nr. 257 Erstes Blatt Jahrgang Mittwoch, 8. Mover 1924 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oderhessen vntck und Verlag: vrühl'sche Univerfiläls-Vuch- und Zleindruckerei R. Lange in Gießen. Lchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchnlstraße 7. Erscheint täglich, außer Sonn- und feiertags. Beilagen: GießenerFamilienblätter Heimat im Bild. Mooatr Bezugspreis: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch-Anschlüsse: Schriftleitung 112, Der- lagundGeschäftsstellebl. Anschrift für Drahtnach- richten: AnzeigerGietzen. Postscheckkonto: Zrantfurt a. M. 11686. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedcVerbindlichkeit. Preis fiir \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re- Klame-Anzeigen v 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20" „ Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. I-cuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Deutschland und der Völkerbund. Der Eindruck der französischen Antwortnote. — Die britische Antwort. Nansen in Berlin. DonunseremDerltnerDertreter. Berlin, 8. Oft. (Drahtmeldung.) Die Antwort der französischen Regierung auf das deutsche Memorandum in der Völferbunds- frage hat in den Berliner maßgebenden politischen Kreisen einen nicht ungünstigen E i n d ru ck yervorgerufen. Da die französische Regierung gegen die Einräumung eines deutschen Sitzes im Völker- bundsrat keinerlei Einwendungen erhebt, wäre die wichtigste Voraussetzung für die Stellung eines deutschen Zulassungsantrages an den Völkerbund gegeben. Unerfreulich ist dagegen der französische Stand- rmft, daß Deutschland keinerlei Vorbe- alte oder Bedingungen stellen dürfe. Man wird deutscherseits nicht darauf verzichten können, sich in der Neutralitätsfrage unbedingte Handlungsfreiheit zu sichern. Nach wie vor steht die Reichsregierung auf dem Standpunkt, daß Deutschland unmöglich an denjenigen Abmachungen des Völkerbundes teUnehmen kann, die sich auf internationale Konflikts fälle beziehen und die Mitglieder des Bundes verpflichten, an etwaigen militärischen Aktionen des Völkerbundes teilzunehmen und den Völkerbundstruppen den freien Durchmarsch durch ihr Debiet zu gestatten. Diese Notwendigkeit ergibt sich ganz natürlicherweise aus den Beziehungen zwischen Deutschland und Sowjetrußland. Obwohl durchaus keine 2lbmachungen bestehen, die Deutschland verbieten könnten, sich an einer Aktion gegen Rußland zu beteiligen, erfordert es das unbedingte Lebensinteresse Deutschlands, sich in einem Konfliktsfall mit Rußland außerordentlich neutral zu verhalten, da es sonst zum Kriegsschauplatz verwandelt werden könnte. Ganz abgesehen davon muh die deutsche Regierung zweifellos gewisse Rücksichten auf Sowjetrußland nehmen, zumal deutscherseits ein erhebliches Interesse an dem ungetrübten Fortbestehen der freundschaftlichen Beziehungen zu Rußland besteht. In der französischen Antwort erblickt man deutscherseits immerhin einen sehr ernst zu nehmenden Ausdruck der Bereitwilligkeit Frankreichs, Deutschland den Eintritt in den Döllerbund zu erleichtern. Man sieht daher den bevorstehenden diplomatischen Unterhandlungen sehr zuversichtlich entgegen. Da in den nächsten Tagen auch die Antworten der anderen Dölkerbundsregierungen in Berlin ein- getrvffen sein werden, kann damit gerechnet werden, daß das Problem der deutschen Stellungnahme zum Völkerbund in wenigen Wochen vollständig geklärt sein wird. Dec offiziöse französische „TeinpS" macht darauf aufmerksam, daß ein deutscher Zulassungsantrag zum Völlerbund bereits am 10. Dezember zur Erledigung gelangen könne. In den Berliner Regierungskreisen hat man den Eindruck, daß diese französische Auslassung bewußt ein viel zu früh angesetztes Datum herausgegriffen hat, um Deutschland auf diese Weise zu einer Beschleunigung des in Aussicht genommenen Zulassungsantrages zu veranlassen. Die Frage, wann em solcher Antrag erfolgt, hängt lediglich von dem Ausgang der diplomatischen Sondierungen ab. Die englische Antwortnote überreicht. London, 8. Oft. (Tel.-An.) Die britische Antwortnote auf die deutsche Anfrage über die Bedingungen für den Beitritt zum Völkerbund wurde gestern abend in London d e mb ent sch e n Botschafter überreicht. Die Note gibt an, daß die Bedingungen vom Dotter- b u n d s r a t und nicht von irgendeinem einzelnen Mitglied des: Völkerbünde s aufgestellt werden müssen. Sie gibt ferner der Hoffnung Ausdruck, daß Deutschland dem Völkerbund beitreten werde und enthalt Die Erklärung, Deutschland würde keine Schwierigkeiten haben, einen Platz im Rate des Dollerbundes zu erreichen. Kein zweites Memorandum. Berlin, 8. Oft. (T. A.) Wie die Telegra- phen-Union von zuständiger Stelle erfährt entsprechen die Nachrichten eines Berliner Abend- Blattes, daß die Neichsregierung in der Dolker- bundsfrage ein zweites Memorandum an die ausländischen Mächte abzuschicken beabsichtige, nicht den Tatsachen. So lange die übrigen Antwortnoten noch nicht vorliegen, ist gar nicht abzusehen, welcher Art d i e n ä ch st e n S ch r i t 1 e fern werben. In diesem Zusammenhang ist übrigens zu betonen, daß der Anwesenheit Frithiof Nansens weniger politische als st i m m u n g s m a p i g e Bedeutung zukommt. Der norwegische Gelehrte, der gestern dem Reichspräsidenten und dem Reichsauhenminister Höflichkeitsbesuche abgestattet hat, wird heute, Mittwoch, Gast des Reichskanzlers fein. Eine Rede Nansens. Die Leistungen des Völkerbundes. — Der kommende „große Dag" in (Yens. Berlin, 8. Oktober. (TU.) Fcithjof Qianfen hielt gestern im Berliner Rundfunk eine Rede über Deutschlands Eintritt in den Völkerbund, in der er u. a. sagte: „Die Berechtigung der Hoffnung, daß der Völkerbund die Idee verkörpert, die seine Gründung rechtfertigt, hat sich glücklicherweise schon jetzt bestätigt. Eine deutliche Sprache reden die D e s ch l ü s s e, die der Völkerbund gefaßt und die Weltbildung gewonnen haben. Aber nicht nur die Beschlüsse, denen sich alle Mitgliederstaaten unterwerfen mußten, die in gemeinsamer Tätigkeit zum Wohle der Menschheit durchgeführt wurden, sind es, die den Geist kennzeichnen, von dem die Arb.nten des Völkerbundes getragen sind. In diesem Zusammenhang brauche ich nur zu erinnern an die H e i m f ü h - rung aller Kriegsgefangenen, wobei ich immer glücklich sein werde, mich der rastlosen Mitarbeit der deutschen Regierung erinnern zu können. Ich erinnere an die Arbeite r der interalliierten Kommission, der heute schon viele führende Wissenschaftler angehören. Die praktische Wirksamkeit erkennen wir indessen am besten an den glücklich durch den Völkerbund verhinderten Kriegsmöglichkeiten. Nicht um Streitigkeiten der Heineren Mächte handelt es sich, sondern auch um ernste Konflikte wie zwischen England und Frankreich, die durch die Verordnungen für Nordafrika entstanden wären. Nicht nur politisch, sondern auch ökonomisch hat sich der Völkerbund als wirksam erwiesen. Oesterreichs Rettung ist allein ein CEBerf des Völkerbundes, ebenso sind die Bemühungen um die Sanierung Ungarns nicht gering einzuschähen. Griechenland, ein Land von 5 Millionen Einwohnern, war gezwungen, über eine Million Flüchtlinge aus der Türkei aufzunehmen. Es vermochte dieses Problem nur mit Hilfe des Völkerbundes zu lösen. Die letzte Tagung ist der sicherste Beweis für die Stärke und wachsende Anerkennung des Völkerbundes. Nicht dadurch, daß mehrere Premierminister den Der- Handlungen beiwohnten, sond.m durch fein Programm, welches die Abrüstungsfrage und das obligatorische Schiedsgericht behandelte. Ich kann sehr wohl die Gründe verstehen, die D e u t s ch l a n d veranlaßt, seinen Beitritt zum Völkerbund bisher hinauszuzögern. Ich bin aber überzeugt, daß sie überwunden werden und zum Teil schon überwunden sind. Es wird ein großer Tag fein, an dem Deutschland seinen Sih im Dölt'e.bunds.at einnimmt, zum Schuhe des gemeinsamen Friedens und ebenso die Vertretung feiner Interessen und Aufgaben, die deutsche Kultur betreffen. Eine Kultur, die niemand vermissen will und die noch hohe Aufgaben zu erfüllen hat. Der deutschen Regierung hierb i Hilfe zu leisten, wird die Freude aller Völkerbundsfreunde sein. Hoffen wir, daß es bald der Fall sein wird." Die Türkei zögert mit dem Eintritt. Paris, 7. Oft. In Konstantinopel erklärt man zu der Genfer Meldung, daß eine außerordentliche Versammlung des Völkerbundes im Dezember über die Zulassung Deutschlands und der Türkei beschließen werde, die e Nachricht wäre, was die Türkei nnbotrifft. verfrüht. Die junge türkische Republik wünsche wie alle anderen Demokratien lebhaft, mit dein Völkerbund zusammenzuarbeiten. Aber Erwägungen politischer Opportunität hinderten sie, unverzüglich in Genf ihren Eintritt anzuregen, so lange die Frage von M o s s u l noch vor dem Völkerbund anhängig fei. Negierungserweiterung oder Reichstags- auflöfung. Die Fertigstellung der neuen Richtlinien des Reichskanzlers hat sich in letzter Stunde noch etwas verzögert, so daß erst am Mittwochnachmittag die entscheidenden Verhandlungen mit den einzelnen Parteien vor sich gehen können. Aber diese Verhandlungen werden schon genügen, um Klarheit darüber zu bringen, ob eine Regierungserweiterung und somit ein ersprießliches Arbeiten des Mitte Oktober wieder zusammentretenden Reichstags möglich wird oder ob nur noch der einzige Ausweg, nämlich die R e i ch s t a g s a u f l ö s u n g, übrig bleibt. Daß eine Regierungserweiterung nach rechts u n d l i n k s möglich wird, erscheint uns angesichts der Haltung der Sozialdemokixrtie absolut ausgeschlossen. Es bleibt also lediglich die Bildung eines Bürgerblocks übrig, für die aber ebenfalls die Aktien nicht allzu hoch im Kurse stehen. Falsch wäre es j^wch, wollte man aus den Äußerungen einher Berliner demokratischer und Zentrums-Zeitungen schließen, daß diese beiden Parteien den Deutschnativnalen gegenüber eine durchaus ablehnende Haltung an den Tag legen werden. Allerdings wird eine solche Möglichkeit nur dann in Frage kommen, wenn die Deutschnativnalen nicht Hipp und Har erklären werden, daß sie das außenpolitische Programm der gegenwärtigen Regierung billigen und an der Durchführung der Londoner Abmachungen mitarbeiten wollen. Alles hängt jedoch von der Haltung des Reichskanzlers D r. M a r x ab, von dem man wohl erwarten darf, daß er sich durch Quertreibereien der Sozialdemokraten bei den Verhandlungen am Mittwoch nicht stören lasse und im Falle eines Scheiterns der Besprechungen mit der sozialdemokratischenReichs- tagsfraktivn die Verhandlungen dennoch mit den Leu tschnationalen aufnimmt. Er würde übrigens gegen sein Mandat verstoßen, wenn er in einem solchen Falle die Derhandlungen abbre = chen würde. Sollte aber auch das Verhandlungsergebnis mit den Deutschnationalen negativ ausfallen, wofür im Augenblick noch keine greifbare Handhabe v-orllegt, dann wird der Reichsregierung nichts anderes übrig bleiben, als zurückzutreten rmb Neuwahlen auszuschreiben. Man darf wohl hoffen, daß die bürgerlichen Parteien am Mittwoch soviel Vernunft aufbringen, um der Sozialdemokratie den Gefallen einer Reichstagsauflvsung nicht zu tun. Der Reichskanzler erbittet Antwort bis Mittwoch abend. Berlin, 8. Oft. (TA.) Die Richtlinien des Reichskanzlers wurden heute morgen den Fraktionen ausgehändigt, damit diese sie ihren Beratungen zugrunde legen können. Wie die Telegraphen-Anion von zuständiger Stelle erfährt, hat der Kanzler die Fraktionen gebeten, ihm bis Mittwoch abend 8 Ahr Bescheid initzuteilen. In politischen Kreisen rechnet man aber kaum damit, daß bereits am Mittwochabend eine irgendwie abschließende Klärung der parlamentarischen Situation vorliegen wird. Entgegen anders lautenden Meldungen ist festzustellen, daß an eine Veröffentlichung der Richtlinien zunächst nicht gedacht werden kann. Die Regierungsparteien hinter Dr. Marx. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 8. Oft. (Drahtmeldung.) Nachdem die Bemühungen der volkspartei- lichen Kreise zur Wiederherstellung der taktischen Einheitsfront der Regierungsparteien geführt haben, erscheinen die Aussichten auf eine Klärung der parlamentarischen Situation wesentlich günstiger. Wie wir hören, stehen sämtliche Regierungsparteien, also auch die Deutsche Dolkspartei, geschlossen hinter dem Reichskanzler Dr. Marx, so daß eine Neubesetzung desReichskanz- lerpostens nicht in Frage kommen kann. Die Frage der Hinzuziehung der Deutschnationalen zur Regierungskoalitlon hängt nunmehr davon ab, ob die deutschnationale Reichstagsfraktion d i e Richtlinien des Reichskanzlers grundsätzlich annehmen wird. Ist dies der Fall, so dürften auch im Zentrum keine wesent lich e n Wider stände mehr gegen den Eintritt der Deutschnationalen in Betracht kommen, während allerdings die Demokraten offiziell aus demKabinettausscheiden werden. Sollte die deutschnationale Reichstagsfraktion dagegen das Programm des Kanzlers ablehnen, so müßte mit einem Scheitern der Derhandlungenüber die Regierungsumbildung unbedingt gerechnet werden. Ernste Bedenken der Deutschnationalen Volkspartei. Berlin, 8 Oft. (Drahtmeldung.) In den führenden deutschnativnalen Kreisen beurteilt man die parlamentarische Situation ziemlich ernst. Aus den Richtlinien des Reichskanzlers hat man den Eindruck gewonnen, daß es beinahe unmöglich sein wird, eine brauchbare Derhandlungs- grundlage zu finden. Die de-utschnationalen Führer sind gegenwärtig daran, ein Gegenprogramm auszuarbeitSn, das die deutsch- nationalen Mindestforderungen enthält. Lehnen die Regierungsparteien ab, auf dieses Programm einzugehen, so würde man feilend der deutschnativnalen Partei die Derband- lungen abbrechen müssen. Hrantteich und Belgien zeichnen die deutsche Anleihe. Die cntfchcibciibcii Verstaub!linste» tu Paris London imb Vrnsscl. Paris, 8. Oft. (TA.) Die Beteiligung Frankreichs an bet 800-Millione i Anleihe ist gestern vormittag grundsätzlich beschlossen worden. 3m Laufe der Besprechungen, zu der H e r r i o t und der Finanzminister C l c m c n- t e l und ungefähr 20 Vertreter der französisch'n Finanzwelt, darunter die Barone von R o t lisch i l d, eingeladen waren, ist über die Höhe b:r französischen Beteiligung verhandelt und weiter zu der Frage Stellung genommen worden, ob die Danken die französischen Anleihestücke dem Publikum zugänglich machen sollen. Aeber diese Besprechungen ist offiziell nichts zu erfahren. Die Bankiers haben jedoch, wie von unte richle- ter Seite verlautet, die Erklärung abg'gehen, daß sie in der Lage seien, 3 Millionen Psund Sterling (240 M ll'onen Fianken) aufzubring-?'i d"ch unter ber Voraussetzung, daß die Möglichkeit le- steht, d.e An.e hepapirve auf sämtlichen F i- nanzmärkten abzusehen. englischen Schatzamt wird die Absicht zugeschi i<.ben, französische Anleihestücke von dem britischen Finanz- markt a u s z u s ch l i e h e n, um zu verhindern, daß mit der Aebertvagung der in Frankreich ausgegebenen Wertpapiere auf dem britischen F.nanzmarkte eine Stützungsaktion des F ' anken zum Nachteil der e n g I : f b' Ich^ib' a? Ri^eck, r! . Gig n- tfsche des, uni D ut chen aas > Nib langenl e) unu bc:i Jcm. H e unpT Sj.b .■ a W .g . so ix Iva ‘ ii Stcv 3 i. 2 a tn i ifd;c , . ö fwaga' - :• ;? 'Bema iL.-.Lp 1. 12.Lia= Frauen finden. Die Menge sang begütert das Deutschland-Lied und nahm einsttmmig folgende Resoluttvn an: „Die Absicht der deutsch - französischen Freunde, durch einen Franzosen in öffentlicher Versammlung vor aller Welt die Kriegsschuld Deutschlands erkennen zu lassen, ist fehlgeschlagen. Kein deutscher Wirt hat sein Haus für eine solche öffentliche Versammlung hergegeben. Der Besitzer des Konzerthauses hat sein Grundstück mit Ketten verschlossen. Die Einberufer haben sich schließlich in eine kleine Stammkneipe der sozialdemokratischen Partei zurückgezogen und haben nun dort unter ihresgleichen und unter Ausschluß der Oeffentlichkeit, geschützt durch den preußischen Innenminister Severing, getagt. Daran können und wollen wir sie nicht hindern. Wir haben die Ehre von Potsdam geschützt und bewahtt. Wir haben die Ruhe und Ordnung sichergehalten. Schwarz-Weiß-Rot bleiben unsere Farben!" Der Aufmarsch zur hessischen Landtagswahl. Die sozialdemokratische Landtagswahlliste. Darmstadt, 6. Oft (Gig. Bericht.) Dre hessischen Sozialdemokraten hielten gestern in Frankfurt einen Landesparteitag ab, auf dem die Kandidatenliste für dre Landtagswahlen festgestcllt wurde. Mit großer Mehrheit entschloß man sich für eine Landeslrste und lehnte Provinzlisten ab. Gs wurden die Kandidaten in folgender Reihenfolge festgestellt: 1. Ulrich, Staatspräsident: 2. Adelung, Bürgermeister, Mainz: 3. Lux, Landwirt, Rieder- florstadt; 4. Raab, Minister, Pfungstadt: 5. Kaul, Redakteur, Offenbach: 6. Engelmann, Direktor des Arbeitsamtes, Mainz; 7. Dr. Strecker, Darmstadt: 8. Steinhäuser, Margarete, Hausfrau, Offenbach: 9. Mann. Gewerkschaftsbeamter. Gießen; 10. Leuschner, Gewerkschaftssekretär, Darmstadt: 11. Sturm- fels, Rechtsanwalt. Gr.-Umstadt: 12. Storck, Lehrer, Darmstadt: 13. Widmann, Landessekretär, Offenbach: 14. Scha u b, Schreinermeister, Büdesheim: 15. Hardt, Beigeordneter, Rüsselsheim: 16. Roß. Stadtverordneter, Bensheim: 17. Lückel, Beigeordneter, Alzey: 18. Ritzel, Bürgermeister, Michelstadt: 19. Anthes, Schlossermeister, Sprendlingen: 20. Kiel, Gewerkschaftsbeamter, Gießen: 21. Delp, Beigeordneter, Darmstadt: 22. Reuter, Spengler, Mainz; 23. Dornemann, Ministerialrat, Darmstadt; 24. R e ch t h v e n, Bürgermeister, Vilbel: 25. Weber, Gewerkschaftsbeamter, Offenbach; 26. Zinn- kann, Arbeitersekretär, Worms; 27. Lang, Lagerhalter, Urberach; 28. Walz, Büvgermeistcr' Lauterbach; 29. Lorenz, Bürgermeister, Erzhausen ; 30. R 0 ch e l m e y e r, Lehrer, Bingen. Weber hat freiwillig seinen Platz mit Dornemann getauscht. Bemerkenswert an dieser Liste ist, wie sehr einige bisherige Abgeordnete zurück- gedrängt worden sind. Die Demokraten zur Landtagswahl. Darmstadt, 6.Okt. (Eigener Bericht) Der Landesau sschuß der Demokratischen Partei entschied sich gestern auf einer Tagung in Frankfurt für Provinzlisten bei den Lcmdtagswahlen; die Aufstellung der Kandidaten wurde den Provinzorganisati^nen überlassen. In einer Entschließung wird der Bürger block abgelehnt, die Reichstagsftaktion möge sich nicht an der Erweiterung der Regierung durch die Deutschnationalen beteiligen. Der einzig mögliche Ausweg aus der parlamentarischen Situation wäre die Auflösung des Reichstags. Eine weitere Entschließung fordert Deutschlands Eintritt in den Völkerbund, die Revision des Falles Fechenbach und das Ausführungsgefetz zu Artikel 48 der Reichsverfassung (Ausnahmezustand). Die Einberufung des Landtags. Darmstadt, 6.Okt. (Eigener Bericht.) Das Plenum des Landtags ist für Dienstag, den 14. Oktober, vormittags 10 Uhr, einberufen. Der Vorstand und Aeltestenrat tritt am 13. Oktober, vormittags 12 Uhr zu einer Sitzung zusammen. Die Fraktions- f i h u n g e n sinden ebenfalls am 13. Oktober- statt. Versetzung Houghtons nach London? Berlin, 8. Oft. (T. U.) Wie das Berliner Tageblatt einer Meldung der Reuyork World aus Washington entnimmt, ist der amerikanische Botschafter in Berlin, Hough- ton, der zur Zeit in Urlaub weilt, als Nachfolger des Botschafters in London, K e l l 0 ck , ausersehen, der amerikanischer Vertreter während der Londoner Konferenz war. Kellock dürfte in einigen discher Familiensagen auf menschliche Drme-nsro- nen zurückgeführt. Die hehre Götterwelt Walhalls erschein in germanisches Famllie'le>en --e- mildert, ja man möchte fast sagen in bürgerliche Atmosphäre gerückt. Die Sage wird verm nschlicht und dadurch vielleicht so außerordentlich bühnen- wi ksam. Nur Hjördis, die Schlachtjungftau Odins, ragt einsam heraus aus dem Graue v de: Vorzeit, sie ist kein Werb von Menichenblut und Menschen Trachten, sie sucht keine irdische Liebe, kein frauliches Glück an der Seite be8 Mannes; Kampfgenossin will sie s in dem Helden, den sie als den herrlichstem sich erkor. Als sie im Kampf mit den Normen unterliegt, reitet sie auf Allvaters schwarzem Rosse empor zur Götter- bit'-n. Siegfrieds heimliche Liebe *u Brunhild, im Nibelungenlied und seinen deutschem Dramai ie rungen nur angedert t, rückt Ibse 1 in den Mi tel- punlt seines Dramas. Daß in den ersten Akten nichts aus dies eigentliche Motiv des Dramas hinweist, daß wir wie aas allen Wolken fal'en, wie am Schluß des dritten Aktes Sigurd dec Hjö dis seine Li b gesteht, ist eine Schwüle des Stückes, wie auch das skwas seltsam H Ingenba Geständnis Sigurds vor seinem Sterben, ec fex Gl ist Ab bic großen HHrschra Wette schon dieses W rk s, i"k ew'geir Wah heilen, die der di .au. axu zi i h ig. za dem V hältnis zan- .en un. Red.) "Die städtische Gewerbe steue rwird vorerst weiter erhoben. Näheres in der heuttgen Bekanntmachung. ** Die Allg. Ortskrankenkasse für bie Stadt ©leben schreibt in unserem heutigen Anzeigenteil die Neuwahl von Vertretern unb Ersatzmännern zum Ausschust der Allg. Ortskrankenkasse aus. Als Wahltag ist der 6. De- wmber bestimmt worden. Näheres in der Anzeige. fpd 3mmer neues Falschgeld. Nunmehr sind in Frankfurt auch gefälschte Dreimarkstücke im Verkehr festgestellt worden. Die Falschstuae sind kennttlch an dem inanen ©tanz, auberdem fühlen sie sich recht fettig an. 6. ©egen die Steuerverzugszinsen. Von den Finanzämtern werden ab 10. Oktober Verzugszinsen berechnet, wenn die Vorauszahlungen auf die Einkommen-, Körperschaftsund Llmsahsteuer nicht bis zum 10. des betr. Monats bei den Finanzkassen eingehen. Nach Ablauf der Schonfrist vom 11. bis 17., in denen 18 Proz. pro 3ahr erhoben werden, werden 2 Proz. für jeden halben Monat berechnet. Die Handelskammer Frankfurt a. M. - Hanau hat in einer Eingabe an das Reichsfinanzministerium gebeten, von dieser Verschärfung der Steuer abzusehen. Den Betrieben müsse eine längere Frist zur Errechnung ihres Llmsahes gelassen werden und bei den Steuerbehörden selbst würden die eingehenden Verzugszinsen kaum die Mehrarbeit decken, die dadurch bei den Qlemtern verursacht würde. Ein reizendes Filmprogramm wird den Kinofreunden in unserer Stadt gegenwärtig im Lichtspielhaus, Da hnhos - st ra ste, vorgeführt. Den Höhepunkt der Vorstellung bildet ein Filmsingspiel. Eine recht fesselnde Handlung, die von einer Anzahl erheiternder Szenen wirkungsvoll belebt ist, hervorragende Spielleistungen der Darsteller, wunderbare Aufnahmen aus den bayerischen Bergen, in denen das Ganze sich abspielt, und die Einfügung echt bayerischer Tänze, u. a. ein oberbayerisch >r Watschenplattler, heben dieses Filmwerk auf eine besonders beachtenswerte Stufe. Dazu kommt eine vielfach prickelnde Musik, deren Schlager sich im Handumdrehen ins Gehör einnisten und nalürgemäst von vielen auch gleich mitgesummt werden. Den Ge° sangskräften, einer Dame und einem Herrn mit recht gefälligen Stimmitteln, must man volle Anerkennung zollen, ebenso auch dem Hausorchester. Ein allerliebstes Insekten-Filmschauspiel in prächtig gelungenen Buntbildern und der übllchrSturm- angriff auf die Lachmuskeln mittels eines tollen Lustspiels geben der Vielseitigkeit des Abends noch eine besondere Note. Wer sich gut unterhalten will, sehe sich diese Darbietungen an. " Sie Handelsschule Hermes, die nunmehr 15 Jahre besteht, veranstaltete — so berichtet man uns — am Samstag auf der Karlsruhe eine wohlgelungene Jubiläumsfeier, $u der sich eine stattliche Anzahl früherer unb letziger Schüler eingefunden hatte. Nach der Begrüstungs- ansprache von Herrn Hermes hielt der derzeitige Leiter der Schule die Festrede, bei der er u. a. ausführte: „Die Handelsschule wurde im Jahre 1909 als erste private kaufmännische Fachschule in ©testen gegründet, und zwar als: Hermes Handels-, Schreib- und Sprachlehrinstitut. Die durch Empfehlungen von Kaufleuten und früheren Schülern stetig zunehmende Schülerzahl machte 1917 einen weiteren Ausbau des Instituts zu einer Handelsschule mit vollem Klassenunterricht nach amtlicherseits genehmigtem Lehrplane erforderlich. Seit ihrem Bestehen hat die Schule ungefähr 3000 Schüler für den kaufmännischen Beruf Dorgebilbet.“ Bornotizen. — Lageskalender für Mittwoch. Stadttheater, 6V2 Uhr: „Die Fledermaus". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Nur auf den Bergen wohnt das Glück". — Hessische Bil-> derbühne: „Raskolnikow". — Aus dem Stadttheaterbureau, wird uns geschrieben: In der heuttgen Ausführung der „Fledermaus", die bekanntlich um 6V2 U h r, und zwar pünktlich, beginnen must, wird Herr Kapellmeister Sander vom Darmstädter Landestheater dirigieren. Landkreis Gießen. * Lang-GönS, 7. Oft. Auf dem heutigen Schweinemarkt, zu dem nur Tiere aus hiesigen Betrieben zugelassen waren, standen 87 Ferkel zum Verkauf. Da die Feldarbeiten bei dem gegenwärtigen schönen Wetter sehr drängen, war die Käuferschar verhältnismässig gering und bie Kauflust beschränkt. Es wurden 14, 16, 18 und auch 20 Mark je Stock gezahlt. Der Markt hinterliest Lieberstand. f ©rünberg, 7. Oft. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so scheint der diesjährige Gallusrnarkt die Märkte während der Kriegs- und der Nachkriegszeit bedeutend za übertreffen. Die Vorbereitungen der hiesigen Geschäftswelt, die Anmeldungen vrn Krämerständen (die Zahl 90 ist schon Werschritten) und Schaubuden usw. lassen ebenfalls darauf fchliehrn. Von letzteren sind besonders hervvrzuheben: eine Berg-, Tal- und Tunnelbahn, Schiffsschaukel, Schießbuden, Raubtierschaa mit Abnormitäten, Theater, Kraft und Schönheit, zwei Zirkusse von Jörg und Hast. Das Wirtszelt von 40 Meter Frontlänge mit Tanzboden — die Musik stellt das Grünberger Stadtorchester — ist feit 1913 wieder das erste. In der Stadt selbst find an Lustbarkeiten hervor-- zuheben: in der Turnhalle gastiert eine Tirolertruppe, Tanz findet in den Wirtschaften Beltrop unb Zum Rappen, im Hotel Hirsch der übliche Gallusmarktball statt. Außerdem wird am ersten Markttage eine Filmaufnahme gemacht, welche nach 14 Tagen in ©rünberg dorgeführt werden soll. Nach Aeusterung von glaubwürdiger Seite wird Die Zufuhr von Vieh a aster- ordentlich g r ost, glaubt man doch, dast ungefähr 1000 bis 1200 Ferkel angefahren werden. Bei eimgermafren schönem Wetter wird der Mentcyenveneyr ein gewaltiger werden auch die Eisenbahnverwaltung hat Vorkehrungen getroffen, um so schnell wie möglich Esttazüge oder Nachzüge einzulegen. * Odenhausena.d. L, 6. Ott. Am gestrigen Sonntag fand hier die Grundsteinlegung zu unserem neuen Pfarrhause statt. Sie Feier, zu der sich die Vertretungen und die ©c- meindeglieder der vier bauenden Gemeinden. Geilshausen, Odenhaufen, Rüd - dingshausen und Weitershain zahlreich eingefunden hatten, wurde von Bürgermeister Müssig- Rüddingshaufen mit einer De» giüstungsansprache eröffnet: er legte die Gründe dar, die zum Bau des Pfarrhauses geführt haben. Die Schulkinder der vier Dörfer fangen gemeinsam den Chor: „Mil dem Herry fang alles an", worauf der Ortsgeistliche Psarrveru?alter Thorn im Anschluss an das Paulusworl: „Einen anderen' ©rund kann niemand legen auher denr. der gelegt ist Jesus Christus", die Rede hielt, hinter Begleitung der Posaunen einiger Gem.lndeglieder fangen die Anwesenden Luthers Trutz sied: „Em feste Burg ist unser Gott". Pfarrer H 0 smann - Londorf und der Vertreter des Kreisamts Diesten, Regierungsbaumeister Schneider, der den Plan entworfen hat, beglückwünschten in Ansprachen die Gemeinden zu dem Pfarrhausbau Nach der Verlesung der Llrkunden und dem Akt der Grundsteinlegung schlost die eindrucksvolle Feier mit dem Liede E. M. Arndts. „Ich weist, an wen ich glaube". z Aus dem oberen Wette rtal, 7. Ott. Die gegenwärtige Witterung erschwert dem in diesem Jahre vielgeprüften Landmann auch noch sein Herbstarbeiten, nachdem in die em Jahre so ziemlich alle Crntearbeiten in die Länge gezogen wurden und dann, wenn die Sonne sich zufällig einmal gnädig zeigte, im ./Rapsch" erledig we.° den muhten. So ist man mit den Wiesen noch nicht fertig, denn bei Nebel und Regen Grummet zu ernten, ist eine schwierige Sache Die Kartoffelernte könnte als gut bezeichnet tte den, wenn die in den letzten Wochen eingetre.ene Fäulnis nicht einen grosten Teil de Em e zerstört hätte. Vielfach ist die halbe Ernte verfault. Sie LIrfache der Fäulnis liegt weniger am Boden, sondern mehr an den einzelnen Kartofsel- sorten. Glänzend bewahrt hat sich vor allem die „Blaue Odenwälder", die reiche Erträge geliefert hat und nur selten Fäulniserfcheinun en aufweist. Auch die „ Has s ia" wird in diesem Jahre gelobt. Dagegen ist die „Industrie' am stärksten gefault. Bei ihr wurde neues edles Saatgut am stärksten von der Fäulnis betroffen, während ausgeartete Sorten, die schon meh ere Jahre an den hiesigen Boden gewöhnt sind, be feie Ernten liefern, weil sie weniger faulten. Das konnte man des öfteren auf einem und denselben Acker beobachten, wo neue und alte Industrie nebeneinander gepflanzt waren Im allgemeinen zeigten sich die edelsten und feinsten Sorten und Arten am wenigsten widerstandsfähig, ©rosten Schaden hat weit und breit, wie immer in feuchten Jahren, auch die Ackers chnecke ang^rjchtel, Kreis Friedberg. z* Aus dem Kreise Friedberg, 7. Oft. Die Kartoffelernte ist allenthalben im Gange. Die Landwirte klagen sehr über Fäulnis der Knollen. Im südlichen Teil deS KreiseS haben die wiederholten Lleberschwemmungen der Nidda nicht nur die Grummeternte sehr beschädigt, sondern auch die Kartoffeläcker in Mitleidenschaft gezogen. Im Bereich des Lieber- schwemmungsgebietes gibt es Landwirte, bie kaum ihren eigenen Bedarf an Kartoffeln ernten können. Manche Aecker sind zu einem förmlichen Morast geworden. An Ausmachen der Kartoffeln ist in diesen Lagen gar nicht zu denken. ^lBad-Nauheim,6. Oft. DieNauhei - mer Kirmes, bas Saisonschluhfest, bas nach all den arbeitsreichen Wochen des Sommers ber Bevölkerung Ausspannung unb Erholung bieten soll, hat in biefem Jahre wieder eine Aufmachung gezeigt, bie an bie besten Vorkriegsjahre erinnerte. Der Sonntag vor allem hat bei schönstem Wetter einen sehr starken Verkehr nach unserer Stabt geführt. Nicht nur bie nähere Umgebung, auch Nachbarstädte wie ©testen, Frankfurt a.M. unb Butzbach waren in hohem Maste daran beteiligt. Aus den Strahen, die nach hem Marktplatz in ber Altstabt führen, zog der Menschen- ström bis in die späten Nachtstunden ständig hin unb her. Der Markt selbst hat sich als „Iuxplatz" längst als zu klein erwiesen. Die Lokalitäten haben sich in ihren Anpreisungen zur Kirmes gerabezu überboten. Vom Kurhaus bis zur kleinsten Apfelweinschenke hatte man sich festlich gerichtet unb suchte mit Tanz (in 12 Lokalen), Musik, humoristischen Darbietungen die Gäste zu unterhalten. Eine grobe Rolle spielten heute bie „Früh- schoppen" unb „Katerfrühstücks" in ben verschiedensten Gasthäusern unb bie sich daran anschlie- stenden humoristischen ilnuüge durch die Stadt. Wer als Fremder das lustige Kirmestreiben in Bad-Nauheim beobachtet, wird meinen, hier sei das Geld nicht so rar wie anderorts. In Wirklichkeit fehlt es auch hier daran. Nur lässt sich der Alt- Nauheimer und auch der Neu-Dad-Nauheimer seine Kirmesfreuden einmal im Jahr nicht nehmen. Morgen geht es wieder an die Arbeit, von morgen ab wirb wieber gespart. Kreis Lauterbach. ♦ Dlitzenrvd, 7. Ott. LInfere evangelische Kirchengemeinde, die ihren Kirchgang jetzt nach Frstchdvrn bat, will ttch eine eigene Kirche bauen. Der Bauplan ist bereits zur Verfügung gestellt worden Zur Verwirklichung des Vorhabens gründete die Gerne.nde dem „Lauterbacher Anzeiger' zufolge, vorbei,.ältlich der gerichtlichen und kreiSamtiichen Genehmigung einstimmig einen evangelischen K i rch ba uverein Die Vereinigung hat den Zweck, 1. hinreichende Mittel für die Baukosten zu beschaffen: 2. den alSbald zu beginnenden Neubau durchzuführen. Nach dem bescheidener Bauplan nebst Voranschlag des Kirchenbaumei- sters Geh. Dauvat Walbe - Darmstadt sind du Kosten dieses Baues sehr hoch und für Dliyemod selbst unerschwinglich. Von gütiger Seite sind bereits in uneigennütziger Weise bedeutende 6um- men für den Bau zur Verfügung gestellt worden Kreis Schotten. Ulfa, 7. Ott. Pfarvassiftent Cru11 von Offenbach ist zum Pfarrverwalter in unserem Dorfe ernannt worden. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 7. Oft. (Eigener Bericht.) Die Ausgewiesenen veranstalteten hier ine öffentlicheKundgebung, die mit bei An nähme einer Entschllestung endete, worin an die Behörden das Ersuchen gerichtet wird, ben Ausgewiesenen grundsätzlich ihre alten W 0 h nungen oder gleichwertige zuzu- weisen. Die Ausgewiesenen mühten vor anderen Wohnungssuchenden bevorzugt unb alle zu ihren Gunsten erlassenen Vorschriften streng durchgo- sührt werden. Der Versammlung wohnten auch Vertreter der Regierung bei. Hessen-Nassau st Marburg. 6. Oft. Im Anschluss an einen Degrühungsabend in den Stadtsälea fand im groben Hörsaal des Landgrafenh.'mses die diesjährige Tagung der kurhessischen Junglehrer statt. In den siebenstündigen Verhandlungen fand die Notlage ber stellen« losen Junglehrer, deren Zahl in Kürhessen aus 900 angewachsen ist, eingehende Erörterung. Die Hauptanspooche hielt Landtagsabg. Schullcu Simpel aus Kassel über „Die Schulpolitik in der Gegenwart". Seine Enffchlietzungeu. deren Inhalt sich mit den Forderungen der Lehrerschaft, Lehrerbildung unb Grundschule, b.'schrs- tigte, fanden einstimmige Annahme. - Gestern starb hier der langjährige Leiter des Elisab. th- hoses, Pfarrer Wilhelm Bader, im Alter von 63 Jahren und in Lohra ber luth. Pfarrer i. R. Friedr. Bücking im Alter von 78Jahren. S. Frankfurt a. M, 7. Olt. Hier bestand bisher der für eine © r 0 hstadt unhaltbare Zu stand, das) es auf dem Frankfurter Haupt- bahnhof fein Postamt gab. Diesem Liebelstand soll nun endlich abgeholfen werden. Verhandlungen zwischen Post und Eisenbahn haben zu dem Ergebnis geführt, bafi der Befchlutz zur Errichtung eines Bahnpostamts gefasst wurde. — Welche wunderbaren Wege Dureaukra- tius in der Inflationszeit ging, wurde in einer Frankfurter Gerichtsverhandlung wegen Kettenhandels fest gestellt. Der Preis für eine Wagenladung von 200 Zentner Hafer, die vom Gericht versteigert wurde, liegt heute noch auf der Iustizkasse in Höhe von einem Goldpfennig. fpd. Frankfurt a. M., 7. Olt. Der neuge» wählte Oberbürgermeister Dr. Land- mann hat in der gestrigen Magisttatssitzung fein Amt angetreten, wenn auch die Bestätigung durch das Staatsministerium noch aus- steht In der gleichen Sitzung verabschiedete sich Oberbürgermeister Dr. Voigt schriftlich von seinen bisherigen Mitarbeitern und Beamten. Gerichtsfaal. Ein Büdinger Kommunalstreit vor dem Derwal- tungsgerichtshof. * Darmstadt, 7. Ott. (Eigener Bericht.) Der Gemeinderat unb Iustizinspektor Walt et in Büdingen hatte in einer Sache, die mit der Brotversvrgung zusammenhing, ben Bürgermeister Fendi von Büdingen angegriffen und Anzeige wegen Wuchers bei der Staats anwaltschaft gegen ihn erhoben. Bürgermeister Fendt hatte daraufhin im Gemeinderat eine sehr scharfe, gegen Walter gerichtete Erklärung verlesen, in der er sich gegen den Dorwurf einer nicht korrekten Handlungsweise nachdrücklich verteidigte, aber auch Walter einen Denunzianten nannte. Die vom Ministerium des Innern beim Verwaltung sgerichtshvf beantragte Vorentscheidung in dieser Streitsache endete nach längerer Der Handlungsdauer mit dem Urteil, das) ein Verschulden des Bürgermeisters nicht vor liegt. Verurteilung eines Totschlägers. Frankfurt a. M., 6. Ott. IWolff.) DaS Schwurgericht verurteilte heute den 22jährigen Fuhrmann Holder, der in einer Wirtschaft in Oberrod nach einem Doraufgegangenen Streite den 22jährigen Schlossergefeilen Jordan aus Frankfurt a. M. erstochen hatte, zu fünf Jahren Gefängnis, die in Einzelhaft zu derbüben sind Der 22jährige Fuhrmann Mül- ler erhielt wegen Beihilfe fünf Monate Gefängnis. 2 Teller (Ein Würfe! zu 12 Pfennig reicht für 2 Teller. 7787c MAGGIa gute, sparsame Küche beseit, sich Seit 40 Jahren bewährt sind v Hornhaut a. d. Fußsohle ver- schwindet durch ee*&. Lebewohl- Ballen - Scheiben. Kem Verrutschen, kein Festkleben am Strumpf. —11 In Drogerien und Apotheken.---- Man verlange ausdrücklich „Lebewohl“ Bekanntmachung. Laut Beschluß der Etadtverordneten- Dersammlung vom 7. d. M. wird die bis» herige städtische Gewerbesteuer (70% ber staatlichen Gewerbesteuer) mit Fälligkeit je vom 10. des Monats vorerst weiter- ^©ieben, den 8. Oktober 1924. 78006 Der Oberbürgermeister: Keller- Weingroßhandlung leistungsfähig in Ian- unb Flaschenweinen. sucht bei Hotels und Restaurants gut eingeführte (7805nz Vertreter gegen bohe Provision. — Gest. Zuschr. unter K. 209 an Annoncen-Erpedition D. Frenz, G. m. b. H., Mainz. 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Unter Hinweis auf die Verdingungsvorschriften fallen nachstehende Arbeiten bei den baulichen Veränderungen am Teichhaus zu Bad-Aauheim vergeben werden: ca. 85cbm Ausgleichbeton, ca. 700 qm Isolierung, ca. 700 qm Zementrabitz, ca. 700 qm Asphaltbelag, ca. 200 qm Eisenbetondecken, ca. 100 qm Zement- und -Gips-Aabitzdecken, ca. 300 qm Fuhboden- asphalt mit Unterlagsbeton usw. — Angebotsunterlagen auf unserem Zweigbureau in Bad-Aauheim, Badehaus 8, erhältlich. Mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote bis Donnerstag, den 16. Oktober d. I., vormittags 11% Uhr erbeten. Eröffnung in Friedberg im Beisein der Bewerber. Zuschlagsfrist 14 Tage. Friedberg, den 8. Oktober 1924. Hessisches Hochbauamt. 3. 03.; Schaumberg. 7794D KartoffeUieserung. Für die hiesige Anstalt soll die Lieferung von ca. 1500 Zentner guten gesunden Speisekartoffeln vergeben werden. Die Lieferung kann geteilt werden. Angebote mit Sortenbenennung sind bis zum Samstag, den 11. Oktober l.J., vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Gießen, den 4. Oktober 1924. Direktion der Landes-Heil-u. Pflegeanstali sind höchste Qualität in allen Preislagen. Nur ausgesucht beste rein orientalische Tabake nach erprobten Zusammenstellungen finden in unseren Mischungen Verwendung. Das hochfeine süßduftende Aroma ist der natürliche Geruch dieser Edeltabake. Wir leisten* absolute Garantie, daß in keiner unserer Sorten irgend ein Parfüm oder sonstiger Zusatz enthalten ist Wer das behauptet, kennt die echte Orient- zigarette nicht Und wer es behauptet, um uns zu schädigen, wird von unS gerichtlich verfolgt werden = Nur 2 Tage! ss: Solange Vorrat reicht! Donnerstag und Freitag kommen in meinem Laaer Hamm- | Kaufgesuche | Alles Blei (Blelröhrenl kauft Brühlsche Druckerei = 7D Schulstr. 7/9. totol A«MW werd, sachgemäß u. preiswert gestimmt u. repar. G.WkllmL G!etz?n,ylyM.11 Ankaaiflbv.StlQü. u. Harmoniums. Wissenschaftliche Buchhandlung stellt Xsehrlmg* em. Gutes Gedächtnis, leichte Auffassungsgabe, Gewandtheit im sprachlichen und schriftlichen Ausdruck sind unerläßliche Vorbedingungen. Zunächst nur schriftliche ausführliche Bewerbungen erwünscht unter 024072 an den Gießener Anzeiger. der Allg. Ortskrankenkasse für Stadt Gießen. Strohwig, Vorsitzender. 72,27 Fstm. Die Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis zum obigen Termin bei der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst in Anwesenheit der Bieter die Eröffnung erfolgt. Die Bedingungen werden vor dem Termin bekanntgegeben. Das Holz ist erstklassig und es empfiehlt sich dasselbe anzusehen. Nähere Auskunft erteilt Förster Kalberlah, hier. Rüddingshausen (Post Londorf), 6. Okt.1924 Bürgermeisterei Rüddingshausen. b) Fichten-Stämme 4. „ 5a 5b KontrMch la. für Nestanr., nenn Pers.»,sehr gut erh., zu verkauf. Off. unt. Nr. 1855 a. 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[0MDM Meide, FullermiHel, Saales, Sämereien, Meie, Mieller, Illiiipiliel Über alle diese Artikel anterrlchtet Sie aasftthrl. die im 16. Jahrg.ln Hamburg tttgllch erscheinende „HaÄridil Mlnm Tayeszeilung“ Abonnementspreis für das 4. Quartal Mk. 8.70 franko direkt beim Verlag des „Marktbericht Hansablum“, Hamburg 8 A IMF" Neu hinzutretende Abonnenten erhalten kostenlos unseren Frachtentarif für alle Landesprodukte mit Kilometer-Berechnungstabelle sowie Angabe der Entfernungen zwischen den wichtigsten deutschen Orten. 177,38 Fstm. Kiefern-Stämme: 4. Klaffe 6 Stück = 5,23 Fstm. raume zu mieten gksE. Schriftl. Angebote unter 024061 an den Gnß. Anz. erbeten. Stellenangebote] MWWMe iiwe[löii.9emn zum Besuche d. IichillllWeu gesucht. 024042 Vsllksrslrstze 5. [Stellengesuche! Junger Reisender der Meblbranche sucht Stellung. Schriftl. Angebote unter 024063 an den Gieß. Anz. erbeten. Wer Beschäftigung ; übernimmt anchPrivatarbeiten. Schr. Angeb. unter 024069 an d. G. Anz. 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Stadt Gießen. Die Wahl der Arbeitgeber und Arbeitnehmer findet am Samstag, dem 6. Dezember 1924, und zwar von vormittags 11 Uhr bis abends 7 Uhr ununterbrochen statt. Die männlichen Versichetten wählen im Restaurant „Felsenkeller", Bahnhofstraße, die weiblichen Versicherten im Bureau der Allg Ortskrankenkasse, LudwigstraßeNr.12, >ie Arbeitgeber im Gewerbehause, Kirchstraße. Zu wählen sind 60 Vertreter und 60 Ersatzmänner, und zwar: aus feiten der Arbeitgeber 20 Vertreter und 20 Ersatzmänner, auf feiten der Versicherten 40 Vertreter und 40 Ersatzmänner. Die Beteiligten werden zur Einreichung von Wahlvorschlägen (Vorschlagslisten) aufgefordert. Es werden nur solche Wahlvorschläge berücksichtigt, die spätestens am 7. November 1924 bei der Kasse, Ludwig- straße Nr. 12, eingereicht sind. JDie Stimmabgabe ist an die Wahlvorschläge gebunden, d. h. jeder Stimmzettel muß genau mit einem der Wahlvorschläge übereinsttmmen. Die Wahlvorschläge sind gesondert für die beteiligten Arbeitgeber und Versicherten aufzustellen; sie müssen von mindestens zehn Wahlberechtigten der betreffenden Gruppe unterzeichnet sein. Jeder Wahlvorschlag soll soviel Bewerber benennen, als Vertreter und Ersatzmänner zu wählen sind. Die einzelnen Bewerber sind getrennt nach Vertretern und Ersatzmännern unter fortlaufender Nummer aufzuführen und nach Familien- und Vor-(Ruf)-Namen, Beruf und Wohnort (Wohnung) zu bezeichnen. Bei Versicherten ist auch der Arbeitgeber, bei dem sic beschäftigt sind, anzugeben. Mit den Wahlvorschlägen für Versicherte ist von jedem Bewerber eine Erklärung darüber vorzulegen, daß er zur Annahme der Wahl bereit ist. Nach der Zulassung können die Wahlvorschläge von den Wählern im Geschäftszimmer des Geschäftsführers der Kaffe, Ludwigstraße Nr. 12, eingesehen werden. Das Arbeitgeber- und Mitgliederverzeichnis kann ebenda eingesehen werden und es sind Einsprüche gegen die Richtigkeit der sich daraus ergebenden Wahl- und Stimmberechtigung bei Vermeidung des Ausschlusses spätestens 4 Wochen vor dem Wahltage unter Beifügung von Beweismitteln bei der Kaffe einzulegen. 1 Der Wahlleiter ist befugt, die Wcchl- > und Stimmberechtigung jedes Wählers bei . der Wahlhandlung zu prüfen. Es empfiehlt t sich daher, einen Ausweis hierüber zur Oberprimaner erteilt Unterricht in Mathematik. PH unk, Französisch,Englisch. Schr. Ang. u. 024044 an den Gieß. Anz. Kostüme, Hel, l Wen-iübertleiii werden gutsitzend ». preiswert angesert. Wilfonstr. 15 111. Hlonatl. 850 Bim. und m hroerö.iatelLPsr- sonen lelebt durch d. SBertr.e.eehrbegehrt. gasch« Haugh' Artik. Sos. Off. an Fr. Baeh, Leipxlo-NensUdtl78. Agenten Hausierer gesucht für großartige Patent-Neuheit. Wird in jedem Haushalt gebraucht. Schriftl. Angeb. unter 7774D an den Gieß. An- zeiger erbeten. Tüchtiger Hier ür Stadt nnd Land ür gut verkäuflichen Kalender 1925 gesucht Näheres Lvrao, Plockstr. 5. (7778h Perfekte LiwtiMin zum sofortigen Eintritt gesucht. [7771D Drown, Doveri & Co., Banburean Lollar, Hauvtstr. 63. Ordentl., tüchtig^ ehrliches Weit mit guten Zeugnissen per bald ober später Vertreter mit dem nötigen Vertrauen für alle Branchen des Versicherungsfaches gesucht. Es kommen Herren in Betracht, welche die Vertretung als Nebenbeschäftigung aufnehmen oder auch sich dem Versicherungsfach voll und ganz widmen wollen. Letzteren steht eine Baupt-nd.Gmralverlreliing in Aussicht. Einarbeitung und Unterstützung gesichert Schriftl. Angebote unter 7795V an den Gießener Anzeiger. LcistungSsUge zigmütchbrik sucht rührigen, befteingefübrten = Vertreter = »für dortigen Bezirk zum Vertrieb ihrer neuen Marken in vollem Format «bei Händlern,Kolonialwarengeschäften und Landkundschast. X. ff. unt. J. V. 3903 3 .an Invalideadank,Frankfurt a.M. f793id I 2. Klasse 1 Stück --- 2,77 Fstm. 3. „ 19 — 38,33-- „ 4. „ 45 = 54,42 „ 5a 79 = 53,31 „ 5b „ 91 H = 28,55 „ ür. 257 Zweiter Blatt ——tn■ nMaagMmz rKtnL'wtor •wrx« . Mittwoch. 8. Gttober 1924 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Lemberg Lwow Lwiw II. gerettet. * ♦ ge- genannte dieses Antrages ist den Frauen Gelegen» den Fragen, die die Entwicklung daß die Luftschifsahrt bei solchem Wetter auch schwere Anforterungen an die Besatzung stellt und daß es nicht immer ein reines Vergnügen ist, Luftschiff zu sahren. Aber trotz des Sturmes zieht das Schiff, langsam rollend wie ein starles Seeschiff seine Bahn. Um 5.15 ist Friedrichshafen erreicht. Wer noch ist das Wetter zu schlecht zur Landung, deshalb geht es erst noch einmal auf den See und nach Konstanz. Erst um 6 30 nachm., und bei abflauendem Wind wird gelandet, und um 7 Uhr liegt das Schiff nach 33: ..stündiger glatt verlaufener Fahrt wohlgeborgen in seiner Halle. 3600 Kilometer, die Hälft« des Weges nach Amerika, hat es mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 106,5 Kilo- meter durchfahren, und bei der Besatzung und den 43 Fahr gasten Eindrücke hinterlassen, die wohl keiner vergibt. ' Das Schiff hat aus den fünf Probefahrten eine Gesamtfahrzeit von 2 Tagen 9 Stunden 3 Minuten zurückgelegt. Die bisher zurückgelegte Lust strecke beträgt 5094 Krlometer. Die Führten haben gezeigt, daß es allen Anforderungen gerecht wird und die Ueberführungssahrt nach Amerika wird zeigen, dab der Luftschiffbau mit ihm ein Verkehrsmittel geschaffen hat. das im Weltverkehr eine grobe Rolle zu spielen berufen ist. als diesen Zahlen entspräche. Alle Behörden, alle repräsentativen Bautex sind in polnii chen Händen. Ukrainische Firmen Hilder sind seien. Ihre Theater, Caf^s, Gasth.iu er, Be eine hegen in Reben straften. Rur ihre Kirchen, im Stadtb.l.'e hervortrelend, bekunden, das) sie jedenfalls da sind und man gewinnt den Eindruck, in den Jahrhunderten völkischen Dttäubungs chlafeZ habe, was an Rationalbewuhtsein noch übrig irar, im Kirchlichen seine Sprache gefunden, und durch diesen Rückhalt gestärkt, sich in die Gegenwaitt Wie immer aus einem Hause, wo das Schicksal feindliche Brüder zusammen $u wohnen zwingi, so scheidet man auch aus Lemberg, trotz dec Reize seiner Landschaft und trotz des höchst feselneen Kulburmosaiks seiner Geschichte und seiner Bauten dennoch beunruhigt und unter der RaHwirkung eines quälenden Mihllangs. Es ist klar, daß weder die — oft angefochtene — Lieberliefe- rung vergangener Jahrhunderte noch die zeitweilige Entscheidung der Waffen Polen einen sicheren Besihtitel in Lemberg haben ichaffen können. Andererseits führen die Proteste, de Demonstrationen, die Eingaben an alle internationalen Instanzen, ja auch die Attentate auf polnische Regierungsvertreter — tote soeben eins auf den Präsidenten Woj oio ch o ws ki, der zur Eröffnung der Lemberger Messe gekommen toar - führen Dauemuirruhen und Güterbrände, führt der ganze Auflchmrngs- und Verschwörungsappc»' tat die Ukrainer nicht zum Ziel. Bedeutet das nun etwa, das) sie verzichten, das) die Stürme auf die Festung ermatten fönnten? Das nie und nimmer. Dazu sitzen Hab und Begehren zu tief. Vielmehr bedeutet es, das) aus dem häuslichen Hader in diesem Wetterwinkel die Brandfackel aufflammen kann, dir det östlichen Rachbarn zum Eingriff hrrteiriefe, wobei die 2000 Kriegergräber auf dem Lh^zakow- Hügel freilich längst nicht d.e letzten wären Wenn man, vom Ianowfelde aufstetgend im Flugzeug noch einmal auf die Stadt zurückschaut, scheinen sich rötliche Rebel zu dichten über Lwiw oder Lwow, über Lemberg. heit gegeben, in ____ ,, des Frauenturnens anaehen, selbständig Stellung zu nehmen. Es folgte ine Wahl des Vorstände« sowie die der stehenden technischen Beamten. Durch Zuruf wurden die alten Vorsitzenden, so als 1. Vorsitzender Professor Dr. B e r g e r - Berlin, wiedergewählt. Rach der Erledigung verschiedener anderer Anträge lud der Stadtv. Götte die Deutsche Turnerschaft ein, die Abhaltung des nächsten Deutschen Turnfestes nach Köln auszuschreiben. Sollten die Verhältnisse es nicht gestatten, das Fest in Köln durchzuführen, wird Dresden an seine Stelle treten. Für die ©traten, Dächer und Denkmäler bzw. Türme bracht hat, übertrifft alles, was wir bisher . sehen haben. Dafür ist das Wtttei jetzt aber auch strahlend geworden, und die geduldig harrenden Menschen werden durch mehrere Schleifen über allen Stadtteilen entschädigt. Ueber Wannsee. Potsdam, Luckenwalde geht es nach Dresden (11 45 norm.) und von dort aus zum Leidwesen ter Leipziger, direkt über Chemnitz, Plauen, H o f, am Fichtelgebirge entlang, in großer Höhe, ca 1400 Meter über dem Boden, nach Kulmbach und weiter über Bamberg, Erlangen, Fürth nach Augsburg, das um 3.50 Uhr überfahren wird. Mttlaufender Wind beschleunigt die Fahrt, so das; wir schon um 4.15 Uhr über Ulm sind und die Ulmer für die Enttäuschung entschädigen, daß wir auf der Südteutschlandsahn nicht über die Münsterstadt kamen, die damals alles zum festlichen Empfang vorbereitet hatte. Wetternachrichten von Friedrichshafen lauten nicht günstig, harter Westwind mit heftigen Regenböen cinpfängt das Schiff bei Annäherung in Friedrachshafen, und die Fahrgäste sehen nun, Der ostgalizische Wetterwinkel. — Deutscher Kuliurdünger am San. Von unserem Warschauer Sonderberichterstatter. Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Kaisersaal des De'r.c- schlösse?. Direktor R ö- mer vom Bayer,\V.i üurncrbunb hielt die zu Herzen gehende Festansprache, in der er aus die Aufgaben der D. T. in den Zeiten der Rot des deutschen Vaterlandes hinwies, und zur selbstlosen Hingabe in der Arbeit für die D. T. aufforderte. Der Antrag des Staatsministers a. D. D o m i - nicus sand in nachfolgender Fassung allgemeine Zustimmung: „Der Deutsche Turntag erhebt zum Zweck der dringend nötigen iörperlichen Ertüchtigung des Deutschen Voltes folgende Forderung an die Regierungen des Reiches und der Länder, sowie an die Verwaltung der einzelnen Gemeinden: 1. ®iunb’.age für die körperliche Ausbildung des Volkes ist der Turnunterricyt in den Schulen aller Art. 2. 3n die Schulpflicht ist eine allgemeine Verpflichtung zur Pflege der Leibesübungen bis zur Volljährigkeit einzufügen. Die Ausführung kann durch die Verbände erfolgen. 3. Born Reich ist in Verbindung mit den Ländern ein Spielplatzgeseh zu erlassen, wodurch die Schaffung genügender Uebungsflächen in allen Gemeinden sichergestellt ist. 4. Die Errichtung dieser Uebungsstätten (Turn- hallen, Spielplätze, Schwimmgelegenheiten) ist dadurch zu fördern, dast die Vereine von jeder einmaligen und laufenden Steuer für diese Uebungsstätten grundsätzlich befreit werden. 5. Als Träger der Turn- und Sportbewegung sind von den Ländern, sowie von jedem Stadt- und Landkreis Turnaufsichtsbeamte, und zwar möglichst in hauptamtlicher Eigenschaft einzustellen. In den Ländern sind alle diese Verwaltungsausgaben nach Möglichkeit in einem besonderen Landesamt für Leibesübungen zusammenzusassen. Der Schlusttag des Deutschen Turntages stand im Zeichen wichtiger und für die Gestaltung des turnerischen Lebens für die nächsten Jahre bedeutungsvoller Entschließungen und Erörterungen. Ein Vortrag von Dr. Reuenberg (Mühlheim a. d. Ruhr) behandelte den neuen Geist in der Deutschen Turnerschaft. Besonders wertvoll erscheint ein Antrag, dast versuchsweise für den nächsten deutschen Turntag aus jedem Turnkreis auch eine Turnerin als vollberechtigte Vertreterin entsandt werden soll. Durch die An- Wie Mir über Deutschland flogen Bon Kapitänleutnant H. C. Flemming. Führer des „Z. R. III" nach Amerika. (Rachdruck, auch auszugsweise, verbot-m.) Turnen, Sport und Spiel. 18. Deutscher Tnrnertag. 3n Würzburg fand der 18. Deutsche Turnertag mit einer Teilnahme von 374 Abgeordneten aus 18 Turnkreisen statt. Im Vordergrund des ersten Tages stand die Erledigung verschiedener technischer Anträge des Turnausschusses der D. T. über die Abhaltung der MeisterschaftskäinpfeimTurnenund Spielen. Die endgültige Erledigung, u. a. auch die Frage einer Fußballmeisterschaft der D. T., wurde dem Turnausschust übertragen. An- schließend an verschiedene andere Genehmigungen wurde auch der Schaffung eines L e i st u n g s ° buch es der D. T. stattgegeben. Der Bedeutung des Pressedienstes wurde durch Eingliederung eines Pressewartes der D.T. in den Hauptausschust Rechnung getragen. Gewählt wurde F. Wiedemann -Berlin. Rach der Erstattung des Geschäftsberichtes wurde auf Grund der Bestandserhebung vom 1. Januar 1924 eine Mitgliederzahl von fast 1,7 Millionen Turnern und Turnerinnen festgestellt. Der Vorstand der D. T. stellte den Antrag, vom Turntag die Ermächtigung zur selbständigen Entscheidung des Verhältnisses der D. T. zum Deutschen Reichsausschuh zu erhalten. Rach lebhafter Aussprache wurden in der Frage der reinlichen Scheidung vom Sport- dreiverband folgende Beschlüsse gefaßt. 1 Die Aufhebung der aahervrdent- l i ch e n M i t g l i e d s ch a s t von Mitgliedern des Sportdreiverbandes in der D. T. wurde beschlossen. Die Durchführung dieses Beschlusses soll unter Wahrung aller Rechte in den einzelnen Vereinen zum nächstmöglichen Termin erfolgen. 2 Bezüglich der Doppelmitglied- schäft wurde beschlossen, dast sie Einzelnen, aber nicht ganzen Abteilungen gestattet ist 3 Sie aktiv? D tttligu ig an Wettkämpfer und ähnlich n Veranstaltungen sowie die De.at .an n den Verwaltungsärn era des £rette? ban es ist een Verwaltungsämtern des Dreiverbandes i,t den Mitgliedern der D.T. verboten Allerdings kann in besonderen Fällen der Reichsausschuh die Erlaubnis dazu erteilen. Betreffs der Sperrfrist beim ilebertritt eines Mitgliedes des Sportdreiverbandes in die D. T. wurde beschlossen, keine Sperrfrist eintreten zu lassen. Bei wiederholtem ilebertritt wurde allerdings eine solche bis zu einem Jahr vorgesehen. Qlm Vormittag des zwecken Tages versammelten sich die Abgeordneten zu einer Feierstunde im Dr ihre 120 Meter langen Drähte der Funkenantenln „Z^poroger Sitsch" anlegen oder wenn ihre Het- ausgebracht sind. Aber es scheinen erfahrene mane Chmielnizkij, Dovoschenka und jenei" bckann Piloten zu sein, die uns begleiten, denn bei Dem tes^, des unglücklichen schwedischen Karl imglaanb, daß sie verstanden haben. Weiter Heuernten Gewinn für die eigene natimm-.e Sache geht ter Weg über die Rordmark nach Flens- bie osteuropäische Geschichte eingretfen bürg, ter Vaterstadt des Führers des Schiffes, Das neunzehnte Iahrhuntert sah das ufrai* Dr. Eckener, das bei eintretertter Dämmung „. Boll geteilt unter Rußland. Oester- erreicht wird. Ueberall flammen bengalische T^vä) unö Ungarn Heute haben noch mehr Feuer auf, die Sirenen ter tm Hafnr liegenden €.taat€n baran teil. Die Sowjetunion, die Danipfer heulen und vereinigen sich mit tem to.niflften3 eine formelle Sonderstellung ihres Pfeifen der Fabriksirenen. Rach einer großen ^^^imschen Duntesstaa-tts kennt; ferner Polen. Schleife geht es wieder südwärts nach Kiel. Rumänien und die Tschechoslowakei. In ter Kieler Bucht fragen Scheintoerseilignaie ratit)nafe5 Zentrum betrachten unö förter Kriegsschiffe nach eventuellen Wun- .ern Bteftukrainer (d. h die nicht zu Ruh- schen, und alte Kriegskameradei, senden Gruße gehören) vor allem eine Stadt, die Haupt- und Wünsche für weitere gute Fahrt. Um 7 -Uhr . Ostgaliziens: Lemberg. Wieterhttl ist Kiel erreicht. Die langen Licht^reihm ter ' [ . Konservenfabrik Braun . . . — 0.6 1,25 1,5 1,3 — 11,75 1,3 1,3 1,3 Schuhfabrik Her; ..... 3 3 2.6 Sichel............. 3,50 3,4 3,5 3,40 Zellstoff Waivhof....... — 9 9 3,9 Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Wagbäusel . . . — 3,45 2,85 — — 6. Oktbr. 7. Dtthr. Report. 6. 1 7. klmtlich, Geld I Dotierung Brief ?lmtlich: Notieruu, Geld Brief Nmst.-Rokt 182,59 163,41 162,99 163.81 voll voll Drss. i'lnlw. 20,175 20,275 20,10 20>0 voll voll Christiania. 69,65 59.95 19,8’. 60,15 voll voll Kopcubngrn 73,52 73,83 > ,32 13,68 voll voll Stockholm . 111,37 -,11,9 j 111,37 111,93 voll voll HelsingsorS. iktaliei!. . . London. . . 10,49 18,35 10,55 18,45 10,49 1LL7 10,55 18,37 18,475 voll voll voll voll 18,635 18.475 13,685 voll voll Vkeuvork . . 4,1) 4,21 4,13 4,21 voll voll Poris. . . . £1,99 22,11 11,99 J2.11 voll voll Schweij . . 80,40 80,8l> 8 ,1-5 30,525 voll voll Svanten. . Wien in D.« 65,61 b5»89 65,61 b5,89 voll voll Oest. abgest 5,64-> 5,655 5,915 f-,940 voll voll Prag . . . . Dndaprst. . 12,60 12,56 12,49 12,C5 voll voll 9,44 5,46 5,44 5,46 voll voll Bueu^Lirej 1,525 7,535 1,56 1^1 voll voll Buloarirn 3,06 3,08 3,065 3,085 voll voll Japan . . . Wo de I-an 1.676 1,685 1,675 1,685 voll voll 0,47 t.48 0,475 0,48l voll voll Belzrad . . 5,94 5.96 5,985 6,015 voll voll Lissabon . . 13,72 13,78 13,72 13.78 voll voll Geld | Brief Nepart. B/o 4,11 4,21 voll 20,10 20,20 ■ voll 73,11 73,53 voll 18,65 18.77. voll 21,93 2» 03 voll 162,84 U3.65 voll 18,2- 18,3-. voll 59,85 60,15 voll 5,87 9,89 voll — — voll 111,27 111,83 voll 80,30 f0,70 voll 55,485 55,765 voll 12,45 12,51 voll 5,39 5,40 voll (gelb) 20,50 bls 21. Weizenmehl, inländ., Spezial 0 38 bls 39, Roggenmehl 37 bis 38, Weizeicktete 12,75 bis 12,90, Roggeickleie 12,50 bis 12,70 Mk. Tendenz unverändett. Berliner Produktenbörse. Berlin, 7. Okk. Der Gelreidemarkt war heute abgeschwächt. Die äleberfu.lle an vorgekauf- tem Material stehe in Ko-ntraist zu der Finanzkraft. Für Roggenmehl hält die Festigkeit weiter an. Vereinzelt hört man aus Rußland Offerten; ob schon Abschlüsse erfolgt find, bleibt abzuwarten. Mais tendierte im allgemeinen fester. Es wurden notiert für je 1003 Kilo: Weizen, märt. 241 bis 249. Roggen, märt. 246 bis 252, Gerste, märt. 230 bis 260, neue 210 bis 225, Hafer, märt. 189 bis 197, pomm. 178 bis 184, Raps 380 bis 385, Leinsaat 440 bis 450; für je 100 Kilo: Weizenmehl 35 bis 37,75, Roggenmehl 35 bis 37,75, Weizenkleie 14,75, Roggenkleie 13,25, Viktvriaerbsen 34 bis 38, kleine Erbsen 24 bis 27, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 17 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 17 bis 18, Lupinen, blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19, Serradttte. alt 15 bis 17, neu 20 bis 24, Rapskuchen 15,50 bis ISrSO, Leinkuchen 26 bis 26,50, Trockenschnitzel 11,20 bis 11,50, Tvrfmelasse 9,30 bis 9,50 Kartvffelflocken 19,50 bis 19,75. Büchertisch. * Auch Aerzte können Helden sein, Kämpfer für hohe Ziele, denen sie ihr eigenes 3ch, lhr Behagen, ihr persönliches Glück opfern, um eine wissenschaftliche Wahrheit zu finden, um die Menschen von einer furchtbaren Krankheit zu befreien. Ein solcher Held war 3gnaz Sernmelweis, der sich als Entdecker und Bekämpf er des furchtbaren Kindbetffiebers den Ehrennamen der Retter der Mütter errang. Sein Leben schildert Th. M a - lade, der Arzt und Dichter, in einem schönen Buche mit dem Titel Sernmelweis, Der R e 11 e r b e r Mütter (3. F. Lehmanns Verlag in München, geh. 2,40 Mk., geb. 3,60 Mk.). Sein Verfasser nennt das Buch den Roman eines ärztlichen Lebens, und er behandelt auch in der dem Roman eigenen künstlerischen Form den Lebensgang und die seelische Entwicklung fernes Helden. Das Buch behandelt einen wissenschaftlichen Stoff, eine der merkwürdigsten und für das Menschengeschlecht fruchtbarsten ärztlichen Entdeckungen. Er führt dabei, in der Dichtung vielleicht das erstemal, in öi: geheimsten, dem Laien sonst nerfcf)[offenen ©eianfengänge des ärztlichen Forschers, ohne deshalb unverständlich oder un- künstlettsch zu werden. * Am 20. Oft. wird im Auftrage des Auswärtigen Amtes von Friedrich Stieve int Verlag der Deutschen Derlagsgesellschaft für Politil und Geschichte in Berlin eine neue vierbänüige A k t em publikativn zu r Vo rg e s ch i ch t e d es Wel t kriege s erscheinen. Die Publilatio t faßt unter deut Artikel „Der diplomatische Schriftwechsel 3 s w o l s 1 i s" das gesamte bisher rrrstchixs.e geheime Dttum:nt nmaterial der russischen Staatsarchive über di? Beziehungen zwi chen dem zaristischen Rußland und der fra-tzösischAt Republik von 1911 bis zum 30. 3uni 1914, d. h von Beginn der Botschaftettätigkeit 3swvlskis in Paris bis zum Morde von Serajewa zusammen. Sine besondere Bedeutung erhält das Werk dadurch daß über dieses Material hiitaus nicht weniger als 556 neue Dokumente darin erstmalig veröffentlicht werden, die das bisher bekannte Bild der f^nzösisch-russischeit Vvrtriegspotttik in eindrttcksvoller Weise abrunden. Zn diesen vier Aktenbänden schtteb der Herausgeber, Friedttch Stieve, unter dem Titel „3swol s ki und der Weltkrieg" aus Hausrat, Gießen, Lindenpl.1 5836c Men- und Melbrennhslz Anninchholz liefert Carl Beruf: /78) Ort u. Str.: Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bleichstr. 5 14. Okt. Beginn neuer Kurse Prospekt frei. AuchSie können solche gut bezahlte Stellung erlangen. Sie brauchen nur eine fremde Sprache zu erlernen. Das haben vieleTausende — Leute in al len Lebensaltern, aus allen Berufen - vor Ihnen getan. Und was diese Leute erreicht haben,können auchSieschaffen Sie müssen allerdings die Sprache so lernen, daß Sie sie nicht nur lesen und mit Hilfe eines Wörterbuches notdürftig übersetzen können. Sie müssen so viel von der Sprache lernen, daß Sie ohne Hilfe auch einen guten fremdsprachlichenBrief schreiben können. DiesesZiel erreichenSie nicht durch jeden x-beliebig. Unterricht, sondern auf Grund des Selbstunterrichtes nur durch unsere in Jahrzehnten bewährte tust uno Quantität werden durchweg oM gerne gemdtet. Die Saatenstandsnvten betragen für xar» toffdn 2,9; Zuckerrüben 2,2; Futterrüben 2,5; Kl« 2,7; Luzerne 2,6, De- (Ent-)wäfferungswiesen 2.6; andere Wiesen 2,7 und für Reben 3,1. Hierbei be- deutet 2 gut, 3 nrittel und 4 gering. Sie auf dem untenstehend. Abschnitt unsere Einführung in den Unterricht der Sie interessierenden Sprache. - Wir senden Ihnen diese Probe-Lektion kostenlos, portofrei u. ohne Verbindlichkeit zu. DasStudiiimeinerfremdenSprache birgt so große materielle wie ideelle Vorteile, daß auch Sie sich unbedingt dazu entschließen sollten.Selbstwenn Sie heute noch nicht wissen, wie Sie Sprachkenntnisse einmal verwerten können, wäre es falsch von Ihnen, unsere Anregung nicht zu beachten. Veränderungen ergeben sich oftmals bald im Leben, und viele Tausende, die früher einmal aus Liebhaberei eine Sprache erlernt haben, besitzen Empfehle frischen Horteetieljao Seelachs o. k WM o. I Goldbarsch o. k FisÄlelells. I Georg W'M gegenüber der Sngelapotheke. Mutter zurückgeben." „Was taten Sie in diesem 2Iuto?" „Ich war gefangen. Lind Sie?" „Er wich ihrer Frage wiederum । brummte nur; „Das ist mein» Sache." Sdttoe ßlMerwochen Roman text Arnold Fredericks. Jetzt wird es höchste Zeit, Staatlichen ftubilöumMottcric — 250. Preustischen (24. 250. Preust-Südd.» SHaffcnlottcric — mit ihren einzig daitebenden (yeivinnmöflllcUfcltcn tcilnchmen wollen. Tie Ziehung 1. 51 lasse beninnt schon über» morgen und eß sollen nur noch wcniae Lose bei denStaatllchenLotierte-Einnebmern vcrlüflbnr feilt Wer gewinnen will, muh sich daher sehr beeilen. 1 Tobletten für Fänger, Hportsleute/ Nauchu Sprache, kostenlos, portofrei u. unverbindl. Name:-------------- - sen Sie es?" „Rein; wüstte ich es, fo würde ich es seiner „Sahen Sie nicht, wo der Wagen h:rkam?" Statt zu antworten, toorf er sich in einen Sessel. „Rehmen Sie Platz, Mademoiselle, und erzählen Sie mir die ganze Geschichte. Wenn ich finde das; Eie mir gegenüber aufrichtig sind, verspreche ich Ihnen, Gleiches mit Gleichem zu vergelten." Grace hatte das Gefühl, dast der Mann aufrichtig war. S-ie wollte ihm Rede stehen. „Gutl Ich will Ihnen die Wahrheit sagen. Ich suche Herrn Stapletons Kind. Letzte Rächt beobachtete ich das Haus. Ich wurde von hinten gepackt, in ein Auto geworfen und fortgeführt - wohin, weih ich nicht. Heute morgen wurde ich mit einer Sendung an Herrn Stapleton beauftragt. §cute abend wurde ich mit verbundenen 'Augen in einem Auto hierhergebracht. Dann traf ich Sie. Mehr weih ich nicht." Dalentin schien enttäuscht. „Also wissen Sie nicht, wo das Kind ist?" fragte er.____________ suche um Zusendung der im Oie- ' ßener Anzeig, angebotenen Probelektion der „Hersv- Fernsprech- Teilnehiner- Perzkichiiis" ist erschienen. Verkauf so lange Vorrat pro 5t. GM. 1- Plockstrahe 5 und Kirchenplatz 9. fragte sie plötzliche „Vielleicht." Gr beobachtete sie scharf. „West sicht des Burschen. „Haben Sie deswegen die Zigaretten gestohlen?" fragte er. „Ich habe sie nicht mitgenommen. Sie wurden von einem schwarzbärtigen Qltann gestohlen, der zum Fenster hereiniam — solange ich hier war." „Don einem schwarzbärtigen Mann?" lachte er ungläubig. „And Sie liehen ihn ruhig stehlen?" „Ja. Warum nicht? Waren die Zigaretten soviel wert?" Gr sah wiederum beunruhigt aus, antwortete jedoch nicht. „Wer war der Mann?" fragte er plötzlich „Ich kenne ihn nicht. Ich .Fing ifjan. nach. Er t>?rfchwand in Herrn Stapletons Haus." „Tiable! Das muh — Francois gewesen fein!“ „Schwerlich! Francois hat keinen Dort." „Er kann verkleidet gewesen sein Alphonse schien sehr bestürzt. Warum war ich auch so sorglos!" „Herr Dalenttn, wollen Sie mir nicht erklären, was diese Zigaretten mit dem Raub des kleinen Stapleton zu tun haben?" Er sah sie einen Augenblick mißtrauisch c»n. „Etwas," antwortete er düster, „und nichts. Ich war ein Rarr, sie hier zu lassen." lerische Werte vernichrer har, macht nch ieyt eine Steigerung der Preise für die in Sammler- kreisen so sehr gdchähten japanischen Drucke bemerkbar, die besonders bei den letzten Pariser Versteige rungen zu Tage trat Denn viele dieser unfchätzbaren Holzschnitte find durch die Zerstörung von groben Privatsammlungen in Japan vernichtet worden. Sehr begehrt in Sammlerkreisen sind die Schöpfungen der tlfiyve-Schule aus tem 18. Jahrhundert die den ersten entfcheidenden Fortschritt in der heute unerreichten Kunst des japanischen Holzschnittes bedeuten. Auch von den unschätzbaren Werken H o k u s a i s sind manche dem Erdbeben zum Opfer gefallen, darunter ein Holzschnitt für den seinerzeit 1500 Pfund gezahlt Worten find. Der höchste Preis, der jemals für einen japanischen Holzschnitt erzielt wurde, waren 4000 Pfund für ein Werk des grohen Meisters K i h o n a g a, das von einem Amerikaner erworben wurde. Dann kam ihr em anderer Gedanke. Sie hatte diesen Dalentin ja zu sehen gewünscht. Da er sich von hinten an das Auw gehängt hatte, steckte er wahrscheinlich mit den Kindsräubern nicht unter einer Decke ilnü> gerade das konnte sie sich nicht denken, was er mit der Sache zu tun hatte. Sie beschloß also, mit ihm zu gehen und ihn anzuhören. Ein Gang von wenigen Minuten brachte sie zu der Wohnung des Mannes. Aus einem chr unverständlichen Grund hatte der Wagen, in dem sie gefangen war, auf dem Boulevard St. Michel, rächt weit von dem Haus gehalten, m dem Dalenttn wohnte. Dort angdangt, läutete Dalentin, statt mit seinem Schlüssel zu öffnen. Die Frau, die früher Grace eingelaffen hatte, öffnete. Valentin nickte und fragte: „Ist das die Frau?" „Ja." sagte die Wärterin, die sie sofort wieder erkannt hatte. „Das ist sie." „Gutl" Dalenttn machte die Tür zu und zeigte den Weg zu seinem Zimmer. Grace folgte. neu= gierig, was der Mann vorhaltte „Warum waren Sie zweimal an den zwei letzten Tagen hier?" fragte er unvermittelt, nachdem er Licht gemacht und die Tür sorgsam verschlossen hatte. ____________ Grace wollte offen mit ihm sein. „Ich wolle Sie einiges fragen, Herr Valentin," erwiderte sie. „Wie? Sie wissen, wie ich Herste?!" „Gewist." Er schien sich unbehaglich zu füllen. „Was wollten Sie von mir?“ Hermes Gießen, Bahnhof- straße60, Tel. 1097. 15.Okt Begin n\ neuer Kurse. Prosp. frei. A nmeldungtäglich. Chaiselongues Chaiselonguedecken auf Teilzahlung Man verlange beim Einkauf von Rahma-buttergleich gratis die Kinderxeitung^er kleine Coco- ReiMt Schokoladen und Kakao zu Originalpreisen empfiehlt "“D Heinrich Driesch Seltersweg 70. „Ich will Herrn Stapletons Kind finden." über das Ge- I Grace fühlte sich immer sicherer. Dieser Mann sprach nicht, wie das Migned einer Verbrecher- honte. „Wissen Sie, wo sich das Kind befindet?" BW ■ Landwirtschaft. Stand der Feldfrüchte in Hessen Anfang Oktober 1924. Rach dem amtlichen Saatenstandsbericht für Hessen von Anfang Oktober haben sich die Ernteaussichten infolge der andauernden schlechten Witterung sehr verschlechtert. Winter» und Sommergetreide sind größtenteils schlecht einge» brachl. Bei den Kartoffeln wird allgemein über starke Fäulnis gellagt. Zucker» und Runkelrüben, sowie Klee sind infolge der nassen Witterung zurückgeblieben und leiden unter starker Verunkrautung. Die Grummeternte wird teilweise als verfaul: gemeldet. In den niederen Lagen stehen die Wiesen größtenteils unter Wasser, so dast das Grummet verloren ist. Auch für den Rebstand ist das Wetter sehr ungünstig. Wegen Sauerfäule und Etielkrankheit must zum Teil^>ie Weinlese früher beginnen. Oua» Kunst und Wissenschaft. Eine deutsche Kunstausstellung in Moskau. Die erste deutsche Kunstausstellung fett dem Kriege, die in Rustland flott,intet, totro Mitte Oktober in Moskau eröffnet. Ts werden hier etwa 300 Arbeiten von deutschen Künstlern aller Richtungen gezeigt, um so einen Lieberblick über das gesamte deutsche Kunstschaffen feit Ausbruch des Krieges zu geben. Alle wichtigeren deutschen Künstlergruppen find Per treten. In einer besonderen Abteilung werden Werke der modernsten Architekten und Künstler gezeigt, die für Rustland von besonderem Interesse sind. Auch die deutschen Tendenzkünstler von Käthe Kollwih über Zille und Daiuschet bis za Dix und Grvst bilden ehre eigene Gruppe. Hohe Preise für japanisch« Holzschnitte. Als eine der Folgeerscheinungen des japanischen Erdbebens, das auch so viele fünft» Wollen Sie 100 Mark /^monatlich mehr verdienen? Sehen Sie sich einmal die Stellenangebote in Tages- y un-d Fachzeitungen aufmerksam durch. Sie werden feststellen, daß in allen Berufen Leute mit Sprach- Prof. o. Ungen,=hdd<. kenntnissengesucht werden Und stets werden Sie finden, daß für diese Posten hohe Gehalter ausgeworfen sind, Gehälter, die um 50, 100 und noch mehr Mark höher sind, als für Stellungen, die keine Sprachkenntnisse erfordern. „„ Herrhötz in Gaboon, Erle u. SH ef er 3-25 mm, schweb, u.batzer. Hobelbretter Brettern Dielen In allen Stärken, sowie Eichen-, Bucken und Kiefernschnittware liefern franko jeder Station 6M3D WsMlLES. Giesten. Tel. 149. MARGARINE* buttetuleicli im ganzen, deuiföhen Keich, von Millionen iägliitL gebtfaadit. Ein Wfwdi für 5@Pfg. gjH W \ Ihnen die Antwort. „Das Kind ist dort, wo ich war. Ich habe es Aschen." Als Grace dies sagte, sprang Valentin aufgeregt vom Stuhl auf und rief; .Dann hrben wir es." „Ich verstehe nicht." „Matemoiselle heute abend wartete ich an Herrn Stapletons Haus. Wi- Sie. wollte auch ich das Kind entdecken. Ich sah Francois rm Stapletonschen Auto fort fahren und sprang hinein, als er ten Hof verliest. Es war dunkel und so sah er mich nicht. Er fuhr gegen Versailles zu." „Gegen Versailles?" rief Grace "Ja. Warum überrascht Sie dies so sehrc ^Ich meine nur. Fahren Sie fori 1“ „Rach einiger Zeit hell er auf ter Strohe. 3d> stieg aus und verbarg mich im Schalten einiger ‘Bäume. Da wurden Sie von einem Mann gebracht, mit rechnrtenen Au-en. Er stieg mit Ihnen ein. Als er wieder abfuhr, stieg ich hinten hinaus. So kamen wir zusammen" „Dann wissen Eie nicht, aus welchem Haus ich herausgebracht wurde?" „Rein. Dort stehen viele Häuser überall. In ter Duntelheit toar fein Weg zu erkennen. Mühlen Eie weit gehen, als Sie zum Wagen gebracht wurden?" „Ja Einige bundert Meter wenigsten- Aber kennen Sie ten Ort?" „3ö. Ich würde ihn ohne Schwierigkeit wie- terftnten.“ (Fortsetzung folgt.) MMmeM " M UM VW WWW W'l’V 20 Prozent Rabatt — ■■ Wäschefabrik und Ausstattungshaus IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIOIIliHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIIimillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllHlllllllllllllllllllllllllllllllli™ Seifenpulver Carl Stückratl) nftermeg 47 • Steinftrafie 56, 58, 60 Haltestelle örOne Ci nie, llsterweg Mdei allerflrt in reichster HusTaljl Bflligffe Preife! öünftige Zahlungsweise! 7226c Zum Einkellern! In den nächsten Tagen treffen mehrere Waggons prima weife- und gelbfleischige Speise-Kartoffeln ein. Die Kartoffeln kommen aus leichtem, von Regen wenig beimgcfuchtem Sandboden und bieten deshalb größtmögliche Gewähr für Lagerfähigkeit. 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