m. 83 Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertag», mit d. Samstagsbeilage: ViebenerFamiUendlvirer Monalr-tzezvcrrrelr: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschliisse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten »n,etgerSiehe>. Postscheckkonto: gronffurt a. M. 11686. Erstes Blatt Jahrgang Momag, 7. April 192$ Pntrf wirft Ptrlag: »rkhl'lche Unio«rM!s-vuch- und Steinöriiderei N. £anie in Sietzen. Schriftleitung und Seschäfirftelle: SchnlM-tzr 7. Lnnahme von Anzeigen für die Togesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeDerbindlichkcit Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Dreiteörtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re. klame-An-eigen o 70irnu Drelle 35 Goldpfennig, Plohvorfchrif120"/,.Auf. schlag. - Veranlworllich für Politik u. Feuilleton; Dr Friedr.Wilh Lange; für den übrigen Teil; Ernst Blumschein;fürden Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Dietzen. sietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Der kritische 15. April. Der Gntscheidungstermin tes 15 Apr l an dem die Micumverträge ter Ruhrin ustr e unb des Kohlenbergbaues ter befehlen G?bie.e altlausen. riiett immer näl>?r. Am Dienstag i e- ginnen in Dusielters die Derhandlunge > der sog. Sechferkvmmissu»! mit der Mirum. 213t? soll |i^ die Reichs regierung verhallen? Auf die Berichte der Pariser Sachverständigen un) e ne tel ige Repnrnt vnstonseien, htt man ier Preten. test sie die ihnen entstehenten auh?r» vrteirtlich hohen Kosten für die Micumlieserungen teils durch Steuenmchlatz ausgleichen, teils zu- rückzahlen werde, sobald Deutschland von der Repa-ationslasten frei wird un) eure Besserung der deutschen Finanzen eintritt. Etwas ande es kann die Reichs reg ierung auch zum 15. April nicht Zusagen, selbst wenn die Ruh industrie bereit ist. die Micumverträge zu verlängern. Si? ist aber durchaus nicht so freudig bereit, wie es die Franzosen un) Belgier von ih. erwarten. Insbesondere erklärt der Bergbau, des en Leistung etwa 80 Prvz. der Mi.umlie'erungcn ausnmcht. tast er das Risiko der französischm Ausbeutungseiktion nicht länger tragen kann Hii- Kit tommt, datz die Bergarbeiter ihr Tarif- ablüinnien zum 30. Ap il gekündigt Haden. Benn also auch am 15. April neue Micumverträge zu laufen beginnen, was geschieht, wenn die deutschen Erubenleute am 1. Akai ihre Werkzeuge Hinwersen? Poincarö hat hierfür bereits sein Schlagwort auf der Pfanne: Frankreich wird in teilt Qlbbnui) der Micumsteferungen eine Wiede r a u s n a h m e des passiven Widerstandes leben. Sv wenigtters Lauten die Andeutungen. die aus dem In ormatioiuburei u am £luai d'Orsay in die Presse der ganzer Welt übergegangen sind. RirgenvS dn Prvte 1. nirgends ein Verständnis für die ungeheuerliche Gewaltpolitik. die her im harmlosen Gewände privat- wirtschaftlicher Anspruch? auftritt. Wir Deut che sind diese Haltung der übrigen W lt gew h t un) legen s zum Mebrigen. Wie f.;n> aber Pvincare selbst den Mut zu dieser Wendung? Mar must die letzten Berhandlun en her fra izösisch n Kammer verfolgen. Obwohl Pün^arä in fei i n-ue3 Ä bi nett zw i < mSgesprochene Gegnerier Ru,r- beselzung dufgeiunnmen Hut gaa e; vor tei Abgeordneten e ne Ccll'rung üb r di: Ruhrtesehnig ab. die sogar in diesem stets gefälligen Kr i e äleberraschung erregte und ihn den Zuruf cin- trug: ,Soviel haben Sie bis'-er noch nie ter» Ä Er sagte nämlich ran) h.-raus: „Wir das Ruhrgebiet nicht vor vZlli er Bezahlung räumen!“ Früher hatte er date: imm.r hinzugefügl: oder doch, wenn wir gleichwertige Garantien erhalten. Davon dermal kein Wott mehr. Poincars stimmt? ein L)blie> auf die Ruhoakion an. brachte Zis ern. di? beweisen sollten, last Frankreich im Mä z aus den Ruhrgebiet mehr Kohle erhalten habe, als die Lleferuirgsveyräge und das fruh.ne P.wg'-amm vorgesehen hätten. Die Frauen lürze le en n chl durch die Duhrbesehung vermr ach! w r en 3.n Gegenteil, wenn Frankreich einm Erfolg erzielt drbe. so verdanke es ihn dem Ruhrwormarsch Deutschland aber sei leinen Augenblick b reit gewesen, seine Pflichten zu erfüllen. Ange.ichtZ ter Beweise des schlechten deutschen Willms b'eire er aus jeden Fall im Ruhrgebiet und er werde sich mit feinen Verbündeten schon darüber einigen Franlrcich werde aus jetei Fall unbeuefam |e n Mil dieser Fanfare hat Pvincarä de n Zweck im) Sinn der «Aichverständ!g enartei t inJ Gencht geschlagen. Wozu noch di? 40 000 Wort? des Dawes- und Mc. Kenna-Berichts in die Welt fabeln? Poincars erklärt am 15. April dem Deutschen Reiche wieder einmal den Krieg Fällt lhm jemand in den Arm? Macdvnald? Di? Sachverständigen? Die eigenen Volksgenossen bei den französischen 2leuwahlen? Nach Ablauf der Micumverträge Berlin, 5. April. (Wolff.) Do schofler von H ö s ch wurde beim französisch» M i • nisterpräfidenten bcrffellin, um mH ihm in einen Sedankennus aufch darüber ettjiite* Jen, wie nach Ablauf der Micumverträge die Vage im besetzten Gebiet ge. regelt werden könne. ES gilt bekannt ich, die zw sHen dem Ablauf der Micumberlräge und der auf Grund dcs € der Sachverständigen ui- ad>ten das Prinzip der Sa ch l e i st u n g e n während des Mo atoriums. falls es von len M chten anerkannt werden f l.le. auch zur Grundlag? der B.lieferung Frankreichs zu machen, un) eine provisorische Lösuitg ter Finanzietmngsaa- e eb.n o SU suchon, wie für die deutschen Sachl.istungcn wäh.en) des Moratoriums, de en Fina tzicrung vrm austrn sichergestellt werden muh. Gcwih lann dem eutgegengclMlten werten, tast das Sach er= ständ-igengutachten solange keine Kraft le äste, als es nicht von den Mächten angenommen wäre, aber schliestlich könnte auch über diese Fruge ein prvvisorstches Abwnvnen getroffen toerCx n. tt>enn man t«n Willen hnt. zu einer (SMamt- Verständigung zu kommen Pros e i elburg n englischer Blätter aus Paris sagen, baf) n.an von der Wie.er -ufr.ahme tes pafnoen W iderstan c3 an der Ruhr in Frankreich rede. Wir musst-n uns ganz entschUn tag gen verwah.rn, dast die Unmöglichkeit von Letstungen s l- tens des Deutschen Reiches, die d?r französiiche Ministerpräsident selbst anerlannt hat. jetzt L»m Ausoangspurkl einer neuen Kcnstruktion des passiven Widerstandes gemacht wird. Unter dem Vorwande, das; der passive Widerstand noch fortdauere, wurd? im vorigen Herbst jede verstandi e Au'spräche üjer das Repa vattonsproblem zwischen F a kreich und Deutschland fvanzösischcrseits vereitelt. Soll jetzt, wo das Gutachten der Sachverständigen eine große Diskussion über die endgültige Losung der Repa- rationsfcage in die Ööege leitet, dasselbe Spiel wieder beginnen? Die Repara-- tionslösung ist nur möglich, wenn an der Ruhr Friede und Arbeit herrscht. Beginnt aber eine neue Aera von Zwangsmahnahmen, so ist nicht nur di? Atmosphäre für eine Verständigung, sondern .auch die wirtschaftliche Grundlage dafür gefährdet. Deutschland gab durch den Wunsch direkter Derhandlungen von Staat zu Staat über diese F.'age zu erke.men, tote sehr ihm daran liegt, die Grundlage der Derständigung zu zerstören. Die Derantwort.ung für das Scheitern dieser Bestrebungen würde bei denjenigen liegen, die eine solch? Verständigung u n m ö g - l i ch machen. Der „Temps" hat kürzlich die Politik des französischen Ministerpräsidenten gepriesen, der gesagt habe, beginnen muhte man damit, gute Franzosen zu sein, um gute Europäer zu werden, und der als einzigen Wunsch Frankreichs hinstcllte den Respekt vor den bestehenden Verträgen. Poincarö hat für seine Politik gute Reden gesunden. Aber man darf Wohl fragen, durch welche internationalen Abmachungen dir Mlcumterträge Destandlel: test chmder intzr.iafonakr Verträge geworden sind, und welche alliierten Nationen bei diesen Verträgen mitgesprochen haben. Man darf weiter fragen, ob Poincarö glaubt, bah Europa, auf d.,s er in seinen Erklärungen besonders hinweist, Bor.eile davon haben wird, wenn in diesem reichen europäischen Wirtschaftsgebiet Kampf und Erbitterung statt Ruh- und Frieden h?rschen. Der franzöli^ch? Ministerpräst- dent Hut sich, über die Reden deutscher Minister beschwert und sie als ein Zeichen der in Deutschland herrschenden S immur.g gebnnzeichnet. Dabei ist Pvincare ansch. inend von irrigen oder tendenziösen Berich en ausgegangen. So ist es eine f r e i e E i s i n d u n g, w n i er behaup e', dah der deutsche Minister des A?uherm auf das Urteil des Münchener Dclksgerich s eing.'toirlt und Ludendorfs verh.-rrlichl habe. Die Wertschih ing des F e l d he r r n Ludenderff wird leine Kri it einer auswär.ig?n Macht einem deutsch n Miii er verwehren können. Der Politiker Ludendorsf mutz sich eine Kri ik g.'fallen lassen, die jeder ertra- «en mutz, der im öffen.l'ch^n Leben steht. 2Ln dem politischen Ludrndorfs habe ich in meiner Rede in Hannover ein? b>:rb? Kri.ik geübt. Don einer Dee'influs ung des Münch n?r Gerichts durch die Neichsrsgie?ung zu sprechen, zeugt von einem volltsmuienrn Mißdcrstcheu der deutschen Terhältni-sc. Man will weiter in Frankreich die Aufmerksamkeit iter Welt auf a n g c b l i d>e deuts che Rüstungen lenken, indem man tert Begriff „vaterländische Verbände" gle ch ed u - tend erklärt mit be wa ffneten Orgauifa- t i o n e n. Auch gegen diese Irreführung muh ich mich verwahren. Maa gibt fich schüehlich im Auslände — und nicht nur in Frankreich — groher Sorge darüber hin, ob die deutsch? Reichsverfassung g gen eine Erchütte.u.tg im Innern gesichert sei. Die Veras!ung d>es deutschen Reiches ist eine deutsche Angelegenheit. Soweit das Austtm) daran interessiert ist, mag ihm aber das eine gefajt sein, dah einmal auch b'.e enige i Parteien, d e p vgremmatisch nicht aas bi? ie ubl ka ische Vers, s ang eingestellt sind, genügen) Vcran wo.t- lichkeitsgefühl befit.e-.t, um das Deut ich? Reich in dem heutigen schwe en Leid nicht der Belast unge probe solcher Käm s? < uüzu e ea. Der Wiederau.bau Deutjchla ib3 kann nur aus der Grundlage de? b.utigen Staatsjc-rn erfolgen, üxil jeder Versuch ih er Ae:ide.ung Erschüttern tg en im Gefolge haben Wirde, die diesen Ausbau selbst zerstö.en war.en. We'nn aber das Wirken der t-eifa ssungst reuen Parteien in Deutschland nicht immer wieder aufs neue erschüttert werden soll, dann ist es vor allem nötig, dah man einer vernünftigen Reparationslösung zustrx bt. Den schland die Grundlagen wirtschaftticher Entwichlung and politischer Selbständigkeit gewährleistet, es vor fortgesetzten nationalen Demütigungen und Beleidigungen, wie sie kürz ich er ft seitens des franzö,Ischen Kriegsministers evfolgt sind, bewahrt und damit die ätrsachen beseitigt, die am meisten zur Entwicklung der Extveme in Deutschland mitgewirkt haben, die weit weniger ein Produkt deutscher Anmaßung als ein Produkt der gegen Deutschland seit dem Frie- densschlud getriebenen Politik sind. Der Reichskanzler über deutsche AutzenpoMik. Bremen. 6. April. (Wolff) Reichskanzler Marx sprach in einer öffentlichen De smnmlung der Zentrumsparl.i Barmens. Der Reichskanzler führte u. a. etwa folgendes aus: Es sch?int, als ob wir jetzt vor ernsten, für unser Volk entscheidenden Ereignis en steten. Die Gutachten der ausländischm Sachverständigen werden in wenigen Tagen bekannt sein. In Den nächsten Wochm dürste auch die Entsch.idung dcr Reparationskommission über die Sachvcrständigengutacht.n fo len. Di? Regierung wird nach dem Belanntwerden der Gutochten mit aller Gevifsenhaf.igkeit und Gründlich^ it prüfen, ob die darin nieder gelegt m Folgerunge'.i und ilr» teile für das deutsche Volk tragbar und die errechneten Leistungen richtig bemessen und erträglich sind. Sie wird ihre Zustimmung nur zur Aeber- nahme von Leistungen peoen, die t n er Anspannung aller nationalen und wirtschaftlichen Kräfte von dem deulschen Dolle auch wirklich getragen werden können. Die trüben Erfahrang-m der leien Zeit werten wohl a-uch bem kurzsicht'gsten deutsche i Staatsbürger die Augen darüber geöffnet hab n, tast unser Handeln in erster Linie sich nach der Auhenpolitik zu richten hat und dadurch bestimmt wird. Die Au'.e.rpolitlk selbst ve läuft nahezu zwangsmähig. la wir mehr Ob.ekl in ter Politik fremder Mächte sind, als das> wir selbst in ihre Gestaltung einzugvetsen veinnöchten. Diese Erkenntnis und Einsicht bedeutet leine stumpfe Ergebenheit in ünabän er.iches. Sie soll Vie Vernunft und Klughett Wecken und uns zu Daten ermutigen, die uns in Besonnenheit frei machen und nicht nur uns, futtern ganz Europa vor dem Untergang retten, ülnse iges D.rhäng- nis ist es. dast unsere Gegner immer un) immer wieder das heilige nationale Feuer im deutschen Herel auslöschen woll n. Sie erreichen dadurch nur, dast unoerantworttiche D.andflister b^ses Wesen mit dem deutschen Volke treiben. Gerade weil wir uns in tiejter Se le deutsch fühlen, rationale Gesinnung nicht nur auf den Lippen tragen, darum mutz immer wieder betont werden, dast Politik nicht Sache de» Her-enS, sondern Cache ruhigerAebe.l guug imb kalt.rDe nunft ist, und kühle äleberlegung mutz uns sagen, dast nach dem Verlust des Weltkrieges auch die durch den Friedensschlutz uns aafertogten Saften getragen werden müssen, soweit das in den Grenzen unserer Leistungsfähigkeit liegt. Es must einmal mit aller Entschiedenheit fcfl- gestellt werten, dast kaum etwas mehr den Bestrebungen nationalistischer Phantasten Vorschub leistete, alS das unser nationales Empfinden häufig f o stark verletzende Verhalten der Ententemächte, namentlich Frankreichs und Belgiens. We-nn tatsächlich in Deutschland die nationalistische W.tte stärker angeschwollen ist denn je, und wenn vielfach die Dcsurchtung gehegt wird, dast der kommende Reichstag durch ZunahAe der extremen giftet werden. Parteien nicht arbeitsfähig sein wird, so wird da ran die hemmungslose De drück u n g Deutschlands durch Frankreich einen grosten Dell Schuld tragen. Ohne Achtung vo» dem deutschen Rationalgefühl wird die Inter- nationale Atmosphäre nie entspannt und ent- Eine Rede des Vizekanzlers. Elberfeld. 6. 2lpril. (WTB) In einer Wahlverfamnrlung der Deutschen Dolksp-attei beschäftigte si>ch der Reichsm nister des Innern, Vizekanzler Dr. Jarres, mit dem in den nächsten Dagen zu erwartenden Gutachten und betonte, cs komm? nicht allein darauf an, dast die deutsche Wirtschaft einhe-tlich geleitet und verwalte! werde, es komme fn demselben Maste darauf an, dah die Derwaltungshoheit des Reiches und der einzelnen Staaten a>ieter» b?rgeftcllt werde wie früher. Staatshoheit und Wirtschaftsführung gehörten zusamm-.m. ci. es oder das andere form? nicht hefteten. Wir müfjten eine unbeschränkte Verfügung über das besetzt? Gebiet im Rahmen des Friedensvertrages und des Rheinlandabkommens t>?tl1? werde zu entscheiden haben, ob es die ihm zuge» dachte Zumutung annehmen könne. Poincar^s Wahlpropaganda. Paris, 6. April. (WDB) DaS frunzöfisch» Publikum wird weiter dui.ch älebermittlaiig bet geringfügigsten Einzelheiten n a 11 o n a 1 i st i - scher Kundgebungen in Atem gehalten.! Erklärlicherweise bieten die Rach richte.! über die Masfenhaussuchungen and Derhaf- t u n g e n , die neuerdings im französisch besetzten Eebict oorgcirammen wurden, einen befDnterd willkommenen Anlast, die Aufmerksamkeit deS französischen Publikums auf alte und neue Entdeckungen der franzöfischen Propaganda za lenken. Sc berichtet Havas aus Düsseldorf, in Derlnn- dung mit den 240 im Rheinland und im Ruhr- grb et Dorgereommenen Haussuchungen seien in Bochum heute 61 Verhaftungen v^rgenornnlen werten. In Gelsenkirchen würden bi?Haussuchungen fortgesetzt und hätten bereits za weiteren Derhäftungen geführt. In Essen feiet 14 Mitglieder eines angeblichen Geheimbuntej festgenommen worden, die militärische Ausbll- dung betrieben und sich zur Eriimerang an Schla- geter „Schlageter-Kompagnie" genannt habe. Die eine Ortsgruppe des sogenannten Schla geterbüntes habe mit der Vereinigung „Wehrbund" in Beziehung gestanden. Die Schla- geter-Kornpagnie, die vor einigen Monaten in Essen gegründet worden sei, habe sich hinter das Aushängeschild des Wanderveteins .Columbus" versteckt. Eine in Münster wohnende Persönlich'eit sei als peLfönlicher Derbtodungs, mann zwilchen ihr und ten deutschen Militärbehörden in Münster tätig gewesen. Das Wolstburoau bemertt zu diesen Berichten: Wenn auch diese phantastischen Angaben von hier aus im einzelnen schwer nachzuprüfen sind, kann doch kein Zweifel darüber bestehen dast es sich hier ebenso wie bei ten aufgebauschtcn und entstellten Berichten, di? die französisch, Presse in ter letzten Zeit über andere Dorgäng« in Deutschland gebracht hat, um französische Tendenznachrichten handelt, die osfenkuw big dazu bestimmt sind, ten Bestrebungen ter französischen Politik eine Scheingrundlag« zu schaffen. Die Milikärkontroktc. Paris, 6. Avril. (WTB.) Havas veröffentlicht folgende offi;iöse Erklärung: Die Ansicht ter französilchen Regierung über die Behandlung ter deutschen Entwaffnungsnote wurde in ter Botschasterkonferenz von ter franzörlchen Delegation mitgctcllt. Die Konferenz hielt es für opportun, [einerlei Mitteilungen über den zu verfolgenden Meinungsaustausch zu machen, bevor die interalliierten Regierungen hiervon Kenntnis genommen hätten. Die Kommentare gewisser Blätter, die über die Sitzung erschienen seien,, könnten also nur als persönliche Absicht ihrer Verfasser betrachtet werten. In einer dieser Rote angehängten Erklärung weist Havas darauf hin. dast sich diese halbamtliche Feststellung gegen ten .Temps" richtet, ter verlangte, dah ein vom Völkerbund eingesetzter Ausschuh den augenblicklichen Stand der deutschen Bewaffnung fest- steilen soll. Die Beisetzung Dreyers. B e r 11 n, 5. April. (WTB.) Die BeerdigunA des in französischer Gefangenschaft verstorbenen Ruhrkämpsers Willy Dreyer hat in Eichwalde ftattgefunten unter riesiger Teilnahme ter Bevölkerung der llmgegcnb und b?i Anwesenheit zahtte.cher Vertreter vaterländischer Der», bände. Die Feierlichkeit begann mit einem Sraucr- gottesdienst m ter Ortsttrche. Zu Futzen des SaogeS stand ein von ter Retchsveaierung geftif* der Her za sehtn," so schildert Friedrich Pecht diese Rtellsrbesuche. .b.-hontelte er mit einer köstlich studierten Verachtung, drehte ihr den Rücken, tat, als wenn sie garnicht da wäre, rauchte, dio Mütze auf dem Kopf, rubig seine Zigarie Wetter, wenn unter dem Gerüst die Gräfinnen und Prinzessinnen brrumlokettierten und einen B ick zu erhaschen trachteten, hörte es wohl auch garnicht, wenn man ihn anspcach kurz, er behandelte die Menschen ganz so en canaille, wie man es tun mut-, wenn man ihre Bewunderung und Tee» ch ung fesseln will." Mit seiner aewaltigen P:a>- duktivität hat er unermüdlich geschissen, bU ihn am 7. April 1874 t-ie in Münchm wütende Cho-- lera als letztes Opfer dahinraffte, nachdem er sich ganz und voll ausgelebt, wie es nur selten einem Künstler vergönnt war. g und Muhl auf« n Wagen halten und Aus Stadt und Land. G testen, den 7. April 1924. Die Voranmeldungen und Vorauszahlungen für die Umsatzsteuer im April 8924. 2d. 40 Pf., startoffeln 5.50 M7 der Zentner. Aepsel 25 brs 30 Pf., Dörrobst 30 Pf.. Ganse 1 Mk. das Pfund. Kleine politycye Nachrichten. Die Behauptung, dast bei den Reichs-- Ministerien selbst en Personalabbau in nennenswertem Umfinge nicht eingetreten sei, trifft nicht zu. Die Personalabbauverord- nung ist selbstverständlich auch bei den Reichs- Ministerien weitgehend zur Auöw.rkung gekommen. So wurde beispielsweise der Personalbestand des Reichsverkehrsministeriums um 20,44 Prvz., deS Reichspostministeriums um 19,25 Pcoz., des ReichSsinanzministeriumS um 19,51 Proz., des ReichsirbeilSmtnisteriumS um 23 Proz. und des ReichSwic.schastSministe- rlumS um 23,88 Proz. vermindert. * Die Verhandlungen des Zentralverelns deutscher Reeder mit den seemännischen BerufSverbänden haben zu einer Einigung geführt. * Die Dolschafterkonferenz hat das auf der letzten Tagung des Völkerbund6.als angenommene Memelabkommen ebenfal.s genehmigt. Die Unterzeichnung soll im Laufe der Woche stattsinden. * Die französiscke Kammer hat das Pension s g e s e tz, über das das zweite Kabinett Poincarö für die Berechnung der Zivil- und Grundlage für die Berechnung der Zivil- und Militärpensionen dient der Durchschnitt der Gehälter und sämtlicher übrigen Bezüge des PensionSbercchtigten während der letzten drei Jahre der aktiven Dienstzeit. Der Ausstand der Eifenbahnarbeiter. D e r I i n, 7. April. (Priv -Tel) DK Blätter melden, dast die Lage bei der Reichs bah i im Verlauf der letzten 24 Stunden eine wellen Verschärfung erfahren habe. Der Streik breitet sich weiter aus und hat jetzt auch auf Nürnberg übergegriffen, wo zwei Bettiebswerlslällen lahm- gelegt teerten sind. Ebenso ist ter Güterverkehr an ter Schweizer Grenze auf der Stecke Woill—Leopoldshöh nach Basel zum grosten Teil durch den Ausstand der ®üterbotenarbeiter un er- Kunden. In Hamburg sind weitere Bet^ebs- werkstätten auster Tätigkeit gesetzt. Die Blätter iteilen weiter mit, dast die Lage sich noch weiter Dadurch verschärfe, dast daS Kabinett jetzt auch feine Zustimmung zu dem neuen Tarifvertrag zwischen dem Reichs- -ostmiuistermm und deu Postarbeitern versagt habe. Die Postarbeiter wollten, wie aus gewerkschaftlichen Kreisen verlaute, sich dem Vorgehen der Eisenbakmarteiter anschliesten. Der Deutsche Eisenbahnerverband hat gm gestrigen Sonn ag seinen Hauptbeirat nach Berlin gern en. An ter Tagung nahmen 27 Delegierte der ci ^elnei B - zitte teil. Der erste Vorsitzende des Svatf. । en Eisenbahnerveröantes, Scheitel, erstattete Bericht isb^r die bisherigen Terhand ung-m mit tem sttznchsverkehrsmi.llste.ium. Er crklä.te, den Hau p widerstand gegen die Lohnreg« ung liste daS R'eichsf inan zm int ste ium. E drohe damit, dast der Kampf nunmehr auf der ganzen Linie zu erwarten sei. i Eine Rcichskonferenz der Postbeamten Berlin, 5. April. (Wolff) Der Reichs- Verband deutscher Post- und Telegraph en beamten hielt ferne diesjährige Tagung in Berlin im Rahmen einer Bezirks- vrsteherSonserenz ab, die von etwa vierzig Vertretern von D zirksorganisatione.7 au3 dem ganzen Reiche besucht war. Die Reichskonferenz beschäftigte sich in erster Linie mit dem Personalabbau und mit dem neuen Reichspostfi- nanzgeseh. Staates-kr tär Sauter erklärte die Annahme des Reichspostfinan^esetzes Der- eitelle alle Pläne, die auf eine Privatisierung hinausgingen. Mit gröberer Sicherheit als bei der Eisenbahn sei jetzt d'e Garantie geschaffen, dast d e 'S.amten der ReichZpost unter allen älm ständen Reichsbeamte blei- **Preuß.-Südd. Klassenlotterie. In der zweiten Klasse der Preust.-Südd. Klas- sen-Lotterie wurden alle Losnummern von 1—300 000, die auf die Zahlen 30, 48, 87 enden, mit dem planmäßigen Gewinn gezogen. ®in Grasbrand entstand gestern nachmittag auf dem Trieb. Die Flamme erstreckte sich schnell bis naht an die Waldgrenze, konnte aber von der alsbald alarmierten Feuerwehr in kurzer Zeit noch rechtzeitig gelöscht werden, bevor größeres älnh-il entstand. Bei dieser Gelegenheit sei darauf aufmerksam gemacht, dast man auf den Wiesen und im Walde mit Feuer sehr vorsichtig umgehen mufo zumal in einer Zeit, wo die Grasnarbe trocken ist. Ramenttich 'unsere Iugendlichen sollten sich das merken. RDV. ReueBettkarten-Preise der Reichsbahn. Vom 1. April ab sind die Drtt- kartenprerse der Reichsbahn auf 24, 12, 6 Mk. fü: dre erste, zweite und dritte Wagenllasse fest- gesetzt. Die Vormcrkgebühr beträgt 10 v. H. dieser Preise. RDV. äleberwachung der Schlaf- wagen. Zum Schutze gegen Diebstähle in den Schlafwagen war die Einrichtung von Alarmvor- richtungen und die Aenderung der Türverschlüfse angeregt worden. Da der Erfolg dieser Mastnab- men sehr zweifelhaft erscheint, hat die Mitropa es ©leftener Stabtttyeater. Ferdinand Dairmmd: Der Detschwrnder. Als Ersatz für die seit Mvnatsanfang ausfallende Operette hatte die Direktion uns eine oer schönsten deutschen Märchenopern beschert. Es wäre nur zu hoffen gewesen, dast das Publikum dies löbliche Unterfangen durch regeren Besuch unterstützt hätte. Die Freante de.- Lp-ret e wären gewist «uch dieses Mal auf ihre Kosten gekommen. Raimund, Oesterreichs grösster volkstümlicher Dichter, ttyr selbst Schausp eler, er kannte die Erfordernisse der Bühte uhj den Geschmack seiner Wiener. Aus dem reichrn Born alter Märchen und Sag n schöpfte ec die Stoffe zu seinen Stücken, die auf den Wiener Theatern beisplellosen Erfolg hatten und noch hue auf alle, die sich ein jugendfrisches, unverbildetes Herz bewahrt haben, ihre Wirkung nicht re.- fehlen. .Der Verschwender" hat damals Raimunds Ruhm am lautesten verkündet und ist auch Heute nvch sein beliebtestes Stück. Ein reicher Edelmann vergeudet all sein Hab und Gut an Würdige and Unwürdige. Einer Fee hat er einmal ein Hahr seines Lehms gejchentt. Dies Hahr tritt dem Verschwender in Be.tlergestalt entgegen und gibt ihm zurück, was er in besseren Tagen an reichen Schätzen den Bettler schenk.e. Er teilt es mit der Familie seines treuen, allen Dieners, der den te aernten Herrn in seltener Dankbarkeit und Anhänglichkeit bei sich ausgenommen hat. Oskar Fe igel hatte das Märchen mit Unterstützung der Herren Löffler und Keim «wf das liebevollste inszeniert. Mtt viel Geschmack Die Wahlergebnis c im Lande zeigen ein ahn» liches Bild. 21 u g s b u r g, wo von 96 350 Wahlberechtigten 72 661 ©tintmen abgegeben wurden, entfallen auf die Sozialdemokratie 17 618, Komma- ntpOT 8356, Deutsche Volkspartei 510, Völkischer ^^>0 16 864, Vereinigte nationale Rechte 4264, Archer Block 3201. Bayerische Volksparter 20 777, Rationalliberale Landespariei 315 Stimmen. eaensbu rg erhielten dre Sozialisten rurch 4000, der Völkische Block 4000, bic Daye- Volksparte» 12 000 OtLivnten; in Passau: Zaverische Volkspartei 943.3. Bauernbund 2575, Völkischer Block 2513. Sozialisten 2335, Ehristtich- soziale 850, Rationale Rechte 443, Deutscher Block 242, Kratosiel 197, Kommunisten 1707. Sn Ansbach Stadt: Sozialisten 2222, Döl- "sche 50.0, Kommunisten 418 Deutsche: Bock 451 Bayerischer Mittelstandsbund 3, Rci ionall.be rale Landespariei 87, Damische Volkspattei 628 Beamtengruppe Kratofiel 280, R teionata Rechte 855 Beamtengruppe Seifert 18. Für den Vollsent- scheid stimmten mit Ha 1704, mit R.in 7113 Sn DrzirkSamt: Mittelswadspartei 5203, Völkische 1893, Deat cher Bock 133, Rationalliberale Landespe! ttei 46, Bayerische Dolkspartei 278 Sozialisten 313, Kommunisten 44. Alls Nürnberg liegt das Wahlergebnis von 104 Wahlbezirken vor. herein. Sozialisten 45 321, Völkischer C&Iod 32 635, Christlich-soziale Partei 6765 Kommunisten 25 392, Deutscher Block 5318 Dauern- und Mittelstandsbund 7293, Rational- liberale Landrspar.ei 5925, Bayrische Dolkspartei 8112, Deamtengr-uppe Kratofiel 687, Vereinigte nationale Rechte 2191, ttSP. 307, Beamtenpartei 31. Für den Volksentscheid stimmten mit Ja 18 711 mit Rein 69 367. Das Gesamtergebnis der Landtagswahlen uu eh-maligen Freistaat Ko bürg ergab für den Völkischen Block 12 181, die Sozialisten 11091, die 1462attr€Uen Äohutfler 6406, die Kommunisten z,,,» 5ürt^ Und bis jetzt die Ergebnisse aus 643 Bezirken bekannt: Sozialisten 13 029, Völli- scher Block 9126, Kommunisten 5572. Deutscher Dlvck 3367, Bayerischer Bauernbund 318. Ratio- nallibevale 2788, Bayerische Volkspa: tei 1407, B^amiengruppe 194, De einigte nationale Rechte 647. Für den Dollsentscheid stimmten mit 3a 8258, mit Rein 24 283 «Stimmen. Sn Hof erhielten die Sozialisten 7510, Döl- tische 9872, Kommunisten 996, Deutsche B ock 9 6 Bayerische Dollspa. tt-i 752, Ra iona e Re hw 874 Stimmen: in Bamberg Bayrische Dollspartei 12 823, Völkische 85C6, Lvzialistcm 3693. Be- einiate nationale Rechte 779, Rationalliberale LanLespartei 48, Deutscher Block 583, Kommu- niflcn 787. Bayr scher Dauern - und Mittcllands- bund 43, ChristlichSoziale 16, Teamteng-up e Kratof el 235, Beamt empörtet 63. Far den Do.kr- entscherd für Bamberg Stadt: mit Ha 9321, mir Aern 1234. ^3^-?,^tI>etnfurt taten He Sozialsten 42C9, Dol.ische 2697, Christlich SozUle 752, Kommunisten 3064, Deutscher Block 1307, Bayrische DcllsPartei 8006, Vereinigte nationale Rechte 3.37. ven. Die Zusammensetzung des VerwaltungSvttes gebe auch die Gewähr, dah die wirtschaftliche Ge- funbung drr Reichspost nicht auf Kosten des Personals geschehen könne. Die Reichskonst- renz fable zur Abbauftvge eine Entschllrhung, in der besonders die RotwendigLett der Versorgung der Abgebauten betont wird. Gicstener Wochenmarktpreise am 5. Aprll 1924 (Händlerpreise). Es kosteten: Butter 1.90 Mk., Matte 25 bis 30 Pf., Käse 70 Pf. das Pfund, Eier 11 Pf. das Stück, Wirsing 40 bis 45 Pf.. Weifttraut 30 bis 35 Pf.. Rottraut 40 bis 45 Pf., gelbe Rüben 20 Pf., rote Rüben 30 Pf.. Spinat 1.20 Mk. das Pst'nd, Blumenkohl 1 bis 3 Mk. das Stück Salat Kopf 1.20 Mll. Llnter-Koblrabi 8 Pf., Grünkohl 50 bis 60 Pf., Rosenkohl 1.20 Mk., Feldsalat 3 bis 3.50 Mk.. Zwiebeln 25 bis 30 Pf. das Pfund, Lauch 20 bis 40 Pf. das Stück, Meerrettich 40 Vf. bis 1.50 Mk. das Pfund, Sellerie 50 Pf. bis 1 Olit das Stück, Schwarz- wurzeln 1 bis 1.20 Mk. das Pfand, Radieschen Dor dem 5. Strafsenat des Reichsgerichts wurde der eh-rmal'g> Reichswehrsoldat Merkel aus Gera, dem zur Last gelegt wird, datz er im Juni und Juli 1923 den Franzosen als Spion gedient und sie mit geh.ckm zu haltendem Material versorgt hat, zu 11 Jahren Zuchthaus, 500 Mk. Geldstrafe und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre verurteilt. Die ba yerischen Landtagswahlen München, 7. April. (Wolff) Die Wahlen zum bayerischrii Land.ag jin> h'.er und im gaauen tanöc ruh.g verlaufen. Sn München wurden bcn 772 wahlberech ig en S immen 300 867 giU= tlge Stimmen abgegeben. Gs e hjel en: Verein Sozialdemok raten 51 4c9, Dcu scher Block 7642, Ra ionall.berale Landcspartei 20.5, Kom-- munisten 47 986, Dcam-enpartei Rückert 282, Deutsche Vrl.spartei 4155, Ch.istlich-soziale Par- tei 2319, D.-am e gruppe Kratofiel 2339, Völkischer Block 104 9.2, ttnabhäng g: 1333, D e r- einigte nationale Rechte 12 721, Bayrische Dolkspartei 59 3 6. Bayrischer Mi.° telstandbund Südgau 2853. Dayrischrt: Baue n- btmd und Mi.telstandsbund 106, Mi.-terliste 273. Dolksentscheid stimmten mit Sa 91016, mit Rein 182 193 Stimmen. .Auch Im 21IIgä u haben die Völkischen einen großen Zulauf erfahren. Ziemliche V e r l u st e zu verzeichnen haben die Bayrische Volks-- Partei und b:fonders dieBauernbündler die ivi ganzen Allgäu viele S.immen ve Ixxm haben. Auch die Sozialisten sind in der Stimmenzahl zurückg-gangen, die Kommunisten haben dagegen e.was gewonnen. Sehr grob sind auch die Verluste der Demokraten. über die Reichstagswahlen, und der Dorsihendc Reichstagsabgeordneter Geisler über die politisch« Lose. Sur Beratung wurden die Richt- sinien der Verbände gestellt. Als Zweck der Verbände, die parteipolitisch und ch.istllch-konfes- sionell neutral sind, wird die S cha s s u n g e i n e r nationalen Einheitsfront a herhalb und innerhalb der Parlamen e mit dem Ziele der Wiederherstellung der deutschen Freiheit, Einheit Macht und Gröhe bezeichnet. Die Richtlinien wurden im wesentlichen gebilligt. Demokratischer Parteitag. Weimar, 5. April. (WB.) Der Parteitag 6er Deutschen demokratischen Partei hieb aur Vorschlag des Lb^rprä i e ten Ciefrr-Ätn glberg den Beschluß des Parteiausschusses, für den aus- scheidenden Dr. Petersen Rcichsminister a. D. Koch zum Parteivorsitzendew zu wähbn, gut Koch erklärte, er nehme das Amt in dem Be- teusttsein an, datz der Dienst an der Le.nokra-. tischen Partei zugleich ent Dienst am deutschen Daterlande fet Hierauf referierten Koch über ^Die Deutsche demokratische Partei im Kampf für Reich und Doll" und Reichstagsabg^ordne ec Dr. Fischer-Köln über „6^iat und Wirtschaft". " Die Bewertung der G.rnb.H.-Anteile in der Vermögens st euererklä-' ru ng. Sn den im Bezirk des LandesfinanzamteL Berti,, ausgeg-ebenen Formularen für tue Vei> mogensstErerllärung h.i st es zu Rr. 5 der Aiv- leitung zur Ausful.ung, dast G. m. b. H.° Ante l« mit ihrem vollen Ter aufswert ei v,us tz n sind 2 ie vom Reichsf a z > in । e tu n [ec u g g be e Erläuterung Ur Durchs hrungsr-esl.m.i.unjei führ demgegenüber ausdrücklich cor, dast Anteile an i.ck.inrischen Erwerbsgese Ischajten, au h G. hl b. H.°A.tteile, nur mit ter Halftedes Steuerkurs» wertes oder Ver.'aufsteertes vom 31. Dezember 1923 einzusttzen smd. Das Reichssinanz- minifierium hat dem Zent.alverband d.s Deutschen Grvsthandels auf eine Anrage bestätigt, r>ast es bei dieser Bestimmung bleibt G. m b. H.- 2l-ckeile also lediglich mit dem halben ©.euer» kurswert oder Verkaufs wert einzusetzen sind ** Der Amtssitz des Hessischen Feldbereinigungskommissars, Ober* regicrungscats Schnittspahn wurde mit Wirkung vom 1. April 1924 von Friedberg nach Darmstadt verlegt. Der Dienstbezirc umfastt die Prrmnzen Starkenburg und Rheinhessen. Die Tiensträume befinden sich bis auf Miteres im Ulkten Palais. Die Verlegung der Dienststelle bangt mit dem Beginn der grosten Entwässerungs- arbeiten im Riedgebiet zusammen. ** Für hen Oster-Reiseverkehr Die zu Karfreitag und den beiden Ostertagen gelösten Sonn.aggfahrkarten gelten von Gründonnerstag 12 Ahr mittags bis Ostermontag. " Eine Wilh. Darthel-Gedächt- nis-Ausstellung wurde gestern vormittag in den Ausstellungsräumen des Oberhcssischen Kunstvereins in Gegenwart eines zahlreichen Pu° blikums eröffnet. Der Vorsitzende des Kunstver» eins, Landgerichtsdirektor a. D. Bücking er» klärte in einer kurzen Ansprache, der Verein' gebe mit dieser Ausstellung gerne einer Anregung auS Künstlorkreisen Folge. Die Ausstellung, von Freunden das Derstorbsnen in Giebe zusammen° gestellt, stelle einen Akt der Pietät dar: der Entschlafene, der jahrzehntelang hier gewirkt. Habs mit fei?en Werken die Ausstellungen des Kunst- vereins oft geschmückt. Der anwesenden Witwe des Verewigten sprach der Redner die Anteilnahme der DTrsammlung aus, dabei betonend, dast der Rame Barthels nicht untergehen, sondern in seinen Werten fortleben werde. Hierauf sprach Prof. Dr. Roeschen - Laubach kurz über Barthels Persönlichkeit und fein künstlerisches Wirken. Er sagte u. a., Schlichchüt und Bescheidenheit seien dir beiden Grundeigenschasten dieses Künstlers gewesen. Barthel plieite besonders die Landschaft. Seine Motive suchte er vornehmlich in seiner hessischen Heimat. Sn d.e Tiefe ging sein eigenstes Gefühl für die Ratur, und feine edle Heimatkunst war aufrichtig empfunden, fein und «art durchgcführt. Unbeeinflußt von modernen Richtungen ging er stets seinen eigenen Weg. Seine Bilder seien feinen Zeitgenossen immer eine tiefe Freude gewesen, und auch die Rachwelt werde sich an ihnen entzücken. „Wir beklagen den .frühen Tod unseres Freundes, aber wir sind stolz darauf, daß wir ihn gehabt haben." Die Daten aus dem Lebsnsgämg Barthels, die der Redner mit zum Vortrag brachte, hoben wir kurz nach dem Hinscheiden des Künstlers In unseren Spalten berichtet. Die Versammlung besichtigte die Allsstellung. über die unser Kunst- referent noch berichten wird, mit lebhaftem Sn« tereffe. teteS Bluinenlreuz, neben Dem Sarge Mhner, zahlreicher Mllitärvereine der älmgeqend. Die fcrauerrebe hielt der Ortsgerstliche, Pfarrer S^ützow. Während der kirchllchen Feier traten t>rauben die Kriegervereine und Abordnungen der vaterländischen Derbände in langen Spalieren an Oer von acht Mitgliedern des Bismarckbundes getragene Sarg wurde dann in den Leichenwagen gehoben, woraus sich der etwa 2 Kilometer lange >strg unter den Klängen der Reichswehrkapelle »ind unter Glockengeläute in Bewegung setzte. Dicht hinter dem Lelchenwagen schritten Vertreter i>er Behörden und eine Anzahl Offiziere des alten Heeres in Uniform, darunter General Graf v. d. Goltz. An der Gruft gab der Kriegerverein Eichwalde eine dreifache Ehrensalve ab. Zum Schluß ergriff Gras v. d. Goltz an der Gruft daS Wort, um namens des Präsidiums der Vereinig-- len vaterländischen Verbände Deutschlands und namens der ehemaligen Baltikumkämpfer, deren Angehöriger Dreyer gewesen ist, den Eltern des Verstorbenen deren Teilnahme auszusprechen. Die Vaterländischen Verbände. Berlin, 5. April. Auf dem Dertretertag der Vereinig en vaterländischen Verbände L»eu.tsch > lands referier.en General Graf von derGolt- scheinung. die freilich mehr der Kulturgeschichte als der Kunstgeschichte angebni. Gr war einmal J-er anerkannte und unb4tnt.cn: „Facht der teu> sK^n Malerei", dem alle Welt huldigte, und seine Persönlichkeit teartet in der kompliziertea Man- nigfaltigke.t ihrer Qlntriebe und Fäh g ei en noch auf ben seinen Psychologen, ter sie richtig wertet, ^eine Gestalt i|t echt kürzlich wieder in den inhaltsreichen „Erinnerungen" seiner Tochter Josefa Dürck-K-aull^ach lebendig vor uns getreten. Sein Leben übertrifft an spannenden und i iteressan en Zügen ic7ci Roman. Der K rade wuchs im gröf> ten Elend auf und mußte schon früh durch Malen lleiner Porzellanbilder und Herumhausieren das Boot für sich und die Familie verdienen. Sein S-chtelegersoh k Kreling hat erzählt, to'.e cr einmal mit dem weltberühmten Meister im Wag m turch bie Gegend zwische i Duisbu:< ‘ fuhr. Da lieft Kaulbach i-e.t__ö... blieb an einem^ hohen Daum 1er Ehaussee stehen. Die Tränen überwältigten ihn und cr sagte: „Unter diesem Daum habe ich oft Wei.end ge-> sesseir, wenn ich bar"uft vergeblich nach Müh> hausen gelaufen war, ohne ttjc ne Tassen anbringen ju können, und mit leeren Häniea hungrig u.ib todmüde zurückkehrte." Durch zähe (S/.ergie und ten dämonischen Zwang seiner Perscnlichkell schwang er sich rasch zum gefeie ten Maler, zum Präsidenten ter Münchere: Akadem'.e auf. F7r feine Berliner Fristen erhell er das höchste Honorar, taS bis dahin einem deutschm Map r gezahlt worden war, nämlich 200 000 Taler Sn feinem Atelier telugten sich in ten Besuchsstunden Fürstlich'eiten und die elegantesten Damen der Gesellschaft. „Die Freml^ischar, dir in atemloser Spannung taxierte, um ten weltberühmten Mei» DaS Wunderkind- Frau ®er.ertrlnrufir>i reftor Z. ist h->ch must- tallsch, ihr Qllarm ein Virtuose am Flügel so tvird in „Reclams Aniv.-r um" erzählt Äbrr die vier Hungens find erschreLrnd unmusikalisch Freilich, ter fünfte wird bestimmt einmal in die Fuftstapfen der Eltern treten. Trotz seiner b ei Öabre steht er andächtig und stumm dabei, wenn der QSater am Klavier sitzt, und wendet keinen Blick von ihm. Er ist die Hoffnung der Ellern. Dis er eines Tages, als er eine Stunde neben dem Wagner spirlenten Vater a?stan:e:r hat, zu ter im Rebenzimmer si^.rden Mutter g.-fr unb sie mit heller, klarer Stimme fragt: „Sag' mal. Mutti, gefällt Dir term das, wenn der (»Leb einen Krach macht?- > Alle zu monatlichen Vorauszahlungen auf die Umsatzsteuer Verpflichteten, sowitz auch die vierteljährlich Zahlenden seien darauf aufmerksam gemacht, dah die Amsatz- steuer für die Umsätze im Monat Marz 1924 bzw. im 1. Vierteljahr 1924 (1. Januar bis 31. Marz) am 1 0. APril fällig ist. Gleich- zeittg mit der Zahlung haben alle Steuerpflichtigen, also auch diejenigen, die bargeldlos (durch Postscheck, Bank) zahlen, eine Voranmeldung nach dem neuen Muster für 1924 abzugeben. Für die Zahlung der Steuer bestehl eine S ch o n f r i st von einer Woche, d. h. bis zum 17. April einschliehlich kann die Steuer noch ohne Zuschlag entrichtet werden. Erfolgt die Steuer erst am 18. April oder später, so erfolgt bereits vom 11. April an gerechnet für jeden angefangenen Halden Monat ein Zuschlag in Höhe von 5 Prozent der Steuerschuld. Für die Eindeichung der Voranmeldung besteht eine Schonfrist nicht. Diese hat unter allen Umständen bis zum 10. April, auch wenn die Zahlung später erfolgt, zu geschehen. Bei späterer Einreichung kann nach §170 Abs. 2 ReichSabgabenordnung ein Zuschlag bis zu 10 Prozent der Steuerschuld auferlegt wercen. Besondere Aufforderungen an die einzelnen Steuerpflichtigen zur Zahlung der Umsatzsteuer, oder zur Einreichung ' Voranmeldungen ergeht nicht mehr. und gewift nicht geringen Mühen waren reizend anmutige und wirkungsvolle DühiwnbiIber geschaffen, die Jung und All entzückten. Auch auf flrtteS und reibungsloses Vorgehen ter bid- fachen Verwandlungen hatte man B.dacht genommen und damit die technischen Vorbedingungen für ein gutes Gelingen ter Aufführung gewährleistet. Vvn den zahlreichen Mitwirkenten feien bar allem Karl Lamber tins ,Verschwend r“ und der biedere, grünt echte Valentin genannt, ten Rudolf Goll ?u einer ter krstlich en ' ei dieser ®e* gemalt, M de mii F^ec mol In einer ! MMlckich merken. vrelsrder in» MeM* 12, S M lür r-Msse frft- Ov.H. diele' t Schlaf« stähle in da ,n Xatmtiot* TülverlchW efer Mvnah» ie Ditwpa a «üael. ‘c 2bn 1 T jfljjül 8). S i" 5 fftr ** 'mH wenn L,x itti*0 Mi NM< - M diese dntf vsM rmchie. k« Ljjjjf Vetter, a Prüf en D zt lßj) aarnlM AL die L-S m-r i und Der« itrtacn W len, iüten-c Tho- nachdem er z näselte" «KnnJ 1q" •b.A.nf «*• •uib lh kb Steile r. KL Ja be|lai,< ÄuV* imb im LJpWelk "iwastrAn^. ^rleh ,?n Seiten *9f mittags 'Tedächt. ^vormittag N«Wikch« Alvch» Pu° JÄ -> a.2?“1 jJWnaouj ^llung, bon 7 Mlaimeu- w; der $nt. Sewirkl, « to Kunst, senden IBütoc t bie Luril. betsnmd, daß en. lontern In Dteranf sprach >cz üfct (Bor- ieischrS Mx. Deicheidenheii dieses Kunst. ™ die Land- owehmlich in iese ging lein nd seine edle den, fein und on modernen eigenen Dez. nossrn immer > die Äachrvelt Dir beklag« es, aber am 'faibt falben.“ öark-ett, die achte, faibtn Stimftlöi Ar ammlung be- unf«. Kunst* ebhaflem 3n- memt tfte Dorre Dot>et betetli ©nun und Amls^sricht. T teßen, 4. 2lpriL Nach den am 1. April in Kraft getretenen Teftimmung.m über die Neu- orga nifation der Gerichte in Straf-- fachen entscheidet in ZulUnft der Amtsrichter allein ohne Zuziehung von Schöffen bei Uebe r tre t ungen, bei Berge h e n . wenn sie im CCtege der ^clbat” klage verfolgt werden, oder wenn die Lat mit keiner höheren Strafe als Gefängnis von höchstensb Monaten bedroht ist. oder wenn die S t a a t s a n w a l t s ch a f t es bei Einreichung dec Anklageschrift beantragt, ferner frei Der- brechen des schweren Diebstahls und der H « h l e re i sowie bei solchen strafbcuen Handlungen, die nur wegen Ausfalls verbrechen sind wenn es die Staatsanwaltschaft bei Einreichung der Anklageschrift beantragt. 3n teueren Fällen kann der Beschuldig e innerhalb einer bestimmten Frist der Aburteilung durch den Einzelrichter widersprechen, er ist auch über Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag, 8. April: Ma»/ tarne Butterfly. Mittwoch, 9.: Die Fürsten Ha- wansky. Donnerstag, 10.: Irrelohe. Freitag, 11.: -Sic Fledermaus. Samstag. 12.: Aida. Sonntag, 13 : Die Meistersinger von Nürnberg. —Schau» spiel Haus. Dienstag, 8. 2lprit: Dasantasena. Mittwlxh. 9.: Die Gegenkandidaten. Donnerstag, 10: Hamlet in Krähwinkel. Freitags 11.: Götz von Derlichingen. Samstag, 12.: Romeo und Julia Sonntag, 13.: nachm. 3l/> rilhr Alt-Frankfurt: abends 8 rilhr: Die Gegenkandidaten. Dorgezogen, vte Schaffner zu erhöhter tLufmerr- samkeit anzuhalten und sie zunächst bei einzelnen Wagen angewiesen, ihren Sitz im Seitengang einzunehmen, um den Berkehr ständig überwachen zu können. Für die Reichsbahnschlafwagen ist angeordnet worden, nach Möglichkeit übereinstimmend zu verfahren und da, wo die Stellung der Schlafwagen int Zuge es gestattet, die Berbindungstür zu den anderen Wagen von 10 Uhr abends bis eine Stunde vor Ankunft des Zuges auf der Endstation geschlossen zu halten. •• Die Sozialdemokratische Partei hatte aus gestern nachmittag eine Wähler- Versammlung nach der Liebigshöhe einberufen, bei der dec Zuspruch der Wählerschaft erheblich hinter dem Ausmaß des Besuchs alter bisherigen Wählerveriammlungen der jetzigen Agitalion zu- ruckblieb. Dr. S l re ck e r, der friere Präsident des Hälmchen Landesbildungsamts, sprach über das Thema „Der Kamps um den neuen Reichstag" Er ei-närte u. a., auch die Sozialdemokratie sei mit dem bisherigen Reichstag herzlich wenig zufrieden, die Derantwortung für diesen Reichstag trage aber nur die Wählerschaft, die ihm 1920 eine unzulängliche Zusammensetzung gegeben habe Der Redner verteidigte sodann die Rechtmäßigkeit der Weimarer Dersassung und griff dabei das Urteil im Hitler Prozeß scharf an. das er „einen Skandal für die deutsche Justiz" nannte. Weiter polemisierte er eingehend und scharf gegen hie Deutschvöirischen, die Deutschnationalen and die Kommunisten, die uns keine friedliche and ruhige Entwicklung bringen würden, ebenso richtete er Dorwürfe gegen die Deutsche Bolkspactei, Iveil sie nicht schon drei Jahre früher die politische Linie verfolgt habe, die sie jetzt vertrete. In längeren Ausführungen trat er dann für die Fortführung der Erfüllungspolitik ein, die die beste Drireiungspolitik sei, die man machen könne: kein Mensch verlange diese Politik etwa den Franzosen zuliebe, sondern nur um unserer Befreiung von dem feindlichen Drucke willen. Aach die Deulschnalionalen könnten der Entente gegenüber keine andere Politik einschlagen, wenn sie nicht einen neuen Krieg heraufbeschwören wollten. Das deutsche Dolk dürfe dabei nicht übersehen, daß es doch militärisch völlig ohnmächtig sei. Die Mittel zur Durchführang der Erfüllangs- politik müßten durch nachdrückliche Desteuerang der Schichten beschafft werten. die im Besitze der große» Vermögen feien. Den wirklichen Frieden und Erleichterung für unser Volk bringe die Politik, für die die Sozialdemokratie eintrete. Der Redner schloß seine anderthalbstündigen Ausführungen mit einem Werberuf für die sozialdemokratischen Kandidaturen. Eine Aussprache wurde nicht beliebt. •• Lamari undMarcowini, zwei Zauberkünstler von guter Qualität, bereiteten gestern ibend im Kath. Derrinshcms ihren Gästen einen sehr genußreichen Abend. Was dis Künstler boten, axrr natürlich keine Zauberei, an die unser auf- geklärte Zeitalter nicht glaubt, aber es waren Darbietungen einer geradezu fabelhaften und schlechthin bewundernswerten Fingerfertigkeit, die mit ihrer Vielgestaltigkeit und Exaktheit frappierend wirkte. Wer geneigt ist, der Anziehungs- 1 fraft des Namens Dellachini zu folgen, der kann, vhne eine Enttäuschung befürchten zu müssen, cben- fogut auch zu Lamari und Marcowini gehen, denn ihre Darbietungen stehen den Leistungen Della- chinis nicht im geringsten nach: ja verschiedentlich hatte man den Eindruck, daß Dellachini von diesen beiden Künstlern hier und da wohl noch übertroffen wurde. Angenehm wirkte die vornehme und elegante Art der Darbietungen, die geflissentlich alles mätzchenhafte vermied und damit noch einen besonders guten Eindruck erzielte. Die Zuschauer unterhielten sich ganz vortrefflich und dankten den briden Künstlern mit lebhaftem Beifall Bedauernswert war nur, daß die Beran st u/. tutig nicht so stark besucht war, tote ste es cms Grund der guten Darbietungen verdient hätte. Wie Lamari am Schlüsse des Abends mitteilte. will er zusammen mit Marcowini in den nächsten Tagen noch ein Gastspiel hier veranstalten. 3m Hinblick auf die gestrigen vorirefflichen Leistungen der Künstler kann der Besuch der angekündigten Veranstaltung nur warm empfohlen werden. Bornottzcn. — Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus, Doh.rhrfstrahe: „Zwei Menschen". — Palast-Lich spiel.-: Lich 6 [xtixr.rag über Auswanderung nach Südamerika. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Es sei nochmals darauf Hingewi sm, daß d e morgige Opern. o stellu -g erst um 6V2 Mr beginnt (siehe auch heutige Anzeige). Borbestellte Karten, die nicht bis Dienstag nachmittag abgeholt sind, weroen anderweitig vergeben. — DemokratischePartei. DerReichs- tagskm.di.tot Pros. Heidebroeck, Rektor der Technischen Hochschule Darmstadt, wird am Dienstag, 8. Aprckl, im Saale Le3 Felsenlellers in öf.ent» kicher Versammlung sprechen über .Der neue Reichstag". (Siehe Anzeige.) — Heber „Gesundheit und Lebenskraft durch galvanischen Schwachstrom" spricht am nächsten Don- nerstag abend im Saale des Hotel Schütz Dr. phll. Ohr aus Leipzig. Man beachte die heutige Anzeige. — Der Dauersche Gesangverein wird am nächsten Samstag, 12. April, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula der Universität ein Wohltätigkcitskonzert zum Besten der beiden hiesigen Schwesternhäuser geben. Zur Mllwiriung sind gewonnen: Kammermusiker Heinr. Kruse aus Altona a. E. (Cello), Fritz C uj e aus Frankfurt a. M. (Klavier). D.»3 Programm enthält Chöre a capella, sowie Soli für Cello, Klavier und Tenor, letztere gesungen von Mitglied CurtRich - ter. 3n Anbetracht des guten Zweckes sei der Besuch des Konzerts bestens empfohlen. (Siehe heutige Anzeige.) Wettervoraussage Zunehmende Dewöllüng bei westlicher Luftströmung, leichte Niederschläge nicht ausgeschlossen. Landkreis Gicszcn. L, W i e s e ck 7. April. Wie in der letzten Sibung des Schulvorstandes vom Doc- fitzenden nütgeteilt wurde, verfällt die durch das plötzliche Hinscheiden unseres Lehrers Kratz frei gernerbene Leh.erstelle dem Schulabbau. Aus unserer elfklalsigen Schule wird somit eine zchn- klassige. Ein weiterer Abbau würde für unsere Schule und die Erziehung unserer gefährdet>n Jugend verhängnisvoll. 3n die'er Sitzung wurd e auch die Forderung nach Elternabenden ausgestellt und angekündigt, daß Schritte unter» ncmmen werden, um ein Zusammenarbeiten aller sich mit der Hugend beschäftigenden Vereine zu erreichen. —o— Gr-ohen-Linden, 1. April. Am »wurden die Schüler und Schülerinnen un- vlksschule nach beendeter Schulzeit im Rahmen einer schlichiten Schulfeier, der außer den Eltern Mitglieder des Schulvorstandes, des Lehrkörpers und auswärtige Lehrer beiwohnten, entlasten. Rektvr Dach behandelte unter Heranziehung des Schillerfchen Liedes von der Glocke die Deioelung der körperlichen Arbeit. Den Kindern, die nun in der Industrie, im Handwerk und in der Landwirtschaft ihre Arbeitsstelle finden sollen, wurde gezeigt, daß auch die geringste Arbeit ihren Adel und ihre Würde in sich schließt, Bedeutung ter Arbeit das Herz erfüllen und erwärmen. Lehrer Zöller (Hausen), Mitglied des Kreisschulamts, gab dem Sunt und ter Anerkennung der Anwesenden Ausdruck für die erhebende Feierstunde, die den Schülern auf ter Grenz- schride zwischen Schule und Arbeitsstelle wertvolle Anregungen mitgegeben habe. 3m Lause des Nachmittags fand die unter Leitung ter Handarbeitslehrerin Frau Kath. Dem reichhaltig und geschmackvoll aufgebaute Ausstellung der weiblichen Handarbeiten aller Jahrgänge bei zahlreichem Besuch lebhaftes Interesse. * Lich, 6. April. Rektor Christtan Roth von der hiesigen Volksschule tritt auf fein Nachsuchen am 1.Mai in den Ruhestand. R ö t h g e s, 5. April. Der Schnepfenstr ich ist hier in diesem Jahr so gut, wie seit langem nicht. Forst wart Dut t r on hat bis jetzt 9 Schnepfen geschossen. Kreis Friedberg. Butzbach, 5. April. Nach den Ofterferien sollen durch das Wohlfahrtsamt in den hiesigen Schulen Quäkecspeisungen borgenom- men werden. Bad-Nauheim, 6. April. Die S t a b t- schule beschloß das Schuljahr mit ei.iec würdigen Schulfeier. Godich - u.ib Gesangsvor.rüge umrahmten die getonten.iefe Ansprache des Rektors Kredel. Die zahlreichen Zuhörer, die allen Devöl- Eerungsfreifen angehörten und den großen Saal ter Turnhalle des Turnvereins bis zum letzten Platz füll en, erfreuten sich an den trefslichrn ßet- ftungen der Schüler und Schülerinnen. An ter Stad.schule wiriten 1914, als unsere Datestadl kaum mehr als 6000 Einwohner hatte, 19 Lehrkräfte. Heute sind nur noch 18 Lehrkräfte tätig, trotzdem die Einwohnerzahl seit 1918 auf über 12 000 gestiegen ist. Bon 1926 ab wird sich die erhebliche Bevöllerungszunahme in sehr starken Auf- nahmeklassen bemerkbar machen, so daß ter jetzt sch^n zu enge Neubau von 1902 nicht mehr aus- reichen wird. Die Stadt hat einen Erweiterungsbau bereits in Auge gefaßt. ♦ Friedberg, 5. April. Der Direktor unseres Polytechnikums, Dr. Schäfer, wurde vor tner Wochen von den Franzosen beim Lleberschreiten ter Grenze des besetzten Gebtets in Worms wegen Paßvecgehens verhrftet und im dortigen Gefängnis interniert Gestern, nach .26tägiger Lntersuchungshest, wurde endlich feine Angelegenheit in Mainz vor dem französischen Polizeigericht verhandelt und Dr. Schäfer zu 2 0 Tagen Gefängnis verurteilt, die durch die tllntersuchungshast als verbüßt erachtet wurden. Dr. Schäfer wurde sofort in Freiheit gesetzt und ist nun wied.r hierher zuruckgekehrt üteie® fern avecyr zum avwenprucye tet der Mrt- teilung ter Anklageschrift zu belehren. Ein vielfach vorbestrafter Arbeiter von hier hat einen Lehrer, ter sich in Ausübung fetneS Berufs befand, ohne jeden Grund und ohn- daß ihn die Angelegenheit auch mir das Geringste anging, dadurch beleidigt und bebrobt, daß er ihm zu rief: , Geben Sie acht, wenn ich Sie einmal überlege! Wenn Sie den Bub noch einmal ancühcen sollen Sie sehen, was ich mit Ihnen mache! 3d) werte Ihnen die Knochen im Qeibe entzweischlagen I" Gr erhielt deshalb durch Strafbefehl eine G ef ä n g n i s sfr a s e von einer Woche, wogegen er Einspruch erhob. Da er in ter Sitzung jedoch nicht erschienen war, tourtet sein Einspruch verworfen. Das gleiche Schicksal erlitten die Einsprüche eines hiesigen Kaufmanns gegen zwei Strafbefehle, die in Höhe von zwei und drei Goldmack gegen ihn erlassen worden waren, tixril er nach eingetretenem Schneefall das Kehren des Bürgersteiges vor seinem Hause unterlassen. hatte. Vermischtes. Rasende Fahrt eines RukodiebeS durch Derlia. Zwei Zusammenstöße. Berlin. 5. Aprit (WTD.) Der .D. Z. a. M." zufolge stieß gestern abend ein mit drei Personen besetztes Auto an ter Potsdamer Brücke mit einem Kraftwagen der Interalliierter Kommission zusammen. Ehe ter Schutzpolizei- beamte den Namen pes Chauffeurs feftfleller konnte, fuhr dieser in rasendem Tempo die Potsdamer Straße weiter. An der nächsten Straßenkreuzung stieß der Wagen mit einem AutobuS zusammen. Die beiden Insassen tourten durch die Scheibe des Borterfensters geschleudert und blutüberströmt aus dem Wagen ßiebolt. Der Chauffeur verschwand, ohne sich um seine Fahrgäste zu kümmern. Während Polizeibeamte die Verletzten nach dem Krankenhause schassten, erschien der Führer wieder und fuhr mit dem Wagen davon. Wie lich nachträglich herausstellte. ist ter Wagen wenige Minuten vor seinem Zusammenstoß gestohlen worden. Im Sarg auf dem Mont Blaue. Daß ein leidenschaftlicher Alpmist, dem Mt Besteigung des größten Berges Europas im Leben nicht gelang, sein Ziel im Tode durchsetzte. Ist ein merkwürdiges Vorkommnis, von dem die Bergsteiger-Zeitschrift »Der Berg" berichtet. Natürlich war es ein Engländer, der gegen Ente ter 70er Jahve des vorigen Jahrhunderts In seinem Testament bestimmte man solle ihn im Sarge auf die Spitze des Mont Blanc tragen. Die Erben erfüllten auch pietätvoll diesen letzten Wunsch „Daß die Träger ter Leiche der Ansicht waren, ter Entschlafene hätte besser daran getan, die Hochtour lieber zu Lebzeiten oder — wenn schm — dann wenigstens in verbranntem Zustande zu unternehmen, liegt so nahe, daß arii diese Ansicht wohl zur eigenen machen können." bemerkt dazu die Zeitschrift. tffandetssäiule ßlüffeneintdlung . 16 Kiefern- Frankfurt a. Main 2693V Seilexfts, 4 M5,ss 42 72 32 22 32 56 79 138 Gemeindewald folgendes Holz: 12 Lichen-Stämme l.ßL pt. 21,33fm 2. „ 3. „ 4. , 5. „ ohne Alt- Eiche ffermeä Siessew Siahrihofslr.GQ. yrennholzversteigerung. Bei der am 8. April 1924, Dorrn. „ « ohne Klasseneinteilung . Rheinische Schwemmsteine (Tuffsteine) »mv liefern in kleinen Mengen ab Vager, sowie tvaimonweiie ab Werk au den billigsten Tagespreisen Gebrüder Kahl Kietzen, Telepli. 87. Der Voranschlag der Gemeinde Deiters- Hain für Rj. 1924 liegt vom 8. bis 14. lf. Mts. zur Einsicht der llnteresienten und etwaigen Erhebung von Einwendungen aus unserem Büro offen. Beltershain, 6. April 1924. Bürgermeisterei Beltershain. Kornmann. 1 „ „ Nuhknüppel i „ „ Schnittholz zu Äüfcr- und Schreinerholz geeignet Zusammenkunft im Ort Wilsbach, den 4. April 1924. l.HvvMtn»7o auf Landwirtirbas ten, ferner Indue- triekapi'allen an Fabriken und sonstige Unlerueb- mett besorgt schnell Weber Darme und prima Rindrblasen Ankauf von Zickel- sellen w höchsten Tagespreisen. C. Klebe, (Dietzen. fDlüblilr. 2. ul8M‘ s: L Mai= Beginn des neuen Schuljahres. Halbund Jahreskurse. HöhereHandelsfachklasse. Rechtzeitige A nmeldung erwünscht. ci»xm Prospekte frei. 2. Schneise statt. Gießen, den 7. April 1924. Der Oberbürgermeister. 3. 03.: Dr. Rosenberg. Nutzholzversleigerimg Die Gemeinde Wilsbach, Kreis Biedenkopf. verkauft am Montag, den 14. April d. 3s., von vormittags 10 Uhr ab, im 29,18 30,44 44,05 35,34 55,78 19,34 35,80 24,94 9,61 20,00 56Fichten-Stäinme ohne Klasseneinteilung . 81 Fichten-Stangen 1., 2 u. 3. Klasse 34 Rm. Eichen-Nutzscheit 2. Kl. 3. „ 4. „ Llhr beginnenden Versteigerung stndet Zusammenkunft nicht Alter Anneröder- toeg, sondern Alter Steinbacherweg — -- - - 2691B „Ich war am ganzen Leibe mit LÄeN M haftet, welche mich durch daS ewige ÄjB JuckenTag und Nacht peinigten. W^Jn 14 Tagen hat Zucker's Patent- Medizmal-Geisc das Übel beseitigt. Diese Seife ist Hunderte wert Serg. M." Dazu Zuckooh-breme (nicht fettend und fetthaltig».In allen Apotbe'en, Drogerie« und Parfümerien erhältlich. 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Kl 148 5t. = 13,72 Fstm., 2. ÄL 97 St. — 3,49 Fstm., Nutzreisig: Nm.: (Schichth.) 594 Fichte Nutzholz: Scheiter, Nm.: 36Buche l.Kl., 84 2. Kl., 2 Ahorn, 3 Eiche, 27 Fichte. Knüppel, Rm.: 466 Buche 1. Kl., 12 2. Kl., 362 Eiche, 3 Birke: 3 Aspe, 3 Kiefer, 53 Lärche, 53 Fichte. Reisig, Shn.: 1205 Buche, 1522 Eiche, 38 Ahorn, 223 Fichte. Stöcke, Rm.: 23 Buche 1. Kl., 31 2. Kl-, 60 Eiche, 32 Fichte. Das Holz sitzt an und in unmittel, barer Nähe von versteinten Straßen und gut zur Abfuhr. Nähere Auskunft erteilen die Herren Förster Ruppert in ; Nainrod, Jacob in Stornfels, Schmitt in Eichelsdorf und die unterzeichnete Stelle. Eichelsdorf, den 4. April 1924. Hess. Oberförsterei Eichelsdorf. Bechtel.________2674V Bekanntmachung. holzversteigerung. Montaa, den 14. April 1924, vormittags 9 Uhr, werden in der Gastwirtschaft „3um Frankfurter Hof" in Göbelnrod aus der Försterei Harbach versteigert: Stämme: 11 Buche ^12,02 Fstm. li.-IV Kl, 50 Eiche = 20,59 Fstm. lil.-lV. KL, 3 Esche = 0,97 Fstm., 119 Fichte = 51,32 Fstm. IH.-Vb. KL, 56 Kiefer - 45,49 Fstm. III-V Kl, 1 Lärche — 0,48 Fstm. Raum- Meter: 8 Duche-Nuhscheiter, Brennscheiter: 260 Buche, 14 E'che, 6 Kiefer, 24 Fichte. Knüppel: 200 Buche, 69,5 Eiche, 48Lmde, 51 Kiefer, 26 Fichte Zeisige: 260 Buche, 86 Eiche, 36 Linde. Stöcke: 104 Buche, 4 Eiche, 14 Kiefer. 34 Fichte. Das Holz ist vorher einzusehen. Die unterstrichenen Brennholznummern kommen nicht zum Aus- gebot. Nähere Auskunft durch Herrn Förster Kinkel, Harbach. 2684V Grünberg, am 4. April 1924. Hess. Oberförsterei Grünberg. Bekanntniachnng. Der Doranlchlag der Gemeinde Vers- rod für 1924 Rj liegt von Mittwoch, den 9 April 1924 bis einschl. Dienstag, den 15 Avril 1924 bei uns zur Einsichtnahme offen. Es ist die Erhebung einet ' Umlage beschlossen, zu der auch die Aus- ; märtet herangezogen werden. 2681D Bersrod, Yen r. AprilJ^24^^ Bauerscher Gesangverein (E. V.) gegr. 1864. Samstag, 12. April, abends 8 Uhr, in der Aula der Universität Wohltätigkeitskonzert zum Besten der beiden hiesigen Schwesternhäuser Leitung: Herr Otto Görlach. Mitwirkende: Herr Kammermusiker Heinrich Kruse aus Altona a.d Elbe (Cello) Herr Fritz Cuje, Frankfurt a.M. (Klavier). Es gelangen zum Vortrag: Chöre von Beethoven, Schubert, Köllner, Gernhardt, Ullrich, Zander, Sonnet; - Lieder für Tenor von Schubert, Fried; - Soli für Cello von Eckert Zaremba, Fitzenhagen, Beethoven; — Soli für Klavier von Chopin, Liszt Eintrittskarten im Vorverkauf bei Herrn Emst Chalher, Neuenweg, und abends an der Kasse. Eintrittspreise: I. Platz Mk. 2.50, II. Platz Mk. 2.-, 111. Platz Mk. 1.50. MT7V ffi c ffi 0) 3 S) Neuenweg 18 x •über Seltersweg 24 « e cs rv 3 c: 35* © 0) :3 c 0) B) O 6) Ganz besonders preiswert! Freienseen, den 6. April 1924. 019016 Beerdigung Mittwoch, den 9. April, nachmittags 2 Uhr. Industrie desBezicks gut eingeführten rührig. ' Wer T Lieh, 6. April 1924, mW* V< N»MWW herangezogen werden. 2680D findet statt am 3681D Sanntrlftii, MO.jig.it, mnn. 9 UQr. gesucht 2083 D tw 2678c & B «u bi fDC Münster, den 7. April 1924. Dürgermeisteret Münster. Heh. Zier-Schürzen, große, mit Träger. . . Wiener Schürzen, ganz elegante .... Jumper-Schürzen, hochmodern..... Kteider-Schürzen, mit und ohne Aermel Wiener Schürzen, aus la. Waschstoff KnabenSchürzen, alle Größen .... Schriftliche Angebote unter 260ID an den Gietzener Anzeiger erbeten. en Lc Gi SM s>r tri zei fch a I n< Li. eit ru al; sch al b< la ül A lil f i 'D fü n ui Cß A ix Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank fal de Gr ?u: sM tix ge tu in. sei M sei be all fel 7M He ©2 ID eir Td K K to til D A fü D lic Ei Ei sei L, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Vogt, geb. Heller Heuchelheim, den 5. April 1924. 2630D Otto Röschen, Dekan und Frau Lina geb. Schwören Zorn Waschen, Scheuem, Schrubben, Putzen soll man LOHNS Wasch-Extrakt benutzen. Derlr.: Adolf Schmidt, (Bieben, Tel. 1086. Lebensmittelgrobhandlung sucht für sofort Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Münster für 1924 Rj. liegt von Mittwoch, den 9. April 1924 bis einschl. Dienstag, den 15. April 1924 bei uns zur Einsichtnahme osten. Es ist die Erhebung einer Umlage belchlosten, zu der auch die Ausmärker In tiefer Trauer: Familie Heinrich Steller II. Familie Karl Balser IX. Familie Balth.Jak. Haas. Steinbach, ließen, Annerod, den 6. April 1924, Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 3 Uhr, in Steinbach statt. 2679D D sch to üt ge ar ’S bi to ite !fcC 7>c 6t p« Selbft Mädchen das gut bürgerlich kochen kann, für größeren Haushalt nach Frankfurt am Main sofort oder per 15. d. M gegen hohen Lohn gesucht. Beihilfe vorhanden. — Mädchen mit guten Zeugnissen bevorzugt. 01»u94 Heinrich Nax, Frankfurt a.M. Deutschcherrnkai 32 L Bunte Schürzen ! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, sowie die zahlreichen Blumenspenden sagen herzlichen Dank Louis Kröck IV. und Kind. ri< H- La g' E IungerMann für Bureau und Reise miitzlefsgkrlLöMliMWkWWiiggeW!. Bevorzugt werden solche, die im Bezirk Gießen und Oberhessen in den Kolonialwarengeschäften eingeführt sind. Schriftl. Angebote mit Gehalts- ansprüchen unt. 018990 a d. Gießener Anzeiger. «e ge »ir D !>e al v. Ei S. A io ixe Ä V Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Herren- u. Damengarderoben, Teppiche, Portieren usw. werden in kürzester Zett tadellos MIKMIUtM Färberei T.F. Croon lettledernrelolBangnaiL u. Kuaetetopterel Fabrik n. Vabcn: Marburger Str. 40 Niltale: TelterSweg 25. Woranzerge für Kranke u. Gesunde- .SesMWi.re»MWk MZekeMM!" Ueber. dieses wirblige n. tntervffante Thema bnli am DonnerStaa. dem 10. April d. I.. abends n Ubr, im Saale des Hotels Schütz Herr Dr. phil. 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Ws zum Weltkrieg hätte trotz aller nationaler Gegensätze der Europäer als solcher die Stellung der äleberlegenheit, und sein Prestige in Asien war anerkannt von Hapan bis zur kleinasicvtischen Küste, von Sachalin bis Eeylon. Rtemand zweifelte es an. Wer hätte sich denken können, daß dieses Prestige im Lauf eines Jahrzehntes zu- sannnenbricht und die demütigen Schüler oder Basallen, die Böller, denen inan mit mässigen Hadvikerzeugnissen europäische Ziv li ation brin en wollte, heute reu einst so ehrwürdigen Eröiell behandeln, wie es rm Leben oft mit alten ruinierten und unfähig gewordenen Verwandten geschieht? Für Asien, das unter der Vvrnrund- schäft des Westens schon unruhig aufbegehrie, war der Krieg von 1914—18 eine Erlösung. Mit kühler Ruhe hörte man von den Blutopfern der Kriegsührearden, und jene Phantasten, die das Eingreifen des heiligen Krieges, die Waffenhilfe ton Afghanistan und ähnliches erwarteten, erlebten Enttäuschung auf Enttäuschung. Der Orient konnte nur mit geduldiger Freude vernehmen, wie sich jene zerfleischten, deren Bestreben es gewesen, Asien wirtschaftlich auszunutzen. Für die jungen Industrien in Japan und Indien wurde der Weltkrieg zum goldenen Zeitatter, denn unsere Feinde häuften in diesen Ländern Bestellung auf Bestellung: dadurch eiti= fesselte der Frieden aber eine heftige, wirtschaftliche Krise, die sich in Arbeitseinstellungen, und ähnlichem äußert. Die Landbevölkerung, die sich an Fabrikarbeit gewöhnt hat, weigert sich, zur Dauernarbeit zurückzukehren, und es zeigt sich wiÄter einmal, daß Asiens Glück unverträglich rst mit jenem Europas, wie es die Weltgeschichte seit Jahrtausenden schon öfters bewies. Im „Asyl des Friedens", das der Bater Rabindvanath Tagores nörtaich von Kalkutta gegründet hat, sucht die indische Jugend den Weg zur Statur zurückzufinden — aber eine reiche Dibilir-thek deutscher, englischer und französischer Werke bereitet die künftigen Schüler der Hinduuniversität auf ihre Bestimmung vor, die europäischen Fesieln za zersprengen. Roch hält Lago re es für notwendig, daß der englische Polizist die Ordnung im Lande bewacht, doch die Jugend, die zur indischen Statur seelisch und geistig zurückkehrt, soll fernen, das fremde Aufsichtspersonal zu ersetzen, damit das Land seinen Bewohnern zurückgegeben werde. Einen Gegensatz zu Dagore in der Art, aber nicht im Geist des Stargehens, bildet ein Star» treter des rein politischen indischen Rationalismus, wett entfernt von der feinen Philosophie und den religiösen Gesängen des Dichters. Es ist Shamsher Hang, der Maharadscha von Repal, der Heimat der durch den Krieg bekannten Gurkas. 3um Dank für deren milttärische Hilfe, die wohl dem indischen Gebirgsvolk manchen Einblick in Europas Schwäche geflattei hat, erhielt der Maharadscha für fein schwer zugängliches Gebiet die ülnabhängigkett von England zugesichert, und in seiner hochgelegenen Hauptstadt Katmandu, die als natürliche Beste dem Himalaya südlich vorgelagert ist, wird Großbritannien nunmehr durch einen Gesandten vertreten. Das andere Geschenk, einige Luftschiffe, die Katmandu mit der übrigen Welt in Verkehr halten sollten, hat der Maharadscha abgefehnt und ebenso die geplante Telegraphenlinie. Er ist Asiate und vüll vvllbewutzt in seiner Einsamkeit thronen. Was Europa zu sagen hat, kommt früh genug, wenn es ent reitender State von seinen Grenzen aus vermittelt. Wohl erleichtern Straßen uni)1 Drahtseile für Warentransport den Handel im schwierigsten Gelände von Repal, denn der Fürst weigert sich nicht, die Erzeugnisse des Westens aufzunehmen, er kämpft nur beharrlich gegen dessen Ideen. Shamsher Hang wendet seine ganze Macht auf, dem Inder das Gefühl des Indier- iums zu geben, die Mundart der Gurkas zu einer literarisch ausgeprägten Sprache zu machen, wie man in allen Ländern Asiens bedeutsam den SBert der einheimischen Sprachen betont, und die geistige Selbständigkeit seines Reiches za gründen. Die politische Wichtigkeit Repals besteht darin, daß ed die Straße von Tibet nach Indien beherrscht, und in Tibet sind reiche Goldlager, die zu den Hauptreserven der Erde gehören. Im Stltectum hat Indien den persischen Slchämeniden tibetanisches Gold als Tribut gegeben und damit •) Stach dem Brief eines jüngst aus Indien heimgekehrten, in England lebenden Freundes. Persiens überhöhenden Reichtum geschaffen — heute ist Repal Hüter dieser Schätze, die auf primitive Weife kaum ausgebeutet werden, und fängt an, die Macht zu begreifen, die ihm dieser Wacht-- posten verleiht. Ich habe dieses eine Beispiel herausgegriffen , aber überall, in der Rlongolei, wo der „lebendige Buddha" herrscht, in Sibirien, in China, in Persien erhebt das neue Asten, die erwachende alte Welt ihr Haupt und wendet sich vom trügerischen Glanz tar europäischen Zivilifativn ab, um zur eigenen, ehrwürdigen lieber Lieferung zurückzukehren. Die Politik Shamsher Hangs drückt keinen anderen Grundgedanken aus als Tagores Philosophie und Gandhis natiOnalistische Propaganda, als die türkische Staatstlugheit, die endlich den Stat des Grafen von der Goch befolgte und die ottomanische Hauptstadt nach Kleinasien verlegte, und als die Antwort eines türli- schen Studenten, der von den europäischen Hochschulen zurückkehrte, auf die Frage ie.ned Statt rs, was er von der dortigen Entwicklung halten „Hüten wir uns davor, die materialistisch.' SMt= anschauung aus dem Westen einzuführe.i. Sre beruht auf einer unbegrenzten, skruprlloen materiellen Konkurrenz. Katastrophen und Krisen gehen daraus hervor. Für die Hugend gilt es, diesem europäischen Rtaterialismus den asiatischen Idealismus entgegenzustellen und so vielleicht den Frieden der SBelt zu erreichen." Das neue Asien zeigt der SBelt ein verändertes, energisches Gesicht, und es wird gut fein, wenn unsere Handelswelt rechtzettig lernt, es zu begreifen. Allgemeine Süddeutsche Hochschulasststenten-Tagung. Der schon feit Hahven andauernde unverständliche Widerstand seitens der südd'ut chen Hochschulländer gegen eine angemessene An le ch- img an die vorbildliche gesetzliche Siegelung der anderen großen Hochschulländer hat tue zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschliossenen süo- deutschcn Landesverbände gezwungen, eine allgemeine süddeutsche Assistentenivnferenz nach Stuttgart einzuberufen, die von Sfertvetern sämtlicher süddeutscher Hochschulen (Baden, Bayern, Hessen, Thüringen, Württemberg) und S3er= tretern der Siffsistenzärzle der Kliniten und Krankenanstalten Süddeutschlands überraschend stark besucht war. Die EröfsiiLingsansprache des Verhandlungs- feifers betonte mit Rachdruck, daß die Hochschulassistenten in allen süddeutschen Ländern gegenüber ihren norddeutschen Kollegen gründ ählich zurückgefetzt sind. Es wird allgemein als unwürdig empfunden, daß die Dienst- und Be- sildungsverhältnifse der süddeutschen Hochschul- assistenten im Gegensatz zu den übrigen Staatsbeamten und entgegen den verfassungsrechtlichen Bestimmungen noch nicht im SBeg? des formellen Gesetzes geregelt sind. Die Hochschulassistenten werden sich niemals mit einer nur verordnungsmäßigen Regelung, die mit der verantwortlichen Stellung und der Würde eines akademischen Berufes unvereinbar ist, absinden taffen. Geradezu trostlose Einblicke gewährte die materielle Lage der Assistenten in den südwestdeutschen Hochschulländern. Es geht nicht an, daß auch nur ein Hcchschulafsislent geringer besoldet ist als beispielsweise ein Anwärter auf den Stalksschuldfenst (Hisislehrer). Parlament unb Presse haben stets die BevechtiguNg der bescheidenen Forderungen der Hochschulassistenten in vollem Umfang-.' gebilligt, umsomehr als diese Forderungen Mrndest- ferberangen sind, die auf das gesamte SZolls- interesse Rücksicht nehmen und eine kulturelle Rotwendigkeit darstellen. Die Assistentenschaft muß daher erwarten, daß nun endlich die rückständige süddeutsche Regelung ehestens einer durchgreifenden Reform unterworfen wird und daß dabei nicht etwa nur Zugeständnisse in Richtung auf das erstrebte Ziel gemacht werden. Die Frankfurter Messe. Frankfurt a. M., 6. April. (WTB.) Der erste Frankfurter Messetag entsprach voll den Erivartungen, die man in einsichtigen Wirtfchaftskreisen von vornherein auf den Verlauf der Messe gefetzt hatte. Das Straßenbild war infolge oes wunderbaren Frühlingswetters sehr belebt. Slber auch die reinen Käuferschichten waren in großem Maße erschienen. Infolge der bestehenden großen Kreditschwierigkeiten wurden zwar viele Geschäfte, aber meist mir von geringer Bedeutung, abgeschlossen, weil die Käufer den ersten Tag mehr zur Orientierung benutzten, um richtig kalkulieren zu können. Rur in ausgesprochenen Bedarfswaren, so z. D. in Konfektionen und Schuhwaren, sind heute bereits stattliche Slbschlüsie erzielt worden. Besonders lebhaftes Interesse wandte sich der Ausstellung von Radioapparaten zu, die in einer besonderen Halle untergebracht sind, und deren Stände von früh an dicht umlagert waren, zumal der Frankfurter Sender fast den ganzen Tag über musikalische und andere Darbietungen bot. Unter den zahlreich erschienenen in- und ausländischen Hournalisten wurden besonders zahlreiche S^ertretet schweizerischer, italienischer und Wiener Blätter bemertt. 60 Jahre Bäuerischer Gesangverein Mit eindrucksvollen künstlerischen Darbietungen am Samsmg abend und gestern nachmittag in der Steuen Aula der Unitorjuät und mit einem pietätvollen Akt für seine im SBeltfrtege gefallenen und daheim verstorbenen Mitglieder gestern vormittag auf dem Alten Friedhof beging der Da uersche Gesangverein die Feier seines 60jährigen Bestehens. Das zielsichere, ernste (Streben und die große Fülle von organisatorischer uno tünitlerischer Gestal ungskraft der Der- einsl i.ung in Verbindung mit lern ausgezeichneten Eh> g iii ter Sänger ermögliche es dem Verein, seine geeßangefeg.e Frier zu einem glänzenden Erfolg auszubauen. Der Festakt am Samstag abend, zu dem nur geladene Gäste und die Angehörigen der Mitglieder Zutritt hatten, wickelte sich in der bis auf den leh.en Platz besetzten Steuen Aula in glänzender Weise ab. Rach der von der KapelfeWeller gespielten Ouvertüre zur Oper „Rosamunde" hieß dec 1. Vorsitzende des Vereins, Georg Todt, die Besucher willkommen, wobei er den Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden und der auswärtigen und hiesigen Gesangvereine besonderen Gruß entbot. Ein Vorfpruch wirkungsvoll gesprochen von Frl. Gisela H o r st, feier.e das deutsche Lied und das verdienstvolle Wirken des Vereins für den tausch n Männergesang und bildete die Uebeileitung zu dem Rückblick aus die Vereinsgeschichte, den der 2. Vorsitzende Delloff in sehr fesselnder Darstellung gab. Stan 8 sang sbegeij.ersten . fe.euer ür^er im März 1864 gegründet und nach seinem ersten Dirigenten Bauer genannt, steht der Verein heute mit 122 aktiven und 209 Passiven Mitgliedern auf dem bisher höchsten Stand seiner Mitgliederzahl, dabei hoch im Ansehen in unserer Stadt und darüber hinaus und ausgezeichnet mit zahlreichen Ehrenpreisen, die er auf Gesangwettstreiten sich errungen hat. Der Redner rühmte dabei die S5er= dienste der früheren Chormeister des SZereins, insbesondere aber die des jetzigen künstlerischen Leiters Otto Görlach. dem er als äußeres Zeichen der dankbaren Anerkennung des Vereins einen großen Lorbeerkranz überreiche. Bei dieser Gelegenheit wurde auch des 50jährigen Sänge r-Hubiläums des 1. Vorsitzenden Georg Todt imi> feiner in vieljähriger Dorstandsarbeit um den Verein erworbenen Verdienste gedacht. Die Dankbarkeit und Anerkennung des SZereins für den Sängerveteranen und Vorsitzenden Georg Todt fand neben den herzlichen Glückwünschen noch ht folgenden Ehrungen ihren Ausdruck: man überreichste ihm die goldene Sängermedaille ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit und errichtete eine Stiftung, die den Starrten „Geovg- Todt-Stiftting" tragen soll, bereu Erträgnisse dazu bestimmt sind, in Rot geratenen Sängern Hilfe zu bringen. In bewegten Worten sprach der Gefeierte fehlen Dank für die hohe Ehrung aus und eimahnte die Sängerschar, allezeit in Eifer und Liebe dem deutsc^n Lied zu dienen und dem Bauerfchen Gesangverein die Treue zu halten. Hierauf begann das Festkonzert, über das unser Musikreferent morgen berichten wird. Gestern morgen 8 ÜIhr leitete ein Morgen- gelang auf dem Marktplatz die Feiern des Sonntags ein. ilm 9 Mr versammelten sich dann die Mitglieder des SZereins auf dem Alten Friedhof zu ebrer Feier des Gedächtnisses ber dahin geschiedenen Mitglieder. Eine große Zahl von sonstigen Tellnehmern schl)ß sich an, so daß die Kapelle dicht gefüllt war. Der Der- ein sang unter der Leitung des Dirigenten ©Br« l a ch zuerst den Choral „Wie sie so sanft ruhen" nach, der Sfertonung durch Friedrich Burkhard De- nefen. Pfarrer De ch t o l s he i m e r hielt hierauf die Gedächtnisrede und führte ungefähr folgendes aus: Die Ideale, die dem Stauerschen Gesangverein vorschweben, sind einmal die Pflege des Gesangs und sodann die Pflege vaterländischer Gesinnung. Kein Statt der SMt kann den deutschen Sfereinen dieser Art etwas Aehnliches zur Sette stellen. Die STtarmergefangioerdne haben im Kulturleben unseres Volkes eine bedeutsame Stelle, sie tragen das, was unsere großen Tondichter geschaffen haben, in die Sltoßen und wirken hierdurch auf die Dlldung des GemüteS und des Charakters ein Stan ber Mitte des vorigen Hahrhunderts an haben sie auch vaterländische Gesinnung gepflegt. Ist die Einigung der Deutschen auch durch Geschehnisse und Taten politischer Art erfolgt, so haben die Sllämiergesangvereine doch den Einheitsgedanken in unser Volksleben hineingetragen. In dieser Art hat der Dauersche Gesangverein nun 60 Hahre gewirkt, ideales Streben hat die Mitglieder allzeit in treuer Freundschaft aaemander- geschlosfen. Darum ist es dem Verein ein Herzensbedürfnis. auch an diesem Tage seiner Dahinge- chiedenen zu gedenken. Seit dem 50jährigen Stiftungsfest sind 1Z Mitglieder entschlafen, acht in der Heimat, neun im Kampfe für das Vaterland an der Front. Ihr Andenken wird den Lebenden heilig sein. Hierauf trug der Verein das Lied Friedrich Silchers „Stumm schläft der Sänger" vor. Die Teilnehmer begaben sich zum Schlüsse an das Grab des ersten Dirigenten Philipp Dauer (1817 bis 1886), wo der Ehrenvorsitzende, Georg Kodt, einen Kranz niederlegte. Rach- mittags um 4 ülhr begann in der Reuen Aula ein für die breite Oeffeittlichkett zugängliches Festkonzert, das wieder vor ausverkauftem Hause gegeben wurde und dem Sferein ebenso tote das Konzert vom Samstagabend den lebhaften Deifall des Publikums brachte. Wirtschaft. Die Reichsbahn Über ihre Gütertarifpolitik. Die ReichSbahnverwattung hat, wie Mß „Deittsche Wirtschafts-Zeitung" erfährt, dem Deutsch«! Industrie- und Handelstag auf dessen Anträge und Eingaben zur Reugestaltung des deutsch«! Eisenbahn--Gütertarifs folgenden Bescheid gegeben: „Die zwischenzeitlich durchgeführten Ermäßig- ungen um 8 und 10 Proz., sowie die Einführung zahlreicher Ausnahmetarife für die Slussuhr oder Einfuhr über die Seehäfen (Ausfuhrstückgut, Hanf, Eisen und Stahl, Eisen- und Stahlwaren, sowie Eisenbahnfahrzeuge. Linoleum, Felle und Häute, Gevbst'offaiuszüge usw.) beweisen, daß die Reichs» bahn, soweit es ihr bet der eigenen Lage nur irgendwie möglich war, -bestrebt gewesen ist, den wirtschaftlichen, Verhältnissen der deutschen Industrie, des Handels, der Landwirtschaft usw. Rechnung zu tragen. Auch für die Folge wirb die Reichsbahn benrüljt sein, auf diesem Wege fortzufahren und einerseits durch Rachprüfung der Gütereinteilung, sowte andererseits durch Einführung weiterer Aus nähmetarife mit den Seehäfen und über die trockene Grenze zur Belebung der deutschen Wirtschaft beizutragen. Es sind der Steichs- bohn hierbei allerdings auch gewiße Grenzen gezogen, indem die hauptsächlichsten Betriebsstofte. wie Eisen, Kohle. Ode usw. noch weit über den Friedenspreisen liegen und sie jetzt als selbständiges ülnternehmer ihre Ausgaben durch die eigenen Einnahmen beeten soll. Die ständige Tariftommisiion wird sich in nächster Zett nochmals mit einer Durchprüfung der Gütereinteilung befaßen, außerdem befinden sich noch zahlreiche Slusnahmetarife für den Stat» kehr ndt den Seehäfen und über die trockene Grenze in Behandlung. Hinsichtlich der Frage des 1 Oprozentig. Gewichts zuschlag es sür die Beförderung im gedeckten Wagen, die in den letzten beiden Hahren widterhvtt in der ständigen Tarifkon> miß ton und in dem ständigen Ausschuß des Reichseisenbahnrats behandelt worden ist, hat der ständige Ausschuß des Sdeichseisenbahnrats tn seiner Sitzung im Dezember 1923 mit großer Mehrheit den Wünschen auf Aufhebung dieses Zuschlages widersprochen. Sine Deseitigungdes Zuschlages kann daher zunächst nicht in Betracht gezogen werden. Ebenso wird eine tarifliche Begünstigung des Sammelgutverkehrs vor- läufig nicht beabsichtigt." * * Der Eisen berg bau im März. Iw Siegerländer Bergbau ist gegenüber dem Vormonat keine Qfenberung der Lage eingetreten. Die Verkaufspreise wurden zur Lieferung ab 1, April um 1 SIU', die Tonne herabgesetzt, um einen Anreiz zum stärkeren Bezug zu geben. Infolge des starken Mißverhältnisses zwischen Selbstkosten- und SZerkaufspreis lagen jedoch, die meisten Dettiebe wetterhin still. — Im Sifenbergbau des Lahn- und Dillgebietes hat sich die Loge gegenüber dem SZvrmonat nur geringfügig gebessert Das zu langsame Wtederingangkonunen der Industrie des Ruhrgebietes, der Süettbewerb hochprozentiger Auslandserze, vor altem aber die zu hohen Frachtsätze stellen der Wiederbelebung des Eisenerzbaues noch immer Hindernifle in den Weg. Soweit die Grubenbetriebe nicht gänzlich sttll liegen, wird nur mit einem kleinen Bruchteil der früheren Belegschaften gearbeitet Der Erz- Versand hielt sich noch immer in sehr bescheidenen NKWröisWW-klM. Sin Roman aus dem 21. Hahrhirn dert von Hans Dominik. 66. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Blicken Sie auf den Horizont über den Kämmen im Südosten! . . . Sehen Sie die zactt- Sn, gelben Wolken? . . . Da braut sich ein nwetter zusammen. Es darf uns nicht am Boden und manövrierunfähig überraschen." Der Kommandant schaute prüfend nach der angegebenen Richtung _,r , Oho! . . Sie fjaben recht, Herr Ifenbrandt . . ."Da braut sich allerlei zusammen ... Der fahle Himmel... die gelben Wolfen . . . das betautet nichts Gutes . . Gr eilte zum Barometer. „Richtig! Das Glas ist plötzlich um zwei Zentimeter gefallen . . . fallt sichtbar weiter . . . Wenn wir hier nicht im Hochland von Pamir, sondern auf tat gelben See wären, wurde ich wetten, daß uns ein starker Taifun bevorsieht... Unerklärlich . . . Hier habe ich dergleichen noch nie erlebt ... nie gehört, daß es hier geschehen wäre . . . nie geglaubt, daß es hier geschehen könnte." „Fertig!" kam die Meldung von unten. „Bravo! Höchste Zeit!" sagte Löwen. „Los! Langsam richtete sich das schrägliegenta Schiff aus. Die Propeller gingen an, und in glatter Fahrt verließ es den Landungsplatz. „Volldampf nach Slortanl" lautete der Befehl. Es war hohe Zeit gewesen, daß der Kreuzer ffc Gemalt über sein Element zurückgewann. Schon jagten einzelne unregelmäßige Sturmstöße durch die Luft und wirbelten den Wüstensand in schwelen gelben Wolken auf. Immer schneller folgten sich die Stöße, und dann brach der Orkan los. Ein Wirbelwind von unerhörter Stärke, gegen den selbst dieser starke Kreuzer nicht direkt aa- kämpfen konnte. Während das Schiff in weitem Stagen über das iranische Hochland gerißen wurde, setzte Herr von Loiven feine ganze Steuerkunst daran, sich SUeter um Meter vom Zentrum dieses Taifuns loszuringen, das ganz offenbar dort hinten über ben Südostkämmen jenseits der Grenze lag Er nahm es zunächst als unvermeidlich mit in Kauf, daß sein gutes Schiff dabei vertrieben und selbst m weitem Kreise herumgetoirbelt wurde. All fein Bestreben war darauf gerichtet, aus dieser gefährlichen Sturmzone hinaus an den äußeren Rand des Taifuns zu gelangen. Es war nicht leicht. Wie duvÄvchert schien die Luft zu sein. Wiederholt stürzte der starke Kreuzer plötzlich wie ein Stein in die Tiefe, legte mehrere tausend Meter in senkrechtem Fall zurück, bevor er wieder Halt in der aufgeregten Atmosphäre fand und die verlorene Höhe wfederzugewinnen vermochte. Er wäre längst auf den Felsen zerschellt, wenn die meisterhafte Steuerkunst des Herrn von Löwen ihn nicht immer wieder der gefährlichen Rähe des festen Bodens entrißen und dabei Schritt für Schritt aus dem schlimmsten Wirbel hinausgebracht hätte. Bis endlich die Grenze der Sturmzone erreicht und überschritten war. bis der Kreuzer mtt voller Maschinenkraft in einer ruhigen und tragbaren Atmosphäre den geraden Kurs nach Rorden verfolgen konnte. Durch die großen Heckscheiben der Kabine im Winde wie flutende Wasserwogen, ließen die blickten die beiden Männer zurück nach dem Süden und Südoston. Da stand es wie ein riesenhafter und unheimlicher Trichter von schwefelgelber Farbe über den Bergen. Wie eine giganttsche Säugpumpe hatte tat wirbelnde Orkan den Staub und Sand vieler Quadrattneifen empovgerisfen und die Glut des Feuerregens paralysieren? . . . Würden die Experimente und Berechnungen, die er im Laboratorium angeftellt hatte, sich beim Versuch im großen bewähren? . . . < Fortsetzung folgt.) führte ihn in immer größere Höhen. Alles, was in diesen Strudel gelangte, ihm nicht vechtzeittg mit eigener starker Kraft zu entfliegen vermochte, wurde gepackt, in das Zentrum gerißen, zerrieben und zerschmettert. Lange blickte Herr von Löwen durch sein scharfes Glas. Gr glaubte Fetzen, Trümmerstücke von zerrissenen Flugmafchiasn inmitten des Hölfenwirbds zu sehen. „Was wir nicht vermochten, tut die Statur. Alter Berechnung nach sind die Gelben mitten im Taifun. Da kommt kein .Flügel letanMg zur Erde" Ifenbrcmdt nickte. Ich tanke auch. And damtt wird hoffentlich für lange Zeit hier Ruhe herrschen . ViS Peking neues Material schickt . . . ober ms . Ä * In Wiecnh hatten Witthuf en unb Maria nach ihrer Befreiung aus ber Ruinenstätte Karakorums einen sicheren Zufluchtsort gefuntan. Auf der niederen Sferanba, die das Haus umgab, faßen Isenbrandt unb Marias Ski ter. Aus dem kühlen Schatten des Halbbaches sah man weit hinaus in bie fruchtbare Laabschaft. Die Wiesen prangten wie fchweltenta Teppiche von Samt. Di« ©etreibefeltar kräuseltsn sich schon Halme emporschießen unb wuchsen ber Sonne entgegen. Die Bäume standen hier noch imDlüten- schnee, trugen dort schon schweren Fruchtansatz. „Ein gesegnetes Hahr!" sagte Witthusm „Wer tote ich Turkestan noch tx>r einem halben Mensch-Malter gekannt hat, wird es immer wieder mit Staunen sehen, wie Menschengeist unb Menschenhand die Sandwüsten in ein fruchtbares, dichtbesiedeltes Land verwandelt haben. Sollte das Paradies hier wirllich der Erisapfd zwsichen Europa und dem Gelben Skeiche werden?" Isenbrandt zuckte die SIchfeln. Er hatte die Worte Witthusens nur halb vernommen. Sem Auge hing noch an der Tür, hinter der Marias Gestalt foeben verschwunden war. Die Ereignisse der letzten Wochen hatten die Herzen der beiden rascher und fester miteinander verbunden, als jedes werbende SBort es sonst wohl vermocht hätte. Während bie in ihrer Lehmhütte Ein* geschloffenen in Karakorum bamals unter Stangen unb Zagen das Ende der schrecklichen Stundsn erwarteten, hatte Isenbrandt hoch oben in den Lüften fast in tat gleichen. Stimmung fein Werk vollbracht. Es war ihm zrumute gewesen wie einem Slrjt, ber einem Patienten gleichzeitig schweres Gift unb Gegengift verabreichen muß. Konnte nicht ein unglücklicher Zufall bie Gefangenen bes retten tan Mittels noch im letzten Moment berauben? . . . Würbe besten Wirkung Danknoten. (Ohne Gewahr.) iSrmüßtguttg oer Börserrumsatzsteuer, bemerkenswert gesteigert, während die Verkaufsorders auf ein Mrnimum zusammengefchmolzen sind. Auch die Spekulation nimmt in Erwartung einer festen Montagsbörse schon heute im Verkehr von Bureau zu Bureau einige Käufe vor. Besonderes Interesse herrscht im Zusammenhang mit den schwächeren Martmeldungen für Auslandswerte. Auch rheinische Werte waren stark gesucht. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark auSaevrüclt- BuenoS-AireS, London, Neu- t)orf, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alleS übrige für 100 Einheiten.) Leiegraphtsche Auszahlung. ______________(Ohne Gewähr.)________ * Zum Verbot des Derkauss von SchiffahrtSaktien an Ausländer. 3n einer am 18. März 1924 ergangenen Entscheidung hat der erste Strafsenat bei Kammergerichts die grundsätzliche, bedeutsame Feststellung getroffen, baß Zuwiderhandlungen gegen das genannte Verbot nur im Falle vorsätzlicher, nicht auch im Falle ^chrlässiger Begehung strafbar sind. Der Senat äußert in der Begründung von vornherein Zweifel an der Richtigkeit der in der Rechtslehre vertretenen Auffassung, daß Vergehen gegen Knegsverordnungen im Zweifel auch bei fahrlässiger Begehung zu bestrafen sind: die vorliegende Verordnung sei jedenfalls dahin auszulegen, baß nur der Vorsatz strafbar ist, dies dlsbesondeve deshalb, weil im Absatz 2 des § 2 allgemein der Versuch für strafbar erklärt werde. • Doa der Thüringer Spielwaren- ttt'bu fl rte. Der Verband der Lchüringec Spiel- wareninkeressenben in Sonneberg teilt .mit, daß gegenwärtig selbst größere und leistungsfähige Firmen hinsichtlich des Betriebskapitals Sorge haben, weil das Geschäft seit Monaten dar- mederliegt und sich um die gleiche Zeit die öffentlichen Abgaben zusammendrän gen. Die Lagerverkäufe, die man von der Leipziger Messe erhcfste, sind säst vollständig ausgeblieben, selbst auf die Gefahr der Betriebsschließung hin ist kaum Kredit zu erlangen. Angesichts dieser Verhältnisse haben die ®#>i.rteuere einmütig be- sc^l-sseu, i^re Lieferanten zu bitten, ersten viel- leicht 14tägigen Ärebit zu gewähren. Sie weisen darauf hin. daß Exporteure und Verleger von Spiel waren der Kundschaft durchweg noch längere Zahlungsfristen gewähren müssen und betonen vcr allem, daß in anderen Mittelpunkten der deutschen Spielwavenindustrie, z. D. in Rürnberg und im Ei^gebirge, die Fabrikanten schon vor längerer Zeit mit Exporteuren und Verlegern ein Hebereinfonnnen getroffen haben, das zur Enlspamrung der Lage beigetragen hat. ♦* 4 771 375 Arbeitsstunden der T echnischen Rothrlfe. Rach den letzten statistischen Ergebnissen haben feit Gründung der Technischen Rothilfe bis zum 15. März 1924 76 026 Nothelfer und Rothelferinnen auf 3077 Einsatz stellen im Dienst und zum Wohle der Allgemenrheit eine Arbeit von insgesamt 4771375 Arbeitsstunden geleistet. Berliner Börse. Berlin, 5. April. Die Gerüchte von einer Änterminierungstätigkett gegen die Rentenmark haben sich als ziemlich ausgebauscht herausgestellt, und auch in Borsenkreisen steht man diesen Rachrichten etwas skeptisch gegenüber. Ziemlich besorgt dagegen betrachtet man die Bewegung der Papier- mark im Ausland, wo auch am gestrigen Tage ein weiterer Rückgang zu verzeichnen war. Man bringt diesen Rückgang in Zusammenhang mit den geringen Zuteilungen am deutschen Devisenmarkt und weist daraus hin, daß bei einer Zuteilung von nur 1 Proz. die Industrie usw. 99 Prvz. ihres Geldes nutzlos bei der Dank liegen lassen müsse und häufig dazu übergehe, die dadurch entstehenden Zinsverluste usw. in einer Höhe von 7 bis 10 Prozent auf die Waren aufzuschlagen. Diese indirekte Erhöhung der Devisenkurse könne selbstverständlich nicht ohne Auswirkungen auf die Kursgestaltung der Mark im AuSlande bleiben. Immerhin hofft man von der nun für die nächste Woche unmittelbar bevorstehenden' Gründung der Goldkreditbank eine Besserung und Entspannung und hall mit den Ansprüchen am Devisenmarkt etwas zurück. 3m übrigen wies der Devisenmarkt heute keine nennenswerten Veränderungen auf. Die Lage am Effektenmarkt am heutigen börsenfreien Tage gestaltete sich verhältnismäßig günstig. Die Kaufaufträge des Publikums haben sich, wohl im Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 5. April. Die Stille des Detreide- maiktes hic.lt auch heute unvermindert an. Von Weizen wie Roggen lenlle die Konkurrenz der R. G. die Dedarfsfoage der Mühlen vielfach ab. Die Forderungen für Bahnroggen werden vom Inlande hoch gehalten, ohne hier Bewilligung zu finden. Für Gerste besteht mancher Begehr nach Futterware. Im übrigen ist der Handel still. Die Tendenz für Hafer blieb fest. Es zeigte sich aber manche Exportfrage bei knappem Angebot und hohen Forderungen. Mais bleibt für hintere Lieferung gesucht, doch macht der Mangel an De- visenabgebern feßr vorsichtig, zumal manches zurückzuhandeln versucht wird. Mehl sehr still and lusiics. Auch Futterstoffe waren ruhig. Man nt tierte für Getreide und Oelsaaten per 1000 Kilo (sonst per 100 Kilo) ab Station: Weizen (Märk.) 169 bis 175, (Pomm.) 165 bis 167; Roggen (Mark.) 134 bis 140, (Pomm.) 131 bis 135, (Westpr.- 131 bis 132; Gerste, Sommer (Mark.) 170 bis 190, Futtergerste 155 bis 165; Hafer (Märk.) 124 bis 131, (Pomm.) 120 bis 128. Weizenmehl 25 bis 27, Roggenmehl 21 bis 23,25, Weizenileie 10,60 bis 10,70, Roggenkleie 8,50 Raps 3,10 bis 3,15, Leinsaat 4,10 bis 4.15. Erbsen (Viktoria) 27 bis 29, Kl. Speisoerbsen 16 bis 17, Futtererbsen 13,50 bis 14, Peluschken 12,50 bis 14, Ackerbohnen 16 bis 18, Wicken 13 bis 14, Lupinen (blaue) 13 bis 14, Lupinen 4. April 5 April Rcpart. % Anitlichr OArfb Jtetiermin Brief Amtliche '.Rotier mn (Mb 4. 1 5- 155,61 156,39 20,35 155,11 156,89 1 1 Brff.-?lntw. 20,25 20,25 20,35 1 1 Shvirtfnnfa 67,00 57,34 57,38 b7,S4 1 1 Kopenhagen 60,--3 69,77 69.43 69,77 1 1 Stockholm . 110,92 111,48 110,92 111,48 1 1 SelfingforS. 10,57 10,63 10,57 10,93 2 2 Italien. . . 18,45 18,55 18,45 18,55 1 1 London.. i 8,055 18,145 18,055 18,145 1 1 Neuyork . ■ 4,19 4,21 4,19 4,91 1 1 Paris .. . 24,19 24,31 24,19 24,31 1 1 Lchwetz 73,32 13,68 13,22 73,58 1 1 Sp . ui io ds Jan. 60 1 voll 1 1.485 0,493 0,485 0,495 5 6 Belgrad 5,63 5,67 5,63 5,67 60 16 Liliabon 13,21 13.29 3.21 13,29 5 1 Berlin. 6. April Geld Brief Report. % SAwelvr Noten ° . ■reniSfifSe Noten ....... jviini'che Noten .......... Schwedische Noten ........ chollündische Noten........ Deutsch-Oesterivich, i 100 Äroneu Umertkonilche Noten ....... Gnolische Noten......... Rtolfroifcb.? Noten......... 73,22 2',94 69,43 110,92 1S6, H 6,09 4,19 18,10 20, 5 20,25 5,14 73,58 '0,06 69,77 111,49 153,89 6,12 4,21 <8,20 20,55 20,35 5,16 2 1 2 2 1 1 1 1 50 2 voll Nn-arilche Noten......... Tlchcchoüowatische Not«. ... 1 ,71 12,79 1 Norwegische Noten ........ 57,36 67,64 2 Rtuttüniich« Rot«. ....... Opaotzch« Äeuo....... 2,27 55,86 2,29 $.6,14 voll 2 SWlstSMMMMWWkAA • Sie wissen kein sicheres Mittel gegen diese Plagegeister, denn alle Einreibungen, Packungen, Bäder, Salben usw. lindern nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sie packen nicht das Liebel an der □BuracL Ich empfehle Ihnen ein wirklich erprobtes Mittel, und Sie sollen es selbst cer uchcn ohne daß es Sie etwas tostet, aber ehe ich Ihnen mehr sage, lesen Sie den folgenden Dries: »Ich teile Ihnen mit, daß Ihre Gichtosint- Tabletten schon nach 2 Monaten bei mir überraschenden Erfolg erzielt haben. Mit jedemTage fühle ich mich Wohler und kann jetzt trotz meiner 65 Jahre große Fußtouren in den Bergen machen und auch die schwersten Arbeiten mit Leichtigkeit verrichten. Die Kur setze ich getreulich fort, ich hoffe, den Rheumatismus für immer los zu sein. Ihnen sage ich meinen besten Dank und empfehle Ihr vorzügliches Präparat in Bekanntenkreisen. Hochachtungsvoll H. B. In A." (gelbe) 16 bis 17, Seradella 12,50 bis 15, Rapskuchen 11,40 bis 11,50, Leinkuchen 22 bis 23. Trvckenschnitzel 9,60, Dollw. Zuckerschnitzel 17 bis 22, Torfmelasse (30/70) 8,30 bis 8,50, Karttoffel- slocken 19,70 bis 20. Büchertisch. — Paul Detterli. Wenn der Kranich zieht. Erzählungen aus Moor und Heide. Grethlein & C., Leipzig. In Moor und Herde sind die Erzählungen entstanden. Detterli ist Häger, aber er erzählt nicht allein für Häger, sondern für alle Freunde der Ratur. Er hegt und pflegt das Wild und betreibt die Hagd wre eine Kunst. Er sucht auf seinen Gängen das Erlebnis, nicht den Alltag. Gr geht in den Wald wie zu einem Fest; alle Sinne sind bereit zu erleben, und sie erleben das Wild, den Wald, Regen und Sonnenschein, Sommer und Winter. Allen streifenden Raturfreunden weiß er mitzuteilen, was Ratur zu sagen hat, und alle werden in dem fraßen* derben, hell lachenden Gesellen sofort den guten Kameraden entdecken, mit dem sich gut wandert und plaudert, schwärmt und poltert. — Dessauer, Auslandsrätsel (Kofel & Pustel, K. ©., Kempten). Rordamerika irische und spanische Reisebriefe hat der Frankfurter Gelehrte hier in einem Band vereinigt, die mit feinem Verständnis für Land und Leute geschrieben, einen fesselnden Einblick in die psychologische Einstellung der Welt nach dem Verrauschen des Weltkrieges geben. Dessauer ist ein scharfer Deob- achter, er sucht in der Fremde das heraus, was ihm für sein deutsches Volk nützlich zu wiffen und nützlich zu lernen scheint. Ülnd man muß trotz mancher Dinge, über die man eben anderer Ansicht fein kann, es ihm lassen, daß es für uns Deutsche nützlich wäre, wenn recht viele so sehenden Auges die Fremde durchwanderten. — Ein Ülniversal-Orientierungsmittel für jeden technisch Interessierten ist das bekannte Hahrbuch der Technik (bei Dieck & Cv. in Stuttgart, Mk. 4,80), von dem soeben der zehnte Band erschienen ist. Alle technischen Gebiete werden darin berücksichtigt, entweder durch Sonderberichte oder durch Rundgänge, unterstützt drcch glänzendes Bildmaterial. Erfahrungen und Erfindungen aus den verschiedensten Zweigen technischer Praxis werden bekannt gemacht, kurzum: eine einzigartige ülebersicht über die nimmer» rastende Entwicklung der Technik, von der greifbarer Ruhen gezogen werden kann. 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