* W4 rle. y^in^ajibd %!: ®Ä& °wen 21—?9 $ü*5 Xte sche- Der! fcfald» K« 3M* tKiieei dkm 1530 Mg und Her, te. um fD eint 'Krer Literatur f Mähwerk am 2ndernum1 m Titel nSaj Achtung" dem- .ber Twrnvatt t eine Jufgafe ie ist das um so ü gtzebrn axtb, « der Qualität rutschen Autoren und „Der ?ie Deltlitaahir zu En inte 3ad Molt Martin Btxf, 0. T. De- tvährle.stea daS esten Sinne des fen. .DteVwßr kas" für 50 W. Ziger Bestags- cher & Fürsten, IW chten. er. Dvrabd. 4.45, ibbatfeier, 8. Aov. 8.30, nachm. 3.30 iesdienst morgens IM» iniliin- ! Man- ' ca einstes M.0.66 „0.8 oh „ 0J0 „ 0.19 0.11 032 M aus jeder Verte Kenes SÄS5S M Meli 1 n, berücksichtig«- :hr durch de> AL ii« ** te fcaSt » 1L to'Äw* -jps* (ÄÄJ v^"c' , _ 5*ti «* ® tonnte J“ r>^ grftrf, gor* >en uinlo^ ije.1 De'v Er? SS nr. 263 Erstes Erscheint täglich, außer Somu und Feiertag». Beilagen: © tefeen er Je mi li en b Ifi ft et Heimat im Bild. ®onats«Be$efliprets: 2 Goldmark u. 20 Bold- pfennig für Trägerlohn, auch bei Mchterfcheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fer nspr ech'Anschlüsfe: Schriftleitung 112, Derlag undBejchästsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: »njeloer-leße«. pollfchecklonto: granffurt a. M. 116««. Blatt 174. Jahrgang gttttag, 7. llovember GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick nn6 Verlag: vrShl'sch« Universitälr-Vlich- and Steintnidtrei n. Lange In «letzen. Schrlstlettung «nd SeschSstrltelle: SchnNNatz« 7. iBMtM *M &NjC>vigen Fall und teilen mit, dah De nunziati onen ohne irgendwelche genaue Arg 'den die H a u p t st ü tz - punkte der Anklage waren. Die Zeugen wühlen von nichts, die einzige Grundlage der Anklage — wohlverstanden der Verurteilung in erster Instanz — tixv Etappenge chwäh, das unmittelbar nach dem Kriege von Gendarmen ausgeschrieben und im Jnstanzenzuge wci:ergegeben worden war. Oder ein anderes Bei Piel. Der deutsche General v o n Z w e h l ist vor einem Jahr vom Kriegsgericht in Amiens zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden, weil er angeblich ein Dchloh in Monthenault geplündert haben soll, und zwar im Jahre 1918. Das deutsche Reichsgericht hat im März ds. Js. den General freigesprochen, well nicht die geringsten Anhaltspunkte für die Anschuldigungen gegeben seien. Dor fast einem halben Jahr hat General v. Zwehl dem französischen Botschafter in Berlin davon Mitteilung gemacht mit dem Hinzusügen, dah er seit 1915 injenerGegend überhau pl nicht mehr gewesen sei. dah also die Anschuldigung jeder Grundlage entbehre. Die frattzösische Botschaft hat sich nicht gerührt . . . Das find doch Dinge, die von der deutschen Regierung einmal zur Sprache gebracht werden mühten, ebenso, wie hervorgehvben zu werden verdient, dah die sozusagen „ritterliche' Nation einem deutschen Offiziec die Einreiseerlaubnis gewährt, Somit er das Grab seines Särwiegervaters besuchen faim und ihn dann auf dem Bahnhof verhaftet, obwohl sie es niemals für nötig gehalten hat, ihn von der Tatsache seiner Dcru'teilung in Kenntnis zu setzen. Den christlichen Allerieärntag zu einer Zuchthausfalle auszubauen, das ist eine Leistung, auf die Frankreich wirklich stolz sein kann. General von Nathusius über seine Verhaftung. Paris, 7. Nov. (Sil.) Einige Pariser Morgenblätter bring m Äeuherungen d^S Ge 's- rals von Nathusius, der bekanntlich am Mittwoch abend in die Liller Arrestanstalt überführt wurde, in z. T. phantastisch aufgemacht m Berichten. Zu einem der beiden Polizei-Inspektoren, die ihn in Metz abholten, soll Gen.-wai von Nathusius dem „Petit Parisien" zufolge gesagt haben: „Ich bin das Opfer eines Versehens und darf versichern, dah ich mir nie- mass das Vergehen zuschulden kommen l eh, welches man mir zur Last legen will Mein? Unschuld wird sich übrigens sehr bald Herausstellen, und ich H f e, die Me nigen bild wieder?,, s.Heu." „COeubrc“, das einen Sondm:bericht rstat.e- nach Lille entsandt hatte, meldtt folge.rdeS: v. Nathusius ist in einer besonderen Zelle untergebracht, die für ihn eigrns instandges ht wurde. Das Esten wird ihm aus einem nah l egenden Restaurant besorgt, v. Nathusius scheint keineswegs niedergeschlagen zu sein. Zu dem französischen Beamtm, der ihn nach Waffen durchsuchte, äußerte v Nathus us dah er keine bei sich führe und ihm dec Gedanke an Selbstmord völlig fern li*ge „Ich bin noch zu jung dazu", habe der deutsche General h'nzu- gefügt. Seinerseits habe der deutsch» Botschaft^-, rat v. Rintelen, der Mittwoch abend in Lille eingefroren ist, eine Erklärung abgegeben, in der cs heitzt, dah lerne Aufgabe darin befiel dem General zur Seite zu stehen und die nötigeZ Entlastungszeugen au-fimdig zu machen Ge tern abend erhielt v. Rintelen die offizielle Genchmt- gung deS Quai d'Orsay. Einsicht in die Akt n des Generals v. NathuftuS zu nehmen Der Bot Ichaftsrat stattete einem der Verteidiger des Generals, Lasa pelle, einen Besuch ab Ile er die stattgefundene Unterredung wird strengstes Stillschweigen gewahrt. Die Vorgänge in Forbach. Berlin, 6 Nov (TU.) Zur Verhaftung des Generals v. NathusiuS werden aus einem Briefe der Gattin des Verhafteten an ihren Schwiegersohn noch folgen? - Einzelheit - bekannt: Als der General in Forbach ankam und dort seine Pässe vorzeigte, wurde er sofort verhaftet. Der General war ganz ruhig. Er wurde korrekt behandelt. In Forbach durfte er in einem Gasthaus übernachten, wurde aber von Detektiven überwacht, die er selbst bezahlen muhte. Am darauffolgenden Tage wurde der General nach Metz g bracht. Durch die Stadt begleiteten ihn 6 Detektive und eine militärische Abteilung Di? Gattin Generals trennte s ch von ihrem Manne am Gefängnis, wo der Verhaftete von einer Abteilung Marokkaner überwacht wurde. Jeder Verkehr mit ihm ist abg^lchnitten. solange er fich in Untersuchungshaft b f: dct. Die Aufenthaltserlaubnis für Lothringen w re zurückgezogen, und so muhte die Gattin des Generals die Stadt am nächsten Tage verlassen. Sie hat sich gleich an den deutschen Botschafter in Paris und an das Austoärtigc Amt in Berlin gewandt Wie die TU. erf ihrt, ist der deutsche Botschafter in Paris jetievn beauftragt worden, die Freilassung des Generals zu verlangen Wieder ein französisches KriegsgerichtsurteU. Paris, 7. Nov. (T. U.) Der 36jährige Gl» sässer Peter Lehmann wurde gestern nach mehrstündiger Verhandlung vom age i. Regierung käme von „ regtet ‘ und regieren keihe, nicht andere Leute um Er'»»ibnis s agen, londcrn das tun, was man für gut hält und die Derantwortung vor dem Volt zu üb?rneh:nen. Der Minister drückte w:i er fein Be nemden über die Ausführungen des Reich?ra ikprä ide-tten Dr. Schacht in Seffoai aus. Nach Herrn Schicht feien all: Erfolg: durch die Demokrsten erziel', werden und e. übersete Demokratie in demokiatische Partei. Es gäbe kein: dem:km- mische und auch leine konserv-tive A. henpolitik. sondern rur ein? Auhenpolitik, die sich bemüht, Ben Leb:nsnotw:ndigkeiren des deutschen Volkes *ierech'. zu werden. Mit der Politik einer bedingungslosen Einnahme de'ten. w.>s der ls Deutscher das deutsche Recht vertrete. Wenn man der Linken gefolgt wäre und b e - ^ingungslos in den Völkerbund einte treten wäre, dann wären wir wahrscheinlich fcn;te auf dem ..Armensünderbänkchen" und fein Mensch hätte sich für uns gerührt. Wir wollen iur d) die Mitteltür und nicht durch eine Seitentür in den Völkerbund. Die Deutlchnatio- nalen hätten für die Gutachtengesetze gestimmt. Der Staat tue gut, eine solche Partei nicht von der Mitarbeit auszuschliehen. Bedauerlich sei es, dah das Stichwort dazu gegen den Eintritt der Deutschnationalen in die Regierung von der Berliner Presse gegeben worden fei. Man sagt, die Republik fei bedroht. Er wisse nicht, wodurch sie bedroht fei. Er sei der Meinung, dah wir vorläufig auf unabsehbare Zeit auf dem Boden der Republik stehen würden. Eine solche Politik müsse gemacht werden, weil man die Konsolidierung nicht durch einen Bürgerkrieg erschüttern wolle. Der Eintritt der Deutschnationalen in die Regierung wäre ein Triumph für den gegenwärtigen Staat gewesen, beim dann hätten fich auch die Deutschnationalen auf den Boden dieser Verfassung gesteNt. Herr Koch habe ihm Grundsatzlosigkeit vorgeworfen, deshalb möchte er darauf Hinweisen, dah auch die Minister Hamm und Gehler sich verständigend für die H i n e i n n a h m e der D e u t s ch- nationalen in die Regierrmg ausgesprochen hätten. Cs liege im Interesse des Staates, wenn alle verständigen Elemente im Staate Mitarbeiten, deshalb wünsche er. dah die extremen Elemente der Rechts- und Linksparteien bei den Reichstagswahlen am meisten geschwächt würden. Die Neichstagskcndidaten des hessischen Zentrums. Darmstadt, 6. Nov. lEig. Der.) Der Landesausschuh der Zentrumspartei stellte fol» genbe Kandidaten für die Reichsliste des Zentrums auf: Rechtsanwalt 2 o ck i u s - Mainz, Regierungsrat Knoll - Darmstadt, Landwirt Möbs - Niedermörlen, Frau H a 11 e m e r, Malermeister Scherer- Worms, Eisenbahn- inspektor S ch r e b - Bischofsheim. Die deutschen Handelsvertags- verhandlungen mit Italien. Berlin, 7. Nov. (SIL) Halbamtlich wird gemeldet, dah auf deutscher Seite die Vorbereitung zu den deutlch-italienischen Handelsvertrcrgs- verbandlungen in vollem Gange sind. Die deutsche Regierung hat sich mit den Jnter- esfentenkreisen in Verbindung gesetzt. um die nötigen Unterlagen für die einzelnen Wünsche zu erhalten. Die Prüfung der Zusammenstellung dieser Wünsche liegt in der Hand des Reichswirtschaftsministeriums und des Reichsernä h rungs Ministeriums. Das neue englische Kabinett. Chamberlain, Austenminister. — Cnrchill, Schatzkanzler. London, 7. Rvd. (Sil.) Stanley Baldwin hat heute dem König die neue Ministerliste vorgelegt, die boin König bestätigt wurde. Außenminister und Präsident des Unterhauses ist Auston Chamberlain. Lord Curzon wird Lvrdpräsident de8 Geheimen Rates und Führer des Oberhauses. Ferner wurden erannt: Lord Birkenhead zum Staatssekretär für Indien, Lord Cave zum Lordkanzler, Sir Mil'iam I o n« fort H ick s zum Innenminister, und A m e r h zum Kolonialminister. Winston Churchill wird Schahkanzler. Lord-E'egelbcwahrer: Marquis von Salisbury, Krieg: Sir Laming W ort hin g- ton Evans, Luftverkehr: Sir Samuel Hoare, Admiralität: W. C. Bridgeman Handel: Sir Philipp Lloyd Grrame, Gesundheit: Neville Chamberlain, Landwrrt^chast und Fischerei: Edward Wood, Schottland: Sir John Gil- m o u t, Erzichungswesen: Lord Rustaca Percy, Generalstaat anwalt: Sir Douglas H o g g. Des neue englische Parlament tritt am 25. November erstmalig zusammen, um die Vorsitzenden zu wählen und die Eidesleistungen dsr- zunehmen. Die feierliche Eröffnung erfolgt am 2. Dezember. In hiesigen politischen Kreisen hat die E r - nennung Chamberlains zum Außenminister allgemein befriedigt. Man erwartet von ihm, dah er die britische Auhenpolitik wied-rr in ein ruhigeres Fahrwasser zurückführen wird. Seine gleichzeitige Ernennung zum Führer des Unterhauses vedeui t die Fortsetzung des von Lloyd George eingestrhrten Grundsatzes der Tren» nung des Postens von dem dem Premierministers. Die Erkennung Churchills wird als Sensatron aufgefaht. Sie wäre der Versuch auch die Liberalen zur Mitarbeit heran^uztehen. Da Churchill einer der überzeugtesten Anhänger des Freihandelslystems ist. kann angenommen werden. dah kein Haushvlt durchz: ahrt wird, der auch nur im geringsten das Reichsbevorzugungs- system begünstigt. Lord Birkenhead ist als Gegner der gewaltsamen Unterdrückung der Nationalihen Indiens bekannt. Dah Sir Robert Hörne übergangen wurde, wird als Beleidigung des Staatsmannes angesehen, der eines der fähigsten und einkluhreichsten Mitglieder der Konservativen Partei ist. Es war zu erwarten, dah er in Baldwins Kabinett den Posten eines Lord-Schatzkanzlers erhalten würde. Baldwin trug ihm den Posten des Arbeitsministers an, den Horne zurückwies. Baldwin verschärfte die Kränkung, indem er das Arbe. minifierium Stessen Maitland, einem durchaus mittelmähigen Politiker, übertrug. Das neue Kabinett Loolidge. Das Programm des weiften Hauses. Neu York, 6. Nov. (Kabeldienst der TU.) Die gesamte republikanische Pres e hat einen scharfen Kampf gegen Lafollettr eröffrci. Cool!' ge hat in einer Erklärung zum erstenmal die Auhmipolitik gestreift, indem er erklärte, die Mach'. Amerikas müsse dazu benutzt werden, bedrängten Völkern zu helfen und die friedlichen Begehungen zwischen allen Völkern wiederherzuste'.len Der Erfolg Coolidges ist hcriptfächlich eine Folgedes wirtschaftlichen Aufschwungs, den die Vereinigten Staaten unter txm Nepal ifa ein nach der Not der Nachkriegszeit nahmen. Alle Deutschen verliehen im letzten Augenblick Lafollette da sie befürchteten, eine Verschleppung der Kvn« grchwahlen durch ein totes Rennen könne Geschäftsunsicherheit zur Folge haben. Gestern ist den Pressevertretern amtlich das Programm des Weihen Hauses mitgeteilt worden. Dieses Programm umfaßt fol- genoe Punkte: 1 Starkes Eintreten Amerikas für den internationalen SchiedsgerichtSgedarcken. 2 Fortführung des Abrüstungsg' dankenS. 3 . Keine Streichung der Kriegsschulden der Alliierten. 4 Kein Nachlassen der Verpflichtungen ausländischer Schuldner gegenüber Amerika. 5 . Mitwirkung am Wiederaufbau Deutschlands. Präsident Coolidge werde 5 Kabinettsmit- glieder, die et seinerzeit von Harding übernahm, infolge seines überwältigenden Sieges ersehen, da nach dem Wahlresultat die Republikaner das Repräsentantenhaus und den Senat kontrollieren würden. Coolidge wird Mellon, Hughes, Hoover, Stone bitten, im neuen Kabinett zu bleiben. Der Leiter der Post, Wilbur, der Arbeitssekretär New und Davis, der Innenminister, werden wahrscheinlich zurücktreten. Das neueste Wahlergebnis aus Amerika. Neu York 7. Nov. lKa el ienst der TU.) Nach den letzten Zählungen entfallen auf Coolidge 13 303118 Tawes 7 976 959 Lafollette 3847 959 5te Zahl Der Wahlmännerstimmen beträgt nach den neuesten Feststellungen: Coolidge 379 Lawes 139 Lafollette 13. 3m Sena t erhielten die Republikaner 50, die Demokraten 41 und die Farmer 2 Mandate. Liese Mehrheit der Republikaner ist aber nur nominell. Ins Repräsentantenhaus sind 241 Republikaner, 190 Demokraten und 16 Radikale gewählt worden. Eine Partei Millerand. Scharfe Kampfstellung gegen Herriot Paris 6. Rov. (WB.) Hier wurde eine Qta» tional-Repriollkanische Liga geg undet, deren Vorsitzender der ehemalige Präsident der Republik, M i l l e r a n d, ist und deren Vorstand angehören die ehemaligen Minister Francois M a r s a l, dann Le Trvquer, Maginot, Louis Marin, R e i b e l. 3n dem Programm der neuen Partei heiht es: Das Ruhr gebiet, das nur nach Mahgabe der deutschen Zahlungen hätte geräumt werden sollen, sei auf der Londoner Konferenz «rifgegeben worden. Alle Trümpfe, dieFran^ reich in der Hand gehabt habe, seien verkauft worden. Frankreich besitze keine Pfänder mehr, um feine Forderungen zu garantieren, und dabei vermisse man noch das Versprechen der Regelung der interalliierten Schulden. Die jetzige Regierung sei gezwungen, den Forderungen der Sozialisten zu folgen. 3n jedem neuen Tage beuge man sich immer mehr den Bedrohungen der revolutionären Elemente. Die Rational-Republikanische Liga wolle einen Frieden, der nicht nur auf Hoffnungen und Illusionen, sondern auf wirklichenGarantien aufgerichtet sei. Man wünsche die Stärkung des Völkerbundes, aber man dürfe den Blick für die Realitäten nicht verlieren. Die Republik könne nicht das Monopol einer Partei fein; sie müsse allen Bürgern offen stehen, die die Gesetze respektieren wollten. Für diese Republik fordere man die Franzosen zu einem Kampfe gegen die Demagogie, die Revolution und die Anarchie auf. Herriot und der Vatikan. Paris, 7. Rov. (WTB. Funkspruch.) Rach dem „Matin" hat sich der päpstliche Runtius Ceretti durch folgende Stelle in der von dem Kultusminister Francois Albert gegen die klerikalen -Uebergrif.e gerichteten Rede verletzt gefühlt: „Wir haben die sonderbare äüebeiraschung erlebt, zu sehen, wie der Vertretereiner ausländischenMachtaus der gewohnten Reserve herausge- treten ist indem er am Katholischen Institut das Wort ergriffen hat." Der Direktor der politischen Abteilung am Quai d'Orsay, Laroche, hat sich zu dem Runtius begeben und ihm dargelegt, daß die in der Ansprache des Kultusministers enhaltene Anspielung auf eine frühere Rede des Monsignore Ceretti nicht als eine Auslassung gegen einen diplomatischen Agenten zu verstehen sei. Zudem habe der Runtius nicht in seiner Eigenschaft als Vertreter des päpstlichen Stuhls, sondern als r e l i - giöserRednerzu Gläubigen gesprochen. Die französische Regierung bedauert, dah Monsignore Ceretti sich von der Ansprache des Kultusministers getroffen fühlte. Der Runtius hatte bar- duf eine Unterredung mit Herriot. Wie am Quai d'Orsey erklärt wird, kann der Zwischenfall als erledigt gelten. Wie der „Matin" erfährt, beabsichtigt die französische Regierung nicht, die Beziehungen zum Vatikan völlig abzubrechen. Die französische Regierung wird voraussichtlich nach dem Vorbild Amerikas einen Beobachter nach dem Vatikan entsenden. Aus den Geheimakten von Versailles. Die Militärkontroüe. Der „Hann. Kurier" b.fastt sich in seinen Veröffentlichungen aus den Geheimakten der Versailler Friedenskonferenz mit der Militärkontrolle, 'welche der deutschen Heeresverwaltung untersagt hat, irgendeine Bestellung von Kriegsmaterial vorzunehmen, ohne dah sie sie vorher den Verbündeten Regierungen mitgeteilt habe und die Bestellung von den Alliierten gutgeheihen worden sei. 3n der Sitzung des Obersten Kriegsrates vom 17. März 1919 stand dieser Entwurf zur Beratung. Präsident Wilson sagte: „Das wird nicht der Friede sein, was wir da schufen, sondern das würde eine bewaffnete Gewaltherrschaft der Alliierten sein und meine Regierung wird niemals zustimmen können, eine Abmachung dieser Art anzunehmen. 3ch selbst würde, wenn ich es annähme, meine Befugnisse, wie sie in der Verfassung der Vereinigten Staaten festgelegt sind, überschreiten. Rach ihm ergriff Lloyd George das Wort und sagte, dah diese Bestimmung eine Klausel sei, die eine ewige Quelle der Unruhe sein werde und eine Erniedrigung für alle Länder. Sie würde uns andererseits nicht die Sicherheit geben, die wir wünschen. Rach meiner Lleber- zeugung bildet diese Bestimmung eine sozusagen dauernde Beleidigung und erfüllt andererseits den Zweck, den wir uns vorgesetzt haben, nicht. Denn wenn die Deutschen sie nicht erfüllen wollen, so werden sie es einfach unterlassen, uns die verlangte Mitteilung zu machen. Marschall Fach erwiderte darauf, dah die Kontrolle einen doppelten Zweck verfolge. Zunächst solle sie die Ablieferung oder Zerstörung, die Deutschland im Friedensvertrag auferlegt werde, Überwachen und sichern. Sobald diese Bedingung erfüllt sei, würden diese Funktionen und die darauf eingesetzten Kommissionen auf- hören. Für die Ueberwachung der Ausführung anderer Friedensbedingungen seien keine besonderen Organe vorgesehen, sondern diese Kontrolle mühte nach seiner Meinung, wie in normalen Zeiten, durch die Militärattaches und ähnliche Organe ausgeübt werden. Wenn aber der Oberste Rat in den in Rede stehenden Bedingungen eine unnötige Demütigung des Feindes erblickt, so habe er nichts dagegen, wenn sie w e g b l e i b e. Der Kampf um die Beute. 3n Paris sind die Finanzsachverständigen aller am Reparationsproblem interessierten En- lentestaaten zusammengetreten, um einen Schlüs- f e l zur Verteilung der aus dem Londoner Abkommen sich ergebendenEin- vah men zu finden. Die Beratungen gestalten sich aber äutzerst schwierig, da jeoer Staat für sich die höchsten Summen herausschlagen möchte. Ein Streitfall ist bereits wegen der Einnahmen aus der Ruhrbesetzung entstanden. Fran k- r e i ch behauptet nämlich, die Besetzung sei nach dem Wortlaut des Vertrages nötig gewesen und wäre im Interesse aller Alliierten unternommen worden. Infolgedessen konnten Frankreich und Belgien sich die Kosten der Besetzung von den Ruhreinnahmen abziehen. England und Italien dagegen vertreten gerade den entgegengesetzten Standpunkt, so dah also schon hier genügend Stoff für ausgedehnte Diskussion gegeben ist. Der Hauptkampf steht aber noch bevor, wenn die alliierten Mächte an die Verteilung der Reparations - Einnahmen Herangehen werden. Aber auch in diesem Falle meldet sich das Nimmersatte Frankreich bereits und verlangt Bevorzugung seiner Ansprüche. Originell ist es übrigens, dah man sich schon seit langem um die Verteilung der Beute streitet, obwohl alles dafür spricht, dah Deutschland niemals imstande fein wird, die ungeheuren Lasten, wie sie im Londoner Abkommen niedergelegt find, abzutragen. Die bessarabische Frage. Paris, 7. Rov. (TU.) Rach einer offiziellen Meldung der „Epoca" wird Italien den Vertrag über Bessarabien nicht unterzeichnen. Cs leiste der Welt durch seine Nichtunterzeichnung einen groben Dienst, denn an dem Tage, an dem diese Konvention in Kraft tritt, werde Ruh- land sicherlich Rumänien den Krieg er- t-täten. Der russische Gesandte Rakowski erflärte, dah die Sowjetregierung niemals auf die Volksabstimmung in Bessarabien verzichten werde. Sie soll stattfinden, sobald dis rumänischen Beamten und Soldaten Bessarabien verlassen werden. Rakowski fügte noch hinzu, dah 53 Prozent der Bevölkerung Bessarabiens nicht rumänischer Herkunft seien und dah sich selbst die dort lebenden Rumänen der Einverleibung Bessarabiens durch Rumänien widersetzen. Wiederbeginn des Bürgerkrieges in China. Cine Aktion gegen den Kaiser. — Ein Bündnis Feng. London, 6. Rov. (Täl.) Die Regierung hat den gesamten kaiserlichen Besitz übernehmen wollen. Der kaiserliche Palast wird streng bewacht. Der unmündige Kaiser ist mit der gesamten mandschurischen Familie in den väterlichen Palast im westlichen Stadtteil übergesiedelt. Die Vertreter der Republik haben die Insignien des Kaisers verlangt und ihm ein neues Abkommen aufgezwungen, worin die Verringerung der grohen Hofhaltung vorgesehen ist. Ferner soll die bisher gezahlte Lebensrente im Betrag von 4 Millionen mexikan. Dollars auf 500 000 Dollar herabgesetzt werden. Die öffentliche Meinung vermutet hinter der Regierungsaktion gegen die kaiserliche Familie die Hände des Sowjetvertreters in Peking ober Sunjatans. Ob es sich um einen Raubyug gegen die in der Kaisersdadt aufgehäuften Schätze handelt oder ob die Wiederherstellung der Monarchie durch Tschcmg tso lin verhütet werden soll, ist unklar. Der Kaiser hat starke englische Reigungen. Das Hauptquartier das Generals T s ch i h i - chynan, des Militärgouverneurs der Provinz K i a n g t s u, hat ein Commumque veröffentlicht, demzuf lge deP.ovnzenF ft rng,Hug cig Scheust, Schoutung, Hacre, Nyanshwei, Kiangsi, Tschara- arand, und Siangnova sich zusammengeschlossen haben, um (Senetal 3 e n g, der jetzt in Peking und Tientsin in vollem Besitz aller Machtmittel ist, sowie seinen Verbündeten Marschall Tschang tso lin vereint zu bekämpfen. Zwei gemischte Brigaden werden sofort entsandt, um den Kampf gegen de Ans Partei erneut aufamehmen. Die chinesische Marine- stativn an der Schantungküste erklärt sich gleichfalls f ü r W u p e i s u und wird den neuen Feldzug gegen Peking unterstützen. Die Sowjet-Propaganda in Zentralasien. London. 6. Rov. (Tül.) Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph' berichet über die antibritische Propaganda und die Sowjetpläne in Zentralasien. Die Sowe> propaganda breitet sich vom Pamir-Plato bis östlich in die Gebiete von Afghanistan aus. E i n- zelne kleine Sowjetrepubliken seien dort von der Moskauer Regierung auf nationalen Stamm esgrund gebildet worden. Der Russenfanatismus gegen die Europäer im allgemeinen und gegen die Engländer im besonderen werde aufgepeitscht. Die meisten flehten Sowjetstaat en liegen im Gebiete der Transatlantischen Handels Wege. Aus aller Welt. Die Hilfsaktion für die Wasserschäden am Rhein. Duisburg, 7. Rov. ($11.) Das Hochwasser ist bei einer Pegelhöhs von 7,61 Meter zum Stillstand gekommen. Die Stadt hat in den überschwemmten ©traben einen regelmäßigen Kahndienst eingerichtet, der Personen und Lebensrnittel befördert. Auch die Polizei fährt auf F oben und Kähnen umher. In den Geschäftshäusern der unteren Deckstrabe steht das Hochwas er in den Laden räumen. Die von dem Hcchwns'er des Rheins und seiner Nebenflüsse verurs ch en Schäden lassen sich noch nicht in vollem Umfang übersehen. Eine genaue Feststellung wi-d er t nach Ablauf des Wassers möglich sein. Die Rnchs- und Staatsbehörden sind petzt damit beschäftigt, sich über den Umfang der Katastrophe zu unt .tr chten. Nächste Woche f.nbet eine Konferenz mit den Behörden der Provnz statt. Inzwischen hat der Oberpräsident die besonders in Mit.'eidensch ft re* zogenen ©.bete am Rhein und an der Mosel besucht. um sich für die bevorstehenden Ver^and- lungen mit den Reichs- und Staatsbehörden! persönlich einen Ueb rblick zu verschaffen Dabei soll an eine Beteiligung der Kommunalver- bände, insbesondere des Prrvinzinlverbandes der Rheinprovinz gedacht werden. Die preubifche Staatsregierung hat dem Oberpräsidenten für oie erste Hilfeleistung telegraphisch Mit el zur Verfügung g »stellt. D e Reichsregierung toirb sich in ihrer heutigen Kabinettssitzung gleichfalls mit ben notwendigen Massnahmen zur Hilfsaktion beschäftigen Aus Stadt uns Land. ©leben, den 7. November 1924. Hessen und die Reichskurzschrift. Richt weniger als achtzehn Jahre hat es gedauert, bis eine Bewegung, die weite Kreise im deutschen Rorden und Süden entzweite mit einem Einheitsgedanken ihre Krönung fano; es ist dies das Streben nach einer Reichskurzschrift. Von den vielen Kurzschriftshstemen in Deutschland sind es nur zwei, die gröbere Anhängerzahlen aufzuweifen haben, das System Gabelsberger und das System Stolze-Sch.ey. Oftmals schien es, als ob alle Bemühungen, zwischen diesen beiden zu einem Uebereinkommen zu gelangen, vergeblich wären. Vor dem Weltkriege war bereits eine Reichskurzfchrift im Entwurf fertiggestellt, aber die nach dessen Beendigung erneut mit den Vorarbeiten betrauten Unterhändler haben gewissermaßen ihre Augae wieder von vorne beginnen müssen. Die neuen Bemühungen haben jejt zu der Reichskurzsch.i t geführt die einen Ausgleich zwis che n de n Systemen Gabelsberger und Stolze- Schrey darstellt, und zwar so, das) die Mit- lauter im wesentlichen dem erstgenannten, die Selbstlauter mehr dem zweitgenannten System entnommen sind. In den Richtlinien des Reichsministeriums zur Einführung der Eiiiheitsluz chcäft heitzl es: „Spätestens am 1. April 1926 ist in allen öffentlichen höheren und Handelsschulen und, soweit möglid), auch in sämtlichen anderen Schulen die Einheitskurzschrift als Pflicht- oder Wahlfach einzufüh en. In anderen Systemen als in der Eiichntskurzschrift darf Unterricht in den Schulen nicht erteilt werden . . . Alle Beamten und Angestellten sind darauf aufmerksam zu machen, dab nach Ablauf einer gewissen, nicht allzu lang zu bemessenen Frist im Be- hördenwesen nur noch die Einheitskurzschrift verwendet werden wird. Die hessische Regierung hat bereits im Landtag die Erklärung abgeben lasse«, dab die staatlichen Stenographielehrer- prüfungen nicht mehr nach dem System Ga- belsberger, sondern nur noch in der Einheitskurzschrift abgehalten werden. In Darmstadt hat dieser Tage der hessische Kammerstenograph und Dozent für Stenographie an der Universität Heidelberg Winkler einen Vortrag über die kommende Einheitskurzfchrift gehalten. Winkler war früher Anhänger Gabelsbergers und Geg: er einer Einheitskurzfchrift: er erklärte jedoch dab er jetzt auf anderem Standpunkt stehe und dab Widerstände gegen die Einheitskurzschrift zwecklos wären. Das Landesamt für das Bildungs- Wesen bemüht sich ebenfalls, die neue Kurzschrift einzuführen. Dis jetzt interessieren sich für die Frage der Einheitskurzschrift nur die stenographischen K eife. Der Deutsche Stenographenbund Gabelsberger hat auf einer Tagung in Eisenach seinen Vereinen empfohlen, sich auf die deutsche Einheitskursschrift umzu st eilen. Die Dehörden werden in nicht allzuferner Zeit die Beherrschung der Einheitskurzschrift verlangen, daher wird ftch die Beamtenschaft mit der Frage ebenfalls befassen müssen. Es ist Wohl kein Zweifel, dab die Reichskurzschrist sich auch in der Privatwirtschaft durchsetzt und dab namentlich die kaufmännischen Bureaus und die Fabrikbetriebe gleichfalls zur Verwendung der Einheitskurzschrift übergehen. In den hessischen Schulen wird voraussichtlich schon von Ostern ab die Einheit s ku rz schrif t als Unterrichtsfach eingeführt. In Erwartung des sieghaften Vordringens der Rrichskurzschrift haben schm eint- e hessische Stenographenvereine Unterrichtslurse in der neuen Schreibweise eingerichtet. (Man vergleiche unsere gestrige Mel ung aus Schlitz. Die Red.) Es ist sehr wahrscheinlich, dab die Einführung der Einheitskurzschrift ein Aufblühen des ganzen Kurzschriftwefens herbeiführen wird. Wie aus unserem heutigen Anzeigenteil hervorgeht, wird die Reichskurzschrift auch bereits in unserer Stadt gelehrt, und zwar in Tages- und Abendkursen, die die Hansa - Handelsschule I. Kunzelmann eingerichtet hat. Neuer Weg im Kampf gegen die Wohnungsnot. 0 Der Gründunasausschub der W o h - nungsfürsorgeaesellschaft für Hessen lädt zu einer Besprechung auf kommenden Freitag in die Aula der Landesbaugewerkchule in Dar rn- stad t ein. Der Gesellschaftsvertrag, der zur Beratung steht, sieht u. a. folgendes vor: Die zu gründende Gesellschaft m. b. H. soll den Namen „Hessische Wohnungsfürsorgegesellschaft" führen. Der Sih ist Darmstadt, der Geschäftsbereich ist der Freistaat Hessen. Der Zweck der Gesellschaft ist darauf gerichtet, der minderbemittelten Bevölkerung gesunde und zweckmäbig eingerichtete Wohnungen zu billigen Preisen zu verschaffen. Die Tätigkeit der Gesellschaft ist eine gemeinnützige. Der Gegenstand des Geschäftsbetriebes der Gesellschaft ist die Förderung des Baues und der Einrich*ung von Wohn- und Heimstätten in Klein- und Mittelhäusern, allgemein die Unterstützung der Wohnungsbedürftigen. Die Gesellschaft wird ihre Aufgaben in engster Zusammenarbeit mit den zur Förderung des Kleinwohnungswesens und Kleingartenbaues berufenen Behörden, Körperschaften, Vereinigungen zu losen suchen, und zwar unter unmittelbarer Beteiligung der beteiüaten Berufsstände und des gesamten Baugewerbes. Das Stammkapital der Gesellschaft soll 100 000 Gm. betragen. Dem Aufsichtsrate gehören u. a. ständig an: ein Vertreter des zuständigen Ministeriums, ein Vertreter des Verbandes der Bauvereine in Hessen, ein Vertreter des Gewerkschaftskartells, ein Vertreter des Heimstättenamtes der Beamtenschaft in Hessen, ein Vertreter des Deichsbundes der Kriegsbeschädigten. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stadttheater, 71/2 Uhr: „Der Fremde": hierauf: „Der zerbrochene Krug". — „Die Wanderer", (Siebener Rads.-Ges von 1898: Monatsversamm- lung. — Verein Rudersport, 81/9 Uhr im Boots- Hause: Generalversammlung. — Volkshochschule: Vorlegungen. — Hess. Dilderbühne: „Die Macht der Finsternis". — Deamten-Kreiskartell (Sieben- Land. Morgen, Samstag, nachmittag im Kat hol. Vereinshaas Protestversammlung. Näheres in der gestrigen Anzeige. — Matthäusgemeinde. Man schreibt uns: Am Sonntag, 9. Rovember, abends 8 Uhr, spricht auf dem Gemeindeabend der Matthäus- gemetuuv m Der Viadtttrcye der verarmte Volks- schriftsteller und vortreffliche Redner Heinrich Raurnann über die Frage: „Wer ist nun dein Gott?" Wer Raurnann vor zwei Jahren auf dem damaligen Gemeindeabend der Matthäusgemeinde gehört hat, weih, dah er die seltene Gabe hat, über die tiefsten Fragen des Lebens in vollendeter Plastik und aus reichster Lebenserfahrung zu reden. Gesangliche Darbietungen bereichern den Abend: Gäste sind herzlich willkommen. (Siehe heutige Anzeige.) — Turnverein von 1 846. Man schreibt uns: Am Samstag begeht der Turnverein von 1816 in seinen Räumen das in den Mitglieder- kreisen so sehr beliebte Winterfest. Sieben turnerischen Aufführungen aller Abteilungen findet ein nettes Theaterstück, ausgeführt von Mitgliedern des Vereins, auf der neuhergerichteten Bühne statt. Wettervoraussage. Wenig Aenderung der herrschenden Witterung * *’ Der Provinzialausschuh der Provinz Ober Hessen hält morgen, Samstag. vormittags 9 Uhr beginnend, im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Dieben eine öffentliche Sitzung ab, in der verhandelt werden: Die Klage des August Möser zu (Sieben gegen das Kreisamt Dieben wegen Versagung eines Wandergewerbescheins: die Beschwerde des Heinrich Schneider zu Giehen gegen den Bescheid des Kreisamts (Sieben wegen Versagung der Erlaubnis zum Handel mit unedlen Metallen: die Klagen der Fa. Sondermann & Bücking in Alsfeld, Frhr. Riedeselschen Rentkammer in Lauterbach, Fa. Iohs. Krömmelbein II. in Lauterbach, Fa. Grünzweig & Hartmann in Ludwigshafen gegen den Kreis Lauterbach wegen Heranziehung zu den Unterhaltungskosten der Kreisstrahen des Kreises Lauterbach: ferner die Klage der Firma Goldhagen-Quarzitwerke m. b. H. in Ziegenhain gegen den Kreis Alsfeld wogen Heranziehung zu den Unterhaltungskosten der Kreisstraben des Kreises Alsfeld. ** Den ununterbrochenen 5ern« sprech dienst in (Sieben betrifft eine De kanntmachung der Stadtverwaltung im heutigen Anzeigenteil, auf die wir besonders aufmerksam machen. ** Theaterzüge der Diebertalbahn. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die Direttion der Diebertalbahn hat in dankenswerter Weise an drei Tagen, nämlich Sonntag, Dienstag und Freitag, einen späteren Zug mit Abfahrt von Gießen um 10 Uhr 10 Min. abends eingelegt, der den Bewohnern des Bieber- tales an diesen Tagen den bequemen Besuch der Theatervorstellungen ermöglicht. Es ist zu wünschen, dab die betreffenden Züge stark benutzt werden. Die Einrichtung tritt ab 15. Rovember in Kraft. 0 Kredit-Hilfsaktion für Beamte. Dem Beispiele des Reiches und Preubens folgend, haben sich, dem Vernehmen nach, eine Reihe von Ländern bereit gefunden, der Deutschen Deamten-Genossenfchaftsbank in Berlin gegenüber zur Beschaffung von Personalkredit für die Beamtenschaft die Bürgschaft zu übernehmen. Eine Belastung der Etats des Reiches oder der Länder ftndet durch diese Hilfsaktion nicht statt. Die Dürgschaftsübernahme hat lediglich den Zweck, der Beamtenzentralbank die Beschaffung von Mitteln für Darlehnszwecke an notleidende Reichs- und Länderbeamte zu erleichtern. * * Am Montag Reichsbank-Gold- noten. Die Ausgabe der neuen, auf Reichsmark lautenden Reichsbank-Goldnvten erfolgt bereits am Montag. * * Derufsschulunterricht und Arbeitszeit. Anläblich eines E'mzelfalles, bei dem die Industrie- und Handelskammer die Verlegung eines Derufsschulunterrichts auherhalb der Arbeitszeit gefordert hat, erklärte der preubische Minister für Handel und Gewerbe, dab er dem nicht 3 u 3 u ft immer vermöge. Die Erfahrung habe gezeigt, dab junge Leute nach Beendigung ihrer regelmäßigen Arbeitszeit im allgemeinen nicht in der Lage sind, dem Unterricht mit Ruhen zu folgen. Es sei sehr erfreulich, dab gerade die Groyindustrie immer mehr dazu übergehe, der Ausb ldung ihrer Facharbeiter erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen und unter erheblichen Aufwendungen vorzüglich eingerichtete Wcrlschulen zu schaffen. Das gleiche gälte für die Reichseisenbahn, die ein vorbildliches Werkschulwesen entwickelt habe. Der Minister verk unt. wie der Amtliche preubische Pressedienst mitteilt, keineswegs, dab sich aus der gegenwärtigen Wirtschaftslage besonders grobe Schwierigkeiten ergeben, de nur überwunden werden können, wenn Unternehmer und Arbeiter ihr Bestes leisten. Aber diese Anspannung darf nicht soweit gehen, dab Raub aa der Volkskraft eintritt und die notwendige Erziehung des Nachwuchses unterbleibt. Die schulärztlichen Erhebungen des Vollsw hstahrtsnrni'ters zeigen, in wie erschreckendem Mabe bfe Widerstandskraft der Jugend durch die Entbehrungen der Kriegszeit und der Nachkriegszeit geschwächt ist. * * Jugendgericht bei jedem Amtsgericht. Das Hess. Ministerium der Justiz hat eine Bekanntmachung veröffentlicht, in der es u. a. heißt: Für die Verhandlung und Entscheidung der zur Zuständigkeit der kleinen Jugendgerichte gehörigen Strafsachen wird bei jedem Amtsgericht ein Schöffengericht (Jugendgericht) gebildet. Diese Bekanntmachung tritt mit dem 1. Januar 1925 in Kraft. Goldene Hochzeit. Morgen, Samstag, 8. November, feiern der Mehgermeister G g. Möhl und Ehefrau Mathilde, geb. Busch, das Fest der goldenen Hochzeit. • * Personalien. Durch Entschliehung des Ministeriums für QI beit und Wirtschaft wurden die nachgenannten Landwirtschaftsrefe endare zu Landwirtschaftsassessoren ernannt: Dr. Otto Günther zu Lich, Richard Pabst zu Friedberg und Otto Schönheit zu Lauterbach. * * Sportfonderz üge. Die Deutsche Reichsbahn wird in diesem Winter Sportsonder- züge mit günstigen Hin- und Rucksahrzeite.i. u. a. nach dem Riesengebirge, nach dem Harz, Thüringen sowie nach Bayern mit Anschlub nach dem Olllgäu, dem bayerischm Hochlande und Tirol nach Art dec Ferienfonderzüge fahren. Die Fährst reisermäbigung für diese Züge beträgt 33V.-. Prozent der normalen Frhrpre.se. * * Obst- und Gartenbau. Man schreibt uns: Um dem Bedürfnis nach Belehrung über die vielfachen und verwickelten Fragen, welche die Kultur der Gartengewächse täglich bringt, nachzukommen, hat die Volkshochschule Giesten eine Vortragsreihe über die Kulturpflanzen der Hei- als lichkettSverbrechens in z we e n da Der Anaeklag Schulmädchen Hagle hat in den xxchren 1417 bi-' 1419 in Pflege geh«!»' und sich a i toei 40 ist Dereinstätigkeit. besonders im »origen Winter. Die Bibliothek, die ettoa 2000 Bände zählt, erfreut • Franz Bette, Mark 8734a auf zwei Jahre Gefängnis, 5 3ahre Ehrverlust und s o f o r t t g e Be r ba f i ung. der den 18. imen 1858 geborenen Bürgermeister und Landwirt Heinrich jte i l V. von Ettingshausen. $Kv:> öffentlich verkündete Urteil lautete WegenSitt- Die bc* 1COO • Gissten, 5. Aov. Unter Ausschluß Oeffentlichkeit verhandelte das Gericht '.egen fang an. Allenthalben gestellte Schlangen, man n.cht wagt, einen Schuß abzuq ben. fpd. Frankfurt a. M., 6. Aov Stadtverordnetenversammlung willigte für die Erbauung von rund gesehbuchs bei derartigen Strnstalen nicht StrafmilderungSgrund angesehen werden Bauten entstanden, he.voa in Dillenburg — Die Walddiebstähle an Holz neh Kindcrkleidchcn per Stück wieder starken Umfang an. Wohin man in der Acttur feine Schritte wendet, überall gefrevelte Bäume, hier und da in der ®ile einer liegen gelassen usw. Dabei kann jeder zu billigem Preise einen Sch in für Leseholz bekommen. Weiter nimmt die Wilddieberei ganz ungewöhn.ichen Umgehören Sekten an. Hrcis Büdingen. nd. Aidda, 5. Aov. 3n den letzten Tagen der Heuhandel wieder reger geworden. maidichter Wilhelm Philipps aus Friedberg, der für diesen Abend einen Vortrag übernommen batte, muhte infolge Erkrankung leider oblagen, hat ich aber für einen späteren Termin bereit» willigst zur Berfügung gestellt. Der Bericht über das abgel.mfenc Geschäftsjahr zeigte eine rege jenen Zern- «trifft eine mj im heutigen derS aaifmcrffam Dieberlal- eaterbureau m terDitBep ■ Weise an drei tig und Freitag, lbfahrt von Rin, abends deS Dieber- -mea Deluch der Es ist zu toim* f? stark benutz! > 15. Avvember vn für 2e> :8 und PreuhenS hmen nach, eine intet, der Deut* bank in Berlin n Personalkredil rgschast zu über- fatt des Reiches Mefe AllfSattion ahme hat ledig- ralbanf die De- rlrhnSMcke m »rbeamte zu er- & l^ng der Er. L^en; dir Eing in M. ln$r in Lauirr- • ’n Lauterbach 1 LudviMas^ , Heranziehung ^reiSstrahen der W der Firma ln aiegenhain Heranziehung »u ’tt’sstrahen' der bleiben wird. waS sie war und tft: Die Hüterin dörflicher Sitte und Eigenart, die Sängerin glaubensstarker, ge - mütStiefer Der ga n g e n he it, die Er- Halterin starken, im Heimatboden wurzelnden DolkStumS. - - E i ch e l S d o r f. 5. Aov Während in den 3nslat onSjahren unter der Arbeiterbevölkerung ein wahrer Landhunger sich bemerkbar machte, der begierig nach jeder freien Scholle griff, kann man jetzt allgemein eine starke Landrnüoigkeit m 2ü-bcitcrfrdfen beobachten. SS lohnt sich kaum noch für den Aicht- bauern, einen Acker mit Äartoffeln auS zu steiler, da Pacht, Fuhrlohn, Dung und S euern soft die- selde Hohe erreichen, wie der mühelose Erwerb deS gleichen Ertrages am freien Markte, von Mistern ton ganz abgesehen. Auch daS M ä st e .r von Schweinen hat stark abgenommen. Man überläßt eS w eder dem Landwirt, den Bedarf an Schweinefleisch zu decken. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 6. Aov. (Eigener Bericht.) 3n Dieburg ist dieser Tage ein römischer Gedenkstein von etwa 1,50 Meter Höhe gefunden worden. Am Gockel sind römische Gottheiten dargestellt, und zwar Dulkanus, Herkules, 3une und EereS. 3n einem Fries ist noch Merkur und MarS zu erkennen. Ferner sind barm die Schutzgottheiten der Wochentage abgebildet. Professor Dehn in Darmstadt datiert den Fund aus der Zeit von Ende deS ersten, oder von Anfang deS zweiten 3ahrhunderts nach Christi. Hessen-Nassau. bL Dillenburg, 6 Aov. Leit dem 3ahre 1918 sind im Dillkreise rund 13 0 neue Sä’* •«? 1 «8t: IKlE "8en fak* Büchertisch. * Quentin-MahlauS groner T a f chen- fahrplan für den Winterdienst 1924 1925 ist erschienen und bringt i.r handlich«,n Taschenformat geschickt und praktisch zufammeng fiel t d.e E sen- vahnverb nbungen. Krastposten usw von He en Acissau, Hessen. Pfalz, Baden, Bayern. Rhein- prov nz und Laargebiet zu dem billigen Preis von 80 Pf., erhältlich im Buch» und Straf'enhandrt und bei Qu et in-Äk ahlauS Taschenfahichlanrerlag Frankfurt a. M.-Süd. • Wesen und Ethik der Astrologie von Fritz Wer le (Wolkenwandereiwerlag, Leipzig.) DaS Ziel dieser Schrift will s in die Philosophie der Astrologie. Bei dnn ungeheuren Zug zu der (Sternbeulung, der unsere Tug2 kennzeichnet, kann daS Werkchen auf eine getoife Teilnahme stvsten, zumal der nicht unb kannte Astrologe in dem besonderen Kapitel: Philolvphie der Astrologie auf die jeden nicht wissenschaftlich festgelegten Pbilofophiel'ebm en brennends Angelegenheit die Feiheit des Willens aV*> der bewegenden Frage der Ethik das Haupi ewicht legt. Trotz der Lk^zenhastig eit gerade wichtiger Teile dieses sowie anderer Kapitel deS Buches legt man eS nicht ohne empfindliche Deu.rruhi- Äunb den lebhaften Wunsch nach we lerer t zur Seite. Vorsichtigere Durcharbeitung der Philosophie unb freundliches Verweilen bei den Voraussetzungen, be hier Bebingnifse. Ausblicke und Begründungen überschrieben lind, würden wir sicher danken. Die Kapit l: ötjmbol Horoskop — eine ungeheure Hieroglyphe ceben zu werng von ihrer Esoterik prei> Doch i 1 dies vielleicht eher ein Vorzug, und der Versuch und der etwaige Umriß zu einer Philosophie der Astrologie ist sicher wichtiger als das Werl von O. H Schmitz von dem Geist der Astrologie. 1336 Wohnungen, die eine wesentliche Erweiterung des Baupcogramms bor[teilen, g att die verla g> len Millionen, auch für das Stadion gab bas Parlament ohne Debatte 1 300 000 Mark bar. Die von deutschnalionaler Seite beantragte Errichtung eines Landwirts cha fts - unb Tieryeilkunde-3nstituts an der ülni- versitäl wurde nahezu einstimmig abgelehnt. Algelehnt wurde auch der van den Kommun ft en geforderte .Austritt der Stadt aus bem Deutschen Städte tage. Darrn stritt man sich fast zwei Stunden darüber, welche Stadt die teuersten Lebenshaltungsverhältnis ehale. wobei festgestellt wurde, baß Fvanlfurt ein sehr teures Pflaster sei. Einen drei en Baum in den Erörterungen nahm der De cken e in st u r z in der Annaschule ein. Einmütig war tx»8 Kollegium der Auffassung, dach die Stadt ihe Pflicht verabsäumt habe in der Er Hal tu g städtischer Gebäude. Das Gutachten der Baupolizei • über die ülrlachen des Unglücks sprach sich dahin aus, dah ein Waffe ra blau s von einem Wafserstein feit 3a hren durch die Decke gedrungen sei und die Ballen zum Verfaulen gebracht habe, möglicherweise ha>e aber auch das Erdbeben von 1911 die Ballenlage des Haukes etwas verrückt, eine Aeucherung, die grobe Heiterkeit erregte. Temg^^-nüber meinten aber Sachverständige aus der Mitte des Haukes, dah das Schulgebäude nicht auf g wnche.tem Deden ausgeführt sei, sondern auf dem zugeworseiei Rcch- ncigraben. 3etzt sinke der ilntergnmb langsam unb bringe das Haus aus dem Gefüge. Die Stadtverwaltung gab übrigens weiter- zu, dah auher der Annaschule sich noch andere Schulen in gleichem, wenn nicht noch schlimmerem Zustande befinden. Aus Antrag der Linken wurden sofort die Aeubauten sämtlicher Altstadtschulen — vier an der Zahl — beschloßen. 3n der Pfändungs'aHr der Kasse des Fußballklubs .Eintracht" rechl'er- tigte sich Stadt rat Dr. Langer mit großem Geschick und führte aus, dah bwussmäßige Spieler aur den Plätzen gespielt hätter und dah b mnofcnunterftü.hung befanbei sich 5'83 Hauptunter» stützungsempsänger. Aus 1000 Einwohner entfallen demnach 13 Hauptunterstützungsempfänger. — Das letzte Hochwasser in den Formen des jetzigen ereignete sich 1909. Der höchste S and, den das Was'er jemals erreicht hat, wurde im Jahre 1372, wie alte Chroniken melden, mit sieben Meter über dem Mainlpisgel erreicht. e. di. «MS®, toerben ^,Tichen gcgm ^gung £ von ihnen schwer vergingen. Er war im we entliehen geständig, behauptete aber in c nein der Fälle sei das Kind über 14 3ah.e a'i qcit>efen, im anderen habe er es für älter geb •! en. Die Einwande wurden durch bie 'Veto i auf ahme einwandfrei toibcrlegt; au herbem Ixrt er in einem der Fälle, um zu seinem Ziet zu kommm, Gewalt gebraucht. Strafmildernd wurde b ück ich gl bah der AngeNagte auf Grund erblidjer Belastung seinen Trieben nur geringere Hemnm igm ent- gegenfetznr kann, strahchärfend aber di. Schwee oer Verfehlung und der grobe Vertrauensmih- brauch. Der wegen Detrugs vielfach trorbeftrafc 3n- genieur Hermann Gin hoff aus Zürich nx>bn- haft in Hagen in Westsol n, hat einem Elektriker in Dad-Aauheim 203 Mk obg fl.to nd l, indem er sick fälschlich alS wohlhabeidr'- Qllann auS- gab, der Betrügern in dir Hände a?fatfe’i und dadurch vorübergehend in Eeldverle« e heil gc raten sei. Mit dem Geld oerfchwanb er unb lieh nichts mehr von sich toten. Strafe: weien Betrugs im wiederholten Aüctfall neun Monate Gefängnis. Ein Zimmermädchen aus Dad-Aauheim bat einer Arbeitskollegin, von der es sich bei der gemeinsamen Herrschaft denunziert gl 'übte, aus Aerger Salzsäure in den Kassee ge chittet. Die Zeugin, die davon einen Schluck trank, muhte sich erbrechen. Die Ang klagte die zuerst geleugnet, dann vor der Polziri und dem Am sgericht ein Geständnis abg-legt ha le, w Ute heute vor nichts wissen: sie wurde aber durch die Beweisaufnahme überführt. Aach dem La hve ftä.ü ig n« gutachten war die in den Kaffee geschüttete €äu re menge so gering, dah eine emstliche Ge sundheitsbeschädigung nicht cintretea tonnte. Das Gericht faßte den Fall miPe aus und nah-n an, die Angeklagte habe daS Mädchen nicht e ndlich schädigen, lonbern ihm nur ei c 1 harmlosen Scha- bernak spielen wollen. Die Strafe l u et? wegen fahrlässiger Körperverletzung auf f e ch z i g M a r k Geldstrafe, die durch die erlittene älnter- suchungshaft für verbüht erklärt wurde. Schöffengericht. * Giehen, 3. Aov. DaS Dienstmädchen Helene E. aus Sontheim war im Sommer 1923 in Alsfeld bei einem Rentnerehepaar in Stellung. Dort stahl sie so ziemlich alles, dessen sie habhaft werden konnte. Die Anllage hielt ihr eine grohe Liste gestohlener Sachen vor, Darunter eine Menge silberner Löffel, Gabeln und Messer, ferner Wäsche. Tassen. Vorhänge u.,bergt Strafe: 2 Monate Gefängnis, die jedoch in eine Geldstrafe von 2 4 0 Mark umgewandelt wurden. 6traf- milbemb kam In Betracht die seitherige iln- Der Zentner Heu wird mit 4,50 bis 5 Mark frei hiesiger Station bezahlt. A Aieder-Mock stabt, 5. Aov. Die Feldbereinigung in unserer Gemarkung ist so weit beendigt, dah die Zuweisung der Grundstücke kürzlich erfolgen konnte. Die Gemarkung umfaht ungefähr 950 Hektar, wovan etwa 440 Hektar Waldgelände sind. 3m allgemeinen sind bie Beteiligten mit der Zuteilung zufrieden. Gestern war Reklamationstermin, wobei 90 Reklamationen abgegeben wurden, die sich aber fmuptsächlich auf Kulturarbeiten und Obst bäume beziehen, weil letztere infolge des vorigen strengen WinterS zahlreich erfroren find und sich dadurch die Werte derselben wesentlich geändert haben. Bei DerpachtunAen von neuen Grundstücken wurden verhältn.smahig hohe Preise erzielt. Ein Morgen Ackerland kam durchschnittlich auf 60 b:S 70 OHarf. Für Wiesen betrug der Höchst- pachtpreis für den Morgen 120 Mark. Kreis Schotten. ^-AuS dem oberen Aiddatal, 6. Aov. Die erste A 0 v e m b e r w 0 ch e hat für die dörfliche 3ugend unserer bergigen Heimat eine besondere Bedeutung. Sie eröffnet die Spinnst u b e. Wenn auch die Zeit, in der das Spinnrad an den langen Herbst- und Winterabrnden feine einförmige Weise fang unb ein abgerissener Faden mit überschwingender Freude begrühi wurde, weil er einen Kuh von der unachtsamen Spinnerin ein- trug, weit weit zurückliegt, so ist und bleib: auch die heutige modernlsierte Spinnstube, fo sie auf Zucht und Sitte hält, ein Stück köstlichen Dolkötums. von dem heimatsroher, nie toel- kender Za iber auSgeht. Untere fehl chlen. uralten €p.rnftubmlie>er mit ihren fligmben Melodei, dir von einfachen, in gebirglicher Ernsamkeit und Enge vergrabenen Seelen ged.chtet und gefangen wurden und tief im Volksgemüt wurzeln, fic wären längst versunken and vergessen, würden sie nicht in den Spinnstuben fortleben und sich dort von Generation zu Generation weiter ver- erben. Bis jetzt ist es dem „Gassenhauer" nicht gelungen, das Feld der Spinnstube für sich zu erobern, selbst nicht m der Zeit der vermeint- sichen Schrankenlosigkeit nach Kriegsende. Wir Dürfen hoffen, dah die ländliche Spinnstube HWft etngertchret. tne von einem praktisch erfahrnen Fachmann gehaltcm wird. Sie behandelt neben den wichtigsten Autzpflanzen bet Landwirtschaft die auS Rücksicht auf bie Allgemeinbildung nicht übergangen werden dürfen, alles Wissenswerte, das für einen Gartenfreund in Betracht kommt, namentlich Gemüse- unb Obstbau. Deerenvbstzücht, Blumenzucht unb -pflege, Krank- heitSerfcheinungen. Schädlingsbekämpfung usw., so hah diese Vorträge jedem Gartenfreunde empfohlen werden können, zumal die Kosten so auher- orderrtlich gering sind, dah sie niemand fern.zu- hallen brauchen. Ort und Zeit der Vorträge siehe gestrige Anzeige. .'DeutscheVolkSpartei. Man schreibt vnS: Am Mittwoch fand im Hotel Viktoria in Sieben eine Tagung deS Provinzalverban- deS Oberhessen der DeutschenDolkS- Partei statt. Zu chr waren die Vertreter auS allen Teilen der Provinz in außerordentlich großer Zahl erschienen. Die Versammlung wurde von dem Vorsitzenden deS Provinzialverbandes Prof. Dr. Krausmüller geleitet. Als Vertreter der LandeSparteileiiung nahm Generalsekretär K oll - buch auS Darmstadt an den Beratungen teil LandgcrichtSdirektor S ch u d t - Gießen unb Generalsekretär K 0 llbach hatten die Referate übernommen, die sich in der Hauptsache mit Organisation«- unb Finanzfragen, inSbesonbere aber mit der kommenden Wahlarbeit beschäftigten. Eine äußerst rege Aussprache schloß sich an bie Referate an. 3n ihr wurde einmütig der Wunsch zum Ausdruck gebracht, daß recht bald wieder eine Geschäftsstelle mit einem hauptamtlichen Geschäftsführer in Gießen errichtet werden möge. Die Aussprache ergab weiter, daß in allen Teilen der Provinz die Vorbereitungen zum Wahllampf getroffen sind, fo daß mit der DerfammlungStättg- keit alsbald begonnen werden kann. ” Zwei Filmfchlager bereiten in diesen Tagen den Besuchern deS Lichtspielhauses, Bahnhofstraße, angenehme Unterhaltungsstunden. Zunächst find hervorzuhcben die prächtigen Aufnahmen von der Amerikafahrt des Zeppelin, von feinen Manövem an bet amerikanischen Küste, über Aeuhork, unb von bet Landung in Lakehurst. Sv dann steht im Vordergrund ein reizender Henny-Porten- Film, in bem die Diva unb andere hervorragende Filmschauspieler glärrzenbe darstellertsche LÄstungen bringen unb dadurch den Film in Gemeinschaft mit seiner prunkvollen Ausstattung zu einer besonderen SehenSwürdigkeit machen Der Dielbeüebte „Er" gibt zu alledem einen außerordentlich amüsanten Auftakt, der da- Publikum zu einem wahren Lachortan hinreiht. Anspruch auf Anerkennung kann auch die HauSkapelle geltend machen. Der Besuch dieser Vorführungen kann bestens empfohlen werden. Landkreis Gictzen. L W ies eck, Z. Aov. 3n der gestrigen Ge - tneinderatSsihung wurde ein 'Beschluß von weittragender Bedeutung gefaßt, indem grundsätzlich beschlossen wurde, einen Antrag an die Stadtverwaltung GiehenS w.-gen Erbauung Der elektrischen ©traben- bahn nach Wieseck zu richten. Sin ausführlicher SthungSbericht folgt. * Großen-Dufeck, 6. Aov. Der Gesangverein Sängerkranz gibt am nächsten Sonntagnachmtttag im Saale von Wilh. Wagner ein Konzert unter der Leitung von Konrad A i c v l a i. AähereS war Im Anzeigenteil deS gestrigen Gießener Anzeigers zu lesen. t Grünberg, 6. Aov 3n der gestrigen Gemeinde ratSs itzung be chäsligte mai sich wieder mit der Dü rgermei st erwähl Qlod>- dem die anfleforberten OrlSsa.ungen über die Dürgermeistcr-Ailstellung von Sich. Alsfeld Lauterbach und Schlitz eingetroffen, ha: der Finanz- auSlchuh den Entwurf einer diesbezüglichen Ortssahuna für unsere Stadt ausge- arbeitSt. 3n der heutigen GemÄndera'Slinung wurde dieser Entwurf durch gesprochen Am Samstagabend soll in einer Dürgerversamm- fung über die Anstellungsixrhältnisfe eines DerufS-Dürgermeisters beichtet weben. Der OrtsfahungSentwu.-f enthilt folgende besonders wicht gm Destinmm-^en: F >r d eS adt Grünberg w.rd auf die Dauer von 9 Jahren ein besoldeter Bürgermeister gewählt. Die Stelle ist auszuschreiben. Die Wahl erfo'gl durch die zur Gemeinde.at-wahl st i m m de r e ch- ttg ten Angehörigen der Gemeinde nach den Vorschriften der Landgemeinbevrdnu-g. Der Bürgermeister erhill Gehalt. Ort.rzu chl»; und Kinderzuschläge nach den für ©tvntsbeam c in D.s l u gsgruppe VIII der D s^lbungsv.-bnu! g geltenden Sätzen. Der Or'.S u ch at ist nur rn her gewährten Höhe r-uhegedaltssähig Tie Festsetzung deS Besold u gsdie istalters bleibt der Ee- mcinbe Vorbehalten. Wird der Dürgermei er dienstunsähig, so bat er nach Ablauf von fünf Dienstjah.^n Anspruch aus Ruhegehalt An Ruhegehalt sind dann 25 Proz., nach Ablauf von 12 Jahren 50 Prozent, nach 24 3ah.en 66- 3 Prozent, nach 35 3ahven 75 Prozent des Gehaltes zu genxibren. Wird der CBürgeimci er nai) Ablauf seiner 9jährigen AmlSpe wbe nich- wiedevg.wählt, dann b ragt sei t Ruh gehalt 4) Prozent, nach 18 3a>ren 60 Prozent, nach 21 Jahren 75 Prozent seines Gechol öS Die Dienstzeit wird vom Tage des Dienste» r r f.eZ ge ebnet — Der Eemeinderat beschul igte sich dann n ch mit der Frage der Vergütung für den Beigeordneten. Von einem Sch ei et deS KrciSamts in dieser Angel'tenheit tour e K nnt- iris genommen und befchlo sen, daß dee Semei.berat auf feinem Beschluß beharrt, wonach die Vergütung pro Monat 200 Mk. betragen soll. ) L i ch, 6. Aov. Ser VereinfürDolks- bildung in L i ch hielt d efer Tage unter der Leitung seines 2. Vorsitzenden. Schoeinermeister Heinrich Jakob Menges, seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der hessische Het- beftraftbett brr Angeklagten sowie bte Rot bet damaligen Zeit, strafe cf chwerend der grobe Ver- trauendbrud> und bie Menge deS Gestohlenen. Ein wegen Hehlerei Mitangeklagter Montage- inspektor G. G auS Marburg itnirbc freigesprochen. G batte zur svaglichen Zeit bei der Dienst Herrschaft der E. möbliert gewohnt unb der S ein Messer nebst Gabel und Löffel abgekauft. DaS Gericht dielt nicht für zwingend erwiesen, daß G den Umständen nach toi an- nehmen müssen, daß die Sachen gestohlen waren, da in der damallgen Zeit mehrfach Sachwerte als Lvdn gegeben und verkauft wurden Der Schütze Franz August A. vom hiesigen Regiment wurde wegen Unternehmend tiiteo tat lichen Angriffs gegen einen Vorge'etzten in Tateinheit mit eltchnv-nem Llngehorsam zu neun Monaten Gefängnis verurteil! Es nxn auf dem Truppenübungsplatz Vkün i ; gvn i de Kantine. Der Angeklagte war bet Hinten unb be nahm fich ungehörig. Ein llnteroffiAier forderte ihn in ruhigem Ton auf, nach Haute zu gehe'' D>er AngeNagte kam diesem Beseh, nicht nach, hob vielmehr den Arm gegen den Untero fi)lei zum Schlag unb rief, er schlage jeden eine.'ei ob Korporal ober Genevil Der Schlaz sei.' iriiche durch Kameraden verhindert 3mm vi)in la; bereits das Unternehmen eines Angriffs vor, für das daS Gesetz als Mindeststrafe 6 Monate Gefängnis vorsiebt Da der Angeklagte sich bei der Ti-uppe auch seither schlecht geführt hatte, insbesondere wegen einer ganzen Reibe von Diszi- plinartoidrigkeiten öfters disziplinarisch l>estr.>fl worden war. ging das Gericht über die gesetzliche Mindeststrafe himius. Die Trunkenl^it konn e 11 id> einer ausdrücklichen Vorschrift des Mili äcst^af sich eines stets wachsenden Zuspruchs Für vas jetzt begirmenbe Winterhalbjahr wurde folgender Arbeitsplan aufgestellt: Der Duhnenvolksbund Gießen spielt am 30. Aovember das Schauspiel .Maria Magdalena" von Hebbel. Für den Monat Dezember lind vorgesehen: ein Schubert-Abend und ein Melodramitcher Abend, veranstaltet durch Professor Dernbeck in Gießen. Zu Degrnn deS nächsten IahreS sieht man einen Radio-Abend und einen Vortrag des AmtSarzteS Dr. Schüp- pert in Gießen vor. Mit Dank wirb von einem Anerbieten der Gießener Hochschul-Ge- s e l l s ch a s t zur 11 eher nähme von Vorträgen Kenntnis genommen. Der Vorstand soll mit der Gesellschaft wegen Auswahl der VortragSstoffe in Verhandlungen eentreten. Der bisherige erste Vorsitzende deS Vereins, Stiftspfaroer S chorte m m e r, hat wegen Amts Überhäufung sein Amt niebergelegt. An seine Stelle tritt "Sürgermeifter Völker, der sich um bie Aeugründung deS Vereins verdient gemacht hat. Es wurde im Laufe der Versammlung mehrfach mit Bedauern betont, daß die Veranstaltungen des VeoeirtS teilweise nicht das Interesse in der Bevölkerung ftnben, wie man es eigentlich hätte erwarten sollem Vielleicht hat es nur an der richtigen Reklame gefehlt. Es soll nicht versäumt werden, die Bevölkerung auch von dieser Stelle aus auf die Veranstaltungen deS Veveirts, die in jeder Beziehung alS erslllassig und auSgewählt bezeichnet werden müssen, hinzuweisen. — Am Sonntag hielt der Gesangverein .Rothscher Männerchor" in SteinS Saalbau sein diesjähriges Wintervergnügen ab. Flott gespielte Theaterstücke, einige Couplets und mehrere Gelangsvorträge des Vereins bereiteten den sehr zahlreichen Besuchern gerruhreiche Stunden und legten Zeugnis ab von den gesanglichen Fortschritte des VeoernS unter der Leitung seines bewährten Dirigenten, deS Rektors i.P. Christian Roth. rt Lich, 6 Aov. Zum Erntedankfest, das hier am kommenden Sonntag gefeiert wird, wurde eine große Sammlung von Liebesgaben veranstaltet. Die Konfirmanden ftetPen sich willig in den Dienst des LiubeSwerteS. Landwirte gaben von ihren Erzeugnisien, Geschäftsleute spendeten Waren aller Art, andere Ge- meinbeglieber gaben Geldspenden Die Siebe8- gaben, die für die hiesige A 01 h i l s e, für die Anstalt in Kl 0 ster Arnsburg und für bad Diakonissen Haus Elisabethen stift in Darmstabt bestimmt sind, wurden in bie Kirche gebracht unb um ben Altar gelegt, um dort am nächsten Sonntag ein sichtbares Dank- unb Liebesopfer barzustellen. l. Hungen, 5. Aov. AuS der jüngsten G e - meinoeratSsitzung ist zu berichten: Der Ankauf eines Bullens toirb genehmigt, ebenso wird die Anlage einer provisorischen Wasserleitung nach einem außerhalb der Stadt gelegenen Aeutou genehmigt unter der Bedingung, daß die Anlage genügend gegen Frost gesichert wird. Das Hessische Hochbauamt schlägt Die Einrichtung einer kleinen Beamtenwohnung in dem Dachgeschoß des Amtsgerichtsgebäudes vor, für welche bie Kosten mit 4000 bis 5000 Qltart veranschlagt werben. Da sich ein kleiner Aeudau vermutlich nicht wesentlich höher stellen wird, ist der Demeindeoal der Ansicht, daß ein solcher inS Auge zu fassen fein dürfte. Für die Kreditgewährung an einzelne Landwirte, welche an der Aot- standsaktion des Staates teilncfrmen, übernimmt die Gemeinde selbstschuldnerische Bürgschaft. KreiS Alsfeld. AlSfeld, 6. Aov. Aach der Personen- standSaufnähme vom 10. Oktober beziffert sich die Einwohnerzahl unserer Stadt auf 5215. Davon find 2486 männlich. 2729 weiblich. Aach der Konfession wurden gezählt 4619 evangelische, 322 katholische, 224 jüdische Bürger, Äbanf-®olb- n, auf Reichsmark 1 erfolgt bereits j richt unb 2r1 Emz-Miei. ki ' Slemmer dir *Ba* ulunterrichu tSzeit gefordr inister für NlVl ichtfuz^M' habe Mist, hier re;elmab> :e-, t in der 2ag«_M< [olqcn. ES lei W vWdusme imm« Ibung ihrer 3^ tt ju toibmen unb " Vorzüglich cm- t;»n Das gleich* habe. De' ümtliche prruM Mft sich au« S(l1L besonder« ' nur über* \.trXer und nhine Erziehung ÄS? im .,r a Mt. JÄi. ung,uu^ wogend» r kle'ncn j •w L '»Ser®«, 16 h HerrHeinrich WeberU u' Dreschmaschinenbesitzer im 74. Lebensjahr. Heuchelheim, Gießen, den 6. November 1924. Die Beerdigung findet Sonntag, den 9. November, nachmittags 21/* Uhr, vom Sterbehause Gartenstraße 17 aus statt 024949 KAFFEE in Mk. 3.60 | Mietgesuche Gießen, Neuwied, den 6. November 1924. hofes aus statt. 024935 ■t»tt Jeder besonderen Aneoige. ■ Mainzer Friedhofes aus. 024933 i MaeiMU« Mil« Ar „L räLZier wenn Sto Ihren Bedarf in ma Im-Wert 8747 D MÖBEL Ganllnei per Meter 2.00, A QH 1.65, 1.10, 0.95, U.OU W Herrengarderobehaus W I L.Nosenzweig | D Giesten,SelterSw.58, i Trepve M Eingang (ftfc BolkSbad. v IW Haushaltmischung II Spezialmischunq . . , Gesellschaftsmischung Edelmischung..... Die Beerdigung findet Samstag, den 8. November, nachmittags 21/, Uhr, von der Kapelle des Neuen Fried- K WM^M«e1n Laden nur la reinschmeckender Qualität Haushaltmischung I . . 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Mehr und mehr ist sie aus r Stellung als Mittelpariei auf die linke rite hinübergewechselt. Zwar wird dies neucr- gs von den Parteiinstanzen lebhaft bestritten, ber sollten die auSgeschiedenen Abgeordneten, i den Schritt doch sicherlich nicht leichten Her- und nicht ohne gewissenhafte Prüfung gehen, h so vollständig über die Tatsachen geirrt den. die zu ihrem Entschlüsse führten? Sollte ie tiefe Miststimmung in der Partei wirklich ter tatsächlichen Grundlage entbehren und aus Mistverständnissen beruhen? DaS ist fr x>er anzunehmen. Zudem liegen Aeusterun- t i demokratischer Zeitungen und Redner in i lügenber Anzahl vor, die das Gegenteil kuxtfen; sie können weder aus der Welt ge- f isst noch erfolgreich umgedeutet werden, k^iliestlich sprechen aber auch die Ereignisse der ten Zeit selbst eine Sprache, die nicht über- | t oder totgeschwiegen werden kann. Diese Ereignisse, die im einzelnen nicht auf- filhrt zu werden brauchen, gipfeln in der A u f- isung deS Reichstages. Die Reichs- slSauslösung in diesem Augenblick ist ein Dor- .'itfl, für den breiten Teilen deS Volkes jedes : rständ.1 is fehlt. Sie sehen weder einen reichenden Grund für sie, noch vermögen sie t) irgendwelchen Ruhen von ihr zu ver- iechen. Sie fragen sich, wie man es rechfier- i]?r. will, dah jetzt wieder einmal alle in ing befindlichen wichtigen und drängenden par- lmentarischen Aufgaben, die zum Teil entschei- ugSreif waren, st i l l g e l eg t werden: dast daS Ttschaftsleben aufS neue in seiner Entwicklung Eflrrt, die Kreditfähigkeit der Wirtschaft im n- und AuSlande in Frage gestellt, der ökono- ische Wiederaufbau um Wochen und Monate d^zögert wird: dah die Entfachung der Politiken Leidenschaften, wie sie mit einem Wahl- 4 rpf nun einmal gegeben ist, unseren auswär- L.'n Gegnern gern benutzten Stoff zur Hintan- V tung des eben erst begonnenen internationalen L.i^gleichS liefert. Sie sagen sich, dah irgend re wirkliche Klärung vom Ausfall der }iblen kau m zu erwarten ist. Muhte das sein? War der Vorschlag! der Re- tring, einige Deutschnationale als Minister auf- i«hmen, wirklich so völlig unannehmbar? Auch :nn noch, als auf eine aktive Mitwirkung der .nokratischen Partei verzichtet und nur ver- ergt wurde, dah der Reichswehrmini st er ii leicht erklärlichen sachlichen Gründen auf feint Posten bleiben solle, ohne aus der Fraktion :i icheiden zu müssen, aber auch ohne sie in ihrer j-tung gegenüber der Regierung irgendwie zu rten? Kann man allen Ernstes behaupten, dah i-er Festwoche. Im vorigen Jahre unternahm Mussäini noch einen Triumpzug fast klassischen Stiles durch das Land. In seinem Sonderzug mitfahrend, Auto an Auto mitrasend, sah ich Den Diktator m einem wilden Meer von schwarzen Fezen stehen, in Bologna kletterte ein Mann aus dem Dolle während der Ansprache des Duce an der glatten Wand des Domes hinauf bis Uür Finne — was galt ihm heute sein Leben! — und im mitternächtlichen Florenz lehrten die Mütter ihre Kleinsten, die Patschhändchen gegen die Kraftwagen ausstrecken zum römischen Gruh. In P e r u g i a gab <4 keine Absperrung, Bergler und Schokoladenmädels drängten sich an den eisernen Herzog heran. Bei der Weiterfahrt brachen Dächer von Dahn Hof schuppen unter der Last der stundenlang Harrenden. Und erst in Rom! Der Diktator läd den König zu Gast ... Wie ich die beiden so verschiedenen Männer nebeneinander in den prunkvollen Räumen des Palazzo Venezia sah, es erschien mir wie ein Morisches Gemälde. Und heute vermeine ich, den inneren Gesichten" Hit Beckmann als sein Wollen hingestellt. Er ist voll innerer Scheu, ja, er ist bei all feiner Wirklichkeitsnahe Träumer, und auch darin ein Spieg l uns re Z it Richt dcrh er sich in die Ratur un) Einsamkeit flüchtete Er entdeckt des Märchen in den Strafei der Grvst- stadt En? Radierung wie .Die 'Drücke 1922" mit den drei sich mächtig zur Tiefe fp-nnerden Dogen ist v-ll davon Und e-ft feine F crben. hell unb leuchtend _Schöne F rben". drängt sich einem unwillkürlich auf die Lippen, sein Grün unb Grau unb Rot. Aus impressionistischem Lichtgeflimmer hat er sich diese Sprache entwickelt, unb mit ihr kann er die Märchen unserer Zeit und der Grohstadt künden Ganz langsam gehen dem Betrachter diese Schmh iten auf, werden dann aber beglückendes Wissen, dah Schönheit nicht in un- w'h hast ge F. .cht aus de Segen roa t s ndern inmitten auS Der Rüchterahnt und Bewußtheit unserer Tage zu finden ist, hat man nur einmal die Augen gelf n t. Ein Drittes bleibt, den Akkord der Kunst Mar Beckmanns wie unserer Zeit zu vollenden. Durch das ganze Werk des Me sters ziehen sich Darstell'angen rcTgiöfer Motive von der 2hif- erstchang 1939, mit ihrem an Rab ns mahnenden Gewtrbel der Leiber über Eh.i't S und d e Sünderin in der Mannheimer Kun th le da at - deutsche Me ster we Mältscher Pate gestanden, bis zur Kreuzabnahme, die heute im Stadel hängt ES ist mehr als Laune, dast gerade in Deckmanns Werk, das so ganz gegenwartsnah, so ganz tief dem Leben der Grosttadt verknüp t ist, immer wieder Christus steht. Eine felsharte Wirklichkeit, um deren Bewä tijung der Künstler ringt die er einzubauen sucht in fein Weltbild, das da ist nüch eme Sachlichkeit und klare Dr- wuktheit. Wissen um das Schöne, das Märchen, Ringen um Gott. ein Kapitel bn Geschichtsbuch zu Ende gelesen zu haben. Es beginnt em neues. Es gab diesmal Fernen Triumphzug. Aber am 28. Oktober scharten sich die schwarz Legionen zusammen unb leisteten den Eid „zum untrennbaren Wohle des Königs und des Vaterlands". Muslolini brachte dem Monarchmi ein trefslich diszchlinierleS. brachte ihm sein aus dem Doden gestampftes Heer zum Geschenk dar. ein Privatheer, das gröber ist, als das stehende! Hat ein Mann, der solches zuwege brachte, nicht ein Anrecht darauf, etwaS stolz zu sein? Darf man es chm verdenken, wenn er gläubig in die Zukunft schaut? Unb so forderte er alle Ungläubigen, bie ganze Masse seiner Feinde in bie Schranken, inbem er seinen Schwarzhemden auf dem Domplatz zu Mailand bereits ein Stelldichein für den nächsten 28. Ottober an der gleichen Stelle gab! In diesem Augenblick dröhnte durch das ganze Land das Giuro! der Schwarzhemden. Ich schwöre! Unvergestlich das Dild dieser tod- verwegenen Jugend inmitten der Trümmer deS alten Rom, vor den roten Riesenmauern der Cavacallathermen. Am 30. Oktober feierte die Hauptstadt die Atoeitc Einnahme von Rom. ‘Bunte Wimpel an Den Strastenbahnen, flammende Manifeste. Und nun machen die Frontkämpfer doch noch mit. Wo eine Gruppe Kriegsblinder auf der Strabe auftaucht. (Dringt alles von den Stühlen vor den Kaffeehäusern auf, steht in den Wagen und grübt ergriffen oder mit hinreibender Selbst Vergessenheit. Jeder Tag bringt ReueS. Ueber Rom findet die erste, glänzend gelungene Luftparade statt. Hunderte von eisernen Vögeln kreisen um das Kapitol. Und Mussolini gibt einen Tagesbericht auS: Sieg auf der ganzen Linie! Der Tag wird kommen, wo d.e Gegner auf dem Aventin die weihe Flagge auf ziehen werden! Wir können warten... 1. Rovember. Rationalfeiertag. Run kommt auch der Kalender dem Faszismus zu Hilfe, denn wer bis jetzt hinter dem Ofen blieb, den jagen die Klänge beä Kön gsmarsches auf die Deine. Die faszistischen (Sieg.Dreiern gehen zwanglos über in die nationalen: am 4. Rovember zerfiel die Macht Habsburgs ... • Der Himmel hängt voll lauter Glocken. Im zweiten römischen Frühling, an einem so lenz- lichen Herbsttag wie diesem klingt er ja immer. Eine Sinfonie von Dlau und Gold. Ein singendes Meer von Seligkett, das ist der Canto fermo. Die Stimmen aber, die dagegen kontrapunk- fieren, sie strömen hell und stetig aus metallenen Kehlen. Es sind Glocken aus Stahl. Die Luft zittert darunter. Rrrrommm — rrängg— rrrommm — rrängg--- Wie auf der Zementbahn, wenn die Ma- schinentiere herumrasen, die vielpserdigen. Die Mariefien und Theresen, Ada und Gra- ziella heben den Dlick von der Wäscheleine und statt Hemd und Höschen dort anzuzipfeln, winken sie bamit in heiterer Heftig kett. Ach Gott, was sind diese flachen Dächer doch so praktisch! Emst schaute man von der Terrasse auf den schmucken Reiter hinab, jetzt zu den stolzen Fliegern hinauf ... nur wegen dem Tsching- daredda, Dummderedda ..... Rrrommm — rrängg ..... rrrommm — rrängg ..... Voran der Herr Hauptmann. Ganz au8 Silber und Würde. Man sieht s chm an, wie vorsichtig et fährt, um von seiner Pracht nichts abzustohen, denn es ist ein echter Zeppelin, „Dodensee" hieb er früher. Seine Adjutanten sind viel kleiner, ganz hinten segelt einer wie zum Vergnügen. Sein Motorchen hat nur 40 HP. unb die Desatzung besteht aus 1 Mann. Riedl ich. Die Herren Pressevertreter haben auf F. 6 Platz genommen. Sie zücken den Dleistift wie sonst im Auto — das Manöver kann beginnen. Ah — da biegen die ersten Schwadronen schon um die Peters kuppel. Wie aber die breit- flebigen, von Ostia kommenden Wasserflieaerdie Spitze nehmen! Defriedigt nicken die silbernen Herren Offiziere. älnd schon beginnt das Defllee vor dem (Stab. Der Tiber brunten zieht eine Paradeschnur, der Eorso eine zweite, die Dia Flannnia eine dritte — aber ich sehe immer fünf für fünf — v du wundervolle Partitur! Dröhnend entfalten sich die Schlachtordnungen. Da ist der germanische Keil, da die Phalanx, da der Rhombus. Mit siebenhundert Pserdek- kräften brüllen die Fiat Dr.-Geschwader vorbei. „Meine Herren, der Wasserjäger S. 58, auf dem unser Frvnt-Ab Dacula fliegt, ist der schnellste Cb es nicht zu einr gl chen wäre, Werke dieses Künstlers auch h er in Gietzen zu zeigen? R. Bayreuther Bühnenfeftspiele. Die Verwaltung der Dühnenfesfipiele in Datzreuth versendet soeben die Ankündigung der Fesfipiele für 1925. Zur Ausführung gelangen: Panifal, Der Ring des Ribelungen unb Die Meistersinger von Rürnberg. Küuftlerhilfe. Zu den Ständen, die unter der wirtschaftlichen Rot am schwersten zu leiben hoben, gehören die bilbenben Künstler. Man braucht nur die Ausstellungen zu besuchen, um festzustellen, we wenig verkauft wird. Geradeso spärlich ergehen die Aufträge und geradeso wenig wird in den Ateliers verkauft. Das hat zur Füge, dab selbst namhafte Künstler kaum noch ws'en, wie sie ihr Leben fristen sollen: sehr vielen fehlt die Möglichkeit, sich das nötige Material zu beschallen, um überhaupt weiter arbeiten zu können. Auf der anderen Seite hat das Verständnis für den guten Wandschmuck in weitesten Krellen der Bevölkerung zugenommen. Wer hat nicht den Wunsch, seine Wchnräume mit wirklich guten und originalen Bibern zu schmücken, sei eS mit Radierungen, Holzschnitten. Litographien. fei es mit Bibern, die besonders wertvoll find, weil sie nur einmal existieren: Zeichnungen, Aquarellen u. dgl? Oelgemälde sind für die meisten unerreichbar geworden. Dagegen sind viele noch in der Lage, sich ein graphisches ‘Blatt oder ein Aquarell zu erwerben, allerdings nicht zu den durch Provisionen und Unfoften erhöhten Preisen, die die Künstler für besondere Leistungen in Ausstellungen ansehen müssen. Manches Blatt steckt in den Studienmappen und in den Ateliers, das der Künstler an sich nicht auf die groben der Welt — 230 Kilometer mittlere Geschwindigkeit --u Die Hydroplana — ah! Sie zerstreuen sich nach Reapel, nach Orbetello und Spezia, von wo sie berfamen. Kranichzüge. Wildenten Gänsemarsch es wimmelt in den Hügettälern von eisernen Vögeln. Schwarm auf Schwarm. Patrouillen jagen da neben her. Rur noch 'Fachmänner IcniKOj ' .ch aus in dem Gewimmel von Kundichastern und Jägern. Auf acht Fäden aufgezogen fchwirren die M > »en der RekognvSzierungsllugzeuge über den Drcietten und Indianerzügen der Dombardicrer <3in viermotoriger Caprvni borniert prompt auf den auf- blitzenden Zeppelin. Man merkt es der Sonne richtig an. wie sie ihre helle Foeude an dem Schauspiel hat. .Unsere Zukunft liegt in der Luft", sagt Musiolini. .Die köngliche Aeronautik," antlpor.; General Donzani von Bord au.-. ,L tag dem Augenblick, da sie über Roma Immer. über dem unsterblichen Rom paradiert, dem „m. tigen Urheber ihrer Wiedergeburt" ihre Huldigung bar." ES ist ber Tag ber zweiten Einnahme von Rom, brunten in den ©traben wimmelt es von schwarzen Punkten, bie auf ein Wort hin sich zu den gefürchteten schwarzen Legionen zusammen- schliesten würben. Aber was kümmert das Marietta und Te- refab. Ada unb Graziella? Sie hören nur daS Singen und Klingen in den Lüften und auch in den fremden Augen unter den Hornbrillen und Lorgnetten liegt es wie ein Abglanz der göttlichen Weihe des römischen Himmels unb ber Gröhe des technischen Fortschritts. Wirtschaft. Vom Weltqctrcidemarkt. Wie vorauszusehm war, haben die ®ctreibe* Preise, die namentlich im Cepicmber fpiun.ibaft gestiegen waren, keinen Bestand geh.rvt. Tic Tonne Roggen, die zeitweilig mit über 250 Mk b z hlt und vereinzelt sogar noch höher bewer et wu de, ist bis auf unter 200 Mk zurückgega g n, renb für Weizen die Situation genau so hegt Dabei ist die letzthin gleiche Rotierung für bie e beiden Hauptgetreidearten bemerkenswert, n > dem früher stets ein ülnierschied zwischm dem Weizen- und Roggenpreis von etwa 2 > Mk i or- Händen war. Es ist von uns bereits heroer gehoben worden, dah die auberorbc itlie.ch ch: Versorgung des Kon'ums und der Hindi w h- rend der längeren Getreide hauste mi de:n 2rug n- blick zu einer Stockung des Geschif es führte, in dem bie Preisbewegung eine Qlenberung erf hrcn würde. Dies ist nun tatsächlich dcr Fall, u d zwar war h erbei von besonderer Dedcu un 3 die lebhafte Einfuhr von Mehlen. W ater zeige 1 dic deutschen Müllereien gegenüber dem vo i g den Angebot vorsich.ige Haltung, da die we er G.- ftaltung der Preislage am Weltmarkt bis: er durchaus noch nicht klar liegt. Mai rechnet, wenigstens soweit die deufichen ©etreibemir'te in Frage kommen, zunächst mit einem weiteren Rach- lassen der Getreidepreise, da die Landwi te g ö- berc Reigung zeigen, angesichts der zur Zeit borbanbenen allmählichen Preis e fu g m. m hn Material hevauszukommen, um bami ange ich s der vorhandenen Steuer- und äh-stichen Lasten noch Preise zu erzielen, die so gü isfig wie möglich liegen. Dieses Angebot bewirkt auf de anderen Seite aber natürlich gerade das Gegen'ell des Beabsichtigten — entsprechend dem alten Grundsatz, dab die freie Preisregul erurg durch Angebot und Rachfrage erfolgt D> wie- auf Grund der gröberen Oktober-Engag ments d e Verschiffungen RordamerikaS na«ch Europa im letzten Monat sehr erheblich waren, und z. D. in der letzten Oktoberwvche an 2 Million- ■ ~ uar- ters betrugen, ist hier natürlich v el zahlfäh geS Material vorhanden, das sich teilw ie zuerst in schwachen Händen befand, das bei Marl un er Druck hielt. Rumnehr hat es alle ings dm Anschein, als wenn wesentliche Teile der am'r konischen Einfuhr in kavitalstärkeoe S)änV b-rge- gangen sind, wobei sich nicht gerinne Mengen im Besitz der Reichsgetreidestelle befanden urflen. Die Ernte in den La Plata-Star en wird nunmehr in Kürze beginnen. Da bie Wetternachrichten und infolgedessen die AuSsichtetr für den Ausfall der Ernte nicht ungünstig lauten, i t von hier aus möglicherweise mit einem re st 'rk en Export für die nächste Zeit zu rech reo Aehn ich gestaltet sich die Entwicklung rn Australien, für oas man ebenfalls mit einem anseh l chen Ergebnis ber Ernte rechnet Rach all bi e, gegenwärtig für die Preisverhältnisse am Getreide- markt wesentlichen Momenten fchernl man o'-er Ausstellungen schickt, für das sich ab r Lie'chaber finden werden, nxnn sie nur von diesen Blättern erfahren, ilm diesem doppelten Rot stand ive° nigstens in kleinem Umfange abzuhesten, wird vom 1. Dezenrber ab in den Räumm des Lande s a m t c s für das DildungSwefen (der ehemaligen Geschäftsstelle de- Darmstädter Vrllshochschule) eine Verkaufsausstellung „K ün stier Hilfe" eingericht't, die im Wesenti-chen graphische Blätter af er Art, Agua- relle, Pastelle u. bgL, nicht aber Oelgemälde, aufnehmen und der breitesten Oefsent- lichkeit zugänglich machen soll. Dre Künstler, die diese Ausstellung beschick-m wollen, werden auf gefordert, dies bis spätestens zum 10. Rovember dem Leiter der Ausst-ellung, Re- gierungSrat Henrich, LandeSantt für das Bit- dungswesen, mitzuteilen. Das 3. Max-Neger-Feft der Max-Reger-Gesellfchaft findet unter ber Leitung von Fritz Dusch vom 14. bis 16 Rovember kn D r eSden statt. Ein Orchesterkonzert der StaatSIapelle unter Fritz Dusch bringt bie Lustspiel-Ouvertüre, das Violin- Konzert (Adolf Dusch) unb d e f iten gehörte Romantische Suite, ein Kirchenkonert die Orgclfantasien „W achet auf, ruft uns die Stimme" unb „D. A E. H." (Karl Straube', Präludium und Fuge op 117, Rr. 6 für Violine allein (Adolf Dusch' und \ - cappeW 3- Chöre aas op. 39 und 138 (Bremer Domchor unter Eduard Röhler). Den Beschluh macht eai Kammermufik-Konzer^ beä Tu ch- Ouarietts, in dem dieses d:: crirerchnu''rt?tte in A=5hir und ^s-Dur zur Aufführung bringt, während Rudoll Serkin die Dach-Dariatirnen op. 81 spielen wird. in go^TretTen mtnbefren« für den Beginn des nächsten Jahves mit einer neuen Belegung der Geschäftstätigkeit und damit verstärkt eintretender Haussebewegung zu rechnen. Cs bleibt abzuwarten, inwieweit diele Schätzungen den Tatsachen entsprechen werden. .* * Aufgehobene Ausfuhrverbote. Durch eine Verordnung des Reichswirtschafts- mmisteis, die in diesen Tagen tm „Reichsanz 24,5 4,70 24 4,76 24,5 4,75 Darmst. und Nätlonalbauk . 8.13 9 8,30 9 Deutsche Bank......... 10,15 — 10,13 10,20 Deutsche vrremSbank .... — — —— DtSconto Lommandit .... —- w 11,96 11,75 Mctallbank........... 13,25 — — — Mtiteldeutlche Tredttbank. • 1.00 1,6 1.6 1,65 0,325 Oesierretchssche tfrebttanftaU 0,333 0,340 0,320 Weftdank............ — 0,3 — Bochumer Guß ....... — 48,65 48,75 Buderu- ............ —— —- 8 9 8,90 Caro ............ — — 9.40 9,1 Drutsch-Lupembar«...... Gelsenktrchener Bergwerke. . Harvcncr Bergbau...... Kaliwerke AschcrSleben.... — — 63 2 63 53,13 5 60 — — 81,9 12,30 82,13 H,50 Kaltlverk Westeregeln..... 15,76 16 15,74 15,3 Laurahütte........... •— — 6,4 b,40 Oberbedarf........... — — 8 8,25 Pyoutr Bergbau ....... Ryeinstahl........... 37 — 37,50 36,50 ** 32,30 32,10 Riebeek Montan........ — _ 22,53 32,5 TelluS Bergbau........ 2,30 2,35 Hamburg-Smerika Pakt. . . Norddeutscher Lloyd..... —• —• 23,9 3.9 24 3,75 Cheramssche Werke »lbtn . . ■* — — w- Zementwerk Heidelberg . . — 19,40 * — Pbilivv Holzmann...... — 4,8 4.8 Analo-Lont.Guano..... Badische Anilin........ — 925 9,10 18,4 18,20 18,40 18,26 Cdemische Muyer «laptn . . — — — *• Goldschmidt.......... 13,13 13,50 13 13,60 GricS, eimer Electron .... — e— 16,40 16,40 Höchster Farbwerke...... 16,65 — 16,60 16.10 Loljverloylung........ w — — —■ RütgcrSwerke ......... — 14 14,1 Echetdeanstalt......... I3.ro — — «llg- ElektrizttütS-Gefellschast 7,80 7,7 7,75 7.1 Bergmann........... Mainkraftwerkr ........ —* *■ 11,40 11,70 — 8 e* —• kchuclert............ — — 37 P6.5 Siemens & HalSke ...... — 43,50 43 65 Adlerwerke Kleyer ...... — 1,75 1.76 1,8 Daimler Motoren. ...... — •— 2,75 2.5 Heyligenstaedt. ........ — — — — Meguin............. — — 7,8 7,6 Frankfurter Armaturen . . . W— — — •— Konservenfabrik Broun . . — — 0,8 0.8 Metallgesell^chast Frankfmi. Pet. Union A.'G....... * 1,4 — Schuhiabrik Herz...... * — 2 2 2,25 Sichel.............. — — 2,9 2.75 ►ftßftoff Wa.dhof....... — — 7.65 7,60 Zuckerfabrik Frankenihgl . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . 8,10 3,60 •— — e) Dom Rück-iahlungSwert. s ! ' Bankno tea. M - Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark au«aedrückt. Cuenof-atrel, flonbott, SRtu> Jovan, Mode Janeiro für eine Einheit, Wien untz Budapest für 100000 Tindeitrn. alle« übrtae für 10Ö Einhrttrn.) elegrap hische Auszahlung. 5. Novbr. 6 Nov r. {Report. Amllichi Dotierung 7lmui.hr Gelb toii.r 111 Brief ti'eld Brief 5. ß UmN-Rott 136,28 187,12 U6.9 167,77 voll voll Brtz.-Antw 20,13 60,26 20,28 20,09 20,19 voll Lbristinnia. Kopenhagen 60.5, 60, 5 60,85 voll voll 72,74, 73,10 13,07 79,4' voll voll Stockholm - Helsingfor». Italien. . . 111,62 112,18 111,97 112,43 voll voll voll voll 10, ,0 18,.-7 10, 6 18,37 10,50 18,19 10,56 18,29 voll voll London. . . 19,055 4,1» 19,1 5 19,14 19,24 voll voll Neuyork . . 4,21 4,14 4,21 voll voll JariS.... $1,98 $2,08 $1,P9 11,99 voll voll Schweiz . . 80,76 56,46 82,16 8u,77 61, 7 voll voll Spanien . . Wien in D « 86,74 86.46 06.74 voll voll Crß. abgest Prag . . . , Budapest. . Buen.-AireS Bulaarten Japan . . . 'N Io de Jan Belgrad . - Lissabon . - 6,91 5,04 8,91 6,94 voll voll 12,49 5,63 1,53 3,06 1,5, 5 1,46 6,07 16, 6 1k, 15 6,6= 1,64 8/7 1,615 (.47 6,10t- *6.64 12,48 8,56 1,855 8,(65 1,605 1,45. 6,075 16,66 12,54 6,58 1,665 8,(83 1,61 C,465 6.1 i 16.64 voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll wll voll voll voll ITrr"». «. Novbr. Brle' Nepari. rimcrikanlsche Roten ..... Belgische Noten ....... Dänische Noten ........ Englische Noten........ Fraiijösische Note» ...... Holländische Noten...... ^chilenische Noten ...... Norwegische Noten...... DentschOesterr, 2100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten...... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten 4,11 20 05 13.J1 19,14 1.1 165.83 18,19 00,55 5, 0 2, 7 111,8 80, 0 56,31 12,46 6, 0 4,?l ro.15 73,4i 19.2' 12.01 1'8,0 10,29 60,8 £.925 2,39 112,38 81,10 66, 9 12,51 6,55 roll roll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll Frankfurter Abendbörfe. F r a n k f u r t a. M-, 6. Nov. (Täil.) Nach der neuen Abschwächung, die an bei Nachbörse für Kriegsanleihen eint rat, kam es an der Abend- Sdtfoe ßlitterwochen. Roman vvn Ariwld Fredericks. 40. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Immerhin lag hier eine Möglich! nt, und sie ergriff si.-. Eben al« die Tritte A ckömm- lmgs auf dem Treppenab-atz draußen erdröhnten, huschte Graee durch das Zimmer in bei Wo >d- schianl und zog die Tür fach e hinter sich zu. In der Eil? klemm te sich der Qlennel eines Kittels, bet an einem Hake, hing, in die Türe, so daß sie nicht völlig schloß. Cs war zu spät um las Hindernis je ,t zu beseitigen, und so drückte sie sich, vor Auf egung z t ernd, an die Rückwand. Tas Cinil mimen hatte bewirkt, daß die Tür- leicht, offen bli.'b — es blieb zwischei ihr und dem Rahmen ein fingerbreiter Spalt. Du ch d e- fen konnte Grace einen Teil des Zimmers übersehen Sie !ah aufm.rksam nach der Tür zum Vorplatz, als sie geöffnet wurde. Der Mann, den sie im Bäckerladen gefehm hatte, trat ein. Er trug einige Päckchen, die er auf ben Ti'ch legte und richtete fjfjr. ein Früh- stück her. Aus einer kleiien SpirituSlampe bereitete er ijiffee; Butler, Brötchen und Obst entnahm er den vor ihm liegenden Papierdüten. Auch eine Flasch: Milch f h.te nicht. Grace fragte sich ob sie für das Kind sei. Der Mann war schweigend mit seinen Vorbereitungen beschäftigt. Gelegentlich iab Grace sein Gesicht genau. Cr war etwa dreißig Iahre alt, von dunkler GesiH'ssarbe und hatte schwa e j Haare. Er hatte in sei em Beieum n) ü ■■ | Haupt in seinem Aussch.n cl r.ig ?) i. t.. e3 ! sie war sich aber nicht klar darüber, woher. Iedenfalls war sie sicher, den Ma.rü früher schon gesehen zu haben. Ein- oder zweimal machte er eine Bewegung, als ob er auf den Wandschrank zuk menen wollte, aber jedesmal war es etwas anderes, das seine Aufmerksamkeit erregte. Dann toiei.er holte er ein Päckchen Zigaret en, das auf einem de ■ Gestelle lag Grace fr.vjte sich, waS sie g:tin haken würde, wenn er h?'gekommen wäre und die Wandschranktüre geöffnet hätte. Sie dachte in vereinzelten Augenblicken nach Hause und an Richard. Wie sonderbar für s e beide, hier in Paris zu sein, solange getrennt und einander doch so nahe! S.e war neugierig, ob Richard ihr wo bl geschrieb n habe, und was cr dachte, daß er keine Nahrichten von ih erhielt. Dann erinnerte sie sich, daß sie schließ! ch erst einige Tage in Paris war — ein Brief hätte ihn kaum schon erreiche i können. Sie gedachte Onkel Abes, der seine Blumenbeete pflanzte: der Tante Lucy, die gutgelaunt über ihren Waschzubern summtet Rosas, die ihre schnurrigen, ländlichen Lieder in bT FrühlingZ- bämmerung Jana Dons und ber anderer Hunde, bei Hühner und ib.ee geliebten Blumen und wunderte sich, wie bieS alles ohne Richard und sie wohl aussah. Ein plötzliches Geräußh unterbrach ih e Träu- mereicn und veranlaßte sie, sich ber Türe zu nähern und erregt zu lauschen Der Mann im 2ZLLer war für eine Welle aus ihrem Ge ich s° kreis in dte linke Ecke bes Zimmers verschwunden. Was er dort tat, konnte sie nicht sehen, wahrend sie auf lein Wiedererfcheii«n wartete, war sie Dorje wieder zu einer starken Nachfrage nach Anleihen aller Gattungen. Die Kursbewegung war schwankend, Kriegsanleihe notierten 660 bis 685 bis 680, waren also gegenüber ber Notiz an ber Nachbörse um 25 Milliarden gebessert. Z^proz. Reichsanlethe gingen zu 1060 um minus 5 Milliarden. Im freien Verkehr wurden Zi/sprozentige Preußische Konsuls zu 1400 gehandelt minus 50 Milliarden, Parischähe notierten 680 minus 20 Milliarden, 4i/»proz. 24er Schahanweisungen 420 Geld minus 15, 4prcy. 1914er Schatzanweisungen 900 minus 100 Milliarden, Preuhenkali 3,7 plus 0,1. Don ausländischen Renten wurden Mn- garische Goldrente mit 93/s notiert. Der Aktienmarkt lag wieder ruhig bet nur wenig veränderten Kursen. Am Montanmarkt wurden Mans selber 3>/4 Geld, Otavi 233A plus 0,25, Rheinische Braunkohlen 263A minus 0,25. Tellus 2,35 plus 0,15. Don Kaliwerten zogen Westevegeln 0,25 auf 15 Dill. Prozent an. Don chemischen Werten notiertem Badische Anilin I8V4, Th. Goldschmidt 131/2 minus 0,1, AEG. 7,7 Geld, Licht und Kraft 6,4, Scheideanstalt 131/2. Mainkrast 8. Am Dankenmarkt gingen Berliner Handelsgesellschaft um 0,4 auf 241/2 hoher, Kommerzbank 4,7, Darmstädter Bank 9, Dresdner Dank 6^/4, Mitteldeutsche Creditbank 1,6, Reichsbairk 521 '4 minus 0,5, Rheinische Kreditbank 2,2, Oesterveichische Kreditaktien 340 minus 0,35. Don Ttansportwerten wurden 5prvz. Lombarden und alte Lombarden zu je 71/2 Geld gehandelt. Sonst kamen noch zur Notierung Kleyer 1,75, Neckarsulmer 53/<» Frankenthalzucker 3.6 plus 0,5, Dyckerhoft und Widmann 3,85, Zement Heidelberg 193/g. Lebhaftes Geschäft entwickelte sich am Markte der Industrieobligationen. Man hörte Edison 91/2 bis 93/4, Felten 9l/2 kns 93/4, Hapag- und Lloyd-Obligationen 95/R. 'Auch die Stadtanleihen waren weiter gesucht. Frankfurter 5,4. Mannheimer 5.6, Stuttgart 8. Die Abendbörse schloß für Anleihen bei ruhigem Geschäft in gebesserter Haltung. Aktien tagen lustlos. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 6. Nov. Cs wurden notiert: Weizen 21,50 bis 22,50, Roggen, inländ. 21 bis 22,25. Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 26 Hafer, inländ. 18 bis 21, Mais, gelb 20,25 bis 20.75, Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 33 bis 36,25, Roggen mehl 30,50 bis 33, Weizenkleie 11,50, Roggenkleie 11. Tendenz: Fester. Frankfurter Schlachtviehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. OIL, 6. Nov. Austrieb: 19 Rinder, 748 Kälber, 1517 Schafe, 605 Schweine. Es wurden bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Kälber: feinste Mastkälb-er 74—80, mittlere Mast- und beste Saugkälber 65—73, geringere Mast- und gute Saugkälber 56—64, geringe Saugkälber 45—52. Schafe: Mastlämmer und Ma.t- hämmel 35—40, geringere Masthämmel und Schafe 30—34, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 18—26. Schweine: vollfleischige von 80 bis 100 Kilo 74—80, unter 80 Kilo 65—74, von 100 bis 120 Kilo 78—81, von 120 bis 150 Kilo 78—80, Fettschweine über 150 K lo 78—80. Marktverlauf: Kälber und Schweine lebhaft. Schafe gedrückt gehandell. Der Markt wurde geräumt Berliner Produktenbörse. (Eigener Drahtbericht des »Gießener Anzeiger".) B e r t i n, 6. Nov. Am Produktenmcrrkt fand zunächst ein starker Auftrieb der Preise statt, aber es dürste wenig Hm, ah erzielt worden sein. Dte erholten Preise scheinen also, vvn der Spekulation sofort zu Gewinnsicherstellungen benutzt worden zu fein, fo bafj. auch die ausländischen Märtte heute zurückhaltender erscheinen. Es notierten je 1000 Klg.: Weizen (märk.) 200 bis 210, Roggen (märt) 202 bis 208, Gerste (märt.) 220 bis 250, Gerste (neue) 195 bis 207, Hafer (märt) 169 bis 176, Hafer, pornmerscher 159 bis 167, Raps 390 bis 400, Leinsaat 390 bis 400; für je 100 Klg: Weizenmehl 29 bis 31.50, Roggenmehl 29 bis 31 50, Weizenklete 11.60 bts 11.90, Roggenkleie 11.70 bis 11.90, Dtktonaerbsen 32 bis 35, kleine Erbsen 22 bis 25, Futtererbsen 19 bis 21 Peluschken 16 bis 16 50, Ackerbohnen 21 bis 22 Wicken 17 bis 20, Lupinen (blau) 14 bts 14 50* Lupinen (gelb) 15 bis 18. Serradelle (alt) 14 bis 15 Servadelte (neu) 20—23, Rapskucher 15,50 b'.s 15.90, Leinkuchen 24 bis 25, Trockenschnitzel 9 bts 9.40, Torstnelafle 8.50 bis 8.70, Karioflelflocken 18.30 bis 19 All. Hochschulnachrichten. Don der Technischen Hochschule Darmstadt. * Darmstadt, 6. Nov. (Eigener Bericht.) Die Technische Hochschule hat auf Antrag der Abteilung für Maschinenbau dem Ingenieur Lebrecht Stein mü ller, Mitinhaber der Firma L. und C. Steinmüller in Guntersbach am Rhein, in Anerkennung feiner hervorragenden Verdienste um die technische Entwicklung des Wasserröhrentessels, der Stauvorrichtung für wieder in ihr Träumen mit offenen Augen versunken. Es wat eine Kinderstimme, die sie jetzt aufschreckte. Ietzt weinte das Kind nicht mehr f n- bern sprach klar und deutlich. „Ich will'nach Hause, sagte es mit sehr erregter Stimme. „Ich will meine Mama sehen I" Ter Mann anttorr.ete grob, un e^ullig Du ^ust jetzt nicht gehen. Sei ruhig und komm frühstücken. Er erschien plötzlich in der durch die Türspalte bestimmten Eesichtslinie und Grace sah wre cr an der Hand einen kleinen Jungen hielt und -um Tisch führte Hier setzte er ihn auf einen Stuhl und reichte ihm ein Glas Milch und em Brötchen. „Eile dich jetzt, brummte der Ttann. „Iß dein Frühstück! Ich muh ausgehen." ~ $icf€ Worte erfüllen Graces He z mit neuer Hoffnung Ging der Mann weg. so konnte sie sich des Knaben bemächtigen und mit ihn Reißaus nehmen. _ ^^öweifelte nicht, daß es Stapletons Kind war. Dte Madchenlleider. die es bei der ersten x fragen hatte, waren durch einen dunkelblauen Anzug ereä, der etwas schmutzig und abgetragen war S in Ge icht erschien noch sehr betrübt, das Haar, das lang und l ckig gewesen war, war kurz gtzch ren. Daü Kind scheu gesund, aber sehr aufgeregt zu sein. Grace beobachtete es scharf, während es Milch und Brötchen verzehrte. , , Als es zu Ende war. nahm ber Mann es bei der Hand und führte es tote ter in de G aces r1. Ecte des Zimmers. Sir preßte ”6 glicht «n die Türspalte und mühte sich ab du sehen, was er tat, aber es war umsonst. Gerichtssaal Hrteil ist seinerzeit stark kritisiert worden: vvn Staatsanwalt Berufung gegen das Urteil ein. 8732D $& Gerade «inschn Eitert Snöber: (Mtltt sroptt «Qetfelr Wi:ng Sie horte den Knaben Einspruch erheben; er bat den Mann mit klagender Stimme, ihn hinaus und spielen zu la'sen. Sein Hüter jebr4 hieß ihn mit scharfen Worten, die von einem Fluch begleitet waren, stil'schwriien. Geh' her hinein und halte dich ruhigl hörte ihn Grace sagen und dann war es wieder sttll. Einen Augenblick erschien der Ma^n wieder, setzte den Hur auf und ging hinaus. Dann schloß er hinter sich sorgsam die Tür ab. Grace fmg e sich, ob ihn das Mädchen von ihr gesprochen und so feilten Verdacht erregt hatte. Sie wartete, bis sie hörte, wie die Haustür zuging, und ging dann rasch au5 dem Wandschrank nach der Seite des Zimmers, wohin der Mann mit dem Kind gegangen war. 2luf Den ersten Blick sah sie nicht, wo das letztere verborgen sein konnte. Die Mauern wa- rci^ vergipst, g.du g-strichen, vom Al er brüchig und fleckig. Es stand dort ein gebrechiiher S'uhl u>td die verstoßene GipSsigur eines Kentauren, an der eine Staff -lei und eine Menge m t Spinn- toeben und Staub bedeckter Skizzen lehnten. Sie untersuchte Wände und Boden mit äußer» ster Sorgfcht. Cs schien ihr gut möglich, daß da eine Falltüre war, die in einen gehe men Rounr suhrte, wo der Knabe unter gebracht war Längeres Suchen ergab jedoch keine Spur eine? derartigen Verstecks. Der Dreferboden war verstaub' u die Spalten am Rande mit Schmutz angefüllt, tocrs nicht auf kürzliche ©ntfer ru.ig deutete. Die Wände klopfte sie mit dem Han >griss eines Modelliergerätes ab, das sie vom Tiche nvh.ii, aber fie gaben keinerlei hohlen Ton. (Fortsetzung folgt.) J«I) öameD'Balbs1 gchllhß Fort 4 Reibende toerbcu Hfllen e Torten unaen Wanderroste unv Der nrechmrffchon SVufenrvfifevW rungen die Würde eines Doktor-I«. genieurs ehrenhalber verliehen. Was (In einem Teil der Auflage wiederhoÜ.) Die Mecklenburger Demokraten. Neustrelitz, 6. Nov. (TH.) Die Pariel« leitung der Demokratischen Partei in Meckleu, burg-Strelitz hat unter dem Vorsitz des demokratischen StaatSministers Dr. Hustaedt dem für die nächste Woche einberufenen Parteitag folgende Entschließung unterbreitet: „Vorstand und Parteiausschuh des Landes- Verbandes der Deutschdemokratischen Partei von Mecklenburg-Strelitz können sich die Haltung der Reichstagsfraktivn nicht zu eigen machen, öle empfehlen den Anschluß an die Liberale Vereinigung und überlassen dem in Kürze einzuberufenden Parteitag weitere Stellung nähme." \W i Geschäftliches. — Kaust beutel steht auf den befomtten Plakaten für die Feinkost -Margarine „Schwan im Dlauband", auf dem das frische Blauband- mädchen ein Paketchen in der bekannten appetitlichen Verpackung anbietet. Das bedeutet, bafi man schon beute anfangen soll, dte Ersparnisse zit machen, welche sich durch den Vervrauch von „Schwan im Dlauband" erzielen lassen, uni> welch zirka die Hälfte desjenigen Teils des Haushal- tungsgeldes ausmachen, welches man früher für Butter aufgewendet hat. — Dom Sparen! Bitter nvtwendtg isl dte Sparsamkert in den meisten Haushaltungen. Ohne entbehren zu müssen, kann die Hausfta.! viel sparen, wenn sie statt reinen Bohnenkaffees die schon vor dem Kriege beliebten feinen „Quieta" »Mischungen verwendet. Man kann Quieta kaum vvn gutem reinen Dohnenkaff« unterscheiden und dabei ist ec viel bekömmlicher und durch seine große Ausgiebigkeit viel billiger. In der gestrigen Der handlang wurde der Ange» flagte für schuldig befunden und zu 200 Mk. Geldstrafe verurteilt. moderne. » W PwemeEo« I jcbnitt • falge w deutschnationaler Seite wurde bei d e er Gelegen. beit darauf hingewiesen, daß der Dorsitzende des Grö6e Gerichts, Landgerichtsdivektor Nearoth, der Wflö dlM sozialdernokratischen Partei angehöre. 3m Auf.! Lederrinpbe» trage des hessischen IustizministeriumS legte der Gr.8,4 BlercaJes Weinhronnereien Feairbaoh-Stmtgert. Vertreter: Löael &, Tränkner, tiiessen. Neustadt 57, Telephon 851.__________ KP/in!/Q0in9Noinl ®e9 Leber.u Magenleid .selbstlangst ul uUloGlll I llblu! hilft best. Karlsfprnbel Virkirchen lf * Da r mfta d t, 4. Nov. (Eig. Bericht.) Strafkammer verhandelte gestern meliert Stunden lang in einer Berufungssache. Air« geklagt war der Redakteur des »Hess, D 0 l t s f r e u n d e s" August Geißlinger (r Darmstadt wegen Religionsvergehens. Er hatte am 17. November v. Is. unter dem Titel .Em modernes Glaubensbekenntnis" eine Einsendung veröfsentlicht, die mit den Worten begann: .Ich glaube an den allmächtigen Dollar, Schöpfer dos Wuchers und Goldmariberechnung' und in dt» fem Stile sich dann weiter aufs engste an den Wortlaut des christlichen GlaubensbekenntnifleS anlehnte. Wegen Derächtlichmachung religiöser Einrichttmgen wurde auf Veranlassung des h ff. IustizministeriumS Anklage erhoben. Im Früh^ jahr fand die Derhandlu^rg statt, Redakteur Geib- Ilnger wurde aber freigespr0chen. DaS »r Kenner ver Gute Schuhe zu billigen Preisen! Herren-Rahmenstiefel Derbyschnitt, gutes Fabrikat eine 18 |95 2.50, Pompe, Größe M—42 |G5 8736a Achtung! Achtung! Was EDEKA? EDEKA? 8732V 8732V d die tzallung fe Langenschwa Ibach 02492 TevvZÄe, SovSaser-,KsWs i s. S&F-Kaffee S & F-Tee Speisezimmer El aus günstige Teilzahlung IE 874 ia 7733a Aritz Ketzler 024937 Ferner: Hess. Bilderbühne beste haltbare Winterroare. 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