m. 33 td*dnt t&gd*. flauer Sonn, und Jtiertag«, ■n d. Samstaqtbtdaqe: 0. «ferner oumilimb.&ttcT Wioeeti- fjBcirrei« 2_SO Soldmark rin» |*lwßhd) IräqrrlohR, auch bei 5lid>trrld>-Än|d)lüne: Jur bi« S4>nf tiritung 112; fir Uerlaq und OeJchSstoftelle 51. Inschrift fir 'Drol)tna$- nch'rn 3eieigrr*ie|ei. podlchrckfoot»: treeffuri a. DL 11688. Erster Blatt \l\. Jahrgang Freitag, 8. Fedruar 192^ GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen trvfl iDd Verla-: Vrßhffche Uetoerftäts-Be*- in- Steteömderel R. tarne in Gießen. Sdfriftletting und GeschZffrfteile: SdfifWraM 7. Zeeehee Ml Iw)tlere fir bir Faqeonummrrdto yvm ? ardmMng twbcr ebne fct> 10 9olt>Pfennig; für 911- dlame-N" eigen r 70 ' m ftreite 35 doldpsemist,. Tk»ieor|d)nh2(r _*uf. fhloa - l:nantmort|ir riebt IPilb Dong«, fir den übiiqe* led ErnftBlumfchein;firben Anzeigenteil s>ai,Be», fömtUch in (Rieten. Die Aussichten des Arbeitsmarktes. Mitte Oanuat halte Deutschland rund 3 MU» Urnen unkViüQte Srwerbslof«. cbeiif jtHele unter- flütUe gamUienanflelyörlfle unb 1 . Mlllronea ÄurArbeiter Unqeh b Li? f, .11 < biefer Jonvn^iW en fiel auf ba3 befehle (Sc- biet. Ttun bat sich in bm letzten W'chea nach ben Berich en der CanbeMintei für Arbei Soer- mittlung eine stetige Besserung der Lage auf dem 21t beliimarft ergebe v Bei der Mehrzahl b r Industrie- an> ©zwei tx bc riebe, so- 6>ie im Hand l mich' sich ein? tetU stärkere teil# geringere Z tnahme der B sch^s iaingrmöglich eil bemerfbar. die sich freilich inch io sehr in einer Termtnberuno der Qlrtd Alr'enüffcr jeigt. als vielmehr in einem starken Rückging b?r Äui arbeit; sogtr nach ungelernten Personal war die Rachfrag: etwa- stärker. Ob die günstige Entwicklung sich in diesem Tempo soriseden wird, erscheint jedoch reichlich zweifelhaft. Di ff'gen spricht schm die außer- ordentlich hohe Kapitalarm ut, die e-A her Finanzw (t nich' e m- glich' b?m lart a'be^ü l- tiff'N (betreib,’ neue Be riest mit el zuzuführen u ib ch die 2ri i ernnflltd) ei e i -u \ e.mcbren. Kapital in dem benötigten älmiange tfl tn bet jcchoch saft nur brr ® .-ofjinbuftric — und bad auch nur unter lehr schweren Bedingungen — - ir di t. ■ . tci u ld mittl~n Betriebe nach wie ix>r auf da- völlig unzuv i- ckende Inkandkavital angewiesen find Bevor nicht ipitalneudildung in Detitfck/nnd r»;cl ei le '- sichere als die bisherigen Fortschritte gemacht tat, wird eS mit dem Angebot von Kavi'al und mit bet Steigerung der ArbeitSmöglich'eit wahrscheinlich nicht besser werden 3n gröl crem Um- fange kann hie Kapitalneubildung aber nur erfolgen bei einer vernünftigen Regelung der Reparations- und Rubrsrage und bei einem nicht zu scharfen Anziehen der Steuerschraube. Die Erfüllung dieser beiden Voraus- fdrungen liegt jedoch vorläufig noch in weiter Ferne ES zeigt sich jetzt immer wieder der enge Zusammenhang -wischen Kapital und ArbeitS- gelegenheit, der vvm So-iali-mus bisher verleugnet wurde. Sodann spielt eine sehr erhebliche wirtschaft«- btmmenbe Rolle die Frachtenbildung, die deshalb so autzervrdentlich wesentlich ist. weil in jedem Erzeugnis Frachten kosten stecken. Bei Fertigerzeugnissen 'im Inlandverkehr betragen je nach der ©ntfemunq -wischen 100 und 400 Km. die F achten immer noch durchschnittlich das rund 2.4- bis 2 8sache der Borkrieaszeit; bei Fertig- sablikaten, die sür das Ausland bestimmt sind, erhöhen sich die Satze sogar auf daS 3- biS 3.6fache Auch die Frachten für Ao Herz rui nisse liegen teil- tret’e noch 70 dis 100 V' iber den Friede n-sützen, sind also ebenfalls untragbar. Durch solche Sätze muh der Preisstand natürlich beein- ffufy werden; der Frachtenanteil am Warenpreis betragt jetzt ein Mehrfaches der Vorkriegszeit Solange hier die BerbälMlsse sich nicht bessern, ist an weitere Preissenkungen und damit an eine Äauflraflftcigeivng nicht zu denken. Gerade die Steigerung der Kaufkvast bildet daS wichtigste Problem. Sie wird dadurch beeinflußt, das) unter dem Zwang der Verhältnisse die ©ehält-r und Löhne zur Zeit relativ niedrig gehalten werden müflen. Biei wesentlicher ist jedoch, bah die LandLnrtfchast, der größte Wnehmer bei gewerblichen Erzeugung. unter einem erheblichen Mißverhältnis -wischen ihren Einnahmen und Ausgaben leidet. Während sie für ihre Erzeugnisse nur rund 80 Prozent der Friedenspreise bekommt, muh sie für ih en Bedarf ungefähr 125 Prozent der 5liebenerteile anleqcn. Dieses Mißverhältnis muß natürlich die Kaufkraft der Landwirtschaft völlig lähmen. Da aber Landwirtschaft und Gewerbe in ihren Produktion»- und Adfatzbe-iehun- aen auseinander angewiesen sind, ergibt sich der Rückschluß von selbst. Wir sehen also, daß der deutsche ArbeitS- markt abhängig tfl von der Entwicklung bei Kapi- talverdältnisse und der Reparationen, von der Tarispolitit der Sisenbabnen und von der Stärkung her Kaufkraft. SS ist nicht awzunehmen. daß bei Fortdauer der jetzigen Sachlage eine baldige grundlegende Besserung der ArbeitSmarkt- verbältnilse sich herauSbilden tonnte. Mit Ar- beitSlosigkeil bzw Kurzarbeit für mindestens 20 Prozent der Erwerbstätigen ist leider wohl noch für längere Zeit zu rechnen. Frankreichs Antwort zur Pfalzfrage. Pari-, 7. Febr. (WTB.l Sie französische Antwort tn der Pfalzfrage, die heute überreicht wurde, hat folgenden Wortlaut: 6i« haben geglaubt, in e.nrm 6±r:ibe« vom 2. Februar auf die von d:r deutsch:« Regierung bereits früher g:grn die französischen Behör. den gerchtct: Deschn'dignng, dies: hält» d.e Separat sten in der Pfalz unt:rftützt, zurück, kommen ?u mü fen. Die fraszcs sch: Regierung het in ihrem Schreiben vom 12. Dezember bereit« diese Dcs Huldigung?« in das rechte Licht gesetzt. Die Angaben, die sich auf die Vorgänge be iehen, werden durch keine Spur eines Beweises belegt und sind nicht tiefer begründet al» die früheren. Unter d esen Amftönden wird die fron» Höfische Regierung, wie sie bereits m dem vor- Landwirtschaft und Goldnotenbank. Präsident Dr. Schacht und Ernährungsminister Graf Kanitz über Agrarkrisis und Goldwährung. Königsberg t Pr.. 7. Febr (WTB) 3m Rahmen der landwirtschaftliche Woche sprach ReichSbantpräfident Dr Schacht über bü S-age .Währung unb Landwirtschaft" und führte »abet au-, die ganze Entwicklung bet letzten 3 ihre auf dem Währungsgebiet habe auch die Landwirtschaft aufs schwerste betroffen. Ursprünglich habe zwar die Landwirtschaft im Anfang der Inflation von dieser in Hartem Umfange Ruhen gezogen, aber die iahte Geldentwertung habe tn den folgenden fahren und-namentlich in der letzten Perioke der Inflation vielleicht nirgends fo Derbe c r e n b gewirkt, wie in her Landwirt- schast Mit bei Sinführung der Renten mark seien alle Sischeinungen efngetieten. die bet jeder WähiungSsanieiung unerläßlich (den. nämlich ein ungeheurer Rückgang der Pre se und eine Alsrtzstockung srnkerg'e ch-.n. Die Kauskiast teB ganzen BolkeS sei ungeheuer Aurückgegangen Der Staat sei auf sich selbst an- gcir-iclcn. Die Folge davon sei eine Steuer« b e ( a ft u n g. wie man sie wobt überhaupt noch nie im Staate erlebt habe. Diese müsse dahin führen, bah. wenn nicht eine gi-undsähüche Arabern ng in unserer ganzen Wirtschaft unb damit in unseren Beziehungen zum AuSlanbe cinirctc. voiauSsichtNch die auSgeschdebenen Öteucrn in der nächsten Zeit nicht mehr eingehen würden. Die laufende Belastung für die Landwirtschaft mache etwas über bie Hälfte ihreS ReinertrageS aus. Dr. Schacht schildert bann die großen Verwüstungen. die die 3nftation für die verfchiedcnen Kreditinstitute zur Folge hatte. SS fei klar, daß die Landtrirtfchnst mit Kredit heute in gewi fern Umfange von der RrichSbank direkt ixrlcrgt werden müsse. Als ein in der gan^.-n Produktion zurückgea»rfeneS Volk müßten wir auch den letzten DolkSaenossen innerhalb der deutschen ©rennen zu größerer Leistungsfähigkeit erziehen und ihn innerhalb der deutschen Kultur- wdt zu einem wertvollen Mitglied machen. 3m weitetet Ikriaufe feiner Rode führte Ar. Schacht fru der Frage der Grr.chtung der Goldnotenbank aus, die Errichtung einer solchen neuen Dank sei eine Ausgabe, die auch für lanbwirtfchcrftliche DerusSkrdle von der allergrößten Bedeutung sei. .3d) möchte mich hier auf den Abgoordnei-nH H e l f s e r i ch berufen, der im Re.chSwirtkchaftS- rat hervorhob. daß wir neben der Renten mark einen DevifenausgleichSfond fckra fen müssen, damit die Rentenmark nicht in unmlttd- bai c Berührung mit d.r D.vile kommt und dadurch zu einem SpekulationSrbjekt wird. Wir müssen verhindern, daß die Renlenmark an daS Ausland gegen ©otb verknust wirb. Wenn ich dielen 2luSgleichsvndS tn Form einer © oldbank errichte, so schaffe ich damit eine Rückenstütze für die Rentenmark. 3ch bringe damit bie Rentenmark außer Gefahr, mit ber Devise in Berührung zu kommen. DaS ist auch baS lebhafteste 3nteref1c, daS auch vvm landwirtschaftlichen Standpunkt auS bie Errichtung einer Gold- bant fordern läßt. Seit vielen Monaten kämpfe ich für bie Errichtung einer ©rlbbanf, bie selbstveiTständlich nur Im engsten Zusammenhang mit der Reichs- und Rentenbant errichtet werden kann, denn axr müssen selbstverständlich die ©oldpolitik anelncr Stelle zentralisieien. Bvm ersten Tage, da ich zum Präsidenten der ReichSbank ernannt worden bin, habe ich die unmittelbarsten Schdtte unternommen, um die Errichtung der Goldnotenbank in die '^Oegc zu leiten. 3n London und Amsterdam habt ich den Eindruck gewönne», daß mtfert wäkrunasprl 1 sche S tuof on im Auslände durchaus richtig verstanden wird, daß im eigensten Interesse aller der Länder, die m.t uns im Wirtschaftsverkehr fteben, die Rotwend g'e t der Grrich'img der Soldnotenbant erngrsehta wird und daß ein gewistes 3rterrPe vorchanden ist, nm uns bei der Schaff» -g dieser Dank zu h?lfen. Mitten auö dieser Arbeit heraus bi i ich vor daS Srpertenkomitee nach Paris berufen worden. 3ch entu i leit? b^rt meine©e anfengänge. Einest. ilS ftieß ich auf lebhafte Zu timmung andererseits auf den ©exinfen. daß eS nicht genüge, eine ©oldbank für die derzeitigen Ber- bälmiffe zu schaffen, sondern baß man dne befl- nitive ©oldwährung für Deutschland schasten müsse. Ich erwiderte b?n £rrrcn darauf immer nur ein«: 3n ©rundatz bin itz mit euch einig, daß wir diese ©o'idwih.ung in Deutschland wicder einmal haben müssen 3ch will euch amO gerne glauben, daß ihr in we.iig-n Wochen zu einem ein zeitlichen Botum gelangen werdet. Es ist aber die Frage. U>14 dan i auS diesem Botum wird. Aach den biLherigen Erfahrungen, die wir in den ganzen Reparations- Verhandlungen gemacht haben, muß ich anneh» men. daß eS nicht Wochen, sondern Monate dauern wird, ehe auS eurem Berich' ein einheitlicher Beschluß der Regierungen berauWommen wird. Bis dahin zu warten, haben wir nicht Zeit. Wir biaudym für bie Wiederbelebung der deutschen 3 n b u ft r i c, die heute durch- fdinittlidb nur mit 50 Prozrn' ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt ist. ©olbfrcbitc und neu *3 ©oldkapital, damit sie im internationalen Wirt- fchafteaustausch ihren Mann stehen kann. Wenn wir heute noch drei bis oier Millionen Erwerbslose und Kurzarbeiter i i Deutschland aus Staatsmitteln zu ernähren haben, so ist daS eine Situation, die für ein Dolk wie da- uaferigt nicht tragbar ist. Wir müssen unter allen Umständen unsere ProduttionSquellen wieder auf 100 Prozent der Leistungsfähigkeit bringen. Wenn htelcni ©edanken nicht Rechnung getragen wird, dann werden wir weder zu ein»r gesunden Wiederbelebung unseres Wirtschaftslebens kommen, nxh werden die Alliierten Reparationen aus Deutschland herauShalen können. Ich hoffe, daß die ©inficht groß genug ist. untere Bestrebungen auf die Errichtung ber Goldnaten- 'dank nicht zuscyanden werveii zu lassen, sondern uns damit endlich ein Instrument in die Hand zu geben, das unS gestattet, wieder voranzukam- men und zu arbeiten — Darauf führte ber Reichsmittistcr für (^mäbrnnfl «nd >?aiibtuirtftf)flftf Wmf Kanitz, auS, daß auf der einen ö?tic eine Entspannung tn ber Lebensmittelversorgung und auf der anderen eine schwere Krise in der Landwirtschaft eingetrcten fei. daß dieS aber fdn Dauerzustand, sondern eine lieber- gangSerscheinung s i Die notwendige Dante- rungSkrise, die kommen mußte, fei ehige- treten. ©s werde freilich Wut und Energie dazu gehören, sie zu überwinden Die Agrarkrise habe fra l>s ein gefährliche- Ausmaß angenommen, sie s i in Deu!schla7id ti Tei derWeltagrar- krise. die buru> b;e Dergroß ngig der Welt- gctrcideanbaufläch' und d r Bie^'haltung sowie durch die gute Welt rnte einerseits und e ne Abnahme ber Kaufkraft mancher Böller auf der anderen Seite herbeigeführt fei. Deutschland n-erbe besonders schwer getroffen, weil eS durch den Bertraq von Der a lles gehindert srl, seine Landwirtschaft zu schützen. Wenn von 1925 ab der Zustand der ejn,eiligen Me stbegüustigung uu''r?n f üher.n Feinden gegenüber erst vorbei fei, dann müßten wir zu S)anM$cn mit drm Auülandr kommen, durch welche für heimische Industrie-- piodulte und laudwirtfchaf.l-cke ©r^ei gniffe der notwendige Schutz grfch-iffen wird. Der unerträgliche Steuerdruck zwinge heute den Landwirt, zu jedem Preise seine Erzeugnisse zu verschleudern. Der Geldmangel wirte weiter preisdrückend; bibei sei daS Brot im Derhälmis zum ©etreidepreiS noch zu teuer Auch die Erzeugerpreise für Bieh fiten völlig unhaltbar. Die Frachten wirkten enorm verteuernd Der Minister hofft, baß tn nächster Zeit auf bi dem ©eb.eie Erleichterungen geschaffen werben. eS gebe aber auch z u viele Händler und Fleischer. Der Fleifchkonsum s« stark zurückgegangen, unb die Anzahl ber Händler unb Fleischer eher gestiegen Der Steuerdruck werbe für bie Landwtrischast nur gam vorübergehend ttiMbar sein, barüber sei sich bie ReichS- regierung Bar Er sei aber notwendig, um die Rentenbank zu stützen, bis die ©oldbank eine wirtschaftliche ©efunbung Deutschlands bringe Rotwendig sei in erster Linie ein fosor» tigci großzügiger Ausbau des Kredits. Der Kredit dürfe nicht durch Zwischen st eilen so enorm verteuert tverben. wie eS geschehe Die Wechsel müßten b i S nach der Ernte prolongiert werden Die ReichSbanf habe eine entgegenkommende Haltung zugcfagt. Die Sachverständigen. B e r 11 n, 8. Febr IWB ) Der Erste AuStchuß bat g'stern vvrnttttag fein Arbd Sprogramm für ben Rest seines Berliner 2 isenihrltS festgesetzt. Die Mi gli'der de» Ausschusses gedenken Berlto am 13 Scbruar zu veickaslen Die Mil gl oder des Lln'.erauSschufseS für Budgetsragen be'chäf- llfficn sich mit dem Studium der bereit« vorliegenden Ergebnisse ihrer 11 n ersuchungen und ber deutscherseits g lief r ei Anskünf c Die Et sen- baß nfachvet ständigen laben sich gldch- zeitig mit ben für bad deutsche Verkehrswesen mußgef nden deutschen Stellen in Verbindung gefetzt. Sir Iofiah Stamp mich morgm persönlich einff.hendere ilntcrfnd) rngen ber deutschen Steuerlasten im ReichSsinan'mtrriZerium vor- nelmtcn Der WährungSunterauSschuh des DaweS-KomiteeS wird heut: mit dem Reichs- dankptäsidenten Dr. Schacht eine Belprechunff b.ibcn. Am Mrir'.ag und Dienstag finden Be- sprechunffm mit je einem Vertreter von Landwirtschaft. Handel, Danken, Industrie unb Gewerkschaften statt Die Mitglieder der Ersten Sachterstündigenlommistion be- fuß die vc-m f,anzö>isch:n Ausw ir igen Amt verös- fen'lichte Mitteilung über bie Do.aänge in dem kritischen Aug nblick mbcnb bei Friedenskonferenz im wesentlichen richtig sei. So ser lächerlich. baS von WiNon unb Elrrnencoau während seiner Abwefei,hür von Paris abgeschlossene Al kommen über die militärische Delctziina deS Rh.?ii l ind.S unb üler bi.? amerikanisch n ©aran- tlen für bi: 6id)?rb:it der französischen Ärenz«' gegen deutsche Angriffe als ein ©eheimab- kommen k-arzuswllmi W'llon h rbe v o l l k o m -. men loyal g-butbclL Lloyd ©eorgr b?flätiqter die Rich igfett eines Somm rniqueS d.s br-t'ifchen Auswärtigen Amtes, nach dem die Berzögernrng seiner Aniwort auf den Brief deS Auswärtigen Amtes auf die Tulsas zurück,usähren sei. daß bei Bries nicht unterzeichnet gewesen, sei. Die von ber französischen 'Regierung vorgeleg en Schriftstücke en b.elfen hie Artikel über die ©arantten für die Ausführung des Vertrages, wie flc von Wilson und Elemenceau am 23. Aprckl 1919 gebilligt worden feien und ben Vertrag zwischen Frankreich und den Vereinig tn Staaten, nxe er von Wilson und ölemenceaii am 23 April gebilligt worden fei Zum Schluß belräfltgt Lloyd ©corge. daß er. bcnwr er irgend etwrs von ber ai gÄichrm Unieirbjng gehört, im Auswärtig en erwähnte» Schriftstück mifgeHlt htl, auf eine DeantVsrtunck ber von ber deutsche« Regierung dorgebrachten, nicht begründe en Klagen verzichten. Ferner verlangt die deutsche Regierung von der franzöfifchrn Regierung, „in der Pfalz die g.srtz- und vertragsmäßige Lage toiebcrhcriufteUcn". Ich darf mich in dieser Hinsicht auf die SrNärungen, die der fran-öf schr Botschafter in Berlin am 15. De- fernher Aufenmin ster Dr. Strefemann abgegeben hat, und auf das Aide Memoire beziehen, daS am 1. Januar von Pereiti de la Rocca Botschaftsrat von Hoesch übergeben worden ist. DaS Pariser Kabinett, das gewissenhaft ben Buchstaben der Verträge refpeltiert, ist wie in ber Vergangenheit auch jetzt entschlosse», in die Zwistigkeiten der Deutscket untere nanber nicht einzugreifeu und wird sich dementsprechend auf keinerlei Unterhandlungen m t bet den fch-n Regierung über innerdeutschr Fragen einlassen. • Die französische Regierung glaubt mit einigen überhebliche n Bemerkungen sich nner sachlichen Beaniworrung ber deutschen Ro e vom 2. Februar entziehen zu tonnen. In ber deutschen Rote ist bereits festgestellt worden, baß die darin aufgeführten Tatlochen, die bte )Interfl üyung ber Separatisten durch bk französischen Besatzungstruppen beweisen, burch feine Ableugnung auS ber Welt geschafft werden können. Diese Tatsachen sind ja mcht nur von deut ich er Seite, sondern von einer großen Anzahl neutraler und sogar hervorragender alitierter Zeugen ernwandfrei feftgeftdü wvr. ben. Die französische Antwort vermerdet eS, auf bie in ber deutschen Rote gestellten Forderungen (Entwaffnung der Separatisten, Rückkehr ber vertriebenen Einwohner ufa>.) rrgendwic einzugehen. Sie versucht bagegen, e- fo darzustellen, als hätte die deutsche Regierung bie französische um U n - terhandlungen über innere deutsche Angelegenheiten ersucht. Während tatsächlich bie deutsche Regierung sie au^gefordert hat. sich jeder Einmischung in deutsche mnerpolttiiche Verhältnisse und insbesondere jeder unmindbaren oder mittelbaren Unterstützung ausrührerilcher Elemente in den besetzten ©ebroten zu enthalten. Wenn in ber Antwort versichert a>irb. daß daS Paris« Kabinett wie in der Vergangenheit so auch jeyt entschlossen sei, in die Zuständigkeiten ber Deutschen untereinander nicht einzugreifen, ft ist bidc Versicherung bezüglich der Vergangen- beit durch bie Tatsachen widerl^t, und ti bleibt demnach nur zu erwarten, baß es dem fron» -,öst'ck.'n Kabinett ficfinq:. In Zukunft bas De-halten ber Besiyungrtrllvpeu In der Pfalz mit seinen Versicherungen in Einklang zu bringen. Tie Teparalisten«tirnhen inPirmasenS Pirmasens. 7. Febr. (WTB., Die bereits gemeldete Entwaffnung und Verhaftung ber Polizeibeamten durch bte Separatisten ist, wie diese selbst zugeben, mit dem ausdrücklichen Einverständnis der französischen Delegation erfolgt, unb zwar durch den französischen Leutnant Äa ft, der gerade in diesen Tagen den abwesenden französischen Bezirks delegiert en vertrat, lieber bie Plünderungen in PirmalenS wird noch folgendes bekannt: Der Fabrikant Duchheit mußte flüchten, unb feine Wohnung wurde von ben Separatisten völlig aufgeräumt In der Fabrik von Morgenthaler wurde-der Betrieb von ben Separatisten ftiHgelegt und sämtliches Material geraubt Auch bte Firma Donner wurde gänzlich auSgeplündert AuS ber städtischen MtlchversorgungSanstalt wurden von den Separatisten 22 Kisten Milch weggenommen und in der Rächt daraus em weiterer größeren Diebstahl verübt Ebenso .beschlagnahmten^ die Separatisten den städtischen Holzhof und verteilten die dort lagernden Vorräte. kann, also Schönberg- und Busonis geistreich« Thesen recht behielten. Aber wie könnte da- Aeußeve der Form entscheidend sein? Leben erwecken und Funken schlagen cur- jeder Form kann nur ein grober schöpferischer Geist, die Gewalt der Intuition, die bildende zwingende Kraft des Intellekts. mit der etwa ein Deelhoven das Kunstwerk seiner Persönlichkeit formt. Richt um Sinfonie- odei Gonatenform. sondern um kontra- punktische Forniung schlechthin gilt es Reger und weiter um die Erfüllung der Aufgabe, die erschöpfte Form der Bindung auf tonaler Grund» läge diatonischer Art durch dissonante oder al tarierte Bindungen zu ersehen. Reger hat sich durch Riemanns Einfluß für die Dreiklangstonalität unter starker Bevorzugung der Vertretungen entschieden, so daß sich eine harmonische Befreiung entwickelt, die mit einer völligen Um- gestaltung der kontrapunktischen Linie parallel läuft und schließlich zu jener Form höchster Kompliziertheit führt, dir mit vollkommener Einfachheit identisch ist. So wird Regers Werk zu einem gewaltigen tönenden Abbild der übermächtigen önttoldtung seiner genialen Persönlichkeit. Und damit ist auch die Frage, ob es möglich sei, antike Formen modern zu beleben, für ihn positiv entschieden. Bei den Gegenüberstellungen von Werken B a ch s und Regers an den Orgel- abcnden des 10. und 11. Februar werden dem musikalisch unverbildeten Hörer sich wesentlich Beziehungen zwischen Bachs Phantast e u n d F u g e i n O - Bk o l l und R e g e r» Pbantasieund $uge in C-OKoIL op. 29 ergeben. Plastisch und klar lebt die »riirierung an da« ältere Werk in Regers Schöpfung auf, besonders lebhaft in den Sechzehnielgängen der Fug«. Aber auch die heftig derauSgeschleuder- ten GefühlSausbrüche der abruvten Akzente m der Phan aste, die plötzlich ausstürmenden 3u>et- unddreihigftclläufe. die über'tchtltchen Sequenzen und die ganze S^irrnDnifie "ung, welche im verminderten Septinenakkord ihre äußerste Grenze zu haben scheint, kommen unmittelbar ans der Welt Dachs. Wohl glüht schon hier und dort die dämonische Chromatik des späteren Reger •«ni mllgetellt habe, dach er in der DerSchenr. Uchung der Schriftstücke über die Pariser Konferenz. von denen die meisten bereits in Frankreich oder Amerika veröffentlicht worden feien, nichts Rachtelliges sehen könne. • Dach Pariser Dlättermeldungen hat sich der britische Geschäftsträger gestern nachmittag zum Quai d'Orsay begeben, um daS Dedauern seiner Regierung über das von der ,Rew Bork World" veröffentlichte Interview zum Ausdruck zu bringen. Der Kampf um die dritte Steuernotverordnung. Berlin, 7. Febr. (WTD.) Der Fünf. ßehn«rausschr»h des Reichstag; Hal bcschloffen, bezüglich der Art.kel 1 (Aufwertung) und 2 (öffentliche Anleihen) der dritte« Sleuernotverordnung nicht in dir fachliche Beratung ein^utreten, sondern die Regelung der darin behandelten Gegenstände dem Reich «- 1 a g unter alsbaldiger Vorlegung eines Gesetzentwurfes durch die Reichsregierung im Wege der ordentl chrn Gesetzgebung zu überlassen. Wie die Blatter hören, vergrößern sich bei den Parteien des Reichstage- die Widerstände gegen den Entwurf der dritten Steuer- notderordaung. Außer den Sozialdemokraten und Demokraten sollen jetzt auch die Deutschnationalen und die Kommunisten entschlossen sein, die Verordnung spatesten- nach Wiederzusammentrilt des Reichstages zu Fall zu bringen. AuS parlamentarischen Kreise« verlautet, daß die Regierung entschlossen sei, auf jeden Fall eine Notverordnung zu erlassen, daß aber noch versucht werden soll, im Wege von Kompro- mitzverhaudlungen zu einer Einigung zu gelangen. In den Beratung«« der Reichsratsans s ch 8 s s e über die dritte Steuernotverordnung hat die Regelung des Steuer- ausgleich- zwischen dem Reich, den Ländern und Gemeinden den bre t st:n Raum eingenommen und lebhrft? Meinungsverschiedenheiten hervor gerufen. GS wurden zahlreiche Abänderung San trage eingebracht. Der italienisch-russische Vertrag unterzeichnet. Dom, 7. Febr. (WTB.) Der ttaNenisch. rnsstsch« Vertrag ist heute abend unterzeichnet worden. Hierzu teilt das Pressebuveau mit: (Vn Heber- einfttmmung mit den von Mussolini am 30. Januar im Parlament abgegebenen Erklärungen hat dieser der russischen Delegation am 31. Januar in der Schlußsitzung der Konferenz für den Handelsvertrag mitgeteilt, daß er, da nunmehr das Abkommen erzielt sei, die Frage der de jure-Anerkennung der ©oöjetrogierung als gelöst betracht«. Die italienisch« Regierung ist daher sogleich zur Ernennung eine« Dvtschafters Ov^Bl/^egterung in Moskau geschritten. Infolgedessen sind dl« posttischen Beziehungen zwischen den beiden Rationen vom heutigen Tag« an endgültig h « rg «st«llt und geregsSt l ' Larmszenen 7 in der Pariser Kammer. Pari-, 7. Febr. (Wolff.) In der heutigen Kammersitzung, der zahlreich« Mitglieder des Kabinetts, u. a auch Poincar 6 und Finanzminister de Lasteyri« beiwohnten, gab eS heftige Auseinandersetzungen zwiscl)en dem Abg. Herr io t und Vertretern der Regierungsparteien, in die auch Poincar^ einqriff. Gr entrüstete sich darüber, dah von dem Abgeordneten selbst dazu beigetragen werde, das Parlament in M i h k r e d i t zu bringen. Unter heftigem Lärm auf der äußersten Linken schwingt der Ministerpräsident ein Stemplar der .HumanllS", die zu einer kommunistischen Demonstration vor dem Kammergebäude aufgefordert hat, tmD ruft: .Humanite" appelliert nicht an die Kammer, sondern an die Pariser Bevölkerung" Die Zeitung. die Poincare darauf beiseite wirft, kommt zufällig auf die Aktentasche des Kriegsministers . n?1 3U kiegen, der sie ergreift, zusammenknüllt und mit einer Geste des SkelS unter die Abgeordneten wirft. Das Zentrum klaschl Beifall, während die Kommunisten und Sozialisten in eine u n g e beute W u t geraten. Der kommunistische Abgeordnete L a f o n t wirft das zu einem Knäuel zusammengefaltete Blatt in der Richtung der Regicrungsbank zurück. SS trifft den Abgeordneten Dar iac. Aus der Mitte wird darauf verlangt, dah der 5*antmerDoriiijcnbe über den Abgeordneten Lafont die Zensur verhängt. Der Lärm wird so groß, daß der Kammervoriiyende sich nicht durchzufetzen vermag. KnegSminifter M a g i n v t weist den Kommunisten von weitem drohend feinen Stiefelabsatz. Der Präsident hob die Sitzung auf. Aus dem hessischen Landtag. Darmstadt, 7. Febr. (Priv.-Tel.) Der Sonderausschuß des Landtags erledigte die Beratungen über die Grundsätze für den Avbau der Beamten und Anwärter, soweit persönliche Der- halmisse zu berücksichtigen sind Die Vorschläge über den organischen Abbau, Beseitigung und Zusammenlegung bzw. Aufhebung von Aemtcm und Dienststellen usw. werden z. Z. von der Regie- rungskommission beraten und sollen demnächst den Sonderausschuß beschäftigen. Der Ausschuß nahm bann die Beratung des Gesetzentwurfes über die Abänderung des Urtunbenflcm- pelgesetzes in Angriff, die in der von der Regierung vorgelegten Fassung int wesentlichen die Zustimmung deS Ausschusses fand:: auch der Tarif wird mit geringen Aenderungen gut- geheihen. Bei Ginzelsällen, wie bei der Errich- titnq von Börsen, Aktiengesellschaften, bei Erlaubniserteilung von öffentlichen Preiskeg:la, Preisschießen usw. hat der Ausschuß die Sätze noch erhöht. Dann wurde ein sozialdemokratischer Antrag gegen den vom Rrich angeordneten geplanten Abbau der sozialen Fürsorge für Invaliden, Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene angenommen, ebenso ein Antrag des Zentrums, der die Regierung ersucht, die seit 1. Dez. 1923 auf »Gotdmark" umgestellten Beamten- a e bä f ter durchgängig, insbesondere aber bri Den unteren Deamtengruppen möglichst bald zu erhöhe n. Ein Antrag der Abgg. Dr. Büchner und Reiber will für die jetzt nach achtjährigem Schulbesuch zur Entlassung kommenden Schüler, soweit sie eine Lehr- oder Arbeitsstelle nicht finden konnten, ein neuntes Schuljahr ungeordnet wissen. Abg. Brauer vom Bauernbund hält die beantragte Einrichtung wohl für die Städte für angebracht, für das Land könne sie aber nicht in Frage kommen, da die mittleren und kleinen Landwirte ihre Kinder schon aus Mangel an gelernten Arbeitskräften notwendig gebrauchen. Kleine polittsche Nachrichten. Wie vom Landesverband der Deutschen Volkspartei Hessens mitgeteilt wird, ist di« Dlät- termeldung, daß dieDeutscheVolkspartei Hessens für die kommende Reichstagswahl an Stelle deS bisherigen Abg. Dr. Becker den Landtagsabgeordne en Dingeldeh aufgestellt habe, aus der Luft Gegriffen. Die Deutsche Volks- Partei Hessens hat sich mit der Aufstellung ihrer Kandidaten für die kommende Reichstagswahl bisher noch nicht befaßt. * Das amerikanische Hilfskomitee für deutsche Kinder (der Ausschuß des Generals Allen) will vom 1. März ab täglich eineMillion deutscher Kinder mit je einer Mahlzeit versorgen. Bisher wurden 650 000 Kinder von dem Komitee gelpeist. Die Erhöhung der Hilfstätigkeit soll ohne Inanspruchnahme deutscher 2eben6mlttel auS den großen amerikanischen Vorräten in Hamburg durchgeführi werden Die Lebensmittel sollen durch 1800 Verteilungsbureaus an 6000 Stationen gesandt werden, wo bann die Mahlzeiten an die Zinder airsgegeben werden. Der Reichsanwalt hat vom Württemberg ifchen Landtag die Genehmigung zur trafveifclgung deS sozialdemokratischen Land- Dach und Reger. Stilkritische Bemerkungen. Ob er richtig ist. Bach und R e g er tn einem Atem zu nennen, ober ob nur die Hervorhebung der Gegensätze: die klare Linie des Bichs chen Stils und Regers Alkordwirkung. Bachs Barock und Regers romantisches Ideal wertvolle Er- eebnlffe für die Beurteilung deS Regerschen Schaffens erbringt, läßt sich ohne weitauöholende, stilkritische ilntcrfuaratter trägt, ragt mit Ihren 20 Veränderungen über das gleich«, immer Wiede «kehrend: Thema und vor allem mit der stürmenden Macht ihrer Schluhfuge weit über den dämmernden Umkreis des Duxtehudeschen Vorbildes hinaus. Sie blieb mit ihrem grandiosen Thema die einzige ihrer Art im LorpuS der Werke deS Meisters. Der zum .Auseinanderfallen" neigende Sharakter dieser Gattung vermochte Bach nicht zu reizen. Reger hat auch nur zweimal dieser Form ge- huUngt, einmal in der weniger bekannten Introduktion und Passacaglia, v-Moll (1901) und bann in dem über-gewaltigen op. 12 7. welch:» dem Freunde Karl Sträube zur Einweihung der Orgel tn der Iahrhunderthalle zu Breslau im Jahve 1913 gewidmet wurde. Die lockenden Möglich leiten, die Stärken einer neuen Orgel zu zrigen. vor allem aber der bereits In der Phantasie deS Komponisten emporiträngende Stil der Telemannvariationen für Kfavier (op. 134) haben den Rahmen der 28 Variationen auch rein zellllch außerordentlich gedehnt, ja nahezu gesprengt btt □Mart (Miher 4,00 Mk) zuzüglich 10 Prozen: Jet» merf gebubt. Die Erhöhungen der Eiscndahnfahrpreife b-ürf- tew, wenn ter Rcichseise.rbuharat ixefen Vorschlägen zustimmt, am 1. März d. I. In Kratt treten. Anmerkung der Redaktiv« Dies« Rach, icht dürfte allenthalben starkes Erstaunen Hervorrufen. In einer Zeit wo die Gehäller und Löhne sehr erheblich un.er dem Vorkriegsniveau liegen, wo viel« Arbeiter für ihre Wochenkarten einen sehr beträchtlichen Dell ihre- Wvchen- verdienftas auigvben mässtn. was sogar zu so katastrophalen Folgen führt, wie sie am M:n:ag aut EttingsHaulen tn _G.eße.i«r t^er" berichtck ünitben, wo man anhallenden Vreiscchbau fordert, ür dieser Zeit will di: Eisenbaynverwaltung einen Preis aufbau vornehmen, der gerade di« am wenigsten kapitalkrästigen DevöUei-mrgSschichten tefoncer» schwer treffen muß. Daß man die Prell« der zweiten Klasse unverändert lassen und die der ersten Klasse senken will. ersch:int uns verständlich, denn bisher war die Spannung der Preis« zwisch«n der vierten un> dritten Klaß« einerseits und der ersten andererseits sehr groß. Aber daß man deswegen di« unteren Klassen um 3 3 b i 6 4 0 Prozent verteuern will, erscheint mr»-doch etwas sehr merfcMu-ig. Man wirb nicht umhin können. der Oesfentlichkeit wenigsten- einmal eint Begründung für dieses Vorhaben zu geben Don dem Reich-eisenbahnrat wirb man verlange» müssen, daß er sich die ganze Wirtschaftslage der Bahn erst einmal sehr genau daraufhin ansieht ob nicht etwa durch BetriedSrtformen eine größere Ergiebigkeit de- Betrieb- zu erzielen ist, ch: er einer Verteuerung feine Zustimmung gibt, tie zweifellos verkehrSdroffelnd wirken und damit natürlich auch die Elfen.»ahn benachteiligen wird. Im übrigen mag biefe Körperschaft auch einmal darüber nachdenken, wie eigenartig e- doch ist, bei stark verringerten Leistungen — Ab- bau von Stationen und damit Unterbindung v)n Verkehrsmöglichleiten — gesteigerte Bezahlung zu fordern. DaS Eisenbahn Notgeld. Rachdem tn der letzten Zell auf Paptermart lautendes und wertbeständiges Rotgeld der Länder, Gemeinden ufw. in verschiedenen Ländern aufgerufen worden ist. find in der OeffentlicMdt Zweifel aufgetreten, ob auch daS Eisenbahn- n o t g e 11> jeder Art hiervon betroffen wird. Demgegenüber wird erneut von zuständiger Stell« darauf hingewiefen, daß sowohl da- n i ch t w e r t- be ständige Rotgcld der Reichsbahn («inschl. der Gutschein« der Reich-bah.nd:rektion«n) wie auch daS wertbeständige Sisenba(,nnotgeld bi- auf weiteres nicht aufgerufen worden und daher weiterhin wie gesetzliche Zahlungsmittel im Umlauf bleiben. Die Einlösung wird s. Zt. rechtzeitig und hn weitesten Umfange durch die Zeitungen bekarrrtgegeben werden. Das wertbeständige Gifenbahnnotgeld ist — wie wiederholt betont wird — ein der Geldanleihe vollständig gleichwertige- Zahlungsmittel, da eS im voller. Umfange durch Hinterlegung von Gvldanleihe und Goldschatzanweisungen gelackt Ist. Don der ReichSbank wirb es wie alles tpcrtbe» ständige Rotgelb, nicht als Zahlmittel. nbern alS Anleihewert betrachtet. Im Geschästsoerkehr and namentlich auch Im Zah'ungsreriehr mit den öffentlichen Kassen gilt es als vollwertiges gängige- Zahlung-mittet. Die Mit- Stieber des -Frankfurter Dankierveveins und bte sonstigen grösj«rcn Banken haben ausdrücklich erklärt, es in Zahlung zu nehmen e Di« Bezahlung der ^crnfprcchqcbijßren. Für die Bezahlung der Fernsprechgebühren hat daS ReichSpostministerium jetzt neue Richtlinien herausgegeben. Rach den bisherigen UebergangSd ftimmungen soll e den Teilnehmern bekanntlich dann eine Zahlungsaufforderung übersandt werden, sobald Die Gebührenschuld den Betrag von 10 Mark erreicht oder überschritten hat. Es hat sich dann aber ergeben, daß diese vorläufig festgesetzte Grenze für Teilnehmer mit hohem G -präch-umsatz zu niedrig, für andere dagegen, die nur gelegentlich ein Ortsgespräch führetf, zu hoch bemesse« war. Daher wurde die jetzt mehr allgemein gehaltene Bestimmung erlassen.öah Die fälligen bann die abschließende Dovpelfuge mit Ihrer Her» sacken Durchführ-ung. mit ihren aegenfätzllchen Kontrapunkten und Verkünunqen ufw. nod einmal ehr’ alle 61 me in Bann schlagende Steigerung bringt, wie sie allerdings nur einem Reges gelingen konnte Sind eS elimal Me riefen hafte Rkaße der Regerschen Werke, so verbocken auch andererseits die harmonischen und modillatorischen Elgentümllchkriten des rcifm RegerftilZ. die au- Strömunaen ganz and?rer Richtung 15’c Kraft gezogen hatten, die besonder- im Thematischen starke Derwanbtschast der beiden Werie. manchmal selbst dem Wissenden. Unmittelbar aber tn die gleiche S'lmmunq geistlicher Lyrik verseden die Lieder, welche Ruch Arndt singen wird Die B a ch s ch e n Lieber entstammen dem Gesangbuch, welche» der Zriher Schloßkairtor Georg Ehristtan Schc mellt tm Jahre 1736 bei Bernhard Ehristvpß Brellkopf tn Leipzig erscheinen ließ. Von 69 Liedern ist nur eine- als Bachsche« Origtnal bezeidnet: jedoch bat heute nicht nur die btbllognavhische sondern auch die stilkri ilch: Forschung weitaus die Mehrzahl dem musikalifch'N Bearbeiter be» Gesangbuch-, 3. S Bach zuschreiben können. Die Sammlung Reger«, deren Tette deM deutschen Psalter von Will Vesper entnommen sind, atmen dieselbe LebenSfehn'«cht wie die Dhor.il- verspiel« op. 135a. der Hymnu» d?r Lieb« op. 136 ober wie die acht geistlichen Lieder für gemischten Ehvr op. 138: Bei beiden Meistern die schlackenlose abgeklärte Kunst des Sitze«, die w'i-e Fülle der Modulationen. Ne gmz unirdisch« von inner- Nchstem religiösen Erleben durchzillert« Führung ber Stimme! E« bleibt zu bedauern, daß man der Ba ch- schen Solokantatc .Schlage doch, ge- gewünschte Stunde", die cig ntllch al« Trauerarte zu gelten hat und >nZ auch ursprünglich unter oiesem Titel überliefert ist. nicht «tn Gegenstück Re^erS gegenüber stellen ümnie. Der Regecadenb wurde aber bann eine unerträg- l'ck»e Zeitliche Ausdehnung amt zürnen Dr.H.2 In ber Xurnballc am O»n>a'blQa; 6ffnung»-$t'rffelhnig. Die tTurnpa: rten leint Er- He in flcbct^L - btefer Sach« Aichtung bin nicht urteilen Vielleicht prüfen öle die Ortsbestimmungen einmal na4k Kriegsopfer. ijeoerofdldierung. »tür (fliehen iu llmn 01SS6 gesucht. Cliessen HM» gflnnd?noöiel jähriger leichter Wallach Dlfleinatea 'StellenangeljQtcl CArM Wohnhaus IVl SstSMq. bei kleiner flntablung »u oer» ®1 an den Ufteh. yin*. Ätidj»tifamlrr in Tirmftabt sucht eiflcSSolfnnng md) raus4 baldmöglichst in Gießen. NäbcrcS bei Hahn, Kober- Örajc 17 J. UKU .Leuttchen OMzierdunde«' werden folgern»- Ai* spiele uingcVQbrt Ein schwer kriegsdttchäkngirt ßeulnam erb* (t n.rch dem Qffiztert>enslk»nsgttch von IKK an UltmaiOpcn'tMi. i) 25 ?lii Derstüa»- melurae«ulage tür Verlust de» Unhm Unter» •ArMJ. &) 75 "JET 7ter9ümmdunq»Aalatr für kräftig. HM »um Lieben fleelq* net au faulen aei. Friedrich Schmidt. Trobe. ™ (Siehe Anzeige 1 Landkreis Ziehen. tt Tret» ab. Lba., 7. 3tbt Änaebete uni. '-ÄI» an b ^e'chaNSirelle b. dtefern. Nn»einer. Briefkasten der Redaktion. (Hechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schrisileitung.) (kinqesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser "Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Hedaktivn dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung) 3ur Kriegsopferversorgmtg. Nilttaet bi» »n 80 Liier au faulen gelocht, 8?abere» bei vrrlo, ViotfUrahe 6. l-32h \ Vermietungen^ Buieen mit Telephon folort behebbar, abtuaebru Ech,'l t.klnlrrnien unter 012^61 an ben (Ble i. «tu. erdeten. Hardthof. hiesige Bü rge r me ist e t wo hl llt Eegner de» Eewählten Einsprache erheben werden, über die am 14. b HL vor dem Kreis» aue schuh verhandelt wird, wozu eine Xtyafol von Vorladungen an hiesige Einwohner ergangen Ist. Fränlcin tfldftig in Buchführung. Maschinenschreiben, Stenographie und Korrespondenz zum sofort. (Eintritt gesucht. Schriftliche (Eilangebote mit (Behalts- anspruchen u. 768D an den (Siebener Anzeiger erbeten. Sebtutenbe Firma ber Nährmstte'- unb Fleischkonseroendranch« sucht für ben bortigen Platz unb Umgebung tfiWü Betiteln bet bei bet in Frage kommenden Kundschaft besten, emqefübrt Ist. Schriftliche Angebote unter 8271) an ben Giehener Anzeiger erbeten. pit tagender wird IDirrlii^ti ilt. MM g sucht, da» linder- heb fern muß anl alle Hoo-ardeit verrichtet, ohsm Throm, Hilledrandkr. 14 p. Zahn stelle als Mtlirni tx ber Teyttl* dranche. 2fbr Hngrb unter 0l2h3Ba.b. Wieh-Än». Ackerland Im Xeuftäbter ftelb »u fa.i'en peludiL > cbrtftL Ann. unter XStD a. d. Wui. äm. bameafatirrall gut erb. emL obM ttexeiiuntt, au taufet gehupt. 6änb< der Vevöllerung gelingt. Die .Hansa"-Fabrikate werden rrn allen mastgebenden Leder Händlern, Schuhgeschäften und Schuhmachern geführt. Zu den Erzeugnissen, die auch die teuren Zeiten gern gekauft werden. gehören Maggi» Dürze. Maggi» Suppen, Maggi» StetMjbrübtoürfcL Die» liegt In ihrer Eigenschaft al» bewährte tägliche Hahrungs- und Venuh- mittel begründet, beweist aber auch ihre vorzügliche Qualität, e» sind eben ge^iltvolle, dem täglichen Bedürfnis angepahte Lebensmittel. Zudem verlangt die praktische Dosierung keine grobe Ausgabe aus einmal, sondern erlaubt, jeweils nur den nötigen Tagesbedarf zu decken _____ traa»ApGu#. .Demokratie unb Politik im 19. Zahrtzunderrt X» Redner sind, wie man un» schreibt, Unte-‘brof o Aster, Studien rat Hüter, Kretsichulrat Fischer und Foelb -Lehrer H u s gewonnen Die Vorträge finden jedesmal Samstag nachmittags um 4' , Uhr In» Stnasaal de» Aealgvmnasiums mit an» schliestender freier QLiAlprjdx statt. (Aäheres liehe Anzeige in der heutigen Hummer s Der Xep Lehterbund beabstchng'. mit seinen Vorträgen wichtigste Ausschnitte aus der Eeschichte einem grösteren Hörettrets zugänalich »u machen Eie anfchltestende Aussprache soll e» ermöglichen Fragen zu stellen und Unöarbeiten zu beseitigen — Der Zirkus Malve gibt heute abend Vornottzen. — Lageskalender für Freitag Sfabttheater 7 älhr .Unter dor blühenden Linde". — Alldeutscher Verband 8V« Uhr im Hotel Köhler Hot trag: »Von Ludwig XI v. bis Poincart" — Deutsche Vvlkspai tei. 8'/? ^hr im Vewerbehaus Mi'gliederversammlting — Lichikpielhans Babn- hossitastk Vaterländischer Filmvortrag über Frankreichs Huhrfchande - Deutsch-Oesterreich Alpenverein. nächsten Montan abend Vortrag über .DaS PflanAenteben der Alpen". (6. Anzeige.) — Bienenzüchterverein, Höchsten Sonntag Hauptversammlung. (Siehe Anzeige.) — Huderkl ub Hassla 1 906. Morgen abend Mitgliederversammlung. (Siebe Anzeige.) — Bürgergesellschaft. Morgen abeich "Dtnterlest. (Siche Anzeige.) — Der "Xe p_w bJLiXftNische Lehrer- bund veranstaltet zusammen mit dem Xepu- 6TT(a n i 1 4>e n Aeichsbu nd Dieben in der Urei# Schotte». Schotten. : Febr Der Schottener Pferdeversicherungsverein, M en De» schäft»beretch sich auf den Kreis Schotteit erstrebt, beschäftigte sich mit der Frage de» Fortbestehen» de» Verein» Aach au»|ü^r'.icher Aussprache wurde der einstimmige Vefchlust gesastt. den ■Strem weiter bestehen w lasten und die Versicherung ab l. Haimar 1924 auf Aentenmark umjuftclkn. Di7 HöchNveificherung»fummc soll SDO Renten mar! und die Aahtesprämie 2 Proz. betragen. Durch die Umstellung aas Aentenmark wird der Verein, der jetzt im 43. 3abre bestedt. für seine Mitglieder bei vorkommenden Schaden- fällen wieder eine segen»rrtche Einrichtung sein. Arci» Kricdvcrg. • Vatzbach, 7. Febr. Eine austerordentlich stark besuchte Lltern-Dersammlung tg)de aus Porzellan, sr-'.oie von vielen Anlag n. Biumgruppen. Seen, Biürken, Tempelchen innerhalb ber kaiserlichen Hofhaltung wurden Lichtbilder gaxügt. Don Zehrt ".ihr die Arifegesellschast den "Pai-Ho hinunter r^rch Tien'stn zurück. Die Fahrt über viele ! vmschn l en b rqab, in Dirkit Windungen durch bizarre Obirg»formationen w>rde an Hand von ?.gebuchanfz ichnunA« ge'Hilbert burch t>r.-ch:lgi> Bilder ergänzt D;e zahlrnchen Hörer 'lgten dem Drrtrage mit grobem Interesse. ~ Deutschnationaler Handlung s- lehilsen-Derbanb. Ueber .Weg imb Ziel iv« D H V in Politik und Wlrttchaff sp.ach am .'Ikillwoch abend im Kausmä: n schen Verein»hau» >>rm. M i l tz o w von der Verwaltung in Hamburg Er streifte zunächst bte fernerliej nX‘ unb k jüngste Dergang hat sich auch feine Substanz erhalten koim.m 3iachdem mm nebr die Taritarbeit in ruhigere Bahnen gelenkt ist, gilt es sich wieder mit Dingen zu besck»äftlg^«, die bisher in den Hin» Hans m. Laden L gut. Lage k. orrt 2«dr. flnurb. irhrner Yliur ffirauer. febr aui erh. BameDnaufiömailrl und Herre, Äa»na für miniere UJr, iu oerkauien. An»»!. 12—4 Uhr IflL ('H2WJ Eiartenstr. 30 II. Knufgrrbsctzui'M der Pensionen unb ber Beamteng^hälter auf > , bi» >. geben. Die unzureichende Kriegsver- soraung mühte natürlich aufgebe*fert werden, unb könnte e» auch a>e.in die Steuern in ausreichender V>eise etngingen unb bie auterfegtefl Ettparnls- mabnabmen wllNa getragen würden. Statt dessen liebt man rrttsach dl« "Tkigung. sich den Steuern und Lasten zu entztehrn und auf andere Schultern abAuaxihen. E» sei daher al» etn Debot ber Cb» recbdgfcv betont, babjebermann unb lebet Stand seinen Xetl an der Hot des Dalerlandtt miltragen mutz K Mnflinge ZMk MD in verkaufen firofO. 511.42111. Promenaden- wagen fOr »n (Bolbmarf zu oerfnifen. Becker, Badnhofstr.3tz nw ber D H.B. nt* alietn bte Gewerkschaft ber Äaufmann»gehrIhn. Umbern amch eilte nationale Bewegung ul Das Hauptziel ist ein fneies brutsche» Volk, potberritet durch Freiheit nach innen Die gtr-bklt nach i nm seit ben Jlooemivrtagce farm un, nicht befne>gr ’ E» mutz erstrebt treibe«. bat} jeder let v-n rechten Platz In Wirtschaft und Staat erhält. 5^r bie MänGei ber Horftteg»- »eit haben wtr ein offene» Auge Der Lebenswille bei deutschen Dolle» mutz gestärkt, der Dille des Einzelm-n zur Seil- tbepaupiung gefordert werden. E» mutj Bekenn»^ abgrieat werden zum nationalen. statten Staat unb Der sich immer mehr kräftigende Wehewille ntchi mit falschen Mitteln bekämpft sondern in Dachten geleitet werden, bie dem T't I!t »inven nutze«. ? lat tonale Freiheit lätzt sich nur aut dem Boden innerer v-erechtigkeit aufbauen Deshalb eritreden wir in der deutschen Wirtschaft eine Macht \u werden "Dir verwerten ten JtUfknüimpf. den Die Sozialdemokratie predigt. Mir sagen nicht .Hiebet mit bem Kapital", sondern .Her mit dem Äaptlal' Hicht bie zur Todgeburt verurteilte Sozialisierting und Verstaatlichung aller möglichen Ihn je, wie bte Sozial- benwfratie es wünscht, sondern die Atteitnehmer sind zum Mitbesitz t-cr "Wirtschaft zu fuhren V)tr wollen bte Verantwortung in ber deuIschen Wirtschaft mit tragen. Der .statte Im' sdil nicht .die Hüber stille stehen l .Utn". wohk aber ttwllcn wir der Vfirifchast durch ten starken Arm bt.nen zum Hutzen bei Dclksgnn^en Darum weg mit bem staatlichen Anllg^wang. ber weite Kreise unseres Dolle» zu Detttero mjuXe. Hlch: rislkorneidend srll das Cpjrfapilal angelegt werden Dieser *®cg ist falsch Es gili das Spattapltal risikosuchend in der deutschen Mirtfchafl elnzulesten Bezeichnend ist die Vlachllosigkeit ter Soqtelbemttrati« trotz langatmiger Beschlüsse von Massen, während wenige in ber V>,r,schäft beschliefen un> — ausführen. Ohne Mitbelln ber "l uicrn und Selbstverwaltung in ben Städten vor hundert Aibrcn durch Stein und Hardenberg ist der Freiheitskampf nicht denkbar. '‘J? JitdrHgteit Ist keine Förderung des Vater- landsgedanle«». Die Teilnahme an ber Arbeit ber buigvilldten Parteien wird ben Berufskollegen bringend empl?b( n. wenn auch in ben heutigen Parteien ein 3beul nicht erblickt werden kann. Es gilt den Slnflutz der ArbeiiN'dmer In allen bürgerlichen Parteien zu stätt^n Ter D. H. V. ist nach wie vor ein Anhang, r des Arbeittg meinschist»- getankens, jedoch gilt es ben Arlaitegebanfen m*t D<4innung zu erfüllen. Der Arbcil^gemcinschastsg .-danke, drr im# nach Kriegs- enbe i>i>r lern i^haos bewahrte. leibet zur l einem Mangel an Derantwrrtlichkeitsgefüh: Der- anttooitungsbetpuf le Arbeilg- ber r.nd Arbeitnehmer gilt es zu gemeinsamen Streben zu sammeln. Sine Aenderung unserer völkischen Anschauung tritt auch künftig nicht etn International.- Wesen lieg: uns fern. Krieg und Hachkriegsteit haben gezeigt, datz der französische ober englische Arbeitnehmer nicht International, sondern Franz>se ober Engländer ist. Das Volkstum anderer, auch innerhalb unserer Staatsgrenzen, ist zu achten. Unfere Losung ist prodeutfch Die hinter uns liegen bc Zeit hat entsittlichend gewittl. Viele unserer Volksgenossen glaubten lediglich aus Kasten anderer leben zu bürien. Oe gilt die sttiliche Erneuerung des beutfch.n Menschen, die Pflege deutscher (Mlnnung und Berufstüchtiakeit, knutschen Fuhlens und Handeln- unb bamit bas Bekenntnis zu nxibrer Volksgemeinschaft, mithin Ablehnung des Klassenkampies Wahrer gewettschaftlicher Erfolg nur in Verbindung mit praktischem 3bea- lismus.- vklkklkk für Gelchali»- unb t?riua:funt>lrt)aft gesucht- Xavere» **« Ludwigstr. 6 P. Auch Sonntags. KüÄkWaSLcii iofort aeliicht. 7S3B Ätiij. liliiiL xiebungen. b oerohlt ilnb. ü v auch b fkliitz» bnn au irtbuicn bet Cf ttrrfe an Iriel, IIiüh, Dail Arnilstr. ü •'•A eimtnimiiiiuiiimiiiffliin Eni. Sliilze an» autrt jVaintllf, im Lochen. Koben il Hanearbeit erfahr-. in kt.Aamiite aefuchi. Ville ooib Angeb. ni Zeugnisien il Äe- hatt»anforüchen an 3rau Mörschel, 5rieb berg iHefs.f. Sismarckstr. (829D ^xem ulefffi ■''WM Steinbach, Wieseck, Oarbenteich, 7. Februar 1924. 012852 »cta 824a Händler-Rabatt. 820 A Preiswertes Angebot finden unsere Mitglieder in allen Ver- 0.60 Die 14 cm 2,10 1,75 1,45 1,20 1>O 0,85 0,70 0,63 0^45 „g Wasseerkanncn . Toiletteneimer Sohaffnerkrüge . . “ÄST Josef Peters X" Wirtschaft Kammer iö ner,,mB Toilette-Arlikel ein. 826c e. G. m. b. H. 807c 0.70 1.20 0.80 0.80 0.75 Konsum-Verein Gießen «.Umgegend l 1 Ich biete 817a Satin ist in allen Farben wieder am Lager. 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M« und)in. *4 llbr, bet Diiinlicb Slohr Aiisgüve dop finomenföitoL A Pfund 30 Bürgen gesellschast Baeslai, 9. Februar, I Ohr, Im N a l h. Vereins hau» Wiittl. •jhr Ter Vorstand. Eien DZüchtenereiB Gießen u. Umgegend. liniere Hauptversammlung findet Lonntaa. i o.b.'-VL, und)tu. 3 llbr, in Vviel • Ne'tanrant Nobel, GIef, en. Viebin trabe, hott. Tic Tagesordnung Ist bind) die »Biene* bekannt. 1815 Veibflcitem, 7. 2. 24. Butt. ltt. 33 Swetter 51att Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gverheffen) Zrettag, 8. Februar (924 Der rote gar. 9er15nll$t ®rtnaminflcn Boa 3, tk Ungere-6ternbetg_ ter Fried* tum 'Breff-Cttotrtf war gef$to»to Vrtb Qenia Kau mi: leinen Gefolge wn StnlP banntfaren al* faft uruiml4>rjn!;cr £>etdd)ti in fern Kreml ctogeirgen 2n Stelle brr talfer.L^en ©uxnbartt weh'- du mit Öottnettobw über Dem jitlrnxbet Mosiau Den Jag über wurde in gepiünEkrt und m der Arche gingen di. 3gmlm der Auherordentlichen Äommt Ilion Oul Meafchenjagd au* 2m ^etro~>8h)parf tpurb n btt Leichen der erschollenen Turfb dj baa'vnDxik tn Gruden verlchartt unO ihre ^>avleiiflLüen ania Öen f>cnlern oertetU Zuerst war e* die rote lettische Garde, die de* (traftoten Mordens mu_'e wurde, bann kamen angewordene Spindel an die Reihe. um bu T7I enerschiehunoen AU vollziehen, ober auch fie streikten, und IdbUe'ihd) waren et mir FreiweU^, kotainfüch^^e Frauen und vertierte Öabtftrn. die die Hinttch ungen tn ber Kellern ber Tlchcka zu ihrem Vergnügen voll Mdtn. Da* art dielte Opfer wurde über die Schwelle gestvh b Senin selbst zu leben, dazu gehörte sehr viel. Centn lebte einfach, fast bescheiden im alten goldkuppeligen Zarenpalast, auch gab er sich dem Besucher freund'ich. ohne alle Zeremonien. Man bitte ihn für einen als Arbeite^ verkleideten Gelehrten ober Schriftsteller dal cm können. .Revolutionen werden nicht mit weihen Handschuhen gemacht." mll diesen wenigen Mor- ten wehrte er im voraus alle Sinwände ab. und nun beginnt er kurz und prägnant 11 •belehren und. wenn es ihn ber Mühe wert erscheint, za bekehren Da gilt kein Miderspruch und kein Zwellel, er fnril ihn selbst nicht und er duld.*? ihn nicht In feinen Augen liegt das Feuer eines Fanatikers ober eines . . Kranken. Lenin war krank, toern es damals auch noch niemand zugeben durste. Seine Frau spricht von der Nervosität und von ber Ueberarbeitung ihres Mannes Centn verabschiedet mich, er muh der Cilung ber Bollskommillare Präsidieren und prophezeit den bevorstehenden Ausbruch ber Meltrevolu- ft cm. unb wieder flackert das kranke Feuer in seinen Augen. In einem bei Säle bes Kreml beginnt die Versammlung der Volkskommissare. Aufsallerd ist die Urtorbnung unb eine gewllle Unlaubcrfett ringsherum. Gin riesiger mit grünem Tuch bezogener Tisch nimmt fast den ganze, Ttaum ein. an bellen Cntnc sich Centn tot. Gleich fettwätt», ein wenig hinter feinem Hü den. steht ein Pult, an dem | r-iumMcf Gkwa 16 Bokkskommiffarc find anwes-rnd. bie meisten unter ihnen sind gut gekleidet unb gehören an- scheinend den gebildeten Ständen an. nur zwei ober drei ausgesprochene Arbeitertpven fallen unter ihnen auf. Nachlässig rekelt sich Trotzkd auf seinem Stuhl. Tschitscherin lehnt auf bem Fensterbrett unb schein' träumenb und unaufmerksam über die fchlifenbe Sladt hinauS'u- schauen Nichts, gar nichts erinnert an die S^kt- llchkeit. bie einer Bersammlung der höchsten Staatsorgane entsprechen würde Irgendein Vorschlag wirb zur Abstimmung gebracht Centn hört geduldig zu. Mftiert aber bann feinem Sekretär eine Gnllche düng, bie durchaus nicht bem Resultat der Abstimmung zu em- sprechen braucht Gr ist al* Borsitzenoer nicht höflich Gefällt ihm etite 2Ube nicht, so entziehe er bem Kommtlsar unter der Bemerkung .Genosse, Sie sprechen ilajinx", einfach bas Mott. Beschämt schweigt dec Betroffene Menn jemanb auf dem linken Flügel allzu radikale Forde- i ungen stellt. Io belehrt ihn Lenin, bah nvin nicht ohne rurchzudenken handelli bürf< und bah ber Menfch nicht umsonst einen Kopf auf den Schullern hab«. Besonders wichtige Beschlüsse wurde" allerdings fast niemal* in der Bollverfammlu ng btr Kommissare g.-faht, fie untedaacn ber Beratung im en uten Äreife, wo bie Gen nwar. UnL-c- nifener unmöglich war. aber aaO) dort herrfchie Centn au diktatorischer Gewalt. Am Tage pflegte Centn ball» vor dieser, bald vor jener Fabrik unerwartet tn feinem 2uto vorzufahren und Ansprachen zu hallen, bi* ihn auf einer Meter Fahrten btr Äuyl der Sozialrevolutionärin Dora Kaplan schwer Dertxmnbete. Don dieser Der- leyunz ist er nie gänzlich genefen. In den lepten Monaten war er nur ein lebender Leichnam, aber lein Name war ein Symbol, bellen Macht die rote Kremlherrschast gitoanifieric unb ihr noch über seinen Tod hinaus Kraft verleihen wird. Der rote Zar Lento bleibt unerlehllch leiner feiner Mitarbeiter verfügt auch nur an- näbemb über beleihe 2utoruüi unb Mach:. Me er befah. Mas tncccr ge chhe.1 uneb. ae^chteht unter dem Deckmanlel fernes Namens unb gleichsam als Auswllkung seines Bormächintlles, aber Symbole verblassen unb giuu< Theorie hat noch nie des Geben! grünen Baum zu tötet» permod; Mii LenrnS Tod but te auch ber Bolschewismus. Meles Schrerkensgcfpenlt der Mell, aufs 5t .mnfrnlagrr geworfen ktn Kaum je hnb einem Zaren dre Ehren bei feinem Bearäbr.is zuteil geworden, T*' Centn. Tronkem die gesamte herrsch nde *{Virtei der Kommunisten nur 330 003 Miiglteder zähl». muhte jeder Verkehr im Reiche stocken, als leine Leiche mit kailerlichem Gepri na? nach Me ' tu über- führt wurde Alle Glocken muhten LLitro unb niu Fad« tf* 1 2 3 Irenen beulen. Die rote Armee bildete S»lier. Kanon n leuenen Irauedalben und Ne Kirche muhte sich vor ihm. der sich stets gerühmt hatte 2lh ist zu sein, beugen unb tn ihm den besten Ehristen feiern fleh Tod war ein Me'.t- errignU. unb bih lerne Persönlichkeit durch nie- manb erlebt werden kann, bleibt von aller- grdhtcr Bedeutung Der rote Zar ha: keinen Thronfolger hinterlassen Jur Strafgerichtsreform. Die Verordnung vom 4. Januar 1924 über Derichtsversassung und Strafrecht»- p I l e g e hat eine Reihe von Dorschrifllrt gebracht, Me tief emg reifende 2cn>.rung-m der Organ Hatton unb tes Verfahrens ertthallen und für bie gesamte St rasgerichrsbarkeit von der größten Bereu tun g sind. I. Zunächst sind, um dem drohenden Stillstände der Nechrspflege vorzubeugen, für Me Frist vom 15. 3am»ar bis zum 31. März 1924 folgende Notmah nahmen getrrfjen Worten: 1. Schöffen werden in Strafsachen nicht 'ug zogen Schwurgerichte treten nicht zusummen n den vor den Schöflengerchtcn zu ve.hun^toden Sachen entsche.det der Amtsri ch t e r a 11 e i n, in Sich n der Wuchergerichte entscheiden Me richterlichen Mi.glicd.r, Me Schwurgerichtssachen werden t-cn Straf- kammern überwiesen Nur bei den Zugendg:- richten, für die besondere Iugen.'schoj,en be- ftimmt worden sind, w.e z. B. hier in Gicden, werden auch in der oben angegebenen Zeit bie Schöffen betang^Dgtn 2. In Privatklagefachen ruht bas Verfahren bis zum 31. Mirz L 3- Die Zeit vom 15 Januar bis »um 31. Blärz 1924 wird In den Laus l- nahmcn über den 31. März 1924 hinaus in Geltung bleiben. N. Von den bereits am 15. Januar tn Kraft getretenen Anordnungen sind die folgenden v)N allgemeinem Interelle: 1. In den Strafsachm wegen Landesverrats und wegen Zuwiderhandlungen gegen das Vesey g?gcn l n. u> wi nuch bem Ormdlw bes Gericht» rvrui i^t: c.n« andere Stiose aU Freihrit»">r'lc ds - . 5 n oNi Geld- strasc ober Einzi hring. allein ober in Ite.biabung miteinander, zu ermatten tlcM '§ 232 StPO l 3n Zukunft fallen diese einschränkenden Besen zur gro* vv. Teil "avg D.nn nach ber Berordnung vom « Januar 1924 kann ber X.gcfljgte im Berfahr.n vor hem ArnisZchl« unb dem Schölleng, ich l: allen Sachen, tn brnen es 'ich um 111 uertretungen unb 3 ergeb c n banbelt, |d 'nga: auD fr i t'erbrechen, bu nur wegen Rückfalls Verbrechen lind, aus feinen Antrag von ber Verpflichtung um Ge tcheincn in her Hauiptt- rhanMan, entbunben werben Die Höhe ber zu er.Mrtmbe.i Slrafe oder hu gtohe ®nifrrming seine» Aufenlhallsortes ist al r» nicht mehr Vnrausfechu i t für die Bewilligung des 2 irags Der Xngcf.a ito hart feit bem 15 Januar L 3 nur bann nicht txxn Glicheti^n btttxit verden, w nn es lich um em Derb rachen handelt, bas nicht nur wegen Ruckfalls Verbrechen ist 1. Ta* Verfahren bet amtsrichterlichen Strafbefehlen hat ein« weitere wesentliche Rusbehnung ersahron Mäh- renb seither durch einen Strasbetehl nur eine Geldstrafe ober ein. Freiheitsstrafe von böchltens 6 Wochen, fowie eine etaxi nerto rfle Gui^i.hang sestglgt) Aus Stadt und Land. G i e b e n. den ft. Februar 1024. Tie Zahlungsmittel an den ^inanzkasfen. Bei den Steuerzahlern herricht über Mt 2rt der Zahlungsmittel, die im Barver- kebr zur Begteiä ung von 2bgaben an Me Kaffen der Reichsfinanzverwaltu n g htn- gegeben werden können, vielfach llnkiarhelt. Gs fei deshalb aus folgendes hingewiesen: Rcichswährung Ist nach wie vor bie Papiermark Diese hübet bas gesetzliche ZabtongSmlttel Daneben n kann nur iulowell angenommen werden, als es am Ort ber Kasse selbst ober gar in deren Bezirk au*lparkarten ber Reichsbahn lwei tbeständlge Wertzeichen) möglichst iu erleichtern, werden neben den bivherigen Rcise- sparkarten über zwei und fünf Mark auch solche über eine Mark auSgegeben, die aus brauner Pappe hergeftelll weiden. MWrökSWiW.K!M. Gin Roman aus bem 21 Jahrhundert von Hans Dominik 16. Fortsetzung. (Nachdruck Pcrb'tcn.i Einen kurzen Morn« rubtin bk Augen be» •togetrctciN'n au» dem tobgereiäten Herrn. Langsam lieh er sich aut b t Jtnfc nieder Auf ben Knien legte er Me toten Schrille bis »um Lager de» Kaisers zurück und beugte bk ©ihm. dis sic den Boden berührte. Ginc kalte, teuchle Hand tüblte er au* ,et.:-*m Haupte Schwach, wie aus weiter Ferme kommend, schlug eine ötinxmc an sein Ohr .Ich banke dir. Toghtn. bah bu meinem Ruf schnell gefolgt bist fcht^l gefügt meine Zell ist kurz, die 2lhnen rufen mich Regung^l>S verharrte Toghon-Kan. btc Stirn am Boden Ödk und flüsternd kam feine Qfntnvrt .Himmlische Weis bett, bu wirst bas Reich noch Lange lento . . .Rein. Tvghrn die Ahnen rufen mtch^ Ich gehe . gebe bald Aber fcbdxr »st mein Herz Dn Sorge um mein Land unb mein Haus . . ." Srschöptt schwieg der Kaii-r. Mtouten ver- ftollen, bis er neue Kraft fand. T>gh>n-Kdan sprach: .Die Blüte ber Lotes ist ven ber allerhöchsten Weisheit gefegnet . " .Nein, Tsghon Mein S)hn ist ein Knabe mrd spielt mit ben Frauen im Palast. Jetzt wollte ich ihn zu mrr nehmen etnen Mann ihm machen Tie Vorsehung Hal es nicht gewolll. Ich liege aut bem Lager, von dem ich mchl tr-icbcr auf stehen werbe . . .Du wirst genesen . Toghon-Khan südlle, wie Me matte Hand auf feinem Haupte zitterte. .Nein. Tvghon Ich sterbe in S)rge um daS Reich. Welken Neben am Hrnmel. Von Westen droben sie. Der werd das Re ch führst? Ich habe fie alle gehört . Die Statthalter dos Nordens und des Sübeers den H)hen Rat unb bie Ratskannner . . . Kleine Köpfe Heine Mittel alle alte ^Dubist der letzte! . . Wirst du mich auch enttäuschen? Was haft bu zu lagen Xie W.llen. bte dein Herz beschwer-n. bte ba« Land bedrohen, werden v)r ber S-nne trvt- chm Ab:r cem fie der ödtck nicht w: d>~n. tr*b ein Bi tzstrad« fie zechen. Gm Bützstrohl bes Himmiis wirb ben Himmel wieder Har- machen " .Sin Blltz strahl bes Himmel» bes Himmel»?" _ K f . Der Kaiser wechselte die Sprache und sprach Mong?ch einmal fch enen Me Ichwinbeabc Kraft u-b ba» jli^nidr Geben zurück- »uk.hren. Scin O^rfärpcr b»5 stch vom Lager. Seine Arme Lgten sich um ben Hal» be* Sprechenden. Neben bem Kaller fast Toghon-Khan aufrecht auf bem Lager, und weiter drang flüsternd feine Rrbe tn deS Kallers Ohr. ' Jetzt fchwteg er Cer Kaiser Leh bie Hand linken. Gr öftnete bte Faust unb legte d c Rechte über bk Augen. Die Röchle, an deren viertem Finger ber kaiserliche Ring mit den Zeichen de» T'lchingiS-Kbar glänzte und gleihte Mtnulen btodurch latz Schitsu. ber sterbende Kai^rr deS Riefen reich .-s, fo in ben Armen des Togh>n-Kban. Dann kamen Motte von feinen Lippen .Toghn, bu Treuester aller Treuen Auch im Tode verläht du mich nicht Du Freund meiner Jugend, meiner Kämpfe meiner Herrschaft." Bon ber abgezehrten Rechten streift.' der Kaiser den Ring M.! immer kalter unb schwächer tperbenben Hä-Mn grift er die Lecke deS To- ghon-Khan u»-d schnb ihm ben Ring au» ben werten Finger. .Du bist . . ba wirft bas Reich verwesen. Ms mein Sohn . . .** Betäubt unb gebl-nbet sarrte Tvnh'e'-Khaa auf der. Ring an feiner Linsen. Nur eto Gedanke erfüllte feto Her» . Ich bin*? Ich Mn's Noch einmal lamen dem fterbenben Kaller Kratt unb Sprache zurück. .Geh' Geh! Toghon' Du hast ben Ring - - Ich bin müde Nein müde war sch immer unb formte nie schlafen Jetzt werkte ich schlafen . . . gib Ter Körper be* Kaller» sank auf bas Lager zurück Nur noch stostweise unb röchelnd tarnen abgerissene Motte Pon s inrn Lippen. Tann a-urdc er ganz ruhig Langsam erhob sl ch Togh>n»> Khan Ten Körper gm-igt, das Glicht gegen das Lager bc# Kaller» ;rwanbt, schrill er rückwärts Lin-Varn dem Ausga ngc iu. Don unfiitobarei Händen crgiiften, öffn te'i sih d e faltigen Seiden» oprbijTia-. al» er sie erreichte Noch eine tiefe Verneigung zum Lager des stillen Kaisers, to- flbm-Stbar rembte lich um unb trat tn ben Vorsaal. Lange war ct allein bei bem Kaller geweto. Lange bitten bi? tm Palast PedammeUen Mür- denträger be* Reiche» geharrt, bah er vom Lager Schill a * zu rückte hron möchte. Sa xtll tme vorher die Statthalter von Sachau, Vcnckand ober 2xilt So still unb ntedrrgesch'igen wir bte Vize- G>ntge von Kanton und Mukdm. Anbei* kam Tozhon-Khao zurück Starr unk unbeweglich waren leine Mi ru-n. a!3 er h na.i»trat In wach- 'ender llngebuC* hatten bk Würdenträger tm Bonaal gcüxirtet Hatten durch bte leichten Vorhänge bm 2 fing bei chln l'ch gebäh-ten Unter- red uni erhalchl. Hatten mongilllh- W)tt« auS des Kallers Mund vtrnommen. W?nlge nur unb unbnUü-f. unb bann nur noch ein leises und immer (eifere* Flüstern. (Fvtt'eyung felgt) -ochschMnachrlchten. JI Marburg. 7. Febr. ©eiten» Der phlls- kophtschen SafulxäX dec seligen UniDcrfUäl tmiröe Dem Prolefssr Kurt Herrmann In Lharldt- lenburg, Dem Dvrtämpser Der .reinen Äunft Der reinen Malerei" Die Wurde eines Ehcendok» 1 o r s t>eHieDen. — Die gleiche AuS-richicunz er- bieü seitens Der theologischen FakuUat Der Veh. Reg.-Rat 2 oHs. Naumann, bisher Rektor und Pfarrer DeS staatlichen Schwesternhauses in Al-nsdors. wegen seiner gcotzen Serbien|te um Die Lchwe s terrkin s lallen. Gerichtssaal. Offenbach, 7. Febr. (Wolft.) Der Vieh- Händler Moritz Dacharach von Seligenstadt wurde vom hiesigen Duchergericht wegen vorsätzlichen Preiswuchers zu einem Monat Gefängnis und einer Geldstrafe von 300 Mark rechtsgültig verurteilt. Vermischtes. Beendeter Eisgang auf der Slbe. Hamburg, 7. Febr. (WTD ) Rach etwa st^benwdchlger Dauer kann der Ei-gang auf der ®Ibe nunmehr als beendet betrachtet teerten. 3n Hcunburg war der Strvnrlauf der Elbe fast eisfrei, dagegen haben sich bei der letzten ©tu rmf lu t Die Eismassen in verschiedene Aamburaer Häsen hinein geschoben, so dah bte Schisse dort noch Schwierigkeiten sinden. Handel, frankfurter Börse. Frankfurt a. M. 7. Febr. Zenbeiu; Fester, aber uneinheitlich — Im Freftxrrkeyr adffte sich für einzelne Aktien gröberes Interesse, sonst blieb 614er Markt h.-ute ruh ger alS gestern Bei gröberer Nachfrage seien erwähnt Kre chgauer Maschinen, welche mit 550 bis 5Z5 gehandelt wurden Man nannte ferner Ufa 11,5, Benz 7,5, Guowag 425, Hansa Äohd 3, Kaiser Wagg")n, fest, 1,5 bis 1,4. Frankfurter Handelsbank 120. Krü- gershall 153. Kabel Rheydt 16 5, Ludwigsburger Porzellan 43 bis 5. Mez Sohne 7 Veld. Decker Stahl 12525. Decker Kohle 12.5, Rastatter Dc»g- con 113 5proz. Kriegsanleihe stellte sich aus 1323 Milliarden. Auslandsr'nten und wertbeständige 21:1.'lf)en vernachläss gt. Am Dankaktienmarkt war die Kursbewegung bd unbedeutendem Geschäft bescheiden. Semet zeigte sich einiges Interesse für Mitteldeutsche Gredi:bank und Deutsche Dank. Hapag und Norddeutscher Lloyd Ingen gut behauptet. Am 2Hontanaü«mnnrft waren vberschl.-fische Werte ber-vr-ugtcr, Caro und besonders Oberbedarf, plus 13 Billionen. Von westlichen Montcinwerlen lagen Ph inir gut behauptet. Harpener fester, Deutsch-Lu remburg schwankend. Interesse >dqte sich für Kaliwerte, ManSfelLer lebhaft. Unter den Mtfchinenaktien tendierten Karlsruher fest, Ehlingen unverändert, Daimler, QIMcrroerfc zi-mlrch fest. Don chern scheu Werten waren Badische A nl n und Grirshdm leicht ab» geschwächt. ScheideansiaU stellten sr-h etwas höher. 6Ie£trüUät»af t ien zergtcn eine uneinheitliche Tendenz. A. E. G. bei Beginn gut behauptet. Lahmerer anztehend. Vogt u. Haesfner fester. Für Tektllwerte bestand Nachfrage. Don sonstigen öoc)ialnxTten sind Ludwig GcrnS. Dyckerhoff und Wydmann, Gebr. Jungens etwas gejuchter. Jul. Sichel, Inag und Pokorny lebhafter. Zellstoff Waldhof, sowie Zellstoff Dresden und Aschaffenburg fester. Zu etwaS regeren Umsätzen kam es in Gummi Stoeckicht, bei erster N)li,z 1,75 umgefetzt. Darmstädter Motoren sehr gesucht. DerNncr Börse. I Derlin. 7. Febr. Auster der neuen 2$er- fitoung der Regierung, die zum Schutze dev jaeinaltioiiärc die Zusammenlegung von Aktien und die Denntnbertarg ihrer Zahl verbietet. lagert neue Anregung« von Bedeutung nicht vor. Das Geschäft geüauete sich daher etwa- ruhiger als gestern. Seitens des Publttums wird im Groh- und Kassa verkehr mu Käufen In vorsichtiger Weise bei Devorzugung der im Kurse niedrig stehenden Papiere fortgefahren. Di« tapitaltcästigeren Kreise wenden sich aber mehr Den schweren Papieren zu, weil hier eine Zusammenlegung am wenigsten zu erwarten ist. Seitens Der Spekulation wurden Die Kurssteigerungen Der letzten Tage teilweise zu Vewinnrealisationen benutzt, so dah die Kursbildung nicht einheitlich war. Immerhin überwogen die Äur^ftrigerungen und das Interesse für Öberschlesi'chc Montan-, Maschinenfabrik- und Waggonaltien und einige Spezialpapicre wie Humboldt-WaschinEn. Scheide- mantel, Oren ft ein u. Koppel erbielt sich, dagegen bleiben Danken- und Schiffahrtsattien vernachlässigt: auch in Chemischen und Slekrroaktien war es still. In heimischen Anleihen setzten stch Die Kurserholungei, fort. OkuSlandsrenten wenig verändert. Die zu Stnheitskursen gehandelten In- dustriepapiere erzielten zumeist weitere mähige KurSausschlägr. In der leichten Q3erfaffung deS Geldmarttes hat sich nichts geändert. Am Devisenmarkt zeigte sich stärkerer Degehr für Haupt- unD Hcbenplage, so dast die bisherigen Zuteilungen, verringert und Die Dollzuteilungen auf 30 Prozent herabgesetzt werden muhten. tDeDijenmarU Der.m—Frankfurt a. W. (Telegraphische Auszahlung.) (Cbne Gewähr.) 737’530fJ0re* 0249 M» 0f>0 03 ■ 7tOQOOC!) 1197225,(0000 1» 60 SOCOttC 857 GM tieosooaooooo 18 51,110 Di 11 19152.000000 V256 OOMK, 10473t MM 1 sieioaxuM 56 M7GOQOUM H347MUUÜV 539643000000 Ttr tm...... . . . K V.'otrtt ....... Roten ...... tzLwedttH- 'lioten ........ ßoflaiibtld»« Noten........ J><-udft Cf(ttrrH®. • 100 AroflCT ttm.)< i( 19’4M):WOOO )< 3:3'-OuüuO 10.eO? 00 i 3 ''9000000 560.2 OOGGOOO -14 3ÜG0 uO 542J520U0000 Damm: b Frbroar 7. st« rnar Vinnhctie Wrlö ftotiermia tarier Kim.icp- xdiuru-n (Sklb I t^rief Umfl-'^ott. BrN.-NiiNv. CbrifHanln. fioprnbayn etoifbotm . £c(finafor$. itmltrn. . . London.. . Neimork . . Part» ... edjiueti .. Spanten . . Äirn tn D-- Ctit.aboeiL 2 raa . . Budavekl. yuen^ttirct Bulgnriea . Japan . . thio Dt glui- Belgrad ■ >: i iodou 1578,015 ^M5eft,H55 JWo 17.'56Gyrjnrx)n(lT4i. 5WXX) ;^757KOOOOO<45 (U-^xxXxju i;-w7.w*xjw«iui w> Ul'.zU Mo 1117,787 MV M rt-OOiXXO H«7 VmMJu M': I -786Cftjtj< >k l81M,5f) Mv I«45^0 Md 11"», V Md 1077iWX>u'^ IM82 v 3 15 '.üuuüuuj ito-y TtumXju 404W*IIj41JWjUwi ®km»xn>' gooKXK 1237Hyr*XXX»Jlj4211"w*>JL H 63MUU. 14^670», l 8 ,525 1X0'1^13,475 MV .üJ8:7imuw. > 5 .^7'» 1Kb V‘ c r<0 72-Xihuva 51IZ7 *»ww 3**a» I .mW.7 »aaa» i-ioOlvKA-'A, 1 ,f> | -WMX) Qkmteele» । S6, r*> wo iTistoOixn/i «7y< ' 107,*^ Mo .>6 l-xil W*»XJ 111 :<Ö0 IHO tr-o.1«» MV 1977' bdUV» 3715.HXJUUAJ >3666 UJuuu- GuTMSyX) i i37*Hnr> •>/) I4763>>nv l 9 >/XX) Md .nt7i'*x>M/ ' b r'73'lNo 5U.10*aXXa, 15-0,376 Md 1744.1 OXXjOO 5704?2r/)u000 ii9i ;-»owji) I I-'.77 , MV >uu7>745A) 11,6 4^.>^,'Md n«»J5iMX>JW 40 7'*/JÜUU >4io5Ü(AJUUUU 6045HJOO ;24znn4a>jU i 6 2 • jJ T'r1*’ Der Gianb der Neichsbank Mitte Januar. Wie der AuSweiS der Reichsbank vom 15. Januar ergibt, hat der Danknotenum- l a u f in der zweiten Januarwoche eine weitere S.ntung um 12,3 auf 478,7 Trillionen Mark erfahren. Den fremden Geldern Der Dank flössen während Der gleichen Zeil 95.9 Trillionen Mark neu zu, Darunter 79.6 durch wachsende Zugänge im Re stonmarkgirvverkehr. Die täglich fälligen Verbindlichkeiten im Rentenmarkgirover- kchr fliegen demgemäst auf 251,9 Millionen Ren- tenmart im Papiermarkg roverkehr auf 433,7 Trillionen 22lart Insgesamt stelltm sich drr fremdem Guthaben am 15. Januar auf 685,7 Trlllio- nen □Bart. Auf der LktftLett» nahmen die TuÄct5ungert von Aentenmark weiter zu. Das Portescuille an Rentenmartwechseln wuchs um 114J auf 186. das Rentenraarllombardkoato um 17,8 auf 1814 Millionen Rc,ucnmart 3m Par i rmartkreditGeschäft erhöhten sich diesmal die Wechselbestände um 10,6 auf 294,8 Trillionen Mart, während die Lombardforderungen um 8,2 auf 142,3 Trillionen Mart abnahmen. 3m ganzen trat in der ztr^- t.agenDen Kapitalanlage der Dank ei« Vermehrung um 1343 auf 833 Trillionen ein. I:n Zulainm- hana mit der De ri.b gung der enpähaten verfl arlten Ren tenmarl- o treditansprüche von privater Seite ging Der Bestand der Dank an Rentenbanksch?inen um 33L auf 1423 Millionen Renten mark zurück. Ti ? A^sl iHungen Der Darlehnskasfen deS Reichen Ll.gen in der Berichtswoche um 0,3 auf 9,7 Tr l tonen Mark. Die SeflänDc Der Dank an DarlehnslassenschLraen hoben sich entsprechend. fBürfteturft. Irtanffurt i TU Damm: IWo ezu 440 670 1M3 »,6 n,e a.75 38,1 a.76 73 CT3 Ml 645 41 7 14,71 ’M* 6.75 ».75 Märkte Pr>- DuftcnmarM war bei wenig veränderten Preisen »5 1046 15.5 »,75 16,1 H.S IM 1150 465 876 ICO 160 600 19,88 16,17 »I 0300 9 ».» a.5 21 47 10,13 10 18.7 16 2613 55 56,75 57,75 63 t)l®lbfnbenpapleTt ■. omsI. Anleihen In Billionen prvj. di« |«ft verzinst. 6eut|il>.UnL In den projem. 22.4 27,26 (1.5 67,5 83,5 26,5 42.5 77 33 46,75 51 »8,5 26, 5 25,25 23 74 77.63 44,61 65,5 «Ml 88,75 6 <6 6 87 20 4.<- 4.5 0,775 0,8)0 | 1t 61 M 18.13 16 18,6 4^5 50 21 a.5 1300 450 75) 85j dchiui, kl..» i ftn-t 26 45.5 66 69,25 £0.75 28 42.5 28,25 38.5 47,5 48 1b,6 16,75 31 15.« 28.5 6 II M «.r 0,775 0,950 1».5 48,25 M.28 76 8 a.s 3,75 a.5 6,5 11,75 28« £8,25 24 6 53.63 17 27,5 », 5 16.6 28,5 6 55 »2,5 » Berttn L»luh- 6» » 1 M'lT-5 4U0 850 18.75 40 8,25 29 6 io,rs 14 Gberain sche Werte fltbta . . Rngfo Toni.-rtoauo ..... Badische -tutltn 6'oibf.t-miöt.......... Vriesdrimer Electron .... f>6d)fkr Farbwert« . . ... poliuf loblnno ........ Mutaerlwert« . . Lcheideanslalr ..... flfia EletkrUt'LlA^kaschott Brraina'in . . ...... "liniurruftrotrtt........ Cthuiftrl . . SiemenO 1 OdlSft . . . . . Hbkrteerfe ffirtNt ...... Daimler -J'/oiorea. ...... Berliner Produktenborfe. Derlin. Z. Febr. DaS Geschäft am ^ranffurttr Armaturen - . Metallaelelllchafi #«enffwn C ntjlübrit Hcrz...... eichet ........... AfUfioff Vatddot...... >fu(trrrnbrif Fronkenthol . rtudrrfnbr'f h*nobaufel ■ Per. Unton Nonserveufadrit Braun . . Inag............ »h Deni'S,, Re,ch4onieUn «•/. Deutsch, Slclchlanleib« 8'^*'- Deutsche Rich au leih« Ti- Deuk^chc Reich-rnletde Dell'lche öoarpramienanUttz« Ti, Prruhllchc Seide 16 . . T e wVll........... • */»*/. Hetzen TI. Hetze,........... Ti» Honiurfra ....... Tt» Solbnitrifaatr...... Berliner Haudel-qeletzschaN Som merz und Privat Bonk Darmtz und 9ia t«u«Ibaaf Deut'chc Baut DlU'lche Berrinsdank . . . Ttsccuto Conuuandtt . . . MetaUbank...... . . Mtiieldkiit'chk Lreditbank Letze reichtlche Lrcvuaustall Westdank Bochumer <3a| ... ... B der t Saro . . L euisch Snrembarg ..... Aellenkircheii. e frrgtocrfl . Harpener Bcrgdmi...... Aaltwerke AschrrSlebon. . . . Äolhwrf Öefkr«e Mischung habe nur die übl che Nichteinmischung in fremde "Angel: gen Hellen im Auge. Die Engländer erfTärten die Ancrt.-nnung für rückhaltlos Auf beiden Seiten sei Der beste Wille vorhanden. Rustland stimme Der Behandlung der Schuldenfrage nur unter Der Bedingung der ®e- Senfeitigtelt und der Gen-ährung von Ä reit e n *u Hinsichtlich eine» Kompromisse» äuherte sich Tschitscherin optimistisch Behördliche Anzeigen Bekannimachung. Nach dem Gesetz vom 17. Januar 1924 über eine auherordentliche Steuer vom Gebäudebesitz ist von dem Grundvermögen, bas bisher dem niedrigen Grund.Steuersatz unterlag (in der Hauptsache Gebäude, auch Grab- und (Brasgäiten und Bauplätze), eine einmalige auherordenlliche Staats- (teuer zu entrichten. Der Stcuerweri dieses Vermögens ist auf der Rückseite des Anforderungszettels über vorläufige staatliche! Grund- und Gewerbesteuer für dos Rech-1 uungsjahr 1923 unter Buchstabe a Ziffer 1 | eingetragen. Die auherordentliche Steuer beträgt von je 100 Mk. IDert dieses Vermögens 15 Goldp ennige. Für die Umrechnung dieser Goldschuld in Papier-1 mark gilt der für den lag der Zahlung jeweils bekanntgcmachte Goldumrechnungs» sah für Reichssteuern. Beispiel: Der Steuer- wert sei 37 600 Mk.,- die Steuer beträgt 56,40 Goldmork oder z. Zt. 56 Billionen 400 Milliarden Papiermark. Steuerbescheide werden nicht ausgefertigt, jedoch sollen den Pflichtigen Kurte Benach- richtungen zugehen. Zahlung ist ohne weitere Hufforbcrung spätestens am 18. Februar 1924 an die zuständige Finanz, kaffe oder Untererhcbeftelle zu leisten, auch dann, wenn die erwähnte Denach- rlcht'gung einem Steuerpflichtigen nicht zugegangen sein sollte. 3m Falle des Iahlungs» netiugs must die Beitreibung eingeleitet werden, aufoerbem sind Zuschläge in Höhe von 5 v. H des Rückstandes für jeden auf den Zeitpunkt der Fälligkeit folgenden angefangenen Halden Monat zu entrichten. Da Steuerwerk und Steuerpflicht fest- stehen, so sind Rechtsmittel dagegen nicht gegeben. Einwendungen gegen die Berech. nung der Steuer sind an das zuständige Finanzamt zu richten. Die Steuerpflichtigen (Hauseigentümer ufw.) sind berechtigt, von den Rutzungs« berechtigten des dieser Steuer unterworfenen Grundvermögens ('Dieter ufw.) Ersatz dieser Steuer nach d m Verhältnis der Mictweite zu verlangen. Aus Antrag, der an das zuständige Finanzamt zu richten ist, wird der SteucrantcU erlassen, wenn der Rutzungs- derechigte bereits vor dem 15. Januar 1924 eine Unterstützung der nachstehenden Arien bezogen hat und noch bezieht: 1. Unterstützung für Sozialrentner, die nach dem Gesetz über Notstandsmohnahmen zur Unterstützung von Rentenempfängern der Invaliden- und Ange, stellten Versicherung in der Faffung vorn 29. Juli 1922 Unterstützung beziehen. 2. Unterstützung ans der Kleinrentner» fürlorge. 3. TrwerbslosenunterstÜtzung. 4. Wohlfahrtsunterstützung. Sofern hiernach ein Steuerpflichtiger An- fpruch auf gänzlichen ober teilweisen Erlöst der Steuer hat, bleibt ihm anheimgestellt, nur den übrigen Teil der Steuer zu ent- richten, und entweder schon vorher oder spätestens am Fällidkeitstage den Erlast- < ontraa nebst Derteilungsberechnung und! Beweisstücken ($e|d)einiqungen der zuständigen Behörden über den Empfang von Unterstützungen vorstehender Art) bei dem Finanzamt einzureichen. 3n Höhe des beantragten Erlaffes soll di>' Steuer einstweilen als zinslos gestundet gelten. Das Finanzamt kann dem Erlastantrag stillschweigend stattgeben. Lehnt es Öen beantragten Erlaß jedoch ganz oder teilweise ab, so wird der hienach rückständig gebliebene Betrag nebst Kosten und Verzugszuschlägen vom 19. Fe-1 bruar 1924 ab bdgetrieben. Darmstadt, den 25. Januar 1924. Hessisches Ministerium der Finanzen. ____________Henrich.________6318 Bckanntmarstung bett Festsetzung desWeries derSachbezüge Mll Rücksicht auf Den wetteren Rück- aang Der Preise ist der Wert der Sachbezüge ab 1. 2. 1924 neu festgesetzt worden. Wir verweisen auf Die Bekanntmachung an Den Anschlagtafeln. 812b Giehen. Den 6. Februar 1924. Versicherung »amt Der Stadt Dietzen. _____________Dr. Frey._____________ Jagdverpachtung. Mittwoch, Den 13. Februar D. Is., nachmittags 2 , UOr, soll die hiesige Gemeindejagd, ca 170Hettar grvst, davon : ca. 48 Hektar Wald, auf 6 Jahre ver- ' pachtet werden. Der Jagdbezirk ist von Der Bahnstation Allendors an Der Lumda 2 Kilometer entfernt Elimbach, Den 5. Februar 1924. Hefsifche Bürgermeisterei Elimbach Stein. 780D Bekannimachung. 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute eingetragen: Die Firma Zvh F'scher, siohlenhandelsgeiellschaft mit beschränkter Haftung in Gi'hen. Gegenstand des Unter» nehmens ist a) die Fortsetzung des unter der Firma Zoh. Fischer, Gietzen, betriebenen Kohlenhandelsgeichäftes; b) der Handel mit Brennstoffen und anderen Waren- c) Erwerb und Beteiligung an anderen Unternehmungen. Das Stammkapital beträgt 30000 Goldmark. Aus das Stammhap tal werden von der Gesellschaft folgende Vermögens- gegenstände in Anrechnung auf die Stamm- einlagen übernommen: Adolf Fischer bringt in die Gesellschaft das unter der Firma Zoh. Fifcher in Giefien betrieben? Kohlen- Handelsgeschäft einschliehlich des Inventars zum Werl von 6000 Goidmark ein. Der Rest Der Stammeinlage wird in bar beglichen. Die Firma Giehener Kohlenhandel G. m. b. H. bringt in die Gesellschaft das unter ihrem Namen inGietzen betriebene Kohlenhandels- geschäst einschließlich des Inventars zum Wert von 5000 Goldmark ein. Der Rest der Stammeinlage wird in bar beglichen. Beide eingebrachten Handelsgeschäfte gehen mit dem I. Januar 1924 für Rechnung der Geselllchaft. Alle Kreditoren und "Debitoren werde» für Rechnung der früheren Geschäfte abaered)net Die Vorräte werden per 2. Januar 1924 zu den Preisen dieses Tags in bar übernommen. Geschäftsführer sind Adolf Fischer in Bietzen und Wilhelm Sengenberger in Cassel Der Gesellschafts- vertrag ist am 2. und 17. Januar 1924 fest- gestellt. Die Gesellschaft wird durch 2 oder mehrere Geschastsführer verwaltet und Der- treten Die Geschäftsführung zeichnet für die Gesellschaft in der Weise, datz der getriebenen, gestempelten oder gedruckten Firma der Geselllchaft die Unterschrift der Geschäftsführung hinzugesetzt wird. Ieich. nungen für die Firma txbürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschrift zwe er Geschäfts- führet oder eines Geschäftsführers und eines Prokuristen. 774B Dietzen, den 2. Februar 1924. ___________Heififches Amtsgericht. Bekanntmachung. Beim ©taDtbauauit liegen Die Unterlagen für Grd- und Maurerarbeiten offen. Näheres siehe Anschlagkästen. Verdi ngungstermin Mittwoch, den 13 d». Mts. vormittags 11 Uhr. 8148 Gietzen, den 7. 5ri*ntar 1924. CtaDtbauamt Dietzen, Braubach. WMWeille!gerW. Montag, den 11. Februar, nachmittag« 2 Uhr, werden zirka 56 Haufen Abfallholz (Reisig und Knüppel) an der Rodheimer Str atze am Fürst enbrunnen, in der Garienstratze, In der Devrg-Philipp- Gailstratze, und am Obstbaumstuck meistbietend versteigert. Die Zusammenkunft findet um 2 Uhr am Schlackthos statt. 813B Giefien, den 5. Februar 1924 DerOberbürgerm rister I V.:Or Rosenberg. Holzfnbniifsion. Die Gemeinde Londorf verkauft im Wege schriftlichen Angebots das auf der Äbtriebsfläche im Distrikt Rückenstall 0og. Drotbach,' . Stunde vom Bahnhof entfernt) angefallene Fichten Stammholz und zwar: 1 Stamm 2. Klaffe = 3,14 Fest Meter 22 Stämme 3. , — 45,10 29 4 , — 35,61 19 , 5a , ss 14,53 1 Stamm bi , 0,54 , Angebote in Goldmark sind mit der Aufschrift „Holzsubmission- bis spätestens Donnerstag, den 14. ös Mts.«nachmittags 3', Uhr bei unteizeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Derkaufsdedingungen ein» gesehen werden können Iuschlagsfrist b Tage. Londorf, den 7. Februar 1924 819D Bürgermeisterei Londorf, A u m a n n. ßro^rrvloidenanfimj nur einige Tage, zahle ich. da dringend Beda^i, infohie eine» Abickluffes» febr Hobe Prelle sllr ^ZeikweiN' tHotniciii' nab Hoaunfflrtirbcn. alle cindeien Sor en Flalchen fnuft tch. auch 4'eftfUinmen nehme entgegen. Rnr Siiskind Neuenweg 29 Sein Laden: 8J4D Zelcpbon 1517. Samstag am Spritzenhaus auf dem Wochenmarkt ***** Grüne Heringe \ KA Hchellsifche. Goldbarich. ttabllau und Seelachs im Ausschnitt billigst. Bücklinge Orangen, Wcinttonben sowie sämtliche Sud frischte billi .ft Garant, irische Landeier n Stück 1,90 Wart. 2L Diesenbech, Neustadt 15. ZirkusMalve Giehen, in b«r Turnhalle Hente Freitag abend 8'/. libr: 01»® Prunk-Eröffnung DieTurnhalletstgutgeheizt k Damenfrisieren, Shampoonieren sowie elektr. Vibrat-Massage und Maniküre empfiehlt ** Bernh. Dosch Herr«»- ul Dimen-A Friienrgete^iti k SFeeen Hine 11 ELcko Weiden«anee/v^ Parfümerie und Toiletteartikel Achtung! Jede Hausfrau spart garantiert „tee 30% an Gas mit Pkßll-kassMpsiilrlitkil Näheres CuDmig,trabe 6 p. Laden auch kleinerer in Gießen, Butzbach, Wetzlar od. Braunfels baldigst gesucht. Schrift!. Angebole unter 012849 an den Siebener Anzeiger erbeten.