Ur. 26t irrstes Erscheint tügüd), auher Soniu und Feiertag«. Beilagen: GiehenerFamllienblütter Heimat im Bild. monals-leirat preis: 2 Goldmark u. 20 Bold» Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsfe: Schriftleitung 112, Der» lag undGeschästsstellebl. Anschrift für Drahtnach» richten: HnjeigerGiefteu. pokschecklonlo: Frankfurt a. M. 11686. Blatt 171. Jahrgang Samstag, 8. November ft)2t General-Anzeiger für Oberhessen £ Vrvck vnd Verlag: vrühl'lche UniversttSt5-vuch- und Steinönitferei R. Lange in Gießen. 5chriftleitung und Gelchäftrftelle: Zchul^traße 7. Annahme van U..,>. ... für dle Tügesnummcr d,ü zum Nachmittag vorher ohne jedeDerdindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örllichs. auswärts klamc-‘JI;'jcigl:Hanö ^eck, sämtlich in Gletzen. Wahllehren. DaS Wahlergebnis tn den beiden angelsächsischen Reichen ist wohl geeignet, bei uni Deutschen bl> den Reid aüszulösen 3n England wie in Amerika hat der gesunde politische Sinn der Massen dafür gefolgt, dad durch drn unzweideutiaen Willen deS Dolles eine Regft- umg, die sich auf eine starke Majorität stützt, daS Da der deS Staates ergreifen farm Ohne die bei unS üblichen wochenlangen Krisen, ohne die in Deutschland gut Regel gewordene Erörterung, welcher Partei d« Führung einer Koa- lilionSregierung — beim um eine solche formte es sich bei der Parieiensersplitterung im deutschen Reichstag Entlang ja nur handeln — zukornm.n, welche Parteien d^ Eintritts in die Koalition für würdig erachtet würden und schlietzlich ohne den Schacher am jedes einzelne Ministerportefeuille, haben die englischen und de amerikanischen Wahlen mit einen Schlage ein klares Bild geschaffen. Zweifellos hat das parlamentarische System sowohl in seiner englischen Heimat wie auch in Amerika in den Rachkricgsjahren ebenfalls eine nicht ung'fährlich: Krisis Lucchzumoch-n gehabt. Das traditionelle Zweiparteiensystem leider Länder war durchbrochen. 3n England hatten die wirtschaftlichen ÄriogSfolgen, vornehm Ich dve von Lloyd George, Donar Lao und Daltw n mit untar.glichen Mitteln bekämpfte Arbeitslosigkeit die Arbeiterpartei zur zweilstärkuen Fraktion deS Parlaments gemacht. Der Kamps zwi chen Konservativen und Liberalen erlaubte Macdonald die Regierung zu übernehmen. QIb:r sein Minderheitskabirett wc>- ein Experiment das zu'ammenbreche.a muhte, sobald eine der beiden alten Parteien den ernsten Willen hatte, es zu stürzen. Beide batten dazu solange keine Deranl-a sung. als Macdonalds Auhenpol.- tik sich von den gleichen national englischen 3n- terefien leiten lieft, tote die seiner Dorgänger, und als seine 3nnenpolitik sich von der Lloyd Georges nur gradw.ile unterschied. Erst als der Druck des linken Flügels seiner Partei ihm eine Politik auszwang, die innerpolitisch als Konzession an den Kommunismus und auhenpolitisch als Verbrüderung mit dem bolschewisti chrn Ruhland empfunden wurde, war die Schonzeit für Dkacdonald abgelaufen. Die Wahlen brachten den Konservativ-m mit einer Zweidrittelmehrheit d.e unbeschränkte Herrschaft im Parlament Mac- dvnald trat zurück und Da ldwin konnte dem König bereits seine Ministerliste zur Genehmigung vorlegen. England hat als Ergebnis einer Woche für die Dauer von 5 3ahren eine stetige Regierung. 3n Amerika brachte der Wahltag der herrschenden republikanischen Partei einen gewaltigen Sieg. Der Präsident C o o l i d g e ist auf zwei weitere Jahre neu bestätigt, die Fortführung seiner gemäßigten, allen Experimenten abholden Politik gewährleistet. Auch in Amerika hat bei diesen Wahlen neben den beiden alten Parteien der Republikaner und der Demokraten zum ersten- mal eine b r i 11 c in den Wahlkampf eingegriffen, die Progrefsisten Senator Lafollettes. Aber sie haben doch nur einen, angesichts der grohen Reklame und den, namentlich in Deutschland, daraus abgeleiteten grohen Erwartungen, recht beweiben ' zu nennenden Achtungserfolg erzielen können. Als der Derlauf des Wahlkampfes, und namentlich der Sieg der britischen Konservativen eine Riederlage Lafollettes immer wahrscheinlicher machten, kehrte ein groher Teil der Ge- werkschas cn und der Deutschamerikaner, die Lafollette Unterstützung zugesagt hatten, noch zuguterletzt ihm den Rücken, um ihre Stimmen für Eoolidge und gegen den unpopulären Demokraten Davis in die Wagschale zu werfen. Also auch hier eine Absage an das Dreiparteiensystem wie in England: auch hier vermochte der nüchterne Tat- sachensinn der Wähler die Krisis des Parlamentarismus zu überwinden unter Rückkehr zu den beiden alten Parteien. Deide Wahlen, in England wie in Amerika, haben eine ungeheure Stärkung der beiden konservativen Parteien gebracht, die Parteien, die eine staatserhaltende ausgeprägt machtpolitische und wirtschaftsfreundl.che Entwicklung gewährleisten. Schroffe Abl.hnung jedweder sozialpolitischen Experimente und die Forderung nach betont nationaler Auftenpolitik ist der unzweideutige Wille der englischen wie der amerikanischen Wähler. Dieser letzteren Tatsache gegenüber erscheint die Fortsetzung der Diskussion müft g ob für Deutschland nicht ein Kabinett Macdv tald, trotz aller erfahrenen Enttäuschungen. und eine Präsidentschaft Lafollettes vorteilhafter gerne en wäre. Wir werden eben in Zukunft weiter mit Coolidges vorsichtig abwartender Politik und erneut mit Baldwins papie enen Protesten zu rechnen haben. Die reinliche Scheidung zwischen Bü gertum und Svziallsmus ist in England offensichtlich. Der konkervativ-liberale Wahlpakt, in der Hauptsache wohl das Werk Churchills, die gemeinsame Wahlparole gegen den Sozialismus hat erst diesen Ungeheuern konservativen Wahlsieg ermöglicht. Lind auch in Amerika war es die Verdächtigung der republikanischen wie demokratischen Gegner, ßa- • sollet les progresiistifchrs Programm sei nichts als verkappter Sozialismus, die dem Senator viele Stimmen, besonders deutschamerikanischer Wtrt- schaftskreise entführte. Ein anderes HBen die beiden Wahlen noch außerordentlich verdeutlicht: Die Krisis des Liberalismus, der formalen Demokratie, eine Ctscheinung, die ja auch in Deutschland seit den Wahlen zum ersten Reichstag rapide Fortschritte macht. Die britischen Liberalen, innerlich gespalten unter der Führung Asquiths und Lloyd Georges, für den nicht zuletzt von ihnen herauf- beschworenen Wahlkampf völlig ungenügend vorbereitet, sind nur mit knapper Rot der Gefahr Kabinettskrisis in Oesterreich. Der Eisenbahnerstreik. — Rücktritt der Regierung Seipel. Wien, 8 Rov (211) 3n Oesterreich besteht eit längere^ Zeit ein Lohnkonslikt der Repe u.ig mit den Angestellten und A:b:itern der Bundesbahnen, her sich in den le.ft.n Tagen aufs äufrerftc zuspihte Die von der Bundesb ihndirekt-on gemachten Vorschläge wurden von den Angestellten- Vertretern abgelehnt Sie erklären, haft die Streikparole nicht mehr zurückgenommen werden könne Der Präsident der Bundesbahnen Dr. Günther unterrichtete daraus den Bundeskanzler über de durch die Ablehnung der bis an die äufterftc Grenze gehende i Z.igestä.rd- nrsse geschaffene Lage und kündigte für den Fall des Streikausbruchs feine Absicht an, von der Leitung der Dundesbah ien zurückzutreten, da er bann die erfolgreich eingeleitete Sanierung der Bundesbahnen für bedroht anleben müsse. Der Bundeskanzler billigte den Standpunkt des Piäschenten und ersuchte ihn, ich bet fernen Entscheidungen ausschliehlich von der Erwägung einer Führung der Bundesbahnen nach wirtschaftlichen Grundsätzen leiten zu lassen Zugleich er Härte er, daft die Regierung, wenn ihr bei einem so wichtigen Teil des Sanierungswerks, wie es die Reform der Bundesbahnen sei, unüberwindliche Schwierigkeiten gemacht würden, nicht länger im Am t bleiben würde. Der Ministerrat beschloft gestern nachmittag im Sinne der Dorschläge des Bundeskanzlers. Dieser teilte die Entschlüsse des Präsidenten Günther und der Regierung unverzüglich den parlamentarischen Führern mit und berief die Dertreter der Eisenbahnerorganisationen, um sie eindringlichst davor zu warnen, noch in letzter Stunde das von der Regierung und dem Parlament unter so grohen Opfern nahe an die Dollendung geführte Sanierungswerk zu gefährden. 3n später Abendstunde wurden die Verhandlungen mit den Eisenbahnern abgebrochen, die sofort den Streik proklamierten. Der Generaldirektor der Bundesbahnen, Dr Günther, hat seinen Rücktritt eingereicht. Auch die Regierung hat ihren Rücktrittsbeschluft in die Tat umgesetzt. Der Streik. W i e n, 8. Rov. (T. 11.) Der Streik der Eisen- babner ist um Mitternacht ausgebrochen. Die um diele Zeit noch auf den Strecken besmdlichen Züge werden an ihre Bestimmungsorte burebgefüftrt Don 12 Uhr ab werden keinerlei Passagiere mehr z.u den Zügen zugelassen Lelensmittelzüge werden vorläufig ohne Ein- fchrär.kung verkehren Auch die Kohlenversorgung gilt zunächst als gesichert. Man glaubt, daft nun der Versuch gemacht werden soll, ein Beamten» Kabinett durch den Rationaltzat wählen zu lassen, jedoch hätte ein Deamlenkabinett wahrscheinlich keine Aussicht, die Schwierigkeiten beseitigen zu können Dielfach wird für den Bundeskanzler der jetzige Polizeipräsident von Wien, Schober, als kommender Mann genannt. Der Präsident der österreichischen Bundesbahnen etfläde in einer Unterredung u. a.: Ich habe mir bei den Derhandlungen ein Ziel gesetzt, über das nicht hinausgegangen werden konnte. Die Differenz, die letzten Stadium der Derhandlungen noch vorhanden war, betrug nicht einmal 10 Milliarden, also eine keineswegs bedeutende Summe Allein ein Rachgeben in solchen Fragen wirkt präjudizierend. Ich möchte die Ansicht bekämpfen, daft ich unter dem Druck der Regierung gestanden hätte. Die Regierung hat sich zwar von vornherein mit mir solidarisch erklärt, ich habe aber meine Entschlicftungen in voller Freiheit und unter der eigenen Deran twortu ng getroffen. An ein rasches Ende des Streikes glaube ich nicht. entgangen zwischen den beiden Flügelparteien I der Konservativen und der ßabour Party zer- I rieben zu werden. Als ein Häuslein von vierzig | Mann kehren die Liberalen ins Unterhaus zurück, too sie nicht einmal mehr dazu berufen sind, zwischen den beiden groften Parteien das Zünglein an der Wage zu spielen. Die Demokraten Amerikas stehen feit dem Rücktritt WilsonS von der politischen Bühne wie die britischen Liberalen und die deutschen Demokraten unter der lähmenden Wirkung einer permanenten Führerkrisis, die es der dritten Partei erst möglich machte, bei den Wählermassen ein Echo zu finden. In Deutschland müssen die Dezemberwahlen die Klärung bringen, die soeben in England und Amerika durchgeseyt ist. Auch wir müssen die Parteienzersplitterung überwinden, wenn der Staat nicht an einem miftverstandenen parlamentarischen System zerbrechen soll. Eine starke Koalition bürgerlicher Parteien gleicher Grundauffassung muft neben die aus dem Wahlkampf zweifellos gestärkt hervorgehende Sozialdemokratie treten. Rur dann erscheint die Bildung einer Regierung mit sicherer parlamentarischer Mehrheit und durch sie die stetige Fortführung einer nationalen Politik auf lange Sicht gewährleistet. Baldwins Amtsantritt. London, 8. Rov. (T. U.) Macdvnald und seine Ministerkollegen begaben srch gestern früh in den Dirminghampalast, um ihre Amtssieael zu übergeben und sich vom König zu verabschieden. Wenig später tourbe der neue Premier Stanley Baldwin und die übrigen Kablnettsmitgliicher vom König empfangen, sie wurden in Eid genommen, es erfolgte txmn die Uebergabe der Amtssiegel, worauf sich die neuen Minister in die einzelnen Aemter begaben. Die englische Presse fährt in ihrer Kritik der Zu'ammenf ehu- g des Stobi et'.s Ball w n weiter fort Die „Times" findet, daft das n ue Kabinett interessanter in lenen Einzelheiten als in feiner Gesa.ntheit ist Baldwin habe erheblichen Mut bei der Zu'amme si tzunq se" es Kabinetts bewiesen. Er habe ei e grafte Zahl von führenden Staatsmännern derlett, die el nicht übersehen to t?en, daft sich Churchill erst als K nservat d r hätte Berd e iste e-werben müssen, bevor er ein Amt als Minister zugewiesen erhalte Die „ Westminster ©.rette" sch eibt, Baldwins Kabiirett ist stark in den eir^lnen Persönlichkeiten. aber es ist noch nicht sichw, wie sie zusammen arbeiten werden. Das re e Kabinett ist unendlich viel befer al3 Baldwins erstes Kabinett. Es ist wohl in der Lage, den Stürmen lange genug zu widerstehen, um ihm die Atempause zu g den, die es braucht und der liberalen Partei Zeit zu lassen, sich wieder zu reorganisieren. »Daily Ma l' h'l. die E - nenrrung Churchills für den Beweis de^ D st e bens Baldwins, die WiU> rversinnZU g der Konservativen Partei zu vollenden. Trotz der absoluten Mehrheit, auf die sich Dnldwin zu stützen vermag z ng er doch eure seh wese Mäfttgmg tn der Aönuhrng be3 Sieges Die (Mitarbeiter, de er sich he. angerufen hat stehen mehr oder m nder alle auf eine? mittleren Linie und le ner von ihnen kann, I auch innerpolitisch nicht, als Scharf mack, er bezeichnet werden. Sehr schwierig wir die Be etzung | deSAuftenmintsteriurnS. Der eigentlich berufene Verwalter wäre ohne Zweifel Lord Curzon getodm, der bereits im ersten Kabinett Boldwin die auswärtigen Geschist^ führte unJ heilen Verdienste unbestritten sind. Aber der rechte Flügel der Konservut.ven, die D i e h a r d s, liehen, getrieben von ihren französischen F eun- den, fein Mittel unversucht, um die Berufung Curzons zum Auftemn nister zu verhindern Die französische Presse lieft sich zu Einwirkungs- Versuchen auf die Entschlüsse Baldwins bin- reiften, wie sie sie sonst nur Deutschland g?gea- über auszuüben wagt Curzon musst: sich tenn auch bescheiden und mit de n Post m des Lord- Pcäs.denten d s Geh irnen R sts vorsieb ne'mie.i, der in keiner Weise feiner politischer Arbeitskraft und seiner politischen Bedeutung angemessen ist. Die Rücksicht, die Baldwin damit auf den Diehard- Flügel seiner Partei nahm, ging aber ldenn doch nicht so weit, daft er an Stelle Curzons Lord Derby erwählt hätte, der ihm von den Fvanzosenfteunden präsentiert wurde. Er berief zum Auftcnminister Austen Chamberlain, den Sohn des groften englischen Kolonialministers, der unzweiselhast auch eine beachtliche pol.tische Kraft ist und aller Voraussicht nach die engl.sche Auftenpolitik auf der Linie fortführen wird, wie sie Curzon vorgezeichnet hat. Eine besondere Erregung im konservativen Lager ist aber dadurch entstanden, daft Baldwin sich als Schatzkanzler Winston Churchill berief, dessen Wahl geradezu eine Überraschung bedeutet, da er freihändlerischer Gesinnungsart reichlich verdächtig ist, und somit also der Wirtschaftspolitik des ersten Kabinettes Baldwin fernsteht, das bekannllich bei seinem Abgang die Hochschutzzoll-Pa- rote in den Wahlkampf schleuderte. Für die kommenden deutsch-englischen Handelsvertrags- Det Handlungen ist dieser Umstand gewift nicht ohne Bedeutung, wenn es auch verfehlt wäre, allzu grofte Erwartungen auf ihn zu setzen. Englischer Botschafterwechsel in Berlin? London, 8. Rov. (TU) Die Abreife des englischen Botschafters in Berlin, Lord d A her- novn, ist abermals verschoben worden. Während einige Blätter seine Stellung stützen, nennen andere bereits als fetten Rrchfotger Sir Will iE Tyrell, den gegenwärtigen Abteilungschef im Auswärtigen Amt. Das eisatz-lolhringlfche Problem. Paris, 8. Rov. (TU.) Unter dem Vorsitz Herriots -beschäftigte sich eine Konferenz mit der elfaft-lothrii'.gischen Frage. Zugegen waren eine Reihe etfah-lo.hringifcher Parlamentarier, die den Links-Republilancrn. den republikanischen Demokraten, sowie den Sozialisten angehören, darunter Tauflieb. Lllwrffer, Georg Weil und andere Der Ministerpräsident teilte feine Absicht mit, demnächst einen Gesetzentwurf über öie Aufhebung des G e n e r al ° Kommissariats von Elsaft-Lotyringen ab 1 Januar 1925 einzubringen. Die Konferenz psiichtete dieser bei. Einige strittige Punkt? werden jedoch noch Gegenstand weiterer Besprechungen am Quai d'Orsay bilden. Man erwägt die Möglichkeit, den General-Kommisiar durch einen Beamten zu ersetzen, dessen Vollmachten genauer festgesetzt fein werden. Des deutschen Volkes deutscher Maler. Don Dr. Konrad Giert. Karlsruhe. 8. Rov (TU.) Der Altmeister bet deutschen Malerei. Prof. Sj a n .> Thoma, bet gerade vor einem Monat fein 85. Lebensjahr Vollenbete, ist gestern morgen gestorben. Wer du ihm bist? Sein deutscher Maler, Die Liebe hat sich dir gefeilt, Und dankbar beugen wir die Knie Dor dir, du ftiller, treuer He.d ' Ein deutscher Dichter. Detlev von Lilien» cron, nun auch schon manches Jahr bei den Unsterblichen, hat einst Hans Thoma öiefe -Sorte Augcrufen lieber fünfundzwanzig 3aftr>* sind feit - bem vergangen, dem sechz gsten DebuU-^.age des Meisters ift der fiebenzigste, d r asi-t aste, ist vor wenigen Wochen der fünfundacf-tzigste gc c. it. In nimmermüder Arbeit fcfra'ric der Greis, mancher weise Spruch ncrlieft feine Wertstatt samt manchem meisterlichen W rt, und wir hatten uns so an diesen Besitz gewohnt, daft wir den Künstler auch als Mensche für unsterblich hielten. Cs war ja etwas von QU-ft thos um ihn, dessen Jugend in der groften Zeit Der groben französischen Meister lag, dessen F.ühwerke deutlich zeigen, in wie bewusster Qlrbeit sich Thoma fein Handwerckszeug gesammelt hat Deine 3u- gendbilder hängen neben denen, die vor d.nn Beginn des Impresironisrnus baticren ein Dsiick Geschichte der deutschen Malerei des neunzehnten Jahrhunderts. Aber das war der Anfang Sicherer und eigener wird die Technik, klarer und deutlicher der persönliche Zug des Künstlers, bis schliefst ich uns der Mann erwachsen war, den wir so lieben, der vielleicht noch mehr Besitz des deutschen Dolkes geworden ist, als sein grofter Dorgänger Ludwig Richter: und der menschlich tiefer und künstlerisch wertvoller ist. Das Geschick hat ihm zum Beginn seines Erdenwallens ein Geschenk gemacht es lieft ihn im Schwarz wa 1 d zur Welt kommen, desien frische und starke Lust, beffen Hoch Senen mit ihven fanftgsichwunzenen Lini n fv g nz .Heimat" sind, und dessen helles Laubgrün seit a.:> mit der schweren Dunkelheit der Dannen tontraftiert. So hat er das Wesen deutschen Landes und deutschen Volkes als Kind in sich aufgenommen; so ist ihm aus dieser Landschaft dw Heimat erwachsen, die nicht an den Ort gebunden ist; so hat er die Ruhe und fülle K^ast gefunden, die der GrundAug feines Wesens sind und die allen lange verschüttete Kindheit und längst verlorenen Heimatglauben wieder erstehen lassen. Hier lag seine Kraft und feine Schwäche Wenn jemand dem Riesen gleicht, der seine Kraft immer wieder gewann, sobald er mit seinem Sufte die Erde berührte, so ist es Hans Thoma. Die Erde ist fein ewiges Thema. Rcttur. Landschaft . . . wieder und wieder malte er sie, und ganz gleich, wo er sie fand und wann er sie malte, sie bekam überall etwas von dem mit, was wir Erde nennen. Mutier Erde. Das ist schon in seinen frühesten Bildern zu spüren. Ec de ist das Thema seiner Bilder, die den Menschen in die Landschaft hineiubeziehen Eine Schwar;wald-Lanöschaft. früh "ngä-;uft taucht vor uns auf . . . wie oft hat Thoma sie gemalt mit dem saftig-zarten Grün der Wiesen, dem kaum blätter überhauchten Geäst der D iume . und irgendwo verloren wandern ein paar Menschen, fVielen Kinder frohen Ringelreihen, Kinder der Heimat alle, alle der Erde entsprossen und im ornex-ften eins mit dieser deutsch m Erde Der Cinunddreiftigjährige malt ein Bild, das im Stoff, in der Kompofition oft vor ihm. oft nach ihm dagewesen ist, ein einfaches Bauernmädchen, das Hühner füttert Aber wie das Mad-chen den Kopf zu dem Federvieh hinabneigt, voll Liebe und Müttexlichkeit ... das fnrnte nur et; drs ist wieder dies feste Derbund.nfein mit allem Lebenden. das Band, das Mensch und Tier und Landschaft zufammenlnüpft zu einer groben Gemeinsamkeit Und noch ein anderes Bild, noch zwei Jahre vor diesem entstanden, noch bekannter, weil eS der Ansangsgeschichte der modernen Malerei angehört, erscheint vor uns. „Sie Räherin". diese Frau, die mit einer Handarbeit am offenen Fenster sitzt Sülle der Arbeit ist um sie. ein ftischer Wiesens!rauft vor ihr bringt das Drauften hinein, das vor dem Fenster ist. Sommer und Sonne Hingen hinein: ein Bild deutschen Heims in seinem schönsten Sinne. Es ist eine Selbstverständlich? sit, daft dieser Künstler jeder Sensation aus bem Wege ging. Oder richtiger, er brauchte ihr gar nich aus dem Wege zu gehen. Denn seinem We ei ca e f emd, Don sich reden zu machen; seinem Künälertum war es fremd, sich in Crpecimmten zu. d er fieren Etwas von der Weisheit Lionardvs steckte i.i ihm, unbekümmert um Zeitströmungen ging er sei e-i Weg, seine Kunst ist zrellos. Manch ■üner un e er modernen Maler hat zu Lebzeiten höhere Preise für seine Bilder erzielt, ist für die Sotto dlungi einer Epoche vielleicht bedeutender gevefen irnb nimmt in mancher Geschichte der Malere- des 19. Jahrhunderts einen gröft c n Pst ein. Aber hier ist die Scheidung am klarsten zwi ' ?n dem Ratur-Maler und d. v rhe r cheiden Meinu-g kann man damit rechten, dah im Laufe des heutigen Damsrag ei e positive Lösung auf Grün., .vv-. der Teimlt lungsvcr chäg> uno unter Aus sä, .r klung des Art. 48 erzielt werde. Der neue badische Staatspräsident. Karlsruhe, 8. Rov. (TU.) Dec badische Landiag wählte i en Minister für Kultus und Unterricht Dr. e l l p a ch l^Dem.) mit 61 von 71 abgegebenen v änmen < um Staatspräsidenten, und iü n Minister des Innern R e m m e l e iSoz.) mit CO Stimmen zu seinem Stellvectreter, ZumPraftDentendceLanvrages wurde Zentrumsabgeordneter Baumgartner mit großer Mehrheit wiedergewählt. Die Landtagskandidaten der Deutschen Dolkspartei. Die Deutsche Volkspartei in Hessen hat für die Landtagswahl, die ?u lammen mit Le: Re chst g n uw-h. an 7 De mbe stattfindet, felgenden Wahlvorschlag auge'tcllt: 1. Ling l.ey, Rechtsanwalt, Darmsla-t; 2. Sch tt, Landwirt und Bürgermeister, Uffhofen (Kreis Alzey); 3. Birnbaum, Frl. Maria, Lehrerin, Gießen; 4. Scholz, Kaufmann, stellv. Prä ident der Mainzer Handelskamm.r, Mai z; 5. Henry, Zi n- mermeifter und Stadtverord..eter, Darmsta-t; 6. Dr. Äicpcth. Dürgerm i e:, Kr is russchuhmi .- glied des Kreises Lauterbach, Schlitz; 7. v. Hchl, Fabrikant, Worms; 8. Dr. Keller. Oberstudie i- direktor, Büdingen; 9. Läufer, Arbei ersekretär und Stadtverordneter, Darmstadt; 10. Heyne, Re- g.erungsrat a. D., Offenbach; 11. Dubors. Leh er, Kreisausschuhmitglied des KreifeZ Beshem, Lampertheim; 12. Wolf. Lm'wirc. Albig (Kreis Alzey); 13. Deinhard, H ustrru. Darmstadt; 14. Müller, Kaufmann, Bad-Ra hem; 15. Düräl in, Pfarrer, Michelstadt i. Odenw.; 16. Pennrich, Deigeordnet r, Dingen; 17. Dr. Fuchs, De erinä «• arzt, Wimpfen; 18. Möllrnger, 'Zurecubeamtin, Pfeddersheim; 19. Schön ag, Schoeft.ermcister, Mainz; 20. Jost, Lehrer und Stadtverordne er, Offenbach; 21. Schudt, Landgerich.Sdicektor, Gießen. Tirpitz, deutschnationaler Spitzenkandidat in Bayern. München, 8. Rov. (TU.) Die Vertreter- taoung der Deutschnationalen Volkspartei für den Wahlkreis Oberbayern-Schwaben nahm mit stürmischem Beifall die Rachricht auf, dah der Groh- admiral von Tirpitz sich bereit erklärt hat, die Spitzenkandidatur für den Wahlkreis Oberbayern- Schwaben anzunehmen. Die sozialdemokratischen Kandidaten für Berlin. Berlin, 8. Rov. (Priv.°Tel. des WTD.) Gin auherordentl'cher Berliner Dezirksparteitag der Sozialdemokratie stellte gestern die Kandidaten für den Reichstag und Landtag auf. Auf der Reichstagsvorschlagsliste für den Wahlkreis Berlin marschieren an erster Shelle Crispien und Hugo Heimann, auf der Vorschlagsliste für den Wahlkreis Potsdam II Zubeil und Eduard Bernstein. Aus der Landtagsliste für den ersten Wahlkreis Berlin steht an erster Stelle Paul Hirsch und auf der Liste des zweiten WahlkrPotsdam i FriedrichBa r tels. Ferner beschloh der Dezir8Parteitag, dem Parteivorstand zu empfehlen, Adolf Hoffmann an sicherer Stelle auf die pveuhische Landesliste zu setzen. Die gemäßigten Sozialisten gegen Landtagsauslösung in Lachsen. Dresden, 7. Rov. (TU.) Die gemäßigte sozialdemokratische Fraktionsmehrheit des Sächsischen Landtages hat beschlossen, in der morgigen Sitzung des Landtages gegen die Auflösungsanträge zu stimmen, sich also Über den Beschluß des Leipziger Landesparteitages hinwegzusetzen. Wahlkampfzwischenfälle in Halle. Halle a. S., 7. Rov. (TU.) Am Schlüsse einer deu t fchn a t i ona len WcchlDersammlung kam es zwischen Angehörigen des Reichsbanners und des Stahlhelms im Saale zu einer Rauferei. Da auch die Polizei angegriffen wurde, machte sie von ihrem Gummiknüppel Gebrauch. Die Reichsbannerleute versuchten, die Versammlung des öfteren zu stören. Dor dem Versammlungslokal hatten sich ebenfalls Hunderte von Personen ein^efunden. Die Polizei mußte die Straße wieder räumen. ( ■■ ■ —— ' Das deutsche Kolonialeigentum in Kamerun. London, 7. Rov. (TU.) Am 24. und 25. Rovember werden die von der englischen Regierung in Kamerun beschlagnahmten deutschen Grundstücke und Plantagen mit einem Gesamtareal von 50000 Hektar oder 100 000 Morgen ohne jeg liche Einschränkung zum öffentlichen Verkauf angeboten. Das Angebot der Firma Henton u. Son umfaßt 58 Einzelobjekte, deren Größe 35 000 Hektar oder 70 000 Morgen beträgt. Die Versuche der englischen Regierung, diese Besitzungen im Jahre 1922 loszuschlagen, wobei deutsche Käufer ausgeschlossen waren, haben sich als erfolglos erwiesen. Diesmal sind deshalb auch deutsche Käufer zugelassen. Japan in China. Die Politik der Nichteinmischung. Berlin, 8. Rov. (TU.) Don einer hervorragenden, mit den fernöstlichen Angelegenheiten bestens vertrauten Persönlichfeit wird der Tele- graphen-Union mitgeteilt: Die japanische Regierung ist nach wie vor bemüht, das Unruhezentrum in China zu beschränken, ohne dabei Chinas Souveränität zu verletzen und ohne die Politik der absoluten Richteinmisch- ung aufzugeben. Diese Politik schließe jedoch die Ergreifung von Maßnahmen zum Schuhe der japanischen Untertanen in China nicht aus. Japans sehnlichster Wunsch sei, daß China seine eigenen Angelegenheiten selbst ordne, denn Japan fürchte, daß in diesem wichtigen Augenblick irgendwelche Mißgriffe zu einem Mißverständnis mit den anderen Mächten und damit zu einer neuen Storung des fernöstlichen Friedens fuhren könne. Das japanische Kabinett und die Wirtschaft verfolgen die Vorgänge in China mit ernster Sorge und erwarten sehn» lichst die baldige Einstellung der Feindseligkeiten, die bereits eine ungeheure Depression zur Folge haben. Japan werde nicht zugeben, daß man China zu einem zweiten Dal kaust aa t macht. Eine Militärdiktatur Tschanglsolins? London, 8. Rov. (TU.) TschangtsolmS Vorirupp« . Haven Peking erreicht. Dte Rationalkonferenz ter chinesischen ®cne» rate unö tütjirenben Politiker, die die neue vvaars- forrn festsetzen sollen, dürfte erst in zwei Monaten stattfinden. Dis dahin soll China von einer Regierung beherrscht werden, die beit Charakter einer Militärdiktatur trägt. __ Deutsche nach Südafrika! Rach dem Kriege hat infolge der stark eingeengten wirtschaftlichen Verhältnisse die Auswanderung aus dem durch ten Versailler Vertrag an allen Gliedern verstümmelten Deutschen Reiche außerordentlich zugenommen. Leider haben die Auswander er st röme.-Pcht immer den Weg genommen, der für d^s Deutschtum im Auslande, wie auch für das wirtschaftliche F)rtkornmen der Auswanderer auch nur einigermaßen günstig war Zum Te l sind sie amerikanischen Qtndspckalanten zum Opfer gefallen, z. T. haben sie in ohnehin stark mit Arbeitskräften übersättigten Ländern nach wenigen Monaten schmählich Schiffbruch erLtten. Ein Land, das für deutsche Auswanderer nach den Vorkriegs.rfahrunaen in erster Linie mit in Betracht kommt, ist Südafrika. Rachdem in Kapstadt mit der neuen Regierung des Generals Herzog in die Behandlung der Deutschen eine gewisse versöhnliche Rote gekommen ist, wird man immerhin die deutschen Auswanderer auf Südafrika Hinweisen tonn n. als ein Land, in dem f-e unter dem stammte wandten Davenvolk nicht nur wirtschaftliche Ans ichten, sondern auch die Mogl chkeit hrben, politisch eine gewisse Selbständigkeit behaupten zu können. Van Interesse ist der Dnes cines seit langen Jahren in Transvaal heimtsch gewordrnen De»t chea, der uns von geschätzter Seite zur auSz gswersen Deröffett- lichang zur Verfügung gestellt wrrd. Es heißt dort: „Wir brauchen Einwanderer. Unsere neue Regierung ist breit, Land wie Gerätschaften zu äußerst vorteilhaften Te ingungen an deutsche Einwanderer zu g ten, um den Le atm al e Mög- lichkeften rmd den 2In eiz zu g^ten. sich hier eine Heimstätte zu gründen Die Deutsche i werden von der augenbl cklichen Regierunf sicher vorgezogen werden, weil sie einmal politisch b'e jetzige Regierung unterstützen würden, außerdem, weil die bereits hier heimisch geworde ien Deutschen glänzende Beweise ih er Tüchtigkeit Arbeitsamte t und Ausdauer geliefert hrben. Man wi d sie daher vor den Engländern entichieden bevorzugen. We'te, früher unwirtliche Strecken in Südafrika haben Deutsche zu den heute blühendsten Firmen umgewandelt. De Deutschen tekanea den Boden sozusagen für nichts, heute sind ihre F armen mehr als 10 Pfund Sterling pro Morgen wert. Da wanoern so viele von HauS aus — warum nicht nach hier, wo sie unter de n 'Suren- Volk so beliebt sind? Wir würden uns besonders freuen, Leute der alten Heimat zu bewillkommnen. ES müssen natürlich Männer von der Scholle sein, arbeitsame, knorrige Dauern, keine Kaufleute. Auch müßte sch eine größere Zahl zusammenfinden — Land genug ist hier im Ueberfluß. Jeder Zuzug von Deutschen wurde unsere Position hier außerordentlich verstärken." Aus aller Welt. Schweres Explostonsunglück auf der Zeche Mont Cenis. Herne (Wests.), 8. Rov. (TU.) Gestern morgen um 8,35 Uhr explodierte auf der Zeche Mont Cenis eine Benz o l - Dla se. Es entstand eine furchtbare Explosion Sämtliche Feucrw.hren der Umgegend eilten zur Stelle und Krankenautos schafften die Verlebten fort. Sämtliche Straßen der Umgegend wurden sofort abgesperrt und die nächst gelegenen Hu'er ge- räirmt, da man neueExplosionen erwartete. Zu drän Drandu-glück berichtet unser Sxiterior* respondent noch folgendes: Ein furch ba.er Knall, der kilometerweit zu hören war, erchütterle heule früh um 8,35 Uhr die Lust. Die Explosion war so stark, daß in den umliegenden Straßen sämtliche Fensterscheiben zersprangen u d Türen und Fenster zugew^rfen wurde:,, xin einer Schule stürzten die CBäirte um und die hinter ü&enarmten sich g-gendeteig, so daß eine Aazahl leicht verletzt wurde. Die Devoltevung wurde von einer Panik ergriffen und altes stürzte auf die Straße. Bald nach der Explosion rückten sämtliche Wehren ler Umg g nd an u d versuchten das F uer zu löschen. Die Fe e W.H.- muhte sich darauf beschränken, die benachbarten Gebäude zu sichern. Daß die Anzahl der Opfer nicht noch größer ist, Hut fernen Grund da. in, daß sich das Unglück nicht wählend der Arbeitszeit sondern während der Frühstückspause ereignete, so daß nur zwei Leu e in dem Raume anwesend waren, die schver verletzt wurden. Äe anderen verwundeten 21.tri ter wurden durch dm Luftdruck 10—20 Meter weit durch die Luft geschleudert. In den Rachmitt(anö“ wurde vom Süddeutschen Schvxmmverband wegen unsvortlicheL, Denchmens bte auf werteres mit Startverbot bestraft. Wettervoraussage. Rachtfrvst, tagsüber wenig milder urtb zeitweise ausheiternd, nördliche bis ostüche QDntik.. trocken. Aus Stadt und Land. Gießen, den 8. Rovamber 1924. Gießener Wochenmarktpreise am 8. Rovember 1924 (Händlerpreise). Es kosteten: Butter, daS Pfund 2.00—2.10 Mark, Matte 35-^0 Pf., Käse 75 Pf., Wirsing 7—8 Pf., Weißkraut 4—5 Pf., Rotkraut 10 Pf., gelbe Rüben 10 Pf., rote Rüben 10 Pf., Spinal 30—35 Pf., Unter-Kohlrabi 3—5 Pf., Grünkohl 15 Pf., Rosenkohl 50-60 Pf., Feldsalat 40 Pf., Tomaten 60 Pf., Zwiebeln 12—15 Pf., Meerrettich 35 Pf., Schwcn^mrzeln 30—50 Pf., Kartoffeln 5 Pf., Aepsel 10-20 Pf., Dirnen 10-18 Pf., Hoirig 40 Pf., junge Hahnen 1 ML, Suppenhühner 1 ML, Gänse 1 ML, Olüsse 60 Pf., Gier Stück 18 Pf., Blumenkohl 020—1,50 ML, Endivien 15—25 Pf., Lauch 5—20 Pf., Rettich 15 Pf., Sellerie 10—40 Pf. Liwer guder Zeidungsonkel. Es iß wider emal e Woch er um unn da maS ich dihr schreiwe, wah ich in dere erläbt unn ge« Herd hob, unn zenäxd hob ich mich schonn am sonndag morche fehl schiwwelich gelachd fon Wege dem wißcwägk hinne noch dem silvs)fs- wahld fon dem de jo aach schorm emol w)S gedruckd hadst. Alßo wo en Wägk iß, do war etzend wider kan WägL net unn da sein ich grob dezu komme, wi aner hobt grob for dem Wägk Schu unn schdrimb auhgezoyge Hot umr Hot fei sta dorchs Wafer eciwwer uff bl anner seid ge* Hockgeld urm bi fra Hot gekrische. gekrische h)t se, unn di Leu, bi wo debei geschdanne unn ac»ch zugegukkd hawwe, hawwe nach gekrische unn ge- lagtb unn gesachd eh währ nxirscheins e Schdadt- roat, der emol briefe dähd, ob bei gedruKtes acrch wärÄich war gewäse währ unn en annerer Hot gesachd dordenauh hädt kc» borchermasder unn auch fa debeiferordneder fan Schbciztergangk net denn sonht wähm dord aach scho längsd dorch bi Wisse bääm geflanzd not fon wäge dem s ogenannde bubligum unn not fon Wege bene Hitz wo hecheve Herrn net gern drin schbaziere geh du he« unn deh flasder awwer wer fom Riebsame eyend itotoeral fei cmßgepflickd unn do gings sichs bässer druff urm di Schdadt hädt etzend dehhalb nach kan Penning schille mer wo se doch friher emol ka schwimmbix net nöbig hat um in de Badtze schwimme ze kenne wofvn ich der awwer nix net ferschdeh. Awwer fon wegem gäißer stasder do h)w ich dann so in meim sin gedochd das eß bahld winnder werrn duhn dähd, denn die schdurrende forme wider, uf däi die gäißer mäderrrcher scho so org langh getoarb hawwe fon wäge dem selderswäg- bummel un wo immer noch ze wehnig rahdfarer druff sinn awwer fei schuzmann net je sinne ih unn woh aach imer am scheudsde for uns buwwe un die schdurrende unn die rahdfarer iß wann woh ka schuzman der doch bester bejatt werd sich net sinne löste du Hb unn mei Dadoer sächd, e r währ emol uff eme Wägelche hinner watzeborrn inngeschlofe urm doß habt en gfet e bolizeischduof gekoßd weil er unn der scheundarm gans alleiche uf bäte lehre lanbschdroh gewäße währn unn dehm sei bichelche nach noch gans lehr. Unn bo denk ich ewe grob in meim sinn an unhem Herr leerer. Der sächd gjeäbern in der schul ich hädt grob e vdrografie als wi deh Kallche auh ber Zohelsgah unn bei dem tennb ich sogor noch w)ß in dere odrografie lerne un do f»b ich mich domm gsschdelld un hob in meim sinn gedachd nix gewissses weis mer net. un dann Hot er ge- sochd ich kehrn in die Hilfsglaß un wo ich gedochö hob for waß werschde dann bejold un mid bene richdi-ge odrograftsche kan jeber schul Halde un kohnfirmird werm ich doch, wo mei Vabber gesachd Hot ich svllb fchusder werrn, wo ich owwer gesochd hob, woß meege deß for schdiwwel sei wo mer etzend scho f,r fexmackfustzich tm lahde kaafe kan urm woh dann e richdiger fchusder wann der so woh mache buhe dähd aach grob so lang läwe kennd alß wi so fawrickschbiwwel h<Äde duh nemlig so zwelf biß mibbag. Unn iwwerhaubt unn so loh ich mer im lewe net forschreiwe woh ich werrn duh will unn doß woh mei Dadder iß krichd alh ugelärnder arweider beinache grob fe stehl alh so e annerer unn dehhalb braacht eß kam Kallche net angsd ze fei unn außer hergodt fer° lähd fan Zotzelsgäher net. Doß sole sich ale bi merke, bl wo noch net difelb bildcng hawwe wi ich. Ale Dog howwe mihr Duwe seidhär uff ber Lahbrück geschdanne unn hawwe dem hog° woher zugeguckd owwer ka Laich 13 net go« schwumme komme un bi Waise Ende howwe aach ka Ajer net ufS inselche lehge kenne fom Wege dem Hoche was er unn In dein ferner sinn zwa fvm miller seihner bahdeanschdalb ujss inselche geschwohme wo mer owe fon dere briet aus zwa Ajer Hot liche seh un Wolde fe hohle un tot fe hinn komme sinn toom fe auhaeblose gewäse unn doh Hot aner fon unherm freioat gedan gehapph un ber fom Miller wahr der geuhte. ich schreib dersch, ich wor debei. Uirn iwwer bei ingesandrs liewer guder Zeldungsvrrkel, hoto ich lache misse fon Wege dem Ackademia singe unn dem saufe unn de schdurrende un wos bene bastem mlhd, too wilder emol bringfe un singe dhun. Mei fadder der wo doch e arweider is un net in dere Deine gägent fon dere unniferhidähdsbiwtollodeck wone duhn dähd der hvt gesochd: aha, Hot er gefecht, alleweil hawwe mer die frischer, m i r bototoe un&er lebdvg net gebimngfe net unn aach net ge- Frische nett urm eich sein aach net debei gewchh *•*« Sub. nt) »>♦* Nt Ddri< nug 1«®2 ?V»C 0, 1 ^elften Land. •*»»21 Preise «Mt)( K Mitling tlrout 10 ®r J Wi Mol Jk Mtfobl Malat 40 ®f. *t, UtentttiA H., Äartotfeln I 10-18 Vf., ®t, Vuppa> e » Wh Sier i,50 M, 9i> Artlich 15 Pf., Sonkel, m unn ba nui erläbi amt ge> ich fchom am hm totgt em fifobfa 71 enul ttn« f ih, to övr sein ich grob ic dem Mgk um h)t sei inner seid y ekiiche h>l k me unn nach irische um gt- -in8 e bchtodt- gÄkuDes auch ärmerer (rot ge- nfber um auch jangf rel dem torcf) di Wisse m sJgenannde >ig tro hechete butjn um beb rye.td tatoeral s basser druff halb «ich km friher em>l ka Zadyk schwimme i net ferfchdch. o h |oqor «vch 2 0 >b im simt )llNN Hot ivoichS^ V isflä stes ^r?#uS toi««* S S84s । KLia bo»0* hMS I^Tfem WS' vM «Tun »’’S KZ rE-sn bene fütf in de re Kchdroß beihm schwannetoirb e rägetoaßertantel vbgerisse un dodebei fan se h>n eme nxpbar der tpo fteßaficß wond gefäh toorrn, der do wäge seim Hertz nvchds nl nett schlofe tuimb, unn wäi Io gege siwwe der schwonewird enblig auf) felm bäbt er auf) gegrawwelb iß unn seihn schrdde be- sLhn Hot, l>o Hot er zc feim nxhbor eniwwer gerutfe: nochbor, doh ttnrn Widder emol bi fer* txnrnnbe Schburrendcl unn der nvchbor hol ge- lnchd mrS maul geholde urm toi iwtoer-S johr dem schtovnewird sei anzig Dochder ahn fon bene feberinährmeditziner geheirvb hob, do hol sich der schwcmetoerb an ageduddell) un hol alb sein schtoigerson umärrmelb un Hot gesungc: siesat agabebmio un us ber gab Hot erS a-ach noch go- funge un ber nvchbor Hot -ugegu^gd un h)t sich itotoer den agadehmiker droh leim hiebe Herz schiwwelich gelachb un der wo sich alleweil qe- äkgercherb hol unn d«S ingesandte- gemochd Hot. sol doch aach sei dochder cm sr an serhcirade idd doch so en schbu-renb ni net in de Zoyelsgab eine heirade dhub weil dorb e h t n b ka reich mädche net mehr toone du Hb — hm toege — unn dan Hot mei sabber gelochd. der wo bxf) nach e gescheiber maim ih. iwwerhaubt solld mer all die kerl die too schcrn cmol itotoer bc Dvrschd gebrunfe hatotoe, abhaue obNtr abbaue un do solb mer in bere unnifei-schibädsschdabt bemit afange un bart gäbä bläy for all bi too 1 ich im lewe rod geärcherb hadde un er atotocr bäbt sich noch net rod geärcherb. so hol unher fadder gelachb unn mei ^Rubber hob gelachb, itotoerhaubl unn so si dähd am libsbe an en schdurrend ferrniede, too täm gelb inh Loscht un die DSchber fennbe banze geb tmn so aner berfb aach emol bachtoaher drinbr, beim des Lätoe wehr korz unn die schdurrends dähde des bihr unn de Wei net mache unn aach net alle! bringfe unn di too bl bolezeischdrohz mache bähde solde se aach bezole un in s) e fei firbel alf) tovh an bere uniferschibäbsbitowliodehk ih bähd se aach gnrti gern ziehhe un fe toold mit dehm infenber bausche. ,Mer bfettoe häi!" bot mei fadder gesachb, wann dich ototoer ber Schdick- rab mit felbm Deine neu he au donrobiehlmewe l- woge umsonht hie brinqb, dann s)l mersch rächd fei, be kannzl aach einsbtoeil häi ze bohe afange. eS bau Hb neebig. unn do hob ich gekrische: Dadder mer bleiwe in unserer gab unn bo bleitoe mer aach weils bo am schsensle iS. Debendtoege finge bi Vchdurvende doch unn aach annere öeub umt gekrische werd iwwerall. bet Kallche auS de ZohelSgah. * Eine Rätselecke. Zur Dere'.cherung des LlnterhaltungSteils unseres Blattes haben wir eine Rätselecke eingeführt. Die ersten Aufgaben sind in unserem heutigen Blatte enthalten. Die Rätselecke toirb wöchentlich einmal erscheinen. Möge sie bet unfern Lesern eine freunbliche Aufnahme ftnbcn. 0 Sine Studiengefellschaft zur bestmöglichsten industriellen Verwertung ber oberhesfifchen Braunkohlen. Don gutxnrterricbtrier Seile ersah en wir. bah zur Zeit Verhandlung^ ztoifche.i der bcssifchen R^gierning, aiS B si,c in b r obechcssi- Draunkohlengr.ib.m und des Kr. ftwe k SBiölsers» heim, und der Frankfurter GcSg.s l fchast A D. in Frankfurt a. M., als S:gcntümartn der Getoerk- schaft Friedrich in Hungen, g führt werden, die demnächst wohl vertragt che F rnxen an nehmen toerben. ® d.xcht ist zunächst an d e 'Bildung einer Ctubiengcf ll chast zum Zweck' de? St b um? dn: Bestmöglichste - industriellen Verwertung der ober- hessischen Braunkohlen in technischer und wirtschaftlicher Dezi.Hang (Verschwe u g. Vergasung, Or^eugung von Elrilr zitat, Brikett erung). Das nottoenbige Betriebskapital der Ltubieng e^lschast soll von beiden Teilen gleichinäbig aufgebracht toccben. Die Führung ber «Deschüfte ber Ctub en- gesellschaft soll ber GaSgeselifchast» übertragen werden. Richt ausgeschlossen erscheint es, dah bis Ergebnis der vertraglich vorzunehmenden Aib.ite.r der etubleng dem bekannten Rom«i von Tolstoi beirb-i.ee F lmlch-.iu'piel ..Die QHaf)l der Finsternis' — un.er Mi toirtu.-g der Mitglieder des ..MoSkiuer Künstler-ThvaterS" aufgen mmen — z ig to r> lich gu c L ifhingen der Dar eil er. Io baß ber 5 Im auf einer ga ö b achtei^ rer cn Stufe steht. Ferner g langt ein t stlicher Lust Piel chl >ge „Fil und For old Ard.itslo e' zur Doriuh u >g. der die Lachmuskeln nicht zur Ruhe loinmei läßt, sondern immer aufS neue stürmische Heiterkeiis- ousbrüche hervorruft. Wer sich einige Stunden gut unterhalten will, versäume nicht, die Vorführungen zu besuchen. Vornotizcn. — TageSkalender für Sam «tag. Ruderilub .Hassia" 1906. 8’/j Uhr: QHit^liebcr- rerfammlung im Bootshaus. — Turnverein Gie- ßen v. 1846. 8 ilßr in der Turnhalle: Winter- fest — Volkshochschule: Vorlesungen. — 8 Uhr: Musikalischer Abend zum Besten der Klern- 5prnberbewahranstalt im Saale des Realgymn- simns. - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Gräfin Donelli". — Astoria-Lichtlpiele: »Z. R. 3' — Tageskalender für Sonntag. Stadttheatcr, 63 4: „Die Räuber". — V. H E., 9 Uhr vorm.: Wanderung. — Gesangverein Heiterkeit, 4 Uhr: Konzert in der Reuen Aula. — Matthäusgemcinbe, 3 Uhr: Stadlkirche Gemeindeabend. — Gvethe-Bund, 8 Uhr: Kaufm. Vereins Haus: Schiller-Frier — Wartburgvercin, 8! Uhr: Markussaal, Lichtbilber-Dortrag. — Lichtspielhäuser wie Samstag. - Aus dem Stadttheater-Bureau wird uns geschrieben: 3n ber morgigen Sonntag- Auf, ührung der ,.R äube r" sind tn Hauptrollen beichästigt die Herren Tclekt), Norfolk, Juhnke, Goll. Schubert. Basto Hoff- m a n n und Frl. B a ch f e l d. Für den erkrank en Herrn Dolck toirb Herr Hans Rerking vom Frankfurter Schauspielhaus in ber Rolle des alter Moor gastieren. Die Vorstellung dürste sich in 3 Stunden abwickeln, da die Spielleitung den größten Wert auf schnellste Verwandlungen gelegt hat. — Es sei nochmals auf den Vortrag von 5 rau Irene Tr iesch am Die iS tag, dem 11. d. MtS., b.ngew.e en, für den sich erfreuliches Interesse zeigt. , , — Der Goethe-Bund veranstaltet am nächsten Sonntagabend eine Schiller-Ferer, in deren Mittelpunkt ein Vortrag stehen toirb über das Thema: ^Schiller und der Grdanke ber Volkserziehung". (Siehe heutige Anzeige.) — D i e Vortrags - Vereinigung hat zu ihrem zweiten diesjährigen Vortrags- Abend am nächsten Donnerstag (Lichtbilder- Vortrag über den deutschen Meister Wilhelm Dusch) den durch feine früheren Dorträge hier bekannten und trefflichen Mristec der Redekunst Dr. Alfred K o e p P e n, Dozent für Kunst und Kulturgeschichte an ber Humboldt-Hochschule in Berlin, gewonnen. Der Künstler wird, wie man uns schreibt, im ersten Teil seines Dortrages über die Bedeutung und die Werke Wilhelm Buschs sprechen, auf dessen Dielseitigkeit eingehen und insbesondere das Wesen ber Duschiade erläutern. Der 2. Teil bringt bann eine Vorführung von Lichtbildern aus sämtlichen Werken von Wilhelm Busch. An Hand dieser köstlichen Bilder toirb ber Vortragende in das Wesen unb in die Art ber Kunst Wilhelm Buschs, in seine Zeichnungen. Linien. Gestalten unb Handlungen einführen. (Siehe heutige Anzeige ) — Kant-Dorträge. Man schreibt uns: Die im Arbeitsplan ber Dolkshochschule angezeigten vier Kant-Vorträge von Unw.-Prvf. v. Aster b.ginnen am Donnerstag, 13. November. (Näheres in ber heutigen Anzeige ) Ratset-tocne. Zahlen'Rätsel. 1. 2. 3. 4. 5. 6, 7, 8, 9. 10. 11, 12. 8. 13, 5, 1. 14. 15. 5. 13, 13. 15. 5. 16. 9. 15. 10. 14. 13. 5, 17. 8. 11, 16. 8, 5. 6. 18. 5. 11, 14. 5. 14. 19. 10. 6. 2. 11. 8. 11. 6. 8. 3. 4. 6. 5. 11. 7, 15. 15. 8, 10. 15. 2. 11. 8. 11. 9, 6. 5. 20. 5. 7. 9. 14. 2. 10. 15, 19. 5. 3. 21, 15. 2. 11, 15, 19. 8. 2. 7. 2. 6, 9. 16. 19. 11. 8. 20. 15, 2. 11. 2. 7. 17. 14. 14. 8. 8. 15. 6. 5. 11. 14. 22. 5. 5, 1. Die vorstehenden Zahlen lind durch Buchstaben zu ersetzen, wobei sich die einzelnen Zahlen immer auf den gleichen Buchstaben beziehen. Die entstehenden Worte haben folgende Bedeutung: 1. Italienische Landschaft, 2. Gewichtsbezeichnung. 3. Dramatische Perlon bet Shakespeare- fchen Königsbramen. 4. Alt. öm scher Geschichtsschreiber. 5 Porz ll in Art. 6 R rbam r kmischer Staat. 7. Inbiancrstamm. 8 Niederländischer Maler, 9. Germanischer Volksstamm, 10. Fluß In Hinterindien, 11. Stadt in England. 12. Gvtenkönig. 13. Englischer Astronom. 14. Hrrn r>che Dichtung, 15. Südafrikanischer Staat Die Anfangsbuchstaben ergeben von oben nach unten gelesen eine nationale ZukunftS-Aus-, gäbe. Tilben-Nätskl. ak — ang — bei — Bel — cel — be — bc — dem — bl — c — ei — cn —- en — er — to — gen — gen — gmi — hau — b4 — ßo — ho — hum — t — t — l — ib — kra — la — la — le — le — Io — lu — Hf — mach — moS — na — na — non — ni — no — nvd — tvdi — nord — nym — v —. v — o t— ot — pal - po — re — rel — ros — fa — fa — fa — sä — fe — se — len — len — fon — tan — fe — te — ten — teS — vil — we — we. Aus ben vorstehenben Silben find 26 Wörtei zu bilben, beren Anfangs- unb Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ein Sprich wort ergeben (ch am Ende eines Wortes ein Buchstabe). 1. Planet, 2 Insel im Aegäischen Meer, 3. btblilOK-r Name, 4 italienischer Staatsmann. 5. Gefährt, 6. Prophet. 7. Schwachsinniger, 8 hornartige Masse, 9. Fluß in China. 10. Sohn Odysseus, 11. Stadt in Spanien. 12. Waffe. 13. Halbedelstein, 14. Fisch. 15 griechische Gottheit. 16 weiblicher Vorname, 17. Stabt in Holland, 18 Komponist, 19. Produkt von 25, 20. Musikstück, 21. Beherrscher der Insel SamoS, 22. nvrdamerikanischer Staat, 23. europäischer Staat, 24. Stabt in Thüringen, 25. Vogel, 26. Forscher. In diesem Zeichen siegen Sie! 8te sparen Zeit, Geld. Arbeit, wenn Sie In allen Worbe-Fr ar en unseren bewahrten fachmännischen Rat einholen und ihre Reklame-Aufträge für Anzeigen, Film und Plakat durch uns vermitteln lassen. Ala-Haasenstein 8 Vogler A.-G. älteste Annoncen - Expedition mit 30 eigenen Zweigstellen u. 200 Agenturen im In- und Ausland. Pfeiffersche Buchhandlung, Gießen Fernruf 1312. 8756A Volkshochschule Eietzen 4 Dorträge über 8767c Kant von Unioersitätsprofessor von After. 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So lieferte der erste Tag der obrrhrssllchen Landschultagung zwei wichtige Beiträge zur Klärung des Problems der Landschule. Kreis Schotten. Schotten. 7. Rov. Der Ll n terricht den Mädchensortbildungsschulen nun überall aus dem Lande begonnen. gröberen Orten werden bie Mädchen getrennt, in kleineren gemeinsam mit der männlichen Jugend unterrichtet. Es zeigt sich allgemein, dah die Mädchen aufmerffamer, williger und tätiger dem Unterricht folgen als die Dertreter des anderen Geschlechts, und man französischen Wunsch, deutsche Hafenstädte zu besetzen. so haben wir wobl Grund, von einer Bedrohung Deutschlands zu sprechen. Oberhessische Landschultaguny. (Eigener Bericht des »Giech. Anz.") Giehen, 7. Rov. Heute begann im Saale des Kath DereinS- hauses die oberhessische Landschultagung, die sich zum Ziel gefetzt hat, dc»s Problem der Landschule an Hand von Dor- trägen anerkannter Führer auf pädagogischem und schulpolitischem Gebiet eingehend zu erörtern. Lieber 300 Lehrer auS den oberhes fischen Dörfern und Kleinstädten nahmen an der Tagung teil. Mit der Veranstaltung war eine reichhallige Lehrmittelaus st ellung der Firma Dr. Wyneken verbunden. Der Dorsitzende des KreiSlehrerver- eins Giehen, Lehrer Michel (Wieseck), eröffnete gegen 10 Llhr die Tagung mit Worten herzlicher Begrühung an die so reichlich vertretene Landlehrersc^lft und die Dertreter verschiedener Kreisschulämter. Den Auftakt aur Tagung gab Kreisfchulrat Eckh a r d t aus Biedenkopf mit feinem über zweistündigen Dortrag: »Die Landschule alS A beits- und Gemeinschaftsschule". In äuherst fesselnder Weise klärte der Redner zunächst den Begrrff der Arbeitsschule, der slch in drei Ausprägungen darstellt: einmal darin, dab alles Leinen nach Möglichkeit zu einem freien geistigen Erarbeiten wird als Gegenstück zu dem Belehren und bloben Führen und Katechisreren, bei dem die Seele des Kindes untätig bleibt. Zweitens zeigt sich die Arbeitsschule darin, daß auch die Handbetätigung im Sinne des Werkunterrichts gepflegt wird, und drittens darin, dah das Aufnehmen und Lernen zu einem Stück Erleben für das Kind wird. Diese Arbeitsschule wenigstens im beschränkten Mabe auch in un'erer Lcnrdschule zu verwirklichen liegt im Bereich der Möglichkeit. Der Redner zeigte dann auf Grund feiner langjährigen Erfahrungen als Schulrat eines ländlichen Kreises gangbare Wege, wie der Gedanke freien geistigen Arbeitens in der Landschule verwirklicht werden kann. Die stille Beschäftigung in der einklassigen Schule ist zu 'einer bildenden Beschäftigung heraufzuheben, der Lehrplan soll möglichst wenig verbindliche Stoffe aufweisen, damit auf Kosten der Lückenlosigkeit eine vertiefte Behandlung einzelner Epochen und Sachgebiete ermöglicht wird. Durch diese mehr formale Bildung wird das Kind befähigt, nach seiner Schulentlassung sich durch selbständiges Denken und Urteilen gegen die Macht der bloben Lleberliefcrung und des Schlagwortes zu wehren. Die manuelle Betätigung kann als stille Beschäftigung oder in der Gartenarbeitsstunde gepflegt werden, im übrigen warnt der Redner vor der Lieberschätzung des Werkunterrichts. Im zweiten Teil seines Dortrages behandelle der Redner die Derwirklichung des Gemein- schastSschulgedankens in der Landschule. Der Sinn der Gemeinschaftsschule ist. das Schulleben so zu gestalten, dah Gemeinsinn und Zusammengehörigkeitsgefühl im kindlichen Gemüt geweckt werden, Dinge, die heute viele im Munde führen, deren praktische Betätigung aber so selten zu bemerken ist. Gewih darf die Schule sich nicht als Allheilmittel gegen die Schäden unserer Zeit ansehen, aber wenn wir ernstlich zur Gesundung unfereS Gemeinschaftslebens kommen wvlten, so muh schon die Schule Wege beschreiten, die unsere Jugend diesem Ziele näher führen. Aus der blohen räumlichen Verbundenheit der Schüler einer Klasse muh eine AlbellSgemeinschaft entst^en, in der gegenseitiges Helfen nicht nur erlaubt, sondern Pflicht ist. Dieser Gemeinsch'.ftsschulg dan'e läht sich in der ungogllederten Landschule mindestens ebensogut durchführen alS in der städtischen Schule. Gemeinsames Wandern und Fe'teseiera schweihen die jungen Seelen zu innige Gemeinschaft mit ihrem Erzieher zusamme i. Mit einem SEppeH an die Zuhörer, treu und hof.'nungsfcoh den neuen schweren Aufg ben entgegenzugehen m t dem Gedanken, die Fähe fest auf dem Boden der Wirklichkeit, aber die Augen dm Sternen zugewandt, schloh der Redner se ne packenden Ausführungen. Unter lebhaftem Be:fall des HauseS sprach der Dorsitzende dem Redner den Dank der Dersamml'.mg aus. Am Rachm.ttag brachte Kreisschulrat Dech- t o ls h e i m e r aus Cf enbach in feinem 03'rtr g „Der Landlchrer als Erzieher" grundlegende Gedanken für die Erziehungsarbeit in d.r Landschule. Der Erzieher ist zwar nur einer von den vie'en Faktoren, die am Erziehangswerke bet iligt sind, aber eS ist die Pflicht des Erziehers, im Kind sitt- Weltpofitifche Möglichkeiten. Das besondere Temperament, mit dem Tschitscherin und Herrin t ihrer Herzensfreude über die Wiedevaufnahme der französisch-russischen Beziehungen in etwas übereilter Hast Ausdruck gegeben haben, war für die Pariser und Moskauer Presse eine Heine Sensation. Die Freude hat schon ihre besondere Bedeutung, und wenn die „Rote Ahne" die Glückwunschdepeschen nur gekürzt wiedergegeben hat. so läht das auf eine — freilich wenig glückliche — Art von Rücksichtnahme auf die öffentl d>- Meinung Dru'sch'ands schlichen Wir quittieren mit Dank. Aber eS hätte des Derhängens der eruptiven Allüren nicht bedurft, um uns von der Bedeutung der allerneuesten französisch-russischen Herzensfreude für die Welt- pvlitik und die Weltwirtschaft — zu überzeugen. Schon alS Anfang Oktober auS dem fernen Osten gemeldet wurde, der biS dahin arvhte chinesische Bvlfchewistenfeind Tschangtsolin habe sich mit den Sowjets in der F a;e der Cstchina- bahn a u f f a l le n d freundschaftlich geeinigt, durfte man eine bedeutsame Situationsänderung vermuten. Ohne dieS hatte schon die sich plastischer hervvrhebendc russisch-japanische Derständigung den Gedanken her- vorgerufen. ob sich im fernen Osten nicht eine neue Mächtegruppierung anbahne, die nicht ohne Rückwirkung auf Europas Politik bleiben Ginne. AlS dann die französischen und japanischen Belieferungen der mandschurischen Armee offensichtlich wurden und Japan die ihm ergebene chinefische Ansu-Partei wieder in dcm Vorder- grunö schob, da erkannte man die neue Richtung schon deutlicher. eS zeigte sich eine neue Konstellation zur Verdrängung deS starken englisch-amerikanischen Sinslusfes in Ostasien. So trugen Ruhland. daS ja auch Sunhatsen auf ferner Seite hat, Japan und Frankreich die Weltpolitik in neuer Aufmachung in die chinesischen Wirren hinein. Praktisch bedeutet die (Beteiligung Frankreichs. dessen Handel mit China ja hinter dem der anderen Mächte zurücksteht, vorerst nur einen blohen Einsatz ins Kartenspiel, ia, eS hat in der Ostchinabahn- Frage durch den Llebergang der Dahn an Ruhland und den russischen Auskauf französischer Bahnakt.en wirtschaftlich zunächst verloren. Llm so gröber der Einsatz und Inn so gröherfauch die Hoffnungen auf die Zukunft. Worin dre zu erblicken sind, kann bei Kenntnis der svanzöfifchen Konttnentalpolitik nicht unklar fein. Oswald Spengler hat dieser von Rapoleon I. eingefädelten Politik das rechte Angesicht verliehen. wenn er überaus anschaulich darstellt, wie sie K ü st e n st ü h p u n k t e an den groben Meeren nicht von der öee, sondeon v «o m Lande her zu beherrschen versteht. Die Einkreisung des Mittelländischen Meeres, die durch die Staatenbildungen in Osteuropa seit DersailleS erhebliche Fortschritte gemacht hat, ist mir ein Beweis von vielen. Mit scharfem Blick erkennt das festländisch orientierte Frankreich die erfolgreiche Ausbreitung auch deS fowj et russischen Einflusses in allen Teilen AstenS, so auch in Chino und Indien. Lind da nun ohnedies Frankreich dem englischen ebenso wie dem amerikanischen Protektionismus abhold ist, kommt der franzöfischen RachkriegSortentierung nichts gelegener als eine Verbrüderung mit dem fo heftig bekämpften Sowjetruhland. Die Basis der 2Lnerifaner und Engländer ist von China well entfernt, sie sind cud) lediglich auf den Seeweg ongewiesen. Anders lägen die Verhältnisse für Frankreich im Falle einer gänzlichen Llebcreinstimmung seiner Politik mit der ähnlich orientierten russischen. Eine Trübung dieser sich vorerst nur in Konturen andeutenden französisch-russischen Kontinen- lalpolitik sollte aber von vornherein nicht aus- bleiben. Sowohl die Stellung Rumäniens, dem man ein Militärbündnis mit Japan der bessarabischen Frage wegen nachgesagt hat, als auch die der Kleinen Entente erzeugt Gewitterstimmung. Man ist sich aber bei uns auch schon in der Schule über die grobe Abhängigkeit der kleinen Versailler Staatengebilde soweit klar, dah man ihnen auch die Entgegennahme kleinerer Lheaterrollen aus Paris wohl zutrauen darf. Die eingangs erwähnte Herzensfreude hat schon in den ersten Tagen nach der Anerkennung ihre hochpolitische Bestätigung aus dem Munde des immer zynisch offenen Radek erfahren. Er läht sich über Frankreich in einem Leitartikel der „Prcüvda" hören, in dem er schreibt, die Interessen Frankreichs und Rublands stimmten völlig überein und ebensowohl Frankreich als auch dem Sowjetstaat läge daran, England an der Kon- trollierung der für Rubland wichtigen Küstengebiete zu hindern. Sein Freund Rakowski, gegenwärtig russischer Botschafter in London, geht noch einen Schritt weiter und gibt semer Genugtuung über die französische Entschlossenheit mit dem Hinweis daraufhin Ausdruck, dah H e r - bette, der künftige französische Dotschrfter m Moskau, nicht nur einmal geschrieben habe, RuV- lands und Frankreichs Interessen geraten weder in Europa noch in Asien in Konflikt, und zwar unter keinen Llmständen. Die neue französisch-russische Freundschaft gewinnt noch unter dem Gesichtswinkel an Bedeutung, datz Moskau sich der ablehnenden Haltung der konservativen Regierung Englands vollauf bewaht ist unb nun um s o mehr darauf dringen wird, England aus den baltischen Staaten und zum Teil auch vom Balkan zu vertreiben. Kamps" ansagen lassen sich schon verzeichnen. Zieht man die neuerliche Hetze gewisser fran- hösischer und polnischer Kreise gegen Deutschland in Betracht, ferner dos polnische Bestreben, sich in Putzig eine Seebasis zu verschaffen, und den besonders im Dorjahre zutage getretenen Aus der Provinz. Groher Brand in Wieseck. 1 Wieseck, 8. R.v Gestern abend gegen 8l/t Llhr erschreckte die Bürg.-rschast Feueralarm Aus noch nicht ausgellärter Llrsache war in der mit Erntevorräten gefüllten Scheuer des Landwirts Otto Decker Feuer au »gebrochen, das sich mit ro'ender Schnelligkeit au die angrenzenden Scheuern ter Landwirte Hermann Kreiling. Ph lipp Müller und Frau Deibel Wwe. ausdehnte. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr war mit ter Pslichlftuerwehr sofort zur Stelle und rückte dem g.oben Brandherd energisch zu Leibe. Der durchweg aus Fachwerk besteh mde, zusammen hä gend gebiutc OrtStell war stack gefährdet, we.'h.ilo di? Giche- ncr Feuerwehr zur Hilfe gerufen werden muhte, nach deren Eintreffen es möglich war, ein weiteres Llmfichgreisen Les Feuers zu verhindern. Immerhin fielen dem Schate.ifcuer vier grobe mit reicyen Erntevorräten gefüllte Scheuern zum Opfer. Das Dreh konnte noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Kurz nach 11 Llhr war das Feuer fo weit abge- löscht, dah die Gtehener Wehr abiücken konnte Der sehr grobe Schaden dür te wchl durch Versicherung gedeckt sein. Zum Glück gelang es, einige besonders gefährdete Wohnhäuser ur.b zwei weitere Scheuern zu erhalten. Die vier, in einer Front steh.nden, brennenden Schniern boten einen schauerlich-schönen Anblick, wohl die gesamte Einwohnerschaft war auf Len Beinen. Dieser Brand Hal erneut bewie'en, dah alle 21- trengungen seitens der Gemeinde gemacht werden müssen, unsere Feuerwehr so auszurüsten, dah sie jederzeit auch solch groben Gesah en gewachsen ist. Am 2lbend vorher bewilligte der Gemeinderat Line gröbere Anzahl von Gerät- chaften. Lieber die Entslehungsursache onnte noch nichts Bestimmtes fest geteilt werden. Der Brand dürfte aber jeden- alls auf Selbstentzündung zurück- fuhren ein. Ein starkes Wachkmmando der beugen Feuerwehr muhte am Brandherd zurückoleiben. um ein erneutes Aufkommen des Feuers zu verhindern. Gegen 2 Llhr morgens mach.e sich an verschiedenen Stellen Les Brandherdes ein ver- tärk es Eingreifen notwendig, La d.e argrenzenLen Sebäude erneut stark gefährdet waren. * . * Landkreis Gietzen. £ Wieseck, 8. Rov. In einem Schreiben teilte daS Kreisamt mit, dah die vorhandenen zwei Simmentaler Dullen bei dem gesteigerten Diehstand unzureichend sind, und warnte gleichzeitig vor der Anschaffung eines Riederungsbul- Icn, da sonst drei Zuchtrichtungen in der Gemeinde vorhanden wären. Die jüngste Ge - ineinderatssitzung brachte dahingegen zum Ausdruck, dah der Züchtung des Riederungs- viehes keine Schwierigkeiten gemacht werden dürften, da diese Rasse in erster Linie Milchvieh sei und die Derhältnisse die Landwirte zu erhöhter Milchprvduktion zwingen. Gelegentlich der am 1. Dezember d. Is. stattftndenden Dieh- z ä h l u n g solle deshalb festgestellt werden, wieviel Stück Dieh von den drei in Frage kommenden Rassen (Vogelsberger, Simmentaler, Riede- rungsvieh) vorhanden sind. Die landwirtschaftliche Kommission soll dann entsprechende Vorschläge machen, ob und was für ein Dulle an- geschafft werden soll. — Die Feuerlöschgeräte und die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr sollen nach und nach auf die erforderliche Höhe gebracht werden. Rach Rücksprache mit dem Dorstand der Freiwilligen Feuerwehr ist eine Liste der notwendigsten Geräte ausgestellt worden, deren Anschaffung einstimmig genehmigt wurde. — An einem Wieder- hvlungslehrgange für Hebammen nahm eine Hebamme von hier teil, als Entschädigung wurden ihr 30 Mk. zugebilligt. Bezüglich einer weiteren Anregung des Kreisamts, das Wartegeld für Hebammen auf jährlich 200 Mk. zu erhöhen, sollen erst Ermittelungen angestelll werden, ob die notwendigen Dorausfehungen für Wieseck gegeben sind. — Der letzte und wichtigste Punkt bettaf die in letzter Zeit im „Gie- Yener Anzeiger" erörterte Angelegenheit der Wei terführung der Strabenbahn von Gieben nach Wieseck. Anknüpfend hieran und in Erinnerung an die vor dem Kriege geführten Derhandlungen legte der Bürgermeister die Rotwendigkeit einer besseren Verbindung zweier so nahegelegenen Gemeinden dar. Ein weiterer Redner führte aus: Llm die ganze Angelegenheit nicht in theoretischen Erörterungen stecken zu lassen, ist es notwendig, dab von der Gemeindevertretung Schritte unternommen und Beschlüsse gefaht werden, die die Sache ein weites Stück nach vorn treiben. Zunächst sei notwendig, die llipp und klare Stellungnahme der (Siebener Stadtverwaltung hierzu zu erfahren. Weiler müsse bereits heute abend eine Kommission gebildet werden, die die dann notwendigen Vorbesprechungen und Verhandlungen mit der Stadt sichren soll. Ebenso notwendig sei aber auch, sich gegen Erörterungen in der Presse zu wenden, die den tatsächlichen Verhältnissen nicht entsprechen. Wenn da z. D. die Befürchtung ausgesprochen wird, dah nach Errichtung einer Bahnverbindung mit Wieseck viele Familien von Giehen nach dorthin ziehen würden, so sei dem entgegenzuhalten, dah bei der gegenwärtigen Wohnungsnot, von der wir auch in Wieseck ein Liedchen fingen könnten, in absehbarer Zeit nicht daran zu denken sei, dah der befürchtete Massenzuzug nach Wieseck einsehen werde Damit entfalle auch die weitere Annahme, dah dadurch die Steuerkraft Giehens sinken und dte Wiesecks steigen würde, um so mehr, als Wieseck ganz bestimmt kein Eldorado für reiche Leute werden würde und es höchstens recht steuer- darf hoffen, dah gerade der gemeinsame Llnterricht anregend und befruchtend wirkt. □ Schotten, 7. Rov. Die Oberförsterei Felokrücken, deren Sih in unserer Stadt war, ist aufgelöst und unter die Fvrstämter Schotten, Eichelsdorf, Ulrichstein verteilt worden. Die Forstämler haben hierdurch eine bedeutende Ausdehnung bckomme:,. So erstreckt sich das Fvrstamt Schotten, das schon eine Heine halbe Stunde hinter Hungen beginnt, bis Betzenrod und hat eine Länge von über 4 Stunden. Auch die Forslämter Eichels- vorf und Ulrichstein sind stark vergröbert worden, wobei noch das gebirgige Gelände von Bedeutung ist. schwache Familien seien, die glauben, auf dem Lande billiger leben zu können alS in der Stadt. Wenn weiter gesagt fei, dah nach dem Erwerb der 2lllienmehrheit der Unionbrauerei seitens der Stadl Dieben diese nicht zu weiteren kostspieligen Unternehmungen anzuspornen sei, so beweise der neuerliche Kauf des früheren Hotels Einhorn das (Segenteil, und ferner fei zu betonen, dah der Stadt vor der Weiterfuhrung der Dahn nach Wieseck nicht bange zu sein brauche, da sich dieses Kapital, das sie selbstverständlich nicht allein auf« zubringen habe, ganz bestimmt rentiere. Eine Reihe weiterer Redner auherte sich in ähnlichem und dem ganzen Projeft zustimmenden Simie. Als Riederschlag der eingehend n Aue- spräche wurde folgender Antrag e i n st i m m i g angenommen: ..Aus Gründen dringender AG- Wendigkeit beschlieht die heutige Demeiiiderals- fiyung, sich für die Schaffung eines Verkehrsmittels zwischen Wieseck und Giehen einzusetzen. Zwecks Erledigung der erforderlichen Vorarbeiten wird eine Kommission gewählt. Diese wird beaultragt und erhielt Vollmacht, alle Möglichkeiten zu erschöpfen, die zu dem gesteckten Ziele führen können. Dabei spricht der Gemeinderat die Hoffnung aus. dah cs gelingen möge, mit der Stadt Giehen einig zu rverden, um das modernste Verkehrsmittel, die elekt rische Bahn, nach Wieseck zu sühren." In die erwähnte Kommission wurden hieraus gewählt: Bürgermeister S ch o m b e r. die Gemeinderats- Mitglieder Bremer, Benner. Scherer, Schmidt, Laudon und seitens her Bürgerschaft Rektor Dr Rein Die Entschliehung s il der Stadtverwaltung Giefxms sofort zugestclll werden mit dem Ersuchen, ihrLrfeits die notwendigen Schritte zu tun und zunächst einmal festzustellen. ob die Weiterführung der Bahn nach Wieseck sich in abfehbarer Zeit durchführen läht. j) Lich, 6 Rov Gestern fanb im Go'ib>f „Zum Löwen" die diesjährige Hauptverfonr.!,- lung des Obst- und Gartenbau oc r e i n ü statt. Der Verein, dar vor dem Ärle ’ - reges Leben zeigte ist jahcelong unta gerne «n, o e Zahl der Mitglieder war dem Rull u it. nu'r llm so begrühenswerter ist es, datz de De a sich jetzt wieder neu gebildet hat. l\a f amt Laubach gehörte, ist nunmehr dem Forstamt Riederohmen (Sih in ©rünberg) zu- geteilt worden. Auf der gestern in dieser Do- manialförsterei abgohaltenden Jagd wurden Vdyä Rehe und 22 Hasen geschossen. Füchse kamen nicht vor: unter diesem Raubzeug herrscht eben, wie hier und auf der angrenzend n Jagden sestgestellt wurde, in hohem Mast die Räude. JP'ZTe.llcr Starkenburg unv Nheinyeffen. 0 Darm/l adt. 7. Rov. Wie man hört, schweben z. Z. Verhandlungen wegen Singe- m e i n d u n g von Guslavsburg zu Mainz, ein Plan, dec unbedingt durchgeführt werden sollte- um eine weitere Entwicklung von Mainz, der gtobten hessischen Verkehrsstadt, zu ermöglichen. Der hessische Staat hat an diesen Verhandlungen ein besonderes großes Interesse, als es für ihn eine lebenswichtige Frage ist, den Hafen von Guslavsburg in seinen Besitz zu bekommen, denn GustavSburg ist einer der touptigltcn Vevckehrsf: unkte am Rhein, namentlich im Hinblick aus den künftigen Rhein—Main— Dvnau-Kanal. Würde Hessen auf den Besitz des Hafens verzichten, so wäre das gleichbedeutend mit einer Ausschaltung seines Einflusses auf die wichtigsten hessischen Verkehrsinteressen. Es blcibt zunächst die Frage zu erwägen, ob der Hafenbetrieb vom hessischen Staate selbst aus- geubl oder mit der Stadl Mainz unter Hinzuziehung der Eisenbahnverwaltung eine Art Betriebs- und Hafengemeinschaft gebildet werden soll. Soviel steht fest, daß diese äuberfl wichtige Frage einer möglichst raschen Lösung entgcgengeführt werden muh. . Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 7. Rov. Die Pa- käontologi che Abteilung des Senckenberg- Museums ist um ein überaus wertvolles und seltenes Schau st ück bereichert worden. Rach mehr als einjähriger Tä.igkeit wurde die Reuaufstellung und Präparierung des gewaltigen Diplodocus vollendet. Der Urtoeltriefe stellt jetzt den Glanzpunkt des an Prunkstücken ohnehin so reichen Lich. Hofes des Museums dar. Um die Aufstellung und die Beschaffung der dazu erforderlichen Materialien hat sich eine ganze Reihe Frankfurter Firmen verdient gemacht. Das Zoologische Institut des Museums richtete mit Hilfe von Gönnern und Spendern sieben Seewasseraquarien ein, die bereits mit wertvollen Vertretern der Mittelmeerfauna beseht werden tonnten. Die Schmetterlings sam m- I u n g erhielt reichen Zuwachs durch Schenkungen aus der Herzog-Adolf-Expedition, ferner von St. C. Schleußner-Frankfurt, sodann durch Reuerwerbungen aus Brasilien, Spanien und Rordwest- Rhodesien. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Rachdem sich in der vorigen Woche an den Aktienmärkten einige Anzeichen einer Belebung bem ribar g -macht haben, sind die e je;t wie er Völl g verschwunden. Die Börse und mit ih das gesamte Wirtschaftsleben kvanken nach wie vor om Geldmangel, darum war auch i t der Wirtschaft die etwas lebhaftere Tätigkeit, die das Zustande!:mmen der Repa-vationsanleihe verursacht hake, nur von kur»er Dauer D.e P.e.s- senkungsaktion der Regierung ist v'llig erf I los g:blieb.n, sie hat über.rebene Hoff ungen aus Ermäßigung des Preisniv.aus geweckt uito die Folge war noch gröh.ue Zurückhaltung der v.-rbrauche den Kreise. Auf der anderen Seite schlv^>rn wieder Lohnbeweguirgen in den verschie eichten Industriell in der Luft, die naturoenräh wenn sie Erfolg haben, den Preis enkungsbestrebu gen diametral ea'g genlaufen. Die Beiäerung der Wirt- l schastslage als Folge der durch die Reparations- anleih: Hereinstremenden Mit el w.rd sich nur ^sehr langsam auswirken können. Sie bev:rstehen- , den Wablen tragen zur Zui-ückhnlnmq bei, und r die Auslichten, daß in naher Zukunft sich an den Aktienmärkten eine Wendung zum Te seren einstellt, sind darum sehr gering Auf der anderen Se'.i^ haben gerate die bev rstc Huden W h- len die B.rvegung an den Rentenm^rk er wi.der ausleben l-chson. Mehr als wü.schettowert wä e, wird die Frag: der Aufwertung, nicht nur der Staatspapiere, sondern auch der Hypcckh ken und sonstigen dinglichen Lasten, in den Vord.rgrund der Wahlkampagne gestellt, und dadurch findet die Spekulation wieder ein Feld eifrigster Betätigung, wobei nach der Lag: der Dinge die schließliche Enttäuschung nicht ausbleiben kann. Die ganze Lage der Börse ist nur zu seh'- geeignet, auf einz- l *en Gebieten zu üebertre. bungen zu kommen. Dies gilt nicht nur vom Renien- markt, sondern auch von der hin: und dort ein- setzenden Bewegung in Spezialwerten, die n cht immer in be.i tatsächlichen Verhältnissen ausreichenden Rückhalt hat. Mang ls anderweitiger Betätigung finden derartige älewegungen stets Beteiligung, di: zu den Uebertoe.bungen füh.en must. Cs ist zu Hessen, dah die m Aussicht stehende Ermäßigung der Dor>enumsoh steuer her Wandel schasst. Während es der Industrie an Geld mangelt, steht für Dörsenzwecke Gel) reichlich zur Verfügung, so dah es vielfach keine Unterlauft findet Die neue Devisenverordnung hat sich am Devisenmarkt noch in keiner Weise bemerkbar genuvcht. Ih e HauptwirlUng büif e auch wohl nur darin liegen, dah sie eine Menge unproduktiver Arbeit erspart. • * Damag-Megu in A-G., Butzbach. Generaldirektor Dr. Schlapper ist. wie schon gemeldet, aus der Leitung der Geiellschvft ausgeschieden. Laut Dlättermeldung erflgte der Austritt, weil bei den Fusionsverhandlungen zwischen der Baimag und der Meguin A.-G. unter der Verantwortlichkeit des Generaldirektors gefärbte Angaben über die Meguin A-G. gemacht worden feiern. - Harpener Bergbau A-D., Dortmund. Die G. V. genehnigte die befamt e Schlußrechnung für das Ceschiftsjaihr 1922 23, die einen Verlust von 4 326 558 Mt. ausweist. Gleichzeitig wurde die Geldmarkeröffrur.gsvi a z genehmigt. Bekanntlich wird das Aktierckapi^al von 100 Mill. Mk. nicht zusammengelegt: die äleborgangsrücklag: wird auf 10 Mill. Rm. au<- gefüllt. * Th. Goldschmidt A-G., Essen. Dec auf den 27. Rovember einberufer.e.t G -V schl >gt die Verwal'ung die älmste.lu..g des Ak^ienk-ipitals im Verhältnis von 5:1 Dor, und zwar so, daß bie Stammaktien von nom. Mk. 1000 auf 200 Gm. und die Vorzugsaktien von nom. Mk. 1000 auf 60 Gm. heral'geseht wer. en. Felten & Guilleaume Carlswerk A°G., Mülheim. Die Gesellschaft bean rag', das Grundakt.enkapital von 2 JO Mill Pm. im Verhältnis von 10:3 auf 63 Mick. Gm zu ermäßigen. Dem Res.rv.f.nds sollen 3 OKIL. Em. überwiesen werden. ~ _ • Maschinenfabrik Du ckau A-G., Magdeburg Der Auf ichts a h: b schl !s n. der auf den 26. Rovember arrzube.aume.lde i a. o G. D. die Ernräßigung des bisher gm Papie - markkapitols von 48 250 000 ME auf 6 000 000 Goldmark vorzuschlagen. Börsenkurse. (Ohne Gew-ähr.) Tv TtHIonen Prozent g-ranrinrt-, "« Berl'n Schluh. für» Sdilufek. Adend» böife Schlus,. ftu » Schlufik. Mittag- bd se 6. 11. 1. 6. 11. /.11 5*/n DemiL' ■Rcict)«anreU>e 0 j80 0,7j ,69 J 0 770 ,.»/, F>,lt»i- , ....... , _ 1,45 1 4 . 3°/0 tzelsen .... ...... 1 5 1,475 4.2 Deutsche Wertb. Dollar-Slnt — — 4,2 oio Doll.Schutz-Äiureimg.'' — — 88,6 88,6 i°/r. Mofinirttn........ 1 9,65 9, 0 9,25 6°/e Äoldmerikaner ..... 1 — - 35 35.5 Berliner HaudelSqesellschaft 24,5 23,5 24,5 24,2. Tommerz- und Privat-Bank 4,70 4,7- 4,75 Tarnist. und Nalionalvauk 9 9 2 9 9,21 Deutsche Bank........ 10,8 13,C0 10.62) Deutsche BeremSbank .... E— — 11,875 LiSconto Lommandtt . . . E- 12 11,75 Metallbank.......... — 1,62 —• •* Mtitelveutnbe Eredltbank. 1.6 1,6- 1,6 Crftrirciitjiicge Kreditanstalt 0,340 0,3 0 0,32 i 0,3'5 ^—1 0,115 — 0 3 Bochumer Gag ....... — 48,73 ro IBiihfr.iA . . ....... — 8,90 9 Caro ............. DeuischLnrembM'g...... • — 9,1 9,25 ■■ '3,11 ■■ 5 Gelseiitlrcheiicr Bergwerke. . — 5 80 65 13 Harpener Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben. . . , — — 82 1 i 82,25 — 11,7 1 ,50 11 65 Kaliwerk Westeregeln. .... 18 15,25 11,3 14,ya Llaurahütte........... 5,40 8,25 36,50 32,10 6,5 8,175 Ctitibcharf .......... _ — 'Bliönir Berabau ....... — 8,376 32 80 Ätzcinuabl........... Blicbcit Montan........ — — 32,5 :2,76 LelluS Bergbau...... . 2,35 — — — Hamburg.Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd ..... 2 24 3,75 24 9.80 Lberamlsche Werke Albi» . — Zelltentwerk Heidelberg . . 19,40 19,60 — — Pbilipv Holjmann...... — 48 4,8 Bnglo Tont -Kuano ..... —- — 9,10 9 Badische Anilin........ Tbemische Mayer Alavtn - - 18,20 19 18,26 18,6 > — — owldichmidt.......... 13,60 14 13,60 13.9 GritS eimer Electron .... — 17 16,43 16,70 Höchster Farbwerke...... M* 17 16,10 16,60 Hotzderkoblung . . ..... — — — — vlülgerötverkc ......... ■W 13 14,1 kcheideanNalt ........ 13,60 — — — Alla Eiekrrtzilät».«esellf»akt 7,7 7,90 7.1 7,75 Bergniann .......... . — 11,73 11,50 Mainkrastwerfe ...... . 8 — — — Cchuckert............ 37 6.5 37,25 Eiem-ns A Halske ...... — 43 6 i 44,25 Adlerwerke Kleyer 1,75 *■ 1,8 1,75 Daimler Motoren. ...... — 2,5 2,60 Henltoenstaedt . . ....... - —— —- ■— 2,'eyüin........... — — 7,6 7,1 tt-ranlsorter Armaturen . . . «oiiservensabril Braun . . 0,8 0,8 Melallgesell chast Frankfurt . Del Union A.-G........ — — 1,4 Lchndiabrik Hcri...... ►jrllflori Waidhof....... —■ — 2,25 2 75 2,25 2,75 — — 7,60 7,75 Zuctersabrik Frankenthal . . Zutkeriabrik Wagbaukel . . . 3,60 — — — ■) Dom Rück^ahlungSwert, i Derliner Dorfe. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Berlin, 7. Rov. Wer geglaubt fja1, dah die Erklärung des Reichskabiuetts, die toieöe-um ausdrücklich Ep^kulationsgewiirne bei einer e> L Aufwertung ausschließt, irgendwelchen Einlaß auf die Bewegung am Rentenmarkt haben würde, hat sich gründlich geirrt. Die Spekula ion beantwortet diese Erklärung mit einem we.le en krästigen Heraufsehen aller am Rentenmarkt in Betracht kommenden Kurse. Man argumentiert, dah die Erklärung des Reichskabinetts keinen greifbaren Hintergrund habe, da diese Frage nur vom Reichstage gelöst werden könne. Es ist begreiflich, daß demgegenüber das Geschäft am Aktienmarkt völlig zurücktrat, nichtsdestoweniger zeigte sich auch eine etwas freundlichere Stimmung und vereinzle Kursbegehr. So haben am Montanmarkt die Gespräch: über die Zu am- menlegung bei den Stinnes-Derbe l etwas Interesse für diese Papiere hervorgerufen. Das Geschäft war sonst aber außt «. 7 ?Im0 .Rott 1 69 i 7. 7 166,78 1.7,6. 0l> voll BrN.-^>intw 2u 0 > 10,19 20,13 2 i,23 oll voll Lbristianla 60, 6 60,6 10,70 61,00 "Oll voll .stopenbnger . 3,07 ■ 3,4 7 ,2 73,63 UOh voll Stockbolm . ■11,97 112,43 1 2,22 1'2,78 0 voll HelstiigsorS Malten. . 10, .0 18,19 10,5.. 1 .29 1ü, 3 18,1 d 10, 9 18, 3 Oll von voll voll London. . . 10,1 X 19,24 19,11 19 ' 4 voll voll Nennork . 4,1 1 4,21 ».1 । 4,?i voll voll Pari». . . '1, 9 11.9) ri,9g 12,11 voll voll Schw-i; . 8 ,17 bl, 7 80,77 11,' ro> voll Sda kn . Wien in D.- Ov.46 vt.74 üc, 1 t6,79 ICH von Cfft. abgest 5/1 f,°4 5,906 2,93 rost voll Prag i:,»8 11,54 12,48 1k, 4 rost voll Budapest. ',56 6/8 5,56 6,58 voll voll Buen.'AtreS 1,55 1,665 1,6.$ 1,66- 3/8 voll voll Bnl arten :, 65 S, 8 3,06. . v>. JUll sfapan . . 1,605 1,11 1, 1 1,62 von oll Kto de Ian 1,45 l, 6 l ,46 IP7 voll Belirad . 6,075 6,1 ! 6,07 6,11 l?. voll Lissabon . ■ lt,'6 16,64 16,. 6 '6,84 vOU voll ®an tn oten. (Ohne Gew.je.) Frrr'~, 7. Novbr. CVfp. | «FrH '.r.l. nmertkanllche Note« . 4,1 . irn Belgische Noten . . . 20 07 .'0,17 3,5 tost 10« Dänische Noten - . . . 3,1 Tiiglische Noten . . . . 19,13- 19.235 rost israiitösische Noten . . 1, .9 . 2.11 voll 1 6. 3 . 7. voll 13,13 60,00 16,28 60,90 voll voll Norwegische Noten. . Deutsch Qesterr ,ä ico Krone« o 6,92 voll Numauische Noten . , 2, 6 2,3- voll Schlvedtschc Noten . . 112,07 112,63 voll Ech»)-I,er Noten . . . 80.6 61,05 voll Spanische Noten . . . 66,36 EG 6> voll Tschectzollowakische Noten . . 12,46 12, 1 voll Ungarische Note» «4 5, 3 3,35 Volt Frankfurter Abenbbvrse. Frankfurt a. M., 7. Rov. Der Anleihemarkt verk.hrte auch abends in unsicherer und schwankender Haltung, da es noch völlig unklar ist, welche Aufwendungen das Reich im Interesse der Anle hebes her vornehmen wird. Es war zu beobachten, daß Anleihen eher angeboten waren. Die amtliche Rotiz für Kriegsanleihen wurde 752,5, senkte sich also gegen die Rotiz an der 'Rachbörfe um weitere 7,5 Milliarden Prozent. 4pvozentige Konsols gingen mit 1300 um Plus 15 M ll'arden. 3,5poozentige Konsols 1475 minus 12 M.lliarden, 3pvvzentige Konsols 1275 minus 25 Milliarde Prozent. Zwangsanleihe 14,25 minus 50 Milliarden, 4prozentige (8/u) Baden 1,75 minus 20 Milliarden. Preuhenkali notierte 3,6. Späterhin hörte man für Kriegsanleihen nur Briefkurse, doch konnten sich diese Werte gegen Schluß der Börse von dem üb.igm Stand erholen. Kriegsanleihen notierten 740—760. Im Freiverkehr hörte man einen Kurs von 767. Auch auf dem Jndustriemarkt, der im Verlaufe der Mitlagsbörse eine festere Strömung annahm, konnten sich die erzielten Gewinne nicht voll duf- rechderhalten. Es machten sich auch für dieses Gebiet Gewinnsicherungen brnrnikbar. Am Mvn- tanmarft notierten Mans selber 3,2 plus 0,1, Rheinische Braunkohlen 27 plus 0,25, Rombacher Hütte 16,25 bis 16,75, Kaliwerte zeigten gute Erholung. Aschersleben 11,75 plus 0,25, Westeregeln 15,25 plus 0,5. Anilinwerte waren fast unverändert. Badische Anilin 19, Chemische Griesheim 17 minus 0,13, Elberfelder Farben 17, Th. Goldschmidt 14 plus 0,13, Höchster Farbwerke 17, Rutgers werke 15 plus 0,13. Der Elektromarkt lag ruhig, AEG. 7,9 Geld, Licht und Kraft 6,63, Schuckert 37. Lebhafter verkchrte der Bankaktienmarkt, jedoch ohne nennenswerte Kursveränderung. Barmer Bankverein 1,25, Berliner Handelsgesellschaft 23,5, Kommerzbank 4,75, Darmstädter 9,25, Deutsche Dank 10,8 plus 0,15, Diskonto Kommandit 12 Geld, Dresdner Bank 7, Mitteldeutsche Kreditbank 1 63, Rheinische Kreditbank 2,2, Westbank 0,115, Oesterreichische Kreditaktien 0,340. Don Trans Po rtwerten notierten öprozentige und alte Lombarden je 7,63 Dillionen Prozent. Zvlltürken 9,63. Sonst wurden noch notiert Zern:nt Heidelberg 19 5, Dycke hoff Widmann 3,8, G:br. Iunghans 9, Hanfwerk Füssen 12,88 minus 0,13. Die Dörse schloß die Woche für Anleihen leicht erholt und für Aktien in behaupteter Haltung. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 7. Rov. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,50 bis 22,50, Roggen, inlänb, 21 bis 22,25, Sommergerste für Drauzwecke 24 bis 26, Hafer, inlänb. 18 bis 21, Mais (gelb) 20,25 bis 20,75, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 3450 bis 36,75, Roggenmehl 30,75 b s 33 25, Weizenkleie 12, Roaaen- kleie 11,50 Mk. Tendenz fester. Derliner Produktenbörse. D e r l i n, 7. Rov. In Getreide wurde durch die hohen Amerikameldungen die gestrige Ab- schwächung ausgeglichen. Der Konsum griff infolge der Kälte etwas mehr ein, daher war Mehl nrcyr mehr so geschäftslos. Es rotierte die Lonne Weizen (mirf.) 205 -215, R ggen (märt.) 205 ti8. 212, Gerste (märt.) 220-250, Gerste (neue) 195 bis 207, Hafer (märt.) 169—176, Hafer (pomm.) 160—167, (Raps 390—400, Leinsaat 390—400; der Doppelzentner Weizenmehl 29,50 32,50, Roggenmehl 29—32, Weizenlleie 11,80-12, Rvggenkleie 11,80—12, D.ktoriaerbsen 32—35, kl. Erbsen 22—25, Futtererbsen 19—21, Peluschken 16—16 50, Ackerbohnen 21—21,50, Wicken 17—20, Lupinen (blau) 14-14,50, Lupinen (ge.b) 15—18, Serradelle (alt) 14—15, Serradelle (neu) 19,50 bis 23, Rapskuchen 15—16, Leinkuchen 24—25. Trockenschnitzel 9—9,40, Torsmelasse 8, Kartofsei- f locken 18,25—18,75. Turnen, Sport und Spiel Die diesjährigen Erfolge des (tzteftcner SclNvinnnvereins. Der Gießener Schwimmverein kann in diesem Jahre auf hervorragende sportliche Erfolge zurückblickm. Der Der in war an 15 Boranstaliu 'gen beteiligt u.id üer.xn tal c e in Biederck pf ein Werbefest. Lezteres tour De mit großem Crfslg turchg fuhrt. Die Er.ol e wur^n fast durchweg auf großen Festen erzielt, sogar d c Deutschen Meisterschaften in Berlin sa.en eine Gießener Schwimmerin zweimal in den Reihen der Sieger. Insgesamt wur.en 28 erste, 1C- zweite und 12 dritte Siege errungen. In» zwischen hat die schwimmfestlose Zeit begonnen, die Zeit des Wintertrainings. Ruc durch eifrige Arbeit wird es g.lingen. den in diesem Jahre begonncnen S.eg.szug f.rtz^setzcn. Kirchliche Nachrichten. Edangel fche Gemeinden. Gieren. Sonntag, 9. Rovbr. 21. Sonntag n. Trin. Stadtkirche. 9'/,: Psr. Becker. 11: Kinderkirche für Oie Markusgem. Psr. Becker. 5: Pfarrasi. Hertel. Iohanneskirche. 9*: Psr. Ausfeld 11: Kinderkirche für die Iohannesgem. Pfr. Ausfeld. 5: Pfr. Dech tolsheimer. - Kirchberg. 10; 11: Heilg. Abendmahl für die Jugend von Lollar. I12: Kirchberg. Frauenverein. Pfarrer Waldeck, Lang-Göns. - Wahenborn-Garbentekch. Wahenborn-Steinberg. 1. Garbenteich. 9: Beichte. 91/,: Gottesdienst (Heil Abendm. der Jungend». - Wieseck. 9: Beichte, 9* 2: Psr. i. R. Scriba, Gießen (im Anschluß Seiet des heil. Abendmahls). Katholische Gemeinden. Gießen. Samstag, 8. Rovbr. 4”, u. < Beichte. Sonntag, 9. Rovember. 22. Sonntag nach Pfingsten 6l/t Beichte, 7 Meffe, Kom. d. Iüngl., 8 Kom. 9 Hochamt nu Pr., 11 Messe m. Pr., 5*/, Christenl. m. Andacht, 8 Versammlung der Gemeinde enit Vortrag eines auswärtigen Redners. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Der Zwischenfall in Jnqolftadt. München 7. R v. (WD. Fu kpruch.) De Korrespondenz Hpffmann m kel zu den Vorfälle in 3ng:lft*ut: Seit gestern weckt der Rege- rungdbirefior der oberbayerischen St.ratsreg'e ung mit dem zuständigen P:liz lixferenei in Ingolstadt, um an Ort und Stelle über die bebau erlchen Vorfälle mrläßlich le: Kontrolle der Entente-Kommission am 5. Rovember die notwendigen Erhebungen zu sähven. il der das Ergebnis wird seinerzeit Mi.teiluirg erfolgen. teilte Aalschmiinzerwerkftntt. Amsterdam. 7. Rov. (WD Funk'pruch.) In einem Vorort wurde eilte Fal ch - ünzernerk- stätt» entdeckt. Es wurden 50 vis 60 Kli, ch.es zur Herstellung D->n falschen Popiergul - den beschlagnahmt. Der Täler ist verhaf.et worden. ZussentqleifttNk in Frankreich. Paris, 7. Rov. (WD. Funkspruch) Der Schnellzug Paris—Le Hcwve ist gestenir al end kurz nach 10 Uhr 4 Kilometer nörulU) Rouen entgleist. Die vier letzten Wagen, darunter der Speisewagen, spva tgen aus den Echte: c t und e n Güterzug fuhr auf Liefe Wagen auf. Rach dem .Journal sollen etwa 10 Personen verletzt worden sein, doch erklärte ein Mitreisender, dah nach ferner Ansicht mindestens 2 Personen bei dem Unglück umgekommen seien. Eine Entfettungskur sollten alle Korvukenten vornehiiien. Wir raten Ibnen, in Ihrer Apo heke SO« Toiuba-Kerne zu taufen, die völlig unschädliche, fettzehrende Stoffe enthalten. Die drei Schönheitsfehler 1. Der Zahnstein Ist e!n Absatz Des Speichels ähnlich wie Der Kesselstein Des Wassers. Er hat eine graugrüne, braune bis schwarze Färbung end ist zunächst ein Schönheitsfehler, Der den Zähnen ein häßliches, ungepflegtes Aussehen gibt und einen üblen' fauligen Geruch aus dem Munöe verursacht. Er ist aber auch ein höchst gefährlicher Feind des Gebisses, weil er Zahnfleisch- und Kieferschwund sowie Zahnfleischentzündungen und Eiterungen verursacht Er ist äußerst fest- Bitzenö und hart; oft umkleidet er In harter Kruste den 2. Mißfarbener Zahnbelag hervorgerufen Durch starkes Rauchen von Zigarren unD Zigaretten, ist weniger schädlich, aber ein um so auffallenderer Schönheitsfehler des Gebisses. Wie entfernt man Zahnstein und Zahnbelag? Weder mit Mundwasser noch mit sogenannten Lösungsmitteln; in dieser Beziehung ähnelt der Zahnstein auch dem Kesselstein, gegen den allerlei Lösungsmittel sich als wirkungslos erwiesen haben und die rein mechanische Beseitigung sich am besten bewährt. Millionen, die heute Chloroöont täglich im Gebrauch haben und ihre schönen weißen Zähne dieser Zahnpflege verdanken, haben es selbst ausprobiert, daß Mundwasser die mechanische Reinigungskraft der mikroskopisch feinen reinen Kreide im Chloroöont nicht ersetzen kann. des Mtmdes 3. übler Mundgeruch als Folge mangelhafter Zahnpflege macht sich weniger Dem davon Betroffenen, als seiner näheren Umgebung bemerkbar. Neutrale Salze im Chloroöont, die eine vermehrte Speichelbildung und dadurch eine natürliche Mundreinigung bewirken, in Verbindung mit dem herrlich erfrischenden Pfefferminz- gesdunack beseitigen Diesen markanten Schönheitsfehler unmittelbar. Jeder Tube Chloroöont ist eine genaue Gebrauchsanweisung beigefugt Chloroöont-Zahnpaste unÖ Die Dafür geeignete ChloroÖont-Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt sind Die besten Hilfsmittel gegen Den gefürchteten Zahnstein, mißfarbenen Zahnbelag und Öen oft damit verbundenen üblen Mundgeruch. ganzen Zahnhals, entblößt Öle Wurzel und verursacht ein Lockerwerden der Zähne. beseitigt Chloroöont-Zahnpaste 1 Dr. Thompsons Seifenpulver (Marke Schwan) das Paket 30 Pf. 4R77D Als besonders 8821a günstige äegeniieil biete an: ebenfalls O Joses Schwab. 8806V CZD W j Die kleine „Perkeo“! | Preisen 87801) a 8787c Eellarius. Normal-Hemden,-Hosen,-Jacken, Reformhosen n n zu haben. ternehmens auszusprechen. 8812V Telephon 681 Bahnhofstraße 56 Für empfehle statt 8784D Jacob Thelsebach ei Telephon 1227 Nordanlage 7 8793D ge- B IIOID101Q10IOW1010101U101010101D1U10I010101010]0](001(I1D1U1I 1 WlllMMUMW Popeline, Gabardine, Serge Mantelstoffe, Kostümstoffe 3.25 1.70 3.65 1.25 09 CO MeWM Wetze« G.B. 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Schweine- und Schlachtviehmarbt Der Antri- b zum Nindoiehmarkt beginnt am Markttag um 8 Uhr vormittags; vor diesem Zeitpunkt darf das in den Ein» stellstaUungen untergedrachle noch nicht untersuchte Vieh nicht auf die Strohe gebracht werden. - Der Antrieb für den Schweine- und Schlachtviehmarkt findet ebenfalls um 8 Uhr vormittags statt. (Biegen, den 8. November 1924. fMZ., Bad Homburg. Sie bilden sich ein, in einem Auto an der Avenue Malakoff warten und mir folgen zu können." Er lachte. „Es soll ihnen wohl tun." „Was macht dann Franyois?" „Oh — in einer oder zwei Wochen, wenn wir in Sicherheit sind, wird er sich die Hand verstauchen und muß bann feine Stellung als Chauffeur bei Stapleton aufgeben. Er stoßt in Reuyork zu uns." Der jüngere Mann sog gedankenvoll an seiner Zigarette. „Was wurde aus dieser Frau, die Lefevre herrrmschnüfseln läßt? Hast du sie letzte Rächt gesehen?" „Rein. Sie war nicht um den Weg. Auch ist feine Gefahr mehr, datz sie etwas findet." Der andere rieb in tiefen Gedanken das Kinn. „Gestern abend hätte sie dich um ein Haar- gefaßt" bemerkte er plötzlich. „Oh nein! Keine Rede! Ich wußte, daß sie im Harrs war und dachte mir, sie würde ans Revier telephonieren, sobald sie wüßte, wer ich bin. Ich, hatte dir ja nur das Zeichen zum Fenster hinaus zu geben und alles war in Ordnung Ratürlich hatte ich nicht erwartet, daß der Mann des Präfekten so schnell da wäre, aber du hast ihn sehr gut überwunden." Im Sprechen erhob sich der Mann, ging auf einen kleinen Spiegel zu, der an der Wand hing und nahm vorsichtig den schwarzen Dark ab, der einen so hervorstechenden Zug seiner Erscheinung bildete. „Verdammt heiß, dies Ding," sagte er, als er ihn auf den Tisch legte. „Hast du was zu trinken hier? Ich habe Durst." (Fortsetzung folgt.) Heizt Hohe Heizkpaft, attbewahpb? Haubep,billig, cdlbeQehptr^ ajl faei von hauch, Gepuch undhufi Schlacke, ohne Gpuj.-* || ..... 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