht sein werden, wenn Sie mich Wiedersehen. Wir armen Mädchen bleiben nicht lange jung. Der Mut zum Kampfe kann uns wohl stählen — aber Den Blüten staub nimmt er uns." Er lächelte weich und schüttelte den Kopf. „Sie bleiben, was Sie waren und sind," ent- ShristbäUM empfiehlt in schönster und größter Auswahl billigst Deutsche Städtefilmges.m.b.H., München (Evtl. Anfragen an C. Weishaupt, Bahnhof-Hotel Lenz.) Hankel • Stoewer-X I (MchfMelimn I I Frans Vogt & Co. I lGicßcn,Ooethestr.32 II '. Günstige Preise \ Teilzanlungen J Giefien, den 6. Dezember 1924 9835D Den brauchen. Die ihm bevorstanven. DynamT war sein ganzes Leben gewesen: ein Kräftesptdl ohne Rücksicht auf die Rebrnmenschen, ein Wirbelsturm, wenn auch mit Pausen der Lässigkeit, tn denen er sich, wie wegmüde geworden, gern treiben lietz. Sie wußte, wie alles lag. Was nicht un- greifbare Gerüchte von außen her in das stille Dorf trugen, oder was ihr nicht die Klatschecke der Landeszeitung verriet, für das war die neue Aebtifsin von Wesenburg von einer immer ge» fälligen Mitteilsamkeit. Sie kam zuweilen nach Kappietsch., zu Pferde auf ihrem drahtigen Rotschimmel oder mit ihrem 3uckcrzuge, den sie selbst lenkte, oder zur Wmterzeit mit dem Schlittengespann und hielt auf ein paar Minuten vor dem Hause Der Tante Elstern, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen, und wühle bei solchen Gelegenheiten gewöhnlich viel zu erzählen. Freye hatte Die stolze Kusine nicht ungern, sie sah mit einer gewissen Scheu, aber doch auch mit Achtung und gefühlsverwandt zu ihr auf, ahnungslos, datz unwissentlich sie es gewesen war, die ihr Den Geliebten entführt hatte. Lind es lag in dem nach kühler Sachlichkeit suchenden Wesen Alexes, dah keine Spur von Dem Hatz der Besiegten in ihr gegen Freye sich regte. Denn es war wirklich so, wie sie ihrem Bruder gestanden hatte: sie war mit aller Zuversicht des Glaubens, dah diesi harmlose „kleine Sentimentale" für Gerhart nichts als ein Mittel zum Zweck, zu Der Besch eunigung des Bruchs mit ihr gewesen war. Wahrhaft geliebt hatte er das Aschenputtelchen gewitz nicht... Qiun bat Gert um ein letztes Stelldichein. Freye überlegte nicht lange — sie wollte ihm das Lebewohl nicht verweigern. Es war ja in der Tat Der „Abschied für immer". 3hr Plan stand fest. Wenn sie die Mutter zu Tode gepflegt hatte, wollte sie in die Fremde — Dann sah man sich überhaupt nicht mehr. Alexe hatte mit spöttischem Lippenzucken von Der sonderbaren Heirat Gerts gesprochen. Traf der Spott zu? War diese Heirat nicht so recht eigentlich ein folgerichtiges Glied in der 3ronie seines Lebens? Lind konnte sie selbst ihm zürnen, dah er die reiche Erbin nahm, Da sie sich Der Mutter gefügl unD seine Hand ausgeschlagen hatte? — (Fortsetzung folgt) Im Rahmen unseres Kulturfilms „HESSENLAND“ nehmen wir demnächst auch die Universitätsstadt Gießen im Film auf. Wir bieten dabei der hiesigen Geschäftswelt in beschränkter Anzahl Gelegenheit, mit auf der Leinwand zu erscheinen. Nähere Bedingungen durch unsere bereits anwesenden Organisatoren, die in den nächsten Tagen mit den in Betracht kommenden Interessentenkreisen Fühlung nehmen werden. Erstaufführung des Films Textil-Verkauf Plockstraße 12 81 Ab Dienstag, den 9. Dez. 1924, kommt in unseren Stallungen ein Transport schwerer un- leichter Ermeländer und ostpreutz. Pferde einzeln und paarweise zum Verkauf. 011942 Gebr. Isenberg Mitglird der Ed-ka ""c Lebensrnittel, Feinkost Kolonialwaren Spirituosen und Liköre Südwxine Bestellungen frei HauS. Telephon 119 koffer allerbilligst «««d Carl Sshuack. 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