Kommen! Ettore« auk €tm8= iften Pofte» sWtyt PN|tr.24 „ in den Veh en Friseuren 15MD brbnrer Nr icmnldiin 2 -(lein-WnW u ikfurtiM. engesetztes *ät Berlin-, hein :hriftsteller e Rhein ist ^•L-für Studenten- 1 Vorverkauf ,k*D £ W ßU‘|0t7905 qS Ä* 50* av Vollmer. ■faulMtrflfc engaffetO iiweisit jfCfrgtDÜnhrltn lig prrifsert die -eUnlverfltLts- iei,L Lange- bereitet M WMM um mi? nn. m. Preis- tu 0178H7 all .MjM zbrrnimmt Mm totalt kill, r DM® iBitB, Anteil Sil« «W'frt ’ )00 » 0 6,'IRI' «ÄSS L« t (Sieb- ®n antwortlicher Reichsmlnister wäre, die letzten Konsequenzen Frankreich gecenüber au Berlin, 6. März. (Priv.-Tel.) 3m Reichs- tag wurde die politische Au Zsprache fortgesetzt. Qlbg. v. Raumer (Dt. Bp.): Man kann unmöglich vom Bolte dauernd die schwersten: Opfer verlangen, wenn man ihm gleichzeitig auS agitatorischen Gründen immer wi.dec einetzet, daß alle diese Opfer umsonst seien. Wir treibens im Gegensatz dazu eine Politik der positiven, Arbeit. Ader das ist für eine Partei gefährlich in einer Zeit, in der die Masse des Volkes von Illusionen beherrscht wird. Wenn Dr. Vreitscheid die öffentlichen Versammlungsreden des Außea- Ministers bemängelt, so entspricht das wenig dm demokratischen Traditionen. Hat Dr. Vreitscheid vielleicht einen Ruck nach rechts gemacht? (Heiterkeit.) Der Ruhrkampf ist nicht umsonst ge- ührt worden. (Beifall.) Essen an der Ruhr war das Moskau des französischen Franken. (Sehr wahr!) Auf die wachsende Einsicht Frankreichs hoffe ich nicht. Frankreich wird nur d?r zwingenden Macht der Tatsachen weichen. (Beifall.) Der Sachrerstandigenausschnh ist zu der Heberzeugung gekommen, daß der riesige Produklionsapparat Deut'ch'ands nutzlos ist, solange die damit erzeugten Waren nicht vom Auslande ausgenommen werden können. Deutschland kann nur aus eigener Kraft gesund werden. Ich warne die Regierung dringend, auf eine Finanzkontrolle in irgendeiner Form ein- zugehrn. Die Wirtschaft kann erst gesund werden, wenn sie von allen Fesfeln befreit ist. Die Voraus-- etzung für eine gesunde Wirtschaft ist der Wirt-- chaftsfraede. Diese Idee stellen wir dem Marxismus und dem Klussenkarnpf entgegen. Abg Dr. Helfferich (Dntl.): Wir stehen am Vorabend folgcnWverster Entscheidungen. .Heber uns hängt als drohende Wolke die Gefahr ei-p-3 neuen und schlimmeren Versailles. Zur Abwehr dieser äußeren Gefahr wollen wir die Volksgemeinschaft über alle Partelunrterschtedr himwogstellon. Darum bedauern wir die Vorgänge im Münchener Prozeß und diesen Prozeß selbst. Eine Welt ist aus den Fugen gegangen. Heber Deutschland ist ern furchtbares Hnheil heretrrgebrochen. Wenn manche guten Deutschen dem Do^en unter deii Füßen verloren haben und sich nicht in die neue Ordnung der Dinge schickem können, so sind das nicht de schlechtesten Elemente. Wer selber Hochverrat begangen hat, sollte ihn nicht anderen vorwesten. (Beifall und Zustimmung rechts.) Die Debatte über die Außenpolitik wird hier nach der Philofoph'e des ..Als ob“ geführt, als ob die Rot des Volkes zu bestätigen w-^"e durch eine wirtschaftli-che und fi anzi'll; Lösung d s R para imsprvblcms. Tatsächlich liegt die Mutter des Hebels nicht im Reparationsproblem, sondern in den Er- oberungs- und Machtgelüften der französischen Politik. Die französische Eamouflage darf nicht durch die Reden des Außenministers unterstützt werden, svndeon Franko ich muß dieMaske vom Gesicht gerissen werden. Die Initiative Aur rettendem Tat der Renten mark ist von der Oppolition. ist von den Kreisen auszegangen, die hinter uns stehen. Die e Wirtstchaftskreise fanden zunächst Widerstand b:i der Regierung, nicht bei d nn damalig m M nifter v v n R a u m e r und vor allem nicht b im sedi e:u Finanzmmister Dr. Luther/ Die Rentenmark taim gehalten werden und wird gehalten werden, toeim man uns mit mangelhaft durchdachten uird baram gefäh lichen Experimenten verschont. Zu diesen Experimen en rechne ich die Ausprägung von Millionen von Silbermünzen und des Projektes einer Goldnoten- ober G o l dr e s e r ve ba nk. Der uns vorgelegte Budgetvoranschlag ist ein Hu".ger- und Stummer(vubget, bei dem das deutsche Volk auf die Dauer nicht existieren tonn. Die tatsächliche Steuerbelastung beträgt 40 Prozent des Einkommens. Bei den breiten Massen ist es weniger beim produktiven Einkommen in Industrie und Landwirtschaft ist es viel mehr. Da geht die Steuerbelastung oft über 100 Proz. des Nettoeinkommens hinaus. Der Beweis ergibt sich aus der amtlichen Denkschrift. Das durchschnittliche steuerfreie Einkommen beträgt jetzt 160 Prozent weniger als ein Drittel des Frieden s- standes. (Hört, hört! rechts.) Wenn wir uns gegen die Weiterzahlung der Besah ungs- k ost en wenden, so wollen wir damit nicht die rheinische Devöllerung te'aften, sondern wir wellen einmal vor aller Welt den Sranoal aus- decken, der darin liegt, daß die 'Besatzungsarmee in sinnlosester Verschwendung das Geld eines notleidenden Volkes vergeudet. Die Regierung sollte einmal das Material veröffentlichen, das sie dem Sachverständigenausschuß vorgelegt hat. Es ist für den Reichstag ein unwürdiger Zustand, wenn ihm derartiges Material vorenthalten wird. (Sehr wahr.) Die inneren Besatzm/gskosten betrugen bis 1922 911 Gvldmillionen, im Achre 1923 allein 418 Doldmilliondn. (Hört, hört.). Die äußeren Desatzungskosten betrugen bis EÄ.de 1922 3520 Eoldmillionen. Wir haben für die verfluchten Befahungs- kosten biLlher schon mehr Goldmark bezahlt, als die ganze französisch Kriegsents^>ädigung von 1871 ausmack le. Frankreich betrügt mit diesen Besatzungskosten ferne Alliieren um die Reparationszahlungen. Wir haben von vornherein die schwersten Bedenken gegen den Kurswechsel geäußert, der nach dem Konsequenzen Frankreich gegenüber zu ziehen. (Rufe bei den Sozialdemokraten: Welche denn?) Ich spreche angesichts der Möglichkeit, daß die kommendem Reichstagswahlen mir nahestehende Persönlichkeiten in die Regierung bringen. Darum nehme ich für mich dasselbe Schweige- recht über diese Konsequenzen in Anspruch, das Sie (zu den Sozialdemokraten) für Ramsay Macdonald beanspruchen. (Rufe bei den Sozialdemokraten: Aha, der kommende Minister!) Hnter Wien—Berlin. Der österreichische Bundesminister für Handel I \tnb Derkchr, Dr. Schür ff, weilt zur Zeit in Berlin. Er hat in Begleitung seiner Sektionschefs und sämtlicher österreichischer Handels» kammerprälidenten die Leipziger Messe besucht und sich von dem gewaltigen Erfolg der ersten wieder im Zeichen stabiler Währung abgehaltenen deutschen Messe überzeugt. Dieser Erfolg erweckt, wie der Minister sich anläßlich eines politischen Abends in der Berliner österreichischen Gesandtschaft äußerte, die Hoffnung, daß auch dir demnächst stattfindende Wiener Messe einen großen Fortschritt bedeuten werde. Für Oesterreich kommen allerdings besondere Schwierigkeiten in Betracht. Heber diese und über das jetzige wirtschaftliche Verhältnis zum Reich muh man sich sowohl in Wien als auch in Berlin klar sein, um förderliche Aufbaupoliiik treiben zu können. Die Industrie Deutschöster- reichs war ursprünglich gedacht und geschaffen für die Bedürfnisse der ganzen Donaumonarchie. Für den Rumpfstaat von sechs Millionen Einwohnern erscheint sie heute viel zu groß angelegt. Sie ist zum mindesten mit 40 Prvz. auf Ausfuhr angewiesen. Hnd hier liegen eben die Schwierigkeiten. Die i nrren: In Oesterreich ist es jetzt fünfzehn Monate her, daß dir neue Rotenbank eröffnet und die Rotenpresse stillgelegt wurde. Oesterreich ist uns tn der Stabilisierung mehr als ein Jahr voraus. Hat es dieses Jahr genützt? Die Wiener Regierung hatte die Aufgabe, das österreichische Wirtschaftsleben den neuen Verhältnissen so vorsichtig anzupassen, daß eine Produktionskrise vermieden wurde. Mit anderen »Worten: Reben der Sanierung der Valuta mußte eine Gesundung der Produktion erzielt werden. Alles sehr ähnlich und vorbildlich für Deutschland! Dr. Zimmermann, der f ühere Bürgermeister von Rotterdam und jetzige Völker- bundskommissar in Wien, spricht sich in seinem neuesten Monatsbericht für Genf recht pessimistisch aus. Der Erfolg des Jahres 1923 sei eine reine Zufallserscheinung. In 1924 werde es ganz anders kommen. Die österreichische Wirtschaft fei durch die scharfen Steuern überanstrengt und wevdr zurückgehen. Die österreichische Regierung habe nicht den ernsten Willen zu Spav- mabnabmen und Reformen gezeigt. Auf diese Vorwürfe hat der österreichische Dundesfinanz- nünifter Dr. Kienböck bereits in einer öffentlichen Rede gebührend erwidert, und man geht wohl nicht fehl, wenn man hinter dem Vorstoß Dr. Zimmermanns lediglich den Wunsch der E n - t en t e vermutet, von der Wirtschaftskontrolle über Oesterreich genau so wenig preiszageben, wie — von der Militärkonwolle über Deutschland. Richtig ist allerdings, daß die von der Wiener Regierung in Aussicht gestellte Senkung der Lebenshaltungskosten bis jetzt kaum zu spüren 4t. Im Gegenteil, es ist ein» bedenkliche Verteuerung zu verzeichnen. Diese hat zu schwn- ten Loluckämpsen und in weiterer Folge zu einer Derteue ung des Produktionsprozesses geführt. Wie will die österreichische Industrie bei solcher Entwicklung ein großes Aussuhr-Hnternehmen werden? Die äußeren Schwierigkeiten liegen in der Zollpolitik. Mit dem Freihandel bat Oesterreich Schiffbruch gelitten. Man ist deshalb nach dem Beispiel der anderen Rachfolgestaaten zu einem System regulierten Auße Handels mit Aus- und Einfuhrgenehmigungen und -verboten Überlegungen Die Gesundung hat dieses System nicht gerächt. Handelsminister Dr. Schür ff verfolgt deshalb das Ziel, wieder feste Handelsverträge mit beiderseits genau umschriebenen Rechten und Pflichten abzuschlie^n. Mit ewrr Aussprache in Warschau wurde ein Anfang ge- macht. Für Deutschland ist Deutschösterreich lein Fremdstaat. Bei dec Schicksals- und D'utgemein- schaft, die uns trotz aller internationalen Ranke verbindet, wird die Verständigung zwischen Wien urcd Berlin ein Leichtes sein. Vor alle n gilt es, wie Dr. Schürff betonte, das abscheuliche Kriegs- muß immer wieder Dr. Helfferich fragen: Was soll denn an die Stelle der von ihm kritisierten Politik gesetzt werden? (Sehr gut!) Was 'er über den Empfang der Mannhermer Herren im Auswärtigen Amt gesagt hat, ist ganz unzutreffend. Die Herren hatten eine Verlegung der Zollinie gewünscht. Da wurde ihnen geantwortet: Rein, wir ^vollen die vollständige Aufhebung dieser Zollinie. (Lebh. Hört, hort!) Ich kann nicht eine französische oder englische Richtung einschLagen. sondern ich muß mich bemühen, in der ganzen Entente Verständnis dafür zu finden, daß Die bisher von der Entente geführte Politik nicht nur Deutschland zugrunde richtet, sondern Europa und die ganze Welt. (Beifall.) Wir rickten einen Appell an die reale Vernunft der Wirtschaftler der Welt, daß sie sich selbst zugrunde richten dadurch, daß sie Deutschland zugrunde richten. In der Abwehr der Schuld- (üge besieht überhaupt kein Hnterschied in diesem Hause. Die Vereinigten vaterländischen Verbände und die Deutschnationalen können dieses Privileg nicht für sich in Anspruch nehmen. (Lebh. Zustimmung.) Mir ist aus diesen Kreisen der Dank Dafür ausgesprochen worden, daß ich als erster deutscher Kanzle- mich gegen die deutsche Schuld- Stresemann und die Opposition. Ein Rededuell im Reichstag: Sekfferich gegen die Rutzenpolitik Dr. Stresemanns lüge gewandt hatte. Cs war auch richtig, daß die Mwehr erst in diesem psychologisch richtigen Moment erfolgte. Auch> in dieser F.age kann nur sachliche Auf klä rung wirken, nicht eine Hypertrophie der Aktivität. (Beifall.) Di? B zrh'.ung derDesahungskosten können wir nicht einstellen, ohne die Gemeinden des besetzten Gebietes zu gefährden. Dem Hause wird demnächst eine Vorlage zugehen über die Errichtung ein.'r Goldnotenbank nach dem Plane deS Rcichsbankpräsidcnten Schacht. Die ganze Regierung steht hinter dem Ber- kchrsminister in der Abwehr einer Internal'io- nalisierung der Reichsbahn. Wenn aber das internationale Privatkapital uns 121/? Goldmilliarden im Wege einer internationalen Anleihe zur Verfügung stellt, dann kann man sich nicht darüber wundern, daß es auch 'm die Verwaltung des Kapitals Einfluß haben will. Wir würben doch wahrhaftig nicht diese unangenehmen Verhandlungen führen, wenn es uns nicht darauf ankame, das Losegeld zu beschaffen, daß Rhein und Ruhr und die Pfalz wieder frei werden. (Stürmischer Deifalb) Die einzige Müglick/eit, zur Freiheit zu kommen, sehe IH darin, daß wir uns der Regelung der Re- pa^ativnsfrage nicht entgegenstellen. In dieser Frage würden wir nicht nur Frankreich, sondern die ganze Entente und das neutrale Ausland gegen uns haben. Wir haben nun einmal den größten Krieg der Weltgeschichte und außerdem noi> den Ruhrtrieg verloren. Vielfach wird gesagt, die einzige Losung wäre die Zerreißung des Versailler Vertrages. Auch wenn ein Deutschnationaler Außenminister wäre, würde er eine solche Politik nicht treiben können, denn zunächst müssen wir die anderen Mächte zwi gen, die Verpflichtungen an;uerfennen, die sie aus dem Vertrage gegen uns haben. Wenn die rheinische Bevölkerung, wenn Ruhr und Pfalz von dem vertragswidrigen Druck der Besatzung frei werden, dann würden sich Miß lionsu Deutscher auch unter dem Versailler Vertrag viel wohler fühlen als jetzt. (Beifall.) Ich kann mir nicht denken, daß der englische Premierminister tcttsächllch dem Friedensvertrag entgegen aus dem Rh.i.lland einen Pufferstaat unter dem Protektorat des Völkerbundes machen will. Es handelt such wohl um eine militärische Rcutralisicrung des Rleinlande^s. Wir wollen durch Opfer die Freiheit erlangen. Aber das deutsch? Volk wird niemals durch die Aufgabe der Frcih.it feine Opfer vermindern. (Stürmischer B.ifall.) Wie soll die Autorität der Re'.chsrgie» rung stabilisiert werden, wenn in so unverantwortlich ?r Wcise Angriffe gegen sie gerichtet werden? (Hnruhe rechts.) Ich stehe selbst im Mittelpunkt persönlicher Angriffe, die das Maß des Erträglichen weit übersteigen. Wenn Professor Freytag-Loringhoven sagt, ich stände vielleicht unbewußt unter pem Einfluß der Tatsache, daß mein Schwiegervater an einer tschechoslowali'chen Waffenfabrik beteiligt sei (Stürmische Pfuirufe), so ist das die gemeinste Verleumdung, die einem Außenminister zugeügt werden kann. (Lebh. Zustimmung.) Dasselbe wü de gelten, wenn ein Mitglied dieses Hauses tatsächlich geäußert haben sollte, der Außenminister fei am Steigen des französischen Franken und öeN tschechischen Krone interessiert, weil er an Hnter-> nchmungen dieser Länder beteiligt sei. (Hnruhe. Zurufe: Wer hat das gesagt?) Herr H e r g t. Ich habe bis zu dieser Mi tute keine Richtigstellung von Ihnen erhalten. (Abg. Hergt sagt: Ich habe aber erklärt, daß sie kommt.) Es wird berichtet,, daß beabsichtigt sei, die Militärkontrolle durch einen alliierten Garan-tieausschuh zu ersetzen. Dazu habe ich zu bemerken, daß wir einer neuen Kommission nicht zusammen könnten, die über die Grenzen des Versailler Vertrages hinausgeht. Wir haben auf Grund tatsächlicher Mitteilungen erklärt, daß wir die Garantie für die Sicherheit der Militärkontrol kommissionen: nicht übernehmen könnten. Eine Abrüstung ist kein Vorgang, der bis tn die Ewigkeit verlängert werden kann. (Beifall.) General L u de n d o r f f ist Privatperson. Wenn aber die Reichsregierung dennoch zu seinen Münchener Ausführungen Stellung nimmt, so geschieht es wegen der übeo- ragenben Stellung, die er im Weltkriege ein» genommen hat und die er in der öffentlichen Meinung der Welt noch hat. Die Reichsregierung muß derartige, sachlich vollkommen unberechtigte, in der Form verletzende Aeuhe- rungen, wie sie General Ludendorff gegen den Heiligen Stuhl getan Hit, mit alleq Schärfe und Enllchiedenheit zurückweisen. Sie glaubt,- daß sie sich damit in Aleberein':tmmung befindet mit der überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes. Wir haben allen Anlaß, »ns die Wenigen zu erhalten, die sich uns gegenüber unparteiisch und gerecht in der Welt verhalten. Man kann mit diesen Aeußerungen Ludendorffs die deutsche Reichsregierung nicht in Verbindung bringen. (Lebhafter Beifall.) Hm 1/o8 Hhr vertagt sich das Haus aus Freitag nachmittag 2 Hhr. Die Reichsta-iiswastsen. Wie den Blättern mitgeteilt wird, hatte der Reichskanzler heute Dormittag eine Aussprache mit dem Reichspräsidenten. Hm 12 Hhr begann die 'Besprechung der Minister at.57 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilag«: GleßenerFamilient iätter Monats.kezrgrrreir: 2 Goldmark ».20 Gold- Pfennig für Trägcrlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer ttzewalt. Fernsprech-AnWnsse: für die Schcksiteitung 112; für Vertan und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach« richten: AineigerSiehe«. Postscheckkonto: Zrankfurl cu M. 11686. 8relwg,7.marz (92< 174. Jahrgang Erster Blatt henerAiyeiger General-Anzeiger für Gberhefsen vnllk Md Verlag: vrüßl'sche Universitstr-Vuch- und Lteindruckerei R. Sanio in Gießen. Schriftleltunz und GefchüftZsielle: Schnlltraße 7. Annahme von Anzeigk« für die Togesrmmmer bis znm Nachmittag vorher ohnejedeDerbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig: für Ne» Klome-An^eigen v 70 i m Breite 35 tboldpfennig, Plntzvorschrift 20" „ Auf» schlag. - Berantwortlich für Politik u. F euilleton jtzr.Friedr.Wilh Lange für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für de Anzeigenteil: HansD«. sämtlich in Gießen. Iber bi» parlamentarische Lage. GS tft noch nicht sicher, ob die Wa hl e n am 6. April werden stattfinden können. Don dein Beschluß der Vornahme der Wahlen im besetzten Gebiet müsse die Rheinlandkommission benachrichtigt werden, die eine zehntägige Antwortfrist habe. Erst bann könne mit der Wahlvorbereitung im besetzten Gebie» begonnen werden. Der Minister des Innern, Jarres. hat dem Reichsvat mitgeteilt, daß. nachdem der Aelteslenrat des Reichstags bezüglich der Wahlreform auf einem ablehnenden Stand- .Punkt stehen geblieben sei, nunmehr das Reichskabinett sich entschlossen habe, von der Einbringung einer Wahlreformvorlage jetzt abzusehen.. Der Hitlerprozetz. München. 6. Marz. (Wolff.) Der heutige achte Verhandlungstag im Hitlerprvzeß begann mit einer sensationellen Erklärung des ersten Staatsanwalts. Iustlzrat Kohl nahm die Verhaftung des Hauptmanns a. D. Weist zum Anlast, um neuerliche scharfe Vorwürfe gegen die Staats- antr-altschaft zu erheben, die einen wahren Der- haftungsfimmel habe, trotzdem aber die Verhaftung des Herrn von Kahr nicht vornehme. Hierauf gab der erste Staatsan tvalt Dr. Stenglein eine Erklärung ab. in der er her- vorhob. dast er während dieser Verhandlung wiederholt der Gegenstand verletzender Angriffe gewesen sei. Er habe sich bisher immer gemäßigt und sei bestrebt gewesen, die Verhandlungen i n fachlicher Weise zu leiten. Aber heute fcj bas Mast voll. Es sei nicht um seiner Person, sondern um das Ansehen der Staatsanwaltschaft Im allgemeinen willen, wenn er hiermit erkläre, dast er sich Zipfel wieder im Saaleanwesend seien und vertagte das Haus zunächst um eine hrnlbe Stunde, um der kommunistischen Fr-ak.ion noch einmal Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Rach Wiederauf nähme der Sitzung wurde der Be- schwerdeanwag Ellrodl mit allen gegen die Stimmen der Kommunisten abgelehnt. Der Präsident forderte Ellrodt und Zipfel erneut auf, den Saal zu verlassen und vor Ablauf der Ausweisungsfrist nicht wieder zu betreten. Aach der Pause, während welcher einige Kriminalbeamte in Güte versuchten, die beiden (Abgeordneten aus dem Saale zu entfernen, führte ein größeres Polizeiaufgebot unter ungeheurem Johlen der Galeriebesucher die beiden Abgeordnet m mit Gewalt ans dem Sitzungssaal. Rach Wiederaufnahme der Sitzung stellte der Abg. Siewert (Komm.) einen Zusatzantrag zur Ge- schäftsordnutrg, der verlangt, dast der Präsident zurückzutreten hgbe, wenn dies die Mehrheit des 2anZ>tag8 beschließt. Auf den Vorschlag des Präsidenten wird der Antrag sofort beraten. Abg. Renner (Komm.) führte in der Begründung seines Antrages u. a. aus, durch die gewaltsame Abführung seiner Parteigenossen habe das Haus den letzten Rest der Achtung verloren. Die kommunistische Partei habe nie ein Hehl daraus ge- madjt, daß sie das Parlament nur dazu benutze, um dort auch revolutionäre Propagand a zu machen. Man werde sich durch derartige gewaltsame Entfernungen aus dem Plenum auch an der w e i t e r e n Durchführung dieser Ab« sichten nicht hindern lassen. Mit Ausnahme der Kommunisten sprachm sich sämtliche Redner gegen den kommunistischen Antrag aus. Die Unruhen in Ludwigshafen. Ludwigshafen, 6. März. (Wolff) Kurz vor 11 silhr vormittags haben die Führer der Demonstranten an die Menge eine Ansprache gehalten mit dem Inhalt, dast die Franzosen gestattet hätten, eine Kommission von 20 Mann zu bilden. Auf die Aufsorderung der von einem Offizier geführten französischen Patrouille ging die Menge auseinander. Zur Zeit befinden sich noch 5—600 Menschen in einiger Entfernung vor dem Eingang der Fabrik. Don den Opfern der äln ruhen sind im hiesigen Krankenhaus« 2 8 Schwerverletzte untergebracht, darunter ein Polizeibeamter. Außerdem sind etwa 20—25 leichtverletzte Personen aus dem Krankenhause nach Anlegung von Verbänden entlassen worden. Don der Pvuzei wurden vier Beamte verletzt, darunter zwei schwer. Don den schwerverletzten sind bereits zwei Personen gestorben. Der Prager Benzinskandal. Prag, 7. März. (Priv.-Tel.) Die Benzin- korruptionsassäre ist zu einem ungeheuren Skandal ausgewachsen. Mehrere hohe Ossiziere des Ministeriums und einige Zivilpersonen, die verhastet wurden, werden beschuldigt, im Derein mit den liefernden Armen durch eine mindere Qualität des Benzins oder wucherische Preise Millionengewinne eingeheimst zu haben. Die zahlreichen Todes st ürzevonMilitär- f I i e g e r n in der letzten Zeit sollen vorwiegend auf die schlechte Beschaffenheit des Benzins zurückzuführen sein. Rach dem Organ der Kommunisten sollen sogar der Chef drs Generalstabes, der französische General M i t t e l h a u s e r, und der ehemalige Landesvertcidigungsmiuister H u s a g in der Affaire verwickelt sein. 3m Abgeordnetenhause gab Ministerpräsident Svehlcr unter häufigen Unterbrechungen seitens der Kommunisten und Deutfchnationalen Erklärungen der sogenannten Spiritusaffäre ab. Er wandte sich energisch gegen das Bestreben, einzelne Korrup- tionsaffärcn als Spezifikum des tschechoslowakischen Staates oder des tschechoslowakischen Dolles hinzustellen. Solche Dinge tarnen auch in anderen Staaten vor. Man dürfe nicht vergessen, daß die Tschechoslowakei als Erbin des Krieges Ruinen und ■ ein hungerndes Doll übernommen habe. Trotzdem aber habe sie durch eigene Kräfte und ohne irgendwo gebettelt zu haben, den StaaÄ hochgebracht. Der Wille und die Kraft des Dolles zur Erhaltung and zum Aufbau des Staates bleibt ungebrochen. Das Bewußtsein der Verantwortung gebe der Koalition hinreichend Kraft, ohne Rücksicht auf Skandale und gegen sie geübten Terror vorwärtszugehen. Kleine politische Nachrichten. Rach einer Meldung des „Vorwärts" aus Gelsenkirchen haben die zahlreichen Feierschichten der letzten Woche im Ruhrgebiet einen merklichen Rückgcing der Prokmktion van Kohle und Koks zur Folge gehabt. So wurden in der vergangenen Woche im Gelsenkirchener Bezirk nur 24 000 Tonnen täglich gegenüber einer täglichen Leistung von 31 000 Tonnen in der Vorwoche gefördert. 3n Zittau sind am Mittwoch gegen zwei industrielle Unternehmungen Bombenattentate verübt worden. Personen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden ist gering. Eine Untersuchung ist eingeleitet worden. ♦ 3m britischen Unterhaus wurde ein konservativer Antrag, als Protest gegen die deutsch-englische Vereinbarung über die Herabsetzung der Ausfuhrabgabe au'5P oz., das Budget zu kürzen, mit 240 gegen 170 Stimmen abgelehnt. Die Liberalen stimmten für dieRegrerang. ♦ Der letzte Wochenausweis der Dank von Frankreich weist ein Steigen des Papiergeldumlaufs um rund eine Milliarde Frs. auf. An der Pariser Börse stieg darauf das Pfund Sterling von 105.80 auf 108.30, der Dollar von 24.50 auf 25.25 Francs. * Der mit der belgischen Kabinettsbildung beauftragte ehemalige Ministerpräsident T heunis stattete dem früheren Außenminister Iaspar einen Beuch ab, um ihm fein Bedauern auszudrücken, daß er auf seine Mit- arbeit verzichten müsse. Hierauf hat er das Portefeuille für Auswärtige Ange'egenhrtten dem Führer der Liberalen, Abg. Paul Hymans, angeboten, der geneigt sein soll, es anzunehmen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 7. März 1924. Die Ueberhandnahme des Bettel- nnwcsens. Das Städtische Wohlfahrtsamt bittet uns um den Abdruck der nachstehenden Mahnworte an die Bürgerschaft: Allgemein und berechtigt ist die Klage, daß das Betteln auch in unserer Stadt immer größeren Umfang annimmt. DL zu einem gewissen Grade mag die Rot der Zeit darin ihren Ausdruck finden. Aber in noch höherem Maße ist es die Ausnutzung dieser Rot durch Unberufene. Das adgemei te Berußt ein vorhandenen Elends erhöht dir Gedefr eudigkett und bereitet dem gewerbsmäßiren Bettler einen trefflichen Boden für fein „Handwerk". Das Betteln an den Straßm und von Tür zu Tür ernäh.t seinen Mann oft besser als ehrli-He Arbeit. Praktische Versuche volkswirtschaftlich ForfchenLer haben das nicht nur bestätigt, sondern überraschende Ergebnisse gezeitigt. Betteln ist a setzlich verboten und mit Haftstrafe bedroht. Aber die Polizei kann unmöglich des Unw.-fens Herr werden, ivenn nicht die Bevölkerung selbst es bekämpft. Wie kann das geschehen? Rur dadurch daß jeder sich zum Grundsatz macht, die Bettler abzuweisen, und damit das Betteln zur Erfolglosigkeit verurteilt. Allerdings: Herz und Gemüt sträubt sich dagegen, besonders das weibliche, den dürftig ®c- llcideten, der fein Elend in schwärzesten Farben malt, wegtzuschicken. Mancher gefällt sich auch ein wenig in der Rolle des Grandseigneurs alter Schule, der hoheitsvvll unter t'.ef sich Verneigende Almosen verteilt. Wer aber in der öffentlichen oder privaten Wohlfahrtspflege tätig mitarbeitet, der w.iß, daß 95 Prozent die er herzbewegenden Schilderung n erlogen find, daß sehr wenige öiefer Almosen hungernden Kindern Brot schassen, di» meisten in Schnaps und Zigaretten umgesetzt werden und daß es nicht die wirklich Rot- leidenden sind, die von Tür zu Tür gehen. Die muh man oft sogar in der Verborgenheit suchen, in der sie iyr E^nd zu verstecken tcach.en. Längst gehören die -Seiten der Vergangenheit an, da der Dürftige darauf angeween war, Almosen zu heischen, da es geradezu religiöses Gebot war, den Bettlern an den Kirchentüren zu spenden, wenn auch diese ‘3ktga.'igcni>eU oft in Büchern und Theaterstücken wieder vor uns auflebt und die Kiirder unserer Zeit den modernen Bettlern gegenüber in eine romantische Stimmung versetzt, die dazu anreizl, es Le.i Altvordern gleichzutun. Aber diesen Kunden gegenüber ist gar feine Romantik am Platze. Wir haben jetzt eine g u t organisierte gemeind l iche und private Wohlfahrtspflege, die mit erfahrenen, ehrenamtlichen und hauptberuflichen Organen gewisienhaft feststellt, wo wirkliche Rot herrscht. Gaben spenden ohne vorherige Prüfung, ob Rot besteht oder nur v)rgetäuscht wird, ist keine Wohlfahrtspflege, keine Armenfürsorge, fein sozial.s Handeln, sondern ein gedankenloses uni) zweckloses Lun. Ha, es schadet der Wohlfahrtspflege, denn es führt Uebecfiuß nicht dahin, wohin er gehört, zu den Darbenden, sondern zu Drohnen und Tagedieben. Es ermöglicht Faulenzern und Schmarotzern erst ihr Da,ein und beackert dadurch den Boden, auf dem Trunksucht und Verbrechen gedeiht. Wer unbekannten Bettlern gibt, schädigt die soziale Fürs arge! Wer etwas übrig hat, der gebe! Es tut so bitter not! Aber er gebe es an Stellen, die ihm Gewähr dafür bieten, daß die Gabe in die red)- t e n Hande kommt. Da ist das Städtische Wohlfahrtsamt mit seinen Armenpflegern und Für» sorgcfchweslern, sind bewährte De.einigu.igen, die planvoll ßiebcdtätigfeü üben, wie die Winternothilfe Gießen 1923, der Allgemeine Verein für 21 innen- und Krankenpflege, das Rote Kreuz, die Fi-auenve reine der verfchiedenen Kirchen- und Religionsgemeinden, der Ausschuß für Arbeiter- Wohlfahrt und andere mehr, deren Anichriften das Wohlfahrtsamt mitlcUt Den Bettler verweise man an das Wohlfahrtsamt, wo er Hllfe findet, wenn und soweit ec sie wirklich braucht. Das Gesagte gilt wörilich für bie übelste 2Irt der Bettelei, das K i n d e r b e t t e l n. 3n ben hiesigon Gaststätten ist das unaufhörliche Ansprcch.m durch Kinder, die Streichhölzer oder Ansichtskarten tn bettel Hafter Art artbie.cn, zu einer starken Belästigung der Gäste ausgeartet. Amtliche Stichproben ergeben immer wieder, daß diese Kinder von gewissenlosen Eltern ohne zwin- g enden Grund auf den Bettel geschickt werden, ganz einfach weil es ein einträgliches Geschäft ist. Wer ihnen in unangebrachter Weichherzigkeit gibt, der sichert die Grundlage dieser körperlich und sittlich mörderischen Ausnutzung der Kinder. Wer sie abweist, Hilst diese Grundlage zerstören. Wer ist also dec bessere Freund dieser in der Lat bedauernswerten Kl-inan? Möchten doch auch die 3nhaber der Gaststätten nicht glauben, c£ sei eine Grausamkeit, den Kindern den Eintritt zu verbieten, wozu sie eigentlich schon der Schutz ihrer Gäste vetpflichtete! älnd möchten sich nicht Gäste finden, die verstärtdnislos genug find, gegen ben Wirt Stellung zu nehmen, wenn er solche Dettelkinder hinausweist! 3n unseren ersten Casös, hoffentlich bald in allen guten Gaststätten Gießens, bietet sich jetzt ben Gästen Gelegenheit, auf gute Art und mit geringen Mitteln Wohltätigkett zu üben. Man erhalt beim Kellner Werbemarken der Winternvthilse zu 1, 2 und 5 Pf. Es sind das Marken in Dries- markengröß«, die als Dciesverschluß Verwendrang finden formen. Wenn man seine Rechnung bezahlt. nimmt man eine solche Marie und unterzieht sich einer freiwilligen Steuer von wenigen Pfennigen. Unebene Rechnungsbeträge. die Schwierigkeiten im Herausgeben, verursachen, lassen sich so auf die vollen 5- und 10-Pfennig° betrage aufrunben. Diese Beträge fließen der D o l k s f p e i s u n g zu, wo zahlreiche notleidende Kinder ein rriHl'ch°es, warmes M ttagessen finden. Wer also in der Stunde der Erholung und des Genusses für unsere Kinder etwas tun will, der kaufe solche Marien und Helse damit Kinder speisen, aber er fördere nicht durch gedankenloses Geben Bettelei und Kinderausbeutung. * ** Die Voranmeldungen und Vorauszahlungen auf die' Umsatzsteuer im Marz 1924. Alle zu monatlichen Vorauszahlungen aus dir Umsatzsteuer Verpflichteten seien erneut darauf aufmerksam gemacht, daß die Umsatzsteuer für die Umsätze im Februar 1924 am 10. März fällig ist. Gleichzeitig mit der Zahlung haben alle Steuerpflichtigen, also auch diejenigen, die bargeldlos (durch Postscheck. Dank) zahlen, eine Voranmeldung nach dem neuen Muster für 1924 abzugeben. Für die Zahlung der Steuer besteht eine Schonfrift von einer Woche, d. h. bis zum 17. März einschließlich kann die Steuer noch ohne Zuschlag entrichtet werden. Erfolgt die Zahlung erst am 18. Marz oder später, so erfolgt, bereits vorn 10. März art gerechnet, für jeden ange'angenen halben Monat ein Zuschlag m Höhe von 5 Prozent der Steuerschuld. Für die Einrrichrng der Voranmeldung besteht eine Schon fr ist nicht; diese hat unter allen Umständen bis spätestens zum 10. März, auch wenn die Zahlung später erfolgt, zu geschahen. Bei späterer Einreichung kann nach § 170 Absatz 2 Rei-chsabgabenordnunq ein Zuschlag bis zu 10 Prozent der Steue. schuld auferlegt werden. Desvnläre Aufforderungen an die einzelnem Steuerpflichtigen zur Zahlung der Umsatz- steuer oder zur Einreichung der Voranmeldungen ergehen nicht mehr. *• Abänderung der Schornstein- fegerorb nu n g. Das Gesamtministe tum hat den § 26 bet Schornsteins« -erordnung t>om 4. März 1921 wie folgt abgeändert: Alle Schornsteine müssen — vorausgesetzt, daß die in sie mündenden Feuerungen in Gebrauch sind —, im Laufe des Hahres dreimal möglichst in gleichen Zwiichenräum.n, und zwar in der Regel inner- h'lb der Zeitabschnitte von Mitte Rovember bis Mitte Februar, von Anfang März bis Ende Mai und von Qtnfang Juli b'.s Ende Oktober je einmal gefegt werten. Schornsteine, im welchen nur im Winter (15. Oktober bis 15. April) in Gebrauch befindliche Feuerungen münden, müssen zweimal im Jahre, in. der Re c'. während der beiden ersten der vorgenannten Zeitabschnitte, gefegt werden. Mit der zweiten Fegung ist das regelmäßige Ausbrernen zu verbinden. ** 3 n den Ruhestand verseht wurde der Zufti inspeltor bei der Staatsanwaltschaft in Gießen Ludwig Scharmann auf Rachsuchen mit Wirkung vom 1. August 1924 unter Anerien- mmA feiner dem Staate geleisteten Dienste. ” Dte Dortrags-Dereinigung txtw mitteüe ihren Mitgliedern und Freunden am Mitltroch abend in dec Reuen Aula einen vortrefflichen Genuß. Sie hatte das Mitglied des hiesigen Cameraklubs. Buchhändler H. Keiß- n e v, zu einem Lichtbildervortrag Über „Rothenburg d. d. Tauber" gewonnen, und damit einen sehr guten Griff getan. Der Vortragende verstand es ausgezeichnet, seinen vielen Zuhörern von den wunderbaren baulichen und landschaftlichen Schönheiten Rcthenburgs und seiner Umgebung zu erzählen. Eine große Anzahl Photos, die Zeugnis dafür gaben, daß der Vortragende mit verständnisvollem Blick um sich zu schauen versteht und bei der Ausnahme der Bilder guten Geschmack walten läßt, unterstützten den Eindruck des gesprochenen Wortes in bester Weise. Reicher Beifall dankte dem Redner für den schönen Abend. ** Das Großrussische Ba l alaika- Orchester hielt gestern abend wieder mal tn unserem Stadttheater Einkehr. Von Gastspiel zu Gastspiel wird der Kreis seiner hiesigen Freunde, immer größer: gestern abend war das Theater so gut besucht, wie man es selten bei derartiges Veranstaltungen bemerken kann. Die ausgezeichneten instrumentalen Darbietungen, wie auch die formvollendeten Rationaltänze voller Temperament und Liebreiz fanden beim ^ifEflUum mit Recht eine sehe gute Aufnahme und entfesselte^ wahre Stürme von Beifall. Der Erfolg, den die Künstler am gestrigen Abend erzielten, ist nach jeder Richtung hin ein voller und gewährleistet ihnen, bei dec Wiederkehr in unsere Stadt von vornherein das uneingefchränkte 3ntecesse des Publikums. Bornoti;en. — Ta ges kaken der für Freitag. Stadttheater. 7 Uhr „Rausch". — Astoria-Licht- spiele. „Das Abenteuer einer Rächt". — „Bismarck und di e Reichsgründung" heißt das Thema des 3. Vortrags des vom Rep. Lehrerbund Gießen veoanstalteten und — so schreibt man uns — bisher wo hlge langen en Vortragszyklus „Demokratie und Politik im 19. Jahrhundert", über das kommenden Samstag, den 8. März, nachmittags 4 Uhr, im SingsaÄ des Realgymnasiums Kceisschulrat M. Fischer sprechen wird. (Siehe heuttge Anzeige.) — Der Redner darf für seine 2kussührungen bei allen Bürgern ein besonderes 3nteveffe voraussetzen, muß doch gerade seit dem Zusammenbruch 1918 immer wieder um die Einheit des deutschen Reiches gekämpft werden. 3m 3nnern sowohl als auch von außen her drohen dem Reichsbau schwerste Gefahren, und wenn auch z. B. die Separatisten in Rheinland und Pfalz erledigt sind, so wird Frankreich, vor allem solange Poincaro an der Spitze der Regierung steht, seine jahrhundertsalten Pläne gegen Deutschland nach wie vor verwirllichen wollen; es wird immer wieder den Rhein als französische Grenze verlangen und rechts davon ein buntes (Staaten- gemenge elwünschen. — Um unseren Staat dreht es sich, von Bismarck mit „Blut und Eisen" geschaffen, in Weimar von der Deutschen Rationalversammlung „tn Freiheit und Gerech- tigekit erneut und gefestigt". F. H. — Literarische Gesellschaft. Man schreibt uns: Die Literarische Gesellschaft lädt ihre Mitglieder am 12. März zu einem Abend in der Reuen Aula dec Univeriität ein, der dis Anteilnahme Wetter Kreise wecken wird. Erich Drach der Nachfolger Emil Milans, der rühmlichst bekannte Vortragsmeister an der Berliner Universität, wird Schöpfungen deutscher Dichter zum Dortrag bringen, deren Geburisstätte Rhein- hrft umweht. Er ivird mit Gottftied von Strah- burg beginn en und mit den hervorragendsten un- fer.T zeitgenössischen Dichter vorn deutschen Rhein schrieben. 3n der wundersam klaren Gliederung seiner Rede ist Drach Ludwig Wüllner wesensverwandt. Wi" dieser, beherrscht er als Dortrags- fünftler das Gesetz der großen Linie und besitzt die Gabe, den Forderungen der Dichtungen bis in ihre fernsten Wirkungen gerecht zu werden Aus Dcachs Redekunst blitzt die Ueberlegsnhrtt eines GeisteZ, der die Aufmerksamkeit der Hörer zu empfänglichster Wärme steigert. Gin sehr genußreicher Abend steht bevor. . ' — Raturheilverein. Montag abend Vortrag von Dc. Strünkmann-Doden. (Sieh« Anzeige.) — Der Bund der KausmannS« j u g e n d i. D. H. V. veranstaltet am Samstag einen Hans Sachs-Abend. (Siehe Anzeige.) — Das Liliputaner-Ga st spiel am Sonntag und Montag In der Turnhalle wird im heutigen Anzeigenteil erneut angezeigt. Di« Künstler truppe hat bisher in allen Orten ihres Auftretens mit bestem Erfolg abgeschnttten. Landkreis Gictzen. Dg. Grohen-Düseck, 6. März. An» Scnntag und Dienstag abend veranstaltete der Gesangverein ^Germania" sein diesjähriges Winterfest. Während der Sonn'ag der Darbietung des Theaterstücks „Die Waf,e.i nieder" gewidmet war, folgte am Dienstag u. a. ein Konzert unter Leitung des Dirigenien Karsten- Gießen. Dee Verein ehrte die 25jähcige ersprießliche Tätigkeit seines 1. Vorsitzenden Phil. Henh, indem er ihn zum Ehrenvorsitzenden ernannte. 3hm, sowie dem ersten Rechner des Vereins H. Hahn wurde aus dem gleichen Grunde ein Rohrsessel überreicht. — Dem Vernehmen nach hat sich ein hiesiger Wirt entschlossen, dem dringenden Dedür nis nach einem ausreichenden Saal abzuhelfen. Auch einer unserer Vereine beabsichtigt, der Frage der Erbauung eines Saales näher zu treten. * Langsdorf, 5. März. Auch in diesem Winter findet hier ein Vortragskurfus statt, veranstaltet von der Liga zum Schuhe der deutschen Kultur. Rachdem schon verschiedene Herr-en, u. a. Heller-Hallbecg, zu un'3 sprachen, hörten wir am Montag und Dienstag den 3ngenicur Eitel, der uns im Lichtbild und Vortrag einen Einblick in unsere gewaltige 3n- dustrie von Kohle, Koks und Erz verschaftte. Die Filme und die glänzenden Ausführungen beS Redners, welche von genauer Sachkenntnis zeugten, wurden von den Anwesenden mit großem 3nteresse ausgenommen. Rur schade, daß die Zu- hörerschar nicht eine größere war! Mit Spannung erwartet man die nun folgenden geschichtlichen Vorträge von Dr. Rennert. * Dorf-Güll, 6. März. Arn Dienstag, 4. März, führte Oekonomiecat Karl Hofs, mann zu Hcfgüll, eine in Hessen und weit über dessen Gren^ea hinaus als Landwirt und erfolgreicher Tierzüch'.er wohlbekannte Persönlichkeit, bis 1919 langjähriges Mitglied des KreisausschusseS zu Gießen und zur Zeit noch Vorsitzender odeo stellvertretender Vorsitzender zahlreicher land» wirtschaftlicher Organisationen, in feinem ©ftern»-1 Bevor Sie Schuhe kaufen, über- zeugen Sie sich bei mir Jg® M j. F J Astoria- Lichtspiele 8 Xet. ltw>/ igifU penenüber Cballier. in hinaus. Übler UNAÄZGruvk Herrn und Onkel ;;|| Mietgesuche { SMMO nimmt noch Kun- 2 tolle Grotesken 1615c Seltersweg 81, Nähe Bahnhof Kirche und Schule. Der DorfMrchenborstehertag Für Diesten, Wetzlar, Oberhesien, Lahn, und Dillkreis und weiterhin suchen wir zwecks Umstellung und Aeuerwerb auf dauernde, wertbeständige Basis Schwiegereltern und Bedrohung derselben zwei Geldstrafen von je 12 Goldmark. wirft abstoßend. Läßlich gefärbte Zähne entstellen da« schönste AnUist. Beide Übel werden sofort In vollkommen unschädlicher Leise beseitigt durch Zahnpaste Chlorodont. Statt jeder besonderen Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigsgeliebten Gatten, unseren guten Vater, Sohn, Bruder, Schwager, Großvater | Empfehlungen | Schellfisch rlabliau Seelachs Seehecht. Emil Fiscbbacb Neuenweg 18 Tel 1667 für Lager und Reise, möglichst aus der Branche, von hiesiger Tabak- waren-Großhandlung per so fort gesucht Schriftliche Angebote mit Bild unter 1621U an den Gießener Anzeiger erbeten. Nächsten ieMc Donnerstag trifft eine Sendung H-Hle ond Bheiö-Backlisclie ein. Vorbestellungen werden biSTiendtag entgegen genommen Hamburger Zischhandlung A. Koch Nachf. Schulstr.10. Tel. 1612 August Keßler nach langem, schweren Leiden im 47. Lebensjahr zu sich zu rufen. In tiefer Trauer: Frau Meta Keßler Wwe. nebst Kinder. Wetzlar, Gießen, Elberfeld, Weißenfels, Wiesbaden, Lüdenscheid, Karlshafen, 5. März 1924. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. März vorn isrl. Friedhof in Wetzlar aus statt om37 Sofort ZU kaufen gesucht Villa oder gut erhaltenes Haus in angenehmer Lage, beziehbar btd 1. April eiguterAnzahiling. Schc. Angebote unl. 1603V a. d. G. An». Beamte und Vertreter für sämtliche Dersicherungsarten größter Konzerne. Jährlich steigende, sichere Eftstenzmöglichkett für abgebaute Kaufleute und Beamte. Fachleute der vorm. Providentia,Phönix,Wilhelma.Eölnifchen, Karlsruher, Berliner usw. erhalten den Borzug und wird schnellste Umstellung ihrer Bestände durch intensive Unterstützung gewährleistet Schrift!. Angebote unt 1605 D an den Gießener Anzeiger erb. fcoWsWIer baldmöglichst gesucht. Bedingung perfekt in Küche ii. L'aiiShalt, für Grobarb. Hausmädchen vorhanden. GMk.50.— per 9)1 on. Scharing, Frankfurt a. M. Zeppelin Allee 105, Tel.TaunuS»17v. Auch Matthe sen. wieder gesund! Daher ab heute täglich 4 u.8 Uhr verstärktes Orchester mit den beiden Xylophonspielern Matthe Vater und Sohn. Obenstehender Trick gelangt täglich 2 mal, nachmittags und abends, zur Vorführung. 18,‘D Mittags v. 1—3 Uhr. I bcie an in u. austcr i goftergroBc 4 il. I Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben, herzensguten Mann, unseren lieben, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Herrn Georg Brück Hessischer Gendarmerie-Oberwachtmeister gestern nachmittag 23/< Uhr nach vier Monate langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, plötzlich durch einen Schlaganfall, 10 Tage vor seinem 60. Geburtstage, zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In tiefem Schmerz: Margarete Brück geb. Walter Willi Pfaff und Frau Maria geb. Brück Karl Brück und Frau Luise geb. Schadeck Heinrich Brück und Braut Rösi Erdmann Helmut Pfaff. Lollar, Marburg a. d. Lahn, den 7. März 1924. Die Beerdigung findet Sonntag den 9. März, nachmittags 31/* Uhr, vom Trauerhause aus statt 017935 Snerg. Herrn m. gnt-BeziehungenzHandel, Industrie u bess Priuatkr. ist Gelegenl-eit geboten, fid) durch Bearbeit, des Bezirkes Giesten für Lebens-, Unfall-, Haftpflicht- u. Jener- rc. Bei siüernngen eine gutbezahlte Lebensstellung ißo->A zu schaffen. Auch für Nichtfachleu'e ist dieser Po ren geeignei. da lotste von nlibetuabri. Kränen etr^earb. werden. Gell. Ang. um. Beifiit emes fnrzen Lebens!- erbittet die Subdirektion Cassel, vadubofstr. 27 I. niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiioiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiii ... Ulfa bei Nidda am 8. März nahm etnm überaus eindrucksvollen Verlaus. Die Zahl der auswärtigen Teilnehmer erreichte diesmal eine Hohe wie noch nie. Das ist ein Zeichen, dast diese Feiern in unseren Dörfern sich sehr rasch ein- ?ebürgert haben und als kirchliche Volkseste gewürdigt werden. Die reizend wiederher- gestellte illfaer Dorfkirche vermochte die grobe Zahl der Gottesdienstbesucher bei weitem nicht zu fassen, darum fand in einem benachbarten Saale ein Pavallelgottesdtenst statt. 3n diesem sprach Pfarrer K ö h l e r-Nidda, in jenem Pfar.er Georgi- Ermenrod. Zur besonderen Ehre gereichte es dec Tagung und dec Gemeinde Ulfa, dab der Hochwücdige Herr Prälat D. Dr. Diehl durch Anwesenheit und markiges Wort des Fest verschonte, sowohl im Gottesdienst, als in dea Festversammlung. Diese wurde nachmittags bet Gastwirt Döll abgrhalten. Pfarrer S e i m-Grafen sprach in au5g -.zeichneten, straff au gebauten, stellenweise poe.tsch schwungvollen Qhivfüi)rangen über die Bedeutung der kirchlich-religiösen Sitte. 2In der Besprechung beteilig en sich in gleicher Zahl Laien und Geistliche. Auss Ganze gelegen war die Tagung eine mächtige Kundgebung länd.ichen Kirchen ums, ein Bekenntnis zu den Gütern des Evangeliums. — Die von den Bewohnern dec Gemeinde Ulfa geübte Gastfreundschaft ging weit übec gewohnte May Starkenburg und Rheiuheffen. M a t n z. 6. März. (WTD.) 3n einer hiesigen Fabrik wurde ein mit Lötarbeiten an einem leeren Benzinfah beschäftigter 22jäh- riger Arbeiter durch eine C x p l 0 s 10 n der in dem zur Vorsicht mit Wasser gefüllten Fasse noch vorhandenen Gase g e t ö te t. — Bei Hochbauarbetten am städtischen Gaswerk wurde ein Arbeiter durch ein herab- fallendes Gerüst st ück erschlagen. Heffcn-Naffau. fpd. F r a n k f u r t a. M., 6. März. Wenn auch der König der Falschmünzer, D e r g ö l st, schon seit einigen Wochen festgenommen ist, so arbeiten seine Ge.reuen doch wacker weiter und fabrizieren vor allem die in groben Mengen umlaufenden gefälschten 10-Billionenscheine. Am Mittwoch g.-lang es bei Kriminalpolizei, drei der Falschmünzerbande in ihrer Werkstätte zu überraschen und f e st z u n e h m e n. Cs handelt sich um einen Schuhmacher Fritz, dessen Schwiegersohn Hermann P r a de und den als Falschmünzer schon schwer vor bestraf en Herrlin g. Das Trio kommt auch als Berbrntec dec Falschschnae In den Städten dem Umgebung in Frage. J| Ma cburg. 5. März. 3n der gestrigen Stadtverordnetenfitzung legte Ot-ei- bürgermeister Tc 0 je den Haushaltungs- Voranschlag für 1924 vor. Dieser schließt ab in Ausgaben und Einnahmen mit 1,6 Mill. Gvld- mark. Das ist ungefähr der gleiche Betrag wie rwc 10 Zähren. Die Dedürfniszuschüsse füv die fradtischen Lehranstalten sind mit 290 000 Goldmark, für die Fürsorge mit 90 000 Goldmark und für die Armenpflege mit 40 000 Goldmark berechnet. Für die letzteren rechnete man früher auf den Kopf der Bevölkerung 1 Mk., jetzt sind es 2 Mk. Dec Fehlbetrag, dec durch Steuern aufgebracht werden muh, beträgt rund 780 000 Goldmark. — Bezüglich der neu zu wählenden Stadtverordneten wurde die Zahl auf 30 festgesetzt. ____________________ Schöffengericht. Gießen, 4. März. Gin Lehrling von hier hatte seiner Schwester eine silberne Damenuhr entwendet, die er einem Zeichner auf dessen wiederholtes Diänam verkaufte. Letzterer, der die Herkunft der Uhr genau kannte, stiftete den Lehrling auch an, seiner Schwester einen goldenen Trauring zu stehlen. Mit Rücksicht auf seine Zugend und seine seitherige Unbestraftheit wurde dec Zeichner wegen Hehlerei und wegen 3In- stiftung zum Diebstahl an Stelle zweier an sich verwirkten Gefängnisstrafen von je zehn Tagen zu zwei Geldstrafen von je 2 5 Goldmark verurteilt. Eine Bestrafung des Lehrlings konnte nicht erfolgen, da es sich um Diebstähle gegen eine Angehörige handelt und diese keinen Strafantrag gestellt hat. Wegen Körperverletzung wurde ein Schriftsetzer von Watzenborn zu einet Geldstrafe von 150 Goldmark verurteilt. Ec machte auf dem Baumstück feinest Schwagers Zwetschen ab und nahm, um die vielen Gänse zu verscheuchen, einen Hund mit. Kurze Zeit darauf kam ein alter Mann, um auf seinem Acker Kartoffeln auszumachen. Der Hund bellte ihn an und drang auf ihn ein, während der auf dem Daum sitzende Angeklagte, dec wegen der dichten Zweige die Vorgänge nicht bedachten konnte, 'm de. Meinu g, ter Hund belle Gänse an, ihn durch Zurufe n^ tretet anspocnte. Dec alte Mann schlug nun nach dem Hund und traf ihn, als er ihm ins Bein bist, derart mit seinem Karst, dast er hinfirl und das Blut auä dem Maule lief. Der Angeklagte eilte daraufhin von dem Baum herunter und versetzte dem alten Mann mit einer Bohnenstange derartige Schläge auf Schulter, Arm und Kopf, dah er zu Boden fiel und ohnmächtig wurde. Seine Behauptung, er habe in Notwehr gehandelt, wurde durch die Beweisaufnahme widerlegt. Ein Maurer von A l l e n b 0 r f a. Lda erhielt wegen Sachbeschädigung zum Nachteil seiner teufe zu Hosgllkl seinen ZO. ®eburt6tag. Dem Jubilar gingen aus diesem Anlah von Nah imb Fern zahlreiche Glückwünsche zu. Kreis Schotten. ch Gedern, 6. Marz. 3n der vergangenen Dacht wurde hier bei dem Uhrmacher M. H 0 m- burger ein Einbruchsdieb stahl verübt. Soweit bis jetzt festgestellt werden konnte, fielen den Einbrechern a.a. 2 8 Uhren in die Hande. Die Diebe gingen mit grober Sachkemttnis vor, wie aus den hinterlassenen Spuren $u ersehen ist. Es dürste sich somit um gewerbsmäßige Einbrecher franbdn. o * Ruppertsburg, 6. Marz. Am kommenden Sonntag findet hier Bürgermet st etwa hl statt. Als Kandidaten sind Frtedrich Fritz, Christian H ö g Y N. und Wilhelm Diehl auf gestellt. Kreis Büdingen. )( Hirzenhain, 6. März. Der Streik der Metallarbeiter des hiesigen Eisenwerkes ist beendet. Eine am Mittwoch pin- berufene Versammlung sprach sich mit Stimmenmehrheit für Beendigung des Streiks und Annahme der Bedingungen des Schiedsspruches bzw. des Werkes aus. Ein erheblicher Teil dec Arbeiter hatte schon vorher die Arbeit wieder angenommen, die übrigen werden je nach Bedarf wieder eingestellt. Die Arbeitszeit wurde auf 9 >/r Stunden und der Spitzenlohn auf 40 Pfennig pro Stunde festgesetzt. Die angenommenen Arbeiter werden die ganze Woche beschäftigt. Erne, Sichecheitsableilung der Schutzpolizei und der Gendarmerie blieb vorläufig noch juvücf. — Wie wir hören, wurde unserem Örtsgeistlichen, Pfarrer Schrimpf, bk Psarrstelle zu Dieburg übertragen. Mit Bedauern sieht ihn seine Gemeinde scheiden, der er gerade 23 Jahre in vorbildlicher Treue vorgestanden hat und deren Interessen er Überall nnl größter Energie und Hingabe zu wahren wustte. Um die Wiederherstellung unserer alten Klosteckrrche mit ihren wertvollen Baudenkmälern hat er sich besondere Verdienste erworben. HaiiN lerer ehrt., nicht. Leute, ne- sucht für naitgbfiren Artikel bei flntem Verdienst. 10175*31 Wosinrlg 17, Lallen. Suche au in 15. März Ml. taÄta Vorstellung nur unter Vorlage von Zeugnissen oder sonstigen Empseh- lungen erwünscht. Kran Jnstizrat Dr. Rosenberg, Alieestr 5. Cafeö.C Plockstr löniig?5 MW in kleinen, kinderlosen HauSbalt per sv'ort gesucht. Ku erfrnnen In der Geschäftsstelle d. Giest. 2tnzeiacrS. 0175127 Saubere u. ehrliche Lauffrau ob. Mädchen aesuch'. Wo? sagt die G schästsst. d. Giest. An,. 1M1O DasAhenteiiereinerlacht 6 spannende Akte mit Harry Piel. _________________________________ Im Beiprogramm: ■ ■ ' ..... Oneenie nnd die Fokarparlie FlttJ als Eieteter SeWelle mitbteil.Matratzc. grober Spiegel m. Stufe, Lehnsessel, sowie 2flammiger (Yasbcrd, alles st hr nut erhalten, preiswert abzugeben 017826 Lndwigstr. 32 p. Bischer au verkaufen ,M,D Wolkcngafse27». | Kaufgesuche j Suche zu kaufen: Offizs. - Uniform, feldgr. 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Anschließend: Berichte aus der Arbeit: a) des Bundes, ^TTM_______________b) des Bezirks, c) der Ortsgruppe.________ Kinderwagen Promenadewagen Klappwagen sämtliche Modelle und Neuheiten sind am Lager und empfehlen zu staunend billigen Preisen Friedrich Linker & Sohn Ludwigstraße 16. igpgv Turnhalle! Sonntag, S. März > abendS Montag, 10. März / 8 Ubr: MöesW, kW, Grazie. AM! Bewundern Sie die weltberühmten Liliputaner (Dir. Scheuer). Kapellmeister Bogadoff. Telephon 1531. 8. Würz. 8'/« Ubr abends,; Kfm. DereinShauS Saas Sacns-Slienl Gehilfen niit Angeh. sind gleichfalls ein* geladen.IGlSv Sonntag nachmittag 4 Ubr u. Montag nachmittag 4*/$ Ubr: Märchenspiele mit wirklichen Zwergen. NB. Au den Abendvorstellungen haben schulpflichtige Kinder keinen Zutritt. Vorverkauf: Sigarrengeschäft H. P. Petersen, Marktplatz 15. 017,74 WWW Ml M ^gewvllWen WtßtluDQ stilrein n.oreiswert öleBrtihrföie Unlo.-Droderti. H. Lause. Giesen. Schulskr. 7. Verein Gießen. 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März, abends 8*/2 Uhr, im Restaurant „Tannhäuser", Frankfurt. Str. Vortrag des N>crrn C. Volk «anerk Preisrichter». Gäste willkommen. 017903 DlllillllllllllllllllllllllllllllD MM SamStag,8.März, abends 8 Ubr, bet Hopfeld. [u17834 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIID Sonntag, den 9. März, nachmittags 3 Uhr WMNW im Katholischen Dereinshaus. Walther» Büdingen: 1554 d 3lt£ifniiflO«SleiM«tWnii-iL6eini- RflKenfrage onrtfi Dos 3eH. CimogereB. freie lins». 3ui9eflunflöerHntoiteü50liio.6iDltitL Hess. Arbeitsgemeinschaft für Siedlungswesen. Bund deutscher Bodenreformer. Obst- und Gartenbau-Derein. Naturheilverein. Gietzener Mieterverein. Deutsche Zentrumspartei Sonntag, den 9. März 1924, abends^ 8 Uhr, im großen Saale des Katholischen Vereins' Hauses» Liebigstrage Grotze öffentliche Beilflmoiloofl Rednerin: IrmHeim5(6flflli0eotOne(eIemm ans Berlin spricht über: Unsere grundsätzlichenForderungen zur politischen Lage. Alle Ientrumswähler, Freunde und Gönner der Partei sind ebenso herzlich als dringend eingeladen. ißoid Der Vorstand. Vortrag 16l»v Thema: Wiegewinneunderhalteich Kreisschulrat M. Fischers Bismarck Glutritf 30 tfg. - Der Saal IB flnt seWzt - Eintritt Zv M Montag, den 10. März, abends 6 Uhr, I Samstag. 8 man, So,-I Schütz nodim. 4 Uhr. tin **4-**z* z* MgnmnnfHim gesunde und starke Nerven? Redn.: Herr Dr. med. Strünkmann, Soden. BoMtiiomiowtB ü.d.Reichs gründung. Bee. feörerüunö. Ganz außergewöhnlich gute Qualitäten zu führen war schon immer mein Prinzip. Treu diesem Grundsatz habe ich für das Frühjahr 1924 Riesen-Auswahl in Herren- und Knaben-Bekleidung. 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(Ohne Gewähr.) 72 82 is,; 66,33 109,73 151,61 F,38 4,19 18,0- 19,65 11,96 4,91 1,22 67,06 2,36 51,27 der Kreuzritter reliefartig zeigte. Dis tn die tletnftcn Einzelheiten war alles so .echt", dah jeder, der der Herstellung nicht beigewohnt, glauben muhte, er habe ein2 viele Hunderte Hahrs alte Arbeit vor sich. Köstlich war z. D. di- Art, wie man die kleinen Erhöhungen und Tüpfel, die altem Leder das eigentümliche Aussehen geben, hervorbrachte. Zuerst strich man Sirup auf die Stellen, wo die Tüpfel sitzen sollten: bann lieh man eine Menge — Küchenschwaben über den Sirup hersallen. Diese machten sich eifrig an den Leckerbissen und setzten gleichzeitig die Heinen Tüpfel ab, die das beste Zeichen für das hohe Alter einer Lederiapete sind. Ein grober Schwindel wird mit täuschenden Signaturen getrieben. Es kommen Reisende, die ihre Originale zeigen auf denen man das Signum Döcklin oder Michetti zu sehen glaubt. Die Käufer gehen auf den Leim. Protestieren sie nachher, dann richten sie nichts aus. Es gibt in Berlin einen Kunsthändler, der vom Gericht emfach nicht wegkommt, aber noch niemals einen Prozeh verlor, weil er das Geschäft nachweislich immer korrekt abgeschlossen hat. Denn die Bilder, die der Laie füa Böcklin hält oder für Michetti, sind nicht Böcklin, sondern Röcklin flgniert, und der Italiener kommt unter den Ramensvariationen Mingetri, Mincetii, Micetti oder Mingatti in den Handel. 3m Haag arbeiten die Fälscher der .alten" Riederlander. Die nehmen alte Malbretter, malen darauf ihrs Teniers" und.Ostade", räuchern dann d,e Bilder ein und „baden" sie in 7-er Röhre, um die Sprung- bUbung, b n .Craquelä", zu erzeugen. 3n der Berliner Wilhelmstrahe lebte viele Jahre ein Maler, der die Hauptmeistec ber Wiener Minia- Zur des Hcllsehens. Am vergangenen Samstag haben wir einen merkwürdigen jnb wohlbeglaubigten Fall des Hellseh.'ns erwähnt. Del der weitgehenden Bede rtung dieser Sache wollen wir nicht unterlassen, a is ähnliche Tatsachen des Hellseh.ns aufmerksam zi machen, die bei dem gleichen Ingenieur und Industriellen Ossvwiccki konstatiert worden sind, und zwar von dem bekannten Physiologen Pros. Rich.'t in Paris und dem dortigen Leiter des „Institut mötapsychlque": Dr. Geley. Ossowiccki vermochte z. B. einen Bries zu lesen, dessen Inhalt keinem ber Anwesenden bekannt bis 16.-. Weizenmehl (südd. Spezial 0) 28— biS 28.50. Rrggenmehl 24.53 bis 25 25, W'i en- und RoggenHrie 9.- bis 9.75, Laplata-Mais 1925 bis 19.75 Mk. Tendenz ste ig. M. 57 3rodte$ Blatt 3Iaa$£en Kunft und Wissenschaft. Reue Dahnen des Auslandsstudiums. Mangelnde Kenntnis des Auslandes trotz häufiger Reisen ist ein lange bemerkter Krebsschaden deutscher Bildung. Auf Initiative von Staatssekretär Becker versuchten die deutschen Hochschulstaaten im Kriege durch planmäßige De- z-mtralisation das thwretlsche Studium fremder Länder- als sn.iologisch r Gebilde zu organisieren. Zahlreich? Auslands n itute entftan'e t, ihr Wirkungskreis bli.b beschränkt. Jetzt gebt von dem Gwzraphi chm Institut ber Universität Greifs- wald als Hüterin der Pflege des nordischen Kulturkreises die bewusste Reubelebung ber Auslandsstudien aus: .Auslandskrantnls und -Dezi Hungen durch eigenes Sehen unter wissenschaftlicher Leitung erworben". Zunächst veran- stattet das Institut für Finnlandkunde unter Lev tu-.-io des bekannten Geographen Prwf. Draun Studienreisen kleiner Gruppen Gelehrter, Kaufleute und Indust-i l er in Finnland, die den Teilnehmer in persönliche De.mhrung auch mit den Bewohnern des Landes bringen. Entsprechende R.isen in dir anderen nordischen Länder werben folgen. Genaue Landes- und SprwchenkenntniS seitens der Führung, sorgfältige Ausnxchl der Teilnehmer bei selbstverständlich vorzüglicher Organisation sichern dem Unter.^bmen den Erfolg In ban Auslandsbildungsb.strebungen. Werkchen des . fvrichers findet man die Antworten eines Weisen, der sein Leben daratrsetzte, zu erfahren, wie man heute verlautete wiederum von der Zahlungseinstellung einer an sich unbedeu enden Qllnrlerflima, für die berei.d gestern und zum Teil auch heute noch Zwangsglattstcllung rn vo g n. mir.e.i wurden. Immerhin bewies die Dor.e heute verhält- nlsmäbige Widerstandslruf: gegen tixi'.ere Kursrückgänge. wozu auch har.näckig sich erhaltende Gerüchte mi g.-wirkt haben mögm. wonach die Regierung angeolich zu einer Gtnl.n'ung i x der Sr- mäb'g'ang des von der Börse als untragbar bezeichneten hohen Bö sen um sahst ernpels bereit fein soll. Die Kursveränderungen hist en sich entsprechend brr Geringfügig leit der ülmsähe tn engen Grenzen und überschritten nach vbrn oder unten nur vereinzelt zwei Billionen Prozent. Etwas g üf)er war bas Geschäs. zeitweilig am Montan- markt in Phönix, Oberschlei ischr Etsenindlstrie- Attien und ferner in Gesellschaft für Elektrrche ülnternehmungm und Petr-leumwertea. Der Rentenmarkt blieb nahezu vollkommen verödet. Die Geringsügigkci: der älrnsähe im Gr'hierkehr entsprach auch durchaus dem stillen Geichif tn den zu Einh i Slu.sen g handstten Industriepapieren und unno irrten Worten. Am Geld- u tb Devisenmarkt hat sich nichts von Bedeutung verändert. Devisenmarkt Berl.n—Frankfurt a. M. (»n Biuionen Mark auSnebrürft. Buenos Aires, Londe", Neu- York stavau. Rio b- stm eiro für eine (Sinbcit, Wien nnb Bubaven lür 100' 00 Etnoeiren, alles übrige für 100 Ei ,yctten.) Lelegraphtt che Auszahlung. «Ohne Gewährst *) Dom Rückzah-lungsteert. Berliner Dorfe. B e r l l n. 6. März. (Wolfs) Es erscheint kaum verwunderlich, dah bei ber seit langer Zett an der Börse bestehenden hochgradigen Geschis sstille ihr beinahe täglich eine von den finanziell nicht genügend fundierten Firmen zum Opfer fällt. Auch und der zur denkbar gröhten Sicherheit 'm eine Bleiröhre eingeschmolzen war. Dr. Chowrin, Oberarzt einer russischen Anstalt hat eine Der- suchsperson jahrelang mit exaktesten, streng wissenschaftlichen Methoden beobachtet unb, die Ergebnisse in musterhaft objektiver Weise beschrieben. Er hat u. a. festgestellt, dah die Person imstande war. fest und mehrfach verschlossene, wiederholt gefaltete und in jeder Weise sonst gesicherte Briefe za lesen: hierbei hatte sie gelegentlich auch Gesichtshalluzinationen, die dem Inhalt des Briefes entsprachen. — Dr. Tischner, Arzt in München unb v. Wasielewski, ehemaliger Privatdozent in Rostock, konnten unter anderen mit einer gebildeten Dame (nicht Derufsmebiurn) experimentieren. die imstande war, z. B. Postkarten zu lesen, trotzdem sie in schwarzes Papier und überdies noch in einen undurchsichtig.n Ülmsch'ag ringe- h lllt waren: Fernsehen gelang mit ihr auch, als ber Dersuchsleiter in Mittrid.'utschland, das ,.Medium" in Oberitalien sich befand. Mehrere tausend Fälle von Telepathie sinb durch die ..Britische Gesellschaft für psychische Forschung" mit äufjer- fter Scrgsalt gesammelt unb gesichtet worden: sie müssen als Tatsache respektiert nx-r:e:i, so sicher, wie irgendein sonstiges wissen chastlich sestge- stelltes Forschungsergebnis. Räheres hierüber sowie über den ganzen Bereich verwandter Erscheinungen enthält in kritischer Beleuchtung das fneben erschienene Buch von W. Platz: „Das Forschungsgridet des Okkultismus" (Verlag Strecker u. Schröder, Stuttgart). Wir werden demnächst eine kurze Besprechung desselben bringen. Bnchcrtijch. — Hanns Fischer, „Rätsel bet Tiefe". Die Entschleierung der Kohle, des Erdöls und Salzes. Doigtländers Derlag, Leipzig- Grundpreis 3.30, in "Halbleinen 4 Mk. Der Der- fasser streift drei geologische Hauptgebiete, die Kohle, das Erdöl und das Salz. Auf Grund der Welteislehre zeigt er, wie zahlreiche Geheimnisse ganz üb-ersehen wurden, Dinge, die uns nun einen Blick zurück über Hahrmillionen tun lassen. Wir sehen einen der Borgänger unsres heutigen Mondes sich langfam ber Erde nähern, sehen riesenhafte Fluten entstehen, sehen die Eiszeit nahen, deren RotwenXgirit unb deren bisher brläg dunkles Rätsel sich wie mit Zauberhand zu einfachster Selbstverständuchkeit lösen, unb nun bauen sich vor uns Kohlenflöze Übereinander, mit papiertümen oder mtterst-arken Geswtnschich- ten nun stellen sich die Stämme, jene merkwürdigen Ruinen der llrvergan^enheit, in die Schichten. äleberraschenb ist die Feststellung, das) eS auf Grunb ber neuen Erken itnisse möglich fei, rechtzeitig vor drohender Schlagwettergesahr zu Frankfurter Börse. Frankfurt a. M, 6. März. Tendenz: Unentschieden. — Die Geldmarktverhältni sr haben sich im Frühverkehr nur wenig ve ändert. Man aanmte tägliches Geld zirka 1 /, Pro e it pro Mille, feie Geschäftsstille an der Börse hielt im groben FälscherfstbriÄen. Ein französischer Sen^attonsproieß, der nach itzen Bereinigten Staaten hinüberspielte, hat erst iüngst wieder das Borhandensein groher Fälscher- sabriken in Paris aufgedeckt. Die Industrie der Kun st fälsch er ist heute weiter verbreitet als ie. Die auherordentliche Steigerung der Preise, die enorme Entwicklung des Sammelwesens und des Kunstmarktes trübt immer häufiger begabte Künstler in die Hände der gewerbsmäßigen Falscher und so entstehen grobe Fabriken, aus denen Möb^l Bilder. Skulpturen, Porzellane. Fayencen vsw. in alle Welt ausaesührt werden, um den stets wachsenden ..Bedarf zu decken Paris »st ber Mittelpunkt dieses unrechtmäßigen Treibens, aber auch bei un3 gibt es — ebenso wie in Italien — fewisse Zentren, wie München oder Köln, schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts war in Köln eine Fälschersabrik. die Ematts. Elfenbein- fchnitzereien und Möbel fabrizierte unb nach Pans brachte. Hier war ein Händler, dessen Prtvat- sammlung eines Tages für 9'/z Millionen Franks versteigert wurde, einer der Hauptabnehmer. Der Derliner Markt wird von München und Oest^- reich aus „versorgt". Einen Blick in eine solche Fabrik „alter Meister", die sich in ebnem Viertel von Paris in der Rähe der Bastille befand, laßt uns eine Schilderung tun, die des humoristischen Deigeschmacks nicht entbehrt. Beim 'Betreten der Fabrik fiel dem Besucher ein brenzliger Geruch auf, und er bekam schließlich heraus, dah man grabe dabei war, eine alte spanische Goldledev- Dapete herzustellen, die Szenen aus den Kämpfen • Landeskult urrvggenbriefe der Dvggenrentenbank, Berlin. Die Rog° fienrentenbenr A. G. in Berlin nimmt zurzeit die Ausgabe eines neuen Typs von wertbeständigen Schuldverschreibungen, ber Landeskulturroggen- triefe, vor. Die Briefe sind zu 5 v. H. verzinslich unb gedeckt durch Darlehen an Deichver- Lände. Dodenverbesserungseenossenschaften und äh'.lichen öffentlich-rechtlichen G^ndbesitzerver- Lände, deren Beitragslasten als öffentliche Lasten auf den Grundbesitz ruhen, bieten also eine große Sicherheit, weil diese öfsentlichen Briese im Zwangsversteigerungsfalle allen sonstigen Belastungen der ^verhafteten Grundstücke vorgehen. Die Landeskulturroggenbriefe lauten über den Geldwert einer beftimmten A'.rzachl Roggen •Roggen (10, 50. 100) unb werden geregelt, daß fede 'praktisch erreichbare Gewähr für eine wirklich wertbeständige Verzinsung gegeben ist. Die sandeskulturroggenbriese sind dazu bestimmt, die Knoanrierung der Urbarmachung von Mooren tnb ähnlichen brachlieg n'en Flächen zu ermög- Lchen und das Gelände ein:r landwirtschaftlichen Rutzung zuzuführen. Die Einfuhr ni der Dri-se tn der Berliner Börse wird demnächst veranlagt. |9ie art. (Srib | yrtff | °i l"g Wirtschaft. Vorn ArbcitSmarkt. , Die Arbeitsmarktlage zeigt, wie curS tvr so° eficn ersch.ene.ren Rr 5 c.es.,R-richsarbeitsb.attes" hervcrgeht, Anzeichen ei.oer rmverLmndaren B^sse- rung. Vor allem kommt diele in den/en gen Gewerbezweigen zum Ausdruck, die dem unmittelbaren Konsum des inländischen Verbraucher- Publikums dienen, wie z. B. Bekleidungsgewerbe, DShrungs- und Geirußmittelgewerbe. Sie erklärt sich durch die Wirkung der Wäh/ungsstabillsie- rung und der gleichzeitig eingetie..ia.hne der Erwerbslose nsür» ivvgolierchtigteil. Die Zahl der Dollerttoerbslosen tKtrug am 15. Hanuar 1 582 852 und sank bis »um 1. Februar um 152 014, d. h. also um 9,6 Prozent auf 1 430 838. Am 15. Februar hatte diese Zahl um 9 v. H., also um 128 568, auf 1 320 770 abgenommen. Die Zahl der unterstützt' n Männer beträgt zur Zeit rund das achtfache der weiblichen Erwerbslosen. Es hat jedoch den Anschein, als ob die Besserung in der Zahl der erwerbslosen OlZänner gleichmäßig vorwärts schreite, während sie bei den Frauen nachtzulassen scheint. Aus dem Arbeitsmarkt für QUänner stieg die Zahl der Stellenange>)te um 57 612 oder 37 Proz., die der ^Vermittlung um 35 Proz. Bei den einzelnen ll^russgruppen rn.-h.tte sich das Stellenangebot am stärksten in der Melall- veo.rrl'e'ttung und für Lohnarbeit wech'e n er Art. Es folgen Verkehrsgewerbe, Holzindusttne, Land- wi.ttschaft, LLahrungsrnittel, Deklei.ungSgewerbe usw. Die chemische Industrie, Theater- und Du- -reauang.-stell tenberufe weise".: Rückgänge der Stellenangebote auf. Der Arbeitsmarkt für Frauen zeigt im wesentlichen die gleiche grn- sttgr Entwicklung. Das Stellenan iebot hob sich gegenüber den Vormonaten um 46 Prozent, die Vermittlung um 60 Proz., während die Zahl der Arbeitsgesuche um 11 Proz. zurückging. Am rotten war die Zunahme drs St-ellenan rebotes ür Hauspersonal, es folgen Bekleidungsgewerbe, Spinnstvffgrwerbe, Landwirtscha-itt usw. Erwähnt sei noch die Gruppe der kaufmännischen Angestellten, mit einer Zunahme von 2019 und die Gruppe der Bureauangestellten mit einer Zunahme der Stellenangebote um 1347. Mnirfttt Wottn . ....... »ran<öfi<<6f 97oten .»».,» yäui'dK N",en ...«•»•••• €(tipebifrf)r Noten Kottändllche Roten ....... a>*ad(b-Cffierrcid). • 100 Kronen BmrrUanUrtn dtoien ...... ffnoHfebe »toten......... Al Nenische Sioten....••••• Felgffrtie dtoten.......... Uiiourttdjc Noten • • • Zfa),c1>of(oiDafif(f)e Note»..... NorweoUcht Noten Runiaiilftfit Noiell....... enauiidK ««ttn- • • » • • - warnen. , „ . - R. H. FrancS Richtiges Leben. Mit 9 Wandzeichnungen des Verfassers. 2t Voigp- län.ders Verlag, Leipzig. Ungeb. 1,30, geb 1,60. Richtiges Leben! Seit jeher hat es die 2Nensch- heit vergeblich gesucht. Richtiges Leben! DaS bedeutet Gesundheit, Glück, 2)ollendung. das bedeutet Erfolg. Hier ist der Weg gewiesen und aus den Gesetzen des Ledens abgeleitet, älnd es zeigt sich, daß die Lebenslehve jeden angeht. Ob es sich um die 'Frage handelt, was man teerten muß, um Erfolg zu haben: ob man wissen möchte, wie man richtig arbeitet, wie man richtig liebt, wie man richtig Ratur und richtig Kunst genieß-t, oder ob man erfahren möchte, wie man richtig denkt, beim alles das gehört zum richtigen Leben, um sein und seines 2)olkes Bestes zu erreichen — in diesem hin eilend geschriebenen — * ■ * - berühmten De.ckers und 2iatur- und ganzen an, doch glaubte man eine freundlichere Stimmung vorböcs.ich zu bcDbachten. In den amllich nid)t notierten Werten traten leich e Erholmtgcn ein, die allerdings als mäßig zu beg ichnen sind. Man na.in e Api 7,225, Be>rz 5,225, Drown Doveri 2,5, Becker Stahl 10,225, Decker Kohle 10.7Z5, Growag 375 bis 335, Gummi Rcckar 225. Verhältnismäßig leb Has e Umsätze sandon z.i.weise in Ufa statt, welche mit 9,225 bis 9,5 gehandelt wurden. Herz Söhne 5,225, Ludwigs Birger Porzellan 4003, H-msa Livtzd2,100, Holsaiia 1,775, Untonbrenner-ri Kehl 900. Krü- g^rshall 11.225, Deutsch: Handelsbank 100 bis 105, Eh em ich: Remy 875, Schutzgeb'.etsanl.ihe 3,6 bis 3,8 Dillionen. Montanaktien Ivefxr bei den ersten Kursen keine ausgesprocheev: Tendenz erkennen, Wer.n auch Kurserhöhungen in te; Ueoerzahl waren. Mansf Idec, Obecbebarf gut bef-auplet. Luxemburg- r befe ii tt. Rorddeutschrr Lloyd gut g halt en. Schau lunLbahn etwas !e"‘er. Bon che° mi.chm Werten schienen Dadische '2lnilin durch die Arbeiterbewegung etwas beeinflußt zu sein: bei erster Rotiz 19,5, da:m D.äef. Am Elektro- markt lagen La hm eher eehotter, Licht und Kraft besser. Erwähnt s i irxf), daß '2lul-riwer:e gut gehalten tearxn. Maschi rensabrik Karlsru'e, Krauß Lodomoliven, Heddernl.e mer Kupfer schwankend. Am Dankak.i.nmartt lixrren Kur^besse ungen in M.tallbank zu v.rzeich.ren. 5prvz. Reichsanlrihe etzte mit 93 Milliarden ein. Von Türkenwerten teilten sich Zolltürken etwas schwacher. Sweckicht Gummi befestigt. Sonst mären zu e-wahnen Phil. Holzmaim bei behaupteter Teerdenz. Dyckerhoff tagen bei e rster Rotiz erneut Im 21ngebot. Zucker- werte teilweise bester. Börsenkurse. (Ohne 'jr.) turiften so täuschend kopierte, daß selbst die gewiegtesten Kenner im ersten Augenblick stutzig wurden. Ein eigener Zweig der Fälscherindustrie ist das Aufarbeiten von Kunstwerken aus altem Material. So werden unbemalte, halbzerbrochene Porzellane aus berühmten Manufakturen ausgekauft und neu bemalt. Der bekannte Direktor des Htimburger Ku istgeteerlemufe ms, Justus B r i n cf m a n n, der der eifrigste Bekämpfer der Fälscher war, führte noch Mitte der neunziger Jahre einige Gebiete an, die von betrügerisch.m. Rachahmungrn frei wären, so z. D. die mittelalterlichen Gewebe, Gobelins usw. Aber heute • gibt es auch diese „wenigen Gebiete" nicht mehr, sondern es wird alles gefälscht. Selbst die modernste Plastik entgeht nicht der Aufmerksamkeit geschäftstüchtiger älnternehmer: ein Tewels dafür ist die llnzahl von Fälschungen der Werie Rodins, die zu 2lnfang des Jahres 1919 bekannt wurde und fo viel Staub aufwirbelte. Märkte. Berliner Produktenbörse. Derk in, 6. März. (Wolff.) Die Lage im Getreide verkehr hat sich nicht geändert. Die Tendenz bk'lbt schwach, weil die Inlandsofferten hier sehr wenig Käufer finden. Roggen ist mehr, meistens jedoch noch zu hoch angeboten. In Wei- zen warn die llmsätze geringfügig. Auch das Mehlgstchäft hat sich noch nicht gebestert. Für Gerste fehlt es mit 2lusnahme der kaum ange- botenen aller feinsten Qualitä en an Unternehmungslust. Für Hafer besteht env.elne Frage nach der Küste. Viel erörtert wurde am Markt das von der polni'chm Reg'erung einem Konsortium Derliner Firnen ge e:ete Exportmonopol für Getreide. Es not:e tea für je 10)0 Kilo: Weizm, märk. 161 bis 166 (ruhig), Roggen, märt. 129 bis 136 (knum beha-ptet), Draugerste 170 bis 182 (still), Futtergerste 150 bis 155 (still), Hafer, märk. 111 bis 120 (ruhig), pomm. 111 bis 120 (ruhig), 2laps 295 (still), Leinsaat 410 bis 415 (still): für je 103 Kilo: Weizenmehl 24,50 bis 26,75 (b'hauptet), Rvggemnebl 20 50 bis 22 (behauptet), Wri^enkle'e 9,20 bis 9 30 (still) Rog- genflrie 7,10 bis 7,20 (still), Viktoriaecbsen 27 bis 28, lleine Erbsen 17 bis 18, Futle.erbsen 11 bis 12, Peluschken 11,75 bis 12,50 Ackerbohnen 13 bis 15, Wicken 14 50 bis 15,50, Lupmrn 13 bis 14,50, Seradella 16 bis 16,50, neue 14 bis 15, Rapskuchen 11, Leinkuchen 22 bis 23, Trocken- schnitzel 8,20 bis 8,40. Frankfurter Selreideborse. Frankfurt a. M., 6. März. Es notierten für je 100 Kg.: Weizen (Wetterau) 18.75 bis 19.—, Roggen 16.75 bis 17.—, Sommergerste für Drau- zwecke 21.50 bis 22.50, Hafer (inländisch) 15.50 (3n eir"'n Teil ber Aullane wiederholt.) EtinneS im Saargebiet. Saarbrücken. 6. März. (WTD.) Wie die ^Saarbrücker Zeitung" von zuverlässiger Seite erfährt, hat Hugo Stinn-s in Ottweiler im ©aargebiet ein großes Industriegelände erworben, um dort ein großes Werk zur Verhüttung und Weiterverarbeitung von E i s e n zu errichten. 09" Zahnpanta Rclbut tu bereiten! CHI Wenn Sie die nasse Zahn bürst inDr. Bahr's,,Za!in« pulver Nr. 23“ eintauchen, bereiten Sie sich selbst frische nroinatische Zahnpasta, welche die Zähne blendend weiß erhält und im Gebrauch außer ordentlich sparsam ist» — Germania-Drogerie Seibel. Neustadt-Drogerie H. Null. Neustadt A, Kreuz«Drogerie A. Noll, Bahnhofstraße 51. 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Ob 1 1 1.025 0 9 3 — 0,179 0,1 0 0.180 0,425 0,t0u 0,42- 0,400 — - — — — — ■ — — E^/. rte/0 69° o 33,'°/ 4,3 4,2 4,2 4,2 10.1 ' 9,75 10,63 10,25 53,5 — 59.5 — — 4",23 47,5 6,1 7 7 7 12,6 1 '3 13,13 n.i '3,38 13,j 12,3 i.i 1,3 — 16,5 1 ,4 15,5 16,25 19.1 20,. — 2,K 2, 2,75 2.65 0,651« t,97 0. 00 0.6JO 0,98 0,9.0 1,13 1,13 to 61,5 19 19 0,5 31,5 9' 32 33,75 6J.I 53,1 63,5 54,3-1 60 10 6) c> 78 8- 79,4 90 19 19, 5 18,25 — 31 29 27 19,25 IM 19,5 19.25 28.7> 29.5 29,5 39 39 38,75 19 37 — 38 93 - — 64 61 8,1 3,3 * — 3T,7S 87,3 37,5 37 5 7,87 7,65 8,1 7,9 8,5 8 — — 15 15,3 — — 3,5 3,4 3,75 3.5 — 36 35,5 19,75 19,5 19, 5 15,7 3,5 3,1 — _ 17,6) V, b 18,25 17,75 17.6 1 ,6 V 1 .5 16,4 16 16 16,3 V 13,25 — — 18.5 1 .76 19 19 24 25,5 - — — 12,5 '3 12,3 12,33 19 19,5 19,1 18,-5 4,3 4.3 — — 46,5 — 16,7. 46,63 — •- 41,25 44 3,3 8 3,3 3,2i 4,6 4,5 4,6 4,5 5,3 5,2 — •MB 22,5 r; 22 22,5 1,6 1,5 — 2,2 2.2 — — 19,75 71 — — 2.5 2,7 2,9 2,9 b,:e 5,31 * — 10,15 10 — — 13,6 13,6 14 13,5 6 5 5,75 5,75 5,1 5,2 — — (Nachdruck verboten,) Fortsetzung. 40. du 1617D Anfang im Frauloch. Gewandter 1604D 137,6 130,0 6 „ 5a . 5b , Vietzen, den 6 März 1924. Der Oberbürgermeister. 3. D. vr. Rosenberg. TraiS-Mün-enberg, den 6. März 1924. Philippi, Markmeister. Holzversteigerung. Montag, den 10. März, vormittags 97, tzlhr anfangend, wird im Trais. Münzenberger-Markwald folgendes Holz versteigert: 11,0 „ Buche, und Fichtestöcke. Zusammenkunft: Alter Steinbacher Weg 11. Schneise. 16168 Näherer siehe Anschlagrtafeln. IWWieiHn sofort oder zum 1. April gesucht L. Melffn. SevoNieiikoffe. DiHenßurg. S * . 28 . . 5 w Fichten- 93 „ . Halt! Viel Geld iparc« Sic, wenn Str Ihren Bear» in clcnanten Herren- mib >Biirid)cii=’2lnAiineit,Moitfirmou: bcn jliijünen hier decken. Schliipser.lliiter VNimmimäulel enorm billi i Zieldgr. Iovvcn v Mk. IS.—nn l'iinnc fclbnr. Tudibboicit sowie Svortboicu......Mk. 9.— Vanne Manchesterboien foiutc für Svort.......'1)11 13.— (9c ft reifte Haien In allen Anvben von Mk. 6 — an Iiinalinasboien. . . . 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S. 6. dir Kanzel. Zehntausende lauschten aufmerksam seiner Tte^e. Zn kurzen, knappen Worten schilderte er die Arbeiten der Ge ellschaft von ihren Anfängen am Aralsee bis zur Mauer tte3 Thean-Schan. Ec sp.ach auch von den vielen Schwierigkeiten, die Himmel und Erde, Wasser und Luft, Zeiten und Winde und nicht zuletzt die Menschen selbst dem Werke bereitet hätten. Er betonte den friedlichen Zweck der Arbeiten. Wie sie bestimmt seien, allen, auch den früheren Bewohnern dieser ehemaligen Wüsten, nur Nutzen zu bringen. Doch gar mancher Kopf unter den Zuhörern wandte sich der Diplomatentribüne zu, auf der die Vertretungen dec asiatischen Nationen ihren Platz hatten, als er fortfuhr: .Wenn dies Ziel heute noch nicht voll erreicht ist, so bedauern wir das. Unverstand und Misstrauen fmbcn in Verkennung uteeret Absichten manchmal die friedli-che Entwicklung unserer Acbeiten gestört. Und" — htec-üoandte er sich zu den Vertretern der Kolonien — „unb oft werden eure Augen mit Bangen nach Sonnenaufgang geblickt baben. Heute kann ich euch sagen, dast dir Mutter, die euch aus ihren Armen entlassen hat, stets hilfsbereit hinter euch steht. Wie einst das alte Roin hinter seinen Kindern, die als ver sacrum in die Fremde zogen. . .“ (Fortsetzung folgt.) 10. Schneise. 2 Freitag, den 14. März 1924, vormittags 9V, Uhr beginnend, Abt. 125 («nnaberg): 39,8 Rm. Buche- und Eichescheiter Buche-, Eiche-, Buke- und auf wkB zu richten. Ne tote hier tm fernen Osten als Pioniere der weihen Rasse kämpfen. Hier werden seine Vertreter mit eigenen Augen sehen, tote grob das Werk ist, welche Bedeutung es für Europa hat. Gerade hier sollet die Heimen Diplomaten fchrn, tote wichtig die Ilifrage für uns ist. Lind dann ... die Gelben . . . mein letzter Trumpf muh bis zum letzten in meiner Hand bleiben. Ist der einmal ausgespielt, dann mag auch der See sein altes Aussehen 'w'.edergewinnett!" Während G.org 2s nbrandt sprach, ging das <5d4H wied:r bis auf den Ssespiogel h'mab. on la ^g arn r Fahr', teiherte e3 fi.h einem gefaxiltlgeit, bc^enartig:n Körper, Le sen massiger Rumpf sich sUbevavau von d.n Fluter abhvb. Unheimlich fremdartig und drohend wirkte der ri.siae Meiallköcpec an dieser Stelle. Wellington Fvk sprach zuerst. _ . „Al'v hier schlvinunt der Mörder de) SceS. Schon hatte er den photographischen Apparat gerichtet. (Sitte Leuchtkugel entschwebte seiner Hand, stieg empor und badete die Landschaft für den tausendsten Teil einer Sekunde in einer lle^r- fülle ultravioletten Lvches. „Auch eskamost-.rt, mein lieber Georg! Nun weiter, zu der Strandkantel hm, von der sie morgen die Lei-chsnreden, halten werden. Georg Ifenbvandt lache .Lei te amerikanische Presse wird hier besser von dir bedient als damals in Pek.-nz. Ucbvljati, unter den ameci- ktzni chm Däst-n ist auch Mr. Francis Garvin, Nebst Tochter!" „Ah. du w.iht schon, schlauer Fuchse , Verabrede!ermaf?en." .Mit ihm oder d-er Tochters Wo denkst du hin. Der Alte verhält sich Brennhoizversteigerung. Aus den Waldungen der Stabt G letzen sollen versteigert werden, a) Bezirk des Försters Geisel, Giehen, Abt. 59), 60d, c und a und 61b Dienstag, den 11. März 1924, vormittags 97. Unr beginnend: 21,4 Rm. Kieferscheiter 145,3 „ Eiche-, Kiefer- und Fichteknvppel 65,1 „ Kiefer- und Fichtestöcke. Zusammenkunft: Alter Annetöder Weg 2. Schneise. b) Bezirk des Försters «rst. Forsthau» Hochwart, Licher Strahe 1. Donnerstag, d n 13. März 1924, vorm. 9l. Udr beginnend, Abt. 124 (Annaderg): 153,9 RM. Buche, und Eichescheiter 69.7 „ Buche,, Eiche- und Fichteknüppel 214,0 „ Duchereisig 21,6 „ Buche- und Fichtestöcke. Zusammenkunft: Alter Steinbacher Weg Fichteknüppel Buche- und Eichereisig Buche- und Fichtestöcke. „Ein rvundcrbareS Bild, Georg. Wir sehen eS heut das letztemal. 3d> kann begreifen, datz den Flug hierher schon öfters za deiner Erholung genvacht hast. Die dunkelnde,' Fluten mit den rofig-^t Lichtern der Abendsonite. Im Osten die unabschbarcm Rvhrhvrste. Ein Bild, jeb?6 Malerauge entzücken must. Dazu die toohl- tätige Ruhe et er unberührtem Natur Wie schade, dah daS alles verschviirdcn must! Schon morgen werden es etoige Rebe? iati> Dämpfe verhüllen.. . Dsch eins, Georg. Die Frage brennt mir schon seit langem auf dem Herzen. WaS ich bei unserer letzten Fahrt in der Steppe erlebte. . . Was ich in Peking sah ... ist danach das alles hier noch nottoendtg?" , Ich habe dich einen tiefen Blick bn meine Karten tun lassen, alter Fox, weil ich deine Der- schLi.^nhrit kenne . . . Deine Frage ist an sich berüchtigt Doch andere Gründe spielen mit, be- toegün mich das geschehen zu lassen, was morgen geschieht." Während Georg Ifenbrcmdt sprach schien alle AbfPaTnrung von tem zu weichen. (8c erhob sich und schritt in der Kabine hin und her. „Saö Programm für den morgigem Tag wurde früher erdacht als daS, was du gesehen. DaS P'.-vgramm aufzugehen, wäre in doppelter Htrsicht vermehrt. So gut kommt die Gelegenheit nie wieder, dte Augen des Mutterlandes Europa dauernd ablehnend. VteNeicht werbe ich hier einen Sprech mit ihm haben, durch den die Sache endlich ebne andere Wendung bekommt. .Gehört er nicht dem Weihen Orden an?“ „Leider nein! Sonst toüvöe er jetzt schon anders von mir denken. Sein allzu reger Gösch iftsftm läht ihm [eine Zeit für Ideale^ Sonst trauen seins Siedlungen an der Sterra Nevada nteht zum Teil in schwarze Hände geraten? .Armer Fox!" .Keine älr achs dazu. Keine Dange um mich Georg! Mit dem Alten werde ich fertig. Aber du? Hast du Nachricht von Ahmed über Maria?" Di: Zugs Iseirbrandts verfinsterten sich Schweigend schüttelte ec den Kopf. „Mut, Georg! 11 übermorgen find die Sachen hier Au Ende. Dann gehe ich selber für dich suchen." * . ♦ Am steilen, schilffreien Süduser des Dees erhob sich von mächtig n blumen^eschmückten Tri-- bünert um lenkt, di: Kanzel für den Festtag. Die Flaggen aller europäi chen Staaten und die Embleme der G. S. E. zierten den hochragenden Balkenbau. Wie einst um den Turm von Babel, so wogten auch biec alle Völker und Sprachen der Erde durcheinander. Ein ChaoS von Farben! Bunt waren die Trachten, bunt bis Gesichter. Heiter der Himmel und heiter die OK leiten. Den grössten Teil der Besucher stellten die Siedl.r aus den Kolonien der E. S. E. Zu Tausend n umbrandeten sie d e Tribüne. Weiter zurück Massen der alten Herren des Landes, der Kirgässen. Die Neugier trieb sie MWMWW-WN. Sin Roman auS dem 21. Jahrhundert von HanS Dominik. 4 riufnd) 166131*1« mit Küchenbenutzung gesucht Schriftliche Angebote unter 1590V an den Gießener Anzeiger erbeten. Billige seifen Große Stücke, 120 g 7,31 2.14 17,45 112 Derbstangen 7,31 ' Nuhreistg 156 Rm. 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